Burnout-gefährdet: 5 Schritte raus aus dem Funktionsmodus
Shownotes
Funktionsmodus frisst Lebendigkeit: Wenn Alltag und Beziehungen nur noch im Überlebensmodus ablaufen, gerät Empathie ins Abseits, der eigene Körper wirkt fremd. Sandra Quedenbaum – Coachin für Hochsensibilität und Trauma – zeigt, warum Leistung ohne Pause ins Leere führt und wie ein innerer Notausstieg den Kreislauf aus Anspannung, Dissoziation und Erschöpfung aufbricht. Wer echte Nähe sucht, findet im bewussten Kontakt die Kraftquelle für Regeneration.
Du erfährst…
…wie du den Funktionsmodus erkennst und ihm entkommst.
…welche fünf Schritte zu mehr Lebendigkeit und Energie führen.
…warum bewusste Momente und soziale Kontakte Kraftquellen sind.
||||| PERSONEN |||||
👤 Joël Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt
👤 Sandra Quedenbaum, Coach und Ausbilderin mit dem Schwerpunkt Hochsensibilität und Trauma
||||| SPONSOREN |||||
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||||| PLAYLISTS |||||
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||||| LEXIKON |||||
Du verstehst nur Bahnhof? Zu viel Fachchinesisch? Unser Lexikon hilft dir dabei, die wichtigsten Fachbegriffe zu verstehen:
🔹 **Funktionsmodus** - Ein Zustand, in dem sich Personen durch anhaltende Aktivität und funktionale Tätigkeit überlasten, oft ohne ausreichende Erholung.
🔹 **Hochsensibilität** - Ein Persönlichkeitsmerkmal, bei dem die betroffene Person empfindlicher auf äußere Reize wie Geräusche, Licht oder Gerüche reagiert und tendenziell tiefer über Erfahrungen nachdenkt.
🔹 **Trauma** - Eine seelische Verletzung, die durch ein überwältigendes Ereignis oder eine belastende Erfahrung verursacht wird.
🔹 **Empathie** - Die Fähigkeit, die Gefühle, Gedanken oder Perspektiven anderer zu verstehen und nachzuempfinden.
🔹 **Nervensystem** - Das komplexe Netzwerk von Nerven und Zellen, das Signale im Körper überträgt und die Funktion verschiedener Körperteile steuert.
||||| KAPITEL |||||
(00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema
(00:04:37) Der Notausknopf
(00:06:57) Die Reset-Taste
(00:10:22) Wie stelle ich das Navi in meinem Kopf ein?
(00:13:58) Ein Anker im Alltag
(00:15:14) Wie kriege ich meine Energie zurück?
||||| WIR |||||
🧢 Ich bin übrigens Joël, der Macher dieses Podcasts. Ich bin ein Creator und Medienunternehmer, der für Wachstum und Vielfalt steht. Mein Vorgehen besteht darin, dass ich inspirierende und erfolgreiche Menschen interviewe, um von ihnen zu lernen und Wissensabkürzungen für dich und mich aufzutun.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Digital Kompakt.
00:00:01: Heute aus dem Bereich Führung.
00:00:03: Mit deinem Moderator Joel Kaczmarek.
00:00:06: Los geht's!
00:00:15: Hallo Leute, hier ist Joel und kennt ihr das vielleicht auch?
00:00:17: Dass es manchmal so ein Modus gibt, in den man kommt, wo dann eigentlich der Burnout nicht mehr so weit weg ist.
00:00:22: Und ich kann euch sagen, dieser Modus hat einen Namen, nämlich Funktionsmodus.
00:00:26: Wenn du nur noch funktionierst und eigentlich nicht mehr in der im gesunden Zone bist.
00:00:30: Und ich habe darüber schon mal mit jemandem geredet, einer Frau, die sich damit bestens auskennt.
00:00:34: Die Folge verlink ich dir auch nochmal an den Show Notes.
00:00:36: Und zwar ist das die liebe Sandra Quedenbau.
00:00:38: Sandra ist nämlich Coaching und Ausbilderin für die Themen Hochsensibilität und Trauma.
00:00:43: Und die nimmt mich heute mal an die und beschreibt mir, was ist denn eigentlich so ein Zustand, von dem wir reden?
00:00:48: dieser Funktionsmodus?
00:00:49: Und dann reden wir über fünf Wege, wie man da rauskommt.
00:00:51: Das heißt, die Idee ist, dass du es der heutigen Folge mitnimmst, wie bin ich denn eigentlich leistungsfähig und schaffe viel, ohne dass ich in die Zone komme, wo es für mich ungesund wird?
