Hinter den Kulissen des Erfolgs von Tonies-Gründer Patric Faßbender | #Erfolgsstrategien 💪🏻
Shownotes
C-LEVEL INTERVIEW | Mit Tonies haben Kinder die Möglichkeit, digital und vor allem kindgerecht Hörspiele und Musik wiederzugeben. Was vor knapp 10 Jahren in Düsseldorf begann, ist inzwischen ein weltweit erfolgreiches Unternehmen und börsennotiert. Patric Faßbender ist zu Gast bei Joel. Der Vater zweier Kinder und CEO berichtet, was für ihn ganz persönlich Erfolg bedeutet. Außerdem erzählt Patric, mit welchen Prinzipien er seine Firma führt, aber auch mit welchen Rückschlägen er im Laufe seiner Karriere zu kämpfen hatte. Du erfährst... …Patrics persönliche Definition von Erfolg und Glück …wie Patric aufgewachsen ist …Patrics Leadership-Principles …Ups & Downs in Patrics Karriere …welche Themen Patric derailen …einen persönlichen Einblick in den Alltag des Tonies- CEOs …wie Patric Entscheidungen trifft …mit welcher Firmenkultur bei Tonies gearbeitet wird ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Selbstoptimierung: Wie ihr Schatten verfolgt digital kompakt-Macher Joel Kaczmarek regelmäßig erfolgreiche Personen und versucht die Säulen ihres Erfolgs nachzuzeichnen. In Bereichen wie Lebensführung, Gesundheit oder Finanzen erhascht er ungewohnt tiefe und ehrliche Einblicke. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Patric Faßbender, Co-Founder & Co-CEO Tonies __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:00:59) Was bedeutet für dich Erfolg? (00:02:48) Der Preis des Erfolgs (00:11:42) Wie bist du aufgewachsen? (00:19:00) Firmenkultur bei Tonies (00:26:01) Wie triffst du Entscheidungen? (00:37:56) Wie handhabst du Konfliktsituationen? (00:44:07) Einblick in den Alltag __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns 👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.Transkript anzeigen
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00:00:16: Hallo Leute, mein Name ist Joel Kaczmarek.
00:00:17: Ich bin der Geschäftsführer von Digital Compact und heute habe ich wieder einen sehr erfolgreichen und ich darf auch sagen gleichermaßen kreativen und sehr netten Menschen an meiner Seite nämlich den lieben Patrick Fassbender.
00:00:27: Patrick war bei mir schon mal im Podcast weil wenn ihr Kinder habt da draußen kennt ihr sein Produkt garantiert?
00:00:31: Nämlich die Toni Box!
00:00:33: Und ich möchte rauskriegen.
00:00:36: Wie ticket eigentlich jemand, der ein so erfolgreiches Produkt gebaut hat persönlich privat?
00:00:40: Also dahin gehen wir sich organisiert was für ein Mindset er hat.
00:00:43: wie sieht so ein typischer Tag von ihm aus?
00:00:44: aber auch insgesamt natürlich.
00:00:45: was bedeutet viel Erfolg, was macht ihn glücklich auf das man von ihm lernen kann?
00:00:49: und set being said lieber Patrick it's way too long.
00:00:51: schön dass du wieder da bist.
00:00:52: ja vielen Dank für die Einlage.
00:00:54: freue mich hier zu sein.
00:00:54: Es
00:00:55: ist auch gar nicht so leicht.
00:00:55: Du wohnst ja in Westdeutschland, würd ich mich nicht täuschen?
00:00:57: In Düsseldorf genau.
00:00:58: Ja guck, schöner Ort.
00:00:59: Ich starte die Gespräche immer gerne mit einer Doppelfrage nämlich als ich damit beginne die Leute zu fragen was bedeutet eigentlich für sie Erfolg?
00:01:06: wann empfinden Sie sich selbst als erfolgreich
00:01:08: wenn ich das jetzt auf das berufliche beziehe wenn ich mit dem was ich mache viele leute erreiche und die das positiv empfinden.
00:01:15: also wenn ich es konkret auf die Tonis runterbreche je mehr Kinder die Toni Box im Einsatz haben desto glücklicher und erfolgreicher fühle ich mich.
00:01:22: Also wenn es wenig Kinder gewesen wären,
00:01:24: z.B.,
00:01:24: was weiß ich?
00:01:25: Kinder mit Behinderung oder so etwas... ...oder Kinder mit einem Ausländer-Background oder was weiß jeglich was,... ...dann hättest du dich als nicht so erfolgreich empfunden?
00:01:31: Nein also das fing eigentlich damit an dass meine eigenen Kinder glücklich waren.
00:01:35: Deswegen bin auch angetreten damals die Box für meinen eigenen Kinder zu entwickeln.
00:01:39: aber unterwegs merkt man schon da viel Potenzial drin ist.
00:01:42: und dann ist ein Stück weit auch ein Geradmesser wie viele Kinder können mit diesem User Konzept was anfangen und nutzen dieses Produkt tagtäglich und häufig über einen langen Zeitraum hinweg Und dann fühlt sich das noch erfolgreicher an.
00:01:53: Ja,
00:01:54: fair!
00:01:54: Aber so wie du es gerade formuliert hast, hör ich raus... ...dass du Erfolg für dich nicht nur beruflich formulierst?
00:01:58: Nein
00:01:58: auf keinen Fall.
00:01:59: also ich glaube dass wäre auch viel zu kurz gesprungen.
00:02:01: Also Erfolg ist natürlich in allen Lebensbereichen wichtig, dass man den hat um ein gutes und glückliches Leben führen zu können.
00:02:08: Und wie sehr Erfolg für dich in anderen Lebensbereichen aus, zum Beispiel in deinem Familienleben oder als Privatmensch?
00:02:13: Ich weiß ja auch.
00:02:13: Erfolgt dann tatsächlich.
00:02:14: der richtige Oberbegriff ist.
00:02:15: aber da ich mit einem guten Freundeskreis gesegnet bin und da sich eine tolle Familie habe.
00:02:19: das sind glaube ich so mit die wichtigsten Themen.
00:02:21: Gesundheit natürlich auch ein sehr wichtiges Thema wird oftmals bisschen... Vergessen, aber ich glaube das sind so die wichtigsten Bereiche.
00:02:27: Und wie gesagt erfolgreich ist es vielleicht nicht unbedingt der richtige Ohrbegriff.
00:02:31: Ich wollte gerade sagen meine duale Frage ist mich sonst mal als die Leute auf der einen Seite fragt was empfindest du als erfolgreich und was empfindest du als Glück?
00:02:37: Und jetzt nicht Glück im Sinne von also englisch happiness würde man sagen.
00:02:41: Also höre ich daraus dass Happiness für dich wäre in großen Freundeskreis zu haben gesund zu sein eine gesunde und schöne florierende Familie.
00:02:47: Genau!
00:02:49: Ja, spannend.
00:02:50: Und ich meine es ist ja so, ich finde viele Menschen die dann auf so ein Leben gucken wie deines, die machen sich aber auch immer nicht bewusst was verbindet sich damit noch?
00:02:57: Also vielleicht ist fast ein bisschen negativ sozusagen zu sagen es gibt preises Erfolg, aber ein bisschen ist das ja so dass wenn man das schafft was du schaffst, dass man dann auch nicht frei davon bleibt oft Dinge zu verzichten zum Beispiel oder das auch mal Dinge anders laufen als man sie sich wünscht.
00:03:10: gab's bei dir sowas dass du gesagt hast okay Ich hab hier echt bin auf der Siegerstraße Aber auch die Sieger Straße hat eine Mautgebühr.
00:03:18: Ja, durchaus.
00:03:19: Also ich glaube das ist generell so.
00:03:20: die Menschen die etwas mit Leidenschaft vorantreiben wie ich das jetzt seit vielen Jahren auch bei den Tonismachen merkt manchmal gar nicht wie viel Energie man unterwegs verliert weil es eben sich trotzdem gut anfühlt.
00:03:30: aber der Akku wird immer leerer und ich hatte in der Tat vor zwei Jahren zum Beispiel eine Phase wo ich wirklich sehr sehr leer war muss mir gar nicht gut gehen ja auch für ein, zwei Monate kürzer treten musste um wieder den Akku aufzuladen.
00:03:42: Das habe ich total unterschätzt.
00:03:43: das ist glaube ich so.
00:03:44: der höchste preis sehen nicht dann wenn ich auf mich gucke bezahlt habe.
00:03:47: ansonsten es ist für mich schon wichtig dass einigermaßen im einklang zu haben die leidenschaftlich das produkt stecke und alles andere was mich umgibt und ich glaube, dass ich das einigermaßen hinbekomme.
00:03:56: Aber einfach ist das auch nicht im
00:03:57: Alltag.".
00:03:58: Und bei der Energielosigkeit, die du gerade beschrieben hast?
00:04:00: Da gibt es ja ganz viele Abstufungen!
00:04:01: Also Burnout ist so ein Ding was viele sagen, was viele kennen, Erschöpfungssyndrom... Manchmal hat's da wirklich nur eine Phase.
00:04:07: Wie war das denn bei dir?
00:04:08: Wie hast Du denn für Dich gemerkt?
00:04:10: Oh, da ist aber
00:04:11: was!".
00:04:11: Ich war von heute auf morgen antriebslos.
00:04:14: also bin quasi morgens fast nicht mehr aufgestanden und wusste nicht mal wofür ich eigentlich unterwegs bin und hatte keine Energie mehr.
00:04:22: Also wirklich antriebslos.
00:04:23: Und für jemand, der jahrzehntelang mit allem was er gemacht hat will ja immer positiv und voller Energie umgegangen ist auch immer wusste was er machen möchte das ganz schön erschreckend wenn er aufwacht und er weiß gar nicht mehr was er machten möchte.
00:04:36: diese Antriebslosigkeit die hat mich extrem umgehauen.
00:04:39: Das war dann auch ein Kampf da wieder rauszukommen muss ich sagen.
00:04:42: also als ich an dem punkt war Ich weiss nicht wie es dir geht und fairerweise vielleicht geht's dir ähnlich ich finde man kommt manchmal öfter hin Überzeugungstehter ist wie du und ich.
00:04:51: Das macht einem ja schon noch Angst, ne?
00:04:53: Ja so in dem Punkt war ich nur einmal im Leben zum Glück aber klar man ist auch mal erschöpft.
00:04:58: das wissen und das vertrauen darauf dass auf der anderen Seite dann auch wieder etwas auf dich wartet was dich voran bringt das hilft einem in solchen Situationen glaube ich ganz gut.
00:05:07: Aber das hatte ich in der Phase nicht Und deswegen war das so erschreckend und es hat ein bisschen gedauert bis ich da wieder das Vertrauen darauf hatte dass jenseits dieses tales was man dadurch streitet was Positives auf einwartet und etwas, was hier auch wieder mit Energie füllt.
00:05:20: Und wo du Energie reinstecken möchtest?
00:05:21: Was
00:05:21: war denn so dein erster Schritt eigentlich oder deine ersten Schritte?
