Drehbuch für einen Börsengang – Teil 2: Die Umsetzung | #Börsengang 📈

Shownotes

EXPERTENGESPRÄCH | In der zweiten Folge der Podcast-Serie über den Ablauf eines Börsengangs sprechen wir über das Zusammenspiel der verschiedenen Akteure und den Aufbau einer gelungenen Equity Story. Du erfährst... ...wie du eine Investmentbank und Kanzleien in deinem Prozess mandatierst ...was gute Zeitfenster für den Börsengang sind ...wann ein gutes Zeitfenster für einen Börsengang ist ...wie du deine Präsentation und Equity Story richtig entwickelst ...alles Wichtige zur Unternehmensbewertung und den Kosten ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Börsengänge: Unsicher auf dem Börsenparkett? Nicht mit uns! Gemeinsam mit unterschiedlichen Expert:innen der Deutschen Börse spricht Joel regelmäßig über alles rund um die Themen Börse, Börsengang und späte Finanzierungsphase (pre IPO). __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Andreas Zanner, 👤 Stefan Ries, 👤 Renata Bandov, __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellungsrunde und Einführung ins Thema (00:04:08) Der Einstieg der Investmentbank / Die ersten Schritte des IPO (00:13:29) Der Ablauf der Präsentation (00:16:06) Gute Zeitfenster für den Börsengang (00:21:06) Faktoren für eine Equity Story (00:23:52) Wie kommen Kanzleien ins Spiel (00:26:16) Unternehmensbewertung und Kosten (00:35:13) Der IPO-Prozess nach Mandatierung der Invenstmentbank (00:38:00) Die Equity Story __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns  👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.

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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Road to IPO-Podcast von Digital Compact.

00:00:12: Mein Name ist Jörg Kaczmarek, wir gehen in die zweite Runde unseres Drehbuches für den Gang an die Börse.

00:00:16: Beim letzten Mal haben wir ja ganz viel gesprochen über Regulatorik was ich so auf der Liegelseite machen muss wenn nicht an die bürse möchte.

00:00:23: Und heute wird es mal ganz ganz spannend also in Richtung der Banken.

00:00:27: Die Liegel finde ich auch spannend, lieber Andreas den wir gleich noch mal vorstellen.

00:00:30: Ich bin gespannt was du erzählst von der Front Stefan, dieses Verkäuferische da drin.

00:00:34: Das irgendwie wie man Sachen interpretiert, wie man sie darstellt ist sozusagen ein bisschen mehr Bewegungsmöglichkeit drin.

00:00:39: aber wir fangen natürlich erst mal in meiner kleinen Vorstellungsrunde mit mir dabei ist und ich will lieber Renata.

00:00:43: Guten Morgen Renata!

00:00:44: Hallo Joel!

00:00:44: Und eigentlich muss man schon Mahlzeit sagen.

00:00:46: Ist ja hier schon Mittag im schönen Frankfurt mit Blick auf das hessische Umland.

00:00:50: ganz kurz vielleicht hat der eine oder andere schon unseren letzten Podcast gehört aber sagt doch nochmal was du machst bei der deutschen Börse, was in deiner Verantwortung fällt?

00:00:56: Ich bin verantwortlich bei der Deutschen Börsen für den Premiermarkt.

00:00:59: Das heißt auch wir sind diejenigen, die die Unternehmen bei ihrem Weg... an die Börse begleiten.

00:01:05: Sehr gut, also du wirst heute aus deinem Alltag plaudern können und das gilt für unsere anderen beiden Gesprächspartner natürlich auch schon bekannt aus unserem letzten Podcast.

00:01:12: Nevertheless lieber einmal zu viel vorstellen als immer zu wenig.

00:01:14: Lieber Andreas macht doch kurz den Anfang, wer bist Du?

00:01:16: was machst Du?

00:01:17: Hallo Joel mein Name ist Andreas Zanner.

00:01:19: ich bin Rechtsanwalt und Partner bei der großen Wirtschaftskanzlei CMS Hasche Siegler und leite dort den Kapitalmarkt rechtlichen Bereich und beschäftige mich seit über zwanzig Jahren mit Börsengängen also vor allem IPOs und Secondary Placements.

00:01:33: Okay, bei zwanzig Jahren bist du ja quasi auch so in der älteren Semester schon.

00:01:36: Naja, wir kommen in der Wildwestzeit neuer Markt.

00:01:38: Ja, da bin ich genau.

00:01:40: Also, seh schon müssen wir hier nochmal Veteratengeschichten austauschen!

00:01:44: So und heute kriegt ihr gute Stefan glaube ich ganz viel Airtime weil wir über Pitchkriterien reden die ganze Aufbereitung wie man eigentlich eine Equity Story verkauft.

00:01:52: Lieber Stefan auch dir herzlich willkommen und sagt auch ein zwei Sätze zu dir.

00:01:55: und der Beerenbergback Hallo Gell, freut mich dass ich wieder dabei sein darf.

00:01:59: Stefan Ries bin bei Bärenberg zuständig für alles was mit Aktienplatzierungen zu tun hat also eben Börsengänge aber auch Kapitalehöhung oder Aktienumplatzierung.

00:02:09: Bin dort seit acht Jahren mache das insgesamt ja auch schon über zwanzig Jahre und Andreas und ich haben in der Tat schon im wilden Westen zur neue Marktzeit den einen oder anderen Ritt bestritten glaube ich.

00:02:20: so ist es.

00:02:21: Ich habe ja mal gehört, dass es damals wirklich so war.

00:02:23: Dass die Leute mit dem Geldkoffer irgendwie in die Büros unternehmen.

00:02:26: Ist das wirklich unvorstellbar eigentlich?

00:02:28: Wir sind damals mehrmals täglich ausgerückt und haben uns beworben für Börsengänge Und wir hatten ein Jahr, jetzt aus Erinnerungen.

00:02:35: In einem Jahr mehr als hundertseptzig Börsengänger.

00:02:38: Richtig!

00:02:38: Weil die Zahl habe ich mir irgendwie gemerkt in einem Jahr und nur dass man das mal im Verhältnis sieht... Wir haben heute zu Tage in einem Ja wenn es gut läuft vielleicht irgendwie fünfzehn oder zwanzig Börsengänger?

00:02:48: Oder auch mal zehn oder weniger?

00:02:50: Die guten alten Zeiten möchte man sagen, wenn der Ausgang nicht bisschen speziell gewesen wäre.

00:02:54: Heute soll es wie gesagt darum gehen, dass wir mal verstehen.

00:02:57: Wie die ganze Entwicklung der Equity-Story funktioniert?

00:03:00: Welche Pitchkriterien man sich so festlegt.

00:03:02: und lass uns doch mal anfangen indem wir beginnen zu erklären, wie du eigentlich ins Spiel kommst wenn man sich um das Thema Börsengang interessiert.

00:03:10: Wie kommt eine Investmentbank aufs Tapet, wenn man mit dem Thema beschäftigt?

00:03:15: Also im Grunde genommen gibt es zwei Wege.

