Hubertus Bessau über die bunte Welt von Mymuesli | #Unternehmensführung 🧠
Shownotes
C-LEVEL INTERVIEW | In seinem Unternehmer-Podcast Deep Dive hat digital kompakt dieses Mal Hubertus Bessau von Mymuesli getroffen und zu den Geschicken des Unternehmens befragt. In einem bunten Ritt erzählt Bessau, wie das Unternehmen entstanden ist, wie dessen Prozesse und Ausrichtung mittlerweile funktionieren und welche weiteren Ziele der Anbieter aus Passau noch verfolgt. Du erfährst... ...wie es eigentlich gelingt, ein so vielfältiges Produktportfolio zum Erfolg zu bringen ...Interessantes über die Prozesse und Entwicklungen hinter der Marke Mymuesli ...wie es eigentlich genau abläuft, wenn Menschen sich ihr Müsli von einer Mixmaschine zusammenstellen lassen ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Unternehmertum: Denn getreu dem digital kompakt Motto "Lerne von den Besten" trifft sich Joel in freudiger Regelmäßigkeit mit den erfolgreichsten Unternehmer:innen aus der Startup- und Digitalwirtschaft. Egal ob Scale-up, Soonicorn, Unicorn oder erfolgreicher Mittelständler – in unseren Episoden zu Unternehmertum lassen dich die Besten hinter ihre Kulissen blicken und nehmen dich mit auf eine Reise zur Strategie, Entstehung und Entwicklung ihrer Firmen. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Hubertus Bessau, __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Einführung ins Thema und Vorstellung der Teilnehmer (00:03:20) Die Entstehungsgeschichte von Mymuesli (00:09:00) Operations-Einblick: Die erste Müslimixmaschine der Welt (00:14:21) Wo steht Mymuesli im Jahr 2017 (00:16:50) Entstehung und Relevanz der Premixes (00:19:21) Die datengetriebene Produktentwicklung von Mymuesli (00:22:30) Wie funktionieren die Prozesse des Zusammenmischens? (00:25:16) Stationärer Handel: Supermärkte und eigene Läden (00:32:23) Wie Mymuesli seine eigenen Läden führt und entwickelt (00:36:56) Amazon & Co. – Food und der Onlinebereich (00:41:37) Mymueslis Strategie im Mobile-Bereich (00:44:48) Einzelhandel, Multi-Channel und die Verzahnung aller Kanäle (00:49:48) Wie es Mymuesli in den Einzelhandel schaffte (00:59:21) Saft, Nilk & Co. – Die Produkterweiterungen von Mymuesli (01:12:24) Das Mymuesli-Buch (01:16:33) Mymueslis weitere Wachstumsstrategie __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns 👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Deep Dive Podcast von Digital Compact.
00:00:18: Mein Name ist Joerker Schmarag, ich sitze heute mit einem Urgestell in der deutschen Internet- und Startup-Szene.
00:00:22: Da verzieht ihr das Gesicht wenn ich das sage weil er auch noch bescheiden ist.
00:00:25: Stelle dich mal ganz kurz vor mit einem Satz!
00:00:27: Ja hallo Ich bin Hubertus und einer der drei Gründer von My Müsli.
00:00:31: So jetzt sitzen wir hier in einem Unternehmen dass zehn Jahre alt geworden ist.
00:00:35: Und ich sage ja immer, Internetjahre sind so wie mal sieben.
00:00:37: Das heißt was man in einem Jahr Gründertum im Internetbereich erlebt reicht eigentlich für sieben.
00:00:41: im Normalen also habe ich es hier quasi mit einem siebzigjährigen Familienunternehmen zu tun.
00:00:44: könnte man sagen vielleicht sagst du mal ganz kurz wie ihr gestartet seid?
00:00:48: Was eigentlich der Kern eurer Marke ist und dann gehen wir mal in die Tiefe das ihr noch für ausbaut macht, was die Strategie ist, die ihr alle verfolgt.
00:00:55: Wo du schon so angefangen hast... Also wir haben uns gar nicht als Internetunternehmen gegründet.
00:00:59: viel mehr war's so, dass wir wirklich einfach richtig gutes Müsli machen wollten.
00:01:03: Und die Erkenntnis war relativ schnell da, dass wenn man halt das beste Müsi der Welt machen möchte, dass es halt nicht für jeden das gleiche Müsil sein kann sondern im extremen Fall eben jeder ein anderes Lieblingsmüsli hat und das war die Idee von meinem Müsili von vornherein Das waren auch während unseres Studiums in Passau.
00:01:22: zu dritt haben wir uns eben Gedanken über verschiedenste Dinge gemacht Viele Geschäftsmodelle, die auch wahnsinnig seriös hätten werden können und eben mal Müsli die ganze Zeit nebenbei.
00:01:32: Und wir haben dann unser Herz tatsächlich an diese Idee verloren und immer Müslimischung probiert und weiter gedacht.
00:01:40: Dass wir im Internet gestartet sind hing eigentlich nur damit zusammen dass wir nicht genug Geld hatten um Offline zu starten könnte man sagen.
00:01:47: Wir konnten oder ich konnte es ein bisschen programmieren.
00:01:50: Wir sind damals gestartet mit einem Budget von Drei Tausend Fünfhundert Euro, das wir zusammengelegt haben.
00:01:56: Wir haben wirklich alles selbst gemacht von dem Streichen unserer ersten kleinen Produktion in der Passauer Innenstadt bis hin zu Programmierungen und zur PR usw.
00:02:07: Das Budget hat uns tatsächlich gereicht auch um die ersten kleinen Zutatenbeutel im Biomarkt nebenan zu kaufen.
00:02:13: Also haben dann zweieinhalb Gramm Rosinen gekauft ja?
00:02:16: Und wenn sie leer waren, haben wir eben dann vom Umsatz ein Kilo Packung gekauft und etwa später kamen dann die Paletten.
00:02:26: Das Internet war, wie gesagt unsere einzige Möglichkeit.
00:02:28: eine war eben das Budget Und das andere, wir wollten ja nun jedem seinen Lieblingsmüsli mixen.
00:02:34: Alle anderen Ideen und Gedanken dazu wie irgendwelche Mixbars in Bedienung waren einfach nicht darstellbar weil entweder scheiterte es dann wirklich an den Kosten auch also wenn man noch Mitarbeiter braucht der einem das dann mischt wie einer Käsetheke vielleicht im Supermarkt oder so sind halt enorme Kosten.
00:02:50: und wir wollten wirklich dass alles was der Kunde auch ausgibt für einen Müsli möglichst in die Qualität mit einfließt und da wäre einfach sehr viel verloren gegangen.
00:02:59: Zudem war das dann natürlich nicht so wahnsinnig gut skalierbar, also dann hast du irgendwie ein Laden oder eine Supermarkttheke und musst dann schauen wie es weitergeht.
00:03:07: Da erreicht man halt nicht so richtig viele Leute.
00:03:10: Also war das Internet für uns der einzige mögliche Lösungsweg.
00:03:14: Und wenn man sich jetzt mal daran erinnert Wie war das denn eigentlich vor zehn Jahren?
00:03:20: Was waren da so für Apps angesagt oder so?
00:03:23: Ja was war in den Charts von ... vom IOS-Store.
00:03:27: Den gab es noch gar nicht!
00:03:29: Den gab das noch nicht, ja?
00:03:31: Facebook in Deutschland hatte kaum jemand.
00:03:34: Ich glaube ich habe im Oktober... ... einen der ersten mit dem Facebook Profil und also es gab es alles nicht.
00:03:41: Also unvorstellbare Zeiten für heute.
00:03:43: Und noch unvorstellbarer war eigentlich dass man Lebensmittel online verkauft.
00:03:48: Das ist heute noch nischen Ding irgendwie seine Lebensmittel Online zu bestellen.
00:03:52: Es kommt ganz langsam Aber damals und dann irgendwie nur einen Müsli, das war schon eine starke Wette die wir da irgendwie eingegangen sind.
00:04:01: Und haben deshalb auch gesagt okay wenn es nach drei Monaten irgendwie gar nicht funktioniert in Machenwald was anderes.
00:04:06: aber wie gesagt wir hatten uns so verliebt in die Idee wir mussten's einfach ausprobieren.
00:04:09: Dann habt ihr euch gleich das dickste Brett gesucht nämlich individuell zusammengestellt.
00:04:13: also Messcustomization war ja damals der Trend schlechthin.
00:04:17: Spredshirt gestartet, mit den T-Shirts und individuellen, dann gab es irgendwie, weiß ich nicht ... Designgeschichten.
00:04:21: Dass du dein Handy bekleben konntest, und ihr wart eigentlich ganz früh dabei in dieser Welle, dass jeder sich sein persönliches Müsli zusammenstehen konnte?
00:04:28: Also reiner Onlineverkauft euch nicht genügt!
00:04:31: Absolut.
00:04:31: also wenn man jedem seinen Lieblingsmüsil machen möchte und das eben nicht immer das Gleiche ist, dann landet man zwangsläufig da, dass man Mask customization anbieten muss.
00:04:39: Und das war gedanklich für uns überhaupt keine Frage ob wir das machen oder nicht.
00:04:43: Die Frage war nur wie kriegen wir das denn eigentlich hin Was das alles bedeuten sollte, Lebensmittelunternehmen in Deutschland aufzumachen im E-Commerce Bereich mit der Logistik Windmass Customization.
00:04:55: Das wurde uns eigentlich erst die Monate und Jahre später wirklich klar Und ich sage relativ häufig wenn nicht gefragt werde Wenn ich das alles gewusst hätte was da auf uns zukommt hätten wir nie damit angefangen.
00:05:06: heute bin ich natürlich trotzdem froh damit dass wir es gemacht haben aber das war doch durchaus sehr komplex von den von den Operations.
00:05:14: und was man auch eigentlich nicht unterschätzen darf, ist beim Mass Customization du kannst ja nicht auf Halle produzieren.
00:05:20: Du kannst kein Lager vollmachen und das abverkaufen.
00:05:23: Das heißt wenn man irgendwie mal eine Peak-Nachfrage hat wie wir zum Beispiel relativ bald jenehalb des ersten Jahres schon einen Beitrag bei Galileo mit einer Million Zuschauern, irgendeine zehn Minuten Sendung dann arbeitet man einen riesigen Berg ab aber nimmt es nicht einfach nur aus dem Lager und steckt sie in den Paket sondern muss es auch erst herstellen.
00:05:44: Das heißt, wir sind mit einer enormen Komplexität gewachsen.
00:05:47: Die uns ständig begleitet hat und die auch nicht so richtig weniger geworden ist über die letzten zehn Jahre.
00:05:53: Aber es ist ja wahrscheinlich euer Vorteil, dass ihr diese Komplexigkeit früh angegangen seid?
00:05:57: Dass man diese Eintrittsbarrieren von den Investoren auch mal gerne sprechen, was habt ihr für Burys of Intry?
00:06:02: Dass ihr das sozusagen früh bewältigt habt oder nicht?
00:06:05: Im Nachhinein wahrscheinlich schon.
00:06:07: Trotzdem sind wir immer bemüht heute noch die Komplexkeit gering zu halten.
00:06:12: Ich glaube, die große Kunst ist es tatsächlich die Komplexität systematisch zu managen und ich will nicht sagen, dass wir da besonders gut oder perfekt drin sind.
00:06:21: Wir arbeiten immer noch daran das besser zu machen.
00:06:24: aber das ist die einzige Chance die man hat.
00:06:26: so haben wir dann irgendwann auch als es irgendwie den achten manuellen Mixplatz mit Wage und ganz vielen also Achtzig Zutaten eingeführt hatten haben wir dann irgendwann festgestellt, ok so können wir das nicht weiter skalieren.
00:06:39: Wir brauchen jetzt eine Lösung die das automatisch macht und die haben wir daneben auch entwickelt.
00:06:44: Wann waren das?
00:06:45: Ich habe nämlich dieses Video gesehen wo ich einen ewig langen Roboter gebaut hat mit einem Laufbahn der dann so eine Tüte oder ihr habt ja eigentlich Dosen unter den unterschiedlichen Zutaten durchführt.
00:06:54: wann war das?
00:06:55: Das war, das ist jetzt glaube ich sechs Jahre her ungefähr.
00:06:57: Da haben wir die Tieranlage aufgestellt und es war auch eine ganz lustige Geschichte weil ein anderer Freund von mir sich selbstständig gemacht hat mit so Automatisierungstechniken und dann habe ich ihm erzählt von unserem Problem und er gesagt ja das kann er nicht sein da muss es ja schon irgendwas geben.
00:07:11: also ein Credo war immer alles Was es schon gibt, baut er nicht.
00:07:15: Und dann bin ich mit ihm über jede Messe zur Automatisierung und Lebensmittelproduktion gepilgert die Europa so hergibt.
00:07:23: Wir haben einfach nichts Passendes gefunden und teilweise gab es Teillösungen, die aber schon horrendt teuer waren also wo man irgendwie fünfzig davon hintereinander stellen musste oder wenn man achtzig Zutaten abbilden konnte.
00:07:35: das war völlig out of budget Und so haben wir uns dann hingesetzt mit ihm und wirklich die erste Missi-Mix-Maschine der Welt entwickelt.
00:07:43: Wir hatten die wahnsinnige Angst, dass wir mit einem ewigen Prototypen leben müssen.
00:07:48: Die Idee war aber ganz cool von ihm.
00:07:51: Er hat gesagt, okay, wir bauen eine autake Station pro Zutat und werden in achtzig Zutaten.
00:07:59: Deswegen haben wir achtzig Stationen gebaut.
00:08:02: Einzelne Station wurde von den sechs Iterationen vom Prototypen praktisch zur Marktreife entwickelt.
00:08:09: Als die eine Station für eine Zutat diesen Reifegrad hatte, brauchten wir sie nur noch zu multiplizieren und konnten so dann wirklich mit einem Nicht-Prototypen sondern mit einem marktreifen Produkt anfangen zu produzieren.
00:08:23: Von der Funktionsweise her ist es so, diese eine Station empfängt über ein Fließband.
00:08:28: Eine leere Dose auf die einen Zwei-D Barcode angebracht wird an jeder Station gelesen und diese Station entscheidet muss ich da rein oder nicht?
00:08:37: Und wenn ja wie viel von mir?
00:08:38: Oder eben wenn nicht dann reich es weiter in die nächste Stationen und so.
00:08:42: Durchwandert halt jede Müsidose alle Stationen, das wird immer geprüft.
00:08:47: Muss da jetzt was von dieser Zutat rein oder Und am Ende kommt das fertige Müsli dann raus.
00:08:52: Das war der Ansatz, die Maschine läuft auch heute noch bei uns – ich glaube es ist immer noch die einzige in der Welt!
