Wir sind Helden Gitarrist Jens Eckhoff: 5 Dinge, die ich gerne mit 20 gewusst hätte

Shownotes

Vielleicht kennst du den Spruch „5 Things I Wish I knew when I was 20“? In einem persönlichen Talk erfährst du 5 große Learnings, die Jens Eckhoff im Business, aber auch im Privatleben gemacht hat. Jens Eckhoff berichtet von entscheidenden Stationen im Leben, wie z.B. dem Studium, dem Einstieg ins Berufsleben, aber auch von Erfahrungen aus seinem Privatleben, die ihn zu dem gemacht haben, was er heute ist. Diese Episode gibt dir Anreize, Neues auszuprobieren und soll dir helfen erfolgreicher zu werden. Egal, ob du noch jünger als 20 Jahre bist oder älter. Du erfährst... 1) Erwachsen zu sein hat nichts damit zu tun, vernünftig zu sein 2) Besitz kann belastend sein 3) Es ist ein höherer Skill, geduldig Bücher lesen zu können 4) Es macht unglaublich viel Spaß in einer großen Gruppe einen Song zu schreiben 5) Du bist nie fertig zu lernen __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joël Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Jens Eckhoff, Musiker, Songwriter, Producer, Workshopcoach Bandenlieder __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 Übersicht aller Sponsoren __________________________ ||||| PLAYLISTS ||||| Lust auf mehr? Entdecke unsere Playlists mit weiteren spannenden Episoden zum Thema: __________________________ ||||| LEXIKON ||||| Du verstehst nur Bahnhof? Zu viel Fachchinesisch? Unser Lexikon hilft dir dabei, die wichtigsten Fachbegriffe zu verstehen: 🔹 Künstlername - Ein Name, den ein Künstler als Pseudonym verwendet. 🔹 Dervisch - Ursprünglich ein Mitglied einer islamischen Sekte, die für rituelle Tänze bekannt ist; wird umgangssprachlich für jemanden verwendet, der sich wild und unkontrolliert bewegt. 🔹 Blitzkarriere - Eine sehr schnelle und oft überraschende berufliche Karriere. 🔹 Popkurs - Ein spezieller Studiengang für Popularmusik in Hamburg, der auch als Netzwerkplattform dient. 🔹 Hookline - Ein markanter musikalischer oder lyrischer Abschnitt eines Songs, der besonders einprägsam ist. __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:08:20) Wie sind Wir Sind Helden entstanden? (00:13:51) Wie werde ich unvernünftig Erwachsen? (00:18:41) Besitz ist belastend (00:21:23) Wie lerne ich Geduld? (00:30:21) Wie läuft der Songwriting-Prozess ab? (00:37:28) Lebenslanges Lernen __________________________ ||||| WIR ||||| 🧢 Ich bin übrigens Joël, der Macher dieses Podcasts. Ich bin ein Creator und Medienunternehmer, der für Wachstum und Vielfalt steht. Mein Vorgehen besteht darin, dass ich inspirierende und erfolgreiche Menschen interviewe, um von ihnen zu lernen und Wissensabkürzungen für dich und mich aufzutun. 👉 Mit meinem Podcast digital kompakt zeige ich dir Wachstumsstrategien für dein (Digital-)Business, indem ich erfolgreiche Unternehmen und Expert:innen interviewe 👉 Mit meinem Podcast 5 Dinge mit 20 zeige ich dir, wie du persönlich wachsen kannst, indem ich inspirierende Menschen frage, was sind ihre 5 Dinge, die sie gerne schon mit 20 gewusst hätten 👉 In meinem Newsletter fasse ich dir Jeden Freitag die besten Learnings aus meinen Podcasts zusammen sowie viele weitere Einsichten aus meinen Aktivitäten. 💛 Abonniere „digital kompakt“ auf Apple Podcasts, Spotify & Co. Wenn dir die Folge gefallen hat, hinterlasse uns bitte eine Fünf-Sterne-Bewertung! 👥 Wir streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.

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00:00:00: Achtung!

00:00:01: Wenn du lieber alles beim Alten lassen willst, dann schalte jetzt

00:00:05: ab.

00:00:08: Na los komm!

00:00:09: Einmal gelauscht für immer berauscht.

00:00:15: Du musst verantwortungsbewusst sein.

00:00:17: Es gibt ein paar Dinge, die darfst du einfach nicht schleifen lassen aber so vernünftig und zu Kopf gesteuert und nicht mehr seinen Bauchgefühl folgen und neugierig sein das diese Dinge.

00:00:26: da hatte ich tatsächlich die Vermutung dass sich das irgendwann abstellt und dann bin ich sehr glücklich Dass ich das zumindest in meinem Fall habe das Gefühl Ich bin noch der gleiche Kindskopf wie mit siebzehn wenn ich mich an meine Schulzeit erinner.

00:00:37: wie wir in den pausen selbstverständlich.

00:00:39: Irgendwann haben wir gespielt So und dann haben uns unterhalten haben wir gequatscht Und mittlerweile siehst du, die Kids hängen halt an ihren Devices und zeigen sich teilweise einfach nur so Dinge, die Sie da sehen.

00:00:49: Aber dieses einfache Okay ich habe jetzt hier ein Thema.

00:00:52: mich bewegt das und dass Das kommt ja alles abhanden Also auch die Kreativität Sich Beschäftigung zu suchen Die ja auch aus einer Lehre kommt Aus einer Langeweile heraus.

00:01:22: Hi five, Leute!

00:01:23: Hier ist Joel und auch heute wieder eine tolle Person die mir ihre fünf Dinge verrät, die sie gerne schon mit zwanzig gewusst hätte.

00:01:29: Und heute ist es jemand ganz Besonderes.

00:01:31: ihr habt nämlich seine Arbeit jedes Mal im Ohr wenn ihr diesen Podcast hier hört weil der liebe Jens Ekhoff von Wir sind Helden hat zusammen mit mir den Song geschrieben der hier das Intro von diesem podcast ist und ihn könnt ihr auch ganz am Ende mal komplett hören.

00:01:44: by the way also wenn ihr mal neugierig seid das ganze Stück zu hören wartet entweder bis zum ende oder geht mal auf Spotify und tippt gib mir fünf ein der Erfolgerreichsten Künstler in diesem Land.

00:02:06: Und ich kann schon mal als kleines Preview vermutung.

00:02:09: Ich weiß es ja nicht, aber ich vermute es sagen Jens ist ein extrem sensitiver feinfühliger Mensch und ich glaube der wird sehr interessante Sachen heute zu sagen haben.

00:02:16: also immer wenn ich mit ihm rede hat er sehr großartige takes auf Dinge.

00:02:19: deswegen freue mich sehr lieber jens dass du hier bist und in diesem Sinne moin moin

00:02:22: hey moin Moin moins.

00:02:23: danke Joel für diese tolle Einladung in deinem Podcast.

00:02:26: und ja ich freu mich auch wir mal gucken wie sensitiv ich und schlaue ich rüber komme.

00:02:32: Ich hab ja gleich mal zu Anfang eine Frage.

00:02:34: Als wir beide uns kennengelernt haben, hab ich WirSindHelden gegoogelt und guck dich so bei Wikipedia lasst mir die Ben mit dir durch und dachte so Hä?

00:02:41: Da steht doch gar kein Jenseko!

00:02:42: Was ist denn da

00:02:42: los?!

00:02:43: Und dann dachtest du, warte mal bei dem Foto, das könnte er sein oder stand darunter Jean-Michel Tourette.

00:02:48: also du hast bisher musikalisch eigentlich teilweise mit Künstlernamen gearbeitet.

00:02:52: Wie kommt das aus einer blöde Leih heraus tatsächlich auch in einer Zeit wo wir niemals dachten dass das irgendwann eine Relevanz hat oder dass wir über irgendeinen Punkt hinauskommen.

00:03:02: Unsere Sängerin Judith hatte ja schon einen Künstlernamen, Judith Holofernes.

00:03:06: Und dann haben wir halt da irgendwie so rumgeblödelt.

00:03:10: bei Polaroi ist eigentlich das kann man sagen der heißt Sebastian Roy ist halt diese Anspielung auf Polaroid.

00:03:16: Irgendwie ist es so bei Künstlernamen zu reden macht er natürlich gleich den ganzen Glamour wenn sie überhaupt welche hatten irgendwie weg.

