Der Ablauf eines Börsengangs am Beispiel von Delivery Hero | #Börsengang 📈

Shownotes

EXPERTENGESPRÄCH | In dieser Folge spricht Joel mit Renata Bandov (Deutsche Börse) und Ralf Wenzel (Delivery Hero) über den IPO von Delivery Hero und welche Schritte bis auf das Börsenparkett nötig waren. Du erfährst... ...wie ein Börsengang konkret abläuft ...welche finanziellen und rechtlichen Faktoren bei einem IPO wichtig sind ...wie Prospecting und Dokumentation ablaufen ...wie die Preisfindung bei einem Börsengang funktioniert ...was es mit der Roadshow auf sich hat ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Börsengänge: Unsicher auf dem Börsenparkett? Nicht mit uns! Gemeinsam mit unterschiedlichen Expert:innen der Deutschen Börse spricht Joel regelmäßig über alles rund um die Themen Börse, Börsengang und späte Finanzierungsphase (pre IPO). __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Ralf Wenzel, 👤 Renata Bandov, __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellungsrunde und Einführung ins Thema (00:05:05) Wie bereitet man einen IPO grundsätzlich vor? (00:08:14) Die Rolle der Investoren bei Börsengängen (00:12:22) Ein IPO aus der Sicht der Deutschen Börse (00:16:24) Welche Voraussetzungen müssen für einen IPO gegeben sein? (00:18:24) Wie attraktiv ist die Segmentierung der Börse? (00:22:20) Wie läuft einen Börsengang aus Unternehmersicht ab? (00:31:18) Wie funktioniert die Preisfindung bei einem IPO? (00:37:05) Die Funktionsweise einer Lockup-Periode (00:38:53) Prospecting und Dokumentation – warum und wie macht man das? __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns  👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.

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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Road to IPO-Podcast von Digital Compact.

00:00:12: Mein Name ist Joel Katzmarek, ich bin wieder ein kompetenter Begleitung.

00:00:16: Zu meiner Rechten sitzt die deutsche Börse in Person der Renata heute nicht der Erik sondern die Renate.

00:00:20: deswegen musst du mal ganz kurz erzählen was du dort eigentlich tust?

00:00:23: Ja vielen Dank für die Einladung!

00:00:25: Vielen Dank dass sich an den Postgas teilnehmen kann.

00:00:27: Ich bin bei der Börsen verantwortlich für dem Bereich Premiermarkt das heißt alle regulatorischen Rahmenbedingungen ein Listing betreffen.

00:00:34: Darum kümmert sich mein Team, wir sind aber auch verantwortlich insgesamt die Regeln zu entwickeln, die Regel nachzuhalten mit unseren Kunden zu sprechen, die Segmenten zu vermarkten und als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen vor einem Börsengang während und danach.

00:00:51: Okay also man merkt du hast eine sehr Verantwortungsrolle Aufgabe und wahrscheinlich auch eine wo man sehr akribisch und sehr fein arbeiten muss.

00:00:56: Es ist schon eine Aufgabe, bei der man sehr genau sein muss.

00:00:59: Logischerweise ist es so dass wir Transparenz ganz hoch halten bei uns.

00:01:05: Sprich regulierte Märkte.

00:01:06: das wird immer damit verknüpft, dass man Transparens auch mitbringen muss und da ist es wahnsinnig wichtig, dass die Angaben, die da gemacht werden, dass sie verantwortungsvoll einmal hergestellt werden.

00:01:17: Das ist natürlich die Aufgabe des Unternehmens aber dann auch auf der anderen Seite von uns entsprechend begleitet

00:01:23: werden.

00:01:24: So und jetzt haben wir hier noch einen ganz spannenden jungen Mann mit an Bord, der ein sehr tolles Unternehmen mitführt kann man so sagen.

00:01:30: Ich steche mal ganz kurz vor Ralf und sage was diese kleine Firma namens Delivery Hero so macht.

00:01:34: Mein Name ist Ralf Wenzel.

00:01:35: vielen Dank auch für die Anladung hier teilzunehmen.

00:01:37: Freut mich sehr dass wir da für die Gelegenheit haben.

00:01:39: Ich habe vor etwa fünf Jahren mit einigen Freunden und Kollegen das Foodpanda-Geschäft gegründet, dass vor allem in Asien, Osteuropa, den Mittleren Osten entwickelt und vorangebracht.

00:01:52: Vor einem Jahr haben wir uns dann zusammengeschlossen und sind jetzt unter dem Namen Deliver Hero als global größter Online Food Delivery Marktplatz außerhalb Chinas unterwegs und bin Teil des globalen Managements.

00:02:07: Führe die Firma also zusammen mit Niklas Östberg und dem Rest des Management Teams, haben uns die Aufgaben gut aufgeteilt.

00:02:13: Kann da gerne noch mal darauf eingehen?

00:02:15: Ja sag mal ein bisschen was du denn auch alles dazu tun.

00:02:16: Kühle mich aber vor allem um unsere gesamten Außenbeziehungen.

00:02:21: Bin derjenige zusammen mit dem Team Die gesamten Investoren kümmert.

00:02:25: Wir waren das Team, dass maßgeblich den Börsengang koordiniert geplant und natürlich auch im Zusammenarbeit mit den anderen Teams dann durchgeführt hat.

00:02:33: Wir sind das Team also um Finanzfirungen... Investments, M&A-Möglichkeiten also auch Übernahmen von anderen Firmen kümmert.

00:02:41: Wir kümmern uns das ganze Thema globale Kommunikationen auch wie wir nach außen wirken und die globalen Partnerschaften und ganz allgemein auch um die strategische Weiterentwicklung des Geschäfts.

00:02:51: Das heißt welche Geschäftsmodelle außerhalb unses Kerngeschäft sollen wir uns anschauen?

00:02:56: Wie entwickeln wir das Kerngeschäft weiter?

00:02:58: mit welchen Vorzeichen soll man das entwickeln?

00:03:00: auf welche Länder sollten wir vor allem achten?

00:03:02: oder insofern unterstützen wir die operativen Einheiten der Firma strategischen Ausrichtungen, die wir vornehmen sollten.

00:03:10: Und ich glaube das sind so ein bisschen die Verantwortungsbereiche kurz umrissen.

00:03:14: da gehören hier und dort natürlich auch noch andere Sachen dazu.

00:03:16: Ich durfte ja manchmal durch Zufälle, manchmal durch meine Tätigkeiten im journalistischen Bereich den einen oder anderen Einblick gewinnen.

00:03:23: Und ich habe mal z.B.

00:03:24: von einer Finanzierungsrunde von euch den Papierkram gesehen.

00:03:26: Das war eine Palette, also ne Europalette vollgestapelten mit Abzug und Kopien natürlich aber wirklich kiloweise nur für eine Finanzierungsrunde!

00:03:34: Und ich erinnere auch, dass ihr Strukturen gebaut habt die sehr komplex waren mit irgendwie eine GmbH- und KOKAG-Profinanzierung und so... Also damit man der Laie von draußen mitkriegt was da manchmal dran hängt für eine Komplexität und es wird wahrscheinlich nicht weniger geworden sein.

00:03:46: Also du bist da schon an einem Punkt, das war sogar vor der Rocketfusion.

00:03:49: Das war ja noch mal schlimmer geworden.

00:03:51: Du bist in einem Punkt wo du auch sehr viele komplexe Themen hast wenn es gerade um solche Aspekte geht und lass uns doch mal genau darin einsteigen.

00:03:56: also wir wollen ja heute als Ziel mal nachvollziehen wie fühlt sich so einen IPO-Horn?

00:03:59: Und da haben wir einerseits mal eine hochkompetente Börsenfrau die den ganzen Marktplatzseite kennt und dann jemand wie dich der das aus der Driver Seed Perspektive erzählen kann Wie hat das für euch angefangen wenn du sagst du dein Team bei derjenige das jenige dass diesen ganzen Börsengang vorbereitet hat was in dieser Strukturierung mit drin waren Wie beginnt man so was?

00:04:16: Ich fängt das an.

00:04:17: Also in allererster Linie geht man natürlich vom Kerngeschäft aus.

00:04:19: Vielleicht geht mal noch drei Schritte zurück, man schaut sich an wie groß der Markt überhaupt ist und man entwickelt natürlich im Laufe der Zeiten immer besseres Verständnis dafür wie groß die Möglichkeiten sind, wie groß den Markt ist das Marktpotenzial von dem Geschäft in dem man ist.

00:04:33: Nun haben wir auch damals schon als wir das Unternehmen gegründet haben da bestimmte Thesen dazu gehabt und uns bestimmte Daten angeschaut.

00:04:40: aber ich glaube mit jedem Jahr dass man in einem Geschäft drin steht ein Stückchen schlauer hat mehr Datenpunkte und mehr Möglichkeiten den Markt wirklich einzuschätzen.

00:04:49: Und kann erst mal anhand des Marktvolumens abschätzen, wie groß die Firma das Geschäftsmodell, in dem man tätig ist überhaupt werden kann.

00:04:56: Welche Wachstumsmöglichkeiten man noch hat?

00:04:58: Das Zweite was man sich dann anschaut ist, wie es wirklich die realistische Chance, einen Großteil dieses Potentiales auch wahrnehmen zu können.

00:05:05: also Wie sieht die Wettbewerbssituation aus?

00:05:08: Wie ist man aufgestellt?

00:05:09: vom Team von der Technologie, von der Anzahl und der Arten der Länder, indem man aktiv ist um auch wirklich nicht nur naiv sondern halbwegs realistisch abzuschätzen haben wir denn die Möglichkeit auf wirklich Faktor XYZ zu wachsen.

00:05:21: Und der dritte Aspekt, der damit reingespielt oder euch hinein gespielt hat ist natürlich wie sehr man Herr der Komplexität, die man im Geschäft hatte.

00:05:29: Die Komplexkeit wird natürlich getrieben durch den Anzahl der Länder, die Mitarbeiter und Einnahmequellen oder auch einen Marktplatz-Segment.

