Design auf Zukunftskurs – die Digitalisierung von Vitra | #Unternehmensführung 🧠
Shownotes
C-LEVEL INTERVIEW | In dieser Episode sprechen wir mit Rudolf Pütz, der als Geschäftsführer von Vitra die Digitalisierungs- und Innovationsstrategie des weltbekannten Design-Unternehmens verantwortet, über Stil, KPIs und das Office der Zukunft. Du erfährst... ...wie die Produktentwicklung bei Vitra grundsätzlich abläuft ...wie das Office der Zukunft aussieht ...wie sich das Unternehmen Vitra durch die Digitalisierung verändert ...wie sich Stil, Design und KPIs miteinander verknüpfen lasse ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Unternehmertum: Denn getreu dem digital kompakt Motto "Lerne von den Besten" trifft sich Joel in freudiger Regelmäßigkeit mit den erfolgreichsten Unternehmer:innen aus der Startup- und Digitalwirtschaft. Egal ob Scale-up, Soonicorn, Unicorn oder erfolgreicher Mittelständler – in unseren Episoden zu Unternehmertum lassen dich die Besten hinter ihre Kulissen blicken und nehmen dich mit auf eine Reise zur Strategie, Entstehung und Entwicklung ihrer Firmen. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Rudolf Pütz, __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellungsrunde und Einführung ins Thema (00:06:43) Wie werden Produkte bei Vitra entwickelt? (00:10:29) Future of New Work: Wie sieht das Büro der Zukunft aus? (00:19:09) Modern, aber nie modisch – Stil, Design und KPIs (00:25:11) Vitra X Herren der Schöpfung – Das Office der Schöpfung (00:29:08) Was braucht ein Raum, um agilen Arbeitsmethoden gerecht zu werden? (00:36:59) Wie verändert sich Vitra durch die Digitalisierung (00:42:43) Vitras Markenkern und die Vertriebswege __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns 👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Deep Dive Podcast von Digital Compact.
00:00:11: Mein Name ist Jörg Katzmarek, heute wird es designig!
00:00:14: Eine meiner Lieblingsfirmen ist da, das darf man auch als neutraler Journalist sagen, dass die ganz tolle schöne Produkte machen.
00:00:19: Und was das genau für welche sind sagt mein heutiger Gesprächspartner mal, stelle ich aber als erstes mal selbst vor?
00:00:24: Ja, ich bin Rudolf Rudolf Pütz, bin Geschäftsführer bei Vitra und verantwortet dort seit jetzt fast vierzehn Jahren das deutschlande Geschäfte- als Geschäftsührer der Vitra GmbH.
00:00:34: Sag mal, was Vitra genau macht.
00:00:36: Ich gebe das in meinen eigenen Worten wieder.
00:00:37: Es gibt manchmal wirklich Leute die das noch nicht kennen gefühlt.
00:00:39: Für mich ist es immer so allgegenwärtig aber ich glaube da bin ich echt vielleicht manchmal auch spitz unterwegs.
00:00:43: Also Vitra ist eine Design Company und wir bedienen oder entwickeln Produkte im Bereich Wohnen, Office und auch Public Sektoren also für Restaurants, Bars, Hotels und Flughäfen.
00:00:57: Schwerpunkt ist nach wie vor auch das Thema Office.
00:01:01: Also man kennt euch ja durch diese einzelne Stücke ganz besonders gut, also von Charles und Ray Eames zum Beispiel.
00:01:05: Diesen schönen Sessel oder den Pantonshare... Man sieht ja oft wenn ich beim Müsli z.B.
00:01:10: bin.
00:01:10: Die haben immer hier diese... Ich glaube Eames Chair heißen die auch?
00:01:13: Diese weißen schalen Sitze mit mal in Schaukel Variante, mal irgendwie mit Holzstühlen.
00:01:19: Das ist sozusagen so euer Portfolio.
00:01:21: Kann es uns mal ein Gefühl geben für deine Firma wie sie eigentlich mittlerweile dastehen.
00:01:24: Also Schweizer Familienunternehmen, so viel kann man schonmal sagen.
00:01:26: Genau!
00:01:27: Die
00:01:27: sind immer verschwiegen deswegen so bisschen was...
00:01:30: Also es ist in der Tat ein Familienunternehmen, wird heute in der dritten Generation geführt.
00:01:34: Die CEO ist die Nora Fehlbaum also gehört zu der Familie mittelständig geprägt.
00:01:39: und was Vita so ausmacht du hast das eben schon erwähnt Wir arbeiten mit den kreativsten Köpfen weltweit.
00:01:46: Die Designer, wir nennen sie Autoren weil es nicht anonyme Industriedesigner sind sondern wirklich herausragende kreative Köpfe die eine eigene Handschrift auch haben und damit unterscheidet sich wieder vom Angang des Designs von neutralen und anonymem in
00:02:02: der Industrie.
00:02:04: Wir haben viele Klassiker.
00:02:05: Auch das hast du vorhin angesprochen, beginnend bei Charles und Ray Eames mit dem Aluminium-Share der auch sehr bekannt ist aber auch andere große Meister des letzten Jahrhunderts Werner Pantheon mit seiner E-Kone des Pantheons oder weniger bekannten Joe Prouvé eine sehr zurückhaltende tolle Kollektion.
00:02:26: Und dann natürlich heute die Zeitgenössischen Designer.
00:02:29: Die Volex zum Beispiel, Barbara Oskavius aus England und Taspam Morrison aus UK Antonio Cittario Alberto Meda aus Italien.
00:02:36: Man sieht schon das sind internationale Designer, die wir uns aussuchen mit denen wir über eine lange Wegstrecke gemeinsam arbeiten.
00:02:43: Gut, also bemerkst du das HU ist HU und vielleicht kann man den Leuten ja mal ein Gefühl geben wo eure Möbel alles zum Einsatz kommen.
00:02:48: Also ich hab heute gerade gelesen der Bundestag ist irgendwie mit euch bestult.
00:02:51: Ich habe jetzt irgendwie einen schönen Stuhl von euch zum Testen mal bekommen.
00:02:54: Den werde ich dir nicht mal in einem Podcast besprechen.
00:02:56: Der ist irgendwie wenn ich es richtig mitgekriegt habe in großer Stückzahl auch nach Cupertino gegangen also zu Apple.
00:03:01: Also sprich ihr habt auch wirklich einen Impact.
00:03:02: also sowas die Quantität angeht habe ich gestaunt.
00:03:04: Man denkt immer Möbels so auch dass gar nicht so hoch sozusagen Hoch von den Produktionszahlen doch Und wie gesagt, zum Impact sehr qualitativ hoch.
00:03:14: Wie ist eure Wahrnehmung?
00:03:15: Wie würdest du es selber beschreiben wenn du jemanden versuchst die Relevanz von Vitra zu vermitteln?
00:03:20: Man muss einfach sagen das Design und so wie wir es verstehen auch ein avantgardistisches Design schon auch ein Nischenthema ist.
00:03:27: Ich würde mal sagen maximal zehn Prozent der Menschen tankiert das ja und die kennen auch Vitram häufig Menschen die einen kulturellen Hintergrund haben weil die einfach auch die ideellen Werte z.B.. des Designs von Charles und Ray Eames zu schätzen.
00:03:43: Was ja interessant ist, gerade bei den Eames-Produkten, je älter die Produkte sind umso mehr Wertsensee.
00:03:48: Man sieht auch Thema Nachhaltigkeit ganz groß.
00:03:50: Und Vitra-Produkte findet man natürlich in vielen öffentlichen Bereichen.
00:03:54: der Bundestag hier oder Reichstag mit den schönen blauen Stühlen, die wir alle schon in der Tagesschau oder ein ZDR heute gesehen haben.
00:04:01: Das sind Vitraschstühle, die damals der Architekt Norman Foster ausgesucht hat.
00:04:06: Dann in vielen Unternehmen sitzen die Boards etc.
00:04:11: auf dem Aluminium Chair, der in den großen Konferenzräumen zu sehen ist glaube ich auch im Büro von der Frau Merkel gibt es solche Stühle.
00:04:20: dann zum Beispiel Flughäfen.
00:04:22: Der Münchner Flughafen ist mit Vitra Bestuhl der Frankfurter Flughafe.
00:04:25: wenn ich jetzt nur in Deutschland bleibe
00:04:28: Wie muss man sich eure Organisation vorstellen?
00:04:30: Sitzen da wirklich Leute, die das sozusagen per Hand produzieren.
00:04:34: Lasst ihr irgendwie wie sonst viele das machen in Asien produzieren?
00:04:36: Wie genau seid ihr da eigentlich aufgestellt?
00:04:38: Also wir haben eine sehr große eigene Entwicklungsabteile, womit diese gemeinsam mit den Autoren Ideen entwickelt werden und auch Produkte konzipiert werden.
00:04:48: Vielleicht kommen wir dann noch drauf auf den speziellen Entwicklungsansatz.
00:04:52: Wir bei uns haben die Designer einen enorm hohen Freiheitsgrad.
00:04:56: nur so kann Innovation entstehen und wenn der Designer heute sagt, es wird nicht geschweißt sondern gelötet dann machen wir das auch möglich.
00:05:03: Das heißt aber auf der anderen Seite dass wir nicht jedes Verfahren aus selbst maschinell abbilden sondern wir suchen uns dann wieder die besten Partner mit denen wir dann die Produkte auch fertigungstechnisch realisieren können.
00:05:15: Aber die Werkzeuge gehören immer vitra Und so ist das eine Mischungteils eigener Produktion aber auch ausgelagert Mit hochkompetenten Firmen die uns dort unterstützen.
00:05:26: In der Tat, lass uns mal darauf eingehen wie ihr was entwickelt.
00:05:29: Du sprichst ja von diesem Autorenprinzip dass die bei euch sehr viel Freiheit haben.
00:05:33: ich finde das ja fasziniert auf eine Art weil dein Risiko zu scheitern wird ja höher mit dem Innovationsgrad teilweise also was noch nicht da war muss man den Leuten manchmal erklären.
00:05:41: also es war auch so ein bisschen dieses Steve Jobs Phänomen und ihr macht das aber ganz bewusst.
00:05:45: also ihr wollt ganz bewusst aber umgart sein und ganz bewusst euch neu erfinden Warum?
