Selbstorganisation: 5 Tipps für kreative Chaoten
Shownotes
Zu viele Tabs offen, zu viele Baustellen, das Chaos wächst – bis zur inneren Unruhe. Gabi Behr unterstützt Selbstständige, vor allem mit ADHS, Ordnung zu schaffen, die wirklich alltagstauglich bleibt. Weg vom starren System und stattdessen Struktur als Navigationshilfe für Fokus, Klarheit und einen Kopf voller Ideen. Fünf Impulse, wie Planung zur Selbstfürsorge wird und Prokrastination die Tür zur Veränderung öffnet – für alle, die Halt suchen, aber keine Schablone.
Du erfährst…
…wie Gabi Behr Chaos in Klarheit verwandelt und neurodiverse Unternehmer*innen unterstützt.
…welche fünf genialen Tricks deine Organisation auf ein neues Level heben.
…wie du Prokrastination in produktive Energie verwandelst und fokussiert bleibst.
||||| PERSONEN |||||
👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt
👤 Gabi Behr, Gründerin von Die Chaoszähmerin
||||| SPONSOREN |||||
🔥 Übersicht aller Sponsoren
||||| LEXIKON |||||
Du verstehst nur Bahnhof? Zu viel Fachchinesisch? Unser Lexikon hilft dir dabei, die wichtigsten Fachbegriffe zu verstehen:
🔹 **Neurodivers** - Bezieht sich auf Menschen, deren neurologische Entwicklung und Funktion von der als typisch angesehenen Norm abweichen, wie z.B. Autismus oder ADHS.
🔹 **ADHS** - Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, eine neurobiologische Entwicklungsstörung.
🔹 **Timeboxing** - Eine Technik des Zeitmanagements, bei der Aufgaben in feste Zeitfenster eingeplant werden.
🔹 **Prokrastination** - Das Aufschieben von Aufgaben oder Entscheidungen trotz des Wissens, dass dies negative Konsequenzen haben kann.
🔹 **Deep Work** - Ein Zustand tiefer Konzentration, in dem komplexe Aufgaben ohne Ablenkungen effizient bearbeitet werden.
||||| KAPITEL |||||
(00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema
(00:04:24) Wochenstruktur statt To-Do-Liste
(00:07:36) Wie fokussiere ich mich?
(00:11:26) Entscheidungs-Ping-Pong stoppen
||||| WIR |||||
🧢 Ich bin übrigens Joël, der Macher dieses Podcasts. Ich bin ein Creator und Medienunternehmer, der für Wachstum und Vielfalt steht. Mein Vorgehen besteht darin, dass ich inspirierende und erfolgreiche Menschen interviewe, um von ihnen zu lernen und Wissensabkürzungen für dich und mich aufzutun.
👉 Mit meinem Podcast digital kompakt zeige ich dir Wachstumsstrategien für dein (Digital-)Business, indem ich erfolgreiche Unternehmen und Expert:innen interviewe
👉 Mit meinem Podcast 5 Dinge mit 20 zeige ich dir, wie du persönlich wachsen kannst, indem ich inspirierende Menschen frage, was sind ihre 5 Dinge, die sie gerne schon mit 20 gewusst hätten
👉 In meinem Newsletter fasse ich dir Jeden Freitag die besten Learnings aus meinen Podcasts zusammen sowie viele weitere Einsichten aus meinen Aktivitäten.
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👥 Wir streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.
Transkript anzeigen
00:00:00: Digital Kompakt.
00:00:01: Heute aus dem Bereich Führung.
00:00:03: Mit deinem Moderator Joel Kaczmarek.
00:00:06: Los geht's!
00:00:15: Hallo Leute, hier ist Joelle und Hand aufs Herz.
00:00:17: Wer von euch ist denn so richtig organisiert?
00:00:19: Also ich bin so teils, teils, würde ich sagen.
00:00:22: Und wenn man das aber nicht ist, dann gibt es Menschen, die einem dabei helfen können, das zu werden.
