Thomanns Erfolgsrezepte für digitales Wachstum | #Transformation 💻
Shownotes
C-LEVEL INTERVIEW | „Wir erschaffen das inspirierendste Kauferlebnis für Musiker:innen”. Thomann ist der größte Online-Store im Bereich Musik in Europa. Aber nicht nur das. Sie bieten ein umfassendes Angebot, das einen Besuch bei ihnen, egal ob im Store in Treppendorf oder auf ihrer Content-Plattform, zum Erlebnis werden lässt. Genau so faszinierend, wie Musik selbst, ist auch ihr Erfolgsgeheimnis. Ein großer Teil ihrer Mitarbeitenden sind selbst Musiker:innen und lassen die Begeisterung zur Musik auch in die ständig kreative und technologische Weiterentwicklung des Geschäfts von Thomann mit einfließen. Du erfährst... …wie Thomann in die Digitalisierung einstieg …wie Mitarbeitende abteilungsübergreifend das Geschäft voranbringen …was Thomann zur Content-Plattform macht …wie Thomann neue Kund:innen über Social Media generiert …wie Thomann weltweit Produkte verkauft …wie Thomann einen permanenten technologischen Wandel ermöglicht …welche technologischen Neuheiten Kund:innen erwarten …aus welchen Fehlern Dr. Christian Maaß am meisten lernte ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Digitalisierung: Joel und sein Co-Moderator Fabian J. Fischer, Geschäftsführer bei der Digitalberatung Etribes, nehmen dich mit an Bord, wenn sie mit bekannten mittelständischen Unternehmen darüber sprechen, wie diese ihre Digitalisierung umsetzen. Mit dabei bei jeder Folge: erfahrene Unternehmer:innen und Expert:innen. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Fabian J. Fischer, CEO Etribes Group 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Christian Maaß, CDO & MD Thomann Music __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:04:20) Zentrale in Treppendorf: Fluch oder Segen (00:06:26) Digitalisierung bei Thomann von Anfang an (00:16:59) Geschäftskultur und Vertrauen an die Mitarbeitenden (00:19:02) Wettbewerb und weltweite Logistik (00:24:48) Wie werden Kund:innen auf Thomann aufmerksam (00:33:29) Was sind die Herausforderungen von Thomann am Markt __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns 👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.Transkript anzeigen
00:00:00: Digital Compact.
00:00:01: Heute aus dem Bereich Digitale Transformation mit deinem Moderator Joel Kaczmarek.
00:00:07: Los
00:00:07: geht's!
00:00:08: Hallo Leute, mein Name ist Joel Katschmarek.
00:00:17: ich bin der Geschäftsführer von Digital Compakt und hab mich heute mal wieder mit dem lieben Fabian J. Fischer vom E-Trips zu einem Deep Dive Transformation verabredet.
00:00:25: was heißt das?
00:00:25: Er und ich schauen uns ja gerne Unternehmen an die wir für erfolgreich halten oder von denen man tolle Dinge lernen kann.
00:00:32: Im heutigen Fall ist das sogar thematisch sehr nah an meinem täglichen Geschäft dran.
00:00:35: Wir reden nämlich mit dem lieben Christian Maas, der ist CDO bei Toman und Toman is ja ein großartiger Laden eine großartige Anlaufstelle wenn man sich wie ich oft für Musik-Equipment interessiert.
00:00:46: wenn man Instrumente mag und wir wollen heute mal lernen und verstehen Wie sind die denn eigentlich zum Nummer eins Online-Händler für Musikinstrumente und Zubehör gefordert?
00:00:55: Was war dafür alles notwendig, was haben sie getan?
00:00:57: wie sah die Transformation aus.
00:00:58: Und also heute glaube ich ein praxisnaher und bunter Ritt.
00:01:02: That being said lieber Fabian erst mal schön dass du da bist moin!
00:01:05: Moin moin Was spielst du denn von Instrument wenn überhaupt eins.
00:01:08: Ich habe in der Grundschule immer Gitarre gespielt.
00:01:10: Heute spiele ich leider kein Instrument
00:01:11: mehr
00:01:13: Doch heute spielt so die ganze Klaviatur des digitalen.
00:01:15: Ja
00:01:16: I try
00:01:17: Ja, cool.
00:01:18: Und von Christian hab ich schon gelernt, du spielst unter anderem Po-Saune.
00:01:20: Du bist auch Kunde quasi?
00:01:21: Ganz
00:01:22: genau!
00:01:22: Ich bin selber Kunde und habe schon sehr viel Geld gelassen.
00:01:25: Meine Frau ist Musikerin und Pianistin.
00:01:28: Da ist man sofort in der hohen Preiskategorie bei uns.
00:01:31: also ich muss schon bluten.
00:01:33: Oh okay da hilft selbst ihr Mitarbeiterwatt nur noch überschaubar viel mit dem Grundsummen.
00:01:38: Wie gehste denn eigentlich ran wenn du jetzt mal aus so einer Cocktailparty bist und die Mann sagt was machst du dann so?
00:01:43: und dann sagst du ja ich bin hier CDO, ach wo denn?
00:01:44: Dann sagst Du bei Tommon und ach was is denn das?
00:01:47: Wie antwortest du denn dann?
00:01:48: Ja,
00:01:48: relativ einfach.
00:01:49: Wir klagen von eigentlich emotionalen Produkten ist eigentlich meine erste Antwort darauf.
00:01:53: das heißt wir verkaufen Musikinstrument und als ich den Hans-Thoman kennengelernt habe hat er mir auch erzählt warum das so emotional ist.
00:01:59: jetzt zum Beispiel wie gesagt wenn alle Politiker auf der Wilde ein Instrumentspielen würden geben es keine Kriege ist glaube ich viel Wahres dran Und der Musik bringt halt Menschen zusammen.
00:02:09: Insofern ist das eine sehr, sehr emotionale Branche und auch sehr, very emotionale Produkte.
00:02:13: Das macht sehr viel Spaß!
00:02:15: Wir sind im Markt für Instrumentenhandel- und Zubehöraktiv.
00:02:19: Ja krass, ich hab das immer gar nicht so gedacht.
00:02:20: Ich hab mir gedacht es sei ein Nerd-Eck weil ich natürlich nur für die Mikrofonen dahingehe und für die Mischpulte und für den Cloudlifter und weiss ja nicht was da bist du dann halt immer in der Techbubble Diskussion drin.
00:02:29: aber klar wenn so ein Gitarrister kommt oder ein Pianist oder ein Posonist dann geht das irgendwie wahrscheinlich ganz anders ab.
00:02:34: Definitiv!
00:02:35: Sechzig Prozent unserer Kunden sind ja auch Musikhautie.
00:02:38: anderen vierzig Prozent wie geht's du?
00:02:40: Sind tatsächlich Kunden, die gibt's gar keine Instrumente gekauft haben dann gehts viel mehr um Audio, um Licht Beschallungstechnik.
00:02:47: Insofern sind wir da ganz gut breit aufgestellt, was sicherlich auch ein Vorteil ist, wenn man die letzten Jahre reflektiert, wo mal eine Corona-Krise hatte, wo wir im letzten Jahr politische Unsicherheit hatten, das hat uns, glaub ich, ganz gut geholfen?
00:02:57: Ja, guck, Fabian!
00:02:58: Also, wenn du hier HochzeitsDJ werden willst ... Du kriegst ja die gesamte Licht- und Musikanlageler nicht.
00:03:03: Gib mir doch noch mal einen Gefühl, Christian.
00:03:05: Wie euros is denn Thomas eigentlich?
00:03:07: Was macht dir so'n Umsatz?
00:03:08: Wie viel online offline oder wie seid ihr da so aufgestellt?
00:03:11: Welche Länder?
00:03:11: Wie viele Mitarbeitende?
00:03:13: Das, was du sagen darfst, kannst du nicht.
00:03:15: Ja, natürlich gerne.
00:03:16: Vielleicht fange ich mal allgemein an um Thomas auch ein bisschen den Musikbranche einzuordnen.
00:03:21: Wenn wir jetzt über Musikinstrumenten sprechen gibt es weltweit ungefähr so einen Umsatz von zwanzig Milliarden und der große Brockenfeld auf die USA hat.
00:03:30: Die USA sind Musikerland Und die anderen verteilen sich relativ gleich auf China und Europa, jeweils immer so vier Milliarden, je nachdem welche Statistik du guckst.
00:03:39: Davon in Europa von diesen Vier-Kommer noch was Milliarden empfalten ungefähr so einen Prozent fünf auf Deutschland.
00:03:46: Und Thoman in dieser Branche hat jetzt im letzten Jahr ein nette Umsatz von einem Prozent vier Milliarden gehabt mit tausend achthundert Mitarbeitern.
00:03:53: Das entspricht dann ungefähr einem pro Kopf umsetzen an einem Riesel von roundabout siebhundersiebzig Tausend Und von diesem Umsatz werden ungefähr so'n ninety- acht, neunzig, fünf Prozent komplett online erwirtschaftet.