00:05:38: Wir sind auch durch die schiere Anzahl von Kunden und Restaurants auf der Plattform, die alle in irgendeiner Form eine Transaktion auslösen.

00:05:45: Der Komplexigkeit herzuwerden hat vor allem Anbetracht des Bösengangs damit zu tun, wie gut man im Finanzbereich und auch im rechtlichen Bereich – also in Englisch würde man sagen im Corporate Governance-Bereich aufgestellt ist.

00:05:58: Also wie sehr hat man vertraglich und sich durch die Finanzstrukturen schon so aufgestellt dass das eine gewisse Stabilität hat und dass man die Risiken minimiert?

00:06:07: Weil das was nicht passieren möchte oder was man nicht will im Rahmen dieses IPO Prozesses, dass es Risiken gibt, die man im Rahmen dieser Prozesse erst aufdeckt im allerschlimmsten Fall nach Bösengang dann zu Tage kommen und das will man also vorher schon aus dem Weg geräumt haben.

00:06:22: Insofern war es zurückkommt auf die Delivery Hero Geschichte nicht nur unser Team, dass sich vor allem darum gekümmert hat den eigentlichen Prozess des Bösengangs zu koordinieren und zu managen sondern es war vor allem schon Monate und fast sogar schon Jahre davor, dass ich die Finanzteams und auch die Rechtsabteilung stückchenweise eigentlich darauf vorbereitet habe.

00:06:41: Nicht, dass es dann offiziell schon hieß Es wird irgendwann und zu einem bestimmten Zeit Zeitpunkten-Bösengang geben.

00:06:47: Es gehört so ein bisschen jetzt zu den allgemeinen Anforderungen, dass man die Finanzstrukturen und die Rechtsstruktur unter Kontrolle haben muss.

00:06:54: aber wenn man ganz ehrlich ist war die Arbeit der letzten anderthalb Jahre im Finanzbereich und auch in der Rechtsabteilung schon die, die maßgeblich und bedeutend waren für das was wir damals in des Tages geschafft haben.

00:07:04: Jetzt muss ich dich natürlich auch mal fragen.

00:07:06: Ganz viele Menschen wollen bestimmt wissen, welche Rolle spielt denn eigentlich ein Investor bei so einem Prozess?

00:07:11: Von außen wird er immer so getan als wenn Oliver Samba sein magisches Zepter schwingt Niklas Östberg mit einer Magiestrahl irgendwie von oben trifft und entscheidet man so einen Börsengang passiert.

00:07:20: Wie muss ich mir die Kommunikation zwischen solchen Rollen vorstellen zumal er ja einer der relevanten Shareholder war oder ein Team Europe teilweise auch.

00:07:26: Ich glaube das wird das Verhältnis zu... gewissen Shareholders oder auch vielleicht das Verhältnis zu Rocket, Internet eins was nach außen hin immer schon oft so wie eine Karikatur dargestellt wird.

00:07:37: Dass also ein oftmals überzogener Aspekt hat und viel dramatischer und vielleicht auch manchmal viel emotionaler dargestellt wurde als er eigentlich ist oder war weil es am Ende des Tages eine sachliche Zusammenarbeit war wie man das mit vielen anderen Shareholder gehabt hat.

00:07:50: der Grund oder die Entscheidung zu sagen man möchte die Firma an die Böse bringen war eine, die maßgeblich vom Management getroffen worden ist was den Zeitpunkt angeht.

00:08:03: Was auch den Prozess angeht wie gesagt im Hinblick auf die Wachstumsmöglichkeiten und auf den Kapitalbedarf kann das Management am besten einschätzen wann es A dazu in der Lage ist diese Komplexität eines Bösengangs zu packen danach auch als Management Team eine gelistete Firma zu führen.

00:08:18: Und wie gesagt, es hat viel damit zu tun, welche anderen Kapitalmöglichkeiten hat man?

00:08:22: Wieviel Kapitel nimmt man auf und über welchen Weg nimmt man das Kapital auf?

00:08:25: Und natürlich können bestimmte Entscheidungen wie auch die Entscheidungen Börsengang durchzuführen ab einem bestimmten Punkt dann auch nur mit dem Einverständnis der Shareholder getroffen werden und der Investoren.

00:08:35: insofern muss es natürlich eine Absprache geben aber... Es war nicht der Wille, der Shareholder zu sagen es muss jetzt zu diesem Zeitpunkt ein Bösengang stattfinden.

00:08:43: Es war auch nicht so dass das bestimmte Shareholder ausgebremst oder bestimmte share oder beschleunigt hätten.

00:08:49: Vor allem weil ich Teil des Ganzen war eine Diskussion im Management Team zu sagen wann haben wir die Reihe erreicht?

00:08:55: Wie stellen wir uns am besten für die Zukunft auf?

00:08:57: und gerade in Deutschland und Europa, im Gegensatz zu vielen Unternehmen vielleicht in Amerika oder inzwischen auch in China.

00:09:05: Oder in Restasiens haben wir immer noch die Begrenzung dass wir eben nicht so viel Kapital zugänglich haben wie ein Uber oder wie einen Amazon oder wie bestimmte chinesische Unternehmen bzw.

00:09:17: wenn wir es machen würden und soviel investieren würden öffentlich sicherlich noch mehr auseinander genommen werden warum wir das machen also dieses investieren in hohe maße Teil zu beschaffen.

00:09:29: als private Firma, als nicht gelistete Firma schon sehr begrenzt sind.

00:09:34: Und insofern hätten wir uns weiterhin als Delivery Hero die halt über den nächsten zehn, zwanzig Jahre mit gleicher Geschwindigkeit wachsen wollen oder mit ähnlicher Geschwindigkeiten wachsen und hätten wir auch weiter am privaten Markt Kapital besorgen können.

00:09:46: das aber ein unfassbar großer Aufwand der eben alle paar Monate wiederkommt und stattdessen sozusagen sich die Möglichkeit zu schaffen über den öffentlichen Kapitalmarkt die Möglichkeit haben an Kapital heranzukommen auf eine etwas pragmatischere Art und Weise war dann für uns die bessere Option gewesen.

00:10:03: War denn für dich von vornherein klar, dass ihr irgendwie in Frankfurt aus Paket gehen wollt?

00:10:06: Und nicht zum Beispiel in London wo ja einer der größten Wettbewerber sitzt oder in New York oder an irgendeinem anderen Standort?

00:10:11: Also für uns war es so gewesen.

00:10:12: wir sind mit unserer Zentrale ein Großteil des Teams hier in Berlin.

00:10:16: Wir sind uns mit dem Standort Berlin auch eng verbunden, gibt einige Leute die aus Berlin kommen.

00:10:22: Es gibt viele Leute, die durch den Standort Berlin angezogen wurden und über die letzten Jahre hergekommen sind wo Berlin auch eine Ausfallkriterium gewesen ist sie herzukommen und bei einer der attraktiven Firmen hier zu arbeiten Und insofern Frankfurt oder überhaupt Deutschland als auch Börsenplatzvereiner mit dem wir Ich glaube, die Vertraute sind, denen wir auch ganz gut verstehen und wo auch die Art der Unterstützung, die wir bekommen haben.

00:10:48: Und wir können vielleicht später noch mal über die Rolle der Banken reden und mit dem Berater und sozusagen das gesamte Umfeld ein Umfeld ist, dass für uns verständlicher ist und auch der Rechtsrahmen in dem wir uns bewegen als ehemalige Delivery Hero GmbH und jetzt eine Delivery-Hero AG zu sein.

00:11:02: Ein Rechtsrahm ist den wir als Europäer – und wir sind ein sehr europäisches Management Team eben auch besser einschätzen können!

00:11:08: Ich würde sagen es ist eine relativ naheliegende.

00:11:10: Ich nage dieses Vorgehen in eurem Fall.

00:11:12: Renata, beschreibt doch mal!

00:11:13: Wie war das für euch?

00:11:14: Wann habt ihr das erste Mal von Delivery Hero gehört?

00:11:17: Wie läuft so was ab und nimmt man da erst einmal Kontakt auf... wie läuft das ab?

00:11:21: Mache ich das wenn ich schon fast fertig bin oder gerade den Denkprozess erst starte?

00:11:25: Wie muss ich mir das vorstellen?

00:11:26: Also man kann es nicht verallgemeinern.

00:11:28: Es hängt immer jeweils vom einzelnen Unternehmen ab.

00:11:31: Was wir jetzt seit zwei drei Jahren sehr gezielt versuchen ist tatsächlich Kontakt zu dem Unternehm schon vorbörslich aufzubauen und sie mit dem Deutsche Börseventionär auch bei Finanzierungsmöglichkeiten zu unterstützen.

00:11:43: Foodpanda war ja ein Deutsche Börse Venture Network Mitglied gewesen, war schon mit auf dem Netzwerk gewesen.

00:11:50: deshalb hatte man da über den Weg auch schon weit im Fuhr raus also vor dem Börsengang auch Kontakt zueinander gehabt.

00:11:57: üblicherweise ist es natürlich auch so dass wir nicht direkt vielleicht von den Unternehmen angesprochen werden, aber die Berater, die mandatiert werden oder auch die Banken, die dann mit beauftragt werden.

00:12:09: Die sind ja relativ früh in so einem Entscheidungsprozess eingebunden und wissen natürlich welche Rahmenbedingungen vielleicht rechtzeitig auch mit der Börse besprochen werden sollten, sodass man da relativ früh auch in den Austausch kommt.

00:12:23: Oftmals ist es so – das hat aber auch rechtliche Gründe – dass man nicht den Namen gleich gesagt bekommt, weil das natürlich immer auch die Thematik auslösen würde.

00:12:33: Ad hoc wenn das Unternehmen von sich aus relativ früh und mit konkreten Zeitpunkten schon signalisieren würde dass es sich entschieden hat und schon final und bereit ist tatsächlich an den Kapitalmarkt zu gehen.

00:12:45: Deshalb ist es immer so ein Spagat.

00:12:47: wie gesagt unsere Intentionen ist da tatsächlich zu gucken dass wir früh im Austausch sind.

00:12:52: deshalb das Deutsche Börseventure Network quasi als Anknüpfungspunkt vorbörselig um sich da schon mit einzubringen.

