Führung kompakt: Karriereplanung in Krisen – was zählt wirklich?
Shownotes
Karriere entfaltet sich selten auf geplantem Kurs – meistens entsteht Orientierung im Wandel, während Sicherheiten wegbrechen und Netzwerke neu geknüpft werden. Vanessa Laszlo zeigt aus 25 Jahren Führungssparring, wie du Identität und Strategie verbindest und eine unverwechselbare Signatur entwickelst, die dich auch durch unsichere Zeiten trägt. Resonanz, soziale Tiefe und persönliche Authentizität werden so zur Währung deiner Karriere – gerade, wenn die Regeln sich verändern.
Du erfährst…
…wie Vanessa Laszlo Karriereplanung als Identität und Strategie definiert
…welche Rolle externe Seilschaften und persönliche Signaturen spielen
…wie Resilienz und Flexibilität im Unternehmenswandel entscheidend wirken
||||| PERSONEN |||||
👤 Joël Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt
👤 Vanessa Laszlo, Leadership & Performance Consulting
||||| SPONSOREN |||||
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||||| LINKS |||||
🚨 Webseite von Vanessa Laszlo
||||| PLAYLISTS |||||
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🎧 Leadership & Change
🎧 Leadership
🎧 Führung kompakt – Führung auf den Punkt gebracht
||||| LEXIKON |||||
Du verstehst nur Bahnhof? Zu viel Fachchinesisch? Unser Lexikon hilft dir dabei, die wichtigsten Fachbegriffe zu verstehen:
🔹 **Leadership** - Leadership bezeichnet die Fähigkeit, ein Team oder eine Organisation zu führen, zu motivieren und strategische Ziele zu erreichen.
🔹 **Reputationssystem** - Das System, das die Wahrnehmung und das Ansehen einer Person oder Organisation in der Öffentlichkeit steuert.
🔹 **Social Proof** - Der Einfluss, den die Meinung oder das Verhalten anderer auf die eigene Entscheidung hat.
🔹 **Reputationsmanagement** - Die strategische Steuerung und Pflege des öffentlichen Ansehens einer Person oder Organisation.
🔹 **Organisationsentwicklung** - Ein geplanter, systematischer Ansatz zur Veränderung und Entwicklung einer Organisation, um ihre Effektivität und Gesundheit zu verbessern.
||||| KAPITEL |||||
(00:00:00) Vorstellung & Einführung ins Thema
(00:03:05) Die Rolle von Seilschaften
(00:05:09) Aufbau von Beziehungsnetzwerken
(00:07:46) Entwicklung einer persönlichen Signatur
(00:10:09) Reputationsmanagement
(00:15:03) Kommunikation und soziales Kapital
(00:19:04) Karriereplanung in Krisenzeiten
||||| WIR |||||
🧢 Ich bin übrigens Joël, der Macher dieses Podcasts. Ich bin ein Creator und Medienunternehmer, der für Wachstum und Vielfalt steht. Mein Vorgehen besteht darin, dass ich inspirierende und erfolgreiche Menschen interviewe, um von ihnen zu lernen und Wissensabkürzungen für dich und mich aufzutun.
👉 Mit meinem Podcast digital kompakt zeige ich dir Wachstumsstrategien für dein (Digital-)Business, indem ich erfolgreiche Unternehmen und Expert:innen interviewe
👉 Mit meinem Podcast 5 Dinge mit 20 zeige ich dir, wie du persönlich wachsen kannst, indem ich inspirierende Menschen frage, was sind ihre 5 Dinge, die sie gerne schon mit 20 gewusst hätten
👉 In meinem Newsletter fasse ich dir Jeden Freitag die besten Learnings aus meinen Podcasts zusammen sowie viele weitere Einsichten aus meinen Aktivitäten.
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👥 Wir streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.
Transkript anzeigen
00:00:00: Digital Kompakt.
00:00:01: Heute aus dem Bereich Führung mit deinem Moderator Joel Kaczmarek.
00:00:06: Los
00:00:06: geht's!
00:00:14: Hallo Leute, es ist wieder Zeit für einen Fixen und natürlich hochwertigen Leadership Impuls, weil vielleicht habt ihr schon mitbekommen, immer wenn die liebe Vanessa Laszlo da ist und wenn ihr über Clubs führen redet, dann wird es konkret, weil was machen wir?
00:00:25: Wir hauen immer zwanzig Minuten folgen hin, also maximal zwanzig, manchmal auch nur fünfzehn, und besprechen ganz konkrete Fragen von euch.
00:00:32: Heute hat der liebe Bernd, die Name wurde natürlich von der Redaktion geändert, eine Frage reingereicht.
