Vikings-Schauspieler: Alles Schlechte hat auch sein Gutes
Shownotes
Mit vierzig stehst du am Start, nicht am Ziel – Lenn Kudrjawizki erzählt, wie Abschied, Scheitern und der Mut zum Neuanfang die Flügel seiner Lebensreise wurden. Zwischen zerbrechender Familie, DDR-Kindheit und Oscar-Momenten wächst ein Verständnis für Respekt, Vergebung und die Kraft der eigenen Stimme. Ein Gespräch über den langen Weg zu sich, den Preis des Ehrgeizes und die Magie, wenn Verletzlichkeit und Kreativität einen Raum füllen. Du erfährst... …wie Lenn Kudrjawizki trotz Herausforderungen immer das Gute im Schlechten entdeckt …warum der Weg oft wichtiger als das Ziel selbst erscheint …wie Respekt und Kreativität wertvolle Lebenszeit formen …welche Rolle persönliche Verantwortung und Selbstreflexion spielen …wie man durch Vergebung und Verständnis innere Freiheit erlangt __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joël Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Lenn Kudrjawizki, Schauspieler | Musiker | Autor | Unicef-Pate __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 Übersicht aller Sponsoren __________________________ ||||| PLAYLISTS ||||| Lust auf mehr? Entdecke unsere Playlists mit weiteren spannenden Episoden zum Thema: __________________________ ||||| LEXIKON ||||| Du verstehst nur Bahnhof? Zu viel Fachchinesisch? Unser Lexikon hilft dir dabei, die wichtigsten Fachbegriffe zu verstehen: __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung & Einführung ins Thema (00:03:56) Alles Schlechte hat auch sein Gutes (00:25:22) Der Weg ist das Ziel (00:33:21) Einen schlechten Tänzer stören die Eier (00:41:45) Wertvolle Lebenszeit kreieren (00:48:01) Es gibt immer einen Grund, etwas nicht zu tun __________________________ ||||| WIR ||||| 🧢 Ich bin übrigens Joël, der Macher dieses Podcasts. Ich bin ein Creator und Medienunternehmer, der für Wachstum und Vielfalt steht. Mein Vorgehen besteht darin, dass ich inspirierende und erfolgreiche Menschen interviewe, um von ihnen zu lernen und Wissensabkürzungen für dich und mich aufzutun. 👉 Mit meinem Podcast digital kompakt zeige ich dir Wachstumsstrategien für dein (Digital-)Business, indem ich erfolgreiche Unternehmen und Expert:innen interviewe 👉 Mit meinem Podcast 5 Dinge mit 20 zeige ich dir, wie du persönlich wachsen kannst, indem ich inspirierende Menschen frage, was sind ihre 5 Dinge, die sie gerne schon mit 20 gewusst hätten 👉 In meinem Newsletter fasse ich dir Jeden Freitag die besten Learnings aus meinen Podcasts zusammen sowie viele weitere Einsichten aus meinen Aktivitäten. 💛 Abonniere „digital kompakt“ auf Apple Podcasts, Spotify & Co. Wenn dir die Folge gefallen hat, hinterlasse uns bitte eine Fünf-Sterne-Bewertung! 👥 Wir streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.Transkript anzeigen
00:00:03: Erfahren braucht ja eine Fähigkeit der Empathie, dass man sich in den anderen hineinfühlen kann.
00:00:08: Weil dann kann man es vielleicht auch aus der anderen Perspektive erfahren.
00:00:11: Hätte ich mit zwanzig gewusst, das ist der Weg des Ziels?
00:00:14: Dann wäre so viel einfacher gewesen.
00:00:18: Im Studium wurde mir gesagt sie müssen sich anscheinend akkutrives.
00:00:21: Sind Sie jetzt Musiker oder Schauspieler?
00:00:23: Was sind die denn eigentlich?
00:00:25: So lange ich meine Pflichten erfülle möchte ich mir die Freiheit herausnehmen was mich interessiert und was mich glücklich macht.
00:00:32: ist schon die Lösung zu sagen, der wird's doch kacke oder?
00:00:56: Hi, five Leute.
00:00:56: Hier ist Joel und wisst ihr was?
00:00:57: Heute hab ich das erste Mal die Situation, dass ich einen Gast habe, dessen Frau schon mal hier war.
00:01:01: also ich mach quasi das Ehepaar voll und zwar der liebe Len Kudriewitzki.
00:01:05: Der ist Geiger, der ist Schauspieler, der is Autor und es auch Sänger.
00:01:09: Also er macht richtig, richtig viel.
00:01:11: Und seine Frau Nova war ja auch schon hier.
00:01:13: Die hat ja etwas ganz Gutes.
00:01:14: Hört euch diese Folge unbedingt auch nochmal an.
00:01:15: Das One Violin Orchestra.
00:01:18: Wir waren gegenseitig so begeistert voneinander Dass ich gesagt hab ey komm dann müssen wir jetzt hier die gemeinsame Runde aber voll machen.
00:01:22: Weil Len um mich immer so ein kleines Vorgeschmack zu geben Der hat mit Luc Besson gearbeitet, mit Kevin Costner.
00:01:28: Der ist Unicef-Botschafter!
00:01:30: Der hat ein eigenes Buch geschrieben, Namensfamilienbande... Also manno, manno mal nicht.
00:01:33: Ich glaube der hat ganz viel gesehen und ganz viel erlebt.
00:01:35: Und ich bin total neugierig heute immer zu lernen was seine fünf Dinge sind.
00:01:37: von daher lieber Lenn, freu mich sehr dass du da bist.
00:01:40: Vielen vielen Dank für die Einladung.
00:01:41: Ich freue mich sehr hier bei dir zu sein.
00:01:44: Ansonsten mal Lenn noch ganz kurze Frage.
00:01:45: Ich habe gelesen du bist auch unicef Botschafter.
00:01:48: das machst du da eigentlich?
00:01:49: Unicefs Botschafte ja ich transportiere Hoffnung und mache Wege auf, womit man Kindern helfen kann anders in diesem Leben
00:02:00: zu starten
00:02:00: oder auch überhaupt zu leben.
00:02:02: Und eine Aufgabe die ich aufgenommen habe ist eine Veranstaltungsreihe die heißt United for Children, die wir zum ersten Mal in Hamburg im grünen Bunker starten wo wir ein Dinner kreieren für Menschen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kultur.
00:02:16: Und zusammenbringen wollen um sich auszutauschen, um das größer zu machen, womit sie sich befassen, nämlich mit dem heilenden Moment für unsere Welt.
00:02:25: Das heißt die verdienen Geld mit Dingen, die uns was Gutes bringen und nicht unsere Welt kaputtmachen.
00:02:30: Dann bringen wir all die Menschen zusammen zu einem Konzert und da ist dieses Jahr Meret Becker, Jürgen Vogel, Gregor Meile, Juan Valen, Orchester Katja Riemann.
00:02:39: Ich werde singen, das Berlin Showorchester wird spielen.
00:02:41: All die Dinge bebringen wir dann in Form von Entertainment zu den Menschen wo jedes Ticket was gekauft wurde wieder etwas Gutes tut nämlich Unicef unterstützt und damit the next generation unsere Kinder.
00:02:53: Das heißt nachhaltiges respektvolles Arbeiten und die Unterstützung in Form vom Geld was dann unseren Kindern zugutekommt.
00:03:02: Das ist meine Arbeit als Unicef-Botschafter, die ich so wahnsinnig gerne mache!
00:03:06: Ja
00:03:06: mega das sitze ich gleich mal hier in die Shownotes.
00:03:08: also wenn du da einen Link für mich hast, dann sollen sich meine Leute fleißig Tipps kaufen.
00:03:11: Exakt, den kriegst du.
00:03:13: Hörst bei dir eigentlich ein bisschen Berliner Akzent raus?
00:03:16: Nö wieso?
00:03:18: Läuft einfach so nebenbei.
00:03:20: Kommt ja oft die Rolle an, willst du annunsten des berlinerisch?
00:03:23: Du?
00:03:23: es ist ja eine Herzensache ne?
00:03:25: Eine Sprache is' ja auch ein Stück weit Kultur und Prägung.
00:03:29: Und ich als Berliner Bube in der DDR groß geworden, bis ich fünfzehn war.
00:03:35: Da hat mich das schon geprägt.
00:03:36: und die Berliner Rische, das hat ja so was Ehrliches.
00:03:41: So einfach freischneiße raus.
00:03:43: Selben Moment hat es etwas Unfassbar Herzliches.
00:03:46: dadurch dass es ehrlich ist und von Herzen kommt... ...ist der Weg zueinander zu kommen gar nicht soweit.
00:03:53: Deswegen kommt es ab und zu wenn ich mich wohlfühle und jetzt gerade so ein Moment Kommt dann die Berlinerische durch, das war jetzt ein Kompliment an dich lieber Joel.
00:04:03: Das habe ich gemerkt und freue mich da auch.
00:04:05: Ich bin ja auch aus Berlin aber ich hab nie so hier redet.
00:04:07: Ich komme ja aus dem Westen, da sind wir ja alle ein bisschen spießiger, wa?
00:04:10: Achso!
00:04:11: Wir feiern hier auch gerade eine Art kleine Wiedervereinigung.
00:04:14: Ja genau, die letzten zwei Berliner noch.
00:04:16: Alle anderen sind ja zugezogen mittlerweile.
00:04:20: Sehr schön.
00:04:22: Lenn, verrätst du mir deinen
00:04:23: Alter?!
00:04:23: Selbstverständlich, ich bin neunundvierzig und werde dieses Jahr fünfzig.
00:04:27: Ich mache eine schöne Zahl rund.
00:04:29: Und eigentlich werde ich gerade neu geboren weil wenn man mal zurück guckt die letzten hundert Jahre vor hundert Jahren war.
00:04:36: das Durchschnitt also lag glaube ich bei sechsundviertig siebenundvierzig.
00:04:40: Das heißt ich bin frisch geboren.
00:04:42: Ich darf alles nochmal von vorne erleben.
00:04:45: Diese Aufgabe habe ich mir gerade gestellt.
00:04:47: Ja, nice.
00:04:48: Also dann schauen wir fast dreißig Jahre quasi in deine Vergangenheit zurück.
00:04:51: Komm, starten wir mal rein!
00:04:52: Was ist denn so?
00:04:53: das erste Ding was du gerne schon mit zwanzig gewusst hättest?
00:04:55: Ach, mit zwantzig da war ein großer, großer Satz den ich von meinem Papa, den ich damals ganz frisch verloren hatte.
00:05:02: der hat mich am Leben erhalten und zwar alles schlechter hat auch sein gutes.
00:05:06: Das war für mich so'n Kredo.
00:05:08: Mein Papa war so mein bester Freund im dem dass er natürlich ein toller Papa war.
00:05:13: Der ist gegangen, als ich neunzehn war.
00:05:15: Also er ist nicht gegangen erst.
00:05:16: Er hat einen Autounfall oder ein Herzinfarkt im Auto und das war ein sehr schmerzhafter Moment mit Neunzehnten.