00:05:49: Also das liegt einfach in der DNA von Vitria Innovation.
00:05:52: Sei es funktional, da ist einfach von der Produkt-ID oder von den Technologien die wir ansetzen, einfach die Neugierde, die in dem Unternehmen auch drinsteckt.
00:06:01: und genau deshalb arbeiten wir mit diesen kreativen Köpfen weil wir überzeugt sind.
00:06:05: Die haben die Antennen für die Zeit und sind in der Lage echte Innovationen noch hervorzubringen.
00:06:11: Das ist genauso wie in der Literatur, wenn man einen Erfolgsautor hat.
00:06:15: Der hat auch nicht nur Bestseller.
00:06:17: Auch da gibt es Höhen und Tiefen.
00:06:18: Und so ist das bei uns natürlich auch aber die Chance und die Wahrscheinlichkeit dass einer dieser Köpfe auch eine herausragende Idee hat.
00:06:26: Die ist einfach relativ hoch!
00:06:28: Wenn man es schafft mit solchen Köpfen auch Produkte zu entwickeln, dann kommt eins hinzu, dass diese Produkte immer auch eine lange visuelle Gültigkeit haben.
00:06:37: Das heißt vom Produktzyklus, das läuft alles sehr lange und das ist natürlich auch betriebswirtschaftlich nicht ganz unsexy.
00:06:44: aber auch für den Kunden es ist natürlich toll wenn er auch nach zwanzig Jahren ein Produkt hat dass top aktuell aussieht und vielleicht sogar etwas mehr wert ist.
00:06:52: Und wie läuft das dann ab?
00:06:53: Also kommt die auf euch zu, macht ihr da irgendwie Ausschreibungen?
00:06:57: Habt ihr für euch so ein internes Ranking wo ihr sagt okay das sind unsere Top-Zwölf im Bereich Innenarchitektur.
00:07:02: Die top zwölf bei was nicht Materialverarbeitung oder oder... Wie muss man sich das vorstellen?
00:07:07: Nein ich glaube wenn in dieser Szene verankert ist ja dann beobachtet man das und dann schälen sie schon irgendwann kreative Köpfe heraus, dann gehen wir auf die zu und wir suchen uns die schon aus.
00:07:19: Und dann ist das eine sehr enge Beziehung zwischen dem Unternehmen oder sogar dem Unternehmer und dem Autor, der über viele Jahre hinweg geht.
00:07:27: Das ist wichtig dass man da auch das Gespür hat, dass man zusammen passt von der Denkweise her, vom Tiefgang den man hat dass es auch eine Besonderheit.
00:07:36: bei uns entstehen viele Produkte, ohne dass es ein Pflichtnäft gibt.
00:07:40: Was ja alle in der heutigen Zeit von einem Industrieunternehmen kaum nachzuvollziehen ist.
00:07:44: aber das ist in der Tat so.
00:07:46: wir diskutieren dann mit den Autoren über gesellschaftliche Entwicklungen, gesellschaftlichen Veränderungen und was resultiert eigentlich daraus?
00:07:54: Welche Herausforderung welche aber auch Chancen welche Risiken.
00:07:58: Und so werden dann Projekte definiert.
00:08:00: auf diesen Projekten arbeiten diese Autoren in einem Trial and Error Verfahren.
00:08:06: Gibt es dann ein Produktergebnis?
00:08:07: Anderes Mal gibt's kein Produktergebnis.
00:08:09: Aber diese Freiheit und so frei heranzugehen, das ist natürlich der Nährboden um wirklich auch nachher zu innovativen Ergebnissen zu kommen.
00:08:17: Ich will mal ein Beispiel geben.
00:08:18: wenn zum Beispiel im Jahr zweitausend haben die beiden Boroleg-Brüder die Join-Banche entwickelt und wir haben sie vorgestellt Das heißt die Idee des Küchentischs in einem Büro.
00:08:29: Es war klar, dass die Entwicklung geht mehr zu offenen Strukturen hin.
00:08:32: und was bedeutet das?
00:08:33: Menschen sollen zusammenkommen, sollen zusammenarbeiten.
00:08:36: Und Vitra war damit der erste, der quasi diese Idee ins Büro gebracht hat.
00:08:41: Sechs Jahre später dann kam das Alkovesorfer, was heute überall sehr erfolgreich ist und in vielen Stellen stehen oft kopiert, es war quasi wieder die Idee... in einer offenen Struktur auch Rückzugsmöglichkeiten anzubieten, ohne dass man Wände baut.
00:08:57: Das Sofa im Büro war vorher überhaupt nicht denkbar.
00:09:00: Es ist damit ein Indersbüro hinein gekommen worden und nicht weil man das entwickelt hat und sagt wir wollen jetzt einen Sofa mit einem hohen Rücken sondern nein!
00:09:07: Das ist aus einer solchen... wenn mal Diskussion heraus dann ohne einen Prozess entstanden.
00:09:12: Wenn ihr sagt, ihr habt die Couch ins Büro gebracht alle Welt redet ja auch mal von diesem Future of Work wie das irgendwie aussieht.
00:09:18: also das ist eine Prozesskomponente wie man arbeitet digitalisierung die Prozesse wie sie sich verändern und so weiter.
00:09:25: aber es hat ja auch irgendwie ne räumliche Komponenten.
00:09:26: also wie sieht so ein Büro aus?
00:09:28: was nehmt ihr denn dort wahr?
00:09:29: Wie wird denn das Büro der Zukunft aussehen?
00:09:31: Also zuerst einmal muss man feststellen dass durch die Digitalisierung und den demografischen Wandel, das sind glaube ich die zwei großen Treiber sich die Art wie wir arbeiten ziemlich stark verändert.
00:09:42: Und diese Geschwindigkeit der Veränderung wird eher zunehmen.
00:09:46: Heute moderne Bürokonzepte folgen eigentlich wenn man es mal genau sieht sehr stark der Logik der Digitalisierung weil natürlich wenn Arbeit digital wird dann hat er auch Auswirkungen auf das Umfeld.
00:09:58: Das heißt Offenheit und Transparenz ist ein großes Thema dass wir arbeiten in offenen Räumen, dann sehe ich das Thema Optionen statt Eindeutigkeit.
00:10:07: Also viele Angebote unterschiedliche Angebote für Konzentration, für Kommunikation und Rückzug.
00:10:13: Es gibt nicht das entweder oder sondern es gibt sowohl als.
00:10:17: auch das dritte ist das Thema Agilität also auch Organisationen so aufzustellen Dass sie in der Lage sind agil zu arbeiten Und zuallerletzt geht's um das Thema Vernetzung.
00:10:28: Wir sind in einer Gesellschaft die durch die ganze Plattformisierung ganz stark im Gedanke der Vernetzung organisiert ist und das spiegelt sich auch in der Arbeit wieder.
00:10:37: Und meine persönliche Sicht darauf, dass die Zukunft sich ganz stark in einer Gemeinschaft abbilden wird.
00:10:42: Alles das findet man quasi auch in modernen Bürokonzepten wider.
00:10:48: Je stärker die Arbeit digital wird umso wichtiger es aber auf der anderen Seite wieder der physische Ort.
00:10:55: wir sind jetzt hier heute in einem Co-working Space ja?
00:10:58: Wie ist es eingerichtet?
00:10:59: sehr analog, sehr emotional Und Menschen mögen das.
00:11:05: Auf der einen Seite hat man eine Digitalisierung und auf der anderen Seite die Gegenbewegung, die wieder Erdung und Bezug zu einer analogen Sucht und die Balance zwischen diesen Dingen – der richtige Ausgleich!
00:11:17: Das macht es am Ende aus und deshalb entwickeln wir auch für unsere Kunden starke Orte, die authentisch sind.
00:11:24: Die Kultur abbilden, die Werte des Unternehmens zum Ausdruck bringen.
00:11:27: Aber natürlich auch Prozesskomponente, Innovationen unterstützen, Agiles arbeiten, unterstützen.
00:11:33: all diese Dinge kommen dort zusammen.
00:11:36: Gleich mal kleine Randnotiz wie seid ihr denn an dieser Front aufgestellt?
00:11:39: Es ist jetzt glaube ich nicht so, dass ihr ein Shop seid und man bedient sich wie aus einem Selbstbedienungsladen.
00:11:43: Sondern da klingt ja eigentlich raus, das jedes Büro individuell ist.
00:11:46: Wie genau sieht es bei euch aus?
00:11:47: Wenn jemand jetzt auf euch zukommt und sagt, ich will den ganzen Büro einrichten, habt ihr wirklich eine Einrichtungsabteilung?
00:11:53: Habt ihr als Service diese Unterstützung?
00:11:55: oder wie muss man das vorstellen?
00:11:56: Ganz häufig ist es so, die Kunden zu uns kommen und sehen wir arbeiten weil wir auch in einer offenen Struktur arbeiten.
00:12:03: Ich selbst habe auch kein eigenes Büro sondern arbeite mitten in meiner Organisation sofort, okay aus dem Büro kann ich eigentlich viel mehr machen als nur Möbel einzukaufen und hinzustellen.
00:12:14: Das ist der reine Prozess sondern das Essen.
00:12:17: der Mehrwert des Raums entsteht durch andere Dinge in dem der Raum nämlich zu einer Lösung wird für das Unternehmen Kultur abbildet, Werte abbilden
00:12:24: etc.,
00:12:25: Marke nach innen und außen sichtbar macht.
00:12:27: und genau auf diesem Weg begleiten wir Unternehmen in diese neuen Arbeitsumgebungen hinein.
00:12:34: da gibt es bei uns Spezialisten, die das Thema Workplace Consulting machen.
00:12:39: Das heißt Workshops, Strategie-Workshops mit den Kunden.
00:12:42: Wo wollen wir eigentlich hin?
00:12:43: Was sind die Paints?
00:12:44: Was ist die Dinge, die wir verändern wollen?
00:12:46: Wie ist unsere Kultur?
00:12:48: Dann gibt es Nutzerworkshops weil letztlich müssen sich die Mitarbeiter identifizieren mit dem was als Ergebnis rauskommt.
00:12:54: D.h.,
00:12:54: die beteiligen wir sehr früh an diesem Prozess ohne über das letzte Tisch und Stuhl zu sprechen Und diese Ergebnisse aus der Workplace-Consulting, die sind dann quasi der Input für das Interior Design.
