Smartphone-Sucht: Endlich wieder abschalten

Shownotes

Smartphones verführen permanent, doch die Grenze zur Sucht bleibt unscharf: Klinischer Entwicklungspsychologe Sven Lindberg erklärt, warum exzessive Nutzung kein klar diagnostizierbares Krankheitsbild ist und trotzdem massive Auswirkungen auf Konzentration, Schlaf und Beziehungen entfaltet. Schon die bloße Nähe senkt unsere Leistungsfähigkeit messbar und lässt echte Ruhe kaum zu. Wer Kontrolle statt Dauerstress will, braucht mehr als Apps: Distanz, Rituale und Mut zur digitalen Stille öffnen wieder den Raum für echtes Erleben.

Du erfährst…

…wie Smartphones unser Verhalten beeinflussen und ob sie wirklich süchtig machen.

…welche Strategien helfen, um die Smartphone-Nutzung sinnvoll zu reduzieren.

…warum physische Distanz zum Smartphone die Konzentration und den Schlaf verbessert.


||||| PERSONEN |||||

👤 Joël Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt

👤 Sven Lindberg, Professor für Psychologie an der Universität Paderborn


||||| SPONSOREN |||||

🔥 Übersicht aller Sponsoren


||||| LEXIKON |||||

Du verstehst nur Bahnhof? Zu viel Fachchinesisch? Unser Lexikon hilft dir dabei, die wichtigsten Fachbegriffe zu verstehen:

🔹 **Smartphone** - Mobiles Endgerät, über das viele Nutzer shoppen, entdecken und Content konsumieren.

🔹 **Screentime (Bildschirmzeit)** - Die Zeit, die eine Person vor Bildschirmen verbringt; oft als Messgröße für Mediennutzung verwendet.

🔹 **Doomscrolling** - Unaufhörliches, oft negativer Nachrichtenkonsumieren in Social‑Media‑Feeds, trotz negativer Wirkung auf Stimmung.

🔹 **Smartphonesucht / Abhängigsein vom Smartphone** - Suchtähnliches, zwanghaftes Nutzungsverhalten gegenüber dem Smartphone, ohne offizielle einheitliche klinische Diagnose bislang.

🔹 **Social‑Media‑Sucht** - Problematisches, zwanghaftes Nutzungsverhalten von Social‑Media‑Plattformen mit negativen Folgen.


||||| KAPITEL |||||

(00:00:00) Vorstellung & Einführung ins Thema

(00:01:20) Ist Smartphone-Sucht wirklich eine Sucht?

(00:09:20) Was Smartphones mit deinem Gehirn machen

(00:12:50) Dopamin, Doomscrolling & digitale Erschöpfung

(00:30:00) Always-on: Die versteckten Folgen

(00:40:30) Die besten Strategien gegen Smartphone-Sucht

(00:48:00) Regeln für Kinder, Familien & Alltag


||||| WIR |||||

🧢 Ich bin übrigens Joël, der Macher dieses Podcasts. Ich bin ein Creator und Medienunternehmer, der für Wachstum und Vielfalt steht. Mein Vorgehen besteht darin, dass ich inspirierende und erfolgreiche Menschen interviewe, um von ihnen zu lernen und Wissensabkürzungen für dich und mich aufzutun.

👉 In meinem Podcast digital kompakt geht es um das Thema Wachstum in den Bereichen Business, Lebensgestaltung und Gesundheit

👉 In meinem Newsletter fasse ich dir Jeden Freitag die besten Learnings aus meinen Podcasts zusammen sowie viele weitere Einsichten aus meinen Aktivitäten.

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👥 Wir streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.

Transkript anzeigen

00:00:00: Hi Five Leute, hier ist Joel und am Vielgut Friday geht's um deine Gesundheit.

00:00:03: Genauer um das Ding dass du gerade wahrscheinlich in der Hand hältst dein Smartphone und wie es dich süchtig macht weil vielleicht kennst Du das

00:00:11: kurz mal bei Instagram reingucken und

00:00:13: zack sind anderthalb Stunden weg und du weißt gar nicht wohin diese Folge ist für Dich wenn du da rauskommen möchtest Und ich habe mir dafür jemanden geholt der das wirklich beurteilen kann den lieben Sven Lindberg Professor für klinische Entwicklungspsychologie an der Uni Paderborn und das ist der Mann, den die Medien anrufen wenn es um Psycho- und Smartphone geht.

00:00:31: Und Sven räumt erstmal auf mit etwas!

00:00:33: Und zwar... Der Frage ist das überhaupt eine Sucht?

00:00:35: Die Antwort wirst du merken überrascht.

00:00:37: Dann wird's spannend.

00:00:38: er erzählt von einem Experiment bei dem schon das ausgeschaltete Handy auf dem Tisch deine Leistung messbar runterzieht.

00:00:44: Wir reden über Dopamin, über deinen Schlaf, über diesen Ruhemodus im Kopf den die meisten gar nicht mehr kennen und ganz am Ende kriegst du richtig konkrete Tipps an die Hand vom Handytisch bis zum Smartphone-Sessel, mit denen du wirklich runter kommst.

00:00:56: Also bleib unbedingt bis zum Ende dran!

00:00:58: Gerade am Schluss nimmst Du jede Menge mit.

00:01:00: Achso

00:01:01: und schreib doch mal in die Kommentare bei Spotify oder YouTube.

00:01:04: glaubst Du, Du selbst bist smartfonsüchtig?

00:01:06: Und was tust Du um Deine Screentime zu

00:01:08: reduzieren?!

00:01:09: So nun gehen wir los lieber Sven schön dass Du da bist.

00:01:12: moin moin

00:01:19: Erste wichtigste Frage, wenn ich dein Handy jetzt aufmache.

00:01:22: Welche Screentime steht bei dir so pro Woche da?

00:01:26: Da steht gar nicht so viel weil ich tatsächlich viele Dinge die viel Zeit kosten am Computer mache und genau das ist der Trick für Profis also LinkedIn Instagram und Co.

00:01:37: habe ich auf dem Browser PC verlegt sozusagen und das minder dann ein bisschen meine Smartphone Time.

00:01:45: Also das ist tatsächlich schon ein vorgegriffener Trick.

00:01:50: Aber ansonsten, es ist halt so dadurch dass ich viel Podcast höre natürlich auch digital kompakt wie soll's anders sein?

00:01:58: Habe ich auch da auch das zählt ja als Freetime sozusagen wenn man dann eben das laufen lässt.

00:02:04: Ich werde jetzt uns doch mal einsteigen weil wir die Klinik jetzt fünf Dinge durch und du hast mir gesagt schon erst einmal reden sollten ist Sucht ist die falsche Diagnose?

00:02:12: why ist es keine Sucht?

00:02:14: Genau, ja du hast jetzt auch sogar Sucht und Diagnose schon reingeworfen.

00:02:18: Und das ist halt so ein bisschen das Schwierige.

00:02:20: da glaube ich dass wir aus der Fachwelt einfach ganz klare Definition haben und das ist natürlich in der öffentlichen Debatte kein Thema sondern das spricht man dann von allen möglichen Süchten sowie auch von der Smartphone-Sucht.

00:02:32: aber streng genommen ist es nicht richtig.

00:02:34: also aktuell ist das abhängig sein vom Smartphone keine eigene klinische Diagnosis weil es einfach noch So untersucht es und so erkannt ist, dass das ein eigenes klinisches Phänomenis, den man in Diagnose geben

00:02:48: kann.

00:02:49: Aber ist das dann so ein Fall von?

00:02:52: wir sind in der Wissenschaft ein bisschen langsam?

00:02:53: Wir haben dem ganzen Ding einfach noch kein Label gegeben.

00:02:56: aber eigentlich ist es eine Sucht.

00:02:57: oder würde ich sogar wirklich sagen nein Es gibt schon Faktoren die da drinnen einen Suchtfaktor widersprechen.

00:03:03: Ja, das kann man eigentlich sogar tatsächlich ganz klar definieren.

00:03:07: Es ist erstmal so was auch nicht viele Leute wissen dass diese Klassifikationssysteme wo Krankheiten reinkommen da kommen immer wieder neue Krankheiten rein und es fliegen auch welche raus.

00:03:16: weil Zum einen so, dass immer das was der Zeitgeist, das gesellschaftliche auch mit sich bringt.

00:03:22: Das bringt dann oft neue Störungen und Krankheiten mit.

00:03:25: Und gleichzeitig aber auch immer die Erkenntnisse, die man aus der wissenschaftlichen, vor allem aus dem medizinischen und klinischen Vorschub kennt.

00:03:32: Da ist es dann eben auch so, wenn Phänomene auftreten, dass die erst mal untersucht werden und dass man dann erstmal schaut, Ist es wirklich ein abweichendes Verhalten?

00:03:40: Was aber auch zu Leiden führt... dass Leiden dann vom Krankheitswert ist und wenn das erfüllt ist, dann wird es mit aufgenommen.

