12 Tipps, wie man als Chef*In Innovationen verkackt | #Transformation 🖥
Shownotes
EXPERTENGESPRÄCH | Digital-Expertin Katja Nettesheim und Joel Kaczmarek zeigen in dieser Ausgabe zwölf Möglichkeiten auf, mit welchen man als ChefIn die Veränderungsprozesse und Innovationen innerhalb eines Unternehmens nicht nur blockieren, sondern auch richtig verkacken kann. Du erfährst... …was du tun musst, um in deinem Unternehmen Innovationen zu ersticken …warum du Recht hast, dass jede Veränderung schlecht ist …weshalb kompetente Mitarbeiter überflüssig sind …warum Produkte immer perfekt sein müssen ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Medien: Denn Modelle, die in der Vergangenheit viel Geld in die Kassen der großen Medien und Verlage gespült haben, tun heute mitunter gähnende Leere auf. Was also tun? Dazu haben wir regelmäßig mit Medienexpertin Katja Nettesheim gesprochen, um die Geschäftsmodelle der Verlagswelt in der digitalen Zukunft sowie die Herausforderungen auf dem Weg dorthin zu verstehen. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Katja Nettesheim, Geschäftsführerin Culcha 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellungsrunde und Einführung ins Thema (00:04:05) Verlasse dich voll und ganz auf dein Know-How (00:07:57) Bleib dir treu – tu die Dinge, wie du sie immer getan hast (00:08:39) Struktur ist für Ideen komplett überflüssig (00:10:39) Nur unter Druck entstehen Diamanten (00:12:11) Kompetente Mitarbeiter sind komplett überflüssig (00:13:05) Binde alle Würden- und Amtsträger der Firma ein (00:14:07) Achte auf homogene Teams, Fremde und Frauen stören nur (00:15:40) Als Genie spürst du, was die Kunden wollen (00:16:25) Jungen Mitarbeitern mit Ideen darf man es nicht zu leicht machen (00:17:53) Ein Produkt muss immer zu 100 Prozent perfekt sein (00:21:10) Was keine Million im ersten Jahr bringt, lohnt sich nicht (00:23:26) Stelle die Fehlerverantwortlichen an den Pranger __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns 👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Medien-Digital von Digitalkompakt.
00:00:12: Mein Name ist Joel Katschmarek, wir sind heute wieder in Mediala im Mission unterwegs.
00:00:16: natürlich nicht nur ich sondern auch die fabulöse Katja nette Seymalo Katja.
00:00:18: Hallo
00:00:19: Joel!
00:00:19: Fabulös hatte
00:00:20: ich schon mal.
00:00:20: Ich müsste mir eigentlich jede folgende neue Umarsch an dich ausdenken.
00:00:24: Ja herzlichen Dank!
00:00:25: Wir sind heute aber echt eloquent unterwegs mit fabulösem Umarschen.
00:00:28: Mal gucken ob wir das noch toppen können im Verlauf des Podcasts.
00:00:31: Ja ich würde gerade sagen der Titel unserer Folge heute ist eher ein bisschen...
00:00:37: Ja,
00:00:37: also wir reden heute nämlich über zwölf Tipps wie man als Chef seine Innovation und vielleicht auch Digitalisierung da kann man sie auch übertragen.
00:00:45: Garantieus verkacken kann!
00:00:47: Also was muss ich tun?
00:00:48: So ein bisschen im watzlawischen Sinne damit mir Digitalisierung und Innovation nicht gelingen Und ein bisschen Background dazu.
00:00:54: Ich habe dieses Heft-Touri II-Edition vor mir und in der vierten Ausgabe lacht mir Katja Nettisheim entgegen mit diesem Artikel, das ist ein Magazin was ich den Leuten sehr ans Herz legen kann weil es ist mit viel Liebe gemacht, es ist irgendwie sehr schön anzusehen Es hat eine Mischung aus Print und Buchcharakter also wirklich tiefgehend und schöne Aufbereite sehr wertig.
00:01:11: Man kennt Touri II vielleicht.
00:01:12: Also Peter Thury ist ja so Medienmacher der mit TouriII eigentlich so einen Branchendienst gestartet hat für Journalisten, Medienmachers Sehr viele News Geschichten auch ganz spannend eigentlich in Zeiten, wo man wenig Zeit hat.
00:01:26: Und das ist mal eine ganz spannende Weiterentwicklung eigentlich.
00:01:28: Sagt du mal was dazu?
00:01:29: Du werkelst ja daran mit quasi.
00:01:31: Ich bin Zaun-Gästein aber ich freue mich natürlich weil der Peter Turi vor zehn Jahren oder so angefangen hat diesen Newsletter zu machen und zwar als rein digitale Medienmarke indem er halt morgens ganz früher aufgestanden ist und sich angeschaut hat was in der Medienbranche passiert ist.
00:01:48: Und das war auch nicht groß gelayoutet und es ist bis heute nur begrenzt gelay outed.
00:01:56: Da hat er dann irgendwie ganz kurz angerissen, was passiert?
00:01:59: Link auf den Artikel also reines Aggregationsmodell und hat das wirklich selber aus der Taufe gehoben.
00:02:05: Ist also wirklich ein Medienunternehmer erster Stunde aber von Anfang an digital gewesen und geht jetzt von digital auf Print Und damit quasi zurück zu seinen Wuts, weil wenn ich das richtig in Erinnerung habe war er ursprünglich Printjournalist.
00:02:22: und macht aber jetzt nicht einfach so ein Branchenheft, sondern macht diese Editionen die wirklich richtig fett sind.
