Hinter den Kulissen des Erfolgs von Medienunternehmer Gunnar Lott | #Erfolgsstrategien 💪🏻

Shownotes

C-LEVEL INTERVIEW | Er war Chefredakteur für das Gaming-Magazin GameStar und gründete sein eigenes Magazin GamPro. Heute ist er Journalist, Autor, Podcaster und Inhaber einer PR-Agentur. Die Rede ist von Gunnar Lott. Gunnar tanzt auf vielen Hochzeiten. Dabei steht er oftmals im Hintergrund und hilft anderen Leuten dabei, groß zu wirken. Im Talk mit Joel bekommst du einen persönlichen Eindruck von Gunnar. Er erzählt vom Verhältnis zu seiner Familie, von seiner Karriere bis zum Chefredakteur und was Erfolg für ihn bedeutet.

Du erfährst…

…Gunnars Definition von Erfolg und Glück

…wie Gunnar aufgewachsen ist

…eine persönlichen Einblick in Gunnars familiäre Verhältnisse

…wie Gunnar vom Gaming zum Journalismus kam

…von Gunnars Erfahrungen als Redakteur

…Zahlen und Daten von Visibility Communications

…mit welcher Firmenkultur Gunnar seine PR-Agentur führt

…welchen Preis Gunnar für seinen Erfolg gezahlt hat

Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Selbstoptimierung: Wie ihr Schatten verfolgt digital kompakt-Macher Joel Kaczmarek regelmäßig erfolgreiche Personen und versucht die Säulen ihres Erfolgs nachzuzeichnen. In Bereichen wie Lebensführung, Gesundheit oder Finanzen erhascht er ungewohnt tiefe und ehrliche Einblicke.



||||| PERSONEN |||||

👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt

👤 Gunnar Lott, Managing Director & Co-Owner Visibility Communications




||||| SPONSOREN |||||

🔥 Übersicht aller Sponsoren



||||| KAPITEL |||||

(00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema

(00:01:49) Gunnars Definition von Erfolg

(00:09:12) Gunnars Herkunft

(00:23:35) Vom Gamer zum Journalist

(00:33:21) Charakterzüge

(00:39:33) Visibility Communications

(00:47:05) Gunnar über Fehlerkultur

(00:53:24) Der Preis des Erfolgs

(00:59:44) Gunnars Alltag



||||| WIR |||||

💡 Du konntest dir keine Notizen machen? Unser digital kompakt + Newsletter fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen

💛 Mehr tolle Sachen von uns

👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.

Transkript anzeigen

00:00:00:

00:00:16: Hallo Leute, mein Name ist Joel Kaczmarek.

00:00:18: Ich bin der Geschäftsführer von Digital Compact und ihr wisst ja dass ich hier regelmäßig CEO-Interviews führe.

00:00:22: Das heißt ich versuche rauszukitzeln.

00:00:24: was macht denn eigentlich erfolgreiche Menschen so erfolgreich?

00:00:27: Wie bauen die ihren Tag?

00:00:28: Was macht sie eigentlich glücklich im Leben?

00:00:29: Was ist bei ihnen vielleicht anders als bei anderen Menschen?

00:00:32: Und heute hab ich mir dafür eine Person ausgesucht, wo ich mir dachte.

00:00:35: Ich glaub das wird richtig interessant!

00:00:36: Es ist nicht so der typische CEO weil er leitet jetzt keine fünfhundertfünftausend oder auch fünftigtausende Mannfirma sondern er is auf ganz unterschiedlichen Wegen unterwegs und zwar ist es der liebe Gunnar Lott.

00:00:47: Gunnar kennt viele von euch vielleicht noch von früher.

00:00:49: da war er nämlich Chefredakteur der Game Star und ist einfach so einer der Gaming-Korrifhen schlechthin in diesem Land und ich habe ihn unter anderem kennengelernt durch seinen großartigen Podcast Stay Forever.

00:00:59: vorher immer sagt zwei alte Männer reden über alte Spiele.

00:01:01: Damit ist er absolut branchenführend, unter anderem neben vielen anderen Anbietern natürlich aber gehört auf jeden Fall zu der Topklasse dazu und er hat eine schöne kleine feine gute elitäre PR-Agentur in Karlsruhe und Berlin!

00:01:13: Also Hauptsitz ist Berlin und Karlsruhe aber auch, da wohnt Gunnar.

00:01:16: Ich hab mir gedacht von Gunnar kann man glaube ich ganz viel lernen weil der ist eigentlich jemand, der immer eher im Hintergrund steht, der anderen Leuten hilft groß zu wirken großes zu erzählen, großes zu tun Und in Wirklichkeit habe ich festgestellt als er extrem viel weiß einfach sehr hambel ist oder er setzt das sehr geschickt ein.

00:01:30: und darum heute mal eine wirklich, ich glaub interessante ungewöhnliche und tolle Folge.

00:01:34: So

00:01:35: lieber Gunnar!

00:01:35: In diesem Sinne moin moin schön dass du da bist bin ich dir recht geworden.

00:01:38: halbwegs

00:01:39: So guten Tag hallo.

00:01:40: erstmal vielen Dank für die Einleitung.

00:01:43: Da hast du schon ziemlich viel Fallhöhe aufgebaut, da schauen wir mal!

00:01:48: Wo uns das hinführt?

00:01:49: Ich

00:01:49: fange diese Gespräche immer gerne an mit so einer leicht dualistischen Frage.

00:01:53: also ich stelle dir zwei und die hängen irgendwie ein bisschen zusammen habe ich dann über die Jahre gemerkt.

00:01:57: Und die erste ist ganz simpel was bedeutet für dich Erfolg?

00:02:00: Wann empfindest Du Dich selbst als erfolgreich?

00:02:02: Ich komme und das geht schon in die Vergangenheit.

00:02:06: Ich habe beruflichen Erfolg Business-Erfolg gelernt in einem Verlag, weil mein erster Job war Voluntär Redakteur und dann Chefredakteur.

00:02:18: Und Verlage sind wahnsinnig altmodische Unternehmen mit großen fetten Prozessen, man kennt das so Dinosaurier.

00:02:29: Es war auch Zeitschriften zu Print riesige Industrieprozesse hinter der Kreativleistung erst ein kleines Häufchen von Leuten mit Kreative Leistungen die da so rumhüpfen und dann so einen gigantischer Industrie-Prozess wo LKWs mit hunderttausenden Heften durch den Land fahren viele tausend Kilometer und diese Zeitschaften auf kleine Sachen verteilen.

00:02:48: eine qualitätsorientierte Organisation.

00:02:51: Wahnsinnig auf Qualität darf nichts schiefgehen, das ist ne Riesenindustrie.

00:02:53: Kette da wird nicht.

00:02:54: der Termin für die Druckerei darf nicht gerissen werden.

00:02:57: Da dürfen in so einem Heft dass dann halt gedruckt ist, da dürfen keine Fehler drin sein oder man shamed dich noch ein monatelang danach Guck mal in deinem Artikel, da ist ja ein Komma-Fehler drin Das ging nicht...das ist wahnsinnig qualitätes orientiert und das hat meinen Blick auf Erfolg oder persönlichen Erfolg grundsätzlich geprägt.

00:03:18: Wir wollten immer alles perfekt machen und das muss, das dürfen keine Fehler drin sein.

00:03:24: Es muss immer noch einen Twist haben, ein Take.

00:03:26: Das muss besser sein als die ganz direkte Konkurrenz weil im Zeitschriftenverlag hat man natürlich dann konkurrierende Hefte in anderen Verlagen gehabt.

00:03:34: Und dass ist ganz anders als das wie ich heute arbeite.

00:03:37: Ich habe ja eine Agentur, ich arbeite viel mit Startups und Technologieunternehmen Und da vermisse ich das manchmal und sage so, lass mal doch mal jetzt mal hart ran.

00:03:47: Wir machen das alles so perfekt wie wir können!

00:03:50: Dann können wir ja immer noch iterieren wenn wir das Feedback dann von den Kunden haben.

00:03:53: Und die sagen ja, lass es mal gucken, verschieben wir nochmal ein bisschen und dann machen wir erstmal so eine Working Beta und dann gucken wir mal wie die Kunden reagieren.

00:04:02: Ich sag aber lasst doch erst einmal ganz geil machen.

00:04:06: selbst wenn wir es total geil gemacht haben, dann sagen die Kunden ja immer noch das Fehler drin sind.

00:04:10: Aber wenn wir's doch schon vorher so halb vollständig oder halb fertig machen, sodass wir selber nicht finden dass es geil ist, dann sag'n sie uns nur was wir schon wissen!

00:04:18: Das is ja kein agiler Prozess mehr.

00:04:20: dann und so... Und also das ist halt Erfolg war für mich immer, wenn in diesem Zusammenhang irgendwas war, was exzellent war, Was Anerkennung von Piers hatte und was total fehlerfrei waren

00:04:31: Das hast du mal gesagt, war.

00:04:32: Und was ist für dich Erfolg?

00:04:34: Also das prägt mich halt und das kannst du aber natürlich.

00:04:36: diese Erfolgshaltung diesen Maßstab an Perfektion kannste ja nicht mit den Agenturarbeit schleppen Kannst du schon in Text starten, habt sich mehr mit klar.

00:04:46: Kannste es halt nicht genauso machen wie ich das eben gesagt habe so dass man halt irgendwas vor der Beta schon mal das Produkt fertig hat weil man macht ja heutzutage ganz andere Sachen.

00:04:54: Ja, Achtzig-Zwanzig ist alles!

00:04:56: Man is in Technologieunternehmen... ...ist man immer drauf lass mal hier Time to Market alles ganz schnell Lass mal irgendetwas MVP machen und dann gucken und so und da sind ja Valide Das ist ein Konzept.

00:05:08: Ich bin ja nicht doof und mache es immer so, weil es in den Achtzigern oder neunzigern mal anders gemacht wurde.

00:05:15: Aber im Herzen ist das dann kein Erfolg, wenn es nicht perfekt ist.

00:05:22: Das kann mich dem schwerenziehen.

00:05:25: Ich glaube aber auch, dass es grundsätzlich einen gesunden Blick auf Erfolg hat.

00:05:36: vielen Leuten gearbeitet in den letzten zehn Jahren, die aus einer Output orientierten Organisation kamen.

00:05:41: Also die, wo viel, viel und schnell.

00:05:44: Mufas, Breakthings und so... Ich verstehe das aber ich ertrage das nicht

00:05:48: gut.

00:05:51: Und sag mal zum zweiten Teil der Dualität kommt was macht dich denn glücklich im Leben?

00:05:55: Ach das ist ganz klein!

00:05:57: Ich hatte mal eine Phase, wo ich so ... Ich bin ein bisschen armer Leutekind und hatte dann mal ne Phase, in der ich so Status-Symbolen hinterhergejagt bin.

00:06:04: Und auch irgendwie so ne öffentliche Form von Anerkennung wollte.

00:06:08: Wollte auch dass die Leute keine Ahnung... Dass sie cool aussah und das schönes Auto hatte und solche Sachen.

00:06:15: Ich hab aber auch zu meiner Verteidigung in München gelebt.

00:06:17: In meiner Verlagskarriere und da ist das Licht das n bisschen nahe!

00:06:21: Da trau' ich mich ja dann hochgestalt nicht auf die Straße.

00:06:23: und so weil alle Leute so weil er das Niveau so hochlegt.

00:06:28: Das habe ich abgelegt, konnte ich hinter mir lassen.

00:06:31: Es lag auch daran, dass ich von München nach Karlsruhe gezogen bin und Karlsgruhe ist eine Provinzstaat.

00:06:37: Da laufen die Leute in der Jack Wolfskinjacke rum.

00:06:39: Weil sie denken, ich hab immer meine gute Jack-Wolf-Skinjacke angezogen!

00:06:43: Weil heute ist nämlich Sonntag.

00:06:45: Ich bin eine Zeit lang immer gependelt zwischen den beiden Städten, zwischen München und Karlstruhe.

00:06:49: Und dann in meinem Münchner Outfit in Karlsluhe in die Firma marschiert Und bin da total abgeprallt.

00:06:57: Also was?

00:06:58: Hast du noch einen Termin, musst du irgendwie beim Vorstand vorsprechen oder so?

