Welchen Einfluss haben Charisma und Empathie auf gute Führung? 🌟

Shownotes

Jan Michalsky ist erneut zu Gast bei Host Joel. Nach ihrer ersten gemeinsamen Folge über die Rolle der Stimme für Charisma, widmen sich die beiden diesmal der Frage, welchen Einfluss Charisma auf Empathie und Führung hat. Du erfährst, wie charismatische Führungskräfte Beziehungen gestalten und welche Rolle Empathie – sowohl kognitiv als auch emotional – in der modernen Arbeitswelt spielt. Außerdem beleuchten sie, wie Hierarchien und Generationskonflikte durch empathische Führung entschärft werden können und welche rhetorischen Tricks auch mächtige Persönlichkeiten wie Trump nutzen. Lass dich inspirieren, wie du als Führungskraft durch authentische Kommunikation und die richtige Stimme deine Wirkung verbessern kannst.  Du erfährst... …wie du mit deiner Stimme mehr Charisma ausstrahlst …welchen Effekt Charisma auf Leadership hat  …wie du als Führungskraft authentisch bist …mit welchen rhetorischen Mitteln Trump die Bevölkerung beeinflusst …was der Unterscheid zwischen kognitiver und emotionaler Empathie ist …wie du Hierarchien durch empathische Kommunikation aufbrechen kannst …welche Rolle die richtige Ansprache (Duzen vs. Siezen) in der Beziehungsgestaltung spielt …wie unterschiedliche Generationen auf charismatische Führung reagieren __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Jan Michalsky, Voice Profiler für Empathie und Charisma __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 Übersicht aller Sponsoren __________________________ ||||| PLAYLISTS ||||| Lust auf mehr? Entdecke unsere Playlists mit weiteren spannenden Episoden zum Thema: __________________________ ||||| LEXIKON ||||| Du verstehst nur Bahnhof? Zu viel Fachchinesisch? Unser Lexikon hilft dir dabei, die wichtigsten Fachbegriffe zu verstehen: __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:03:13) Wie kann man Charisma erlernen? (00:08:02) Vom Charisma als Führungskraft (00:17:31) Was genau ist Empathie? (00:24:40) Auswirkungen emphatischer Führungskraft auf die Arbeitswelt (00:39:48) Beziehungsverhältnisse in der Arbeitswelt (00:46:51) Was wir über das Duzen und Siezen noch lernen können (00:51:18) Die Bedürfnisse verschiedener Generationen __________________________ ||||| WIR ||||| 🧢 Ich bin übrigens Joël, der Macher dieses Podcasts. Ich bin ein Creator und Medienunternehmer, der für Wachstum und Vielfalt steht. Mein Vorgehen besteht darin, dass ich inspirierende und erfolgreiche Menschen interviewe, um von ihnen zu lernen und Wissensabkürzungen für dich und mich aufzutun. 👉 Mit meinem Podcast digital kompakt zeige ich dir Wachstumsstrategien für dein (Digital-)Business, indem ich erfolgreiche Unternehmen und Expert:innen interviewe 👉 Mit meinem Podcast 5 Dinge mit 20 zeige ich dir, wie du persönlich wachsen kannst, indem ich inspirierende Menschen frage, was sind ihre 5 Dinge, die sie gerne schon mit 20 gewusst hätten 👉 In meinem Newsletter fasse ich dir Jeden Freitag die besten Learnings aus meinen Podcasts zusammen sowie viele weitere Einsichten aus meinen Aktivitäten. 💛 Abonniere „digital kompakt“ auf Apple Podcasts, Spotify & Co. Wenn dir die Folge gefallen hat, hinterlasse uns bitte eine Fünf-Sterne-Bewertung! 👥 Wir streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.

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00:00:16: Hallo Leute, heute ein großartiges Gespräch mit einem Rückkehrer zu Digital Compact.

00:00:20: Der liebe Jan Michalski ist nämlich wieder am Start.

00:00:22: Fläche erinnert ihr euch?

00:00:23: Wir hatten vor kurzem eine großartige Folge über Charisma!

00:00:26: Das heißt, Jan hat uns erklärt wie man Charisma an der Stimme ableiten kann.

00:00:30: Denn Jan ist einen spannenden Doppelberuf unterwegs und zwar erst zum einen Phonetiker-und Voice Profiler Selbstständig, da hat dann nämlich das Thema Charismas sich angeguckt.

00:00:40: Und zum anderen ist er auch dozent und zwar an einer Berufsfachschule für Pflegekräfte.

00:00:44: Das heißt dort unterrichtet er so Themen wie Deutsch, Werte, Ethik also nur gute Sachen.

00:00:48: So, und da haben wir uns gesagt hey!

00:00:50: Das kamen so gut an, es war solch ein Highlight Da sollten wir nochmal eine Fortsetzung machen.

00:00:54: Haben wir uns überlegt naja könnte ja interessant sein für die Leute mal über die Anwendung von Charisma zu reden.

00:00:59: aber das alleine reicht noch gar nicht weil in zweites Feld was Jan sich anguckt ist das Thema Empathie.

00:01:04: Und deswegen sprechen wir heute darüber, welchen Einfluss haben eigentlich Charisma und Empathie auf gute Führung.

00:01:10: Im Prinzip kann man sagen, eigentlich reden wir heute auch über Beziehungsgestaltung.

00:01:14: Weil vielleicht kennt ihr das ja auch?

00:01:15: Es ist manchmal gar nicht so einfach in Führungsrollen diese Dinge zu erfüllen, charismatisch zu sein, empathisch und dann geht es ja auch noch um Authentizität, man selbst zu sein!

00:01:22: Ja und das alles, schönen Dank.

00:01:24: wer man Rollenkonflikt hat weil man irgendwo beruflich eine Hierarchie hat aber sozial irgendwie gerne auf Augenhöhe sein möchte.

00:01:29: So ist es gar nichtso einfach.

00:01:30: und dem Thema widmen wir uns heute, weil es kriegt da nochmal ne besonders harte Komponente wenn dann unterschiedliche Generationen aufeinander treffen zum Beispiel Boomer und Jensie.

00:01:38: Na ja, ihr merkt heute ist einiges drin für euch.

00:01:40: Deswegen freu ich mich sehr, dass du wieder da bist, lieber Jan.

00:01:43: Moin moin!

00:01:44: Moin?

00:01:44: Ja vielen Dank, dass sie wieder da sein darf.

00:01:47: Vielleicht fangen wir mal an die Leute mitzunehmen.

00:01:49: also die werden jetzt die erste Folge sich gerade nochmal am Player raussuchen wenn Sie die nicht schon gehört haben.

00:01:53: aber vielleicht so eine kurze Abkürzung quick summary was es irgendwie Charisma eigentlich und auf welchen Ebenen spielt sich das eigentlich ab wenn's denn um die Stimme geht, die du dir anschaust?

00:02:02: Genau Also Charisma.

00:02:04: Es gibt viele verschiedene Definitionen davon.

00:02:08: Wir engen es langsam ein und können uns darauf einigen, dass wir sagen, was sind die Kernkomponenten von Charisma?

00:02:15: Da können wir feststellen, dass das hauptsächlich strahlig Kompetenz aus ist.

00:02:19: Strahlig Selbstbewusstsein aus und strahlig Leidenschaft aus.

00:02:23: Ich formuliere das schon absichtlich so, dass ich sage, es geht um Ausstrahlung.

00:02:26: Denn Charisma ist in erster Linie eine Wirkung.

00:02:28: Das auch ein riesiges Thema ist Persönlichkeit.

00:02:32: Was ist es eigentlich?

00:02:34: Und die Wirkung setzt sich ja zusammen aus allem Möglichen.

00:02:37: Das was ich sage, wie ich das in Sprache verpacke, die Körpersprache, die mit reinzählt.

00:02:43: und mein Fokus liegt hauptsächlich auf der Stimme weil wir festgestellt haben dass die stimmliche Wirkung ganz oft andere Bereiche der Erscheinung tilgen kann und überschatten kann.

00:02:52: Und da haben wir uns zum Beispiel angeguckt, was ist es in der Stimme?

00:02:55: Was besonders Leidenschaft oder Kompetenz ausdrücken kann.

00:02:58: Das ist z.B die Melodieführung wie hoch ich spreche aber auch wie dynamisch.

00:03:03: Wie meine Pausensätze, meine Phrasen und meine Akzente.

00:03:07: Aber auch so etwas wie Sprechgeschwindigkeit.

00:03:10: Das war in der nutshell unser Ergebnis.

00:03:13: Ich kann mir das auch lieber vorstellen.

00:03:15: Man kann halt manchmal kompetent wirken, vielleicht nicht selbstbewusst.

00:03:18: Oder man kann ... wenig Leidenschaft haben, wo man den Eindruck macht.

00:03:22: Man versteht etwas sehr gut.

00:03:24: also es braucht sozusagen immer so.

00:03:25: diese drei Komponenten lernen ich okay.

00:03:27: und jetzt ist ja mal spannend zu verstehen welchen Effekt hat denn Charisma wenn nicht über Führung nachdenken in so einem Team?

00:03:34: weil du hast mir damals eine schöne Geschichte erzählt eine Studie die belegt hat Wie so eine Vierfelder-Matrix, wenn ich über einen Inhalt rede.

00:03:41: Der Kind kann spannend sein oder langweilig und ich kann interessant drüber reden oder auch gelangweilt?

00:03:46: Und dann kann man natürlich beides mischen!

00:03:47: Ich kann einen langweilligen Inhalt interessant erzählen oder umgekehrt einen sehr interessanten Langweilich verpacken... ...und der Mensch merkt es erst nach acht Minuten, habe ich von dir gelernt.

00:03:55: Dann ist ja die Frage.. Ist dann in der Führung in der Konsequenz das ganze Thema Charisma so ne Art Superwaffe?

00:04:01: Oder

00:04:02: nicht?!

00:04:02: Oder irgendwas dazwischen?

00:04:03: Kannst du uns ja mal abholen.

00:04:04: Ja, das ist tatsächlich immer einer der interessantesten Effekte überhaupt.

00:04:08: Dass wir gar nicht so oder häufig gar nicht ein so ein integratives Hören haben dass wir irgendwie sagen ja wir hören das wieder wirkt und was er sagt und wir packen das sofort zusammen und es kommt in einem Eindruck an Und das ist auch so ein bisschen dem Aufbau unseres Gehirns geschuldet, dass es an zwei unterschiedlichen Stellen verarbeitet wird.

00:04:26: Also alles was wir sehen und was wir akustisch wahrnehmen also Stimme zum Beispiel Das ist eben so alt, dass in den Informationskanal bedient der quasi an unserem logischen Denken vorbei geht In unser Emotionszentrum wenn man so will und da direkt einen Einfluss hat während alles, was wir an Argumenten vorbringen oder an Logik eben in dem neueren Teil im Sprachenzentrum, im Neocortex verarbeitet wird.

00:04:53: Und dann quasi wie er uns über den Inhalt Gedanken machen und denken so ah das ist aber Mist, was der gerade erzählt hat?

00:04:58: Und dann versucht es als ... Das finde ich aber unangenehm, das Emotionszentrum zu erreichen.

00:05:03: Da ist aber schon der Eindruck, der gesagt hat nicht für das toll, nimm das mal wieder mit!

00:05:08: Das blocke ich hier jetzt ja ab.

