Embodiment: Wie komme ich wieder ins Fühlen?
Shownotes
Wahre Präsenz beginnt nicht im Geist, sondern im Körper. Iva Samina bringt das Unsichtbare zur Sprache: Wie Verletzungen, Grenzüberschreitungen und früh erlernte Muster uns den Kontakt zu uns selbst rauben. Im Fokus steht der zarte Moment, in dem das Nervensystem Sicherheit erfährt und der Kopf ruhig wird. Embodiment wird zum neuen Zuhause – ein Raum, in dem Wut, Angst und Freude mutig gefühlt werden dürfen. Das Leben entfaltet eine andere Tiefe, wenn Sinnlichkeit und Verletzlichkeit Platz finden.
Du erfährst…
…wie Embodiment hilft, den Kopf zu beruhigen und im Körper präsent zu sein.
…welche Rolle Sinnlichkeit und Körperwahrnehmung im Alltag spielen.
…wie Gedanken, Emotionen und Körperzustände miteinander verknüpft sind.
||||| PERSONEN |||||
👤 Joël Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt
👤 Iva Samina, Selbstständig: Sex Coach, Sexological Bodyworkerin, Geburtsvorbereiterin
||||| SPONSOREN |||||
🔥 Übersicht aller Sponsoren
||||| LEXIKON |||||
Du verstehst nur Bahnhof? Zu viel Fachchinesisch? Unser Lexikon hilft dir dabei, die wichtigsten Fachbegriffe zu verstehen:
🔹 **Embodiment** - Ein Konzept und Praxis, bei dem kognitive, emotionale und körperliche Prozesse integriert werden; es geht darum, im eigenen Körper präsent zu sein und über den Körper zu erfahren und auszudrücken.
🔹 **Verkörperung** - Deutsche Übersetzung von Embodiment; beschreibt das Ausdrücken und Erfahren von Gefühlen, Wahrnehmungen und Identität über den Körper.
🔹 **Sexologin** - Fachperson, die sich mit Sexualität, sexueller Gesundheit und sexuellen Problemen berät und therapiert.
🔹 **Sexcoach** - Ein Sexcoach ist jemand, der Menschen unterstützt, ihre Sexualität zu erkunden und zu verbessern.
🔹 **Sexological Bodywork** - Eine Praxis, die auf körperbasierter Therapie basiert, um sexuelles Bewusstsein und körperliches Wohlbefinden zu fördern.
||||| KAPITEL |||||
(00:00:00) Vorstellung & Einführung ins Thema
(00:02:56) Was ist Embodiment?
(00:07:21) Parallelen zu Kontrolletti und Kopf vs. Körper
(00:13:01) Wie man lernt, im Körper zu sein
(00:17:20) Wenn der Kopf leiser wird: Wirkung und erste Schritte
(00:23:26) Präsenz im Körper und im Kontakt mit anderen
(00:31:41) Gedanken, Emotionen und Körperzustände hängen zusammen
(00:43:49) Gefühle im Körper darstellen und Integration von Erfahrungen
(00:50:58) Trauma, Stress und das Loslassen von Anspannung
(00:56:30) Neurogenes Zittern und Trauma-Release-Übungen
(01:03:13) Der Unterschied zwischen Verstehen und Verfühlen
(01:04:31) Sinnlichkeit – die Spitze des Eisbergs vom Embodiment
||||| WIR |||||
🧢 Ich bin übrigens Joël, der Macher dieses Podcasts. Ich bin ein Creator und Medienunternehmer, der für Wachstum und Vielfalt steht. Mein Vorgehen besteht darin, dass ich inspirierende und erfolgreiche Menschen interviewe, um von ihnen zu lernen und Wissensabkürzungen für dich und mich aufzutun.
👉 In meinem Podcast digital kompakt geht es um das Thema Wachstum in den Bereichen Business, Lebensgestaltung und Gesundheit
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👥 Wir streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.
Transkript anzeigen
00:00:04: Hi, five Leute.
00:00:05: Hier ist Shuel und ihr wisst am vielgutfriday setzen wir uns mit dem Thema Gesundheit auseinander.
00:00:09: da wollen wir ja auch wachsen.
00:00:10: Und naja vielleicht geht es euch auch so dass mir manchmal ein bisschen das Problem haben ich habe das zumindest dass wir mit uns selber zusammenwachsen müssen.
00:00:17: also Ich hab heute einen thema im start wo ich lustigerweise gar nicht so viel darüber weiß, wo ich dieses Stichwort aber gehört habe als sich mit der lieben IWA zu ihr gleich mehr gesprochen haben und dachte, warte mal da ist irgendwas dran.
00:00:29: Und zwar heißt dieses Thema Embodiment also Verkörperung steckt er offensichtlich drin.
00:00:33: es wird um sowas gehen wie in den Körper kommen fühlen und was macht das mit einem?
00:00:37: Ich hab im Vorgespräch gemerkt, Sophie kann schonmal sagen, dass steht richtig richtig viel drin!
00:00:42: Aber ich hole euch erst einmal ganz kurz ab mit wem ich heute spreche und zwar ist das die liebe IWA-Samina Und Eva hat gleich mehrere Rollen, könnte man sagen.
00:00:49: Also die ist Sexologin und Sexcoach.
00:00:52: Sie macht doch sowas wie sexological bodywork also super spannend Geburtsvorbereitung und isst auch Autorin!
00:00:58: Wenn ich euch eine Sache ans Herz legen kann geht einfach mal auf evazamina.com.
00:01:02: Die macht richtig spannende Sachen.
00:01:03: zum Beispiel steht demnächst auch ein Retreat im schönen Italien an das heißt Secret Garden nur für Frauen.
00:01:07: da geht es genau um so was wo wir heute sprechen.
00:01:09: Aber ihr merkt auf jeden Fall schon Sexualität Körper Sinnlichkeit.
00:01:13: Das ist genau das Fälle dem Eva aktiv ist Neugierig zu hören, was eigentlich im Body mit alles drinsteckt.
00:01:18: Von daher schön, dass du da bist, liebe Iwa!
00:01:20: Hallo
00:01:20: Hallo, Gell!
00:01:21: Voll schön.
00:01:23: Voll schön, dass ich wieder bei dir sein
00:01:24: darf.".
00:01:25: Ja, ja, wir haben festgestellt... Wir haben uns noch gar nicht live gesehen das erste Mal und da sind wir schon mittendrin in irgendwie Körperlichkeit, Kontakt, sich sehen
00:01:31: usw.,
00:01:32: also das steckt drin.
00:01:33: und ich darf auch sagen, Ich habe bei dir ja schon mal so ein Sexkurs für Männer gemacht und hab da auch Spannendes gelernt.
00:01:39: Und da fiel dieser Begriff Embodiment an irgendeiner Stelle.
00:01:42: Weil, das darf ich ja sagen, ich habe bei diesem Kurs gedacht ach, das ist doch ein Ding mit Wie werde ich besser im Bett?
00:01:47: Schneller Hörer weiter, typisch minnlich Hier ist was ganz anderes am Start, hier ist ja irgendwie so wie fühle ich mich?
00:01:54: Wie komme ich in Ruhe.
00:01:56: Wie mache ich das?
00:01:57: und war ganz fasziniert dass da ganz viele Männer waren wo ich so realisiert habe ach krass die sind sogar nicht mit sich in Kontakt.
00:02:03: Und dann viel dieses Wort Embodiment.
00:02:05: und so wart meine Neugierde geweckt und jetzt hol es doch vielleicht mal ab.
00:02:08: Vielleicht fahren wir mal mit so einer Basic Definition an.
00:02:11: Was ist denn eigentlich Embodement?
00:02:13: Also ich freue mich total dass du dir dieses Thema ausgesucht hast weil damit nicht soviel drüber gesprochen Und ich finde, im Deutschen gibt es leider nicht so eine gute Übersetzung.
00:02:24: Man könnte sagen Verkörperung und das ist dann immer ein bisschen, naja hat sich komisch an in den Körper kommen und dem Endeffekt gehts darum Gefühle Emotionen Gedanken Wahrnehmungen selbst Wert über den Körper auszudrücken.
00:02:44: Da mögen jetzt viele Leute sagen ja klar ist doch logisch naheliegend.
00:02:47: Aber wenn wir bedenken, dass ein Großteil der Bevölkerung hauptsächlich nur hier den Körper bewohnt.
00:02:54: Der Kopf ist meistens sehr stark und der Rest des Körpers ist oft nur so'n Anhängsel.
00:03:00: Das heißt viele Menschen bewohnen ihren Körper nicht wirklich die kriegen gar nicht mit was da los ist.
00:03:09: Und ich glaube das ist unabdingbar, dass wir Menschen wieder lernen zurück in den Körper zu finden, dass wir wirklich lernen, dass der Körper ein sicherer Ort ist.
00:03:20: Den wir auch bewohnen können und
00:03:22: dürfen.".
00:03:23: Ja ich weiß total was du meinst weil... Ich weiß nicht ob es meine Sphäre ist die Businesswelt oder das ich jetzt Mann bin wie mit Männern verkehre.
00:03:30: Ich habe den Eindruck, dass in unserer Gesellschaft dem Denken eine riesige Stellenwert eingeräumt wird.
00:03:36: also es ganz wertvoll.
00:03:37: uns ist ganz toll wenn man das gut kann Nämlich so wahr, dem wird so eine Bedeutungslosigkeit beigemessen.
00:03:45: Ich habe den Eindruck viele beschäftigen sich mit ihrem Körper eigentlich erst dann wenn er nicht mehr funktioniert und dann holt der einen ein bisschen zurück.
00:03:52: Erlebt du das auch so?
00:03:53: Das erlebe ich auch so absolut.
00:03:56: Dieses Kognitive ist total toll aber es ist halt eben nur ein Teil.
00:04:00: wir brauchen Beides!
00:04:01: Wir brauchen Kopf und wir brauchen Körper.
00:04:04: Und ich erlebe es auch, dass die meisten Menschen sich erst mit dem Körper auseinandersetzen.
00:04:09: Wenn er nicht mehr wirklich funktioniert aber dann versuchen sie meistens aus dem Kopf heraus sich mit dem Körper auseinanderzusetzen und das Leben verändert sich.
00:04:19: Das verändert sich total wenn wir lernen aus dem kopf uns in den körper rein zu entspannen.
00:04:26: Ich
00:04:26: habe ein ganz anregendes gespräch vor kurzem gehabt einen ganz toller arzt der auf Neurotechnologie spezialisiert ist.
00:04:34: Der kann mit deinem Gehirn die krasseste Sachen machen.
00:04:37: und dann hab ich ihn so gefragt, ich sag so du hör mal, du kennst dich auch mit dem Nervensystem gut
00:04:41: aus?
00:04:42: Ich habe eine Nachtbrille, die hat gerade Hexenschuss oder hat so Bandscheimvorfälle hat sie Und seitdem hat die depressive Verstimmung.
00:04:49: Kann sowas miteinander zusammenhängen?
00:04:50: Gehirndepression rücken wir da ja auf jeden Fall.
00:04:53: Und er hat so einen schönen Satz gesagt, jetzt weißt du Joel es ist ganz oft so Wir setzen irgendwie den Kopf und den Körper in so ein Kampf miteinander Und der Körper gewinnt am Ende eigentlich immer, weil er immer die Fieserin mit den noch ziehen kann.
00:05:04: Also ganz oft gehen wir sozusagen in unseren Gedanken über die Signale rüber, die uns der Körper schickt, überschreiben sie oder ignorieren die einfach und dann kommt halt sozusagen die größere Schlag.
00:05:13: Und jetzt bin ich einmal neugierig.
00:05:14: Du bist ja sozusagen da ein Einfallstor, einen Weg von dem ich lernen kann?
00:05:20: Was ist denn so der Pfad wie du im Bodyment betreibst?
00:05:22: also wenn du jetzt sagst okay ich bin jetzt hier und ich möchte aber gerne das erweitern was ist so der Fahrt den du dafür mal kennst und empfiehlt?
00:05:29: Das ist super individuell!
00:05:31: Ich muss wirklich immer schauen wer sitzt da vor mir?
00:05:34: weil es gibt viele Menschen die haben in der Vergangenheit auch häufig im Kleinkindalter Situation erlebt die sich bedrohlich angefühlt haben.
00:05:43: Und wenn ich mich bedroht fühle, dann habe ich die Tendenz eher in den Kopf zu gehen, weil wenn ich im Kopf bin, dann hab' ich das Gefühl, ich kann diese Situation kontrollieren.
00:05:56: Ja, d. h., viele Menschen, die im Kopf sind, sind in der Regel auch starke Kontrollettis-Kontrollmenschen.
00:06:03: Ja und ich finde da müssen wir acht geben, dass wird es nicht bewerten ja?