00:05:24: Weil ich kenne es so man geht ja dann bisschen in so eine Introspektion.
00:05:26: Man guckt sich an irgendwie alles an erst bei sich selber dort um sich rum und dann stellt man sich über die Fragen, die man vielleicht vorher nicht gestellt hat wie war das bei dir?
00:05:33: Es konnte ich gar nicht.
00:05:33: Ich brauchte Zeit.
00:05:34: Ich brauche da ein paar Wochen wirklich Ruhe Und musst du den Kopf ein Stück weit unter Kontrolle bekommen, ausschalten wie auch immer.
00:05:40: Also wenn man das was wir glaube ich alle machen und viele die auch hier zuhören, wenn du in dem Jahr vierundzwanzig sieben immer on air bist, immer Feuer in dir spürst, immer Dinge vorantreibst, viel Leidenschaft hast dann ist das etwas was du grundsätzlich positiv empfindest und irgendwann ist ja vielleicht mal der Moment wo es dann einfach peng macht und dann ist es weg.
00:05:57: Ja, da brauchte ich wirklich Ruhe um dann langsam wieder meinen Körper und mein Geist in so einen Zustand zu versetzen Stück für Stück.
00:06:03: Der mich wieder rausgezogen hat aus dem Ganzen.
00:06:06: Ich weiß es ehrlich gesagt so retrospectiv auch nicht was da genau passiert ist.
00:06:09: Es war eine ziemlich wierte Zeit
00:06:10: Kein Coaching gehabt oder?
00:06:12: Ich habe einen guten Freund der Arzt ist mit dem ich mich da ausgetauscht habe.
00:06:15: Aber das hab' ich auch so ein bisschen gemieden Da jemand konkret aufzusuchen vielleicht auch aus der Angst vor der Wahrheit wie auch immer Ich glaub aber auch ein ganz gutes Gefühl glaube ich da.
00:06:22: Was ich machen muss In vielen Lebenssituationen Und auch da wusste ich eigentlich ist das Hauptthema-Zeit.
00:06:27: Ich brauchte einfach ein paar Wochen, zwei Monate Ruheabstand.
00:06:32: Und hatte das Glück dann auch mit Markus Mann mit Gründer bei den Tonys, zwei Monaten lang nicht wirklich stattfinden zu können und er hat mir die Rücken freigehalten, es hat mir auch die Ruhe gegeben, dass dann durchzuziehen.
00:06:43: Wie würdest du dich denn also prozentual verteilen?
00:06:45: Also wie viel bist du Kopfmensch, wie viele bist du Bauchmensch so?
00:06:47: Wie viel fühlst du, wie denkst du?
00:06:49: Denken fühlen?
00:06:50: Sehr viel Bauch sehr viel Emotion, Kopf ... Vielleicht ein Zehprozent, schlottig prozenter Leidenschaft.
00:06:56: Schon massiv, glaub ich.
00:06:58: Kopf vielleicht auch auf die Situationen?
00:07:00: Ich kann den Kopf durchaus dazuschalten und anschalten, so ist es nicht ... Aber im ersten Moment komm ich überm Bauch.
00:07:05: Ich hab's gefragt, weil du eben erzählt hast, musst du da erst mal meinen Kopf klarkriegen.
00:07:08: Ich musste erst mal verstehen was da passiert.
00:07:10: Es waren alles Worte, die sehr auf Koffebene sind.
00:07:12: Und ich hätte dich eher als Bauchtyp eingeschätzt.
00:07:15: War das wahrscheinlich für jemanden wie dich, der bauchgesteuert ist, ein Wake-up Call oder muss etwas Komisches gewesen sein?
00:07:21: Sehr komisch
00:07:22: ja, absolut!
00:07:23: Wie hast du dein Umfeld reagiert?
00:07:24: Deine Firma, deine Familie.
00:07:25: Wie ging's dir damit?
00:07:26: Super!
00:07:26: Also ich bin ja eh jemand der sehr offen ist in jede Richtung und hab das auch dem ganzen Team kommuniziert, sei schnell dass es mir nicht gut geht, regelmäßige Company-Meetings da habe ich davon auch erzählt und das wurde unfassbar gut aufgenommen.
00:07:39: Ich hab viel Feedback bekommen von Menschen die ich gar nicht so gut kenne, die eigene Erfahrungen geteilt haben.
00:07:46: also das war super und hat mich total darin bestärkt mit solchen Themen nicht so defensiv umzugehen.
00:07:51: Geht damit jetzt nicht hausieren, auch wenn ich gerade im Podcast wollte mich da schön hingeschubst hast ... Darauf eingehe aber es ist ja nicht das Wichtigste was ich zu erzählen habe.
00:07:59: insofern gehe ich da jetzt nicht marktschreierisch draus.
00:08:02: Aber trotzdem ist doch wichtig glaube ich so Themen nicht totzuschweigen.
00:08:04: und das war ein Teil der Story die wir haben bei eben auch dass es mir vielleicht mal etwas schlechter ging Und meine Erfahrung mit dem Team-Familie im Umfeld war extrem positiv
00:08:13: Weil ich weiß noch als ich das damals bei meiner Firma hatte.
00:08:15: dann musste sich dann irgendwie kommunizieren Ich mache einen Sebetikel zwei Monate.
00:08:20: Ich weiß noch, hab ich schon mal auch ein R erzählt.
00:08:22: Ich hab das erzählt und den großen Fehler gemacht, es an einem Tag zu ziehen, wo ich abends einen Event hatte mit irgendwie zweieinhalb Gästen.
00:08:30: Boah!
00:08:31: Dann bist du völlig alle, freust dich eigentlich nur noch, dass du zwei Monate aus dem Spiel nehmen kannst ... Und musst dann an einem Abend, ich glaub, achtzigmal beantworten was du denn in deinem Sebetikel machst?
00:08:39: Ob du was lernst oder was liest, ob du diehst als jenes.
00:08:42: Nee, nee, wir gucken so.
00:08:45: Also, finde ich, ist mittlerweile total salonfähig geworden.
00:08:48: Habst du was draus gezogen, dass du z.B.
00:08:50: auch so was wie Mental Health in einer Firma an das installiert hast?
00:08:53: Ja also wir haben People and Culture die Katja, die das bei uns verantwortet ein Team aufgesetzt und auch einen Denken und Handeln aufgesetzt, was doch stark darauf achtet Mitarbeiter auch in dem Thema zu begleiten oder ihnen Rahmenbedingungen zu schaffen über Kamen als App sportliche Aktivitäten medizinische Angebote, die wir machen um so bisschen klarzumachen ihr dürft hier gerne sehr viel Leidenschaft und Energie reinstecken aber ihr müsst euch selbst achten ... und überspannt den Bogen nicht.
00:09:18: Und das ist immer so leichter hingesagt, ... ... habe ich ja lange in Agenturen gearbeitet.
00:09:23: Da gab es das gar nicht!
00:09:24: Da waren Nachtschichten völlig normal... ... und Ausgleich dafür gab's natürlich auch nie.
00:09:28: Irgendwie fand man das selber toll,... ... dass man dann an dem Pitch drei Wochen lang rund um die Uhr gearbeitet hat... ... auf einem tollen Kunden.
00:09:34: Also ich hab da auch eine Historie was das ganze Thema angeht.
00:09:37: Es passt irgendwie auch zu mir.
00:09:38: aber wir haben natürlich als Unternehmer auch ne Verantwortung gegen unsere Mitarbeiter.
00:09:41: Ich find´s super wenn jeder voller Energie jeden Tag da reingeht.
00:09:44: Aber wir haben eben auch die Verantwortung, ab und zu mal Stopp zu sagen.
00:09:47: Und Angebote zu machen damit das Team realisiert jetzt müssen wir hier vielleicht auch mal ein bisschen vom Gas geben ist nicht einfach weil die brennen auch alles so schön bei uns alle lieben das Produkt und dass was sie machen und das ist so eine eigene Antrieb und das muss man manchmal eben von außen hören dass es jetzt auch mal gut ist.
00:10:00: ich kenne auch diese Durchlaufe jetzt das Story aus den Agenturen wenn's halt mal hieß wenn du so um neunzehn Uhr das Büro verlässt ach gehst du mittags Pause machen Furchtbar.
00:10:09: Jetzt will ich nicht noch weiter drin rumbohren, die Unangenehmes kannst du sowieso sagen?
00:10:12: Alles gut!
00:10:13: Aber was mich noch abschließend dazu interessieren würde ist gab es so eine... Überbordende Einsicht dazu, dass du gesagt hast.
00:10:21: Das erkenne ich.
00:10:21: jetzt ist so ein Wahnsignal.
00:10:23: also irgendeine Sache und wenn das wieder aufkommt weiß ich muss was tun.
00:10:27: weil zum Beispiel ist ja ganz oft so es hat ja gar nichts mit der Arbeitsmenge zu tun sondern manchmal teilweise mit ganz anderen Dingen dass man manchmal vielleicht eine Beziehung hat die irgendwie in Schieflage ist die toxisch ist oder dass man des Ausruhenes abschalten so runternimmt sowas.
00:10:41: Also es kam wirklich für mich damals aus heiterem Himmel.
00:10:43: Es gab keine Anzeichen, die mir geholfen hätten das vielleicht zu erkennen zumindest glaube ich dass nach wie vor so.
00:10:49: Das kam wirklich aus heiterem Himmel.
00:10:50: aber Ich würde sagen und daran arbeite ich tagtäglich zu schauen dass alles eine gute Balance einigermaßen gesunde Balance zu bekommen Auszeiten zu nehmen mehr Sport zu machen das mache ich viel in den zwei drei Monaten extrem viel laufen gegangen Und das hat mir extrem geholfene und das behalte ich bei mit kleinen Aussetzern.
00:11:05: Aber im Grunde genommen ziehe ich das durch und eben auch mal versuchen abzuschalten und den Kopf nicht immer mit Toniesthemen voll zu haben.
00:11:12: Aber das ist nicht so einfach, weil man es ja eigentlich auch gerne macht.
00:11:15: Also wenn man dich fragt was dein Sport ist dann?
00:11:17: Ist es Kadeo?
00:11:18: Ja also ich habe früher viel Fußball gespielt.
00:11:20: Das machen die Knochen aber nicht mehr mit.
00:11:21: Es juckt mich immer, aber macht das doch nur alle zwei drei Monate mal.
00:11:25: Ansonsten gehe ich viel laufen ab- und zum Fahrrad fahren.
00:11:28: Wie alt bist du?
00:11:29: Zweiundfünfzig.
00:11:30: Okay, ich merke das auch beim Fußballspiel.
00:11:31: Ich hab gemerkt, wenn er hier links der Tunig-Geräte schon wiegt... Wie alt
00:11:35: hast du jetzt?
00:11:36: ...neununddreißig!
00:11:37: Da meinst
00:11:37: du, da muss ich noch hier.
00:11:38: Die Farbe rückt sie ja?
00:11:39: Absolut!