00:08:58: Zum Glück auch patentiert natürlich.
00:09:00: aber die hilft uns enorm bei der Abwicklung der individuellen Müsis, die wir eben produzieren und die man sich also online mit uns zusammen mixt.
00:09:09: Parallel sind unsere fertigen Mischungen, unsere Ready-Mixes Immer weiter auch angewachsen, unter anderem weil wir nicht mehr nur online verkaufen sondern auch in eigenen Läden die wir betreiben und supermärkten.
00:09:23: Da kann man sich es ein bisschen nicht zusammenstellen, sondern das sind dann wirklich fertige Mischungen.
00:09:28: und für solche Mischung ist diese Anlage jetzt auch nicht ausgelegt.
00:09:32: Die produzieren wir mehr oder weniger herkömmlich und noch mit einem sehr großen Anteil manueller Arbeit
00:09:38: auch.
00:09:39: Und ihr habt nach wie vor nur diesen einen Roboter?
00:09:40: Ihr habt nicht mal gesagt, wir replizieren den.
00:09:42: jetzt machen drei an deren Standorten...
00:09:44: Nee, das ist tatsächlich von den Mixmaschinen her.
00:09:47: Die für die individuellen Ruses ist das immer noch, die wir damals installiert haben.
00:09:52: Die war aber auch auf die Kapazität schon früher ausgelegt und wir haben es tatsächlich auch geschafft auf dem Weg, dass sie über die Zeit doppelt so schnell wurde wie anfangs geplant was wohl wenn man Maschinenbauer fragt fast ein Wunder ist, dass man das hier
00:10:06: kriegt.
00:10:07: Der Oma umgekehrt wahrscheinlich?
00:10:09: Ne, man kann normalerweise immer schon bisschen optimieren, aber dass man wirklich so eine Geschwindigkeit rauskriecht ist schon einmalig, aber es ist trotzdem natürlich nicht zu vergleichen.
00:10:18: jetzt wenn man sich diese Galileo-Videos oder so.
00:10:21: mal anguckt wie Pizza hergestellt wird, Tiefgel-Pizza wieder irgendwie eine Million Stück an Tag rausfliegt.
00:10:27: Davon sind wir sehr, sehr weit entfernt aber die Pizzen sich auch nicht individuell belegt.
00:10:31: Wie viele Müsli jagdt ihr denn durch diese Maschine so am Tag?
00:10:34: Was kann sie denn leisten?
00:10:35: Wenn du sagst hundert Pizzen sind es nicht oder eine Million sind's nicht?
00:10:38: Ich weiß
00:10:38: es tatsächlich gar nicht!
00:10:39: Es ist relativ unterschiedlich auf weil das immer davon abhängig ist natürlich was gerade heute die Kunden sich gemixt haben.
00:10:45: wenn einer zwei Zutaten nimmt und der andere irgendwie zehn Zutaden Dann braucht die eine Lose natürlich länger als die andere.
00:10:52: Und die eine mit den vielen Zutaten drin hält auch alle, die dahinter kommen auf momentan noch.
00:10:56: Also sie können sich nicht gegenseitig überholen.
00:10:59: Deswegen ist der Output von Tag zu Tag relativ unterschiedlich.
00:11:03: Muss man das echt so bauen?
00:11:04: Dass die alle Achtzig Stationen abfragen muss ich rein?
00:11:06: Ja oder nein?
00:11:07: Kann man das nicht mittlerweile machen dass man den im Eingang sagt fahr bis zu Nummer Sieben und dann bis zum Nummer Zwanzig?
00:11:11: Doch
00:11:12: kann man alles machen.
00:11:13: es ist natürlich immer teurer.
00:11:15: also allein Fließbänder sind teuer.
00:11:18: Und die Sache ist natürlich bei uns auch, wenn ein Kunde mehrere Müsis bestellt und das kommt halt häufiger vor als dass jemand einen Müsi bestellt.
00:11:27: Dann sollten sie hinten in der Parkstation auch gleichzeitig ankommen und dann nützt es nichts, wenn die eine Dose irgendwie zehn Minuten früher da ist und dann auf die andere warten muss.
00:11:35: also das war alles zur Überlegung aber inzwischen haben wir sehr konkrete Idee wie wir das für die Zukunft richtig gut optimieren.
00:11:45: Das wird dann noch mal richtig spannend.
00:11:46: Gut, jetzt sind wir im Jahr zwei Tausend Siebzehnte und da müsste man einen kleinen Wrap-up machen.
00:11:49: was sich seitdem getan hat also... Ich überlege mir mit wer anfangen!
00:11:52: Also du stationäres Geschäft hast du gesagt?
00:11:54: Habt ihr mittlerweile selber?
00:11:56: die letzte Zahl, die ich gelesen habe, waren vierundfünfzig?
00:11:58: Kommt das
00:11:58: hin?!
00:11:58: Genau, wir haben tatsächlich betreiben wir über fünfzig eigene Läden in fünf Ländern glaube ich.
00:12:05: Wohl nicht in Holland war es nur ein Pop-Up Store, der hat glaube ich jetzt gerade geschlossen.
00:12:09: Also in vier Ländern dann, die meisten aber natürlich in Deutschland Schweiz und Österreich, in Schweden.
00:12:16: Und wie gesagt Holland war ein Pop-up-Store den wir ausprobiert haben in Ytrecht.
00:12:22: Neben den Stores sind wir eben noch in vielen Supermärkten zu finden also eigentlich alle großen Namen Rewe Edeka usw.
00:12:30: Das heißt aber nicht dass wenn man in einem Edeka oder in einem Rewe ist das man dann sofort in allen ist einfach weil die auch ganz speziell, ich glaube es führt jetzt so weiter aber die haben eine spezielle Struktur wie die aufgebaut sind.
00:12:41: Bei Edik hat's uns teilweise eben auch unabhängige Händler, die selbst entscheiden was sie listen oder nicht und nicht in jedem Markt wären wir auch gut aufgehoben.
00:12:51: also wenns Weil wenn unsere Zielgruppe halt nicht da in der Nähe ist, dann wird dieser Supermarkt eben auch nicht so viel verkaufen, dass sie ihm Spaß macht.
00:12:59: Wobei, wenn ich euch immer sehe im Supermarkt eigentlich mal sehr prominent mit großen Aufstellern und viel Regalfläche... Ich meine die Dosen haben ja eine gewisse Größe im Vergleich zu einer kleinen Müsli-Packung wie man die sonst kriegt.
00:13:08: also da fing ja auch Innovation bei euch schon an das ihr diese großen Zylinder habt.
00:13:12: aber wir fassen es zusammen okay.
00:13:13: also Roundabout Fünfzig eingeladen, achthundert Mitarbeiter.
00:13:16: Der Headcount ist über achthundert.
00:13:18: Durch unsere Läden natürlich, man kann Proladen rechnen.
00:13:21: Gibt es einen Storemanager, irgendein Stellvertreter und Müsliberater also studentische Aushilfskräfte die natürlich nur ein paar Stunden immer die Woche arbeiten aber der Headcount ist entsprechend dann
00:13:31: hoch.
00:13:32: Also eigene Läde, stationieres Geschäft.
00:13:35: Ich habe nur die Zwei-Fünfzehn Erzahlen, wie das immer so ist als Journalist rauskriegen können.
00:13:38: Ihr macht Gewinn, ne?
00:13:40: Rund eine Million Gewinnen... ...eine zwanzig kümmer fünf Millionen Umsatz hab ich für zwei Fünftzen rausgesucht.
00:13:45: Lass' ich dich jetzt nicht kommentieren weil es wahrscheinlich eh nicht darf!
00:13:48: Aber man merkt schon, ein solider Mittelständler würde man im Offlinebereich wahrscheinlich sagen Und ihr habt eigentlich diese Trias aus stationär fremd, stationär selbst gemacht und online.
00:13:59: Bei Online können wir vielleicht auch noch mal in das ganze Mobile-Thema mit reintauchen?
00:14:02: Ja super gern!
00:14:02: Und jetzt was für den Ländern?
00:14:04: also Dach Deutschland Österreich Schweiz Niederlande und wo seid ihr noch?
00:14:07: Schweden
00:14:08: und wir sind in der UK wobei wir da halt kein aktives Marketing machen haben oder gemerkt haben Der Return ist nicht so schön wie in den anderen Ländern aber genau ich kann ja immer kurz durch die Kanäle führen und was wir wann warum wie gemacht haben.
00:14:21: Also wir Eingangs erwähnt sind online gestartet und ausschließlich mit individuellen Müsli's.
00:14:27: Also wir haben auch überhaupt keine vorgemixten Müslis angeboten, da hat sich alles heraus entwickelt und das ist nach wie vor noch der
00:14:33: Markenkern.
00:14:34: Und ich kann sagen es ist so nach wie vorher noch so dass du das Haupt gefragt hast?
00:14:37: Absolut.
00:14:38: also das ist vielleicht auch eine Zahl die ich sagen kann.
00:14:40: aber von denen die zum ersten mal bei uns was bestellen sind immer noch circa dreißig Prozent die wirklich sich ihr Müsil bei uns im Mixer zusammenmixen.
00:14:50: Ich dachte jetzt sagst du achtzig oder so.
00:14:53: Ich kann dir auch gleich erklären, warum.
00:14:56: ich glaube wie sich das dann entwickelt hat.
00:14:58: Also wir sind nur mit den Customixes gestartet und irgendwann wurden halt die Rufen der Müßli-Freunde laut nach Mensch mach doch mal irgendwie das beste Schokomüsey in der Welt oder ich bin Marathonläufer.
00:15:10: habt ihr nicht irgendwas?
00:15:11: Wie ich mich vorbereiten kann, wie dass mein Frühstück auch unterstützen kann?
00:15:15: ja und so haben wir angefangen wirklich Müslis zu mischen der einen Müssefreund in geschmeckt haben, sondern eine größere Gruppe von Müsseyfreunden erreichen sollten.
00:15:28: Nämlich die, die vielleicht auch keine Lust oder nicht die Zeit oder das Wissen hatten sich etwas zusammenzumischen was entweder ihrem Anspruch an die Nährwerte und Inhaltsstoffen oder den Geschmack anging.
00:15:42: Und so haben wir eigentlich dann jetzt ein Sortiment aufgebaut Prämixes, wie wir sie nennen.
00:15:50: Und das eine ist dass wir uns angeschaut haben was gibt es eigentlich am Markt überhaupt für Kategorien also Schoko-Müsli, Früchte-Müssis und so
00:15:59: weiter.
00:16:00: Birchermüsli auch einen Evergreen bei uns.
00:16:04: Das andere war, dass wir geguckt haben was sagen unsere Kunden oder eben Missifreunde, was die gerne hätten.
00:16:12: Die dritte Komponente war da halt immer einfach in die Datenbank zu gucken weil wir natürlich irgendwie hunderttausende von Müssemischungen haben und dadurch, dass wir natürlich wissen was wiederbestellt wurde auch abschätzen konnten.
00:16:24: Hat diese Mischung jetzt geschmeckt oder nicht?
00:16:26: Also ihr wussten welche Zutaten besonders gerne kombiniert wurden oder nicht.
00:16:30: Und das ist alles mit in die Entwicklung von diesen Tremixes eingeflossen.
00:16:35: Klar hat dann natürlich auch nochmal ein Ernährungsberater mit rüber geguckt.
00:16:39: aber so sind Mischungen entstanden die wirklich wahnsinnig lecker sind und auch besser als vieles was man sonst
00:16:45: bekommt.
00:16:46: Das ist auch ein total cooler Case.
00:16:48: Ich hab das mal gehört, dass Disney wenn die neue Themenparks bauen, dass sie keine Wege anlegen sondern da so hundert Leute einlassen wie sich die angucken können und wo es am meisten ausgetrampelt ist, da ziehen sie dann die Wege lang her?
00:17:00: Und das ist ja bei euch ähnlich!
00:17:01: Es ist ja wie Marktforschung am Leben nur ein Objekt.
00:17:03: Ja spannend ich wünsche dir die Parks in Berlin würden das ähnlich machen.
00:17:07: muss man nicht immer quer fällt eingehen?
00:17:09: aber ganz genau also das hat uns enorm geholfen eben erfolgreiche fertige Mischungen anbieten zu können, weil wenn man sonst in der Lebensmittelbranche sich mal umguckt und umhört, neunzig Prozent der Neuprodukte floppen eigentlich.
00:17:24: Und ich verstehe inzwischen auch besser warum das so ist und wie der Markt funktioniert?
00:17:31: Du kannst halt eine beschränkte Zahl an Produkten überhaupt nur entwickeln!
00:17:35: relativ egal wie groß du bist.
00:17:37: und der Engpass, wenn es nicht die eigene Entwicklung ist.
00:17:40: Ja dann ist es halt wo test ich das wirklich am Markt?
00:17:43: Das kannst du versuchen zu umgehen über Fokusgruppen
00:17:45: usw.,
00:17:46: aber da gibt's ja nun auch schon genug Studien dazu dass es vielleicht doch nicht so gut ist weil... diejenigen, die man einlädt in so eine Fokusgruppe an einem Versuchen zu erzählen.
00:17:55: Was man hören möchte und dann floppt das Produkt eben doch im Regal.
00:17:59: Und wie du es gerade schon sagtest Die Regale sind nicht unendlich groß.
00:18:02: Also wer mal ein leeres Regal am Supermarkt gesehen hat möge sich bei mir melden.
00:18:06: Wir kommen gerne vorbei Das gibt es eigentlich nicht.
00:18:09: also Es muss immer irgendwas anderes rausfliegen dafür dass was neues reinkommt und die Betreiber von Supermärkten sind natürlich darauf aus Auf der einen Seite natürlich ein paar Innovationen anzubieten aber auch eine gewisse Konstanz in ihrem Sortiment zu haben.
00:18:22: Das heißt, man kann nur ein paar testen und wenn die dann halt nicht den Geschmack derjenigen, die dort einkaufen treffen, dann fliegt es auch schnell wieder raus.
00:18:30: Und mit einer Floprate von normalerweise neunzig Prozent in der Branche ist das natürlich mühsames Geschäft.
00:18:37: durch unseren Ansatz also unsere Floprate liegt unter zehn Prozent.
00:18:41: Das ist dann natürlich auch ein gewisser Vorteil, indem man eben durch dieses datengetriebene Geschäft hat.
00:18:46: Was sind da so ... Die Merkmale, die eine Rolle spielen, dass ein Müsli beliebt ist?
00:18:51: Ich glaube für allgemein dann kann man das nicht.
00:18:53: Weil da sind wirklich die Geschmäcker auch zu unterschiedlich.