00:03:17: Der eine Weg ist der, dass man selbst eben sehr früh an Unternehmen herantritt und auf die zugeht weil man den Markt auch analysiert und guckt was es da so gibt und die Unternehmen anspricht und versucht mit dem frühen Kontakt zu bekommen und die dann auch auf dem Weg dahin zu begleiten und eben zu raten wie sie sich aufstellen müssen viele Dinge die wir im ersten Teil schon besprochen haben eben auch abbildet und idealerweise damit eine Verbindung zu den handelnden Personen aufbaut, nicht nur zum Management sondern idealerweise auch zu den Eigentümern denn die entscheiden ja auch sehr stark mit wer das macht um dann eigentlich ohne eine große weitere Prüfung sozusagen in den IPO schon reinzukommen.

00:03:55: Das ist eigentlich so der ideale Weg.

00:03:57: Und dann gibt es den zweiten möglicherweise ein Unternehmen, wo er noch gar nicht gekannt hat und dann eben einen Prozess orchestriert wird vom Unternehmen selbst oder von einem Berater die Banken auszuwählen, die diesen Börsengang zu machen.

00:04:11: Und manchmal ist auch der Weg dazwischen dass man durchaus ein Unternehmen schon länger kennt und begleitet hat.

00:04:17: Dann aber doch die Eigentümer und das Management sagen, um da jetzt den wirklich besten Berater rauszufinden.

00:04:21: Veranstalten wir jetzt eben doch nochmal so eine Beauty Parade und so ein Beauty Contest, um dann eben den Besten herauszufinden!

00:04:28: Okay also so einen Stück weit inbound versus outbound hör ich daraus, sagt der Salesman glaube ich... Was genau hat es mit diesem Beauty-Contest auf sich?

00:04:34: Wie muss man sich das vorstellen.

00:04:35: Wir als Bank machen so was ja jeden Tags, unser Tagesgeschäft also mehrmals.

00:04:39: ich selbst habe wirklich ganz viele Börsengänge schon gemacht im Unternehmen.

00:04:42: oder ein Eigentümer macht's meistens nur einmal und der will dann natürlich den besten Berater haben, der aus seiner Sicht auch wirklich das beste Konzept hat die beste Vertriebspower hat, die besten Leute hat und das Unternehmen versteht und alles eben mitbringt um das zu einem Erfolg zu führen.

00:04:59: Und deswegen ist es eben häufig so, dass man dann mehrere Banken anspricht.

00:05:04: Alle bekommen die gleichen Informationen in der Regel eine ausführliche Präsentation zum Unternehmen und dann die Zahlen aus der Historie und den Businessplan Und dann geht es los.

00:05:13: Dann wird ein klare Anforderungskatalog gestellt, RFP Request for Proposal wie wir das nennen und dann ist dieser Fragenkatalog abzuarbeiten im Rahmen einer Präsentation die auch persönlich vom Team vorgestellt werden muss.

00:05:28: Worauf wird da geguckt?

00:05:30: Natürlich hätte ich gedacht, dass der Klassiker ist.

00:05:32: Dass die Leute schauen, so ist es zumindest im VC-Part einer Unternehmensgeschichte.

00:05:36: Wer holt mir die höchste Bewertung raus?

00:05:38: Was kostet mich da ganz und was hat er für ein Track record?

00:05:40: Also das wäre wie wenn ich beim VC gucken würde.

00:05:43: Ist das bei euch dann auch so?

00:05:44: Das sind auch ganz klar die zentralen Aspekte.

00:05:46: natürlich spielt die Bewertungen extrem große Rolle Aber was genau so wichtig ist, ist eben dass man sich anguckt welches Team es das.

00:05:53: Also passt das auch von den Menschen?

00:05:54: Wir hatten glaube ich im ersten Teil schon mal angerissen, dass man da ja auch durchaus ein halbes Jahr zusammenarbeitet.

00:05:59: also das muss auch passen.

00:06:01: dann gucken die sich natürlich ganz genau an welchen Track record hat die Bank.

00:06:05: Was hat sie denn gemacht in der Vergangenheit?

00:06:06: macht ihr sowas das erste Mal oder macht dies eins zwei Mal im Jahr oder macht sie's ganz oft und hat das auch sehr erfolgreich schon gemacht?

00:06:14: Und dann eben natürlich, wie sehen die das Unternehmen?

00:06:17: Verstehen sie das gut.

00:06:18: Wie würden die das positionieren von der Equity-Story her?

00:06:22: und insbesondere, wie würden die dieses Unternehmen bewerten ist auch ganz wichtig natürlich denn die Eigentümer wollen es ja nicht zu irgendeinem Preis verkaufen sondern zudem den Sie auch wirklich als angemessen sehen plus alles was dazugehört, wie sieht der Zeitplan aus?

00:06:37: und ganz wichtig natürlich an welche Investoren würden die das dann verkaufen?

00:06:42: Renata werdet ihr oft gefragt in eurer Rolle als Börse wenn jemand über nachdenkt ein Börsengang vorzunehmen wen ihr empfehlt und dürft ihr sowas überhaupt?

00:06:50: oder ist es so dass die Leute sich das schon gesucht haben und eher bei euch aufschlagen wenn sie schon gesettelt sind?

00:06:55: Also das kommt durchaus vor, dass gerade kleinere Unternehmen die selber nicht Zugang zu Kapitalmarktbanken haben – zur Investmentbanken.

00:07:04: Dass sie auf uns zukommen und aus den ersten Gesprächen über Börse und über einen möglichen IPO.

00:07:11: Man dazu kommt, dass man sagt naja wie sieht es denn aus?

00:07:13: Könnt ihr uns keine Bank empfehlen!

00:07:15: Wir halten das so als Börser, dass wir neutral bleiben wollen und keine Empfehlungen an der Stelle aussprechen.

00:07:21: Was wir aber machen ist, Marktpartner-Netzwerk aufgebaut haben, wo Kapitalmarktakteure, Intermediäre im Netzwerks sind unter anderem eben auch Banken die Platzierung und IPO Begleitung machen.

00:07:38: Und da verweisen wir ganz gerne drauf.

00:07:40: Das ist auch eine Möglichkeit, was wir aber auch machen jetzt im Zusammenhang mit unserem neuen Segment Scale dass wir ein Service für Unternehmen anbieten und sagen also wir organisieren eine sogenannte Roadshow auch für euch.

00:07:53: das heißt ihr schickt uns eine Unternehmenspräsentation und wir würden diese dann ja im Rahmen einer Roadshow bei Banken präsentieren und organisieren für euch einen entsprechenden Termin.

00:08:07: Aber Stefan, wie macht ihr es denn, dass ihr euch da spezifisch hervorhebt?

00:08:10: Weil ich sag mal ob da jetzt Beerenberg steht oder Goldman Sachs oder Deutsche Bank.

00:08:15: Ihr werdet ja alle einen guten Trackracker haben!

00:08:17: Ihr werde alle erfahrener Leute haben!

00:08:19: Wenn ihr euch richtig anstellt... Ich glaube der hat keiner Lust irgendwie so ein Börsengang über zu bepreisen.

00:08:24: Alle zu relativ ähnlichen Ergebnissen kommen in einer gewissen Range.

