Listing Location: Wo sollte ich an die Börse gehen? | #Börsengang 📈

Shownotes

EXPERTENGESPRÄCH | Es gibt einige Mythen, die sich um den Börsengang für Unternehmen und die Auswahl der Listing Location ranken. Deshalb widmet sich Joel in dieser Folge mit seinen Gästen Caroline von Linsingen von der Deutschen Börse und Jochen Hennig von Lilja&Co der Frage, welche Faktoren wirklich eine Rolle spielen und welche Unterschiede es zwischen Listings in den USA versus Deutschland bzw. Europa gibt. Du erfährst... ...was die Auswahl der richtigen Listing Location ausmacht ...mit welche Kosten Unternehmen rechnen müssen ...welches Potential auf den respektiven Märkten herrscht ...welche Zielstellungen eine Rolle spielen ...welche Möglichkeiten es für deutsche Unternehmen gibt, an die amerikanische Börse zu gehen ...mehr über die Größenordnungen und Verteilung von Liquidität an den Börsen ...ob US-IPOs erfolgreicher sind ...welche Regeln wo gelten ...ob deutsche Unternehmen erfolgreich an der US-Börse sind Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Börsengänge: Unsicher auf dem Börsenparkett? Nicht mit uns! Gemeinsam mit unterschiedlichen Expert:innen der Deutschen Börse spricht Joel regelmäßig über alles rund um die Themen Börse, Börsengang und späte Finanzierungsphase (pre IPO). __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Jochen Hennig, Partner bei Lilja & Co. 👤 Caroline von Linsingen, Deutsche Börse, Head of Community Management __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung & Einführung ins Thema (00:03:15) Was ist ein Listing Standort & welche Faktoren sind wichtig? (00:10:45) Der Index und Visibilität, Liquidität & Reichweite (00:20:25) Was sind die Kosten eines IPO im Vergleich? (00:23:36) Mythbusting: Was stimmt, was nicht? (00:31:20) Ausblick: Welche Anreize braucht der europäische Markt? __________________________ ||||| WIR ||||| 🧢 Ich bin übrigens Joël! Ich liebe es, mein Wissen zu erweitern und neue Dinge kennen zu lernen. [Das teile ich hier mit dir](https://lnk.to/joyofjoel) 💡 Du konntest dir keine Notizen machen? [In meinem Newsletter](https://newsletter.makersandshakers.club/) fasse ich dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen 👀 Hier findest du [alle Links zu digital kompakt](https://lnk.to/dkompakt) 💛 Abonniere „digital kompakt“ auf Apple Podcasts, Spotify & Co. Wenn dir die Folge gefallen hat, hinterlasse uns bitte eine Fünf-Sterne-Bewertung! 👥 Wir streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.

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00:00:02:

00:00:18: Hallo Leute, mein Name ist Joel Kaczmarek.

00:00:20: Ich bin der Geschäftsführer von Digital Compact und wie ihr wisst es mir immer wichtig dass ich euch da draußen Unternehmertum in allen Phasen nahe bringe bis hin zu allergrößten nämlich vielleicht bei dem ein oder anderen von euch der Börsengang Und deswegen habe ich ja regelmäßig auch kollegInnen von der deutschen Börse mit am Start die mir so eine stückweit Aufklärung bieten.

00:00:38: So und heute nehmen wir uns mal ein ganz cooles Thema, nämlich das Thema Listing Location.

00:00:42: Weil da gibt es ja ganz viele Mythen!

00:00:43: Wir machen also Mythbusting heute.

00:00:45: Sollte ich eher in den USA an die Börse gehen?

00:00:47: In Europa oder vielleicht ganz woanders?

00:00:49: Und ich glaube dass beschäftigt ihn einen oder auch die andere von euch.

00:00:52: Daher werden wir das mal auseinandernehmen und analysieren.

00:00:54: Ihr werdet also genau verstehen was ist denn eigentlich so eine Listing-Location?

00:00:57: Was gibt's dabei zu beachten wenn ich die auswähle?

00:00:59: Und vor allem was sind denn so die wesentlichsten Unterschiede zwischen USA, Europa?

00:01:03: und dann vielleicht auch nochmal so ne kleine Vorschau was wir denn noch so tun sollten um in Europa noch attraktiv... zu werden, als wir es ohnehin schon sind.

00:01:09: So und mit wem spreche ich darüber?

00:01:11: Das ist zum einen die Liebe Caro von Linsingen, die ist Head of Community Management bei der Deutschen Börse und zum anderen der gute Jochen Hennig.

00:01:18: Jochen ist nämlich Partner bei Lilia &

00:01:20: Co.,

00:01:21: er ist ein unabhängiger Kapitalmarktberater und die beiden leben dieses Thema quasi und können da richtig viel zu sagen und darauf bin ich schon sehr gespannt!

00:01:27: Von daher that being said ihr Beinen moin moin

00:01:30: Guten Morgen.

00:01:31: Hallo!

00:01:31: Ja, fangen

00:01:32: wir vielleicht mal mit einem ganz kurzen Satz zu euch jeweils an.

00:01:34: Das gehört sich ja so?

00:01:35: Vielleicht kann Karo ja einmal mit einem kurzen Satz erzählen was sie macht und dann sagt Jochen uns das eigentlich so sein Job ist.

00:01:59: geschlossen sind und jetzt seit einem Jahr verantwortlich für den sogenannten Börsenplatz.

00:02:05: Das ist wahrscheinlich der Ort, den die meisten Menschen auch mit der deutschen Börse verbinden weil sie ihn aus den Nachrichten jeden Abend kennen.

00:02:12: Eigentlich macht er nur einen ganz kleinen Teil von der Deutschen Börser aus aber trotzdem extrem visibel.

00:02:18: das liegt daran dass wir daneben unserer retail Handelsplattform der Börsee Frankfurt dort auch zahlreiche Paketmedien haben die dort ansässig sind adzfn tv nun mal um einige zu nennen natürlich große Aufmerksamkeit mit sich.

00:02:31: Wir haben da über hundert Liveschalten pro Tag und wir nutzen diese Visibilität für unsere deutschen Börsengänge, für die IPO's aber auch für die Emittenten der Deutschen Börse um die in Szene zu setzen.

00:02:41: Cool!

00:02:42: So Jochen was machst du?

00:02:43: Auch ich freue mich hier zu sein, herzlichen Dank für die Einladung.

00:02:45: Plilion Co ist ein führender unabhängiger Kapitalmarktberater.

00:02:49: Wir helfen Unternehmen sich auf Börsengänge vorzubereiten.

00:02:52: wir arbeiten da viel für Eigentümer und Gründer geführte Unternehmen Arbeiten aber auch viel für Private Equity und Venture Capital-Unternehmen also Finanzinvestoren, die häufiger einen Unternehmen an die Börse bringen Und helfen dort über den gesamten Prozess mit der Vorbereitung des Unternehmens auf den Börsengang sowie dann in der Transaktion Koordination der Transakktion geben eine unabhängige Meinung zu allen Themen, die so den Börsengang betreffen.

00:03:16: Sehr gut

00:03:16: und dann lass uns doch mal straight rein starten.

00:03:18: also Listing Location.

00:03:19: man kann es sich ja ein bisschen vorstellen vielleicht ist in der modernen Zeit sogar fast komisch dass wir einen Ort brauchen an die Börse zu gehen weil ansonsten ist ja eigentlich alles dezentral und digital.

00:03:27: aber vielleicht könnt ihr uns ja mal so an die Hand nehmen was ist denn eigentlich ne Listing location?

00:03:31: Und warum ist die Auswahl der richtigen denn eigentlich total wichtig?

