Babyone 🍼: Wie Anna Weber ihr Franchise-Unternehmen transformiert | #Transformation 💻

Shownotes

EXPERTENGESPRÄCH | Als Anna Weber und ihr Bruder die Firmenleitung von Babyone übernahmen, hatten ihre Eltern das Unternehmen bereits als etablierte Marke für Babywaren aufgebaut. Mit dem Wechsel kam der verstärkte Fokus auf Digitalisierung, Franchising und Agilität. Im Gespräch mit Joel und Marcus erzählt Anna, wie der Generations-Wechsel im Familien-Unternehmen funktioniert hat, lässt die Learnings ihres neuen Weges Revue passieren und erklärt, was den Markt für Babywaren so besonders macht. Du erfährst... …warum Babywaren-Händler fast immer nur am ersten Kind verdienen …wie Babyone den Generationen-Wechsel in der Führung vollzogen hat …was eine gemeinsame Firmen-Führung von Geschwistern ausmacht …wie Babyone zum Franchise geworden ist …weshalb Babyone wenig Fokus auf Omni-Channel legt …nach welchem Prinzip Babyone externen Rat einholt …wo Anna noch Potential für Agilität sieht …wieso Babyone Elsa & Emil separat führt ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Digitalisierung: Joel und sein Co-Moderator Marcus Worbs, Geschäftsführer bei der Digitalberatung diconium strategy GmbH, nehmen dich mit an Bord, wenn sie mit bekannten mittelständischen Unternehmen darüber sprechen, wie diese ihre Digitalisierung umsetzen. Mit dabei bei jeder Folge: erfahrene Unternehmer:innen und Expert:innen. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Marcus Worbs, Managing Director diconium strategy 👤 Anna Weber, Co-CEO bei BabyOne __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:06:33) Wie übergibt man ein Familien-Unternehmen zur nächsten Generation? (00:10:14) Wandel zum Franchise (00:18:41) Wie agil ist Babyone? (00:24:02) Elsa & Emil __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns  👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.

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00:00:00:

00:00:02: Ich

00:00:04: bin der

00:00:18: Geschäftsführer von Digital Compact und heute habe ich wieder den lieben Markus Worps an meiner Seite.

00:00:22: Ihr wisst, wenn Markus dabei ist dann zeichnen wir immer die digital transformation stories nach.

00:00:26: also wir versuchen zu verstehen wie andere Unternehmen, die das schon sehr erfolgreich tun eigentlich die Digitalisierung befältigen.

00:00:32: Und unser heutiger Gast dabei ist die Liebe Anna Weber, die ich total gerne mag und die als Co-CEO von Baby One wirklich spannende Dinge erlebt.

00:00:39: Denn Baby One gehört ja wirklich zu den führenden Anbietern für Baby & Kleinkind Produkte in der Dachregion – und Anna ist im Jahr zwei Tausend Siebzehnte in älterlichem Betrieb eingestiegen und hat zweitausendundzwanzig die Geschäftsführung gemeinsam mit ihrem Bruder dem lieben Jan von ihren Eltern übernommen!

00:00:51: Wir wollen mal verstehen wie denn das eigentlich funktioniert wenn man ein Geschäft betreibt was A. Franchise getrieben B. sehr stationär und C glaube ich auch gar nicht so unkompliziert immer bei der Kategorie, von daher hier beiden, ich freu mich da total drauf und schön dass ihr alle beide da seid!

00:01:04: Hallo!

00:01:06: Ja

00:01:06: Markus wie ist es mit dir?

00:01:07: Hast du Kinder bis zu Kunden vom Baby One?

00:01:09: Selbstverständlich ja, mit drei Kindern kommt man nicht dran vorbei und will auch nicht vorbeikommen.

00:01:13: Ich lerne ja von Anna übrigens immer ganz viel über das Baby-Geschäft, was mich hier mir eingebrannt hat war, dass sie meinte, Babyhändler verdienen nur am ersten Kind.

00:01:19: Habe ich es richtig abgespeichert?

00:01:21: Absolut!

00:01:21: Also nicht nur aber am meisten.

00:01:23: die großen Ausgaben tätigst du eigentlich nur einmal wie ein Kinderwagen, einen Babybett, Autositze.

00:01:28: brauchst du mehr Risse?

00:01:29: auf jeden Fall kommt drauf an in welchem Abstand deine Kinder kommen, aber die richtig fetten Ausgabe, die machst du einmal und hoffentlich bei uns

00:01:35: Ja, dann gibt man es weiter.

00:01:37: Ich finde das echt faszinierend weil du hast ja auch ganz oft den Effekt dass wenn du das erste Kind hast, dann lernst du auf einmal andere Eltern kennen.

00:01:42: die haben vielleicht noch irgendwie jĂĽngere die nachziehen.

00:01:44: Wenn du dann das zweite Kind hast kannst du von da wieder ĂĽbernehmen.

00:01:46: also so funktioniert's.

00:01:47: Aber cool!

00:01:48: Komm Markus fangen wir mal an.

00:01:49: Du hast heute mal den ersten Take-off.

00:01:50: Unsere liebste Eingangsfrage Anna welchen Fußabdruck möchtest du mit deinem Leben auf der Erde hinterlassen?

00:01:56: Ich möchte die Dinge besser machen, als sie jetzt schon sind.

00:01:59: Sicherlich kann ich nicht die Welt verändern.

00:02:01: Das möchte ich mir gar nicht auf die Fahne schreiben aber ich möchte das was sich beeinflussen kann, das möchte ich einfach besser machen ob für meine Family oder unsere Kunden und Kundinnen im Bereich Baby.

00:02:11: da will ich einfach Verbesserung schaffen weil so wie es ist reicht's nicht

00:02:14: Und du bist ja auch wirklich am wichtigsten Punkt dran.

00:02:16: gib uns mal noch ein ganz kurzes GefĂĽhl von Mann bis Wann also welches Kindesalter bedient ihr alles?

00:02:21: Null bis vier!

00:02:22: Man sagt ja immer da werden die wichtigsten Weichen gestellt ich glaube sogar bis drei schon.

00:02:25: Nimm doch mal alle unsere Zuhörer mit, weil nicht alle davon sind Eltern.

00:02:28: Was ist Baby One?

00:02:29: WofĂĽr steht das?

00:02:30: Seit wann seid ihr neben den Fachmärkten online aktiv?

00:02:33: so eine kleine Roadshow-Mal?

00:02:34: Baby One gibt's seit ca.

00:02:36: und dreiĂźig Jahren am Markt.

00:02:37: Wir sind gestartet als ursprünglich rein stationärer Fachhändler.

00:02:42: Große Märkte von im Durchschnitt twelvehundert Quadratmetern Fläche, die voller Ware gepackt worden sind.

00:02:48: Das war damals ne riesige Besonderheit.

