Christoph Werner (dm): 5 Dinge, die ich gerne mit 20 gewusst hätte
Shownotes
Vielleicht kennst du den Spruch „5 Things I Wish I knew when I was 20“? In einem persönlichen Talk erfährst du 5 große Learnings, die Christoph Werner im Business, aber auch im Privatleben gemacht hat. Christoph Werner berichtet von entscheidenden Stationen im Leben, wie z.B. dem Studium, dem Einstieg ins Berufsleben, aber auch von Erfahrungen aus seinem Privatleben, die ihn zu dem gemacht haben, was er heute ist. Diese Episode gibt dir Anreize, Neues auszuprobieren und soll dir helfen erfolgreicher zu werden. Egal, ob du noch jünger als 20 Jahre bist oder älter. Christoph Werner ist der Vorsitzende der Geschäftsführung von dm-drogerie markt, einem der führenden Drogerieunternehmen in Europa. Unter seiner Führung hat dm seine Marktposition weiter ausgebaut und innovative Konzepte im Bereich Nachhaltigkeit und Digitalisierung umgesetzt. Christoph Werner ist seit vielen Jahren im Unternehmen tätig und bekannt für seinen integrativen Führungsstil und seine strategische Weitsicht. Seine Arbeit trägt maßgeblich dazu bei, dm als vertrauenswürdige und zukunftsorientierte Marke zu stärken. Die 5 Dinge: 1. Die Unterscheidung zwischen Adventus und Futurum als zwei Aspekte der Zukunft. Adventus steht für die offene, unbekannte Zukunft, während Futurum die geplante Zukunft repräsentiert. 2. Das Konzept der Antifragilität - die Fähigkeit, aus Stress und Herausforderungen gestärkt hervorzugehen. 3. Die Wichtigkeit, eigene Urteile zu falsifizieren und die der anderen zu verifizieren, anstatt umgekehrt. 4. Die Erkenntnis, dass Recht haben nicht dasselbe ist wie effektiv sein. Es geht darum, anschlussfähig zu bleiben und Dinge zu bewirken, statt dogmatisch zu sein. 5. Die Einsicht, dass Fehler Sprossen auf der Leiter der Erkenntnis sind. Dies hilft dabei, nach Fehlern wieder Zuversicht zu gewinnen und vorwärts zu schauen. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Christoph Werner, Vorsitzender der Geschäftsführung dm-drogerie markt __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 Übersicht aller Sponsoren __________________________ ||||| PLAYLISTS ||||| Lust auf mehr? Entdecke unsere Playlists mit weiteren spannenden Episoden zum Thema: 🎧 5 Dinge, die ich gerne mit 20 gewusst hätte __________________________ ||||| LEXIKON ||||| Du verstehst nur Bahnhof? Zu viel Fachchinesisch? Unser Lexikon hilft dir dabei, die wichtigsten Fachbegriffe zu verstehen: 🔹 Adventus - Ein Konzept der offenen Zukunft, die unerwartete Ereignisse und Entwicklungen umfasst. 🔹 Futurum - Ein Konzept der geplanten Zukunft, das auf strategischen Planungen basiert. 🔹 Antifragilität - Die Fähigkeit, durch Stress oder Schocks gestärkt oder verbessert hervorzugehen. 🔹 Falsifizieren - Der Prozess des Widerlegens oder Infragestellens von Theorien oder Standpunkten. 🔹 Verifizieren - Der Prozess des Bestätigens oder Überprüfens von Theorien oder Standpunkten. __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:05:01) Der Kapitän meiner Seele (00:08:56) Adventus vs Futurum (00:22:01) Warum geschieht ausgerechnet mir das? (00:27:55) Wieso sehen das andere nicht so wie ich? (00:35:32) Rechtfertigt der Zweck die Mittel? (00:41:14) Wie du dich von Fehlern erholst __________________________ ||||| WIR ||||| 🧢 Ich bin übrigens Joël, der Macher dieses Podcasts. Ich bin ein Creator und Medienunternehmer, der für Wachstum und Vielfalt steht. Mein Vorgehen besteht darin, dass ich inspirierende und erfolgreiche Menschen interviewe, um von ihnen zu lernen und Wissensabkürzungen für dich und mich aufzutun. 👉 Mit meinem Podcast digital kompakt zeige ich dir Wachstumsstrategien für dein (Digital-)Business, indem ich erfolgreiche Unternehmen und Expert:innen interviewe 👉 Mit meinem Podcast 5 Dinge mit 20 zeige ich dir, wie du persönlich wachsen kannst, indem ich inspirierende Menschen frage, was sind ihre 5 Dinge, die sie gerne schon mit 20 gewusst hätten 👉 In meinem Newsletter fasse ich dir Jeden Freitag die besten Learnings aus meinen Podcasts zusammen sowie viele weitere Einsichten aus meinen Aktivitäten. 💛 Abonniere „digital kompakt“ auf Apple Podcasts, Spotify & Co. Wenn dir die Folge gefallen hat, hinterlasse uns bitte eine Fünf-Sterne-Bewertung! 👥 Wir streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen bei Digital Kompakt.
00:00:01: und kurzer Hinweis zum Anfang.
00:00:03: Die Folge, die du jetzt hörst stammt ursprünglich aus meinem Podcast «Fünf Dinge mit zwanzig» und darin frage ich inspirierende Menschen was denn ihre fünf Dinge sind, die sie gerne schon mit zwantzig gewusst hätten.
00:00:14: Und nur ein Bruchteil dieser Folgen teilen wir auch hier auf Digitalkompakt nämlich die Mit-Business Bezug.
00:00:18: das heißt wenn dir diese Episode gefällt dann abonniere unbedingt «Fünft Dinge mit Zwanzig», denn dort findest du viele weitere inspirierenden Gespräche und spannende Gäste.
00:00:27: Jeden Freitag immer am fünften Tag der Woche erscheint dort eine neue Folge.
00:00:30: perfekt um dein Wochenende Einblick zu starten.
00:00:34: Also die Links zum abonnieren findest du in den Show Notes.
00:00:36: und jetzt viel Spaß beim Zuhören!
00:00:43: Also damit möchte ich nicht sagen, dass wenn es Stress gibt die muss ich mich dann aussetzen und immer dünn heutiger werden.
00:01:05: Dann würde ich ja nichts lernen dabei sondern das ich lerne damit umzugehen, dass sich eben nicht in diesen Zustand komme sind Fähigkeiten, die ich mir anreignen kann.
00:01:14: dieser Gesichtspunkt-Fehler sind Sprossen auf der Leiter der Erkenntnis ist eben die herangehensweise, daß ich sage auch das was dabei entstanden ist womit ich mich eigentlich nicht verbinden möchte Dass ich das im Prinzip integriere und sage Ja Auch das bin ich gewesen aber Ich habe dabei etwas gelernt.
00:01:29: Aber damit ich das heute anders beurteilen kann, habe ich in meinem Leben vielleicht diese Erfahrung
00:01:34: machen müssen.
00:01:54: Hi, five Leute.
00:01:54: Hier ist Jörg Katzmarek und ich habe wieder eine grandiose Person zu Gast die mir ihre fünf Dinge teilt, die sie gerne schon mit zwanzig gewusst hätte.
00:02:02: Und zwar ist es gefühlt ein alter Freund nämlich Christoph Werner der Geschäftsführer von DM-Drogeriemarkt.
00:02:08: Alter Freund weil ich oft in seinen Läden zu besucht bin aber auch weil ich schon öfters ihm im Business Kontext gelauscht habe und Ich habe erlebt dass er genauso wie sein Vater einfach einen sehr differenzierten Blick auf die Welt hat und sage ich mal Perspektiven die glaube ich nicht jeder hat Weil viel gereist gute Schulen besucht, mit tollen Menschen zu tun gehabt.
00:02:25: Trotzdem nie die Bodenhaftung verloren.
00:02:27: also ich glaube heute wird das ein spannendes Gespräch und deswegen lieber Christoph freue ich mich total dass du da bist.
00:02:31: moin moin!
00:02:33: Schönen wieder hier zu sein.
00:02:34: vielleicht noch anfügend bin auch schon einen fünfzig Jahre alt das heißt hab schon bisschen Lebensstrecke hinter mir.
00:02:40: Ja das wäre die erste Frage die ich dir gestellt habe.
00:02:41: hätte von wann du sozusagen auf die zwanzig zurück guckst.
00:02:44: Also einund dreißig jahre passieren wir heute.
00:02:46: Revue
00:02:47: Krieg dich.
00:02:47: ja.
00:02:47: Ist dir das schwergefallen, die Dinge zu überlegen?
00:02:50: Nicht wirklich
00:02:51: muss ich sagen.
00:02:52: Ich habe es mal versucht so unter dem Gesichtspunkt der Fragen, die mich damals beschäftigt haben anzuschauen und daraus sozusagen die Essenz zu destillieren.
00:03:00: Vielleicht ist man suchend mit zwanzig, da tappe ich mich auch ein bisschen in der Retrospektive.
00:03:04: Warst du so dass ihr viele Fragen gestellt hast mit Zwanzig?
00:03:06: Auf jeden Fall eigentlich relativ früh angefangen Fragen zu stellen.
00:03:10: Wenn du mal so dein Freundeskreis von damals zu dir anguckst, links-rechts würdest du sagen, dass du ein anderes Leben hattest durch deine Voraussetzungen wie du gestartet bist?
00:03:17: Dass dein Vater Unternehmer war.
00:03:18: Dass da halt auch irgendwie sage ich mal schon so eine Erbe auf dich zulieft was du vielleicht mal übernimmst?
00:03:22: Ach ich glaube jeder Lebensweg ist unik.
00:03:25: man kann es auch wenn man's ein bisschen pessimistisch ausdrucken möchte kann man sagen unter jedem Dach einen.
00:03:29: ach Deswegen würde ich jetzt nicht sagen, dass meine besonders war.
00:03:32: Aber meiner war so einzigartig wie die Lebenswege all der anderen und wir hatten gerade einen Klassentreffen nach wirklich sehr vielen Jahren.
00:03:40: Dann sieht man welche Lebenswegen die Klassenkameraden in den Klassenkameraten gegangen sind, wie die auch mittlerweile aussehen.
00:03:45: Gut, die sind alle vom Leben gezeichnet.
00:03:46: natürlich was?
00:03:47: Ja aber das meint ich positiv!