00:01:00: Also, da freu ich mich natürlich sehr drauf.
00:01:01: Und liebe Sandra, schön, dass du mal wieder da bist.
00:01:03: Hallo.
00:01:03: Hallo, Joel.
00:01:04: Ganz herzlichen Dank für die Einladung.
00:01:06: Ja, lass uns doch mal vielleicht nochmal mit einer kleinen Beschreibung anfangen.
00:01:09: Also, dieser Modus, den ich da gerade beschrieben habe, was ist das genau und woran erkenne ich dich?
00:01:14: Also das Fiese am Funktionsmodus ist, dass man eben häufig erst mal gar nicht erkennt, sondern erst ganz spät erkennt.
00:01:21: Zwar äußert sich das, dass man das Gefühl hat, das Leben läuft eigentlich eher mehr nebenher.
00:01:27: Also man funktioniert nur noch, man hat gar nicht so richtig Freude an was, man genießt gar nicht mehr so richtig, sondern kommt immer von eins aufs andere und ist am Schäfeln, auch in der Beziehung ist es häufig so, dass sich das da zeigt, dass man das Gefühl hat, Mensch, Gerade bei jungen Eltern, wir funktionieren hier nur noch, wir haben hier gar kein Miteinander mehr.
00:01:43: Man kann sagen, wenn der Funktionsmodus da ist, dann ist die Lebendigkeit einfach gerade verreist.
00:01:50: Und meistens merkt man das nicht.
00:01:52: gibt es so Merkmalen, an denen ich das erkennen kann, weil ein Beispiel, was mir so eine Erinnerung geblieben ist, ist das Thema Empathie.
00:01:58: Das ist das Erste, was verloren geht, wenn man zu sehr am Stress ist, die Empathie ist, weil man quasi so die Scheuklappen aufnimmt und noch funktioniert und sich nicht mehr gut in andere reinfühlen kann, weil man so was so ausschaltet.
00:02:07: Also es ist so eine Sache, die mir aufgefallen ist oder was ich so gereizt war, dass dann irgendwie schneller Streits aufkam wegen vermeidlichen Kleinigkeiten.
00:02:15: Was sind denn so Patterns, die dir sonst einfallen, woran man das bei sich feststellen kann?
00:02:18: Also die Empathie ist letztendlich eigentlich eine Folge von... Es fängt an im Funktionsmodus, dass wir uns eigentlich unsere Bedürfnisse übergehen.
00:02:28: Und wenn wir das öfter machen, dann wird es anstrengend und damit wir das machen können, damit wir unsere Termine einhalten können und so versuchen wir das immer mehr uns drüber zu ziehen und unser Gefühl abzustellen.
00:02:39: Das heißt, wir fühlen uns selbst nicht mehr so gut.
00:02:42: Uns selbst zu fühlen ist ein ganz wichtiger Grundfaktor, um in Empathie zu gehen.
00:02:48: Häufig ist es erst so, dass ich mich selber nicht mehr fühle.
00:02:52: Wenn ich das dann vielleicht noch mit Kaffee versuche, mich fit zu halten, dann mache ich genau das Gegenteil.
00:02:57: Weil Kaffee sorgt nicht dafür, dass ich wach bin, sondern Kaffee hilft mir, dass ich nicht mehr merke, dass ich gerade erschöpft bin.
00:03:04: Wenn ich das dann die ganze Zeit so platt mache, dann ist es halt ... dass ich mich selber nicht mehr so wahrnehme, auch nicht mehr so richtig in meinen Gefühlen bin.
00:03:14: Umso mehr das ist, umso weniger kann ich auch in Empathie gehen.
00:03:17: Und wenn da noch Stress dazu kommt, und meistens ist der Funktionsmodus in der Regel mit Stress verbunden oder der Funktionsmodus macht den Stress, ist es so, dass wir einfach auch weniger in der Empathie sein können, dass wir weniger in Kontakt gehen können, weil der Nervenbereich, der für Kontakt zuständig ist, nicht so aktiviert ist oder nur sehr auf Low Level läuft.
00:03:37: Ich mein, sonst mal zugespitzt, wenn du jemand vor der Nase hast, woran bemerkst du das der oder die in so einem Modus ist?
00:03:43: Wenn dann sagst, ach, der Bernd, der war heute aber, hm, hm, hm, hm.
00:03:47: Ich hab den Verdacht, der ist ein bisschen zu sehr übers Zielen ausgeschossen, der ist schon im Funktionsmodus.
