Hey circle 📦: Wie mache ich Nachhaltigkeit zu einem Business? | #Unternehmensführung 🧠
Shownotes
C-LEVEL INTERVIEW | Wie funktioniert umweltfreundlicher Versand? Dieser Frage widmet sich Doris Diebold. Als Gründerin und Geschäftsführerin von hey circle, einem nachhaltigen Startup aus München, bietet sie innovative, wiederverwendbare Versandlösungen für den Online-Handel an. Mit ihrer langjährigen Berufserfahrung in der Luftfahrt, unter anderem bei Lufthansa, verfolgt sie das Ziel, den Versand umweltfreundlicher zu machen. hey circle liefert eine zukunftsweisende Lösung, die sowohl den CO₂-Ausstoß als auch Verpackungsabfälle erheblich verringert. Unternehmen wie die Österreichische Post und DRYKORN setzen bereits auf das Konzept. Im Gespräch mit Joel erzählt Doris, wie die Idee zu hey circle entstand und warum der Versand weltweit ein großes Problem darstellt.
Du erfährst…
…die Gründerstory von hey circle
…wie hey circle finanziert wird
…wie groß das Team von hey circle ist
…für wen die Produkte von hey circle geeignet sind
…wie sich Versand und Logistik in Zukunft weiterentwickeln müssen
…die Wettbewerbssituation rund um Mehrweg-Versand
…welche Marketingstrategie hey circle hat
…wie die hey circle Versand-Box funktioniert und aussieht
Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Unternehmertum: Denn getreu dem digital kompakt Motto \"Lerne von den Besten\" trifft sich Joel in freudiger Regelmäßigkeit mit den erfolgreichsten Unternehmer:innen aus der Startup- und Digitalwirtschaft. Egal ob Scale-up, Soonicorn, Unicorn oder erfolgreicher Mittelständler – in unseren Episoden zu Unternehmertum lassen dich die Besten hinter ihre Kulissen blicken und nehmen dich mit auf eine Reise zur Strategie, Entstehung und Entwicklung ihrer Firmen.
||||| PERSONEN |||||
👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt
👤 Doris Diebold, Geschäftsführerin /CEO hey circle GmbH
||||| SPONSOREN |||||
🔥 Übersicht aller Sponsoren
||||| KAPITEL |||||
(00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema
(00:12:38) Das Geschäftsmodell von hey circle
(00:21:22) Warum sich der Versand in Zukunft weiterentwickeln muss
(00:34:51) Kunden von hey circle
(00:39:02) hey circles IT-Lösung
(00:43:23) Die hey circle Box in der Praxis
(00:47:53) Marketingstrategien
(00:52:40) Doris Learnings
||||| WIR |||||
🧢 Ich bin übrigens Joël! Ich liebe es, mein Wissen zu erweitern und neue Dinge kennen zu lernen. Das teile ich hier mit dir
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Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:16: Hallo Leute, mein Name ist Joel Kaczmarek.
00:00:18: Ich bin der Geschäftsführer von Digital Compact und heute können man sagen habe ich eine Geschäftspartnerin hier im Podcast weil die liebe Doris Diebold hat eine spannende Firma namens Hay Circle gegründet Und wir benutzen ihre Boxen.
00:00:29: das sind nämlich Versandboxen die man wieder verwenden kann.
00:00:32: wie die aussehen wie diese funktionieren erzählt sie uns gleich mal selber Und wir benutzen die zum Beispiel, um unser Podcast-Equipment damit zu schicken.
00:00:38: Also wenn du mal in den Genuss kommst bei uns Gast zu sein, wenn du so relevant und interessant bist als du das bist dann kriegst du von uns auch eine Box zugeschickt wo dann Mikros und sowas drin ist Kamera etc.
00:00:48: pp... ...und ich bin natürlich total neugierig weil ich bin ja Umweltfan Ich mag irgendwie dieses Natur von dem immer alle reden und will natürlich wissen, was ist das eigentlich für ein Geschäft?
00:00:56: Was dahinter steckt.
00:00:57: Also wie funktioniert es, dass ich eigentlich Kartons aus Kunststoff mache und damit Geld verdiene?
00:01:02: Hä?
00:01:03: Weil ihr wisst ja alle da draußen!
00:01:05: Es ist mittlerweile ein relevantes Geschäft geworden Dinge noch mal zu benutzen oder auch Wegwerfartikel auszutauschen.
00:01:10: Und dann möchte ich natürlich verstehen Wie macht man sowas denn eigentlich so einem Geschäft?
00:01:14: So von daher liebe Doris Danke erstmal, dass du sowas machst Freut mich total und schön, dass Du hier bist.
00:01:19: Vielen herzlichen Dank für die tolle Vorstellung und die Einladung.
00:01:22: Ich freue mich auch sehr, hier zu sein!
00:01:24: Wie bist du denn eigentlich dazu gekommen?
00:01:25: Das ist ja mal so.
00:01:26: meine liebste Frage weil meistens entstehen solche Produkte aus Überzeugungs-T-Tatum.
00:01:32: Ja in der Tat war das von meiner vorherigen Tätigkeit ein relativ weiter Spread.
00:01:38: ich war nämlich im Airline Bereich tätig, vierzehn Jahre lang Und habe da entsprechend ganz andere Sachen gemacht BWL studiert, also tatsächlich nichts mit Verpackung und die Idee kam im täglichen Leben.
00:01:51: Ich bestell extrem viel online und störe mich wahnsinnig an Abfall- und Verpackungsverschwendungen.
00:01:59: Und dieser Gang zur Altpapiertonne hat mich fertig gemacht.
00:02:02: und ja so ist eigentlich die Idee entstanden.
00:02:04: und dann irgendwann der Wunsch tatsächlich sich Ja gegen den Klimawandel einzusetzen und er hat dann mit meiner bisherigen beruflichen Tätigkeit nicht zusammengepasst.
00:02:15: So kam das dann zusammen und irgendwann habe ich mich getraut und bin gesprungen.
00:02:18: Du
00:02:19: bist bei einer Airline, also du warst bei der Airline tätig?
00:02:21: Ja!
00:02:22: Weil es ist ja ein großen deutschen Airline.
00:02:25: Was hast du bei Lufthansa gemacht?
00:02:27: Verschiedenes... Ich bin über einen Management traineeship eingestiegen, war erst in der Strategie Langstreckenflotte geplant, also quasi Flugzeugbestellung vorbereitet und war dann zehn Jahre lang in verschiedenen Führungspositionen im operativen Betrieb.
00:02:41: Also im Bodenbetrieb Check-in und Geldbereich Vorfeldabfertigung.
00:02:44: super spannende komplexe Prozesse.
00:02:47: Also ich komme immer noch ins Schwärmen, deswegen fragt mich da nicht zu viel dazu.
00:02:50: Weil das Airline und Flughafen ist ein mega megaspannendes Thema.
00:02:54: aber wenn man sich ja, wenn des Herz auch für Nachhaltigkeit schlägt dann ist es doch mitunter nicht ganz einfach zu vereinen Auch wenn die Airlines sich natürlich bemühen.
00:03:03: Aber Ja Das Thema in sich ist nicht wirklich nachhaltig.
00:03:06: Da ist ja so eine gewisse Logistiknähe sozusagen schon beruflich in die Wiege gelegt weil Ich weiß ich habe mal mit Skychefs diesen D. Catering-Armen der Lufthansa habe ich mal irgendwie einen Vorteil für die gehalten oder sowas.
00:03:19: Und es ist super krass, was für Logistikdetails im Flugbereich stecken!
00:03:23: Weil die Borden ja... Also die Bordengerichte also die Essensgerichte, die du kriegst im Flieger borden die wieder ab wenn du No Show bist oder wenn sozusagen jemand hinzukommt dann packen sie noch eins drauf.
00:03:33: Also auf dem Niveau ist das weil halt diese Grammanzahlen etwas machen.
00:03:36: von daher bist ja perfekt in deinem Thema.
00:03:38: Gewicht Pakete logistik da ist ja irgendwas nah dran.
00:03:41: so und Was war denn so deinen Anfang?
00:03:43: Also bist Du Dein Hingang hast gesagt alles klar Pappe finde ich blöd, weil eigentlich ist ja Pappe recyclingfähig.
00:03:48: Also vielleicht kannst du ja mal die Problemwelt dahinter noch ein Stück weit aufmachen?
00:03:50: Ja
00:03:51: als ich gestartet bin also ich habe zwei neunzehn tatsächlich gekündigt, bin zwei zwanzig ausgestiegen.
00:03:56: zu dem Zeitpunkt gab es quasi nichts am Markt an den man sich hätte orientieren können und einer der ersten Schritte war tatsächlich die Materialrecherche und tatsächlich auch so ein bisschen die Abwägung soll das Material dem Produkt folgen oder folgt das Produkt im Material.
00:04:09: Das heißt am Anfang ist sehr viel Recherche da reingeflossen Und für mich war eben diese Abwägung zentral, Langlebigkeit versus CO-Footprint bzw.
00:04:22: Recyclingfähigkeitabfall und das kann man eigentlich nicht schwarz-weiß beantworten.
00:04:28: Für mich oder für uns war am Ende des Rätsellösungs ein zirkuläres Material auch zu verwenden Weil Pappe ist recycelingfähig, Kunststoff aber auch recyclingfähig.
00:04:37: Und beides kann man sozusagen aus recycelten Material verwenden und danach auch wieder recyceln.
00:04:42: Bloß das Kunststoff deutlich langlebiger.
00:04:45: Weswegen tatsächlich im Mehrwegbereich ... Auch in anderen Branchen also wenn du jetzt zum Beispiel an Flaschen denkst wird sehr häufig eben Kunststoff oder Glas oder ähnliches verwendet weil man deutlich mehr Umläufe damit erreichen kann.
00:04:58: und so sind wir dann auf diese Entscheidung gekommen.
00:05:00: Hilfe noch mal zu verstehen Warum brauchst du es im Versandbereich?
00:05:05: Wenn du eigentlich Pappe hast, die man sonst einfach mit Wasser aufquellen lässt und immer wieder... Also das hat glaube ich eine Begrenzung.
00:05:10: Ich glaube sieben-acht Mal kann man Pappe recyceln.
00:05:13: Also warum gibt's da eigentlich ein Need für, dass man Boxen aus Kunststoff macht?
00:05:17: Tatsächlich kann man in Pappe nicht sieben mal sondern eher roundabout dreimal recycelnen.