00:13:06: Das heißt, wir haben Interior Design Profis die nichts anderes machen von Januar bis Dezember als Open Space Lösungen für Kunden zu entwickeln mit einer hohen Kompetenz für diese ganzen organisatorischen Fragen aber auch für die gestalterische Fragen.
00:13:21: Wir sehen als Endprodukt den Raum nicht das einzelne Möbel und da hat Vitra eine hohe Kompetenz genau in diesem Themen.
00:13:28: Und deshalb kommen die Kunden auch zu Vitra weil sie starke Räume wollen unverwechselbare Räumen die ihre Identität ausdrücken und vor allen Dingen auch authentisch sind, weil ein Rechtsanwaltbüro muss anders ausschauen wie eine Werbeagentur.
00:13:43: Das Büro muss nach der Firma riechen und nicht nur etwas anderem.
00:13:46: Ich habe in einem unserer Podcast mal gehört Raum sei die Körpersprache einer Firma.
00:13:49: das trifft es ja ein bisschen
00:13:50: eigentlich.
00:13:51: Genau.
00:13:52: Für wie wichtig?
00:13:53: Also sagen wir so um.
00:13:54: ich glaube daran dass das wichtig ist.
00:13:56: Wie würdest du das jemandem erklären warum es so wichtig ist?
00:13:59: also wo färbt Raum eigentlich alles auf so ne Form ab?
00:14:03: Ich glaube, wir spüren es alle.
00:14:05: Wenn wir in Räume kommen, die nicht funktionieren, dass sie etwas mit uns machen und unsere Mission als Design Company da wieder zurückkommen ist – Wir sind überzeugt das Räumen einen großen Einfluss haben auf unsere Gedanken und Empfindungen egal wo wir sind im Büro zu Hause oder auch unterwegs.
00:14:23: Und wir arbeiten daran interiors mit der Kraft von Design zu besserzumachen.
00:14:29: Und das ist genau das Übertragen dann aus Büro, dass wir durch das Design die Poesie und die Kraft, die im Design liegt.
00:14:38: Einfach Umgebungen gestalten in denen man sich wohlfühlt, indem man gerne da ist.
00:14:43: In denen es keinen Widerspruch zwischen Arbeit- und Lebensqualität hat.
00:14:47: Auch auf die Gefahren, dass jetzt wie so ein Fanboy rüberkommt?
00:14:49: Ich finde eure Sprache so interessant!
00:14:51: Es ist so inspiriert was ihr tut.
00:14:52: also... Dass ihr Designerautoren nennt, dass du die Gestaltung von Raum der Poesies bezeichnest.
00:14:58: Ist das so ein bisschen eure Feststellung auch gewesen, dass das quasi so ein kreativ schreiberischer?
00:15:02: Also du hast ja gesagt die Handschrift von jemandem steckt in den Möbeln drin.
00:15:05: Wie kam es dazu, dass ihr das so seht?
00:15:07: Zum einen auf dem Thema Poesie.
00:15:08: Design ist Poesia.
00:15:10: Für mich ist es einmal gutes Design dann wenn ich ein Produkt anschaue und deinen Läscheln auf den Lippen bekomme.
00:15:15: Das ist genauso wie ein Gedichtlese, das mir gefällt.
00:15:18: Irgendwie muss es sich ja aussehen.
00:15:19: Es muss mich berühren.
00:15:20: Und alles was Schönes zieht an!
00:15:22: Da ist einfach eine alte... alter Erkenntnis.
00:15:25: Und das Unternehmen ist sicherlich sehr, sehr stark geprägt von dem wir Charles und Ray Eames Entwicklungen und Produktdesign verstanden haben.
00:15:35: Wie war das?
00:15:36: Ja es war.
00:15:37: wie soll ein Prozess?
00:15:38: hier haben gesagt entweder wollen wir machen wir die Produkte für uns selbst oder für jemand den wir kennen der einen Bedarf hat wo wir denen bei eine Freude bereiten wollen.
00:15:48: also stärk Personalisierung.
00:15:49: eigentlich genau.
00:15:51: ich glaube gutes Design muss berühren Das ist wichtig.
00:15:55: Und wir setzen diese Kraft ein mit unserer Kollektion, die enorm breit ist in Abstimmung mit der Kultur des jeweiligen Unternehmens und für die um eine Umgebung zu schaffen, die einfach für sie
00:16:08: passt.".
00:16:09: Was sind denn deine KPIs, wenn du mit deinen Autoren zusammenarbeitest?
00:16:12: Um zu beurteilen ob ein Design wirklich gut ist.
00:16:15: Weil wenn wir eigentlich jetzt gerade zusammen feststellen es geht da zumindest was den Gesamtkontext angeht viel um Personalisierung und dich und deine Bedürfnisse Wie schafft man es dann designen zu machen was bei ganz ganz vielen Leutenbedürfnissen stillt?
00:16:26: wie misst du das?
00:16:27: Also ich glaube dass geht nicht nach Checkliste sondern hat einfach Menschen also kreative Köpfe denen man vertraut.
00:16:36: Deshalb spare ich ja davon, die haben einen sehr hohen Freiheitsgrad weil man ihnen auch das zutraut und ihnen vertraut.
00:16:42: Dass sie etwas schaffen was einfach viele Menschen bewegt und berührt.
00:16:47: Und bei WITRA ist es auch so dass diese Autoren ganz ganz vielen Fällen Produkte schaffen Die wir sagen dann transversal sind.
00:16:55: Die findet man dann interessanterweise sowohl im Büro wie im Wohnbereich.
00:16:59: Das ist eine Qualität für sich Ja und das schaffen nur wenige dieser Autoren, aber nicht weil wir was mit Checkliste machen sondern weil das einfach gute Typen sind die in der Lage sind so etwas auch hervorzubringen.
00:17:11: Versuchst du eigentlich Trends zu vermeiden?
00:17:16: Also zuerst einmal muss man sagen, das Risiko ist da.
00:17:18: Das Dinge auch vor der Zeit kommen nicht jedes Muss gefallen ein Risiko isst mit dabei.
00:17:25: natürlich müssen wir... Wir haben ja einen Trend Scout und natürlich müssen schauen wo entwickelt sich die Gesellschaft hin?
00:17:31: ich brach davon Und was leitet sich daraus ab?
00:17:34: Insofern sind wir schon bei den Trends.
00:17:35: aber wir sind sicherlich nicht gestalterig ja in einer Weise modischen Trends hinterher laufend.
00:17:41: Sondern ein Vitraprodukt hat lange visuelle Gültigkeit, ist immer modern aber niemodisch weil wir ganz stark auch von dieser extremen langen visuellen Gültigkeiten überzeugt sind.
00:17:52: Hast
00:17:52: du was gefunden wie man wenn du sagst ihr seid modern aber nicht modisch?
00:17:56: Wie man das auseinander hält?
00:17:58: Ja modig ist einfach kurzlebig.
00:18:00: Schau dir das mal an wenn du heute in mancher Büroske oder auch in diese Co-Working Spaces die man hier und da sieht.
00:18:07: Da werden starke Geschichten erzählt, das ist auf den ersten Blick sehr interessant.
00:18:11: Aber wenn du es fünfmal gesehen hast dann ist die Geschichte wie abgestandenes Bier.
00:18:18: Die spricht dich nur noch bedingt an und das ist nicht das was wir für Verständnis haben sondern wenn du zwanzig Jahre oder fünfzehn Jahre irgendwie ein Büro betreibst was wirklich aktuell auch ist vom Erscheinungsbild Dann darfst du solche modischen Spielereien einfach nicht machen.
00:18:36: Woran erkenne ich sowas?
00:18:37: Also muss ich dann zum Beispiel krasse Form vermeiden, muss ich krasso Farben vermeiden.
00:18:41: Muss sich so ein bisschen die Intensität runternehmen?
00:18:43: oder wie verhindere ich modisch zu sein?
00:18:45: Nein gar nicht!
00:18:46: Ich glaube es muss in sich schlüssig sein.
00:18:49: Es kann unterschiedliche Stile haben, unterschiedliche Geschichten dahinter stehen aber die Qualität muss sehr gut sein und wie gesagt nicht einfach nur diese retorische Spinke aufgesetzt sein.
00:19:03: Das ist dann zu kurz gesprungen, zumindest nach unserem Verständnis.
00:19:06: Findet man ganz oft ja aber du sprachst davon immer soll das nicht so krass sein?
00:19:11: Das hat was wieder mit der Kultur eines Unternehmens zu tun.
00:19:14: wie gesagt für eine Werbeagentur sieht es anders aus als für ein Industriebetrieb oder eine Anwaltskanzlei.
00:19:19: Ja
00:19:19: weil mir geht's immer wieder so dass ich das manchmal beobachte, dass manche Sachen genauer wie Du sagst und bei mir war das zum Beispiel so aus dem Bereich der Mode jetzt so naketano war so zwei Jahre total innen.
00:19:29: und wenn man diese Shirts erst gesehen hat, fand man die cool.
00:19:31: Es hatte dieses Maritime... Zwei Jahre kann man das nicht mehr sehen.
00:19:35: Das finde ich manchmal faszinierend daran, dass manche Items schick sind.
00:19:39: Man will sie immer wieder angucken.
00:19:41: Da gehören diese Stühle vielleicht dazu, die ihr teilweise habt von Ray & Charles Eames.
00:19:44: Und es kann aber auch Klamotte sein.
00:19:46: Deswegen finde ich das manchmal ganz interessant, dem mal auf den Kern zu gehen was das eigentlich ist, das zeitlosen Schick macht.
00:19:52: Also da können ja ruhig schon mal so kleine Elemente drin sein, die irgendwie... Da muss schon der Pep drinnen sein.
00:19:57: Aber die Grundstruktur, das muss irgendwo dieses ich will nicht sagen zeitlos aber es muss einfach diese lange visuelle Glütlichkeit haben.
00:20:06: Kommen wir wieder zurück zum Thema Büroarbeiten.
00:20:09: hat er auch, wenn ich mich richtig entsinne zwei Jahrtausend Wände schon also dieses ganze Thema des offenen mobilen Großraum Büros proklamiert.
