Woom 🚲 : Aus der Garage zum Marktführer für Kinderfahrräder | #Unternehmensführung 🧠

Shownotes

C-LEVEL INTERVIEW | Endet dein Wissen über Kinderfahrräder auch mit der Marke Puki von vor gefühlt 30 Jahren? Dann wird dich diese Folge überraschen! Mittlerweile gibt es einen eigenen Markt für Kinderfahrräder und Woom gehört zu den erfolgreichsten Vertretern. Doch wie wird man so erfolgreich, dass aus „500 Bikes in der eigenen Garage“ eines der erfolgreichsten Kinderfahrrad-Unternehmen wird? Alle Hintergründe, alle Insights gibt es für dich in dieser neuen Folge! Du erfährst... …was Woom so begehrt macht …warum Ergonomie bei Kinderfahrrädern essentiell ist …was Woom besser macht als die Konkurrenz …welche Meilensteine Woom im Lauf der Jahre gemeistert hat …wie die Produkte bei Woom aufgebaut sind …welche Rolle Fahrradzubehör für das Geschäft spielt …wie man erfolgreich Kinderfahrräder vertreibt …ob Woom einen Fokus auf Nachhaltigkeit legt ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Unternehmertum: Denn getreu dem digital kompakt Motto "Lerne von den Besten" trifft sich Joel in freudiger Regelmäßigkeit mit den erfolgreichsten Unternehmer:innen aus der Startup- und Digitalwirtschaft. Egal ob Scale-up, Soonicorn, Unicorn oder erfolgreicher Mittelständler – in unseren Episoden zu Unternehmertum lassen dich die Besten hinter ihre Kulissen blicken und nehmen dich mit auf eine Reise zur Strategie, Entstehung und Entwicklung ihrer Firmen. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Marcus Ihlenfeld, Co-Founder Woom __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung & Einführung ins Thema (00:05:54) Wichtigste Meilensteine (00:10:40) Aufbau des Produktes & Prozesse (00:19:14) Bike-Arten & Preise (00:23:35) Zubehör als Geschäftszweig? (00:26:06) Vertrieb & Händlernetz (00:30:07) Produktion, Märkte & Nachhaltigkeit (00:34:59) Wettbewerb & Marketing __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns  👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.

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00:00:00: Hallo Leute, mein Name ist Joel Katschmarek.

00:00:07: Ich bin der Geschäftsführer von Digital Compact und heute mal ein ganz spannendes Startup was eigentlich gar kein Start-Up mehr ist sondern schon ein Scale Up man könnte auch fast sagen einen Mittelständler und zwar so der Star schlechthin wenn es um das Thema Kinderfahrräder geht.

00:00:28: Vielleicht auch wenn ihr irgendwie noch keine Kinder habt, habt ihr mal auf den Straßen diese Schönfahrer gesehen mit dem Namen WUM.

00:00:33: Das ist ja wirklich einer der Stars wie gesagt geworden was das Thema Kinder Fahrräder angeht und ich habe heute den lieben Markus Ilenfeld zu Gast.

00:00:40: Der ist Gründer von WUM und mittlerweile auch ein Advisory Board.

00:00:42: Wir werden mal drüber reden.

00:00:43: Hey Sommer!

00:00:44: Wie ist das eigentlich entstanden?

00:00:45: Weil es eine ziemlich coole Geschichte... Was macht ihr da eigentlich?

00:00:47: Was ist das für ein Produkt?

00:00:48: Und das übliche Kladeradatsch also ein bisschen Wettbewerb, bisschen Marketing, bisschen Finanzierung Investoren.

00:00:52: Also ich glaube heute wird's nicht langweilig.

00:00:54: Also diesem sind wir lieber Markus.

00:00:55: Moin moin!

00:00:56: Moin Moin!

00:00:56: Dank für die a- Einladung.

00:00:57: Ja, das ist eine lange Geschichte.

00:00:58: du musst mich einbremsen weil ich kann natürlich zehn Stunden reden was wir in den letzten zehn Jahren oder zwölf gemacht haben.

00:01:03: aber im Endeffekt kann man sagen habe ich den Christian Bettstecker getroffen der die Idee eigentlich schon im Computer hatte.

00:01:08: er hat ja schon das Wohnlogo und hat da eigentlich die Idee bessere Kinderräder zu machen und erst Industrie-Designer und weiß wie man Kinderrädern machen muss dass sie gut sind.

00:01:16: Wir haben uns zufällig getroffen vor zwölfe Jahren das war so Zwei Tausend Elf Und er hat mir davon erzählt dass er das gerne machen möchte.

00:01:22: dann haben wir uns zwei drei mal getroffen auf dem Kaffee und ich hab gesagt ja super Idee für meine Kinder ab.

00:01:27: und dann beim nächsten Mal habe ich gesagt, ja wo sind denn die Räder?

00:01:29: Sagt er, naja ist nicht so einfach.

00:01:30: Das muss alles aus dem Computer noch raus und auch nur noch Geld und Marketing und Webseite usw.

00:01:36: Und zu beim dritten Kaffee hat er dann gesagt hey wollen wir das nicht zusammen machen?

00:01:40: weil ich ziemlich motiviert war, weil ich auch Kinder im gleichen Alter hatte, die waren damals zwei und vier.

00:01:45: und dann haben wir gesagt ja machen wir es doch.

00:01:46: Ja das war ein bisschen naiv, weil wir hatten ja beide noch Jobs.

00:01:50: Also ich war damals Marketingleiter oder Direktor für Opel in Österreich, hatte fünfzehn Stunden Jobs.

00:01:55: Großes Team in Anfangszeit und viel Verantwortung.

00:01:57: Er hat das einen Job als Designer und als Industriedesigner mit seinen Aufträgen und mit seinen ganzen Projekten die er da hatte.

00:02:03: Wir hatten beide Kinder und wir hatten beide gute Beziehungen.

00:02:06: also die haben immer noch zu unseren Frauen und so hat der Tag zwar vierundzwanzig Stunden.

00:02:10: Du hast zwar noch die Nacht und die haben wir dann eigentlich genutzt.

00:02:12: Haben uns jeden Abend zwei Jahre lang um acht oder neun Uhr nachdem die Kinder im Bett waren getroffen.

00:02:16: Dann haben wir welche Farben, welche Vertriebswege Und dann haben wir aber auch bald festgestellt, dass wir das sehr naiv angegangen sind.

00:02:23: Weil es am Ende doch komplizierter ist als man denkt.

00:02:26: Nee ich staune total, weil Fahrräder sind ja wirklich ziemlich komplexes also die Rahmenherstellen und dann irgendwie die Räder an den Gangsschaltung und so.

00:02:33: was kann man noch eigentlich total schwer in der eigenen Garage bauen hätte ich gedacht oder?

00:02:37: Also wie habt ihr das denn hingekriegt da zu einem fertigen Produkt zukommen?

00:02:39: Naja

00:02:40: das war am Anfang des schwierigsten.

00:02:41: Komponenten konntest du kaufen Das war weniger Problem, dir musstest du aber spezifizieren.

00:02:45: und dann hatten wir am Anfang sehr geringe Stückzahlen im ersten.

00:02:48: Wir haben fünf Hundert Räder bestellt, in fünf verschiedenen Größen.

00:02:51: Das heißt also hundert Rräder pro Größe und das ist eigentlich eine Order.

00:02:54: die platzierte Kleider Schraube hinter Ecke platziert zu einer Order Und die haben wir im Werk bestellen oder in verschiedenen Werken bestellt In Asien.

00:03:01: Der Rahmen war auf uns zugeschnitten.

00:03:03: Also der Rahmen war individuelle Produktion für uns.

00:03:06: Es war eigentlich die größte Herausforderung den irgendwo produziert zu bekommen in den Stückzahlen.

00:03:11: Dann hab ich mich einfach nachziehen gesetzt und habe zwanzig Rahmenhersteller angeschrieben Und die haben ja alle... Also, es hat keiner geantwortet außer einer.

00:03:19: Der hat mir eine Absage geschickt.

00:03:20: Da saß ich in der Tschechei und dann habe ich gesagt, Christian, super News!

00:03:23: Ich hab' ne Absage.

00:03:24: Dann fahren wir morgen hin, da sind wir ins

00:03:25: Auto.".

00:03:26: Von Wien aus sieht da die Tschechei gefahren zu dem Typ und der so ja, ich habe euch doch abgesagt.

00:03:30: Ich hab gesagt Ja super, ihr habt euch wie es ist gemeldet!

00:03:33: Und dann haben wir dem unsere Geschichte erzählt und unsere Visionen und was wir davor haben und warum wir anders sind als andere... ...und dann hat er am Ende vom Meeting nach zwei Stunden gesagt, okay gut, ich baue euch eure fünfhundert Räder weil... Hauptsache hier lass

00:03:44: mich in Ruhe!

00:03:46: Ja, das war echt gut.

00:03:47: Und dann hat er uns die fünfhundert Räder gebaut oder die fünf-hundert Rahmen gebaut und die haben wir dann zu mir in die Garage schicken lassen und haben die Komponenten überall herbekommen – die Reifel von Schwalber, die Kponenten aus Asien – und haben das bei mir dann in der Garage eigentlich... ... so Stück für Stück angefangen zusammenzubauen.