00:03:50: Ein Beispiel ist tatsächlich die Computerspielsucht und die Spielsucht also quasi wirklich Glücksspiel war lange Zeit sozusagen immer auf der Kippel und wurde dann aber aufgenommen weil es eben tatsächlich zu großen Leiden geführt hat Auf Seiten der Betroffenen Aber auch auf das Umfeld weil das ist beide bei psychischen Störungen oft so Dass eine Definition ist leidet die Person drunter oder leiden andere darunter.

00:04:16: Also das heißt, da passiert gerade einiges und deswegen würde ich tatsächlich davon ausgehen dass wir in den nächsten Jahren dort irgendwann auch eine eigene Diagnose bekommen.

00:04:28: Also, ich habe ja nicht wie du eine fachliche Verantwortung.

00:04:31: Ich hab jetzt sozusagen keinen Professorntitel in dem Bereich und hab auch keine Studenten von mir sitzen.

00:04:36: Ich würd's jetzt mal sagen für mich ist das ne Sucht was ich so wahrnehme.

00:04:39: Kannst Du uns mal davon ab also dafür abholen woran erkennt man typischerweise seine sucht?

00:04:44: Also wann würde es zu sagen spricht man von der Sucht bei einem Verhalten?

00:04:47: Genau!

00:04:48: Das ist das Spannende.

00:04:49: wenn man sich das anschaut wie dass diagnostiziert wird egal ob Alkoholsucht Substanzsucht Pornosucht oder eben auch die Spielsucht, dann ist erstmal die Definition.

00:04:59: Ich mache das mehr das Verhalten als ich eigentlich möchte.

00:05:03: also heißt ich möchte weniger machen davon oder sogar ganz damit aufhören aber ich mach es trotzdem weiter.

00:05:09: so heißt ich habe eigentlich eine andere Intentionen anderen Willen kann dass aber nicht umsetzen.

00:05:15: Das ist schon mal einer der Kernkriterien die erfüllt sein müssen.

00:05:19: Dann ist das nächste Kriterium.

00:05:21: Es hindert mich daran meine Tätigkeit nachzugehen, sei es meine Arbeit, sei die Verantwortung meinen Kindern gegenüber.

00:05:28: Das heißt ich vernachlässige Sachen wo ich eine Verantwortung habe.

00:05:31: also zum Beispiel ich gehe nicht mehr zur Arbeit oder ich mache die Arbeit schlechter oder ich vergesse mein Kind abzuholen weil ich eben mit dem Spielen, mit dem Trinken oder sonst was beschäftigt bin.

00:05:40: das heißt dass ist einer der Hauptkriterien die sehr wichtig sind.

00:05:44: Ich vernachlässige Dinge wo ich Verantwortung trage.

00:05:48: Dann ist der nächste Schritt Dass sich tatsächlich zu häufig mache als ich eigentlich möchte.

00:05:54: Also das heißt, ich nehme mir zum Beispiel vor irgendwie nur einmal am Tag ein Bier zu trinken fang dann aber morgens schon mit an.

00:06:02: Dann geht es schon sehr stark in die Richtung dass das ein Suchtverhalten ist und ein weiteres Nebenkritik ist auch andere im Umfeld drunter leiden also zum Beispiel Freunde von Wander Familie usw..

00:06:13: Was würdest du sagen, wenn du dir jetzt dieses Feld mal anguckst?

00:06:17: Was sind so die typischen Symptome und vielleicht auch Folgen, die du da siehst.

00:06:20: Weil bei mir popten gerade schon Bilder hoch.

00:06:22: Gerade als du gesagt hast zu meinem Umfeld leidet.

00:06:24: darunter habe ich diese ganzen Eltern im Kopf, die am Sintkasten sitzen mit Smartphone oder wenn die Kinder beim Sport spielen begleitet werden.

00:06:30: Also es ist ein Beispiel was mir einfällt... Wenn ich mir im Kreuzberg eine schöne Döner-Tasche hole, dann sehe ich immer den Typen der da steht wie so Dummscrubbys auf seinem Handy mit der linken Hand.

00:06:39: Aufs Handy gucken mit der rechten Salat in die Links machen ungefähr.

00:06:42: Also das ist richtig krass!

00:06:43: Das sind so Bilder, die ich im Kopf habe.

00:06:45: aber was sagt der Profi?

00:06:46: Was würdest du sagen, sind Symptome und was sind Folgen, die sich auf lange Sicht einstellen?

00:06:51: Symptomen sind einmal tatsächlich, dass ich halt es einfach permanent nutze und auch das gefährliche an einem Smartphone.

00:06:57: Es ist halt so schön mobil.

00:06:59: Dadurch habe ich es immer mit dabei.

00:07:01: und was die meisten Leute ja vergessen, das Gerät ist ja tausende Geräte.

00:07:05: Da kann ich Videos gucken, da kann ich Musik hören, dann kann ich Nachrichten lesen, schicken anhören usw.

00:07:11: Ich kann das Wetter schicken, ich kann gucken wie der Börsen die Börsentwicklung ist und... Das heißt wenn man sich damals in den Neunziger zurückbiemt, wenn nicht all das irgendwie bei mir haben wollte, dann müsste ich einen riesen Karren neben mir herziehen und dann hätte ich trotzdem ein Problem weil es kein Internet, keinen WLAN und nix geht.

00:07:29: Aber das kann das Gerät jetzt alles!

00:07:31: Und das führt natürlich dazu dass sich eigentlich permanent verführt werde.

00:07:35: Das heißt die Leute lernen oder haben nicht mehr das Problem, dass sie sagen, ich langweile mich jetzt.

00:07:42: Weil ich kann ja an der Kasse oder das mit dem Döner man noch so gerade gesagt hat, es ist jetzt langweilig hier zwischen nächste Bestellaufnahme und Salat in die Tasche pressen.

00:07:51: Das ist ja langweillig.

00:07:52: da kann ich auch nochmal kurz gucken wie Galatasaray gespielt hat.

00:07:55: also das ist halt tatsächlich die Geschichte.

00:07:57: Die Leute haben eigentlich Langeweile eliminiert weil Sie dieses Gerät dann immer einspringen lassen wenn irgendwie sowas wie Leerlauf eintritt.

00:08:05: Und das ist tatsächlich nicht gut weil zum einen, und da sind wir eben bei den Suchtähnlichen.

00:08:12: Ich mach das viel häufiger als man eigentlich lieb ist, denn es ist natürlich auch unhöflich.

00:08:17: Und es ist auch problematisch wenn ich dadurch meine Konzentration im Straßenverkehr... also wie oft hat man schon Leute gegen die Straßenlaterne laufen sehen oder jemand mit einem Handy auf dem Fahrrad?

00:08:28: Das ist eine tödliche Gefahr eigentlich!

00:08:30: Aber immer mehr Leute gehen das ein und zwar nicht Aus einer Entscheidung heraus, sondern weil sie einfach merken ich brauche die ganze Zeit diese Reize.

00:08:39: Weil sonst fühle ich mich unterreizt und das ist tatsächlich auf hirn eben einen Riesenthema.

00:08:45: also Ist viel komplexer aber es lässt sich schön vereinfachen.

00:08:49: wir haben so eine Art Aktivitätsmodus immer wenn ein reiz kommt springe drauf verarbeiten dies dass das erstmal gut weil das heißt wenn von außen was kommt reagiere ich kann es einordnen und mich darum kümmern.

00:09:01: so dass machen wir beim arbeiten das machen wir aber auch wenn Gefahr droht und so weiter und sofort.

00:09:05: Aber dadurch ist sozusagen immer all das im Gehirn aktiv, was mit Aktivitäten zu tun hat.

00:09:10: Wir haben aber auch noch einen anderen Modus also der sogenannte Default Network Modus oder der Ruhe Modus kann man's nennen und das ist eigentlich immer dann wenn zum Beispiel spazieren gehen, wenn wir am Meer sind unsere Gedanken schweifen lassen und so weiter.

00:09:25: Und der Modus ist mega wichtig weil das ist sozusagen die Phase wo wir auch Vergangenes verarbeiten und aber auch Gedanken in die Zukunft schweifeln lassen.

00:09:35: Das ist neben Schlafen nochmal ein ganz eigenes System.

00:09:38: also im Schlaf wird idealerweise alles noch mal geordnet was am Tag passiert usw.

00:09:43: Aber dieser Ruhemodus hilft uns halt eigentlich so ein bisschen zwischen vergangenen und der passiven und der aktiven Welt zu vermitteln.

00:09:52: Und das wird eigentlich ausgeschaltet, wenn wir permanent sozusagen in jeder stillen Sekunde das Smartphone einfach ranziehen um irgendwas zu machen was mir ein Reiz liefert

00:10:03: Hat das mit diesem ganzen Dopaminkino zu tun, von dem man ja aller Orten sließt?

00:10:06: Dass man halt sagt dass aktuelle Social Media ist immer durch seine Hux darauf ausgerichtet.