00:05:10: Und das ist genau dieser Effekt dass wir sagen, da erzählt jemand was super charismatisch und mein Emotionszentrum sagt ja den finde ich toll.

00:05:17: das finde ich.

00:05:18: alles was der sagt ist richtig.

00:05:19: Und dann kommt der Inhalt an und wenn da ein Widerspruch drin ist dann sagt es gerne einfach ne ne das passt nicht und deswegen können wir jetzt super lange jemanden zuhören der eigentlich nichts sinnvolles erzählt oder total blödsinn fällt natürlich schon auf aber wir lassen wesentlich mehr durchgehen dass eben der ankommt und hinterfragen weniger kritisch.

00:05:40: Und es setzt so ein bisschen unsere Skepsis auf!

00:05:43: Ich hab das gerade gedacht, ob es so der Trump-Effekt ist.

00:05:46: Weil er steht dann da und erzählt von Einwanderern die ihre Haustiere essen ... Und die Leute feiern das ab!

00:05:52: Der brabbelt ja teilweise vor sich hin und führt irgendwelche Tiraden aus, die einfach gar keinen Sinn machen.

00:05:56: Aber die Leute Feiern das total ab!

00:05:59: Ist es genau so ein Effekt?

00:06:00: Dass der aus irgendeinem Grund charismatisch interessant erzählt wird?

00:06:11: Effektierte oder manchmal diese manierismen, dass sie den da charismatisch machen.

00:06:14: Dann hört man auf dem Innern gar nicht so doll hin?

00:06:17: Also bei Trump ist es wirklich ein super faszinierendes Phänomen, weil er tatsächlich ... Ich weiß nicht, wir haben ihn mal durchgemessen und ich glaube, er ist irgendwo so bei sechzig Prozent.

00:06:26: also der ist gar nicht herausragend charismantisch.

00:06:29: aber ich glaube das hängt auch so ein bisschen damit zusammen welches Publikum er anspricht Und wir haben was für Führungen natürlich auch wahnsinnig interessantes Gebietes.

00:06:39: je größer der Level an Angst in einer Bevölkerung ist, desto höher ist das Bedürfnis nach Orientierung.

00:06:47: Und was wir bei Trump sehen können, ist dass er genau dieses Bedürfenes bedient.

00:06:52: Dass er selbstbewusstsein und Kompetenz mit einer absoluten Fehlerfreiheit quasi ausstrahlt.

00:06:59: also er lässt sich in keiner Weise anmerken wenn da irgendwas... Also es könnte natürlich daher kommen Alles glaubt, was er von sich sagt und deswegen so selbstbewusst wirkt.

00:07:09: Aber selbst wenn nicht kommt es rüber?

00:07:11: Dass bei uns ankommt.

00:07:12: dieser Mann weiß wovon er redet.

00:07:14: Selbst wenn wir inhaltlich wissen tut er nicht aber er signalisiert uns ich weiß wofon ich rede Ich bin kompetent.

00:07:20: niemand hat jemals so viel über dieses thema gewusst wie ich.

00:07:23: das ist ja der Satz der immer wieder vor dem kommen.

00:07:25: keiner weiß mehr über x y als ich.

00:07:28: Und dass bringt auch mit seiner akustik rüber dass er sagt so zack das ist ein punkt in den entsprechenden Häppchen, dass er genau weiß wie er seinen Publikum ansprechen muss um zu signalisieren.

00:07:38: Ich gebe euch eure Orientierung.

00:07:40: ich zeig wo es lang geht und das ist deswegen wird wurde Charisma lange als Heilsbringer-Fähigkeit bezeichnet.

00:07:47: Man hat gesagt, das manifestiert sich in der Krise und der zeigt uns wie wir da rauskommen.

00:07:51: Das ist das was Charisma sein soll Und genau das ist das, was Trump tut.

00:07:55: Er zeigt der Bevölkerung oder er gibt denen das Gefühl ich zeige euch wie wir heraus kommen und das spricht die Leute an.

00:08:03: Okay, wir müssen jetzt noch mal auf das Thema Führung auch in der Unternehmenswelt zurückführen.

00:08:06: Wir hatten ja gerade über Charisma geredet wo du ja meintest okay es gibt so diese beiden Arten wie ich etwas sage was ich sage?

00:08:11: Es wird woanders verarbeitet.

00:08:13: Was heißt denn das jetzt so in der Konsequenz?

00:08:15: ist dann Charisma eine unfassbar wichtige Eigenschaft von Führungskräften oder ist sie nur ein Baustein im ganzen Bouquet an dem?

00:08:23: also wenn Charisma, wenn es um Führung geht natürlich ist das erst mal für den ersten Eindruck superrelevant.

00:08:29: Also Charisma ist so das Ding für First Impression.

00:08:32: also eine Person kommt in den Raum und wir gucken die Personen an.

00:08:36: Wir haben vom visuellen Eindruck direkt das erste Und dann macht ihr den Mund auf und wir versuchen uns direkt den ersten eindruck rund zu machen.

00:08:43: also wir warten schon noch ein bisschen auf die Akustik.

00:08:46: Also es ist nicht so meines Wissens, dass ein schlechter visueller Eindruck sofort die Akustik blockiert.

00:08:52: Aber wenn wir eben die Personen gesehen haben und gehört haben dann haben wir einen Eindruck und der ist super schwer inhaltlich wieder zu kippen!

00:08:59: Demzufolge für die Person kommt rein und hält ihre erste Ansprache.

00:09:02: Das ist was so unangenehm.

00:09:04: das ist, wo wir uns sehr viele Gedanken übermachen sollten wenn wir das erste Mal in ein Mitarbeitergespräch kommen den das erste mal begegnen weil dann Charismar tatsächlich diesen Effekt hat und dem wieder zu kippen dass das kann ewig dauern.

00:09:17: aber es ist natürlich so dass auch etwas was wir festgestellt haben um auf diese acht Minuten zu sprechen zu kommen nach den acht Minuten wenn wir denn merken Das ist aber blödsinn, was da drin ist.

00:09:28: Dann kommt es zu diesem Clash zwischen dem wie die Person wirkt und was sie sagt.

00:09:33: Und das kann Menschen in so eine Wahrnehmungskrise stürzen.

00:09:36: Dass wir sagen, der wirkt charismatisch?

00:09:39: Der redet aber überhaupt nicht inhaltlich so?

00:09:43: Jetzt weiß ich nicht, wie ich den einschätzen kann!

00:09:45: Und jemanden einschätzen zu können ... Ist ja ne superwichtige Konstante für zwischenmenschliche Beziehungen wenn Unberechenbarkeit ist ein absoluter Beziehungskiller.

00:09:54: Deswegen ist so ein Widerspruch zwischen Charisma und Inhalt super schwierig.

00:09:59: Also, ohne dass das jetzt ein Führungstipp wäre aber wenn man nicht in der Lage ist tatsächlich anständig zu führen dann braucht man auch keinen Charisma lernen weil man das sonst nur noch schlimmer macht.

00:10:09: Aber andersrum wenn ich eine kompetente Führungskraft bin Und ich bin mit Leidenschaft dahinter und ich bin kompetent in meinem Bereich Und das kennst du bestimmt auch.

00:10:25: Das kennen wir alle.

00:10:26: dieses Phänomen, dass wir sagen da ist jemand und ich weiß, dass der gut is'.

00:10:29: Ich weiß ,dass der was kann!

00:10:31: Und er spricht aber so, dass sich sagt, ah... Du machst es mir gerade echt schwierig dich gut zu finden weil du einfach nicht in deiner Expressivität, in deine Ausdrucksform das untermauern kannst, was du machst.

00:10:45: Also ich würde sagen, dass Charisma nicht eine ultimative Waffe ist die alles andere an Inkompetenz ausgleichen kann Aber es ist schon ein echt hintender Faktor, wenn das nicht da ist.

00:10:55: Ich wollte dich gerade gefragt haben heißt es in der Konsequenz dass jemand der nicht charismatisch ist und niemals eine gute Führungskraft werden kann?

00:11:01: Das ist eine schwierige Frage.

00:11:02: also es gibt bestimmt da draußen auch super Führungskräfte die nicht charismatic sind und die aber durch ihre Führungen halt trotzdem überzeugen können die eine Mitarbeiterbindung haben, aber es ist halt unnötig schwierig.

00:11:16: Also wenn das Auftreten auch noch dazu wäre würde es den Mitarbeitern deutlich erleichtern und das Ding ist ja auch... Das ist darum unterrichtigt das ja auch!

00:11:25: Dass Charisma ja nichts ist womit man geboren wird und entweder man hat's oder man nicht.

00:11:29: und wenn man es nicht hat dann wird man niemals eine gute Führungskraft sondern es ist ja wirklich gerade über die Akustik relativ problemlos möglich, das nachzutrainieren.

00:11:38: Und zu sagen ich bin eine gute Führungskraft?

00:11:40: Ich hab aber ein Problem mit meinem Auftreten denn arbeite ich daran und kann das halt nachtrainieren!

00:11:44: Wir haben ja Verbesserungen von dreißigvierzig Prozent innerhalb eines Workshops.

00:11:48: also wenn man weiß wie es funktioniert kann jeder das eigentlich auch umsetzen.

00:11:52: Krass jetzt bist du natürlich Phonetiker aber arbeitest Du auch mit sage ich mal anderen ExpertInnen zusammen die zum Beispiel so aus Körperhaltung oder auch Aussehen betrachten wenn's um Charisma geht.

00:12:02: Ich hab tatsächlich direkt jetzt gerade auch eine Verbindung mit einer, die viel Körpertherapie macht und so ein Ausdruck über Körpersprache.

00:12:10: Wir haben von der SDU-Ausmahl zusammengearbeitet im Bereich ... Was es nicht mit wem das war, aber da ging's um Kleidungsstile.

00:12:18: Wie das noch einen Einfluss hat und wie das in Wechselwirkung mit Charisma ist.

00:12:21: So haben wir auch ein Paper zugemacht, dass auch das akustische Charisma abhängig ist vom Kleidungsstil.

00:12:26: also das ein Steve Jobs mit seinem Turtleneck-Pullover da auf der Bühne steht, eine ganz andere Form von akustischem Charisma auch benutzen darf.

00:12:35: Um da reinzukommen?

00:12:36: Ja aber da ist noch viel Potenzial in Zukunft da.

00:12:39: die Schwierigkeit die wir so ein bisschen haben ist dass diese sogenannte halt multimodale Sprachforschung also eben sowas wie G-Stick, Mimic und Körperhaltung messbar zu machen.

00:12:51: Halt erst durch die technischen Möglichkeiten der letzten zehn Jahre überhaupt so richtig in den Fokus gerutscht ist oder gibt es noch ganz wenig Forschung zu

00:12:58: gut So, jetzt können wir uns langsam weiterhangeln.

00:13:01: Wir haben über Charisma gesprochen.

00:13:03: Das andere Wort, was wir in der Anmoderation benutzt haben ist ja dieses Basswort Authentizität.

00:13:09: Weil ich mich frage, wenn ich Charisma trainiere und bei dir einen Workshop besuche und bin hinterher karismatischer, dann bin ich noch authentisch mit einem gewissen Impuls?

00:13:20: Das ist eine superwichtige Frage!

00:13:23: Und das ist auch ein Zahn, den ich den Leuten immer so ein bisschen ziehen muss am Anfang.

