Edurino 🖍️: Wie ein Lernspielzeug ohne Abo groß skalieren will
Shownotes
Lernwelten beginnen nicht erst in der Schule, sondern entstehen dort, wo Neugier und Magie auf echte Verantwortungsfragen treffen. Edurino verknüpft spielerisches Lernen mit digitaler Verantwortung und gibt Kindern zwischen vier und acht Jahren eine Lernreise an die Hand, die begeistert und stärkt, statt zu kontrollieren. Gründerin Irene Klemm teilt, wie aus Corona-Alltag, Zweifeln und digitalen Bruchstellen ein Geschäftsmodell entstand, das Bildschirmzeit in einen echten Familienmoment verwandelt. Du erfährst... …wie Edurino Kinder spielerisch und sinnvoll an digitale Medien heranführt …welche Rolle haptische Elemente in der digitalen Lernwelt von Edurino spielen …wie Irene Klemm die Internationalisierung von Edurino strategisch angeht …warum Edurino auf ein hybrides Modell aus Hardware und Software setzt …wie Edurino durch Partnerschaften mit bekannten Kinder-Marken expandiert __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Irene Klemm, Co-Founder & Co-CEO __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 Übersicht aller Sponsoren __________________________ ||||| PLAYLISTS ||||| Lust auf mehr? Entdecke unsere Playlists mit weiteren spannenden Episoden zum Thema: 🎧 Deep Dive __________________________ ||||| LEXIKON ||||| Du verstehst nur Bahnhof? Zu viel Fachchinesisch? Unser Lexikon hilft dir dabei, die wichtigsten Fachbegriffe zu verstehen: 🔹 Haptische Komponente - Ein physisches Element eines Produkts, das durch Berührung oder Handhabung interagiert. 🔹 Adaptive Lernapp - Eine Lernanwendung, die sich an die individuellen Bedürfnisse und das Lernverhalten der Nutzer anpasst. 🔹 Ergonomischer Stift - Ein speziell entwickelter Stift, der die richtige Haltung und Bewegung der Hand fördert. 🔹 Business Model Market Fit - Die Übereinstimmung zwischen dem Geschäftsmodell eines Unternehmens und den Marktbedürfnissen. 🔹 Repeat Revenue - Wiederkehrende Einnahmen, die ein Unternehmen regelmäßig erzielt. __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:07:00) Warum verwendet Edurino kein Abo-Modell? (00:11:21) Wie ist Edurino entstanden? (00:20:21) Produkte für Kinder (00:28:58) Internationalisierung (00:34:02) Wie ist Edurino finanziert? __________________________ ||||| WIR ||||| 🧢 Ich bin übrigens Joël, der Macher dieses Podcasts. Ich bin ein Creator und Medienunternehmer, der für Wachstum und Vielfalt steht. Mein Vorgehen besteht darin, dass ich inspirierende und erfolgreiche Menschen interviewe, um von ihnen zu lernen und Wissensabkürzungen für dich und mich aufzutun. 👉 Mit meinem Podcast digital kompakt zeige ich dir Wachstumsstrategien für dein (Digital-)Business, indem ich erfolgreiche Unternehmen und Expert:innen interviewe 👉 Mit meinem Podcast 5 Dinge mit 20 zeige ich dir, wie du persönlich wachsen kannst, indem ich inspirierende Menschen frage, was sind ihre 5 Dinge, die sie gerne schon mit 20 gewusst hätten 👉 In meinem Newsletter fasse ich dir Jeden Freitag die besten Learnings aus meinen Podcasts zusammen sowie viele weitere Einsichten aus meinen Aktivitäten. 💛 Abonniere „digital kompakt“ auf Apple Podcasts, Spotify & Co. Wenn dir die Folge gefallen hat, hinterlasse uns bitte eine Fünf-Sterne-Bewertung! 👥 Wir streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.Transkript anzeigen
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00:00:16: Hallo Leute, hier ist Joel und es ist mal wieder Zeit für ein spannendes Startup-Interview.
00:00:19: Ihr wisst ja ich mache gerne so Deep Dives mit Unternehmen und heute ist mir besonders spannend das Untergekommen weil's sowohl eine haptische als auch eine digitale Komponente hat und zwar ist das die Lernapp.
00:00:28: Edurino!
00:00:29: Hast du vielleicht schon mal gehört wenn Du Kinder hast?
00:00:31: Wenn nicht wirst du sie gleich kennenlernen und weißt hinterher ganz viel, denn die liebe Irene Klemmen dies aus unterschiedlichen Gründen total interessant.
00:00:37: Female Founder, spannende Investoren an Bord, komplexes Thema, Internationalisierung vor der Brust.
00:00:41: Und da tauchen wir heute mal ein und da freue ich mich schon total drauf!
00:00:44: Also liebe Irene, schön dass du da bist, hallo!
00:00:46: Jä, vielen Dank für die schöne Intro.
00:00:47: Ich freue mich sehr, heute hier zu sein.
00:00:49: So, und ich habe ja jetzt so ganz im Schweinsgalopp nur kurz erzählt Learn App for Kinder vielleicht maximal für alle Leute, die das nicht kennen Edorino, kurz nochmal so'n bisschen Frame was es eigentlich genau ist
00:00:58: Sehr, sehr gerne.
00:00:58: Also wir merken dass sich Technologien heutzutage immer schneller entwickeln und das gleichzeitig Kinder immer früher immer mehr Zugang auch zu digitalen Geräten haben und wir deswegen uns als Mission gesetzt haben wirklich sinnvolle Bildschirmszeit zugestalten wo Kinder Spaß haben und etwas Gutes lernen.
00:01:15: Das heißt unser System besteht aus drei Komponenten.
00:01:17: Wir haben auf der einen Seite unsere adaptive Lern App die sich an die Kinder anpasst Die von Lesen und Schreibenzahlen und Mengen bis logisches Denken und Coding, Kreativität, Emotionalität alles den Kindern beibringt, sich für das Kind aber wirklich anfühlt wie reines Spiel.
00:01:33: Die Kinder können dabei ganz alleine entscheiden, mit welcher unserer Edurinos.
00:01:38: Also unsere Figuren, das ist ja schon unsere haptische Komplente angesprochen.
00:01:40: Sie in welche Lernwelt eintauchen also sei es mit Mika in die Welt der Worte und Robin in die Zahlen usw.
00:01:48: Und gleichzeitig lernen sie mit unserem ergonomischen Stift den wir mit Ergotherapeuten entwickelt haben, die richtige Stifthaltung.
00:01:53: Ganz spielerisch!
00:01:54: Das ist der Zauberstift bei uns in der App.
00:01:56: Auf der anderen Seite tun wir auch etwas für Eltern.
00:01:58: Eltern können die Bildschirmzeit einstellen,
00:02:00: d.h.,
00:02:00: sie haben keine Diskussion wie lange jetzt die die Bildschirmszeit sein sollte, sondern sie stellen zum Beispiel zwanzig Minuten ein und dann schläft die App auch von alleine ein.
00:02:08: Ein sehr beliebtes Feature in einen Haushalten.
00:02:11: Und gleichzeitig bekommen Sie aber auch zurückgespielt.
00:02:13: was hat mein Kind gelernt?
00:02:14: Wie kann ich mein Kind jetzt auch in Zukunft weiterhin unterstützen?
00:02:16: das heißt wir gehen da eine sehr starke begleitende Rolle d.h.
00:02:19: übergreifend sind wir wirklich der digitale Lernbegleiter für die ganze Familie.
00:02:22: Okay, aber ich brauche sozusagen ein Tablet.
00:02:24: Das ist quasi Voraussetzung damit ich eure App nutzen kann und dann habe ich quasi mit diesen Figuren arbeiten und mit diesem Stift richtig verstanden?
00:02:31: Wir machen so einfach wie möglich.
00:02:32: das heißt es funktioniert auf Tablets und auch auf Handys dadurch dass aber auch die Stifthaltung und die Grafomotorik wie man so schön sagt also Schwungübungen etc.
00:02:41: geübt wird ist funktioniert jetzt besser auf Tabletz.
00:02:44: Und was ich noch nicht gerafft hab is warum braucht's eigentlich diese Figuren und was mache ich da mit?
00:02:48: genau Ja,
00:02:48: Jill.
00:02:49: Das ist ein ganz schöner emotionaler Effekt für die Kinder, weil es wirklich ganz viel Magie den Kindern überträgt, weil sie selber entscheiden können mit welcher Figur Sie in welche Lernwelt eintauchen können und gleichzeitig auch derselbe Charakter sie dann auf dieser Mission begleitet.