00:12:58: natürlich unsere Rahmenbedingungen.

00:12:59: Die sind aber relativ kurz von den Zeiträumen, also sprich dieser ganze Listingprozesse sich hinten anschließt ist ein rein formaler.

00:13:06: da kann man durchaus, je nachdem welche Anforderung vielleicht irgendwie im Zweifel stehen.

00:13:12: Wenn die Gesellschaft vielleicht neu gegründet worden ist, dass es da einen tieferen Abstimmungsbedarf gibt oder wenn die Transaktionsstrukturen im Holding-Geflecht vielleicht etwas komplizierter sind, das man da so ein bisschen tiefer einsteigen muss.

00:13:23: aber im Regelfall ist es eher so, dass drei bis vier Wochen ausreichen sollten für diesen Rheinlistingprozess.

00:13:30: So

00:13:30: ganz ehrlicherweise werbt ihr eher um die Unternehmen?

00:13:33: Oder werben die Unternehmen eher um euch und dass das so ein gegenseitiges kennenlernen?

00:13:36: Also, wir haben das Verständnis bei der Börse, dass wir letztendlich der Platz sind, der Unternehmen mit Investoren zusammenbringt.

00:13:45: Und all das sehen wir als unsere Funktion, also sprich alten Marktplatz, unsere Infrastruktur anzubieten um... Ja, Finanztransaktionen zu ermöglichen zwischen Unternehmen und Investoren.

00:13:57: Das Unternehmen hat sicherlich vor Börsli schon im Regelfall seine Wachstumsphasen auch durchhatte mit Sicherheit – auch wie das hier der Fall war – verschiedene Finanzierungsrunden hinter sich und irgendwann stellt sich dann tatsächlich die Frage ja... kann man sich noch weiter über dem privaten Markt finanzieren, über VCs, PIs?

00:14:17: oder ist es tatsächlich so wenn man einen höheren oder größeren Wachstumsanspruch hat und vielleicht auch internationaler sich aufstellen will dass das in der Tat also von der Finanzierungsstruktur hier in Deutschland relativ eng werden kann aber auch in diesem privatrechtlichen Bereich.

00:14:35: schwierig sein kann.

00:14:36: Weshalb sich Unternehmen halt einfach aufgrund der Frage, wie finanzie ich meine Ideen oder meinen Geschäftswünsche-Ziele?

00:14:42: Wie finanziere ich die, dass man logischerweise sich irgendwann mal mit dem Kapitalmarkt auch auseinandersetzen

00:14:48: muss?".

00:14:48: Wissen Sie uns, Reif, jetzt ist sie mir ein bisschen ausgewichen fairerweise in der Antwort.

00:14:51: Werben Börsenplätze um euch wenn ihr so eine Größe erreicht.

00:14:54: Also habt ihr das gehabt, dass es euch da irgendwie aktiv angeht?

00:14:57: Also A. haben wir uns natürlich ein Interesse gehabt zu verstehen, was die Unterschiede sind.

00:15:01: bei verschiedenen Börseplätzen gab es aber auch andersrum also dass auch Börsenplätze sicherlich um uns geworben haben oder in Zusammenhang mit den uns unterstützenden Banken da die Kontakte hergestellt worden sind und das nochmal zu bewerten ist.

00:15:13: Brut auf Gegenseitigkeit.

00:15:14: Dann lass uns doch mal in die Voraussetzung vielleicht ein bisschen eintauchen bevor immer die Prozessschritte durchgehen weil du hast ja auch gerade schon gesagt Es gibt so bestimmte Dinge die müssen irgendwie erfüllt sein so einen Rahmen der irgendwie durchschritten sein sollte damit das irgendwie Sinn macht.

00:15:24: Was ich so mitgekriegt habe sind zwei Punkte unter anderem die Marktkapitalisierung, also welchen Wert hat das Unternehmen?

00:15:30: und der Free-Float?

00:15:31: Also wie viele Aktien gebe ich eigentlich in den freien Handel.

00:15:33: Weil wenn man nicht genug handeln kann, hat man nicht genügend Liquidität dann hat man so ein Rohrkrepierer am schlimmsten Fall.

00:15:37: was sagt ihr da?

00:15:38: Was ist eure Faustregel?

00:15:39: Was sollte grob an Wert und an frei verfügbaren Aktien da sein?

00:15:43: Auch da kann ich mich ganz einfach auf den Gesetzgeber zurückziehen, auch da gibt es ganz klare Vorgaben.

00:15:47: Das heißt also, wenn ich wirklich den regulierten Markt für mich in Anspruch nehmen möchte was das höchste Transparenz-Segment ist, dann muss ich einfach von der Freifloat mitbringen.

00:15:58: Das sind die Grundrahmenbedingungen.

00:16:00: Es gibt sicherlich Möglichkeiten davon zu befreien bzw.

00:16:03: geringere Beträge zugestatten.

00:16:05: Da muss man im Einzelfall gucken wie groß so eine Transaktion ist dass man das machen kann.

00:16:10: Grundsätzlich ist unsere Erfahrung dass Liquidität unmittelbar damit zusammenhält, wie viel Sträubesitz habe ich.

00:16:16: Wie hoch ist die Marktkapitalisierung auch gerade im Sträube-Sitz und das das verknüpft es dann mit der Liquidität?

00:16:22: Ich glaube von einer Größenordnung was man immer hört bei institutionellen Investoren und die sind am Ende des Tages entscheidend.

00:16:30: Bei größerem Transaktion ist es so, dass sie sagen ganz einfach ab hundert Mio Platzierungsvolumen gehe ich rein also alles was drunter ist uninteressant.

00:16:40: Das heißt also das ist eine Größe Da geht es los und dann stellt sich einfach die Frage, was hat man denn für Ziele?

00:16:46: So ein Listing in einem Segment ist ja für die meisten ein erster Schritt.

00:16:50: Wenn man sich die Marktstruktur mal anguckt, ist ein Listings- und ein Segment im Regelfall auch eine Voraussetzung dafür, dass man den Indizes aufgenommen wird.

00:16:58: Und davon hängt das am Ende des Tages ab wie groß die Markkapitalisierung und auch die Liquidität im Wertpapier jeweils ist um dann in die entsprechenden Auswahl Indices aufgenommen zu werden auch die Liquidität für sich maximal auszureizen.

00:17:14: Ihr habt ja auch Sekmente geschaffen, die genau in diese kleineren Kategorien reingehen.

00:17:18: Macht das Sinn oder wann macht es Sinn?

00:17:20: Das ist genau der Punkt.

00:17:21: Wir haben einfach aus unserer Erfahrung heraus mitgenommen, dass Finanzierung tatsächlich gerade im Wachstumsbereich schwierig sind und dass Unternehmen sowohl vorbörslich als auch börsliche irgendwann mal an ihre Grenzen kommen was Investoren angeht und Finanzierungsmöglichkeiten.

00:17:37: wir haben uns das angeguckt und haben gesehen, dass diese Zielgruppe der sogenannten SMEs unterrepräsentiert sind auch was halt die notwendigen Investoren eingeht.

00:17:49: haben.

00:17:49: Jetzt dieses Jahr, neben dem Deutsche Börseventure Network als vorbörsliche Möglichkeit der Unterstützung hier ein neues Segment auch zu konzipieren für diese Zielgruppe.

00:17:58: und das neue Segment heißt Scale und adressiert tatsächlich diese Zielgrupe SMIs und wir haben als Mindest Market Cap vorgesehen die man mitbringen muss für das Segment dreißig Millionen.

00:18:09: Man muss sich aber da im Klaren sein.

00:18:11: Das soll jetzt nicht im Widerspruch stehen zu den hundert Millionen und es soll auch nicht bedeuten dass institutionelle Investoren in diesem Segment nicht angesprochen werden.

00:18:20: Aber es ist halt einfach schwierig, große Kapital-Sammelstellen haben aufgrund ihrer Anlage Politik bestimmte Schwellen.

00:18:26: Die haben aber durchaus auch Investitionsarme oder Fonds die durchaus in kleineren Umfängen auch Nebenwerte investieren und da kann es durchaus interessant sein mit einer kleineren Marktkapitalisierung oder einem Segment was diese Zielgruppe adressiert.

00:18:43: Es ist aber einfach bedeutend schwerer.

00:18:45: Deshalb ist es umso wichtiger dass man gerade im Bereich insgesamt mit einem Serviceangebot die Unternehmen unterstützt und sie so ein bisschen mit den entsprechenden Mitteln.

00:18:54: Supported.

00:18:56: Reif, wie ist denn das?

00:18:56: Wenn du solche Sachen hörst mit den Segmenten... Ich glaube ihr hattet schon eine Größe, dass man eher diese stärker regulierten, stärker transparenten dafür aber auch größer angelegten Segmente adressiert.

00:19:04: Aber glaubst du es ist etwas Spannendes, dass so ein Scale-Segment schafft um kleiner Unternehmen die Möglichkeit zu geben?

00:19:10: Ja, glaube ich schon!

00:19:10: Also wir haben in Deutschland oder auch in Europa generell limitierte Finanzierungsmöglichkeiten.

00:19:17: Die sind mehr geworden und besser geworden.

00:19:19: Aber dort eine weitere Möglichkeit zu haben ist grundsätzlich positiv Und das mag für nicht alle Unternehmen attraktiv sein, aber es gibt sicherlich Strukturen und Geschäftsmodelle, für die das ganz spannend

00:19:30: ist.

00:19:30: Also wir haben ganz klar in Deutschland die letzten Jahre also von den Kapitalmarkttransaktionen dazugesehen dass wir... große Volumina haben.

00:19:38: Und das ist darauf zurückzuführen, insgesamt bei den rückläufigen IPO-Zahlen große Voluminas und aus unserer Sicht ist es halt einfach so dass sich dieser vorbörsliche Bereich verschoben hat.

00:19:48: also man wächst vor börselig bevor man an die Börse geht.

00:19:51: in anderen Ländern mag das anders sein Euronext zum Beispiel.