00:13:27: Dass ich sage es ist keine Maskerade die wir spielen wollen also es hat schon ein bisschen diesen Faket to make it Charakter.

00:13:35: aber die Idee dahinter ist quasi

00:13:38: wenn ich mit

00:13:39: anderen Vocal Coaches oder so rede dann machen die normalerweise den Ansatz dass sie sagen Sie versuchen dir quasi die authentische Einstellung beizubringen Also dass du halt lernst.

00:13:49: okay Ich gehe jetzt hier mit Leidenschaft rein und mit Selbstbewusstsein Und dann passt sich die Stimme quasi an.

00:13:55: Das Problem ist aber, dass das nicht funktioniert wenn ich gelernte habe diese Eigenschaften zu unterdrücken.

00:14:01: Also wenn ich zum Beispiel keine Ahnung mir als Kind so oft gesagt wurde sei nicht so arrogant und auf einmal fange ich an mein Selbstbewusstsein runterzuschrauben und trau mich nicht mehr das einzusetzen.

00:14:10: Dann hab' ich meinen Selbstbewustsein eventuell noch.

00:14:13: Aber ich kann es nicht mehr ausdrücken.

00:14:15: Und das ist denn ganz oft, dass wir den Leuten sagen ja seien mal leidenschaftlich Seil selbst bewusst und die können das nicht mehr Ausdrücken.

00:14:22: Und wir gehen halt den anderen Weg.

00:14:25: Wir sagen, wir bringen dir bei wie es klingen würde wenn du selbstbewusst klingst, wenn du leidenschaftlich bist dann versuch so das nachzumachen hast diese akustischen Features und das zeigt deinem Gehirn quasi wieder achso!

00:14:38: Wenn ich leidenschaftlich bin, dann klinge ich so Und dafür ist es da mit dem Voice Profiling, dass du dich am Ende charismatisch präsentieren kannst.

00:14:50: Aber als Fortsetzung deiner eigenen authentischen Einstellungen.

00:14:52: also das nicht der Sinn der Sache dass du da stehst und du bist nicht selbstbewusst und nicht kompetent und nicht leidenschaftlich aber du kannst toll so klingen kann man Menschen beibringen.

00:15:03: Aber das ist erstens nicht unser Ziel und zweitens superumständlich, weil wir dann wieder bei dem ... Ich glaube du hattest das Wort Rollenkonflikt auch schon fallen lassen?

00:15:11: Das Ding haben, dass wir sagen, wir müssen etwas spielen was wir nicht sind!

00:15:14: Und das kann man machen aber das ist nicht nachhaltig.

00:15:17: also ich glaub jeder von uns weiß wenn wir lange eine Rolle gespielt haben ist die Spannung irgendwann so groß würde ich nicht empfehlen.

00:15:24: Wo du gerade Vocalcoachers sagst Also ich hab ja auch ein Gesangsklipper oder auf dem Papier würde euer Vocalcoach sagen.

00:15:32: Ich würd mal behaupten, es ist der beste Dienstebereich.

00:15:34: Musical in Deutschland gibt Christian Schleicher und Christian sagt immer zu mir, ich war so, ah, das Kletterrad hat vermisst!

00:15:40: Warum fandest du das gut?

00:15:41: Und dann sagt er immer, weißt du wie du drin klingst, Joel?

00:15:44: Dann sag ich so nee, wirst du mir jetzt bestimmt sagen.

00:15:46: Dann hatte er eine kleine Tröte, wo man Endenlaute mitimitieren kann.

00:15:50: Guck mal, so klingt deine Stimme in den Drang.

00:15:54: Und dann sitzt ich so da und sagt, okay.

00:15:56: Das hat damit zu tun, dass deine Stimmenbänder ja einen Klangraum brauchen.

00:15:59: D.h.,

00:15:59: die schwingen.

00:16:00: Dann ist im Prinzip deinen Rachen der Hals, den Rachen vor allem der Mundraum das was die Stimme erst schön klingen lässt.

00:16:07: Jetzt gibt es ein Floor oder eine Schwierigkeit.

00:16:11: Deine Ohren sind nicht da wo dein Mund ist d.h.

00:16:13: du hörst deine Stimme völlig anders als wir sie hier draußen hören.

00:16:16: Deswegen klingt z.B.

00:16:17: singend im Badezimmer auch immer gut weil deine Stimme von den Kacheln reflektiert zu dir und du dich selber hörst einen guten Klang hast.

00:16:24: Und er sagt mir jedes Mal, Joel es ist für jeden Sänger auch für die absoluten Profis eine riesige Schwierigkeit dass sie sich selbst halt nicht richtig hören.

00:16:33: Für dich in drin klingt's scheiße da sagt immer knetschig und mystisch und hier draußen klingt aber super.

00:16:38: gibt das gleiche Phänomen auch beim Sprechen bei Charisma?

00:16:41: Dass du Leuten beibringst so klingst du charismatisch und Sie fühlen selber gar nicht so sehr weil sie sich ja selber ganz anders hören

00:16:48: Wirklich, also das ist auch ein Effekt den ich dauernd hab dass ich denen sage so ja und jetzt gehen noch mal bisschen hoch und dann sagen sie aber furchtbar.

00:16:55: Ich sag genau drauf sind genau das was du brauchst Und dem wirken wird tatsächlich so ein bisschen entgegen.

00:17:00: Also natürlich kannst den Leuten ihre eigene Stimme auch fortspielen dadurch kriegst es natürlich auch raus.

00:17:05: Aber was wir eben auch ganz viel machen ist visualisierung.

00:17:08: Du sprichst und ich kann dir am Monitor dann zeigen, wo deine Stimme ist.

00:17:11: Und du kannst sehen dass du genau drauf bist auch wenn es sich für dich nicht so anhört.

00:17:19: Dann kannst du es halt abspeichern, dass du quasi sagst okay das fühlt sich jetzt nicht an der Stelle an als würde es richtig klingen.

00:17:25: aber ich habe diese Verbindung geschlagen dass sie sagt Das ist das was ich gut anhört für andere

00:17:31: Crazy.

00:17:32: So, jetzt wollten wir uns noch einen großen Thema von dir mitnehmen, nämlich der Empathie.

00:17:36: Wir haben das Charisma zu großen Teilen durch Drungen oder zu gewissen Teilen.

00:17:42: Vielleicht fahren wir mal wieder mit einer Definition an?

00:17:44: Weil ich finde, das Wort empathisch sein Empathies wird recht inflationär benutzt.

00:17:49: Ich frag mich aber, ob jeder Mensch weiß, was das genau meint.

00:17:52: Ich frage mich manchmal, ob die Empathieforschung selbst weiß, jetzt polemisch ausgedrückt.

00:17:59: Aber es ist ganz oft so, dass ich sage, ich lese zwei unterschiedliche Definitionen von Empathie immer wieder und ich glaube das ganz oft dieser eine Aspekt nicht berücksichtigt wird oder wie wichtig es ist, dass diese zwei Definitions nicht das Gleiche bedeuten.

00:18:14: weil die generelle Definition von Empathy ist halt die Fähigkeit Emotionen bei anderen Menschen wahrzunehmen und einzuordnen.

00:18:21: Das ist erstmal der erste Aspekt von Empathi.

00:18:24: also Ich kann sehen oder in irgendeiner Weise wahrnehmen, wie eine andere Person sich fühlt und diese Gefühle auch irgendwie bei mir kategorisieren.

00:18:31: Dass sie sagen kann da quasi ein Label draufpacken, kann benennen was fühlt die anderen Personen gerade?

00:18:36: Was aber oft noch dazu kommt ist ich kann signalisieren dass ich die Gefühlen der anderen Person wahrnehme Und das finde ich ist ein ganz, ganz wichtiger Unterschied.

00:18:47: Ob ich nur sehen kann und einordnen kann wie der andere sich fühlt oder ob ich dem auch kommunizieren kann dass Ich gesehen habe und einorden kann wie er sich fühlen da gibt es tatsächlich diese zwei Definitionen dass die einen sagen Es ist erst Empathie wenn du den anderen tatsächlich zeigen kannst dass Du's wahrgenommen hast.

00:19:02: Mhm.

00:19:03: Interessant!

00:19:04: Und jetzt wird mich auch noch mal interessieren, was ist eigentlich so der Unterschied?

00:19:07: Ich habe immer einmal gesagt bekommen Nein ich möchte gar nicht empathisch sein, ich möchte mit fühlend sein weil viele Menschen Empathisch oder Empathie damit assoziieren dass man die Gefühle anderer Menschen auch fühlt und damit übernehme ich ein bisschen fremde Gefühlen und fühle mich selber gar nicht gut damit, sondern es wird so ein bisschen mir überschrieben.

00:19:27: Weißt du was ich meine?

00:19:29: Und deswegen fragen wir, ist mitgefühlt und empathisch sein dasselbe oder gibt's da doch einen, genau diesen Grad den ich gerade beschrieben hab?

00:19:34: Ich find das super, dass du das grade noch mal erklärt hast, weil ich kannte tatsächlich nicht, dass die Leute diese Grenzen bei Empathie- und Mitgefühl ziehen, was sie Begrifflichkeit angeht.

00:19:43: Ich dachte zuerst in die andere Richtung, es gibt ja den Unterschied zwischen Mitfühlen und Mitleiden also Mitgefühlen & Mitleid.

00:19:49: Das ist das, was ja oft aufgemacht wird ... Ich finde es immer super, auf das Englische zurückzugreifen.

00:19:56: Dass ich sage mit Gefühl ist Empathy und Mitleid ist Pity.

00:20:01: Das heißt, Mitleit ist quasi so von oben ein bisschen ... dass ich sag, ich bin da nicht drin.

00:20:06: Aber du leidest jetzt grad und denkst, oh, das tut mir aber Leid.

00:20:09: Und das ist halt Mitlei, was bei Menschen häufig nicht so gut ankommt.

00:20:14: Weil es eben eine Hierarchie erzeugt.

00:20:16: Mit Gefühl ist das tatsächlich wo ich ... Ich glaube Ram Dass hat das mal gesagt, dass er sagt so ich gehe runter in den Schlamm zu dem anderen und begegne dem auf Augenhöhe.

00:20:25: Und sage ich fühle mit dir.

00:20:28: aber genau das was du gerade gesagt hast Das ist das was ich als unterschied kenne zwischen Kognitiver Empathie und emotionaler Empathy.

00:20:35: Kognitive Empathies eben wenn ich sage okay ich sehe jetzt Du weinst.

00:20:39: Und ich frag dich, warum?

00:20:40: Du sagst, du hast jemand einen wichtigen Verloren.

00:20:43: Ich kann nachvollziehen wie das ist.

00:20:45: Wenn man jemanden verloren hat, der einem wichtig ist, kann dadurch dieses Gefühl in mir hervorrufen durch das Nachvollziehen und hab aber im Prinzip zu der Emotion die andere hat ein gewissen Abstand und kann das nur in mir nachkonstruieren.

00:20:57: Das wäre halt die sogenannte kognitive Empathie.

00:21:02: Emotionale Empathie wäre, ich gucke dich an.

00:21:04: Ich sehe dass du weinst ist...ich brauche gar nicht wissen warum.

00:21:07: und ich werde traurig einfach dadurch das ich sehe was mit dir ist.

