Digital-Bodyguard für Kids: Daniel Wolff über Regeln, die Freiheit schaffen
Shownotes
Vielleicht kennst du den Spruch „5 Things I Wish I knew when I was 20“? In einem persönlichen Talk erfährst du 5 große Learnings, die Daniel Wolff im Business, aber auch im Privatleben gemacht hat. Daniel Wolff berichtet von entscheidenden Stationen im Leben, wie z.B. dem Studium, dem Einstieg ins Berufsleben, aber auch von Erfahrungen aus seinem Privatleben, die ihn zu dem gemacht haben, was er heute ist. Diese Episode gibt dir Anreize, Neues auszuprobieren und soll dir helfen erfolgreicher zu werden. Egal, ob du noch jünger als 20 Jahre bist oder älter.||||| DIE 5 DINGE ||||| 1) Folge deiner Leidenschaft, solange es mit deiner Familie verträglich ist. 2) Schätze deine Bildung. 3) Family first! 4) Weniger Bildschirme. 5) Investiere früh!
||||| IN DIESER FOLGE ZU GAST ||||| 👤 [Joël Kaczmarek](https://www.linkedin.com/in/joelkaczmarek/), Geschäftsführer digital kompakt 👤 [Daniel Wolff](https://www.linkedin.com/in/digitaltrainerdanielwolff), Digitaltrainer
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||||| LINKS ||||| 🚨 [Unsere Podcastfolge mit Daniel Wolff zu Kindern und Smartphones](https://www.digitalkompakt.de/podcast/Business/unternehmenskommunikation/allein-mit-dem-handy-daniel-wolff-smartphone-kinder) 🚨 [Buch: "Allein mit dem Handy"](https://www.amazon.de/Allein-mit-dem-Handy-Gewaltvideos/dp/3453607015/) 🚨 [Webseite von Daniel Wolff](https://www.digitaltraining.de/)
||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:07:58) Warum tut die Politik nichts? (00:11:05) Folge deiner Leidenschaft (00:15:52) Family First (00:23:31) Warum ist weniger Bildschirm-Zeit besser? (00:26:47) Früh investieren
||||| WIR ||||| 🧢 Ich bin übrigens Joël, der Macher dieses Podcasts. Ich bin [ein Creator und Medienunternehmer](https://lnk.to/joyofjoel), der für Wachstum und Vielfalt steht. Mein Vorgehen besteht darin, dass ich inspirierende und erfolgreiche Menschen interviewe, um von ihnen zu lernen und Wissensabkürzungen für dich und mich aufzutun. 👉 Mit meinem Podcast [digital kompakt](https://digitalkompakt.de/) zeige ich dir Wachstumsstrategien für dein (Digital-)Business, indem ich erfolgreiche Unternehmen und Expert:innen interviewe 👉 Mit meinem Podcast [5 Dinge mit 20](https://lnk.to/5D20) zeige ich dir, wie du persönlich wachsen kannst, indem ich inspirierende Menschen frage, was sind ihre 5 Dinge, die sie gerne schon mit 20 gewusst hätten 👉 [In meinem Newsletter](https://newsletter.makersandshakers.club/) fasse ich dir Jeden Freitag die besten Learnings aus meinen Podcasts zusammen sowie viele weitere Einsichten aus meinen Aktivitäten. 💛 Abonniere „5 Dinge mit 20“ auf Apple Podcasts, Spotify & Co. Wenn dir die Folge gefallen hat, hinterlasse uns bitte eine Fünf-Sterne-Bewertung! 👥 Wir streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.
Transkript anzeigen
00:00:03: Es herrscht allgemein technisch auch viel zu viel Unverständnis.
00:00:07: Eigentlich bräuchten wir so eine Art Altersverifikation.
00:00:09: In jedem Bordell, in jedem Casino muss der Betreiber dafür sorgen dass wenn was ab achtzehn passiert da drin dann muss der auch passen.
00:00:17: das haben wir im Internet nicht.
00:00:18: Da gibt's kein Türsteher es gibt auch niemand der verantwortlich ist.
00:00:21: Es gibt so eine Funktion wie man nachschauen kann wie viele Tiktoks man schon geschaut hat.
00:00:25: Ab und zu mache ich das mal.
00:00:26: Und da gibt's Kinder die haben eins Komma zwei Millionen TikToks geschaut oder Achthunderttausend.
00:00:31: Und wer das auf dem Buckel hat, der glaub ich wird sein Potenzial später nicht mehr abrufen
00:00:47: können.
00:00:56: Hi Five Leute hier ist Joel und wie immer ist wieder eine inspirierende Person mit am Start die mir ihre fünf Dinge verrät, die sie gern schon mit zwanzig gewusst hätte!
00:01:05: Der liebe Daniel Wolf, der ist nämlich Digitaltrainer.
00:01:10: Aber nicht irgendeiner sondern er hat ein sehr spannendes Buch geschrieben.
00:01:13: und falls du Kinder hast oder auch NICHT!
00:01:15: Falls du jemanden kennst der Kinder hast Oder einfach neugierig bist auf die Welt dann kauf dir unbedingt allein mit dem Handy.
00:01:20: Denn Daniel und jetzt mal festhalten hat bereits vierhundertfünfzig Schulen geschult Und das ist in Kinder übersetzt Hundertdreißig bis Hundertvierzichttausend.
00:01:30: Also, wenn der Mann nicht in breiten Glück hat, dann weiß ich auch nicht.
00:01:32: Und er hatte auch eine interessante Vita!
00:01:34: Weil er ist gelernte Lehrer... Er war also selbst schon in Schulen ...war dann im Journalismus tätig.
00:01:39: für Chip unter anderem kennt ihr vielleicht die Computerzeitschrift und hat jetzt seine Berufung gefunden nämlich uns allen zu helfen dass das Thema Smartphone und Kids besser zueinander findet.
00:01:48: Ich mache mit ihm mal so ein klein Kurzabriss, dass du meinen Gefühl dafür bekommst, wovon wir reden.
00:01:52: aber er und ich haben gerade anderthalb Stunden lang gepodcastet über das Thema Ohndeteil.
00:01:57: Wir wissen, was der Mann hat zu erzählen und neben den Euro die fürs Buch gut investiert.
00:02:02: Dann will ich dir auch noch mal live dazuhören!
00:02:04: Dann verlinke ich das in den Shownotes.
00:02:06: von daher lieber Daniel ist schön dass du da bist.
