Axel Kruse: 5 Dinge, die ich gerne mit 20 gewusst hätte | Fußball-Legende
Shownotes
Die Karriere endet fast immer, bevor du bereit dafür bist. Diese Erfahrung hat Axel Kruse als Profi gemacht – und sie gilt weit über den Fußball hinaus. Axel Kruse ist eine echte Berliner Fußball-Legende. Zwischen Republikflucht, Mauerfall und großen Erwartungen im Olympiastadion hat er gelernt, was Druck, öffentliche Kritik und plötzliche Abschiede mit einem Menschen machen. Wir sprechen darüber, wie Öffentlichkeit und Fans auf Profis wirken, warum Kritik zerfressen kann und man trotzdem performen muss, wieso jeder Umbruch schmerzt und gleichzeitig neue Räume öffnet, was Zugehörigkeit und Selbstachtung wirklich bedeuten – und warum am Ende alles auf eines hinausläuft: Dranbleiben. Du erfährst... ...warum Axel Kruse trotz Herausforderungen nie aufgibt und wie er Motivation findet. ...wie Axel Kruse den Druck im Profisport meisterte und was er daraus lernte. ...welche wertvollen Lebenslektionen Axel Kruse aus seiner Karriere zieht. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joël Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Axel Kruse, Ex-Profifußballer, Geschäftsführer __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 Übersicht aller Sponsoren __________________________ ||||| PLAYLISTS ||||| Lust auf mehr? Entdecke unsere Playlists mit weiteren spannenden Episoden zum Thema: 🎧 5 Dinge, die ich gerne mit 20 gewusst hätte __________________________ ||||| LEXIKON ||||| Du verstehst nur Bahnhof? Zu viel Fachchinesisch? Unser Lexikon hilft dir dabei, die wichtigsten Fachbegriffe zu verstehen: __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:12:00) Axel Kruses Karriereende: Verletzungen und der Bruch danach (00:28:00) Wie Kruse Druck erlebt: Daum, rote Karte und Medienrummel (00:44:00) Vom Preis des Profisports: Gesundheit, Schmerzmittel und Kabinenkultur (00:58:00) Von Kruses DDR-Flucht, Familie und dem Mauerfall (01:14:00) Kruses Lebenslektionen: Dranbleiben und Kopf von heute/Körper von damals __________________________ ||||| WIR ||||| 🧢 Ich bin übrigens Joël, der Macher dieses Podcasts. Ich bin ein Creator und Medienunternehmer, der für Wachstum und Vielfalt steht. Mein Vorgehen besteht darin, dass ich inspirierende und erfolgreiche Menschen interviewe, um von ihnen zu lernen und Wissensabkürzungen für dich und mich aufzutun. 👉 In meinem Podcast digital kompakt | Next Level geht es um das Thema Wachstum in den Bereichen Business, Lebensgestaltung und Gesundheit 👉 In meinem Newsletter fasse ich dir Jeden Freitag die besten Learnings aus meinen Podcasts zusammen sowie viele weitere Einsichten aus meinen Aktivitäten. 💛 Abonniere „digital kompakt | Next Level“ auf Apple Podcasts, Spotify & Co. Wenn dir die Folge gefallen hat, hinterlasse uns bitte eine Fünf-Sterne-Bewertung! 👥 Wir streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.Transkript anzeigen
00:00:00: Ich glaube, wenn du immer dein Bestes gibst, wenn du immer hart arbeitest oder versuchst hart zu arbeiten, dann wirst du belohnen.
00:00:08: Ich habe immer gesagt, ein Spieler spielt sich dein Leben auf dem Balkon ab.
00:00:12: Jeder darf zugucken.
00:00:14: Ob das privates Leben ist oder das Leben im Stadion, jeder darf deine Arbeit bewerten.
00:00:19: Bin mit einundzwanzig geflohen?
00:00:21: Und
00:00:21: vier Monate später ist die Mauer aufgegangen.
00:00:24: Ich bin natürlich auch stolz, wenn man die Freiheit selber entkämpft hat, so zu sein.
00:00:27: Aber ich habe erst gewusst, wie sich meine Eltern gefühlt haben müssen, nachdem ich selber Vater geworden
00:00:33: bin.
00:00:54: Hi five Leute, hier ist Joel und wie immer habe ich eine spannende Person zu Gast, die mir ihre fünf Dinge verrät, die sie gerne schon mit zwanzig gewusst hätte.
00:01:01: Und heute für mich ein besonderer Moment, weil vielleicht wisst ihr ja, ich bin ja Masochist, ich bin ja härter BSC-Fan, der Fußballverein von Berlin, der einzig der zählt.
00:01:07: Und ein Mann hat mich ja dabei schon sehr begleitet, also er mich, ich ihn nicht.
00:01:11: Und zwar ist das der liebe Axel Kruse.
00:01:13: Der hat ja unter anderem für härter gespielt, also Berufsfußballer, Unternehmer und auch mit einem eigenen Podcast am Start, wenn ihr wie ich Blau Weiß seid oder meinetwegen auch Rotweiß hört mal rein, Hauptstadt Derby, sehr zu empfehlen.
00:01:24: Und ich bin insofern neugierig auf Axel, weil zum einen habe ich, glaube ich, viele Fanmomente heute und zum anderen ist er aber einer, der gerade geblieben ist.
00:01:31: Also der sagt, wie es riecht und schmeckt, hat auch als Unternehmer Erfahrung von, ne, ich glaube, heute buntes Bokeh für mich.
00:01:35: Also, lieber Axel, es ist mir ein Vergnügen, schön, dass du da bist.
00:01:38: Ja, hallo.
00:01:40: Ha!
00:01:40: Ist ein bisschen was dran, aber was ich gesagt habe, ne?
00:01:42: Mit Masochismus geht's ja auch so, mit härter.
00:01:46: Ja, also manchmal, ich hab meinen Sohn sagt immer, ich hab ihm Hertha vermacht und ich hab ihn die Miami Dolphins vermacht im Football.
00:01:54: Und der sagt immer, Mann, was hast du mir da hinterlassen?
00:01:56: Hertha laufend immer nur Ärger und da was ich vor und perform nicht.
00:01:59: Bei den Dolphins ist es genauso.
00:02:01: Ich sag ja, aber ich hätte auch sagen können, kannst Bayern München fernwerden.
00:02:05: Wer hätte sie immer gewonnen, aber das macht doch keinen Spaß.
00:02:07: Immer zu gewinnen ist doof.
00:02:09: Ja, ist so ein Vater Sohn, den finde ich beim Fußball viel nicht.
00:02:11: Ich war in meiner einen Firma, kam ich immer ins Büro.
00:02:14: oder gehst du unsere einen mit?
00:02:16: Ja, ich bin ja jetzt nicht mehr Fan.
00:02:20: Ich sag, wie du bist nicht mehr Fan.
00:02:21: Ja, ich wollte nicht immer für die sein, die verlieren.
00:02:23: Ich wollte mal für die sein, die gewinnen.
00:02:24: Ich bin jetzt Bayern Fan und hast gedacht, alter.
00:02:26: Ja, es gibt ja viele, wenn man überlegt in Berlin.
00:02:30: Ich verstehe das nicht, wie man als Berliner oder wenn man hier wohnt.
00:02:32: Und wenn man von mir jetzt noch aus München kommt, verstehe ich ja vielleicht noch.
00:02:35: Aber sonst, wie kann man dann irgendwie Bayern München-Fan sein?
00:02:39: Und man muss die Kinder von Beginn an auch da ein bisschen quälen, indem man sagt, nee, ja, aber Papa in der Schule sind dann alle am Bayern-Trikot.
00:02:47: Und dann, nee, wir sind hier aus Berlin und härter und Papa hat auch für die gespielt.
00:02:51: Und dann bleibt man härter und dann muss man halt mitleiden.
00:02:55: Und das macht's auch.
00:02:55: auch glaube ich auch ein bisschen mit aus.
00:02:57: Mein erster Spiel war zweite Liga, fünf zu zwei verloren gegen Sankt Pauli, von daher stimmt schon, muss man so ein bisschen mit der Mutter nicht.
00:03:02: Aber okay, ich schweif ab.
00:03:03: Magst du mir mal verraten, wie alt du eigentlich bist, weil von wo aus guck wir dir zurück auf die zwanzig?
00:03:09: Ich bin acht und fünfzig, also ich finde die Frage war schon mal ein Witz, dass du das überhaupt endest.
00:03:13: Das ist mein Problem, das ist mein Problem, dass ich schon acht und fünfzig bin.
00:03:18: Mein Sohn ist jetzt gerade vor einer Woche vier und dreißig geworden, da weiß man erst mal, wie alt man ist.
00:03:22: und Ja, also die Rente, die ist schon im Blick und alleine, wenn ich darüber nachdenke, dann wird man schon schlecht.
00:03:29: Nein,
00:03:30: da haben wir noch ein bisschen Zeit, aber ich weiß, was du meinst.
00:03:32: Abschulzeit, Alter, geht das Leben im Zeitraffer gefühlt.
00:03:35: Gut, also, acht, neun, neun Jahre in der Rückschau, dass wir mal reintauchen.
00:03:37: Was ist denn so?
00:03:38: das erste Ding, wo du sagst, das hätte ich gerne schon mit zwanzig gewusst?
00:03:41: Also, ich hätte gerne gewusst, wann mein Karrieren als Fußballer ansteht.
00:03:47: Weiß ich, kann man so nicht sagen, aber... Ich habe ja schon mit dreißig aufgehört.
00:03:52: Mit dreißig war mein letztes Jahr in der Bundesliga und man ist dann auch ein bisschen geschockt.
00:03:59: Also eigentlich macht man sich ja irgendwie so das Thema, dass man mit fünfunddreißig, sechsunddreißig höre ich dann irgendwann auf und das waren dann noch fünf, sechs Jahre und dann mit einmal Knieverletzung oder viele Verletzungen insgesamt und das dann Schluss war.
00:04:14: Das hat mich dann schon schockiert, weil zum einen schießt du dann, was machst du jetzt?
00:04:19: Aber zum anderen habe ich vielleicht gedacht, naja, dann genießt du vielleicht den einen oder anderen Moment mehr und sagst, ich habe noch ein bisschen Zeit und das könnte ich noch erleben und das könnte ich noch erleben.
00:04:30: Nee, dann glaube ich, fokussiert man sich mehr auf den Moment, weil man weiß, es kann ganz, ganz schnell vorbei sein.
00:04:39: Stimmt, ein bisschen heute ist so.
00:04:40: Man spielt so bis dreißig, dreient dreißig auf hohem Niveau und dann feiert man nun mal ein bisschen in der Saudi-Liga oder in den USA ab und macht nun mal die Tasche ein bisschen vorher, ehrlicherweise, ne?
00:04:48: Ne, mein Vorteil war ja, dass ich dann danach noch fünf Jahre American Football als Kicker gemacht habe.
00:04:53: Die Zeit will ich überhaupt nicht missen.
00:04:57: Wie gesagt, auch eine tolle Zeit war eigentlich sogar besser, als wenn ich vielleicht noch gesagt hätte, oder ich hätte noch spielen können und wäre dann irgendwie in ein Land gegangen, wo das Niveau vielleicht nicht so hoch ist im Fußball, sondern nochmal eine neue Sportart zu machen, war einfach richtig schön.
00:05:11: Trotzdem hätte ich mir gewünscht, noch länger eben Profifußball zu spielen, weil auch in der Rückschau.
00:05:19: Es wird nie wieder so schön sein wie als Profi-Fußballer.
00:05:23: Das ist einfach viel Geld, wenig Arbeit, extrem viel Spaß.
00:05:28: Also muss man sagen, als Profi-Fußballer hat man extrem viel Spaß.
00:05:31: Man kann ihm das, was man von Kindesbeinen an gerne gemacht hat, wo man die Leidenschaft für hatte, das ist mit einmal der Beruf.
00:05:40: Und ich habe immer gesagt, man wieso geben die mir so viel Geld für den Quatsch?
00:05:42: Ich mache ja auch umsonst, weil Fußball spielen ... Das macht man ja nicht, wie gesagt.
00:05:47: Also die Motivation, heute weiß ich das nicht bei manchen, aber die Motivation war nie Geld.
00:05:52: Die Motivation ist, mit seinen Jungs zusammen zu sein, zu trainieren am Wochenende, mit den Jungs zusammen zu gewinnen.
00:06:01: Die Kabine zum Beispiel, das ist das, was extrem gefehlt hat.
00:06:07: Dass man nicht mal mit seinen Jungs zusammen in der Kabine Spaß zu haben.
00:06:12: Und das war dann schon ... Ja, ein Schock.
00:06:16: Ich habe eine Million Fragen und vielleicht tauchen wir da mal ein.
00:06:20: Wie war denn das, als du da aufgehört hast?
00:06:22: Also wenn man die Männer nicht immer so geistig zurückversetzt, Kabine fehlte, man wusste nicht, was man macht.
00:06:27: Was waren so, wie war es vorher, wie war es hinterher?
00:06:31: Also erst mal habe ich ja, bist du am Wochenende zu Hause und zwar immer zu Hause.
00:06:36: Und ich konnte eigentlich gar nicht glauben, dass es wirklich, man hat ja mal den Leute putzen am Samstag vormittag hier Auto.
00:06:44: Dann habe ich aus dem Fenster geguckt und habe glücklich gesehen, die Leute haben Samstag vormittag hier Auto geputzt mit einem Eimer und einem Waschlappen.
00:06:52: Dann habe ich mir auch einen Eimer und einen Waschlappen geholt und bin an meiner Frau vorbeigegangen.
00:06:57: Dann hat die gesagt, was ist mit dir los?
00:06:58: Ich sage, ich gehe jetzt Auto putzen.
00:07:01: Ich habe eine Waschanlage.
00:07:03: Ich will jetzt mal ein Auto putzen.
00:07:05: Das fand ich aber ganz gut.
00:07:07: Das war eigentlich das... Nur nachmittags dann, wenn du dann im Fernsehen siehst, deine Mannschaft, deine Jungs, wie die spielen, dann kommt schon ein bisschen Wehmut.
00:07:16: Dann denkst du, ach man, ich wäre auch gerne noch mit dabei.
00:07:21: Also der Kopf weiß, es geht nicht mehr, bzw.