00:06:06: Da gibt's ganz schnell so eine Bewertung, ahja, so ein Kontrolletti.
00:06:10: Und nee, das hat häufig etwas damit zu tun.
00:06:15: Ich habe gelernt dass ich in gewissen Situationen nicht sicher bin.
00:06:18: deshalb gehe ich lieber an den Kopf.
00:06:20: hier hab ich alles im Überblick Hier kann ich die Dinge kontrollieren dann fühle ich mich vermeintlich sicher.
00:06:26: Das Ding ist nur eine totale Illusion.
00:06:29: Es funktioniert bis zum gewissen Grad und dann halt eben nicht mehr.
00:06:34: Ich kann ja mit total Relaten.
00:06:35: Also ich hatte auch nur unsichere Kindheit und bin genau in so ein Modus gegangen.
00:06:38: Lustigerweise weiß ich sogar noch, ich war an der Schule... In der Grundschule hab die gewechselt, kam eine neue Klasse und wurde dann immer verdroschen weil ich so frech war!
00:06:46: Also ich war mal so gewohnt, King Louis kommt hier in die neue Kasse macht auf dicke Hose und dann gab's halt mal, hat eigentlich die Realität wieder eingeholt?
00:06:52: Und ich habe dann irgendwann gedacht für mich so proaktiv okay wenn du sie nicht mit dem Körper schlagen kannst, weil sie einfach zu viele sind, dann schlagst sie mit einem Geist So, also so ein klassisches Symptom eigentlich von dem was du da beschrieben hast.
00:07:03: Wie ist denn der Fahrt daraus?
00:07:05: Also wie kann man dann da wieder quasi dieses Embodiment für sich angehen?
00:07:08: Ja ich habe Kunden... Da muss ich schauen.
00:07:10: wir müssen ganz kleine Schritte gehen.
00:07:12: ja dass sie wirklich das Nervensystem mitbekommt.
00:07:15: Der Körper ist wirklich in sicherer Ort.
00:07:18: Ich als Kopf ich darf mich entspannen weil ich mit bekomme Der Körper ist sicher.
00:07:25: Und es geht in der Regel nicht von jetzt auf gleich, sondern das braucht manchmal mehrere Sitzungen bis das Nervensystem wirklich mitschneidert.
00:07:32: Okay ich bin wirklich sicher!
00:07:34: Andere Menschen... Es gibt Menschen da sind die Stimmen im Kopf so laut dass es quasi den Weg in den Körper versperrt.
00:07:43: und es gibt eine Übung.
00:07:44: die mache ich ganz gerne.
00:07:45: Das machen nur wenige Menschen wirklich konsequent.
00:07:47: aber die Übung ist geil.
00:07:49: Die hat mir selber damals auch sehr geholfen weil ich nämlich auch so ein Kontrollativ war einen Stimmentagebuch zu führen.
00:07:55: Und dass mehrere Wochen am Stück, nimmt man sich ein leeres Heft und ein Stift und jeden Tag setzt man nicht hin und schreibt für zwanzig Minuten auf was jetzt in diesem Augenblick meinem Kopf lebendig ist.
00:08:06: Das ist manchmal erst mal so'n belangloses bla bla bla.
00:08:10: oder ich weiß nicht was ich schreiben soll.
00:08:12: Wenn der Stauder einmal bricht, so schnell kann man oft gar nichts schreiben und dann merkt man das hinter der Einstimme manchmal noch eine Stimme, es ist hinter der Stimme sogar noch ne Stimme.
00:08:22: Und wenn man fertig ist, nach diesen zwanzig Minuten schreiben.
00:08:26: Dann gibt man diesen Stimmen einen Namen und es ist ganz spannend herauszufinden welche Anteile sind in uns denn alle aktiv?
00:08:35: Und da gibt's Menschen die haben siebenundzwanzig Stimmen Es gibt Menschen, die haben zweiundvierzig Stimmen, die sehr herausarbeiten.
00:08:41: Man merkt ganz schnell, es gibt wie Teams, die zusammen arbeiten.
00:08:44: Es gibt aber häufig auch Gegner.
00:08:48: Das sind die Stimmen, denen wir oft im Alltag unsere Kraft und Macht abgeben.
00:08:56: Wir geben quasi den Stimmen die Kontrolle über uns.
00:09:00: Das heißt diese Stimmen sitzen vorne am Steuer und wir sitzen hinten auf der Rückbank.
00:09:05: Und dann geht es im Endeffekt darum dass wir wieder lernende Steuern in die Hand zu nehmen auf den Rücksitz mit euch, ab jetzt habe ich ja alles in der Hand und unter der Kontrolle.
00:09:17: Und wenn ich euch brauche kann ich jederzeit auf euch zurückgreifen.
00:09:21: aber jetzt bestimme ich!
00:09:24: Wenn das geschehen ist dann können wir oft anfangen ganz anders mit dem Körper zu arbeiten.
00:09:31: Also so eine Stimme.
00:09:32: ist das dann zum Beispiel sowas wie Eva, hier spricht Bob.
00:09:36: Du musst noch das Projekt fertig machen da es ne Abgabe.
00:09:39: oder ist das so ne Stimme?
00:09:40: Hallo!
00:09:40: Hier spricht Sally.
00:09:42: Du bist gar nix wertsträngig mehr an nur wenn du dich anscheinst weißt was ich meine?
00:09:45: Ja
00:09:46: also ich habe diese Übung ja auch gemacht.
00:09:48: Meine Stimme hieß dann die innere Antreibaren oder die inneren Kritikarren oder die Stimme Ich bin nicht gut genug.
00:09:57: Oder Dann kam die fürsorgliche Mutter Oder dann kam das kleine Kind, was plötzlich aktiv wurde.
00:10:03: Und so habe ich diese verschiedenen Anteile in mir herausgearbeitet, die alle aktiv in mir waren.
00:10:09: Eine sehr kraftvolle Übung war für mich das Tor in meiner inneren Freiheit.
00:10:14: Seitdem ist mein Kopf sehr viel stiller und leiser und es fällt mir so leicht an den Körper rein zu
00:10:19: kommen.".
00:10:21: Und dann gibt es andere Übungen, wo wir Dinge berühren.
00:10:24: Wo die Menschen lernen mit der Aufmerksamkeit in die Hand reinzugehen und ganz bewusst zu spüren was spüre ich denn da wenn ich bewusst etwas berühre?
00:10:33: Dann üben wir manchmal Berührung an den Händen das wir gegenseitig die Hände berühren.
00:10:40: Oder es gibt eine Übung, die kommt aus dem Wheel of Consent.
00:10:43: Die Bossymassage, dass Menschen sich hinlegen und reinspüren.
00:10:48: wo und wie will ich in diesem Augenblick berührt werden?
00:10:51: Will ich überhaupt berührt werde?
00:10:53: Und wenn ja, wie genau schaut diese Berührung aus?
00:10:57: Dann bekommen Sie diese Berühren für maximal zehn Sekunden Und dann werden hier eine runtergenommen und sie bekommen Raum zum Nachfühlen.
00:11:04: Das hört sich sehr simpel an, das kann unglaublich tief gehen!
00:11:09: Und viele Menschen die oft sagen ich weiß gar nicht was ich will... Die wissen dann manchmal erstaunlicherweise sehr genau, was sie wollen.
00:11:17: Und es war eine Idee!
00:11:19: Das war der Kopf, der erzählt hat – ich weiß das nicht und der Kopf kann auch nicht wissen, was ich gleich für eine Berührung mag.
00:11:25: Das kann nur der Körper wissen.
00:11:27: Und je nach Person gehen wir unterschiedlich ran und bei den einen dauerts länger, beim anderen geht's schneller.
00:11:33: Ist Empodiment mit einer Art Therapie verbunden oder gibt es so ein bisschen so dass es da zwanzig Pfade gibt?
00:11:40: Jeder ist vielleicht für den einen passender als der andere
00:11:44: Ja, sowas.
00:11:45: Weil also wo ich sonst so dran gedacht habe ist so Körpertherapie, ich kenne das als Traumatherapie.
00:11:50: Ich hab mal jemanden sagen hören die sagt ja Trauma is verkörperter Schrecken und deswegen kann er auch nur dort gelöst werden Und das fand ich interessant.
00:11:58: da kommen wir vielleicht später auch nochmal bei deinen Punkten zu dass man halt dahin geht Wo es liegt so und dann Als ich weiß wie es dir so geht.
00:12:05: aber ich finde wenn man redet Es ist manchmal endlich an bestimmten punkten
00:12:10: Und das ist zum Beispiel, ich finde es sehr schön zu merken.
00:12:14: Wenn Menschen sehr schnell reden dann ist es ein Indiz dafür dass sie im Kopf sind.
00:12:20: wenn Menschen langsam reden Dann ist es einen Indiz da für die sie viel eher in ihrem Körper sind.
00:12:26: Dann sind Sie mit dem verbunden was sich gerade in ihnen bewegt und man kann diese menschen in der Regel auch besser wahrnehmen und spüren.
00:12:35: also das was sie sagen kommt eher beim gegenüber an.
00:12:39: Ich
00:12:39: weiß, ich saß mal mit einer Dame zusammen.
00:12:41: Die macht zur TCM traditionell, chinesische Medizin und dann sah sie sich so vorhin und sagte, wissen Sie?
00:12:48: Ich kann einfach so schnell denken!
00:12:50: Ich kann nicht so schnell fühlen, deswegen denke ich manchmal gerne auch, weil ich Sachen schneller fasse.
00:12:54: Guck dir mich so an, meinst du, was erzählen Sie denn da für ein
00:12:56: Blödsinn?!
00:12:58: Bissen Sie wie viele Prozesse das Gehirn beim Denken machen kann pro Sekunde?
00:13:03: Sieben oder neun?
00:13:05: Das war irgendeine einstellige Zahl... Wissen Sie, wie Prozesse das Gehirn beim Fühlen machen kann im Körper?
00:13:12: Sechsundzwanzigtausend.
00:13:13: Also so in den Dimensionen obviel war es, ne?
00:13:16: Die Signale die der Körper schickt sind viel schneller und viel intensiver als der Kopf.
00:13:21: Ist es!
00:13:21: Und es gibt ja auch ganz viele spannende, mega spannende Studien zum Darm.
00:13:26: Das ist ein mega unterschätztes Organ finde ich.
00:13:29: Man hat herausgefunden dass mehr Informationen vom Darm zu Gehirnen gehen als vom Gehirnsumdarm Und der Damen, das ist ja auch der Sitz unserer Gefühle.
00:13:39: Und es wird mittlerweile auch in einigen Szenen wie des Zweite Herz genannt.
00:13:48: Spannend!
00:13:50: Jetzt hast du mir im Vorfeld so'n paar Punkte gegeben die wir zu dem Thema im Bodyment sozusagen bearbeiten können.
00:13:55: also ich mag dass immer fünf Dinge die man wissen kann dazu?
00:13:57: Ja
00:13:58: fünf Dinge.
00:14:00: Und das erste, was du mir gesagt hast war immer so schön wie ein Leitspruch.
00:14:04: Wenn ich im Körper bin wird der Kopf leiser.
00:14:07: Was steckt dahinter?
00:14:08: Der Körper ist ja der zentrale Punkt des Erlebens und der Erfahrung.
00:14:13: Wie wir gerade schon drüber gesprochen haben, der Kopf wird manchmal sehr laut.
00:14:17: Der erzählt uns sehr viele Dinge.
00:14:20: Und das ist ganz spannend.
00:14:22: Also die Menschen, die sie auch mit Dr.
00:14:23: Jody Spence ein bisschen auseinander gesetzt haben, der erzählt ja auch ganz viel darüber, dass die Dinge, die wir denken – das ist in der Regel ein Reprodukt der Vergangenheit.
00:14:35: Ja?
00:14:40: Das sind Dinge, die wir aus der Vergangenheit in die Zukunft holen.
00:14:43: Und wir reproduzieren quasi unsere Vergangenheiten in der Zukunft die ganze Zeit!
00:14:47: Ich würde sogar sagen, dass es bei uns mehr oder weniger Müll ist.
00:14:53: Wir können unseren Gedanken oft nicht vertrauen weil wir uns selber gerne mal verarschen und Stories erzählen.
00:15:00: Der Kopf kann sehr gut funktionieren aber erzählt uns auch manchmal einfach Blödsinn... Und wir geben dem Kopf sehr viel Macht über uns.
00:15:11: Wenn wir jetzt lernen, in den Körpereien zu sinken, wenn wir lernen im Körper zu Hause zu sein wie der Kopf ruhiger und dann kommt eine Entspannung in unser System.
00:15:23: Das ist unglaublich gut tunt!
00:15:26: Es klingt fast so ein bisschen meditativ, wie du das beschreibst?
00:15:29: Ja,
00:15:29: das hat was davon...