00:02:08: hallo Ja, spannender Beruf!
00:02:11: Also ich hab ja schon ein Stückchen deiner Genese beschrieben und ich habe mir so gedacht damit die Menschen aber mal so'n grobes Gefühl bekommen für das was tagtäglich dein Lohn-und-Brot ist.
00:02:19: Und ich würde dir einmal sagen Lohn ist für dich eigentlich eher die Kinder glaube ich den du irgendwie Perspektiven aufmachst Die Eltern oder auch die Lehrerinnen?
00:02:26: Lasst es doch mal ganz kurz eintauchen.
00:02:28: also Was fühlst Du eigentlich für ein Leben?
00:02:30: Bist Du die ganze Zeit immer nur in Schulen unterwegs mit dem Koffer und leerst?
00:02:33: oder wie darf ich mir's vorstellen.
00:02:34: Ich bin tatsächlich vieler Maxi.
00:02:37: Ich mache typischerweise an Schulen ein Format, das nennt sich Digitaltag.
00:02:40: im Vormittag Workshops mit den Schülerinnen und Schülern dann am Nachmittag gerne entweder noch einen Workshop oder eine Lehrerfortbildung und dann wichtig am Abend kommt der Elternabend.
00:02:51: Den war ich meistens inzwischen online und er ist für alle Mitglieder der Schule also aller Eltern und deren Kindern.
00:02:57: nochmal die Nachfrage ist so derart hoch wir kommen viele Schulen zu neuen Zucker.
00:03:03: Ja, klasse!
00:03:04: Also ich finde immer wichtig wenn ich mit Menschen spreche und so diese fünf Dinge mit ihnen arbeite dass das Publikum mal so ein Gefühl bekommt für sie.
00:03:10: und deswegen wie gesagt in den Show Notes hauen wir mal diesen Podcast rein da gibt es die volle Dosis.
00:03:15: doch wir können ja mal so Smartphone-Pädagogik Leid machen.
00:03:18: also wenn du jetzt mal einen gelegten Elternteil was sich auf einer Cocktailparty nur kennenlernen kann in fünf Minuten erzählst was so die wichtigsten Dinge sind die Sie zum Thema Smartphone und ihre Kinder wissen sollten?
00:03:29: Was wäre das?
00:03:30: Das erste ist, wenn ich nicht weiß was ich tue dann sollte ich noch warten bis mein Kind ein Smartphone kriegt.
00:03:37: Also es ist ganz wichtig.
00:03:38: Ein Smartphone verändert das Leben eines Menschen und zwar fundamental!
00:03:42: Und ich glaube es ist das komplexeste Gerät der Welt weil jede App verändert dieses Gerät und es gibt Millionen Apps und bei Kindern muss man eben einigermaßen Bescheid wissen und zwar vorher weil dann erst kann ich entscheiden wann überhaupt die richtige Zeitpunkt gekommen ist.
00:03:56: Das heißt ich sollte mich als Elternteil unbedingt super gut vorbereiten.
00:04:00: Dann spart man sich später sehr, sehr viel ärgert.
00:04:03: Das ist das erste als im Zweifel lieber noch warten.
00:04:05: Das zweite ist wenn mein Kinder ein Smartphone hat kein Bildschirm im Bett!
00:04:10: Das ist ganz einfach kann jeder ziehen auch wenn er technisch gar nicht irgendwie so super affin ist weil ein Smart Phone im Bett zum Beispiel oder Tablet oder Nintendo Switch oder alles drei bedeutet mein Kind schläft kürzer mein Kind weiß wie es benutzen wird weil alle Kinder sind neugierig und wollen Spaß aber den begegnenen Nachts eben auch die härteren Sachen und zwar die, die wir als Erwachsene teilweise gar nicht mehr kennen.
00:04:33: Weil wir waren als Kinder ja nicht im Internet zumindest nicht so wie die Kinder heute und nicht so früh und nicht zu intensiv.
00:04:39: Wir sollten alle gut schlafen.
00:04:41: Und es tun auch wir als erwachsenen besser ohne Smartphone.
00:04:45: übrigens so kleiner Hinweis wenn wir das unseren Kindern also beibringen wollen dann sollten wir uns auch vielleicht als Erwachsen mal überlegen ob wir vielleicht selbst unbedingt ein Smartphone in bed brauchen weil unsere Kinder kopieren mehr als wir das glauben und deshalb lassen wir unsere Kinder lernen, dass ein Smartphone im Wett nicht okay ist.
00:05:03: Und wenn wir es selber nicht tun dann tun sich unsere Kinder leichter.
00:05:07: Das wäre das zweite oder dritte.
00:05:09: Ich glaube ich sollte, wenn ich einen Smartphone gebe am Anfang eher viele Regeln aufbauen und sozusagen ein bisschen strenger sein.
00:05:16: Und dann, wenn die Kinder größer werden stabiler werden reifer werden nicht mehr so verletzlich sind in immer mehr erlauben das ist eigentlich die richtige herangehensweise glaube ich.
00:05:26: wie im Straßenverkehr auch.
00:05:27: wir gehen mit dem achtjährigen ja nicht einen Ferrari Schlüssel sondern wir fangen erst mal mit kleineren Fahrzeugen an die nicht so hochmotorisiert sind um sie eben daran zu führen und dass es auch was was die Kinder wenn es ihnen von Anfang an erklärt wird unterstützen dann freuen diese sich jedes Mal was mehr dürfen.
00:05:44: Und das ist eigentlich die richtige
00:05:45: Reihenfolge.".
00:05:46: Was ist denn so, wenn es Kinder im Boden gefallen sind?
00:05:48: Also würdest du sagen, Hände hier ruhig auch mal wieder wegnehmen oder wenn die in den Opfer werden von... und wir reden ja ganz viel über Gefahren in diesem man sagt anderen Podcasts also egal ob es jetzt Mobbing ist oder brutale Videos oder Pornos oder Gaming oder ist das ein probates Mittel?
00:06:03: Also ich würde sagen.
00:06:03: nur es gibt noch eine einzige Situation wo ich mir sinnvoll vorstellen kann wenn ich nämlich raus finde dass mein Kind andere mobbt.
00:06:10: ansonsten Smartphone wegnehmen ist grundsätzlich eine schlechte Idee, weil das Kind fühlt sich bestraft.