00:03:03: D.h.,
00:03:04: ich nehme jetzt nochmal das Beispiel Mika was für die Welt der Worte erstes lesen und schreiben steht.
00:03:08: Ich setze Mika als Figur auf die App auf Dann erwacht Mika zum Leben und führt mich durch diese ganze Lernwelt Und die Kinder bauen eine sehr enge Beziehung den Figuren auf, weil es nicht nur etwas ist was sie passiv an dem Bildschirm anschauen sondern wirklich wie meine beste Freundin.
00:03:24: Wie meine Begleiterin die mich durch diese Mission führt und deswegen sind diese Charaktere so wichtig.
00:03:30: Gleichzeitig wenn die Bildschirmpfzeit vorbei ist das auch eine wichtige Brücke wieder in die echte Welt zurück Weil ich kann mit der Figur weiter spielen.
00:03:36: Die Kinder binden Sie in ihr Spiel mit ein.
00:03:39: Ich als Mama oder Papa kann auch hingehen und sagen hey ich sehe gerade du hast mit Mika am Tablet gespielt, was hast du denn gelernt?
00:03:45: Was hat dir denn erlebt
00:03:46: zusammen?".
00:03:46: Das heißt ich kann auch die Inhalte noch mal weiter fördern und das ist der Effekt von den Figuren.
00:03:50: Okay also die benutze ich nicht nur beim ersten Mal wenn ich mir die Welt aufschließe in Anführungsstrichen sondern die hole ich quasi jedesmal wieder raus und springe dann quasi mit Hilfe der Figuren durch die Welten quasi.
00:04:00: Also mir ging es ja so... Ich glaube ich habe euch damals beim Dussmann das erste Mal gesehen sah dass da so rumstehen und dann hab' ich so gedacht so sieht ein bisschen aus wie eine Mischung aus Tony Box trifft auf Tipptäuschstift Eltern Game ist, dann sind das ja so die Assets.
00:04:14: Tiptoys von Ravensburgers und Stift, den man in Bücher halten kann.
00:04:17: Und dann interagiert man quasi mit diesem Buch.
00:04:20: Toni Box ist diese erfolgreiches Soundbox, wo ich Figuren draufstille.
00:04:23: War es ein bisschen Zufall?
00:04:24: Dass ihr ähnliche Richtungen habt und sogar beide zusammengebracht?
00:04:28: oder hast du dich inspirieren lassen und gesagt, ich nehme das Beste aus beiden Welten?
00:04:31: Erst mal Tonis und Tiptoy gibt's schon wesentlich länger auch als es Edurino gibt.
00:04:35: Das heißt, das sind Produkte, die vorher Einzug in die Kinderzimmer genommen haben und tolle Firmen.
00:04:42: Wir mit Edurino unterscheiden es dadurch sehr stark, weil wir nehmen jetzt mal die Tony-Box, was ein Audiosystem ist, das auch für junge Kinder schon angreift.
00:04:51: Und Edorino ist dann eher wie ein Folgeprodukt wirklich die digitale Lernwelt, die damit eröffnet wird.
00:04:58: Das heißt uns hilft es eher dass dieser Sammelcharakter schon gelernt ist.
00:05:03: Die Kinder kennen schon das Prinzip, dass eine Figur etwas macht und somit hilft es uns aber explizit vorbereitend auf die Schule und das Leben, wenn man so möchte mit den Zukunftskompetenzen.
00:05:15: Das ist eine ganz klare Abgrenzung zu anderen Produkten.
00:05:18: Und bei dem Stift ... Bei uns muss man auch sagen, dass einzigartig an einem Edurino-Stift ist genau diese Form, die zum Stift halten und auch zum Schreiben lernen gedacht ist.
00:05:28: D.h.,
00:05:29: die farbliche Abgrenzungen, die Kinder lernen, wo sie einen Stift anhalten.
00:05:32: Man kann sich das jetzt vorstellen für alle, die nur den Podcast als Audio hören wie ein dickerer Dreikantstift der für Linkshänder und Rechtshänder und somit hat er auch einen ganz expliziten Sinn, was wir sonst in den Produkten so nicht sehen.
00:05:45: Also auf der einen Seite wussten wir schon, wir sind ja damals in Corona gestartet als wir gemerkt haben wie stark die Bildungssysteme zurückhängen und sind dann in viele Haushalte gegangen, um wirklich zu schauen.
00:05:56: Wie gehen Kinder mit digitalen Medien um?
00:05:59: Was sind auch Themen die Familien zu der Zeit beschäftigen und haben ziemlich schnell gemerkt, dass gerade in dieser Vorschulzeit sehr wenig angeboten wird.
00:06:06: Und als wir dann in die Kinderzimmer gegangen sind, haben wir natürlich solche Systeme gesehen.
00:06:10: Wir haben gesehen es gibt die Figuren, die gesammelt werden.
00:06:12: Das ist ja nicht nur Toni, sondern es gibt auch andere Systeme wie z.B.
00:06:15: von Schleich
00:06:16: usw.,
00:06:16: das einfach diese Figuren gerne bespielt werden.
00:06:22: früher waren das die Donald Duck Bücher, also gerade diesen Sammelcharakter.
00:06:25: Und wir haben natürlich schon gesehen dass diese Systeme sehr gut funktionieren und auch sowohl für Kinder als auch für Eltern ein positives Produkt darstellen.
00:06:33: Das haben wir uns schon als Inspiration genommen zu sagen wie schaffen wir es?
00:06:36: Dass wir diese Brücke ins Digitale schlagen können.
00:06:38: weil bei uns war immer klar es muss eine digitale Lösung sein, weil genau das die Lücke war, die wir damals auch gesehen haben am Markt und die Kinder die Faszination schon dafür hatten und wir genau da für positive Bildschutzheit anbieten wollten gesehen, dass in der Offline-Welt, in der Hardware-Weld natürlich diese Sammelprodukte sehr gut funktionieren.
00:06:55: Das heißt wir kannten die schon und wussten auch das die bei den Eltern natürlich sehr gut ankommen.
00:07:00: Wir nehmen es nochmal ein bisschen mit an die Hand.
00:07:02: von welchem Alter reden wir denn eigentlich?
00:07:04: Und was kosten der Spaß?
00:07:06: Sehr gerne.
00:07:06: Also, unsere Hauptzielgruppe ist vier bis acht Jahre.
00:07:08: Warum ist sie so breit gefächert?
00:07:11: Weil Kinder sich sehr unterschiedlich entwickeln und individuelle Interessen haben.
00:07:15: Es gibt manchmal Kinder, die sind schon mit drei, dreieinhalb wollen, sie unbedingt ihren Namen schreiben und sind superinteressiert an Buchstaben malen gerne.
00:07:23: Dann ist Indorino vielleicht früher was für Sie.
00:07:26: Und dann vor allem Figuren wie lesen und schreiben Kreativität also alles, was wirklich um diese Themen geht.
00:07:32: Gleichzeitig gibt es aber auch Kinder, gar nicht so ein großes Interesse an klassischen, schuldlischen Themen zeigen und die dann eher mit dem Eintritt in die Schule das Interesse wecken.
00:07:41: Und wo Edurino dann eingreift?
00:07:43: Das ist auch viel darauf basierend dass die Eltern es etwas selber einschätzen können.
00:07:47: Man steigt normalerweise in unser System ein mit einem Starter-Set, was besteht aus der ersten Figur die der Zugang ist zu der ersten Gesamtenspiele und Lernwelt und unserem Stift.
00:07:54: das Set kostet fortyfünf Euro und jede weitere Figur kostet dann zwischen fünfundzwanzig und dreißig Euro.
00:08:01: Das heißt Edurinos werden danach nach dem Einstiegssystem auch sehr gerne als Geschenk zur Ostern zum Weihnachten zum Geburtstag etc.
00:08:08: mitgebracht.
00:08:10: Und ich habe da gar keine monatlichen Kosten dafür dass ich mit euch lerne?
00:08:13: Nein, es gibt keine monatlichen Anschlusskosten.
00:08:15: Wir wollten wirklich diese magische Welt des Geschenkenes so gestalten, dass man das Produkt mitbringen kann und dass man dann auch wirklich das Produkt geschenkt bekommen kann und eben nicht jetzt noch mit Zusatzkosten die Eltern belastet ohne dass sie sich das Produkt selber ausgesucht haben.