00:15:30: Ich habe jetzt ganz den Menschen gerade so im Kopf hier irgendwie vor dem Monitor oder mit dem Koffhörer da sitzen, die zuhören und sich fragen ja aber wie mache ich das denn?
00:15:37: Ja aber wie mach' ich das dann?
00:15:39: Also genau dieses Kopfleiser kriegen raus aus dem Denken kommen.
00:15:44: Vielleicht hast du auch nochmal genau passend zu dem Punkt einen ersten Schritt.
00:15:47: also ist es sowas was du gesagt hast mit der Übung mit dem Tagebuch oder während Meditationen war's.
00:15:52: braucht man da immer ein Menschen für oder kann man das alleine schaffen?
00:15:55: Was wäre für dich der erste Schritt in so eine Richtung?
00:15:57: Also Menschen, die den ganzen Tag vom Monitor sitzen würde ich sagen macht definitiv mindestens eine halbe Stunde Sport am Tag wenn nicht schon eine ganze Stunde.
00:16:05: Beweg deinen Körper das du dein Körper überhaupt wieder fühlst und oft wird dann auch der Kopf ein bisschen ruhiger und entspannter und dann kann man schauen ist die Person offen für Meditation?
00:16:18: Ich finde Meditation ziemlich toll.
00:16:20: vielleicht braucht es aber auch Körpertherapie Ja, Hilfe von außen, dass ich mein Körper besser wahrnehmen kann.
00:16:25: Dass sich besseren Spüren kommen kann!
00:16:27: Das muss man wirklich super individuell schauen.
00:16:29: Aber
00:16:29: es ist interessant was du mit dem Sport sagst.
00:16:31: Es machen viele Menschen, ich glaube auch so Top-Manager die machen dann immer extrem Sport weil das ja alles wo sie sich noch
00:16:35: spüren und so.
00:16:36: Ja, ja.
00:16:37: Spannend, spannend... Jetzt hast Du gesagt wenn ich im Körper bin wird der Kopf leiser.
00:16:42: Kannst du das noch mal sozusagen ein bisschen ausführen, was das dann mit sich bringt?
00:16:47: Weil das ist glaube ich für viele Menschen sogar ein unangenehmer Zustand.
00:16:50: Also es gibt so manche Menschen die mögen diese Stille gar nicht.
00:16:52: Das fällt denen schwer!
00:16:53: Aber wie fühlt sich das an und warum ist das stimmig?
00:16:55: Vielleicht kannst du das mal so ein bisschen bebildern.
00:16:59: Das ist klar, ne also wenn man merkt Es macht einem Angst Dann ist es wahrscheinlich den Dietz dafür dass diese Kontrolle im Kopf ein wunderschöner Überlebensmechanismus gewesen ist.
00:17:12: Und dann geht es auch um vielleicht diesen Anteil erstmal zu würdigen und zu schätzen, hey du warst immer für mich da, du hast immer auf mich acht gegeben.
00:17:19: vielen Dank!
00:17:21: Ja?
00:17:21: Und jetzt möchte ich gerne was neues lernen.
00:17:23: Ich habe ja noch diesen wundervollen Körper und ich möchte den gerne auch noch kennenlernen und das an einem eigenen Rhythmus zu machen.
00:17:30: Das heißt nicht dass sich gleich irgendwie eine Stunde in der absoluten Stille versinken muss.
00:17:35: das kann wirklich einigen Menschen Angst machen.
00:17:38: Da taste ich mich ganz vorsichtig heran in meinem Rhythmus.
00:17:41: Und für mich ist es wirklich so ein Gefühl von nativen Entspannung, vielleicht so wie nach dem Sport.
00:17:48: Ja?
00:17:48: Wenn ich ordentlich gepowert habe dann macht sich in mir eine Entspattung breit.
00:17:52: da fühle ich mich in der Regel wohl und gut in meinem Körper und ich kann besser loslassen!
00:18:01: Ich würde sagen jetzt geht'n diese Richtung.
00:18:03: Ich hab das manchmal, wenn ich in diese Zustände komme.
00:18:05: Dass es sich so anfühlt als wenn man eine andere Weisheit auf einmal hervorbringen kann.
00:18:10: Kennst du sowas?
00:18:11: Ja, erklär!
00:18:12: Dann hast du den Eindruck oder habe ich so den Eindruck ach ok Worte die dann kommen haben irgendwie mehr Gewicht Eindrücke wirken irgendwie stimmiger Die Wirkung nach außen ist viel wuchtiger die man hat.
00:18:27: Also das ist für mich das zu erleben und ich finde das ein sehr faszinierenden Zustand.
00:18:31: Wie kommt das?
00:18:31: Dass irgendwie das Denken sogar besser wird, wenn es leiser wird.
00:18:36: Was ich heraushöre, ist eine Klarheit, die dann kommt.
00:18:40: Ich glaube einfach, dass diese ninety-fünf Prozent, die uns ja die ganze Zeit zummeln, die sind so im Karussell in ewigem Loop noch ne Runde, dass das endlich mal eine Pause hat und dass diese Essenz darunter, die schnell verschüttet geht, endlich mal Raum.
00:18:58: haben kann, dass wir mit der eigentlichen Essenz eher in Verbindung kommen.
00:19:06: Hast du dich mal miteinander gesetzt?
00:19:09: Und ich finde man sollte da aber vorsichtig sein drüber zu reden weil das glaube ich auch ein sensibles Thema ist was so diese ganzen Psychedelics angeht die Menschen mittlerweile nutzen weil so wie ich es verstanden habe gibt es ja Substanzen die Menschen dann nutzen um zu erreichen dass diese inneren Stimmen und diese Leitplanken die man im Kopf hat Dass die mal kurz weggenommen werden und dass ich mich dann mal so dreihundertsechzig grad anschauen kann.
00:19:32: Also, so wird mir das beschrieben Das sagt jetzt jemand der glaube ich als schlimmste Droge Zucker konsumiert vielleicht auch noch Alkohol aber ansonsten da gar keine Erfahrung hat.
00:19:41: Aber es gibt ja sehr viele Menschen Die gerade sich auf so einen Weg begeben zu sagen Ich nehme mal externe Stoffe um quasi die ganzen Banden kurz mal wegzunehmen Und dann mich zu entdecken Hattest du mit sowas mal Berührung?
00:19:53: Hatte ich.
00:19:58: Ich seh das jetzt wie spätiger.
00:20:00: Ich kenne viele Menschen, die sind total auf diesem Ding und es gibt ja auch immer mehr Therapeuten, die sowas anbieten.
00:20:08: Ich bin immer eine große Freundin davon, wie kann ich es alleine aus mir heraus schaffen?
00:20:12: Weil ich denke, dass ist sehr viel Kraft voller als mit etwas von außen.
00:20:18: Es kann vielleicht für einige hilfreich sein einmal so eine Erfragung zu machen und zu wissen Ah!
00:20:25: So fühlt sich das an Da geht das hin, wie so als Referenzpunkt.
00:20:30: Und um dann zu schauen und wie komme ich jetzt alleine dahin?
00:20:33: Ich finde es immer sehr problematisch wenn Leute dann anfangen... ...ich brauche das im Außen damit ich das fühlen kann.
00:20:44: Wie
00:20:44: eine Krücke ne?
00:20:45: Wie eine Krücke oder am Endeffekt dann eben auch noch Sucht.
00:20:51: Wenn du dir mal unser modernes Leben anschaust Gibt es eigentlich Raum für Embodiment?
00:20:56: Weil ich hab den Eindruck, viele sind dann so im Transit.
00:20:58: Es ist alles sehr schnell geworden... Das
00:21:00: ist super schnell!
00:21:01: Ich glaube in der heutigen Welt gibt's quasi keinen Raum dafür.
00:21:05: Alle gehen immer schneller essen immer schneller reden immer schneller Fügeln immer schneller, alles schneller.
00:21:11: Das ist durchs Internet-Scrollen.
00:21:13: Es gibt ja Studien, die sagen, dass viele Menschen sich maximal sechs Sekunden auf eine Sache konzentrieren können und länger reicht das nicht mehr für die Aufmerksamkeit.
00:21:23: Das finde ich hochbedenklich.
00:21:25: Hoch bedenklich!
00:21:26: Das heißt wir sind schon so konditioniert Wir brauchen immer Ablenkungen, wir brauchen Futter.
00:21:31: Es gibts viele Menschen, die können auch nicht mal mehr entspannten Filmen schauen weil sie nervös werden Datteln die ganze Zeit neben mir auf dem Handy rum, das finde ich sehr bedenklich.
00:21:41: Und ich glaube wir brauchen definitiv bewusste Räume dafür.
00:21:45: und zum Beispiel auch in Schulen von Klasse eins an.
00:21:48: ja so was wie morgens fünfzehn Minuten Meditation oder nach der Mittagspause zehn Minuten stiller Ja kurz mal den Körper wahrnehmen, Body scan.
00:21:59: Wie fühlt sich mein Bord meinen Körper an?
00:22:02: Was fühle ich in diesem Augenblick in meinem Körper super wichtig?
00:22:06: Also ich bin da auch selbstkritisch.
00:22:08: Ich ertappe mich selber auch manchmal dabei, dass sich beim Zähne putzen mir dann irgendwelche kurze Videos angucke weil ich gelangweilt bin von dem Akt dazustehen und die Zehne zu putzen was halt jeden Tag das selbe ist vier Bereiche im Mund oder mit vorne hinten bei den Sechs.
00:22:21: Aber eigentlich geht es ein bisschen genau um sowas mal Präsenz zu sein.
00:22:24: Und da komme ich mich zu deinem zweiten Punkt.
00:22:27: wenn ich im Körper bin bin ich präsent.
00:22:30: so Mal ein kleines Beispiel von vielen, aber vielleicht kannst du ja noch mal sagen was du damit noch viel mehr verbindest.
00:22:37: Also es ist ganz spannend jetzt auf dieses Tarnputzthema drauf einzugehen.
00:22:41: ich habe genau das Gegenteil.
00:22:44: Ich kann mich total im Zähneputzen verlieren.
00:22:45: Das kann etwas sehr meditatives haben Und dann merke ich so oh hier die Stelle das fühlt sich ja total schön an und jetzt könnte ich nochmal diese Stelle hier putzen und oh das fühlte sich total schön So, also ich kann da mit einem totalen Genuss reingehen.
00:23:00: Also genau das ist möglich und wenn ich im Körper bin dann komme ich in die Präsenz und nicht nur in die präsent sondern ich komme auch ins fühlen und ich glaube dass es etwas unglaublich wichtiges was vielen Menschen abhandengekommen ist.
00:23:19: ja weil wir leben auch in der Gesellschaft wenn man fragt Wie geht's dir?
00:23:24: Man kommt auf die Arbeit, man wird gefragt hey wie gehts dir.
00:23:26: Da gibt es ja eigentlich immer nur diese Bandbreite wo gesagt wird gut oder könnte besser gehen darüber hinaus darunter hinaus wollen wir uns nicht zumuten.
00:23:43: Oder wenn jetzt jemand kommt und sagt, ich bin gerade fucking wütend oder ich bin total mit meinem Schmerzenkontakt.
00:23:49: Oder wow!
00:23:51: Ich bin so happy da ist die Reaktion oft zu... Okay, so genau wollte du es aber nicht wissen.
00:23:57: Das heißt das gibt diesen Raum gar nicht.
00:24:01: wir haben das oft auch nicht gelernt.
00:24:03: viele Menschen dürfen lernen, mit ihren Gefühlen wieder richtig in Kontakt zu gehen.
00:24:09: Auch gerade ein Gefühl wie Wut was ja gerne als schlecht oder böse gelabelt wird.
00:24:14: aber Wut ist ein ganz ganz wichtiges gefühlene Emotion.
00:24:21: Ja wenn ich mit meiner Wut in Kontakt bin kann ich nehmen oh hier ist grad etwas off irgendwas nicht stimmig.
00:24:27: da ist grade jemand über meine Grenzen gegangen.
00:24:29: Ich habe jemanden über meine grenzen gehen lassen.
00:24:31: Ich kann es als Energie nutzen, um etwas was für mich nicht stimmig ist zu verändern.
00:24:39: Aus der Situation rauszugehen.
00:24:40: wie auch immer!
00:24:42: Und wenn wir uns jetzt unsere Kindererziehung anschauen... Kinder dürfen in unserer Gesellschaft ja nicht wirklich wütend sein.
00:24:48: Du bist wütent?
00:24:49: Geh in dein Zimmer und schäme dich.
00:24:50: du darfst wieder rauskommen, wenn du dich abgeregt hast.
00:24:53: Wir sind in der Schule, wir sind wütnd.
00:24:55: Wow Ja da werden wir abgestraft haben eventuell ein Elterngespräch oder eine schlechte Note dastehen.