00:11:41: Ja alright.
00:11:42: Okay cool lass uns doch mal so ein bisschen in die Ursprünge des Patrick hineintauchen.
00:11:47: Auf was zu einer Familie kommst du eigentlich?
00:11:49: Also gut bürgelig vielleicht würde man es beschreiben große Familie.
00:11:53: Ich habe drei Geschwister.
00:11:54: wir haben einen Pflegebruder sehr fleißige Eltern die selber eher aus einem Arbeiterumfeld kommen oder meine Eltern sind sehr früh älter geworden sehr früh schon mit siebzehn, achtzehn Verantwortung für eine kleine Familie.
00:12:06: Da kam meine großen Geschwister.
00:12:08: Das hat ihn glaube ich sehr geprägt und hat viel immer getan und geleistet um die Familie durchzubringen und hat vom CNC Dreher zum Betriebsleiter einer Getriebebauffirma hoch gearbeitet einen sehr wacher Kopf.
00:12:19: Ja so ein Umfeld glaube ich wo ich mich also man muss ja mal bei vier Kindern jedes Kind nimmt das komplett anders war.
00:12:24: das finde ich super spannend bei uns auch zu sehen.
00:12:27: Für mich war es ein Umfeld, in dem ich extrem gut meinen Ding machen konnte.
00:12:30: Ich habe mega Selbstvertrauen oder selbstvertrauen stimmt überhaupt nicht.
00:12:33: Ur-Vertrauen mitbekommen durch meine Eltern was ich klasse finde und sie haben ja absolute Freiheit gegeben mit dem was ich mit meinem Leben anfangen möchte, mich da machen lassen.
00:12:42: das war wahrscheinlich so mit das wichtigste und das hat mich immer schon sehr geprägt weil ich so dadurch auch eben mich ausleben konnte und Dinge machen konnte auch von denen ich selbst überzeugt war und ich durch meine Eltern irgendwo reingedrückt wurde.
00:12:53: Ein sehr tolerantes Elternhaus-Familie ist inzwischen über ganz Europa verteilt.
00:12:56: Also so im Großen und Ganzen glaube ich, ein Umfeld das super war für mich um eben auch irgendwann mal sowas wie die Touris zu machen wenn gleiches bisschen gedauert hat, dass ich mich dann tatsächlich mal selbstständig gemacht habe.
00:13:07: Was war der Beruf deiner Mutter?
00:13:08: War ihr Beruf Mutter?
00:13:09: Lange Zeit aber sie hatte Bürokaufrau irgendwann mal gelernt Dann lange Kinder erzogen und hat dann als meine Schwester und ich wir waren deutlichem Abstand an Kinder drei und vier Alten genug waren, hat sie wieder angefangen zu arbeiten.
00:13:20: Dass dann auch bis in die Rente hinein.
00:13:22: Ah
00:13:23: toll!
00:13:23: Du bist das Jüngste von den Kindern?
00:13:24: Nee ich wär's dritte.
00:13:25: Also dein Pflegebruder war der vierte?
00:13:27: Eigentlich der fünfte gewesen sogar aber ich hab noch eine Schwester halt.
00:13:30: ne also wir sind vier leibliche Kinder meiner Eltern und dann nochmal ein Pflege-Bruder von Freunden meiner Eltern für einen langen Zeitraum uns in der Familie gehabt.
00:13:37: Also waren wir phasenweise fünf.
00:13:38: Okay du warst Nummer drei
00:13:39: Ich war Nummer drei.
00:13:41: Hat man da dieses Ellenbogen Ding so kennst du das?
00:13:42: Die Sandwichkinder?
00:13:43: Ne überhaupt nicht.
00:13:45: Da waren meine älteren Geschwister, die sind acht, neun Jahre Älter.
00:13:47: Da war das nicht mehr notwendig, mich gegen sie durchzusetzen, weil als ich ... Sie waren im Konto der weniger schon aus dem Haus waren!
00:13:55: Und erklär mal wie funktioniert es mit einem Pflegebruder?
00:13:57: Das hört man ja selten.
00:13:58: Boah,
00:13:59: wie funktioniert das jetzt plötzlich da und daher vorher, wie gesagt, dass der Sohn von Freunden meiner Eltern gewesen, die aus privaten persönlichen Gründen irgendwann ihn abgegeben haben für einen langen Zeitraum Und den hatten wir schon vorher, war ein total netter Junge.
00:14:14: Auf einmal war er da und war Teil der Familie.
00:14:17: Das hat eigentlich super unkompliziert funktioniert.
00:14:19: Wie alt war der, als er zu euch kam?
00:14:20: Der war eigentlich zwei, eineinhalb, zwei schon.
00:14:23: War tagsüber häufig da und später dann auch Tage wochenmonatelang immer wieder.
00:14:29: Er war Teil und Mitglied der Familie damit uns zum Teil einen Urlaub vor usw.
00:14:33: Krass!
00:14:33: Aber ist dann auch immer wieder zurückgegangen?
00:14:35: Ja
00:14:35: genau.
00:14:35: Wie old war er denn?
00:14:37: Zurückgegangen, also immer mal zwischendurch.
00:14:40: weiter für eine Schule war, ist er wieder komplett zurück.
00:14:44: Aber Wahnsinn, sprich dir auch irgendwie ... So ein interessantes Elternhaus sehr offen und tolerant, klingt ja nach viel Liebe?
00:14:50: Ja, ich kann mich erinnern, dass ich mal aus dem ... hab ich, was war's, in der Schulleinfahrt oder so was zurückkam... Und dann war ein Freund von mir, der bei mir im Zimmer wohnte, weil er zu Hause Probleme hatte.
00:15:00: Und mein Alter hat ihr angeboten haben, dass er bei uns schlafen kann.
00:15:03: Dann kam ich nach Hause und mein Zimmer war okupiert!
00:15:06: Also solche Dinge waren bei uns relativ normal und spricht in der Tat, dass unsere Tür stand immer offen.
00:15:12: Das hat mir immer super gut gefallen aber hat auch dazu geführt, dass ich oftmals im Moment erbrauchte wo ich mich zurückziehen musste weil es zu laut war.
00:15:20: so viele Leute, zu viel Hackdeck und dann braucht ja auch mal so ein Rückzugsrauma.
00:15:24: vom Grundsatz her sehr offen.
00:15:26: Ich habe gerade gedacht das muss aber auch krass sein.
00:15:27: du kommst wieder und dann ist dein Kinderzimmer wie du das occupiert.
00:15:30: also macht das nicht auch Angst oder Frust oder Ärger?
00:15:35: Nö, das war ... Passiert ja nicht regelmäßig.
00:15:39: Nee, es hat eigentlich verwundert, weil so ein Gesamtbild passt.
00:15:42: Mein Vater ist jemand, der ... Es gibt Geber- und Nehmartypen.
00:15:46: Er ist ein absoluter Gebertyp.
00:15:47: Der hatte immer alles geteilt.
00:15:49: Man brauchte nur drei Sekunden angucken, dann hatte man es.
00:15:52: Nicht dass er alles gekauft hat, konnte uns gar nicht leisten, aber was er selber besaßt, wenn man zu lange hingeguckt hat oder das realisiert.
00:15:57: Dann hatte man plötzlich die Kamera oder den Hammer oder sonst was.
00:16:01: Und so hat sich das in anderen Lebensbereichen halt auch durchgezogen.
00:16:04: Das war immer sehr beeindruckend!
00:16:06: Aber solche Leute müssen ja mal aufpassen, dass sie nicht ausgenutzt werden?
00:16:08: Ja, das hatte ich auch lange im Hinterkopf aber am Ende des Tages ist die Rechnung der andere.
00:16:12: Ich glaube er hat wahnsinnig viel zurückbekommen durch diese Haltung.
00:16:15: natürlich wirst du auch mal enttäuscht.
00:16:17: Auf der anderen Seite sehen die Leute aber auch und honorieren, wenn da jemand so ein großes Herz hat und das würde ich bei ihm schon sagen so rückblickend.
00:16:23: Er hat auch viel mitgenommen dadurch.
00:16:25: War dir eine gläubige Familie?
00:16:27: Nee, ich bin zwar katholisch zwischen der Ostgetreten getauft und bin zur Kommunion gegangen ... Aber nee!
00:16:32: Ich glaube, zeitlang sind wir auch mal klassisch heilig abend in die Kirche gegangen
00:16:36: usw.,
00:16:37: aber mich hat das zumindest die Institution nie groß interessiert.
00:16:40: Ja ja,
00:16:40: ich finde auch das Bodenpersonal ist jetzt nicht so der Kracher.
00:16:42: Genau.
00:16:44: Ich find trotzdem manchmal ganz spannend, es entsteht ja ein Wertevaku um.
00:16:47: wenn die Kirchen jetzt irgendwie an Einfluss verlieren und das gab's halt früher noch eher dass man so Man sagt dann mal christliche Werte.
00:16:52: Viele sagen, ich hatte mit der Kirche nichts zu am Hut.
00:16:54: Aber diese christlichen Werte dessen ... Das ist so was ich feststelle.
00:17:00: Ja spannend und wie ist es mit deiner eigenen Familie?
00:17:03: Ich bin immer dafür dass man sowas jetzt nicht so breit trigg gerade wenn man wie du erfolgreich isst.
00:17:06: aber vielleicht kannst du so Big Picture geben.
00:17:09: verheiratet selber Kinder hab' ich jetzt gelernt.
00:17:10: hast du das Produkt in den Gewitt mit.
00:17:12: Genau Wie bist Du so situiert?
00:17:14: Ja verheiralte zwei Töchter die sind zwölf und fünfzehn Jahre alt.
00:17:18: genau Gutes, kleine nette Familie.
00:17:22: Viele Damen zu Hause.
00:17:24: Da kommt euch wieder der Show durch und ich wollte sagen, da kommst du nie ins Bad wahrscheinlich?
00:17:28: Wir haben zum Glück zwischen zwei Bädern, aber das war in der alten Wurde ein Problem.
00:17:33: Das ist natürlich für einen Vater, der nur mit Töchtern oder einer Frau gegeben ist.
00:17:37: Und wir haben noch eine Katze und ein Hund auch beide weiblich.
00:17:40: Irgendwie hört das nie auf ... Aber es ist alles gut so!
00:17:43: Ja sehr gut.
00:17:44: Hast du einen östrogeden geschwenken
00:17:46: Haushalt?
00:17:46: Scheiße!
00:17:47: Kommst du denn
00:17:50: so ein bisschen nach deinem Vater eigentlich oder bist du eine Mischung deiner Eltern?
00:17:53: Ist das ja ein Business Talk.
00:17:55: Nee,
00:17:56: ich versuche zu verstehen wie du so tickst.
00:17:57: Na
00:17:57: ja alles gut!
00:17:58: Ich glaube von beiden etwas.
00:18:00: Ich schätze das Geberthema von meinem Vater wahnsinnig muss ich sagen.
00:18:04: Es für mich immer Vorbild gewesen und ich merke aber da bin ich auf halben Weg.