00:03:50: Man sagt doch so schön mit zwanzig hast du das Gesicht, das Gott dir gab.
00:03:53: Mit vierzig hast Du das Gesicht ,dass das Leben Dir gab und mit sechzig hast Du Das Gesicht, dass Du verdienst Habe ich geklaut.
00:04:07: Hab mich auf einer Postkarte mal entdeckt, es gibt auch manchmal diese Kioske die so postkarten mit so lustigen Sprüchen haben.
00:04:13: da war das.
00:04:16: Ihr müsst bis heute die Geschichte in Erinnerung geblieben, wie du von deinem Vater erzählt hast, der zum Abaschen über den Bordstein gefahren ist.
00:04:21: Also das hat sich mir eingebrannt.
00:04:24: Das war nicht mein Vater!
00:04:25: Der hatte auch meinen Vater keine Zigaretten geraucht.
00:04:27: Nein, das war die Charakterisierung des Displekmatikers.
00:04:31: Stimmt, stimmt, stimmt.
00:04:33: Guck, du hast ein besseres Gedächtnis.
00:04:34: also ich bin jetzt zehn Jahre hinterher aber du hast einen besseren Funktionen ins Gehirn.
00:04:38: Aber letzte Nachfrage dazu, kennst du das?
00:04:39: Wenn man dann so Klassen treffen hat.
00:04:41: Also meine Frau ist auch bald und hat gesagt ich gehe noch mal zum Friseur und was ziehe ich denn an?
00:04:45: Hat sich das für dich auch wie ein Schaulaufen angefühlt?
00:04:47: Nein nein gar nicht!
00:04:48: Ich habe mich schon gefreut die Menschen wiederzusehen.
00:04:51: Über WhatsApp gibt es ja Gruppen heute.
00:04:53: insofern isst man so ein bisschen im Kontakt.
00:04:56: Insofern ist vielleicht das Haar-Erlebnis nicht ganz so groß aber es war ein schönes Ereignis.
00:05:01: Na gut komm.
00:05:01: dann starten wir mal rein.
00:05:02: Was ist denn das erste was du dir eben zwanzigjährigen ich gesagt hättest?
00:05:05: Ich würde mal noch eine kleine Präambel davor machen Weil, als ich mich jetzt mit diesen fünf Erkenntnissen beschäftigt habe, hab' ich mir noch mal überlegt.
00:05:12: Was ist denn eigentlich die Frage, die ein Jahr im Leben beschäftigt?
00:05:16: Und da bin ich auf Folgendes gestoßen, was ich schonmal gehört hatte und zwar... Da gibt's einen Gedicht von William Ernest Henley in Victus.
00:05:25: Es ist ja eigentlich auf Englisch aber ich lese es dir mal auf Deutsch vor.
00:05:29: Aus dieser Nacht, die mich umhüllt Von Pol zu Pol Schwarz wie das Grab Dank ich, welch immer Gottes Bild die unbezwungene Seele mir gab.
00:05:40: Wenn grausam war des Lebensfahrt, habt ihr nie Zucken schreien mich sehen!
00:05:46: Das Schicksalsknüppel schlug mich hart – mein Blutkopf blieb aufrecht stehen.
00:05:51: Ob zorn erfüllt oder drehen voll?
00:05:53: Ob jenseits Schrecken schon begannen?
00:05:56: Dass Grauen meines Alters soll Mich furchtlos finden.
00:05:59: jetzt und dann?
00:06:01: Was kümmert's das?
00:06:02: der Himmel
00:06:02: fern?".
00:06:03: Und das von Straff mein Buch erzähl.
00:06:06: Ich bin der Meister meines Los, ich bin der Captain meiner
00:06:10: Seele.".
00:06:11: Das ist bekannt eigentlich als ein Ausdruck, der von Nelson Mandela kommt!
00:06:16: Und da geht es so, I am the master of my fate.
00:06:19: The captain of my
00:06:20: soul.".
00:06:20: Der hat das immer wieder gesagt und zwar als Erkenntnis aus seinem Leben heraus.
00:06:25: Warum das auch viele Menschen berührt?
00:06:27: Ich hab die Mühe gemacht mal nachts zu gucken wo das herkommt.
00:06:29: Weil's ja eigentlich die Frage ist wie gelingt's mir mein Leben zu gestalten.
00:06:33: Dass ich der Herr meines Schicksals bleibe unter Kapitän meiner Seele.
00:06:37: Wenn man anfängt sich Fragen über das Leben zu stellen, ist meine Beobachtung dass dies die Hauptfrage ist mit all dem... mit dem ich konfrontiert bin im Leben, wie kann es mir gelingen?
00:06:46: Der Haar meine Schicksals zu bleiben unter Kapitän meiner Seele und am Ende sagen zu können ja das war mein Leben.
00:06:52: Und das waren nun mal eine Frage.
00:06:53: die hat mich schon relativ früh beschäftigt aufgrund der biografischen Erlebnisse die ich hatte.
00:06:58: Das ist interessant, weil für den Podcast, die wir hier aufnehmen habe ich mit Jens.
00:07:02: Es ist der Bandmitglieder von Wiesenthelden ein Song geschrieben, den ich aufsinge und dann haben wir so Passagen halt aufgenommen, weil wir hat überlegt haben wie kann man das was wir hier besprechen eigentlich in Text gießen?
00:07:11: Wir haben die erste Strophe geht so in Richtung Performance wo wir es ein bisschen auf die Schippe nehmen dass Leute sich immer noch so optimieren.
00:07:17: Und in einer zweiten Strophe haben wir eine Passage gebaut die heißt bist du so geworden wie du gemeint warst oder völlig anders wie ein Zaungast.
00:07:25: Und da erinnert mich das so ein bisschen, wenn man manchmal Menschen beobachtet die eigentlich Zaungaste in ihrem eigenen Leben sind, weil sie eines führen, wie es ihnen eher von anderen auferlegt wird.
00:07:32: ne?
00:07:33: Also geht es in die Richtung, wie du das denkst?
00:07:34: Denke ich ja.
00:07:35: Ich glaube, das ist immer das gleiche Motiv halt unterschiedlich ausgedrückt und jetzt in diesem Gedicht hier in dieser Art und finde ich sehr eindrücklich.
00:07:42: Ja,
00:07:42: die interessante Grundnote daran ist dass es natürlich so... Das klingt ja fast ein bisschen nach Resilienz um was es im Leben geht.
00:07:47: Dass das Leben dich quasi vorher auf Herausforderung stellt, dass du so ein bisschen Spiel bei bist der Gezeiten und irgendwie guckst wie du deinen Kurs findest.
00:07:54: also Kapitän da kommt ja schnell auch entweder dieses Mannschaftsbild rein oder der Schiffslenker.
00:07:59: So klingt das ein bisschen, wenn das Leben wie so'n Ozean ist.
00:08:01: Der irgendwie warbert, der einen vielleicht auch mal mit einer Welle übersprüht und du willst halt irgendwie gucken, wie du da irgendwie herbleibst
00:08:06: oder Frau?
00:08:07: Naja, es ist halt die Frage von Schicksal.
00:08:09: ne!
00:08:09: Ich meine was... Was is's denn das Schicksale?
00:08:10: Das sind ja die Dinge, die geschehen müssen, die so sein, sind dir vorher bestimmt Und dann wäre natürlich die Freiheit weg Wenn das wirklich so wäre.
00:08:18: Das ist eben wie ich mich zu den Dingen stelle.
00:08:22: Also und das sind ja genau die Freiheiten, die ich habe Die Entscheidungen, die Ich treffe haben natürlich Folgen kann ich dann doch Herr meines Schicksals bleiben, auch wenn nicht alles woher bestimmen kann was mir wieder fährt.
00:08:33: Aber wie ich damit umgehe in dem ich eben der Kapitän meiner Seele bleibe?
00:08:36: Kann ich dann eben doch letzten Endes nicht meinem Schicksal ausgeliefert sein sondern am Ende und dieses Gedicht das ist ja so ein bisschen dunkel auch.
00:08:44: Ist natürlich jetzt kein Mensch mit zwanzig der das geschrieben hat.
00:08:46: ne!
00:08:46: Ich weiß nicht wer alte Handy war als er das geschrieben hatte aber sicherlich nicht an Beginn seines Lebens sondern wahrscheinlich schon mit Rückblick und auch durchs Leben eben gezeichnet.
00:08:56: Und wenn du Kapitän in deiner Seele betrachtest, klingt für mich so ein Stück weil raus das auch so ein Wertethema ist.
00:09:01: Dass es da eigentlich um Werte geht die man sich setzt.
00:09:03: oder verstehe ich das falsch?
00:09:04: Absolut!
00:09:05: Mein an Werten kann ich mich orientieren.
00:09:07: Hast Du dafür dich welche definiert?
00:09:09: Kann Ich Die Zukunft wirklich gestalten?
00:09:11: Das war eine Frage, die mich beschäftigt hat und ich muss sagen jetzt die Erkenntnis, die ich hatte ist dass die Zukunft eben unterschiedliche Aspekte hat.
00:09:19: Und zwar den Aspekt von Adventus und von Futurum.
00:09:22: das ist etwas wo ich auch ein paar mal darüber geschrieben habe einen Vorträgens auch schon mehrfach erwähnt habe und wie auch bei dem Togarimarkt uns viel damit beschäftigen.
00:09:30: Das ist eben dieser Gesichtspunkt dass wir in der deutschen Sprache eigentlich nur einen Zukunftsbegriff haben, den wir eben mit «zukunft» beschreiben.
00:09:37: Und den romanischen Sprachen kann man schon beobachten beispielsweise im Französischen das es da zwei Begriffe gibt – Le Futur und Lavigneer.
00:09:44: Selbst im Englischen gibt's The Future und dann gibts den anderen Begriff, den wer so oft nicht verwenden in dem Sinne aber Adventure.
00:09:51: Also wenn ich mich in ein Abenteuer begebe, dann mache ich mich ganz bewusst auf für das Unbekannte was mir widerfahren wird.
00:09:57: Und ich rechne sogar damit.
00:09:58: Bei DM benennen wir das eben Adventus und mit Futurum.
00:10:03: Und die beiden unterschiedlichen Aspekte, die eben Zukunft hat, die da drin zum Ausdruck kommen ist, dass man bei Futurums im Prinzip die Zukunft sich anschaut, die man aus der Gegenwart plant.
