Führung kompakt: Warum verpuffen meine Teammaßnahmen so schnell? 💨

Shownotes

Motivationskicks zerfallen, wenn Verbindung nur im Workshop entsteht und der Alltag zur Bühne für alte Muster wird. Vanessa Laszlo zeigt, warum Teams Selbstmotivation aus Sinn, Sicherheit und Gemeinschaft ziehen – und was fehlt, wenn Maßnahmen wie Urlaub wirken, aber den Alltag unberührt lassen. Kollektive Stärke entsteht dort, wo Führung Regelkommunikation nutzt und Hierarchiesensitivität abbaut. Eine Spurensuche zu echter Performance, die bleibt. Du erfährst... ...wie Führungskräfte eine nachhaltige Performancekultur etablieren ...warum Regelkommunikation der Schlüssel zu erfolgreicher Teamführung ist ...wie psychologische Sicherheit und Sichtbarkeit Motivation fördern ...warum Investitionen in Workshops allein nicht ausreichen ...wie Hierarchiesensitivität die Teamdynamik beeinflusst __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Vanessa Laszlo, Leadership & Performance Consulting __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 Übersicht aller Sponsoren __________________________ ||||| PLAYLISTS ||||| Lust auf mehr? Entdecke unsere Playlists mit weiteren spannenden Episoden zum Thema: 🎧 Leadership & Change 🎧 Leadership __________________________ ||||| LEXIKON ||||| Du verstehst nur Bahnhof? Zu viel Fachchinesisch? Unser Lexikon hilft dir dabei, die wichtigsten Fachbegriffe zu verstehen: 🔹 Psychologische Sicherheit - Ein Konzept, das beschreibt, dass sich Menschen in einem Team sicher fühlen, Risiken einzugehen, ohne negativ bewertet zu werden 🔹 Proaktivität - Die Fähigkeit, eigenständig und vorausschauend zu handeln, anstatt nur auf Ereignisse zu reagieren. 🔹 Peak-Performance - Der Zustand, in dem eine Person oder ein Team ihre maximale Leistungsfähigkeit erreicht. 🔹 Hochleistungsumfeld - Ein Arbeitsumfeld, das hohe Ansprüche stellt und darauf ausgelegt ist, maximale Leistung der Mitarbeiter zu fördern. 🔹 Orchestrierung - Die Koordination und Steuerung mehrerer Softwarekomponenten oder Agents, um komplexe Aufgaben zu automatisieren. __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:02:17) Was motiviert Menschen? (00:06:19) Warum hält dauerhaft Motivation nicht an? (00:10:01) Richtig kommunizieren (00:15:02) Wie organisiere ich über verschiedene Teams? __________________________ ||||| WIR ||||| 🧢 Ich bin übrigens Joël, der Macher dieses Podcasts. Ich bin ein Creator und Medienunternehmer, der für Wachstum und Vielfalt steht. Mein Vorgehen besteht darin, dass ich inspirierende und erfolgreiche Menschen interviewe, um von ihnen zu lernen und Wissensabkürzungen für dich und mich aufzutun. 👉 Mit meinem Podcast digital kompakt zeige ich dir Wachstumsstrategien für dein (Digital-)Business, indem ich erfolgreiche Unternehmen und Expert:innen interviewe 👉 Mit meinem Podcast 5 Dinge mit 20 zeige ich dir, wie du persönlich wachsen kannst, indem ich inspirierende Menschen frage, was sind ihre 5 Dinge, die sie gerne schon mit 20 gewusst hätten 👉 In meinem Newsletter fasse ich dir Jeden Freitag die besten Learnings aus meinen Podcasts zusammen sowie viele weitere Einsichten aus meinen Aktivitäten. 💛 Abonniere „digital kompakt“ auf Apple Podcasts, Spotify & Co. Wenn dir die Folge gefallen hat, hinterlasse uns bitte eine Fünf-Sterne-Bewertung! 👥 Wir streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.

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00:00:00: Digital Kompakt.

00:00:01: Heute aus dem Bereich Führung.

00:00:03: Mit deinem Moderator Joel Kaczmarek.

00:00:06: Los

00:00:06: geht's!

00:00:15: Hallo Leute, es ist mal wieder Zeit.

00:00:16: mit der lieben Vanessa Laszlo.