00:18:07: Mein Vater hatte das komplett.
00:18:09: Das war so in ihm drin Und ich hab manchmal Momente, wo ich das vielleicht noch mal mehr betonen muss und mir selbst gegenüber klarmachen muss.
00:18:15: Dass es eine tolle eigene Art ist, dass ich noch mehr geben muss.
00:18:18: Aber ich bin auf dem Weg dahin ... Ich weiß nicht.
00:18:21: Wahrscheinlich bin ich in der Mischung von den beiden aber auch von meinen älteren Geschwistern zum Teil so ein Potpourri.
00:18:27: Aber richtig zu ordnen zu meinen Eltern kannst du mich nicht.
00:18:30: Würdest
00:18:30: du für deine Töchter einen Gastbruder aufnehmen?
00:18:32: Wenn er nett ist!
00:18:35: Doch klar.
00:18:36: Ich
00:18:39: hätte gesagt, das würdest du so verwenden?
00:18:40: Ich finde das super!
00:18:40: Also gerade so das Bild der offenen Tür find ich extrem wichtig und es ist auch etwas was wir versuchen zu leben dass Freunde von meinen Töchtern immer willkommen sind zu Hause, immer bei uns schlafen können, immer Zeit verbringen können und keine Ausnahme mit den Urlaub fahren und so... Ich glaube es ist gut, dass man sowas betont, dass das normal ist und was Positives ist und nicht irgendwie krampfhaft versucht wegzuhalten.
00:19:00: Wenn wir ein bisschen in deinem Wunsch nach mehr Business nachkommen, wie trägst du das in deiner Geschäftswelt?
00:19:04: Hier ist Prinzip der offenen Tür.
00:19:05: In dem
00:19:06: die Tür da auch über offen ist.
00:19:08: Also du bist immer gesprächsbereit meins damit?
00:19:09: Ja klar, ich mach!
00:19:11: Und so von der Kultur her seid ihr jemand, der irgendwie auch ein sehr familiäres Umfeld hat?
00:19:14: Also ich hab neulich einen Gründer gehört.
00:19:16: Der meinte zu mir, er findet es total schwer bei einer Firma von familiär zu reden weil Familie sucht man sich nicht aus und Familie ist bedingungslos ohne Blick auf Ambition.
00:19:24: deswegen ist das eigentlich schiefes Bild.
00:19:26: aber weißt vielleicht was ich meine?
00:19:27: Ja klar also Familie würde ich auch nicht gelten lassen eher Freunde.
00:19:31: Das ist bei uns ja auch historisch gewachsen.
00:19:32: als ich damals mit Markus angefangen habe waren die ersten Von den sehr ersten sechzehn Mitarbeitern glaube ich auch fünf Ex-Kollegen von Oggel wie damals die ich dann auch schon sehr lange kannte, lange mit ihnen zusammengearbeitet habe.
00:19:44: Und es waren schon Freundschaften und unterwegs kam immer mal wieder Leute aus dem Netzwerk dazu, mit denen ich auch befreundet bin.
00:19:51: Das ist eine Komponente, die uns auch auszeichnet ein Stück weit, dass wir das sehr wertschätzen.
00:19:56: aber ich will's nicht überstrapazieren.
00:19:58: Es sind viele Damen, mit den ich eben nicht befreunit bin, die trotzdem tolle Typen sind, aber man kann nicht mit jedem befreunden sein.
00:20:04: Aber Familie würde mir auch zu weit gehen.
00:20:05: Ich glaub, Freundschaft einen Team ausmachen mit viel Vertrauen miteinander umgeht.
00:20:12: Das ist das, was uns auch auszeichnet
00:20:14: ja.".
00:20:14: Ich
00:20:14: meine, werdet ihr mal so auf dein Leben zurückblickst?
00:20:16: Was waren denn die Menschen zu denen du aufgeschaut hast, denen vielleicht nach eifern würden oder wollen würdest?
00:20:21: So im Job waren es auch Leute, mit denen ich am Anfang vielleicht mal in Berührung kam in der Agenturwelt.
00:20:26: Mein erster Job war eine Online-Agentur in Düsseldorf als der neue Markt damals entstand.
00:20:30: und Herr Gründer Matthias Kowig viele Grüße.
00:20:32: Er lebt jetzt in Santa Monica.
00:20:34: Der hat mich sehr beeindruckt und ist auch ne achtzehn Jahre älter fünf Jahre, sechs sieben Jahre ältere als ich vielleicht.
00:20:40: Das fand ich sehr beeindruckend, wie er ein Start-up gegründet hat.
00:20:43: Der Migros gab's damals noch gar nicht, aber er eine Onlineagentur aufgebaut hat und später an WPP verkauft hat.
00:20:49: Wie er das gemacht hat?
00:20:50: Wir mit Team umgegangen ist mit Leuten die Energie gehabt hat.
00:20:53: Die hat mich sehr beeindruckt bis heute so dass ich oft an ihn denken muss wenn ich auch über unser Schaffen nachdenke.
00:20:59: Und mein Vater da ist er wieder sonst ein Stück weit auch weil er mir gezeigt hat, dass man mit viel Fleiß und viel Energie auch viel erreichen kann.
00:21:07: Und wenn wir das mal auf die Spitze treiben, gab es denn vielleicht für dich auch so Menschen wie du als deine Mentoren bezeichnen würdest?
00:21:13: Ich glaube nicht ehrlich gesagt.
00:21:15: Keinen den manche Leute haben mal so Mantras zum Beispiel.
00:21:19: Patrick Junge musste hier dort willst und dann musst du so machen links rum, nicht rechtsrum.
00:21:24: Nee da bin ich vielleicht zu simpel gestrickt für.
00:21:26: Keine Ahnung.
00:21:27: Vielleicht aus dem Fußball war tolle Trainer die ich hatte garantiert aber als Mentoren würde ich dir nicht bezeichnenden.
00:21:32: Aber jetzt über Sport auch hinaus teile Menschen waren die mich ein paar Jahre lang begleitet haben und den einen oder anderen Lehrer, Herr Großmann, bei dem ich so viel hatte ist einer gewesen der mir mit Sicherheit auch einiges mitgegeben hat was ich auch erst jahre später verstanden habe.
00:21:45: Aber als Mentoren würde ich sie jetzt nicht bezeichnen?
00:21:48: Nee eigentlich nicht!
00:21:48: Oder hat jeder die hierhin kommt irgendwie kann einen Pottburi-Amentoren aufzählen?
00:21:52: Ich weiß das gar nicht, also...
00:21:53: Viele?
00:21:54: Also oft ist es ja so mein erster Chef oder meinen Chef.
00:21:58: Viele kennen ja den Begriff Platzzebo, es gibt ja auch Notzebo.
00:22:00: Also wenn du jemandem einredest, er ist schlecht, fühlt er sich schlechter, wo das gar nicht ist?
00:22:04: So hier der Fisch den du da Rad gegessen hast, der ist schon drei Wochen drüber auf einmal, ist dir schlechter wo du gar nichts hast.
00:22:08: und ah nee doch nicht!
00:22:08: Ah ok super dann geht's mal wieder gut.
00:22:09: Und das gibts auch beim Mentorleichen.
00:22:11: festgestellt dass Leute gesagt haben, es gab für mich auch Leute die hab ich angeguckt Absurdismal minus eins Beispiel gehabt, wie ich nicht sein wollte.
00:22:18: So diese Negativbeispiele.
00:22:20: Aber so dieses klassische ... Ich hab den großväterlichen Typen gehabt oder Typinnen die mich an die Hand genommen hat?
00:22:25: Ich glaub nicht jeder!
00:22:26: Aber gibt's ja manchmal das ... Ach ja der war für mich eine prägende Person.
00:22:30: Vielleicht bei dir dein Vater.
00:22:32: Mit Sicherheit also klar ob es ein direkten Mentor ist weiß ich nicht aber absolut Ja.
00:22:36: Welche Rolle hattet eigentlich in deinem Leben wenn du mal zurückspitz Geld gespielt?
00:22:39: Keine große, ne?
00:22:41: Ich war nie und bin nach wie vor nicht geldorientiert sich das, was mich antreibt.
00:22:46: Klar, es waren bestimmte Dinge, möchte man haben, möchte machen.
00:22:49: dafür ist Geld notwendig und da hatte ich immer das Glück dass ich ganz gut über die Runden gekommen bin.
00:22:53: aber keine große.
00:22:54: also wir waren zu Hause und wir hatten okay Geld.
00:22:57: Es war jetzt nicht übermäßig viel aber auch nicht so dass wir irgendwo auf irgendwelchen Dingen verzichten mussten.
00:23:03: Ich hab mein Studium selbst finanziert, das war auch eine gute Erfahrung.
00:23:06: Weil man eben schon sehr früh auf eigenen Beinen steht und sich erstellen muss, dass es alles hinhaut.
00:23:10: Nee, Geld hatte eigentlich keine große Rolle gespielt über das normale Maß hinaus.
00:23:14: Und wo du normales Maß sagst?
00:23:16: Du hast ja immer von Sport geredet!
00:23:17: Wie weit hast denn du Sport getrieben?
00:23:19: Fußball jetzt zum Beispiel... Die
00:23:21: Laube bis ich fünfzehn war wollte ich noch Kofi
00:23:23: werden?!
00:23:24: Oh wow!
00:23:24: Also wollte ich!
00:23:26: Heute habe ich gedacht, das könnte irgendwie hinhauen.
00:23:28: Dann habe ich aber auch relativ schnell gemerkt, dass mir ein oder zwei Sachen fehlen, um da tatsächlich nur ansatzweise hinzukommen.
00:23:33: Aber ich habe auch relativ hoch damals in der Jugend gespielt und das war das, was ich eigentlich erreichen wollte.
00:23:37: Und dann hat mich bis dahin auch sehr geprägt drei-, viermal die Woche Training am Wochenende Spiel vielleicht noch ein Fitness-Training.
00:23:45: Es hat doch eine große Rolle gespielt.
00:23:46: Dieser Traum irgendwann mal auch irgendwo im großen Stadion zu stehen, der hat mich doch ein paar Jahre lang begleitet.
00:23:52: Welches war deine Position?
00:23:53: Ich habe eigentlich alles gespielt, aber meine Lieblingsposition war so defensives Mittelfeld
00:23:58: mit einem
00:23:59: schönen Spielaufbau verknüpft.
00:24:02: Aber man merkt du bist ein T-Player, hätt ich jetzt gesagt.
00:24:04: Ja also ich hoffe dass das viele sofort von mir sagen, aber ich glaube das im Teams und das hat mich eben beim Fußball so beeindruckt immer wieder Du kannst da super viel sehen, was später auch in den Unternehmen eine Relevanz hat.
00:24:16: Du brauchst verschiedene Fähigkeiten und verschiedene Charaktere.
00:24:18: Du musst Leute die andere auch gerne glänzen lassen und sich selber zurücknehmen.
00:24:23: Das sind schon viele Vergleiche, die glaube ich super gut passen.
