Star-Geigerin: Wahre Träume warten geduldig
Shownotes
Tauche ein in die faszinierende Welt von Nora Kudrjawizki, dem One Violin Orchestra! Im Gespräch mit Joel Kaczmarek enthüllt Nora ihre Reise von der klassischen Geigerin zur innovativen Solokünstlerin, die mit Geige, Stimme und Loopstation das Publikum verzaubert. Entdecke, wie sie ihre Träume verwirklicht, Hindernisse überwindet und dabei stets ihrer Leidenschaft treu bleibt. Ein inspirierendes Gespräch über Musik, Mut und die Freiheit, den eigenen Weg zu gehen. Lass dich von Noras einzigartiger Geschichte und ihrer positiven Energie mitreißen! Du erfährst... 1) „Wahre Träume warten geduldig.“ Der Herzenswunsch, mit der Geige ein eigenes Musikprojekt zu erschaffen, lebte schon lange in ihr – unklar, vage, verschleiert. Erst nach vielen Jahren, Ängsten und Experimenten wurde aus dem diffusen Traum das „One Violin Orchestra“. Der Durchbruch kam mit dem ersten eigenen Konzert – ein ausverkaufter Saal, ein überwindbarer Blackout, ein beflügelndes Gefühl: Jetzt beginnt das wahre Leben. 2) „Freude braucht Raum für Fehler.“ Früher war jeder Fehler eine Katastrophe, selbst kleine Verspieler trieben sie in Tränen. Erst auf der Bühne lernte sie, mit menschlichen Momenten humorvoll umzugehen – etwa, wenn mitten im Konzert der Lieblingssong plötzlich nicht einfällt. Heute nimmt sie technische Aussetzer, Texthänger und Blackouts mit Leichtigkeit – und verwandelt sie in nahbare, echte Bühnenmomente, die das Publikum noch mehr berühren. 3) „Die Meinungen anderer bestimmen nicht meine Freiheit.“ Früher traute sie sich nicht mal, im Bus zu essen. Zu groß war die Angst vor fremden Blicken. Heute weiß sie: Wer auf die Bühne geht, zeigt sich – und wird bewertet. Doch ihr Projekt spiegelt ihr Innerstes, ihre Musik folgt keiner Erwartung. Deshalb können Urteile sie nicht mehr lähmen – sondern dürfen einfach stehen bleiben, ohne etwas in ihr auszulösen. 4) „Der Weg ist das Ziel.“ Ob Kind mit Pfützenfreude oder Musikerin mit Probenplan – sie hat verstanden: Der eigentliche Schatz liegt nicht im fertigen Album oder ausverkauften Konzert, sondern in den kleinen Schritten dorthin. Diese bewusste Reise verhindert das typische „Muckentief“ nach der Show – und macht aus jedem Tag ein Teilstück Glück. 5) „Echte Vision braucht Klarheit." Ohne Disziplin und Struktur lässt sich kein Herzensprojekt verwirklichen. Für das One Violin Orchestra arbeitet sie jeden Tag – selbstbestimmt, aus dem Homeoffice, mit Fokus. Dahinter steht eine kompromisslose Klarheit: Diese Vision verdient vollen Einsatz. Und weil sie glasklar weiß, was sie will, zieht sie ihre Träume tatsächlich in die Wirklichkeit. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joël Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Nora Kudrjawizki, ONE VIOLIN ORCHESTRA __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 Übersicht aller Sponsoren __________________________ ||||| PLAYLISTS ||||| Lust auf mehr? Entdecke unsere Playlists mit weiteren spannenden Episoden zum Thema: __________________________ ||||| LEXIKON ||||| Du verstehst nur Bahnhof? Zu viel Fachchinesisch? Unser Lexikon hilft dir dabei, die wichtigsten Fachbegriffe zu verstehen: 🔹 One Violin Orchestra - Ein Musikprojekt, bei dem eine einzelne Violine mithilfe von Loopstationen mehrschichtige Musikstücke live erstellt. 🔹 Loopstation - Ein elektronisches Gerät, das Audiosignale aufnimmt und in Echtzeit abspielt, um wiederholende Musikschichten zu erzeugen. 🔹 Hochstapler-Syndrom - Ein psychologisches Phänomen, bei dem Betroffene das Gefühl haben, ihre Erfolge seien unverdient und sie würden bald als Betrüger entlarvt werden. __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:04:37) Wahre Träume warten geduldig (00:11:39) Freude braucht Raum für Fehler (00:21:47) Die Meinungen anderer bestimmen nicht meine Freiheit (00:30:34) Der Weg ist das Ziel (00:34:36) Echte Vision braucht Klarheit __________________________ ||||| WIR ||||| 🧢 Ich bin übrigens Joël, der Macher dieses Podcasts. Ich bin ein Creator und Medienunternehmer, der für Wachstum und Vielfalt steht. Mein Vorgehen besteht darin, dass ich inspirierende und erfolgreiche Menschen interviewe, um von ihnen zu lernen und Wissensabkürzungen für dich und mich aufzutun. 👉 Mit meinem Podcast digital kompakt zeige ich dir Wachstumsstrategien für dein (Digital-)Business, indem ich erfolgreiche Unternehmen und Expert:innen interviewe 👉 Mit meinem Podcast 5 Dinge mit 20 zeige ich dir, wie du persönlich wachsen kannst, indem ich inspirierende Menschen frage, was sind ihre 5 Dinge, die sie gerne schon mit 20 gewusst hätten 👉 In meinem Newsletter fasse ich dir Jeden Freitag die besten Learnings aus meinen Podcasts zusammen sowie viele weitere Einsichten aus meinen Aktivitäten. 💛 Abonniere „digital kompakt“ auf Apple Podcasts, Spotify & Co. Wenn dir die Folge gefallen hat, hinterlasse uns bitte eine Fünf-Sterne-Bewertung! 👥 Wir streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.Transkript anzeigen
00:00:03: Ich bin schon immer ein Träumer gewesen und ich habe viele Träume gehabt.
00:00:07: Dieser eine Traum mit der Geige ist ein Traum, der war schon immer da.
00:00:10: Das ist wirklich Hochleistungssport!
00:00:12: Und dann darf ich zu mir auch so gnädig sein und sagen es darf auch mal was vergessen werden, es darf doch mal etwas schief gehen.
00:00:18: Deswegen meine ich, darf man als Künstler frei davon werden, frei davon seinen bestenfalls dass man sich die Meinung anderer sehr zu herzen nimmt, dass sie vielleicht das was
00:00:26: man lebt.
00:00:49: Hi five Leute, hier ist Joel und heute wird es künstlerisch bei fünf Dinge mit zwanzig.
00:00:53: Ihr wisst ja ich suche immer und finde sie in der Regel auch inspirierende Menschen.
00:00:56: Und die heutige Person, die liebe Nora Kudriowitzki Die ist richtig geil unterwegs bei jedem was sie tut und ich habe sie im Fond bekommen von Karin Cuschik.
00:01:04: Die war ja auch schon mal hier im Podcast gesagt Joel Du musst dir mal die Konzerte von der Lady angucken, die sind der Knaller Das ist ein absolutes Phänomen.
00:01:11: und lade Sie auch einmal ein jetzt ganz spannende Sachen zu erzählen.
00:01:13: denn die Liebe Nora One Violin Orchestra.
00:01:16: D.h.,
00:01:16: ihr könnt euch das so vorstellen, die nimmt sich eine Geige, ihre Stimme hat ne Loopbox und dann stellt sie sich auf die Bühne und macht da mal richtig Programmen Und die ist so viel oben gekommen und hat soviel gesehen!
00:01:25: Ihr Mann is auch Schauspieler ebenfalls geiger.
00:01:27: Ich fand allein diese Geschichte schon irgendwie romantisch Habe ich gedacht okay also wenn Karine es sagt und dass alles so geil aussieht Dann wird's Zeit, dass ich Nora immer kennenlernen.
00:01:33: Von daher liebe Nora Hallo schön, dass du heute da bist.
00:01:35: Hallo
00:01:35: freu mich sehr, dass Du mich eingeladen hast Sehr cool.
00:01:38: Ja mega Wie bist du denn auf die Idee gekommen?
00:01:40: Also das ist ja wirklich ein charmantes Projekt, was du da hast.
00:01:43: Finde ich total cool!
00:01:44: Erzähl mal so von deinem Werdegang.
00:01:45: Ja
00:01:45: absolut.
00:01:46: also Ich bin mit der Geige aufgewachsen und habe sie bekommen als ich vier war.
00:01:49: meine Eltern waren beide Musiklehrer Und haben Hausmusikabende gemacht mit ihren Schülern und ich war einfach schockverliebt in dieses Instrument und hab dann Als ich drei war gesagt ich möchte auch eine Geige haben.
00:01:58: Die waren bisschen erschrocken mit drei weil es schon doch recht früh und als ich Vier war sind wir dann In den Musikschule gegangen und ich habe eine bekommen Und die war dann so heiß geliebt, dass die Puppenklamotten anbekommen hat und sie ist mit ins Bett gekommen.
