Stefan Jürgens (Schauspieler): 5 Dinge, die ich gerne mit 20 gewusst hätte
Shownotes
Vielleicht kennst du den Spruch „5 Things I Wish I knew when I was 20“? In einem persönlichen Talk erfährst du 5 große Learnings, die Stefan Jürgens im Business, aber auch im Privatleben gemacht hat. Stefan Jürgens berichtet von entscheidenden Stationen im Leben, wie z.B. dem Studium, dem Einstieg ins Berufsleben, aber auch von Erfahrungen aus seinem Privatleben, die ihn zu dem gemacht haben, was er heute ist. Diese Episode gibt dir Anreize, Neues auszuprobieren und soll dir helfen erfolgreicher zu werden. Egal, ob du noch jünger als 20 Jahre bist oder älter. Du erfährst... 1) Hab Geduld! Mit anderen, doch vor allem auch mit dir selbst. 2) Verlass dich auf deine inneren und äußeren Qualitäten sowie die Gewissheit deines eigenen Durchhaltevermögens. 3) Halte nicht an Dingen fest, von denen du glaubst, sie müssen verstanden werden. 4) Die Dinge, die nicht funktionieren, sind wahrscheinlich die wichtigeren in Deinem Leben, weil du durch sie mehr lernst. 5) Es gibt für alles immer eine Lösung. 6) Die anderen kochen auch nur mit Wasser. 7) Vergleiche dich nie, sondern gehe den Weg, den du für richtig hältst. 8) Du musst keine Angst haben, dich zu öffnen und Hilfe zu erbitten. 9) Neid, Missgunst und Nicht-Gönnen halten dich zurück oder zerstören dich im schlimmsten Fall sogar. 10) Nimm dich selber nicht so wichtig. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joël Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Stefan Jürgens, Schauspieler, Musiker __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 Übersicht aller Sponsoren __________________________ ||||| PLAYLISTS ||||| Lust auf mehr? Entdecke unsere Playlists mit weiteren spannenden Episoden zum Thema: __________________________ ||||| LEXIKON ||||| Du verstehst nur Bahnhof? Zu viel Fachchinesisch? Unser Lexikon hilft dir dabei, die wichtigsten Fachbegriffe zu verstehen: 🔹 Theateraula - Ein besonderer Raum in Schulen oder Theaterkomplexen, der für Theateraufführungen oder Proben genutzt wird. 🔹 Regietheater - Eine Form des Theaters, bei der die Regie die Hauptrolle in der Interpretation von Stücken übernimmt, häufig durch moderne Adaptionen und Inszenierungen. 🔹 Intendant - Die Person, die die Leitung und künstlerische Verantwortung für ein Theater, eine Oper oder ein anderes kulturelles Institut innehat. 🔹 Kantinen-Schauspieler - Ein umgangssprachlicher Ausdruck für Schauspieler, die regelmäßig in der Theaterkantine anzutreffen sind, oft mit einer negativen Konnotation von Unproduktivität oder Unzufriedenheit. 🔹 Comedy-Shows - Unterhaltungsprogramme, in denen humoristische Sketche und Darbietungen präsentiert werden. __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:02:02) Sei geduldig mit Dir selbst (00:16:47) Es gibt immer eine Lösung (00:21:08) Die anderen kochen auch nur mit Wasser (00:31:31) Um Hilfe bitten ist keine Schande (00:48:03) Nimm Dich selber nicht so wichtig __________________________ ||||| WIR ||||| 🧢 Ich bin übrigens Joël, der Macher dieses Podcasts. Ich bin ein Creator und Medienunternehmer, der für Wachstum und Vielfalt steht. Mein Vorgehen besteht darin, dass ich inspirierende und erfolgreiche Menschen interviewe, um von ihnen zu lernen und Wissensabkürzungen für dich und mich aufzutun. 👉 Mit meinem Podcast digital kompakt zeige ich dir Wachstumsstrategien für dein (Digital-)Business, indem ich erfolgreiche Unternehmen und Expert:innen interviewe 👉 Mit meinem Podcast 5 Dinge mit 20 zeige ich dir, wie du persönlich wachsen kannst, indem ich inspirierende Menschen frage, was sind ihre 5 Dinge, die sie gerne schon mit 20 gewusst hätten 👉 In meinem Newsletter fasse ich dir Jeden Freitag die besten Learnings aus meinen Podcasts zusammen sowie viele weitere Einsichten aus meinen Aktivitäten. 💛 Abonniere „digital kompakt“ auf Apple Podcasts, Spotify & Co. Wenn dir die Folge gefallen hat, hinterlasse uns bitte eine Fünf-Sterne-Bewertung! 👥 Wir streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.Transkript anzeigen
00:00:00: Triggerwarnung, wenn du jetzt weiter hörst wird sich dein Leben nachhaltig verändern.
00:00:10: Die anderen kochen auch nur mit Wasser und die Sorgen und die Ängste und die Hemmungen, die man haben kann als junger Mensch auch später vielleicht noch diesen Kampf zu zeigen verbunden vielleicht bitte Angst zu versagen habe ich als jungermensch eher sehr solitär betrachtet Also auf mich bezogen.
00:00:33: Diese Erfahrung, dass man sich davon lösen kann, die führt zur größeren inneren Ruhe und irgendwann stellt man fest es ist alles nicht so schlimm was die so alles passiert
00:00:43: ist.
00:01:02: Hi Five Leute hier ist Joel und ich habe wieder eine großartige Person am Start die mir ihre fünf Dinge verrät, die sie gerne schon mit zwanzig gewusst hätte Und ihr wisst ja, ich bin immer hinterher.
00:01:11: Dass sich bei interessanten Menschen, die viele verschiedene Dinge gesehen haben, versuche möglichst viel zu lernen.
00:01:16: und mein heutiger Gast der liebe Stefan Jürgens ist so ein jemand denn das ist wirklich ein extrem vielseitiger Künstler.
00:01:23: Ich habe Stefan schon im Vorfeld gesagt dass ich noch so alte Fan-Garde seiner früheren Sachen bei RTL Samstag Nacht bin aber seitdem hat sich ja unfassbar viel getan.
00:01:30: also viele von ihnen kennen ihn als Schauspieler zum Beispiel aus der Fernsehserie Soko Wien.
00:01:34: Aber seit zwanzig einundzwanzig konzentriert er sich auch verstärkt auf Musik Und hat ein ganz tolles Live-Programm.
00:01:39: Ich würde es mal als so eine Kombination aus Poesie, Musik und durchaus auch so eine gewisse scharfzündige Comic verpacken... ...und von daher bin ich mir sehr sicher, dass heute ein richtig schönes Potpourri an Inhalten zusammenkommt!
00:01:50: Von daher lieber Stefan, ich freue mich sehr, dass du da bist.
00:01:52: Moin moin!
00:01:53: Moin
00:01:54: Moin, ich danke sehr für die Einladung.
00:01:56: Ich hab ja eben gerade schon im Vorgespräch dich gefragt und dann meintest du, das ist eigentlich schon mein erster Punkt.
00:02:00: Deswegen... Das ist ja das erste was mich mal neugierig macht.
00:02:02: als Unternehmer der ich bin habe ich ja immer so eine gewisse Ungewissheit also so ein gewisse Unsicherheit auch und ich hab mich immer gefragt wie das in der künstlerischen Zunft ist wenn man wie du zwischen so vielen Kontexten eigentlich agiert.
00:02:13: also Theater Musik Comedy Komik vielleicht auch mal so bisschen fast schon gesellschaftlich angehauchte Themen.
00:02:20: Wie gehst denn damit um?
00:02:22: Na ja, also erstmal muss ich für der ganzen Fragestellung fünf Fragen oder fünf Dinge die ich gerne schon gewusst hätte mit zwanzig sage.
00:02:28: Ich habe lange überlegt.
00:02:29: Ich hab lange überlebt.
00:02:30: Also mindestens in einer Viertelstunde heute Morgen.
00:02:34: Weil ich eigentlich für jemand bin, der grundsätzlich per se erst mal sagen würde, ich wollte mit zwantig keine Dinge wissen, die ich heute weiß.
00:02:42: Das wäre mal sein erster Impuls gewesen weil man das Leben sich eigentlich darauf aufgebaut hat Mit einer Erfahrung, die man macht umzugehen und aus ihnen zu lernen.
00:02:50: Manchmal stelle ich mir erschreckend vor, dass sich bestimmte Dinge schon mit zwanzig gewusst hat und dich heute gewusst habe.
00:02:55: Dazu gehören dir auch die Dinge, die vielleicht nicht so gut gelaufen sind.
00:02:58: Insgesamt glaube ich deine Frage zieht da vorhin ab wie geht man mit der Klarheit um was alles im Leben passieren kann?
00:03:06: Wie man sich durchwalzt ab und zu?
00:03:09: Mein erster Punkt ist... Geduld zu haben, das ist das allererste was ich gerne mit zwanzig schon gewusst hätte.
00:03:14: Wie gut es wäre wenn man sich geduldigt zeigt also geduldig zeigt auch gegen sich selber nicht immer diesen Druck zu haben permanent Dinge zu erledigen und erfüllen zu müssen sondern mit einer gewissen Selbstliebe auch sich zuzuschauen und seine eigenen Fehler zu akzeptieren.
00:03:32: Ich habe ein Leben gelernt dass all die Dinge die passieren die spannenden Dinge immer sind die man nicht auf dem Plan hat.
00:03:38: Also man macht sich mit zwanzig Jahren einen Plan.
00:03:40: Ich gehe zur Schauspielschule, ich werde Schauspieler und möchte gerne Bühnenstar werden und dann ist man mit dreißig Platz im Fernsehen und macht Comedy-Shows.
00:03:47: So dass das erste, ja da weiß man schon mal gar nicht mehr wo es lang geht.
00:03:49: Das heißt die Dinge, die passieren, die unterwegs passieren, die man nicht auf der Rechnung hat, die einem vielleicht sogar unheimlich klingen am Anfang, das sind die Dinge auf die man sich einlassen sollte.
00:04:01: also diese Neugierde und diese Offenheit und mal gucken wo's ein hinträgt und das finde eine der größten Erfahrungen, die ich in meinem Leben gemacht habe.