00:20:17: und Dann habe ich das Gefühl gehabt, hat sich das noch ein bisschen verfeinert.
00:20:20: Dann schälte sich dieser Gedanke raus den ihr irgendwie net entnest genannt habt.
00:20:25: also einerseits sollen Büro irgendwie Zentrum der Kommunikation sein und gleichzeitig aber eine Möglichkeit eines Rückzugs einen Nest
00:20:32: suchen.
00:20:33: Trifft das Eure Wahrnehmung heute noch so?
00:20:34: Ist das nach wie vor so, hat sich das bewahrheitet oder hat es jetzt auch nochmal verändert mit digitalem agilen Arbeiten.
00:20:39: Also ist ja ein Entwicklungsprozess.
00:20:41: wir haben zweitausend sind wir selbst in unser Citizen-Office hineingegangen und haben dann offen gearbeitet.
00:20:47: also dass was wir verkaufen das probieren wir auch selbst an uns aus.
00:20:51: im übrigen was nicht ganz unwichtig ist aus der Praxis für die Praxis.
00:20:55: und dann stellt man fest da gewinnt mal prozessuale Themen eine größere Bedeutung.
00:21:00: und am Anfang war das so Ganz stark.
00:21:03: jetzt Zusammenarbeit ist angesagt, weil man es der Zelle kam.
00:21:07: Nicht nur wir sondern der Standard war die Bürozelle.
00:21:10: also wir müssen öffnen wenn wir zusammenkommen.
00:21:12: Kommunikation spielt eine große Rolle.
00:21:14: dann stellt man aber plötzlich fest Kommunikations alleine ist das auch nicht.
00:21:18: die Mitarbeiter brauchen genauso wieder diese Rückzugsräume die Konzentration Entspannung und das haben wir dann so um dieses Jahr zwei tausend sechs beantwortet auch wieder mit den Borolex durch das Alkohol-Sofa.
00:21:31: Das Interessante war, also wir haben Räume gebaut ohne dass wir Wände bauen.
00:21:37: Sondern eigentlich durch Mikroarchitektur und das war wieder die Balance von der ich auch vorhin gesprochen habe.
00:21:42: Du hast nicht nur Kommunikation sondern du hast auch wieder Konzentrationen und Rückseuchern Und die Mischung macht es im Grunde genommen aus Die vernünftige Mischungen, die abgestimmt ist auf die Art wie das Unternehmen arbeitet.
00:21:54: Heute sind wir an dem Punkt wo wir ja noch mobiler arbeiten, wo wir plötzlich feststellen Wo ist eigentlich das Büro?
00:22:01: Das ist mein Smartphone, es ist zu Hause.
00:22:04: Im Hotel arbeiten die Menschen überall.
00:22:08: Wir glauben heute ist einfach die Schnittstelle zwischen Büro und öffentlichem Raum.
00:22:13: Was bedeutet das eigentlich?
00:22:14: Wie arbeiten wir dann in der Zukunft?
00:22:17: Das sind spannende Fragen.
00:22:18: Dazu suchen wir Antworten und auch Produktlösungen natürlich!
00:22:22: Habt ihr denn schon Antworten dazu gefunden?
00:22:23: Weil ich hab gesehen oder habe es ja selber begleitet ein Stück weit.
00:22:27: Ihr arbeitet ja mit einer Frankfurter Agentur zusammen, die sich Herren der Schöpfung nennt.
00:22:30: Das ist eine Kommunikationsagentur und der Grundgedanke ist dass ihr gemeinsam das Office der Schäpfung baut also einen Büro wo ihr im Prinzip hingeht und sagt Die Herren der Shöpfungen arbeiten sehr agil auch sehr digital geprägt Und Vitra steuert quasi das ganze Know-how bei für den Raum.
00:22:46: Also man lernt ein bisschen voneinander
00:22:49: Genau.
00:22:49: Vielleicht kannst du immer dieses Projekt ein bisschen einordnen?
00:22:51: Mich hat das ja überrascht, also vielleicht fällt es im Bereich dieser Autorenschaft auf eine Art die Du gesagt hast Ja aber ich habe so da gesehen und hab gedacht so ist er interessant.
00:22:59: Warum nimmt sich denn ne Firma wie Vitra Die für mich am Puls der Zeit ist ganz weit vorne mit den schlauesten Designern des Planeten?
00:23:04: Also Schlau im Sinne von Kreativ muss man eher sagen Warum nimmt ihr irgendwie eine fünfundzwanzig Mann-Agentur aus Frankfurt und entwickelt mit den solche Konzepten?
00:23:13: Wie kam es dazu, was zieht ihr da eigentlich raus?
00:23:15: Also ich glaube das ist Ausdruck auch der Art und Weise wie man heute kooperiert.
00:23:22: Vielleicht zum Ausgangspunkt die Herrn der Schöpfung Ja, für einen zwanzig Mann starke Digitalagentur.
00:23:28: Die Wächs die in neue Räumlichkeiten hineingeht haben ein Partner gesucht der ihnen diese Räumnlichkeiten entwickelt und ist auch wieder zugekommen weil wir einfach wissen wie man Räume baut in den digitalen und agil gearbeitet wird.
00:23:41: das unsere Kompetenz.
00:23:43: Und bei dem Austausch.
00:23:44: das war ganz spannend dass sie die drei Gründer dort Ich fand das spannend, wie die über das Thema Agilität und Agiles Arbeiten nachdenken.
00:23:54: Die sagten wir brauchen doch keine Seminare oder Trainings zu machen.
00:23:58: Wir arbeiten einfach agil.
00:24:00: Wir nutzen die Tools, die es dazu gibt, digitale WorkTools Und das fand ich so völlig antikoporätermäßig.
00:24:08: Das ist interessant und daraus ist diese Kooperation entstanden, quasi auf Augenhöhe.
00:24:14: Wir entwickeln das Büro gemeinsam mit ihnen, wir nutzen aber dabei auch diese digitalen Tools – das ist für uns eine tolle Übung!
00:24:22: positiv, was ist vielleicht weniger gut.
00:24:25: Und diese Erfahrungen geben wir dann weiter und bringen sie ein in andere Projekte.
00:24:29: die haben soweit das dann dort auch zielführende ist.
00:24:32: Und meine Wahrnehmung ist dass durch dieser Art plötzlich aus einer klassischen Kundenlieferantenverbindung einen Art Überschneidungsraum gibt indem beide voneinander etwas lernen können.
00:24:44: Das ist doch das Tolle, dass wir als traditionelles gesätteltes Unternehmen von solchen jungen Leuten einfach etwas Tolles lernen können.
00:24:52: Dazu muss man offen sein.
00:24:53: Das ist für mich auch heute etwas, wie gehen wir mit der Digitalisierung um?
00:24:56: Wie gehen wir damit mit neuen Entwicklungen um?
00:24:58: und wir sind neugierig und ja deshalb machen wir solche Dinge.
00:25:01: Was hast du bisher gelernt über Agiles arbeiten?
00:25:03: Vielleicht müssen wir erst mal definieren was Agil für dich eigentlich bedeutet.
00:25:06: dann?
00:25:07: Genau also Agilität ist so ein Moderbegriff.
00:25:09: Muss noch jetzt bisschen vorsichtig sein.
00:25:12: Es gibt Agile Methoden, da haben wir Designsinking.
00:25:14: Wir gestalten Räume die Agiles Arbeiten zulassen durch Werkzeuge, die flexibles arbeiten, Projektarbeit etc.
00:25:22: zu lassen.
00:25:23: und es gibt digitale Tools einfache Tools wie Slack oder Trello ja so und alles hat seine Berechtigung.
00:25:30: wir kennen uns ganz gut aus wie man Räube gestaltet in dem man agil arbeiten kann.
00:25:34: aber die Kompetenz dort wie reinkam war die Nutzung von digitalen Tools und das glaube ich ist ein ganz großer Schritt um schnell Prozesse zu digitalisieren als einfacher Methoden oder einfache tools die es gibt dass man einfach nutzt und das hat mir gezeigt easy so etwas zu machen.
00:25:52: Wir haben einen großen Vorteil, dass wir wie in diesem Projekt remote miteinander arbeiten können.
00:25:58: die Agentur sitzt in Frankfurt.
00:26:00: Menschen, die auf dem Projekt arbeiten sitzen in Berlin andere sitzen in Frankfurt und andere im Weihlam Rhein.
00:26:06: Die bringen wir alle zusammen sind den permanenten Austausch.
00:26:09: das bringt ganz deutliche Vorteile natürlich.
00:26:11: und dieses schnelle Feedback das hin- und zurück das zurückspielen Das ist ja heute auch so.
00:26:16: alles muss schneller gehen Und deshalb ist das auch etwas, mit dem wir den Projekt-Fortgang schneller machen.
00:26:24: Ich würde dir versuchen auch gerne zu leiten wenn jetzt... Menschen, die digital und auch Agil arbeiten sich fragen.
00:26:29: Wie muss ich in mein Büro gestalten?
00:26:31: Dann sagen wir mal angeregt drüber nachzudecken.
00:26:33: Jetzt schmeißt er hier alle seine Butler's und Depot-Möbel raus und dann denkt okay Tabula Rasa jetzt alles neu.
00:26:40: Was hast du denn aus diesem Projekt und von der Erfahrung mitgenommen?
00:26:44: Du hast ja schon vier Sachen gesagt, die ich ganz interessant fand also Transparenz Optionen bieten, Agil sein und vernetzen was einen Raum unbedingt braucht wenn er eigentlich den Anforderungen der Gegenwart gerecht werden will.
00:26:55: Also wenn man das mal sich genau anschaut, was hat für einen Ort der Arbeit eine Relevanz?
00:27:02: Dann glaube ich kommt man auch zu so ein paar Themen.
00:27:04: Das ist eine, was wir beobachten mit dem Stichwort Campus.
00:27:09: Das muss jetzt kein Campus mit verschiedenen Gebäuden sein aber dahinter ist ja diese Mentalität oder diese Einstellung Orte zu schaffen, in denen man quasi eine Atmosphäre hat wie wir sie üblicherweise an Universitäten findet.
00:27:23: Das heißt einen informellen Austausch Begegnung zu fördern, die Kommunikation zu fördern.
00:27:29: Das heisst ja nicht umsonst gerade auch in den Start-ups.
