Lea-Sophie Cramer: 5 Dinge, die ich gerne mit 20 gewusst hätte

Shownotes

Vielleicht kennst du den Spruch „5 Things I Wish I knew when I was 20“? In einem persönlichen Talk erfährst du 5 große Learnings, die Lea-Sophie Cramer im Business, aber auch im Privatleben gemacht hat. Lea-Sophie Cramer berichtet von entscheidenden Stationen im Leben, wie z.B. dem Studium, dem Einstieg ins Berufsleben, aber auch von Erfahrungen aus seinem Privatleben, die ihn zu dem gemacht haben, was er heute ist. Diese Episode gibt dir Anreize, Neues auszuprobieren und soll dir helfen erfolgreicher zu werden. Egal, ob du noch jünger als 20 Jahre bist oder älter. Lea-Sophie Cramer ist eine erfolgreiche Unternehmerin und Investorin, bekannt als Mitgründerin und ehemalige CEO von Amorelie, einem führenden E-Commerce-Unternehmen im Bereich Sexual Wellness. Mit ihrer visionären Führung und innovativen Ansätzen hat sie Amorelie zu einer bekannten Marke aufgebaut. Heute ist Lea-Sophie als Investorin und Mentorin tätig, unterstützt Start-ups und engagiert sich stark für die Förderung von Frauen in der Wirtschaft. Ihre Expertise und ihr Engagement machen sie zu einer inspirierenden Persönlichkeit in der deutschen Unternehmerlandschaft. Die 5 Dinge: 1) Es ist richtig, sich in das Fahrwasser inspirierender Menschen zu begeben 2) Gründen ist ein Marathon, den die meisten sprinten 3) Der Umgang mit Fehlern ist am besten möglich, wenn du deine Selbstwirksamkeit nutzt und demütig bist 4) Jede:r hat einen eigenen inneren Schweinehund und es gilt diesen zu verstehen 5) Entwickle ein finanzielles Mindset und investiere (um den Zinses-Zins-Effekt zu erzielen) __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Lea-Sophie Cramer, Unternehmerin und Investorin __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 Übersicht aller Sponsoren __________________________ ||||| PLAYLISTS ||||| Lust auf mehr? Entdecke unsere Playlists mit weiteren spannenden Episoden zum Thema: 🎧 5 Dinge, die ich gerne mit 20 gewusst hätte __________________________ ||||| LEXIKON ||||| Du verstehst nur Bahnhof? Zu viel Fachchinesisch? Unser Lexikon hilft dir dabei, die wichtigsten Fachbegriffe zu verstehen: __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:08:15) Folge der Inspiration (00:22:48) Es ist ein Marathon (00:40:28) Die richtige Fehlerkultur finden (00:49:33) Den inneren Schweinehund überwinden __________________________ ||||| WIR ||||| 🧢 Ich bin übrigens Joël, der Macher dieses Podcasts. Ich bin ein Creator und Medienunternehmer, der für Wachstum und Vielfalt steht. Mein Vorgehen besteht darin, dass ich inspirierende und erfolgreiche Menschen interviewe, um von ihnen zu lernen und Wissensabkürzungen für dich und mich aufzutun. 👉 Mit meinem Podcast digital kompakt zeige ich dir Wachstumsstrategien für dein (Digital-)Business, indem ich erfolgreiche Unternehmen und Expert:innen interviewe 👉 Mit meinem Podcast 5 Dinge mit 20 zeige ich dir, wie du persönlich wachsen kannst, indem ich inspirierende Menschen frage, was sind ihre 5 Dinge, die sie gerne schon mit 20 gewusst hätten 👉 In meinem Newsletter fasse ich dir Jeden Freitag die besten Learnings aus meinen Podcasts zusammen sowie viele weitere Einsichten aus meinen Aktivitäten. 💛 Abonniere „digital kompakt“ auf Apple Podcasts, Spotify & Co. Wenn dir die Folge gefallen hat, hinterlasse uns bitte eine Fünf-Sterne-Bewertung! 👥 Wir streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.

Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen bei Digital Compact.

00:00:01: und kurzer Hinweis zum Anfang.

00:00:03: Die Folge, die du jetzt hörst stammt ursprünglich

00:00:05: aus meinem

00:00:06: Podcast Fünfdinge mit zwanzig!

00:00:08: Und darin frage ich inspirierende Menschen was denn ihre fünf Dinge sind, die sie gerne schon mit zwantig gewusst hätten?

00:00:14: Und nur ein Bruchteil dieser Folgen teilen wir auch hier auf Digital Compakt nämlich die Mit-Business Bezug.

00:00:18: das heißt wenn dir diese Episode gefällt dann abonniere unbedingt Fünftinge mit Zwanzig den.

00:00:23: dort findest du viele weitere inspirierenden Gespräche und spannende Gäste.

00:00:27: jeden Freitag immer am fünften Tag der Woche erscheint dort eine neue Folge, perfekt um dein Wochenende mit wertvollen Einblicken zu starten.

00:00:34: Also die Links zum Abonnieren findest du in den Show Notes.

00:00:36: und jetzt viel Spaß beim Zuhören!

00:01:02: Ich brauche so eine Vision, die ist zu groß um sie zu schaffen.

00:01:09: Das motiviert

00:01:10: mich.".

00:01:36: Hallo Leute und Hi-Five.

00:01:38: Ich hab wieder eine tolle Person am Start, die mir ihre fünf Dinge verrät, die sie gerne schon mit zwanzig gewusst hätte!

00:01:44: Und zwar ist es in dem Fall eine alte Bekannte von mir, könnte man fast sagen – und zwar die liebe Lea Sophie Kramer.

00:01:50: Es ist gar nicht so einfach, Lea anzumoderieren weil die macht glaub ich Gefühl tausend Dinge.

00:01:54: also zum einen ist sie Unternehmerin ihr kennt sie bestimmt noch von Amore Liefröhe aber natürlich auch mit ihrem neuen Coaching Business Ten More Innen dann ist sie ja selbst Podcasterin Sie ist Investorin und ich würde sogar sagen manchmal ist sie für meinen Geschmack sogar fast auch Aktivistin.

00:02:06: Also sie setzt sich für ganz viele Themen einen rund um Unternehmertum.

00:02:09: Und wie es bei mir immer so ist, nach solchen Leuten schaue ich ja, weil die natürlich viele Berührungspunkte mit vielen schlauen Menschen haben, mit denen Sie sich austauschen, viele Kontexte und so lernt man ja also wirklich im Druckbetankungsformat.

00:02:19: Deswegen freue ich mich total heute mal leer zu löchern!

00:02:23: Schön, dass wir uns mal wiedersehen, Leer.

00:02:24: Long time!

00:02:25: Hello!

00:02:25: Ja wirklich?

00:02:26: Danke für die schöne Anmoderation, Mensch.

00:02:28: Das fühl ich mir richtig geirrt.

00:02:30: Wir haben uns ja nun gerade wieder gesehen beim German Startup Awards aber ich glaube davor... war es Jahre her gefühlt.

00:02:37: Ja, hätte ich jetzt auch gesagt ...

00:02:39: Es ist schon eine Weile her!

00:02:41: Aber das ist in der Tat alte Bekannte.

00:02:43: Ich find's irgendwie zum einen beängstigend.

00:02:45: Auch bei den German Start-up-Orts hatte ich so das Gefühl im Positiven und Negativen wir sind alt geworden, weißt du?

00:02:52: Also ein bisschen diese alte Garde der Startupszene.

00:02:55: wenn man dann sich dazu zählt, dass man zum einen stolzt und zum anderen denkt man oh Gott eigentlich ist es ja immer schön zu der neuen Generation zu gehören.

00:03:03: Aber ich glaube, es ist einfach so.

00:03:05: Wir können länger leben, longevity hoch fünfzehn aber wir können's nicht... Nicht rückwärts leben.

00:03:10: Du, ich weiß genau, was du meinst?

00:03:12: Ich stand irgendwie in so einer kleinen Menschentraube mit Tom Bachem von der Code University.

00:03:17: Links neben mir Franjo Pot gegenüber Franziska van Almseek und dann haben Tom und ich so ... Opa erzählt vom Krieg Gespräche geführt dass wir so meinten ja wie erinnern es noch als die ganzen Start-ups noch klein waren Und wir haben mit den Teilen ein Bett geschlafen.

00:03:29: also wirklich so Hubertus von Mein Müsli torben mit den Haarchen Betten gemeinsam gepennt.

00:03:33: da war das noch so richtig dirty and quick Und heute ist es ja auch.

00:03:37: Vor allem, man wollte sich nie ... Also, man ist irgendwo hingefahren und hat geguckt, wer ist sonst so da?

00:03:41: Mit der Bahn hin hat sich ein Hotelzimmer geteilt.

00:03:44: Ich hab auch mit einigen die Betten geteillt ohne dass jetzt mehr passiert wäre.

00:03:48: Man hatte halt mit fünf, sechs in einem riesen Eherbett übernachtet, weil man Kosten sparen wollte.

00:03:53: Aber Tom Bachem fand ich ganz spannend.

00:03:55: Der ist eigentlich schuld oder dem hab ich's zu verdanken, dass ich mit LinkedIn angefangen habe?

00:04:01: Der hat beim Gründer-Ball ... Wann war das, zwei Neunzehn standen wir nebeneinander und er sagte Mensch, ich hab jetzt hier drei Tausend Follower auf Linkedin und so.

00:04:08: Dann meinte ich ach, es ist ja spannend!

00:04:10: Wo kann man das denn überhaupt sehen in der

00:04:11: Plattform?!

00:04:12: Und dann sind wir da so im Account rein und meint er muss sich hier hinklicken und hier.

00:04:15: Und dann hatte ich irgendwie dreientreißigtausendfollower.

00:04:18: Okay wo kommen die denn her?

00:04:19: Weil ich hatte irgendwie mal gepostet am Relisucht Praktikanten.

00:04:23: Das waren meine Beiträge damals.

00:04:27: Und dann war ich so okay, krass!

00:04:29: Dadurch, dass Amorelli so wenig Werbung machen durfte, haben wir sehr stark auf Storytelling gesetzt.

00:04:35: Also PR und Geschichten erzählen Fernsehen

00:04:38: usw.,

00:04:38: alles was wir halt machen durften.

00:04:40: Dadurch hab' ich natürlich auch eher in den Medien.

00:04:43: Da waren die Leute wohl bei LinkedIn mir gefolgt, wusste ich aber nicht.

00:04:47: Dann bin ich Ende zwei, neunzehn raus Ich ja nichts mehr zu tun hatte.

00:04:52: Ich bin raus und wollte freimachen, aber trotzdem mich beweisen und irgendwas mal ausprobieren.

00:04:58: Da hab ich gedacht, guck ich mal, was da auf LinkedIn so geht.

00:05:01: Deswegen habe ich es Tom super danken ... dass ich da eine Stimme finden durfte.

00:05:08: Ja, aber ich hatte gerade am Wochenende mit meiner Frau und meinen Kindern wandern.

00:05:12: Dann war wir im Grunewald-Turm in diesem Biergarten.

00:05:14: Und dann saß ich da und stand auf einem Typ, den mir ich guck hoch.

00:05:17: Da war das Alex Hüseyn mit seiner ganzen Family.

00:05:19: Das war auch so ein Moment.

00:05:20: Dann lässt er wieder Revue passieren, welche Internet du zu früh vakantist usw.

00:05:24: Aber gut!

00:05:24: Ich schweife hier ab...

00:05:26: Wie

00:05:26: ist dir denn der Gang mit unserem Thema heute?

00:05:29: Ich frage mal am Anfang gerne wie schwer es den Leuten gefallen ist, fünf Dinge zu finden.

00:05:32: Ist es dir ganz einfach gefallen?

00:05:33: Hast du vielleicht Zehen gehabt oder fielst du total schwer?

00:05:36: Nee, ich fand es eher schwer.

00:05:39: Ich hätte viel mehr gehabt.

00:05:40: Und ich hab echt das Gefühl, es ist auch so eine Momentaufnahme.

00:05:43: Also zuerst hab ich gedacht, ich muss jetzt die besten fünf Dinge finden, die ich mit zwanzig gebraucht hätte und ich glaube ... Es ist aber so, ich finde die besten Fünf Dinge, die mich mit zwanzig gebrauchte, die in diesem Jahr halt finde also nächstes Jahr werden das wahrscheinlich andere und übernächstes auch.

00:06:00: Ich hab mir von Flo Heinemann und von Pip Klöckner ihre Resumés quasi angehört mit dir und Ihre Interviews mit dir Und das fand ich auch sehr spannend.

00:06:09: Da waren ein paar Sachen dabei, wo ich dachte Jo seh ich auch so und dann war ein Paar dabei, weil ich dachte nee, sehe ich wirklich ganz anders.

00:06:15: Also es ist auf jeden Fall merkt man daran Es ist hier keine Wahrheit sondern die eigene Perspektive.

