Momox: Wie funktioniert der Handel mit Gebrauchtwaren? | #Unternehmensführung 🧠

Shownotes

C-LEVEL INTERVIEW | In seinem Unternehmer-Podcast Deep Dive spricht digital kompakt diesmal mit Heiner Kroke, CEO von Deutschlands bekanntestem An- und Verkaufsservice für gebrauchte Bücher, Musik und Filme: Momox. Von ihm wollten wir wissen, wie das Geschäftsmodell funktioniert, was das Unternehmen so erfolgreich macht und warum Momox nicht mit Elektronik handelt. Du erfährst... ...welche Mechaniken und Funktionsweisen dem Geschäft zugrunde liegen ...wie der typische Momox-Käufer aussieht ...warum Momox nicht mit Elektronik handelt ...in welchen Ländern Momox aktiv ist ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Unternehmertum: Denn getreu dem digital kompakt Motto "Lerne von den Besten" trifft sich Joel in freudiger Regelmäßigkeit mit den erfolgreichsten Unternehmer:innen aus der Startup- und Digitalwirtschaft. Egal ob Scale-up, Soonicorn, Unicorn oder erfolgreicher Mittelständler – in unseren Episoden zu Unternehmertum lassen dich die Besten hinter ihre Kulissen blicken und nehmen dich mit auf eine Reise zur Strategie, Entstehung und Entwicklung ihrer Firmen. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Heiner Kroke, __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellungsrunde und Einführung ins Thema (00:04:00) Momox: Logistik und Prüfungsprozesse (00:09:32) Preisalgorithmen und neue Geschäftsfelder (00:13:04) Warum Momox nicht mit Elektronik handelt (00:17:46) Bücherhandel, stationäre Geschäfte und Sourcing (00:22:41) Verkauf über Plattformen und Business Intelligence (00:26:51) Wie sieht der typische Momox-Käufer aus? (00:29:04) Wie Momox seine Nutzer gewinnt (00:33:02) Kundenbindung, Referrals und Wiederkaufsrate (00:36:25) Die Relevanz von Apps und Mobile (00:40:07) In welchen Ländern ist Momox aktiv? __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns  👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.

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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Deep Dive Podcast von Digital Compact.

00:00:11: Mein Name ist Joel Kaczmarek, heute geht es um Gebrauchtwaren und wie ich die wieder verkaufe um das schöne Thema Recommerce.

00:00:18: Ich finde diese Wortkreation so toll!

00:00:19: Und da habe ich einen super spannenden Gast zu, den mich schon gesagt hat dass ich seinen Laden der sehr spannend und riesig ist früher schon unterschätzt habe.

00:00:26: Ich grüße dich lieber Heiner.

00:00:28: Also, warum sage ich das?

00:00:30: Es gibt ja sozusagen viel Bewegung in diesem ganzen gebrauchten Markt.

00:00:32: Und ich habe dann wirklich gestorben wie groß deiner Firma Momox ist.

00:00:35: aber vielleicht fangen wir mal an indem du so ein bisschen skizzierst was ihr eigentlich genau tut wie funktioniert und was das Prinzip bei euch ist.

00:00:41: Genau!

00:00:42: Wir kaufen in der Tat gebrauchen Sachen an.

00:00:44: Wir kaufen an Bücher CDs DVDs Videospiele und Kleidungen.

00:00:49: Das machen wir immer ganz einfach.

00:00:51: also wir nehmen die ganzen Verkaufsstress aus dem Verkaufen Prozess raus.

00:00:56: Du scannst den Barcode.

00:00:58: Wir sagen dir sofort, was wir dir dafür bieten.

00:01:01: Wir zahlen dann das Porto zu uns und sobald die Artikel bei uns angekommen sind, zahlen wir dir das Geld aufs

00:01:06: Konto.".

00:01:07: Und dann sind wir natürlich Händler – wir sind kein Sammler!

00:01:11: Wir versuchen die Sachen auch wieder zu verkaufen, die wir angekauft haben... Wir verkaufen über unseren eigenen Webseiten, die eigenen Web-Seiten heißen Medium-Obs.

00:01:19: Wenn es um Bücher und Medien geht, heißen juubup.com wenn es um Kleidung geht.

00:01:23: Wir sind in Deutschland, in Frankreich, den UK tätig.

00:01:27: wir verkaufen auch noch aktiv in die USA und nach Kanada.

00:01:31: Wenn ich sage, wir verkaufen aktiv dann machen wir das einmal über die eigenen Webseiten.

00:01:34: Hätte ich erwähnt!

00:01:35: Wir verkaufen aber auch über Partner-Webseiten Amazon und eBay wo wir dann jeweils zu den allergrößten Verkäufern in dem jeweiligen Land gehören.

00:01:44: Und warum kaufen Kunden bei uns gerne?

00:01:46: Weil wir Sachen verkaufen, die den gleichen Wert haben wie neue Dinge Aber deutlich günstiger sind.

00:01:54: Preis gegenüber neu von siebzig Prozent ungefähr rabatt darstellen können.

00:01:58: Ja krass.

00:01:59: Also was ich eingangs meinte, ich habe eure Größe unterschätzt ist glaube ich ein bisschen dem Umstand geschuldet dass sich mit Rebuy mehr zu tun hatte.

00:02:05: Ich hatte der Reichheit.

00:02:08: Arsch auf meinen Haupt das Ende ich heute.

00:02:10: Ich hab den Lager mal besucht weiß ich und habe ganz baff wie das aussieht wenn halt irgendwie.

00:02:15: es ist halt riesig.

00:02:18: Für mich war es damals riesig, da ist noch größer.

00:02:21: Wir haben auf jeden Fall das viel größere Lager.

00:02:24: Ich weiß nicht wie groß Rieber genau ist aber wir haben ungefähr seventy-fünftausend Quadratmeter Logistikfläche.

00:02:32: Das sind über elf Fußballfelder.

00:02:34: Wir habe einen Logistikkentrum hier in der Nähe von Berlin und einen neuen Hagen.

00:02:39: Da haben wir so zehntausende Quadratmetern Wir haben vierzigtausend Quadratmeter in Leipzig und wir haben zusätzlich nochmal zwei Zentren in Polen, in der Nähe von Stettin.

00:02:49: Einfach mal dass man den Leuten mal so ein Gefühl gibt.

00:02:51: Das ist ja immer so undurchschaubar ne?

00:02:53: Man nimmt so ein Paket, stofft irgendwie fünf DVDs, zwei Bücher rein und vielleicht eine Klamotter wie du sagst schickt die weg aber das es als jemand auspacken muss auf Schäden kontrollieren.

00:03:01: Vielleicht kannst du mir den Prozess sogar sagen wenn das bei euch ankommt was passiert da?

00:03:05: Also ich habe ja eben den Prozess beschrieben, wie ist das wenn du zu Hause uns was verkaufst?

00:03:10: Dann bringst du das zur Post oder lässt es von Hermes abholen.

00:03:14: und dann landet dieses Paket in der Tat in einen unserer Logistikzentren.

00:03:18: Da macht das ein Mitarbeiter auf, entfernt alles das was wir nicht haben wollen also als Füllmaterial, scannt das Paket einmal.

00:03:25: damit wissen wir dass es da ist ja da bekommst du auch die entsprechende Nachricht.

00:03:29: Also scan heißt ihr packt so ein Zettel rein den man sich zuhause ausdruckt?

00:03:32: Genau.

00:03:34: Der dazu passt, da ist ein Barcode drauf.

00:03:36: er wird einmal gescannt Und dann prüft ein Mitarbeiter die ganzen Produkte, die du da reingepackt hast.

00:03:43: Die prüfte er nach Sicht, also in welchem Zustand ist es?

00:03:48: Ist die CD verkratzt?

00:03:49: Ist das Buch im OK-Zustand oder hat's irgendwie Stockflecken?

00:03:54: Das Kleidungsstück hat das Löcher, ja riecht das komisch... Macht dann alle möglichen Dinge damit?

00:03:59: Bei Kleidung zum Beispiel messen wir nebenan die Farbe auf Prüfen des Materiales und natürlich auch ob es original ist vom Urlaub in der Türkei und all die Dinge.

00:04:12: Wenn wir das getan haben, wird es eingelagert.

00:04:14: Wir haben sechshunderttausend Kleidungsstücke eingeladet.

00:04:17: Wir haben neun Millionen Bücher- und Medienartikel physisch eingelogert Und sobald das alles bei uns im Regal steht, dann wird es auf den ganzen Marktplätzen, die ich eben beschrieben habe und unseren eigenen Webseiten gelistet zum Verkauf.

00:04:31: Danach funktionieren wir wie ein normaler Retailer.

00:04:35: Du kannst bei uns bestellen über alle Bezahlmethoden, die du typischerweise kennst bezahlen und wir liefern relativ schnell nicht overnight sozusagen aber innerhalb von einem Tag.

00:04:45: Ich weiß, ich war ziemlich baff.

00:04:46: Ich hatte gesehen, wenn man jetzt zum Beispiel um so eine Gameboy-Spiele bekommen hat, mussten sich da teilweise in der Firma die ich gesehen habe nur Mitarbeiter hinsetzen, die Gameboy Spiele anmachen und die Speicherstände löschen und gucken ob sie funktionieren oder so.

00:04:56: Also treibt ihr das auch bis in solche Details?

00:04:58: Absolut!

00:04:58: Ja ja es gibt Produkte diesen einfacher zu prüfen.

00:05:01: also wenn du einfach einen CD anschaust, die nimmst du einmal aus dem Case, hältste gegen's Licht und dann kannst du halt eben den Zustand feststellen.

00:05:09: beim Buch musst du einmal durchblättern um zu sehen fehlen irgendwie Seiten dazwischen mit Edding oder mit Textmarker gewirkt und es gibt halt eben Artikel, die sind etwas aufwendiger.

00:05:19: Kleidung gehört dazu, Gameboy-Spiel gehören da zu...

00:05:24: Und was würdest du sagen?

00:05:25: Wie viele Prozent der Ware, die bei euch ankommt ist aus irgendwelchen Gründen eigentlich gar nicht verkaufbar?

00:05:29: Was ist das ich?

00:05:29: Raucherhaushalt stinkt total mit Haaren zu, kaput Löcher gefälscht.

00:05:33: Hier

00:05:34: ein bisschen Quoten.

00:05:35: Natürlich gibt's ja Quoten.

00:05:36: also im Buch und Medienbereich ist es so ungefähr zehn Prozent die eingesendet wird, aber wir dann nicht annehmen können.