00:10:11: Dass immer wieder so ein Ping im Gehirn angeregt wird und du dann immer wieder ah okay also innen passiert Hormonschub außen passiert ich werde aufmerksam ich gucke ich kucke es hat damit zu tun

00:10:22: absolut Und das eigentlich auch noch mal wichtig dass man dieses Belohnungssystem besser versteht weil das belohnungsystem ist eben nicht nur dopaminen Sondern das Belohnungssystem besteht eben aus dem ganzen Cocktail von Hormonen.

00:10:33: Also wir haben halt auch Serotonin, was uns eher so eine Zufriedenheit gibt, eher ein bisschen Glück.

00:10:39: Wir haben Oxytocine, was halt Bindungshormones aber auch ausgeschüttet wird wenn ich mit Freunden zusammen bin oder ich mich nahe jemand fühle Es wird auch aus geschüttelt beim Katze streicheln und beim Hund angucken.

00:10:52: also insofern... Man sagt dann auch so ein bisschen Kuschelhormon.

00:10:57: Ich habe auch Endorphine, die ausgeschüttet werden.

00:10:59: zum einen wenn ich irgendwie eine Verletzung habe dann hilft mir das sozusagen das besser zu verarbeiten und die haben alle so ihre Funktionen.

00:11:08: Und Dopamin ist interessanterweise eben nicht jetzt das Glückshormonen an sich sondern eigentlich ist Dopamine eine Erwartungshormone was mega ist weil ohne dass würden wir nicht aufstehen nicht irgendwie Sachen machen weil es ist sozusagen ein Hormon was uns schon belohnt an etwas in der Zukunft denken.

00:11:27: Also sowas, wenn ich jetzt jagen gehe und das Mammut erlegt habe ja Mann dann haben das ganze Dorf was zu essen.

00:11:33: also da ballert quasi Dopamin und dass ist das was letztendlich sich so ein bisschen die Industrie zunutze gemacht hat indem sie gesagt hat hey lass uns doch in einer Tour Mini Erwartungen wecken weil das ist ja eine Sache die die Leute motiviert dran zu bleiben.

00:11:51: Und das ist nun ein bisschen die Geschichte, wenn wir jetzt die anderen Sachen angehört haben.

00:11:55: Serotonin gibt mir Zufriedenheit und Ruhe, Oxythizien gibt mir Geborgenheit.

00:12:00: Endorphine geben mir tatsächlich echte Glücksmomente.

00:12:03: Dann wird das alles eher weiter zurückgefahren weil ich eigentlich die ganze Zeit in so einer endlos... Joa das könnte ich noch machen nicht mach das noch Ich mache das noch!

00:12:11: Ich switche von der einen Seite zum nächsten Von dem Video zu dem Video bleibt bei einem länger hängen Hier mal nen Like da mal vielleicht dann wieder wechseln und das führt eigentlich dazu, dass ich ständig dran bleibe.

00:12:23: Und das ist dieses Phänomen, glaube ich was jeder von uns kennt Ich bin mal kurz vor fünf Minuten bei Instagram und dann sind anderthalb Stunden rum!

00:12:32: Das ist einfach weil mich diese Schleife quasi da drin gelassen hat.

00:12:35: und das Problem is' ich komme da nicht zur Ruhe.

00:12:38: Also ich habe dann nicht anderthhalb Stunden meine schöne Pause gehabt sondern mein Gehirn war ja im Aktivitätsmodus Und das ist tatsächlich eine Geschichte, was auch dazu führen kann dass die Leute immer mehr erschöpft sind.

00:12:54: Monatsabschlüsse, Rechnungsprüfungen und Abstimmungen gehören selten zu den Dingen auf die sich Finance-Teams am Montag morgen freuen.

00:13:01: Und gerade in wachsenden Unternehmen läuft noch viel über manuelle Prozesse, Exelisten und Rückfragen per Mail – das kostet natürlich Zeit, Nerven und es macht nicht gerade einfacher, den Überblick über Cashflow, KPIs und aktuelle Zahlen zu behalten!

00:13:15: Und genau hier kommt unser Partner Sage ins Spiel, deren Tool Sage Intact automatisiert zentrale Finanzprozesse in Echtzeit von der Buchhaltung über Debitoren und Kreditoren bis hin zu schnelleren Abschlüssen.

00:13:29: Der Rechnungseingangsassistent liest Rechnungen automatisch aus, gleicht sie mit Bestellungen ab und erstellt Buchungsentwürfe.

00:13:36: Der Ausreißer-Assistent hilft dabei auffällige Buchungen frühzeitig zu erkennen!

00:13:41: Das Ergebnis, weniger manuelle Prüfungen, weniger Fehlerquellen und mehr Zeit für das was Finance eigentlich leisten soll.

00:13:48: Steuern, Planen und bessere Entscheidungen ermöglichen.

00:13:51: Besonders spannend für wachsende Unternehmen Sage Intact unterstützt Multi-Entity und Multilatcher und bietet Dashboards mit denen ihr eure Finanzen deutlich transparenter im Blick habt.

00:14:00: Mit Sage Intact plus Sage Co-Pilot bekommt ihr modernes Finanzmanagement mit KI.

00:14:06: Praxisnah, skalierbar und gemacht für Finance Teams die nicht nur verwalten sondern gestalten wollen!

00:14:11: So jetzt kommt's Für Hörerinnen und Hörern von Digital Compact gibt es aktuell ein Angebot – zwanzig Prozent Rabatt auf sageintact plus sageco pilot für die ersten zwölf Monate.

00:14:22: Geh dafür auf digitalcompact.de slash sage also s a g e und klick dich rein.

00:14:29: Und wenn ihr das zu schnell ging, kannst du auch immer auf unsere Sponsorenseite gehen.

00:14:32: Da findest Du eine Übersicht einfach unter digitalcompact.de-sponsoren.

00:14:37: Vielen Dank an Salesforce Unterstützen von Digital Compact.

00:14:39: und nun zurück zum Podcast!

00:14:42: Spannend also wenn wir uns jetzt mal die folgen durch deklinieren habe ich jetzt schon mitgekommen.

00:14:46: Ich bin nicht mehr in diesem ruhemodus wo ich vielleicht immer planen an die zukunft denke, ich bin gar nicht so entspannt weil ich hab mich auch dabei.

00:14:53: manchmal ist es so okay sich berieseln lassen abends was reinziehen und dann ist das aber eigentlich gar nichts entspannendes sondern es fährt ein system eher hoch.

00:15:00: Und das andere, was mich noch mal interessieren würde ist auch die Folgen.

00:15:03: Weil ich hab den Eindruck viele Menschen leben ein immer digitaleres Leben und vergessen so die wirkliche Welt und kriegen so Anknüpfungsprobleme in der echten Welt.

00:15:11: Ich habe mir so die Frage gestellt ob wir nicht in so einer Gesellschaftsform irgendwie driften wo die Menschen gar nicht mehr miteinander reden können in der echten Welt weil sie digital sozusagen sich noch auffalten

00:15:21: Was jetzt die Gefahr der digitalen Welt ist und dass es dich möglicherweise entfremdet von der echten welt sehen wir gerade massiv bei den verschiedenen chatbots.

00:15:30: weil was machen die?

00:15:32: Die sind immer positiv.

00:15:34: Die geben dir wenn kritik, das die.

00:15:37: Also mein kaibotz meinst du jetzt

00:15:39: genau weil es endlich gibt ja dir vielleicht eine einschätzung kritik aber immer freundlich und immer Dass du trotzdem als der gewinner dastehst.

00:15:47: also das heißt egal ob du jetzt profi in einer sache bist oder In Anführungszeichen in Vollidion.

00:15:53: Die KI wird immer sagen, ah ja das ist eine spannende Frage aber hier bist du vielleicht ein bisschen unscharf.

00:15:59: ich werde vielleicht dir noch ein bisschen Informationen zur Verfügung stehen.

00:16:02: das heißt du kriegst immer Bestätigung in der echten Welt kriegste nicht immer bestätigung vor allem wenn du Blödsinn erzählst so.

00:16:08: und die andere Geschichte ist eben die dass die KI Bots ihr immer mit einer weiteren frage oder mit einem angebot aufhören.

00:16:18: auch hier ist die idee Du könntest noch das machen, du könntest auch das erfahren und so weiter an sofort.

00:16:24: Das heißt wir sind hier wieder in der nächsten Endloschleifen-Maschinerie die gleichzeitig aber auch noch dir eine Interaktion vorgaukelt, die menschlich klingt... ...aber absolut nicht menschlig ist!

00:16:37: Dann wird es irgendwann komisch wenn du mit einer echten Frau oder einem echten Mann sprichst weil sie werden nicht in einer Tour so mit dir sprechen reagieren Und dann ist tatsächlich ja, wenn du da verletzt bist dich zurückgesetzt fühlst die digitale Welt deutlich attraktiver und auch deutlich leichter, weil sie ist rund in die um verfügbar.

00:16:55: Die kannst du ausschalten wenn du genervt bist bzw.