00:05:22: Mit ihm großgeborgen.
00:05:23: die Familie ist zerbrochen als ich ganz klein war schon mit neun Zehn Und dann war es so mein... Mein bester Kumpel ist und bleibt meinen Vater.
00:05:30: Gibt's auch ein schönes Lieb von Peter Channing?
00:05:32: Und der hat mir diesen Satz ins Leben mit gegeben Es gibt nichts Schlechtes ohne was Gutes.
00:05:36: und als er immer noch nicht mehr da war halt der mich am Leben erhalten weil ich dann immer auf die Suche gegangen bin.
00:05:42: Ich sag, boah das tut so weh dass er nicht mehr da ist.
00:05:47: und Papa hat immer gesagt sucht das Gute in allem.
00:05:51: Und zwar alles hat sein gutes!
00:05:53: Das war mein Motor, mein Lebensmotor.
00:05:55: und dann bin ich losgezogen und hab gesagt okay krass, Papa ist nicht da.
00:05:59: was ist das gute?
00:06:00: Das Gute ist...ich muss Entscheidungen selber fällen Ich muss gestalten, ich muss mein Leben gestalten.
00:06:07: Ich muss in Bewegung bleiben auch ein Stück weit um vielleicht dem Schmerz auch ein bisschen weg zu
00:06:12: laufen.".
00:06:12: Das war sozusagen ein verkapptes kleiner Negativpunkt weil ich dann natürlich anfing deckt zu rennen vor meinen inneren Gefühlen.
00:06:21: Im selben Moment habe ich dadurch unfassbar viel erlebt weil ich auf einmal losgerannt bin und gesagt okay guck mir die Held an!
00:06:26: Ich gucke mir die Menschen an und ich suche mehr das Gute in meinem wahnsinnig tiefen dunklen Schmerzen.
00:06:34: Und dann war ich auf einmal mit Marianne Seegebrecht unterwegs.
00:06:38: Wir haben Konzerte gespielt, sie hat gelesen ... Ich bin auf der Jagd nach neuen Filmprojekten gewesen und hatte mit achtzehn meinen Filmen gemacht kurz vor Papas Tod.
00:06:46: Dann wurde er veröffentlicht und habe gesagt, das ist meine große Liebe zum Film, die erwacht in dem Moment.
00:06:55: Dann hab ich Filme gedreht, dann hab ich Konzert gespielt.
00:06:57: Da hab ich tolle Menschen kennengelernt.
00:07:00: Dadurch, dass ich jetzt losrenne aus diesem Corconn der Sicherheit meines Vaters ist das glaube ich ein großer Punkt der mir fürs Leben sehr viel Gutes gegeben hat und eine Kraft gegeben hat.
00:07:11: Und eine Möglichkeit gegeben hat ohne Angst in die Welt zu gehen weil in dem Moment war es so schlimmer kann's irgendwie nicht werden ja?
00:07:20: Und dann bin ich in die welt geflogen und hatte unfassbar große Flügel durch meinen Papa bekommen mit all den Dingen, die wir gemeinsam erlebt haben und der mir gegeben hat.
00:07:29: Dem Rückgrat was er mir gegeben hatte weil er an mich geglaubt hat.
00:07:34: Weil er stolz auf mich war.
00:07:36: Er war auch streng!
00:07:37: und strenge, wenn die gepaart ist mit Liebe und nicht mit Schmerz hat ja eine unfassbare Kraft.
00:07:44: Strenge darf das Kind nicht kaputt machen!
00:07:46: Mich hat es halt nicht kaput gemacht sondern mich hat es beflügelt und gesagt okay ich will's schaffen.
00:07:51: Ja und so segle ich durch die Welt mit unfassbar großen Flügeln und einem großen Herzen weil ich gemerkt habe dass das ganz schön gefüllt wurde in der Kindheit trotz all der Dinge die ich erleben musste.
00:08:02: Und jetzt mittlerweile sage ich durfte weil sie mich zu dem gemacht haben was ich heute bin.
00:08:08: Hat er dich schon mal besuchen gekommen irgendwie im Traum oder sowas?
00:08:11: Oh, ach was für eine tolle Frage!
00:08:14: Ja Papa war ganz oft da in meinen Träumen und die Träume die so schmerzhaft waren.
00:08:21: wir waren auf dem Land das war ein wiederkehrender Traum.
00:08:24: und dann öffne ich die Tür der Garage und dann steht der Papa und ich bin wahnsinnig wütend auf ihn bin unfassbar bütend und schrei ihn an und sag, warum bist du weggegangen?
00:08:38: Warum bist du nicht mehr da?
00:08:39: Warum hast Du mir das angetan?
00:08:40: Warum Hast Du dich
00:08:41: versteckt?".
00:08:41: Weil im Traum war es so als wenn er sich versteckt hätte.
00:08:44: Und diesen Traum hatte ich wahnsinnig lang!
00:08:46: Und dann irgendwann habe ich angefangen... Im Traum, also ich hab mich vorbereitet darauf, dass wenn der Traum wieder kommt, dass ich meine Wut und mein Hass... Hass ist das, darf man nicht sagen.
00:08:57: Es war kein Hass, es war eine Wut, eine Traurigkeit dass sie gesagt hat, was bin ich für ein Idiot?
00:09:02: Warum beschimpfe ich Ihnen im Traum.
00:09:05: Warum sage ich nicht einfach, ey das ist so geil, dass du wenigstens im Traume da bist!
00:09:11: Und dann habe ich das nächste Mal wo ich es geträumt hab, wusste schon und mache jetzt die Tür auf und da ist dann Papa und dann habe Ich ihn in den Arm genommen und war ein unfassbar toller schöner Moment und habe gemerkt, dass das meine innere Welt war die Frieden schließen musste, weil ich habe danach diesen Traum nie wieder geträumt.
00:09:33: Und das war toll und es ist auch eins.
00:09:34: deswegen bin ja ganz schön dankbar jetzt für diese Frage, weil sie kam mir so mit einem richtigen Sohn wie mit dem Herzenspfeil direkt ins Herz, weil das war ein großes Bild für mich auch fürs Leben dass man Friedensschliessen sollte.
00:09:52: Man sollte zumindest sich auf den Weg begeben, Frieden zu schließen mit Dingen die einem unfassbar wehtun und da ist es egal ob das Dinge sind von Menschen Die einem wichtig waren die man geliebt hat oder die man liebt?
00:10:04: Oder Dinge die von menschen angetan wurden die man vielleicht nicht so geliebte.
00:10:10: ich glaube dieses friedenschließen Ist ein großer eine große kraft die dadurch entstehen kann.
00:10:15: für einen selber
00:10:16: Ja, spannend.
00:10:17: Also hast du dann zu sagen Vergebung?
00:10:19: War das für dich so ein unbewusster Prozess auch ein Stück weit oder gab es da noch eine bewusste Komponente die du ja erarbeitet hast?
00:10:25: Naja also Vergebungen grundsätzlich... Boah!
00:10:29: Vergebungs ist ein großes Thema.
00:10:30: ich glaube für uns Menschen im Allgemeinen, die wir durch die Welt gehen anderen Menschen begegnen in der Welt die sich so miteinander verbindet und vernetzt ist.
00:10:40: Die Basis für Vergabung ist verstehen wollen kennenlernen wollen, Kulturen erfahren.
00:10:47: Andere Musikformen, andere Sprachen erfahren und mit ihr damit auch natürlich Seele und Prägung mit aufsaugen weil ich glaube wenn man das zulässt dann ist das Verständnis viel viel schneller da und viel größer und damit auch der Weg zu einem Friedensschließen oder überhaupt einem Frieden gestalten da.
00:11:06: Ich weiß glaube ich was du meinst, wenn mir geht's manchmal so, sobald ich verstanden habe was jemand bewegt kann nicht mehr so richtig böse sein.
00:11:12: also sobalch die Situation empathisch erfasst habe fällt es mir sehr schwer und ich hab so eine Körpertherapeutin wer arbeitet die dann immer wieder drauf drin?
00:11:19: so ja aber auch wenn du das verstehst du darfst trotzdem sauer sein.
00:11:27: Ja verstehen ist das eine erfahren ist das nächste und erfahren braucht Ja, eine Empathie.
00:11:34: Eine Fähigkeit der Empathies, dass man sich in den anderen hineinfühlen kann weil dann kann man das vielleicht auch aus der anderen Perspektive erfahren.
00:11:41: erfüllen.
00:11:42: und es war für mich ein großer Weg weil meine Eltern haben sich getrennt als ich wahnsinnig klein war und daraus entstanden ein wahnsinniger Familienkrieg und große Tragödie Weil mein Vater war geheimnissträger der Wissenschaft Meine Mutter war Dolmetscherin für Künstler aus dem sogenannten Westen Und damit waren wir die ganze Zeit der Beschattung ausgesetzt, weil man Angst hatte dass die Informationen meines Vaters eben in den Westen kommen können.
00:12:07: Und daraus entstand dann halt tatsächlich ein Familiengefüge was daran verbrochen ist.
00:12:13: Dann mit zehn konnten die Eltern nicht mehr miteinander und ich habe entschieden Ich will mit Papa leben und dann begann eben ein wirkliches Familiendrama.
00:12:21: Das sind auch so die Dinge die ich dann viel später Mit den ich viel später dann geschlossen habe, weil ich mal die ganzen Wahnsinn einer Scheidung was das mit Kindern macht aus der Perspektive meiner Mama mir angeschaut haben.
00:12:37: Die wir ja aus ihrer Perspektiven verlassen haben und als Kind hab ich mich immer verlassen gefühlt.
00:12:45: und somit entstehen so einen So einen Schmerz, mit dem man Frieden schließen möchte.
00:12:49: Und ich habe ein Buch geschrieben und hab gesagt dieses Buch, damit könnte ich unfassbaren... Ich sage mal, mit Dreck um mich rumschmeißen wenn der Schmerzzüberhand nehmen würde?
00:13:00: Und ich hab mit dem Buch aber Frieden geschlossen und hab Verbindungen in mir selber geschaffen und hab viele Dinge geheilt.
00:13:07: Lebt deine Mutter noch?
00:13:09: Ja meine Mama lebt noch Seit meinem Buch einen unfassbar tollen Kontakt, einem respektvollen Kontakt.
00:13:16: und da merkt man was eine Versöhnung ohne dass man das vergessen muss.
00:13:24: Was das mit einem macht?
00:13:26: Mit einem selber und auch mit dem Gegenüber?
00:13:28: und auf einmal gibt's Synapsen die machen nicht nur so sondern die machen Ding Ding Ding Und das sind dann eben auch emotionale Synapse die dann auf einmal miteinander wieder verbunden sind und die unfassbaren hellenden Aspekte haben.
00:13:41: Aber
00:13:41: ist interessant, dass es dann dieses Medium-Buch war was sich mit ihr auch zusammengebracht hat.
00:13:45: also hattet ihr vorher nicht auch schon mal drüber geredet?