00:03:51: Gibt's da so Patterns, an denen du das erkennst bei anderen?
00:03:53: Also, häufig merkt man das daran, dass die Leute nicht so gut zuhören können, dass sie auch beim Zuhören nicht so in der Empathie sind, dass sie, wenn man was erzählt, dass sie nicht so darauf eingehen.
00:04:04: wie man normalerweise im Gespräch, wenn man in den Austausch geht und dann sagt jemand was und fragt danach, geht in die Tiefe.
00:04:10: Da ist das bei Menschen im Funktionsmodus so, dass sie manchmal gar nicht reagieren oder mit eigenen Sachen reagieren, die vielleicht auch gar nicht so passen.
00:04:18: Auch, dass sie sehr unruhig sind, auch häufig gehetzt fühlen und gleichzeitig sehr erschöpft.
00:04:24: Das hat häufig so eine Ambivalenz von innerer Unruhe, von auch ein bisschen so getrieben sein.
00:04:29: Ich muss das noch schaffen, ich muss das noch schaffen, ich muss das noch schaffen.
00:04:32: Und Gott, wie soll ich das alles schaffen?
00:04:34: Und gleichzeitig eigentlich ist gar keine Kraft mehr da.
00:04:37: Okay, so.
00:04:38: Jetzt hast du mir erzählt, es gibt fünf Faktoren, da kann man sozusagen mit diesen Schritten sukzessive da rauskommen.
00:04:44: Das Erste, was du mir so zugeworfen hast, dass du gesagt hast, es gibt so einen Notausknopf.
00:04:48: Wie sieht denn der aus und wo sitzt der?
00:04:50: Der sitzt erst mal in uns.
00:04:51: Und das Wichtigste ist, dass ich das überhaupt erkenne, dass ich das wahrnehme, dass ich merke, oh, ich bin jetzt gerade irgendwie, meine Partnerschaft, wir laufen nur nebenher, mein Alltag rauscht so an mir vorbei, ich bin immer im Vendan-Modus, ich versuche immer, wenn ich jetzt dieses Projekt zu Ende hab, dann entspanne ich mich, diese Termine gemacht hab, dann entspanne ich, und es kommt aber immer wieder was dazwischen.
00:05:10: Das heißt, dieses Entspannen kommt gar nicht.
00:05:12: Und dann in Urlaub habe, dann entspanne ich mich.
00:05:15: Wenn wir in diesem Funktionsgrund sind, werden wir dann in der Regel krank.
00:05:18: Weil dann ist das ganze System, fährt dann runter und denkt, jetzt kann ich mal loslassen.
00:05:23: Und dann kommen halt alles, was wir zusammengehalten haben, Schmerzen, die wir nicht gespürt haben, oder solche Sachen, die kommen dann halt hoch, werden aktiv, weil sie dann Raum haben.
00:05:31: Deswegen ist es wichtig, dass wir das überhaupt merken, diesen Zustand.
00:05:33: Weil meistens, wenn wir da drin sind, merken wir das gar nicht, weil wir eben funktionieren.
00:05:37: So, das läuft, läuft, läuft, läuft.
00:05:40: Läuft nicht gut, aber es läuft.
00:05:41: Wenn ich so merke, oh, irgendwie fehlt es mir gerade eine Bändigkeit, irgendwie merke ich, dass ich nicht mehr so im Kontakt bin.
00:05:47: mit meinen liebsten oder dass es mir schwer fällt, Sachen zu genießen, auch Unternehmungen zu machen oder so, dann ist es gut, einen Notknopf zu drücken, innerlich.
00:05:55: Und da heißt in diesem Moment einfach nur sich bewusst machen, aha, ich bin jetzt im Funktionsmodus.
00:06:01: Und dann atme ich dreimal tief durch.
00:06:03: Das sagt unser Nervensystem erst mal hier runterfahren.
00:06:07: Und wenn die unser Nervensystem runtergefahren ist, dann kann ich an das in die Wahrnehmung gehen.
00:06:13: Damit ist es schon getan.
00:06:14: Ich hätte gedacht, dass du jetzt sowas sagst wie ... Nimm dir eine Auszeit, macht ins Barbesuch, den du seit drei Wochen machen wolltest.
00:06:20: Geh spazieren.
00:06:21: Also es ist sozusagen reicht dieser kleine Schritt?
00:06:24: Der Schritt alleine reicht nicht.
00:06:26: Der ist einen Anfang von fünf Schritten.