00:03:25: Bei mir heißt Jens Michael mit Vornamen und war immer relativ berserkermäßig auf der Bühne unterwegs.

00:03:30: Hatte so ein umhängiger Keyboard, bin da mit rumgerobt und abholt wirklich... Also das eigentlich wie so ein klassischer Mischung aus einem wild gewonnenen Punk- oder Hardrock-Gitaristen in Solo spielt, bin ich damit über die Bühnen gerannt wie so'n Derwisch.

00:03:46: Da ist dann halt das Jean Michel Tourette draus geworden.

00:03:49: Das trage ich immer noch an meiner Artist Identity quasi.

00:03:53: Aber ich bin ja nun auch, nachdem das mit Wiesn-Helden jetzt wirklich deutlich ruhiger geworden ist.

00:03:57: Auch in ganz vielen anderen Bereichen unterwegs und da war mir der Künstlername irgendwann nicht mehr so passend weil ich dachte, ich habe einen hübschen Namen.

00:04:03: Warum nicht Jens Ekhoff etablieren?

00:04:05: Und deshalb bin ich jetzt Jens Eckhoff.

00:04:07: aber wenn du mich Jong nennen willst kannst du mich auch Jong nenn'.

00:04:09: Ich höre auf Ecchi obwohl ich den tatsächlich nicht so gerne mag... ...aber ich bin dann halt in einer gewissen Szene.

00:04:15: die haben mich irgendwann ecchi getauft und dann höre ich auch auf ecchi.

00:04:18: Ja, es ist ein bisschen wie bei mir.

00:04:20: Wenn man zu mir Katschi sagt, das finde ich auch mal oeckig weil so hieß mein Vater und ich weiß wie's ihm geht.

00:04:27: Ich weiß im Fußballverein als ich in der Ostsee studiert habe im schönen Greifswald war ich im lokalen Fußballvereine dann haben sie übergesagt.

00:04:34: Soell!

00:04:34: Das sind

00:04:34: so viele Silben um sie über den Platz zu brüllen.

00:04:36: hast du nicht einen Spitznamen?

00:04:37: Und ich dachte so okay, es sind zwei.

00:04:40: Wie wärs mit Katche?

00:04:44: Katche sind auf zwei Silben oh my god.

00:04:48: Na ja, viel dem auch sei.

00:04:49: Eigentlich sucht man sich das Spitznamen nicht selber aus von daher.

00:04:52: Gut aber bist du dann eigentlich so zum Musikgekommen?

00:04:54: sag mal?

00:04:55: Also wie wurdest Du denn der Därvester mit seinem umheiligen Keyboard auf der Bühne die deutschen Bühnen rockte?

00:05:00: Oh, ich glaub ganz klassisch.

00:05:02: Irgendwann wurde ein Klavier bei uns als Möbelstück angeschafft und dann musste natürlich auch der Klavierunterricht her.

00:05:06: Dann hatte ich so eins zwei Jahre bei so einem ganz uralten Klavierlehrer, der immer unseren Dachkammer Unterricht gegeben hat damals noch dabei stark geraucht hat.

00:05:16: Kann man sich heute alles gar nicht mehr vorstellen?

00:05:18: Und da bin mich so ein bisschen durchgeschlagen.

00:05:19: und irgendwann gab's dann zu Weihnachten so'n kleines Keyboard, so'nen Casio-Keyboard mit kleinen Plastiktasten.

00:05:26: und dann dachte meine Eltern okay aber jetzt muss natürlich auch.

00:05:30: und dann hatte ich einen richtig, richtig coolen Klavierlehrer Lutz König.

00:05:34: Also Grüße gehen raus wie man so schön sagt!

00:05:37: Und der hat in der Band gespielt, er hatte lange Haare und hat Songs geschrieben und der hat mich wahnsinnig deugeprägt.

00:05:44: von dem habe ich alles was sich über Popmusik weiß glaube ich gelernt.

00:05:47: Der hat dann auch irgendwann als dann mal eine Gitarre zufällig am Klavier lehnte auch gesagt oh Mensch guck mal die Gitarren ich spiel zum paar Akkorde Oh, kannst du mir das zeigen?

00:05:55: Da war auch noch gleichzeitig mein Gitarrenlehrer.

00:05:57: Genau und so bin ich dann zu Musik gekommen.

00:05:59: Das war da vielleicht so ... CnL oder so.

00:06:02: Dann kamen auch die allerersten Gehversuche mit Schülerbands.

00:06:05: Da habe ich eine Kollektion der absurden Bandnamen also meine erste Band.

00:06:10: He's Got Down by Kiss of an Elephant.

00:06:12: Und danach haben wir uns umbenannt weil wir dachten okay das ist ein bisschen zu lang in den grammatikalisch schönen Namen The Proud.

00:06:20: Dann kommen noch eine Band die hieß Lazy Bones Shiftless, da war ich dann eher so im Hard Rock.

00:06:25: Dann später auch im Metal und dann bin ich irgendwann Richtung Pop

00:06:28: abgebogen.".

00:06:29: Okay, ich seh schon!

00:06:30: Ich bin die Medienhoerer und du die Musikhoere hier.

00:06:35: Nein, Spaß beiseite...

00:06:35: Wenn du das so bezeichnen willst?

00:06:37: Nee, Spaß bei Seite.

00:06:38: War ein bisschen unangebracht.

00:06:40: Ich finde im Gegenteil her, ich kann da so die Genese rausführen also so die Entwicklung, die man glaube ich nimmt, ne?

00:06:45: Also dass man sich ja so selber findet.

00:06:47: Und ich weiß, mein Vater hat immer gesagt, Kinder lernen jetzt ein Instrument später wird es nur schwerer.

00:06:52: Ich habe das als Erwachsener mal angefangen.

00:06:54: Ich war auch glaube ich ganz okay, aber was war in der Tat so?

00:06:56: Es ist einfach anstrengend die Synapsen dann irgendwie anders zu verpolen und wenn du noch fünfzig andere Sachen sowieso nebenbei machst.

00:07:01: Deswegen kann ich mir das echt lieber vorstellen.

00:07:03: Gab's für dich denn jeweils einen Plan B?

00:07:05: also hast du jemals etwas anderes machen wollen als musikberuflich?

00:07:08: So richtig nicht!

00:07:09: Also natürlich habe ich, als dann irgendwann so dieser Berufswunsch irgendwie konkreter wurde und ich wusste, dass ... Ich werd doch nicht irgendwie Anwalt oder Arzt oder sowas.

00:07:21: Da war der Lehrerberuf irgendwie... Ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin in einer Kleinstadt aufgewachsen und das war dann so.

00:07:26: Anfang der Neunziger kam die berufliche Entscheidung.

00:07:29: also mein Weltbild Wenn du das mit heutigen zwanzigjährigen oder neunzehnjährigen vergleichst war halt so, also Musiker da sein konnte ich mir vorstellen.

00:07:39: Ich geb Guitarunterricht und spiel dann am Wochenende in der Top Forty Band Und das konnte ich mich aber als Beruf total gut vorstellen!

00:07:45: Es gab aber keine klare Ausbildung dafür, deshalb habe ich erst mal oder zumindest war sie mir noch nicht bewusst.

00:07:49: Deshalb habe ich erstmal ein Lehramt gedacht.

00:07:51: Da hätte man aber viel viel Klaviermäßig schon relativ früh diese Pop-Richtung abgebogen und hab Klassik da sehr vernachlässigt.

00:07:58: Also war sehr schnell klar dass wird nix.

00:08:01: Dann hatte ich noch mal kurz überlegt, ob ich eine Ausbildung als Werbekaufmann mache und hatte mich dann auch mit so einem Jingle beworben.

00:08:06: Also ich dachte wirklich, geh in ne Werbeagentur... Und die haben einen gleichen Tonstudien.

00:08:10: Ich kann so Jingles produzieren!

00:08:12: Dumm, ne?

00:08:15: Genau.

00:08:15: Und dann bin ich halt letztendlich, hab' ich dann Gitarre, Jazzgitarre studiert.

00:08:20: Aber ich kann das verstehen.

00:08:21: Bevor ich zu meinem Online-Magazin Gründer Szene kam, hatte ich mich auch immer... Also Dojo hieß die Werbeagertu.

00:08:25: Die ist mal richtig groß geworden beworben und das Vorstellungsgespräch war dann in so einem Hinterhof im Kreuzberg auf einer Couch und dann saßen sie sich da hin bei Fritz Kohler und meinten ja hier guck ma Diggy wir haben irgendwie eine Werbekampagne die wir machen sollen für so Hundekleidung!