00:08:28: Das ist natürlich immer wieder eine Frage gerade wenn wir uns jetzt auch international die verschiedenen Märkte anschauen.
00:08:33: also wir sind mittlerweile ja in der Dachregion aber auch in UK und expandieren jetzt weiter.
00:08:38: Und da ist es schon so, dass so Abo-Modelle Subscriptions auch natürlicher sind oftmals, als es in Deutschland ist.
00:08:45: In Deutschland ist immer noch gerne dieses Ich kaufe was und dann ist abgeschlossen.
00:08:48: Und ich weiß lieber, was ich einmal für etwas zahle als eine dauerhafte Subscription.
00:08:52: Ich glaube das werden auch viele von uns selber von sich kennen.
00:08:56: Das heißt in anderen Märkten kann man das System natürlich auch nochmal etwas anders denken.
00:09:00: also auch zu sagen... zahle ich eine kleine Subscription weiter, um natürlich weitere Content frei zu schalten.
00:09:07: Aber wir sehen das insbesondere in den Kernmärkten wo wie aktuell sind.
00:09:11: Ich sage immer so schön da haben wir ein Business Model Market Fit.
00:09:14: also das spricht einfach sehr gut mit dem deutschen Konsumenten dass ich weiß wenn ich jetzt die nächste Lernwelt haben möchte dann kann ich zur Weihnachten wieder ne Figur kaufen.
00:09:21: Kommt ihr damit auf genug Skalierung, sag ich mal?
00:09:24: Gibt es so viele Menschen mit Kindern, dass man da ... weil sobald die Euro plus eine zweite Figur durchsinn, verdient sie an dem Kunden nichts mehr.
00:09:31: Aber hast du die laufenden Kosten?
00:09:32: rechnet sich das für euch?
00:09:33: Ja, auf jeden Fall.
00:09:34: Wir haben zwei Zielsetzungen.
00:09:36: Auf der einen Seite arbeiten wir wie die meisten Firmen, die was verkaufen auf First Order Profitability hin.
00:09:42: Dass du am Anfang nicht nur ein Starter-Set verkaufst sondern in Bundel, was auch der Regelfall bei uns ist, System wirklich kaufen als jetzt ein Einzelprodukt.
00:09:53: Und danach geht es natürlich dann genau darum, zu kommunizieren und auch die Werte zu schaffen warum ich eine nächste Lernwelt noch mal mir kaufen sollte.
00:10:02: Das heißt diese Repeat Revenue und da die Koordentwicklung das ist was bei uns sehr gut und stark funktioniert und darauf basiert auch das gesamte Geschäftsmodell.
00:10:10: Ist so ein Sekundärmarkt für euch eigentlich ein Problem?
00:10:12: Wenn ihr auf dem Flummarkt die Stifte für einen Drittel kriegt oder die Figuren für die Hälfte?
00:10:17: Das eigentlich ein ganz spannender Punkt, also im gesamten Spielzeugmarkt ist dieser Second Market eigentlich sehr relevant.
00:10:23: Weil das bedeutet, dass deine Produkte eher gut funktionieren.
00:10:26: Du bekommst mehr Markenbekanntheit.
00:10:28: Das heißt normalerweise ist das was du jetzt nicht unbedingt aktiv unterbindest.
00:10:32: Es gab schon mal Versuche von Firmen kennen wir auch berühmte Beispiele zu sagen sie machen selber den Second Markt, sie refirben vielleicht Produkte und bieten es wieder an.
00:10:40: Eigentlich ist es für dich aber eher ein ganz guter Indikator und für Personen eher eine Anlaufstelle wo du mal was testen kannst und wenn's dir gut gefällt baust du selber aus.
00:10:48: zum Beispiel der Grund warum wir mit Bibliotheken zusammenarbeiten.
00:10:51: Wir haben jetzt ungefähr tausend Biblioteken in Deutschland die uns im Sortiment haben, was auch sehr gut funktioniert.
00:10:55: Und da ist eher der Regelfall das Familien uns testen und wenn es ihnen gefällt dann auch selber sich etwas anschaffen.
00:11:00: also wir sehen das eher als was Positives.
00:11:03: Was ich neulich noch mal gelernt habe, was vielleicht auch ganz spannend für andere Firmen ist dieser Säkudermarkt ist auch sehr spannend sich anzuschauen für das Pricing-Modell weil meistens was am Sekudermakt angeboten wird als Preis auch nochmal reflektiert was so die eigene Werteinschätzung von dem Produkt ist mit einem kleinen Abschlag.
00:11:21: Jetzt sind wir ja schon so in deinem Modell eingestiegen.
00:11:23: Vielleicht können wir mal ein bisschen romantizös werden, wie ist das denn entstanden?
00:11:26: Also was war die Geschichte dahinter?
00:11:28: Sehr gerne!
00:11:29: Genau da habe ich eben schon mal kurz angesetzt.
00:11:31: also meine Mitgründe und ich waren beide haben BWL studiert kommen eher aus der wirtschaftlichen Richtung waren aber beide auch schon länger im Bildungsbereich aktiv.
00:11:39: bei mir persönlich war es so.
00:11:40: meine Mutter hat soziale Arbeit studiert war auch immer viel in Schulen und Koaktiv Und dass war bei uns der Familie auch immer ein sehr großer Wert.
00:11:49: Gleichzeitig habe ich aber auch gesehen, ich persönlich bin sehr ungeduldiger Mensch.
00:11:52: Sehr ergebnisorientierter Mensch.
00:11:53: und wenn ich mir dann vorgestellt haben was möchte ich wirklich Vollzeit in meinem Leben machen war Bildung immer etwas weit davon entfernt weil ich immer diese Vorstellung hatte und so war das fairerweise vor Corona auch dass sich wenn wirklich Verträge mit dem Staat abschließen muss mit Städten abschliessen muss was extrem lange Prozesse sind und was eigentlich gegen so mein natürliches naturell geht.
00:12:12: gleichzeitig saß ich aber schon noch oft meiner Mutter auf der Terrasse und wir haben überlegt wie müsste eigentlich die Schule der Zukunft aussehen?
00:12:19: Nur das war immer... Wie gesagt, etwas gegen mein Naturell.
00:12:21: Und dann mit Anfang von Corona ist er ziemlich schnell klar geworden dass so wie es aktuell aufgestellt ist das nicht mehr funktioniert.
00:12:28: ich meine wir haben das Skandinavien geguckt wo plötzlich alle von heute auf morgen auf digitale Systeme umsteigen konnten.
00:12:34: und in Deutschland war es so dass erst mal aufgrund von keine digitale Infrastruktur kein W lernen.
00:12:39: also muss man ja auch sagen der wirklich die einfachen Dinge also hatte jetzt nicht nur an der Digitalkompetenz gescheitert sondern wirklich an der grundsätzlichen Infrastruktur ein Laptop Ausstattung Zugängen zu überhaupt Tools.
00:12:51: Also es ist jetzt nicht so, dass Lehrkraft hingehen konnte und sagen könnte was in irgendwie die zwanzig Tools, die ich jetzt nutzen darf sondern das war komplett eingeschränkt, was dazu geführt hat, dass es ja gar kein Standard mehr gab.
00:12:59: also es war von YouTube Channels eröffnet haben bis hin zu Dinger ausgedruckt um im Fahrrad zu Schülerinnen und Schülern nach Hause gefahren und da haben wir einfach gesehen okay jetzt ist der Zeitpunkt wo auch aus der Privatwirtschaft etwas kommen muss weil so schnell wird das Problem nicht gelöst werden.
00:13:16: Und als wir dann eben in Familien gegangen sind, also wir haben damals mit ungefähr zweihundert Familien gesprochen.
00:13:21: Virtuell oder auch in Persona wo wir eben mit Schnelltest Maske und Co.
00:13:25: auch hingehen durften und haben da ziemlich schnell gemerkt dass gerade dieser Vorschulbereich komplett aus acht gelassen wurde weil alle davon ausgegangen sind das sind ja bei der Eltern zu Hause Dann kann sich ja um die Kinder gekümmert werden was natürlich eine völlige Miskonzeption war weil beide Eltern normalerweise gearbeitet haben.
00:13:40: Das Betreuungssystem ist runtergebrochen Weil die Kitas zu waren, weil die Schulen zu waren und plötzlich standen alle da.
00:13:47: Und dann war es schon sehr spannend, weil wir sehr schnell auch gesehen haben das Kinder natürlich heutzutage also wir haben ja auch immer schnellere Generationswechsel.