00:07:27: der Körper weiß, dass es nicht mehr geht.
00:07:30: Und der Kopf sagt aber, man, das wäre doch schön, wenn er vielleicht noch das ein oder andere Jahr dazu oder da daran hängen könntest.
00:07:37: Wird man dann ein bisschen depressiv bei?
00:07:42: Ja, also ich habe dann schon auch eine Weile gebraucht und darüber nachzudenken, wie geht es jetzt weiter, was willst du machen?
00:07:53: Man schaut dann auch eine ganze Menge zurück, ist ja klar.
00:07:58: Ich würde jetzt nicht sagen depressiv, aber ja, man... Man hardert mit dem Leben dann.
00:08:07: Obwohl man von vorne rein weiß, Profifußballer ist endlich, das weiß man.
00:08:12: Zum einen körperlich, aber auch zum anderen die Konkurrenz.
00:08:14: Kommt ja von hinten die Jungen, die kommen jedes Jahr neu da rein, die wollen deinen Platz haben.
00:08:19: Du musst jedes Jahr deinen Platz verteidigen.
00:08:21: Das ist schwer.
00:08:23: Und von daher, depressiv würde ich es jetzt nicht nennen, aber zumindest geht es in die Richtung.
00:08:30: Was war in der Grund, dass du nicht mehr Fußball spielen konntest, aber hier noch Flaumen beim Football treten?
00:08:35: Naja, als Fußballspieler, eigentlich, ich hab immer gesagt, den Job hätte mir einer anbieten müssen, zwanzig Jahre früher oder fünfzehn Jahre früher.
00:08:44: Du kommst ja immer nur aufs Feld, wenn die dicken Jungs nicht weiterkommen, denn schießt dir den Ball zwischen die Stangen, das sind dann so sechs, sieben Mal.
00:08:53: Alle jubeln, machst du mal am meisten Punkte.
00:08:55: Und den Job hätte ich mir schon früher einanbieten müssen.
00:08:58: Habe ich ihm auch Spaß gesagt.
00:09:00: Also das war ja einfach da, die, die Dinger da reinzuschießen.
00:09:05: Aber bei mir war ich, ich hatte Patela Sehneris.
00:09:08: Dann, ich glaube, ein halbes Jahr bevor, bevor ich aufgehörte, hatte ich einen Zusammenprall mit Jens Lehmann, wo ich acht Minuten berufslot auf dem Feld war.
00:09:18: Und ich nenne das immer eine Ganzkörperverletzung.
00:09:21: Es ging psychisch nicht mehr viel.
00:09:25: Aber physisch eben auch nicht.
00:09:26: Und von daher war es dann schon klar, es ist Schluss.
00:09:32: Und bei mir war es auch so ein bisschen, als wenn mir eine die Luft rausgelassen hatte.
00:09:37: Das war, ich kann mich nur erinnern, eines meiner letzten Spiele war zu Hause gegen HSV.
00:09:40: Und im Olympia-Stadion gibt es da Marathon-Tor, da die Uhr.
00:09:44: Und es war so, ich glaube, siebzehn Uhr oder so.
00:09:48: Und ich stand in der Mitte vom Feld und habe dann, habe mich geschehen eigentlich für den Gedanken.
00:09:53: Hab dann gesagt, jetzt musst du dir noch eine Viertelstunde rumstehen.
00:09:56: Eigentlich wollte ich nach Hause.
00:09:58: Vielleicht ist das was von Depressionen, keine Ahnung.
00:10:02: Aber ich hatte, normalerweise war für mich immer, du musst gewinnen.
00:10:08: Und ich will unbedingt gewinnen.
00:10:10: Und ich war immer motiviert, egal ob es im Trainingsspiel war oder in einem Bundesligaspiel sowieso.
00:10:15: Und hat mir eigentlich viel zu viel Druck gemacht.
00:10:18: Und dann mit einem Merkst du, es ist dir egal.
00:10:23: Und der Gedanke ist fies.
00:10:25: Das ist ein fieser Gedanke.
00:10:27: Und da wusste ich, naja, es ist ein guter Zeitpunkt.
00:10:32: Viele haben dann immer, man, kannst du noch auf der Bank sitzen oder kannst du ihm noch woanders hingehen?
00:10:36: Spielst du wieder zweite Liga oder dritte Liga, kannst du noch?
00:10:40: Aber das bin ich nicht und das kann ich auch nicht.
00:10:42: Also alleine der Gedanke auf der Bank, da rumzusitzen und nur das Geld ist wegen da zu sein, das wollte ich nicht.
00:10:50: Und es war wie?
00:10:52: Als wer mehr Luft rausgelassen hat.
00:10:54: Ich sage ja gerade bleiben für ich gut und sagen wir ist es.
00:10:57: ich habe Soldaten im interview und er sagte zu mir wenn der war im flieger Und er sagte, ja, da können wir die jungen Soldaten und sagen, ich fliege mir in den Kopf frei.
00:11:06: Ich muss mir erst mal frei fliegen.
00:11:08: Und er gesagt, Jungs, hört auf mit dem Scheiß.
00:11:10: Wenn ihr hier rausgeht in ein paar Jahren, dann passiert Folgendes.
00:11:12: Ihr kriegt einen großen Abschied, dann sagen die Tschüss, wird in die Trompete blasen und danach war seid er weg.
00:11:17: Und dann interessiert sich aber auch keiner mehr für euch.
00:11:19: Dann müsst ihr etwas haben, wo ihr hinkommt.
00:11:21: Eure Familie ist so wichtig.
00:11:22: Und ich frage mich gerade, wie war das bei dir, wenn du so aus dem Sport weggehst?
00:11:26: Wie hat man dich eigentlich verabschiedet?
00:11:27: Also wie war so dieses ... dem Moment danach?
00:11:30: Naja, man ist es genau so, wie der gesagt hat.
00:11:33: Das ist es genau so.
00:11:34: Tschüss, haben wir ein Wimple in die Hand gedrückt und dann war es das.
00:11:39: Und dann ist übrigens so zu Fußballerzeiten.
00:11:43: Hast du ganz viel, die was von dir wollen, die um dich rumstehen, du bist wichtig.
00:11:49: Und dann, wenn du aufhörst, drehst dich um und dann merkst du erstmal, wie lichtet hinter dir ist.
00:11:55: Also wie wenig Leute noch da sind, die dann weitergezogenen, keiner will mehr was von.
00:12:01: Viele merken, okay, der ist jetzt nicht mehr der Kapitän von Hertha und die ziehen dann weiter.
00:12:08: Und das ist dann schon, das ist dann schon, ich würde dich sagen, schock, weil mir war das irgendwie klar, nur es ist unangenehm dann.
00:12:18: Also es ist eben schnell vorbei und es ist eben auch ganz schnell, wo du nichts mehr bist, sag ich mal.
00:12:25: Wo du dir Gedanken machen musst, wie geht es denn jetzt weiter?
00:12:29: So ein bisschen wie wenn du die Schulterklappen abgerissen bekommst und hast keinen Rang mehr, ne?
00:12:33: Ja, genau.
00:12:36: Du hörst mit dreißig auf, also zwei Drittel deines Lebens stehen dir noch bevor.
00:12:41: Und du weißt noch nicht genau, was du jetzt machen willst.
00:12:44: Und das war natürlich... Ich glaube, ich habe Monate lang bei mir auf der Terrasse gesessen und habe überlegt, wie willst du jetzt weitermachen?
00:12:54: Und habe dann überlegt, was ist auch das Richtige?
00:12:59: Also ich hatte ja eigentlich einen Anschlussvertrag bei Hertha als Managementbereich, irgendwie, der da lernen kann.
00:13:06: Ich habe aber gewusst, das ist schwierig, ist ganz, ganz schwierig.
00:13:10: Ich ordne mich ungern unter und bin dann irgendwann zu der Erkenntnisse gekommen, du musst alleine irgendwas machen, weil... Ja, ich bin dann zu Hönes gegangen, wir kommen, vergiss den Vertrag, lass uns den Vertrag auflösen und haben die dann noch gemacht.
00:13:25: Die haben sich ja gefreut, weil so ein, wir haben sie immer gesagt, so ein Quertreiber wie Kruse, den braucht man ja nicht, aber man braucht ja ganz viele Kopfnicker.
00:13:33: Die immer ja sagen, dann haben sie sich gefreut, aber für mich war das dann auch eine Befragung.
00:13:37: Ist das schwerere Weg?
00:13:39: Ja, aber ich wusste, das wird schwierig, wenn du da irgendwie Geschäfts hast und ich kann auch nicht politisch entscheiden.
00:13:49: Ich bei mir geht's immer um richtig und falsch.
00:13:52: Und nicht politisch, nur weil mein Chef das toll findet, sagt, ja Chef, du hast recht.
00:13:56: Das kann ich einfach nicht.
00:13:58: Und ich glaube, dass da manche auch krank werden.
00:14:04: Ja, ich glaube ich nämlich auch, weil meine Mutter hat immer gesagt, die Leute saufen nicht umsonst.
00:14:09: Jeder hat einen Grund dafür.
00:14:10: Und das eine saufen oder Drogen nehmen irgendwie, weil es geht eben oft in der Wirtschaft.
00:14:17: Oder auch im Verhältnis dann Chef angestellt, da geht es ihm nicht um richtig und falsch, um die Sache, sondern es geht eben darum, wie komme ich am besten oder wie stelle ich meinen Chef am besten zufrieden.
00:14:34: Würdest du denn eigentlich sagen, dass Fußballer guter sind, so ein Verein hinterher auch wirtschaftlich oder strategisch zu führen?
00:14:41: Weil ich meine, man hat da ja auch versucht.
00:14:43: Also ich meine Dieter Hönes, den du gerade erwähnt hast, ist ja auch ehemaliger Fußballer.
00:14:46: Michael Pritz, Andreas Neunendorf gibt ja so ein paar, die da aktiv waren.
00:14:51: Merkst du, dass das was ist, was er aufgeht oder ist das eigentlich zu wendig?
00:14:55: Naja, es kommt immer darauf an.
00:14:56: Also es gibt ja eine Voraussetzung, dass du ehemaliger Spieler gewesen sein musst, gibt es jetzt nicht.
00:15:04: Also ich finde du musst auch mehr haben als nur ehemaliger Spieler zu sein.
00:15:12: Aber es hilft natürlich, weil du, wenn du jahrelang Profi warst, hilft es natürlich erstmal das Spiel zu verstehen und wie so ein Fußballverein tickt.
00:15:22: Aber ich glaube, du musst dann schon über Weiterbildung, also direkt nach Spieler Karriereende.
00:15:28: direkt dann ein Verein zu führen, halte ich völlig daneben.
00:15:33: Und es kommt immer noch mal, was für ein Aufgabenbereich hast du?
00:15:37: Wenn man dann sagt, okay, Sport und Medien, was befähre ich dich jetzt, die Medien zu durchschauen direkt nach deinem Karriereende?
00:15:48: Also von da.
00:15:49: Ich glaube, du musst dich da reinfinden, du musst da rein gearbeitet werden und dann kann das funktionieren.
00:15:55: Aber einfach zu sagen, bloß weil ich mal Spieler warst, ist übrigens genau das gleiche mit einem Trainer.
00:16:01: Also bloß weil du Spieler warst, bist noch lange kein guter Trainer.
00:16:04: Also Christoph Daum zum Beispiel war mein Trainer in Stuttgart.
00:16:08: Ich glaube, der hat.
00:16:09: Vierte Liga gespielt oder irgendwie sowas und war ein toller Trainer, der wusste, wie funktioniert das Spiel.
00:16:16: Es ist keine Grundvoraussetzung, einen Verein zu führen, dass du mal Spieler warst und schon gar nicht als Trainer, dass du hochgespielt haben musst, um ein guter Trainer zu sein.
00:16:27: Was würdest du sagen, was war so die Magie von dem Christoph Daum?
00:16:29: Was hat dich da am meisten begeistert?
00:16:31: Christoph Daum war schon ... Zu der Zeit, ich hatte den ja von, äh, ein Jahr, dreiundneunzig bin ich nach Stuttgart gegangen.
00:16:40: Und der war, was man heute sagt, einer der ersten Laptop-Trainer.
00:16:44: Der hat ganz viel Detail versessen.
00:16:47: Weil zu meiner Zeit waren oft Trainer so.
00:16:49: Die haben dann gesagt, beim Training, ja Ball in die Mitte geschmissen und legt mal los.
00:16:54: Die waren dann übrigens auch alles.
00:16:55: Die waren dann Fitness-Trainer, die waren Psychologe, die waren Taktiktrainer, die waren alles.
00:17:01: Christoph Daum hat schon versucht, einen neuen oder anderen Ansatz reinzubringen, ob das über Fitnesstrainer ging.
00:17:09: Nur alleine, mein Beispiel, sein Co-Trainer war Koch, hieß der, und den hat er mal losgeschickt nach Freiburg, der hat den Platz vermessen.
00:17:19: Na ja, das war ein wichtiger Punkt, weil wir haben am Wochenende in Freiburg gespielt und wir kamen dann Dienstag zum Training und dann war der Platz da abgekreitet und dann haben wir alle gelacht.
00:17:30: Und dann hat er gesagt, warum lacht ihr denn jetzt alle hier?
00:17:32: Und er hat den Platz hier abgekreuert, welcher Idiot.
00:17:35: Und er dann, ja, wir haben den abkreuzen lassen.
00:17:37: Ja, der ist viel zu breit.
00:17:40: Und dann hat er gesagt, nee, der ist nicht so breit.
00:17:42: Genauso breit ist der Platz in Freiburg.
00:17:44: Weil im Freiburg war der im alten Stadion wirklich extrem breiter Platz, den die da abgekreuert hatten.
00:17:51: Und so haben wir dann natürlich die ganze Woche schon trainiert, um das in den Kopf reinzukriegen.
00:17:56: Wenn ich mich recht erinner, haben wir trotzdem verloren, aber er war einer der mit vielen Details gearbeitet hat.
00:18:03: Er war als Motivator sensationell.
00:18:06: Also muss man einfach mal sagen, der hat Ansprachen gehalten.
00:18:08: Es gibt ja immer dieses, ich weiß nicht ob das kennst, Sommermärchen, wo Jürgen Klinsmann da die Ansprache hält.