00:08:39: Wir sollen für kleine Hunde damit die warm sind.

00:08:41: im Winter sollen wir Kleidungen besser verkaufen.

00:08:43: wie würdest du es jetzt machen?

00:08:45: Und dann saß ich so da und hab dann irgendwelche Slogans getextet.

00:08:49: Ich hab am nächsten Tag geschrieben, ich zieh die Bewerbung lieber zurück.

00:08:52: Ich glaub, ich kann das nicht!

00:08:53: Ich hatte das Gefühl, ich war dann nicht gut drin... ...und der fand es so gar nicht!

00:08:56: Du warst eigentlich ziemlich solide ja?

00:08:58: Also vielleicht ist mir noch eine Karriere entgackt.

00:09:00: Ja gut, ich schweifst schon wieder ab mit dir hier!

00:09:02: Vielleicht noch eine letzte Frage bevor wir uns deinen fünf Dingen mal so widmen?

00:09:05: Eigentlich hättest du es schon mal so viel wie wir Zeit miteinander verwarten um da links fragen sollen aber wie bist Du denn in dieses Wir sind Heldeneck reingekommen?

00:09:12: also war das auch so wie du gerade beschrieben hast.

00:09:14: die nächste dann die Uni Band.

00:09:16: von der Schülerband zur Uni Band.

00:09:17: man hat sich zusammengerauft.

00:09:19: oder gab's da irgendeine coole Geschichte?

00:09:20: wie muss ich mir sowas vorstellen?

00:09:21: Es war tatsächlich die Uni-Band und es gibt keine coole Geschichte.

00:09:26: Aber es war nicht, also es gibt einen wahnsinnig coolen Kurzstudiengang Also Kontaktstudiengang nennt er sich Kontaktstudiegang Popular Musik in Hamburg kurz Popkurs Ein Becken wo sich jedes Jahr Leute drin tummeln dürfen Die irgendwie im Umfeld nicht die richtigen Leute finden Und sich trotzdem irgendwie weiterentwickeln wollen an ihren Instrument In Bezug auf Songwriting und Performance.

00:09:51: Aber vor allen Dingen ist es eine wahnsinnig gute Kontaktbörse.

00:09:54: Und da wird man einfach zusammen auf einen Haufen geschmissen und soll sich halt finden, das wird nicht angeleitet oder es wird schon irgendwie.

00:10:00: natürlich gibt's geile Kurse und so.

00:10:02: aber dort findet man sich einfach.

00:10:04: und dort ist mir irgendwann nachdem der Kurs schon so zwei Wochen lief ist mehr Judith über den Weg gelaufen die ich vorher gar nicht wirklich wahrgenommen habe.

00:10:11: Es gibt ja in diesem muss ihr vorstellen sind so sechzig Leute und die stellen sich am Anfang vor und du merkst gleich am Anfang den oder die findste interessant.

00:10:20: Ich hab so mit ein paar schillernden Figuren Musik gemacht, dann kam auf einmal Judith da vorbei in einem grauen Mantel und relativ unscheinbar und meinte... Kann ich dir mal ein paar Songs vorspielen?

00:10:31: Okay, sind wir in so'n Zimmerchen gegangen und dann hat sie mir zwei Songs vorgespielt.

00:10:36: Einer davon war außer dir!

00:10:37: Ein Song von unserem ersten Album... Und als ich den gehört hab, war gleich klar, wo auch alter Schwede.

00:10:43: das ist was wirklich wirklich wirklich besonderes und da muss ich auf jeden Fall dabei sein Das isso vielleicht die Gründungsgeschichte und unser Schlagzeuger der war auch in diesem Kurs mit dabei und dann haben wir da so damals noch mit anderen Bassisten uns gefunden Und am Anfang ganz schreckliche ... Das war so Country, Indie-Country.

00:11:03: Irgendwas lustige Sachen gemacht und sind dann so anderthalb Jahre auf eine Fernbeziehung durch die Gegend getapert.

00:11:10: Und irgendwann hat uns bei einem Konzert im Dunker Club in Berlin unser Produzent, der von einer Freundin von uns dort hingeschliffen wurde, entdeckt und hat tatsächlich in diesem Musikmorast irgendwas Tolles entdeckten!

00:11:24: Natürlich die Texte von Judith Yvanda Und hat uns ein Studio eingeladen und das war eigentlich so der entscheidende Twister.

00:11:30: Da haben wir viel auch mit Keyboards gearbeitet, die ich dann irgendwann auch mal zum Proben gebracht habe.

00:11:35: Und da hat sich dann so ein Sound entwickelt und ab dann waren wir quasi die Band, die wir dann auch geblieben sind.

00:11:41: Okay,

00:11:41: eine Frage muss ich doch noch anschließen.

00:11:43: Wie ist so das soziale Miteinander in so einer Band?

00:11:45: Weil es sind ja mehrere kreative Köpfe die dann alle vielleicht manchmal auch in der eigene Richtung wollen oder auch Egos haben.

00:11:53: wie schafft man es dass man sich da nicht jeden zweiten Tag den Kopf einschlägt sondern als Gefüge miteinander funktioniert?

00:11:59: Wir

00:11:59: haben immer den Humor gehabt.

00:12:02: also wir konnten uns immer selbst wenn's mal irgendwie knirrisch ich wurde oder wir irgendwas zu klären hatten und so hatten wir immer eine gemeinsame Basis des Humors, die uns glaube ich da echt geholfen hat.

00:12:15: Also Dinge auch dann teilweise nicht zu ernst zu nehmen, auch Dinge zu ironisieren oder irgendwelche Zusammenhänge in denen man jetzt ist.

00:12:21: also wir sind ja relativ schnell, hatten ja so ne Blitzkarriere und waren dann auf solchen absurden Events wo dann irgendwelchen roten Teppiche sind die aber in der Wahrheit sind, du wirst in die Halle gefahren und dann gehst du an einem Eingang raus.

00:12:37: Dann gehst Du über einen roten Teppich und da stehen dann halt so ein paar aufgereite Fotografen und so ein Paar schreiende Fans und gehst dann wieder rein.

00:12:43: Also hinter dem Glamour den man von außen sieht ist es wahnsinnig... Unklamorös und darüber haben wir zum Beispiel auch immer köstlich amüsieren können.

00:12:55: Wir haben das alles nicht so wahnsinnig ernst genommen, also außer unsere Kunst und unser Konzert.

00:12:58: aber dieses ganze, dieser ganze Fame-Ding Das hat aber auch glaube ich am Ende weil es hat ja einen Grund dass wir obwohl wir uns super verstehen immer noch Dass wir keine Konzerte mehr haben, also dass wir aufgehört haben.

00:13:09: Und ich glaube dieser Humor hat dann auch am ende dazu geführt dass wir vielleicht den Moment verpasst haben uns vielleicht wirklich mal zu streiten oder wirklich mal ernsthaft auseinanderzusetzen Weil so eine Humorebene kann dich natürlich, das macht da auch eine Art Panzer um dich herum.

00:13:24: Wenn man immer alles lustig nimmt.

00:13:27: Da kommt man nicht auf die tiefen Ebene manchmal auch.

00:13:29: Das kann er davon abhalten glaube ich gerne.

00:13:31: Wobei

00:13:32: wir waren wahnsinnig deep und haben viele Sachen... viele diepe Sachen auch besprochen.

00:13:37: Aber ich glaube, es war auch ganz am Ende von unserer Karriere eine nicht wirklich lösbarer Herausforderung, die insbesondere Judith und Polar da mit den in die Band quasi reingewachsenen Kindern hatten.

00:13:47: Und so ... Da war's einfach klar das wird nicht mehr gut gehen.

00:13:51: So!

00:13:52: Jetzt kommen wir mal zu deinen fünf Dingen.

00:13:54: Bist du mutig uns dein Alter zu verraten?

00:13:56: Dass wir mal einen Feeling kriegen von wo du auf die zwanzig zurück schaust?

00:14:00: Also ich gucke neunundzwanzig Jahre zurück.

00:14:03: Toll, weil sie meine Mathe kennen.

00:14:05: Ich bin

00:14:05: neunzwitzig!

00:14:08: Ja cool du, dann erzähl mal was ist denn so?

