Ariane Hingst: 5 Dinge, die ich gerne mit 20 gewusst hätte | Fußball-Weltmeisterin

Shownotes

Vier EM-Titel, zwei Weltmeisterschaften – und trotzdem würde Ariane Hingst heute manches anders machen. Denn was im Rampenlicht wie der perfekte Erfolg aussah, hat seinen Preis: für Körper, Gesundheit und Alltag. Ariane Hingst ist eine der erfolgreichsten deutschen Fußballerinnen aller Zeiten. In dieser Folge blickt sie ehrlich auf ihre Karriere zurück – auf Ehrgeiz und Verzicht, auf Schmerzen und Erschöpfung, und auf das, was bleibt, wenn die Muskeln schwinden. Wir sprechen darüber, warum Ehrgeiz wichtiger ist als Talent, was sie über Kraft und Athletik zu spät gelernt hat, warum Tauchen ihre Gegenwelt wurde, wieso Finanzbildung im Profisport unterschätzt wird – und wie echte Gelassenheit und Selbstbestimmung klingen. Du erfährst... ...wie Ariane Hingst durch gezieltes Kraft- und Athletiktraining ihre sportliche Karriere verlängerte und welche Lektionen sie daraus für ein gesünderes Leben zieht. ...warum Tauchen für Ariane Hingst nicht nur ein Hobby, sondern eine Quelle der Entspannung und Inspiration ist, die ihr hilft, Stress abzubauen und neue Perspektiven zu gewinnen. ...wie Ariane Hingst ihre finanzielle Unabhängigkeit durch kluge Geldanlagen stärkte und welche Tipps sie für Frauen hat, um selbstbewusst und informiert finanzielle Entscheidungen zu treffen. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joël Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Ariane Hingst, Ex-Fußballspielerin, Co-Founderin FC Viktoria Berlin __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 Übersicht aller Sponsoren __________________________ ||||| PLAYLISTS ||||| Lust auf mehr? Entdecke unsere Playlists mit weiteren spannenden Episoden zum Thema: 🎧 5 Dinge, die ich gerne mit 20 gewusst hätte 🎧 Frauen, die vorangehen __________________________ ||||| LEXIKON ||||| Du verstehst nur Bahnhof? Zu viel Fachchinesisch? Unser Lexikon hilft dir dabei, die wichtigsten Fachbegriffe zu verstehen: 🔹 Profifußballerin - Eine Person, die Fußball als berufliche Tätigkeit auf höchstem Niveau ausübt. 🔹 Europameistertitel - Ein Titel, der an den Sieger einer kontinentalen Fußballmeisterschaft Europas vergeben wird. 🔹 Weltmeistertitel - Der Titel für den Sieg bei einer weltweiten Sportweltmeisterschaft. 🔹 DFB-Pokal - Der nationale Vereinspokalwettbewerb im deutschen Fußball. 🔹 Olympische Spiele (Olympia) - Internationale Mehrkampfspiele, bei denen Athletinnen und Athleten in verschiedenen Sportarten um Medaillen kämpfen. __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung & Einführung ins Thema (00:01:11) Krafttraining und Athletik (00:21:00) Tauchen als Ausgleich (00:28:14) Geldanlage und Finanzwissen (00:34:44) Gelassenheit entwickeln (00:53:34) Sprachen und Kommunikation __________________________ ||||| WIR ||||| 🧢 Ich bin übrigens Joël, der Macher dieses Podcasts. Ich bin ein Creator und Medienunternehmer, der für Wachstum und Vielfalt steht. Mein Vorgehen besteht darin, dass ich inspirierende und erfolgreiche Menschen interviewe, um von ihnen zu lernen und Wissensabkürzungen für dich und mich aufzutun. 👉 In meinem Podcast digital kompakt | Next Level geht es um das Thema Wachstum in den Bereichen Business, Lebensgestaltung und Gesundheit 👉 In meinem Newsletter fasse ich dir Jeden Freitag die besten Learnings aus meinen Podcasts zusammen sowie viele weitere Einsichten aus meinen Aktivitäten. 💛 Abonniere „digital kompakt | Next Level“ auf Apple Podcasts, Spotify & Co. Wenn dir die Folge gefallen hat, hinterlasse uns bitte eine Fünf-Sterne-Bewertung! 👥 Wir streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.

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00:00:03: Dieses Grundverständnis muss aber in dir drin sein, weil sonst gehst du bestimmte Wege nicht.

00:00:08: Je älter man wird, so viele Dinge sind einem einfach mehr egal.

00:00:12: Klassiker als Kind, ich konnte nicht verlieren, dann schmeiß ich die Spielfiguren vom Tisch.

00:00:16: Fand ich fürchterlich, ich kann andere Leistungen wirklich anerkennen.

00:00:41: Hi five Leute, hier ist Joel und ich habe heute eine ganz tolle Person da und zwar die liebe Ariane Hingst.

00:00:45: Und ich kann euch sagen, die gute Ariane, liebevoll Ari genannt, hat mehr Europameistertitel als ich socken habe und Weltmeistertitel auch, sie ist nämlich Profifußballerin, kennt ihr vielleicht noch, mittlerweile auch Expertin und teilweise auch schon Coaching und vor allem auch Unternehmerin mit dem FC Victoria Berlin, also ein richtig buntes Paket.

00:01:01: und nochmal zu mitschreiben, vier Europameistertitel und zwei Weltmeister, richtig?

00:01:06: Das ist korrekt aufgezählt.

00:01:07: Gute Recherche betrieben.

00:01:09: Also das ist ja nur sozusagen auf internationaler Bühne.

00:01:11: Deutschen Meisterschaften glaube ich auch zwei.

00:01:12: DFB-Pokal viermal habe ich es richtig im Kopf.

00:01:15: Also Volumina, Orange, bei dir war alles dabei.

00:01:18: Alles dabei.

00:01:18: Nur die Goldene bei Olympia hat nicht gereicht.

00:01:20: Aber eine Olympia Medaille ist auch mit dem Rennen.

00:01:22: Ja, das stimmt.

00:01:23: Machst du noch als Trainer in den nächsten Jahren schon?

00:01:26: Also du hast viel von der Welt gesehen und hast sozusagen dich in Extremen des Sports bewegt und habe mich immer neugierig, was die Leute da so mitnehmen.

00:01:32: Und bevor wir jetzt mal mit deinen fünf Dingen gleich straight starten, ist ja bei Frauen immer so eine Sache, aber ich bin immer neugierig, wie alt die Menschen sind, weil dann kriege ich so einen Blick auf, wie viele Jahre gucken wir denn zurück.

00:01:41: Wie ist das bei dir?

00:01:42: Ich finde es super, dass ich wusste, dass dir die Frage sehr wahrscheinlich kommt, weil ich mittlerweile ein alter habe, wo ich nachrechnen muss.

00:01:47: Und weil ich das gestern schon getan habe, kann ich dir ganz schön daran sagen, ich bin forty-sech Jahre alt.

00:01:52: Okay.

00:01:54: Das

00:01:55: macht ja Sport.

00:01:55: Okay, also wir gucken über zwanzig Jahre, ein Vierteljahrhundert mehr sogar, in die Vergangenheit.

00:02:00: Komm, gehen wir mal gleich rein.

00:02:01: Was ist denn so?

00:02:02: das erste Ding, wo du sagst, mit zwanzig, hätte die junge Ariane gerne schon gewusst?

00:02:06: Die junge Ariane hätte vor allem mit Hinblick, wir sind im Herbst, es wird kälter, die Knochen spürig, hätte ich gerne gewusst.

00:02:12: Wie Krafttraining und Athletiktraining mein Körper besser schützen kann in der Leistungssportphase.

00:02:18: Profi-Lachse, aber auch Verschleiß und dergleichen.

00:02:21: Zu meiner aktiven Karriere war das Thema Krafttraining noch nicht so ausgereift im Fußball, muss man sagen.

00:02:27: Es kam dann so ein bisschen rein und natürlich gab es dann noch Ansagen vom Trainerin oder auch von Physiotherapeutin.

00:02:34: Ihr müsst auch Athletiktraining machen, aber das war nicht ausgefallen genug.

00:02:38: Und leider habe ich das in meiner Jugend zu wenig gemacht.

00:02:42: Ja, die Folgen spüre ich doch, glaube ich, mehr als ich sie hätte spüren müssen.

00:02:46: Meine blöde Frage.

00:02:47: Athletik meint eigentlich genau was?

00:02:49: Wirklich diese Stabilisationsübungen, die du machst, diese Deenübungen, diese Flexibilität.

00:02:54: Mittlerweile kennt man es, Spieler, Spielerinnen, sämtlichen Sportarten.

00:02:57: Bevor sie ins Training starten, sind sie vorher nochmal bestimmt eine halbe Stunde im Kraftraum oder in Räumlichkeiten, um sich besser aus Training vorzubereiten.

00:03:04: Und einfach die Gesamtstatik, das Körper ist da auch besser vorzubereiten, den ganzen Rumpftraining, solche Themen.

00:03:11: Für mich war, wenn es extra Einheiten mal gab, war für mich klar, die mache ich auf dem Platz.

00:03:16: Und ja, dieses Zusammenspiel, Athletik, aber auch um es ein bisschen breiter zu fassen, dann natürlich auch mentales Training, Ernährungslehre und so weiter.

00:03:23: Das sind der Dinge, die erst im Laufe der Zeit so ein bisschen dazugekommen sind.

00:03:26: Und ja, ich glaube, es hätte mir gut getan.

00:03:30: Hätte ich da früher Ahnung von gehabt und das auch besser umgesetzt.

00:03:34: Benner ist ja auch ein super aktuelles Thema gerade.

00:03:36: Also ich habe das gerade in Erfahrung gebracht.

00:03:39: Ich glaube, pro Spieltag verletzten sich gerade zwei Spielerinnen, also weltweit gesehen, beim Kreuzbandriss.

00:03:45: Also die Belastung im Sport ist jetzt auch so hoch, dass das heute nochmal eine ganz andere Relevanz hat.

00:03:50: Ja, absolut.

00:03:51: Es sind wirklich extrem negative Schlagzeilen, die wir sehen.

00:03:54: Jetzt kann man sich natürlich auch fragen, wissen wir es mehr, weil wir einfach weltweit eine größere Berichterstattung auch über Frauen und Fußball haben.

00:04:01: Gab's die vielleicht früher auch schon?

00:04:02: Man hat's bloß weniger mitbekommen.

00:04:04: Ich glaube, da steckt auch ein bisschen Wahrheit dahinter.

00:04:06: Und natürlich, der Sport wird immer schneller, wird extremer, wird professioneller.

00:04:11: Und die Anpassung des weiblichen Körpers kommt da vielleicht auch nicht so mit.

00:04:14: Und natürlich immer wieder das gleiche Thema.

00:04:16: Wir haben viel zu wenig Studien.

00:04:18: Trainingseinheiten, Trainingssteuerungen sind auch weiterhin noch sehr auf dem männlichen Körper zugeschnitten.

00:04:24: Und wir wissen noch zu wenig, wie man es positiver beeinflussen kann.

00:04:27: Da rennen wir noch Jahre hinterher.

00:04:29: Und deshalb haben wir gerade echt viel zu viele schlechte Schlagzeilen über Verletzung von Spielerinnen.

00:04:35: was unbedingt ganz schnell aufgeholt werden muss.

00:04:38: Hier hören ja viele Menschen zu, die sind ja jetzt nicht wie du auf Olympia und Weltmeisterschaftsniveau in irgendwie einem breiten Sport unterwegs, sondern auch so normalsterbliche.

00:04:45: Und selbst für uns normallos ist es ja so, dass man halt hört, hey, ab vierzig bauen die Muskeln ab und so, mach mal was.

00:04:52: Was ist denn so dein Insight, den du bei Krafttraining und Athletik gewonnen hast?

00:04:55: Also, was müsste ich tun, damit mir diese Mittel helfen, gesünder als zu werden?

00:05:01: Ja, ich glaube ... In den Medien, jeder hört jetzt auch von Longevity und solche Themen.

00:05:06: Die sind mittlerweile einfach im Alltag deutlich präsenter.

00:05:09: Und ich denke gerade diese Basic-Themen, was Beweglichkeit anbelangt.

00:05:14: Und früher war es, denn ja, die Frauen machen alle Yoga oder Pilates.

00:05:17: Ich glaube, dass es auch spannende, interessantere Übungen gibt.

00:05:20: Oder allgemeine Athletik-Fitnessübungen, die du mit deinem eigenen Körpergewicht machen kannst.

00:05:24: Ja, ob es wirklich nur die zehn bis fünfzehn Minuten am Morgen oder am Abend sind.

00:05:28: Wir sind beide, als wir in den Studien gegangen sind, die Treppen hochgestiegen, das du mir auch gesagt hast.

00:05:32: der hoch geht, aber runter muss ich den Fahrstuhl nehmen, weil die Kine nicht mehr mitmachen, ohne Hochleistungssport.