00:27:32: die Magie findet in den Flurenstadt.
00:27:34: also das muss man irgendwo abbilden dass ein lebendiger Ort ist der viel Begegenungsmöglichkeiten hat der Menschen zusammenbringt er aus einem Büro einen sozialen Raum macht.
00:27:44: Und wenn diese Menschen zusammenkommen, bilden sie oder entwickeln dann auch eine Kultur.
00:27:48: Sie schaffen auch Werte für das Unternehmen als es geht um Heimat und Community da.
00:27:53: Da kommen wir wieder zu dem Thema dass die Menschen sich identifizieren mit dem Unternehmen.
00:27:58: Ein zweiter Aspekt finde ich der ganz wichtig ist den heute gerade etwas größeren Unternehmen.
00:28:04: Auch unbedingt versuchen Leuten mithilfe des Raums zu unterstützen oder zu lösen ist eine Kultur zu finden oder zu sichern die innovativ ist, die Kreativität zulässt.
00:28:19: Die Flexibilität zuläßt, dieses Twilight-Error-Verfahren auch.
00:28:23: Da sind wir beim agilen Arbeiten wiederum.
00:28:26: Sharing is ein dritter Bereich.
00:28:28: man muss darüber nachdenken.
00:28:29: Geht ja nicht drum jetzt plötzlich zu sagen Wir vergrößern die Flächen sondern wenn Menschen nur zeitweise im Büro sind kann man über das Teilen von Arbeitsplätzen nachdenkeln und den damit gewonnenen Raum auch nutzen, um wieder Angebote für alle zu schaffen.
00:28:45: Sei es eine Town Hall oder eine größere Küche
00:28:48: etc.,
00:28:49: ich weiß das das ein Thema ist was in vielen Unternehmen heizdiskutiert wird.
00:28:52: wer gibt schon gerne seinen einzelnen Tisch auf?
00:28:55: aber die Idee dahinter ist ja.
00:28:57: kommen wir da zum Thema Optionen.
00:28:59: mein Büro ist nicht mein einzelner Tisch sondern alle Optionen die das Büro bietet kann ich nutzen.
00:29:04: Das mache ich auch in meiner täglichen Arbeit.
00:29:06: Ich habe vielleicht vier, fünf Stationen wo ich jeden Tag wechselnd arbeite je nachdem was ich gerade mache ob ich mich konzentrieren will, ob ich ein Gespräch führe oder einen Jufix habe und ob ich einen Meeting habe.
00:29:16: und wenn man das schafft dann hat man einfach genau diese Idee quasi auch die ich mit Schering angesprochen habe, umgesetzt.
00:29:25: Weil das Verrückte ist ja... Wir reden heute alle!
00:29:28: Man muss Erfahrung teilen, man muss Wissen teilen und Ideen teilen.
00:29:32: Und plötzlich beim Arbeitsplatz hört es dann auf, da sagt jeder eines meines Arbeitsplatzes völlig crazy, wenn man wirklich mal einsteigt in das Thema und dahinter geht.
00:29:41: Ein dritter Aspekt den ich für sehr wichtig halte ist, wenn wir gerade an die jungen Generationen denken, Verständnis haben und Blick auf ihr Leben und auf ihre Arbeit.
00:29:53: Die sagen sich doch, ist das ein Ort an dem ich gerne arbeiten will?
00:29:59: Qualität, das Wohlbefinden eine enorm wichtiger Faktor.
00:30:03: Ich glaube es ist immer die Synergie zwischen Leistung und Lebensgenuss.
00:30:08: Und das zu treffen und Räume zu haben, die emotional sind, wo man sich angezogen fühlt.
00:30:13: wenn man das hinbekommt dann ist man auch in der Welt, in der genau diese Leute ihr Berufsleben wünschen.
00:30:20: Produziert das eigentlich nicht Reibung dieses Thema?
00:30:23: Ich habe keinen festen Arbeitsplatz.
00:30:24: Also auch eine Form von Stress, wenn man sagt so okay.
00:30:27: Das stimmt jetzt immer ein bisschen vor wie man tickert durch so einen Büro und muss sich jetzt ich mache ein Call was ist gerade frei?
00:30:32: oder ich will jetzt Ruhe zwei Stunden am Stück Fokusarbeit machen.
00:30:36: wo kann ich mich hinsetzen wenn nicht gestört?
00:30:37: also ich tue mich mit diesem Konzept schlecht glaube ich bin mir auf der Nestseite bei eurem.
00:30:41: Jetzt sind wir wieder in diese Falle rein gerutscht.
00:30:44: also es geht nicht um entweder.
00:30:46: oder.
00:30:46: Sharing des Arbeitsplatzes nur dort wo es Sinn macht.
00:30:50: Das ist doch klar, wenn der Buchhalter jeden Tag kommt.
00:30:53: Warum soll er nicht immer am gleichen Tisch sitzen?
00:30:56: Man hat ja eh das Thema Neighborhood.
00:30:58: Man muss die Abteilungen irgendwie zusammenbringen und auch zusammenarbeiten.
00:31:02: Aber es gibt ganz viele in jeder Organisation, die einfach viel unterwegs sind.
00:31:08: Die vielen Meetings arbeiten sehr mobil.
00:31:11: Und die Erfahrungen zeigen dass in Unternehmen bis zu sechzig Prozent einig der Plätze gar nicht genutzt sind.
00:31:18: Das heißt, es ist auch eine wahnsinnige Verschwendung von Platz und Geld.
00:31:22: Und warum soll man diesen Platz?
00:31:24: Es geht nicht darum, ihn einzusparen aber warum sollen wir ihn nicht nutzen um Angebote für alle wiederum zu schaffen die die Attraktivität der Umgebungen verbessern?
00:31:33: Na ok, verstehe.
00:31:34: Spannender Gedanke.
00:31:36: Da bist du wieder bei der Bedürfnisorientierung, dass man das abhängig macht von dem was diejenige tut und nicht quasi... Ja
00:31:42: klar!
00:31:42: Es geht nicht alles über einen Kamm zu scheren oder auch nicht für jedes Unternehmen.
00:31:46: es gibt Agilere, es gibt Statischere.
00:31:48: ja ich glaube das muss schon auf das jeweilige Unternehmen abgestimmt sein.
00:31:53: Lass uns doch mal ein bisschen über euch sprechen.
00:31:54: also wir haben jetzt viel geserriert über Digitalisierung.
00:31:57: wie das das Arbeiten verändert?
00:31:58: Wie verändert denn die Digitalisierung euch in Kern als Organisation?
00:32:02: dem kann sich ja kein Unternehmen verschließen.
00:32:04: Wenn man sieht, dass die ganze Welt immer digitaler wird, dass wir digitaler arbeiten und dann hat das natürlich Konsequenzen für jedes Unternehmen.
00:32:13: Bei uns ist es so, dass zuerst einmal ein ganz großes Augenmerk auf die Prozesse richten und diese Prozisse quasi digitalisiert oder elektrifiziert werden.
00:32:24: Das heißt, wir stellen die ganze IT-Infrastruktur um überprüfen die Prozess.
00:32:30: dass alles das, was digital möglich ist auch digital erfolgt.
00:32:35: Dazu haben wir jetzt gerade vor wenigen Monaten Salesforce eingeführt und sind dabei aber nicht nur als CRM-System sondern genauso für das Thema Marketing oder Newsletter, Kampagnensteuerung, Thema Service Ticket System bis hin zum Community Cloud.
00:32:51: also man sieht da ganz schön, dass immer mehr Prozesse quasi digitalisiert werden und vor allen Dingen, dass sie miteinander vernetzt werden.
00:33:00: Digitalisierung hat auf der anderen Seite zum Beispiel auch eine Selbstverständlichkeit im Bereich Distribution.
00:33:07: Wir haben sehr früh, glaube ich so ab zwei ... Sechs, zwei, sieben begonnen uns Onlinepartner zu suchen über die wir quasi auch die Produkte vermarkten, die quasi online erfählen sind.
00:33:20: Und das waren dann Firmen, die gar nicht aus unserer Branche zum Teil kamen.
00:33:25: Wenn man sieht Conox
00:33:26: z.B.,
00:33:27: ja da sind zwei Jungs, die aufgebaut haben, die kommen von der Technologie in ganz anderer Ansatz.
00:33:32: Wir haben sehr früh geschaut, wer ist dort unterwegs.
00:33:35: Wer hat auch eine Positionierung, die zu uns stimmt und dann sind dann Kooperationen eingegangen so dass wir heute ein sehr gutes Netzwerk an Onlinepartnern haben über die einen Teil unserer Access-Var oder Home Kollektion läuft.
00:33:49: Und seit Jahrzehnten hat Vitra auch einen eigenen Webshop nicht als Konkurrenz zum Fachhandel sondern quasi einmal um natürlich als Marketing-Tool das zu nutzen.
00:34:01: und ich bin überzeugt in der heutigen Zeit, du darfst den Kunden auch nicht beformen.
00:34:05: Und es gibt auch Kunden die wollen bei der Marke kaufen und das musst du zulassen.
00:34:09: Das muss eine moderne Marke einfach heute mit einer Selbstverständlichkeit leisten für den
00:34:13: Kunden.".
00:34:15: Bevor ich mal weiter versuche, eure Vertriebswege noch besser zu verstehen.
00:34:19: Wie ist es denn mit dem Thema Daten?
00:34:21: Spielt das bei euch eine relevante Rolle?
00:34:22: Weil ich sage mal so... Ich finde ja ganz lustig diese Beobachtung.
00:34:26: wenn man sich zum Beispiel hier in den Eams Launch Chair setzt gibt's jetzt zwei Ausführungen.
00:34:30: Alte Größe und neue Größe weil der ist glaube ich ... ... zweinfünfzig entstanden, komm' das hin?
00:34:36: Siebenundfünfzig?
00:34:38: Sechsundfünftig.
00:34:38: Ah fast okay dann dich dran!
00:34:40: Also, es entstanden.
00:34:42: Deswegen gibt's in der größere Variante eine Neure die um wie zehn Zentimeter größer gewordene Menschen berücksichtigt.
00:34:48: Dass man sagt, der Mensch ist größer worden.