00:07:02: Warum ziehst du dich denn so an?

00:07:04: Das fanden die alle sehr bizarrer.

00:07:06: Das war halt ein Technologieunternehmen.

00:07:08: Da waren lauter Programmierer mit Motto-T-Shirts und solchen Sachen... Und dann konnte ich das ganz gut ablegen.

00:07:15: Als es abgelegt hatte und auch ein bisschen schlumpfig rumgelaufen bin, hat mich das sehr befreit erstaunlicherweise.

00:07:21: Dann dachte ich so, guck an!

00:07:23: Das ist ja viel besser.

00:07:25: Man muss gar nicht diesen riesigen Stress machen, immer da irgendein Ideal hinterherzulaufen, die nur äußerlich sind.

00:07:33: Das habe ich auf der harte Tour gelernt, das war schön.

00:07:36: Jetzt hast du mich noch nicht ganz abgeholt.

00:07:37: was dich glücklich macht?

00:07:38: Du hast gesagt, die kleinen Dinge... Früher hattest du mal nach Status Umgeguckt, festgestellt ist nix für dich und willst gar nicht mehr in irgendwelche Backformen gepresst werden.

00:07:46: Was macht dich denn nun glücklich?

00:07:48: Ich bin halt so ein Familienmensch und finde wenn halt so ... Wenn in der kleinen engen Familie meine Frau und ich haben einen Kind Und wenn da alles passt und alle miteinander zufrieden sind und die Katze was zu fressen hat und wir zusammen eine Serie gucken können das reicht schon.

00:08:03: So viel mehr brauche ich dann nicht.

00:08:05: Ich suche schon nach externer Anerkennung weil ich natürlich will natürlich Sachen gut machen die ich mache und auch Publikum haben Aber mehr brauche ich nicht.

00:08:12: Wie alt bist du eigentlich?

00:08:13: Während wir das hier gerade aufnehmen?

00:08:15: Vierundfünfzig.

00:08:16: So, und dann hast Du eben von Deiner Stummen-Drangphase der Statussymbole gesprochen.

00:08:19: Wann war das ungefähr?

00:08:20: Wie alt warst Du da?

00:08:21: In den Dreißigern habe ich mit achtundzwanzig angefangen zu arbeiten.

00:08:24: Ich hab ziemlich lange erfolgt studiert und habe dann sozusagen als ich angefangen habe zu arbeiten so ein Nachholding gehabt.

00:08:31: Ich dachte so okay jetzt bist du achtund zwanzig!

00:08:34: Und Du hast grad das Studium nicht abgeschlossen um diesen Job in München anzunehmen.

00:08:37: wenn Du da scheiterst in dem Job in Da musst du ja zurückgehen in deine Studentenstadt und sagen, Du hast es in der großen Stadt nicht geschafft.

00:08:46: Und zwar weil du zu scheiße warst!

00:08:48: Und dann dachte ich das passiert dir nicht Gunnar.

00:08:51: Ja?

00:08:52: Dann war ich halt in drei Jahren Geschäftsredakteur oder so.

00:08:54: Weil dann habe ich vielleicht auch ein bisschen überdreht mit dem Ehrgeiz.

00:08:58: Bist du ein ehrgeitziger Typ?

00:08:59: Nein

00:08:59: eigentlich nicht aber damals.

00:09:02: Damals offen kundig.

00:09:04: Du hast ja eben in der Einleitung dieser Phase gesagt, du kommst aus einer Art Arbeiterfamilie oder zumindest wart ihr jetzt nicht mit großem Reichtum gesegnet.

00:09:12: Wie bist du groß geworden?

00:09:14: Schwierig so Brocken Family-Geschichten geschiedene Eltern aufgewachsen bei den Großeltern und also ganz verkürzt und es war immer von Armut geprägt Erzeugt ja irgendwas.

00:09:26: Es erzeugt im Idealfall eine Wertschätzung auch für das kleine und für das normale, nicht überkandidelte.

00:09:34: Und es erzeugten im negativen Fall halt ne Überkompensation.

00:09:38: Ich hab so beides mal gehabt, sagen wir mal.

00:09:39: Das war jetzt echt Express!

00:09:41: Also deine Eltern haben sich geschieden?

00:09:42: Wie alt warst du da?

00:09:43: Zwölfe Das ist

00:09:45: die schlimmste Zeit, wo das passieren kann.

00:09:46: Ich war zehn oder elf, als mir das passiert.

00:09:48: Das haut einen da mit am härtesten aus der Bahn.

00:09:50: hätte ich jetzt getippt?

00:09:51: Kannst echt nicht genau sagen wann das Ideale ist weiß ich nicht.

00:09:55: Wenn du kleiner bist und das noch mehr brauchst also noch mehr an so eine Perfektion oder ideale Welt glaubst, ist das glaube ich noch schlimmer.

00:10:04: Ich glaube es wird sozusagen von jedem Jahr weniger Schlimmen ab fünf oder so

00:10:08: wie wars für dich.

00:10:10: Ich fand es nicht so wahnsinnig schlimm, weil das nicht so ein traditionelles enges Familienleben war.

00:10:16: Ich war eh viel bei meinen Großeltern aufgehoben, Schlüsselkind.

00:10:20: Bin manchmal nur zum Schlafen nach Hause gegangen und dann bin ich halt nicht mehr zum Schlaf nach Hause gegangen oft.

00:10:25: Dann bin gleich bei meinen Grosseltern geblieben und so.

00:10:28: Und dann gab's eine kurze dramatische Phase wo mein Vater hat ständig umgezogen.

00:10:36: war alles ein bisschen stressig.

00:10:38: Mein Vater ist eh eine schwierige Figur und dann bin ich irgendwann ausgezogen aus diesem Haushalt, bin bei meinen Großeltern geblieben bis zum Abitur und ab da stand ich auf eigenen Füßen.

00:10:51: Dann war das auch hinter mir.

00:10:52: Wenn

00:10:52: du sagst Schlüsselkind?

00:10:53: Das hat ja wahrscheinlich damit zu tun, dass deine Eltern viel gearbeitet haben oder was haben die beruflich gemacht?

00:10:57: Mein Vater war selbstständig an der Grenze zur Legalität mit so hoch betrügerischer Konkurs.

00:11:04: Ja, dann müssen wir mal die Lieferanten nicht bezahlen.

00:11:06: So was?

00:11:06: Der hat immer so kleine Unternehmen gehabt mit einem oder zwei Angestellten maximal und meine Mutter war Sekretärin in irgendeiner Form.

00:11:14: Wie kam es, dass du dich für deinen Vater denn entschieden hast trotzdem mit ihm quasi, die Jugend zu verbringen?

00:11:19: Nee das haben meine Eltern entschieden.

00:11:21: Was hast du nicht selber entschieden?

00:11:22: Nein ich war auch nicht prinzipiell einverstanden damit aber meine Mutter wollte ins Ausland und irgendwie einen Neubeginn machen und hat dann meinem Vater den Sohn aufgedrängt.

00:11:30: Das war auch so mittlerfreulich.

00:11:32: sagen wir mal Hm.

00:11:34: Lebt deine Mutter noch?

00:11:35: Nein, ich wollte grad sagen ja aber nein.

00:11:37: Das ist letztes Jahr gestorben.

00:11:38: Hast du mit ihr trotzdem Verhältnis gehabt?

00:11:40: Ich hatte mit meiner Mutter sogar ein ganz okayes Verhältniss.

00:11:43: In meinem Vater hatte ich gar keinen Verhältness mehr.

00:11:45: da hab ich den Kontakt nachgebrochen irgendwann später.

00:11:47: Also ich habe das mal irgendwie von jemandem gesagt bekommen dass es somit das Schlimmste ist wenn irgendwie ... Man kann ja sagen's eigentlich so eine Verlassenssituation und von der Mutter verlassen zu werden, das wirft viele Leute ja massiv aus der Bahn.

00:11:57: wie hast du's geschafft dass dir sowas nicht passiert ist?

00:11:59: oder ist es ganz anders in der Innenperspektive als es von außen betrachtet vielleicht wirkt?

00:12:03: Das weiß man immer nicht.

00:12:06: Ich kann das ja aus der Innenperspektive nicht objektiv sagen, ich habe mal irgendwann als Student irgendwie so ein Gespräch geführt darüber wieso sich Familien-Situationen dann auswirken auf das eigene psychische Befinden was das mit dir macht als Erwachsener später.

00:12:22: und dann hab' ich so gesagt... Dann hat die Freundin im Gespräch gesagt Ja du wirst auch deine Macken haben oder?

00:12:28: Also ich meine es ist ja auch nicht super leicht Macken?

00:12:33: Ich?

00:12:34: Nee.

00:12:37: Habe ich so drauf reagiert wie ein Idiot und hab später darüber nachgedacht und gedacht, naja wahrscheinlich schon aber es ist halt schwer aus der Innensicht das festzustellen welche deiner Eigenarten die du ja alle für ganz normal hältst jetzt daher bestimmt kommen.

00:12:54: Keine Ahnung habe natürlich auch mittelgute Eigenschaften wie manche wie alle Leute.

00:13:01: Ich weiß nicht, ob ich jetzt sagen würde, dass sich das so eins zu eins zurückführen lässt.

00:13:06: Was für ein Verhältnis hast du mit deiner Mutter denn über die Jahre entwickelt und vor allem wie?

00:13:09: Also ich glaube, du hattest ja auch gute Gründe gehabt, mit der nichts zu tun haben zu wollen.

00:13:13: Ja es war... Meine Mutter lebt hier im Ausland und deswegen war's jetzt auch nicht so, dass man da jetzt täglich gesehen hat oder täglich telefoniert hat oder so.

00:13:21: Meine Mutter hat dann versucht, das mit Geld zu kompensieren eine ganze Zeit lang und hat mich immer finanziell unterstützt und das war auch relativ notwendig.

00:13:29: Das war immer ganz nett.

00:13:31: Meine Mutter ist nicht so ein warmherziger Typ, das war eh nicht so, dass man sich die ganze Zeit in die Arme verhält und es war ein relativ distanziertes Verhältnis.

00:13:38: Da war der ganze Familienzweig von meiner Mutter.

00:13:40: Es sind alles kalte Fische ... Ist schon okay?

00:13:44: Ja, das ist dann halt so!

00:13:45: Und dann war das immer vorgespielt selbstverständlich... Ich hatte dann noch ein Kind gekriegt, also einer meiner zahlreichen Brüder.

00:13:56: Und dann hat sie mal so gesagt ja meine Söhne boah voll gut gelungen und dann hatte ich so einen Moment von Ja aber das darfst du nicht sagen?

00:14:06: Das steht dir überhaupt nicht zu das zu sagen!

00:14:08: Wie kommst du darauf für meinen Erfolg oder mein Gelingen hier irgendwie Kredit zu nehmen?

00:14:13: Dann war ich richtig wütend.

00:14:15: habe er mir nichts gesagt?

00:14:17: und ab da wurde das Verhältnis distanzierte

00:14:19: bis zum schluss.

00:14:20: oder habt ihr mal richtigen metatalk gemacht?

00:14:22: nein

00:14:23: keine meine mutter ist nicht gebaut für metatork so.

00:14:25: also ich habe dann irgendwann noch mal versucht sowas anzusprechen.

00:14:28: aber das kann sie gar nicht.

00:14:29: also kann sie nicht.

00:14:30: kann sie sich sehen?

00:14:31: kann sie mich konnte entsprechen?

00:14:33: ja konnte nicht und dann hab ich mich halt ein tic mehr zurückgezogen so.

00:14:37: und dann musste ich das mal meinem bruder alles erzählen der sich gewundert hat, dass ich mich so zurückgezogen habe.

00:14:43: Dann kam das noch mal alles auf den

00:14:44: Tisch.".

00:14:44: Wie war es mit deinem Vater?

00:14:45: Dass jemand kriminelle Energie hat oder vielleicht ein Lebenswandel, der bisschen schief ist?

00:14:51: Heißt ja nicht, dass er nicht eine liebenswerte Person sein kann und die einem ganz viel Wärme spendet.

00:14:55: Wie war das bei dir?

00:14:56: Mein Vater ist so das Schlechte was ich an mir habe.