00:05:37: Und ich denke, wenn auch der Otto-Normal-Verbraucher ein bisschen anders auf sein Körper auch Acht gibt, glaube ich, kann man da dem Ganzen auch schon besser vorbeugen.

00:05:46: Und auch so Themen im Alltag, wie häufig benutzen wir denn die Treppe oder wie häufig sind wir auf den... Gott, wie heißen die Rollen?

00:05:53: Rolltreppen.

00:05:53: Rolltreppen heißt ein ganz einfaches Wort.

00:05:55: Wir sind auf Rolltreppen unterwegs oder am Flughafen hast du dann das Band, wo du drüber gefahren wirst.

00:06:00: Also wir sind ganz anders in Thema Mobilität unterwegs und das ist natürlich auf einmal höhere Belastung.

00:06:05: Ich glaube, dass man da mehr Profilaxe betreiben kann durch ganz einfache Mittel.

00:06:10: und wie gesagt, wenn man es dann in Hochleistungssport rein nimmt, dann ist es unbedingt noch mehr Pflichtaufgabe.

00:06:15: Was für Sport machst du eigentlich so tagtäglich?

00:06:18: Ja, viel zu wenig.

00:06:19: Also tatsächlich, und das ist die große Problematik, die ich habe, so Thema Joggen gehen, kann ich einfach gerade gar nicht, weil da meine Knie überhaupt nicht mitspielen.

00:06:27: Ich kann Rad fahren, da fehlt dann aber auch so ein bisschen die Zeit dafür, eine halbe Stunde laufen, Equivalent zu zweieinhalb Stunden Fahrrad fahren.

00:06:35: Das ist dann eine Problematik, wir kommen ein bisschen später noch dazu, was ich als Sport mache oder als Hobby um das ein bisschen auszugleichen.

00:06:43: Also im Moment mache ich leider viel zu wenig.

00:06:45: Ich musste mein Schweinehund wieder ein bisschen mehr in Bewegung kriegen und vor allem mein Körper da besser ins Schuss kriegen.

00:06:50: Da bin ich aber einfach leider, oder das ist halt so ein bisschen eingeschränkt, weil mir da doch der Leistungssport, der hat mir dann schon ein bisschen Grenzen für mein Körper aufgezeigt.

00:06:58: interessant,

00:06:58: da wollte ich mit dir gerne mal eintauchen, falls du dich wohlfühlst, darüber zu reden, weil wie du es gerade mit dem Laufen gesagt hast, ich habe mal mit Franziska von Einzig zusammengestanden, da meinte ich, hey,

00:07:07: ich kann überhaupt nicht laufen.

00:07:08: Ich kann überhaupt nicht joggen, ich sag so, ich schwimme, ist doch so ein mega Sportführer, Ausdauer.

00:07:13: Ja, weil meine Gelenke sind es nicht gewohnt, wenn ich laufe.

00:07:15: Das ist so ein bisschen so wie, fühlst dich so wie aus Gummi und so, das geht gar nicht.

00:07:19: Und was ja viele Menschen, glaube ich, nicht so richtig mitkriegen ist, was für ein Preis eigentlich auch Sport hat, wenn man auf Leistungsniveau betreibt.

00:07:25: Wie ist es denn bei dir?

00:07:26: Weil ich will so ein bisschen auf den Punkt hinaus, so was gesagt, wenn ich gewusst hätte, mit zwanzig, das Krafttraining und Athletik, also wie hätte dein Leben denn dann ausgesehen heute?

00:07:34: Was hätte das anders gemacht für dich?

00:07:36: Also ich glaube, Egal, wie gut du dich vorbereitest und was für medizinische Möglichkeiten hast oder prophylaxe Möglichkeiten.

00:07:43: Leistungssport, du zahlst dein Tribut als Sportler, ist das einfach Fakt.

00:07:47: Also das hinterlässt Spüren an deinem Körper.

00:07:50: Und trotzdem bin ich jetzt zwanzig und du sagst mir, pass auf, du wirst die und die Karriere haben, aber du wirst körperliche Probleme haben, du wirst eingeschränkt sein im Alltag, deine Knie werden wehtun, dein Rücken wird wehtun.

00:08:03: Ich würde trotzdem nichts anders machen.

00:08:06: Ich würde trotzdem genau diese Karriere so haben wollen.

00:08:08: Und ich bin bereit diesen Preis zu zahlen mit dem Körper.

00:08:11: Ich glaube, dass ich bloß kleine Weichen hätte anders machen können und ein, zwei, drei Prozent.

00:08:17: anders jetzt drauf wäre.

00:08:18: Aber ja, fast mir der Leistungssport gegeben hat.

00:08:21: und da geht es gar nicht unbedingt nur um die Titel oder Erfolge, die man hat, sondern die Menschen, die ich treffen durfte, Werte, die ich fürs Leben gelernt habe, die ich meinen Alltag mit übernehme, Länder, die ich bereisen durfte, die ich sonst nie gesehen habe, Kulturen, die ich kennenlernen durfte.

00:08:35: Das ist alles ein so großer Zugewin, dass ich sage, ich zahle den Preis der körperlichen Belastung, kein Problem.

00:08:43: Ja, ich finde, da denkt man immer nicht so drüber nach.

00:08:45: Viele Menschen sagen so, der hat das so viel Kohle, das will ich auch.

00:08:48: Aber was du für gezahlt hast, fragen viele nicht.

00:08:51: Jetzt hast du gesagt, Knie und Rücken.

00:08:52: Ist das so die Sphären, der du dich da auch bewegst?

00:08:54: Weil ich hab das zum Beispiel bei Nowitzki mal gelesen.

00:08:57: Schweinstärger kommt, glaub ich, so was mal durch.

00:08:59: Also, das ist halt schon echt ein hartes Ding, was du da, ne?

00:09:02: Ja.

00:09:03: Ja, also, wirklich auch so.

00:09:04: Gerade zum Ende der Karriere, das war dann schon lustig.

00:09:06: Ich bin auch aus der Zeit, wo wir Doppelzimmer hatten.

00:09:08: Also, Wilger Prinz war meine Zimmerpartnerin.

00:09:11: Und die ist zwar meistens morgens früher aufgestanden als ich, aber ab und zu sind wir dann doch mal gleichzeitig aufgestanden.

00:09:16: Und es war dann schon sehr lustig, wenn du morgens probierst, deine Socken anzuziehen.

00:09:19: Und da ist noch so eine Körperscheife da.

00:09:21: Also du kommst kaum nach unten runter und das hat sich jetzt auch nicht verändert.

00:09:24: Also gerade kalte Jahreszeit lässt grüßen, das merkt man dann schon.

00:09:29: Also wirklich diese Steifheit, die da ist und was von die Kreuzbänder angesprochen tatsächlich.

00:09:34: Kreuzbänder ist das Beste in meinem Knie.

00:09:37: Bei mir hat es dann eher den Mindestkuss erwischt und den Knorpel, also dass dann wirklich Knochen auf Knochen ist.

00:09:42: Und das merkt man halt einfach, ja, diese Morgensteifen, man ist nicht mehr so beweglich und ich meine, ich liebe die vier Jahreszeiten, aber ich freue mich dann schon wieder, wenn's wärmer ist und man doch besser aus dem Bett wieder rauskommt.

00:09:56: Aber ich glaube, das kennst du ja auch, ne?

00:09:57: Also ich kann mir vorstellen, so ganz geschmeidig kommst du auch nicht mehr aus dem Bett raus und die ersten Schritte des Morgens sind vielleicht etwas steifer?

00:10:05: Ich freu mich einfach grad ein bisschen, dass du mir sagst, das ist eine Birgit Prinz.

00:10:08: Wenn du den mit deinem Zimmer geteilt hast, heißt das ja, ihr wart beim Turnier, heißt es ja, Peak-Level der Karriere, dass die da auch Probleme hatte, ihre Socke anzuziehen.

00:10:16: Das war immer auch so dran, denkst du, oh Gott.

00:10:18: Ja, das kam dann zum Ende der Karriere, das hat alle betroffen, ja doch.

00:10:23: Hast du vielleicht abschießen zu dem Punkt noch so eine kleine Mindset-Geschichte?

00:10:27: Also... je länger so eine Karriere auch voranschreitet, desto merkbarer wird.

00:10:32: der Preis ja auch.

00:10:32: Und es fallen vielleicht auch Sachen schwerer.

00:10:34: Was war so dein Hebel im Kopf, das du geschafft hast, entgegen der Widerstände und der Schmerzen vielleicht, trotzdem Leistung zu bringen und das zu machen, was du liebst?

00:10:43: Das

00:10:43: ist der Ehrgeiz, der einfach da ist.

00:10:45: Und diese Wettkampffreude und Wille daran.

00:10:49: Fußball hat mir vor allem in erster Linie immer extrem viel Spaß gemacht.

00:10:53: Und diese Freude geht nicht verloren, nur weil es ein bisschen schwerer fällt.

00:10:57: Und natürlich ist das Bewusstsein da, wenn ich dann in die Trainingseinheit gehe.

00:11:01: Ich brauche vielleicht ein, zwei, drei Minuten länger, um warm zu werden und fange ein bisschen früher an, um meine Bahn zu laufen.

00:11:06: Aber wirklich die Freude an dem Sport, die war so groß, das wollte ich noch nicht aufgeben.

00:11:12: Und auch sich selbst auch noch mal beweisen zu wollen, es geht noch, ich kann es noch, ich kann auch mit den Jüngeren mithalten.

00:11:18: vielleicht jetzt nicht auf der körperlichen Schiene, was jetzt das Spieltempo dann anbelangt, aber mit meiner Erfahrung, die ich mitbringe, dadurch Spielsituationen anders lesen zu können, da was anderes mit reinzubringen oder auch im mentalen Bereich, jüngere Spielerinnen da vielleicht ein bisschen ein Wegweiser zu sein.

00:11:33: Also andere Qualitäten werden im Laufe des Alters denn irgendwann wichtiger?

00:11:38: Und ich glaube, das ist auch total normal.

00:11:40: Also manche Dinge in jungen Jahren haben mich nicht interessiert, die haben halt einfach gekickt.

00:11:43: Also da war mein Gehör noch gar nicht bereit dazu oder ich war von der Einstellung noch gar nicht so.

00:11:47: Ich glaube, das gehört einfach im normalen Leben dazu.

00:11:50: Wir entwickeln uns weiter und so ist es im Sportlerleben auch.

00:11:53: Und es verändert sich halt einfach die Perspektive und der Ehrgeiz.

00:11:57: Das war für mich das Wichtigste, die Triebkraft für mich bei dem Spaß, den ich immer hatte.

00:12:03: So eine Vermutung, wo der bei dir herkommt, also was dich ehrgeizig gemacht hat im Leben?

00:12:07: Oh, jetzt

00:12:08: kriegen wir aber die richtig tiefgründigen Fragen.

00:12:10: Nee, ich glaube, dass ein gewisser ehrgeiz den musst du auch in dir drin haben.

00:12:14: Der muss irgendwie da sein.

00:12:16: Und ich glaube, wenn du dann etwas gefunden hast in deinem Leben, was dir wirklich Spaß macht, ich glaube, dass du diesen ehrgeiz dann auch irgendwann steigern kannst.

00:12:23: Wenn du einfach siehst, was gibt es denn, was kann ich denn dadurch erreichen?

00:12:27: Was für Träume kann ich mir eventuell auch erfüllen?

00:12:30: Und ich glaube, dass das gesteigert wird.

00:12:33: Dieses Grundverständnis muss aber, glaube ich, in dir drin sein, weil sonst gehst du bestimmte Wege nicht.

00:12:40: Also, da ist schon ein steiler Weg und dann gibt es genug Momente, wo es dann auch einfach mal weh tut.

00:12:46: Und ich glaube, es kennt jeder in seinem Arbeitsleben, in seinem Privatleben.

00:12:49: Und es gibt halt Menschen, die schneller aufgeben, klingt jetzt so negativ, aber die schneller sagen, nee, den Weg will ich auch vielleicht gar nicht so gehen, da ist mein Ehrgeiz nicht ganz so groß.

00:12:58: Und ich glaube, es ist eine Grundeinstellung, die dann auch vorhanden ist.

00:13:01: Ich hab gestern mit einem Mindset Coach aus den USA mich unterhalten.

00:13:05: Der ist Brite und wohnt in Utah.

00:13:06: Da hat er gesagt, der ist doch spezialisiert, nur die Top Fünf der Welt immer zu trainieren.

00:13:12: Das heißt, du gehst zu dem, wenn du sagst, pass mal auf, ich bin hier irgendwie Top Fünfzig, ich will bei Top Fünf sein.

00:13:17: Sport, im Business, whatever it is, Poker auch ganz viel.

00:13:20: Da hat er gesagt, das war ich super spannend.

00:13:22: Ganz viele Menschen, die eben nur achtzig Prozent Leistung sind, nicht bereit die letzten zwanzig zu geben.