00:34:49: so also worauf ich hinaus will is... Es wird ja wahrscheinlich ganz viele Datenpunkte geben, die ihr mittlerweile kennt.
00:34:55: Wie hoch sollten irgendwie Sitzflächen sein?
00:34:57: Wie tief sollten sie sein?
00:34:58: was passiert wenn nicht die Rückenlehne um den Winkel X oder Y-Neige und so weiter und sofort Materialien beschaffen halten usw.
00:35:05: Führt ihr da eine Art von Business Intelligence, dass ihr zum Beispiel wenn ihr eure Autoren habt den auch was an die Hand gebt und sagt guck mal hier so viel zu deinem Design Konzept.
00:35:12: das können wir mit harten Daten unterfüttern.
00:35:14: oder widerspricht das diesem kreativen Prozess?
00:35:16: Also zum einen muss man sehen dass z.B im ganzen Bürobereich gibt es sehr viele Normen.
00:35:21: auch Da muss man sich einfach dran halten.
00:35:24: Und die Normen sind, wie sie sind ja und wenn der Mensch zehn Zentimeter größer geworden ist bis die Norm dem folgt das dauert dann eine Zeit lang da kommen wir nicht raus aus dieser Falle.
00:35:33: aber was?
00:35:34: natürlich jedes Produkt was gemacht wird?
00:35:36: Es gibt Erfahrungen, wir wissen ungefähr Neigungswinkel und solche Dinge.
00:35:41: Das wird natürlich schon da mit reingegeben in diesen Entwicklungsprozess und dann gibt es danach Tests natürlich bevor das Produkt an den Markt geht im eigenen Testlabor aber auch testen mit Menschen und dann stellen wir fest passt das oder passt das nicht?
00:35:54: Also ist jetzt nicht maschinell Daten getrieben sondern ist einfach viel Erfahrungswissen auch da was im Laufe der Zeit einfach sich angesammelt hat
00:36:03: Habt ihr trotzdem irgendwie, also wenn ich jetzt zum Beispiel mal so den Florian Heinemann irgendwie der ja in dem ganzen Thema Digitalisierung sehr versiert ist viele Sachen gesehen hat.
00:36:10: Der sagt ja auch immer er sieht so als zwei wesentliche Komponenten von Digitalkompetenz einerseits IT und andererseits Daten und aus denen beiden abgeleitet dann wiederum Marketing.
00:36:19: So was Marketing dann wieder reinspült in Vertrieb.
00:36:21: Also im Prinzip geht es ja darum sein Produkt seinen Kunden zu verstehen oder wie man ihn erreicht.
00:36:26: Sind das auch Metriken, mit denen ihr euch aktiv beschäftigt?
00:36:29: Also du hast ja schon ein bisschen gesagt.
00:36:30: Digitalisierung in Richtung Tools wie Salesforce und Vertriebskanal digital halten.
00:36:35: Aber ist das zu zeigen, dass eure Treiber oder gibt es da noch andere?
00:36:38: Ja damit setzen wir uns natürlich auseinander.
00:36:40: Ich stimme dem fertig zu.
00:36:41: RT ist das eine und wenn ich Daten habe muss ich überlegen welchen Nutzen kann ich damit natürlich generieren?
00:36:48: Und wir vertreiben mehr klassischerweise zwei Stufig über den hochwertigen Fachhandel, Office und Wohnen.
00:36:54: Deshalb haben wir in vielen Fällen gar nicht direkt den Kontakt zum Kunden.
00:36:58: Das ist im Wesentlichen ein Bito-Bibereich.
00:37:00: Im Bitusilbereich kennen wir viele Kunden unter anderem dadurch weil Vitra jedes Jahr vierhunderttausend Menschen auf dem Vitrakampus zu Besuch hat.
00:37:10: Und dort die Daten der Kunden auch zur Erfassung möglichst Interesse haben.
00:37:15: Das ist natürlich schon auch eine interessante Thematik, um ihnen dann auch Interessen orientiert.
00:37:20: Informationen Newslettern was auch immer auch zukommen zu lassen und das wird jetzt gerade über Salesforce sicherlich mit ganz neuen Möglichkeiten versehen.
00:37:29: Ich meine wo würdest du euch so einordnen wenn ihr jetzt die Gitarrekompetenz nimmt von eins bis zehn?
00:37:34: Zehn ist super!
00:37:35: Seid ihr da eher Richtung zehn oder seid ihr eher sozusagen noch an der Mitte?
00:37:38: Aber ich maße mir das nicht an.
00:37:39: Jetzt irgendwo da ein Vergleich vorzuzählen, ich glaube in unserer Branche ist Vitra sicherlich ziemlich vorne mit dabei.
00:37:46: im Gesamtvergleich ja kann es richtig bewerten und Digitalisierung hat natürlich so viele Themen, dass sie so breit sind.
00:37:53: Das ist eine schwierige Thematik Ja aber wir befassen uns damit zum Beispiel heute Virtual Reality im Bereich der Planung im Bereich Der Visualisierung.
00:38:01: das sind natürlich Themen die zur Tagesordnung gehören.
00:38:04: Macht ihr sowas?
00:38:05: Ja, sicher.
00:38:06: Gerade auch bei Office-Konzepten gibt es heute natürlich Visualisierungen die auch per Brille laufen immer mehr dass du durch den Raum gehen kannst weil das hat einfach damit was zu tun.
00:38:17: Das dreidimensionale Vorstellungsvermögen der Menschen ist nicht so ausgeprägt wie man sich manchmal vorstellt oder auch wünscht und deshalb hilft das natürlich weiter.
00:38:25: Beurteilung eines Raums und bei der Entscheidungsfindung ganz gut.
00:38:29: Was ist denn generell dein Blick auf Digitalisierung?
00:38:31: Unter welcher Prämisse betrachtest du das, weil man kann ja per se immer sagen, dass Geschäftsmunder eine gewisse Halbwertszeit haben.
00:38:37: Jetzt ist es Verkaufen von Dingen vielleicht ein Geschäftsmunter, was sehr lange trägt.
00:38:41: aber man kann in die Richtung überlegen, versuche ich mein bestehendes Geschäft weiterzuentwickeln auszubauen oder versuche auch neue Geschäfte zu entwickeln.
00:38:49: Seid ihr mehr auf der ersten Schiene, dass ihr sagt wir wollen das was wir bisher schon seit um die neunzehntfünfzig machen jetzt im digital vermittelten Rahmen machen?
00:38:56: oder denkt ja auch darüber nach zu sagen naja was kann denn aber der Blick über den Tellerrand sein?
00:39:00: Was können wir noch drumherum bauen?
00:39:02: Da denken wir schon drüber nach.
00:39:04: Aber es muss dann von dir zu sein.
00:39:05: also wir machen keine schnellen Sprünge und sagen jetzt gehen wir in eine neue Welt hinein.
00:39:11: Es muss wirklich auch abgeprüft sein.
00:39:13: Insofern nutzen wir die Möglichkeiten der Digitalisierung glaube ich schon ganz gut, aber nicht jetzt in Form eines komplett neuen Geschäftsmodells.
00:39:22: Bei uns sind eher solche Themen wie anstatt Kauf geht's hin zur Miete weil Unternehmen die kurzfristig denken, die kurze Mietverträge haben, die nicht wissen wie es in fünf Jahren aussieht für die zum Beispiel Mietmodelle interessant oder man neue Konzepte macht, die auch ein gewisses Risiko haben dann sind dort auch Komponenten drin, dass ein Teil der Möbel innerhalb der ersten Jahre wieder ausgetauscht werden kann um sich einfach weiterzuentwickeln.
00:39:49: Also es gibt schon ganz spannende Themen die die Geschäftsmodelle verändern ohne dass das gleich auf einem normal digitalen Modell basieren
00:39:58: wäre.
00:39:59: Was würdest du denn sagen ist euer Kernasset?
00:40:01: Also was ist wirklich euer Markenkern von Vitra wenn Du sagst Möbel okay so.
00:40:07: aber was würdest Du sagen?
00:40:08: ist das was ihr könnt was kein anderer kann am Markt?
00:40:11: Das ist ganz klar das Design, die Gestaltungsqualität und die Gestaltungshöhe der Produkte.
00:40:16: Und ist dann die Konsequenz daraus, dass ihr auch wirklich nur das macht?
00:40:20: Diese krasse Fokussierung wartet und euch da weiterentwickelt... Oder denkt ihr trotzdem auch darüber nach, ob man zum Beispiel Services bauen könnte.
00:40:27: Also ihr könnt jetzt zum Beispiel sagen, so mieten ist z.B.
00:40:29: ein Service aber es können ja auch ganz andere Dinge sein.
00:40:32: wenn du sagst, ihr habt ganz viele Bürokunden, ganz viele Firmen und ihr geltet als jemand der wirklich avant-garde ist mit dem man auch um ihn nichts falsch macht also den ich mir kaufe und ich kaufe mit einer gewissen Sicherheit einen weil sie eine gewisse Zeitlosigkeit hat Denkt ihr da auch darüber nach, dass man zum Beispiel überlegen könnte, irgendwelche softwarebasierten Dinge zu tun die sich ans Thema Büro Einrichtungen miteinander anschließen?
00:40:49: oder ist das soweit weg?
00:40:51: Dass sie euch da eigentlich voll fernhaltet.
00:40:52: Nein nein es gibt schon nochmal planungsbezogene Themen in denen diese Richtung gehen.
00:40:57: Da befassen wir uns schon damit.
00:40:58: ja aber wenn dann muss ich schon von dir aus sein, dass auch eine Tragfähigkeit gegeben ist.
00:41:04: So, uns hättest du gesagt ihr vertreibt sehr stark über den Fachhandel.
00:41:07: Ihr habt auch irgendwie Online-Partner, ihr macht einen eigenen Shop.
00:41:10: Wie muss ich mir denn so den klassischen Weg vorstellen?
00:41:12: Variiert das auch ein bisschen danach ob das jetzt Endkunden oder eher Firmenprodukte sind?
00:41:17: Genau also wie gesagt wir sind ja im Wohnbereich und im Officebereich tätig.
00:41:21: Im Wohnen also BitoC ist das ganz klar über den gehobenen Wohnfachhandel.
00:41:25: Wir haben die sicherlich die besten Einzelhändler in Deutschland im gehobene Bereich daneben hier online Partner und der eigene Vitra online Shop und im Bitubi-Bereich, also gerade im Office.