00:06:21: In dem jetzigen Moment

00:06:23: Ist ja auch irgendwie so'n Ding schlaue Leute sowie du dir durchblickt das ja sehr schnell dass das momentaufnahmen sind oder manche sagen dann auch Ja aber Ich hätte gar nicht auf mich gehört als ich zwanzig war könnte ich jetzt in die Vergangenheit im Sonne ist dann auch ganz lustig.

00:06:34: Aber es geht auch ein bisschen darum das best of an Wissen abzuletten.

00:06:38: Das ist ja mal so eine Sache, Frauen nach dem Alter zu fragen.

00:06:40: Aber magst du sagen wie alt du bist?

00:06:41: Mit welcher Perspektive du zurückguckst oder sollen wir das rausschneiden?

00:06:45: Ich auch Quatsch um Gottes Willen!

00:06:48: Also ich hab überhaupt kein Thema damit das zu sagen.

00:06:50: Ich bin jetzt siebenunddreißig und habe schon ein Thema damit dass es so ist.

00:06:54: also ich weiß noch ganz genau das von meinem Ex-Partner.

00:06:57: die Schwester war irgendwann war sie mal dreißig Jetzt ist sie üvvierzig aber irgendwann waren sie mal dreizig Und ich war auf jeden Fall noch in meinen zwanzigern.

00:07:06: Ja, dreißig ist ja so alt.

00:07:08: Jetzt geh ich schon auf die Vierzig zu denken, oh Gott das Willen!

00:07:12: Das Einzige Schöne daran ist, dass Leben voll ist und alle anderen das auch mitmachen müssen.

00:07:19: Das finde ich eigentlich beruhigend.

00:07:21: Also dass keiner sich davor daraus entnehmen kann aus dem Spiel, sondern das wir alle weiterziehen und du dieselbe Gruppe an Menschen dann halt mit fünfzig, sechszig, siebzig, achtzighundert hast.

00:07:32: Aber genau ich bin jetzt siebendreißig.

00:07:34: Okay ist aber ein tolles Alter da kann man auch gut auf zwanzig zurückkommen.

00:07:36: Ich

00:07:36: mag's!

00:07:38: Ich hab Angst vor der Sechzig, die find ich gruselig.

00:07:40: Ab sechzig denkst du so okay wait a minute dann ist irgendwie so halbzeit auf vorbei und ... Okay

00:07:46: anyway.

00:07:46: Weil du mit hundertzwanzig rechnest ja?

00:07:48: Bei mir ist es mit der fünfzig weil bei mir ist so Jahrhundert kann ich schaffen.

00:07:53: aber wenn man jetzt den longevityforschung folgt dann hast du in der Tat recht dann kannst auch hundert zwanzig werden.

00:07:58: Aber ich finde fünftig ist für mich eher so wo ich sie denke.

00:08:00: puh Aber jetzt hab ich eine Zweiundfünfzigjährige kennengelernt oder wiedergetroffen und die sah so bombastisch aus.

00:08:06: Und zwar nicht vom äußeren Aussehen, sondern von diesem inneren Strahlen.

00:08:10: Das war der absolute Hammer.

00:08:12: da dachte ich, wenn ich so bin mit U-Fünfzig ist alles gut!

00:08:16: Lass uns mal rein starten.

00:08:16: was ist denn dein erster Punkt?

00:08:18: Also, ich habe verschiedene Punkte.

00:08:21: Du hast bei Pip immer gefragt, sind die privat oder beruflich?

00:08:24: Dann hab ich gemerkt, dass man sie gar nicht so richtig trennen kann.

00:08:29: Der erste Punkt ist einer, den ich ein Glück befolgt habe ... Ich hab ihn befolgen und dachte aber, das ist sozusagen ... Nicht richtig ist das, was ich da mache.

00:08:41: Und zwar ist mein erster Punkt, dass ich absolut meinem zwanzigjährigen Ich sagen würde, es ist vollkommen richtig sich in das Fahrwasser inspirierender Menschen zu begeben.

00:08:52: Also ein großes Beispiel, was meinen Leben verändert hat ... Ich hatte ja früher einen ex-Freund an der WHO zur gleichen Zeit.

00:09:03: Und habe dadurch viel an der WHO abgehangen und auch die ganzen WHO-Lah kennengelernt, die heute so die Startups mitgeprägt haben.

00:09:09: Ich hab dann bei BCG angefangen, also zuerst bei einem Start-up.

00:09:14: Das hat nicht geklappt, das waren so quasi die Airpods aber es war halt zwei Tausend Neuen und da waren die ganzen Komponenten, das ist Musikdrop viel zu ... Es hat lange gedauert, die aus China zu bekommen, die waren viel zu groß, sie haben nicht reingepasst in sozusagen diese Airpots und es war einfach weit vor der Zeit.

00:09:30: Und das habe ich relativ schnell gemerkt, war dann gelangweilt, hab gesagt okay Nehm ich jetzt diesen Job von WCG, an der mir im Praktikum angeboten wurde.

00:09:36: Hab da angefangen und hab über mein WHO-Netzwerk dann Olli Samba kennengelernt.

00:09:41: Mein erstes Projekt bei WCJ war in der Nähe von München.

00:09:43: Da konnte ich den easy treffen.

00:09:44: Dann habe ich den getroffen und hatte das Lunch mit ihm ... Ich glaube diese Begegnungen hatten ganz viele aus der Startup-Szene mit Olli Samba, dass du wirklich rausgehst und denkst, du wurdest gerade irgendwie vom Blitz getroffen!

00:09:56: Also es war sowas anderes als all das was ich vorher so erlebt hatte dass ich so dachte, was war das denn?

00:10:03: Dann ging ich auch gleich mit dem Angebot wieder raus.

00:10:05: Und dann hab' ich drei Wochen locker gebraucht um mich dafür zu entscheiden und mir hat mein ganzes Umfeld abgeraten weil die meinten Lea du bist jetzt gerade bei BCG.

00:10:13: Das ist sozusagen wir wollten da...das war Finanzkrise.

00:10:15: weißt du es war Zwei-Tausendzehn das heißt Ich hatte den Job bekommen alle möglichen Kommilitonen von mir nicht!

00:10:20: Das heißt sie meintten alles so, das ist so ein Privileg das musst du auch nutzen, da musste auch dankbar sein und du kannst ja jetzt nicht gehen zu einer Person die damals noch keiner kannte und wo man auch nicht genau wusste stehen würde, meine Eltern auch, mein Freund damals und so.

00:10:34: Und ich bin so froh – das würde ich jetzt im Nachhinein noch viel konsequenter machen -, dass sich der Neugier gefolgt bin meiner eigenen Überlegung, wie Arbeit sein sollte anstrengend.

00:10:48: Macht keinen Spaß!

00:10:50: So sitzt stundenlang irgendwo im Büro mit ganz vielen älteren Menschen die dir sagen was du machen sollst.

00:10:56: Du arbeitest dich über Jahre auf eine Position und dann die nächste hoch und so.

00:11:01: Und deswegen muss ich echt sagen und danach habe ich immer wieder mir es teilweise erlaubt und teilweise nicht erlaubte.

00:11:06: also ich hab jetzt zusammen gegründet Tenmore Inn.

00:11:08: zusammen Mit der arbeite ich seit über zehn Jahren zusammen, die ist im Jahr zwei zur Amorili gekommen.

00:11:16: Und auch da wundervolle Personen.

00:11:19: während Amorilli waren wir nie befreundet.

00:11:21: Wir waren immer in so einem Arbeitskontext weil ich da halt total streng bin bei solchen Sachen.

00:11:27: Also ich wollte eigentlich immer ... dass private berufliche Kreise trennen, das ordentlich professionell machen oder auch in Pitches.

00:11:37: Bei Agenturen gab es Agenturen.

00:11:38: die mochte ich einfach nicht.

00:11:39: Da waren Personen die mochtig persönlich nicht und ich habe trotzdem immer gesagt, nee, ich muss denen aber genau dieselbe Chance geben wie allen anderen.

00:11:46: Ich muss sie fair bewerten nach dem was Sie da liefern egal ob ich sie jetzt persönlich mag oder nicht.

00:11:50: Und das alles würde ich echt noch viel konsequenter anders machen.

00:11:54: also dieses Thema wenn du inspirierende Menschen um dich rum hast, sich in deren Fahrwasser zu begeben und das auch zu akzeptieren.

00:12:02: Egal was daraus wird, ob das Freundschaft wird oder whatever ... Oder eine ewig lange Partnerschaft wie jetzt mit Sebastian Pollock, mit dem ich am Relis gegründet hab.

00:12:10: Das ist ja fast so ne berufliche Ehe die wir da zusammeneliebt haben Und wir können uns heute noch treffen und knüpfen genau da an.

00:12:16: Also, das ist so eine Bereicherung mit Menschen zu arbeiten.

00:12:19: Die man wirklich schätzt und mag und von denen man gerne lernt.

00:12:24: Wenn ich jetzt meine Kinder vor mir hätte ... würde ich den sagen nach so einem Lunch?

00:12:28: Würde ich sagen, geh da hin!

00:12:29: Mach das!

00:12:30: Versuch, so nah wie möglich dranzukommen an diese Person.

00:12:34: Irgendwie wirst du mit diesem Fahrwasser auch hochgespült, weil die einfach Dinge anders machen.

00:12:39: Und dadurch lernst Du, Dinge anders zu machen, anders zu sehen.

00:12:42: Dann wird alles ein bisschen ... und ich weiß auf jeden Fall, dass das für mich ... Ich hab ewig gebraucht.

00:12:49: Für die Erkenntnis, dass es okay ist, was ich so gemacht habe.

00:12:52: Das war ein Mühe der entschieden hat, dass ich's mache versus nicht.

00:12:56: Ich weiß noch nicht mal, was es zum Schluss war, weil ich eigentlich ... Beim absoluten Nein.

00:13:01: Und ich muss hier den ordentlichen Weg gehen und ich muss erst mal knächt werden bei BCC.

00:13:07: Da bin ich so sehr dankbar, dass sich da den Mut zur richtigen Zeit hatte.

00:13:11: Er ist ganz interessant weil als du ihm gesagt hast Fahrwasser hab' ich erst gedacht Du meinst sowas wie inspirierende Biografien lesen oder denen mal auf YouTube folgen und denen so nacheifern.

00:13:20: also du meinst sozusagen Fahrwasser meinst du wirklich mit den Leuten interagieren die in dein Leben aufnehmen?

00:13:24: Ja, genau.

00:13:26: Also wirklich ... Ich stelle mir das so vor wie ein Tanker.

00:13:29: Jetzt Olli sagt mal meinetwegen, der ist so'n Tanker hier im Büggelsee und dann räumt er da ordentlich was auf und nimmt auch ordentlich Welle mit.

00:13:40: Und der hat ganz viele kleine Boote, die in dem Fahrwasser sehr gut schwimmen können dahinterher.

00:13:45: teilweise unfassbare Tanker selbst geworden.

00:13:47: Also ich mein, was aus Rocket Internet und aus den ganzen affiliierten Unternehmen gewonnen ist ja der absolute Wahnsinn!

00:13:53: Ja also ich bin unglaublich dankbar dass sich da ganz oft dieses Fahrwasser von inspirierenden Personen irgendwie gesucht habe und dann auch dran geblieben bin.

00:14:01: Auch Verena Paus damit, der ich den Fast & Curious Podcast mache und so.

00:14:05: Das sind einfach wundervolle Menschen das es ganz toll ist mit denen zu verbinden.

00:14:11: Diese Glaubenssätze, die man selber hat zur Arbeit und wie sich Arbeit anfühlen würde sollte.

00:14:15: Und was dann irgendwie professionell ist und dass man Freundschaft nicht mixen darf mit beruflichem usw.

00:14:23: Das muss ich sagen habe ich echt total überdacht.

00:14:26: Also folgt lieber Menschen.

00:14:28: also guck wirklich welche Chefs hast du vor dir?

00:14:31: Mit wem würdest Du in der Tat arbeiten?

00:14:34: Jetzt gab's gerade wieder so eine Studie, was sind die Top-Arbeitgeber Deutschlands?

00:14:37: Das sind alles Großkonzerne.

00:14:39: Da hab ich gedacht, klar kannst du nach Marke gehen.

00:14:43: Kannst du sagen, ich bin bei einem BMW, Porsche oder Nike.

00:14:47: Ich glaub es ist noch sinnvoller wirklich zu schauen wer sind die Personen mit denen und für die ich arbeiten würde.

00:14:53: Weil in diesem Fahrwasser wirst du groß Ideen mitgeben, die du so noch nicht hattest oder sie werden dich zurückhalten und einengen und einen dämmen.

00:15:06: Und deinen Eifer irgendwie eher runter halten?

00:15:08: Walter Marzailer hat neulich was gerade zu mir gesagt.

00:15:10: er meinte es gibt irgendwie Untersuchungen dazu deren Fazit dann lautete you become the average of The five closest person You surround yourself with.