00:10:13: Beispielsweise die Tatsache das wir uns jetzt treffen is ja kein Zufall heute sondern da haben wir einen Termin vereinbart und ich hab mich entsprechend organisiert um hier pünktlich zu sein und du hast es gleiche getan.
00:10:25: Das ist ja auch eine Zukunft, die dort stattgefunden hat aber die ist ne geplante Zukunft, Und dann haben wir den anderen Aspekt und das ist eben der Adventus oder Adventure, wie es auch auf Englisch genannt wird.
00:10:36: Das ist eben die offene Zukunft des, die Zukunft, die geschieht mit dem, wenn ich gerechnet habe – also noch die schwarzen Schwäne -, in die Gegenwart hereinbrechen, die meinen Plan durcheinanderwirbeln.
00:10:48: Und das Entscheidende ist eben dass sich unterschiedliche Bewältigungsstrategien anwenden muss.
00:10:53: Also wenn ich sozusagen in der geplanten Zukunft bin dann hilft mir das, dass ich sehr zielgerichtete Dinge mache.
00:10:59: Also gerade wenn es darum geht, Strategien zu überlegen, ne?
00:11:02: Dann bin ich im Futurum-Modus.
00:11:05: und wenn dann plötzlich was geschieht und ich jetzt damit genauso umgehe wie ich mit dem Futuruum umgehen würde,
00:11:12: d.h.,
00:11:12: ich sage, das muss ich jetzt abarbeiten mit Disziplin ja und genau das muss sich machen, muss mich konzentrieren nur nicht abdenken lassen.
00:11:18: Strategien müssen umgesetzt werden.
00:11:20: Wenn ich diese Strategie ansetze, wenn plötzlich das Unbekannte geschieht, dann werde ich zum Pedanten.
00:11:24: Dann lehne ich das ab was auf mich zukommt und sehe nicht die Chancen die da sind.
00:11:28: So und wenn ich halt nur mit Adventus-Modus unterwegs bin also sozusagen immer schaue was ist denn die Chance die jetzt darin steckt?
00:11:35: Also mit situativer Geistesgegenwalt was draus machen?
00:11:38: Und wenn ich so ein großes Meeting leiten wollte würden die Leute wahnsinnig werden!
00:11:42: Dann wäre es negative dass sich mein Fähnchen permanent nach dem Wind richten würde und dann könnte ich überhaupt keine langfristigen Ziele mehr verfolgen.
00:11:49: Deswegen, ich brauche eigentlich beides und das Entscheidende ist eben zu wissen in welchem Modus bin ich gerade.
00:11:54: Also jetzt hier in unserem Gespräch.
00:11:56: wir haben uns vorgenommen dass wir über fünf Dinge sprechen.
00:11:58: Das ist jetzt wiederum Futurum also das sollten wir schon hinkriegen.
00:12:02: Jetzt wie wird es im einzelnen Ansprechen werden?
00:12:04: Da muss ich jetzt offen genug sein um auf deine Fragen einzugehen weil sonst werde ich die einfach ignorieren und hier mein Ding durchziehen.
00:12:08: was wir im Deutschland beobachten können Wir sind als Gesellschaft wollen wir sehr im Futuromodus unterwegs sein.
00:12:14: Alles soll geregelt werden.
00:12:15: Die Überschwemmung, die es gibt wird gerade diskutiert ob eine Elementarversicherung, eine Pflichtversicherung werden sollen in Deutschland.
00:12:21: Das kommt aus dieser Haltung heraus.
00:12:23: Ich möchte das jetzt gar nicht bewerten, ob das eine gute Idee ist oder eine schlichte Idee ist.
00:12:26: Aber wir wollen alles absichern Wir wollen alles wissen Wir wollen nichts mehr des Ungewisse zulassen Und dann verregeln wir alles und am Ende wundern wir uns, dass wir nichts mehr hinkriegen.
00:12:35: Wenn dann plötzlich das Unvorhergesehene kommt sind wir überfordert und tun uns als Gesellschaft echt schwer.
00:12:41: Deswegen ein bisschen mehr Adventus würde uns helfen da die Zuversicht nicht zu verlieren und die Chancen auch zu sehen in den Situationen die entstanden sind durchaus auch liegen aus denen wir was machen können.
00:12:50: Also das hätte mir damals sehr geholfen Weil natürlich gerade, glaube ich in jungen Jahren, wenn man noch versucht seinen Weg zu finden.
00:12:57: Dass man eben beides lernen muss.
00:13:00: auf der einen Seite sagen ja ich mache das schon zielgerichtet aber ich muss trotzdem offen bleiben.
00:13:03: deswegen scheitern auch viele Beziehung am Anfang wenn wir noch jung ist weil man versucht sein Kopf durchzusetzen Und es gibt ja so schön diese Erkenntnis, wenn Data changes decisions need to change.
00:13:12: Ich bin mir damals noch sehr schwer gefallen weil ich gedacht habe das muss jetzt auch so sein.
00:13:17: Dann versucht man ein bisschen die Dinge zu erzwingen.
00:13:20: Man tut sich schwer mit Irrungen und Wirrungen umzugehen.
00:13:23: Weil wenn man den adventischen Aspekt mal verstanden hat dann lässt sich das Einordnen und ist doch im Prinzip so dass in dem Leben wenn wir was verstanden haben, wenn wir's einordnen können kann man damit umgehen.
00:13:32: Wenn wir's nicht einordnet können dann fühlen wir uns davon bedroht.
00:13:37: tun wir mit diesen Fight-Flight-Freezes, reagieren.
00:13:40: Und das sind ja alles nur Überlebensstrategien und keine
00:13:42: Lebensstrategie.".
00:13:43: Ja ich überlegte auch gerade weil du hast ja vollkommen recht... Ich hab grad so ein Bild vor Augen, ich habe das bei meiner Frau im Freundeskreis manchmal mitgekriegt dass du so die Freundinnen haben so einen fixen Plan!
00:13:53: Die sagen sich dann, ich will studieren, dann will ich heiraten?
00:13:56: Dann will ich Kinder kriegen?
00:13:57: Dann wil ich ein Haus haben und wir sollen dreimal im Jahr reisen.
00:14:00: also ist in deiner Sprache sehr futuristischer Blick auf die Welt.
00:14:03: Und wenn dann aber Unwerkbarkeiten zwischenkommen, also keine Ahnung, Studienplätze sind voll oder man findet keinen Partner.
00:14:09: Dann kommt man in so ein Stressmoment und hat gar nicht die Sandpassungsfähigkeit.
00:14:12: Also das hat man ja wirklich auf vielen Ebenen was du da beschreibst.
00:14:15: Ja Anleitung zum Unglücklichsein!
00:14:16: Wir neigen dazu pedantisch zu werden.
00:14:19: Ist
00:14:19: es ein bisschen was Deutsches?
00:14:20: Du bist ja in der Welt rumgekommen, weil hast du auch irgendwie Frankreich gesehen
00:14:22: z.B.?
00:14:23: Naja
00:14:23: ich meine wir sind hier schon ein Land wo sehr viel getüftelt und als Ingenieure entwickelt worden ist.
00:14:29: Das ist ja eine Stärke der deutschen Wirtschaft.
00:14:31: Das müssen wir schon sehr genau planen.
00:14:33: Das hat auch seinen Platz, also es geht nicht darum zu sagen nur das eine, ne?
00:14:36: Es geht darum zu verstehen auf was jetzt gerade ankommt und da den Fokus zu setzen.
00:14:41: Wenn halt der schwarze Schwan dann mal kommt oder das überraschende oder der Schicksalsschlag dass man dann einfach das auch annehmen kann und sagen ja okay das war jetzt wirklich jetzt nicht auf meinem Zettel das hatte ich nicht geplant.
00:14:51: aber jetzt versuche ich auch vielleicht da einen Aspekt zu sehen der mir Türen öffnet um vielleicht Neues zu erfahren Mir vorstellen können, also die ganze Diskussion von Diversität beispielsweise.
00:15:03: Die Rechtfertigung dafür ist ja dass wir Horizonte erweitern wollen, dass wir Türen aufstoßen wollen.
00:15:08: Alle die tun sich damit schwer, die das Überraschende nicht zulassen wollen.
00:15:12: Eigentlich ist es ein interessantes Beispiel weil da passieren dann solche Dinge wie ich lasse mir nicht vorschreiben wie ich zu reden habe Und dann geht Bayern hin und verbietet an ihren Schulen das Gendern, also aka sie verbieten die ja wie du zu reden hast oder sagen dir wie du zur Reden hast.
00:15:24: Und da stört sich aber gar keiner dran!
00:15:25: Also dann hast du quasi eine futuristische Reaktion auf einen adventurischen Konflikt gerade... ...und keiner merkt es.
00:15:31: aber, also da bist du ja in so ganz komischen Spiralen dann auch drin.
00:15:34: Beim
00:15:34: Genderen ist die Herausforderung immer dann wenn die Vertreter der unterschiedlichen Gesichtspunkte nur ihren gelten lassen wollen.
00:15:41: Diese Begrifflichkeit der alten weißen Männer finde ich nicht sehr hilfreich muss ich sagen.
00:15:45: Im Übrigen habe ich mal was gehört, was ich interessant fand.
00:15:47: Und zwar bei der Frage, was waren so die größten Innovationen der Menschheit?
00:15:51: wurde unter anderem auch Die Brille genannt?
00:15:53: Weil die Brille sehschwächen aus gleicht bekanntlich, die es ermöglicht hat älteren Menschen am Leben weiterhin teilzunehmen, was davor gar nicht möglich war und damit ihr Wissen und ihre Erfahrung auch weitergeben zu können ihren Beitrag zu leisten.
00:16:06: Fand ich ein interessantes Gesichtspunkt.
00:16:07: also so viel zum Thema alteweise Männer.
00:16:10: Klar ist ja auch ausgrenzend.
00:16:11: Das ist immer das Ironische, wenn du was verurteilst und dann aber zur gleichen Strategie greifst, was du da eigentlich verurteilst.
00:16:17: Ich meine, wenn Du jetzt mal so zurückdenkst, Du hast ja gesagt, dass hätte dir geholfen, wenn mit zwanzig schon diese Unterscheidung gekannt hättest?
00:16:22: Wie ist es denn stattdessen gewesen?