00:02:11: Und war also immer bei mir und das war dann von da an mein Weg.
00:02:14: Also ich hab' die wirklich gelieb', ich habe die gerne gespielt.
00:02:17: Ich wurde zum Glück nicht zu üben gezwungen oder getrimmt sondern es war wirklich freiwillig mit viel viel Herzblut und Liebe meiner Eltern... ...und hab' dann irgendwann gesagt okay ich mach das jetzt so lange, ich möchte dieses Instrument auch
00:02:29: studieren.".
00:02:30: Und habe dann einen Klassikstudium gemacht in Dresden und danach in Berlin.
00:02:35: Aber auch während des Studiums schon gemerkt, nee irgendwie will ich nicht in die Klassikkrichtung.
00:02:39: also es ist schön das macht mir Spaß.
00:02:40: aber Ich hab gemerkt auch als ich da im Orchester gespielt habe dass es nicht mein Ding.
00:02:44: da ist noch irgendwas in mir drin was sagt, du musst irgendwie weiter mit dem Instrument.
00:02:49: Und das hat viele Jahre gedauert und tatsächlich war ich dann in vielen Bands und hab Background gesungen usw.
00:02:55: Da habe ich gemerkt, man muss immer so viel warten auf andere Leute.
00:02:59: Mit Bands ist es total toll, mit anderen Leuten zusammen Musik zu machen aber du bist halt immer abhängig davon wie finden die das?
00:03:05: Was wir da spielen?
00:03:06: Hat jeder noch eine andere Idee, die er mit einbringen möchte?
00:03:08: Was eigentlich auch schön ist!
00:03:09: Aber in mir war immer etwas wo ich dachte mein eigenes Ding machen.
00:03:14: Und dann habe ich irgendwann so eine Loopstation entdeckt und hab das ausprobiert, und hab gedacht es ist ja Wahnsinn!
00:03:19: Dann konnte ich einfach die Sachen, die ich mir ausgedacht habe in diese Kiste rein spielen und habe gemerkt wie ich nach und nach dieses Band und dieses Orchester alleine aufbauen kann was ich mir vorstelle ohne dass sich irgendjemanden fragen muss wie er das jetzt findet den Song oder diese Line die ich da spiele?
00:03:34: So ist das ganze Ding entstanden.
00:03:36: also...ja Bis es zum One-Wall in den Orchester kam, hat noch eine Weile gedauert.
00:03:40: Aber das ist so der Kern!
00:03:41: Schön
00:03:42: und sag mal... Ich frage mich das ja immer ich bin ja sehr gedrillt groß geworden also immer mit dem Bedacht auf guck dass du genug Kohle verdienst guckt dass du was machst wo was reinkommt usw.
00:03:51: Und sofort?
00:03:52: Ich habe vor Musikkunst habe ich immer Respekt gehabt weil ich immer so dachte oh das ist ja schwierig das sozusagen in ein Lebensunterhalt zu gießen.
00:03:59: wenn ich jetzt an Geil gedenke würde ich so denken okay Da läuft es auf irgendwie Orchester hinaus.
00:04:04: Wie war das denn für dich mit so was groß zu wollen, eine Passion zu haben wo dir vielleicht aber auch immer ein aufgegangen ist?
00:04:09: Oh wow!
00:04:10: Musik zu monetarisieren ist meine Vermutung, damit Geld zu verdienen und Lebensunterhalt zu bestreiten.
00:04:14: Ist wahrscheinlich nicht ganz so einfach oder?
00:04:16: Auf keinen Fall!
00:04:16: Und es war wirklich ein langer Weg denn als Eltern hast du ja wirklich zwei Elternteile die ein festes Einkommen haben was dann immer am Anfang des Monats auch da ist und das war ich natürlich als Kind auch gewohnt und gebetet in so eine absolute Sicherheit.
00:04:29: Damit bin ich aufgewachsen und ehrlich gesagt... habe ich während des Studiums natürlich darüber nachgedacht und auch angstvoll darüber nach gedacht, was ist denn nach dem Studium?
00:04:38: Was mache ich denn
00:04:38: dann?".
00:04:39: Gehe ich in irgendeinem Orchester.
00:04:40: Ich wollte aber nicht einfach in irgend einen Orchester und irgendwo ganz hinten sitzen und da irgendwie hundertmal im Jahr Figaro spielen, böse gesagt.
00:04:48: Es gibt natürlich ganz viele tolle Orchester... Aber es war einfach nicht mein Ding!
00:04:52: Und ich hab gewusst, ich will's nicht machen.
00:04:54: Und gleichzeitig hatte ich aber immer die Angst im Nacken, was mache ich denn dann?
00:04:57: Also wie gehe ich mein Weg und wie schaffe ich meinen Lebensunterhalt zu verdienen mit der Musik.
00:05:02: Das war schon tatsächlich ein großes Thema.
00:05:04: Aber meine Eltern waren glücklicherweise schon seit der Kindheit... immer so, dass sie gesagt haben macht das was du liebst ansonsten bist du später unglücklich.
00:05:12: Nummer eins hier genannter Satz wenn ich das mal sagen darf also wenn ich Leute nach den fünftigen frag aber gut da kommen wir bei dir gleich zu.
00:05:18: Achso eine Frage vorher noch auch wenn es ein bisschen inschamant ist wie alt bist denn du?
00:05:21: Vierundvierzig?
00:05:22: Gut
00:05:22: also wir schauen vierundzwanzig Jahre in die Vergangenheit oder seitdem.
00:05:26: und was war das erste wo du sagst hätte ich gerne schon mit zwanzig gewusst?
00:05:28: Ich glaube tatsächlich der Satz wahre Träume warten geduldig.
00:05:32: Wahre
00:05:33: träume warten Geduldig.
00:05:34: Sehen wir mehr davon
00:05:37: schon immer ein Träumer gewesen, seit der Kindheit.
00:05:39: Und ich habe viele Träume gehabt und dieser eine Traum mit der Geige irgendwie was zu machen später und mein Leben zu gestalten ist ein Traum, der war schon immer da.
00:05:49: Der war aber nie richtig greifbar so wie ich gerade schon erzählt hab.
00:05:51: Er war verpackt in irgendwelche Wolken und für mich nicht wirklich greifbaar.
00:05:58: Ich glaube, das war so dass man was spürt in sich.
00:06:01: Was eigentlich da ist und es ist irgendwie leise und unklar aber es lebt irgendwie in dir und das war dieser Traum.
00:06:07: Und der hat tatsächlich auf mich gewartet bis ich vielleicht glaube im Jahr zwei tausend zwanzig das wahrgemacht habe was da auf mich erwartet hatten.
00:06:14: Das war dieser traum und das hat wirklich lange gedauert da hinzukommen und auch an diesen Moment zu kommen, wo ich gemerkt habe genau das ist was ich machen wollte.
00:06:23: Dieser Traum hat auf mich gewartet der wollte gelebt werden Und jetzt bin ich mir dessen bewusst und hab ihn gefunden.
00:06:30: und jetzt all in.
00:06:32: Was
00:06:32: würdest du sagen?
00:06:33: Was war so der Hemmschuh?
00:06:34: also War es etwas dass sich was zurückgehalten hat zum Beispiel Sicherheit oder keine Ahnung?
00:06:41: Oder war's vielleicht Die fehlende Idee.
00:06:43: Also wusstest du gar nicht, wie der Traum aussieht?
00:06:45: Oder gab es einen Faktor, der dich zurückgehalten hat?
00:06:47: Es war eine Mischung!
00:06:48: Ich wusste nicht, was der Traume aussieht.
00:06:50: Dieses One-Wallen-Orchester ist wirklich durchs Machen entstanden und durchs Probieren.
00:06:53: Das heißt ich habe nicht gewusst... ...ich wusste damals gar nicht dass das eine Loopstation gibt Und ich wusste auch gar nicht.. ..dass ich das überhaupt kann, was ich da jetzt mache.
00:07:02: Und es war natürlich auch ne Mischungen aus Unsicherheit, aus Ängsten, aus Existenzängsten auf jeden Fall.
00:07:10: Und das Ganze sich selber kennenlernen über die Zeit, es ist erst passiert.
00:07:16: Auch dass ich Leute begeistern kann mit dem was ich tue habe ich früher niemals von mir gedacht und das finde ich so schön!
00:07:24: Aber das finde ich natürlich deshalb schön, weil es nicht immer so war.
00:07:27: Weil ich selber so gehemmt war und damit beschäftigt war zu gucken was ist denn, was ich möchte?
00:07:32: Und wo will ich eigentlich hin?
00:07:34: Wie kriege ich diese Ängste von mir
00:07:35: weg?".
00:07:36: Gab's
00:07:36: einen Phoenix aus der Asche Moment, wo du quasi die Ängst verbrannt hast und aufgestiegen bist?
00:07:41: oder war das mehr ein Prozess?