00:19:55: da gibt es durchaus Kleinsegmente wo bewusst also Startup und Wachstumsunternehmen sehr früh auch den Kapitalmarkt für sich suchen um auch über den Kapitarmarkt zu wachsen sich zu finanzieren.

00:20:07: Und vielleicht, auch wenn man über Finanzierungslücken oder mangelnde Investoren in Deutschland spricht ist es eine Möglichkeit wie man Alternativen schaffen kann.

00:20:16: sicherlich würde ich auch recht geben nicht für jeden tragbar und auch nicht für jedes Geschäftsmodell.

00:20:22: So Ralf jetzt mal Butter bei die Fische.

00:20:23: Wie läuft so ein Börsengang ab?

00:20:24: fangen wir mit der Vorbereitung an.

00:20:26: Es gibt ja ganz viele tolle Begriffe wie Prospecting wie Roadshow Bookbuilding.

00:20:30: Was waren so die ersten Steps die ihr genommen habt und was passiert dabei?

00:20:34: Ich glaube die ersten Schritte sind, dass man ohnehin wenn man eine bestimmte Größe erreicht, bestimmte Investmentbanken bei sich automatisch stehen hat, die bei einem anklopfen ihre Beratungsleistung anbieten.

00:20:46: Das kommt automatisch fast automatisch und für uns war es neben den Vorbereitungsarbeiten im rechtlichen und auch im Finanzbereich ging es auch darum zu identifizieren mit welchen Partnern wir das zusammen machen können und zusammenmachen wollen.

00:21:02: Auch die Auswahl der Banken, deren Unterstützten ist eine sehr wichtige Auswahl.

00:21:05: Weil es dort schon signifikante Unterschiede gibt.

00:21:07: Ich werde jetzt hier im Rahmen dieses Gesprächs nicht sagen mit welchen Partnern wir mehr zufrieden werden und mit welchem Partnern weniger zufriedend waren.

00:21:14: Das kann ich eher mal individuell machen.

00:21:16: aber ich glaube die Auswalt der Partner mit denen man zusammenarbeitet also insofern auch die Auswaltung der Bankens mit den man zusammen arbeitet ist glaube ich sehr wichtig so.

00:21:24: Und die Banken sind am Ende des Tages auch die ja eine gewisse Struktur erstmal vorgeben.

00:21:29: Wir waren ja keine IPO-Experten.

00:21:31: Sie sind alles im Management Team, Leute die bestimmte Geschäfte mal aufgebaut haben eine operative Erfahrung haben aber keine Erfahrungen haben für um an die Börse zu bringen und insofern ist der Fahrplan in gewisser Weise dann auch vorgegeben.

00:21:42: da gibt es Erfahrungen auf die zurückgegriffen wird und der Fahrtplan ist auch ein Fahrplan der von den Banken ganz dargestellt wird ein bisschen angepasst auf die eigenen Präferenzen was die Timelines angeht was die Zeiträume angeht.

00:21:54: Aber woher schaust du, wenn du die Banken ausduest?

00:21:56: Also du musst ja nicht sagen welche toll waren welche nicht.

00:21:58: Was für Faktoren siehst du da irgendwie... Also rückblickend vorher wussten wir das nicht.

00:22:01: Ja vorher glaube ich geht man manchmal wahrscheinlich zu naiv an die Auswahl.

00:22:07: wie gesagt die banken haben auch große erfahrung darin sich sehr gut darzustellen und verkaufsexperten das ist ja auch gut sollen sie auch sein.

00:22:14: aber ich glaube rückwirkend es ist wichtig eine Bank zu haben, die die Fähigkeit hat das Geschäftsmodell zu verstehen.

00:22:20: Die die Fährigkeit hat sich in die Firma reinzudenken, die also nicht nur rein begrenzt auf ein sehr eroberflächliches Verkaufen der Transaktion an bestimmte Investoren sich nicht nur damit beschäftigt sondern auch die intellektuelle Kapazität hat das Geschäftsmodel zu verstehen.

00:22:36: Und das ist, wenn wir hier unter uns diskutieren.

00:22:38: Manchmal leichter gesagt als getan und auch von außen sieht ein Delivery-Hero Geschäftsmodell sicherlich sehr konsistent aus und relativ einfacher aus.

00:22:48: aber es gibt eben trotzdem sehr viele Sachen die man verstehen muss und auf sehr viele Sachen die man auf eine gewisse Art und Weise eben auch bestimmten Kapitalgebern erklären muss.

00:22:57: umso besser die Bank des Geschäfts Modells versteht desto besser kann von deren Seite die Vermarktung vorgenommen werden desto Wir kommen gleich dazu bei Sachen wie den Prospekt, der Analystenpräsentation auch mitgehafen werden und auch intellektueller Beitrag generiert werden.

00:23:13: Und deshalb ist es wichtig bei der Auswahl der Banken darauf zu achten und vielleicht zu prüfen, wie sehr können Sie sich in das Geschäftsmodell denken?

00:23:20: Man kann's ja selber wie ein Interviewprozess gestalten.

00:23:23: Auch wenn wir Leute einstellen möchten, möchten wir natürlich verstehen, wie schnell schafft es neuer Mitarbeiter sich in Das Geschäfts-Modell einzudenken.

00:23:30: Genauso kann ich das und müsste ich es eigentlich bei den Banken machen.

00:23:34: glaube ich schon auch auf vergangene Erfahrungen der Banken zuzugreifen.

00:23:38: Es gibt bestimmte Banken, die sich bisher sehr stark mit dem Internet- und Technologiesektor auseinander gesetzt haben.

00:23:43: für andere ist es noch Neuland.

00:23:45: gerade so als im deutschen Raum wo es nicht allzu viele internet IPOs gab würde ich tatsächlich immer auf Banken zurückgreifen, die schon Technologieerfahrung haben und nicht das Risiko eingehen das mit der Hausbank zu machen, die vielleicht da noch nicht sehr viel Erfahrung hat auch wenn es ein anderes Vertrauensverhältnis gibt.

00:23:59: Und die dritte Komponente ist wahrscheinlich trotzdem noch die sehr persönliche Komponentin, man verbringt sehr viel mehr Zeit miteinander.

00:24:04: Mehrere Monate verbringt man Tag und Nacht miteinander, insofern muss auch die persönliche Chemie stimmen.

00:24:10: Auch hier wieder ähnlich wie zu einer Neueinstellung eines Mitarbeiters.

00:24:14: Das muss kulturell passen.

00:24:15: Man muss sich an das Geschäftsmodell eindenken können und es muss ein gewisser Erfahrungsschatz da sein.

00:24:19: Und da gibt's Unterschiede bei den Banken.

00:24:21: Auf Brand geht man zum Beispiel gar nicht, dass man jetzt sagt so wow, Goldman Sachs oder Morgan Stanley, das ist ja so eine große Annahme und das gibt uns irgendwie Credibility Streetcredt bei den Investoren.

00:24:31: So was spielt nicht so die Rolle?

00:24:32: Es spielt, wie gesagt die großen Namen oder einige der großen Namen sind auch die Namen, die sich schon im Technologie- und Internetsektor Namen gemacht haben.

00:24:41: Das schließt sich nicht aus.

00:24:42: also all das was ich gesagt habe, schließs die Großen nicht aus.

00:24:44: Ja es gibt auch bei den Großen wie gesagt Unterschiede aber man muss trotzdem gut abwägen können.

00:24:49: Das zweite ist nicht nur die richtige Auswahl an unterstützenden Banken zu finden sondern auch die richtigen Anzahl an Unterstützenden banken zufinden.

00:24:55: mit jeder Bank die man mit dazu bekommt als unterstützend Partner erhöht sich der Aufwand und erhöhen sich natürlich auch mit unter die Kosten.

00:25:02: Wir hatten sieben Banken, was sehr viel ist.

00:25:05: Und der Aufwand war groß aber es hängt wie gesagt sehr stark davon ab welche Größe man hat mit welchem Ansatz man an die Sache Börsengang rangeht und auch mit dem Volumen des geplanten Börsengangs.

00:25:16: Warum so viele?

00:25:18: Was hat da den Ausschlag gegeben bei euch?

00:25:20: Es gibt eigentlich mehrere Aspekte dann was die eigentliche Arbeit der Banken angeht.

00:25:23: das eine ist dass man ein oder zwei Banken sucht eher um das Projektmanagement auch kümmern und einen durch den Prozess begleiten.

00:25:31: Bei allen Banken die Situation, dass die Banken durch ihren Research unterstützen.

00:25:36: Also jede Bank hat eigene Research-Analisten.

00:25:39: Die Research-Analysten sind die, die später die Investoren erziehen oder die Investorinnen darüber informieren wie das Geschäftsmodell funktioniert als unabhängige Partei.

00:25:49: und jeder Bank und jeder Research- Analyst von jeder Bank schreibt eben einen sehr ausführlichen Bericht über die Firma.

00:25:55: Insofern ist es wichtig auch hier die Bankens danach auszuwählen.

00:26:02: und es gibt's... In der Medienlandschaft haben wir die YouTube-Follower und die Influencer, denen die Leute zuhören.

00:26:07: Die sich einen Namen gemacht haben.

00:26:10: Und für mich war das so ein bisschen eine Parallele zu diesen Research-Analists.

00:26:14: Es gibt wirklich Research-Analysts, die sich einen Name gemacht haben... ...die eine bestimmte Community an Investoren haben,... ...die sich immer wieder gegenseitig suchen.

00:26:23: Und ein Research- Analyst ist auch so ein bißchen jemand, der wie gesagt durch sein eigenes Ego und seine eigene Persönlichkeit sich gut verkauft eben verkauft, uns da die richtigen Influencer zu haben und Leute zu suchen, die bei den Banken angedockt sind.

00:26:39: Die sich mit Technologie gut auskennen, die einen guten Namen haben – das ist wichtig!

00:26:43: Und wieder auf die Anzahl der Banken zurückzukommen... Es ist nicht unbedingt wichtig so viel Research wie möglich zu haben weil, wie gesagt dahinter steckt auch viel Aufwand aber da die richtige Auswahl von Research-Analysten zu haben.

