Führung kompakt: Wie reagiere ich, wenn jemand emotional eskaliert? 🔥

Shownotes

Im harten Alltag der Führungskräfte zeigt sich die wahre Kunst: richtig reagieren, wenn Kolleg:innen emotional eskalieren. Tränen, Wut, Verwirrung – was tun, wenn der Mensch vor dir weint oder laut wird? Vanessa Laszlo, bekannt für ihre Expertise und Arbeit mit Psychopathen im Gefängnis, gibt klare Antworten. Sie betont die Macht der Emotionen: Ein benanntes Gefühl verkleinert sich, ein ignoriertes wächst. Kein Trösten bei selbst verursachtem Leid. Stattdessen: Offenheit und Geduld. Finde selbst heraus, wie du diese klugen Ansätze in deinem Führungskontext anwenden kannst. Du erfährst... …wie du emotionale Eskalationen souverän meisterst …warum das Ansprechen von Gefühlen Konflikte entschärft …wie du mit klarer Kommunikation Vertrauen schaffst …warum Distanzierung und Verlangsamung oft Wunder wirken …wie du durch Prophylaxe emotionale Ausbrüche vermeidest __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Vanessa Laszlo, Leadership & Performance Consulting __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 Übersicht aller Sponsoren __________________________ ||||| PLAYLISTS ||||| Lust auf mehr? Entdecke unsere Playlists mit weiteren spannenden Episoden zum Thema: 🎧 Leadership & Change 🎧 Leadership 🎧 Klar führen – Führung auf den Punkt gebracht __________________________ ||||| LEXIKON ||||| Du verstehst nur Bahnhof? Zu viel Fachchinesisch? Unser Lexikon hilft dir dabei, die wichtigsten Fachbegriffe zu verstehen: 🔹 Gewaltfreie Kommunikation - Ein Kommunikationskonzept von Marshall Rosenberg, das auf einfühlsamen Austausch und Konfliktlösung abzielt. 🔹 Deeskalationstechniken - Methoden zur Reduzierung von Spannungen und Konflikten in zwischenmenschlichen Situationen. 🔹 Resilience - Die Fähigkeit eines Unternehmens, sich an Veränderungen und Herausforderungen im Markt anzupassen. 🔹 Leadership Position - Eine Führungsrolle innerhalb einer Organisation, die Verantwortung und Entscheidungsbefugnis beinhaltet. 🔹 Outplacement - Unterstützungsmaßnahmen für entlassene Mitarbeiter, um deren berufliche Neuorientierung zu fördern. __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:00:56) Souverän reagieren bei starken Gefühlsausbrüchen (00:02:28) Ein klarer Handlungsrahmen für Eskalationsmomente (00:07:58) Typische Auslöser und Dynamiken emotionaler Zuspitzung (00:15:49) Gesprächseinstieg finden in angespannten Situationen (00:19:09) Deeskalieren, wenn die Lage plötzlich kippt (00:21:53) Emotionale Eskalationen wirksam vorbeugen __________________________ ||||| WIR ||||| 🧢 Ich bin übrigens Joël, der Macher dieses Podcasts. Ich bin ein Creator und Medienunternehmer, der für Wachstum und Vielfalt steht. Mein Vorgehen besteht darin, dass ich inspirierende und erfolgreiche Menschen interviewe, um von ihnen zu lernen und Wissensabkürzungen für dich und mich aufzutun. 👉 Mit meinem Podcast digital kompakt zeige ich dir Wachstumsstrategien für dein (Digital-)Business, indem ich erfolgreiche Unternehmen und Expert:innen interviewe 👉 Mit meinem Podcast 5 Dinge mit 20 zeige ich dir, wie du persönlich wachsen kannst, indem ich inspirierende Menschen frage, was sind ihre 5 Dinge, die sie gerne schon mit 20 gewusst hätten 👉 In meinem Newsletter fasse ich dir Jeden Freitag die besten Learnings aus meinen Podcasts zusammen sowie viele weitere Einsichten aus meinen Aktivitäten. 💛 Abonniere „digital kompakt“ auf Apple Podcasts, Spotify & Co. Wenn dir die Folge gefallen hat, hinterlasse uns bitte eine Fünf-Sterne-Bewertung! 👥 Wir streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.

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00:00:16: Hallo Leute, ihr kennt das.

00:00:17: Ich hab regelmäßig die liebe Vanessa Laszlo zu Gast weil Vanessa begleitet ja... Topführungskräfte, psychologisch umfassend.

00:00:25: Also sie kennt sich wirklich aus und ich habe euch bestimmt schon mal die Geschichte erzählt, dass ihr unter einem zehn Jahre lang Psychopathen gekauft habt im Gefängnis.

00:00:31: also super spannend!

00:00:31: Die Lady hat einen richtig breiten Blick und Sie und ich treffen uns ja regelmäßig entsprechend darüber.

00:00:36: wie funktioniert es eigentlich wenn man richtig klar führt?

00:00:38: Wenn ich ein Team habe und möchte das gerne gut funktionieren.

00:00:41: wir greifen uns immer eine Frage raus also wirklich echte von ihren Klientinnen gestellte Fragen und sie beantwortet die.

00:00:46: und der Witz ist Wir machen das mit super hoher Dichte in super kurzer Zeit also heute wieder fünfzehn bis zwanzig Minuten.

00:00:51: Hallo, liebe Waderser!

00:00:52: Erst mal schön dass du da bist.

00:00:54: Hi lieber Joel vielen Dank für die Einladung.

00:00:56: Cool so und kommen gleich in medias res.

00:00:58: also die heutige frage echt von der front lautet wie reagiere ich wenn jemand emotional eskaliert also zum beispiel weint oder laut wird?

00:01:07: bar ist natürlich ein brett ne?