00:02:50: Und wir haben alles fĂĽr den Babybedarf vom Schnuller ĂĽbern Kinder ... Autositz bis zum Babybett, Textilien, Spielware.

00:02:58: Alles was Geh-Brausartikel sind keine Fairbrausartike wie in der Drogerie.

00:03:02: Irgendwann hat stationär natürlich nicht mehr gereicht.

00:03:05: brauche ich hier glaube ich den Hörer nichts zu erzählen?

00:03:07: dann haben wir auch online gemacht erst wirklich rein als Schaufenster für die Märkte also im Marketingmanier seit ich würde sagen ungefähr zwei tausend neunzehn wirklich auch als eigenes Profi-Center und viel ernsthafter betrieben und eben auch erkannt dass Online definitiv nicht nur Marketing ist, sondern viel mehr betrieben werden muss.

00:03:28: Wir haben jetzt hundert drei Fachmärkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz und ein Onlineshop.

00:03:32: Wir sind ein Franchise-System.

00:03:33: das bedeutet wir verschicken die online Ware aus unseren Stores heraus Corona da auch einen ordentlichen Push bekommen, auch in der Ernsthaftigkeit.

00:03:42: Wie wir das selber betreiben?

00:03:43: Baby One ist Familienunternehmen klar.

00:03:45: Mein Bruder und ich sind ungefähr im Jahr zwei Tausend siebzehn eingestiegen.

00:03:48: Zwei tausend neunzehnt und in die Geschäftsführung.

00:03:50: Und seit zweieinundzwanzig fĂĽhren wir das jetzt allein in zweiter

00:03:53: Generation.".

00:03:54: Ganz kurze Nachfrage noch dazu.

00:03:56: Bei Supermärkten im LEH gibt es ja immer so diese Unterschiede zwischen irgendwie Discounter, Supermarkt vielleicht auch Premium?

00:04:01: Wie ordnet ihr euch auf dieser Achse ein?

00:04:03: Seid ihr eher Premium?

00:04:03: Seit ihr eher gĂĽnstig?

00:04:04: seid ihr was dazwischen?

00:04:05: Wir sind fĂĽr alle da und wir sagen immer selbst wir sind die Mitte von der Mitte weil wir wirklich im Fachhandelsortiment fĂĽr alle Kunden etwas anbieten.

00:04:15: wenn du dir jetzt zum Beispiel Kinderwagen beguckst dann haben wir definitiv Modelle die du auch fĂĽr twohundertneunzig Euro bekommst, was so preiseinstieg bei einem Kombikinderwagen ist.

00:04:25: Verkaufen aber natĂĽrlich auch die Premium-Modelle von Jules Bugaboo Cybex fĂĽr tausendtausendrahunderteuro und auch gerne mal mit E-Motor.

00:04:33: dann fĂĽr eins fĂĽnf eins sechs.

00:04:35: Wahnsinn, du hast gerade schon so ein paar Stichworte genannt.

00:04:37: Ihr seid auf dem Weg und habt den Weg der Digitalisierung schon angestoĂźen was bei gewachsenen Unternehmen per se schon komplex ist.

00:04:45: ihr seid zudem noch einen Familienunternehmen im Franchise-System arbeitet.

00:04:49: vielleicht fangen wir daher mal beim Einstieg an.

00:04:51: wie war denn dein Weg ins Unternehmen?

00:04:53: Und wie hast Du den erlebt?

00:04:54: Mein Bruder und ich sind ja zwei, siebzehn reingekommen.

00:04:57: Obwohl wir in Familienunternehmen sind, stand bei uns nie fest, dass wir ins älterliche Unternehmen einsteigen.

00:05:02: Wir waren beide vorher in komplett unterschiedlichen Unternehmen und haben auch eigene Karrieren vorangetrieben.

00:05:08: Dann ist mein erster Sohn zur Welt gekommen.

00:05:10: Das ist so'n Zeitpunkt, wo du dir vielleicht Gedanken machst ĂĽber dein eigenes Leben und wo du hin willst und wie deine Frage eben auf was fĂĽr einen FuĂźabdruck dahinterlassen willst?

00:05:18: Und dann hab ich gemerkt, das sich nicht ... Ich habe damals bei Vodafone gearbeitet nicht mehr im Konzern ist, sondern dass ich etwas machen möchte, wo ich viel Gestaltungsfreiheit habe.

00:05:29: Wo ich auch viele Verantwortung ĂĽbernehmen muss.

00:05:31: und dann hab' ich die Gespräche mit meinen Eltern angefangen.

00:05:33: bei meinem Bruder verlief das ungefähr parallel und dann haben uns beide überlegt okay könnten wir auch eine machen?

00:05:38: Und man muss sagen da hat aber dieser Prozess der Vorbereitung auf die Nachfolge ein bisschen wirklich eingestiegen sind.

00:05:43: Der hat so um die anderthalb Jahre gedauert.

00:05:44: Wir haben uns einen Coach genommen, wir haben genau überlegt wie unsere Rollen sein können und sind dann ins Unternehmen eingestigen Mit dem Zusatz unseres Vaters damals lang straffrei wieder aufhören können, wenn es uns doch nicht so gut gefällt oder wenn wir's vielleicht auch einfach nicht können.

00:05:59: Und ich glaube das hat uns beiden geholfen weil ist ja schon eine BĂĽrde und ne Last wenn du dann auch einen steigst sondern denkst okay jetzt mein Leben gelaufen was anderes kann ich nie wieder machen?

00:06:07: Das war ein guter Trick von ihm weil natürlich hätten mir beide niemals diese Karte gezogen.

00:06:11: aber zum GlĂĽck hats uns dann auch gefallen und wir sind geblieben.

00:06:15: Und ich will auch wirklich nicht sagen, dass das der richtige Weg ist.

00:06:18: Das war fĂĽr uns der richtige weg.

00:06:20: aber ich glaube jedes Familienunternehmen muss da schauen was der richtigeweg ist und ich weiĂź es auch ganz viele gibt die von Anfang an mitarbeiten die sofort Stallgeruch mitnehmen und also hat sicherlich auch seine Berechtigung einfach nur der Weg der fĂĽr uns funktioniert hat.

00:06:33: Trotzdem hast du ja vollkommen recht, das ist auch wirklich anspruchsvoll.

00:06:35: So ein bestehendes Geschäft von einer Generation in die nächste zu übergeben.

00:06:38: Von daher magst du uns dann noch mal ein bisschen detaillierter an die Hand nehmen wie du es gemanagt habt?

00:06:42: Weil was sind denn zum Beispiel so Unternehmerkompetenzen, die du von deinen Eltern ĂĽbernommen hast?

00:06:45: oder was hast du dir selbst aufgebaut?

00:06:46: oder vielleicht auch was du komplett anders machst?

00:06:48: Es ist ja manchmal auch so'n Ding dass man sich manche Sachen abguckt und manche so anti-abguckt.

00:06:52: also deswegen war ganz interessant!