00:18:56: Die einen mögen es halt super crunchy, die anderen mögen's halt sehr breik.
00:19:00: Dann kannst du mit allen Zutaten spielen und Eigenschaften des Geschmacks... Also ich ... Ein Schokomüsli hat natürlich, da hat jeder ne Vorstellung davon Und die ist auch bis zu einem gewissen Punkt gleich.
00:19:12: Aber im Detail unterscheidet sich doch wieder ein bisschen genau diese Details rauszuarbeiten.
00:19:18: Ich glaube, das unterscheidet dann wirklich ein erfolgreiches vom nicht so erfolgreichen
00:19:21: Produkt.".
00:19:22: Ich habe das ja am eigenen Live kennengelernt sozusagen.
00:19:25: Ich hab mit deinem Marketing verantwortlich, mit dem ich den Werbe-Deal gemacht hab gesprochen.
00:19:28: wir entwickeln zusammen einen digital kompakten Müsli.
00:19:31: also
00:19:31: sehr gut
00:19:33: der Kickstart in den Tag wo dann aus Podcasts plus Müslis für unsere Höhe hoffentlich bestehen.
00:19:37: und da hab' ich mir erzählt so Jaa!
00:19:38: Das ist meine Persönlichkeit auch ein bisschen widerspielen.
00:19:40: was bringe ich so rein?
00:19:41: In so ne Alltag?
00:19:43: Und dann muss ich feststellen dass weiß ich hab so Allergie Mandel und Milch.
00:19:46: und dann meinte er So willst du es nicht trotzdem in den Digital Kompakten Müslis reinnehmen weil das ist total beliebt bei ganz vielen Kunden.
00:19:51: Ich merkte, okay krass was da manchmal für Elemente eine Rolle spielen.
00:19:56: Und was ich jetzt aber gerne nochmal verstehen würde ist wie mischt ihr denn diese, sagen wir mal vorgefertigten?
00:20:00: Also wenn ihr irgendwie sagt ihr macht Schokolade, Erdbeer, Brücher, Fitnessmüsli, Low Carb, was weiß ich sind da Leute die das handmischen, macht ihr das übere Auftrag nehmen?
00:20:09: Macht es trotzdem auch eure Maschine?
00:20:11: Bei der Fertigung Pre-Mixes geben wir relativ traditionell noch vor und im Gegensatz aber zu vielen anderen Herstellern haben wir halt durch über sechzig Produkte.
00:20:22: dazu kommen noch Portage usw.
00:20:24: eine sehr große Vielfalt, also auch wieder eine enorme Komplexität.
00:20:27: Und die Mischung und Abfüllungen dieser Müsli ist semi manuell.
00:20:32: Also Wir Haben Eine Mischungen Die halt per Hand abgewogen wird dann in einen großen Tumbler.
00:20:36: das kann Man sich vorstellen wie so eine große Betonmischmaschine in Lebensmittelqualität.
00:20:42: Da werden die Zutaten dann vermischt, das wird wieder abgefüllt in ein Bordtich und dann an Apfelstationen wo wir mehrere haben weitergereicht, wo dann die Dosen befüllt werden.
00:20:52: aber das passiert momentan eben auch noch semi-manuell d.h.
00:20:55: da sitzt wirklich jemand und stellt eine Dose drunter und dann wird sie eingefüllt und dann nimmt er die Dose weg und jemand
00:21:00: anders
00:21:01: verschließt sie und dann ist es transportiert und ins Lager gestellt weil die fertigen müssen kann man natürlich lagern.
00:21:08: Und genau, das ist so im Moment der Prozess.
00:21:11: Das sind wir auch ständig dabei zu optimieren und die Kapazitäten zu erweitern.
00:21:17: Mal sehen wenn es alles funktioniert.
00:21:18: mit unserer neuen Lösung der Mask Customization haben wir demnächst ein großes System was tatsächlich alle Müsli's mischen kann.
00:21:28: also egal ob jetzt der Chair sein Schoko-Müsli ohne Milch Anteil bestellt oder ob irgendwie ein großer Supermarkt sagt, ich möchte gerne hunderttausend von diesem Blaubeilmüsli haben.
00:21:39: Ja, also als ich mit deinem Marketing-Fahrt war, hab' ich jetzt zum Beispiel festgestellt, ihr habt doch dieses Müsli to go.
00:21:44: Wo ich dann fragte so hey!
00:21:45: Können wir nicht irgendwie drei Digitakompakt Müslis To Go Styles machen in türkisorange pink?
00:21:51: So unsere Farben?
00:21:51: und dann... Ich glaub du hast mir das geschrieben.
00:21:53: Ja könnte man machen wenn die Mindestabnahme nicht bei vier Millionen läge.
00:21:57: Also ihr produziert auch schon... Ich glaube war so, ne?
00:22:00: Das Problem ist tatsächlich da nicht das Müslie an sich sondern die Verpackung Und dass es immer wie bei Druckerzeugnissen dass man fast den gleichen Preis zahlt für zehn Stück, wie für irgendwie hunderttausend oder so.
00:22:12: Und gerade bei den Music-to-go Bechern sind diese Zahlen wo es dann halt irgendwann mal Spaß macht und man möchte ja auch nicht das die Käufer eigentlich einen Großteil für die Verpackung ausgeben sondern eben der Wert soll in die Musikmischung fließen.
00:22:25: Da ist es wirklich so, da braucht man enorm hohe Stückzahlen.
00:22:27: Das ist verrückt!
00:22:28: Aber dann merkt man ja mal so ein bisschen die Logik dahinter, dass man eigentlich echt hingeht und versucht Datenkompetenz aufzubauen was die Inhalte angeht.
00:22:35: Was mögen die Nutzer wirklich?
00:22:36: Dann kannst du in diese Skaleneffekte reingehen und dann funktioniert dein Geschäft schon ganz anders.
00:22:39: also das wird sicherlich auch noch ein tiefen Thema.
00:22:41: jetzt lassen wir uns mal auf das stationäre Geschäft eingehen.
00:22:44: Ich habe von deinem Mitgründer, dem Max Wittrock irgendwie so ein Zitat gelesen.
00:22:47: So, alle stellen uns immerhin als wir sind der Onliner, der das stationär gehen.
00:22:51: So empfinden wie uns gar nicht!
00:22:52: Wir sind ein Onliner oder wir sind ein Müsli-Ambieter, der dahin geht wo seine Kunden sind.
00:22:56: Das heißt ihr seht gar nicht eigene Läden, stationäres Geschäft zu sehen als völlig separat sondern es ist eigentlich eher die Frage, wo ist die Nachfrage für euch?
00:23:03: Ganz genau also am Anfang waren wir halt limitiert wirklich da... konnten wir es uns einfach nicht leisten, etwas anderes zu machen als online.
00:23:11: Und ich bin auch froh dass wir das gemacht haben und ist auch super!
00:23:13: Das ist nach wie vor der stärkste Kanal von allen Absatzkanälen.
00:23:17: noch aber... Wir haben eben damals auch festgestellt, dass viele dann wirklich angerufen haben oder so statt auf unsere Website zu gehen.
00:23:25: Ältere Kunden gerade haben gesagt, okay ich weiß nicht, ich habe noch nie in meinem Leben online was bestellt.
00:23:32: Ich möchte aber mich sie probieren.
00:23:34: mir ist jetzt so viel erzählt worden.
00:23:35: Du wirst ja noch eine Antwort schuldig geblieben?
00:23:37: Oder ich hier die Frage warum du jetzt... also was deine Hypothese ist das dreißig Prozent Customization kaufen und siebzig Prozent nicht?
00:23:44: liegt es an diesen Vormixen, die ihr habt?
00:23:47: Also das eine ist, dass wirklich Kunden sich nicht kreativ genug fühlen.
00:23:52: Ein Teil ja und sagt oder kein Lust dazu haben.
00:23:55: Und das andere ist, wir im Marketing natürlich nicht immer ausschließlich nur sagen können hey mix dir doch den Lieblingsmusik, mix dir dort den Liebungsmusik.
00:24:04: Sondern wir setzen verschiedene Themen Schwerpunkte.
00:24:09: Das ist immer mehr geworden als von saisonalen Müsli's zu irgendwie Special Interest-Müslis.
00:24:14: Je mehr Marketing wir in dieser Richtung machen, desto höher steigt der Anteil an vorgemixten Müslies.
00:24:21: Aber zurück vielleicht zu den Kanälen.
00:24:24: Warum sind wir da wo wir sind und wie entwickelt sich das weiter?
00:24:28: Wie gesagt am Anfang hatten wir nicht die Wahl Wir mussten es online machen Und dann haben wir eben festgestellt dass viel Offline Nachfrage tatsächlich gab und ich meine vor zehn Jahren was noch verrückter als heute, aber selbst heute findet ja offline immer noch der größte Teil des Geschäfts statt.
00:24:47: Also nicht nur beim Food-Business da speziell nochmal mehr, aber ich weiß keine genauen aktuellen Zahlen, aber über ninety fünf Prozent der Ausgaben finden ja immer noch offline statt und bei Lebensmittel noch extremer.
00:25:00: also haben wir gesagt okay Wir nagen gerade in einem Krümel von einem Kuchen, der riesig ist und wo wir halt wahnsinnig viele Müssifreunde mit ihren individuellen Müssis glücklich machen können wenn wir schaffen auch Offline anzubieten.
00:25:16: Da haben wir darüber nachgedacht aber möglich wurde uns das Ganze erst über unsere Pre-Mixes weil wir dann wirklich ein Produkt hatten was lagerfähig handelbar verschickbar war wohne dass es halt extra produziert werden musste.
00:25:30: Die Müsli's haben wir dann in unserem ersten eigenen kleinen Laden in Passau angeboten.
00:25:35: Den haben wir eigentlich ursprünglich aufgemacht wirklich fürs Team, es war auch mal schwierig für Freunde aus dem Team die können nicht einfach in Lebensmittelproduktion wandern und sagen oh ist ja lecker hier stecke ich mal die Hand rein oder da.
00:25:46: ja das geht aus hygienischen Gründen schon nicht.
00:25:49: und das andere war dass wir eben einen Ort gesucht haben wo wir uns morgens zum Frühstück informell treffen konnten Bevor wir dann ins Büro übergangen sind zum Arbeiten bzw.
00:25:58: in die Produktion, zum Müslimixen und das war unser Laden.
00:26:03: Gleichzeitig haben wir festgestellt dass das Internet schön und gut ist und man kann in der Echtzeit kommunizieren.
00:26:08: Das andere war aber dass das internet so Kunden da auch sein können trotzdem immer eine Barriere ist.
00:26:14: Man kann sich nicht sehen keinen Gesichtsausdruck usw.
00:26:17: Wir wollten den direkten Kundenkontakt eben auch über unsere Läden haben um Feedback einzusammeln besser zu verstehen, was möchte unsere Müsli-Freunde eigentlich?
00:26:28: Das war ein Riesenasset.
00:26:29: und der erste Laden hat uns selbst überrascht.
00:26:33: Es waren winzige Laden keine zwanzig Quadratmeter, vierhundert Euro Miete in einer Zellage, in der Nähe der Fußgängerzone im Passau.
00:26:42: Und wir dachten okay das ist jetzt einfach netter Ort so wie man vielleicht einen Büro anmietet aber es gibt da eben auch Kaffee und Müslis, stellten aber dann auch nach einem Jahr fest irgendwie trägt sich dieser Laden selbst und die Kunden haben ihn selbst entdeckt.
00:26:54: Das war für uns der Anlass zu sagen, okay wenn das so klein hier in dem Maßstab funktioniert vielleicht geht es auch ein bisschen größer.
00:27:01: und den zweiten Laden haben wir dann München angemietet am Victualienmarkt.
00:27:04: Der hatte schon einen sixty Quadratmeter und war natürlich eine ganz andere Hausnummer.
00:27:09: aber wir waren und sind auch heute noch immer Freunde wirklich alles zu testen und wenn etwas funktioniert machen wir weiter und mehr davon und so eben auch mit dem Offline-Laden.
00:27:19: Und siehe da, auch München hat ganz gut funktioniert.
00:27:22: So haben wir eigentlich immer weiter gemacht und geguckt wie wir das stationäre Geschäft weiterentwickeln können bis wir dann.
00:27:30: vor drei Jahren haben wir massiv viele Läden aufgemacht.
00:27:34: Das entwickelt sich auch alles gut, ähnlich wie Desktopseiten im Internet Aber trotzdem ist es natürlich immer so, man weiß nie wie lang das noch so ist.
00:27:43: Und es kann auch gut sein dass morgen irgendwie was anderes angesagt ist und wenn wir uns die Entwicklung in den Fußgängerzonen in Deutschland aber wahrscheinlich auch weltweit angucken dann ist einfach der Traffic da rückläufig und wird auch weniger ausgegeben.
00:28:00: Wenn ich zum Beispiel schaue, wie das Konsumverhalten meiner Eltern ist und die auf einmal auch anfangen nicht nur Bücher bei Amazon zu bestellen weil es ja so bequem ist.
00:28:08: Und dann kann man halt die Zeit, die man sonst zur Grundversorgung und zum Shoppen genutzt hat irgendwie im Golfplatz oder was weiß ich wo nutzen?
00:28:17: Dann ist das glaube ich eine Beobachtung, die uns noch sehr beschäftigen wird in den nächsten Jahren.
00:28:23: Also baust du eigentlich Leben von denen Du weißt dass sie eine gewisse Haltwertzeit haben.
00:28:28: Zumindest, zumindest machen wir eigentlich nichts und von dem wir sagen okay das wird für immer so sein sondern wir beobachten halt ganz genau wie entwickelt sich eigentlich was.
00:28:37: Und wie schaffen wir es möglichst von vornherein davon zu profitieren?
00:28:41: Wir haben relativ viel Instagram gemacht als es noch nicht so gehypt war oder so.
00:28:49: Da sind wir auch ein bisschen gebrannt, sicherlich.
00:28:51: Weil wir haben zum Beispiel den Mobile-Trend.
00:28:53: Ja, aber da hat auch jeder immer lautgeschrien Ohrmobile und bald ist es die Hälfte des Traffics
00:28:58: usw.,
00:28:58: das dauert nur noch zwei Jahre.
00:29:00: Da waren wir ein bisschen zurückhaltend und haben gesagt Puh!
00:29:02: Mal abwarten ja weiß ich nicht.
00:29:04: und wie mixe ich mir denn so einen Müsli auf einem kleinen Handy?
00:29:09: Da waren wir nicht schnell genug dabei.
00:29:10: Also das ist sicherlich was, was uns sensibilisiert hat und ich glaube tatsächlich da auch an so einer Art Tipping Point.