00:03:34: Also klar Listing-Location ist wahnsinnig wichtig.

00:03:37: ich glaube der Blick richtet sich da auch in erster Linie einfach immer mal Die USA, das klingt natürlich ganz besonders reizvoll weil man da sagen kann.

00:03:44: Man ist an die Neiße oder man ist an den Nastag gegangen und hat dort gelistet.

00:03:48: Ich glaube aber was ganz wichtig für die Unternehmen ist, dass sie sich genau überlegen, was sind denn eigentlich die Vorteile und die Nachteile eines jeweiligen Listingstandorts?

00:03:58: Und was da glaube ich vor allen Dingen instinktiv oder intuitiv der Vorteil in den USA ist Dass man dort natürlich immer sagt, die USA haben einen enorm liquiden Kapitarmarkt.

00:04:09: Das stimmt auch nicht von der Hand zu weisen.

00:04:12: Das liegt auch daran, dass die Amerikaner deutlich weniger Börsen und Listingplätze haben als wir das hier in Europa haben.

00:04:18: Der Handel in Europa ist deutlich fragmentierter – also in Amerika gibt es drei große Börsens.

00:04:23: In Europa sind es gleich thirty-fünf unterschiedliche Börse an denen man sich Listen lassen kann.

00:04:28: Und ein zweiter Punkt ist glaube ich einfach die Recherche und die Analysten.

00:04:32: Da gibt es deutlich mehr in Amerika und je präziser natürlich eine Analyse, um besser auch die Möglichkeit eine möglichst höhere Bewertung zu bekommen.

00:04:40: Und das ist natürlich etwas wo man sich überlegen muss.

00:04:43: Es spricht das nicht dafür in Amerika an die Bause zu gehen?

00:04:46: Ich glaube aber ganz entscheidend für ein Unternehmen ist auch immer abgesehen von einem Blick nach Amerika dass man sich darüber legt Wo ist denn eigentlich mein Schlüsselmarkt?

00:04:55: Und wo sind meine Kunden?

00:04:56: Bekomme ich die Visibilität, die ich auch hier in Deutschland oder Europa reichen würde gerade wenn?

00:05:02: und man muss sich natürlich auch überlegen aus US Perspektive eines Analysten.

00:05:07: Europa ist stark fragmentiert, Europa ist extrem kompliziert.

00:05:11: Und welchen Vorteil hätte jetzt ein amerikanischer Analyst vielleicht ein kleineres Unternehmen?

00:05:16: Ein deutsches Unternehmen was in Amerika an die Bause gehen will spezifisch so zu analysieren und dort eben auch sagen wir mal das Geschäft zu verstehen dass er dann konkrete Prognosen abgeben kann für dieses Unternehmen.

00:05:26: Das heißt dieses Argument es gibt eben mehr Analyste greift nur teilweise.

00:05:32: Ich glaube, das ist etwas was man mit in Betracht ziehen muss.

00:05:35: und dann ein ganz wichtiger anderer Aspekt sind natürlich die Kosten.

00:05:39: da gibt es auf der einen Seite wenn wir jetzt nun mal auf der Makroebene bleiben muss man sich natürlich überlegen wenn man in Amerika listet dann ist das nicht nur eine Briefkastenfirma sondern da muss man dann natürlich auch ein Büro aufbauen.

00:05:49: Man muss ein entsprechendes Sterf haben die möglichst gut qualifiziert sein muss.

00:05:53: Man mußt sich auf Dienstleiste im Zweifelsfall verlassen.

00:05:56: Man braucht steuerberater Wirtschaftsprüfer.

00:05:58: Das bringt natürlich alles enorme Kosten mit sich.

00:06:00: Und wenn wir jetzt mal auf die Listinggebühren zu sprechen kommen, dann ist es in Amerika insbesondere so dass gerade für kleine Unternehmen die Listings fees und auch die Maintenance fees einfach an vielfachen dessen sind was man hier in Europa bezahlt.

00:06:14: Joch, ich sehe schon Karo ist gleich heiß gelaufen, ihr hattet ja vielleicht fragmentiert welcher Standort Wasser hat?

00:06:18: Vielleicht machen wir nochmal einen ganz kurzen Schritt zurück Basic Betrachtung.

00:06:24: Was ist denn eigentlich so bei der Auswahl des richtigen Börsenplatzes wichtig für die Entscheidung?

00:06:28: Weil das Ziel ist ja, einen Heimmarkt für eine Akze zu finden.

00:06:30: Vielleicht kannst du uns ja noch mal ganz kurz einen Schritt zurück an die Hand nehmen.

00:06:33: Mach ich sehr gerne!

00:06:34: Also für uns ist eben wie du schon gesagt hast außer der Listing Location das Ziel is es wirklich ein Heimat für die Akze kreieren?

00:06:40: und was heißt das eigentlich wirklich eine Kapitalbasis zu schaffen, die es mir ermöglicht auch in Zukunft wieder Kapitale aufzunehmen, die mir eine Visibilität gibt, die ist vielleicht möglich und dazu kann Caro bestimmt später noch etwas... sagen, in den relevanten Index aufgenommen zu werden und darüber auch eine gewisse Reichweite und Visibilität zu erhalten.

00:06:58: Also das ist schon extrem wichtig!

00:07:00: Und worauf achten wir dann?

00:07:01: Wir haben diese Fragestellungen sehr häufig mit Unternehmen die uns fragen soll ich in die eine Richtung oder in die andere Richtung gehen Europa oder USA oder innerhalb von Europa vielleicht eher Frankfurt oder London.

00:07:13: Was wir da gerne machen ist eigentlich... Ich sag's mal Art wie ein Entscheidungsraster in zwei Dimensionen an.

00:07:18: Wir schauen uns viele unternehmensspezifische Faktoren an, aber dann auch viele Transaktionen oder marktspezifische gehört dazu vor allem zu den unternehmensspezifischen Faktoren, wirklich die Historie des Unternehmends.

00:07:30: Wo ist das Headquarter?

00:07:32: Wo sitzt das Management?

00:07:33: Wo ist der Schwerpunkt des Geschäfts jetzt nicht nur aktuell sondern auch strategisch?

00:07:37: wo sehe ich wirklich die Zukunft des Unternehmerns?

00:07:39: Das sind im Endeffekt viele wichtige unternehms- spezifische Faktorn neben so technischen Faktern wie jetzt zum Beispiel Reporting Currency oder Steuerliche Situation.

00:07:48: also dass es so eine Dimension hier sehr wichtig ist und darauf hat der Karo schon kurz hingedeutet.

00:07:54: Das ist natürlich die Frage, die Liquidität des Marktes.

00:07:57: Wo habe ich die relevanten Vergleichsunternehmen?

00:07:59: Wo sitzen Analysten, die die Aktien dann auch verfolgen und auch unterstützen bis hin zu diesen Fragestellungen kosten?

00:08:05: Und da kommen wir wahrscheinlich noch mal ein bisschen genauer dazu.

00:08:08: Aber am Ende des Tages ist es für uns wirklich eine Gesamtschau!

00:08:11: Und deswegen ist diese Entscheidung auch so wichtig, weil man eben mit dieser Entscheidung nicht nur im IPO sondern dann eben auch langfristig leben muss.

00:08:19: Okay also wenn ich noch mal ganz kurz zusammenfasse die Zielstellung die sich damit verbindet es natürlich das Thema Kapitalzugang und da dann auch Investorenbasis.

00:08:26: also das unterscheidet sich ja je nach Ort auch ein Stück weit.