00:00:18: Mache ich ja immer kurze Führungsempulse, wir nennen das klar Führen und vielleicht habt ihr es ja schon mitgeschnitten, die liebe Vanessa, die beschreib ich immer so wie das Schweizer Armee-Messer zum Thema Führungskräfte, weil sie begleitet seit über twenty-fünf Jahren, also lass euch das mal auf der Zunge zeigen, ich weiß gar nicht, wie das geht bei ihrem Jungen aussehen, über twenty-fünf Jahre Führungskräfte, Menschen, die in Führung sind, vollumfänglich, psychologisch, also ganz viele Ebenen, die sie da bedient und wir sammeln immer fleißig Fragen ein von diesen Menschen.

00:00:42: und so

00:00:42: auch heute, wir haben sie jetzt mal liebevoll Nele genannt natürlich hier anonymisiert.

00:00:46: Die hat uns eine Frage reingegeben, wo wir jetzt mal versuchen, in knapp zwanzig Minuten einen richtig geilen Impuls zu finden.

00:00:52: Und zwar fragt die liebe Nele, wir haben in meinem Bereich wirklich viel investiert.

00:00:56: Workshops, Leitlinien, Kickoffs.

00:00:58: Alle waren motiviert, die Stimmung war gut.

00:01:00: Aber ein paar Wochen später ist die Energie wieder verpufft.

00:01:04: Wieso schaffen wir es nicht, diese Performance auf Dauer hochzuhalten?

00:01:07: Also, kennt vielleicht viele von euch da draußen.

00:01:09: Warum mache ich so viel und trotzdem hält der Shitchen nicht.

00:01:12: Und Motivation ist ja auch ein schwieriges Ding.

00:01:13: dazu heute einiges mehr.

00:01:15: Von daher erst mal, hallo, liebe Vanessa, schön, dass du wieder da bist, sondern starten wir dann mal munter rein.

00:01:19: Hi, lieber Torell, hallo, again, da draußen.

00:01:22: Und danke für die schöne Einführung, die mich schon hat, zweimal schmunzeln und lachen lassen.

00:01:25: Vielleicht machen wir ja mal als erstes so eine kleine Klarheit hier rein.

00:01:28: Wir können ja natürlich nur spekulieren, weil wir nur die Frage reingekommen haben, in was die Nele da eigentlich investiert hat.

00:01:33: Also ich habe so ein bisschen den Verdacht, so habe ich jetzt mal geframed Motivation.

00:01:37: ein performantes Team.

00:01:38: Also das ist wahrscheinlich damit gemeint.

00:01:40: Oder wie liest du das?

00:01:41: Ja, also ich denke, bei solchen Fragen geht es immer darum, eine kollektive Peak Performance zu erzeugen.

00:01:46: Und dazu brauchst du natürlich motivierte Menschen, connectete Menschen, klare Menschen.

00:01:52: Und ich denke, dass sie, was sie so etwas amorff beschreibt, dass sie versucht hat, in Haltung zu investieren.

00:01:57: Jeder Einzelne von diesen Mitarbeitenden, die wir nur zwischen den Zeilen erkennen, hat eine eigene Haltung und als Jungs Kraft ist natürlich immer wichtig.

00:02:06: eine kollektive Haltung zu kreieren.

00:02:08: Und zwar eine, die möglichst ergebnisbezogen performant ist, die resilient ist und die dafür sorgt, dass alle mit dem richtigen Mindset halt in die richtige Richtung paddeln.

00:02:17: Vielleicht können wir ja mal mit so einer kurzen Basis anfangen und dann hangeln wir uns von daraus rüber.

00:02:21: zu ihrer Frage nämlich, was Menschen eigentlich motiviert.

00:02:24: Weil darüber ich nachgedacht, als ich ihre Frage gelesen habe, dass ich so dachte so, hm.

00:02:28: Was würdest du denn sagen, was Menschen in so einem Berufsumfeld eigentlich motiviert?

00:02:31: Weil sie hat ja viele Maßnahmen sozusagen sehr intensiver angestoßen, Workshops und Kickoffs und so weiter.

00:02:36: Aber was ist denn so?

00:02:37: Big Picture der Motivationsfaktor für Menschen.

00:02:39: Ja, Joel, du weißt nicht, was du getan hast, einer Psychologin diese Motivationsfrage zu stellen.

00:02:44: Aber die ist geil, weil Menschen motiviert erstmal gar nichts, weil Menschen motivieren sich in sich selbst.

00:02:50: Demotivieren ist ganz, ganz leicht.