00:02:29: Also ich meine was hat die jetzt um
00:02:30: die
00:02:31: hundertachtigseiten eher so eine Art Coffee-Tablebook ist zu größeren Themen wie zum Beispiel Print als solches hat er mal gemacht, Zeitschriften, Werbung genau, es gab ne Heftüberwerbung Jetzt das Heft über Innovation und ich glaube ihr wird diese Themen noch weiterspinnen um die übergreifenden Trends in der Medienlandschaft, die aber auch die Gesellschaft berühren aufzugreifen und zu diskutieren.
00:02:57: Und das immer mit einem Augenzwinkern.
00:03:01: Deswegen macht es auch so Spaß da mitzumachen.
00:03:04: Diese Doppelseite, die wir gemacht haben, zwölf krasse Tipps wie du als Chef Innovation garantiert verkackst ist natürlich mit einem massiven Augenzwinkern weil wir an dieser Stelle dann auch diesen Buzzfeed-Siegel mal zitiert haben und das mit meinem Bild kontrastiert haben.
00:03:19: Und ich stehe ja normalerweise nicht für solche kurzen, krass formulierten Aussagen.
00:03:25: Von daher war da auf mehreren Ebenen ein kleines Augenzwinkern dabei.
00:03:29: Als wir das geschrieben haben, dann ging es auch ein paar mal hin und her... ...und der Peter Turi schrieb immer, nicht krass genug!
00:03:34: Verkrassen?
00:03:35: So, und dann haben wir das ordentlich verkrassst und so ist jetzt voll krass.
00:03:41: Verkrassst?!
00:03:42: Okay, das merke ich mir mal als Wort.
00:03:45: Gut, also sprich dir einerseits für dich und deine Kompetenz wenn du in so ein hochwertiges Stück Medienarbeit mit aufgenommen wirst.
00:03:51: Und lieber Peter ich sehe schon wir machen einmal eine Ausgabe wo wir dich einladen in unseren Medien Podcast um mit uns mal über Print Coffee Table Books und die Zukunft des Journalismus zu sprechen.
00:04:00: So aber zurück zum Thema zwölf krasse Tipps wie Du als Chef Innovation garantiert verkackst.
00:04:05: Ich zitiere immer mit Tipp eins Verlass dich voll und ganz auf deinen Know-how und deiner reiche Lebenserfahrung.
00:04:11: Allein die Tatsache dass du Chef bist zeigt wer hier den Durchblick hat.
00:04:15: Ja, also ich habe ja tief in meinem Gedächtnis gewühlt und natürlich nicht aktuelle Kunden sondern allgemeine Lebenserfahrungen bemüht.
00:04:22: Und da ist Nummer eins so ein Tipp der einem relativ schnell ins Gedächnis kommt weil es ist dann doch häufig so dass das eigentlich nur einen gibt der wirklich Planat im Unternehmen.
00:04:33: Das ist natürlich der Chef weil sonst wäre er ja nicht Chef.
00:04:37: Alles andere ist Spinnerei.
00:04:40: Das ist so neumodischer Kram, weil es ist so Design-Thinking.
00:04:43: So Kundenorientierung!
00:04:45: Ja wenn ich da mit so Kundenorientierungsideen ankomme dann sagen mir solche Chefs dann immer... Freunde das haben sie ja gar keine Ahnung.
00:04:53: Steve Jobs hat doch auch gesagt Wenn man die Kunden gefragt hätte ob sie den iPad wollen dann wollte auch niemand den iPad.
00:04:58: und das ist der Grund dafür weswegen Tipp Nummer eins total valide ist weil er Chefs einzige der den Durchblick hat.
00:05:05: Ich erinnere mich wir haben einmal ein Interview geführt bei Gründerszene mit dem Gründer von Airbnb Und es war so die Zeit, als gerade Wimdu gestartet ist und Airbnb hob irgendwie in Berlin ab oder in Deutschland
00:05:15: ab.
00:05:16: Nein, Fletsch auch noch dabei zur neuen Zeit?
00:05:18: Hast du da einen Steak?
00:05:20: Nee, nee, nee ich weiß
00:05:21: es nicht.
00:05:22: Und da hat irgendjemand unter diesen Gönnerschen Artikel kommentiert solche drei Designflöten wird Oliver Sammer an der Fall brauchen!
00:05:31: Ich könnte mir vorstellen, dass ein Chef so einen alteingesessenen Medienbranche der vielleicht auf seinem Schlösschen sitzt.
00:05:36: Auch die Meinung hat so Designflöten... Die machen es einem schwer!
00:05:40: Weil ich finde was in deiner Aussage eher mit schwingt.
00:05:42: Verlass dich vor allem ganz auf dein Know-how.
00:05:43: der erste Satzteil ist ja auch ein bisschen dieses Argument Wir haben das immer schon so gemacht bzw.
00:05:49: wir haben das schon mal ausprobiert und es hat nicht funktioniert.
00:05:51: Ich glaube es zu einer Deine Lieblinge ne?
00:05:53: Ja, ist einer meiner Lieblinge.
00:05:55: Ich will jetzt nicht alles bei Nummer eins schon vorwegnehmen.
00:05:57: Das kommt vielleicht auch noch irgendwo aber was du sagst steckt dahinter und ich kann das von der menschlichen Warte natürlich auch total verstehen weil die Berufserfahrung ist ja der Reichtum den man über lange Jahre und teilweise auch mit erheblichen Schmerzen angesammelt hat Und da würde es mir auch relativ schwer fallen dessen Wert plötzlich in Frage zu stellen.
00:06:19: Was würdest du sagen, wenn Ihnen jemand jetzt hier nicht so fast verkackend unterwegs sein wird?
00:06:23: Wie sollte er diese Lektion sozusagen ignorieren und was kann man tun, wenn man sich ein bisschen für Innovation interessiert.
00:06:29: Sollte man auf die Jugend setzen?
00:06:31: Das ist natürlich das, was häufig passiert, dass man auf der Jugend setzt und sich das dann anhört wie es die Jugend macht.