00:18:15: Naja, wenn er eine Ansprache von Christoph Daum gehört hätte, das war eine Ansprache.
00:18:18: Jürgen Klinsmann, das war eine Kinderansprache, da hätten wir uns tot drüber gelacht.
00:18:21: Aber das Daum hat wirklich, er hat dich angeguckt mit seinen stahlblauen Augen und hat dann losgegeben.
00:18:27: Für mich war das übrigens ein bisschen zu viel.
00:18:29: Weil er hat, weil er noch mein, mein, mein erstes Heimspiel mit Stuttgart war zu Hause gegen Kaiserslautern.
00:18:38: Und zur Halbzeit stand es, war Pokalspiel, stand es Null zwei.
00:18:43: Christoph Daum kam in die Kabine und hat dann so ein paar taktische Anweisungen gegeben.
00:18:48: Ja, das müsst ihr so machen.
00:18:49: Und kurz bevor wir rausgegangen sind, kam er zu mir.
00:18:52: Er hat mir angeguckt und hat gesagt, Kruse, hast du immer so ein großes Maul?
00:18:57: Spielst du hier wieder die letzte Penner?
00:18:59: Das soll das gewesen sein hier.
00:19:00: Macht gar nichts.
00:19:02: Ganz viel Schaum bei mir im Gesicht.
00:19:04: Und wirklich im Mund ganz viel Schaum, weil er hatte genau den wunden Punkt getroffen.
00:19:07: Und dann, er zeigt mal endlich, dass er was kann.
00:19:10: Also hat mich richtig motiviert, aber wie gesagt, hat mich angeguckt wie ein Irrer.
00:19:13: Dann bin ich raus und wirklich hatte ich schon einen Schaum vor den Mund beim Rausgehen.
00:19:17: So, erste Aktion.
00:19:19: Langer Ball, Jolly Sverison köft mit dem Ball zurück.
00:19:21: Bumm, ich mache ein Tor.
00:19:22: Zwei, eins.
00:19:24: Noch mehr Schaum.
00:19:25: Und dann war es irgendwie Mitte, fünftigste oder fünftigste Minute.
00:19:29: Flanke von rechts, mein Gegenspieler, ich weiß übrigens bis heute nicht, und das ist vor einem Dreißigjahr herfasst, oder dreißigjahr her, ich weiß bis heute nicht, ob das Hand war.
00:19:37: Jedenfalls hat das ganze Staat in den Hand gebrüllt, weil mein Gegenspieler ging so mit dem Oberkörper zum Ball.
00:19:42: Mich umgedreht, der Schierig stand hinter mir und hat gezeigt, weiterspielen.
00:19:49: Bin ich dem hinterher gelaufen, wie ein Irrer?
00:19:51: Hab ihn am Arm festgehalten, hab ihn angebrüllt.
00:19:53: Was feifst du für eine Scheiße, du Penner?
00:19:56: Also völlig durchgeknallt.
00:19:58: Und dann wollte er sich irgendwie losreißen, jeweils Körper an Körper, dann ist er hingefallen und lag auf dem Boden.
00:20:04: Und dann wusste ich, oh Mist, das ist eine ganz blöde Situation.
00:20:10: Und dann hat er seine roten Karten wieder eingesammelt oder die rote Karten hat mir die rote Karte gezeigt.
00:20:15: Und... Ja, das war dann für mich das erste Heimspiel.
00:20:21: War klar, die Zeitung war voll, Kruse der Irre und alles.
00:20:26: Habe ich zehn Wochen Sperre draufgekriegt und dreizehn Spiele.
00:20:32: Also für mich war eben diese Motivationsrede von Daumen, es war einfach zu viel.
00:20:41: Ich war von Natur aus motiviert.
00:20:42: Also er hätte jetzt nicht mich noch weiter hoch pushen dürfen.
00:20:46: Also ich will jetzt übrigens eben nicht die Schutt geben, aber das war natürlich einfach ein Fehler.
00:20:50: Und da kommen wir, glaube ich, dann irgendwann zu meinem dritten Punkt, den hau ich jetzt einfach mal rein, lerne, wie man mit Druck umgeht.
00:20:57: Also für mich war ja der Druck, mein erstes Spiel zu zeigen, dass ich was drauf habe, dass sie mich zurecht verpflichtet haben.
00:21:09: Und dann eben kommt einer wie Daumen, der mich nur noch hochpust.
00:21:16: Und das ist dann halt, wie man mit Druck nicht umgehen sollte.
00:21:19: Und ich habe natürlich mein Ventil gesucht beim Schiri, der Schiri ist schuld.
00:21:24: Das weiß ich aber erst heute.
00:21:26: Ich bin ja vom Typ her, bin ich eigentlich ein ruhiger Zeitgenosse.
00:21:32: Aber beim Fußball war es ist wirklich alles geplatzt, denn manchmal und das ist ja am Ende nur... Ja, eine Reaktion gewesen auf den Druck, den man sich selber macht, aber der Druck, der auch von von Trainern kommt, von von Zuschauern kommt und alles.
00:21:48: und das habe ich damals so nicht gesehen.
00:21:52: Na gut, zu dem Punkt für dich gleich noch, wie du schlingelst.
00:21:54: Vorher will ich ja gerne mal wissen, wer denn reagiert.
00:21:56: Was hat ein Daumen gesagt, als du in die Kabine bist und dann... Das
00:21:58: Daumen war überragend.
00:21:59: Das war ein Freitagabendspiel.
00:22:02: Ich war dann ziemlich, hab dann in der Kabine die Flaschen durch die Gegend geschmissen und hab die Kabine fast zerlegt.
00:22:09: und Ich bin dann auch, wir haben nicht mehr gesprochen an dem Freitag.
00:22:14: Und dann war am Wochenende ein Riesentheater.
00:22:18: Ich meine, das war die Zeitung.
00:22:19: Boulevard-Zeitung haben sich gefreut.
00:22:21: Alles klar.
00:22:22: Schlachtzeile der Irre und Bildzeitung.
00:22:24: Erste Seite und schlimm.
00:22:26: Und zum Glück war mein Sohn da gerade mal zwei Jahre alt.
00:22:30: Der konnte das alles gar nicht dann mitkriegen oder hat das nicht so mitgekriegt.
00:22:36: Und am Montag kam ich zum Training.
00:22:38: Ich wollte wirklich aufhören.
00:22:39: Ich wollte aufhören mit Fußball, ich habe zu Christoph Dorn, weil ich mochte den, der wollte mich unbedingt haben und der hat sich auch eingesetzt dafür unbedingt, dass die mich verpflichten.
00:22:50: Und es war natürlich für ihn auch eine blöde Situation.
00:22:51: Und dann bin ich zu ihm Montag morgens reingegangen.
00:22:53: abgesagt, Trainer.
00:22:55: Vergiss es einfach, zerreiß meinen Vertrag, ich höre auf, ich habe keinen Lust mehr, weil mit dem Ganzen, was da auf mich medial eingestürzt war, war das was unangenehm.
00:23:06: Da hat er mich angeguckt und hat gesagt, bist du bescheuert?
00:23:09: Was ist mit dir los?
00:23:10: Der hat sich doch selber hingeschmissen.
00:23:12: Das war nichts.
00:23:14: Ich glaube, er hat sogar gesagt, es wäre eine Schwalbe gewesen von dem.
00:23:17: Und er kassierte jetzt eine fette Sperre dafür.
00:23:20: Alle sowas.
00:23:20: In der Zeit trainierste hart und danach kommste besser wieder zurück.
00:23:25: Also ohne den hätte ich wahrscheinlich wirklich aufgehört.
00:23:28: Er hat gesagt, kannst du meinen Vertrag zerreißen?
00:23:29: Und das war, das fand ich auch menschlich.
00:23:32: Einfach überragend, weil da hat man natürlich auch gesehen, in so einer Situation, wer denn alle so aus seinen Löchern gekrochen kommt und dann auch sich ein Urteil bildet.
00:23:43: Und der war halt gesagt, das erstens war es nichts und zweitens, wie gesagt, kassiert die Strafe und danach kommt sie gestärkt aus dieser Situation wieder zurück.
00:23:52: Und davor habe ich immer den Hut gezogen, es war einfach großartig.
00:23:57: Und das zeigt eben, dass er ein guter Mensch war.
00:24:01: Ich hasse das ja auch, wenn Leute, die am Boden liegen, dass man da noch oft rampelt.
00:24:05: Und das hat er nicht gemacht und deswegen war er ein cooler Trainer.
00:24:11: Zimmer, du hast erzählt, dass du dich gefraht hast, warum sie sich eigentlich bezahlen.
00:24:15: Das macht dir so ein Spaßwürze für den Sonnenmachen so ungefähr.
00:24:17: Ich habe das bei meinem Beruf auch.
00:24:19: Und ich frage mich bei Fußball aber, weil ich war auch so ein Zubasa-Ozora-Kind.
00:24:23: Weißt du, den Ball immer am Fuß, den Ball lieben, so der Ball deinen Freund.
00:24:27: Hat man diesen Spaß trotzdem noch, wenn man Fußball beruflich macht?
00:24:30: Also ist es dann auch noch ein Vergnügen oder ist es dann irgendwann Pflicht und macht nicht mehr so ein Bock?
00:24:35: Naja, das ist nicht immer ein Vergnügen, aber meistens.
00:24:41: Es ist schon schön, wenn du rauskommst im Olympiastadion, da sind siebzigtausend Leute oder du spielst in Dortmund, da sind dann sechzig oder siebzigtausend, ich glaube zu meiner Zeit passen da nur sechzigtausend rein oder so.
00:24:57: Die Atmosphäre, es ist beides, es ist zum einen Druck und ich glaube auch Angst zu versagen.
00:25:07: Aber zum anderen, man dafür hast du ja trainiert wie ein Irrer.
00:25:11: Du wolltest ja da immerhin.
00:25:15: Manchmal redet man sich dann auch ein, das glaube ich auch ein Fehler, dass die nur wegen dir gekommen sind in Stadion.
00:25:20: Das ist der Traum von ganz vielen Fußballern und du selber schaffst es.
00:25:28: Irgendwann mit einem alter, gewissen Alter merkst du dann, es ist auch ein Geschäft.
00:25:34: Oder ziemlich schnell merkst du dann, es ist ein Geschäft.
00:25:37: Aber trotzdem, du kannst das machen, was du wirklich immer wolltest und kriegst dafür noch Geld.
00:25:47: Also ich hab übrigens schon auch im Osten, im Osten haben sie uns immer erzählt, bei Hansa Rostock.
00:25:53: Gibt kein Profi-Fußball-Gautz.
00:25:55: Und ich weiß noch, da war ich achtzehn.
00:25:59: Ich habe so meine ersten Spiele gemacht und dann hat Jury Schlünster, der war Kapitän damals, gesagt, warst du schon beim Chef oben?
00:26:08: Und dann habe ich gesagt, wie beim Chef oben, was soll ich?
00:26:11: Da habe ich nichts gemacht.
00:26:12: Ja, nee, aber wo ist doch Dienstag?
00:26:14: Was willst du von mir?
00:26:15: Muss ich jetzt immer Dienstag zum Chef oder?
00:26:17: Dann hat er gesagt, ich muss morgen kommen mit.
00:26:18: Dann sind wir hochgegangen und dann stand die ganze Mannschaft im Flur.
00:26:22: Und einer nach dem anderen ist immer zum Chefreinigang.
00:26:25: Und alle kamen lachend grinsend raus.
00:26:28: Und ich als Jüngster, klar, die Jüngsten ganz zum Schluss.
00:26:32: Da bin ich irgendwie auch irgendwann rein.
00:26:33: Und dann hat der Chef Robert Pischgester, der war so wie eine Art Präsident von dem Verein, hat dann gesagt, ja, und bei uns Leistung lohnt sich ja und muss sich auch lohnen.
00:26:43: Und das ist auch wichtig und alles.
00:26:45: und legt mir vierhundert Mark auf den Tisch.
00:26:49: Da muss man zum Vergleich mal sagen, also meine Mutter hat, glaube ich, irgendwie sechshundert verdient und mein Vater sieben Monate im Monat und legt mir vierhundert Mark auf den Tisch und sagt, ja, das ist die Siegprämie für das letzte Wochenende.
00:27:01: Aber das ist nur ein Anfang, weil eigentlich ich, eigentlich gab es tausend Mark, aber weil ich junger Spieler war und das muss ich mir erst verdienen, dass ich auch die volle Prämie kriege.
00:27:10: Und ich meine, ich war damals Lehrling, habe achtzig Mark Lehrlingsgeld gekriegt oder so, und der legt mir vierhundert Mark auf den Tisch.
00:27:16: So viel zur Verlogenheit der Kommunisten, dass hier alles schön gibt, kein Profifußball, aber das war natürlich noch, also ich meine, ich habe mich gefreut, in der Mannschaft zu sein, dass ich in der Mannschaft bin, wie geil.
00:27:29: Und dann gibt es auch noch Geld für, also mit bestes kommt ja gar nicht passieren.
00:27:32: Geiles
00:27:32: Bild.
00:27:34: Und sag mal, jetzt bin ich natürlich, habe mich verführen lassen, abzuschweifen.
00:27:37: Dein Punkt war ja eigentlich, du hättest gerne gewusst, wann dein Karriereende ist.
00:27:40: Was wäre denn anders gewesen, wenn du gewusst hättest, an dem und dem Datum ist Schluss?
00:27:44: Ja gut, aber die Diskussion, die wir jetzt führen, ist ja alles hypothetisch.
00:27:50: Also, wenn ich es gewusst hätte, wie gesagt, ich hätte vielleicht, ja, in jedem Training noch mehr reingehauen, vielleicht ist noch mehr Genossen auch.
00:28:02: Es mag, dass das genießen, Ich hätte vielleicht jedes Spiel noch mehr genossen, als wie ich es vielleicht gemacht habe.
00:28:12: Ich weiß es nicht.
00:28:12: Auf jeden Fall wäre es irgendwie schön gewesen, weil es, wie gesagt, weil es irgendein Schock war, dass es dann vorbei war.
00:28:24: Aber
00:28:25: war das eigentlich so... Arztbesuch, nächste Woche Schicht, oder war das so halbis Jahr Vorlauf?