00:14:59: Ich glaube, mein Vater ist von meinem Vater unzuverlässig und nicht verbindlich und hält Zusagen nicht ein.

00:15:06: Und immer wenn ich mal ne Zusage nicht einhalte oder nicht verbittlig bin sage ich Siste Das ist nicht meine Schuld.

00:15:12: Es ist eindeutig von meinem Vater!

00:15:15: Zumindest habe ich da das ideale Vorbild gehabt und so, aber logischerweise liebte dann so viele Scheidungskinder meiner Oma sehr, weil die mich ja auch großgezogen hat und bedingungslos alles was sie hatte eingesetzt hat um mir etwas zu ermöglichen.

00:15:30: Das waren ganz arme super einfache Leute also auch ungebildet und all das.

00:15:35: Meine Oma wusste nicht genau ob ob Deutschland in Europa liegt und ob Leute in Polen eine eigene Sprache haben oder ob die auch Deutsch sprechen, so ungebildet auf diesem Niveau.

00:15:45: Aber wie viele Leute ... Ich will jetzt meine Scheidungs-Kindererfahrung nicht zu hochhängen.

00:15:51: Es ging allen möglichen Leuten viel schlimmer.

00:15:54: Meine beiden Brüder hatten ähnliche Schicksale und noch viel schlimmere Schicksal.

00:15:58: Da haben wir letztens mal ein Eis

00:16:00: gemacht.

00:16:00: Du hast von deinem Vater zwei Brüdern?

00:16:02: Genau!

00:16:02: Noch zwei Bruder vom meinem Vater.

00:16:04: Also ich hab drei Brüde Und der eine ist zur Hefte Deutschlands, zur Hefe Schweizer.

00:16:08: Das ist der Sohn meiner Mutter.

00:16:10: Der andere ist zur Hälfte Deutschands, zur Haufte Philippino und der Andere ist zu heftig Deutschlands oder Spanier.

00:16:18: Meine Eltern kamen viel rum, sag ich dann immer gerne an dieser Stelle so... ...und die beiden Söhne von meinem Vater haben es viel schlimmer gehabt als ich.

00:16:26: Also das ist nochmal auf einem ganz anderen Niveau.

00:16:33: Insofern Mai!

00:16:35: Und als du dich mit denen ... Du hast sie relativ spät kennengelernt, hör ich daraus.

00:16:39: Ja, ich hab die natürlich in meiner Kindheit getroffen logischerweise.

00:16:42: Ich hatte auch meinen spanischen Bruder auf den Armen geschaukelt und so weil ich als zwölf oder dreizehn als der geboren wurde, relativ kurz nach der Scheidung und mein philippinischem Bruder habe ich das mit sechzehn kennengelernen aber auch nur ein bisschen und dann den Kontakt verloren, weil der spanische Bruder war halt in Spanien.

00:17:05: Super Verhältnis mit beiden und wir haben viel geredet über die Zeiten logischerweise.

00:17:10: Und treffen uns jetzt im Oktober also kurz nach dieser Aufnahme, treffen uns alle zusammen in Barcelona.

00:17:17: Cool!

00:17:18: Als du die getroffen hast später so Jahre später als Erwachsene waren sie sehr anders als du oder waren die sehr ähnlich wie du?

00:17:24: Nee, die sind sehr anders als ich.

00:17:26: Alle beide auf ihre Arten.

00:17:27: Aber der eine wohnt in Berlin und dann gibt es so Berlins zusammen Gemeinsamkeiten mit Techbranche und solche Sachen.

00:17:33: Der kommt daher und der andere in Spanien ist ganz anders.

00:17:36: Er hat auch nur Hauptschule gemacht und hat einen Arbeiterjob und kommt aus ganz anderen Verhältnissen.

00:17:44: Hat auch ein ganz anderer Lebensverlauf gehabt.

00:17:46: Auch viel weniger Glück gehabt als ich!

00:17:49: Aber das ist bisschen lustig weil alle drei Brüder haben so einen Grundschatz an gemeinsamen Werten.

00:17:54: Alle so, ja Familie ist ganz nett.

00:17:57: Kann sich aber nicht drauf verlassen.

00:17:59: Treue ist das Wichtigste im Leben.

00:18:01: die eigenen Kinder wenn du welche hast gehen über alles.

00:18:04: Freundschaften sind das was dich rettet.

00:18:06: Was

00:18:06: haben deine Großeltern eigentlich beruflich gemacht?

00:18:07: Die lebten auf dem Dorf und mein Opa war Schuster Meine Oma war Hausfrau wie man es halt damals gemacht hat Hatten noch eine kleine Landwirtschaft auf diese sehr stolz waren.

00:18:14: Aber Pille-Palle

00:18:16: Okay, also es formt sich ja so ein ganz interessantes Bild.

00:18:18: Also wo du eigentlich herkommst und ich bewundere immer mehr ... Ich mag dich ja sowieso aber wenn man sich mal deine Geschichte anguckt auch wenn du das in deiner gewohnt bescheidenen Art runter spielst da hast du einen hohen Grad an Resilienz entwickelt.

00:18:30: wer war denn für dich eigentlich?

00:18:31: So ein Werteverbild im Positiven oder hast Du immer eher mit dem Anti-Wertevorbild gearbeitet?

00:18:45: Freundschaften die fehlende Familie kompensiert.

00:18:49: Und hab da halt dann relativ viele enge Freundschaft gehabt und habe über deren Familien so ein Familienleben kennengelernt, das war ganz interessant.

00:18:57: auch das ist ja ein typisches Phänomen von das berichten viele Scheidungskinder und meine Brüder hatten das ganz genauso.

00:19:02: die waren dann plötzlich Ersatz-Söhne, zweite Söhne in anderen Familien.

00:19:08: Weil alle so ... Oh Gott, der arme Junge!

00:19:11: Der kriegt ja zu Hause nicht mal ... Das sind das.

00:19:14: Hier ist was.

00:19:17: Die Mutter meines Damals besten Freundes war ein Anlegen mich zu füttern.

00:19:23: Echt ganz toll.

00:19:27: Und das hat schon wahnsinnig geholfen im Leben.

00:19:30: Aber ansonsten hab ich dann halt aus meinen ... die wirrungen des Studiums ein bisschen raus war und das erste mal gearbeitet hatte, da hatte ich einen despotischen Chef im Verlag.

00:19:39: Und das war dann auch wieder toll!

00:19:40: Das war halt auf eine ganz andere Art schwierig aber bisher dann auch ne Vaterfigur, auch wenn der eigentlich jünger war als ich und konnte dann aber wie dein Gegenbild entwickeln.

00:19:49: also das eine waren ja Werte, aber das andere sind halt Werte sozusagen in Businessrahmen und konnte mein späteres Führungsverhalten stark an dem als negatives Bild ausrichten.

00:19:59: Hattest du denn trotzdem so eine Art MentorInnen gehabt, also Menschen die dich auch an die Hand genommen haben.

00:20:04: So wie du's grad mit der Vaterfigur beschrieben hast oder hast du das sehr viel mit dir selber ausgemacht?

00:20:08: Das mentorending hätte mir glaube ich sehr geholfen aber das gab es in der Form nicht.

00:20:12: so.

00:20:12: Du hast

00:20:12: gesagt deine Brüder hatten nicht soviel Glück gehabt wie du.

00:20:15: Was war denn das Element in deinem Leben was sich eine positive Fahrrinne gebracht hat und was auch dafür gesorgt hat dass du ein resilienter nach erfolgsstrebender Mensch geworden bist?

00:20:23: weil es gäbe glaube ich auch viele menschen die werden vielleicht in Drogen abgesackt Traurigkeit, Arbeitslosigkeit sich hängen lassen.

00:20:29: Es hätte viele gute Gründe für dich gegeben nicht den Fahrt zu beschreiten die du beschritten hast.

00:20:33: was war denn bei dir der Ausschlag dass du den guten Weg gewählt hast?

00:20:36: Also meine Brüder hatten noch einfach noch schwierigere familiäre Verhältnisse und haben dann aber auch genau wie ich relativ stark den Weg beschritte über Arbeit und Bindungen also Partnerbindung und Freundschaftsbindung Und ich glaube das wars bei allen so.

00:20:55: wir haben alle irgendwelche Freunde gehabt an denen man sich dann orientiert hat mit und wo man halt in so Kreisen aufgehoben war, und dann gemeinsame Werte gebildet hat.

00:21:05: Und das ist natürlich Zufall!

00:21:06: Es ist immer Zufalls!

00:21:08: Immer alles sind ja so Lebensentscheidungen, wo man genau hingeht – und so ist halt immer viel Zufahl dabei.

00:21:13: Hattest du den Plan was du für dich im Leben erreichen wolltest?

00:21:17: Null gar nicht... Ich hatte mal ganz esoterisch gedacht… In dieser Welt kannst du nur Künstler sein oder Helfer Alles andere ist ja nutzlos, hinterlässt du keine Spur an dem Leben und so.

00:21:28: Und dann hatte ich kurz gedacht Lehramt vielleicht also auf dieser Helferseite.

00:21:32: künstlerisch lachs mir nicht so aber ich habe auch so eine schriftstellarische Neigung dachte vielleicht das oder vielleicht ein Lehrer?

00:21:38: Dann wurde es nicht Lehrer, da dacht die Sozialpädagoge oder Sozialarbeiter, dann hab' ich relativ lange auf den Sozialarbeitern-Ding rumgemacht und habe dann aber als sich die Gelegenheit ergab in diesem Verlag zu arbeiten, das halt im Diplomsemester abgebrochen und dann auch nie wieder zurück geschaut.

00:21:54: Ansonsten wäre ich halt natürlich Sozialarbeiter geworden.

00:21:57: Ja?

00:21:58: Weil, ich hätte gesagt du bist ja eigentlich Künstler und Helfer geworden.

00:22:02: Das ist ja weithin geholt.

00:22:03: So ein Helferberuf das wär dann schon wirklich an der Basis gewesen wie Sozialarbeite.

00:22:08: Und künstlerlich bin halt Journalist im weitesten Sinne in allem was ich tue auch in der Agentur Tätigkeit.

00:22:14: Findest du nicht künstlersch wenn man gut Artikel schreiben kann

00:22:16: Aber es kann doch jeder ...

00:22:17: Nee, das denkt man immer.

00:22:19: Das ist ein Handwerk!

00:22:20: Das ist so wie Bauernmalerei oder Malen nach Zahlen.

00:22:23: Ich

00:22:23: denke auch, bis du's bei anderen siehst.

00:22:25: Ich hab auch immer gedacht, das macht man halt und das kann jeder so.

00:22:28: Und dann merkst du was das für einen kolossal beschissener Text in der oder die da geschrieben hat?

00:22:33: Okay anscheinend ist das doch nicht so selbstverständlich.

00:22:36: Ja natürlich sieht man das ja immer so aber ich finde ich sehe auch wahnsinnig viele sehr gute Texte von LINE also von Leuten, die keine journalistische Ausbildung haben.

00:22:45: Und die Tatsache, dass es da eine Skillkomponente gibt heißt ja noch nicht das es Kunst ist.

00:22:50: Gaming spielt bei dir in deinem Leben ne große Rolle?

00:22:54: Warum?

00:22:54: Ja, das war so ein Zufallding wie halt... Da bin ich so reingefallen in den Achtzigern weil ... Ich bin überhaupt in allen Nerd-Hobbys gefallen in den Achzigern.

00:23:02: Das war relativ stark diesen Freundeskreis geschuldet mit denen in dem ich mich da so aufgehoben gefühlt hab und wir haben Fantasy Rollenspiele gemacht sind auch verkleidet auf Kons gefahren.

00:23:14: Und wir haben halt Computerspiele gespielt, das lag halt alles sehr zusammen und heutzutage haben ja hundert Prozent der Kinder in einer beliebigen fünften Klasse Computerspiele gespielt und damals waren es halt drei oder fünf aus einem Jahrgang.

00:23:28: Und dann hattest du dieses elitäre Nerdding.

00:23:30: so wurde dass ich dann ein bisschen aus diesem gesamten Kreis herausnehmen konnte und dann eine starke Gruppe bilden konnte um dieses Nerdthema herum.

00:23:39: Das war schon ganz interessant, weil das gab es nicht so stark in den Schulen der Achtziger-Ninziger.