00:00:35: Und vielleicht für alle von euch, die Vanessa noch nicht kennen, ich sag immer, das ist so liebevoll meine Wirkungsarchitektin, sie ist nämlich darauf spezialisiert, seit über zwanzig Jahren Führungskräften dabei zu helfen, durch Sparring, durch Impulse und einiges mehr wirksam zu werden.
00:00:47: Schaut euch unbedingt ihre Webseite an, ich packe die mal an die Shownotes, aber wir wollen keine Zeit verlieren, sondern hier dem Problem vom Bernd auf die Spur kommen.
00:00:53: Und zwar hat der liebe Bernd gefragt, wie plane ich Karriere im Wandel?
00:00:58: Hm, das ist ja ganz, ganz spannend, weil da sind ja zwei Sachen drin, einmal Karriereplanung und dann noch quasi Next Level, nämlich das Wandel.
00:01:04: Von daher, liebe Vanessa, erst mal hallo, schön, dass du da bist.
00:01:07: Hallo, vielen Dank, dass ich da sein darf.
00:01:09: Ha, vielleicht fahren wir mal Basic an.
00:01:11: Also wenn der liebe Bernd hier sagt, er möchte seine Karriere planen, würdest du denn sagen, dass man Karrierebob planen kann?
00:01:16: Ja, man kann Karriere planen, allerdings nicht im Sinne von so einem linearen Weg, als hätte da jemand so eine Glitzerspur ausgelegt, der man einfach folgen muss, sondern eher im Sinne von Identität und Strategie.
00:01:27: Also wer bin ich und wer will ich hier sein?
00:01:29: und sehen oder was brauche ich dazu.
00:01:31: Und ich mag die Frage auch, ich verstehe auch was du meinst, dass die quasi zwei thematische Säulen hat, nämlich einmal Karriere und einmal Wandel.
00:01:38: Ich möchte aber sagen, den Wandel hat man eigentlich immer.
00:01:40: Und was Bern vermutlich meint, ist so eine hochwollertile Phase, die mit ganz viel Unsicherheit und mega, mega viel Mikropolitik einhergeht und dem brechen vermutlich in seinem Reputation-System einige Player weg.
00:01:52: Oder vielleicht hat er auch nur einen, das ist aus meiner Sicht ein totaler Klassiker.
00:01:57: Wer kümmert sich um deine Karriere, das so ein Oldschool-Fünziger-Jahre-Modell, natürlich dein direkter Chef?
00:02:02: Und wenn du Glück hast, ist das ein großartiger Mensch, ob Mann oder Frau, der oder die dich auch wirklich als förderungswürdig und sonst was einstuft und dir ein super... Partner ist.
00:02:11: und wenn Pech hast, dann hast du vielleicht einen Chef, der dich viel zu sehr auf der Position braucht und gar keinen Interesse daran hat, dir weiter zu verhelfen.
00:02:17: Oder wenn du anders, also man kann ja auf multiple Arten und Weißen Pech haben oder du hast einen Chef, der vielleicht menschlich mega nice ist, mit dem du auch gerne ein Bierchen trinkst, der aber total schwache Positionierung unternehmen und so weiter und so weiter hast.
00:02:29: Also ich vermute, dass das ein Teil der Antwort sein kann, auf die wir hier warten, nämlich ja, Karriere kann man planen, ja, Wandel ist eigentlich immer der Fall.
00:02:40: natürlich in unterschiedlichen Amplitoten.
00:02:42: Und doch ist jede Strategie, die eine Validität beansprucht, multidimensional.
00:02:47: Also das heißt, du musst dich um dich zu positionieren in verschiedene Richtungen denken.
00:02:52: nach oben nach unten, auf allen Seiten in der Hierarchie Lobby gesehen und ja, mit deiner DNA, mit deiner Fußspur versehen.
00:02:59: Da lass uns mal reingehen, weil was du grad beschrieben hast, war auch was, was bei mir gleich in den Kopf kam.
00:03:02: Ich hab mal einen Podcast gemacht mit dem Jan Bredak von Veganz und der hat mir so eine richtig krasse Story erzählt.
00:03:07: Er meint, er war früher bei Daimler und dann hat er gesagt, als mein direkter Vorgesetzter weggefallen ist, meine Seilschaft, da bin ich ins Bodenlose gestürzt.
00:03:14: Und er hat das so richtig schön gemacht.
00:03:15: Er hat gesagt, guck mal, du kriegst hier so Klappen auf die Schultern gesetzt und wenn aber nicht mehr derjenige da ist, der schützt die Hand über dich, dann werden die die klappt man einfach weggerissen, dann bist du gar nix mehr.