00:06:35: oder machen wir teilweise auch ja, dass wir dann Chefs... konfrontieren mit der Mediennutzung von jungen Konsumenten.
00:06:42: Das ist aber nur der halbe Weg, weil man findet dann doch schon sehr häufig irgendwelche Gründe warum das für einen selber bzw fürs eigene Medienangebot nicht gilt.
00:06:52: was sollte man tun?
00:06:53: Man sollte es versuchen und ich weiß dass es schwer die Dinge tatsächlich
00:06:59: mal
00:06:59: ganz neu zu denken und zwar vom Ziel her.
00:07:04: welchen Zweck will der User mit diesem Angebot erfüllen.
00:07:10: Klassisches Design Thinking und nur mal denken, was braucht er dafür?
00:07:18: Man kann das ja von hinten nach vorne denken und zwar ganz bloß gelöst von dem, was man als Medienhaus hat.
00:07:23: Das ist nicht leicht!
00:07:25: Dann gibt es hier dieses Bild von den Gedankenautobahnen die sich in Zirn fräsen, was Geralt Tüter so schön geprägt hat.
00:07:30: Also biologisch wird es nicht einfacher aber das ist keine Entschuldigung dafür, es nicht zumindest einmal zu versuchen das komplett losgelöst zu denken von dem, was man bisher gelernt hat.
00:07:42: Wie müsste ein Medienangebot für eine bestimmte Zielgruppe heutzutage aussehen um deren Ziel optimal zu erfüllen?
00:07:53: Ganz egal davon, was es schon hat und wie man's bisher gemacht
00:07:56: hat.
00:07:57: Also Tipp zwei haben wir damit eigentlich schon bisschen aufgegriffen der lautet bleibt getreu tut die Dinge wie du sie immer getan hast.
00:08:03: Du hast ja taktäglich mit Verlegern zu tun.
00:08:05: Ist das was, was man häufig antrifft nach wie vor?
00:08:08: Ja.
00:08:09: Bei manchen mehr bei manchen weniger.
00:08:11: aber auch da gilt halt dass was ich gerade eben gesagt habe in diesen unglaublich dynamischen Zeiten ist die Lebens- und Berufserfahrung halt auch ein Orientierungsstiften des Element nicht nur für den Medienmanager sondern in gewissem Maße auch für die Mitarbeiter.
00:08:29: Aber das ist halt leider zu kurz gesprungen, weil es zwar kurzfristig Orientierung bietet aber langfristig die Zukunftsfähigkeit infrage stellen
00:08:37: kann.
00:08:39: Punkt Nummer drei Struktur ist für Ideen komplett überflüssig.
00:08:43: Inspiration kommt von selbst.
00:08:44: schließlich bist du ein zweiter Steve Jobs.
00:08:46: Ja so ist das!
00:08:48: Manchmal wenn ich so ankomme mit meinen... Frameworks und Prozessen und so, also nicht umsonst steht ja bei mir auf dem Facebook Profil Trust the Process.
00:08:56: Ja?
00:08:56: Dann sagen wir Leute auch vorne, dass sie haben, nee ich brauche doch keine Anleitung zum Ideen entwickeln weil das kommt halt oder es kommt nicht und wenn's nicht von selber kommt ist auch keine gute Idee.
00:09:07: Weil schließlich bin ich in zweiter Chief Jobs eigentlich nicht so.
00:09:10: aber das kommt manchmal und da bin ich halt komplett anderer Meinung, weil das zum einen ganz viele Leute ausschließt vom Ideengenerierungsprozess, nämlich die, die von sich nicht sagen würden, dass sie spontane Eingebungen und sensationelle Ideen haben.
00:09:31: Und wenn man diese Leute ausschließt dann verzichtet man auch auf deren Potenzial- und Perspektive.
00:09:37: Zum Zweiten ist es manchmal auch ein Argument um diese neuen Zugänge wie eben Design Thinking Prozesse zum Beispiel sich vom Hals zu schaffen oder eine Schutzbehauptung Und deswegen ist es alles eigentlich kein Argument, was einem in der Sache
00:09:53: weiterbringt.
00:09:54: Was sind so Strukturelemente?
00:09:56: Wenn man doch ein bisschen eine Innovation hängt die du dann gerne baust also wie sehen so eine Prozesse aus, die du da anschleppst und so eine Frameworks?
00:10:04: Also Prozessel, da halte ich mich in der Grundstruktur relativ nah an einen klassischen Design-Thinkingprozess wobei ich schon eher dazu tendiere das ein bisschen abzukürzen.
00:10:15: Das liegt an meiner eigenen Ungeduld und häufig auch am begrenzten Zeitbudget der Kunden, sodass man da eben nicht die zwanzigste Schleife macht sondern vielleicht nur fünf.
00:10:25: Und das ist halt in dieser klassischen Prozess ja Problem definieren beobachten sich in die Nutzerperspektive rein zu versetzen Lösungsmöglichkeiten zu Brainstormen sie zu prototypisieren zu testen zu verfeinern auszusieben etc.
00:10:39: Tipp Nummer vier, wie man seine Innovationen kacken kann.
00:10:42: Lasst die und den Mitarbeitern nicht zu viel Zeit.
00:10:44: nur unter Druck entstehen Diamanten.
00:10:45: Den Ernst auf den letzten Drücker spulen die Ideen.
00:10:48: Also Zeit ist eigentlich voll doof und soll das ganz schnell machen.
00:10:51: Manchmal hilft das auch in dem Buch was du mir erfröhlen hast übrigens The Art of Innovation von Tom oder David?
00:10:59: Tom Kelly, genau.
00:11:01: Da wird auch darauf hingewiesen wie das Mitlaufen einer Stoppuhr durchaus dazu führt dass man mehr Ideen hat.
00:11:07: Das ist aber an der anderen Phase.
