Neurotraining Teil 1: Wie Atmung & Zunge dein Nervensystem steuern

Shownotes

Wir atmen durch den Mund, ziehen den Bauch ein und pressen die Zunge gegen die Zähne – und wundern uns, warum wir angespannt sind, schlecht schlafen oder ständig Schmerzen haben. Dabei sitzt der wichtigste Regler direkt in uns.

Luise Walther ist Coach für Schmerz und Performance und arbeitet neurozentriert: Sie setzt den Scheinwerfer aufs Gehirn und zeigt, wie viel wir über Atmung, Zunge und Wahrnehmung selbst steuern können. In Teil 1 dieser Feelgood-Friday-Reihe wird es sofort praktisch – mit Übungen zum Mitmachen.

Wir sprechen darüber, warum Nasenatmung fast immer die bessere Wahl ist, wie die Atmung zur Fernbedienung fürs Nervensystem wird, warum die Zunge das unterschätzteste Körperteil überhaupt ist – und wie du dir mit einem simplen Widerstandsband eine bessere Atmung antrainierst.

Du erfährst…

… warum Nasenatmung fast immer die bessere Wahl ist

… wie du über die Ausatmung gezielt entspannst

… wie du über die Einatmung in den Fokus kommst

… warum die Zunge über Haltung, Kiefer, Schlaf und deine Kraft mitentscheidet


||||| PERSONEN |||||

👤 Joël Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt

👤 Luise Walther, Expertin für Neurozentriertes Training, Schmerz & Performance Coach


||||| SPONSOREN |||||

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||||| LEXIKON |||||

Du verstehst nur Bahnhof? Zu viel Fachchinesisch? Unser Lexikon hilft dir dabei, die wichtigsten Fachbegriffe zu verstehen:

🔹 **Sympathikus** - Teil des autonomen Nervensystems, zuständig für die 'Kampf- oder Fluchtreaktion'.

🔹 **Parasympathikus** - Teil des autonomen Nervensystems, zuständig für Ruhe und Erholung.

🔹 **Vagusnerv** - Ein wichtiger Nerv im parasympathischen Nervensystem, der viele Körperfunktionen wie Herzschlag und Verdauung steuert.

🔹 **Herzratenvariabilität (HRV)** - Messgröße für die Variation der Zeitabstände zwischen Herzschlägen; Indikator für autonomes Nervensystem und Stresszustand.

🔹 **Kortikaler Homunkulus** - Der kortikale Homunkulus ist eine Art verzerrte Landkarte des Körpers im Gehirn. Er zeigt, wie viel Hirnfläche für das Fühlen (sensorisch) und das Steuern (motorisch) einzelner Körperteile zuständig ist. Teile mit besonders feiner Steuerung – etwa Hände, Lippen und vor allem die Zunge – nehmen darin überproportional viel Raum ein, weil sie für Überleben, Nahrungsaufnahme und Kommunikation zentral sind.


||||| KAPITEL |||||

(00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema

(00:08:21) Atmung: Die Fernbedienung für dein Nervensystem

(00:16:17) Vagusnerv, Stress & warum Atmung so viel verändert

(00:22:00) Leiteratmung: Eine einfache Übung zum Mitmachen

(00:27:33) Atemübungen für Entspannung & mehr Fokus

(00:32:08) Der einfachste Atem-Hack für den Alltag

(00:35:28) Warum deine Zunge wichtiger ist, als du denkst

(00:39:45) Zungenposition gegen Kiefer- & Nackenspannung?

(00:44:15) Mehr Stabilität & Leistung durch die Zunge

(00:48:34) Nacken, Atlas & was dein Körper selbst lernen kann




||||| WIR |||||

🧢 Ich bin übrigens Joël, der Macher dieses Podcasts. Ich bin ein Creator und Medienunternehmer, der für Wachstum und Vielfalt steht. Mein Vorgehen besteht darin, dass ich inspirierende und erfolgreiche Menschen interviewe, um von ihnen zu lernen und Wissensabkürzungen für dich und mich aufzutun.

👉 In meinem Podcast digital kompakt geht es um das Thema Wachstum in den Bereichen Business, Lebensgestaltung und Gesundheit

👉 In meinem Newsletter fasse ich dir Jeden Freitag die besten Learnings aus meinen Podcasts zusammen sowie viele weitere Einsichten aus meinen Aktivitäten.

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👥 Wir streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.

Transkript anzeigen

00:00:00: vor allem im Alltag Nasenatmungen.

00:00:02: Und da kann sich jeder mal selber überprüfen, es ist erschreckend,

00:00:04: v.a.,

00:00:05: wenn Menschen gestresst sind wie sofort der Mund aufgeht und die anfangen durch den Mund zu atmen.

00:00:10: Das ist eine Stressatmung, das ist nicht das was wir im Alltag wollen.

00:00:14: also das erste ist tatsächlich Nasen Atmung.

00:00:16: Das zweite ist ich kann über die Atmungen bewusst entscheiden will ich eher angespannt oder entspannt sein?

00:00:21: Das heißt, wenn wir uns mehr auf die Einatmungsfokussieren, die EinAtmung dominieren dann sind wir eher am Fokus in der Konzentration.

00:00:28: Wenn wir uns mehr als drittes auf die Ausatmung fokussieren, die Aus- atmung verlängern.

00:00:32: Dann kommen wir eher in die Endspannung was bei den meisten vor allem die lange Sitzen passiert.

00:00:36: Die füllen ihre Lunge wie mit so einer Espresso-Tasse.

00:00:38: Die rennen wie ein Durazell-Hessen hin und her.

00:00:41: Atmen dann vielleicht irgendwie noch nur einen Brustkorb oder atmen vielleicht auch so dass im Bauch die ganze Zeit angespannt haben weil Klamotten nicht sitzen, weil Kramotten zu engen die ganze Zeit in irgendwelchen Meetings und dadurch Stresslevel sowieso schon erhöht.

00:00:54: Und wenn du dann dem Körper dadurch aber diese kurzen Breaks gibst und sagst, eigentlich kannst du viel mehr atmen, rennst du nicht mehr mit der Expresso-Tasse hin und her sondern nimmst vielleicht irgendwann mal ein fünf, zehn Liter einmal und befüllst das tief und gleichmäßig.

00:01:08: Es wird halt einfacher!

00:01:09: Ich bin halt großer Fan davon, es dem Körper einfacher zu

00:01:11: machen.".

00:01:16: Hi, five Leute.

00:01:17: Hier ist Joel und ihr wisst am Vielgut Friday Interessieren mich Gesundheitsthemen.

00:01:20: Jetzt haben wir folgendes passiert Ich bin ins schöne Hamburg gefahren War da auf so einem Gesundheitstreffen.

00:01:24: Da sind nur Leute gewesen die Sport machte sich gesund ernähren und dann hab ich die liebe Luise Walter kennengelernt Und Luise erzählte mir von Neurotraining.

00:01:31: Da war natürlich meine Neugierde geweckt.

00:01:32: Was ist das?

00:01:33: Wir haben uns schon angefangen zu unterhalten, ich habe erste Übungen kennengelernt und dann hab' ich mal tiefer gefragt Luise was machst du eigentlich so?

00:01:38: Und dann sagte sie mir hey!

00:01:39: Ich bin spezialisiert als Coaching auf Schmerz & Performance.

00:01:42: da ist ja schonmal die Neugiersde geweckt.

00:01:44: Dann habe ich gedacht komm', wir sollten immer eine Folge machen dass wir uns heute mal drüber unterhalten über fünf Dinge wie Neurozentriertes Training dir helfen kann.

00:01:51: also werden wir sowas reden wie Atmung über Stabilität und und und.

00:01:54: Ich glaube heute richtig etwas dabei für euch weil es auch konkret ist.

00:01:57: Also werde ich auch Übung machen nicht nur langweiliges Theorie-Geblah sondern richtig, richtig geile Anwendungen.

00:02:02: von daher ich freue mich total auf diese.

00:02:04: schön dass du da bist hallo.

00:02:05: Ich freu

00:02:05: mich auch vor allem auf deine Neugier.

00:02:07: das immer das Schönste wenn man es wirklich auch erlebbar machen kann und nicht nur irgendwelche Fachvorträge hält sondern wirklich auch merkt als eine Begeisterung auf der Seite.

00:02:13: ja

00:02:13: da kannst Du dir aber gewiss sein.

00:02:16: vielleicht fangen wir mal grob an.

00:02:18: also Bei Neuro denke ich sofort an Gehirn, an Nerven.

00:02:21: Aber was genau ist der Neurozentrum des Training?

00:02:24: Da müsste eigentlich schon genau richtig sein.

00:02:25: Unser Gehirne ist ja im Endeffekt unser Chef oder Chefin vom ganzen Körper.

00:02:29: Also egal was wir denken, wie wir uns bewegen und atmen.

00:02:32: Egal welche Gewohnheiten wir haben.

00:02:33: Eigentlich entscheidet unsere Gehirnen in jeder Millisekunde bin ich sicher.

00:02:37: Kann ich hier gerade die Performance bringen?

00:02:39: Oder muss sich ihr den Körper irgendwie schützen?

00:02:41: Und das schauen wir uns halt an.

00:02:42: In meinem Fall hast du gerade gesagt entweder wollen Leute Schmerzen loswerden oder wollen ihre Leistung steigern Und Leistungssteigerung oder Performance ist ja bei manchen so fast schon negativ konnotiert.

00:02:52: Ich bin da mal relativ entspannt, das kann natürlich im Sportbereich irgendwie höher schneller weiter sein.

00:02:56: Das kann aber genauso gut sein, ich möchte mich irgendwie besser entspannen können, ich möcht besser abschalten können Vielleicht auch ich möchte meine Atmung optimieren vielleicht aber auch einfach, ich merke am Alltag ist mir alles zu viel, ich kann nicht mehr so gut sehen, ich merk irgendwie ich werd älter hab' nicht mehr die Konzentrationen, die ich früher hatte und dass schauen wir uns einfach individuell an.

00:03:13: okay was kann man wirklich machen?

00:03:15: individuell dem eigenen Körper, dem eigenem Gehirn leichter machen.

00:03:19: Aber warum kommen man denn mit Schmerzen zu dir?

00:03:21: Weil eigentlich wenn mir was weh tut gerade vielleicht wenn ich im Leistungssport bin dann würde ich doch eher zu einem Sportmediziner gehen oder vielleicht jemanden der so physiotherapeutisch aktiv ist osteopathisch whatever.

00:03:32: wie kommt man denn auf das Gehirne und die Nerven?

00:03:34: Total spannende Frage, das ist natürlich immer ein Zusammenschluss.

00:03:37: Also ich würde jetzt niemanden der einen irgendwie keine Ahnung gebrochenes Bein hat sagen gar kein Problem.

00:03:42: Ich kann dir helfen sondern ich komme immer ins Team mit dazu.