00:29:16: ja es ist eigentlich eine schleichende Entwicklung.
00:29:19: alle sagen immer dass kommt das kommt man steht das ein bisschen daneben guckt sich das an wirklich kommt das und auf einmal BAM!
00:29:26: Es ist viel größer als man's gedacht hat.
00:29:28: den Punkt zu verpassen ist halt blöd.
00:29:30: und wie gesagt online oder im Digital-Business haben wir Mogel so ein bisschen verschlafen.
00:29:37: Ich glaube, da waren wir nicht ganz die einzigen.
00:29:39: aber inzwischen sind wir ganz gut aufgestellt mit eigenem App und einer vernünftigen mobilen Website.
00:29:45: Aber das soll uns in anderen Kanälen noch mal passieren.
00:29:48: Was sind denn so eure Primisten, wenn ihr eigene Ladengeschäfte aufmacht?
00:29:51: Also du wirst ja wahrscheinlich einen Set an Faktoren ausgesucht haben.
00:29:54: Größe, Lage... Weiß ich nicht, Aufbau der Immobilie.
00:29:58: Wenn ich in eure Läden gegangen bin, haben die immer den Eindruck wir sitzen hier gerade im Meetingroom und er hat zwei mal drei Meter.
00:30:03: Die sind oft nicht viel größer vielleicht mal zwei oder mal drei Euro Müsli nehmen zumindest die, die ich kenne.
00:30:08: Ist zum Beispiel klein und eher ein bisschen schlauchförmig ein Thema oder ist das voll die Fehlwanne von mir?
00:30:15: Ich!
00:30:15: Ich
00:30:15: bin mir nicht ganz sicher, in welchen Läden du da warst.
00:30:17: Stiegen
00:30:18: wir uns in der Schlossstraße zum Beispiel?
00:30:19: Ah
00:30:20: ja okay!
00:30:21: Der hat glaube ich forty-fünf Quadratmeter also ein bisschen größer als zwei mal drei Meter.
00:30:25: hier wo du sicherlich recht hast ist das wie sehr unterschiedliche Läder haben.
00:30:31: Ich glaube der kleinste Laden ist in der Krabengasse in Salzburg.
00:30:36: der hat so zehn Quadratmetern oder so.
00:30:39: Der kostet aber wahrscheinlich so viel wie der größte Laden in irgendeiner
00:30:41: anderen Stadt.
00:30:42: Genau, die Faktoren sind nochmal ganz andere und der größten Laden ist im Basel in den Marktgasen und hat hundertfünfzig Quadratmeter.
00:30:49: Wie kann das sein?
00:30:50: Dass irgendwie ein Konzept in so unterschiedlichen Objekten lebt?
00:30:54: Es ist wieder Komplexität natürlich, die da auch eine Rolle spielt.
00:30:58: Aber wenn man eben einen Laden aufmacht dann kann man sich es nicht unbedingt immer aussuchen Je ungünstiger für die großen Standardkonzepte ein Objekt ist, desto mehr kann man damit rechnen dass man das zu einem gewünschteren Preis bekommt.
00:31:14: Auf der anderen Seite hat man natürlich einen riesigen Problem weil man immer wieder seinen Konzept anpassen muss und nicht einfach Schuhkarton mäßig duplizieren kann.
00:31:21: Jetzt kann man viele Sachen versuchen rauszuneisern.
00:31:24: was funktioniert?
00:31:25: Was funktioniert nicht?
00:31:26: Was muss wohin gestellt werden?
00:31:27: wie muss es aussehen?
00:31:29: Wir wussten oder wissen bei jedem Laden den wir aufmachen nie ob der funktioniert.
00:31:33: Jeder Laden ist wie ein einzelne Startup, wir wissen dass die Müsli's funktionieren aber das ist alles und dass das Schlimme eben bei den Läden ist im Gegensatz zu einem digitalen Produkt wo ich einfach viel testen kann und zu Not baue ich einfach alles um.
00:31:47: Das geht halt mit Lädern nicht.
00:31:48: Also ich habe die Beschränkung der Lage.
00:31:51: Ich hab die Beschrankung der Raumbeschaffenheit Und ich kann vorher nicht sagen Ist das bei dieser einen irgendwie gut oder schlecht?
00:31:58: Ja ich kann versuchen viel viel zu erfahren.
00:32:01: über Welche Art von Menschen läuft da vorbei?
00:32:04: Was kaufen die ein, was nicht.
00:32:06: Aber manchmal entscheiden einfach einen oder zwei Meter rechts oder links über dein Erfolg oder Misserfolg und das ist hoch risikoreich und sehr teuer.
00:32:14: Einfach weil man natürlich in so eine Hand erst mal investiert wenn man den aufmacht, weil man teilweise längere Verträge eingeht und dass es wirklich eine Herausforderung und auch etwas wo wir viel lernen mussten.
00:32:27: Kannst du so andeuten wieviel Impact euer Ladengeschäft macht in eurer gesamten Bilanz?
00:32:32: Das
00:32:32: ist der zweitstärkste Kanal im Momentan, aber natürlich im Vergleich mit Online mit sehr viel höheren Kosten versehen.
00:32:40: Und wie macht ihr das so personalseitig?
00:32:42: Weil ganz viele Konzepte, die auf Ladengeschäften basieren gehen ja da so franchisemäßig ran.
00:32:46: Also wenn ich es richtig in Erinnerung habe waren so Media-Markt zum Beispiel über das Problem... ...die konnten online nicht konkurrieren weil da jeder Laden ein einzelner Einzelunternehmer war, wenn man so will und da konntest du halt schwerlich fragmentieren warum ist jetzt in der Onlinezentrale in Anführungsstrichen halb so viel kostet wie im Stationären und weiß Wörser?
00:33:02: also du hattest Interessenskonflikte lange Rede kurzer Sinn Du hast vorhin schon so kurz angeneutet, es gibt so Storemanager und dann Müsliberater.
00:33:08: Das sind sozusagen einfach eure Mitarbeiter?
00:33:10: Und irgendwie musst du dir doch wahrscheinlich auch kontrollieren.
00:33:12: oder wie macht ihr das?
00:33:13: Genau also zur Organisationsform.
00:33:15: ist es wirklich so?
00:33:16: wir haben keine Franchise-Läden.
00:33:18: Jeder mal Müsiladen denes gibt mit einer temporären Ausnahme die es einmal in Korea gab.
00:33:25: Haben wir alle selbst aufgemacht und betrieben und der in Korea war auch kein Franchisnehmer und das war nicht mit uns abgestürmt.
00:33:32: aber Ansonsten betreiben wir die selbst.
00:33:35: Wir wollten wirklich auch die Kontrolle dabei halten und den kompletten Durchgriff zum Kunden haben, bei Franchise nehmen man die Handeln eben auf eigene Rechnungen.
00:33:43: das kann super sinnvoller Ansatz sein aber es ist eben auch nicht ausgeschlossen dass da dann auf einmal irgendwie jemand noch Kau Gummies mitverkauft oder SoftEyes oder sonst was.
00:33:54: Da geht's um Standardisierung wahrscheinlich?
00:33:55: Ja genau und das sind halt riesige Vertragswerke und irgendwie... Das war uns alles ein bisschen.
00:34:01: Wir schien uns nicht geeignet für das, was wir wirklich vorhatten.
00:34:04: Weil wir wollten halt eine perfekte User-Experience haben.
00:34:08: wenn der Kunde wirklich so stark mit der Marke in Berührung kommt wie es sonst eigentlich kaum tut weil entweder ein Screen dazwischen ist oder einem Supermarktregal kann man eben auch nicht so wahnsinnig emotionalisieren.
00:34:19: Das versuchen wir bei uns auszumachen.
00:34:21: Was ist denn deine Zukunftsperspektive?
00:34:23: Ganz vielen Food-Leuten und Journalisten zwickt sehr langsam im Schlipper, weil Amazon irgendwie mit Amazon Fresh vorbereitet hat, irgendwie Whole Foods gekauft.
00:34:31: Also einerseits ... Also Whole Foods ist wahrscheinlich eher so vor dem Logistik Gedanken zu sehen als jetzt das Amazon anfängt die Wildstationen an Handel zu machen.
00:34:39: Was bedeutet es für einen Amazon zum Beispiel für euch?
00:34:41: Ist es für euch ein attraktiver Kanal?
00:34:43: Das ist ja immer so ein bisschen ... Ich glaube Alex Graf sagt immer die Crackdose, die die einem anbieten.
00:34:48: Irgendwie bringt's einen in die Höhe aber man macht macht er noch abhängig,
00:34:51: etc.,
00:34:52: muss man ja sehr mit Vorsicht genießen.
00:34:54: Aber wie seht ihr so eine Amazon-Entwicklung?
00:34:56: Also wir verkaufen nicht aktiv auf Amazon und ich glaube es gibt, man möchte auch wirklich nicht auf Amazon.
00:35:03: Das ist ne strategische Entscheidung die in unserer Position hier und heute glaube ich noch richtig ist.
00:35:10: wird das immer so bleiben weiß ich nicht.
00:35:13: Ich weiß nur, wenn wir dazu gezwungen sind das irgendwann zu machen weil Amazon einfach ein wahnsinnig tollen Service hat muss man sagen und man konkurriert ja dann nicht mit einem Müsli das Amazon verkauft sondern mit dem Gesamt-Service Paket.
00:35:28: also wenn same day innerhalb von irgendwie ein, zwei Stunden über Amazon Fresh alle meine Einkäufe erledigen kann in Zukunft.
00:35:37: Dann konkurriert jeder der eben nicht über Amazon verkauft aber auch mit diesem Service Paket.
00:35:42: also wenn es dann halt irgendwie trotzdem drei Tage dauert bis ich mein Mystie bekomme und ich muss mich woanders einloggen und das ist nicht so konvenient zukünftig zu einem Problem werden.
00:35:52: Das sehe ich auf jeden Fall so, auf der anderen Seite ist es für uns enorm wichtig den Zugang zum Kunden zu haben also um Feedback zu dem Produkten zu bekommen und besser Marketing und CRM zu machen.
00:36:04: das ist unser Asset.
00:36:05: Wenn ich jetzt heute anfangen würde, würde ich mir sehr genau überlegen brauche ich einen eigenen Wipeshop?
00:36:10: Brauche ich eine eigene Logistik oder lasse ich das vielleicht direkt Amazon machen?
00:36:15: paar Beispiele, wie wirklich auch Marken nur über Amazon verkaufen.
00:36:20: Also ich glaube da gibt es irgendwelche iPhone-Cases und so weiter sind, das ist glaube ich auch ein ehemaliger Amazon Mitarbeiter der in Riesenunternehmen aufgebaut hat – nur über die Mechaniken da.
00:36:31: Für uns ist Amazon heute in unseren Kernmärkten keine sinnvolle strategische Option.
00:36:38: Ich meine ihr seid ja kann man glaube ich sagen für diesen Traumkandidat, also emotional aufgeladenes Produkt ... lebhaft sehr hohe Wiederbestellquoten, weil wie lange reicht es so nüsli?
00:36:48: Wahrscheinlich bestellt man sich ein bis zwei Monate.
00:36:49: Also das finde ich ja total super!
00:36:51: Aber man kriegt ja auch immer mit... Wenn ihr dann da verkauft, dann guckt sich Amazon genau an welche Pre-Mixes gehen gut raus,... ...dann bauen sie die nach.
00:36:58: Wenn ihr irgendwie nicht performt, dann kommen so die Strafen also.
00:37:01: Das
00:37:01: Gute ist glaube ich dass für Amazon ist der Müsli Markt einfach zu klein und zu nischig.
00:37:05: Bevor es wirklich in Amazon müslige weiß ich nicht.
00:37:08: Und das andere ist natürlich das was man Müssi ausmacht eben auch das selbst... ist und das selbst zusammenstellen.
00:37:15: Und da wüsste ich bis heute nicht, dass Amazon da irgendeine Lösung hätte, wo man dann sinnvoll zusammenarbeiten könnte.
00:37:20: Dass Amazon Kunden bei Amazon auch das Müssi selbst zusammestellen können und wir würden es dann produzieren und weiterleiten.
00:37:28: Also das ist sicherlich noch was, wo eine Lücke klafft aber ich bin gar nicht so unfroht rüber.
00:37:34: Jetzt sollten wir nochmal ein, zwei Sätze zu Mobile sagen ewig mal in eure anderen Produktkategorien mit eintauchen weil das ja auch so ein bisschen an eure also eure Strategie eigentlich Ja, sozusagen andeutet.
00:37:45: Jetzt hast du gesagt mobile seid ihr irgendwie hinterher und wir haben schon über den stationäre Geschäft geredet die er teilweise verzahnt.
00:37:50: also ich habe witzigerweise... Ich gehöre so in den dreißig Prozent.
00:37:52: liebe euch zum ersten mal wenn sie das erste Mal bestellen individuell mixen Und ich war Mobile Nutzer.
00:37:57: In was für einer Prozentkohorte bin ich da?
00:37:59: Wenn ich mobiler Nutzer bin?
00:38:00: Also wir waren ursprünglich, glaube ich, mobile ein bisschen hinterher im Vergleich zu anderen E-Commerce Unternehmen.
00:38:07: Ich glaube inzwischen sind wir das nicht mehr und dementsprechend sind auch unsere Zahlen.
00:38:11: was Traffic Revenue über die einzelnen Kanäle angeht, glaub ich entsprechend geht es nämlich dem Standard.
00:38:16: Wir haben glaube ich ein bisschen über die Hälfte wirklich Mobile Traffic und wie's halt immer so ist der Umsatz.
00:38:24: Mobile hinkt dafür den Desktop Anteil ein bisschen Aus welchen Gründen auch immer, aber was wir halt immer versuchen zu machen ist wirklich aus Kundensicht zu denken und auch mit den Kunden halt zu überlegen wie es denn eigentlich sinnvoll ist dass man sein Müssi bestellt.
00:38:38: Und ein Riesending ist natürlich einfach das Nachbestellen von Mischung.
00:38:43: wenn ich halt ein Mobiltelefon habe dann kann ich da wesentlich länger eingeloggt bleiben als vielleicht am Arbeitsplatzrechner oder sonst wo.
00:38:53: Das heißt im Idealfall kann ich meine Müssibestellungen vor zwei Wochen mit drei Klicks nachbestellen.
00:39:00: Das kann ich auf den Sofa machen, wenn ich gerade daran denke und denke es ist bald wieder Wochenende und wir haben kein Müsli da.
00:39:07: Das ist das eine, das andere ist dadurch dass wir natürlich einen ziemlich ausgebaute Offline Präsenz auch haben wo man nicht custom mixed muesli kaufen kann, dass wir da ne Brücke herstellen wollen.
