Vom Schuldenkind zum Medienmacher: Joël Kaczmareks Gründerreise – im Gespräch mit Marcus Diekmann
Shownotes
Jede Krise fordert nicht nur den Unternehmer, sondern auch den Menschen – und manchmal bricht alles gleichzeitig ein, Job, Sicherheit, Selbstverständnis. Joel Kaczmarek spricht offen über prägenden Schuldenbelastungen der Kindheit, Zweifel im Angesicht wirtschaftlicher Turbulenz und die Kraft der Veränderung. Was bleibt, ist der Glaube an Geschichten, an Neuanfang und an Menschen, die auch in größtem Schmerz noch handeln. Eine Folge über Wendepunkte, Resilienz und die Würde eines Neuanfangs. Du erfährst... ...wie Joel Kaczmarek seine Leidenschaft für Geschichten in erfolgreiche Geschäftsmodelle umwandelt. ...welche Rolle persönliche Krisen und Resilienz in Joels unternehmerischer Reise spielen. ...warum menschliche Verbindungen und Vertrauen essenzielle Bausteine für Joels Erfolg darstellen. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joël Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Marcus Diekmann, Beiratsvorsitzender Armed Angels __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 Übersicht aller Sponsoren __________________________ ||||| PLAYLISTS ||||| Lust auf mehr? Entdecke unsere Playlists mit weiteren spannenden Episoden zum Thema: __________________________ ||||| LEXIKON ||||| Du verstehst nur Bahnhof? Zu viel Fachchinesisch? Unser Lexikon hilft dir dabei, die wichtigsten Fachbegriffe zu verstehen: 🔹 Deep Search - Eine umfassende und gründliche Recherche oder Analyse, oft unter Nutzung spezialisierter Techniken. 🔹 Reverse Engineering - Der Prozess, ein Produkt oder System zu analysieren, um dessen Struktur, Funktion und Arbeitsweise zu verstehen. 🔹 Make-or-break-Moments - Entscheidungspunkte, die den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens oder Projekts bestimmen. 🔹 Sicherheitsmechanismen - Vorkehrungen oder Systeme, die dazu dienen, Sicherheit und Stabilität zu gewährleisten. 🔹 Content-Flut - Eine übermäßige Menge an Inhalten, die auf Plattformen verfügbar sind und die Benutzer überfordern können. __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:05:28) Wie behältst du in der Krise die Ruhe? (00:12:11) Muss man als Gründer Traumata haben? (00:20:38) Liebe geben __________________________ ||||| WIR ||||| 🧢 Ich bin übrigens Joël, der Macher dieses Podcasts. Ich bin ein Creator und Medienunternehmer, der für Wachstum und Vielfalt steht. Mein Vorgehen besteht darin, dass ich inspirierende und erfolgreiche Menschen interviewe, um von ihnen zu lernen und Wissensabkürzungen für dich und mich aufzutun. 👉 Mit meinem Podcast digital kompakt zeige ich dir Wachstumsstrategien für dein (Digital-)Business, indem ich erfolgreiche Unternehmen und Expert:innen interviewe 👉 Mit meinem Podcast 5 Dinge mit 20 zeige ich dir, wie du persönlich wachsen kannst, indem ich inspirierende Menschen frage, was sind ihre 5 Dinge, die sie gerne schon mit 20 gewusst hätten 👉 In meinem Newsletter fasse ich dir Jeden Freitag die besten Learnings aus meinen Podcasts zusammen sowie viele weitere Einsichten aus meinen Aktivitäten. 💛 Abonniere „digital kompakt“ auf Apple Podcasts, Spotify & Co. Wenn dir die Folge gefallen hat, hinterlasse uns bitte eine Fünf-Sterne-Bewertung! 👥 Wir streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.Transkript anzeigen
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00:00:18: Was für eine ungewohnte Rolle für mich.
00:00:19: Ich darf heute auf diesem großen Stuhl sitzen, wo eigentlich sonst Jewel sitzt, zumindest digital.
00:00:25: Und da sind wir schon bei digital kompakter und zusammen Jubiläum und ich bin super stolz, dass ich heute Jewel interviewen darf.
00:00:32: Vor allen Dingen,
00:00:33: wenn ich daran bedenke, wie es war, als er mich zum ersten Mal angerufen hat und eigentlich nur Fahre da von mir schnoren wollte und daraus so eine lange und intensive Freundschaft geworden ist.
00:00:44: Also freue ich
00:00:46: mich beim Medienunternehmer
00:00:47: und Podcasteur Joel, heute zu Gast, als Interviewer zu sein.
00:00:51: Hi Joel, wie geht es dir?
00:00:53: Ja, mir ist ein bisschen Angst und Bange, ansonsten geht es mir gut.
00:00:56: Wer weiß, was du so ausgegraben hast noch?
00:00:58: Erstmal habe ich ja erst mal deinen alten Fotos mir angeschaut.
00:01:01: Und ja, ich finde es spannend, was man denn immer als Mode-Eigens so hat.
00:01:05: Ich kenne das von meinen alten Fotos.
00:01:07: Und spannend.
00:01:08: Ich meine, du hast alles gemacht.
00:01:09: Du bist so eine bewegende Figur.
00:01:11: Du hast Samba-Bücher geschrieben.
00:01:13: Du hast Gründer-Szene mitgestaltet.
00:01:16: Du hast digital kompakt dein eigenes Unternehmen aufgebaut.
00:01:19: Und Session BD mitgründig.
00:01:24: Als ich bei Gründerstine raus bin, habe ich irgendwie eine Anstellung erst mal angenommen.
00:01:28: Da wurde ich bei so einem Deep Tech unternehmen, sollte ich das ganze Business Development leiten.
00:01:31: Ich habe noch nie so einen hohen Gehaltscheck gehabt, aber war gleichzeitig so unführbar, dass wir uns nach vier Monaten schon wieder getrennt haben.
00:01:39: Also ich mochte den total gerne, den Mark, mit dem ich das da gemacht habe.
00:01:43: Aber wir haben so ein bisschen gemerkt, er hat einfach eine andere Kultur in seiner Firma als ich gewohnt war in der Starterbranche.
00:01:48: Wobei ich das gar nicht bewährte.
00:01:50: Dann hab ich mit einem Freund telefoniert, den ich aus der Disco kannte.