00:15:20: also du wirst quasi von den fünf bis sechs Personen mit denen Du am meisten Zeit verbringst deren Persönlichkeitsdurchschnitt der davon übernimmst du sozusagen viel bei dir auf.

00:15:28: Und das Klang sehr plausibel, dachte ich mir so.

00:15:30: Glaub es ist plausibel?

00:15:31: Ich muss sagen ... Ich hab den schon so aufgehört diesen Satz und jedes Mal kriege ich ein Ick in meinem Hals davon.

00:15:36: Und zwar deswegen weil er, finde ich, so strategisch klingt also so meine five closest persons sind ganz viel auch meine Familie Meine engsten Freunde die ich einfach richtig lieb habe.

00:15:49: Also da denke ich überhaupt nicht daran was geben die mir wie sehr die mich in eine bestimmte Richtung.

00:15:56: Wie kann ich von deren Netzwerk profitieren?

00:15:59: Ich denke einfach, ihr habt euch unglaublich

00:16:01: lieb.".

00:16:02: Deswegen finde ich diesen Satz immer so ... Wenn man ihn aus beruflicher Beziehung findet nicht hin okay!

00:16:07: Ich find's für das Leben schade, danach zu gehen, wer kann mich am meisten weiterbringen?

00:16:14: Sondern da ist es auch total schön, Menschen zu haben, weil man sich unfassbar gern hat, ob sie jetzt ein ... weil es so beruflich oder privat in neuen Feldern weiterhelfen, finde ich da irrelevant.

00:16:29: Deswegen habe ich jedes Mal ein bisschen einen Eck bei diesem Satz.

00:16:34: Aber ich würde sagen, berufliche stimmt der auf jeden Fall.

00:16:36: Ja, ich bin dabei dir.

00:16:39: Jeder deutet ja mal das eigene rein und für mich ging's eher so, dass ich sowas immer in eine andere Richtung erdeute, guck nicht danach.

00:16:47: sozusagen jetzt befreund ich mich mit jemandem, weil er mich weiterbringt.

00:16:49: Sondern im Gegenteil, ich gucke dann eher so auf die Menschen, mit denen ich viel Zeit verbringen und hinterfragt.

00:16:53: immer sind da Leute dabei, so Toxiker sind oder so eine Energiewampiere?

00:16:58: Weil ich glaub jeder von uns hat so weiß ich nicht, die alte Freundin, mit der man immer zwei Stundengespräche führt wo man aber eigentlich merkt, der fühlte sich aber eigentlich so ausgelutscht.

00:17:05: Also das heißt... Ich hab das vor so einem Hintergrund gesehen.

00:17:08: Und was du auch gerade gesagt hast mit der Olisamba-Geschichte ist ja ein bisschen so say yes to opportunities.

00:17:13: Und was gibt denn sozusagen die Opportunität und bei dir war es jetzt quasi das Charisma der Person?

00:17:17: Was mich da mal noch interessiert ist... Wie hast du denn gelernt zu unterscheiden, wer inspirierende Menschen sind die dir auch gut tun?

00:17:25: Weil gerade diese Fähren und die wir vorstoßen da sind ja manche auch lunettik.

00:17:29: Und ich meine also wenn ich mich richtig erinnere hast du für Samba hier in Japan die Gruppern-Deals mit begleitet.

00:17:34: Also der Typ ist ja auch ein bisschen irre gewesen an vielen Stellen.

00:17:36: Da gibt es schon manchmal menschen wo du sagst Das ist zwar eine inspirierend Person aber das muss nicht unbedingt einer sein die mir gut tut.

00:17:42: weißt du was ich meine?

00:17:43: Ja weiß ich total was du meinst?

00:17:46: Also, ich würd sagen die drei Jahre in Asien.

00:17:48: Da haben wir ja ganz viel miteinander gearbeitet und da hat ja Olli auch de facto so keine Zeitzone so richtig akzeptiert.

00:17:55: also Ich war ja in elf Ländern unterwegs weil ich VP Asia für Gruppen dann war Und die sozusagen geleitet habe und da sind ja unterschiedliche Zeitzonen.

00:18:03: logischerweise wenn du in Europa und USA dann auch noch mal bist So und wir haben einfach immer telefoniert wann auch immer es gepasst hat ob das jetzt nachts war oder morgens, mittags.

00:18:12: Das war völlig egal und deswegen war das sozusagen körperlich immer gesund jeden dritten Tag im Flugzeug zu sitzen keinen Zuhause zu haben einen Koffer über drei Jahre mit dir rumzuschleppen und so keine Freunde zu haben weil in Taipei kannte ich einfach niemanden.

00:18:26: das heißt Ich habe da auch nur gearbeitet weiß ich gar nicht so genau.

00:18:30: würde ich es trotzdem noch mal genau so machen auf jeden Fall.

00:18:34: Also, ich hab irgendwie das Gefühl ... Wir wollen grade auch alles gleichzeitig.

00:18:42: Wie oft sagen wir plötzlich Menschen sind Narzisten oder sind toxisch?

00:18:45: Oder wir haben ganz viele Diagnosen jetzt für Leute und ich denk mir so, weil jeder versucht das Beste was er sie kann.

00:18:52: Und du kriegst nicht diese Genialität die bestimmte Menschen haben.

00:18:58: Die kommt mit ein paar Kosten.

00:19:00: Und für mich ist das okay.

00:19:02: und die Kosten sind, dass du nicht am Anfang gefragt wirst wie war dein Wochenende?

00:19:08: oder dass viel Zeit da ist oder dass teilweise die Stimme lauter wird ja oder man sich anlegen muss mit der Person gegenüber oder Dass man für sich einstehen muss oder dass es auch ankampft wird oder das gedroht wird.

00:19:19: Du wirst rausgeschmissen nach zwei wochen wenn du nicht performst.

00:19:22: würde man jetzt sagen, dass es heute ein gesundes Arbeitsumfeld, wenn man schon bei Antritt oder Vorantritt bedroht wird.

00:19:30: Dass man vielleicht wieder rausgeschmissen wird?

00:19:32: Nein!

00:19:33: Da wären aber auch diese Sachen nicht daraus entstanden.

00:19:35: also ich finde so ... Wenn's so wär wie bei allen anderen dann würdest die Ergebnisse produzieren, die alle anderen auch haben und du willst ja was herausfordern ist und was Ungewöhnliches und was Besonderes machen und es fordert auch ein bisschen besondere Umstände.

00:19:51: deswegen Bin ich nicht so, bei mir wird öfter mal kriegt das Feedback.

00:19:55: Ich hab eine Staccato-Kommunikation, wenn Druck

00:19:58: aufkommt.".

00:19:59: So hat ne Mitarbeiterin von mir genannt.

00:20:02: Und jetzt habe ich ja ne Führungsakademie mit Tenmoin in.

00:20:05: Das heißt, ich sollte sehr gut führen können und das würde ich auch behaupten.

00:20:09: Aber bei dem Thema ist es so ... Wenn Druck aufkommt, komme ich in eine Starkato-Kommunikation.

00:20:14: Ich kann's auch nicht anders lösen, weil ... Ich hab ne Familie, zwei Kinder.

00:20:18: Ich bin grad schwanger.

00:20:20: Eine Patchboy-Familie ist komplex.

00:20:22: Meine Eltern, wo ich mich drungen kümmere, ich bin ein Einzelkind.

00:20:25: Ich habe verschiedene Firmen und Podcasts und Investiere

00:20:28: usw.,

00:20:29: es ist einfach ein volles Leben.

00:20:31: Der einzige Weg, wie ich durchkomme, wenn's richtig eng wird, ist sehr, sehr ... Engmaschig zu kommunizieren und nicht so viel Slack zu haben in den Phasen.

00:20:41: Und ich find das auch okay, dass es die Phasend gibt.

00:20:43: Dann gibts wieder Phasende, wo ich sage, wie war dein Wochenender?

00:20:46: Aber die ist halt nicht jeden Tag ... Ich hab manchmal grade, denk ich mir auch, weil wir wollen wahnsinnig erfolgreich sein, wir wollen wirtschaftlich aussorgen, aber wir wollen früh gehen um sechs Uhr, vier Tage Woche, Kinder sehen, dass alles ausgeglichen ist.

00:21:01: Das ist einfach ... Du hast so eine Disbalance und dann versuchst du wieder, in eine Balance zu kommen.

00:21:09: Das ist wie eine Ziamonika.

00:21:11: So geht das hin und her.

00:21:12: Deswegen würde ich es gar nicht dementsprechend unterscheiden.

00:21:17: Es ist auch ein Arbeitsumfeld, was mir wirklich gut tut.

00:21:23: Ich frag mich oft, ist die Bilanz unterm Strich positiv?

00:21:26: Und ich hab ganz viele Projekte ... eher kaltes Wasser, so wie ich sie unterscheide.

00:21:31: Warmes Wasser und Kalteswasser.

00:21:33: Ich hab einige, die kaltest Wasser sind.

00:21:35: Die sind schwer, unangenehm.

00:21:37: Ich bin nicht in meiner Komfortzone, muss mich strecken und was lernen.

00:21:40: Und die kosten mich auch etwas an Reisetätigkeit oder an Gedankenkapazität oder was auch immer ... Und dann habe ich Dinge, die sind warm und leicht.

00:21:49: Die geben mir vielleicht viel finanzielle Freiheit oder so.

00:21:52: Aber zum Schluss gucke ich einmal das Balance-Sheet an sozusagen und gucke da drunter und sage, steht eine Pluszahl?

00:21:57: Steht eine schwarze Zahl?

00:21:58: Wenn das so ist, würde ich immer wieder sagen let's do it!

00:22:03: Also was ich besonders gut fand gerade war, diese Comes With The Price.

00:22:06: Das unterschätzen ja viele Leute.

00:22:08: also ganz viele Menschen gucken halt auf Dinge rauf und sagen, das ist voll unfair dass die Lea so sichtbar ist wie ich, das habe ich auch verdient.

00:22:14: Und dann vergleichen sie sich auf eine Achse nämlich nur Sichtbarkeit aber die vierzig anderen Achsen Wie viel Zeit hat ihr investiert?

00:22:20: Ist die wirtschaftlich ins Risiko gegangen?

00:22:22: Investiert in ihren Netzwerk usw.

00:22:24: Da wird sicher nicht verglichen und dann ist die Balance sozusagen gleich.

00:22:27: ne ganz andere und Ich weiß gar nicht ob es sozusagen wirklich so ist jeder Preis ist okay solange was schwarz ist drunter aber schon so unterm Strich, dass man sich gut beifühlt.

00:22:36: Man hat ein Ziel und kostet einen Kauf.

00:22:38: Jeder

00:22:39: Preis würde ich auch sagen hast du recht?

00:22:41: Aber da wäre der Preis wahrscheinlich auch so hart rot und so hart im Minus, das auch unterm strich ist ein Minus wäre.

00:22:47: Was

00:22:48: ist denn dein zweiter Punkt?

00:22:49: Mein zweiter punkt ist wahrscheinlich ein bisschen entgegen dem was wir gerade gesagt haben.

00:22:56: Ich finde, es gibt einen schönen Satz, den hat der Frederik Harcourt von Cleverly mal gesagt.

00:23:01: Da hat er gesagt, Gründen ist ein Marathon, den die meisten Gründer sprinten und da hab ich gedacht, Mensch, da is richtig viel dran!

00:23:09: Also ich habe zu spät begriffen das es ein Maraton ist.

00:23:14: Ich hab wirklich bis, würde ich sagen, vor zwei Jahren ... Ich hab wirklich gedacht, mit ... ist mein Leben irgendwie vorbei.

00:23:24: Bis Mitte dreißig dachte ich, muss ich alles beruflich geschafft haben.

00:23:27: Ich weiß gar nicht, woher diese überzeugen kam.

00:23:29: Aber so vom Gefühl her war das so... Es muss jetzt alles sein und dann auch noch Kinder.

00:23:35: Alles gleichzeitig!

00:23:36: Und am Anfang war es gut.

00:23:38: Ich find's total toll, mit vormundzwanzig reinzubbuttern.

00:23:42: Die Zeit bevor man Mama-Papa wird krass zu nutzen.

00:23:45: Das kriegt man nie wieder, dass man so viel ... Gas geben kann beruflich und das ist wundervoll.

00:23:51: Gleichzeitig ist es jetzt so, dass ich längere Linien im Kopf hab' und auch eine andere Ruhe mit sich bringt.

00:23:57: dann und eine andere Klarheit und aber nicht unbedingt weniger Ambitionen.

00:24:02: also Ich will nochmal groß gründen wie sie finanziert Riesenhockey-Stick was auch immer's wird am liebsten im kleine Tech Bereich mal schauen eher mit Vierzig Weil ich kriege jetzt noch mein Kind.

00:24:15: Ich hab immer noch kleine Kinder, wieso schon?

00:24:18: Aber dann noch mehr!