00:11:10: was halt nichts bringt ist
00:11:11: Punkt
00:11:14: sich so lang hinzusetzen oder so lange einfach drauf zu warten, dass die Inspiration von selbst kommt bis man halt die Deadline in greifbarer Nähe hat und dann nur noch eine halbe Stunde hat.
00:11:23: Und dann unter dem Druck halt einfach die erste Idee nimmt sie dann kommt weil das ist nämlich das was in der Kombination zwischen drei und vier eigentlich passiert.
00:11:31: In Design Thinking ist es ja so da macht man schon auch ein zeitliches Limit damit man möglichst viele Ideen generiert mit halt auch manche die ein bisschen ...over the top sind, damit man halt auch verrückte Ideen hat auf die man dann aufbauen kann.
00:11:44: Das ist aber jetzt in einer anderen Phase des Prozesses das halt irgendwo in der Mitte und dann hat danach eben noch genügend Zeit die zu validieren, die zu verfeinern, zu iterieren
00:11:53: etc.,
00:11:53: sodass das was dann bis zur Deadline da ist auch wirklich
00:11:56: gut ist.
00:11:57: Aber man merkt schon es ist ein bisschen eine Gratwanderung der Faktorzeit wie man Innovation entwickelt ne?
00:12:02: Zu vieles schädlich, zu wenig auch.
00:12:04: also so ein bisschen ein Mittelweg.
00:12:06: Stimmt!
00:12:07: Wir sind auch jeden so verkackt und wollen keine Innovation machen.
00:12:09: Richtig,
00:12:09: richtig!
00:12:10: Heute haben wir ja Kaktag.
00:12:12: Dann können wir weiterverkrassen.
00:12:14: Kompetente Mitdenker vor allem von außen sind komplett überflüssig?
00:12:17: Ja absolut.
00:12:17: Wie sollte man den Außen halten weil Innovation ist Chefsache?
00:12:20: Richtig das hängt auch eng zusammen mit
00:12:22: Nummer eins.
00:12:23: Das ist die Folgen ganz auf deinem Urlaub.
00:12:24: Richt ich,
00:12:25: weil er nur eine Chefsachwahl hat.
00:12:27: Ja, das ist echt blöd wenn man andere Leute von außendazuholt die könnten ja wirklich auf Ideen kommen die man selber noch nicht hatte und aus mehr oder minder guten Gründen abgesägt hat.
00:12:43: Ja, weil ich meine es gibt ja so ein Zett von Ideen.
00:12:46: also man hatte hundert Ideen, neun Neunzig hat man abgesägt, aus vermeintlich
00:12:49: guten Grunden.
00:12:50: eine hat man dann gemacht.
00:12:51: So und dann geht man davon aus, man hatte halt alles gehabt an Ideen und da kommt jemand von außen und hat scheiße Ideen.
00:12:57: Nummer hundert Eins bis Hundertzwanzig!
00:12:59: Und dann muss man sich echt fragen stellen
00:13:01: und das ist immer blöd.
00:13:03: Igit Igit, das lassen wir mal sein.
00:13:06: Nummer sechs, binde unbedingt alle Würden- und Amtsträger der Firma in das Projekt ein.
00:13:10: Die haben die Firma ja zu dem gemacht was sie jetzt ist.
00:13:13: also wenn man richtig verkacken will da muss man eigentlich alle Ressourcen schönbinden uns möglichst kompliziert machen lerne ich daraus.
00:13:17: Ja wir haben hier tatsächlich so'n bisschen ne logische Wende in dem was wir besprechen weil wenn du es so machst dann verkackst du's garantiert.
00:13:28: Wenn man nämlich alle mit einbezieht die für dass wie es jetzt ist verantwortlich sind werden die natürlich in Deuble tun, jetzt irgendwie anders zu machen.
00:13:39: Damit würden sie in gewissem Maße – wenn Sie es nicht besonders gut formulieren und auch moderieren – Ihr bisheriges wirkenden Frage stellen.
00:13:48: Deswegen wird das nicht passieren!
00:13:49: Ja, plus jeder will das wahrscheinlich sich auf die Fahne schreiben.
00:13:51: Also es ist auch ein guter Weg wenn man da alle Würdenträger rein nimmt also Amts- und Würdentreger.
00:13:55: Das klingt ja eher wie Papst oder Politiker.
00:13:58: Da hat man ich sozusagen, da lade ich mir dann auch schön fleißig Politik in meinen Prozessen mit reinlehnen.
00:14:02: Ah
00:14:02: sowieso!
00:14:03: Super Politik ist immer super um Sachen zu verkacken.
00:14:06: Das finde ich klasse.
00:14:07: So Punkt Nummer sieben solltest du noch andere hinzuziehen.
00:14:10: achte auf eine homogene Zusammensetzung.
00:14:11: fremde und Frauen stören nur Guck mal, du bist aus zwei Gründen schon draußen.
00:14:15: Du bist extern und du bist ne Frau.
00:14:16: Was willst du da eigentlich?
00:14:17: Ich frage dich das fragen die mich auch manchmal.
00:14:20: Also manchmal habe ich das Gefühl sie fragen sich das implizit aber das ist mir ja wissen gewissen Maße egal weil das gehört zu meinem Beruf dass mein Berufsrisiko und das Schöne ist ich kann das streuen also ich kann ablehnen und durchaus streuen und dann kann man auch wieder damit umgehen.
00:14:35: Gut, also wie mache ich das?
00:14:37: Dass ich so was verkacke durch Homogenität.
00:14:39: Wie funktioniert das?
00:14:40: Ja, also durch Homogänität kann man das am besten... Also wenn man es nicht über die Würdenträgerschiene macht dann kann man's am besten so machen dass man eigentlich nur diese klassischen mit-aged white men rein nimmt Die am Besten alle noch von der gleichen Hochschule kommen.