00:05:43: Weil es einfach diesen Mindestzustandsvorschriften nicht genügt.

00:05:48: Im Kleidungsbereich ist eher so zwanzig Prozent, die wir dann halt eben nicht ankaufen können.

00:05:53: Genau das sind so die Quoten.

00:05:54: Wascht ihr Kleidung eigentlich auch?

00:05:55: Nee waschen wir nicht sondern eine der Voraussetzungen dass wir's an kaufen isst, dass es frisch gewaschen ist.

00:06:01: Ah okay Ich staune immer an bei Kleidung.

00:06:04: Die kriegt man schwer losgeschlagen, eines der Produkte, was gefühlt.

00:06:08: Wenn es nicht gerade teure Marke ist, so schwierig ... Wie machst du das beim Einkauf?

00:06:12: Bei den Büchern und CDs spielen sofort klar.

00:06:14: ESPN-Nummer zack, bumm durch!

00:06:16: Aber

00:06:16: die Katalogisierung im Kleidungsbereich ist manchmal ein Schmerz.

00:06:20: Also Kataloge gibt's nicht im Kleidungsbereich?

00:06:22: Genau.

00:06:23: Das wär toll, würden sich glaube ich ganz viele Menschen wünschen oder ganz viele Händler vor allem wünscht, dass man einfach einmal so ein Katalog-ISBN-Katalog anbinden kann und dann hat man sämtliche verfügbare Kleidungsstöcke dieser Welt am besten noch mit Bildern damit man gleich loslegen kann.

00:06:37: das gibt es leider nicht.

00:06:38: ja deshalb müssen wir uns da behelfen und einfach auf den historischen Verkaufswahrscheinlichkeiten basieren.

00:06:44: und dann wissen wir halt eben, dass ein hilfiger T-Shirt wie du es gerade anhast eine bestimmte Verkaufs-Wahrscheinlichkeit hat und daraus prognostizieren wir halt eben, ob wir hilfiger T-Shirts an kaufen oder eben nicht.

00:06:57: Okay dann lerne ich!

00:06:57: Ihr habt also schon mal super spannende Daten eigentlich wenn ihr solche Kompetenzen besetzt und wenn du auch noch sagst wie mess die aus?

00:07:02: Und Farbe und Material wird alles erfasst.

00:07:03: An der Seite ist natürlich ein bisschen... Also wenn es auf die Marken hochbricht Super wertvoll aber auf den einzelnen Stücken verfällt das wahrscheinlich weil die Klamotte ist ja nicht... Diese Sondalität ist ja Hochbeigkleidung

00:07:12: Die Saisonante ist sehr hoch, in der Tat im Winter verkauft man eher weniger T-Shirts und im Sommer etwas weniger dicke Wintermendel.

00:07:20: Aber alles das kannst du natürlich reflektieren.

00:07:22: Das alles reflektiert sich hinterher eben im Ankaufspreis und über den Ankaufs preis steuern war wie gerne wir was an kaufen und ob wir überhaupt was ankaufen.

00:07:31: Es gibt sozusagen auch immer ein Ankoffspreis Null Der heißt, wir kaufen es halt eben gerade im Moment nicht.

00:07:36: Macht ihr das wie so Second Handling?

00:07:38: Dass Ihr sagt, im Winter nehmt Ihr keine Sommersachen und weiß Wörter oder was die sozusagen gar nicht?

00:07:42: Nein, also es fließt alles mit ein.

00:07:45: Unser Preising basiert nie darauf dass wir alle sofort verkaufen wollen.

00:07:49: Wir verkaufen ungefähr fünfzig Prozent von dem was wir heute ankaufen innerhalb der nächsten vier Wochen innerhalb von einem Monat.

00:07:56: Die anderen Fünfzig Prozent können aber auch länger liegen.

00:07:59: Das auszubalancieren, wann kaufen wir was an.

00:08:03: Das ist der Trick von unserem Preising-Algorithmen und das bedeutet nie dass wir im Sommer zum Beispiel keine Wintermendel ankaufen oder im Winter keine T-Shirts.

00:08:12: aber das heißt sicherlich dass wenn wir schon viele Wintermändel haben und es gerade Sommer isst dann wird vielleicht der Preis da etwas geringer sein.

00:08:22: Optimiert ihr eher auf Preis?

00:08:23: Oder optimiert ihr auch schnellen Lagerdurchsatz?

00:08:26: weder noch, sondern in unseren Preisalgorithmen wird halt eben beides reflektiert.

00:08:31: Wie schnell dreht ein Artikel und wie hoch ist dann die voraussichtliche Marge, die wir erzielen können?

00:08:38: Vor allem aber auch wie viel Platz haben wir noch im Lager?

00:08:41: Also wenn wir im Lage wahnsinnig viel Platz habe, dann kaufen wir halt eher mehr ein.

00:08:46: Wenn wir im lager nicht mehr soviel Platz haben, dann wird das halt auch geringer werden.

00:08:50: Habt ihr eigentlich mal drüber nachgedacht, dass auch auf richtig, richtig große Items wie zum Beispiel Autos irgendwie auszuweiten oder Fahrräder.

00:08:57: Weil wenn man jetzt mal so guckt, so ein Modell wie bei AutoOne und mobile.de ist ja tendenziell also gleiche Art.

00:09:02: Wenn ihr sagt das es euer Know-how zu wissen welche Werte hat was?

00:09:06: Und wie krieg ich's gedreht?

00:09:07: Cooler Punkt in der Tat.

00:09:08: Auto One ist sozusagen ein Copycat von uns.

00:09:11: Hat uns leider bei valuation wahrscheinlich kurz überholt.

00:09:15: Nein, aber die Idee ist wahrscheinlich eine ähnliche, es ist nicht unsere Kernkompetenz.

00:09:19: Unsere Kernkompaten sind Artikel, die man irgendwo in ein Paket packen kann und dann halt eben versenden kann.

00:09:26: Autos kann man auch versenden wird dann aber ein bisschen aufwendiger.

00:09:29: das heißt dass wäre wahrscheinlich relativ weit weg von dem was wir besonders gut können.

00:09:34: Na, ich hätte gelesen wie man das immer so tut in euren Jahresabschlüssen und wie das glaube ich eine Firma schreibt.

00:09:39: Wir erwägen irgendwie Erweiterung der klassischen Wertschöpfungskette?

00:09:42: Ja Und vor dem Hintergrund überlegt man natürlich was könnt ihr noch alles tun?

00:09:46: Was sind denn also die Erwägungen den ihr euch hingebt?

00:09:48: Also in der Tat glaub' ich gibt es viele Kategorien Die wir ergänzen können.

00:09:53: Man braucht ja nur mal auf ne Seite wie eBay gehen und schauen Decken wir schon alle gebraucht waren kategorieren ab oder nicht?

00:10:00: Die Antwort ist nicht.

00:10:02: Wir sind sozusagen in der Nische gestartet, gebrauchte Bücher und CDs.

00:10:06: Und haben uns jetzt ein bisschen größere Kategorie vorgearbeitet, nämlich Kleidung.

00:10:11: Da gibt es noch ohne Ende andere Kategorien die wir abdecken könnten.

00:10:16: Machen wir das gleich morgen?

00:10:17: Nein machen wir nicht weil gerade die Kleidungskategorie nach ohne Ende Potenzial für uns hat.

00:10:23: Ich glaube Fokussierung ist für Firmen insgesamt und speziell für Händler auch immer wichtig dass wir nämlich erst mal die Sachen vorantreiben, die wir gerade machen und nicht zwanzig Sachen auf einmal anfangen um dann bei einzwanzig Dingen Schiffbruch zu erleiden.

00:10:38: Ich bin ja noch ein bisschen neugierig auf die Kleidung.

00:10:40: Wie macht ihr das auf dem Verkaufsprozess?

00:10:42: Also, was sind sozusagen die Kategorien, die ihr baut?

00:10:44: Baut ihr die Marken oder macht ihr so eine Mix Tour aus?

00:10:47: Ich suche einen Sommerkleid rot in zweiundvierzig oder sowas und dann geht ihr danach also... Ihr habt wahrscheinlich ein sehr heterogenes Portfolio aus ganz vielen Marken und manchmal auch No Name vielleicht, was aber trotzdem schick sein kann?

00:10:58: Ja, no name haben wir nicht!

00:11:00: Die Herausforderung bei Kleidungen ist wie du es eben schon gesagt hast, dass der mal Katalog.

00:11:04: Deshalb machen wir kein No-Name, weil bei Noname kriegen wir einfach gar keinen Haken dran.

00:11:08: Wie verkauft sich der Artikel denn hinten raus?

00:11:11: Wir haben ungefähr zweitausend Marken die wir ankaufen.

00:11:15: Fokussieren wir uns dann irgendwo innerhalb dieser zwei tausend marken?

00:11:19: Ja tun wir aber sozusagen nicht bewusst sondern wieder Daten getrieben.

00:11:22: also wenn wir sehen dass eine Marke gut läuft Dann wird ihr halt auch eben attraktiver im Ankaufspreis und dann entwickelt sich die einfach besser.

00:11:31: Und wenn das wieder andersrum ist, dann ist es halt eben auch so.

00:11:34: Also wir haben keine Fashion-Experten bei uns die sagen die zukünftigen Trends irgendwie erkennen und dann manuell bei uns in die Algorithmen eingreifen Sondern wir sind eher eine Datenfirma ja die sich darauf verlässt dass sie Daten und der Markt eben schon das zeigen werden wie sich das entwickelt.

00:11:52: Ja und so agieren wir.

00:11:53: Warum macht ihr eigentlich keine Elektronik?

00:11:55: Also ich meine, man weiß ja, Elektronika hat den höchsten Wertverfall glaube ich von allen Kategorien die es so gibt.

00:11:59: Vielleicht mit Fashion zusammen und Autos auch glaube ich Schlüssel um den dritten Preis weg.

00:12:04: Aber okay, bei Elektronica auch.

00:12:05: So Laptops ist uns das sehr krass.

00:12:06: aber zum Beispiel Smartphones könnte ein Thema sein was ja durchaus auch Wettbewerb von euch sehr stark fast als einzigen Fokus

00:12:12: sich

00:12:13: aussuchen.

00:12:13: Warum machte ihr sowas nicht?

00:12:14: Haben wir gemacht?

00:12:15: also ist nicht so dass wir nie Elektroniker gemacht haben.

00:12:18: Wir haben sogar elektronik glaube dreimal gemacht Also drei verschiedene Anläufe, das ist ein weiteres Asset von MOMOX.