00:16:59: umschalten und das ist tatsächlich eine Sache die wir weltweit sehen.

00:17:02: da sind Männer deutlich mehr von betroffen als Frauen.

00:17:05: dieser zurückzug in die digitalle Welt und das kann halt tatsächlich mehr und mehr problematisch werden.

00:17:13: Ich beobachte das auch.

00:17:14: Also ich weiß nicht, ob es so ein Generationen-Ding ist aber ich habe ein bisschen den Eindruck dass schon... ...dass es in jüngeren Generationen zum Beispiel verpönt ist jemanden einfach anzurufen.

00:17:23: So wie du rufst dich einfach

00:17:24: an!

00:17:25: Tatsächlich.

00:17:26: Ich hab mal mit den Studierenden drüber gesprochen, aber auch gesagt, witzigerweise genau ob das wirklich ein Phänomen ist oder ob das jetzt wieder irgendwie nur zwei, drei Leute auf Social Media gepostet haben.

00:17:36: Nee, aber es total so und es geht mittlerweile sogar weiter.

00:17:39: also weil die Sprachnachricht hat das Telefonieren abgelöst.

00:17:43: Jetzt mittlerweile haben die Leute schon quasi fühlen sich unwohl eine Sprach Nachricht zu schicken.

00:17:49: Weil man sich immer bewertet fühlt und auch das Gefühl hat ... Ja was soll ich denn sagen?

00:17:56: oder was ist wenn mir nicht das richtige einfällt?

00:17:58: also es heißt teilweise werden diese Dinge so überkognitiv behandelt, dass es dann zu einer Blockade kommt und dass man's dann immer weiter runterpacken.

00:18:06: Mittlerweile ist es tatsächlich so dass viele Leute auch sagen okay ja eine Sprachnachricht ja das können die Leuten ja auch in der Anführungszeichen gegen mich verwenden usw.

00:18:15: und sofort.

00:18:16: mittlerweile ist es auch so dass junge leute sehr viel gpt und kon nutzen um zu antworten weil sie dann halt quasi das Gefühl haben, dass es da eine geschliffene Nachricht und die wird schon in Ordnung sein.

00:18:30: Also dieser Trend ist natürlich absurd.

00:18:32: wenn ich quasi irgendwie schädchen bitte die Frage was sich meiner Mama antwortend soll wenn die sagt bist du gut nach Hause gekommen?

00:18:41: Naja, aber ich finde die Technik zieht halt darauf hin.

00:18:43: Also bei Apple-Usern ist es ja mittlerweile so wenn du jemanden anrufst und bist nicht im Handy abgespeichert als Kontakt dann geht gar nicht der Mensch ran.

00:18:50: hast du gar keinen Hebel mehr?

00:18:52: Ist voreingestellt, kannst du halt aktiv ausstellen sondern sagt halt so eine KI stimmst du dir Hallo wer bist du?

00:18:58: bitte sag mir deinen Namen und dein Anliegen dann gucke ich ob die Person verfügbar ist.

00:19:01: also Du hast sozusagen schon digital ein Geldkeeper der dich abschirmt vor ungewollten Anrufen.

00:19:06: das ist zwar nett wenn es Corecenter anruft wie Bitcoin aufschwatzen will.

00:19:10: Aber wenn sozusagen Menschen, die vielleicht mal die Nummer verlegt haben.

00:19:13: mit anderen Reden ist das schon bizarr.

00:19:15: und ich glaube auch dass ich gesagt KI das beschleunigt weil ich das merke ich bei mir sogar selber auch Wenn man immer drei vier KI Fenster anstößt, die irgendwas machen, wenn man immer Produktivität herstellen kann in jeder Sekunde dann fällt es irgendwie schwer mal so nichts zu tun.

00:19:27: Man denkt immer so oh Gott du Gott!

00:19:28: Ich könnte jetzt gerade Credits investieren in Firmenproduktivität.

00:19:32: also gut aber ich sehe schon.

00:19:34: Also es ist eher ein Problem auf Styroiden.

00:19:37: Da können wir vielleicht mal auf einen Aspekt eingehen, das zweite Ding was du mir mitgegeben hast.

00:19:43: Und so haben wir uns noch lustigerweise kennengelernt.

00:19:45: Das hast du ganz früher zu mir gesagt, sodass die reine Präsenz schon reicht!

00:19:49: Also es ist gar nicht so... ich muss das Ding aktiv von der Nase haben sondern du sagst sogar hey nur wenn das Ding in der Nähe ist dann macht das schon Effekt.

00:19:57: Absolut und zwar gab's schon irgendwie so so so im Jahr zwei tausendsechzehnten siebzehn.

00:20:01: erste Forschung wo man gucken wollte was macht denn das Smartphone?

00:20:05: Mit uns, weil man eben gemerkt hat dass diese ganzen Signaltöne und auch dieses Vibrieren uns ablenkt.

00:20:12: So das war relativ offensichtlich und da ist mal auf die Idee gekommen zu gucken ja was ist denn wenn das Handy ausgeschaltet ist?

00:20:18: Ist es dann sozusagen nicht mehr ein Problem?

00:20:21: Und da hat man erste Hinweise gefunden, dass uns das auch trotzdem ablenkt.

00:20:25: Aber man hat es halt einfach nicht so wirklich experimentell untersucht und das haben wir in unserer Arbeitsgruppe gemacht und haben tatsächlich dann ein Experiment gemacht und habe Leute eine Konzentrationsaufgabe machen lassen einmal mit dem Smartphone daneben und einmal ohne.

00:20:40: Das Smartphone komplett ausgeschaltet also nicht Flugmodus oder irgendwas sondern aus.

00:20:46: Die Leute sind da tatsächlich deutlich schlechter.

00:20:48: Das heißt, die Arbeiten langsamer machen mehr Fehler und das ist je nach Individuen macht es zehn bis zwölf Prozent geringere Leistung aus.

00:20:59: Und das ist einfach krass!

00:20:59: Wenn du das halt überlegst, wenn ihr das auf wie viel weniger lerne ich dann in der Schule?

00:21:04: Wie viele weniger habe ich Arbeitsleistungen im Job?

00:21:09: Und das natürlich frappierend.

00:21:10: Und mittlerweile gibt es noch mehr Forschung dazu und das bestätigt sich immer wieder.

00:21:16: Wir gehen einfach davon aus, dass es damit zusammenhängt, dass so in unser Leben gedrungen ist... ...dass uns permanent natürlich klar ist was möglich wäre!

00:21:26: Man muss sich das so vorstellen wir haben eine Art Aufmerksamkeitskapazität... ...und das Gerät schneidet dann einfach davon immer permanent mal ein paar Prozent von ab.

00:21:35: Und zwar substanziell.

00:21:37: Okay, also wenn ich das richtig verstanden habe ist es einmal so dass ich quasi den ganzen Möglichkeiten raumken kenne und es wirkt sich in zwei Wegen aus.

00:21:44: Punkt eins Ich könnte ja gerade was tun Also da liegt eine Verführung vor mir.

00:21:49: Und Punkt zwei Oman, das könnt ihr jeden Moment klingeln Da könnt ihr der WhatsApp reinkommen oder Mama ruft an Oder oder.

00:21:55: Das lenkt mich so ab.

00:21:57: Jetzt hast du mir gesagt So das dritte Ding und ich finde das Doktor hat etwas anderes.

00:22:00: Deswegen können wir das ja mal aufgreifen.

00:22:02: Normalerweise wenn ja viele Menschen jetzt sagen so,ja ich konzentriere mich einfach.

00:22:05: Ich mach das Handy auf lautlos und links neben mich.

00:22:08: Reicht das dann sozusagen in deiner Logik schon nicht?

00:22:10: Also muss ich dann sozusagen wirklich das Ding in die Schublade packen oder ins Nebzimmer?

00:22:14: Genau, und das ist tatsächlich noch mal wichtig.

00:22:16: So dieses Aja okay also es wird sich ja... Also es gibt ja Restaurants Universitäten Schulen die sich damit beschäftigen.

00:22:23: wie gehen wir denn mit Smartphone Einschränkungen um?

00:22:26: Reicht es denn dann nicht einfach zu sagen so Flugmodus und bin Bildschirm nach unten hinlegen oder wir machen jetzt ein Schublade Und die ist an jedem Tisch dran könnte man ja sagen Wir machen jetzt immer eine Handy-Schublade in den Schulen und auf der Arbeit Aber dass ist quasi zu nahe.

00:22:41: Wir wissen mittlerweile sehr gut auch aus verschiedenen Daten, wir brauchen Distanz dazwischen.

00:22:48: Also das heißt nur weg ist weg.

00:22:50: tatsächlich weil sonst frisst es immer noch etwas von meiner Aufmerksamkeit macht total Sinn sich zu überlegen an welchen Orten kann ich das hinbekommen Distanz zwischen dem Gerät und mir hinzubekommen, weil ich dann halt eben auch einfach mehr Möglichkeiten habe mich auf das was ich gerade machen möchte zu konzentrieren.