00:04:11: Wenn ich mich auf den Plan verlassen habe dann ist meistens was anderes herausgekommen und ich hab hin-und wieder schon damit gehadert dass es nicht das wurde was sich am Anfang dachte bis ich irgendwann begriffen habe manchmal auch vielleicht ein Hauch zu spät wie gut das eigentlich ist weil sie gerade tue und dazu gehört eben die Zuversicht dass alles irgendwie guten weg geht und die Neugierde und die Abenteuerlust pflegen pflegend pflege.
00:04:37: Weißt du, was ich dann aber auch immer so schwierig finde?
00:04:39: Wenn es so viele ab zwei gegeben.
00:04:40: Also bei dir zum Beispiel... Ich bin so ein auditiver Typ, so ein vordringliches Thema, das mir bei dir mal auffällt.
00:04:47: Du hast eine teigale Stimme!
00:04:49: Und ich stelle mir dann so deiner Situation vor, neunziger Jahre RTL samstag Nacht auf irgendeinem Wege dahin zu kommen.
00:04:54: Können wir gleich noch mal drüber quatschen wie das eigentlich so zustande kam?
00:04:57: Sitzt du da und sagst okay wo geh ich denn jetzt eigentlich lang?
00:04:59: Ich könnt jetzt links rumgehen in Richtung Fernsehen vielleicht sogar Moderation Schauspiel was in die Ecke!
00:05:04: Ich kann gerade aus weiter gehen machen was mit Comedy... ...ich kann rechts rum abbiegen.
00:05:08: Da hat mich grad einer gefragt ob ich nicht auch Lust auf Synchro hätte.
00:05:11: Ach und Mensch hinter mir liegt ja auch noch das Thema Theater.
00:05:13: da könnte ich auch nochmal hingehen.
00:05:14: Wie hast Du denn für dich immer Entscheidungen getroffen Was von denen allen Unwegbarkeiten sich richtig anfühlt?
00:05:20: Also die erste Entscheidung zum Theater zu gehen war eine sehr freiwillige und selbstbestimmte, weil ich an der Schule auf meinem Gymnasium der Schüler war, der am meisten Zeit in einer Schule verbracht hat.
00:05:32: Allerdings nicht im Unterrichtsraum sondern in der Theater-Aula.
00:05:35: Und der Wunsch dann irgendwie zum Theater oder zur Theater-Schule zu gehen waren eigengewählter Wunsche.
00:05:40: den habe ich auch voll umsetzen können.
00:05:42: Das ist auch wieder so ein Beispiel dafür.
00:05:44: Man denkt sich man das ist eigentlich meins genau.
00:05:47: da will ich hin.
00:05:48: Bei mir war das ich stand wie der Ochse vom Berg, ehrlich gesagt.
00:05:50: Ich dachte du wusstest gar nicht, wo mach' ich das überhaupt?
00:05:52: Ich hatte etwa achtzehn und hatte überhaupt keine Ahnung, wie man das macht.
00:05:55: also habe ich ins Branchenbucke guckt, wo man sich ausbilden lassen kann zum Schauspieler.
00:05:59: Das nächste war Bochum, das war dreißig Kilometer weg von meiner Heimatstadt.
00:06:02: Das konnte ich mit der S-Bahn erreichen.
00:06:04: Also bin ich da hingefahren, hab da angesprochen bei dem Sekretariat und ich sagte es war wunderbar, komm's in zwei Wochen sind die Aufnahmeprüfungen Und ich wusste vor nichts, also gar nix.
00:06:13: Dann habe ich ein bisschen was ausprobiert, bin da hingefahren und bin zu dieser Schule gekommen mit völlig ohne Erwartungen.
00:06:18: Das heißt, ich wollte einfach mal gucken wie das vor sich geht.
00:06:21: Und dieser komplett nicht vorhandene Druck hat dazu geführt dass ich gleich am Anfang genommen wurde weil ich frei aufspielen konnte.
00:06:28: Wenn ich damals gewusst hätte, dass ich mich auf meine inneren Qualitäten oder auch meine äußeren Qualitäten verlassen könnte dann wäre das Nummer zwei gewesen was ich gerne damals schon gewusst hatte denn dann hätt' ich viele Krisen oder viele Fragen Minderwertlichkeitskomplex sind immer im lauf der zeit.
00:06:45: aufbauen kann gar nicht erst überstehen müssen.
00:06:47: Das ist auch so ein Punkt, ne?
00:06:49: Da muss ich jetzt ja mal als Fan sozusagen fragen wie bist du denn eigentlich dann zu diesem ganzen RTL Wahnsinn gekommen?
00:06:54: also ich hatte ja auch mal Olli Dietrich irgendwie im Podcast.
00:06:57: da haben wir auch viel über Ditche geredet und aber auch über diese alte Zeit.
00:07:00: Ich habe doch noch so viele Bilder von euch im Kopf Und das war wirklich so eine ganze Entourage an Leuten die da irgendwie zusammen kamen was die Geschichte dahinter.
00:07:07: Bei mir war die Geschichte, ich hatte über acht Jahre schon bereits im Theater und ich war ziemlich frustriert am Theater.
00:07:14: Ich war so ein bisschen der Theater-Soldat das heißt ich war in jedem Stück vorhanden aber meistens waren es tragende Rollen also kleine Rollen, die irgendwas durch die Gegend tragen mussten.
00:07:23: Ich habe mich nicht richtig durchgesetzt in dem Zeitalter mit auch viel mit anderen Dingen noch beschäftigt und mit mir beschäftigt.
00:07:32: Und irgendwann kam dann der Punkt, dass ich tatsächlich da war.
00:07:35: Ich war in Köln am Theater und saß in der Kantine abends um zwölf Uhr und war stimmbedrunken und war frustriert und war emosan und plötzlich... Da gab es so einen hellen Moment.
00:07:45: das ist einer der entscheidesten Momente meines Lebens gewesen tatsächlich wo ich mal einen kurzen Moment lang wie in so einer Meditation gehen neben mich getreten bin und mich angeschaut habe.
00:07:56: Der Punkt der Wahrheit war bitter, weil ich dort einen knapp dreißigjährigen Nörgeln den Kantinen Schauspieler sah, der ich nie werden wollte und mich in einer gewissen Weise als bereits gescheitert angesehen habe.
00:08:09: Und hab gesagt das kann nicht wahr sein, es kann nicht dein Leben sein jetzt!
00:08:14: Das hat so weit getragen dass ich tatsächlich am nächsten Morgen wieder nüchtern zu meinem damaligen Intendant gegangen bin Schwerem Herzen und mit Herzklopfen natürlich.
00:08:27: Ich bin dann da raus, der hat mich nur groß angeguckt und so hat ich okay akzeptiert das war für die nächste Spielzeit.
00:08:33: Dann bin ich da draußen und dachte was machst du jetzt eigentlich?
00:08:37: Und dieser merkwürdige Moment des Mutes den ich quasi nicht geplant hatte sondern der in mir wuchs und ausbrach Das war eine der elementarsten Zündungen meines Lebens weil Das Glück hatte, die Erfahrung zu machen das daraus eine Rudes entstand.
00:08:56: War dann drei Monate lang etwas in Fragestellung.
00:08:58: was passiert?
00:09:00: Meine damalige Freundin und später auf erste Frau wurde schwanger auch noch in der Zeit Und ich stand da und dachte mir nur doll Was machte ihr jetzt von Medienplanen nächstes Jahr?
00:09:09: kein Job mehr und nichts.
00:09:11: Es waren harte zwei drei Monate.
00:09:13: Dann hörte bei ihr die Übelkeit auf und Bei mir ging es Telefon weiß Gott warum?
00:09:19: also.
00:09:19: mit anderen Worten dass alte chinesische Sprichwort wenn du irgendwo ein Fenster zu machst, dann drehe ich um.
00:09:24: Es geht irgendwo ein anderes wieder auf.
00:09:26: Genau das ist in meinem Leben sehr oft passiert und ... Das habe ich mit dreizig das erste Mal erlebt.
00:09:31: Wenn ich das mit zwanzig schon gewusst hätte, wäre vielleicht auch einiges einfach geworden.
00:09:35: Wer war dran am Telefon?
00:09:37: Es gab mehrere Anrufe aber einer davon war der berühmte Anruf von Hugo Egonbalder.
00:09:42: Ich hab's hier gesehen da in so einem Stiftjahr und da würde ich sie mal kennenlernen und wir haben hier einen Unternamens getroffenen weil ich fand den ja ganz spannend Weil das Glück hatte auch damals in der Offenheit zu sein, dass ich erst mal jeden, der mir irgendwie interessant vorkam, auch kennenlernen wollte.
00:09:58: Wir haben uns dann hingesetzt und hat mir etwas von dem Konzept erzählt.
00:10:01: Und ich dachte mir vielleicht ist es gar nicht so schlecht, also aus zehn Jahren Theater wo sich alles nur im eigenen Nabel dreht... ...und damals war's ja eine extreme Form des Regit theaters.
00:10:11: Das war der Nabel der Welt und nix draußen durfte passieren.
00:10:14: Vielleicht hörst du einfach mal auf und machst ein bisschen Quatsch?
00:10:17: Dann hat er mich eingeladen zu einem Come Together.
00:10:21: Da waren berühmte Figuren wie Dietrich und Boning etc.
00:10:24: schon dabei, und wir haben uns dann glaube ich zwei Tage lang in irgendeinem Studio in Hürtkarscheure, wenn später auch die Sendung aufgezeichnet wurde zu einem Probe-Unsinn getroffen – zweitage lang!
00:10:36: Ich bin da reingekommen und habe Wiegert in seinem grünen Grasansuch gesehen und Olle in seinem karierten Quatschansuch und Mirko der rumhampelte... Und irgendwie hab ich gesagt, ich muss hier ganz schnell wieder raus….
00:10:50: Daraus wurden dann bekanntlich fünf Jahre.
00:10:52: Ja, aber cool!
00:10:53: Wenn ich mich richtig entsinne... Ich war sogar... Fällt mir gerade ein, wie du das sagst?
00:10:56: Ich war auch in der Theater AG und solche Formate waren für mich irgendwie die Sachen, weshalb man sich da dieses Kurz-Sketch-Formate und so...