00:24:20: Und da ist die Familie einfach dran.

00:24:22: und dann ist mir so aufgefallen... Es ist gar nicht schlimm leer weil du kannst mit vierzig auch gründen.

00:24:27: Theoretisch kannst du mit fünfundvierzig auch noch gründen und mit fünfzig auch noch und mit fünfundfünfzig auch.

00:24:32: also das is gar nicht sozusagen limitiert und ich weiß nicht woher das genau kommt.

00:24:37: dieser krasse innere Druck Und auch so diese Überzeugung, dass alle Gründer jung sind.

00:24:43: Also das ist alles in den early twenties und thirties passiert.

00:24:47: Nee, ich find das unfassbar angenehm ein bisschen mehr auf diese langen Linien zu schauen.

00:24:52: Und zu gucken bin ich hier in einem Track der mich in eine Richtung leitet, wo ich mir vorstellen kann, langfristig beruflich mich auszutoben.

00:25:01: Das ist bei mir auf jeden Fall so, der Track ist der Richtige und was es dann genau werden wird, werden wir sehen.

00:25:07: aber es wäre jetzt Bananas in diesem Jahr auch noch zu gründen wieder neu.

00:25:11: Es ist einfach nicht alles drin.

00:25:12: oder beziehungsweise hat dann auch wieder, wo wir vorhin waren krasse Kosten.

00:25:16: Ja, zwei achtzehnmalen Burnout mit.

00:25:19: Einem zweijährigen und einer drei Monate alten.

00:25:23: Und einem Unternehmen ohne meinen Mitgründer und Hundertfünfzig Mitarbeitern in einer superschweren wirtschaftlichen Lage, gerade nach Verkauf, wo wir es ein bisschen überspannt hatten den Bogen.

00:25:33: Ich musste dann so alleine auflöffeln die Suppe.

00:25:37: Das war eine echt harte Phase.

00:25:40: Da will ich nicht unbedingt noch mal reinkommen.

00:25:41: Die kam vor allen Dingen auch dadurch, dass sich das gefühlt hat.

00:25:44: Es ist alles jetzt!

00:25:45: Weil ein Morgen gibt's nichts mehr.

00:25:47: Es muss alles passieren.

00:25:48: Das würde ich mir schon ein Ticken mehr wünschen, dass ich mir sagen würde mit zwanzig so ... Lea, das ist eine ewige Zeit die du jetzt vor dir hast.

00:25:58: Ewig!

00:26:00: Da kannst du einen Schritt machen und den nächsten, aber machst so, dass du es durchhalten kannst.

00:26:04: Machst so, sodass du es körperlich und mental durchhalten.

00:26:08: dass es nachhaltig für dich ist.

00:26:10: Und das hab ich am Anfang, das war eher so ein All-out also Nachmedizinflut, ja?

00:26:14: Ich habe auch keinen Sport mehr gemacht nichts.

00:26:16: Also es war total unnachhaltig, aber schlecht gegessen würde ich sagen.

00:26:21: Es war einfach alles nur auf beruflichen Erfolg optimiert.

00:26:23: und Ja, das hat auch eine Klarheit und es hat sicherlich auch einen Glück ja funktioniert Aber es hat auch richtig viel gekostet.

00:26:31: Es ist komisch, wahrscheinlich kriegt den Satz jeder Gründer zu hören.

00:26:34: Bei mir war es Kolja Hebenstreit, der immer zu mir kam und meinte mal Alter!

00:26:37: Das ist ein Marathon und kein Sprint.

00:26:40: Und wenn man bei diesem Bild bleibt eine Person läuft mit einem Marathon über so ne Strecke Man hat ja trotzdem so Unternehmerparaneuer.

00:26:46: Also man hat ja so das Gefühl, man kommt nicht schnell genug von der Stelle.

00:26:50: So ein bisschen das Rennen gegen die Uhr oder du hörst zu den Atem deines Wettbewerbs im Nacken.

00:26:54: also ich hab das heute noch.

00:26:55: wenn ich irgendein Feature gebaut habe baue ich schon es übernächste im Kopf weil ich denke dass wird mir gleich vom Markt so weg disruptet und das ist total unmerkbar weil dann gehst du in den Fluchtmodus ja dann rennst du halt obwohl du weißt ja okay zweiundvierzig Komma irgendwas Kilometer ist jetzt nicht so eine schlaue Idee vor.

00:27:10: dem Typ mit meinem nacken wegzurennen Ist ganz komisch Kann ich total nachvollziehen.

00:27:16: Hast du für dich Hebel gefunden, wie du es erkennst?

00:27:22: Ich hab auf jeden Fall gefunden, dass ich ein Mensch bin der Sprinten wilder zwischen.

00:27:27: Also ich will nicht nur im Dauerlauf rennen und im Marathon, sondern ich will dazwischen sprinten ... Das fühle ich auch okay, weil ich liebe dieses Momentum.

00:27:37: Wenn du ganz schnelle Antworten kriegst und alles gefühlt haben, jetzt geht's um alles, das mag ich unfassbar gerne.

00:27:43: Danach brauche ich wieder Pausen, weil langfristig ist es eher ein Marathon.

00:27:50: Ich wollte den Sprint nicht rausschmeißen, sondern eher dagegen etwas setzen, eine andere Phase dagegen setzen ... Und dann so was ... Woran merk ich?

00:28:00: Also doch, würde ich schon sagen.

00:28:02: Ich merke auf jeden Fall wenn ich wieder in diesem Modus bin dass mir ... Wenn ich mir mein Leben angucke dann sind eigentlich alle Sachen die da drin sind und es ist echt ein privilegtes Sagen zu können toll!

00:28:14: Finde ich.

00:28:16: Natürlich habe ich herausfordert, wir hatten ganz viel Gesundheitsthemen und so.

00:28:18: die sind alle nicht toll.

00:28:19: Aber jetzt mal von denen Sachen, die ich selber aussuche, die sind total toll!

00:28:23: Die mache ich unfassbar gerne.

00:28:24: Und ich merke es immer dann wenn ich sozusagen denke oh Gott Jetzt muss ich das, oh Gott, jetzt muss ich dass und dann gucke ich mir diese Sachen an und denke mehr auf jede einzelne Sache habe ich mega Lust.

00:28:34: Aber anscheinend ist es gerade wieder so viel, weil wir in so einem Sprintmodus sind.

00:28:39: Dass ich mich nicht mehr erfreuen kann an den Sachen, weil's nur noch ein Wegschaffen ist und einen irgendwie durchrennen.

00:28:45: Und wenn du sprintest kannst du halt die Aussicht eh nicht angucken.

00:28:48: Da merke ich dann immer gut, ich muss das zurückfahren.

00:28:51: Was schade ist, wenn ich das dann realisiere, dauerts locker drei Monate, sechs Monate ... bist du deine Projekte wieder so eingefangen kriegst.

00:29:00: Du hast ja ganz viel angeschoben, du bist schon im Sprint!

00:29:03: Du kannst nicht von jetzt auf gleich aufführen und dich hinsetzen meistens sondern du musst dann ein bisschen auslaufen.

00:29:09: erstmal und das hat meistens eine Verzögerung und dadurch ist es immer noch finde ich schwer zu managen.

00:29:14: aber mich beruhigt's auf jeden Fall total dass zum Beispiel dieser Wunsch des Gründen habe ich so gedacht okay entweder jetzt oder nie ... dass ich mir denke, du kannst komplett gründen und den Traum darfst du auch weiterhin haben.

00:29:29: Noch mal einmal groß mit ... ... Fremdfinanzierung usw.

00:29:32: zu gründen aber halt nicht jetzt sondern in drei bis fünf Jahren.

00:29:36: Jetzt hast du ja eben auch was eigentlich sehr intimes erzählt.

00:29:39: Ich ertapp mich dabei.

00:29:40: Ich glaube in unserer Branche hat es wahrscheinlich fast jeder schonmal durch oder viele kennen das Thema Burnout, was du gerade skizziert hast Beschäftigte ja vielleicht viele Menschen da draußen.

00:29:49: Was war denn so dein Fahrt daraus?

00:29:51: Also du bist jetzt, hast ja grad beschrieben ein dreijähriger und zweimonatige Company alleine, hundertfünfzig Mitarbeiter.

00:29:57: Druck bis der Arzt kommt.

00:29:59: Wie bist du dann aus dem Loch wieder rausgekrochen?

00:30:02: Ich hatte einen ganz oder zwei sage ich mal zwei große Glücksfälle in dieser Phase.

00:30:08: eine weil wir hatten eine Coach reingeholt so ein halbes Jahr vorher um mit dieser um mit dieser Veränderung von zwei Gründern auf einen Gründer besser klarzukommen, die besser zu managen.

00:30:19: Der hatte ich meine Symptome erzählt und das hatte ich schon ein halbes Jahr gehabt.

00:30:24: Es hat aber keiner erkannt, weil ich war einfach noch voll da.

00:30:27: Ich war total aktiv.

00:30:29: Alle diese Symptomen waren eher im Stillen.

00:30:31: Aber ich hab auch mit Freunden übergesprochen ... Das heißt ja Erschöpfungsdepression, Burnout?

00:30:38: Mit Depression verbindet man andere Menschen als mich damals.

00:30:43: Da hatte ich das Glück, dass sie es erkannt hat.

00:30:45: Sie hatte zehn Jahre vorher einen Burnout und meinte leer, das sind klassische Symptome.

00:30:49: Dann solltest du zu einer gehen, die so was diagnostizieren kann?

00:30:52: Dann bin ich dahin gegangen ... Die Frau hat gesagt ja, das ist in der Tat ein Burnout.

00:30:57: Und dann hat sie gesagt, du kannst eine langfristige Therapie anfangen oder du gehst in so ne Tagesklinik.

00:31:04: Da lässt du dir sofort helfen, da geht's jeden Tag hin!

00:31:07: Da ich ein Mensch bin, der schon sechs Monate drin war, also mir ging's echt nicht gut.

00:31:12: Ich hab auch richtig Angst bekommen, dass das so bleibt.

00:31:15: Und ich helfe mir wirklich gerne!

00:31:17: Also ich bin überhaupt nicht so, dass ich gerne leide, sondern wenn ich irgendwas sinnvoller machen kann, dann mach' ich das sofort.

00:31:23: Ich lerne total gerne.

00:31:25: Das heißt, ich habe sofort gesagt okay, dann gehe ich jetzt lieber raus und bin hier in Berlin-Mitte, die als Fliegnerklinik in so einer Privatklinique, hab ich auch privat gezahlt weil die hatte meine Kasse, das hätte Monate gedauert und da wär ich schon viel tiefer drin gewesen... ...und bin drei Wochen dahin anstatt im Job.

00:31:38: Und das war toll, weil ich hatte Kinder.

00:31:40: Morgen habe ich die zur Kita gebracht und kam dann abends wieder als wär ich beim Job gewesen, war ich aber nicht.

00:31:45: Ich hab da wirklich so Intensiv-, Therapiegruppentherapie für verschiedene Strategien gelernt.

00:31:52: Es war mit einer der besten Erfahrungen meines Lebens, weil es mein berufliches zukünftiges Leben verändert hat auf den Weltblick und mich selber.

00:32:01: Das war mein Weg!

00:32:02: Also, ich kann gar nicht gut sagen wie kriegt man sich selbst raus?

00:32:07: Meine Hauptempfehlung ist sich professionelle Hilfe suchen.

00:32:10: Weil ich, glaube ich selber nicht gewusst und auch nicht ... Das hätte viel länger gedauert, da wäre ich schon viel tiefer drin

00:32:16: gewesen.".

00:32:17: je tiefer man drin ist, desto schwerer ist es rauszukommen.

00:32:20: Da ist Zeit wirklich Freund oder Feind und da kann einfach Menschen helfen.

00:32:25: Und dann würde ich auch eher sagen investiertes Geld?

00:32:28: Worstcase wenn ihr selber sein müsst, ist das lieber so.

00:32:30: dafür arbeiten wir so viel dass wir uns sowas leisten können wenn wir Hilfe brauchen die Kasse nicht bereit ist vor sechs Monaten das zu zahlen als noch tiefer drinnen zu sein.

00:32:39: Und jetzt muss ich einmal sagen, weil echt viele damit Themen haben.

00:32:43: Ich glaube das ist bis heute mit einer der meistgeklicktesten Linkinbeiträge gewesen.

00:32:47: Ich hab da auch nur einen drüber geschrieben und es sind knapp drei mehr.

00:32:50: Menschen sich, glaub ich, angeguckt.

00:32:52: Ich habe Tausende von Nachrichten bekommen, von Unternehmern, von Managern, Führungskräften aller Art die selber Erfahrung hatten.

00:32:59: Für mich, was mich damals so beunruhigt hat war, gibt es ein Leben danach?

00:33:05: Kann ich wieder zurückkommen zu der Freude, zur Begeisterung?

00:33:09: Weil es verrückt ist.