00:25:01: Das heißt das wird oft unterdrückt und es wird eben auch oft über unsere Grenzen gegangen, wenn wir klein sind.
00:25:12: Wir werden so konditioniert.
00:25:14: Sei ein artiges Kind und gib deinem Onkel die Hand!
00:25:17: Du willst oder nicht?
00:25:18: Ja du willst doch jetzt nicht ausgeschimpft werden, du willst noch geliebt werden.
00:25:21: Gib deiner Tante einen Küsschen.
00:25:22: Kinder sind geil radikal ehrlich.
00:25:24: Bäh, will ich nicht gehen weg!
00:25:26: Ihr seid aber ein artiges Kind und das erleben wir so unzu oft.
00:25:31: in diesem Kind sein, in dem Jugendalter zu Hause in der Kita, in der Schule später... Ja dann kommen die Uni-Nanzenfinder regelmäßig sehr gut geformt und viele Menschen haben eben keinen Zugriff auf ihre Gefühlswelt.
00:25:47: Ich finde das katastrophal, ich finde es ein absoluter Disaster und das ist mit dem Hauptteil meiner Arbeit, dass Menschen wieder lernen, mit den Gefühlen Kontakt zu gehen und damit geht ja auch einher meine Bedürfnisse wahrnehmen können, meine Grenzen wahrnehmen kann.
00:26:02: Und viele Menschen kommen zu mir und sagen, ich habe Orgasmusstörungen oder frühzeitige Erkulationen oder Schmerzen oder was auch immer.
00:26:11: und dann arbeiten wir heraus, dass viele gar nicht wissen Was sie wirklich wollen und was ihre Grenzen sind, ich würde sagen mindestens seventy-fünf Prozent der Bevölkerung.
00:26:20: Weiß das nicht?
00:26:21: Das ist ein Disaster!
00:26:22: Ich kam jetzt ganz vieles zusammen.
00:26:23: also zum einen bin ich bewegt gerade weil ich hatte mich dabei bei einem meiner Kids.
00:26:27: es ist auch so dass immer viel Wut im Spiel ist und ich dann immer sozusagen die Verhältnismäßigkeit in Frage stelle und sage meistens hier mit den Türen und so und es tut mir nach hinten total leid weil du hast vollkommen recht Das ist so.
00:26:39: was, mir geht es selber auch so.
00:26:42: Dass manche Gefühle sind positiv gelabelt und manchen negativ.
00:26:45: Angst und Wut sind zum Beispiel negativ gelablt.
00:26:47: Ekelis auch negativ gelebt, Scham oft auch.
00:26:51: Ja stimmt!
00:26:52: Und das ist so bewegend.
00:26:55: also ich schmerz es innerlich immer wenn ich mich dabei ertappe dass sich selber etwas sozusagen ein Weg fährt was bereite worunter ich selber leide in der Sekunde dann mal Weil wir
00:27:07: es nicht besser wissen.
00:27:08: Ich habe das mit meinen Kindern teilweise auch gemacht, weil ich es nicht bester gewusst
00:27:12: habe.".
00:27:12: Und dann hab' ich so diese Erlebnisse.
00:27:13: zu dem ersten, was du gesagt hast – ich mach mir manchmal den Spaß!
00:27:16: Ich find', dass ist ein überraschendes Erlebnis wenn man an der Kasse steht.
00:27:20: Supermarkt-Drogerie whatever.
00:27:21: und fragt ihnen Leuten Hallo, sagt mir immer und dann wie geht's?
00:27:25: Und wenn das der Kunde fragt und nicht der Kassierer, und ich finde fasziniert was dann passiert.
00:27:30: Weil wenn man so den Vergleich macht, wenn ich in USA bin ist es so hey how are you doing?
00:27:34: Oh I'm fine thank you!
00:27:35: How are
00:27:35: you?!
00:27:36: Und da ist halt sowas du hast überhaupt nichts drin.
00:27:38: Es ist so volles Höflichkeit.
00:27:40: Dann müsstest du eigentlich sagen, okay and how are you really doing?
00:27:43: Und dann kommst vielleicht.
00:27:44: In Deutschland ist es ja so wenn du in einer Kasse jemanden das fragst, du kriegst die Herbelebsgeschichte erzählt.
00:27:49: Ist ganz krass!
00:27:50: Da merkst du so ein Bedürfnis und das ist halt wirklich ganz interessant dieses... Ich weiß aber auch was du meinst.
00:27:57: somit man will eigentlich immer sagen, mir geht's gut Und dann möchte ich eigentlich nicht sagen, hey du, wie geht es gerade richtig?
00:28:03: Kacke, mir tut der Rücken weh.
00:28:03: Ich habe schlecht geschlafen.
00:28:05: Ich kann im Kopf nicht abschalten weil mein Nachwuchs hat folgendes Problem.
00:28:09: Weil das ist genau das was Du beschreibst dass sich immer so nach Zumutung anfühlt eine Belastung.
00:28:13: Das war eigentlich nur Höflichkeitsfrage.
00:28:14: Der will ja gar nicht wissen wie's mir wirklich geht wenn wir bei ehrlich sind.
00:28:18: Manchmal ist es vielleicht auch so dass die Leute zu viel ist aber eigentlich gehen die Türen auf wenn Du genauso diese echten Momente teilst und Du sagst ey Beschissen wäre grad noch ein schönes Label für, wie ich mich gerade fühle.
00:28:29: Weil... Und dann geht's mal.
00:28:31: Ich meine, liegt denn oft so dass dann andere Leute auch in diesen Modus gesagt, oh ja da war ich auch schon?
00:28:36: Ich hab das viel folgt gelöst.
00:28:38: oder hast du das und das auch?
00:28:39: bohrt und zack bist du in einer ganz anderen Welt drin?
00:28:42: Ja
00:28:43: und klar man muss wirklich nach dem Kontext schauen.
00:28:45: also ich kenne das auch diese Höflichkeitsfloskel Wie geht es dir?
00:28:49: und oft merke ich Da ist nicht wirklich Interesse mein Gegenüber ist nicht offen.
00:28:53: warum soll ich mich jetzt hier großartig öffnen?
00:28:57: Ich komme zum Beispiel aus einer Familie.
00:28:58: Da wird dann oft gefragt, wie geht es dir?
00:29:00: Und ich merke die interessieren sich überhaupt gar nicht für das was ich erzähle und das war irgendwann so frustrierend dass ich gemerkt habe, ich gehe auf diese Frage gar nicht mehr ein.
00:29:09: Wie schön ist aber wenn man jemanden fragt und man bekommt eine ehrliche Antwort weil man ist ja sofort greifbar!
00:29:17: Wir alle haben ja die Sehnsucht.
00:29:19: Wer alle die tiefste Sehmsucht ist.
00:29:21: wir wollen alle gesehen werden gehört und gefühmt werden.
00:29:24: gleichzeitig ist es unsere größte Angst.
00:29:27: Ich hab das im Vertrieb lustigerweise oft gemacht.
00:29:29: Gar nicht so sehr als manipulative Taktik, aber es hat sich irgendwie immer so ergeben.
00:29:33: Das Erste, wenn ich mit Leuten telefoniert habe war ich mir da und wie geht's dir?
00:29:37: Und dann erzählen die was!
00:29:38: Wenn du anfängst den Menschen Fragen zu stellen... Also ich weiß nicht bei wie vielen Sales-Gesprächen ich auf einmal daran habe über die gestorbene Oma geredet oder über den Partner wo es gerade schlecht läuft oder keine Ahnung was.
00:29:49: Und ich mach' das nicht weil ich den Leuten hinterher hart was verkaufen soll sondern weil ich mich wirklich für die Menschen interessiere.
00:29:53: Und hab dann aber festgestellt, der Nebeneffekt ist dass du natürlich ein ganz starkes Bonding mit den Leuten aufbaust.
00:29:59: Also genau das... Aber es ist interessant was du gesagt hast.
00:30:02: ich habe immer gedacht ja jeder Mensch will gesehen werden, aber stimmt auch gehört und gefühlt!
00:30:07: Und das ist zum Beispiel in unserer Schulmedizin, also es gibt Studienbesagen Ärzte die sich wirklich entticken mehr Zeit für die Patienten nehmen und die wirklich aufmerksam mit ihrem Herzen dabei sind.
00:30:19: Und wirklich sich dafür interessieren wie geht's dir?
00:30:22: Dass die Genesung eine ganz andere ist.
00:30:28: Jetzt nochmal zu deinem Leitsatz.
00:30:29: wenn ich im Körper bin bin ich präsent.
00:30:32: Ist das ein Punkt, den du auf dich selbst bezogen verstehst oder auf andere?
00:30:36: Also Präsent sein heißt ja meistens auch ich nehme dich wahr.
00:30:39: Ich nehme mein Gegenüber wahr und bin in echter Interaktion.
00:30:42: Präsend heißt aber auch ich spürt mir viel mehr.
00:30:45: In welche Richtung denkst du den Punkt vielleicht auch an?
00:30:46: beide?
00:30:47: Beide!
00:30:48: Ich bin mit mir präsent.
00:30:49: Ich bekomme mit, was in mir geschieht.
00:30:51: Dann merke ich
00:30:52: z.B.,
00:30:52: oh jetzt sind meine Hände ein bisschen angespannt oder mein Herz schlägt schneller.
00:30:57: Mein Atem hat sich ein bisschen verändert ist entspannter oder ist flacher und dann kriege ich ganz schnell Rückschlüsse.
00:31:03: Ah!
00:31:04: Ich merke, ich gehe gerade eine Anspannung.
00:31:06: Irgendwas triggert nicht vielleicht gerade?
00:31:08: Oder... Oh, ich geh nach Entspannungen.
00:31:11: Ich fühle mich hier sicher mit meinem Gegenüber.
00:31:13: Gleichzeitig wenn ich mich fühle kann ich auch dich viel besser fühlen.
00:31:19: Wir gehen in Resonanz, ja?
00:31:22: Ich kann zwar sehen und hören aber ich kann noch mal anders wahrnehmen, ich kann nochmal anders fühlen!
00:31:32: Und das finde ich auch super wichtig also in einer Kindererziehung unabdingbar.
00:31:38: In der Partnerschaft ist es super wichtig in der Sexualität Mega wichtig, ja.
00:31:45: Das brauchen wir für eine erfüllte Sexualität.
00:31:49: Hm... Es ist interessant weil ich glaube bei diesen ganzen Szenarys die wir bisher beschrieben haben diese Gesellschaft damit man erzogen wurde und so weiter und sofort es ist manchmal gar nicht so einfach in diese Präsenz zu kommen.
00:32:02: Bei mir fast oft so ich hatte so ein Delay.
00:32:05: also ich habe so zwei Stunden später gemeldet auch immer bis noch gleich angepässt.
00:32:09: deswegen eigentlich sondern Wenn ich es mir jetzt ein bisschen unangenehm zu sagen, aber ich würde sagen am Anfang waren's wahrscheinlich sogar eher zwei Tage.
00:32:16: Vielleicht sogar drei und dann war das irgendwie von drei auf zwei auf einen Tag auf sechs Stunden auf zwei Stunden.
00:32:21: also das putzelt dann relativ schnell.
00:32:23: Mittlerweile würde ich sagen mich bei zwanzig bis dreißig Minuten Aber immerhin Ja so
00:32:28: Und du bist ja nicht... Du bist nicht der einzige.
00:32:29: Also es gibt viele Menschen denen so geht
00:32:32: Ja und ich finde es auch schwierig weil ist es ja auch Es ist ja auch so viel los.
00:32:37: und gerade was du gesagt hast mit wenn man Gefühle auch labelt Und dann merkst du so, warte mal, oh, ich bin hier bei Flüten gerade.
00:32:45: Bei Flüte ist er mir hart in die Uhren gebracht.
00:32:46: Ich wäre hier die Harmonie im Moment halten und so weiter und sofort... Also da gehen ja so Autopiloten-Muster los, ne?
00:32:52: Wie ist denn der Pfad den Du vielversprechend findest um in diese Präsenz zu kommen?
00:32:58: also?
00:32:59: Na authentisch mit dem zu sein was gerade ist weil Ich bekomme ganz schnell mit, und mein Gegenüber ist gerade getrickert.
00:33:06: Mein Gegenüber is eigentlich wütend!
00:33:08: Und versucht gerade diese Wut zu überspielen... ...mit nem netten Lächeln oder mit irgendwelchen Floskeln.
00:33:14: Dann merke ich aber das was in der Person geschieht und wie sie versucht gerade zu sein es nicht konkurrent.
00:33:22: Das heißt ich kann meinem Gegenüber nicht vertrauen.
00:33:25: Ich fühl mich bei meinem Gegen übernicht sicher weil ich weiß die Person ist gerade nicht ehrlich mit sich selber und damit auch nicht mit mir.
00:33:33: Und wenn wir lernen, ehrlich zu sein... Oh Moment mal!