00:13:53: bis letztes Jahr waren noch die Generation Alpha jetzt ist schon Generation Beta die einfach ganz anders in der digitalen Welt groß werden und auch da haben wir schon gemerkt wie natürlich die Kinder mit digitalen Medien umgehen und gleichzeitig wie groß aber auch das Fragezeichen auf Elternseite ist.
00:14:07: also anekdotisch Ich kann gern mal eine Geschichte erzählen.
00:14:10: Wir hatten ein Mann in einer Familie, die hatte uns dann ... Kind war ungefähr sieben, hat uns erzählt, dass das Kind gar nichts digital zugreifen kann weil es kein Internet hat.
00:14:18: auf dem Gerät und in der Realität war das Kind aber im Wlanen und er hat Inherbkäufe durchgeführt.
00:14:23: vor unseren Augen Da muss man jetzt gar keinen Finger auf irgendwelchen zeigen sondern das ist einfach Kinder suchen sich ihre Wege Und für die war das spielerisch.
00:14:30: Das Aber zu überwachen ist natürlich schwierig gewesen.
00:14:33: Dann haben wir gesagt okay, wir gehen auf jeden Fall in die vorschulische Bildung oder in die frühkündliche Bildung Und wollen ein Produkt schaffen, was aber genau da eine Lösung anbietet zu sagen.
00:14:42: Es bringt nie etwas, etwas zu verbieten und deswegen bringt es auch nichts so zu tun als ob's Bildschirme und Medienzeit nicht gäbe.
00:14:49: Aber wir brauchen einen Weg damit verantwortungsvoll umzugehen und wie wir das wirklich einfach in den Familienalltag integrieren können.
00:14:56: So ist der Grundstein von Edorina gestartet!
00:14:59: Da sind wir auch an einem spannenden Thema.
00:15:00: Ich habe einen Podcast gemacht mit Daniel Wolf, der hat ein Buch geschrieben allein mit dem Handy.
00:15:04: das Ding ist Skyrocket gegangen.
00:15:06: also ich hab irgendwie über hundertmal geteilt auf LinkedIn.
00:15:09: ich habe Leute gehabt die haben mir geschrieben du ich habt es neunzehn Eltern weitergeleitet und die leiten es auch allen weiter weil ich glaube viele Menschen total geschockt waren was Kinder in der digitalen Welt erleben.
00:15:18: Also wir haben ja ganz ganz merkwürdige Verhältnisse dass wir die in der echten welt beschützten wie die Blöden.
00:15:24: Wir fahren sie überall hin und wenn es mal regnet, lassen wir uns nicht vor die Tür!
00:15:27: Und in der digitalen Welt kriegen den A-Stritt und dürfen sehen wo sie
00:15:29: bleiben.".
00:15:30: Ja, und das ist tatsächlich auch ein ganz wichtiges Thema.
00:15:32: Jetzt sind wir natürlich noch mal wesentlich jünger unterwegs.
00:15:34: also in eure Podcast ging es ja vor allem auch um Handynutzung und alleine mit dem Handy.
00:15:38: Und auch da ich glaube hat man sehr plastisch gesehen.
00:15:41: Kinder finden immer einen Weg und natürlich finden auch Social Media auch ein Weg das attraktiv zu gestalten und Ich glaube wie alle müssen auch an unsere eigene Vorbildfunktionen appellieren.
00:15:51: Also es gibt doch eine.
00:15:51: ich habe vor kurzem eine Studie aus den USA gelesen wo es darum ging dass Kinder wenn die Eltern mehr Handys nutzen geht auch die Bildschirmszeit von Kinder hoch.
00:16:00: Und das ist natürlich ganz natürlich, weil jeder der Kinder hat weiß, Kinder mimiken uns und es sind manchmal ganz lustige Situationen die daraus entstehen.
00:16:07: aber natürlich mimiken sie uns auch genauso damit.
00:16:09: wenn mehr Bildschirmzeit zu Hause stattfindet und wir mehr Handys um Kinder rum haben dann ist es natürlich so dass auch Kinder mehr Handies benutzen wollen oder mehr Faszination für Bildschirmer haben.
00:16:19: und das ist doch immer der Punkt.
00:16:21: ich meine Wir werden auch auf gefragt unterstützt ihr nicht damit bildschirm Zeit?
00:16:24: ist das überhaupt richtig in dem jungen Alter?
00:16:27: Ich verstehe die Frage.
00:16:29: Man kann darüber diskutieren in der isolierten Welt.
00:16:31: Wenn wir alle keine Bildschirme benutzen würden, dann könnte man das Fass überhaupt aufmachen.
00:16:36: zu sagen sollten Kinder das überhaupt tun?
00:16:38: nur in der Realität.
00:16:39: Wir alle, ich meine gerade in Berufen wo du Remote arbeitest.
00:16:43: Wo du digital arbeit ist, wo du jetzt nicht als Lehrkraft von der Klasse stehst zum Beispiel oder im Krankenhaus selber bist sondern deine Arbeit mit nach Hause nimmst finden Bildschirme statt.
00:16:52: wenn man sich da die Realitäten auch Statistiken mal anschaut es ist so dass mittlerweile über fünfzig Prozent der sechs bis dreizehnjährigen jeden Tag das Internet nutzen nimmt natürlich nach oben hinzu aber das war vor einigen Jahren auch noch anders.
00:17:03: Und auch wenn man jetzt mal auf die Formate schaut, ich hatte neulich nochmal gelesen zwischen den vier und fünfjährigen.
00:17:09: Also wirklich sehr jung!
00:17:10: Und genau der Bereich, den wir mit Edurino ansprechen nutzen mittlerweile über siebzig Prozent regelmäßig YouTube.
00:17:16: Das heißt, es ist einfach so.
00:17:17: Und auch da darf man jetzt niemanden blame führen!
00:17:21: Da muss ich keiner schlecht fühlen, weil jeder braucht den Moment und das genau wie wir früher mit vier oder fünf Fernsehen geguckt haben auf dem Bildschirm auszuweichen.
00:17:29: Es ist die Realität nur deswegen wichtig, dass wir alle diese Verantwortung annehmen, die Vorbildfunktion annehmen und uns aktiv damit auseinandersetzen.
00:17:37: Was heißt das?
00:17:38: Aktiv auseinander setzen wirklich mit dem Kind drüber zu sprechen vielleicht vorher drüberzusprechen danach drüberzusprechen gemeinsam in einem Bildschirmen ein... einzutauchen und das eben auch da schon nicht dem Kind komplett alleine überlassen.
00:17:50: Weil, das sind ja alles Samen die wir irgendwo setzen, die sich dann später auszahlen weil wenn ein Kind dann mit zehn Jahren das erste Mal Social Media nutzt manchmal auch schon früher ist natürlich die Hoffnung dass man auch dann einfach einen offenen Dialog darüber führen kann Austausch darüber führen können und es eben nicht im Geheimen stattfindet weil das ist genau das was dazu führt dass die Kinder allein damit sind und ihre eigenen Wege finden werden.
00:18:11: Also wir differenzieren uns ganz klar von passiver Bildschirmzeit und da muss man auch ganz klar differenzierend, weil es ist was anderes.
00:18:17: Ob ich vor Seriensitze, die immer weiter durchlaufen oder ob ich wirklich aktiv interaktiv mich mit etwas beschäftige... Ist ganz wichtig dass wir bei Edurino ein positives Gefühl für die ganze Familie hervorrufen wollen.
00:18:32: das heißt Wir verteufeln das auf gar keinen Fall!
00:18:34: Wir sehen einfaches ist Teil der Realität Und wir bieten einen Tool an wie man damit besser umgehen kann und wie wir auch für die Kinder einfach eine schöne spielerische Erfahrung.
00:18:46: bauen können, die aber im Hintergrund sinnvolle Lernzeit bedeutet und die Eltern sich damit auch gut fühlen können.
00:18:53: Und eben nicht in diese Diskussion überhaupt gehen müssen dass sie Bildschirm gar nicht erlauben oder gar nicht sich dem annehmen sondern genau in den Dialog treten können das ihr Kind mit gutem Gewissen alleine mit Edurino spielen und lernen lassen können und wenn Sie wollen dann über die Figuren danach sprechen mit ihnen darüber sprechen können.
00:19:10: also dass wir wirklich da mit ein positives Produkt schaffen weil es bringt auch niemandem was verteufelt und sozusagen die Eltern auf die Anklagebank setzt, weil das in der Realität ja trotzdem passiert.