00:04:05: Das heißt unser Ladengeschäft, den wir nach wie vor haben, der auch nach wie vorher sehr wichtig ist, können wir vielleicht noch mal drauf sprechen, wie wir zum Thema stationellere Handel stehen.
00:04:13: Je nach Monat spürt er auch zwischen eins Komma sechs Eins Komma acht Prozent des Umsatzes ein.
00:04:20: Wow!
00:04:20: Mega!
00:04:20: Wo sind eure Zentrale?
00:04:22: Dies in Treppendorf.
00:04:23: Wem das nicht sagt die nächstgrößere Stadt ist Bamberg, dass es in Franken Das heißt, wir sind hier sehr im Grünen aufgestellt.
00:04:31: Weil da kann man ja schon mal eintauchen ist so der Standout für euch?
00:04:35: War das mehr Segen oder mehr Fluch?
00:04:37: Na gut, es ist ein bisschen der Historie geschuldet und das heißt geschulded, dass war natürlich auch Glück.
00:04:41: die Gründerfamilie.
00:04:42: also Hans-Thomas selbst kommt hier austreppen läuft.
00:04:44: er wurde geboren zehn Meter entfernt ungefähr von wo ich hier sitze und sind in der Region hier groß geworden.
00:04:52: Ist da Segen oder Fluch?
00:04:53: Ich glaube, in den fünften Jahren, wo das Unternehmen gegründet wurde, war es durchaus ein Segen.
00:04:57: Der Vater vom Hans war ein begnadeter Trompetenspieler und ist tatsächlich noch mit dem Motorrad durch die Gegend gefahren.
00:05:04: In Bayern hast du ja eine sehr starke Blas Musikerfraktion und das war sicherlich auch einer der Gründungssteins Unternehmens wie es halt gewachsen ist.
00:05:12: Nichtsdestotrotz arbeiten wir heute natürlich ein bisschen anders.
00:05:14: Die gesamte IT ist komplett hundertprozent remote.
00:05:17: Wir haben auch in Berlin ein Office und sind aber sehr flexibel aufgestellt.
00:05:23: Das Remote-Konzept als solches bei uns, auch mit einem Push from Corona hat sich natürlich weiterentwickelt.
00:05:29: Bei uns die Kollegen, die tatsächlich im Store sind – wir haben noch zwei Hundert Mitarbeiter, die wirklich im Lokal Ladengeschäft arbeiten.
00:05:36: Die arbeiten aber auch teilweise nur zwei Tage in diesem Store, wo sie Kunden beraten.
00:05:41: Die anderen drei Tagen sitzen Sie halt bei uns im Büro oder zu Hause am Telefon und beraten unsere Kunden international.
00:05:48: Das skalieren wir ein bisschen auf unser Marktwissen und können gleichzeitig den ganzen Tag... Arbeitgeberkonzept dort anbieten.
00:05:55: Insofern Segen und Fluch zugleich, wobei ich glaube in der Summe fühlt sich das ganz gut an und wie gesagt wir arbeiten ja nicht so dass alle Entwickler bei uns im Treppendorf jetzt ankommen.
00:06:06: es ist auch immerhin in achtzehn Kilometer vom Bamberg entfernt.
00:06:08: Treppendov als solches Hundertfünfzig Einwohner.
00:06:11: Das ist jetzt nicht so.
00:06:12: der Hotspot für Digitalspezialisten da musste ich einfach anders aufstellen.
00:06:16: das wird schon vor sehr langer Zeit eingeleitet.
00:06:19: Insofern ist das auch nichts Neues, dass da Kollegen von uns in Berlin oder in anderen Homeoffice-Zentralen sitzen.
00:06:26: Cool!
00:06:26: Und wenn du mal so Revue passieren lässt ... Was hieß denn bei euch eigentlich Digitalisierung?
00:06:31: Oftmals ist es ja so, dass das nicht ein Schalltagdinge ist.
00:06:34: Oh, heute ist der siebzehnte zweite.
00:06:36: Ab jetzt machen wir die Digitalisierung, sondern das geht so nahtlos übereinander über und es hört nie richtig auf.
00:06:42: Was würdest du sagen, was eure Reise war, die ihr als Digitalisierung bezeichnet würdet?
00:06:46: Gut,
00:06:46: ich würde's gar nicht als Digitalisierung bezeichnen, ehrlich gesagt.
00:06:49: Ja, okay.
00:06:49: Ich glaube die Herausforderung ist du musst ständig an deinem alten Denkweisen und deinen Horstigen im Kopf rütteln, dass dir den Markt nicht verpasst ne?
00:06:56: Und das hat glaube ich bei Thomas sehr, sehr früh angefangen.
00:06:59: Das lokale Ladengeschäft, das gab es ja immer schon.
00:07:02: In九zehundsechsenneunzig gab's aber auch schon die ersten Versuche mit Viotext und BTX.
00:07:06: Es hat nicht ganz so gut geklappt.
00:07:08: Ende neunzig wurde dann der erste Store selber entwickelt und seitdem ist Thomas online, insofern Digitalisierung ist ja jetzt nicht so das wir jetzt die letzten zwanzig Jahre nie online waren.
00:07:18: Im Gegenteil es war nicht einer der ersten Online Shops, die es in Deutschland gab.
00:07:22: aber innerhalb der Digitalisierung gibt es meines Erachtens nachher verschiedenste Digitalisierungswellen auch Und erst gab es den großen Dotcom-Crash, da hat Thomas aber einfach weitergemacht.
00:07:32: Weil das Wirtschaftsmodell, das Businessmodell war halt einfach positiv und zu dem Zeitpunkt Mitte der zweitausender Jahre kamen wir diesen ganzen Web zwei Nullprodukte auf wie man sie damals gesagt hatte.
00:07:41: Da war Thomas eigentlich auch sehr früh dabei, zu seinen sehr frühen Zeiten Rezensionen und Nutzerbewertungen einzufügen.
00:07:48: Auch verifizierte Nutzerbewertungen, das heißt alle Nutzer Bewertung waren von Anfang an sehr früh geprüft und validiert.
00:07:54: Dass es kein Fake ist, dass du Vertrauen aufbaust.
00:07:57: Das ist sehr wichtig gerade wenn du als ein hochpreisiges Sortiment hast wie wir das ja teilweise haben.
00:08:01: Das waren so die ersten Sachen.
00:08:03: Dann war schon sehr, sehr früh auch in Mitte der zweitausender Boot-Amazonie auch groß.
00:08:07: Da ging es auch bei Thomas schon sehr früh darum, wenn eine Bestellung an einem Tag reinkommt möchte sie spätestens am nächsten Tag eigentlich bei uns im Wenn haben, das er ausgeliefert wird und die nächste Digitalisierungswelle kam dann für mich eigentlich nach der Finanzkrise, also ab zwei Tausendzehnte ungefähr, wo dann verstärkt alles Richtung Mobile ging.
00:08:24: da war Thomas auch immer am Anfang relativ stark dabei.
00:08:27: Insofern ist Digitalisierung kann nicht ein letztes Projekt vorhaben Und häufig lenkt der Begriff Digitalisierung gar nicht auf den Kern ab.
00:08:34: Der Kern ist eigentlich, was tust du jetzt eigentlich Gutes für den Kunden?
00:08:37: Und wenn du das für ein gutes für den Kund tust, hoffentlich hat es dann auch einen positiven Impact entweder auf die Umsatzseite oder auf die Kostenseite... oder auf ein anderweitig gelagendes strategisches Ziel.
00:08:47: Und insofern war das jetzt hier nie ein Thema, dass wir uns digitalisieren müssen.
00:08:51: Es war eher eigentlich anders herum, dass Thomas von Anfang an eigenentwicklung betrieben hat.
00:08:56: also mein Vorgänger Sven auch dieser Stelle sehr schön begrüßt hat zu einem sehr frühen Zeitpunkt angefangen selber Software-Lösung zu bauen weil der Markt einfach noch gar nicht da war.
00:09:05: Es gab nicht ohne Auto, ohne weiteres Bestellsysteme von der Stange, die die Bestellvorstellige generieren.
00:09:12: Welche Quantitäten du jetzt eigentlich am besten schaffen musst?
00:09:15: Das heißt in diese Logiken hat man hier sehr früh rein investiert und einfach mit einfachen Mitteln.
00:09:21: Es wurden halt einfach SQL-Skripte geschrieben.
00:09:23: Und das finde ich auch gut weil in der Einfachheit liegt ja auch Klarheit Und mit sehr einfachen Dingen kann man, glaube ich auch, sehr große Stellhebel drehen.
00:09:32: Das hat bei Thoma ein sehr gut geklappt und insofern eine sehr lange Antwort zu einer sehr kurzen Frage zum Thema Digitalisierung.
00:09:40: Aber vielleicht noch mal zur Einordnung.