00:06:16: Und außerdem wenn ich sie wegnehme wegen irgendwelche Inhalte die mein Kind entdeckt hat, weil es neugierig ist oder weil es Plattformen benutzt, die sowieso Inhalter ausspielen, die auch für Wachsen sind egal ob das Erwachsene wissen oder nicht wie zum Beispiel YouTube, TikTok und Instagram.
00:06:31: Ja, die regulären wichtigsten größten Social-Media-Plattformen der Welt spielen immer wieder mal Zeug aus.
00:06:38: Das ist nur für Erwachsene!
00:06:39: Wenn ich meinem Kind das erlaubt habe, eigentlich sollte ich mich dann selber bestrafen.
00:06:42: Ehrlich gesagt wenn was schief geht und nicht mein Kind.
00:06:44: Das Blöde ist, wenn ich ihm nämlich dann das Smartphone wegnehme, dann lernt er oder sie kann mir nicht vertrauen.
00:06:48: Der Schaden ist so groß.
00:06:50: Das Wichtigste, was wir brauchen, ist das Vertrauen unserer Kinder.
00:06:54: Und das kriegen wir nicht einfach so.
00:06:56: Wir verlieren es, wenn wir ihn das SmartPhone wegnehmen.
00:06:58: Deshalb Vorsicht vorsicht.
00:06:59: Also ich kann ja nochmal einen ganz kurzen Abriss geben dessen, was ich jetzt mit dir alles auch noch mal auf der Tonspur gelernt habe.
00:07:05: Die Gewaltvideos, die Kinder sehen wie du mir beigebracht hast.
00:07:08: Dass jedes Kind Pornos schaut ohne dass es sich dafür entscheidet.
00:07:11: aktiv also teilweise auch völlig ohne eigenes Zutun.
00:07:15: Die Gaming fallen in diese Stalpern indem die Gaming Industrie Methoden aus dem Glücksspiel benutzt um dort kindersüchtig zu machen.
00:07:22: Cyber Mobbing die großen Klassen Chats wo teilweise auf einzelnen Kindern rum gehackt und wir kriegen's gar nicht mit.
00:07:28: Cyber Grooming Wo erwachsene Menschen sich in Rudeln wie du so schön gesagt hast zusammentunten und Kinder verfolgen.
00:07:33: Also es gibt zig Themen.
00:07:34: Bei Kaisen haben wir noch nicht mal angekommen, was das alles an die Umweltsung bringt.
00:07:37: Von daher, ich leg euch allen ans Herz und hört da unbedingt mal rein!
00:07:40: Wir wissen beide... Also Daniel hat es auch ganz schön in unserem letzten Podcast gesagt, dass macht einem auch Angst ist auch in Ordnung aber darum geht's nicht sondern, dass euch im Gegenteil Mut zugesprochen wird, dass ihr lernt was dort passiert und vor allem ihr kriegt Beton und ihr werdet das schaffen.
00:07:52: Also, dass man als motivierenden Hinweis auch mal an der Stelle.
00:07:55: Genau.
00:07:55: Let's go!
00:07:56: Zuversicht ist wichtig.
00:07:59: Was mich mal so interessiert, das haben wir in dem Gespräch, was ich jetzt gerade viel zitiert habe nicht besprochen... Warum tut die Politik eigentlich nichts?
00:08:06: Ich glaube, die meisten Eltern wissen es einfach nicht.
00:08:07: Wenn sich keine Kinder haben, wissen sie sowieso nicht und da ist es auch gar nicht so wichtig.
00:08:11: Bei Menschen, die Kinder haben ist es oft auch nur in der Zeit wichtig wo die Kinder in diesem entscheidenden Alter sind.
00:08:16: Das ist schonmals eine.
00:08:18: Das Zweite ist Es herrscht allgemein technisch viel zu viel Unverständnis.
00:08:22: Eigentlich bräuchten wir so eine Art Altersverifikation.
00:08:25: Also in jedem Bordell, in jedem Casino muss der Betreiber dafür sorgen dass wenn was ab achtzehn passiert da drin dann muss der auch passen.
00:08:33: das haben wir im Internet nicht.
00:08:35: Da gibt es keinen Türsteher.
00:08:36: Es gibt auch niemand, der verantwortlich ist.
00:08:38: Das liegt auch ein bisschen an der amerikanischen Geschichte wirklich wahr?
00:08:41: Da gibt's ein paar Graf-Zweihundertdreißig von vor zwanzig Jahren den die Amerikaner damals sozusagen verabschiedet haben um ihre junge Digitalindustrie zu schützen dass die großen Plattformen nicht für die Inhalte verantwortlicht gemacht werden können.
00:08:55: Das ist amerikanisches Recht und die ganze Welt, wenn man so will.
00:08:58: Die ganze Kinderwelt zumindest leidet in Teilen darunter weil eben zum Beispiel in Amerika herrsches Verständnis.
00:09:04: wir können YouTube doch nicht zwingend alle ihre Videos zu kennen Und sie können auch nie verantwortlich gemacht werden dafür.
00:09:09: also alles free speech Naja das sind auch andere kulturelle Vorstellungen und wir wissen alle die größten digital konzerner der welt sind alles amerikanische Unternehmen Billionen schwere unternehmen muss man auch dazu sagen billionen.
00:09:22: es gibt im internet keinen Jugendschutz, keine.
00:09:26: Der einzige Kinder- und Jugendschutze funktioniert sind anwesende Eltern.
00:09:29: Und besonders warum erlaube ich Plattformen wie zum Beispiel TikTok?
00:09:33: Ganz einfach das Beispiel.
00:09:33: TikTok ist ab dreizehn weiß schon keiner steht nur in den Nutzungsbedingungen drin.
00:09:38: bei Apple steht zwölf plus okay.
00:09:40: dann es gibt innerhalb der App aber Bereiche oder Funktionen die sind ab sechszehn unter achtzehn.
00:09:45: Warum darf diese App eigentlich ab dreizehn sein.
00:09:48: Das ist genau bei YouTube, bei YouTube ist es auch offiziell... Bei Apple steht zwölf plus da.
00:09:53: in den Nutzungsbedingungen steht ab sechszehn oder auch irgendwie ab achtzehn, versteht keiner.
00:09:58: und auf der Plattform sind dann sehr viele Videos ab null, ab zwei, ab fünf, ab sechs und eben aber auch ab achtzen.
00:10:04: Warum kann die ganze Plattform ab achtzin sein?
00:10:06: Wenn ich ein Buch habe mit hundert Zeiten davon sind neunzig lustig und informativ und von mir aus pädagogisch wertvoll.