00:08:27: Was genau seht ihr dann eigentlich als USP?

00:08:30: Hat jeder zum Beispiel den eigenen ins Vorgehen als Bank oder was hebt er da eigentlich hervor?

00:08:33: Angenommen, da kommen irgendwie sechs, sieben Banken an einem Tag vorbei und präsentieren alle ihr Konzept.

00:08:38: Wird jede Bank sagen wir sind die besten?

00:08:40: Wir haben den besten Track record, wir verstehen eure Unternehmen am Besten.

00:08:43: Wir haben auch das beste Team, wir haben sehr viel Erfahrung usw.

00:08:47: Und wichtig ist eben dann genau so wie dann auch das Unternehmen sich am Kapitalmarkt später positioniert.

00:08:52: über die USPs also wo sind wir besser als viele andere?

00:08:56: dass wir in dem Termin zeigen warum sind wir die besten um dieses Projekt zu machen?

00:09:00: und da muss jede Bank für einen Weg finden, herauszuarbeiten was macht es aus Beerenberg oder eben eine andere Bank dann am Ende zu mandatieren und wir kommen da sehr stark über die Schiene dass wir natürlich sehr viel machen also sehr viele Erfahrungen haben dadurch das wir viele Transaktionen machen.

00:09:19: Das ist sicherlich wichtig dass wir auch damit erfahrene Leute haben, die wissen wie es geht.

00:09:24: Der zweite Aspekt ist sicherlich sehr stark auch, dass wir ein sehr gutes Research-Team haben das sektoral aufgestellt ist und dann aber sehr, sehr wichtig und das ist für uns eines der Differenzierungskriterien an welchen Investoren verkauft man das Unternehmen?

00:09:38: Wo bietet man das an?

00:09:39: Und da verstehen wir uns als ein Haus das sehr komplementär zu anderen ist also viel breiter aufgestelltes als das eine oder andere Haus, das du gerade genannt hast.

00:09:49: Es gibt Banken, die betreuen sehr schwerpunktmäßig siebzig-, achtzig- oder hundert Investoren global.

00:09:56: Die kennen wir auch – das machen wir auch, aber wir betreun insgesamt über siebenhunderte Investoren.

00:10:01: Teilweise kleine Investoren, die vielleicht nicht Multi-Billion Fonds steuern, aber die auch dreistellige Millionen Euro Fonds Steuern oder sogar ein bisschen weniger.

00:10:11: Das ist ein Differenzierungsmerkmal.

00:10:13: und als Beerenberg, bei der ja das zweite Standball neben dem Investment Banking auch die Vermögensbetreuung für private Kunden ist.

00:10:20: Bringen wir eben auch mit das Geld von Family Offices und wie man das nennt Private Worlds also eben die vermögenden Privatkunden was andere Häuser teilweise nicht können.

00:10:30: Hast du irgendwie das Gefühl oder sagt man dir das vielleicht sogar?

00:10:33: Was so der Ausschlaggebende Faktor war warum man euch mandatiert hat gibt es da eine Top drei wonach die Leute schauen?

00:10:37: also meinetwegen Preis hat der quasi jemanden in meinem mittelbaren Wettbewerbsfeld schon mal an die Börse gebracht.

00:10:43: Kennt er mein Segment?

00:10:44: Oder was?

00:10:45: sind so die Top drei Faktoren, weswegen man euch hier auswählt?

00:10:47: Also ich glaube das spielt, was du gesagt hast, das spielt sicherlich eine sehr große Rolle.

00:10:50: Hat ja schonmal etwas Vergleichbares erfolgreich gemacht.

00:10:53: Die Bewertung spielt auch eine Rolle.

00:10:55: In meiner Erfahrung nach gewinnt aber nicht immer der, der die höchste Bewertungen zeigt weil am Ende ist wichtig es is ne realistische Bewerting.

00:11:02: kriegt man die auch wirklich durch oder liegt man vielleicht zu hoch baut Erwartungen auf, die am Ende dann nicht erfüllbar sind.

00:11:10: Und dann ist glaube ich ganz wichtig auch diese sogenannten Hitlisten.

00:11:14: Es gibt ja dann auch über Bloomberg und Reuters und andere Medien gibt es dann eben auch Auswertung.

00:11:19: wer hat wie viel gemacht im Punkt Anzahl von Transaktionen und auch Volumen von Transakzonen, wie erfolgreich waren die einzelne Bank?

00:11:27: Wie wichtig sind Analysten in dem Bereich also die Zusammenarbeit mit den Analystern?

00:11:30: Das ist ein sehr wichtiges Kriterium Meines Erachtens etwas anders als andere.

00:11:36: Wir versuchen in der Regel auch den Analysten mit an den Tisch zu bekommen, wenn wir in diesem Beauty-Contest sind also wenn wir die Präsentation machen.

00:11:44: das ist ein bisschen schwierig weil der Analyst ja eigentlich auf der anderen Seite dieser sogenannten Chinese Walls ist.

00:11:49: Also der darf nicht öffentliche Informationen wissen und keine Zukunftsaussagen zum Unternehmen.

00:11:55: Deswegen ist er eigentlich, wie gesagt aus diesem Prozess ein Stück weit ausgegrenzt.

00:11:59: Aber der ist eben in dem Prozess extrem wichtig weil er Dänige isst, der am Ende mit den Investoren spricht und das Unternehmen positioniert und verkauft Und deswegen wollen die Eigentümer und das Management den Typen auch sehen.

00:12:10: Was ist das für einer?

00:12:11: Kennt ihr das Unternehmen?

00:12:12: versteht er uns?

00:12:15: Wie kommittet ist der eigentlich für so etwas?

00:12:17: Und deswegen holen wir denn in der Regel für den Ausschnitt wo es genau um die Positionierung des Unternehmens geht an den Tisch So ein Ablauf vorstellen, also es ist ja eigentlich wie so ein klassischer Pitch.

00:12:28: Also wenn jemand zum Beispiel einen Agentur beauftragt dann schreibt er ja auch was aus gibt im Prinzip wie du gesagt hast so eine Art Proposal Anfrage raus.

00:12:34: Wie läuft das denn ab?

00:12:35: Wie viel Zeit habt ihr euch darauf vorzubereiten?

00:12:37: Wie lange ist so ein Termin den ihr dann habt?

00:12:39: Sehr wenig Zeit haben wir da.

00:12:40: Das kann durchaus sein dass wir so einen RFP mit anderthalb zwei Wochen Vorlauf bekommen maximal manchmal auch nur ne Woche Und dann gilt es eben relativ schnell, diese Präsentation zu erarbeiten.

00:12:52: Meistens muss man's ein bis zwei Tage vor dem Präszentationstermin auch abgeben damit die sich das vorher schon mal angucken können und dann hat man in der Regel zwischen ein bis anderthalb sehr selten zwei Stunden Zeit das zu präsentieren und muss dann auch mit einem wirklichen Projektteam dort antreten.

00:13:09: Also das ist dann meistens jemand aus der Leitung des Bereiches, dann ist es jemand, der eben der Projektleiter wäre für dieses Projekt plus eins zwei drei Juniors die dann im Day-to-Day Business den Prozess auch fahren.

