Hinter den Kulissen des Erfolgs von Top-Coach Stefan Lammers – Teil 1: Resilienz | #Erfolgsstrategien 💪🏻
Shownotes
C-LEVEL INTERVIEW | Lange Jahre hat Stefan Lammers Erfahrung als Manager bei Unternehmen wie Deutsche Bank und Mastercard gesammelt, bevor er eine neue Bestimmung gefunden hat: Das dabei Gelernte und seine Erfahrungen an andere Manager weiter zu geben. In diesem Podcast gewährt der Business Coach einen Blick hinter die Kulisse. Er erklärt, wie seine Familie und langjährige Krankheiten sein Leben und seine Weltsicht geprägt haben und wieso es für ihn so erfüllend ist, das Potential anderer zu erkennen und zu fördern. Du erfährst... …was für Stefan Erfolg und Glück bedeuten …wieso es Stefan so viel bedeutet, das Potential anderer zu fördern …wie Stefans Eltern und Geschwister ihn geprägt haben …warum Stefan die Lektionen seiner Krankheit trotz allem nicht missen möchte …welche Ereignisse Stefan geholfen haben, auf eigenen Füßen zu stehen …wer Stefans Rolemodels waren und sind …was für einen Preis Stefan für seinen Erfolg bezahlt hat …wie Stefan und seine Frau Beruf und Privatleben unter einen Hut bekommen ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Selbstoptimierung: Wie ihr Schatten verfolgt digital kompakt-Macher Joel Kaczmarek regelmäßig erfolgreiche Personen und versucht die Säulen ihres Erfolgs nachzuzeichnen. In Bereichen wie Lebensführung, Gesundheit oder Finanzen erhascht er ungewohnt tiefe und ehrliche Einblicke. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Stefan Lammers, Führungsexperte und Gründer des Coaching-Unternehmens SLBB __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:06:29) Stefans Kindheit und Familie (00:13:19) Wie hat sich Stefan vom Elternhaus abgenabelt? (00:21:57) Stefans beruflicher Werdegang (00:26:13) Welchen Preis hat Stefan für den Erfolg bezahlt? __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns 👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.Transkript anzeigen
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00:00:16: Hallo Leute, mein Name ist Jacques Kaczmarek.
00:00:18: Ich bin der Geschäftsführer von Digital Compact Und heute haben wir mal wieder eine sehr besondere und ich finde auch sehr erfolgreiche Personen im Podcast.
00:00:24: Ihr kennt das ja regelmüßig, versuche ich, erfolgreichen Personen ein bisschen im positiven Sinne gemeint auf den Zahn zu fühlen.
00:00:30: Das heißt, ich versuche nachzuzeichnen wie führen sie eigentlich ihr Leben?
00:00:33: Wo kommen Sie her?
00:00:34: Was sind so Werte die sie in sich tragen?
00:00:36: Wie gehen sie ihre Arbeit an?
00:00:37: und einiges mehr?
00:00:38: Wir machen es ja regelmäßig mit sehr vielen erfolgreichen Führungskräften.
00:00:41: Der Mann der Heute da ist, den kennt ihr alle auch!
00:00:44: Er ist nicht nur Selbstführungskraft sondern er hilft auch anderen Führungskräften dabei bessere Führungen zu werden nämlich in ihrer High Performance zu kommen.
00:00:51: Jetzt wisst ihr vielleicht schon, um wen es sich handelt?
00:00:52: Um den lieben Stefan Lammers!
00:00:54: Und bei Stefan bin ich ganz neugierig darauf zu erfahren wie sein Lebensweg so war.
00:00:58: Klein Einblick hab' ich natürlich schon bekommen weil wir uns ja sehr gut kennen und auch immer mal schnacken... ...und heute werde ich aber noch tiefer mit ihm eintauchen und ich glaub das ist ganz viel drin.
00:01:08: Ja, einen wunderschönen guten Morgen.
00:01:09: Ich bin schon ganz gespannt auf die Fragen, die von dir kommen!
00:01:12: Ja ich öffne das immer mit einem Doppelklang und zwar was bedeutet denn für dich eigentlich Erfolg?
00:01:18: Weil wenn ich von erfolgreichen Menschen rede und die nachzeichne will ist ja mal interessant wie dass jeder für sich verortet.
00:01:23: Also Erfolg bedeutet für mich, dass ich auf der einen Seite eine innere Zufriedenheit und Gelassenheit für mich spüre.
00:01:28: Und das ich auf die anderen Seite etwas erreicht habe was letztendlich auch Anderen etwas gebracht hat.
00:01:33: in diesem Moment wo ich ne Rückkopplung dann wieder dafür bekomme Dass ich etwas bewegt habe in irgendeiner Form also bei mir hat Erfolg immer mit zwei Dingen zu tun letztendling mit Energie Auf der einen seite und auf der andern seite auch mit Bewegungen.
00:01:45: Mir geht es ähnlich bis sowas, dass sich gerne Impact hinterlasse im Leben anderer Menschen oder was nach vorne bringe.
00:01:50: Ich hab gerade an dem Wochenende ein tolles Coaching gehabt Und als du mich dann fragst, was willst du eigentlich machen?
00:01:54: Ich sag dir große Räder drehen.
00:01:55: Warum?
00:01:55: Weil ich will was in der Welt hinterlassen und warum.
00:01:57: Was sollen die über dich erfahren?
00:01:58: Warum ist das bei dir wichtig, dass du einen positiven Einfluss auf das Leben anderer Menschen hast?
00:02:04: Also weil ich oft festgestellt habe, dass sich Menschen eine riesen Potenzial haben und dass sie auf der anderen Seite sich aber das Potenziale ein Stück weit selber verschließen.
00:02:12: Dass sie also gar nicht sich trauen daran zu gehen.
00:02:14: Das hat oft etwas damit zu tun, was einem andere Leute erzählen.
00:02:17: Und ich hab halt in meiner Geschichte ganz oft Grenzen überschritten anderen Menschen mir gesetzt haben oder setzen wollten und insofern ist es für mich so, dass ich da auch anderen Menschen einfach helfen möchte diese Barrieren zu sprengen die Ketten zu sprecken.
00:02:31: Für sich selbst zu erkennen was für ein Potenzial eigentlich in ihnen steckt.
00:02:34: das möchte ich weiter geben sozusagen was ich für mich selbst erfahren habe.
00:02:37: Und weshalb möchte ich das machen?
00:02:38: Also du warst jetzt sehr stark bei den anderen Menschen, was für Potenziale die heben können und dass du vielleicht den Schlüssel hast um die Tür aufzuschließen.
00:02:43: Was gibt es dir?
00:02:44: Hier
00:02:44: gibt es eine Befriedigung meiner obersten Werte und meine oberste Werte sind Liebe und Freiheit.
00:02:48: Das habe ich in meiner ersten Coaching-Ausbildung für mich rausgearbeitet und gerade Freiheit ist für mich ein ganz großes Thema.