00:06:53: Vielleicht sagst du ja auch ach du meine Eltern sind auch noch im Beirat oder ich rufe dir öfters nochmal an da will ich ja echt mal neugierig für ihr das macht.

00:06:59: Drei

00:06:59: Jahre lang war mit zusammen im Unternehmen.

00:07:01: Und wir hatten uns diese Zeit vorher auch genau gesetzt, diese drei Jahre.

00:07:04: Davon waren wir ein Jahr ungefähr gemeinsam in der Geschäftsführung und dann sind die rausgegangen.

00:07:09: Die sind jetzt noch im Beirat ganz wichtig, sie sind auch noch Mitgesellschafter und wir besprechen auch noch viele Themen mit unseren Eltern.

00:07:20: Also jetzt geht's meist um Zahlen.

00:07:22: Vorher ging es auch mehr um operative Themen und ich glaube, das ist eine ganz natĂĽrliche Entwicklung.

00:07:26: Unternehmer-Eigenschaften die ich von denen gelernt habe sind glaube ich... Und das finde ich ist die absolut wichtigste ist ĂĽberhaupt die Freude und Bereitschaft Verantwortung fĂĽr andere Menschen und Themen zu ĂĽbernehmen und nicht nur fĂĽr sich selbst und die eigene Karriere sondern wirklich auch die Bereitshaft zu zeigen, eine Verantwortung fĂĽr tausend vierhundert Menschen zu haben und dass auch wirklich zu leben.

00:07:47: Entscheidungsfreude und auch Entscheidungsmut, das ist nämlich gar nicht so einfach.

00:07:51: Und auch eine Leidenschaft dafür Dinge zu verändern sich komplett in den Thema reinzuwerfen.

00:07:58: Gibt Sachen die du anders machst explizit?

00:07:59: Ich glaube, es gibt unendlich viele Sachen die wir anders machen hier im Unternehmen als unsere Eltern.

00:08:04: Aber es sind nicht die kompletten Grundsätzlichkeiten.

00:08:07: also ich glaube das was wir an Werte gerĂĽst von unseren Eltern mitbekommen haben das sieht man natĂĽrlich auch hier im unternehmen das darf man nie vergessen.

00:08:14: so ein Unternehmen wird ja auch von der ersten Generationen mit aufgebaut und geprägt sowie auch eine Familie und deshalb matcht das glaub ich schon ziemlich gut vom Basisfundament wie wir hier reingegangen sind.

00:08:25: aber natĂĽrlich gibt es ganz ganz viele einzelne Themen ob bis am Anfang weiĂź ich noch die Diskussion ĂĽber Homeoffice, wo wir uns wirklich mit in die Haare bekommen haben Verantwortung auch abzugeben.

00:08:35: Also wenn du jetzt ein bisschen mehr auf Newark guckst und selbst gesteuerte Teams und sowas das wurde einfach frĂĽher nicht so gemacht und da wirklich in die Diskussionen zu gehen wie viel Freiheit du denn auch gibst?

00:08:46: Und wo es aber auch wichtig ist im Rahmen zu setzen.

00:08:48: also ich glaube schon dass wir da unterschiedlich sind Wie wir unsere BĂĽros gestalten als sowas.

00:08:53: Aber das sind wirklich eher die Umsetzungsthemen.

00:08:57: Du hast auf LinkedIn geschrieben, dass die Zusammenarbeit mit deinem Bruder Jan harmonisch verläuft überwiegend.

00:09:03: Wie bekommt ihr das denn hin?

00:09:04: Weil das wĂĽrden wahrscheinlich nicht alle Geschwister claim und wie habt ihr euch auch die Arbeit aufgeteilt?

00:09:08: Harmonie bedeutet ja nicht, dass wir uns nicht auch mal fetzen und nicht auch einmal anderer Meinung sind.

00:09:13: Weil das ist auch super wichtig zu diskutieren und nicht immer nur die Themen von den anderen anzunehmen und zu sagen, ja genau so wie du sagst, es ist genau richtig und hintenrum was anderes zu denken.

00:09:23: Sondern wir diskutieren die Themen wirklich aus.

00:09:25: und am Anfang war's so.

00:09:26: damals sind wir beide gependelt da haben wir anderthalb Stunden morgens und anderthals Stunden abends geredet.

00:09:30: Und wirklich sowas hast Du heute gemacht?

00:09:31: Was hast Du Heute gemacht?

00:09:32: Welche Entscheidungen hast Du getroffen?

00:09:33: Welchen Leuten hast Du gereden?

00:09:34: Um wirklich dann allein zu sein!

00:09:36: Das brauchen wir heute zum GlĂĽck nicht mehr drei Stunden am Tag.

00:09:39: Das hat sich einfach auch eingespielt über die letzten sechs Jahre, aber ich glaube dieses vor allen Dingen wenn du gemeinsam Verantwortung für etwas trägst.

00:09:45: man darf nie vergessen wie viel Absprache Zeit es braucht und wieviel auch Zeit tief in die Themen rein zu gehen und wirklich so hinterfragen was der eine oder der andere möchte und was für Grundeinstellungen davor handeln sind.

00:09:57: also Zeit das ist mit einander reden.

00:09:59: es ist auch mal auszuhalten anderer Meinung zu sein und dann aber wirklich auch in den anderen rein zu hören Beten zu geben und zu sagen, du weißt ich steh da nicht voll hinter.

00:10:09: Aber mach das weil du wirst die richtige Entscheidung treffen und ich vertraue dir da

00:10:13: einfach.".

00:10:14: Ich meine je länger man so über euren Case nachdenkt merkt man mal die Vielschichtigkeit.

00:10:17: ja also wenn jetzt gehabt Familienunternehmen dann mit dem eigenen Bruder an der Spitze stehen und dann kommt noch hinzu dass ihr halt sehr stationär arbeitet plus auch noch Franchise als System, was ja auch nicht unkompliziert ist.

00:10:27: Also ich erinnere mich noch Anfang der Zwei-Tausendzehnerjahre glaube ich ging immer so diese Mediamarkt Stories durch den Markt wie schwer es die hatten irgendwie in den Online Shop zu kockestrieren mit Franchize.

00:10:35: von daher nimm uns doch mal ein bisschen mithinter die Kulissen.

00:10:38: Wie moderiert ihr denn das?

00:10:39: Franchise ist ja einfach eine Supermöglichkeit, schnell zu wachsen.

00:10:44: Aber das eben auch nicht mit dem vollen Risiko auf deiner eigenen Tasche.

00:10:48: und Franchize bedeutet auch ein System von selbstständigen Unternehmern und Unternehmerinnen Und dass es einfach etwas komplett anderes als ein Filialsystem.

00:10:56: Die Franchis-Märkte zum Beispiel bei uns haben im Schnitt immer bessere Ergebnisse als die Filial-Stores.

00:11:03: Weil da einfach ein Unternehmer, eine Unternehmerin vor Ort ist und die Managern den Laden komplett anders.