00:08:29: Dann die Sichtbarkeit des Thema Index wo wir gleich nochmal drüber sprechen könnten und der wahrscheinlich auch ich sag mal so einen Rahmen also regulativer Natur dass ich eigentlich weiß was ist denn so?

00:08:37: das Spiel fällt?

00:08:38: Das klingelt bei dir schon durch Steuer.

00:08:40: Wahrscheinlich muss ich auch dann Reporting-Flichten anders haben, je nachdem wo ich anstatt gehe.

00:08:44: Definitiv,

00:08:45: dass es natürlich auch gerade bei der Entscheidung ist man in den USA oder ist man Europa.

00:08:49: Ist das natürlich ein signifikanter Faktor?

00:08:51: Gerade in den US gibt es spezifische Regeln regulatorisch also Stichwurzabends Oxley zum Beispiel.

00:08:57: dort gibt es sehr hohe Anforderungen auch an das Unternehmen und das ist natürlich mit einen Faktoren manchmal auch unternehmen bisschen abschreckt in die USA zu gehen.

00:09:04: Und kannst du nochmal zusammenfassen was sind denn eigentlich so Faktoren die sich auf die Vorbereitung auch auswirken?

00:09:10: Also was hat dann Einfluss drauf?

00:09:11: ich habe jetzt schon gelernt zur Regulierung Thema, Rechnungslegungsstandards.

00:09:15: Das sind so die weiteren Faktoren.

00:09:17: also wir haben ja hier zum Beispiel auch schon viel über Prospecting geredet.

00:09:19: ich stippe mal das wird sich auch je nach Standort unterscheiden.

00:09:22: vielleicht hast du ja so die kleine einmal eins Übersicht der Faktor an die sich auf die Standortwahl im ersten Schritt bei der Vorbereitung auswirken.

00:09:28: am Ende ist es natürlich erstmal die Frage wenn ich mich für eine gewisse Listingslocation entscheide ein gewisses regulatorisches Regime, das ist ein gewisser Regulator.

00:09:36: Wenn ich an Europa oder jetzt spezifisch in Deutschland an die Börse gehe dann habe ich mit der BAFIN zu tun und natürlich einen deutschen Wertpapierprospekt alle Anforderungen, die hier relevant sind.

00:09:45: wenn ich in den USA gehe dann hab' ich es mit der SEC zu tun Und dann sind das natürlich ganz andere Anforderung.

00:09:50: Wenn ich in die USA gehe, dann hängt das natürlich immer ein bisschen von der Art ab wie ich dorthin gehe.

00:09:54: Also es gibt dort unterschiedliche Möglichkeiten als europäisches Unternehmen, als ein Foreign Private Issuer gehen.

00:10:00: Da habe ich gewisse Ausnahmeregeln Übergangsfristen was zum Beispiel das Thema Sabin's Oxley angeht oder ich hab eben die Möglichkeit wirklich als Domestik-Issueur zu gehen.

00:10:10: dann bin ich aber wirklich an amerikanisches Unternehmen und muss mich auch wie ein amerikanes Unternehmen verhalten.

00:10:15: Das heißt ich brauche das Headquarter dort.

00:10:17: Ich muss auch quasi nach USGAP reporten ich muss auch Sabins Oxley compliant sein gleich von Anfang an.

00:10:23: Also das hat dann signifikante Herausforderungen auf die Vorbereitung.

00:10:26: Allein diese Frage, um Sabins Oxley compliant zu sein.

00:10:31: Das ist ein Thema was manchmal eine Vorlaufzeit von mindestens zwölf Monaten hat auch für europäische Unternehmen was dann wirklich als Domestik-Eschuar in die USA gehen möchte und auf USGAP umstellen muss.

00:10:43: das hat natürlich eine sehr lange vorlaufzeit.

00:10:45: Und Karo jetzt hat ja Jochen eben schon von dem Thema Index geredet.

00:10:49: Kannst du uns da mal ein Stück weit an die Hand nehmen, was es damit auf sich hat und wie der sich auf Reichweite und Sichtbarkeit auswirkt?

00:10:54: Ja gut.

00:10:55: Also die Indizes, die wir anbieten, insbesondere natürlich die ganze DAX Index-Familie haben natürlich eine enorme hohe Visibilität.

00:11:03: sie sind immer sozusagen Referenz und Benchmark für den deutschen Kapitalmarkt.

00:11:08: Eines der Argumente, das wir eben immer anbringen ist dass die Unternehmen hier in Europa und gerade auch in Deutschland eine gewisse Größe erreicht haben kommen natürlich bei uns in Deutschland sehr viel schneller.

00:11:19: In einen Auswahlindex, der jetzt der MDAX sein kann oder der DAX Index sein kann als das in Amerika der Fall ist.

00:11:26: Die Markkapitalisierung der US-amerikanischen Unternehmen ist oftmals ein Vielfaches von dem was man hier sieht Und damit ein Herr geht natürlich auch eine geringere Visibilität.

00:11:35: Das wirkt sich dann wieder auf die Liquidität einer Aktie aus, weil einfach weniger Handel darin stattfindet.

00:11:40: und das ist ja sozusagen der Grund warum man sich einen Listingort aussucht.

00:11:44: Weil genau wie bei den Immobilien wo man immer sagt Lage, Lage, Lage so ist es eben mit der Liquidität im Handel.

00:11:49: da ist die Liquiditet wirklich entscheidend und eben auch die Visibilität.

00:11:53: und wenn ich die Möglichkeit habe in einem deutschen Auswahlindex zu kommen und damit insbesondere dann eben auch ETFs, die Indizes abbilden deutlich höhere Handelsvolumina generieren kann.

00:12:06: Dann ist das natürlich immer ein großes Kriterium was dafür spricht eben die deutsche Börse als Listingstandort zu wählen?

00:12:12: Vielleicht nur kurz eine Ergänzung dazu weil dass es natürlich auch ich möchte jetzt nicht so technisch werden aber gerade bei dieser Fragestellung wiege ich in die USA.

00:12:19: wenn ich als deutsches Unternehmen dort Listen wollen würde dann ist das Natürlich auch mitten Faktor diesen, ich sag's mal etwas einfacheren Weg eines Foreign Private Issues gehe.

00:12:29: Dann bin ich eben exakt von dieser Index-Inclusion ausgeschlossen.

00:12:33: also das heißt ich werde dann dort auch nicht in den Index kommen sondern das verlangt dann dass sich wirklich als Domestic Issue dorthin gehe mit all den Konsequenzen die wir auch gerade schon besprochen haben.

00:12:43: Also es spricht der juristische Sitz und das operative Headquarter müssen immer dort sein, wo man auch in den Index gehen möchte.

00:12:51: Das muss man sich halt überlegen!

00:12:52: Okay und jetzt mal Jochen Frage an dich weil Carlos bestimmt ein bisschen biased und fair enough wenn wir auch alle Patrioten sind.

00:12:58: Wir haben ja jetzt gerade über das Thema Index Reichweite Sichtbarkeit geredet.

00:13:01: In der Startup-Szene gibt es mal so eine schöne Sailing Lieber ein kleiner Teil einer Melone als ein großer an einer Erbse.

00:13:05: Also ich will jetzt auf die Marktreichweite hinaus.

00:13:07: Merkst du ja ne?

00:13:08: Wenn ich mich nicht täusche ist Europa so zweitgrößter Wirtschaftsstandort der Welt oder wahrscheinlich mit China, USA, Indien so auf jeden Fall den Top Fünf.

00:13:14: Aber USA hat natürlich immer dieses verlockende dass sie sehr groß sind, dass man da wie viele Investoren hat.

00:13:19: Wie reizvoll ist denn dieser Faktor Größe?