00:04:01: Das ganze Zeugs, weil so ein Rad ist ja dann... ... sieht erst mal einfach aus.

00:04:05: aber wenn du nun mal schonmal so einen Bremsseil,... ... also schon nur eine Bremse zu installieren mit den zehn Einzelteilen,... ... das ist halt alles sehr mühsam.

00:04:11: und so alles nachts oder nach der Arbeit... ... draußen dunkel und kalt und war ne heftige Zeit!

00:04:16: Ja ich kann es echt nachvollziehen.

00:04:18: Es war eine geile Zeit, weil du hattest zwar so viel zu tun,... ... aber du konntest das alles noch selbst kontrollieren.

00:04:23: Ja du hättest den Kundenkontakt direkt.

00:04:24: die Leute sind vor die Garage gekommen... ... und wollten nen Radfahrrad abholen.

00:04:28: oder kaufen und probieren.

00:04:30: Wir hatten superengen Kundenkontakt am Anfang bei den ersten fünfhundert, weil wir die Leute alle persönlich gekannt haben.

00:04:35: Heute treffe ich noch Leute, die sagen, ich war in einer Garage und du hast beim Kind Fahrradfahren beigebracht.

00:04:39: Du hast dann damit einen Handschuh gestanden und einem Blaumann und hast an dem Kind auf der Straße Fahrrad fahren beigebracht mit dem Rad.

00:04:45: Da hast du sehr viele Insights bekommen, wenn wir die Kunden denken was sie für Ansprüche haben.

00:04:49: Es hat eine sehr starke Bindung auch mit den ersten Kunden gebracht und zwar sehr hilfreich seine Kunden gut zu kennen.

00:04:54: Zu wissen auf was sie abfahren.

00:04:58: Der Name ist WUM, also es sind Soundname von einem Vorbeifahrenden.

00:05:02: Also so eine Matchbox-Auto oder sowas ist das ja?

00:05:04: Die zwei O's könnten Fahrräder sein und das ist ein Name mit vier Buchstaben, das ist auch gut.

00:05:09: Das ist symmetrisch und vor allen Dingen der Name WUM ist... Ich kenne jetzt den Begriff nicht.

00:05:13: da gibt´s einen lateinischen Begriff aber ich denke das Logo kannst du immer umdrehen für wie du willst, dann hast du immer das gleiche.

00:05:19: Ja das ist schon geil, wenn man es auf dem Kopf drückt

00:05:20: stimmt!

00:05:20: Das hat Christian entwickelt und funktioniert gut.

00:05:23: Ist voll internationalisierbar wenn ich darüber nachdenke, also klingt jetzt auch nicht irgendwie so Deutsch, spezifisch und so.

00:05:28: Ja crazy!

00:05:28: Du klingst aber übrigens doch so Hochdeutsch?

00:05:30: Ihr kommt auch alle beide aus Österreich oder?

00:05:31: Christian

00:05:32: ist Wiener.

00:05:32: ich bin aus Rüsselsheim aus Deutschland.

00:05:34: da bin ich geboren hab dort aufgewachsen und bin dann von Opel versetzt worden habe in Amerika studiert.

00:05:40: acht Jahre oder sieben Jahre bin dann zu Opel gegangen durch Opel dann nach Zürich versetzt wurden.

00:05:44: fünf jahre bei der Familie und von zürich aus nach Wien und dort habe ich den christen kennengelernt.

00:05:49: das ist die Geschichte.

00:05:50: Ich hab zwar den wienerschmäh glaube ich manchmal Krieg ich nicht rein.

00:05:54: Ja,

00:05:54: krass!

00:05:54: Okay cool also... Ich finde es ja wirklich respektabel.

00:05:57: Das Ergebnis sowieso gar keine Frage ist ja ein Mega-Erfolg nur einfach auch so die Produktkategorie.

00:06:01: Also von allem was man sich aussuchen kann das Fahrrad wirklich maximal schwer, ja?

00:06:05: Weil ich kenne das auch.

00:06:06: Ich bin handwerklich begabt aber Fahrradreparationen hasse ich wie die Pestes.

00:06:08: Gebe mich immer den Profis ab Wie ist es denn für euch weitergegangen?

00:06:11: Was waren die wichtigsten Meilensteine um das zu so einer Größe zu bringen, die sie jetzt hat?

00:06:15: Ich glaube der größte Meilenstein am Anfang war eine AWS Förderung.

00:06:18: Wir haben ne ganz gute Förderlandschaft hier in Österreich und damit kommt man zum finanzieren des Projekts.

00:06:22: Der zweite Meilenstein war wahrscheinlich der erste Mitarbeiter, der uns geholfen hat die Räder in der Garage zusammenzubauen und zu verschicken.

00:06:30: Wir waren ja am Anfang nur direkt Vertriebler.

00:06:32: also wir haben keine Händler gehabt.

00:06:33: Wir hatten keinen Deckungsbeitrag auf den ersten Rädern.

00:06:35: das war einfach fast ein Null zum Spiel und da ging sich kein Händlermarsch aus.

00:06:39: Meinstein für uns war dass wir eigentlich die ersten vier Jahre unprofitabel waren.

00:06:43: es wussten wir also deinen Stückzahlen kriegst du nicht die Einkaufspreise die du brauchst Kriegst du erst ab gewisser Stückzahl, so mal Zehntausend oder so.

00:06:51: Kannst du erstmal reden?

00:06:51: Bist da eingeladen von dem Herstellern überhaupt auf der Messe zu einem Tee oder einem Kaffee.

00:06:56: vorher bist ja nur irgendeine Mücke in der Ecke.

00:06:58: ne Dann haben wir am Anfang und das war wahrscheinlich die größte Herausforderung bei den Finanzen.

00:07:02: Ja aber du musst dir hast einen sehr hohen wahren Einsatz mit den Ganzen Und musst sechs Monate vorher schon Anzahlungen leisten usw.

00:07:08: Größter Meilenstein war eigentlich dass wir angefangen haben unsere Kunden anzuschreiben und zu fragen ob sie uns finanziell unterstützen wollen Mit Privatkredit nachrangigem Privat.

00:07:18: da lehnt ab tausend Euro.

00:07:19: Wir haben anfangs zehn Prozent Zinsen, das haben wir bezahlt und Gutscheine fürs Fahrrad haben die sie in Bestum bekommen.

00:07:25: also wir haben unser eigenes Crowdfunding eigentlich gemacht bis zwei Tausend und siebzehn.

00:07:29: Da haben wir ziemlich viel Geld eingesammelt eigentlich.

00:07:31: Ich glaube weit über hundert Kreditverträge und über zwei Millionen Euro haben wir da eingesammelte und alles wieder zurückgezahlt?

00:07:36: Ja das war das krasseste eigentlich.

00:07:37: Denken wir einen ganzen Hefter voll Kredit Verträge.

00:07:40: Also das ist schon allein zu managen.

00:07:42: Das war schon ein Chaos, aber es hat jeder sein Geld zurückbekommen.

00:07:44: Jeder war Teil von wo?

00:07:45: Also das sind mal eine ganz wichtige Gruppe von Menschen die uns da unterstützt haben teilweise mit tausend Euro.

00:07:50: ja so Ja wir haben was zusammengekratzt.

00:07:51: hier habt ihr tausende Euro.

00:07:52: Wir finden das cool was ihr macht Von Anfang an in Super Kundenservice gehabt wird einen.

00:07:57: Einen Problem hatte beim Rad, habe ich ein neues geschickt und hab ihm dann erst das Alter abholen lassen.

00:08:01: Und so Geschichten.

00:08:02: also wir waren extrem kundenfreundlich unterwegs.

00:08:05: Ja und dann sind wir im Jahr zwei tausend siebzehn.

00:08:06: Da kam natürlich erstmal noch Mitarbeiter ja?

00:08:08: Das ist natürlich auch der große Sprung sich ein kleines Team aufzubauen von fünf Leuten und dann fünfzehntan von den Familienphase in die Teamphase und dann in die Organisationsphase und jetzt in die Internationalisierungsphase.

00:08:22: Das ist immer sehr anstrengender Prozess permanent reox zu machen, permanent Leute einzustellen und Prozesse neu zu definieren.

00:08:30: Wir hatten am Anfang von unseren Mitarbeitern gar keine Arbeitsverträge.

00:08:32: teilweise haben wir jetzt natürlich alle.

00:08:35: Wir hatte keine Jobdescriptions weil in dem Moment wo du die Jobdescription fertig hattest hast du schon einen neuen Mitarbeiter da gehabt kannst du alles wieder umschreiben also das typische Start-up oder einfach nur alle Bälle in der Luft hast und jeder fängt irgendwas auf.

00:08:47: es war eigentlich eine ganz wichtige Phase die Profitabilität in dem Jahr.

00:08:52: Also auf Tabel war man nicht wirklich, aber wir hatten endlich Null-Kommer ein Prozent Eigenkapitalquote also zwar einen Riesenerfolg und dann sind wir Bankglubbel geworden.