00:11:09: Das dĂĽrfen wir nie vergessen!

00:11:10: Und das hat eben auch den Erfolg von Baby One so stark ausgemacht.

00:11:14: Das ist der positive Part von Franchise.

00:11:16: Der eventuell negative ist natürlich dass Entscheidungen manchmal länger dauern weil wir nicht komplett durchregieren sondern weil wir auf Überzeugung setzen und das haben wir schon immer also das ganze Leben von Baby one bedeutet Wir sind kein hard franchise sondern und wir möchten, dass die Menschen davon überzeugt sind von dem Weg den wir gehen.

00:11:36: Und das bedeutet natürlich viele Gespräche viel Überzeugungskraft.

00:11:39: Wir haben einen Franchisenehmer-Beirat mit denen wir ganz viel diskutieren.

00:11:43: Wir diskutieren auch mit den einzelnen Franchisnehmerinnen und deshalb dauern die Dinge manchmal länger.

00:11:47: DafĂĽr sind die Menschen dann aber auch davon ĂĽberzeugend im Endeffekt und setzen es natĂĽrlich besser um.

00:11:52: In Bezug auf online hat's natürlich einfach länger gedauert bis wir mit einem richtig guten Onlinekonzept rausgekommen sind und dadurch definitiv Marktanteile eingebüßt.

00:12:02: Wie habt ihr denn da eure Franchise mit auf den Weg genommen?

00:12:06: Und von online ĂĽberzeugt, jetzt vielleicht einen Ansatz gefunden wo alle sagen ja das stehe ich dahinter wie du es gerade gesagt hast und ist gewinnen auch alle.

00:12:13: Der Umsatz bleibt auf der Fläche.

00:12:14: Das ist ehrlich gesagt Key von unserem Online-Konzept.

00:12:17: Wir haben ein Ship from Store Konzept habe ich eben schon erwähnt eingeführt dass bedeutet dass alles was aus dem Online Store verschickt wird kommt aus den stationären Fachmärkten auch auf der Fläche bei den Franchisenehmerinnen.

00:12:32: So einfach ist es eigentlich und dann natĂĽrlich auch wieder so komplex, Kunde die Kundin soll davon nichts merken.

00:12:38: also das finden wir schon super wichtig dass es nicht irgendwie so muss für ein Store auswählen oder musst du gucken ob in einem Store die Sachen vorhanden sind?

00:12:43: Das ist ja auch nicht konvinient sondern im Hintergrund arbeitet einen Algorithmus der erstmal guckt wer kann dem Kompletten Warenkorb bedienen?

00:12:50: Also einfach dass wir nicht so viele Sendungsteile haben und im nächsten Schritt guckt Wer ist denn am nächsten regional gesehen zur Kundin?

00:12:57: Und der bekommt den Auftrag bei denen hinten im Lager aus dem Drucker der Auftrag und Label fĂĽr den Versender raus.

00:13:04: Und dann wird die Ware gepickt.

00:13:05: Rituren machen wir zentral, das heißt wir haben auch ein externes Fulfillment was auch bestimmte Aufträge dann bedient weil da einfach dann auch das Retourenlager ist.

00:13:14: aber ich glaube es sind fast neunzig Prozent die aus den Fachmärkten verschickt werden.

00:13:18: Cool, dann haben wir operativ verstanden und Omni Channel ist ja noch so ein Magic World was dann irgendwie immer aufkommt.

00:13:23: Also es ist ja klassischerweise so eine Haareausform im Retail und Johannes Klisch ist ja auch irgendwie mit Snoggs zum Beispiel total erfolgreich und hat auch vor kurzem mal gesagt dass er denkt das Marken auf allen Plattformen parallel zugegen sein mĂĽssten.

00:13:33: Gerade der Franchise Ansatz macht es natĂĽrlich gegebenenfalls fĂĽr euch schwieriger.

00:13:37: Was heiĂźt wie habt ihr denn da?

00:13:38: FĂĽr euch ne Strategie gefunden?

00:13:39: oder wie aget ihr den da?

00:13:41: Definitiv sind wir nicht auf allen Plattformen und Kanälen zugegen.

00:13:45: Auf gar keinen Fall, sondern wir sind das im eigenen Store und eben in den eigenen Stationärenfilialen.

00:13:51: Das ist auch ehrlich gesagt Johannes hat eine Marke.

00:13:53: Wir sind ein Händler!

00:13:55: Das darf so nicht vergessen.

00:13:56: Und als Händlern der Fremdmark verkauft Ist es ehrlich gesagt auch nicht wirklich profitabel dann noch damit zum Beispiel auf Amazon zu gehen.

00:14:04: Ja

00:14:04: das machen immer die diese bisschen.

00:14:05: ne letzte Strohhalm Hat man das GefĂĽhl da geht's ja immer an die Richtung.

00:14:09: Also fĂĽr uns kommt das derzeit auf jeden Fall nicht infrage.

00:14:12: Aber wie macht ihr es mit Elsa und Emil?

00:14:14: Elsa und Emile vertreiben wir gerade ĂĽber den eigenen Elsa-und Emil Shop, und exklusiv bei Baby One.

00:14:20: Da seid ihr nicht verfĂĽhrt mal Amazon, Otto oder Co irgendwie anzubinden?

00:14:24: Wir

00:14:24: machen das jetzt auf jedenfall erst einmal so.

00:14:26: Und im nächsten Schritt gucken wir weiter.

00:14:27: aber mit der Power die Baby One hat auch einfach in Bezug auf Anzahl Kinder werden etc.

00:14:32: ist das fĂĽr uns definitiv grade die richtige Strategie.

00:14:35: Du hattest ja schon gesagt, das erste Kind ist es mit dem ihr am meisten Geld verdienen könnt.

00:14:40: Das heiĂźt, ihr mĂĽsst euch wahrscheinlich auch ein bisschen Gedanken ĂĽber die Reaktivierung eurer Kundengedanken machen.

00:14:45: vor allem interessiert mich da mal wie ihr zwischen stationär gewonnenen Kunden unterscheiden oder wie sie identifiziert und dann versucht das Ganze auch online weiter zu bespielen um da die kundbeziehung aufzubauen und zu halten.

00:14:57: Wir arbeiten schon seit vielen, vielen Jahren weit bevor ich eingestiegen bin mit einer Kundenkarte.

00:15:03: Die haben wir schon sehr frĂĽh eingefĂĽhrt mit einem Loyalty-Programm.

00:15:07: Auch hohe Anteile unseres Umsatzes werden ĂĽber diese Karte gemacht und das bedeutet die kann natĂĽrlich online oder auch offline abgeschlossen werden.

00:15:14: Und wie arbeiten da mit einem sehr schönen Bonifizierungssystem über Punkte also auch im Franchise System möglich egal in welchem Store der eingekauft wird?