00:03:45: Das heißt Training wie der Name schon sagt kommt natürlich an zweiter Stelle.

00:03:48: also geht immer erst mal um die medizinische Abklärung und dann aber beispielsweise wenn man Schmerzen hat zu sagen okay was kann nicht aus moderner Schmerzforschung noch übernehmen?

00:03:56: Wie kann die Überatmung beispielsweise einen Einfluss auf den Schmerze haben?

00:03:59: Aber auch gerade bei chronischen Klienten gab es dann Kopfschmerzen sind Rückenschmerzen meine eigene Rückengeschichte, dann wirklich nochmal zu überlegen okay wie komme ich jetzt aber in diese Alltagsbewegung und den Sport auch wieder rein.

00:04:10: Also ich bin da selber an dieser komplette Lücke gefallen aus.

00:04:13: ok du wurdest medizinisch betreut?

00:04:15: Du warst in der Physiotherapie.

00:04:18: Und da stand ich irgendwie da und dachte mir, okay.

00:04:19: Ich bin noch nicht fit genug wirklich wieder ins Fitnessstudio zu gehen?

00:04:22: Ich bin nicht fit genug irgendwie meinem Körper zu vertrauen aber eigentlich kümmert sich der KKR keiner so richtig drum.

00:04:27: Dann dachte ich mir so ein bisschen vermessen wie ich bin wenn das keiner macht.

00:04:30: So schwer kann es ja nicht sein mache ich das mal war Gott sei Dank naiv genug mir das zu überlegen und dann Stück für Stück zu merken ok es gibt so viel was man selber machen können was man auch parallel eben teilweise sogar schon im Krankenhaus machen kann, was du parallel zur Physiotherapie machen kannst.

00:04:44: Weil ich der Meinung bin nur, dass du selber deinem Körper beibringst und wirklich selbst über das Gehirn noch verarbeitet werden kannst, was nicht nur passiv von außen über Therapie reizekommt, das kann dem Gehirnen wieder die Sicherheit geben.

00:04:56: Also kein Entweder oder sondern es ist halt eine Ergänzung und das finde ich irgendwie das Schöne!

00:05:00: Ich habe ja als ich dieses erste Mal gehört habe, hab' ich so ein bisschen gedacht ob das wie Dr.

00:05:03: Kawashima's Gehirnsjogging ist, was gemacht wird.

00:05:05: So ist es in Richtung?

00:05:08: Ja, ihn kann natürlich auch.

00:05:10: Ich glaube der große Herausforderung ist es halt alles und nichts weil alles ist ja im Endeffekt irgendwie gehörenbasiert.

00:05:15: also egal ob wir uns jetzt die Atmung angucken, ob wir mit der Zunge arbeiten, ob ihr Gleichgewichtstraining machen, ob's ganz klassisch wirklich Krafttraining-Isometrie ist... wird es immer so beschreiben, ich setze eher den Scheinwerfer ein bisschen anders.

00:05:26: Also zu sagen mir ist jetzt egal wie tief du ein und ausatmest sondern ich geb den Scheinenwerfer eher aufs Gehirn.

00:05:32: Wie fühlt sich das für dich an?

00:05:33: Bist du danach stabiler?

00:05:35: Fühlst du dich dann nach sicherer?

00:05:36: also ganz viel auch erst mal über die subjektive Wahrnehmung einfach umzuschauen.

00:05:39: was kann die Person in dem Moment überhaupt eigentlich erstmal machen?

00:05:42: Und wie kriegt man dieses Sicherheitsgefühl zurück in den Körper?

00:05:44: weil am Ende geht's ja um Selbstwirksamkeit.

00:05:47: Was kannst du selber machen?

00:05:48: und nicht wie schaffe ich eine Abhängigkeit von irgendwelchen Train- und Coaches, Therapeuten oder Ärzten?

00:05:52: Sondern Nur was du, twenty-four seven selber deinem Körper, deinem Nervensystem zuführst kann im Endeffekt umgehören dir auch so eine funktionellen strukturellen Veränderung führen.

00:06:01: Und wie darf ich mir so eine Übung vorstellen?

00:06:04: Ist das etwas, was ich dann ab sofort sowie Meditation immer jeden Tag mache?

00:06:07: oder ist es irgendwann noch mal fertig?

00:06:09: Ja idealerweise musst du's natürlich nicht jeden Tag machen.

00:06:11: also vergleiche dass man halt keine Ahnung zehn Prozent Fahrrad fahren.

00:06:14: wenn du das einmal kannst kannst du's da musst du es nicht wieder irgendwie beigebracht bekommen.

00:06:18: Und gleichzeitig geht es aber so ein bisschen darum, wie sieht halt dein Lifestyle aus?

00:06:22: Also wenn ich das bei mir anschaue.

00:06:23: Ich bin extrem viel vom Handy, extrem viel vorm Rechner.

00:06:26: Das heißt, ich trainiere jeden Tag trotzdem meine Augen und geb den quasi die Reize, die ich durch die viele Bildschirmarbeit nicht habe oder... Ich sitze viel, dadurch dass ich viel am Rechner arbeite ist meine Atmung allein durch die Sitzende Position natürlich teilweise nicht ganz effektiv und nicht ganz optimal.

00:06:42: Das heißt je nachdem wenn ich jetzt viel unterwegs bin, viele Reise vielleicht nicht fünf sechs mal die Woche meinen Sportschafe habe ich morgens und abends eine Artenroutine um dem Körper so ein bisschen diesen natürliche zurückzugeben.

00:06:52: weil Wenn wir uns mal überlegen, wie wir evolutionär eigentlich aufgebaut sind und wofür wir ausgelegt sind ist natürlich die Umgebung in der wir uns befinden hat nichts mehr mit unserer natürlichen menschlichen Funktionalität oder relativ wenig zu tun.

00:07:05: Das heißt da geht es dann halt wirklich so ein bisschen drum zu schauen was kannst du einen Alltag wieder mit einbauen?

00:07:09: Ich bin extrem faul und pragmatisch das heißt ich gucke für mich aber auch für meine Klienten.

00:07:13: Was kann man halt einem vollen Alltag wirklich auch umsetzen?

00:07:15: weil wenn ich jetzt sage so und jetzt machst du jeden Morgen und jeden Abend irgendwie noch zehn zwanzig Minuten Augen Training und Gleichgewichtstraining und Atemtraining noch Stabilitäten, dann noch Mobility und Kraft.

00:07:24: Das schafft ja keiner!

00:07:26: Sondern wie kann man es in den Alltag einbauen?

00:07:28: Und vielleicht auch so wissen was ist gerade dein Schwerpunkt Wo ist gerade dein größter?

00:07:32: Entweder Pain Point oder der größte Einschränkung.

00:07:34: Was nervt dich grade, wo kann man ansetzen?

00:07:37: Ich kann es mir total vorstellen weil lustigerweise ich hatte gestern ein Interview mit einer Paralympin die mir dann auch erzählt hat sie auch noch Krebs bekommen hatte also die sieht nur noch zwei Prozent in den Hurt-Tumor.

00:07:47: und da meinte ich wir haben sich festgestellt ja ich hatte See störung und dann hatte ich ganz schlimme Kopfschmerzen.

00:07:52: Dann bin ich essen gegangen.

00:07:53: danach saß so im Restaurant hat er einen Kreuzfahrträger jetzt gemacht ein ganz feinteiliges dazu da macht das so hoch Und auf einmal schlimmerte alles so.

00:08:01: Ich hab gedacht, what the fuck?

00:08:02: Was ist denn jetzt los?

00:08:03: Und da hab ich gesagt, hast du gerade dieses Gespräch in dir so aufgesogen, dass die jetzt den Unterbewusstsein, der hier einen Strei spielt... Als ich dann abends noch mal Kreuzwort dreht, da wusste ich, woran es lag.

00:08:12: Nämlich genau dieses Fernwahrnehmung.

00:08:13: und nahe also manchmal finde ich habe ich dann so festgestellt machen wir Dinge im Alltag die wir so für natürlich empfinden die sich auf unseren Körper und auf unseren Umgang mit der Umwelt auswirken.

00:08:24: aber wir realisieren gar nicht dass das sozusagen auch eine Art extrem ist.

00:08:28: absolut

00:08:29: ja vor allem und Ich bin jetzt gar nicht irgendwie gegen Handys oder gegen Laptops Grundlage von meiner Arbeit.

00:08:34: Aber wenn man sich das mal überlegt wenn man das mit dem anderen Körper teilmachen würde die ganze Zeit wirklich nur auf dieses kleine Vier-Eck auslöst.

00:08:41: Das wäre genauso, wenn ich meine Arme in dieser Bewegung hätte und nicht mehr im maximalen Bewegungsradius bewege.

00:08:48: Also wer guckt irgendwie mit den Augen mal maximal nach rechts oder links?

00:08:52: Das ist ja das, was wir machen.

00:08:53: Wenn wir draußen sind und in der Natur sind ... Keine Ahnung!

00:08:56: Da fliegt ein Vögelchen vorbei oder einen Schmetterling.

00:08:58: Ich merke, wenn ich mit meinen Neffen nicht auf dem Spielplatz bin und man am Strand quatscht macht, spielerisch unterwegs ist und eben nicht guckt, wie bewege ich mich richtig oder falsch?

00:09:08: Sondern man in diesen natürlichen Bewegungsabläufen drin ist.

00:09:11: Und wenn aber der Alltag zugestaltet ist, dass man das durchgetakt wird relativ selten hat, dann gibt es auch Trainingsroutinen die man morgens abends macht, die man miteinbindet.

00:09:22: weil ich mir immer so denke, es muss irgendwie auch umsetzbar sein und soll nicht noch zusätzliche Belastung, zusätzlicher Stressor sein.

00:09:28: Sondern du wirst ja das Nervensystem entlasten und wieder dieses gündige Gesundheit, wieder eine Leichtigkeit in diese Themen

00:09:33: reinbekommen.".

00:09:34: Das ist nett!

00:09:35: Dann lass uns doch mal eintauchen.

00:09:36: also ihr mehr fünf Bereiche versprochen?

00:09:38: Atmung hast du ja gerade schon angerissen, ist glaube ich der große Elefant im Raum.

00:09:42: Also sehr mächtig habe ich selber meine eigene Leibe schon gemerkt.

00:09:46: Ich meine nicht, umsonst auch wenn man ein Kind gerichtet hat eine Frau die schwanger war.

00:09:49: Atmung ist sozusagen the magic that makes it happen.

00:09:53: Was ist denn so der neurozentrierte Zugang zur Atmungen?

00:09:56: Ja ich brech mal atme runter weil wir können jetzt irgendwie sieben Stunden glaube ich alleine nur überatmen reden und ganz viele unterschiedliche Atemübungen machen.