00:16:24: also... Was wäre vielleicht anders gewesen, wenn DU das sozusagen so betrachtet hättess und nicht wie Du's damals betrachtet hast?
00:16:30: Ich glaube ich wär wahrscheinlich einfach souveräner gewesen.
00:16:32: Weniger verbissen in einzelnen Situationen mehr Gelassenheit gehabt.
00:16:36: Vielleicht war das so ganz richtig, dass der so war!
00:16:40: Und wie unterscheidest du heute?
00:16:41: Weil ich meine, es gibt ja so Situationen da ist es ja sozusagen sehr offensichtlich.
00:16:44: Also wenn jetzt irgendwie eine Corona-Krise kommt und dann darfst du deine Drogeriemärkte nicht mehr aufmachen das ist ziemlich.
00:16:50: ob wir ist dass das nicht futuristisch gedacht werden kann.
00:16:52: Ja
00:16:52: doch kann schon.
00:16:53: natürlich muss ich sagen wir konnten hier aufbleiben aber wir hatten das Phänomen, dass wir einige DM-Märkte hatten wo gar nichts mehr los war gerade die in Grenzgebieten waren und den Einkaufszentren waren oder in Innenstädten waren.
00:17:04: Aber schau mal jetzt der Futurumodus darin gewesen, das Programm abzuspulen.
00:17:08: was du machst wenn plötzlich deine Umsätze zurückgehen.
00:17:11: Kurzarbeit.
00:17:12: Adventisch ist jetzt sozusagen halt neue Situationen.
00:17:15: Was beschäftigt uns eigentlich sonst noch?
00:17:17: Und wir sind ja damals haben schon mal drüber gesprochen dann zu der Idee gekommen der Filialkommissionierung dass wir unsere DM-Markte wo nichts mehr los war, wo aber viel Ware war und viele Kolleginnen Kollegen da waren die Gänge breit waren und die Regale voll dass wir online Aufträge bearbeitet haben gepickt und gepackt haben die unser Online-Verteilzentrum eben nicht mehr bearbeiten konnten, weil die Bestellungen so durchgegangen sind.
00:17:41: Also das ist ein adventischer Umgang mit einer Situation.
00:17:44: Aber es ist
00:17:45: interessant, ich war mich gerade im Begriff dich zu fragen wie unterscheidest du das denn in Alltagssituationen wo jetzt nicht so offensichtlich ist dass das gerade eine adventische Situation ist?
00:17:52: Dann heißt es, es ist ein Parallelprogramm.
00:17:54: Es ist gar nicht, dass du den einen Modus ausswitcht, den anderen anmachst und dann wieder zurückwechselst sondern sie sind quasi im Paralleledetrieb.
00:17:59: Und wenn du mal den Gesichtspunkt der Ambiguität nimmst, ist ja genau das.
00:18:02: Gerade Ambiguität tun wir uns ja oft schwer weil wir es eben gerne genau wissen wollen, aber auch das wieder.
00:18:07: Das ist Freiheit.
00:18:08: Gibt's was, was dir dabei geholfen hat den adventischen Teil zu akzeptieren?
00:18:14: Was du gerade gesagt hast nicht so verbissen sein, dass du akzeptierst, dass es auch den gibt, die du nicht kontrollieren kannst?
00:18:18: Gabs dann ein Werkzeug für dich?
00:18:19: Ja, das ist natürlich Lebenserfahrung und ich glaube letzten Endes habe ich das ja nicht erfunden.
00:18:24: Ich war bei einem Seminar gewesen wo einen Mensch der uns selber DM auch begleitet.
00:18:28: Sein Name ist Stefan Brotbeck, das vorgetragen hat als eines der Themen an dem er gerade arbeitet.
00:18:35: Und als ich das gehört habe, hat es einfach bei mir eingeschlagen.
00:18:38: Andere haben das auch gehört und die haben das zur Kenntnis genommen.
00:18:41: Aber das ist ja oft so – also beim manchen Menschen schlägt's ein, bei anderen nicht!
00:18:45: Weil der Acker halt anders bereitet ist oder der Boden ist anders bereit.
00:18:48: Bei mir war das für diese Ideen fruchtbarer Boden weil das Fragen waren, die mich beschäftigt haben.
00:18:53: Und jetzt auch gerade wenn man in Marketing arbeitet.
00:18:55: Strategie ist was nämlich wichtiges für Markenbildung aber das muss im schillersten Sinne spielerisch gemacht werden.
00:19:00: Ich meine, es ist ja trotzdem ein bisschen verkopfter Blick auf die Welt.
00:19:03: Es ist ja sehr abstraktes und sehr hypothetisch.
00:19:06: Ist es dir gelungen so eine DNA zu kriegen?
00:19:08: Dass du das machst wie einen Reflex?
00:19:10: Wenn es einem gelingt, das zu integrieren muss man da jetzt gar nicht mehr groß drüber nachdenken.
00:19:14: Also auch Treppen steigen muss man erst lernen und dann flitzen wir die Treppe runter und denken an was ganz anderes.
00:19:19: Ja
00:19:19: ich weiß, was du meinst.
00:19:20: Das ist ja charmant wenn es etwas verkauft ist.
00:19:22: Dann ist es ein Konstrukt.
00:19:23: Das kann man angucken, das kann man verstehen.
00:19:27: Ja Joel, aber ich glaube man muss die Dinge schon auch mal sich klar machen bevor man dann souverän damit umgehen kann.
00:19:33: Also auch die größten Virtuosen spielen noch Tonleitern und auch in Paul McCartney der ein toller Komponist ist.
00:19:41: Es gibt ja diese Serie Ladybiene.
00:19:44: da gibt es so eine Szene Das ist sehr lang übrigens, weil ich war in meiner Jugend ein ganz großer Beatlesfeind.
00:19:48: Deswegen habe ich das mit Interesse mit meiner Frau zusammen angeschaut.
00:19:50: und da gibt es so eine Szene... Da sitzt er am Piano und wir warten auf die anderen Bandmitglieder, dass sie kommen.
00:19:55: Das ist ja alles so schwierig gewesen damals in der Situation.
00:19:58: Und da ist der Paul McCartney am Klavier und erklärt den Andern, die da sind, wie er komponiert, ne?
00:20:03: Mit einer unheimlichen Leichtigkeit hat's halt wirklich auch verstanden gehabt auf was es ankommt und deswegen konnte er damit souveränospielerisch umgehen.
00:20:10: Man muss sich schon reinhängen!
00:20:11: Es gibt natürlich ein paar Genies, die können das einfach.
00:20:13: Unsere Tochter beispielsweise macht gerade Abitur und da muss man natürlich schon viel lernen.
00:20:18: Und das hat sie auch gemacht, und dann sagte sie kürze ich zu mir so ja und muss überhaupt nicht lernen kann das alles?
00:20:23: Da hab' ich damals sehr gesagt es war an der Kenntnis dich hatte.
00:20:25: Ich habe gesagt sei froh dass dir das nicht so geht, dass du das lernen musst weil damit lernst du was ganz wichtiges für dein Leben.
00:20:31: Es wird nicht immer alles leicht sein.
00:20:32: Und in der Schule geht es ja nicht so sehr um die Inhalte, sondern um die Methoden.
00:20:36: In der Schule kann man lernen zu lernen, weil das richtige Lernen, also das harte Lernen nimmt das Lernen in der Ungewissheit, was es in der Schule noch nicht gibt.
00:20:42: Ich sage ganz klar, was da abgefragt wird in den Prüfungen aber das Lernin der Unwissheit ist halt das, was das Leben nach der Schule, nach dem Studium ausmacht.
00:20:50: Ja, ich fand etwas schöneres du gerade gesagt hast mit Promekarten und das passt eigentlich gut wenn man mal tot des Steuern durchs eigene Leben wie eine Komposition sieht?
00:20:57: Das ist echt charmant!
00:20:58: da man komponiert sozusagen Komponenten zusammen.
00:21:01: Da steckt der Komponente sogar drin und das, was du gerade gesagt hast, sind ja auch Kompontenten wie man die will sieht.
00:21:05: Und das andere, was Du grade meintest, Florian Heilmann hat es mal zu mir gesagt, er hat gesagt, weißt Du?
00:21:09: Es gibt Talent und es gibt die talentfreie Zone.
00:21:11: Also ist immer so ein bisschen plump wenn man über Fußballer redet aber ich finde, wenn man immer so beobachtet einen Messi zum Beispiel, der hat halt Talent!
00:21:17: Der hat unglaubliches Talent wieder den Ball streichelt und sowas und der muss doch nie trainieren, was super undankbar für die Mannschaften ist weil die ganzen jungen Spieler haben sich dir angeguckt, der kam halt irgendwie fünf Minuten vor Beginn auf dem Platz Aufgabe an den Fangen hat gezaubert.
00:21:29: Und dann denken die es können sie auch, können sie natürlich nicht!
00:21:31: So und dann guckst du dir so ein Ronaldo an der sicherlich auch Talent hat aber der ja vor allem in der talentfreien Zone unterwegs war nämlich Training.
00:21:36: Der hat halt geübt,
00:21:37: geübt, geütet...
00:21:39: Und das ist ja wirklich ein interessanter Blick auf die Welt.
00:21:41: wenn man sich realisiert es gibt Talente da gibt es vielleicht auch noch Werte und was man gerne macht usw.
00:21:45: Wenn das so im Dreieck zusammen kommt dann bist du erfolgreich.
00:21:48: Aber dass es einfach auch eine Talentfreizone gibt, wo du halt dann einfach den nachgehst das was du gerade beschrieben hast.
00:21:53: Auch einfach übt also das adventische muss man wahrscheinlich auch einfach üben hätte ich jetzt getippt und das futurisch genauso.
00:21:58: Das ist wie ein Muskel, der wächst in dem er ihm beansprucht.
00:22:01: Was ist dein zweiter Punkt?
00:22:03: Da sind wir eigentlich auch bei dem was wir grade gesagt haben.
00:22:05: die Frage die mich damals auch schon beschäftigt hat.
00:22:08: warum geschieht ausgerechnet mir das?
00:22:10: da ist dieses Konzept der Antifragilität Eine der Erkenntnisse, die ich hatte von Nassim Talib in seinem Buch Anti-Fragile oder Antifragility.
00:22:18: Ich bin mich ganz sicher.