00:09:41: Euer heutiger E-Commerce-Anteil findet ihr ausschließlich bei euch im eigenen Store statt, also im eigenen Online-Shop oder seid ihr auch auf Marktplätzen vertreten?
00:09:49: Wir sind eigentlich nicht auf Marktplatzen verbetreten.
00:09:52: wir haben einen kleinen Testballon in den USA aber eigentlich ist es hundert Prozent unserer Umsatz im eigenen store.
00:09:58: ist eine bewusste Entscheidung nicht auf Marktplätze zu gehen.
00:10:01: das werden wir weiter so beibehalten.
00:10:03: wir haben eher einen anderen Schritt gemacht.
00:10:05: wir haben uns früh Gedanken darüber gemacht wie können wir unsere Reichweite den Point of Sale steigern und sehr, sehr früh in Content Portale investiert.
00:10:13: Das heißt Thomas betreibt ja gerade aktuell ungefähr so dreißig Content Portales wie Kopfhörer.de, Amazoner.DE
00:10:19: usw.,
00:10:20: das Musikerboard sind Communities und es macht für uns natürlich hochgradig Sinn.
00:10:25: warum klar?
00:10:26: zum einen ist der SCO Reichweite aber der Suchprozess ist ja das Interessante.
00:10:30: Wie sucht ein Kunde eigentlich noch einem potenziellen Produkt?
00:10:32: Und bei bestimmten Produkten das du halt sehr emotional auseinandersetzen.
00:10:37: Du fängst an zu suchen, du liest, du guckst dir Videos da drüber an und wenn du diese Videos auch selber produzierst und dort neutrale Portale hast wo wir nicht mal irgendwie ganz laut Tom anschreien die sind ja wirklich neutral.
00:10:48: Hast du eigentlich eine gute Möglichkeit zu einem sehr, sehr frühen Zeitpunkt schon erste Beziehung zum Kunden aufzunehmen?
00:10:54: Und wenn der Kunde zu deiner Seite kommt, ihn auch entsprechend abzuholen.
00:10:57: Ich frage es ja immer wie Christoph die Musikladen Romantik skaliert?
00:11:01: Was uns sehr wichtig ist diese Liebe fürs Detail und das hat bislang bei Thoma immer sehr gut geklappt.
00:11:06: Okay um das alles so zu bauen.
00:11:08: also du hast beschrieben die unterschiedlichen Phasen die es sogar auf die unterschiedliche Welle der Digitalisierung.
00:11:14: Das heißt ja auch, dass man immer wieder gucken muss das richtige Talent die richtigen Fähigkeiten.
00:11:18: Das Richtige auch im Hintergrund am Start zu haben damit man diese Wellen surfen kann, die da so entstehen.
00:11:23: Wie habt ihr das gemacht in der Vergangenheit und wie seid ihr aktuell auch aufgestellt hinter den Kulissen?
00:11:27: Muss ich differenziert darauf antworten je nachdem was digital Geschäfts sprechen oder wirklich über die Produkte die wir haben Also nach meinem dafür halt Natumann auch ein kleines internes Flywheel geschaffen.
00:11:40: Was meine ich damit?
00:11:41: Zum einen sind fast alle bei uns sehr, sehr viele.
00:11:44: Sehr, sehr gute Musiker!
00:11:45: Das fängt bei Hans an.
00:11:46: Hans ist sogar auch Instrumentenbauer für Blechinstrumente.
00:11:49: Er ist ein Neffe auch bei uns in der Geschäftsleitung und spielt auf den deutscher Meisterschaft mit der Bamberg-Brassbandmit.
00:11:55: Also wir haben sehr, viel Leute bei uns vor Ort die einfach Profimusiker sind – auch im Store.
00:12:00: Warum erzähle ich das?
00:12:01: Das ist halt sehr wichtig wenn du Produkte verkaufen möchtest.
00:12:04: Die Kunden möchten ja wissen sprechen sie mit einem Profi.
00:12:07: In der Streicherabteilung ist übrigens die häufigst gestellte Frage spielen Sie selbst als Instrument.
00:12:11: Sehr wichtig.
00:12:12: Zum einen haben wir erst mal sehr viele Musiker selber vor Ort.
00:12:16: Zum anderen haben wir dann irgendwann angefangen, weil Kunden gesagt haben hey die Reparaturen dauern ein bisschen lange, wenn man das zum Hersteller schickt, selbst auch Reparaturaufträge durchzuführen.
00:12:24: Wir halten ja also eigene Servicewerkstellen pro Tag, haben ungefähr so zweitausend Serviceaufträge, die reinkommen wo wir noch einen Anspruch haben dass sie eigentlich taggleich bearbeitet werden und das kannst du wissen.
00:12:35: was du darüber aufbaust, wird du dann nur zu genutzt, um auch Eigenmarken zu entwickeln.
00:12:39: Und das mache ich jetzt mit Flywheel.
00:12:41: Wenn du selber ein Instrument spielst und das auf einem professionellen Niveau, wenn du gleichzeitig dort auch Kundenfeedback in sehr großen Stil bekommst und die Serviceaufträge durchführst und dass auch an deine eigenen Entdeckungen einfließen lässt, dann wird daraus eine ganz gute Schuhe.
00:12:54: So wurde zum Beispiel in der Produktentwicklung eingegangen, um unseren Eigenmarkennanteil zu steigen und nicht jetzt je nach Produktgruppe so zwischen einen zwanzig-und fünfzwanzig Prozent.
00:13:04: Mehr soll es auch nicht bleiben.
00:13:06: Wir möchten auch gewiss ein neutraler Händler bleiben, um nicht irgendwie voreingenommen wirken und das ist sicherlich einer der Bausteine.
00:13:14: und zum anderen wenn man auf den digitalen Bereich kommt also fast alle Innovationen kommen intern die ganzen Kanäle, die YouTube-Kanäle die aufgebaut wurden vor zwei Wochen übrigens auch als einer der besten Yuko-Kanele von Google ausgezeichnet wurden.
00:13:26: Es sind alles interne Mitarbeiter, der TikTok-Kanal ja aufgebaut wurde.
00:13:30: Die Kollegen waren vorher in Customer Service für die finnische Hotline.
00:13:33: Die beiden Kollegen sitzen halt in Finnland kommen ab und zu rüber geflogen und dann machen sie halt hier die Sachen.
00:13:38: Das wirkt total authentisch, zum einen sind es auch begnatete Musiker, die auf sehr vielen Instrumenten ein gutes, sehr hohes Niveau haben.
00:13:46: Gleichzeitig sind sie aber auch total autistisch und haben wirklich ein coole Social Media Potenzial.
00:13:52: Sehr viel wird intern gemacht, es gibt sehr viele Freiheiten bei Tumor, wo man einfach experimentieren kann.
00:13:58: Ich gebe euch ein Beispiel.
00:13:59: Wir bauen gerade ... Eine Beckenmaschine.
00:14:01: Was ist das?
00:14:02: Das ist ein Roboter und der schlägt mit einem Schlagzeugstik auf dem Becken an voreingestellte Stellen, mit einer bestimmten Stärke.
00:14:10: Das nehmen wir dann auf, um halt den Kunden die zum Beispiel am welchen Ende der Welt auch immer sitzen.
00:14:15: Die Möglichkeit zu geben dieses Becken mal anzutesten.
00:14:17: das kannst du ja sonst gar nicht ne?
00:14:19: So vermannest du auch Retour!
00:14:21: Das gleiche haben wir gemacht im Bereich der Gitarren für Effektgeräte.
00:14:24: das Projekt nennt sich Stompenberg kam so zu der Zeit wo sehr viele glaube ich Breaking Bad mit Heisenberg geguckt haben deswegen Stomppenberg und wo einfach ganz ganz viele Effekt Geräte an Raspberry C dran gekoppelt wurden.
00:14:36: Du kannst jetzt von Zuhause aus mit einer E-Gitarre werden in Audio festhaftig einklinken und die Effektgeräte anspielen.
00:14:42: Das geht ja sonst gar nicht, also eigentlich machen wir nur das was für uns seit fünfzig Jahren auf die Visitenkarte geschrieben haben hat den Zugang zur Musik sicherstellen.
00:14:51: und wenn du nicht zu uns in ein Store kommen kannst dann müssen wir im Online Shop nach solchen Möglichkeiten suchen diesen Zugang zu realisieren und gerade bei solchen Themen.
00:15:00: es ist unwahrscheinlich dass jetzt irgendwer am Markt einen Startup gründet, ich baue eine Beckenmaschine Das wird erst aber nicht passieren.
00:15:08: Wenn du in diesem Umfeld arbeitest und darüber Gedanken machst, wie vermagd dich das am besten?
00:15:12: Insofern kommt da sehr viel intern.
00:15:14: Punktuell gibt es natürlich auch ein paar Themen wo Tomann sich in der Vergangenheit durch Akquisitionen verstärkt haben.