00:11:03: Aber ich hatte das gar nicht auf dem Schirm.
00:11:04: Ich wollte eigentlich ernsthafter großer Theaterstar werden.
00:11:08: Ich hatte auch kein Fernsehen oder Film aufm Schirm, ich wollte einfach nur ins Theater.
00:11:14: Wie es dann so ist, der Leidensweg muss dann irgendwann mal so groß werden bis man diesen Weg möglicherweise.
00:11:20: Also das ist auch ein Punkt, wir müssen ja hier nicht durchnummerieren.
00:11:23: Nicht an Dingen festhalten von denen man glaubt sie müssten kapiert werden oder müssten geschafft werden nur weil man meint irgendwie man hat jetzt seinen Plan und daran muss man festhalten.
00:11:32: bei mir was damals aus der Not zu dass ich gelernt habe Ich muss mal hier loslassen.
00:11:37: Und wenn ich heute mit meinen einen sechzig Jahren zurückblicke und zum Beispiel zurückblicken dass sich die letzten zwei drei Jahre fast ausschließlich Theater gespielt haben und dieser Dieser Kreis sich auch wieder geschlossen hat dann weiß ich umso mehr Gelassenheit und Zuversicht, dass alles schon seinen Weg geht ist der beste Ratgeber.
00:11:56: Jetzt war ja dein erster Punkt das du gesagt hast Geduld.
00:11:59: Geduld zu haben auch mit sich selbst.
00:12:01: Sind wir ehrlich?
00:12:02: Ist die Scheiße an Geduld nicht, dass man die gar nicht lernen kann sondern dass sie irgendwie so mit einem Alter kommt.
00:12:06: oder hast du für dich so ein fahrt gefunden?
00:12:08: Da steht aber die Frage ist ja nicht fünf Dinge, die mich schon gewusst hätte, die man aber noch nicht wissen kann.
00:12:14: Ich meine gerne Gewusstätte!
00:12:15: Ja natürlich das geht gar nicht anders.
00:12:17: also meine Geduld habe ich nicht mit dem Schaumblösser gefressen sondern mit kleinen kleinen Tee löffelchen einzeln hinein gebracht.
00:12:24: im lauf der Jahrzehnte muss man ja sagen.
00:12:28: Wenn man mal so es gibt natürlich schon bestimmte Vorentscheidungen oder sagen wir mal Tendenzen durch Erziehung
00:12:34: etc.,
00:12:35: eine gewisse Disziplin, die man von zu Hause aus lernt.
00:12:39: Eine gewisse Stringenz, gegen die ich bestimmt nichts sagen möchte nur wenn man kann alles übertreiben und bei einer Diszipline die man vielleicht von zuhause aus lernen kann und sollte möglicherweise sollte man auch lernen mal fünf Grad sein zu lassen also die Luft unter die Fühlen zu bringen Man hat so ein bisschen das Gefühl dass man immer in eine Richtung des Funktionierens gedrängt wird.
00:13:06: Ich habe aus den Erfahrungen immer versucht zu lernen und auch meinen Kindern irgendwie ein bisschen beizubringen, dass sie sich ja auch ein bisschen umschauen.
00:13:13: Und die Dinge mal auf sich zukommen lassen.
00:13:16: Also ich glaube das ist eine Generationsfrage, die heute ganz anders gelöst wird.
00:13:21: Ich glaube, dass die Generation die heute heranwächst sehr viel flexibler ist glaub ich.
00:13:27: Auch flexiblar sein muss wahrscheinlich auch deshalb auch eine größere Freiheit hat sich umzuschauen.
00:13:33: Vielleicht mache ich das, vielleicht mache ich es nicht.
00:13:37: Das fehlt ein bisschen von meiner Generation immer so als die wissen gar nicht was sie wollen oder die haben gar keinen Biss.
00:13:44: Ich finde das komplett blödsinn ganz im Gegenteil.
00:13:46: Es ist genau die richtige Zeit genauso zu sein und zu reagieren weil wenn man sich festlegt auf irgendwas wird man dieser Welt sehr schnell auch in irgendeine Schublade gesteckt.
00:13:56: Ja, das ist total recht.
00:13:56: Ich ertappe mich auch dabei wenn man seinen Kindern dann immer sagt komm seit ihr mal ein bisschen geduldiger das wirkt doch da in den sitze während du es aussprichst weißt schon kann gar nicht wie soll das Kind geduldig sein?
00:14:05: ja und dass man die so zum funktionieren bringt?
00:14:07: Das ist eine ganz schöne Formulierung weil ich finde das ist echt ganz oft dass man so... Ist ja auch ein bisschen das gemeine wenn du z.B.
00:14:14: ein kind was Angst hat vor der Schule neuer klasse und dann bringst du's dahin und du weißt ja schon was wird.
00:14:19: vielleicht hast du es schonmal durchgemacht du kennst du zu sagen die Atappen schon Das kennt aber nicht und ihm dann aber diese Erfahrung zu lassen, um zu sagen ja weiß ich das du da jetzt durch musst.
00:14:27: Und ich guck dir zu.
00:14:29: Da ist schon glaube ich ganz viel dran.
00:14:30: Ja deswegen ist interessant formuliert wie du es gerade gesagt hast.
00:14:33: Es liegt ja auch nichts mehr auf dem Weg.
00:14:35: also früher ich meine ich komme noch aus einer Generation war es eigentlich nur so dass ein Mensch einen Job machte und der hat ihn dann sein Leben lang finanziert und ernährt und möglichst eine Familie auch noch.
00:14:45: die Zeiten sind ja nun wirklich vorbei.
00:14:47: Ich bin sehr dankbarer Mensch dass ich einen Beruf gewählt habe Wie du das am Anfang schon erwähnt hast, bereits nach kurzer Zeit zeigte, wie viel verschiedene Artige Wege ergehen kann.
00:14:59: Ich weiß über's.
00:15:00: gefragt, wie ich zu bestimmten Dingen gekommen bin... ...ich bin mit einundzwanzig auf der Schauspielschule gewesen und als erstes war Vater geworden!
00:15:07: Das war krass, das war wirklich krass!
00:15:11: Meine Kollegen sind abends feiern gegangen oder ich bin nicht meistens dann auch noch.
00:15:14: aber danach habe mich noch um andere Dinge gekümmert beziehungsweise musste auch mich darum kümmern wie ich mit einzwanziger auf der Geld organisiere, um meine Tochter die auf die Welt kam mit zu finanzieren.
00:15:26: Und ich war in Bochum, war auf der Schauspielschule und dachte mir also vom BAföG wird es nicht funktionieren.
00:15:34: Kellnern kann ich auch nicht weil das kommt mit meinen Stundenplänen nicht zusammen.
00:15:39: Dann fiel mir ein, es gibt in Dortmund einen WDR-Studio, ein Landesstudio.
00:15:42: da werden Nachrichten aufgezeichnet.
00:15:44: Also bin ich dahin gefahren und habe gesagt ja habt ihr irgendwas für mich?
00:15:48: Dann haben sie mich so angeschaut, kommen Sie mal ins Studio Sagen Sie mal ein paar Sachen, wollen wir ganz interessante Stimme eigentlich.
00:15:54: Nachrichten!
00:15:56: Sie lesen Nachrichten bei uns.
00:15:58: Ich sage wie Nachrichten?
00:15:59: Ja also Mittagsnachrichten, zwölf Uhr mittags Nachrichten.
00:16:01: haben wir so einen Nachrichtenwaggazin.
00:16:03: da brauchen wir eine Sprecher oder Sprecherin.
00:16:05: das machen sie jetzt viermal in der Woche wenn sie können.
00:16:07: Das ging dann nicht viermal einer Woche aber dreimal eine Woche.
00:16:09: und dann habe ich das glaube ich ein halbes Jahr gemacht hab richtig Geld verdient Und dachte alles gut super So sind die Dinge dann auch gekommen.
00:16:15: Also vieles ist auch aus der Not entstanden sozusagen.
00:16:19: Ich überleg grade, was du bist der bei Samstag Nacht immer neben Ester Schweins diese Nachrichten gesprochen hat?
00:16:25: Also da warst du doch ein bisschen jünger als fünfzehn wenn du das nicht mehr weißt.
00:16:32: Aber das warst Du doch oder?
00:16:33: Ja das weiß ich sag etwas anders aus um nicht zu sagen Jünger.
00:16:37: Ja siehst du, da hat sich doch der Kreis geschlossen.
00:16:39: aber so ist es doch irgendwie ganz lustig dass du dann dafür quasi eine Eignung hast die du dir auf völligem Umweg geholt hast und was finde ich auch geil.
00:16:47: Aber da warst du ja wirklich früh gezwungen, sage ich mal den Umwegen des Lebens so ein Stück zu vertrauen.
00:16:51: Also du hast ja ganz schön gesagt, so Wind oder den Flügeln... Da warst Du ja richtig sozusagen früh unter Zug zwar!
00:16:58: Ja das wäre der zweite Punkt vielleicht.
00:17:00: bei mir sind die Punkte wie gesagt Ich habe am Anfang gesagt ich bin ein bisschen skeptisch mit diesen was man mit zwanzig gerne gewusst hätte.
00:17:07: Deshalb sind die Sätze die ich dazu finde eigentlich eher ein bisschen kryptisch bzw übertragen zu verstehen Unter anderem nämlich genau, worauf du anspielst.
00:17:18: Die Niederlagen oder die Probleme, die Sorgen... ...die Dinge, die nicht funktionieren sind wahrscheinlich die wichtigeren Dinge,... ....die man im Leben an Erfahrungen sammelt.
00:17:31: oder wie man jemand gesagt hat Man lernt nicht aus guten Erfahrungen, man lernt vor allen Dingen aus den Schlechten.
00:17:36: und mit zwanzig hätte ich gerne die Zuversicht gehabt, die ich heute habe zu sagen, wenn irgendein Problem entsteht gibt es eine Lösung.
00:17:45: Also das ist für mich zum Beispiel auch ein Mantra geworden.
00:17:49: Es gibt immer eine Lösung!
00:17:52: Das mag nicht hundertprozentig wasserdicht sein bei ganz bestimmten Dingen aber in den meisten Fällen des Lebens sind die Probleme die entstehen, die im alltäglichen Bereich bestehen löstbar und finden der Regel auch vor selbst so eine Lösung.