00:13:22: wir haben eben auch auf den Analysten dabei andere Banken haben den Sektorbänker dabei in dieser Industrie sehr gut zu Hause ist und das gut vermitteln kann.

00:13:31: Und wir haben dann, das ist auch eine Spezialität bei uns manchmal noch einen Kollegen dabei aus dem Legal-Bereich.

00:13:37: Wir haben ja auch im Team eigene Juristen und Rechtsanwälte die ganzen Dokumentationsthemen begleiten und Verträge machen

00:13:44: usw.,

00:13:44: sodass man das komplette Team hat, dass dann auch in der Folge wenn wir das Mandat bekommen, das Team wirklich sein sollte, dass das Projekt dann auch umsetzt.

00:13:53: Umsetzen ist sicherlich auch ein gutes Stichwort Stefan es ist doch sicherlich nicht immer eine Einbahnstraße.

00:13:58: also man merkt sicherlich auch, ob es vonseiten der Bank passt.

00:14:04: Es gibt sicherlich bei euch ja auch die Situation, dass ihr sagt, passt aus welchen Gründen?

00:14:08: Aus eurer Sicht nicht oder die Erwartungen, die das Unternehmen hat könnt ihr nicht benieden.

00:14:12: oder das hier vielleichtung, die zu dem Ergebnis kommt.

00:14:15: Das Unternehmen ist gar nicht reif für die Börse oder es sollte vielleicht irgendwie einen Zwischenschritt gemacht werden, oder vielleicht gibt's eine andere Lösung.

00:14:22: Das wird man in der Regel dann aber vorher schon rausfinden.

00:14:25: also wenn im Extremfall würden wir zu so einem Termin gar nicht auflaufen sondern würde dem Vorfeld auch über den Berater oder dem Unternehmen direkt sagen Wir sind der Meinung Ihr seid noch zu früh oder da fehlt es noch an dies und an irgendwelchen Themen.

00:14:38: Das würden wir in der Tat dann vorsagen, was wir manchmal machen ist dass wir durchaus in so einen Termin gehen und sagen Wir würden euch empfehlen das nicht im übernächsten Quartal zu machen Sondern wir glauben aus denen und die Gründen macht's mehr Sinn nochmal eins zwei Quartale zu warten weil dann die und die Dinge passieren werden Und dann habt ihr eine viel höhere Kredibilität am Markt.

00:14:57: wenn ihr es dann Investoren zeigt und euch den IPO dann macht Gibt es denn generell Monate, wo IPOs sich besonders empfehlen?

00:15:04: Ja das gibt's.

00:15:05: Es gibt gewisse Fenster, wo sie sehr stark anbietet und das liegt insbesondere an dem Prospekt und den Zahlen die in den Prospekt reinkommen.

00:15:14: Vereinfacht ausgedrückt ist es so dass der Abschluss im Prospekt ist Der ist nur vierenhalb Monate gültig, der hat quasi so eine Art Gültigkeit.

00:15:22: Für diesen Zeitraum gibt er Wirtschaftsprüfer, nämlich der das gemacht hat, nur seinen Prüfsegel da drauf.

00:15:26: und wenn man diese vierundhalb Monate überschritten hat dann braucht man wieder einen neuen Abschluss ein Zwischenabschluss und das führt einem natürlich wieder in anderes Fenster indem man an die Börse gehen kann.

00:15:36: Und welche Fenster sind gut für Börsen?

00:15:38: Die typischen Fenster, dass man mit dem Jahresabschluß geht also volle zwölf Monate einen Kalenderjahr und dann geht man im April-Mai.

00:15:46: Das ist so ein klassisches Fenster, oder man geht mit den halbjahres Zahlen und macht es dann im Oktober-November.

00:15:53: Und dazwischen gibt's natürlich noch Möglichkeiten mit Zwischenabschlüssen also Quartalsabschlüssen zu gehen.

00:15:58: Wir empfehlen häufig wenn das passt vom Unternehmen und vom Geschäftsmodell zum Beispiel des Q-III, den Q III Abschluss zu nehmen und ganz früh im neuen Jahr nämlich im Januar Februar rauszugehen.

00:16:09: warum?

00:16:09: Weil das eher wenige machen.

00:16:15: fünf oder zehn oder fünfzehn unterwegs sind in Deutschland und global natürlich noch viel mehr, sondern eben nur ganz wenige.

00:16:21: Und man hat ein bisschen mehr Aufmerksamkeit.

00:16:23: Thema Weihnachtsgeschäft könnte ich mir vorstellen spielt auch eine Rolle.

00:16:25: also es gibt ja ganz viele Unternehmen die machen sechzig-siebzig Prozent ihres Jahresumsatzes zu Weihnachten teilweise.

00:16:30: Tue ich mir gefallen wenn das nach meinem Börsengang kommt und die Leute sozusagen mir den aufwärtskurs geben?

00:16:34: oder tue ich mich gefällt wenn ich das im Rücken habe und dann aber mit Enttäuschung rechnen muss falls das Q-Einstein halt nicht so toll ist?

00:16:39: Wenn das vierte Quartal eine große Rolle spielt sollte man das mitnehmen weil sonst Wenn man es davor macht, werden die Leute eher so ein bisschen skeptisch und sagen okay für das Quartal ist eigentlich immer gut.

00:16:49: Aber ist es diesmal wieder gut?

00:16:50: Kann ja sein dass es vielleicht dieses mal nicht so gut läuft... dass es dann eine gewisse Zyklisität in den einzelnen Quartalen gibt, das wird man den Investoren einfach sagen.

00:16:58: Dann wird man auch ganz offen sagen okay ist vierte das Beste und ihr müsst davon ausgehen, dass das erste Quartal im neuen Jahr oder das erste Halbjahr im neuen Ja nicht zu vergleichen ist mit dem vierten Quartale oder dem zweiten halben Jahr des Vorjahres.

00:17:10: Jetzt hatten wir eben intensiv drüber gesprochen wie so ein Termin abläuft.

00:17:13: du hast gesagt wen du da alles mit hin nimmst.

00:17:14: Wie groß ist denn eigentlich so ein Transaktionsteam was ihr von Bankenseite mit ins Spiel bringt?

00:17:18: Also das Transaktions-Team das die einen Prozess steuert und die einzelne Work Screams bearbeitet und diesen Vorbereitungsprozess Manage das sind.

00:17:26: so zwischen vier und sechs Personen bei uns im Corporate Finance oder im ECM Equity Capital Markets.

00:17:32: Und dann kommen natürlich in der Bank immer mehr Leute dazu, ja?

00:17:35: Dann kommen die Analysten dazu und dann kommen insbesondere die Sales-Leute dazu also die Aktien Sales-Läute, die dann im Handelsraum sitzen und am Ende dann irgendwann ihre Investoren anrufen mit denen in Interaktion treten.

00:17:46: und da haben wir in der bank insgesamt weit über hundert, die das machen.

00:17:50: Ist das so Wolf of Wall Street Style wie sich jetzt viele das vielleicht vorstellen.