00:07:42: Im
00:07:42: Großen und Ganzen war es ein Prozess aber es gab einen Moment und das war mein erstes Konzert mit dem One-Wall-In-Orchester vor dem ich wirklich ein Jahr lang so eine Angst hatte dass ich Angst träume hatte... geträumt habe, ich nehme die Geige nicht mit auf die Bühne.
00:07:55: Die Loopstation geht aus was übrigens dann auch mal passiert ist auf der Büh ne und dann gar nicht so schlimm war.
00:08:00: Und dann ist dieses eine Konzert hat stattgefunden und ich hab gemerkt die kommen da wegen mir.
00:08:05: also Ich habe vorher einen Aufruf gemacht auf Facebook und hab gefragt wer würde denn Mal zu einem konzert kommen wenn ich den eins geben würde?
00:08:13: weil ich habe vorher so kleine Videos immer auf facebook gepostet wie ich mit der loop station so rumspiele.
00:08:18: und tatsächlich haben Soviel leute geantwortet dass sich dachte jetzt mache ich das.
00:08:22: an dem Abend, als ich rauskam war das Ding ausverkauft.
00:08:25: Und da war ich so selber von den Socken gedacht hat es kann nicht sein dass die alle wegen mir hier sind und hab das Ding durchgezogen und ab da ist es geflogen.
00:08:32: Ab da habe ich gemerkt okay ich muss mich einfach selber mehr vertrauen und in diese Träume einfach rein investieren weil das macht mich glücklich.
00:08:39: Ich glaube es hat viele Menschen oder viele Menschen kennen das so dieser Angst diese Unsicherheit.
00:08:44: was wäre wenn?
00:08:45: also bei dir kommt ja auch noch ein besonderer Faktor hin zu Lampenfieber?
00:08:49: Also Selbstverwirklichung ist ja per se schon was, was in gewissen Mut braucht und dann aber auch noch auf der Bühne so etwas zu tun.
00:08:55: Hast du was getan?
00:08:57: Um diese ein Jahr Albträume sozusagen zu ignorieren und zu sagen ich mach das jetzt und ich zieh das durch.
00:09:03: Vor dem Konzert habe ich tatsächlich bestimmt zwanzigmal das ganze Konzern in meinem Wohnzimmer für mich selber gespielt mit allen Ansagen, mit allen Sachen die passieren könnten.
00:09:13: Das mache ich mittlerweile nicht mehr, aber das war damals meine Rettung.
00:09:16: Ich habe einfach gedacht, ich spiele es einfach und ich tue so als ob hier Menschen sind... ...und hab das so oft durchgespielt was da passieren könnte wie ich mich fühlen könnte wenn und das hat mir geholfen.
00:09:27: Schön!
00:09:27: Und vielleicht ist es eine ganz blöde Frage?
00:09:30: Aber du hast ja den Satz lautet Ja, wahre Träume warten geduldig.
00:09:34: Wie hast du gemerkt dass es wirklich der Traum war?
00:09:36: Ist es so ein Gefühl?
00:09:37: Ist das so ne Euphorie?
00:09:39: Kannst du dieses Gefühl mal in Worte kleiden?
00:09:42: Absolutes Glücksgefühl und ein absoluter Flug, also bei jedem Konzert.
00:09:47: Und glücklicherweise auch jeden Tag wenn ich mich an dieses Projekt ransetze und daran arbeite.
00:09:52: Das ist für mich die absolute Erfüllung dass ich kein Job habe wo ich morgens aufstehe und denke ach Mist jetzt muss ich da wieder hin und meine Stunden da absitzen weil wir haben dieses eine Leben.
00:10:02: und dieses eine leben möchte ich unbedingt füllen mit dem was mich glücklich macht Weil ich glaube, nur wenn ich glücklich bin können die Leute um mich rum.
00:10:11: Die mit denen Ich lebe und mit denen ich alltäglich zusammen bin.
00:10:14: Glücklich sein!
00:10:14: Und auch davon profitieren dass es mir gut geht... ...und mir geht's einfach seitdem ich dieses Projekt mache so unglaublich gut.. ..und ich fühle mich in meiner Mitte und so in meiner Kraft und freue mich so das ich damit Leute erreichen kann.
00:10:26: Also du bist eigentlich auch Unternehmerin lernig?
00:10:28: Mittlerweile schon ja.
00:10:29: Seitdem ich das Ding auf die Beine gestellt hab habe ich ganz schnell gemerkt dass jetzt nur da ein bisschen Musik machen.
00:10:35: Das reicht natürlich nicht, um davon zu leben.
00:10:38: Zu den Konzerten gehören neue Alben und Merchandise.
00:10:43: Konzerte akquirieren, wie gesagt.
00:10:45: Newsletter schreiben alles so was ist das ganze Paket, was es ausmacht, um Leute mit deiner Musik zu versorgen.
00:10:50: Fahreträume
00:10:51: warten geduldig?
00:10:52: Hattest du jemals Angst dass dir der nie kommt oder dass die nicht auf dich warten, dass der im Moment schon verpasst ist?
00:10:56: Hat dich tatsächlich!
00:10:57: Den gab's im Studium wo ich natürlich auch manchmal gezweifelt hab mache hier das Richtige weil... Ich hatte ein Lehrer in Dresden, der ist leider verstorben.
00:11:06: Es waren Austrachschüler – David Austracht war ein ganz berühmter russischer Geiger und mein Lehrer war in Dressen und hat mich dort aufgenommen.
00:11:13: und als er verstorban ist habe ich lange nach einem neuen Lehrer gesucht und nicht wirklich die Personen gefunden, die ich brauchte um mich da weiterzuführen.
00:11:21: Und hab dann von Dressen nach Berlin gewechselt weil ich eben da gemerkt habe, ich komme da nicht weiter und bin dann in Berlin zu einem Lehrer gekommen der mich wirklich verstanden hat und er gesagt, ich weiß wo du hin willst.
00:11:32: Du willst nicht Klassik machen!
00:11:33: Du willst improvisieren?
00:11:34: Du willst was aus dir rausholen, was da ist aber du noch nicht gefunden hast und der hat mir dabei geholfen.
00:11:39: Meine blöde Frage wenn du mir gesagt hast das machst du seit vier fünf Jahren Dann hast du ja, wenn wir jetzt mal deine Schulzeit abziehen wahrscheinlich fünfzehn-zwanzig Jahre oder was anderes gemacht.
00:11:49: Was hast denn gemacht als der Traum noch nicht da war?
00:11:51: Ich habe nebenbei gearbeitet ich habe in Bands gespielt.
00:11:54: Ich hab studiert mich so über Wasser gehalten mit diesen Sachen.
00:11:57: Ich bin natürlich mit vielen Leuten unterwegs gewesen.
00:12:00: als Geigerin also mit großen Namen habe ich auf Bühnen gestanden.
00:12:04: das waren aber natürlich nicht meine Konzerte sondern die Konzert von denen habe aber dadurch Tolle Credits mir erarbeitet und Michael Boublé, also wirklich tolle Leute kennengelernt mit denen ich spielen durfte.
00:12:19: Und mir auch angeguckt wie die ihre Träume leben.
00:12:21: Ich fand es immer sehr beeindruckend, habe mich da inspirieren lassen und gedacht so irgendwann ziehe ich mein eigenes Ding hoch.
00:12:28: Schön!
00:12:28: Was ist denn Nummer zwei?
00:12:29: Nummer zwei ist Freude braucht Raum für Fehler.
00:12:33: Erzähl die Geschichte dazu.
00:12:34: Ganz ganz wichtiger Punkt bei mir war seitdem ich klein war ein absolutes Perfektionistenkind.
00:12:40: Keiner weiß warum.
00:12:41: Meine Eltern haben versucht dagegen zu arbeiten und mir immer zu sagen, Fehler machen ist okay.
00:12:45: Es ist kein Problem wenn du dich mal verspielst.
00:12:48: Ich war aber als ich klein war in der Musikschule so Ja man kann es so sein das Vorzeigekind an der Geige was mir natürlich unbewusst Aber auch immer so ein Druck gegeben hat.
00:12:59: Das ist unser vorzeitgekind Und die spielt so und so und dass hat mir selber.
00:13:03: ich habe mich selber den druck gemacht ok?
00:13:04: Ich darf da keinen Fehler machen wo mir niemand böse gewesen wäre, wenn es einen gegeben hätte.
00:13:09: Wir hatten jährlich Musikschulvorspiele.
00:13:11: Es gab in dieser ganzen Zeit ein Vorspiel bei dem ich mich mal verspielt habe und das war für mich der absolute Weltuntergang.
00:13:16: also da hab' ich zwei Tage geweint Ich wollte mich nicht mehr zeigen.
00:13:19: Ich war am Boden zerstört und da konnte auch keiner was dagegen machen!
00:13:23: Ich war einfach total traurig und enttäuscht von mir selber Und das hat sich eigentlich durch meine Kindheit gezogen, was die Geige betrifft.