00:06:28: Und gleichzeitig ist das häufig der Fehlglaube, dass man nur unbedingt ganz viele Entspannungen braucht.
00:06:37: Sei denn, ich mach das schon jahrelang, denn kann es auch mal sein, dass ich echt eine fundamentale Auszeit brauche.
00:06:43: Häufig ist es aber, wenn wir im Alltag diese fünf Schritte immer wieder machen, dann kommen wir immer wieder mehr in die Lebendigkeit, in die Wahrnehmung, insgegenwärtige und dadurch fallen wir nicht in diesen Funktionsmodus so rein.
00:06:56: Da kann uns dann nicht so packen.
00:06:58: Spannend.
00:06:58: Na gut, also Nummer eins, Notausknapp.
00:07:00: Schritt zwei hast du mir gesagt, Reset-Taste.
00:07:02: Was ist das denn dann?
00:07:03: Da geht es darum, letztendlich auch das wieder umzudrehen, was man im Funktionsmodus nicht mehr kann, nämlich den Körper spüren, sich selbst wahrnehmen.
00:07:11: Was brauche ich denn gerade?
00:07:11: Was habe ich gerade für Bedürfnisse?
00:07:13: Was tut mir jetzt gerade gut?
00:07:14: Und deswegen ist es beim Reset halt wichtig, dass ich nachdem ich halt diesen Notausknopf gemacht habe und mich erst mal runtergefahren habe, dass ich schaue, dass ich wieder ins... Körper spüren komme, z.B.
00:07:25: indem ich mich strecke oder die Füße auf dem Boden am besten barfuß fühle, wie ich die Bodenerdung habe auf dem Boden oder den Körper abklopfen, wieder ins Spüren des Körpers zu kommen.
00:07:35: Das ist total wichtig, damit ich wieder bei mir ankomme.
00:07:39: Weil eigentlich im Funktionsmodus renne ich die ganze Zeit hinterher oder neben mir her oder wo auch immer, aber ich bin nicht in mir drinne.
00:07:45: Und das sorgt halt dafür, wenn ich mich so aktiviere, dass ich wieder in meinem Körper ankommen kann.
00:07:50: klingt ja erst mal simpel, aber auch irgendwie einleuchtend.
00:07:53: Wie geht es von da aus weiter?
00:07:54: Dann ist es wichtig, dass man das innere Navi einstellt.
00:07:57: Das geht über unsere Gefühle, weil, was wir ja im Funktionsmodus normalerweise auch nicht haben, ist, dass wir eigentlich so richtig sagen können, wie es uns geht, dass wir das so präsent haben.
00:08:07: Wenn man jemand fragt, na, wie geht es denn, sagt er ja gut oder läuft oder so.
00:08:11: Es ist halt nicht so, dass man wirklich sagt oder wirklich auch spürt, wie geht es mir denn jetzt gerade?
00:08:16: Da ist es ... Wichtig, wenn ich jetzt in meinem Körper den aktiviert habe, durch die Resett-Taste, dass ich dann spüre, okay, wie geht es mir denn gerade?
00:08:23: Wie fühlt sich denn gerade mein Körper an?
00:08:25: Weil ich das Gefühl habe, welches Bedürfnis habe ich vielleicht auch?
00:08:28: Weil auch Bedürfnisse sind vorher, die merken wir gar nicht.
00:08:31: Jetzt versuche ich noch, bei dem inneren Navi von dir zu verstehen, wie das genau aussieht, weil ... Ich weiß hier Bettina Reus, die wir bei uns ja auch kennengelernt haben, die ist ja auch so auf Hochstensibilität spezialisiert, der zu mir mal gesagt, Joelle, mich fragen ganz viele meiner Patienten, Klienten, wie man sie nennen möchte.
00:08:47: Bettina, wie fühlt man eigentlich?
00:08:49: Ich hab das völlig verlernt, was für sie am Anfang schwierig zu verstehen war.
00:08:53: Ich hab aber aus dem Modus heraus oder das Kennen sofort bewusst, was sie damit meint, dass manche Leute das gar nicht mehr können.
00:08:59: Das heißt, dieses innere Navi ins Fühlen kommen.
00:09:02: Wie geht denn das, wenn ich da gerade gar nicht bin?
00:09:04: Weil es fällt, glaube ich, vielen Menschen in so einer Situation so schwer.
00:09:07: Das ist für Hochseinside auch häufig schwer, weil die fühlen ja besonders intensiv.
00:09:10: So, und das nachzuvollziehen.