00:23:10: Und ich hab dadurch einmal eine höhere Leistung.

00:23:14: Aber heißt es denn wirklich dass wenn die Frau Meyer aus der sieben C vorne die ganzen digitalen Möhren alle einmal so zack in die Schublade macht und zumacht dass das nicht ausreicht?

00:23:23: Also ich muss das theoretisch sozusagen sogar außerhalb des Raumes haben.

00:23:25: Es geht doch wirklich um die geografische Distanz.

00:23:29: Ja das ist jetzt ganz witzig, weil das würde reichen.

00:23:33: Wir haben nämlich eine Studie genau dazu gemacht, wo quasi einmal das Smartphone auf dem Tisch lag bei den Schülern, einmal das smartphone außerhalb der Klasse und einmal aber das Smartphones in einem Tresor vorne bei der Lehrerin.

00:23:46: Und da hatte der Tresore bei der Lehrerinnen den besten Effekt, Es war nicht mehr bei den Kindern nah dran.

00:23:53: Also es war ausreichend weit weg, aber es war auch ein verschlossener Container.

00:23:58: also das heißt sie wussten ich komme da jetzt nicht dran Aber sie wusste dass ist in Sicherheit wenn halt das Smartphone aber im Sekretariat war War das eine hohe Belastung für die Schülerinnen und Schüler weil ihr halt eben Angst hatten Dass es vielleicht wegkommt oder so dass jemand reinguckt.

00:24:13: Das heißt man merkt und das ist eigentlich ... das Hauptding, dieses digitale Gerät ist zum Teil unserer Persönlichkeit.

00:24:21: Also eigentlich zum Teil unseres Körpers geworden und deswegen sind diese Effekte auch so krass... ...und deswegen ist es aber auch wichtig zu gucken wie gehe ich damit um,... ...dass sich halt eben... ...zum Zuwachs in der Leistung, in der Konzentrationskommer.

00:24:36: Ja also ist es zu präsent, nimmt mir was weg!

00:24:39: Ist es quasi zu nah dran?

00:24:41: Nimmt es mir etwas

00:24:42: weg?!

00:24:43: Ist es weg dass ich Angst habe, ich hätte es... könntest verlieren, stresst es mich auch.

00:24:48: Ich brauche halt quasi eine Mischung aus.

00:24:51: ich kann nicht dran aber ich weiß es gehört mir noch und das ist nicht weg.

00:24:57: Ja spannend weil ich finde einfach so plausibel was du vorhin gesagt hast so geht's mir ja auch auf dass ich so drüber nachdenke und immer wieder feststelle das ist ja nicht eingeredet das sind wirklich fuffzig.

00:25:07: oder die Funktionen die ich damit machen kann.

00:25:10: Ich finde, wenn man sich jetzt sagt ich verschreib mir eine Diät dann gibt es ja trotzdem immer Momente wo du's dann rein funktional im Alltag brauchen kannst.

00:25:17: Also mit einer Park-App.

00:25:19: dein Auto zu parken ist schon leichter als irgendwie dreißig Meter nochmal nach vorne zum Parkautomaten zu gehen der dann irgendwie defekt ist und dann dreizig Meter in die andere Richtung usw.

00:25:27: oder die Essensbestellung wo ich nicht für ins Restaurant fahren muss oder die Telefonnummer raussuchen die ich aber auch wieder am Internet vom Handy raus suchen würde.

00:25:34: also da gibts ja sozusagen so ne ganze Achse.

00:25:36: deswegen verstehe ich das schon dass es A immer wieder funktionale Verführungen B, man sozusagen wissen will okay das ist in meinem Besitz und es geht jetzt nicht kaputt oder ist weg.

00:25:44: Oder was ist denn wenn etwas Wichtiges ist so ja?

00:25:46: Was weiß ich jemand ruft an wegen Verletzung Haken hinter.

00:25:50: Und jetzt würde ich gerne mit dir noch mal über einen Punkt reden.

00:25:52: Ich habe nur gesagt immer online sein ist so dieses ganz große Ding und dass Man dann eigentlich nie präsent ist in dieser fokus fehlt weil das ist was ich auch Mit dem thema so assoziere Dass viele Menschen halt so bisschen abwesend wirken durch smartphone und da wird mich mal So deine perspektive drauf als unser viertes ding sozusagen interessieren Wie verhält es sich damit eigentlich?

00:26:12: Genau, also dieses Role is on aber nicht wirklich da.

00:26:15: Das ist so ein bisschen das Phänomen was wir mittlerweile überall beobachten.

00:26:19: Ich glaube die meisten von uns sehen dass oft krass wenn sie einfach irgendwie sehen dass irgendwie ein Vater oder eine Mutter mit einem Kind an der Hand läuft Aber aufs Handy guckt Oder andersrum.

00:26:28: man ist im Restaurant und denkt sich so ach krass ist ja ganz schön ruhig hier Und es sind ja so viele Kinder hier Aber sehr ruhig.

00:26:35: Ja, weil sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen alle auf die Bildschirne starten.

00:26:38: Also es hat dann manchmal ja wirklich so ein bisschen was von Zombie abkollipst.

00:26:42: So dass man irgendwie merkt so hey ja ja was ist denn hier los?

00:26:45: Und also zum einen ist es so das es eine weltweite Phänomen ist.

00:26:49: Das heißt mittlerweile haben wir auch selbst in den ärmsten Ländern haben die Leute vielleicht kein Wasser aber sie haben Smartphone.

00:26:55: und das heißt die Smartphone Durchdringung ist massiv.

00:26:58: Und durch das Internet, also außer in Deutschland ist es mittlerweile so durchs Wähler dass man halt eigentlich fast überall quasi online sein kann.

00:27:06: Das hat das was wir auch ein bisschen am Anfang hatten nochmal alles verstärkt.

00:27:10: Also ich muss mich nicht mehr langweilen Ich kann halt jede Gedankenpause füllen mit Ah ja ok eh eh eh Eh ich jetzt hier auf des Wasser warte gucke ich doch noch einmal schnell.

00:27:20: ähm weiß nicht was.

00:27:22: Was ist nächste Woche, wie hat die in der Fußballverein gespielt?

00:27:26: Und das ist so ein bisschen die Verdrängungsypothese.

00:27:29: immer wenn ich etwas mit dem Smartphone oder online mache, mache ich eine andere Sache nicht und das ist halt einfach ne Geschichte.

00:27:35: das kannst du halt wenn du das in Mikromomente packst natürlich in jede soziale Interaktion rein machen.

00:27:40: also jedes mal wenn ich aus Handy gucke, guck ich den nicht in die Augen.

00:27:44: Jedes Mal wenn ich irgendwie einen Video mit Ton laufen lasse höre ich da mehr zu als die Zwischentöne vielleicht bei dir mitzubekommen.

00:27:54: Und das ist ein Problem und dieses sich gegenseitig stören oder auch gestört fühlen, gibt es mittlerweile auch einen wissenschaftlichen Begriff für das sogenannte Fubbing.

00:28:04: also das ist eine Kunstwort aus Phone und Snubbing.

00:28:07: Also Snubbing so ein bisschen englischer alter Begriff von Kopfstoßen.

00:28:12: Das ist ein Phänomen was wir überall finden.

00:28:15: Mit das traurigste ist Fubbing unterbricht die soziale Interaktion mit Kindern also auch auf Bindungsebene.

00:28:24: Aber zum Beispiel, das kennt vielleicht jeder mal dass man ein Meeting hat und zwei drei Leute währenddessen in einer Tour das Handy in der Hand haben.

00:28:33: Und das führt dann wirklich auch dazu, dass man zum einen erst einmal irritiert ist aber dann auch teilweise wirklich Emotionen hoch kommen und man wütend wird.

00:28:40: Und da sind wir wieder bei der nächsten Geschichte mit die meisten Fubbing-Effekte haben wir bei Partnerschaften, also dieses Du hörst mir nicht richtig zu oder jetzt nimm noch mal das scheiß Ding weg!

00:28:51: Also hat glaube ich auch jeder schonmal entweder selber oder bei wem anders gehört.

00:28:55: Das sind wirklich Phänomene, die wir durch dieses Always On haben weil es halt einfach uns Interaktionsmomente im Großen und dem Kleinen nimmt Und das halt permanent.

00:29:05: und wenn man sich das dann mal summieren lässt, ja da wird einen ganz schlecht.

00:29:10: Also Fubbing heißt ich fühle mich dadurch gestört dass jemand anders mit seinem Telefon interagiert und nicht mit mir?

00:29:16: Genau!

00:29:16: Fubbing heißt die Unterbrechung wird wahrgenommen... ...und das finde ich nicht gut.

00:29:22: Genau.

00:29:23: Und ich würde mal interessieren Ist das eigentlich anstrengender, always on zu sein?

00:29:28: Also mir geht's oft so.

00:29:30: Wenn ich an meine Eltern-Generation denke, hab ich den Eindruck, es war alles so entschleunigstruhig und vermeintlich leicht.