00:15:20: Eine Ovation-Gitarre zum Beispiel ist eine bekannte Gitarremark aus den USA die wir zugekauft haben.
00:15:25: Aber die meisten Sachen kommen tatsächlich intern Und auch die gesamte Softwareentwicklung bei uns ist so gut wie alles intern entwickelt.
00:15:31: Und was ich mich ja immer gefragt hab, wenn man sich eure Seite anguckt.
00:15:34: Da wirkt vieles auch ungewöhnlich.
00:15:36: Ich weiß, ich hab mir zum Beispiel ... Wenn ich ein Mikrofon angucke, konnte man hören wie deine Stimme klingt oder so.
00:15:41: Sehr viel, dass ihr wie du es beschreibst Musikprodukte anfassbar macht.
00:15:44: und jetzt ist das aber so.
00:15:45: Wenn man jenseits des gelernten is, also wenn man neue Dinge ausprobiert, dann läuft manchmal auch Gefahr, dass man die eigene Seite irgendwann so klatter hat, dass sie so unordentlich wird.
00:15:56: Dass manche Sachen nicht verstanden werden, weil halt diese UX nicht bekannt ist.
00:16:00: Merkt ihr sowas auch?
00:16:01: Also, dass man sagt okay das verstehen und so Nutzer oftmals nicht.
00:16:03: Oder ist es so nee da durch die Saison an der Zielgruppe seid kriegt ihr das eigentlich auch ganz gut reingeflanscht.
00:16:08: jetzt funktioniert es ganz gut.
00:16:10: aber was wir schon merken dass bei uns diese ability sehr stark auf profi nutzer ausgelegt ist wenn du jetzt nicht selber musiker bist und zum beispiel für dein kind eine gitarre suchst kann nicht unsere Seite auch überschlagen.
00:16:25: Da arbeiten wir gerade ein bisschen dran, um in den Einstich da ein bisschen besser
00:16:28: hinzubekommen.".
00:16:29: Also was ist jetzt zum Beispiel eine ST-Gitarre und wie unterscheidet sich von einer anderen?
00:16:33: Das gibt es für die Nicht-Gitarenspieler nicht ohne weiteres einzuschätzen.
00:16:36: also da haben wir schon noch ein paar Hürden.
00:16:38: andererseits finde ich's auch gar nicht so schlimm.
00:16:40: Ich find das wichtig, ich finde es viel schlimmer wenn man den Fokus von der Zielgruppe verlieren würde Und lieber Fokus auf das Kerngeschäft und sich punktuell iterativ an neue Themen herantasten.
00:16:50: Es ist glaube ich ja sehr viel gesünder.
00:16:52: Ja, kann ich mir auch total nachvollziehen.
00:16:54: Das ist nicht so einfach.
00:16:55: Wenn man macht sie die einen glücklich und die anderen unglücklich manchmal, das ist wahrscheinlich ein Drahtseilakt ... Was mich noch interessieren würde, was habt ihr für eine Kultur?
00:17:03: Die vorherrscht, dass solche Sachen möglich werden.
00:17:05: Dass der Customer Support in Finnland einen TikTok-Kanal aufmachen kann.
00:17:09: Dass irgendeiner sich hinsetzen kann und ein Roboter bauen, deren Becken ernaut.
00:17:13: Das braucht so ne gewisse Mindset.
00:17:15: Und das braucht auch ne Fehlertoleranz.
00:17:16: Es braucht so ... nen Viergefühl, dass man sich das nehmen kann!
00:17:19: Da brauchst du ja manchmal aber auch einen Rahmen.
00:17:22: Wie macht ihr das?
00:17:22: Ich glaube, wie es mir vielen Dingen ist, einfach vorleben.
00:17:26: Thomas ist das beste Beispiel.
00:17:30: und da den Leuten auch die Freiräume gibt.
00:17:33: Und ich glaub, davon hängt halt sehr viel ab.
00:17:36: also wie der Wald hineinruft so schalt es hauere hinaus.
00:17:39: Ich kann ja jetzt keine Liste geben ein zwei drei so macht man das.
00:17:43: Also die gehst du mit Menschen oben davon hinkt hat viel ab und wir sind halt im wissenden insensiven Bereich.
00:17:48: Da musst du dann halt für bestimmte Dinge offen sein und vorleben und einfach machen Wie würdest
00:17:53: ihr denn als Typen beschreiben?
00:17:54: Die fühlten sich das an wenn man dem Hans so eine Idee pitscht im Fahrstuhl dass man jetzt gerne Roboter bauen will.
00:17:59: Hans ist erst mal ganz grundsätzlich ein riesen Kompliment, ein super hilfreicher Mensch der total bescheiden ist und super bodenständig.
00:18:06: also ein Beispiel dazu als ich den Vertrag hier unterschrieben hatte und damit eine Mail weitergeleitet ob das nicht in guter Kindergarten für meinen Sohn sein könnte.
00:18:16: Ich drück okay, nette das aber an Denkend.
00:18:17: und dann was war das für eine Mail?
00:18:18: Da waren spendenbelig in deinem größeren fünfstelligen Bereich.
00:18:22: Das erzählte er übrigens, aber ihm geht es natürlich darum Musik auch wirklich an die Menschen zu bringen und ist auch stifterisch aktiv.
00:18:30: ein sofern sehr sympathischer Mensch.
00:18:32: Aber Nase im Wind, ganz hart, strahm am Geschäft.
00:18:35: Und das macht halt Spaß!
00:18:36: Er ist halt voll Profi, dass die Produkte angeht.
00:18:38: und wie würde ich eine Idee zu ihm pitchen?
00:18:40: Entweder schreibe ich ihm ein paar WhatsApp mal abends an oder ich gehe einfach in so einen Büro rein.
00:18:44: Also ganz einfach, wie man es halt so macht, wie sein sollte... Wir haben hier jetzt keinen standardisierten Prozess, wo wir eine Powerpointfolie erstellen und Business Cases ausrechnen.
00:18:55: Hier ist auch ein gesundes Mittelmaß als Pragmatismus, Street Smartheit aber immer halt den Fokus auf die Kosten, das wird da gut im Wind segeln.
00:19:02: Ich habe der Shift ja zu großes... Mich würde noch mal interessieren so bisschen über den Wettbewerb nochmal zu sprechen.
00:19:08: Wer ist denn eigentlich im Internet euer größter Wett bewerber?
00:19:11: Ist es Amazon oder sind das andere?
00:19:14: Das würde mich noch mal interessieren.
00:19:15: Natürlich
00:19:15: gibt's im Internet mehrere Wettbewerber, Music Store in Köln ist zum Beispiel jemand die aber halt um Faktor zehn kleiner sind als wir auch einen guten Job machen, aber die meisten Wettbewerber sind deutlich kleiner vom Umsatzvolumen.
00:19:28: Es gibt natürlich noch die Stationären und im Bereich der Einsteigersegmente konkurrierst du immer so ein bisschen mit Amazon.
00:19:33: Wobei dann der Unterschied dann im Detail liegt?
00:19:36: Wenn du die Einsteigegitarre bei Amazon kaufst, dann kriegst du die auch schnell!
00:19:39: Wenn du von uns eine Harley Benton Eigenmarke kaufest zum gleichen Preis hat die Vorhaber ein Musiker in der Hand gehabt und dort professionelle Seiten drauf gezogen und die gestimmt weil wir dir einen Spielbares Instrument schicken wollen.
00:19:52: So grinst wir uns dann schon wieder ab und das kann man auch nicht so leicht probieren, der menschgesund hat sehr viele Servicewerkstätten, die genauso was machen.
00:20:00: Zurück zu kommen zu deiner Frage muss man länderspezifisch betrachten?
00:20:04: Wir verschicken in mehr als hundertauszig Länder Und je nach Land sieht die Wettbewerbssituation anders aus, ne?
00:20:10: Aber den einst richtig großen Wettbewohnern gibt's halt in den USA.
00:20:14: Der hat auch eine Größenordnung wie wir, die sich mal primär auf die USA fokussieren, wo wir nur mit Eigenmarken im Bereich Gitarren aktiv sind.
00:20:22: Aber
00:20:22: hundertundachtzig Ländern, die ihr versendet... Ich glaube es gibt doch nur hundertneunachtzig insgesamt auf der Welt!
00:20:27: Also ihr schickt auf gut Deutsch überall hin, lerne ich
00:20:28: daraus?!
00:20:29: Genau genau!
00:20:29: Wir haben jetzt Centrallogistik, was wir weltweit verschicken Und wir haben das Besondere auch in der Logistik ist, wenn du bei uns ... Ich meine, Joel, du hast ja selber uns schon mal gekauft.
00:20:39: In der Regel wirst du nur ein Paket bekommen, auch wenn du mehrere Sachen bestellst.
00:20:42: Das ist anders als bei anderen Händlern die halt die Logistika auf den Output optimieren.