00:09:01: das heißt was wir haben unseren ersten Bankkredit bekommen und da ging es eigentlich erst so richtig los dass wir überhaupt mal so richtig wachsen konnten.

00:09:08: Vorher, das war einfach nur eine Gestüttelung und mein Gras umgezackert war das permanent.

00:09:12: Ja,

00:09:12: krass!

00:09:13: Wenn man sich die Erfolgsgeschichte anguckt... Wie viele Menschen werden sonst vorher abgesprungen?

00:09:18: Vielleicht ist es auch genau das was euch ausmacht.

00:09:20: Diese Resilienz abends nach einem anstrengenden Tag in der Kälte noch Räder zusammenbauen und dann diesen unkomventionellen Weg gehen.

00:09:27: Würdest du sagen, dass das ein Ding war, dass es euch erfolgreich gemacht hat?

00:09:30: Gerade

00:09:31: diese Schwierigkeiten?

00:09:32: Ja ich glaube schon.

00:09:32: Ich glaub auch, dass ... Gründer ist diese Resilienz, ja.

00:09:36: Also dieses... Der L-Mask hat's mal gesagt mit dem wir uns natürlich nicht vergleichen wollen.

00:09:40: aber irgendwo ist es doch so.

00:09:41: irgendwo beschreibend ist dass es morgens aufstehen und Glas fressen und abends in den Abgrund schauen.

00:09:46: Die passieren so viele Dinge!

00:09:48: Und PayPal sperrt dich auf einmal, ja?

00:09:50: Mit fünfzigtausend Euro im PayPalkonto weil sich ein Kunde beschwert hat das ein Rad so lange braucht bis es geliefert ist weil wir natürlich nur zwei drei Räder am Tag bauen konnten.

00:09:57: Das ist ja bei einem riesen Aufwand und da musst du denen beweisen was dein Businessplan ist dass er sich wirklich gibt und dass du kein Fraud bist.

00:10:04: also so klein Kleinigkeiten hat einfach Resilienz dieses dicke Fell dann irgendwo anwachsen lassen ist.

00:10:09: Ist sicher gut, aber wir haben immer wieder positives Feedback von den Kunden bekommen und das hat uns eigentlich extrem angespornt zu sehen wie die Nachfrage war.

00:10:17: Wir hatten nie genug Ware gehabt in Corona, also so two-neinzehn dachten wir jetzt haben wir genug Räder.

00:10:21: man kam Corona und dann hatten wir wieder nicht genug Rätas.

00:10:23: Wir haben jetzt erst zehn Jahre nach der ersten Mal Lager mit Rädern.

00:10:28: Die Kunden waren halt happy strahlende Kinder.

00:10:31: Auch noch mal ist ein Unterschied jetzt.

00:10:33: Die Branche ist eine positive Branche, es macht Spaß!

00:10:35: Du siehst das Resultat?

00:10:36: Du siehst Kinder da im Parkfahren die Strahlen und ihre Freude haben... Und das ist für einen Treiber... Guter

00:10:40: Zeitpunkt auch immer mal was Produkt zu reden.

00:10:42: also wir haben uns hier so romantiziös chronologisch durchgearbeitet.

00:10:45: Wie erklärst du dann eigentlich mal so euer Produkt?

00:10:47: weil ist ja okay Plain Vanilla ihr macht Kinderfahrräder Okay.

00:10:49: aber ich finde wenn man auf eurer Seite geht merkt man schon Es gibt so Abstufungen, es gibt Klassen.

00:10:55: Da steckt ja ganz viel Intelligenz finde ich drin.

00:10:57: Also welche Reihen bildest du an?

00:10:59: Welche Märkte gehst du...?

00:11:00: Also da kann man sich auch total verzetteln.

00:11:02: Kannst du ja mal beschreiben, wie ihr das aufgebaut habt?

00:11:04: Total.

00:11:04: und da setzen wir so viel Energie rein ins Produktportfolio in die Model-Updates, die kommen... Das kann sich kein Mensch vorstellen!

00:11:14: Tausende Stunden, wir schon mit verbracht haben wie das Portfolio aussieht.

00:11:17: Wie die sich differenzieren, wie die User es sich differenziehen.

00:11:20: Also dass ist nicht so mal schnell am Flipchart.

00:11:22: Ja da machen wir jetzt die Räder Die Farben und so weiter.

00:11:25: Das ist bei uns seit Anfang an Ich glaube auch unsere Kernkompetenz Weil unsere Kern Kompetenz ist keep it simple.

00:11:31: Das heißt Wir haben sechs Fahrräder, wir haben am Anfang auch gehabt Und wir decken damit alles Mögliche ab was du brauchst für dein Kind.

00:11:37: Wir haben nicht jetzt hundert verschiedene Bauvarianten, sondern es ist wie, stell dir vor du konfigurierst dir ein Audi A-IV oder du hast schon mal einen Tesla konfiguriiert.

00:11:45: Den Tesla hast du in drei Minuten fertig.

00:11:47: das sagst okay ich nehm doch ein Weisen die Sitzbezüge schwarz die Felgen Long Range und fertig und ein Audi a IV oder irgendwas anderes Standardmäßiges.

00:11:56: ja dann kannst du fünf Stunden konfigurieren und dann weißt du am Ende, ah das weiße Interior kann ich nicht nehmen weil meine Klimaanlage automatisch sein muss.

00:12:04: Also das war uns halt wichtig ganz einfach ein simples Produktoffer zu geben und auch einen Model Range von eins bis sechs so seamless machen wie möglich.

00:12:11: Das heißt dass du weißt ab dem Alter der Größe kann ich aufs nächste Rad gehen und nimmst damit die Komplexität und die Bias Remorse.

00:12:19: eliminierst du damit oder sagst wir halten es ganz einfach ja aber was macht die Räder eigentlich aus?

00:12:24: Ich glaube die Erfrage ich nochmal beantworten.

00:12:26: Es ist zum ersten Mal, dass was die meisten Leute sehen und sagen ah die sind leichter.

00:12:30: okay wir haben die leichtesten Räder das ist schon wichtig.

00:12:32: Da waren wir glaube ich revolutionär und das war wahrscheinlich das wichtigste Argument für die Kunden am Anfang, die Räder zu kaufen.

00:12:38: Weil Kinderräder damals zwei Zehn... Ich weiß noch nicht so lange her aber die haben alle mindestens zehn Kilo gewogen.

00:12:43: Es kamen sogar Leute, die gesagt haben, oh!

00:12:45: Die Kinderräde müssen schwer sein.

00:12:46: Das sind eine bessere Laufleistung.

00:12:47: Dass sie besser rollen, dass die Kinder sicherer fahren.

00:12:49: Das ist halt voller Schwachsinn gewesen.

00:12:51: Dagegen haben wir auch gekämpft gegen Stützräder weil die Leute sagen, die Kinder ein bisschen Stutzräder haben Und was ja auch total erschwachsen ist, die kommen vom Lauffahrrad auf's Fahrrad und können Fahrrad fahren innerhalb von... zehn Minuten, vielleicht mal zwanzig und vielleicht mal fünf.

00:13:03: Also das Gewicht war ein Riesenthema.

00:13:06: waren wir eigentlich die ersten, die qualitativ hochwertige Komponenten verbaut haben.

00:13:09: Das heißt also so gedichtete Innenlager wirklich qualitiv hochwertig bremsen... Also dieses Thema Nachhaltigkeit hatten wir schon im Produkt.

00:13:17: Da wussten wir aber noch nicht das.

00:13:19: es Nachhaltigkeiten heißt einfach dass die Räder sind reparierbar, sie sind einstellbar und ist nicht so, dass du sagst okay ich muss jetzt nach sechs Wochen geht die Vorderbremse nicht mehr.

00:13:27: Es waren viele Rädern mit ziemlich viel Klumpa drauf an Komponenten, also ziemlich vielen Schrottkomponentinnen.

00:13:32: Also die Qualität war dem eines erwachsenen Rads entsprechend.

00:13:35: und das dritte ist eigentlich, was die meisten Leute eben nicht sehen.

00:13:39: Was sie Kinder aber spüren, aber auch nicht kommunizieren können, ist die Geometrie sehr ausgefallen.

00:13:44: also wir haben Hunderte Kinder am Tests, wir simulieren.

00:13:47: Da geht es um eine halbes Grad Lenkwinkel also ein halbes grad bei der vorderen Gabel in welchem Winkel die steht wie das Rad fährt welche Reifendurchmesser drauf ist.

00:13:55: Das sind mir sehr akribisch unterwegs mit ziemlich viel Feedback von Kindern Testen auch viel wie den Sattel.

00:14:00: jetzt Schauen unsere Kinderbecken an Ist es in Relation kein und es gab's halt.

00:14:04: früher waren die meisten Kinderverräter so klein geschrumpfte Erwachsenenräder Und die Kinder haben aber ganz andere Proportionen Von Armlängen von Fingerlängen usw.

00:14:11: und auch von Beckenknochen.