00:13:27: Und ein Grund dafür ist, dass wenn sie es nicht schaffen, sie immer sagen können, ich hab's noch nicht richtig versucht.

00:13:33: Ich hätte ja nicht mehr gehört.

00:13:35: Es ist so ein Ego-Schutz für die Selbstwerte, zu sagen.

00:13:37: Ich fand das total spannend.

00:13:38: Weil ich frag mich oft, was ist denn so die Ursprung von Ehrgeiz?

00:13:42: Weil ich bin so wie du, ultra kompetitiv, trotzdem Teamplayer.

00:13:46: Und ich bin immer so, hey, klar, ne, wie, nee.

00:13:49: Deutscher Meister werden, ein Champions League-Spiel, weißt du das?

00:13:53: Wenn ich so härter mein Lieblingsfeind angucke, denk ich mal so.

00:13:55: Schwere Zeiten.

00:13:56: Das

00:13:56: ist purer Masochismus, leider.

00:13:59: Aber da denke ich so, okay, du hast den auf, ich weiß nicht, als die aufgestiegen sind.

00:14:02: Zweite Liga hatten ja noch zwei Spiele.

00:14:03: Ich hab gesagt, die musst du trotzdem noch, da führt kein Weg dran vorbei.

00:14:06: Weil das ist doch so, Mindset, du kommst dann sozusagen anders in so eine neue Liga rein, ja, beide verloren die Pelle.

00:14:11: Ja.

00:14:11: So, ja.

00:14:12: Und ich frage mich das oft, woher kommt diese Triebfeder Ehrgeiz?

00:14:15: Ja.

00:14:15: Und ich frage mich, das ist ein Biografieding zum Beispiel.

00:14:17: Ja, ich find's super spannend, auf diese Aussage.

00:14:19: Und ich glaube, da bist du dann genau bei dem Punkt, du hast extrem erfolgreiche Menschen im Sport, im Berufsleben und so weiter und wirklich nur die Spitze.

00:14:28: ist deshalb erfolgreich, weil sie eben ein anderes Mindset hat.

00:14:31: und ihnen nicht zu sagen, ich lass mir den Puffer, ich habe ja auch nicht alles reingegeben, sondern das jetzt zu hören, das höre ich gerade das erste Mal so, der Gedanke wäre mir im Leben nicht gekommen und ich glaube, deshalb landest du dann letztendlich auch an der Spitze des Erfolgs.

00:14:45: Aber ja, es ist ein wahnsinnig spannendes Thema.

00:14:47: Ich habe aus der Momente gehabt, wo ich dann im Umfeld mich gefragt habe, warum gehen die denn jetzt nicht mit, ob sie mal Mitspielerin waren oder auch im Außerberuflichen?

00:14:56: Ja, aber wir Menschen sind halt einfach verschieden und das geht halt nicht jeder bis ans Limit.

00:15:00: Muss er ja auch nicht, aber ja, diese Erkenntnis finde ich auch super spannend.

00:15:05: Ich war sehr fasziniert, dass vieles einfach aktive Selbstsabotage ist.

00:15:09: Also ein Faktor, ich bin gefragt, was sind die meisten Gründe, warum Leute das nicht schaffen?

00:15:13: Das eine war das, dass sie Profer lassen um.

00:15:15: Das andere war zum Beispiel, dass sie Angst vor sozialer Echtung haben, wenn sie erfolgreich sind.

00:15:20: Also gerade in Deutschland ist es ja so, wenn du reich bist, das ist irgendwie schmutzig so.

00:15:25: Oder erzählte mir dann auch, wenn Unternehmen eine Firma verkauft haben für hundert Millionen Dollar.

00:15:29: Das erste, was die machen wollen, ist ihren Freundeskreisreich.

00:15:32: Weil sie völlig entwachsen sind.

00:15:34: Also sie sind auf einmal sehr einsam, weil keiner mehr relating kann auf das Niveau, auf dem du bist.

00:15:39: Ich meine, war das bei dir ähnlich, dass du auf so einem... Du spielst auf einmal Weltmeisterschaft in deinem Sport.

00:15:45: Du kommst wieder nach Hause und keiner hat ja diesen Wachstumssprung mitgemacht, so wie du.

00:15:49: Weißt du, Wilbeine?

00:15:50: Ja, gar nicht.

00:15:50: Nun muss ich dazu sagen, dass ich ein ganz fantastisches Umfeld hatte.

00:15:54: Also familiär eine brutale Unterstützung da war.

00:15:57: Meine Mama ist auch wirklich zu einigen Turnieren gereist.

00:16:00: Ehemme in England, Olympische Spiele in Athen, solche Geschichten.

00:16:04: Also wirklich fantastisch.

00:16:05: Und mein Freundeskreis auch.

00:16:07: Natürlich wird der Freundeskreis... sehr klein diese Engen in Teamfreundschaften, die du hast, die außerhalb der Fußballwelt sind.

00:16:15: Denn du hast halt einfach keine Zeit.

00:16:17: Ich habe vor einem Monat den langen einfach nicht gesehen.

00:16:19: Und es machen die wenigsten mit im Sinne von, ja, wo ist denn da dieses Verhältnis?

00:16:23: Und wenn ich mich mit denen bewegt habe, die waren stolz auf das, was ich erreicht habe, aber Fußball war größtenteils überhaupt kein Thema.

00:16:31: Und wir hatten dann halt andere Dinge, über die wir gesprochen haben.

00:16:33: Und das waren dann wirklich diese zwei Welten.

00:16:35: Und deshalb kann ich also... Wenn du sagst, ich find's interessant und spannend und sag, okay, kann ich mir vorstellen, für mich hat das zum Glück nie zugetroffen.

00:16:47: Jetzt du diesen Effekt, wenn du nach Hause kommst, ich denk so an so Musiker, da hört man das mal ganz oft, stehen vor achtzigtausend in so einem Stadion und dann kommen sie nach Hause und die Frau drückt denen irgendwie die schutzige Windel und sagt, hier komm, mach mal, nimm mal das Kind, guck mal.

00:17:00: Weißt du, was ich meine?

00:17:01: Ja, fängst du Earth?

00:17:02: Hast

00:17:03: du sowas auch erlebt?

00:17:06: Nee, tatsächlich.

00:17:07: Nicht, sondern eher in die Richtung.

00:17:10: Das ist so Wahnsinn.

00:17:11: Also, ich hab's ja erzählt, du, wir kommen aus Zeit in der Nationalmannschaft, hast du Doppelzimmer oder auch mit einem Verein, weil die reisen natürlich anders waren am Wochenende.

00:17:19: Dann hast du aber auch den Zeitplan, die wird genau vorgegeben.

00:17:23: Dann ist Frühstück, dann ist Mittagessen, dann ist Training, dann ist Besprechung.

00:17:26: Also, dein Tag ist ja komplett getaktet.

00:17:28: Natürlich hast du Freizeiten, aber... Die festen Uhrzeiten musst du einhalten.

00:17:32: Die wird vorgegeben, was du anziehst.

00:17:34: Und wir haben da teilweise Späße draus gemacht.

00:17:36: Wenn wir nach Vorbereitung und dann auch noch einen größeren Turnier, dann sprechen wir teilweise vom Zeitraum.

00:17:41: Dann warst du zwei bis drei Monate sehr intensiv miteinander unterwegs.

00:17:45: Und dann ist das Turnier vorbei und dann hast du ein, zwei Wochen Urlaub.

00:17:48: Und dann kommst du zu Hause an und dann ist erst mal eine Lehre da.

00:17:52: So, was zieh ich denn jetzt an?

00:17:54: Wann steh ich denn auf?

00:17:56: Wann geh ich denn jetzt duschen?

00:17:57: Also, weil du bist auf einmal... wirklich so, oh Gott, ich muss selber Entscheidungen treffen.

00:18:02: Und da haben wir uns teilweise dann wirklich drüber lustig gemacht.

00:18:05: Dann gab es dann doch die eine oder andere Gruppe.

00:18:07: Zum Ende der Karriere gab es dann auch ein bisschen andere Social-Medien-Whatsapp-Untergleichen.

00:18:12: Was machen wir denn jetzt, wann treffen wir uns denn?

00:18:14: Das ist es viel mehr, dass da diese Lehre so eingesetzt hat.

00:18:17: Oh Gott, Eigenverantwortung, selbstständige Entscheidungen zu treffen.

00:18:20: Das war das Thema bei mir.

00:18:21: Ich hab mal bei Wayne Rooney gelesen, dass der erst mit irgendwie Ende dreißig gelernt hat, wie man eine Waschmaschine bedient.

00:18:28: dass er nicht in der Lage war, Kleidung zu waschen, weil er meinte, du hast die Sachen immer an so ein Ding und dann hast du halt da so ein Platzwart oder ein

00:18:34: brutales Thema.

00:18:35: Also da siehst du dann wieder die Unterschiede zwischen Männern und Frauenfußball.

00:18:38: Aber das ist auch immer diese Diskussion, wenn es jetzt um Akademien geht in den Nachwuchsleistungszentren.

00:18:43: Wie viel Arbeit wollen wir den Jugendlichen auch abnehmen?

00:18:45: Was sollen sie selbst entscheiden?

00:18:47: Wie bereiten wir sie auch aufs Leben vor?

00:18:49: Ganz, ganz spannendes Thema.

00:18:50: Auf der einen Seite wird gesagt, ja, sie sollen eigenständiger sein.

00:18:53: Auf der anderen Seite wird über um Talente gebohlt.

00:18:55: Und wenn du denen nicht alles bietet, wenn du dem Elternhaus nicht sagst, wir haben den, da kümmert sich darum und so weiter, entscheiden die sich dann wirklich für dieses Leistungszentrum oder gehen sie woanders hin, wo alles gemacht wird.

00:19:04: Also das sind die ganz großen Unterschiede Männerfußball, Frauenfußball.

00:19:08: Also ich habe von klein auf wirklich alles gelernt, mehr schlecht als recht.

00:19:13: Kochkünste sind da vielleicht nicht ganz so ausgeprägt, aber generell, ich weiß, wie man Verträge abschließt, ich weiß, wie man eine Wohnung sich mittet und ich weiß auch, wie man die Wäsche wäscht, ja.

00:19:23: Jetzt hier manchmal, jetzt mal unabhängig von Männer versus Frauen, aber wenn du jetzt irgendwie liest, keine Ahnung, Harry Kane verdient dreißig Millionen im Jahr, also ist ja auch gut sportunabhängig, einen Vettel hat zur Hochzeit ein sechzig Millionen verdient im Jahr, das ist ja irgendwie auch so ein bisschen entrückt alles, oder?

00:19:39: Dieses, was das Geld im Sport macht.

00:19:42: Absolut, absolut.

00:19:43: Also ich denke es ist auch extrem ungesund.

00:19:46: Generell bin ich der Meinung, es ist absolut gerechtfertigt, wenn da wirklich hohe Gehälter gezahlt werden oder Werbeeinnahmen oder so dergleichen da sind.

00:19:54: Denn du gibst schon dein Privatleben komplett auf.

00:19:58: Also ich habe es ja jetzt so nicht kennengelernt, aber man sieht es.

00:20:01: Also deren Privatleben sieht völlig anders aus und da dann wirklich auch hohe... Hohe Gehälter zu verdienen, denke ich, ist generell okay.

00:20:09: Wenn man es aber wirklich ins Verhältnis setzt mit dem Rest der Bevölkerung und in diesen Bereichen, da stellt man sich schon die Frage, wie viel ist zu viel und sollte es da nicht irgendwie auch Obergrenzen geben, so wie sich der Kapitalmarkt aber irgendwie darstellt, glaube ich.

00:20:25: sind wieder meilenweit von entfernt.

00:20:27: Und man kann die Diskussion auch von dem Sportler ins Wirtschaftsleben übertragen.

00:20:33: Die Topmanager sind deren Gehälter noch gerechtfertigt.

00:20:35: Ja, sie tragen auch eine Verantwortung, aber sind Millionenboni gerechtfertigt, wenn Mitarbeiter entlassen werden oder Streichungen und so weiter hinnehmen müssen.

00:20:44: Also in welchem Verhältnis sind wir denn dann da?

00:20:47: Also ich finde das extrem ungesund.

00:20:50: Keine Frage.

00:20:51: Aber nicht nur Sport, sondern auch gesellschaftlich.

00:20:54: Also diese Disparität.

00:20:56: Und mir geht es nicht darum, jeder muss alles gleich kriegen und Gottes Willen.

00:20:59: Ich finde das Leistungsprinzip schon auch gut.

00:21:01: Aber in irgendeiner Art und Weise eine Deckelung zu haben, finde ich deutlich gesünder.

00:21:06: Gut.

00:21:06: Also so viel zu dem ersten Ding.

00:21:08: Mehr Kraft, Athletik und den Effekt versteht.

00:21:09: Was ist das Zweite, wo du sagst?

00:21:11: Das Zweite.

00:21:12: Und das schießt ja so ein bisschen an.