00:20:47: Wir konsolidieren alles zu einem Packstück, dass zum einen deine Customer Experience besser ist Du hast nicht so viel Abfall bei dir rumliegen.
00:20:53: Gleichzeitig sind hier unsere Portekosten geringer und es ist auch ein anderer Ansatz vom Kunden her gedacht.
00:20:59: Sofern sind wir ganz anders aufgestellt Und wir schicken in alle Länder das richtig, wobei ein Drittel des Umsatzes ist in Deutschland und siebzig Prozent des Umsatzes im Ausland.
00:21:08: Wobei der gesamten Umsatz schon sehr stark sich auf Europa konzentriert, woüber wir auch sehen dass gerade halt auch in den anderen Ländern das Wachstum gerade sehr gut ist und sehr gesund hängt es auch so ein bisschen mit der Mindset dem Markt zusammen.
00:21:20: Deutschland ist ja grad so ein bissel nicht der volkswirtschaftliche Wachstem Weltmeister in der Europäischen Union.
00:21:26: Das spiegelt sich natürlich offenbar die eine Konsumnachfrage wieder aber das können wir ganz gut abfedern in denen wir sehr breit international aufgestellt sind und zum anderen von der Sortimenz breiter, breiter aufgestellt.
00:21:36: Aber
00:21:36: versteht das richtig?
00:21:37: Egal ob ich die Gitarre aus Bulgarien oder Fitschi bestille sie wird jedes Mal aus Deutschland verschickt?
00:21:42: Richtig!
00:21:42: Und wenn es auch Eigenmarken sind hast du auch immer eine Prüfung dabei.
00:21:45: ein Musiker hat jedes Instrument in der Hand gehabt und getestet.
00:21:48: Die Logistik macht ihr selber?
00:21:49: Die Logastik machen wir selbst korrekt.
00:21:51: Da warte ich doch teilweise dann wahrscheinlich drei Wochen auf so einen Instrument wenn ich in irgendeiner entlegener Region der Welt mich befinde,
00:21:56: oder?!
00:21:57: Na
00:21:57: ja, so stimmen wir es nicht.
00:21:59: Ehrlich gesagt wenn du mit Express in den USA schickst dann bist du genauso schnell wie die lokale Post von der Ost-Zuwestküste und nach Spanien dauert das ein bisschen länger.
00:22:08: Dann bist du halt mehr drei bis vier Tagen unterwegs.
00:22:10: Das merkt man teilweise schon.
00:22:11: Es ist auch ein relevantes Kaufgetehr um immer mehr.
00:22:15: aber in Europa sind wir eigentlich relativ schnell Klar, wenn du irgendwo auf der Fitschi-Insel wohnst.
00:22:20: Dann dauert's auch länger, wenn Du aus dem Auto sonst wo schickst!
00:22:22: Also ihr wart aber nie verführt mal weitere Logistikzentren aufzumachen?
00:22:25: Was weiß ich in Westeuropa oder was in Asien oder in keine Ahnung wo?
00:22:29: Die Frage geistert natürlich immer durch den Raum.
00:22:31: Man muss natürlich auch wissen wir haben jetzt einen Umsatz von eins, vier Milliarden Euro.
00:22:35: Wir haben durchlichen Lagerwert von Hundertsechzig, Hundertsiebzig Millionen Euro beim recht hohen Lagerumschlag.
00:22:40: und wenn wir das jetzt spiegelborn- und lieferfähig kangen sollen, dann haben wir erstmal halt das doppelte an Volumen überall drin.
00:22:46: Das muss ich auch erst mal rechnen und der Tipping Point ist halt noch nicht da.
00:22:50: Gleichzeitig kommt es auch noch hinzu.
00:22:52: Das Lager ist ja auch für uns richtig für unseren lokalen Store den wir nach wie vor vor Ertreppendorf haben.
00:22:57: Das heißt unser Store ist gerade ungefähr so fünf tausend Quadratmeter groß.
00:23:01: Wir vergrößern den jetzt noch signifikant auf dreizehntausend Quadrate Meter.
00:23:04: Wenn du zu uns kommst, dann siehst du jetzt gerade fünfzehntausend verschiedenste Produkte auf der Ladenfläche, bald wirst du fünf, dreißig Tausend sehen.
00:23:11: Ein typischer Musikalienhändler in einer einen Innenstadt erzeugt dir ungefähr so zwei, drei tausend je nachdem wie groß der ist.
00:23:16: Das Besondere bei uns aber ist der einzige Grund warum es überhaupt Sinn macht ihn ein lokales Laden lokal überhaupt noch zu gehen!
00:23:22: Wenn ein bestimmter Artikel bei uns nicht in der Ausstellung ist können wir Indien von zwanzig Minuten aus unserem Lager direkt ins Geschäft bringen.
00:23:30: Das heißt, du hast also nicht den typischen Effekt wenn du die neue Sneaker kaufst.
00:23:33: Okay?
00:23:34: Die haben nur die High-Runner da und deine Größe ist sowieso immer weg.
00:23:37: das passt halt mir immer.
00:23:38: Ich habe Schuhgröße dreiundvierzig größer ein sechsen achtzig.
00:23:41: dann bist du typisch der Käufer wo alle Schuhe weg sind.
00:23:44: Das gibt es im übertragenen Sinne auf dem Musikinstrumentenbereich.
00:23:47: Das passiert bei uns nicht.
00:23:49: wir versuchen dort die Experience auch für den Kunden im Store einfach zu optimieren.
00:23:53: Das war immer der Qualitätsanspruch, deswegen auch eine Zentrallogistik und bei bestimmten Produkten denkt man jetzt natürlich drüber nach, könnte es doch effektiver sein.
00:24:01: aber das ist erstmal unser Ansatz mit dem sind wir ganz gut gefahren.
00:24:04: und wie gesagt ein signifikanter Invest.
00:24:08: wenn du so einen Lager auch mal spiegelst und wir sind da komplett auch eigen finanziell komplett ohne Fremdkapital und dann ist halt die Marge, die das Wirtschaften als solches erst einmal noch wichtiger als nur dass aggressive Wachstum.
00:24:21: Das finde ich eigentlich auch gesund.
00:24:22: und dass das gesund ist, merken wir gerade in diesen Zeiten da wir halt nicht Stellen abbauen wie investieren haben jetzt gerade ungefähr hundertzwanzig Millionen die Erweiterung unseres Logistikstandortes investiert Und insofern sind wir gerade ganz gut aufgestellt.
00:24:37: Du
00:24:38: bist ja echt so der feuchte Traum jedes Investors, ey!
00:24:40: Eins Komma vier Milliarden Umsatz, komplett bootstrapped, eigene Logistik, nice.
00:24:45: Respekt, Respekt.
00:24:48: und kannst du uns auch noch mal ein Stück weit an die Hand nehmen?
00:24:51: wie ihr, sag ich mal, viele Leute auf euch aufmerksam werden.
00:24:54: Ich finde so dieses ... Da können wir auch gleich noch mal drüber kurz sprechen.
00:24:57: Diese Spezialisierung und der Servicegedanke hebt euch krass ab in einem sehr attraktiven Segmenten.
00:25:02: Das geht bei anderen Segmenten vielleicht nicht so gut wie in eurem, aber an euren funktioniert das sehr gut.
00:25:06: Wie kommen denn die Leute zu euch?
00:25:07: Du hast was über die Content-Plattformen erzählt, dann wahrscheinlich Mundpropaganda und Wiederkäufe.
00:25:12: Aber was sind so typischerweise eure Wege?
00:25:14: Gerade wenn ihr jetzt auch in sowas wie den amerikanischen Markt vortragen wollt.
00:25:18: Der amerikanische Markt bei dem Beispiel zu bleiben wurde im ersten Schritt von unserem Social Media Team mit Content aufgebaut.
00:25:23: Wir können das relativ gut sehen, dass wir gucken, vom woher kommen die Leser unserer Artikel zum Beispiel an unsere Gitarren einmagen Dort unsere Gitarren an den Magen zu bringen, wir wussten das eine Nachfrage da ist und dass schon Sammler da sind.
00:25:39: Wir wussten aufgrund der Nachfrage auf den Gebrauchtmarktplätzen, dass unsere Eigenmarkengitarren dort sogar zu höheren Preisen gehandelt werden als wir sie in Deutschland verkaufen.
00:25:47: Das war relativ überraschend!
00:25:49: Und gibt dir aber Flexibilität in einer Preisgestaltung?
00:25:52: Und das war dort der Markenaufbau.
00:25:54: Ansonsten wird das ganze Reputarium natürlich durchgespielt, wir haben natürlich auch AdWords.
00:25:59: die ganzen Sachen versuchen aber logischerweise stärker auf Pult zu gehen aus dieser vielen Inhalte, dass Leute uns finden, dass sie uns bei YouTube finden und dass sie über Influencer finden, die wir auch haben.
00:26:12: Das ist sehr, sehr wichtig.