00:21:11: Das ist eben dieses Ding was über die Spiegel Neuronen abläuft.

00:21:13: Ich seh eine Emotion bei dir.

00:21:14: mein Körper ohne dass sich etwas tun kann empfindet diese Emotion nach und entsprechend habe ich die Emotionen dann auch Und kann darauf zurückgreifen dass ich quasi beim ihr selbst sehe wie die Emotion ist.

00:21:27: und das zu trennen beziehungsweise eben genau das, was du sagst.

00:21:33: Es ist halt ein riesiges Thema.

00:21:34: also ich glaube nicht dass wir meine persönliche Überzeugung an einen Punkt gehen sollten, an dem wir emotionale Empathie blockieren und nur kognitive Empathien betreiben weil ich glaube gerade dieses, dass ich wirklich... Ich guck dich an und ich imitiere ohne mein Zutun deinen emotionalen Zustand.

00:21:53: es glaube ich ein unglaublich wichtiger evolutionuzbiologischer Mechanismus.

00:21:58: Das Wichtige ist nur dann, genau das was du gesagt hast.

00:22:01: Dass ich reguliere mich nicht davon überschreiben zu lassen.

00:22:05: Also es gibt genau dieses Phänomen das nennt sich Ich weiß nicht was ein gutes deutsches Wort für Distress ist.

00:22:11: also es heißt halt Empathic distress Also so eine Art empathischer Unruhe oder so dass ich quasi sage ich sehe deine Emotionen.

00:22:21: ich empfinde die nach.

00:22:23: Das macht mir Stress, weil das eine unangenehme Emotion ist.

00:22:26: Und dann hab ich nämlich selbst ein emotionales Problem und kann auf dich nicht eingehen.

00:22:30: Was ganz viele Menschen machen, ist halt zu versuchen den anderen aufzumuntern damit ihre eigene negative in Anführungszeichen-Emotion weggeht.

00:22:39: Dann haben wir natürlich einen Problem, kannst du nicht empathisch sein, wenn du selbst mit den Emotionen nicht umgehen kannst?

00:22:44: Ja, ich hab's gerade mal eingegeben.

00:22:45: Wenn man es in der Kombination nimmt ... Also Distress ist ja sogar Stress und Empathetic- oder Empathic-Distress wäre so mitfühlende Sorge, ne?

00:22:53: Da hört man schon diese Wucht raus von dem, was du grad beschrieben hast.

00:22:57: Weil wir kamen auch grade an der Gedanke, ob sie im Business-Kontext oder im Arbeitskontext dann eigentlich wichtig ist eher, diese kognitive Empathie zu haben.

00:23:06: Weil ich denke mir gerade zu einer Situation vor.

00:23:08: Die weibliche Führungskraft sieht den männlichen Kollegen fragt, was ist los?

00:23:12: Und dann sagt er, ich würde grad verlassen und wenn die da natürlich voll mit reingeht ... Wenn die sagt so ja das kenne ich auch!

00:23:18: Ich fühle das grade voll.

00:23:20: Dann bist du auf einmal in einem Schlingerkurs unterwegs.

00:23:23: also würdest du sagen dass sich die Berufswelt und die emotionale Empathie, die du gerade beschrieben hast vertragen?

00:23:31: Pauschal Antwort Ja Aber Also ich glaube das auch Zum Beispiel, ich geh an meinen Mitarbeitenden vorbei und gucke da hin.

00:23:39: Und ich sehe einfach nur, dass die Person gerade bestimmte Anzeichen zeigt von ... Die ist in Sorge, die ist in Trauer oder in Wut oder so was.

00:23:49: Deswegen glaube ich, dass das nicht nur über die kognitive Verarbeitung zu machen sondern eben auch die Intuition quasi diese unbewusste Mustererkennung darin zu haben.

00:23:59: Glaub ich eine super wichtige Fähigkeit ist um überhaupt erst mal zu erkennen wie fühlen sich unsere Mitarbeiterinnen grade?

00:24:05: Aber ich glaube, dass es dann eine extrem gute Kompetenz darin braucht sich emotional davon abzugrenzen.

00:24:11: Also sozusagen kann das sehen die Emotionen kommt.

00:24:13: und jetzt kann ich aber sofort sagen ist nicht Mainz blockierig oder packe ich an einen Punkt wo ich sage es nimmt mich nicht ein.

00:24:20: also emotionale Empathie ohne ne sehr gute Emotionsregulation ist für die Arbeitswelt halt super schwierig.

00:24:27: aber ich würde sagen gar keine emotionale empathie ist auch super schwierig.

00:24:31: Also wenn, dann sollte man halt beides zusammen trainieren und sagen ich trainiere meine emotionale Empathie.

00:24:37: Und gleichzeitig den Umgang mit den Emotionen die das auslöst.

00:24:40: weil was wir natürlich in unserer Gesellschaft ja eigentlich haben ist dass das Thema Führung oft mit dem Aspekt des Denkens assoziiert wird.

00:24:47: also Wir bringen Menschen sehr viel bei, wie sie gut denken.

00:24:52: Wir bringen ihnen aber überhaupt nicht bei ... Wie sie gut fühlen!

00:24:55: Also das holen die sich dann im Prinzip so auf dem zweiten Bildungsweg in der Regel über Therapien und Coachings oder Meditation wieder rein?

00:25:01: Aber dass du in der Schule mal ein Kurs hättest, wo jemand beibringt, okay, wie geh ich mit Gefühlen umgibt's ja gar nicht.

00:25:06: Dann könnte ich mir vorstellen also ah wenn man interessant deinen Blick drauf zu hören was du denkst was es mit der Arbeitswelt macht.

00:25:12: Und B ist natürlich die Frage, sind dann viele Menschen vielleicht sogar davon abgeschreckt sich empathisch auf der Arbeit zu geben?

00:25:17: Weil sie ihr Leben lang trainiert werden darauf eigentlich mehr mit dem Kopf zu arbeiten als mit dem Bauch.

00:25:23: Deswegen was sind so deine Gedanken dazu?

00:25:24: Richtig großes Fass!

00:25:27: Also super Thema.

00:25:29: also ich würde tatsächlich an einer anderen Stelle kurz ansetzen weil das glaube ich das grundlegende Problem ist und zwar... Das ist mir super lange nicht bewusst gewesen Type A Hustle-Kontext, wo ich mein ganzes Leben lang auch gesagt hab.

00:25:45: Der Intellekt ist das absolut wichtigste und nur der scharfe Verstand.

00:25:49: Und so Team Fortress II Zitat ... Professionals don't have feelings, Professionales have standards.

00:25:55: Gefühle sind vollkommen unwichtig für das professionelle.

00:25:57: Das kannst du vielleicht wenn du Gedichte schreibst zu Hause machen aber nicht bei der Arbeit.

00:26:02: Was für mich halt eine super wichtige Erkenntnis war, dass ich durch diesen Prozess sehr stark den Kontakt zu meiner eigenen emotionalen Wahrnehmung verloren habe.

00:26:11: Und das heißt, ich hab einen Skill... Also der Hauptskill, den ich in den letzten sechs Jahren überhaupt erst mal aufgebaut hab ist emotionale Alphabetisierung.

00:26:20: also überhaupt erstmal zu sehen was geht eigentlich gerade in mir vor?

00:26:24: Was passiert da?

00:26:25: Warum fühlt sich das in meinem Körper grade so komisch an und nicht sozusagen so ja es aber kein Gedanke kann weg sondern das einordnen zu können und erstmal zu seh'n was passiert in mir?

00:26:34: Vorher würde ich behaupten, es emotionaler Empathie gar nicht möglich.

00:26:38: Also so lange ich nicht Kontakt zu meinen eigenen Emotionen ab kann ich auch nicht richtigen Kontakt zu den Emotions eines anderen kriegen.

00:26:45: und das ist natürlich dann eben genau das Ding dass es momentan also wir weiß ja auch Wir haben einen Trend, dass sich das jetzt gerade davon weg entwickelt, dass wir nur die kalten kalkulierenden Führungskräfte oben haben.

00:26:56: Das weicht ja immer mehr auf.

00:26:59: Aber das klassische Bild von Führungskraft ist ja eben durch diese Effizienz und dieses Kalkül und so ausgeprägt.

00:27:05: Und die Frage ist, ob die meisten Führungskräfte, die eben so verstandesdominiert sind überhaupt in der Lage wären, emotionale Empathie zu entwickeln?

00:27:14: Weil eventuell die eigene emotionale Wahrnehmung schon so verkümmert ist dass sie diese Fähigkeit gar nicht anwenden könnten selbst wenn sie es wollten!

00:27:21: Das ist glaube ich die große Frage die dahinter steckt.

00:27:24: Kann ich das überhaupt?

00:27:26: Natürlich, klar.

00:27:27: Wir sollten die Frage vorwegnehmen, macht es Sinn, das zu trainieren, bevor wir Leuten sagen, ihr macht das mal.

00:27:32: Aber ich glaube auch, dass das ein großes Hindernis wird.

00:27:34: Dass wir schön sagen können, ja, die Arbeitswelt von morgen braucht mehr Empathie und emotionale Zuwendung, wenn wir aber einen großen Teil der Bevölkerung haben ... Da muss man schon sagen, da haben Männer ein hartes Defizit gegenüber Frauen.

00:27:48: Dann ist die Frage wie setzen wir das um?

00:27:50: Ist das möglich?

00:27:51: Ja, ich hab grad so dran gedacht.

00:27:52: Ich hab mal mit einem Analysten einen Podcast gemacht und dann ging's ums Thema Denken versus Fühlen.

00:27:57: Dann meinte ich ... Glaubst du nicht auch ans Fühlen?

00:28:00: Man meint ja, das was man so gut Feeling nennt.

00:28:02: Das ist für mich Logik, die mein Körper quasi ... Mein Gehirn hat aus dem Unterbewusstsein schon Informationen aufgenommen, die meinen Bewusstsein noch nicht verarbeitet hat.

00:28:11: So nach dem Motto Gefühl ist es für mich unverarztes Denken.

00:28:17: Ich fand das unglaublich pervertiert auf eine Art.

00:28:19: Aber wenn man in dieser Sphäre klingt, natürlich hat's gewisse Logik.

00:28:24: Das is manchmal das Niveau, auf dem wir reden über das Gefühlreden.

00:28:28: Und ich kam genau in den gleichen Punkt, dass ich mich so gefragt habe.

00:28:31: Na ja wenn wir in einer patriarchal dominierten Welt noch immer sind also die endet ja gerade wird der eine andere überführt Dann heißt natürlich eigentlich die Erwartung naheliegend, dass dann viele Führungskräfte eher unempartisch sein dürft vermutlich.

00:28:46: Weil sie eher mit höherer Wahrscheinlichkeit männlich sind und die wiederum in ihrer Entwicklung sozusagen diesen Trade gar nicht ... Ist ein bisschen wie wenn du Boni gibst für Verhalten A, aber nicht für Boni verfallten B. Und so ist es ja eine.

00:28:59: männliche Produkte wird wahrscheinlich leider oft gewesen.

00:29:02: Deswegen gehe ich der Vermutung nach das ... Empathie dann in Führungsrollen oft Problem sein dürfte, ist das so?

00:29:08: Also kann ich auch nur vermuten würde ich aber eben stark von ausgehen.