00:12:26: Wir probieren einfach viel aus.

00:12:28: So haben wir auch Elektronik ausprobiert, verschiedene Ankaufsmethoden ausprobierten, verschiedene Verkaufs-Methoden auch genau das festgestellt was du beschrieben hast.

00:12:39: ja der Wertverfall ist groß die Komplexität ist nochmal deutlich anders als bei Buchenmedien sowieso aber auch bei Kleidung dass die Prüfungen anbelangt.

00:12:48: Das nächste was ganz anders ist es auch so dead Durchschnittliche Verkaufspreis und damit der durchschnittlichen Ankaufs-Preis, also ein gebrauchtes Smartphone kostet im Schnitt.

00:12:57: Im Verkaufen immer noch hundertfünfzig Euro, ein gebauchtes Buch fünf.

00:13:00: So wir haben das ausprobiert am festgestellt Wir können damit kein Geld verdienen.

00:13:04: Ja, wir haben glaube ich eine Strategie erarbeitet wie wir hätten mal Geld verdient können.

00:13:09: Das hätte aber dann den vollen Fokus der Firma bedürft.

00:13:12: und gleichzeitig haben wir gesehen Mensch fashion geht ab!

00:13:15: Wir können viel viel größeren Markt einen viel viel profitablen Markt damit erschließen haben uns dann deshalb dann halt eben auch fashion wieder fokussiert ja und elektronik abgeschaltet.

00:13:25: Ich hatte eben erwähnt der durchschnittliche Verkaufspreis ist ein anderer.

00:13:29: Das sehen glaube ich viele als Vorteil.

00:13:32: Ich behaupte, das ist für Rikoma auch ein gewisser Nachteil.

00:13:35: Warum ist es so?

00:13:36: Wenn du so Hundertfünfzig Euro als Verkaufspreis hast dann kannst du siebzig-achtzig Euro vielleicht im EK dafür zahlen als Händler.

00:13:45: Du hast relativ hohe Prozesskosten, du hast relativ hoch Kosten wenn du das vor allem über Marktplätze wieder verkaufst.

00:13:52: Und das generiert dann beim Kunden zwei Dinge.

00:13:54: Das eine ist, er sieht halt relativ offensichtlich diese große Differenz zwischen siebzig Euro die er bei dir bekommen würde und die Hundertfünfzig Euro, die er im Direktverkauf bekommt.

00:14:06: Da gibt es viele Kunden, die werden dann doch auf einmal preisensitiv und verkaufen irgendwie selber.

00:14:10: Es ist schade.

00:14:11: Das Zweite entsteht natürlich auch ein relativ hoher Wettbewerb zwischen den einzelnen Spielern im Markt, der Verkaufskunde vergleicht dann halt auch eher weil es einfacher ist sehen einen Artikel und er hat ja typischerweise nur einen Zwischen den verschiedenen Plattformen zu vergleichen.

00:14:28: Und das ist nicht unser USP.

00:14:29: Unser USP kann nicht sein dass wir im EK den höchsten Preis generieren sondern unser usp ist.

00:14:35: wir nehmen dir das Problem des verkaufs ab Und das passt mit Elektronik nicht ganz so gut zusammen, wie es bei Kleidung oder Büchern ist.

00:14:44: Bei Kleidungen und Bücheren hast du typischerweise irgendwie einen ganzen Kleiderschrank voll.

00:14:48: Dann hast du ein ganzes Buchregal voll.

00:14:50: Du willst es irgendwie nur loswerden?

00:14:53: Wenn du dann halt noch fünfzig Euro insgesamt bekommst bist du total happy wenn du dafür keinen Tag auf dem Flohmarkt gestanden hast oder ewig lange damit zugebracht hast, das bei eBay selber zu listen.

00:15:06: Ich hätte gedacht, dass du jetzt sagst irgendwie das Working Capital ist höher, dass man für Elektronik braucht.

00:15:10: oder das war ein Ausfallrisiko wenn ich jetzt achtzig Euro gezahlt

00:15:13: habe.

00:15:14: Das kommt alles dazu.

00:15:15: Aber vom USP her ist es halt eben schon anders als Kleidung oder Bücher also so niedrig preisigere Artikel.

00:15:24: Deshalb fokussieren wir uns eher eben auf die Kategorie.

00:15:27: Aber was du gerade beschrieben hast, gilt das nicht eigentlich für alle eure Produkte?

00:15:30: Dass ihr so ein in Anführungsstrichen margenfressender Intermediär seid?

00:15:33: also wenn ich etwas verkaufe, gucke ich immer mal einen Fenster Rebuy auf, einen Fenstermomox vergleichspreislevel, guck dann so oh ist es ein Item, wenn ich das bei Amazon liste oder bei ebay gehe das durch die Deckel ja nein.

00:15:43: und dann bei achtzig neunzig Prozent der Dinge entscheidet man sich für eine Plattform und zack boom

00:15:48: Die Kunden gibt's, offensichtlich.

00:15:52: Bis kein Einzelfall?

00:15:54: Der Großteil unserer Kunden ist aber anders gestrickt.

00:15:56: Der Groß Teil der Kunden sagt ... Mensch ich hab jetzt da irgendwie, weiß nicht, dreihundert Bücher oder einen ganzen Gleiterschrank voll, weiss nicht wie viele Artikel im Schnitt sind, wahrscheinlich ähnlich viele und ich brauch halt irgendwie Platz so.

00:16:10: Und jetzt kann ich mir wieder ganz viel Mühe machen und schauen mit jedem einzelnen Artikel was stelle ich an um Versuche Preise zu optimieren?

00:16:17: Ich selber bin eher so ein typischer Momox-Kunde, der sagt nämlich ich will das einfach jetzt los sein und ja, ich kann mich da selber hinsetzen.

00:16:24: Und dass bei E-Bail verkaufen ... Da brauche ich aber wahnsinnig viel Zeit dafür.

00:16:28: Und da habe ich keinen Lust drauf!

00:16:29: Also man optimiert Zeit und nicht Geld?

00:16:31: Wir sind Zeitoptimierer, wir sind nicht ein Geldoptimieren im Ankauf.

00:16:35: Jetzt hab' ich gelesen, dass ihr zwei Drittel eurer Umsätze mit Büchern macht, wo ich so gestohnt hab.

00:16:40: Woran liegt das?

00:16:41: Ist es ein bisschen aus eurer Historie gewachsen oder?

00:16:43: Ja also sicherlich noch aus der Historie erwachsen.

00:16:47: Kleidung ist die neueste Kategorie.

00:16:49: Die wird sicherlich Buch irgendwann mal überholen, aber bei Büchern wächst man zweistellig und bei Kleidungen dreistelliger.

00:16:56: Das dauert halt eben noch ein kleines bisschen.

00:16:59: Ich hab so geschaut, ich habe für mich die Feststellung gemacht, dass Unterhaltungsliteratur, also irgendwelche Krimis oder so habe ich das Gefühl massiver Wert verfallt?

00:17:05: Kriegt man immer so fünfzehn Cent für einen Buch?

00:17:07: Man sagt Bücher kriege ich dann teilweise nur acht, neun Euro.

00:17:11: Vielleicht habe ich einfach neue Bücher verkauft.

00:17:14: Genau.

00:17:15: Es gibt keine Regel, dass Krimis fünfzehn Cent bringen und Sachbücher irgendwie acht Euro, sondern auch da gehen wir einfach nach den Einflussfaktoren.

00:17:23: wie schnell verkaufen war das, was durch einen Verkaufspreis, den wir irgendwann mal erzielen können, wie viel haben wir schon?

00:17:30: Und dann kann sich für ein Krimi genauso acht Euro ergeben, wie es sich für einen Sachbuch acht Euro ergibt.

00:17:36: Kannst du so ein bisschen Sneak-Preview geben über was für Produktgruppen ihr nachdenkt, die ihr noch aufnehmen wollt?

00:17:40: Also Elektronik ist dann erst mal vom Tisch lernig.

00:17:42: Hast du auch andere, wo du rauslassen kannst, dass ihr euch das anguckt?

00:17:46: Nee, hab ich nicht!

00:17:47: Das ist aber nicht weil ich das jetzt wahnsinnig geheim halten will sondern einfach weil wir so großes Potenzial im Kleidung sehen, dass wir uns da drauf stürzen und großes Potential in weiterer Internationalisierung sehen, Ist

00:18:06: es eine bekloppte Idee, wenn ich dich frage, ob ihr auch mal so was wie stationäre Geschichten nachdenkt?

00:18:11: Also Outlets oder solche Sachen.

00:18:12: Ja,

00:18:12: ist überhaupt nicht beklopt.

00:18:13: Da war ich

00:18:14: mir nicht sicher für die Weise!

00:18:15: Nein, das ist überhaupt keine Bekloppung.

00:18:17: Auch da muss ich sagen haben wir schon einmal gemacht Wir hatten fünf Läden hier in Berlin In verschiedensten Lagen also in einem großen Zentrum, in einer C-Lage, in der A-Lager hatten wir jetzt nicht.

00:18:30: irgendwie haben da verschiedene Konzepte ausprobiert, haben gesagt Mensch jedes Buch ein Euro, jedes Buch zwei Euro.

00:18:37: oder wir machen irgendwie so einen richtig schönen Buchladen wo dann sortiert ist nach Kinderbücher und Belletristik und Sachbuch und Autoren und was auch immer.

00:18:45: Und haben festgestellt

00:18:47: es

00:18:48: ist irgendwie nicht unseres.

00:18:49: ja also wir können in diesen Läden die Sachen gut verkaufen, die wir auch online gut verkauen können Online nicht verkauft bekommen, die verkaufen wir auch im Laden nicht.

00:19:00: Und dann ist das für uns irgendwie als Onlineer besser online zu bleiben und wir gewinnen nicht irgendwie andere Kunden dazu und hat irgendwie Geld gewechselt aber kein Geld verdient und deshalb haben wir nach zwei Jahren auch die Läden wieder zugemacht.

00:19:12: Ja klingt sehr, sehr plausibel!

00:19:14: Wie kriegt ihr denn generell jetzt das Sourcing ein bisschen gesteuert?

00:19:17: Also, ihr könnt natürlich irgendwie Advertising machen.

00:19:19: Dort kommst du euch auf die Seite aber spielt uns auch so Partnerschaften-Rolle... Ich hab mitgeschnitten damals dass ja Media Markt irgendwie so ein Thema war durch diese Beteiligung mit Rebuy, die irgendwie erwägt wurde dann nicht stattgefunden hat.