00:28:30: Halbis Jahr Vorlauf.
00:28:31: Es ging immer, wie gesagt, da zusammenprallen mit Lehmann, dann Partellaseine gerissen und du kommst ja nicht mehr ran, dann war irgendwann, ich hab zum Beispiel versucht, Ich habe unseren Arzt gefragt, weil mein... Du musst ja wieder auftrainieren in die Muskulatur.
00:28:50: Mit dem Knie ging das schwierig oder war schwer.
00:28:54: Und dann habe ich den gefragt, na ja, ob er mir nicht ein bisschen an der Bolika gehen kann.
00:28:58: Weil da, das ist ja eigentlich dafür da, um das Bein aufzutrainieren.
00:29:02: Da ich dachte, ja, auf gar keinen Fall, macht das auf gar keinen Fall.
00:29:04: Und das lohnt sich einfach nicht.
00:29:06: Also der Venni auf die Idee, kommen wir sowas zu geben.
00:29:10: Ich oft in so einer Doping-Diskussion sage ich das immer so schnell als Spieler oder als Sportler, bist du schnell mal dabei zu sagen, ich will doch noch weitermachen, ich will doch besser werden und dann brauchst du halt einen vernünftigen Arzt, der sagt, nein, mach das nicht.
00:29:25: Also daran sieht man auch die Verzweiflung, die man dann auch selber hat, weil das Schönste, was ich vorhin gesagt habe, das Schönste, was du haben kannst als Fußballer ist, Profisportler, Du verdienst damit dein Geld und du kannst dein Hobby zum Beruf machen.
00:29:44: Und damit einmal ist es vorbei.
00:29:48: Wie gehen denn Menschen, die dich dann auch beruflich dafür nutzen in diesem Sport, mit deiner Gesundheit um?
00:29:54: Weil mir ist damals so in Erinnerung geblieben, als dieser Clash mit Pep Guardiola und Bayern München war, mit Markus Müller-Wohlfahrt, der ja immer gesagt hat, hier der Guardiola wollte man, dass die fit gespritzt werden, mit Cortison-Spritzen hat die Leute nach Spanien geschickt und der Müller-Wohlfahrt war eher so einer, der konnte ja Hand auflegen und dir sagen, welche Fasze bei dir sozusagen krummel liegt.
00:30:13: Er hat gesagt, mach ich nicht.
00:30:14: Und das hat mich schon zum Nachdenken gebracht, weil ich wäre jetzt nicht so ein Fan davon, wenn ich irgendwie kaputte, das Beinabdachten der Cortisonsputze reinzukriegen.
00:30:21: Aber da verstehst du ja, du bist ja dann ein Rädchen im Getriebe, was funktionieren muss.
00:30:25: So.
00:30:26: Wie heißt es nur, du bist in deiner Karriere erlebt.
00:30:27: Wie geht man mit der Gesundheit von Spielern um?
00:30:30: Na ja, man darf ja eben nicht vergessen.
00:30:33: Profisport, es gibt viel Geld und du musst den Preis dafür auch bezahlen.
00:30:38: Ich kann ja nicht sagen, ich kann nicht wie ein normaler Angestellter, kann ich nicht sagen, ich bin jetzt heute mal krankgeschrieben, weil ich einen Pickel auf dem Po habe.
00:30:47: Also verstehst du was ich meine, das ist natürlich, ist ein ganz schmaler Grad, ja, aber natürlich spielst du auch mit schmerzstillenden Spritzen, du spielst auch manchmal mit Medikamenten.
00:30:58: Es war auch damals ein bisschen zu viel, dass man dann vielleicht mal die ein oder andere Ibuprofen zu viel genommen hat.
00:31:04: Und es war damals völlig normal.
00:31:06: Aber wenn du nur spielst, wenn du keine Schmerzen hast, dann wirst du wenig spielen.
00:31:13: Also von daher musst du eben durch.
00:31:15: Wenn du Samstag, Mittwoch, Samstag mit Eintracht Frankfurt haben wir international gespielt, dann nimmst du halt mal die ein oder andere... Schmerzverblette, beziehungsweise auch der Arzt, also ich hatte mal einen Stuttgarter, hatte ich einen leisten Bruch und hab ich natürlich wochenlang mit Spritzen gespielt.
00:31:34: Ich wollte gar nicht trainieren, sondern dann hast du am Wochenende, hast du deine Spritzen gekriegt und dann hast du den Spiel gemacht, aber ich finde, also für mich, für meinen Denken war das immer, das gehört mit dazu, weil... Ja, du kannst nicht sagen, also hört mal zu, ich will hier exorbitant viel Geld haben dafür, beziehungsweise kriegt dafür, ich muss ihnen auch was zurückgeben und dass das die Gesundheit, dass das nicht gesund ist, wollen wir so sagen.
00:32:04: Das glaube ich auch irgendwo normal, oder?
00:32:07: Also würde ich jetzt mal so bei uns, wie gesagt, lagen ganz viel.
00:32:12: Für uns war das normal, wenn man Asperin aufgelöst in Wasser, mal vorm Spiel, um Um weniger Schmerzen zu haben, das waren normale Dinge.
00:32:24: Jetzt kann man das bewerten, das geht nicht, aber ich finde...
00:32:30: Ja.
00:32:31: Ich fühle es mit dem Preis ganz nachvollziehbar.
00:32:33: Was warst du eigentlich für eine an der Kabine?
00:32:34: Was warst du denn für eine
00:32:35: Typ?
00:32:37: Wie meinst du?
00:32:38: Das war so deine Rolle.
00:32:39: Wie hast du dich da verhalten?
00:32:45: Meine Rolle in der Kabine.
00:32:46: Ich hätte
00:32:49: jetzt nicht gedacht, du warst so die Korraschnauze da.
00:32:51: Hast du immer einen Spruch gehabt, hast die Leute motiviert und ein bisschen so die Jungen unter die Flügel genommen, väterlich?
00:32:56: Ja, später nachher.
00:32:57: Also ich habe, man hat das ja, man hat das ja gelernt.
00:33:00: Also wenn bei Hansa Rostock zum Beispiel eine ganz andere Zeit, nicht so wie, nicht so wie heute, heute kann ja ein achtzehnjähriger schon seinen Mord aufreißen und kann den achtundzwanzigjährigen auch öffentlich kritisieren.
00:33:14: Und das war... Zu meiner Zeit, wo ich achtzehn war, war es unmöglich, bin da rein gekommen.
00:33:18: Ich wusste gar nicht am Anfang, sage ich jetzt Sie zu denen.
00:33:21: Also das waren ja meine Ideole.
00:33:23: Also Hansa Rostock, Rainer Jaros war zehn Jahre älter als ich.
00:33:26: Das war der Crack da vorne im Sturm.
00:33:29: Dann immer umschrieben, wenn ich den angesprochen habe, weil eigentlich wollte ich zu dem Sie sagen oder hätte ich so.
00:33:35: und dann hat man sich da untergeordnet und du bist halt wie ein Lehrling.
00:33:42: Du bist halt ein Lehrling, du musst gucken, was machen die Alten und die Alten haben das Sagen.
00:33:46: Das ist einfach so.
00:33:47: Und dann musst du dich step by step nach oben arbeiten.
00:33:51: Also nun mal als Beispiel, als achtzehnjähriger, bei Hansa gab es zwei Kabine, in der Mitte war die Dusche und hinten die Pfeffis.
00:33:57: Hinten waren die achtzehn, neunzehnjährigen, die nicht wirklich dazugehörten.
00:34:02: So und nach einem Jahr kam Jury Schlünz nach hinten, ich hatte so ein Stuhl da mit einem Haken irgendwie und hat gesagt, kannst du nach vorne kommen.
00:34:11: Das war dann so ein Dritter Schlag.
00:34:15: Der hat jetzt hier ein Jahr mitgemacht, hat sich nach vorne gearbeitet, hat Leistung gebracht und deswegen kann er sich jetzt hier vorne umziehen.
00:34:25: Ich bin trotzdem hinten geblieben, weil es schöner war.
00:34:28: Aber nur vom Ganzen, wie das so abgelaufen
00:34:35: ist.
00:34:36: An deiner Prime, wie man heute neulich sagt, also wo du so auf der Spitze der Karriere warst, was warst du deiner für
00:34:40: ein Karriere-Typ?
00:34:42: Ich habe am Anfang auch mal Christian Fährmann heute Start und DJ bei Hertha, der sagte immer, ich habe mich ein halbes Jahr mit ihm nicht unterhalten.
00:34:48: Ich wusste nicht mal, wie der heißt, ja und genauso ist es.
00:34:52: Ich musste mit dem Respekt verdienen bei meinen Mitspielern bei Hansa Rostock, bei den Alten.
00:35:00: Und so war das dann später auch.
00:35:03: Warum soll ich mich mit dem unterhalten?
00:35:05: Weil der zeigt erstmal, dass du hier ein Profi bist, dass du dazu gehst.
00:35:07: Viele denken doch heute, die haben einmal mit trainiert und die gehören jetzt dazu.
00:35:12: Nein, du gehörst erst dann dazu, wenn du dir den Respekt der anderen Leute erarbeitest, dann gehörst du vielleicht dazu.
00:35:18: Vielleicht war es ein bisschen zu grob, weil hätte ich vielleicht ein Vierteljahr mit ihm nicht sprechen dürfen, mag ja sein.
00:35:24: Aber warum?
00:35:28: Es wird ganz viel immer von Respekt gesprochen.
00:35:32: Ja, Respekt ist auch erst mal Leistung zu zeigen, bevor ich was haben will.
00:35:36: Und deswegen war ich da der Typ... Dass ich erst mal guckt habe, der reißt sich den Arsch auf, der versucht und... Früher war übrigens ganz viel Prämie, also Spielprämie.
00:35:48: Heute haben die achtzig Prozent ihres Gehaltes auf sicher.
00:35:51: Bei uns waren fünfzig Prozent Gehalt und der Rest musstest du dir durch Siegprämie, Einsatzprämie verdienen.
00:35:57: Das heißt also, wenn einer nicht funktioniert hat im Spiel und du hast den Spiel verloren, dann war die Prämie weg.
00:36:03: Aber wenn einer ein Tor gemacht hat, gut gespielt hat, dann hat er die Prämie mit verdient.
00:36:08: Und dann hat er mein Respekt.
00:36:10: Vorher, wie gesagt, nur, dass du da bist, kriegst du meinen Respekt nicht.
00:36:15: Ja, ich habe gerade einen Innenerwürger gesehen von Oli Hönes, der hier meinte, bei Leonard Kahl, der spielt super, aber einen achtzehnjährigen nach drei guten Spielen mit Lionel Nessy zu vergleichen ist, um ein bisschen komischer Gedanke unserer Zeit.
00:36:26: Ja,
00:36:27: wenn man manchmal sieht, wie junge Spieler mit welcher Ansprüche die auch schon stellen.
00:36:36: Ich finde ja, es gibt nichts Gerechteres als Profifußball.
00:36:40: Weil du musst dich durchkämpfen, nur Leistung zählt.
00:36:45: Und deswegen zeig was.
00:36:48: Also dann gibt ja ganz viele dir dann sagen, aber der Trainer mag mich nicht.
00:36:51: Ja genau.
00:36:52: Es mag ja mal sein, dass ein Trainer dich nicht mag.
00:36:54: Aber wenn überall wurde, dann bist alle Trainer mögen dich angeblich nicht?
00:36:58: Ne und du bist der Trainer.
00:36:59: Wer ein Vollidiot, wenn er jemanden nicht spielen lässt, der ihm den Sieg bringt oder der ihm einen besseren Team-Erfolg garantiert, wer er denn, wer er doch ein Idiot.
00:37:10: Also, worauf ich hinauswöre, bevor du die Klappe aufreißt, zeig erst mal was.
00:37:16: Und das war immer mein Punkt auch in der Kabine.
00:37:20: Und ja, ich habe ein gutes Beispiel.
00:37:24: Michel Denze, den kenne ich noch aus Stuttgart.
00:37:27: Der hat ja bei Hertha gespielt, später nachher Sam Pauli.
00:37:32: Und Denze war, kam nach Stuttgart, hat dir eine große Klappe gehabt.
00:37:36: Und dann hat er im Training ganz ordentlich gespielt, aber immer ein großes Maul gehabt.
00:37:41: Und dann hat er einmal gespielt.
00:37:43: und wie wir alle, wenn du das erste Mal vor so vielen Zuschauern spielst, das kann extrem leben.
00:37:50: Das kann extrem leben und du warst bei ihm.
00:37:51: Der hat jedenfalls zum Gegner gespielt.
00:37:54: Ich habe zu Jürgen Röber gesagt, du nimm den raus, vergiss es einfach nach zwanzig Minuten.
00:37:57: Das ging einfach nicht.
00:37:59: Dann wurde er ausgewechselt.
00:38:01: Und dann war er natürlich so klein mit Hut.
00:38:06: Dann bin ich zu ihm hingegangen und habe gesagt, Junge, es ist kein Problem.
00:38:09: Es ist uns allen passiert.
00:38:10: Aber hat nicht immer so ein großes Maul?
00:38:12: Tue nicht immer so, als wenn hier so... Erstmal musst du was zeigen.
00:38:17: bevor du eine große Klappe haben kannst.
00:38:18: Aber mach dir keine Sorgen, ich wollte ihm ja auch helfen.
00:38:21: Mach dir keine Sorgen.
00:38:22: Ist uns allen passiert, dass man, das ist dann so, ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll, du stehst auf dem Feld und bist gelehmt, kannst deine Leistung gar nicht abliefern, weil so viel Druck von außen kommt, die Zuschauer, so viel Eindrücke, dass du deine Leistung einfach nicht abrufen kannst.
00:38:38: Du bist auch zu aufgeregt dann und alles.
00:38:40: Du bist dann so, weiß nicht, wie man das nennt, wie gelehmt.
00:38:46: Und das ist aber völlig normal.
00:38:47: Das kann jedem passieren.
00:38:49: Nur der hat das dann gerafft und hat dann gesagt, ich sage, du, Acker weiter, dann bist du beim nächsten Mal wieder drin oder vielleicht brauchst du drei, vier Spiele, wo du wieder drin bist.