00:10:02: und ich sage meinen Klienten immer wenn man wirklich mit dem Thema anfängt du musst eigentlich nur drei Sachen überatmungen wissen von den Basics ja das erste wäre tatsächlich Nasenatmung Also Einatmung und ja auch die Ausatmungen Hand über die Nase stattzufinden.

00:10:15: Wir haben im evolutionären Prozess hat sich unser Hirn verkleinert, Nasen neben Hüllen vergrößert damit wir eine bessere Sauerstoffversorgung haben, eine besser Transportfunktione einfaches Prinzip der Oberflächenvergrößerung.

00:10:26: das heißt es ergibt keinen Sinn durch den Mund zu atmen.

00:10:28: Ja wenn wir Marathon ab Kilometer thirty-six dann da Sprint, dann dürfen zumindest Hobby Sportler auch durch den Munt atmen.

00:10:35: aber wenn man sich echt mal so Literathleten anguckt sieht man ja wirklich die Atmen komplett nur durch die NASE

00:10:41: Wenn die in der Belastungsphase hoch sind?

00:10:44: Das ist total spannend, je nach Ausdommersportarten.

00:10:47: Aber auch bei den Sprinterinnen, wenn du Elite anguckst ... Die haben den Mund geschlossen und entspanntes Gesicht.

00:10:51: Man denkt sich so, okay, so sehe ich aus, wenn ich mich einlaufe oder nicht hundert Meter renne.

00:10:57: Vorab gesehen davon, dass ich dreifach so lange bräuchte.

00:11:00: Aber dieses erste, vor allem im Alltag Nasenatmung.

00:11:03: Da kann sich jeder selber überprüfen, es ist erschreckend,

00:11:06: v.a.,

00:11:06: wenn Menschen gestresst sind wie sofort der Mund aufgeht Und die anfangen durch den Mund zu atmen.

00:11:12: Das ist eine Stressatmung, das ist nicht das was wir im Alltag wollen.

00:11:15: Also das erste ist tatsächlich Nasenatmungen.

00:11:17: Das zweite ist ich kann über die Atmung bewusst entscheiden will ich eher angespannt oder entspannt sein?

00:11:22: Das heißt wenn wir uns mehr auf die Einatmungsfokussieren, die Ein-Atmung dominieren dann sind wir eher am Fokus in der Konzentration.

00:11:30: Wenn wir uns als drittes auf die Ausatmunge fokussiert und die Ausattmung verlängern dann kommen wir eher an die Entspannung.

00:11:37: Alle Atemübungen aussuchen, die es online gibt oder auf der Welt.

00:11:39: Oder in Büchern und wo auch immer.

00:11:41: Und kann die individuell an mich anpassen?

00:11:43: Was brauche ich eigentlich?

00:11:44: Will ich gerade mehr fokussiert sein?

00:11:45: Wille ich grad mehr in die Anspannung?

00:11:46: Oder wille ich grade mehr in den Entspannen?

00:11:49: Weil was ich bei Atmung so faszinierend finde... Mir ging das jahrelang auf dem Sack.

00:11:53: Mir hat man immer gesagt, Luise, du musst mal ruhiger werden!

00:11:55: Entspanne dich mal!

00:11:56: Du musst Beatientraining machen.

00:11:57: Ich dachte mir immer, quatsch mich nicht voll!

00:11:59: Ich atme und meine Atmung ist super wie alles an meinem Körper.

00:12:02: Ich muss nicht die Atemtraining machen.

00:12:03: was soll der Quatsch?

00:12:04: Und für mich bei Atmungen immer assoziiert mit diesem runterfahren fühlig gehen dein Körper macht irgendwie keine Ahnung.

00:12:12: die Duftkerzen an und die Räucherstäbchen.

00:12:15: das war für mich eine Atmungszeit.

00:12:16: also ich hatte da ein sehr negatives Bild von.

00:12:18: bis sich aber irgendwann vor allem auch so in diesem Leistung Kontext verstanden habe ich kann entscheiden ob mein Körper gerade an oder entspannt sein will auf eine Bühne gehe und maximal einen Fokus brauche, mache ich eine andere Atemübung als wenn ich irgendwie gestresst genervt bin in der deutschen Bahn.

00:12:32: Und mir so denke schon wieder drei Stunden Verspätung dann will ich vielleicht eher in die Entspannung gehen.

00:12:37: Dieser sofortige Effekt das war für mich einer der größten Erkenntnisse.

00:12:41: zu sagen okay ich kann selber regulieren wie ich sein will Ich bin nicht irgendwie fremdgesteuert sondern mein Nervensystem entscheidet über die Atmung.

00:12:48: ist es ja wie eine Art Fernbedienungen.

00:12:49: Will ich eher angespannt sein?

00:12:51: Brauche ich diese Anstrengung oder will ich

00:12:53: runterfahren?".

00:12:54: Und das ist was, was viel nicht bewusst ist und vor allem viele im Performance- und Schmerzkontext auch eine negativer Assoziation damit haben.

00:13:02: Das vielleicht auch ein bisschen sperrig sehen.

00:13:04: Ich finde aber, dass es die geilste Möglichkeit mit wenig Aufwand den Körper erstens besser zu verstehen und selber zu regulieren.

00:13:11: Es ist ganz interessant weil ich ende mich gerade zurück.

00:13:14: Ich war in Vietnam und dann war da so ein Atemtrainer und dann waren Eistonne angesagt Und ich bin so der Kandidat, meine Familie weißt du die tauchen schon unter im See während ich noch ein bisschen knöcheln drin bin.

00:13:27: Ich saß am Ende volle Kanne bis hier oben in diesem Ding drin und ich habe fairerweise über meine Hände nicht mehr gespürt.

00:13:31: oder was kam wieder?

00:13:32: Und ich weiß auch noch der hat so einen Feuer atmen glaube ich gemacht.

00:13:35: so tief einatmen zweimal ausatmen den dritten Atmer erst komplett lang und ich fand das echt faszinierend Und versuche jetzt gerade nochmal so zu recapitulieren, woran es liegt.

00:13:45: Dass man das so genau zuordnen kann dass ausatmen für Entspannung sorgt und einatmen ich will was leisten

00:13:53: Weil je nachdem, was du dir einerseits von der Anatomie aber auch neurologisch anguckst bist du bei der Einatmung aktivierst du eher Sympathikus.

00:14:00: Also unser Nervensystem hat ja quasi zwei Modi das hast du ja schon mit unterschiedlichen Podcastgästen besprochen.

00:14:05: wir haben einmal Sympatikus also diesen Erregungszustand wo man gestresster ist, wo man angespannt ist und wo man aktiviert ist Aber er regt!

00:14:12: Das finde ich ganz wichtig.

00:14:13: Es ist nicht automatisch weil es wird oft irgendwie so dass man gestressed und Stress wird dann irgendwie so negativ assoziiert sondern tagsüber wenn Ich wach bin Wenn ich konzentriert Bin will ich in diesem Sympa.

00:14:23: Und dann haben wir jetzt den Gegenspieler, die sich quasi immer wieder abwechseln.

00:14:27: Parasympathikus – das ist eher der Ruhe, der Regenerationsmodus.

00:14:31: Da findet Verdauungsstadt.

00:14:32: Er werden Abbau-, Umbauprozesse stattgefunden und die wechseln sich idealerweise so ein bisschen wie eine Waage ab!

00:14:39: Sympathikus fährt hoch, Parasympathicus fährt runter und umgedreht.

00:14:42: Viele sind dann so ich kann Parasympathicos aktivieren nein können wir leider nicht sondern wir können den Sympatikos nur inhibieren also runter reduzieren.

00:14:50: Ich weiß im Podcast wurde bei dir auch schon das ein bisschen mit Gas und Bremse beschrieben.

00:14:54: Es ist nie das eine oder das andere, sondern bei fast allen Prozessen spielen beide eine Rolle und es geht immer so ein bisschen um diese Balance.

00:15:00: Wie kann ich das austarieren?

00:15:02: Weil du brauchst bei fast alle Prozesse ein bisschen Sympathikus, ein bisschen Parasympathicus – und dann leicht sich das immer wieder idealerweise aus!

00:15:09: Und wir können dann beispielsweise auch über den Vargosnerv also der Erholungsnerv, der Wandernenerv, die ja fast alle inneren Organe beeinflussen, der eben für den Parasyempathikuss, also für diesen Ruhezustand zuständig ist.

00:15:21: Der wird eben bei dieser verlängerten Ausatmung aktiviert, also da sendet der mehr Informationen ans Gehirn.

00:15:26: Wir können das über Herzraten-Variabilität, wir können es mittlerweile über Funktions-MATs messen und sehen.

00:15:32: Wir machen das gerade im High Performance Bereich dann ganz oft egal ob die dann auch welche Uhren haben, ob die Sensoren haben oder ob die Ringe haben mit denen sie das messen können wo du wirklich direkt den Zusammenhang siehst und merkst okay wow mein Blutdruck geht runter!

00:15:44: Okay wow meine Herzratensvariabilität verändert sich Und viele spüren das selber auch, dass nach zwei, drei Atemzügen diese sagen, okay jetzt bin ich irgendwie ruhiger oder halt der Kontrast.

00:15:55: Jetzt fühle mich klarer und fokussierter.

00:15:57: Viele mit Brain Fog ganz, ganz viele Frauen mit denen ich arbeite mit Wechseljahrs-Symptomatiken haben das auch die sagen sie wollen gar nicht die ganze Zeit runterfahren sondern sie brauchen Erfokus in Konzentrationen.

00:16:07: Und ich glaube, das ist ein total schönes Learning.

00:16:10: Dass man das selber regulieren kann und man nicht so diese ... Ich bin dem nutzlos ausgeliefert und kann es gar nicht irgendwie selber bewirken sondern man kann das selber beeinflussen.

00:16:18: Das ist mir aber auch mal total wichtig bei Atmung.

00:16:20: Es gibt keine falsche Atmungen!

00:16:22: Es gibt ja gerade auf Social Media diesen ganzen Atemhype wo dann irgendwie den Leuten erklärt wird deine Atmungskatastrophal und du atmist falsch.

00:16:29: also wenn wir falsch atmen würden wären wir tot.

00:16:31: Gott sei Dank ist AtmUNG zum Großteil autonom gesteuert Also genauso wie unser Herzschlag, wie Blutdruckautonom gesteuert ist oder keine Ahnung.

00:16:40: Magensäure-Gallensaft müssen jetzt nicht überlegen, muss ich mehr Magensauger produzieren?

00:16:46: Gott sei Dank macht das alles automatisch.

00:16:48: Oder autonomes Nervensystem.

00:16:50: Aber Atmung ist das einzige System was wir kurzfristig willentlich willkürlich ansteuern können.

00:16:56: Du kannst die Luft einhalten, du kannst tief einatmen und ausatmen aber du kannst die Lüfte ja nicht so lange anhalten, dass du stirbst Sondern das Gehirnsautonome-Nervensystem sagt dann Danke für die Luftanhaltungsübungen.