00:00:25: Und die haben schlaue Tipps parat.
00:00:27: Und so ein Mensch habe ich heute in der Folge.
00:00:28: Und zwar die liebe Gabi Bär.
00:00:31: Gabi sagt, sie ist beruflich Chaos-Zähmerin, weil ich nämlich Unternehmerin, die sich darauf spezialisiert hat, selbstständigen, vor allem Neurodiversen.
00:00:38: Weil vielleicht kennt ihr das, wenn ihr so ein bisschen ADIS habt oder irgendwie besonders kreativ seid, dann tut euch so Struktur und Mordung vielleicht so ein bisschen schwer vor.
00:00:45: Ja, den hilft sie und das heißt natürlich, dass sie die besten Tipps und Tricks kennt, wie man denn eigentlich produktiv ist.
00:00:50: Ich habe sie mal gefragt, wollen wir dann nicht mal so eine Top-Five machen?
00:00:52: Ich sagte, ja, sofort komme ich in die Show.
00:00:54: Wir reden heute also über fünf Dinge, mit denen du dich besser organisierst.
00:00:58: Wir werden über so was wie Time-Boxing sicherlich reden, über Prokrastination.
00:01:01: Also, da kommt so einiges mit auf den Tisch.
00:01:03: von daher, wenn du unorganisiert bist und das ändern willst, mit kleinen Hacks, dann bist du hier genau richtig.
00:01:07: Und that being said, liebe Gabi, schön, dass du da bist.
00:01:09: Hallo.
00:01:10: Hallo, liebe Joelle.
00:01:11: Ich freue mich sehr, dass ich da sein darf.
00:01:13: Danke für die
00:01:13: Einladung.
00:01:14: Bist du selber denn damit geboren, gut organisiert zu sein?
00:01:18: Oder hast du dir das hart antrainieren müssen?
00:01:20: Ich glaube schon, dass ein Teil von mir ganz schön selbst organisiert ist.
00:01:24: Aber auch ich habe tatsächlich Züge an mir, die schlimm sind, sag ich mal so.
00:01:29: Also, mein Küchentisch darfst du dir jetzt nicht angucken.
00:01:32: Da stehen sämtliche Sachen drauf rum und liegen rum.
00:01:35: Die müssen einfach irgendwie immer mal wegorganisiert werden.
00:01:38: Aber sie erinnern mich daran, dass ich das jetzt tun soll.
00:01:41: Im Prinzip bin ich doch schon recht strukturiert.
00:01:43: und organisierter Mensch.
00:01:44: Ja, das Prinzip habe ich aber auch, dass ich Sachen liegen lasse, damit ich noch dran denke.
00:01:48: Genau.
00:01:49: Und andere Menschen in meinem Umfeld macht es dann verrückt.
00:01:52: Und vielleicht kannst du ja nochmal ganz kurz auch zu dir beschreiben, wenn du sagst bis Chaos zähmert, was zähmst du denn genau?
00:01:57: Ich denke, ich sortiere das.
00:01:59: innere und das äußere Chaos, das Business-Chaos von Selbstständigen, was sie ablenkt, was sie davon abhält, strukturiert und fokussiert zu sein und einfach mit klaren Kopf zu arbeiten.
00:02:09: Und wie du schon sagtest, oft sind es neurodivergente Unternehmerinnen, mit denen ich zusammen arbeite.
00:02:15: ADHS-Hirn braucht einfach eine andere Zuwendung als ein neu und typisches Gehirn.
00:02:20: To many taps open, zu viele Baustellen.
00:02:24: Gefühlt ganz viele lose Enden, die du irgendwie hast und nicht zusammengeknüpft kriegst.
00:02:28: Ungeklärte Prios, impresive Handlungen, innere Unruhe auch oftmals.
00:02:33: Und dieses Gefühl, ständig hinterherzuhinken.