00:19:30: ich glaube die sind dann zu Flip von New gegangen oder irgendein von dem ne haben sich beteiligt irgendwas in der Richtung, war doch

00:19:33: da?

00:19:33: Ja, Market hat's bei Flip Von New beteiligen.

00:19:35: Genau!

00:19:35: Machen solche Szenarios Sinn, dass man sich an Stationäre andorgt Dass man irgendwie Partnerschaft baut oder...

00:19:41: Ich glaube es kann Sinn machen.

00:19:43: eine Partnerschaft?

00:19:44: Nein, haben wir nicht.

00:19:45: Aber es gibt natürlich weiterhin Kunden die irgendwie nicht so richtig online sind ja, die aber trotzdem unseren USP schätzen würden und da könnten so Partnerschaften Sinn machen, aber man muss den richtigen Partner finden.

00:19:59: So, jetzt haben wir viel über die Einkaufsseite geredet.

00:20:02: Wie sieht es denn eigentlich im Verkauf aus?

00:20:03: Also du hast gesagt Amazon-Anbindung, eBay Anbindung eigene Seiten.

00:20:06: Hast du immer so einen Druckmoment, dass du irgendwie Abhängigkeiten versuchen musst zu vermeiden von solchen großen Playern wie Ebay oder Amazon?

00:20:12: Oder geht das eigentlich wenn man's tariert kriegt?

00:20:14: Na ich glaube Partner ist immer toll weil er ein Teil seines Problems abnimmt.

00:20:21: Die Probleme wäre verkaufen.

00:20:23: Das funktioniert dann gut.

00:20:24: Abhängigkeit ist natürlich in jedem Geschäft schlecht, wenn man einen Partner hat der irgendwie hundert Prozent zum Beispiel ausmachen würde vom Verkaufsprozess weil da kann immer irgendwas passieren ja dann können sich weiß nicht Provisionen verändern die Bedingungen verändern und auf einmal funktioniert ein Geschäft nicht mehr so wie das vorher funktioniert hat.

00:20:42: als wir gestartet sind haben wir ausliestig auf Amazon hier in Deutschland verkauft.

00:20:47: Inzwischen macht amazon hier in deutschland irgendwie so dreißig prozent von unseren Umsatz aus.

00:20:53: Es gibt Kategorien wie zum Beispiel Kleidung, da macht unsere eigene Webseite achtzig Prozent unseres Umsatzes aus.

00:20:59: Wir haben insgesamt fünfzehn verschiedene Vertriebskanäle über die wir verkaufen.

00:21:04: deshalb sind wir da glaube ich inzwischen sehr gut aufgestellt.

00:21:07: Merkst du sonst eigentlich so einen direkten Wettbewerb zum Gebrauchtfahnhandel oder ist das gar nicht so spürbar?

00:21:13: Was meinst du mit gebraucht worden handeln?

00:21:14: Ich habe das teilweise auch noch in Unterlagen gelesen, dass ihr im Prinzip euch wahrscheinlich genau zu solchen Plänen wie eBay, also ihr seid da einerseits Akteur auf der Plattform aber habt da ganz viel Wettbewerb vor Ort.

00:21:23: Also ich glaube mit dem regionalen Flohmarkt werde ich euch jetzt nicht vergleichen.

00:21:26: Aber wenn ich versuche so ein bisschen zu verstehen, wie tariert er das eigentlich aus über welche Plattform ihr verkauft?

00:21:30: Das ist so ein bißchen wohnach entscheidest Du was nimmst Du auf Amazon was auf ebay oder macht es immer parallel und wenn's verkauft wird wirds aus einem Inventar gestrichen und fertig.

00:21:38: Genau genauso ist es.

00:21:39: wir schließen plattformen die wie neu auf den Markt kommen oder die irgendwie attraktiv erscheinen, machen wir natürlich eine Analyse.

00:21:48: Lohnt sich der technische Aufwand, die Plattform anzuschließen?

00:21:51: Wenn wir denn den Eindruck haben ja das kann sich lohnen dann machen wir es!

00:21:54: Wir versuchen schon auf jeder Plattform möglichst unser ganzes Sortiment live zu haben.

00:22:00: Das funktioniert aus manchen Gründen nicht immer komplett.

00:22:03: Es kann sein dass an der Plattform liegt, es kann sein, dass es irgendwie an Beschränkung bei uns liegt oder, oder.

00:22:10: Aber grundsätzlich versuchen wir das unser komplettes Sortiment was vereingelagert haben auf allen Plattformen die wir angeschlossen haben live sind und steuern dann sehr stark über Preising.

00:22:21: wo möchten wir den Artikel eigentlich am liebsten verkaufen?

00:22:24: Wir möchten den artikel da am lieben verkaufen wo er schnell dreht ja und wo die Kosten des Verkaufes halt möglichst geringe sind.

00:22:31: Kann es sein dass ein Produkt bei eBay weniger kostet als bei Amazon?

00:22:34: von euch dann merkt man eigentlich, also unter dem Strich müsst ihr eine riesige BI-Abteilung haben.

00:22:42: Wie groß ist sie so?

00:22:43: BI und Preising?

00:22:44: ja in beiden Bereichen haben wir sowohl auf der Analyse Seite als auch vor allem auf der Technik Seite Kollegen die das machen.

00:22:52: ob die riesig ist kann ich jetzt nicht.

00:22:54: Die könnten immer noch ein bisschen größer sein.

00:22:55: Sagen

00:22:56: wir mal, die Maschinerie als ganz ist so?

00:22:58: Deine Algorithmen, deine Technik, deine Texte... Also

00:23:00: wir haben insgesamt thousand-thousand Mitarbeiter vor allem deshalb weil wir halt viel Logistik treiben.

00:23:05: ja über tausend Mitarbeiter sitzen bei uns in der Logistika und von den anderen Kollegen haben wir in der Tat den Großteil in Technik Marketing und in Themen wie Preising Biaisitzen.

00:23:16: Was baut man sich dafür im System?

00:23:18: programmiert man sich da selber was zusammen oder kann man da irgendwie?

00:23:21: Also wir haben sehr viel profitäre Software.

00:23:24: Wir haben ganz, ganz wenig Standard-Software da im Einsatz wo es total schwachsinnig wäre sich ein eigenes SAP oder so was zu bauen.

00:23:34: SAP haben wir nicht aber in der Buchhaltung und sowas dann nutzen wir Standardsysteme.

00:23:38: alles andere inklusive sogar den ganzen Logistiksystem ist bei uns eigen kreiert.

00:23:44: Ist das bei euch licensierungstauglich?

00:23:46: Nein.

00:23:49: Weil so Edgecase auf euch ausgerichtet?

00:23:51: Nein,

00:23:52: ich glaube das ist halt auch ein großer Wert darstellt.

00:23:55: Dass wir Software haben die genau für uns passt.

00:23:59: Ich glaube wir würden es gar nicht hergeben wollen dass wir jetzt unsere Preissingsoftware einem Wettbewerber sozusagen zur Verfügung stellen.

00:24:07: Nachvollziehbar!

00:24:08: Wen muss ich mir dann eigentlich als euer typischen Käufer vorstellen?

00:24:11: was für Käufergruppen habt ihr so?

00:24:14: Also unser Typischer Käufer ist preisensitiv, der steht darauf dass er irgendwie zum Beispiel dieses Polo hier nicht für achtzig Euro kaufen muss sondern für neunzwanzig.

00:24:27: oder slash und hat eben auch im Kopf das für neue Produkte irgendwie Ressourcen aufgewendet werden müssen, die für gebrauchte Produkte nicht mehr aufgewendet werden wollen.

00:24:36: Das hat immer so einen Nachhaltigkeitsaspekt.

00:24:40: aber es gibt beide.

00:24:41: Es gibt die Käufer die sagen Mensch nachhaltigkeit ist mir wichtig.

00:24:45: ich möchte nicht weiteres CO-Zweiche in die Luftpusten in dem ich Papier produzieren lasse also neues Papier oder neue Kleidung.

00:24:53: Aber es gibt auch die Kunden, die sagen ja stimmt aber ist mir vor allem wichtig dass es irgendwie nur dreißig Prozent von neu kostet und ich kauf's deshalb.

00:25:02: Und sonst sind die Kunden wenn ihr jetzt irgendwie schlechter anschaust dann gibts viele Kategorien die sehr sehr weiblich sind.

00:25:08: ja Kleidungen zum Beispiel da gibts irgendwie achtzig Prozent Da haben die Kleidungs kaufen nur zwanzig Prozent Männer.

00:25:15: bei Videospielen ist eher umgekehrt.

00:25:17: aber ich glaube das hat eher was mit der Kategorie zu tun als ... Momox oder U-Bub?

00:25:23: Ich wusste das teilweise nicht mal, dass ihr Kleidung verkauft, bis ich mich auf den Podcast vorbereitet habe.

00:25:26: Also anscheinend auf meinen Haupt sehe ich schon wieder!

00:25:29: Bevor wir dann mal in Nutzergewinnung reintauchen bei euch was ich ganz spannend finde.

00:25:32: auch die abschließende Frage... ...dann müsst ihr aber auch wirklich eine Lage sein eigentlich einen Produkt anzukaufen wenn ihr es kauft schon zu wissen wie teuer verkaufe ich das?

00:25:39: Das eingerechnet ist der Versandt zu euch von euch weg Die Gebühren für Plattformen wie Amazon und Ebay die ganzen Prozesse die da drin hängen als ein riesiger Rattenschwanz.

00:25:49: Da musst du ja eigentlich gute Marge einkalkulieren, damit sich das für dich rechnet.

00:25:54: Wie viel ist das so?

00:25:55: Also wovon gehst du aus?

00:25:56: wie viele Prozent teurer verkaufst du ein Produkt als du es einkaufst?

00:25:59: Die Marge die wir im Schnitt haben, siebzig Prozent Das ist aber der Schnitt.

00:26:03: also da gibt's durchaus Artikel wo die Marge viel viel geringer ist vor allem dann wenn Sie schnell drehen und teuer sind Und es gibt artikel da ist die marge vielleicht auch viel größer.

00:26:14: Aber dann liegt der artikel vielleicht auch zwei Jahre bei uns bis wir verkaufen werden.

00:26:20: Okay, krass.

00:26:21: Gut!

00:26:21: Aber wie gesagt Nutzergewinnung ist ein interessantes Thema.

00:26:23: Ihr habt ja so ein bisschen Henna-Ithematik.

00:26:25: also ihr müsst ja einerseits Beschaffungsmark nutzerakquirieren und dann auch auf dem Verkaufsmarkt.