00:19:21: Das heißt wir wollen da wirklich eher eine starker Begleiter sein anstatt dass wir da irgendwo in die schlechten Emotionen oder in die Vorwürfe mit reingehen.
00:19:29: Ja davon differenzieren wir uns ganz stark.
00:19:31: Wenn man jetzt mal auf die Markenbildung schaut und wie wir das auch definiert haben, also was für mich dann interessanter in Zeit war als wenn wir laufen über unsere Marke sprechen ist sich wirklich zu überlegen wer unser Antagonist ist.
00:19:44: Wer ist genau das Anti-Bild?
00:19:45: Und ich glaube es ist nicht nur bei uns so sondern ganz vielen Firmen.
00:19:48: Also ganz klassisches Beispiel mittlerweile gibt es sehr viele Firmen die gesündere Riegel machen, die gesundere Sportregel machen, damit sich gegen die Zuckerindustrie positionieren.
00:19:57: Was auch sehr sinnvoll ist.
00:19:58: Bei uns ist es genau diese Abgrenzung auch zu passiver, zu süchtig machender Bildschirmzeit.
00:20:05: Zu diesem Datteln am Bildschirmen, wo wir ein ganz klares Gegenbeispiel abliefern mit unseren edukativen interaktiven Produkten und das ist für uns in der Kommunikation wie wir uns positionieren sehr wichtig und wahrscheinlich auch was man im Marketing auf andere Firmen leicht übertragen kann.
00:20:21: Ich glaube, ich hatte das erste Mal als ich mit Verena Pouser zu tun hatte.
00:20:25: Als sie damals noch bei Panfu war wo ich so verstanden habe was ein Business-Modell bedeutet wenn der Nutzer nicht der Käufer ist.
00:20:33: also in eurem Fall benutzen dass die Kinder aber die Erwachsenen kaufen es.
00:20:37: Was macht das mit euch?
00:20:38: Wie müsst ihr euch dann entsprechend anpassen?
00:20:40: Genau wie du sagst die Kinder sind unsere Nutzer Die Eltern sind unsere Käufe.
00:20:43: Das heißt wir mussten erstmal ganz klar verstehen wer treibt so eine Entscheidung und was ist im Endeffekt wichtig für die beiden Gruppen?
00:20:51: Und was wir ziemlich schnell rausgefunden haben, ist das für erstaunlich viele Eltern gerade in der Nutzung von Produkten und in der Altersgruppe.
00:20:59: Ist es wichtig dass die Kinder eine gute Zeit haben und dass die kinder glücklich sind?
00:21:02: Dass die Kinder Freude daran haben, was sie tun.
00:21:05: Das war für uns eigentlich so die Kern-Inside zu sagen okay Wir dürfen uns in unserer gesamten Produktentwicklung wirklich aufs Kind konzentrieren.
00:21:12: Das heißt alles was wir tun is vom Kind gedacht weil ich glaube jeder kennt noch diese Situation.
00:21:15: wenn Mama oder Papa mir etwas vorsetzen finde ich das erst mal blöder als wenn ich mich selber Intrinsicht damit auseinandersetzen möchte.
00:21:23: Das heißt, diese Dynamik hat uns eben gezeigt dass wir uns aufs Kind konzentrieren dürfen Und wenn das Kind es gut findet und dabei auch noch etwas lernt, wird das zu den Eltern kommuniziert bekommen.
00:21:33: Dann hat die gesamte Familie gewonnen.
00:21:35: Wir haben natürlich dann gewonnen, weil wir Produkte geschaffen haben, die die Familien glücklich machen.
00:21:40: Das bedeutet bei uns ganz konkret, dass wir uns oftmals wirklich bewusst fürs Kind ... Ich will jetzt nicht sagen gegen andere Dinge aber für's Kind entscheiden.
00:21:48: Um dir ein ganz konkretes Beispiel zu nennen, gerade zwischen vier und sechs, vier und sieben finden in dieser Verkalfase alles mit Pupsen röpsen und so ... zum Schreien lustig.
00:21:58: Die wissen natürlich ganz genau zu Hause, darf ich das nicht machen?
00:22:01: Das ist denen schon sehr bewusst, die sind ja alle schlau.
00:22:04: Wir haben aber teilweise bei uns kleine Charaktere eingebaut wie ein kleines Monsterchen was Steine ist und am Ende rübscht es ein bisschen.
00:22:12: Und das war eine Abwägung über die Jahre.
00:22:14: Haben wir nicht viel Feedback, aber bestimmt auch mal eine Handvoll Feedback dazu bekommen dass es Eltern nicht ganz so doll finden weil sie sagen bei uns zuhause darf mein Kind das nicht jetzt lernen.
00:22:22: lieber euch dass es lustig ist.
00:22:24: Aber die Kinder finden das so gut und können wie gesagt auch normalerweise differenzieren, dass es in der App stattfindet.
00:22:29: Und nicht in der echten Welt.
00:22:31: Dass wir uns ganz bewusst dafür entschieden haben, das drin zu lassen.
00:22:34: Der Kern für mich ist genau zu verstehen, wie ist die Dynamik?
00:22:37: Was wird dann akzeptiert und wer treibt eine Entscheidung?
00:22:40: Wie gesagt, in unserem Falle steht das Kind im Mittelpunkt, wird jedes Elternteil verstehen.
00:22:44: Wenn die Kinder was Gut finden und ich weiß, dass dabei was Gutes rauskommt, darf ich mich darauf konzentrieren.
00:22:51: Deswegen liegt bei uns klar der Fokus drauf.
00:22:54: Warum habt ihr euch so begrenzt, was das Alter angeht?
00:22:56: Also vier bis acht Jahre.
00:22:57: Ihr könntet ja auch sagen ... und macht noch so Schulaufgaben mit rein.
00:23:02: Ich kenne es ja auch aus der eigenen Vita, ich glaube Eltern sind eigentlich ganz dankbar wenn das Kind so ein Smartphone oder ein Tablet benutzt und dann sagt man okay cool, dann macht's jetzt grad wenigstens Mathe!
00:23:10: So was weiß ich, fünfte Klasse, sechste Bruchrechnung schriftliches Dividieren da gibt's ja zig Zeugs.
00:23:16: also Anton App ist ja da auch irgendwie groß auf den Vormarsch Und die Schulen gehen ja eigentlich auch drauf ein.
00:23:20: Also Anton App hab' ich jetzt festgestellt sie haben Gruppen in der Schule wo die Lehrer dann Aufgaben an die Kinder quasi delegieren.
00:23:26: Habt ihr euch das bewusst genommen, so nach dem Motto Fokus keep the focus oder woran lag es?
00:23:31: Ja ist tatsächlich ganz bewusst weil wenn man sich jetzt nochmal die Konzeption bei uns und auch die Pädagogik anschaut dann basiert alles bei uns auf intrinsischer Motivation und auf diesem starken Punkt Spielen gleich lernen.
00:23:43: Wenn man sich jetzt mal die schulischen Systeme anschaut, geht relativ schnell die intrinsische Motivaton verloren wenn zu viel extrinsische Motivertion zurück kommt.
00:23:51: also gibt es ganz große Studien dazu, wenn du jetzt ein Kind hast was durch die intrinsischen Motivations auf einem Notenlevel drei ist ja das ist jetzt erstmal nichts mit extrinsischen Faktoren sondern Noten Level Drei.
00:24:03: Wenn du dann hingehst und sagst du bekommst zehn Euro für eine zwei und zwanzig Euro für ne eins, wird es normalerweise dazu führen dass die Kinder zweien und eins sind schreiben.
00:24:11: Weil du extrinsisch einen Faktor setzt warum das Kind das machen sollte also raus aus der intrinsischen Motivation gehen sollte.
00:24:18: wenn du dann aber diesen extrinsischen Motifationsfaktor wieder raus nimmst also das Geld nicht mehr bei ner Note gibst fällt des kind normalerweise auf ne vier oder fünf und das zeigt einfach ganz klar dass die intrinsische Motivition Du hast ein gewisses Level.
00:24:31: Das ist auch nicht mehr gut wiederherzustellen.
00:24:33: Und das ist einfach, dass das Schulsystem wie es heute aufgebaut ist und ich glaube wir kennen das auch von uns allen.
00:24:38: Wir sind alle deswegen mit so klassischen Game-Efication-Mechanismen wie sie dann später in Lernsprache-Apps etc.
00:24:43: eingesetzt werden.
00:24:43: Das spielt genau darauf ein!
00:24:45: Unser Konzept hat aber alle diese Faktoren nicht.
00:24:47: Es gibt keine extrinsische Motivation.