00:26:54: Insofern wenn wir jetzt sieben Banken gehabt haben dann haben wir einige Banken ausgewählt aufgrund ihrer Bereich sehr gut sind.

00:27:02: Wenn man andere Banken ausgewählt, weil sie vielleicht gut sind im gesamten Projektmanagement bei der Umsetzung.

00:27:07: und der dritte große Aspekt beim Ausfall der Banken ist die sogenannte Distributionsmöglichkeit.

00:27:12: Das heißt wie gut ist die Bank aufgestellt was Investorenkontakte angeht?

00:27:17: Was den eigentlich späteren Verkaufsprozess angeht?

00:27:19: Und hier gibt es sicherlich auch Unterschiede, gerade auch regionale Unterschiede.

00:27:22: Es gibt die globalen Banken und dann Bank mit einem etwas stärkeren regionalen Fokus über die da den regionalen Investoren vielleicht im deutschsprachigen Raum auf bestimmte sehr effizienter und effektive Weise angesprochen werden können.

00:27:33: also diese drei Faktoren Distribution, Research Generatives Projekt Management.

00:27:37: Da gibt's keine Bank die in allen drei Aspekten super genial top ist sondern ich habe so... Ich füge das wie so ein Puzzlestück zusammen.

00:27:45: Spannend!

00:27:45: Spannend.

00:27:45: Bedeckt sich das mit deiner Erfahrung?

00:27:47: Ihr müsst als Marktplatz neutral sein, aber... Absolut!

00:27:50: Also ich glaube dem kann man nicht allzu viel hinzufügen.

00:27:53: letztendlich muss man halt einfach auch gucken, was ist die Aufgabe der Bank.

00:27:56: Neben dem ganzen Management eines IPO-Prozesses, wenn man nicht zusätzlich noch mal einen IPO Berater hat, ist das eine der wesentlichen Funktionen aber natürlich dann auch die Platzierung der Wertpapiere und dazu gehört es natürlich dass man eine entsprechende Reichweite zu investieren hat und über eine entsprechenden Research Coverage auch, dass man diese zur Verfügung stellen kann für das Unternehmen.

00:28:17: Und am Ende des Tages ist natürlich auch eine Komponente, die vielleicht irgendwie nicht erwähnt worden ist wesentlich ist, auch für das Unternehmen und auch für die Altaktionäre letztendlich die Bewertung des Unternehmens.

00:28:30: Bank ist entscheidend eben eingebunden bei der Bewertung des Unternehmens und dann natürlich auch beim Pricing.

00:28:37: Man hört es immer oft und gerne, ich find's eigentlich ganz gut dass du jetzt nicht das so in den Vordergrund gestehlt hast weil viele bei ihrer Entscheidung ob sie sich für eine Bank entscheiden oder nicht lassen sich oft gerne auch bei der Thematik leiten was ist der Preis dem man mir verspricht den ich erzählen kann über einen IPO?

00:28:54: Ich glaube wenn man das so einseitig wirklich auf diese monitäre Komponente runter bricht sich das einfach.

00:29:00: Ich glaube, dass es richtig und gut ist so wie du das aufgegliedert hast anzutreten und sich das als ganzheitliches anzugucken.

00:29:07: Und am Ende natürlich auch zu sagen, das muss auch stimmen.

00:29:09: man arbeitet sehr lange zusammen über einen sehr engen Zeitraum und sehr viele Stunden auch gerade in den Endphasen.

00:29:16: da ist schon wichtig, dass man ein Draht zueinander

00:29:19: hat.

00:29:19: Aber Preisfindung ist ja ein gutes Stichwort!

00:29:21: Wie geht man mal sowas vor?

00:29:23: Bei uns war es tatsächlich so gewesen, dass wir uns vor allem angeschaut haben wie das gesamte Projekt-IPO umsetzbar ist.

00:29:33: Und wie sind wir danach immer noch in der Lage, die Story weiterzuschreiben?

00:29:37: Wir haben von Anfang an gesagt und das auch so die Art und Weise, wie wir über Deliver Hero nachdenken.

00:29:41: Das trotz unserer Größe, die wir jetzt haben gemessen an dem Gesamtpotentialen noch super klein sind.

00:29:47: Und dass wir im Grunde genommen die Firma eher für die nächsten zehn Jahre aufstellen.

00:29:51: Insofern war es keine Überlegung, wie wird kurzfristig vielleicht den Wert der Firma Marktkapitalisierung optimieren können.

00:29:58: Sondern es war viel mehr gewesen – Wie schaffen wir eine Struktur des Verständens die Rahmenbedingungen, um nach IPO was für uns eine Finanzierungsmöglichkeit ist.

00:30:07: Eine strukturelle Maßnahme ist eigentlich das, was wir vorher gemacht haben weiterzumachen plus auf dem professionelleren Niveau.

00:30:12: Nachher zum Ende des gesamten Projektes wird man eben seine Analystenpräsentationen gemacht hat wenn die Research Analyst ihre Reports geschrieben haben, wenn die research analyst die ersten Investoren getroffen haben.

00:30:22: Wenn man selber auf der Roadshow war oder während man auf der roadshow ist und anfängt die ersten Orders zu bekommen und die ersten Zusagen zu bekommen von Investoren, die dann sagen ich möchte X Millionen investieren.

00:30:34: Dann muss jeder Investor dafür einen gewissen Preis definieren.

00:30:37: Und vorher natürlich legt man eine gewisse Preisspanne fest, die sicherlich auch durch diesen Research-Prozess stark beeinflusst ist.

00:30:45: aber im Grunde genommen war der Preis sicherlich auch sehr stark getrieben, einfach vom Demand den man hat.

00:30:51: Wir sind am oberen Ende der Preisspanne auf den Markt gegangen weil wir vielfach überzeichnet waren.

00:30:56: insofern war das dann die sinnvolle Konsequenz dessen gewesen.

00:31:00: aber wir sind nicht rausgegangen und gesagt es muss eine bestimmte Bewertung sein.

00:31:03: wie gesagt man gibt ne Range an.

00:31:05: Aber die Range ist eigentlich eine sehr sachliche Die auch als Resultat von vielen Überlegungen Investoren Feedback Research Analyst Dokumentation einfach erarbeitet wird.

00:31:15: Wir hatten auch ein bisschen den Vorteil dass es eben auch noch andere gelistete Firmen im gleichen Segment gibt.

00:31:20: Es gibt ein Just Eat in Großbritannien, es gibt einen Grubhub in den USA.

00:31:24: Insofern gibt's eine Referenzwert.

00:31:25: also das war sicherlich.

00:31:26: bei Geschäftsmodellen die ganz neu an der Börse sind ist da sicherlich ein etwas schwierigerer Prozess.

00:31:32: aber gerade wenn man vergleichbare Unternehmen in dem Segment hat hat man zumindest seinen Anhaltspunkt an dem sich dann die Research-Analysen die Bank und Investoren festhalten kann.

00:31:41: Kannst du mal sagen für Leyen was Überzeichnen bedeutet?

00:31:43: Und ob das jetzt was Gutes oder Schlechtes ist?

00:31:45: Man kann sich glaube ich denken immer mit einem Nebensatz, ich versuche auch mal ein bisschen Leute die nicht so tief drin sind abzuholen.

00:31:50: Also wenn wir im ganz einfachen Beispiel bleiben, wenn man Vorhat über die Böse hundert Millionen an neuem Kapital aufzunehmen.

00:31:58: Man gibt also hundert Million oder den Gegenwert von Hundert Millionen in Aktien in neuen Aktien aus und gleichzeitig gibt es vielleicht eine angenommene Zahl existierende Investoren, die im Gesamtwert von hundert Mio.

00:32:10: ihre Aktien verkaufen wollen, dass diese sogenannte Secondary Komponente und die neuen Aktie, die man ausgibt um damit Geld für die Firma einzunehmen ist die sogenannte Primary Komponente.

00:32:18: Wenn man das beides zusammennehmen würde In diesem Rechenbeispiel hätte man ein Gesamtvolumen von zweihundert Millionen und für diese Zweihundert Millionen sammel ich Angebote oder sogenannte Orders von Investoren ein.

00:32:28: Wenn ich statt zweieinhalb Millionen einen Gesamtvolumen an Orders vom Vierhundert Million habe, dann bin ich eben zweifach überzeichnet.

00:32:35: Wenn Ich sechshundert millionen habe, Dann bin ich dreifach auch überzeichnete.

00:32:38: Wie splitest du das?

00:32:38: Wenn jetzt ein Investor sagt, ich möchte für zwanzig Millionen investieren, machst Du dann zehn Millionen Primary und zehn Millionen Secondary da wie so läuft sowas.

00:32:45: Also in Absprache mit den Investoren und auch unter Berücksichtigung des möglichen Gesamtvolumens und der möglichst zu erwartenden Gesamtkapitalisierung der Firma überlegt man sich die richtige Balance zwischen dem sogenannten Primary-Anteil, also dem Geld das neu aufgenommen wird.

00:32:59: Und ihn die Firma geht und im Secondary-Ainteil.

00:33:01: Man möchte den existierenden Investoren wenn es dafür die Möglichkeit gibt und das Gesamtsmarktvolumen dafür ausreichend.

00:33:08: Man will einigen von den sehr frühen Investoren die Möglichkeit geben im Börsengang zu partizipieren oder zu teilen zu partizipieren.

00:33:15: Und diese Möglichkeit räumt man ein, diese Möglichkeit ist manchmal auch vertraglich schon in bestimmten Shareholder Agreements vorgesehen.

00:33:21: Man hat mit all diesen Shareholders dann bestimmte Absprachen, hängt davon ab wie die vertraglichen Vereinbarungen auch mit diesen Shareholder sind und die Firma zusammen mit den Banken legt fest wie das Gesamtvolumen aussieht und das Gesamtsvolumen wird dann rein rechtlich oftmals pro Rater auf die einzelnen Investoren runtergebrochen und die dann pro Rata an dieser Gesamtkomponente teilnehmen können.

00:33:40: Hast du, wenn du Secondary Anteile kaufst?