00:03:23: Und er hat das so richtig brachial beschrieben.
00:03:26: Und ich hatte so dieses Bild von so einem Mobileen-Kopf.
00:03:28: Und vielleicht passt das ja hier bei Berns Situation auch so ein bisschen.
00:03:30: Du hast so diese Schnüre an den Hängtwas und dann find ich Seilschaft echt ganz prassend, weil wenn einer vorne abschneidet oder oben, dann fällst du halt mit runter, wenn derjenige über dir ist, dein System.
00:03:38: Und wenn das sozusagen abschützt, schirst du mit ab.
00:03:40: Das heißt vielleicht die erste Frage, die wir uns mal widmen können, wenn wir die Karriereplanung für Bernd jetzt hier überdenken, diese Rolle von externen Stützen, von externen Seilschaften, wie wir es ja gerade genannt haben.
00:03:50: Wie würdest du denn da agieren?
00:03:52: Also
00:03:52: erst mal, ja, man macht Karriere nicht alleine.
00:03:54: Machst du nicht.
00:03:55: Ist einfach so, ja.
00:03:56: Wenn du in der Organisation teil von einem großen Ganzen bist, dann brauchst du ein Team, ein Team-Joyle, was dich sozusagen unterstützt.
00:04:03: Und es muss jetzt nicht dein direktes Team sein, im Sinne von deiner Abteilung, deiner Gruppe, die du führst, sondern es müssen Menschen sein, die Social-Proof für dich sind, Menschen sein, die Sparens-Partner für dich sind, Menschen sein, die deinen Namen nennen in einem Raum, wo du nicht anwesend bist und deine Themen perpetuiert werden.
00:04:18: Und es müssen jetzt nicht so viele sein, also es braucht keinen quantitativen Begriff im Sinne von Influencer oder so, sondern es braucht einen qualitativen Begriff.
00:04:26: Das heißt, du brauchst mit diesen Menschen eine High-Quantity-Beziehung.
00:04:30: Was ich sozusagen eher in die Tiefe weiß und nicht so sehr in die Breite ist, müssen nicht viele sein, aber es müssen mehr als eine Person sein.
00:04:38: Und in dem Beispiel, was du gerade erzählt hast, erzählt mir natürlich was über die Rahmenkultur dieser Organisation, die sehr herrschaftslastig ist oder zumindest zu dem Zeitpunkt war.
00:04:47: Weil generell ja, wenn Menschen wegbrechen, fallen ein paar Seile, um an deinem Bild zu bleiben, aber eigentlich beleiben nicht alle.
00:04:53: Also, weil alleine nicht alle, wenn das Ding ein bisschen auf Augenhöhe gebaut ist und wenn es saubere Schnittflächen gibt und wenn du sozusagen, ja, einfach multidimensional abgehst.
00:05:03: Ist ja schön gesagt, Karriere macht man nicht alleine.
00:05:05: Wie würdest du denn trotzdem interagieren, um diese Tiefe herzustellen und vor allem mit wem?
00:05:09: Weil ich finde es ja auch so ein bisschen eklig, wenn man so strategisch sich mit Leuten anfreunde, wenn man sagt so, ah, der könnte in drei Jahren Vorstand sein, für den bin ich mal nett.
00:05:18: Genau, oder wer nutzt mir?
00:05:19: und wem bin ich jetzt ganz nützlich?
00:05:20: Ja, ich krieg da auch so Kotzbröckchen in den Mundwinkeln.
00:05:23: Ich halte das auch grundsätzlich für falsch.
00:05:25: Es geht nicht um eine Erweiterung von Funktionsbeziehung im Sinne von so einem banalen Tauschgeschäft.
00:05:31: Weißt du, ich geb dir das, du gibst mir das.
00:05:33: Darum geht es nicht, sondern ich würde an einer anderen Stelle anfangen.
00:05:36: Und die beste Karriere-Strategie, die ich jetzt hier raushauen kann, das mal jetzt auch gleich ist die.
00:05:42: Personalisiere deine Sachthemen.
00:05:45: Ich weiß, das klingt jetzt mega, mega uninteressant, ist es aber nicht.
00:05:49: Es geht darum zu gucken, was ist mein individueller Beitrag an den Tischen, an die ich mich setze?
00:05:56: Wie personalisiere ich meine Sachthemen?
00:05:58: Ich personalisiere meine Sachthemen sehr stark.
00:06:00: Wenn normales Coaching will, ist bei mir falsch.
00:06:02: Ich bin nicht objektiv, ich stelle keine Fragen.
00:06:04: Ich bin hardcore subjektiv, ich bin mega direkt.