00:39:17: Auf der einen Seite wollen wir eben in unseren Läden das ermöglichen, dass man Müssi zusammen stellen kann.
00:39:22: sich gab es immer so diesen Missing Link zwischen online und offline.
00:39:27: Wir wussten nicht, welche Kunden in unseren Leben gekauft haben.
00:39:31: Und wenn wir dann online irgendwelche CM-Maßnahmen geschaltet haben und gesagt haben Mensch, Joel hier kauf doch mal wieder online!
00:39:37: Wir haben dich so lange nicht gesehen.
00:39:39: vielleicht hat in der Zeit dazwischen mein Müssiladen um die Ecke aufgemacht und wir haben das gar nicht auf dem Schirm.
00:39:45: Dann sagst du uns durchkaufe jetzt meinen Schokomüssi immer hier nebenan Idioten.
00:39:52: Wieso checkt ihr das nicht?
00:39:54: So, wir wollten also wirklich auf der einen Seite die Kunden offline identifizieren und auf der anderen Seite den ermöglichen Customix-Müssi auch in den Läden zu bestellen.
00:40:02: Und das haben wir gelöst über unsere Mammüsli App, die auch super funktioniert – auch im iOS Store!
00:40:09: Wir haben uns da ein System zur Nutze gemacht mit dem man Also jede Zutat bei uns hat so ein Symbol und die kleben in den Müsse-Läden an der Wand.
00:40:18: Und man kann dann mit seiner App diese Symbole einscannen, sich auf die Art und Weise seinen Lieblingsmüsse zusammenmixen.
00:40:25: Das kann man dann in den Läden abholen bisschen später oder sich nach Hause schicken lassen.
00:40:29: Und das war so die Brücke, die wir immer gesucht hatten eigentlich.
00:40:33: Und es funktioniert echt ganz gut!
00:40:35: Probiert es gerne mal aus, man kann diese Zutaten-Symboler auch von den Dosen hinten scannen oder aus unserer Musikzeitung.
00:40:41: Das ist auch noch ein Kommunikationsmedium.
00:40:44: Und das wird auch immer mehr benutzt.
00:40:46: Ich sage, ich finde das fasziniert gemacht.
00:40:48: Also ich habe es auch so getan.
00:40:49: du willst ja eine Grundzutat aus was ist deine Basis und dann kannst du hinzubuchen... ...ich verstehe auch manchmal dass Leute sich nicht zutrauen selbst zu mixen weil ich habe bei mir selber... ...jetzt zwei Mixes gemacht habe gemerkt der einer die fand ich erst kacke und dann doch irgendwie ganz gut und den zweiten völlig anders.
00:41:03: also da hat man so eine gewisse Lerncover auch die man nehmen muss.
00:41:06: aber wie ihr das sozusagen verzahnt finde ich eigentlich ganz spannend weil man hat diese Multi Channel Diskussionen immer wo so Wenn du bei Kollegen Graf oder Kollegen Krisch liest, den einstiegen E-Commerce blockst.
00:41:17: Dann ist ja so Multi Channel eigentlich der letzte Müll und es ist ja sozusagen was der stationäre Handel sagt wo er das sagen muss weil sonst würde sich eigentlich eingestiegen dass sein Konzept gerade nicht aufgeht.
00:41:26: also ihr verzernt das schon ganz interessant und du saßt ja auch ihr seid da schon so selbst kritisch das hinterfragt was das on the long run also was dann noch wie funktioniert würdest du sagen.
00:41:35: also aus eurer Sicht multi channel tragfähiges konzept?
00:41:38: Auf jeden Fall, es ist ein sehr komplexes Konzept aus der operativen Sicht.
00:41:43: Und das ist sicherlich eine unserer großen Herausforderungen, dass wir die Komplexität schon in der Herstellung einmal haben aber eben auch absatzseitig.
00:41:50: und der dritte Kanal über den wir noch nicht gesprochen haben sind ja auch noch Supermärkte.
00:41:54: Ja
00:41:54: genau da wollt ihr auch mal so deine Tipps abgrasen?
00:41:56: Wir sind ja im online digital oder digital eben mobile und desktop unterwegs.
00:42:03: Wir sind mit eigenen Läden unterwegs, was auch wieder eine extreme Komplexität in den Vertriebs- oder Absatzkanälen mit sich bringt.
00:42:15: Darüber hinaus haben wir noch ein BtoB-Geschäft jenseits der Supermärkte, also wo wir Firmen und Teams eben mit Müssi beliefern.
00:42:22: Wir haben so einen Müssibord zum Beispiel, das ich immer mehr... Unternehmen auch eben mit in die Küche stellen, gerade Agenturen.
00:42:30: Hast du die Story von mir damals mitgekriegt eigentlich?
00:42:33: Nee, welche?
00:42:33: Ich
00:42:33: bin im März zwölf, fünfzebig erfahrter geworden, so ein Kind gekriegt und dann waren wir drei Tage in einem Krankenhaus.
00:42:39: total tolles Havelhöhe Spandau.
00:42:42: also da hat irgendwie jede Schwester nochmal ihre eigenen Therapeuten, die dich betreut usw.
00:42:46: Und du merkst halt so kranken Schwestern hip am sind ja irgendwie so.
00:42:50: Die kriegen gesellschaftlich nicht die Aufmerksamkeit und Zuwendungen, die ihnen zusteht.
00:42:55: Dann haben meine Freunde sich überlegt was können wir tun um dir eine Freude zu machen?
00:42:57: Ich dachte fuck kommen wir holen so einen Müsli-Board.
00:43:00: das war damals ein Slipbegründerschen.
00:43:01: also eine Aktion die ich auch gesehen hatte holst du so ein Ding, nur ein Puffzee Euro oder so wurde da hingeliefert.
00:43:06: oder habe ich irgendwann einen Anruf bekommen?
00:43:08: ja guten Tag Herr Katschmarig ist es krank?
00:43:09: auch so und so undso.
00:43:10: Das ist ja total nett dass sie uns Müslis schicken.
00:43:12: aber dieses Board das passt bei uns hier nirgends wo rein.
00:43:16: Da müsste ich alle lernen, so muss ich dahin fahren mit einem Transporter mieten Das Bord zurück von das Müsli haben Sie behalten, also es spricht für Euer Produkt.
00:43:24: Ja, das ist ein großes Bord.
00:43:26: tatsächlich aber sieht auch halbwegs stylisch aus.
00:43:28: unter mymusi.com-müslibord kann man sich das alles angucken.
00:43:31: Ich finde
00:43:32: das super!
00:43:32: Das ist ja wirklich, kann man sagen so zwei Meter hoch und ich glaube drei vier rein wo dann in dieser Tug oben bis du rein steckst weil ich dachte wie geil ist das denn für die?
00:43:38: Was ist denn der krankmäusen?
00:43:39: Ja
00:43:40: absolut, also ich glaub dass ist auch ein Motivationsfaktor wirklich.
00:43:43: und wenn ich eben mit Agenturchefs und so weiter spreche die sagen auch immer ja es ist super Die Mitarbeiter können das ja auch mit zum Platz nehmen und weiter arbeiten.
00:43:52: Und trotzdem essen sie was Gesundes, und haben dann nicht irgendwie so das Loch im Bauch danach.
00:43:57: Genau also das ist ein Kanal!
00:43:58: Dann machen wir in dem Bereich viele Mitarbeiter- und Kundengeschenke individualisieren wirklich.
00:44:06: Klingendosen hast du gesehen?
00:44:08: Zum Beispiel für Firmen die die dann weiter verschenken.
00:44:12: Also vier große Kanäle... ganz unterschiedlichen Dynamiken und Mechanismen, die man auch erst mal handhaben und managen muss.
00:44:18: Aber ganz richtig wie du schon sagst wir gucken uns alles immer ganz genau an und versuchen halt wirklich schnell genug auf einen Zug mit aufzuspringen wenn es sich ein Neuer andeutet.
00:44:29: aber was wir noch ein bisschen lernen müssen glaube ich auch schnell genug wieder runter zu springen wenn es mal irgendwie nicht mehr so gut funktioniert.
00:44:35: und das ist ein ständiger Wandel.
00:44:39: Funktioniert Multi Channel oder nicht?
00:44:41: Ich kann dir darauf keine Antwort geben, die ich selbst von mir verantworten könnte.
00:44:47: Auf der einen Seite ja total – wir sehen was über die Kanäle kommt – unsere Meinung und unser Ansatz war immer es kannibalisiert sich nicht sondern es befruchtet sich gegenseitig eigentlich.
00:45:00: Wir können aus unseren Daten nichts Gegenteiliges lesen.
00:45:05: Also eine wirklich fundierte validierte Antwort kann ich dir nicht geben.
00:45:09: Die Frage ist aber auch immer bis zu welchen Sättigungspunkt gilt diese Hypothese.
00:45:14: Also wenn es irgendwann innerhalb von zwei, hundert Metern vier Supermärkte und dreimal Müssiläden gibt und dann noch jemand irgendwie mit einem Müssitruck rumfährt der uns sagt hier bestellt jetzt online also irgendwo ist dann glaube ich schon auch Schluss und das muss man glaube ich auch erkennen.
00:45:30: wir sind glaube ich in den meisten Bereichen nicht an diesem Punkt aber er wird irgendwo sein.
00:45:37: Ich glaube, bevor wir den erreichen ist es eher so dass wir feststellen der ein oder andere Kanal das vielleicht doch nicht mehr über die Zeit zu tragfähig wie wir es gehofft hatten.
00:45:45: Wie
00:45:46: sind Sie jetzt mit Einzelhändlern?
00:45:47: Also Supermärkte!
00:45:48: Mich hat mal gelernt es heißt Einzelhandel weil die einzeln handeln.
00:45:51: also es ist ein tierischer Pain in the airs mit denen irgendwie was zu finden was skaliert oder in einen Modus in einem Arbeitsmodus zu kommen und dann kommen diese Faktoren hinzu die du von eingehens angesprochen hast.
00:46:02: Space of Shelf ist sozusagen limited.
00:46:04: ja also der Regalraum Der ist irgendwie endlich und du musst hart performen, damit du den auch behältst.
00:46:10: Ansonsten würdest du ausgetauscht.
00:46:12: also da spielen ja ganz viele Entwicklungen rein.
00:46:14: wie geht man mit Supermärkten um als eher online auf vieles Unternehmen möglichst viel aus diesen raus zu ziehen?
00:46:19: Erst mal geht man glaube ich so damit um dass man nicht mit der Hypothese angeht wir möchten möglichst viel rausziehen.
00:46:27: das ist glaube ich ein wichtiger Punkt.
00:46:29: bei uns war es sogar so.
00:46:30: damals als wir angefangen haben und es langsam los ging haben wir wahnsinnig viele Anfragen bekommen von Supermarkten.
00:46:37: Wir haben gesagt, hey, ihr passt perfekt bei mir rein!
00:46:39: Können wir euch bitte listen?
00:46:41: Ich hätte gerne die und die
00:46:41: Sorten.".
00:46:42: Wir haben aber unsere ganze Rechnung unserer Kalkulation, unsere Unit Economics, die waren nicht darauf ausgelegt dass es noch einen Zwischenhändler gibt sondern wir haben wirklich alles was eben an Umsatz reinkam in Produktqualität gesteckt und deswegen waren die Margen nicht so.
00:46:58: das man sagte ja Mensch super kommen lieber Supermarkt Händler nehmen auch noch etwas vom Kuchen Und by the way, unser Music steht dann irgendwie neben Waschmittel und sonst was wo wir unsere Marke einfach gar nicht sehen.
00:47:10: So haben wir wirklich die ersten eineinhalb Jahre jedem abgesagt und gesagt hey total nett aber dafür sind wir irgendwie nicht da und wir sehen einfach den Sinn nicht.
00:47:19: Diese Anfragen haben nie wirklich abgenommen bis zu dem Zeitpunkt wo ich dann gesagt habe okay Irgendwann müssen wir halt eine vierhundert Euro Kraft nur dafür einstellen, dass die die Supermärken haben.
00:47:30: Das geht irgendwie nicht.
00:47:31: Können wir das nicht digital lösen dieses Problem?
00:47:33: Und dann habe ich einen Kontaktformular auf die Seite gesetzt, wo man eben auswählen musste mit welchem Anliegen man eigentlich an uns erhanntritt.
00:47:42: und eins war eben Ich möchte es weiter verkaufen mich bin Händler oder sonst was und damit eben die die Anzahl derjenigen abnimmt, die da immer gefragt haben hab ich ein relativ großes Formular gemacht, wo ich gesagt habe hey wir machen das nicht stammt drüber.
00:47:55: Wir machen es eigentlich nicht.
00:47:57: wenn du aber meinst dass wir es unbedingt mit dir mal ausprobieren sollen ja dann kannst du es gerne hier ausführlich begründen so in der Art.
00:48:04: Ich dachte damit also war schon bisschen frech auch Ja Aber es war wirklich einen Arbeitsbelastungsfaktor gemacht Und ich dachte damit ist erledigt Es wird sich nie wieder jemand melden und die sagen einfach okay diese Auge an den Säcken was soll das?
00:48:17: Es ist weniger geworden, aber es ist wirklich verrückt.
00:48:20: Wir haben Aufsätze und Bewerbungsschreiben bekommen, Motivationsschreiben... Ja!
00:48:26: Ich habe hier ein Foto angehängt da ist eine Ecke.
00:48:29: ich lasse euch dann Regal bauen in dem und dem Stil.
00:48:31: Ich weiß ganz genau jetzt aussehen kann.
00:48:33: Hier sind genau eure Kunden.
00:48:35: Lass das bitte machen.
00:48:36: Und irgendwann haben wir gesagt okay Jetzt irgendwie müssen wir reagieren und ein paar Tests anfahren.
00:48:42: Inzwischen war es auch so, dass zum Glück unsere Einkaufsmengen so gestiegen waren, das die Magelsöl nicht gerade so zulassen konnte.
00:48:50: Und dann haben wir mit ein paar Handverlesenen Supermärkten, wo wir gesagt haben okay, dass das Umfeld passt zu unserer Marke, haben wir getestet und siehe da ist funktioniert tatsächlich.
00:49:01: Das war alles andere als klar weil wer unsere Dosen kennt weiß also die grundsätzlichen Sachen des Marketings nicht gegeben sind.
00:49:10: Wenn eine Müsidose von uns im Regal steht, mit Glück checkt man das da Müsi drinnen ist aber noch nicht unbedingt welches und man hat keinen Fenster
00:49:19: usw.,
00:49:19: was man normalerweise als Erfolgsfaktoren für Produkte in einem Regal ansieht haben wir nicht mitgebracht.