00:02:51: Motivieren ist schon und endlich viel, viel schwerer.

00:02:54: Weswegen diese Frage auch wirklich wichtig ist.

00:02:56: Weil natürlich erstmal sind Menschen per se motiviert.

00:02:59: Immer.

00:03:00: Wir haben einen Stream an Lebensenergie, an Gestaltungsmacht in uns, jeder von uns, jeder von uns ist die oder der CEO seines und ihres Lebens.

00:03:08: Das heißt, wir haben sowieso einen riesigen Stream an Motivation in uns und die eigentliche Frage ist, wie kriege ich das hin, diese Energie so zu lenken, dass sie sozusagen im gemeinsamen Ziel dient und gleichzeitig aber auch noch dafür genügend Energie bereithält, dass ein Mensch seine Persönlichkeit ausdrücken kann.

00:03:24: Und jetzt gehen wir schon in Richtung der Antwort, die du wahrscheinlich erhoffst.

00:03:28: Menschen sind dann motiviert.

00:03:29: Ich hoffe, ich darf es jetzt mal so trivialisiert sagen.

00:03:32: Wenn Sie Ihre Sinnkriterien erfüllen können, also wenn Sie nicht nur Arbeit für die Tonne machen oder nur für Brot und Butter im Kühlschrank, das hat zwar noch einen höheren Gesamtzinn als für die Tonne.

00:03:42: Also deswegen gehen Menschen natürlich zur Arbeit, aber sie bleiben nicht wegen Brot und Butter im Kühlschrank.

00:03:48: Sie bleiben entweder mit einer Qualität oder einer fehlenden Qualität, weil es eine bestimmte Art von Konnektivität dort gibt oder nicht.

00:03:56: Ein Gesamtzusammenhang, der überzeugend ist oder nicht.

00:03:59: Also, was motiviert Menschen?

00:04:00: Es motiviert sie Sinn.

00:04:02: Es motiviert sie natürlich auch psychologische Sicherheit.

00:04:04: Damit ist gemeint, hey, bin ich hier safe?

00:04:06: Oder muss ich im Angsthabens mit jemandem ein Messer in den Rücken rammt?

00:04:10: Auf metaphorische Weise, wenn ich mich hier umdrehe, dazu gehört auch, bin ich... Sichtbar werde ich gesehen, als diejenige oder derjenige, der ich wirklich bin und muss hier nicht nur irgendeine Rolle spielen.

00:04:20: und natürlich, was Menschen ganz stark motiviert, weil unser gutes, altes Zeugetiergehörn liebt das Halt, ne, ist Gemeinschaft.

00:04:27: Also gehöre ich dazu.

00:04:28: Und wenn ja, ist es überhaupt ein Kontext, in dem ich dazugehören möchte.

00:04:32: Das ist ganz cool, weil ich hab gerade von einem Freund, hab ich so einen Ausdruck aus dem neuen Buch von Michael Achtleitner, ist ja so eine Topführungskraft irgendwie geschickt bekommen.

00:04:40: Und da redet der über Druck.

00:04:41: Weil über Druck kannst du ja auch gucken, wenn man Menschen mit Druck motiviert, in der Start-up-Szene sagt man immer so schön, Diamanten werden unter Druck geformt, unseren Bullshit.

00:04:48: Und der hat mal ganz interessante Unterscheidungen aufgemacht, nämlich selbst auferlegten Druck, wie die zum Beispiel Top-Sportler haben, versus externen Druck.

00:04:55: Ist Druck ein Faktor, der Menschen auch motiviert, oder würdest du sagen, eigentlich nicht?

00:05:00: Also Druck motiviert natürlich zur ergebnisbezogener Leistung, aber Druck motiviert vermutlich nicht zu dem, was du eigentlich willst, nämlich eine höhere innere Konnektivität zu deiner Rolle und zu der Verantwortung, die du hast.

00:05:11: Außer, und jetzt hast du die Differenzierung schon weggenommen.

00:05:14: Ich finde, in der Philosophie ist es schöner erklärt als in der Psychologie, nämlich im Maßstab der sekundären Freiheit.

00:05:20: Wir sind nicht immer primär frei, im Sinne von, wir alle haben bestimmte Notwendigkeiten, denen wir uns beugen müssen, aber wir können uns sozusagen durch die Kraft unseres Willens, unserer Haltung, Mindset, wie man heute sagt, in so eine sekundäre Freiheit lieben.