00:01:53: Er hat gesagt, ich will ja gerade was gründen mit zwei Kumpels von der Telekom.
00:01:56: Wir sind drei Techies, how about it?
00:01:58: Dann haben wir ein Unternehmen gegründet, was im Prinzip das gemacht hat, was heute Zoom ist.
00:02:02: Ging halt die Namenssuche los, und wir hatten irgendwann am Ende noch zwei Namensvorschläge.
00:02:06: Der eine war Hello Session, zwar mein Favorit.
00:02:09: Und der zweite war Session Bird, wie der Twittervogel.
00:02:12: Das war ihr Favorit.
00:02:13: Dann hab ich drei zu eins verloren.
00:02:14: Ich war eigentlich immer dafür, das Ding Hello Sessions zu nennen, weil ich total geil fand.
00:02:19: Ja, und dann entstand Sessionbird.
00:02:21: Wir waren aber, glaube ich, zu unerfahren, darf man ehrlicherweise sagen, und das Ding war auch zu komplex, was Marketingkosten und Co.
00:02:26: angegangen hätte.
00:02:27: Also ehrlich gesagt, kam ich immer an den Punkt, und das glaube ich bis heute, dass wir eigentlich einen Tool hätten bauen sollen, was Leuten dabei hilft, bessere Meetings zu machen.
00:02:33: Weil auch heute ist es ja noch so, wesentlich es dir geht, zu wie vielen Meetings wird man eingeladen, die unnötig sind oder zu lang oder die Leute schwarf, es gibt keine Agenda, Timeboxing ist scheiße und und und.
00:02:43: Also ich finde, da gibt es noch so viel Luft.
00:02:45: Naja, aber deswegen Sessionbird.
00:02:47: Kommen wir mal zu der Frage direkt.
00:02:49: Wir mixen das mal und wir lassen mal deine Mama ganz kurz zu Wort kommen mit der ersten Session.
00:02:53: Was hat dich eigentlich damals fasziniert und angetrieben?
00:02:56: Und ich meine, was für eine Ehre auch da nicht nur dich, sondern auch deine Mama fragen zu dürfen.
00:03:01: Und ja, ich bin gespannt.
00:03:03: Joelle fand in jungen Jahren Donald Duck faszinierend.
00:03:08: Ich habe ihn einmal erwischt gehabt, wo er vom Fernseher gesessen hat.
00:03:13: und das Lachen von Donald Duck nachmachen konnte.
00:03:17: Und er hat leidenschaftlich gerne diese Zeichentrickfilme gesehen.
00:03:21: Das fand er richtig toll.
00:03:23: Und Joelle liebte Videospiele.
00:03:27: Er saß wirklich vor dem Fernseher und hat leidenschaftlich Videospiele gespielt.
00:03:33: Er war richtig weggetreten.
00:03:35: Erst mal haben wir eine Gemeinsamkeit, weil ich hatte dir das ja schon im Vorfeld verraten, das ich auch draunert Ausgaben davon besitze.
00:03:42: Und meine Mama auch
00:03:43: bis heute.
00:03:43: Donald Duck sagt, muss man, um gründen zu können, Donald Duck gelesen haben oder nicht.
00:03:51: Oder wann hast du die Idee gefasst, für dich gründen zu wollen?
00:03:55: Weil das ist schon die spannende Frage.
00:03:56: Oder warst du einfach nur ein Freigeist, der nicht anfällungsfähig war?
00:04:00: Ich glaube, ich bin so reingestolpert.
00:04:01: Ich hatte einfach ein bisschen durch Zufall Glück, dass ich irgendwie während ich studiert habe, habe ich bei einem, ich habe ja in Potsdam, gab es einen Zusatzstudiengang, den Hasso Plattner finanziert hat, also der SAP Gründer.
00:04:11: Design Thinking.
00:04:11: Und da habe ich dann auch bei einem Unternehmen, was Design Thinking als Agentur sozusagen in der Beratung verkaufte, einen Job bekommen.
00:04:18: Es war total normal, dass man sich geduzt hat da und dass du irgendwie mitdiskutieren konntest bei den Themen.
00:04:23: Und ich habe das echt erst so zwei, drei Jahre später verstanden, dass es auch sowas in anders gibt.
00:04:27: Also mir war überhaupt nicht klar, warum man irgendwie jemanden sitzen sollte auf der Arbeit.
00:04:32: Wir sind doch Kollegen, muss ich dich hinsitzen?
00:04:33: Machen keinen Sinn, ja.
00:04:35: Aber ich war immer so ein bisschen Beratungsresistent.
00:04:37: Ich weiß noch, als ich Führerschein gemacht habe, hat mein Fahrlehrer mich immer ich soll die zweite Hand anlenker nehmen, dann sag ich, wieso denn?
00:04:43: Ja, weil damit du sich mehr Kontrolle über das Auto hast, ich sag so, mein Papa macht das aber auch so.
00:04:46: Ja, dein Papa hat aber auch zwanzig Jahre Fahrerfahrung, du Idiot.
00:04:52: Und von daher, das gefahren wir so aus dem, aber ich glaub, was ja irgendwie, um auf das Donau-Dukt-Thema mal einzugehen, man könnte jetzt natürlich was herbauen und sagen, ja, ich hab Medien schön als Kind geliebt, stimmt ja auch, aber ich hab festgestellt, ich liebe Geschichten.
00:05:03: Geschichten sind das, was Menschen am Ende des Tages fesseln.
00:05:06: Wenn ich dich jetzt interviewe zu Rosebikes, dann kannst du mir die Kennzahlen runterbeten, die du damals gewälzt hast.
00:05:12: Oder du konntest mir erzählen, hey, für mich bedeutet Fahrradfahren Freiheit.
00:05:16: Als ich ein Kind war mit fünfzehn, ist mir folgendes passiert und ich bin ganz anders gefesselt.
00:05:20: Darum tun's mir Geschichten an, hab ich festgestellt.
00:05:22: Ich glaub, Menschen lieben auch Geschichten.
00:05:24: Von daher juckt mich, ehrlich gesagt, den Fingern irgendwann mal ein Hörspiel zu machen.
00:05:28: Aber wenn wir mal direkt von der Entstehungsgeschichte in die erste Krise gehen, Und ich ja auch deine Frau fragen durfte netterweise, weil lass uns doch mal direkt mit den ersten Faclabs anfangen.