00:09:12: Das kann einfach sein bei Menschen, wenn sie im Extremstress, auch wenn Trauma mit im Spiel ist, weil das auch dafür sorgt, dass wir unseren Körper nicht mehr wahrnehmen.
00:09:19: Oder wenn wir zu lange im Funktionsmodus sind, was häufig auch Trauma-Ursachen hat, dass wir da hinkommen.
00:09:25: Dann sind wir sehr kopflastig, im Kopf sind wir fit, da können wir alles planen, aber das darunter ist eigentlich nur Ballast.
00:09:31: Der Körper, der vielleicht Schmerzen kann, wenn wir nicht brauchen.
00:09:34: Der Körper, der vielleicht sagt, nee, ich will jetzt aber, ich hab keinen Bock, ich will jetzt lieber schlafen.
00:09:39: Mein Kopf sagt aber, nee, ich muss jetzt funktionieren, das muss laufen.
00:09:42: Verantwortung in Familie und so, dann ist es natürlich auch schwierig.
00:09:45: Dann kommt es zu einer Trennung von Kopf und Körper.
00:09:48: Und da ist es denn wichtig, da wieder hinzukommen.
00:09:51: Das kann man halt mit unterschiedlichen Übungen aktivieren, dieses Fühlen.
00:09:54: Mit diesem Weg, mit diesem fünf-Schritte-Plan ist das schon mal eine sehr gute Möglichkeit.
00:09:58: Wenn das nicht auslangt, weil es kann sein, dass wir einfach so von unserem Körper abgetrennt sind, dass es uns schwer fällt, uns zu fühlen.
00:10:06: Wenn das aber eher mehr so ein allgemeiner Zustand ist.
00:10:09: wenn ich vielleicht gar keinen anderen Zustand kenne, als diesen, hier mein Kopf ist, super, aber das andere ist, da ist noch was so.
00:10:15: Wäre es hilfreich, da sich Unterstützung zu holen, damit das wieder zusammenkommt, dann braucht es sehr wahrscheinlich therapeutische Unterstützung.
00:10:22: Kannst du mir trotzdem noch mal ganz kurz sagen, was jetzt in diesem dritten Schritt inneres Navi anschalten und einstellen?
00:10:27: Also was da die Maßnahmen ist, also wie ich da ans Fühlen komme, weil du hast ja erzählt, es gibt Techniken, das ist ja wahrscheinlich der Schritt drei einer der Orte, wo das passiert.
00:10:36: Was wäre so eine typische Technik?
00:10:37: Der Schritt, wo ich ans Fühlen komme, ist der Schritt zwei, bei der Reset-Taste.
00:10:42: Weil da gehe ich ja ins Körper spüren.
00:10:44: Tast dich mein Körper ab, dann nehme ich Bodenhaftung auf und Erdung.
00:10:48: Wenn ich mein Körper dann wieder fühle, kann ich das auch benennen, was ich fühle.
00:10:52: Also Schritt drei ist letztendlich das Benennen des Inneren.
00:10:55: Dass wir das ins Bewusstsein kriegen, sozusagen, aus dem Körper die Information ins Bewusstsein kriegen.
00:11:00: Wie geht es mir denn gerade?
00:11:01: Weil das eine Voraussetzung ist, um zu wissen, was brauche ich denn jetzt gerade?
00:11:05: Und was tut mir gut und was tut mir nicht so gut?
00:11:08: Hilfen wir bitte diesen ganzen Komplex noch den Menschen, die zuzuhören, besser rüberzubringen.
00:11:13: Weil ich glaube, wenn man jetzt hier reinhört, fühlt man sich vielleicht angesprochen davon, dass man sagt, irgendwie funktioniere ich auch nur und denkt mir so, hm, wir würden ein bisschen warm im Hintergrund, in Richtung Burnout, wie man das rüberbringt, weil es ist, glaub ich, so schwer zu vermitteln.
00:11:27: Das stimmt, weil es sich erst mal ist es auch wie vom anderen Stern.
00:11:31: Das ist ja nicht das, wo wir zu Hause sind.
00:11:34: Und gleichzeitig ist es aber so, das Gefühl folgt dem Körper.
00:11:38: Und je mehr wir das machen, umso öfter wir das machen, umso mehr lernt unser Organismus das auch.
00:11:43: Man kann es sein, dass ich erst mit der Resett-Taste dann nochmal Schwierigkeiten habe.
00:11:46: Aber ich merke schon, wenn ich den Ausgnauf mehr mache, werde ich ruhiger, vielleicht über den Tag auch schon ruhiger.