00:18:08: Das ist auch eine Erkenntnis sicherlich, die ich gerne mit zwanzig gehabt hätte.
00:18:13: Ich finde es ja so faszinierend was für Fahrlöse da eigentlich immer gibt hier.
00:18:15: Nämlich hast du mal von Der Carnegie Sorge Dich nicht lebe gelesen?
00:18:19: Nein!
00:18:20: Fantastisches Buch.
00:18:21: also ich meine wenn Du nichts zu Sorgen nackst dann brauchst das nicht lesen.
00:18:23: aber mir ging's durch hatte dieses andere buch von ihm gelesen wie man Freunde findet dass er so aus den zwanzigeren Rhetoriker was auch super ist.
00:18:30: also egal ob wir verkaufen oder für miteinander socializing kann man ganz viel lernen.
00:18:34: und bei dem Buch habe ich mich immer so schwer getan weil ich fand Also auch wenn es sexistisch klingt, das klang für mich immer wie so ein Hausfrau und Titel.
00:18:39: Sorge dich nicht lieber ich hab doch gar keine Sorgen.
00:18:41: was soll das?
00:18:41: Und als ich's gelesen habe einfach mal gab sich irgendwie war nämlich genauso eine Geschichte drin wie du dir auch beschrieben hast.
00:18:47: also A hab ich gemerkt doch doch du sagst dich ganz schön viel und B beschreibt ja genau sowas wie die irgendwie ne Farm hatten.
00:18:53: dann war irgendwie hier Weltkrieg und er sollte eigentlich eingezogen werden beziehungsweise alle Männer die auf der Farm hätten arbeiten können waren gar nicht da.
00:18:59: Dann sollte irgendwie dieses Land abgerissen werden weil einer Autobahn durchgebaut werden sollte.
00:19:03: Der Brunnen war versiegt usw.. Ich dachte, ach du Scheiße.
00:19:06: Wie soll das mit einer Familie weitergehen?
00:19:09: Und two years down the road der Krieg endete.
00:19:12: Die haben eine andere Wasserader gefunden.
00:19:14: die Autobahn wurde abgebrochen weil der Weg zu teuer wurde.
00:19:17: ja also das sind ja manchmal so die faszinierenden Geschichten aber wenn du drin bist steh ich mir das unglaublich schwer vor.
00:19:23: was war denn so dein Durchhalt im Moment dass sie gesagt hast ich spring vom Dach oder saufen wir einen an?
00:19:27: das ist sehr schwer was du so beschrieben hast.
00:19:30: Ich habe ein großes Glück gehabt in all den Phasen, auch an denen es mal nicht lief.
00:19:35: Auch das hatte ich mit zwanzig noch nicht, das hätt ich gerne, das gehört zu den Punkten dazu, die Gewissheit des eigenen Durchhaltevermögens.
00:19:43: Das weiß man erst später.
00:19:44: Man weiß ja erst wenn die Probleme kommen oder wenn's schwierig wird und die fangen ja meistens schon in der Pubertät an also die Verzweifelungen und die Niederlagen und den Niederschläge dann klappt sie mit dem Mädchen nicht, dann ist man un-unwirklich.
00:19:59: Ich habe erst sehr spät, oder sagen wir mal ich hab durch diese Zeiten auch als früher Vater und und und gelernt in richtig festen Krisenphasen nicht drei Meter nach vorne zu gucken sondern nur die nächsten fünfzig Zentimeter.
00:20:14: Das ist etwas was ich im Leben mittlerweile auch extrem verinnerlichte habe.
00:20:19: also in Momenten wo es schwierig wird nicht immer den langen Weg zu suchen Wie ich da rauskomme, sondern sagen Schritt für Schritt.
00:20:29: Mit der Gelassenheit das einst nach dem anderen dann auch einen Sinn ergibt.
00:20:35: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich mich auf meinen Durchhalt im Vermögen verlassen kann.
00:20:38: Weil es gab natürlich Zeiten wo ich gesagt, warum machst du das alles hier?
00:20:41: Und wofür machst Du das alles?
00:20:43: Ja auch übrigens mit meiner Musik.
00:20:44: Ich hab viele Jahre Musik gemacht für mich zu Hause in Kemmerlein.
00:20:48: Ich habe die Nina draußen geworfen weil ich die Zeit nicht fand oder vielleicht auch den Mut nicht hatte.
00:20:52: Alles Mögliche aber ich habe trotzdem immer weitergemacht und irgendwann wusste ich auch woför.
00:20:56: Also das scheint sich jetzt im ersten Sinne zu widersprechen, weil das ein langfristiges Ziel ist.
00:21:01: Aber ich glaube, langfristige Ziele die man auch haben muss erreicht man nicht indem man sie permanent vor Augen hat sondern Schritt für Schritt geht.
00:21:09: Jetzt hatte ich mir als dein zweiter Punkt notiert dort zahlt ihr das ja darauf ein verlässt sich auf deine inneren und äußeren Qualitäten Und ich glaub gerade im Schauspiel ist es ja komischerweise so dass man da ganz viel mit Unsicherheiten kämpft oder?
00:21:24: Ohja!
00:21:25: Das mag jetzt für jeden anders sein.
00:21:27: aber bei mir gehört zu der Äußeren Unsicherheit immer hat immer dazugehört am Anfang und das gehört auch zu dem Punkt, den ich mit zwanzig gern nicht schon gewusst hätte.
00:21:36: Die anderen kochen auch nur mit Wasser.
00:21:38: Und die Sorgen und die Ängste und die Hemmungen, die man haben kann als junger Mensch auch später vielleicht noch Also diesen Kampf sich zu zeigen Sich zu präsentieren Verbunden vielleicht bitte Angst zu versagen Die betrachtet man oder habe ich als jungermensch eher sehr solitär betrachtet, also auf mich bezogen.
00:22:03: Und bei diesem großen tiefen Blick nach innen vergisst man schnell den Blick nach draußen und übersieht dass es den anderen ähnlich geht.
00:22:12: Das ist aber so ein inneres Gefühl das man schlecht für sich nach ihnen transportieren kann nämlich das Wissen des Anderen um die gleichen Probleme.
00:22:21: Man sieht sich dann immer nur selber und denkt die anderen gehen ja so wunderbar mit um Gerade in einem Beruf wie meinem, wenn man anfängt auf die Bühne zu gehen und sich präsentieren muss.
00:22:29: Ich war am Anfang sehr gehimpft und das führt auch dazu dass ich mich in den ersten fünf sechs Jahren im Theater nicht durchsetzen konnte.
00:22:36: Ich hatte zwar Talent da bin ich ziemlich fest von überzeugt auch das hat bei mir dementsprechend ja auch nachgesagt aber ich fand noch nicht den Weg die Box richtig zu öffnen sagen wir es mal so.
00:22:47: Und die habe ich auch deshalb nicht so richtig gefunden diesen Weg, weil ich mich zu sehr auf andere und ihre Leistung konzentriert haben.
00:22:54: Ich war mich zu selbst verglichen.
00:22:56: Das ist eine der entscheidendsten Punkte, die in frühen Jahren gerne schon gelernt hätte.
00:23:02: Vergleicht dich nie sondern geht den Weg, den du für richtig
00:23:05: hältst.".
00:23:06: Wie hast du die Box dann aufgekriegt?
00:23:08: Nach und nach!
00:23:10: Ich denke auch durch Momente, die plötzlich einem vergewisserten... Ui da klappt ja was.
00:23:17: Also durch Erfolgserlebnisse letztendlich auch.
00:23:19: Aber die sind auch nur entstanden, weil ich Gott sei Dank das Glück hatte durchzuhalten über diese Strecken zu kommen.
00:23:27: Meine Töchter sind beide Schauspieler geworden und ich weiß als meine jüngste Tochter irgendwann zu mir kam da war sie glaube ich sechzehn oder siebzehn und sagte du Papa ich glaube ich möchte auch Schauspielerin werden.
00:23:41: Da habe ich sie so angeguckt und gesagt ja okay... Oder?
00:23:44: Ich sage oder?
00:23:46: Oder Psychologie Eins von beiden.
00:23:48: Dann habe ich so gesagt, du Liebling?
00:23:51: Ich glaube, mach Psychologie!
00:23:53: Dann hat sie mich großageguckt und gesagt wieso?
00:23:55: Und das ist meine tiefste Überzeugung bis heute Wenn Du einen Ausweg hast in diesem Beruf dann nimm den Ausweg Weil wenn Du die Möglichkeit an der Hintertür hast in diesen beruf Wirst zu denen nicht durchhalten da bin ich fest überzeugt auch heute und das mein ich damit.
00:24:11: also Ich hatte keine Möglichkeit oder sage keine Möglichkeit, etwas anderes zu machen.
00:24:16: Das hat mich in dieser Konzentration gehalten und das überwindet dann auch die Krisen.
00:24:21: Und es gibt große Krisen sowohl existenzieller Krisen am Theater wenn man da mit zwei Euro Fünfzig am Tag rausgeht als Anfänger.
00:24:30: Das sind schwere Zeiten die man da erlebt Und es gibt auch Phasen, ich bin mir dreißig selbstständig geworden.
00:24:35: Da war nicht immer alles sauber danach wo man dann ein halbes Jahr kaum Beschäftigung hat und so.
00:24:40: also da kann schon oder die Karriere Springer nicht so erreicht wie man sich gerne vorgestellt hätte.
00:24:46: wenn man da eine Möglichkeit hat was Zweites zu tun geht man ganz schnell aus der Hintertür daraus und übrigens auch zurecht hier und insofern ist das ein ganz wichtiger Punkt
00:24:56: Aber ist interessant.
00:24:57: Ich habe erst gedacht, als du das meintest nach dem Motto der Beruf sei so schwierig sei so unwirtlich macht so wenig Spaß dass wenn was besseres hast macht das es gar nicht gewesen sondern eher Wenn du eine alternative hast dann stehst du es gar Nicht durch weil die Alternative einfacher ist als das da sozusagen verstehe
00:25:11: Ja zumindest gibt sie dir ja immer die mögliche hat an des fluchtversuchs und ich hab schon mit dreißig mit vierzehn mit fünf zehn auch mit sechzig gesagt Naja, wenn ich was anderes könnte dann würde ich vielleicht etwas anderes machen.