00:21:14: Tauchen ist das schönste Hobby der Welt.

00:21:17: Tauch?

00:21:18: Ja.

00:21:19: Und also, ich liebe tauchen, weil wenn ich jetzt tauchen gehe, ist so, oh, meine Gelenke tun nicht weh, du bist im Wasser, du bist schwerelos.

00:21:26: Es ist alles deutlich leichter.

00:21:28: Es ist wahnsinnig toll, es kann keiner mit dir reden.

00:21:30: Das Einzige, was hörst, sind die Blubberbläschen von den Atemgeräuschen.

00:21:34: Und dann hast du andere Geräusche gelassen, das knistern, wenn du an einem Riff tauchst, hörst du tatsächlich... Unter Wassergeräusche, ob es Fischleute sind, wenn da an den Algen geknabbert wird oder so dergleichen.

00:21:48: Wahnsinnig faszinierend.

00:21:50: Und ich habe das Tauchen, das ich in den Fussballkontext kennengelernt habe.

00:21:56: Ich habe in der Zeit in Schweden gespielt und Schweden hat eine andere Saison.

00:21:59: Und in Schweden hat es dazu gefühlt, dass man eine längere Winterpause hat, also über mehrere Wochen Zeit hat.

00:22:05: Sonst zum Rest meiner Karriere, da habe ich häufig im Sommer mal eine Woche, maximal zwei Wochen gehabt im Urlaub, da musste ich aber schon viel davor bereiten.

00:22:12: Und da wusste ich, okay, ich kann jetzt sechs Wochen wirklich in den Urlaub fliegen.

00:22:15: Ich habe mir damals Thailand ausgesucht, wollte eine Rundreise machen.

00:22:18: Und meine damalige Mitspielerin Nadine Angerer, benannt Natze, der einen oder anderen Fußballkontext kennt das noch.

00:22:25: Die hat mich damals gelöcht und gesagt, ah, du musst tauchen gehen.

00:22:27: Du bist in Thailand, du musst tauchen gehen.

00:22:29: Und ich hatte da absolut null Interesse dran.

00:22:32: Ich hatte auch Angstvorgaben.

00:22:33: Ich dachte, oh, nee, ich kann noch ein bisschen claustrophobisch sein, Wassermengen über mir.

00:22:37: Also, ich wollte es einfach nicht.

00:22:38: Und Natze hat so eine Penetranz ein in Tare gelegt, dass ich irgendwann zu hängen ging und gesagt habe, Natze, halt die Klappe.

00:22:46: Ich kann es nicht mehr hören.

00:22:47: Ich verspreche dir.

00:22:48: Ich werde es ausprobieren.

00:22:49: Ich werde einen Kurs buchen und ich probiere es aus.

00:22:51: Aber du darfst nichts mehr sagen.

00:22:54: Und ich bin dir bis heute dankbar, dass sie so penetrant war, weil wirklich alle erste Sekunden das erste Mal unter Wasser klar alles neu.

00:23:01: Ich fand es so toll, ich fand es so aufregend und bin begeisterte Taucherin.

00:23:05: Und die Tauchwelt hat sich verändert.

00:23:06: Ich glaube vor zwanzig, fünfundzwanzig Jahren hast du noch ganz andere Erlebnisse gehabt.

00:23:10: Zum einen natürlich die Natur war ein Taktor, aber auch es war noch nicht so weit verbreitet.

00:23:14: Du hattest deutlich weniger Taucher unter Wasser.

00:23:16: Du hast Rote bereist, die abenteuerlicher zu erreichen waren.

00:23:20: Heute ist es deutlich einfacher.

00:23:22: Ich hätte das tauchen gerne ein bisschen früher entdeckt für mich.

00:23:24: Geht's

00:23:25: ja auch so.

00:23:26: Ich hab das auf Mallorca gerade gemacht mit diesen geilen Schnäuchelmasken, die man sich mit Lachen

00:23:29: trauen kann.

00:23:30: Ach, hör mir auf!

00:23:31: Also du denkst wahrscheinlich voll der Loop hier, aber wie ich war das von so mit Schnäuchelzug.

00:23:36: Ey, wow, man kann so drei bis sechs Grad sehen schon echt was.

00:23:38: Und mir geht's immer so, ich finde das auf eine mehr unfassbar faszinierend und gleichzeitig unfassbar beängstigend.

00:23:45: Und da schreibe ich eins zu eins.

00:23:47: Ja, es wirklich, weil es gibt ja Tauchorte, da bist du dann mit deinem kleinen Ding, hier wirst du dann Tauchspot gefahren.

00:23:55: Vielleicht siehst du irgendwie eine Insel in der Nähe, manche Spots sind aber auch wirklich sehr remote und da ist weit und breit irgendwie nichts.

00:24:01: Und dann tauchst du in das offene Meer ab und du siehst am Anfang erstmal gar nichts.

00:24:04: Das ist schon... Nicht wirklich Angst, aber es ist schon ein interessantes Gefühl.

00:24:08: Und dem Zeitpunkt, wo du dann runtergehst und in den ersten zehn, zwanzig Meter siehst du nichts und dann irgendwann siehst du den Grund oder das Riff oder das Wack, was du betaust.

00:24:17: Genau.

00:24:17: Und dann ist es wirklich einfach nur Freude da und Spaß.

00:24:21: Und dann, wenn man dann aber wieder hochkommt und dann darauf wartet, dass das Boot ein wieder einsammelt, dann merkt man schon auch, wie klein ist man eigentlich hier?

00:24:30: Wie ist man der Natur ausgeliefert?

00:24:33: Ja, genau diesen Mix unterschreibe ich eins zu eins.

00:24:36: Ich finde, man ist da irgendwie auch Gast.

00:24:38: Oh, tausendprozentig.

00:24:40: Ja.

00:24:40: Also, ich meine, es ist so, wir sind schon Teil dieses Ökosystems, aber du merkst, die Gesetze hier schreibt nicht ich, so kann man es vielleicht sagen,

00:24:47: ne?

00:24:47: Hundertprozentig, absolut.

00:24:49: Also, man ist Gast, man darf die Welt mit entdecken, man darf Zuschauer sein, aber genau, du bist einem Ausgeliefer der T-Welt, der Pflanzenwelt, aber natürlich auch... Strömungen und dergleichen, also du bist ein Spielball der Natur, ja.

00:25:05: Bist du schon mal in Gefahr geraten dabei?

00:25:07: Nein, bin ich, bin ich nicht.

00:25:10: Es gibt natürlich auch die Ausbildung sind in der Regel ganz gut.

00:25:13: Ich würde mich selber als auch ein sehr verantwortungsbewusster Taucherin bezeichnen.

00:25:19: Und daher, also noch nicht mal kalkuliertes Risiko.

00:25:22: Klar, gehst du vielleicht auch mal in den Wrack rein, wobei das jetzt nicht meine Spezialdisziplin ist, ein bisschen klaustrophobisch bin ich dann.

00:25:28: Aber auch da hast du ja Absicherungsmethoden und Ich bin auch schon in einer Situation geraten mit meiner Tauchpartnerin zusammen, wir waren an einem Riff und haben jemand das beobachtet und in einer kleinen Moment sind wir vom Riff ein bisschen weggekommen und wir haben es denn nicht mehr geschafft zurückzuschwimmen.

00:25:44: und dann waren wir wirklich in so einer Waschmaschine drin mit Extremströmungen und dann bist du in einer Sekunde noch auf zehn Meter.

00:25:50: auf einmal sagst du auf dreißig Meter ab und dann schießt du wieder auf fünf Meter hoch.

00:25:53: Also das war ein unangenehmes Gefühl.

00:25:57: Aber das Beste, was du in dem Moment machen kannst, ist ruhig zu bleiben und total zu entspannen, weil du kannst dich dagegen ankämpfen und irgendwann wirst du auch wieder hochgehen.

00:26:04: und deshalb mit der Ausbildung, mit dem Wissen, was ich hatte, war ich da zum Glück entspannt, bin ruhig geblieben und deshalb ist auch wirklich nichts passiert.

00:26:12: Gehört dazu!

00:26:13: Er fasst so ein bisschen eine Lebenslektion.

00:26:15: Ich habe ein Buch gelesen von John Sturlecky, das Café am Rande der Welt.

00:26:19: Das ist ein ganz verbreitetes Buch.

00:26:21: Und da gibt es diese Geschichte, wie die eine Frau erzählt, wie ihr eine Schildkröte beigebracht hat, im Spandau im Leben zu sein.

00:26:27: Weil die ging immer tauchen und dann schwammt dann eine Schildkröte.

00:26:31: Und ich meine, Schildkröten sind jetzt an Land eher langsame Tiere und im Wasser aber relativ agil.

00:26:35: Und die hat sich gewundert, wie kann es sein, dass diese Schildkröte viermal so schnell vom Land weg kommt wie ich.

00:26:42: Was war der Trick?

00:26:43: Die Schildkröte hat immer, wenn die Wellen landeinwärts kamen, stillgehalten und wenn sie laut auswärts gingen, gerudert.

00:26:50: Also war so die Lektion, diese Ableitung, das fand ich sehr smart, zu sagen, hey, wenn du Widerstände im Leben hast, mach dich locker.

00:26:56: Ja.

00:26:57: Und das, was du ändern kannst, da gibt Gas.

00:27:00: Ja.

00:27:00: So.

00:27:00: Schöne Geschichte, da nur kurz einhaken, da sind wieder, was wir von der Natur auch lernen können und unter Wasser.

00:27:05: Es gibt eine ganz tolle Dokumentation auf Netflix, My Octopus Teacher.

00:27:10: Und auch eine wahre Gegebenheit, also die Hörer-Hörigen, er guckt zu euch an, es ist wahnsinnig spannend, auch ein Mensch, extrem viel Stress im Leben gehabt und so weiter, ich muss mal runterfahren, ist dann tauchen gegangen, freitauchen ab Nötauchen und hat einen Octopus unter Wasser sehen kennengelernt und den über viele Tage, täglich, Wochen, monatelang beobachtet und dann eine Verbindung aufgebaut und extrem viel gelernt.

00:27:35: Da ging es auch ums Thema Entschleunigung und was man alles mitnehmen kann, wieder die Unterwasserwelt oder generell Natur und Tierwelt, wo wir extrem viel lernen können als Menschen.

00:27:44: War das bei dir auch ein bisschen so, weil du hast eben beschrieben, Gott sei Dank, da bin ich unter Wasser, da kann mich keiner Erfolg quatschen.

00:27:49: Also ist das ein bisschen so dein Ort der Ruhe, den du brauchst vor irgendwie anderen Menschen oder vor Stress?

00:27:55: Ja, also, ich hatte erzählt, dass ich in den letzten zwei Jahren angefangen habe, da hatte ich noch ungefähr drei Jahre wirklich auf allerhöchstem Niveau und Nationalmannschaftskarriere gehabt.

00:28:02: Und dann die letzten zwei Jahre dann auch auf Club-Ebene.

00:28:07: Und da habe ich es dann schon geschafft, mir eine Woche Urlaub auch mal frei zu schaufeln, wo ich dann tauchen gehen konnte.

00:28:12: Und da konnte ich total entspannen.

00:28:15: Und ja, im weiteren Leben auch.

00:28:17: Da verändert sich der Stress.

00:28:18: Und das sind so wirklich für mich meine Oasen definitiv.

00:28:22: Ja, klar, man kann selbst wählen, ich kann auch an Land irgendwie dafür sorgen, dass jetzt keiner mit mir redet, aber da... Es ist nicht unhöflich, weil es kann ja keiner mit mir sprechen.

00:28:31: Wenn man am Land, dann musst du dann schon mal erklären, warum ziehst du dich denn jetzt zurück?

00:28:35: Warum willst du denn nicht den Sozialkontakt haben?

00:28:37: und da unten?

00:28:38: Bist du ja, du tauchst ja nie alleine, häufig auch in einer kleinen Gruppe zusammen, aber du bist dann trotzdem in deiner eigenen Welt, was ich extrem schön finde.

00:28:46: Okay, also tauchen so wie deine Meditation lerne ich, erst das dritte bei dir.

00:28:50: Ich

00:28:50: muss ja auf den Spickzeiten gucken, welche Reihenfolge.

00:28:52: Ah ja, wir machen einen ganz kleinen Sprung- und Cut-Thema-Geldanlage, also nicht auf diese vermeintlichen Finanzexperten zu hören.

00:29:01: Das ist wahnsinnig interessant, ist jetzt in der Zeit, wo ich gespielt habe, habe ich jetzt nicht irgendwelches Vermögenreichtümer oder sowas anhelfen können.

00:29:09: Aber sicherlich war auch in meinen jungen Jahren irgendwie zehn Euro, ein Monat, zwanzig Euro, ein Monat, irgendwann vielleicht auch mal ein bisschen mehr.

00:29:16: Sicherlich wäre das kein Thema gewesen, das auch zur Seite zu legen und zu sparen.