00:05:21: Die Fasern werden also wenn Papier recycelt wird immer kürzer d.h.
00:05:24: Es muss eigentlich auch immer einen Frischfaseranteil mitverwendet werden.
00:05:27: D.h.. Bäume abgeholzt sozusagen und das Recycling.
00:05:32: Und die Wiederaufbereitung braucht ihm sehr viel Wasser, sehr viel Energie und emittiert eben auch CO-Zwei.
00:05:38: Das darf man tatsächlich nicht unterschätzen!
00:05:40: Und wir haben eben auch wirklich sicher zu sein, dass das was wir tun Hand und Fuß hat.
00:05:45: Haben wir tatsächlich vor der ersten Produktion schon eine Ökobilanz erstellen lassen von Ökopol also extern sozusagen das prüfen lassen?
00:05:52: Und die sind zu dem Ergebnis gekommen, dass unsere Boxen so wie sie aktuell sind ungefähr nach dem zehnten Umlauf Anfang im Vergleich zum Einweg-Karton CO² zu vermeiden weil kurz gesagt eigentlich Die Rückversendung unserer Verpackungen weniger CO² emitiert als die Neuproduktion in einem Karton.
00:06:11: Und das ist eigentlich die Faustregel, die man überall im Mehrweg hat.
00:06:15: an einer bestimmten Nutzungszahl wird es Mehrwegprodukt nachhaltiger weil eine Neuproduktion immer sowohl des Material als auch die Produktion selber zu dem größten Anteil der Emission führt im Vergleich zu jetzt Handlingen und so weiter.
00:06:29: Okay dann darf ich das verwechseln?
00:06:30: Ich glaube Glas war sie bis acht Mal, das sagen wir mal Papier sozusagen geringer.
00:06:33: okay verstanden By the way geht's dir nicht manchmal auch so, also ein bisschen off-topic.
00:06:38: Aber wenn du von Mehrweg redest ... Ich versteh bis heute nicht, warum es eigentlich kein Mehrwegsystem auf sowas wie Duschschampuflaschen oder Duschgillflaschen, Shampooflasche, Haarspray, Deodosen, so was gibt?
00:06:48: Oder bin ich da ... Es gibt das schon
00:06:50: im Ansatz tatsächlich!
00:06:51: Gibt ein Unternehmen, d. h., CME, kleine Schleichwerbung am Rande ist auch ein Startup, dass dieses Thema angegangen hat und ich weiß auch, dass es da auch Konzerne und auch Drogerieketten gibt die sich auf auf dieses Thema sozusagen einlassen und auch die Möglichkeit der Rücknahme schon starten.
00:07:08: Also ich glaube oder ich bin überzeugt davon, dass der Mehrweg in sehr vielen Produktbereichen zunehmen wird, weil wir einfach ein Ressourcenproblem haben.
00:07:16: Also es sind nicht mehr ausreichend ressourcen verfügbar und die Kapazitäten Abfall zu entsorgen, die sind auch begrenzt.
00:07:23: also auch darstoßen Kommunen immer mehr an ihre Grenzen.
00:07:27: und ja mit dem Bevölkerungswachstum nimmt dieses Problem immer weiter zu und kann da einfach dauerhaft nicht so weitergehen.
00:07:32: und die EU-Kommission hat ja auch Abfallmaximalziele formuliert Zwar noch ein paar Jahre sozusagen Spielraum lassen, aber an irgendeinem Punkt müssen sich die Unternehmen einfach damit beschäftigen und auch die Bevölkerung am Ende.
00:07:47: nicht mehr weiterwachsen kann.
00:07:48: Ja,
00:07:49: ich finde es immer schade wenn man dann nur so Wake up Moments hat, wenn du hörst so ja hier unseren Plastikmüll den verschiffen wir einfach nach China oder weiß ich nicht.
00:07:57: die Kühlschränke landen in Nigeria wo die Kinder die Kabel abfackeln und dann irgendwie noch an irgendwelchen Krebskrankheiten sterben.
00:08:03: also das ist so ein bisschen was ich so schade finde dass der deutsche Markt irgendwie einem immer sagt Recycling is gut macht es mal alle und dann hast du so eine Aufwachmoment und denkst so wait a minute.
00:08:13: Das ist zehn, fünfzehn Prozent von Kunststoff werden recycelt.
00:08:15: Der Rest wird der thermischen Verwertung zugeführt also abgefackelt auf gut Deutsch.
00:08:21: Liege ich da ein bisschen falsch bei diesem miese-pädrigen Bild?
00:08:24: Ich glaube es ist sehr viel Luft nach oben und das ist immer ein Weg den wir beschreiten und man kann nie mit hundert Prozent starten sondern wenn man sich daran beteiligt dann ist man Teil davon dass es in die richtige Richtung geht und die Recyclingquoten steigen und immer mehr Leute sich daran gewöhnen auch aus Rezyklat hergestellt werden können.
00:08:44: Im Moment gibt es weltweit eigentlich eher ein Rezyklar Engpass, also tatsächlich ist es so dass Recyklat immer qualitativ schlechter ist und die Materialfunktionalitäten sind immer etwas schlechter.
00:08:57: aber das Recyklar ist viel teurer sogenannte Virgin Material, weil es so wenig verfügbar ist.
00:09:05: Das heißt als nachhaltiges Unternehmen bindet man sich den doppelten Nachteil an Spine.
00:09:09: Man zahlt mehr und hat schlechtere Qualität.
00:09:12: Und trotzdem nehmen wir das in Kauf, weil wir da Vorbereiter sein wollen und da auch einen Trend setzen wollen.
00:09:16: Aber ich glaube auch umso mehr Leute, dass Nutzen, umso meer Rezyklat verfügba ist, um so besser ist die Qualität, ums Sortenreinakammer trennen.
00:09:23: Weil das ist ja Teil des Problemes zum Beispiel warum Rezyklar nicht gut ist oder nicht gut verwendet werden kann, weil's noch Ausreichend gut getrennt wird und auch das nimmt natürlich mit steigender Menge immer weiter zu.
00:09:34: Also wir schweifen jetzt grad ein bisschen ab, wir kommen gleich wieder zurück.
00:09:37: aber warum ist es dann so dass es so einen CMI braucht um irgendwie Duschgelds zu recyceln?
00:09:43: Da könnte ich doch als Bayer Stoff sagen schick mir alle eure Nivea Produkte was wir da sonst noch so am Start haben wieder zurück.
00:09:48: kriegt er irgendwie Gutschein oder was weiß ich nicht.
00:09:51: Oder ich mache eine Koop mit den Drogerien und zack habe ich mein Rezyklar Zugang, weil es ja sogar die Produkte sind, die ich selber kenne, die über einen Barcode vielleicht sogar die Zusammensetzung noch rückführen kann.
00:10:01: Weil das war ja glaube ich jahrelang auch so ein Problem dass Kunststoffe eigentlich nicht genormt sind, was die Inhalte angeht.
00:10:05: Das heißt du kannst da gar nicht einfach etwas draus machen.
00:10:09: Warum macht man sowas als Firma sozusagen nicht?
00:10:10: Als Große?
00:10:11: Das
00:10:11: ist eine gute Frage.
00:10:12: Ich glaube, das ist ein mehrschichtiges Thema.
00:10:14: also zum einen ist es natürlich nicht Teil des Geschäftsmodells.
00:10:17: Das Geschäfts-Modell ist in sich erstmal so erfolgreich wie's ist und dann steht das Thema Nachhaltigkeit glaub ich schon auf der Agenda aber im Vergleich zu einer Kostenposition dann häufig natürlich nichts... auf der gleichen Ebene und Nachhaltigkeit ist häufig erst mal nicht günstiger oder möglicherweise sogar teurer.
00:10:37: Und ich glaube, deswegen braucht es einfach auch Pioniere und Visionäre die also dieses Problem erkennen und den Weg bereiten.
00:10:46: Das andere ist natürlich immer aus einem großen Konzern oder aus einer großen Firma setzen sich neue Ideen einfach deutlich schwieriger durch als von der kleinen Firma.
00:10:53: das glaube ich auch außerhalb von der Nachhaltigkeitsblase sozusagen Die Berechtigung von Start-ups immer Sachen einfach zu beschleunigen, sich zu trauen neue Wege zu gehen.
00:11:02: und irgendwann ja man sagt ja immer so schön erst lächeln die Großen dann schauen sie sich es genau an Irgendwann fürchten Sie's und dann folgen Sie.
00:11:10: Und ich glaube so gibt's auch außerhalb wie gesagt das Nachhaltigkeitsbereich ohne Ende Beispiele und hoffentlich werden wir dann solche Themen dann auch in Zukunft denselben Weg gehen.
00:11:20: Ja das ist glaub ich so ein Ghandi sprach ne?
00:11:27: Von daher drück ich dir die Darben, dass euch das auch gelingt.
00:11:30: Jetzt kommen wir mal zurück zu euch.
00:11:31: Was war denn so ... Mit wem hast du das eigentlich gemacht?
00:11:34: Hast du es ganz alleine gestartet?
00:11:35: Hast Du Cash dafür aus seinem Sparstrumpf genommen oder hast Du Investoren, hast Du ein Team?
00:11:40: also was ist sozusagen, was steckt eigentlich hinter Hell Circle?
00:11:43: Ja!
00:11:44: Also tatsächlich bin ich erst ganz allein gestartet, was für mich schon ein super schwerer Schritt war weil ich das nie wollte alleine gründen aber im allerersten Moment niemand an meiner Seite hatte und ich hatte dann das Glück relativ schnell Verstärkung zu bekommen, weil ich glaube das war mir wahnsinnig wichtig dann Sparring zu haben und jemand der Blutschweiß- und Tränen sozusagen mit einem vergießt.
00:12:05: Es ist auch Geld aus dem Sprachschrumpf reingeflossen am Anfang und dann haben wir relativ schnell Förderung beantragt und auch bekommen drei verschiedene Fördertöpfe.
00:12:14: Und der nächste Schritt waren dann Investoren im ersten klassischen Überwandel Darlehen und dann über eine Zitrunde die wir jetzt im Winter geklaust haben.
00:12:22: ja eigentlich relativ Typisches finanzielles Vorgehen, will ich mal sagen.
00:12:26: Zu zweit waren wir relativ lange roundabout... Lass mich lügen!