00:13:31: Also ich hatte dann sehr, sehr hohen Anspruch an mich selber.
00:13:33: Hab dann im Studium gemerkt, boah das ist wirklich anstrengend also weil Geige studieren... Das ist schon eine Ansage und hab gemerkt da gehören einfach Fehler dazu!
00:13:42: Und wirklich loslassen konnte ich es jetzt auch erst in meinen Konzerten und der Moment bei dem mir das wirklich richtig aufgegangen war als auf der Bühne mir mein Song nicht eingefallen hat.
00:13:54: Ich habe den angekündigt und hab gesagt so Leute jetzt kommt mein aller aller liebster Song Kündige den Groß an und will die los spielen.
00:14:01: Und die Töne sind einfach weg, Blackout!
00:14:03: Ich habe noch nie in meinem Leben Blackout gehabt... ...und hab da gesessen vor dreihundert Leuten.
00:14:08: der Saal war totend still.
00:14:10: Alle haben gewartet und die Zeit auf der Bühne fühlte sich an wie drei Stunden.
00:14:13: Es waren ein paar Sekunden aber ich habe dann gemerkt dass ich einfach nur sagen kann Boah Leute Blackout ist mir ja noch nie passiert.
00:14:21: Hm was machen wir denn jetzt?
00:14:23: Dann kam ein kurzer Lacher und dann habe ich gesagt, okay, ich spiele mal den nächsten.
00:14:26: Und dann fällt er mir vielleicht wieder
00:14:27: ein.".
00:14:27: Und diese ganze Geschichte fühlte sich von der Bühne aus wahnsinnig schlimm an.
00:14:32: Ich hab gedacht, ich bin knallrot und total aufgeregt.
00:14:35: Danach habe ich es mir angeguckt auf Kamera.
00:14:37: Wir hatten das Konzert aufgezeichnet und habe gemerkt wie schön und auflockern dieser Moment war, weil das so menschlich war.
00:14:45: Also ich meine wem ist es noch nicht passiert dass er irgendwie in einer angespannten Situation wo er abliefern muss was vergisst oder irgendwas nicht kann.
00:14:54: Und die Leute waren so dankbar dafür, dass ich nicht darum gestammelt habe und in Grund und Boden versunken bin, sondern es mit Humor genommen hab'.
00:15:02: Ich war mir selber auch sehr dankbar, dass der Humor plötzlich da war.
00:15:06: Das ist was, was ich früher mir nie hätte träumen lassen.
00:15:09: Es waren diese Angsträume.
00:15:10: Was ist wenn das passiert?
00:15:11: Ich
00:15:14: hab das noch gar nicht so oft erzählt, aber ich bin oft auf Panels immer gewesen und habe die moderiert.
00:15:18: Weil ich halt so...ich bin ja sonst in der Businesswelt viel unterwegs.
00:15:20: Und dann sitzt du da mit dem Hues-Huh der Leute ...und ich hatte komischerweise auch immer Angst dass sich dann in einer Situation mit wo ich nicht weg kann!
00:15:26: Also du bist halt auf der Bühne mit fünf Leuten und du bist der Typ der den Laden irgendwie zusammenhält.
00:15:30: Ja?
00:15:31: Das ist halt bei dir genau so.
00:15:33: Und ich hab dann immer Angst, ob es mir schlecht wird oder ich mich übergeben muss.
00:15:35: Dann hab' ich irgendwann angefangen, dachte ich so ah okay, sucht einfach mal den Platz in der Nähe der Pflanzentöpfe.
00:15:41: wenn was ist hast du sozusagen Plan
00:15:43: B?!
00:15:43: Ja.
00:15:43: Und dann war es komisch.
00:15:46: also okay, weil ich so dachte, okay mein Gott ist so was?
00:15:49: Stimmst du, dass dir passieren kann, dass du kotzt in den Blumenkübel und dann hast du einen guten Auftritt hingelegt.
00:15:52: das werden die Leute nicht vergessen.
00:15:53: so schnelles Ding ja oder ging's.
00:15:57: Ich meine jetzt gibt da heute dieses komische Phänomen der ersten fünf Minuten oder eigentlich mal die ersten fünf Sekunden sind wahrscheinlich nur anstrengend und dann läuft sie auch kennen.
00:16:04: Jetzt bin ich nochmal ein weiter neugierig auf dich.
00:16:06: Du hast so dieses perfektionistische Kind beschrieben und irgendwie... Also wie ich dir zugehört habe, hab' ich auch so ein bisschen rausgehorcht.
00:16:12: Du hast gesagt ja, ich wollte das zum Glück freiwillig.
00:16:14: also ich glaub dein Instrument ist auch eins was mit so einem Vorteil aufgeladen ist dass man Kinder dazu zwingen.
00:16:18: Weißt du, gewisse habe ich mal diesen Satz gehört Perfektionismus is Unsicherheit of High Heels.
00:16:24: So, das fand ich irgendwie nett.
00:16:25: Weil ich dachte ach ja, findest du dich drin wieder?
00:16:27: Hast Du bei dir so ein Element hinterher in der Vita entdeckt?
00:16:29: also hast Du in der Rückschau mal drauf geblickt und hast gesagt achja heute verstehe ich warum mich so war.
00:16:34: oder war das einfach was sich so geformt hat?
00:16:36: Ne
00:16:36: rückblickend kann ich tatsächlich nichts entdecken was so war.
00:16:38: Ich glaube es war einfach dieser Druck an mich selber dass ich in der Musikschule so dieses Vorzeigekind war Was ja eigentlich total schön ist und was einen Lob war an mich.
00:16:47: aber es war so'n innerer...ich musste abliefern Und das konnte mir irgendwie keiner nehmen, obwohl es alle probiert haben.
00:16:55: Aber ... Es war nicht möglich!
00:16:57: Kennst du eigentlich auch dieses Phänomen?
00:16:59: Ich weiß nicht, ob's künstlerspezifisch ist... ich glaub jeder hat ja so.
00:17:02: heutzutage sagt man ja da Hochstapler-Syndrom zu.
00:17:05: Aber ich weiß, ich saß mit Sebastian Krummbickel zusammen.
00:17:07: Mit ihm hab' ich mir ganz viele Podcasts gemacht von den Prinzen und er hat dann ein paar Mal gesagt so Ja, ich bin ja einfach nur ein Haarekid.
00:17:12: Ich kann ja eigentlich gar nichts, ich kann eigentlich nur unterhalten So.
00:17:16: Und ich glaube, gerade wenn man was Künstlerisches macht, was sich jetzt nicht so in Zahlen bemessen lässt – also ja, Konzertkartenverkauf der Umsatz, whatever – aber es ist nichts so hart ob man manchmal eigentlich sich damit sicher fühlt?
00:17:28: Weißt du, was ich meine?
00:17:28: Ob da eine gewisse Unsicherheit quasi schon in den Beruf mit drinsteckt?
00:17:32: Wahrscheinlich!
00:17:32: Also bei dem Beruf geht's ja darum, sich zu zeigen und sich zu zeigen ist immer ne Angriffsfläche für Beurteilung von außen.
00:17:39: Und auch da gibt es eine schöne Geschichte.
00:17:41: Ich war bei einem Wettbewerb, als ich sieben war und sollte mich vor diesem Wett- Bewerb... Sollte ich mich einspielen vorher?
00:17:47: Und mich warm spielen?
00:17:48: Und habe zu meiner Mama gesagt, Mama stelle dich mal vor mich damit keiner sieht!
00:17:51: Völlig absurd weil danach bin ich auf diese Bühne gegangen und hab' mich dahingestellt
00:17:54: v.a.,
00:17:55: und hab mir dann später bei den Probespielen in den Orchestern immer gewünscht dass es einen Vorhang gibt hinter dem man spielt, damit man nicht gesehen wird wenn man spielt.
00:18:03: Und diese Hürde für mich überhaupt zu überwinden dieses Gesehen werden und das auch zu genießen Das war, glaube ich der schwerste Punkt überhaupt.
00:18:11: Ich
00:18:11: glaube ehrlich gesagt wenn ich mal nachdenke meine größte musikalische Angst wäre den Text mittendrin zu vergessen!
00:18:15: Also dir ist ein ganzes Lied entfallen aber du konntest so sagen es nächstes Mal?
00:18:19: Was ist denn wenn du nicht mehr weißt?
00:18:20: ah zweite Strophe scheiße... So
00:18:22: das ist schon passiert und mittlerweile singe ich dann halt die erste nochmal merkt vielleicht auch keiner.
00:18:27: und wenn es lustig Natürlich, das sind Sachen die dürfen passieren und wir sind Menschen.
00:18:32: Wir sind zum Glück keine Maschinen Und es gibt Leute, die sitzen in der ersten Reihe und die kennen die Songs auswendig und die lachen dann natürlich wenn ich den nochmal singe.
00:18:41: Aber also ich meine ich sitze da und mache zwei Stunden lang bediene ich tausend Knöpfe und habe die Geige am Hals und die Füße bedienen die Knöpfel usw.