00:24:49: Ist basiert ganz klar auf Spielen gleichlernen.
00:24:51: Und da ist gerade das Wundervolle für uns in dieser Altersgruppe wo Kinder ja generell die Entwelt entdecken noch lernen ist.
00:24:59: Und deswegen haben wir gesagt, mit diesem Kernkonzept was so stark auf diesem Spielcharakter ist und eben auch nicht bedeutet wie digitalisieren Lerninhalte und dann setzen dann ein Gamification Layer drauf sondern wir sagen die Kinder lernen durch unsere Spiele die wirklich Spiele sind im Kern und das funktioniert eben am besten in dieser jungen Zielgruppe.
00:25:19: es gibt natürlich Möglichkeiten dass später noch auszubauen.
00:25:23: Gleichzeitig ist für uns ja auch wichtig, dass wir über das Schulcurriculum hinausgehen.
00:25:26: Also viele unserer Kompetenzen sind Grundkompetencen die erstmal auch universal in verschiedenen Ländern sind.
00:25:32: also, dass es von emotionalen Fähigkeiten, problemlöse Fähigkeit und logisches Denken, Kreativität, also alle Dinge wo wir der festen Überzeugung sind unabhängig davon was jetzt auch ein technologischem Fortschritt noch kommt, sind das Kompetenten die wir alle brauchen?
00:25:46: Wir müssen kritisch hinterfragen!
00:25:47: Wir müssen Probleme lösen können, das sind genau die Denkleistungen die immer relevant bleiben Und darauf fokussieren wir uns ja auch stark bei Edorino.
00:25:53: Deswegen greift es bei uns einer etwas anderen Purpose ab, als jetzt ein Produkt was wirklich auf eine Lehrkraft-Schülerbeziehung einzahlt und wie du ja auch schon gesagt hast da gibt es schon sehr gute Produkte so dass wir uns eben auch davon abgrenzen wollen.
00:26:07: Was natürlich nicht bedeutet das wir in Zukunft nicht auch Produkte für ältere Kinder schaffen wollen.
00:26:11: aber im Kern stehen wir für etwas anderes.
00:26:13: Seid ihr eigentlich in der Lage mit eurer App so ne Art IQ Test für Kinder oder eine Bewertungsmatrix?
00:26:19: Wie gut steht mein Kind dazu machen?
00:26:20: Also auch da muss man natürlich sagen, grundsätzlich kommen wir aus diesem starken Stärkebasierten Ansatz.
00:26:25: Wir glauben daran was nicht oft hundert Prozent sich mit der deutschen Denkweise.
00:26:29: Wir sind ja sehr gerne so dass wir uns auf die zwei Prozent die nicht funktionieren konzentrieren wohingegen man wenn man sich auf stärken konzentriert oftmals die stärken ja noch viel besser entwickeln kann.
00:26:40: Und aus dem Ansatz kommen wir eher heraus, das heißt es ist ein sehr schmaler Grad.
00:26:44: Alleine von dem was wir natürlich von Eingaben sehen und in den Daten sind wir natürlich in der Lage zu Benchmarken.
00:26:51: die andere Frage aber zu welchem Grad möchtest du das?
00:26:54: Was möchten wir auch den Eltern kommunizieren?
00:26:56: weil nochmal wir stehen mit Edurino für ein sehr positiv konnotiertes Produkt.
00:27:01: Und das ist uns auch sehr wichtig, dass nehmen wir auch sehr ernst!
00:27:03: Wir wollen keine Eltern schlecht machen sondern wir wollen helfen zu fördern und stärken zu fördern.
00:27:09: und deswegen ist es ein schmaler Grad natürlich was du dann noch ausspielst und was du kommunizierst
00:27:13: Und was mir dann immer in den Sinn kommt, wenn man mit Figuren und Charakteren arbeitet.
00:27:17: Was wäre denn, wenn ihr jetzt mal in Richtung Lizenzen geht?
00:27:20: Also ich sage immer Franchises dazu.
00:27:21: bei euch heißt es glaube ich IP.
00:27:23: Ich könnte ja jetzt anstatt mit der Mika zu lernen Könnte ich auch mit Elsa lernen oder mit meiner coolen Schleichfigur Oder da gibt's ja hunderte von Ecken mittlerweile Guckt euch sowas an.
00:27:34: Ja,
00:27:34: also tatsächlich ist auch jetzt wir haben vor kurzem ja eine Finanzierungsrunde geraced und Fokus ist für uns auch aus bei unserer Plattform unser Ökosystems.
00:27:42: Was auf der einen Seite bedeutet das?
00:27:44: Wir haben ja auch eine eigene IP geschaffen mit unseren Edurinos und die auch in weitere Formate zu bringen um die IP noch präsent hat zu machen um noch mehr Kontaktpunkte auch mit unsere eigenen IP zu schaffen.
00:27:53: Franchise wie Loose Nance, IP wie wir es nennen und gleichzeitig öffnen wir das Ökosesystem aber auch für andere beliebte Kindermarken.
00:28:01: Das heißt dass es genau ein strategischer nächster Schritt dass wir sagen, wie wär's denn genau wenn du jetzt nicht mit Mika lernen würdest?
00:28:07: Sondern mit einem anderen beliebten Charakter.
00:28:09: Es gibt so eine nette Statistik das Kinder über dreinhalb Fragen am Tag stellen auch da zum Beispiel eine Möglichkeit zu schaffen Wie wäre es dann, wenn man die Frage direkt an Edurino stellen kann und nicht nur unbedingt an Mama und Papa und solche solche Lösungen zu schaffen Und vielleicht einmal auf diesen IP-Punkt ExternIP Punkt nochmal einzugehen was ja ein sehr spannender ist.
00:28:26: ich glaube was was aktuell auch interessantes ist.
00:28:29: Man kennt natürlich diese klassischen IPs, die auch wir schon alle kannten.
00:28:32: Die wir vielleicht auch als Kind schon hatten, wo wir Kassetten von hatten und Bücher von hatten.
00:28:36: Was aber aktuell auch sehr spannend ist sind so die ganzen IP's, die sich in der YouTube-Welt etablieren.
00:28:42: Also gibt es mittlerweile IPs mit mehreren Millionen Subscribern auf YouTube, die aber jetzt keiner so kennt!
00:28:50: Und das ganz spannend sich auch anzuschauen wie sich das auch in Zukunft entwickelt wird und wo Kinder da vor allem ihre Freunde auch in der digitalen Welt finden.
00:28:58: Ja krass, also da habt ihr ja einiges vor der Brust was ihr machen könnt.
00:29:02: Jetzt hast du eben schon gesagt ihr seid irgendwie im Dachbereich, also Deutschland Österreich Schweiz und in UK ist es so simpel das was ihr tut den anderen Märkte zu bringen oder sind die teilweise sehr verschieden?
00:29:11: Als wir mit Edurino gestartet sind war immer unsere Idee dass wir früh internationalisieren wollen und uns deswegen auch ganz bewusst auf Kernkompetenzen konzentrieren wollen eigentlich jedes Kind überall in Zukunft brauchen wird, haben wir jetzt eben auch schon drüber gesprochen.
00:29:26: Das heißt natürlich ist es so auch als wir jetzt in die englische Sprache nach UK lokalisiert haben dass wir gewisse Dinge anpassen müssen.
00:29:32: also gerade wenn's um Sprachelernen geht dann gibt es natürlich stärkere Anpassungen.
00:29:37: Wenns dann aber geht um die erste Fremdsprache lernen um Konzentration und Fokus Emotionale Fähigkeiten da ist es sehr einfach für uns das auch in andere Sprachen zu übersetzen.
00:29:46: Also es ist hauptsächlich Übersetzung.
00:29:49: Alles bei uns in den Apps basiert darauf noch nicht lesen können, das heißt alles auditiv und visuell wahrgenommen wird.
00:29:54: Und da gibt es natürlich schon einige Anpassungen aber grundsätzlich ist es einfach für uns.
00:29:59: Das heißt das Konzept basiert auch darauf dass wir die Kontents einmal wirklich erstellen und dann aber relativ leicht auch in andere Sprachen und Märkte bringen
00:30:05: können.".
00:30:08: Die meisten schiele dann auf US sehr schnell, war ja auch was, was Tonis dann umgegangen ist diesen Weg.
00:30:14: Sind das so die Ecken, die ihr euch anguckt oder Europa?
00:30:16: Was wird's für euch?
00:30:17: Also aktuell gucken wir uns verstärkt weitere europäische Märkte an weil es natürlich vom Setup eher sehr einfach ist.