00:06:07: Ich mische das mit Dingen, die eigentlich gar nicht gehen, ja, defundiere das mit Therapie, mit Organisationsentwicklung, mit Supervision, you name it.
00:06:13: So.
00:06:14: Das ist meine Personalisierung meiner Sachthemen.
00:06:17: Und das kann jeder auftun, der Corporate Career macht, ja, sich anzugucken, okay, wie mache ich ein Accounting?
00:06:22: Wie mache ich ein Vertrieb?
00:06:24: Wie mache ich ein weißter Geier?
00:06:25: Was ist mein unverwechselbares Hohsspur?
00:06:28: Mit welchen Werten mache ich das?
00:06:29: Mit welcher Logik mache ich das?
00:06:31: Mit welcher Konnotation mache ich das?
00:06:32: Wie ziehe ich hier meine Spur?
00:06:34: Und wenn du das hast, dann brauchst du dir eigentlich viel weniger Gedanken, um den Rest zu machen, weil dann hast du den Magneten gebaut für die richtigen Leute und die richtigen Themen.
00:06:44: Ja, die kommen dann schon, die finden dich, weil es gibt auch andere, die auf einmal denken, ja, wow, geil.
00:06:49: Trailsansatz dazu ist, entspricht eigentlich genau meinem Ding, finde ich viel richtiger wie, wenn wir das so und so machen.
00:06:55: Das heißt, es bildet sich eigentlich automatisch um diesen Magneten herum, so ein Ökosystem, passender Menschenoption, Themen und Möglichkeiten.
00:07:03: Also so ein bisschen so eine Signatur, die du quasi erzeugst.
00:07:06: Absolut, du brauchst eine Signatur.
00:07:08: Und Leute denken immer, es wäre quasi ein Add-on.
00:07:10: Ja, hab ich ja gar keine Zeit zu, weil du busy.
00:07:13: Aber nee, du hast ja immer einen.
00:07:14: Du hast immer eine.
00:07:15: Und wenn du denkst, du hast keine, dann heißt das nur, dass du zu hundert Prozent keine Ahnung hast, welche du gerade gemacht hast.
00:07:22: Ja, du kannst ja auch nicht aufhören, Eltern zu sein.
00:07:25: Auch wenn du grad gar nichts mehr zu geben hast.
00:07:27: Du kannst nicht aufhören, Partner zu sein.
00:07:29: Du kannst nicht aufhören, Führungskraft zu sein.
00:07:31: Natürlich hast du eine Signatur.
00:07:33: Wollen wir den Bernd mal effektiv in so einen Autobauerschutzherren irgendwie setzen und sich über uns überlegen, wie so eine Signatur in so einem großen Gefüge aussehen kann, weil deine Rolle ist ja auch eine sehr besondere.
00:07:43: Du bist jetzt irgendwie selbstständig, du bist irgendwie ein Stück weit Dienstleisterin und, und, und.
00:07:48: Wie sieht das denn in so einem Unternehmen aus, wenn da irgendwie paar tausend Leute arbeiten, dass du in der Signatur baust?
00:07:53: Du baust hier zwangsläufig die erste Signatur nach unten.
00:07:56: Warum?
00:07:57: Weil die meisten Führungskräfte am meisten Gestaltungskraft dahin geben.
00:08:01: Weil sie natürlich diese Leadership-Variante sehen und sagen, okay, wie führe ich jetzt meine Mitarbeiter?
00:08:06: Wenn du nicht weißt, was deine Signatur ist, fragt die Leute, die du fürst.
00:08:09: Die sagen mir das im Schlaf.
00:08:10: Die kannst du nachts wecken.
00:08:11: Und die erzählen dir Pros und Cons, die Licht- und Schattenseiten deiner Brand.
00:08:16: Dann hast du natürlich in einem Konzern ganz viel Regelkommunikation.
00:08:20: I know, ich hare, ich behare darauf.
00:08:21: Also hast du quasi eh schon... Netz angelegen heigen, wo du einen Fußspur hinterlässt, mach's bewusst.
00:08:27: Mach das bewusst, geh bewusst in Termine, bereite die Vorbereite die Nahe und überleg dir, bei welchen Themen lohnt es sich für mich, hoch engagiert zu sein?
00:08:35: Na, weil da ist sozusagen deine Positionierung und das Dritte ist, schau nach oben.
00:08:41: Schau nach oben und schau zur Seite, weil als Führungskraft gehörst du nicht mehr nur ins Team, du bist mit Team, du bist eine Umweltbedingung für deine Leute.
00:08:48: Das heißt, du bist auch ein Stück weit emotional einfahren.
00:08:50: Du brauchst eh ein neues Zuhause und das Zuhause findest du oben und an der Seite.