00:33:10: Die Menschen in den Burnout-Feind sind meistens Menschen, die von sich sehr viel fordern und sehr viel leisten wollen, die einen hohen Anspruch haben.

00:33:16: Es ist nicht so dass das Leute weniger Gas geben sondern meistens mensen, die richtig viel von sich verlangen.

00:33:24: Und das war meine große Angst.

00:33:26: kann ich zurück kommen.

00:33:27: Das kann ich jetzt echt sagen, es waren zwei achtzehn, jetzt ist es zwanzig vierundzwanzig.

00:33:31: Das geht zu hundert Prozent also ... Ich habe ein schnelleres Ampelsystem, meine Ampel schlägt schneller an.

00:33:38: Ich merke ganz extrem, wenn die von grün auf gelb oder von gelb Richtung rot geht und da greife ich sofort zum Hörer und rufe meinen Therapeuten an und sage hey, ich möchte das einmal sagen, ich brauche jemanden der Accountablegrad mit mir ist.

00:33:50: Das ist gerade wieder eine schwierige Phase.

00:33:53: Und das ist für mich völlig okay und unabhängig davon habe ich keinerlei sonstigen Erscheinungen, die geblieben sind.

00:33:59: Ich liebe Arbeit wie vorher!

00:34:00: Ich arbeite genauso gern, genau so viel, genauso fröhlich, genauso intensiv außer dass ich natürlich mich ein bisschen mehr in Check hab.

00:34:08: Also es ist ein bisschen gesünder geworden, sag ich mal von Ernährungssport und der Balance die sonst so im Leben auch ein bisschen gefehlt hat.

00:34:16: Ich kann das total nachvollziehen weil es fühlt sich manchmal an wie Zustände die nicht mehr weggehen.

00:34:20: man hat ja so Kompensationsfade jeder Mensch.

00:34:23: und wenn du dann aber in so einer Situation steckst wo du morgens auf warst und bist schon morgens nach dem Aufstehen müde und alle und leer und ausgepumpt oder traurig also ich vergleiche das immer wie wenn man in so einen Abgrund reinschaut.

00:34:34: so das ist richtig tiefer tiefer indem man da guckt Verstehen und ich bewundere dich ja dahingehend.

00:34:39: Ich hab vor Tagesklinik hatte ich immer Schiss, die fand ich irgendwie mass bookie.

00:34:42: weil da habe ich mal gedacht okay dann ist es amtlich weißt du das ist so.

00:34:45: Ja ich bin am ersten tag rausgegangen ich habe wirklich meine mutter angerufen geweint halb gemäckert.

00:34:53: Ich kann hier nicht bleiben, ich bin mit Hins und Kunst in so einem Morgenkreis.

00:34:59: So heißt er auch wie in der Kita.

00:35:01: Morgenkreise um neun Uhr.

00:35:04: Und erzähle sozusagen von meinen Problemen.

00:35:07: Da wollte ich wirklich schon wieder gehen.

00:35:10: Das halte ich nicht aus!

00:35:12: Und dann sind da ja auch sehr unterschiedliche Menschen.

00:35:15: Man muss echt sagen, ich hab am Anfang das krass abgewertet und ein Glück die Menschen kennengelernt.

00:35:21: Die sind teilweise einfach in einer Behördenmitarbeiter, die sicherlich nicht so'n volles Leben hatten wie meins.

00:35:29: Das habe ich am Anfang auch.

00:35:30: so dürft ihr überhaupt einen Burnout haben was schon ne Frechheit ist als Gedanke aber der kam mir trotzdem.

00:35:36: Ein Glück hab ich diese Menschen kennenergt und hab gemerkt wir haben alle eine unterschiedliche Belastungsgrenze Überschritten ist, dann hat diese Person in der Behörde genau dieselben Symptome wie ich.

00:35:47: Und meine Belastungsgrenze ist einfach eine andere.

00:35:48: aber wir sind genau gleich und uns geht's genau gleich schlecht und deswegen können wir uns auch genau gleich gut helfen was Wahnsinn ist weil die hatten ja mit meinem Leben null Überscheidungspunkte.

00:35:59: da war auch so ein Staranwalt mit mir gleichzeitig.

00:36:01: der hatte wahrscheinlich noch mit am meisten über Schneidungpunkt aber was ist allen anderen gar nichts Und das ist schon echt eine krasse Erfahrung.

00:36:09: Auch das Wort Tagesklinik kann ich total verstehen, da hat auch alles Mögliche bei mir ausgelöst.

00:36:14: Aber wir hatten dann an demselben ersten Tag wo ich wieder gehen wollte, hatten wir Kunsttherapie – das hat bei mir auch schon alles möglicher ausgelösst!

00:36:22: Da hab' ich schon gedacht um Gottesfehl, wer kriegt mich hier wieder raus?

00:36:26: Das ist ja hauer!

00:36:28: Und da weiß ich aber noch wie heute, dass wir in dieser Therapiesitzung saßen.

00:36:33: Wir sollten alle ein Bild malen, warum wir da sind und die Bilder hängen dann alle an der Wand.

00:36:40: Da waren Felder und Wiesen und Kinder und Menschen und alles Mögliche.

00:36:45: Bei mir ist kein Bild eingefallen.

00:36:48: Das klingt jetzt so witzig, aber es ist wirklich kein Bild mehr eingefallt.

00:36:52: Mir ist nichts eingefallen, was ich hätte malen können.

00:36:54: Also habe ich sozusagen die Umsatzkurve von Amorelie gemalt über die letzten so fünf und ein halb Jahre, weil die konnte ich quasi ... Die hat dich so oft aufs Leitz gewalt.

00:37:03: Die konnte ich auswendig!

00:37:05: Und dann hingen mein Bild dazwischen diesen ganzen Landschaftsbildern und Kinderbildern?

00:37:11: Und dann dachte ich so ja da bist du glaube ich hier doch ganz gut beraten wenn du hier bleibst.

00:37:19: Dann hat es sehr viel geholfen.

00:37:20: Ich kann mir das total gut vorstellen.

00:37:22: Ich habe von meinem Kot Stefan Lammas die euch irgendwann mal angerufen gesagt Stefan Ich saß heute im Podcast und ich glaub, ich werd nicht alt.

00:37:28: Ich sterb früher, weil ich zu viel mache und hab angefangen zu heulen.

00:37:30: Dann hat der mir so ein Typen gesagt, Zentrum für seelische Gesundheit in Berlin... Und manchmal musste ich dann auf den Therapeuten warten.

00:37:36: Das waren wir nur eine Therapiestunde einmal die Woche oder sowas.

00:37:38: Und ich habe sie ja auch privat gezahlt.

00:37:39: Mein Learning war ehrlich gesagt dass die Privaten meistens besser sind als die Kassen aber kann auch falsch sein.

00:37:43: Kann rein!

00:37:44: Und dann saß ich so in dieser Küche, warte halt das ich nicht ins Termin kann und guck mich so um.

00:37:48: und da waren überall an den Wänden Und die hatten so eine Art Holzspalier, da standen diese Bügelperlenbilder drauf.

00:37:55: Kennst du das?

00:37:55: Wenn man Perlen steckt

00:37:56: und ein Bügel macht ... Habe ich mit meinen Kindern schon gemacht.

00:37:59: Das waren deren Dinger!

00:38:00: Ich habe sie voll bewundert weil ich okay kann mir last bar sims'n dass-das-das.

00:38:03: Dann kam manchmal diese Gruppen von Menschen rein.

00:38:06: Da war eine Frau, die war total hübsch.

00:38:08: Die dann da hielt sich dann zu mit ihm und war ganz freundlich.

00:38:11: Mir ist es mal voll Paranoia gemacht, weil ich immer sage, okay fuck... Wer weiß, was mit der nicht stimmt.

00:38:17: Das ist ja hier the real shit!

00:38:18: Vielleicht steckst du dich damit noch an?

00:38:20: Oh Gott, er hat's schon lächerlich loszuzählen.

00:38:22: Aber das sind die irrationalen Ängste...

00:38:24: Aber

00:38:24: es

00:38:25: ist so, dass ich dachte ... Man fühlt sich halb inner.

00:38:29: Jetzt mal ein ganz freches, schlimmes Wort.

00:38:31: Klappse!

00:38:32: Das ist das, was du als Kopfkino da laufen hast?

00:38:35: Da merkt man schon, wie wir alle konditioniert sind.

00:38:37: Weil's sind mentale gesundheitliche Herausforderungen.

00:38:40: Wie wir uns einen Arm oder einen Bein brechen und unsere Stimme wehtut nach drei Tagen im R. Und das seelisch ist gar nicht so verrückt.

00:38:49: Es braucht auf jeden Fall Mut am Anfang, sich da reinzuwagen.

00:38:54: Aber du hast im Recht die Anamnese für gebrochenen Fuß.

00:38:56: Kannst du bis ins kleinste Detail, was in deinem Kopf passiert?

00:38:59: Was ja eigentlich ein Großteil von deiner Person auch ausmacht ist irgendwie so unterrepräsentiert.

00:39:04: Eine Frage habe ich noch zu dem Punkt bevor wir zu deinem Dritten kommen Hast Du beim Thema Burnout einen Zusammenhang festgestellt mit Selbstwertgefühl?

00:39:13: Also wahrscheinlich würden jetzt die Experten sagen da gibt es auf jeden Fall ein Zusammenhang.

00:39:18: Ich würde sagen, bei mir war das hauptsächlich und den Zusammenhang habe ich festgestellt.

00:39:23: Ich hab seitdem so eine Mindmap, die mach' ich auch jedes Jahr veröffentlicht, auf LinkedIn einfach vor Free zum PDF-Download, von deinen Lebensbereichen.

00:39:30: und wie viel Zeit verbringst du mit welchen Lebensbereiche?

00:39:32: Und wie wichtig sind die dir

00:39:33: eigentlich?".

00:39:34: Das war meine Hauptkorrelation mit dem Burnout – dass einfach neben Arbeit dieses ganze Thema Familie, Sport, Freunde, Fun, Hobbys alles Mögliche ... sich um die eigenen Finanzen kümmern und so, da war einfach nichts mehr auf diesen ganzen anderen Bereichen nicht.

00:39:52: Und das war glaube ich die Hauptkorrelationen, die ich festgestellt habe.

00:39:56: Und ja sicherlich dadurch auch ein.

00:39:58: also deswegen wahrscheinlich stimmt das total was du sagst einen Selbstwert der komplett genährt wurde von der Arbeit Und wenn's dann halt im Job nicht mehr läuft und du jedes Gefühl hast, meine Kinder müsste ich sowieso mehr sehen.

00:40:12: Bei meinen Eltern müsste ich mich eigentlich auch mehr melden.

00:40:14: Meine Gesundheit gibt es schon eine Weile nicht mehr, dass ich mich darum überhaupt kümmere.

00:40:18: Dann fällt natürlich ... Wenn du in einer beruflichen Herausforderung bist, ist da nicht mehr so viel was dein Selbstwert stützt und hält wahrscheinlich in der

00:40:27: Phase.".

00:40:28: Ich könnte das noch vertiefeln aber wir wollen ja deinen anderen Punkte kennenlernen!

00:40:31: Was ist denn Dritter?

00:40:32: Also, mein Dritter ist ... Ich hab letztens sprechen dürfen mit dem Professor Christoph Säckler.

00:40:38: Und ich hab öfters schon über Fehlerkultur nachgedacht und wie wir in Deutschland eigentlich mit Fehlern umgehen in den verschiedenen Unternehmen.

00:40:46: Und warum?

00:40:47: Ich bisher in meinem Leben die Dinge so machen konnte, wie ich sie gemacht habe, obwohl die Fallhöhe ziemlich hoch war.

00:40:54: Wenn du mit twenty-fünf Versuchsten Prämien im Sexshop zu gründen ... Und damit scheiterst, ist das in Deutschland schon richtig schlecht für dich.

00:41:02: Da kannst du bei Siemens und SAP was die Firmen waren, die in meinem Kontext in Mannheim relevant waren, kannste nicht mehr so gut ankommen.

00:41:12: Da ist mir aufgefallen, dass mein Umgang mit Fehlern ein anderer ist als viele andere Menschen, das zu leben.

00:41:20: Da bin ich ganz dankbar, dass ich das so gemacht habe.

00:41:22: Das würde ich gerne noch mehr machen und auch noch mehr andere motivieren da anders mit umzugehen.

00:41:29: Ich hab von dem Christoph Säckler eben genannt eine wunderschöne Definition gelernt zu so Fehlermanagement-Kultur.

00:41:37: Und er meinte also der Umgang mit Fehlern ist eigentlich bestens möglich wenn du zum einen ... deine Selbstwirksamkeit nutzt.

00:41:47: Also sozusagen Fehler sind dann ganz schlimm, wenn du quasi so ein bisschen die Hoffnung verlierst dass du gegen das was tun kannst oder wenn du das Gefühl hast es wird zu übermächtig, dass du da gar nicht mit agieren kannst.