00:29:12: Dass es tatsächlich so ist dass wenn ich jetzt eben so eine Führungskraft sage ja jetzt sei einfach mal empathisch da dass das nichts einfach ist mit dem achsoja dann mache ich das sondern das ist halt wirklich Auch auf so einer Persönlichkeits-Ebene, weil Emotionen überhaupt ein Stellenwert beizumessen.

00:29:29: Überhaupt erst mal zu sagen das ist was Wichtiges denn so funktioniert unser Gehirn ja, use it or lose it.

00:29:34: also wenn du dir die ganze Zeit beibringst Emotions sind nicht wichtig kann ich ausblenden.

00:29:38: dann blendet unsere Gehirne diese Sachen halt auch aus soweit es das halt kann als es wird halt unterdrückt.

00:29:43: Es ist ja nicht so dass Menschen die keinen emotionalen Kontakt haben diese Sachen nicht wahrnehmen sondern das staut sich halt einfach nur auf und da machen wir halt unsere Therapie Mittevierzig dass dann irgendwann nicht mehr klappt, das alles zu unterdrücken.

00:29:55: Und ich glaube auch und das ist nämlich auch ein weiteres Hindernis, dass ich sage versuchen mal jemanden der den Stellenwert von Emotionen gar nicht fühlen kann weil er selbst diesen Kontakt gar nicht hat überhaupt erst einmal beizubringen, dass es wichtig ist.

00:30:07: also bevor ich diesen Kontakt hatte hättest du bei mir voll gegen eine Wand reden können wenn du gesagt hast emotion sind super wichtig weil ich denke gesagt hätte so ja toll weiß ich nichts von funktioniert ganz super ohne und geht alles über kognitive Empathie.

00:30:20: Ich kann sehen, die Person ist traurig, dann schlage ich in meinem inneren Buch nach was mache ich bei Traurig?

00:30:24: Ja er kann nach Hause gehen oder so.

00:30:26: Das ist aber nicht Empathief!

00:30:30: Und wie kann man das lernen wenn jetzt Menschen sich in der Situation genau wiederfinden, die du gerade beschrieben hast?

00:30:35: Also ich überlege grade ob ich eine Antwort darauf habe, die über einige Jahre Psychoanalyse hinausgeht.

00:30:41: Also ich würde tatsächlich sagen, wenn man wirklich massiv chronisch abgekapselt ist von seiner eigenen emotionalen Wahrnehmung.

00:30:49: Ist zu sagen Ich fühle jetzt mal mehr glaube ich schwierig.

00:30:53: also da würde ich schon sagen entweder ein Coaching was speziell darauf ausgelegt ist oder eben eine Therapie Form wobei da eben glaube ich die Psychoanalysen und die Tiefenpsychologie wesentlich mehr daran arbeitet als an der als die Verhaltenstherapie denn es ist ja nichts auf der verhaltensebene angelegt das ist ja etwas auf auf der grundsätzlichen Einstellungsebene.

00:31:13: Ich kann mir aber vorstellen, das allein zu erkennen, dass es eine Wichtigkeit hat und dem mehr Stellenwert zu geben.

00:31:21: Ich vergleiche das immer mit Träumen oder sagen wenn ich meinen Träum keine Bedeutung beimeschein, wache ich morgens auf, das verdrängig?

00:31:28: Und dann habe ich das Gefühl, ich träume nie!

00:31:30: Wir wissen ja aber faktisch, dass wir alle träumen permanent.

00:31:34: Es ist halt nur die Frage ob wir uns erinnern oder nicht.

00:31:36: Und wenn ich anfange zu sagen, meine Träume sind mir wichtig.

00:31:39: Ich lege mir ein Blatt Papier neben das Bett und sage, ich möchte gehen morgen meine Tröme aufschreiben?

00:31:44: Dann dauert es vielleicht zwei, drei Tage aber dann kommt das auf einmal.

00:31:47: Je länger ich das mache, desto mehr merkt das Gehirn, aha!

00:31:51: Das ist wichtig für mich.

00:31:52: jetzt leg ich da wieder einen Fokus drauf.

00:31:53: Ich kann mir gut vorstellen also eben auch aus persönlicher Erfahrung je mehr Bedeutung ich mal in Emotionen beimesse, destso mehr krieg' ich den Kontakt dazu Aber das ist halt nicht ... Also, dreißigvierzig Jahre Erziehung machst du halt nicht in zwei Wochen rückgängig.

00:32:07: Es ist ein Prozess wo man sich darauf einstellen kann.

00:32:09: da bin ich jetzt eventuell auch ein paar Jahre beschäftigt!

00:32:12: Ich hatte gestern gerade so eine Situation als saßen wir am Tisch und dann ging es um die Essensbestellungen Und dann meinte er kommt jetzt wieder und bestellt sich lauter Sonderlocken und dann guckte mich die andere an meinte So ach hast du so viele Probleme?

00:32:22: Eigentlich habe ich nur eine Allergie Walnuss und das Rest ist okay.

00:32:25: Ah ja, okay.

00:32:26: Und dann meinte der erste Gesprächspartner so naja ich kann mich selber nicht so einfühlen weil ich habe sowas überhaupt nicht und deswegen kann ich damit... hat das für mich sozusagen auf dem Radar nicht so einen Platz?

00:32:35: Ja aber verstehe natürlich dass den Leuten wichtig ist und soweit da will auch keiner zu ihr umkipps.

00:32:40: So und es war ein typisches Beispiel von jemanden der etwas kennen wir vielleicht alle.

00:32:45: Wir haben uns immer gefragt, was haben die denn alle mit ihren Rückenschmerzen?

00:32:48: Ist doch alles fit.

00:32:49: Bist du da ein Hexenschuss hast und dann sitzt du da und denkst, das haben sie mit dir drückgeschmerzt!

00:32:53: Also dieses ... Wenn ich es nicht fühle, existiert's für mich gar nicht.

00:32:57: In meiner Welt gar nicht da.

00:32:59: Das wäre wahrscheinlich eher so diese emotionale Empathie.

00:33:02: Das haben ja manche Menschen, dass die sagen, ich versteh gar nicht, okay, die hat sich von ihrem Freund getrennt.

00:33:07: What about it?

00:33:08: Weißt du, was ich meine.

00:33:10: Im Feld ist genau in diese Sparte, dass das so ein Erziehungsding ist und man es auf dem Weg nachholt.

00:33:15: oder gibt's dann einen anderen Pfad, wenn ich Sachen erst empathisch mitkriegen kann, wenn die selbst mal erlebt haben.

00:33:21: Also ich glaube, dass tatsächlich der eigene Referenzrahmen auch ganz viel mit rein spielt.

00:33:25: Ich kann es ja auch mit der Intuition so... das basiert ja alles auf Erfahrung!

00:33:29: Das heißt wenn ich eine Situation niemals erlebt habe.

00:33:32: also wir haben jetzt natürlich wieder dieses Ding mit Kognitive und emotionaler Empathie.

00:33:36: Um emotionale Empathy ausüben zu können brauche ich eigentlich nicht den Referenzraum.

00:33:41: Ich sehe einfach wie jemand fühlt Dadurch, dass ich die Emotionen kenne.

00:33:46: Das ist wieder eine Grenze.

00:33:47: Wenn ich noch nie traurig bin ... Aber das ist eher der seltenste Fall, dass man noch nicht trauriger war.

00:33:55: Solange man die Emotion kennt kann man sie emotional nachvollziehen, wenn der Kanal offen ist und die Wahrnehmung da ist.

00:34:03: Die cognitive Empathie ist dadurch durch unsere Fähigkeit zur Perspektivübernahme begrenzt.

00:34:09: Wobei ja nicht unbedingt notwendig ist, dass ich exakt die Erfahrung gemacht habe.

00:34:13: Sondern ich kann auch so ein bisschen extra polieren aus.

00:34:15: Ja Ich weiß wie das ist eine Angehörigen zu verlieren.

00:34:17: dann kann ich mir...ich kann mich annähern an die Vorstellung Wie es ist zum Beispiel einen Kind zu verliern oder so Auch wenn mir das nicht passiert ist wobei das natürlich nicht bedeutet ich kann Es tatsächlich nachvollziehen.

00:34:28: wir können niemals.

00:34:29: aber das ist auch so wir können Niemals hundertprozentig Nachvollziehen was jemand anders gerade empfindet.

00:34:35: Ja, ich denke, ich hab das mit Hunden zum Beispiel.

00:34:37: Ich kann nicht richtig nachempfinden, wie intensiv fühlt sich's für jemand an, wenn der seinen Hund verloren hat?

00:34:42: Also ist es bei dem wie so ein drittes Familienmitglied zur Partnerin oder ... Ist es irgendwie so?

00:34:48: auch schade?

00:34:49: Aber na ja, ich kaufe einen neuen.

00:34:50: Das ist z.B.

00:34:52: so ein Case-Thema-Verlustkennig.

00:34:55: Thema Tier, welche emotionale Bindung hat das bei dir?

00:35:00: Kann ich gar nicht so nachempfinden!

00:35:01: Und da ist eben das Problem nicht, dass du ... nicht nachempfinden kannst, wie es ist ein Hund zu verlieren.

00:35:06: Du könntest dir vorstellen, wenn du einen Hund hättest und würdest den verlieren was du dir in der Situation nicht vorstellen kannst so eine intensive Verbindung zu einem Tier haben, dass dieser Verlust halt so stark ist Und das ist eben auch etwas sehr Persönliches, die Bindung dann halt nachzuvollziehen.

00:35:23: Ich glaube da ist auch ne ganz große Wechselwirkung zwischen emotionaler und kognitiver Empathie.

00:35:28: Wenn ich das zum Beispiel für mich gar nicht so is dass es für mich super schlimm ist, wenn man einen Hund verliert.

00:35:32: Ich sehe aber wie traurig die Person ist und wie sie leidet.

00:35:35: Dann erweitert das ja auch mein Weltwissen, da ist eine Person, die so emotional mit dem Gefühl auf den Reiz jetzt reagiert.

00:35:42: Und dann kann ich das besser nachvollziehen ohne, dass ich selbst in der Situation gewesen bin.

00:35:47: Aber dieses ganze cognitive Empathie-Ding erfordert eben die Fähigkeit der Perspektivübernahme.

00:35:52: Also, es is einer der Kernskills ... Das fand ich super!

00:35:57: Als ich damals an die Realschule erst mal gegangen hab, wie hoch da eigentlich der Stellenwert in einer Literaturwissenschaft ist.

00:36:03: Dass wir sagen, wir machen das nicht damit die Leute Kurzgeschichten lesen können oder so sondern damit die Empathie entwickeln.

00:36:09: Damit ich lese eine Kurzgeschichte und ich versetze mich in die Person rein Perspektivübernahme ist ne Textsorte Die die tatsächlich teilweise schreiben.

00:36:17: Also dass sie sagen Wie is es denn wenn ich diese Person wäre?

00:36:20: Und das ist aber ein Skill der angebahnt werden muss und Ich glaube tatsächlich Das ganz vielen Leuten da schon Die Fähigkeit fehlt wirklich zu sagen, ich denk mich jetzt mal nicht nur in ... Wie wäre ich?

00:36:32: In dieser Position.

00:36:33: Sondern wie wäre ich in der Person?

00:36:36: Wenn ich diese Vorleben und Interessen hätte und nicht einfach nur mir würd das nix ausmachen, sondern mir würde es aber was ausmachen wenn ich du wäre!