00:05:35: Ich kann sagen, okay, ist jetzt zwar nicht geil, aber ich nehme das an.

00:05:39: Ich akzeptiere das und ich akzeptiere das jetzt als meine Mission.

00:05:43: Das ist zum Beispiel ein Move, den ich ganz häufig mache mit Menschen, die wirklich auf einem sehr, sehr hohen Level sind und nochmal so einen Riesenschritt machen, also so vor ihrem nächsten Portal-Schritt stehen und dann natürlich einfach auch Prüfungssituationen ertragen müssen.

00:05:56: Einfach bestimmte Dinge, die sie extrem challengeen, auch emotionalen.

00:06:00: Ich sage immer, sie ist anders, sie ist nicht als Zumutung, sie ist als Privileg.

00:06:03: Die wenigsten Menschen in deinem gesamten Umfeld, in deinem gesamten Leben werden jemals das Privileg haben.

00:06:08: einen Hardcore Stress zu haben, weil sie diesen Schritt nicht gehen.

00:06:12: Und das ist echt wie so ein psychologisches Verdauungsentzymnis, das hilft halt, wenn du das akzeptierst in so eine Sektion, deren Freiheit gehst.

00:06:19: Jetzt hast du ja eben von den Motiven gesprochen.

00:06:22: So, und jetzt denk mir mal an Neles Frage zurück, die er gesagt hat, ich habe so viel investiert.

00:06:26: Ich habe Workshops gemacht, ich habe Kick-offs gemacht.

00:06:28: Also eigentlich hat sie ja genau das investiert, was du als letzten Punkt eben genannt hattest, Gemeinschaft.

00:06:33: Ja, also wie kann man so ein Team zusammenführen?

00:06:35: Und da steckt der so aus wie Sichtbarkeit im Idealfall auch drin, also dass ich schaffe, okay, bin ich da sichtbar als derjenige, der ich bin, habe ich hier psychologische Sicherheit und so weiter und so fort.

00:06:43: Und dann sagt sie, trotzdem ist das ein bisschen wie so eine Batterie, die irgendwie leck geschlagen ist, so das entlädt sich wieder so schnell.

00:06:48: deine Vermutung, woran sowas liegt.

00:06:50: Ja, ich würde es gerne mit einer Metapher beantworten.

00:06:52: Sie hat den Urlaub investiert und nicht in Alltag.

00:06:55: Also nehmen wir mal, wir vermuten jetzt mal diese Workshops und Kickoffs und so, die waren auch wirklich richtig gut.

00:07:00: Also so, dass Leute sich sichtbar und sicher gefühlt haben, dass sie geschafft haben, nicht nur Fassade zu erzählen, sondern auch wirklich rangekommen sind an das, was sie wirklich bewegt, wo die sich gegenseitig auf den Füßen rumtreten, was sie eigentlich voneinander brauchen und so weiter.

00:07:13: Und was ganz offensichtlich fehlt, ist die Rückbindung oder überhaupt die Einbindung in den Alltag.

00:07:19: so wie wenn du im Alltag nichts miteinander zu tun hast, aber einen schönen Urlaub hast.

00:07:23: Und das ändert nicht unbedingt den Alltag.

00:07:26: Das fehlt sozusagen die entscheidende Operation, die jetzt aus dem, was sie da erschaffen haben, den Transfer in dahin, wo sie es eigentlich brauchen, nämlich in ihr tägliches Miteinander, wo jeder halt sein Ding macht, wo du vermutlich mit einer hohen Intensität konfrontiert bist, einer hohen Komplexität.

00:07:42: Und wenn du da nicht die Konnektivität hast, dann passiert das, was eigentlich nicht passieren soll.

00:07:47: Jeder fällt in seine eigene Logik Jeder macht halt sein Ding.

00:07:51: Menschen sind Inseln, die ab und zu mal Touchpoints haben, aber nicht ein organisches Ganzes.

00:07:57: Das heißt, für mich ist die Unterschreibung, du investierst in Events, aber du investierst nicht in die tragfähige Performance-Kultur im Alltag.

00:08:05: Die ist auf zwei Ebenen.

00:08:06: Die ist in der Regelkommunikation.

00:08:08: Das müssen wir unbedingt drüber sprechen.

00:08:09: Part of my mission.

00:08:11: Meisten Menschen missteuten vollkommen, was wir mit Regelkommunikation tun können.