00:10:14: Aber zehn sind absoluter Horror-Antonio!
00:10:17: Das würde ich doch nicht ab zwölf machen, so als Durchschnittswert.
00:10:21: Ich würde das keinem Kind geben natürlich wegen dieser zehn Seiten.
00:10:24: aber im Internet denken wir einfach bis jetzt anders.
00:10:27: Und es gibt auch keinen anderen Bereich auf der Welt wo Kinder mit Billionen Unternehmen quasi Vertragsbeziehungen eingehen, einfach so ohne dass die Eltern es überblicken.
00:10:36: Wenn man das so auseinander nimmt, klingt es echt ulkig.
00:10:38: Also dass mal als Appetizer... Ich glaube wenn man da nicht angeführt hat, weiß ich auch nicht.
00:10:43: und jetzt ist natürlich dein Blickspann auf die fünf Dinge.
00:10:46: Und jetzt habe ich noch eine Frage vorne weg Wie alt bist du denn?
00:10:48: Also wie viele Jahre guckst du dann zurück?
00:10:50: auf die zwanzig?
00:10:51: Ich schaue thirty-fünf Jahre zurück.
00:10:53: Ich bin fünfundfünfzig.
00:10:54: Ich habe mein erstes Smartphone mit sieben und dreißig bekommen, aber wenn ich das den Kindern erzähle, fallen die vom Stuhl!
00:10:59: Wie kann man überhaupt so alt sein?
00:11:06: Da bin ich jetzt immer neugierig.
00:11:07: Jemand der so deinen Weltblick hat also schon drei Karrieren auch.
00:11:10: Journalist, Lehrer und jetzt Digitaltrainer.
00:11:13: Was ist so?
00:11:14: das erste Ding wo du saßst?
00:11:15: Das hätte ich gerne schon mit zwanzig gewusst.
00:11:17: Vielleicht klingt es ein bisschen platt, aber es ist trotzdem super wichtig.
00:11:20: Folge deiner Leidenschaft, ganz einfach.
00:11:22: Ich war mit zwanzig, was studiert?
00:11:24: Was mir gerade so Oper-Tun erschien.
00:11:27: So quasi das passt schon so.
00:11:28: ich mache jetzt mal Lehramt und dann nehme ich meine beiden Lieblingsfächer aber mit Leidenschaft habe ich das nicht studiert.
00:11:35: Ich hab eher so damit man es halt gemacht hat und ehrlich gesagt einfach stattdessen in meiner ganzen Freizeit was anderes gemacht.
00:11:42: Ich habe mich mit Computern beschäftigt, eigentlich habe ich mich wahrscheinlich sogar während des Studiums mehr mit einem Thema beschäftigt dass ich nicht studiert habe woran sich schon zeigt ich hab da nicht auf diese Vorgabe gehört aber ich wusste halt nicht was meine Leidenschaft ist.
00:11:58: so im Nachhinein kann ich sagen für mich ist alles gut gelaufen weil ich bin jetzt auf meinem lustigen kuriosen Lebensweg eben da gelandet wo ich genau das tue.
00:12:07: Aber das wusste ich damals noch nicht, dass sich da auf diesen Weg dahin kommen.
00:12:10: Man wird sicher nur dann richtig gut, wenn man es mit Leidenschaft macht.
00:12:15: und gerade weil natürlich die letzten fünf oder zehn Prozent, die dich dann unterscheiden von allen anderen, die kriegst du nur hin, wenn du einfach mit Leib und Seele dabei bist?
00:12:26: Das ist so!
00:12:27: Ich habe einfach zwei Sachen kombiniert, die mir Spaß machen und die Mischung war dann wiederum was komplett noch Neues Und es hat mich gefunden, vielleicht auch ein Stück.
00:12:36: Es gehört auch einen Stück Glück dazu.
00:12:37: aber das Glück gehörte natürlich irgendwie so schön heißen und wenn du es nicht versuchst kannst du's auch nicht schaffen?
00:12:42: Du musst schon mal versuchen in dich reinzuhören und nach einer Weile wird dir auch leichter dann gelingen festzustellen wo... du am meisten Spaß hast, hey und ich glaube aber auch das hängt sehr viel davon ab.
00:12:54: Wir sind alle soziale Wesen.
00:12:55: Jeden macht das Spaß wofür ja auch irgendwie Anerkennung von anderen bekommt.
00:12:59: Ich glaube ich mache etwas und bekomme dafür natürlich eine Rückmeldung vor meiner Umwelt und wenn die positive ausfällt dann mach' ich's einfach auch lieber.
00:13:07: Ganz lustig, wir surfen da irgendwie auf so einer Wellenlänge.
00:13:09: Weil ich habe gerade genau darüber nachgedacht dich als Nächstes zu fragen.
00:13:12: Glaubst du das es so ein gewisses Selbstvertrauen oder Selbstbewusstsein braucht um eine Leidenschaft auch also den Mut aufzubringender Leidenschaft zu folgen?
00:13:20: Ja das glaube ich!
00:13:21: Ich glaube wir leben nicht mehr in einer Welt wo das in der Regel so vorgezeichnet ist und ich glaube auch wir leben in einer welt wo sich ja auch berufliche Tätigkeiten sehr oft ändern und auch oft in den Werden.
00:13:32: Und wenn ich da irgendwie eine Leitschmer haben will, dann glaube ich ist es auf jeden Fall nicht.
00:13:37: Folge dem Geld.
00:13:38: Geld ist zwar auch nicht vorm der Anerkennung aber ich glaube auf Dauer hilft nur, wenn's einem richtig richtig Spaß macht!
00:13:44: Auf der anderen Seite, ich erlebe ja ganz oft auch das Eltern so einwirken auf Kinder die dann irgendwie sagen Es ist ein Extrem wäre mein Vater als Arzt.
00:13:53: Ich bin Arzt, dein Großvater war Arzt Du bist gefälligst auch Arzt.
00:13:57: Oder hey, mach was.
00:13:59: Was Geld verdient?
00:14:00: Mach eine Banklehre oder geh zur Versicherung kleine du so aus dir soll was werden.
00:14:04: Ja und das prägt er ja so hart und sich dem zu widersetzen ist manchmal ganz schön schwer glaube ich für viele Menschen.
00:14:09: Mein
00:14:10: Eltern haben gar nichts gesagt Und ehrlich gesagt manchmal denke ich mir auch Ich habe meine universitäre Bildung nicht wirklich geachtet ehrlich gesagt Und dann später erst im Leben habe ich im Anglophonensprachraum in den USA und in England gemerkt, hey man kann auch stolz sein auf seine Schule.