00:23:43: Da war die Blockbildung oder die Anerkennung stark über typische Sachen aussehen – Muskeln, körperliche Stärke, Rauchen, teure Klamotten und Sport.

00:23:58: In all diesen Sachen konnte ich nur richtig nichts super mithalten.

00:24:02: Für Leute wie mich war ein Nerdhobby das ideale Outlet.

00:24:06: Dieser Art Bekanntenkreis war es nicht so wichtig, dass er keine coolen Klamotten anhattest.

00:24:10: Keine Bossjacke oder so weil da ging's halt um ganz andere Sachen.

00:24:13: Und wie hast du es dann geschafft?

00:24:15: Oder wie kam es zustande?

00:24:16: War das wieder Zufall oder Glück was du eben meintest?

00:24:19: Dass dein Hobby und deinen Beruf die Fahre sich übereinander legten?

00:24:22: Das war so ein Entschluss den ich irgendwann gefasst habe.

00:24:25: Ich dachte so diese Zeitschriften die ich da immer lese Es wäre schon ganz schön geil wenn man da arbeiten würde.

00:24:33: Bekloppter Entschluss für so einen jungen Menschen, weil ich meine es gab halt in der deutschen Zeitschriften-Szene für Computerspiele.

00:24:40: Gab es vielleicht dreißig Arbeitsplätze?

00:24:43: In ganz Deutschland und da wurden dann im Jahr zweifrei oder so... Und das ist natürlich als Karriere Pfad überhaupt nicht zu empfehlen!

00:24:52: Dann habe ich mich mal so halbherzig beworben irgendwo mit einer schriftlichen Bewerbung einfach.

00:24:57: Ich weiß noch, ich hab mich bei der Games da beworben.

00:24:59: Die hatte eine Anzeige geschaltet, eine Web-Anzeige innerhalb von AOL dem Spielebereich und damals hatte ich ein AOL Account.

00:25:06: und das war halt mein Internet.

00:25:07: und dann habe ich das halt gesehen und dachte oh neue Zeitschrift ganz geil!

00:25:10: Bewirbst du dich mal?

00:25:12: Also dann hat Antwort gekriegt nichts Besonderes.

00:25:15: Und dann wäre es da auch geendet.

00:25:16: und dann hab' ich aber in einem Games Laden gearbeitet und Spiele verkauft und kannte mich halt echt natürlich gut aus mit spielen.

00:25:22: wenn ihr halt Spiele verkauft redest ja ständig drüber.

00:25:25: Damit habe ich mein Studium finanziert in der zweiten Hälfte.

00:25:27: Und dann kam ... In diesen Laden kam so ein Typ rein, den ich irgendwie kannte und dann sagte ich, sag mal du bist doch der Vollker!

00:25:32: Du arbeitest auch für die PC Player?

00:25:34: Was machst du hier?

00:25:34: Die PC Player ist doch ein Mütchen.

00:25:36: Ich komme ja aus Kassel.

00:25:38: Kassle war das, wo ich studiert hab.

00:25:40: Ja, okay.

00:25:41: Hallo, ich bin der Vollcker cool nicht so.

00:25:43: Du sag mal Vollker Gesetzt den Fall, ich wollte mich bewerben bei der PC-Player oder einer anderen Zeitschrift.

00:25:51: Wie würdest du denn so eine Bewerbung strukturieren?

00:25:53: Oder was würdest Du unterschreiben?

00:25:55: und der so, das kann ich ganz einfach sagen, sei mal lustig, originell und lustig.

00:26:01: Ich so ah, ähnlicherweise wäre ich dann nie darauf gekommen.

00:26:04: Ich hätte halt immer so wenn man sich als Wenn man damit keine Erfahrung hat mit diesen Prozessen, dann macht man es ja über formell weil man denkt man macht ein Formellen vieler Und dann habe ich gedacht, okay.

00:26:15: Dann hab' ich mich halt nochmal beworben bei der nächsten Gelegenheit und wieder bei der Game Star aber auch bei anderen Zeitschriften mit einer lustigen Bewerbung.

00:26:23: Hab' dann so ein Test über mich selber geschrieben als welchen Spiel und alles lustig und selber gelayouted in einem Style der Zeitschaft und so... ...und dann bin ich instant genommen worden!

00:26:33: Nicht nur von der GameStar oder von anderen Zeiten.

00:26:35: Und dann hab' Ich mich für die GameStar entschieden.

00:26:38: Also gab da noch ein Bewerbungsgespräch, wo dann halt viel Wissen abgefragt wurde und so.

00:26:41: Ja also wirklich Computerspiele, hartes Computerspielerwissen... Und dann habe ich da halt angefangen aus dem Nichts heraus!

00:26:49: Dann hatte ich diesen Ehrgeizschub weil.

00:26:51: dann kam ich nämlich hin und dachte das ist doch bestimmt voll einfach.

00:26:53: und dann war es gar nicht einfach sondern das war so komplex der Job und so schwierig mit so hohem Druck und sechzig Stundenwochen und so dass ich dachte du schaffst das vielleicht nicht.

00:27:05: Dann dachte ich, das geht nicht.

00:27:07: Das kannst du nicht schaffen.

00:27:08: Du kannst nichts zurück.

00:27:09: Das muss jetzt!

00:27:11: Und dann habe ich so einen obstinaten Zug gekriegt und war nicht bereit da aufzugeben und hab dann halt alles getan.

00:27:19: Und dann hat es ja auch geklappt.

00:27:20: Was hat den Job so schwer gemacht?

00:27:22: Es waren sehr anspruchsvolle qualitätsorientierte Organisationen.

00:27:25: Also es war wirklich ... Wie man sich so vorstellt, so hast du ihn... Text zurückgekriegt vom Chefredakteur, handkorrigiert mit dem Rotstift und so.

00:27:35: Und dann die ganze Passagen durchgestrichen.

00:27:37: Scheiße!

00:27:37: Anders!

00:27:39: Neu nochmal!

00:27:40: Komm noch mal zu mir!

00:27:41: Komm mal in mein

00:27:41: Büro!".

00:27:42: Der hatte ein Telefonnummer... Die weiß ich heute noch auf der internen Durchwahl.

00:27:47: und wenn diese Nummer aufleuchtet, dachte ich, oh Gott, jetzt hat er meinen Text gelesen und jetzt zitiert er mich rein.

00:27:52: Dann wurde auch geschrien und es war halt alles schwierig.

00:27:56: also das dann diese Spiele zu spielen richtig zu erfassen Wurde halt sowas gesagt, wir machen jetzt eine Geschichte über Command & Conquer.

00:28:03: Ruf mal in Amerika an bei diesen Typen die Command&Conquer machen und erklär denen dass wir ein deutsches Magazin sind.

00:28:10: Und was?

00:28:13: Ja und dann rufst du da an bei so den Helden deiner Jugend...

00:28:17: Westwood hat das damals

00:28:17: gemacht ne?

00:28:19: Bei westwood genau habe ich Joe Kuckern angerufen.

00:28:21: das ist halt dieser Typ der in den Command&conquer Videos mit dieser Glatze den Bösen spielt.

00:28:25: Und dann ruf ich den halt an.

00:28:27: So, und da geht der so ans Telefon.

00:28:29: Damals ging das alles noch.

00:28:30: Heutzutage sind ja ja sieben Layer an Public Elections-Agenturen dazwischen.

00:28:34: Dann ging es einfach noch.

00:28:35: Ich habe gesagt wir würden gerne viele Geschichte machen.

00:28:36: Hast du irgendwie einen neuen Screenshot?

00:28:38: Geil!

00:28:40: Ja, und dann bist du halt echt weit außerhalb deiner Komfortzone.

00:28:44: Das kannst du ja nicht.

00:28:45: Ich war ein bisschen älter.

00:28:47: die meisten Leute haben das dann die CD eingestellt haben.

00:28:50: Es hat irgendwie gleich nach der Schule gemacht oder so, das war ja jetzt nicht so ein Akademikerberuf.

00:28:54: Das waren alles abgebrochene Ständen und ich war halt ein bisschen älter und hatte diesen Sozialstudium Background.

00:29:02: Der hat dann auch Selbsterfahrungselemente und Psychologie mal ein Semester und sonst irgendwas.

00:29:08: Ich fand als Mensch schon einigermaßen komplett, als ich dahin kam in diese Umgebung Und konnte dann mit mir selbst ganz gut umgehen und meinen ganz gut einschätzen, wo meine Stärken und Schwächen liegen.

00:29:20: So.

00:29:21: Dann war der Chefredakteur so ein Disboot... ...und dann habe ich gemerkt, dass ihn niemand widerspricht auch wenn er Unrecht hat.

00:29:27: Und dann dachte ich ja das geht ja jetzt auch nicht!

00:29:30: Und dann hab' ich angefangen mich mit dem Chefredaktor anzuschreien in Meetings weil ich das nicht eingesehen habe was da... ...dass er wenn er halt Unrecht hatte und so.

00:29:37: Da muss man doch jemand sagen.

00:29:40: Alle gucken zu Boden und so...

00:29:42: NEH!!!

00:29:43: Das geht doch

00:29:43: nicht!!

00:29:44: Und das hat aber respektiert irgendwie, weil er vielleicht auch die Duckmäuserei von einem gewissen anderen ein bisschen leid war.

00:29:50: Der hat mich dann protestiert hinterher und es hat in meiner Karriere da geholfen.

00:29:52: Ach ehrlich?

00:29:53: Interessanterweise!

00:29:55: Wie das manchmal so läuft.

00:29:56: Hattet ihr denn ein persönlich gutes Verhältnis?

00:29:58: Würde ich nicht sagen, aber es gab einen Respekt davor wie sehr ich bereit war, mich einzusetzen für das Thema... ...und wie wichtig mir das alles war.

00:30:11: ihm gab es nichts im Leben zu der Zeit, was wichtiger war als die Zeitschrift.

00:30:14: Das ist ja ein typisches Unternehmer- oder Führungskräfteproblem, dass du halt so überengagiert bist, weil du natürlich auch Kontrolle hast und da sitzen da Leute in deiner Abteilung, die das für Geld machen!

00:30:28: Und dann sagt ihr, wir müssen alle zusammen jetzt die ganze Nacht durcharbeiten, weil das ist so wichtig... ...und die anderen sagen, ich hab Farbrede, weißt du?

00:30:38: Und ich war nicht so.

00:30:39: Ich habe alles mitgemacht, es war mir auch alles total wichtig und das hat er halt irgendwie respektiert und da hat er sich vielleicht auch dann, weißte ich nicht, in der Form wiedererkannt oder was ist ich irgendwas?

00:30:47: So... und ich hab' auch kein Perdon gegeben!

00:30:49: Und ich find schon dass es manchmal ganz gutes für Führungskräfte wenn sie halt Widerspruch kriegen.

00:30:53: Das ist halt nicht gesund, man Gartenchefredakteur ist so mächtig diese alte Schule Chefredaktion da hast du so eine komplette inhaltliche Macht und natürlich auch noch eine ökonomische Macht.

00:31:05: Aber du hast diese starke inhaltliche Kontrolle.

00:31:08: Und das war in den meisten Verlagen, die ich kannte, war es halt so dass der Verlagsarty dir vorgesetzt war aber wenn du ihn richtig angeschrien hast und hat da gemacht was du wolltest weil du hast ja am Ende Die Geschichte machen müssen die das heft verkauft und das war ja nur so ein Kommerzfuzi.

00:31:23: Ja und gerade und dann hätte dann auch noch eine für einen Magazin gearbeitet hast das Produkte getestet hast.

00:31:28: Dann hast du auch noch diese Welle von Angst vor dir hergeschoben, die diese Industrie vor dir hatte.

00:31:34: Weil du konntest ja deren Produkte ruinieren, dem du deine schlechte Wertung gegeben hast.

00:31:38: und ich fand, als ich dann später Chefredakteur war, hatte ich auch so eine Phase wo ich glaube nicht mehr gemerkt habe wie privilegiert ich plötzlich war.

00:31:47: Und dann musste meine Frau die mal auf so einer Branche veranstaltet und da mit waren mal sagen so sag mal das ist nicht normal wie sich die Leute behandeln Die lachen darüber über schlechte Witze von dir Und das ist ganz schön Privileged da, was du da hast und so.