00:33:38: Ich merke gerade ich bin hier gerade ein bisschen angepilsst.
00:33:41: das meint so.
00:33:43: Wir müssen aber nochmal draufschauen.
00:33:45: dass fühlt sich gar nicht stimmig an für mich.
00:33:47: dann bewegt sich Energie ja?
00:33:48: Das ist vielleicht für einige Menschen ungewohnt und unangenehm Aber die Karten liegen ehrlich und offen auf den Tisch und dann können wir damit umgehen.
00:33:57: Ich finde es schrecklich, wenn ich genau mitbekomme was bei meinem Gegenüber passiert.
00:34:02: dann wird's mir abgesprochen und die Energie kann nicht fließen.
00:34:06: Die Energie stockt man kann fast nicht mehr atmen.
00:34:09: alle tun so als würden sie den Elefanten im Raum nicht sehen.
00:34:13: und dann hinten rum wird vielleicht noch gelästert.
00:34:16: oder dann zwei Tage später kommt dann plötzlich die Mensch das fand jetzt aber richtig blöd von dir was um Mann!
00:34:21: Aber das war ja offensichtlich.
00:34:24: Ja, ich finde es tut sich auch so ein völlig neues Vokabular auf.
00:34:28: Also... Ich weiß gar nicht, ob ich das in deinem Kurs mal gehört habe.
00:34:31: Da sollten wir glaube ich sagen wie geht's uns gerade?
00:34:33: Dann meinte einer ja!
00:34:35: Mir war gar nicht klar, vielleicht wechselst du aber auch.
00:34:38: Was man da alles sagen kann.
00:34:40: Weil ich hab dann immer gesagt und oder schlecht, aufgeregt oder ruhig okay, aber es gibt hier noch Fünfzig andere Beschreibung.
00:34:47: Manche gehen ja auch in Details und sagen dann, naja mir zwickt's grad im Bauch weil ich glaub' ich bin ein bisschen aufgewühlt.
00:34:53: Weißt du was ich meine?
00:34:53: Das ist so... Vielleicht kannst Du hier mal beschreiben wie sind denn die auch die Reaktionen wenn man dreht.
00:34:59: Weil ich habe auch so einen Freund Waldemar von Einhornkondome.
00:35:01: der hat ja so viel Gefühlsfindung und so gemacht.
00:35:04: und dann sitzt er manchmal da und dann sagst Du Waldemarr wollen wir das und dass und das machen?
00:35:07: Setzen davon!
00:35:09: Dann sitzt er da guck bis er ihn sagt zu ihm.
00:35:12: Ich mach gerade mal ganz kurz den Bodycheck in.
00:35:14: Also ich merke irgendwie, es macht mir die Brust ein bisschen eng.
00:35:17: Ich glaube das wäre jetzt zu stressig-schwell.
00:35:19: Können wir das vielleicht aufs zweite Halt beleben und dann das und das?
00:35:22: Was ist so in der Art redet da?
00:35:23: Und ich sitze ja mal so da und denke mir so... Das ist ne ersten Sekunde so skurril und in den zweiten Sekunden so stimmig!
00:35:29: Und deswegen bin ich von dir mal neugierig zu hören wenn man sich diesen Art mal näher hat präsent zu sein im Körper.
00:35:36: was erlebst du wie andere Menschen reagieren wenn man das selbst beginnt?
00:35:41: Leer, das kommt immer ganz auf mein Gegenüber drauf an.
00:35:43: also Wenn ich jetzt ein Freund Waldemar sehen würde, würde ich mich total freuen.
00:35:49: Weil ich mir so ... Oh wow!
00:35:50: Der ist zu Hause, der ist verbunden mit seinem Körper.
00:35:53: Ich gehe da total mitten Risonanz und kann damit gut was anfangen.
00:35:56: So... Ich weiß es aber... Ich habe Kunden.
00:36:00: wenn ich so mit denen reden würde die würden mich anschauen und denken die alte spinnt.
00:36:09: Aber ich glaube das ist wichtig und ich glaube dass ist etwas was Kinder in der Schule lernen sollten.
00:36:14: Aber dann höre ich so ein Stück weit raus.
00:36:16: Wenn ich more embodied werde und mehr präsent bin, dass es mir auch auf die Füße fallen kann, dass Leute doch negativ drauf reagieren?
00:36:23: Ja klar!
00:36:24: Also ich bin oft als die Esotante oder die Hippitante oder perverse oder was auch immer abgestempelt wurden weil... ...weil ich mit meinem Körper verbunden bin, weil ich ehrlich bin, Weil ich klar direkt bin.
00:36:44: Also das eine ist, ich glaube, die Faszination ist oft groß dafür.
00:36:49: Es beginnt mir oft weil ich halt oft Sachen so einfach ausspreche wo andere Leute, glaub' ich, ein bisschen erschrocken sind oder Fragen stelle auch.
00:36:55: So was kannst du doch nicht fragen und gleichzeitig... also ich meine vielleicht mögen das aber auch dass es so ein bisschen so einen Bedürfnis gibt nach dieser Ehrlichkeit Aber auch viel Angst!
00:37:06: In so einer Interviewsituation ist ja mal das eine, aber ich überlege in meinem Privatleben wie viele Leute haben Angst vor mir Und das klingt Ich bin jetzt nicht so, dass ich dich aus dem Sockenhaue mit der Faust.
00:37:17: Aber Fragen zu stellen auf Themen wo du vielleicht nicht hingucken willst, so merke ich immer wieder Triggert viele Leute.
00:37:25: Aber gut, ich schweife ab!
00:37:27: Eine schöne Überleitung aber ein Stück weit auch zu deinem dritten Punkt rund um den Faktor Embodiment.
00:37:32: Du hast mir gesagt Gedanken, Emotionen und Körperzustände hängen zusammen Und das hast du ja eigentlich schon ganz schön angeleitet.
00:37:41: Ich sehe, wenn du hier mit der Faust in der Tasche da sitzt und machst aber schönes Spiel nach außen.
00:37:46: Also sozusagen ist das ablesbar und es hängt alles zusammen.
00:37:50: Nimm uns mal vielleicht ein bisschen an die Hand so mich und die Menschen, die jetzt zuhören wie du darüber denkst über diesen Dreiklang den du da gerade auch beschrieben hast in diesem Satz?
00:37:58: Ja also Gedanken, Emotionen und Körpergefühle bedingen sich gegenseitig.
00:38:03: Das heißt, wenn ich gestresst bin ziehe ich vielleicht meine Schultern hoch und gehe mehr ins einen Körperanspannung.
00:38:12: Wenn ich wütend werde, kann es sein, dass meine Feuste plötzlich aktiver sind.
00:38:17: Wenn der Entspannung kommt, dann kann es werden, dass mein Körper anfängt so tief auszuatmen.
00:38:25: Das sind ja lauter Sachen wo man Körper lesen kann.
00:38:29: das mache ich zum Beispiel als in meinem Beruf mache ich das ganz viel.
00:38:33: Ich habe gelernt wahnsinnig gut Körper zu lesen und ich kann auch oft sehen sind die Worte Und der Körper einen Einklang.
00:38:41: So.
00:38:44: Jemand, der Depressionen hat!
00:38:46: Ja?
00:38:47: der wird wahrscheinlich eher zusammengesagt sein, Blick auf den Boden haben.
00:38:51: Und das ist ganz spannend!
00:38:52: Wenn ich das eine Weile mache die Schultern hochziehen, den Rücken so ein bisschen zusammenrollen, den Kopf auf die Brust sinken lösse und einfach die ganze Zeit nach unten schaut dann merke ich wie sich in mir emotional anfängt was zu verändern.
00:39:09: Ja wohin gegen wenn ich meine Schulter noch oben hinten Rolle mein Brustkorb Richtung Himmel öffnen.
00:39:17: Ja, ich meine Blickheber hat sofort einen emotionalen Effekt auf mich!
00:39:22: Ich fühle mich gleich anders und das ist nichts zu
00:39:26: unterschätzen.".
00:39:28: Ich denke gerade an eine Situation, habe ich die lustigerweise auch schon mal von erzählt.
00:39:32: Da saß ich irgendwie in einem Restaurant, so ein Hotel-Restaurant und dann kam jemand zu mir und hat gesagt, ich hab dir nicht Hallo gesagt, entschuldige bitte!
00:39:40: Und ich hatte den Eindruck du wirkst auf mich gerade so als wenn du dich voll unattraktiv fühlst... ...und ich wollte nur mal sagen ist das Gegenteil, ich finde dich sehr attraktiv, sagt einen Mann zu mir, ne?
00:39:48: Ich fand es total herzig Und gleichzeitig habe ich dann drüber nachgedacht, dachte so okay.
00:39:54: Ich hatte gar nicht unattraktiv gefühlt, ich hätte Geldthemen im Kopf.
00:39:57: also ich hab über Umsatz nach gedacht, wie kann ich sozusagen Sachen finanzieren?
00:40:01: Ach du Scheiße!
00:40:02: Wie mache ich
00:40:02: das?!
00:40:03: Also man könnte sagen ich hatte Sorgen und jetzt versuche ich es für mich manchmal auch zu finden gerade auf was Du gesagt hast zu diesem Punkt.
00:40:10: wenn das zusammenhängt hat der recht, hat er mich richtig gelesen Oder hat er eigentlich was reininterpretiert, was in ihm los war?
00:40:18: Also weißt du wo fangen so die Grenzen an und wie nehme ich so auseinander für mich.
00:40:22: Was ist in mir, was is in anderen?
00:40:24: weil ich finde es manchmal auch ganz schwer auseinanders zu halten wenn man diesen dreiklang Gedankenemotion Körperzustand nimmt zwischen meiner Welt und der Anderen will zu unterscheiden.
00:40:32: Weißt du was ich meine?
00:40:33: Ich
00:40:33: weiß was du meinst!
00:40:35: Wir senden ja schon permanent Signale raus.
00:40:40: Und es scheint so als hätte er schon etwas wahrgenommen.
00:40:44: So, vielleicht warst du so ein bisschen mehr zusammengekauert oder so eine rundslicke Stirn- oder der Blick auf den Boden gerichtet.
00:40:52: Also erscheint irgendwas wahrgenommen zu haben.
00:40:55: Seine Interpretation war anscheinend...
00:40:58: Attraktivität?
00:40:59: Ja genau, Attraktifität!
00:41:01: Das heißt beides.
00:41:05: und da dann immer zu schauen dieses was resoniert.
00:41:07: Dieses okay erscheinen etwas Beobachter zu haben So, okay ich bin gerade nicht so in meiner Blüte.
00:41:12: Ich fühle mich nicht mega fresh und yeah alive.
00:41:14: Und resoniert es mit der Attraktivität?
00:41:17: Nee das nicht!
00:41:19: Da müssen wir einfach mal schauen.
00:41:20: Passt das.
00:41:22: Es ist faszinierend wie du das so übersetzt... Wie hast Du das gelernt Körper zu lesen?
00:41:27: Das ist eine gute Frage.
00:41:32: Ich meine, wenn man so viele Jahre mit Menschen und mit Körpern arbeitet lernt man irgendwann gewisse Dinge wahrzunehmen?
00:41:42: Ich würde sagen sowieso eine gute Beobachterin, das ist einer meiner Superpower.
00:41:45: ich kann wahnsinnig gut beobachten und wahrnehmen Wenn man sie auch mit Trauma zum Beispiel beschäftigt oder diese ganzen Bodywork Ausbildung die ich mache.
00:41:56: da ist es manchmal auch Teil davon so Mikrobewegungen wahr zu nehmen Verändert sich der Arten, gehen die Augen einen Millimeter weiter auf.
00:42:05: Wird das Gesicht ein bisschen starrer?
00:42:08: Das ist so fein dass man es wenn man nicht geschult ist manchmal gar nicht wahrnimmt.
00:42:14: Eine einfache Übung haben wir mal gemacht in einem Training.
00:42:17: Die war total toll!
00:42:18: Eine Person ist gelaufen und die andere Person ist hinter der Person hergelaufen dann hat den Gang imitiert.
00:42:25: Und das haben wir ein paar Mal gemacht Und es ist abgefahren zu merken, wenn man den Gang von der anderen Person imitiert.
00:42:32: Also alles die Schultern, die Bewegung, die Armbewegungen und die Beine wie die Füße aufgesetzt werden.
00:42:38: Alles bekommt man ein anderes Körperempfinden.
00:42:42: Wenn man das Sohn so oft macht kriegt man einen stückweiten Rückschluss auch über diese Person.
00:42:48: Sehr total faszinierend!
00:42:50: oder der Kiefer ist zum Beispiel eng mit dem Beckenboden verbunden.
00:42:54: Viele Menschen sind sehr angespannt am Kiefern, da kann man schauen okay?