00:08:15: Und die zweite Ebene ist natürlich in all den informellen kleinen Begegnungen, die mal trivial und mal super wichtig sind, weil man irgendeine Feuerlöschaktion starten muss oder sonst was.

00:08:26: In dem Moment, wo du gar nicht weißt, was du führst, da entsteht genau das.

00:08:32: was sozusagen diese Frage vermissen lässt und nicht in dem berechtigten Paralleluniversum von Workshops, von Trainings, von Kickoffs.

00:08:40: Ich schaffe so eine Exotensituation.

00:08:42: In der Exotensituation ist alles super, weil da sind wir ja so komplett oft von unseren sonstigen Gefüge, aber die transferiert sozusagen nicht wieder dahin zurück, wo man sie eigentlich braucht.

00:08:50: Genau,

00:08:50: und ich finde das ein super schönes Wort, Exotensituation, weil genau, die Situation ist ja hochbestückt mit Ressourcen, aber der Alltag nicht.

00:08:58: Ja, der Alltag ist S-Hard As It Gets, ja, mit unmöglichen Badlines, weil man mal wieder irgendwelchen Kunden angeschwindelt hat, um Vertrag zu bekommen, Fuß in die Tür zu bekommen, mit der klassischen Verteilung von nur ein paar Einhörner, die halt die Hauptlast tragen und ein paar müde Ponys, die halt in Standby vor sich rumsummeln, ja, der Verteilungsunfernes, Irritation, nicht genug Zeit, eine Meeting-Kassanierung, die es dir nicht ermöglicht, irgendwie dich gut vor- und nachzubereiten, la, la, la.

00:09:28: Also das erzeugt so einen starken Kontrast.

00:09:30: Natürlich können Menschen in einer hoch kuratierten Situation, wo du ganz viele Ressourcen eingibst.

00:09:36: Und ich meine jetzt nicht nur lecker Kuchen und Kaffee, sondern ich meine Zeit, ein hoch kuratiertes Setup.

00:09:43: Am besten noch unter moderierten Bedingungen, um auch sicher zu gehen, dass es eine Gleichverteilung an Kommunikation gibt, wo du jeden mitnimmst, eine Ergebnislage erzeugst, wo sich jeder abgeholt fühlt.

00:09:53: Ja, klar.

00:09:54: Aber das ist halt nonalltag.

00:09:56: Das ist quasi Urlaub.

00:09:58: Warum musst du dafür sorgen, dass man einen Transfer hinkriegt?

00:10:01: Dann da wollen wir jetzt natürlich hin.

00:10:02: Also du hast gesagt, zwei Faktoren sind dafür wichtig, die Regelkommunikation und die informellen Begegnungen.

00:10:07: So Regelkommunikation vielleicht mal als erster Baustein.

00:10:10: Was würdest du sagen, ist da so das kleine einmal eins, was ich transferiert kriegen möchte?

00:10:14: Ja, die Kommunikation, mega unsexy, ich weiß, aber mega, mega wichtig, weil das Ding ist das.

00:10:20: Wenn du mit den Leuten nicht regelmäßig sprichst, dann hast du keinerlei Chance, die zu beeinflussen.

00:10:26: Und auch wenn das jetzt unpopulär klingt, als Vokabular, aber ja, dein Job als Führungskraft ist es, die Leute zielorientiert zu beeinflussen.

00:10:34: Selbst gegen Widerstände, selbst in der ungünstigen Situation, wo keiner mehr motiviert ist, ist schlicht dein Job.

00:10:40: Und dafür brauchst du halt Connectivität, Connection, Kontakt.

00:10:44: Und am besten ist er zu erzeugen, da wo du den E hast, nämlich in der Regelkommunikation.

00:10:49: Was ist Regelkommunikation?

00:10:50: Regelkommunikation ist das, wofür du dich commitst, no matter what.

00:10:54: Wir treffen uns jeden Montag.

00:10:56: Und Atopkommunikation ist quasi das Gegenteil.

00:10:59: Davor ist es reaktiv getrieben.

00:11:01: Wenn irgendwas ... die auf die Füße fällt, Kunde ist sauer, Produkt ist kaputt, Qualität stimmt nicht, weiß der Geier.

00:11:07: So, diese beiden Ebenen an Connect hast du und die musst du nutzen.