00:18:48: Das ist wirklich Hochleistungssport.
00:18:51: Wenn ich dann selber mal drauf gucke und denke Boah was mach' ich da eigentlich?
00:18:54: Und dann darf ich zu mir auch so gnädig sein und sagen, es darf mal was vergessen werden.
00:18:58: Es darf auch mal etwas schiefgehen.
00:19:00: Wie geht's dir heute mit Fehlern?
00:19:01: Das
00:19:01: ist wirklich angenehmer geworden!
00:19:03: Es gibt Momente zum Beispiel... Da kann ich die Fehler nicht beeinflussen.
00:19:06: Meine Loop Station hat manchmal einen Moment wo sie einfach mitten im Song sagt sorry ein busy steht dann auf dem Display ein Busy.
00:19:14: Dann geht ihr einfach aus und dann ist mitten am Song ist einfach dieser ganze Saal still und ich muss aus dieser Situation irgendwas machen.
00:19:21: Und auch da habe ich gemerkt, je mehr ich das mit Humor nehme und mit Leichtigkeit.
00:19:25: Die Leute irgendwie damit unterhalten weil es passieren einfach Sachen die sind nicht vorhersehbar.
00:19:30: für sie können wir nichts und wenn wir was dafür können gut dann ist es auch nicht schlimm.
00:19:35: Das gibt mir so viel mehr Sicherheit und so viel Leichtigität und deswegen meine ich die Freude braucht Raum für Fehler.
00:19:42: also dass die Freuden bleibt sonst auf der Strecke
00:19:45: Ja, stimmt.
00:19:45: Man wird so verbissen dann auch ne?
00:19:47: Also ich stemme das gerade so vor die sieben Jahre, die da steht.
00:19:49: Ich muss die ihr bester Spülern sein!
00:19:50: Ich darf keine Fehler machen und so...
00:19:52: Und dann ist dieser eine Fehler.
00:19:53: und es war halt das ganze Konzert war schön aber diese eine Fehler hat's einfach kaputt gemacht und dann habe ich den ganzen Arm geheult.
00:20:00: Da hab' ich mir gesagt wenn ich den Beruf Musikerin mache, dann möchte ich natürlich nicht in meinen Beruf gehen und so mein ganzes Leben verbringen.
00:20:07: Wenn du jetzt mal überlegst, wenn wir jetzt andere Leute unterrichten würdest, in Anführungsstrichen so, Noras Schule des
00:20:11: Lebens
00:20:12: Okay also fachlich auch okay Wie würdest du denn es beibringen?
00:20:16: Was solltest du anderen Menschen heutzutage mit an die Hand geben, wie man so diese Angst vor Fehlern loslässt.
00:20:20: Mit an die handgeben?
00:20:21: also das Beste ist eigentlich wenn sie passieren und wenn man dann versucht mit dieser Situation irgendwie zurechtzukommen.
00:20:26: Also ich habe eine Geigenklasse.
00:20:27: Ich unterrichte tatsächlich Geige für für jungen und alte menschen Und auch da haben wir so Klassenvorspiele und natürlich passieren da viele Fehler und ich trainiere mit denen dass die diese Fehler mit Humor nehmen.
00:20:40: Weil ich glaube, das ist das Einzige was dir hilft.
00:20:42: Verbissenheit und Ärger darüber macht es nur schlimmer.
00:20:45: Dann fängst du halt nochmal an.
00:20:46: Es gab damals in meiner Musikschulzeit Gabs ein Kind was Geige gespielt hat Und sich immer wieder verspielt hat So wütend wurde am Schluss Dass es auf der Bühne den Bogen zerbrochen hat.
00:20:57: Das natürlich worst case.
00:21:02: Ich trainiere das mit meinen Schülern Dass sie diese Verbissenheit einfach los werden.
00:21:07: Wenn es nicht ist, dann fangen wir halt noch mal von vorne an.
00:21:09: Es sitzen Leute im Publikum die sind dir wohl gesonnen Die können das wahrscheinlich selber nicht was du da machst.
00:21:14: Deswegen ist es nicht so schlimm und Das sage ich denen jedes Mal atmet tief ein nochmal nehmts mit Humor Dann machen wir's halt nochmal Ist nicht schlimm weil natürlich unterhältst du ja mit der Musik auf den Menschen.
00:21:26: Du gehst auf die Bühne Und spielst ja einen Stück um die Menschen zu unterhalten Zu entertainen Gefühle zu erreichen, ob die jetzt da lachen oder oder schwellen.
00:21:36: Oder sich erinnern und weinen das gibt's ja alles.
00:21:40: wenn du dann verbissen auf ein fehler reagierst Dann machst du das gefühl kaputt.
00:21:44: Du machst für dich was kaputt und du machst für die menschen das auch kaputt während dessen du das wirklich mit humor auffängst oder mit leichtigkeit.
00:21:52: Dann können sie einfach weiter auf dieser auf dieser welle surfen auf der sie waren.
00:21:56: und sag mal Was ist ja völlig so schön gesagt dass das was du da machst ist ja im prinzip dein innerer selbst aus druck.
00:22:02: Wie gehst du denn mit Kritik um?
00:22:04: Weil wenn dort etwas kritisiert wird, ist es ja viel näher dran das Produkt was du da erschaffst an deiner Person als dass jetzt bei jemand anderem wäre.
00:22:11: Also eigentlich bin ich für Kritik immer total dankbar weil Kritik was ist was einen immer weiter bringt.
00:22:15: egal
00:22:16: Es
00:22:16: gibt natürlich gute kritik und schlechte kritik.
00:22:19: schlechte Kritik ist wenn jemand einfach nur drauf rum hackt weil er schlechte laune hat.
00:22:23: es gibt aber natürlich gute Kritik die die eigentlich immer dazu führt, dass man Dinge überdenkt und Dinge vielleicht verändert zum Positiven.
00:22:32: Und dafür bin ich immer dankbar!
00:22:34: So
00:22:34: gut also.
00:22:35: dann kommt jetzt hier das Mittelstück, die Nummer drei.
00:22:37: was ist dein drittes Ding?
00:22:38: Das dritte Ding und es passt eigentlich ganz gut zu dem was wir gerade hatten.
00:22:41: Die Meinungen anderer bestimmen nicht meine Freiheit.
00:22:44: War das früher so?
00:22:44: Ja ich war sehr darauf bedacht.
00:22:46: Was denken die anderen?
00:22:47: wie denken die Anderen über mich?
00:22:49: Wie sehen mich die andern?
00:22:50: Wie kann ich das so abliefern Dass die anderen über mich gut denken Das war schon sehr sehr verankert in mir selber.
00:22:55: ja.
00:22:56: Und als ich jünger war, also ich glaube bevor meine Kinder geboren wurden noch, war ich sogar so dass ich manchmal nicht den Busfahrern nach dem Weg fragen konnte oder es war mir unangenehm in der U-Bahn ein Brot zu essen weil ich dachte wie sehen mich jetzt die anderen wenn ich da kauhe.
00:23:13: Also ganz komische Dinge die mich total eingeschränkt haben Und wo ich mit der Zeit erst gemerkt habe, das kann mir doch eigentlich egal sein.
00:23:22: Und diese Freiheit mir zu nehmen und zu spüren, dass sich die leben kann hat mir so viel mehr Freude an allem gegeben.
00:23:29: Wie ist denn so dein Weg des Umgangs damit gewesen?
00:23:31: Also das Loszulassen ist ja glaube ich echt nicht einfach!
00:23:33: Ne und es schränkt einen vor allem ein.
00:23:35: also man wird verbissener und verkopfter dadurch... ...und man isst nicht mehr so frei und kann nicht mehr frei die Dinge leben wie man sie eigentlich fühlt.. ..und da ich aber so'n Träumer und so'nen Freigeist bin, hat mich das selber an mir... selber gestört, dass ich das nicht hingekriegt habe da irgendwie die Meinung anderer auszublenden.
00:23:53: Und gerade wenn man in diesem Bereich arbeitet indem ich bin Musikerkünstler, man steht halt auf der Bühne und man gibt etwas von sich preis was ja was ganz persönliches auch ist.
00:24:05: also für mich es Musik machen Ich spiele jetzt nicht einfach irgendein Lied und dann bin ich fertig sondern da steckt so viel Herzblut und soviel Gefühl drin und Musik zu erleben ist immer subjektiv.
00:24:15: Also es gibt natürlich für jeden Menschen die richtige und die nicht-richtige oder passende Musik.
00:24:21: Und auch Kunst, deswegen meine ich darf man da als Künstler frei davon werden, frei davon sein bestenfalls dass Man sich die Meinung anderer so sehr zu herzen und das sie vielleicht das was man lebt und was man träumt kaputt macht.
00:24:35: Ja es ist ganz interessant was du sagst weil Ich merke das ja so in meinem beruf wenn ich etwas mit podcast mache.
00:24:40: Da geht's in der regel um wissen.