00:29:35: Es fühlt sich heutzutage viel anstrender an.

00:29:38: Aber ich weiß mal nicht ob das subjektiv nur verklärt ist oder ob unsere Eltern auch volles arschwere Leben hatten.

00:29:44: Oder ob es wirklich so ist, dass dieses ... Ich bin ständig präsent im digitalen Raum.

00:29:48: Ich bin täglich erreichbar.

00:29:50: Es gibt immer Dinge die nach meiner Aufmerksamkeit rufen plus der ganze übliche Wahnsinn, den so ein Leben halt mit sich bringt.

00:29:56: Ob das anstrengend ist?

00:29:57: Ist absolut so!

00:29:58: Also die Sache ist ja... also wer jetzt ein einfaches Leben hat kann man nicht vergleichen weil ich glaube Krieg und Land aufbauen ist schon deutlich anstrecken.

00:30:08: aber was halt tatsächlich ein Problem ist und da sind wir gerade bei der Sache gewesen mit diesem Wir kommen nicht mehr in diesen Ruhemodus.

00:30:16: So und die nächste Geschichte ist die und es betrifft viele Leute Nicht nur Kinder- und Jugendliche Es dass man nicht mehr vernünftig schläft Weil man halt quasi sagt, okay ich kann halt nicht schlafen.

00:30:25: Also lasse sich das Handy laufen Dann gucke ich nochmal rein oder ich werde wacht.

00:30:29: meisten leute werden zwischen zwischen drei und vier nachts wach was normal ist weil dann sozusagen vom Biorithmus her sich hormonell etwas umstellt.

00:30:38: Wenn ich quasi einen gesunden schlaf habe dann merke ich dass gar nicht dass ich wacht bin drehe mich um und schlafe wieder ein.

00:30:44: wenn ich in dieser pause zum handy greife Dann unterbreche ich quasi meinen Schlaf und dadurch gehe ich weg von der Erholung.

00:30:52: Und auch der Verarbeitung meiner Gedanken und all dem, was halt quasi sortiert werden muss.

00:30:57: Das ist einfach ein Riesenproblem.

00:30:59: Wir merken halt auch also das sind ja gerade jetzt auch so Daten die man weltweit hört.

00:31:03: eigentlich müssten wir jetzt noch älter werden alle wären wir aber grade nicht.

00:31:08: Und auch bestimmte Krankheitstypen, die sonst erst im Alter aufgetreten sind, treten jetzt häufig auch schon bei jungen Leuten auf.

00:31:16: Das sind oft Sachen wo man sagt okay wahrscheinlich ist ein Punkt unsere Stressbelastung und dies nicht unbedingt höher, dies aber viel präsenter und gleichbleibender da.

00:31:28: also das heißt wir haben quasi Mikrostress und dass es eine Sache die glaube ich momentan ein Riesenproblem ist und die auch eben damit zu tun hat, dass sich halt quasi permanent mit diesen Reizen zu tun habe.

00:31:41: Und ich nicht eigentlich kaum bis gar nicht mehr richtig runterfahre.

00:31:44: Also jetzt... Ich bin neun in siebzig geboren das heißt also ich kenne noch beide Welten und ich war halt auch einen ziemlich early adapter und alles was digital war fand ich super und da hab' ich ja ausprobiert.

00:31:54: aber ich kenn' ja trotzdem noch die Zeit wo ich halt einmal gesagt hab Ja!

00:31:57: Ich gehe jetzt raus.

00:31:59: Meine Eltern mussten dann halt einfach drauf vertrauen, dass ich irgendwie nach Hause komme oder mich irgendwann mit der Telefonkarte von der Telefonselle melde.

00:32:10: Da hören die jetzt Leute zu und sagen, was ist das?

00:32:13: Aber ja.

00:32:13: Genau!

00:32:14: Was ganz interessant war, als du es eben so erzählt hast, habe ich gerade darüber nachgedacht.

00:32:18: Bei meinem Nachwuchs habe ich es teilweise erlebt, kommt aus der Schule und sagt auch, ich muss jetzt erstmal Roblox zocken.

00:32:22: Ich will mich erst mal irgendwie entspannen.

00:32:24: Und ich versuche dann immer rüberzubringen.

00:32:26: Ja da fährst aber dein Sympathikotonus-System oder Parasympathico-Sympathicos fährt hoch und nicht runter Und ich komme aus der gleichen Ecke, also ich bin auch mit allen Videospielen groß geworden die es so gibt und verstehe sozusagen total dieses Bedürfnis.

00:32:38: Wie bringt man sowas denn aber rüber?

00:32:40: Also was sagt ein Professor Sven dazu wenn irgendwie jemand sich versucht mit Videospilen oder Smartphone Handiconsum zu beruhigen?

00:32:48: Ja das sind erstmal ganz viele unterschiedliche Sachen was halt tatsächlich eine Geschichte ist diese Passivität.

00:32:55: Also das heißt wirklich Videos, Cronons, Crons, Crones und das ist halt einfach krass.

00:33:00: Es gibt Studien wo man halt sehen konnte okay da hat jemand in einer Stunde dreihundert achtzig Videos geguckt und kann sich aber maximal an drei Inhalte erinnern.

00:33:10: und die Inhalten sind dann auch noch nicht mal akkurat weil sie halt einfach vermischt werden mit diesen ganzen anderen Inhalten die man sich da reingeholt hat Und dass es erstmal nochmal schädlicher als wenn ich tatsächlich was was aktives gestalterisches mache.

00:33:24: Also, wenn ich mit dem Smartphone zum Beispiel Musik mache oder ich Videos aktiv drehe oder eben ein Computerspiel mache wo ich mich anstrengen muss und so weiter dann ist es quasi erst mal besser weil ich viel mehr Funktion nutze.

00:33:39: das heißt Ich muss reagieren!

00:33:40: Ich muss planen!

00:33:43: Das ist schon ein aktiver Proaktiverprozess.

00:33:47: Und da ist dann eher das Problem, mache ich das zu viel.

00:33:52: So dass es quasi einmal auch zu viel Zeit rein nimmt.

00:33:55: und zum anderen genau was du gesagt hast habe ich genügend Momente wo ich auch runter komme.

00:34:01: Deswegen würde ich immer sagen okay wenn dein Kind jetzt gerne zockt, gerne coole Videos dreht

00:34:09: aber

00:34:10: die Möglichkeit hat sich auszuruhen und idealerweise die ganze Nacht durch pennt und auch einmal mal verträumt irgendwie auf der Wiese liegt, ja das ist dann einfach okay.

00:34:19: Weil dann habe ich eine Balance zwischen den Sachen.

00:34:22: Wenn ich aber jemanden habe, der tatsächlich permanent die Treppe rauf geht immer ein Handy in der Hand hat, immer nur Videos guckt

00:34:29: usw.,

00:34:30: Die ganze Nacht ist sich dadurch unterbrechen lässt Dann hab' ich einen Riesenproblem weil ich eigentlich wirklich... Und deswegen ist dieser Zombie-Fall gleich ganz gut.

00:34:39: Ich bin ja eigentlich passiv drifte durch die Welt Und das ist einfach tatsächlich dann deutlich schädlicher.

00:34:49: Wenn man sagt ja auch Smombie, der Smartphone-Zombie... Absolut!

00:34:53: Also ich finde es halt einfach wenn man manchmal so Bilder sieht, ist ja auch ganz lustig, gibt ja auch so ein Foto aus dem Parlament wo man irgendwie sieht, dass da achtzig Prozent der Bundestagsabgeordneten irgendwie in den Handy nahe haben.

00:35:05: Das ist eigentlich ein Ort der aktiven Debatte und irgendwie hat man das Gefühl jeder ist da in seinen Smartphones gefangen.

00:35:11: Was eigentlich nur noch mal zeigt, betrifft uns halt alle Und wichtig ist, dass wir eben gucken müssen Wir brauchen halt einen Ausgleich.

00:35:18: Also eigentlich ist es ganz einfach ne?

00:35:20: Ich brauch Aktivität also mein Gehirn muss gefordert werden und muss arbeiten Aber es braucht quasi eine Zeit wo's im Ruhemodus kommt und damit is nicht Schlaf gemeint Also quasi so ein aktiven Ruhermodus und ich brauche aber den Schlaf Und all das kann halt quasi nen zu hoher Konsum von Smartphone und Smartphone inhalten.

00:35:40: Wenn das das halt permanent unterbricht Ja, dann kann es eben auch dazu führen dass ich halt auf hormoneller Ebene zu viel Cortisol und Adrenalin permanent habe.

00:35:49: Und das führt wiederum dazu dass jetzt mittlerweile viele Krankheiten früher ausbrechen und häufiger werden.

00:35:57: Komm, dann machen wir uns an das fünfte Ding.

00:35:58: Ich kann noch mal ganz kurz zusammenfassen.

00:35:59: also Wert Nummer eins Sucht ob es überhaupt eine Diagnose ist.

00:36:02: was sind die Folgen?

00:36:03: Was sind die Effekte davon?