00:14:26: Man kann tatsächlich auch stolzt sein auf das was man lernt in der Schule!
00:14:31: Man kann auch auf seine Uni stolz sind.
00:14:33: Ein bisschen habe ich da so ein bisschen Phantom-Schmerzen weil ich mir auch denke... Ich glaube dass sich als motivierter Student gar nicht so übel gewesen wäre.
00:14:40: Steckt da ein bisschen dein zweiter Punkt drin?
00:14:41: Schätzt du deine Bildung?
00:14:42: Kann man das übersetzen?
00:14:43: Ja Das wäre schon der fast nahtlose Übergang.
00:14:46: Also schätze deine Bildung und vor allem treibe sie voran, und achte sie wirklich wahr!
00:14:51: Du kriegst... Jeder von uns kriegt eigentlich eine tolle Ausbildung?
00:14:55: Wir sehen es halt nicht weil wir als gegeben hinnehmen, als junger Mann ist das ja so eher auch irgendwie eine Pflicht.
00:15:01: Ja macht man halt weiß alle machen aber cool ist es nicht so ungefähr.
00:15:06: Aber es gab auch keine Wertschätzung den Studenten gegenüber.
00:15:08: wo ich war also da war meine Nummer Man wurde nicht begrüßt, man wurde nicht verabschiedet Es gab keinerlei persönlichen Kontakt.
00:15:16: Irgendwie, wir haben auch keine Abschlussfeier gehabt.
00:15:18: Das Ende meines Studiums war die Zusendung eines mit Nadeldrucker gedruckten Reporellus wo dann meine Noten drin stand – das wars!
00:15:25: Also es gab quasi nichts in Sachen Traditiones.
00:15:29: Es gab keinen Hut den ich hochwärfe, es gab keine Begrüßungen und es gab einfach gar nichts.
00:15:33: Und ehrlich gesagt, ich war der Nummer.
00:15:35: Und es waren sehr unperfekte Systeme ohne Wertschätzung für die Studierenden.
00:15:40: Ein paar Rituale sind schon gut Die sind schon toll.
00:15:42: Und ich hab das dann in der Anglophon-Welt erlebt, die machen diesen Teil besser.
00:15:47: Natürlich zahlen sie auch viel mehr und verschulden sich über alle Ohren aber im Nachhinein sind sie eben auch stolz darauf.
00:15:52: Komm wir machen mal weiter.
00:15:53: was ist dein dritter Punkt?
00:15:54: Mein dritter punkt wäre Family First.
00:15:57: Ich habe großes Glück gehabt bin seit drei Jahren mit meiner Frau zusammen Wir haben drei Kinder und ich bin sehr froh dass wir auch mal in den Herdrandshalten geschafft haben durchzuhalten.
00:16:08: Dann Zweifel ist die Familie immer das Wichtigere.
00:16:12: Das muss einem von vornherein klar sein, auch wenn man so bestimmte Entscheidungen trifft.
00:16:17: später dann wo soll ich hinziehen?
00:16:19: Wo will ich mein Leben gestalten?
00:16:20: wie will ich mehr leben?
00:16:21: Man muss immer gucken dass es der Familie gut geht und vielleicht noch das ergänzen Der Familie.
00:16:27: geht's nur dann gut oder man kann der Familie nur helfen wenn es ihm selber gut geht.
00:16:30: Und da habe ich als junger Mensch auch nicht immer die Balance gefunden.
00:16:34: Solltest du denn sagen Wenn dein Satz heißt Family First Dann heißt es ja dass du von einem Wettbewerb um deine Prioritäten ausgehst.
00:16:42: Und womit konkurriert denn die Familie eigentlich am meisten?
00:16:46: Ja, wenn du deine Leidenschaft im Beruflichen findest dann ist es sicher da!
00:16:50: Ich denke manchmal in so Präferenzordnung als erstes solltest mir gut gehen Dann ein bisschen wie im Flugzeug, ne?
00:16:56: Dann krieg ich die Sauerstoffmaske meine Frau, dann die Kinder, dann mein Bruder.
00:17:00: und weißt was ich meine.
00:17:00: also ist das in der Fähre oder siehst du das mehr als sowas ganzheitlich ist sowie alle vier als Konstrukt oder lieber fünf waren's bei euch sogar?
00:17:07: Wie auch immer du das Bild gestalten willst, ist tatsächlich schwierig.
00:17:10: Wenn man so will oder auch in die Literatur schaut – es gab auch einige geniale Menschen unserer Zeit, die haben nur ihre Leidenschaft gefolgt und haben alles anderem untergeworden.
00:17:20: Und waren dadurch auch teilweise weltberühmt geworden.
00:17:23: Dieses Opfer würde ich zum Beispiel nicht bringen!
00:17:25: Das Schöne ist, meine Familie ist ein Teil meiner Leidenschaft.
00:17:28: Vielleicht kommt dazu... Ich bin selbst ohne meine Mutter aufgewachsen also bei mir war es so.
00:17:31: in meiner Familie ging's ziemlich rund.
00:17:33: ich habe vielleicht auch deshalb so bisschen so eine Resilienz aufgebaut haben gesagt okay also egal was passiert die Familie muss stehen.
00:17:40: du gibst den Rahmen vor wo wie weit du dich wohl fühlst.
00:17:43: wenn wir jetzt fragen aber wie war denn dann deine Kindheit gestrukturiert?
00:17:47: Also bist du alleine mit deinem Vater groß geworden?
00:17:51: Bis mein Vater wieder in festen Händen war, hat das genau bis ich zehn war.
00:17:55: Das heißt... Ich bin sehr viel umgezogen als ich jung war.
00:17:58: Waren die ersten Jahre meines Lebens so wild?
00:18:00: Dass heute alle beteiligten sich nicht mehr genau erinnern können!
00:18:03: Es waren so Achtendsechziger weißt du, damals war plötzlich man hat nicht mehr den klassischen Werten gehorft und alle sind irgendwie die Welt aufgebrochen und es gab irgendwie freie Liebe.
00:18:13: Und ich bin sozusagen, ich bin neunundsechzig geboren ja.
00:18:15: Ich bin sozusagen in dieses To-va-bo hinein, plötzlich als... ein Baby da gewesen.