00:22:20: Hat er genau das ausgeführt und das ist auch eine echte Erkenntnis gewesen!
00:22:23: Und es ist nämlich jetzt die Frage wie schaue ich denn eigentlich auf?
00:22:26: den Stress mit dem ich konfrontieren werde?
00:22:28: Sehe ich das eben als etwas wo ich sagen muss das ist aber ungerecht.
00:22:32: oder dass sich sagen nicht ist doch eigentlich ne Chance um lernfähig zu bleiben.
00:22:36: Das ist ja genau die Idee von dieser Antifragilität.
00:22:39: Ich tue es nochmal ganz kurz zusammenfassen, da habt ihr auch schon oft drüber gesprochen.
00:22:42: bei DM Togari-Markt sprechen wir oft davon.
00:22:44: Also diese Frage, die eben Nassim Talib stellt ist was das Gegenteil von fragieren und die Antwort die da normalerweise gegeben wird ist robust.
00:22:52: was Nassim Talib dann eben ausführt, ist das robust nicht des Gegenteils von Fragiles.
00:22:57: Und er macht es deutlich an einem Beispiel wie ich auch schon oft genannt habe und ich möchte ganz kurz zusammenfassen.
00:23:02: In einer fragile Situation kann man so vergleichen wie wenn wir Rotweintgläser haben die ja sehr zerbrechlich sind und wir wollen die mit der Post verschicken und tun sie in einen Versandkarton und dann schreiben wir zerbrechtlich oder fragile Fragil drauf.
00:23:13: geben Sie dem Kurierdienst oder der Post ist es dem Stress des Versands ausgesetzt, fällt eben runter.
00:23:19: So dann wird das zugestellt und da mache ich das Paket auf und dann sind die Weingläser kaputt.
00:23:24: Und er sagt ja was ist das Gegenteil davon?
00:23:25: Wenn man jetzt sagen würde, robust ne, dann wäre das wie wenn ich einen Gegenstand versende, z.B.
00:23:31: ein Blockmetall, geht genau den gleichen Prozess, wenn ich dann das Pakett aufmache zu Hause, wenn das ankommt und den Metallblock mir anschaue sieht der noch genauso aus verschickt wurde.
00:23:42: und dann sagt er, das ist doch nicht das Gegenteil vom ersten.
00:23:44: Nämlich im ersten Fall habe ich eine Eingangsqualität gehabt Stress und die niedrigere Ausgangskwalität.
00:23:50: Im zweiten Beispiel hab' ich eine Eingangskwalität gehabt, Stress Und die gleiche Ausgangsqualität.
00:23:55: Das ist ja nicht das gegenteil, des gegenteils wird auch ne höhere ausgangskualität also im prinzip Ich versende etwas schreibe drauf bitte beschädigen und dann kommt es an und Es ist von der besseren Qualität und dass is Antifragil.
00:24:07: so.
00:24:07: und jetzt kann man sagen Ja was ist das denn eigentlich?
00:24:09: Also wenn wir jetzt mit einer Organisation sind, ne?
00:24:12: Wir haben unsere Prozesse.
00:24:13: Wir machen etwas und wir sind Stress ausgesetzt dann tut sich eine Organisation oft schwer die Güter- und Dienstleistungen in gleicher Qualität zur Verfügung zu stellen Wenn das eine antifragile Organisation ist wird sie besser durch dem Stress den sehr ausgesetztes.
00:24:27: also wenn Corona kommt wird die Organisation besser nicht bei der Krankheit sondern bei den Rahmenbedingungen die Corona gegeben hat.
00:24:34: da wird eine Organisation besser weil sie plötzlich was lernt.
00:24:37: das heißt eine Lärm der Organisation eigentlich.
00:24:39: Und ich meine, wie lernen wir den Laufen als kleine Menschen?
00:24:42: Öfters hinfallen und es bilden sich dann die Muskeln, die ich halt brauche.
00:24:45: Es bildet sich die Fähigkeiten Gleichgewichtssinn usw.
00:24:49: Dann kann ich laufen, dann kann ich das souveränen.
00:24:51: Das heißt eigentlich geht's darum eine lernte Organisation zu sein.
00:24:55: auf einer Organisation mal bezogen und mal aufs Leben bezogen.
00:24:59: Kann ich sagen naja also der Stress, der mir im Leben kommt wenn ich also erlebe dass ich unter Stress gerate ist letzten Endes auch ne Chance was zu verändern um mir Fähigkeiten zu erwerben.
00:25:10: Also damit mich nicht sagen, dass wenn es Stress gibt die muss ich mich dann aussetzen und immer dünn heutiger werden Dann würde ich ja nichts lernen dabei sondern das ich lerne damit umzugehen dass ich eben nicht in diesen Zustand komme, sind Fähigkeiten die ich mir anreignen kann.
00:25:23: Dann sage ich nicht mehr warum passiert ausgerechnet mir das so in dem Motto?
00:25:25: Das ist aber jetzt mal ungerecht und unfair sondern dann kann ich in gewisser Weise eine Situation auch annehmen und mich dann fragen Mensch was kann ich denn eigentlich daran lernen?
00:25:33: Und dann bin ich nicht der Opfer der Situation, sondern dann werte ich zum Herr meines Schicksals und zum Kapitän meiner Seele.
00:25:39: Ich habe gerade gedacht da müsste es ja auch antirobustere Organisation geben, das wären dann Organisationen die schwächer werden wenn sozusagen Stress auf sie einfällt.
00:25:46: oder hab' ich das richtig zu Ende gedacht?
00:25:48: Der Stress ist ja nur deswegen, weil es das Bestehende unter Druck setzt.
00:25:52: Sonst wäre es kein Stress.
00:25:53: Das zweite Beispiel passt da eben nicht rein, ne?
00:25:56: Weil das Gegenteil vom ersten Beispiel ist.
00:25:58: das dritte Beispiel und das finde ich jetzt mal interessant wenn man sich nochmal auf Organisationen beschäftigt mir sagen Organisationen sollen resilient werden.
00:26:06: Es ist nicht falsch aber auch nicht ganz richtig.
00:26:07: Es is'n nicht falsch, weil klar zerbrechliche Organisationen... Da liegt kein Segen drauf!
00:26:12: Ist es halt auch nicht ganz richtig, weil wenn's nur darum geht Resilienz zu sein bedeutet das wieder den Ursprungszustand zurückzukommen.
00:26:18: Aber eigentlich gehts doch darum besserzuwerden!
00:26:21: Ich hab' auch bald so festgestellt ich hatte neulich eine Traumatherapeutin im Podcast dass ich Resilience mal falsch gedeutet habe.
00:26:27: Die hat mich gefragt was ist denn für dich Resiliens?
00:26:30: Und dann hab' ich gesagt ja Widerstandsfähigkeit, dass wenn Stressor auf mich zukommt, dass ich quasi in der Lage bin meine Stabilität zu halten.
00:26:37: Da werden sie sich ersehstet.
00:26:37: jetzt ist aber genau nicht, mustigerweise sondern... Ich krieg's nicht mehr ganz zusammen, aber ihr Punkt war Resilienz bedeutet eigentlich... ...dass du diese Dinge kommen siehst dich ihnen gar nicht aussetzt.
00:26:49: Dass du sozusagen gar nicht an den Punkt kommst dass ein Stressor bei dir entsteht sondern du hast die Fähigkeit dich so anzupassen das dein System gar nicht in den Stress gerät.
00:26:57: und da muss man erstmal darauf kommen weil ansonsten hättest du gedacht okay dann ist ja eigentlich wenn es nach meiner Falschnur gedacht hätte wäre Resilience Du kannst einfach viel ab So, dann hast du irgendwann Pegel.
00:27:06: Aber das eigentliche Resilienz ist... Du brauchst dir gar nicht viel abkönnen weil du gar nicht in den Stress gekommst.
00:27:10: oder wenn doch, hast du natürlich trotzdem, sag ich mal, fege wie du damit umgehst?
00:27:14: Gut!
00:27:14: Ich würde sagen, wenn du dem Auswahlchen kannst und danach gestärkt daraus hervorgehst, dann ist es schon wieder antifragierend.
00:27:21: Insofern ist es vielleicht ein bisschen eine Frage, wie man das Einzelne definiert.
00:27:24: Aber so diesen Gesichtspunkt zu sagen, wenn die Situation kommt... Also das heißt nicht, dass man jedes Mal dank gleich Konfetti streut.
00:27:31: Aber einfach von der Haltung her, dass ich darauf achte, in einer Opferhaltung zu kommen und klar, das geht mir oft auch so.
00:27:37: Ehrlich sein!
00:27:38: Aber trotzdem, wenn man sich das mal klar gemacht hat gelingt es schneller, dass dann wieder die positiven Aspekte sieht und sich fragt, aber das kann ich daran lernen und jedes Mal können wir was draus lernen aus der Situation?
00:27:49: Da passt dein Gedicht aber auch wirklich perfekt.
00:27:51: Also Antifragil klingt ja genauso wie das, was du mit dem Kapitän in deiner Seele gesagt hast.
00:27:55: Wie sieht's mit Punkt Nummer drei aus?
00:27:57: Es gibt ja manchmal, dass wir so sagen Mensch ist es doch so ein klar, warum sehen das andere Menschen nicht?
00:28:01: so weh ich.
00:28:02: Wie gehe ich damit um wenn meine eigenen Vorstellungen sich nicht wiederfinden in den Meinungen anderer?
00:28:08: und da ist eine Erkenntnis die ich hatte eigene Urteile falsifizieren und die anderen verifizierend?
00:28:15: Wir neigen dazu, es immer anders herumzumachen.
00:28:16: Wir versuchen immer unsere eigenen Vorstellungen zu verifizieren und die Meinungen der anderen zu falsifizierend.
00:28:23: Und das eben mal zu erkennen, dass anders zu machen ist extrem hilfreich, weil es nämlich eines der Geheimnisse um die eigenen Horizonte zu erweitern und es auch eines der geheimnisse, um sich mit anderen Menschen wirklich verstehen zu können.
00:28:34: Weil ich bereit bin mich einmal auf den anderen Standpunkt einzulassen und weil ich mal bereit bin meine Eigenstandpunkte in Frage zu stellen Und wenn wir mal schauen, auch gerade in der Zusammenarbeit oder auch noch in Beziehungen und in Freundschaften.
00:28:44: Wann wird es denn schwierig?