00:01:09: Ist

00:01:09: ein bret passiert ständig finde ich ist eine frage die auf jeden fall eine fundierte antwort verdient.

00:01:15: das wichtigste is zu reagieren Und das ist nicht das Wahrscheinlichste.

00:01:20: Das Wahrscheinlichsten der Praxis, dass man die Dinge übergeht weil man erstmal vollkommen überfordert ist und erst mal mit Verstoffwechseln beschäftigt so uu.

00:01:27: was passiert ihr wo es Norden?

00:01:29: Und beim die meisten Menschen dann einfach so ein starkes Harmoniebedürfnis haben, dass sie alles tun also quasi bedingungsfrei performant sind und alles tun um diese stelle Diese holprige Stelle in der Begegnung im Gespräch zu überwinden.

00:01:43: Und das ist maximal die zweitbeste Lösung, ehrlich gesagt.

00:01:46: Die wesentlich bessere im Umgang mit gerade explosiven Emotionen... ...ist es dir anzusprechen.

00:01:52: Weil und das allein müssen wir uns nicht in den Schlafwein-Jouell weil wer das hört kann nie wieder unter dieses Niveau fallen.

00:01:58: Wer das jetzt wirklich verstanden hat!

00:02:00: Weil ein negatives Gefühl was du ansprichst wird kleiner.

00:02:06: Und was du nicht ansprächst wahrscheinlich größer ne?

00:02:08: Genau Ganz genau und deswegen lohnt es sich immer immer immer mut total.

00:02:13: Schlimmes gefühlt fühlt sich super scheiß waren also mut ins gepackt zu nehmen und so sagen okay moment ich merke gerade du bist total ungeduldig oder ich merk grade ich hab was gesagt was dir gar nicht passt.

00:02:23: ja und offensichtlich ist das so stark dass du in dieser atemweise reagiert

00:02:28: Ja, okay.

00:02:29: Gut!

00:02:29: Also das ist ja erst mal noch relativ leicht zu verstehen.

00:02:31: aber Umsetzung glaube ich.

00:02:32: dann sportlich hast du so ein Standard vorgehen weil ich überlege gerade es gibt ja so diese schöne gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg zum Beispiel also wo du hingehen kannst kannst sagen ok schuldest eine Beobachtung und was das in dir sozusagen für die Emotionen weckt und welche Wünsche du hast.

00:02:46: das wäre so das erste was mir einfällt.

00:02:48: Aber das ist auch immer so.

00:02:49: die Schnöde Theorie Das ist ja der Praxis voll schwer.

00:02:51: Was wären denn so dein erster Take wenn Du sagst Okay da passiert etwas krasses Es skaliert Und Ich Kann's Nicht So stehen Lass Ich muss drauf gehen.

00:02:57: wie würdest Du reagieren?

00:02:59: Ich würde bewusst einatmen, mir diese Sekunde Zeit verschaffen und mir eine gute Antwort überlegen.

00:03:06: Ein ersten Satz der den anderen einlädt auf eine gesichtsschonende Weise umzusteigen Weil wichtig ist nicht einfach irgendwie zu reagieren.

00:03:15: So einfach ist es nicht, dann könntest jeder ja also nicht irgendwas sagen sondern du musst dir eine Art und Weise reagieren die den anderen A nicht bloß stellt und B euch eine Lösungsorientierung gibt.

00:03:25: Und das ist tatsächlich schwer und braucht Übungen aber absolut lohnenswert.

00:03:29: Und bevor du das machst, musst du eine Sache machen.

00:03:31: Das machen die meisten nicht und das verrate ich hier.

00:03:33: Du musst erst eine Situation emotional lösen, bevor du sie inhaltlich lösen kannst.

00:03:39: Von daher kann man eigentlich mega dankbar sein wenn jemand ein deutliches Störsignal funkt indem er laut wird oder unsachlich persönlich angreifend oder sogar weint weil dann hast du es quasi sicher auf dem Tisch dass du ganz gewiss sein kannst erst emotional lösen, bevor ich sie inhaltlich lösen kann.

00:04:02: Ich erinnere mich gerade an eine Situation.

00:04:04: Ein früherer Arbeitgeber von mir war mit der Lage konfrontiert dass er einen Mitarbeiter gekündigt hat und er hat gesagt nein ich sehe das gar nicht ein und bin ihm gestritten.

00:04:13: und dann hat der Mitarbeiter sich auf den Boden gelegt und wollte sich nicht mehr weg bewegen.

00:04:17: Der hat sich flach hingelegt.

00:04:19: Und wirklich nichts weiter... Ich weigere mich zu gehen, er hat sich hingelegt auf diesem Boden mit dem Rücken-Kopfsozialgerichtung-Decke und ich habe ihn dann gefragt, was hast du denn da gemacht?

00:04:27: Dann hat er gesagt ja ganz einfach, ich hab einen Krankenwagen gerufen!

00:04:30: Und dann haben die wirklich den mit einem Arzt daraus gefahren.

00:04:32: also so eine... Also ich meine das ist jetzt das ultra krasse Experiment.

00:04:36: aber wenn wir uns mal in solche Extreme rein bewegen Wie gehe ich denn hin, so was emotional aufzulösen?

00:04:41: Weil du hast gerade gesagt erst ist Emotionale dann das Intellektuelle.

00:04:44: So okay jetzt ist das Kind in den Boden gefallen.

00:04:47: how about it?

00:04:47: und du sagst was ganz entscheidend ist weil der Mitarbeiter mag sagen wir mal drei sich vierzig fünfzig gewesen sein in dem Moment war er wahrscheinlich noch nicht mehr drei.

00:04:57: genau das ist der Punkt.

00:04:58: ja wenn ich etwas emotional auflöse dann darf ich mich nicht mit dem biografischen Alter auflösen aufhalten.