00:29:21: Ich war immer ein sparsamer Mensch.

00:29:23: Wir haben aber die Hebel und das Wissen und die Informationen gefehlt.

00:29:26: Was macht man denn am besten?

00:29:28: Wenn man mich jetzt googelt, dann kommt raus, dass ich gelernte Bankkauffrau bin.

00:29:31: Deshalb finde ich das nochmal.

00:29:33: Beschämender, dass ich da nicht genug wissen hatte, wie man das macht.

00:29:37: Natürlich war damals die Finanzwelt auch noch ein bisschen eine andere.

00:29:40: Und dann kommen die Klassiker in jungen Jahren, ja, du machst ja eine Lebensversicherung oder den Mein-wein-den-Bausprach-Vertrag.

00:29:46: Und eigentlich habe ich erst so in den letzten eins bis fünf Jahren mich individuell damit auch beschäftigt.

00:29:52: Und ja, aber so vor zehn, fünfzehn Jahren, wo man dann ein bisschen Geld hatte, was mache ich denn, giste zum Finanzexperten und Der sagt ja, denn dieses Produkt ist extrem gut, da kannst du rein investieren.

00:30:04: und leider gehöre ich jetzt auch zu den Menschen, die sehr naiv sind, die sehr schnell jemandem glauben.

00:30:10: Wenn die mir sagen, das ist gut, dann wird es auch gut sein, wenn die doch die Experten in diesem Markt sind, um mich mittlerweile festgestellt habe, also das Geld hätte ich wirklich deutlich besser anders anlegen können und besser spät als nie.

00:30:23: Ich habe jetzt ein bisschen mehr wissen, eignen mir auch mehr Missen an, aber es hätte ja schon nicht schlecht getan, auch vor vor zwanzig Jahren schon anders.

00:30:30: Geld zu sparen, nicht das Geld deswegen, aber eine Unabhängigkeit zu haben, eine Absicherung zu haben und dergleichen.

00:30:37: Da hätte ich gerne früher mit angefangen.

00:30:40: Ich finde bei den Finanz-Experten irgendwie immer schwierig, dass sie halt eine Incentivierung haben, die bestimmte Produkte zu verkaufen.

00:30:46: Wenn sie neutral wären und sagen würden, ich berate dich auf deiner Basis, was ist ja anscheinend auch, gewusst dich gar nicht?

00:30:51: Ja.

00:30:51: Das auch, Leute gibt den, zahl ich den für die Stunde Geld und die stellen mir was zusammen, okay?

00:30:56: Ja.

00:30:56: Dann hast du ja einen ganz anderen Geschmack, aber wenn du dahin gehst, sondern sagst, sie hier so, baust du mal vertraucht, du bist so hell.

00:31:01: Wenn dann so siebzigjährigen Frauen eine Lebensversicherung verkauft wird, ja?

00:31:04: Ja, ja.

00:31:05: Der Heck.

00:31:06: Genau, und das das Spannende ist ja, also man geht ja nicht zu den Finanzexperten.

00:31:11: Also klar weiß man, da ist eine Leistung, die erbracht wird, die will ich auch bezahlen.

00:31:15: Und natürlich, dass da irgendwelche Kosten dann auch vorhanden sind.

00:31:19: Aber wirklich dann jetzt mal zu sehen, wie ich Geldanlagen hatte, irgendwelche Fundmanagement-Bereichen.

00:31:25: Und natürlich kriegt man die Aufschlüsserung, was das jährlich kostet.

00:31:28: Aber da habe ich mich nicht genug mit beschäftigt.

00:31:31: Und jetzt mit deutlich mehr Wissen auch selber, mal ein bisschen Geld anders anzulegen.

00:31:35: Und dann gucke ich mir ein, wie viel ich auf die Jahre an Tausenden von Euro gezahlt habe an Gebühren.

00:31:42: Und da denke ich mir, boah, Wahnsinn.

00:31:44: Also ne, wirklich, ich zahle gerne, wenn ich gut beraten werde, den Einstieg oder den Stundensatz oder so.

00:31:50: Ja, aber leider Gottes ist die Finanzwelt vor allem in der Vergangenheit nur so aufgestellt gewesen.

00:31:57: Muss ja dauerhaft einem Produkt verdienen und das ist nicht individuell, sondern wo kann ich einfach auch Geld mit verdienen und das ist... Leider bin ich auch eine von denen gewesen, die da eher drauf reingefallen ist.

00:32:09: Ja.

00:32:10: Liebst du das Thema Finanzvorsorge für Frauen noch mal schwieriger als für Männer?

00:32:15: Ja,

00:32:15: auf jeden Fall.

00:32:16: Ich meine, jetzt passt es auch, ne?

00:32:18: Mit Victoria Berlin, jetzt haben wir mit Scalable Capital dann einen Partner an unserer Seite gefunden, der auch gerade das Thema Finanzen für Frauen extrem noch mal pushen will.

00:32:27: Und es gab auch schon die ersten Workshops mit unseren Spielerinnen, die so dankbar und froh waren, einfach Wissen über das Thema zu haben, sich auch mal austauschen zu können und einfach andere Möglichkeiten zu geben.

00:32:40: Ich glaube leider, es ist es in heutigen Gesellschaft immer noch so, dass viel zu viele Frauen sich damit nicht beschäftigen, weil der Ehemann hat es gemacht.

00:32:47: oder es ist ein leidiges Thema oder ich will mit Zahlen auch nicht oder wie beschäftige ich mich?

00:32:52: oder auch heutzutage in Deutschland, wir reden ja nicht über Geld.

00:32:55: Entweder ist der Neid da oder man will bloß nicht wissen, irgendwie austauschen oder man will vielleicht auch nicht zugeben, dass man eine Wissenslücke hat.

00:33:02: Ich spreche auch immer wieder mit der Mama und die sagt auch, ist das so anstrengend?

00:33:05: Eigentlich will ich mich gar nicht drum kümmern.

00:33:08: Aber du musst ein bisschen, dann probier ich dir so ein bisschen zu helfen.

00:33:12: Ich glaube, dass da noch extrem viel Aufholbedarf ist.

00:33:15: Ich finde es aber gut, dass es mehr und mehr Mechanismen heutzutage gibt, um das auch zu verändern.

00:33:20: Und da ist so eine Sichtbarkeit wie jetzt bei uns in den Sponsorenpartner auch enorm wichtig, Dinge da zu verändern und auch dieses Selbstvertrauen für Frauen aufzu.

00:33:30: Bauen zu sagen, du kannst dich selber darum kümmern.

00:33:32: Das ist übrigens gar kein Hexenwerk.

00:33:35: Mit gezielten Training kannst du relativ schnell das deutlich besser verstehen, das Thema.

00:33:40: Und ich glaube, dann werden es auch viel mehr Menschen machen.

00:33:42: Was ist heute so deine Philosophie?

00:33:44: Also, wenn du es nochmal in die Vergangenheit bieten könntest, was würdest du da investieren unter der Prämisse, dass es vielleicht damals die gleichen Anlagen gibt wie heute?

00:33:51: Ja, klar bist du da in dem Thema ETFs auch natürlich amnächst.

00:33:55: Vor allem würde ich solche Produkte wählen, wo die Verwaltungskosten, die lärlichen Gebühren und Kosten, die anfangen deutlich geringer sind, wirklich diese Streuung auch zu haben, im Aktienmarkt drin zu sein, aber auch die sicheren im Anleihenbereich.

00:34:10: Thema Immobilien auch anders anzugehen.

00:34:12: Was für Möglichkeiten hat man da denn eigentlich?

00:34:15: Also diese breite Streuung da anders zu haben.

00:34:17: Ich bin ein Mensch, der jetzt zum Glück auch nicht risikoscheu ist.

00:34:20: Also ein Teil des Geldes, der sage ich, okay, ich freue mich, wenn am Ende da doch ein Plus rauskommt.

00:34:24: Aber wenn ich dann Verlust habe, ist es für mich jetzt auch nicht weniger tragisch, aber wirklich anders aufgestellt und gestreut aufzustellt zu sein.

00:34:31: Und ich freue mich auch immer noch, dass ich eine Lebensversicherung habe.

00:34:35: Keine Frage.

00:34:36: In ein paar Jahren, da kommt gutes Geld raus.

00:34:38: Aber Es gibt halt nicht nur diese Lebensversicherung oder diesen gemanageden Fond, der mir zwar einen Gewinn eingebracht hat, aber wo ich viel zu viel Geld gezahlt habe, was ich nicht hätte tun müssen.

00:34:50: Okay, ich hab Pro jetzt hier.

00:34:52: Ich wünschte, nee, ich bin weiter davon entfernt, aber ich bin einfach offen und probiere Dinge auch mal anders aus.

00:34:57: Und natürlich hat man noch als andere Möglichkeiten, ne, denn du machst das Internet auf und du kannst dir anderes Wissen aneignen und auch... Gelernt auch das Internet nicht einzuleiten.

00:35:07: Beim Internet fällt es mir leichter.

00:35:09: Da glaube ich nicht direkt das, was ich sehe.

00:35:10: Beim Menschen bin ich, wie gesagt, da falle ich leichter drauf rein.

00:35:12: Da bin ich naiver unterwegs.

00:35:14: Aber da, wenn ich im Internet unterwegs bin, befasse ich mich mit dem Thema kritischer.

00:35:18: Und probiere mich da so ein bisschen mehr einzulesen.

00:35:20: Ich glaube, dass man heutzutage auch andere Möglichkeiten hat, da auch mehr aufgeklärt zu werden.

00:35:25: Na gut, also von Kraft übertauchen zu Geld.

00:35:28: Was ist denn Nummer vier?

00:35:30: Oh, super Punkt.

00:35:31: Das ist das schönste mit einem Alter.

00:35:34: Gelassenheit.

00:35:35: Je älter man wird, desto gelassener wird man in vielen Themen.

00:35:39: Also gerade, ich habe es noch mal in den Anfangsstrichen geschrieben, du kannst dich jedem gefallen.

00:35:43: Ich glaube, in jüngeren Jahren war es bei mir deutlich ausgeprägter.

00:35:47: Vielleicht nicht unbedingt nach außen, aber so nach innen.

00:35:50: Was denken andere Menschen von mir über mich?

00:35:53: Wie reagieren sie auf bestimmte Dinge?

00:35:56: Gar nicht unbedingt das Bedürfnis zu haben.

00:35:58: Ich muss gefallen und ich muss toll sein, aber eine deutlich größere... Unsicherheit und mich mehr davon erbleiten lassen, wie mich andere Menschen beurteilen.

00:36:10: Interessanterweise, ein Unterschied, ob ich im Fußball unterwegs war oder im Privatleben, also da konnte ich deutlich besser differenzieren.

00:36:17: Und je älter man wird, also ich denke, dass du es auch unterschreiben wirst, so viele Dinge sind einem einfach deutlich mehr egal.

00:36:25: Ja, dann sagt er halt was über mich.

00:36:28: Wir Menschen werden immer den anderen gefallen wollen.

00:36:30: Wir sind soziale Wesen, aber ich gehe mit so vielen Dingen so viel gelassener um.

00:36:35: Und das ist, es entspannt das Ganze.

00:36:37: Finde ich so toll.

00:36:39: Ein Mama hat immer zu mir gesagt, ein Drittel mag dich, ein Drittel kann dich nicht leiden.

00:36:43: Ein bitte bist du egal.

00:36:44: Ja, gute, gute Aufteilung.

00:36:45: Ja, konntest du das damals als in den jungen Jahren noch umsetzen und sagen, ist so?

00:36:49: Nee, wahrscheinlich irrt sich auch, ich würde sogar fast tippen, dass du über wahrscheinlich achtzig Prozent egal bist.

00:36:54: Also die Leute, die dich nicht leihen können, ist ganz klein und die dich leihen können wahrscheinlich auch.

00:36:58: Also wenn du ein gutes Leben fürst, mögen dich sehr viele Leute.

00:37:00: Aber man staut, wie viele Menschen sich eigentlich eher für sich selbst interessieren.

00:37:05: Und als du gerade gesagt hast, so gehen wir gar nicht so sehr darum, anderen zu gefallen, haben mir so die Fortsetzung kopf.

00:37:11: Ja, aber manchmal wahrscheinlich so ein bisschen, dass man versucht, den anderen nicht zu gefallen.

00:37:16: Ja.

00:37:17: Sehr gut formuliert, ja.

00:37:18: Das ist wahrscheinlich noch mehr.

00:37:20: Und ich finde das manchmal ganz lustig.

00:37:21: Also wie viele Leute sich auch auf Erfolg verwehren oder Dinge auszuprobieren mit der Begründung, was würden denn die Nachbarn sagen?

00:37:28: Einfach nur Satz.

00:37:29: Ja,

00:37:29: auf jeden Fall.

00:37:31: Das haben viele, glaube ich.

00:37:32: Ja, definitiv.

00:37:34: Ich glaube, je jünger man ist, ist es mehr so, was sagen die Nachbarn über oder wie denken die?