00:18:22: Und auch meine Eltern waren offensichtlich sehr, sehr unvorbereitet und meine Mutter vor allem die war dann auch so unverbereitet dass sie diese Rolle auch gar nicht erst angenommen hat.
00:18:29: Hast du das immer nachholen können mit ihr eine Beziehung aufzubauen oder hast du mit ihnen nie zu tun gehabt?
00:18:34: Wir hatten Berührungspunkte aber wir haben.
00:18:36: ich habe momentan keine Beziehungen.
00:18:38: Das war aber auch meine Entscheidung weil ich dann gesagt habe Ich kriege es nicht zusammen Was damals passiert ist.
00:18:43: Es ist für mich eher was, wo ich danach ratlos stehe und auch... Ich habe dann gemerkt, je tiefer ich mich damit beschäftige, ich komme zu keinem Ergebnis irgendwie.
00:18:51: Da haben wir auch schon oft philosophiert drüber fehlt dir da nicht etwas?
00:18:54: Du hast keine Mutter um Gottes Willen!
00:18:56: Und ich sage, ja gut.
00:18:57: Ich hatte aber eben auch nie ... nicht eine Mutter verloren, sondern ich hatte einfach nie eine.
00:19:02: Trennungsschmerz hatte ich garantiert nicht.
00:19:04: Vielleicht ist deshalb in mir mehr angelegt.
00:19:06: Ich muss auf jeden Fall meine Familie irgendwie zusammenhalten weil ich nicht will dass meine Kinder so aufwachsen wie ich.
00:19:12: ob das irgendwie unterbewusst mitspielt Das kann ich nicht sagen Aber es gibt schon also... Ich hatte mal ein gutes Gespräch wo mir jemand gesagt hat weißt du warum du dich so sehr für diese Kinder einsetzt?
00:19:22: Dein Buch heißt allein Mit dem Handy, da kommt das Wort allein drin vor.
00:19:27: Hast du dir schon mal überlegt?
00:19:28: Du willst verhindern dass diese Kinder alleingelassen werden?
00:19:30: Siehst du dich da irgendwo selber?
00:19:32: Das hat bei mir schon irgendwie mitresoniert.
00:19:34: ja also vielleicht habe ich deshalb diesen unbedingt Draht.
00:19:37: Ich will nicht dass Kinder allein gelassen werden.
00:19:39: Das stimmt!
00:19:40: Das ist tatsächlich das zentrale Motiv.
00:19:43: ob ich das deshalb nicht... Besonders nicht will, weil ich als Kind das Gefühl hatte.
00:19:47: Ich habe keine Mutter.
00:19:48: Vielleicht hat meine Mutter mich alleingelassen?
00:19:50: Ich bin jetzt kein Psycho-Analytiker und kein Psychiater heute.
00:19:53: Also es resoniert in mir ja muss ich schon sagen also das ist eine Beobachtung.
00:19:57: Ich hab das Gefühl wenn so ein Workshop vorbei ist und dann kommen Kinder zu mir und schaut mich an und erzählt mir irgendwas wo ich ganz genau weiß dieses Kind wurde allein gelassen sonst hätte es diese Not jetzt nicht.
00:20:07: man würde mir das nicht erzählen.
00:20:09: Und deshalb mache ich das ja auch so ungeheuer intensiv und bleibe auch immer ewig lang da.
00:20:15: Manchmal bleibe ich bis um halb drei, obwohl der Workshop um eins aus ist.
00:20:19: Wenn ein Kind da ist, dass mir sagt er hat eh quasi im Nachmittag ist die ganze Zeit in der Schule und keiner vermisst es und geht das ein bisschen tiefer?
00:20:27: Das mache ich auch weil wenn ein Kind Hilfe sucht will ich da sein.
00:20:31: Hast du in deinem Beruf eigentlich viele Tränen vergossen also macht dich das manchmal auch fertig.
00:20:36: Ja, ich bin noch inzwischen in Supervision.
00:20:38: Ich habe es an einem bestimmten Punkt nicht mehr geschafft.
00:20:41: Wir haben eine ganze Weile das im Team immer besprochen, wenn wir eine ganz schlimme Geschichte kamen.
00:20:45: Das lustige ist, wenn du denkst vorher hätten schon richtig die schlimmen Sachen irgendwie so aufgegreit.
00:20:51: Es gibt leider noch viele Sachen, die stehen auch nicht im Buch Die Tragödie, die Kinder erleben Wenn sie alleingelassen werden und richtig allein gelassen werden Und dann geht's schief und geht noch schiefer.
00:21:00: Das kann man ja gar nicht in Worte fassen.
00:21:02: teilweise
00:21:02: D.h.,
00:21:03: ich hab da Sachen erlebt die mir zu schaffen machen.
00:21:05: Ich hab mir Hilfe holen
00:21:06: müssen.".
00:21:07: Auch meine Frau hat gesagt, kannst du?
00:21:08: Du bist nicht so fröhlich wie wir dich gerne sehen wollen und bitte sowas.
00:21:13: Für mich ist es auch sehr wichtig in den Workshops, dass wir lachen uns kaputt.
00:21:17: Ich weiß ganz genau, keiner will Moralinsauer auf irgendjemand zugehen oder einen Zeigefinger heben.
00:21:23: Das ist ja lächerlich!
00:21:24: Die Situation ist ja oft so.
00:21:26: vor mir stehen Hundertfünfzig Achtklässler, die am Tag acht Stunden im Internet sind.
00:21:30: Und zwar seit Jahren.
00:21:32: Jetzt komme ich daher als boomer und will denen irgendwas erzählen.
00:21:36: Ich habe genau neunzig Sekunden, um die zu überzeugen.
00:21:39: hier wird es spannend.
00:21:40: Das heißt ich nehme immer irgendwas Tagesaktuelles was jetzt gerade erst passiert ist, was jetzt cool ist auf TikTok oder was gestern auf Instagram war.
00:21:48: Um sofort zu sagen vielleicht wird's ja doch interessant!
00:21:51: Ich bin eigentlich ein positiver Mensch und ich glaube auch dass wir das schaffen.
00:21:55: Ich glaube auch, dass in zehn Jahren oder in zwanzig werden wir uns mit grausend zurück erinnern wie wir damals Kinder ins Smartphone geben konnten.
00:22:02: Wir werden genau sagen, das ist ja wie ohne anschnallen Autofahren oder rauchen im Auto.
00:22:09: Das hat man früher auch gemacht.
00:22:10: Manchmal macht's halt kein Mensch mehr weil wir wissen, wie schlecht es ist.