00:02:36: Genau, und dann kommt mich ins Spiel und bin so eine Art ... Accountability Partnerin, helfe dann dabei Ordnung, in dieses Gedankenblitzkarussell, sag ich mal, zu bringen und versuche, ein Gerüst zu schaffen oder das machen wir gemeinsam, dass wir da was erarbeiten, dass sie unterstützt, strategisch die Woche zu planen, das Jahr, das Quartal in die Umsetzung zu starten und natürlich auch das Allerwichtigste dran zu bleiben, damit sie mit Klarheit und Fokus ihre Projekte auch abschließen können und nicht immer Neue an... anfangen und sich halt nicht ständig verzetteln.
00:03:11: Bist du denn dann so eine Dauerbegleiterin von den Menschen oder machst du einmal ein Setup, machst drei Monate Einführung und dann bist du wieder weg?
00:03:17: Mal so, mal so, aber überwiegend bleibe ich schon lange dran.
00:03:21: weil es einfach nicht weggeht.
00:03:23: Also die Menschen brauchen einfach Unterstützung und die Unterstützung biete ich ihnen, indem ich einfach lang genug mit dabei bin und einfach das ist Teil der ganzen Zusammenarbeit.
00:03:32: Deswegen bin ich so als Accountability damit dran, diese Verbindlichkeit auch mit ihnen aufzubauen und damit die Ziele, die wir miteinander vereinbaren.
00:03:42: Einbart haben oder aufgesetzt haben, dann auch umzusetzen.
00:03:45: Und ich habe ein Claim, der heißt Chaos raus, Klarheit rein.
00:03:48: Und das ist eigentlich so das Ganze.
00:03:50: Also bei manchen dauert es länger, bei manchen weniger lang.
00:03:53: Und ja, sehen
00:03:54: wir mal.
00:03:55: Na gut, also wenn wir für heute gesagt fünf Orgertricks, wenn wir kennenlernen, was heißt das eigentlich für dich, organisiert sein, Organisation?
00:04:02: Was gehört denn da so dazu?
00:04:03: Tatsächlich, was ist Organisation überhaupt, ist eigentlich sehr leicht zu erklären, denn Orga heißt nicht, irgendwie alles hübsch aufzubauen, zum Beispiel in Trello oder Notchen.
00:04:13: Das bringt dich nicht weit, sondern es heißt tatsächlich, sich selbst zu enablen, Entscheidungen zu treffen, den Fokus zu halten und halt dieses dranbleiben an dem eingesetzten Ziel.
00:04:25: Na gut, komm dann, lass uns doch mal in medias Reskin.
00:04:27: Also gar nicht lang schnacken, Kopf in Nacken.
00:04:29: So, erster Trick.
00:04:30: Was ist das bei dir?
00:04:30: Du hast mir erzählt, eine Wochenstruktur zu schaffen statt Naturdulliste.
00:04:33: Erzähl mir mehr.
00:04:34: Ich
00:04:34: persönlich arbeite am allerliebsten mit einer Wochenstruktur.
00:04:38: Also statt mit diesen endlosen Tageslisten.
00:04:41: Ich setze mich montags morgens hin und plane meine aktuelle Woche und die folgenden zwei Wochen grob.
00:04:49: So weiß ich, was kommt, was passiert.
00:04:52: Das gibt mir eine Orientierung und reduziert auch so eine innere Unruhe.
00:04:56: dieses, was passiert überhaupt nicht wissen, was ansteht.
00:05:00: Und halt reduziert halt einfach das Chaos im Hirn.
00:05:02: Wenn du aber einer bist, der lieber mit To-do-Listen arbeitet, dann habe ich noch einen ultimativen Tipp nämlich, den ich auch sehr, sehr schätze und liebe.
00:05:10: Schreib dir statt einer Endlos-Liste eine Liste der nächsten Schritte.
00:05:15: Also, was ist der nächste konsequente Schritt?
00:05:19: der nach Aufgabe X passieren soll.
00:05:21: Überlegt dir vorher, setze ich hin, überlegt dir vorher so eine logisch abfolgende Aneinanderreihung von Aufgaben.