00:25:23: Aber ich kann nichts anderes!
00:25:26: Und letztendlich will es ja auch nicht an, weil der Beruf natürlich alles andere als Scheiße ist sondern wunderbar ist.
00:25:30: aber er braucht eben auch diese glaube ich diese Kompromisslosigkeit.
00:25:38: Ja, ich hab das ja im Business-Bereich auch oft.
00:25:40: Also wenn dich so ein Investor fragt dann was ist in deinem Plan B?
00:25:43: Also ich glaub ein guter Unternehmer sagt Ich habe kein Plan B sondern ich gebe hier alle Ressourcen auf das Ding weil es ist sowas Mentales.
00:25:49: Wenn du dir mental schon erlaubst es gibt da noch eine Alternative ich könnte jetzt auch in der Beratung was machen bla bla bla So dann bist du am Arsch da, ne?
00:25:57: Deswegen verstehe ich das echt gut was du da meinst.
00:25:59: Ja es fokussiert ja auch deine Wissbegehigkeit und Lernbegehrichtheit.
00:26:06: Also zu sagen, warum geht das nicht?
00:26:08: Dann muss ich es lernen.
00:26:09: Aber in diesem Punkt, in meinem Beruf... In dieser Berufung oder in diesem Ruf dem Ich folge wie auch immer in jedem Büro Das ist für jeden Beruf wahrscheinlich immer nennend.
00:26:19: Ich rede jetzt von meinem und da sage ich also bitte keine Auswege
00:26:24: Was hattest du eigentlich für Eltern?
00:26:25: was haben die gemacht?
00:26:27: Mein Vater ist gelernte Elektromeister gewesen der dann viel im Großbaustellen auf der Welt unterwegs war Induktionsöfen gebaut, die er dann irgendwie montagemäßig geleitet hat.
00:26:39: Also der war dauernd weg im Leben.
00:26:41: also ich habe den erst richtig kennengelernt.
00:26:44: Er war schon in meinem Leben vor Hansen aber wirklich... Der war mal sechs Monate in Indien, dann waren vier Monate in Südafrika.
00:26:52: bis zu meinem zwölften Lebensjahr war der eigentlich permanent unterwegs.
00:26:56: Meine Mutter ist Kauffrau gewesen und ist dann aber wie das früher so in den Familien.
00:27:00: so war bei der Geburt meiner Schwester, die älter ist als ich aus dem Beruf herausgetreten und hat sich um Familie gekümmert.
00:27:07: Und hattest du... Also es klang vorhin so ein bisschen, als wenn deine Eltern in einer anderen Stoßrichtung unterwegs waren, als du's vielleicht manchmal gebraucht hättest?
00:27:14: Habe ich das richtig rausgehört?
00:27:16: oder weil du eben was gesagt hast wie man sagt den Kindern mal wieder funktionieren sollen und manchmal ist auch ganz gut ihnen mal sich finden zu lassen?
00:27:23: Naja, ich will das jetzt sagen wir mal so.
00:27:24: meine Eltern waren jetzt nicht die klassischen Eltern, die gesagt haben der Jungwirt Schauspieler Hand über Kopf kommt überhaupt eine Frage.
00:27:31: Das war bei uns nicht so.
00:27:32: Ich hatte nur einen einzigen Deal mit meinen Eltern, weil ich mit sechzehn schon wusste das ist mein Beruf oder siebzehnt das wird er.
00:27:40: Da stand ich ein Jahr vor dem Abitur und habe gesagt so alles klar ich gehe von der Schule ab ich werde jetzt Schauspieler.
00:27:44: Das war natürlich bei uns zu Hause aus einem relativ bürgerlichen Haushalt kommend nicht so ganz angesagt und würde zu Diskussionen die dann in den Deal mündeten du machst dann Abituren alles andere überlassen wir dir.
00:27:56: Und dann habe ich gesagt, okay das ist ein Deal.
00:27:58: Weil es gab ja wie gesagt auch diese Theater-Aula in der Schule die ich wirklich gut benutzen konnte um mich auszuprobieren.
00:28:04: Also hab' ich da mit Hach und Krache eine Abitur hingelegt.
00:28:08: Ich glaube da könnte man mit heute, ich weiß nicht, den Sex?
00:28:10: Ich glaub drei Komma sechs hatte ich irgendwie.
00:28:12: also es war ganz schlecht.
00:28:13: Also gerade mal so durchgerutscht und dann noch im Nordrhein-Westfalen was er in Bayern sowieso nicht akzeptiert wird.
00:28:19: Das war der Deal.
00:28:20: Ansonsten haben mich meine Eltern eigentlich auf dem Weg nicht aufgehalten.
00:28:25: Was ich aber damit meinte vorhin ist, dass man natürlich in bestimmten Prozessen also in einer bürgerlichen Entwicklung aus der drei und sechzig geboren.
00:28:32: Bestimmte grundsätzliche gesellschaftliche bürgernische Traditionen hat wie Disziplinen durchhalten.
00:28:39: das muss zu machen dies musste machen jenes musste machen Und ich eigentlich lange lange gebraucht habe um zu erkennen Dass der Weg den meine Eltern auch im bestimmten gesellschaftlichen Formen gegangen sind gar nicht meiner ist.
00:28:57: Also sprich, Sicherheitsdenken für mich nicht so entscheidend war und im Gegensatz dazu von mir ab und zu über Bord geschmissen werden musste um meine Ziele zu erreichen mehr zu riskieren.
00:29:10: ich habe in meinem Leben einiges riskiert glaube ich was meine Eltern auch als sie noch das sehr betrachtet und begleitet haben dass durchaus sehr kritisch gesehen haben.
00:29:21: Ich hatte das Glück eine große Schwester zu haben, die vier Jahre älter war als ich und sie zu Hause schon eine Menge durchgesetzt hatte.
00:29:26: Auch mich viel krach durchgesetzt hat.
00:29:28: Als ich dann so fünfzehn-sechzehn war, haben Sie mich in Ruhe gelassen weil Sie glaube ich diesen ganzen Prozess nicht nochmal erleben wollen?
00:29:34: Das hat mir eine gewisse Freiheit gegeben und die habe ich dann auch ausgenutzt.
00:29:38: Ich finde es toll, was für eine Resilienz du ja eigentlich auch entwickelt hast.
00:29:42: Also ich habe gerade noch mal bei diesen Punkten nachgedacht, was du meintest und verlass dich auf den inneren äußeren Qualitäten?
00:29:46: Seid ihr auch deines Durchhaltevermögens gewiss... also ich verstehe das wirklich, dass es ein Passionsthema ist, ich glaube, du hast etwas gemacht, wofür du Leidenschaft hattest.
00:29:54: Dann der fehlende Plan B, deswegen kannst du gar nicht so eine Alternative und wenn dann sich mal sozusagen sukzessive Erfolgserlebnisse einstellen, dann kommst du ja auch auf den Fahrt!
00:30:01: So stehe ich mir das prototypisch wünscht man sich das ja für seine Kinder, wissen was man möchte Da rein investieren und so.
00:30:07: Es sah drin bestimmt nicht so einfach aus, könnte ich mir vorstellen aber in der Retrospektive finde ich das ein tollen Weg den du da gemacht hast.
00:30:13: ja
00:30:14: Ich bin sehr dankbar darüber dass sich heute an einem Punkt sein darf Der mir erlaubt zum Beispiel zu sagen dass ich mit zwanzig nicht mehr Sachen hätte wissen wollen als als ich damals gewusst habe Und zwar nicht weil mein Leben immer nur rosig abgelaufen ist sondern weil ich heute an dem punkt sein darf in dem ich sage, ich bin mit mir im Reinen.
00:30:32: Ich habe viele Dinge erlebt und viele Dinge falsch gemacht.
00:30:35: Ich hab sehr vielen Menschen verletzt in meinem Leben.
00:30:38: auch das gehört alles zu diesem Weg dazu.
00:30:40: Aber ich hab den Weg gefunden irgendwie das wieder gutzumachen mit mir selber und auch mir selber zu verteilen letztendlich Und bei den Menschen, bei denen es nötig war natürlich auch zu tun.
00:30:50: Ich bin ganz glücklich über die Summe der Erfahrungen, die ich heute zur Verfügung habe um auf bestimmte Dinge zu reagieren.
00:31:02: Und dazu gehören ganz massiv, wie ich schon anfangs gesagt habe, natürlich auch die schlechten Erfahrungen.
00:31:07: Also wenn ich darüber nachdenke was für Stürme und Krisen in meinem Leben hinter mir liegen dann sehe ich heute ja ehrlich gesagt gut dass sie alle passiert sind.
00:31:18: Ich möchte eigentlich keine missen.
00:31:20: Ich möchte es schon das Gefühl missen, dass ich bei ihnen hatte aber dann wäre ich heute auch nicht an dem Punkt, wo es sagen würde.
00:31:26: Dann wäre auch meine Freudemöglichkeit, die ich heute entwickelt habe, nicht so
00:31:30: groß.".
00:31:31: Da bin ich ja mal jetzt zutiefst neugierig.
00:31:34: Wie ist es dir denn gelungen dieses Verzeihen zu erzeugen?
00:31:38: Also vor allem dir selbst gegenüber auch...
00:31:41: Ja wie ist das gelungen?
00:31:42: Gute Frage!
00:31:44: Ich war glaube ich als ich zwanzig war ein sehr verschlossener Mensch.
00:31:48: Auch das ist wieder ein Punkt ob man den jetzt aufschaltet oder nicht.
00:31:56: Keine Angst haben muss davor mich offen zu machen.
00:32:00: Also meine Gefühle mitzuteilen, sie zu leben und vor allen Dingen auch Hilfe zu erbitten.
00:32:10: Ich komme so aus dem Bereich heraus da war am Anfang in meinen anfänglichen Lebensjahren auch Berufsjahren eigentlich immer der Mann.
00:32:16: ich musste das alles selber schaffen.
00:32:19: Das war sicherlich eine der.
00:32:20: also diese Fähigkeit die hätte ich gerne tatsächlich gehabt jetzt auch rückblickend das Gefühl zu haben, also die Möglichkeit zu haben.