00:12:32: Zwei Jahre ungefähr, glaube ich, waren wir zu zweit und haben dann angefangen Team aufzubauen.
00:12:35: Aktuell sind wir zu elf.
00:12:38: So, jetzt möchte ich ja natürlich gerne weiter verstehen wie das Geschäftsmodell dahinter eigentlich funktioniert weil Atok hätte ich ja jetzt angenommen.
00:12:46: es ist so eine schnell kopierbare Kompetenz Das was früher aus Pappe hergestellt wurde Aus Kunststoff herzustellen Und vermutlich hört es da nicht auf.
00:12:55: Also wahrscheinlich verkauft ihr die Boxen nicht, sondern macht irgendwas anderes damit?
00:12:59: Wie sieht denn das aus?
00:12:59: Nehm uns mal an die Hand!
00:13:00: Ja
00:13:01: gerne.
00:13:02: also tatsächlich... haben wir uns sehr stark am bestehenden Prozess Einwegkartons orientiert.
00:13:10: Nichtsdestotrotz braucht so eine Mehrwegbox natürlich auch darüber hinaus andere Properties, also zum Beispiel der Einweg-Karton.
00:13:16: wenn er nass wird dann ist er kaputt.
00:13:18: aber das ist nicht so schlimm weil er wird ja nur einmal verwendet oder auch wenn er nach einer Verwendung... Also manchmal bekommt man Kartons nach Hause die es hängen schon in Fetzen nach einer verwendung.
00:13:27: Das ist nicht gut Aber ist auch nicht so dramatisch während unsere Box aber halt einfach fünfzig Umläufe machen muss.
00:13:32: das heißt sie darf nicht durchweichen Sie muss robust sein.
00:13:35: Ihr darf zum Beispiel kein Schmutz anhaften, Adressetiketten müssen rückstandfrei entfernbar sein.
00:13:41: Also es gibt schon zusätzliche Komponenten die jetzt eine Einwegverpackung aus Karton nicht hat, die wir mit berücksichtigt haben.
00:13:49: Wir haben eine innovative Verpackung und Konstruktion entwickelt, auf die wir tatsächlich auch Patente angemeldet und erhalten haben.
00:13:56: das heißt wir haben tatsächlich einen unmittelbaren Schutz auf die Produkte die wir einsetzen.
00:14:01: Das glaube ich schon auch ganz wichtig, um sich da ja auch einfach Zeitgeld, das man da reingesteckt hat dann zu sichern.
00:14:08: Aber was aus unserer Sicht nochmal deutlich schwierig kopierbar ist oder wo wir einen Vorsprung generiert haben, ist die IT-Lösungen, die wir damit kombinieren.
00:14:16: Wir haben ein starkes Pfandsystem, das ist ähnlich wie ein Kaufaufrechnung eigentlich organisiert dass wir Plug and Play für die Online-Händler anbieten und das ist tatsächlich was, was uns vor allem im Hinblick auf klassische Verpackungshersteller differenziert oder auch auf Paketdienstleister oder Logistiker, die sich sonst überlegen könnten.
00:14:36: Wir werfen schnell irgendeine Mehrwegverpackung irgendwas Einfaches auf den Markt können sie zwar schon tun aber wenn man keine IT-Lösungen hat – und das haben die Verpackungshändler im Normalfall nicht dann wird man im BtoC keinen Fuß fassen.
00:14:50: Zum einen, weil es schwierig ist, das rentabel zu machen aber auch, weil man einfach die Nachhaltigkeits-Kennzahlen nicht erreicht, weil ohne Pfandsystem wird mal eben auf die fünfzehn-, fünfzehnt oder zwanzig Umläufe gar nicht kommen, weil die Konsumenten da nicht ausreichend zurückselben und das ist aus unserer Sicht tatsächlich im Vergleich zum ganz klassischen Wettbewerb und das is der Einwegkarton für uns der beste Schutz.
00:15:11: Okay, wir schauen ob ich's richtig verstanden habe.
00:15:13: also wenn ich jetzt ein Modehändler bin Und möchte gerne mit euch nachhaltig versenden, weil die Leute bestellen sich vielleicht vier Kleider und jeweils in zwei Größen.
00:15:22: Also acht Stücke!
00:15:23: Und davon kommt auf jeden Fall wieder was zurück.
00:15:25: Kann ich sozusagen schon annehmen?
00:15:27: Dann gehe ich jetzt nicht zu euch hin oder gehe ich zur Frage und kaufe so eine Box... ...und kriege theoretisch Pfand zurück wenn ich es euch kaputt widergebe.
00:15:34: Wenn sie nach Fünfzig-Umläufen nicht mehr taugt.
00:15:36: Oder ist das quasi eher so ne Art Mietmodell dass ich sage pro Box, pro Monat zahle ich einen Betrag X.. ..und ihr sorgt immer dafür, wenn die Kaput sind auch ausgetauscht werden im Loop Boxen habe.
00:15:47: Ja,
00:15:47: wir haben tatsächlich beide Modelle.
00:15:49: im B to C vermieten wir primär oder fast auch schließlich Unsere Boxen, genau wie du gesagt hast an die Online-Händler.
00:15:56: Wir haben aber auch eine Möglichkeit, Boxen zu verkaufen gerade im BtoB Bereich wo wir viele geschlossene Kreisläufe haben so viel Jaalbelieferung, Intralogistik und teilweise auch Cases wo Online Händler ganz spezielle Verpackungsgrößen und Form brauchen, die wir mit unseren Standards nicht abdecken.
00:16:11: also wir stellen erstmal dem Onlinehändler die Boxen und Taschen entweder per Kauf oder Miete zur Verfügung und der Onlinehandler verwendet sie dann eigentlich mehr oder weniger, wer den Einwegkarton verwendete sendet die Produkte an seine Kunden und die Kunden senden die Boxen und Taschen eben wieder zurück an den Online-Händler, entweder mit Warnretouren oder wenn es sowieso ein Kreislauf ist oder eben leer und gefaltet per Paketdienstleister oder Briefnetz.
00:16:37: Und das wichtige was du ansprichst ist der Rücksendeanreiz.
00:16:41: im BtoB braucht's im Normalfall keinen Rücksehenderanreize weil's ohnehin geschlossene Geschäftsbeziehung.
00:16:48: Im BtoC, also wenn an Endkonsumenten und Konsumentinnen versendet wird braucht es im Normalfall schon einen zusätzlichen Anreiz.
00:16:55: Und die Besonderheit, die wir verwenden ist nicht ein klassisches Fund wie man es kennt wo man eigentlich vorab eine Zahlung leistet sondern Die Nutzer werden eben informiert, wenn du die Hey Circle Box nutzt.
00:17:05: Dann musst du sie zurück senden anderenfalls wird sie dir in Rechnung gestellt.
00:17:09: also wir haben keine Belastungen des Checkout mit Kosten was ein Riesenvorteil ist.
00:17:12: dann wählen es einfach auch mehr Kunden aus und gleichzeitig können wir mit einem deutlich höheren Pfand arbeiten nicht nur mit zwei drei Euro sondern auch mit Pfandbeträgen von zwischen fünf und zwanzig Euro.
00:17:22: tatsächlich bei unseren großen Boxen haben aber auch sehr hohe Pfandmodelle weil sie im nur im Falle behalten gezahlt werden.
00:17:28: Also eigentlich ein Stückchen Kaufaufrechnung funktioniert extrem gut, eben aus dieser Mischung dass man vorab nichts bezahlen muss aber gleichzeitig über das Pfand die eigentliche Wertigkeit der Box auch transportiert wird und man sich dann einfach gut überlegt ob man sie behält.
00:17:42: Und wenn man sie dann behält und schön weiter benutzt Dann ist es zur Not auch okay Hauptsache Sie geht nicht in den Müll.
00:17:48: Okay, also wenn ich jetzt sage mal mir Schlipper online bestellt habe und kriege eine Box zurück dann kann ich jetzt zwanzig Euro blechen dafür dass sich die box behalten kann weil ich sag oh die sieht so schnucklich aus die packe ich gleich mal oben in meinen Regal wo irgendwie die Winterklamotte liegt.
00:18:00: ja Oder ich schick sie einfach wieder zurück und wenn ich keine Retoure habe, dann schicke ich die zusammengefallene Box oder wie?
00:18:06: Genau
00:18:06: so ist es.
00:18:07: Das ist das Szenario.
00:18:09: Am Ende könnte man meinen im ersten Moment ein Zusatz auffahren.
00:18:12: aber die Nutzer haben eigentlich das in ihrem täglichen Leben ohnehin integriert.
00:18:17: also in Deutschland... Es sind ja die Europameister der Riture im Schnitt, im Modebereich, fünfzig Prozent.
00:18:23: Das heißt ist meistens sowieso irgendwo auf dem Weg, Rituren abzugeben und da kann man die gefaltete Hey Circle Box oder Tasche eigentlich dann problemlos auch mit dazu nehmen und sie gemeinsam abgeben und das geht an allen bekannten Rückgabestellen der Paketienstleister.
00:18:37: Und wenn ich jetzt Online-Händler bin und kauf bei dir so eine Box ein oder miete Sie?
00:18:41: Was bezahle ich denn?
00:18:42: Das hängt relativ stark... Von der Größe, der Box oder Tasche ab.
00:18:47: Wir haben wirklich von kleinen Briefumschlägen bis zur großen Intralogistikbox alles im Portfolio.
00:18:53: Man kann sagen die Daumengröße ist wirklich.
00:18:56: wir versuchen den Einweg-Karton und die Einwegtasche zu matchen also dass du pro Nutzung tatsächlich eigentlich gleich viel zahlst wie du für den Einwägkarton oder die Einwegtasche gezahlt hättest um eben mit dem Einwegprodukt auch vergleichbar zu sein.
00:19:11: Tricky wird es ein Stück weit bei den Rituren kosten, weil die können wir nicht festsetzen, die kommen von den Paketdienstleistern.
00:19:16: Weswegen sich der Einsatz von Mehrweg vor allem eben lohnt wenn's hohere Ritur und Quoten gibt oder komplett geschlossene Kreisläufe wie jetzt zum Beispiel in deinem Szenario was du ganz am Anfang beschrieben hast.
00:19:26: Du sendest ja immer das Podcast Z an den Interviewen raus und der interviewte Send ist wieder an dich zurück.
00:19:33: also es gibt nie eine leere Riture.