00:49:26: Das einzige war halt wirklich die Mark, aber die mussten man kennen um dann auch einen Supermarkt zu kaufen.
00:49:32: Trotzdem hat es funktioniert.
00:49:33: und dann haben wir, ich glaube über zweieinhalb Jahre lang mehr oder weniger passive Sales gemacht.
00:49:40: Und haben dann immer jeden Einzelnen der bei uns angefragt hatte, haben wir halt analysiert sind, haben uns den Supermarkt angeguckt und haben dann überlegt okay passt du da passt nicht?
00:49:51: Dann wurden wir da aufgenommen.
00:49:52: das waren tatsächlich wie du sagst einzelne Händler.
00:49:54: Okay ist es nicht so dass du bei Rewe einmal vorstellig wirst immer bei Edeka und dann hast du das flächendeckend in Zehntausend Leben oder so
00:50:00: kann man versuchen, die sagen dann aber auch okay wen muss ich dafür rausschmeißen?
00:50:04: was bringt mir das?
00:50:06: Und übrigens die Listungsgebühr ist ein hundertfünfzigtausend Euro.
00:50:09: Wenn ihr aber nicht so und so oft über die Scanner Kassen gezogen werdet seid jetzt nach sieben Tagen wieder raus.
00:50:14: Kann man machen!
00:50:15: Aber es ist die Frage ob man das machen möchte.
00:50:19: Wie gesagt, wir wollten es am Anfang gar nicht.
00:50:21: Haben dann aber gesehen das ist durchaus ein valider Kanal und sind ganz langsam gewachsen.
00:50:25: nach diesen zweieinhalb Jahren passive Sales haben wir dann gesagt okay jetzt können wir langsam mal einen Vertriebsteam wirklich aufbauen weil wir es auch gar nicht mehr geschafft haben diese ganzen Supermärkte überhaupt anzusehen.
00:50:34: und das war für uns in meinem KRO-Kriterium.
00:50:37: Wir wollten nicht irgendwo gelistet sein wo wir nicht gesehen haben in welchem Umfeld wir da stehen.
00:50:41: Und dann haben wir mit aktiven Vertrieb begonnen.
00:50:44: Die nächste Stufe, nach denen man immer nur mit Einzeln entspricht ist dann, dass man mit der Regionalverwaltung spricht.
00:50:51: Also die ganzen großen Ketten sind eben so organisiert, dass sie halt regionale Zusammenschlüsse haben, die wieder administriert werden von einer regionalen Verwaltung.
00:51:02: und da gibt es diese lustigen Namen wie Südwest oder so ja?
00:51:06: Und dann spricht man auf der Ebene und irgendwann sprecht man Und erst wenn man wirklich in Zentral gelistet ist, können überhaupt auch alle Märkte die eben mit unter diesem Dach vereint sind.
00:51:21: Die Produkte automatisch im System ordern.
00:51:24: Das hat dann Vorteile wie eine Anlieferung an einen Zentrallager was einem logistisch einiges an Arbeit abnimmt, wenn man nicht jeden Supermarkt einzeln beschicken muss.
00:51:34: auf der anderen Seite verliert man auch ein bisschen die Kontrolle weil man nicht unbedingt weiß wohin denn aus diesen zentralen Lager dann die Produkte geschickt werden und wo sie am Ende stehen.
00:51:44: Es ist teilweise abenteuerlich, aber... trotzdem natürlich ein großer Absatzkanal, über den man auf viele Leute erreicht.
00:51:52: Aber es ist ja wirklich interessant dass die da teilweise nur eine Woche geben und wenn du nicht oft genug von der Kassierin oder dem Kassiera übers Band gezogen wurdest, bist du wieder raus?
00:51:59: Naja
00:52:00: irgendwie
00:52:00: müssen wir dieses
00:52:01: Jahr managern ihr Geschäft und ich glaube es gibt heutzutage so viele neue Produkte wie niemals zuvor die gelistet werden wollen, die müssen uns halt irgendwie entscheiden.
00:52:11: und wenn die Nachfrage so hoch ist nach Shelf Space warum nicht verkaufen und warum nicht schnell entscheiden.
00:52:17: Aber die Ägter und Zahlen sind sicherlich auch bei jedem anders.
00:52:21: Und wenn man gerade super in die Saison passt oder der Einkäufer von dieser Kette gerade einen potentiellen Wettbewerber ärgern möchte, dann haben wir vielleicht bessere Chancen, da reinzukommen.
00:52:34: zu anderen Konditionen.
00:52:35: Also die sind ja sehr frei, aber auch sehr kreativ was ihre Kondktionen
00:52:39: angeht.
00:52:40: Das ist eigentlich ERP für euch ein Thema gewesen.
00:52:42: also Enterprise Resource Planning ist ja so ein Faktor.
00:52:45: wenn man eine gewisse Größe hat braucht man irgendwann Systeme die genau sowas so Zentralagerbeschickungen Bestillungsgeschichten optimieren müssen wo ganz etwas schnell zum Geningbrecher werden kann.
00:52:54: war das bei euch auch ein Thema?
00:52:55: Ja
00:52:55: Ein Riesenthema.
00:52:57: Und genau das war auch unsere Sorge, dass es uns das Genick brechen könnte und dementsprechend vorsichtig sind wir auch dran gegangen.
00:53:04: Wir haben tatsächlich über zwei Jahre lang alle Systeme uns angeguckt und analysiert, hatten wirklich dediziert einen Wirtschaftsingenieur drauf der das alles aufbereitet hat Weil genau diese Gefahr besteht, glaube ich absolut.
00:53:19: Und da gibt es immer sehr schöne Horrormärchen.
00:53:22: dann auch ja wenn die Klappe vom Lkw nicht zugeht steht die ganze Produktion oder so weil der eine Sensor dann nicht zurück gemeldet hat ans ERP dass das jetzt irgendwie wieder Platz ist für neue Musis und davor hatten wir tatsächlich Angst.
00:53:35: aber wir haben's tatsächlich geschafft mit diesem einen Mitarbeiter Uli das Ganze so zu planen und auszuwählen heute ein System haben, das nach zwei Jahren Recherche und eineinhalb Jahre Anpassung und Einführungen mit einer Zeitverzögerung von nur vierundzwanzig Stunden online gegen bei uns.
00:53:58: Und tatsächlich dann auch funktionierte!
00:54:01: So ein System ist wie alles nie fertig und wir haben noch zig Ausbaustufen vor uns.
00:54:07: Und es ist ein Riesending, nichts geht wirklich mehr an dem System vorbei.
00:54:10: aber genau das ist ja auch Sinn und Zweck des Ganzen dass man halt einen zentralen Anlaufpunkt hat wo man alle Daten Informationen und Prozesse hat.
00:54:19: und das haben wir jetzt tatsächlich auch.
00:54:22: Damals in der Endauswahl mussten wir uns zwischen SAP und GUS entscheiden.
00:54:28: GUS, also GOS ist ein System das eben auf die Lebensmittelbranche ausgerichtet ist und wir haben uns für dir entschieden unter anderem auch weil die von Haus aus Dinge wie Rückverfolgbarkeit usw.
00:54:39: mitbrachten.
00:54:40: Das ist halt sehr wichtig.
00:54:42: wenn du Lebensmittel produzierst ja musst du halt gesetzlich auch sicherstellen dass du halt sagen kannst an wen du eine bestimmte Charge an Produkten verkauft hast, dass wenn es mal aus welchen Kürden auch immer zu einer Rückrufaktion kommt, dass du genau die Leute identifizieren kannst.
00:55:00: Die Zeiträume und so weiter... Das sind alles Zusatzmodule in Standard-ERPs gewesen, die eben nicht für die Lebensmittelindustrie ausgesucht sind.
00:55:08: Ja ist krass!
00:55:08: Ich finde das immer faszinierend.
00:55:09: Wie lange ich mit dir rede?
00:55:10: Was für kleine fucking Details manchmal da so,
00:55:12: ne?!
00:55:13: Absolut!
00:55:14: Rückrufen können macht total Sinn aber denkt man ja nicht dran, wenn man sowas baut.
00:55:18: Apropos Erweiterung, jetzt sollten wir auch nochmal darüber sprechen.
00:55:20: Ihr macht ja längst nicht mehr nur Müsli, wo mich auch mal interessieren würde was ist die Strategie und der Fokus dahinter also?
00:55:26: oder auch das Auswahlmomentum?
00:55:27: Also ihr habt ja eine ganze Bandbreite an Sachen, also Porridge weiß ich mach dir dieses Notes.
00:55:32: dann habt ihr irgendwann angefangen Kaffee zu machen.
00:55:34: Dann habt ihr irgendwie das Nilk was ich eigentlich schon erwähnt hab dass das Jüngste ihr macht.
00:55:38: mit Tree of Tea den ich hier gerade mit dir genießen dürfte macht ihr Tee.
00:55:40: ihr habt Osaf wo ihr so ein Orangen-Abo macht.
00:55:44: Ich habe das damals immer irgendwie so erklärt bekommen, aber ich glaube gefiltert gar nicht von dir.
00:55:47: Dass der Gedanke ein bisschen ist die Kategorien des Frühstückstisch sukzessive erschließen.
00:55:52: Ist das der Hintergrund?
00:55:53: Im Nachhinein kann man sowas ja immer rationalisieren.
00:55:57: wenn wir ehrlich sind dann ist es am Anfang wirklich so gewesen dass wir gesagt haben okay wir machen jetzt irgendwie vier Jahre Müsli was machen wir denn jetzt noch so?
00:56:06: Und Max und ich waren zum Beispiel, glaube ich in San Francisco dann das erste Mal auf sehr guten Third Wave Coffee wie es hieß gestoßen.
00:56:14: Also einfach Kaffee auf eine Perfektion betrieben, wie wir es vorher nie geschmeckt hatten und haben gesagt Mensch super!
00:56:20: Das kommt irgendwann auch nach Europa und können wir da nicht auf.
00:56:22: was machen?
00:56:23: Passt ja super zum Frühstücksthema.
00:56:25: lasst uns Green Cup Coffee gründen eine Single Finkermarke ins Leben gerufen, die sehr hochwertigen Kaffee von verschiedenen Anbaugebieten in der Welt gesourzt hat und das haben wir eben zusammen damit dem Müssi verkauft.
00:56:39: Aber es war ne separate Marke.
00:56:41: Tolles Projekt wieder mit viel Herzblut auch.
00:56:43: aber deswegen habe ich es anfangs gesagt natürlich nicht so hundertprozentig fokus und strategisch und das sind halt genau die Dinge die man vielleicht macht wenn man nicht jemand wie ein Investor hatte immer sagt hey Fokussiere dich mal lieber auf das, was du kannst.
00:56:58: Sondern wenn man halt sehr Bauch getrieben wird und die sagt ja komm'n das machen wir jetzt auch noch.
00:57:02: Das hat auch Spaß gemacht und es war auch toll.
00:57:04: Und Porridge haben wir sogar noch davor gestartet.
00:57:06: Es lag natürlich auch näher.
00:57:07: Wir wollten nur keinen Müsli-Porrage machen weil das für uns ein so anderes Produkt ist Was du halt warm dann genießt.
00:57:15: Ja, was schleimig ist Das sollte man eben nicht unbedingt verwechseln.
00:57:20: Dann haben wir gesagt, okay.
00:57:21: Wir brauchen eine andere Marke und man müsste es irgendwie weiß mit Magenta und Gelb.
00:57:26: Wir machen das schwarz.
00:57:27: Man hat wirklich einen maximalen Kontrast.
00:57:28: Das ist Porridge.
00:57:31: Und die Marke Maimoussi eignet sich jetzt auch nicht so gut für Porridge weil sie drin steckt.
00:57:37: Den Porridge haben wir damals mit Nila zusammen gemacht und Notes steht im Prinzip auf Nila's Outs ... sehr klein, aber über die Zeit auch gewachsen.
00:57:45: Porgym hat immer mehr an Bedeutung gewonnen.
00:57:47: Heute kennt jeder den Begriff damals wirklich so was... Achso Haferschleim!
00:57:51: Das ist jetzt auch nicht so wahnsinnig appetitlich klingt.
00:57:55: Kaffee hat aber nicht richtig funktioniert.
00:57:57: für euch?
00:57:57: Der Kaffe hat gut funktioniert wir haben das... bis letztes Jahr sehr aktiv betrieben und dann kam so der Punkt, wo wir in eine eigene Rösterei hätten investieren müssen.
00:58:07: Und das wäre ja ein weiterer Komplexitätsgrad gewesen bei einem anteilig relativ kleinen Geschäft.
00:58:14: dazu kommt noch dass Kaffee interessanterweise eine viel männliche Reziergruppe hat als Müsli.
00:58:20: also haben wirklich siebzig Prozent Frauen als Käufer bei uns gerade halt.
00:58:24: dieser spezielle Kaffe ich weiß nicht Woran es liegt, ist auch sehr technisch wenn man den perfekt machen möchte.
00:58:30: Man kennt ja diese großen Chrom-Anlagen.
00:58:31: da kann man wahnsinnig viel optimieren und einstellen und das sieht fast aus wie so eine Harley Motorrad oder so.
00:58:38: Irgendwie ist es männlicher.
00:58:40: Die Frauen sind dann eher, die drücken lieber auf den Knopf und stellen sich George Clooney vor.
00:58:45: Und dann haben sie trotzdem irgendwie ein halbwegs passablen Kaffee.
00:58:48: Beim Tee ist es wiederum ganz anders.
00:58:49: Shae of Tea passt perfekt zu unserer Zielgruppe.
00:58:54: Das war relativ strategisch, da stand tatsächlich auch die Entscheidung das zu tun.
00:58:58: Erstmal haben wir festgestellt unsere Kunden trinken lieber Tee zum Müßli als Kaffees.
00:59:04: Wir brauchten einen Tee für unser Leben, den wir mit anbieten und verkaufen wollten.
00:59:10: Jetzt kann man sagen, okay es gibt hunderttausend T-Marken auf der Welt.
00:59:14: Braucht das noch eine T-Marke?
00:59:17: Das was ich mich immer am liebsten bei neuen Produkten nicht nur neuen Marken sondern auch Musiksfrage ist so dass es deserved to exist?
00:59:24: ja ich weiß gar nicht.
00:59:24: ich glaube es habe mir dann aufgeschnappt von einem Apple Designer oder so dem Jonathan Eif heiße glaub ich.
00:59:33: aber das ist tatsächlich eine gute Frage.
00:59:35: und in dem T Bereich war's wirklich so.
00:59:37: wir haben einfach keinen T gefunden.
00:59:40: ... wo das Packaging unseren Ansprüchen entsprochen hat und der Inhalt.