00:32:29: Emotionale Möglichkeiten zu haben einfach zu sagen ich weiß nicht weiter hilft mir.
00:32:33: Das habe ich mich damals nicht zugestimmt.
00:32:35: Ich hab immer gedacht ich muss es selber lösen.
00:32:38: Jahre lang bin ich mit Problemen selber umgelaufen anstatt sie offen zu legen beziehungsweise mit Menschen zu teilen.
00:32:44: Das ist etwas was ich im lauf der jahre gelernt habe und lerne durfte.
00:32:49: Und über diese öffnung die da durch passiert ist Menschen wirklich zuzuwenden und die Erfahrung zu machen, gut damit aufgefangen zu werden.
00:33:01: Und die Erfahrung damit zu machen du das geht mir doch genauso Im Spiegel dann plötzlich jemanden zu sehen der diese Fehler machen darf weil sie alle anderen auch machen dafür habe ich lange gebraucht.
00:33:12: Ich hab bin lange in meinem Leben mit einem ganz falschen Perfektionismus was meine eigene Person angeht herum gelaufen Das habe ich am Anfang ja schon mal kurz erwähnt um diese Erfahrung dass man sich davon lösen kann, die führt zur größeren inneren Ruhe und irgendwann stellt man fest es ist alles nicht so schlimm was dir so alles passiert.
00:33:34: Ich denke ja ich kann nur so blüm rand ein bisschen ausdrücken weil das ist ein langer Prozess der dann irgendwann an dem Punkt wo man sich dann plötzlich sagt Moment mal da gibt's noch jemand mit dem muss ich nochmal reden?
00:33:45: Und so haben sie sich dann so Kreise geschlossen und heute sage ich mir Ja wenn etwas vorliegt zu entschuldigen ist.
00:33:56: Man kann auch über Kamera reden, an dem Fall.
00:33:59: Warte nicht damit!
00:34:01: Ich komme aus einem Elternhaus wo es wahrscheinlich wie vielen in meiner Boomer-Generation ähnlich gegangen ist... Da gab's so klassische Familienverhältnisse.
00:34:15: Vater war meistens weg und wenn er kam nach Hause dann braucht er Ruhe.
00:34:19: und die Mutter hat sich immer alles gekümmert.
00:34:22: Und ich habe von meinem Vater irgendwann in späten Jahren mal gestanden und hab ihm gesagt, du hast dich in meinem Leben noch nie bei mir für irgendwas entschuldigt.
00:34:30: Oh das kann nicht sein!
00:34:32: Jeder Mensch hat Grundgründe... Ich habe eben mit meinen Kindern schon sehr oft entschuliert.
00:34:35: Und ich hab darüber gelernt wie gut es tut.
00:34:39: Wie wichtig das ist um sich selber auch ins Klarer zu kommen.
00:34:43: Weil man packt ja die Dinge, die man gerne nicht so habt, die packen wir ja gerne weit weg aber da unten wachsen sie und vergiften die übrigens Wurzeln, die man auch hat und auch die guten.
00:34:55: Griechianrisch gegen Kloß im Hals?
00:34:56: Was hat er reagiert?
00:35:01: Ja, er hat es aufgenommen und der hat sich auch bemüht.
00:35:04: danach ja doch das hätte ich vielleicht früher machen müssen aber immerhin wir haben es hingekriegt.
00:35:12: Aber auch Respekt.
00:35:14: also da gehört aber eine ganz schöne Größe zu.
00:35:17: Also ich weiß nicht ob du es genau so gesagt hast wie jetzt gerade...
00:35:21: Ich war sehr wütend!
00:35:22: Es waren eine sehr wühltende Situation Das ist rausgebrochen.
00:35:27: Also, wie viele Dinge ja dann manchmal im Affekt passieren?
00:35:31: Sie sitzen dann aber ganz tief rund und kommen dann endlich raus und ich war selbst überrascht Aber ich wusste im gleichen moment auch nein es muss jetzt auch mal sein gut
00:35:40: geil finde ich.
00:35:41: gut Ich weiß auch was du meinst.
00:35:44: also irgendwie wenn.
00:35:44: ich habe grad als du so erzählt hast.
00:35:46: vorhin hab ich so an meine kindheit zurück gedacht Und eine der unangenehmsten Dinge bis heute ist mir, das er von meinem Zeugnis in der neunten oder zehnten Klasse.
00:35:55: Bei meinen Zeugnissen war es immer so da gab's die Noten und oben gab's immer so ein Beschreibungstexto, einen Fünfzeiler wo ich mir immer dachte bei zwanzig Leuten hat so ein Lehrer ganz schön was zu tun.
00:36:03: Unterstand in diesem Text bei mir drin, Joel Verziett die Beiträge anderer Mitschüler mit abfälligen Kommentaren.
00:36:09: So...
00:36:10: und es ist so das Assoziate, dass er in so einem Ding drinnen stehen kann.
00:36:14: Und ich hab's erst sehr spät verstanden, warum das so war.
00:36:17: Ich glaub einerseits von manchen Dingen war es vielleicht ein bisschen gelangweilt und da unterfordert.
00:36:21: Aber B, ich habe viele Dinge die Leistung betrafen immer als so'n Nullsumspiel betrachtet.
00:36:26: Null-Summspiel heißt ja wenn der eine was weg nimmt zu sich dann fehlt's dem anderen.
00:36:30: also es ist nicht so... Eigentlich sagt man ja Wissen und Liebe sind die einzigen Dinge die mehr werden wenn sie geteilt werden und ich hab das immer als einen Wettbewerb betrachtet.
00:36:37: Bis du irgendwann merkst, is es gar nicht so sehr?
00:36:40: Sondern im Gegenteil, kommst du viel besser voran.
00:36:41: Wenn du mit den Leuten ... Ist ja nicht weil der Nachbarner eins kriegst?
00:36:45: Oder so ist es ja nur nicht!
00:36:46: Und das ist ölkig, wenn man das dann in einer Retrospective feststellt und ich glaub', dass war an einem ähnlichen Stoßeck wie deinem eigentlich ein bisschen gelassener sein was einen selbst angeht um Hilfe bitten auch mal zu sagen, dass man was nicht weiß.
00:36:57: Ich wär nie auf die Idee gekommen in der Schule jemand eine Frage gestellt hätte.
00:37:00: Also vielleicht hätt ich mich nicht gemeldet aber zu sagen' ich weiß das nicht Es mir macht schwer bei die Lippen gegangen.
00:37:04: Deswegen versteh ich dich.
00:37:06: Ja diese Hilfestellung kann ja auch sehr existenziell sein.
00:37:11: Also diese eigene Scham zu überwinden, in Probleme zu stecken... Das ist wahrscheinlich eine Disposition die unterschiedlich bei jedem ist.
00:37:20: Bei mir war sie sehr stark!
00:37:21: Man steckt nicht in Problemen.
00:37:23: Ein Absurd wirklich Absurd, vor allem wenn man ein Leben lebt von dem man sagt man macht die Tür auf und mal guckt in welche Richtung man geht und die kann jeden Tag sich wechseln.
00:37:31: also da muss man auf viele Probleme eigentlich vorbereitet sein weil das ist ja ganz klar sind alles unsichere Wege bin mit dreißig zum Fernsehen gegangen und war plötzlich Comedystar.
00:37:41: Was immer das ist, kam aus einem ernsthaften Theater raus und dachte ich probiere das mal und wurde plötzlich mit Ken Tracke Schreit-Ficken auf der Straße assoziiert.
00:37:51: Das war am Anfang für mich gar nicht so leicht weil ich überdachte wie ich wollte mal Shakespeare spielen Und hab Shakespeare gespielt!
00:38:01: Da kommt dann auch so komische Muster raus.
00:38:04: Der Balder hat das immer ganz wunderbar gemacht.
00:38:07: Du bist wie eine Zicke am Strick, ich bin überhaupt nicht komisch.
00:38:12: Wenn du das so durchhältst, dann brauchen wir genau das.
00:38:15: Wenn die Leute über dich gelacht haben, hattest du ein Problem?
00:38:17: Ich habe da echt eine lange Phase für gebraucht.
00:38:21: also diese Unsicherheiten zu akzeptieren und rauszugehen und nicht alles auf der sicheren Nummer zu haben ist ein ganz entscheidender Punkt eigentlich im Leben.
00:38:31: Sag mal, wie ist es dir gegangen?
00:38:33: Wenn du da so eine Art Olimp was jetzt Bekanntheit oder Erfolg.
00:38:37: Erklommen hast ja Mist du dann alles.
00:38:40: danach kommte immer daran.
00:38:42: also bist Du dann an so ein punkt dass du sagst wenn ich jetzt Soko mache wenn Ich jetzt irgendwie theater wieder mache wenn ich musik mache das muss immer dieses level sein.
00:38:49: Oder konntest du das mental irgendwie voneinander trennen?
00:38:53: Das habe ich glaube ich nicht zu vergleichen.
00:38:56: ich hab das ergebnis Also sagen wir die qualität des Ergebnisses verglichen das schon nicht verglichen, hat das den gleichen Effekt draußen oder hat es den gleichen Stellenwert an Publicity.
00:39:10: Das war's eigentlich nicht aber für mich war eigentlich immer wichtig dass das was wir machen oder das was ich mache eine Qualität hat.
00:39:18: also und bestimmte Qualitäten kann man ablesen.
00:39:21: Ich bin zum Beispiel auch das ist ein sehr relativ prägender Moment gewesen mit zwanzig oder neunzehn auf die Schauspielschule gekommen, und zwar in einer Situationen, in der ich niemals ein Theaterstück auf der Bühne live gesehen hatte vorher.
00:39:36: Also ich habe kein Theater gesehen!
00:39:38: Ich hab Theater nur gespielt vor sechszehn Jahren... Und wer hat denn nie einen Theater gesehen?
00:39:42: Von Ihnen!
00:39:43: Also ich hab mal den Kinder- und Jugendtheater in Dortmund am Moszwar gesehen.
00:39:47: Jim Knopf Lukas ist der Lokomotivführer aber ich hab nie einen klassischen Stück gesehen.
00:39:51: Keine Schauspiller nix.