00:14:09: das erste Ding wo du sagst hätte ich gern schon mit zwanzig gewusst?

00:14:12: Ich muss vielleicht kurz ein bisschen einleiten weil ich finde dieses Format total super und habe mich total gefreut hier eingeladen zu werden.

00:14:17: und als ich dann und ich dachte sofort ey da haste mit Sicherheit zehn spontan Sachen die dir einfallen.

00:14:22: und als sich dann darüber nachgedacht habe ich dann gemerkt ich glaube ich hab vieles von dem was ich dann hinterher aus dem ich geschöpft habe habe ich vielleicht mit zwanzig schon gewusst, aber so mehr als guten Ratschlag vielleicht gewusst.

00:14:34: Weißt du wieso die heiße Herdplatte auf die Fasste dann trotzdem drauf?

00:14:37: Weil Du musst die Fehler machen!

00:14:38: Du musst auch mal falsch abbiegen um dann wirklich... Ich bin total dankbar für das Leben was ich bislang legen durfte und würde auch nichts ändern wollen.

00:14:47: im Nachhinein also das wäre ja so ein bisschen die Sache.

00:14:50: was hätte man noch mehr optimieren können?

00:14:52: möglicherweise wenn man mit zwantig schon das und das in das ganz Gewusste hätte?

00:14:55: Und ich denke mir halt, da bin ich irgendwie ein bisschen wie Michael Jordan, der auch sagt.

00:14:58: Ich habe nicht bei Chicago Bulls und durch den Fame bin ich nicht der gewordenen, der ich bin sondern durch die Achtzigtausend Fehlwürfe, die ich vorher gemacht habe so.

00:15:07: Von daher war das dann wirklich eine Herausforderung, da Punkte zu finden, die jetzt nicht einfach nur sage, sondern die ich richtig fühle.

00:15:16: Mein erster Punkt ist dass ich mit zwanzig noch nicht geahnt habe Ich weiß nicht, ob ich es hätte wissen wollen.

00:15:21: Aber ich habe nicht geahnt, dass Erwachsen sein nichts mit vernünftig werden zu tun hat.

00:15:27: Für mich waren immer die Erwachsenden, die damals vierzig-fünfzig jährigen, die zugegebenermaßen Mitte der neunziger Jahre sahen vierzig und fünfzigjährige komplett anders aus als sie heute aussehen.

00:15:38: in meinen Augen war halt erwachsen.

00:15:40: Kinder haben dann wird man wahnsinnig vernünftig so und ich glaube das ist ein Learning.

00:15:46: das musst du nicht sein.

00:15:47: also Du musst verantwortungsbewusst sein, es gibt ein paar Dinge die darfst du einfach nicht schleifen lassen.

00:15:52: Aber so vernünftig und zu Kopf gesteuert und nicht mehr seinen Bauchgefühl folgen und neugierig sein das diese Dinge.

00:15:59: da hatte ich tatsächlich die Vermutung dass sich das irgendwann abstellt Und dann bin ich sehr glücklich dass ich das zumindest in meinem Fall Ich weiß nicht ob ich da allgemein sprechen kann aber dass das ist mein Fall.

00:16:07: ich habe das Gefühl ich bin noch der gleiche Kindskopf wie mit siebzehn So und ich will mir das auch bewahren, auch wenn Leute um mich herum schon vernünftiger werden.

00:16:15: Vielleicht ist es auch ein bisschen was mit meinem künstlerischen kreativen Beruf zu tun wo man natürlich auch einen Kindskopf irgendwie bleiben muss sonst fällt einem nur noch Mist ein oder generische oder langweilige Sachen.

00:16:28: aber dass Erwachsensein nichts damit zu tun hat, dass man auf einmal vernünftig sein muss Das is Ein Learning.

00:16:34: Ich

00:16:34: weiß total was du meinst, ich hab das ganz oft Dass ich mir manchmal meinen Freundeskreis angucke Und denk' mir so Okay, der eine oder die andere, das wirkt so ein bisschen erwachsen.

00:16:43: Aber wie anderen?

00:16:44: Das ist doch alles so wie Kinder im Körper von Erwachsenen, die sozusagen sich reproduziert haben aber eigentlich so... Also wenn mich jemand mal fragt, wie alt du bist ich muss immer nachdenken.

00:16:55: Warte mal, ich bin ein, ein und vierzig so.

00:16:57: Aber ich fühle mich eigentlich wie neunzehn oder vielleicht auch vierzehn.

00:17:01: Hast Du eine Hypothese ob vernünftig sein einen auch unglücklicher macht weil ich glaube dieses innere Kind verliern?

00:17:09: Ich habe so das Gefühl, da geht viel Magie verloren.

00:17:11: Ich will jetzt niemanden diskreditieren, der irgendwie vernünftig ist und ich meine natürlich treffe ich auch vernünftige Entscheidungen also zumindest in meinem... Also ich versuche sie... Ich versuche gewisse Dinge mit Vernunft anzugehen Und ich will auch nicht sagen, dass Glück da dann jetzt hängt.

00:17:24: Also das wäre mir ein bisschen zu weit gesprungen.

00:17:27: Vielleicht ist es auch eine so persönliche Definition zwischen verantwortungsvoll und vernünftig?

00:17:31: Weil natürlich werden dir irgendwann im Laufe deines Lebens, gerade wenn du Kinder hast andere Dinge anvertraut die dir mit neunzehnzwanzig noch nicht an vertraut sind.

00:17:39: Da musst du ja erst mal nur für dich sorgen bis in dieser totalen Ego.

00:17:42: Naja Ich ziehe jetzt aus!

00:17:43: Ich richte jetzt mein Leben ein und es gibt nur mich Vielleicht noch eine Partnerin oder ein Partner, aber ansonsten ist da noch nix.

00:17:49: Und das wird natürlich im Laufe des Lebens mehr und das musste auch annehmen.

00:17:53: Ich glaube ich bin jetzt so in der Lebensphase... Also ich will mir keine Midlife-Crisis einreden, aber wo man jetzt denkt, boah also sind die nächsten Dinge, die noch kommen bleiben die noch so spannend wie es die letzten zwanzig dreißig Jahre war?

00:18:05: Also ich habe mich schon auf selbstständig sein gefreut.

00:18:08: Ich hab mich auf den Musikerberuf gefreut und ich wusste ja mit zwanziger überhaupt nicht was ich mich da alles freuen darf.

00:18:15: Naja, ich denk auch grad so über nach.

00:18:16: Wir haben ja im Vorgespräch über deine Oma gesprochen, die ein sehr stolzes Alter erreicht hat wo du meintest, als ich die mal einmal in die Tagespflege mit, ich glaub, neunzigmal, das du glaube ich gegeben hab,

00:18:24: sagte die euch... Ja eigentlich

00:18:25: nicht.

00:18:25: also meine Verwandten, ne?

00:18:28: Oha hier kann ich nicht bleiben!

00:18:29: Die sind alle so alt.

00:18:31: Das hat nichts damit zu tun was auf deiner Geburtstokunde steht wie alt du bist.

00:18:35: Nee,

00:18:36: nee, nee

00:18:37: total.

00:18:37: Der Punkt geht ja so bisschen mit Hand an Hand.

00:18:39: Na geil aber gefällt mir.

00:18:40: Welchen guten Aufruf hast du dein zweiter?

00:18:43: Mein zweiter ist, dass Besitz belastend sein kann.

00:18:47: Und zwar ich mein jetzt nicht den den Besitz im Sinne von Ich hab jetzt hier achtundzwanzig Immobilien und ne Yacht und so ein krasser besitzt sondern einfach diese ganzen Dinge die sich über die Jahre sammeln mit zwanzig wenn du dich selber einrichtest und dann irgendwie alles zusammen kratzt Studentenwohnung bist, kannst dir ja gar nicht vorstellen, dass du irgendwann mal... Also wie in meinem Fall.

00:19:08: Ich lebe in so einem Haus und da ist eine Garage.

00:19:11: Da steht ganz viel Kram drin rum.

00:19:13: Dann habe ich ein Dachboden.

00:19:15: Da ist ganz viel kram!

00:19:17: Und es ist so ... Ich weiß nicht ob das auch wieder so eine persönliche Sache von mir ist oder ob man es vereigemeinern kann?

00:19:23: Ich bin glaube ich zu faul Dinge zu verkaufen und zu feige sie wegzuschmeißen wenn du verstehst was ich meine.