00:05:03: sorry Ich muss verstehen was für ein Bedürfnisalter die Person Und das Bedürfnisalter dieses Mitarbeiters war.

00:05:10: maximal ein, zwei.

00:05:11: Weil da machen Kinder das durch Überforderungen, weil sie mit dem Stressgrad nicht klar kommen und die Orientierung verlieren sich einfach mal hinwerfen und alles boykutieren.

00:05:20: Das ist eine De-Kompensationsreaktion sozusagen.

00:05:24: Der hat nicht in seinem Erwachsenen ich mit der Reife einer erwachsenden Person und allen Erfahrungen reagiert sondern maximal überfordert.

00:05:31: Das ist eine ganz, ganz starke Überforderungsreaktion und vermutlich hätte man gar nicht den Krankenwagen gebraucht wenn man das gewusst hätte und die Ruhe und Souveränität gehabt hätte sich einfach danebenzusitzen und zu sagen nehmen sie sich alle Zeit die Sie brauchen diese Nachricht zu verarbeiten.

00:05:48: Dann wäre es vermutlich schneller gegangen, weil ich komme zurück auf unseren Anfang.

00:05:52: Ein Gefühl was ich benenne wird sofort kleiner und ein Gefühl das ich leugne wird größer und größer.

00:05:58: Ich denke jeder hat auch Symptomverhalten in sich und weiß dass wenn ich rot werde und mir sage ich will auf keinen Fall Rot werden flasche ich.

00:06:05: Wenn ich vor Aufregung zittrig bin und denke online ich will nicht zittern wird's sofort stärker oder an der Stimme merkt man das auch ganz deutlich.

00:06:12: ne?

00:06:12: Aufregungen und eine Dissens mit dieser Aufregungs.

00:06:15: wenn ich damit kein Frieden finde wird es sofort stärk.

00:06:18: Also eine der besten Deeskalationsstrategien überhaupt ist es nicht zu flüchten, auch wenn das ein natürlicher menschlicher Impuls ist.

00:06:27: Sondern stattdessen in so einer Creator-Position zu gehen, in eine proaktive leadership Position und damit Safeness zu produzieren.

00:06:35: Also wäre, sag ich mal der erste Faktor.

00:06:37: Wenn ich sehe jemand reagiert emotional dass sich quasi diese Emotion benenne das jetzt zum Beispiel sage ja Herr Schmidt Ich sehe sie sind aufgeregt es ärgert Sie.

00:06:45: vielleicht nehmen uns mal kurz einen Moment und lassen das Mal Lassen dem hier ein bisschen rauben.

00:06:49: also das wäre sozusagen so der anger

00:06:50: Ja

00:06:51: Und ist es damit schon getan?

00:06:53: oder würdest du sagen, dann kommen eigentlich noch weitere emotionale Prozesse bevor du zu den inhaltlichen kommst?

00:06:57: Damit ist es im Großteil der Fälle tatsächlich schon getan.

00:07:01: Ehrlicherweise trauen sich das die meisten Menschen überhaupt nicht!

00:07:04: Ich würde noch einen Verdauungsenzymen dazu packen.

00:07:06: ich würde nicht sagen okay Herr Schmidt ich sehe sie sind gerade total aufgeregt.

00:07:09: jetzt nehmen wir uns mal Zeit weil das kann auch irgendwie zynisch rüberkommen oder belehren und ich würde sagen und dass is in Ordnung und Sie können sich jetzt die Zeit nehmen.

00:07:17: Okay, verstanden.

00:07:18: Also ich gehe im Prinzip hin und benenne das Gefühl pack irgendwie noch ein Verdauungsinzym drauf damit es, sag' ich mal besser und positiver rüber kommt.

00:07:25: Aber ist es damit schon getan?

00:07:26: Kann ich damit dann schon zum inhaltlichen übergehen oder braucht's noch mehr?

00:07:29: Du wirst es merken an deinem Gegenüber ob du direkt in den Inhaltsstaaten kannst Oder ob es noch mehr braucht.

00:07:34: Du wusstest einfach daran merken ob dir jemand wieder direkt ins Gesicht gucken kann Ob sich die Atmung normalisiert Ob wie man entspannter wirkt.

00:07:43: Ich kann es schwer, das jetzt zu beschreiben.

00:07:44: Weil da ist eine riesige und auch individuelle Palette an para-linguistischen Merkmalen hervorzieht.

00:07:50: aber eigentlich merkst du das.

00:07:53: Du merkst es wenn es geht und du merkst sofort den Effekt, wenn du den Mut hast in der Situation emotional zu gestalten.

00:07:59: Wir können ja auch mal überlegen also ich denke gerade noch darüber nach in welchen Lagen, welche Situation passiert denn sowas?

00:08:04: Eigentlich dass sich im Arbeitskontext so richtig derale Also dass ich sozusagen so die Fassung verliere.

00:08:10: Wahrscheinlich ist es ja oft, wenn ich jetzt mal das Beispiel von eben denke, ich überbringe irgendeine Botschaft, die schlecht ist also vielleicht ein Feedback oder es gibt einen Konflikt, dass wir was anders machen wollen als sich die Person das gewünscht hat.

00:08:20: Das Projekt kommt nicht zustande oder oder oder?

00:08:23: Also wahrscheinlich sind das doch so die meisten Situationen oder weil.

00:08:25: vielleicht kann man's von da aus ja mal nähern.

00:08:26: Ja

00:08:27: Ich würde sagen Aus einer Vogelperspektive sind es alle Situationen, die nicht mit der Realitätsgestaltung des Gegenübers zusammen.

00:08:33: Also entweder ist es quasi dein Selbstbild in Gefahr, weil jemand den Rückmeldung gibt wie scheiße zu dem Pass, wie du die selber wahrnimmst oder noch größere Teile nicht nur dein Selbstbild deine gesamte Landkarte bricht in sich zusammen.