00:14:13: zum Beispiel Kinderbeckenknochen ist in Proportion noch viel schmieler als das von einem Erwachsenen runtergeschrumpft auf die Größe.

00:14:19: Das heißt, ich brauche einen ganz anderen Sattel auf dem Fahrrad und das ist die Detailarbeit fast schon wie bei einem Formel-I Team.

00:14:24: wenn sie ihr Package entwickeln ja muss ich sagen ich mache da noch ein Spoiler hin und dann auch ein halbes Grad und dann noch irgendeinen Windtunnel Test.

00:14:31: also wir waren da sehr akribisch unterwegs und ich glaube die Kunden haben das auch gespürt dass wir damit Leib und Sedl dabei machen.

00:14:37: der größte Differenciator zwischen den großen Herstellern, die eine Gesamtproduktpalette anbieten ist.

00:14:42: Dass wir halt tatsächlich nur in dieser Nische Kinderrad waren und in der Nische halt eben drei Kilometer tief gebohrt haben und das nicht einfach oberflächlich behandelt haben.

00:14:51: Also, wir haben Kinderräder geträumt nachts.

00:14:53: Es ging nur um Kinderrädern!

00:14:54: Ich

00:14:54: kann aber auch genau nachvollziehen was du sagst.

00:14:56: also wenn man irgendwie Eltern ist Vater-Mutter dann weiß mal genau was du meinst.

00:14:59: ich habe vor meinem Freund Markus Tiegmann so ein Rosebikes, richtig schönes Mountainbike und mein Sohn das Rad ist irgendwie die Hälfte so groß und es ist schwerer als Mainz ja?

00:15:08: Das heißt wenn ich das in den Keller trage da buckelt man sich einen ab plus irgendwie diese ganze Verarbeitung.

00:15:13: also irgendwie hat man das Gefühl bei Kinderrädern wird immer gespart.

00:15:15: Die kosten dann vielleicht maximal zweihundert Euro.

00:15:17: damit halt weil sie schnell wieder runter wachsen und man die nächste Größe an... weil da sozusagen so ein Geiz besteht.

00:15:22: Und du habt ja irgendwie so gefühltes Gegenteil bewiesen, das hätt ich jetzt mal aus der Leinsicht gesagt?

00:15:26: Ja, das ist so und wenn du dir überlegst bei dem Thema Gewicht, weißt ihr wie knausam bei unseren Rädern um jedes Kilo zählt?

00:15:33: Bei den Kindern die ... sag mal mal ... ist natürlich ein Kilo drei, viermal so wichtig wie bei uns.

00:15:40: Und die Kinder, die sitzen ja nicht nur am Rad und fahren mit uns dreiß Kilometer, sondern die spielen am Spielplatz.

00:15:45: Die wollen das Rad hochnehmen, wollen draufspringen, fahren, sammeln, bären, suchen Bienen, schmeiß es wieder hin, gehen auf die Rutsche.

00:15:52: Weißt du?

00:15:52: Das ist ein Spielzeug für die Kinder.

00:15:54: Wenn das eben zehn Kilo wiegt oder zwölf, dann haben die da irgendwann keinen Bock mehr drauf.

00:15:58: Und das haben wir gewusst, weil wir eigene Kinder hatten... Wir mussten ja die Waffenräder von unseren Kindern am Anfang auch... rumschleifen.

00:16:04: Ich hab das Geil sich gemacht wie du, in die Wohnung hochschleifend und dann oh mein Gott!

00:16:09: Und ja, das war halt ein Thema.

00:16:11: Ich kotze dabei im Rad von meinem Sohn, kotze ich nur ab alleine der hat auch so eine... Die Handgriffe sind zu komisch perforiert sogar ganz billig.

00:16:17: Da spürst Du einfach Mistes wo ich denke da will doch kein Kind mit fahren, ja?

00:16:20: Von daher...

00:16:21: Ja das ist ein gutes Beispiel dass es das neun neun Prozent aller Kinderradhersteller nehmen neben die Ware aus dem Lager.

00:16:27: und wir bauen also.

00:16:28: seit Acht Jahren entwickeln wir eigene Komponenten und wir haben uns halt gefragt, warum muss ein Kinderlenker auch einen Kindergriff einundzwanzig Zentimeter Standartdurchmesser haben von den Erwachsenen?

00:16:37: Weil die Hand schon im vierjährigen Kind ist wahrscheinlich halb so groß wie meine.

00:16:41: Die Kinder haben überhaupt keinen Halt auf dem Ding und geschweige denn dann anzufangen zu bremsen.

00:16:44: Und dann haben wir angefangen und haben einen eigenen Lenkerstandard entwickelt mit eigenem kleinen Griff.

00:16:49: Und das sind halt die Dinge, die wir halt eben permanent uns anschauen und weiterentwickeln.

00:16:53: Das macht uns auch aus, es wieder nie Ruhe geben!

00:16:56: Weißt du?

00:16:56: Ich hab mich in Vorbereitung von so einem Podcast... ich hab's ja noch nicht probiert als ich bin noch nicht Anwender eurer Produkte.

00:17:01: Dann habe ich mich belesen und dann gab's so ein FHZ-Artikel.

00:17:03: glaub' ich warst Es musste immer einen Wum sein und hat der Autor da irgendwie mehrere Fahrräder verglichen.

00:17:08: Und dann fängst du an diesen Artikel zu lesen und denkst dich schon so naja ist wahrscheinlich so ein Clickbait-Ding.

00:17:12: und dann realisierst du so Ja also, dass is total leichtes.

00:17:14: Ist wirklich viel weniger Gewicht als bei anderen Fahrrädern.

00:17:18: Dadurch kommen die Kinder besser auf ihr Fahrrad.

00:17:20: Der Einstieg ist für ein Dietriger, deswegen ist es auch simpler.

00:17:22: Es hat leichte und ergonomische Bremshebeln.

00:17:24: vor allem sind die Bremsen bunt dass ich nicht sagen muss bremsen mal vorne bremst mal hinten und ich sag bremse mal grün dann weiß das Kind oft was anfässt ja?

00:17:30: Und dann hat's auch noch eine Lenk-Einschlagsbegrenzer.

00:17:32: Das Ding kannst du so sagen nicht zu weit nach links oder rechts drin dass das Kind hinfällt.

00:17:35: Das Ergebnis als der Test war dann Ja irgendwie sind alle ganz gut und das WUM ist schon berechtigt als der Bestes weil das fand ich so witzig.

00:17:41: A zeigt sich wieviel Gedanken ihr euch über Details macht und da fängt man erstmal darüber nachzudenken.

00:17:45: Ich finde es genau so by the way bei so einem Thema Medikamente Zum Beispiel Frauen haben andere Medikamente in Phase als Männer.

00:17:50: Medikamenten werden immer auf Männer portioniert und nicht auf Frauen.

00:17:53: Und so finde ich, habt ihr das auch gemacht?

00:17:54: Dass ihr mal sagt okay warte mal wir denken jetzt Fahrrad für Kinder.

00:17:57: Was heißt das aber eigentlich?

00:17:58: weil wir haben das bisher immer bei Männern oder bei Frauen bei Erwachsenen abgeguckt.

00:18:01: na ja Long story short.

00:18:02: also du merkst es gibt offensichtlich Fanboy-Tum zu euch.

00:18:05: Der Artikel war übrigens krass.

00:18:06: Ich hab nämlich die Headline gelesen und dachte so oh mein Gott was zwar hohoho und dann habe ich unten gelesen Ja ja solltest eigentlich doch ein Wurm kaufen.

00:18:12: Okay schön aber recht.

00:18:14: Aber das ist genau das Thema.

00:18:15: Das ist genau wie ich dir zu überlegen.

00:18:16: Weißt du, die Eltern kaufen dann ein Feuerwehrfahrrad?

00:18:19: oder weißt du das war am Anfang auch das Thema wo die Eltern das Rad kaufen für die Kinder?

00:18:23: und eigentlich ist die Zielgruppe natürlich die Eltern kaufens oder die Omas oder Tanten.

00:18:28: Aber im Ende ist es auf den User ab.

00:18:29: Das muss für den User passen.

00:18:31: ja wenn da jetzt der Benjamin Blümchen Dings drauf ist oder was so sich was irgendeinen Marvel zeugt dann ist das vielleicht geil im ersten Augenblick aber es geht um die Fahrt und die Nutzung des Kindes dann und da spezifisch darauf einzugehen.

00:18:42: Das war so ein bisschen unser Differenziator zu den anderen bestehenden Produkten.

00:18:46: Und das Rad gab es ja schon seit dreihundert Jahren.

00:18:48: Und am Anfang haben alle Leute gesagt, ihr habt ein Vogel!

00:18:50: Wie kannst du dein Job bei Opel aufgeben?

00:18:52: Ich habe dann nach den ersten dreihundert Rädern in der Garage mein Job gekündigt bei Opeln.

00:18:56: Meine Frau ist dann wieder arbeiten gegangen und hat die Rechnungen bezahlt.

00:18:59: Wir haben alle gesagt im Umfeld, außer meiner Familie natürlich... Ihr habt einen kompletten Dachschaden, was ihr da macht.