00:02:53: Deswegen ist für sich sozusagen wenn jemand seine Potenzialen nicht ausnutzen kann dann eben auch schon wieder ne Beschränkung her.
00:02:59: Die möchte ich helfen auszuhebeln.
00:03:01: und auf der anderen Seite eben auch tatsächlich dieser Wert Liebe wo manche Leute erst mal im Moment stutzen... im Zusammenhang mit Führungskräften.
00:03:10: Ich glaube einfach, dass Liebe auch was mit Menschlichkeit zu tun hat und mit einem Interesse gegenüber.
00:03:15: Das sind einfach Leidenschaften von mir die ganz tief in mir verankert sind.
00:03:18: Und ich glaube das hat viel mit meinen Eltern zu tun, die sich immer viel für andere Menschen eingesetzt haben.
00:03:23: Mein Vater war immer in verschiedensten Vereinen vorsitzender.
00:03:26: Leute sind zu ihm gekommen wenn sie Probleme hatten und das habe ich einfach gesehen.
00:03:29: obwohl er eben Versicherungskaufmann war und nicht jetzt als Coach oder ähnliches unterwegs war hab ich das da gelernt wie Menschen zu einem kommen und wie glücklich die sind, wenn man denen weiterhilft.
00:03:37: Und wenn man nicht die Tür verschließt.
00:03:39: Jetzt
00:03:39: schuldigt ihr noch den zweiten Gongschlag was ich eigentlich meinte als ich mich als erstes gefragt habe.
00:03:43: Was bedeutet für Erfolg?
00:03:45: Dann mal dagegen gehalten!
00:03:48: Also Glück im Sinne von Happiness, nicht im Sinne bei Losglück oder so.
00:03:51: Glück sind für mich manche Momente wo ich einfach innerlich tief berührt bin und es hört sich jetzt echt total blöd an was ich erzähle.
00:03:58: aber gestern Abend war ich im Zug von einem Workshop zurück und meine Frau hat mir ein Foto von meinem Sohn geschickt.
00:04:03: er ist ja zehn Jahre alt und der war duschen nach dem Sport und hat sich danach einen Oberhemd angezogen eine Krawatte vor mir unten Sacco und saß dann da frisch geduscht in diesen Klamotten und hat seinen Mathearbeiten gemacht und hat gesagt er hätte jetzt ne Mathekonferenz So zu sehen, wie so ein Kind groß wird und Sachen ausprobiert usw.
00:04:21: Das ist in dem Moment Glück für mich auch.
00:04:23: vielleicht kommen wir da nachher noch zu.
00:04:24: ich habe ja in der Kenntheit einige Herausforderungen gehabt es im Prinzip vor allen Dingen auch jeder Geburtstag wo ich bei meinem Sohn sehe wie er älter wird und dass er die Dinge nicht durchmachen musste die ich durch machen musste.
00:04:33: das sind Glücksmomente.
00:04:34: sie sehe ich aber tatsächlich oder die werden in mir ausgelöst durch Dinge die ich außen sehe was bei anderen Menschen passiert oder in anderen Situationen passiert.
00:04:42: das gibt mir innere Befriedigung und würde ich als glück bezeichnen.
00:04:45: Ich hänge ja auch noch an dem Gedanken, was du in Bezug auf Erfolg meintest.
00:04:49: Der Bezug zu den anderen Menschen.
00:04:51: Wenn ich dich das frage, ist es ein Blick auf mich selbst?
00:04:54: Weil wie gesagt, als ich am Wochenende das erzählt hatte, ich möchte Spuren hinterlassen auf der Welt und die großen Räder drehen oder etwas bewegen.
00:05:00: Warum, warum, warum?
00:05:01: Ich konnt's nicht beantworten!
00:05:02: Weiß nur, es ist mir ein innerer Treiber.
00:05:03: also ich hab lustigerweise ähnliche Werte wie du.
00:05:05: Mein Nummer eins ist Freiheit.
00:05:07: dann kommen Lebenskraft, dann kommt Familie.
00:05:09: Sicherheit versuche ich grad runterzuschrauben dass sich das akzeptieren kann, dass es keine Sicherheit gibt.
00:05:13: Bisher wäre das auch Sicherheit gewesen, jetzt lasse ich das los.
00:05:15: Von daher nochmal die Nachfrage.
00:05:17: Man macht sich ja leicht und auch abhängig wenn man sein eigenes Glück seinen eigenen Erfolg an anderen Menschen quasi mit festmacht.
00:05:23: weißt du wie ich meine?
00:05:24: Ja, aber ich mach das ja nicht an speziellen Menschen fest.
00:05:26: Genieße diese Situation wo ich bestimmte Dinge wahrnehme und erfahre und deswegen macht mir mein Job auch so viel Spaß.
00:05:32: Mein Job ist mein Hobby weil es mir ganz viele Glücksgefühle gibt wenn ich dann Rückmeldungen kriege dass etwas funktioniert hat wo wir drüber gesprochen haben wo jemand sich getraut hat Dinge anders zu machen als vorher.
00:05:42: insofern schenkt mir meinen Job einfach unfassbar viele Glückmomente.
00:05:45: das ist einfach total klasse.
00:05:47: Ich hab meine Mutter sonst immer im Kopf, die so das Thema Helfer-Syndrom hat.
00:05:50: Hat man ein Helfersyndrom?
00:05:51: Wenn man sein sozusagen ist einem Freude bereitet, dass man andere Leute voran bringt?
00:05:55: Nee, hab ich überhaupt nicht.
00:05:57: Ich guck da sehr genau hin, wo ich unterwegs bin.
00:05:59: Das hört sich ja so an als wenn ich die ganze Zeit in der Außenbeziehung ganz viel unterwegs bin auch mit Leuten... ...ich muss das sogar ganz anders rum sagen dass ich im privaten eigentlich sehr zurückgezogen bin,... ...dass ich durch diese intensiven Gespräche auch, die ich so im beruflichen immer wieder habe, glaube ich ein relativ klein Freundeskreis habe mich selten mit anderen Leuten im Vergleich treffe in dem Umfeld, ich sag jetzt mal schulisches Engagement oder sowas, da bin ich gar nicht
00:06:22: gut.
00:06:22: Okay, also ich sag mal so rum.
00:06:23: Du hast was anzubieten und freust dich dran wenn es jemand annimmt und etwas Tolles daraus entsteht?
00:06:27: Ja großartig!
00:06:29: Und jetzt hast du ja schon Spannungsaufbau gemacht.
00:06:31: Da kann ich gar nicht widerstehen, als da reinzugehen.
00:06:33: deine Kindheit!
00:06:34: Ich hab' jetzt schon von dir gelernt.
00:06:35: dein Vater war Versicherungskaufmann und war eins technisch aktiv.
00:06:38: Was war denn mit deiner Mutter?
00:06:40: Und hattest du noch Geschwister?
00:06:41: Mutter
00:06:41: habe ich auch die war Schulsekretärin.