00:33:42: Dann wie das im VC-Geschäft auch so ist.

00:33:44: Zum Beispiel auf weniger Rechte.

00:33:45: Also sind deine Aktien dann ein Stück weit weniger wert.

00:33:47: oder egalisiert sich das mit dem Börsengang?

00:33:49: Das egalisiert es sich damit den Börsengang also in der Regel... Also Facebook ist jetzt zum Beispiel so'n Beispiel ne?

00:33:56: Die Expertin kann mich korrigieren!

00:33:57: Aber an unserem Fall war's vorher schon so und auch im Nachhinein an die Aktien mit gleichen Rechten versehen.

00:34:03: Man hat die Möglichkeit bei einer Rechtsform, je nachdem welche man wählt für sich.

00:34:07: Natürlich auch Aktien mit unterschiedlichen Rechten auszugeben.

00:34:10: Man kann Vorzüge ausgeben und nur sich für Stämme entscheiden.

00:34:14: Ich glaube da ist man frei in der Wahl wie viele Aktiengattungen man für sich vorsieht.

00:34:19: Es lässt sich immer alles verargumentieren.

00:34:22: also es ist jetzt nicht so dass das eine besser oder schlechter ist.

00:34:25: wir haben ganz große Gesellschaften aus dem DAX auch die mit verschiedenen Gattung auch operieren.

00:34:30: ich glaub was wichtig ist zu verstehen, dass es dann keine Unterscheidungen gibt.

00:34:34: Also alle Wertpapiere einer Gattung haben dann immer die gleichen Rechte.

00:34:38: also da gibt's auch keine Unterschiede.

00:34:40: Da kann man

00:34:41: auch vertraglich nicht anders regeln?

00:34:42: Ich frag so ein bisschen weil bei Facebook ist das ja so bekannt als Max Zuckerberg irgendwie sehr sehr starke Mitbestimmungsrechte auf verhältnismäße geringer sozusagen Prozentanzahl am Unternehmen aber hat.

00:34:51: von daher... Das gibts zum Beispiel

00:34:53: auch bei KGA-Strukturen also die Möglichkeit Komplimentier oder Kommandatist eben unterschiedlich mit Rechten ausgestaltet bin.

00:35:02: Aber in Deutschland ist es nicht möglich, rechte einer Gattung unterschiedlich zu

00:35:06: gestalten.".

00:35:07: So jetzt wenn man an die Börse geht, Investoren haben ja eigentlich mal so typische Lockup-Perioden, zudem man sich auch teilweise freiwillig verpflichtet und ich glaube muss man sich sogar freiwilligen verpflichten, das ist ein ungeschriebenes Gesetz.

00:35:16: also stellen wir uns schnell.

00:35:17: verscheuern können sie ja eigentlich nicht, wenn mir an die bürse geht?

00:35:20: Oder verstehe ich das falsch?

00:35:21: Also es gibt eine Lockupperiode für Investoren, die schon zum Beispiel vor dem IPO in der Firma investiert waren.

00:35:27: Die Lockupperiode hat glaube ich einen bestimmten Rahmen.

00:35:29: Ich glaube typischerweise sagt man zwischen sechs und zwölf Monaten.

00:35:32: existierende Shareholder können im Rahmen des Bösengangs partizipieren als Teil des Gesamtvolumens und sind danach erst mal für eine gewisse Anzahl von Monaten eingelockt.

00:35:42: Vielleicht einfach nur da zur Ergänzung.

00:35:44: Also es gibt keine Verpflichtung an sich, tatsächlich ein Lock-up zu vereinbaren im Rahmen eines IPO's.

00:35:50: aber das ist einfach eine Investorenfrage.

00:35:53: Macht nicht

00:35:53: den guten Einen oder?

00:35:55: Ja also ich

00:35:55: meine... Es

00:35:56: ist natürlich immer auch von der Storyline die man verfolgt.

00:35:59: Das ist sicherlich durchaus berechtigt wenn Investoren jahrelange investiert sind und für sich einen Börsengang nutzen um auszusteigen aus dem Investment.

00:36:09: Sonst würden ja verschiedene VCs so was auch eventuell für sich gar nicht in Erwägung ziehen.

00:36:14: Wenn ich irgendwann mal die Idee wäre, einen Exit für sich zu sehen und ein Börsengang ist eine Möglichkeit das zu tun.

00:36:21: Das lässt sich auch hören.

00:36:23: es lässt sich im Rahmen eines IPO's hören ist auch verständlich Ich glaube was natürlich immer schwierig ist wenn man das nicht erklären kann wenn der Eindruck entsteht dass altaktionäre Kasse machen wollen.

00:36:33: das ist immer so ein bisschen unter dem das Ganze steht und sicherlich um da so ein bissel nicht den Eindruck zu erwecken Und auch eine Planungssicherheit Vielleicht auch nicht Volatilitäten im Wert zu haben.

00:36:44: Es ist ganz wichtig, dass man mit so einem Instrument Lockup arbeitet und ich glaube das ist etwas was am Ende des Tages die Bank, die das Ganze begleitet dann auch empfiehlt und auch sehen möchte, in ihren Verträgen.

00:36:55: So jetzt war Storyline ein gutes Stichwort.

00:36:57: Prospecting ist ja ein zentraler Aspekt wenn man an die Börse geht.

00:37:00: vielleicht kannst du ja mal wieder gehen mit eigenen Worten was da so passiert was das ausmacht weil dass es ja eigentlich einer der Momente wo man so eine Storyline reingießen kann und Investoren einen Stück weit in Verbindung mit der Investorenpräsentation für sich zu gewinnen?

00:37:12: Ich glaube das ganze Thema ich würde es mal eher als Thema Dokumentations zusammen fassen steht eigentlich unter zwei verschiedenen Überschriften.

00:37:18: auf der einen Seite geht's um die sehr genaue Dokumentation des existierenden Geschäfte.

00:37:23: mit allen Zahlen, mit allen maßgeblichen Verbindlichkeiten.

00:37:27: Mit allen rechtlichen Strukturen und allen Kennziffern die es gibt.

00:37:30: Die sowohl im Prospekt als auch in der Analystenpräsentation und damit auch in den Analystenreports wieder auftauchen... ...als auch wie du es umfasst hast mit der Storyline.

00:37:39: Das heißt was macht die Firma?

00:37:40: Wo geht sie hin?

00:37:41: Welche Perspektive hat sie?

00:37:43: Was sind die Werte der Firma?

00:37:44: Was ist die Wachstumsmöglichkeiten?

00:37:46: Was denn?

00:37:46: die möglichen zusätzlichen Geschäftsfelder?

00:37:49: Die sogenannte Equity-Story oder die Storyline?

00:37:51: Und da sind diese beiden Komponenten.

00:37:53: Und die beiden Komponenten sind gleichwertig und wie gesagt haben eine unterschiedliche Ausprägung in den verschiedenen Dokumentationen.

00:37:59: Die Hauptdokumentation ist eben der Prospekt, den die Firma selber erstellt oftmals im Zusammenhang mit externen Anwälten weil das ein sehr komplexer Prozess ist.

00:38:07: Es gibt die Analisten-Präsentation, also die wir als Firma zusammen mit den Banken erstellt haben und als dritte Gruppe von Kerndokumente gibt es eben die Analistensreports, die ja von den Analisten geschrieben werden aber auf Basis der Analistenpräsentation und auf Basise der Informationen, die wir geben.

00:38:21: Ich glaube, der Aufwand den Status Co.

00:38:26: die Kennzahlenstrukturen Prozesse Daten der Firma zu aggregieren ist riesig groß und von all den Firmen mit denen ich bisher geredet habe auch in die Börse gegangen sind.

00:38:36: nicht eine Arbeit die nicht unterschätzt wird aber man trotzdem komplett überwältigt ist vom Aufwand der da aufgebracht werden muss.

00:38:44: Am Ende des Tages sind das schon mehrere Monate Tag- und Nachtarbeit, die dort reingehen.

00:38:49: Und das hängt natürlich auch hier wieder von der Firma ab und vom Geschäftsmodell und von der Komplexität.

00:38:54: Delivery Heroes ist eine Firma, die in zweiundvierzig Ländern unterwegs ist, die sehr viele Ländergesellschaften hat, teilweise noch Gesellschaften auf Zwischenebene, teilweise mehrere Gesellschaften pro Land.

00:39:03: Es gibt also wahnsinnig viele Kennzahlen, wahnsinnige Strukturen, wahnsinnig viele Rechtsformen... ...und der Aufwand war immens gewesen!

00:39:10: korrekt zu dokumentieren und auch prüfen zu lassen, weil ein Großteil dieser Informationen, die dann am Prospekt auftaucht geprüft werden muss.

00:39:17: Es gibt dann die Auditoren, die diese Information bestempeln und sagen ja das stimmt auch so.

00:39:22: Das ist ein riesengroßer Aspekt das erst mal zusammenzubringen.

00:39:24: und auch hier wieder darauf zurückkommend was ich eingangs gesagt habe dass wenn man von Anfang an als Firma Rechtsstrukturen uns seine Finanzen und die Strukturen im Finanz- und Controlling Bereich von Anfang An sauber aufstellt Und von Anfang an darauf wert legt es eine sehr gute Finanzabteilung zu haben, um so leichter habe ich's später.

00:39:43: Weil wenn ich das auch nicht schon anfangs mache kann ich später sogar in einer Situation kommen die ist mir gar nicht erlaubt an die Böse zu gehen und es mag trotzdem die Möglichkeit geben für bestimmte Firmen privates Kapital aufzunehmen weil der Grad an Informationen bereitgestellt werden muss trotzdem geringer ist, als das was ich beim Börsenkrank offenlegen muss.

00:40:00: Und deshalb es gab oftmals Kommentare und Meinungen dazu dass man gerade wenn man ein Geschäft von Anfang an aufsetzt sich vielleicht die ersten Monate nicht darum kümmern muss gute Finanzstrukturen aufzubauen und sich lieber auf Marketing und Vertrieb und Produktentwicklung kümmeren soll.