00:05:39: Was war die härteste Phase, wenn du heute zurückguckst auf die zehn Jahre, auf die du so stolz sein darfst?
00:05:44: Und was sagt deine Frau dazu?
00:05:46: Welche Zeit wirklich hart war?
00:05:49: Das war im August, September fing das an.
00:05:54: Im Februar brach der Ukraine Kriege aus und dann in der zweiten Jahreshälfte kamen dann so diese ganze Panikmacher mit Energiekrise und wir werden alle im Dunkel sitzen im Winter und da brachen uns innerhalb von, ich glaube, ein, zwei Wochen alle Co-Produktionen weg, die Sponsoren wollten alle pausieren und so weiter.
00:06:11: Das hat uns schon echt in so eine Schockstache versetzt.
00:06:15: beeindruckend ist, dass auch da Joel verhältnismäßig ruhig geblieben ist, wo ich dann schon Bauchschmerzen hatte, gedacht habe, okay, puh, das wird jetzt bestimmt eng.
00:06:23: War er derjenige, der da tief durchgeatmet hat und hat dann sich gesagt, okay, komm, wir finden da schon irgendwie einen Weg.
00:06:28: Das heißt also, auch in so stressigen Situationen erlebe ich ihn eigentlich immer in so einer krass positiven
00:06:35: Stimmung.
00:06:36: Ja, ich erinnere mich auch noch gut an diese Zeit.
00:06:37: Das war ja krass.
00:06:38: Wir standen damals ja eng im Kontakt auch über die Beiratszeitigkeit bei dir.
00:06:41: Und ich dachte ja selber zu der Zeit vielleicht noch ein bisschen zeitlich vorgesetzt.
00:06:45: Wir schreiben bei Rosebikes die größte Geschichte des Jahrhunderts.
00:06:47: Wir haben alles eingeleitet.
00:06:49: Wir machen unseren Siegeszug.
00:06:51: Und dann habe ich von einem Tag auf dem anderen erfahren, dass alle Läden schließen müssen.
00:06:55: Und ich dachte, dass wird der Horror.
00:06:57: Bei uns ging das dann ja gut, weil dann Leute ja alles online gekauft haben.
00:07:00: Aber wenn bei dir... die ganze Werbung wegbricht.
00:07:03: Was hat dich mutig sein lassen?
00:07:04: Also was war das, was kann man von dir lernen?
00:07:06: Was waren die drei Punkte?
00:07:07: Ich glaube, ich hatte ein bisschen Glück, weil als Corona kam, da habe ich schon damit gerechnet, dass jetzt das Geschäft einbricht.
00:07:12: Ich habe gedacht, fuck, wenn so eine Krise kommt, dann frieren die als erstes alle ihre Werbebudgets ein, ist aber nicht passiert.
00:07:17: Weil es gab neben den Verlierern auch Gewinner.
00:07:19: Da sind wir eigentlich ziemlich gut durchgesurft.
00:07:21: Und es wurde erst dann schmerzhaft, als so Multi-Krise aufkam.
00:07:24: Als alle Angst hatten, wir sind im Winter irgendwie im Kalten, als der Ukraine-Krieg losging, als dann so Israel sich langsam ankündigte, als irgendwie die Börse im Problem hatte und Corona noch nachwähn kamen.
00:07:34: Also das war so das Quintet an Sachen.
00:07:37: Als das zusammenkam, da wurde es halt wirklich schmerzhaft.
00:07:39: Da kommst du aus dem New York-Ulop wieder und kriegst erst mal drei Kündigungsreihen rein für so Podcastserien, die wir machen.
00:07:46: Werbung wird schwierig.
00:07:46: das war jetzt nicht so witzig.
00:07:47: Von daher, ich glaube, ich war vorher schon mal emotional angespannt und hab mir überlegt, Fakt, wenn das jetzt passiert, was machst du dann?
00:07:53: Und als es dann soweit kam, hatte ich sozusagen ein bisschen den Vorsprung.
00:07:57: Und ehrlich gesagt, ich bin mit Schulden groß geworden.
00:08:00: Also meine Mutter hat irgendwie Pech beim Haus kauf und ich kenne das, wie man irgendwie, wenn man Vierhunderttausend Mark Schulden hat, wie das Leben dann aussieht.
00:08:07: Das war jetzt nicht cool, ist ja keine Frage.
00:08:10: Aber ich glaube, es macht einen Resilienter, wenn man solche Sachen mal erlebt hat und auch merkt, es geht vorbei.
00:08:14: Und neulich hat ein Unternehmer zu mir gesagt, als ich meinte, ach hier, das ist grad schwieriger gesagt, ja, fühl dich mit dir, aber weißt du, es geht auch immer ein Wellen.
00:08:21: Also es hält nie lange an, es geht auch wieder hoch.
00:08:24: Das heißt auch, wenn es oben ist, geht es auch wieder runter.
00:08:26: Doch zur Wellenbewegung dazu.
00:08:28: Aber das fand ich schon ganz motivierend.
00:08:30: Und dann ist es einfach erfindungsreich sein.
00:08:32: Ich hab so ein bisschen irgendwie, dass ich vermisse, warum irgendwie deutsche und deutsche Unternehmen in letzter Zeit so träge, weil es was Veränderungen angeht geworden sind.
00:08:40: Weil Veränderung ist ja Leben.
00:08:42: Veränderung ist ja immer.
00:08:43: Also wir gehen ja nicht immer in die Kindergarten, sondern irgendwann kommt die Vorschule, dann kommt die Grundschule, dann kommt die Oberschule und so weiter und so fort.
00:08:49: Also alles ist ja eigentlich normal, dass es sich verändert.
00:08:51: Und warum wir das aber gerade im Business manchmal so schwer herkriegen, ist irgendwie ulkig.
00:08:54: Und ich mag Veränderung.
00:08:56: sich dann neue Sachen zu überlegen.
00:08:57: Das heißt, das war, glaube ich, der eine Pfad.
00:09:00: Und dann gibt es ein gutes Buch von Delcane G. Sorge Dich Nicht Lebe.
00:09:03: Da hat der so ein Modus aufgeschrieben, wie man sich keine Sorgen macht.
00:09:06: Weil ich erinnere mich, ich hab mal den Gespräch geführt, da meint ich so, Markus, ich versteh das gar nicht.