00:26:29: vielleicht fahren wir mit Beschaffungen an?

00:26:31: Wie kriegt man Dealflow für Ankauf?

00:26:35: Das Schöne ist dass die meisten Kunden deshalb zu uns kommen weil sie über Word of Mouth von MOMOX gehört haben und Word Of Mouth heißt ja typischerweise das irgendwo eine sehr zufriedene andere Kunde existiert hat.

00:26:49: Zweitwichtigste Kanal ist dann online.

00:26:53: Online Performance, das Typische was du kennst, SEM alle möglichen anderen Affiliate-Netzwerke und damit Kunden über Online Werbung zu uns bringen.

00:27:03: Die letzten Jahre haben wir glaube ich sehr gut gelernt.

00:27:06: wie kann man TV auch performance orientiert steuern?

00:27:11: Seit einigen Jahren jetzt auf vielen kleineren Sendern unterwegs.

00:27:16: Uns findest du selten auf ARD und ZDF.

00:27:19: Du weißt selbst, die Große hat ich gewonnen.

00:27:22: Für uns meistens immer noch zu teuer.

00:27:23: vor allem wenn du es sehr stark auf Performance schaust dann sind die ganz großen typischerweise für uns zu teurer.

00:27:30: aber auch TV steuern wir wie ein Performance Kanal und schauen uns sehr genau an in welchem Umfeld auf welchen Sender zahlen wir wie viel für den nächsten neuen Kunden und für den Nächsten Kauf den wir da akquirieren?

00:27:47: Wie macht ihr das?

00:27:47: Wie messt ihr denn, ob jetzt irgendwie ein RTL-Zweizuschauer teurer war als ein NTV-Zuschauer.

00:27:52: Macht ihr das über so Coats oder Landingpages oder wie geht es?

00:27:55: Nee wir machen das über Tools.

00:27:56: ja indem wir über das Tool genau wissen wann läuft da unser Spot auch nochmal verifizieren dass der Spot wirklich gelaufen ist sehen dann den Treffig uplift bei uns auf der Seite beziehungsweise in den Apps markieren die Nutzer die in dem Zeitraum gekommen sind und verfolgen dann, was macht der Nutzer bei uns?

00:28:17: Und wenn du das eben nicht nur einmal machst, sondern häufig kannst du da TV genauso Performance optimieren wie du das halt mit Keywordern bei SEM machst oder mit Bannern über ein Affiliate-Netzwerk.

00:28:29: Oder über Banadi, die du halt anders performanceorientiert einkaust.

00:28:32: Wenn du sagst, ihr macht kleine Sender, was ist für euch klein?

00:28:34: Ist es so NTV ...

00:28:36: Genau!

00:28:36: Das können alle möglichen Spartensender sein.

00:28:39: RTL II machen wir viel.

00:28:41: Also alle möglichen kleinen Sender, die jetzt typischerweise wahrscheinlich nicht so auf dem Radarscreen von großen Werbetreiben

00:28:48: sind.

00:28:49: Jetzt lerne ich ja irgendwie vom Tarek Müller von About You dass die junge Zielgruppe halt wirklich massiv anders Medien konsumiert als du und ich das vielleicht noch tun.

00:28:57: also da ist irgendwie YouTube ein Riesenthema, da ist live ein Riesenthema.

00:29:02: Macht ihr solche Experimente auch?

00:29:03: Weil wenn du sagst, hier habt ihr eher so eine Sparfuchs-Fraktion.

00:29:06: Das können ja einerseits Leute sein mit einem nicht so hohen Haushaltseinkommen, aber andererseits oft doch Studenten und Schüler zum Beispiel.

00:29:11: Guckt euch sowas auch an, dass die irgendwie auf Instagrams oder YouTubes dieser Welt geht?

00:29:15: Machen

00:29:15: wir, wobei unser typischer Nutzer eben nicht achtzehn ist, sondern unser typischen Nutzer ist eher so Mitte dreißig!

00:29:23: Deshalb ist es für uns nicht so super wichtig, dass wir den Eightzehnjährigen irgendwo abholen.

00:29:29: Sondern eher schauen wo jetzt der Mitte Dreißig-Jähriger?

00:29:32: Gut zahlt man die Klassenkanale wie SEO macht Facebook auch intensiv zu einem Thema?

00:29:36: Machen wir ja.

00:29:37: machen wir das super intensiv.

00:29:38: nee weil auch da wieder festgestellt haben Es ist nicht so effizient wie zum Beispiel SLM.

00:29:45: Was ist denn sonst mit so anderen eher branding orientierten Sachen also vermeintlich Branding orientiert wie Out of Home zum Beispiel?

00:29:51: Ja, haben wir ausprobiert.

00:29:53: Ist für uns zu brenndinglastig.

00:29:55: Also konvertiert nicht gut in ...

00:29:57: Konvertiert ist nicht so gut oder wir können es einfach nicht messen?

00:30:00: Radio ist genau das gleiche.

00:30:02: Haben wir auch ausprobieren, haben auch in Kooperation ausprobierten mit Radiosendern.

00:30:07: Ist schwerer zu messen.

00:30:08: kannst du aber natürlich auch dir anschauen wie entwickelt sich die Regionen wo du im Radio bist gegenüber der Region wo du nicht im radio bist?

00:30:16: Haben wir dann festgestellt ... Nee, ist zu teuer!

00:30:20: Gut.

00:30:21: Was ist mit dem ganzen Thema Kundenbindung?

00:30:22: Hab ich gelesen, in euren Abschlüssen ist was, was ihr anstrebt.

00:30:25: Worüber denkst du so nach?

00:30:26: Krieg ich jetzt um wiebald Paybackpunkte wenn ich mit euch arbeite oder hier die Deutschland-Card?

00:30:30: oder macht dir eigene Systeme, die ihr aufsetzen wollt?

00:30:32: Wie kannst du deine Kundin aktiv halten, wenn ihr sie immer gewonnen hast?

00:30:35: Ja

00:30:35: also die Systemen, die du gerade angesprochen hast.

00:30:37: das keine gegenwärtige Planung aber sicherlich halt eine valide Überlegung.

00:30:41: glaube Kundenbindung für ein Onliner generiert sich wieder aus den Daten, die wir über unsere Kunden haben und dann den Kunden im richtigen Moment wieder anzusprechen mit dem richtigen Angebot.

00:30:52: Das ist glaube ich das was wir vorantreiben, wo wir uns anschauen wie häufig kauft der Kunde bei uns?

00:30:59: Wie häufig verkauft er Kunde da bei uns und da in einem richtigen moment den Kunden wieder zu erwischen zu sagen Mensch warum verkaufst du nicht die Artikel, die du vor drei Monaten bei uns gekauft hast zum Beispiel?

00:31:10: Ich meine, wenn ich mich jetzt zurück erinnere und du gesagt hast das Referals für euch ein super wichtiger Kanal sind.

00:31:15: also Kunden werben Kunden.

00:31:17: Incentiviert ihr sowas auch aktiv?

00:31:19: Tun wir aber da sehe ich auch noch ein großes Potenzial drin.

00:31:22: ja die Kunden vor allem die halt sehr zufrieden sind noch mehr dazu anzuhalten dass sie dann nicht nur freiwillig sondern auch bisschen incentiviert uns weiter empfehlen.

00:31:34: Wie ist es generell bei Schnäppchen-Füchsen?

00:31:37: Das ist ja nicht immer eine einfache Zielgruppe.

00:31:40: Stichwort Wiederkaufsrate, man hat in dem Fall zwei Wiederkoffsraten verkaufen lieber euch wiederkehren und kaufen lieber euch auch.

00:31:47: oder müsst ihr das jedes Mal triggern?

00:31:48: Nee also beides tun sie glücklicherweise freiwillig, das ist sehr schön.

00:31:52: die Konvertierung vom Käufer zum Verkäufer ist ein ganz wichtiges Instrument bei uns.

00:31:57: wir haben mehr Käufe als Ferkäufe.

00:32:00: wo dran liegt es?

00:32:01: Der durchschnittliche Verkäufer sendet uns, der Durchschnittlich-Käufer auf der eigenen Plattform hat so fünf Artikel die er kauft.

00:32:09: Auf Marktplätzen eher ein und dadurch hast du halt viel mehr Anzahl an Käufern als Verkäuer.

00:32:16: Das heißt ein ganz wichtiger Weg, Verkäucher zu generieren ist eben in deine Käuferbasis zu schauen da wieder in die Daten reinzuschauen, ja zu schauen wie zeichnet sich eben ein guter Verkäufer aus.

00:32:28: Ja wo können wir den erkennen daran?

00:32:31: Das sind ganz wichtigen Methoden, die wir haben um da neue Kunden auf der Verkaufsseite zu generieren.

00:32:36: Jetzt haben wir diese Sachen gerade, die ganzen Nutzergewinnungsthemen eher so mit der Brille ankauft.

00:32:40: durch die Klinien sehen sie großartig anders aus auf der Verkaufs-Seite.

00:32:43: oder ist das eigentlich relativ ähnlich?

00:32:45: Viele Themen sind ähnlich!

00:32:46: Wir fokussieren uns aber schon stärker auf unserer Ankaufseite als auf die Verkaufsseite.

00:32:52: Als Marktplatz hast du immer die Frage, was machst du?

00:32:56: Fokussierst mehr auf die Verkäuferseite oder Ankäufe.

00:32:59: Jetzt sind wir kein richtiger Marktplatz weil wir physisch eben die Ware ankaufen und hinterher wieder verkaufen.

00:33:05: aber wir haben natürlich sehr viele Gemeinsamkeiten mit Marktplätzen weil wir einfach beide Kundengruppen haben.

00:33:12: auch Wir können in eine Situation kommen wo wir eher demand constrained sind und nicht supply constrained.

00:33:19: Viel für häufiger sind wir aber supply constrained als demand constrained.

00:33:22: Also ihr habt mehr Nachfrage, als ihr Produkte habt?

00:33:24: Ja.

00:33:25: Spannend!

00:33:25: Wir könnten noch mehr wachsen wenn wir noch mehr Produkte hätten.

00:33:29: Ach krass.

00:33:30: Ich bin nämlich der umgekehrte Kunde, ich verkaufe immer nur bei euch!

00:33:32: Ich kauf gar nicht weil ich immer denke... ...ich mache das immer in Situationen wo ich mich entmülle und dann bin ich froh es weg zu sein wenn wir nicht wieder Neues reinholen.

00:33:38: aber ich sehe schon, ich müsste eure Klamottenseite mal ansehen.