00:26:13: Und dann gibt es natürlich insbesondere in Deutschland das ja immer so wenn aus einem bestimmten Land kommt, den sich das aussieht wie ein Zwiebelmodell, wo unsere Leute auch einfach sehr stark in der Branche vernetzt sind, wo einfach Kontakte bestehen zu Multiplikatoren sein.
00:26:25: Es gibt jetzt Musikschulen und andere Instrumentenbauer
00:26:27: etc.,
00:26:28: pp.
00:26:29: da ist man schon gesetzt aber eigentlich machen wir auch nicht viel anders als andere.
00:26:34: Ich seh mal so einen Typen, der bei TikTok immer in Musikläden geht und sagt, er hat noch nie Gitarre gespielt.
00:26:38: Er wird gerne eine ausprobieren und dann zeigen die ihm welche.
00:26:41: Und surprise, surprise!
00:26:42: Der macht das seit etwa zwanzig Jahren und fiedelt auf einmal los.
00:26:45: Dann fallen die Augen aus dem Kopf fast mit den Typen.
00:26:48: Also eigentlich muss euer Zeug ja auch euer Thema so videotauglich sein?
00:26:52: Weil genau wie du sagst zu emotionales.
00:26:54: Ja,
00:26:54: ich mein Video ist der neue Content dazukommt.
00:26:57: Das ist schon wichtig.
00:26:58: Wir haben halt Videokanäle für Bassgitarren, für E-Gitarren und so weiter.
00:27:03: Und die finden ja auch ihr Publikum, ne?
00:27:06: Ja, spannend!
00:27:07: Und was ich ja eben angedeutet hatte, dass ihr so die Weltmeister in Service und Produktkenntnis seid.
00:27:12: Wenn Melz jemand zuhört und sagt okay, ich will auch mich irgendwie in der Business-Niche noch weiter verfestigen oder da eine Expertise aufbauen... Was war euer Weg dahin?
00:27:20: War das so DNA von Tag eins an und man hat es einfach nur ausgeweitet?
00:27:23: Ist es etwas, was man forcieren kann und was du auch forciert habt?
00:27:25: Wie würdest du das hier beschreiben, der vielleicht nicht so tief darin ist wie ihr?
00:27:29: Es war vom Tag Eins ein immer sehr starke Kundenorientierung da und es wird doch immer wieder vorgepredigt.
00:27:34: Das muss für den Kunden gut sein.
00:27:36: Das ist auch schön, aber wir sind jetzt nicht Finanzinvestor getrieben.
00:27:41: Dass wir auf Teufel kommen raus und Quartals zahnmetschen müssen für den Kunden muss es gut sein und so Spaß machen.
00:27:47: Wir haben natürlich einen kleinen Vorteil also die meisten unserer Mitarbeiter, wenn sie selber Musiker sind, die infizieren sich mit unseren Missionen.
00:27:55: Also Zugang zu Musik, zu verschaffen und dabei Menschen zu verbinden.
00:27:58: Das ist ja per se etwas Gutes, was sehr, sehr Positives.
00:28:00: Ich glaube ich bist ja schon mal intrinsisch motiviert, dich einzubringen.
00:28:03: Ich meine wenn du dich was für begeistern kannst dann ist es halt sehr einfach!
00:28:07: Wir haben da vielleicht den kleinen Vorteil dass das jetzt für uns einfacher ist Leute zu begeisternd sich mit unseren Themen auseinanderzusetzen als es in anderen Fällen dabei ist gibt ja viele Produkte die nicht ganz so emotional sind also ein bisschen schwieriger.
00:28:17: aber ich glaub wenn du halt etwas vorlebst und das wirklich aus deinem Herzen kommt Was aus dem Herz kommt, geht wieder ins Herz hinein.
00:28:25: Dann überzeugst du auch die Leute!
00:28:26: Fabian was sagt in deiner Erfahrung?
00:28:27: Sonst ist das kopierbar eigentlich auf andere Branchen, was Thomas gut
00:28:30: macht?!
00:28:31: Ja, ich
00:28:31: glaube Teile davon kann man sicherlich als Vorbild nehmen.
00:28:34: Aber insgesamt ist es auch eine sehr einzigartige Nische und auch eine einzigertige Historie was dort sozusagen von den Vorgängern aufgebaut wurde.
00:28:43: Was mich noch mal interessieren würde ist vor allen Dingen digitale Transformationen hängt ja auch immer stark damit zusammen das für Technologien im Einsatz sind bzw sich so aufzustellen dass ein permanenter technologischer Wandel auch möglich ist.
00:28:56: Wie seid ihr da aufgestellt?
00:28:57: Was macht ihr da in-house nicht in Haus.
00:29:00: Habt ihr das sozusagen auch vom Kunden an alles eigenentwickelt, benutzt ihr da sozusagen Standardlösungen?
00:29:05: Da würde mich nochmal so einen Überblick
00:29:06: interessieren.".
00:29:07: Die Frage adressiert verschiedenste Aspekte und ich will gerne differenziert darauf antworten.
00:29:12: Zum Einen haben wir fast nur Eigenentwicklungen aus der Historie heraus.
00:29:17: Wir sind nur draufgestellt.
00:29:18: unsere IT ist dezentral also sehr dezental.
00:29:21: unser Webteam agiert weitestgehend autonomen, unser Customer Service IT agiert weiteresgehend autonom.
00:29:27: Unsere internen IT ergeht sehr autonom und in der Logistik ebenfalls.
00:29:32: Die verbinden wir jetzt aber sehr stark über gemeinsame Architekturprinzipien- und Qualitätsstandards, das sind die Richtungen, die wir gehen.
00:29:38: Dann, wie arbeiten wir denn da?
00:29:39: Wir haben hier so ein Company-Backlog und in diesem Company Backlog... Da treffen wir uns alle zwei Wochen.
00:29:45: Und das stehen halt alle Projekte drauf die wir so haben.
00:29:47: Und wie es halt so ist im eCommerce neun von zehn Projekten mit strategischer Relevanz, mit strategischem Relevance, weil ich jetzt auch was mal so einen sieben bis achtstelligen Impact hat.
00:29:56: Hat halt immer etwas irgendwie mit Software zu tun.
00:29:58: deswegen führen wir ja auch quasi als Digitalbereich diesen Prozess.
00:30:02: Das sind letztendlich halt ein Showme, was dort stattfindet, jeder Bereich sagt man ganz kurz wo er steht.
00:30:07: Grundsätzlich, alle unsere Entwicklungsteams haben jeden Dienstag um dreizehn Uhr auch ein Show-Me wo sie den anderen noch zeigen.
00:30:13: Wo Sie sind und einfach die Transparenz hoch zu halten.
00:30:17: Und diesen Campigny Backlog versuchen wir einfach halt einen Bewusstsein dafür zu schaffen.
00:30:21: was ist gerade wichtig?
00:30:23: Warum sagen wir zu bestimmten Themen auch Nein?
00:30:26: Um da einfach die transparenzuhoch zu sagen und Nein sagen wir logischerweise recht häufig dann kannst du nicht alles gleichzeitig machen.
00:30:34: Und insofern versuchen wir uns da sehr flexibel aufzustellen.
00:30:39: und von der Entwicklungsmethodologie her, würde ich sagen.
00:30:43: Da arbeiten wir halt sehr, sehr iterativ.
00:30:45: ein guter IT-Bereich muss Business Metricen zum Positiven verändern.
00:30:50: Das ist das Hauptziel.
00:30:52: Hier kommt man da gezinnt.
00:30:52: Es hat natürlich sehr viel mit Struktur und Organisationen hängt das zusammen wie du arbeitest?
00:30:57: Zum Einen ist halt diese Dezentralität, die wir haben und natürlich von der Metologie her versucht mir sehr iterativ zu arbeiten.
00:31:03: Und vorwürmer gucken wie häufig deploy'n wir denn auch?
00:31:06: Dann
00:31:07: machen wir das als weniger, dann machen wir es erhäufig.
00:31:09: Wenn wir was deployen wird dadurch eine Business-Meterik zum Positiven eigentlich verändert.
00:31:14: Was war denn da nicht der Ablift?
00:31:16: So wirst du halt systematisch besser als die Konkurrenz.
00:31:19: Das ist ein bisschen die Philosophie.
00:31:20: Es ist noch ganz so ideal, wie ich es gerade beschrieben habe.
00:31:23: auf dem Weg bewegen wir uns.
00:31:24: Da möchten wir gleich hingehen Und da setzt natürlich dann auch voraus, dass das Führungsverständnis anders angeht.
00:31:30: Dass die Team einfach empowerst und was die halt ihre Backparks machen.
00:31:34: Da kommt im Zweifelswahl viel Besseres raus als wenn ich irgendwo im Elfen beim Turm sitzen mit teure Sachen ausdenk!
00:31:40: Weil wenn du halt hart am Code arbeitest, dann kriegst du halt viel mehr mit.