00:36:43: Das ist eine andere Form von Perspektive übernommen.

00:36:46: Ja, spannend.

00:36:48: Sag mal, wenn wir uns Menschen zuhören und sich fragen, wie so ne Umgebung aussieht, in der mit Charisma und Empathie gearbeitet wird Weil es ist ja gerne manchmal so, dass man reingepizt mit anfassen wird ja nichts auf die Straße gebracht.

00:37:00: Gerade in kritischen Zeichen muss man auch mal durchziehen.

00:37:03: Mhm!

00:37:04: Also sind wir wieder bei unserer patriarchalen Haltung?

00:37:07: Wie sieht denn eine Arbeitswelt aus, in der man charismatisch als Führungskraft ist und empathisch miteinander umgeht?

00:37:14: Du meinst du, als Zukunftsvision wie könnten wir uns einen Arbeitsplatz vorstellen an dem das so wäre?

00:37:18: oder jetzt ...

00:37:19: Ja, als Ideal halt ne?

00:37:20: Oder wenn man das mal integriert, uns zu denken.

00:37:26: Wir haben ja dieses Schlagwort aus den letzten drei Jahren Ambiguitätstoleranz.

00:37:34: Der Mensch ist so unglaublich robust gegen Differenzierung, also ein Thema wirklich als grau zu betrachten und nicht als schwarz-weiß dass wir sagen Ja gut klassisch patriarchale Führung.

00:37:48: Wir haben eben Autorität und Orientierung, Struktur ... Das läuft alles so!

00:37:52: Und dass sofort diese Angst ist wenn wir jetzt sagen ja emotionale Fühlung das es dann heißt ja genau was du gerade sagtest?

00:37:58: Wir machen alle morgens erst mal ein Stuhlkreis und halten uns bei den Händen und singen Kumbaya und danach geht dann jeder in sein Bällebad und darf mit Bauchklötzchen seine Arbeitsdingens gestalten.

00:38:10: Das ist ja sofort die Panik, die kommt.

00:38:12: Dass wir die ganze Zeit alle nur noch am Heulen sind und keine Ahnung irgendwie ... Mach's jetzt diese Aufgabe!

00:38:19: Und du willst das nicht?

00:38:20: Dann schmeißt du dich auf den Boden und lässt deine Wut raus oder so was.

00:38:23: Das is ja nicht die Situationen, die wir haben oder auch haben wollen.

00:38:28: Sondern es geht tatsächlich um den regulierten Umgang.

00:38:33: Was ich als Vater selbst über die Erziehung lernen musste, dass ich sehr streng und autoritär klassisch erzogen wurde, zumindest von väterlicher Seite.

00:38:43: Und als ich selbst angefangen habe in meine Vaterrolle zu wachsen auch gesagt Ich lehne das erstmal kategorisch ab und hab gesehen es funktioniert halt überhaupt nicht.

00:38:52: also einfach nur auf Kompromiss- und Augenhöhe und so nonstop geht halt einfach nicht, weil Kinder eben auch Orientierung brauchen.

00:39:01: Also die brauchen eben auch Grenzen.

00:39:02: eine Erziehung ohne Grenzen ist zumindest meines Erachtens halt gar nicht möglich.

00:39:06: das heißt da auch mal zu sagen hier bestoppt bis dahin und nicht weiter es etwas was für Kinder meines erachtens wichtig ist aber glaube ich auch für ohne dass jetzt so auf diesen Erziehungs-Ebene zu packen auch für Mitarbeiter glaub ich wichtig ist das da auch meine Führungskraft sagt und so das ist jetzt die Linie und hier wird jetzt gerade nicht diskutiert sondern das muss jetzt gemacht werden Und ich sehe da überhaupt kein Widerspruch, dass man das miteinander vereinbaren kann.

00:39:29: Dass man sagt wir machen es nicht verweichlicht sondern wir machen's emotional offener.

00:39:34: Wir sind noch ganz weit davon entfernt, hier ist jetzt und hier ist emotional verweiglicht und nur noch auf ... Man darf gar nichts mehr sagen!

00:39:44: Und wir haben noch so viel Platz dazwischen um Kompromiss zu finden.

00:39:48: Lass uns doch auch noch mal auf das Thema mit dem Rollenkonflikt eingehen.

00:39:51: Wir hatten ja, ich finde schon mal so angerissen ... dass es manchmal gar nicht einfach ist, was wir gerade beschrieben haben.

00:40:00: Empathisch sein und auch mit Charisma zu Werke gehen.

00:40:04: Wenn man auf der einen Seite eine berufliche Hierarchie hat und auf der anderen Seite sozial auf Augenhöhe agieren möchte?

00:40:10: Man könnte sogar zuspitzen!

00:40:12: Man kann sich die Frage stellen... Kann man miteinander befreundet sein, wenn man in einem Hierarchie-Verhältnis ist?

00:40:18: Ich kenne Führungskräfte, die sagen mit Mitarbeitenden bin ich auf keinen Fall befreündet.

00:40:23: Kommt mir nicht in die Tüte und dann sagen andere ... Es gibt ja Lustige, dass Startups gerne mal so wie eine Gründungsfamilie sind wir hier.

00:40:31: Das ist extrem, was schon wieder schwierig finde, weil ne Familie hat ganz andere Werte als Freunde zum Beispiel oder auch als Kollegen.

00:40:38: Also Unisex-Freundinnen, KollegInnen.

00:40:40: Aber mal die Grundfrage zu stellen ... Wie verhalte ich mich?

00:40:43: Wenn ich empathisch sein will, ist aber eine Hierarchie gibt.

00:40:46: Ich gleichzeitig auf Augenhöhe mir begegnen möchte.

00:40:48: Hast du ja selber gesagt, mit Leiden ist übergeordnet und fühlend ist es auf Augenhör bis hin zur Frage.

00:40:54: kann man miteinander gut befreundet sein wenn man in so einer Lage ist.

00:40:57: Ich finde allein durch wie du die Frage gestellt hast weißt du halt super offen Problemen hin.

00:41:03: was wir noch haben dieses Ding das wir sagen Die Rolle Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist so distanziert definiert, dass wir es mit der Rolle von Freundschaft vergleichen müssen um überhaupt diese Emotionalität in das Rollenkonzept mit reinzukriegen.

00:41:20: Also ich glaube nicht, dass der Sinn der Sache ist zu sagen Wir geben diese Rollen auf Und sagen ja du bist gleichzeitig freund und vorgesetzter.

00:41:30: also Ich glaube dass wir an einen Punkt kommen an dem wir soziale rollen neu aus Differenzieren neu ausdefinieren müssen, um zu gucken was ist dann eventuell ein kollegiales Verhältnis?

00:41:40: Was auf Augenhöhe stattfindet aber nicht eine Freundschaft ist.

00:41:44: Also ich glaube wir haben diese Rolle noch gar nicht definiert das so trennen zu können weil das bis jetzt halt noch nie die Notwendigkeit war weil wir gesagt haben Wir haben dieser eine strikt abgegrenzte rolle Arbeitnehmer und dieser eine strickt abgegrenzte Rolle meine persönliche im privaten Leben mit meinen Freunden zusammen und dass wir sagen, wir müssen die Grenzen ein bisschen aufweichen.

00:42:05: Wir müssen gucken wie ist eigentlich der moderne Arbeitnehmer definiert?

00:42:09: Wo wir jetzt eben auch das mit den neuen Bedürfnissen der Gen Zee haben, die ja ganz andere Bedürfe an den Tag legen als jetzt die Generationen davor.

00:42:16: Dass sie sich einfach mit dieser vor fünfzig-sechzig Jahren definierten sozialen Rolle des Arbeitnehmenden nicht mehr anfreunden können.

00:42:26: Deswegen würde ich gar nicht sagen, dass... Also ja klar.

00:42:29: Es ist durchaus auch möglich, dass man sagt, man ist Kollegen und man befreundet vielleicht noch im privaten Bereich und kann das irgendwie trennen.

00:42:35: Würde aber eben sagen, der erste Punkt erstmal ist diese Arbeitnehmer-, Arbeitgeberrollen ein bisschen neu zu definieren vor dem Hintergrund unserer modernen Gesellschaft.

00:42:45: Um auf die Frage einzugehen können wir diese Rollen beide haben?

00:42:50: Ich glaube tatsächlich, dass wir gerade diese große Schwierigkeit haben Wie definiere ich meine Rolle, wie nehme ich die ein?

00:42:57: Und wenn ich gar nicht weiß was meine Rolle Arbeitnehmer eigentlich ist.

00:43:00: Auch zufriedenstellen auch sinnstiftend!

00:43:02: Dann kann ich die Rolle glaube ich gar nichts trennen von Freund und Freundin... ...und dann kriege ich halt ein Problem Wenn ich ganz klar weiß das ist die eine Rolle, dass es die andere, dann krieg' ich das glaube ich auch getrennt.

00:43:12: Aber soweit sind wir glaube ich gerade nicht weil alles so bisschen bröckelt.

00:43:17: Das macht natürlich Angst.

00:43:18: aber da ist auch super viel Potenzial drin.

00:43:21: Ich hab von euch zu gesagt, Schlagwort so und so ist spannend.

00:43:24: Hab ich gedacht was ein komisches Begriff eigentlich?

00:43:26: Schlag-Wort als wenn man jemanden mit einem Wort schlagen würde!

00:43:30: Und ich denke jetzt auch gerade beim bei den Worten ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen drüber nach ... Da steckt ja schon Hierarchie im Begriff drin.

00:43:39: Also der eine gibt dir Arbeit, er ist der Gebende und der andere ist der Empfangende, der Nähmende.

00:43:44: Damit bist du ja sozusagen schon straight gar nicht in der Lage eigentlich dich auf Augenhöhe zu begeben weil ich steh ja über die.

00:43:50: ich gebe dir etwas was du nicht hast was du nur durch mich bekommst und ich nehme es kannst natürlich auch irgendwie wieder hier und da verzerrendes Bild.

00:43:56: Aber da steckt schon ein Begriff drin, dass diese Logik dahintersteckt.

00:44:03: Ich

00:44:03: bin kein Freund davon, Sprache zu normieren oder Sachen umzudefinieren, damit es quasi eine ... Außer im Gender-Bereich, da bin ich voll dabei, aber eben versuchen einen sozialen Wechsel zu forcieren, indem wir erst mal die Sprache anpassen und gucken, ob sich das nachentwickelt.

00:44:20: Deswegen ist das jetzt kein ernstgemeinter Vorschlag Das sozusagen.

00:44:24: Aber eigentlich geht es ja auch darum, dass wir sagen, wir haben auf der einen Seite einen Arbeitgebenden Menschen und auf der anderen Seite einen arbeitnehmenden Menschen, sodass wir sagen die Definition ist nicht ich bin der Arbeitgeber und identifiziere mich dadurch das sich die Arbeit gebe sondern Ich bin halt in erster Linie ein Mensch damit ihr auf Augenhöhe in Kontakt kommen möchte Und natürlich gebe ich dir auch Arbeit aber das ist eine Funktion die ich habe und nicht eine Identität und dass das mehr auch in unsere Rolle reinkommt, dass ich da hingehe und sage so wir sind erstmal Menschen.

00:44:52: Und dann kommt die Hierarchie natürlich noch dazu.

00:44:54: Ich bin weisungsbefugt und sowas alles.