00:15:24: Und so können wir natürlich richtig gut unsere Kunden identifizieren ob es eben stationär ist oder online, aber keine Frage.

00:15:31: Das ist ein Thema an dem wir kontinuierlich arbeiten und was so unendlich wichtig ist.

00:15:36: das Schöne an unserem Business ist ja dass unsere Kundinnen total vorhersehbar sind.

00:15:42: Das Erste, was du meistens kaufst ist die Babyschale.

00:15:45: Mit der du ja auch das Kind aus dem Krankenhaus transportierst und von dem Kaufzeitpunkt oder natürlich noch viel besser vom Geburtszeitpunkt lassen sich so viele Dinge berechnen also wann du den Hochstuhl benötigst, wenn du den nächsten Autositz benötigt und da lassen sich richtig schöne Strecken- und Kundinnenakquisitionen aufbauen.

00:16:05: Wie

00:16:05: ist euer Kunden Feedback in Bezug auf die Nahtlosigkeit zwischen diesen beiden Kanälen offline?

00:16:11: und online.

00:16:12: Merken die Menschen das, dass wir auch tatsächlich in so einer Franchise Struktur sind?

00:16:16: Ja aber dann natürlich trotzdem wie du sagst man kann die Gutschein überall einlösen.

00:16:19: Wie kommt da der Kunde auf euch zurĂĽck?

00:16:21: Also das meiste Feedback ist auf jeden Fall positiv, weil ich glaube ganz viele Prozesse bekommen wir schon richtig gut hinten.

00:16:26: Wir haben einheitliche Systeme ĂĽber das ganze Franchise-System.

00:16:29: Das ist auch nicht immer so gegeben also vom Bahnwirtschaftssystem ĂĽber das CRM

00:16:33: etc.,

00:16:34: pp.

00:16:34: Das sind ĂĽber das gesamte System gleich und auch die Kundinnendaten kommen in den selben Topf.

00:16:39: da sind wir schon mal weiter als andere Franchisesysteme.

00:16:41: aber natĂĽrlich haben wir auch noch viele viele Dinge zu lernen.

00:16:44: weil nochmal selbstständiger Unternehmer selbstständige Unternehmerin vor Ort bedeutet natürlich immer, dass du Menschen vor Ort hast die auch unterschiedlich mit Garantiefällen umgehen.

00:16:53: Die unterschiedlich auch mit Kundinnen umgehen und ich glaube da können wir immer noch besser werden!

00:16:58: Und Nahtlosigkeit von online to offline jeder der was anderes behauptet lĂĽgt.

00:17:03: Aber das ist ein stetiger Verbesserungspunkt, weil ja auch und das darfst du ja nie vergessen.

00:17:08: Auch in unseren Fachmärkten was macht denn unsere Beraterinnen vor Ort?

00:17:12: Richtig viel SpaĂź!

00:17:13: Das ist die Beratung mit den Menschen und das heiĂźt auch fĂĽr die es natĂĽrlich die Kundin, die reinkommt hat einen ganz anderen Wert als die Kunden, die den Autositz online bestellt.

00:17:23: und bis zu dem Zeitpunkt wo wir aber sagen beides mega cool und beides treibt unser Geschäft voran da vergeht auch noch einfach etwas an Zeit und ich kanns aber total gut nachvollziehen.

00:17:32: Das

00:17:33: ist cool, was du sagst hier mit dem Thema.

00:17:34: Jeder erzählt lügt ... Wenn wir mal so Metaperspektive gehen?

00:17:38: Was würdest du denn insgesamt sagen, was eure größten Herausforderungen waren, um uns ein konstruktives Machen zu kommen als Organisation?

00:17:46: Legacy IT!

00:17:50: Also ich glaube, das ist wirklich ein starker Punkt.

00:17:52: Nennst du gewachsene Strukturen?

00:17:53: In thirty-fĂĽnf Jahre altes Handelsunternehmen.

00:17:56: Klassisch stationäres Handelsundernehmen wir haben überall gewachsenen Strukture.

00:18:00: Ob wir einmal unsere IT nehmen, ob wir unsere Mannschaft sehen, ob sie unsere Prozesse anrĂĽcken es ist gewachsen.

00:18:06: Es wurden ganz viele Sachen einfach irgendwie gemacht.

00:18:09: Ich habe irgendwann auch mal gelesen Da kannst du so einfach machen und es läuft auch total cool, weil jeder so sein Ding macht.

00:18:16: Und dann fängst du an Bürokratie und Prozesse und alles Mögliche und ich glaube da einen guten Weg zu finden nicht überzu bürokratisieren Alles mögliche und trotzdem aber die Dinge richtig gut nach vorne zu bringen.

00:18:26: Ich glaube in diesem Spannungsfeld befinden wir uns definitiv.

00:18:30: und da ein guten wegzufinden das dauert halt.

00:18:32: Da kann glaube ich hier Markus mit Dekonium einige Liedchen singen von Legacy IT-Eigest Was er mal seinen Kunden so beobachtet?

00:18:38: Genau wie auch dein Leben war einiges Ja, auf jeden Fall.

00:18:41: In der digitalen Welt haben sich ja Organisationsmodelle in Agila-Form als Erfolgsmodell etabliert.

00:18:47: Wie seid Indian in diesem Bereich aufgestellt?

00:18:49: Wie macht die Softwareentwicklung?

00:18:51: Vertestet ihr schnelle Ideen?

00:18:52: Seid ihr kulturell auch schon sehr Agil aufgestellt?

00:18:55: vielleicht ein Einblick geben.

00:18:57: du hast ja gerade schon New Work angesprochen.

00:18:59: Wir

00:18:59: befinden uns auf einer kontinuierlichen Lernkurve und wir sind definitiv kein rein agiles Unternehmen Und ich glaube aber auch ehrlich gesagt es wird gar nicht sein müssen das Business auch in den Stores läuft.

00:19:11: Wir haben Einheiten, die schon richtig agil arbeiten und es ist auch richtig so, ob das in der Shopentwicklung läuft – auch mit den externen.

00:19:18: Das ist super wichtig!

00:19:19: NatĂĽrlich arbeiten wir mit Ticketsystems.

00:19:22: Wir werden immer besser in Prozessen, in Projekten.

00:19:25: Die mĂĽssen aber nicht immer agil laufend.

00:19:27: Manchmal ist Good Old Wasserfall jetzt auch nicht schlimm.

00:19:29: Wir befinden uns da auf einer kontinuierlichen Lernkurve und wir investieren dabei BabyOne wirklich viel Zeit und Ressourcen um das wie unsere Arbeit zu verbessern.

00:19:39: Also ob das wirklich mit einer Einheit ein Leuten ist, die das ganze Thema Change und Kultur vorantreiben.

00:19:44: Mit den ganzen Teams Retros und Reviews und alles Mögliche durchführen sind wir kontinuierlich dran.

00:19:49: Ich glaube so läuft es aber auch.