00:17:06: Aber ich übernehme jetzt mal wieder, ich gehe wieder in den Automatismus und deswegen ist es das Spannende ja auch in ganz vielen Therapieformen, auch in Ganzvielen bei TCM also traditionelle chinesische Medizin Ayurveda aber selbst die Incastimaias haben schon immer Überatmung wirklich diese Bewusstseinszustände verändert.

00:17:21: zusammen so rum.

00:17:22: ich habe auch die erfahrung mal gemacht.

00:17:23: ich war bei so mal praktiker und dann haben wir kommen machen jetzt meine attacke blut untersucht jetzt setz dich mal hin.

00:17:29: da hat er mich so ein band rum gedeckt einen ipad in die hand gegeben und gesagt hat man mal setzt sich mal hin entspannen nicht mal atmen mal sowie immer atm ist sondern hat damit auf dem ipad so ein ding aktiviert.

00:17:38: dann gehen mal kennst du garantiert zum kreis kleiner größer wenn der kreise klein grösser wird.

00:17:42: artliste ein wenn er kleiner wird als zu.

00:17:44: wieder aus und hab ich hinterher die auswertungen gesehen?

00:17:46: Du hast halt, ich hab's in blau und roten Balken gesehen.

00:17:49: Das war wirklich so von neunzig Prozent runter auf vierzig oder dreißig also ... Unfassbarer Sprung.

00:17:55: und wenn man das mal so sieht, auch noch... Also leider sind wir ja ein bisschen in der Gesellschaft geworden wo wir uns nicht mehr so gut spüren oft.

00:18:01: Sind wir mal ehrlich?

00:18:01: Nimm ich mich jetzt auch nicht aus!

00:18:03: Ich lerne es gerade.

00:18:03: Aber das ist ja schon krasser Effekt.

00:18:06: Was du eben gesagt hast zum Vargusnerv wollte ich nochmal ganz kurz nachfragen.

00:18:09: Ich meine mal abgespeichert zu haben dass dieser Vargus-Nerv einer ist, der vom Gehirn energiert wird.

00:18:13: Das heißt von oben nach unten passiert ganz viel Kommunikation.

00:18:16: Von unten nach oben glaube ich aber gar nicht so viel

00:18:18: oder?!

00:18:19: Ja, also sind ja alle Nerven vom Hirnen nerviert.

00:18:21: Der Unterschied zwischen den Hirnnerven ist, dass sie nicht übers Rückenmark laufen.

00:18:25: Also vereinfacht gesagt wir haben das Gehirn.

00:18:26: Normalerweise gehen aus dem Hirn dann unterschiedliche Nervenstrenger raus.

00:18:30: Das sind die Hirnenerven und dann haben wir aber auch nochmals Rückenmark und aus dem Rückenmarkt dann die Peri-faire Nerven.

00:18:34: D.h.,

00:18:35: alle Hirn nerven, vereinfachte gesagt Vagus nerven.

00:18:38: alles was irgendwie oberhalb vom Schlüsselbein nerviert wird geht direkt ins Hirn und wird nicht übers rückenmark überleitet.

00:18:43: Deswegen sind beispielsweise auch Augengeruch unsere fünf Sinne so viel bedeutender Und wir reagieren da so viel empfindlicher darauf.

00:18:50: Also kennt jeder, der ja Markovschmerzen hatte wie nicht empfindlich man ist auf einmal, wie geräuschempfindlichman auf einmal ist.

00:18:56: und der Vargussnerv sagt man eigentlich, der sammelt ganz viele Informationen aber sowohl aufsteigend als auch absteigender.

00:19:01: also er hat auf- und upsteigende Äste.

00:19:02: was heißt das?

00:19:03: Der nimmt zum Beispiel ganz viele Information aus dem Inneren schickt die hoch ins Gehirn Sammelt diese ganzen Informationen, der sendet nicht ganz so viele Informationen zurück.

00:19:12: Das ist aber auch da.

00:19:14: Man hat eine Zeit lang immer so gesagt, denn sammelt nur Information und verändert nix.

00:19:18: Das stimmt nicht.

00:19:18: mittlerweile wissen wir der natürlich auch ein Einfluss auf Blutdruck auf ebener Herzraten Variabilität.

00:19:23: das spannende ist aber tatsächlich dass man das nicht will kürlich ansteuern kann.

00:19:26: also ich kann eben jetzt nicht bei den Augen bei den Sehnerven kann Ich jetzt sagen okay?

00:19:30: Ich will die Augenmuskel nach oben unten rechts links bewegen.

00:19:33: Kann ich beim Vargus nervnig?

00:19:34: Wir haben nur über die Atmung tatsächlich diese Einfluchs Möglichkeit zu sagen Aber wir senden da andere Informationen und entscheiden selber wollen wer eher die Erregungen oder eher in die Entspannung?

00:19:44: Vielleicht mal so.

00:19:44: letzte Frage, bevor wir mal an Übung neugierig bin.

00:19:48: Oder vielleicht wollen zwei eine zum Runter und eine zum Hoch kommen.

00:19:50: Ich weiß es ist so eine Frage da kannst du mir wahrscheinlich sieben Stunden darauf antworten.

00:19:54: aber so Big Picture mal gesprochen was sind denn eigentlich die wichtigsten Dinge die beim Atmen passieren?

00:20:00: also Blut sozusagen, Sauerstoffanreichung und Blut ist jetzt mal so was relativ plain Vanilla aber du bist ja super gut da drin so große Strömungen aufzumachen.

00:20:08: Was sind denn so die großen Strömungs, die im Körper passieren wenn ich die Eratmung quasi steuere?

00:20:12: Ja, wir haben einmal ja tatsächlich erst mal nur diese reine Luftzirkulation.

00:20:16: Also wie viel Atemvolumen reden wir dann immer davon?

00:20:18: Wie viel Luft kann ich überhaupt einatmen?

00:20:20: Wie viele Luft kann nicht überhaupt ausatmen?

00:20:22: wenn man wirklich mal entspannt tief gleichmäßig ein- und ausatmet merkt man das erstmal.

00:20:27: Dann reden ganz viele ja auch von der Sauerstoffsättigung.

00:20:29: also viele haben glaube ich diesen Trugschluss je Häufiger, je tiefer euch einatmen, umso besser ist der Atmung.

00:20:34: Wir regulieren aber die Atmungen hauptsächlich über die Ausatmungen.

00:20:38: Wir haben CO² atmen wie aus und CO² kann man sich so ein bisschen vielleicht vereinfacht vorstellen, wie es so ein Türsteher, der dann entscheidet ob der Sauerstoff, der eingeatmet wurde überhaupt aufgenommen wird und weiterverarbeitet wird.

00:20:49: Das heißt wenn wir über eine Atmungsregulierung wollen, wollen wir eigentlich die Aus-Atmung regulieren.

00:20:54: Und wir wollen nicht oft atmen weil viele sind dann so... Und atmen ganz schnell und häufig quasi ein- und aus.

00:21:02: Wir wollen aber eigentlich die Atmung regulieren, indem wir seltener atmen also die Atemzyklen reduzieren Und dadurch aber tiefer gleichmäßiger einatmen.

00:21:11: Es geht nicht so möglichst häufig zu atmen, sondern tatsächlich eigentlich die Atemfrequenz runterzuregulieren.

00:21:16: Man sieht das jetzt gerade aktuell.

00:21:18: Ich meine Tour de France sind irgendwie mit den krassesten Athleten, die man sich teilweise anschauen kann was sie für eine ruhige Atemung haben.

00:21:25: also gerade wenn die dann auch in der Offseason sind Wenn ich da teilweise auch mit betreuen darf denke ich mir okay es ist faszinierend mit wie wenig Atemzügen pro Minute die klar kommen wo ich so da sitze und denke ok ich drin hier schon viel Klar, ich muss mich nicht mit Tour de France-Athlete vergleichen.

00:21:40: Natürlich noch mal ein anderes Level und dann hat man... Ich glaube das wird total unterschätzt!

00:21:44: Wir haben unterschiedliche Muskeln die für die Ein- und Ausatmung zuständig sind.

00:21:48: Wenn wir gleichmäßig natürlich ein- und ausatmen, haben wir damit alleine über die Muskulatur.

00:21:54: Und dann eben auch über die Körperhaltung, über den wirklichen Bewegungsapparat schon immer wieder dieses An- und Entspannungsmuster Einartenmuskulatur, spannt an, lässt wieder locker.

00:22:05: Dann haben wir jetzt Werch für einen Beckenbodenmuskulator, die bei jedem Atemzug zusammenarbeiten und diesen Einartenzug und Ausartenzug steuern.

00:22:13: Haben darüber wenn das gleichmäßig tief stattfindet... Also ich vereinfache das jetzt mal sehr stark, wie eine Art Massagefunktion auf die Organe.

00:22:21: Wenn ich jetzt aber flach und häufig atme, passiert da nicht wahnsinnig viel.

00:22:24: Das heißt habe ich eine tiefe gleichmäßige Ein- und vor allem auch Ausatmung.

00:22:28: Habe ich auch direkt einen mechanischen Effekt auf die Organe was wieder ein positiven Effekt hat auf die Verdauung.

00:22:33: Wir haben dann wieder ein positives Effekt wenn Zwerchferbeckenboden sich an, aber eben auch entspannt können Auf die Körperhaltung, auf die Stabilität aus Gleichgewichtssystemen.

00:22:41: wir haben dann ein positiver Effekt auf die kompletten Hormonzyklen.

00:22:45: Also wie viel Stressausschüttung habe ich, wie sind meine Stresshormone?

00:22:48: Dann natürlich wieder einen Zusammenschluss auf den ganzen anderen Hormonsyklen.

00:22:51: Deswegen bin ich immer so wenn man die Atmung optimiert, optimierst du eigentlich jede Körperfunktion.

00:22:56: So was ist deine Übung?

00:22:56: also Du hast ja schon gesagt eine vielleicht auch eine andere.

00:22:59: dann sag gern du Eine hast du wenn du immer auf eine Bühne gehst und performen willst versus eine wenn du abends vielleicht eher herunterkommen willst oder dich in der Bahn nicht stressen hast du glaube ich gesagt Was werden da so deine Übungen.

00:23:09: Also ich glaube das einfachste was ich immer mache, was ich auch mit jedem Klienten mache ist erstmal so genannte Leiteratmung.

00:23:13: Klingt total langweilig geht im Sitzen stehen in jeder quasi Körperposition in der man ist.

00:23:18: Das heißt erst mal einfach Hände auf dem Bauch legen kannst gleich mal direkt mitmachen.

00:23:23: Spannend quasi hin.