00:08:46: Ich kenne das aus einem Bereich, in dem ich mal eine Weile als Beraterin tätig war.

00:08:49: Nämlich in so Outclasement Kontexten Führungskräfte zu beraten die es ehrlich gesagt schon total vermasselt haben und werde ich nie vergessen.

00:08:56: zwar glaube ich meinen mein erster Auftrag sozusagen in der Situation zu vermitteln wo eine Firma aus betriebsbedingten Gründen Menschen kündigen musste Und die Führungskraften super netter her, irgendwie Anfang sechzig.

00:09:10: Also so ein menschlicher Mensch der Menschen orientiert war aber natürlich nicht besonders trainiert darin und er hatte eigentlich eine richtig geile Haltung weil er sagte was will ich hier mit diesen Beraterhansels?

00:09:21: Ich habe mir den Leuten hier dreißig Jahre zusammen gearbeitet und durch die Scheiße gehen wir gemeinsam.

00:09:25: also sage ich denen das auch.

00:09:27: und das Problem war dass er nicht wirklich gut wusste wie Das heißt, er ist dann mit einem Sanakie-Mitarbeiter.

00:09:33: Die waren quasi auch befreundet und haben irgendwie um die Ecke gewohnt.

00:09:35: Die haben samstags zusammengegrillt, die haben das Ding groß gemacht den Bereich erfunden also so eine richtige Brotherhood Und mit dem hat er dann dieses betriebsbedingte Kündigungsgespräch in folgender Weise geführt.

00:09:47: Das Gespräch hat irgendwie dreieinhalb Stunden gedauert.

00:09:50: Sie haben erst mal zweieinhalb Stunden in Sweet Memories geschwägt und sich gegenseitig auf die Schulter klopfen erzählt wie großartig sie sind und was für geile Sachen die gemacht haben.

00:09:59: Und dann hat er irgendwie auf die impliziteste Weise, die man für sowas wählen kann diese Kündigungsbotschaft rübergebracht.

00:10:05: Und der betroffene Mitarbeiter ist aus seinem eigenen Trennungsgespräch gegangen in einen gut vorbereiteten Raum, wo auch andere Mitarbeitende die ihr Kündigungsgesprech quasi alle zusammentrafen.

00:10:16: Es gab irgendwie Trinken und Obst

00:10:18: usw.,

00:10:19: also man hatte sich schon Mühe gegeben zu überlegen wie können wir diese gesamte schwierige Rahmensituation mit Ressourcen ausstatten?

00:10:25: Also in diesem Raum kam dieser Mensch nach seinem dreieinhalb stündigen Lobhudelei Wir lieben uns und wir haben hier Dinge von Wert geschaffen, ein Königungs-Gespräch dass er gekündigt wurde.

00:10:38: Und das war nicht mehr zu kippen, also der Schaden, der damit verursacht wurde, der in den allerbesten Absichten und mit großer Wertschätzung und Liebe im Gepäck entstanden ist, konnte man nicht mehr lösen.

00:10:51: Man konnte damals dieses Outplacement oder New Placement lösen, den sachlichen Aspekt dieser ganzen Geschichte.

00:10:57: Aber dieses Emotional, dieses Aster was damit entstanden wurde konnte man nicht mehr lösen.

00:11:03: Es wirft eine interessante Frage auf weil ich habe mich gerade zurückgeändert als du das erzählt hast an Podcast den ich mal aufgenommen hab zusammen mit Amy von Art Night.

00:11:10: Die hatte so ein Startup wo du so Kunstnächte sozusagen mieten konntest.

00:11:15: Und dann kam die halt in eine Situation, ich glaube durch Corona, dass sie auch einen großen Anteil Menschen entlassen musste.

00:11:20: Davon hat sie mir erzählt im Podcast mit zwei HR-Profis und es war total spannend!

00:11:24: Die sagte dann, naja... ...die Leute reagieren halt unterschiedlich, die einen gefasst, die anderen sauer, die andere traurig.

00:11:29: also das sind die ganzen Gefühlspalette... ...und mir hat sich total eingebrannt und das möchte ich jetzt mal als Frage an dich formulieren,... ..das einzige was du nicht machen darfst ist die Leute Trösten So, weil sie sagt es ist halt voll awkward wenn du der Ursache eines Schmerzes bist und sie dann gleichzeitig zu kurieren versuchst zu helfen.

00:11:46: Und die Frage die mich sich sozusagen für mich daraus baut ist Wenn ich eine solche emotionale eskalierende Reaktion erlebe sollte ich dann in so ne Korregulation gehen mit den Leuten?

00:11:55: also sollte ich versuchen die zu trösten oder zu beruhigen?

00:11:58: Oder muss man sich das so aus exerzieren lassen?

00:12:00: weißt du was ich meine?

00:12:01: Ich bin mir nicht ganz sicher ob ich weiß was du meinst aber erstmal stimme ich zu Du kannst die Leute nicht trößen wenn du da verursacher des schmerzes bis dass es einfach übergriffig.

00:12:09: Das geht zu weit und die Leute müssen sich selber trösten.

00:12:12: Und das werden sie auch tun, was sie brauchen ist quasi dass sie diese Erstreaktion ableiten können.

00:12:18: Und da ist die gute alte Daumenregel ohne Witz jetzt.

00:12:21: es sogar besser wenn jemand eine starke emotionalen Reaktion zeigt wie gar nichts zeigt.

00:12:26: Also viel, viel schwieriger ist wenn Leute quasi eine Minusreaktion zeigen.

00:12:30: Wenn wir jetzt mal bei dem Trennungsbeispiel bleiben, du kündigst jemand den Job und der hat keine goldenen Löffelchen gestohlen und sich auch sonst nicht zu Schulden kommen lassen.