00:39:53: Was etwas Absurd ist, und dann bin ich nach Bochum auf die Schauspielschule gegangen.
00:39:57: Und bin von dem Moment an das erste Mal ins Theater gegangen... ...und hab' das Bochuma auch so mal gesehen unter den damaligen Intendanten Peimann mit dem ich jetzt auch meine letzte Arbeit witzigerweise gemacht habe was ob wieder den Kreis schließt.. ..und hab das erste mal Theater gesehen in einer Qualität, die es damals in Deutschland vielleicht ein oder zweimal sonst noch gab!
00:40:17: Das hat meinen Qualitätsanspruch natürlich extrem geformt vom Anfang an.
00:40:22: Ich wollte immer so gut werden wie die und sie waren verdammt gut, ja?
00:40:26: Die Schauspieler.
00:40:27: Und auch das war eine Messlatte, die in meinem Leben von dem Moment dann immer oben lag und die man natürlich in den ersten Jahren sehr schwer erreichen kann.
00:40:38: Also das Ziehen und Drücken und Strecken – das war immer auch Thema im Leben!
00:40:43: Was macht denn eigentlich einen Schauspieler gut und was nicht?
00:40:46: Ich habe mich das immer gefragt, ob es da was Handwerkliches gibt.
00:40:48: Was man sehen kann oder ob das einfach so ein bisschen ... So ein Savoas wiefer ist, sowas du spürst, was du gar nicht transportieren kannst.
00:40:57: Also wenn du jemand anguckst, woher weißt du heute dass die besser waren als achtzig Prozent der anderen auf den Bühnen?
00:41:03: Nee ich weiß nicht, dass sie besser waren also achtzig prozent als die anderen auf der Bühne.
00:41:07: Da sind wir wieder beim Vergleichen.
00:41:09: Das ist nicht interessant.
00:41:11: Sie wagen gut Sie waren gut, weil sie mich überzeugt haben.
00:41:15: Weil sie handwerklich gut waren, weil die inhaltlich gut waren... ...weil sie mir Charaktere zeigten, die mich interessierten,... ...weils sie mich ansprachen und weil sie in dem Moment für mich... Das muss nicht bei jeder Rolle sein aber in meiner Meinung nach eine extrem authentische Übergabe.
00:41:30: Also sagen wir mal die Parameter für einen guten Schauspieler, ich glaube die sind relativ... offen, die findet jeder für sich anders aus.
00:41:39: Also ein reiner Konsument würde das vielleicht noch mal anders beschreiben, der sieht es halt gut aus, keine Ahnung da gehört vieles dazu ja?
00:41:45: Für mich als Schauspieler war es natürlich die Intensität der Darstellung und das war einfach.
00:41:52: deshalb sage ich nicht vergleichend besser als andere sondern die waren top und damit bin ich.
00:41:57: mit diesem Anspruch bin ich aufgewachsen.
00:41:59: auch heute sag' ich immer nur Vergleichen ist uninteressant.
00:42:03: Also, weil jeder bringt was anderes mit es gibt natürlich in der direkten Wahrnehmung die Möglichkeit zu sagen hat mich nicht überzeugt oder wie auch immer.
00:42:11: Aber ich würde jetzt nie sagen irgendwie die waren jetzt besser als acht Prozent aller anderen weil Es gibt immer Leute die immer besser sind.
00:42:17: das ist auch ganz klar wenn man anfängt sich zu vergleichen Ist mal im Eimer
00:42:22: Wie hast du das geschafft loszulassen?
00:42:23: Das ist doch glaube ich die ultimative Schauspielkrankheit.
00:42:26: eigentlich auch
00:42:27: keine Ahnung.
00:42:30: Es ist relativ spät bei mir, der Gedanke entstanden oder die Sicherheit entstanden auch in Phasen.
00:42:36: Der Unsicherheit der Probenarbeit.
00:42:38: und wird das was?
00:42:41: Ist relativ späht aber dann doch der Gedanken gekommen wenn dich dasselbe überzeugt Dann geh raus damit dann ist es okay egal was sie anderen nicht sagen.
00:42:52: Und sich selbst zu überzeugen kann man ja spülen Das lernt man.
00:42:58: Ja Man weiß ja Wenn's gut ist.
00:43:00: Also, zumindest nach einer gewissen Erfahrung.
00:43:03: Nach einer gewisse Zeit von Erfahrung weiß man es ist okay das passt und das funktioniert.
00:43:10: Der Inneren dieses Stück oder des Monologs oder der inneren Befindlichkeit den kapiere ich und ich glaube wie kann ich spielen?
00:43:18: Wenn man das weiß dann kann ich rausgehen.
00:43:21: Vorher allerdings nicht.
00:43:23: Ich erinnere mich dass Jan-Josef Liefersma zu mir sagte Da haben wir ein Interview geführt zusammen mit Sebastian Krumbigl.
00:43:29: Er meinte, Jungs ich bin dann erfolgreich geworden als ich gelernt habe anderen den Erfolg zu gönnen.
00:43:35: Dann kam das so ein bisschen karmisch wieder ungefähr
00:43:38: Darauf wollte ich vorhin hinaus noch.
00:43:40: Das ist nämlich der Punkt weil du sagtest irgendwie Du hast deine Mitstreiter in der Schule mit Abfälligen Kommentaren belegt.
00:43:48: Ich glaube das kennen wir alle.
00:43:50: In diesem Beruf und meinem Beruf Ist der Gossip massiv Und wenn man in Österreich ist, das gehört zum tagtäglichen Handwerk.
00:44:01: Das ist fast wie S-Motor.
00:44:02: Das Gerätseln über andere... Das ist nicht immer ernst gemeint manchmal schon.
00:44:07: Es gibt auch Phasen, indem man das glaube ich als Schutzmechanismus benutzt.
00:44:12: Hey, hast du die Dinge gesehen?
00:44:13: Das war ja furchtbar!
00:44:15: Ich weiß nicht so freistrampelt Vermeindlich freistramppelt und sich dabei eigentlich wie im Sumpf immer tiefer in den eigenen Grab hineinwühlt dabei.
00:44:25: Das merkt man aber erst später.
00:44:28: Neid, Missgunst etwas einem anderen nicht gönnen das gehört vielleicht auch zu der Liste dazu die man mit zwanzig hätte wissen wollen.
00:44:37: Das sind Faktoren die mich im Leben definitiv zerstören in jedem Fall zurückhalten und im schlimmsten Sinne zerstören weil sie vermutlich gar nicht esoterisch, obwohl es sicherlich auch esoterische ist.
00:44:54: Aber kam ich rüberkommt weil sie meinen eigenen Pool an positiver Energie vergiften und das war auch ein langer Lernprozess in meinem Leben definitiv.
00:45:07: Sich über jemanden zu freuen der einen Erfolg hat ist für seinen eigenen Erfolg viel sinnvoller und nutzbarer als Misskunst oder Wut dass man selber nicht dabei war oder was auch immer Mann sich da ausdenken
00:45:21: kann.
00:45:21: Ja, das Komische ist ja sogar ... Ich weiß nicht vielleicht.
00:45:24: Das sagt mir aber mich aus als jetzt über so eine Gesellschaft wahrscheinlich.
00:45:27: Aber ich beobachte es schon bei vielen Menschen, dass es manchmal mehr einfacher fällt, Dinge zu sehen die dann schlecht sind an der Leistung als Dinge, die gut sind.
00:45:35: Also du nimmst so ne Paradegeschichte und trotzdem sitbst dir so eine Sache raus wo du da merkst, oh, aber das!
00:45:42: Und es ist ein ganz komisches Phänomen was wahrscheinlich irgendwie mit unserer Unsicherheit zu tun hat oder vielleicht auch in einer gewissen Beruhigung weil wenn jemand Outstanding Gutes in etwas, ja?
00:45:52: Dann beruhigt es einem auch wenn man da so einen kleinen Floor findet.
00:45:56: Ja, weil der wächst dir dann nicht über den Kopf ne?
00:45:58: Das Problem ist nur dass du dann auch nicht in alle Höhen wachsen kannst, wenn du so... Ich glaube das über sich selbst hinauszuwachsen heißt auch das Wachstum der anderen genießen zu können.
00:46:10: ich glaube das gehört absolut zusammen.
00:46:12: Es gibt ja tatsächlich Menschen die so... wo man das Gefühl hat, mein Herr Güte wie Die wachen morgen so auf und lachen Abgesprachend wieder ins Bett.
00:46:20: Was ist denn dazu?
00:46:21: Da muss doch irgendwas sein!
00:46:22: Manchmal gibt es ja wenige, aber das sind Leuchttürme und die gibt es.
00:46:26: Und es gibt ein paar wenigen, die das auch wirklich verinnerlichen.
00:46:30: Soweit bin ich noch nicht, was Wasser laufen tue ich noch nie.
00:46:34: Aber das sind absolut die Inspirationen für mein Leben an Menschen, wo ich sage, möglichst nah ran in die Nähe und viel davon abgucken weil in der Regel sind das auch Menschen, die wirklich durchs Leben gehen auf eine gute Art und Weise.
00:46:50: Und bei allem, was man tut in welchem Job auch immer man ist das ist vielleicht jetzt im Alter geschuldet.
00:46:57: Das wird irgendwann alles mal ein bisschen relativer.
00:47:00: Am Ende entfaltet sich ob so ein glücklicher Mensch bis nicht darüber unbedingt in welchen Job du realistierst.
00:47:07: Das gehört sicher auch dazu.
00:47:09: aber auch da gibt es auch die Möglichkeit zu sagen ich mache etwas ganz anderes wenn das nicht funktioniert.
00:47:15: Die Fähigkeit sich umzudrehen und was Neues zu tun Die haben wir alle und wir wissen es aber nicht.
00:47:21: Wir wissen es nicht immer, weil wir die Angst und die Hemmungen mit der Realität verwechseln.
00:47:30: Die Realität sieht anders aus.
00:47:32: Die realität lässt mich morgen mein ganzes Leben komplett neu machen.
00:47:37: umkrempeln was anderes versuchen.
00:47:39: ich kann überall hingehen ich kann alles machen so lange ein freier Mensch bin, auf zwei Beinen stehe, gesund bin und zwar gesunder Hände habe.