00:23:24: Hände vorne auf den Bauch in etwa auf Bauchnabelhöhe und dann einfach mal bewusst in Bauch atmen und zwar jetzt nicht mal einen einfach Bauch rausstrecken.

00:23:33: Das ist irgendwie eine aktivierende Muskulatur, sondern wirklich versuchen Richtung Bauchraum zu atmen und dann vergleichen rechte Seite linke Seite bewegt sie sich gleichmäßig.

00:23:44: bei ganz vielen die das jetzt vielleicht auch zu Hause mitmachen die werden merken eine Seite beweagt sich mehr einer bewegt sich weniger diese Seite wo weniger Bewegung ist ein leichten Druck aufbauen und dann versuchen wenn ich dann leichter Druck aufbaue wird es einfacher Bei ganz vielen, mit Verlaub vor allem Männer.

00:24:00: Ich hab viele Klienten, die so diese Atombäuche haben.

00:24:04: Ich glaub da wissen viele was gemeint ist also diese ganz aufgeblät sind, die extrem viel viscerales Fett haben den fällt das natürlich total schwer.

00:24:12: dann es ist einfacher wirklich Haut und Gewebe ein bisschen nach vorne Richtung Bauchnabel oder nach hinten zu schieben dass man überhaupt erst mal wieder in diese Bauchatmung kommt.

00:24:21: Das ist das erste Schritt zwei ist Hände auf die Rippenbögen zu legen Also wirklich da, wo die Rippen sind.

00:24:28: Selbes Prinzip!

00:24:29: Zwei-dreimal tief ein und ausatmen.

00:24:32: Erst mal Gefühl dafür bekommen kann ich da überhaupt hinatmen.

00:24:34: das fällt relativ vielen schwer.

00:24:36: auch da kann man wieder damit spielen bisschen Druck aufbauen entweder nach vorne rotieren oder nach hinten.

00:24:43: Die meisten Frauen finden es angenehmer wenn man nach vorn rotiert.

00:24:46: die meisten Männer finden uns angenehm aber immer nach hinten rotiert.

00:24:49: Und dann dritte Etage Brustkorb.

00:24:51: auch da wieder Daumen idealerweise unter die Achse und dann gucken, wenn ich in den Brustkorb gezielt ein- und ausatme.

00:24:59: Was bewegt sich da?

00:25:00: Und wohin bewegt es sich das?

00:25:03: Ich war im Bauch weiter rechtslastig, in den Brust weiter linkslastig.

00:25:07: Das

00:25:07: hat man relativ häufig, weil wenn du dir anguckst wie die Bewegung stattfindet bist du ja gekreuzt rechter Arm mit linken Bein.

00:25:14: also das hat man recht häufig dass die Dominanz wechselt.

00:25:17: mir geht es nicht darum dass immer alles symmetrisch sein muss sondern es geht erst mal nur um die Wahrnehmung okay wie kann ich da eigentlich hin atmen vor allem Brustkorbbereich.

00:25:25: Merkt man bei ganz vielen, da bewegt sich fast gar nichts und der Brustkorb will sie ja eigentlich so ein bisschen kranial also ein bisschen kopferz bewegen bis zur Seite dreidimensional.

00:25:33: mit den Daumen spürst du auch diese seitliche Bewegung je nachdem es gibt.

00:25:37: man kann jetzt eine Hand auf dem Brustkop nach hinten zwischen die Schulterblätter das kriegen viele von der Schulterbeweglichkeit schon gar nicht hin.

00:25:42: deswegen bleibe ich über bei der einfachen Variante.

00:25:44: aber damit kriegt das Gehirn erstmal einen kurzen Status quasi Update.

00:25:49: Okay, ich kann den Bauchraum in die Rippenbögen und den Brustkorb atmen.

00:25:52: Weil klassische Ein-Ausatmung beginnt eigentlich unten von der Lunge, von der Füllung erst im Bauchraubendrippenbögend, Brustkorb Ausatmungen von oben wieder nach unten.

00:26:01: Das Hören erstmal merkt auch okay.

00:26:02: diese drei Bereiche habe ich.

00:26:03: wenn du jetzt mal tief ein und ausatmest hat man schon eine andere Wahrnehmung.

00:26:09: da kriegt man meistens schon mit Aok jetzt kann ich bisschen tiefer atmen.

00:26:11: das heißt diese Leiter Atmungen mache ich mit allen die mit Atmung noch nicht viel zu tun

00:26:15: haben

00:26:16: mit allen, die viel Spannung haben.

00:26:18: Ganz viele sagen dann so, ach Kass ist ja Wahnsinn wieviel ich einatmen kann.

00:26:21: und wie fühlt sich das jetzt anders an?

00:26:23: Je nachdem was man vielleicht schon für OP es hatte oder was man für Verletzungen hatte.

00:26:27: ganz viele Frauen atmen fast gar nicht im Brustkorb und wenn nur leicht nach oben.

00:26:30: Die größer die Oberweite ist umso weniger.

00:26:32: meistens Ausdehnung im Brusstkorbbereich einerseits natürlich von Masse und Gewebe oftmals aber tatsächlich auch einfach dieses Charme-Thema Ja ich will den Leuten ja irgendwie nicht meine Brüste entgegenstrecken.

00:26:42: also ganz ganz viele die wirklich angefangen haben in diese Beugung zu gehen, aus Schamgründen.

00:26:47: Thema was ich immer wieder mit anspreche weil ich mir so denke ja okay ihr müsst euch oder dürft euch wohlfühlen wir haben ja nur den eigenen Körper und das eigene Leben da die ganze Zeit irgendwie mit dem Körper zu strackeln.

00:26:57: Und was ich bei der Bauchatmung ganz oft dann höre und merke und was ganz viele in der Woche sagen Ahja aber das mache ich hier am Alltag nie, weil denn sehe ich dick aus.

00:27:05: Da fühle mich aufgebläht.

00:27:06: wie viele Klientinnen und KlientInnen Ich habe die sagen na eigentlich ziehen sie den ganzen Tag einen Bauch ein Egal ob sie sitzen, ob sie stehen.

00:27:13: Damit hast du die ganze Zeit Spannung auf dem Zwergfall auf der Beckenbodenmuskulatur.

00:27:17: Feuer ist die ganze zeit ein Sympathikus also dein Stress Level vom Nervensystem an wo ich so denke wie willst du dann Performance bringen?

00:27:22: Wie willst du dich konzentrieren können?

00:27:24: Wie wirst du Emotions reguliert sein wenn dein Nerven System alleine über diese Anspannung eigentlich die ganzezeit sagt hey der Tiger steht vor mir!

00:27:31: Ich muss kämpfen.

00:27:31: bring halt Bewegungsvielfalt in deinen Alltag.

00:27:34: Der Körper ist auf Bewegung ausgelegt, nicht auf eine Schutzspannung.

00:27:38: Weil anatomisches geht nicht anders.

00:27:39: Wenn du den Bauch leicht anziehst, spannst du Beckenbodenmuskulatur an, spannst du Zwerchfell an und damit hast du nicht mehr diese gleichmäßige Atemmuskulatorur.

00:27:46: Ist jetzt was anderes?

00:27:47: Wenn wir keine Ahnung ins Gym gehen und sagen, zwei Hundert Kilo Kreuz eben ... Dann darf man mit einer Schutzspanne und mit der Atmung gezielt arbeiten!

00:27:55: Aber eigentlich willst du, wenn du dich normal bewegst, wenn Du stehst, willst du halt eine gleichmäßigen Atmungen.

00:27:59: Damit die Atem-Muskulatorur ist ja die Hilfsmuskulartour.

00:28:03: spannend.

00:28:04: Und die Übungen, die du jetzt gerade gesagt hast mit dieser Leiteratmung?

00:28:07: Ist das jetzt eher eine beruhigende oder eher eine...

00:28:10: Das ist erstmal nur wie atme ich eigentlich?

00:28:13: und jetzt kann man tausend Übungs machen.

00:28:14: wir machen mal... Wir machen physiologische Seufzeratmen weil das glaube ich, dass haben schon viele gehört Ich bringe den mal ein bisschen anders bei.

00:28:22: ich weiß ich mache mich da oft sehr unbeliebt weil ich mir anmaße sozusagen Man kann ihn noch optimieren, man kann ihn auch ein bisschen alltagsspezifischer machen.

00:28:28: Die heißt Seufzertatmungen weil man zweimal tief durch den Nase einatmet und dann einmal langsam ausatmet.

00:28:35: Klassisch wird die beigebracht mit Ausatmung durch den Mund, halte ich für ineffektiv im Alltag weil wir wollen ja Menschen beibringen.

00:28:43: erstens Nasenatmungen ist wichtig.

00:28:45: wenn man jetzt bei einer Atemübung aber sagt Ja aber bei der Nasen-Atmung darfst oder bei der Übung darfst du aber mal durch den Mond ausatmen.

00:28:50: was bleibt bei den Leuten hängen?

00:28:52: Du Isa hat gesagt Einatmungs-, Nase-, Ausatmus, Mund.

00:28:55: das heißt Ich bringe die immerbei dass man auch die Ausatmos durch die Nase macht.

00:28:58: also wirklich zwei Artenzüge Nase ein nochmal nachziehen und dann langsam durch die Nase wieder ausatmen.

00:29:08: Das kann jeder mal zwei, drei Zyklen machen wirklich einen sehr tiefen Atemzug durch den Nase ein noch einmal durch die nase nachziehen Dann langsam durch Die Nase Wieder Ausatmen.

00:29:18: Man säuft es dabei eigentlich.

00:29:20: ich säufz dabei auch nicht weil ich völlig albern finde.

00:29:22: das ist aber jetzt meine persönliche Sache.

00:29:24: man kann natürlich auch tiefein atmen nochmal nach ziehen Seufzend ausatmen, mir bringt das nichts.

00:29:32: Bei mir führt es eher dazu dass ich's nicht mache.

00:29:34: Das merke ich auch bei ganz vielen Klienten.

00:29:36: wo ich so denke verliert ihr vielleicht fünf Prozent der Übungen wenn ihr nicht seufzt ist mir aber total egal weil die ninety-fünf Prozent die sie bekommen dadurch dass sichs machen sind mir ehrlicherweise viel wichtiger.

00:29:47: Das heißt, auch da gucke ich sehr pragmatisch.

00:29:49: was ist relevant.

00:29:49: Was ist wichtig?

00:29:50: Mir ist bei der Übung viel wichtiger dass die Zunge oben am Gaumen liegt beispielsweise als das man dadurch den Mund ausatmet weil wieder... Ich möchte Menschen beibringen Nase ein, Nase aus.

00:29:59: deswegen passe ich auch alle Atemübungen so an damit sich das wirklich manifestiert.

00:30:02: Dann kann ich aber selber entscheiden bei der Säufe zur Atmung will ich jetzt die Einatmung nochmal fokussieren oder will ich die Ausatmungen mehr fokassieren?