00:59:44: Entweder war das eine gut oder das andere?
00:59:46: Und mit diesen Kompromissen wollten wir nicht leben, dann haben wir gesagt okay... ...dann machen wir das jetzt halt selbst!
00:59:51: Und lustigerweise ist ein Teehersteller einer Familienbetrieb,... ...das ist ein Bekannter von meinem Eltern, der das leitet.
01:00:00: Der hat gesagt ja kommt doch einfach mal vorbei und dann sind wir ohne.
01:00:04: großes Tee wissen, weil man hat ja auch keine Expertise wenn man irgendwie anfängt mit irgendwas.
01:00:08: Man weiß nur was einem schmeckt und was nicht.
01:00:10: Und da drin haben wir natürlich trainiert sind wir hingefahren drei Tage lang sechshundert Tees verkappt, der hat eine Menge gelernt und dann wirklich mit dem kleines Sortiment aufgezogen, weil was wir auch nicht wollten ist neunvierzig Teesorten oder so.
01:00:25: Wir wollten eben den Tee, wenn irgendwie meine Mutter in den Laden geht und sagt ich habe gehört grüner Tee soll so gesund und toll sein.
01:00:31: Was können sie mir denn da anbieten?
01:00:33: Dass man dann nicht sagt okay hier sind zwanzig zur Auswahl was soll es denn sein sondern dass man sagt hier das ist unsere Antwort.
01:00:39: wenn die Frage ist grüener Tee ja und dann soll der gut schmecken aber er soll trotzdem auch am Tee Experten nicht irgendwie die Stürme verrunzen sondern es soll einfach eine super Super Qualität sein.
01:00:50: und das ist der Ansatz hinter Tree of Tea also wesentlich strategischer.
01:00:54: Milk wiederum, unsere pflanzliche Milch-Alternative ist super strategisch auf der einen Seite.
01:01:00: Weil wir eben wie ich anfangs schon gesagt hatte über Umfragen und so weiter auch festgestellt haben dass das unsere Kunden immer mehr sich immer bewusster ernähren und auch immer mehr auf Kuhmilchprodukte verzichten weil entweder müssen sie es ja oder Sie wollen es aus moralischen oder sonstigen Gründen und dem Wunsch kommen wir gerne nach hatten aber immer aus eigener Erfahrung auch gesehen okay Es gibt eigentlich keine wirkliche Milch-Alternative, die man gut in Gewissens auch so nennen darf.
01:01:29: Weil es irgendwie sehr geschmacklich unterirdisch ist und nerventechnisch aufspierig.
01:01:34: Ich
01:01:34: mag ja Natumi ganz gerne!
01:01:37: Otli zum Beispiel total eklig?
01:01:38: Also das sind zwei Hafer, die ich probiere.
01:01:40: Wiederlich Otli?
01:01:41: Ja,
01:01:41: Otli hat zum Beispiel als einer wenig ein ganz schönes Packaging finde ich.
01:01:47: Wir haben uns ein bisschen erinnert gefühlt wirklich auch an den Müssimarkt vor zehn Jahren.
01:01:51: Es ist alles irgendwie so nischig gewesen, also viel mit einem Öko-Touch in irgendeiner dunklen Ecke im Supermarkt und zu komischen Papkartons die alle abgerissen darum standen und also so einen Rand da sein und keine richtig coole Marke mit coolem Produkt.
01:02:08: und dann haben wir jetzt okay Bevor jetzt unsere Müsli-Freunde aufhören, müsli zu essen weil sie auf Kuhmilch verzichten wollen und keine vernünftige Alternative haben.
01:02:18: lasst uns eine vernünftig Alternative machen.
01:02:20: Ziel war eben eine Alternative zu schaffen die auf der einen Seite den Nährwerten der Milch in nichts nachsteht das ist mit unserer Supermilk gelungen und auf der anderen Seite eben auch geschmacklich einer Alternative zur bieten die sich wirklich so nennen darf dass es unsere Hafermilk.
01:02:37: Noch haben wir es nicht geschafft, das beides ein Einprodukt zu bringen.
01:02:40: Aber wir forschen fleißig weiter und ich glaube schon ganz viel versprechend.
01:02:44: Und jeder der jetzt zuhört und mal probiert – Ich bin für jedes Feedback da dankbar!
01:02:49: Ich halte Milch für ein Superprodukt und wir sehen auch hier im Office, wie schnell das dann tatsächlich doch immer weg ist wenn wir es mal da haben.
01:02:56: Wie gesagt, ich meine wer mir nicht ohne Grund Werbung eingehens gemacht, aber noch wenn ich dafür bezahlt werde finde ich kann ich das auch persönlich sagen.
01:03:01: also schmeckt wirklich gut.
01:03:03: Also ich habe die... ich hab beide probiert.
01:03:05: Die Protein ist gar nicht meine.
01:03:06: Ich glaube ich bin aber auch nicht Zielgruppe.
01:03:07: Das ist eher so der Fitness-Junkie der seine Proteine kriegen muss.
01:03:10: Wesen nicht funktional
01:03:11: auf jeden Fall Aber als Milchattentive Kannst du mal beschreiben wie das schmeckt?
01:03:15: Also ich finde dass hat so'n bisschen Kornig Nussigen Geschmack
01:03:17: Genau, also wenn du dir die Hafermilk vorstellst das ist ja wirklich... wir haben glaube ich mit den höchsten Haferanteil an Hafer Milchalternativen.
01:03:28: Die es am Markt gibt und die ist relativ süßlich tatsächlich auch.
01:03:32: Sieht aus wie Milch, ist relativ Süßig aber es ist kein Zucker zugesetzt oder Süßungsmittel kommt alles aus dem Hafer selbst und tatsächlich auch das kürzeste Zutatenzeichnis was man sich vorstellen kann Wasser, Hafer, Sonnenblumenöl und Meersalz Und es schmeckt wirklich hervorragend, wenn nicht vergleichbar.
01:03:51: Diese Alternativen sind nie vergleichba mit Milch aber sie sind eine gute Alternative und da sind Sie vor allem im Müsli oder eben auch im Kaffee.
01:04:00: die H-Fanilk kann man auch super aufschäumen das funktioniert echt ganz gut.
01:04:04: und die Supermilk ist zum Beispiel die kann man wunderbar in Porridge essen oder oder im Shake oder auch im Muesli.
01:04:11: Das ist auch was dass sich nicht unbedingt ... Puhltrinker, nicht weil es eklig ist.
01:04:15: Aber es ist jetzt auch immer so dass man denkt oh wow das macht mich total an!
01:04:18: Ich ex jetzt da ein Riesenglas davon... aber die Nährwerte sind einfach so überzeugend und wir müssen sie oder shake.
01:04:25: Das ist doch überhaupt kein Problem.
01:04:27: Echtes sind vom Preispunkt her?
01:04:28: Also ich meine eine Hafermilch, im Prinzip so eine Milchentative kostet zwei Euro fünfzig der Liter.
01:04:33: Ist das für euch attraktiv?
01:04:34: Ich glaube eure kostet auch so zwei drei Euro
01:04:36: Für unsere H-Vanilkoste Zwei Fünfzig, unsere Supernilkosse Drei Neunzig.
01:04:41: Generell sind pflanzliche Milchalternativen wesentlich höher im Preispunkt als Kuhmilch.
01:04:48: wobei das mehrere Gründe hat.
01:04:49: Also Kuhmilch ist ja extrem subventioniert und ich frag
01:04:52: mich... Ja, viel zu billig!
01:04:53: Genau,
01:04:53: viel so billig.
01:04:54: wie kann es sein dass ich für fifty Centenliter Milch bekomme wenn auch ein Mineralwasser genau das gleiche kostet?
01:05:02: Es geht einfach nicht in meinen Kopf rein und ich glaube da ist etwas so verzerrt wie es auch nicht sein darf ob die Gründe jetzt Lobbyismus oder Subvention oder sonst was sind nicht falsch verstehen.
01:05:14: Wir haben super Kontakt dazu, vielen Molkereien auch und das sind alles liebe Menschen.
01:05:18: aber die wirklichen Markegebenheiten spiegelt das Ganze nicht wieder und da sieht man ja auch ab und zu dann wieder selbst Bauern protestieren.
01:05:25: So, zukommt noch was anderes nämlich der Mehrwertsteuersatz.
01:05:29: und wenn du fragst macht es Sinn für uns Hafer-Nilg für zwei Fünfzig anzubieten dann kann ich nur sagen gerade so, weil womit wir tatsächlich bis zum Schluss nicht gerechnet hatten war das der Mehrwertsteuersatz für Milchalternativen bei neunzehn Prozent und nicht bei sieben Prozent liegt was eigentlich üblich ist für Lebensmittel.
01:05:52: Also auch das ist glaube ich ein Überbleibsel einer protektionistischen Politik in dem Bereich, in anderen europäischen Ländern ist der Mehrwertsteuersatz für pflanzliche Milchalternativen zum Beispiel bei Nullprozent oder aber mindestens genauso wie bei normaler Kuhmilch.
01:06:10: Und ich glaube da muss in Deutschland auch einiges passieren in die Richtung und dann kann es auch sein dass wir irgendwann zu den Punkt kommen wo ich sage ok zwei Fünfzig hier gibt jetzt auch Sinn vor uns.
01:06:22: Ich glaube, man merkt ja im Gespräch mit dir.
01:06:24: Vieles hängt bei euch zusammen.
01:06:25: Wenn ihr in den Laden macht, zahlt das auf die Bindung eurer Kunden ein.
01:06:28: und wenn ihr eine Milch macht, dann zahlt es darauf ein, dass Leute weiter Müsli genießen können oder nicht abtochen weil sie denken, ich kann keine Milch mehr essen, weil ich lactoseintolerant bin und L-Minusmilch schmeckt mir nicht.
01:06:38: Das ist ganz interessant!
01:06:39: Macht ihr noch die Orangengeschichte?
01:06:40: Die O-Saft gibt's auch immer noch.
01:06:42: Es war tatsächlich in jedem Fall gelöcht... Wir haben wenigstens strategisch von allen.
01:06:47: Das war tatsächlich eine Schnapsidee, weil wir gesagt haben Menschen was gibt es eigentlich besser als frisch gepresse Orangensaften morgens?
01:06:53: und dann haben wir mehr oder weniger gewettet auch mit einem Praktikanten damals so hey kriegen wir das hin dass wir ein mini Startup im Start-Up bauen zu dem wir oder wo man Orangensaft frisch gepressten jeden Tag für unter einem Euro inklusive aller Kosten als Grunde trinken kann.
01:07:11: Und dann haben wir einen Orangensaft, ein Saftorangen-Abo eigentlich ins Leben gerufen und das ist eben Ohrsaft gewesen, wo man für im Jahr twohundzwanzig neunzig einen Monat lang Orangen bekommen hat in zwei Lieferungen und sich die pressen konnte.
01:07:23: Das war ein sehr lustiger, spaßiges Projekt.
01:07:25: Es gibt es auch immer noch aber... mit meinem Müsli im Schatten leicht immer gewachsen, ohne dass wir viele zu beigetragen haben.
01:07:35: Wir haben aber auch festgestellt als wir es mal versucht haben das was wir an Marketing gemacht haben nicht so gut funktioniert hat da.
01:07:42: Das heißt ist es lief einfach immer nebenbei mit und funktioniert soweit auch ganz gut.
01:07:47: Ist aber ein völliger Defokuss und wir mussten dann auch die Lieferanten ab und zu mal wechseln.
01:07:52: wenn man übers Jahr lang Saftoranchen guter Qualität anbieten will, dann muss man mit den Jahreszeiten auch über dem Planet wandern.
01:08:00: Das heißt das ist logistisch so eine Sache und die schmecken natürlich immer anders.
01:08:05: Südafrikanische Orange schmecken anders als welche aus Spanien usw.
01:08:08: Unter dem Strich war ein klarer Defokus, hat wahnsinnig Spaß gemacht.
01:08:13: Tolles Projekt!
01:08:14: Aber ist jetzt nichts wo wir sagen okay das müssen wir langfristig unbedingt weitermachen und pushen und es ergibt total Sinn im Gesamt-Setup.
01:08:22: Ich meine dass das von der einen zweiundzwanzig Komma fünf Millionen Umsatz aus zwei Fünfzen nicht den Major Impact macht weil man natürlich klar aber ich finde genau so was ganz spannend nochmal wieder zu zeigen aufzuzeigen was da eigentlich alles eine Rolle spielt und vielleicht auch mal als kleine Brücke zu noch einem weiteren Produkt was ihr gerade lanciert habt euer Buch
01:08:37: Machen,
01:08:38: ist ja so der Titel.
01:08:39: Find ich sehr cool!
01:08:41: Ich hab gesehen ihr bewerbt das bei Facebook und wenn Leute Geld ausgeben um was bekannt zu machen frag ich nicht immer warum?
01:08:46: So ich tippe einen Faktor war so giving back also to the community dass man auch Leute irgendwie bildet.
01:08:52: aber was erfüllt denn dieses Buch noch für Zwecke für euch?
01:08:55: Machen das haben wir zum zehnjährigen Jubiläum von MyMusic geschrieben und damit verfolgt haben wir eigentlich unterschiedliche Ziele.
01:09:02: das eine war dass es uns tatsächlich gut getan hat, irgendwie bei allem wie schnell sich alles entwickelt hat mal inzuhalten und zu reflektieren was ist eigentlich da die letzten zehn Jahre passiert.
01:09:13: Im Prozess war es für uns Gründer wahnsinnig toll auch die einzelnen Stationen nochmal irgendwie Revue passieren zu lassen weil auch jeder ganz andere Erinnerung noch hatte.
01:09:22: Max hat dann sich an Sachen erinnert ja die ich gar nicht mehr wusste.
01:09:25: das war total nett und schön.
01:09:27: wir haben riesen alle Archive durchsucht Presseartikel Fotos und sonstwas und uns auch fragen, ok haben wir jetzt eigentlich den Laden in München oder Regensburg zuerst aufgenommen?
01:09:38: Solche Sachen die man da vergisst.
01:09:40: Also für uns war das ein guter Zeitpunkt da wirklich zu sagen okay wir ziehen mal irgendwie Bilanz.
01:09:46: Auf der anderen Seite Wir sind der Start-up-Szene schon immer sehr verbunden gewesen und geblieben über die Zeit.
01:09:51: Da kriegt man natürlich wahnsinnig viele Fragen zu allen möglichen Themen, die wir auch immer gerne beantwortet haben.
01:09:59: Es ist nur so viel geworden dass wir kaum mehr hinterherkommen.