00:19:04: Es gibt ja schon Fahrräder, warum solltet man das machen?

00:19:06: aber zeigt so ein bisschen dass immer egal was es auf der Welt gibt kann irgendwo was finden oder Nische finden, die man dann doch noch irgendwas besser machen kann.

00:19:14: So, vielleicht noch mal Menschen, die sich mit euch nicht auseinander gesetzt haben.

00:19:18: Ihr habt verschiedene Modelle rein.

00:19:20: Z.B.,

00:19:21: die Original sind ja die Allround-Räder.

00:19:23: Dann habt ihr das Wumnau.

00:19:24: Das ist so urban, ein bisschen Lifestylebike.

00:19:26: Dann habt ihr Offroad.

00:19:28: Buddies nennt ihr die?

00:19:28: Die heißen off und of air Und ihr habt sogar einen E-Bike für Kinder, das heißt ab.

00:19:33: Also echt krass!

00:19:33: Und dann immer die unterschiedlichen Altersgrößen.

00:19:35: Kannst du den Menschen mal'n Gefühl geben?

00:19:37: Was kostet denn so n Kinderfahrrad bei euch von bis?

00:19:39: Es geht bei zweihundert los und geht bis dreitausend kosteselekt.

00:19:44: Also das ist natürlich nur eine Heavy User Anwendung, aber mit dem Sweetspot so vierzehn Zoll und sechzehn zoll, so bei dreihundert Euro.

00:19:51: Und nach oben hin ist dann natürlich keine Grenze gesetzt.

00:19:54: da kommt es halt drauf an was du für einen User bist.

00:19:56: schon viele Eltern die angefragt haben gesagt hey meine Kinder wollen zur Schule fahren diese Mobilitätswende die zwar langsam aber die geht los.

00:20:03: Eltern die sagen ich habe gar kein Auto mehr.

00:20:04: Ich bewege mich hier nun um ein Fahrrad und Öffis brauchen eine Lösung für unsere Kinder.

00:20:08: und dann haben wir das genau gemacht im urbanen Leben anzuwenden, also nutzbar ist mit Lichtanlage, Dynamo und... genug Gepäcktriggert auf eine ausgewogenen Geometrie.

00:20:17: Dann haste Eltern, die wollen mit den Kinder im Mountainbike gehen haben wir das ab und es entwickelt.

00:20:21: Und dann kam die Frage auch nach Elektrorädern auf und da waren eigentlich ein Testballon damals, den wir gestartet haben.

00:20:27: Das ist ein teures Fahrrad, das ist ganz klar.

00:20:29: aber wenn du am Wochenende mit deinem achtjährigen Kind eine Achtzig Kilometer Mountainbike-Tour machst und du fährst mit einem Rad ohne Elektromotor, aber der ist sechzig oder dreißig?

00:20:39: Ja und das Kind hat Spaß und du hast Family Time!

00:20:41: Und dann relativiert sich das auch wieder.

00:20:43: Was ein Riesenpunkt bei uns ist, was eigentlich ein Riesensverkaufsargument für unseren Räder ist, dass die qualitativ so hochfertig sind, dass du einen sehr hohen Wiederverkaufspreis hast.

00:20:52: Also wenn du mal auf eBay kleinern zeigen oder hier in Österreich auf Wille haben schaust, da verkaufen sie sich nach vier, fünf Jahren immer noch für achtzig Prozent vom Kaufpreis.

00:20:59: Das heißt, du verlierst... Sechzig, siebzig Euro nach drei, vier Jahren an dem Rad.

00:21:03: Und ist es eigentlich nur eine ... Ist das eigentlich ein Investitionsgeschichte?

00:21:06: Es gibt ja noch eine Sache, die erinnert mich ehrlich gesagt an den Kinderwagenkauf.

00:21:10: Wenn man sich so einen teuren Kinderwagen heutzutage kauft, dann hat man auch gerne mal das bestimmte Artikel, die du dir automatisch irgendwann wünscht immer so Zubehörfaktor sind also nen Schirm, ner Regenabdeckung, nen Kaffeebecherhalter.

00:21:21: und es scheint bei Kinderfahrrädern insgesamt nicht nur bei euch zu sein dass sowas wie Fahrradständer ne Klingel, die Schutzbleche... Das waren das mittlerweile irgendwie alles immer on top!

00:21:30: Ich persönlich finde das ja ehrlich gesagt nervig, ich bin mir aber sicher aus unternebrischer Sicht gibt es einen guten Grund für.

00:21:35: Ja, den gibt's total!

00:21:37: Weil du einfach so viele verschiedene Anwendungen hast für die Familie und da haben wir uns schon auch am Anfang so viel Gedanken drüber gemacht.

00:21:43: Du hast in einigen Ländern anforderung dass der Klingel dabei sein muss und Ständer dabei sein müssen.

00:21:47: Aber prinzipiell spezifizierst du dir das Fahrrad zu wie du es brauchst für dein Kit?

00:21:52: Das braucht nicht jeder einen Rückträger, das ist ja alles Gewicht, das sind ja alle Teile die dich limitieren.

00:21:57: Du kannst ja mit dem Original also normalen All-Round Fahrrad kannst du ja wunderbar Mountainbike tun machen.

00:22:02: Jetzt haste dann Schutzlicht drauf und Gepäckträger drauf und Nabendynamot drauf, das hier alles quatscht.

00:22:07: Das brauchst du gar nicht!

00:22:08: Und die, die es haben wollen oder dies brauchen wollen, bestellen sich auf das Basismodell.

00:22:13: aber das ist keine Profitgeschichte sondern einfach tatsächlich eine User Feedback Geschichte.

00:22:17: weil wir haben das am Anfang schon gehabt und dann haben die Leute gesagt ich brauche dich, ich montiere es ab und dann habe ich gesagt ok, dann machen wir's runter Spezifizierst drauf und wenn du dann richtig Mountainbiken willst, dann nimmst du dir den Off.

00:22:27: Und wenn du richtig in der Stadt fahren willst mit allem Pipapo, dann nehmt es zu dir das Now.

00:22:30: Das Urbanbike und ansonsten braucht der eine vielleicht nur eine Klingel, der andere will du ein Ständer, der drittet Schussschutzblech

00:22:36: usw.,

00:22:37: also ist unheimlich kompliziert!

00:22:39: Interessant.

00:22:39: Ich hab immer gedacht, es gibt so Standards.

00:22:41: Schutzblecheständer und Klingel sollten dazugehören und Licht vorne hinten ... Das war für mich als Kind, als ich das auf Fahrradplätzen gelernt habe, weil's der Standard ist.

00:22:48: Vor dem Gesetz musst du das.

00:22:50: Die Lehrer haben uns mal angemordt, wenn wir keine Klingeln hatten in der Schule, gab's richtig einen da drauf.

00:22:53: Aber interessant, dass die Nutzer wollen!

00:22:56: Ich dachte immer auch, das ist ein netter Trick, das als Unternehmer zu tun, um mir Umsatz bringen.

00:22:59: Ah okay, guck was gelernt?

00:23:01: Natürlich verdienen wir Geld mit der Nassis.

00:23:02: Es ist ja keine Frage, weil du musst verschicken und alles lagern.

00:23:08: Wir machen das, der Profit ist da nicht der erste Gedanke.

00:23:10: Es ist tatsächlich dass der Kunde sagt ich brauche nur das und alles anzubieten.

00:23:14: also wenn du jetzt dann sagst ich schmeiß alles mit rein kostet das Rad halt hundert Euro mehr oder fünfzig.

00:23:19: Dann sagt der Kunder euch und montiert sich ab und legt sich den Keller.

00:23:22: muss es auch so noch abmontieren.

00:23:23: Also die meisten Eltern mit Kindern sagen wir mal drei vier fünf sechs Die sind fahrnig im Regen.

00:23:31: sie fahren immer mit ihren Kindern gemeinsam.

00:23:33: Du hast ganz verschiedene Anwendungsbereiche für die Räder.

00:23:36: Also ihr macht ja auch ganz viel mit Zubehör.

00:23:39: Helme sind ja bei euch ein großes Thema, Kleidung habe ich so gesehen.

00:23:42: Macht ihr ... Bei diesen Bandels ist ja nicht auch zu Behör?

00:23:44: Ist das ein relevantes Geschäft beim Thema Fahrrad?

00:23:46: Naja der Helm schon!

00:23:47: Der Helm war ... Da haben wir lange lange ... Das sieht man natürlich auch nicht, weil man hat die ganze Zeit mehr schöne Helms.

00:23:52: Arbeiten wir seit, glaube ich sieben oder acht Jahren haben wir angefangen dranzuarbeiten, weil wir halt eben auch da das gleiche Thema sehen.

00:23:58: Du siehst unheimlich viele Kinderhelme, die einfach vorne und hinten nicht passen.

00:24:01: Die hängen wieder hinten oder vorne... Und die Kinder können keine Brille drunter aufziehen oder keine Kappe drunter haben keine Belüftung.

00:24:07: Also wir haben da einfach gesehen, dass es da nichts Scheides am Markt gibt und Armuts dann entschlossen den selbst zu entwickeln.