00:05:29: Da musst du nicht erst überlegen, was ist, wenn ich Aufgabe X abgeschlossen habe, was wäre die nächste.
00:05:34: Damit ist dieses Risiko, sich zu verzetteln, einfach weg.
00:05:37: Wenn du eine Aufgabe hast, was fällt mir jetzt?
00:05:40: ein?
00:05:40: Angebot verschicken, zum Beispiel du nimmst nicht einfach nur das Wort Angebot verschicken, sondern Angebot als Vorlage duplizieren.
00:05:49: Nächster Schritt wäre, den Inhalt von dem neuen Kunden da einzufügen, einen Mailtext vorzubereiten.
00:05:56: Den Versandtermin dieser Mail dann im Kalender notieren zum Beispiel.
00:06:00: Aber was mir noch?
00:06:01: spontan dazu einfällt.
00:06:02: Wenn du auch nur To-do-Listen schreiben möchtest, ohne diese konsequente Schritte danach, sehe ich es immer wieder, dass jemand einfach nur zum Beispiel Webseite drauf schreibt.
00:06:12: Deswegen ist meine Empfehlung immer noch ein Verb mit dazu zu schreiben oder noch ein Detail mehr zum Beispiel Webseite, Text für Startseite überarbeiten.
00:06:22: Was ist denn an der To-do-Liste schlecht, dass du sagst, die Wochenstruktur ist besser?
00:06:25: Ich mag es lieber.
00:06:26: Das ist einfach mein persönliches Ding.
00:06:29: Ich hab nichts gegen To-Do-Listen.
00:06:31: Das Thema ist nur To-Do-Liste, die kann dich einfach so erschlagen, weil die einfach so voll ist.
00:06:35: Die lassen sich auch gar nicht so leicht abarbeiten, weil so viele Themen ja noch liegen bleiben.
00:06:40: Wenn du heute irgendwie einen Punkt A hast, dann dauert es manchmal ja auch noch, dass du von jemandem eine Info bekommen musst, die dann erst am Freitag kommt.
00:06:49: Und dann steht der ganze Punkt, die ganze Woche auf deiner To-Do-Liste ärgert dich tierisch.
00:06:54: weil du es innerlich vom Gefühl her nicht abgearbeitet kriegst.
00:06:58: Und hast du dann bestimmt das Tool, was du benutzt?
00:06:59: Oder ist das Tool eigentlich egal?
00:07:01: Also du könntest jetzt sagen, weiß ich, Asana, Clicker, Monday, you name it.
00:07:05: Oder da sind Mitte.
00:07:06: Ist egal.
00:07:07: Hauptsache, du fühlst dich damit wohl.
00:07:09: Also ich bin sowieso überhaupt niemand, der dir ein Tool aufdrücken möchte oder ein System aufdrücken möchte.
00:07:16: Wir reden sowieso individuell über die Art, wie du am liebsten arbeiten möchtest.
00:07:21: In dieser Art, wie du dich wohl fühlst.
00:07:24: finden wir irgendeine Lösung, ob das nur ein Tool ist oder tatsächlich eine normale Liste, die du handschriftlich schreibst oder im Handy irgendwie abhaken kannst mit dem Pinkton, das ist mir Wurst.
00:07:36: Gut, Trick eins, Wochenstrukturstatutooliste.
00:07:39: Kommen Sie zu Nummer zwei, Fokusfenster definieren.
00:07:41: Was steckt dahinter?
00:07:43: Ja, das ist auch eine meiner liebsten Aufgaben oder Ideen.
00:07:46: viel mehr, weil ich liebe das Thema Zeit.
00:07:50: Ich hasse Zeitverschwendung und liebe es Zeit zu haben.
00:07:53: Meine Empfehlung ist, deinen Arbeitstag auch nach deinen Vorlieben zu gestalten, nämlich auch eben in verschiedenste Zeitfenster zu unterteilen, dass du zum Beispiel einen Fokuszeitraum.
00:08:07: und eine Kommunikationsphase hast.