00:41:58: und deswegen ist da Selbstwirksamkeit richtig wichtig.

00:42:01: Und der zweite Punkt der wahnsinnig wichtigste im Umgang mit Fehlern ist Demut.

00:42:05: und dann hat er mal demut und das ja so ein Wort was wir nie nutzen in Deutschland.

00:42:08: ja demut man denkt auch das ist sowas unterwürfiges.

00:42:12: ne also Ich bin demütig, deswegen bist du sozusagen über mir hierarchisch und so.

00:42:18: Und er hat das dann mal definiert, das Wort Demut.

00:42:20: Da hat er gesagt es ist zum einen die Bereitschaft sich selbst richtig einzuschätzen was ich total spannend fand.

00:42:27: also nicht dass du dich richtig einschätzt sondern die Bereit- schaft dass du Dich richtig einschatst Also dass Du versuchst Dich selber richtig ein zu schetzen und Deine eigenen Herausforderungen und Die Stärken.

00:42:39: Das Zweite, dass Du wertschätzend gegenüber anderen bist Und das Dritte, dass du lernbereit bist.

00:42:44: Das sind so die drei Zutaten von Demut.

00:42:46: und da habe ich wirklich noch mal gemerkt dieses Thema Fehler Kultur und ein Fehler Management Mindset wie er es nennt ist ein bisschen so ein verkopftes Wort.

00:42:59: Das hätte ich mir gerne mit zwanzig schon gesagt weil Ich hatte auf jeden Fall Phasen, wo ich Fehler gemacht habe und mich da ganz doll für selber runtergezogen hab.

00:43:08: Also, ich hab mich da fast sozusagen selbst für bestraft.

00:43:12: Es ging gar nicht so sehr darum, ob das andere so stark mitbekommen haben oder ob es jetzt mein Chef so stark hat, sondern ... Ich hab mich einfach richtig geknebelt danach nach diesen Fehlern.

00:43:22: Und es hat sicherlich dazu geführt, dass ich weniger gemacht hab.

00:43:24: Das ist auch gut aber es hat auch dazu gefühlt, dass man wahnsinnig hart und bitter mit sich wird anders zu lernen und auch zu leben.

00:43:34: Und ich hab absolutes Gefühl, das kam ja aus dieser Google-Studie Psychologische Sicherheit ist sozusagen der Nummer eins Indikator für Effectively Performing Teams.

00:43:42: also wenn du nen Team haben willst was richtig gut performen brauchst du psychologische Sicherheit?

00:43:48: Das ist nicht nur Ich komme in meinem ganzen selbst zur Arbeit Sondern es ist vor allem die Sicherheit, dass du für Fehler nicht gelüncht wirst.

00:43:57: Also das Fehler angesprochen werden dürfen und akzeptiert werden dürfen.

00:44:01: Deswegen glaube ich dieser krasse Fokus auf ... Fehler, was ich versuche auch jetzt mit meinen Kindern ganz doll zu machen.

00:44:09: Also da merkt man es auch ja wie sehr die sich runterziehen wenn du da zehn Englisch-Vokabeln lernst und dann machst du schon mal zwei falsch Ja?

00:44:18: Und Ich mache halt immer neben dir die toll sind mach ich einen Haken.

00:44:22: Wenn man die zweimal richtig hat werden sie durchgestrichen und bei den Fehlern mache ich kein Kreuz hin Sondern ich mache ein Smiley hin.

00:44:30: So cool!

00:44:31: Da können wir noch etwas lernen.

00:44:32: So, da sag ich dann auch.

00:44:34: Guck mal hier können wir noch was lernen.

00:44:36: wie toll.

00:44:36: und es ist wirklich wenn du nicht bereit bist Fehler zu machen kannst du nichts neues lernen.

00:44:40: Und das merkst du so krass mit Kindern.

00:44:43: Wenn es nicht okay ist Fehler zu Machen Dann trauen sie sich nicht irgendwas Neues zu Lernen.

00:44:48: Ich muss sagen dass hätte ich mir gewünscht dass ich da einfach noch früher Noch viel radikal akzeptierender gewesen wär mit mir selber, dass es nur durch Fehler und Feedback geht.

00:45:00: Das

00:45:00: steckt ja ganz viel drin.

00:45:02: also ich erinnere mich in der Zeit lang musste ich jeden Abend Yoga machen weil ich so gestresst war das mir tagsüber vom Essen schon immer schlecht wurde.

00:45:09: Und dann hatte ich irgendeinen Fehler gemacht.

00:45:11: Ich habe die Ernährungstechnik den Griff gekriegt aber ich weiß noch ganz genau ich war im Schlafzimmer Weil die Kids wahrscheinlich geschlaft haben machte Unterarmstütze um den Rücken auch zu trainieren usw.

00:45:20: und sofort.

00:45:21: Dann saß ich so da und dachte Was bist du eigentlich für ein Vollidiot, dass du einen Fehler machst und dich selbst noch über dich selber ärgerst?

00:45:30: Das heißt also, du raubst dir deine eigene Energie aus etwas heraus was dir eigentlich was beibringt.

00:45:35: Und wer glaubt denn bitte an dich wenn nicht du?

00:45:37: Da hab ich schon angefangen zu lachen ob ich selber wie bekloppt ich bin.

00:45:40: Manchmal braucht man ja solche Momente.

00:45:43: Ich weiß genau was du meinst, ich habe neulich so'n Short von George Clooney gesehen.

00:45:46: der fand ich relativ radikal.

00:45:47: aber eigentlich hat er recht.

00:45:48: Er meinte you learn nothing from success You only learned from failure.

00:45:52: Da hab ich gedacht, so ja hat er auch recht.

00:45:54: Also keiner will glaub ich in so einer Scheitersituation verharren oder da sein aber... Aber es

00:46:00: stimmt ne?

00:46:01: Eigentlich stimmt das!

00:46:02: Ich habe mal von Sarah Blake, Liedergründerin von Spanx ...in ein Interview gesehen und dann hat sie erzählt dass ihr Vater immer wenn sie nach Hause kam von der Schule gesagt hat how many mistakes did you do today?

00:46:13: Und dann hat sie erzählt, wie viele Fehler.

00:46:15: Wenn Sie nicht genug Fehler gemacht haben, hat er gesagt, Mensch, hast du dich aber nicht rausgewagt heute?

00:46:20: Da hast du aber nicht viel Neues probiert.

00:46:22: und das finde ich so.

00:46:23: dieses ... Natürlich wollen wir das jetzt nicht feiern!

00:46:25: Wir wollen auch nicht Fehler machen, es macht auch keinen Spaß, Fehler zu machen.

00:46:27: Es geht jetzt nicht darum, das sozusagen umzudrehen.

00:46:30: Aber schon diese Angst davor und vor allen Dingen auch in Deutschland, diese Scham und diese Schelte Ja, so Schuld die wir dann empfinden wenn wir Fehler gemacht haben und auch noch denken dass die ganze Gesellschaft darauf guckt usw.

00:46:50: Das so mehr und mehr irgendwie versuchen für sich ein bisschen umzudeuten das glaube ich ist was sehr Befreiendes und führt dazu dass wir uns ein bisschen mehr trauen und bisschen mehr Innovationen wagen können.

00:47:02: und ich glaube das ist etwas was Wir jetzt total brauchen.

00:47:05: was Ich auf jeden Fall meinem zwanzigring ich auch gewünscht hätte ja da lockerer mit mir zu sein und nachgebiger und irgendwie netter.

00:47:14: Da hast du total recht, also ich glaub Erfolg- und Risikobereitschaft gehen halt oft Hand in Hand so und wenn Du halt keine Fehler machst bis Du nicht mit dem Risiko eingeladen bist, dann kannst Du die Situation kontrollieren.

00:47:21: Genau!

00:47:21: Und bei den German Startup Awards, ich saß halt mit Franzi von Almseek länger zusammen.

00:47:24: Das ist ja so eine Heldin meiner Kindheit.

00:47:25: Ja, ich find' hier auch cool... So cool.. Und dann meinte sie so ja, was ist eigentlich mit Deutschland los?

00:47:32: Wir orientieren uns nur noch an den Schwächsten.

00:47:33: Wir haben irgendwie angefangen, den Kindern wenn Sie verloren haben beim Sport beizubringen.

00:47:37: du hast dich verloren.

00:47:38: guckt mal da steckt auch ein Sieg drin und es geht um die Teilnahme und wir nennen das jetzt nicht mehr Siegerurkunde sondern was weiß ich eher Urkunde bei den Bundesjugenspielern.

00:47:45: was für ein

00:47:47: Scheiß Keine Ahnung, können mehr.

00:47:48: Nur noch eine Teilnahmeurkunde!

00:47:49: Ja guck

00:47:50: oder so?

00:47:50: Ja ganz schlimm.

00:47:51: und Joel da hab ich ja wirklich gedacht weil ich war so einer die... Ich war früher leider nicht sportlich.

00:47:56: bei meiner Familie wurde kein Sport gemacht er wurde nur gearbeitet und deswegen ich habe das nie so richtig hingekriegt außer jetzt mit Ü-Dreißig.

00:48:03: aber so früher habe ich es einfach nie richtig hinkriegt.

00:48:05: das heißt für mich war im Bundesjugenspiele ganz ganz schlimm Weil ich war total gut in der Schule und da hab' ich schon genug Credits für bekommen.

00:48:13: Und dann brauchst auch mal Leute, die einfach beim Sport krass gut sind und Gas geben... ...und es braucht eine Lea, die dann halt keine... sondern nur eine Teilnehmerokunde und sich schlecht fühlt, weil es ist ein wichtiges Learning.

00:48:26: Also bitte lasst uns nicht an den Schwächsten unseren Standard ausrichten und damit allen anderen auch so den Erfolg nehmen.

00:48:32: und diese Selbstwirksamkeit ja?

00:48:36: Und dieses Gefühl von gucken wir was ich hier kann!

00:48:38: Ich meine das ist doch so wichtig.

00:48:39: deswegen Franzi von Eimsig ist ein absoluter Knaller jedes Mal wenn die redet.

00:48:43: Ich könnte immer alles mitschreiben.

00:48:44: ich finde das so toll wie sie reden kann und wie ehrlich und wie bodenständig.

00:48:47: das ist eine Scheibe von abschneiden.

00:48:50: Das

00:48:50: Lustige war, ein paar Tage später kam mein Sohn zu mir und meinte, der Papa halt bin ich richtig beschissen geschwommen.

00:48:55: War richtig schlecht beim Schwimmen!

00:48:56: Wo ich auch dachte, ja lustiger Zufall eigentlich... Ja aber das macht er nicht zum Verlierer.

00:49:01: Ich hab da mal was Cooles gelernt.

00:49:02: Weißt du wann man eigentlich verloren hat?

00:49:04: Dann meinte ne wandern nichts.

00:49:05: Nicht wenn Du schlechter warst als die anderen sondern wenn Du schlechter warst, als Dein eigenes selbst gestern.

00:49:10: also wenn Du sozusagen keine Entwicklung bei Dir selber hast Dann fängst du an zu verlieren, dann kannst du aber bis dahin.

00:49:17: Hast du heute Kacke performt?

00:49:18: Hast du über fünf Sachen gelernt die du morgen besser machen kannst?

00:49:20: und...

00:49:21: Absolut oder wenn du gar nicht erst angetreten bist.

00:49:23: ich finde das ist eigentlich das größte Verlieren.

00:49:25: Wenn du so viel Angst vorm Versagen hattest dass du es gar nicht erstmal gemacht hast in meinen damit hast du wirklich dann gar nichts gelernt.

00:49:31: Das ist eigentlich der schlimmste.

00:49:34: Drei haben wir, wenn ich mich nicht verziert hab.

00:49:35: Was ist dein vierter Punkt?

00:49:36: Vierter Punkt!

00:49:37: Der hat ganz viel mit Lernen zu tun und sich Sachen aneignen.

00:49:41: Und zwar glaube ich total daran, dass wir alle so einen persönlichen inneren Schweinehund haben.

00:49:45: Meine Uni-Zeit zum Beispiel war ein totales Chaos also... Ich war lange im Europa-Park, ich war noch ganz lang Feiern.

00:49:56: Dann hatte ich drei Tage vor der nächsten Klausur, hab die Tag und Nacht durchgemacht, hab Maultaschen nachts gegessen und tagsüber Red Bull getrunken.

00:50:03: Und bin dann völlig fertig in diese Univorlesungen oder in die Klausuren gegangen.

00:50:08: Es war wirklich ein Drama!

00:50:11: Das hat sich immer mehr verbessert.

00:50:13: Wo es nicht so verbessert ist, wenn ich in Bord spinn, also Verwaltungsratsposition habe ... Da muss ich fast wie in der Schule dafür lernen.

00:50:22: Also kriegen wir dann dreieinhalb Slides, alles voller Zahlen ohne Ende Zeug einmal im Quartal.