00:08:55: Eine Konzern hat eine riesige horizontale Führungsebene.
00:08:58: Meistens sind die nicht gut vernetzt, sondern sind oft Zweckgemeinschaften, Themen gebunden, Projekt gebunden.
00:09:04: Aber eigentlich sollte das das Emotionale zu Hause sein.
00:09:07: Das sollten auch Leute sein, die Fürsprecher sind und Social Pro für dich bilden.
00:09:12: Und nach oben überlegt ihr, wen findest du gut?
00:09:14: Wer vertritt die Dinge entweder auf eine Weise, die du gut findest oder vertritt Dinge, die du interessant gut richtig hältst, dann vernetzt dich mit den Leuten.
00:09:24: Ja, frag nach einer Gelegenheit, find sparring, frag nach einem Austausch, nimm Zeitfenster, was man nicht ablegen kann, ja.
00:09:30: Dreißig Minuten Zeit hat kein Mensch, ja, bitte um Kaffee.
00:09:34: In Kaffee kann man in sieben bis zwölf Minuten zusammen trinken, es kann man eigentlich viel schlechter ablegen, um jetzt mal was super konkretes Pragmarsches zu sagen.
00:09:42: Lass uns das immer auf einer Ebene noch weiter tragen, weil was ja da eigentlich hintersteckt ist, dass du dir so eine Art Reputationsmanagement schaffst.
00:09:48: Also du steuerst quasi, wie du wahrgenommen wirst, wofür du stehst, also quasi du verkörpers einen Ansatz.
00:09:53: So kann man ja so eine Signatur übersetzen.
00:09:56: Und wie sieht das so von den kommunikativen Elementen aus?
00:09:59: Weil es gibt ja sehr viele Arten zu kommunizieren in so einer Organisation und es bleibt ja aber auch nicht aus, dass dabei Neizustand kommt.
00:10:06: Von daher, was ist denn so, wenn du dir diese Reputation jetzt geschaffen hast, würdest du mal einen Management von dieser Reputation setzen.
00:10:12: Was sind da so deine kleinen, dein kleines einmal eins für?
00:10:16: Du musst klar haben, für was du stehen willst und dann musst du das in die Regelkommunikation umsetzen.
00:10:24: muss es aufrichtig sein.
00:10:25: Das wäre für mich der erste Punkt.
00:10:26: Also, was ich jetzt nicht möchte, ist hier irgendwas erzählen, was die Versagenkompetenz von Leuten stärkt.
00:10:31: Ja, ich glaube, davon haben wir genug und es bringt uns alles nicht weiter, sondern es geht wirklich darum, zu entdecken.
00:10:37: Wer bin ich?
00:10:38: Das ist kein nice to help you Deco-Fans.
00:10:40: Das ist eine absolute, substanzielle Grundlage.
00:10:42: Und wer möchte ich hier sein?
00:10:44: Und mit welchen Themen möchte ich hier Einfluss nehmen?
00:10:46: Auf welche Art und Weise?
00:10:47: Und das dann zu operationalisieren.
00:10:50: Darum geht es.
00:10:51: Und dich eben mit den Leuten, die zu dieser Agenda passen, zu deinem Maßstab, den brauchst du als allererstes, du musst die Skala eichen und dich mit den richtigen Leuten verbinden und richtig heißt, in dem Sinne passend.
00:11:02: Leute, die zu dir passen und die gibt es, dreihundertsechzig Grad überall.
00:11:07: Ja, die gibt es, wenn du auf dein Team guckst, dass es Leute gibt, die dir näher sind, ja, mach mehr mit denen, bau denen eine Umwelt, in denen die noch besser werden.
00:11:14: Die gibt es hundert pro auch auf einer lateralen Ebene, ne, dass man, kolleginnen, für vertrauenswürdiger oder netter hält als andere, geh den nach und die gibt es auch nach oben.
00:11:25: Was würdest du denn sagen, was sind denn so die wichtigsten Kommunikations- Arenen für sowas?
00:11:28: Also wir hätten jetzt schon Regelkommunikation, okay, Social Media ist natürlich ein Aspekt, dann hast du sowas wie interne Kommunikation, die interne PR und und und, also was würdest du denn da bespielen und wie?
00:11:39: Wow, ja, also ich bin ja ein Fan von Alltag, weil den haben wir eh.
00:11:42: Ja, ich würde möglichst viel aus einer reinen, meta-pragmatischen Sicht, möglichst viel Strategien in Alltag packen, weil das musste ich machen.
00:11:49: Den Shit nimmt ihr keiner ab.
00:11:50: Das hast du eher auf der Backe.