00:24:26: Und ich finde Teams können per se wahnsinnig wichtig um erfolgreich zu sein.
00:24:30: Es ist selten nur einer einzelnen Person.
00:24:32: Bist du ärgeizig und kompetitiv?
00:24:34: Ärgeiziger bestimmt ein Stück weit aber nicht krankhaft... Kompetitiv gibt vielleicht Menschen, wo ich das irgendwie so ein bisschen habe.
00:24:41: Aber versucht es dann aber auch eher wieder kleiner zu machen.
00:24:45: Ich glaube nicht massiv, ne?
00:24:47: Ich bin ja so auf dem Wege, dass ich immer drüber nachdenke... ...ich bin ultra ehrgeiziger Typ und das mir fragt ist was Gutes.
00:24:52: Alle sagen immer Ja!
00:24:53: Und ich glaub auch, aber es hat ja auch eine Kehrseite der Medaille.
00:24:57: Manchmal versuche ich mir das noch so aufzuarbeiten.
00:25:00: Wie geht's dir damit?
00:25:01: Ja, viele gucken da vielleicht negativ drauf.
00:25:03: Deswegen hab ich ja noch mal so krankhaft ärgereizig das für mich dann denkbar negativ besetzt.
00:25:08: Ich find, ärgert sich solange so einen gewissen.
00:25:09: Rahmen ist auch eine Grundvoraussetzung, glaube ich um sowas was wir jetzt gemacht haben wie Toni es wirklich umsetzen zu können.
00:25:15: Sonst wird das wahrscheinlich schwierig.
00:25:17: Also ich kann nicht mit unambitionierten Menschen gar nicht.
00:25:20: Wird ich irre?
00:25:21: Aber ich mag ja auch gerne Motorsport und ich erinnere mich, ich habe vor kurzem ein Podcast vorgegeben mit Nigel Menzel gehört der bekannte Rennfahrer, der wurde auch Weltmeister, ich glaub ... Einen und Achtzig oder so.
00:25:31: Und es war einfach krass, das gehört!
00:25:33: Letzte Saison?
00:25:34: Also der hatte auch nicht mehr ... Der hat da keinen Cockpit mehr gehabt.
00:25:36: Von letzten Metern ist er Weltmeister geworden und er ist ein Jahr lang mit dem gebrochenen Fuß gefahren.
00:25:40: Okay.
00:25:41: Und da hab ich so gedacht, so what for?
00:25:43: Also überleg mal was der sich als Lebensgefahr, da wär schon sowieso das Auto fahren und dann so was dafür dass du in den Geschichtsbüchern dann stehst als Weltmeister.
00:25:51: Das ist schon ... weißt du was ich meine?
00:25:52: Ja ja klar.
00:25:52: Da fängt man an, das hinzufahren.
00:25:54: Wobei also ein bisschen verstehen kann ich das auch.
00:25:56: ne?
00:25:56: Wenn man das jahrzehntelang macht und das ist das Ziel, was du vor Augen hast, dann macht man manchmal bekloppte Dinge.
00:26:02: Kuppelt auf einmal mit rechts und so.
00:26:04: Crazy!
00:26:05: Wie bist du denn so als Typ eigentlich, was das Thema Entscheidungen treffen angeht?
00:26:09: Weil das finde ich etwas Spannendes bei Menschen.
00:26:11: Wie die Entscheidungen treffen, wonach nach welchen Maßstäben, nach welchem Abfläufen.
00:26:15: hast du da für dich so ein Schema?
00:26:18: Nee es ist auch da wieder wahrscheinlich sehr viel Bauch.
00:26:20: natürlich versuchst du um eine Entscheidung zu treffen dir möglichst viele Informationen heranzuholen verschiedenste Perspektiven wahrzunehmen und zu erkennen.
00:26:27: aber Ich habe ganz viel da auch immer wieder so Das Bauchgefühl was bei mir in der große Rolle spielt Prozessstrukturtyp weiß Gott nicht und dann ist das eben eine Komponente, die auch ganz gut funktioniert.
00:26:39: Nicht immer aber die ist wahrscheinlich mit die wichtigste bei Entscheidungen.
00:26:42: Aber klar jetzt treffe ich jetzt auch keine Entscheidung Obwohl ich selber sehe dass mir noch Informationen fehlen oder der Sachverhalt nicht eindeutig erkennbar ist.
00:26:50: Dann ist es blöd eine Entscheidung zu treffen.
00:26:52: aber es gibt ja viele viele Themen im Alltag.
00:26:54: Da kannst du dich so oder so entscheiden wie das eine noch das andere ist total klar schlecht oder gut und hab ich kein Problem damit in Entscheidungen zu treffen.
00:27:01: Ich bin sehr entscheidungsfreudig!
00:27:03: Und bist du so ein Typ wie ich, der das viel mit seinem Umfeld ausmacht?
00:27:06: Der vielen Diskussionen geht, der viel redet oder eher jemand stilles Kämmerlein und dann tadaa hier bin ich und jetzt machen wir
00:27:11: das?!
00:27:12: Nee
00:27:12: ist auf jeden Fall viel Austausch und da ist natürlich auch da wieder ne mein Mitgründer am Akkusstall Wir beide sitzen in einem Büro zusammen.
00:27:18: Wir hängen den ganzen Tag zusammen ab.
00:27:20: Wir fahren zusammen sehr oft mit dem Auto zur irgendwelchen Meetings.
00:27:23: Wir haben viel Zeit die wir miteinander verbringen oder werden Dinge sehr oft besprochen diskutiert.
00:27:29: Insofern ist er dort mit Sicherheit so einer der wichtigsten Personen, wenn es um Entscheidungen geht.
00:27:33: Aber auch darüber hinaus im Team.
00:27:35: Ist er eigentlich komplementär zu dir oder ist er genauso wie du?
00:27:37: Von ausmitrachtet sind wir sehr unterschiedlich.
00:27:39: Es gibt auch ein paar Felder wo wir uns unterscheiden.
00:27:41: aber du hast eben so ein bisschen Wertesystem angesprochen.
00:27:44: ich glaube da sind wir uns super, super ähnlich das für unsere Familie extrem wichtig ist Auch mit einer Haltung des Lebens zu gehen.
00:27:50: Da sind wir ja sehr nah beieinander und das ist auch der Grundverschau mich warum wir extrem gut inzwischen auch befreundet sind beste Freunde geworden sind.
00:27:57: Aber er wirkt konservative als ich.
00:27:59: Ich hab mir zwar die Haare inzwischen geschnitten, aber er läuft nicht mit Cap und Vans rum, sondern sieht ein bisschen anders aus.
00:28:05: Das ist das, was uns auch eben ausmacht, dass wir darüber zeigen, dass sie sehr unterschiedlich sind, trotzdem für das Gleiche brennen.
00:28:12: Was mir noch einfällt beim Thema Entscheidungen?
00:28:14: Vielleicht hast du ja auch mal Tipps oder so einen Angang wie gehst du mit Komplexität um?
00:28:19: Weil bei den Entscheidungen, die du treffen musst hat viel Impact.
00:28:22: So, wenn man jetzt USA ... boom!
00:28:24: Zack, fünfzehn Folge Effekte.
00:28:26: Wie gehst du so was an?
00:28:28: Manchmal ignoriere ich die Komplexität weil ich sie jetzt nicht mehr ausbaden muss.
00:28:31: Ich versuche es natürlich schon zu umgreifen und bei uns ist die Komlexitäten immer mega Herausforderungen seit Jahren schon, weil das Produkt viel komplexer als man gemeinen denkt.
00:28:40: Da sind so viele Themen miteinander verknüpft verschiedene Teams, die daran arbeiten dass wir da auch hohe Komplexitäten auf der Produktebene haben Und dann das Wachstum über die letzten Jahre, dass steigert auch die Komplexität auf der organisatorischen Ebene massiv.
00:28:53: Am Ende des Tages versucht er natürlich schon, die richtigen Teams auf die richtige Teilbereiche eines komplexen Themas zu setzen.
00:28:59: aber wir arbeiten immer noch intensiv dran und sind da weit von der perfekten Lösung entfernt um dann alles so zusammenzubauen, dass dieses komplexe Gebilde super gut funktioniert.
00:29:08: also ich glaube da können wir noch Schritte gehen.
00:29:09: aber da höre ich rechts und links von allen die in einer ähnlicher Situation sind dass das völlig normal ist.
00:29:14: Komplexität ist etwas, wo man auch ein Stück weit akzeptieren muss was du versuchen musst zu entlarven, zu erkennen verstehen und dann möglichst runterzubrechen und gemeinsam zu lösen.
00:29:23: aber ich glaube das ist ein Thema was immer da sein wird.
00:29:25: Ich
00:29:25: finde es war Anfang an bei euch krass weil ich meine ihr habt Hardware, ihr habt Software also Cloud was sehr viele auch gar nicht wissen.
00:29:31: Dann habt ihr die Figuren, dann habt ihr Design.
00:29:33: Das fand ich von Anfang an krass.
00:29:34: Wie alt ist Tonis jetzt?
00:29:35: knapp
00:29:35: zehn Jahre sind wir jetzt schon unterwegs so von Gründung bis jetzt?
00:29:39: ja
00:29:39: Und ist der Patrick vom Anfang ein anderer als der Patrick plus zehn?
00:29:43: Vermutlich nicht.
00:29:44: Also, natürlich ist das auch eine Entwicklung die man da durchmacht in manchen Bereichen.
00:29:48: In manchen bin ich aber eben auch noch total der Alte geblieben, würde ich schon für mich in Anspruch nehmen.
00:29:53: Aber klar!
00:29:53: Ich bin zehn Jahre älterne und spiel kein Fußball mehr.
00:29:56: Da hat sich schon einiges verändert um einen herum viel gelernt, viel mitgenommen.
00:30:00: Viel Erfahrung gesammelt.
00:30:02: aber wenn ich so den Kern gucke würde ich schon für mich in Anspruch nehmen dass ich mich da nicht verändert habe.
00:30:06: Es geht mir auch so und trotzdem hab' ich's oft Ich kann mir Sachen von vor einem Jahr von mir angucken und habe schlechte Schamgefühle.
00:30:11: Ja, das kann ich da auch vollziehen
00:30:15: Ja cool Aber trotzdem ist ja so der Punkt Wenn man wie ihr auch so eine Reise beschreitet Börsen und Tier dann auch ja Musset ihr euch ein bisschen verändern?
00:30:23: Und hat sich die Firma für dich verändert?
00:30:25: gab es auch einen Punkt wo du vielleicht gesagt hast ich bin nicht mehr der Richtige.
00:30:27: Das fühlt sich nicht mehr richtig an.
00:30:29: Ich
00:30:29: glaube irgendwann habe ich verstanden und da war auch Gesellschaft der Kreis.
00:30:33: Und wir haben einen weiblichen Coach, die uns dadurch super geholfen hat zu akzeptieren wenn man bestimmte Dinge nicht kann an dieser Stelle in der Funktion als CEO.