00:24:13: Amma ein bisschen unterschätzt was für viel Aufwand das ist.

00:24:15: aber ist mittlerweile verkaufen richtige Stückzahlen und ist für uns natürlich auch so einen Marketing-Ding, ja?

00:24:20: Dass du Kinder... Ich freue mich auch auf ein Kind mit einem Wumhelm auf dem anderen Fahrrad.

00:24:23: Freu ich mich genauso über als wenn's Ein Wumpffahrrad nur fährt untereinander in Helm.

00:24:27: Aber wir machen das ja nicht, dass ich Freude habe sondern es ist ein Business und das ist naheliegend... Wir haben uns da auch nicht einfach einen Helm gemacht, sondern wir haben uns hunderte Köpfe angeguckt.

00:24:36: Wir messen für ihn verschiedene Kontinenten in Asien an den USA, sind überall Unterschiede.

00:24:41: Und haben versucht den besten möglichen Helmen am Markt zu bauen.

00:24:44: Ich glaube es ist uns auch gelungen!

00:24:45: Ich tipp mal die Deutschen haben so den Dickkopf.

00:24:47: Gute Ausgangsmarkt Ja krass, aber ich hab auch darüber nachgedacht dass das wahrscheinlich mit des besten Marketing ist was man haben kann.

00:24:54: Weil euer Schriftzug ist so groß und so prägnant und so kurz.

00:24:57: also da helfen glaube ich die vier Buchstaben echt... Die Helme und die Fahrradnarben!

00:25:01: Das ist glaube ich gefühlt so diese größte Posterkampagne, die man an eurer Stelle wahrscheinlich haben können.

00:25:05: ne?

00:25:05: Ja,

00:25:06: das haben wir gerne.

00:25:07: Kleidung hat, haben wir gestartet.

00:25:08: es hat nicht funktioniert am Anfang.

00:25:10: Also da haben wir zu viel, das war zu früh in der Unternehmensphase.

00:25:13: Da haben wir viele SKUs, also zu viele verschiedene Produkte gehabt fürs Lager und fürs Versenden ... ein paar Teile noch im Angebot, aber das ist jetzt nicht ... ... es ist nichts, wo wir sagen.

00:25:22: Es ist jetzt eine Erfolgsgeschichte.

00:25:24: Da verkaufen wir ein Paar oder setz ich das große Ding?

00:25:27: Aber das geht mal nur mein Zukunft an... ... wenn wir ein bisschen professionalisierter unterwegs

00:25:30: sind.".

00:25:30: Und

00:25:30: sag mal, gibt's eigentlich bei euch auch so eine Art Fahrrad-Abo?

00:25:33: Hab' ich das richtig verstanden?

00:25:34: Irgendwann meinte immer zu mir man könnte die Fahrräder auch wieder einen geben,... ...einen tauschen und sich die nächste größere Größe dann holen.

00:25:39: Ist das

00:25:39: so?

00:25:39: Ja!

00:25:40: Das ist das Abseikling.

00:25:41: Das heißt ab jetzt kaufen dir dein Rad zurück für ... ... sechzig Prozent des Kaufpreises.

00:25:45: Wenn du es neu kaufst und rechnet ihr es an, ... ... nicht wirklich funktioniert hat, weil unsere Räder am Gebrauchtmarkt ... ... da klickst du auf den Prozent und wir zahlen dir ... ... die meisten Fahrräder verkaufst du eigentlich an deinen Nachbarn oder Freunden?

00:25:57: Weil da kommt schon einer und sagt hey!

00:25:59: Wenn du fertig bist mit dem dann nehme ich dir das abgebraucht.

00:26:01: Und dann brauchst du wieder das nächste und so gehen die meisten ... ... Rädern eigentlich weg in deinem bekannten

00:26:05: Freundeskreis.".

00:26:06: Wie ist es denn generell?

00:26:07: wie verkofft man denn eigentlich Kinderfahrräder?

00:26:09: Also ihr seid ja jetzt nicht nur eine Direct-to-Consumer Brand also ihr verkauft ja nicht nur direkt aber wahrscheinlich auch sehr stark sondern ich tippe mal über ein klassisches Händlernetzwerk auch.

00:26:17: Ja genau, also wir haben verschiedene Sachen.

00:26:19: Wir haben einen riesen Malster und habe ich vergessen... ...wir haben im Jahr zwei Tausend vierzehn angefangen in den USA zu verkaufen.

00:26:23: Mein Bruder lebt seit dreißig Jahren in den

00:26:25: U.S.A.,

00:26:26: ist dort hegen geblieben nach dem Studium.

00:26:27: und

00:26:28: wo wohnt er denn

00:26:29: da?

00:26:29: In Ostin, Texas.

00:26:30: Und dem aber Fahrräder rüber geschickt für seine Kinder und die hat er gleich an seinen Nachbarn verkaufen wollen.

00:26:35: und dann so ist es da drüben gewachsen.

00:26:37: und mittlerweile ist das unser zweitstechster oder trittstechester Zweitstätzermarkt bis die USA.

00:26:42: Dort machen wir nur direkt Vertrieb.

00:26:43: Wir machen viel Direktvertrieb in Europa, haben aber dann angefangen als wir Margen darstellen konnten.

00:26:49: Haben auch angefangen uns Hitler zu suchen.

00:26:51: Wir haben da fünfhundert Händler, wir haben in einigen Ländern wo wir die Sprache nicht beherrschen so Polen Norwegen, Finnland und so weiter.

00:26:58: Haben bei uns Distributor gesucht, die auch direkt Vertrieb machend und auch Händlern haben.

00:27:02: also wir sind so Omni Channel.

00:27:04: wie man heute modernerweise sagt sind wir unterwegs weil zum Kinderrat willst manchmal schon auch anfassen und sehen wenn das nicht bei der Nachbarn irgendwo siehst jetzt verkind mal drauf setzen.

00:27:12: Viele machen eine Zeremonie daraus, kommen die Oma und der Opa und kaufen dem Bulli sein erstes Fahrrad.

00:27:17: Wollen es testen?

00:27:18: Und wollen sicherstellen, dass alles passt?

00:27:19: Dann brauchst du schon auch die Händler im Spiel.

00:27:22: Hast du mal ein Gefühl für mich, wie viel Marge ist eigentlich auf Fahrrädern?

00:27:25: Ich habe da immer kein Gefühl.

00:27:26: Es klingt aber immer so als wenn es gar nicht so viel ist dafür dass das ein sehr hochpreisiges Produkt eigentlich ist.

00:27:31: Es ist nie viel gewesen und wurde jetzt auch in Corona durch die Supply Chain und die Inflationen und die ganzen Kosten.

00:27:37: Das war natürlich ein Riesenproblem für die ganze Branche.

00:27:39: ja Die ganze Kostenexplosion ist sie natürlich noch geringer geworden.

00:27:42: also wir schaffen schon eine gute Imtlamage darzustellen Aber im Endeffekt ist es Stückzahnspiel.

00:27:46: Also jetzt mit den Preisen anfängst einmal tausend Räder verkaufen zu wollen dann tustet ihr tatsächlich schwer.

00:27:52: Es ist ein Massenmarkt-Theme, also es ist ein Stück Zollspiel.

00:27:54: Wie viel Fahrräder

00:27:55: verkauft diese pro Jahr?

00:27:56: Wir haben dieses Jahr über vierhunderttausend Räder.

00:27:59: Es ist

00:27:59: einfach so beeindruckend, wenn man mal so Zahlen liest... ...zweitausendundzwanzig habt ihr so glaube ich Umsatzummae kommuniziert, sechsenachtzig Millionen.

00:28:05: Wenn man sich das überlegt, zwanzig dreizehn und Folgejahre, so fünfhundert aus der Garage!

00:28:10: Und jetzt irgendwie vierhundert Tausend ist schon surreal ne?

00:28:13: Ja es ist surreal, es ist totaler Wahnsinn.

00:28:15: und es ist echt surreal.

00:28:16: also wenn du mal ein Container ausgeladen hast mit jetzt vier oder fünfundhundert Rädern, dauerte drei Viertel Stunde, du bist nass geschwitzt im Sommer ja und da sind vierhundred Räden und dann überlegst du dir dass bei tausend, also schon alleine das Ausladen von Containern versenden.

00:28:30: Tonnen wir da durch die Gegend schieben, das ist schon Wahnsinn.

00:28:32: Und wie läuft es so mit den Händlern?

00:28:34: Also klar, Marge-Thema eins mal aus dem Vor, aber ich glaube du hast vollkommen recht, dass bestimmt so ein haptisches Thema auch, dass man das Ding mal hochgehoben haben will und das Kind mal drauf gesehen hat dann ist er so einen Selbstläufer.

00:28:43: Wie wichtig ist so eine Händlernetz für jemanden wie euch?

00:28:46: Ja, eine Händeleinetzwaffe!

00:28:47: So gerade am Anfang ist es wichtig und das rad ich auch jedem Gründer oder ein Produkt auf den Markt bringt Das nur online mittlerweile zu machen ist extrem schwierig.