00:19:34: das heißt du hast entsprechend auch keine Zusatzkosten.
00:19:40: Okay, verstehe.
00:19:41: Weil ich hab grad so gedacht ... Wenn ich jetzt ein Online-Händler wäre und hab viel mit Retouren zu tun, dann möchte ich ja da eigentlich Geld sparen.
00:19:48: Von daher ... Aber damit du die Mathematik dahinter begriffen hast, sonst wär's so, ich hätte einen Einwegkarton, der hält vielleicht nur einmal.
00:19:58: Und den neu zu kaufen ist immer noch teurer als wenn ich euch eine monatliche Miete für euren aus Kunststoff zahle?
00:20:05: So!
00:20:05: nervig ist natürlich wenn ich dann logistik kosten habe dafür dass der leer wieder zu mir zurückkommt.
00:20:10: das wäre so.
00:20:10: das einzige wo ich sagen würde wie was ist denn da deine antwort drauf genau?
00:20:13: also das ist in der tat eigentlich die crux an der jetzigen situation weswegen wir im moment vor allem kunden haben eben im btb also das unser hauptfeld mit filial beliefung intra-logistik podcasts vermietungen reinigung reparatur solche cases Und sind wir vor allem unterwegs eben im Bereich Mode, wo es geringe leere Rituren gibt und tatsächlich noch im Bereich Lebensmittel.
00:20:38: Weil gekühlte Lebensmittel die Verpackung extrem teuer sind.
00:20:41: das heißt selbst wenn die Onlinehändler eigentlich keine leeren Ritur haben Wenn sie die Verparkung mit Isolierung und Kühlung zurücknehmen sparen Sie sich tatsächlich bei jedem Umlauf Geld, obwohl die Verpackung leer zurückgeht.
00:20:52: und der Abfall ist bei der Lebensmittelbestellung für Konsumenten und Konsumentinnen eh ein liesen Thema.
00:20:58: Und deswegen ist es eigentlich einfach auch nochmal zusätzlicher Selling Point.
00:21:02: Wir wollen gerne mit dem Paketdienstleistern zusammen auch die Retourenkosten senken sind damit auch eigentlich allen großen Paket Dienste leisern im Gespräch und erwegen auch eine Rücknahme in Handel zu ermöglichen um einfach die Rücknahme zu bündeln und dadurch die Kosten zu senken um einfach noch mehr Cases kostenneutral abdecken zu können.
00:21:23: Da hab ich grad drüber nachgedacht, das ist irgendwie die Versandtienstleister, deren Logik ist ja eigentlich immer ... Also man würde ja denken, sie schaffen Strukturen und denken über Konzepte nach wie ich mehr transportieren kann.
00:21:34: De facto ist die Realität so, die machen den Scheiß einfach immer teurer dass immer weniger Leute Bock haben hoffentlich das Ding zu bezahlen oder Sie zahlen dafür und dann hält man vielleicht auch das Stönen aus.
00:21:43: also es ist ja ein bisschen Trauerspiel.
00:21:46: habt ihr eigentlich auch mal über so Modelle oder weißt du ob's Modelle gibt?
00:21:48: Ich frage mich zum Beispiel ganz oft Warum es eigentlich in Häusern bis heute irgendwie Briefkästen gibt, aber nie Paketkästen.
00:21:54: So und wenn man so an diese DHL-Boxen denkt, diese Station die es ja eigentlich gibt das geht ja so einen ähnlichen Weg oder Amazon locker und wie sie alle heißen da müsste ich doch eigentlich noch ganz viel tun oder?
00:22:04: Tut
00:22:05: sich auch!
00:22:05: Also ich hatte die Chance dieses Jahr auf einem Forum im Kongress von den europäischen Postunternehmen zu sein, wo eigentlich alle europäische Postunternehmens teilgenommen haben.
00:22:15: Und die haben Uni so noch alles selbe gesagt nämlich dass sie erwarten das die Zustellung wie sie heute erfolgt in den großen Innenstädten perspektivisch nicht mehr erlaubt sein wird aufgrund von Verkehr und abgasen.
00:22:25: Und deswegen wird dieses Thema locker ausgebaut, Fahrradzustellung ausgebaut.
00:22:30: Es geht halt alles erst mal langsam voran aber alle beschäftigen sich damit und deswegen nimmt das Thema Packstationen und Crew auch zu.
00:22:37: Das ist jetzt auch ein Prozess.
00:22:39: ich finde dieses Thema in Häusern auch super spannend oder einfach noch verstärkter in der Nachbarschaft.
00:22:45: Das können wir nur nicht leisten also dass es eine intralogistische Aufgabe oder vielmehr die letzte Meile oder die erste Meile des Rückversands als Start-up Top zu stemmen.
00:22:56: Das macht aus meiner Sicht keinen Sinn, deswegen versuchen wir uns da an bestehende Infrastruktur zu koppeln – an die Paketdienstleister oder eben an den Handel.
00:23:03: Da gibt es ja verschiedene Omnichannel-Anbieter und auch Branchen, die sehr viele Filialen haben, wo man Rücknahme ermöglichen kann.
00:23:12: Und ich finde immer so das Stream.
00:23:14: dann ganz, ganz spannendes Beispiel mit den Kartuschen die eigentlich aus dem komplett anderen Geschäftsmodell geschafft haben, erst in allen Apotheken dann.
00:23:22: In allen Drogerien und mittlerweile glaube ich auch an allen Supermärkten zu sein um dort ihre Kartuschen austauschen zu lassen.
00:23:29: Und das finde ich ist ein super Beispiel davon wie man bestehende Infrastruktur nutzen kann zur Bündelung von von anderen Produkten.
00:23:36: Ja ich denke gerade auch noch darüber nach dein Produkt ist natürlich sage ich mal darauf ausgerichtet dass es einen Rückversand geben muss so Ob es auch irgendwelche Szenarien gibt, wo es attraktiv ist dein Produkt zu nutzen.
00:23:48: Obwohl's nur One Way ist.
00:23:49: Habt ihr da euch mal Gedanken gemacht?
00:23:51: Ja, also eine Möglichkeit des One-Way ist die Bündelung und das machen wir heute auch schon bei Filialbelieferungen beispielsweise.
00:23:59: Also wie haben zum Beispiel... Im Optiker-Bereich, der wird fast täglich werden die Optiker beliefert mit Brillengläsern, mit Brillengestellen etc.
00:24:06: Da wird dann gebündelt und gebündelt wieder sozusagen die Verpackung können zurückgenommen werden.
00:24:11: das ist so ein ja also eigentlich ein One Way Case wo durch Bündelungen der Kostenvorteil geschaffen wird.
00:24:18: Das ist für Filialen ganz attraktiv weil hier auch Probleme haben den Müll zu entsorgen Und die Taschen lassen sich ja kleinen Falten und stapeln.
00:24:25: Ansonsten macht One Way für einen Mehrwegprodukt Aus meiner Sicht erst mal nicht so viel Sinn, außer du hast eine spannende Idee für mich.
00:24:32: Dann lass ich mich gerne eines anderen überzeugen!
00:24:34: Naja also ich denke von dem Fahrt her... Also wir haben jetzt aufgestockt unsere Podcast-Boxen.
00:24:40: Wir haben jetzt größer L von euch und nicht mehr größer M weil wir auch Kameras und Licht verschicken.
00:24:44: Und jetzt habe ich halt M-Box'n und denken natürlich was mache ich denn jetzt mit denen?
00:24:48: So und ich mach mir manchmal den Spaß draus Jetzt haben wir neulich Handeln bei ebay verkauft Und die sind so schwer, da würde der Karton reißen.
00:24:55: Dann schicke ich sowas in so einem Karton und hofft drauf dass die Person es halt weiter benutzt und wieder jemandem schickt.
00:25:00: Absolut!
00:25:01: Also der klassische C to C Case sag' ich mal.
00:25:04: Das haben wir uns auch angeschaut.
00:25:05: also tatsächlich ist der Marktanteil an den Versendungen ungefähr vier Prozent vom Gesamtmarkt also relativ klein.
00:25:11: ein Pfandsystem... Im C to C aufzubauen ist ziemlich komplex.
00:25:16: Das heißt, ich glaube das ist ein spannender Punkt.
00:25:18: also man kann ja heute beispielsweise in DHL Filialen auch Kartons kaufen dass man dort eben auch unsere Boxen zur Verfügung stellt würden wir gerne es einfach erstmal kleinerer Case und die Ausstellung im DHL Shop relativ teuer.
00:25:31: aber wenn jetzt zum Beispiel DHL Das machen würde wär's für uns natürlich toll und spannend.
00:25:37: Und wir haben tatsächlich in Europa andere Post-Unternehmen, die das den konkreten Case bei uns angefragt haben.
00:25:43: Also möglicherweise wird deine Idee vielleicht erst mal noch nicht in Deutschland aber in Europa bald Realität.
00:25:50: Vielleicht machen sie es im Bosnienherz Gowina schon und hier noch nicht!
00:25:55: Nein, aber ich hab auch so überlegt.
00:25:56: Das andere Modell, was einem natürlich einfällt ist Restaurants wenn man an sowas wie Recap oder Vital denkt.
00:26:02: Wenn du sagst okay statt Alua's hätte gibt es hier irgendwie so schöne Box und ich versuch dann auch mal das dahinter zu verstehen.
00:26:08: Und ich bin immer zu den vietnamesischen Läden wo ich gerne Essen bestelle.
00:26:11: Ich hab gesagt ihr stapelt euch die ganze Küche mit diesen... Was ist das neutrale Wort für Tupperware?
00:26:20: Aber de facto mit Essenstosen voll.
00:26:22: Warum macht die das eigentlich, kriegt ihr da Geld dafür?
00:26:24: Nein!
00:26:25: Also ich meine, die sparen natürlich wahrscheinlich das Geld für die Assetten und so.
00:26:28: ja aber das Zeug spülen und zurücknehmen und jetzt ist es ja Pflicht.
00:26:31: deswegen für dich super.
00:26:33: Aber verstehst du was ich meine dass man halt diese Anreizsysteme mal versteht.
00:26:36: wer sind eigentlich die Stakeholder in so einem Mehrwerksystemen und wer hat da was von ne?
00:26:39: Ja also am Ende dass jedes System funktioniert am besten, wenn es Kostenvorteile bringt oder wenn's zumindest mal kostenneutral ist.
00:26:48: Das heißt das ist immer der klare Fokus.