00:30:42: Dann sucht er die Leute, die das weghalten und sich darum kümmern das zu lösen.
00:30:46: Das ist total okay!
00:30:47: Das hat sehr geholften dann auch in den verschiedenen Phasen damit umzugehen.
00:30:50: Wir waren immer ganz gut Leute dazu zu holen die uns besser machen.
00:30:54: Das war immer, glaube ich auch eine Stärke von uns aber auch in unserer Rolle zu verstehen dass wir das Themenfeld vielleicht gar nicht so spielen und beackern müssen wie wir es selber mal gedacht haben sondern das können wir abgeben.
00:31:06: Es war ganz gut unter einem Geholfen dann unterwegs doch komplett bei dir selbst zu bleiben.
00:31:10: Ich glaub' dass wir an viele Dinge immer noch ähnlich rangehen.
00:31:13: Und jetzt egal ob im kleinen mittelständisch geprägten deutschen Gesellschafterkreis von vor acht Jahren Versus jetzt superweise Board-Meeting mit bestehenden Strukturen.
00:31:23: Ich glaube, dass wir da immer noch genauso ticken.
00:31:26: Genauso unterwegs sind, kommunizieren und auftreten.
00:31:30: Und ich finde es inzwischen auch als Stärke.
00:31:31: In der Zeit lang dachte ich mal, man muss sich da verändern?
00:31:34: Nehmen wir jetzt aber wahr, dass mir gerade dafür gewertschätzt werden, dass nicht anfangen plötzlich eine andere Haltung oder ein Dreherang in zwei seinen Tag zu legen.
00:31:42: Wer war euer weiblicher Coach?
00:31:44: Ich weiß nicht, ob sie das möchte.
00:31:45: Okay,
00:31:46: ich wollte grad Krets hier geben!
00:31:47: Ja, vornamen darf ich vielleicht sagen.
00:31:50: eine vielen Dank für tolle Momente, die wir mit ihr haben durften.
00:31:53: Und was waren die Sachen, die du von deinem Teller weggegeben hast?
00:31:55: Das ganze Org-Strukturprozessthema kostet mich immer wahnsinnig viel Kraft da am Ball zu bleiben und Dinge mitzudenken voranzutreiben weil ich da einfach nicht bin.
00:32:05: Ich bin halt eher ein Freigeist und brauche Freiheit und muss Dinge völlig anders angehen dürfen als dass vielleicht der Prozess oder die Struktur es vorgibt.
00:32:14: Das ist so ein bisschen der Spannungsbogen, den ich bei mir persönlich finde und das habe ich inzwischen ganz gut im Griff.
00:32:19: Das hat mich ziemlich genervt eine Zeit lang nicht zu viel mit solchen Themen beschäftigen zu müssen.
00:32:22: Bist du ein Künstler?
00:32:23: Nee,
00:32:24: würde ich glaube ich nicht sagen aber ich bin sehr kreativer Kopf.
00:32:26: Das würde ich schon sagen und das in allen Lebensbereichen.
00:32:29: Ich find's immer super!
00:32:30: Themen mal eben aus einem anderen Blickwickel zu betrachten und auch vor allen Dingen zur Hinterfragen, über neue Lösungen nachzudenken.
00:32:36: Und diese Erschöpfung, die wir am Anfang geredet haben, viel zufällig mit so was zusammen?
00:32:40: Mit einer Findungsphase, dass du gesagt hast, ich merke gerade dieser und jener Aspekt meines Jobs gefällt mir gar nicht.
00:32:46: Da muss ich mir nachher in etwas überlegen oder war das völlig unabhängig voneinander?
00:32:49: Nee, das war einfach nur zu viele Energien.
00:32:51: alles reingesteckt ist sicherlich auch in manchen Bereichen, in Bereiche auf denen ich keinen Bock habe.
00:32:56: Das ist aber nicht der Hauptpunkt gewesen sondern generell ... zu lange Energie in das gesamte Thema gesteckt zu haben und den Kopf immer anzuhaben.
00:33:03: Und da war natürlich auch ein Teilbereich, waren natürlich auch davon geprägt dass man über so Dinge wie Strukturprozesse nachdenken musste.
00:33:10: aber das war nicht der Hauptgrund.
00:33:11: Aber ich kenne beides.
00:33:12: Ich kenne sowohl dieses, ich mach was, das mich nicht glücklich macht und dann laugt einen das aus.
00:33:17: aber ich kenn auch dieses Always On im Kopf wenn man dann so Kopfkinoabend hat und sich die drei Meetings des nächsten Tages schon durchdenkt und so.
00:33:23: Ja genau, also ich kann mich noch erinnern dass ich in Urlaube gefahren bin mit tausend ... ja und am Ende des Tags das Ferienhaus mit Tausend Postes vollgeklebt war weil da ist die Portfolioplanung der Tonys USA war oder so.
00:33:33: und dann merkt man irgendwann so ein Punkt auch überschritten Da kriegt man den Kopf wirklich nicht mehr aus.
00:33:38: Und das war mein Thema.
00:33:40: Bist du jemand, der sich viel Sorgen macht?
00:33:42: Eigentlich nicht.
00:33:43: Aber ich merke jetzt ... da kommt das Alter vielleicht und spielt ein Stück weit mit rein.
00:33:46: Da bist du zum Glück noch ein bisschen von entfernt.
00:33:48: Aber du fängst natürlich schon an auch mit fünfzig Ende vierzig über bestimmte Dinge anders nachzudenken und auf einem familiären Umfeld passieren vielleicht mal Dinge.
00:33:58: Mein Vater hat Parkinsons.
00:33:59: Das ist ein Thema, was schwieriger wird in den letzten Jahren.
00:34:02: Kürzlich ist eine Freundfamilie verstorben in meinem Alter, ein guter alter Freund außerhalb im Himmel.
00:34:07: Solche Dinge machen einen Nachdenkliche.
00:34:09: und führen vielleicht auch dazu, dass man sich hier und dort eher mal Sorgen macht.
00:34:13: Weil man so ein bisschen die Unbekümmertheit verliert?
00:34:16: Aber das ist mehr bezogen auf so'n privates persönliches Umfeld.
00:34:21: Wenn ich das wieder auf den Beruf beziehe, mach ich mir Nullsorgen.
00:34:24: Also da bin ich komplett sorgenfrei.
00:34:26: Ich hab keine schlaflosen Nächte wegen Job oder Tonys.
00:34:31: Das habe ich noch nie gehabt und werde ich glaube ich auch nie haben weil ich darauf vertraue, Erdenkliche tun, um einen guten Job zu machen.
00:34:39: Das ist mehr als genug.
00:34:42: Natürlich gibt es eine Phase, die schwieriger sind und Herausforderungen sind aber wir stecken so viel rein.
00:34:46: Wir brauchen da keine Sorgen haben dass wir dort irgendwas vermissen lassen oder die äußeren Umständen uns komplett ausnocken werden oder das sind wir ganz gut durchgekommen jetzt auch in die letzten Jahre.
00:34:56: Da mach ich mir keine Sorgen, aber Sorge eher in einem anderen Feld.
00:34:59: Ist es so ein Typen-Ding, dass du das im beruflichen nicht hast?
00:35:02: Weil ich meine Anlässe gäbe genug, oh Gott hoffentlich verheben wir uns nicht am US-Geschäft!
00:35:06: Oh Mann, hoffentlich klappt der IPO.
00:35:08: was den Preis angeht... Schwierig, wir müssen den Einkaufsliste nächsten Jahr vorfinanzieren.
00:35:12: Wir müssen die Content-Planung machen.
00:35:14: Hoffentlich setzen wir auf die richtigen Pferde
00:35:15: etc.,
00:35:16: also du treffst jeden Tag Entscheidungen, die alle nach hinten feuern können?
00:35:19: Ich würde auch sagen so gefühlt seid ihr too big to fail was jetzt Kindermarkt angeht.
00:35:22: aber liegt es an dem naturell dass du damit nicht irgendwie mental belastet bist?
00:35:26: Ja ich glaube schon weil ich finde es gibt tausendmal schlimmere Sachen als dann da zu fällen.
00:35:31: wenn USA nicht funktioniert hätte Dann wär's doch gewesen gut Aber war trotzdem richtig die Entscheidung pro USA zu treffen.
00:35:37: Wenn sie nicht funktioniert hätte Dann hätte es halt nicht funktioniert.
00:35:43: Ich muss mir selber in die Augen gucken können und sagen, wir haben alles dafür getan.
00:35:46: Wir haben vielleicht hier und dort auch Fehler gemacht aber da bin ich dann noch komplett mit mir im Rhein.
00:35:50: Da bin ich glaube ja das ist ein natürliches Ding.
00:35:53: Ich finde aber generell sollte man das Thema dann auch nicht so hoch gewichten.
00:35:56: Natürlich viel dran, das soll nicht naiv klingen, aber es gibt wirklich Wichtigeres im Leben als an solchen Stellen schlaflose Nächte zu haben.
00:36:02: Ja trotzdem mutig!
00:36:04: Also finde ich bewundernswert weil... Wenn man wie du dann auch Verantwortung trägt für andere, ist ja auch mit jeder Entscheidung sozusagen Folgen für andere Familienbetreuung verbunden.
00:36:13: Klar aber deswegen bin ich da und muss permanent Entscheidungen treffen.
00:36:17: Und ich mach nichts fahrlässig oder mache alles aus einer guten Motivation heraus.
00:36:21: Und sicherlich auch manche Dinge falsch.
00:36:23: Ist nicht so dass sich da dann lachend durchs Leben weiterziehen würde.
00:36:26: also man wusst damit den Konsequenzen auch leben.
00:36:28: Aber du meinst ja eben noch vorhin das Thema Sorgen.
00:36:31: Sorgen mache ich mir deswegen nicht.
00:36:32: Ich würde es anders bezeichnen.
00:36:33: Und die zweite Achse der Sorgen, die du gerade aufgemacht hast.
00:36:36: War das so dieses typische Ding?
00:36:37: Die Mauer mit Fünfzig, wo man im Kopf gegenknallt und was so viele haben?
00:36:41: Ja ich würde es jetzt nicht an dem fünftigsten Geburtstag festmachen, der dummerweise genau in der Coronazeit oder mal Anfang Corona war.
00:36:48: Das war sehr trostlos!
00:36:50: Nee, es hat sich jetzt nicht on dieser Zahl manifestiert.
00:36:52: Es waren glaube ich eher äußere Geschehnisse um einen herum... wie gesagt Familie, Freundeskreis wo einem einfach nur mal bewusst wurde.
00:36:59: Diese jugendliche Unbekümmertheit die einen jahrelang trägt, Jahrzehnte lang trägt... Du kommst jetzt in eine Phase wo die so ein bisschen schwindet und das beschäftigt einen und macht einen vielleicht auch ein bisschen sorgenvoller wenn du dann noch eigene Kinder hast.