00:06:43: Die war auch an der Schule an der ich gewesen bin.
00:06:45: Zwar insofern toll, da ich sehr viel krank gewesen bin muss ich sagen und das leben wir hier heute auch extremst weiter Wir haben immer sehr viele Unterstützung gehabt von anderen Leuten.
00:06:53: Egal in welchem Job meine Mutter gewesen ist.
00:06:55: Die Chefs haben sie immer unterstützt dass sie jederzeit gehen konnte um für mich da zu sein.
00:06:59: Und das ist auch was, was ich heute einfach weitergeben möchte und was ich hier auch tue.
00:07:03: Unsere Mitarbeiter werden hier maximal unterstützt.
00:07:05: wenn sie irgendwelche private Schwierigkeiten haben oder sowas dann sind wir da.
00:07:09: Das ist auch glaube ich das, was dieses tolle Team ja heute ausmacht.
00:07:12: Ich habe ein Bruder fünf Jahre älter.
00:07:13: Mein Bruder war für mich ein riesengroßes Rollmodell als Kind gewesen.
00:07:17: Der hat mich überall mit hingeschleppt Seine Freunde waren meine Freunde und ich war dadurch immer derzeit weit voraus Habe eigentlich nie mit gleich altrigen Früher etwas zu tun gehabt und dazu meine Krankheitsgeschichte dass ich also einfach in sehr frühen Jahren, sehr weit gewesen bin für meinen Alter.
00:07:32: Insofern bin ich da sehr dankbar meinem Bruder auch, das er immer zu mir gehalten hat und mich unterstützt hat.
00:07:37: Das war schon einfach echt klasse!
00:07:38: Jetzt hast
00:07:39: du schon mehrfach erzählt, dass du krank warst?
00:07:40: Was war denn los in deiner
00:07:41: Jugend?!
00:07:41: eine ganze Menge.
00:07:42: Also eigentlich mit erst mal angefangen, mit vier Jahren habe ich zwei-drei Mal die Situation gehabt dass ich da gerade so irgendjemand vom letzten Moment untergesprungen bin von irgendwelchen Situationen.
00:07:52: damals war das nicht so einfach irgendwo hinzukommen wenn man keine Luft mehr gekriegt hat.
00:07:55: später hab' ich ne schwere Nierenkrankheit gehabt, hab' mit vierzehn Jahre Chemotherapie gehabt.
00:08:00: es war ja für mich ne wahnsinnig lehrreiche Zeit weil ich in dieser zeit viele Dinge lernen musste die mir heute helfen.
00:08:05: das habe ich als später begriffen fangen wir mal vorne an sozusagen mit vierzen die Chemotherapien.
00:08:11: sondern es war eine Entscheidung und da bin ich das erste Mal im Prinzip mit Coaching in Verbindung gekommen.
00:08:15: Meine Eltern haben mich eigentlich gecoached, sie haben die Entscheidung bei mir gelassen.
00:08:20: Wir sind viel spazieren gegangen Ich weiß auch noch genau die Wege wo wir uns zu unterhalten haben was das für Konsequenzen hat vermutlich keine Kinder zeugen können und ähnliches.
00:08:27: Das war damals das was bekannt war.
00:08:29: habe ich dann mit vierzehn für mich selbst entschieden dass ich das mache weil ich halt die Jahre vom ich sage jetzt mal neunten Lebensjahr bis vierzehnten Lebensjahre habe ich sehr wenig Zeit in der Schule verbracht hab sehr viel zeit Krankenhäusern verbracht.
00:08:41: Das hat mir auf der anderen Seite wieder auch was Tolles gegeben, nämlich wenn du als kleines Kind irgendwo immer wieder in neue Situationen reinkommst dich schnell zurechtfinden musst in unterschiedlichen Krankenhäuser mit unterschiedlichen Personen dann kriegst du halt schon unheimlich früh eine Schulung für so einen systemischen Blick.
00:08:56: wie laufen hier die ganzen Geschichten?
00:08:58: wer hat hier etwas zu sagen?
00:08:59: Wie funktionieren hier nach hin?
00:09:01: Wie kannst du damit umgehen?
00:09:02: wo kannst du eben auch deine eigenen Freiräume erkämpfen?
00:09:05: in diesen Krankenhäsern war eine total super lehrreiche Zeit für mich.
00:09:09: also möchte ich, hört sich jetzt bescheuert an für den ein oder anderen.
00:09:11: Ich möchte diese Zeit nicht
00:09:13: missen.".
00:09:13: Hier hat mir unfassbar viel gegeben, so schwer sie war.
00:09:15: Darüber hinaus durch diese hohen Mengen an Cortison und an sonstigen Geschichten die ich bekommen habe sind meine Bänder und Knochen auch nicht die besten.
00:09:23: Das alles in der Wachstumszeit gekriegt habe.
00:09:25: mal zwei Grenzen aus der Krankheitsgeschichte.
00:09:28: mit vierzehn Jahren hat man mir gesagt Ich werde niemals Kinder zeugen können.
00:09:31: das hat man mehr auf Zweitausendvier noch gesagt In einer der führenden Kinderwunschkliniken heute hab' ich einen zehnjährigen Sohn der von mir kommt.
00:09:37: also was einem die Leute erzählen muss nicht stimmen.
00:09:39: Ninzehundertsechsten Achtzig hat bei mir gesagt spätestens in zehn Jahren Sitz im Rollstuhl.
00:09:43: Das mache ich heute auch noch nicht, also insofern lasst euch nichts erzählen immer was voraus ist sondern geht euren eigenen Weg macht euch Gedanken wie ihr mit den Situationen umgeht und das ist die Lehre die für mich da ist und dass es für mich eben auch dieses Thema warum es mir anliegen ist Menschen zu helfen nicht ihre eigene Begrenzung in den Vordergrund zu stellen sondern die Möglichkeiten in den vor der Grund zu stellen wie ich mich entwickeln kann.
00:10:05: Ich hab am Wochenende gerade, als ich auf diesem Coaching-Seminar war von Karin Kuschik gehört.
00:10:09: Wenn ein Arzt dir sagt das geht nicht sie werden so, die werden dies und die werden das sagt es mehr über den Arzt aus als über den Patienten.
00:10:15: in der Regel fand ich einen ganz schönen Satz.
00:10:17: also eine Nierenkragheit hast du bekommen hast du gesagt bei Die Ursache Alldessen?
00:10:20: Wie ist sowas entstanden?
00:10:21: Also gab's da eine Ursache für?
00:10:22: Ist es genetisch?
00:10:23: Hast Du Pech gehabt?
00:10:24: Das kann man ja nie so richtig nachweisen!
00:10:27: Ich war mit neun Jahren war ich in einer Kinderkurklinik.
00:10:30: über diese Kinderkurklänik gibt es heute ein großes Forum.
00:10:33: Da gibt es auch Dinge wohnen untersucht werden.