00:09:11: Wenn ich die ganzen Unternehmerfrage so, machst du dir oft Sorgen, dann sag ich immer, nee, auf keinen Fall, hab ich nie gemocht, nee, stimmt nicht.
00:09:16: Und da meintest du zu mir, es liegt an der Phase.
00:09:19: Weil du unterviewst die, wenn sie oben sind und wenn sie fertig sind, auf dem Weg nach oben sah der Schlaf bestimmt ganz anders aus.
00:09:25: Na ja, aber auf diese Vorgehen von der Carnegie besteht der im Prinzip aus drei Dingen.
00:09:30: Erstens mal dir aus, was das Schlimmste was passieren kann.
00:09:32: Also einmal komplett durchdeklinieren, was ist so, wenn so richtig die ... Scheiße in dem Ventilator fliegt, was kann passieren?
00:09:38: Schritt zwei, überleg dir, es ist jetzt so passiert.
00:09:40: Du setzt dich emotional in den Zündungsdienst, okay, kacke, ist soweit.
00:09:43: Ich muss jetzt zwanzig Leute entlassen, geht nichts mehr.
00:09:45: Und dann fängst du an dir zu überlegen, was kann ich tun, um das zu verhindern?
00:09:48: Das heißt, du reverse-engineerst es so ein Stück weit.
00:09:51: Und in so eine Richtung habe ich das damals, glaube ich, auch gefahren.
00:09:53: Ich habe mir gedacht, okay, was kann passieren, das und das.
00:09:55: Was machst du dann?
00:09:55: Schritt eins, zwei, drei, vier, fünf.
00:09:57: Und dann geht das.
00:09:58: Da fällt mir ein, dass der richtige Moment ist, deine Frau wieder zu Wort kommen zu lassen mit der Frage.
00:10:04: Wenn du ganz ehrlich bist, gibt es Momente, wo du dachtest, jetzt reicht es mit digitalkompakt.
00:10:09: Das ist eine Frage, die ich ausstellen durfte.
00:10:12: Und jetzt lassen
00:10:13: wir die... Jetzt
00:10:14: bin ich gespannt auf die Antwort.
00:10:15: Tatsächlich, wirklich diese Phase, die ich erwähnt hatte, in dem Ukrainekrieg bzw.
00:10:21: der Energiekrise, als dann plötzlich uns die Aufträge wegprachen, da habe ich dann schon... Panik bei mir gehabt, dass sie mir dachte, wieso soll das jetzt weitergehen mit den Mitarbeitern mit uns?
00:10:32: Wie soll das funktionieren?
00:10:33: Aber auch jetzt haben wir eine sehr anstrengende Zeit gerade vor uns.
00:10:37: Wir haben unsere beiden Mitarbeiter entlassen und sind gerade dabei, digital kompakt neu aufzustellen, neu auszurichten.
00:10:46: Und da kommt bei mir zwar nicht der Gedanke, okay, das war es jetzt, das ist jetzt der Untergang.
00:10:50: Und nach zehn Jahren werden jetzt hier die Türen geschlossen.
00:10:52: Aber es steht schon alles auf Umbruch.
00:10:55: Da haben wir noch eine Frage bei dem Neuevind.
00:10:57: Das schließt mir direkt mit der nächsten Frage.
00:10:58: Aber wir durften ja nicht nur deine Mama fragen.
00:11:00: Wir durften viel erfahren über Donald Duck, Videospiele und dich.
00:11:04: Wir durften deine Frau fragen, wenn ihr die größte Krise hattet.
00:11:07: Aber wir durften ja auch deinen besten Freund fragen.
00:11:10: Nämlich zu der Frage, man zieht durch, man verliert nie den Mut, durfte ich ihn fragen, wann hast du zum ersten Mal gedacht, dass Joel wirklich durchzieht?
00:11:18: Ich glaube, das war gar nicht ein Moment, sondern so ein Gefühl, dass sich nach und nach aufgebaut hat.
00:11:24: Nach dem Exit bei Gründer Szene war bei Joelle plötzlich Raum für was Neues.
00:11:28: Und als er dann mit dem Thema Podcast um die Ecke kam, dachte ich zuerst, okay, interessant, aber schon ein bisschen nischig.
00:11:36: Also ich bin selber großer Podcast-Fan auch seit sehr, sehr früher Zeit.
00:11:41: Trotzdem, als es bei Joelle losging, hatte ich immer noch das Gefühl, das ist noch nicht richtig im Mainstream.
00:11:46: Von daher hat mich das schon ein bisschen überrascht, dass Joel da am Anfang ein echtes Business-Tross machen will.
00:11:51: Dann habe ich gesehen, wie er sich da reingefuchst hat.
00:11:54: Erinnere mich an wochenlange Tests mit unterschiedlichen Mikrofonen, Setup-Umbauen, immer auf der Suche nach dem perfekten Sound.
00:12:02: Und ja, da war mir klar, das ist jetzt kein Experiment mehr, sondern das ist jetzt so der Joel-Modus.
00:12:09: Wenn er was anfängt, dann richtig.
00:12:11: Wenn man jetzt komplett überall durchziehen und du hast ja gesagt, dein Sicherheitsanker war ja, du kannte schon Schulden, mehr als pleite gehen kann man nicht.
00:12:20: Der muss man als Gründer, muss man immer ein kleines Traumata haben.
00:12:24: Ist das trotzdem antrieb, selber mehr bewegen zu wollen, frei sein zu wollen?
00:12:28: Ist eine gute Frage.
00:12:29: Also ich sage mal mal so um zumindest beobachte ich schon häufig, dass du in den oberen Gefilden Leute hast, die irgendwelche Themen mit sich rumtragen.
00:12:37: Und so ein Trauma kann natürlich auch unglaubliche Kraft und Energie freisetzen.
00:12:41: Dann ist immer die Frage, was heißt denn Trauma?
00:12:43: Das muss ja jetzt nicht so was krasses sein wie bei dir.
00:12:45: Man ist im Kinderheim groß geworden oder wie bei mir mit Schulden oder wurde geschlagen oder was weiß ich.
00:12:51: Manchmal ist ja einfach schon, dass man sich vielleicht nicht so gesehen fühlt oder von seinen Eltern nicht so geliebt fühlt.
00:12:56: Zum Beispiel Josef Brunner war bei mir mal in der.
00:12:58: Er hat erzählt, wie er in der Schule gehänselt wurde, weil sein Vater pleite gegangen ist.