00:26:50: Wir sehen, dass die Bereitschaft mehr Kosten zu tragen eher bei den Kunden liegt als bei den Online-Händlern für Nachhaltigkeit tatsächlich ein Aufreiß zu bezahlen wobei es auch Unternehmen durchaus gibt, die dazu bereit sind und die Stakeholder sind am Ende die Konsumenten die auf die Onlinehändler einwirken können, nachhaltig anzubieten.
00:27:09: Also wir haben durchaus auch Kunden, die in ihren Business Case mit uns einrechnen, dass sie davon ausgehen, dass Sie eine Umsatzerhöhung haben wenn sie eine nachhaltige Verpackung anbieten.
00:27:17: also so kann man natürlich auch rechnen nicht in Kosten ersparen ist sondern gestiegene NPS, positives Marketing höhere Wiederkaufsquote und solche Themen unter.
00:27:26: dritte wichtige Stakeholder ist natürlich die Regierung und die Gesetzgebung mit der PPWR, also das Verpackungsgesetz auf europäischer Ebene des Zweit-Dreißig starten wird.
00:27:37: Da schon eine gewisse Schlappe erlitten, weil die Weltpappenindustrie sehr stark gegen dieses Gesetz gelobbt hat und die verbindliche Quote, die davor gesehen war für den Mehrweg im E-Commerce auf den letzten Metern empfindlich gestört oder man kann eigentlich schon fast sagen verhindert hat.
00:27:53: aber ich glaube es ist nicht das Ende der Fahnenstange und ich denke da wird's auch immer mehr gesetzlichen Rahmen geben.
00:27:59: wir haben ja heute zum Beispiel wie schon das sogenannte Lucid-Gesetz.
00:28:02: kennt man jetzt so als Konsument nicht.
00:28:03: Aber tatsächlich zahlen Onlinehändler heute schon dafür, dass Konsumenten die Verpackungen, die sie ihnen senden entsorgen müssen, dafür zahlen online Händler eine Gebühr.
00:28:13: Die ist erst mal nur ein Passent aber es leppert sich natürlich zusammen und Sohnrahmen brauchen wir glaube ich im Bereich Nachhaltigkeit überall um die echten Kosten zu zeigen.
00:28:22: Das ist extrem wichtig, nicht nur die direkten Kosten beim Onlinehändler sondern für die Entsorgung.
00:28:28: Für die Umwelt abzüglich Subventionen etc.
00:28:30: Ich überlege die ganze Zeit ob es eine krass bekloppte Idee ist.
00:28:33: aber als du so über Recyclingstation und Sodastream geredet hast habe ich so nachgedacht dachte so müsste ihr... wäre es nicht auch sogar ne Idee Tüten zu machen, also bei DM gibt es jetzt zum Beispiel soweit ich weiß diese Stoffbeutel die sie dann wieder zurücknehmen wenn du die nicht mehr haben möchtest.
00:28:48: Die kaufst du und kannst dir wieder zurückgeben.
00:28:50: das wäre ja eigentlich konsequent wenn man sozusagen entkunden daran gewöhnt dass alles quasi mehr weg tauglich ist.
00:28:56: Also selbst irgendwie die tüt weil mir geht's immer so.
00:28:57: ich kaufe dann die fünfte Tasche beim lokalen Supermarkt, die dann auch wieder nur im Schrank verschwindet.
00:29:03: Weißt du was ich meine?
00:29:03: Ja
00:29:03: total!
00:29:04: Das ist echt lustig dass du das sagst weil in der Tat als ich entschieden habe zu gründen und ins Thema Abfallvermeidung und Verpackungen reinzugehen da war es auch ein Case den ich mir hoch und runter überlegt hab Und das ist tatsächlich auch logistisch und kostenseitig extrem schwer abbildbar Weil man Taschen natürlich auch nochmal sehr schwierig reinigen kann und habe mich dann entschieden, das Thema E-Commerce anzugehen.
00:29:27: Was ich damals noch nicht ahnte wie komplex dieses Thema tatsächlich auch ist.
00:29:31: aber ja also ich finde es ein super spannendes Thema.
00:29:34: da ist ja auch erst mal der Schritt gegangen dass man überhaupt für Taschen bezahlen muss.
00:29:38: Ist ja auch eine gesetzliche Regelung die wahnsinnig gut funktioniert hat ne?
00:29:42: Und der Aufschrei ist im ersten Moment immer da.
00:29:43: oh mein Gott!
00:29:44: Das funktioniert nicht und die Welt geht unter... Ja nein die Welt ist nicht untergegangen.
00:29:48: wir verwenden jetzt einfach weniger Einwegplastiktüten und das gleiche gilt Beispielsweise für die Befandung von Einweg Plastikflaschen.
00:29:56: Auch da ist die Welt nicht untergegangen, es hat funktioniert und das bringt einen riesigen Nachhaltigkeitsvorteil.
00:30:02: Ich frage mich ja bei FANT übrigens immer gibt's da so Höhen also Beträge ab denen es besonders gut funktioniert.
00:30:09: weil manchmal gehe ich so durchs Straßen sehe dann welche Bierflasche stehen und denke mir so Ja neun Zent für eine Glasflashe versus fünfundzwanzig für irgendwie Kunststoff vielleicht mal der Anreiz für die Leute auch nicht hoch genug.
00:30:20: Ja, ich glaube im Flaschenbereich ist es gemischt.
00:30:25: Ich glaub' es gibt sehr große Teile der Bevölkerung für die der Anreiz hoch genug is'.
00:30:29: Dann gibts natürlich auch Bevölkerungsteile wo der anreiz nicht so hoch iß.
00:30:32: Ich glaube da ist es dann häufig eher das Bewusstsein oder einfach die Gewöhnung.
00:30:36: Das ist tatsächlich auch ein super wichtiger Faktor dass man's komplett gewöhnt ist seine Mehrwegflaschen zurückzugeben und dass es auch einfach ins tägliche Leben übergegangen.
00:30:46: Kann ich es jetzt relativ genau sagen, wir haben tatsächlich auch selber dazu geforscht.
00:30:50: Wenn man der Masterarbeit machen lassen und da gibt's auch relativ viel Untersuchung zu das Ergebnis ist eigentlich Kunden sind tatsächlich bereit sogar einen Aufpreis zu zahlen von einem bis zwei Euro also wirklich eine Nutzungsgebühr ab drei vier Euro nimmt stark ab und bei fünf Euro ist einfach der Ofen komplett aus.
00:31:06: aber ein zwei Euro nutzungs Gebühren finde ich echt schon Ein relativ hohen Wert.
00:31:12: beim Pfand ist es so, dass die Schallmauer also auch da ist der Wunsch ein bis zwei Euro fünf Euro.
00:31:18: Ist auch eigentlich die Schallen Mauer wo's dann endet.
00:31:21: und deswegen haben wir uns tatsächlich mitunter auch für dieses nachgelagerte Pfad entschieden weil bei uns gibt ja keine Pfannzahlung im Checkout das heißt wir hebeln das quasi aus.
00:31:30: der Kunde hat die Hürde nicht das fand es und hat aber gleichzeitig einen super starken rückseilen anreiz weil er weiß ist tatsächlich auch ein psychologischer effekt.
00:31:40: vier auf los heißt es war der angst hat ich werde sonst in anfühlungszeichen bestraft wenn ich jetzt nicht zurück sein.
00:31:46: ich muss noch was machen sonst passiert etwas.
00:31:48: und dass stellt tatsächlich einen höheren anreize da als wenn man sagt naja ich hab's fand e bezahlt es waren nur zwei euro ich bin eh schon safe.
00:31:56: Und dann sagt man eher, man sagt vielleicht noch nicht mehr unbedingt.
00:31:58: Ich bring's nicht zurück, sondern ich bring es morgen übermorgen oder in drei Wochen oder fünf Wochen.
00:32:03: und dann passiert so ein bisschen dieser Effekt dass sich die Mehrwegbecher im Schrank stapeln anstatt das man sie zurückbringt.
00:32:09: Das ist eben der Vorteil von dieser nachgelagerten Befandung vor allem wenn man sie da noch mit einer Frist verbindet.
00:32:14: Ja, das hab ich bei den Vitalboxen auch.
00:32:15: Du hast vollkommen recht.
00:32:17: Ich krieg's immer so Alerts!
00:32:18: Wenn du zahlst fünf Euro oder zehn und kriegst fünf wieder ... wenn du so behalten willst oder irgendwie so ... Und trotzdem mit einer gewissen Kulanz.
00:32:27: Manchmal ist es, dass die Läden vergessen, sie zu scannen, dann stellen die ins Regal.
00:32:29: Die kommen erst zwei Wochen später wieder raus und ihr kannst behalten.
00:32:32: Weil generell, ganz ehrlich, ich find ja auch, ich finds halt eine gewisse Assozialität, dass wenn man für etwas mit Fund bezahlt, das Ding aber nicht zurückkommt, Händland bleibt.
00:32:44: Also wenn ich jetzt mir den Kasten irgendwie getränke kaufe und zwei Flaschen gehen irgendwie verschütt, weil keine Ahnung... Ich bastle was daraus oder landet aus dem Kunststoffmüll dann ist das ja Umsatz der bei den Händlern landet so.
00:32:54: Und ich denke mir so.. Ich habe es mal ausgerechnet!
00:32:57: Ich meine es ist über eine Milliarde Es ist ein sehr hoher Betrag, ich krieg's mehr zusammen.
00:33:03: Das war hoch.
00:33:04: Einem uns darauf, was pro Jahr an Pfand nicht zurückgeführt wird und das mit diesem Geld nichts gemacht wird, dass man nicht sagt, es ist ein Pot der nach drei Jahren geht davon aus, dass die Flasche unbewerblich zerstört ist.
00:33:18: Investiere ich in nachhaltige Projekte.
00:33:21: So find' ich total nett!
00:33:22: Weil ich war verkürzt von euch immer an einem Flughafen.
00:33:25: Da konnte man dann so eine ... Wie auf Konzerten?
00:33:28: Das ist ja richtig fand drauf.
00:33:29: Zwei Fünfzig teilweise, dann hieß es aber irgendwie, die hatten irgendein System sich überlegt, dass du einen QR-Code kriegst ... Nee, das war auf der OMR war das!
00:33:36: Auf der OMr hießes Ja wenn du hier ein Getränk bestellst, kriegste nur das zurück was du auch wirklich gekauft hast.