00:13:21: Wenn du das mal abwechst gegen die ganzen Kosten und Aufwände, die man da hat...

00:13:24: Ich glaube, man muss sich das wirklich sehr genau überlegen!

00:13:27: Und wenn wir diese Entscheidung begleiten dann ist es immer eine extrem individuelle Entscheidung.

00:13:31: also das heißt man kann das nicht vom Vorhinein sagen.

00:13:34: Das muss man wirklich unternehmensspezifisch anschauen.

00:13:36: ich glaube manche Unternehmen unterschätzen eben wie tief der amerikanische Kapitalmarkt ist und dass man dort eine wirklich signifikante Größe braucht um auch diese Visibilität zu haben.

00:13:47: Und was wir einfach oft auch manchmal beobachtet haben ist, dass dann Unternehmen natürlich schon wenn sie in die USA gehen und dort einfach zu klein sind nicht wirklich diese Liquidität bei Investoren generieren das sie dort einfach ein bisschen untergehen oder so zwischen die Stühle geraten.

00:14:02: Das muss man einfach ganz klar sagen.

00:14:04: ich glaube da ist es vielleicht nicht zwangsläufig so, dass man sagt lieber ist man dort wo einfach ich sag's mal mehr Transaktionen im Tech-Bereich oder so passieren sondern das man dann da lieber für den Heimmarkt optiert.

00:14:34: dort gehandelt werden im Vergleich zu nur in Anführungsstrichen Milliarden Euro, die in Europa gehandeln werden.

00:14:41: Das ist also mehr als das Vierfache dessen was in Amerika passiert als hier in Europa.

00:14:45: Wenn man jetzt aber dann den Rückschluss darauf zieht sozusagen Hier gibt es keine Liquidität Dann hängt das ein bisschen weil wenn wir uns Die Verteilung der Liquidität in den US-Omerikanischen Aktien einfach mal ein bisschen genauer anschauen, dann ist es so dass Amerika sich insbesondere auch durch die sogenannten Megacap Unternehmen auszeichnet.

00:15:03: Und das sind Unternehmen, die eine Markkapitalisierung von über hundert Milliarden aufweisen und Diese Megacap-Unternehmen haben aber auch einen überdurchschnittlichen Anteil an den US-Mekanischen Handelsvoluminer.

00:15:14: In Summe gibt es neunundsebzig von diesen MegacAP Unternehmen, es gibt ungefähr zwei tausend neunhundert Unternehmen die insgesamt in Amerika gelistet sind, neun und siebzig davon sind megacap und haben eine Marketcap von über hundert Milliarden machen also quasi nur drei Prozent aus von den US gelisteten Unternehmen.

00:15:31: Allerdings entfallen über fünfzig Prozent der Handelsumwürze auf diese drei Prozent.

00:15:36: Das bedeutet, man hat eine totale Verzerrung hin zu diesen riesigen Unternehmen.

00:15:40: in Europa sieht das ganz anders aus.

00:15:42: da ist es so dass unsere Unternehmen nicht ganz so groß sind und dass die vor allen Dingen diversifizierter sind also wo man in Amerika einen großen Fokus auf Tech hat.

00:15:50: Es ist einfach so, dass wir hier in Europan breiteren Querschnitt haben durch die unterschiedlichen Wirtschaftssektoren Und das wirkt sich dann natürlich für die Unternehmen Die jetzt da nicht reinfallen würden, wirkt aus, weil sie damit eben mehr Visibilität in Deutschland und in Europa halten.

00:16:04: Okay interessant also auch aufpassen dass man nicht Äpfel mit Birnen vergleicht.

00:16:07: verstanden und jetzt hast du ja eben gesagt Karo das es in USA drei Börsen geht und Europa thirty-five.

00:16:12: wenn ihr jetzt sage ich mal um den Börsengang von Unternehmen bult ist dann auch oft das Thema ob die irgendwo anders innerhalb von Europa an den Start gehen oder ist da Frankfurt einfach auch per se schon in der Poleposition?

00:16:22: Ja ich würde denken das ist immer noch so ein bisschen eine nationale Entscheidung.

00:16:26: für deutsche Unternehmen muss man sagen und für deutsche Aktien sind wir global der Referenzmarkt.

00:16:31: Das ist unangefochten, wir handeln ungefähr sechs Milliarden Euro pro Tag.

00:16:35: da kann keine andere Börse weltweit mithalten und insofern sind wir sagen mal für all das was jetzt deutschsprachig ist sind wir die Nummer eins glaube ich die als börse angelaufen wird.

00:16:45: Wir können jetzt sehen mit tui die ja auch gerade london den rücken zu gehört haben dass es natürlich sein kann dass eben bestimmte umstände wie brexit sich dann eben auch positiv auf uns auswirken können und hoffen eben dass uns das aufschwung gibt.

00:16:57: Ja, das habe ich mir damals bei Brexit auch gedacht.

00:16:59: Dass man da in Frankfurt gejubelt haben muss!

00:17:02: Und Jochen du hast ja eben schöne so eine Dualität aufgemacht.

00:17:04: wenn wir jetzt nochmal den Faktor der Auswahl vertiefen Du hast gesagt es gibt zum einen unternehmensspezifische Faktoren und zum anderen marktspezifische und das hätte ich gerne noch ein Stück weit verdichtet.

00:17:13: also du hast schon gesagt so Historie des Unternehmems Standort sowas spielt ne Rolle aber vielleicht kompletierst du noch mal ein Stück weiter.

00:17:18: was ist denn noch so unternehms spezifischen Faktore die nicht mehr anschauen wenn ich im Börsenplatz auswähle?

00:17:22: Also wie ich schon gesagt hatte ich glaube so der wichtigste Faktur ist eigentlich der Schwerpunkt des Geschäfts.

00:17:26: Wie gesagt, nicht nur... aktuell, sondern auch strategisch und going forward.

00:17:30: Das schlägt sich natürlich dann oft wieder in im Infekt.

00:17:33: wo sitzt das Management?

00:17:35: Wo baue ich dann sukzessive auch die relevanten Unternehmensstrukturen auf?

00:17:39: Dass es wahrscheinlich mit, würde ich jetzt mal sagen unter diesen unternehmendsspezifischen Faktoren der wichtigste Komplex.

00:17:45: alle anderen Themen sind natürlich auch irgendwo technisch also Reporting Currency und Rechnungslegung Standard und auch steuerliche Situation.

00:17:52: Das kann man glaube ich über die Zeit dann auch dementsprechend hinziehen.

00:17:55: aber ich würde mal sagen dieser strategische Faktor dass ist das wahrscheinlich das Wichtigste.

00:17:58: Und das geht einher, wie ich schon gesagt hatte mit so wo sitzt es?

00:18:01: Das Management, wo ist dann der Schwerpunkt des Geschäfts was auch einen Faktor hat wenn ich ein Management-Tipp habe was in den USA sitzt oder andersrum was vielleicht in Europa sitzt.

00:18:10: aber ich gehe in den US an die Börse da hat das ganz praktische Konsequenzen.

00:18:13: eine Kernaufgabe von dem Vorstand vor allem vom Finanzvorstand ist auch für Investoren dar zu sein Investorrelation Arbeit zu machen.

00:18:21: und wenn ich jetzt als europäisches Unternehmen in den U.S.A.

00:18:23: liste dann muss sich auch für amerikanische Investoren permanent verfügbar und das macht es dann allein praktisch auch manchmal ein bisschen schwer.

00:18:29: Und die andere Seite?

00:18:30: Die marktspezifische, wer wird die auch noch kompletieren und dann nochmal in Vergleich setzen?