00:36:04: Dann haben wir Nummer zwei schon die bloße Präsenz sozusagen zieht Aufmerksamkeit Nummer drei nur wegwirkt.

00:36:11: Also lautlos alleine reicht nicht.

00:36:12: und Nummer vier immer online heißt eigentlich die präsent sein.

00:36:15: jetzt bin ich ja neugierig Wie komme ich da raus?

00:36:17: Also hilfe zur selbsthilfe bitte Doktor Doktor Dr.

00:36:20: Sven

00:36:21: Genau, wir haben ja schon einige Sachen gehört.

00:36:23: Also dass halt eben eine echte physische Distanz zum Gerät total sinnvoll ist.

00:36:28: und da es einfach glaube ich wichtig das erst mal eine Analyse mache wie lebe ich also tatsächlich mit... ...lebe ich in der Wohnung, lebe im Haus?

00:36:38: Wann brauche ich wirklich auch das Gerät?

00:36:40: Also dass man jetzt nicht einfach sich selber knächtet und sagt okay Ich arbeite jetzt irgendwie mit so und so viel Minuten Und ich muss die Bildschirmp-Zeit runter kriegen usw.

00:36:49: Wenn ich halt das beruflich viel brauche oder wenn ich es auch brauche, weil ich halt eben als Eltern ständig irgendwie in drei, vier, fünf, sechs Organisationsgruppen bin von Sport vor ein und so weiter.

00:37:00: Da hat erstmal tatsächlich so eine Art Buchführung zu machen und zu sagen... Wo brauche ich das?

00:37:05: Wo macht es Sinn?

00:37:07: und wo ist aber quasi wirklich noch noch Potenzial, dass sich das runterfahre.

00:37:13: Und da hilft glaube ich wirklich sich dieses... Ich brauch aktive Phasen!

00:37:17: Ich brauch Ruhephasen, ich brauch Schlaf.

00:37:20: Wenn man dann sieht, Ruhephase und Schlaf habe ich zu wenig, dass man dann eben guckt wie kriege ich das optimiert.

00:37:26: Deswegen also mit einer der größten Gamechangers Holt euch irgendeinen Wecker, holt euch ein Tageslichtwecker oder sonst was.

00:37:35: Aber wirklich verbannt das Smartphone aus dem Schlafzimmer so und viele Leute kennen das wenn man vielleicht irgendwie die Eltern- oder Krankheitsfalle sonst was in der Familie hat und sagt sie aber ich muss ja erreichbar sein Ja dann legt das smartphone vor das schlaftzimmer Und stellt Favoriten ein dass nur die anrufen können und dann weißt du Wenn etwas schlimmes ist dann werde ich erreicht dann höre ich das auch, aber schütze deinen Schlaf.

00:38:02: Also es ist glaube ich das wirklich meine Nummer eins Empfehlung weil ich damit einfach zum einen noch dieses Nachts daran rumhängen quasi reduziere und gleichzeitig aber auch dafür sorge dass sich ein besseren Schlaf habe.

00:38:14: Und da muss man jetzt wieder immer sagen okay wie realistisch ist das für einen umzusetzen?

00:38:18: Weil ich kenne ganz viele Leute die sagen ja aber ich hör darüber Hörbücher oder Meditationsmusik oder sonst was.

00:38:25: Dann holt euch dann ein Gerät für Und dann ist es eben so, dass man sagt alles klar also Schlafzimmer is heilig und wenn ich eben nicht schlafen kann weil ich Musik oder ein Hörspiel brauche.

00:38:35: Dann holt euch dafür ein Gerät gibt es immer noch kann man immer noch gut machen aber das ist erstmal das ist erst mal die Geschichte.

00:38:41: wenn man das schon macht dann hat man richtig viel erreicht und die nächste Geschichte ist dann zu sagen Alles klar fällt mir wirklich so schwer.

00:38:49: Eigentlich will ich irgendwie einen Buch lesen, Gartenarbeit machen oder mich mit Freunden treffen.

00:38:54: Aber ich merke das wenn ich nach Hause komme und bin so kaputt.

00:38:56: Ich bleibe dann trotzdem zwei Stunden am Handy hängen.

00:38:59: Wenn ich das nicht will, dann halt zu überlegen okay wie kann ich das sinnvoll für mich irgendwie eingrenzen?

00:39:05: Und ich mag diese Geschichte mit dem Smartphone Sessel oder den Smartphone Stuhl dass man sagt keine Ahnung was!

00:39:11: Ich nehme jetzt in meinem Haus, in meiner Wohnung auf dem Sessel darf ich rumdatteln Darf ich rumscrollen und so weiter?

00:39:19: Und dann kann ich mir auch was Gutes tun, mache ich mir einen Kaffee oder was auch immer.

00:39:23: Setz mich da hin... ...und dann mach's stellen Timer!

00:39:27: So.. und dann kannst du ruhig nochmal sagen ja komm ach macht grad so viel Spaß, mach' ich noch mal zehn Minuten länger.

00:39:33: Ja super!

00:39:35: Mach das aber dann fühlst Du Dich auch besser, aber dann hast Du halt ne klare Regel weil Du erstmal... also deswegen meine ich halt so ne dieses Konzentration bei Design Designe Dir Das Weil sonst wird es willkürlich.

00:39:45: Alles Was Willkürlich ist ... kann ich nicht kontrollieren.

00:39:48: So und deswegen bringt Kontrolle rein, indem du halt die Regeln schaffst,... ...die du aber auch einhalten kannst so... Und deswegen mag ich das mit diesem Smartphone Sessel ganz gut weil es das halt symbolisiert... ...und dann ist es auch okay mir mal die Erlaubnis zu geben.

00:40:01: ja ich versack jetzt auf diesen Sessel.

00:40:04: Einer der häufigsten Smartphones es sind bei Finis glaube ich die Toilette.

00:40:06: habe ich so den Verdacht oder?

00:40:08: Absolut!

00:40:08: Und da wird dir jeder Arzt äh und auch äh sagen is der Hämoriden Pusher Nummer eins, zu lange auf Toilette sitzen.

00:40:18: Also insofern ja heute schon an morgen denken also lieber auf den Sessel weil dann habe ich quasi dieses Problem nicht.

00:40:27: Gut, okay.

00:40:28: also ich fass schon mal ein bisschen zusammen.

00:40:29: Also physische Distanz schlafzimmerfrei finde ich gut.

00:40:32: als punkt zwei den smartphone sesseln mit timer Punkt drei die toilette nicht also meiden.

00:40:37: Punkt vier hast du ja vorhin gesagt dass du dir auch gerne mal Sachen auf dem desktop installierst anstatt dann auf dem smartphone zu machen diese arbeitsintensiv sind.

00:40:43: vielleicht kannst du ja dazu noch ein bisschen was erzählen.

00:40:46: genau das macht eigentlich total Sinn auch weil es wieder mehrere fliegen mit einer klappe schlägt weil viele Computer auf dem Laptop weniger Spaß machen.

00:40:56: Das heißt, Instagram ist... man verbringt deutlich weniger Zeit einfach weil die Mechanik umständlicher ist.

00:41:04: Also selbst WhatsApp und so weiter auf den Computer installieren.

00:41:07: Weil man ist da ein bisschen drin was auf dem Computer ist es irgendwie nochmal so eine Sache.

00:41:11: so ja dann klick ich mal hier usw.

00:41:14: das führt schon dazu dass man weniger zeit verliert ungeplant und das ist eigentlich schon mal ne gute Geschichte Und auch dann nochmal sich mehr Regeln einzusetzen und zum Beispiel zu sagen, okay LinkedIn oder sowas wie nutze ich das?

00:41:27: Dass man da halt auch zeitlich mehr bindet.

00:41:30: Dann kann man einfach sagen... Das ist eine Sache die habe ich durch viele Bekannte gelernt.

00:41:34: Die legen immer Zeiträume fest wo sie zb.

00:41:36: Instagram oder LinkedIn die App löschen und sagen Sie haben einen festen Blog wo sie das am Computer machen.

00:41:44: Ganz viele Leute machen das zum Beispiel, das ist absolut empfehlenswert bevor man in Urlaub fährt Die Dinge, wo man weiß da bleibe ich hängen löschen und zu sagen okay also auch zum Beispiel witzigerweise.

00:41:56: ältere Leute haben z.B.

00:41:58: oft eine Spiegel online oder eine t-online Sucht weil da immer deren Nachrichten sozusagen aufpimmen.

00:42:04: Und wenn die dann sage ich freis in Urlaub und will aber eigentlich nicht so viel am Handy hängen Dann löschnen die quasi diese Apps die sie viel gebraucht und Haben aber immer die Option zu sagen Ich kann mich ja zur Not über ein Browser auch auf dem Handy kann ich mich ja beim browser auch einloggen Aber der witzig macht man macht das nicht und das ist einfach daran sehen wir mal was für Gewohnheiten aufgebaut haben.