00:17:53: oder ist es wirklich so telefoniert telefoniert und dann höhere Auflegen, wenn die Glocke... Was das angeht wahrscheinlich schon mit viele andere Dinge, die man von diesem Film kennt habe ich so noch nicht erlebt.

00:18:06: Aber in der Tat ist es am Ende wirklich ein Verkaufsprozess.

00:18:09: da geht's darum dass man seine Kunden anruft Und mit denen in die Diskussion geht und sagt, hier ist ein tolles Unternehmen.

00:18:16: Dann stellen sie Fragen und dann müssen die natürlich auch alle vorbereitet sein weil die Investoren eher nach Themen suchen, die nicht toll sind.

00:18:24: Wie geht ihr vor?

00:18:24: Wenn ihr nur anderthalb Wochen Zeit habt um euch eine erste grobe Equity-Story zu überlegen wie macht ihr das eigentlich?

00:18:31: Das machen wir eben dadurch dass wir in Haus sehr viel Sektor Know-how haben.

00:18:36: Und dann gucken wir uns das Unternehmen an und graben uns da ein, analysieren das und versuchen da eben eine entsprechende Story aufzubauen.

00:18:44: Rein medial!

00:18:44: Am Ende des Tages sind es ja alles Menschen.

00:18:46: Und Menschen kriegt man ja am besten mit Geschichten.

00:18:48: Muss ich mir das als Powerpoint-Sammlung vorstellen?

00:18:51: Als gigantische Sticke PDF, als kleinen Film, als persönliches Gespräch?

00:18:55: was gibt also den Kick?

00:18:57: Sowohl als auch, also zunächst ist das natürlich eine Powerpoint-Präsentation im PDF.

00:19:01: Die kann in den Sechzig bis Siebzig Seiten dick sein.

00:19:05: Das ist das was man da abliefert vorab schon mal eins zwei Tage vorher dass sie sich das angucken können und es dann auch die Unterlage die bei diesem Pitchtermin physisch auf dem Tisch liegt.

00:19:15: aber dann ist natürlich viel viel wichtiger dass man das mit Leben füllt und in der Tat mit Emotionen erfüllt.

00:19:20: und die Gegenseite oder der Kunde muss eben auch merken dass man brennt für das was er tut was das Unternehmen tut.

00:19:27: Dass man überzeugt ist davon, dass es eine tolle Geschichte ist und dass man das gut verkaufen kann und das zu einem Erfolg führen kann.

00:19:33: Es ist schon sehr viel Emotion- und Überzeugungsarbeit und Commitment dabei, dass man da zeigen

00:19:40: muss.".

00:19:41: Du hast ja eben auch von einem Berater gesprochen – wen stellen sich die Unternehmen denn genau an?

00:19:45: Der euch dann quasi zu so einem Patch einlädt!

00:19:47: Das sind eben spezialisierte Berater, die solche Prozesse schon vielfach gesteuert haben und das sind ein paar Namen zu nennen.

00:19:54: Ich mache Lazar und Rothschild und Lilia.

00:19:57: Es gibt da eine Handvollberater, der so etwas machen, die den Zugang zu den Banken haben, die wissen wie ein IPO-Prozess läuft, worauf es ankommt und die einen Stück weit diesen Prozess für den Kundenmanagen, der das ja noch nie gemacht hat und unerfahren ist und am Ende auch nicht Gefahr laufen will, dass ihm da Dinge von der Bank vielleicht vorgesetzt werden oder präsentiert werden.

00:20:18: Und er hat überhaupt keine Möglichkeit einzuschätzen – kann man das jetzt auch vielleicht links- oder rechtsrom anders machen?

00:20:23: Oder ist es genau nur der Weg, der da gerade vorgeschlellt wird?

00:20:26: Und wer ist am Ende der Kapitän von diesem ganzen Prozess?

00:20:29: Also seid ihr das dann, wenn jemand datiert wird oder bleibt so ein Berater dabei.

00:20:32: Oder wie muss ich mir das vorstellen?

00:20:34: also zum Beispiel wir hatten noch ganz viel Legal mit Andreas im letzten Podcast.

00:20:37: Beauftragst du den Andreas mit seiner Kanzlei oder ist er schon beauftragt gewesen, wenn du dran kommst?

00:20:41: Wie muss man das vom Ablauf her vorstellen?

00:20:43: Wenn es einen Emissionsberater gibt, dann ist der in der Tat so der... Ich würde sagen der im Lied, der ist der Held, der führt den ganzen Prozess.

00:20:51: In der Bank gibt es dann aber auch einen Projektleiter, der wiederum den Emissionsberater – die sind ja meistens andere Banken dabei.

00:20:59: Die Rechtsberater, die Kommunikationsagentur, der die alle managt und in einem vier-fünfmonatigen Prozess zum Ziel führt ist ganz wichtig.

00:21:06: Projektkoordination ist also viel Projektmanagement auch dabei.

00:21:10: An wen musst du denn das zählen Andreas?

00:21:11: In der Regel ist es so dass man natürlich von Banken empfohlen wird.

00:21:14: Also wir kommen meistens nach der Bank ins Spiel Gesellschaft sich zuerst die Bank aussucht und dann mit der Bank eben auch mal bespricht, welche Anwaltskanzleien könnten wir auf den beiden Seiten einsetzen.

00:21:26: Wer kommt auch gut miteinander aus?

00:21:27: Wer kann das?

00:21:28: Wer passt auf die Größe des Deals vielleicht auf die Industrie gibt es ja auch unterschiedliche Schwerpunkte so dass die Banken für uns natürlich schon wichtige Intermediäre sind.

00:21:36: Ist das eigentlich ein wichtiger Faktor, dieses Miteinander?

00:21:38: Weil wenn man halt wirklich sechs Monate lang an so einem Projekt bastelt und sich die Stunden um die Ohren schlägt.

00:21:43: Und hat da jemanden mit dem man so bisschen edgy unterwegs ist... Also wie wichtig ist dieses schon eingespielt sein bei dem ganzen Prozess?

00:21:49: Ich finde es auch extrem wichtig!

00:21:50: Der Evident muss bei der Auswahl wirklich ein sehr gutes Gefühl haben und es gilt auch für die Anwält.

00:21:55: Der muss davon überzeugt sein, gibt ja auch viele Anwaltskanzleien, die sich da tummeln und die geben sich letztlich auch nicht so wahnsinnig viel.

00:22:02: Und der Emittenten muss schauen kann ich mir vorstellen mit dem sechs Monate sehr sehr eng zusammen zu arbeiten am Prospekt her auch das ist ja die Hauptaufgabe von Gesellschaft und den die gesellschaft begleitenden Rechtsanwelten denen zu schreiben Herausforderungen, wo die Atmosphäre einfach gut sein muss.

00:22:19: Ja und das in der Tat wenn wir gefragt werden auf der Bankseite einen Anwalt zu empfehlen, werden wir dann auch häufig gefragt haben Wir haben jetzt den Und wenn ihr schlagt jetzt die drei vor, haben sie denn schon mal miteinander gearbeitet und wie hat das funktioniert?