00:19:29: also weil ich denke irgendwie kann man's a noch gebrauchen Es wäre dumm, es wegzuschmeißen oder es hängen auch Erinnerungen dran.

00:19:36: Das ist das dann teilweise so gerade bei Kinderspielzeug.

00:19:39: gut Kinderspielzeug kann man im Zweifel natürlich auch verschenken.

00:19:41: also ich verschenke auch Dinge.

00:19:42: aber gerade bei kinder Spielzeug habe ich die Erfahrung gemacht.

00:19:45: wir haben auch mit mit offenen Armen damals Kinderspiele Zeug empfangen und dachten ja klar wow gibt uns das bis mir jetzt ein bisschen Licht aufgegangen ist dass die Leute die Kinder spielzeug verschänken das nicht nur altruistisch machen Sondern sie wollen es loswerden.

00:19:59: Und wir haben jetzt den ganzen Kram, ich bin tatsächlich ein bisschen zu faul mich darum zu kümmern und Wir haben auch hier tatsächlich genug platzen.

00:20:06: dann überlegt man sich noch ein besseres Verstauungssystem von Krämpel Den man einfach nur von links nach rechts verstaut und echt einfach nicht mehr braucht.

00:20:14: Ich erinnere mich immer an so einen Raum von meinem damaligen Gitarrenlehrer im Studium.

00:20:18: Das war so'n Altbauzimmer da standen wirklich nur zwei Stühlen Notenstände und Einen so'nen Schrank und ansonsten hat der Raum einfach nur gewirkt.

00:20:25: also immer wenn ich mich dran erinner denke Wow, einfach mal leere Räume zu haben.

00:20:29: Wie geil wäre das?

00:20:31: Ich freu mich natürlich auch, dass hier im Hintergrund viele Gitarren stehen.

00:20:35: Davon will ich keine hergeben so.

00:20:37: Aber es ist viel plodderkramm, den man von links nach rechts schiebt und ... Das hätte ich mir mit zwanzig nicht träumen lassen, dass man irgendwann mal tatsächlich ein bisschen zuviel besitzt.

00:20:47: Unser Kapitalismus baut ja darauf, dass Menschen materielle Dinge für wichtig erachten ist ja ganz klar, also ganz viele Dinge geben mir so ein Vorabversprechen was ich glaube in neun-neinzig Prozent aller Fälle nicht einlöst.

00:21:03: So weil du bist nicht glücklicher mit noch nem besseren Smartphone.

00:21:08: Das ist irgendwie das Leben ist irgendwie anders aber ich glaube halt dass es n bisschen schwer macht sich auf die wirklich wesentlichen Dinge dann zu konzentrieren.

00:21:16: Ist ein wenig sehr guter Punkt und das unterschätzen glaube ich viele Leute weil man sagt ja auch das Leichentuch hat kleine Taschen was du mitnehmen kannst.

00:21:21: in der Erinnerung von daher was ist denn Nummer drei?

00:21:24: Ich hätte nicht gedacht, dass es tatsächlich ein wichtiger Skill gewesen wäre, den ich mir jetzt erst im höheren Alter angewöhne.

00:21:34: Geduldig zu lesen!

00:21:35: Also ich war nie der Bücherwurm... ...ich habe immer eher so Fachzeitschriften gelesen oder Comics oder Musikmagazine.

00:21:43: Notgedrungen musste natürlich auch im Studium, musste sich meine Dinge vertiefen und so.

00:21:47: aber mir waren diese klassischen Bücher-Würmer Die habe ich so in meiner jugendlichen Arroganz eher ein bisschen belächelt.

00:21:54: Und mittlerweile beneide ich Leute, die es einfach gelernt haben.

00:21:57: Weil das muss man auch lernen vielleicht auch im Kindes- und Jugendalter einen Buch von vorne bis hinten durchzulesen sich da richtig rein zu vertiefen ob's nun fiktionale Sachen sind oder auch Sachbücher, die ein interessieren.

00:22:09: also einfach monothematisch mal wirklich sich zu fokussieren.

00:22:12: In meiner nicht vorhandenen Fähigkeit mich vielleicht geduldig auf ein Thema zu fokusieren Und meiner Neugier bin ich natürlich ein krasses Opfer gewesen.

00:22:23: Also, ich versuch das gerade wirklich zu reduzieren.

00:22:27: für diesen ganzen Social Media-Kack sag' ich mal so und dann teilweise auch nur noch in Überschriften meinst du hättest Dinge... Verstanden oder so ist natürlich absoluter Quatsch und wahrscheinlich die größte oder eine der größten Geißeln unserer Zeit, dass sich Leute für Vertiefungen nicht mehr Zeit nehmen.

00:22:44: Und ich glaube das viel damit zu tun hat, dass man wirklich geduldig lesen eines Buches lernt um sich wirklich darauf zu trainieren, sich nicht ablenken zu lassen, sich zu fokussieren.

00:22:56: Ich fange damit tatsächlich ... Vor ein paar Jahren muss ich zu meiner Schande bestehen.

00:23:01: Er ist angefangen, dass sich denke nehmen.

00:23:03: Man muss wirklich einfach die Zeit nehmen und das finde auch im freiberuflichen selbstständigen Ding wie es bei mir ist.

00:23:10: Ich nehme immer die Zeit um irgendwie bei Insta oder LinkedIn oder wo auch immer da rumzuscrollen und Zeit zu verbringen weil ich denke naja das heißt ja auch was mit sehen und gesehen werden Netzwerk und sowas zu tun aber mir einfach tagsüber die Zeit zu nehmen.

00:23:24: und ich habe noch nicht mal einen Chef der mir sagt er legt das Buch weg Einfach ein Buch zu nehmen und mal vier, fünf Stunden zu lesen.

00:23:31: Und sich da richtig drauf konzentrieren.

00:23:33: Das verbiete ich mir manchmal was totaler Quatsch eigentlich ist.

00:23:38: Wie hast du das bei deinen Kindern gemacht?

00:23:39: Noch nicht wahnsinnig erfolgreich!

00:23:43: Nein es ist einfach... Zürich müssen die... Bücher lesen auch von der Schule, also haben wir dann jetzt schon so Lecturen und so.

00:23:50: Und haben auch ihre Bücher da immer mal liegen.

00:23:53: aber natürlich sind die schon mit ihren Smartphones unterwegs oder sind halt am Zocken.

00:23:58: Ich verstehe auch dass das wahnsinnig schwierig ist und ich bin jetzt schon heilfroht, dass mein großer Sohn, der irgendwie am Anfang haben wir Musikinstrumente relativ verpflichtend gemacht und er war irgendwann an einem Zeitpunkt wo er sich aussuchen durfte hat er die Gitarre weggelegt und hat sich jetzt selber das Klavier wieder für sich entdeckt, so.

00:24:18: Und das ist vielleicht was ähnliches.

00:24:19: also ein Instrument spielen würde ich vielleicht mal in die Kategorie auch mit rein nehmen ja sich geduldig mit einer Sache beschäftigen und genau einfach Geduld zu haben.

00:24:27: es braucht so beim lesen das Brause ist ein spannendes Buch liest du natürlich weg ist klar da brauchst nicht.

00:24:31: das ist dann auch keine große Schmerz oder so.

00:24:34: aber man muss halt einfach dich fokussieren.

00:24:36: und der hat jetzt einfach wieder das Klavierspielen für sich.

00:24:39: Und der andere ist, obwohl er da eigentlich gefühlt möglicherweise fast schon zu alt für isst spielt noch wahnsinnig gerne Lego und baut da irgendwelche Sachen.

00:24:51: Ich hab das Gefühl wenn beide sich einfach so in Tätigkeiten die einfach auch ein bisschen geduld und so rein sinken und die nicht einfach nur was mit konsumieren und so einer Fremdberieselung zu tun haben dann bin ich da schon glücklich.

00:25:04: Ja ich habe drüber nachgedacht.

00:25:05: als du das erzählt hast, hab ich gedacht auf Musik trifft es wahrscheinlich genauso zu wie aufs lesen und weiß nicht wie's dir so geht finde ich wenn man alte filme oder serien schaut dann vielleicht manchmal was ist denn hier los?

00:25:14: Ist es Zeitlupe.

00:25:15: Ich hab mit meinen Kids die Tage Mighty Ducks geguckt.