00:11:13: Und das Ding an Regelkommunikation, warum mir das so wichtig ist, das Leuten immer und immer wieder zu sagen, auch wenn es erstmal super lame klingt, Regelkommunikation ist das, dass du in einer reaktiven Position wie der Alltag sie für dich produziert, jetzt schnell schnell Entscheidungen treffen, viel zu wenig Impact hast.

00:11:32: Das ist Managing.

00:11:34: Aber du brauchst ja nur... Proaktive Position.

00:11:37: haben wir schon mal darüber gesprochen, dass Proaktivität ein mega Merkmal, psychologisches Hauptmerkmal von Führung ist, von Leadership.

00:11:44: Und Regelkommunikation hat ein grundlegendes Rauschen an Proaktivität, weil wir uns ja schon committed haben, no matter what, ja?

00:11:52: Wir treffen uns nun mal jeden Montag und bereden hier diese ganzen Next-Level-Shit-Sachen.

00:11:56: Heißt, ich bin schon mal per se im richtigen Stream, auf der richtigen Ebene und in der richtigen Position.

00:12:03: Und jetzt passiert in realitär was richtig Blödes, den meisten Leute benutzen Regelkommunikation halt für Alltagsshit, aber nicht für die richtigen, wirklich wichtigen Dinge.

00:12:13: Also sprich, wie arbeiten wir hier zusammen?

00:12:16: Welche Note geben wir uns da?

00:12:18: Wie halten wir überhaupt zusammen?

00:12:19: Fühlt sich hier jeder?

00:12:21: gesehen, kann jeder überhaupt sein Bestes leisten.

00:12:24: Was ist überhaupt das Beste?

00:12:25: Haben wir ein gemeinsames Verständnis davon, was es heißt, eine Performance zu sein?

00:12:30: Haben wir ein gemeinsames Verständnis davon, worauf wir achten müssen?

00:12:34: Oder nehmen wir irgendwie ein kaputtes Spielzeug und packen ganz viel Kreppband drum rum, damit niemand sieht, dass es kaputt ist.

00:12:40: Und jedes Mal, wenn es krackst und raschelt, wickelt es noch einen neuen Layer drum anstatt sozusagen, du brauchst diese gemeinsamen mentalen Landkarten.

00:12:50: entstehen halt nicht mit einem Mal.

00:12:52: Du kannst eine unglaublich meaningful Conversation haben, egal wo.

00:12:56: Und es ist großartig und absolut überzeugend.

00:12:59: Aber damit sich was ändert, brauchst du es halt in der Regelmäßigkeit, weil auch unser Unterbewusstsein liebt Konstanz.

00:13:06: Das ist sozusagen immer der erste Bedeutsamkeitstest bei jedem Kind, in jeder Beziehung, in jedem Business.

00:13:11: so echt jetzt.

00:13:13: Wirklich, kann ich mich darauf verlassen.

00:13:15: Also Redundanz ist wirklich ein Bedeutsamkeitsmarker.

00:13:19: Und deswegen, hey, pack das in Regelkommunikation.

00:13:22: Guckt euch eure Agenda an.

00:13:24: Und da werdet ihr wahrscheinlich wenig Liedership finden.

00:13:26: Ja, vermutlich.

00:13:28: Evidenzbasiert vermutlich.

00:13:29: Und dann packt ihr Liedership dazu.

00:13:31: Dann wählt ihr ein, zwei Fragen, die ihr immer auf Liedership-Ebene, die ihr immer und immer wieder durchkaut, bis es normal ist, bis die Leute wirklich aus einer kollektiven Liedershipintelligenz wissen, worauf es ankommt.

00:13:43: Und wie schaffst du, dass das einsetzt, was du natürlich bei diesen Workshops und Kickoffs und Offsites und wie sie alle heißen immer machen, nämlich dass es alle mitbekommen, weil ich mein mir das gerade so aus, gerade wenn ich jetzt hier an so eine informelle Begegnung denke, an diese komischen Glocke an den Wasserspender, die du an diesen Küchen hast.

00:13:57: Da redest du dann mit jemandem so bilateral, nimmst du ein Thema mit, machst so ein Metatalk und alle anderen haben es sich mitgekriegt.

00:14:03: Oder nur die, die im Meeting waren, haben es irgendwie gehört, aber die Organisation natürlich nicht.

00:14:07: Und dieses Kaskadieren zu allen hin ist doch auch immer so schwierig.

00:14:09: Ja, das auch.