00:13:48: Na sprechen ist ja wenn so viel Schmerz da ist ist ja jedes Wort kann ganz schön schwer sein und liegt auf der Waage mit einem unfassbarem Gewicht wogegen wenn man alleine über einen wirklich langen Zeitraum schreibt Dinge formuliert, neu formuliert.
00:14:04: Neu durchdenkt!
00:14:05: Mein Buch war zwischendurch irgendwie fünfhundert Seiten lang und am Ende sind es zweihundert siebzig.
00:14:10: Das heißt das ist eine Essenz die dann auch übrig bleibt über die man lange nachgedacht hat wenn man sie unter einem bestimmten Aspekt zusammen fasst.
00:14:18: Wenn's der Aspekt der Heilung ist, dann bleibt natürlich nur der Essenz ich sage mal der Liebe und des Darstellens übrig wo das Ding sich nicht angegriffen fühlt, sondern sagt okay diese Schwingung verstehe ich.
00:14:34: Jetzt hast du ja gesagt alles schlechter hat auch sein gutes.
00:14:36: ist es seitdem dann auch so dein Resilienzmuster das wenn dir was Blödes passiert dass du dann drauf guckst und sagst so watte mal papa hat gesagt und dann suchst du danach machst du das jetzt bei allem im Leben?
00:14:46: Ich muss gar nicht mehr drüber nachdenken.
00:14:48: es ist automatisch wie als Schauspieler als Musiker wir sind tagtäglich damit konfrontiert eine sogenannte Absage bekommt.
00:14:56: Also man hat sich beworben, man hat ein Casting gemacht.
00:15:00: Man wurde für einen Projekt ausgewählt und man sollte da die Hauptrolle spielen... Und alles steht schon da und auf einmal bricht ein Finanzierungsbaustein weg!
00:15:08: Und dann wird dieser Film auf einmal nicht mehr gemacht, wird verschoben.
00:15:11: Auf unbegrenzte Zeit und dann bist du da und hast deine Seele schon irgendwie in diesen Film reingegeben?
00:15:15: In diese Figur die du vorbereitet hast und dann ist es aber immer nicht mehr da.
00:15:18: oder das ist ein Investment was erst mal so.
00:15:20: ich habe gerade meine meine Seelen bisschen investiert in dieses Projekt.
00:15:23: Es findet es nicht statt und es fühlt sich an wie eine Absage und ein Stück weit ungerecht weil man hat ja schon alles ist ja schon da und dann sagt man ah warte mal ganz kurz Ich haltgeh mal kurz den Schritt zurück und warte Mal ein paar Tage oder vielleicht auch eine Woche und wahrscheinlich wird dann irgendwas kommen, was ich nicht hätte machen können wenn der andere Film passiert wäre.
00:15:44: Und somit entsteht tatsächlich so ne Resilienz, so einen sich selber wieder immer am Shop vor hochziehen und sagen das wird schon seinen Grund haben.
00:15:53: ja deswegen schön genießen den Moment dankbar sein dass man ein bisschen investieren durfte an Seele, an Kraft, an Energie, an Liebe oder an Wut oder was auch immer Weil das sollte jetzt nicht sein.
00:16:07: Und es hat sich wirklich so in meinem Leben bewahrheitet.
00:16:10: Fällt mir, also ich hab manchmal das Gefühl viele Menschen gehen mit dem umgekehrten Muster durch die Welt, dass sie überall so das Schlechte suchen und im Gegenteil zu sagen Ich gucke immer aufs Gute und nicht nur dabei.
00:16:20: Nicht nur bei den guten Sachen gucke ich aus gute sondern auch bei den schlechten.
00:16:23: von daher Da bist du glaube ich sehr resilient hinterher.
00:16:27: Wie geht's dir denn insgesamt damit mit deinem Beruf?
00:16:29: Mit der Unsicherheit die sich mit Kunst leider heutzutage ja oft verbindet?
00:16:32: Es ist ein eine große Herausforderung, resilient zu bleiben.
00:16:38: Dadurch dass ich immer das große Glück hatte viele Dinge machen zu dürfen und ich mir keine Fesseln anlegen lassen habe.
00:16:46: im Studium wurde mir gesagt sie müssen sich entscheiden.
00:16:49: Sind Sie jetzt Musiker?
00:16:50: Sind Sie als Schauspieler?
00:16:51: Was sind Sie denn jetzt eigentlich?
00:16:53: So lange ich die Prüfungen mache und meine Pflichten erfülle möchte ich mir die Freiheit herausnehmen was mich interessiert und was mich glücklich macht.
00:17:03: Und dabei hatte ich eben das große Glück, dass ich zwei tolle Professoren hatte.
00:17:08: Also meine Geigenprofessoren.
00:17:09: Ich habe Geige studiert und da ist dann immer das Wichtige des Hauptfachs, das Instrument und das Nebenfach ist ein Klavier.
00:17:16: Meine beiden Geigen-Professoren die ich hatte haben mich stückweit verstanden und haben gesagt okay pass auf!
00:17:23: Wenn du hier bist... also ich hab in Dresden studiert, in Berlin gelebt... wenn Du hier bist, hundertzwanzig Prozent Studium Dann heißt es Geigen Studium machen, absolvieren Prüfungen absolviert.
00:17:34: Denn bist du hier mit Fleisch und Blut mit all deinem Wesen?
00:17:38: bist Du hier?
00:17:39: Wenn Du drehst lassen wir Dich fliegen weil wir wollen dich nicht zerreißen.
00:17:43: Wir merken dass ich habe das eine Zeit lang versucht nicht zu drehen Und dann mich nur auf der Studie zu konzentrieren hab gemerkt wie mir das fehlt Und habt dann für mich irgendwann einfach gesagt ne ich muss das machen was mich glücklich macht und Das mache bis heute.
00:17:57: Ich habe das große Glück.
00:17:58: ich darf die Dinge tun die mir Spaß machen.
00:18:02: Ich kann davon leben, ich kann Leben als Schauspieler zu arbeiten.
00:18:07: Ich wollte immer Regie führen also habe ich Drehbücher geschrieben und dann habe ich selber mein Geld in die Hand genommen, habe Regie geführt.
00:18:13: Dann war das auch noch ein schönes Projekt, was daraus geworden ist, Lieferfestivals.
00:18:17: Und auf einmal war das Vertrauen da.
00:18:18: okay das kann der auch und es möchte er.
00:18:20: wir haben hier unten und dann bombe hatte ich irgendwie drei Filme inszeniert Und dann noch die Musik mit meiner Frau, mit meiner tollen Nora dazu gemacht und mit meinem langjährigen Busenfreund Felix Neumann, mit dem ich seit der Geburt befreundet bin.
00:18:34: Wächst auf einmal so ein kreativer Pool wo man gemeinsam glücklich sein kann.
00:18:41: So sind wir kreativ und so... Ist das im Grunde genommen das große Glück was ich habe?
00:18:47: Wo mich dann die Angst nicht überkommt denn Natürlich Filmbranche ist schwierig gerade, Finanzierung die Wirtschaft knackst hier und da.
00:18:57: Und dann gibt es aber andere Momente, die total toll sind weil wenn die Wirtschaft Knackst müssen wir uns neu orientieren.
00:19:03: Dann muss man auf die Suche gehen was ist die Zukunft?
00:19:07: Die auf uns wartet um wie könnte sie aussehen?
00:19:09: und dann komme ich mit meinem Wesen dahin dass man nachhaltiger sein muss miteinander Man muss mit der Natur mit den Tieren mit den Menschen.
00:19:17: in dem Moment wo wir
00:19:18: Respektvoller
00:19:19: miteinander umgehen haben wir einen ganz, ganz großen Schritt geschafft.
00:19:23: Und das fehlt glaube ich gerade so in ganz vielen Bereichen unserer Gesellschaft der Respekt.
00:19:30: Aber ich glaub du bist auch echt eine alte Seele wenn du mit neunzehn schon die Haltung hast oder mit einundzwanzig wie alt im Studium gewesen sein magst du sagen?
00:19:37: Ich nehme mir die Freiheit raus dem zu folgen was mich glücklich macht und worauf ich Lust habe.
00:19:42: ja also beeindruckend!
00:19:44: Ja das waren glaube ich die Flügel die mein Vater mir gegeben hat.
00:19:47: Der hat einfach gesagt, komm du musst machen.
00:19:50: Sei kreativ!
00:19:51: Das fängt damit an wenn man... Also ich musste als... Als ich musste?
00:19:55: Er hat mich gefragt willst Du die Fenster lehnen von unserem alten Haus?
00:19:58: Willst Du die reparieren?
00:19:59: Wolltest Du die reparieren?
00:20:00: Willtest Du malen?
00:20:01: Willest Du die wieder richtig schick machen?
00:20:03: Dann sag ich ja.
00:20:04: Aber wenn Du das machst, musst Du es richtig machen.
00:20:06: So und dann hab' ich's gemacht.
00:20:07: Und das erste Mal war er nicht so toll und hat da gesagt, du ist nicht gut.
00:20:11: also nochmal und dann unter Tränen Da musst du wieder abschleifen und wieder neu malern.
00:20:18: Wenn das nicht gut aussieht, dann ... Du entscheidest ja am Ende!
00:20:23: Das war ein so'n Lehrstück was mich bis heute auch begleitet oder ein Radio.
00:20:30: Wir haben in der DDR einen ... Jetzt hab ich glaube ich ein Siemens Mono-Kassettenrekorder gewesen.
00:20:35: Ich hab gesagt, haben wir geschenkt bekommen funktioniert nicht.
00:20:37: Kassettendeck funktioniert nicht und das Radien funktioniert nicht.
00:20:40: Willste haben?
00:20:40: Sollte ich ja bildig haben.
00:20:42: Dafür muss es dann aber reparieren.
00:20:44: Sagt ihr aber ich weiß doch nicht wie's geht Dann nehmt das auseinander.
00:20:49: Speicher dir wo jede Schraube hingehört Und versuchst Wenn du Fragen hast helfe ich dir Aber du musst es selber machen.
00:20:56: Also habe ich es auseinander genommen Hab gesehen dass beim Kassetendeck der Gummi gerissen war.
00:21:00: Der wurde durch einen anderen ersetzt, der dann irgendwann die Spannung nicht hatte und so weiter.
00:21:05: Deswegen habe ich dann Electric Light Orchestra.
00:21:07: Kennst du das noch?
00:21:08: Also kennst du es?
00:21:09: Ja, das ist schon geil.
00:21:11: Electric, geiler Sound!
00:21:13: Und wir reden immer noch vom Osten wo es wirklich eine Rarität war, eine tolle Kassette zu kriegen ganz besonders mit Electric Light Orchester.
00:21:21: Habe ich eingelegt und die machte da ne Maul bei der Gummi zu schwach vor.
00:21:27: Und irgendwann... Ich fand jetzt mega die Kassete habe ich die Originalaufnahmen gehört, wie es wirklich klingen.
00:21:34: Hey!
00:21:35: Da ist was falsch.
00:21:37: Das ist nicht in der Quicklight-Orchester.
00:21:39: Die muss sich so anhören.