00:11:51: Also macht es richtig geil.
00:11:53: Das wäre das eine.
00:11:54: Und dann würde ich extraordinaire Kommunikation wählen mit absoluten Key-People.
00:11:58: Und die würde ich entscheiden, wer sind meine Schlüsselfiguren?
00:12:01: Das müssen nicht per se die avisierten Schlüsselfiguren sein, die sozusagen aus nahezu objektivierbaren Maßnahmen für alle anderen als Schlüssel gelten.
00:12:09: Das müssen deine Schlüsselfiguren sein.
00:12:11: Und wenn du Social Media ansprichst, ist natürlich eine Megagelegenheit, sich eine Brand aufzubauen, eine eigene Stimme zu platzieren.
00:12:18: Aber wenn du in einem Konzernarbeit, ist nur das abgestimmt sein.
00:12:21: Also kannst nicht einfach, wenn du eine wichtige Rolle in einem Konzern spielst, jetzt auf deinem Wassersicht, LinkedIn, Account oder Insta irgendwelche Anekdötchenpreis geben.
00:12:31: Würdest du denn sagen, dass Neid dabei dann aber auch ein Problem ist, weil ich höre das immer wieder, dass Leute halt sagen, es gibt halt schon auch Messer im Rücken in so einer großen Organisation, also es wollen ja viele nach oben, es wollen ja viele auf die wichtigen Positionen und gerade wenn du dann sehr visibel bist, deswegen komme ich grad drauf, nimmt ja so diese Neid-Debatte auch auf zu.
00:12:49: Das finde ich interessant, dass du das sagst, das ist etwas, was mir... Nicht so häufig begegnet in der Praxis tatsächlich.
00:12:56: Also ja, Menschen sind neidisch, neid ist sozusagen ein sehr unschönes Gefühl, was uns mit uns war Sehnsucht verknitzt, weil wir gerne sein wollen, wie wir gerne wären.
00:13:05: Und ich denke, was du vor allen Dingen meinst, ist vielleicht aus einer neidvollen Absicht gemeine Sachen machen, wie jemanden aus Kommunikation trennen, vor wichtigen Leuten abschirmen, Urheberschaft nicht richtig benennen.
00:13:18: Das sind ja so totale Klassiker.
00:13:20: Da wird mit harten Bandagen gekämpft.
00:13:22: Was weiß ich?
00:13:23: Zwei Leute erstellen eine Präsentation, nur einer talkt auf.
00:13:26: Zwei Leute erstellen irgendwas Wichtiges für Sorglidership, nur eine Person geht damit hausieren und so weiter.
00:13:32: Also ja, diese Dinge passieren.
00:13:34: Nur finde ich, dass wir grundsätzlich immer die Möglichkeit haben zu entscheiden, handle ich vor dem Hintergrund meiner Ängste oder handle ich vor dem Hintergrund meiner Kompetenzen und Ziele.
00:13:46: Und das nicht darf das auf keinen Fall handlungsleitend sein.
00:13:49: Ja, das ist ein Fehler, den ehrlich gesagt Frauen oft machen.
00:13:52: Ja, antizipieren schon.
00:13:53: Neid, Gegenwind, Aggressivität, Diskurs, Konflikt und denken sich, okay, dann skaliere ich mich lieber in so eine sozialverträgliche Version von mir runter.
00:14:02: Ja, dann gebe ich hier nicht hundert Prozent, sondern siebzig und hab meine Ruhe.
00:14:06: Ja, klar, das ist sicher Teil unserer gesellschaftlichen Sozialisation, auch ganz häufig unserer biografischen Sozialisation, aber das löst das Problem nicht, weil Kompetenzen sind Bedürfnisse und die wollen gelebt werden.
00:14:17: Und wenn du dich auf siebzig Prozent runterskalierst, dann hast du vielleicht eine Ruhe und so eine Pseudo-Harmonie in allem, aber du hast nie.
00:14:25: sozusagen bist in deinem substanziellen Fuß abdruckt.
00:14:27: Du bist nicht da, wo du eigentlich hingehörst.
00:14:29: Also, ich bin in Neidberg kein... Darf kein Bama sein.
00:14:34: Nein, auf keinen Fall.
00:14:35: Das würde ich bewusst zur Seite legen.
00:14:37: Hm, was interessant.
00:14:38: Als Bedürfnis, Kompetenz zu betrachten, finde ich ein schönes Bild, weil dann, wenn man in deiner Logik sozusagen, dreißig Prozent unter Bedürfnis erfüllung, da hätten die meisten Leute nicht so Bock drauf.
00:14:47: Und ich meine, wir können es ja mal umdrehen.