00:31:44: Den Rahmen musst du halt schaffen und so sind wir da ein bisschen aufgestellt.
00:31:47: Ansonsten sind wir sehr klein an Fulltime Employees.
00:31:50: alle in der Web bereisen zum Beispiel jetzt nur fünfzig.
00:31:53: In FTE's wären es siebzig.
00:31:55: viele arbeiten auch Teilzeit.
00:31:57: Es gibt nur der Web- und Appbereich.
00:31:58: Und ich bin halt ein Fender von, halte die Sachen klein aber dafür schnell dass sich jeder kennt... ...und wenn du dann in die Entwicklung der Leute investierst... ...das ist glaube ich besser.
00:32:08: Komm schneller voran, wenn du jetzt klein bist als wenn du zu viel Komplexität aufbaust und so groß bist!
00:32:15: So arbeiten wir uns ein bisschen in der IT.
00:32:17: Ist die Frage damit beantwortet oder habe ich nur was vergessen?
00:32:20: Ja es ist mehr als beantwortete würde ich sagen.
00:32:22: Danke!
00:32:24: mal vielleicht ein großer Elefanten im Raum.
00:32:27: Du hast jetzt oft den Namen Hans-Thoman erzählt und du hast auch berichtet, dass er dich eingestellt hat damals weil es in so eine Richtung Legacy Staffelstabübergabe gehen soll?
00:32:36: Ich klöpfe auf Holz!
00:32:37: Gott bewahre!
00:32:37: Aber was passiert denn wenn der Hans morgen vom Bus überfahren wird oder wenn er in Rente geht, weil er keine Lust mehr hat?
00:32:42: Also dieses Thema Folgegeneration ist ja ein ganz großes bei solchen Firmen?
00:32:46: wie sind das bei euch gelöst?
00:32:47: Das ist jetzt kein Lust mehr, glaube ich nicht.
00:32:49: Ich finde es eigentlich ja positiv, dass er sich sehr frühzeitig darüber Gedanken gemacht hat was denn mal passiert wenn genau das eintreffen sollte, was du gerade sagst.
00:32:55: also da wir jetzt gerade daran gearbeitet Wir haben ja eine See-Level Struktur eingeführt, dass auch das Unternehmen entscheidungsfähig bleibt falls das mal eintreten sollte Und er arbeitet gerade im Hintergrund auch, gerade aktiv an diesem Thema.
00:33:10: Da kann man später noch mal so ein bisschen mehr zu erzählen.
00:33:12: Dass ihr uns also bemerkenswerter Schritt findet, den ihr da vorbereitet.
00:33:15: Kann ich nicht ganz offen darüber sprechen?
00:33:17: Dass das halt nicht gegen die Wand fährt und wir haben heute schon die Entscheidungsfreiheitensinge umzusetzen.
00:33:22: Es ist ja so.
00:33:23: wenn man dir jetzt so zugehört hat klang das alles sehr spielerisch sehr.
00:33:26: Wir haben probieren halt immer Glück.
00:33:27: es war super wir haben dies das jenes gemacht.
00:33:29: Was würdest du denn mal so retrospectiv sagen, wann die Dinge, die euch schwergefallen sind oder wo ihr auch mal daneben gegriffen habt?
00:33:34: Wo du nachhinein sagst, wow.
00:33:35: Oder haben wir echt Lehrgeld bezahlt oder das hätten wir anders gedacht.
00:33:38: Hättest du die klassischen Herausforderungen von einer Digitalisierung?
00:33:41: Das heißt Glück hast gesagt Glück.
00:33:42: Also Glück folgt erst einmal nur der Entschlossenheit denke ich.
00:33:45: Insofern bin ich eigentlich ganz glücklich dass es jetzt noch keine Situation gehabt hat.
00:33:50: Ganz wildes passiert ist, was wir jetzt nicht auf der Agenda hatten.
00:33:53: Aber natürlich gibt es auch Herausforderungen zwei für das Ohne.
00:33:56: Jedes Unternehmen, das jetzt die letzten fünf, zwanzig, dreißig Jahre stark gewachsen ist – wir sprechen über ein K-Ga von zwanzich Prozent im Jahr – du kannst nicht immer alles leerbuchmäßig machen und da häuft sich Legacy an!
00:34:07: Das ist ja nichts Schlimmes.
00:34:09: Monolithische Strukturen sind zum Beispiel auch nicht Schlimmes per se, solange die funktionieren.
00:34:13: aber das sind sicherlich Aufräumarbeiten, die man auch halt sicherlich mal angehen muss und ansprechen muss mit dem wir gerade natürlich auch zu kämpfen haben.
00:34:20: Insofern ist es nicht ganz so einfach.
00:34:21: was schwierigste ist eigentlich immer die Denkmodelle der Leute in den Kopf zu ändern also dann im Mental-Modell darf er schlitten ja bekanntlich gegen die Wand.
00:34:29: Und letztendlich war ganz interessant das Studie zugesehen.
00:34:32: Es war jetzt weniger Digitalisierung.
00:34:34: Es ging um Autoverkehr, also um Rechtsverkehr und Linksverkehr.
00:34:37: Statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit, um vierzig Prozent höher wenn du halt als Westeuropäter ein Großbritannien Auto fährst einen Umfall zu haben.
00:34:45: Weil das mentale Muster sich nicht ändert und metalles Muster in diesem Fall Das Zusammenspiel von Kupplung Bremse und Verkehrschildern Das ist ja nichts anderes, was wir natürlich auch im Unternehmen sehen.
00:34:55: Da nehmen wir das halt Routinen die sich halt einbürgen.
00:34:57: Es ist aber ein Verhalten zum Denk- und Arbeitsmuster, was ihr einbürgt.
00:35:00: Und das musst du halt ändern oder musst du daran rütteln?
00:35:03: Und das ist eigentlich der Schwierigste.
00:35:05: Insofern bist du dann wieder beim Kommunikationsthema.
00:35:08: Wenn du bei einem Kommunikationsthema bist ... Taten sind dann besser als Worte, weil wenn du zu viel sprichst kannst du nicht mal zuhören.
00:35:16: Aber das ist ein cooles Bild dass man jemandem quasi des Links fahren beibringen muss der bisher rechts gefahren ist.
00:35:21: so mußt es wahrscheinlich für einige Menschen echt anfühlen und...
00:35:23: Ja also ist es ja ein riesen Thema.
00:35:26: ich meine wir müssen über Digitalisierung sprechen.
00:35:28: Dann sprechen wir halt in den meisten Fällen von Software-Entwicklungsprozessen am Ende des Tages die darüber entscheiden wie schnell bist du eigentlich am Markt?
00:35:35: Also musste ja logischerweise wenn da stimmt was ich gesagt habe da muss das Gegenteil auch richtig sein Da musst du ja zu einer Lage sein, möglichst schnell Produkte entwickelt zu können an den Markt zu bringen.
00:35:44: Also wird das Thema Software immer wichtiger, Digitalisierung wird immer wichtiger.
00:35:48: Alterchef war.
00:35:48: Bettelsmann hat mir mal gesagt wenn das Thema IT so wichtig ist dass es den Hauptumsatz macht dann ist der ITler der CEO nicht mehr umgekehrt weil wie willst denn dein in der heutigen Welt noch überhaupt Business Entscheidungen treffen?
00:36:00: Wenn du gehst über eine Suche sprichst über Logistikprozesse Das sind immer IT-Entscheidungen mit Zusammenhängen und Lageroptimierung.
00:36:08: Und nun den Brückenschlag zurückzumachen zu den mentalen Modellen, wenn du halt nie selber Hands on in diesem Digitalbereich gearbeitet hast... Dann wird es dir ja per Definition schwerfallen, dein mentales Modell umzustellen.
00:36:21: Jetzt sind wir auch beim Grundproblem – jetzt gehe ich mal auf die globale Makroperspektive – was wir in Deutschland haben.
00:36:27: Wir müssen uns das einmal vor Augen rufen, dass der durchschnittliche Arbeitnehmer in Deutschland forty- bis fünfundvierzig Jahre alt ist.
00:36:32: Was bedeutet das denn dann?
00:36:34: Das heißt er ist in einer Zeit aufgewachsen wo Digitalisierung noch gar nicht selbstverständlich war.
00:36:38: Es sei denn du hattest Glück und du warst Baleikosma beschäftigt so wie ich!
00:36:42: Wir haben natürlich ganz andere Strukturenverhaltensmuster kennengelernt, als jetzt die jüngeren Generationen mit ihrem Start-up starten.
00:36:48: Da wird der Wandel ja schwer verhalten und siebzig Prozent aller Wandelprozesse scheitern halt.
00:36:52: Das ist übrigens seit den siebziger Jahren diese Zahl relativ konstant übrigens.
00:36:56: Und das hat sich nicht viel daran geändert.
00:36:58: aber die große Herausforderung an den digitalen Modellen wirst du dazu bereit zu akzeptieren dass vielleicht das was du jetzt gemacht hast gar nicht mehr das beste ist für die Zukunft nur weil es immer so etwas lang gemacht hast?