00:08:09: Also wertschöpfend in so einer Deep-Work-Situation arbeitest, wo du wirklich gar nicht erreichbar bist, wirklich konzentriert arbeitest.
00:08:17: und da erhebe ich immer gern den Zeigefinger ermanend und sage kein Social Media Scrolling, keine andere Ablenkung, wirklich nur diese Konzentration.
00:08:27: und als zweite Phase dann diese operative Phase, wo du für die Kommunikation offen bist.
00:08:32: Das Angenehme des Ganzen ist, dass dein Gehirn nicht zwischen verschiedenen Modi hin und her springen muss.
00:08:38: Bei einer Unterbrechung dauert es einfach ziemlich lang, dass du wieder auf dieselbe Konzentrationsniveau kommst wie vor dieser Unterbrechung.
00:08:46: Hast du noch so ein Tipp, wie man diese Disziplin hält?
00:08:49: Also wenn du sagst, keine Social Media Ablenkung, das ist ja immer so ein bisschen, hast du jemanden?
00:08:53: Pegen guckst doch drauf.
00:08:54: Gibt es da irgendwie so Wege, wie du die Leute sozusagen Account-Bilder verhältst?
00:08:58: Natürlich sag ich immer so schlaue Sachen wie Handy auf Flugmodus stellen in dieser Phase einfach, Tür zu, Fenster zu, damit du nicht irgendwie Lärm von außen hast.
00:09:08: Meine Dwegen auch gerne dir Noise-Canceling-Kopfhörer aufsetzen.
00:09:11: Was ich tatsächlich mache, um mich selber in so ein Flow zu bringen, das ist so lustig und albern eigentlich, aber ich koche mir immer denselben Tee und nehme meine Teekanne mit an meinen Schreibtisch, trinke immer aus derselben Tasse und wehe sie sich in der Spülmaschine noch.
00:09:25: dann ist aber oder den Not, dann muss ich mich für eine andere Tasse entscheiden und höre immer dieselbe Playlist, so eine Chill-Out-Musik-Playlist, weil ich mich mittlerweile konditioniert habe, dass ich in dem Moment, wo ich diese Töne höre und diesen Tee auf meinem Tisch dampfen sehe, in so eine Deep-Work-Phase schon alleine reinkomme.
00:09:44: Das ist so ein bisschen puff-lofscher Hund.
00:09:48: Okay, also so Rituale im Prinzip schaffen.
00:09:50: Das macht total Sinn, weil es dann, glaube ich, so eine Aktivierung startet im Kopf.
00:09:55: Okay, cool.
00:09:55: Dritter Trick.
00:09:56: Pro Krastination umdrehen.
00:09:58: Aber ich erzähle mal neugierig.
00:09:59: Aufs Hybridist.
00:10:00: Was ist das?
00:10:01: Eigentlich ist es ein Alarmsignal von deinem Körper an dich, weil einfach ... Oh man, es gibt so viele Dinge, wo wir null Bock drauf haben.
00:10:09: Also die sind einfach so furchtbar unbequem und Steuererklärung zum Beispiel.
00:10:13: Die Frage, die ich meinen Kunden stelle, ist einfach, was genau schiebst du gerade auf?
00:10:18: Warum machst du das?
00:10:20: Wenn wir dann verstanden haben, worum es geht, was eigentlich das Dilemma dahinter ist, dann drehen wir diese Aufgabe am liebsten ein bisschen um.
00:10:26: Also so dieses Gefühl, ich krieg's nicht hin.
00:10:30: Oder auch die Frage nach, bin ich schlecht?
00:10:32: Oder bin ich vielleicht faul?
00:10:34: Die Frage, die drehen wir dann um?
00:10:35: indem wir uns die Frage stellen, was genau fehlt mir, damit ich jetzt starten kann und eben nicht in diese Prokrastination komme, dass du einfach dich befähigst, womit starte ich jetzt, was ist das kleinste Übel, dass es einfach schon mal so damit es losgeht.