00:42:23: Und die kann man dann halt auch so ein bisschen austricksen, weil sobald es dann tacken umständlicher ist weniger konvinient, dann lassen wir's lieber sein!

00:42:32: Das ist eigentlich ein ganz schöner Trick und er funktioniert erstaunlich gut.

00:42:37: Hast du noch einen abschließenden Tipp, vielleicht speziell fürs jüngere Publikum?

00:42:40: Also Kinder und Jugendliche gibt's da irgendwie Faktoren.

00:42:43: Weil ich seh die immer... Ich sag mal schon Handynacken zu denen wenn ihr in der Busfahrtstunde so stehen und du kannst hinten schon Glas auf dem Nacken abstellen ist ja furchtbar!

00:42:50: Was rätst du

00:42:51: da?!

00:42:52: Also jetzt zu der Geschichte.

00:42:53: tatsächlich zu sagen Leute hört Podcasts, hört Hörbücher usw.

00:42:57: also quasi wirklich weil soll doch auch auf welche aufpassen.

00:43:00: das heißt wenn ich die ganze Zeit im Bus, im Straßenverkehr usw.. aus Handy gucke habe ich halt einfach weniger Aufmerksamkeiten ist gefährlich.

00:43:08: So und dann lieber zu sagen, okay in diesen Momenten ruhig dann eben wenn ich das Gefühl hab' ich brauche Inhalte, dann lieber irgendwas Auditives nehmen.

00:43:18: Und eine andere Geschichte und das betrifft dann eher auch das Zusammenspiel mit der Familie einigt euch auf Orte wo das Handy verboten ist.

00:43:26: Das muss aber für Mama Papa und für alle gelten und man darf auch Ausnahmen machen, aber die sollte man dann anmelden.

00:43:33: Und deswegen das ist sozusagen so diese andere Empfehlung neben dem Bett und dem Schafengehen mindestens eine Mahlzeit idealerweise alle Mahlzeiten handy frei zu machen.

00:43:42: Ich habe gerade gedacht ich glaube bei uns wären es Toilette, Schlafzimmer oder Esstisch.

00:43:47: Das finde ich schon mal ganz drei gute Orte wo es verboten ist.

00:43:49: Und da halt und das ist was ich halt meine mit diesem Design?

00:43:53: Die Sachen die ich jetzt erzählt habe machen wir als Familie Aber gemeinsam.

00:43:58: und das heißt wenn ich dann zum Beispiel mal beruflich daran muss, dann sage ich halt Bescheid.

00:44:03: Und andersherum wenn mein Sohn sagt ja ich muss ins Handy fragen wir nach warum?

00:44:08: Ja ich muss halt irgendwie im Trainer antworten Dann ist es okay.

00:44:12: aber dann hat man halt quasi sozusagen miteinander.

00:44:15: und wir haben mit zum Beispiel dann gemerkt Viele Sachen fühlen uns noch schwer, also gerade zum Beispiel diese Schlafzimmergeschichte.

00:44:20: und wir haben jetzt einfach so einen kleinen Tisch mit einem Korb geholt.

00:44:24: Da ist unten ein Multifunktionsstecker drin wo alle Handys angeschlossen werden können Und der steht halt oben im Flur.

00:44:33: Das heißt da ist das Eltern-Schlafzimmert, Kinder-Schlaftzimmer usw.

00:44:35: Und da ist mittlerweile das Ritual.

00:44:37: Also es ist wie Zähne putzen So Du putzt die Zähnen und danach legst du das Handy auf den Handytisch Und das ist total banal.

00:44:44: aber eine Handytische zu haben Simulisiert das, manifestiert das macht es quasi explizit.

00:44:50: Es hat einen Namen funktioniert tausendmal besser als zu sagen bevor du schlafen gehst legt das Handy weg.

00:44:57: Ja wo lege ich das hin?

00:44:59: Wann mache ich das?

00:45:00: und so weiter und dass ist halt einfach so funktionieren wir Menschen halt so.

00:45:04: Dieses nach dem Zehne putzen packst du das Handy auf den Handytisch.

00:45:08: ja

00:45:09: Sherry Sandberg, einer der großen Köpfe in der Facebook-Topmanagerin damals ist ja an Burnout gegangen und hat dann erzählt eines der wesentlichen Merkmale war das ihr ein Handybett bei sich eingeführt habt.

00:45:18: Sie hat ihr Handy sozusagen in ihr eigenes Bett geführt.

00:45:21: Ich glaube sogar verschlossen meine ich sogar aber... Ich kann es teilen, weil wir haben auch so ich hab mit einem ID-Drucker habe ich mir so eine Docking Station gedruckt wo man sozusagen fünf Handy alle nebeneinander einlegen kann.

00:45:33: Das sieht auch noch ordentlich aus wenn man hat ja so einen Kabel Salat.

00:45:35: Kann man doch auch kaufen.

00:45:36: davon abgesehen?

00:45:37: Bei dir!

00:45:39: Stimmt gesetzengeschäft aus oder?

00:45:41: Nein aber weiß nicht von mir.

00:45:43: Aber das glaube ich total und ich glaube ist wichtig ist auch... Daniel Wolf im Podcast, der hat ja geschrieben.

00:45:50: Allein mit dem Smartphone, wenn Kinder mit Smartphone alleine sind und er hat auch gesagt, weil ich ihn gefraht habe.

00:45:55: Ich sag so Ja, aber schleichen sich die Kinder nicht runter?

00:45:58: Wenn wir sagen es gibt da den einen Ort wo wir das haben, dann meint er so Nein in der Regel nicht.

00:46:02: und selbst wenn weißt du die Zwei, drei Mal die das passiert sei es ihnen auch gegönnt dass sie dann sozusagen so geschickt geschlichen sind.

00:46:08: Dass das mal irgendwie nicht durchgeht aber im Kern halten ist schon ein und wichtig ist dann aber genau das was du sagst.

00:46:14: Das muss dann halt für alle gelten werden wenn man sich nicht daran halten das sind halt die größte Lehrer.

00:46:19: Man Kinder lernen nicht von dem was Du sagst sondern von dem wie Du Dich verhältst.

00:46:22: das fand ich mir ganz eindrücklich.

00:46:24: na gut also lieber Sven viel vielen Dank ich hab ganz viel gelernt.

00:46:27: Also Ich werde mich jetzt wieder mehr langweilen habe ich mitgenommen Und auch einige Orte, an denen wir das Smartphone weglassen.

00:46:33: Reusbar!

00:46:33: Von daher ganz ganz herzlichen Dank.

00:46:35: und ja ich drücke den Daumen dass wir das alle gut hinkriegen.

00:46:38: Vielleicht können die Leute auch mal aufrufen, dass sie auch mal kommentieren hier fleißig bei Spotify ihre Tipps und Tricks wie Sie Smartphones quasi los werden und verbannen Die Zeit ein bisschen runterkriegen so dass es sich trotzdem noch kompatibel anfühlt.

00:46:49: von daher in diesem Sinne lieber Sven vielen Dank.

00:46:52: Ja sehr gerne.

00:46:52: und eine Sache muss ich noch erwähnen bester move und das kann man überall machen ist spazieren gehen.

00:46:57: Also ich bin tassel, also ich finde, Spazieren gehen sollte, Trettsport Nummer eins wäre in Deutschland.

00:47:02: Lustigerweise habe ich das auch gerade.

00:47:03: Ich gehe immer ums Viertel rum und hab festgestellt es ist dann am besten wenn nicht das Telefon in der Hand habe gar nicht weil ich immer drauf gucke sondern weil ich weiß halt wenn ich über Dinge nachdenke Dann ist jetzt sozusagen eine Runde die es erfordert.

00:47:15: Also ich kann halt nichts machen und wenn ich das Telefon dabei hätte, würde ich das sofort zücken.

00:47:18: Und was recherchieren oder eine Nachricht schreiben, was mir gerade eingefallen ist?

00:47:22: Oder schon mal irgendwie etwas vorbereiten... Es geht mir auch so, dass ich es grade merke.

00:47:25: So einfach... Das dauert nicht lange!

00:47:27: Es kostet vier Minuten einmal um den Blog zu gehen.

00:47:29: Und zack hast du aber den Kopf so reset und hast ihn auch mal benutzt weil man denkt ja gar nicht mehr nach als wäre das nächste.

00:47:35: Wenn Du mit Kainu noch arbeitest, dann merkst Du wie faul Du wirst.

00:47:38: Wie Denkfauel

00:47:39: Ja.

00:47:40: also ich glaube Spazierengehen braucht einen neuen Namen und ne größere Lobby.

00:47:44: Aber das ist tatsächlich einer der Sachen, die würde ich bei den Empfehlungen unbedingt nochmal mit reinwerfen und genau.

00:47:51: Na gut, wenn wir hier mit Fabbing um die Ecke kommen, der findet auch für Spazier noch ein cooles Wort.

00:47:55: von daher Sven diesen Sinne.

00:47:56: danke dir!

00:47:57: Alles klar sehr gerne macht's gut tschau tschaud.

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