00:37:09: kannst du es nicht in die Zukunft extra polieren und erst mal überhaupt diese Einsicht zu gelangen sich selbst einzugestehen, dass du vielleicht nicht mehr jetzt top of the top bist.
00:37:17: Da gehört da schon immer viel zu.
00:37:18: aber wenn ihr das geschafft hast dann ist ja schon der Brückenschlag zum Wandel eigentlich getan und deswegen gibt's auch E-Tribesfarben richtig!
00:37:25: Richtig, ich wollte gerade sagen du sprichst mir aus der Seele.
00:37:28: Also das waren sehr, sehr weise Worte.
00:37:30: Das sind genau die Situationen in denen wir mit unseren Kunden unterwegs sind.
00:37:34: Also auf deine Frage schon zurückzukommen wenn ich halt ein Tipp hätte für andere Ich sage mal gerne Wenn wir einfach nur das machen würden was ohnehin schon seit Jahrhundert bekannt ist hätten wir ganz viele Probleme weniger.
00:37:45: Was meine ich damit?
00:37:45: Also solche Themen wie klare Ziele Ein Zweck klar zu haben, sich zu fokussieren.
00:37:51: Das ist alles alt!
00:37:52: Karl von Klausel wird rössischer General und militärische Literatur vom Krieg.
00:37:56: Er hat das vor mehr als hundert Jahren formuliert.
00:37:58: Gerade in dieser ganzen Klassiker-Literatur wird immer auf diese Sachen hingewiesen.
00:38:02: Warum soll es heute anders sein?
00:38:03: Aber gerade diese Grundlagen machen viele Unternehmen falsch.
00:38:06: Wenn du jetzt heute in den Unternehmen gehst und auf dem Leute die Gang ansprichst... ...wieviel können denen sagen was ihre Ziele und Strategie sind?
00:38:12: Wenn das aber nicht klar ist, wie willst du dann die PS auf der Straße
00:38:15: bekommen?!
00:38:16: Und das versuchen wir hier möglichst einfach hinzubekommen.
00:38:18: Deswegen, wir sind da aus der Transparenz.
00:38:20: Wir haben extra ein Employee-Handbook unter Toman.io veröffentlicht wo eigentlich auch alles drin steht was ich gerade so erzählt habe.
00:38:27: also wie arbeiten wir?
00:38:28: Was sind unsere Ziele?
00:38:29: Wie viele Teams haben wir?
00:38:30: Wir sind ja sehr, sehr transparent unter Toma.io.
00:38:34: Da steht ihr auch direkt auf der Startseite was unser Zweck ist und was wir wollen in ganz großen farbigen Schriften Und das ist wichtig.
00:38:40: Also die Grundlagen musst du richtig machen und wenn du das bekommst, dann machst du automatisch schon mehr richtig als die meisten Konkurrenten.
00:38:47: Bin ich fest von überzeugt?
00:38:48: Das ist mein Tipp.
00:38:51: Es ist super cool!
00:38:51: Ihr schreibt wie ihr erschaffen das inspirierendste Online-Kaufserlebnis für MusikerInnen und habt richtig so eine Dokumentation eurer Arbeit, wie ihr Technologie baut oder wie ihr Produktentwicklungen macht.
00:39:00: Das finde ich cool.
00:39:01: Ich meine muss man glaube ich im Kampf um Talente aber echt spannend.
00:39:05: Gibt da noch mal einen Ausblick.
00:39:06: Du hast ja voll mal so im Nebensatz erzählt, dass ihr teilweise auch zugekauft habt?
00:39:10: Welche Relevanz hat denn so MNA für euch?
00:39:12: Also wann kauft ihr vielleicht auch mal ein Start-up oder eine Agentur oder ein Produkt?
00:39:16: und wann sagt ihr, mach ich lieber selber?
00:39:18: Oh
00:39:18: das ist eigentlich eher gering.
00:39:20: in der Regel haben wir schon die Tendenz selber zu machen weil ich jetzt auch nicht denke, wir haben jetzt nicht das Not Invented Here Syndrome.
00:39:25: aber grundsätzlich versuchen wir sehr viel aus eigener... Kraft zu bekommen.
00:39:29: Wenn es gute Opportunitäten gibt, um das Produktportfolio erweitern und was zu machen, dann macht das im Hohen gerade Sinn.
00:39:34: Das geht's aber nicht, dass auf der Tagesordnung steht.
00:39:37: Auf der Tagesordnung steht, wo müssen wir uns verbessern?
00:39:40: Wie wirds für den Kunden besser?
00:39:42: Da haben wir auch über unsere Hausaufgaben zu machen.
00:39:44: Nur wenn du einmal ein Tor geschossen hast, heißt das nicht, du machst das Zweite, musst du dranbleiben!
00:39:50: Okay
00:39:50: gut also Fabian und ich, wir haben auch noch beide ein sehr erfolgreich laufendes Triangel-Geschäft.
00:39:53: da können wir in meinem Nachgang dieses Podcastes zuhören Wir haben es am Ende jeder Folge immer so, er und ich, dass wir den Leuten fünf kurze Fragen stellen.
00:40:02: Und uns wünschen, dass sie ohne viel nachzudenken antworten.
00:40:05: Ich mach mal den Anfang aus dem Bauch raus geschossen.
00:40:07: was würdest du auf folgendes antwort?
00:40:09: Was hättest du gerne schon am Anfang deiner Transformationsreise gewusst?
00:40:12: Dass achtzig Prozent meiner Zeit damit besteht sicherzustellen das wird miteinander sprechen und sich zu verstehen unter zwanzig Prozent eigentlich technisches Duing ist.
00:40:21: Was ist euch überraschend gut geglückt dass du zum Nachmachen empfehlen würdest.
00:40:25: Ich habe eben schon mal gesagt Glückvollt der Entschlossenheit, was uns aber geglückt, was passt da drauf?
00:40:29: Was ich sehr, sehr bemerkenswert finde ist das dieser Kundenservice skaliert wurde über die letzten Jahre hinweg, dass wir es geschafft haben wirklich diese Fachkompetenz wenn jemand anruft auf einen hohen Niveau zu halten.
00:40:41: Das finde ich bemerkswert.
00:40:42: Es hat uns gut gegluckt und ich denke das ist einer der wichtigsten Punkte.
00:40:46: Was war euer größter Fehler und was hast du daraus gelernt?
00:40:49: Was
00:40:49: wird der größte Fehler, wenn man sich defokussiert.
00:40:51: Es kann jetzt aber nicht für die Fehler von Thomas sprechen, da ich erst anderthalb Jahre da bin.
00:40:55: Da müsste ich es über persönliche Dinge nachdenken.
00:40:57: Sobald du ein schlechtes Bauchgefühl hast und dich trotzdem nicht entsprechend konsequenzt dringend handelt ist mir immer auf die Füße gefallen.
00:41:05: Transformation bedeutet immer auch Kommunikation.
00:41:07: Was wäre hier dein Geheimrezept?
00:41:09: Wenn du zu viel sprichst kannst du nicht mal zuhören.
00:41:11: insofern ist das Zuhören sehr wichtig.
00:41:14: Und tu auch das, was du sagst.
00:41:16: Und Last but not least ein Klassiker, vervollständige diesen Satz.
00:41:20: In fünf Jahren ist dein Unternehmen ...
00:41:22: Inspirierungs- und Shoppingdestination für Musiker?
00:41:24: Mega!
00:41:24: Lieber Christian, ich würd ja fast sagen das seid ihr jetzt schon aber es muss ja auch gut wenn man noch ein bisschen Ziele hat und selbst kritisiert.
00:41:31: Also es hat viel Spaß gemacht und ja ihr scheint intern wirklich so cool zu sein wie er von außen wirkt.
00:41:36: Von daher danke dass du uns darin hast teilhaben lassen.
00:41:38: Gerne gerne.
00:41:38: Lieber Fabian,
00:41:39: danke auch dir und ich freue mich aufs nächste Mal.
00:41:41: Sehr beeindruckend echt Christian.
00:41:43: vielen Dank für deine Zeit.
00:41:44: Super gerne, danke, dass ich dabei sein durfte.
00:41:46: Hat viel Spaß gemacht und wenn ihr mal hier vor Ort seid kommt gern mal vorbei.
00:41:50: Ach mehr!
00:41:52: Danke fürs Zuhören beim digital-kompakt Podcast.
00:41:56: Du merkst, jetzt siehst du massig Wissen für dich und dein Unternehmen heraus.
00:42:00: Wenn du mit uns noch erfolgreicher werden möchtest abonniere uns auf den gängigen Podcastplattformen.
00:42:06: Und hey je größer wir werden desto mehr Menschen können wir helfen.
00:42:11: Also erzähl doch auch deinen Kolleginnen und Kollegen von uns Bis zum nächsten Mal.
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