00:14:58: in Frankreich wird das ja gerne gemacht.
00:15:00: Alle so irgendwie Sion Spom oder so, die schon miteinander studieren haben und dementsprechend auch unglaublich unterschiedliche Auffassungen haben, weil sie ja alle durch die gleiche Schule gegangen sind.
00:15:13: Und dementsprechen man ein unglaublich breites Spektrum von Perspektiven hat, weil Sie alle die gleichen Ausbildung genossen haben.
00:15:18: das ist eine super Rezeptung Innovation garantiert zu verkaufen.
00:15:23: Gut, ich lerne die dazu.
00:15:25: Mit jeder Minute verkraste mein Wissen!
00:15:28: Sehr schön, dann habe ich heute ja wenigstens eine Sache geschafft.
00:15:30: Ja, Homogenität, die man unbedingt anstreben sollte um seine Innovation zu verkacken passt auch ganz hervorragend zum nächsten Punkt denn wir haben ja schon gelernt wenn man als Steve Jobs unterwegs ist muss man überhaupt nicht wissen was die Kunden machen.
00:15:39: also Punkt acht nie solltest du deine Kunden befragen.
00:15:43: als Genie dass du nun mal bist spürst du was die Kunden wollen?
00:15:48: Meinst du, das kommt über die Jahre?
00:15:49: Dass man das einfach weiß.
00:15:50: Absolut!
00:15:51: Das weiß man.
00:15:52: und da sehe ich tatsächlich den einen oder anderen Chefredakteur vor mir.
00:15:56: Der sagt der Leserbriefe.
00:15:58: Überbewertet.
00:16:00: Marktforschung.
00:16:01: Braucht kein Mensch.
00:16:02: Ich weiß was meine Leser
00:16:03: lesen wollen.
00:16:05: Ja, ich habe hier gerade ein Artikel gelesen für einen anderen Podcast, den ich mit dir vorbereite von der Zeit, wo er doch allen Ernstes behauptet hat zu Nähe.
00:16:11: Man wisse nicht als Journalist, was die Leser wollen ja.
00:16:13: Es ist völlig Blödsinn.
00:16:15: Ich glaube wie du, wenn man für dich schreibt, weiß mal genau was die wollen.
00:16:18: Dann hat ja auch so Google Analytics und solche Sachen ne?
00:16:21: Also gut das können wir schon abhaken, das haben wir verstanden.
00:16:23: also Kunden befragen ist vollkommen umsonst.
00:16:26: Ja Punkt neun!
00:16:26: Jung Mitarbeiter mit Ideen darf man es nicht zu leicht machen.
00:16:29: sie müssen lernen den Dienstweg zu gehen denn man ist jetzt sagen die gleiche Ochsentur gegangen früher mal ne?
00:16:34: Genau das ist der eins meiner Lieblingsargumente.
00:16:37: Das hängt ein bisschen zusammen mit dieser Idee.
00:16:40: nur die echt gut Ideen setzen sich wirklich durch und die müssen gestellt werden, schon intern.
00:16:46: Durch ganz viele Widerstände und extrem kritisches Hinterfragen innerhalb des Hauses.
00:16:52: Dann ist es auch wahnsinnig gut wenn man bei der Gelegenheit alte politische Rechnungen mal begleicht um die Idee aus dem Bereich Kollegen, mit denen man sowieso noch eine Rechnung offen hat besonders kritisch beheugt.
00:17:08: Weil wenn die danach
00:17:09: wirklich durchkommt dann wird sie sich auch am Markt bewähren.
00:17:12: Okay also ich höre so ein bisschen raus.
00:17:13: Man macht das ganz geschickt.
00:17:15: Man gibt den Jungen auch noch ganz gemeine Spitzen haben sowie Frischli oder Frischling oder sowas.
00:17:19: Lässt die so die ganze Oxtentour gehen indem man die ganzen Würdenträger einlädt in die Kommunikation da müssen die alle CC packen und wenn es nicht machen kippts nochmal irgendwie einen drauf und versucht sozusagen den möglichst schwer zu machen, weil die, die dann hinten übrig bleiben sind.
00:17:33: Diejenigen, die im Verkacken wirklich die Veteranen sind.
00:17:37: Wo lese ich das jetzt?
00:17:38: Nee, nee, nee ... Die veteranen im Verckacken erschweren den Prozess aber damit dass die Ideen, die tatsächlich durch dem Prozess durchkommen, das sind dann die wahren Diamanten und sie sind dann auch schon total geschliffen.
00:17:52: Okay!
00:17:53: Punkt Nummer zehn.
00:17:54: Produktentwicklung in einem deutschen Unternehmen heißt, niemals darf etwas den Raum verlassen, dass nicht zu einhundert Prozent perfekt
00:18:00: ist?
00:18:01: Ja.
00:18:01: Das ist ein bisschen Autobauer-Mentalität hier, ne?
00:18:04: Ja, deutsches Ingenieus-Tum genau!
00:18:08: Was würde passieren wenn man was rauslässt, das nicht hundert Prozent kann?
00:18:13: Ich sag böse Sachen hier, oder?
00:18:15: Du sagst böse Sache.
00:18:15: Also ich meine dann könnte das ja sich negativ auf die Marke auswirken und auf das eigene Standing und zwar insbesondere dann, wenn der Konkurrententfehler
00:18:24: findet.
00:18:25: Ist das realistisch?
00:18:26: Also
00:18:26: ich habe es sehr ernsthaft gefragt.
00:18:28: Ja, also das kann natürlich passieren dass der Konkurrent den Fehler findet und es gibt tatsächlich auch noch Situationen wo sich das nicht gerade positiv auswirkt.