00:41:37: Da ist es so dass wir natürlich sehr stark mit der eigenen Organisation, mit der Vertriebsorganisation an den Projekten, an den Kunden arbeiten weil das auch so erwartet wird aber dann auch ganz in der Regel im Schulterschluss mit den Händlern die dann quasi die Abwicklungen auf der Sales machen.
00:41:53: Vom Gefühl her ist BtoB eher ein besserverdiener Thema.
00:41:56: Für große Firmen kann ich mir das erste Leisten ab, keine Ahnung, zweieinhalb Mitarbeiter plus.
00:42:01: oder sagt ihr auch, dass Ihr Startups jetzt schon etwas reifer sind?
00:42:07: Wir sind in vielen Startup-Unternehmen tätig und machen ja nicht nur ganzheitliche Konzepte sondern sei es der Bürostuhl auf dem man gut sitzen kann oder Tische oder Sofas etc... Nein, das hat einfach damit was zu tun.
00:42:20: Menschen die halt eine Designaffinität haben und die Qualitätsaffinen sind.
00:42:24: Das sind potenzielle Vitra-Kunden.
00:42:26: Und wenn du jetzt in die Startup Szene hineinschaust, da sind ja viele Menschen, die auch etwas mit Designs zu tun haben.
00:42:32: Grafikdesign, die Oberflächen über die wir vorhin sprachen, die eine wichtige Rolle heute im Interface zum Kunden sind.
00:42:38: Und diese Menschen, diesen Bezug zur Design haben, die lieben Vitra!
00:42:44: Was würdest du denn sagen, wenn wir jetzt mal den ersten Bereich nehmen BtoB?
00:42:47: Was ich so verfolgt habe war das ja für den Möbelhandel auch gar nicht so einfach im Bürobereich.
00:42:52: Weil wo die Finanzkrise dazu geführt hat dass viele Budgets nicht mehr irgendwie auf Einrichtung allokiert wurden.
00:42:58: ist das wirklich so?
00:42:58: Habt ihr das auch gespürt und hat sich seitdem was verändert?
00:43:01: Ja das ist ja grundsätzlich so, dass ein Gut wie einen Büromöbel sehr konjunkturabhängig ist.
00:43:08: Wenn die Konjunktur läuft, werden Büros gebaut.
00:43:10: Dann entsteht auch Ersatzbedarf.
00:43:13: Wenn gespart wird, kann man am einfachsten bei diesen Dingen sparen.
00:43:17: Insofern ist das Geschäft Volatil.
00:43:19: Volatiler als das Wohnen hat eine viel größere Kondinuität aber nicht die großen Ausschläge nach oben und
00:43:26: unten.
00:43:27: Ein Boot-Ferbung wird auch mal gespart, wenn Krisen sind!
00:43:30: Genau, das tippt sich.
00:43:31: Kann man miteinander vergleichen...
00:43:34: Ich hab ja gelesen, dass wirklich de facto sogar so war.
00:43:36: Das während im Bürobereich, das irgendwie runterging von den Ausgaben ist, im Privatbereich sogar hoch ging weil mittlerweile Menschen Möbel und Designobjekte auch als Anlageobjekten sehen?
00:43:45: Ist das echt so?
00:43:47: In der Finanzkrise war es schon so.
00:43:49: was machst du mit dem Geld?
00:43:50: Also investierst Du dann in werthaltige Dinge und da liegen natürlich die Klassiker jetzt ein ebenslautscher, ein Aluminiumchair ganz nahe, weil sie eine Wertstabilität haben.
00:44:00: Ja, das ist aber wirklich auch relativ lustig!
00:44:03: im Slounge-Shap ausprobiert.
00:44:04: Ich glaube bei diesem einen Design Partner von euch, ich glaube Minimum oder Minimaler sind hier.
00:44:09: Genau also hier wirklich Kanstraße in der Designbude da und dann wird die probiert.
00:44:14: meine Frau war Fan der neuen Größe und ich war Fan Der alten Größe Was eigentlich ironisch ist, weil wir gleich groß sind.
00:44:19: Aber gut!
00:44:20: Und dann kam auch der Verkäufer und hat irgendwie ... Ich weiß nicht mehr was er gesagt hat.
00:44:23: Er hat den Neuen empfohlen.
00:44:25: Dann hat er wirklich gesagt, mehr Kunden kaufen die neuen, weil sie das als Anlageprodukt sehen?
00:44:30: Und weil sie es teilweise ihren Kindern vererben.
00:44:32: Ist das wirklich die Schallmauer, die ihr da durchbrecht?
00:44:35: Wenn ihr Möbel verkauft, dass Leute schon denken, das Ding vererbe ich mal meinem Sohn?
00:44:38: Das ist eine Wertanlage?
00:44:39: Also ich glaube, das ist beim Laundshair sicherlich ausgeprägt bei dem Laundschirr von Charles & Ray Eames.
00:44:43: Da ist ein Produkt Wo drauf man sich freut, wo drauf man lange sogar spart.
00:44:49: Das hat auch gar nichts damit zu tun dass das nur Menschen kaufen die viel Geld haben sondern das ist einfach ein Produkt.
00:44:55: ja wenn man es kennt in Bezug dazu hat Man will es gerne haben, Begehrlichkeit ist da ein großes Thema und das hat man dann für sein Leben lang und gibt es auch weiter.
00:45:06: Da sehen wir auch, dass zum Beispiel viele Restaurationen gemacht werden.
00:45:09: Da kommen vierzig-fünfzig Jahre alte Stücke die dann in einer Topausführung wieder restauriert.
00:45:16: Restaurieren ihr auch?
00:45:17: Wir restaurieren und haben aber autorisierte Partner, ganz wenige, die das mit einem wahnsinnigen Handwerklichen Qualität machen.
00:45:26: Zurück zum Thema Online und Endkunde versus BtoB.
00:45:29: Wie viel macht denn online mittlerweile bei euch eigentlich aus?
00:45:31: So ein Prozent an eurem Umsatz oder an euren Verkäufen?
00:45:34: Du hast ja vorhin gesagt, die Schweizer sind da relativ zurückhaltend.
00:45:38: Also online hat eine Relevanz im Bereich B to C im Home-Bereich Und dort gibt es Produkte, die für den Online-Kanal einfach sehr geeignet sind.
00:45:46: Wir geben mal Beispiele, die IMS Mastic Chairs aber auch viele der Assets war's Und dort in diesen Segmenten ist das schon auch ein merklicher Anteil, der irgendwo zwischen zwanzig und dreißig Prozent betragen kann.
00:45:58: Ja ich hab's selber gemerkt, es ist ja nicht so trivial wenn man sich solche Materialien bei euch anguckt.
00:46:02: oder die Farben und dann nehmen wir mal einen Büro, stellen hat man irgendwie noch.
00:46:05: was für Füße will man haben?
00:46:06: Was für Armlehnen?
00:46:06: also die Konfiguration dessen, die ist ja schon für den Auto normal verbraucht glaube ich manchmal latent überfordernd und ich habe immer so das Dilemma wenn ich mit Händlern rede Jetzt seid ihr kein reiner Händler, sondern Hersteller vielleicht mit Marke, mit Handelsplattformen wie du gesagt hast um es dem Kunden anzubieten.
00:46:21: Die sind ja immer so ein bisschen auf diesem Surf unterwegs.
00:46:24: Naja, zehn Prozent des Handels sind's bisher nur online und warum soll ich das optimieren wenn neunzig Prozent offline sind?
00:46:30: Und viele die irgendwie was umbauen haben irgendwie gemerkt dass ihre E-Commerce Umsätze nicht nachhaltig sind.
00:46:35: ist das etwas was ja auch beobachtet oder ist das bei euch wesentlich stabiler dass man sagen kann naja das ist halt irgendwie ein Teil aber vielleicht noch nicht der wichtigste.
00:46:44: Es ist noch nicht der Wichtigste, aber es wird sicherlich für die Zukunft weiter zunehmen.
00:46:48: Wobei man auch dem stationären Handel seine Zukunft zugestehen muss weil wie du vorhin sagtest Möbelkauf ist ein in starkem Maße Vertrauenskauf und man will die Dinge ausprobieren weil man lange sich damit umgibt und da eine Fachkompetenz haben.
00:47:02: Was ist der richtige Stoff?
00:47:04: Wie wird der Stoff am besten gepflegt, zum Beispiel sind alles Themen und auch die Einordnung des Produktes in dem gesamten Raum das Sofa als Teil eines Gesamt-Assortables zu sehen.
00:47:16: Das sind Dinge, die man einfach mit einer großen Fachkompetenz und auch mit der planerischen Kompetenz machen kann.
00:47:21: Da wird es irgendwann vielleicht auch mal im Internet Angebote geben aber ich glaube das wird nebeneinander existieren.
00:47:27: natürlich muss sich der stationäre Handel da schon sputen und sich überlegen, wie mache ich das, dass ich attraktiv bleibe?
00:47:34: Was ist mein Asset für die Zukunft damit der Kunde in meinen Laden kommt.
00:47:37: Aber online wird sicherlich weiter sukzessive auch zunehmen.
00:47:41: Das glaube ich ganz klar.
00:47:43: Wenn du was nicht so mitkriegst, habe ich relativ viel mit Kopien- und Nachahmer zu tun.
00:47:47: Ich gehe manchmal so durch die Welt wenn ich mir dann irgendwie im Schaufenster von Bohrkonzept oder Bolia oder solchen Geschichten Stühle angucke.
00:47:54: sehr oft erkennt man die Eams Plastic Chairs in unterschiedlichen Varianten.
00:47:58: Ist das ein Problem für euch oder ist es sogar manchmal eher noch markend fördernd, dass die Leute dann sagen ich will das Original haben?
00:48:04: Oder dass man irgendwie von jemandem zugeraunt bekommt.
00:48:06: Ja, das ist sozusagen so wie die Billig-Variante von X.
00:48:09: Also fördern glaube ich nicht.
00:48:12: Das ist einfach ein großer wirtschaftlicher Schaden der damit entsteht gerade durch die Fakes, die immer ganz stark auch hier in unseren Märkten hineinkommen.