00:37:39: Oder Entscheidungen?

00:37:41: von meiner Seite vielleicht vermehrt getroffen, wie reagiert die Familie, wie reagiert der Freundeskreis.

00:37:46: Während heute, natürlich hat man so seinen engen Kreis, wo man sich ehrlich auch noch mal fragt, aber ich mach heute viel häufiger auch Dinge, probiere es auch einfach mal aus und kann ja eh nicht Einfluss drauf nehmen, wie andere darauf reagieren und sondern einfach mehr mich selbst zu reflektieren, weil das jetzt gut für mich war, das schlecht für mich, wie gehe ich selber damit um?

00:38:05: und es ist total spannend diese Reise dann nochmal zu machen.

00:38:08: Was glaubst du, wenn du sagst, Gelassenheit ist ein Stück weit ein Symptom des Alters?

00:38:12: Woher kommt die?

00:38:13: Ist es so Lebenserfahrung oder muss ich, wie du, zweimal ein Weltmeister?

00:38:19: Nee, weil im Sport da habe ich deutlich weniger Gelassenheit als im nicht-sportlichen Kontext.

00:38:24: Ich glaube, das ist wirklich das Thema Erfahrung, die man sammelt.

00:38:28: Und ich glaube, auch mit mit zwanzig Jahren kannst du gar nicht so gelassen sein.

00:38:32: Da fehlt dir zum einen die Lebenserfahrung und du bist natürlich auch auch anders drauf und man blickt, glaube ich, auch anders aufs Leben.

00:38:40: In unseren Jahren bis jetzt ungefähr bei der Hälfte des Ganzen angekommen.

00:38:44: Und was ist denn eigentlich gerade wichtig?

00:38:46: Wo willst du deine Prioritäten setzen?

00:38:49: Ich möchte meine Zeit wirklich nicht mit Menschen verbringen, die nicht gut für mich sind.

00:38:53: Und ich glaube, man nimmt das Ganze auch anders wahr, weil man andere Prioritäten hat und setzt und auch eine andere Achtsamkeit, glaube ich, drauf hat.

00:39:00: Ich glaube, das ist das Entscheidende.

00:39:03: Zum jetzigen Soldat, was interessant ist, du sagst, der, der wirklich fünfzehn Karrieren gehabt oder so, ne?

00:39:08: Angefangen eigentlich die Schule, dann irgendwie Lehre, dann nochmal Abitur nachgemacht, dann beim Bund, dann irgendwie auf immer Flieger geworden, crazy.

00:39:15: Und dann hat er diesen schönen Satz gesagt, ja, dein erster Job muss nicht der sein, der dich reich und glücklich macht.

00:39:21: Und ich finde, in jungen Jahren spürt man noch einen viel größeren Druck.

00:39:25: Und der Mindset-Coach, mit dem ich gestern gerede, hat gesagt, die erfolgreichsten Menschen, die er sieht und immer bedenken, der hat sozusagen einen krass kleinen Filter, Top-Fünf in ihrer Brote.

00:39:34: Er wird sich klein, der meint, die meisten von ihnen sind in den Fünfzigern.

00:39:37: Ich weiß nicht, wie es dir so geht, aber ich hatte immer den Eindruck, alles klar, zwanzig, jetzt musst du racken.

00:39:41: Ja.

00:39:42: Ab thirty-five wird es ruhiger und das zeig ich gar nicht

00:39:45: so.

00:39:45: Hundertprozentig, ich glaube auch so dieser Moment, machst die Schule ... Da hast du die Schule beendet, egal jetzt ob Realschluss oder Abitur oder was auch immer und dann so die Erwartung zu haben.

00:39:55: Was machst du denn jetzt mit deinem Leben?

00:39:56: Du musst doch wissen, welchen Beruf willst du?

00:39:58: Deine Karriere, wo geht die lang so gradlinig?

00:40:01: Und da schreibe ich komplett und ich finde es auch wahnsinnig spannend.

00:40:05: Mir hat das da auch sehr den Horizont geöffnet, erweitert.

00:40:09: Ich war auch anderthalb Jahre in Australien unterwegs.

00:40:11: Zum Ende meiner Fußballkarriere konnte das so ein bisschen verbinden.

00:40:15: Und da sind wir Deutschen auch wahnsinnig extrem.

00:40:18: Also das verändert sich ja zum Glück, aber gerade in der Vergangenheit, wenn du in Deutschland einen Lebenslauf hattest, wo du fünf verschiedene Jobs hattest, dann wurde das nicht als positiv gesehen im Sinne von, boah, wie viel unterschiedliche Erfahrungen hast du denn, du hast dich als Mensch verändert, hast es denn auch dein Leben angepasst, sondern da war eher die Frage, wieso hast du denn fünf verschiedene Jobs hatt ich keiner länger genommen, wurdest du rausgeschmissen, hast du es nicht ausgehalten, bist du nicht beständig, du passt ja nicht zu uns rein.

00:40:42: Währenddessen in Australien war von Anfang an, das total in Ordnung fünf, zehn verschiedene Jobs zu haben, auch zu sagen, okay, ich arbeite jetzt zwei Jahre richtig hart und dann nehme ich mir eine Auszeit für ein halbes Jahr, bereise unser wunderschönes Land und dann suche ich mir den nächsten Job.

00:40:55: Und ich glaube, da hast du auch ganz große kulturelle Unterschiede.

00:40:59: Und wie gesagt, ich finde, das bricht in Deutschland auch mittlerweile deutlich mehr auf und das ist auch deutlich gesünder.

00:41:06: Also wir verändern uns auch, wir haben andere Interessen, oder?

00:41:10: Mit zwanzig weiß ich doch noch gar nicht, wo sind alle meine Interessen oder wo sind meine Stärken?

00:41:15: und bleibt auch offen, selbst wenn ich es vermeintlich weiß, probier dich doch aus.

00:41:19: Manche Dinge hast du noch gar nicht kennengelernt, weil willst du dir dann eigentlich wissen, ob es nicht was gibt, was dir viel mehr Spaß macht oder auch zurückzugehen und zu sagen, ich bin jetzt nicht gescheitert, sondern einfach, ich habe was gemacht, aber das passt gar nicht zu mir.

00:41:30: Aber ich bin froh, es ausprobiert zu haben und er suche mir aber was anderes, was viel mehr meinen Interessen entspricht oder meinen Stärken oder dergleichen.

00:41:39: Ja.

00:41:40: Die Wissenschaft auch so, dass Fallsifikationen fast wertvoller ist als Verifikation.

00:41:44: Ja.

00:41:45: Und ich weiß, was du meinst, ich war in Israel, da haben die gesagt, die Top Investoren, wir finanzieren nur Gründer, die schon ein, zwei Mal gescheitert sind.

00:41:51: Ja, auf jeden Fall.

00:41:52: Ich weiß auch, warum, weil da natürlich die dummen Fehler schon mal gemacht hast, hast dein Lehrgeld schon gezahlt, also geb ich dir recht, das manchmal wirklich wie so eine Tour da wirkt.

00:42:01: Wie was bei dir sonst, hast du so... Hast du viel Druck im Leben empfunden?

00:42:04: Auch so, wenn man so eine Karriere baut wie du?

00:42:06: Nee,

00:42:06: tatsächlich nicht.

00:42:07: Man ist ja wieder diese spannende, ne?

00:42:10: Gerade, wenn es über Überleistungssport zu sprechen, da ist jeder natürlich auch unterschiedlich.

00:42:16: Aber die meiste Antwort, die man ja immer wieder hört ist, der Druck, den man sich selbst macht, ist immer der größte.

00:42:22: Und das ist auch so.

00:42:24: Und das war für mich auch so.

00:42:26: Und da ist man halt in diesem Bereich, warum ist man denn erfolgreich?

00:42:30: Ich glaube, du kannst nur erfolgreich sein.

00:42:32: wo du nachher im Leben, wenn du ein Ziel hast und wo will ich denn eigentlich?

00:42:37: ohne Ziel hast du kein Erfolg, weil dann treibst du ja irgendwo dergleichen und dieses Ziel muss natürlich auch extrem hoch gesteckt werden.

00:42:44: Natürlich mit der Gefahr, dass ich auch scheitern könnte, aber wenn ich nicht danach strebe, Weltmeister zu werden, wie soll ich dem Platz drei erreichen?

00:42:52: Wenn ich sage, ich will unter die Top Ten kommen, dann komme ich vielleicht genau Top Ten, aber Ich hätte eigentlich vielleicht noch besser sein können.

00:43:00: Und ich glaube, das ist dann, was man dann natürlich mitnimmt, den Druck, den man sich selbst macht.

00:43:04: Und für mich war es denn so gewesen, ich will immer das Maximale aus mir ausholen.

00:43:08: Und manchmal ist es einem gelungen und manchmal ist es sicherlich nicht gelungen.

00:43:11: Und das war viel entscheidender.

00:43:14: Und ja, natürlich ab und zu Kriegssystem von außen mit.

00:43:17: Ich glaube, das beste Beispiel war für uns die Zwei-Tausend-Elfer-Media-Weltmeisterschaft zu Hause in Deutschland gehabt.

00:43:22: Da war sicherlich ein Druck von außen da und eine Erwartungshaltung.

00:43:27: Ich glaube, dass es aber vielmehr war auch eine ganz andere Öffentlichkeit, wo wir nicht darauf vorbereitet waren, was wir nicht erwartet hatten.

00:43:34: Und das kann man dann natürlich vielleicht auch mit Druck vergleichen.

00:43:37: Und daran sind wir dann gescheitert, weil wir mental nicht darauf eingestellt waren und damit sicherlich auch nicht umgehen konnten.

00:43:43: Aber für mich war es wirklich eher, was habe ich mir selber als Ziel gesetzt?

00:43:49: Wie bin ich damit Druck umgegangen?

00:43:50: Und ja, also ...

00:43:54: Ist ja meine spannende frage verträgt sich gelassenheit mit leistungssport?

00:43:59: also wenn du auf dem platz bist und hast so eine jetzt nicht leck mich am arschstimmung aber so ein bisschen lockerer sein bisschen in dir ruhen kannst du trotzdem dann hohe leistung bringen

00:44:09: hundertprozentig teilweise, glaube ich, sogar besser.

00:44:12: Und ich glaube, das merkst du dann auch erfahrener Sportler, die gehen anders um.

00:44:16: Also natürlich haben sie Erfahrungen gemacht, sie hatten deutlich mehr Misserfolge dann auch mal dabei oder haben die Fehler gemacht oder konnten damit umgehen.

00:44:23: Wenn du ein junger Sportler bist, hast du dein Ziel und jetzt machst du den Fehler und also im Fußballkontext, keine Ahnung, du verursachtest das Gegentor und du verlierst, weil du diesen Fehler gemacht hast.

00:44:34: Jetzt hast du zwei Möglichkeiten entweder Zell brichst du da dran, du kommst ins Negative, oder du sagst, okay, ich hab den Fehler gemacht, ich muss ihn aber ganz schnell abhaken.

00:44:44: Und da bist du dann bei dem Thema Gelassenheit, die Person, die es schneller schafft, diesen Fehler abzuhaken, weil den kannst du ja nicht mehr verändern und diese gewisse Gelassenheit mitzubringen, die wird schneller erfolgreich sein.

00:44:56: Und deshalb, glaube ich, eine gesunde Mischung ist sehr, sehr hilfreich diesbezüglich.

00:45:01: Oder, keine Ahnung, spielst du vor fünfhundert Zuschauern oder spielst du auf einmal vor achtzigtausend Zuschauern.

00:45:06: Wenn du diese Gelassenheit in dir drin hast, dann sind diese Achtzigtausend eher euphorisierend für dich.

00:45:13: Die pushen dich eher nach vorne und nicht im Sonne von, oh Gott, alle gucken mir jetzt zu.

00:45:18: und was mache ich denn damit?

00:45:19: Also von daher, ja, sie muss nur im richtigen Kontext sein und angewendet werden.

00:45:25: Wie

00:45:25: war das so bei dir?

00:45:26: Weil ich habe das auch von Leuten, die sich professionell damit beschäftigen, was erfolgreich Menschen erfolgreich gemacht, gerade im Sport, kam öfters mal dieses... Leute, die schneller Niederlagen abhaken können und Fehler.

00:45:38: Wie ist jedes Glocke?

00:45:39: Unterschiedlich und da auch wieder sicherlich zum Ende der Karriere schneller, besser, leichter.

00:45:45: Genau, es war sicherlich auch ein Prozess, aber generell, und das ist auch wieder so, dieses schöne Amteamsport natürlich, warum ich es einfach liebe, wenn ich einen Fehler mache, habe ich eine Mitspielerin neben mir, die die Chance hat, diesen Fehler wieder wettzumachen.

00:46:01: ob es eine Spielsituation ist, ich fälle den Ball, ihr kämpft ihn zurück oder keine Ahnung, ich habe einen Gegentor verschuldet, aber eine Stürmerin schießt dann den Ausgleich zum Beispiel.