00:24:41: so und Wissen logik kann man Also, da gibts meistens nach dem Schwarz und weiss auf irgendeine Art oder Graubereiche wo du halt so sagen kannst okay ist jetzt mehr dunkel oder ist jetzt hell.
00:24:50: Weil sagst du halt ok Argument eins zwei drei überzeugt mich, Argument vier nicht so.
00:24:54: also bin ich auf der Seite.
00:24:56: Bei Musik geht's um Gefühl Und es ist genau wie du sagst überwischt den einen der macht gerade eine Scheidung durch Der regiert vollkommen anders auf deine Ballade als die die sich gerade frisch verliebt hat.
00:25:05: So und wenn du da natürlich anfängst mit deiner Meinung der Leute die dir zu Herzen zu nehmen Das darf ich echt sportlich und deswegen mal so.
00:25:14: die Frage an dich, wie bist du da denn darüber hinweggekommen?
00:25:16: Dass sich die Meinung anderer nicht mehr so interessiert.
00:25:18: Eigentlich indem ich gemerkt habe dass ich da voll bei mir selber bin und das einfach lebe und fühle was ich möchte und was mir gefällt Und mit diesem Projekt eben auch nur Songs spiele die Ich möchte und wo ich merke das sind Sachen Die möchten aus mir raus und die möchte ich der welt zeigen und die hab ich Ausgesucht für mich und dann ist es mir egal Was die Leute sagen.
00:25:37: also das ist wirklich so ein.
00:25:39: ich glaube wenn man etwas etwas auf die Bühne bringt, was man auf die bühne bringen muss, dann ist man da auch noch viel angreifbarer.
00:25:46: Als wenn man etwas hat als wenn man ein Herzensprojekt hat wovon man weiß dafür lebe ich und dafür brennig... Da gibt es immer Leute, die sagen gefällt mir nicht und es gibt Leute die sagen Ich liebe's aber damit muss man leben.
00:25:58: als Künstler darf man sich wirklich auch eine dicke Haut wachsen lassen.
00:26:02: Ja, ich finde also... Ich glaube da merkt man auch eine unterschiedliche Haltung zu Dingen.
00:26:06: Bei mir war es so, ich hab irgendwie ein... Also ich experimentiere das gerade wenn ich diese Podcasts hier nehme und die in Songs verwandle was dann bei rauskommt.
00:26:13: Was macht das mit mir?
00:26:14: Was entsteht dafür ein Produkt?
00:26:15: Und was kann man damit tun?
00:26:17: Und ich weiß noch, ich habe dann einen Song mal jemandem vorgespielt oder meinte die so ja wird er immer nochmal fröhlich, weil das erste was sie gesagt hat!
00:26:22: So und ich sag's dann so da und sagt du Das ist eine Klavier-Ballade, die einen Podcast wiedergibt wo der Typ halt über Angstzustände geredet hat.
00:26:30: Über Medikamenten sucht so berühmungsmedikamente was da warst du denn da?
00:26:34: So und ich konnte es aber vollkommen ignorieren weil ich dann auch so dachte ach naja gut sagt ja mehr über sie aus als über mich.
00:26:40: so und das gehört.
00:26:41: es ist auch ein Satz von Karin oh Gott oh Gott guck mal die begleiten uns heute.
00:26:44: Es ist bisschen auch so bei dir dass du sagst so guck ma ich geb dir etwas von mir wieder.
00:26:48: Was du mit machst is ja deins darf er bei dir bleiben weil's gehört ja dir und nicht mir.
00:26:51: Ist es so deine Haltung dazu?
00:26:52: oder wie gelingt ihr das?
00:26:54: Da hab ich auch ganz viel von Karin Kuschik tatsächlich mitgenommen.
00:26:57: Mein Lieblingssatz ist, wer mich ärgert bestimmt immer noch ich?
00:27:00: Der fällt ja auch in diese Richtung ne?
00:27:02: Das heißt das bleibt bei dir was du da von dir gibst und was du... gerade ausschüttest, an negative Energie darfst du gerne behalten.
00:27:09: Ich möchte es nicht
00:27:09: haben.".
00:27:09: Wenn man Songs schreibt wie weil Du grade gesagt hast und man spielt die dann jemandem vor das habe ich irgendwann aufgehört dass vielen Leuten vorher fortzuspielen weil ich gemerkt hab der eine sagt das und der andere sagt Das und der Andere sagt Wann wird's denn fröhlich?
00:27:20: Und der Nächste sagt Boah ist aber ganz schön traurig!
00:27:22: Und wann kann ich denn mitklatschen?
00:27:24: usw.
00:27:24: Neh Der ist dann fertig wenn er fertig isst wenn ich ihn erschaffen hab und ihm so liebe wie er ist.
00:27:30: Und dann kommt er auf die Bühne, und dann gibt's für jeden Song, gibt es immer Leute, die genau auf diesen Zug steigen und die genau diesen Song zu dieser Zeit gebraucht
00:27:38: haben.".
00:27:38: Das was die Leute dir sagen, sagen sie ja ganz oft sich selber eigentlich.
00:27:41: Hab ich auch immer gebrauch bis jetzt gerafft habe.
00:27:43: also wenn ihr dann sagen so äh hier ist aber scheiße, du merkst okay da ist jemand aber gerade mit seinem Leben ein bisschen unzufrieden, das geht gar nicht mir.
00:27:51: Ja genau!
00:27:53: Von daher.
00:27:54: Aber erlebst du es trotzdem auch ein bisschen so, wer mal ganz ehrlich ist?
00:27:57: Das ist ja auch irgendwie so ein Volkssport zumindest in Deutschland, dass Leute dich bewerten und kritisieren.
00:28:01: Also das ist auch relativ schnell ungefragt und unverholen.
00:28:04: Ja
00:28:05: genau einfach was sagen oder was kommentieren, was nicht gefragt wurde.
00:28:09: Und auch da darf man sich als Künstler einfach ein dickes Fell wachsen lassen weil das kommt natürlich immer.
00:28:14: Da kommen auch Leute nach dem Konzert und sagen irgendwelche Sachen von denen sie nicht gefragt wurden.
00:28:19: aber Ich glaube, das ist Teil des Berufs.
00:28:22: Bist du da forscht?
00:28:23: Also sagst du dann auch so hey!
00:28:24: Danke für deine Meinung nach die ich dich gar nicht gefragt habe oder...
00:28:27: Nee meistens bin ich tatsächlich sehr nett und sage dann einfach mmh vielen Dank.
00:28:33: Das war es dann aber auch.
00:28:34: Also ich lasse es meistens unkommentiert, aber glücklicherweise kamen auch noch nicht so viele Kommentare in die Richtung sondern eher wirklich ganz oft weinen die Leute, die kommen danach zum Konzert und nach dem Konzern zu mir und weinen fallen wir um den Hals und sagen oh war das schön?
00:28:48: Ja!
00:28:48: Ich habe das Gefühl so in den Konzerten haben sie so eine Möglichkeit mal aus diesem Alltag rauszukommen.
00:28:52: Die tauchen so ab Manche tanzen manche weinen ist ganz unterschiedlich.
00:28:56: Ich hab letztes Jahr ein Song geschrieben mein erster deutscher Song Seitdem ich das One Weil in Orchester hab und er heißt Kon Fetti, den habe ich genau deswegen geschrieben.
00:29:06: in Deutschland immer so viele Leute gibt die Meckern.
00:29:08: Die meckern einfach, die ganze Zeit alles ist scheiße, alles ist schlecht und es geht's so schlecht.
00:29:13: und ich hab gedacht Leute ihr seid dafür selber verantwortlich wie euer Leben ist.
00:29:17: guckt euch um macht das schönste draus sucht euch die kleinen Momente feiert die.
00:29:21: Und ich habe mit Absicht diesen Song auf Deutsch geschrieben damit den auch alle verstehen weil ich in meiner Zielgruppe auch viele Leute habt die Englisch nicht so gut verstehen oder die Texte einfach nur mitsingen aber nicht wissen was sie da singen.
00:29:32: Das war mir wichtig denen auf Deutsch zu singen.
00:29:34: Tatsächlich haben die diesen Song am meisten gefeiert und wollten danach in die CDs reingeschrieben haben, ich lass Konfetti für dich regnen.
00:29:41: Also vielleicht noch mal kurze Nachfrage?
00:29:43: Wie geht es denn dir damit wenn Leute dir rollen über den Hals fallen nach so einem Konzert?
00:29:47: Dann weiß ich dass sich was richtig gemacht habe.
00:29:48: Es ist natürlich fremde Menschen immer auch ein bisschen befremdlich.
00:29:52: andererseits weiß ich Ich hab die genau da getroffen wo sie treffen wollte nämlich in ihrem Gefühl.
00:29:59: Das ist das, warum ich Musik mache um Menschen zu erreichen und dass es das Schönste für mich an diesen Konzerten zu sehen wie die Leute reagieren.