00:40:13: aber im Grunde genommen wenn man ambitionierte Pläne hat und wirklich mal langfristig die Idee hat daraus eine große gelistete Firma zu machen kann man damit nicht früh genug anfangen.

00:40:23: Und das gleiche eben auf der Rechtsperspektive.

00:40:25: Die letztere Komponente, nämlich die Equity Story sich auch zu überlegen welche Richtung es geht welches Wachstum ums Potenziales gibt wie die Geschäftsmodelle funktionieren und vielleicht ergänzt werden können.

00:40:35: dass in der Tat was ja Idealerweise natürlich jede Firma hat und jede Firma sollte ihre Visionen und Strategie haben, was aber glaube ich im Rahmen dieses Bösengangs nochmal eine schöne Auffrischung erlebt.

00:40:45: Weil man sich eben dafür gezwungenermaßen noch viel mehr Zeit nehmen muss um sich das zu überlegen und dass eigentlich eine sehr schöne konstruktive wertvolle Arbeit war weil man sich oftmals in einem schnell wachsenen Unternehmen nicht alle paar Wochen wieder hinsetzen sagt ist die Vision auch die richtige und... Wollt man sich versuchen PR-Agentur eigentlich rein oder macht man das innenhausen mit den Banken?

00:41:06: Also die Equity-Story haben wir selber entwickelt.

00:41:08: Natürlich haben die Banken die richtigen Fragen gestellt und haben uns dort unterstützt, aber eher bei der Dokumentation unterstützt weil der Inhalt kam von uns.

00:41:15: Per Hilfe und Support holt man sich nur wenn es darum geht das wirklich in der Presse darzustellen.

00:41:19: also fürs Aufschreiben der Equity Story sollte man möglichst alleine... Ich würde mir vorstellen dass viele das nicht können so in Worte kleiden.

00:41:26: ich habe ja mal als Benchmark gesagt bekommen drei bis sechs Monate Prospecting, fünfhunderttausend Euro.

00:41:31: ist das so grob richtig?

00:41:32: Also zu den Zahlen ist dann natürlich auch immer eine Spanne, die man da irgendwie nennen muss.

00:41:38: Sicherlich gibt es auch schon Prospekte von hunderttausend Euro.

00:41:41: wenn's jetzt wirklich nur um den Prospekt selber geht.

00:41:43: also es gibt ja verschiedene Kostumpositionen bei so einem IPO.

00:41:46: vielleicht kann man da ja noch mal zwei drei Sätze dazu sagen Vielleicht aber einfach trotzdem nochmal auch um die Wichtigkeit des Prospekts zu illustrieren oder sich vielleicht in der ein oder andere das hört sagt denn er ist sehr toll.

00:41:58: dann bin ich mit meinem Management beschäftigt die Monate um diese Dokumentation zu erstellen irgendwie davon abgehalten, mein Geschäftsmodell voran zu treiben.

00:42:09: Und es ist sicherlich auch so dass das Management irgendwie also auch prozentual von den Leistungskapazitäten dreißigvierzig Prozent mit Sicherheit auf den IPO verwenden muss.

00:42:18: und man stellt sich natürlich dann schon die Frage warum sollte man das denn machen?

00:42:21: ja?

00:42:21: Warum sollte man denn nicht gucken ob man sich anderweitig finanziert über eine Bank oder weiter über VCs?

00:42:27: Ich glaube wichtig ist da zu verstehen dass diese diese Transparenz die da gezeigt wird in Investoren nichts anderes ist als was man am Ende des Tages vielleicht in einem Klärmium umfangt, aber doch auch bei einer Bank machen muss.

00:42:39: Auch eine Bank will zahlen sehen und eine Bank macht eine due diligence wenn sie entsprechende Kredite ausreicht.

00:42:45: genauso ist es auch am ende des tages mit einem vc und auch da ist es vielleicht auch ihr so dass er einen dann noch viel enger an die kandaren nimmt wenn es um die investitionen oder fortentwicklung des unternehmens geht und die entscheidung dann auch das menschen also insofern ich glaube das ist schon vergleichbar sollte auch zumindest Informationen erhalten, anhand derer er sich einen Urteil darüber erlauben kann.

00:43:11: Ob es dieses Unternehmen wert ist?

00:43:12: Dass man sein Geld dort investiert.

00:43:14: also ich glaube wenn man das so voran stellt dann kann man das ein bisschen entmystifizieren.

00:43:18: und ich glaube wichtig ist in der Tat was du sagst reift dass man zeitig sich einfach Strukturen überlegt und Gedanken macht, wie man das aufsetzt.

00:43:26: Und diese Arbeit muss man einmal tun.

00:43:28: Das tut dann weh, wenn man das gerade von einem IPO macht... ...und nicht schon von Anfang an sich so organisiert hat,... ...dass man diese Strukture halt einfach mitbringt.

00:43:37: Dann ist es natürlich aufwendiger!

00:43:39: Und dann kann es von der Zeit hier, die man braucht auch für so ein IPO oder so einen Draften von einem Prospekt,... ...kann das halt einfach am bedeuten länger dauern?

00:43:46: Dazu gehört es natürlich, dass man Rechnungslegungsvorgaben berücksichtigt.

00:43:50: Wenn man an den Kapitalmarkt will, muss man zwingend IFS berichten.

00:43:54: Es sei denn, man geht in draußen regulierte Segmenten da gibt es durchaus Ausnahmemöglichkeiten.

00:43:59: aber alleine das wird eben dazu dass man sich von seinem Kontrollingsystem und von seinem Rechnungswegen einfach so aufstellen muss, dass man das bedienen kann.

00:44:08: So, jetzt

00:44:08: müssen wir uns noch in zwei Geheimnisse einweilen.

00:44:11: Einerseits wie funktioniert so eine Roadshow?

00:44:13: Wie läuft das ab?

00:44:14: Wie fühlt sich das an?

00:44:14: Muss man es dir so vorstellen dass du da an irgendwie drei vier fünf Locationen fliegst, triffst irgendwie im halbstunden Tag Investoren deine Bank sitzt neben dir und du erzählst immer die gleiche Story?

00:44:22: oder wie löscht das ab?

00:44:23: Also insgesamt war die Roadshow sicherlich ne einzigartige Erfahrung Die glaube ich im Leben so nicht nochmal wiederkommt War ein unglaublich emotionales Erlebnis.

00:44:32: Vom Ablauf her ist es so, dass es einen bestimmten Kalender gibt.

00:44:35: Typischerweise hat man die Roadshow über zwei Wochen verteilt.

00:44:38: Man ist jeden Tag woanders... Man fängt weiß ich nicht in Frankfurt an, macht dann nach London und fliegt danach nach New York.

00:44:43: Macht Boston, San Francisco, Harrys Stockholm was auch immer.

00:44:47: also man ist jeden Tag eigentlich woanders.

00:44:49: Man hat in der Regel so sechs bis zehn vielleicht sogar auch zwölf Meetings am Tag zwischen durch noch auf dem Weg zum Meetings noch Telefongespräche mit bestimmten Investoren die in einer anderen Zeitzone sind.

00:45:00: Man finkt oftmals früh um sieben mit dem ersten Meeting an.

00:45:02: Man beendet abends um weiß ich nich dreiundzwanzig Uhr das letzte Gespräch.

00:45:06: Man had dann vor den sieben Uhr Meetings und vielleicht auch nachts die Gespräche mit den Banken und das Update zum sogenannten Book Building Prozess.

00:45:14: Und muss dann irgendwann ja auch noch fliegen, also es ist eine super intensive Zeit wo man wenig schläft voll mit Adrenalin ist weil's eben drauf ankommt wo man in der Tat viele Sachen wiederholt wenn man im Laufe des IPO-Prozesses die Investoren schon einige Male getroffen hat, was man machen sollte.

00:45:34: Im Rahmen dieses sogenannten Pilotfishings oder auch bevor der IPO-Prozess losgeht, sollte man eigentlich versuchen gute Kontakte und Gespräche und viele Gespräche mit Investoren schon zu haben umso besser verstehen die das Geschäftsmodell.

00:45:44: Wenn man Glück hat ist dann während der Roadshow sind die Gespräche sehr stark auf bestimmte Fragen begrenzt so dass man nicht einfach immer wieder durch die Präsentation geht.

00:45:52: also wir hatten tatsächlich den Fall gehabt, dass wir in den meisten der Roadshore Meetings ganz konkrete Fragen gestellt bekommen haben auf Basis des Prospektes Präsentations zu bestimmten Datenpunkten.

00:46:02: Man muss den Prospekt im Grunde fast auswendig kennen, weil man zu bestimmte Datenpunkte gefragt wird was war dann in dem Land XYZ?

00:46:10: Das muss man alles gut verstehen und ich glaube dass die Roadshow auch zum großen Teil aus Investorenperspektive dazu dient nochmal das Management Team kennenzulernen und dass das eine sehr starke emotionale Komponente hat.

00:46:22: Weil in dem Moment, wo die Roadshow stattfindet was so eine oder zwei Wochen vor dem eigentlichen Listing-Datum ist haben die Investoren schon ihre Hausaufgaben gemacht.

00:46:30: Die haben den Prospekt gelesen, also die Analysten Reports gelesen.

00:46:33: Sie haben sich mit den Analystern selber schon getroffen, sie haben auch vorher schon mal gewisse Interaktionen gehabt und im Grunde genommen geht es darum nochmal zu sehen... mit welchem Selbstbewusstsein, mit welcher Sicherheit?

00:46:44: Mit welchen Schlussbemerkungen.

00:46:46: Mit welcher Begeisterung das Management unterwegs ist.

00:46:49: und so glaube ich dass bestimmt fünfzig Prozent des Wertes der Roadshow im Auftreten lag und nur ein anderes Fünfzig Prozent in den tatsächlichen Informationen die da noch überkommen.

00:46:59: Und das Spannende an diesen Meetings ist eben, dass man läuft bei jeder Firma bestimmt anders.

00:47:03: aber also bei uns war es nach relativ wenigen Stunden und nach relativ kurzer Zeit Unser Buch voll hatten, also wir genug Orders von Investoren hatten um den Börsengang durchführen zu können.