00:46:10: Also das eine jemanden neben mir zu haben, der diesen Fehler auch ausbügeln kann und auf der anderen Seite auch für mich die Freude, eine Mitspielerin macht ein Fehler und ich bin in der Lage diesen auszubügeln oder ihr zu helfen, sie zu unterstützen.

00:46:23: Dieses Zusammenspiel ist eines der schönsten Gefühle, was man irgendwie auch haben kann.

00:46:27: Und deshalb glaube ich, dass ich relativ Früher auch schon gut damit umgehen konnte, aber natürlich, je mehr Erfahrungen, desto leichter ist es mir dann auch gefallen.

00:46:37: Weil ich erinnere mich immer an die Situation, bin ja ein großer Formel-I-Fan.

00:46:42: Und dann gab's diesen Wettbewerb, Ferrari gegen Mercedes, Sebastian Vettel, will hier das erste Mal den roten Titel wiederholen.

00:46:48: Dann ist der in Hockenheim bei Regen ins Kiesbett gerutscht.

00:46:51: Boah, das war ein Schmerz.

00:46:52: Und dann kam die mal auf den Zunahmen und gesagt, Stimmt seinen mein setten.

00:46:56: ich ist mit der einstehen was uns das erfähler macht und hätte recht grant ich darauf reagieren gesagt ich weiß nicht was ich von mir wollte.

00:47:01: ich arbeite mit den besten leuten der welt und ich glaube mein mein sette schon ziemlich okay und ich habe mich denn immer gefragt wie sieht sowas aus?

00:47:07: also welche mentalität verbindet sich mit dem thema fehler abhaken?

00:47:11: hast du für dich da was entwickelt oder war das so ein bisschen natürlicher prozess dass das mit der zeit einfach kam.

00:47:17: Ich glaube, das ist auch so ein natürlicher Prozess.

00:47:19: Aber auch, was für ein Umfeld hast du?

00:47:22: Wie reagiert denn dein Trainerteam da drauf?

00:47:24: Und generell glaube ich, dass der Sport eine richtig gute Fehlerkultur hat.

00:47:31: Auch Dinge anzusprechen.

00:47:33: Ich glaube, das fehlt im Alltag noch deutlich zu sehr.

00:47:36: Und da sind wieder die Dinge, wo man vom Sport extrem viel lernen kann.

00:47:40: Wir als Sportler wissen, dass Erfolg, Misserfolg steht und fällt mit Fehlern.

00:47:46: Ohne Fehler würde jetzt im Fußball jedes Spiel nun ausgehen, ist total langweilig, will keiner.

00:47:51: Die gehören also dazu.

00:47:53: Das heißt, von klein auf lernst du eigentlich, wie gehst du mit diesem Fehler um?

00:47:57: Es ist klar, dass ich dem Ball verlieren werde, dass ich einen Zweikampf verlieren werde.

00:48:01: Aber vielmehr die Frage, warum habe ich ihn dann verloren?

00:48:04: Dann gibt es zwei Antworten.

00:48:06: Entweder, weil ich nicht gut genug war, weil ich nicht... die Fähigkeiten, die ich vielleicht angewend habe, weil mir vielleicht aber auch einen Wissen gefehlt hat.

00:48:13: Also ich muss meine Technik meine Wege noch verfeinern.

00:48:15: Ich kann den Ball noch nicht richtig gut stoppen.

00:48:17: Also es ist etwas, woran ich arbeiten kann.

00:48:20: Aber auch die Erkenntnis, das lernst du auch recht zügig, recht schnell.

00:48:25: Ich habe alles richtig gemacht und trotzdem verlieh ich den Ball, wenn mein Gegenüber besser war.

00:48:30: Und das auch anzunehmen und zu akzeptieren und sagen, okay, ich selber konnte es jetzt vielleicht nicht verändern, aber... Wie können wir als Mannschaft das vielleicht anders abfangen?

00:48:38: Und das lernt man eigentlich von klein auf im Sportgeschäft und verfeinert durch Rückmeldung vom Trainerteam oder von Mitspielerin und auch der kritische Umgang mit sich selbst.

00:48:51: Also jeder Sportler kennt selbst Kritik, dieses Feedback.

00:48:55: Sportler wollen Feedback.

00:48:58: Sie wissen es teilweise selber, aber auch von außen.

00:49:01: Wie war das denn?

00:49:01: Aber warum war es denn so?

00:49:02: Was kann ich anders machen?

00:49:03: Wir lechzen danach.

00:49:04: Und das ist etwas, wo ich auch immer Freude drin habe, das zu probieren, in die Außenwelt ein bisschen weiter rauszutragen.

00:49:10: Weil Fehlerkultur in Deutschland, es wird besser, aber es ist ja immer noch nicht so leicht, das Menschen zu geben.

00:49:16: Ich habe einen Fehler gemacht.

00:49:18: Wie kann ich aber daraus lernen?

00:49:20: Ich habe alles richtig gemacht und trotzdem verliere ich.

00:49:23: Das stehe ich mir richtig schwer vor.

00:49:25: Tausend Prozentig, absolut.

00:49:27: Und im ersten Moment ist es auch, also keine Ahnung, du verlierst und du hast ein richtig gutes Spiel gemacht und du verlierst.

00:49:32: Ist es scheiße?

00:49:34: Magst du nicht?

00:49:34: Tut weh.

00:49:35: Da ist sicherlich auch eine Trauer da.

00:49:37: Wenn du dann aber mitabstand, dann einfach guckst.

00:49:40: Na aber wie war es denn?

00:49:41: habe ich alles gegeben.

00:49:42: Ja, ich habe alles gegeben.

00:49:44: Dann hast du trotzdem eine Zufriedenheit, weil das ist enorm wichtig.

00:49:47: Das war mir zumindest immer wichtig.

00:49:49: Ich wollte vom Platz gehen und auf ein Turnier beenden und gesagt haben, ich habe alles Menschenmögliche in dem Moment gemacht, was in dem Moment von mir hundert Prozent waren.

00:49:59: Und wenn das der Fall war, habe ich trotzdem eine Zufriedenheit.

00:50:02: Und dann gehört es, und das ist wieder der Sportsgeist natürlich, dann gehört es für mich dazu, auch Leistung anderer anzuerkennen.

00:50:11: Nein, die sind besser.

00:50:12: Ich weiß, es gibt auch andere Beispiele.

00:50:14: Dieses Klassiker, als Kind, ich konnte nicht verlieren, dann schmeiß ich die Spielfiguren vom Tisch.

00:50:18: Fand ich fürchterlich, konnte ich nie was mit anfangen.

00:50:20: Aber er hatte auch seine Berechtigung.

00:50:22: Aber ich gehöre wirklich zu den Menschen.

00:50:24: Ich kann andere Leistungen wirklich anerkennen, auch wenn es bedeutet, dass ich in dem Moment verloren habe und die anderen waren besser.

00:50:31: Dann bin ich stolz darauf, was ich geleistet habe und sage, wow, Wahnsinn, was du geschafft hast.

00:50:36: Ich finde, da gibt es immer noch einmal so krasse Beispiele, Ich hab mal mit dem erfolgreichsten Poker-Spieler der Welt gesprochen, der hat genau das selber erzählt.

00:50:42: Ganz oft spielst du die Hand ideal.

00:50:45: Du kannst gar, du hast nichts falsch machen, du verlierst trotzdem.

00:50:48: und es ist nicht selten so, sondern häufig so.

00:50:50: Und gibt ja auch immer diese Roger Federer Geschichten, wieviel Prozent seiner Aufsteher hat der gewonnen und wieviel Prozent seiner Spiele.

00:50:56: Und dann hast du gemerkt, er hat eigentlich fast jeden zweiten Punkt, glaube ich, verhauen.

00:51:01: Aber er hat halt die Entscheidenden gewonnen und hat an den entscheidenden Momenten, wenn er dann Fehler gemacht hat, schnell die Lösung gefunden.

00:51:07: Mit diesen fünfzehn Sekunden, kennst du das?

00:51:09: Ganz geil, er hat immer gesagt, ich gebe mir fünfzehn Sekunden, fünf Sekunden um mich zu ärgern.

00:51:13: Fünf Sekunden, um zu überlegen, was ich es nächstes Mal anders machen kann.

00:51:16: Und fünf Sekunden, um mich zu freuen, dass ich gerade gewachsen bin.

00:51:18: So, das ist eine geile Haltung irgendwie.

00:51:21: Hundertprozentig, genau.

00:51:22: Da bist du ja bei dem, die wirklich guten Zeichnen aus, schnell abhaken, weitermachen, draus lernen.

00:51:27: Ich meine, wenn du es innerhalb von fünfzehn Sekunden sogar direkt umsetzen kannst, ist er fantastisch, deshalb war er so erfolgreich.

00:51:33: Aber natürlich auch in der Nacharbeitung nach dem Spiel.

00:51:36: Was war es denn?

00:51:37: Ja, das sind die Unterschiede zwischen, ich bin gut.

00:51:40: Oder ich bin wirklich Weltspitze.

00:51:41: Was würdest du sagen, was war so... Manchmal hat es auch mit Niefen zu tun.

00:51:45: Was war so dein Aspekt, der dich in die Weltspitze gebraucht hat?

00:51:47: Ich glaube, der unendliche Ehrgeiz.

00:51:51: Ich war sicherlich eine sehr gute Spielerin.

00:51:54: Es gab aber auch in meinem Jahrgang selbst in Berlin ein, zwei Spielerinnen, die waren besser als ich.

00:52:00: Die hatten aber nicht den Willen, den ich hatte.

00:52:02: Und dann bist du wieder bei.

00:52:04: Ehrgeiz schlägt Talent sozusagen.

00:52:07: ganz kleine Anekdote in der Schule, Deutschunterricht, man fängt an mit Diktaten und irgendwann schreitste diesen ersten Aufsatz in der dritten Klasse oder so dergleichen.

00:52:15: Was möchtest du später einmal werden?

00:52:16: Was ist dein Berufsschwunsch?

00:52:17: Ich habe aufgeschrieben, ich möchte Fußballprofi werden.

00:52:20: Ich wusste nicht, was das bedeutet.

00:52:21: Aber ich wollte, ich wollte nur Fußball spielen, ich wollte erfolgreich sein.

00:52:25: Irgendwann habe ich Fernsehen gesehen, da gibt es eine Nationalmannschaft, da gab es die Frauen noch nicht mehr, da gab es die Männer.

00:52:29: Ich habe gedacht, ich kann nur in der Männernationalmannschaft spielen, habe sie ja nicht kapiert.

00:52:32: Ich wollte also da oben hin.

00:52:34: Und genau das hat mich erfolgreich... gemacht.

00:52:39: Ich bin zu WM gefahren.

00:52:41: Ich will gewinnen, ich will Weltmeister werden.

00:52:43: Und habe trotzdem dauerhaft diesen Spaß dabei gehabt.

00:52:46: Und ich war bereit, Sacrifice einzugehen.

00:52:49: Ja, Verzicht gehört dazu.

00:52:50: Ich wusste, wie gesagt, ich habe meine Familie häufig nicht gesehen.

00:52:53: Die Geburtstage, die ich verpasst habe, die weiß ich nicht, Ostern, was gefeiert wurde, wo ich nicht da war.

00:52:58: Meine Abiturzeit, ich habe die Abi-Feier verpasst.

00:53:00: Ich habe die Prüfungsphasen irgendwie verpasst.

00:53:03: Das gehörte dazu.

00:53:04: Ich konnte nicht in den Urlaub.

00:53:06: Reisen, wie ich wollte.

00:53:08: Das waren dann Verzichtmomente, um diesen Erfolg zu erreichen.

00:53:12: Und dann, wenn es erfolgreich war, konnte ich auch Party machen.

00:53:15: Ich konnte es aber nicht davor.

00:53:16: Ich musste halt andere Zeiträume haben und da war ich bereit, einfach alles zu geben.

00:53:21: Was ist denn in der Crunchtime?

00:53:23: Also wo ist Brasilien, Spanien?

00:53:25: Die haben ja auch alle Leute, die sagen, ich will Wettmeister werden.

00:53:28: Ich hacke mir hier einen linken C ab oder so.

00:53:30: Hast du da so ein Feeling ab, was es dann auf den letzten Metern ist?

00:53:34: Ich glaube, das war wirklich wahnsinnig spannend in Deutschland.

00:53:37: Diese Mentalität, die noch mal anders ist, gerade auch in der Zeit, wo wir erfolgreich waren, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, so, das letzte Funken nochmal anders rauszuholen.

00:54:06: Und das war, glaube ich, der Unterschied, der dann da war.

00:54:10: Spannend.

00:54:11: So, eins fehlt noch.

00:54:13: Es ist schon am Ende.

00:54:15: Es ist wahnsinnig schwer.

00:54:16: Ich muss dir wirklich zwischen zwei entscheiden.

00:54:18: Vielleicht kann ich einen kleinen Spaß plus One am Ende dazu führen.