00:32:01: Überleg mal ob die dich mögen oder ob sie dich lustig finden oder ob die deinen Job wichtig finden?

00:32:10: Und dann hat sich ja noch einmal eine Phase der inneren Einkehr sehr viel später wo ich dachte ach guckt man an vielleicht ist es gar nicht ich.

00:32:17: Vielleicht mögen mich gar nicht alle einfach so weil ich ein cooler Typ bin sondern es ist irgendwie die Position vor der Sie dückenmäusern Und das war ganz hilfreich.

00:32:26: Danach bin ich dann ins Business Development gewechselt und dann hast du ja komplett die gegenteilige Erfahrung, wenn Leute nicht mehr zurückrufen und so nachdem du ihnen was verkaufen wolltest.

00:32:33: Das ist auch eine Erfahrung, die man mal im Leben gemacht haben

00:32:35: muss.

00:32:35: Wie hast du denn gelernt dich so gut zu streiten eigentlich?

00:32:38: Also ich bin ja auch eher ein harmoniebedürftiger Mensch gewesen.

00:32:41: Ich leg es so sukzessive immer mehr ab bzw.

00:32:43: ich lasse gar nicht erst zum Streit kommen.

00:32:44: Ich sage einfach sehr klar, was ich will.

00:32:46: aber viele Menschen tun sich damit sehr schwer in den Konflikt zu gehen.

00:32:49: Wieso gelingt ihr das so gut?

00:32:50: Weiß ich auch nicht!

00:32:52: Das ist halt so passiert.

00:32:53: Ich habe eine jetzige Art und das ist auch nicht immer gesund, ich treibe mich auch mit wildfremden Menschen manchmal und hab diesen Zug gehabt.

00:33:00: Der ist in manchen Situationen echt ganz gut weil dann haben Leute mal ein bisschen Angst vor dir und bügeln dich nicht über und hat auch Nachteile sag' ich auch mal so.

00:33:11: Ich hab natürlich auch das weitergemacht als die Chefredakteur warb, ich hatte Verlagsleiter angeschrien und so... Das hat meine Karriere behindert!

00:33:17: Echt?

00:33:18: Also dann, ja da war das Schluss.

00:33:20: Ich hätte dann glaub ich Verlagsleiter werden können und dann gab es so ein komisches halb ritualisiertes Ding von dem Vorstand.

00:33:27: so Ja... Sie sagen jetzt der Verlachsleiter ist nicht tragbar.

00:33:32: Dann baue ich eine Alternative Herr Lott Und ich so Das ist nicht meine Aufgabe!

00:33:38: Suchen sie wehen Ihr verdammter Job oder?

00:33:42: Hallo wer ist denn hier der Vorstand?

00:33:45: Okay hast du den Weg nicht

00:33:46: verstanden?

00:33:48: Nee, das hat er nicht so.

00:33:50: Ich fand aber auch dann will er auf die einfache Art raus.

00:33:53: Jetzt jahrelang seinem disciplinarisch Untergebenen nichts zum Funktionieren bringen weil er denkt Vorstand da reicht es wenn man hübsch rumläuft und aus dem Fenster winkt.

00:34:03: und dann kommt er zu mir und sagt reparieren sie das mal Herr Lott?

00:34:05: Ne!

00:34:09: Ja, aber da hätte ich natürlich einfach zugreifen können.

00:34:12: und wer Verlagsleiter gewesen.

00:34:13: Und hinterher wurde dann mein Stefan Rehter-Verlagsgleiter, was schon okay war, der war dafür besser geeignet.

00:34:19: Dann hast du es irgendwann geschafft vom Journalisten zum PR-Lad zu werden?

00:34:22: Was ja für mich persönlich ein bisschen die Hölle ist.

00:34:24: ehrlich gesagt!

00:34:25: Wie ist das bei dir?

00:34:26: Auch das ist der logische Schritt.

00:34:27: Das machen ja viele Leute so.

00:34:28: Ich habe jetzt zwischendurch der Business Development gemacht ein paar Jahre lang und den Onlinebereich geführt und das ist dann schon alles sehr viel pragmatischer.

00:34:36: Und es wechseln ja, also es wexeln ja jedes Jahr.

00:34:39: Wechselt ja quasi.

00:34:40: was ist ich?

00:34:41: Zehn Prozent der gesamten deutschen Journalistenschaft wechselt ihr an die PR.

00:34:44: Also da bin ich jetzt auch nicht besonders oder anders als andere Leute das ganz normal.

00:34:49: Wie ist denn eigentlich zu deinem Stay Forever Podcast gekommen?

00:34:51: Dann eigentlich das Imperium, finde ich ist.

00:34:55: Den hab' ich als Hobbyprojekt angefangen ganz normal wie man sich das halt so vorstellt.

00:34:58: Ich bin halt von der Zeitschrift weggegangen Von dem Verlag weg gegangen weil ich dann keinen Lust mehr hatte Und der Verlag hatte auch echt keine Lust mehr auf mich.

00:35:07: Das war dann halt, so dachten wir halt neuerst mal Lass mal trennen So.

00:35:11: und dann war mein Freund Christian Schmidt noch da Oder war gerade auch aufm Absprung und so.

00:35:16: und dann dachte ich jetzt wäre ja schade wenn wir es nicht mehr sehen lass mal was Gemeinsames machen.

00:35:21: Und das war das Einzige, ich wollte was gemeinsam machen mit Christian Schmidt.

00:35:24: Bist du ein treuer Mensch?

00:35:25: Glaubt schon!

00:35:27: Ja...

00:35:28: Und dann ist es wahrscheinlich wie so oft aus der Person heraus, wenn man etwas gerne macht und dann so macht, wie man's selber gut finden würde, dass sich da auch Erfolg einstellt oder ... Was war's bei dir?

00:35:37: Du hast natürlich auch einen Ruf durch deine Chefredaktionsrolle.

00:35:40: Da wissen ja heute noch Leute von irgendwelchen Videos die du aufgenommen hast mit GameStar und was du das oder was würdest du sagen, was hat dich erfolgreich gemacht?

00:35:50: schon mal in leitender verantwortung für ein journalistisches produkt warst und das waren wir ja beide der christian und ich.

00:35:58: die christian war dann später als sich weg war stellvertretbar chef redakteur.

00:36:01: Und wir haben halt einen produkt gemacht, und dann haben wir halt als wir unseren podcast gegründet hat den behandelt wie ein produkt logischerweise also mit unser ganzen qualitätsorientierung und so.

00:36:11: und dann hatte das so ein bisschen als lockeres gespräch geplant und der christen hat an so einem sehr methodischen Zug und dann musste das immer viel besser werden.

00:36:19: Und dann wurde es halt immer von Folge zu Folge besser, wir haben uns gegenseitig gesteigert und gefordert und so.

00:36:27: Dann kam halt irgendwann fünf Jahre später nachdem das schon fünf Jahre draußen war eine kommerzielle Komponente dazu mit einer dieser Plattformen, mit Patreon Und dann war da plötzlich auch schnell relativ viel Geld da, weil wir es halt natürlich auch schon fünf Jahre umsonst gemacht hatten.

00:36:40: Ja und alle Leute ja gut ich habe jetzt euch fünf Jahre gehört das war schon ganz schön geil.

00:36:44: hier ist Geld für die fünf jahre rückwirken quasi Und dann ist es relativ schnell durchgestartet.

00:36:52: Wir haben beide diesen Background im Journalismus und in der Produktführung eines journalistischen Mediums, und wir haben beide aber auch ein Background im Free-to-Play Gaming, also im Gaming von Behandeln und Betrachten von Gamingprodukten die lange laufen Und dann haben wir natürlich auch dieses Wissen irgendwie anwenden können.

00:37:12: Wenn ihr halt schon mal gehört, dass was ein Funnel ist und was ein Lifetime Value ist und Monetarisierungsstrategien und was du so glaubst wie ein User monetarisieren sollt damit es sich lohnt.

00:37:23: Dann konnte man dieses Leer da drüber legen und das journalistische Leer also danebenlegen und dann halt zu schauen, wie sich das miteinander verträgt und so.

00:37:31: Und dann ging das alles ganz von alleine.

00:37:33: aber da gibt's noch eine philosophische Frage wenn du wieder dazu kommst Weil oft gibt es solche Gespräche darüber, was hast du für Management Literatur gelesen?

00:37:41: Und damit kann ich überhaupt nicht dienen.

00:37:42: Aber ich habe einen Buch gelesen, dass das ganz gut zusammenfasst, was wir mit Stay Forever gemacht haben.

00:37:48: und das heißt Who Not How!

00:37:50: Das ist nicht so bekannt, weiß ich ob das jeder kennt so... Das ist auch nicht besonders gut.

00:37:54: Das hat nur diese eine These Wenn Du irgendwas vorhast dann frage who not how?

00:37:59: Dann frag nicht wie machen wir das sondern wer kann denn das Und wie können wir mit diesem Menschen arbeiten?

00:38:04: Also wer kann das Problem lösen?

00:38:06: und dass kann dann jemand intern sein.

00:38:08: Das führt dich denn dazu, dass du intern nach Ressourcen suchst und nicht versuchst immer alles mit zum kleinen Kreis zu machen oder selber zu machen.

00:38:15: Und es führt aber auch dazu, daß du sehr gezielt nach außen gehen kannst und dir Leute dazuholen kannst oder dazu kaufen kannst, je nachdem wie du das machst die eine Lücke füllen.

00:38:25: Und das fand ich ganz hilfreich für alle Arten von Ich will nicht sagen Unternehmensführung, aber von Projektführung im weitesten Sinne.

00:38:34: Und das ist das wie.

00:38:35: wir haben immer dann versucht hinterher zu schauen so wer hilft uns denn?

00:38:39: Ja und haben in dem Podcast Leute hinzugeholt mit anderen Expertisen, mit anderen Stimmen Mit anderen technischen Fähigkeiten usw.

00:38:47: Spannend Kannst du jetzt auch mal bevor wir weiter eintauchen in dieses mentale Element was bei dir drin schwingt wofür wir eigentlich heute antreten Dass du den Leuten mal so ein Gefühl gibst, was das für ein Business ist.

00:38:57: Also wie groß ist das mittlerweile?

00:38:59: Was macht dir dann Umsatz?

00:39:00: Wie viele Menschen arbeiten daran?

00:39:02: Weil es war ja eigentlich ein Hobbyprojekt, was du gemacht hast um irgendwie deinen Interesse zu befriedigen und mit einem Menschen der dir wichtig ist Zeit zu verbringen.

00:39:09: Das ist jetzt ein Business, das macht so eine mittleren sechsstellige Umsatz.

00:39:14: Die beiden Gründer leben da quasi Vollzeit von Und neben den Gründern arbeiten noch so zehn zwölf Leute mit in unterschiedlichen Formen des Freelancings.

00:39:29: Wir stellen nie mehr Leute ein, das ist nicht der Plan.

00:39:33: Das habe ich in anderen Lebenswegen gemacht, das würde ich jetzt nicht machen.

00:39:37: Aber wir sind nicht geizig und versuchen... Die hochklassigsten Freelancer zu kriegen, die wir kriegen können.

00:39:44: Ja du hast mir vor ein paar Tagen mal erzählt Du bist sehr vorsichtig wenn du als Teil des Stay Forever Teams betrachtest weil das so cool ist, erhemm schreibst du immer einen Teil der SMS?

00:39:52: Das ist das beste Team in dem ich je gearbeitet

00:39:54: habe

00:39:55: Also auch das höchste Niveau auf dem ich persönlich je gearbetet habe.

00:40:00: Also dass wir uns so stark challenging, dass wir so stark versuchen alles super zu machen.

00:40:05: Die Qualitätsorientierung von damals ein bisschen modernerer Blick auf Sachen und es ist halt ein Produkt.

00:40:12: Ich habe immer nur anderer Leute Produkte geführt in dem im Verlag.

00:40:15: logischerweise hat sich ja jemand anders das Produkt ausgedacht und das gehört dir auch nicht und du bist dann angestellter Manager.

00:40:20: Ist auch gut um was zu lernen.