00:30:11: das heißt ich kann die Übung sowohl vor der Bühne nutzen als auch zum Runterfahren nutzen Je nachdem, worauf setze ich den Fokus?

00:30:19: Worauf setzt sich die Verlängerung.

00:30:21: Das finde ich das Schöne... Du brauchst nicht siebzehntausend Übungen!

00:30:25: Du brauchste nicht sieben Wochen Endkurse um dich mit Atmung auseinanderzusetzen sondern fokussiere mich auf die Einatmung oder auf Ausatmungen und damit kann ich jede Übung individuell für meine jeweilige Situation anpassen.

00:30:37: Also wenn du sehr betont ausatmest und da so ein bisschen Entspannung reinbringst dann ist es eher eine entspannte Atmungs-.

00:30:43: Und wie müsste ich atmen, dass mittig die Einatmung ist?

00:30:46: Das ist doch relativ vorgegeben durch dich.

00:30:48: Ja aber du kannst ja zum Beispiel die Ein-Atmungen nochmal verlängern.

00:30:51: also kannst jetzt wirklich sagen tief einatmen noch mal einatmet kurz Luft anhalten und dann langsam erst ausatmen.

00:31:00: das heißt je nachdem wo ich beispielsweise auch die Pausen hinsetze kann ich noch meine Variante setzen.

00:31:06: Das Nervensystem weiß ja selber, ob ich danach in An- oder Entspannung gehe.

00:31:09: D.h.,

00:31:09: die Säufe zur Atmung erklärt man immer klassisch ist eher so ein bisschen regulierende Atmungen.

00:31:14: Wenn ich auf der Bühne stehe, Lichtübest an meine Augen knallt, noch laute Ansagen kommen und einen Applaus bin ich sowieso schon dann in der Aufregung.

00:31:22: Ich schau ganz oft, dass ich eher regulierend eine Übung mitgebe vor allem Menschen, die das vielleicht nicht so oft gemacht haben.

00:31:31: Die darfst du nur für die Anspannung machen.

00:31:32: Die darfste nur durch die Entspannungen machen, weil Du den Fokus überein und ausatmen, sowieso noch setzen kannst.

00:31:37: Spannend also ist das System auch so ein bisschen selbst regulierend?

00:31:40: Wir können uns quasi auf uns verlassen dass...

00:31:42: Ja und da mache ich mich sehr unbeliebt bei vielen Kollegen, weil dein Nervensystem deinen Körper weiß ja gerade viel besser was du brauchst als ich dich dir irgendeine Übung mitgebe.

00:31:51: Also, wer bin ich zu sagen?

00:31:53: Das ist die Übung, die du vor der Bühne machen musst oder die Übung zum Schlafen.

00:31:56: Wir haben natürlich gewisse Muster-Erkennungen in jedem System, vor allem aber auch in der Medizin und beim Körper zu sagen okay wenn du beispielsweise die Atmung abends machst dann würdest du dich z.B.

00:32:07: eher auf die Bauchatmung fokussieren weil du dadurch den Varbus mehr in der Aktivierung dabei hast und dadurch noch mal eher so in dieses Runterfahren zur Ruhe kommen.

00:32:16: Du würdest die Atmen vielleicht auch abends nicht im Stehen machen sondern vielleicht eher am Sitzen, vielleicht sogar am Liegen.

00:32:22: Das heißt man kann auch darüber allein über die Körperposition ganz viel noch mal

00:32:25: anpassen.".

00:32:26: Und sagt man so?

00:32:27: abschließende Frage dazu?

00:32:28: Wenn man jetzt irgendwie viel am Schreibtisch sitzt, wohin sollte man dann atmen wenn man gut atmen will?

00:32:33: das ist man dann eher beim Bauch oder Brust oder geht es darum wechselhaft zu atmen?

00:32:37: Sowohl

00:32:37: als auch von unten nach oben aufsteigen und von oben nach unten absteigend also mit der Einatmung vom Bauchraum Rippenbogen Brustkorb und bei der Ausatmungen wieder von oben.

00:32:46: Das wird man aber nicht bewusst steuern können.

00:32:48: Das kannst du zwei Minuten, danach ist der Fokus wieder weg!

00:32:50: Ich gebe fast allen Klienten eine super einfache Atemübung mit.

00:32:54: Atme gegen Widerstandsband – das heißt ich sage den nimmt euch irgendeinen Fitnessband, Thera-Band, Widerstandsband völlig egal.

00:32:59: was muss elastisch sein und bindet euch das morgens und abends zwanzig Minuten um die Rippenbögen Und macht was auch immer ihr machen wollt.

00:33:06: Ob ihr irgendwie frühstückt, ob ihr spazieren geht, ob man auf den Sofa sitzt und Netflix guckt, ob ein E-Mess beantwortet, ob mein Sitz steht, läuft mit den Kindern noch etwas.

00:33:13: Macht die Kinder fertig?

00:33:14: Macht man Essen vorbereitet?

00:33:16: Ein Haushalt macht völlig egal!

00:33:18: Die meisten Leute sind morgens oder abends zwanzig Minuten irgendwie beschäftigt.

00:33:22: Wenn man da gegen dieses Band atmet hat man automatisch Zwerge für ein Beckenbodenaktivierung dabei.

00:33:27: das wäre so als ob du jetzt automatisch sich zwanzich Minuten mit den Händen hinsetzen würdest gegen die Rippenbögen atmen.

00:33:32: Das macht aber ja keiner am Alltag Spannend.

00:33:35: Also hier oben, wo wir sagen die mittlere Etage hatten für ihn?

00:33:37: Genau!

00:33:38: Oberhalb des Bauchnabels unterhalb der Brust.

00:33:40: Ob sie jetzt einen halben Zentimeter weiter oben oder unten ist es völlig egal so dass das angenehm ist, dass man gut dagegen atmen kann.

00:33:46: Das soll jetzt nicht dazu führen, ich sage das Brust dazu, dass du das so straff macht, dass dann nur noch hyperventilierend in den Brustkorb atmet sondern wirklich so dass man sagt ob das irgendwie angenehmen und dann ist das schöner.

00:33:56: nach zwanzig dreißig Minuten wenn man das abmacht und normal weiteratmet merkt man so aber das fühlt sich jetzt aber frei an.

00:34:02: Weil was passiert?

00:34:03: durch den Widerstand, kommt der Körper erst mal in eine Stresssituation und sagt okay da fühle ich mich eingeschränkt.

00:34:08: Fängt jetzt an dagegen zu atmen.

00:34:09: also muskulär dient sich nicht nur die Lunge sondern auch die ganze Ein- und Ausartenmuskulatur mehr an.

00:34:14: nach Zwanzig Minuten hast du natürlich den Effekt, dass die Muskulatur gesagt hat okay ich atme da die ganze Zeit dagegen.

00:34:20: Ich nutze mehr Muskulatur.

00:34:21: der Körper aus Faul das heißt die Ganze ein und aus Atemuskulatur wird gleichmäßiger verteilt.

00:34:26: wir nutzen mehr Lungenvolumen weil wenn Du dir die Lunge anguckst was bei den meisten vor allem die lange Sitzen passiert Die füllen ihre Lunge wie mit so einer Espresso-Tasse.

00:34:33: Die rennen wie so ein Dura Zellhessen hin und her atmen dann vielleicht irgendwie noch nur ein Brustkorb oder atmen vielleicht auch so, dass im Bauch die ganze Zeit angespannt haben.

00:34:41: Weil Klamotten nicht sitzen, weil Klamoten zu eng, die ganze zeit in irgendwelchen Meetings und dadurch Stresslevel sowieso schon erhöht.

00:34:48: Und wenn du dann dem Körper dadurch aber diese kurzen Breaks gibst und sagst eigentlich kannst du viel mehr atmen, rennst du nicht mehr mit der Expresso-Tasse hin und her sondern nimmst vielleicht irgendwann mal einen fünf, zehn Liter einmal und befüllst das tief und gleichmäßig Und es wird dann einfacher.

00:35:04: Ich bin halt großer Fan davon, es dem Körper einfacher zu machen und du brauchst aber mindestens dreißig-vierzig Minuten Trainingszeiten damit sich vor allem bei der Atmung was anpasst.

00:35:13: Wer macht dreißzig-viertzehn Minuten Artentraining?

00:35:14: Macht ja keiner!

00:35:15: Machen auch die Leistungssportler nicht mit denen ich arbeite Aber morgens abends zwanzig-dreißig Minuten das Band umzumachen Egal was ich mache, in der Alltagssituation.

00:35:23: Und dann merkt der Körper, warte mal danach ist die Atmung viel geiler.

00:35:25: vielleicht sollte ich mich darauf anpassen.

00:35:27: also wir haben ja dieses Dopamine System im Hirn.

00:35:30: wenn sich etwas gut anfühlt will der Körper das weitermachen und natürlich atmen wir so Wenn wir draußen sind, wenn wir im Urlaub sind.

00:35:35: wenn wir uns vielen den Natur bewegen geht automatisch die Atnung in dieses entspannter tiefer gleichmäßiger Atmen über.

00:35:42: Nice!

00:35:43: Okay morgens zwanzig, abendszwanzig merke ich mir.

00:35:45: Jetzt hast du eben unseren zweiten Bereich quasi angerissen, weil du meintest dir sehr wichtig dass die Zunge mal im Kaum ist.

00:35:50: Lass uns mal über Zungen reden!

00:35:52: Ja, Zunge meiner Meinung nach galtes Körperteil wird total unterschätzt, weil... Die Zunge ist ja das einzige Körperteil.

00:35:58: Wir hatten vorhin schon die Hörnerven also in der Gehirn und da gehen Nerven raus Und normalerweise hast Du eine Aufteilung rechts und links.

00:36:04: Also rechter Auge ist Auge, rechter Kiefer linker Kiever, refter Trapezius, linker Trapezios.

00:36:09: Bei der Zunge landet es aber im selben Körperteil.

00:36:12: Das heißt, du hast Hörnerven von der rechten und der linken Seite die in einem demselben Körperteil landen.

00:36:17: Wir haben in der Neurologie wird über Zunge ganz viel getestet.

00:36:20: Also kennt man vielleicht so vor einen Schlaganfall-Tests wo man dann sagt streck mal die Zunge raus Man guckt geht ihr in die eine oder in die andere Seite.

00:36:26: Und Zunge ist nicht nur evolutionär sondern auch wenn wir uns Kommunikation angucken Wenn wir uns sexuelles Wohlbefinden angucken wenn wir Uns angucken wie ist Nahrungsaufnahme?

00:36:35: Wie ist Getränkeaufnahme?

00:36:36: brauchen wir immer die Zunge?

00:36:38: Du kannst ohne Zunge nicht atmen, du kannst ohne zunge nicht trinken.

00:36:41: Du kannst auch nicht essen oder

00:36:43: kommunizieren.".