00:10:53: Ist ganz smart, sozusagen eigentlich mal zu hinterfragen warum bin ich sozusagen im Lehrlauf und krieg keinen Gang eingelegt?
00:10:59: und ich hab auch mal so ein ganz lustiger Erlebnis gehabt, da sollte meine Frau auf einer Hochzeit irgendwie ein Bild malen, hat so eine weiße Leinwand da gehabt und dann saß neben ihr irgendwie eine Cousine oder so eine Art, glaube ich, nahm so ein Stift und Tippt damit zum Punkt auf ihr Ding drauf.
00:11:12: Und sie guckt, die ist völlig verwirrt an.
00:11:13: So, hier, jetzt sitzt ihr nicht mehr vom weißen Blatt.
00:11:15: Jetzt hast du sozusagen schon mal was zum Anfang.
00:11:17: Und dann dacht sie, ach, geil, dann zack, konnte ich losmalen.
00:11:20: Das glaube ich total, dass es dieses Phänomen manchmal gibt, wenn Sachen so überwältigend und groß wirken oder man hat Angst, was falsch zu machen, sie dann aufzubrechen.
00:11:26: Ja, klasse.
00:11:27: Vierter Trick, Entscheidungspingpong stoppen.
00:11:29: Also, ich mag ja Pingpong, aber das ist anscheinend kein gutes.
00:11:32: Doch, eigentlich schon, aber es hat nicht so wirklich was mit Sportlichkeit zu tun.
00:11:36: Es geht darum... Auch wieder
00:11:37: um so
00:11:38: ein Grübelthema.
00:11:39: Irgendwie lähmt uns manchmal dieses gesamte System, diese ganzen Aufgaben, alles drum herum, was muss ich alles schaffen.
00:11:47: Und im Zweifel sitzen wir zu Hause, allein im Homeoffice und zerdenken Dinge.
00:11:52: Viele Selbstständige, egal jetzt in welche Ausprägung, sind so stuck in, in diesen Grübel schleifen.
00:11:58: Kommen wir da vor, noch zurück.
00:11:59: Und dann gehe ich hin.
00:12:01: Arbeite mit diesen klaren Entscheidungsfenstern.
00:12:03: Kannst du dir vorstellen, wie Lichtschalter an, Lichtschalter aus.
00:12:06: Was geht darum, jetzt gerade in dieser Situation eine Klarheit zu kriegen, um weiterkommen zu können und damit du aus diesem Grübel-Modus rauskommst, da einfach dieses Entscheidungsfenster sich selbst sozusagen accountable zu halten und zu sagen, so, ich entscheide mich jetzt.
00:12:24: Heute ist das eine gute Entscheidung.
00:12:27: Einfach eine Situation, die momentan gut passt und damit eben wieder Raum im Kopf auflöst und wieder ein neuer Raum sich findet und so ein bisschen irgendwie wie Verkehrsstau.
00:12:38: Also der sich dann auflöst.
00:12:40: Vor allen Dingen eben mit dem Wissen, ich entscheide mich jetzt für den akuten Moment und eben nicht fürs ganze Leben.
00:12:46: Also das ist ja auch wieder dieser Elefant im Raum.
00:12:50: Das ganze Leben, oh mein Gott, das ganze Business, oh mein Gott, das ist immer alles so viel und so voll.
00:12:56: Und ja, für eine kleine Mini-Entscheidung geht's immer irgendwie.
00:13:00: So, einer fehlt noch, nämlich dein fünfter Trick.
00:13:02: Planung ist gleich selbst für Sorge.
00:13:04: Sorge ist aber Dorf, Mensch, Gabi.
00:13:06: Sorge
00:13:06: im Sinne von Fürsorge.
00:13:08: Das hat ... Eigentlich was mit diesem mentalen Druck zu tun, den ich vorher erzählte, eben, dass dieser Entscheidungsprozess mit, was will ich?
00:13:15: ja, nein, vielleicht, in welche Richtung muss ich jetzt?