00:28:46: Wenn man sich nicht mehr versteht.
00:28:47: Wenn man nicht mehr aufeinander einlassen kann, wenn man nicht bereit ist den Gesichtspunkt des anderen auch mal gelten zu lassen und sich damit einfach auseinandersetzen.
00:28:54: Es geht natürlich nur, wenn ich meinen eigenen Mal infrage stelle!
00:28:57: Ich habe genau das Gleiche gerade gedacht, dass viele Menschen in Gesprächen auch gar nicht zuhören.
00:29:01: Sondern dass man eigentlich immer nur so auf den Moment wartet wo man wieder eine Sendung einreichen kann.
00:29:05: ja jetzt möchte ich mal wieder was bestellen.
00:29:07: Ja da hab' ich Folgendes und so
00:29:08: Genau es gibt halt zwei Arten zuzuhören Zuhören umzu antworten Und zu hören umzu verstehen.
00:29:14: Also das sind wir in gewisser Weise weder bei Futurmonadventures natürlich.
00:29:17: also wenn ich sozusagen zuhöre umzuantworten dann habe ich schon im Kopf was ich jetzt sagen möchte und guck nur noch dass ich einen richtigen Anknüpfungspunkt finde.
00:29:26: Wenn ich zuhöre, um zu verstehen mache ich mich mal auf und lasse mich darauf ein.
00:29:29: Auf das was ich ja noch nicht kenne!
00:29:30: Und dann höre ich aber schon ganz anders zu.
00:29:33: Das war auch richtig schwer ne?
00:29:34: Also ich finde es lernt man irgendwie... Nicht so richtig weiß nicht wie's dir geht Aber wenn
00:29:37: man scheitert permanent an seinen eigenen Ansprüchen Ne?
00:29:40: Aber ich glaube allein den Gesichtspunkt schonmal zu haben für dann schon kann schon dazu führen dass mir die Dinge anders macht.
00:29:45: zum Beispiel eine der praktischen Anwendungen aus diesem Prinzip ist dass wenn jemand mit einem Vorschlag kommt neigen wir eigentlich immer dazu erstmal zu erklären warum das keine gute Idee ist und Beispiele zu finden, warum das jetzt nicht funktioniert.
00:29:58: Wir können aber auch so rangehen dass wir erstmal uns darauf einlassen und mal uns überlegen was spricht denn alles dafür?
00:30:03: Und danach fragen wir uns was sprichten dagegen muss man dann auch machen.
00:30:06: klar aber dass wir mal damit anfangen uns einmal darüber zu unterhalten was spricht eigentlich dafür?
00:30:11: und das Interessante was ich beobachten kann ist dass wenn man diese Vorgehensweise wählt dass mir dann in dem Dialog der entsteht die Idee schon weiterentwickeln.
00:30:20: Und wenn wir diesen Weg nicht gehen, und ich erstmal darüber spreche was eigentlich dagegen.
00:30:24: Dass der andere in eine Verteidigungshaltung kommt und wir uns eigentlich eingraben... ...und wir eben dann nicht.
00:30:28: dieses Phänomen von eins plus eins ist größer als zwei.
00:30:31: Meine Idee und deine Idee?
00:30:33: Wenn wir die jetzt gegeneinander verteidigen, dann wird es nie mehr als zwei Ideen sein!
00:30:37: Wenn wir ja in der erst genannten Art damit umgehen dass sich..wenn du ne Idee äußerst.
00:30:42: Ich natürlich auch schon eine Idee habe, das mich erstmal auf deine einlasse Dann entsteht eine neue Idee, die du nicht hattest und dich auch nicht hatte Und dann haben wir am Ende mehr als zwei Ideen.
00:30:51: Selbst wenn die Idee quasi hinterher falsifiziert wird, hat die Diskussion darüber wahrscheinlich viele Einsichten hervorgebracht?
00:30:56: Absolut!
00:30:57: Machst du das bei dir so?
00:30:58: Also du wirst ja tagtäglich mit hunderten Entscheidungen quasi konfrontiert, die du treffen solltest.
00:31:03: Hast du da ein Prozess, dass du mit so einem Vorgehen arbeitest?
00:31:06: Urteil zurückhalten, ne?
00:31:08: Das eigentlich erstmal verstehen... Wenn ich wohlwollend zuhöre, dann gehe ich mal davon aus, dass der andere eigentlich was Gutes will und nicht etwas machen möchte, was zunächst einmal für mich bedrohlich ist oder vielleicht eigensüchtig von ihm oder von ihr.
00:31:19: Du machst dann schon einen
00:31:19: Unterschied.".
00:31:20: Was mich daran interessiert ist, wie ist denn dein Entscheidungsvorgehen?
00:31:23: Weil darauf zeichnet es ja dann am Ende ab... Also manche Entscheidungen trifft man vielleicht alleine, manche trifft mal gemeinsam, manch hier trefft man vielleicht schnell, manchen nicht, manches sind reversibel und manche nicht.
00:31:31: Hast du deine Haltung?
00:31:32: Naja also ich glaube wichtig ist schonmal dass man darauf achte das man möglichst wenig unter Zeitdruckentscheidung treffen muss.
00:31:38: Das geht natürlich auch nicht immer aber gerade wichtige Entscheidungen dass die nicht unter Zeitdruck getroffen werden müssen.
00:31:43: Da hilft zum Beispiel, wenn man sich frühzeitig damit beschäftigt und eben voraus denkt und nicht erst auf einen einprasselt und man jetzt eine Entscheidung treffen muss.
00:31:50: Und man muss ja auch entscheiden zwischen Entscheidungen, die langfristig sind oder kurzfristig.
00:31:55: Es gibt diese One-Way Door Decisions und Two-Ways Door Decisions, das schon mal klar zu unterscheiden.
00:32:01: Also die One-way Door Decision, also sozusagen eine Entscheidung ohne Wiederkehr, die so mächtig eingreift, dass sie nicht so revidierbar ist.
00:32:09: Die muss ich... Gründlich mir überlegen, gründlich beraten.
00:32:13: Und two-way door decisions da kann ich sagen gut probieren wir mal aus und wenn es nicht klappt dann ist auch nicht schlimm ne?
00:32:19: Ist nicht bestands bedrohnt Ja und das ist halt unheimlich wichtig sich wirklich zu beraten weil man hat ja dann auch die zeit es zu machen und wirklich viele gesichtspunkte einzubringen und in so ein beratungsprozess eben genau in diese situation zu kommen dass die eigene wahrnehmung über das was eigentlich los ist was eigentlich der sachverhalt ist dass sie einfach besser wird.
00:32:38: und meine beobachtung dass wenn ich das mache, also wenn ich sozusagen wirklich in die gute Wahrnehmung, also in eine möglichst wahrheitsgemäße Wahrnehnung komme über das was tatsächlich da ist.
00:32:49: Das ist so mein Ausschnitt!
00:32:50: Ich habe immer nur einen Ausschnitt auf die Wirklichkeit, weil es der möglichst groß wird durch die vielen Gesichtspunkte, die mir da einbezogen werden.
00:32:56: Meine Beobachtung ist, is' das dann die guten Ideen und die Lösungen auch kommen?
00:33:00: Also die wären, wie kann man sagen magnetisch angezogen fast... Und es ist ja auch ne Beobuchtung, die man machen kann, dass viele der Antworten bereits in den Sachverhalten liegen.
00:33:08: Man muss sie noch raus destillieren Und das gelingt natürlich gemeinschaftlich besser.
00:33:11: Deswegen ist Diversität auch so wichtig?
00:33:13: Ja, aber es ist eine schöne Hinführung zu Diversitet.
00:33:15: Also Perspektivenvielfalt und dann natürlich wenn man einen Prozess hat nach dem man die auch hört...
00:33:19: Je klarer die Grundsätze halt dann wiederum sind und je klarer der Zielsetzung sind warum wir denn eine Entscheidung treffen müssen umso mehr zahlt die Diversitäten darauf ein.
00:33:28: Wenn's natürlich keine gemeinsamen Ziele gibt keine gemeinsame Werte keine gemeinsam Grundsatze Dann setzt die Kalkophonie ein.
00:33:34: Ich glaube diejenigen die sich gegen Diversität wehren haben genau davor Angst.
00:33:38: Vor allem, ich mag den Punkt wirklich.
00:33:40: Wie viele Streits führt man eigentlich im Leben?
00:33:42: Wo man genau das macht was du sagst dass man versucht seinen Standpunkt zu verifizieren und den anderen zu falsifizierend.
00:33:47: Als ich mir so Gedanken gemacht habe über meine fünf Dinge die ich gerne mit zwanzig gewusst hätte ist einer der führenden Dass man Streits nicht gewinnen kann weil es da gar nichts zu gewinnen gibt.
00:33:55: also sie sind ungewinnbar.
00:33:56: in der Regel geht's eigentlich mehr darum.
00:33:59: Also ganz oft ist ja gesehen werden zum Beispiel und da dann einfach den anderen mal zu sehen.
00:34:04: Und sich dann auch mal selbst anzuschauen, um zu sagen wie können wir denn das zusammenbringen was wir da gerade an Konflikt haben?
00:34:10: Reinhard K. Sprenger hat ja das Buch Die Magie des Konflikts geschrieben und eine interessante Erkenntnis die ich daraus hatte ist dass er gesagt hat die Tatsache dass es zum konflikt kommt um ein anderes Wort verstreiten ist dass wir gemeinsames Anlegen haben sonst würden wir nicht mehr in den konflik gehen.
00:34:23: also sind sehr positiver art darauf zu schauen.
00:34:26: natürlich muss man jetzt wieder Differenziert, wenn man jetzt mal kriegerische Konflikte nimmt.
00:34:30: Da kann man das natürlich sehr problematisch das jetzt so darzustellen.
00:34:33: Aber es geht doch trotzdem um einen Anliegen und seins nur Territorien aber jetzt mal im kleineren Maßstab.
00:34:39: Wenn's zu einem Streit kommt haben wir ein gemeinsames Anliege und unterschiedliche Gesichtspunkte draufzuschauen.
00:34:44: Und in den Dingen die wir als einzelnen Menschen tatsächlich gestalten können.
00:34:49: Wenn ich diesen Gesichtspunkt habe dass mir zum Konflikt kommen dann kann ich versuchen der Frage nachzugehen okay was sind unsere gemeinsamen Anliegan eigentlich?