00:11:52: Und dann arbeitet man sich stückweit immer mehr vor.
00:11:54: Jetzt endlich ist das auch was, was ich mache, Ausbildung für Hochsensible.
00:11:58: Und da haben wir diesen Prozess auch in diesem ganzen Coaching-Prozess während der Ausbildung.
00:12:02: Und das ist Wahnsinn, dass sie nach zwei Wochen, dann sind die schon ganz anders in ihrer inneren Ruhe, nur weil sie diese Sachen halt immer mehr machen.
00:12:10: Das geht viel schneller, als wir denken.
00:12:12: Wir denken immer, man muss was ganz Großes machen.
00:12:14: Aber diese kleinen Einheiten am Tag, wo wir wieder zu unserem Körper finden, sind viel, viel kräftiger.
00:12:20: Was ich so wahrnehme an der Stelle bei mir, aber auch bei anderen ist, Das an dem Punkt, wo wir jetzt gerade reden, also quasi diese beiden Schritte, zwei und drei, viele Menschen, die Sorge haben, dann nicht mehr in Leistungsfähigkeit zu sein.
00:12:32: Also, so nach dem Motto, wenn ich dem die Tür öffne, dann gebe ich dem Raum und dann könnte ich ja abstürzen, dann könnte ich ja nicht mehr, also, zu mir hat man immer gesagt, es ist schön oben zu sein und es ist schön unten zu sein, aber es ist nicht schön runterzukommen.
00:12:44: So, und dieser Prozess ist runtergekommen, es ist ja ganz oft, glaube ich, mit so einer Angst, dass nicht mehr hochkünst verbunden, nicht mehr leistungsfähig zu sein.
00:12:51: Ist es eine berechtigte Angst?
00:12:53: Nee, also diese Angst ist das, was typischerweise ist.
00:12:56: Deswegen halten wir uns auch im Funktionsmodus, weil wir das Gefühl haben, wenn wir aufhören, dann bricht alles zusammen.
00:13:00: Auch gerade wenn in Familie oder so mit Kleinkind, dann wirkt es erst mal so nach dem Motto nachher, wenn ich das jetzt nicht mache oder so, was soll denn sein?
00:13:08: Es ist aber gar nicht in der Lage, weil man so im Funktionsmodus drin steht, dass es natürlich auch Alternativen gibt.
00:13:14: Die sieht man dann einfach gar nicht.
00:13:16: Dieser Funktionsmodus, den aufrecht zu erhalten, kostet unheimlich Energie, weil wir gar nicht in die Möglichkeit kommen, etwas in einen Zustand zu kommen, wo Energie zurückfließen kann.
00:13:27: Das heißt, eigentlich laufen wir die ganze Zeit aus.
00:13:30: Und wenn wir jetzt diese fünf Schritte machen, dann haben wir ganz viele kleine Spots am Tag, wo Energie zurückkommt.
00:13:36: Und am Ende komme ich dann noch zu was ganz wichtig ist, um Energie reinzukommen, damit das wieder aufladen kann.
00:13:41: Dadurch, dass es uns besser geht, wir so leveniger sind, können wir die Sachen wieder genießen.
00:13:46: Wir haben wieder viel mehr Spaß bei den Sachen.
00:13:47: Auf einmal werden wir auch wieder kreativer, weil wir mehr Spaß haben.
00:13:51: Und mit wenig Aufwand kann man echt viel verändern und viel mehr, als wenn man jetzt irgendwie so eine Superaktion macht.
00:13:58: Mein Spickzettel verrät mir gerade, der vierte Schritt ist dann Anker im Alltag setzen.
00:14:02: Was heißt denn das?
00:14:03: Das sind bewusste Momente zu schaffen.
00:14:05: Also, wo was fehlt im Funktionsmodus ist, dass wir einen bewussten Moment erleben.
00:14:11: Wir rauschen ja eigentlich nur so durch den Tag.
00:14:13: Wir rauschen, wenn wir rausgehen, vielleicht an unserem Partner, unseren Partnerin vorbeischmeißen, vielleicht noch einen Kuss zu und sind dann weg.
00:14:19: Kommen wir wieder und sagen vielleicht, hallo und eigentlich sind wir nie richtig in Kontakt, nie richtig mit uns in Kontakt, auch mit unseren Liebsten nicht in Kontakt so.
00:14:27: Und dieses Anker-Setzen bringt uns wieder ins Hier und Jetzt.
00:14:30: Das wäre zum Beispiel ... Bewusst, eine Tasse Tee zu trinken.