00:14:48: Also wir können ja mal Neid mal minus eins nehmen und reden ein bisschen über soziales Kapital.
00:14:53: Weil das klingelt bei dir eben auch schon an, dass es halt oftmals auch wichtig ist, Leuten nützlich zu sein, ohne sich jetzt dabei zu verbieten.
00:14:59: Hast du so ein paar Tipps und Tricks, wie man quasi diese Tiefe der Beziehung durch die Schaffung von irgendwie Werten füreinander auch nochmal aufs nächste Niveau bringen kann?
00:15:08: Ich würde Menschen nicht mit einer Nutzenorientierung begegnen, weil dann biete ich den Stadtbeziehung Funktionalität an.
00:15:15: Ich würde immer mit einer persönlichen Information beginnen und die auch abfragen.
00:15:20: Das wäre für mich mein erster sozialer Test, ob jemand überhaupt hinreichend ein amorphis Interesse daran hat, dass man sich persönlich austauscht.
00:15:29: Und da sind wir noch lange nicht dabei, wo wir jetzt hinwollen zu sagen, wir bauen uns Netzwerke, wir haben ein Risk-Portfolio auch sozial und bestielen das.
00:15:38: Nee, aber so fängt es an.
00:15:39: Mal zu gucken, mit wem bin ich gern vernetzt.
00:15:43: Aber was interessant ist, was du sagst, weil viele Menschen in der Geschäftswelt sich ja so ein bisschen scheuen, privat zu sein.
00:15:48: Ich hab das heute gerade gehört.
00:15:49: Also da hab ich mit jemandem unterhalten, war das erste Meeting, wo die immer mit dabei war und hat gesagt, ich fang immer mit was Persönlichem an.
00:15:54: Und ich freu mich, wenn ich mal der erste bin, oder die erste in dem Fall, die was sagen kann, weil wenn ich das nicht bin und die Leute von mir fangen nur mit so Arbeitsgedöns an, dann kommt's immer voll komisch, wenn ich dann diejenige bin, die sagt, ja, ich stehe total auf Harry Potter.
00:16:06: Ja, auch total auf Harry Potter, by the way, find ich schon mal mega sympathisch.
00:16:09: Ja, natürlich haben wir jetzt in der Arbeitswelt ... Welten, die aufeinanderprallen, werden da Menschen, die sind wirklich noch in der Sozialisation, der Handel vor dem Hintergrund einer Sozialisation, die nicht mehr gegenwärtsbezogen ist, die ist vergangenheitsbezogen.
00:16:24: Und ich meine, dieses Negativ gibt es ja immer noch, Business ist nicht emotional, das ist natürlich Bullshit.
00:16:29: Ich kann nur sagen, und das ist jetzt eine knallharte Bewertung, stehe ich zu, so sarene Menschen sind persönlich sichtbar.
00:16:35: Für mich ist das ein absoluter Maßstab an Souveränität, ob ich quasi Fasser der spreche und mich hinter Sachthemen verstecke oder ob ich auch in der Lage bin, persönlich sichtbar zu werden.
00:16:47: Und dazu gehören eben auch Kompetenzen.
00:16:49: Persönlich sichtbar ist jetzt nicht ein Sehnstrip, dies bei jeder Gelegenheit.
00:16:53: Ein Laberflash überweist egal ja was.
00:16:56: Aber es heißt, dass ich in der Lage bin, adressatengerecht und situationsgerecht quasi zu überlegen, was packe ich hier dazu?
00:17:04: um sichtbar zu sein, um meinen Anteil an psychological safety zu generieren, um meinen Anteil hier preiszugeben, der dafür sorgt, dass wir alle zusammen etwas kreieren, was uns weiterbringt.
00:17:18: Und ich meine, ich glaube, die Frage beantwortet sich auf eine Art selber, aber ich glaube, es braucht trotzdem so ein bisschen so ein Framing, weil viele Menschen stört ja, dass sie oft das Gefühl haben, dass Menschen Karriere machen, wo die Kompetenzen fehlen.
00:17:28: Das heißt, die Frage, die mir so ein Kopf rumgeht, ist, wenn ich mir eine Karriere angucke und habe Kompetenz auf der einen Seite und Kommunikationsfähigkeit auf der anderen, was ist eigentlich wichtiger und wie starriere ich beide aus?
00:17:40: Kommunikationsfähigkeit.
00:17:42: Ich kenne so viele Quenzgeniale Menschen in Reihe, sieben, dreißig, die werden niemals in die Position kommen, ihre PS richtig auf die Grase zu bringen.
00:17:49: Und natürlich kenne ich auch die Leute, die in viel zu großen Schuhen durch die Gegend schlappen.