00:33:41: Also wenn einer einen irgendwo stehen lässt, kriegs nicht du das Geld sondern hat sagen einer verloren.
00:33:46: Weißt du was ich meine?
00:33:46: und ich finde diese Mechaniken mal so zu überlegen weil das ist ja wirklich kapital was da drin steckt in solchen Fanzsystemen.
00:33:52: Das fanden sie schon frech auf so eine Messe wie zu sagen die zwei Fünfzig für den Becher Die kriegts denn nicht wenn's nicht deiner is.
00:33:57: also
00:33:58: Ja, also ich glaub auf Konzerten ist das schon ein ganz ordentlicher Zusatzeinnahme die man machen kann.
00:34:03: Ansonsten bei irgendwie neun Euro neunzehnt fand.
00:34:08: natürlich hat die Flasche auch mal was gekostet Sie zu produzieren da ist.
00:34:11: wahrscheinlich bleibt vermute ich auch einiges hängen aber tatsächlich ist ja auch ein entgangener wert.
00:34:16: und das ganze betreiben dieser logistik muss man ja auch mit einkalkulieren.
00:34:20: also die waschung die transportierung die wieder zur verfügungsstellung und es ist ein total spannendes thema also zum beispiel den wasserflaschen ist in einem artverein organisiert.
00:34:29: also dass eine ganze wissenschaft für sich wie man sowas organisieren kann.
00:34:35: Also ich guck grad mal bei ChatGPT, ob ich's hier in meiner Berechnung noch finde.
00:34:39: Aber wenn man mal guckt wie viel ... Das war echt faszinierend!
00:34:43: Was das eigentlich an Geld ist so ja?
00:34:45: But anyway, ich schweife hier ein bisschen ab.
00:34:46: Du merkst, ich hab einen Fundbegeisterungs-Thema bei mir.
00:34:49: Fantastisch!
00:34:50: Was hast du ja erzählt was euer Modell is und jetzt wäre natürlich mal neugierig zu wissen In wie vielen Ländern macht ihr das denn eigentlich schon?
00:34:57: Was habt ihr für Kunden?
00:34:58: also wo kommt das eigentlich schon zur Anwendung?
00:35:00: Also Deutschland ist unser Heimatmarkt.
00:35:02: Wir sitzen in München und sind hier auch gestartet, weil Deutschland der größte E-Commerce Player in Europa ist mit Abstand.
00:35:10: Wir haben aktuell roundabout siebzig Kunden... Aus unterschiedlichsten Branchen, der Fokus liegt bei uns wie gesagt im Moment vom Use Case auf Intralogistik, Filialbelieferung und geschlossenen Kreisläufen in BtoB.
00:35:23: Wir versuchen aber auch immer mehr im B to C. Auch größere Kunden anzuborden, da sind wir erst mal mit Kleineren gestartet haben aber auch einige namhafte Kunden wie beispielsweise Trigema Arbeitmischen länger zusammen oder haben Testlauf mit Vivo gemacht.
00:35:39: Es ist einer unserer allerersten Kunden gewesen.
00:35:43: Das sind deutsche Player, deren Namen vielleicht ein oder anderen Hörer bekannt vorkommen.
00:35:50: Ansonsten sind wir in Europa, in Österreich zum Beispiel mit der österreichischen Post zugange die unsere Produkte für uns ein Stück weit in den österreichen Markt gebracht hat und das ist auch eine Blaupause, die jetzt mit anderen Postunternehmen in Europa vorantreiben.
00:36:05: Und ja, wir haben einzelne Kunden aktuell in Österreich, Frankreich, Benelux, Niederlande.
00:36:13: Also ist ein bisschen bisher opportunistisch und versuchen gerade über Vertriebspartnerschaften tatsächlich die europäischen Nachbarländer zu erschließen, weil wir wirklich sehen mehr Weg findet außerhalb von Deutschland auch in zunehmend mehr und mehr Ländern statt im Dachraum wie gesagt Skandinavien, Benalux, Frankreich Das sind eigentlich so die Top-Märkte, aber tatsächlich auch in anderen Ländern.
00:36:34: Osteuropa Südeuropaa.
00:36:36: Es tut sich überall was und da wollen wir partizipieren können das aber eigentlich mit unserem Vertriebsteam noch nicht so abdecken und deswegen machen wir es relativ stark mit Partnern.
00:36:43: Und sag mal, was hält jetzt einen Zalando, einen About You, den Ace House davon ab?
00:36:49: Auch eine Mehrweglösung zu schaffen, die sie vielleicht aber selbst herstellen?
00:36:53: also wenn ich eine gewisse Größe erreiche dann könnte ich ja überlegen Deine Patente jetzt in allen Ehren, ob ich quasi was ähnliches baue und einfach komplett selbst umsetze.
00:37:02: Ja also wir haben das schon gesehen.
00:37:04: beispielsweise Chibo hat eine Versandtasche sozusagen... kurzfristig produziert und in Einsatz gebracht.
00:37:12: Weil tatsächlich das Thema Taschen, also wir bieten ja auch Boxen und Taschen an.
00:37:15: Taschen sind super banal und kann man total einfach produzieren lassen.
00:37:19: Das haben sie dann auch einfach gemacht.
00:37:21: Unsere Box ist zum einen etwas komplexer in der Entwicklung und dann auch etwas teurer in der Herstellung.
00:37:25: Also ich glaube auch dass es ein Bestandteil und eben die Verbindung mit der IT-Lösung.
00:37:29: Die IT-lösungen haben online Händler erst mal nicht Und wollen Sie im ersten Schritt auch eigentlich nicht entwickeln.
00:37:34: Deswegen kriegen wir darüber auch tatsächlich, also haben unsere IT extra so aufgebaut dass sie als Saasmodell funktioniert das wir die gegebenenfalls auch separat zur Verfügung stellen können.
00:37:43: bei den großen Playern wie Amazon und Zalando gibt es eine zusätzliche Komplexität und es ist Marktplatzsystem.
00:37:51: Wenn ein Kunde jetzt fünf Teile bei Amazon bestellt, dann kriegt er möglicherweise fünf Pakete.
00:37:57: Weil die aus unterschiedlichen Lagern kommen teilweise von Zalando selbst aber auch von ganz vielen Handelspartnern und das mit Mehrweg abzudecken ist super tricky weil entweder du musst dann fünf Mehrwegboxen schicken oder nur eine was dann der super komische Customer Experience für den Kunden ist.
00:38:12: Und ich glaube, das ist tatsächlich so ein Punkt der diese Player da ein Stück weit noch davon abhält und es eigentlich ja mit einer deutlicheren Flächenverbreitung vom Mehrweg dann einfacher umsetzbar wird.
00:38:24: Aber das Problem hast du ja genauso?
00:38:26: Also die Multibox-Bestellung sozusagen trifft dich also genau so?
00:38:31: Ja,
00:38:32: in Demo... Wir haben aktuell noch keinen einzigen Marktplatz Kunden aus diesem Grund, obwohl wir schon mehrere Anfragen hatten.
00:38:38: Der klassische Onlinehändler ... der unterschiedliche Produktgrößen verschickt, also der vielleicht im Winter auch den Wintermantel hat oder wo auch mal mehrere Paar Schuhe bestellt werden.
00:38:46: Der kann von uns mehrere Produkte abnehmen.
00:38:48: wir haben acht verschiedene Produkt-Größen.
00:38:51: das heißt er kann wirklich von dem wie du es so schön gesagt hast vom Schlüpper, den er einfach in eine Versandtasche reinsteckt bis zu der Bestellung von drei Winter-Menteln alles mit unseren Produkten abdecken ohne Luft zu verschicken.
00:39:02: Okay aber dann ist die Logik quasi online Händler und keine Marktplätze sozusagen erstmal zu bedienen.
00:39:08: Und jetzt hast du ja schon mehrfach von der IT geredet.
00:39:10: Was heißt denn das eigentlich?
00:39:12: Also ist es so, dass ihr quasi jede Box tracken könnt, dass die QR-Kurz haben oder Chips und ihr wisst mal wo alles ist wie eine Art Ausleihsysteme.
00:39:19: oder was meinst Du mit
00:39:20: IT?
00:39:24: Customer journey Prozess ab das heißt erstmal in frontend im webshop, wo man die box auswählen kann.
00:39:29: Wo mal über die nutzungsbedingungen informiert wird dann wird die eigentlich mehr oder weniger wie eine wahre im erp system geführt.
00:39:36: also taucht auf dem auf der packliste auf und wird dann auch getrackt Im Normalfall aktuell eher über das Adress Label, standardmäßig wie eben auch die anderen Produkte getrackt werden.
00:39:45: Wir versuchen da immer supernah am bestehenden Prozess zu sein und wenn keine Riture verzeichnet wird, wird diese Information an uns transferiert und das Besondere bei der Lösung ist dann noch dass wir die Fundabwicklung für den Online-Händler machen.
00:39:56: Das heißt er online Händler hat mit der Hey Circle Box mit dem Thema Pfand nichts am Hut.
00:40:01: Es wird darüber informiert im Checkout und wenn dieses Thema greift, dann kümmern wir uns darum.
00:40:06: also das ist super attraktiv sowohl für den Kunden als auch für den Online-Händler weil in normal Fall eben gar kein Fund fließt.
00:40:13: und wenn ja dann wie gesagt über uns.
00:40:15: und die Boxen haben einen generischen Barcode analog na wahre und wir haben ab sofort auch boxspezifische Codes um CO² Tracking zu ermöglichen.
00:40:24: und für die Bündelung im Rückversand die wir gerade aufbauen.
00:40:27: Haben Daten das Potenzial bei euch ein Geschäft zu werden?
00:40:31: Ja, auf jeden Fall.
00:40:33: Perspektivisch ist es einmal wirklich das boxspezifische CO-Tracking im Moment... können wir für den Online-Händler sehr gut die Gesamtmenge checken.
00:40:40: Aber wir können eben noch nicht sagen, diese Box hat jetzt genau so und so viel CO² schon vermieden.
00:40:46: Also ich glaube das ist ein superspannender Gamification Point und wird fürs ESG Reporting auch zunehmend wichtig.
00:40:52: Und das andere ist natürlich Kundenzufriedenheit ne?
00:40:55: Das können wir leider im Moment noch nicht erheben.