00:13:01: Und dann hat er die Energie entwickelt, seinen Namen wieder reinwaschen zu wollen.
00:13:04: Ich glaub, das sind so Make-or-break-Moments, könnte man sagen.
00:13:07: Entweder gehst du gestärkt daraus hervor, bist resilienter, oder du gehst daran kaputt, gibt's ja auch.
00:13:13: Das heißt, Traumata und Krisen bringen Fähigkeiten zum Vorschein, die dich dann natürlich im späteren Leben befähigen.
00:13:19: Du bist dann in der Lage, wenn du heute in der Verhandlung sitzt, genau zu sehen, genau zu lesen, ist der Typ, mit dem ich der verhandle, gerade am Ende der Fahnenstange oder am Anfang.
00:13:27: So, bei mir ist es irgendwie so, ich gucke wahrscheinlich, ich baue sehr viel Sicherheitsmechanismen ein und plane sehr genau und habe trotzdem eine gewisse Entscheidungsfreude.
00:13:35: Marek hat ja zum Beispiel, wir haben ja gar nichts zu gerade gesagt, aber als sie gesagt hat, sie hat überlegt, ob man nicht den Sticker ziehen sollte bei dieser Krise.
00:13:41: Ich habe was echt Ulkiges festgestellt.
00:13:43: Ich habe jetzt gerade den Moment, wo das, was ich mir damals ausgemacht habe, eigentlich eingetreten ist, ich musste Leute entlassen, die beiden Mitarbeitenden, die ich habe neben meiner Frau, wo ich dachte, das ist total schlimm.
00:13:52: Das war auch sicherlich nicht schön.
00:13:54: Und als ich meinen Mitarbeiter entlassen habe, den Martin, da habe ich mich voll unprofessionell gefühlt.
00:13:58: Da kam mir echt die Tränen, wie ich den entlassen habe, was er echt ein bisschen sich gemein anfühlt.
00:14:02: Er kriegt eine schlechte Botschaft und ich bin der, der heult.
00:14:05: Aber im Nachgang, als es durch war, zum einen habe ich festgestellt, die sind beide echt dabei, auf die Füße zu fallen.
00:14:10: Also die Leute sind erfindungsreich, das motiviert ja auch.
00:14:13: Weil ich finde, ganz viele Ängste, die sich Leute ausmachen, sind gar nicht so schlimm, wie man sie denkt.
00:14:17: Entlassen zu werden ist für ganz viele Menschen eine richtig große Horror.
00:14:20: Und ganz ehrlich, für so manchen ist es, glaube ich, eher eine Befreiung.
00:14:23: Bei den beiden weiß ich es jetzt nicht, aber hat mir so gezeigt, man fällt schon irgendwie auf die Füße.
00:14:27: Und dann habe ich festgestellt in den letzten Wochen, ich liebe das gerade, so unter richtig Scheiße, die Kacke ist am Dampfen, das Business muss mal geiler werden, was können wir tun, das alles umzuformen.
00:14:37: Also mit dieser Action, endlich mal in so eine Geschwindigkeit.
00:14:40: reinzukommen und was dabei entsteht, das stimuliert mich sogar so richtig.
00:14:43: Das habe ich manchmal so beobachtet.
00:14:45: Ich hatte eine Kommilitonin, die ist in totaler Idylle groß geworden und ich hatte den Eindruck, die war total instabil.
00:14:50: Also manchmal ist das, was einem am Anfang des Lebens vielleicht total beschwerlich erscheint.
00:14:55: Ich liess mir gerade den ersten bei Harry Potter, da passt es auch zu.
00:14:58: Das ist hinten raus, was dir am Anfang beschwerlich scheint, das, was dich voranbringt.
00:15:01: Bei Harry Potter ist es auch so, der wächst doch bei dieser Asi-Familie auf, die die nur so im Schrank schlafen lassen und er kriegt immer nur das schlechte Essen und der andere Junge hat zwei Zimmer und kriegt die Geschenke.
00:15:11: Und was ist das Ende vom Lied?
00:15:12: Das ist so voll der ehrgeizige Junge, der alles, was er dann nachbekommt, voll zu schätzen weiß und irgendwie so zeigen möchte, dass er auch sein Namen gerecht wird und so weiter.
00:15:20: Ich denke, bevor der wär so als Star groß geworden, wär der voll der Asi geworden wahrscheinlich.
00:15:25: Naja, anyway, ich will jetzt nicht Trauma verherrlichen, aber es hat Vorteile, will ich damit sagen.
00:15:28: Darum
00:15:29: überlege ich ja auch am Wochenende, wenn die Kids kommen, die zu überraschen, dass ich jetzt den Keller verfrachtet habe, dass sie den wirklich den Schmerz
00:15:36: lernen können.
00:15:37: Aber
00:15:38: zu der Frage, zu der Kindheit haben wir deinen Kumpel auch befragt und ich durfte ihn fragen, wie war Joel damals?
00:15:45: Ehrgeizig, verrückt oder einfach nur neugierig?
00:15:47: und wir lassen ihn mal sprechen.
00:15:49: Ich kenne Joel seit der fünften Klasse.
00:15:51: Das ist hier bei uns in Berlin noch Teil der Grundschule.
00:15:54: Ja, wir hatten zwei sehr intensive gemeinsame Jahre, die bis heute das Fundament unserer Freundschaft sind.
00:16:01: Und als Joel damals in die Klasse gekommen ist, der war schon immer ein bisschen anders, aber im besten Sinne.
00:16:08: Also er hat seinen eigenen Kopf gehabt.
00:16:10: Der hat sich nicht so sehr darum geschärt, was die anderen irgendwie gerade als Fokusthema haben, was gerade in ist, sondern er hat einfach gemacht, was ihn interessiert.
00:16:20: Wenn er sich was vorgenommen hat, dann hat er das auch durchgezogen.
00:16:23: Ja, ich würde sagen, er guide sich auf jeden Fall aber auch neugierig und willensstark.
00:16:30: Das wären so... Vokabeln, wie ich ihn auch rückbetrachtend aus der Zeit von damals beschreiben würde.
00:16:35: Und das zieht sich ja bis heute durch.
00:16:37: Also, eine Wille, Dinge zu verstehen, sich mit einfachen Antworten nicht zufrieden zu geben und immer so eine Prise von, ich mach das jetzt einfach.