00:21:43: Na ja, so hab ich das Ding repariert und deswegen hab' ich auch keine Angst in die Welt zu gehen um Dinge auseinanderzubauen.
00:21:50: Und wieder zusammenzubauen, in der Hoffnung dass keine Schraube fehlt.
00:21:54: Schönes Zitat schön gesagt.
00:21:56: Na weißt du, das Lustige ist sich vergessen auf so einem Event von der LKP-Müller.
00:22:00: Die kommt auch demnächst hier in den Podcast.
00:22:02: die hat so eine Talkrunde gemacht über Heimat und dann hat sie einen Sänger gehabt, der sozusagen eröffnet hat also die Leute so emotional reingeholt, dann talk mit vielen Leuten und dann nochmal ein Sänger.
00:22:10: Und der letzte Sänger war Irana und der davor hat so etwas Gospelhaftes gehabt.
00:22:15: Ich bin zu beiden hinterher hängen gegangen vor allem den Iraner.
00:22:18: als erstes, weil ich sag so ey du sorry muss ich das fragen Wie gelingt dir das, dass du dich auf die Bühne stellst und so singst?
00:22:26: Aus dem Stand weg.
00:22:27: Ohne Angst!
00:22:28: Ohne Furcht weil... Also vor achtzig tausend steh ich mir manchmal leichter vor zu singen als vor zwanzig oder vor achtzig, weil da siehst du jeden noch direkt.
00:22:36: Das andere ist so eine warbande Masse und das ist irgendwie voll
00:22:38: direkt.".
00:22:39: Und dann hat er zu mir gesagt, Mensch, das ist ja ganz einfach, gib alles oder lass es sein!
00:22:45: Wenn du nicht alles gibst wird's auch nix und das merken die Leute und das is meine Haltung.
00:22:49: Und das wird bei mir auch immer eingefordert.
00:22:50: also wenn ich weniger gegeben hab, haben die immer gesagt, ähm... Ich dachte mal echt hast du mal Ablehnung gefahren?
00:22:55: Meinte ich so nein, nein.
00:22:56: Dann hat der gesagt vielleicht auch aber vor allem war gibt mal noch mehr, und der andere hat das auch so ein bisschen gesagt.
00:23:02: Dass es wirklich darum geht.
00:23:04: Gibt da alles von dir rein?
00:23:05: Ja nur dann kannst du was werden!
00:23:07: Ist das auch deine Erfahrung die du gemacht hast?
00:23:09: Absolut bei mir war das Bild, dass mein Geigenlehrer zu mir gesagt hat, wenn du auf die Bühne gehst musst du das mit wenen in den Fahren machen.
00:23:15: Wenn du auf Halbmast fährst wird das jeder merken und jeder merkt deine Angst.
00:23:19: Und wenn du Angst hast und jemand im Publikum deine Angst spürt kann er das doch gar nicht genießen, was du davon machst.
00:23:26: Also musst du rausgehen, egal was ist musst du rausgehen, wenende fahren und alles geben.
00:23:32: Wenn es Fehler gibt das ist menschlich.
00:23:35: aus den Fehlern wirst du lernen diese Dinge die dann schief gegangen sind vielleicht anders vorzubereiten.
00:23:41: und und und absolut wenn raus dann mit wenenden fahren oder eben nicht.
00:23:47: Und ist es heute so dass du oft in der Bühne gehst?
00:23:49: Und dir ist egal ob die leutes mögen oder nicht also ist es so dass Du's auch für dich machst Oder ist dir schon wichtig dass die Leute damit im feeling raus gehen?
00:23:56: Also wenn ich sagen würde, das wäre mir egal.
00:23:58: Dann wäre ich falsch in dem Beruf.
00:24:00: Klar, ich gehe auf die Bühne weil ich die Menschen erreichen will mit dem was ich tue.
00:24:05: Wenn ich eine Lesung mache dann erzähle ich die Geschichten, die berühren wo jemand etwas für sich selber mitnehmen kann aus dem was Ich erfahren erlebt habe.
00:24:17: Und wenn ich Musik mache, dann will ich dass die Leute das Leben zelebrieren und feiern oder eben weinen.
00:24:23: Wenn es ein trauriges Lied ist weil ich damit bestimmte Dinge assoziere gleich.
00:24:27: Wir wollen ja am Ende wir Menschen, wir wollen ja Liebe egal in welcher Form, ob das im Gespräch ist, ob wir Künstler auf der Bühne sind oder wenn wir morgens zur Arbeit gehen, denn wollen Wollen wir ja Liebe haben, wollen uns austauschen die uns gut tut.
00:24:42: Wir wollen nicht angeschrien werden, wir wollen nicht runtergemacht werden sondern wir wollen einen Umgang miteinander der einen Befürwilder ein Kräfte freisetzt um Dinge toll umzusetzen egal in welchem Beruf und ich als Künstler der ich in so vielen Bereichen tätig bin will das natürlich auch.
00:25:01: Beim Film hat man noch weniger die Zügel in der Hand.
00:25:04: Aber auch da muss man dann zusammenhalten, wenn mal ein Film nicht ganz so gut geworden ist... ...weil die Komponenten haben nicht gepasst oder oder oder.
00:25:11: Da gibt es ja viele viele Gründe.
00:25:13: Ja aber zusammen sind wir einfach stärker.
00:25:16: und da ist im Grunde um den nächsten Satz, der schon auf uns wartet.
00:25:20: Mit zwanzig hätte ich mit zwanzzig gewusst dass der Weg das Ziel ist.
00:25:24: Denn wäre so vieles so viel einfacher gewesen was ich dem Ziel hinterher gerannt bin, um das Ziel zu erreichen und dabei völlig nicht vergessen habe aber ich hab den Weg nicht wahrgenommen.
00:25:39: Der so viel schöner ist als dieser Moment der dieses Ziel auf die Bühne gehen, die Premiere.
00:25:46: man hat irgendwie einen geilen Film gedreht international Boah, war das wie eine Droge.
00:25:52: und man denkt so wow jetzt!
00:25:53: Und es ist jetzt die Premiere.
00:25:55: Und dann ist da die Presse oder die Fotografen und dann sind sie weg und du denkst einfach nur warte mal ganz kurz.
00:26:00: Es war doch das Ziel wo ich hin wollte und jetzt ist es schon vorbei.
00:26:04: und warum fühlt sich das gar nicht so geil an?
00:26:08: Wie das was ich vorher hatte nämlich der Weg dahin Die Dreharbeiten Das Arbeiten Das Gestalten Das Schreiben Das Komponieren Egal was es is.
00:26:18: Und hätte ich das damals gewusst, dann wäre auch so vieles nicht so schnell wieder vorbeigewiesen.
00:26:24: Weil dadurch dass ich immer das Ziel im Kopf hatte, war es dann auch so schnell.
00:26:27: Und nach dem Ziel habe ich ja nicht den Weg genossen sondern wieder dem nächsten Ziel entgegen gefiebert und das hat das Leben so schnell bewegen lassen.
00:26:37: Das war der Wahnsinn!
00:26:39: Ich habe einen Podcast hier gemacht mit Michael Ilgner, der war fünfzehn Jahre lang auch Chef von der Deutschen Sporthilfe und der war Profi Wasserballer.
00:26:47: Und er hat genau das Gleiche gesagt dass er meinte also wenn du richtig erfolgreiche Sportler nimmst was viele von denen sagen ist Das einzige was ich heute gerne anders gemacht hätte wäre meine Erfolge mehr zu genießen Weil es trifft genau dieser Effekt ein, bist du Weltmeister oder hast die Goldmedaille bei Olympia?
00:27:03: Oder hast du irgendwas gewonnen so.
00:27:05: und dann ist ja immer schon okay.
00:27:07: What's next what's Next?
00:27:08: und sich aber den Raum zu nehmen zu sagen ich zelebriere das auch mal Ja da muss er jetzt nicht die welt für stehen bleiben wenn es nur einen abend ist ja Aber einfach mal zu sagen ok jetzt mal den poolen genuss deswegen.
00:27:20: Ich kenne das in der Business-Welt genauso.
00:27:21: Wenn du dann Leute hast, die sagen okay, das erste Mal als ich einen Auftrag über dreißig tausend gezogen habe, haben wir abends eine Sektparty gemacht beim dritten mal schon nicht mehr so und ich finde es aber doch wichtig, dass sozusagen zu leben und zu spüren diesen Moment.
00:27:35: wie gelingt dir das denn heute?
00:27:36: Dass du den Weg mehr genießt.
00:27:38: Naja, ich hab realisiert, dass das Ziel und der Erfolg, der Moment des Erfolgs ist wahnsinnig einsam.
00:27:45: Das heißt, man hat diesen Moment erreicht auf den man so lange hingearbeitet hat und dann ist der wahnsinnig kurz.
00:27:51: Und was ist der Moment des Erfolgs?
00:27:55: Wenn ich daran zurückdenke... Als wir mit den Fälschern in Oskar bekommen haben und ich in LA war, in Hollywood.
00:28:01: Und dann war da diese Feier!
00:28:05: Ich war nicht direkt im Saal sondern ich war beim österreichischen Botschafter, waren wir geladen... ...mit dem Team weil nur der Produzent und der Regisseur durften in den Saal.
00:28:14: Das heißt wir waren versammelt.
00:28:15: es war eine riesengroße Festlichkeit beim österreichischem Botschafta.
00:28:20: Dann waren wir an diesen riesengrosen Screens entgegen gefiebert und gesagt, okay jetzt kommt es.
00:28:27: Und dann die Oscar goes to!
00:28:29: Dann sagt er The Counter Fighters... ...und dann haben wir den Oscar gewonnen.
00:28:35: Alle sprangen auf und schrieben und dann war's schon vorbei.
00:28:38: Das war der Moment, ja?
00:28:41: Wir hatten eine Zeitverschiebung, hab ich versucht Nora zu erreichen meine Frau.. ..und dann habe ich sie nicht erreicht und im Nachhinein habe ich erfahren dass sich ihr gar nicht gut ging und so weiter.
00:28:49: das war also sie war krank geworden Und da habe ich gesagt, das war jetzt der Moment.
00:28:55: Die Oscar goes to und dann sind wir, dann wird der Name genannt und dann ist okay, das ist jetzt der Wahnsinn!
00:28:59: Wie kriege ich diesen Moment genossen wenn ich den nicht mal mit dem Menschen teilen kann, den ich liebe, bei dem es auch noch nicht gut geht?
00:29:06: So, dann hat sich das so gepaart, das Gute mit dem Traurigen und so... Und daraus entsteht im Grunde genommen dieser Moment, der Weg dahin.
00:29:14: Das ist das Tolle weil der Moment erfolgt fühlt sich wahnsinnig einsam an.
00:29:21: Und dann ist, wenn man immer mehr diesen Weg zelebrieren kann.
00:29:24: Ist das echt ein unfassbarer Reichtum?
00:29:27: Ich fahre
00:29:27: nicht über Nachrede, aber ich hab das Recht, dass sich Erfolg einsam anfühlt.
00:29:30: Das ist interessant!