00:10:35: Viele Sachen, die dort in dieser Klinik gelaufen sind würde man heute nicht mehr machen.
00:10:40: Es gibt viele Menschen, die damals in dieser klinik waren im nachgang in Therapie gegangen sind also wirklich das auch teilweise als psychische Folter und ähnliches empfunden haben.
00:10:50: Das war halt noch ein sehr alten stilgeführtes haus und damit sind viele menschen nichts recht gekommen.
00:10:55: Und was auch viele in diesem forum sagen sind dass sie krankheiten entwickelt haben um daraus zu kommen.
00:11:01: ich habe eben tatsächlich Klinik diese Nierenkrankheit entwickelt.
00:11:06: Wir sind allerdings auch bei Eiseskälte ins Meer gegangen und so weiter und sofort, ich weiß es nicht ob es ein Schutzmechanismus gewesen ist er dazu geführt hat daraus zu kommen, ob es tatsächlich irgendwie die Krankheit war kann ich nicht sagen.
00:11:15: Ich weiß nur dass meine Eltern nach sechs Wochen mich das erste mal in dieser klinik gesehen haben.
00:11:19: Die durften mich nicht besuchen sie durften auch in der Regel nicht mit mir telefonieren oder sonst was aber Kontaktsperre und Das war als neunjähriger schon relativ hart Und ich bin als neunehriger als meine Eltern Nach sechs wochen kam an ihnen vorbeigelaufen und sie habe mich nicht erkannt weil ich mich so verändert habe in diesen sechs Wochen.
00:11:33: Insofern kannst du dir vorstellen, dass das nicht gerade die schönste Zeit des Lebens war.
00:11:37: aber auch da hab' ich in dieser Zeit bei Schwestern Unterstützung gehabt und da wieder ein System kennenlernen müssen wie ich damit umgehe?
00:11:44: Wie ich damit klarkomme Und auch das ist eben am Ende eine gute Lehre für mich gewesen.
00:11:48: Das war einer der ersten Taten, die ich meine jetzigen Frau Steffi gemacht habe, tatsächlich zu dieser Klinik zu fahren.
00:11:54: Wir haben dort einen kleinen Engel vergraben Der eben auch acht geben soll auf alle anderen Kinder in irgendwelchen Kurkliniken oder Ähnlichem sind, damit auf die aufgepasst wird.
00:12:03: Ach du bist ja süß!
00:12:06: Ich habe hier feuchte Augen, Kass.
00:12:08: Du als jemand der hervorragend ausgebildet ist in verschiedenen Coaching-Methoden und der sich sehr viel mit sich selbst auseinandergesetzt hat – was ist so deine Einstellung zu dem Thema transgenerationale Traumata?
00:12:18: Oder auch, sag ich mal verhaltensweisen Elemente diese über Generation hinwegkommen?
00:12:22: Ja, also es gibt ja einmal genetische Dinge die tatsächlich vererbt werden.
00:12:26: Das ist ja das eine aber es gibt natürlich auch jetzt nicht genau in der Form auf Krankheit bezogen Aber was ich sehr oft habe dass ich hier teilweise vierzig-fünfzigjährige Führungskräfte habe Die sich immer noch nicht von ihren Eltern entrollt haben, die also noch nicht für sich selbst hundertprozentig Verantwortung übernommen haben und das gar nicht so präsent und bewusst haben wie sehr sie noch sozusagen in dieser Kindrolle leben.
00:12:45: Und insofern merkt man halt einfach wie stark solche rollenbilder sind und wie starke rollen bilder prägen.
00:12:50: Insofern würde mich nicht wundern, ohne da jetzt eine wissenschaftliche Untersuchung zu haben.
00:12:55: Wenn dadurch auch bestimmte Symptome oder Ähnliches in den Vordergrund gestellt werden.
00:12:59: Kann jeder vermutlich irgendwo in seinem Umfeld das Menschen ja auch ganz viel Anerkennung beispielsweise über Krankheiten oder sowas erfahren und dass sie dann ganz viel darüber reden und dadurch auch sozialen Kontakt haben, soziale Aufmerksamkeit haben oder ähnlich ist?
00:13:11: Und das kann natürlich auch dazu führen beispielsweise, dass ich dann bestimmte Symptome verstärkt spüre weil es mir Bedürfnis erfüllt, weil's mich weiterbringt.
00:13:19: letztendlich
00:13:19: Jetzt habe ich dich natürlich in deine Wissensecke geschoben, komme mal wieder zurück mit der Lupe auf dich.
00:13:24: Was war das für ein Thema?
00:13:26: So Abnabelung von zu Hause Geschichte der Eltern Auf der einen Seite vielleicht Kapitel fortschreiben und auf der anderen Seite vielleicht Bücher zuschlagen
00:13:32: Das hat schon relativ früh bei mir angefangen gibt es ganz bestimmte Marker.
00:13:37: Es gibt einmal ein Marker, als ich damals bei Eurocard angefangen habe.
00:13:41: Da bin ich ja sozusagen das erste Mal in die große weite Welt.
00:13:44: Ich hab dann meistens im Hotel in der Nähe der Frankfurter Messe gewohnt und über Eurocard haben wir eben auch von American Express Tickets bekommen usw.
00:13:52: Und ich hab damals für einen Frank Sinatra-Konzert in der Festa Leap Tickets bekomme und ich hab meine Eltern in das Hotel eingeladen und meine beste Freundin und wir vier haben halt dieses Konzert besucht.
00:14:03: Das war dieses... Ich lade meine Eltern in eine andere Welt, in die Großstadt und so weiter.
00:14:09: Das war ein wichtiger Punkt der Abnabelung.
00:14:12: Dann gibt es noch einen zweiten oder drei, vier Jahre früher stattgefunden hat.
00:14:16: Da bin ich meinem Vater sehr dankbar.
00:14:18: Wir werden jetzt Leute auch darüber nachdenken ob sie das gut finden oder nicht gut finden.
00:14:22: Mein Vater hatte diese Tradition genauso bei meinen Bruder als er achtzehn geworden ist.
00:14:27: Und genau so war's bei mir.
00:14:28: Bei mir war sogar tatsächlich ein paar Tage vorher.
00:14:30: Ist er mit meinem Bruder und später mit mir im Nachtclub gegangen?
00:14:34: Dieses Thema, du bist jetzt erwachsen dieses Klarwerden.
00:14:37: Das ist jetzt ein anderer Zustand sozusagen und das zu machen fand ich total mega!
00:14:41: muss ich wirklich sagen und das ist heute auch glaube ich manchmal ein Problem, dass Kinder gar nicht mehr... die werden ja immer älter.
00:14:46: Dieser Abnablungsprozess dieses Ritual in irgendeiner Form du bist jetzt erwachsen findet oftmals nicht so statt.
00:14:52: Dann gab es nochmal zwei entscheidende Momente noch später.