00:25:17: Das war als ich Kind war, war das der heiße Shit dieser Ice Hockey Film wo die ja so eine kindertruppe dann irgendwie meister wird usw.. Und dann war das immer so, du hast irgendwie so eine Icehockey-Szene gesehen und dann kamen dreißig Sekunden lang nur die Einblendung der Namen in dem Film mitwirkt.

00:25:31: Dann kam wieder ein Icehocke-Szenar an drei Sekunden und ich glaube nach der zweiten Einblende haben wir gesagt was ist das denn hier?

00:25:37: Hallo!

00:25:38: Hallo!

00:25:40: Ich konnte es aber auch verstehen.

00:25:41: ja, da staunt man.

00:25:43: Meinst du es wird noch mal einen Trend in die andere Richtung geben dass das abnimmt, dass man von Kürze mehr zu lange kommt?

00:25:49: Ich hoffe, sehr.

00:25:50: Also ich merke das bei meinen Kindern ist es natürlich jetzt nicht empirisch oder so aber dass da auch schon wieder zum Beispiel Insta- oder TikTok gelöscht wurde weil's einfach zeitraubend war.

00:26:00: Mark Zuckerberg tut ja gerade alles dafür, dass auch Insta und Facebook bald nicht mehr brauchbar sind.

00:26:06: also von daher...

00:26:07: Das stimmt!

00:26:08: Das ist erschreckend ne?

00:26:19: tun die mehr Gutes für die Welt oder Schlechtes?

00:26:21: Wenn wir mal mit der Welt jetzt den Menschen meinen.

00:26:23: Also wenn man es wirklich hart auf eine Waagschale lud, dann glaube ich tatsächlich mehr Schlechtes.

00:26:28: Ich glaube das hat uns Unruhe gebracht und dazu gebracht dass wir weniger direkt miteinander kommunizieren.

00:26:34: Es hat uns ungeduldig gemacht, wenn ich mich an meine Schulzeit erinnere wie wir in den Pausen selbstverständlich.

00:26:40: irgendwann haben wir gespielt so und dann haben wir uns unterhalten haben wir gequatscht Und mittlerweile siehst du die Kids, hängen halt an ihren Devices und zeigen sich teilweise einfach nur so Dinge, die Sie da sehen.

00:26:50: Aber dieses einfache Okay ich habe jetzt hier ein Thema mich bewegt das und dass Das kommt ja alles abhanden Also auch die Kreativität sich Beschäftigung zu suchen, die ja auch aus einer Lehre kommt.

00:27:00: Aus einer Langeweile heraus so ne?

00:27:01: Wann ist Leuten nochmal richtig langweilig?

00:27:03: So und das wünsche ich mir eigentlich dass die Leute mal wieder eine lange Weile haben dann anfangen sich Gedanken zu machen wie ein Austausch gehen kreativ werden und so hat ja längst nicht mehr den Austauscharakter in sozialen Charakten.

00:27:15: Das ist ein Marketingtool oder wo viele Leute es als Nachrichtentool benutzen Was logischerweise die Tür und Tor für falsche Meldung aufmacht, aber auch teilweise einfach zu unsauber recherchiert oder erst mal was rausgehauen.

00:27:30: Um eine Nachricht zu haben.

00:27:31: das ist ja auch.

00:27:32: kommt irgendwas über den sagt man heute noch tickern ein oder irgendetwas passiert?

00:27:36: Und in Sekunden schnelle muss das raus und du kannst es gar nicht verifizieren und schickst erstmal was in die Welt was du im Zweifel gar nicht richtig geprüft hast.

00:27:45: Türe und Tore sind für Shitstorms offen und so die dann nicht mehr zurück zu drehen sind, weil die Leute dann das Interesse verloren haben.

00:27:51: Wenn irgendjemand getärt und gefedert wird?

00:27:54: Dann ist es interessant!

00:27:55: Und wenn sich hinterher rausstellt... Ach da haben wir uns vielleicht doch

00:27:58: geirrt?!

00:27:59: Dann sind die Leute halt weitergezogen, weil's langweilig ist, weils das verloren hat.

00:28:03: Von daher ja wär mein Resümee auch, wenn ich natürlich Social Media nutze und ich weiß dass es gerade in der Musikszene undenkbar ist heutzutage noch ohne Social Media irgendwas an Start zu kriegen würde ich tatsächlich die Rechnung eher ins negative setzen.

00:28:17: Es ist interessant,

00:28:18: ich hätte gedacht es sei noch leicht auf der besseren Seite.

00:28:20: Aber so wenn man dir zuhört finde ich hast du da schon viele Punkte und ich glaube vor allem das Thema Langeweile.

00:28:25: Ich glaub da hast du was sehr richtiges angesprochen weil... ...ich hab das mit dem Kids oft das ja nicht so langweilig.

00:28:30: Also super freu dich!

00:28:31: Das gesund fürs Gehirn so!

00:28:33: Ist erwiesen wissenschaftlich dass langeweile gut tut und wichtig ist.

00:28:37: Du hast ja vollkommen recht als erwachsener Mensch.

00:28:39: Wann lang weißt du dich jemals?

00:28:40: Und ich find's schon manchmal möglich, wenn man jetzt mal KI noch dazu nimmt... Also weißt so, wenn ich jetzt keinen Jens Eckhoff-Song dabeet hin, aber ich krieg vielleicht Jens' Eckhoff minus sechzig Prozent hin oder minus fünfzig Prozent und das ist immer noch gut.

00:28:52: dann!

00:28:53: Wer fängt da noch an Musik zu studieren oder sich da Zeit zu nehmen und sich da durchzukreppeln und durchzukämpfen, wenn du dich an so einem Akkord auffängst oder die Textseile nicht finden, so und und und Da gibt es halt ganz viele ebenen Texte Bilder

00:29:05: Wobei KI tatsächlich meine Hoffnung ist, dass es halt entlarvend ist und das wenn das irgendwie mal verstanden ist.

00:29:12: Dass die KI alles was irgendwie null und einst sind in irgendeiner Form auch selber zusammensetzen kann und es dann einfach irgendwann langweilig und wertlos ist.

00:29:20: Das dann wiederum so eine Rückbesinnung auf okay?

00:29:23: Was macht denn den Menschen aus?

00:29:24: was macht auch Kunst aus?

00:29:26: wo ist der Mensch da noch progressiv und einfach ja spannend Irgendwann wird KI-generierte Dinge, die werden dann gewisse Funktionen haben.

00:29:33: Ich glaube ja wenn man so an Musik denkt kann ich mir gut vorstellen dass du irgendwann mal sehr in Echtzeit generierte Musik möglicherweise hast wenn Du Sport machst.

00:29:42: Leute die irgendwie im Hintergrund diese Pludger Playlists anmachen Den ist ja auch egal, wer da gerade läuft und die Wissen im Zweifel gar nicht mehr auf dieser Playlist stattfindet so.

00:29:52: Aber darüber hinaus muss es schon einen Raum geben also wo Leute wirklich die Kunst von Menschen das Besondere was sie vor allen Dingen zu erzählen haben Die Geschichten die sie zu erzäheln haben wie sich dann... Das ist ja Kommunikation und ich weiß nicht ob man mit KI kommunizieren will.

00:30:05: Konsumieren möglicherweise kommunizierend?

00:30:08: Also Austausch zu haben?

00:30:09: Weiß ich

00:30:10: nicht!

00:30:10: Ich krieg immer bei Instagram, obwohl ich verheiratet bin so eine Werbung angezeigt für irgendwelche KI-Freunden die du dir kategorisieren kannst.

00:30:17: Also wahrscheinlich gerade wenn man Social Media mal weiter denkt wie einsam wir geworden sind.

00:30:21: aber na gut wir wollen das mal hier dabei belassen und wird mit uns dann im vierten Punkt.

00:30:27: Ich glaube da ist es vielleicht ne ganz gute Brücke nämlich nicht einsam zu sein ein Learning.

00:30:32: was ich tatsächlich mir mit zwanzig noch gar nicht vorstellen konnte is wie wahnsinnig viel Spaß es macht und wie vieles allen Beteiligten gibt, in der größeren Gruppe einen Song zu schreiben.

00:30:43: Songwriting war für mich ganz lange ein sehr abgeschlossener Raum, so eine Glase, in die man alleine eintauchen muss.

00:30:49: Dann habe ich irgendwann gelernt es ist aber vollkommen cool sich mit Leuten zu treffen, sich gegenseitig Ideen... an den Kopf zu schmeißen.