00:19:51: damit bist du halt leider nie fertig.

00:19:52: Und sag mal du und ich, wir kennen uns ja auch durch unseren gemeinsamen Freund Markus Diegmann weil worauf ich noch hinaus möchte mit dir ist wie arbeitet ihr denn wenn ihr euch externen Rat einholt?

00:20:00: Der war ja bei euch wie Markenbeirat.

00:20:02: Ich habe vor kurzem wie einen Dinner organisiert der war auf Franziska von Hadenberg, jetzt auch wie erzählt dass sie voll ins Schwärm gebracht hat... ist irgendwie mit so einem Thema zu arbeiten und was da für Potenziale drinlegen.

00:20:11: Wie processiert ihr denn sowas?

00:20:12: Also wann habt ihr entschieden, dass ich euch etwas oder wofĂĽr?

00:20:14: und wann habt Ihr entschieden was externes an Wissen reinzuholen?

00:20:17: und was macht ihr dann damit?

00:20:18: Ich finde, es gibt nichts Besseres als mit Menschen zu sprechen die Dinge besser machen als du selbst.

00:20:24: Wir holen uns genau dafür Rat für Dinge, die wir vorher noch nie gemacht haben und dann fangen wir eben nicht an zwei Jahre lang irgendwelche Pläne aufzuschreiben und Listen zu tun und am besten noch fünf Beratungen reinzuholen sondern dann ist es immer besser mit Leuten zu sprechen, die Erfahrung in dem Bereich haben und ihnen Expertise mitbringen.

00:20:42: Und das war zum Beispiel unsere Eigenmarke Elsa und Emil wo wir gesagt haben boah krass!

00:20:47: Entwicklung selbst jemals schon mal gemacht.

00:20:49: Noch haben wir eine Marke aufgebaut, also man muss sagen ja Baby One ist ne Marke aber die ist einfach so gekommen ehrlich gesagt ĂĽber die Jahre!

00:20:56: Aber jetzt Markenaufbau ist ja auch nochmal was anderes und dafĂĽr haben wir uns einen Experten-Team zusammengestellt.

00:21:01: Was aber ganz wichtig ist du musst die Bereitschaft haben dich komplett selbst challenging zu lassen.

00:21:06: Du musst die bereitschaft mitbringen Kritik einzustecken Und vor allen Dingen dann die Themen wirklich umzusetzen und diesen Rat anzunehmen.

00:21:13: sonst macht es nämlich für die Leute keinen Spaß Absurdum geführt, dann hast du einfach nur eine nette Kaffeeklatschrunde.

00:21:19: Dieser Expert in den Beirat dem wir uns zusammengestellt haben das haben die auch gemerkt dass wir wirklich auf sie hören und dass wir die Meinung so sehr schätzen macht es auch, glaube ich allen richtig viel Bock.

00:21:28: Und mit Markus haben wir ja vorher schon zusammengearbeitet bei dem ganzen Thema digitale Transformationen aber auch insgesamt Transformation.

00:21:34: das war richtig, richtig gut.

00:21:36: der war manchmal so unser personifiziertes schlechtes Gewissen uns immer wieder auf Dinge aufmerksam zu machen und ich glaube dass brauchst du manche und vor allem brauchst auch die Zeit die durch selber aus dem operativen Hass rausziehst und an den Dingen arbeitest.

00:21:48: Ich kann mir so die Gespräche vorstellen die Du da geführt hast.

00:21:50: ich weiß ganz genau was für Sprana Richten Du gekriegt hast welche Telefonate du ungefähr halb hundert pro.

00:21:55: Wie habt ihr euch kennengelernt?

00:21:57: Ich glaub, zwei neunzehn beim Vortrag.

00:21:59: Irgendwer hat mich mitgeschleppt zu dem Vortrack in Bocholt, den er damals bei Rose mit Alex Graf gemacht hat.

00:22:05: Dann hab ich ihn angesprochen und gesagt, dass ich Babyworn mache.

00:22:08: Am nächsten Tag hatte ich auf jeden Fall eine mortsmäßig lange E-Mail von ihm ... Mit irgendwelchen Vorschlägen, Dinge besser zu machen.

00:22:16: So war das Kennenlernen.

00:22:17: Gott sei Dank!

00:22:18: Das war richtig cool und hat uns definitiv so viel gebracht.

00:22:22: Und du hast ihm für sein nächstes Kind schon mal einen Kinderwagen hingestellt und er den Cooles Fahrrad, hoffe ich.

00:22:27: Kinderwagen hatte er damals schon leider aber viele andere Produkte auf jeden Fall.

00:22:32: Den Auszug bringen bei mir jetzt alle Berater nochmal extra.

00:22:36: was macht in der vertrauensvolle Beziehung mit Ratgebern aus?

00:22:39: Das ist auch jedenfalls auch fĂĽr die Professorin.

00:22:43: Wenn wir noch mal zum Thema Agilität zurückkommen.

00:22:45: Ich laufe auch sehr gerne, auch mir kommen wie anscheinend dir auch viele Ideen und Problemlösungen fürs Business dabei.

00:22:50: Daher hast du mal bei LinkedIn plötzlich geschrieben dass du deinen Workout in diesem Kontext auch als Arbeitszeit siehst.

00:22:56: Diskussion ĂĽber Leistung angestoĂźen.

00:22:57: ja weil du die sinnigerweise auch als Basis jeder Arbeitsbeziehung siehst.

00:23:01: Wie bemest ihr denn Leistung bei euch im Unternehmen insbesondere vor dem Hintergrund von agiler Organisation und der damit einhergehende Dezentralisierung und Selbststeuerung?

00:23:09: Wir wollen ja auch ein bisschen ĂĽber Fack-Ups sprechen, also da sind wir noch nicht gut.

00:23:12: Wirklich jemanden der richtig gute Leistung messen kann bitte bei mir melden und gerne davon berichten.

00:23:17: Also wir steuern uns im Unternehmen ĂĽber OKRs.

00:23:20: Das hilft uns bei der Steuerung.

00:23:21: aber dĂĽrfen wir nicht vergessen dass das nicht wirklich etwas ist um individuelle oder auch Teamleistungen zu messen.

00:23:26: Wir versuchen uns in Baby Schritten gerade daran Performance messbar zu machen Und ich glaube was bei uns der erste Schritt ist es das gerade besprechbar zu Machen Was wir erreichen was wir nicht erreichen welches Team dabei, welchen Input hatte und ĂĽberhaupt das Thema Leistung zuzulassen als Themenschwerpunkt.

00:23:45: Du musst jeden Schritt einfach auch gut erklären können warum es nämlich so wichtig ist dass wir auch Leistungen feiern uns sichtbar machen und auch wenn mal nicht genug Leistung gezeigt wird, dass es nicht sofort heißt oh mein Gott wie schlimm sondern was lernen wir da raus?

00:23:58: Was können wir beim nächsten Mal besser machen?