00:40:22: aber er ist halt nur ein angesteller Manager und dann hinterher in der Spielindustrie bis Angestellter Manager und dann hatte ich halt eine Agitur, da bist du natürlich dein eigener Herr.

00:40:32: Aber du machst ja die Produkte von anderen Leuten größer.

00:40:35: Das ist ja dein Ziel!

00:40:38: Und das heißt es sind auch nicht deine Produkte.

00:40:40: Dieser Podcast, Day Forever, ist halt das erste Mal im Leben – relativ spät im Leben mein eigenes Produkt gewesen – dass ich vollkommen kontrollieren kann.

00:40:50: Weil es ein journalistisches Produkt ist, kann ich's auch wirklich vollkommen kontrollieren.

00:40:53: Ich kann theoretisch alles alleine machen Ich brauche niemanden dazu.

00:40:59: Und oder Christian und ich können mit unseren jeweiligen Fähigkeiten zusammen alles alleine machen, mit Auslieferung und Schnitt und allem Kram und so.

00:41:06: Das ist schon ein wahnsinnig mächtiges Gefühl!

00:41:09: Und dann aus diesem Gefühle heraus alles alleine zu können?

00:41:12: Dann aber gezielt die Sachen abzugeben ohne dass man... Also die Fähigkeit verliert oder das Gefühl dafür verliert, diese Sachen zu beurteilen.

00:41:20: Wenn du ein Start-up hast und bist kein Programmierer und es ist ein digitale Start up da kannst du ja in gewisse Bereiche einfach gar nicht reinschauen.

00:41:26: Das ist halt total schwierig Ja?

00:41:28: Und dann schwer zu beürteilen was die da machen den ganzen Tag an diesem Büro von diesen ganzen Leuten die alle IQ hundertfünfzig haben.

00:41:35: Und das ist halt natürlich ein sehr starkes Gefühl der Kontrolle und kannst dann natürlich auch mit denen mit den Leuten die dafür dich arbeiten auf einem hohen Niveau reden.

00:41:45: Die versuchen, auf dem hohenNiveau zu verbessern und dich von denen verbessern zu lassen.

00:41:49: Langsam erklärt sich mir warum du nie zulässt dass ich mich als Gast bei dir einlade ist okay wie du sagen würdest.

00:41:56: Sag mal wenn du jetzt erzählst du hast einen Produkt was du komplett selbst owns Du hast.

00:41:59: diesen Qualitätsanspruch finde ich mal spannend zu verstehen weil ich merke du hast immer einen klaren Fokus beim Ding Wenn ich mal sage Warum macht ihr nicht mal dies?

00:42:07: Warum macht die nicht mal das?

00:42:08: Das machen wir nicht aus diesen Gründen.

00:42:09: eins zwei drei fünf sechs sieben Und hast eigentlich immer eine schlaue Antwort.

00:42:13: Was ist dein Vorgehen, um Entscheidungen zu treffen?

00:42:16: Wie treffst du Entscheidungen und welche Retina hast du?

00:42:18: wie gehst du vor.

00:42:19: Wir sind halt ein zweier Gremium weil wir zwei Geschäftsführer sind und das ist eine Konstellation die in der Agatur auch so.

00:42:25: da gibt es noch eine weitere Geschäftsführerin und Gründerkonstellationen wird ja jeder mal in irgendeiner Form festgestellt haben Ein, zwei, drei, vier.

00:42:36: Fünf Leute ist das Maximum von Leuten die zusammen eine Firma gründen und dann irgendwie in gleichbrechtigten Funktionen da sind.

00:42:42: Alle diese Konstellation haben unterschiedliche Vor- und Nachteile.

00:42:45: Wenn du alleine bist klar es ist ja relativ logisch kannst du alles alleine machen, kannst auch alles entscheiden und bist niemandem rechenschaftschuldig aber gibt's Hassigkeit Feedback und fährstest halt vor die Wand weil du deine Geschmacksrichtlinie hast oder so.

00:42:58: Und dreier Konstellations Neigen dazu, sich irgendwann zu streiten und einen zu marginalisieren und sonst irgendwas.

00:43:05: Und Zweierkonstellationen sind wahnsinnig langsam!

00:43:09: Weil ihr nie eine Entscheidung trist.

00:43:11: Das ist ja der Hammer mit was für Ideen ich ankomme.

00:43:14: und der Christian so ne machen wir nicht raus.

00:43:16: Quatsch, nee finde ich nicht gut.

00:43:21: Wenn es eine ernst genommene Zweierkonzentration ist reicht das einfache Veto.

00:43:25: Da musst du nicht, klar kann ich da hingehen und versuche nochmal zur Überzeugungsarbeit zu leisten oder so.

00:43:29: Oder umgekehrt ja aber in der Regel klappt es nicht.

00:43:35: Sechzig, siebzig, achtzig Prozent aller Ideen die einer von uns beiden vorbringt scheitern schon an den ersten Instanz Und werden nicht mal evaluiert, scheitert schon einfach am Gegenüber Und das ist doof.

00:43:46: Das macht dich langsam und behäbig, führt auch dazu dass manche Entscheidungen später trifft als andere.

00:43:52: Es macht aber auch die Entscheidungen die du gemeinschaftlich dann triffst.

00:43:55: Die wenigen die durchkommen sind hammer stark!

00:43:58: Und die definieren dann deine Unternehmung oder definieren deine Ausrichtung deines Projekts.

00:44:03: So weil wenn Du die dann machst Dann hat das hoffentlich Hand und Fuß und beide haben das super gut euch dacht und beide hoffen ich kommen von sehr unterschiedlichen Positionen Und Christian und ich, Karo und ich in der anderen Konstellation sind sehr unterschiedliche Menschen.

00:44:18: Kommen aus sehr unterschiedlichen Emotionalen und Temperamenttellen.

00:44:22: Ich weiß nicht, ob das ein Wort ist.

00:44:25: Haltungen – dann haben die Entscheidungen immer Power!

00:44:28: Das reicht, was anderes gibt es gar nicht.

00:44:30: Irgendwer hat eine Idee.

00:44:31: Wir haben etwas gesehen von anderswo, was wir klauen wollen.

00:44:34: Wir haben eine eigene Überlegung gemacht.

00:44:36: Wir denken ständig über die Verbesserung des Produktes nach.

00:44:38: Wir sehen was am anderen, was grundsätzlich uns nicht gefällt, wo wir halt was besser machen wollen oder wir sehen was im Anderen, das wir nacheinfallen wollen oder so.

00:44:46: Pass auf, das machen wir jetzt immer so.

00:44:47: Es hat doch gut geklappt.

00:44:48: und so, weil man das festschreiben als Richtlinie Und dass ist dann immer dieser Zweierprozess.

00:44:53: Vergleichst du dich viel?

00:44:55: Nicht im ungesunden Sinne würde ich sagen Aber ja, klar.

00:44:59: Also ich schaue immer was andere tun in meinem Bereich, versuche alles zu verstehen, warum andere Leute andere Entscheidungen treffen.

00:45:06: Versuche zu respektieren, warum die anderen Entscheidungen treffen.

00:45:10: Es ist immer eine Frage wo man herkommt und ich unterstelle allen Leuten rationales Handeln.

00:45:14: Das führt oft zu nichts Weil nicht alle Leute rational handeln.

00:45:18: Aber Mai, das ist ja erst mal nur bei mir!

00:45:21: So und dann unterstelle ich die ein rationales Handeln und dann sage ich okay sind rational weil sie nicht blöd sind auf diese Entscheidung gekommen?

00:45:27: Wir nehmen mal an dass das kein Fehler war sondern Absicht.

00:45:31: Wie sind Sie denn dahin gekommen?

00:45:32: also was hätte ich den getan um dahin zu kommen.

00:45:34: Und manchmal kann man dann überraschend irgendwas nachvollziehen wo man so denkt ach gucke an Das ist vielleicht doch ganz clever gewesen.

00:45:41: oder aus deren sich total verständlich Wenn du so eine Erkenntnis hast, wie ich verstehe warum derjenige diejenige diese Entscheidung getroffen hat.

00:45:50: Das eröffnet ja dir einen breiteren Entscheidungsraum.

00:45:54: Ja dass du halt dann besser beurteilen kannst was gut wäre für das Business und sowas wo es gegenhalten kann.

00:46:00: Und das mache ich schon ziemlich häufig und das finde ich auch ein sehr gesunden Prozess.

00:46:03: So gibt natürlich auch so ein ungesundes Vergleich nach oben vergleichen sagen.

00:46:10: Aber da bin ich darüber hinaus glaube ich nicht zu alt für.

00:46:14: Und jetzt kommt ja eigentlich eine spannende Frage.

00:46:16: Du merkst, ich dekliniere jetzt langsam so exzessive das Handwerkszeug mit dir durch Fehler-Kultur.

00:46:21: Jemand der aus einem Umfeld kommt wo es um Perfektionen ging?

00:46:25: Wo Fehler eigentlich... Das sind was man tun nicht vermeiden will.

00:46:27: Du hast vorhin gesagt du wurdest irgendwie noch Monate danach für deinen Kommafähler aufgezogen.

00:46:32: Was hast du für einen Umgang mit Fehlern für dich gefunden?

00:46:34: Ich weiß nicht.

00:46:35: Es gibt erstes erstmal gesund zu versuchen Fehlerfreie Produkte zu machen und ich finde mein subjektives Gefühl ist dass könnten Leute mehr machen.

00:46:44: Ich finde zu viele Fehler in Produkten.

00:46:46: Und ich finde auch beim Ausprobieren von Produkten anderer Leute, finde ich zu viele Fähler in so einfachen Sachen mal hier einen Tippfehler in einem User Interface ein falscher User Flow der mich in die irre führt und sowas.

00:47:00: Da denke ich immer wenig Verständnis für er.

00:47:02: so macht das doch mal testet es doch mal besser mach doch mal irgendwas So und ich finde man sollte schon irgendwie vermeiden große Fehler zu machen wo man das beherrschen kann.

00:47:14: Ich finde aber hin und wieder musste natürlich ein lieber Faith machen.

00:47:16: Und muss halt sagen, pass auf ich glaube jetzt das was wir da gemacht haben ist gut.

00:47:22: Wenn es dann nicht ankommt weil die Leute das Dorf finden und dann haben wir uns getäuscht in unserem Gefühl dafür was gut ist Und das finde ich nicht dafür möglich, kastare ich mich nicht selber.

00:47:34: Das ist ja kein Fehler!

00:47:34: Ich habe es ja versucht gut zu machen und ich hab ja keinen Quatsch gemacht auf dem Weg dahin.

00:47:39: also was mich halt ärgern würde ist wenn ich halt ein total fehlerhaftes Produkt abliefe und die Leute sagen mir dass ein fehlerhaftes Produkt ist und wir kommen gar nicht dazu da in der Diskussion sozusagen oder in der Wahrnehmung des Produktes dazu was an den Produkt gut werden könnte weil die Fehler so im Vordergrund stehen.

00:47:54: deswegen versuche ich vielleicht schon bisschen viel Fehler zu vermeiden Und bin nicht so jemand, der sagt ja geil das probieren wir jetzt aus.

00:48:01: Fünf Minuten morgen muss es fertig sein.

00:48:03: So die Haltung habe ich nicht.

00:48:05: Ich meine es bericht sich auch ein Stück weit drauf runter was wir eben mit dem Entscheidungen hatten.

00:48:09: Der Umgang mit Komplexität.

00:48:11: Was tust du denn um Komplexitäten zu reduzieren und zur Entscheidung zu kommen wenn du dir zum Beispiel mit Christian da irgendwie in einem Wettstreit bist?

00:48:19: Näh ich will das Feature ist super!

00:48:20: Ich überzeugt den jetzt... Ich muss jetzt mal von mich einmal knacken wie das funktioniert.

00:48:24: Weißt du was ich meine?

00:48:24: Wie machst du dass du das so aussortierst?

00:48:26: Wie die meisten Leute habe ich halt so eine Jagd nach Abstraktion und versuche halt in allen Fällen zu finden, ob ich das Muster erkennen kann oder das Pattern.

00:48:35: Oder was ist dann hinten?

00:48:36: Dass da einen höher hebt und versuchte immer in der Diskussion sozusagen das aktuelle Problem zu verlassen und das Metaproblem darin zu finden.