00:12:41: Du musst es halt machen.

00:12:41: aus wirtschaftlichen Gründen bla bla bla.

00:12:44: Der Mitarbeiter zeigt keinerlei Reaktionen.

00:12:46: Das ist wirklich richtig schwer, weil wie willst du jetzt entscheiden?

00:12:49: Kann ich den noch nach Hause fahren lassen.

00:12:52: Es ist irgendwie Freitag Nachmittag.

00:12:53: kann er jetzt im Wochenende gehen, passiert da irgendwas Schlimmes.

00:12:56: Was können wir noch für ihn tun?

00:12:58: wenn ja was... Also eigentlich ist es viel besser, wenn jemand dann zeigt dass er ärgerlich ist, dass er wütend ist und damit nicht einverstanden ist das er zum Kotzen findet.

00:13:06: Weil alles was auf dem Tisch ist kannst Du behandeln!

00:13:10: Ja und der erste Schritt wäre Raum für das Gefühl geben, es erlauben.

00:13:14: Und der zweite Schritt wäre es anzusprechen weil ist automatisch kleiner wird's eine der mächtigsten DSK-Lationstechniken in der Welt.

00:13:21: Der dritte Schritt wäre um jetzt mal bei dem Trennungsbeispiel zu bleiben oder bei anderen Form von Hardcore-Messages die man eben manchmal an den Mann oder die Frau bringen muss.

00:13:31: Zu überlegen ist es überhaupt sinnvoll und realistisch machbar dass wir noch inhaltlich sprechen?

00:13:37: Oder ist jemand somit Verstoffwechseln beschäftigt, dass es viel mehr Sinn macht den Zweitteil des Gesprächs in ein neues Gespräch zu packen.

00:13:45: Und das wäre auch jetzt echt ein Hinweis aus der Praxis für die Praxis aller Menschen, die zuhören.

00:13:50: Oft haben wir das Gefühl okay, wir haben einen Titan-Terminkalender... Alle sind triple quadruple belegt.

00:13:56: Ich habe jetzt dieses Gespräch und in das Press ich auch alles rein, es macht einfach keinen Sinn.

00:14:00: manchmal ist es wirklich sinnvoller rechtzeitig zu gehen und einen anderen Tag an anzuvisieren um das gespräch vorzuführen.

00:14:08: Je schlimmer ein Inhalt und oder je schwieriger das gegenüber ey desto kürzer macht das Gespräch.

00:14:14: Ah ja weil's dann weniger Angriffsfläche gibt?

00:14:16: Nee!

00:14:17: Weil mit weiterer Länge du immer weniger regulieren kannst.

00:14:21: Die Präsenz lässt nach, die Konzentration, die Nerven.

00:14:24: Alles lässt nach in einem dreieinhalb Stunden Gespräch mit Hardcore-Inhalt.

00:14:28: das ist schon psychosener.

00:14:30: Es macht einfach wirklich eine gute Daumenregel.

00:14:32: Je schwieriger das Gespräch aus welchen Gründen auch immer weil es einen Streit gab und man nicht gut miteinander auskommt, weil Vertrauen fehlt.

00:14:38: Mach kürzere Einheiten geh'n den Längsschnitt und es schafft auch Vertrauen.

00:14:42: ja uns nimmt den Druck raus zu wissen ey Wir fangen jetzt an.

00:14:46: Wir schieben den Fuß in die Tür und wir reden so lange, bis wir das geklärt haben aber nicht an einem Stück.

00:14:52: So, jetzt würde ich dich mal in eine weitere Beispiel-Richtung bringen.

00:14:55: Wir haben über ein Gespräch geredet, wo hinterher klar ist es gibt keine Zusammenarbeit mehr.

00:14:59: also wenn ich von der Kündigung rede was uns viel beschäftigt hat dann ist ja klar okay hinterher müssen wir nicht mehr zusammen funktionieren.

00:15:05: aber nehmen wir mal ne andere Situation vielleicht einen Feedbackgespräch.

00:15:08: so und jetzt haben wir wieder du hast das ganz schön definiert die Definitionen von Stress ist glaube ich der Unterschied zwischen dem wie die Welt ist und dem wie ich erwarte oder gerne hätte dass sie ist.

00:15:17: Also dieses Delta Das macht sozusagen die Definion von Stress.

00:15:21: Bist du in so einem Feedback-Gespräch?

00:15:23: Bringst du eine Message rüber, die die andere Person vielleicht gar nicht erwartet hat und eskaliert.

00:15:27: Weinen, Wut ... You name it!

00:15:29: Rausländen, so

00:15:30: einschließen, alles schon erlebt ja.

00:15:31: Mhm.

00:15:32: Ja... Würdest du da hinterhergehen wenn jemand rausrennt?

00:15:36: Nee weil mir wichtiger wäre Sicherheit zu geben und Sicherheit kann ich nur aus einer Leadership Position geben Und zu reagieren.

00:15:42: damit gebe ich Sicherheit ab.

00:15:44: Ah ja spannend.

00:15:45: Es mag zwar menschlich nachvollziehbar sein aber aus einer leadership sich würde ich das auf gar keinen Fall machen.

00:15:50: Jetzt sind wir in diesem Strudel drin.

00:15:52: Wir haben gesagt, wir benennen die Emotionen und lassen den Leuten da ihren Raum.

00:15:55: Und dann willst du ja irgendwann aber auch an den Punkt kommen, dass du sag ich mal auf das Inhaltliche gehst?

00:16:00: Wie kriege ich denn diese Brücke gebaut?

00:16:01: Weil gerade wenn es jetzt vielleicht so ist, du denkst, ich krieg hier irgendwie einen doppelten Bonus weil ich voll oberperformt hab und der sagt dir so, ey, du wirst hier kurz verkündigen und es geht gar nicht!