00:18:34: Ja ich glaube da ist natürlich der Punkt was wir schon diskutiert hatten eigentlich die Liquidität oder die Tiefe der Investorenbasis.

00:18:39: Das ist schon mit der wichtigste Punkt zusammen mit wo habe ich eben eigentlich die relevanten Research-Analysten und ich sag's mal so'n bisschen die Community sitzen.

00:18:48: Da ist es ja aber auch so dass sie sage Auch im europäischen Börsengang hab ich hier die Möglichkeit wirklich signifikant auf die amerikanischen Investorenbasis zuzugreifen.

00:18:57: Auch in dem europäischen IPO habe ich ja im Endeffekt ein Angebot an amerikanische Investoren, das ist sogenannte Hundertvierzig A-Offering.

00:19:05: Das adressiert dann vor allem professionelle Investoren also Qualified Institutional Buyers.

00:19:10: aber ich habe eigentlich auch die Möglichkeit einen Großteil amerikanischen Investoren Basis abzugreifend.

00:19:15: Ich bin mal so ganz naiv gefragt wenn ich jetzt beides nebeneinander stelle.

00:19:18: Also unternehmensbezifisch marktbeziefisch sind beide Faktoren gleich wichtig oder gibt es einen Faktor der sich nicht ganz relevante ist?

00:19:24: Ich würde schon sagen, die Entwicklung des Unternehmens ist was natürlich langfristiger eigentlich im Vordergrund steht.

00:19:29: Wie gesagt das Unternehmen muss langfristig mit dieser Entscheidung leben.

00:19:32: und wenn ich auch Kurzfristig denke ich, ja, ich habe jetzt vielleicht bessere Vergleichsunternehmen in den USA.

00:19:38: Das ist ein Faktor, den sehen wir eigentlich nicht mehr so.

00:19:40: Also früher gab es immer die Idee, ich kann irgendwie so ein bisschen, ich sag's mal, valuation-Abitrage betreiben indem ich irgendwo in die USA gehe weil da hab' ich bessere Peer Companies oder so... Da merken wir einfach, Investoren denken da inzwischen global und da kommt´s wirklich auf die individuelle Unternehmensgeschichte und Equity Story an.

00:19:57: Wenn die gut isst dann kriege ich auch fundamental amerikanische Investoren Die mir in einem europäischen in den Börsengang investieren.

00:20:04: Vielleicht ein konkretes Beispiel, wir haben einen der größten Software-IPOs in Europa mitbegleitet.

00:20:08: Vierzig Prozent der Nachfrage kam direkt aus den USA und eine weitere vierzig Prozent der nachfragen war zwar von UK-Investoren aber das waren zum großen Teil auch im Endeffekt der europäische Arm von amerikanischen Investoren so dass sie wahrscheinlich in der Gesamtschau über fünfzig Prozent die Nachfrage aus den U.S.A.

00:20:24: hatten.

00:20:26: Und sag mal Kau du hast ja eingangs auch gesagt, dass den Bösengang in den USA signifikant teurer ist.

00:20:31: Warum ist das eigentlich so?

00:20:32: Weil ich meine an und für sich möchte man ja meinen, wenn man so einen großen Zusammenhängenmarkt mit so viel Liquidität hat.

00:20:38: Und so wenige Börsen über diesen ganzen Markt also viel weniger Zerstückelung dass man ja eigentlich auch so Netzwerkeffekte heben können müsste usw.

00:20:45: Also was macht denn eigentlich so ein US-Börsengang so viel teurer als jetzt irgendwie in Deutschland?

00:20:49: Jochen die Akteure, die Banken.

00:20:50: kennst du da glaube ich besser was da gecharged wird in Europa im Verhältnis zur Amerika.

00:20:55: Ich glaub da liegt so ein bisschen der Schlüssel zu dem Ganzen und dann kann ich aber gern gleich auch nochmal sozusagen aus Sicht der Bause dazu kommentieren.

00:21:01: Ja gerne.

00:21:02: also ich glaube es sind vor allem zwei große Blöcke die wirklich die Kosten am amerikanischen IPO deutlich höher werden lassen als in Europa.

00:21:08: das zum einen die Fies für die Bank.

00:21:11: Das ist in der Tat so, das wird gerechnet ja immer als ein Prozent des Transaktionsvolumens.

00:21:15: Und hier sehen wir einfach dass die Bankenfies in den USA einfach deutlich höher sind.

00:21:18: Das ist historisch bedingt.

00:21:20: In Europa gab es mehr internationale Banken, die dann irgendwie den Markt, ich sag's mal obern wollten auch sich ein bisschen Preisdruck gemacht haben.

00:21:27: In den USA sind die Bankenfies einfach deutlich höher im Verhältnis zu Europa, das Punkt eins und Punkt zwei ist Kosten für Berater-, Anwälte-Wirtschaftsprüfer aber vor allem auch für Versicherungen.

00:21:39: Ein wichtiger Faktor ist hier auch die sogenannte DNO-Versicherung, also Versicherungen für das Management im Rahmen eines Börsengangs und das ist ein Punkt der einfach deutlich teurer ist in den USA als in Europa.

00:21:49: Wolltest du noch was zu sagen, Karo?

00:21:50: Weil du meintest, du wolltest eben noch so die Börsenperspektive zugeben.

00:21:52: Ach

00:21:52: ja!

00:21:53: Ich hab' so ein bisschen überlegt, ob er es gesagt hat... Wir haben natürlich auch einen klaren Beiß und ich könnte jetzt sagen wir haben die niedrigsten Listengebühren in ganz Europa.

00:22:00: Wir liegen, ich würde mal sagen rund immer bei hunderttausend Euro.

00:22:03: bei einer Euronext, auch bei einer Marketcap von drei Milliarden für eine Unternehmen kann das dann auch gut ne Million werden.

00:22:09: in Amerika wie gesagt ein Vielfaches.

00:22:11: aber das Argument ist wahrscheinlich jetzt sehr stark eingefärbt.

00:22:15: Ich glaube auf die großen Treiber sind wirklich die Bankenfies ganzen regulatorischen Kosten.

00:22:20: Das ist wirklich auch im Verhältnis zu den Kosten des Listings, das wirklich der Löwenanteil würde ich sagen?

00:22:25: Habe ich auch gerade so gedacht okay wenn jetzt mal im Kopf für mich zusammenfasse also es ist ja ein bisschen wie in so einer Ehe drum prüfe wer sich ewig bindet dass ich mir natürlich gut überlegen muss.

00:22:33: wo ich liste was ich jetzt schon mitgenommen habe ist der Karo gesagt Management Commitment.

00:22:37: also ich brauche halt wirklich vor Ort ein Team mit allen Kosten.

00:22:40: ich brauch irgendwie die Investor Relations vor Ort die ganze Umstellung.

00:22:44: also ich hab die IPO-Kosten per se nochmal Ich hab wahrscheinlich auch höhere Offenlegungspflicht in den USA als hier und ich erinnere mich auch noch so.

00:22:50: In unserem letzten Podcast haben wir auch bei Börsengangversicherung geredet, also im letzten Börsen-Podcast weißte ich noch mal die Posiversicherung und da hat mir das Team auch erzählt dass man diese Posiversierung in den USA teilweise gar nicht kriegt weil die Wahrscheinlichkeit den USA verklagt zu werden, ich glaube fünfmal so hoch ist oder sieben Mal so hoch wie in Deutschland.

00:23:04: Habe ich noch Sachen vergessen?

00:23:05: Also gibt es noch so weitere Risiko- und Kostenfaktoren die ich im Blick haben sollte wenn ich in den

00:23:10: Nee, das sind im Endeffekt die Faktoren und vielleicht nur der einzige Punkt dieses was ich vorhin schon gesagt hatte einfach diese Savins Oxley.