00:13:18: Und sich dann zu entscheiden und zu sagen, oh Gott sei Dank, diese Last ist von mir gefallen.
00:13:21: Darum geht es eben auch mit dem Thema Planung.
00:13:24: Wenn du planst, dann soll das ja kein Zwang sein, dem du dich selber aussetzt, sondern es ist einfach nur so, ist ja mal ein netter Akt der Selbstfürsorge.
00:13:32: Irgendwie ein Geschenk an dich selbst.
00:13:34: Wenn du selber gut planst oder klar planst, viel mehr.
00:13:38: dann schützt du dich selbst, indem du nämlich schaust, dass du dich nicht überforderst.
00:13:42: Wenn du getrieben bist die ganze Zeit, weil andere deinen Kalender vollfüllen und nicht du selbst.
00:13:49: dann brennst du auch irgendwann aus.
00:13:51: Wenn du dir einfach mal Freitags, zum Beispiel Freitagsnachmittags, kurz vom Feierabend, zwanzig Minuten Planungszeit in deinen Kalender schreibst und dich dann auch dran hältst und dir einfach anguckst, was ist nächste Woche?
00:14:03: Was habe ich?
00:14:04: Da sind wir wieder bei Sprit eins, nämlich die Wochenstruktur.
00:14:07: Was habe ich nächste Woche vor?
00:14:08: Dann ist das Resultat, du hast weniger Stress am Wochenende, weil du heute schon weißt, also am Freitag schon weißt, was du am Montag tun wirst und nicht dich.
00:14:17: überstürzt Motork früh in deinen Kalender schmeißen musst und gucken muss, oh mein Gott, ich hätte eigentlich ein Stuttgart sein sollen.
00:14:23: Planung nimmt den Druck raus.
00:14:24: Raubt dir aber nicht die Freiheit, sondern schenkt dir ein Spielraum.
00:14:28: Aber sag mal, wenn normalerweise deine Kunden häufig so neurodiverse sind, dann sagst du zu denen, hey, du kannst dich besser organisieren, indem du mehr planst, dann sagen die, Gabi, hast du einen an der Bemüll, ich bin doch bei dir, weil ich nicht gerne plane.
00:14:39: Ich bin kreativ, das kommt aus mir heraus, ich mach was ich will, lebe den Moment, Tura, und dann sagst du, nie plan mal mehr.
00:14:46: Wie kriegst du das denn vermittelt?
00:14:47: Das ist eben genau dieses Thema, dass wir miteinander arbeiten.
00:14:51: Wenn ich jemandem ... der eben genau so kreativ ist.
00:14:55: Anfang des Jahres sage, am Jahresende treffen wir uns wieder und bis dahin hast du einfach mal, bist du die Planung durchlaufen, die wir da gesagt haben, dann wird das nicht passieren, weil immer wieder irgendwelche Abzweigerungen genommen worden sind.
00:15:07: Und ich bin eben genau dafür da, als Barringspartnerin, stehe an deiner Seite und wir regeln das organisatorisch irgendwie miteinander.
00:15:14: Bei mir gibt es zum Beispiel einen Montags-Wochen-Check-in.
00:15:18: Freitags frage ich, was hat geklappt, was hat nicht geklappt, warum.
00:15:22: Mittwochs sind sein muss, frage ich noch mal rein.
00:15:24: Hallo, es ist Mittwoch, wen kennt die Kamera?
00:15:27: Wollen wir sprechen?
00:15:28: Und genau, dafür bin ich eben auch da.
00:15:31: Bei mir gibt es jetzt nicht so dieses Thema mit, wir vereinbaren am Montags dann irgendwie auch noch einen Call miteinander.
00:15:37: Und du musst jetzt warten bis zum nächsten Call, bevor irgendwie was los ist.
00:15:40: Sondern wir haben natürlich immer die Möglichkeit mit... miteinander zu telefonieren, eine WhatsApp zu schicken oder irgendeine andere Messenger-Dienst zu nehmen, einfach mal, bevor du eben in dieses, ich hab grad vor, eine Abzweigung zu nehmen, weil in meinem Gehirn schon wieder sich eine neue Idee kreiert hat.