00:29:32: Vielleicht erfüllt er sich manchmal für dich auch hohl an... Also hast du auch manchmal, dass es sich so nicht echt anfühlen wird,... ...weils frage ich mich auch manchmal wenn man so berühmt ist,... ...wenn man erfolgreich ist und Dinge realisiert, wie man was schafft,... ...ich stemme dann immer diese Blitzlichtgewittergeschichten.... Aber es ist ja nicht echtes Interesse an dir, weißt du was ich
00:29:48: meine?!
00:29:48: Also habe ich manchmal das Gefühl.
00:29:50: Total, du hast es auf den Punkt gebracht.
00:29:53: Dieses, was du mithol beschreibst... Das ist ja die Einsamkeit!
00:29:56: Weil du bist ja alleine in dem Moment.
00:29:59: Keiner kann wirklich, wirklich fühlen, was Du fühlst.
00:30:04: Jeder fühlt das ja auf seiner Art und Weise.
00:30:06: Der Produzent der Regisseur, die anderen Kollegen, jeder hat das auf seine Art undweise gefühlt weil er auch mit diesem Ziel der Oscar oder eine andere Reißverleihung oder ein anderes Ziel, was jeder für sich selber hat, anders empfindet beschreiben wollte und anderen Fokus hatte.
00:30:23: Und zack, bist du alleine?
00:30:24: Und denkst okay das ist jetzt meine Welt!
00:30:26: Ich habe gedacht... dass und das jetzt Oscar bedeutet für mich, dass ich jetzt anders wahrgenommen werde als Schauspieler.
00:30:34: Dass es mir Möglichkeiten eröffnet oder ich endlich dort bin wo ich als Schauspieler hin wollte.
00:30:42: Das hat im Grunde genommen ist das hohl weil Das, was ich als Schauspieler kreiert habe, das dann ausgezeichnet wurde, hab' ich ja vorher geschaffen.
00:30:50: Auf dem Weg dahin!
00:30:52: So und beim nächsten Projekt wird es genauso wieder so sein... Ich werde einen neuen Charakter zum Leben erwecken der vielleicht nicht ein Oscar bekommt aber der genau so wertvoll ist für mich als Kreativen, als Schauspieler.
00:31:06: Aber wohl bringt's im Monat voll auf den Punkt.
00:31:08: Wie ist denn generell so die Arbeit mit solchen, sag ich mal ... Mit den Ultra-Profis auf deinem Niveau?
00:31:13: Also ich hab ja vorhin schon ein bisschen vorgelesen.
00:31:15: Luc Bisson Kevin Costner Kenneth Brenner finde ich persönlich spannend was du da so mitgenommen hast.
00:31:20: Hast Du so Dinge entdeckt wie bei denen anders sind?
00:31:23: Nö!
00:31:24: Also du hast gerade dieses Vollprofis mit dieses Wort benutzt.
00:31:29: Wir haben... Ich habe unfassbar kleine Filme gemacht mit Studenten Ludwigsburger Studenten, Filmstudenten und habe immer gesagt okay das finde ich total neugierig wie so junge Menschen mit Geschichten umgehen was sie erzählen wollen.
00:31:43: Und diese auch mit uns als Schauspieler innen rum gehen und hab gemerkt dass du musst nicht ein absoluter Monsterstar sein und Fame auf der ganzen Welt berühmt sein um einen Vollprofi zu sein.
00:31:56: Ich hab genau dieselbe Menschlichkeit und Herzlichkeit erfahren bei dem Absoluten Wahnsinns Hero, also mein Hero Kevin Costner.
00:32:07: Wie bei einem ganz ganz jungen Menschen Student der mit all seinem Herzen und seinem Schmerz und seiner Liebe diese Geschichte erzählen wollte die ihm auf der Seele brannte.
00:32:18: Und ich habe dieselbe Unsicherheit beim Kevin erlebt wie bei einem jungen Studenten.
00:32:23: Ja es gab einen wunderbaren Moment Mit Kevin wo wir eine Szene im Studio gedrehte haben im Auto Und wir haben die Szene gedreht und ich dachte, boah das läuft jetzt irgendwie gut.
00:32:32: Wir haben jetzt die ganzen Richtungen gedreet, war actionreich, wir mussten was herausfinden usw.
00:32:37: Und wir kamen raus und ich hatte da schon einen sehr guten Draht zu Kevin weil wir es schon Musik gemacht haben im Trailer während wir gewartet haben und so.
00:32:46: und er kommt zu mir und sagt you know then I think...I think i missed an idea.
00:32:53: Wie meinst du nicht?
00:32:54: Und so, you missed an idea.
00:32:55: Like let's go and ask Kenneth to do it again!
00:33:00: You know I am with you.
00:33:02: No if he doesn't miss it If he didn´t...doesn´t miss i will miss it too.
00:33:08: Das ist einfach meine Gedanke Meine Idee.
00:33:11: Er hat alles bekommen was er wollte Der Regisseur.
00:33:14: und nur weil er das Gefühl hat, er hat eine Idee verpasst heißt es noch lange nicht dass die nötig war für diese Szene.
00:33:21: Aber dieses Gefühl was in dem Moment?
00:33:23: er hat sich geöffnet und hat eine Unsicherheit gezeigt und sagt ah Mist habe ich etwas verpasste.
00:33:29: aber gibt sich dann nicht die Blöße zu sagen okay lass uns das nochmal machen.
00:33:32: bei der Regisseure verdient sein volles Vertrauen und es fand ich ganz das waren ganz ganz besonderer wertvoller moment für mich.
00:33:40: Also im Beruf eines Schauspielers ist es so Vertrauen zum Regisseur sich hingeben und darauf vertrauen, dass der Regisseure sich das nimmt was er braucht.
00:33:48: Klar kann man anbieten.
00:33:50: Ich hätte wahrscheinlich gesagt ich hätte wahrscheinlich die Frage gestellt dann habe ich noch die Idee und dann hätte er mir gesagt oh ja finde ich spannend.
00:33:57: lassen wir mal machen oder ne ich hab alles was ich brauche.
00:34:00: diese Blüsse wollte sich Kevin nicht geben weil er vielleicht ein Stück weit So habe ich es für mich interpretiert, das kenne die Entscheidung nicht absprechen wollte.
00:34:09: Dass er sich das bekommen hat was er braucht für seine Szene.
00:34:14: Das fand ich einen ganz tollen warmen zarten Moment.
00:34:18: Komm wir machen mal weiter!
00:34:18: Was ist denn dein drittes Ding?
00:34:20: Ja!
00:34:21: Ich hab besser pass auf... Es kommt der Berliner wieder
00:34:24: raus.
00:34:25: Ich hab ein total schönen Spruch der mit zwanzig mir auch das Leben ein bisschen erleichtert war und zwar einen schlechten Känzer stören die Eier.
00:34:39: Jetzt bin ich neugierig auf den Meer!
00:34:42: Auch ein Spruch, wo mein Papa natürlich mit sehr viel Humor immer verbunden war und zwar als junger Mensch der leicht ablenkbar ist wenn man üben muss.
00:34:53: Man muss Geil geüben, man muss Schule machen.
00:34:56: Wenn man Dinge erreichen will, muss man sich anstrengen und man darf sich nicht zufriedengeben mit halbgewaltten Dingen.
00:35:03: Gab es eben einen Moment wo dann ich als junger Menschen mal gesagt habe naja das war doch jetzt gar nicht so schlecht weil des und dis und so und dis Und ich kann gar nichts dafür dass ich das gar nicht gut konnte.
00:35:15: Dann hat mein Papa irgendwann gesagt ja ein schlechten Tänzerstern hätte es gut gemacht.
00:35:20: Jetzt kein Grund, den man suchen muss.
00:35:23: Warum es nicht gut war?
00:35:24: Weil am Ende spielt's keine Rolle.
00:35:26: Das war nicht gut.
00:35:28: und sozusagen dieses Intenser der... Den die Eier sterben.
00:35:35: Der hat natürlich einen Grund warum er nicht so gut tanzen kann.
00:35:37: ja aber ist das der Grund?
00:35:40: Und beim... So!
00:35:41: Und das ist auch ein schweres Päckchen was man dann trägt weil man natürlich in den Perfektionismus getrieben wird, zu sagen okay ich will es wirklich gut machen und ich möchte keine Gründe suchen müssen warum es nicht gut war.
00:35:57: Ja?
00:35:58: Ich weiß gar nicht ob das nicht eher ownership ist also dass man eher Verantwortung übernimmt für Leistung.
00:36:02: Also dass man sagt ich gebe alles und es in meiner Verantwortung dass das Ergebnis quasi maximal gut wird.
00:36:08: was den Möglichkeiten die ich habe.
00:36:09: Das stimmt das ist dann schon der Schritt weiter weil er beinhaltet ja schon dass man sagt ich hab das Beste gegeben... ...und ist dann zufrieden!
00:36:18: weil man das Beste gegeben hat.
00:36:20: Mit zwanzig war ich aber an diesem Punkt noch nicht, sondern dann hat mich es in diesen.
00:36:24: was ist denn jetzt perfekt?
00:36:26: Was isst denn jetzt das Ultimo?
00:36:29: und das treibt ein in so eine Entkräftung hinein wo man sagt so Bau!
00:36:33: Ich bin wieder nicht zufrieden.
00:36:34: Ich habe das Konzert gespürt und ich bin wieder nichts zufriede und werde aber kein Schuldigen suchen dafür oder keinen Grund suchen, was mich daran gehindert hat wirklich gut zu sein.
00:36:43: So diese Ambivalenz herauszufinden, dass war die große Aufgabe.
00:36:48: Das hatte ich sogar gehindert daran gut zu sein, dass du sozusagen in dieser Mühle drin warst.
00:36:52: Es hat einen unfassbar entkräftet weil man dann das nicht genießen konnte.
00:36:57: Man ist dann auf die Bühne gegangen und da dann meistens habe ich dann mal gesagt, boah, das war nicht gut genug!
00:37:02: Aber eine Ausrede finden wollte auch nicht.
00:37:04: also hab ich noch mehr gearbeitet und habe noch mehr Kraft investiert und noch weniger geschlafen und noch mehr geübt.
00:37:10: und dann war ich nochmal... Und es ist natürlich ein Sog.
00:37:15: Und da dann wieder sozusagen sich fangen und zu sagen, warte mal was ist denn überhaupt perfekt?
00:37:20: Es gibt keine perfekte Kunst.
00:37:22: Es gibt keinen perfekten Performance.
00:37:24: Es gib die Performance, die berührt, die Menschen erreicht, der Sache, der man dient als Künstler gerecht geworden ist... ...und wenn man das geschafft hat, dann muss man das genießen!
00:37:37: Das mit zwanzig war gut.
00:37:39: es war schwer, das sozusagen geniessen zu können.
00:37:43: Das steckt auch Verbissenheit darunter, ne?
00:37:45: Also ich hab das auch manchmal gehabt.
00:37:46: Manchmal hab' ich's immer noch, dass man dann verbissen wird und dann wird es auch irgendwie nicht gut weil da hast du recht, das ist so eine Achse die einem dann irgendwie selber den Weg versperrt.