00:14:56: Das war einmal zum siebzigsten Geburtstag meines Vaters der Krebs hat, das war kurz vorher bekannt geworden Und da habe ich gesagt zu seinem siebzigsten wir wussten ja nicht was das heißt.
00:15:04: Wie lange lebt er uns?
00:15:05: Er lebt übrigens heute noch Es sind zwischen sieben und achtzig.
00:15:07: Ich hab ihm eine Reise nach Wunsch geschenkt und Wir sind dann drei Wochen in Asien zusammen unterwegs gewesen, konnte sich aussuchen entweder Nordamerika oder Asien und hat gesagt du hast mir so viel schon von Asien erzählt wir fahren dahin.
00:15:17: Und da habe ich Hölle und Himmel in Bewegung gesetzt und alle meine Freunde haben mitgeholfen die ja vielfach auch in Asien sind dann eine fantastische Reise zusammenzustellen.
00:15:25: Wir haben Hammer Sachen erlebt und das ist unvergesslich für ihn.
00:15:29: der ist zurück gekommen aus dieser Reise und die Ärzte haben gesagt dass es haben sie noch nie erlebt dass die Ergebnisse besser geworden sind.
00:15:36: also da sieht man wieder wie viele solche Dinge an Auswirkungen machen das organisiert habe, dass ich mit ihm da war und da haben wir auch anders miteinander gesprochen.
00:15:43: Da haben wir ja auch über unsere Vergangenheit teilweise nochmal Reflektionen gemacht am Strand die ganz toll waren.
00:15:47: Und bei meiner Mutter war es beim meinem vierzigsten Geburtstag.
00:15:50: meine Mutter hat am gleichen Tag Geburtstag wie ich oder umgekehrt.
00:15:52: Ich hab beim gleichen Tag Geburtsdag wie meine Mutter und da kommt das als Kind eben auch so, dass man sehr viel zusammenfeuert und dieses Eigenständige nicht so hat.
00:15:59: Mit dem vierzigten Geburtstage haben immer versucht zusammen zu feiern entweder bei ihr oder bei mir oder wie auch immer.
00:16:04: Mit einem vierzigsten Geburtsdach habe ich das das erste mal ganz bewusst nicht gemacht für mich selbst zu feiern.
00:16:10: Kann sein, dass wir das mal zukünftig machen.
00:16:12: Das war für mich auch immer ein ganz wichtiger Prozess.
00:16:14: Schließ mir mal ab des ersten Kapitel deiner Jugend, deine Krankheitsgeschichte.
00:16:17: Wann war das vorbei?
00:16:18: Also wann war es so, dass du noch vorne geschaut hast?
00:16:20: War das in den Zwanzigern oder gab's da so einen Moment...
00:16:23: Die Krankheits-Geschichte war nie vorbei und ich habe mir mit sechzehn Jahren vorgenommen, dass ich mit vierzig Jahren sterben will Weil ich gesagt habe, dass ... Ich hab da keinen Bock mehr drauf auf diese ganze Krankheitsscheiße.
00:16:32: Das war eine totale Befreiung, weil ich musste jetzt ja ... Heute ist das ein bummerang aber egal.
00:16:37: Weil ich gedacht hab, ich kann eh keine Kinder zeugen und so weiter und sofort.
00:16:40: Das waren damals noch das Bild.
00:16:41: bis vierzig lebe ich.
00:16:42: Und ich hab alles erlebt.
00:16:43: also hab Geld rausgeschossen ohne Ende.
00:16:45: Hab viel Geld verdient über meine Verhältnisse gelebt und hab das Leben gelebt.
00:16:48: Mit neun dreißig konnte ich sagen, ich hab eigentlich echt alles erlebt was du so erleben kannst.
00:16:53: Drei Highlights
00:16:54: kommt drei extrem!
00:16:57: Tatsächlich für mich.
00:16:58: eins der Highlights waren die Olympischen Spiele in Peking, wo ich sowohl mit Spielern und Trainern zusammen gewesen bin aber auch gefeiert habe.
00:17:05: Und was immer alles mögliche Ich hab Mit meinen Freunden in einer der angesagtesten Jazz-Clubs in Peking habe ich ein Humidor, nicht nur für die Garten sondern auch rum gehabt.
00:17:14: Und die Jamaikanische Mannschaft hat damals mit Puma in der Bar von unserem Freund in dem Club gefeiert.
00:17:20: und hier hatten aber noch ganz tolle Visios von Ursäen Bolt.
00:17:22: Ich bin nie so'n Typ, der da singt und was auch immer, der solche Sachen veröffentlicht.
00:17:26: Ich hab die hier bei mir und guck mir solche Sachen dann mal irgendwann zwischendurch an.
00:17:29: oder zeig sie meinem Sohn Die durften natürlich nur Softdrinks oder Bier trinken So, und dann bin ich irgendwann hingegangen mit einem Kumpel.
00:17:36: Und hab aus unserem Humidor unsere Zigarren rausgeholt... ...und den rum.
00:17:40: Das war so wie im Mitte eines Tornados!
00:17:42: Es waren unfassbare Partie, die wir da nachts gefeiert haben.
00:17:45: Ich habe schon echt schöne Spässe erlebt.
00:17:47: Weißt du noch was du zu mir gesagt hast als wir uns das erste Mal am Strand von Gran Canaria getroffen und unterhalten haben?
00:17:53: Oder auch auf dem Weg dahin?
00:17:54: Was ist das Erste, was du über dich erzählt hast?
00:17:56: Nein,
00:17:56: hab ich nicht.
00:17:57: Wir sind
00:17:57: den Strand lang spaziert.
00:17:58: Dann sagt es zu mir früher war ich total das Arschloch.. ..und heute aber nicht mehr.
00:18:02: Was hast du damit gemeint?
00:18:03: Was
00:18:04: ich damit gemeind habe, ist dass ich früher ein sehr egocentrischer Mensch gewesen bin.
00:18:07: Auch tatsächlich Frauengegenüber.
00:18:09: Dass sich sehr fokussiert war auf die Erfüllung meines Glücks und das hat sich bei mir krass geändert.
00:18:15: Mit neununddreißig war ja dieser Punkt wo ich jetzt da an der großen Überlegung war mache ich dem eine Ende oder nicht?
00:18:21: Und dann hat mich mein Freund Rainer eingeladen und gesagt komm nach China Ich organisiere was.
00:18:26: und dann reden wir über alles.
00:18:27: Und dann bin ich nach China geflogen.
00:18:29: Dann haben wir da zwei tolle Nächte in unseren Clubs in Peking verbracht und dann haben wir uns und er hat eine Reise nach Indy Mongolai organisiert, dann sind wir mit zwei Begleiterinnen in die Mongolais geflogene und haben dort die Mongolia richtig kennengelernt von schamanistischen Ritualen über Insights wie Mongolien denken, die Gastvereinschaft und Ähnliches.
00:18:50: und reiner und ich haben stundenlang zwischen Jax gesessen und zwischen Murmeltieren und gesprochen über das Leben.