00:42:58: Ist es da vielleicht unterdrückter Wut?
00:43:00: werden die Zähne zusammen gebissen?
00:43:01: was wird da vielleicht nicht klar kommuniziert?
00:43:04: oder eben auch gibt das viel Anspannung im Becken oder vielleicht alles zusammen und das gibt mir auch wieder eventuell Rückschluss über eine Person.
00:43:15: Ich belege noch ein Stück weit wenn wir jetzt sagen Gedanken Emotionen Körperzustände hängen zusammen.
00:43:21: Was heißt das in der Konsequenz für den Menschen, was bedeutet das für mich?
00:43:25: Und dass wir also ein Stück weit über unseren Körper uns ja auch verletzlich machen.
00:43:33: Angela Merkel ist doch ein super Beispiel dafür mit ihrer Raut, die hat doch immer ihre Hände in dieser Raut gelegt damit sie eben immer schön neutral ist und man nicht erkennen kann ob es jetzt zum Beispiel nervös ist angespannt ist oder was auch immer.
00:43:50: In Asien ist das ja zum Teil, ich glaube China oder so was.
00:43:54: Da lernen Menschen auch gerade in hohen Position sich nichts ansehen zu lassen – die Würde nicht zu verlieren!
00:44:02: Das ist ein taffes Training und es ist gar nicht leicht, die innere Gefühlswelt von dem Körper abzuschneiden, dass die Außenwelt das nicht mehr lesen kann.
00:44:15: Ja, ist ein super Überleitung auch zu deinem vierten Punkt.
00:44:18: Wenn ich im Körper bin kann mein Körper Gefühle darstellen.
00:44:22: Also das was du gerade beschreibst hat ja auch eine Funktion.
00:44:25: also eigentlich willst du ja wissen wenn die Führerin einer Nation gerade richtig aufgewühlt ist dann ist wohl irgendwas Schlimmes los so.
00:44:32: Das hat für uns als menschliches Rudel sozusagen eigentlich ne Aufgabe auch oder?
00:44:38: Definitiv!
00:44:39: Definitif.
00:44:40: anderes gutes Beispiel war zum Beispiel während der Corona-Zeit als alle Menschen Masken tragen mussten, gab es Kinder die konnten nicht mehr die Mimiken von Erwachsenen lesen.
00:44:53: Es gab dann Kinder, die haben angefangen, Menschen zu malen mit Augen und Nase aber es gab kein Mund ja?
00:44:59: Und sie konnten zum Beispiel da nicht mehr erkennen.
00:45:01: ist die Person ähm?
00:45:04: ist er jetzt Freude oder is der Wut?
00:45:06: Und das ist ein Disaster, wenn ein Kind das nicht als Kind lernt.
00:45:10: Das ist ein Desaster weil dieser Mensch kann ja das Gegenüber nicht mehr einschätzen.
00:45:16: D.h.,
00:45:16: wir können uns in füchterliche Gefahren manifrieren.
00:45:20: Also die Wegnahme der Hälfte des Gesichtes sozusagen fütchen dazu dass man nicht mehr weiß was eigentlich beim anderen los ist?
00:45:26: Ja, es sei denn also Erwachsener... Wir können ja schon noch um ein bisschen die Augen lesen aber einem Kind scheint das anscheinend eher schwer zu fallen!
00:45:34: Es ist sozusagen, ähm... Also kann ich Gefühle noch besser darstellen wenn ich im Körper bin als wenn ich es nicht bin.
00:45:41: oder zeigt der Körper nicht immer die Gefühlle die ich habe.
00:45:45: Nicht immer ne?
00:45:46: All das gibt manche Menschen wo ich sage diese sehr von sich abgeschnitten Die dann sagen Ich will Freude Wo ich merke ja Kommt aber nicht bei mir an.
00:45:59: Oder ich bin wütend Und dann lächeln sie manchmal dazu.
00:46:02: Ich bin total wütent.
00:46:04: Ich sag Ja Aber's kommt tatsächlich nicht bei mehr an.
00:46:09: Das scheint so eine Regel davor zu geben.
00:46:12: Wenn ich meine Wut zeige, dann weiß ich nicht ob ich weiter geliebt werde oder überleben werde.
00:46:20: Das sind manchmal ganz tiefgehende Ängste.
00:46:25: Oder Freude.
00:46:25: Manchmal sind wir sehr davon abgeschnitten dass der Körper es nicht mehr schafft ist nach außen hin zu übersetzen.
00:46:33: Ich habe mal gesagt bekommen, wenn man Mauern um sich herum baut ist das schön.
00:46:36: Weil dann ist man geschützt und wird aber auch nicht gesehen.
00:46:40: In so eine Richtung geht es manchmal.
00:46:41: Wenn du gerade beschrieben hast was du gesagt hast wenn ich in der Kindheit nicht sicher war... ...und Wut wird mir ab und gibt dem Onkel die Hand.
00:46:53: Das heißt wenn ich da quasi eine Schwierigkeit habe.. ..und mich konditioniere auf den Verhalten was mir nichts zu eigen ist.... Du hast auf einmal auch irgendwie so ein bisschen, da kommt etwas dazwischen.
00:47:06: Also was du mit dem Energiefließen gesagt hast.
00:47:09: Und auch da immer erstmal das ist für mich ganz wichtig dass es anerkannt wird von Überlebensstrategie.
00:47:15: Das war ganz ganz ganz wichtig ja?
00:47:18: Das war quasi der beste Freund der immer acht gegeben hat.
00:47:22: Jetzt werden wir irgendwann erwachsen und merken, es steht uns im Weg gerade so eine Mauer.
00:47:26: Ich hab mir damals auch viel Trauma in meiner Kindheit erlebt.
00:47:29: ich hatte so ne Supermauer die war innerhalb von einer Millisekunde war dir hochgezogen.
00:47:34: nach außen habe ich immer kalt gewirkt.
00:47:39: hinter der Mauer ging die Post ab.
00:47:41: ich hab gedacht ich sterbe ich überleben nicht und ich dachte mir wie kann das die Außenwelt nicht sehen?
00:47:45: Ich bin doch wirklich hier kurz vorm Verrecken vom eingehen.
00:47:48: nee du bist zu kalt.
00:47:50: Ja, also das war nicht konkurrent.
00:47:54: Meine Innenwelt mit dem nach außen dahin.
00:47:56: Es waren eine super Überlebenstrategie aber es war einfach irgendwann nicht mehr dientig und stand mir unglaublich im Weg an einem gewissen Punkt.
00:48:03: und vor allem ich war unglaublich einsam hinter dieser Mauer.
00:48:06: Es war unglaublicheinsam und es war schwer dass irgendjemand zu mir durchdringen konnte.
00:48:12: Wie hast du die abgebaut?
00:48:14: Deine Betonsupermauer?
00:48:17: Ja, jahrelange Arbeit.
00:48:20: Ich habe so viele Sachen gemacht und das Wichtigste war einfach zu erkennen.
00:48:26: es ist wichtig dass ich lerne, dass ich mich in mir sicher fühle.
00:48:31: Das ist der wichtigste Ort wo ich mich sicher fühlen muss.
00:48:38: Ja, das war mein individueller Weg.
00:48:40: Ich habe wahrscheinlich auch viele Umwege geschlagen.
00:48:42: Es hätte vielleicht noch schneller und effizienter sein können gehen können.
00:48:47: Aber im Endeffekt zu lernen in meinem Körper zu Hause zu sein und einen Ort der Sicherheit in mir zu finden.
00:48:54: Das muss doch irgendwie eine unglaublich faszinierende, so eine Grenzerfahrung gewesen sein wenn du da sitzt und denkst so Hallo Party Was kriegst du hier nicht mit?
00:49:07: Und es ging immer sagt so, nee ist gar nix.
00:49:10: Oh das hat in Großteil meines Lebens gedauert bis ich gecheckt habe dass die Außenwelt das anders sieht als ich.
00:49:16: das muss man ja erstmal verstehen.
00:49:18: und da sind jetzt zwei verschiedene Welten die dazu sammeln brauen Ich in mein Bubble in meiner Welt in meiner Wahrheit Du und dein Bubble deiner Welt Deiner Wahrheit.
00:49:27: Da musst ja deine Wahrheit erst mal zu mir durchdringen Dass sich realisiere... Du nehmst mich gerade ganz anders war
00:49:36: Und den Punkt finde ich noch interessant, abschließend zu dem was wir gerade reden.
00:49:39: Also vielleicht ist es auch ein persönlicher Neugier, aber wie kriegt man so was aufgelöst?
00:49:44: Du willst dich ja jetzt nicht theatralisch benehmen damit andere Leute verstehen, was in dir vorgeht.
00:49:48: Das ist ja auch unnatürlich und gleichzeitig ist das total merkwürdig dass deine innere Gefühlswelt im Außen gar nicht wahrgenommen wird.
00:49:55: Was sich für Dich übertotal natürlich ist.
00:49:56: Wie schwimmen!
00:49:57: Das machst du einfach.
00:49:58: Das kannst du gar nicht wissen, was ich meine.
00:50:00: Und wie kommt man dann an den Punkt, dass etwas was man so oder wie atmen Schwimmen ist ja eher gelernt?
00:50:05: Soviel du atmest zeigst du deine Gefühl Aber die Leute checken sie nicht.
00:50:09: Weißt du was ich meine?
00:50:10: Ja, die Frage ist habe ich sie wirklich gezeigt.
00:50:14: In mir ist ganz viel passiert aber ich hab sie offensichtlich nicht nach Ausnehmen gezeigt und einer der ersten Schritte war also das erst mal zu erkennen.
00:50:24: Der nächste Schritt war wenn ich in diesem Zustand war das zu benennen So, ich kriege gerade mit.
00:50:32: Du nimmst mich sehr kalt wahr?
00:50:33: Aber in mir schaut es komplett anders aus!
00:50:36: Ich habe hier grade richtig Angst.
00:50:38: Mir geht der Arsch auf Grundeis... ...ich hab das Gefühl, ich bin kurz vorm Sterben.
00:50:43: Überhaupt dass im Worte fassen zu können, das auszusprechen, da hab' ich mich gefühlt schon so eine Verletzlichkeit reinbegeben.
00:50:52: Das war ein Riesendenken.
00:50:53: Das konnte ja auch nicht von heute auf gleich machen.
00:50:56: Das hat..das war ein Prozess, ich glaub zum Teil über mehrere Jahre hinweg.
00:51:03: Das ist ja gar nicht so sehr.
00:51:04: das eine ist die Überwindung, was zu äußern.
00:51:06: Das andere ist aber erst mal zu übersetzen, was hier drin ist in den Wort und Erklärungen zu packen, damit man draußen verstehen kann.
00:51:13: Manchmal ist da auch ein Motiv hinter, was man gar nicht versteht.
00:51:16: Ich fühle mich hier in meinem Leben bedroht, obwohl es wir eigentlich nur über einen Arbeitsprojekt drehen oder so, weißt du?
00:51:20: Also stehe ich mir unglaublich komplex vor!
00:51:22: Ja, und für Menschen sind wir auch unfassbar komplex... Das ist manchmal so ein bisschen das anstrengende Arbeit, ich glaube auch das Schöne am Mensch sein.
00:51:32: Jetzt hast du mir als Sein Fünften Punkt noch mitgegeben die Integration von Erfahrungen also... Bei allem, was du gerade gesagt hast im Bodyment.
00:51:40: Man sieht am Körper wie die Leute in der Haltung, wie es ihnen geht und so weiter und sofort.
00:51:44: Du hast ja auch erzählt vieles im Denken ist immer rückwärtsgerichtet.
00:51:48: Wenn jetzt also Gedanken, Emotionen, Körperzustände miteinander zusammenhängt, der Körper darstellt, wie's mir geht dann ist eigentlich die logische Konsequenz aus dem was du auch grade gesagt hast das Vieles, was ich körperlich zeige eigentlich eine Erfahrungsvergangheit ist, die ich da abbilde oder?
00:52:03: Ist das damit gemeint mit dem Punkt?
00:52:04: vielleicht müsst ihr es eher so fragen.
00:52:05: Ich würde es jetzt eher so beschreiben Keine Ahnung, ich gehe über die Straße und werde blöde angepüppelt.
00:52:12: Da kann ich zurückpüpeln und so tun als wäre nichts gewesen.
00:52:16: Ich kann aber auch reinfühlen und merken das hat gerade was mit mir gemacht.
00:52:20: Das ist gerade richtig reingegangen.
00:52:25: Und es fühlt sich in meinem Brustkopf ziemlich schmerzvoll an.
00:52:29: So, und ich merke eigentlich willenteile mich gerade zittern da kommt grade Angst hoch eine Unsicherheit und ich fang an nicht sehr klein zu fühlen.
00:52:40: Das wäre so eine Integration.