00:16:10: Wie krieg ich diesen Missmatch denn eingefangen

00:16:11: intellektuell?!

00:16:12: Indem ich in den ersten fünf Sätzen das sage, was ich sagen will und indem mich wenn ich schon weiß es könnte ein schwieriges Gespräch werden weil ich jemanden begrenze.

00:16:20: Weil ich nein sage wo jemanden ja hören will, weil ich nicht durchwinke oder weil ich etwas sage was nicht zu dessen Identität und Selbstbild passt dann verzichte ich erstens auf Smalltalk Never ever.

00:16:32: Und zweitens auf den typischen Tipp fang mit Positiven an, auf gar keinen Fall sondern dann sorg ich dafür dass die ersten fünf Sätze wirklich ein Anker bilden.

00:16:43: Die Stimmung, den Sound und den Rahmen im psychologischem Rahmen eines Gesprächs so maßgeblich gestalten das in denen alles vorhanden ist was uns beide eine ganz klare Orientierung gibt.

00:16:54: warum?

00:16:55: weil da sofort mein Gefühl von Sicherheit erhöht Und damit habe ich einen A in massiven Eskalationsschutze aufgebaut und B alle Verdauungsenzyme benutzt, um sozusagen den anderen auch mit Ressourcen auszustatten.

00:17:08: Um das Gut zu verarbeiten.

00:17:10: Das kommt ganz einfach daher.

00:17:12: Ich sage, ich bin froh um deine Zeit!

00:17:14: Wir haben heute ein Thema was für uns beide nicht schön ist.

00:17:17: Ja, ich würde gern etwas anderes erzählen und ich bin mir sicher du würdest gerne etwas anderes hören aber aus denen und den Gründen ist es nicht möglich.

00:17:24: Also ich würde es immer ankündigen.

00:17:26: Immer, immer, immer und selbst wenn die zeitliche Diskrepanz zwischen Ankündigung und der inhaltlichen Message dreißig Sekunden ist hast du dem Gehirn deines Gegenübers einen riesen gefallenen Tag.

00:17:37: ja du schenkst dir mal die Möglichkeit sich zu positionieren und nicht einfach zu reagieren.

00:17:42: das ist der erste Schritt den ich immer machen würde.

00:17:44: und der zweite ist wenn ich wirklich was gefährliches mache weil es mir so wichtig ist, dass ich nicht verschweige.

00:17:50: Ich setze mich in der Gefahr aus und erzähle dir irgendwas wo ich weiß, das wird zu hart, das kann unsere Beziehung verändern.

00:17:57: Dann sorge ich dafür, dass es ein überindividuelles Motiv gibt also nicht nur was mich so verletzt.

00:18:03: und jetzt sage ich dir das auch wenn es ja schon sechs Wochen her ist und seitdem habe ich dies um das und jenes gegen dich getan oder so sondern ich brauche einen Grund der über dich und mich hinaus weist und dann sind wir beide safe.

00:18:16: Und wer das A checkt und B übt, der ist wirklich sowas von unbreakable in seiner Kommunikation.

00:18:21: Das ist ein ganz anderes Niveau.

00:18:24: Zum Beispiel zu sagen ich schätze dich sehr was du fachlich hier für diese Abteilung geleistet hast es krandios aber ich werde nicht mehr vor dir weglaufen Ja, nur weil du unangenehm sein kannst.

00:18:37: Das ist meine Art von Respekt.

00:18:39: ja und du verhältst dich manchmal wie ein kranioses A-Punkpunkt und damit stehst du dir selbst in deiner Weiterentwicklung auch für deine Karriere im Weg.

00:18:47: Und egal wie du das jetzt findest ich möchte dir das sagen So dann wird es schon echt eng sich dagegen zu wehren um das irgendwie Scheiße zu finden.

00:18:56: Das wäre jetzt ein Beispiel für ein überindividuelles Motiv.

00:18:59: Ich sag, das ist ein Maß von Fairness was ich hier walten lasse weil ich dich so schätze werde ich dich nicht mehr schonen und das ist psychologisch mächtig.

00:19:09: Hast du dir noch einen Tipp?

00:19:10: Weil wenn ich in der Situation bin wo ich mir ausrechnen kann jetzt krachts gleich!

00:19:15: Weil sich der Saskia sage dass die Sandra befördert wurden und nicht die Saskia.

00:19:19: Das ist ja noch berechenbar, aber es gibt ja manchmal auch diese Situation wo jemand total eskaliert und du hast das gar nicht kommen sehen.

00:19:25: Und bist dann wie so eine Schildkröte auf dem Rücken und denkst dir so hopperladen was für ein Film bin ich denn jetzt hier gerade?

00:19:31: Wie reagiere ich mit so einer Situation?

00:19:32: also wenn Du wirklich kalt erwischt wirst dann kannst Du zwei Dinge machen die in jeder deeskalationstechnik drin stecken nämlich Distanzierung und Verlangsamung.

00:19:41: Das kann man immer benutzen.

00:19:42: Man kann sagen, wow das ist eine Reaktion mir da habe ich gar nicht gerechnet.

00:19:45: die zeigt mehr dass wir noch mal ganz anders draufschauen müssen.

00:19:50: bitte Gehen mit dass wir jetzt Pause machen lassen zur Viertelstunde Pause machen und dann nochmal mit einer anderen Qualität auf das Thema gucken.

00:20:00: Du gibst ja durch diese Verlangsamung und Distanzierung deinem Gehirn und deines Gegenübers den Möglichkeit Raum, sich auf einem qualitativ höheren Niveau wiederzutreffen.

00:20:09: Und das Ding mit einer anderen Qualität zu besprechen.

00:20:14: Wenn wir jetzt mal noch das Stück ein bisschen weitertreiben was ist denn mit Situationen in denen wir sage ich mal so eine Art Effekthandlung haben?