00:47:14: Diese Nachricht auch nach draußen geht und ab diesem Zeitpunkt sich die Welt zum ersten Mal umdreht die bei einem anklopfen und sich das erste mal anfangen selber zu verkaufen.

00:47:26: Und ich habe über die letzten fünfzehn Jahre, die ich verschiedene Unternehmen begleitet habe immer den Fall andersrum gehabt dass man bei Investoren angeklopft hat und gesagt hat wie toll man ist und wie genial das Geschäftsmodell ist.

00:47:38: Es gab dann sehr spannende Situationen, dass uns bestimmte Investoren ihre... Präsentationen geschickt haben und uns erklärt haben, wie ihre Investmentphilosophie ist.

00:47:46: Und warum sie unbedingt beim IPO mit dabei sein möchten.

00:47:49: Es gibt wahnsinnig viel Emotionen und Eindrücke.

00:47:52: Ich glaube für uns alle war es so ein Prozess... ...und bis zum Tag der ersten Roadshow.

00:47:58: Ja das war nicht greifbar!

00:48:00: Wir haben's nicht für wahrgenommen mehr, dass das passiert.

00:48:03: Dann isst man auf der Roadshow und auch das erste Mal wo man vorher erst mal einen monatelangen Tag und Nacht beschäftigt.

00:48:09: Und dann realisiert man, das klappt jetzt Das ist passiert.

00:48:12: Und dieses Gefühl dann zu realisieren, dass es klappt und das ist passiert... ...und dann fällt auch so ein bisschen.

00:48:16: man arbeitet monatelang daran Tag und Nacht.

00:48:18: Es fällt einem Stein vom Herzen ein, wir haben's irgendwie scheinst zu schaffen!

00:48:22: Und dann dieser Moment wenn man am Ende der Roadshow in Frankfurt auf dem Börsenpaket steht... ...die Glocke geläutet wird und die erste Preise gerufen wird... ...das ist schon sehr emotionaler Moment wo ganz viel von einem abfällt was so die Arbeit vor allem der letzten Monate ... und fast schon Jahre anging.

00:48:40: Kommt es so kurz nach Heirat- und Kinderkriegen?

00:48:42: Heiraten weiß ich nicht, aber nach Kinderkrägen kommt's.

00:48:44: Ich war noch nie verheiratet.

00:48:47: Kinder habe ich zwei.

00:48:49: Sehr gut sehr gut!

00:48:50: Was ist denn eigentlich wenn du von einem Investor redest,... ... kannst du vielleicht mal sagen wer das eigentlich isst?

00:48:55: Das ist ja jetzt nicht Lieschen Müller... Also das ist ja in der Regel keine Privatperson.

00:48:59: Wen trifft man da?

00:49:00: was trifft bei der

00:49:01: Akteure?!

00:49:01: Also man trifft im Grunde genommen so mit die größten Finanzinvestoren, teilweise die es auf der Welt gibt.

00:49:07: Große Fonds, die in Firmen und Infrastruktur in Länder investieren – also man trifgt auch Family Offices.

00:49:13: aber im Grunden genommen war ja sogenannte Demand oder Nachfrage nach... Was unsere Story und was Delivery Era angeht so groß, dass wir das große Glück hatten mit den großen Finanzinvestoren und großen Investmentfonds dieser Welt uns zu treffen.

00:49:25: Also die, die wirklich für viele Kapitalflüsse in dieser Welt zuständig sind.

00:49:28: Und von denen dann nochmals Vertrauen zu bekommen gibt einem unglaublich viel Rückenwinds.

00:49:33: Wir sind dann nachdem wir in Frankfurt die Glocke geleutet haben hier nach Berlin alle zusammen zurückgekommen, haben eine große Party im Büro gemacht, haben sie verschiedenen Etagen in richtige Dancefloors umgewandelt Und es gab nochmal der ganzen Organisationen großen Kick.

00:49:47: weil das ein Vertrauensbeweis auch war für das, was man macht.

00:49:50: Strukturell bist du hinterher wahrscheinlich auch ganz anders aufgestellt oder so?

00:49:53: Ich meine, du kannst ja viele Dinge nicht mehr so sagen wie du sie sagen möchtest oder musst sehr genau überlegen.

00:49:57: Du wirst wahrscheinlich viel krasser durchchirachisiert sein.

00:50:00: hier FAS haben wir schon gehört mit solchen Rechnungslegungsvorschriften ist das grob anders hinterher?

00:50:04: Man ist wirklich ein deutliches Stück professioneller aufgestellt was die Prozesse angeht gerade wie gesagt im Finanzbereich und dem rechtlichen Bereich.

00:50:12: man hat natürlich im Rahmen des IPO's und vorher wahnsinnig viel aufgeräumt auf sehr fokussierte Art und Weise.

00:50:18: Man hat durch dieses Aufräumen, das Strukturieren viel hinzugelernt und weiß sozusagen für die weitere Entwicklung des Geschäfts wie man es einfach jetzt in diesem Format weiter betreibt.

00:50:26: also das stimmt schon dass es da professioneller standardisierter teilweise geworden ist.

00:50:30: Auf der anderen Seite ist es so dadurch dass wir einen erfolgreichen IPO hatten sind wir seitdem auch wieder an der Lage uns sehr aufs Geschäft zu konzentrieren dadurch, dass man nicht alle drei oder sechs Monate aber noch immer wieder einen privaten Fundraising-Prozess anstoßen muss und immer überlegen muss wo bekomme ich das nächste Kapital her?

00:50:49: Oder da wachsen.

00:50:50: Oder ist gerade auch oftmals in privater Umgebung mal nochmal eine andere Bordzusammensetzung hat, wo Investoren auf verschiedene Interessen vertreten.

00:50:58: Das ist alles jetzt wenn man öffentliche gelistete Firmen als institutionalisiert.

00:51:02: Investoren haben einzelne Investoren nur sehr, sehr begrenztes Mitspracherecht.

00:51:07: Es gibt einen offiziellen Aufsichtsrat.

00:51:09: Der Aufsitzrat kontrolliert und überwacht das Management Und all das gibt einem schon die Möglichkeit auch sich sehr stark wieder aufs Geschäft zu konzentrieren und wenig abgelegen zu sein.

00:51:18: Ich glaube dass was man haben muss ist die Disziplin die Zahlen unter Kontrolle zu haben Die Disziplinen sich an die Zahlen und den zahlen Rahmen über die nächsten Quartale oder Monate zu halten.

00:51:28: Das ist wie eine Frage des Geschäfts.

00:51:29: Wir haben ein sehr verlässliches Geschäftsmodell, ein sehr stabiles Geschäfts-Modell auch ein Geschäfts Modell was sich sehr gut prognostizieren lässt.

00:51:37: Weil es eben sehr stark auf dem Wiederverkaufsverhalten der Kunden beruht und insofern ist es für uns vielleicht nicht so eine große Herausforderung gewesen mit einer sehr starken Verlässlichkeit und mit gutem Gewissen zu sagen wo sie die Zahlen hin entwickeln können.

00:51:51: das ist bei anderen Geschäfts modellen leicht etwas schwieriger diese mehr mögliche Änderungen auch unterworfen sind.

00:51:57: letzte Frage Hast du Learnings aus diesem ganzen Prozess, was du vielleicht beim nächsten Mal anders machen würdest oder was du so sehr intensiv als Erfahrung mitnimmst?

00:52:05: Also ich glaube das, was meine größte Empfehlung ist und womit man eigentlich nie früh genug starten kann.

00:52:11: Es sind gerade Investoren aber auch die allgemeinen Öffentlichkeit zu erklären wie das Geschäftsmodell funktioniert und die Allgemeine Öffentlichheit versteht es schneller.

00:52:20: Aber Finanzinvestoren sind Finanz-Investoren.

00:52:22: Finanzinvestor haben oftmals ihre Schablone und sind eher businessfirm, gucken sich natürlich auch viele Sachen an... ...und gerade für uns als Internet oder Technologieunternehmen die wir relativ junge Geschäftsmodelle haben.

00:52:34: unter uns verstehen mir die!

00:52:36: Aber es gibt da draußen eine riesengroße Welt, die diese Geschäftsmodelle nicht versteht.

00:52:40: Die Nicht-Versteht wie man über eine Webseite oder über eine App Essen bestellt, wie das Wiederverkaufsverhalten funktioniert?

00:52:47: Wie wir eigentlich von den Restaurants eine bestimmte Provision einsammeln und auch beim dritten Mal... dass man diese Systematik erklärt, tut sich mancher Investor immer noch schwer das richtig zu begreifen.

00:52:57: Also insofern die gesamte Finanzwelt und ein Großteil der Investorenwelt im öffentlichen Bereich, im privaten Bereich ist das schon anders.

00:53:04: In der VC-Szene aber gerade bei den großen Investmentfonds muss man auch viel Education Arbeit leisten Und wir haben oftmals Investoren mehrere Male getroffen und sehen nach einem bestimmten Mal also sehen jedes mal wie sich das Verständnis verbessert.

00:53:18: hätten wir erst damit während des IPO Prozesses angefangen mit dieser sogenannten Investor-Education, wäre es bestimmt nicht so einfach gewesen.

00:53:25: Aber wir haben halt schon deutlich früher angefangen und im Grunde kann man nie früh genug anfangen, Investoren über das Geschäftsmodell zu informieren, Vertrauen zu gewinnen... ...und in diese Welt der digitalen Ökonomie etwas besser zu

00:53:36: eröffnen.".

00:53:36: Herr Vorrang!

00:53:37: Dann danke ich dir ganz herzlich, dass du dir so viel Zeit für unseren Educationprozess genommen hast.

00:53:41: Und dir natürlich auch, liebe Renata.

00:53:42: Also ich lerne wenn da so Geburtsähnliche Emotionen hervorweckt.

00:53:45: Du bist ja eine Art Hebamme der Finanzwelt.

00:53:48: Das war sehr spannend, einen Teil zu haben und ich danke euch bei ganz herzlich.

00:53:51: Vielen Dank.

00:53:51: Danke schön!

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