00:37:54: Gelingt dir das heute denn besser dieses Den-genuss sozusagen damit reinzubringen?
00:37:59: Ja ja ja!
00:37:59: Wenn ich auf der Bühne stehe, guck ich in die Gesichter und lese und gucke und lasse Zeit.
00:38:05: Ich habe gelernt viel besser Die Energie eines Raums zu spüren, die er auf Gegenseitigkeit beruht von Künstler zu Publikum und andersherum.
00:38:15: Ich bin ein leidenschaftlicher Gast, ich bin großer Künstlalfan.
00:38:19: Ich gucke wahnsinnig gerne anderen bei ihrer Kunst zu was er dann sozusagen auch wieder eingeben und entnehmen ist.
00:38:26: Ich Bin ein großer Fan meiner Frau!
00:38:28: Ich finde das großartig was sie macht und wie sie es macht und Wie sie transportiert und wie Sie Verbindung aufbaut mit dem Publikuum.
00:38:36: Und das sind all die Dinge die dann auf einmal eine unfassbare schöne Qualität haben für mich selber, wenn ich durchs Leben gehe.
00:38:46: Das ist glaube ich das was ich so gelernt habe.
00:38:48: mehr genießen können und nicht immer los zu rennen gleich wieder nach einem Event was man gerade gemeistert hat eine Austausch bleiben
00:38:57: Ist total unangenehm, wenn ich dich jetzt frage.
00:38:58: Weil... Wenn man es erklärt geht die Magie eigentlich so ein bisschen verloren.
00:39:01: aber wie macht man das was du gerade beschrieben hast?
00:39:04: So einen Raum spüren und mit einem Raum interagieren da in Resonanz gehen gemeinsam was kreieren mit dem Publikum.
00:39:11: Wie funktioniert sowas?
00:39:12: Ich glaube also ist Dafür gibt's glaub ich keine Technik sondern Es ist wenn man selber für sich selber bereit ist Emotionen zuzulassen In sich selber Schmerz zu spülen Freude zu Spüren.
00:39:26: dann kann man in einen Raum reingehen und sagen, okay was ist mein Ziel heute?
00:39:30: Mein Ziel ist heute, sagen wir mal das ist eine Lesung.
00:39:32: Ich möchte die Geschichte meines Lebens erzählen oder die Geschichte von einem Ausschnitt meines Lebens erzählen Und die möchte ich so ehrlich wie möglich erzählen.
00:39:41: Dann ist es auf der Bühne und dann merkt man ob im Publikum unruhig ist.
00:39:45: Es ist ungehalten Reagiert's auf die Emotionen.
00:39:49: In jedem Bundesland ist die Emotion irgendwie anders Die Kriegung is' anders einer anderen Art von Humor.
00:39:58: und dann probiert man Dinge aus, also auch auf der Bühne in Form der Ansprache.
00:40:04: Und dann merkt man anhand der Reaktion wo steht man mit dem Publikum?
00:40:12: Da ist das Wichtigste glaube ich dass man keine Angst hat davor zu versagen oder was Falsches zu sagen.
00:40:19: Auf der Büne unter Umständen ein Witz loszulassen, sagen wir mal ganz plakativ und keiner lacht weil dann weiß man dass der Witz nicht den Humor widerspiegelt, den das Publikum hat.
00:40:30: Also muss man was anderes probieren oder versuchen anders zu erreichen des Publikums.
00:40:36: Das ist glaube ich so diese Magie die man nicht beschreiben kann wofür es auch kein Werkzeug gibt sondern Die hat man mit zwanzig unter Umständen nicht die Ruhe auf der Bühne zu gehen Mit fast fünfzig vielleicht mehr wenn man sich den Raum nimmt und ich genieße die meisten Momente auf der bühne.
00:40:55: Ich habe
00:40:55: gerade gedacht, weil du Ungehaltenheit im Publikum spürst.
00:40:58: Das muss ja ganz schön ein Stressfaktor sein!
00:41:01: Wie fühlt sich das an?
00:41:03: Was machst Du denn?
00:41:03: Naja,
00:41:05: ich mache einen anderen Vergleich.
00:41:07: Wenn ich mit der Geige auf die Bühne gehe und ich bin nervös... Früher war es so, dass man dann sozusagen... Man nannte immer die Zitterhand, ne?
00:41:14: Der Bogen.
00:41:15: Und dann hört man das, weil man kriegt diesen Bogen nicht mehr beruhigt auf die Seiten und dann hört Und als junger Mensch, ich sage mal mit zwanzig hab' ich versucht dieses Zittern zu unterbinden und habe dagegen gekämpft.
00:41:28: Was macht es?
00:41:30: Es wird noch doller!
00:41:32: Das kriegt den nicht beruhigt in Bogen weil der Bogen fängt noch an mehr anzuspringen, weil die Spannung in der Muskulatur steigt und das ist ein...es schaukelt sich hoch.
00:41:41: Wogegen wenn man das annimmt und sagt einfach is jetzt so.
00:41:46: Habt ihn taterich Der Bogen springt n bisschen.
00:41:49: Is haltso.
00:41:50: Die Leute hören's und die merken, ich bin nervös.
00:41:53: So what?
00:41:54: Ja, ich war nervös!
00:41:56: Und glaube ich das ist auch der selbe Moment.
00:42:00: in dem Moment wo man wahrnimmt dass jemand unzufrieden ist oder es sich toll findet, ist das Kind ja schon ein Wohnen gefallen.
00:42:07: Jetzt krieg' ich nicht wieder revidiert.
00:42:08: Das heißt da kann ich sagen ey moment mal warten wir schrauben die Zeit zurück.
00:42:12: Und vielleicht gefällt sie dann besser.
00:42:15: Funktioniert
00:42:15: ja nicht.
00:42:15: Also heißt es annehmen und sagen was... Unter Umständen ist schon die Lösung zu sagen, der wird zwar kacke oder?
00:42:24: Und dann ...
00:42:27: Dann ist es unter Umständem schon wieder... Ist das wie so schon Geschichte.
00:42:32: Aber dann hat man was daraus gemacht und das angenommen gibt sehr viele lustige Momente, die daraus entstehen können wenn man sich selber nicht so ernst nimmt.
00:42:41: Nice!
00:42:42: Komm wir machen weiter mit dir.
00:42:43: Was ist denn für dich gut?
00:42:44: Wertvolle Lebenszeit kreieren.
00:42:47: Das schlägt in dieselbe Kerbe die wir im Grunde genommen schon die ganze Zeit immer miteinander gerade so besprechen, wer jetzt volle Lebenszeit kreieren.
00:42:55: Als junger Mensch hat man das Gefühl, man ist unsterblich und das Leben ist unendlich.
00:43:01: Und alles ist so unfassbar weit weg!
00:43:05: Wenn die Eltern dreißig sind, dann sind sie schon uralt.
00:43:10: Ja?
00:43:10: Und wenn die dann vierzig werden, dann noch urelter... Urelter, älter, Älter.
00:43:16: Man denkt aber, man kommt da nie hin.
00:43:18: Ja und dann verpasst man sich diesen Moment, dass jeder Tag so eine unfassbaren Wert hat.
00:43:25: Den zu gestalten und zu kreieren mit Dingen die schön sind mit Dingen, die irgendwie einem selber oder Menschen... ...die einen mit den man arbeitet oder mit dem man lebt, mit denen man kreativ ist.
00:43:38: gut tun!
00:43:39: Die Auseinandersetzung im Dialog bleiben, die Schotten nicht zumachen das sind alles so Dinge wo ich mir gewünscht hätte, jetzt im Nachhinein mit zwanzig schon gekonzt zu haben.
00:43:50: Aber das ist so ... Mit zwanzzig müssen noch ein paar Sohn-Napsen gemacht werden und dann ist es halt nicht so richtig möglich?
00:43:58: Ist auch gut so oder der Weg?
00:44:00: Was würdest du sagen, was macht Lebenszeit heute für dich wertvoll?
00:44:03: Es ist
00:44:03: ein respektvoller Umgang miteinander.
00:44:05: also wenn ich Lebenszeiten mit Menschen verbringe, dann ist das der Umgang, miteinander kreativ zu sein andere Meinungen auszuhalten in Dialog zu bleiben ohne ohne Hass und Hetze, ohne der bösen Macht die Ruder zu überlassen.
00:44:21: Wenn man alleine ist es wertvolle Lebenszeit sich selber ein Stück weit zuzuhören und sich selber Raum zu geben für die eigenen Emotionen, für Gefühle, für Gedanken.
00:44:33: Wer's volle Lebenszeit ist sein Kindern Zeit zu widmen, die man so nie wieder bekommt?
00:44:40: Großer, großer Prozess ja weil einerseits Möchte man das Beste für die Kinder und man möchte sie versorgen.
00:44:46: Und man möchte, dass es ihnen gut geht.
00:44:48: Und andererseits verpasst man dann auch viel Zeit dabei, die man hätte anders mit ihnen verbringen können.
00:44:55: Wer ist für eine Lebenszeit sich mit Inhalten auseinanderzusetzen?
00:44:58: Ob das jetzt auf der Bühne ist vor der Kamera hinter der Kamera oder Projekten, denen man sich widmet.
00:45:04: Die Halt für einen selber ein Wert darstellen in dem eigenen Wertekatalog Das ist für mich das Kreieren von wertvoller Lebenszeit.
00:45:12: Was willst du so hinterlassen, wenn du mal sozusagen in die Kiste höfst?
00:45:15: Wenn du mal abtrittst?
00:45:17: Hinterlassen also mein... Also es gibt verschiedene Punkte hinterlassen.
00:45:22: Wenn ich zu früh gehen sollte und mein Lebensbuch mir ins Buch geschrieben hat Ich muss früher gehen als es mir recht ist Und meine Familie ist unter Umständen noch nicht bereit dazu.
00:45:34: D.h.,
00:45:34: ich werde aus dem Leben geritten dann möchte ich natürlich dass meiner, dass meine Familie versorgt ist dass sie weiter so leben kann, kreativ sein kann wie es sich jetzt macht.
00:45:44: Und das andere ist ich möchte aus diesem Leben gehen und das Gefühl haben Ich habe alles gemacht was ich wollte.
00:45:51: So ich möchte nichts.
00:45:53: Ich möchte am Ende nicht da sitzen und sagen so boah das wollte ich eigentlich noch machen Das würde es immer geben.
00:46:01: Aber es soll nicht Dinge sein die wirklich für mich so für die Seele so existenziell ein großer großer Wunsch war den ich aufgegeben habe, weil die Tänzer die Eier gestört haben.
00:46:15: Dass ich dafür irgendwie einen Grund gesucht hab warum es nicht geht sondern einfach machen und das ist glaube ich ein ganz schön großer Prozess Dinge anzugehen.
00:46:25: Es sind immer viele Gründe die dann im Weg stehen Dann doch!
00:46:28: Und ich möchte nicht aus diesem Leben gehen mit dem Gefühl jemandem vegetar zu haben.
00:46:34: Bleibt
00:46:34: da leider nicht aus wenn wir ehrlich sind ne?