00:18:38: ob es tatsächlich so schlimm für die Marke ist wie sich manche das ausmalen Das hängt vom Einzelfall ab und in vielen Fällen Es ist zu meiner Sicht nicht ganz so gravierend
00:18:50: Passt wahrscheinlich, wenn man dieses Böse non-hundert Prozent macht.
00:18:53: Also wenn es ein bisschen weniger ist, das geht wahrscheinlich in die Richtung von diesem bösen Design Thinking, diesen Prozessen wo man auch mal iteriert und sozusagen Prototypen testet?
00:19:02: Ja!
00:19:03: Und bitter und so... Pettai!
00:19:07: Absolut!
00:19:07: Ich meine wir haben da ja auch ein paar Beispiele zu dem Thema hier.
00:19:11: fake it before you make it, irgendwie mal Produkte anzutesten durch eine kleine Kampagne oder durch eine Webseite die noch nicht bestehen.
00:19:19: Wenn ich das so wie Medienunternehmern erzähle und die fallen vom Glauben ab und sagen auch ja was ist denn wenn die dann die Leute das bestellen?
00:19:25: Und dann kommt das nicht Oder sie kriegen etwas anderes oder was leicht anderes oder mit einem anderen Cover oder so.
00:19:30: Da hat sich nach unserer Erfahrung
00:19:31: noch nie jemand beschwert.
00:19:33: Ja man ist manchmal überrascht wie wohlwollend manchmal der Nutzer ist wenn er ein rechtes Produkt identifiziert.
00:19:39: Ich sehe auch, dass es geht.
00:19:41: Wer das überraschend gut macht ist Lex-Office.
00:19:45: Wir haben hier selber Lex-office eingeführt als Software und die funktionieren total im Startup Mode.
00:19:50: Obwohl das ein Alt eingesessenes Medienunternehmen ist was dahinter steht nämlich Haufe.
00:19:55: Die haben natürlich transformatorische Akquisitionen gemacht
00:19:58: d.h.,
00:19:58: sie haben Softwarehäuser gekauft also zumindest eins wenn nicht sogar zwei und haben auf die Art und Weise sich einen ganz anderen Spirit reingeholt.
00:20:05: Und da hast du bei diesem Lex-Office Produkt, das ist schon wirklich relativ wenig fehler-tolerant.
00:20:12: Da geht es um Bankanbindungen und Zahldaten, um Controlling, um Verwuchung, um BWA's vorbereitende Buchhaltung und komplette Buchhaltungen – eines meiner Lieblingsthemen!
00:20:25: Das ist wenig fehlar tolerant.
00:20:28: selbst in dem Bereich, selbst in den Bereitschaft des Haufe im Bittermodus zu arbeiten.
00:20:33: Indem es nämlich so eine Rubrik hat was kommt jetzt als nächstes?
00:20:36: Was haben wir gerade eingeführt?
00:20:38: Was planen wir einzuführen?
00:20:39: Als nächstes kommt jetzt ein Test zur Einbindung von Kreditkartenkranken.
00:20:43: wer will mitmachen?
00:20:44: ich so gleich?
00:20:44: super ja ich weil mich nervt ist nämlich wenn ich da die das nochmal aufsplitten muss in einzelnen Ausgaben und das geht selbst in so einem federintoleranten Bereich
00:20:56: wie Buchhaltung.
00:20:58: Also man nimmt ja so mit, man muss eigentlich nur sauber kommunizieren und Erwartungshaltung benutzen.
00:21:02: Das ist der Punkt!
00:21:04: Man darf nicht behaupten, man hätte es schon all figured out wenn man noch ein Beta
00:21:08: ist.
00:21:10: Punkt Nummer elf ist das was mich manchmal traurig macht.
00:21:14: also wie verkack ich meine Innovation?
00:21:16: Tipp Nummer elf fast im ersten Jahr nicht eine Million Euro Umsatz schreiben und einer zweistelliger Rendite bringen kann taugt nichts und sollte gar nicht erst starten.
00:21:23: Ja dann lohnt sich ja der Auffang nicht und die Management-Attention, die da drauf geht.
00:21:29: Und die Opportunitätskosten, die wir da haben!
00:21:34: Also an dieses Prinzip der Opportunitätskosten musste ich mich als Juristin ja sowieso erst gewöhnen.
00:21:38: aber es ist total geil wenn du irgendwie Innovation verkacken willst kannst du mit der Erwähnung von Opportunitäterskosten wirklich alles sofort kaputt rechnen?
00:21:45: also das sollte ganz unten im Werkzeugkasten eines Innovationsverhinderers liegen.
00:21:51: Wenn wir jetzt jemanden zuhören, hat hier so ein Brötchen-Bingo-Magazin dabei.
00:21:55: So einen Bogen hast du bestimmt gerade zwei oder drei Dinger gesagt.
00:21:59: Ich steuere noch ein mit bei Doesn't Move the Needle.
00:22:02: Ja
00:22:03: genau!
00:22:03: Das gehört ja auch in diese Tasche unseres Werkzeugkastels.
00:22:09: Aber das ist ja ein ganz relevantes Problem und es betrifft nicht nur Medienunternehmen, sondern auch Stardust muss man sagen.
00:22:14: Was du auch grade sagst mit Management, Attention, was nämlich so ein Basswort war, was mir auch irgendwie aufpoppte... dass große Firmen die tolle Innovation hervorbringen könnten und sozusagen einen Diskurs eigentlich einleiten.
00:22:24: Und eine Produktentwicklung ist nicht tun, weil der Impact, den es auf ihre Zahlen hat einfach nicht groß genug
00:22:29: ist?
00:22:29: Ja das ist tatsächlich natürlich ein Problem!
00:22:32: Ich will ja jetzt auch gar nicht überhaupt irgendwie alle seien blöd oder so... Da ist was Relevantes dahinter, dass man eben schaut, dass er seine Arbeitszeit auf Dinge allokiert fokussiert die wirklich eine große Auswirkung haben.