00:52:41: Ich erkenne an, dass das gerade wirklich passiert und ich kehr's nicht einfach unter ein Teppich.
00:52:47: Ah ok!
00:52:47: Ich
00:52:48: hab gedacht, du meinst, dass sich im Fühlen die Erfahrungen zeigen, die man gemacht hat?
00:52:52: Also dass du zum Beispiel sagst, ich hatte im Kindheit einen Trauma und es wird getriggert und deswegen kommt diese Erfahrung wieder hoch und ich reagiere in der Situation aus einer Erfahrung heraus.
00:53:01: Habe ich falsch verstanden?
00:53:02: Und das ist im Endeffekt auch Teil davon doch schon... Okay, natürlich.
00:53:07: Weil es ist interessant was du sagst, weil ich erinnere mich... Ich hatte einen Unfall beim Sport.
00:53:14: Ich bin beim Fußball das erste Mal seit Jahren wieder gespielt und habe mich im Lochenbauch gefreut, Tore geschossen.
00:53:19: Es lief toll!
00:53:20: Und dann bin ich auf dem Ball ausgerutscht in die Luft gesegelt, auf den Boden aufgeschlagen erst mit der Hüfte da mit dem Kopf.
00:53:27: Das hat so gerummt und die ganze Halle hat den Atem angehalten.
00:53:30: also ich wusste okay jetzt bleibst du nicht in Berlin.
00:53:32: So ist Tat auch weh logischerweise.
00:53:35: Und dann Krankenwagen gerufen auf die Bare und so weiter.
00:53:38: Ich habe an irgendeinem Punkt gemerkt, ich würde jetzt gerne heulen, gar nicht so selten weil es weh tut sondern weil so Spannung raus wollte.
00:53:47: Habe ich natürlich nicht gemacht weil irgendwie nur Kerle beim Sport wäre wahrscheinlich aber ganz toll gewesen.
00:53:54: Das
00:53:54: wäre wahrscheinlich sehr gut gewesen.
00:53:59: Das ist glaube ich ein bisschen so mit gemein, ne?
00:54:01: Mit dem was du gerade beschrieben hast diese Erfahrung zu machen.
00:54:04: Aber ich lerne... also für mich fest das ist gar nicht so einfach sich den zu öffnen.
00:54:09: Also man muss es auch erst mal lesen lernen und ihr weißt...
00:54:13: sich selber wieder vertrauen lernen.
00:54:15: ja und dafür brauchen wir diesen Zugang wieder zum Körper.
00:54:19: Weil was nämlich passiert, ja das war ja in dem Moment auch eine Schockerfahrung für dich.
00:54:25: Und ein natürlicher Zustand ist zum Beispiel dass der Körper anfängt zu zittern, dass wir weinen oder das heißt die Anspannung des Stresses will unser System verlassen.
00:54:35: Das ist noch total gesunde Reaktion unseres Körpers.
00:54:38: Wir haben oft gelernt es unterdrücken.
00:54:43: So habe ich das von meiner Lehrerin, die einer der tollsten Traumotherapeuten auf diesem Planeten ist gelernt.
00:54:49: Ein Trauma wenn wir das nicht adäquat aus unserem Körper rausholen manifestiert es sich innerhalb von drei Wochen zu einem Trauma in unserem System und verkapselt sich irgendwo im Körper.
00:55:01: Und das ist sowieso alles was wir erfahren haben erlebt haben gut schlecht usw.. Es speichert sich irgendwo in unserem Körper ab.
00:55:08: Das heißt, jede Zelle unseres Körpers trägt jeder Erfahrung die wir je gemacht haben – IN UNS!
00:55:14: Und je mehr von dieser Angst und Stress und Spannung da ist, desto schlechter können wir atmen, destso schlechter kann die Energie frei durch unseren Durchfließen, dass so eher sind wir von uns abgeschnitten usw.
00:55:27: Je mehr wir lernen das sofort wieder ans Fließen zu bringen, das so weniger Blockagen haben wir im System.
00:55:37: Das gesünder würde ich sogar sagen sind Körper-, Geist- und Seele.
00:55:42: Und ein gutes Beispiel dafür ist ... Wir kennen ja alle diese Tierdokumentationen.
00:55:48: Löwejagg Garzelle, die Garzellen entkommt am gewissen Punkt bleibt sie stehen zittert einmal und in dem Moment wo sie sich schüttelt und zittert Bringt Sie die ganze Anspannung, Stress aus dem Körper raus und dann geht sie zur Herde zurück.
00:56:02: Und krass ganz normal weiter als wäre nichts gewesen!
00:56:05: Das machen so ziemlich alle Tiere bis auf Zootiere.
00:56:09: Die haben es verlernt.
00:56:10: Zoo- und Zirkustiere...und wir Menschen.
00:56:13: Ja?
00:56:14: Es ist lustig dass du das sagst.
00:56:15: ich habe genau das als Übung gerade empfohlen bekommen nach diesem Sturz weil es war genau das.
00:56:22: Du hast den Schock noch im Körper.
00:56:25: guck dir mal TRE an
00:56:27: Ich
00:56:28: krieg die Abkostung nicht mehr zur Zermatt.
00:56:29: Guck dir das mal an und dann guck dich so... Ah, okay.
00:56:33: So Trauma and Tension Release Exercises.
00:56:37: Okay Übersetzungsmaschine Ich lasse sozusagen so was los.
00:56:40: Und zwar genau sowas mit Beinen so schwingen, dass man die Beine zwischen und dann sitze ich... Also irgendwann habe ich gedacht wie ist das ein Lob?
00:56:45: Ich hab mir Kisten irgendwo daneben legen müssen weil meine Beine schlockerten so hin und her!
00:56:49: Das ist ganz faszinierend, da muss man glaube ich mal...
00:56:52: Ja ja, das ist ähm... Ach Gott warte jetzt fällt mir das Wort nicht dafür ein.
00:56:56: Neurogynes Zettern?
00:56:57: Ja
00:56:57: genau, Neuro-Genes Zetterndes kommt im Endeffekt aus dem Becken heraus, ne?
00:57:01: Aus dem Psoasmuskel der Gerne.
00:57:03: Der Psoasmuskel wird auch der Muskel der Seele genannt Und gerade Anspannung, Stress, Trauma manifestiert sich gerne in diesem Sourcemuskel.
00:57:13: Das ist eine fantastische Übung, in der wir wirklich diese Spannung und Trauma aus dem Körper rausholen können – ganz, ganz fantastisch!
00:57:20: Einfach zu machen….
00:57:21: Ich bin ein riesen Fan davon!
00:57:25: Damit können wir selber gut gegen solche Stressmomente vorgehen.
00:57:29: Ich verlinke das mal an der Beschreibung, die sind wirklich super diese Übungen.
00:57:32: Und jetzt hast du eben gesagt deine Lehrmeisterin sagte in drei Wochen ist es verkörpert.
00:57:37: wie darf ich mir das vorstellen?
00:57:39: Also so
00:57:40: verkapselt.
00:57:41: also wir können uns vorstellen es gibt Trauma es gibt ein einmaliges Trauma was wahnsinnig groß ist wie ein Autounfall oder eine Vergewaltigung.
00:57:51: Das ist so intensiv und heftig dass können wir in dem Moment nicht verarbeiten.
00:57:57: Ja, das ist so ein Schock und da geht der Körper.
00:58:01: Das geht nur ums Überleben.
00:58:03: Und das heißt wenn wir diese Schock-Situation wie du auch gerade erzählt hast dann nicht ganz bewusst angehen, dann können uns es vorstellen, tut er sich wie ein Zeit-und Raum verkapseln.
00:58:15: wie in einem Eiswürfel sitzt das irgendwo in unserem Körper und wartet darauf, dass es wieder schmelzen kann.
00:58:23: Damit das was damals nicht zu Ende gefühlt werden konnte jetzt zu Ende fühlt werden kann damit es unser System verlässt Ja?
00:58:32: Und dann gibt's auch die sich Wiederholenden Erfahrungen wie ich kenne zum Beispiel aus meiner Arbeit Menschen die immer wieder unachtsam Sex haben zu dollen heftigen Stoßsex haben und der Körper ist noch gar nicht vorbereitet Und oft haben die Menschen Schmerzen und sagen nichts.
00:58:51: Ja, dann passiert das einmal und zweimal und dreimal und viermal und fünf mal... ...und irgendwann geht der Körper so einen Shutdown und sagt okay du gibst hier nicht auf mich acht ich gehe jetzt mal besser in eine Art Taubheit damit ich diesen Schmerz nicht mehr fühlen muss.
00:59:05: Das sind übrigens Sachen, die passieren uns im Alltag immer wieder sowas.
00:59:08: Das ist manchmal auch so Kleinigkeiten.
00:59:11: Dann geht es eben darum dass der Körper, dass wir das nochmal erstmal wahrnehmen.
00:59:17: Dass wir es ernst nehmen und besser auf uns Acht geben aber auch, damit wir das aus unserem Körper rausholen können.
00:59:23: Damit es eben schmelzen kann, damit die Taubheit sich wieder lösen kann und wir wieder fühlen können.
00:59:29: Das klingt ja ein bisschen wie so eine Gefühlshypothek.
00:59:32: also wenn ich sie jetzt nicht lebe muss ich's später wieder rausholen.
00:59:35: Es klingt nach richtig Arbeit!
00:59:37: Jaa... Ich bin ein großer Fan davon die Dinge nicht zu verschieben weil die Dinger unter den Teppich zu fegen bringt nichts.
00:59:44: Der Körper holt uns ein in Form von Krankheit.
00:59:47: Der Körper kommuniziert ja immer mit uns, immer, immer!
00:59:50: Wir müssen nur lernen wieder hinzuhören und die meisten ignorieren das einfach.
00:59:54: und dann wundern sich alle dass sie irgendwelche Erkrankungen haben, dass sie Rückenschmerzen haben, Dass Sie dies und jenes haben.
01:00:01: der Körper schreit zum Teil und sorgt halt dafür dass wir ab einem gewissen Punkt hinschauen müssen oder, und das erlebe ich auch immer wieder Menschen die auch gerade Traum verdrängen.
01:00:16: Das ist jetzt ein bisschen weiter hergeholt.
01:00:18: Es muss nicht bei allen Menschen zu sein aber ich habe es schon häufiger beobachtet dass diese Menschen im Alter dann eben dement werden als Heimer und es plötzlich das kleine Kind wieder aktiv wird.
01:00:31: Was damals dieser Erfahrung gemacht hat und dieser Teil ist ein Stück weit in dieser Zeit hängen geblieben Und da denke ich mir ja, das wäre ganz gut gewesen.
01:00:40: Hättest du früher dich diesen Themen gewidmet?
01:00:44: Dann hätte es nicht soweit kommen müssen!
01:00:46: Ich sage ja wir können den Themen nicht entkommen.
01:00:48: Es bringt nichts, die Dinge unter ein Teppich zu fegen ist holt uns früher oder später wieder ein.
01:00:54: Ja, ich merke das auch dass dann manchmal Menschen so eine... Da musst du noch nicht mal Demenz sein, dass sie immer so kindlich werden So bisschen wie das innere Kind was dann hervorkommt in so Situationen.
01:01:04: Das ist ganz putzig und Ich glaube, wenn man ein Körperarbeit macht, dann kann man das erst so Stück für Stück verstehen.
01:01:13: Damit will ich nicht sagen, dass man etwas Besseres macht.
01:01:15: Das meine ich nicht, sondern es gibt Erfahrungen im Leben die kannst du erst nachempfinden, wenn du selber drin warst
01:01:21: und ich unterscheide da immer dieses Verstehen.
01:01:24: Ich kann die Dinge mit dem Kopf verstehen Aber die Dinge mit dem Körper begreifen.
01:01:29: Ja, da werde ich mir jemand nach einem guten Wort dafür, weil das ist genau das Ding!
01:01:33: Wenn aus deinem Körper was rauskommt dann ist es nicht verstehen als es verfühlen oder irgendwas in der Art und es hat eine ganz andere Qualität...
01:01:40: Hat ne andere Qualität?
01:01:41: Es geht noch mal tiefer.
01:01:44: Und ich finde zum Beispiel diese ganzen Therapieformen oder einen Großhalte-Therapieformen, die wir zur Verfügung haben, die sparen ja oft den Körper aus.
01:01:53: Ja auch oft viele Die Religion ja im Endeffekt auch.
01:01:57: Der Körper, der wird immer ausgespart und ich behaupte es geht nicht ohne den Körper Wenn wir den Körper mit einbeziehen ob das jetzt für die Spiritualität ist Für die Sexualität ist für die Partnerschaft ist für Therapie Ist.
01:02:17: Das ist der schnellere Weg.
01:02:18: Wir kommen schneller leichter einfacher an die Themen dran und können uns nach meinem Empfinden viel schneller hindurcharbeiten.