00:22:13: Meinst du denn also jetzt mal ausgeklammert dass deine Kinder noch keine Kinder haben und mal ausgeklammert?
00:22:20: Dass sie sozusagen mit daddy hier den ultimativen Wissensträger da haben?
00:22:25: glaubst du, dass ein Kind was in dem mit dem groß geworden ist es anders machen würde bei ihren eigenen Kindern?
00:22:31: Ich
00:22:31: weiß es sogar.
00:22:32: Man sieht es in jeder Familie.
00:22:33: Wenn zum Beispiel mehrere Geschwister da sind, sagen wir mal einen sechzehnjähriger, ein zwölfjähriger und ein achtjähriger... Jeder Sechzehnerige schimpft seine Eltern permanent.
00:22:42: was erlaubt ihr den Kleinen eigentlich, spinnt ihr?
00:22:45: Das ist überall so!
00:22:46: Weil die großen Geschwisters wissen, was los ist.
00:22:48: Es war bei uns auch so.
00:22:50: Bei uns sind die drei Kinder mit jeweils ein paar Jahren dazwischen.
00:22:55: Die sagen alle drei sie haben eine komplett verschiedene Internetsozialisierung hinter sich.
00:23:00: In alle paar Jahre ändern sich alle wichtigen Apps und unsere große Tochter hat uns auch geschimpft.
00:23:04: Was wir denn unseren kleinen erlauben, schwind ihr?
00:23:06: Und auch wenn ich heute die großen Frage in den Workshops, wann würdet ihr euren eigenen Kindern so Schmiede erlaubt?
00:23:13: Dann sagen die alle ab sechzehn...ab vierzehn!
00:23:15: Früherestens ab sechszehn.
00:23:16: Wenn ich die jüngeren frage, die sagen natürlich, ahaha, ab null klar.
00:23:22: Aber die, die heute sagen mal Zehntklässler Die sagen später Früherstens ab zwölf, frühestens auch ein Smartphone.
00:23:28: Die sind alle viel strenger weil die wissen einfach um was es geht.
00:23:31: Guck wir machen weiter!
00:23:32: Was ist das vierte Ding bei dir mit zwanzig?
00:23:35: Es klingt lustig für jemand der in der Digitalbranche arbeitet aber ich glaube ich bin jetzt so langsam auf den Dreh gekommen.
00:23:40: Ich hätte gerne als junger Mensch schon mehr darüber gewusst dass weniger Bildschirmen im Leben doch einfach... besser sind.
00:23:47: Ich war einfach ein Nerd, ich habe vielleicht einen Gefühl jetzt schon was in Zukunft die Generation noch viel intensiver haben werden.
00:23:54: Ich bereue es nicht so im großen Teil aber ich habe, ich zweifle ob ich nicht doch einige Zeit meines Lebens besser nicht damit verbracht hätte irgendwelchen Windows Installations Fortschritts Balken zu zuschauen!
00:24:10: Gerade als junger Mensch.
00:24:11: Also ich glaube weniger Bildschirmen sind in meiner Generation noch selten, aber ich hab es schon!
00:24:16: Wir haben als Gesellschaft und das sagen die Kinder auch sehr stark wenn ich die Kinder fragt hey hör mal zu wer von euch kommt folgendes bekannt vor Eltern die sich vom Smartphone wecken lassen auf dem Weg ins Bad die ersten drei E-Mails lesen beim Frühstück nebenher Zeitung lesen Auf den Weg in die Arbeit ebenfalls schon am Handy sind.
00:24:36: zehn zwölf Stunden vor einem riesigen Bildschirm sitzen oder zwei oder drei, dann kommen sie nach Hause wieder mit dem Smartphone und bevor sich drei Stunden an Netflix setzen sagen Sie den Kindern auch schnell du sei nicht so viel am Smartphone.
00:24:48: Das ist genau.
00:24:49: mein Papa kommt dann als Reaktion!
00:24:51: Und dann reißt es mich weil.
00:24:54: ich habe zwar die Geschichte gerade selber erzählt aber ich hab sie deshalb erzählt weil sie meine eigene ist.
00:24:59: Ich habe da nicht immer eine gute Balance gefunden.
00:25:02: Wir müssen alle lernen wir müssen die Bildschirme ein bisschen mal in ihr Hintergrund stellen.
00:25:07: Ich versuch, dann manchmal auch so auseinanderzuklamüsern.
00:25:10: Warum ist Smartphone-Sucht eigentlich so eine Sucht?
00:25:13: Und dann merkst du so naja weil's ja irgendwie fünfzighundertzweihundert Dinge in einem sind.
00:25:17: Ja die Park App Buchen Musik hören ein Film gucken Podcast hören Gespräch führen das macht es manchmal so giftig.
00:25:25: jeder findet sein Gift.
00:25:27: wir haben eine Industrie dahinter die uns hilft das zu finden was wir gerne mögen und trotzdem haben wir noch mehr als heute Erwachsene Selbstregulationsmöglichkeiten, das haben die Kinder nicht.
00:25:38: Es gibt aber auch sehr viele Kinder, die gnadenlos untergehen in eine Meer aus Tiktoksen.
00:25:44: Es ist so eine Funktion wie man nachschauen kann, wie viel TikToks man schon geschaut hat.
00:25:48: Ab und zu mache ich das mal.
00:25:49: Und da gibt es Kinder, der haben eins Komma zwei Millionen TikToks geschaut oder achthunderttausend.
00:25:55: Und wer das auf dem Buckel hat, der glaube ich wird sein Potenzial später nicht mehr abrufen können?
00:26:00: Es gibt Kinder, Das nächste, was Sie merken ist wenn die Eltern zum Abendessen rufen.
00:26:06: Und dann geht es nachts weiter.
00:26:07: oder ich habe jetzt auch lernen dürfen in der muslimischen Welt Die Mädchen die dürfen ja gar nicht raus und dann ist ganz oft so für die ist das Internet ihr Leben und Ich hab so viele Sphären kennengelernt.
00:26:18: Und es gibt auch andere Länder, das kann ich auch sagen übrigens.
00:26:22: Ich habe mal auch Kurse gegeben für Geflüchtete aus dem Irak, aus Afghanistan, aus Nigeria... Also es gibt.
00:26:29: in anderen Ländern ist die Thematik, die wir hier besprechen noch gar nicht einmal im Ansatz überhaupt erkannt, ja?
00:26:35: Überhaupt gar nicht!