00:22:48: Das macht ja an sich auch Sinn, es gibt diese leere Prioritize according to impact aber davon muss man Abweichungen machen wenn man tatsächlich innovative Geschäftsmodelle hervorbringen will insbesondere solche die halt neue Technologie neuer Markt also ganz weit hinten im Horizont sind Die können noch nicht aus dem Stand so groß werden bringen mit sich Eine erhebliche Menge an Erkenntnisgewinnen, an Anschlussfähigkeit.
00:23:19: An Dinge die dann wirklich groß sind und die muss man aus strategischen Gründen machen nicht aus finanziellen.
00:23:27: So lastbutnotleast Punkt Nummer zwölf wenn das Projekt schief gegangen ist musst du alle Beteiligten an den Pranger stellen und klarmachen dass du die Sache schon immer kritisch gesehen
00:23:36: hast.
00:23:37: Ja
00:23:38: Das ist ja deutsche Klassiker ne
00:23:39: Absolut.
00:23:40: Also, man nehmt ja auch ein Prozentnummer.
00:23:42: Ist das so deutschlich hin?
00:23:43: Fehler-Hetzjagd und so ...
00:23:46: Ja, also ich mein, das ist halt sowas ... Da muss man immer noch bisschen lächeln, wenn man es immer hört.
00:23:52: Wir führen eine neue Fehlerkultur bei uns ein.
00:23:57: Als er schmarr.
00:23:57: das Wort ist irgendwie ein bisschen komisch, weil eigentlich muss der heißen Fehler Toleranz.
00:24:02: Es gibt keine Fehlerkultur im Sinne von wir wollen jetzt alle Fehler machen.
00:24:07: Es geht um den Umgang mit Fehlern.
00:24:08: Und das ist ... Total richtig, dass man beim Umgang mit Fehlern toleranter wird und das ist ein wesentlicher Bestandteil für die Innovationsfähigkeit.
00:24:19: Eine Innovationskultur bei sich sonst wirklich niemand traut.
00:24:22: aber immer muss die Weiterungen dessen auch bereit sein belegenden Kauf zu nehmen.
00:24:27: weil ganz viel von Führungssystem in deutschen Unternehmen liegen oder beruhen darauf Dass man sich als Chef drauf verlassen kann Das sieht die Leute gegenseitig verpezeln Dass es schon irgendwie rufbar wird, wenn einer ein Fehler gemacht hat.
00:24:48: Entlastet natürlich auch das Chef ein bisschen.
00:24:49: Wenn der Chef aber jetzt Fehlerkultur ausruft dann wird das gegebenenfalls nicht rufbaar.
00:24:53: Da muss man sich andere Führungsmechanismen ausdenken und das ändert damit automatisch Führung.
00:24:59: Das ist nicht schlecht dass es das tut, aber man muss sich der Konsequenz
00:25:02: bewusst sein.
00:25:03: Ich meine, da kann ich ja sogar auch mal ein bisschen Zeugs, ein paar bildhafte Sachen beisteuern.
00:25:08: Bildhafte Beispiele.
00:25:09: Ich habe oft immer so Vorträge gehalten die waren sicherlich auch einen Stück weit Design-Thinking angelegt was Fehler Kultur oder Fehler Toleranz eigentlich bedeutet.
00:25:16: und Fehler ist ja nicht gleich Fehler.
00:25:18: Ich glaube das kam bei dir auch ganz gut gerade raus.
00:25:20: Ich sagte haben wir zum Beispiel gesagt beim Design Thinking hast du diesen Satz Fail Early und Fail Often.
00:25:25: also man versucht Fehler möglichst früh zu machen Und versucht zum Beispiel auch Fehler nicht doppelt zu machen.
00:25:29: Dass er aus einem
00:25:30: Gedanken
00:25:31: nicht denselben Fehler mehrfach tun und ich habe das immer so ein bisschen als Scheitern auf kleiner Flamme zusammengefasst, also der Grundgedanke ist jetzt natürlich nicht mit Karacho alle gegen die Wand zu fahren aber schon kleinere Fehler zu machen weil der Erkenntnisgewinn aus Fehlern ist ja viel größer als Dinge die man richtig gemacht hat.
00:25:47: Wir kennen unsere Leser wir wissen was wir machen weil wir machen es ja schon immer so.
00:25:51: Und was ich immer ganz parkativ finde, dann habe ich mal so ein paar Beispiele von berühmten Menschen da irgendwie reingenommen.
00:25:56: Wie oft also wie viele Anläufe die eigentlich brauchten bis es so gut wurde?
00:25:59: Einer war Steven King ... der bekannte Autor.
00:26:04: Da gibt es ja irgendwie diese Beispiele, wie oft er seinen Buch... Ich glaube mal so zwölf Mal oder so hat er sein erstes Buch, ich glaub Kerry war das.
00:26:10: ne?
00:26:10: Kerry oder S, ich glaube Kerry war's.
00:26:12: Sein erstes Book hatte irgendwie zwölft Verlagen gegeben und hat irgendwie... Wir sind die Elfen, haben sie abgelehnt und danach wollte man eigentlich schon in den Müll schmeißen und seine Frau ist wieder rausgekommen, dann geht nicht so schnell auf und der Zwölfte war es dann.
00:26:21: So nahe mich nicht auf die Zahlen fest, aber das ist ja immer
00:26:23: wieder gegangen.
00:26:23: Wahrscheinlich waren
00:26:24: sogar mehr, ja?
00:26:24: Ja!
00:26:25: Ich glaube KFC war das Paradebeispiel.
00:26:27: der Gründer von KFC dieser Colonel Sanders heißt er, glaube ich So ein Hähnchen-Rezept gehabt, hat der Restaurants angeboten.