00:38:57: Aber versuch das zu verarbeiten und das Beste daraus zu ziehen.
00:39:06: Und dann ist das kein Problem.
00:39:08: Und das meine ich ja damit.
00:39:09: Und nicht vorher schon.
00:39:11: Man ist ein Crack und man kann ganz ganz viel.
00:39:15: hat ganz viel auch zu erwarten von seinen Mitspieler.
00:39:18: Nee, das ist im normalen Betrieb doch auch so.
00:39:21: Wenn du irgendwo hinkommst und bist Lehrling, naja, dann solltest du vielleicht erstmal ein bisschen ruhiger sein und nicht den alten Leuten sagen, wie das Leben funktioniert.
00:39:32: Fair, fair.
00:39:33: Aber komm, ist ein guter Punkt.
00:39:34: Du hast ja den dritten Punkt, wir waren jetzt zu dem zweiten mit dem Druck.
00:39:38: Also, wie hast du glaube ich gesagt, lerne, wie man mit Druck umgeht.
00:39:42: Also das Learning, was ich rausgezogen habe.
00:39:44: Triffst du das?
00:39:46: Ja, absolut.
00:39:47: Also mit Druck, wie ich das vorhin gesagt habe, bei mir war es ja immer so, dass ich auch die eine oder andere rote Karte kassiert habe, manchmal auch im Training, die die Nerven verloren habe, weil ich glaube, dass ich mir selber den Druck zu sehr gemacht habe und natürlich der Druck von außen auch einfach zu groß wurde.
00:40:12: Und das ist im Profisport.
00:40:17: Es ist ganz ganz wichtig, den Druck in die richtige Bahn zu lenken.
00:40:24: Ich habe mich immer gefragt, zum Beispiel Michael Jordan.
00:40:27: Michael Jordan war ja diese technischen Sachen natürlich überragend, aber vom Kopf her, ich kann mich noch erinnern, ich weiß gar nicht, welches Jahr das war, wo der im Spiel sechs irgendwie acht Sekunden voll Schluss den Ball hat, läuft ganz locker Richtung Korb.
00:40:46: Und acht Sekunden vor Schluss wirft er den Korb, hat den Arm noch oben und so siehst richtig, mit welcher Freude, mit welcher Sicherheit, der das Ding da reingeschmettert hat.
00:40:59: Und ich habe dann irgendwann gelesen, dass er gesagt hat, warum soll ich mir Gedanken machen darüber, wie ich den verwerfe.
00:41:06: Die Gedanken hatte der gar nicht.
00:41:08: dass er den Ball verwerfen konnte, weil normal hast du einen Eisenarm.
00:41:11: Oder wie beim Tennis, wenn du den Matchball hast, hast du auch einen Eisenarm, sagt man immer so schön.
00:41:15: Oder beim Fußball versteckst du dich vielleicht das ein oder andere Mal oder kriegst du einen Eisenbein, wo du mit einmal keine Kraft mehr im Bein hast und so.
00:41:23: Und wenn ich das schon gewusst hätte, wie man das ausblendet.
00:41:33: Und da ist eben ganz, ganz viel Arbeit auch mit Psychologen.
00:41:39: mit Fachleuten.
00:41:39: Das war ihm zu meiner Zeit, war das eben nicht so, dass man da mit Experten der Arbeit hatte, heute gibt es Teampsychologen und alles.
00:41:51: Das hätte ich gerne gewusst, warum ich in bestimmten Situationen so reagiert habe, wie ich reagiert habe.
00:41:59: Wie würdest du es heute machen?
00:42:01: Also was war dann so dein Weg, Druck zu kanalisieren?
00:42:06: Ich hatte gar keinen so richtig.
00:42:07: Es ist ja immer so selbst... Man hat das ja auch gar nichts so wirklich zugegeben.
00:42:16: Also wie sehr öffentlicher Druck auf einem Lasten merkt man erst, wenn man aufhört.
00:42:26: So, weil wenn mich einer als Spieler gefragt hätte, ja, hast du jetzt hier Druck und findest du das, hast du auch manchmal Angst, das gibst du gar nicht zu.
00:42:36: Nein, das ist alles, ich habe alles im Griff und kein Problem.
00:42:39: Und erst, wenn du aufhörst, Merkst du eigentlich, was von dir abfällt?
00:42:46: Darfst du auch nicht vergessen, dass, ich habe immer gesagt, ein Spieler spielt sich dein Leben auf dem Balkon ab.
00:42:53: Jeder darf zugucken, ob das privates Leben ist oder eben das steht das Leben im Stadion.
00:42:58: Jeder darf deine Arbeit bewerten.
00:43:01: Stell mal vor, du an deinem Schreibtisch oder sitzen jedes mal achtzigtausend Leute, die deine Arbeit bewerten.
00:43:06: Jedes Mal.
00:43:07: Und zwar von Woche zu Woche.
00:43:10: Beim Training gucken die Leute zu, übrigens ist auch Druck.
00:43:13: Wenn beim Training, ja heute haben die dürfen ja nur noch zweimal zugucken beim Training.
00:43:17: Früher war jeden Tag, konnten die zum Training kommen und da willst du und selbst wenn du hundert Leute sind, willst du auch gut performen.
00:43:26: So, das ist Saundruck.
00:43:28: Und nachher beim Spiel auch.
00:43:30: Und wenn du aber aufhörst, merkst du, welche Last auch zum Teil von dir abfällt.
00:43:35: Ab letzten mit Fabian Lustenberger darüber gesprochen, der hier bei Hertha gespielt hat, der junger Kerl, mit dem ich wirklich gut befreundet bin.
00:43:42: Und darüber haben wir auch gesprochen.
00:43:43: Er sagt, ja, genau so ist es, wie du sagst.
00:43:44: Genau so.
00:43:46: Also, es ist auch eine Befreiung irgendwie.
00:43:48: Obwohl es das ist, was du dein ganzes Leben immer machen wolltest, ist es am Ende auch eine Befreiung, dass nicht jeder deine Arbeit beurteilen kann.
00:44:00: Wie fühlt sich das denn an?
00:44:01: Also, wie hat es sich für dich angefühlt, wenn du da am Sonntag saßst, hast du die BZ am Sonntag in der Hand und liest über dich eine Spalte, dass du der letzte Penner in dem Spiel warst?
00:44:10: Oder auch das Gegenteil, dass du der Kracher warst?
00:44:13: Wie geht es denn an damit?
00:44:14: Anfang hab ich den Misty glaubt.
00:44:15: Am Anfang glaubst du jede Schlagzeile.
00:44:18: Also, ich weiß noch, mein allererstes Heimspiel für Hertha, da war in der Hundert neunzehnt neunzig, ging Hannover zu Hause.
00:44:23: Und wir haben wirklich einen grotten Kick.
00:44:25: Grottenspiel und haben einst so gewonnen, ich habe in der nachtzigsten Minute ein Elfmeter reingerhauen.
00:44:31: So, dann sieht man auch, wie man durchgeknallt ist.
00:44:35: Ich weiß noch, der Elfmeter war keiner wahr.
00:44:38: Und ich habe mir den Ball genommen und dann kam unser Kapitän, der Kreiser, und hat gesagt, du, eigentlich schieß ich dir den Elfmeter.
00:44:43: Da habe ich gesagt, ja, jetzt nicht mehr.
00:44:46: So, und hab den Ball, hab mir den hingelegt und wollte den rechts unten reinschießen.
00:44:50: Der ist rechts oben unter die Latte gegangen und dann hinter die Linie, also war ganz knapp drin.
00:44:55: natürlich gejubelt, innerlich, ach du Scheiße, wenn du jetzt den auf Meter verballert hättest, was für ein Scheiß.
00:45:01: und na jemfalls nächsten Tag Schlachtzeile, gruselertet härter.
00:45:07: Die Schlachtzeile denkst du, wie geil, das lesen alle, alle Leute auf der ganzen Welt ungefähr lesen das.
00:45:15: Umgekehrt, weiß gar nicht, wann das war, jedenfalls haben wir das öfteren verloren.
00:45:21: und dann schlage ich die Zeitung auf, da waren dann so Bratwürste Und an der Spitze der Bratwurst war mein Kopf, also von uns allen.
00:45:28: Der Kopf, also herrter die Bratwürste.
00:45:30: Das ist natürlich dann genau das ganze Gegenteil, was sich dann runterzieht.
00:45:37: Und irgendwann merkst du dann, das ist alles nur wie Theater, es ist alles nur Show.
00:45:43: Und irgendwann merkst du dann übrigens auch nichts ist älter als die Schlachtzeile von gestern.
00:45:49: Das merkst du dann auch.
00:45:51: Aber erst mal nimmst du das alles auf für dich.
00:45:54: Das Schlimme ist ja, dass deine Eltern, deine Freunde, deine Familie insgesamt, die lesen das auch.
00:46:02: Und was das mit denen dann auch macht.
00:46:04: Und das ist unangenehm.
00:46:07: Also du musst den Leuten dann irgendwann auch erklären kommen.
00:46:09: Vergesst es einfach diesen ganzen Quatsch da, diese ganzen Schwachmatten, die das diese Schreiben, die machen sich nämlich gar keine Gedanken darüber.
00:46:16: Weil Kritik ist ja das eine.
00:46:19: Aber das hat ja mit Kritik nichts mehr zu tun, wenn du da ne Bratwurst bist oder irgendwie so.
00:46:23: Gab's sowieso einen Moment, der dir in Erinnerung geblieben ist, wo du gesagt hast oder so gemerkt hast, jetzt setzt sich hier emotional den Stein auf, da perlt alles nur von mir ab.
00:46:31: Ich hab so ne Leckmich am Arschstimmung, was diese öffentliche Kritik angeht.
00:46:33: Gab's das?
00:46:37: Nee.
00:46:38: Also so richtig abgeperlt.
00:46:40: Du redest dir das ein.
00:46:42: Du redest hier ein.
00:46:43: Na ja, das war mir alle mal ein Buckel runterrutschen.
00:46:46: Aber innerlich zerfrisst dich das.
00:46:49: Gerade das positive, das beflügelt dich ja.
00:46:54: Aber das Negative, dass das zerfristig.
00:46:58: Übrigens, nur mal ein Beispiel, wie es auf deine Leistung sich auswirkt.
00:47:05: Wir haben mal gespielt mit Eintracht Frankfurt gegen HSV zu Hause.
00:47:09: War ich wie Vierter gegen Fünfter und war ein enge Spiel, weil wir, oder sollte ein Echgespiel werden, weil wir mit Frankfurt, wir wollten unbedingt in den internationalen Wettbewerb, das war damals Pflicht mit der Mannschaft.
00:47:20: Und nach sechzig Minuten standen sechs Null für den RSV.
00:47:24: Zu Hause.
00:47:25: Wir haben zu Hause gespielt.
00:47:28: Und glaubt mir eins, die Zuschauer waren dann schon so, die haben ja nicht mehr gefüpft, sondern die haben gelacht jedes Mal.
00:47:34: Das war dann so ein bisschen ...
00:47:37: Kein Humor.
00:47:38: Ja, genau.
00:47:39: Und du kriegst nichts mehr zustande.
00:47:41: Die tut auch mit einmal alles weh.
00:47:43: Der tut der Oberschreckel weh, die tut der Rücken weh, die tut alles weh, wenn es nicht läuft.
00:47:48: Andersrum, wenn es ... Wenn es gut läuft, du hast schon Tor geschossen, führst zwei Null und hörst die Leute, die dich hoch pushen, die deinen Namen brüllen.
00:48:01: Du hast keine Schmerzen?
00:48:03: Es ist einfach ein Traum und du könntest noch stundenlang weiterspielen.
00:48:11: Also beim Null sechs, hab ich gedacht, nach sechzig Minuten, damals konnte man nur zweimal auswechseln und ich wollte, komm jetzt lass dich final auswechseln, dann musst du den Mist nicht mehr ertragen.
00:48:20: Dann guck ich zur Seitenlinie, dann steht der dicke Jeboah da und hat sich an Oberschenkel gefasst, weil der hatte den gleichen geraden Weg, wurde als zweiter dann ausgewechselt und dann war vorbei.
00:48:27: Da musst du dir noch eine halbe Stunde weiterspielen und du triffst nix.
00:48:31: Und wie gesagt, ihr tut alles weh, aber andersrum ist es ihn, wenn die Leute dir zujubeln und alles, dann denkst du, hoffentlich ist das Spiel nicht gleich vorbei, denn du willst weiter spielen.
00:48:40: Wir haben mal mit Frankfurt zu Hause gespielt gegen Schalke.
00:48:43: Haben wir fünf Null gewonnen, ich habe zwei Tore geschossen.
00:48:46: Oh, ich habe so ein bewähntes Spiel immer auf die Uhr geguckt, hoffentlich ist das nicht zu Ende gleich.
00:48:49: Also ich wollte, also da willst du nicht, dass es vorbei ist.
00:48:53: Und das sind dann die Spiele, die du auch nicht vergisst dann.
00:48:57: Wusstest du, hast du mit Anthony Gebauer und Okocha an so gespielt damals?
00:49:00: Ja, Okocha kam später nachher.
00:49:01: Ja, ich habe am Anfang mit Uli Stein, Jeboa, Charlie Körbel noch ein Jahr mit Charlie Körbel noch gespielt.
00:49:09: Dann war auch eine tolle Mannschaft.
00:49:10: Also das war Andi Möller, der mit dabei war, Ralph Falkenmeier, Ralph Weber, Edgar Schmidt, wo er die Schmidt, der später nach Karlsruhe gegangen ist.
00:49:20: Na gut, ich sehe schon, ich lade dich noch zum Schlüssel ein und dann machen wir mal ein bisschen hier schmelgen.
00:49:25: Also wirklich, das war eine tolle Mannschaft.
00:49:28: Aber eben diese Das ändert sich meistens aber auch nicht.
00:49:33: Egal, wie alt du bist, es ist immer, wenn es super läuft, dieses euphorische, es ist auch wie eine Sucht dann.
00:49:43: Das andere brauchst du natürlich nicht, wenn sie dich auspfeifen.
00:49:46: Und ich glaube eben nicht, müsste man erfahren, ob es Spieler gibt, die dieses negative total ausblenden können.