00:18:57: da habe ich sehr viel verändert danach.
00:18:59: Durch diese Gespräche darüber sind ja auf einmal Perspektiven erwachsen, dass es eben neben dem Gefühl das man schon alles erlebt hat noch ganz andere Dinge gibt die weit weg von materiell, von Hutschrauberflügen oder sonst irgendetwas sind was für mich heute auch alles keine Bedeutung hat.
00:19:13: Das ist auch manchmal für mich tatsächlich oder unsere Familie manchmal gar nicht so einfach weil vom Status her gut situiert heute mit dem was wir machen und weil wir soviel Erfolg haben.
00:19:23: aber von dem was Wir brauchen status denke Das haben wir gar nicht.
00:19:27: Das brauchen wir gar nichts, da gibt es ganz andere Sachen die viel wichtiger sind und das ist manchmal schwierig weil es manchmal schwierig ist im Andocken an die Leute die uns zuschreiben dass wir ja eben ganz viel Geld haben sie sagen dann ja das sind irgendwie die gehören nicht so richtig zu uns.
00:19:39: und die leute die vielleicht das geld haben da sagen wir vielleicht naja da wollen wir gar nich so richtig dazugehören und so wollen wir uns nicht verhalten.
00:19:44: ich will halt ne Pizza gerne weiter mit Fingern essen wenn ich da Bock zu habe und nicht Äthepität da irgendwie herum setzen und insofern sind wir da manchmal Grenzgänger zwischen zwei Welten.
00:19:53: Wir können aber in beiden leben.
00:19:54: Wenn wir uns jetzt mal zurückorientieren, wollen ja viele Menschen auch zu, die sich natürlich beruflich dafür interessieren wie man erfolgreich wird.
00:20:00: Wie eine gute Lebensführung aussehen könnte?
00:20:02: Wer waren denn so die Menschen, zu denen du dein Leben überaufgesehen hast?
00:20:06: also an dem hast du dich so orientiert?
00:20:08: Als erstes meine Oma Maria ist einfach ne unfassbare Frau gewesen.
00:20:12: Also die war immer herzensgut Die hat unheimlich viel erlebt und er hatte auch schonmal für den Papst gekocht.
00:20:17: sie konnte unfassbar gut kochen Sie war eine unfassbärherzensgute Frau und da hat mir ganz viel Rückhalt in meinem Leben gegeben.
00:20:23: Immer wenn ich Mist gebaut hatte, bin ich zuerst meiner Oma und meine Oma hat mich in irgendeiner Form geschützt.
00:20:29: aber sie war auch sehr klar und hat mir auch sehr stark Grenzen gesetzt.
00:20:31: also ich habe viel Zeit mit ihr verbracht weil wir meine Eltern arbeiten mussten und ich war krank und konnte nicht zur Schule oder so.
00:20:36: dann hat sie auf mich aufgepasst.
00:20:38: Hat vielleicht ein Stück weiter dazu geführt dass sich immer mit älteren Leuten auch durch die Geschichte die ich ja eben mit meinem Bruder erzählt habe viel Kontakt zu ältern Leuten hatte.
00:20:46: und da gibt es einige in meiner Vita zu denen ich wirklich aufgesehen habe.
00:20:50: das war damals als ich diese von Mannesmandatenverarbeitung, ein Unternehmensteil für die Deutsche Bank gekauft habe beispielsweise um dann Tochterunternehmen aufzubauen.
00:20:59: Da gab es einen älteren Mitarbeiter der mir ganz viel beigebracht hat, der ist leider relativ kurzfristig gestorben und ich bin unfassbar dankbar was er mir beigebracht hatte.
00:21:09: Ich habe Menschen kennengelernt.
00:21:11: Leider Gottes heute schon tot sind!
00:21:13: Ich habe zwei Onkels gehabt zu allen möglichen Sachen mitgeschleppt haben, die mir viel beigebracht haben.
00:21:19: Die hatten beide selber keine Kinder, mit denen bin ich auch in Urlaub gefahren und so.
00:21:23: Die waren unfassbar fürsorglich auf der einen Seite aber die haben ja auch Dinge beigebracht oder gezeigt, die ich vorher nicht so offen schirm hatte.
00:21:30: Mit dem einen war ich immer surfen und so und sehe auch heute noch so dass sich von älteren Menschen unheimlich viel lernen kann.
00:21:36: Ich finde das manchmal schade was wir heute für eine Diskussion haben, dass dann einfach immer abqualifiziert wird wie Boomer oder sonst irgendetwas.
00:21:42: Ich glaube wir sollten immer wieder offen bleiben dafür lernen können, egal in welche Richtung das gerade geht.
00:21:48: Ob es hat nichts mit Alter zu tun?
00:21:50: Ich kann von meinem Sohn nicht viel lernen oder von seinen Klassenkameraden genauso wie ich was lernen kann von älteren Leuten und das ist einfach schön!
00:21:57: Was war denn eigentlich dein Karriereweg?
00:21:59: Also was hast du denn nach der Schule gemacht, weil für mich bist du Stefan, der Coach.
00:22:03: Ja so und für viele da draußen auch.
00:22:05: Ich sage immer ich bin in meinem fünften beruflichen Leben.
00:22:07: Ich bin ja gelernter Foto- und Videoeinzelhandelskaufmann.
00:22:10: Wird in meinem Urlaub auch an meine alte Fotoschule nach Kiel fahren um mal anzugucken wie die heute aussieht.
00:22:15: dann war ich halt acht Jahre im Einzelhandel tätig.
00:22:18: benannt zu Eurocard MasterCard Da war ich im Vertrieb.
00:22:20: zum Schluss für die Großkonzerne Mineralindustrie zuständig habe ich so fünf Komma sechs Milliarden Außenumsatz verantwortet.
00:22:27: Dann hat mich die Deutsche Bank abgeworben, da habe ich ein paar Großprojekte gemacht und einen Tochterunternehmen gegründet.
00:22:31: Die EasyCash.
00:22:32: Und dann bin ich abgewoben worden nach Hamburg zu Experien war dort Geschäftsführer für drei Länder im Europäischen Management Board und war nach einer Wertediskussion, die mir schon damals immer wichtig waren.
00:22:42: Da habe ich den Hut genommen und bin gegangen, hab mich selbstständig gemacht wollte in Startup gründen.
00:22:47: daher war ich aber gedanklich zu früh mit den Themen und damals war die Blase gerade geplatzt, hab dann mich selbständig gemacht wollte nie wieder Führungskraft sein und wollte Einzelkämpfer bleiben als und Berater.
00:22:57: Das ist dann immer mehr geworden, dann habe ich immer mehr Kollegen mit reingezogen und dann irgendwann ist mir Karl Heinz über den Weg gelaufen als Coachie eine Topführungskraft der Deutschen Bank und den habe ich in den Ruhestand begleitet und dann ist er irgendwann zu mir gekommen und hat gesagt, er würde Coach werden wollen.