00:36:45: Das heißt wo unterscheiden wir uns von ganz vielen Säugetieren?

00:36:47: Eigentlich hauptsächlich nicht nur aber Zunge ist dann total treibender Faktor!

00:36:52: Ich weiß nicht, ich sagte homunculus was... Wir haben im Hirn Landkarten von sämtlichen Körperteilen.

00:37:00: Wie groß und wie wichtig ausgeprägt sind quasi die neuronalen Verbindungen?

00:37:03: Die Hände sind relativ groß, weil wir über die Hände natürlich angefangen haben, Hand zu werken, Essen zuzubereiten, Feuer zu zubereiten.

00:37:10: Und die Zunge ist das größte Körperteil im Homunculus sowohl sensorisch als motorisch.

00:37:16: die Zungensteuerung klar, weil für Atmung wichtig überleben.

00:37:19: Für Nachungsaufnahme, für Getränkeaufnahme und für Kommunikation.

00:37:22: Wir könnten als Spezies ohne die Zunge nicht

00:37:24: überleben.".

00:37:25: Und Zunge machen sich, glaube ich, die wenigsten Aktivgedanken drüber, sei es im Freizeitbereich.

00:37:32: Bei ganz vielen ist aber die Zonge nicht in der natürlichen Ruheposition.

00:37:37: Teilweise über Nahrung, teilweise über die Sachen, die wir essen.

00:37:41: Aber auch über unterschiedliche Stressmuster und die Zunge.

00:37:43: wenn du nicht gerade ist trinkst oder irgendwas gezielt mit der Zunge machst gehört die Zunge ja eigentlich immer oben an Gaumen hinter die Schneidezähne ohne Kontakt zu den schneiden zähnen und liegt oben am Gaum relativ breit an.

00:37:55: Und ganz viele jetzt vielleicht auch zuhören merken dann aber so ach nee meine Zunge liegt unten Oder meine Zonge drückt gegen die Zähne oder Meine Zunge ist irgendwie in der Mitte aber berührt gar nichts.

00:38:05: Das hat sofort einen Einfluss auf Körperhaltung Auf Nackenspannung, auf Beweglichkeit.

00:38:10: Auf Atmungen, auf Spannungen im Kehlkopf und Zwergfeld-Spannung in der Beckenbodenmuskulatur.

00:38:17: Ich hab das bei ganz vielen Frauen mit PMS aber auch mit Endometriose oder Wechseljahrsthematiken.

00:38:22: Wenn die über die Zunge arbeiten, wie sie natürliche Positionen bringen, haben die weniger Kopfschmerzen, weniger Migräne.

00:38:28: Du veränderst alleine schon die Zusammensetzung vom Speichel.

00:38:31: Du verändertst, dass du mehr an die Nasenatmung gehen kannst.

00:38:34: Du kannst es selber mal testen.

00:38:35: wenn du die Zunge nach oben legst kannst du ein anderes Atemzugvolumen.

00:38:38: Du kannst mehr Luft ein- und ausatmen, weil du gezielt die Zunge nach unten legst ist es blockierter.

00:38:45: Es öffnet sich gar nicht.

00:38:46: also wieder der Mensch ist ja nicht doof sind natürliche Prozesse die aber verändert werden.

00:38:51: ich habe zum Beispiel Retainer.

00:38:53: Also ich hatte eine feste Zahnspange und bei mir sind von hinten unten im Kiefer in den Zehen ist das noch verklebt Und da sind noch Dritte drin.

00:39:01: Ich hab mir keine Ahnung wahrscheinlich mit sechzehn, siebzehn angewöhnt dass die Zuge immer unten gegen diese Retainers drückt Und mir wurde auch in der Reha bei der ersten oder nach der ersten Bandscheiben-OP beigebracht, Zunge locker unten liegen zu lassen.

00:39:12: Also völliger Quatsch weil völlig falsch!

00:39:14: Weil wenn die Zunge unten liegt brauchst du sofort Spannung im Kiefer auf also... Du hast es ja damals als wir uns den Hamburg kennengelernt haben auch schon gesagt dass ich einen relativ prägnanten Kiefe habe und er ist schon deutlich schmaler geworden.

00:39:25: Ich hatte früher quasi noch mehr Spannungen im Kiefen und das Schöne ist knuschen Schnarchen kiefer pressen.

00:39:32: Wenn die Zonge wieder an die natürliche Position kommt hast du das alles nicht mehr.

00:39:37: Es ist halt Fluch und Sing im Körper, es alles miteinander verbunden.

00:39:40: Und alleine die fascialen Strukturen, die das Zungenbein stabilisieren hängen direkt mit der Oxypitalfaszie zusammen also damit wie Atlas-Axis, die ersten zwei Wirbel hängen.

00:39:49: ganz viele kennen das mit Atlas.

00:39:51: Behandlungen, die sagen immer wieder Halsschmerzen, immer wieder irgendwie Nackenprobleme über die Zunge kannst du viel einfacher steuern Und es gibt eine sehr alberne Übung, wie man das trainieren kann.

00:40:01: Das heißt du legst die Zungenspitze nach oben an den Gaumen hinter die Zähne so dass das nicht berührt krinst reißt die Augen auf schluckst und im Moment wo du schluchst geht die Zunge mit einem natürlichen Anpressdruck oben genau in diese Position.

00:40:15: jetzt hat man das bei dir relativ gut schon gesehen.

00:40:18: Du hast nämlich schon ne Kopplung von Zungsspanung und Nackenspanung.

00:40:22: wenn du schluckst ich überspitze Kompensierst du schon diese Bewegung?

00:40:27: Wenn du einen Schluck Wasser nimmst, geht es meistens fairerweise einfacher.

00:40:30: Wir reden jetzt hier ja schon eine Weile und dieses... Diese Krinse-Bewegungen ist aber die einfachste Möglichkeit zu trainieren.

00:40:37: Wo gehört die Zunge eigentlich hin?

00:40:39: Das heißt wenn man... Du

00:40:40: musst theoretisch weiter nach hinten und mehr Auflagefläche vielleicht haben lernen ich dann durch.

00:40:44: Ja!

00:40:44: Und das ist das Geile.

00:40:45: dadurch wird der Kiefer breiter hat mehr Platz Dadurch hast du mehr Platz.

00:40:50: Du hast vorhin ja auch gesagt, dass du Allergiker bist, früher Asthma hattest.

00:40:53: Das hängt ganz oft damit zusammen, dass der Kiefer in der Entwicklung quasi zu spitz geworden ist.

00:40:58: Dadurch bei der Ein- und Ausatmung im Nasennebenhöhlen nicht genug Platz ist.

00:41:02: Wir können über den Druck der Zunge breitet sich quasi der Kiefer aus.

00:41:07: Und bei mir kann man sie wieder drüber lustig machen und Haterkommentar darunter schreiben, das bei mir ein bisschen übertrieben ist.

00:41:12: Ja ich habe einfach einen sehr vielergegen Kopf aber diese Zungenposition ist halt tatsächlich entscheidend für Stabilität Aber eben auch für die Atmung, tatsächlich auch für Die Zusammensetzung vom Speichel damit Verdauungen.

00:41:24: Es gibt ganz viele Klienten von mir und es gibt auch Studien.

00:41:27: Das kann man alles nachlesen, dass du alleine über Zungenposition einen Einfluss hast dadurch, dass Du dann Menasenatmung hast weniger Mundatmungen.

00:41:34: Hast Du die Oxidation im Mundraum nicht?

00:41:36: Also dadurch das dann kein Sauerstoff quasi die ganze Zeit im Mundraum ist weniger Karies, weniger Zahnfehlstellung, weniger CMD also weniger Kieferthematiken.

00:41:46: Du hast sofort eine Entspannung, das kannst du auch mal testen.

00:41:48: Wenn du die Hände hinten auf den Nackenmuskulatur legst und die Zungenposition änderst, spannt sofort hinten die Nackemuskulaturen an.

00:41:54: Wenn die oben am Gaum ist, ist es locker.

00:41:56: Weil ich die Zunge nach unten lege oder nach vorne presse habe ich sofort Spannung in der Nackemoskulatur.

00:42:01: Ich merke das gar nicht so toll.

00:42:02: ja echt?

00:42:03: Du lass nicht so doll drauf legen.

00:42:04: Leg mal deine Fingerspitzen ganz leicht nur auf die Nakenmuskulator.

00:42:11: Wenn

00:42:11: du zu doller drückst laden, hast du die Empfindsamkeit nicht mehr.

00:42:14: Weil dann ist der Muskel schon und hat einen zu hohen Grundtonus also eine zu hohe Grundspannung.

00:42:18: Und alleine dieses Umpositionieren... Wo gehört die Zunge eigentlich hin?

00:42:23: Ich merke das manchmal in Stresssituationen noch dass ich dann anfange irgendwie zu beißen oder die Zunge irgendwo hindrücke.

00:42:29: Langsoßreportbereich nutzen wir dieses Druck nach oben aufbauen tatsächlich sogar mehr Stabilität zu haben.

00:42:35: Also ich mach zum Beispiel High Rocks, ich will keine Fünfzig Kilo.

00:42:37: Wenn ich gerade Schlitten schieben ziehen, sagen wir Herausforderungen und wenn mir dann immer die Coaches erklären oder irgendwelche auftrainierten Dudes, ja du musst dich da richtig so reinlehnen, dann bewegt sich der Schlitten, denke ich mehr so näher.

00:42:48: ist es einfache Physik, da ist nicht genug Schwungmasse, da bewegt sie bei mir einfach nichts.

00:42:52: Wenn Ich die Zunge nach oben drücke, Blickgerade aushalbe also eine Blickstabilisierung habe ich vielmehr Kraft diese Hundertfünfzig-Kilo wirklich bewegen zu können oder hundertdreißig Kilo zu ziehen weil ich die Zonge in einer richtigen Position hab, habe ich keine Chance.

00:43:05: Ich krieg die Kraft einfach nicht, ich kriege die Stabilität nicht.

00:43:06: Ich kriege keine Kraftübertragung

00:43:08: aufgebaut.".

00:43:09: Wie absurd ist denn das so ein kleiner Teil des Körpers auf so viele Dinge in Effekt hat und auch solche Intensiven?

00:43:14: Ja aber deswegen...ich finde Zunge ist so unterschätzt!

00:43:18: Und es gibt supervieler, ne der Logopädie gibt's ja auch ganz viel Übung.

00:43:21: man kann ganz ganz viel mit der Zunge machen.

00:43:22: du kannst über Zungenkreise alleine nach rechts und links quasi an den Zähnen entlang kannst du das Nervensystem regulieren.

00:43:28: Das ist so eine klassische Übung, die man ganz oft mitgibt wenn Leute zu gestresst sind, wenn die merken dass Immunsystem nicht mehr so gut funktioniert.