01:02:27: Also ich kann das bestätigen, es ist immer unangbar so was in Zahlen zu belegen aber in meinem Kopf sage ich mal, dass gefühlt vierzigmal so schnell wie wenn ich's mit dem Kopf löse.
01:02:37: Und es mag an gewissen Punkten auch gut sein erst mal nur mit dem kopf zu arbeiten weil gerade wenn wir diese Sicherheit brauchen wenn wir das Bedürfnis haben in Kontrolle zu sein dann kann das erstmal gut sein.
01:02:48: meine Erfahrung ist aber Geht immer nur bis zu einem gewissen Punkt.
01:02:52: Und dann kommt viele nicht weiter.
01:02:53: und das ist der Punkt, wo ich behaupte wir müssen den Körper mit einbeziehen.
01:02:57: Na ja es ist ganz lustig.
01:02:59: Ich weiß mein Vater hat das glaube ich mal zu mir gesagt und ich habe nach dem Ort abgespeichert warum auch immer.
01:03:03: Das war eine Rolltreppe und da meinte er Sohn?
01:03:05: Es ist manchmal so ich kann dir hundertmal was sagen und es kommt bei dir nicht an.
01:03:09: Und wenn man sagt dir jemand anders was beim Hundert ersten Mal und dann klickt's so.
01:03:13: Und ich finde bei körperlicher Arbeit setzt dieses Klicken so schnell ein und auch so anders.
01:03:19: Also ich weiß, ich saß mal da und dann ist es so ja, atme mal in dich rein.
01:03:22: Was spürst du gerade?
01:03:23: Ich sag ja weißt nicht wut oder irgendwie sowas.
01:03:26: Geh mal hin!
01:03:27: Und ich fühlte dann tiefer.
01:03:28: Dann hast du ein bisschen Griff drauf.
01:03:30: Ja... Ich bin fühlt nur auf meinen Vater lustigerweise.
01:03:34: Passt ja zu der Geschichte eben.
01:03:35: Echt wie soll denn das?
01:03:36: Ja ich weiß nicht.
01:03:37: Und dann ging's weiter.
01:03:39: Das kann man wenn man erzählt klingt ja blöd kloppt.
01:03:41: Ich sage ich bin grad zwei Jahre alt.
01:03:44: Also ich würde mal behaupten, ich erinnere mich an fast gar nichts mehr mit zwar.
01:03:46: Aber in der Sekunde habe ich gedacht, ich bin zwei Jahre alt.
01:03:48: und was ist es?
01:03:50: Ah!
01:03:50: Da hat mir verboten laut zu sein.
01:03:52: Dann meinte sie, ah ja das passt ja gut.
01:03:54: bei Kindern sagt man ja gerne mal dem Alter sei nicht so laut.
01:03:56: Ich sagst du ja, das hat mich getroffen dass sich mit zwei Jahren verboten bekommen habe laut zu seien.
01:04:01: Und das kannst du mir fünfzigmal erzählen Ja aber einmal hingefühlt haben und dann die Übersetzung jetzt bist du grad zwei Das passiert.
01:04:08: Bamm war's da Und das finde ich kann man, glaube ich, wenn man es mal erlebt hat.
01:04:15: Deswegen ist es lustig.
01:04:15: Ich wusste gar nicht, dass ein Body mit uns dahin führt aber das ist genau das diese andere Qualität, ich meine.
01:04:20: Ein fantastisches Thema oder?
01:04:22: Ich bin so froh, dass du mich eingeladen hast.
01:04:26: Und gleichzeitig so schwer zu erklären, wenn man nicht da ist... ich hab manchmal das Gefühl, wenn ich sozusagen fühle und denken verbinde oder halte mich mit Menschen und es fehlt eine Ebene.
01:04:37: Ich sag dann immer, wir gucken bei den Filmen, du siehst den in schwarz-weiß und ich sehe ihn in Farbe!
01:04:42: Und dann versuch mal ne Farbe zu erklären.
01:04:45: Ja, ja, das ist ne gute Erklärung.
01:04:48: Das macht's manchmal schwierig finde ich.
01:04:51: Aber wo ist der Effort?
01:04:52: Von daher kann er nur helfen.
01:04:53: Es lohnt sich, auf jeden Fall und es mag am Anfang schwierig und sehr stolperig sein.
01:05:00: Sagt man stolperik?
01:05:01: Ich finde das gut wenn ich erfinde würde jetzt.
01:05:07: Und es lohnt dich aber es lohn sich dran zu bleiben... ...es lohnt sich!
01:05:11: Das ist wie ein nach Hause kommen und das Leben verändert sich.
01:05:15: Wie du gerade gesagt hast, ich find's ein schönes Beispiel wie man schaut immer einen Film in schwarz-weiß und plötzlich schaut man den Film in Farbe.
01:05:22: Man nimmt mehr wahr, der Kopf ist ja immer noch da, er darf auch immer noch dasein.
01:05:27: nur wir nehmen jetzt noch mehr wahr über den Körper, über die Gefühle, über diese Emotionen.
01:05:32: Wir dienen uns aus!
01:05:35: Wir gehen anders durchs Leben, wir sind anders im Beziehungen Wir leben beziehung anders Und die Sexualität verändert sich.
01:05:43: Die verändert sich komplett, die ist so viel mehr erfüllender, die macht soviel mehr Spaß.
01:05:48: Ja, vor allem auch die Geschwindigkeit nimmt ja zu.
01:05:51: Wenn man sagt ich möchte... Ich bin ungeduldig!
01:05:54: Weil ich habe das manchmal... Er weiß schon was mit dem Zittern?
01:05:58: Ich hatte Konfliktsituationen wo ich mich gestritten hab und dann fing ich an zu zittern.
01:06:01: Und da habe ich gesagt so... Ist hier kalt?
01:06:05: Warte ich so.
01:06:06: ne.
01:06:07: Kreislauf im Keller?
01:06:08: Nee eigentlich auch nicht.
01:06:09: Hast du gegessen?
01:06:10: Ist warm hier?
01:06:11: Ah!
01:06:12: Hier ist wohl gerade etwas los.
01:06:13: So..und dann Geht sozusagen die Reise los und hast natürlich eine ganz andere Qualität an Erfahrung dann, aber es ist sozusagen Weg dahin.
01:06:21: Und jetzt hast du mir noch einen letzten Punkt mit an die Hand gegeben also quasi unser fünf plus eins.
01:06:26: Wir passen uns unter ein Stichwort Sinnlichkeit.
01:06:29: Ach
01:06:29: stimmt!
01:06:31: Die Sinnlichkeit ja das finde ich ein ganz fantastisches Thema.
01:06:35: wahrscheinlich könnten wir darüber auch einen ganzen Podcast füllen.
01:06:45: Wir haben ja Sinne.
01:06:47: Das heißt, über den Körper können wir diese Sinne erfahren.
01:06:53: Sinne sind quasi der Übersetzer von der Außenwelt und der Innenwelt.
01:06:58: Ich kann mich in dieser Welt über meine Sinne erfahren!
01:07:02: Das ist fantastisch.
01:07:03: Also wenn man da mal reingeht... das ist ein riesengroßes Feld.
01:07:07: Und die meisten haben sich nur noch auf das Schauen konzentriert.
01:07:10: Wir können sehr gut sehen Aber wer tut denn mal bewusst schmecken, was da im Mund passiert?
01:07:15: Und wenn man ist und mal ganz bewusst wahrnimmt.
01:07:18: Was geschieht denn jetzt gerade in meinem Mund?
01:07:21: Das ist total abgefallen!
01:07:22: Die reinzige Schmacksexplosion.
01:07:24: Wenn ich mal bewusst nicht nur höre sondern lausche... ...was nehme ich denn da alles
01:07:30: war?!
01:07:30: Und das ist Wahnsinn, was wir alles hören können.
01:07:33: Es gibt ja immer wieder Berichte von Blinden die sagen erst seitdem blind bin, habe ich angefangen die Welt wirklich zu sehen.
01:07:42: Ja?
01:07:42: Weil die anderen Sinne plötzlich sehr viel aktiver wurden und sie wirklich nochmal ganz anders wahrnehmen konnten – das Gleiche mit dem Fühlen und dem Riechen!
01:07:52: Das ist fantastisch wenn wir damit anfangen zu arbeiten... Ich bin da mal ganz extrem reingegangene ganze Weile… in so ein Ding reingebracht, dass ich quasi über meine Sinne Orgasmen bekommen konnte.
01:08:09: Ich habe etwas gerochen und in mir fing an, eine Explosion zu kommen!
01:08:14: Ich stand in der Fußgängerzone ab dem Eis gegessen, hab mich mit diesem Geschmack verbunden und plötzlich kam ne riesengroße Orgasmuswelle angerollt ja?
01:08:24: Also das ist möglich.
01:08:27: Ja, und wenn wir uns mit diesen Sinnen verbinden, kommen wir ja in eine ganz andere Sinnlichkeit!
01:08:33: Das heißt, wir fühlen uns anders... ich sage immer ein bisschen, dass das wie Liebe machen mit dem Leben?
01:08:42: Das ist jetzt so alles mal kurz...
01:08:44: Da soll man mal kurz dropen, hab' ich auch gerade gedacht.
01:08:46: So können wir mal kurz dackern lassen.
01:08:49: Ich weiß was du meinst Wo du es mit dem Essen gerade beschrieben hast, für mich ist das auch so ein Genussmoment.
01:08:54: Gleichzeitig ertappe ich mich dabei.
01:08:56: Es ist ja irgendwie so unwohl geworden dass man was dabei schaut also einen Film oder ich sehe ganz oft komischweise mal Asiaten die immer so gebeugt über ihre Schüssel wie ein amesisches Currysitz mit zwei Stäbchen und dann sich reinschaufen und dabei auf den Smartphone gucken und es verkommt zu einem Akt des irgendwie... Ja?
01:09:14: Und diese Sinnlichkeit mal wiederherzustellen macht etwas.
01:09:18: Ist ja auch bisschen so wie bei Barfußlaufen zum Beispiel
01:09:21: Die wirklich wahrzunehmend.
01:09:22: was ist denn da unter meinen Füßen?
01:09:24: Wie bewege ich die Muskeln meiner Füße, wenn ich über die Wiese oder diese Steine laufe.
01:09:30: Und dann kann man erst denken das ja total langweilig und irgendwann merkt man oh wow!
01:09:35: Das ist mega geil und hat einen riesen Effekt auf mein ganzen Körper.
01:09:40: Spannend also.
01:09:41: wir lassen nochmal ganz kurze Revue passieren.
01:09:43: Wir haben gesagt bei Embodiment Wenn Ich Im Körper Bin wird der Kopf leiser Wenn ich im Körper bin, bin ich präsent.
01:09:51: Und dann ist es so, Gedanken, Emotionen und Körperzustände hängen zusammen.
01:09:56: Wenn ich im Körper bin kann mein Körper Gefühle darstellen.
01:10:00: Dazu gehört auch Erfahrungen zu integrieren.
01:10:03: Dann ist vielleicht noch die Spitze des Eisbergs die Sinnlichkeit.
01:10:07: Diese Szene mit der Sinnlichkeit?
01:10:10: Ja!
01:10:11: Ich sehe schon kommen.
01:10:12: wir werden uns hier nochmal wiedersehen.
01:10:13: Wir haben ja so viele Anmerkpunkte bei einzelnen Themen gehabt.
01:10:17: Danke, dass du das mir verkörpert hast und es war mein großes Vergnügen.
01:10:20: Ach ich danke dir!
01:10:22: Ich finde dieses Thema so toll und ich hoffe wirklich, dass so viele Menschen diesen Podcast hören weil man könnte jetzt denken langweilig und banal und ich glaube es ist alles andere als langweillig und Banal.
01:10:33: und anstatt in die nächsten Sneaker rein zu investieren oder den neuen Porsche oder sowas sollten alle Menschen viel mehr in ihr Embodiment rein investieren weil das Leben Das ist wirklich Erreichtum.
01:10:46: Das ist
01:10:47: Reichtum.".
01:10:48: Ich bin heute das sehr, weiß ich so aus der S-Bahn oder aus dem Zug ausgestiegen, laufst du durch die Gegend und hab gedacht irgendwie besteht die Welt häufig daraus?
01:10:57: Dass man mir einredet dass was ich sein werde ist wichtiger als das was ich bin.
01:11:03: also ich werde überall von Marketing zugeworfen mit welchen Haarföhn ich brauche um schön auszusehen oder die OP's im Gesicht oder es gibt ja Millionen von Punkten.
01:11:12: Dann dachte ich mir so, warum nicht einfach mal sein anstatt immer nur zu werden?
01:11:17: Ja.
01:11:18: Danke dir!
01:11:19: Ich danke dir auch für diesen wunderschönen Podcast.
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