00:48:45: Und ich hab auch null Angst vor Komplexität und weiß gar, ich versuche glaube ich gar nicht, Komplexigkeit zu vermeiden.

00:48:51: Das ist glaube ich ein Fehler.

00:48:53: So ja!

00:48:54: Ich habe so ne Neigung In allem, was ich selber kontrollieren kann, wo ich nicht für andere Leute verantwortlich bin.

00:49:00: Die Komplexität so zu umarmen und zu sagen ja dann machen wir das halt so.

00:49:04: Egal... Und in der Agaturarbeit kann man Komplexkeit überhaupt nicht brauchen!

00:49:08: Da versuchen wir alles zu Streamline.

00:49:10: oder treibe auch den Prozess des Streamlines und das alles klar runterbrechen und verständlich machen.

00:49:16: Aber wenn ich selber entscheiden kann, da baue ich dann noch mal eine individuelle Lösung die ganz geil ist, die mir dann gefällt weiß ich auch nicht.

00:49:24: Machst du dir oft Sorgen eigentlich?

00:49:26: nie eigentlich.

00:49:27: Ich bin halt armer Leute Kind und habe so einen ganz leichten Verarmungswahn zu weilen, und denke schon so wie ist denn das im Alter?

00:49:33: Hast du genug Geld?

00:49:35: Ist alles gut?

00:49:36: Kannst du deinem Kind irgendwas hinterlassen?

00:49:38: Vielleicht eine Burg mit eigener Wasserversorgung und Solaranlage und so damit es in dem Klimawandel nicht untergeht?

00:49:49: aber grundsätzlich bin ich niemand der sich Sorgen

00:49:50: macht.

00:49:51: Naturell einfach oder ein bisschen auch gelernt durchs Leben.

00:49:55: Ich glaube, wie viele Leute die mal irgendeine Art von traumatischer schlechter Erfahrung hatten.

00:50:01: Wie gesagt, da gibt es ja noch viel schlimmere Sachen als meine kleine Geschichte.

00:50:04: Wie alle diese Leute habe ich eine große Fähigkeit zur Verdrängung und kann mich so in alle Sachen so reinbewegen?

00:50:12: Dann verdränge ich das halt.

00:50:13: Ist das halt weg!

00:50:15: Können meinen Brüder auch super.

00:50:16: Ich überleg das gerade ob da wirklich ein Zusammenhang zwischen Trauma-und Verdrängungsfähigkeit besteht.

00:50:21: Warum glaubst du es ist?

00:50:22: Das glaube ich ganz fest.

00:50:24: Naja, weil du halt natürlich wenn du was zu verdrängen hast irgendeine Erfahrung oder irgendwas ja die halt sozusagen wegverarbeitet werden muss.

00:50:32: Damit sie dich im täglichen Leben behindert oder im täklischen Wohlbefinden behindert dann entwickelst du doch sowas so eine Strategie dafür.

00:50:38: also gibt es ja auch ganz unterschiedliche Strategien dafür.

00:50:41: Ja Also mit Leute die in Fantasiewelten abdriften oder die sich betäuben, betrogen Oder halt so leute wie ich die sich durch Autosugistion sagen Es war nicht so schlimm ist das schon vorbei.

00:50:55: Also, wir haben ja auch Eingangsüber Glück geredet.

00:50:57: Da können wir jetzt gerne noch mal drauf zurückkommen, sukzessive.

00:51:00: Welche Rolle spielt denn Geld?

00:51:02: Wohlstand Kapital in deinem Leben vielleicht gerade mit Blick auf Glück und Sicherheitsgefühl solche Dinge?

00:51:08: Es gab mal diese Untersuchung dass so das Glück durch Geld einen abnehmenden Grenzen nutzen hat und nicht mehr ansteigt nach siebzig tausend Euro Jahres Einkommen.

00:51:17: Das hat sich glaube ich als falsche Berechnung herausgestellt.

00:51:19: Diese Studie wird so nicht mehr zitiert.

00:51:21: aber ich glaube so grundsätzlich ist da was Wahres dran.

00:51:24: Es gibt irgendwie so einen Sprung im Leben, wo du über Geld keine Gedanken mehr machen musst.

00:51:31: Wo du halt dann denkst okay?

00:51:33: Also ich finde die härteste Währung ist wenn irgendwas kaputt geht kann ich das ersetzen.

00:51:39: Das ist eine Riesenschwelle zwischen Arm und Wohlhabend.

00:51:45: Wenn die Waschmaschine kaputt geht, kannst du sie nicht ersetzen.

00:51:50: Wenn das Auto kaputtgeht, kannst du die Reparatur nicht leisten.

00:51:53: Wenn der Computer nicht runterfallen darf, weil du keinen neuen leisten kannst.

00:51:58: Das ist ein starkes Gefühl von Armut oder Grenzen im Leben, die durch Geld bestimmt sind.

00:52:03: Und wenn du diese Grenze beschritten hast und dann denkst, ja fuck das hat das Kind den zweitausend Euro Laptop runtergeworfen.

00:52:11: Ich hab den Apple-Plan nicht abgeschlossen weil ich zu geizig war aber es ist ja nur Geld!

00:52:15: Es ist ja niemandem was passiert.

00:52:17: Dann kaufen wir halt das halt neu.

00:52:20: Also ich glaube da ist eine harte Schwelle ab wo du so Sachen hinter dir lassen kannst und wo du sagen kannst okay jetzt ist eigentlich alles cool.

00:52:28: Natürlich gibt's dann Leute die brauchen noch ein Porsche So lange du im täglichen Leben kannst halt essen gehen oder irgendwas.

00:52:35: Ja, wenn du halt willst spontan eine Entscheidung treffen ist doch alles cool.

00:52:38: Hast du eigentlich in deinem Leben für den Erfolg, den du dir erarbeitet hast auch preisgezahlt?

00:52:43: Oder Preise in unterschiedlicher Form?

00:52:46: Meine Frau sagt immer ich arbeite zu viel und das ist auch das was mir Freunde zurückmelden weil gibt's schon so Wochen wo ich halt einfach nonstop arbeite also gar nicht anders.

00:52:58: Ich gehe halt morgens stehe halt auf und geh ins Büro und mache irgendwas.

00:53:02: Ich habe dann zwischendurch schon mal einen kleinen Slow und pokassiniere eine halbe Stunde rum oder gehe halt kurz irgendwie in Eis essen während der Arbeitszeit.

00:53:09: Kann ich mehr leisten selbstständig?

00:53:10: Ja, Gott!

00:53:11: Ich muss ja nicht irgendwie anwesend sein um welche Zeiten abdienen oder so.

00:53:14: Und arbeite aber auch dann manchmal bis keine Ahnung in die Tiefe die Nacht und nehme noch Podcasts auf und so.

00:53:19: Man kann sich überlegen dass das natürlich durch die Verdrängung von anderen Sachen ein Preis ist.

00:53:25: Ich könnte mehr Sport treiben und könnte noch ein anderes interessantes Hobby haben oder so... Aber Da ich ja in mehrerlei Hinsicht meinen Hobby zum Beruf gemacht habe, fällt das auch irgendwie nicht so auf.

00:53:37: Und ich finde immer, dass Zeitinvestment wird immer so gesehen wie ... Also Arbeitszeitinvestment ist immer so eine Belastung von vielen Leuten.

00:53:47: Aber was viele Gründer haben ein gegenteiliges Gefühl und das liegt meines Erachtens an der Kontrolle.

00:53:54: Je mehr du Kontrolle über einen Subjekt hast, desto weniger empfindest es als Belastungen dich mit diesem Subjekt zu

00:53:58: auseinanderzusetzen.".

00:54:00: Und wenn du immer noch die Zeit hast, mal kurz wegzugehen.

00:54:03: Weil du halt einfach das halt kannst weil dir es da gibt ja keinen Chef der sagt.

00:54:07: Notfalls also in der Agentur, wenn ich halt irgendwie gar keinen Bock mehr habe auf irgendwas dann schießt bei den Account und sagen dem Kunden soll sich eine fucking andere Agentur suchen.

00:54:15: Das haben wir halt auch schon gemacht.

00:54:17: Dann ist halt auch mal... Und am Ende ist es ja nur Geld.

00:54:19: Weißt Du so?

00:54:20: Es ist ja nicht existenzbedrohend oder sonst irgendetwas.

00:54:23: Da haben wir weniger Code ja Mai.

00:54:26: Also geht's schon!

00:54:27: Und das ist halt eine große Freiheit, die, finde ich, die Stressgefühle vermeidet.

00:54:31: Ich find, Stress ist immer dann, wenn du so gejudgedst wirst durch schlimmsten Fall einen Vorgesetzten und diese Erwartungen hinterherrennen musst ohne die komplette Kontrolle zu haben.

00:54:44: Mach das so bis sechzehn Uhr!

00:54:47: Aber darf ich das nicht so machen?

00:54:48: Das wär doch besser!

00:54:49: Nein!

00:54:49: So!

00:54:50: Und das is der Weg in den Burnout, finde ik.

00:54:53: Als Chefredakteur hab' ich mich dann so wahnsinnig an den Zahlen gemessen von der Zeitschrift an der Verkaufszahl, die dir ja auch mittelbar beeinflussen kannst.

00:55:00: Und da hatte ich so Burnout-Symptome eine Zeit lang.

00:55:02: Aber als Selbstständiger nie!

00:55:04: Aber bist du nie ausgeschieden?

00:55:05: Bist du nicht

00:55:05: ausgenockt?!

00:55:06: Also ich hab' nie ins Sabbatical nehmen wollen oder sonst irgendwas und ich bin noch nicht der Typ, der sich im Urlaub viel dazu gewinnt.

00:55:14: So... Ich arbeite schon einfach

00:55:16: gern.

00:55:16: Was waren denn deine Symptome von denen du gerade gesprochen hast?

00:55:18: Also klassische Stresssymptome, also will ich sagen Ängste aber immer so ein Gefühl, immer so einen starkes Gedankenrasen um dieses Thema herum nicht gut abspannen können, immer noch Gedanken haben an das und so.

00:55:30: Und leichtes körperliches Unwohlsein und so war in einer bestimmten Phase der Chefredaktion.

00:55:35: Steh!

00:55:36: Und sag mal was ja vielleicht nach hinten raus.

00:55:38: auch nochmal spannend ist jemand wie du, der sich gerne streitet oder gut streiten kann zumindest?

00:55:42: Was ist denn jetzt mit fifty-fünfzig so dein Umgang um mit Konfliktsituationen umzugehen?

00:55:47: Wie machst Du das heute?

00:55:48: Ich versuche, Konflikte stark zu ritualisieren und das nicht mehr zu machen.

00:55:52: Weil ich ja weiß... ...ich habe eine fiese Art wenn ich halt wütend werde und so.

00:55:56: Und ich versuche nicht mehr wütenden zu werden im beruflichen Umgang und in der Familie, wenn das irgendwie geht.

00:56:01: Das ist halt ne Frage von Disziplinen!

00:56:04: Ich hab noch mein Twitter-Account gelöscht weil es mal irgendwann auch mal gereicht hat dass ich mich mit irgendwelchen anonymen Nazis darum streite.

00:56:11: Das hast du mir mal erzählt, dass du es gerne machst, dass dich gerne im Internet streitet?

00:56:13: Warum?!

00:56:14: Ich hab immer gedacht, einer muss das ja machen.

00:56:16: Das ist halt immer der Klassische ... Dann ist ein anonymer Nazi-Account oder so, der irgendwas Dummes sagt und vielleicht aber in einer Stelle, wo es Leute lesen können zum Beispiel auf der Wall eines CDU-Politikers?

00:56:29: Und dann denk ich immer hier ist doch ein Publikum, dass wirklicherweise nicht ganz verloren ist.

00:56:33: Der Typ da, der erst rüber mit dem mich streite, das ist ja Unsinn!

00:56:37: Aber ich will nicht, dass das unbeantwortlich stehen bleibt.

00:56:39: Und für jeden, der da mitmacht, lesen halt fünfzig mit.

00:56:43: Und ich denke dann, lass mal die Gegenseite von dieser Position rational und clever aussehen.

00:56:49: Lass uns das mal so machen, gell?