00:54:23: Sprachen lernen, tatsächlich.

00:54:26: Und zwar... Ja, ich habe in der Schule klammern, hat Englisch gelernt und ich hatte dann auch Französisch gehabt und boah, war das eine Vollkatastrophe.

00:54:32: und diese Vokabeln.

00:54:33: Wozu eigentlich?

00:54:34: Und man hat die Anwendungen nicht gesehen und habe ich im Englischen auch nicht gesehen.

00:54:37: Es kam dann später mit meiner Karriere dazu und da ist eigentlich nichts übrig geblieben.

00:54:43: Und ich hätte gerne, weil es natürlich mit jüngeren Jahren einem einfacher Feld, Sprachen anders gelernt noch.

00:54:51: Also Französisch und Spanisch, das sind zwei Sprachen, die ich gerne noch sprechen würde.

00:54:56: Und das kommt mit der Erkenntnis, im Laufe der Jahre, durch den Fußball viel gereistern, viel kennengelernt, jetzt mein Privatleben, ich liebe es zu verreisen, in vielen Ländern dieser Erde unterwegs gewesen.

00:55:11: jetzt auch vermehrten Fußball-Kontext mit FIFA-Reisen unterwegs.

00:55:15: Und da sieht man klar, Englisch kann jeder, das kann ich auch perfekt, aber spanisch zu sprechen ist jetzt auch nicht so verkehrt oder französisch.

00:55:20: Und das hätte ich gerne gehabt, um auch nochmal eine andere Möglichkeit der Kommunikation zu haben.

00:55:27: Gerade, ich war im März im Urlaub in Kolumbien mit meiner Freundin zusammen und wir können beide kein Wort spanisch.

00:55:33: Und ihr sagt, okay, wir reisen trotzdem, haben uns dann eine kleine Unterkunft Homestay im Amazonas gesorgt und Ja, die Leute sprechen halt einfach nur spanisch.

00:55:42: Und wir hatten einen Übersetzer gehabt für Ausstüge und dergleichen.

00:55:45: Aber diese Familie war so toll, wenn zwar kein Wort verstanden, aber sie haben trotzdem sich die ganze Zeit mit uns unterhalten.

00:55:50: Und das war der Moment, wo ich dachte, wo?

00:55:52: wie schön wäre es, wenn ich doch spanisch sprechen und verstehen könnte.

00:55:56: Dann hast du einfach eine andere Nähe zu Menschen.

00:56:00: Und ja, das hätte ich gerne früher gemacht und gelernt.

00:56:04: Ich weiß, ich könnte es heute auch noch machen.

00:56:05: Aber boah, das fällt schon deutlich schwerer, jetzt noch eine Sprache zu lernen.

00:56:10: Ah, das ist so ein Thema, was mich immer so wohnt, weil ich würde mir das manchmal wünschen, so wie bei den Matrix-Filmen früher.

00:56:16: Wenn einer so am Computer sitzt, musst du dann, dann zack, hat die die Fähigkeit beherrscht, ne?

00:56:20: Weil ich mir so denke, boah, es gibt so viele Sprachen, die ich schön finde.

00:56:24: Ich finde, arabisch klingt schön, russisch ist irgendwie spannend, spanisch.

00:56:27: Mir geht's da so wie du, ich hab auch manchmal drüber nachgedacht, ich dachte, okay, ganz Lateinamerikans schon mal abhaken, spürst du da kein Wort, bist dann der Pampa und dann kannst du nicht, ne?

00:56:35: Das ist halt so fucking schwer, das nachzuholen, ne?

00:56:38: Ja.

00:56:39: Ich hab's ja mal gesagt, komm, der Gründer von Studiforz hat mir das lustierweise mal beigebracht, den Hacky von dem, wo ich dachte, du bist Programmierer, war aus der Social Network und auf einmal lernst du Sprachen am Verließmann.

00:56:50: Und er hat mir beigebracht, das fand ich ein interessanter Insight, dass wir Sprachen oft falsch lernen.

00:56:55: Wir lernen die oft so links-deutsches Wort, rechts-spanisches Wort.

00:56:59: Und er meinte, du musst es so lernen, wie du es als Kind gelernt hast.

00:57:01: Du bist doch auch nicht zu dem Kind hingegangen, hast ihm gesagt, Waschmaschine und dann irgendwie Dishwasher, so geht er gar nicht, oder waschmaschine.

00:57:08: Sondern du hast einfach geredet und aus dem Kontext die Sachen erschlossen.

00:57:12: Da gibt es Techniken.

00:57:13: Naja, vielleicht sollte ich die nochmal anrufen, wenn ich jetzt hier mit dir rede.

00:57:16: Und definitiv, also meine Sorge, damals, als ich in Schweden Fußball gespielt habe und dann auch die schwedische Sprache, das ist eine sehr leichte Sprache, weil jetzt nicht so schwer zu lernen, aber ich habe schwedisches Kinderfernsehen geguckt, vor allem Pipi Langstrumpf.

00:57:27: Es ist die einfachste Sprache, die gesprochen wird.

00:57:30: im Sinne von, wenn man sich auch auf Deutsch anhört, das sind einfache Worte.

00:57:34: Und es wird langsam gesprochen und verständlich.

00:57:36: Und ja, also Kinderfernsehen, jetzt nicht unbedingt alle Ateletabis.

00:57:40: Ich glaube, der lernt immer die Sprache nicht so gut.

00:57:42: Aber Kinderfernsehen in einer anderen Sprache ist perfekt.

00:57:46: Ich nehme jetzt aber auch jetzt total gelehrt, nicht die Zeit da, Spanisch zu lernen oder Französisch oder so der gleiche.

00:57:51: Ich hab Asterox auf Französisch geguckt, ich hab kein Wort verstanden.

00:57:56: Wobei die Frage ist, Astricks Oberlegs ist ein Kinder-Fansinn oder ist es nicht ein Ergriffenteils-Erwachsen-Fansinn, wo doch sehr schnell gesprochen wird.

00:58:02: Ja, mir geht es ganz oft so, dass ich mir so denke, was für schöne Redewendung gibt es im Deutschen und was für bürghafte Sprache kann man im Englischen.

00:58:09: Und jetzt denkt es mal weiter, wenn du jetzt Perse schließt, was muss es da für schöne Gedichte geben.

00:58:15: Spanisch für tolle Fluchereien oder italienische Schimpfwörter, you name it.

00:58:19: Und auch Bilder, also wie Leute einfach reden mit was für Sprachbild.

00:58:22: Ich meine, das ist ja auch so ein Kind.

00:58:23: In Deutschland sagen wir, eine Hand wäscht die andere, auf Englisch sagst du, scratch each other's back.

00:58:28: Ja.

00:58:29: Und ich finde, da steckt so viel drin.

00:58:30: Deswegen kann ich das... Das bin ich auf wehmütig jetzt hier am Ende Sommer.

00:58:34: Schön, dass ich dich da erwischt habe, aber ja.

00:58:37: Aber ich geb dir total recht, diese Art und Weise Sprache zu lernen, dieses eins zu eins übersetzen.

00:58:41: Funktioniert ja nicht, dann macht's ja auch keinen Sinn.

00:58:43: Dann gibt's ja die tollen... Englisch aussprüche.

00:58:46: dann, klar, wenn du das deutsche Direkt eins eins ins Englisch und übersetzt, macht es keinen Sinn.

00:58:49: Aber ja, diesen Hinweis mit, wie wir Sprache lernen, hätte ich auch schon früher gebraucht.

00:58:55: Ich finde auch manchmal habe ich ein bisschen Sorge, ob jetzt KI dazu führt, dass die Leute offen zu lernen.

00:58:59: Weil wenn du mit Kindern dich unterhältst, sagen die so, also meine Kinder noch nicht so, aber so die mit Teenager sagen diese Papa, warum soll ich das lernen?

00:59:07: Guck mal hier.

00:59:08: Was ist das und das?

00:59:09: What about it?

00:59:11: Informationen finden mich.

00:59:13: Ich muss eigentlich gar nichts mehr.

00:59:14: Und das finde ich, ich glaube nicht, dass es smart ist auf langer Sicht.

00:59:17: Du bist halt völlig abhängig.

00:59:18: Auf gar keinen Fall.

00:59:19: Also für mich, mal schauen, wie sich das entwickelt.

00:59:23: Im Amazoner sind es erschreckend.

00:59:24: Da hast du teilweise wirklich richtig guten Internetempfang, wo wir waren.

00:59:28: Aber zum Glück, und dann auch noch Strom mit Generator untergleichen.

00:59:31: Und dann gab es dann Internet, gab es dann nur zwischen neunzehn und zwanzig Uhr und das Signal vom normalen Handy war einfach nicht vorhanden.

00:59:37: Super, also klar, du kannst es dir auch offener runterladen, aber häufig die technischen Geräte, die funktionieren gar nicht.

00:59:43: Toll, super.

00:59:45: Und dann, wie kommst du dann klar?

00:59:46: Ja.

00:59:47: Ja, deswegen stimmt ja dieses... Kopfhörer mittlerweile drin haben, die nehmen was auf, übersetzen es dir und du sprichst rein und auf deinem Telefon wird angezeigt in der Sprache.

00:59:55: Das ist ja schon ein bisschen Star Trek so, ne?

00:59:57: Hundertprozentig.

00:59:58: Ja, da ist man auch in dieser Bequemlichkeit irgendwie drin.

01:00:00: Aber ich glaube, was für mich, aber das sind halt unterschiedliche Ansätze.

01:00:06: Ich will ja diesen direkten Kontakt mit den Menschen halt haben.

01:00:09: Und ich glaube, wenn du halt einfach immer nur übersetzt, da ist eine Maschine dazwischen, dann hast du nicht die hundertprozentige Interaktion.

01:00:17: Da stimmt.

01:00:18: So, als kleines Resumé unserer hundertprozentigen Interaktion.

01:00:21: Ariane Hings.

01:00:22: Nummer eins, Krafttraining und Athletik können deine Gesundheit länger bewahren oder sind wichtig für dich.

01:00:27: Nummer zwei, tauchen ist das beste Hobby.

01:00:29: Nummer drei, Geldanlage solltest du selbst können, nicht mit Finanzexperten.

01:00:33: Nummer vier, lerne Gelassenheit, weil du kannst es eh nicht jedem recht machen.

01:00:37: Und Nummer fünf, Sprachen lernen ist etwas, was dich sehr voran bringt und wertvoll ist.

01:00:42: Genau so.

01:00:43: How cool is that?

01:00:45: Jetzt glaubst du, jetzt haben wir gesagt, wir sind vierundvierzig fast, glaube ich, ne?

01:00:47: Wievierzig war?

01:00:48: Dein Alter?

01:00:49: Äh,

01:00:49: sechsundvierzig, danke, danke.

01:00:51: Äh,

01:00:53: in den nächsten fünfundzwanzig wird es eh nicht aussehen, in diese Richtung, wie wir es jetzt hatten, oder was glaubst du, kommt noch?

01:00:58: Nein, da werden definitiv andere Punkte draufstehen, ist auch das Schöne im Leben, da reflektiert man anders.

01:01:04: Das wird super spannend sein, ich hab keine Ahnung, was draufsteht, aber den einen Bonus den muss ich noch rein, schmeißen.

01:01:10: Mango Sticky Rice ist das beste Dessert, was es gibt.

01:01:13: Hätte ich erst vor drei bis vier Jahren kennengelernt, hätte ich auch gerne schon früher gewusst, vor allem in meiner aktiven Karriere, da konnte ich noch besser essen, da habe ich nicht so schnell angelegt.

01:01:21: Was für ein geiler Nachtisch.

01:01:24: Ist ja lustig, ich habe überlegt, ob ich dich jetzt nicht noch einladen soll zum Sushi-Essen beim Vietnam-Meal.

01:01:29: Geht in die richtige Richtung mit dem Asiatischen.

01:01:32: Na gut, dien wir noch mal aus, ey du.

01:01:34: Vielen Dank, mein großes Vergnügen.

01:01:36: Danke, dass ich hier sein durfte, hat Spaß

01:01:37: gemacht.

01:01:40: Wow, das war ein inspirierendes Gespräch, oder?

01:01:43: Denk dran, jeden Freitag, dem fünften Tag der Woche erscheint eine neue Folge.

01:01:47: Also

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01:02:02: Ihr habt doch kurz Zeit dafür.

01:02:04: Genauso wie für einen Besuch auf unseren Social-Media-Kanälen, um Updates und exzessive Inhalte zu erhalten.

01:02:08: Die Links findest du in den Shownotes.

01:02:09: Wir freuen uns nämlich über deine Anregung und Feedback zu zukünftigen Themen und Gästen.

01:02:13: So, und jetzt hören wir nochmal unseren Podcast-Zon rein.

01:02:15: Bis zum nächsten Mal.

01:02:16: Bleib inspiriert und neugierig.

01:02:18: Dein

01:03:21: Joel.

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