00:20:21: die nicht richtig begründet ist.

00:20:23: Also, wo du sagst hier ist eigentlich nichts Schlimmes gerade passiert da eskaliert grad jemanden und ich sehe da gar keinen Grund für.

00:20:28: das ist unangemessen.

00:20:30: gibt's ja auch mal dass Leute einfach vielleicht ist da irgendwie so ein wunderpunkt getroffen oder you never know ist es sozusagen ist das Playbook desgleiche in so einer situation wie in den anderen?

00:20:41: In meinem playbook steht erstmal Ich würde die Einfaches Hypothese wählen um mir die Welt zu erklären die ich in der Situation für Möglichkeit.

00:20:48: und die einfachste Hypothese für deinen Beispiel wäre, wow hier hat jemand viel mehr Stress als mir bewusst war.

00:20:54: Das wäre jetzt meine Arbeitshypothese und anhand dieser Arbeitshypothese würde ich mir überlegen was mache ich als nächstes?

00:21:00: Und dann ist es tatsächlich sehr ähnlich, weil wenn ich jetzt antizipiere, wow hier ist jemand viel mehr gestresst als die Situation für mich irgendwie möglich macht.

00:21:08: Dann würde ich vermutlich auch für eine verlangsame und eine Distanzierung sorgen entweder rein verbal zu sagen so schlimm ist es nicht in einer freundlicheren Art und Weise oder eine Pause machen.

00:21:19: Emotionen zeigen was, was immer der Fall ist.

00:21:21: Du kannst nur das benutzen, was du in der Hand hältst und wenn du Handlungsleiten mit Menschen sprichst dann ist es sogar noch schwieriger weil da kannst du nur das benutzen was du unter anderem in der hand halten Und Emotionen zeigen das wie nichts.

00:21:35: Du kannst nicht über ein starkes Gefühl hinweg springen, da kommt nur Crap aber raus!

00:21:39: Du findest mit starken Gefühlen die nicht gestaltet werden, die nicht integriert werden in eine gemeinsame Perspektive und keine qualitativ hochwertige Antwort finden.

00:21:49: Das heißt du musst immer erst die Situation emotional korrigieren.

00:21:53: Und vielleicht abschließende Frage mal an dich?

00:21:55: Das Beste ist ja wenn ich gar nicht erst in so ne Situation komme... Also gibt's vielleicht so eine Art von Profilaxe, die ich betreiben kann.

00:22:01: Damit Leute gar nicht erst emotional eskalieren?

00:22:03: Ja und da gibts ne zweiteilige Antwort drauf.

00:22:05: also erstens mal die meisten Menschen jetzt in der... in einem Corporate-Umfeld führen, das heißt sie haben ja einen Längsschnitt.

00:22:11: Die kennen ja irgendwann ihre Leute.

00:22:13: ne?

00:22:13: Das kennst du ja auch!

00:22:13: Du kriegst irgendwie eine Einleitung... In einer Einladung per Mail siehst die anderen Namen drauf und weißt schon freust du dich auf den Termin oder nicht.

00:22:19: Und das haben Führungskräfte natürlich auch dass sie irgendwann wissen okay wie ist das Verhaltensspektrum dieser Person und womit muss ich rechnen?

00:22:27: und das heißt wenn du schon weißt boah jemand kann überhaupt gar nicht mit kritischen Feedback umgehen.

00:22:32: Ja es sind tolle Mitarbeiterinnen und toller Mitarbeiter aber der fühlt sich jetzt so bedroht nicht exzellent zu sein, dann benutzt das.

00:22:39: Dann benutzt genau das in den ersten drei Sätzen und sagt hey Joel ich habe eine Rückmeldung für dich.

00:22:46: die wird dir nicht gefallen und trotzdem möchte ich die heute mit dir besprechen.

00:22:49: ist es für dich möglich?

00:22:51: kunde x y hat das und dass gesagt.

00:22:53: jetzt passieren zwei großartige Dinge.

00:22:55: entweder unser erfundener Joel sagt ja denn shoot go die Tür ist offen oder noch besser sagt nein und sag so vielen dank für deine ehrlichkeit.

00:23:06: Bitte sag mir, wann wir diese Woche drüber sprechen.

00:23:09: Und du bist einen riesigen emotionalen Schritt weiter, weil du hast jemandem Freiheitsgrade gegeben und die Wahl.

00:23:15: Die zweite Antwort ist, du hast den besten Schifffilter in dir, in Form deines Unterbewusstseins, deine Intuition dieser unkorumpierbaren weisen Einheit.

00:23:23: und eine meiner allerliebsten Lieblingsgesprächsvorbereitung ist es mich zu überlegen was sind die Worst Case-Szenarien?

00:23:31: Wovor fürchte ich mich?

00:23:32: Was das schlimmste was passieren kann Und das gieß ich in eine prophylaktische Kommunikation, was die Auftretenswahrscheinlichkeit all dieser Dinge enorm senkt.

00:23:41: Also es ist nicht so, dass es die Leute dann erst auf die Idee bringt.

00:23:43: Ach ja stimmt!

00:23:44: Ich könnte kündigen oder... Habt

00:23:46: ihr das nicht ehrlich gesagt?

00:23:46: Ist das eine Strategie, die noch aus der Zeit kommt wo ich viele konfliktäre Vorstandssitzungen und Ähnliches moderiert habe?

00:23:53: also das heißt sie waren schon nicht neutral sondern da ist irgendein Next Level Shit vorgefallen den man nicht lösen konnte sonst hätte man nicht die Lasloh eingeladen.

00:24:00: also so ne Situation und da bist du halt in einer Rolle.

00:24:03: Du hörst zwar nicht dazu aber du bist für das Ergebnis verantwortlich.