00:14:34: Ganz bewusst, wie schmeckt das, wie fühlt sich das an?
00:14:36: Weil das bringt unsere Aufmerksamkeit in die Gegenwart.
00:14:39: Weil im Funktionsmodus sind wir eigentlich die ganze Zeit immer in der Zukunft.
00:14:42: Das signalisiert unser Gehirn, wenn wir die ganze Zeit in der Zukunft immer gucken, was die nächsten Punkte sind, Stress.
00:14:48: Weil er ist halt immer TAS, TAS, TAS, TAS im Kopf.
00:14:51: Und in dem Moment, wo ich im Alltag ins hier und jetzt komme, es kann auch sein, dass ich zum Beispiel mir ein Lied anmache und dazu tanze und das Ganze spüre oder etwas male.
00:15:01: Und wenn es Mandalausmalen ist, irgendwas, was mich fokussiert ins hier und jetzt, dann kriege ich das System, die Info-K, die ist im hier und jetzt, ich kann stehen bleiben.
00:15:12: Dann werden ganz andere Hormone ausgeschüttet.
00:15:14: Und jetzt hast du gesagt, der letzte Schritt ist dann, die Energie einfach wieder zuzuführen.
00:15:17: Wie geht das?
00:15:19: Ganz wichtig ist und was im Funktionsmodus auch weg ist, ist, dass wir ja nicht mehr in Beziehung gehen.
00:15:23: Denn dann haben wir das so, wir haben es zwar eigentlich, wir würden uns gerne mit Freunden treffen, aber wir machen es nicht, weil wir haben ja keine Zeit.
00:15:29: Wir haben ja unsere Termine.
00:15:31: Wir würden gerne mehr Zeit mit unserem Partner.
00:15:34: Aber eigentlich ist es, obwohl es schön ist, eigentlich anstrengend, weil es ist ja noch was mehr.
00:15:37: Das geht immer mehr aus unserem Leben.
00:15:40: Aber gerade Kontakt ist total wichtig und dann gibt es mittlerweile ganz viele Untersuchungen.
00:15:44: Der Austausch mit Menschen ist das, was das Nervensystem, das zur Beruhigung und Generation zuständig ist, aktiviert.
00:15:50: Natürlich ein angenehmer Austausch mit Leuten, die ich mag, die sehr freundlich sind, wohlgesonnen sind und so, das ist wichtig.
00:15:55: Das Schöne ist, wenn wir die Schritte vorher machen, dann können wir auch wieder ganz anders in Kontakt gehen.
00:16:00: Man kann zum Beispiel als Verankerung im Alltag sagen, okay, ich mach das jetzt anders.
00:16:06: Wenn einer von unserer Familie aus dem Haus geht, dann kommen alle und sagen, tschüss.
00:16:10: Und geben lieber einen Kurs oder drücken noch mal.
00:16:12: Es ist ganz bewusst zu machen oder ganz bewusst, dass das nicht so passiert, sondern diese Verankerung wieder reingehen.
00:16:17: Darüber geht über die Beziehung.
00:16:18: Also du merkst es wie ... alles miteinander verknüpft.
00:16:21: Und das gibt uns diese Verbindung, gibt uns Totalkraft.
00:16:25: Hält uns auch gesünder, gibt es viele Studien drin, auch älter.
00:16:28: Wir werden Leute, die viel Kontakt auch um Alter haben, leben viel länger, leben viel gesünder.
00:16:33: Also von daher weiß man jetzt, dass gerade der soziale Kontakt total essentiell für uns ist.
00:16:39: Okay, weil ich hab zuerst gedacht, ob das so ein bisschen in die Richtung geht, wie man ja auch Kinderko reguliert, dass die sich noch nicht selber Stress regulieren können, dass man die dann irgendwie in den Arm nimmt und kuschelt und durch den Körperkontakt den hilft.
00:16:49: Körperkontakt per se ist wahrscheinlich dann so die Königsdisziplin dessen, aber darum geht es gar nicht primär, sondern einfach um diesen Austausch mit anderen in Beziehung sein, mal zu einer gewissen Lockerheit, weil es stimmt ja, die einen machen vielleicht irgendwie so einen kleinen Champagnerfrühstück mit den besten Freundinnen, die anderen gehen zusammen ins Kino oder vergnügen sich und trinken was, gehen lecker essen.
00:17:09: Also da geht es um Geselligkeit eigentlich auch so ein Stück weit, habe ich das richtig verstanden.
00:17:12: Genau, beides.