00:30:57: und dann habe ich irgendwann gelernt, das macht auch Spaß mit Leuten die es vielleicht zum ersten mal machen.

00:31:03: Also irgendwann natürlich braucht man um irgendwie schnell zu sein oder so gibt's natürlich eine Art Handwerk, die man dann erlernt.

00:31:08: Ich mache ja unter anderem auch Workshops mit Teams, mit Unternehmen wo wir dann mit Leuten jetzt noch nie gemacht haben zusammen in Studio gehen und denen quasi so ne Eintageserfahrung geben.

00:31:20: hey das könnt ihr irgendwie für euch, für euer Thema.

00:31:24: Für eure Team-Skills, für eure Motivation machen.

00:31:27: und das macht tatsächlich so einen wahnsinnigen Spaß und ist so erquickend und erleuchtend.

00:31:32: und es macht so wahnsinnig viel Spaß dass Leute gerade durchzuziehen die dann noch so jungfreulich bei sind.

00:31:37: Das hätte ich mir tatsächlich auch wenn's jetzt ein bisschen sehr spezieller wirklich absolut nicht vor allgemeinbarer Punkt ist.

00:31:44: Das ist so'n Punkt das hätte ich mich tatsächlich nicht vorstellen können dass das geht

00:31:48: Naja, aber wir können's ja mal auf so eine vielleicht verallgemeinerbare Ebene heben.

00:31:53: Ich hab mich mit dir unterhalten und da habe ich irgendwie über Social Media geredet... ...und dass man wenn man Musik gemacht hat auch wirklich dazu gezwungen ist ganz viel zu machen!

00:32:03: Auf Instagram, auf TikTok, you name it, alle Plattformen damit diese Musik noch gefunden wird.

00:32:08: Du hast mir erzählt, du kommst.

00:32:09: jeden Tag werden drehunderttausend Songs aus Spotify veröffentlicht.

00:32:12: gut lag dabei gefunden zu werden Hast du zu mir gesagt in so einem Nebensatz, glaub ich?

00:32:17: Ja weißt du das Ding ist doch einfach wenn du ein Podcast machst da geht's um Wissen.

00:32:21: Da geht es um Dinge die du mit dem Denken halt erlebst und die du begreifst teilst oder auch nicht.

00:32:26: Und bei Musik gehts halt eher so ums Gefühl.

00:32:28: deswegen schlagen solche Sachen nochmal ganz anders auf.

00:32:30: Das nehmen die Leute an einer anderen Stelle war als dass was Du im podcast machst das ist mehr fühlen Als denken und entweder spüren sie das auch oder spülen Sie nicht gehen in Resonanz Oder reiben sich auch dran.

00:32:40: da passiert ganz viel Und ich hab jetzt grad so gedacht, als du es beschrieben hast.

00:32:44: Das wird ja wahrscheinlich so sein wenn du so ein Gruppensong schreibst.

00:32:47: da kommt so einen Gruppengefühl was in den Ausdruck geht.

00:32:51: also Du machst sozusagen ein Produkt das ein Gefühl einer Gruppe wieder gibt wo du ein Teil von bist.

00:32:56: deswegen stelle ich mir das relativ magisch vor um sowas zu machen.

00:33:00: ist es dieses Element oder würdest du sagen es ist noch etwas anderes?

00:33:03: Oder das ist nur Einbaustein?

00:33:05: Das Element ist hundertprozentig drin Es kommt diese Magie.

00:33:08: Es gibt aber noch andere Punkte, also dass du zum Beispiel gerade in so unternehmerischen Kontexten ist ja so Unternehmensrelevant ein Thema.

00:33:17: Sales oder HR oder Recruiting oder Strategie oder was weiß ich dem eine emotionale Ebene zu geben erstmal schwierig.

00:33:26: das ist ja da passiert ganz viel auf einer rationalen Ebene und beim Songwriting wird dir ziemlich schnell klar, dass wenn du zu viel Ratio reinbringst.

00:33:35: Zuviel erzählst!

00:33:36: Ein wesentlicher Punkt beim Songwriting ist Showdown Tell auch umschreiben.

00:33:40: Du musst ein Bild finden.

00:33:41: Du musst eine Emotion finden.

00:33:43: Äh...Du musst ne Metapher finden.

00:33:44: Die meisten Songs die man so hört es sei denn man will am Ballermann einfach nur feiern geben einem ja schon auch ne ganz bisschen mehrere Möglichkeiten der Interpretation.

00:33:53: sagen wir mal So da wird jetzt nicht gesungen unsere Quartals Ziele fürs dritte Quartal sind so und so Dann wird das umschrieben.

00:34:01: Auch das kann neben dieser Erfahrung, diesem Gruppengefühl dieses was möglicherweise auch einen gemeinsamen Flohs machen können.

00:34:09: Aber du nimmst etwas mit und du hast dann irgendwie noch ein gemeinsames Thema wo du sonst wahrscheinlich nicht draufgekommen wärst.

00:34:16: Du hast ja eine gewisse Form.

00:34:17: Es soll am Ende ein Song raus kommen oder nicht eine Musical- oder eine Symphonie.

00:34:20: Das heißt du bist doch begrenzt!

00:34:21: Du musst es irgendwann auch mal in der Musik sprechen von einer Hookline?

00:34:24: Du musstest halt auf den Punkt bringen.

00:34:25: also irgendwie fünf Minuten über etwas zu reden ist leicht.

00:34:30: zwei Sätze zu sagen und es dann abgeschlossen zu haben ist wahnsinnig schwer.

00:34:34: Jetzt bin ich mal neugierig, also auch wenn ich's mit dir schon einmal gemacht hab ja aber wahrscheinlich ist jeder Prozess ein Stück weit anders.

00:34:39: wie schreibt man denn eigentlich Musik?

00:34:41: Also fängst du zum Beispiel mit der Musik an oder mit dem Text.

00:34:44: gibt's da so einen klassischen Ablauf der immer gleich ist?

00:34:46: was ist das typische Vorgehen von sowas?

00:34:48: Wenn ich das für mich selber mache gibts eigentlich kein typisches Vorgehend weil ich versuch mir natürlich auch immer wieder neue Herausforderungen zu stellen und so.

00:34:55: Du kannst mit der musik anfangen und dir erstmal so So ein Grundgerüst, was sich irgendwie in so ein gewisses Gefühl bringt.

00:35:02: Damit starten und dann anfangen die ersten Worte zu singen.

00:35:05: Es gibt Leute... Ich weiß das zum Beispiel von Herbert Grönemeyer der bis kurz vor Abgabe des Albums nur mit Dummy-Englischtexten irgendwas singt also die Melodien total... Alles ist fertig!

00:35:18: Das ganze Arrangement, die ganzen Melodienen und sich dann hinsetzt und diesen Druck braucht diese Melodie dann zu betexten Also quasi auszumalen mit Worten.

00:35:27: Dann gibt's natürlich, dass das irgendwie zeitgleich entsteht.

00:35:30: Das ist in Songwriting-Sessions die heute so gang und gäbe sind oftmals so, dass du Leute hast, die dann am Rechner sitzen, ein Beat erst mal machen und alle sind drauf rein schwingen.

00:35:41: Und dann schmeißt irgendwer ein Thema oder einen Wort im Raum und ah ja wow!

00:35:46: Und dann kommen so die ersten Assoziationen, dann sind so die erste paar Zeilen, die irgendwie catchy, interessant sind.

00:35:52: Es gibt auch die Möglichkeit wirklich wie ein Gedicht aufzuschreiben, das kann ich zum Beispiel... Ganz schlecht so, also ein Gedicht aufzuschreiben und das dann im Nachhinein zu vertonen ist aber auch cool.

00:36:03: als ich meine wenn man sich teilweise so gibt es eine Band die älteren von uns vielleicht noch kennen Pearl Jam.

00:36:09: Wenn du dir so Eddie Vedder Texte anguckst oder die Art wieder seine Gesangslinien teilweise macht da bin ich mit ziemlich sicher dass der zu ersten Text hat und das dann irgendwie auf die Musik so raufkriegen muss, was teilweise auch etwas Total Magisches hat.

00:36:22: Dass es dann irgendwie ein bisschen unverfrorener ist als in einer ... Wenn man jetzt keinen Text hat, neigt man manchmal vielleicht damit zu Wiederholung und Motivik und so ohne jetzt so musikwissenschaftlich zu werden.