01:10:02: Jeder der jetzt vielleicht mir irgendwie eine E-Mail geschrieben hat in den letzten sechs Monaten.
01:10:05: tut mir leid wenn ich die noch nicht beantwortete.
01:10:07: Das ist schwierig!
01:10:09: Da haben wir uns überlegt können wir nicht wirklich... unsere Learnings mit in dieses Buch einbauen.
01:10:15: Und was wir eben nicht wollten, ist irgendwie eine reine Selbstbeweihräucherung oder so.
01:10:19: Wir wollen ehrlich sagen, was war gut und was war auch nicht gut.
01:10:23: Deswegen ist auch immer mal wieder die Rede von Fuckups in dem Buch, wo wir eben alle Doten erzählen.
01:10:30: Wo man nach hinein sagen muss, hätten wir das vorher gewusst?
01:10:32: Hätten wir es wahrscheinlich anders gemacht!
01:10:34: Und das andere ist natürlich, dass wir uns auch erhoffen, dass es auf die Marke mit einzahlt.
01:10:39: Alles was wir machen, ist immer sehr langfristig orientiert gedacht, egal was es ist und eben auch bei dem Buch.
01:10:46: Die Marke mal Müsli weiter zu stärken – ich glaube wenn man schafft, dass jemand ein Buch über eine Marke liest, danach ist es glaube ich sehr wahrscheinlich, dass das ein Fan ist.
01:10:59: Die Aussagen, ich finde es trotzdem alles doof und ich mag kein Müsli.
01:11:02: Aber ich glaube da ist man schon mal einen ganz schönen Schritt weiter.
01:11:06: Das heißt wirklich die Story von meinem Müsi mit in die Breite zu tragen war ein Ziel aber eben nicht nur nach außen hin sondern durchaus auch nach innen hin weil wir haben eben darüber gesprochen Wir haben im Headcount von über acht Hundert Mitarbeitern inzwischen Und jedes Jahr kommen viele neue dazu andere gehen auch wieder aber Es sind immer Neue mit Streiter eigentlich, die mit der Marmusi in Berührung kommen und die das alles vorher gar nicht mitbekommen haben.
01:11:31: Wenn man denen halt im Onboarding sagt hier, das ist unser Buch ja, zweihundertvierzig Seiten, lässt sich relativ schnell glaube ich lesen.
01:11:38: und deshalb wie es unterhaltsam wenn ich das so aus dem Feedback richtig interpretiere zumindest dann gibt es glaube ich keinen besseren Start um bei Marmusis anzufangen als wirklich über dieses Buch zu holen Buch zu machen und das war ein anderes Ziel noch.
01:11:52: Also Onboarding, Brand mal so selbst Reflexion, Wissenstransfer, er ist spannend.
01:11:56: Finde ich lobenswert.
01:11:57: Vielleicht sind wir ein paar von losen?
01:11:58: Habt ihr ein paar über?
01:11:59: Da können wir sicherlich zuher sprechen.
01:12:01: ja finde ich eine gute Idee.
01:12:02: einfach falls uns auch sehr und mir persönlich am Herzen liegt dass wir die Start-up Szene in Deutschland und Europa noch weiter stärken.
01:12:09: und das, was es tatsächlich sehr häufig einfach nur braucht ist ein bisschen der letzte Tritt in den Hintern.
01:12:15: Und deswegen ist das wichtigste, was man in dem Buch glaube ich mitbekommt steht auch schon im Titel nämlich machen selbst wenn's alles nicht funktioniert.
01:12:24: Ich glaub' man lernt so viel, das kriegt man woanders kaum hin und ich freue mich über jedes Start-up dass gegründet wird.
01:12:30: So abschließende Frage.
01:12:32: jetzt habe ich dich auf die ganzen Dinger abgeklopft Kaffee Tee O Saft Bücher Porridge.
01:12:37: was mich abschließend interessieren würde ist, wo seht ihr denn eure Innovationspipeline bzw.
01:12:42: euer Wachstum?
01:12:43: Also wo wollt ihr denn weiteres Wachs-Tum hernehmen?
01:12:45: weil jetzt zum Beispiel rein über stationär zu gehen einfach mehr lehnen zu machen ist ja immer sehr gefährlich.
01:12:50: Was siehst du wenn ihr jetzt mal... Ihr habt Produktkategorien, ihr habt stationäre, ihr hebt online, was ist da euer Ziel, euer Plan und euer Fokus?
01:12:58: Also bisher sind wir tatsächlich oder haben die Erfahrung gemacht dass es für uns wesentlich sinnvoller war in die Tiefe über die Kanäle zu wachsen statt in die geografische Ausbreitung zu denken.
01:13:11: Und das haben wir jetzt wirklich jahrelang auch so gemacht und weiterbetrieben, dass irgendwann kommt natürlich der Punkt wo es sinnvoller ist jetzt vielleicht ein neues Land zu machen oder einen anderen Kanal zu öffnen, statt halt noch einen weiteren Laden oder sonst was aufzumachen.
01:13:27: Und das ist genau das wo wir auch gerade daran arbeiten.
01:13:30: also nachdem wir eben über die Kanäle in die Tiefe gewachsen sind und alles ausprobiert haben stehen wir jetzt eigentlich vor dem nächsten Schritt ja dies nochmal zu reflektieren überdenken.
01:13:40: okay gehen wir da weiter.
01:13:41: wie entwickelt sich da eigentlich etwas?
01:13:43: Was bedeutet das für uns?
01:13:45: Und da wird sicherlich einer der möglichen Schritte, die wir ganz konkret durchdenken auch sein.
01:13:52: Wie schaffen es eigentlich geografisch uns weiter auszubreiten?
01:13:55: Weil das ist auch wieder fast wie ein neues Start-up in jedem Land wo man die Marke noch nicht kennt.
01:14:01: Wenn man in dem Markt in dem man ist kanaltechnisch in die Tiefe geht dann hat man zumindest den Vorteil dass die Marcke schon beim Teil bekannt ist.
01:14:09: Das hat man im neuen Land nicht und er braucht seine andere Ansätze.
01:14:13: Ich denke auch, dass das wie wir bisher nach Schweden gegangen sind und Holland gegangen ist.
01:14:20: Das wird nicht der Ansatz sein, wie wir in Zukunft internationalisieren.
01:14:24: Sondern wir versuchen wirklich über noch ausgefeiltere Mass-Customisation-Ansätze die dann eben auch das Packaging betreffen weil du musst einfach wenn du Lebensmittel verschickst selbst im offenen Markt musst du halt die Sprache des Ziellandes immer mit drauf drucken was Zutaten, Allergiehinweise usw.
01:14:42: angeht.
01:14:43: Und das ist gar nicht so einfach, weil man hat begrenzt Platz auf einer Packung und es wird irgendwann auch nicht mehr schön.
01:14:48: Das heißt wenn wir das individuell drucken könnten können wir das just in time eigentlich druckern.
01:14:53: Wenn dann jemand als der Slowakei bestellt, dann steht das da immer auf Slowakisch drauf.
01:14:58: Also das ist was wo wir mit Nachdruck dran arbeiten.
01:15:01: Irgendwann haben wir ja schon immer diesen Traum gehabt dass man auch mal schaut wie es hier im Einsatz des großen Wassers ist.
01:15:11: Welches Land es dann auch immer sein wird, aber ich denke irgendwann in den nächsten drei bis fünf Jahren wird uns das mal sehr genau angucken.
01:15:18: Ist das so ein bisschen der Hintergrund, dass ihr jetzt zum ersten Mal einen Investor an Bord genommen habt?
01:15:22: Genuie ist ja irgendwie eine Beteiligungsgesellschaft die jetzt vierzig Prozent an euch hält also schon signifikant.
01:15:27: ist das genau der Gedanke dieses internationalisieren Wachstum?
01:15:30: Genau wir haben acht und ein halb Jahre Nachgründung wirklich das erste Mal größer Kapital aufgenommen Und das in mein Müssi investiert auf der einen Seite, auf der anderen Seite.
01:15:40: Wenn man acht und ein halb Jahre immer alles auf eine Karte setzt, immer wieder reinvestiert.
01:15:44: Meine beiden Mitgründer sind irgendwie Familienväter geworden
01:15:46: usw.,
01:15:47: ändert sich aus Risikoprofil so ein bisschen.
01:15:49: Das heißt da sollte auch ein kleines bisschen eine persönliche Absicherung dann stattfinden.
01:15:54: Das ist der Grund gewesen.
01:15:55: aber wir haben uns extrem viel Zeit gelassen wirklich den richtigen Partner rauszusuchen.
01:16:00: also wir haben anderthalb Jahre wirklich überlegt Machen wir das überhaupt, weil wir waren wahnsinnig unabhängig.
01:16:05: Die ganze Zeit sind nur aus dem Cashrow gewachsen.
01:16:09: oder lassen wir das lieber und wenn wir es machen mit wem denn eigentlich?
01:16:11: Und dadurch dass wir halt so viele Start-upfreunde und Unternehmer kennen mit den unterschiedlichen Erfahrungen zu Geldgebern... Viel
01:16:19: immer irgendeiner weg aus irgendeinem anderen Grund, ne?
01:16:21: Ja!
01:16:23: Es war eher so das Bündel an Erfahrung wo man sagt okay wenn man das macht sollte man sich ganz genau überlegen was man da macht mit wemen was ein bisschen wie nahe ist.
01:16:31: Du kommst da schwierig wieder raus und es kann wahnsinnig toll sein, wenn's gut geht aber wenn nicht dann ist es schwierig sich scheinen zu lassen und tut weh.
01:16:40: Und wir sind ja tatsächlich durch Zufall und irgendein Intro auf Genui auch mal gestoßen.
01:16:45: Aber das war noch so eine Zeit wo wir gesagt haben uns gehts gut Wir brauchen eigentlich gar nichts Aber wir können uns gerne nochmal im halben Jahr zusammensetzen.
01:16:54: So kam das halt dass ich irgendwie dreimal am Abstand von sechs Monaten mit mit einem der Partner und Gründer auch Essen war.
01:17:01: Und was mir an denen immer schon gefallen hatte, war dass ihr Ansatz ganz anders ist als bei vielen anderen Fonds- und Beteiligungsgesellschaften.
01:17:10: Nämlich?
01:17:12: Die handeln sehr langfristig.
01:17:14: Also die Laufzeit von diesem Fonds, irgendwie vierzehn Jahre plus oder ein Zeitholzon, wo mit dem wir uns auch anfreunden können.
01:17:22: viele Fonds sind irgendwie auf fünf Jahre beschränkt.
01:17:24: Sieben bis zehn würde ich sagen?
01:17:26: Ja es kommt immer darauf an was es so gibt.
01:17:29: nur je kürzer das ist desto unwahrscheinlicher ist dass das Unternehmen sich am Ende Zeitpunkt und dann müssen der Kapital ausschütten an diejenigen von denen sie Geld gesammelt haben in einem Zustand befindet, wo es Sinn macht irgendwie einen Exer zu machen oder das zu veräußern.
01:17:48: Oder auch... der Markt gleichzeitig vielleicht nicht unbedingt die besten Rahmenbedingungen bietet.
01:17:53: Und je länger man orientiert ist, desto besser ist.
01:17:56: es glaube ich.
01:17:56: und das andere ist dass alle der Partner, die halt vorher auch bei großen Beteiligungsgesellschaften waren realisiert haben, dieses Private Equity-Geschäft.
01:18:05: Wir kaufen irgendwie ein paar Unternehmen zusammen, schmeißen die Gründe raus, setzen da irgendwelche Unternehmensberater rein und verkaufen das große Ganze dann wieder irgendwie teurer, dass das ein wahnsinnig tolles Geschäft war für für die Investoren.
01:18:20: Diese Firmen aber häufig nicht sich so entwickelt haben, wie man es sich erhofft hatte oder vielleicht sogar vor die Hunde gegangen sind.
01:18:27: und das ist der andere große Unterschied bei Geno eben gewesen dass sie gesagt haben wir fördern Unternehmertum und das machen Sie unter anderem indem sie halt zu ihren Investoren große tolle beeindruckende Unternehmer zählen können, die sie dann identifiziert und für sich geworben haben.
01:18:47: Großteil dieser Unternehmer hat irgendwie in eigenen Lebzeiten Milliarden-Unternehmen aufgebaut.
01:18:51: So gibt es jetzt nicht so viele in Deutschland, die das geschafft haben und noch Leben oder Lust draufhaben.
01:18:55: aber einige waren halt einfach durch und durch Unternehmern auch Und die können natürlich auch den Rest ihres Lebens als auf irgendeiner Insel verbringen und riesige Autos fahren oder so weiß ich nicht.
01:19:06: Aber die haben gesagt ne wir haben richtig Lust darauf nochmal zu machen und wir stellen sogar auch ein gewissen Teil unserer Zeit den Unternehmen zur Verfügung mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
01:19:17: Jetzt ist unser Business ein anderes als das typische Social Network, irgendwas Plattform rein digital.
01:19:24: Und da kam uns dann nochmal entgegen dass die Unternehmer, die da beteiligt sind, da sie natürlich schon ihr Leben mit Unternehmertum verbracht haben eben auch nicht aus den Digitalen kommen sondern Themenfelder abdenken wie Ladenketten, Filialisten und Schursingen wie Produktion, Lebensmittel usw.
01:19:43: Das passt einfach wahnsinnig gut und die Chemie stimmte tatsächlich auch in einer Art und Weise das wir gesagt haben ja es fühlt sich richtig gut an und wir haben heute jetzt anderthalb Jahre nachdem wir da sozusagen unterschrieben haben immer noch ein wahnsinnigt gutes und super offenes Verhältnis.
01:19:58: Es fühlt wirklich so an als würde man eben in einem Boot sitzen.
01:20:02: Wir lernen wahnsinn nicht viel von denen und es macht richtig Spaß.
01:20:05: keine Ahnung dass in zwei Jahren immer noch so ist.
01:20:06: im Moment fühlt es sich richtig richtig gut Und ich bin froh, dass wir das so gemacht haben.
01:20:11: Sehr gut!
01:20:12: Denn danke dir für diesen langen ausführlichen Ritt.
01:20:14: Ich glaube was man schön bei euch gemerkt hat ist dieses Machen und vielleicht manchmal auch nicht gleich alles wissen, was da kommt beim Machen hilft und wie alles aufeinander einzahlt.
01:20:22: also das finde ich jenseits der Tatsache, dass ihr unglaublich gut im Content Marketing-Seiten eine tolle Marke gebaut habt und so finde ich das irgendwie ein sehr spannendes Takeaway bei euch.
01:20:31: Danke dir ganz herzlich!
01:20:32: Super vielen Dank dir Joel, hat Spaß gemacht.
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