00:50:26: Das heißt du bist auch nicht drin im Thema und musst immer wieder komplett neu reinkommen.

00:50:30: Da hab ich auch früher gesagt, das erste Board, dass ich gemacht habe war Konrad-Elektronik.

00:50:36: Ich muss jetzt Konrad lernen!

00:50:38: Da hab' ich mich drei Tage eingeschlossen und alles verdunkelt.

00:50:40: Hab so ein Licht angemacht auf meinem Schreibtisch.

00:50:42: Hab mir vorher Essen gekocht aber auch schlecht ist.

00:50:45: also Nudeln mit Pesto, Kaffee hingestellt ohne Ende, Red Bull... Die Maultaschen haben da gefehlt.

00:50:51: die mochte ich schon nicht mehr weil wir davon zu viele gegessen hatten Und hab versucht, mich sozusagen zu drillen und zu zwingend das jetzt irgendwie zu lernen.

00:51:00: Ich muss wirklich sagen ... Bei ganz vielen Sachen bin ich dann gefühlt ... Man sagt ja immer zwei Schritte zurück einen vor oder einen vor, zwei zurück.

00:51:07: Ja?

00:51:08: Ich bin eher ein Vor- und zwanzig zurück, ein Vorund zweihundert zurück.

00:51:11: Also so es war wirklich... Was ich nicht gesehen habe ist, ich bin weiterhin aber trotzdem vorgegangen.

00:51:17: Das hab ich total vernachlässigt, dass es trotzdem weiter vorgeht.

00:51:20: Das zweite aber find ich diesen inneren Schweinehund Echt auch wieder mit Üdreisig verstanden, wie ich mich selber managen muss.

00:51:29: So dass ich die Sachen hinkriege, die ich hinkringen will also beispielsweise Sport.

00:51:33: Ich muss Morgenssport machen.

00:51:35: Ich bin abends zu

00:51:35: K.O.,

00:51:36: ich mach's einfach nicht mehr, und selbst wenn ich mir vornehme, dass ich mir das dann aufstreiche... ...ich hab versucht dann so Geld an Kalender zu hängen!

00:51:43: Und dann musst du den Geldschein verbrennen, wenn du es nicht gemacht hast in Sport am Tag.

00:51:48: Selbst das Joel, selbst das hat nicht dazu gefühlt, was ich noch gemacht habe.

00:51:52: Also das heißt, ich hab wirklich gemerkt aber wenn ich's morgens mache.. ..und das ist wieder gegen dieser normalen Arbeitsalltag, du musst halt um... heisse Kinder, acht oder drei sich eine Schule, nur den ersten Termin haben?

00:52:04: Nein.

00:52:04: Mein erster Termin ist erst um zehn, weil für mein Leben ist das extrem relevant, dass ich Sport mache, weil ich gesund sein will und ich selber kann es nur morgens machen, sonst mach' ich's nicht so!

00:52:15: Und wenn's da morgens drinsteht dann mach'ichs aber auch zu hundert Prozent außer ich bin krank, aber sonst mach ich immer.

00:52:21: Das heißt ich hab krass gemerkt.

00:52:22: oder wenn ich zum Beispiel mich auf diese Boards vorbereiten möchte muss ich mich abends verabreden.

00:52:28: Ich muss irgendwas vorhaben, wo es eine Zeit gibt, wo ich nicht sagen kann.

00:52:33: Ich mach's um fünf und sieben, dann mach die Nacht durch auch okay.

00:52:37: Sondern ich muss abends verabredet sein mit einer Person, wo's mir Unangenehmes abzusagen würde mich darauf freue so dass ich tagsüber wirklich anfange weil ich halt keinen Bock habe mich darauf vorzubereiten weil sich anfühlt wie in der Schule oder so oder wie in ner Uni halt wieder.

00:52:51: das mochte ich damals schon nicht Und ich darf an dem Tag auch Instagram einfach nicht anmachen.

00:52:56: Wenn ich's morgens anmache, hab' ich ein paar Stunden verloren.

00:52:58: Es sind so banale Sachen und das klingt jetzt so krass kleinteilig!

00:53:03: Das Ding ist nur mir aufgefallen wie unfassbar viel Zeit und wieviel von denen Sachen die mir wichtig sind und dich gern machen möchte dieser innere Schweinehund schon gefressen hat... Und jetzt hab ich ihn echt so langsam im Griff und diese ganzen Vorbereitungszeiten sind ruhiger, die Arbeiten sind ruhig.

00:53:20: Ich krieg das Lernen früher hin und schaffe es mich auf Konferenzen oder Reden vorzubereiten und damit eine ganz andere Energie anzukommen.

00:53:28: Es ist nicht mehr laufend in diesem.

00:53:31: letzte Last-Minute-Geschichte ... Der Teil, den habe ich erst in den letzten paar Jahren gelernt.

00:53:38: Deswegen hätte mir so sehr gewünscht, dass mir das einer mal richtig beigebracht hätte mit zwanzig.

00:53:44: Also wirklich ... wirklich so richtig reinzugehen und tot zu analysieren, wann genau entgleitet mir der Prozess, den ich eigentlich machen wollte.

00:53:53: Wann genau lasse ich ihn fallen?

00:53:55: Und zwar nicht du!

00:53:57: Und nicht die gesamte Menschheit – weil das ist bei jedem anders.

00:54:00: Sondern ich als Lehrer, wenn genau kriege ich es nicht hin und was hätte ich machen müssen in dem Moment um den Schritt zu schaffen, Wie soll ich das sagen?

00:54:10: Für mich ist es ein Fundament von Lernen.

00:54:12: Wenn ich das nicht hinkriege, dann ist alles danach Stress einfach und alles lernen auch Stress.

00:54:19: Und den Teil ... Boah, aus der ganzen Liste bisher wäre das wahrscheinlich der Nummer eins gewesen, wo ich bisher gesagt hätte, den hätte ich mir so sehr gewünscht, dass ich den früher verstanden hätte.

00:54:32: Aber jetzt mal unter uns!

00:54:33: Auf mich machst du immer so einen professionellen und korrekten Eindruck.

00:54:37: Ich hab das Gefühl, du warst ein ganz schönes Brüchchen als du jung warst oder?

00:54:41: Nicht nur, als ich jung war also... Das ist irgendwie... Ich glaube wirklich... Beides stimmt!

00:54:49: So, ich bin professionell aber der Weg dahin den willst du dir nicht angucken.

00:54:57: Also

00:54:57: das Output funktioniert Aber der Input ist ist ein Horror.

00:55:02: Und vor allem für mich selber!

00:55:05: Das war auch nicht, dass ich in der Uni dann schon schlecht war, das hat funktioniert.

00:55:08: die Strategien, die ich so hatte aber sie waren... Ich bin immer krank geworden.

00:55:12: zum Beispiel also wirklich mein Leben lang werde ich fünf bis zehn Mal im Jahr krank.

00:55:17: Ich werde laufenkrank, weil ich das schon mein Leben lang so absurd mache und es einfach nicht nachhaltig, nicht gesund ist und irgendwie auch mega viel Stress auslöst.

00:55:25: Und deswegen ja das Output total.

00:55:28: aber der Weg dahin ist einfach keiner den ich empfehlen kann.

00:55:32: Jetzt ist es besser, so viel besser.

00:55:35: Wir haben alle Phasen.

00:55:36: also wir haben ja alle Bereiche wo wir gerne anders uns verhalten würden als wir's tun.

00:55:41: Also ich kenne keine Person in meinem Umfeld die sagt Ich mache Sport genauso wie es machen wir, ich esse genau so wie's haben will.

00:55:46: Ich arbeite genau dann wie es haben wird.

00:55:48: Ich stoppe genau dann und mach was mit den Kindern und bin dann voll präsentiert.

00:55:51: Wir haben alle Bereiche wo es uns leichter fällt und wo es total schwerfällt.

00:55:55: ganz viel mit Essen, ganz viel Mit Sport ganz viel mitzu für Arbeit und so.

00:55:59: Und ich glaub, mir hat's krass geholfen, dieses wirklich kleinteilige Analysieren, wo genau kommt der Schweinehund in die Quere?

00:56:08: Was genau tu' ich da?

00:56:10: Wirklich bis aufs Miniatur-Level... was ist das für ein Bedürfnis, was dahinter steht, was ich eigentlich versuche zu erfüllen mit Instagram?

00:56:16: Also Connection mit anderen zum Beispiel!

00:56:18: So dann gebe ich mir die Connection aber halt erst abends bei diesem einen Dinner wenn die Vorbereitung gemacht habe.

00:56:24: Aber dann weiß ich zumindest, ich krieg die Connection und das wird Spaß machen!

00:56:27: Ich bin dann auch stolz auf mich, ich sitze da mit dem Essen und bin stolz und froh dazu sein anstatt zu denken scheiß ich hab's wieder nicht geschafft.

00:56:34: Und dieses Sportthema genauso.

00:56:36: also ich hätte das wahnsinnig gerne früher wie man sich selber so hinkriegt, dass man gut lernen kann.

00:56:43: Also wenn ich jetzt mal versuche in einen Satz zu übersetzen, lautet den Vierterpunkt so sinngemäß jeder von uns hat seinen eigenen Schweinehund und wenn du verstanden hast was der ist und dich selbst verstehst kannst du Systeme für dich entwickeln die dir gut tun und die dich voranbringen, dass du nicht immer diese Falle trittst?

00:56:59: Total ja absolut.

00:57:00: das Wort Systeme mag ich auch total gerne.

00:57:03: also anstatt Soziele zu definieren wirklich Systeme zu definiern total.

00:57:08: Ich habe jetzt zum Beispiel auch keinen Sportziel dieses Jahr.

00:57:11: Das Einzige ist, ich hab Systeme.

00:57:13: Also ich hab einfach meine Sportzeiten im Kalender und ich zähle jeden Tag den ich sportmache.

00:57:18: Da sage ich einfach Day eins zwei drei vier.

00:57:21: Jetzt gerade bin ich bei Day sechszig.

00:57:23: Ich weiß nicht wie viele Tage wir schon hatten am zwanzigsten Mai in diesem Jahr Aber was auch immer die Zahl ist, davon habe ich bis zu sechszig Tage Sport gemacht.

00:57:30: Zum Schluss gucke ich mir an, dass die Zahl mindestens dreistellig ist im Ende des Jahres und schaue mal wie sie so geworden ist.

00:57:36: Mir geht es eigentlich gar nicht.

00:57:37: Ich hab keine Zahl im Blick an sich.

00:57:40: Mir gibt's nur darum, dass ich ein System gebaut habe, sodass ich das immer wieder mache.

00:57:44: Auch wenn ich krank werde, wieder reinkomme und wieder anfange.

00:57:47: Das ist mit allen anderen Sachen genauso.

00:57:49: Also ja, finde ich eine gute Zusammenfassung davon.

00:57:51: Ja, ich weiß auch was du meinst.

00:57:53: Mir geht's oft so vielleicht bei euch ein System und dann bei euch das zweites, drittes, viertes, fünftes dran ... Und dann kollidieren die auch miteinander?

00:57:59: Ich hab' auch gemerkt wie bist wieder mit dem Thema Preis?

00:58:02: Also entweder schaffst du es jetzt nicht jeden Tag gut zu ernähren oder du schaffest es an drei Tage Sport zu machen oder beides nicht.

00:58:07: Dann kattest du den Sport auf zwei mal die Woche und das Ernähren auf einen Cheat Day oder was weiß ich.

00:58:11: also Man hat da so eine Aufmerksamke entspannen.

00:58:14: Aber gut zusammengefasst kann ich gar nichts viel mehr sagen.

00:58:16: Jetzt bin ich neugierig auf deinen letzten.

00:58:17: Der letzte ist ein ganz anderer und witzigerweise hast du Korja Hebenstreit vorhin angesprochen, ne?

00:58:23: Und der hat mir damals ... Es muss ewig her sein.

00:58:29: Also ich weiß es gar nicht wanns war.

00:58:31: Das ist Anfang dieser Szene wahrscheinlich irgendwas zwei Zehen oder sowas.

00:58:36: also für mich so als ich so eingestiegen bin Da hat er mir ein Buch geschenkt und zwar Rich Dad Poor Dad Ja von wie heißt der Rich Körpersacki oder sowass.

00:58:45: auf jeden Fall rich dad poor dad.

00:58:48: Da habe ich das erste Mal verstanden, was es bedeutet zu investieren.

00:58:53: Ich hab das erst mal verstanden dass eine Firma einfach ein legales Blatt Papier ist erstmal Und dass du die bis ans Ende deiner Tage behalten kannst.

00:59:02: Dass du nicht alles auf deinem Privatlevel holen musst, sondern du kannst auch alles was du so machen willst in dieser Firma behalten und lassen.

00:59:08: Du kannst diese Firma weitervererben an deine Kinder.

00:59:12: Da hast du gewisse Steuervorteile.