00:23:12: und dann hab ich gesagt, weiß nicht ob du da der Richtige bist?
00:23:14: Und am nächsten Tag habe ich ihn angerufen und habe ihn gefragt, ob er nicht Wirtschaftsbeirat bei mir werden will.
00:23:19: und wir planen und haben geplant die Firma größer zu machen.
00:23:22: und heute sind Verhalt Neuen angestellte hier Berater im Netzwerk und so hat sich das dann im Laufe der Zeit immer größer entwickelt.
00:23:29: Anfangs war es halt eben viel Konzerne, wo wir unterwegs gewesen sind und da ist eben auch der Podcast mit dir, der da nochmal eine Veränderung hervorgerufen hat, dass wäre eben auch sehr stark in der Start-up Szene heute unterwegs sind und genauso auch im Mittelstand.
00:23:41: Das war einfach noch mal ein toller Booster für den ich auch sehr dankbar bin.
00:23:44: Du
00:23:44: sagtest eben, du wolltest nie wieder Führungskraft sein.
00:23:46: Warum?
00:23:47: Eine gute Frage glaube ich gar nicht so eine richtige Antwort darauf im Moment warum ich das nicht mehr sein wollte.
00:23:52: Ich habe ja mal irgendwann in einem Podcast bei T-Dreien die Frage beantwortet vom Stefan Dörner, ob ich eigentlich eine gute Führungskraft war und da hab' ich gesagt wenn ich heute darauf gucke würde ich sagen, ich war ne beschissene Führunkraft.
00:24:02: Wenn ich aber das was ich damals weiß zugrunde liege dann war ich glaub ich damals nur für dieses was ich wusste eine gute führungsskraft und habe alles gemacht was möglich war Und ich glaube ich habe da schon ein bisschen gespürt in der ersten Zeit dass sich nicht selbst mit mir da zufrieden war.
00:24:15: Wenn ich irgendwas nicht richtig hinkriege, will ich das ja
00:24:18: lernen.".
00:24:18: Das hatte ich jetzt auch gerade nochmal dieses Erlebnis.
00:24:21: Ich habe mich sehr gefreut einen alten Weggefährten zu treffen im Michael Hegemann der heute Trainer beim zweitbundesligesten Handball ist, der Nationalspieler ist und Weltmeister geworden ist – auch mit der Handball-Nationalmannschaft.
00:24:32: Wir haben letztens miteinander telefoniert und haben uns auch letztendlich mal wieder gesehen nach Jahren.
00:24:36: Ich war früher Zweiter Vorsitzender bei der HSG Düsseldorf als die in den Handballbundestiger waren.
00:24:43: Aus meiner Sicht bin ich total gescheitert.
00:24:45: Danach habe ich dann erst mal eine Sport-Mentaltrainer und Coachausbildung gemacht, weil ich das lernen wollte.
00:24:49: Wie arbeite ich denn mit Sportlern?
00:24:50: Ohne dass ich das thematisiert habe hatte er mir dann gesagt, obwohl wir haben uns glaube ich zwei fünf, zwei sechs oder sowas das letzte Mal vorher gesehen.
00:24:56: Und hat dazu mir gesagt, dass ich ihm damals Sachen beigebracht habe die ganze Zeit als Spieler also auch als Trainer heute noch nutzt.
00:25:02: Das fand ich total schön, das zu hören.
00:25:04: Obwohl ich das Gefühl hatte total gesscheitert zu sein, hat es doch das ein oder andere gegeben was mitgenommen wurde.
00:25:09: Es hat mich ja sehr berührt.
00:25:11: Bist du sehr streng mit dir?
00:25:12: Ich glaube ich bin nachgiebiger geworden als früher.
00:25:14: Ich glaube, ich war früher viel strenger mit mir.
00:25:16: Weil ich weiß... Als ich dich mal vor ein paar Jahren hatte, was du warst mit deiner Family zu Besuch und mit deinem Sohn, da hatte ich den Eindruck, dass du deinen Sohn auch unglaubliche Anforderungen gestellt hast, die einen sehr unter Druck gesetzt haben, dann habe ich gedacht wahrscheinlich setzt der Stefan sich selbst auch sehr unterdruck.
00:25:29: Ist das so?
00:25:30: Ich bin ja nicht der Billigheimer unter den Coaches, um das jetzt mal sozusagen.
00:25:35: Also ich habe ja Preis, der für mich auch angemessen ist und der muss auf das erfüllen.
00:25:39: Da muss sich auch das erfüllt was sozusagen dafür gezahlt wird.
00:25:42: Das heißt also der Anspruch an mich ist schon da.
00:25:44: Das ist für mich total wichtig.
00:25:45: Das war in der Eurocard-Zeit für mich eine gute Lehre.
00:25:48: In der Eurocar Zeit hatte ich immer das Gefühl dass ich überbezahlt war für das was ich geleistet habe und das ein Gefühl was ich nie wieder haben will sondern ich will immer dieses Gefühl haben dass es zusammen passt.
00:25:58: Und ja, in der Tat ist es so, dass ich schon ansprüche stelle.
00:26:02: Aber auch das ich mit meinem Sohn nachgiebiger geworden bin als ich da schon war.
00:26:06: Das muss ich erst mal lernen, mit Kindern umzugehen oder einem eigenen Kind umzugehnen.
00:26:09: Ist gar nicht einfach und ich glaube, das ist ein paar Jahre her, dass wir das Gespräch
00:26:13: hatten.".
00:26:13: Wo du gerade von Bezahlung geredet hast ... Was würdest du sagen?
00:26:17: Viele Menschen streben ihr Erfolg an oder wünschen sich Erfolg, machen sich aber keine Gedanken über den Preis.
00:26:22: Was war der Preis, den du für deine Erfolge zahlt hast?
00:26:24: Ich habe wahnsinnig viel Geld in richtig teure Ausbildungen gesteckt.
00:26:27: Also das jetzt mal tatsächlich als Preis, wenn ich da manche Leute sehe die sich als Coach verkaufen oder sonst was, die entweder nie eine Ausbildung gemacht haben oder vielleicht irgendwelchen Methoden kennengelernt haben oder sowas.
00:26:37: Ich glaube dieses Preis ist vielleicht das lebenslange Lernen und diese Breitschaft auch in andere Wege zu gehen.
00:26:42: also wie gesagt ich hab in China In England in Amerika Ausbildung gemacht Und mich hat immer interessiert dass ich unterschiedlichste Sachen gelernt habe Dass ich nie eine Methode Eine Schule oder sonstwas gesehen habe.
00:26:53: der Preis ist, glaube ich, der wenn überhaupt dass sich manchmal Zeit reinstecken muss zu sortieren und zu überlegen was es wirklich das Beste aus dieser riesigen Vielfalt die ich da habe um da etwas Klares zu konzipieren.
00:27:05: aber da hab' ich hier auch eben tolle Mitarbeiter und eine tolle Frau die mir da unfassbar Unterstützung sind mich auf den Punkt zu bringen.