00:30:06: Ob die aufspringen und tanzen oder ob die Rots-und Wasserheulen in der ersten Reihe manchmal bei Stellen die ich noch nie selber so empfunden habe, dass sie irgendwie sowas auslösen könnten.
00:30:17: Aber jeder Mensch hat ja so Trigger oder Songs mit denen er was verbindet.
00:30:21: Oder wenn ich Metallica, Nothing Else Matters spiele und das Gitarren-Solo mit der Geigespiele... Ja da ist eine Frau, die in der ersten Reihe fast zerschmolzen vortrehen und kam danach zu mir.
00:30:32: Und dann weiß ich einfach... Das ist richtig, was ich tue!
00:30:36: Das macht mich glücklich.
00:30:38: Wie geht's dir mit Musik, wenn du die schreibst?
00:30:40: Ich denke immer so ist das ein Hit ja oder nein.
00:30:43: Aber ich glaube es geht ja eigentlich eher darum... Rückt der Song das aus was ich will?
00:30:46: fühlt er sich richtig an.. Ist der stimmig?
00:30:48: Ist das ein Teil von mir?
00:30:50: Hört ihr nach draußen?
00:30:51: Woher weißt denn du das bei dir?
00:30:52: Ich weiß es meistens dann wenn ich den immer zu singen muss.
00:30:55: also wenn mir die Melodie nicht wieder einfällt auf dem Spaziergang mit meinem Hund dann weiß ich nee irgendwie war es noch nicht.
00:31:00: aber wenn es so eine Hook ist die mich nicht mehr loslässt und ich schreibe die Songs meistens so, dass erst die Musik da ist und danach die Texte.
00:31:07: Und es sind immer so Melodien, die mir im Kopf rumschwimmen, die nicht mehr rausgehen.
00:31:11: Wenn die dann immer wieder kommen und auch manchmal wenn ich nachts aufwache, plötzlich die Melodie da ist, weiß ich okay der muss raus!
00:31:18: Und der braucht noch einen Text, der richtig ein Knaller ist und dann holt er die Leute auch ab.
00:31:23: So!
00:31:23: Dann zwei haben wir noch.
00:31:24: was denn für das Ding?
00:31:25: Der Weg ist das Ziel.
00:31:26: Boah hier sind ja heute die tiefen Dinger bei dir drin.
00:31:28: Das ist
00:31:29: eigentlich ein Satz den kennt man und den kriegt man immer wieder um die Ohren gehauen.
00:31:34: aber denen zu leben ist oftmals gar nicht so einfach und ich ertappe mich dabei dass sich das immer wieder für mich neu mir selber sagen darf erleben darf.
00:31:45: einfach, weil Erfolg und auch alles andere entsteht nicht plötzlich sondern das ist immer ein Weg und es sind immer kleine Schritte durchständiges Lernen.
00:31:52: Ich kann es nur noch zuspitzen ich habe ja viel mit so Topmanagerinnen zu tun also wirklich hochgradig erfolgreich und ab einem bestimmten Niveau ist es manchmal so dass sie sich über Erfolge gar nicht mehr freuen Weil sie dann schon zu sagen, das ist wie so ein Meilenstein.
00:32:05: Okay?
00:32:05: Meilenschein gerissen und nächster zack oder erreicht nicht gerissen.
00:32:08: What's next!
00:32:09: And then genießt du es gar nicht so.
00:32:12: Das
00:32:12: fängt ja schon in ganz kleinen Sachen an wie zum Beispiel der Kindererziehung.
00:32:15: Komm wir gehen zum Spielplatz, dann bist du auf dem Spielplatz und dann ist der Spielplatz.
00:32:18: Du bist da und das ist dann das Event.
00:32:20: aber der Weg dahin, du bleibst keine Ahnung.
00:32:22: Ich habe das so oft gemerkt mit meinen Kindern die bleiben man irgendwie pfützen stehen als sie klein waren.
00:32:26: Und haben noch das entdeckt und eigentlich ist der Weg zum Spiel Platz das Schöne gewesen.
00:32:30: Dann war man da okay meistens... der überfüllt.
00:32:33: Und eigentlich ist das, der Weg dahin zu Dingen die man sich vorstellt und wie man sich wünscht sind meistens im Nachgang wenn man darüber nachdenkt – die schönen Dinge!
00:32:42: Und meistens ist der Weg das was einem in Erinnerung bleibt gar nicht unbedingt nur das Event.
00:32:47: Ich
00:32:47: denke sogar grad drüber nach ob ich sogar die unangenehmen Dinge manchmal das sind was man hinterher am meisten zu schätzen weiß also in meiner Welt oder der Business-Welt.
00:32:56: Das ist eigentlich nur ein Teil meiner Welt, aber im Business-Teil meiner Welt.
00:32:59: Es ist ja oft so dass man sagt zu Boah ey die ersten vier Jahre wenn du was machst es wird bei dir bestimmt ähnlich gewesen sein fühlt sich manchmal echt an wie Glaskauen.
00:33:05: So weil du hast diese Unsicherheit zur Schmerz ne?
00:33:08: Auf jeden Fall!
00:33:09: Ja.
00:33:09: Aber wenn ich dich hinterher fragen würde, was waren die besten Jahre deiner Karriere?
00:33:13: Würdest du sagen ja zwei jetzt erstmals zur Tour gegangen bin als gar nix zusammen gingen und dann habe ich das doch noch hingeknallt.
00:33:19: Ja drei als meine Loop Station ausgefallen ist oder so ein bisschen ist es.
00:33:23: Ja auf jeden Fall wo man die Sachen lernt und ausprobiert und wo man alles offen wegbringt Und das ist auch das Spannende Es ist nicht einfach da und dann ist es fertig und dann hakt man's ab sondern der Weg dahin um das zu bauen und das zu genießen und zu gucken.
00:33:35: wie entwickeln sich die Dinge Wie geht man mit anderen Herausforderungen um, die man vielleicht so noch nicht kannte?
00:33:43: Das ist das Spannende.
00:33:44: und dass es der Weg.
00:33:45: Und das finde ich extrem wichtig, dass man sich das immer wieder vor Augen hält.
00:33:49: Dass man nicht die Konzerte einfach abhakt und sagt okay next sondern wirklich den Weg dahin auch genießt.
00:33:54: also ich versuche jeden jedes Konzert vorher jedes üben jedes organisieren wirklich zu genießen und ganz bewusst wahrzunehmen damit mir da nichts verloren geht auskosten kann und nicht nach so einem Konzert, was mir früher oft passiert ist.
00:34:13: Wir nennen es als Musiker in einen Muckentieffallen.
00:34:15: Konzärt ist vorbei und du fällst erstmal in so ein Loch und hast danach erst mal zwei Tage schwarz und schlechte Laune – das hatte ich tatsächlich früher!
00:34:25: kenne ich auch von vielen Kollegen, die nach dem Konzert in so einen Loch fallen weil du einfach auf der Bühne ja so ein Hype erlebst und dann ist es vorbei und alle gehen weg.
00:34:32: Und du bist alleine, du gehst nach Hause und der nächste Tag an dem passiert wahrscheinlich nichts außer dass du deine Sachen alle abbauest und das ist wie eine Mini-Depression gewesen.
00:34:41: Wie in so einem Loch fallen!
00:34:44: Ich habe für mich gemerkt, das will ich gar nicht haben dieses Gefühl, weil mir das unwahrscheinlich angestrengt hat.
00:34:50: Seitdem ich den Weg viel mehr genieße Danach weiß ich, okay eins ist vorbei aber der nächste Weg geht los zum nächsten Konzert auch wenn es vielleicht noch eine Weile hin ist.
00:35:01: Den kann ich ganz anders genießen das macht viel mehr Spaß.
00:35:04: So ein absoluter Weltenwechsel von vielen Menschen auf dich fokussiert zu.
00:35:09: du bist alleine und da ist keiner mehr da, keiner sieht dich, keiner hört dich.
00:35:12: Das ist ja ein kompletter, das ist ja von null auf hundert und wieder zurück.
00:35:16: Und wenn man da nicht den Weg auch genießt ist das glaube ich echt ne Falle für viele die damit vielleicht auch nicht umgehen können.
00:35:22: So, last but not least!
00:35:24: Ein Punkt wird noch...
00:35:25: Der letzte für mich ist echte Visionen braucht Klarheit.
00:35:28: Das klingt ja nach einer Person, die wir hier schon viel erzählt haben.
00:35:34: Erzähl mal mehr.
00:35:34: Ich habe gemerkt als ich dieses ganze Projekt für mich entwickelt hab dass sich ganz klar strukturiert und mit ganz klarem Kopf daran gehen muss und auch darf Und da rechts und links keine Kompromisse eingehen darf.
00:35:47: von wegen Darauf habe ich keine Lust oder das mache ich nicht, oder das schaffe ich nicht.
00:35:52: Sondern es braucht wirklich eine ganz klare Linie und einen ganz klaren Weg und unwahrscheinlich viel Hingabe und auch Kompromisslosigkeit und Arbeit die da drin steckt.