00:22:33: Wenn die dann Hinweise haben dass zum Beispiel zwei Kanzleien sich eher gekabbelt haben und es eher so ein bisschen schwierig war.

00:22:38: Dann tendieren die natürlich eher zu jemandem die da erfolgreich und sehr emotionsfrei zusammengearbeitet haben.

00:22:45: Es spielt schon eine Rolle!

00:22:46: Also ist Menschel da überall sowohl bei der Auswahl der Bank als auch bei dem Berater also auch bei den Anwälten.

00:22:51: Weil in der Tat, wie du sagst, es ist am Ende ein vier-fünfmonatiger Prozess.

00:22:55: Und da ist es angenehmer wenn man mit Leuten zu tun hat die man kennt und wo man ein gutes Gefühl hat.

00:23:01: aber das ist nicht immer so.

00:23:02: Man ist dann auch eben auf den Konstellationen und selbst mit Leuten die man kenne, da knirscht's immer mal an der einen Ecke und muss dann gucken dass man dadurch kommt eine Lösung findet.

00:23:13: Das sind wir froh, dass wir konkurrenzlos sind.

00:23:17: Aber wann kommt ihr denn ins Spiel?

00:23:18: Also, wann nimmt eure Reibung zu quasi.

00:23:20: Wann geht ihr mit in den Prozess?

00:23:22: Ja am Ende des Tages wenn es dann tatsächlich konkret wird, wenn man sich entschieden hat, man will das machen und führt entsprechend konkrete Gespräche, dann kommt sie irgendwann mal auch auf dem Punkt ja welcher Kapitalmarkt ist der Richtige?

00:23:33: Jetzt sollten wir vielleicht Einsatz nochmal sagen zu diesem zentralen Thema Bewertungen.

00:23:37: Wie arbeitet denn da?

00:23:38: Weil es wäre ja ein leichtes, einem Unternehmer der natürlich möglichst viel ertrag ziehen will aus so nem Börsengang.

00:23:44: Die Bewertungen möglichst hochzuschrauben und zu gucken was sagt mein Wettbewerb?

00:23:47: und ich setze halt noch einen drauf.

00:23:49: Da liegt man sich ja manchmal aber irgendwie in Ayers Nest.

00:23:51: Wie geht ihr davor?

00:23:52: wie arbeitet man damit?

00:23:54: Also zunächst mal muss man es schaffen einen Preis zu finden der für beide Seiten attraktiv ist also sowohl für den Verkäufer als auch für den Käufer.

00:24:02: Klar!

00:24:02: Der Verkäuer will möglichst das Optimum rausholen und den besten oder höchsten preis.

00:24:06: Der Käufer, also die neuen Investoren wollen natürlich auch irgendwo einen Preis zahlen wo sie nicht gleich das Maximum zahlen und ein hohes Risiko haben.

00:24:15: Dass bei der kleinsten Marktentwicklung oder wenn irgendwas im Unternehmen nicht so kommt wie erwartet dass dann der Kurs sofort runter rauscht.

00:24:22: Das heißt diesen Clearing-Preis sozusagen, das ist die Kunst den zu finden.

00:24:26: und da es dann am Ende auch bei den Eigentümern und beim Management schon immer... Am Anfang pushen die das natürlich und sagen das muss so hoch wie möglich sein weil die auch wissen dass sich das im Zuge des Prozesses irgendwo so ein bisschen wieder nach unten bewegt.

00:24:40: Aber diese Bereitschaft ist dann auch da, weil die wollen ja am Ende auch, dass es eine erfolgreiche Transaktion wird, weil auf der anderen Seite der Investor eben nicht bereit sein wird irgendwelche Premiums zu zahlen oder Mondpreise zu zahlen wo er am Ende das Risiko hat, dass das eher nach unten läuft als nach oben.

00:24:54: Das ist schon mal als Grundvoraussetzung glaube ich das was man erreichen muss.

00:24:58: Und dann gehen wir eben sehr technisch vor.

00:25:00: Das heißt, wir machen eine vergleichende Bewertung.

00:25:03: Wir gucken uns an welche Unternehmen gibt es im Markt die schon notiert sind und da kann man ja Preise oder diese sogenannten Multiple ablesen und wir übertragen das auf die Zahlen des Unternehmens.

00:25:13: von dem Ergebnis nimmt man in der Regel einen gewissen Abschlag weil der neue Investor will nicht gleich das bezahlen was einem am Markt schon gelistet unter das Unternehmen als Bewertungen hat sondern ein bisschen weniger als Risikoprofer sozusagen.

00:25:28: Und dann machen wir auch immer noch eine sogenannte DCF-Bewertung, also eine discounted cash flow Bewertung die im Grunde genommen um das vereinfacht zu sagen den intrinsischen Unternehmenswert beinhaltet.

00:25:38: Also der basiert wirklich auf der Unternehensplanung, die das Unternehmen gemacht hat und die sicherlich meistens zu dieser multiple Wertung nach oben hin die Bewertungen abfedert und zeigt was da eigentlich als Maximum möglich sein könnte.

00:25:52: Macht ihr so was, ein bisschen Elfenbeinturm-mäßig im stillen Kämmerlein?

00:25:55: Oder macht ihr zum Beispiel auch mal erste Pre-Soundings, dass sie mal nachfragt wer Potential Investor ist.

00:25:59: Was würdest du taksieren wenn ich jetzt mit dem und dem Pitch auf dich zukäme?

00:26:02: oder ist das noch zu früh?

00:26:03: Das dürfen wir nicht!

00:26:05: Aber in der Tat, der ganze Vermarktungsprozess, der ist dann später mehrstufig aufgebaut und die ersten Meetings mit Investoren, die passieren in der Regel schon vier, virenhalb Monate bevor der eigentliche Börsengang stattfindet damit man genau das angeht in diesem Ablauf vier, fünf, sechs Monate zum IPO ein Gefühl dafür bekommt.

00:26:26: Wie sehen Investoren welche Vergleichsunternehmen würden die heranziehen und welche Bewertungsverfahren?

00:26:31: Und welche Multiples würden sie denn für so einen Unternehmen sehen?

00:26:34: Damit man eben nicht wenn es am Ende auf den Knopf drückt und die Aktien verkauft, dann plötzlich merkt die Investoren haben da einen ganz anderen Blick.

00:26:41: Die sehen eine ganz andere Bewertung.

00:26:42: also So viel wie möglich Sicherheit auf dem Weg dahin, vorher reinzubringen.

00:26:46: Das ist die Aufgabe und das macht man über diese Mehrstufigkeit sogenannte Early Look vier fünf Monate vorher Pilot Fishing.

00:26:53: Das sind so zwei drei Monate vorher und dann am Ende letztlich wirklich die tatsächliche Vermarktung.

00:26:58: Und was siehst du, wie viel Bewegung in der Bewertung liegt zwischen unterschiedlichen Banken?

00:27:02: Die dort pitschen hat man da ein großes Feld.

00:27:04: Ja also das ist schon teilweise ein relativ breites Spektrum weil es eben sehr davon abhängt welche Vergleichsgruppe man da findet.