00:40:57: da brauchen wir auch ein Stück weit die Zusammenarbeit mit größeren ETC-Playern.
00:41:01: aber wirklich zu sagen hey wenn du mehr Weg bei dir einsetzt dann kannst du deinen NPS steigern, dann kannst Erhöhen, dann kannst du die Kunden Zufriedenheit erhöhen.
00:41:10: Wir sind überzeugt dass es so ist.
00:41:11: wir können's im Moment noch nicht beweisen aber wenn wir das können is natürlich ein wahnsinniges Verkaufsargument fürs Thema Mehrweg und wiegt dann mögliche Kostennachteile durch die Rückführung auch auf weil man das dann eben in Umsatz umschlagen kann.
00:41:22: und wieder Kaufquoten.
00:41:25: Jetzt überlege ich gerade so also Du hast glaube ich gesagt ab zehn mal versendet und das meint einen Weg und nicht beide Wege oder?
00:41:32: Ist es besser als Pappe und fünfzigmal müsste es durchhalten.
00:41:37: Habe ich das richtig mitgeschnitten?
00:41:38: Genau, ja!
00:41:39: Jetzt überlege ich gerade so... Ich habe gerade zum Beispiel gedacht so ein Outfitory Das ist ja jemand da ist in der Regel so die schicken irgendwie X-Outfits zu Und dann kannst du eigentlich die Ur nachstellen dass auch Outfits wieder zurückgehen in den meisten Fällen.
00:41:50: Wenn ich jetzt an deren Stelle wäre, hätte ich ein bisschen die Sorge.
00:41:54: Das ist eine Firma, die normalerweise ihre Outfits immer in so einem schönen Seitenpapier einpackt mit Schleifen drum.
00:41:58: Da ist so ne Box von euch.
00:42:00: wenn die irgendwie viertzehnmal verschickt wurde das dann halt die Postzusteller, die schreiben ja auch mal Zahlen also auf die Ränder drauf oder schreiben den Nachnamen oder... Die treten ja gefühlt mit Füßen.
00:42:09: so mal Flapsig gesagt!
00:42:12: Ist es denn überhaupt noch repräsentativ für einen Online-Shop?
00:42:15: Wenn so'n Ding da vierzehntzwanzig dreißigvierzig Mal über die Theke gegangen ist?
00:42:19: Das sind super spannende Punkte den man, glaube ich mit der Auswahl ganz gut lösen kann.
00:42:24: Wenn man dem Kunden nämlich sagt möchtest du einen Einwegkarton oder möchtet du eine nachhaltige Mehrwegbox und der Kunde sich aktiv entscheidet dann ist ein möglicher Use Look für den Kunden ja eigentlich ein fast schon positives Merkmal.
00:42:39: natürlich muss die Box intakt sein sie muss das Produkt sichern Und man hat eben auch die Möglichkeit im Das Innenleben trotzdem attraktiv zu gestalten.
00:42:48: unsere Boxen sind ja sehr hochwertig.
00:42:50: Also die Aufwertung im Vergleich zum Karton hat man tatsächlich auch nach... Mehreren umläufen und wir arbeiten immer weiter daran, dass die möglichst lange, möglichst gepflegt aussehen.
00:43:00: Wir haben ja diese glatte Oberfläche, die eigentlich nicht verschmutzt.
00:43:03: Wir habe einen gewissen Abrieb an der Unterseite.
00:43:05: da haben wir jetzt in der neuen Produktion sozusagen auch nochmal abgegraded so das dieser Abrieb ganz stark vermieden wird.
00:43:12: Die Oberflächen ist also gibt es überhaupt gar keine Rückstände drauf Und es einfach ein schöner schöner Unboxing Moment, der eben dieses positive nachhaltige Gefühl auch noch mal transportiert.
00:43:23: Vielleicht sollten wir das auch einmal, also fetten wir jetzt nach über vierzig Minuten Gespräch ein.
00:43:28: Vielleicht sollte man mal klären wie das eigentlich genau funktioniert?
00:43:31: Weil ich glaube viele Menschen denken jetzt so ja wait a minute wenn ich sonst einen Karton kriege dann habe ich doch da eine Aufreißlasche.
00:43:36: Wie kriegt ihr die denn eigentlich wieder so dass man da quasi die wiederzukriecht?
00:43:40: und wie funktioniert denn das, dass die Packung nicht kaputt geht?
00:43:42: Also vielleicht magst du ja auch mal einen Satz sagen wie so ein Ding eigentlich aufgebaut ist.
00:43:45: Genau
00:43:46: gerne!
00:43:46: Also unsere Boxen sind wie gesagt aus Kunststoff, aus Polypropylänen ganz klassischen Kunststoff den wer recycelt hernehmen können und danach auch wieder recyceln können.
00:43:55: Wir haben außen so eine gewäbte, stoffliche Hülle und in sehr robuste Platten verbaut sodass sie eben auch einen hohen Stapeldruck also Druck von oben stürze etc.
00:44:06: aushalten.
00:44:07: verschlossen wird die box mit reißverschluss was dem eben auch ne sehr hochwertige anmutung gibt und was den einsatz von klebeband verhindert was zum einen nochmal Einwegkomponente vermeidet und was einfach auch für den Konsumenten extrem angenehm ist, weil er eben kein Klebeband zu Hause haben muss.
00:44:23: Weil es keine klebrigen Rückstände gibt.
00:44:25: und wir geben eigentlich zwei Optionen entweder über so ein kleines Sicherheitssiegel noch zu versiegeln.
00:44:30: Das ist zwar auch ein kleines Einwegteil, aber es ist weniger Abfall als wenn ich Klebeband einsetze oder über so eine kleine Siegelplombe also beides auch aus Kunststoff mit dem er eben den Reißverschluss über so ne kleine Öse im Diebstahl sichern kann.
00:44:45: und das Besondere an der Box ist eben dass der Reiß Verschluss in beiden Fallstufen funktioniert.
00:44:48: also sowohl aufgestellt als auch zusammengefaltet kann die Box eben mit Reißver Schluss verschlossen werden und vermeidet quasi den Einsatz von Klebeband Spannend.
00:45:01: Macht ihr eigentlich auch White Labeling, also kriegt es eine Orange Box, die Gitarre kompakt irgendwie eine Royal Blaue und die anderen vielleicht deine normalen Standardfarbe.
00:45:09: oder ist das alles genormt?
00:45:10: Beides tatsächlich!
00:45:12: Also im BtoC arbeiten wir darauf hin dass wir so ne Pooling-Lösung aufbauen jetzt gerade ganz akut mit einem großen Kunden zusammen.
00:45:20: Dafür ist es hochgradig sinnvoll, dass alle Boxen gleich aussehen.
00:45:23: Weil wir sie dann zurücknehmen können und einfach Strecken optimal und Bedarfsoptimal umverteilen können.
00:45:28: Deswegen haben wir diese Standardlinie die wir vermieten Nichtsdestotrotz.
00:45:31: gerade im Bereich wo im geschlossenen Kreislauf versendet wird kommt dieses Pooling System nicht zum Tragen Und da können wir wunderbar auch einen speziellen Look anbieten.
00:45:41: Wir customisen im Moment ab einer Stückzahl von tausendstück weil das natürlich auch mit zusätzlichen Druckkosten verbunden ist.
00:45:47: Aber wir haben schon mehrere Produkte im Markt, also beispielsweise auch die österreichische Post hat sich eigene Taschen designt und in Österreich sind dann quasi Taschen im Co-Branding von Hey Circle unter österreichischen Post unterwegs.
00:45:59: oder Special Label Unowned.
00:46:01: das war so ein Rental Service kennt vielleicht auch der eine oder andere Die haben auch einen geschlossenen Kreislauf haben sich auch schöne Taschen selber designte Also dass es durchaus auch möglich, aber ab einer gewissen Stüchse.
00:46:12: Ist Werbung ein Thema für euch?
00:46:14: Also ich meine ihr könntet ja zum Beispiel überlegen dass man in die Verpackung so Sachen einlegt also das sie von außen bedruckt ist weil wenn das Ding fuffzig mal hin und her geht Man kennt es doch Wenn ich jetzt irgendwo was bestille bei der Klamottenmarke kriege manchmal von irgendeinem Wine Service oder von irgendwie weiß ich einem Schokoladen online Shop noch so Beileger dabei da kriegen dir wiederum Geld für.
00:46:35: wäre das bei euch auch model?
00:46:37: also wir haben's Tatsächlich nicht im Portfolio und auch bisher nicht durchdacht muss ich gestehen.
00:46:41: Mein erster Gedanke ist, dass der Versand unserer Boxen erfolgt ja durch den Online-Händler.
00:46:47: Das heißt was der Online Händler beiliegt entscheidet im Normalfall der Onlinehändler Und ich halte es für schwierig dem Online Händer da eine Vorgabe zu machen mit welchem Kunden wir über ein Beileger uns abgestimmt haben.
00:46:59: Zudem ist es natürlich ein Einweg-Abfallthema, was finde ich auch nicht ganz so gut zu unserem Produkt passt.
00:47:04: also deswegen tatsächlich mein erster Impuls eher nein aber sicher was Sinn macht nochmal zu durchdenken ob's da Möglichkeiten gibt die weitere Umsatz Streams auch ein Stück weit zu erschießen.
00:47:18: Ich denke gerade so, wenn man die Dinger vielleicht foliert damit die Postbetreiber da nicht irgendwie Nummern drauf schreiben zum Beispiel so die Seiten oder sowas und dann ist es sozusagen die Folie, die die Postdienststelle ist davon abhält um mit dem Edding draufzukrakelen und das und was.
00:47:32: aber ich geb dir recht man vielleicht möchte man jetzt irgendwie Vielleicht will man gar keine Schokolade beworben haben, wenn man Klamotte verkauft oder so.
00:47:40: Aber es wäre natürlich sonst noch eine Option zu sagen ich vergünstigere den Preis für den Onliner indem ich da die Werbung auf die Seite raufklatsche.
00:47:46: aber das macht natürlich auch wieder Komplexität.
00:47:49: Ich mag trotzdem, du merkst hier mal so Querdenken, wie man das alles kombinieren kann.
00:47:53: So und vielleicht noch abschließende Frage oder also abschließlich Fragensegmenten mehr?
00:47:58: Wie macht ihr eigentlich Marketing für den Spaß?