00:16:47: Das war damals da und das zieht sich bis heute durch und ist genau das, was ihn ausmacht.
00:16:53: Ich schere mich nicht darum, was andere sagen.
00:16:55: Ich mache mein eigenes Ding und ich gucke mal, was Zukunft ist.
00:16:59: Was ist denn die Zukunft?
00:17:00: Ich hatte am Wochenende eine Diskussion.
00:17:03: mit Leuten, die einsachten, sie hören nur nach Podcast in absoluter Tiefe und sie hören sich nur nach Podcast an, wo sie sich neunundachtzig Folgen über einen Thema anhören können und damit acht Stunden beschäftigt sind.
00:17:14: Der andere sagt, ich höre mir nur Podcast an, wo ich in zehn Minuten alle Fakten und die ganze Rest, das hitt mich gar nicht mehr.
00:17:20: Dann sagt der nächste, ich würde mir nur noch YouTube Shorts angucken, Max drei Minuten.
00:17:25: Was ist der nächste große Trend?
00:17:26: Was ist das nächste große Ding im Business Kontext?
00:17:29: Vielleicht noch kurz ein nachtrag zu dem zu jonathan.
00:17:32: gerade also zum ein wollte ich dir eigentlich mal danken.
00:17:34: ich fand das echt schön.
00:17:35: Wann fragt man mal seine freunde seine familie solche statements zu einem abzugeben weil ich war ganz erstaunt wie viele gedanken die oder sich machen und so in perspektive mal zu hören.
00:17:45: es wird sehr selten ausgesprochen sowas.
00:17:46: deswegen ich überleg echt ob ich das nicht mal regelmäßig mache leute so zu fragen.
00:17:50: in seinem fall war es auch gerade ganz lustig.
00:17:53: Was heißt wie anders, aber wie er mich in der Schulzeit wahrgenommen hat.
00:17:56: Was zu der Geschichte gehört ist, ich bin in diese Klasse gekommen, war aus meiner alten Schule gewohnt, dass ich King Louis bin, vom Dschungelbuch, kennst du vielleicht noch, und hab natürlich da voll die große Klappe gehabt.
00:18:05: Das Ende vom Lied war, ich wurde da regelmäßig verdroschen, aber so richtig.
00:18:09: Also, es war wirklich für mich richtig hart, da dauernd verprügelt zu werden und teilweise ganz allein dabei gelassen zu sein.
00:18:16: Weil einer, der war mein erster Freund und es fand sich ja erst so, Und stimmt schon, was er sagt, dass ich da immer so mein Weg gefunden hab.
00:18:24: Aber es war so lustig, weil ich hab's natürlich immer so ein bisschen aus der Sicht des Schmerzes gesehen.
00:18:28: Und er hat's aus der Sicht des Schaffens gesehen.
00:18:29: Das fand ich echt schön.
00:18:30: Um jetzt auf deine Frage zu kommen, ich hab jetzt eine Mitgründerin gefunden, die Maria.
00:18:35: Und die hat mir einen schönen Leitsatz mitgegeben.
00:18:37: Der passt, glaub ich, auf die Frage, die du gestellt hast.
00:18:39: Wir haben jetzt für uns so als Zukunftsthema, dass wir sagen, Content is for free, Implementation is for money.
00:18:45: Das heißt, das Problem ist, dass du heutzutage Content halt sehr ... all verfügbar hast, gerade auch durch KI.
00:18:53: Also ich hab gestern Podcast aufgenommen mit jemandem, der sich nur auf Firmkultur spezialisiert hat.
00:18:57: Der hat eine Spezialberatung, der berät nur zu Kultur und der kann dir genau erklären aus jahrelanger Forschung sozusagen aus der Praxis.
00:19:03: Wie macht man zum Beispiel gute Meetings?
00:19:05: Wie schreibt man E-Mails?
00:19:06: Wie kommuniziert man als Team?
00:19:07: Wie lebt man Wert?
00:19:08: Es ist richtig krass drauf.
00:19:09: Und er hat mir so eine Anleitung gegeben, eine halbe Stunde erklärt, wie man gute Meetings macht.
00:19:13: So.
00:19:13: Da meint der Joelle, wenn du die KI fragst, kriegst du also schon auch.
00:19:17: Da musst du halt so deep-search machen dann.
00:19:19: Aber das geht schon, aber dass jemand Beispiele bringt, die Anwendung erklärt, worauf es ankommt, das ist halt so der Twist.
00:19:26: Und ich glaube, darum geht es.
00:19:26: zum einen, wenn Leute Content konsumieren, ist, glaub ich, zunehmend wichtig, dass er menschlich und gut gemacht ist, weil wir werden so eine Content-Flute an KI jetzt sehen.
00:19:35: Und dann gibt es ja auch, ich kannte das Wort gar nicht, das heißt, glaub ich, Workslop.
00:19:38: Das heißt, wenn du KI benutzt und dann kommt ganz viel Masse raus, also du hast dann auf einmal so ein zehenseitiges PDF, aber es ist so ganz viel Crap.
00:19:45: So, dein Kollege, dem du das dann rüber schickst, der darf dann erst mal den Crab durchforsten und gucken, was davon hat eigentlich Gewicht.
00:19:51: Und ich glaube, das passiert halt auch mit Inhalten.
00:19:53: Das heißt, es wird darauf ankommen, dass man, glaube ich, sehr wertige und gut kuratierte Inhalte macht.
00:19:59: Weil du könntest natürlich noch sagen, Content is for free, special content oder curated content is for little money, und Implementation, ich erklär dir, wie es geht, das ist dann halt for real money.
00:20:09: So, das ist so die Achse, die ich da betrachte.
00:20:12: Ganz ehrlich, ich hab Leute, die sagen mir Podcasts, die länger als dreißig Minuten sind, hör ich mir gar nicht mehr an.
00:20:17: Und genauso gibt's, glaube ich, Leute, die irgendwie alles gesagt sechs Stunden hören und könnten noch länger zuhören.
00:20:22: Also, es ist, glaube ich, auch ein bisschen Taste.
00:20:24: Der Gesamttrend geht aber mehr zu mehr kürzer und ginge aufmerksamkeitsspanne.