00:48:20: Man darf ja nicht vergessen diese Originale zu pflegen, das Bedarf eines enorm hohen Aufwands Das ganze kulturelle Erbe weiter, also geben die Qualität so sicher eine Dinge weiter zu entwickeln etc.
00:48:34: Und andere kommen und machen die Dinge einfach nach für schnelles Geld und vor allen Dingen nicht auf dem Qualitätsniveau den man hat und der Kunde, wenn er dann so ein solches Fake kauft.
00:48:43: Am Ende passiert es sogar so, dass er dann sagt auch das Produkt taugt nächstes Jahr und verbringt es auch noch mit Vitra in Verbindung weil die meisten Verkäufer ihnen ja gar nicht darüber aufklären, sondern das ist ein Eams Share aber nicht sagen, das eine ist das Original von Vitran, das andere ist ein Fake.
00:48:59: Deshalb ist das schon ein wahnsinniges Ärgernis und wie gesagt auch einen Schaden der da durch entsteht Und für die Kunden auch.
00:49:05: Wenn du einen Plastik-Chair heute kaufst, kannst du doch wieder verkaufen.
00:49:09: Aber wenn man Fake kauft, ist das nichts mehr wert, wenn du es gekauft
00:49:12: hast!
00:49:13: Das sind ja sogar die Extreme, also wenn da sozusagen wirkliche Nachbauden von euch sind und man dir am besten noch als Vitra Produkte verkauft kriegt.
00:49:18: Aber es gibt ja jetzt sage ich mal so wie gesagt hier mit Boja und Buchkonzept irgendwie zwei genannt oder Who's Perfect?
00:49:23: Gibt es ja den einen oder anderen stationären Laden der vermeintlich Designverkauf für einen gefühlt günstigen Preis.
00:49:29: Also fairerweise finde ich manchmal gar nicht so günstig, weil er genau hingeguckt.
00:49:32: aber je nachdem wir den Benchmark setzt kommt das schon hin.
00:49:35: Bringt das Schmerz in euren Markt rein?
00:49:37: Ist das problematisch oder ist das vielleicht sogar ganz gut, dass Leute irgendwie Design-affiner werden und auch vielleicht mit kleinen Geldbeutel man den ersten Schritt machen können dann den zweiten vielleicht in einem höheren Segment gehen.
00:49:46: Ja wenn einer ein reguläres Business macht es da gegen nichts einzuwenden.
00:49:50: Wettbewerb erlebt das Geschäft und wenn Design damit gefördert wird ist das alle mal positiv.
00:49:55: auf jeden Fall also da kann man nichts gegen einwenden.
00:49:59: Es geht eigentlich nur gegen die Fakes
00:50:00: Kann man sich ja nicht schützen.
00:50:02: gegen als Firma relevant wahrscheinlich sehr schwer.
00:50:05: Ja, es gibt ja entsprechende Urheberrechtsschutz.
00:50:09: Nur wenn die in Verkehr gebracht werden ist das einfach zu spät.
00:50:13: Krass!
00:50:13: Wie reagierst du denn sonst aus so einer... Die reinen Online-Player, die halt zusehends aufkommen?
00:50:17: Also ein Home-Fair-Zwanzig mittlerweile Börse notiert und Wayfair hat glaube ich auch schon paar hundert Leute on the ground hier in Deutschland alleine.
00:50:24: also das wären ja richtig große Player die halt auch zusätzlich auf Eigenmarken setzen aber auch vereinzelt auf Bekannte.
00:50:31: Sind das für euch eher Partner?
00:50:32: Ist das Wettbewerb, nehmt ihr das gar nicht so wahr.
00:50:34: Wie bringt ihr euch da in Stellung?
00:50:35: zu den?
00:50:36: Ja die sind meistens im Volumenmarkt unterwegs.
00:50:39: Wir sind eine Nische mit unserem Design und deshalb haben wir online Partner, die auch in diesem Designsegment angesiedelt sind und dieses Volumengeschäft hinein.
00:50:51: Das ist nicht unser Weg.
00:50:54: Deshalb sind sie auf dem Markt dar, die registrieren wir natürlich aber... Nur eine bedingte Relevanz.
00:51:01: Man kann also nebeneinander bestehen und dann spürt es nicht so das ganz andere Markt.
00:51:05: Gut, verstehe!
00:51:06: Dann vielleicht mal zum Abschluss für mich, um mal nach hinten raus einschätzen zu können?
00:51:10: Wie ist denn euer Verhältnis eigentlich von irgendwie privat zur Geschäftskunden?
00:51:14: Ist das sozusagen fifty-fifty, dass ihr beides genau gleich macht?
00:51:17: oder variiert das?
00:51:18: Und wo siehst du noch euer Wachstumspotenzial?
00:51:20: Also das Office-Geschäft ist nach wie vor stärker als das Home-Gescheft.
00:51:25: Das haben wir ja wieder seit dem Jahr zwei Tausendvier.
00:51:28: erkennbar war, dass Wohnen und Arbeiten stärker zusammenwachsen.
00:51:32: Ist das Thema auch von uns sehr stark wieder aufgegriffen worden davon entwickelt worden auf der Basis vieler Produkte die wir natürlich schon hatten, die ja transversal sind.
00:51:41: insofern ist Wohnen in den letzten zehn Jahren auch deutlich stärker gewachsen.
00:51:45: aber wie gesagt durch Konjunkturabhängig, auch wenn Konjunktorgutes entwickelt sich das Office-Geschäft sehr gut.
00:51:52: Aber deshalb haben wir heute nach wie vor einen etwas höheren Anteil im Bereich Office.
00:51:57: Und wo willst du jetzt noch hinwachsen?
00:51:59: Weil eigentlich will man Volatilität möglichst vermeiden.
00:52:02: also ich sehe bei mir Werbung nicht als finale Lösung für Geld verdienen.
00:52:07: Was siehst du als Wachstumspotenzial bei euch?
00:52:09: Wie, wo geht ihr hin?
00:52:10: Also
00:52:10: ich glaube man darf nichts vernachlässigen sondern muss die Potenziale einfach nutzen.
00:52:13: Die da sind.
00:52:14: deshalb freuen wir uns darüber wenn Office und Wohnen wachsen.
00:52:17: also wollen wir uns nicht verschließen.
00:52:20: aber natürlich ein Fokus ist da die Marke weiter zu stärken.
00:52:23: Deshalb auch zum Beispiel die Accessoires spielen eine wichtige Rolle weil natürlich Accessoires viel häufiger gekauft werden als Möbel Und das zahlt ein auf die Marcke und das hilft sicherlich auch für die Zukunft des Wohngeschäfts weiterzuentwickeln.
00:52:38: Muss das generell Ziel bei euch sein, dass man die Kauffrequenz erhöht mit repetitiven kleineren Käufen als dass man jetzt die großen Blöcke hat?
00:52:45: Ach was heißt muss?
00:52:46: es ist einfach ein Teil des Wegs den wir gehen um die Markenbekanntheit stärker zu vermitteln.
00:52:52: Und könnte man da auch Ausbaustufen schaffen?
00:52:55: Also ich meine, so ein Home für den Zwanzig glaube ich hat zum Beispiel auch ganz viel mit Kissen gemacht.
00:52:59: Eva Patberg verkauft dann irgendwie ihre Kollektion blablabla.
00:53:03: Man könnte in Richtung Pappeterie gehen.
00:53:04: wenn ihr sagt ihr habt viele Bürokunden dass man irgendwie sagt Büro unterlagen keine Ahnung kann man glaube ich noch relativ viel kreative Dinge sich überlegen Denkt über sowas nach oder ist das was
00:53:13: man tut?
00:53:14: Das machen wir heute.
00:53:14: ja Wir haben heute auch Büroassess war's weil die auch wichtig sind Weil sie wieder Atmosphäre im Büro schaffen.
00:53:21: Das machen wir schon seit einigen Jahren.
00:53:24: Okay, also ich sehe... Ich finde es irgendwie schön, dass ihr bei euren Leisten bleibt und trotzdem nach einem Ausbau guckt.
00:53:30: Letzte Frage vielleicht?
00:53:31: Dieses ganze Thema Amazon-Plattformbildung, Marktplätze.
00:53:35: Also alles tendiert ein bisschen zu so Oligopol, das man gewisse Inseln hat wo halt sehr viel Macht und sehr viel Reichweite verbreitet ist.
00:53:44: Ist euer Segment eins, was einfach durch dieses spezielle, dass ihr so spitzt seid.
00:53:48: Dass ihr irgendwie hochpreisig seid?
00:53:50: Ist das davon ein bisschen ausgenommen?
00:53:51: oder merkst du auch, dass dir da Druck bekommt, dass es problematisch ist für eure angebundenen Händler?
00:53:56: Also die Begehrlichkeit ist natürlich da, dass sie immer sonst dieser Welt mit den Top-Design-Marken zusammenarbeiten wollen – für uns ist das bis heute!
00:54:05: keine Plattform, obwohl dort unerlaubterweise auch Vitran geboten wird.
00:54:10: Wir sind schon noch in einem Segment was sehr eigenständig ist und das hoffen wir dass das auch noch leidezeit zu bleiben wird.
00:54:18: Ja,
00:54:18: hervorragend!
00:54:19: Dann danke ich dir ganz herzlich, dass du so viel über Future of Work mit geteilt hast.
00:54:22: und ja wie gesagt es ist ein passioniertes Thema.
00:54:24: also dein Job muss sehr kreativ und irgendwie spaßig sein.
00:54:27: Ist es eigentlich so?
00:54:28: Dass du ganz oft mit Designern... Also hängt dein Tag viel mit Designers zusammen oder musst du mehr Kennzahlen wählst?
00:54:32: Nein nein, also ich habe den großen Vorteil Ich spreche mit total spannenden Leuten.
00:54:38: Ob das Unternehmer sind, ob das Architekten sind, Designer und es ist einfach eine total coole Company auch.
00:54:44: Also ich habe einen der schönsten Jobs die man sich vorstellen kann.
00:54:48: Zumindest in meiner eigenen Vorstellungswelt.
00:54:50: Dann ist schon alles top!
00:54:52: Sehr gut ganz herzlichen Dank dass wir uns daran als Teil haben lassen und ich drücke dir die Daumen.
00:54:56: Danke sehr.
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