00:49:56: Das würde mich mal interessieren, die das gar nicht tangiert, ob die jetzt pfeifen.
00:50:04: Es geht immer um das Persönliche.
00:50:05: Also wenn im Auswärtsspiel die Leute dich auspfeifen, ist das ja eher was, was, was Tolles.
00:50:12: Aber wenn du persönlich angegriffen würdest und persönlich ausgefiffen würdest und weiß ich, ob das einen, ob es da Leute gibt, die sagen, das mir egal, weiß ich nicht.
00:50:24: Ja, ich wollte dich das grad fragen, weil es gibt ja manchmal so ... the trend is the friend.
00:50:29: Ja, also wenn es sozusagen gut läuft, dann macht sich jeder Schritt von alleine.
00:50:33: Aber man hat ja ganz oft, gerade so Abschieckskampf ist ja so ein Ding, wie die immer die Feuerwehrmänner holen, sagt man dann immer.
00:50:37: Also es brennt anscheinend.
00:50:39: Wie kriegt man so was ausgeblendet?
00:50:41: Also wie kriege ich Druck, der negativ ist?
00:50:43: Gibt ja Positiven.
00:50:45: Hast du einen Pfad für dich gefunden, wie du so was ausblenden kannst, dass da alle buhen und du schon drei Spiele ineinander verloren hast?
00:50:52: Also eigentlich, wenn du ein bisschen älter bist, dann versuchst du einfach, keine Zeitung zu lesen.
00:50:58: Das Ganze völlig von dir fernzuhalten und sich nur noch um die Sache zu kümmern.
00:51:06: Dass du dich nur um das technische zu kümmern.
00:51:10: Wie lauf ich vorne an?
00:51:13: Wie verarbeit ich den Ball?
00:51:14: Also einfach zu versuchen, den äußerlichen Einfluss wegzulassen.
00:51:20: Das Problem, was du hast, das kriegst du nicht leicht hin.
00:51:23: Die Zeitung nicht zu lesen, Fernseh nicht zu gucken.
00:51:25: Das kriegst du leicht hin.
00:51:27: Auch mit den eigenen Verwandten nicht zu sprechen, weil die sprechen dich auch drauf an.
00:51:32: Das kriegst du alles hin.
00:51:35: Und dann bereitest du dich übrigens vor, unter der Woche, da sind dann auch wenige Zuschauer, manchmal hat man dann unter Ausschuss der Öffentlichkeit gemacht, damit du den Einfluss auch nicht hast.
00:51:44: Denn weißt du rein vom Kopf her, was du am Wochenende machen musst, um dieses Spiel zu gewinnen.
00:51:50: Und so gehst du auch ins Spiel.
00:51:52: Das Problem ist, wenn die ersten Sachen nicht klappen, die du dir vorgenommen hast.
00:51:58: Wenn dann mit einmal von außen die eigenen Leute, also wo dann, ich habe das immer so gesagt, also ich kann mich nur ändern, Stuttgart hat vor Jahren ja auch mal gegen Abstieg gespielt.
00:52:12: und wo dann da die eigenen Fans dann mit irgendwelchen komischen Gesten die eigenen Spieler in jeder gemacht haben oder Schalke, da haben die so Georfeigen gekriegt.
00:52:22: Dass die abgestiegen ist, ist doch völlig klar.
00:52:24: Weil natürlich, das hast du natürlich im Kopf drin.
00:52:27: Und du willst nicht der A-Schein.
00:52:29: Du willst nicht der A-Schein.
00:52:31: Und du willst ja auch nicht von den eigenen Fans, ich meine, die wurden Georfeig da zum Teil.
00:52:39: Aber ja, da war das auch, dass sie die
00:52:40: Trikots ausziehen.
00:52:41: Ja, die Trikots ausziehen.
00:52:42: Und das ist ja nicht förderlich.
00:52:45: Und am Ende ... Die Spieler verstecken sich dann.
00:52:49: Die Spieler verstecken sich dann, weil sie wollen einfach keinen Fehler machen.
00:52:54: Sie wollen dann keinen Fehler machen, ist doch klar, weil das willst du nicht erleben.
00:52:59: Und das ist ein Riesen.
00:52:59: und die Gedanken machen sich manche, glaube ich, gar nicht, die dann so eine Aktion da... Weil eigentlich wollen alle das Gleiche.
00:53:07: Eigentlich wollen alle, dass du nicht absteigst.
00:53:10: Aber mit so einer Aktion verunsicherst du deine Mannschaft noch mehr und noch mehr.
00:53:14: Es ist ja auch immer so, wenn jemand sagt, Die Spieler wollen nicht.
00:53:20: Das ist immer so ein Punkt.
00:53:21: Warum sollen die nicht wollen?
00:53:23: Das ist meistens Blödsinn.
00:53:26: Eigentlich willst du immer, nur manchmal kannst du halt nicht.
00:53:28: Weil dein Kopf nicht funktioniert, weil dein Körper nicht funktioniert oder beides zusammen nicht.
00:53:34: Wenn man so eine Rolle ist, was macht denn eigentlich den meisten Druck?
00:53:36: Ist es irgendwie die Zuschauer und die Fans?
00:53:39: Ist das die Presse?
00:53:41: Ist das Thema Gelderwartung vom Verein?
00:53:43: Ist es der Trainer?
00:53:44: Sind es die Mitspieler?
00:53:45: Ist es vielleicht die Frau auf der Tribüne?
00:53:46: Was würdest du sagen, wo was bewegt?
00:53:50: Es ist von allem ein bisschen.
00:53:52: Aber am Ende ist jeder möchte doch gemocht werden.
00:53:56: Jeder Mensch möchte gemocht werden.
00:53:59: Und das, was ich gerade gesagt habe, du willst nicht der Haar sein.
00:54:04: So, stellen wir mal vor.
00:54:07: nur einen Gedanken, du musst null-null spielen und bist derjenige der am Ende ein Eigentor schießt.
00:54:19: Wer will das?
00:54:21: Immer mit dem Hintergedanken, da hinten schämen auf welche, die der dann muss das Trikot ausziehen oder was weiß ich auch immer.
00:54:28: Übrigens, dann kommt auch dazu, dass deine eigenen Leute, die wollen auch von dir eine gute Leistung oder andersrum, du möchtest Eine gute Leistung bringen, dass deine Leute auf dich stolz sind.
00:54:42: Und das macht natürlich Druck.
00:54:45: Und ich wollte immer, dass mein Vater stolz ist auf mich.
00:54:49: Wie jeder Junge möchte, dass sein Vater stolz ist.
00:54:53: Und mein Vater, der ist ja nur wirklich jetzt einer, der quatscht nicht viel.
00:54:57: Wie sagt man immer nicht getadelt, ist genug gelobt, so ist mein Vater drauf.
00:55:02: Aber trotzdem, ja... Willst du, willst du einen Lob von deinem Vater?
00:55:10: Mein tolles Spiel gemacht, super Junge und alles so was.
00:55:13: Und das macht alles Druck.
00:55:14: Oder, Herr Vater, obwohl die das vielleicht gar nicht so wollen, aber du willst alle glücklich machen.
00:55:23: Hast du es bekommen von dem Vater?
00:55:26: Ja, manchmal.
00:55:29: Aber er war ja so, ja, nicht Gitarre ist genug gelobt, also von daher...
00:55:36: Na gut, also wir hatten Punkt eins.
00:55:38: Hätte ich gern gewusst, meine Karrieren war.
00:55:40: Punkt zwei, hätte ich gerne gewusst, wie man mit Druck umgeht.
00:55:43: Was ist dein drittes Ding?
00:55:45: Mein dritter Punkt ist ja mein zweiter.
00:55:48: Genau.
00:55:49: Hätte ich gewusst, dass zwei Jahre später die Morph geht, hätte ich mir viel ersparen können.
00:55:56: Ja, mit zwanzig war für mich schon klar, ich will aus der DDR fliehen oder ich will hier nicht weitermachen und bin mit einundzwanzig geflohen.
00:56:06: Und vier Monate später ist die Mauer aufgegangen.
00:56:10: Jetzt sage ich zum einen natürlich dieses, also im Nachgang, dieses ganze Ding.
00:56:16: Ich bin natürlich auch stolz, dass man die Freiheit selber erkämpft hat sozusagen.
00:56:20: Aber viele Sachen waren natürlich, also nun mal alleine, ich habe erst wirklich gewusst, wie sich meine Eltern fühlen, gefühlt haben müssen, nachdem ich selber Vater geworden bin.
00:56:37: Also ich war einundzwanzig, bin in Westen abgehauen, hab eigentlich gedacht, den meine Eltern sehe ich dreißig Jahre nicht wieder.
00:56:43: Und wenn ich mir überlege, wo ich jetzt selber Vater wurde, das wäre mir passiert mit meinem Sohn.
00:56:53: Wie gesagt, da hab ich erst gemerkt, wie schlimm das für meine Eltern gewesen sein muss, ohne dass ich jetzt sage, ich bereue das oder so überhaupt nicht, null.
00:57:02: Weil auch meine Eltern haben immer Verständnis dafür gehabt, nur es ist trotzdem hart.
00:57:08: Gerade von meiner Mutter, ich bin Mama-Kind.
00:57:11: Und gerade von meiner Mutter war das sehr, sehr hart.
00:57:15: Mit einmal der Junge nicht mehr da.
00:57:19: Es wusste vier Monate vom Mauerfall, wusste keiner, dass die Mauer mal fällt.
00:57:22: Das war klar, siehst du, drei Jahre nicht wieder.
00:57:24: Und das muss sehr, sehr hart gewesen sein.
00:57:27: Hat sie mal so besprochen in einen?
00:57:29: Ja, ja.
00:57:30: Also für meine Mutter war das, wie gesagt, ganz, ganz schlimm.
00:57:33: Und ich hab hier in Westberlin im Hotel gewohnt am Anfang, hab da jeden Tag meine Mutter auf Arbeit angerufen und um sie auch zu beruhigen, dass mir gut geht, dass sie meine Stimme hört und alle.
00:57:44: Und meine Eltern waren überhaupt nicht böse auf mich.
00:57:48: Ganz im Gegenteil, die konnten das total nachvollziehen, dass ich diesen Schritt gemacht habe.
00:57:54: Die wussten ja auch, was ich für ein Typ bin.
00:57:56: Also wenn einer in Osten mich gepasst hat, dann nicht.
00:57:59: Also diese Vorschriften immer.
00:58:05: Jeder hat gemeint, heute endet das ja, was du für dein Arbeitgeber machen musst, wenn du nach Hause gehst.
00:58:16: Damals warst du immer jedem Rechenschaft, schuldig.
00:58:19: Ich will keinem Rechenschaft schuldig sein.
00:58:23: Mein Chef hat mich gefragt, wieso ich gestern nicht bei der Hausversammlung war.
00:58:27: In deinem Wohnhaus, wo du in der Hausversammlung hingehen musst, muss ich gar nicht hingehen.
00:58:31: Doch, du musst dorthin gehen, ich will nicht.
00:58:34: Geht mir auf den Sack, brauche ich auch nicht hingehen, muss ich auch nicht.
00:58:37: Ich mache meinen Zeug sauber, das, was ich sauber machen muss.
00:58:42: Dann gab es eine öffentliche Parteiversammlung, wo ich hin musste.
00:58:45: Ich bin nicht in der Partei, trotzdem als Spieler von Hansa Rostock musste öffentlich zur Parteiversammlung.
00:58:49: Das ging ja alles so mörderisch auf den Geist.
00:58:53: Das sind nur Kleinigkeiten.
00:58:55: Von daher wussten meine Eltern, wie ich so drauf bin.
00:58:59: So richtig ging das ja erst los.
00:59:01: Wir sind mit der DDR Europa-Meister, mit der DDR U-Nachzehn-Nationalmannschaft.
00:59:09: Danach wurde ich zum Stasi-Förger geholt.
00:59:11: Und durfte nicht mehr reisen.
00:59:13: Also wir erben in die Chilide nachher, wo die DDR Dritter geworden ist.
00:59:19: Übrigens ist dann die Yugoslawien, die wir bei der Europameisterschaft im Viertelfinale aber locker geschlagen haben.
00:59:25: Die sind der Weltmeister geworden.
00:59:27: Das war das Schlimmste, was das sportlich anbetrifft, dass ich nicht dabei sein konnte.
00:59:33: Das war einfach, weil die war in der Meinung, ich wolle abhauen.
00:59:37: Und wirklich zu dem Zeitpunkt war überhaupt nicht in meinem Kopf abhauen zu wollen.
00:59:41: Und ich war zu Hause und habe geheult.
00:59:44: Ich habe da ein paar Spiele übertragen aus Schiele.
00:59:47: Südamerika, da waren zum Teil bei den Spielen, waren da achtzigtausend Zuschauer.
00:59:51: Und da habe ich geheult zu Hause.
00:59:53: Da habe ich gedacht, die können mit mir hier machen.
00:59:56: Was sie wollen, die müssen sich mal begründen und alles.
00:59:59: Und ich wollte frei sein.
01:00:03: Ich wollte einfach mein Leben selber gestalten.
01:00:07: So Leben, wie ich es für richtig halte.
01:00:10: Da ist der Entschluss immer mehr gewachsen, dass ich irgendwann, wenn ich noch mal die Gelegenheit kriegen sollte, dass ich dann nicht zurückkehren werde.
01:00:20: Und das war dann im Sommer ... ... neunundachtzig.
01:00:26: Und dann habe ich das dann auch durchgezogen.
01:00:29: Aber mit dem Wissen von heute, das vier Monate später, die Mauer aufgeht, hätte ich natürlich meinen Eltern noch viel Leider strahlen können.
01:00:37: Aber nur deswegen hätte ich es gerne gewusst.
01:00:41: um meinen Eltern das Leid zu ersparen.
01:00:43: Für mich selber eigentlich nicht, weil es eine Erfahrung war, das so durchzuziehen.
01:00:51: Da bin ich heute stolz drauf zu sagen, nee, ich ziehe das durch und ich ergebe mich nicht in meinem Schicksal.
01:01:00: Wie hast du das denn gemacht?
01:01:01: Wie bist du denn geflohen?
01:01:01: Ich
01:01:02: glaube mir, das dauert zu lange jetzt.