00:27:11: Das sind ja auch noch harmlose Preise vergleichsweise.
00:27:14: also ich hätte gedacht manche sagen dann Gesundheit oder meine Beziehungen oder sowas in der Art, bei dir gab's da nichts?
00:27:20: Wir verbringen ja außer wenn ich jetzt auf Workshops bin oder so vierundzwanzig Stunden, weil wir zusammen arbeiten.
00:27:25: Unsere Schreibtische sind gegenüber.
00:27:27: Wir haben unsere Büros hier für die Mitarbeitenden bei uns im Haus.
00:27:30: also mehr Zeit kann man gar nicht miteinander verbringen und trotzdem funktioniert alles miteinander.
00:27:34: Ich
00:27:35: habe einmal Coaching bei dir gemacht da bin ich nach Düsseldorf gekommen hab drei Tage bei euch gewohnt!
00:27:38: Ich hab noch im Kopf... Ich glaub das darf man sagen ist es glaube ich nichts Persönliches hier wie ich mit euch beisaß und dann giftet ihr euch an über irgendwelche Dinge.
00:27:47: Das macht jetzt das.
00:27:48: was hast du gerade?
00:27:48: Pass mal auf das.
00:27:49: löst dich mir folgendes aus Dann habe ich gesagt, wie eine Schildkrüte ziehst du den Kopf in den Panzer zurück bis hier im Fremden zu Hause.
00:27:55: Und dann so zwanzig Minuten später wird der Rauch sich verzogen.
00:27:57: und hab ich dann so Stefan wer ist dir lieber wenn ich gehe?
00:28:00: Und dann meintest du so ne, wieso denn gehen verstehe ich jetzt nicht.
00:28:03: Na weil ihr euch so streitet.
00:28:04: Ich will nicht dass sie euch wegen mir irgendwie unter Druck fühlen So wie es so streiten.
00:28:07: wir haben uns doch gar nicht gestritten.
00:28:08: Aber du hast doch gerade zu ihr gesagt so und so und sie das und das.
00:28:11: also das wirkt schon sehr aggressiv.
00:28:13: Nee das ist unser normaler Talk.
00:28:14: Wenn uns was stört kommt sofort auf ein Tisch wird sofort diskutiert sofort thematisiert und verarbeitet und so ist das Dann die nächsten Tage mit Zeugen.
00:28:21: Wie kommt ihr zu diesem Art des Umgangs?
00:28:23: Keine Ahnung, das hat immer so von Anfang an funktioniert.
00:28:25: Also vielleicht sind wir da heute auch milder als wir in der Anfangszeit waren weil wir auch eingespielter sind an vielen Ecken.
00:28:31: aber wir sind sehr deutlich miteinander und klar du musst nichts mitschleppen!
00:28:35: Vielleicht machen wir ja mal eine Folge zum Thema Feedback usw.
00:28:37: Was will ich denn die ganze Zeit mitschläppen wo ich mit irgendetwas unzufrieden bin?
00:28:40: Und ich habe es nicht gesagt oder wir haben keine Klärung miteinander gefunden oder was auch immer.
00:28:44: Das ist einfach vielleicht auch unser Erfolgsrezept dass man sich bei uns nix aufstaut oder sowas sondern wenn wir irgendwas haben dann besprechen wir das miteinander und klären.
00:28:52: Und ja, es kann auch manchmal härter sein.
00:28:54: Aber das ist eben auch von beiden Seiten.
00:28:56: Es gibt jetzt nicht irgendwie ein Gefälle.
00:28:57: dass ich schlimmer bin als Steffi glaube ich.
00:28:59: Vielleicht sieht Steffy das anders und muss sie noch mal fragen aber das funktioniert wunderbar.
00:29:03: Wie habt
00:29:03: ihr euch kennengelernt unter einer Frau?
00:29:05: Sie war Studentin an der Uni.
00:29:06: die hatten eine Veranstaltung aus den Sprechkontakten wo sie unterwegs waren und eine Methode vorgestellt hat und ähnliche Methode nutze ich auch in Workshops.
00:29:14: Ich bin da hingefahren also es ging um das Thema Workshop Methoden ... die dort vorgestellt wurden.
00:29:19: Und da hab ich gedacht, auch guckst du dir mal an und lässt dich mal inspirieren?
00:29:22: Ja, dann habe ich mich von Steffi inspirieren lassen... ...und dann ist sie bei mir als Praktikantin angefangen.
00:29:26: Bei mir war es aber schon klar, dass ich ganz was anderes wollte... ...dann hat sich das glücklicherweise genau so entwickelt wie ich mir das erhofft
00:29:32: habe.".
00:29:32: Das manchmal so ein heißes Eisen, Beziehung und Arbeit und so,... ...aber bei euch funktioniert das auch, ja cool!
00:29:37: Wir haben beide Eltern gehabt, die von zu Hause ausgearbeitet haben.
00:29:40: Wir kennen das gar nicht anders.
00:29:41: wir kennen eben, dass die Eltern immer miteinander unterwegs waren.
00:29:44: Ich glaube, das würde mit anderen vermutlich nicht so gut passen.
00:29:47: Ja, spannend Stefan.
00:29:48: Eigentlich bieten sich noch ganz viele Fragen an aber ich habe mir immer auferlegt so die Länge eines Inlandfluges pro Podcast.
00:29:55: deshalb würde ich für einen Vorschlag machen und wir vertagen uns nochmal eine zweite Teilerfolge daraus.
00:29:59: und beim nächsten Mal können wir mal drüber reden.
00:30:01: ein bisschen mehr eintauchen in deine deine Selbstorganisation.
00:30:03: also wie arbeitest du eigentlich?
00:30:05: Wie treffst Du Entscheidungen?
00:30:06: was hast du für Mantras?
00:30:07: Wie funktionierst du Work-Life Balance?
00:30:08: also da gibt es glaube ich noch einiges zu heben.
00:30:10: und dann für den Moment schon mal ganz herzlichen Dank dass du uns auf eine so persönliche Reise mitgenommen hast
00:30:14: Sehr gerne.
00:30:14: Danke dir für das Vertrauen, dass du in mich da hast, dass Du mit mir über solche Themen sprechen magst.
00:30:20: Auch die Art wie Du es gemacht hast ist eben nicht dieses Gefühl einen Seelenstrip-Tease oder sonst was zu machen sondern ich glaube einfach, dass das vielleicht den ein oder anderen noch mal inspirieren kann.
00:30:29: Das freut mich.
00:30:30: Danke Dir!
00:30:33: Danke und bis zum nächsten Mal!
00:30:41: Wenn du mit uns noch erfolgreicher werden möchtest, abonniere uns auf den gängigen Podcast-Plattformen und hey!
00:30:48: Je größer wir werden, desto mehr Menschen können wir helfen.
00:30:52: Also erzähl doch auch deinen Kolleginnen von uns.
00:30:56: Bis zum nächsten Mal.
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