00:46:37: Ja, aber es gibt immer Wege.
00:46:40: Klar, wehtun auf die eine Art und Weise, dass man sagt, wann ist sich selber treu geblieben?
00:46:43: Wenn man jetzt sagt ... Ja, man hat in seinem jungen Leben dann doch den ein oder anderen Menschen verlassen, weil man die Gefühle nicht mehr geteilt hat.
00:46:53: Das meine ich damit nicht.
00:46:54: Respektlos!
00:46:55: Also wieder Umgang wertvolle Lebenszeit.
00:46:58: Ich hab als Relat- also mit ... Mit ... mit ... fünfzehn, sechzehn habe ich mit einem Luftgewehr auf ne Taube geschossen Und ich hab sie, glaub' ich verletzt.
00:47:07: Ich hab sie nicht getroffen und nicht getötet aber ich habe sie verletzst... ...und ich muss ganz ehrlich sagen das ist jetzt so viele Jahre her!
00:47:15: Das trage ich mit mir heute noch rum, dass mir das Leid tut.
00:47:21: Und das werde ich irgendwann in die Kiste nehmen?
00:47:26: Ja, aber es wird sich bei mir nicht nochmal wiederholen.
00:47:30: Dass ich nehm' Tierrit-Uhr.
00:47:33: So.
00:47:34: Und da sollte sich auch nicht mit Menschen Das sollte auch nicht mit Menschen passieren.
00:47:38: Ja, das ist so mein Verständnis von Hölle.
00:47:40: also ich finde bei den Religionen immer der Meinung... Ich bin ein gläubiger Mensch aber ich find' das Bosenperrpersonal jetzt in der Regel nicht zu dem Kracher und ... Bei der Dualität, aber zwischen Himmel und Hölle glaube ich schon, dass man sich manchmal seine eigene Hölle schafft indem man genau so was passiert.
00:47:59: Also hat man ja gerne mal das man sich so wundert.
00:48:00: So warte mal da ist irgendjemand, der lebt auf Kosten anderer und dem geht es zu blenden nach unseren Maßstäben.
00:48:05: Da weiß ich halt viel Kohle oder ist bekannt oder whatever und macht dabei eigentlich nur nützlich über nur aus.
00:48:10: Und ich glaub du zahlst aber einen Preis dafür während du das sozusagen auslebst.
00:48:13: Ich glaube das spürt man, das macht etwas mit dir!
00:48:15: Wenn du jetzt immer bist, die ihr keine Gefühle habt, dass du so sociopathisch-psychopathisch unterwegs bist dann hast bezahlt, immer wie furchtbar ist das nichts zu fühlen.
00:48:24: Das ist manchmal mittlerweile so mein Verständnis von Hölle dass man sich die eigentlich schon auf der Erde schafft, dass sie gar nicht erst im Afterlife da irgendwie vorfindest sondern die hast du dann schon.
00:48:34: Absolut absolut.
00:48:35: ich glaube für alles was wir tun zahlen wir einen Preis ob nun ein preis den bezahlen wollten oder einen preis denen zahlen müssen weil es ein Bomberang ist, ohne Frage.
00:48:46: Manchmal muss man auch die Leichtigkeit haben einfach Dinge zu tun, ohne über den Preis Ohr nachzudenken, weil ansonsten verliert man auch diese Leichtigheit?
00:48:52: Gut!
00:48:53: Wertvolle Lebenszeit kreieren finde ich selbst erklärt.
00:48:56: Darum widmen wir uns.
00:48:56: jetzt zum letzten Ding.
00:48:58: Aber es gibt immer einen Grund etwas nicht zu tun und das ist ein Satz da habe ich echt lange dran geknabbert dass er mich nicht kaputt macht.
00:49:10: Als junger Mensch ist es ein Motor, sich selber zu challenging.
00:49:15: Sie selber besser zu werden.
00:49:18: Je mehr man das Leben fühlt und begreift kann es zu einer großen Belastung werden.
00:49:25: auch da wieder differenzieren.
00:49:28: Es gibt immer einen Grund etwas nicht zu tun.
00:49:31: Du bist wenn du wirklich nur nach diesem Satz lebst Und das habe ich gemacht als zwanzigjähriger dann bist du nur am Weg rennen.
00:49:40: Du bist nur am Wegrennen im Sinne von, ich suche keinen Grund das jetzt nicht zu tun.
00:49:46: Sondern ich mach's und dann mach' ich das nächste... ...und du kommst nicht mehr zum Luft holen!
00:49:53: Und du kommest nicht mehr zu fühlen begreifen!
00:49:57: Das ist so die... Es kann eine Spirale sein, die ein wirklich in ganz tiefe Gefilde seiner Seele treiben kann weil man irgendwann keine Kraft mehr hat.
00:50:08: Alles machen zu wollen.
00:50:09: Und hätte ich das als zwanzigjähriger gewusst, wie tief einen das runterziehen kann?
00:50:17: Weil natürlich als Zwanzigjähriger hat man Kraft ohne Ende.
00:50:20: Man ist...man fliegt!
00:50:23: Man denkt was kostet die
00:50:24: Welt?!
00:50:25: Das werde ich auch machen und das werde ich aufmachen.
00:50:28: Es hat mir unfassbare Erfahrungen gebracht und tolle Projekte.
00:50:31: ohne Frage nur die Bremse zu ziehen Am richtigen Punkt ist es die große Herausforderung gewesen.
00:50:37: Aber wenn ich's dann richtig verstehe, gemeint ist der Satz ja wahrscheinlich so.
00:50:41: man kann immer ausreden finden.
00:50:42: was gibt dir auch diesen anderen Satz Menschen die etwas nicht schaffen wollen finden immer Gründe.
00:50:47: Menschen dies wollen finden Wege oder irgendwie so ähnlich.
00:50:49: Ja also bei dir war sozusagen genau das umgekehrte dass du in die Verhinderung gegangen bist.
00:50:53: Du wolltest nicht immer einen Grund finden warum du das jetzt nicht machst sondern du hast die Sachen einfach getan.
00:50:56: Du bist sozusagen im Hamsterrad immer gewesen.
00:50:59: dadurch
00:51:00: Genau Das war eine Situation, wo sich dieser Satz mir eingeprägt hat.
00:51:04: Ich hatte mich vorbereitet auf einen Geigenwettbewerb und bekam zwei Wochen vorher... Also ich hatte ein ganz tolles Verhältnis zu meinem Geigenlehrer damals, das war noch vor dem Studium, sodass ich bei ihm eingezogen bin für ne Woche und er hat gesagt, pass auf!
00:51:21: Ich bereite dich jetzt vor.
00:51:22: wir arbeiten jeden Tag zusammen und mein Papa fand es toll.
00:51:26: die hatten auch eine tolle Absprache miteinander Und dann wurde ich krank und bekam ich Fieber.
00:51:31: Dann hab' ich tagsüber geübt, und nachts saß ich an der Heizung und hab gefroren weil ich wirklich neunundreißig vierzig Fiebers hatte.
00:51:37: Ich hatte richtig Schüttelbrust!
00:51:39: Und wollte mir aber die Blöße nicht geben... ...und hab' dann wieder gegygt.
00:51:43: Und dann wurd ich natürlich immer schlechter, weil um Fieberg kann man ja nicht üben.. ..und das konnte ich auch nicht mehr verbergen.
00:51:50: Mein Geigen hat gesagt wie machen wir hier Schluss?
00:51:52: Du fährst jetzt nach Hause.
00:51:53: Du rufst jetzt dein Papa an.
00:51:54: Und da habe ich mein Papa angerufen und er sagt okay Ich schmeiß den Wettbewerb hin.
00:52:00: Aha, okay!
00:52:01: Du willst es jetzt auch nicht warten?
00:52:02: Du willst jetzt nicht ... Nee ich schmeiß das jetzt hin weil ich bin jetzt krank und ich schaffe das jetzt alles nicht mehr usw.
00:52:07: Und so weiter und so
00:52:07: fort.".
00:52:09: Dann gesagt er, es gibt immer einen Grund etwas nicht zu tun.
00:52:11: Kannst du jetzt den Wettebewerben hinschmeißen und hast jetzt einen guten Grund dafür oder du findest einen anderen Weg das doch umzusetzen und dem Wettbetrieb doch zu spielen?
00:52:22: Und damals habe ich mich ja zusammengerissen hab ein zwei Tage ausgehalten gewartet Und dann habe ich mich wieder angesetzt und hab den Wettbewerb gespielt, gewonnen.
00:52:32: Dann dachte ich immer die Zähne zusammenweisen.
00:52:35: ob das jetzt so gut war weiß ich nicht weil im Nachhinein habe ich gemerkt hätte der wettbewerk wirklich hat er wirklich so viel in meinem Leben verändert oder was eher die Persönlichkeitsgestaltung dies mit mir gemacht hat ja das auszuhalten ein Stück weit.
00:52:52: und dann habe Ich mir in den Folgejahren Ganz, ganz wenig Gründe gesucht um etwas nicht zu tun.
00:53:00: Sondern ich hab sie eher getan.
00:53:01: Meistens zu meinem Vorteil oft dann aber eben auch nicht weil ich über Grenzen gegangen bin die mein Körper dann nicht mehr ausgehalten hat.
00:53:09: Ich
00:53:09: würd grad sagen du bist halt über deine Grenzen gegangen und da wurde es mit einem Erfolgserlebnis bestraft sozusagen ne?
00:53:15: Also...
00:53:15: Ja, bestraft belohnt.
00:53:18: Genau.
00:53:18: und irgendwann sagt der Körper du bist jetzt kaputt, du bist müde und du legst dich mal hin und dann gibt es eine Herzmuskelentzündung die dann sagt einfach so Du bewegst dich gar nicht mehr und das hätte man sich unter Umständen erspart wenn man da mehr auf sein Körper gehört hatte und nicht dem Inneren tragen keinen Grund zuzulassen, etwas nicht
00:53:40: zu tun.
00:53:41: Sag mal du hast von deinem Vater so ein positives Bild geteilt und er hat sich offensichtlich auch sehr erfolgreich gemacht.
00:53:46: warst du trotzdem manchmal auch wütend darüber dass er dich sozusagen solch einem Selbstdrill ausgesetzt hat?
00:53:52: Nö!
00:53:53: Wütend war ich auf ihn nicht weil am Ende habe ich sie in der Hand.
00:53:57: egal welchem Alter und egal an welcher Phase meines Lebens ich bin hab es immer in der hand meinen Weg zu gestalten und zu entscheiden welche Richtung möchte ich gehen.
00:54:07: Das, was ich heute bin und wie mein Leben bis heute gelebt habe, habe ich ihm zu verdanken.
00:54:13: Weil er mir eine Reichtum gegeben hat an Kraft, an Kreativität, an Herzenswärme die mir die Möglichkeit gegeben hat das zu leben, was Ich lebe.
00:54:24: An Kunst, an Miteinander, an Sprachen.
00:54:28: Er hat mich gezwungen Zu Hause russisch zu reden.