00:33:41: Wir haben noch gar nichts dabei geredet.

00:33:42: vielleicht kannst du ja auch mal so einen groben Benchmark geben wie viele Kunden bzw Produkte habt ihr denn die ihr dreht?

00:33:47: pro Monat?

00:33:48: Pro Quartal?

00:33:48: Pro Jahr?

00:33:49: was immer da so Herr Capy-Eyes?

00:33:50: Ja pro Tag ist eine schöne Zahl die wir gerne auch sehr plakativ aufzeigen.

00:33:55: Pro Tag kaufen wir zu hundertfünfzigtausend Artikel an.

00:33:58: Ist immer sehr eindrucksvoll, wenn man dann halt die ganzen Lkws sieht ja, die pro Tag eben in unseren Logistikzentren ankommen weil wir eben kein Sammler sind.

00:34:07: ich hatte es eben schon mal gesagt so eine Händler verkaufen natürlich auch genauso viel wieder

00:34:12: krass krass.

00:34:13: aber da kriegt man ein Gefühl das sehen die Menschen halt nicht diese Dimensionen was da alles zur Tür rausgeht.

00:34:18: wie ist das mit dem Thema Mobile eigentlich?

00:34:20: also das muss ja gefühlt bei euch total zentral sein.

00:34:23: Wenn ich mich richtig entsinne dann muss mich sonst aber korrigieren wenn ich mich irre.

00:34:26: Es funktioniert bei keiner Plattform so richtig gut, dass man die Barcodes fotografiert und wird einem der Basket zusammengestellt.

00:34:32: Auf der Verkaufenseite habe ich das Gefühl, es ist noch eher desktoplastig.

00:34:35: oder hab' ich das falsch wahrgenommen?

00:34:36: Nee, hast du ein kleines bisschen falsch wahr genommen?

00:34:38: auf unserer Verkaufenseite ist der Mobile-Anteil knapp fünfzig Prozent.

00:34:44: Ich find's ehrlich gesagt immer noch erstaunlich, dass er nur fünfzig

00:34:47: prozent

00:34:47: ist.

00:34:48: Weil in der Tat wenn Du unsere Mobile App nutzt dann ist für mich die Killer App oder das Killer Feature der Barcode scanner.

00:34:56: Das geht halt einfach piep, klick und du hast sofort den Preis.

00:35:00: Stattdessen musst du halt auf der Webseite einen zehn oder dreizehnstelligen Code eintippseln.

00:35:07: Wenn du unsere mobile Website nimmst bieten wir da auch inzwischen Barcode-Scanner an aber es ist trotzdem viel mühsamer als eben eine App zu haben, Barcode zu scannen und sofort den Preis zu wissen.

00:35:18: Das ist fünfzig Prozent.

00:35:19: ich finde immer das könnte noch deutlich mehr sein.

00:35:21: aber wir machen natürlich das was unsere Kunden nutzen.

00:35:24: Ja, ich wollte gerade sagen andere haben ja sechzig-siebzig-achtzig Prozent.

00:35:26: Also je nachdem wenn ich so Lesara denke oder so das ist ja massiv.

00:35:29: Da hab' ich es falsch erinnert weil ich habe wirklich mal gedacht ihr habt diese Bargskirne genau nicht.

00:35:33: Das haben

00:35:34: wir.

00:35:35: Okay aber macht da Marketing auch Sinn in dem Bereich?

00:35:37: Ich habe immer das Gefühl so Mobile Marketing ist bei vielen so man möge eigentlich denken okay ich fange jetzt an für meine Momox App in anderen Apps Werbung zu machen konvertiere die Installs und so weiter.

00:35:46: also genau das machen will ja dass durch ein Treiber für mobile Wachstum natürlich nicht nur Mobile-Werbung zu machen.

00:35:52: Also wenn du unsere TV-Spot hier anschaust, dann zielt er halt sehr stark auf Mobile und Install ab – das treiben wir schon!

00:36:00: Ich glaube einfach es muss die Zukunft sein, dass man quasi nur noch die App nutzt um zu verkaufen.

00:36:06: aber wenn die Kunden gerne einen dreizehnstelligen Code einpippen, sollen sie das tun?

00:36:12: Aber ist das nicht so ein bisschen eine Karteilächer?

00:36:14: So wäre es bei mir zumindest.

00:36:15: Ich ertapp mich dabei, ich sortier dreiviertel Jahr oder im Jahr aus einmal und dann kenne ich so heavy-user für zwei Tage und wieder einen jahrlang flat ungefähr.

00:36:24: Bin ich da echt untypisch!

00:36:26: Nee, also gerade weil der durchschnittliche Kunde twenty-fünf Artikel verkauft hat er natürlich nicht jeden zweiten Tag twenty-chwanzig Artikel, die er uns verkaufen kann.

00:36:34: Du hast ja immer wieder Phasen wo du durchgehst.

00:36:37: es gibt sicherlich Lebensphasen Umzug wäre sowas oder Kind kommt oder sowas.

00:36:42: das sind so typische Phasend wahrscheinlich wo man dann aussortiert

00:36:46: Spielzeug siehst du?

00:36:46: Das wär doch noch eine kategorie.

00:36:47: Spielzeug ist auch ne coole Kategorie wenn's nicht grade weiß ich nicht.

00:36:50: puzzle is ja wo wir dann im Logistikzentrum eher nur als tausenteilige Puzzle zusammen oder rausfinden, ob beim Lego Star Wars Raumschiff auch wirklich alle Teile da sind.

00:37:01: Da sind wieder die Gründe, warum man es vielleicht nicht so macht.

00:37:03: Aber klar, also gibt's natürlich viele Kategorien, die wahnsinnig viel Sinn machen können und die wir gegenwärtig noch nicht haben.

00:37:10: Ja, weil wenn ich dann so was wie deine Spielzeugkiste denke oder so, die irgendwie so ein Kram gemacht habe... Ich gebe dir Rechte an bei Playboy, du musst ja auch gucken, ob die ganzen Dinger da sind.

00:37:17: Bauklötze ist oder Holzspielzeug ist auch nicht?

00:37:18: Die Welt, Kuscheltiere ... Okay, also ich kriege ein Gefühl für deine Problemwelt.

00:37:24: Nicht uninteressant?

00:37:25: Lass uns doch noch mal etwas rüber tauchen in eure Entwicklung wie gerade so da steht.

00:37:28: Also du hast ja schon gesagt was ihr für Länder habt Deutschland Großbritannien Frankreich und USA.

00:37:33: Kanada ist wahrscheinlich dann nur Verkauf und Einkauf.

00:37:36: Wie kam es zu der Auswahl?

00:37:38: Wir sind in Deutschland gestartet, wir sind in Berlin gestartet.

00:37:40: So kamen Deutschland haben dann sukzessive uns sozusagen vorher gearbeitet.

00:37:45: Da schauen wir uns natürlich an.

00:37:46: Was sind die großen E-Commerce Märkte?

00:37:50: Was sind auch die Länder, die man logistisch gut anbinden kann?

00:37:54: Wo ist Wettbewerb?

00:37:55: Wo is vielleicht nicht so viel Wett-Bewerb.

00:37:58: Wir stellen immer wieder fest, dass es in Rikomers erschreckend wenig oder erstaunlich wenig Wett bewerbt.

00:38:04: Vor allem wenn man dann eben in die Größenklasse geht, in der wir spielen.

00:38:08: Es gibt häufig einfach kleine Spieler, die ein Rikomas-Geschäft irgendwie lokal machen oder als zwei bis zehn Mann Unternehmen machen.

00:38:17: Wir kommen aber einfach immer mit einer ganz anderen Maschine, was Technik anbelangt.

00:38:21: Was logistische Prozesse anbelangen und damit auch Effizienz von logistischen Prozessen anbelankt.

00:38:26: Und können deshalb in einem Land wie Frankreich halt auch relativ schnell und gut dann Fuß fassen?

00:38:32: Ich meine du hast ja die Barriers of Entry alle schon in unserem Gespräch gerade aufgezählt.

00:38:35: also es ist ja teuer aufzubauen und das wird ja keinem Investor finanzieren wenn er weiß da kann aus Deutschland ganz schnell mal irgendwie einen Rebuy oder ein Momox rüberkommen.

00:38:45: Aber es gibt doch ganz viele Länder, wo man vermeintlich denken würde.

00:38:48: Die könnte man aus Deutschland mitbefeuern.

00:38:50: Belgien, Niederlande, Polen, Tschechien... Was ist das Problem bei denen ein?

00:38:55: Es gibt kein Problem.

00:38:56: Das Thema ist wieder, ich habe eben schon zweimal gesagt, Fokus!

00:39:00: Was wir lieber machen is einen Markt richtig aufrollen.

00:39:04: Wenn wir dann feststellen, Mensch jetzt haben wir wieder freie Kapazitäten.

00:39:08: Dann machen wir den Nächsten im Markt.

00:39:10: Warum ist Fokus für uns so relevant oder warum fokussieren wir uns eher?

00:39:15: Wir sind fast eigenfinanziert und nicht wie viele der Berliner Start-ups mal mit einer großen Fundingrunde angetreten und hatten dann so viel Geld, dass wir erst einmal vierzig Länder machen und die dreißig Länder wieder schließen, die irgendwie nicht funktioniert haben sollen werden gestartet... ganz kleinen Finanzierungen unseres Gründers waren fast immer profitabel, betreiben deshalb lieber ein profitables Geschäft und wachsen dafür vielleicht mal fünf Prozentpunkte weniger als dass wir sagen hey DeWitzka die fünf Millionen, die wir jetzt in Belgien versenken sind uns egal haben dafür aber irgendwie fünf Prozent mehr Wachstum auf der Top Line.

00:39:52: Aber was würdest du schätzen?

00:39:53: wie schnell könntest du so einen Markt wie Belgien oder Polen sozusagen erobern und durchdrehen wenn du das jetzt aktiv wollen würdest?

00:40:00: Also ich glaube, das ist eine Frage des Aufsetzen einfach von Schnittstellen und Übersetzungen unserer Webseiten.

00:40:08: Und dann von Ausrollen unseres Playbooks auf der Marketing-Seite.

00:40:12: Das ist ne Frage von Monaten.

00:40:14: Was schaut euch denn an für Märkte die expandieren wollen?

00:40:18: Ich glaube, wenn wir uns Märkte anschauen in Europa dann sind wir in vielen wichtigen Ländern schon vertreten.

00:40:25: Es gibt in Südeuropa Märkte die größer sind wo wir noch nicht vertrete sind.