00:59:14: Dann habe ich verstanden was Assets sind, was Liabilities sind also was Vermögensgegenstände sind und was Verpflichtungen sind und Verbindlichkeiten.

00:59:21: Das Buch hat erst mal unfassbar etwas bewirkt.

00:59:24: das heißt Ich würde dieses auf jeden Fall mit allen Kindern so ab sechzehn wahrscheinlich anfangen zu lesen, um denen irgendwie in einer leichten Form finanzielles Mindset zu vermitteln.

00:59:35: Und jetzt komme ich zu meinem Punkt.

00:59:36: was dann leider nicht stattgefunden hat ist Ich hätte mir gewünscht als ich habe es damals verstanden Ich hätte mich gewünschte dass ich dann auch angefangen hätte zu investieren und ich hab angefangen zu investiert mein eigenes Geld das ich verdient habe wieder ins startups.

00:59:49: Teilweise steckt das da heute noch drin also war das jetzt erfolgreich oder nicht?

00:59:54: Wahrscheinlich Bodemlein ja, aber werden wir auch noch sehen über die nächsten Jahre.

00:59:57: Das steckt teilweise schon zehn, zwölf, dreizehn für zwölftzehn Jahre in irgendwie Start-ups drin, die einfach keinen Exit jetzt gemacht haben.

01:00:04: Was ich unglaublich gerne gemacht hätte wäre, in Aktien zu investieren.

01:00:08: Also ganz früh anzufangen weil dieses Thema Zinsiscence Effect ist.

01:00:12: was, was ich für mich ... in der drastischen Form zu spät verstanden ab.

01:00:18: Liegt sicherlich daran, dass meine Eltern keine Unternehmer sind.

01:00:20: Die haben selber mit mir angefangen, Aktien zu investieren.

01:00:24: also ich habe angefangen vor drei vier Jahren vor vier jahren glaube ich hab mich angefangen.

01:00:28: die haben auch vor vier Jahren angefangen sie sind ü-siebzig.

01:00:31: das heißt bei uns waren aktien kein thema die haben nie.

01:00:36: Da wurde immer quasi gearbeitet und aufs Konto gepackt.

01:00:39: Und einfach gespart, ich weiß noch nicht mal, ob es ein Sparbuch gab?

01:00:42: Also sozusagen lag das dann einfach auf der Bank.

01:00:45: Das war so zu sagen ... dass wie ich's auch erst mal gemacht hab.

01:00:50: Dieses Thema Zins-Effekt habe ich jetzt für mich, weil ich brauch's sehr einfach, sodass ich's merken kann, ausgerechnet.

01:00:57: Ich hab viele mit denen ich rede, die sind rund um dreißig.

01:01:01: Wenn man so über Zinszenz perfekt theoretisch nachdenkt, denkt man, versteh ich schon.

01:01:06: Aber man muss es ja immer so machen, dass man's wirklich fühlt irgendwie.

01:01:10: und dann sag' ich immer pass auf ihr seid jetzt ca.

01:01:12: dreißig.

01:01:12: sagen wir mal her und ihr hättet fünfzigtausend Euro jetzt schon erspart euch durch ganz viel Arbeit usw.

01:01:18: Sagen wir einfach mal egal ob sie zu ist oder nicht, ihr hattet fünfzehntausende Euro jetzt gerade Und ihr würdet die jetzt anlegen.

01:01:23: in den MSCI All Country World minded wegen der die letzten zehn Jahre im Schnitt elf Prozent gemacht hat, sagen wir einmal er hat nur zehn Prozent gemacht.

01:01:30: also ihr würde sie Anlegen diese fünfzigtausend zu zehn Prozent.

01:01:34: Dann seid ihr jetzt.

01:01:34: mit dreißig habt ihr fünfzig tausend, mit sechzig habt ihr fast eine Million.

01:01:38: Neunhundertfünfzigtaussend!

01:01:40: Mit neunzig habt Ihr sechzehn.

01:01:42: Komma sieben Millionen aus diesen Fünfzig Tausend heute.

01:01:46: Das ist der Zinssins-Effekt?

01:01:48: Ich meine wie absurd krass ist er eigentlich.

01:01:50: und wir sind in Deutschland ja irgendwie keine Ahnung is die Zahl jetzt genau die neueste?

01:01:54: circa siebzehn achtzehn Prozent sind am Aktienmarkt investiert.

01:01:57: In USA sind's zirka das Doppelte gibt es unterschiedliche Zahlen Aber mehr oder weniger.

01:02:03: D.h.,

01:02:03: die haben den doppelten Vermögensaufbau, ohne dass sie was tun.

01:02:07: Passiv!

01:02:08: Was ist unserem Land?

01:02:10: Ich find's auch völlig falsch, dass unsere Pensionskassen nicht investieren können.

01:02:14: Dass wir da nicht an der Börse gelistet sind und uns selber die Rente so aufbauen, dass wir es irgendwann bekommen können.

01:02:21: Aber echtes

01:02:22: Thema Zinssitz-Effekt ja?

01:02:24: Und irgendwie mit zwanzig da schon anzufangen und zu sagen ich spare mir was zusammen und ich pack das beiseite und ich leg' das für mich selber an.

01:02:33: Das ist so ein krasser Hebel!

01:02:36: Das is unvorstellbar.

01:02:37: Dann gab's auch irgendwie so Studien ... Die weiß ich aber nicht mehr genau.

01:02:40: Wenn du nur die Hälfte des Kindergeldes anlegst, also hundertfünfundzwanzig Euro jeden Monat von den zweieinhalbzig oder sowas.

01:02:47: Dann hat dein Kind irgendwie hundertachtzigtausend wenn es achtzehn wird oder ich weiß gar nicht genau.

01:02:52: Also das waren aber auch abs... Astronomische Zahlen!

01:02:55: Und das ist ja de facto so, wenn du die Diverse anguckst.

01:02:57: Natürlich musst du einen langen Atem haben und du solltest es lange liegen lassen und du brauchst dann eine emotionale Stabilität und Ruhe und du musst es diversifiziert machen.

01:03:04: und ETFs und keinen Stockpicking.

01:03:07: Ich will jetzt gar nicht hier Anlagetipps geben weil da bin ich überhaupt nicht genug vom Fach.

01:03:11: Ich eignene mir dass alles selber irgendwie learning by doing mäßig an und ich habe auch da schon Geld verbrannt und so.

01:03:17: also don't listen to me aber Du listen to Koya Hebstred.

01:03:21: Nein, du listen to Rich Stett

01:03:23: Buerdet.

01:03:25: und dem Thema einfach passives Einkommen zu generieren, indem man investiert?

01:03:30: Das ist glaube ich was, was ich ... Ich bin froh, dass ich es jetzt mache.

01:03:33: Ich hätte mir unglaublich doll gewünscht, das ich's vor siebzehn Jahren also mit zwanzig schon angefangen hätte.

01:03:39: Die Scheiß ist doch, das kriegst du in deinem Alter gesagt immer macht's trotzdem nicht.

01:03:43: wie oft hat mein Vater gesagt Steckt das Geld in eine Rente oder macht irgendwas anderes?

01:03:47: Und am Ende des Tages wird es dann doch der Pullover, oder das neue Auto.

01:03:50: Oder keine Ahnung.

01:03:52: Ja aber

01:03:52: ich muss sagen bei mir ist das glaube ich hauptsächlich habe ich's deswegen nicht gemacht weil ich das Gefühl hatte Das Thema ist so komplex dass Ich erst in Gänze verstehen müsste bis ich anfange Wirklich, das war mein Glaube.

01:04:05: Ich dachte sozusagen ich hab's ja noch gar nicht gerafft.

01:04:08: Ich muss es in Gänze alles verstehen bis sich anfangen kann und das tue ich bis heute nicht.

01:04:12: Und das musst du auch nicht!

01:04:14: Du musst einen Teil verstehen und das sind meine wegen ETF-Sparpläne und dann machst du einfach ein ETF und haust da dein Geld rein über Monate jeden Monat ein paar hundert Euro was auch immer du so machen kannst.

01:04:26: also das war glaube ich meinen großer Fehltritt bei dem Thema.

01:04:30: Noch nicht mal, dass ich noch nie auf Taschen oder Autos gestanden habe.

01:04:35: Ich hab da auch nichts Anderweites mitgemacht, sondern das Gefühl gehabt, ich hab's noch nicht ganz verstanden und deswegen kann ich jetzt noch nicht anfangen.

01:04:43: Und das bereue ich wirklich sehr!

01:04:45: Eigentlich

01:04:46: hast du recht, bei mir war es auch mehr ein anderer Umstand.

01:04:48: Dass ich keine Passion für dieses Thema hab, ist dadurch nicht so tief verstanden habe.

01:04:53: und dann hab' ich immer das Gefühl gehabt... Ich bin angewiesen auf Finanzberater und die sind immer provisionsbasiert bezahlt geworden.

01:04:59: also hatte ich immer des Gefühls, die verkaufen mir noch was was ihnen hilft und nicht mir, dann habe ich's gelassen anstatt dass ich irgendwas mache.

01:05:06: Da kommen wir wieder zu Punkt vier, zu dem inneren Schweinehund.

01:05:08: War bei mir genau so und dann hab ich irgendwie gerafft nämlich vor ein paar Jahren als ich angefangen habe was Ich machen muss sodass ich das interessant finde.

01:05:16: Und bei mir ist es halt ich bin Unternehmerin.

01:05:18: Das heißt ich brauche unmögliche Ziele.

01:05:21: Also ich brauch eine Vision.

01:05:22: die ist zu groß um sie zu schaffen.

01:05:25: Das motiviert mich.

01:05:26: und Dann habe ich also mir so eine Rendite ausgerechnet und habe jetzt so ein hundert Jahresplan Absurde Zahl, eine astronomische Zahl.

01:05:34: Die kann ich nicht erreichen und die steht da jetzt als sozusagen mein Vermögensplan.

01:05:39: Und dann habe ich diese zahl dahin cementiert.

01:05:42: und seitdem hab ich Bock die zu schlagen quasi und gucke mir jedes Jahr an, was mache ich für eine Rendite?

01:05:49: Und was hätte ich machen müssen.

01:05:50: Und versuche meine Quasi-Mustrendite zu schlagen.

01:05:53: Seitdem macht es mir plötzlich Spaß, weil ich verstanden habe wie mein innerer Schweinehund funktioniert.

01:05:57: Der braucht halt irgendein crazy Goal ... Ich will da gar nichts mit dem Geld machen oder so.

01:06:04: Aber ich will finanzielle Freiheit auf jeden Fall.

01:06:07: Und auch die Möglichkeit haben diese Welten ein bisschen zu beeinflussen in die Richtung zu lenken, wie ich sie wertetechnisch lieber sehen würde noch.

01:06:15: Und wir leben in einer kapitalistischen Welt.

01:06:17: Das heißt, ich kann mit Kapital-Dinge ermöglichen und Einfluss nehmen.

01:06:21: Deswegen ist mir das wichtig dieses Thema finanzielle Freiheit und auch finanzielles Vermögen aufbauen.

01:06:27: Ich will schlau sein und professionell sein was wir vorhin hatten.

01:06:30: Das ist aber so echt.

01:06:31: dieser Punkt vier als ich gerafft habe okay was brauche ich denn?

01:06:34: dass ich das spannend finde.

01:06:35: das Thema was ich total langweilig finde weil einfach Geld an sich.

01:06:40: Ich find Unternehmer tun toll, was zu bauen finde ich toll.

01:06:42: Mir zu überlegen wie funktioniert das und so?

01:06:44: Ich möchte Dinge in die Welt bringen, die ich da gerne sehen möchte.

01:06:47: mich interessiert gar nicht Vermögen anzulegen aber mich interessieren schon unmögliche Ziele zu ermöglichen Und dadurch hat es dann geklappt.

01:06:55: also ja dass wäre auch noch so ein Wunsch gewesen für meine zwanzigjährige.

01:07:00: Karin Kuschig hat zu mir gesagt, Geld ist nur Energie.

01:07:03: Man braucht die Energie erst mal, aber dann kannst du was mitmachen?

01:07:06: Ja!

01:07:07: Was war das für ein schöner Unterritt?

01:07:09: Auf dass es nicht wieder ein paar Jahre werden bis wir mal solche schönen Gespräche führen.

01:07:13: Das würde mich freuen.

01:07:15: Gerne.

01:07:15: Und toll, toll.

01:07:16: Danke dir.

01:07:21: Wow, das war ein inspirierendes Gespräch oder?

01:07:23: Denk dran jeden Freitag dem fünften Tag der Woche erscheint eine neue Folge.

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01:07:48: Die Links findest Du in den Shownotes.

01:07:50: Befreuen uns nämlich über Deine Anregungen und Feedback zu zukünftigen Themen und Gästen.

01:07:54: So, und jetzt hören wir noch mal unseren Podcast-Ton rein.

01:07:56: Bis zum nächsten Mal!

01:07:57: Bleib inspiriert und neugierig!

01:07:58: Dein Joel.

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