00:24:07: Das heißt, ich musste in irgendeiner Form Mandat finden das mir erlaubt wirksam und mächtig zu handeln.

00:24:14: Du hast dann diese Elefantenrunden von Leuten die seit zwanzig Jahren kein Feedback mehr bekommen haben ja und denken sie sind einfach unfilber und großartig.

00:24:21: Und Ich habe das so gemacht indem ich den Nullwert dieser Situation zu Beginn geeicht habe.

00:24:25: Ich hab immer sowas gesagt wie vielen Dank für die Einladung dass darin liegende Vertrauen.

00:24:30: Und wie ihr wisst, gehört zur Moderation eines solchen Meetings auch Dinge die nicht schön sind und aber notwendig sind.

00:24:36: Wie zum Beispiel wenn sich jemand leidenschaftlich verrennt dass ich den unterbreche Und das ist für mich nicht schön, und es ist für dich nicht schön.

00:24:42: Aber es ist notwendig.

00:24:43: Tragt dir das mit!

00:24:44: Das Großartige ist am Anfang ohne Ereignis sind alle schmerzbefreit und nickenwohlwollend bis genervt, weil's ja eigentlich selbstverständlich worüber wir sprechen.

00:24:54: Dann drehst du die Situation dreißig Minuten weiter... Herr Doktor Sohn so kriegt einen megakulärischen Laberflash ...und jetzt muss ich das einlösen.

00:25:01: Und dann muss ich nicht mehr einfach sagen Stopp!

00:25:04: Sondern ich kann sagen, Herr Dokta Sohn, so wissen sie noch was ich vor dreißigen Minuten ...ja er ist ja schon gut!

00:25:11: Und dann rekursiere ich auf unser gemeinsames Mandat, was wir am Anfang gemeinsam miteinander kreiert haben.

00:25:18: Das macht es natürlich viel leichter als Akku zu handeln, also prophylaktisch zu handelen ist sowieso wenn wir jetzt mal skalieren die Qualität die höchste Handlungsweise und du kannst nahezu alles prophylaktisch ansprechen Wenn du Angst hast, ein anderer Klassiker ist.

00:25:34: Du hast so Team-Events wo die Führungskraft die energetisch hochwertigste Person im Raum ist.

00:25:39: das ist die Hölle wenn du alles liefern musst jeden Gedanken jedes Gefühl alle bedienen alle sitzen da wie eine träge sackartige Masse.

00:25:46: ja weil ihre bisherigen Erfahrungen nicht so waren.

00:25:49: hier ist es safe was zu sagen oder warum auch immer.

00:25:52: also wenn deine größte Sorge zum Beispiel ist in der Regelkommunikation strengt sich niemand an außer mir.

00:25:59: Dann würde ich das in meine Eingangskommunikation packen und sagen, dieser Termin ist durch eine Sache am meisten bedroht.

00:26:06: Durch Passivität!

00:26:07: Ich wünsche mir ganz arg, dass wir es anders machen.

00:26:09: also lass uns mal kurz überlegen wie wir das hinkriegen Und erlaubt mir bitte folgende Dinge zu tun wenn ich merke das kippt Denn wir alle haben was davon Wenn wir gleich verteilt stattfinden.

00:26:20: Also wenn ihr nichts sagt dann werde ich Folgendes tun Ich werd euch direkt ansprechen Ich werd ne Reihenfolge-Regel machen Ist völlig egal was dann kommt.

00:26:28: wichtig ist dass ich es ankündige.

00:26:30: warum, weil ich damit nicht die psychologische Sicherheit bedrohe.

00:26:34: Die Menschen einfach brauchen um das Beste aus sich rauszuholen.

00:26:38: Und sag mal so.

00:26:38: Postscript zu dem ganzen Thema.

00:26:40: Ich habe so den Verdacht diese Verwechslung von Intellektuellem und emotionalen Inhalt.

00:26:45: Ich könnte mir vorstellen, dass das ein ganz, ganz häufiges Thema ist oder?

00:26:48: Dass die eine Seite irgendwie intellektuell argumentiert auf einem Thema und die andere noch emotional dabei ist.

00:26:53: also ich würde mal vermuten, dass es überraschend oft passiert.

00:26:57: absolute Themenklassiker in jeder Beziehung, in jeder Familie.

00:27:01: In jeder Paarbeziehung und in jedem Führungskraften-Mitarbeiterverhältnis in jedem Team.

00:27:06: ein absoluter Klassiker, dass wir wie so zwei D-Züge strahlt aneinander vorbeifahren.

00:27:11: Leider nicht das gleiche Gleis.

00:27:13: Selbe Geschwindigkeit andere Richtung nicht das Gleiche Gles.

00:27:17: Absolut!

00:27:18: Es macht immer Sinn Emotionen erst zu behandeln.

00:27:21: Das würde ich übrigens als generelle Prophylaxe auch machen.

00:27:24: wenn du ein Kickoff-Meeting hast für ein neues Projekt oder weißt du, Gaia?

00:27:28: Du hast einen Kickoff für neue Mitarbeitende.

00:27:30: Überleg dir in den ersten drei Sätzen was will ich hier emotional

00:27:34: führen.".

00:27:34: Ja cool liebe Vanessa!

00:27:35: Also dann ganz herzlichen Dank dass du hier der Umschlagebahnhof warst, der die Gleise wieder zusammenlegt und wir freuen uns schon aufs nächste Mal mit dir.

00:27:41: Immer gern.

00:27:49: Ciao!

00:27:52: Wenn du mit uns noch erfolgreicher werden möchtest, abonniere uns auf den gängigen Podcast-Plattformen und hey!

00:28:00: Je größer wir werden, desto mehr Menschen können wir helfen.

00:28:04: Also erzähl doch auch deinen Kolleginnen von uns.

00:28:07: Bis zum nächsten Mal.

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