00:48:00: Also wie gehst du vor um irgendwie Händler- oder auch Intralogistikthemen ... Das kann ja jeder sein eigentlich von eurer Lösung mit eurer Lösungen in Kontakt zu bringen!
00:48:10: Jetzt sind wir Start-up natürlich und haben ein überschaubares Marketingbudget.
00:48:14: Was wir machen, sind eigentlich schon klassische Kanäle.
00:48:17: also zum einen sind wir auf Messen präsent Im E-Commerce messen, Logistik messen etc.
00:48:22: Wir sind Social Media aktiv!
00:48:24: Wir werden tatsächlich auch viel weiter empfohlen was richtig schön ist von unseren Kunden.
00:48:28: das natürlich ein sehr starkes Argument wenn Kunden uns weiter empfehlen.
00:48:32: wir machen natürlich viel Website, SEO sehr Themen weil tatsächlich auch Viel gesucht wird also Online Händler.
00:48:38: Wir haben viele auch gerade von den großen Onlinehändlern die inbound auf uns zugekommen sind und gesagt haben hey wir schauen uns das Thema an eben bei der Recherche über euch gekommen.
00:48:47: Und nicht zuletzt natürlich auch Podcasts, deswegen freue ich mich natürlich auch besonders hier zu sein in einem richtig coolen Podcast, der auch viele Hörer hat.
00:48:55: Weil das ist tatsächlich schon ein Thema, dass immer noch sehr, sehr viele Leute gar nicht wissen, dass es den Thema mehr wie Quersand gibt.
00:49:02: und das ist eine große Aufgabe des Thema bekannt zu machen und in die Fläche zu bringen.
00:49:08: Also ich werde jetzt nicht lügen aber ich war auf der Icomas Expo Berlin, ich glaub gefühlt Jeder dritte Stand hatte mit Verpackung zu tun.
00:49:16: Also wirklich viele, jetzt übertreibe ich glaube ein bisschen aber auf dem ganzen Segment habe ich bestimmt sieben acht neun Läden gesehen die nur mit sowas zu tun hatten.
00:49:24: Ja
00:49:24: wir waren auch dort.
00:49:26: Siehst du?
00:49:27: Und K-Fünf nicht ganz so viele
00:49:29: aber auch
00:49:30: also von daher das scheint ja so ein Evergreen Thema zu sein Verstanden.
00:49:35: Ich meine, was ist sonst eigentlich so der Wettbewerb von euch?
00:49:37: Also ich hab schon verstanden.
00:49:38: Pappehersteller alright, Haken hinter.
00:49:41: Gibt's sonst Leute und Unternehmen die ähnlich arbeiten wie ihr?
00:49:44: Ja
00:49:44: absolut!
00:49:45: Also ja, Pappe ist mehr als neunneinzig Prozent, das heißt... Wir Mehrweg-Anbieter müssen auch zusammenhalten.
00:49:51: Wir sind First Mover gewesen in Deutschland mit unserem Produkt, aber sind relativ kurz nach uns noch eine ganze Reihe von Sadaps dazugekommen.
00:49:59: Es gibt eigentlich so ein mehr geteiltes Wettbewerbsumfeld.
00:50:03: Das Eine sind wirklich Pubkartons wo versucht wird eine geringe Mehrfachnutzung zu erreichen.
00:50:08: das schafft man einfach nur zwei drei Mehrfach Nutzungen sag ich mal.
00:50:12: also man macht insgesamt weniger Impact Aber man macht ihn schneller und das ist ein Modell.
00:50:17: Also Ich würde mal sagen Very light.
00:50:20: Dann gibt es ein weiteres Segment von Taschen, das sind relativ viele Player am Markt weil man die eben relativ schnelle und einfache und günstig produzieren kann und auch über das Postnetz retunieren kann.
00:50:30: also das ist so ein bisschen die einfachste Einstiegs Variante deckt aber nur ungefähr zehn Prozent des Samtmachsabweils werden halt hauptsächlich Pakete versendet und dann gibt's eine Reihe von Anbietern die eigentlich ne Kartonfaltung in Kunststoff umgewandelt haben.
00:50:47: Also quasi ähnliches Modell tatsächlich, aber entsprechend auch nicht ganz so langlebig und ja wahrscheinlich auch eher Richtung fünf bis zehn Umläufe.
00:50:55: Also auch mehr Weg bisschen Leid weniger umläufer etwas schnellere Nachhaltigkeit Aber auch vom sage ich mal look and feel und große und schwere Sachen zu transportieren auch eher schwierig.
00:51:07: das heißt in dem Bereich groß, schwer, langlebig und hoher Impact sind wir tatsächlich aktuell relativ allein unterwegs.
00:51:15: Und deswegen auch klarer Marktführer in dem Bereich.
00:51:17: Freut mich für dich, freut mich nicht für den Markt.
00:51:19: also ich finde da darf sich noch mehr tun.
00:51:22: und jetzt sag mal ihr habt Investoren an Bord.
00:51:24: was ist denn eigentlich so dein Endgame?
00:51:26: Also irgendwann kommt es der Zahltag angesagt.
00:51:29: das ist evident bei deinem Weg den du versucht hast.
00:51:32: Ja, also im Moment steht aus meiner Sicht das Thema mehr wie schon immer noch sehr am Anfang.
00:51:38: Also wir haben jetzt schon eine sehr positive Entwicklung hingelegt.
00:51:41: Das heißt für mich ist die Arbeit noch lange nicht getan.
00:51:44: Wir haben da auch mit unseren Investoren eine mittelfristige Perspektive auf jeden Fall.
00:51:49: Wir wollen noch wachsen und haben schon mehrere Übernahmeangebote gehabt, die wir bisher ausgeschlagen haben tatsächlich weil dass wir als Start-up im Moment da noch deutlich mehr erreichen können, als wenn man jetzt schon in Corporate Umfeld in irgendeiner Form eintauchen würde.
00:52:02: Also die Interessenten waren jeweils aus dem Umfeld Logistikpaketdienstleister und Poolingbereich also eigentlich alles verwandte Bereiche, die das Geschäftsmodell verstehen kennen daran glauben und das bei sich eingliedern können.
00:52:17: Und ich glaube auch, dass es perspektivisch für ein starkes Wachstum was Ich will den Mehrweg sehe.
00:52:24: Aber erst mal sind wir darauf fokussiert, vom Start-up zum Scale up zu werden.
00:52:28: Hauptsache, dich kauft nicht einen Papphersteller, der das in der Schublade verschwinden lässt und kauft dich weg damit es dich nicht mehr gibt.
00:52:35: Das
00:52:35: würden wir auch nicht machen!
00:52:37: Dafür ist es tatsächlich zu sehr Herzensthema.
00:52:39: Gut.
00:52:40: Abschließend letzte Frage an dich... Wenn du der Doris von Day One was rübergegeben könntest, was so deine krassesten Learning waren?
00:52:48: Also vielleicht Fehler die du gemacht hast oder auch tolle Einsichten, die dich dann vorangebracht haben Was wäre das nach jetzt schon eine ganze Weile Mehrwegverpackung?
00:52:57: Also ein bisschen abgetroschener Spruch, aber der glaube ich sehr wahr ist.
00:53:01: Es ist ein Marathon und kein Sprint sagt mein Mann immer und finde ich er sehr war.
00:53:06: weil es tatsächlich und ich glaub dass nicht nur in unserem Bereich Aber bei der Gründung allgemein man muss einfach auf sich acht geben seine Kräfte einteilen weil es ist ne lange und anstrengende Reise mit vielen ups and downs, wo man wahnsinnig viel lernt.
00:53:21: Aber einfach auch schauen muss, dass man selber gesund bleibt und fit bleibt ... Und diesen Marathon durchhält und nicht auf den ersten Metern seine Puste verschwendet.
00:53:30: Das ist eine superwichtige Message, die viele Gründer nachvollziehen können.
00:53:36: Cool!
00:53:37: Sonst gab's nix, wo du sagst mal voll aus falsche Fährt gesetzt oder bisher war euer Fahrzeug relativ linear?
00:53:44: Ich glaub... Das größte Lernfeld, das wir gerade haben ist auch ein Klassiker.
00:53:49: Das ist die Herstellung.
00:53:50: Man startet erst mal mit kleineren Mengen und in meinem Fall auch mit wenigen Erfahrungen.
00:53:54: ich komme ja nicht aus dem Verpackungsbereich.
00:53:56: Und jetzt sind wir grade dabei unsere unser Sourcing auf professionellere Füße zu stellen.
00:54:01: weil gerade wenn man auch große Kunden zu pleiten dann braucht man ganz anderes Level an Professionalität.
00:54:06: Ich glaube nicht dass man das Level an professionalität ab tag eins haben kann Weil die die hersteller die man dafür braucht die kann man am Anfang einfach die interessieren die Mengen nicht.
00:54:15: Also es ist ein Weg, den man ein Stück weit wahrscheinlich nicht abkürzen kann.
00:54:20: aber da haben wir wahnsinnig viel gelernt und auch mal hier und da auf dem falschen Supplyer gesetzt aus einem aus dem Umfeld einfach so ein bisschen.
00:54:27: hier kennen wir jemand der uns helfen kann.
00:54:29: lasst uns das angehen also unsere Erfahrung Und tatsächlich gleich mit guten Supplyern zusammenarbeiten, die Vision auch verkaufen.
00:54:37: Also dass die Mengen vielleicht anfangs klein sind aber das da eine große Menge hinterherkommt professionelle Partner suchen damit man dann eben auch die Qualität liefern kann und die Kunden erwarten und für die wir auch stehen wollen.
00:54:50: Ja cool Doris!
00:54:51: Dann drücke ich dir ganz herzlich die Daumen unter einem Team, dass ihr das in große Breite bringt und bin sehr gespannt was da noch so kommt.
00:54:58: von daher viel Erfolg und vielen vielen Dank.
00:55:00: Vielen
00:55:00: vielen Dank hat Spaß gemacht.
00:55:03: Danke fürs Zuhören beim Digital-Kompakt-Podcast.
00:55:08: Du merkst, hier ziehst du massig Wissen für dich und dein Unternehmen heraus!
00:55:11: Wenn du mit uns noch erfolgreicher werden möchtest, abonniere uns auf den gängigen Podcastplattformen – und hey, je größer wir werden, desto mehr Menschen können wir helfen?
00:55:22: Also erzähl doch auch deinen Kolleginnen und Kollegen von uns.
00:55:26: Bis zum nächsten Mal.
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