00:34:56: Weil die gibt's ja.
00:34:57: Und das als Ausgangspunkt wiedernehmen, und es ist auch wie ich mal sage des Verhandlungsgeschickletzten Endes, dass ich verstehe wo sind denn die Interessen des anderen auf was wir verhandeln?
00:35:06: Und dann kann ich manchmal sehen, dass Dinge, die dem anderen wichtig sind, ich ihm gerne auch konzedieren kann weil sie mir nicht so wichtig sind!
00:35:13: Und schon kommen wir wieder gemeinsam voran.
00:35:15: Ich würde sagen man streitet sich auch in der Regel eher mit Leuten, die einem wichtig sind.
00:35:19: Also da denkt man gar nicht so
00:35:20: drüber nach.
00:35:20: Aber
00:35:21: wenn die Leute egal sind, dann streitest du dich eigentlich nicht.
00:35:25: Das gefällt mir.
00:35:25: Das werde ich beherzigen, das nehme ich noch heute mit.
00:35:27: Leichter gesagt als getan allerdings?
00:35:28: Ja, ich weiß!
00:35:29: Das ist ja das Stimme bei Einfachheit, dass die so schwer sind.
00:35:32: Nr.
00:35:32: vier.
00:35:33: Tja... Die Frage rechtfertigt der Zweck die Mittel.
00:35:36: Also ich war jemand, der war in jungen Jahren sehr zum Teil eben auch dogmatisch in der Art wie ich die Dinge gemacht habe.
00:35:42: Jugendfreund von mir hat mal zu mir gesagt Mensch Christoph du bist immer so grundsätzlich ne also herz nicht als Lob gemeint.
00:35:47: Ich hab es als Lob aufgepasst damals aber jetzt mit Rückblick kann ich kann ich schon verstehen auch das ist anstrengend mit solchen Menschen.
00:35:53: Da habe ich kürzlich den Satz gehört auf Englisch.
00:35:56: There is a difference between being right and being effective.
00:35:59: Recht zu haben ist nicht dasselbe wie erfolgreich zu sein, man kann recht haben und trotzdem nicht effektiv sein und dann war es vergebend.
00:36:06: also so mit dem Kopf durch die Wand zu wollen ist so die deutsche Redewendung dafür.
00:36:10: das ist weder für die Wand gut noch für den Kopf gut.
00:36:12: wenn man eine Überzeugung von etwas hat muss sich trotzdem noch einen Weg finden für die Sache einzutreten und damit wirklich was zu bewirken.
00:36:21: Weil im normalen Leben, würde ich sagen, bringt es nichts einen Märtyrer zu werden für eine Sache sich ein Schwert zu stürzen und danach nichts mehr erreichen zu können.
00:36:29: Jetzt kann man natürlich sagen gut Bibeln, Kreuzigungen
00:36:32: usw.,
00:36:32: aber das ist ein anderer Orbit, würd' ich sagen jetzt ja.
00:36:36: Im normalen leben ist es schon wichtig dass wir mit der kostbaren Lebenszeit die wir haben uns überlegen wie können wir denn auch die Dinge beitragen die uns wichtig sind?
00:36:44: Und dafür muss ich immer wahrnehmungsfähig bleiben.
00:36:47: für das was auch anschlussfähig ist Gerade in einem Unternehmen ist es unheimlich wichtig, auch wenn man Erkenntnisse hat.
00:36:53: Das darf nicht dogmatisch werden.
00:36:54: Es muss lebendig bleiben und zugänglich sein.
00:36:57: Und dann wird das effektiv.
00:36:59: Was da drinsteckt, ist ein Preisgedanke, dass manchmal die richtige Entscheidung oder Recht haben einen sehr hohen Preis hat, den es vielleicht gar nicht wert.
00:37:08: Wenn man davon diesem Dogmatismus ein Stück abweicht, man vielleicht den einen oder anderen Kratzer am Ego mitnimmt aber unter dem Strich zu einem besseren Ergebnis kommt.
00:37:18: Anschlussfähigkeit ist das Wort, welches ich oft verwende.
00:37:21: Die Dinge müssen anschlussfähig sein.
00:37:22: Wenn man etwas für wahr erkannt hat – also wenn man das Glück hat, dass man diese Erkenntnis hatte -, dann hat man ja einen gewissen Vorsprung.
00:37:28: zunächst mal, weil die anderen haben das noch nicht erkannt.
00:37:30: und jetzt geht es eben darum, dass wenn ich das selbst wirklich wichtig erkannt habe, als wenn mein für eine Arbeitsgemeinschaft, für ein Unternehmen verantwortlich ist und sagt da kommt jetzt wirklich drauf an dann bringt es jetzt nicht einfach nur die Lautstärke hoch zu drehen, indem ich das sage.
00:37:46: Sondern ich muss dann auch schauen wie ich das so praktisch darstellen kann dass Menschen es auch erkennen können.
00:37:51: also da ist kein Meinungsaustausch mehr im Sinne von Ich tausche deine Meinung gegen meine aus sondern das zu einer Erkenntnis wird und das dann wieder in gewisser Weise eine soziale Kunst und jetzt auch gerade Leute dieser sehr aus dem Universitären oder aus dem denkerischen Umwelt kommt.
00:38:03: und ich bin jetzt auch eher jemand der sozusagen aus der Erkenntnisse heraus die Dinge macht und weniger so aus dem Gefühl Da muss man dran arbeiten.
00:38:11: oder muss ich daran arbeiten, immer wieder zu schauen wie kann ich es noch so darstellen dass für Menschen die jetzt einen anderen Zugang haben der auch sehr wichtig ist.
00:38:17: Es sich anhören wollen vielleicht Perspektive aufgezeigt bekommen die dann dazu führt das sie sagen ja das macht Sinn.
00:38:24: dafür wollen wir uns einsetzen.
00:38:25: Ein ganz konkretes Beispiel.
00:38:26: Letztes Jahr haben wir ja bei DM Togarima fünfzigjähriges Jubiläum gehabt und wir haben uns intensiv mit der Frage davor beschäftigt, wie wollen wir das denn feiern?
00:38:33: Was mich wirklich bewegt als Frage immer ist beinahe im Unternehmen welches diese Größe hat, welches auch so effizient arbeiten muss weil das haben wir in einem anderen Podcast mal gemeinsam besprochen.
00:38:42: Einzelhandel ist ja ganz einfach günstige Einkaufspreise und niedrige Prozesskosten.
00:38:46: Schon kannst du künstlich anbieten und die Kunden kommen zu dir.
00:38:49: So einfach gesagt, gar nicht so einfach gemacht.
00:38:51: Also niedrige Prozesskosten bedeutet natürlich sehr verlässliche, sehr routinierte Vorgehensweisen die dich veränderungsresistent machen.
00:38:59: also du verlierst deine Innovationskraft.
00:39:01: Wir müssen halt auf der einen Seite immer schauen dass wir effizient sind Die Prozesse müssen sehr gut laufen aber wir müssen gleichzeitig sehr innovativ sein und das bedeutet ja eingeschlagene Wege in Fragestellen, Trampelpfade malverlassen Und deswegen dann die Frage Fünfzig Jahre DM Wie kann es weitergehen?
00:39:16: Auf was kommt's wirklich an?
00:39:18: Und wir haben das dann eben, das war die Erkenntnis daraus zu sagen.
00:39:22: Wir machen es unter dem Motto Lust auf Zukunft.
00:39:25: Denk grad noch an deiner DJ-Metapher auch, dass man manchmal den einen Song in den anderen übermischen muss?
00:39:29: Ja, das ist ja die Frage von Transformation.
00:39:32: Das
00:39:32: ist doch auch herrter!
00:39:32: Dann ist doch ein Zukunftsblick und ist eigentlich auch eine Transformationsprozesse.
00:39:35: Ja gut, der Schöne beim DJ ist du weißt ja schon welches Lied kommt, ne?
00:39:38: Die Herausforderung ist, dass ihr das nächste Lied noch gar nicht kennst.
00:39:40: Du weißt aber, dass das Alte verklingen wird.
00:39:42: Sag mal was du eben gesagt hast, du triffst Entscheidungen eher aus der Erkenntnis als aus dem Gefühl warum.
00:39:46: Ach, ich glaube das hat etwas mit Persönlichkeit zu tun.
00:39:49: Das ist ja das Schöne!
00:39:50: Wir sind ja unterschiedlich und ergänzen uns dann.
00:39:53: Deswegen sind wir auch in Gemeinschaft stärker als alleine.
00:39:56: Fühlst du dich sicherer wenn du Dinge über den Kopf löst?
00:39:58: Ich würde mal sagen es geht mir leichter von der Hand.
00:40:00: Auch da geht's darum zu sagen wie kann ich das gut einsetzen und wie kann nicht schauen dass sich dem anderen genügend Raum gebe Also der anderen Vorgehensweise, durchaus das auch bei mir kultivieren.
00:40:10: Aber vor allem wenn andere eben so darauf zu gehen nicht von denen zu verlangen dass sie das auch sehr aus der Erkenntnis machen müssen dann wird es natürlich schwierig.
00:40:17: aber wenn wir vielleicht mal ein bisschen mit Demo drauf schauen und sagen nach letzten Endes ist es halt in der Gemeinschaft dass wir uns ergänzen und die Wirklichkeit ein bisschen näher kommen nimmt man sich selbst nicht so wichtig sieht aber auch was man beitragen kann natürlich in dem Kontext der einfach da ist durch die unterschiedlichen Charaktere und Herangehensweisen.
00:40:33: Am Ende des Tages sagt man ja auch mal so schön, stärken und nicht schwächen versuchen in Stärken zu wandeln.
00:40:38: Und dann ist vielleicht manchmal auch ein probates Mittel zu sagen, dann hole ich mir für denjenigen der das besser kann als sich eine Person an die Seite.
00:40:44: oder aus dieser Vielfalt heraus entsteht dann quasi anstelle der Kakophonie eher eine Symphonie
00:40:48: Ja, gut.
00:40:49: Wenn es gelingt auch die Schwächen zu stärken zu machen und die Stärken, die man schon hat dabei nicht zu vernachlässigen kommen bei der Perfektion natürlich ziemlich nahe.
00:40:57: aber das ist normal nicht so leicht.