00:56:51: Dann bin ich immer sehr höflich und sieze die Leute und sage da jetzt Beleid.

00:56:56: Ich glaube es ist auf dem Holzfahrt weil hier ... Das geht mir nicht darum.

00:57:00: der irgendwas versteht, der macht so einen ... Der will ja gar nicht.

00:57:03: Aber lesen halt Leute mit!

00:57:05: So und ich glaube, das hat seinen Sinn zumindest.

00:57:08: Ich habe so eine Werdegang im Internet streiten der, glaub' ich anders ist als von vielen anderen Leuten.

00:57:12: Ich hab halt in deinundneunzig schon einen Mailbox-Account gehabt und mich im Mausnet mit Amerikanern gestritten und so... Und ich habe ne lange, lange, lange Routine darin, mich im Internet zu streiten Als es noch cool war im Fido-Netz damals, ja nicht so wie ihr.

00:57:32: Und habe dann als Redakteur bei der GameStar und Chefredakteure bei dieser Zeitschrift da eine riesige Community gehabt im Forum die halt auch kritisch gegenübergetreten ist den Redakteuren und so.

00:57:43: Und hab da, wie ich fand, so ne Streitkultur entwickelt.

00:57:46: So ein Höflichsein, aber so einen Ausdiskutieren von allem... Ich hab mit denen allen, die uns kritisiert haben im Forum das Ausdiskt diskutierte wenn's mich zwei Stunden gekostet hat Weil ich halt dachte, das bleibt dann da stehen.

00:57:58: Und nächstes Mal wenn so ein Idiot was sagt, haben das tausend Leute gelesen oder fünfhundert Leute geliesen und sagen schon die Sachen, da muss ich nicht mehr sagen!

00:58:06: Das hat sich grundsätzlich als erfolgsversprechende oder vernünftige Methode rausgestellt.

00:58:10: Was sind denn deine Derailer?

00:58:11: Was bringt dich auf die

00:58:12: Palme?!

00:58:13: Ach, ich weiß es nicht... Ich erkläre nicht Sachen gern mehrfach.

00:58:15: So drei-viermal.

00:58:16: Ich finde, ich habe dann Sachen auch irgendwann mal relativ sauber und klar erklärt und bemühe mich dass alle Leute das verstehen.

00:58:24: und wenn's da nicht gemacht wird Dann denke ich so, dafür ist es nicht da.

00:58:28: Wir sind hier im Kindergarten und machen das professionell.

00:58:31: Jetzt müssen wir uns alle dranhalten.

00:58:34: Und die Regeln sind dann nicht dafür da, dass sie gebrochen werden.

00:58:38: Die Regeln ums Leben einfacher zu machen, damit wir weniger Fehler machen.

00:58:42: Wir machen ganz viel Regeln, um Fehler zu vermeiden.

00:58:45: Dass wir bestimmte Sachen auf eine bestimmte formelle Art formulieren, damit das immer gleich ist und dass weniger Fehler entstehen, ein Beispiel zu sagen.

00:58:52: Da erwarte ich dann auch, dass da kein Quatsch gemacht wird.

00:58:54: Was soll das?

00:58:55: Ja ...

00:58:59: was mit dir zum Abschluss noch mal spannend finde, weil du ja gerade erzählt hast, dass du gerne mal eine halbe Stunde prokostinierst und auch mal ein Eis essen gehen kannst, aber sonst noch hart arbeitest.

00:59:06: Wie sieht denn eigentlich so'n typischer Tag von dir aus?

00:59:08: Also wenn du ihn mal von morgens mit allen Mahlzeiten bis abends durch die Klinik ist!

00:59:12: What?!

00:59:13: Wie sieht's so'nen Tag von Gunnar aus?

00:59:14: Ich steh

00:59:15: gegen sieben auf.

00:59:16: Und ich frühstücke nicht, hab ich den ersten Call um neununddreißig, das Stand-up in der Agentur.

00:59:26: Eine Familie

00:59:26: oder so?

00:59:26: Dass die Kinder zur Schule.

00:59:27: was machst du nicht?

00:59:28: Achso!

00:59:28: Ich mach meine Tochter Frühstück.

00:59:30: Tschuldigung, meine Tocher ist jetzt gerade nicht da deswegen ist das ein bisschen rausgefallen.

00:59:33: wir frühstücken halt logischerweise nicht gemeinsam weil ich ja nicht frühstücke und meine Frau steht manchmal unterschiedlicher auf, manchmal früher, manchmal später... Was machen

00:59:39: sie eigentlich?

00:59:39: Die

00:59:39: ist Psychotherapeutin und hat eine eigene Praxis und so macht ihr eigenes Ding so.

00:59:44: Und dann mache ich meiner Tochter frühstück oder zumindest das Frühstuck dass sie mit in die Schule nimmt und dann verschwindet sie so sieben Uhr zehn oder so und dann gehe ich ins Büro in der Regel.

00:59:54: Wenn meine Freunde nicht Zeit haben gehen wir spazieren oder irgendwas und gucken noch ein bisschen Bewegung drin, in den Tag zu kriegen.

00:59:59: aber eigentlich geht es ab da ins Bürow und dann schreibe ich Geburtsaskarten für eine halbe Stunde oder so weil eine Reihe von Hörern des Podcasts haben als Teil ihres Abos eine höhere Abo-Stufe, dann kriegen Sie ne Geburterskarte Und ich schrei be dafür im Monat um die hundert Geburtstagskarten mit so einem Paket und kleines Päckchen.

01:00:24: Und das schreibe ich von Hand.

01:00:25: dann so, damit fängt mein Tag.

01:00:29: Machst du es gerne oder nervt dich das?

01:00:30: Nee, das nervt kolossal!

01:00:34: Aber ist er das halt so nett, oder?

01:00:36: Also es ist halt so real, es ist so direkt... Ich schau dir nicht nach dem fertigen Text runter, ich schreiber was mir gerade einfällt.

01:00:44: Und wenn mir an denen was Lustiges auffällt oder ich eine Verbindung habe zu dem Ort, in dem sie wohnen, dann schreibe ich auch noch etwas Individuelles da rein.

01:00:51: Das mache ich immer so... das sind dann halt fünf Päckchen am Morgen und manchmal mache ich es nicht und dann mach ich den nächsten Tag zehn oder so.

01:00:58: Dann haben wir ein kleines E-Commerce Business rund um den Podcast rum und dann packe ich noch ein paar Pakete und so.

01:01:03: Da hab' ich so ganz kleines Ding sowas für mich zu machen.

01:01:08: Dann fange ich an, mich auf den Calls vorzubereiten und dann machen wir halt den Call.

01:01:11: Das dauert immer mindestens eine Stunde weil der Call hat so ne One-on-one Komponente.

01:01:14: also so wie reden auch bei Privatis ein bisschen über den Tag und so und über das was passiert aber auch über die unmittelbaren Aufgaben.

01:01:23: Und das führt dann in Agenturarbeit für ne Stunde, Pressemitteilung Sachen gegenlesen sonst irgendwas so.

01:01:29: und dann gehe ich relativ zeitig essen weil ich ja um elf schon hungrig bin weil ich eigentlich gefrühstückt habe koche jeder jede Mahlzeit selber.

01:01:39: Meine Frau und ich schaffen es meist nicht, exakt gleichzeitig zu essen und kochen uns jeweils selber was oder wir mögen das nicht, was der andere macht und kochern uns deswegen selber etwas.

01:01:48: aber manchmal schaffen wir's halt dann doch eben schnell zusammen zu essen.

01:01:52: Ich bin ja nun auch noch anstrengend mit veganen und so und muss mir dann halt am besten jetzt selber was machen damit es halt auch funktioniert.

01:02:01: Und dann nachher für einen Spaziergang oder komme halt ein wieder und mache dann den ganzen restlichen Tag Eine Mischung aus Agenturarbeit und Podcastzeug.

01:02:11: So eine ganz ungesunde Mischungen, so mit allen gleichzeitig und ohne das gut abgezirkelt zu haben.

01:02:17: Geordnet durch Calls, wir haben halt Tourfixes und Retros und Calls mit Kunden logischerweise.

01:02:23: Aber ich mache dann auch zwischendurch leere Sachen an für den Podcast, mache Recherche, Vorbereitungsgeschichten.

01:02:29: So ne MischUNG aus Stillarbeit und aktiver Arbeit.

01:02:32: Das führt in den Abend immer um achtzehn Uhr gegessen in der Familie und dann gucken wir da nix, danach noch irgendwas.

01:02:39: Irgendeine Serie oder eine Show... Und dann gehe ich wieder ins Büro und arbeite weiter mit ihm.

01:02:43: Dann aber fast nur nach Podcasts.

01:02:45: Okay!

01:02:46: Ich mache mal so ein Bogen.

01:02:47: Ich frage die Leute anwagend was ist für sie Erfolg?

01:02:49: Was ist für Sie Glück?

01:02:50: Und irgendwie kommt ganz oft immer raus.

01:02:51: Glück sind kleine Momente mit der Familie wie bei dir auch.

01:02:54: Und dann, am Ende hört man sich den Tag der Leute an und hat das Gefühl die Familie kommt ja aber gar nicht so vor.

01:02:59: Also du könntest jetzt

01:02:59: z.B.,

01:03:00: nachdem deine Tochter irgendwie mit dir die Serie durch ist, kannst du da mit deiner Frau noch mal einen Wein trinken oder entspannen?

01:03:06: Weißt du was ich meine?

01:03:08: Ist dir das genug beziehungsweise... Ja,

01:03:10: aber solche Sachen finden in den Zwischenräumen statt ohne dass ich die jetzt so formell erwähnt habe.

01:03:17: Ich hab ja das Glück, dass ich ein Büro habe mit meiner Frau gemeinsam also mein Büro für den Podcast.

01:03:23: Die Praxis meiner Frau sind im selben Haus und wir begegnen uns sozusagen in der gemeinsamen Küche.

01:03:29: Das heißt, wir trinken halt öfter mal über den Tag verteilt so ein Kaffee, wenn gerade ein Patient bei ihr fertig ist und ich grad keinen Call habe, dann kommt sie halt rüber und sagt was ich grade erlebt habe oder ich sag pass doch grad im Call Gast!

01:03:41: Und dann tauschen wir uns da aus.

01:03:43: also wir haben relativ viele kleine Connection Momente im Laufe des Tages und meine Tochter ist ziemlich... Also wir haben eine ziemlich enges Feld mit der Tochter und die erzählt es auch den ganzen Tag was sie erlebt hat und in der Regel während des Abendessens oder dann in dieser Zeit danach so.

01:03:57: Ich versuche aber nun speziell meiner Tochter auch echt Raum zu geben, die ist halt ein Teenager und finde ich soll halt ihr Ding machen so, ich will da nicht die ganze Zeit drauf rum

01:04:06: sitzen.".

01:04:06: Wie viele Ratschläge ich schon von dir bekomme ab, die ursprünglich von deiner Tochter stammt?

01:04:12: Ja meine Tochter ist einigermaßen clever.

01:04:15: Einigermaß!

01:04:17: Freut sich wenn du es jetzt hörst.

01:04:19: Also lieber Gunnar, ich würde sagen du bist auch einigermaßen clever und hat mir viel Spaß gemacht heute noch mal wesentlich tiefer in deine Welt einzutochen.

01:04:26: Ich weiß gar nicht wann ich das letzte Mal einen Podcast aufgenommen habe der jetzt hier Recording Time siebenundsiebzig Minuten ist aber keine davon verschwindet wie ich finde Und dafür ganz herzlichen Dank und ich freue mich wenn wir uns vielleicht mal demnächst wiederhören.

01:04:37: zu einem anderen Thema.

01:04:38: Ja vielen dank und bis zum nächsten mal Danke fürs Zuhören beim digital kompakt podcast.

01:04:46: Du merkst, hier ziehst du massig Wissen für dich und dein Unternehmen heraus.

01:04:51: Wenn du mit uns noch erfolgreicher werden möchtest, abonniere uns auf den gängigen Podcast-Plattformen Und hey!

01:04:56: Je größer wir werden desto mehr Menschen können wir helfen.

01:05:01: Also erzähl doch auch deinen Kolleginnen und Kollegen von uns Bis zum nächsten Mal.

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