01:01:04: Das ist eine eigene, das ist eine eigene, also wir haben gespielt in Koppenhagen, in der Tote Runde, was... Ich glaube, es hieß dann U.I.
01:01:14: Cup, glaube ich, irgendwie sowohl mit Hansa Rostock und ich hatte einen Fluchthelfer, der mich da abgeholt hat in Kopenhagen, denn über Hamburg, nach West-Berlin gekommen.
01:01:24: Hertha war da auch involviert in diese ganze Geschichte mit dem damaligen Vizepräsidenten Peter Geider.
01:01:30: Und alleine Geschichte, glaube ich, dauert so lange.
01:01:35: Klingt abenteuerlich.
01:01:37: Es war sehr abenteuerlich und das kannst du auch nur machen.
01:01:42: Wenn du einundzwanzig bist, mit ganz, ganz viel Abenteuerlust, die du da haben musst, das ist auch eine Mischung.
01:01:52: auch ein bisschen Blödheit, weil mit dem Wissen von heute, weil in meiner Stasiakte ist noch mein Haftbefehl drin, dafür gab es zweieinhalb Jahre Knast für Republikflucht.
01:02:07: Ganz lustig, wie das da drin steht.
01:02:10: Genehmigten grenzübertritt ein nicht genehmigtes nicht zurückkehren oder irgendwie so unserem blöd sind.
01:02:16: und also wenn die mich dabei erwischt hätten im vorfeld natürlich in der in der ddr wie gesagt zweieinhalb jahre knastig.
01:02:24: was ist nicht so knast wie heutzutage hier?
01:02:27: und wie gesagt da musst du viel abenteuerlos viel blödheit und viel scheuklappen einfach Und viel Glück.
01:02:35: halt, dass sie da durchkommt.
01:02:37: Aber ich glaube mir, das ist eine Geschichte...
01:02:41: Ich würde gerne wissen, wie hast du denn die Leute gefunden, die dir dabei geholfen haben?
01:02:44: Ich hatte in der DDR einen federlichen Freund, der war zwanzig Jahre älter als ich.
01:02:49: Und der kannte in Westberlin jemanden von Hertha.
01:02:53: Und er konnte seinen Onkel hier besuchen in Westberlin, so einen normalen Besuch.
01:03:00: Und zudem habe ich es unvertrauen, dass wir, wenn ich irgendwann mal wieder fahren darf, dann könnte er uns herabholen.
01:03:11: Und das hat er denn hier gemacht und dann hat er nun mit dem ausgemacht in Westberlin.
01:03:18: Wenn ich wieder fahren darf, kriegt er eine Karte von uns, wo drin steht.
01:03:25: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.
01:03:27: Grüße Herr Jakob, das hat mich erst nicht wie wir darauf gekommen sind.
01:03:30: Das war unsere Karte und das war das Zeichen, dass ich mitfahren darf und da musste der nun rausfinden, wo Hansa Rostock demnächst spielt.
01:03:37: International und das hat der auch rausgefunden und der hat mich dann abgeholt in den Kopfmagen.
01:03:44: Aber ich glaube mir die Geschichte ist so lang und so so intensiv auch, weil das ist, wenn du dich von deinen Eltern verabschiedest.
01:03:57: Und mit dem Wissen, was ich von gesagt habe, nicht offiziell, sondern einfach, du weißt, heute ist der Tag, wo du deinen Eltern das letzte Mal siehst.
01:04:05: Auch meine Schwester, meine Schwester wusste das übrigens, weil die Einzige, die das wusste, das sind harte Momente, die vergisst du dein ganzes Leben nicht.
01:04:14: Auch wenn es alles gut ausgegangen ist, sind die Momente bei dir drin.
01:04:22: Das kann ich mal erzählen, ich war den letzten Tag bei meinen Eltern.
01:04:27: Und bin morgens weggefahren.
01:04:29: Und an dem Tag sind meine Eltern beide aufgestanden.
01:04:31: Haben mir beide Kaffe gemacht, was sie vorher nie gemacht haben.
01:04:35: Und ich komme aus einem ganz kleinen Dorf.
01:04:39: Und dann bin ich losgefahren.
01:04:40: Und dann habe ich in den Rückspiegel geguckt.
01:04:41: Und dann standen meine Eltern.
01:04:43: Das haben die vorher nie gemacht.
01:04:44: Ohne, die wussten nichts.
01:04:45: Und standen beide am Tor.
01:04:47: Und haben mir hinterhergewunken.
01:04:50: Bist du sicher, dass sie nichts wussten?
01:04:52: Naja, die haben schon ... gedacht, ja, dass das irgendwann mal passieren könnte, aber sie haben es nicht gewusst, dass es da passiert oder wir haben auch nie darüber gesprochen, dass ich das jemals mal machen werde, niemals.
01:05:07: Und das ist so ein harter Punkt, wo du deinen Rückspiegel guckst und siehst deine beiden Eltern wie sie winken mit dem Wissen.
01:05:13: Das war das letzte Mal.
01:05:15: Das ist emotional ans Fies, ein ganz fieser Moment.
01:05:20: Und deswegen bin ich so glücklich.
01:05:23: Wir feiern zum Beispiel immer den Tag der deutschen Einheit.
01:05:25: Feiern wir immer, weil das ist für uns in unserer Familie, ist das so ein wunderschöner Tag, weil wir einfach wissen, dadurch sind wir wieder vereint.
01:05:34: Dadurch ist uns ganz, ganz viel erspart geblieben, weil, darf man nicht vergessen, mein Sohn, die habe ich ja gerade auch schon, ist auch schon, ist auch schon, ist auch schon, ist auch schon, ist auch schon, ist auch schon, ist auch schon, ist auch schon, ist auch schon, ist ja schon, ist ja schon, ist ja schon, ist ja schon, ist ja schon, ist ja schon, ist ja schon, ist ja schon, ist ja schon, ist ja schon, ist ja schon, ist ja schon, ist ja schon, ist ja schon, ist ja schon, ist ja schon, ist ja schon, ist ja schon, ist ja schon, ist ja schon, ist ja schon, ist ja schon, ist ja schon, ist ja schon, ist ja schon, ist ja schon, ist ja schon, ist ja schon, ist ja schon, ist ja.
01:05:53: Oder wir hätten das alles dann nicht gehabt und von daher ist das immer unser Tag der Tag der Deutsche Einheit.
01:05:58: Wie war denn das Wiedersehen als deine Mauer?
01:06:00: Dein Papa dann über die Grenze kam?
01:06:02: Die kamen, ich hab am Kuhdamm dann gewohnt und die kamen haben geklingelt und dann hab ich gesagt, na ja ganz schön spät, weil die Mauer ging auf Donnerstag war das und die kamen sonntags und da hab ich wieder ganz schön spät und kommt rein.
01:06:16: Also war...
01:06:17: Hast du die Herzlichkeit von deinem Vater geerbt?
01:06:19: Ja,
01:06:19: ja, in dem Fall, in dem Moment schon, aber es war natürlich schön, wie gesagt, gerade modern, die dann... Und wie gesagt, ich hab das ja vorhin schon gesagt, ich kann das erst verstehen oder konnte es erst verstehen, als ich selber Vater war, wie die sich gefühlt haben müssen.
01:06:36: Und deswegen ist es schön, wäre es schön gewesen, ich hätte Ihnen das ersparen können und dann wäre es natürlich wichtig gewesen, zu wissen... Die Mauer geht vier Monate später auf.
01:06:48: Na gut, komm.
01:06:49: Dann schauen wir uns mal ein anderes Ding an.
01:06:50: Was ist das?
01:06:52: Das Leben ist wie Fußball.
01:06:54: Mal trifft man alles und mal trifft man gar nichts.
01:06:57: Muss ich meinen Sohn immer anhören?
01:06:59: Oder muss das sich schon immer anhören?
01:07:02: Habe ich immer zu ihm gesagt, wenn mal was nicht funktioniert oder wieder beim Fußball ist, manchmal machst du alles richtig und trotzdem trifft das Tor nicht.
01:07:11: Und manchmal übrigens... Mach's eigentlich was falsch und du triffst das Tor.
01:07:17: Und wenn es dann mal getroffen hast, dann kriegst du auch einen Lauf.
01:07:21: Dann hast du auch einen Lauf.
01:07:22: Und so finde ich es das im Leben auch.
01:07:23: Es geht immer auf und ab, rauf und runter.
01:07:27: Und deswegen vergleiche ich das Leben immer mit Fußball.
01:07:30: Ja, es gibt ja dieses Spruch beim Fußball immer.
01:07:31: Da denke ich auch manchmal dran.
01:07:33: Hast du die scheiß am Schuh?
01:07:33: Hast du die scheiß am Schuh?
01:07:35: Irgendwie so eine Art... Ja,
01:07:35: irgendwie so geht es.
01:07:36: Ich hab das ja als Stürmer sowieso.
01:07:38: Ich hab manchmal Situationen gehabt.
01:07:41: Ich hab mir einen Arsch aufgerissen.
01:07:43: Glaubt er auch alles richtig zu machen?
01:07:45: Dann ging der Ball an Pfosten oder der Torwart hat gehalten, weil er durch Zufall den sogar gehalten hat oder hat einen guten Reflex gehabt.
01:07:53: Und manchmal hast du den Tor geschossen.
01:08:00: Hast einfach nur raufgehalten.
01:08:01: Das ist einfach nur in Richtung Tor.
01:08:02: Der ist im Winkel geflogen.
01:08:04: Und mit einem Mal lief dann aber auch alles.
01:08:06: Dann hast du vor sechs, sieben Mal hintereinander nicht getroffen und mit einem Mal triffste denn jeden Ball wieder.
01:08:12: Und manche auch, wie gesagt, die dir gar nicht so wollte, wie ich vorhin erzählt habe, elf Meter gegen Hannover.
01:08:18: Wie gesagt, den wollte ich rechts unten reinschießen und er ist rechts oben und den Latte gegangen und ist ins Tor.
01:08:23: Und so ist das im Leben auch.
01:08:26: Man versucht ja irgendwie gut durchs Leben zu kommen, irgendwie beruflich da und da und dann, weil ich meinen Sohn auch gesagt wurde, er sagt, bewirbst du dich und dann kriegst du den Job nicht und Ander kriegt den und dann mit einmal rechnest du gar nicht mehr damit und dann kriegst du den Job und es ist genau der Job, den du eigentlich wollte ist.
01:08:47: Also von daher, ja, das Leben ist wie Fußball.
01:08:51: Was ist denn die Message, die du deinem Sohn damit immer mitgeben willst?
01:08:53: Heißt das so ein bisschen, lass los, sei ein bisschen gelassener?
01:08:56: Nee, die Message ist, die immer dran zu bleiben, ist immer wieder zu probieren.
01:09:00: Also wenn du dich, die Message ist, wenn du dich, achtundneunzigmal bewirbst und du bist achtundneunzigmal abgelehnt worden, du wirst nie erfahren, wie es beim neunneunzigsten Mal gewesen ist.
01:09:10: Und das ist die Message, auch im Fußball immer wieder dran zu bleiben, nicht aufzugeben und zu sagen, ach nee, ich mag jetzt nicht mehr.
01:09:21: Nein, dann wirst du nie erfahren, wie es gewesen wäre, wenn du dran geblieben wirst.
01:09:26: Und das ist einfach, die Message daran zu sagen, dranbleiben, nicht aufgeben.
01:09:33: Ich denke da auch drauf drüber nach.
01:09:34: Ich sage, das mein geht dann auch immer, dass so fleiß- und harte Arbeit schon mal ein wichtiger Baustell von Erfolg sind.
01:09:40: Liebst du es auch so, dass du auch mal deine Phasen gehabt hast, wo du gesagt hast, ich habe mich krummel gemacht und es kam trotzdem nichts darum?
01:09:46: Naja, das ist ja das, was ich gerade gesagt habe beim Fußball manchmal.
01:09:50: Du hast dir einen Arsch aufgerissen, wirst viel gelaufen oder auch in anderen Bereichen.
01:09:56: Du hast alles gegeben und trotzdem wurdest du dafür nicht belohnt.
01:10:01: Und das ist im Leben und auch.
01:10:02: Ganz viele Menschen geben alles, arbeiten hart, aber werden dafür nicht belohnt.
01:10:08: Ich glaube nur, auf Dauer wird das belohnt.
01:10:14: Und das war immer die Message, die ich ihm gegeben habe, zu sagen, nicht aufzugeben, immer sein Bestes zu geben.
01:10:20: Weil wenn du, und das kann man jetzt glauben nennen, ich glaube, wenn du immer dein Bestes gibst, wenn du immer hart arbeitest oder versuchst, hart zu arbeiten, geht nicht immer.
01:10:32: Manchmal lässt man noch mal alle fünf gerade sein.
01:10:36: Aber vom Grundprinzip her, dann wirst du belohnt.
01:10:40: Wenn du im achten Spiel, was du nicht getroffen hast, aufgibst, dann war's das.
01:10:49: Sagst du aber, ich bleib dran.
01:10:51: Und noch mal, ich arbeite unter der Woche wieder hart.
01:10:53: Und ich versuch, wieder jedem Ball hinterherzulaufen.
01:10:56: Jeden Ball.
01:10:58: Und irgendwann wirst du den belohnen.
01:10:59: Und so ist es im Leben, von meiner Erfahrung ist es im Leben auch so.
01:11:04: Es gibt ja so diesen anderen schönen Spruch, choose your battles.
01:11:06: Also wähl dir deine Kämpfe aus.
01:11:07: Weil ich hab grad so noch mal nachgedacht.
01:11:09: Bei dem was du da beschreibst, wenn jetzt Stürmer bist beim Bundesliga-Verein, was ist denn die Alternative?
01:11:14: Kannst du jetzt nicht sagen, ich höre auf zu trainieren, ich lass sein.
01:11:16: Also Aufgabe ist ja eigentlich keine Option.
01:11:18: Aber?
01:11:21: Naja, natürlich Aufgabe ist, ich kann ja normal weitermachen oder ich kann noch mal eine Schippe oben drauflegen.
01:11:30: So, ich kann noch mal eine Schippe oben drauflegen und eben nicht aufgeben.
01:11:34: Ich kann auch sagen, Trainer ist doof und der Platz war schlecht und der Ball war nicht aufgepumpt.