00:47:45: Gibt es eine Menge Möglichkeiten aber die Fähigkeit dazu sich diese Offenheit zu erredigen, die ich uns auch nicht habe.
00:47:51: also ich will jeden nicht als Guru erscheinen um Gottes Willen.
00:47:54: Aber ich arbeite daran mich noch flexibler zu bekommen weil das Flexibilität ist glaube ich der Schlüssel in unserer Welt.
00:48:03: Es ist lustigerweise der letzte deiner Punkte zu dem ich dich noch mal befragen wollte.
00:48:07: Du hast so, ich habe mir jetzt dritten Punkt aufgeschrieben gesagt nicht an Dingen festhalten von denen man glaubt sie müssen verstanden werden und gerade wenn man ja selbst von etwas überzeugtes Und ich glaube auch im Schauspiel Ich könnte mir das so vorstellen dass du ganz oft so nummern hast Ich stimme das bei RTL, sag nach doch mal so zu.
00:48:22: Hast zehn Sketch und von dem einen den liebst du?
00:48:24: Und dann denkst du wow!
00:48:25: Und der ist es aber gar nicht, den das Publikum dann honoriert.
00:48:27: also ich glaube in deinem Beruf muss man ganz oft loslassen können und es fällt ja vielen Menschen aber so schwer was war da denn deinen Weg hin?
00:48:36: Naja... Try and Error Also... Das ist wunderbar, das müssen wir unbedingt machen Aber es kommt kein Mensch, das ist auch komisch.
00:48:44: Ja, da müssen wir noch etwas anderes machen.
00:48:48: Ich hab keine Ahnung.
00:48:50: Ja, dann machen wir halt wieder was anderes.
00:48:54: Ich habe in meinem Leben schon eine Menge Dinge probiert die völlig nach hinten losgegangen sind.
00:48:58: Gott sei Dank sind auch einige richtig nach vorne los gegangen.
00:49:00: Also letztendlich kommen wir jetzt zu dem fünften und wichtigsten Punkt.
00:49:08: Das ist quasi die Quintessenz glaube ich von allem.
00:49:11: Nimm dich selber nicht so wichtig.
00:49:15: das
00:49:16: klingt wie ein Kalenderspruch Und ich glaube auch nicht, dass sich das mit zwanzig oder dreißig oder vierzig kapiert hätte was in diesem Satz wirklich liegt.
00:49:26: Aber er ist tatsächlich die Quintessenz von allem weil da liegt alles drin.
00:49:31: Da liegt Zufallsicht drinnen, da liegt Geduld drinnen und da liegt Wertschätzung der anderen darin.
00:49:37: Da liegt Empathie drinnen ,da liegt alles drinnen.
00:49:40: Nimm dich selber nicht so wichtig stelle dich nicht in den Mittelpunkt all dessen was in deinen Gedanken vor sich geht und Die Welt wird einfacher Das Leben wird einfach.
00:49:50: Es ist ganz ulkig, ich hab das bei vielen Menschen so beobachtet, dass die sich über manche Sachen gar nicht lustig machen können.
00:49:58: Schade
00:49:58: eigentlich!
00:49:59: Ja wirklich und ich sitze da manchmal so da und denk ich warte dann immer drauf bis mir irgendwann einer mal richtig eine an Karren fährt und dann sag ich in meinem Kopf schon diesen Spritzeige so du... Ich nehm ja nicht mal mich selbst ernst.
00:50:10: Wie soll ich diese Kiste hier ernst nehmen?
00:50:12: Gerade so ohne Big Scale, meinst du irgendeiner von uns beiden ändert sich in fünf Jahren noch dran?
00:50:17: I don't think so.
00:50:18: und das ist so... ...ich erlebe eine gewisse Verbissenheit bei manchen Menschen auch so ein... Ja
00:50:22: die hat man selber auch zwischendurch immer wieder mal und... Absolut!
00:50:26: Und ich hab sie ganz stark gehabt mit dreißig vierzig verbissen.
00:50:31: Das muss klappen, das muss...ja es muss gar nix.
00:50:36: möglicherweise klappt was ganz anderes.
00:50:38: Aber das, wie gesagt.
00:50:39: Das kann man mit zwanzig nicht haben!
00:50:41: Vielleicht wäre es auch falsch wenn man's hätte.
00:50:43: ich meine was wären das für Monster?
00:50:45: Ja die das mit zwanzeig.
00:50:46: Ich komme noch mal zurück zu diesem Gedanke wirklich heute morgen aus der Ruhe nach.
00:50:50: Was wolltest du?
00:50:51: wirklich viel leicht.
00:50:53: eins noch dass die Mädels sehr viel Wenn man mit Zwanzig auf der Suche ist Die Mädels ich bin halt ein Zismin an heterogener zismen.
00:51:01: das mag für jedes geschlecht anders sein ich kann nur von meinem reden.
00:51:05: Ich war immer sehr schüchtern.
00:51:07: Ich habe in meinem Leben herausgekriegt, dass die Mädels sehr, sehr viel empathischer und durchlässiger und geduldiger sind als ich das immer für möglich gehalten habe.
00:51:16: Und wahrscheinlich auch als Männer.
00:51:17: das waren früher keine Ahnung oder heranreifende Jungs.
00:51:20: Das wäre vielleicht so ein Tipp gewesen, den ich mir damals gerne gegeben hätte.
00:51:23: ja aber ansonsten alles andere.
00:51:26: wie gesagt ich glaube was was für einen Monster müsste man sein wenn man das mit zwanzig schon könnte?
00:51:30: alles um Gottes will
00:51:33: Es sind immer die schlauen und gewitzten Menschen, die durch Blicken diese Übung gar nicht der Tatsache dient sich selbst wissen in die Vergangenheit zu senden.
00:51:41: Sondern eigentlich nur so ein charmante Gedankenübung ist um sich das Beste was man seitdem gelernt hat.
00:51:47: Aber nevertheless ich finde... Der Punkt, die du damit gemacht hast, der ist trotzdem auch einer, der find ich unglaublich viel Beruhigung stiftet.
00:51:54: Weil... Ich hab mal so einen Facebook-Beitrag von irgendwannem gelesen und das stand so ... Wenn du deinem zwanzigjährigen Ich nur vier Wörter geben könntest in die Vergangenheit senden, was würdest du schicken?
00:52:02: Und dann schreiben alle immer drei Worte, was hab' ich?
00:52:05: Kauf Apple-Aktien!
00:52:06: Kauf Amazon-Akzien!
00:52:07: Heirate nicht den Typen oder heirate nicht Bern, sowas
00:52:10: ne?!
00:52:11: Und ich saß da und hab gedacht, ich würd nix schicken.
00:52:13: Ich habe mir mal den Rücken verletzt bei einer blöden Sportübung.
00:52:17: Hätte ich den in meinen Rücken nicht verletzten, hätte ich die anderen Methoden kennengelernt, wo's besser geht?
00:52:22: Das finde ich ein unglaublich beruhigender Faktor.
00:52:24: mit dreißig sowas gelesen zu haben oder auf dem Dreißig zu sagen, wenn ich mir fünfzehn Jahre in die Vergangenheit nichts sagen will, kann ich von den nächsten fünfzehren auch ausgehen, dass da auch nichts dabei sein wird, wo ich irgendwie falsch abbiegen kann.
00:52:35: Ich würde viele Worte vielleicht schicken!
00:52:36: Keine Sorge, wird schon.
00:52:40: Gefällt mir... Das halten wir als Schlusswort für heute fest.
00:52:43: Ich geh da mal durch, weil ich find so was zum Schluss vorzulesen.
00:52:45: Ich hab dir sogar schon zweimal fünf hier quasi abgerungen.
00:52:49: also Punkt eins Geduld zu haben auch gegen sich selbst.
00:52:52: Punkt zwei verlass dich auf deine inneren und äußeren Qualitäten und die Gewissheit des eigenen Durchhaltevermögens.
00:52:58: Punkt drei halte nicht an Dingen fest von denen du glaubst sie müssen verstanden werden.
00:53:02: Punkt vier die Dinge die nicht funktionieren sind wahrscheinlich die wichtigeren.
00:53:06: Punkt fünf es gibt für alles immer eine Lösung.
00:53:09: Punkt sechs, die anderen kochen auch nur mit Wasser.
00:53:11: Punkt sieben, vergleich dich nicht sondern geh den Weg, den du für dich richtig hältst.
00:53:15: Punkt acht, du musst keine Angst haben dich zu öffnen und Hilfe zu erbitten.
00:53:19: Punkt neun, Neid, miskunst und Nichtgönnen halten dich zurück oder zerstören dich sogar.
00:53:24: Und Punkt zehn, nämlich selber nichts so wichtig.
00:53:26: Wow!
00:53:28: Hätte ich besser gar nie formulieren können.
00:53:29: hast du gut zusammengefasst?
00:53:31: Ich bin einverstanden ja.
00:53:32: Geil.
00:53:33: Also dafür das dir schwer viel war sehr ergibig Lieber Stefan, es war mir ein großes Vergnügen.
00:53:38: Vielen, vielen Dank.
00:53:39: Gleichfalls!
00:53:45: Wow das war ein inspirierendes Gespräch oder?
00:53:48: Denk dran jeden Freitag dem fünften Tag der Woche erscheint eine neue Folge.
00:53:52: also abonnier den Podcast unbedingt damit du keine Episode verpasst und teile ihn auch total gerne mit deinen Freunden oder Kollegen.
00:53:58: Und wo wir schon über fünf Dinge sprechen Eine Fünf-Sterne Bewertung auf der Podcast-Plattform meiner Wahl hilft uns sehr Damit noch mehr Menschen von diesen inspirierenden Geschichten
00:54:06: profitieren
00:54:07: können.
00:54:07: damit doch kurz Zeit dafür Genauso wie für einen Besuch auf unseren Social Media Kanälen, um Updates und exzensive Inhalte zu erhalten.
00:54:13: Die Links findest du in den Shownotes.
00:54:14: Wir freuen uns nämlich bei Deiner Anregung und Feedback zur zukünftigen Themen und
00:54:17: Gästen!
00:54:18: Bis
00:54:19: zum nächsten Mal!
00:54:19: Bleibt inspiriert und neugierig – dein Joel.
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