00:30:23: also der große Vorteil von europäischen Märkten ist du kannst aus Deutschland erstmal noch die Produkte verschippen Du kannst die ersten Tests sehr einfach fahren und das machen wir erst mal.
00:30:33: aber grundsätzlich ist dem natürlich kein Limit gesetzt.
00:30:36: wenn wir uns andere Märkte anschauen haben eine relativ starke Checkliste, was wir in den Märkten uns angucken.
00:30:41: Also wirklich von dem Bildungssystem, vom Curriculum bis hin zu Marktdynamiken also sowas wie groß sind die Public Spendings versus Private Spendnings in Bildung?
00:30:52: Jetzt um ein klassisches Beispiel zu nennen größter Unterschied jetzt zum Beispiel UK und Frankreich.
00:30:56: In Frankreich ist es so dass die Kinder ja sehr früh schon lange im Bildungs-System sind.
00:31:00: das bedeutet dass sehr viel Public Spending stattfindet weniger im Privatbereich UK.
00:31:06: auf der anderen Seite dass der Anteil von privaten, kindergärten Kitas Schulen sehr hoch ist.
00:31:11: Also über dreißig Prozent sind privat zum Vergleich in Deutschland ein Prozent und das heißt es sehr viel im Privaten was eben ausgegeben wird für Bildung aber sehr wenig über die Publik.
00:31:20: Und sich sowas solche Dynamik natürlich anzuschauen weil wir vor allem Privathaushalte ansprechen haben jetzt noch nicht drüber gesprochen im Podcast Aber bei uns ist ja der Hauptkunde sind Eltern Wir sind natürlich auch in Kindergärten-Kitas-Schulen, aber das ist ein kleinerer Teil bei uns.
00:31:34: Das heißt es schon sehr wichtig.
00:31:36: und dann testen wir wirklich auch an!
00:31:37: Also wir machen wirklich Small-Tests, wir machen Marketing-Lendingpages und schauen wirklich wer kauft das Produkt?
00:31:44: Wer meldet sich auch dafür an?
00:31:46: zu welchen Preisen können wir also unsere Funnel generieren?
00:31:48: und gibt es wirklich dann auch einen Marketneed?
00:31:51: Und das machen wir aktuell vor allem in Europa
00:31:53: Und sagen wir haben ja noch gar nicht so, also eigentlich haben wir schon über Wettbewerb gesprochen.
00:31:56: Der fließt aber irgendwie so gängig ein.
00:31:59: Also ich würde sagen der Teebtäuschstift den kann man durchaus auch als so eine Art Wett-Bewert von euch betrachten.
00:32:03: Ich habe jetzt irgendwie die Anton App genannt.
00:32:05: Meine Kids machen dann mal gerne sowas hier.
00:32:07: Schlaukopfpapa Kann ich bei Schlauchkopf paar Aufgaben lösen damit ich ein cooles Video sehen kann und ich mir so Mhhm Wer betracht sich denn sonst noch so als euer Wett Bewerb?
00:32:14: Wie viel gibt es eigentlich an Angebot in eurem Segment?
00:32:16: Was glaube ich ganz interessant ist, wenn man jetzt als Wettbewerber sieht jemand der Stadt uns gekauft wird und wir statt dem Produkt dann gibt es so gut wie nichts.
00:32:25: Im weiteren Sinne sind wir natürlich alle im Bildungsmarkt, im Kindermarkt das heißt wir konkurrieren natürlich alle irgendwo um die Zeit- und Aufmerksamkeit der Familie Und wir differenzieren zwischen rein digitalen Angeboten, wo es natürlich reine Lern-Apps gibt.
00:32:39: Also auch hast du jetzt schon ein paar genannt.
00:32:42: Dann reine Hardwaremodelle wie einen tiptollen Tonys und auf der anderen Seite gibt das aber auch ein paar hybride Modelle weltweit.
00:32:49: Das sind aber sehr wenige, die wirklich digital und analog zusammenspielen.
00:32:53: Gerade diese Hardware-Modelle sehen wir als starken Enabler.
00:32:56: Also wir sehen, dass jetzt auch Toni-Box haben wir am Anfang schon gesprochen.
00:33:00: Aber der Großteil unserer Kunden hatten davor oder haben immer noch in Nutzung eine Toni-box.
00:33:05: Die Thematik.
00:33:06: und gerade wenn man wirklich auf dieses Hybride schaut wo wir ja auch mit dem Stift die Stifthaltung lösen Mit den Figuren noch ne Welt schaffen Story basiert da gibt es weltweit sehr wenig.
00:33:17: also wir schauen stark nach Skandinavien Wir gucken nach Asien Wir kucken natürlich auch in die USA Wo immer mal wieder auch Konzepte auf den Markt kommen.
00:33:25: Aber wir sehen gleichzeitig auch, jetzt sehen wir noch mal das Beispiel USA.
00:33:29: In den USA gibt es mittlerweile auch einige Kindergärten die in Urino nutzen, die uns z.B.
00:33:32: auf einer Didakta oder Lörntag in Deutschland gekauft haben.
00:33:35: und da sehen wir auch dass das Produkt sehr gut funktioniert weil es eben kein wirklich vergleichbares Produkt gibt.
00:33:40: Das heißt der Bedarf nach diesen hybriden Produkten ist per se schon sehr groß.
00:33:44: und da wie wir den Markt sehen und warum ich darüber so offen spreche ist, weil ich glaube dass der Markt eher noch zu wenig bedient wird und dass es eher auch noch Möglichkeiten gibt auf derselben Seite stehen, nämlich auch sinnvolle digitale Bildung voranzutreiben und deswegen begrüßen wir das eher, dass der Markt sich weiterentwickelt.
00:34:02: Ich habe anfangs so gedacht, ob das so investorntauglich ist weil es natürlich sehr hohe Komplexität drin hat.
00:34:07: also es ist ja immer was Gutes, weil dann schaffst du Eintrittsbarrieren aber wenn Du Hardware plus Software hast und dann vielleicht noch irgendwie so Schnittstellen zwischen beidem Das ist natürlich super tough!
00:34:16: So wie habt ihr denn den ganzen Spaß eigentlich finanziert?
00:34:18: Ich glaube, auch wenn ich alles wüsste was ich jetzt weiß ist es auf jeden Fall ein komplexeres Model als wir am Anfang uns bewusst gemacht haben.
00:34:25: Und manchmal ist das gar nicht so schlecht dass man als Gründer mit einer gewissen Naivität an die Sache rangeht.
00:34:30: Du sprichst mit so vielen Gründern und hast doch in deiner Karriere mit so viel gesprochen und ich glaube wenn jeder immer gewusst hätte was am Ende nach fünf Jahren alles auf einen zukommt... Ich glaube das ist gut!
00:34:39: Ähnlich übrigens zum Beispiel beim Kinderbekommen.
00:34:41: also ich habe ja vor einem Jahr einen Sohn bekommen und ich hab mir auch von vornherein gesagt und finde auch da, dass es eigentlich ganz gut funktioniert.
00:34:52: War uns aber von vornherein klar ... früh auch Wissen und Kapital brauchen.
00:34:58: Deswegen sind wir sehr früh eigentlich mit Pen & Paper, wenn man so möchte ... Mit Konzepten, natürlich gutem Marktstudien in die erste Angel-Runde gegangen und haben damals Anfang von zwanzig einundzwanzig die ersten Personen an Bord geholt wo wir aber auch sichergestellt haben dass es eben nicht nur Kapital ist sondern auch wirklich viel Knowledge und Wissen Und unser erster Business Angel war damals der Jens Begemann Der im Mobile Gaming wuger Gründer und fundamental geholfen hat, unsere Gaming-Produktion aufzubauen.
00:35:27: Wie ist es mittlerweile?
00:35:28: Also hast du ja gesagt, Series B sind durchaus auch schon namhafte VCs bei euch mit an Bord wie ich weiß.
00:35:33: Kommt mal mal hier auf dicke Hose heute!
00:35:35: Ja, das fällt mir nicht ganz so leicht.
00:35:37: Aber wir haben jetzt ein Series B-Geraises.
00:35:39: Das ist mittlerweile unsere vierte Finanzierungsrunde.
00:35:42: die Series Seed und A haben wir mit klassischen Venture Capitalist Firmen gegräst.
00:35:47: Und jetzt in der Series B ist neben Summit hier ... Das ist die Venture Firma von dem Sven Schulz, der Akkasolgegründeten verkauft hat.