01:11:40: Also ich kann jaulen und kann mir erzählen, warum das alles nicht funktioniert.
01:11:48: Oder ich kann sagen, scheiß egal, es interessiert keinen Schwein.
01:11:51: Es interessiert keinen, was die Gründe sind.
01:11:54: Ich mach weiter, ich leg noch eine Schippe obendrauf.
01:11:57: Ich versuch es immer wieder und werde dann belohnt.
01:12:03: Das ist was ich glaube und das machen viele ihm nicht.
01:12:06: Du hast mal als Beispiel.
01:12:08: Ich habe davon erzählt, mit der roten Karte in Stuttgart.
01:12:12: Dreizehnt spielte Sperre und ich war wirklich, glaube es mir, von mir wollte keiner eine trockene Stulle.
01:12:22: Also Kruse war der Vollidiot in Stuttgart.
01:12:25: Hätte nur noch gefehlt, die wegfühlen die Straßenseite.
01:12:29: Da haben wir die Sperre abgelaufen.
01:12:31: Ich habe mich dann ausleihen lassen zum FC Basel.
01:12:34: Ich bin nach Basel gegangen, habe da gespielt, was über sehr, sehr schön war.
01:12:37: Schweiz hat wirklich Spaß gemacht, da zu spielen, da zu sein.
01:12:42: Und im Sommer bin ich wieder, die Laie war zu Ende, wieder nach Stuttgart zurück.
01:12:47: Und Dieter Hönes hat zu mir gesagt, ja, du kannst den Verein wechseln.
01:12:52: Ich sage, ich wechseln nicht.
01:12:53: Ja, du spielst hier aber nicht mehr.
01:12:55: Da werden wir ja sehen.
01:12:58: Noch mal gesagt.
01:12:59: Du warst auch Trainer damals in Stuttgart, ich schwitze hier nicht mehr.
01:13:06: Ich gehe nicht weg, ich bleibe hier.
01:13:09: Dann bin ich zu jedem Training gekommen und hab gedacht, das ist mein letztes Training.
01:13:14: Hab mir so den Arsch aufhören, was zum Beispiel bei mir immer schwierig war mit meinen dicken Beinen, so Ausdauerläufe.
01:13:19: Wenn er so eine halbe Stunde Ausdauer lauf, war nicht mein Ding.
01:13:24: Meistens war ich letzter.
01:13:26: Aber da, ich bin gerannt, wie ein Bekloppt der Fünfter geworden.
01:13:30: Und Jürgen Röber hat dann den Spiel zu so auf dem Dorf gegen irgendwelche Mannschaften, die nichts können, wo der zwanzig Null gewinnt oder irgendwie so weit.
01:13:37: Der hat jeden eingewechselt.
01:13:39: Ich stand so drei Minuten vor Schluss, immer noch hinterm Tor, hab mich warm gemacht.
01:13:44: Ich glaub, dann hat der Mitleid, glaubt, hat mich dann eingewechselt.
01:13:46: Dann hab ich trotzdem noch zwei Tore geschossen.
01:13:48: Hab mir die drei Minuten, hab ich mir so den Arsch aufgerissen.
01:13:51: So, in jedes Training, ich hab auch mit kaum mit jemandem geredet.
01:13:54: Ich hab mich auf meinen Platz gesetzt.
01:13:55: Und vor dem Training, wo musst du eine halbe Stunde vorher da sein.
01:14:01: Und jedes Training war mein letztes.
01:14:03: Die Vorbereitung war zu Ende.
01:14:05: Und dann kam rüber in mein Zimmer und hat gesagt, sowas hat er noch nie gesehen.
01:14:12: Also ich hätte wunderbar trainiert, Klasse und erste Spiel.
01:14:17: Du spielst.
01:14:19: Ich glaube, er wollte noch einen Lob haben, dass er mich jetzt spielen sollte.
01:14:21: Ja, ist ja für mich völlig normal.
01:14:23: Wie meinst du das?
01:14:25: Ich war der Beste.
01:14:26: Ich habe am wenigsten Einsatzzeit von allen gehabt, am wenigsten.
01:14:28: Ich habe am meisten Tore geschossen in der Vorbereitung.
01:14:32: Das ist für mich eine Verständlichkeit.
01:14:33: Ich war der Beste hier.
01:14:34: Wenn es hier nach Leistung geht, muss ich spielen.
01:14:37: Ja, es hat einen abgewunken, weil er hat auch immer gedacht, was für ein komischer Vogel.
01:14:46: Und ich habe gespielt.
01:14:48: Ich hätte auch sagen können, die Wahrscheinlichkeit hier zu spielen, wird schwierig.
01:14:53: Wie gesagt, keiner will von mir eine trocken Stulle.
01:14:55: Und die wollen alle, dass ich gehe.
01:14:59: Aber ich bin nicht gegangen.
01:15:01: Ich habe hart trainiert und dann kam noch der Gipfel.
01:15:05: Die hatten ja Giovanna Elber und Freddy Bobic wurden verpflichtet.
01:15:09: Und ich habe mit Giovanna Elber vorne gespielt im Sturm.
01:15:12: Und Freddy Bobic kam immer so.
01:15:13: nach sechzig, fünfundsechzig Minuten wurde der für mich eingewechselt.
01:15:16: Und der hat jedes Mal ein Tor gemacht, wo der eingewechselt wurde.
01:15:19: Und ich habe keinen Tor geschossen.
01:15:20: Jetzt hätte ich natürlich nach fünf Spielen.
01:15:22: Ich glaube, der hatte immer noch den Rekord fünfmal eingewechselt, fünfmal ein Tor geschossen.
01:15:26: Hätte ich ja wieder erragen können, jetzt habe ich wieder keinen Tor geschossen, okay, dann gebe ich mich dann irgendwann mit der Bank zufrieden.
01:15:31: Nee, weiter gemacht, weiter gemacht.
01:15:36: Und dann habe ich irgendwann, das erste Spiel in Leverkusen, glaube ich, wieder getroffen.
01:15:40: Und dann lief es ihm auch weiter, dann habe ich da nach dem Tor gemacht, noch ein Tor mal richtig gut gespielt.
01:15:45: Und schon war ich wieder da.
01:15:49: Hätte ich aufgegeben?
01:15:51: Gut, da kommt natürlich auch mein Naturell ein bisschen dazu, weil ich bin natürlich der typische Sture Norddeutsche.
01:15:58: Wenn mich jemand wegschicken will, gehe ich schon mal gar nicht.
01:16:00: So und okay, aber das meine ich eben mit, das Leben ist wie Fußball.
01:16:08: Es ist im Leben auch so, dranbleiben, machen und dass man dann, glaube ich, auf Dauer, wie das auf Dauer, belohnt wird.
01:16:19: Okay, weil ich wollte dich ja gerade fragen, im Sinne von Choose Your Battles, suchst du dir deine Schlachten manchmal aus oder schlägst du jede?
01:16:24: Aber es sind fast ein bisschen beleidigende Fragen dann für dich wahrscheinlich.
01:16:27: Nee, nicht nämlich jede.
01:16:31: Jede Schlacht nehme ich da nicht.
01:16:34: Ich muss schon davon überzeugt sein, dass sich harte Arbeit in dem Fall lohnt.
01:16:43: Dranbleiben lohnt.
01:16:45: Also
01:16:47: es braucht eine Aussicht auf Erfolg, wenn du dich hart investierst und das, was du da alles...
01:16:51: Ja, ich kann doch... Guck mal, wenn ich... Es geht auch um mich selber.
01:16:58: Jetzt habe ich zu meinem Sohn auch mal gesagt, belügen kannst du jeden.
01:17:03: Kannst dein Vater belügen, kannst jeden belügen, aber dich selber nicht.
01:17:07: Und wenn du nämlich alles gegeben hast, wenn du alles gegeben hast und verlierst trotzdem, ist das bitter.
01:17:16: Aber du kannst mit dir leben.
01:17:18: Weil du sagst, ich habe alles gegeben.
01:17:20: Und dann kannst du dich immer gewinnen.
01:17:23: Du kannst dich immer.
01:17:24: Aber es geht eben auch darum, für dich selber mit dir selber gut klarzukommen.
01:17:32: Weil du weißt, so sehr kannst du dich nicht belügen.
01:17:35: Du weißt, ob du alles gegeben hast oder nicht.
01:17:38: Das weißt du.
01:17:40: Und deswegen ist es eben wichtig, das Optimum aus sich rauszuholen und dann wird man dann sehen, wie das am Ende das Ergebnis ist.
01:17:51: Fällt mir.
01:17:56: Bin ich neugierig auf den letzten Punkt?
01:17:58: Mein letzter Punkt, den wir da drin haben, der Kopf von heute und der Körper von damals wäre die perfekte Mischung.
01:18:07: Also wenn du heute wusstest, was du damals gewusst hast, was du heute weißt und das zusammenbringen könntest, dein Körper und dein Eingest.
01:18:13: Man, ich war früher so eine Maschine.
01:18:16: Ich habe letztens... Ich habe noch ein T-Shirt.
01:18:21: Da ist vorne eine Werbung von Premiere, was heute geil ist.
01:18:27: Und da ist mein Körper drauf, wo ich mir gerade nach einem Tor als Trikot vom Leib reise.
01:18:34: Und da dachte ich, was für eine Maschine ich war.
01:18:37: Man hat ja in den Zwanzigern, kann man ja auch alles machen.
01:18:42: Man fühlt sich ja sowieso so stark.
01:18:44: Und dieses körperliche von damals und wie gesagt, Das Bewusstsein von heute, das wäre eben die perfekte Mischung.
01:18:55: Also ich glaube, was ich vorhin gesagt habe, mit Druck umzugehen.
01:18:57: Ich weiß heute, wie man mit Druck umgeht.
01:19:00: Heute habe ich eine gewisse Gelassenheit dem Ganzen gegenüber.
01:19:04: Ich weiß genau, wie das Fußballgeschäft funktioniert.
01:19:08: Das meine ich mit Kopf.
01:19:10: Und dann nimmt der Körper von damals.
01:19:15: Das wäre die perfekte Mischung.
01:19:19: Wenn ich Tennis spiele und dann sehe dann welcher oder spielen mal gegen einen dreißig jährigen oder einen vormundzwanzig jährigen oder sowas.
01:19:25: Der kann so schnell laufen, ich kotze das richtig an, dass er so schnell laufen kann.
01:19:28: Weil dann merkt man erstmal wie auch der körperliche Verfall, den man dann selber hat.
01:19:34: Und das riegt mich einfach auf, dass das eben nicht mehr da ist.
01:19:39: Gut aber, so ist das halt im Leben.
01:19:43: Aber wie gesagt, der Kopf von heute und der Körper von damals.
01:19:46: Und so öfter ich es vorlese, umso besser finde ich es.
01:19:48: Die perfekte ist die perfekte Mischung.
01:19:52: Aber das ist übrigens bei jedem so.
01:19:55: Das ist ja bei jedem am Ende so.
01:19:58: Das Leben wäre, glaube ich, so einfach, wenn man alles auf einmal hätte.
01:20:02: Ich bin die ganze Zeit verführt, dich zu fragen, wenn dein heutiger Geist in deinem Körper damals gesteckt hätte, hättest du was anderes gemacht?
01:20:09: Ich finde, die Frage verbietet sich bei dem Format, aber, weil es ja nicht darum geht, so wehmütig zurückzugucken, was hätte ich anders machen können?
01:20:17: Ich bin eigentlich vielmehr der Meinung, die Umwege, die man vielleicht genommen hat, die vielleicht heute nicht mehr nehmen würdest, die haben dich ja eigentlich das zu dem Geist gebracht, den du heute hast.
01:20:23: Absolut.
01:20:24: Deswegen ist ja das, was wir hier sowieso machen, ist ja erstens alles hypothetisch, ein bisschen philosophisch von mir aus, keine Ahnung.
01:20:32: Aber ja, also genau so ist eben das Leben, dass man mit zwanzig nicht alles weiß oder man denkt, man weiß alles.
01:20:43: Ich habe ja Maria geschrieben, ich soll mir fünf Punkte ausdenken, die ich mit zwanzig gerne gewusst hätte.
01:20:50: Ich wusste doch mit zwanzig schon alles.
01:20:54: Gut.
01:20:55: Axel Kruse, also wir fassen nochmal zusammen.
01:20:57: Punkt eins, ich hätte gerne Feuer gewusst, wann mein Karriereende ist.
01:21:00: Punkt zwei, lerne, wie man mit Druck umgeht und Angst kanalisiert.
01:21:04: Punkt drei, hätte ich schon vorher gewusst, dass die Mauer sich öffnet.
01:21:07: Hätte ich mir viel Stress gespart.
01:21:09: Punkt vier, das Leben ist wie Fußball.
01:21:11: Mal trifft man und mal trifft man gar nichts.
01:21:13: Und Punkt fünf, den Kopf von heute und den Körper von damals.
01:21:18: Ganz coole Geschichte, wa?
01:21:19: Ja, der Punkt sechs wäre dann bei mir gewesen, welche Aktie war vor achtunddreißig Jahren, die, die ich hätte kaufen sollen, um heute ein paar Mal hier uns zu haben.
01:21:31: Ist ja glatt den Logan, als der hier sagt, mach es nicht für die Kohle, sondern mach's für den Spaß.
01:21:34: Genau,
01:21:34: so ist es.
01:21:35: Also ein Mann für die Menschen, nehme ich so ein bisschen mit auch, oder?
01:21:37: Bitte?
01:21:38: Ein Mann für die Menschen, oder die Menschen in deinem Umfeld scheinen ja auch diejenigen zu sein, die dich so motivieren.
01:21:42: Ja.
01:21:44: Geil.
01:21:44: Hat viel Spaß gemacht.
01:21:45: Vielen viel Dank.
01:21:46: Mir auch.
01:21:47: Dankeschön.
01:21:48: Wow,
01:21:49: das war ein inspirierendes Gespräch, oder?
01:21:51: Denk dran, abonnier den Podcast unbedingt, damit du keine Episode verpasst und teile ihn auch total gerne mit deinen Freunden oder Kollegen.
01:21:57: Bis zum nächsten Mal.
01:21:58: Bleib inspiriert und neugierig.
01:22:00: Dein Joel.
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