00:23:16: Das ist ein wichtiger Faktor.

00:23:17: das treibt aber auch die Verantwortung dass ja das Management Team was dann hier zeigen muss dass es für die Qualität der Reporting Prozesse und der Zahlen verantwortlich ist und damit ist natürlich die Hürde auch verklagt zu werden höher.

00:23:29: insgesamt muss man natürlich sagen dass sie USA deutlich klar gefreudiger ist als in Europa und das ist mit auch einen Punkt der diese Kosten einfach treibt.

00:23:36: Gut jetzt haben wir uns heute auf die Fahne geschrieben einige Mythen mal auf die Probestände, ranken sich ja einige rund um USA versus Europa.

00:23:44: Vielleicht fangen wir da mal Basic an?

00:23:45: Was sind denn so die Hauptunterschiede wenn wir die nochmal angucken zwischen einem US und einem europäischen IPO?

00:23:51: Ja, vielleicht fange ich da mal an.

00:23:52: Der IPO-Prozess per Sie ist relativ vergleichbar.

00:23:55: Wir haben ja im Endeffekt ein breites öffentliches Angebot, wir haben in Endeffekten einen Wertpapierprospekt und wir haben ein Management was Roadshow Meetings macht das es zwischen einem amerikanischen Prozess und einem europäischen Prozess sehr vergleichba.

00:24:06: Was wirklich Unterschiede sind die sind dann im Detail also im amerikanischem Prozess haben eben zum Beispiel kein IPO Research also das heißt quasi Research Reports mit denen die Analysten im IPO die Aktie vermarkten.

00:24:19: Das ist ja im Europäischen Prozesse so etwas wie ein Key-Multiplier, sage ich mal.

00:24:23: Das haben wir im amerikanischen Prozess

00:24:25: nicht.".

00:24:25: Dann ist auch zum Beispiel ein Faktor in dem amerikanischem Prozess die Preisfindung.

00:24:29: Ist einfach ... Ich sag's mal ein bisschen flexibler!

00:24:31: Dort geht man in das Bookbuilding, setzt die Preisspanne... Man ist auch öfter bereit, die Preißpanne hochzuziehen und runter zu ziehen anzupassen.

00:24:39: Das passiert in Europa weniger weil wir ja eben eigentlich so vor der Preisspanne, bevor die Preisspanne gesetzt wird diesen Preisfindungsmechanismus haben über den Research und das Feedback der Investoren.

00:24:49: Also das sind ich sage mal so zwei große Unterschiede.

00:24:52: was wir strukturell noch sehen ist schon ein Unterschied in der gesamten Angebotstruktur.

00:24:57: also im Verhältnis sind die amerikanischen IPOs ein bisschen kleiner was den Free Float angeht und es ist auch eher so dass wir größere Kapitalerhöhungen also Primary Komponenten in dem IPO sehen und weniger diese Abverkäufe.

00:25:11: also das heißt Der amerikanische IPO, der wird oft betrachtet wie so ein bisschen Introduction to the market.

00:25:17: Sag ich jetzt mal wirklich das Unternehmen Public bekommen und dann über die Zeit verkaufen wenn Unternehmen so Aktionäre verkaufen möchten, dann verkaufen sie über die zeit eigentlich.

00:25:27: Wenn wir eben doch in der Tendenz in europäischen IPOs häufiger auch eine Secondary Komponente sehen dass also auch ein struktureller Unterschied.

00:25:34: Und vielleicht letzter Punkt und das ist dann auch ich sage es noch ein bisschen Konsequenz dessen Wir sehen den amerikanischen IPOs öfter am ersten Tag sowas wie so eine relativ hohe Performance, was man dort auch immer ein bisschen Share-Price-Pop nennt am ersten Tag.

00:25:47: Der kommt aber auch daher, weil es eben in den USA auf einen Investoren wirklich erwartet wird das am ersten tag wir da eine gute Performance sehen während in Europa die IPOs sich sagst mal ein bisschen näher vielleicht am fairen Wert des Unternehmens gepreist sind.

00:26:00: und wies du die langfristige Komponente?

00:26:02: Weil meine Bothese war ja ein Stück weit dass diese ganze Aftermarket Performance also wenn man mal so ein Jahr lang in Zukunft guckt in Europa ein Ticken höher ist.

00:26:09: oder schätze ich das falsch ein?

00:26:11: Genau das ist eben auch das, was wir uns immer als Deutsche Börse anschauen.

00:26:14: Und vor allen Dingen hier auch.

00:26:15: Ziel deines Podcasts sind natürlich neben den US-amerikanischen IPOs sich auch insbesondere die IPOs oder Börsengänge dort anzuziehen, die eben deutsche oder europäische Unternehmen sind.

00:26:25: und ich glaube, was halt wichtig wird, was Jochen auch gerade sagte es gibt sozusagen zwei Perspektiven auf Börsengänge.

00:26:32: Das eine ist sich neben den IPO als Exit Und dann ist natürlich die Bewertung, die ich an einem Listingstandort bekomme ganz entscheidend.

00:26:39: Das Zweite der Punkt den du gerade angesprochen hast, wenn ich mir das jetzt aber langfristig anschaue und den IPO nicht sozusagen als finalen Punkt in einer Kette sehe sondern überhaupt erst als Beginn einer Reise eine Equity Story, dann ist eben diese sogenannte Post-IPO Performance ganz entscheident.

00:26:57: Wenn wir jetzt einfach mal so ein paar Beispiele nehmen, deutsche Unternehmen, die in Amerika gelistet haben... dass die Post-IPO Performance mit Ausnahme von BioNTech bei keinem deutschen Unternehmen funktioniert hat, das in Amerika gelistet hat.

00:27:12: Also zum Beispiel CureVac, wenn wir uns anschauen ist es ein biofarmazeutisches Unternehmen aus Tübungen.

00:27:17: Vier Jahre nach ihrem Listigen an der NASDAQ haben sie einen Minus von ninety-fünf Prozent.

00:27:21: Lilium auch ein anderes Growth-Unternehmen im Bayerischen Flugtaxihersteller, der auch in Amerika an die Börse gegangen ist.

00:27:28: Das war das.

00:27:29: Die haben angefangen mit zehn Dollar pro Aktie zu traden.

00:27:33: ein Dollar vierundzwanzig.

00:27:34: Mai Theresa kennt wahrscheinlich auch jeder, sind auch einund zwanzig in Amerika gelistet.

00:27:39: die haben minus von sechsen achtzig Prozent.

00:27:41: und wenn wir jetzt den allerletzten nehmen Birkenstock die ja mit großer Spannung an der NICY an die Börse gegangen sind dann hat man dort eben auch gesehen dass die Aktie am ersten Handelstag mit einem Minus von dreizehn Prozent gestartet ist und bisher auch nicht sich oberhalb von dem Ausgabepreis von sechsundvierzig Dollar wirklich bewegen oder halten konnte.

00:27:59: Ich glaube, das ist eine sehr weite Bandbreite an deutschen Unternehmen.

00:28:03: Die wir zeigen die ihr Glück in Amerika versucht haben und die sich halt die Finger verbrannt haben.

00:28:07: Und die Frage wäre natürlich wie wäre es ne Birkenstock hier in Deutschland zu haben auch eventuell in einem unserer Auswahl Indizes wo sie eben nicht sage ich jetzt mal mit irgendwie Crocs sich vergleichen müssen oder Nike sondern einfach neben Adidas und Puma bestehen und dadurch eine ganz andere Visibilität erhalten würden.