00:24:00: Das sind ja die Themen die wir besprechbar machen wollen.

00:24:02: Ich bin ja noch ein bisschen neugierig bei The Way of Elsa und Emil.

00:24:05: Das Erste wäre mal, wieso der Know-How-Transfer war?

00:24:08: Also vielleicht so diese ganze Entwicklungsprozess weil ihr müsst ja unglaublich viel Wissen auf der Fläche haben.

00:24:12: also wenn man sich da mal anschaut eine Beratung zu einem Kinderwagen das sind ja manchmal ganz banale Details.

00:24:16: Ja wo kommt der Flaschenhalter hin?

00:24:17: wie mach ich's mit der Bremse?

00:24:18: soll der Drehbar sein schwenkbar Wie schwer wie gut zusammenklappe etc.

00:24:21: etc.

00:24:22: also wie war so dieser Prozess?

00:24:23: Und dann auch daraus abgeleitet wieviel Abhängigkeit habt ihr jetzt von euren eigenen Märkten?

00:24:27: Dann seid ihr quasi Hersteller und Händler zugleich und dann vielleicht auch dorthos abgelehnt.

00:24:31: was die Strategie Also Entstehung, Abhängigkeit, Strategie.

00:24:34: Da presse ich jetzt gerade.

00:24:41: Und bei uns waren das definitiv keine Eltern.

00:24:43: Bei Eltern haben die meisten keine Ahnung, wenn sie einen Kinderwagen kaufen mĂĽssen.

00:24:47: Versetzt euch mal kurz in eure Lage wie das war.

00:24:50: Sondern die Expertinnen vor Ort sind wirklich Berater und Beraterin auf der Fläche.

00:24:55: Die haben eine wahnsinnige Macht fĂĽr den Kinderwagen.

00:24:59: Die wenigsten Leute kommen und sagen, ich will genau das Modell und die Marke, sondern ganz viele beschreiben ihre Situationen, wofĂĽr sie ein Kinderwagen brauchen, wo sie leben, ob Land oder Stadt?

00:25:09: Wie viel Kinder ... etc.

00:25:11: Und dann haben wir unsere Berater und Beraterinnen vor Ort, denn die wissen wirklich was auch mal schwierig werden kann wie ätzend das ist so einen Wagen zu klappen oder wie oft auch so ein Reifen kaputt gehen kann im Zyklus von einem Kinderwagen und was dann nämlich passiert?

00:25:24: Deshalb haben wir den Wagen mit zehn Beratern und Beratternen aus allen Stores entwickelt also Fanscheistores und unserer eigenen Stores, haben eine Jahr lang mit denen zusammengearbeitet und haben wirklich von Farbgebung, ob es Luftreifen oder Gummireifen sind alles mögliche mit denen entwickeln und hatten dann einfach die gesamte Power vom System.

00:25:42: Erstens hilft das dabei, den wirklich besten Wagen fĂĽr die Kundinnen zu haben.

00:25:45: Und es hilft natĂĽrlich auch dabei, das Becking von denen zu haben!

00:25:49: Wie cool die das jetzt auffinden wenn sie sagen Boah ich habe diesen Wagen entwickelt?

00:25:53: Also man sieht definitiv dass die Leute die denn mitentwickelt haben auch die höchsten Verkaufsquoten jetzt haben bei dem Wagen weil die da voll dahinter stehen.

00:26:01: Dann sind mein Bruder und ich den kompletten Februar durch die Märkte gefahren und haben die Leute selber geschult auf den Wagen.

00:26:07: also das bedeutet Wir sind in die Stores, wir haben eine Roadshow mit einem Bulli gemacht wo der ganze Bulli voller Wägen war und Rucksäcke und all möglichen.

00:26:15: Und haben dann wirklich in jedem Fachmarkt anderthalb Stunden lang die Leute geschult, haben gezeigt wie man hier klappt, haben direkt Feedback aufgenommen.

00:26:22: mega cool!

00:26:23: Wir haben in diesem Monat dreiĂźig von den Hundert drei geschafft.

00:26:26: mehr schaffst du nicht in dem Monat?

00:26:28: Unser E-Mail Team also die Produktentwickler selbst sind auch rumgefahren und haben geschult heiĂźt aber auch, wir haben so geiles Feedback noch mal mitgenommen und waren ganz nah an den dran.

00:26:38: Und ich glaube das haben die schon gewertschätzt dass wir da selber rumgefahren sind und auch so viel Zeit investiert haben.

00:26:44: Und eine andere Frage habe ich jetzt vergessen Joel.

00:26:45: Abhängigkeit und die Strategie?

00:26:47: Und abhängig natürlich sind wir jetzt abhängiger von den Fachmärkten.

00:26:50: Die sind jetzt diejenigen die verkaufen mĂĽssen bedeutet aber ja wiederum nur, dass wir auch davon ĂĽberzeugen mĂĽssen was das fĂĽr ein Wagen ist.

00:26:58: definitiv es hat ja immer ganz viele Facetten.

00:27:01: Und damit mĂĽssen wir kontinuierlich dran bleiben.

00:27:02: Definitiv haben wir auch noch unsere eigenen Kanäle von Elsa und Emil, die sind auch super wichtig.

00:27:07: also das heiĂźt ob Insta oder TikTok oder auch den eigenen Online-Shop d.h.

00:27:12: da machen wir natürlich auch ganz viel mit Influencer Kooperationen, mit Social Media und haben da einfach neben den Baby One Kanälen auch nochmal die Elsa und Emelkanäle wo wir... einfach auch Selbst-Story Telling betreiben können.

00:27:24: Wie ist das denn organisatorisch?

00:27:25: Habt ihr Elsa und Emil komplett autark aufgestellt oder es mit BabyOne verflochten, habt ihr die Werte von BabyOne ĂĽbernommen?

00:27:32: ja oder habt ihr eigene Werte genommen?

00:27:33: Ihr seid ja als Familie unternehmen auch sehr wertorientiert, habt dir das gemacht!

00:27:36: Elsa und Emil ist komplett in einer eigenen Gesellschaft ausgelagert.

00:27:40: Und es sind auch Leute, die wirklich nur fĂĽr Elsa und Emile arbeiten.

00:27:43: Die haben wir bis auf eine Person komplett neu rekrutiert.

00:27:46: Und die arbeiten da auch nur in dem Bereich.

00:27:49: Sie sind in vielem von Baby One mit eingebunden aber längst nicht in allem.

00:27:53: also einfach damit sie auch Schnelligkeit auf die Straße bringen, damit sie Selbstentscheidungen treffen können.

00:27:57: Das ist glaube ich auch total wichtig weil sonst ist einfach nur irgendwie so ein Gemengelage.

00:28:06: selbst und haben aber auch ein paar Parts von Baby One IT zum Beispiel, die dann nicht komplett neu mit aufgebaut werden mĂĽssen.