00:20:28: Wo mir vor allem Angst und Bange wird, wenn die Generation, die seit sie sechs war, ein Handy hat, wenn die anfangen jetzt sozusagen ins Erwachsenenalter zu kommen, was haben die denn noch vor Aufmerksamkeitsspannen?
00:20:38: Darum ist es ja auch spannend, dass wir auch, ich finde, unsere Gesellschaft, und das ist ja etwas, wo du zu Hause bist und du mit Marketing das gut überbrückt hast.
00:20:45: Aber wie wir eine Gesellschaft erzogen haben, alles wissen, eigentlich, das kostet, passt, so kostet nichts mehr.
00:20:50: Ja, das stimmt.
00:20:51: Weißt du, das Ding ist aber auch, ich ertapp mich dabei.
00:20:54: Mir ist über die letzten Jahre was bewusst geworden.
00:20:56: Ich glaub auch im Austausch mit dir, dass ich immer sehr Geld fixiert bin.
00:20:59: Damit mein ich nicht Geld geil.
00:21:01: Also ich bin im Gegenteil sehr großzügig, sondern dadurch, dass ich halt mit Schulden groß geworden bin und ein Vater hatte, der immer gesagt hat, Junge, mach was ordentliches, hier mach Abitur gut, mach dies gut, mach das gut, damit du einen gut bezahlten Job kriegst.
00:21:13: Weil ich immer daran orientiert, natürlich Sicherheitsgetrieben zu denken und das ist in erster Linie Geld orientiert, nicht weil ich Geld geil finde, sondern weil ich damit Sicherheit schaffe, die mir eine stabile Basis bietet.
00:21:23: Und du triffst aber, wenn du Entscheidungen aus Geld triffst, schlechte Entscheidungen.
00:21:27: Weil du denkst sie nur sozusagen von dem, was krieg ich daraus her und nicht von dem, was löse ich eigentlich für ein Problem oder wie helfe ich jemand Anderem?
00:21:35: Ja, ja, ja.
00:21:35: Und das fragen wir auch deine Mutscher, denn wir haben sie gefragt, was würdest du sagen, was treibt ihn wirklich an?
00:21:42: Ich glaube, dass Schoel die Menschen sehr liebt und dass er mit seinen Interviews und auch mit seinem Wissen ihn vermitteln möchte, wie man was in die Tat umsetzen kann oder ihn einfach wissen vermitteln möchte, was es so für Möglichkeiten gibt, sei es beruflich, sei es eine Leidenschaft oder sei es ein Hobby.
00:22:05: Oder sei es einfach auch die Geschichten von Menschen, die er also wirklich mit einer sehr starken Tiefe ja immer wieder erzählt.
00:22:15: Und dann haben wir sie direkt hinterher gefragt, hättest du damals gedacht, dass er mal sowas wie digital kompakt macht?
00:22:21: Ich hätte eher gedacht, dass Joel Rechtsanwalt wird, weil er konnte schon sehr, sehr früh sprechen und sich auch sehr gut ausdrücken.
00:22:29: Ja, und man sagt ja auch, Menschen, die Menschen lieben und da Menschen lieben werden Anwälte.
00:22:38: Aber
00:22:38: lass mir das mal zur Seite, ob die Anwälte, die Menschen bezogen sind, liebende Menschen sind.
00:22:44: Aber es ist ja eine unglaublich starke Aussage, deren Mama sagt, dass du Menschen liebst und Wissenteilen möchtest, die für Geschichten wirklich interessiert ist.
00:22:53: Und das ist dann ja schon eine logische Konsequenz.
00:22:56: Du bietest ja Menschen auch eine Bühne.
00:22:58: Das muss man ja einfach.
00:22:59: Ich weiß gar nicht, bist du ein Geber oder ein Nehmer?
00:23:02: Ich glaube, ich gebe deutlich mehr als ich nehme, wenn ich ehrlich bin.
00:23:05: Es stimmt, was sie sagt.
00:23:06: Ich liebe die Menschen.
00:23:07: Genauso gibt es aber auch Momente, wo sie mit tierisch offen Geist gehen.
00:23:10: Also ich bin manchmal so ein bisschen fassungslos, wie sich manche Menschen benehmen, wenn ich z.B.
00:23:14: eine Hunde kacke ist so ein Beispiel für mich.
00:23:17: Weißt du, wo du denkst, so aah, wie kannst du denn irgendwie deinen Hund oft grad hier im Viertel, wo ich wohn, hat eine gestern eine Nachricht geschrieben, haben dir genau auf ihren Weg vor ihrem Haus gekackt.
00:23:25: Also nicht auf den Gehweg, sondern sozusagen auf ihrem Grundstück, weißt du?
00:23:29: Und das denk ich so manchmal bestaunig, wie rücksichtslos die Menschen auch gleichzeitig sind.
00:23:33: Und dann merk ich aber auch, weißt du, jeder ist irgendwie an einem anderen Ort und jeder gibt seinen Bestes.
00:23:39: Wenn du jetzt die Liebe gibst und die Hundekacke zurückkiss, ich würde die Hundekacke jetzt einmal übersetzen symbolisch, als dass man manchmal, wenn man so viel gibt, manchmal ein bisschen enttäuscht ist, dass man nicht immer das alles zurückkriegt, würdest du sagen, dass deine Podcast-Gäste in den letzten zehn Jahren eher genommen haben oder dir auch zurückgegeben haben?
00:23:58: Ich weiß, das kann man nicht so poschal beantworten, der eine gibt mehr zurück.
00:24:02: Haben die es gewertgeschätzt, diese Bühne, die du gegeben hast?
00:24:05: oder haben die eher gedacht, Du kannst dankbar sein, dass ich zu dir in den Podcast komme.
00:24:09: Nein, eigentlich ist das der Großteil eher Wertschätzung.
00:24:12: und ganz ehrlich, ich finde, die geben mir massiv viel.
00:24:15: Also sie geben ja mit ihr Wertvollstes, nämlich ihr Wissen und ihre Erfahrung.
00:24:18: Und ich sitze ganz oft da und manchmal sitze ich so heimlich da und denke so, okay, hoffentlich merkt hier keiner, dass ich die ganze Zeit mit Wissen beschenkt werde und auch noch dafür bezahlt.
00:24:27: Das finde ich manchmal fast bergwürdig, dass ich davon noch Geld kriege.
00:24:30: Nee, und deswegen empfinde ich es als ein großes Geschenk.
00:24:32: Ich kriege ganz viel zurück.