00:44:56: aber eben trotzdem, dass wir im Hinterkopf haben diese Autorität überschreibt nicht die Tatsache, dass du ein Mensch mit Bedürfnissen bist.

00:45:04: Hast du dir im Bereich Empathie schon mal das Militär angeguckt?

00:45:07: Weil es gibt einen merkwürdigen Effekt dort.

00:45:10: Da ist der Begriff Hierarchia erfunden worden, also die hierarchischste Form der Organisationen, die's gibt und gleichzeitig gibts generele oder Redelsführer oder wie immer die Rolle heißen mag wo ja wirklich andere Soldaten für die Leute bereitwillig in den Tod gehen.

00:45:28: Also für deinen General weil ... Es ist ganz ulkig, dass da so eine Form von Empathie und Verbindung herrscht.

00:45:35: Obwohl es dieses Stärkestruktur gibt ... Und die Rollen sozusagen Lasersharp abgetrennt sind voneinander.

00:45:42: Geh ich jetzt ein bisschen aus meiner Expertise raus?

00:45:45: Aber ich hab da tatsächlich schon mal ... Kann mich allerdings grade nicht erinnern in welchem ... Doch!

00:45:51: Meinem Kollegen hatte ich darüber gesprochen, der gerade sowas wie Obrigkeits-Hörigkeit dazu definiert hat.

00:45:57: Ich würde ... ohne jetzt jemandem zu nahe treten zu wollen.

00:46:01: Aber ich glaube, dass diese Form von Ich würde für den Sterben nichts mit Empathie zu tun hat an der Stelle.

00:46:08: Also es ist ja unfreiwillig an dieser Stelle.

00:46:10: Ich kriege einen Vorgesetzten, den ich mir nicht ausgesucht habe aber dieses Ding... ...ich habe jemanden, der mir vorgesetzt ist.

00:46:16: Ich bin von dieser Person in einer gewissen Abhängigkeit.

00:46:20: Ich kann mich nicht frei verhalten und sich dann bedingungslos unterzuordnen.

00:46:25: also dieser Drang sich zu unterwerfen und eine Person zu haben, die für einen die Entscheidungen übernimmt.

00:46:30: Wo ich sage, ich muss nichts mehr tun außer für diese Personen bedingungslos zu sterben Und alle anderen Entscheidungen werden mir abgenommen ist und das ist glaube ich eben auch problematischerweise auch in der freien Wirtschaft In unserem menschlichen Natur verankert.

00:46:43: also dass wir sehr schnell dazu gehen uns oberigkeiten unterzuordnen und dann auch Dinge zu tun die eigentlich unseren moralvorstellungen widersprechen.

00:46:51: Ja, ich erinnere mich lustigerweise an so eine militärische Situation.

00:46:54: Ich war für die Bundesregierung im Verteidigungsministerium und traf den Obergeneralinspektor der Bundeswehr.

00:47:00: Das ist der höchste Soldatenrang, den es gibt in Deutschland.

00:47:03: Und dann haben wir so unseren Chit Chat gemacht bevor der Podcast losgingen.

00:47:06: Und ich frag halt immer, das wäre wie Dutzend?

00:47:08: Es ist okay!

00:47:09: So der erste, der gesagt hat nee... ...und es war ganz witzig weil ich habe Herr Top-Minister gehabt und gesagt

00:47:15: ja klar, das machen wir uns kein Thema.

00:47:17: weil sie natürlich auch dadurch Nahrbarkeit herstellen wollen vom Amt.

00:47:20: Aber ich hab's halt ganz intensiv gemerkt, das war halt für den ... Du warst noch ein Professor dabei eher und ich so.

00:47:27: Da hat der Professor gesagt, ihn würd ich nie mehr zu duzen.

00:47:29: Dich tut sich über ihn nicht!

00:47:31: Und das hast du halt verstanden?

00:47:32: Dass diese Rollentrennung an der Bezeichnung auch aufhängt.

00:47:36: Und dass das sozusagen eine Klarheit auch rein gibt in das Verhalten untereinander.

00:47:41: Auf die Frage, auf die ich jetzt hinsteuern will ist Das ganze Thema mit Charisma, ich führe empathisch.

00:47:47: Wie ist das mit dem Thema Siezen?

00:47:49: Weil da gibt's ja durchaus Grabenkämpfe in der Wirtschaft so.

00:47:51: Oldschool sagen sie, nee hier wird gesiezt und aber manchmal nehmen sie dann sogar die Krawatte ab und sagen Ich biete immer dass du an, es ist ja so ein Klassik.

00:47:58: Also mein Impuls den ich da gerade noch zu hatte, ich weiß nicht glaub kann jetzt totalem Fettnäpfchen sein Aber war es Band of Brothers oder so?

00:48:06: wo dieses Zitat is?

00:48:07: Wir salutieren nicht der Person wir salutieren dem Rang Wo ihm gesagt wird, es geht hier auf das Grüßen und der Respekt ist nicht gegenüber dem Menschen, der dahinter steht.

00:48:15: Sondern gegenüber der Position, die bekleidet wird.

00:48:17: Und diese Person würde ich jetzt mal sagen über seine Definition auch, ist in der Situation wo er mit dir geredet hat vollkommen identifiziert mit der Position in der Hierarchie, die er hatte.

00:48:29: Da passt das einfach nicht rein.

00:48:30: Die Rolle ist definiert durch die soziale Distanz.

00:48:35: Ich hab ganz viele Leute aus einem militärischen Bereich, die mir das immer wieder sagen, dass sie sagen ... Leben auf dem Spiel stehen.

00:48:41: Denn brauchst du diese klaren Strukturen und Hierarchien?

00:48:44: Man kann jetzt lange darüber diskutieren, ob die Strategie, also die Hierarchie, die du auf den Schlachtfeld hast notwendigerweise auch jeden Bereich dieses Berufs durchziehen muss.

00:48:52: Aber es ist natürlich einfacher denn die Rollen so trennen und nicht in Diskussionen zu verfallen wenn's ernst wird.

00:48:58: Deswegen glaube ich dass Militär ein ganz ganz spezifischer Bereich ist Und ich meine Ich bin ja selbst auch militär Sohn.

00:49:04: Also mein Vater ist oberes Leutnant gewesen.

00:49:05: das heißt ich kenn diese Schwierigkeiten in der Trennung dieser beiden dieser Welten.

00:49:11: Und ich glaube, da kommen wir nämlich auch wieder da rein, dass da nämlich dann die Schwierigkeit ist... Da habe ich die soziale Rolle und die ist klar getrennt!

00:49:17: Wenn ich nach Hause gehe, gehe ich aber daraus und bin in meiner sozialen Rolle des Vaters oder des Freundes oder so.

00:49:26: Das ist glaube ich etwas was wir eben noch auszuhandeln haben dieser fließende Wechsel zwischen den sozialen Rollen.

00:49:33: wenn wir eben darüber reden wie definieren wird das Ganze?

00:49:36: Was jetzt das Siezen angeht habe ich keine pauschalen Antwort drauf.

00:49:42: Also, Ich würde sagen das duzen uns ist dass siezen ist was was symptomatisch für die rollen definition steht und dann quasi Automatisch mitkommt wenn wir geklärt haben Was erwarten wir eigentlich von den rollen?

00:49:54: Das siezen is ja im wesentlichen mittel um distanz zu schaffen auch auf sprachlicher Ebene.

00:49:59: Solange ich nicht in der lage bin Auf einer persönlichen emotionalen Ebene diese distance zu halten Ist es siezen und duzen halt auch nur.

00:50:08: Also, wenn ich dir jetzt das Duo anbiete als Banker und bin aber die ganze Zeit noch in meiner Rolle da drin ist es halt auch Banane.

00:50:14: Er schafft nicht wirklich Nähe, er suggeriert nur was.

00:50:18: Ja deswegen ist das tatsächlich eine Frage mit der ich mich noch gar nicht intensiver befasst habe weil das halt eben wieder versuchen die Fassade anders anzustreichen wenn das Haus dahinten aber eigentlich marode ist.

00:50:29: also das ist glaube ich nicht das Hauptproblem und ich glaube auch zu sagen ja wir bieten jetzt das duo an und dadurch wird es nahbarer Auch nicht wirklich das Problem löst.

00:50:37: Ich hab ja auch gerade mal geguckt, wie viele Kulturen es eigentlich gibt in denen quasi geduzt oder gesießt wird.

00:50:41: Im Englischen hast du's jetzt zum Beispiel gar nicht!

00:50:43: Da wird's ja manchmal bei den Vornamen geregelt ne?

00:50:45: Dass das Vorname nennen als Duzen empfunden wird... ...aber aus einem französischem kennt man sie z.B.

00:50:50: auch, Tü und Wuhn.

00:50:51: Aber anyway, wir wollen hier noch nicht zu sehr an Details abschweifen.

00:50:54: aber ich glaube ist für vielen Thema genau diese Rollenklarheit und dieses Miteinander, dieses soziale Gefüge.

00:51:00: Genau dieser Rollenkonflikt, den wir besprochen haben.

00:51:02: Ich bin auf der einen Seite Führungskraft vorgesetzte Person will ich aber nie einen Empathie herstellen.

00:51:08: Dafür dürfen wir uns jetzt duzen oder neiden?

00:51:09: Wir sind hier in einem dreihundert Jahre alten Familienunternehmen, darf ich jetzt irgendwie Frank sagen anstatt Herr ... whatever it is ja so.

00:51:17: von daher wo wir bei nochem nächsten interessanten Thema zum Abschluss sind was Du auch kurz angerissen hattest Gen.

00:51:22: Z, weil da sind wir ein bisschen hier bei Ringelpiz mit Anfassen wir gehen ins Bella Bart schmeißen es auf den Boot wenn's uns nicht gefällt.

00:51:30: das ist ja so.

00:51:30: dieser Prototyp faul hält nichts mehr aus Jammert nur rum nimmt sich Sachen raus, die er sich noch nicht verdient hat.

00:51:39: Das ist ja was dieser Rolle zugeschrieben wird.

00:51:41: Was ist deine Wahrnehmung dazu?

00:51:43: Ja es auch wieder ein super großes Thema und hab ich auch tatsächlich möglicherweise eine kontroversere Meinung zu weil ich überhaupt kein Freund vom Gen Z Bashing bin.

00:51:54: das hat mal jemand hervorragend erklärt.

00:51:56: so Bedürfnispyramide nach Maslow ist dir begriffen.

00:52:02: also geht ja darum dass die bedürfnisse also nur für falls jemand zuhört der damit nichts anfangen kann, die Bedürfnisse quasi nach, ja sagen wir mal Dringlichkeit zu ordnen.

00:52:10: Dass du unten die Grundbedürfnisse hast nach Schlaf und Nahrung und dann kommt das Sicherheits- bedürfnis und Sozialesbedürfinis und ganz oben kommt denn die Selbstverwirklichung und die Selbstentfaltung.

00:52:23: Wir haben im Krieg und direkt in der Nachkriegsgeneration dieses Ding gehabt, dass die gesamte Bedürfnisbefriedigung ausgerichtet war auf ich brauche finanzielle Stabilität.

00:52:31: Ich brauche Sicherheit und muss ein Dach über dem Kopf haben und ich brauch was zu

00:52:35: essen.".