00:14:10: Und das kann, du kannst Kultur nur im Kollektiv gestalten.

00:14:13: Du kannst keine Kultur schaffen in so einem marginalen eins zu eins Gespräch.

00:14:17: Aber, und das ist jetzt ein ganz wichtiges Aber.

00:14:20: Diese inoffiziellen, anecdotischen, beliebigen Kontakte, die sind quasi wie in einem guten psychologischen Test, hier sind die Lügenskala.

00:14:29: Und wenn du da, wo du quasi einfach erwischt wirst, als Mensch, ja, diametral anders bist als in einer high-maintenen Situation, wo das Licht an ist und deine Selbstregulation hoch, weil du weißt, ich spreche jetzt zu meiner Mannschaft in meinem Montags-Meeting.

00:14:42: Ja, dann hast du sowieso gelitten, weil dann hast du halt null, null Glaubwürdigkeit.

00:14:47: Und deswegen sind diese beiden Ebenen wichtig, ja, auf der eine Ebene Regelkommunikation.

00:14:52: Schaffst du Kultur?

00:14:54: Und auf der anderen Ebene informeller Atokommunikation validierst du oder invalidierst du diese Kultur.

00:15:02: Also vielleicht hab ich ihn auch rein, er prädiert es gar nicht so drin, aber ich glaube, da steckt doch auch viel dieses Thema Hierarchiegedanke und Teamkommunikation drin.

00:15:08: Also wie gehen wir miteinander um?

00:15:10: Manchmal hast du ja auch Situationen, dass wenn du als Team was bauen möchtest, dass der eine dafür verantwortlich ist, aber nicht alle Ressourcen hat und umgekehrt.

00:15:17: Weißt du, was ich meine?

00:15:18: Also diese unglaublich starren Gefüge über dieses ganze, diese ganze Regelkommunikation hinweg auf eine ganze Orga.

00:15:23: Ist ein bisschen wie so ein Boot, was links und rechts schwankt, was total schwer gerade zu halten ist.

00:15:27: Ich tue mich da schwer, eine richtige Frage draus zu gießen, aber ich glaube, wenn ich eine finde, dann geht's so in diese Richtung... Wie kriege ich all das orchestriert?

00:15:33: Also sicherlich durch eine ganz, ganz klares Commitment zur Verantwortung.

00:15:37: Wer verantwortet was?

00:15:39: Das ist natürlich auch eine Frage.

00:15:41: Sprichst du überhaupt mit den richtigen Leuten?

00:15:43: Also du kannst einen wundervollen Tag im August machen, wo du keine Ahnung, ein Boot baust, über den Rheinschipp, was danach herrlich ist und den Leuten Geheimnisse erzählst, aus der siebten Klasse.

00:15:53: Ja, ist ein toller Tag.

00:15:54: Aber wenn da nicht die Leute sitzen, die sozusagen eine Entscheidungsmacht haben über das, was dich angeht, dann nutzt dir das nichts.

00:16:00: Ja, Menschen sind hierarchiesensitiv, Organisationen sind ab einem gewissen Komplexitätsgrad, den man numerisch auch erfassen kann, natürlich als Hierarchieorganisation.

00:16:13: und damit managst du sachliche Komplexität und der Side-Effekt ist, du erzeugst psychologische Komplexität.

00:16:20: Und das steht ganz oft in keinem Verhältnis.

00:16:23: Also wenn es richtig schlecht läuft, dann wird es nach oben hin immer unehrlicher und du hast nur noch so Werbevideos und raffst gar nicht mehr, was die alle machen.

00:16:32: Und wenn es richtig, richtig schlecht läuft, dann ist das größte Problem dann als Mitarbeiterstu selbst.

00:16:36: Um das abzubauen, um weiterhin aufrichtig Feedback zu bekommen, was dir überhaupt erst eine Chance gibt, einen tatsächlichen Ausgrund über das tatsächliche Gebiet zu haben und kluge Entscheidungen zu treffen ist, du musst die Hierarchiesensitivität abbauen, indem du mega klar bist und mega offensichtlich und nachvollziehbar und immer gleich auf einer Meda-Ebene natürlich nicht im Stream des Alltags.

00:17:00: und persönlich sichtbar.

00:17:02: Und der zweite Faktor, so diese Orchestrierung hinweg über verschiedene Teams, weil du willst ja auch ganz oft schaffen, dass das, was du gerade beschrieben hast, diese Einheitlichkeit der Mission, die um oben sozusagen drauf liegt, dass die nach unten hin von allen auch gleich gelebt wird.