00:28:54: Du musst diese Präsenzegro haben und brauchst gute Händlers.

00:28:57: vor allen Dingen und das war uns am Anfang wichtig sehr, sehr selektiv nur mit Leuten zusammenzuarbeiten.

00:29:01: Die verstehen und was es geht die das Grab erklären können.

00:29:04: also nicht irgendwo ist jetzt irgendwo hinzustellen.

00:29:07: Und die Kunden sagen, da ist ein Radelkauf!

00:29:08: Sondern wirklich zu erklären was die Vorteile sind.

00:29:10: das war uns wichtig und ich glaube auch dass dieses zeigt uns jetzt so bisschen diese Online-Krise.

00:29:16: aber nach Corona hat es alles ja oben geschwinkt eher mehr zu Retail wieder.

00:29:19: Dass ein Händler doch wenn's ein guter Händlern ist, dass er voller Relevanz in deinem Channel hat.

00:29:25: Das muss einfach

00:29:26: sein.".

00:29:26: Wo fertigt ihr denn eigentlich eure Fahrräder?

00:29:28: Die Bangladesch, Kampotscha, Vietnam und seit zwei Jahren in Polen.

00:29:33: Also wir haben jetzt dann versucht wieder die Produktion eher sei es auch eine Nachhaltigkeitsthema, die Produzion dort zu haben wo der Markt ist ja und arbeiten jetzt an der USA-Produktion oder Nordamerika-Produktion um tatsächlich da zu sein.

00:29:46: das Zeugs um die Welt zu schippern Das quatscht schon eigentlich, da arbeiten nur daran.

00:29:50: Aber es ist trotzdem nicht so einfach weil die europäische Radindustrie vor dreißig, vierzig Jahren komplett abgezogen nach Asien und nach Taiwan.

00:29:57: Und das jetzt wieder aufzubauen und dort Partner zu finden, die auch die Qualität liefern, ist extrem schwierig.

00:30:02: Es ist nicht einfach so in einem Jahr zu machen aber schon unsere Vision da wieder zurückzukommen

00:30:07: Das beschäftige ich mich immer.

00:30:08: Ich meine, zu Corona ist ja alle mitgekriegt und war ja wirklich Fahrrad-Boom noch ein Nöcher und keiner konnte liefern.

00:30:13: weil speziell glaube ich auch so die Schaltwerke, die dann teilweise auch aus Japan glaube ich kommen oder halt die Teile aus China, weil du halt massiven Mangel hattest und das ist ja unten.

00:30:21: also plus den Umweltaspekt noch und es hat mich immer gefragt ob das wirtschaftlich abbildbar ist sowas neerschoringmäßig in Europa zu machen.

00:30:27: Also so halbwegs höre ich daraus.

00:30:29: Ja halbwegs,

00:30:30: weil du hast natürlich so einen Fahrradrahmen kannst hier schweißen.

00:30:32: Du kannst ein paar Komponenten machen aber weißt du?

00:30:34: Die ganze Reifen wird ja in Europa, wenn da keine Reifen mehr produziert, zwar noch keine Schaltung produziert es gibt überhaupt keinen Know-how hier.

00:30:40: das liegt alles in Asien und haben wir alles verloren über die letzten dreißigvierzig Jahre dass alles abgewandert.

00:30:45: schon das Schweiß von Aluminium ist nicht mehr da eine große Menge.

00:30:48: Du hast noch ein paar Manufakturen, die schweissen ein paar Kleinteile, ein paar kleine Stückzahlen.

00:30:52: Aber im Großen ist uns da eine ganze Industrie abgewandert.

00:30:55: um die fehlt uns jetzt gerade in Corona.

00:30:57: ich weiß Ich weiß nicht, ob es uns in Corona geholfen hätte.

00:31:00: Weil das Rohmaterial kommt ja trotzdem irgendwo her und muss verschifft werden und hängt an den Haaren oder in irgendwelchen Lagerhäusern.

00:31:05: Und ist Corona gesperrt gewesen?

00:31:07: Also, es hätte uns in corona nicht unbedingt geholpen.

00:31:09: Aber es hilft uns langfristig dafür zu sorgen wie der sukzessive... Stück für Stück von den Komponenten wieder da einzuholen, wo es auch vielleicht automatisiert gebaut wird.

00:31:18: Einfach um diese Verschiffung und so weiter zu reduzieren.

00:31:20: Nachhaltigkeit scheint euch sowieso ein Thema zu sein, wenn man sich auf eurer Seite mal umguckt?

00:31:24: Da sind ja ganze Kataloge drauf was ihr alles leistet und liefert und welche Ziele hier habt.

00:31:28: Also fand ich schon ... war schon außerhalb des üblichen Greenwashing PR-Gebubbles, was ihr da macht, hatte ich in einen Moment.

00:31:34: Wir haben ein Nachhaltigkeitsreport veröffentlicht vor zwei, drei Wochen.

00:31:38: Und das ist wahrscheinlich also... ... dem Team zu verdanken, aber das ist wahrscheinlich der beste ... ... Nachhaltigkeitsreport von irgendeinem Fahrradhersteller in der Welt.

00:31:46: Also das ist großartig!

00:31:47: Das Thema Nachhaltigkeit war uns schon wichtig, da wussten wir noch gar nicht, dass es das überhaupt gibt.

00:31:51: Ja, dass das überhaupt ein Thema ist.

00:31:53: Wir wollen da unseren Beitrag leisten.

00:31:54: Wir haben ja Kinder und wir wollen den Planeten besser hinterlassen als wir ihn vorgefunden haben.

00:31:58: Da legt uns wirklich was dran.

00:32:00: Es ist kein Greenwashing.

00:32:01: Aber es ist halt auch nichts, wo du sagst okay jetzt machen wir einen Nachhaltighatsreport.

00:32:04: Ich fing das einmal vor drei Jahren angefangen mit dem Thema ... ... wirklich zum Beschäftigten eine Reportzimmer.

00:32:09: Dann fängst du erst und dann guckst du erstmal, wie komplex das eigentlich ist.

00:32:12: In wie viel Löcher du reinkriechen musst, wo du nicht weißt was am anderen Ende ist.

00:32:15: Das ist Hardcore!

00:32:16: Da hat's Team ein super Job gemacht und steht ganz oben auf der Liste drauf.

00:32:19: Das muss ja riesig sein.

00:32:20: Also, was du da für Komponenten an so einem Fahrrad hast vom Reifen über die Schläuche, über die Aluminiumteile, Sattellenker... Kein mehr leber Vorstellen der Kaninchenbau?

00:32:29: Was mir noch so beschäftigt ist, ich weiß als ich mit meinem Freund Markus Tickmann über Rosebikes mal geredet hab zum Interview immer eine der ersten Sachen, die er meinte.

00:32:35: Ich bin zu Rosebanks gekommen und habe als erstes mal so und so viele Märkte gestrichen und so und So viele Modelle.

00:32:40: Dreißig Märkten aktiv, habt jetzt diese vier Spaten und teilweise bis zu sechs Modelle.

00:32:45: Also schon auch gar nicht so eine geringe Komplexität.

00:32:48: Merkt ihr dass das manchmal zu viel ist?

00:32:49: oder gerade die genau richtige?

00:32:51: Das große Beispiel ist ein gutes Voliament extrem also geiler Räder.

00:32:54: Dann fangen wir vorne an.

00:32:56: Supermarke.

00:32:56: Ich bin ein totaler Rosefan.

00:32:58: Aber du merkst halt, dass dann wenn du einen Komplettanbieter bist, kannst du dich ganz schnell verzetteln.

00:33:02: Du hast hundertfünfzig verschiedene Bauvarianten und da musst du Lagerhaltung haben.

00:33:05: Du musst Kunden-Service haben!

00:33:06: Du musst Ersatzteile haben an der Explitite ja irgendwann deine Kopfhör.

00:33:09: Und wir haben es sehr einfach.

00:33:10: Wir haben diese sechs Basisräder.

00:33:11: die machen achtzig Prozent der Stückzahlen aus und da haben wir vier Farben und fertig.

00:33:16: So operieren wir und so sind wir auf der Produktzeit sehr effizient.

00:33:19: Sehr hohe Stückzahlen pro Modell.

00:33:21: also ich muss dir vorstellen wahrscheinlich fünfzig bis siebzig tausend Stückzahl pro Model.

00:33:25: und wenn du dir jetzt so ein Specialized oder Track oder Rose anschaust, hast du dann noch drei Rahmengrößen, drei Farben.

00:33:31: Und dann hast du teilweise Stückzahlen bei gewissen Modellen die wahrscheinlich doch nicht mal hundert Stück erreichen.

00:33:36: Für die musst du dir auch Spearparts zur Seite legen und muss Managen und muss Inventories managen und das wird kompliziert.

00:33:42: also... Das ist einfach!

00:33:43: Die internationale Expansion ist tatsächlich schwieriges, es ist kein schwieriges Thema aber man kann sich ganz schnell verzetteln indem er zu viel in zu vielen Plätzen macht.