00:40:29: es gibt in Nordeuropa Märkte in denen man auch noch nicht vertretend sind aus Europa.

00:40:34: auch glaube da will ich mich gar nicht jetzt auf ein bestimmtes Land festlegen was wir als nächstes machen könnten.

00:40:40: Was wäre denn mit verrückten Überlegungen?

00:40:42: Also so ein Windeln-DE hat ja z.B.

00:40:44: China immer ganz gut Cash gemacht wegen ihrer Milchpolvergeschichte, was dann kolossal natürlich irgendwann implodiert ist.

00:40:48: aber könnte man in solchen Märkten auch drüber nachdenken zum Beispiel den Verkauf zu machen mit der Made In Germany Kiste oder es stammt zumindest aus der Benutzung aus Germany?

00:40:58: Ich glaube das wäre aber sehr verrückt.

00:41:00: die Idee weil fast alle der Kategorien, die wir haben bis auf Kleidung eben gebunden an eine Sprache.

00:41:08: Und ja, man kann auch deutsche Bücher in China verkaufen oder man kann internationale CDs in Japan verkaufen aber das ist dann halt eher Nische.

00:41:19: also wir haben weniger irgendwie sowas wie windeln.de dass deutsches Milchpulver sich aus bestimmten Gründen gerade verkauft wie Schmitzkatze.

00:41:27: ich habe auch stark so ein Fashion gedacht.

00:41:29: dann bist du schnell bei Korea und Japan kaufstark und irgendwie fashion interessiert.

00:41:32: die wollen wahrscheinlich Erneuware haben

00:41:35: Oder Marken, die wir vielleicht eher nicht bedienen.

00:41:39: Wir haben ja eher weniger Gucci und Hermes sondern eher Boss- und Esprit.

00:41:45: Wobei wo du UK saß?

00:41:46: Ich hatte gelesen dass ihr zwei fünfzehn glaube ich auch in UK standort liquidiert habt.

00:41:50: oder

00:41:51: Also wir hatten eine Firma in UK, die haben wir in der Tat liquidiert.

00:41:55: Das heißt aber nicht dass wir unser UK-Geschäft eingestellt haben sondern wir hatten mal den Eindruck Wir brauchen eine Gesellschaft um das britische Geschäft voranzutreiben brauchen wir aber nicht.

00:42:05: Sondern wir machen das ganz normal mit unserer deutschen GmbH.

00:42:11: Man liest ja bei euren Zahlen, dass seventy-fünf Prozent des Umsatzes aus Deutschland kommen.

00:42:14: Siehst du da so ein Shift?

00:42:15: Also ich hab's gesehen die letzten drei Jahre und bild' dich mir ein von irgendwie, weiß ich nicht, achtzig, zwanzig auf fünfundzwanzig, fünfundsiebzig und vielleicht auch noch steht in Kassau.

00:42:23: Ist das einen Trend, dass ihr merkt okay, Ausland hebt ab?

00:42:26: Die ausländischen Märkte wachsen stärker als Deutschland.

00:42:29: Deutschland haben wir die höchste Penetration, heißt nicht das wir nicht mehr wachsen aber heißt halt dass wir schon deutlich penetrierter sind als in Frankreich oder UK und damit wächst sozusagen der Auslandsanteil.

00:42:41: wenn du jetzt nur in unsere Bilanz gehst dann hast du da so einen gewissen Mischeffekt.

00:42:45: ja des Kleidungsgeschäfts betreiben wir gegenwärtig nur in Deutschland und das führt dann wieder zu sozusagen unser deutsches Geschäft stärker wird gegenüber den ausländern.

00:42:54: Du hattest ja auf der Bits & Pretzels auch mal einen Vortrag gehalten, wo du die Erfolgsfaktoren eures Geschäfts mit Funnelgrafiken dargestellt hast.

00:43:02: Kannst du da vielleicht nochmal ein bisschen rezipieren?

00:43:04: Was würdest du sagen?

00:43:05: Was sind so die Hebel, die ihr irgendwie ziehen müsst damit euer Geschäft gut läuft?

00:43:09: Es gibt da Erfolksfaktornen, die man typischerweise im E-Commerce oder in Retail nicht als Erfolcsfaktor wahrnimmt.

00:43:17: Ganz wesentlicher Erfolgsfaktor für uns ist das Thema Preising.

00:43:21: Wir haben Preising immer algorithmisch unterlegt, ja wir haben Preasing nie als menschliche Intelligenz sondern immer als Computerintelligence Artificial Intelligence.

00:43:33: Das sind ganz wichtige Erfolksfaktoren sowohl auf der Ankaufseite also auch auf der Verkaufsseite.

00:43:39: Zweiter wichtiger Erfolgspaktor den wir haben ist Logistik.

00:43:43: Wir händeln Hundertfünfzigtausend Artikel pro Tag auf der Verkaufsseite, das gleiche noch mal.

00:43:49: Wir haben sehr niedrige Warenkörbe und sehr niedrigere Verkauftpreise.

00:43:54: So niedrig preisige Produkte in hohen Quantitäten durch ein Logistikprozess zu drehen und trotzdem Geld zu verdienen.

00:44:02: Ich glaube es kann auch nicht jeder und deshalb machen wir das auch selber und haben das nicht irgendwie Outgaust.

00:44:08: Und dann haben wir sicherlich als Kernkompetenz performantes Marketing und eine sehr gute IT- und Produktorganisation, die auf der einen Seite uns Neukunden und Bestandskunden Marketing in einer hohen Qualität liefert.

00:44:22: Und ein Produkt auf die Beine stellt wo unsere Kunden sagen ja wohl das ist wirklich total easy und gewährt auf der Verkaufsseite einen Amazon für gebraucht.

00:44:31: Wenn du sagst, Logistik ist so eines der entscheidenden Kriterien bei eurem Erfolg.

00:44:36: Du hast ja gesagt, dass ihr auch ein Polenlager habt und irgendwie in Leipzig ... wenn ich mich richtig hinterhinde war das Leipzig-Lager die Kiste hier mit ihr beerbt Quelle und so.

00:44:42: So Schild kommt ab, Neues kommt ran.

00:44:44: Also ich sehe schon auf PR.

00:44:45: versteht ihr euch?

00:44:46: Wie plant man sowas?

00:44:47: Ist das was, wo was auch bei dir einen großen Teil deiner Arbeit eindämmt?

00:44:50: Strategische Überlegungen im Bereich logistik und Versorgung?

00:44:53: welche Stadt erreiche wie oder ist das gar nicht so groß oder vielleicht nicht auf deinem Tisch?

00:44:58: Also als CEO bist du natürlich immer da, wo es jetzt irgendwie gerade große strategische Projekte gibt.

00:45:04: Logistik ist wichtig für uns?

00:45:06: Absolut!

00:45:06: Ein großer Teil der Mitarbeiter sitzt in der Logistika.

00:45:09: Ich habe gesagt das ist eine Kernkompetenz von uns und deshalb beschäftige ich mich in der Tat auch viel meiner Zeit mit logistischen Themen.

00:45:16: die Planung bei einem zweistelligen Wachstum für Ausbau der Logistic Kapazitäten, für Optimierung der Logistics Kapazitäten ist in der Tarte ne wichtige

00:45:26: Da baust du wahrscheinlich schon das nächste Lager, wenn dann erstes fertiggestellt ist.

00:45:30: So

00:45:30: ungefähr?

00:45:30: Ja so ist es.

00:45:31: Kannst

00:45:31: du mal Menschen, die damit nicht zu tun haben, Gefühl geben was kostet das?

00:45:35: wie viel Aufwand steckt dahinter?

00:45:36: Wie kriegt man so viele Mitarbeiter rekrutiert für sowas?

00:45:39: also wenn jetzt sagst okay willst in Brieze lang irgendwie Zalando Konkurrenz machen will sie auch etwas hochziehen?

00:45:43: ich glaube sitzen da.

00:45:44: ne Was kostet dass?

00:45:45: wie finanziert man das?

00:45:46: wie findet man die Leute dafür?

00:45:47: wie lange dauert sowas?

00:45:48: ja

00:45:49: Also ein neues lager irgendwo auf die Beine zu stellen?

00:45:53: Das ist ein Projekt das geht über deutlich länger als ein Jahr.

00:45:56: Da bist du eher so bei zwei Jahren von der ersten Überlegung bis dann, wo du wirklich operativ tätig bist.

00:46:03: Wir haben bisher das Glück gehabt oder wir haben bisher immer den Ansatz gefahren dass wir nicht auf der grünen Wiede bauen sondern dass wir uns eher wo ein Mieten wo schon was gestanden hat.

00:46:16: Damit sind wir bisher gut gefahren.

00:46:19: Ich glaube, das Grün-Wiese-Konzept werden wir aber in Zukunft stärker fokussieren um dann halt eben auch Logistikzentren zu haben die genau auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten sind.

00:46:28: Wir sind gerade in der E-Commerce-Logistik einfach etwas anders als andere Kinder, weil wir so einen sehr großen Inbound-Prozess haben.

00:46:37: Die ganze Prüfung und so ... die ist halt viel aufwendiger als bei anderen.

00:46:41: Und deshalb passen normale Logistikzentren, normale Hallen, die wir finden immer nicht ganz eins zu eins auf unsere Bedürfnisse.

00:46:50: Was kostet das?

00:46:50: Wenn ich mir was einrichte?

00:46:52: Das

00:46:52: sind zweistellige Millionenbeträge!

00:46:54: Also selbst wenn du bestehende Dinger, die schon da sind ...

00:46:57: Dann ist natürlich billiger!

00:46:58: Nee, dann ist es deutlich billiger.

00:47:02: Aber wenn du so ein neues Lager auf der grünen Wiese baust, dann bist du zweistellig im Millionenbereich.

00:47:08: Wahnsinn!

00:47:08: Ich hab mir gedacht, dass das mit fünf Millionen so roundabout geht?

00:47:11: Nein.

00:47:11: Okay... Ist das nochmal anderes Brett?

00:47:13: und weil, sozusagen mobilen die schon bestehen, bist du wahrscheinlich mit irgendwelchen zwanzigjährigen Mietverträgen dabei gefühlt oder so?

00:47:18: ne?

00:47:19: Ja, eher in zehn Jahre Bereich.

00:47:23: Aber das kommt natürlich immer ganz drauf an, wo bist du und in welcher Marktsituation bist du?