00:15:56: Gabi, was hältst denn du davon?
00:15:58: Dann sprechen wir kurz und dann gucken wir, ist das eine gute Idee?
00:16:02: Passt das in diese Gesamtstrategie oder ist das eine scheiß Idee?
00:16:04: Lassen wir die mal lieber sein.
00:16:06: Du siehst du so Planung eigentlich auch, weil ich hätte jetzt so ein Erlebnis.
00:16:09: Ich habe bei meiner Freundin Maria zusammengearbeitet und dann sagt ihr, die guckt mal hier so ein Wochen Sprint, lass mal Aufgaben einschreiben und dann gibt mal Sprintpunkte dazu.
00:16:16: Und ich sage, hey, was ist denn Sprintpunkte?
00:16:18: Ja, du könntest jetzt natürlich sagen, wie viel Tage kostet das oder wie viele Stunden.
00:16:21: Aber es ist immer besser, wenn man sich das nicht in so Lasten überlegt von Zeit, sondern du versuchst sozusagen Zeit, die es kostet.
00:16:28: und wie anstrengend ist das, was du da tust, alles in so einen Scoring zusammenzunehmen.
00:16:31: Also es gibt hier irgendwie eins, zwei, drei, fünf, acht.
00:16:34: Ach, das ist richtig anstrengend.
00:16:35: ist relativ easy.
00:16:36: Was würdest du jetzt sagen, diese Aufgabe, wo ist die?
00:16:38: Und das fand ich ganz interessant, weil sie noch meinte, naja, dann kannst du dir halt in der Woche auch eine Summe bilden.
00:16:42: Du wirst immer nur so bei einundzwanzig rund ungefähr surfen.
00:16:46: Ich bin ja dann immer so, okay, Challenge accepted, jetzt will ich natürlich zweiundvierzig haben.
00:16:49: Aber ich fand das schon mal ganz logisch.
00:16:50: Arbeitest du auch so, dass du, wenn du planst, das so ein bisschen auch mit Dosierungen arbeitest?
00:16:54: Ja, also jetzt machen wir das nicht mehr im Punktesystem, sondern es geht darum, eben das nicht als Belastung zu empfinden, sondern die Freude dabei zu finden.
00:17:03: Und wenn du mehr Freude an einer Aufgabe hast, dann machst du sie mit viel einfachen Leichtigkeit und dann bringst du sie auch meistens schneller zu Ende, machst dir so leicht wie möglich.
00:17:15: Okay, also die fünf Tricks der Gabi Bär für mehr Organisation.
00:17:18: Erstens, Wochenstruktur statt To-Do-Liste.
00:17:21: Zweitens, definiere dir Fokusfenster.
00:17:23: Drittens, Drehe, Prokrastination um.
00:17:25: Viertens, stoppe das Entscheidungsping-Pong.
00:17:27: Und fünftens, Planung ist gleich selbst für Sorge.
00:17:31: Ja, dann ganz herzlichen Dank, liebe Gabi.
00:17:33: Ich bin mal gespannt, wie so die Resonanz hier drauf ist und ob das zu vielen Menschen geholfen hat, organisierter zu werden.
00:17:37: Ich habe ja auch einiges mitgenommen, die erst noch viel Erfolg weiterhin.
00:17:40: Danke dir.
00:17:43: Danke fürs Zuhören beim Digital-Kompakt-Podcast.
00:17:47: Du merkst, hier ziehst du massig Wissen für dich und dein Unternehmen heraus.
00:17:51: Wenn du mit uns noch erfolgreicher werden möchtest, abonniere uns auf den gängigen Podcast-Plattformen.
00:17:57: und hey, je größer wir werden, desto mehr Menschen können wir helfen.
00:18:02: Also, erzähl doch auch deinen Kolleginnen und Kollegen von uns.
00:18:06: Bis zum nächsten Mal.
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