00:17:13: Also sowohl Körperkontakt ist super, nur es ist häufig so, dass wir, wenn wir noch nicht so raus sind aus dem Funktionsmodus, ist Körperkontakt auch nicht unbedingt angenehm.
00:17:23: Häufig ist es ja auch, dass Sexualität denn nachlässt oder so und auch einfach jemand einfach nur zu Beginn mal beieinander zu liegen oder so, wird auch weniger.
00:17:30: Und wenn wir das aktivieren... Denn werden entsprechend Oxytozin freigesetzt und so.
00:17:35: Von daher ist Kontakt sowohl Körperkontakt als auch Kontakt zu anderen Menschen.
00:17:38: Und denn aber wichtig, braucht auch eine gewisse Tiefe.
00:17:41: Also, dass ich dann drüber spreche, wie geht es mir gerade?
00:17:44: Dass ich wirklich in den Austausch gehe und da sind wir dann wieder zurück zu Punkt drei, wo ich ja selber meine Gefühle für mich benenne, dass ich das auch nach außen gebe.
00:17:51: Das verstärkt das einfach noch.
00:17:52: Wenn ich meine Gefühle teile, verstärkt das das Gefühl von Verbindung und stärkt gleichzeitig wieder unser Nervensystem, das für Entspannung und Regeneration zuständig ist.
00:18:01: Würdest du sagen, dass all das gut möglich ist, dass ich das mit mir selbst ausmache?
00:18:06: Oder braucht es da eigentlich Anleitung?
00:18:08: Also fahre ich da eigentlich besser, wenn ich irgendwie einen Coach hab, einen Therapeuten, whatever es ist an Personen, die mich da durchbegleitet?
00:18:15: Ich würde es auf jeden Fall erst mal für mich alleine probieren.
00:18:19: Das wird, wenn man das macht, auf jeden Fall schon eine Besserung bringen.
00:18:23: Wenn ich grundsätzlich in einem Nervensystem zustand bin, wo ich vielleicht ... auch Schwierigkeiten habe, einfach in Kontakt zu kommen, weil meine Bindung eher vermeidend ist oder ähnlich ist, dann brauche es noch mehr Hilfe.
00:18:37: Also ich werde, wenn ich diese Übungen regelmäßig mache, am besten mehrmals täglich am Anfang, dass das System das auch wieder kennt, dann geht das auch viel schneller, die ganze Rutsche.
00:18:46: dann, werde ich eine Veränderung merken.
00:18:48: Wenn ich aber merke, und das merke man letztendlich, dann wiege ich am Ende, wiege ich in Kontakt.
00:18:54: Wie gehe ich mit mir in Kontakt?
00:18:55: Und wie gehe ich mit anderen in Kontakt?
00:18:58: Verändert sich da was?
00:18:59: Verändern sich Gespräche?
00:19:00: Verändern sich die Menschen mir gegenüber?
00:19:02: Veränder ich mich natürlich auch den Menschen gegenüber.
00:19:05: Daran kann man das dann sehen.
00:19:06: Und wenn das auch längere Zeit, und wenn wir merken, wir sind ruhiger, aber da ist noch Optimierungsbedarf, sag ich mal, dann auf jeden Fall sehr hilfreich, dann ein Coach oder einen Therapeuten sich zu suchen und da unterstützen zu lassen, dann geht es auch einfach viel schneller.
00:19:21: Ja, schön.
00:19:22: Also, ich lerne, es braucht nicht immer die drei-wöchige Auszeit oder den Sebetical über ein halbes Jahr, sondern es kann auch sozusagen klein und im Alltag funktionieren, dass man daraus kommt aus diesem Funktionsmodus.
00:19:33: Liebes Andra, ganz herzlichen Dank.
00:19:35: Man würde sagen bis zum nächsten Mal.
00:19:36: Sehr gerne, ich freue mich schon drauf.
00:19:38: Bis dann und viel Spaß beim Ausseiten.
00:19:43: Danke fürs Zuhören beim Digital-Kompakt-Podcast.
00:19:47: Du merkst, hier ziehst du massig Wissen für dich und dein Unternehmen heraus.
00:19:51: Wenn du mit uns noch erfolgreicher werden möchtest, abonniere uns auf den gängigen Podcast-Plattformen.
00:19:57: und hey,
00:19:58: je größer wir werden, desto
00:20:00: mehr Menschen
00:20:00: können wir helfen.
00:20:02: Also, erzähl doch auch deinen Kolleginnen und Kollegen von uns.
00:20:06: Bis zum nächsten Mal.
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