00:54:31: Damit hab' ich ne Sprache beschenkt bekommen.
00:54:33: Und all diese Dinge Die habe ich ihn zu verdanken dass die einhergehen mit einem Selbstdrill und mit einem unfassbaren Kraftaufwand, den man nun mal aufbringen muss um Dinge toll zu machen.
00:54:46: Habe ich auch ihm zu verdanken!
00:54:47: Und somit hat das Schlechte auch sein Gutes... ...und das Gute in dem Moment ist, hat mir eine unfassbare Kraft gegeben und ich habe Dinge erlebt, die ich so wahrscheinlich nicht erlebt hätte wenn ich nicht von ihm so erzogen worden wäre wie er mich erzogen hat.
00:55:02: Das war sehr selbstverantwortlich und verzeihend.
00:55:04: Also das ist aber beeindruckend, weil wie gesagt du hast ja von noch so diesen Satz gesagt für alles was wir tun zahlen wäre ein Preis.
00:55:10: Ich glaube du hast für deinen Ehrgeiz zusätzlich auch einen hohen Preis gezahlt hier und da.
00:55:14: Aber da dann zu sagen nee, es hat ja aber auch sein gutes und es ist ein Geschenk Respekt.
00:55:19: also ich weiß nicht ob mir das gelungen wäre oder ich hab das auch manchmal gehabt.
00:55:23: Ich bin ja auch sehr ehrgeitzig, bin irgendwie kompetitiv groß geworden.
00:55:27: Ich glaub schon selber gewählt auch, aber nittes Zeit macht für dich groß von dir?
00:55:33: Ja
00:55:34: Das ist ein Stück weit vielleicht auch Selbstschutz.
00:55:37: Mein Papa ist nicht mehr da, was würde es mir bringen wenn ich zulassen würde zu sagen boah das war aber kacke!
00:55:45: Das war echt weil unfair war er nie.
00:55:48: Er war nie unfair, immer respektvoll und deswegen kann ich ihm nichts vorwerfen.
00:55:53: Er hat das nach seinem Wertekatalog gemacht und so wie er sein Leben gelebt hat ist ja immer mit Respekt durchs Leben gegangen und hat Unfassbares erreicht.
00:56:00: Deswegen bin ich wahnsinnig dankbar.
00:56:03: Ich bin dankbar, dass ich so viel Spielzeug in meinen Taschen habe ... die ich von meinen Eltern bekommen habe.
00:56:09: Auch meine Mama.
00:56:11: So schmerzhaft es alles ist!
00:56:12: Die Trennung und dann im Papa groß zu werden und zu sehen, das sind so die Dinge, die ich in meinem Buch beschrieben habe von Entführung und wirklich vom Großfamilien-Drama.
00:56:21: Bin auch ihr dankbar für diesen emotionalen Reichtum, den sie mir mitgegeben hat, den Sie in sich trägt.
00:56:28: Aber dafür brauchte ich Zeit, das zu
00:56:30: verstehen.".
00:56:31: Entführungen hast du gerade gesagt?
00:56:32: Meine Mama wollte das nicht akzeptieren, dass ich mit dem Papa leben wollte.
00:56:36: Also hat meine Mama den Weg gegen meinen Willen gesucht und dann gab es dieses Problem, dass wir beschattet wurden und man Angst hatte, dass Inhalte meines Vaters wissenschaftlicher Art des Land verlassen könnten stand auf einmal in dem Weg, dass das Kind dort zu sein hat wo es kein Risiko gibt, dass diese Inhalter verloren gehen.
00:56:59: Ich wollte das nicht akzeptieren, dass ich mit meinem Vater leben wollte.
00:57:03: Und hat mich dann gegen meinen Willen woandershin gebracht und das musste erst mal alles gelöst werden und zog sich über viele Monate weg auch übers Ausland.
00:57:12: Dann wurde der KGB eingeschaltet weil man Angst hatte, dass nach Amerika gebracht werde.
00:57:18: Und somit gibt es da eine Menge Dinge die man Frieden schließen muss... ...mit einem Elternteil.
00:57:26: All die Dinge, die sie getan hat – und das weiß ich heute – hat sie aus Liebe getan.
00:57:30: Aus der Liebe zu mir, zu ihrem Kind Und aus so einer starken Liebe macht man bestimmte Dinge eben So dass man die Perspektive seines Kindes verliert.
00:57:42: Die Perspektiv des Kindes ist manchmal sehr, sehr verletzlich Und sieht Dinge anders als wir Erwachsene.
00:57:49: Und wenn wir uns das vor Augen führen, dann merkt man ganz schnell, dass ein lautes Wort und eine bestimmte Auseinandersetzung zwischen Eltern nicht so unter den Augen der Kindern zu suchen haben.
00:57:58: Und oft die Art und Weise.
00:58:00: Damit sind wir wieder bei.
00:58:02: Alles Schlechter hat auch sein Gutes!
00:58:07: Aber ist ja wie ein Krimi dein Leben?
00:58:09: Also es ist wirklich krass... Ich meine, ist damals so'n Band gerissen zwischen deiner Mutter und dir was du mit deinem Buch wieder verbunden hast neu?
00:58:18: Eine ganz tolle weise Frage, genau darum geht es.
00:58:22: Es geht um Verbindung... Mein Buch heißt Familienbande.
00:58:27: Wenn man einfach nur ganz plakativ drauf guckt und sagt das ist eine Bande die machen Unsinn und sie halten zusammen und so ja auf der anderen Seite ist aber die Bande Die Verbindung, die hält.
00:58:40: Es ist das, womit man geboren wird was man sich nicht aussuchen kann.
00:58:44: aber auch das kann man gestalten.
00:58:45: und wenn man durchs Leben gehen möchte so wie ich dann möchte ich irgendwann nicht von dieser Welt gehen und sagen okay Ich habe nicht alles getan um meine Familienbande zu gestalten.
00:58:55: aus der Familienband in die man reingeboren wird wird an die Familie die man gründet Und die gilt es auch zusammenzuhalten Um zu gestyten.
00:59:03: Du hast du total auf den Punkt gebracht.
00:59:05: Das Buch Hat eine Verbindung wieder hergestellt, weil ich meiner Mama gezeigt habe dass ich ihre Perspektive eingenommen habe.
00:59:14: Und jetzt viel besser verstehe unter Umständen warum sie das getan hat was sie als junge Mutter getan hat und nicht ich das Opfer bin sondern dass wir alle in der Familie die wir das erleben mussten Opfer sind und es ist nicht immer nur einer.
00:59:29: So bewegend finde ich sehr bewegend.
00:59:31: Ich hab noch eine letzte Frage an dich.
00:59:34: Ich habe da recht genau zugehört, bei dir viel sehr oft das Wort Respekt.
00:59:39: Welche Rolle?
00:59:40: Welche Bedeutung hat Respekt für dich und dein Leben?
00:59:42: Also Respekt!
00:59:43: Ich gehe das mal anders an.
00:59:45: Wir haben gerade so in unserer Gesellschaft, in unser Welt dieses Wort Nachhaltigkeit was so unfassbar inflationiert wurde mittlerweile.
00:59:53: Man weiß schon gar nicht mehr, was bedeutet Nachhaltigkeit?
00:59:56: Der eine assoziiert damit E-Mobilität der andere CO² Fußabdruck, der andere sagt Bio-Nachhaltigkeit – das ist alles Nachhaltigkeit!
01:00:05: Und wenn wir dieses Wort Nachhaltigkeiten im Zusammenhang bringen mit Respekt und das Übersetzen auf Umgang uns miteinander, indem wir uns begegnen oder den Tieren, denen wir begegnern.
01:00:17: Oder die Pflanzen, die wir begegen in der Welt!
01:00:20: Wenn man das alles übersetzt und so ein Respektkosmos und des Aufsaugens zu leben würden, dann wären so unfassbar viele Probleme einfach nicht mehr da.
01:00:29: Und das was ansoviel Enden fehlt ist Respekt, der dann in Nachhaltigkeit, nachhaltigkeit... Da geht es ja auch um etwas, was lange Bestand hat haben soll.
01:00:41: Was nicht einfach nur verbrennen bedeutet von Benzin verbrannt weg.
01:00:46: Aus der Erde genommen verbrannt weg, da hat keine Nachhaltigkeit.
01:00:50: Ziel geschlachtet aufgefressen weg.
01:00:54: Es hat irgendwie so und dabei noch unfassbar leidgeschaffen.
01:00:58: Und wenn es aber mit Respekt passiert egal in welchem Bereich dann hat das auf einmal passt es in meinen Wertekatalog wieder rein?
01:01:05: Da hat ja jeder seinen eigenen Wertekatalog.
01:01:14: Der Weg ist das Ziel.
01:01:15: Nummer drei, einen schlechten Tänzer stören die Eier.
01:01:18: Nummer vier, wertvolle Lebenszeit kreieren.
01:01:20: und Nummer fünf, es gibt immer ein Grund etwas nicht zu tun.
01:01:23: Ja?
01:01:24: Triffst du das?
01:01:24: Ist das so deine Story of your life?
01:01:28: Ja!
01:01:28: Das ist eine schöne Essenz und immer wieder finde ich das Bild schön.
01:01:34: mit dem Tänzern kann ich nicht anders sagen.
01:01:40: nur wer lacht kommt weiter
01:01:44: Vielleicht recht.
01:01:46: Es war mir ein ähnlich großes Vergnügen wie mit einer Frau, völlig anders und genauso wertvoll.
01:01:51: Vielen Dank!
01:01:52: Ich danke dir sehr für die tolle Vorbereitung, die Auseinandersetzung, für die tollen Zeit, die wir miteinander verbracht haben von ganzem Herzen.
01:02:00: Erfolg, viel Spaß bei dem du's tust für die Herzenskraft.
01:02:04: Wie aber gerührt hier auf den letzten Metern noch?
01:02:06: Danke schön!
01:02:07: Ja nee... Von ganzem herzen so gesagt wie gemeint
01:02:13: Wow, das war ein inspirierendes Gespräch oder?
01:02:16: Denk dran!
01:02:16: Jeden Freitag dem fünften Tag der Woche erscheint eine neue Folge.
01:02:20: Also abonnier den Podcast unbedingt damit du keine Episode verpasst und teile ihn noch total gerne mit deinen Freunden oder Kollegen.
01:02:26: Und wo wir schon über fünf Dinge sprechen – eine Fünf-Sterne-Bewertung auf der Podcast-Plattform meiner Wahl hilft uns sehr, damit noch mehr Menschen von diesen inspirierenden Geschichten profitieren können.
01:02:35: Nimm doch kurz Zeit dafür Genauso wie für einen Besuch auf unseren Social Media Kanälen, um Updates und exzensive Inhalte
01:02:40: zu erhalten.
01:02:41: Die Links findest du in den Shownotes.
01:02:42: Wir freuen
01:02:42: uns nämlich bei Deiner Anregung und Feedback zur zukünftigen Themen und Gästen!
01:02:47: Bis zum nächsten Mal!
01:02:47: Bleibt inspiriert und neugierig – dein Joel.
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