00:28:24: Na gut, weil der erste Mythos den ich jetzt mit euch immer besprochen hätte wäre natürlich sind US-IPOs denn eigentlich wirklich erfolgreicher als europäische und bisher lerne ich jetzt daraus.

00:28:31: Die IPO-Size ist eigentlich tendenziell geringer.

00:28:34: Der Freefloat ist niedriger die Aftermarket Performance ist eigentlich schlechter so wie du es gerade skizziert hast.

00:28:39: haben wir damit die Frage schon ein bisschen beantwortet Karo?

00:28:42: Ist das wirklich ein Mythos dass US IPOs erfolgreich her sind?

00:28:44: Ja, also ich glaube jetzt aus unserer Perspektive ja und das bezieht sich natürlich auf ausländische Unternehmen die in Amerika an die Börse gehen.

00:28:51: Das bezieht sich jetzt nicht auf amerikanische Unternehmen, die dort an die Bause gehen und ich glaube es hat auch wirklich damit zu tun dass ist was wir auch eingangs besprochen haben einfach deutlich schwieriger ist für Analysten dort auch zu bewerten.

00:29:02: wie ist denn das Geschäftsfeld in Amerika?

00:29:04: Ich meine auch Jochen hat es vorhin angesprochen mit den verschiedenen Reporting Standards die es gibt ja wir bilanzieren hier anders Wir reporten hier anders Es sind Sprachbarrieren da komplexer eigentlich die Equity-Story von einem Unternehmen, also gerade vom kleineren Unternehmen aus Amerika einzuwerten als das hier der Fall ist.

00:29:21: Weil einfach die Analysten auch in Europa über ihre eigenen Unternehmen berichten natürlich dass Marktumfeld deutlich besser kennen und damit auch einfach deutlich besser interpretieren und analysieren können.

00:29:32: Und der zweite, finde ich sehr merkliche Mythos.

00:29:34: Der ja irgendwie immer so ein Stück weit grassiert ist auch und vielleicht ist es so dein Home-Turf dass man immer zu der Meinung ist das sich US Investoren besser mit bestimmten Geschäftsmodellen auskennen.

00:29:42: also gerade so im Tech Bereich weil da denkt man sonst Silicon Valley Saas Modelle und was ist da dran?

00:29:47: Zunächst muss mal einfach mal sagen reines Faktum.

00:29:49: wenn wir jetzt wirklich den Tech Bereich anschauen dann ist es natürlich Fakt dass es in den USA einfach deutlich mehr IPOs im Techbereich sage ich jetzt mal gegeben hat als in Europa.

00:29:58: Das ist so.

00:29:58: Wir haben da mal ein sehr großes Sempel angeschaut über die letzten Jahre für IPOs über hundert Millionen und da gibt es weit über dreihundert IPOs vom Tech-Unternehmen in den USA, weiterer Techsektor die fast ein Drittel der IPOs in den US ausmachen.

00:30:11: Also der Techsektor in den U.S.A.

00:30:13: ist wirklich überproportional Strag vertreten in dem breiteren IPO-Sempel.

00:30:18: Nichtsdestotrotz gab es auch im selben Zeitraum in Europa weit über hundert Tech IPOs, was auch fast ein Viertel der IPOs sind die wir in Europa gesehen haben.

00:30:26: also das rein quantitativ Ja man sieht mehr Tech IPO's in den USA.

00:30:30: Das liegt aber auch daran dass es insgesamt einfach mehr IPOs in den SA gibt.

00:30:35: und ja der Tech Sektor ist etwas wichtiger in den US als es in Europa ist.

00:30:40: Wir sehen aber auch wie schon gesagt hatte sehr erfolgreiche Tech-IPOs in Europa und ich glaube wir müssen da wirklich in den Einzelfall reinschauen.

00:30:48: Wir haben ja hier auch tolle Techunternehmen gesehen, die publik gegangen sind und die auch wirklich nach dem IPO also ein Jahr später super Performance hatten von fünfzig sechzig teilweise hundert Prozent Aftermarket Performance.

00:30:59: Also ich glaube das ist etwas zu kurz gegriffen zu sagen Ja nur in den USA kennen sich Investoren mit Tech IPOs aus.

00:31:05: Und wie ich auch vorhin schon gesagt hatte wir haben auch viele IPOs in europa gesehen wo auch wirklich die amerikanischen Tech Investoren sich signifikant an engagiert haben und auch die IPOs unterstützt haben.

00:31:14: Am Ende des Tages hängt es wirklich am individuellen Geschäftsmodell oder an der individuellem

00:31:19: Equity-Story.".

00:31:20: Ich meine mal blöde Nachfrage dazu, du hast ja vorhin auch erzählt dass es eigentlich auch die Möglichkeit gibt als US Investor in Europa zu investieren über diese hundred forty A offerings.

00:31:28: Es ist für mein Unternehmen schlecht wenn ich ein Technologieunternehmen bin und auf dem Wege versuche US Unternehmer ranzuziehen.

00:31:34: Oder ist das eigentlich ein total valider Weg der mittlerweile immer mehr gegangen wird?

00:31:37: Das ist ein total valider Weg.

00:31:39: Und wie ich schon gesagt hatte, bei manchen von diesen Tech-IPOs die wir begleitet haben da hatten wir auch dezidierte Management Roadshows wirklich im Silicon Valley mit großen Tech-Investoren, die da vollkommen bereit sind in europäische Unternehmen zu investieren und sich anzuschauen.

00:31:52: also es ist keinerlei Ausschlusskriterium das ist ein absoluter Standardweg.

00:31:56: sage ich jetzt mal so absolut nichts Außergewöhnliches sozusagen.

00:31:59: Es ist natürlich so Wir kommen auf die Tiefe des Kapitalmarkts zurück.

00:32:03: Ich grenze damit vielleicht aus kleinere regionale amerikanische Investoren die vielleicht nur in amerikanische Aktien investieren können oder ich grenze vielleicht Investoren aus, die irgendwie ein Index abbilden oder so.

00:32:14: Die würde ich dann natürlich verlieren.

00:32:16: aber ich würde jetzt mal grob einschätzen von der relevanten Nachfrage kann nicht auch hier seventy-fünf bis achtzig Prozent der relevanten Investoren über so einen Hundertvierzier aufring eigentlich im IPO beteiligen.

00:32:27: Also zum einen, gerade wenn wir uns den DAX anschauen dann haben wir da fünffünfzig bis sechsundfünftig Prozent ausländische Investoren.

00:32:34: Ich glaube das zeigt ganz deutlich, dass ein Listing in Deutschland das auch beflügeln kann und wir durchaus international sind was sozusagen institutionelle und auch retail Anleger angeht.

00:32:42: Ich glaub ein weiterer Punkt der spannend sein wird zu sehen Wir haben natürlich ganz tolle deutsche Startups die auch alle Unicorn-Status haben in Deutschland Wenn wir uns jetzt mal anschauen auch grade im Tech Bereich eine Diebel oder Pesodio oder Zelones oder wie sie aller heißt.

00:32:57: da haben wir wirklich ganz, ganz tolle Unternehmen auf die wir enorm stolz sein können.

00:33:01: Aber was bedeutet das jetzt wenn sie in Amerika an die Börse gehen würden?

00:33:04: Wir hatten ja vorhin auch über die Verteilung der Liquidität gesprochen.

00:33:07: diese Unternehmen würden natürlich dann in totaler Konkurrenz oder ein direkter Konkurrence zu einer Apple, zu einer Amazon, zu einem Microsoft Alphabet und so weiter stehen.

00:33:16: Und die Frage ist Können die gegen diese Mega-Caps können Sie in Amerika bestehen Ja oder Nein?