00:36:03: also das sieht natürlich für die Leute von außen sehr oft bei uns Musikern immer so aus ja du machst halt das was dir Spaß macht Das mach' ich auf jeden Fall.
00:36:12: aber was dahinter steckt ist Knochenharte Arbeit jeden Tag.
00:36:17: Und zwar nicht, weil ich einen Arbeitgeber habe der mir sagt Ich muss um acht da sitzen und um sechzehn Uhr darf ich wieder gehen Sondern ich arbeite das von zu Hause und ich darf mich jeden tag selber daran erinnern was ich machen muss Was gemacht werden soll.
00:36:30: Ich ertappe mich auch dabei, dass es mir manchmal schwer fällt Pausen zu machen.
00:36:34: Weil ich merke, ich werde gar nicht fertig!
00:36:35: Der Tag hat gar nicht genug Stunden als das ich das schaffen kann was ich mir vorgenommen habe.
00:36:40: und da braucht's einfach eine wahnsinnige Strukturiertheit und Klarheit um das irgendwie auf den Weg zu bringen was sich davor hab.
00:36:46: Das geht einfach nicht.
00:36:48: mit moch mache ich heute das und morgen das funktioniert nicht.
00:36:51: Also Klarheit ist bei dir eher übersetzt mit Fokus, Disziplinen und jetzt nicht mit hey ich will genau... weil sag mal so aus dem Eck aufs Ding ich komme heißt Klarheit dann in Bezug auf so eine Vision.
00:37:02: Okay!
00:37:03: Ich möchte Stadion füllen am siebzehnten Mai zwei tausend siebenundzwanzig und möchte weißte was ich meine dass man das so richtig runter nagelt.
00:37:11: oder machst du sowas auch?
00:37:11: Das
00:37:12: mache ich auch.
00:37:12: Ich setz mir schon eine Vision und schick die ab für mich.
00:37:14: Das habe ich auch für mich festgestellt dass wenn ich an Dinge nicht glaube dann passieren die auch nicht.
00:37:19: Wenn ich mir von vornherein sage, das schaffe ich nicht, dann wird es wahrscheinlich auch nichts werden.
00:37:23: Ich muss die Vision für mich so hochhängen, dass ich weiß, ich werde es
00:37:27: schaffen.".
00:37:28: Und das fing mit diesem Konzert damals an und ging jetzt weiter mit der Tour, es ging weiter mit CDs – wie viel Alben schaffte ich im Jahr zu machen?
00:37:36: Für mich schaff' ich neues Songs zu schreiben!
00:37:39: Und wenn ich diese Messlatte an mich nicht so hochsetze und mir diese Ziele nicht setze und da wirklich kompromisslos durchgehe, dann bleiben sie irgendwo hängen oder auf der Strecke.
00:37:48: Ich glaube, wir sind da sehr ähnlich.
00:37:49: Deswegen kann ich da ganz gut relating.
00:37:51: doch vielleicht fragen sich gerade viele Menschen die dir so zuhören woher nimmst du die Energie dafür?
00:37:54: also wie gelingt es dir diese Diszipline aufzubringen?
00:37:57: was ist das der Treibstoff?
00:37:58: Der Treibstopp?
00:37:59: ist es da?
00:37:59: auf jeden Fall mein Herzblut Das ist mein Herz.
00:38:02: Blut fürs Projekt für dass ich diesen Traum und da sind war wieder beim Anfang wahre Träume.
00:38:07: dieser Traum der ist da und den habe ich gefunden Und denen möchte ich leben.
00:38:12: weil ich den Leben möchte hab ich diesen Antrieb.
00:38:15: Das ist wie so ein Kreis, ich weiß ohne das eine geht das andere nicht.
00:38:19: Machst
00:38:19: du dir manchmal auch über Rente dann Gedanken?
00:38:22: Also wenn du mit fünfundsechzig vielleicht keinen Bock mehr hast zu tun?
00:38:25: Ja na klar!
00:38:26: Ist immer ein Thema.
00:38:27: also bei uns Musikern Rente auf jeden Fall ist es ein Thema.
00:38:30: natürlich habe ich ne Altersvorsorge und gebt mir Mühe da mich gut um mich zu kümmern.
00:38:34: für später.
00:38:34: grundsätzlich Bin ich aber auch jemand der sagt, ich lebe jetzt.
00:38:38: Ich mein ja den Zustand also dass du irgendwann vielleicht nicht mehr Musik machen kannst oder... Also ich bin dann zum Beispiel so, ich denke immer so für mich ist es okay wenn ich mit von achtzig noch arbeite, wenn die Leute mich nur hören wollen oder ich hier noch einen geraden Satz sprechen kann sogar dann kippe ich halt irgendwas vom Stuhl her oder so.
00:38:51: Ja für mich auch, ich sitze ja am Schneidersitz auf der Bühne Das kann ich auch noch lange machen, auf wenn ich nicht mehr stehen kann.
00:38:56: Aber klar also, wenn ich keine Konzerte mehr spielen kann... Ich habe eine Geigenklasse, ich kann Schüler unterrichten und ich kann das weitergeben was ich gelernt hab, was ich kann.
00:39:06: Und meine Mama hat vor einiger Zeit aufgehört zu arbeiten und hat mich tatsächlich gefragt ob ich ihre Stelle übernehmen möchte weil es werden in Berlin ja wahnsinnig händeringend Musiklehrer gesucht und die hatte ne sehr sehr lokative Musiklehrastelle die gut bezahlt war und die auch für lange Zeit gewesen wäre.
00:39:23: und ich habe mich aber dagegen entschieden, weil ich gesagt hab, ich entscheide mich nicht für die Sicherheit.
00:39:28: Ich muss und möchte diesen Weg des Traums gehen und jeden Schritt den ich mehr gehe und den ich weitergehe in Richtung meines Projekts und der Konzerte merke ich dass es richtig war und meine Mama war damals glaube ich ein bisschen erschrocken das ich das nicht angenommen habe und vor einem Jahr hat sie zu mir gesagt nach nem Konzert Es war so gut, dass du es nicht gemacht hast.
00:39:48: Ich...
00:39:48: Also welches Schlusswort hätte besser sein können?
00:39:50: Nora Kudjawitzki.
00:39:52: Erstens wahre Träume warten geduldig.
00:39:55: Zweitens Freude braucht Raum für Fehler.
00:39:58: Drittens die Meinungen anderer bestimmen nicht meine Freiheit.
00:40:01: Viertens der Weg ist das Ziel.
00:40:03: und fünftens echte Vision braucht Klarheit.
00:40:07: Also wenn diese hier mal nicht Anleitung zum Träumen verwirklichen ist dann weiß ich auch nicht.
00:40:11: Vielen Dank.
00:40:12: Fühlt
00:40:12: sich stimmig an
00:40:13: fühlt sich stimmig an, ja und hat total Spaß gemacht.
00:40:15: War mein erster Podcast tatsächlich?
00:40:17: Oh!
00:40:17: Ja...
00:40:18: Welche
00:40:18: Jere?!
00:40:21: Ich hab mir viele Leute von dir angehört aus diesem Podcast und finde es unwahrscheinlich inspirierend auch was jeder da so mitbringt dass aus jeder Ecke so verschiedene Dinge kommen, die man für sich auch nochmal umbauen kann und ins eigene Leben mit Auenberg einbauen können.
00:40:36: Finde ich total cool!
00:40:36: Gut ihr da draußen also Instagram und Co.
00:40:39: eigene Webseite Onewilen Orchestra Ihr habt ja jetzt hier ein gutes Gefühl bekommen was für eine Überzeugungstäterin da am Werk ist.
00:40:45: liebe Nora Vielen vielen Dank und ich wünsche dir alles Gute.
00:40:47: Ich danke dir für die Einladung.
00:40:49: Danke schön
00:40:52: Wow das war ein inspirierendes Gespräch oder?
00:40:55: Denkt dran jeden Freitag dem fünften Tag der Woche erscheint eine neue Folge.
00:40:59: Also abonnier den Podcast unbedingt, damit du keine Episode verpasst und teile ihn noch total gerne mit deinen Freunden oder Kollegen!
00:41:06: Und wo wir schon über fünf Dinge sprechen?
00:41:07: Eine Fünf-Sterne-Bewertung auf der Podcastplattform deiner Wahl hilft uns sehr, damit noch mehr Menschen von diesen inspirierenden Geschichten profitieren können – damit auch kurz Zeit dafür!
00:41:16: Genauso wie für einen Besuch auf unseren Social Media Kanälen um Updates und exzessive Inhalte zu erhalten.
00:41:20: Die Links findest Du in den Shownotes.
00:41:21: Befreuen uns nämlich über Deine Anregungen und Feedback zu zukünftigen Themen und Gästen.
00:41:25: So, und jetzt hören wir noch mal unseren Podcast-Ton rein.
00:41:28: Bis zum nächsten Mal!
00:41:28: Bleib inspiriert und neugierig!
00:41:30: Dein Joel oder einfach wie wir sind.
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