00:27:12: und es gibt ja nie dass Unternehmen im Markt das eins zu eins vergleichbar ist mit dem das man da gerade hat und deswegen muss man hilfsweise Unternehmen finden die annähernd vergleichbare sind.

00:27:22: am Ende ist das Ausfluss der Bewerbung aber viel mehr ist es Positionierung.

00:27:26: Also Wie kann ich das unternehmen möglichst so attraktiv in eine Gruppe positionieren, die eben ein MBTA-Maltibbel von zehn hat und nicht von sieben.

00:27:34: Hat man da denn viel Spielraum?

00:27:36: Also ich habe mal gelernt, je später die Finanzierungsphase desto weniger Verkauf auf Vision.

00:27:42: Eine frühe Bewertung kann ja manchmal im Verhältnis zu dem, was das viel höher sein wird wenn man Visionen verkauft und nach hinten raus habe ich immer mehr Kennzahlen, die ich eigentlich hart belegen kann.

00:27:49: Viel Spielraum hat man nicht im Gegenteil.

00:27:51: Man muss eine gewisse Historie zeigen.

00:27:54: also wenn man zum Beispiel sagt nach vorn heraus in den nächsten drei vier Jahren wollen wir thirty-fünf Prozent wachsen.

00:28:00: Das Unternehmen ist aber in den letzten drei Jahren nur fünf Prozent gewachsen werden die Leute sagen Okay, zeig mir mal ein Jahr wo du dreißig Prozent wächst.

00:28:08: Warum soll das jetzt gerade?

00:28:09: Diese typischen Hockey-Stickplanung.

00:28:12: Am Ende muss man sich immer fragen hält das Stand wenn man später mit Investoren spricht und kriegt man das denen erklärt und verkauft und gehen die das mit.

00:28:19: Und jetzt mal zum Thema Kosten.

00:28:21: Wie berechnen sich die Kosten für eine Bank, die im Börsengang berät und unterstützt um mit in so einem Team zusammenarbeitet?

00:28:27: Also zunächst mal ist es bei den Kosten für die Bank ja so dass die Bank nur verdient wenn die Transaktion durchläuft.

00:28:33: Wenn sie vorher abgebrochen wird bis hin zum Buchbilding.

00:28:36: also man ist wirklich schon draußen bietet die Aktien an das Buch fühlt sich nicht und dann muss nach zwei Wochen aufhören und sagen sorry hat nicht geklappt.

00:28:43: Dann hat man sechs Monate für nix gearbeitet weil wir vollständig erfolgsabhängig bezahlt werden.

00:28:50: und das ist eben eine Provision, ein Prozentsatz der sich anlegt an das Transaktionsvolumen also an das was da platziert wird.

00:28:58: Und diese Provision ist in der Regel zweistufig gestaltet.

00:29:02: es ist so eine Art Basisvergütung die man dann auf jeden Fall bekommt plus eine Incentivergütungen die man bekommt wenn der Kunde zufrieden ist und diese Zufriedenheit kann sich nach verschiedenen Faktoren orientieren.

00:29:14: Also gibt dir auch quasi die Vorleistung, habt ihr sozusagen Working Capital was die ganzen Personalkosten aufeinander geht?

00:29:19: Und deswegen überlegen wir uns eben auch sehr gut welche Projekte wir angehen wo wir uns bewerben wollen und wir müssen da schon eine hohe Transparenz und Sicherheit haben.

00:29:28: das wird es auch zu einem Erfolg führen können.

00:29:30: Was für eine Emissionsgröße hat man in der typischer Weise bzw.

00:29:33: was ist das Minimum wenn du sagst prozentsatz am Emissionsvolumen?

00:29:37: Da gibt es verschiedene Blickwinkel, das hängt auch sicherlich immer so ein bisschen davon ab welche Investoren man hat die man anspricht.

00:29:45: Bei uns ist das so dass wir eine Minimumgröße sehen von Hundert Millionen Transaktionsvolumen weil unsere Investoren die wir betreuen nach unserer Erfahrung bei darunter liegenden Volumina eher sagen ist uns zu klein und dann am Ende sind da nicht genügend Aktien im Handel später kaufen und verkaufen.

00:30:04: Und wie viel Prozent von diesem Volumen kriegt eine Bank als Gebühr, als Kosten?

00:30:09: Die Gesamtkosten für so ein Projekt liegen in der Regel zwischen vier und fünf Prozent mit Rechtsanwälte, Kommunikationsagenturen, Bank natürlich auch.

00:30:18: Ist das erfahrungsgemäß so einen Schmerzpunkt?

00:30:20: Also wird da viel verhandelt?

00:30:21: Ist das irgendwie so ein Genickbrecherthema, die kosten oder bewertet man das eigentlich von außen erst mal über.

00:30:27: Das ist schon ein sehr wichtiges Thema und da wird auch verhandlt an jeder Stelle sowohl mit der Bank als auch mit den Juristen- und Kommunikationsagenturen.

00:30:35: Da gibt es erstmal ein Angebot und dann wird natürlich versucht das auch noch ein Stück runter zu verhandeln.

00:30:40: Macht man das als Bank eigentlich nicht, oder?

00:30:41: Wenn man sagt da hat so viel Risiko würde ich doch vermuten... Also sagen wir mal so, man hat da natürlich ganz klar einen Limit.

00:30:46: Man sagt ich habe da ein entsprechendes Team und bringe da auch ein entspreches Commitment mit und das bindet mich fünf sechs Monate Und am Ende wird man da eine gewisse Mindest-Fee oder ein Mindestertrag, den wird man daraus holen wollen und drunter würde man es dann auch nicht machen.

00:31:00: Was würdest du sagen?

00:31:01: Sind das wirklich die Unternehmer, die da im Drivers seat sitzen und euch mandatieren oder haben da die Investoren wenn es denn welche gibt auch irgendwie einen großen Einfluss?

00:31:09: Wenn man ein privat geführtes Unternehmen hat, da hat natürlich haben die Eigentümer in der Regel Das sagen.

00:31:14: Das Management muss natürlich auch mit den Leuten auskommen und wenn das eher Finanzinvestoren sind, kommt so ein bisschen darauf an wie stark das Management da ist.

00:31:22: aber ich würde auch da sagen, da sind schon die Private Equity oder Venture Capital Firmen, die sind da schon sehr nah dran und wirken da auch mit und entscheiden da auch sehr stark mit.

00:31:30: Gut!

00:31:31: Jetzt sagen wir mal du hast überzeugt dann kriegst du wahrscheinlich irgendwie wüsste man datiert?

00:31:35: Kriegst einen Vertrag was passiert dann als nächstes?

00:31:37: Also werden erst mal, wenn die noch nicht an Bord sind, die anderen Berater ausgewählt.

00:31:41: Anwaltskanzlerin, Kommunikationsagentur, Wirtschaftsprüfer sind ja meistens schon an Bort.

00:31:46: und dann gibt es einen Kick-off Meeting.

00:31:47: das heißt da treffen sich alle zeitnah nach dieser Entscheidung wer das machen soll.