00:37:14: und dann wird er glaube ich eher mal so moment oder kommt zum Moment wo der einfach merkt wow da ist jetzt etwas mit dem ich so nicht gerechnet habe was du jetzt erstmal verarbeiten musst was dann auch alles geht.
00:37:23: Man muss es dann auch da annehmen, man ist eben keine Dreißig mehr.
00:37:26: Er hat dadurch vielleicht sogar ganz neue Qualitäten und Möglichkeiten und Optionen kann ein bisschen entspannter auch in gewisser Weise durchs Leben gehen.
00:37:32: aber klar dann kommt so eine Phase.
00:37:34: ich glaube das kennt jeder würde ich jetzt mal behaupten der irgendwann mal damit konfrontiert wird dass der Unbeküpert hat, wer geht.
00:37:41: Man merkt dann auf einmal das Glück zerbrechlich ist und auch Gesundheit dazu.
00:37:45: Ich meine es ja auch ein bisschen so ... Fünfzig wird er gerne als die Halbzeit irgendwie empfunden.
00:37:49: Dann wurde die erste Halbzelt gespielt und wie spielt man jetzt die zweite?
00:37:52: Ja, ganz cool wenn's die halbzeit isst!
00:37:56: Wie sieht ein Patrik in Konfliktsituationen aus?
00:37:58: Ich glaube auch zu schnell mit einem hohen Energielevel was ich aber zwischen guter Kontrolle habe Aber sehr schnell im Lösungsmodus auch.
00:38:05: Hohes Energielevel heißt Kulärische
00:38:07: Nekulärisch null, überhaupt nicht.
00:38:08: Aber sehr präsent, sehr aktiv, sehr kommunikativ ... nekulärischen Null.
00:38:15: Das würde mich sehr überraschen, wenn jemand, der mich als cholerisch bezeichnet wird, manchmal mit einem Hang zu leichtem Aktionismus, den ich aber dann schnell wieder kontrolliere.
00:38:26: Vor allen Dingen auch nach Lösungen suchend und das funktioniert ganz gut!
00:38:32: Was sind denn eine klassischen D-Raila?
00:38:35: Ich glaube, wenn genau Leute nicht zuhören.
00:38:38: Wenn sie sich nicht die Mühe machen auch eine andere Meinung gelten zu lassen oder zu hören.
00:38:42: Da bin ich sehr empfindlich, wenn Leute nicht bei der Sache sind, wenn sie nicht teilnehmen... Also ich finde es immer total schade, wenn da Leute zusammenkommen und da Leute sitzen, die merklich abwesend sind und glauben in dem Moment, obwohl sich viele andere die Mühen machen, da vielleicht zusammenzukommen und an einer Sache zu arbeiten dann raus nehmen zu müssen.
00:38:59: das find' ich mal schade.
00:39:00: Das zieht mich immer runter, finde ich nicht gut.
00:39:02: Ist für dich ne totale gute Antwort?
00:39:03: Hab ich ja noch von keinem gehört, aber kann total gut nachvollziehen.
00:39:06: Und da muss eigentlich Corona für dich die Hölle sein?
00:39:08: Weil man die gekacheln sieht in so einem Online-Meeting und dann sieht man wie die Leute, wie E-Mails zippen.
00:39:12: ist, spruchbar oder?
00:39:13: Ja, total!
00:39:14: Also ich kann das selber glaub' ich gar nicht.
00:39:16: Wenn ich in dem Meeting sitze auch mal... Das meine ich ein bisschen immer zu hundert Prozent an.
00:39:20: Sonst kann ich rausgeben, sonst macht's keinen Sinn, das brauche ich dann nicht sitzen.
00:39:22: Und wenn man das selber immer so macht, dann erwartet man das manchmal auch zu viel vorn anderen.
00:39:26: Aber genau das ist schon sehr...
00:39:31: Wenn du gerade schon so über deine Konfliktführung auch im privaten Freundeskreis
00:39:34: redest,
00:39:35: wie schaffst du denn generell dir ein soziales Leben zu bewahren?
00:39:39: Weil ich finde das gar nicht so einfach wenn man vorne anjuppert.
00:39:42: Ich selber habe einen Bedürfnis danach meinen Freundes Kreis zu sehen in Kontakt zu bleiben weil mir sehr viel bedeutet den Austausch-Berauch mit den Leuten.
00:39:52: Deswegen ist es gar nicht schwierig.
00:39:53: Ich hab einen engeren Freundeskreis und drei Jungs die alle viel unterwegs sind, viel arbeiten aber wir schaffen es trotzdem zwei Wochen ungefähr in Düsseldorf, dass wir was essen gehen oder trinken.
00:40:03: Und das ist so ein Rhythmus, den wir uns beibehalten.
00:40:06: Der ist mir total wichtig und wenn ich dann an dem Tag mit treffe zu eigentlich mal Donnerstags ... Wenn ich da unterwegs bin, dann versuch mal irgendwie etwas zu schieben und die anderen auch.
00:40:14: Da sind ja alle vier sehr daran interessiert aus auf die Beine zu stellen, dass für uns sehen.
00:40:19: Also es geht eigentlich!
00:40:20: Mir ist das wichtig.
00:40:22: also deswegen schau' ich's auch.
00:40:23: Ich
00:40:23: hab das jetzt auch auf Druck meiner Frau eingeführt, dass Donnerstag immer der Zocker-Donnerstag is'.
00:40:26: Ja.
00:40:27: Also ich kann das verstehen... Wobei mir bei The Way auffällt, wo du immer von der Base Gip erzählt hast.
00:40:32: Bist du eigentlich Skater?
00:40:33: Nee, früher bin ich natürlich ein bisschen Skateboard gefahren.
00:40:36: Paar Jahre lang ... Aber das stand so im Konflikt mit Fußball.
00:40:39: Ich hatte dann immer Bänderdehnung
00:40:40: und
00:40:41: dann hab ich's reduziert.
00:40:45: Und habe jetzt einen Longboard, dass ich ab und zu mal nehme und dann ein bisschen fahren gehe.
00:40:50: Aber hier wär nicht mehr so der klassische Skater.
00:40:53: Gut!
00:40:53: Wenn wir uns langsam mal dem Ende nähern, was sich jemand wie dich fragen muss ist... Du hast mit Kinder Bildung auch zu tun, mit Kinderunterhaltungen.
00:41:01: Wie bildest du dir deine eigenen Kinder?
00:41:03: Gerade was Digitales angeht so Stichwort Händen, die Sucht und
00:41:06: Co.?
00:41:06: Das ist bei unserer fünfzehnjährigen tatsächlich ein Thema.
00:41:10: Und da merkt man wie wahnsinnig wenig Mittel und Möglichkeiten nur noch hast dort einzugreifen in dem Alter.
00:41:16: Eigentlich geht es aus einem permanente Konflikt- und Auseinandersetzung zu dem Thema.
00:41:21: Ich sehe viele im Umfeld, die da einbrechen schon viel eher einfach machen lassen... Ich glaube es ist ja so nichts Neues, dass das wahnsinnig unterschätzt wird.
00:41:29: Dass gerade Handysucht TikTok mit den Algorithmen die Jugendlichen dermaßen reinzieht in ihr System.
00:41:37: Das was daraus resultiert noch gar nicht richtig absehbar ist.
00:41:40: Es ist ein einziger Kampf ehrlich gesagt an der Stelle.
00:41:42: da geht's nicht mehr um Bildung Richtung meiner Tochter-Ideal-Pfeil sondern eigentlich sie versuchen davon wegzuhalten mit guten Argumenten, die sie nicht hören möchte.
00:41:52: Eher eine Auseinandersetzung, ne permanente.
00:41:54: So in den Jahren zuvor ist es einfacher und deswegen bin ich auch so unfassbar dankbar dass wir sowas wie die Tonys machen weil wir eben Eltern und Kindern die Möglichkeit geben möglichst lange weg zu bleiben von einem Smartphone was natürlich auch ein tolles Produkt ist.
00:42:07: das ist ja auch klar dass da viele Themen extrem gut gelöst sind.
00:42:11: dann dass es tolle Apps gibt und tolle Möglichkeiten auch Kinder weiterzuentwickeln oder sich selber weiterzu entwickeln.
00:42:17: Aber oftmals wird digitale Kompetenz verwechselt mit Tick-Docknutzung.
00:42:21: Das ist nicht dasselbe, aber der bewusste Umgang war nicht was im Einsätze, was ich konsumiere wie lange, wie ich das hinterfrage.
00:42:28: Darum geht es am Ende des Tages und das passiert auf allen Ebenen nicht nur, was digitale Endgeräte angeht.
00:42:33: Und so wertemäßig?
00:42:34: Was sind so Werte die du deinen Kindern vorleben möchtest?
00:42:36: Auch da wieder Offenheit, Toleranz, das glaube ich bei uns ein wichtiges Thema.
00:42:41: Tür muss immer auf sein.
00:42:42: Dann vor allem auch erneugierig zu sein... wie Spigirik auch in manchen Phasen natürlich nicht ganz so als Teenager.
00:42:49: Nicht das oberste Gebot, Menschen zu mögen, Freundschaften zu pflegen.
00:42:53: Ich glaube, dass etwas was super wichtig ist, zuzuhören, zu kommunizieren.
00:42:57: Bist du streng?
00:42:58: Ich von mir würde überhaupt eher nicht aber wahrscheinlich würden meine Töchter das an der einen oder anderen Stelle sagen.
00:43:04: also ich glaube was so das Grundthema ist und das kennen wahrscheinlich andere auch die selbstständig sind Da ich immer und permanent Entscheidungen treffen muss, neige ich auch zu Hause dazu.
00:43:13: Zu schnell irgendwie lösungsorientiert unterwegs zu sein
00:43:15: ... Oh ja, stimmt!
00:43:17: Und zu wenig Raum für einfach nur, ich will irgendwas mal loswerden zu lassen?
00:43:22: Ich bin dann direkt im Okay verstanden, das sind drei Optionen ABC, welche willst du haben.
00:43:29: Das interessiert manchmal eben überhaupt nicht darum geht's, sondern manchmal überhaupt nicht.
00:43:32: Da bin ich dann merklich, dass sich den Hebeln nicht so gut umlegen kann.
00:43:39: Total gute Beobachtung, ich glaube es ist wahr.
00:43:41: Man kennt ja auch so.
00:43:42: dieses Phänomenes hat mir mal jemand beigebracht da war ich am Studium glaub' ich dass sie meinte weißt du schon ey Mann ihr Männer gesetzt und er tippen Wenn eine Frau einem Mann ein Problem erzählt dann will sie nicht von ihm ne Lösung Dann will sie einfach nur gehört werden.
00:43:53: Ja So in die sparte Felder so bisschen
00:43:55: Ja unbedingt.
00:43:56: das ist ja auch total richtig oder vollziehbar.
00:43:58: Aber man kann's halt wenn man zig Stunden am Tag genau anders tickt Und arbeiten muss und leben muss Auch nicht von heute auf morgen oder in der Sekunde wieder rum zwitschen.
00:44:07: Das ist halt nicht ganz so einfach.