00:26:37: Da sagen die Männer schon immer gleich, ne, ist nicht mein Job.
00:26:40: So sehe ich die Frauen darum kümmern.
00:26:42: Ich hab da gar nichts mit zu tun.
00:26:43: und wenn du TikTok nur sagst dann is'n nix für mich weil das Porn.
00:26:47: Wenn ich richtig mitgezählt habe, haben wir einen noch offen.
00:26:49: Ich
00:26:49: glaube wenn man sollte auch als junger Mensch tatsächlich schon... es klingt ein bisschen onkelhaft aber ein bisschen investieren Auch wenn man zwanzig ist!
00:26:56: Ein Fuffi im Monat An irgendwas glauben was vielleicht in dreißig Jahre später plötzlich gigantisch ist.
00:27:01: Das hat mir Keiner gesagt damals.
00:27:04: Und ich glaube zum Beispiel, wenn ich jetzt heute sage es gibt was also Quantentechnologie oder es gibt KI und es gibt alle mögliche Aufstrebenden Ich glaube wie man früh investiert dann heißt das nämlich nicht nur dass man potenziell später mal sich ein Riesen gefallen Also einen Vermögen gefallen tut Sondern dass man auch ein bisschen an die Zukunft glaubt.
00:27:24: Das ist das eigentlich entscheidende!
00:27:26: Ich leg mal so etwas zur Seite Dann hab' ich später mal was.
00:27:29: Und das ist eine Denke, die hat ich überhaupt nicht.
00:27:32: Ich habe immer alles Hand in Mund und dann kam Familie und drei Kinder.
00:27:36: da war so viel Cashflow Bedarf, da haben wir nie was zurückgelegt.
00:27:40: Und bin deshalb sehr spät erst auf diesen Aspekt gekommen und denke mir heute mein Gott!
00:27:45: Ich war zwanzig im Jahr neunundachtzig.
00:27:48: Da fallen mir natürlich tausend Firmen ein Wo sich, sagen wir mal, hätte man damals wirklich Fanning-Beträge installiert.
00:27:56: Oder
00:27:57: Bitcoin und so?
00:27:58: Bitcoin ist dann das nächste natürlich.
00:27:59: Bitcoin habe ich vor der Nase gehabt.
00:28:02: Glaubst du denn dass wenn unsere Kinder ins Rentenalter kommen oder vielleicht sogar dass es dann überhaupt noch ein Wirtschaftssystem mit Geld gibt?
00:28:08: Ich glaube schon und zwar die großen wichtigen Kais sind in der Hand der größten Firmen der Welt dadurch alleine dass eben die Menschen die jetzt schon die Reichsten der Welt sind sind in einer Situation, dass sie die größten Benefit von KI eben auch monetarisieren.
00:28:25: Geld ist Macht!
00:28:26: Jetzt ist es noch mehr in Zeiten von KI.
00:28:28: Es ist Geld noch mehr Macht.
00:28:29: Wäre KI frei verfügbar für jeden auf der Welt?
00:28:34: Und vielleicht wird das ja durch Dinge, die in China passieren tatsächlich eher so werden – ich wünsche's mir ehrlich gesagt.
00:28:41: Na klar, ich wünsch' es mir.
00:28:43: nur fehlt mir der Glaube, dass die Institutionen und Mechanismen und Firmen und Personen die am allermeisten von der gegenwärtigen Struktur profitieren, dass die das fallen lassen.
00:28:53: Aber es ist tatsächlich Kaffeesatzleserei!
00:28:55: Wir werden jetzt sehen wie eine Branche nach der anderen im Monatstakt oder im Wochentakt irgendwie die Grundlagen ihrer Arbeit verliert... Die Wertschöpfung ist plötzlich aus der Dekipdose für zwanzig Cent verfügbar Vielleicht auch unsere.
00:29:07: Wir werden sehen, ja?
00:29:09: Ich kann für meinen Fall nur sagen es wird eine fantastische Welt und ich weigere mich das allzu dystopisch zu sehen.
00:29:14: wir müssen die Risiken versuchen zu kennen und zu minimieren und die Chancen natürlich zu nutzen und das können wir beides nur wenn wir uns ganz intensiv damit beschäftigen Und ich tue auch nichts anderes als mit Kindern momentan.
00:29:25: KI ist für mich das wichtigste Thema allerdings was die chancen angeht als auch was die riesigen angehen.
00:29:30: Das war doch ein guter Schlusssatz und ich habe noch einen zu ergänzen also digital Trainer Daniel Wolf Nummer eins Folge deiner Leidenschaft, solange es mit deiner Familie verträglich ist.
00:29:40: Nummer zwei.
00:29:41: Schätze deine Bildung!
00:29:42: Punkt drei.
00:29:43: Family First.
00:29:45: Punkt vier.
00:29:45: Weniger Bildschirme.
00:29:46: und Punkt fünf investiere früh.
00:29:49: Also das klingt irgendwie pädagogisch wertvoll aber nicht so uncool.
00:29:52: Ich
00:29:52: finde dich zu sehr.
00:29:56: Ja ja ich bin zufrieden damit.
00:29:58: Ja ich auch fand die sehr schön.
00:30:00: Habt das sehr genossen mit dir?
00:30:01: Vielen vielen Dank.
00:30:02: Achso hat Spaß gemacht.
00:30:03: super alles klar.
00:30:09: Wow, das war ein inspirierendes Gespräch oder?
00:30:12: Denk dran!
00:30:12: Jeden Freitag dem fünften Tag der Woche erscheint eine neue Folge.
00:30:16: Also
00:30:16: abonnier den Podcast unbedingt damit du keine Episode verpasst und teile ihn auch total gerne mit deinen Freunden oder Kollegen.
00:30:22: Und wo wir schon über fünf Dinge sprechen – eine Fünf-Sterne-Bewertung auf der Podcastplattform der Naval hilft uns sehr, damit noch mehr Menschen von diesen inspirierenden Geschichten profitieren können.
00:30:31: Damit doch kurz Zeit dafür.
00:30:32: Genauso wie für einen Besuch auf unseren Social Media Kanälen um Updates und exzessive Inhalte zu erhalten.
00:30:37: Die Links findest du in den Shownotes.
00:30:38: Wir freuen uns nämlich bei Deiner Anregung und Feedback zu zukünftigen Themen und Gästen!
00:30:42: So, bis zum nächsten Mal!
00:30:43: Bleibt inspiriert und neugierig!
00:30:45: Dein Joel.
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