00:47:29: Im Logistikbereich sieht man halt ... Das hört man ja auch über die komplette Presse, dass der Markt immer kompetitiver wird, dass E-Commerce wächst und damit wachsen halt auch die Logistikkentren der e-Commercerer, damit wachsen die Logastikzentren der Versanddienstleister und damit mit dem Markt immer enger.

00:47:48: Wenn man sich mal euren Umsatz anguckt, der ist ja wirklich potent finde ich bei einem Modell.

00:47:52: Also wenn man mitkriegt wie viel Anfassarbeiter auch drin steckt.

00:47:55: Aktuelles Jahr was verfügbar ist war zwei sechzehn hundertfünfzig Millionen Kannst du für zwei siebzehnt schonmal sagen?

00:48:01: Leider nicht.

00:48:02: Also, wenn ich mir mal so angucke.

00:48:03: Achtzig in zwei Vierzehn, hundertzwanzig knapp in zwei Fünfzehn jetzt Hundertfünfzig.

00:48:07: also ihr wachst so dreißigvierzig Millionen pro Jahr.

00:48:10: Überschuss knapp vier und halb.

00:48:12: das ist ja schonmal ein Brett!

00:48:13: Da kannst du ja sogar schon fast einen Lager bauen.

00:48:15: Zwei Jahre sparen dann kannst du aus dem Cashflow finanzieren.

00:48:17: Das machen wir auch.

00:48:18: Ja okay sehr gut es ist richtig bisschen so schwäbischer Unternehmer.

00:48:21: In der Tat sind wir anders.

00:48:23: Wir haben halt eben nicht einen großen Investor im Hintergrund für ein neues Lager oder zehn Millionen für ein neue Lager uns jetzt als zusätzliches Eigenkapital gibt, sondern wir machen halt vieles aus eigener Kraft.

00:48:34: Ja und auch das ganze Wachstum was wir die letzten Jahre gehabt haben, haben wir alles aus eigenerkraft finanziert.

00:48:41: Wenn man sich jetzt mal euren Wettbewerb anschaut, dann habt ihr ja so die steilsten Kurven und vor allem die höchstgelagersten.

00:48:45: Also ich glaube schon relativ deutlich Nummer eins für Rebuy.

00:48:49: Ich habe immer so alte Exciting-Commerce-Folien hier rausgesucht.

00:48:52: Da waren so Hundertfünfzig versus Achtendachtzig Millionen.

00:48:54: Und dann kommen irgendwie mit schon deutlichem Abstand irgendwie es goodness new und flip von you.

00:48:58: Wie ordnet ihr euch da ein?

00:48:59: Was hebt euch auch hervor?

00:49:00: Was macht ihr denn besser zum Beispiel als die?

00:49:03: Du hast eben die schwäbische Tradition geschildert.

00:49:06: Ich glaube, in der Tat wir sind derjenige am Markt, der am längsten und am deutlichsten profitabel war.

00:49:12: Wir fokussieren uns auf die Stärken, die wir haben.

00:49:14: Wir probieren viel aus ja aber wir machen am Ende des Tages das wo wir glauben dass wir möglichst schnell mit Geld verdienen können und investieren dann halt den Cashflow wieder in neue Wachstumsmärkte.

00:49:25: Die Vergangenheit zeigt, dass wir damit sehr gut und sehr profitabel operiert haben.

00:49:30: Und trotzdem oder vielleicht gerade deshalb so gut gewachsen sind?

00:49:34: Jetzt hatte ich auch mal eingehens dieses Szenario mit Media-Markt skizziert.

00:49:38: Da war ja Gefühl, also vielleicht erinnert es falsch, dann musst du mich wieder korrigieren.

00:49:41: Aber als ich damals bei Grünau-Szene war, meinig gelesen zu haben, Rebuy war mit den schon so halb unter Dach und Fach ... Ich glaube

00:49:47: die saßen beim Notar.

00:49:49: Das erzählt man sich in der Branche.

00:49:52: Und ihm Notartermin hat dann einer der Investoren von Mediamaxatoren angerufen und damit war der Deal irgendwie gekippt.

00:50:00: Ich glaube nicht wegen Ribeil, sondern wegen irgendwelchen anderen Themen.

00:50:03: So ist aber der Deal nicht zustande gekommen.

00:50:07: Habt ihr da auch sozusagen mal mitgewirkt oder mit dem gesprochen?

00:50:09: Wäre das für euch ein Szenario gewesen mit dem was zu tun?

00:50:12: Also ich glaube in der Branche kennt man sich gut.

00:50:14: viele in der branche sitzen ja auch hier in Berlin Man trifft sich immer wieder.

00:50:18: natürlich sprechen wir zusammen auf der Investorenseite gibt's halt unterschiedliche Vorstellungen und ich glaube das ist der wesentliche Treiber dafür, dass wir jetzt noch nicht irgendwie näher zusammengekommen sind.

00:50:30: Wir sind Wettbewerber ja also natürlich stehen wir nicht in Kooperationsgesprächen sondern hauptsächlich im Wett Bewerb zueinander und schauen, dass eher wir den nächsten Kunden gewinnen als einer unserer Mitwettbe werber.

00:50:43: aber ich glaube auch, dass der Markt da in Zukunft wahrscheinlich nicht mehr so viele Spieler haben wird wie wir die heute noch sehen.

00:50:51: Ich finde so ganz verstehe ich auch nicht, warum man sich einem Flip von Juden beteiligt.

00:50:54: Die gefühlt so mit deutlichem Abstand der Kleinste sind es sei denn... Man will die irgendwann übernehmen und das als eine eigene Sparte bei sich ausbauen.

00:50:59: So wäre jetzt meine Strategie.

00:51:01: also weil er nicht von dir... Es wird Konsolidierung kommen?

00:51:04: Denke ja!

00:51:05: Meine gute Sofie sind jetzt auch nicht mit vier Playern und zwei große und zwei kleine, aber habt ihr denn sonst selber mal drüber nachgedacht zu kaufen?

00:51:10: Weil wenn du zum Beispiel sagst okay wir kriegen Elektronik nicht so gut hin.

00:51:14: Wenn ich es richtig auf dem Schirm habe macht das Gutes New fast nur noch Smartphone.

00:51:18: Die haben immer nur Smartphones oder eben nur Elektroniken gemacht.

00:51:22: Denkst du drüber nach, so jemandem einfach zu kaufen und dann sozusagen hinter das Thema Haken zu machen?

00:51:26: Und deine Marke Momox aber zum Nutzen für Akise der Produkte.

00:51:29: Also ich glaube natürlich was man sich anschaut ja man schaut sich an wie kann man über Marketing sozusagen organisch wachsen Wie kann man neue Märkte aufrollen entweder geografisch oder aus Kategorien anbelangt.

00:51:42: Aber wie kann man auch eben über Akquisitionen wachsen?

00:51:44: Auf der Akquisitionsseite ist man aber davon abhängig, ja.

00:51:48: Wie ist die Verkaufsbereitschaft?

00:51:50: Wie sehen die Investoren von dem Kandidaten mit denen man halt eben spricht den Wert der Firma?

00:51:56: Was stellen sie sich vor, wie diese Firma weiterentwickeln soll?

00:51:59: Aber ich glaube das sind wir immer gesprächsbereit!

00:52:01: Aber ich meine erfahrungsgemäß, also was ich so von Unternehmen gespielt kriege ist das ja auch gar nicht so trivial, die man zu kaufen und hat da ganz andere Systeme.

00:52:08: Muss sich irgendwie angleichen.

00:52:09: Klar kann man viel voneinander lernen.

00:52:10: vielleicht passiert bei dem einen etwas anderes sozusagen besser als beim selbst aber gefühlt ist es auch nicht so reibungsfrei wie man's mal denkt ne?

00:52:17: Also PMI Post Merger Integration ist immer ein ganz ganz großes Thema.

00:52:21: auf jeden Fall.

00:52:22: Wie ist der internationale Wettbewerb bei euch gestrickt?

00:52:24: Du hast gesagt, es machen erschreckend wenige.

00:52:25: Wie verordnet ihr euch da?

00:52:26: Wer nimmst du wahr als die wesentlichsten Player?

00:52:29: Es gibt noch zwei Player in Großbritannien.

00:52:31: Music MacPy and World of Bugs.

00:52:34: Einen machen offensichtlich eher selberne Scheiben und Elektronik muss man sagen.

00:52:39: Die anderen machen eher Bücher.

00:52:41: Die sind beide auch kleiner als wir.

00:52:43: Spähen eher so in der Größenklasse von Ribei.

00:52:46: Die nehmen wir als Wettbewerber noch wahr.

00:52:48: Wenn man noch weitergeht in Richtung USA und Asien, gibt es auch überall Wett-Bewerber typischerweise aber nicht in den großen Klassen wo wir spielen.

00:52:58: Ich meine was ist denn sonst noch so ein Gedanke von euch wie ihr euch noch erweitern wollt?

00:53:01: Also einerseits habe ich ja gelernt, ich darf jetzt gerne mehr fahren weil du immer ganz oft dann Fokus fokussfokus macht, aber denkt ihr trotzdem darüber nach eurer Geschäftszahl noch auszuweiten?

00:53:08: Absolut, natürlich weiten wir unser Geschäft aus.

00:53:11: Wir haben ein gutes Wachstum und das wollen wir auch beibehalten.

00:53:14: aber wir wollen eben auch unsere Profitabilität beibe halten ja und weiter profitabel wachsen und deshalb ist das Thema Fokus schon eben wichtig.

00:53:23: oder mal andersrum vielleicht auch gefragt, was ist denn so euer Endgame?

00:53:25: Also bist du jetzt sozusagen der CEO, der dann so Perspektive schon in Frankfurt irgendwie einfliegt und sagt, so lass uns mal über Börse reden.

00:53:32: Und

00:53:33: wir lauten die Klocke her!

00:53:35: Ist auf jeden Fall spannend.

00:53:37: ja... Wir sind weiterhin hauptsächlich eine private Gesellschaft.

00:53:41: Ja, wir haben unseren Gründer Christian Weegner, der die Mehrheit der Firma hält.

00:53:45: Börsengang ist glaube ich realistisch.

00:53:47: wenn man nochmal Weiß nicht, Faktor zwei bis drei größer ist als das was wir gegenwärtig sind.

00:53:52: Dann kann ich mir es gut vorstellen.

00:53:53: vorher glaube ich ist es realistischer dass man's Geschäft einfach weiterentwickelt.

00:53:56: ...

00:54:01: vierhundertfünfzig plus mal über ein IPO mit dir zu reden.

00:54:21: Sehr schön!

00:54:21: Vielen Dank, vielen Dank für die Einladung.

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