00:35:56: Jetzt ist auch der Ventureamt von Ravensburger bei uns reingekommen, sodass wir jetzt auch das erste Mal neben den klassischeren Visi-Investoren, auch Investoren mit drin haben wie wir uns auch auf einer operativen Ebene sehr stark unterstützen können.
00:36:08: Aber dann ist es ja immer so, wenn man VCs hat, dann ist man auf einem anderen Fahrt.
00:36:13: Dann heißt hier hundertzwanzig Prozent Wachstum in drei bis vier Jahren irgendwie marktbeherrschend sein.
00:36:18: also ich verspitze jetzt mal aber an und für sich ist das schon so.
00:36:20: Also du musst wirklich hohe Wachsumsraten haben und dann hast du eine klare Exitaufgabe.
00:36:25: wie vertrickten sie sich mit einer geilen Mission?
00:36:27: Was
00:36:28: mir ganz wichtig ist zu sagen ohne die Finanzierungsformen die wir gewählt haben hätte unser Produkt niemals in der Form uns so schnell gegeben.
00:36:35: Das heißt natürlich muss jeder Gründer ne Abwägung durch.
00:36:38: ist das die richtige Form für mich.
00:36:40: Aber für uns war es eben die Möglichkeit, wir haben damals den Nied, identifiziert, die Engines an Bord geholt und endet, waren unser erstes Produkt am Markt.
00:36:50: Und das ging auch genau mit der Zeit!
00:36:52: auch genau die Zeit war, wo die Lockdowns doch waren.
00:36:54: Wo Eltern zu Hause saßen, wo man wirklich auch Lösungen gebraucht hat und das hätten wir in der Geschwindigkeit niemals auf den Markt gebracht.
00:37:00: Und unser Nordstar KPI ist so viele Kinder wie möglich zu erreichen, so viele Familien wie möglich to erreichen und da ist Venture Capital natürlich eine wunderbare Form für uns.
00:37:10: Jede Finanzierungsform kommt natürlich mit Pros und Cons.
00:37:12: Das heißt, selbstverständlich kommt es auch mit einem gewissen Wachstumsdruck und auch mit einer Exit-Erwartung.
00:37:18: Ich glaube aber dass das nichts Schlechtes ist weil wir sind die letzten Jahre sehr stark gewachsen konnten sehr viele Familien erreichen.
00:37:23: er sind jetzt in über vierhunderttausende Haushalten mittlerweile in Deutschland und UK.
00:37:27: das heißt das spricht auch sehr gut mit der Mission in so viele Haushalte zu kommen wie möglich.
00:37:32: Und auf der anderen Seite, das ist natürlich noch etwas Ergebnis offen.
00:37:36: Aber auch das muss ja nicht unbedingt was Schlechtes sein.
00:37:38: Das heißt ja nur dass sie auch ihre Geschäftsmodelle haben und irgendwann das Geld zurück wollen.
00:37:42: wenn man sich bei einer Bank einen Kredit holt will die Bank natürlich auch ihr Geld irgendwann zurück.
00:37:46: Das heisst ich glaube das muß man einfach gut für sich abwägen.
00:37:48: aber wir konnten dadurch überhaupt so schnell Produkte an den Markt bringen.
00:37:52: was für uns die wichtigere Capy-Eyes.
00:37:54: Jetzt ist es ja so.
00:37:55: wenn ich Geldgeber mir an Bord hole kann man damit zwei Sachen machen Man kann sich tolle Leute holen und Marketing.
00:38:00: Also, People und wie werde ich bekannt haben?
00:38:02: Ich habe gerade drüber nachgedacht ob bei eurer Modell so was wie Influencer dich eigentlich auch gut funktioniert oder wo ihr eure Marketing-Gelder investieren könntet damit das gut funktioniert.
00:38:10: Was macht ihr denn da so?
00:38:11: Wir vielleicht noch mal ganz wo verkaufen wir überhaupt.
00:38:14: Wir verkaufen größten Teils über Direktkanäle, was bei uns unser eigener Webshop ist aber auch Amazon weil wir sehen dass die Kanäle sehr stark miteinander sprechen.
00:38:24: bei uns also was oft passiert ist wenn wir jetzt eine sehr erfolgreiche Influencer Kampagne haben dann sieht uns jemand beim Meta aber Konsumentenverhalten führt dann einfach zu Amazon.
00:38:33: Deswegen sehen wir diese Kanäle sehr eng miteinander verknüpft.
00:38:35: Dann sind wir aber auch in starkem Handelspartner wie bei Mediamaxaturen, wie bei Müllern und Smith Toys jetzt neu z.B.
00:38:42: auch bei Buttony oder Globus.
00:38:43: Das heißt man kann es wirklich im Handel kaufen.
00:38:46: Und der letzte Teil wo wir reinverkaufen haben wir schon drüber gesprochen, Bibliotheken, Kitas, Kindergärten, Logopädiepraxen, Ergotherapiepraxxen also alles was wir in unserem Partnerbereich mit reinzählen.
00:38:59: Und unser Hauptmarketing, Hauptaktivierung geht bei uns über online Kanäle.
00:39:03: Wir kommen sehr stark aus einer Performance-Marketing getriebenen Welt!
00:39:07: was halt der Klassiker, PaySocial aber auch Influencer-Marketing natürlich das ganze Google-Universum ist.
00:39:13: Was jetzt bei uns Kanäle sind die immer stärker wachsen also Influenzer gerade Mumpfluencer ist ein sehr stabiler Kanal bei uns.
00:39:21: wir wachsen jetzt aber auch immer stärkere über YouTube und tatsächlich auch etwas mehr über klassischere Brand and Awareness-Kampagnen Also dass es zum Beispiel Amazon DSP Das ist auch eine Out of Home was eher neu für uns ist weil wir eben so stark aus dem reinen Performance Marketing kommen.
00:39:35: Gut, abschließend.
00:39:37: Was ist denn so bei dir noch auf der Roadmap?
00:39:39: Also was sagst du denn?
00:39:40: Fünf Jahre ist immer ein krasser Zeitraum.
00:39:42: Aber vielleicht sagen wir mal zwei!
00:39:44: Was sind dann die Entwicklungen, die ihr euch vorgenommen habt und wo wollt ihr noch hin?
00:39:47: Ich hab jetzt schon etwas gelernt, eure Figuren quasi mehr in Sichtbarkeit bringen im Märkte erschließen.
00:39:52: Gibt es sonst irgendwie so einen Baby, was du noch hast oder was du demnächst erreichen möchtest?
00:39:55: Für uns ist ganz wichtig dass wir den nächsten Jahren viele Familien wie möglich erreichen in verschiedenen Märkten und fester Bestandteil vom Alltag von Kindern werden.
00:40:04: Das gesagt ist jetzt das nächste Baby für mich und die große Aufgabe ... insbesondere die Öffnung unseres Ökosystems unserer Plattform, sowohl unsere eigene IP weiterzutreiben als auch jetzt Partnerschaften mit externen IPs einzugehen.
00:40:18: Und das ist ein sehr großer Schritt für uns, weil wir uns die letzten Jahre ja stark auf unsere internen Games vor allem konzentriert haben und jetzt an einem Punkt sind dass wir die Content-Plattform öffnen.
00:40:29: Da freue ich mich riesig drauf was wir da vor allem in zwei Jahren nicht nur in Dach und UK sondern auch in weiteren Märkten sehen können.
00:40:36: Na gut, liebe Irene.
00:40:37: Es hat mir sehr viel Spaß gemacht!
00:40:38: Ich glaube man merkt was ihr für Komplexitäten erinnert das es dadurch ganz interessant ist und dir wünsche ich natürlich ganz viel Erfolg auf dass du rückig viele Eltern erreicht und wenn schon Medienzeit dann sinnvoll genutzte.
00:40:47: also viel Erfolg und vielen Dank!
00:40:49: Jay,
00:40:49: vielen dank hat mich Spaß gemacht und mach's gut!
00:40:54: Danke fürs Zuhören beim Digital-Kompakt Podcast.
00:40:58: Du merkst hier ziehst du massig Wissen für dich und dein Unternehmen heraus.
00:41:03: Wenn du mit uns noch erfolgreicher werden möchtest, abonniere uns auf den gängigen Podcast-Plattformen und hey!
00:41:08: Je größer wir werden, desto mehr Menschen können wir helfen.
00:41:12: Also erzähl doch auch deinen Kolleginnen von uns.
00:41:16: Bis zum nächsten Mal.
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