00:43:34: bei vielen Sachen würde ich sagen es ist sehr dünnes Eis.

00:43:37: hilft das wirklich?

00:43:38: was da irgendwie nocebo platzebo Effekt.

00:43:41: aber wir können über die Zunge so viel verändern und so viel bewusst beeinflussen gerade was Stabilität angeht und vor allem aber was die Atmung angeht.

00:43:50: Und ich war immer so Ich habe mal gesagt ich kriege gar nicht genug Luft durch die Nase.

00:43:53: Das funktioniert bei mir eigentlich alles gar nicht, diese ganzen Atemzyklen.

00:43:57: Ich kann mittlerweile keine Ahnung.

00:43:58: selbst die neunzig Minuten zwei Läufe kriege ich komplett über Nasenatmung hin.

00:44:03: Zunge ist halt oben am Gaumen.

00:44:05: Das ist der Dreh warum du als Leistungssportler durch die Nase atmen kannst?

00:44:08: Selbst wenn da aber die Zunge oben ist...

00:44:11: Also nicht nur bei Leistungssportlern!

00:44:12: Die haben ganz entspannte Gesichter.

00:44:14: Ich finde, das ist ja immer so faszinierend, sich wirklich diese Gesichtszüge anzugucken.

00:44:17: Wo ist da Spannung?

00:44:18: Jetzt kommt ein bisschen Kraftspottes noch was anderes.

00:44:21: Da nutzen die ja wirklich die Zungenposition oftmals direkt um zu sagen okay ich hab hier nochmal einen extra Push und geh in diesen Sympathikoton.

00:44:27: also gehen diese Erregung, gehen dieser Anspannung aber Zunge völlig unterschätzt ... So simpel, so einfach!

00:44:36: Ich habe bis gerade eine ganze Zeit so'n Bild von einer Zunge, die sollige Stütze machen...

00:44:41: Und es sieht bescheuert aus mit diesem Grinsen und Augenaufreißen, warum hilft das?

00:44:44: Weil wir darüber die unterschiedlichen Hörnerven mit aktivieren.

00:44:47: Wir haben die Gesichtsmuskulatur dabei, wir haben die Kiefermuskulature dabei.

00:44:50: durch dieses Augenaufreißen, da haben wir ein Popillenreflex dabei weil mehr Licht reinkommt und dadurch merkt das Hirn quasi schneller a, dass was ich hier mache ist gerade wichtig!

00:44:59: Wenn man dann auf einmal meint, warte mal, ich kann ganz entspannt schlucken... Und ich kann ganz entspannt Luft holen.

00:45:05: Ich bin jetzt in drei Wochen wieder bei der Opernakademie und arbeite mit den ganzen Stipendiaten, die sich dann bei den ganzen Opern bewerben.

00:45:13: Und da sage ich auch jedes Mal was alleine.

00:45:14: Zunge-Zungposition beim Gesangen.

00:45:17: Und das sind die eigentlich immer schon alle ganz gut.

00:45:19: aber die lernt teilweise auch noch irgendwie dieses Zunge nach unten locker lassen, was sie für eine Tonfrequenz auf einmal bekommen, was die für eine Stabilität bekommen, Zwei Tag der Länger singen, bevor sie Luft holen müssen.

00:45:32: Weil natürlich das Atemzugvolumen sich total verändert.

00:45:35: Ich kann mich da immer totlachen... ich bin gänzlich unmusikalisch!

00:45:38: Ich kann gar nicht singen.

00:45:39: Wer hat aber immer dazugebucht?

00:45:41: Dann sind wir so alle jahrend.

00:45:42: Was sind seine Erfahrungen?

00:45:43: und hier?

00:45:43: Und ich hab nix mit Opa zu tun.

00:45:46: Mir geht's nur darum, euch oder eurem Körper es einfacher zu machen besser singt zu können.

00:45:51: Ob das dann singe ist, ob das Golf isst.

00:45:53: Wir hatten jetzt in Zürich mit einem Institut mit Golfstabilität und Schwung.

00:45:57: Wie kann ich mehr besseren Schwung holen?

00:45:59: Wenn die Zungenposition stabiler ist, hast du viel mal Rotationsmomentum was du dann wiederum aus der Wirbelsäule holen kannst.

00:46:06: Das ist ja das Schöne!

00:46:06: Es hängt alles miteinander zusammen.

00:46:08: Aber im Singen nehmen Sie auch die Zunge an den Gaumen oder was?

00:46:11: Nachdem wir die Atemmuster machen dass sie dann die unterschiedlichen Töne beim Singen der Tönen natürlich nicht.

00:46:17: aber wenn Du atmest kannst Du ja damit spielen.

00:46:20: wo ist in dem Moment schnell die Zunge?

00:46:22: Und wie kannst du in den Pausen vor den Einsätzen Luft holen?

00:46:26: Du kannst natürlich nicht oben die Zunge haben, wenn der irgendwie eine krasse hohe Aree ist.

00:46:29: Da musst du die Zunge schon ein bisschen alleine in diesen Pausenn- und Atemzyklen da ein Bewusstsein zu schaffen.

00:46:35: Auch da wieder selbes Spiel!

00:46:37: Wie schaffen sie das überhaupt erst mal in diese unterschiedlichen Bereiche zu atmen?

00:46:41: Da atmet gegen Widerstandsband was es auch im Gesagen beim Aufwärmen für eine Vereinfachung schafft.

00:46:46: Bei meiner Gesangstere hat mir immer einen Strohr mit dem Mund gegeben Du musst durch den Stor auf, dann musst du immer... Wenn du nur so bist und das Ding hast, da ist ja Lippenspannung drin.

00:46:56: Ja aber oft zu viel Lippenspannung!

00:46:58: Ich bin auch bei vielen Sachen echt kritisch was da teilweise noch gelehrt wird weil es noch sehr oldschool ist.

00:47:04: Viele Gesangslehrerinnen haben es selber nicht geschafft und bringen ihre Frustrationen.

00:47:08: Und ihre vielleicht nicht absolute Expertise damit rein, wo ich mir manchmal denke okay das ist wirklich Bullshit!

00:47:13: Das macht man so nicht mehr.

00:47:14: Es

00:47:14: ist aber immer faszinierend was auch so kleinem Raum geht.

00:47:17: also bestimmt wenn er das jetzt hört erschlägt der mich weil er sagt schon älter sind noch fünf andere Sachen drin nämlich Sauerstoffrückfluss in Richtung Stimmbänder und was weiß ich nicht was?

00:47:25: Ja, total.

00:47:26: Aber es hat krass was diesen Effekt...

00:47:28: Und diese Ausdauer und mit dem Strohhalm ist ja so eine ganz bekannte Atemübung.

00:47:31: Lernst du auch eigentlich diese Reduktion?

00:47:33: Also langsamer zu atmen weil du diesen Widerstand hast.

00:47:35: Durch den Widerstaat durch den Strohhalam gibt's auch ganz viele Tools aber kannst du genauso mit einem Strohhall machen.

00:47:39: Lippenbremse funktioniert ja genau so.

00:47:41: also nur durch eine ganze kleine Lippeöffnung zu atman.

00:47:44: Das sind ja all die ganzen schönen Sachen oder so die durch die Hand zu atme ein- und auszuatmen auf das regulierendste und je nachdem wie groß du das Loch machst Kannst du halt viel oder weniger?

00:47:55: Ja, da hast du noch mal so ein bisschen CO-Zweiruckatmung.

00:47:58: Das ist tatsächlich dann eher dieses Co-Zwei-Level der Türsteher.

00:48:01: wieviel Sauerstoff wird aufgenommen das nutzt man ja beim Hyperventilieren auch extrem und wenn Leute Anfälle haben.

00:48:06: aber hier hast du eher diesen Artenwiderstand den du selber einstellen kannst brauchst halt keine Gerätefaust hast immer dabei um zu sagen okay Du kannst dich mit zwei Atemzügen wieder in die Regeneration bringen.

00:48:16: Wo ist die Zunge?

00:48:17: Ich bin immer neugierig, vielleicht abschließende Frage dazu.

00:48:20: Vielleicht ist es auch sehr persönlich.

00:48:21: Interessiert andere Leute gar nicht aber du hast ja so von dieser Nackenmuskulatur geredet wenn ich bei mich hier pro Praktik hab und ich habe jedes mal das der sagt ach wieder Atlas und Oxiput.

00:48:29: Und da sind genau hier oben diese sozusagen den Schädel ran.

00:48:32: Du schiebst

00:48:32: ja auch so nach vorne!

00:48:34: Ich würde jetzt bei dir ohne das Getestet zu haben vermuten dass du mit der Zunge zu sehr vornat Richtung Szene drückst und einen Kontakt mit den Zehen hast.

00:48:43: Das führt genau zu der Position.

00:48:45: Jetzt kann man wieder Chiropraktiker hat alle Seitenberechtigung, vor allem für Leistungssportler diese schnellen ruckartigen Bewegungen auf dem Training oder am Spiel gewohnt sind.

00:48:54: Ich überspitze das nicht, dass sein Leben stattfindet aber ein Großteil des Tages sitzt am Rechner und dann so schnelle ruckardige Bewegungen hat bin ich immer so ein bisschen.

00:49:03: wie nachhaltig ist das eigentlich.

00:49:04: Der Körper lernt ja nix, der wird kurz korrigiert aber hat ja nichts gelernt, wie das Spannungsverhältnis eigentlich sein müsste in der Nackenmuskulatur.

00:49:10: Das heißt was ich oft einen viel sinnvolleren zusätzlichen adaptiven Ansatz fände zu sagen drin hier halt die Zungenposition.

00:49:17: Nach vier bis sechs Wochen hast du das drinnen und die Zunge einmal dort ist wo sie ist geht auch noch nicht woanders mehr hin weil es viel angenehmer ist, viel leichter zu atmen.

00:49:24: Viel viel weniger Spannung wieder!

00:49:25: Der Körper ist faul.

00:49:27: und dann eher eine Bewegungsvielfalt aufzubauen.

00:49:28: also welche Position kann dein Atlas-Axis eigentlich alles aushalten und das mit Kraft und Geschwindigkeit kombinieren.

00:49:34: Und schon brauchst du keinen Chiropraktiker mehr oder deutlich seltener?

00:49:38: Ja, cool!

00:49:38: Kommen wir sind jetzt schon fast bei der Stunde hier.

00:49:40: ich bin jetzt sehr gespannt wie ein Flüssebogen.

00:49:42: Ich sehe noch drei weitere Punkte hier.

00:49:44: Ich könnte die Stunde lang zuhören und ich würde sagen wir vertrösten die Leute mal ins nächste Video in den nächsten Podcast und freue mich total.

00:49:50: also liebe Luise vielen vielen Dank mega spannend

00:49:53: Sehr gerne ja geilster Job weil nerves System ist einfach faszinierend es einfach beeindrucken was alles geht.

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