00:17:53: Ja, und so ein super, gedächtnisrelevantes Beispiel für Fremdscharm sind und wo man sich immer denkt, ach du Scheiße, was macht der oder den da?
00:18:02: Dennoch muss man anerkennen, die bringen natürlich was mit, was gerade gebraucht wird.
00:18:06: Ja, das ist ja auch die Falle, dass man denkt, ja.
00:18:09: Also was macht der denn jetzt in der Position?
00:18:11: Er kann das ja gar nicht.
00:18:12: Ja, das mag sein, dass er das, was offensichtlich gefragt ist, nicht kann.
00:18:16: Aber es ist immer eine Hinweis darauf, dass das System Bedürfnis hat, was diese Person erfüllt, was nur nicht in dem offensichtlichen Text dieser Organisation auch verankert ist.
00:18:26: Das ist aber zwischen den Zeilen.
00:18:28: Also die Leute haben alle immer irgendein persönlichen Sinn, den sie da erfüllen.
00:18:33: Ob man das jetzt im eigenen Wertesystem gut findet oder nicht.
00:18:38: Und jetzt können wir noch mal zum Abschluss einen einen Dreh zurück auf Bernds Frage machen, weil er hat gesagt, wie plan ich Karriere im Wandel.
00:18:44: Und damit meint er, glaube ich, den Unternehmenswandel.
00:18:47: Du hast das ja so schön wegmoderiert, hast gesagt, pass mal auf, Wandel ist immer, also gilt das, was ich sage eigentlich für alle Zeiten, würdest du trotzdem sagen, das ist in so einer Phase wie jetzt.
00:18:55: Weil gerade wenn auch Krise zum Beispiel einsetzt, wird ja alles mal genauer angeguckt, dann werden auch mal Leute vor die Tür gesetzt, die sich bisher mal so durchwurscheln konnten, das heißt so eine Organisation voll durcheinander gewibbelt, weil auf einmal ganz anders gemessen wird.
00:19:06: gilt also für Karriereplanung im Wandel was anderes als für Karriereplanung in regulär Betrieb?
00:19:10: Es gilt wie immer, wenn Konflikte dazukommen, die Dinge radikalisieren sich und für Karriereplanung im Wandel gilt jetzt mal ganz ehrlich, erstmal zu überprüfen, habe ich genügend Resilienz?
00:19:20: Was bringe ich denn eigentlich mit für unsichere Krisenzeiten?
00:19:23: Habe ich Krisenkompetenz?
00:19:25: Kann ich Liederschütten der Krise?
00:19:27: Kann ich ihr überhaupt relevant mitspielen oder muss ich erstmal abskilen?
00:19:30: Das wäre das Erste, ne?
00:19:32: So eine Frage bietet ja auch eine Überforderung an.
00:19:34: Ach du meine Güte, wie geht denn jetzt Karriere im Wandel?
00:19:37: Klar ist das schwieriger, wie in Zeiten, wo alles und du mit dem Alien gut klarkommst.
00:19:42: Karriere in Wandel heißt, wach zu sein, ohne in Panik zu geraten, du selbst zu sein und trotzdem zu begreifen, dass du flexibilisierter sein musst als in Wandlungsarmenzeiten.
00:19:53: Und diese Flexibilität darf dir aber nicht zur Mutation gereichen.
00:19:57: Also ein Liederschnittprinzip muss ich durchziehen, muss wiedererkennbar sein, nicht im Sinne von langweilig, sondern im Sinne von safe.
00:20:04: Na wer bist du in der Krise?
00:20:06: Ist nix anderes.
00:20:07: Du bist genau die gleiche Person wie sonst auch.
00:20:10: Aber du brauchst diese Krisenresilienz.
00:20:12: Das wär schon mal das allererst.
00:20:13: Und dann würde ich mir angucken in dem Kontext, in dem ich stehe.
00:20:17: Was braucht diese Organisation jetzt?
00:20:19: Und kann ich dafür einen relevanten Beitrag leisten?
00:20:22: Und wenn ich das könnte, würde ich das promoten, like hell.
00:20:25: Gut.
00:20:26: Also ich würde sagen, wir drücken dem Bert mal die Daumen, dass seine Karriereplanung hier in deiner Hilfe jetzt hier durch die Gag geht.
00:20:31: Und natürlich auch bei anderen, die zugehört haben.
00:20:33: Liebe Vanessa.
00:20:34: Freu mich.
00:20:34: Auf siehst du mal schon.
00:20:35: Vielen, vielen Dank.
00:20:35: War super wieder.
00:20:36: So long, Joel.
00:21:02: Ciao.
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