00:17:14: Also, ohne dass jetzt oben und unten so wertend auf die Mensch bezogen

00:17:17: wird.

00:17:17: Du weißt, was du meinst.

00:17:19: Und was du glaub ich raus willst, ist Schnittfläche.

00:17:21: Und ich meine, ehrlich zu Älter, könnten wir fünf, zehn Folgen draus machen.

00:17:24: So wichtig ist das Thema.

00:17:25: Und so leidvoll ist das Thema auch in der Praxis.

00:17:28: Weil meistens ist es so, du hast quasi was von außen wie eine OneFirm-Aussee ist halt eine Akkumulation kleiner Dörfchen, jeweils mit einem Bürgermeisterchen.

00:17:38: Und je nachdem, wie der drauf ist, hast du halt echt State of the Art Leadership oder du hast hier irgendwie Herrschaft.

00:17:46: Und die Schnittflächen sind natürlich genau das, was das orchestriert.

00:17:49: Und wenn die nicht funktionieren, dann hast du halt nicht OneFirm, sondern dann hast du einfach nur diese Akkumulation kleiner Dörfchen.

00:17:55: Und irgendwer muss halt Papa-Stunz sein oder Mama-Stunz sein und dafür sorgen, dass es ein paar Essentials gibt, die nicht diskussionswürdig sind.

00:18:02: Gut, abschließende Frage.

00:18:04: Jetzt hat Nele ja gesagt, was sie da alles gemacht hat und war frustriert, dass es nicht den dauerhaften Effekt hatte.

00:18:09: War es falsch, was sie gemacht hat, hätte sie ihr Geld woanders investieren sollen?

00:18:13: Oder hat sie schon das Richtige gemacht und muss nur noch etwas tun, um das in Anbindung zu kriegen?

00:18:17: Das ist ja eine fiese Frage.

00:18:19: Ich kenne jetzt natürlich nicht genau den Kontext, von daher möchte ich jetzt hier nichts abwarten, ohne das zu kennen.

00:18:24: In Menschen zu investieren, den Zeit zu schenken, sich zu begegnen, ist auf keinen Fall falsch.

00:18:30: Es heißt aber nicht, dass es richtig ist.

00:18:32: Und ich würde die Frage gerne so beantworten.

00:18:33: Es war nicht falsch, was sie gemacht hat, aber es war leider nicht richtig.

00:18:37: Aber sie hat eine Mega-Chance, und sie hat eine Mega-Chance, das Schiff umzureißen, indem sie nämlich beginnt, in ihrer Regelkommunikation richtige Akzente zu setzen.

00:18:47: Und ich weiß nicht, wie lange diese Workshops und so weiter her sind, aber man könnte die ja noch mal als Sprungbrett benutzen, die noch mal rekapitulieren und sich einfach eine ganz ehrliche Bestandsaufnahme geben, miteinander.

00:18:58: Nicht als Ansage, das ist einfach nur vernichtend, sondern wirklich zu sagen, wo stehen wir denn heute?

00:19:04: Und warum ist es denn so schwer, das umzusetzen?

00:19:06: Also, es braucht nicht einen Schritt, es braucht ein Commitment für eine gemeinsame Reise, um das Ding in eine gute Richtung zu bringen.

00:19:13: Ja, weil es ist eine gemeinsame Reise und wir sind weggefährdet und reisen halt zusammen.

00:19:17: Sehr gut.

00:19:18: Dann drücken wir der Nele die Daumen und allen anderen, die in der Mission sind.

00:19:21: Bei dir freue ich mich aufs nächste Mal.

00:19:22: Bis dahin.

00:19:23: Mach's gut.

00:19:24: Bis dann.

00:19:24: Ciao.

00:19:27: Danke fürs Zuhören beim Digital-Kompakt-Podcast.

00:19:31: Du merkst, hier ziehst du massig Wissen für dich und dein Unternehmen heraus.

00:19:35: Wenn du mit uns noch erfolgreicher werden möchtest, abonniere uns auf den gängigen Podcast-Plattformen.

00:19:41: und hey, je größer wir werden, desto mehr Menschen können wir helfen.

00:19:45: Also, erzähl doch auch deinen Kolleginnen und Kollegen von uns.

00:19:49: Bis zum nächsten Mal.

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