00:44:08: One more thing, eine letzte Sache.
00:44:10: Was ich zum Ende mal ganz spannend finde ist, Menschen wie dich durch ihren Alltag zu begleiten.
00:44:15: Wollen wir einmal so einmal durchdeklinieren?
00:44:17: Wie ein typischer Tag von Patrick aus sieht!
00:44:20: So einen typischen Tag gibt es gar nicht richtig weil der zum Glück unglaublich abwechslungsreich ist.
00:44:24: aber ich versuche mal einen vielleicht in Düsseldorf wenn ich hier nicht aufreisen bin relativ früh aufstehen weil ich ja schulpflichtige Kinder habe dann einen Kaffee trinken.
00:44:33: Dann gehe ich meistens sogar noch im Umweg durch den Hofgarten ins Büro dann die Möglichkeit hat, um mich an der frischen Luft zu bewegen.
00:44:42: Über ein paar Dinge nachzudenken und Podcasts zu hören.
00:44:44: Manchmal sind es in dreißig vierzehn Minuten, holen wir noch mal Kaffee.
00:44:47: Befrühst du dich aber nicht?
00:44:48: Nee!
00:44:49: Und dann hole ich mir meistens eine Kleinigkeit beim tollen Bäcker direkt im Büro Bulle.
00:44:54: Da hole ich meistens dann was.
00:44:56: Okay ins Büro und dann ist der Tag von dem Wochentag abgeprägt vom Tourfixers-Meetings ein paar Video Calls, die wir haben.
00:45:03: Ich gehe mittags nicht raus als selten mittags was.
00:45:07: Du ist morgens nicht und mittags nicht.
00:45:08: Ja,
00:45:08: tatsächlich durch halt immer.
00:45:10: Je nachdem.
00:45:10: Die versucht dann relativ früh auch am Nachmittag nach Hause zu kommen um so ein bisschen die Kinder noch nach der Schule im Alltag zu sehen.
00:45:17: also wenn ich in Düsseldorf bin wie gesagt.
00:45:19: Und macht mir hin und wieder auch was mit meinen Kindern k- und fahr mit zum Tennis Training oder sowas in Richtung.
00:45:24: Also wenn du sagst naberechtest es ist so sechzehn Uhr?
00:45:26: Genau.
00:45:28: Und manchmal mich aber auch bis sechs sieben im Büro das hängt von Meetings ab und irgendwelchen Themen.
00:45:33: Dann koche ich zu Hause.
00:45:35: Ich bin bei uns der Koch, ich koch fast immer und total gerne, weil mir das auch total hilft, zu entspannen.
00:45:40: Was ist dein bestes Gericht?
00:45:41: Ich glaube es hört sich so simpel an aber ist gar nicht eine Bolognese, glaub ich.
00:45:47: Aber die Herausforderung meiner drei weiblichen Familienmitglieder sind alle Vegetarier... ...und dann mach' ich mal zwei eine für mich, die nicht vegetarisches und eine für den Rest der Familie!
00:45:58: Ja, und dann hab ich meistens danach noch mal so eine Stunde zwei, wo ich auch was wiederum für Tonys mache.
00:46:05: E-Mails checken, Dokumente lesen, kommunizieren ...
00:46:09: Deine Frau bringt die Kinder ins Bild.
00:46:11: Die wollen niemandem mehr.
00:46:14: Die geht nach uns!
00:46:16: Da hörst du mal was Ich für ein Altersklasse zu haben?
00:46:18: Okay fair... Aber wann hast Du Zeit für deine Frau?
00:46:21: Ja, das ist ab Wochenende.
00:46:23: Aber es ist im Moment relativ schwierig, so ein Klassisch-Quality-Time zu finden aber das kennen wir... Wir machen schon auch viel zusammen, Nina arbeitet Zuhause.
00:46:31: War das nicht die Designs für die Kunstmache?
00:46:33: Genau, die ist Illustratorin also ist inhaltlich an vielen Themen auch an Bord.
00:46:38: Arbeitet zu Hause wie gesagt.
00:46:39: deswegen sehen wir uns immerhin viel im häuslichen Kontext weil ich ja auch immer mal wieder einen halben Tag zu Hause arbeite.
00:46:46: Aber wir haben selten in den letzten Jahren Zeit gefunden mal wirklich Zeit für uns zu haben.
00:46:51: Aber da wir beide auch mit Leidenschaft unsere Themen vorantreiben, kriegen wir das ganz gut verpackt.
00:46:54: Ich glaube ich würde nicht sagen dass unsere Beziehung drunter leidet aber manchmal wünscht mir uns schon mal einfach nur mal einen Wochenende irgendwo zu zweit und ohne irgendwelche Sachen im Kopf, aber das ist im Moment gar nicht so einfach zu realisieren.
00:47:07: Ich habe immer die spannende Feststellung gemacht, da schließt sich dann der Bogen.
00:47:09: am Anfang frage ich die Leute was findest du erfolgreich?
00:47:11: Was findest Du?
00:47:12: macht dich glücklich?
00:47:13: Dann sagen Leute mal glücklich mach mich meine Familie!
00:47:14: Und dann haben wir hinten raus, redest über den Tag und dann merkst du dem was sie glücklich machen die wenigste Zeit einrollen.
00:47:19: Dann hatte ich irgendwann eine befreundete Unternehmerin, die sagte, das ist nicht so ein Bayes.
00:47:22: Dass die Leute was sagen und dann nicht leben?
00:47:25: Sondern es ist manchmal auch so ... Das traut man sich gar nicht auszuformuliert, dass es einen so gibt, wenn du in dieser Zone bist auf dem Arbeitsthema, derbe stimuliert, das schon glücklich macht.
00:47:35: Das hast du aber nicht als erstes im Kopf, wenn man sagt, was mach dich glücklich!
00:47:38: Ja total.
00:47:39: Da wir das beide haben ein Stück weit, also Nina sitzt manchmal bis zwei Uhr morgens und illustriert.
00:47:44: Wahnsinn.
00:47:45: Weil sie das auch liebt.
00:47:46: Deswegen fehlt beiden.
00:47:48: nachlässig in irgendeiner Form, weil er vielleicht selber auf dieser Job-Ebene Defizite hat oder so.
00:47:53: Da ist in der Tat viel Glück auch dabei.
00:47:55: Was illustriert ihr denn noch aus euch mal frechgefragt?
00:47:57: Macht
00:47:57: wahnsinnig viel aber macht auch viel Verpackungsdesign für Cosmetikindustrie und sowas in Richtung.
00:48:02: Aber wir sind das gewohnt.
00:48:04: Wir haben uns eine Agentur kennengelernt.
00:48:05: Also irgendwie
00:48:06: ist klar dass wir ehrlich denken und
00:48:09: ähm ähnliche Lebensweise auch haben und präferieren.
00:48:13: Abschließend gefragt, warum musst du noch reisen?
00:48:15: Also was sind für dich Reisetermine?
00:48:16: Muss man auf so Messen oder irgendwelche Produkte angucken.
00:48:19: Oder warum reißt du überhaupt noch?
00:48:20: Es ist ein bisschen messen und zu Glück wieder war es schön.
00:48:23: Nürnberg war total nett mal wieder viel aus der Branche zu sehen.
00:48:27: Ab und zu meine Podcast-Aufnahme.
00:48:29: Zu Produzenten fahren, Verhandlungen führen, begleiten, Gesellschafta treffen.
00:48:34: Markus macht sehr viel Investorengeschichten.
00:48:36: da bin ich mehr oder weniger raus das hab' ich gesagt.
00:48:38: Das ist jetzt nicht so mein Steckenpferd.
00:48:42: Markus mach das ganz gerne.
00:48:43: deswegen passt das auch super zusammen.
00:48:46: Teams treffen, wir haben ja inzwischen in Paris London und in Santa Cruz Büros.
00:48:51: Teams sitzen auch hier in Berlin, in Hamburg.
00:48:53: Optimal Glieder treffen und vielfältigste Geschichten eigentlich und das ist das was ich auch total liebe.
00:48:57: also von Anfang an Lizenzgeber treffen Menschen zu treffen über Tonys auszutauschen Über neue Dinge sich auszutauschen Und dass jeden Tag mit verschiedensten Menschen Das ist schon ein großes Geschenk.
00:49:08: dafür bin ich sehr dankbar.
00:49:09: Bist du eigentlich ein Promi mittlerweile?
00:49:11: Wenn Leute dich treffen, musst du auch mal so einen Beutel und ein Jute-Sack mit fünf Figuren beihaben.
00:49:15: Ach ja hier ich hab ne neue Figur für dich!
00:49:17: Nee also davon glaub' ich lichterlich entfernt.
00:49:20: aber es gibt manchmal so skurrile Situationen da wird man erkannt weil vielleicht irgendjemand gerade eine Artikel gelesen hat wo ein Foto von uns drin war.
00:49:27: Das schönste waren wir auf dem Obi Parkplatz in Düsseldorf da tatsächlich jemanden rein schon Postartikel geliesen und guckte die ganze Zeit zu mir rüber und ich überlegte ob ich wieder in der Schule war oder woher ich den kenne.
00:49:38: Irgendwann kam er rüber und weinte, dass seine Tochter ihm auch mal gerne Hallo sagen würde.
00:49:43: Weil sie ein totaler Tony-Fan ist oder so was.
00:49:46: So war es natürlich schön aber passiert wirklich äußerst selten!
00:49:49: Weil ganz ehrlich, wenn du auf irgendeiner Cocktailparty bist und das machst du so.
00:49:52: Ah ja ich bin der Erfinder der Tonys.
00:49:54: Was?
00:49:55: Das muss doch so ein Ding sein!
00:49:56: Ja
00:49:56: aber ich versuch das schon irgendwie zu vermeiden ehrlich gesagt.
00:49:59: Ich bin halt nicht so scharf drauf das hier direkt vorzuhalten und zu erzählen.
00:50:03: Ich versuche das eigentlich immer zu beschiffen.
00:50:05: Du musst einfach in unseren merkwürdigen Fachworten reden.
00:50:07: So ja ich mache hier so harte Gummifiguren... Na gut, Patrick.
00:50:13: Es war mir ein Fest!
00:50:14: Es hat viel Spaß gemacht mit dir und ich glaube du bist genauso ein guter Kerl wie ich vorher dachte und ich mich jetzt bestätigt fühle.
00:50:19: Ich habe
00:50:19: Glück gehabt, vielen Dank dir.
00:50:21: Aber es hat doch Spaß gemacht, danke dir.
00:50:22: Danke dir.
00:50:23: Nicht dass du dich beweisen müsstest aber vielen vielen Dank!
00:50:28: Danke dir!
00:50:35: Wenn du mit uns noch erfolgreicher werden möchtest, abonniere uns auf den gängigen Podcast-Plattformen und hey!
00:50:42: Je größer wir werden desto mehr Menschen können wir helfen.
00:50:46: Also erzähl doch auch deinen Kolleginnen und Kollegen von uns.
00:50:50: Bis zum nächsten Mal.
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