00:28:13: Du hast ja vorhin gesagt ihr seid SoftFranchise, hast du es glaube ich genannt?

00:28:16: War es jemals eine Überlegung dieser Eigenmarke einfach unter BabyOne drunter zu hängen und das zu einer BabyOne Marke machen?

00:28:23: Absicht eine neue und eigene Marke.

00:28:26: Weil wir gesagt haben, da glauben wir auch dran dass das viel mehr Power hat.

00:28:30: also wenn wir es jetzt als Baby One-Marke machen Wir haben auch Eigenmarken die wir eher als Handelsmarke betreiben.

00:28:36: Das ist bei uns Little One, d.h.

00:28:38: dann Little one by Baby One oder von Baby One.

00:28:40: Das ist ganz klar erkenntlich als Handel's Marke.

00:28:43: Ich glaube beim Eigenmarkeportfolio ist es eben immer wichtig unterschiedliche und auch differenzierende Strategien zu fahren.

00:28:49: Einerseits ist der Handelsmarkt total gut und sinnvoll andererseits eben auch eine eigenständige Marke wichtig, die noch mal eine andere Kraft hat und man darf ja nicht vergessen.

00:28:58: Baby One ist ne tolle Marke und eine gewachsene Marke aber einfach auch eine, die feststeht.

00:29:02: Es ist ein sehr buntes Neunzigerjahre-Logo das hat seine Berechtigung und das kennen auch viele Leute und es werden wir auch nicht verändern.

00:29:09: Zeitgeist ist ja auch nochmal wichtig und ist einfach derzeit auch ein bisschen anders.

00:29:14: Und mit Elsa und Emil haben hier einfach auch die Möglichkeit nochmal andere Kundinnengruppen anzusprechen, die vielleicht bei dem Baby One Logo jetzt eher so denken ist nicht so meins.

00:29:23: und diese großen Fachmerkte, und nee das gefällt mir nicht.

00:29:27: Sondern wir konnten eben eine Marke bauen mit Elsa und Emil die Kundin anspricht, die mehr Wert auf Nachhaltigkeit legen noch mal ein bisschen mehr bereit sind auszugeben.

00:29:35: also einfach um zu schauen wie bauen wir was komplett Neues?

00:29:38: Und wie packen wir nicht alles unter?

00:29:40: Baby One

00:29:41: Finde ich sympathisch ehrlich.

00:29:42: Bist du genauso ehrlich, wenn ich dich frage was so Learnings macht?

00:29:45: Also was ist vielleicht so wo du sagst wow das war super dass wir das so gemacht haben.

00:29:49: und dann gibt es vielleicht andere Elemente wo du sagt oh das würde ich beim nächsten mal vielleicht anders machen.

00:29:52: So eine Markenentwicklung ist nie total einfach auch wenn wir das schön im Unternehmen trennt haben mit Elsa und Amy und Baby One ja und ich mache ja beides!

00:30:00: Und wir hatten auch vorher schon Vollzeitjob.

00:30:02: Ich glaube da immer auf die HĂĽte zu achten wer bin ich gerade und wie viele?

00:30:06: und auch immer zu gucken welche Entscheidungen treffe ich denn auch grade.

00:30:09: ne Ich treffe jetzt die Entscheidung, um zu sagen, mach doch mal schneller.

00:30:12: Er soll ein E-Mail gerausst und macht irgendwas oder gucke ich eben drauf.

00:30:15: was hat das fĂĽr Auswirkungen fĂĽrs Baby One System?

00:30:17: Was ist das fĂĽr Auswirkung insgesamt hier in die Belegschaft wenn sie einfach irgendwie als Speedboat agieren?

00:30:23: also ich glaube da irgendwie mit klarzukommen, da arbeiten wir stetig dran versuchen jeden Tag besser zu werden.

00:30:29: cool

00:30:29: Also das war mit dir ein super spannendes Gespräch und Markus und ich machen es am Ende immer so dass wir einen kleinen schnellen Fragenhagel noch händelschicken.

00:30:36: Das heiĂźt wir machen jetzt mal schnelle kurze Frage noch

00:30:41: Was tust du, um dein persönliches Wohlbefinden und deine Resilienz zu steigern?

00:30:45: Sport, Family und ziemlich viel Wein mit guten Freunden.

00:30:48: Das Vereint.

00:30:49: hast Du noch einen Tipp dazu?

00:30:50: NatĂĽrlich weil ich sie gerade besucht habe.

00:30:52: Juwel von Juliana Ella!

00:30:56: frĂĽh aufstehen, Dinge nachhalten und organisieren auf To-Do-Listen.

00:31:00: Ob die jetzt per Papier oder iPad oder wie auch immer sind.

00:31:03: Viel Rat einholen!

00:31:04: Da haben wir eben schon drĂĽber gesprochen.

00:31:06: Erinnerst du dich denn an einen Ratschlag der dein Leben besonders positiv beeinflusst hat?

00:31:10: Meine erste Chefin damals bei Vodafone hat mir gesagt Anna, die Dinge passieren einfach nicht so sondern Du musst für jeden Shit kämpfen Und das fand ich richtig gut.

00:31:20: Und sag mal, welches Buch so zum Thema Digitalisierung oder vielleicht auch Business im weiteren Sinne kannst du empfehlen?

00:31:24: Was ich gerade lese und richtig cool finde ist Scaling Up!

00:31:28: Also das heiĂźt, wo es eher wirklich um interne Organisationen und Strategie-Entwicklungen.

00:31:33: Und aber auch Meetingstrukturen allmöglich nicht finden sie so gut konkret und auf den Punkt gebracht und nicht lange rumgeschwafelt.

00:31:39: Das lese ich gerade gleich

00:31:40: mal auf die Liste nehmen hier.

00:31:41: also lieber Anna Es hat viel Spaß gemacht und bestimmt werden wir noch öfters Schnittmenge haben.

00:31:45: Wir machen ja soviel zusammen gemeinsam mit Freunden wie ich hier lerne Gemeinsam mit Investments.

00:31:48: jetzt gemeinsame Podcast.

00:31:49: also to be continued.

00:31:50: und auch lieber Markus vielen Dank.

00:31:52: dir hat wieder mal viel Spass gemacht.

00:31:53: Vielen

00:31:54: vielen dank

00:31:54: euch.

00:31:57: Danke fĂĽrs

00:31:58: Zuhören beim Digital-Kompakt-Podcast.

00:32:01: Du merkst, hier ziehst du massig Wissen fĂĽr dich

00:32:04: und dein Unternehmen heraus!

00:32:05: Wenn du mit uns noch erfolgreicher werden möchtest, abonniere uns auf den gängigen Podcast-Plattformen – und hey,

00:32:11: je größer wir werden,

00:32:13: desto mehr Menschen können wir helfen.

00:32:16: Also erzähl doch auch deinen Kolleginnen von uns.

00:32:19: Bis zum nächsten Mal.

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