00:40:59: Und deswegen glaube ich ist es wichtig dass wenn man sich mit seinen Schwächen beschäftigt Dass man das nicht zulasten seiner stärken macht.
00:41:05: Ich würde gerade sagen Die Realität bringt einem anderes bei.
00:41:09: Das ist halt die Theorien und die Praxis Ist dann antifragil.
00:41:14: Na gut einer fehlt noch
00:41:15: Die Frage, wie gewinne ich nach Fehlern wieder Zuversicht?
00:41:18: Also gerade wenn man so richtig schief gelaufen ist.
00:41:20: Ist ja dann die Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, was in der Depression dann auch als Krankheitsbild sogar sein kann.
00:41:28: Aber sozusagen, wie komme ich da wieder dazu, Zuversichts zu haben und wieder nach vorne zu schauen, letzten Endes das zu integrieren?
00:41:34: Fehler sind sprossen auf den Leiter der Erkenntnis.
00:41:37: Das ist eine Erkenntnisse, die ich hatte jetzt in den letzten ein, dreißig Jahren.
00:41:41: Das hätte mir damals gut getan, wenn mir das damals schon klar gewesen wäre.
00:41:44: Ich meine, all diese Sätze kann man ja hören.
00:41:46: Aber es geht darum, dass man die integriert irgendwie, das man die verstanden hat, dass sie eine praktische Relevanz bekommen und nicht nur ein theoretisches Wissen sind.
00:41:53: Und dieser Gesichtspunkt Fehler sind sprossen auf der Leiter der Erkenntnis ist eben die Herangehensweise, da sich sage auch das was dabei entstanden ist womit ich mich eigentlich nicht verbinden möchte, was mir leidtut, was ich bereue oder was ich gerne rückgängig machen möchte.
00:42:07: Dass ich das im Prinzip integriere und sage Ja auch das bin ich gewesen.
00:42:11: aber ich habe dabei etwas gelernt Und heute würde ich das anders machen.
00:42:15: Aber damit ich das heute anders beurteilen kann, habe ich in meinem Leben vielleicht diese Erfahrung machen müssen.
00:42:21: Wenn ich die schon damals beherzigt hätte, hätte ich manche andere Erkenntnisse nicht gehabt.
00:42:24: aber natürlich, manche Dinge wären auch nicht schief gelaufen.
00:42:27: Natürlich auch ein Lebensweg den man geht führt anderen Menschen Verletzungen zu und ich glaube da kann man grundsätzlich nicht stolz drauf sein.
00:42:34: zu sagen, ja gut das habe ich zwar damals gemacht.
00:42:36: Ich kann mir heute noch überlegen insofern noch gewisse Dinge möglich sind ne?
00:42:40: Das auch nochmal vielleicht zu klären mit der entsprechenden Person aber zu sagen Ja auch das gehört zu mir und daran habe ich was gelernt und deswegen war es nicht vergebens doch wenn ich es heute anders machen
00:42:48: würde.".
00:42:49: Das ist ein schönes Bild weil ich hab gerade so gedacht Es ist ja relativ simpel.
00:42:52: Es ist fast auch so ein bisschen auf Wog gekommen zu sagen I failed my way to success.
00:42:57: Edison kennt zweieinhalb Wege wie man keine Glühbirne baut und deswegen hat er sie am Ende gefunden den einen der funktioniert.
00:43:03: Das wird ja da spannend, wo das passiert was du gerade gesagt hast.
00:43:06: Weil wenn ich jetzt ein falsches Warnwirtschaftssystem ausgesucht hab und Fehler gemacht habe es kostet vielleicht Geld dann kannst du sagen okay doof.
00:43:11: aber wenn du irgendwie vielleicht in einem Streit deiner Frau einen Offer gegeben hast und dann denkst du so wow das gibt dir so moralische Dinge finde ich so moralisch Fehler wo man sich also ich tue mich dann würde mich schwer tun mir das zu verzeihen da eine Perspektive zu gewinnen die dich daraus führt das ist schon sehr dankbar ja?
00:43:27: Das ist wichtig um wieder Zuversicht zu gewinden und nach vorne zu schauen und damit damit die Vergangenheit eigentlich quält.
00:43:32: Ich würde gerade sagen, da geht es ja um Verzeihen.
00:43:33: Also sich selbst verzeihen!
00:43:35: Den Teil finde ich dann bei den schlimmen Fehlern eigentlich am schwersten.
00:43:37: Gelingt ihr das mit der Einsicht?
00:43:38: Ist das sozusagen für dich der wichtigste Beistellerschein gewesen?
00:43:41: Ich würde sagen, besser mal schlechter.
00:43:43: Aber allein diesen Gesichtspunkt zu haben hilft da schon in der Situation, dass man merkt, das setzt mir geradezu, dass sich dem nicht nur hingibt und sagt, okay, gibt's noch den anderen Gesichtspunkten?
00:43:53: Den kann ich auch mal einnehmen!
00:43:54: Und dann geht es wieder weiter unbenommen davon ist, sich entschuldigen zu können.
00:43:59: Den Schaden macht's ja nicht wie der Wett ist.
00:44:00: Man kann ja nur sagen, es hatte zumindest ein sinnvolles Ergebnis oder einen positiven Aspekt dessen was da passiert ist...
00:44:06: Wenn du halt so zwanzig bist noch ne oder vielleicht auf zwanzich dreißig Da sind noch viele Menschen, mit denen du Lebenszeit verbracht hast.
00:44:13: Das ist alles noch gestaltbar.
00:44:15: Wenn du dann mal über fünfzig bist, sind schon viele deiner Lebensbegleiter die Leben gar nicht mehr.
00:44:20: Dann kannst du viele Dinge auch gar nicht bearbeiten in dem Sinne, dass du darüber sprichst und dass du ein unmittelbares Feedback kriegst von den Menschen wie sie das erlebten.
00:44:27: Ich hab dich ja ganz anders erlebt, wesentlich nicht so dramatisch was du gemacht hast.
00:44:31: oder vielleicht könnten dir sagen okay das war damals nicht gut.
00:44:34: aber ich bin sehr dankbar dafür, dass Du das mal angesprochen hast und es hilft mir auch Solche Gespräche kannst du dann nicht mehr führen.
00:44:40: Und dann ist natürlich die Frage, wie gehst du damit um?
00:44:42: Ja ich würde grad sagen, da fährt er die Tragekomponente nach oben also der emotionale innere Druck... Also das fühlt sich für mich tragisch an.
00:44:50: Ich weiß gar nicht ob es das richtige Vokabular dafür ist aber wenn man ein Erkenntnis hat was falsch gemacht zu haben den Bedürfnis ist zu reparieren oder zu kommunizieren und kanns das aber nicht mehr!
00:44:59: Wie geht's denn dir damit wenn du so Weggefährten verlierst oder vielleicht sogar eine Situation eintritt dass du gerne noch etwas geklärt hast und hast es nicht mehr können?
00:45:06: Musste akzeptieren
00:45:06: ne?!
00:45:07: Und mir wirklich die Frage stellen, was bedeutet das denn für mich?
00:45:10: Das ist ja wieder ein Stress.
00:45:11: Bist du wieder bei der Antifragilität?
00:45:13: Jetzt natürlich die Frage, okay, was sind die Erkenntnisse, die daraus ziehst?
00:45:16: Ich glaube ich kann man nur im eigenen Lebenskontext dann versuchen, der Frage nachzugehen.
00:45:21: Aber ich glaube, das Wesentliche ist auch, dass man eben mit Fragen durchs Leben geht.
00:45:25: Fragen öffnen uns, Antworten schließen uns
00:45:28: ab!
00:45:28: Ich hab grad das, wo du Kamboula gedacht mit Öffnungen durchs Leben gehst.
00:45:31: Mit Offenheit.
00:45:32: Ich find das sehr charmant.
00:45:33: weil also A, bedanke ich mich ganz herzlich bei dir dass du dem so viel Ernsthaftigkeit eingeräumt hast dieser Frage heute Dass du dich da so akribisch reingedacht hast und B finde ich total charmant dass deine fünf Punkte ja alle quasi in Systemform irgendwie was alles so auf eine Story einzahlt.
00:45:48: Vielen Dank.
00:45:49: Es war auch auf jeden Fall mal interessant unter dem Gesichtspunkt den Zeitraum zu überblicken.
00:45:53: seit zwanzig Jahren.
00:45:55: Glaubst du, dass du mit ein und siebzig anders gucken wirst auf die zwanzig als mit einund fünfzig?
00:45:58: Ich hoffe.
00:46:01: Ich hoffe es
00:46:02: ja.
00:46:03: Dann danke ich dir ganz herzlich und freue mich aufs nächste Mal mit dir!
00:46:06: Sehr schön.
00:46:07: Vielen Dank Schwell.
00:46:07: vielen dank für deine Zeit.
00:46:13: Wow das war ein inspirierendes Gespräch oder?
00:46:15: Denk dran jeden Freitag dem fünften Tag der Woche erscheint eine neue Folge.
00:46:19: also abonnier den Podcast unbedingt damit du keine Episode verpasst und teile ihn noch total gerne mit deinen freunden oder Kollegen.
00:46:26: Und wo wir schon über fünf Dinge sprechen, eine Fünf-Sterne-Bewertung auf der Podcastplattform deiner Wahl hilft uns sehr damit noch mehr Menschen von diesen inspirierenden Geschichten profitieren können.
00:46:35: Nimm doch kurz Zeit dafür!
00:46:36: Genauso wie für einen Besuch auf unseren Social Media Kanälen um Updates und exzessive Inhalte zu erhalten.
00:46:40: Die Links findest du in den Shownotes.
00:46:42: Befreuen uns nämlich über deine Anregungen und Feedback zur zukünftigen Themen und Gästen.
00:46:46: So jetzt hören wir nochmal unseren Podcast Song rein Bis zum nächsten Mal.
00:46:49: Bleib Inspiriert und Neugierig
00:46:50: Dein Joel Oder völlig
00:47:37: anders wie ein Zaunkass.
00:47:39: Du bist schon weit gegangen, bist du angekommen?
00:47:43: In Deiner Haare haben her, ey wirklich ehrlich!
00:47:50: Was ist für Dich heute unentbehrlich?
00:47:53: Sollen wir je fertig sein oder einfach sein?
00:47:57: So wie wir sind, so wie Wir sind... Gib mir fünf oder mehr, gib mir alles!
Neuer Kommentar