00:33:21: Was für einen Alleinstellungsmerkmal hätten sie wenn sie hier in Europa an die börsegehen?

00:33:25: Jetzt

00:33:25: haben wir natürlich eine Frage, die sich zum Schluss anbietet.

00:33:28: Was sind denn so unsere Hausaufgaben, die wir vielleicht noch machen sollten?

00:33:31: Also was müssen wir tun damit wir mehr IPOs in Europa sehen und damit vielleicht auch gar nicht so dieses Gefühl entsteht dass man irgendwie in die USA gehen muss?

00:33:38: Ja, also ich glaube reflexartig liegt natürlich immer die Empfehlung irgendwie da zur deutschen Politik und gegebenenfalls auch auf die europäischen Behörden irgendwie zu zeigen.

00:33:48: Und darauf zu hoffen dass da irgendwie bessere Rahmenbedingungen kommen.

00:33:51: aber man muss natürlich auch ganz ehrlich sagen mit dem Zukunftsfinanzierungsgesetz in Deutschland und auch mit dem EU-Listungsakt auf europäischer Ebene gehen wir ja schon genau Schritte in die richtige Richtung.

00:34:02: was aber natürlich auch war ist am Beispiel der Kapitalmarkt Union Siebmann das das Zeitraum braucht, bis es dann richtig fruchtet.

00:34:11: Und ich glaube insofern ja wenn wir uns überlegen was bedeutet das für uns?

00:34:15: was bedeutet ist vielleicht hier auch für die deutsche Börse oder hier ansässige Stakeholder des deutschen Kapitarmarkts ist dass wir vielleicht nicht immer so pessimistisch sein dürfen und wir dürfen uns nicht immer wahnsinnig klein reden.

00:34:26: also Fakt ist, wenn wir uns den DAX heute anschauen mit seinen über achtzehntausend oder knapp neunzehnten tausenden Punkten, bei dem er steht dass wir hier zu Dayton plus haben von zwölf Prozent.

00:34:36: Wenn wir uns das über ein Jahr anschauen sind sogar achtzehn Prozent und es zeigt doch was für einen Potenzial unsere Wirtschaft hat und auch welche Problemlösungsfähigkeiten wir besitzen.

00:34:45: Und genau das was du ja hier auch mit diesem Podcast macht.

00:34:48: ich glaube wir müssen einfach eine positive Denkensweise müssen wir weiter vorantreiben Wir müssen über die Themen sprechen was das Mobilisieren von Kapital angeht und auch so dieses Risikoerwärse, das müssen wir vielleicht mal einfach ein bisschen zur Seite schieben.

00:35:04: Und müssen uns überlegen wo gibt es denn Möglichkeiten?

00:35:07: Da ist eben eine Sache.

00:35:08: gerade wenn wir uns jetzt hier private Investoren anschauen also da gibt es den letzten Bericht der Bundesbank demnach beträgt des Geldvermögen privater Haushalter in KUV vier zwanzig dreinzwanzig sieben tausend siebenhundert sechzehn Milliarden Euro und davon liegen zweiundvierzig Prozent völlig unproduktiv auf Sparkont und sind einlagen.

00:35:27: Und das ist dann natürlich irgendwie ganz entscheidendes Kapital, was natürlich auch für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands und auch Europas eingesetzt werden könnte eben über direkte Beteiligung von Privatinvestoren am Kapitalmarkt.

00:35:40: Das wäre also ein Punkt, den wir deutlich heben könnten.

00:35:42: Dann wenn wir mal wegkommen von dem Privaten und uns die sogenannte By-Side anschauen sehen wir halt auch dass die US Amerikaner und besonders in Europa unsere Nordics oder nordischen Piers da ist es so, im Gegensatz den deutschen Versicherern, Pensionsfonds und Vermögenswalter die geltenden Anlagegrenzen ausnutzen.

00:36:02: Und da es bedeutet das ist auch dort wieder deutlich mehr Spielraum gibt für Investitionen in Deutschland, für Investitions in Europa was Digitalisierung angeht, was Klimaneutralität angeht?

00:36:12: Was die Energiewende angeht aber was auch sage ich mal die ganzen demografischen Herausforderungen die uns hier in Europa erwarten angeht.

00:36:18: und das fehlt einfach um damals ein bisschen genauer zu werden oder ja einfach auch mal den Zuhörerinnen Gefühl zu geben, also der Anteil sagen wir mal von US-Pensionsfonds die sind zu zehn Prozent an den deutschen Startups beteiligt.

00:36:31: Die deutschen Pensionsfond sind wiederum nur mit einem Prozent an unseren deutschen Startups beteiligt.

00:36:38: Und gerade bei den Unternehmen, die wir vorhin aufgezählt haben, die hier Unicorn-Charakter haben, Persono hat mir schon genannt, Flix-Zelone Scalable bedeutet das natürlich dass wir da nur einen marginalen Anteil haben an unseren Unternehmen, wie irgendwie die nächste Generation der DAX-Unternehmen sein könnten.

00:36:54: und ich glaube da brauchen wir sozusagen mehr Impetus, dass wir an uns selbst glauben und da eben auch investieren.

00:37:00: und vielleicht noch mal der allerletzte Punkt gerade des Thema private Altersvorsorge privater Vermögensaufbau.

00:37:06: Ich glaube, es ist dringend notwendig dass jeder einzelne von uns sich mit Finanzbildung auseinandersetzt ökonomische Bildung das wir wirklich anfangen mehr privaten Vermögen aufbauen zu machen und dass wir eben auch eine bessere Teilhabe haben an dem wirtschaftlichen Erfolg der Deutschland unter Europa ausmacht.

00:37:22: Würde ich total unterstützen!

00:37:23: Es ist vor allem das Thema Aktienkultur.

00:37:24: Wir kommen immer wieder zum Thema zurück, Aktien-Kulturen wenn wir gerade auch in Europa andere Länder anschauen die eben schon teilweise früher auf so ein Art Kapital deckungsverfahren gewechselt sind also einige skandinavische Länder oder auch in der Schweiz, wo das deutlich ausgeprägter ist.

00:37:38: Da sehen wir eine deutlich breitere ausdiversifizierte Investorenlandschaft, eine lokale, die dann aber heimische IPOs teilweise deutlich stärker unterstützen.

00:37:47: Also wenn wir IPOs in der Schweizer begleiten oder in Skandinavien begleiteten, die nationalen Investoren stellen einen signifikanten Teil der Nachfrage und das tut einfach diesen IPOs gut.

00:37:57: Es ist am Schluss wirklich auch eine Frage der Aktienkultur.

00:38:02: ein Land schafft noch etwas befeuert.

00:38:04: Gute beiden, dann bin ich ja ganz positiv gestimmt dass wir doch so viele Punkte auf der Haben Seite haben.

00:38:09: also gerade in den derzeitigen Zeiten fühlt sich sehr oft an als wenn der Wirtschaftsstandort Deutschland signifikant am Absturzen ist.

00:38:15: man kann glaube ich immer über die Firmen reden die hier sitzen ob wir da gut aufgestellt sind aber zumindest die Börsen scheint er schon mal gut aufgestellt zu sein.

00:38:21: und vielen Dank das ihr uns das so verständlich und auch irgendwie eingängig mit Beispielen erklärt habt hat mir viel Spaß gemacht und Finger sind gedrückt für mehr Börsengänge in Europa.

00:38:29: Tausend Danke, dass wir mit der Wahl sein durften.

00:38:32: Es hat echt Spaß gemacht.

00:38:33: Wunderbar!

00:38:34: Herzlichen Dank an dich.

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