00:33:53: Und wir haben halt eben durch unseren Online-Shop in Schwedenräder verkauft.

00:33:57: Also sich jetzt tausend Stück nach Schweden, ob wir gewollt haben oder nicht, haben wir die da hinverkauft aus unserem Shop raus und haben englischen Customer Service und das war in Ordnung.

00:34:05: Also so gewisse Länder sind ein No-Brainer.

00:34:06: Andere sind dann schon kompliziert da, wo du dann tatsächlich wie Frankreich wurde dann auch... ... die Kultur mit reinnimmst.

00:34:12: oder weißt du, wo du dich dann auf das Land brauchst?

00:34:14: Du brauchst ein Customer Service und speziellen.

00:34:16: Du brauchest ein Business Development Manager der... Also du brauchst eine richtiges Team was ich dann auf den Markt einlässt und den Markt bearbeitet.

00:34:23: Das ist Performance Marketing und es ist natürlich auch auf Messen zu stehen und Kunden zu sprechen.

00:34:27: Und das Ganze kannst du nur fokussiert machen.

00:34:30: also das kannst du jetzt nicht auf einmal in dreißig Märkten machen.

00:34:32: Wir haben paar Fokusmärkte, die wir uns raushuchen und da geben wir Gas und die anderen laufen halt mit mehr.

00:34:37: weil sie Dänemark da jetzt tausend oder fünfzehnt hundert Räder verkaufen, ist jetzt mal wurscht.

00:34:41: Wie ist denn eigentlich die Quote?

00:34:43: Also wenn ihr ein Händlerletzwerk habt in dem Markt so wie jetzt Deutschland, wie viel Prozent macht ihr über Eigenverkauf und wie viele über Händlern?

00:34:49: Ja ganz genau kann ich das nicht sagen aber wir sind ungefähr so bei vierzig Prozent, dreißig-vierzig Prozent Umsatz vom E-Commerce.

00:34:55: Das ist von Land zu Land unterschiedlich Aber so entsober es ist... Und

00:34:59: sagen wir so langsam mal in Richtung Ende kommt.

00:35:02: Wie war denn eigentlich die Wettbewerbslage, die ihr vorgefunden habt?

00:35:04: Also bei mir ist ja auch aus meiner Kindheit raus.

00:35:06: Ich meine mich daran zu erinnern.

00:35:08: Pukki ist irgendwie immer sowas was ich kannte und gesehen habe.

00:35:11: Dann hab' ich durch diese Artikel gelernt es gibt noch eine ganze Reihe andere anscheinend.

00:35:13: Naloofrock-Cuebikes... War mir gar nicht gewahr ehrlich gesagt!

00:35:18: Wie ist denn die Wettebewerbslage beim Thema Kinderräder?

00:35:20: Bei Erwachsenen ist sie halt ziemlich heiß umkämpft.

00:35:22: Ja, bei Kindern ist es auch heiß umkämpft.

00:35:24: also das ist nicht so dass die Kunden auf der Nudelsuppe daher geschmackt sind.

00:35:28: Warum kommen wir so sich schon in Aufwand?

00:35:29: Also, es passiert nicht von alleine.

00:35:30: Brauchst schon ein gutes Team was mitgeschippt!

00:35:32: haben arbeitet und das tun alle bei uns.

00:35:35: Aber die Wettbewerbssituation der Kinderrädern war tatsächlich ein bisschen, wie war so ein bisschen im Don Röschen Schlaf?

00:35:40: Es gab zwei, drei Player, die Early Rider, die Kuba Eilerbike in England waren aber auch ihre... Die waren wie wir, die haben ihr ja auch zu dem Zeitpunkt angefangen.

00:35:50: also wir waren so die jungen Wilden würde ich mal sagen da gab es ein paar eingesessene so wie Pukki, die beim breiten Spektrum auch an Produkten haben, die machen mehr Umsatz glaube ich oder irgendwo gelesen, die macht mehr Umsatzen mit den kleinen Rutschis und mit so drei Rädern so als mit den Fahrrädern und für die war es wahrscheinlich auch schwierig.

00:36:05: da so schnell weiterzuentwickeln im Fahrradsegment, weil die wahrscheinlich den Fokus auch nicht so hatten.

00:36:09: Also es war schon ein Markt da!

00:36:10: Die Kinder sind ja auch Fahrrad gefahren, das klingt nur darum, die Eltern darauf hinzuweisen und sagen hey, da gibt's was besseres für eure Kinder und das war eigentlich die Idee.

00:36:17: Und dann die Großen ziehen jetzt langsam nachmachen, auch bessere Räder, ne?

00:36:20: Die großen komplett anbieten, weil sie sehen dass ihnen da die Fälle ein bisschen auf vorn schwimmen und ist es uns aber auch recht, weil wir wollen unsere Vision oder der Purpose ist Millionen von Kindern die Liebe zum Fahrrad fahren zu vermitteln um die Welt ein bissel besser zu machen.

00:36:32: Ja, die Kinder später lieben Fahrrad zu fahren.

00:36:34: Natürlich sollte es mit einem Wubenfahrrad passieren, aber wenn jetzt jemand ein anderes gutes Rad schätzt, ist mir das immer noch lieber als irgendein Schrottrad zu fahren.

00:36:41: Es gibt Eltern die sagen, ich gebe maximal hundert Euro aus fünf Fahrrädern und sag ich's fair enough?

00:36:45: Ist okay, passt!

00:36:46: Aber dann kriegste halt... hast wenig Freude daran, sag ich mal.

00:36:50: Da findet auch so ein bisschen in der Gesellschaft einen Wechsel in den Einstellungen der Eltern statt.

00:36:55: Du beschäftigst dich mit deinen Käufen vom Kinderwagen von der Matratze und dem Betz für eine Wickel-Auflage.

00:37:00: Von dem Kindersitz.

00:37:01: die Eltern wollen Qualität, Nachhaltigkeit und weniger dieses Beginn ja von der Wegwerfgesellschaft weg.

00:37:07: Und das hilft uns halt eben im gesamten Markt.

00:37:09: Sag man so letzte Frage... Was würdest du denn eigentlich sagen, war so der Bekanntheitsweg den ihr gegangen seid?

00:37:15: Also welches Marketing hat euch geholfen.

00:37:17: Wie habt ihr es geschafft vom Garagenverkäufer zum vierhunderttausend Räder im Jahr unternehmen zu werden?

00:37:23: Ja, ist eine gute Frage.

00:37:24: Aber erst mal ein super Team was gutes Marketing macht.

00:37:26: aber im Endeffekt ist es der Kunde.

00:37:28: das Fahrrad ist visibel draußen am Spielplatz.

00:37:31: Es ist das was wir mit dem Kunden machen weil wir haben nicht nur ein gutes Produkt sondern auch ein Super Service.

00:37:35: und das mit dem Super Service war eigentlich ziemlich einfache Differenziator zu vielen anderen Webbewerbern Weil wir das... Wir waren natürlich in den USA jetzt sehr erfolgreich Und haben von dort sehr viele Impulse bekommen wie dort Customer service abläufte und da kriegst du einen ganz anderes Benchmark wo dann siehst Du nicht dein Webbewerk als Benchmarks sondern sagst hey warum sollen wir das in Europa?

00:37:52: nicht genauso machen wie die USA.

00:37:54: Ja und dann war das unser Benchmark, also da haben wir uns daran justiert und dann kriegst du halt Kunden... Also Mundpropaganda ist denke ich das größte Marketing-Tool was wir haben, dass es am Elternabend danach beim Bier oder beim Wein oder auch beim Tee darüber gesprochen wird, was fährt dein Kind von Fahrraden?

00:38:10: Was hat dein Kind für ein Schreibtisch?

00:38:13: Was hast du für eine Wickel-Lauflage?

00:38:15: Du fragst ja erst mal in deinem Umfeld.

00:38:16: Und das kommt mir, glaub ich ganz gut weg!

00:38:18: Und die fahne Laufbande mit Helm und Narbe... sehr gut!

00:38:22: Ja cool Markus.

00:38:23: also vielen vielen Dank dass du mich da mal hinter die Kulissen genommen hast.

00:38:25: Ich bereue ein bisschen auch unser Gespräch mit dir weil jetzt habe ich noch mehr Lust eins zu kaufen.

00:38:29: aber das finde ich immer toll wenn jemand A-Widerstände überwindet und B dann auch noch auf Qualität setzt und irgendwie Differenzierung.

00:38:35: Also dann weiterhin viel Erfolg und vielen vielen dank.

00:38:37: Vielen Dank

00:38:38: Schnell

00:38:38: Danke fürs Gespräch

00:38:41: Danke fürs Zuhören beim Digital-Kompakt-Podcast.

00:38:45: Du merkst, hier ziehst du massig Wissen für dich und dein Unternehmen heraus!

00:38:49: Wenn du mit uns noch erfolgreicher werden möchtest, abonniere uns auf den gängigen Podcastplattformen – und hey, je größer wir werden, desto mehr Menschen können wir helfen?

00:39:00: Also erzähl doch auch deinen Kolleginnen von uns.

00:39:03: Bis zum nächsten Mal.

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