00:26:34: Ich will nicht lügen, dass man ein thousand six hundred Restaurants dieses Rezept abgelehnt haben und dann das one thousand six hund erste war es.
00:26:40: Wenn man sich jetzt mal auf die Zunge zergehen lässt ist das eigentlich Ablehnung und Fehler gemacht haben wenn man so will.
00:26:45: One thousand sixhundert Mal!
00:26:47: Wie viele Tage hatten ja?
00:26:48: Dreihandetfünfundsechzig Ja.
00:26:49: also er hatte irgendwie jahrelang nur dreck gefressen.
00:26:53: Da muss ich auch wirklich meinen Hut ziehen.
00:26:56: Diese Frustrationstoleranz und dieses Durchhaltevermögen, das muss man halt auch erstmal haben.
00:27:01: Wir wollen jetzt nicht davon reden, dass jemand dreihundertfünf- sechzigmal oder tausend sechshundert mal den gleichen Fehler macht.
00:27:10: Das geht gar
00:27:11: nicht.
00:27:11: Eigentlich geht es da auch mehr um Ablehnung.
00:27:12: aber die Druck ist manchmal sozusagen Rückschläge bringen dich eigentlich weiter, will man sagen?
00:27:17: Ja genau und vor allem wichtig ist halt das man Fehler auswertet und Fehler diskutieren kann Und das geht dann, wenn man sich Fehler
00:27:31: nicht schälen muss.
00:27:32: Das ist aber schwierig!
00:27:33: Ich finde den Diskurs darüber führen ohne dass es irgendwie verurteilend wirkt oder vorwuchsvoll ist halt schwer?
00:27:39: Ja absolut und das ist eine Frage der Kultur und ich habe tatsächlich auch schon ein paar Teams gesehen in denen das geht wo man sich tatsächlich hinsetzen kann sagen so ich hab jetzt das gemacht aus denen und den Gründen.
00:27:52: passiert ist aber gerade das umgekehrte.
00:27:56: Ich habe jetzt die Thesis liegt an ABC, aber was sagt ihr denn dazu?
00:28:01: So müsste der Diskurs geführt werden können und dann auch reihum.
00:28:06: Ich träume ja immer noch vom ersten Kunden mit dem ich ein Lessons Learned Board einführen kann wo jeden Monat der größte Fehler primiert wird nicht weil er die schlimmsten Auswirkungen hatte sondern weil er den besten Lektionen geboten hat Midsamt des Fehlers, aber Fokus auf die Lektionen am schwarzen Brett ausgehängt.
00:28:31: Oder im digitalen schwarze Brett oder im Internet oder sonst irgendwo wo man es halt im Slack-Channel... Genau!
00:28:37: Ich hätte gerne intern im internen Slack haben wir jetzt den Channel Biggest Mistakes and Lessons Learned oder so.
00:28:43: Das wäre doch mal schön.
00:28:45: Ja, ich wollte grad sagen.
00:28:45: Wenn ich mir irgendwie so einen hier Promi-Medien VIP wie dich leisten könnte, wäre ich der erste Kunde da.
00:28:50: Das macht Tia
00:28:50: mit uns.
00:28:53: Aber für dich können wir das auch so
00:28:54: machen?
00:28:54: Ich krieg Discount.
00:28:56: Podcast discount!
00:28:57: Also wir fassen nochmal ein bisschen zusammen.
00:28:59: Wir hatten jetzt irgendwie zwölf Tipps, vielleicht können wir die immer so ein bisschen in Cluster packen.
00:29:03: also vieles hängt glaube ich damit zusammen dass man Innovation beim Chef aufhängt und nichts rauslässt und Dinge so tut wie man sie immer tut was auch mit Prozessen zu tun hat, mit Strukturen wo es gerne auch mal darum geht Würdenträger einzubinden.
00:29:14: dann hast du so einen Faktor um wie der Frage des Scheitern und wie ich Ideen rein lasse welchen Raum ich eigentlich für Fehler Toleranz und müssen's hundert Prozent oder dürfen es auch noch mal Achtzig sein gebe.
00:29:25: Das sind sozusagen mal über grob gefasst ein paar der Cluster, mit denen man seine Innovationen kolossal verkackten kann.
00:29:31: Oder
00:29:31: habe ich noch was vergessen?
00:29:32: Nee die Cluster sind ganz richtig!
00:29:34: Das ist ja an sich leider alles nicht ganz neu, weil es halt schon lange bekannt ist aber immer noch verkackt wird.
00:29:41: deswegen wird das wahrscheinlich mein Evergreen Content paar Excellos.
00:29:46: und so weit schließen wir dann wieder den Kreis zu Hommage- und Fagolös vom Anfang
00:29:52: Das klopft sich gerade selber auf die Schulter,
00:29:54: der es nicht sehen kann.
00:29:56: Okay heute mal anlässlich der Sommerpause und der Temperatur in ein etwas aufgelockertem Podcast muss auch
00:30:03: sein?
00:30:03: Ja in der Tat, vielleicht rufen wir alle unsere Leser auf uns zu kommentieren oder zu schreiben, zu e-mails falls wir noch Tipps vergessen haben wie man Innovation verkacken kann.
00:30:10: Super!
00:30:12: Mein lieber Mitstratter der Julien hat nämlich auch bei uns gerade so einen Gewinnschülern auf der Webseite gemacht.
00:30:16: Fail to win hat er das genannt.
00:30:17: wo man auch gesagt hat gibt man gute Tipps wie man's nicht tun sollte.
00:30:20: also rufen hier mit allen Menschen auf uns noch Sachen zu schicken, die wir vielleicht noch vergessen haben.
00:30:24: Ich danke dir ganz herzlich für deine Zeit und freue mich schon aufs nächste
00:30:27: Mal!
Neuer Kommentar