00:24:33: Ich glaube auch, weißt du, es ist ganz oft im Leben so.
00:24:36: Wenn du möchtest, dass sich jemand gegenüber öffnet, musst du dich ihm öffnen.
00:24:39: Wie man in den Wald hinein ruft, so schalt es auch wieder heraus.
00:24:42: Vor dem Hintergrund bin ich, glaube ich, sehr reich beschenkt.
00:24:44: und habe so viel tolles Wissen.
00:24:46: Und ich bin auch manchmal fasziniert, was Leute mir auch so schenken an Vertrauen und an Zutrauen.
00:24:52: Auch Monetär Pascal, mein Freund von designbestseller, der hat mich nicht gekannt und hat mir für, ich glaube, zwölftausend Euro Mobillaren mein Büro gestellt.
00:25:02: Und ich habe zwei Jahre lang den Gegenwert gar nicht abgerufen.
00:25:04: Also, der hat einfach so viel Zutrauen in mich gehabt.
00:25:06: Jemand, der mich irgendwie ohne Flachs eine halbe Stunde kannte, hat mir da irgendwie zwölftausend Euro.
00:25:11: und würdest du das machen?
00:25:12: Ja, würdest du sogar, weil du warst derjenige, der mir für Fahrräder sozusagen ins Büro geschickt hat, obwohl er mich irgendwie dreißig Minuten kannte.
00:25:20: Und ich achte auch immer Penibel darauf, dieses Vertrauen zurückzuzahlen.
00:25:23: Die abschließende lustige Geschichte ist ja auch noch, ich war in der Zehnenklasse wirklich mal beim Praktikum, beim Rechtsanwalt.
00:25:29: Weißt du, warum ich's nicht geworden bin?
00:25:30: Weil ich musste immer die Post von dem aufmachen.
00:25:32: Ich hab gesehen, wie viel Scheiße der jeden Tag krieg, was er lesen muss, wenn da mal dieses Stapel an Post kam.
00:25:37: Da hab ich gedacht, oh nee, es wird so anstrengend, jeden Tag hier vierzig Seiten lesen, lass mal gut sein.
00:25:42: Jetzt hast du zehn Jahre und es ist wieder der Anfang von neun.
00:25:46: Und das ist ja auch der Schöne, es endet nie.
00:25:48: Es ist immer wieder der Anfang von neun und du stehst wieder vor einer neuen Situation, dich neu zu erfinden.
00:25:53: Und was erwartet uns die nächsten zehn Jahre von dir?
00:25:56: Also erst glaub ich mir mal bedächtig auf die Schulter nach zehn Jahren.
00:25:59: Fühlt sich gut an.
00:26:00: Ich finde, zur Wahrheit gehört ja auch.
00:26:03: Erst mal ganz herzlichen Dank auch, wie schön du das zusammengefasst hast.
00:26:05: Es ist auch echt schön, so eine eigene Lebensgeschichte mal so aus sehr extern Wartere kapituliert zu sehen.
00:26:09: Stimmt, glaube ich, was du gesagt hast.
00:26:10: Finde ich mich echt so ein Wider.
00:26:11: Und es ist aber auch nie einen One-Man oder One-Woman-Job.
00:26:14: Also in meinem Fall war es ja auch so, dass meine Frau auch halt zehn Jahre lang abends mit mir mit gewälzt hat, die Probleme mich gestützt hat, die Familie teilweise mit versorgt hat, wenn ich mal auf der Arbeit mehr Gas gegeben habe oder mal auf der Arbeit, wenn ich mal in eine Familie reingegangen bin.
00:26:28: Ich glaube, sie würde eher sagen, dass die Familie bei mir ein bisschen zu kurz gekommen ist.
00:26:31: Aber das geht ja auch nur, wenn du solche Menschen hast, die dich stützen.
00:26:35: was man noch erwarten kann.
00:26:36: Also ehrlich gesagt, ich finde jetzt geht es erst richtig los, weil jetzt wartet die Welt.
00:26:40: Ich habe jetzt für mich ein Narrativ gefunden, wo du mich auch immer hingedrängt hast.
00:26:44: Also ich finde es schön, was du manchmal für einen vereinfachenden Blick hast, weil einfachheit ist ja sehr schwer.
00:26:50: Also auch wenn das Wort einfach vielleicht nahe nimmt, das ist leicht zu erzeugen, ist einfach halt sehr schwer herzustellen.
00:26:55: Und du warst ja früh zu mir gekommen, hast gesagt, an wen richtest du dich eigentlich und was für ein Problem löst du?
00:26:59: So, what's the story?
00:27:01: Und ich finde, ich hatte das immer nicht das Narrativ.
00:27:02: Und jetzt habe ich das für mich entwickelt.
00:27:04: Das heißt, zum einen werde ich mehr auf YouTube, auf Video setzen, dass man auch noch mal ganz andere Ebenen mitnimmt, also mehr auf Reichweite gehen, weil es dieses Narrativ das trägt.
00:27:12: Ich werde mir dieses Internationale angucken und ich glaube, ich werde auch noch mehr Unterhaltung reinbringen, sei es irgendwie durch Musik, was ich ja schon gemacht habe oder auch vielleicht bei das eine oder andere Comedy-mäßige.
00:27:21: Also wenn, glaube ich, Unterhaltung auf Wissen trifft, dann wird es dadurch spannend.
00:27:24: Ja, mega.
00:27:25: Und das macht ja auch dich aus, weil du ja sehr früh schon ein Netzwerk gehabt hast aus Schauspielern, Musikern und Business-Benten.
00:27:32: Und ich bedanke mich für wunderbare Minuten mit dir gemeinsam.
00:27:37: Dankeschön, Markus.
00:27:40: Danke fürs Zuhören
00:27:41: beim
00:27:42: Digital-Kompakt-Podcast.
00:27:44: Du merkst, hier ziehst du massig Wissen für dich
00:27:47: und dein
00:27:47: Unternehmen heraus.
00:27:48: Wenn du mit uns noch erfolgreicher werden möchtest, abonniere uns auf den gängigen Podcast-Plattformen und hey, je größer wir werden,
00:27:56: desto
00:27:56: mehr Menschen können wir helfen.
00:27:59: Also, erzähl doch auch deinen Kolleginnen und Kollegen von uns.
00:28:02: Bis zum nächsten Mal.
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