00:36:32: Also das sind so die Arten, die ich jetzt kenne kommt aber wirklich drauf an ob du... Es gibt diese klassischen Singer-Songreiter, die das für sich alleine machen Und dann wirklich mit Gitarre oder Klavier heutzutage natürlich auch irgendwie laptop oder so und dann zeitgleich sich them ausdenken.

00:36:50: das kommt dann alles so, dass ist ja auch die magie.

00:36:53: du kannst es halt auch nicht.

00:36:54: also in unseren workshops ist es.

00:36:55: natürlich haben wir uns sehr viele gedankend über gemacht wie wird diese punkte für alle erklärbar machen?

00:37:02: Und auch durchführbar machen.

00:37:03: Also dann ist es mehr die magiedas sowas gemeinsam entsteht als dass du dir am anfang alle Freiheiten dieser Welt hast.

00:37:09: Natürlich setzt man sich da nicht hin mit vierzig Leuten und sagt, wie wohl man jetzt mal ein Song schreiben hat?

00:37:14: Hat einer eine Idee?

00:37:15: Das geht natürlich nicht!

00:37:16: Also gibt es dann... Da gibt's natürlich schon einen Rahmen und es gibt einen Framing und es gibts irgendwie Anleitung.

00:37:22: Dann ist immer noch ne vollkommen coole Spielwiese so.

00:37:25: Aber wenn man das selber macht, ja.

00:37:28: Ein Punkt fehlt noch.

00:37:29: Ich hätte mit zwanzig wirklich gedacht, dass man irgendwann mit dem Lernen fertig isst.

00:37:35: Und dann eigentlich nur noch anwendet.

00:37:37: Ich bin total glücklich, dass das ein Irrtum war.

00:37:40: also ich glaube es zahlt auf eine ähnliches Ding ein was sich jetzt auch heute schon gesagt haben nicht vernünftig werden neugierig sein auf Dinge zu fokussieren Das kreist natürlich alles so ein bisschen auf dieses Auf der einen Seite natürlich sein Leben zu leben und mit jedem tag neue Erfahrungen zu machen Aber natürlich auch jeden Tag wieder etwas neues zu lernen wenn's nur eine Kleinigkeit ist Sich immer wieder mit neuen Dingen zu beschäftigen immer wieder neue Herausforderungen zu haben.

00:38:03: das habe ich mit zwanzig nicht geahnt

00:38:06: Wobei ich komisch finde, wie viele Menschen sich in Berufen befinden wo sie Tag ein Tag aus dasselbe tun.

00:38:11: Mir ist es überraschend spät erst aufgefallen, wie besonders meine Arbeit ist weil ich ja jeden tag andere Menschen kennenlerne, jeden Tag andere Modelle.

00:38:18: also im einen Podcast rede ich über Bierproduktionen, im anderen über Gummibänder für den Sport und so weiter... Und ganz viele Menschen haben das aber nicht!

00:38:27: Die machen same-same-sames jeden Tag So..und ist ruhig oder?

00:38:33: Ist das eine Fehlwahrnehmung von mir?

00:38:35: Nö mit Sicherheit, also ich kann das natürlich auch nur aus dieser selbstständigen Freiberufler-Ecke betrachten.

00:38:41: Also als Außenstehender betrachtend wie es ist wenn jemand Tag ein Tag aus in das gleiche System reinrennt und die gleichen Aufgaben zu tun hat?

00:38:50: Ich weiß nicht.

00:38:50: dann sollte man sich möglicherweise in der Freizeit irgendwelche Herausforderungen suchen weil ich glaube irgendwann kommt dann so eine Art.

00:38:57: ja dann ich glaub dass zahlt tatsächlich aufs Glück ein.

00:39:00: also das Monotonie ist sicherlich ein Glücksfresser glaube ich ganz ehrlich.

00:39:05: Also, jeder hat natürlich seine Comfort Zone und so.

00:39:09: Und ich glaube auch dass wenn man zu viel das Gefühl hat oder Sorge kann ich dem genügen?

00:39:16: Kann ich das überhaupt?

00:39:18: Oder vielleicht auch irgendwelche Aufgaben die einem anvertraut sind dann auf Deutsch gesagt verkackt und irgendwo rausfliegt ist mit Sicherheit auch eine Scheißerfahrung und so und braucht man nicht.

00:39:28: aber wenn man irgendwann merkt Boah Ich mache das, das geht mir alles so von der Hand.

00:39:32: Es ist mit links und dann was wir auch hatten, dann flüchtet man sich in dieses digitale Nirwana und sucht da seinen Glück.

00:39:39: Ich glaube, da ist ganz schnell ganz viel Unglück.

00:39:43: da kann nur von meinem eigenen Leben sprechen.

00:39:45: ich genieße es ein Leben zu haben indem ich immer wieder neue Dinge lernen muss.

00:39:50: Also nimm's allein mit Software, die man sich... also ich hab' im letzten Jahr Da Vinci Resolve gelernt Ich habe Notion gelernt Ich hab Ableton gelernt.

00:39:57: Das ist immer ein riesiger Berg und du denkst so Gott wie soll ich denn das schaffen?

00:40:00: Du hast einen Projekt was du machen willst Und ich meine Self-Ideocating.

00:40:04: Dafür ist natürlich wirklich all das was es zu Netz gibt super Weil sobald du irgendeine Frage hast findest du bei YouTube sofort irgendwie jemanden der dir die beantwortet.

00:40:12: Das finde ich total geil.

00:40:14: Also was ist denn so dein Lernfahrt?

00:40:15: Okay, Software zwangsmäßig.

00:40:17: Aber was sind sonst Dinge die du lernst?

00:40:19: wie bringst du Lernen in dein Leben?

00:40:21: Tatsächlich viel digital.

00:40:22: Ich bin ja wie ich schon sagte dann doch eher lesefaul da nutze ich tatsächlich Tutorials ohne Ende und finde es auch super wenn Leute sich hinsetzen und sagen ey ich kann jetzt was und ich gebe dir das einfach weil ich das toll finde dass du mich fragst gebe ich dir meine Geheimnisse meine Wege Zeige ich dir einfach so.

00:40:42: Und das finde ich eine wahnsinnig tolle Art zu lernen.

00:40:45: Lieber Jens, erstens Erwachsensein hat nichts mit vernünftig sein zu tun.

00:40:50: Zweitens Besitz kann belastend sein.

00:40:52: Drittens ist es ein höherer Skill geduldig Bücher zu lesen.

00:40:56: Viertens Es macht unglaublich viel Spaß in einer großen Gruppe einen Song zu schreiben.

00:41:00: und fünftens du bist nie fertig zu lernen.

00:41:02: gute fünf würde ich sagen Danke dass wir auch hier nicht fertig sind mit dem Lernen.

00:41:06: dank dir also hast ja quasi am Ende eben auch ein bisschen dich selbst beschrieben könnte man sagen

00:41:11: Ein wenig.

00:41:12: Ja, cool du!

00:41:13: Dann ganz herzlichen Dank und du wirst ja immer wieder hier sein allein durch die Musik aber vielleicht auch so noch mal.

00:41:18: Daher dir alles Gute und auf bald.

00:41:21: Vielen vielen Dank hat es sehr viel Spaß gemacht.

00:41:22: danke für die Einladung.

00:41:28: Wow das war ein inspirierendes Gespräch oder?

00:41:31: Denk dran jeden Freitag dem fünften Tag der Woche erscheint eine neue Folge.

00:41:35: also

00:41:35: abonnier den Podcast unbedingt damit du keine Episode verpasst und teile ihn auch total gerne mit deinen freunden oder Kollegen.

00:41:41: Und wo wir schon über fünf Dinge sprechen, eine Fünf-Sterne-Bewertung auf der Podcastplattform deiner Wahl hilft uns sehr damit noch mehr Menschen von diesen inspirierenden Geschichten profitieren können.

00:41:50: Nehmt doch kurz Zeit dafür!

00:41:51: Genauso wie für einen Besuch auf unseren Social Media Kanälen um Updates und exzessive Inhalte

00:41:55: zu erhalten.

00:41:56: Die Links findest du in den Shownotes.

00:41:57: Wir freuen uns nämlich bei Deine Anregungen und Feedback zu zukünftigen Themen und

00:42:00: Gästen.

00:42:01: So

00:42:02: bis zum nächsten Mal bleibt inspiriert und neugierig dein Joel.

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