00:52:36: Und dann hat man eben auch gesagt so Selbstentfaltung oder sowas kommt ganz nach hinten.

00:52:41: wichtig ist erstmal das ich einen Job habe, dass ich funktioniere, dass das Einkommen reinkommt damit das alles gesichert ist.

00:52:47: Das ist ja... und das ist ein bisschen dieses Problem Gen X, Boomer, Wechsel hin zu den Millennials haben.

00:52:53: Dass dieses Mindset ... Wir müssen die untersten Stufen der Bedürfnispyramide sichern immer noch weitergegeben wird an eine Generation, die das gar nicht mehr braucht.

00:53:03: Natürlich müssen wir Geld verdienen und uns ernähren und so, aber wir leben in einer Zeit, in der wir nicht super darum bangen müssen, ob wir sicher sind, ich meine klar um das jetzt mal ... die typische Presse da noch rein zu hauen, wo die Medien uns natürlich das Gegenteil erzählen wollen.

00:53:21: Aber es eben nicht so ist dass wir uns die ganze Zeit... Wir müssen nicht die ganze zeit Angst haben!

00:53:25: Wir müssen jetzt nicht die ganzen Zeit fürchten, wo unser Essen herkommt und so.

00:53:28: Das soll auf keinen Fall schmälern, dass es auch in Deutschland Leute gibt, die hungern und um ihr Leben fürchten müssen.

00:53:33: aber erstmal grundsätzlich geht's uns als Gesellschaft halt deutlich besser als in den Nachkriegsjahren und vor allem in den Kriegsjahren.

00:53:39: Und das ist etwas, was ich und da bin ich fest davon überzeugt.

00:53:42: Was der Gen Zee gerade bewusst wird, dass die merken mein Lebensinhalt nicht die untersten Stufen der Bedürfnispyramide abzusichern sondern mein Lebensinhalt muss irgendwas anderes sein Selbstentfaltung, Selbstverwirklichung.

00:53:56: Die stellen sich halt die Frage, was bin ich eigentlich?

00:53:58: Was mache ich eigentlich, was will ich mit meinem Leben wenn nicht arbeiten?

00:54:03: Wir haben keine Vorbilder was es angeht.

00:54:05: Also wir haben eine Generation die uns gezeigt hat wie man ein gutes Arbeitsethos entwickelt.

00:54:10: Das haben wir gelernt, also wie man durchzieht und durchballert das haben wir gelernet das wissen wir wieder geht aber wie man sich selbst entfaltet und seine eigenen Interessen entwickelt dass haben wir halt nicht gelernt.

00:54:23: Und ich glaube das Problem was wir jetzt gerade haben ist dass wir eben diese die GenC haben die sagen wir suchen nach Selbstentfaltung und das tragen sie halt auch in mit ihrer Arbeitnehmer in eine Rolle rein eben den Arbeitnehmenden neu definieren als jemand, der natürlich auch Bedürfnisse hat die gesehen und berücksichtigt werden müssen.

00:54:43: Gleichzeitig muss die Gen Z aber also die kriegen jetzt beide ein Also die Gen X und Boomer müssen mehr darauf rücksich nehmen dass sie Gen Z gesehen werden will.

00:54:52: da muss man drauf eingehen das muss man noch ernst nehmen.

00:54:55: gleichzeitig muss die Gensi aber sehen ja wir kämpfen für mehr Selbstentfaltung für mehr Befriedigung unserer bedürfnisse Aber das hat auch irgendwo eine Grenze.

00:55:05: Also wir müssen gucken, dass wir uns irgendwo in der Mitte treffen und jetzt zu sagen... Wir haben auf der einen Seite die Fraktion, die sagt nein das könnt ihr zu Hause machen.

00:55:13: Und die andere die sagt Nein ich will das aber alles hier haben!

00:55:16: Und beide nicht aufeinander zukommen und sagen vielleicht kriegen wir ein bisschen was?

00:55:19: Und wir haben diese Grenze noch nicht ausgehandelt.

00:55:22: und ich glaube das ist eben das Problem, dass die einen sagen ihr kriegt gar nichts und die anderen sagen wir wollen alles und wir noch nicht wissen wo es denn Ihr kriegt.

00:55:29: so viel, dass ihr sagen könnt, okay dann reicht mir das.

00:55:32: Denn hier ist immer noch Arbeit und nicht zu Hause?

00:55:35: Das muss halt getrennt sein!

00:55:36: Naja ich glaube es insofern ein ganz gutes Bild mit der Bedürfnispyramide weil natürlich jemand der sich mal in einem Arbeitskontext befindet und sich das alles erarbeitet hat von unten nach oben jetzt mit jemandem konfrontiert wird der diesen Weg noch gar nicht gegangen ist aber die Spitze der Pyramide schon einfordert und verbunden mit der Angst, dass wenn es jetzt wieder rauer zugeht also wenn eine Krise kommt das die Fähigkeit die unteren Böden der Pyramide nie gebaut zu haben halt fehlt.

00:56:02: So ich glaube ist auch ein Stück weit merkbar.

00:56:04: man kriegt ja manchmal so dieses Wenn du möchtest, kann man es ja als Resilienz bezeichnen.

00:56:10: Weil ich erlebte hier und da auch mal eine gewisse Ohnmacht aus Erzählungen heraus.

00:56:13: Dass mir jemand sagt ... Ich hab mit Gen-Z-Leutchen irgendwie verhandelt über ne Stelle.

00:56:19: Dann habe ich zugesagt, aber auch klare Wünsche geäußert.

00:56:21: Und auf einmal ghosten die mich und antworten nicht mehr.

00:56:23: Ghosten ist der Inbegriff von Machtlosigkeit.

00:56:25: Also für mich ohnmächtig.

00:56:27: Deswegen setze ich mich mit dir auseinander.

00:56:30: Das wäre das einzige Gedanke, den ich hätte, wenn ich über das obere Drittel der Pyramide verhandle?

00:56:35: dass Unteraber noch gar nicht für mich geschaffen habe oder Kompetenzen haben, es zu schaffen.

00:56:40: Gibt's da nicht so ein Mismatch?

00:56:41: Weißt du was ich meine?

00:56:42: Ja und ich bin ja ganz ehrlich das ist auch eine Sorge die ich in gewisser Weise auch teile weil ich halt sage gut Ich bin jetzt an dem Punkt wo ich die letzten sechs Jahre daran gearbeitet hab meinen emotionalen Zugang zu kriegen empathischer zu werden.

00:56:55: Aber ich habe vorher dreißig Jahre in diesem Hassel-System gesteckt.

00:56:58: und wenn jetzt zum Beispiel eben die Situation kommt, das heißt ja ein Arbeitsauftrag muss bis nächste Woche fertig sein.

00:57:05: Denn ist es für mich halt überhaupt kein Problem quasi auf Kommando zu dissoziieren und voll durchzuballern für eine Woche!

00:57:11: Also ich hab halt diese Fähigkeiten noch... Ich kann das noch.

00:57:14: Und die Frage ist dann tatsächlich da Wenn jemand das nie durchmachen musste Ist es denn überhaupt noch möglich?

00:57:20: Da sind wir eben auch bisschen bei dieser Frage Inwieweit müssen wir auch die Generation auf eine Katastrophe vorbereiten, die erstens nicht da ist und zweitens vielleicht eben nicht kommt.

00:57:31: Und zu sagen ja, wir schneiden den jetzt ordentlich Lebensqualität ab und leben in einem Mindset was wir vor dreißigvierzig Jahren hatten aus Angst davor dass es wiederkommen könnte.

00:57:41: also das definitiv diese Resilienz und auf dieses ich muss auch mal durchziehen können aufgebaut werden muss gar keine Frage.

00:57:48: Die frage ist nur ob man das machen muss indem man halt die strukturen wiederholt die damals dieses mindset Erzeugt.

00:57:55: Ja, und das ist tatsächlich glaube ich etwas wo wir einfach auch noch gar nicht genug im Dialog sind um das überhaupt erst mal auszuhandeln wie wir das machen können weil halt von beiden Seiten eben wie du gesagt hast so hart blockiert wird dass wir auf der einen Seite die Führungskräfte der alten Generation haben die sagen so nee das maximal sowas hier kriegt es in Obstkorb Und auf der anderen seite denn eben die die jensee die sagen ich brauche aber Sechzigtausend Euro und sechzig Tage Urlaub im Jahr.

00:58:23: Und wenn du dann sagst, nee gibt's nichts?

00:58:25: Dann werd ich patzig und schreib nicht mehr!

00:58:28: Also denn halt auch zu ghosten.

00:58:29: da ist halt gerade das was ich eben auch feststelle Wenn ich mit auszubildenden und mit Praxisanleitern zu tun habe dass ich sage muss es halt von beiden Seiten Einsatz kommen und daran gearbeitet werden und zwar nicht nach dem Motto wie setze ich jetzt meine Interessen durch sondern Wie können wir tatsächlich von beiden seiten auch versuchen Kompromiss anzustreben?

00:58:47: Und ich glaube, es wird einfach noch viel zuviel ein Krieg draus gemacht.

00:58:53: Als dass man sich irgendwie darauf einigen

00:58:54: könnte.

00:58:55: Wie würdest du denn eine Form der Resilienz herstellen?

00:58:58: Wenn nicht über das alte bekannte Hasselsystem?

00:59:03: Wie wäre das?

00:59:04: You catch me with your own pants down!

00:59:06: Das ist tatsächlich... Da wär' ich zum gegebenen Zeitpunkt noch überfragt.

00:59:11: Also

00:59:12: habe ich keine Pauschalösung für, wäre jetzt tatsächlich für mich die Impulsfrage um das mit rauszunehmen und zu sagen da möchte ich eine Antwort darauf finden.

00:59:20: Das ist immer nur so.

00:59:21: wichtig ist wir müssen die Leute an einen Tisch kriegen und wir müssen gucken dass wir da ein Kompromiss finden.

00:59:25: aber dadurch dass dieser KompromISS und diese Diskussion noch in den Kinderschuhen steckt weiß sich nicht wie da die Lösung aussehen könnte

00:59:32: Finde ich aber sehr empathisch, wenn man keine Ahnung von was hat.

00:59:36: Ich verlasse meinen Kompetenzbereich, ich äußer meine Meinung auf Hypothesen und schaue mal, was es mit euch macht.

00:59:42: Danke!

00:59:44: Ja gut dann ist das doch quasi auch mal eine schöne Schluss-Denksportaufgabe für die Menschen da draußen.

00:59:49: vielleicht gibt's ja auch schon funktionierende Erfolgsbeispiele diese damit uns mal teilen können.

00:59:53: Dir danke ganz herzlich dass du deine Wissen und deine Erfolgesbeispiele mal mit uns geteilt hast und bis zum nächsten Mal darf ich wahrscheinlich sagen oder?

01:00:01: Ich danke dir und

01:00:02: lieben gerne.

01:00:04: Danke fürs Zuhören beim Digital-Kompakt-Podcast!

01:00:09: Du merkst, hier ziehst du massig Wissen für dich und dein Unternehmen heraus.

01:00:13: Wenn du mit uns noch erfolgreicher werden möchtest abonniere uns auf den gängigen Podcastplattformen.

01:00:18: Und hey je größer wir werden desto mehr Menschen können wir helfen.

01:00:23: Also erzähl doch auch deinen Kolleginnen und Kollegen von uns Bis zum nächsten Mal.

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