00:31:51: also die führende Bank organisiert das Die treffen sich bei der Firma von etwa zwanzig bis dreißig vierzig Leute um den Tisch, je nachdem wie groß dieses Projekt ist.

00:32:02: Dann geht man den Zeitplan durch und die ganzen Arbeitsprozesse durch und legt fest wann jeder Einzelne zuständige seinen Input liefern muss, um das zu einem Erfolg zu führen.

00:32:12: Das ist so ein bisschen auch für sich der Startpunkt eben der Startschuss für das Projekt.

00:32:18: Und dann geht es weiter.

00:32:19: Dann wird ein Tageszeitplan erstellt und dann werden die einzelnen Working Screams, die gehen dann halt wirklich in die Umsetzung Prospekterstellung, due diligence, Equity Store also Vermarktungsunterlagen erstellen.

00:32:30: Ist der Berater denn wieder derjenige, der eigentlich der Projektmanager ist?

00:32:33: Das macht dann die führende Bank oder die führenen Banken, das sind die, die das koordinieren Wenn ein Berater dabei ist immer im engen Schulterschluss mit dem Oder eben wenn's keinen gibt, dann eben die Leadbanken Mal so rein vom Tooling her, wie arbeitet ihr dort?

00:32:48: Was habt ihr für digitale Werkzeuge mit denen ihr agiert?

00:32:51: Weil das ist ja ein hoch wichtiger Prozess.

00:32:54: Also der muss jetzt wirklich zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig sein dringend und es gibt viele Akteure die da reinkommen.

00:32:58: also da kann jeder der Projektmensch macht insgesamt von Lernen Wie macht ihr sowas?

00:33:02: Ist ehrlich gesagt technisch nicht groß unterlegt.

00:33:05: am Ende ist das ein Excel-Zeitplan Tag für Tag Woche für Woche Und der Rest ist wirklich sehr viel Erfahrung Einfach Erfahrung, Koordination.

00:33:13: Dann gibt es Weekly Calls ist auch sehr wichtig.

00:33:15: also einmal in der Woche zu einem Jurifix zur bestimmten Zeit wählen sich alle Beteiligten für eine Viertel bis halbe Stunde ein telefonisch und man geht eine Agenda durch die ganzen Workstreams und jeder wird da quasi auf einen Stand gebracht und auch da kann man sehr schön orangefarbene oder rote Lampen anmachen wenn irgendwo was nicht stimmt wenn's hakt da wieder auf eine Linie bringen.

00:33:38: Wie ist das so?

00:33:39: Kriegst du dann auch mal irgendwie um zwanzig Uhr noch Anrufe von deinem Stakeholder und dann musst du irgendwie auch mal die Nerven beruhigen oder... Schon, ja!

00:33:45: Das ist in der Tat immer wieder.

00:33:47: wenn es dann um gewisse Meilensteine geht, wenn es Feedback aus dem Investoren-Meetings gibt und die waren vielleicht nicht so gut.

00:33:54: Und wenn Bewertung plötzlich irgendwie aus deren Sicht irgendwo in Richtung rutscht wo die das nicht hin haben wollen oder vermuten dass das schwierig wird und so... Wie viel Therapeut steckt dann in einem Banker am Ende?

00:34:04: Ja also gute Frage!

00:34:05: Am Ende schon viel.

00:34:06: Also man muss auch immer wieder wie du es eben gesagt hast die Gemüter wieder beruhigen unterholen sagen ist alles nicht so schlimm müssen wir es ja gut was jetzt hören damit wir das einfließen lassen können den weiteren Prozess Ziel erreichen.

00:34:18: Alles klar, dann vermute ich das ja auch irgendwann.

00:34:20: also geht dann aus dieser Prozess der Equity Story als erstes los?

00:34:23: Also ist es relativ früh in diesem Prozess.

00:34:25: oder unterliegt das sowieso dem Ganzen der ganzen Geschichte?

00:34:28: Das unterliegte im ganzen Prozess.

00:34:30: wir müssen schon mit einer ersten Equity Story antreten bei diesem Pitch Termin, bei diesem Beauty Contest wo wir halt eben aufgrund der Öffentlichkeit öffentlich verfügbaren Informationen und der Information die uns das Unternehmen gegeben hat uns da ein Bild machen müssen.

00:34:43: Und das ist zugegebenermaßen wahrscheinlich noch nicht immer das, was man dann tatsächlich am Ende verkauft.

00:34:48: Weil wir einfach auf einer begrenzten Informationsbasis arbeiten.

00:34:52: und dieses Setup wird man in diesem vier-fünfmonatigen Prozess immer stärker verfeinern natürlich auch mit Hilfe des Unternehmens weil dann hat man die ja am Tisch und kann die fragen und können die an das nochmal erklären und dann wird es immer fokussierter, immer komprimierter muss auch vereinfacht sein.

00:35:09: Das sind ja oft komplexe Modelle und am Ende muss man es aber in vierzig Minuten bei einem Investor mit sechs, sieben Argumenten erklären.

00:35:16: Reitet ihr dann richtig ein bei den Unternehmen?

00:35:18: Dass ihr zum Beispiel auch mal jemand hinschickt und der geht einmal an die Produktion und sagt okay wie wahrscheinlich ist das wir Ausfälle haben oder... Also in der Tat gucken wir uns da wo es Produktion gibt.

00:35:26: Gucken wir uns dann auch mal die Produktionshallen an und die Prozesse.

00:35:30: oder wir setzen uns auch mal mit dem Finanzleiter oder dem Controller vor einen Rechnungswesensystem und prüfen, da gehen das schon in die Tiefe.

00:35:39: Wenn ich es richtig verstehe, müsst ihr dann so ein Stück weit USPs rausarbeiten?

00:35:42: Gleichzeitig aber auch irgendwie einen Benchmark haben den die Leute verstehen also irgendwas auf was wir verweisen können und dann aber quasi die Einzigkeit vor ihm?

00:35:49: Genau am Ende geht's eigentlich immer darum einerseits den Anker zu werfen und zu sagen Das ist ein vergleichbares Unternehmen weil so denken ja auch Investoren.

00:35:58: man geht da per se hin und sagt Versuch die abzuholen bei Dingen die sie schon kennen und muss dann aber eben sagen An der Stelle sind wir anders und idealerweise besser als die anderen, die ihr kennt.

00:36:10: Gibt es denn sonst so typische Sorgen- und Einwände, die Investoren haben?

00:36:15: Die ihr dann anspricht, die Ihr schon kennt?

00:36:17: Also gibt's da so die Classic Five oder sowas?

00:36:19: Oder ist das immer individuell?

00:36:21: Dass es individuell letztendlich prüfen, die Investoren natürlich das Unternehmen.

00:36:25: Danach können sie das Wachstum wirklich durchhalten.

00:36:28: wird die Profitabilität angegriffen durch Wettbewerber oder dass Produkte plötzlich was weiß ich im Markt nicht mehr so laufen und positioniert sind?

00:36:36: also Sie versuchen überall da rein zu kicksen um festzustellen ist das was ihr dafür die Zukunft vorhersagt oder wie er euch positioniert Wasser fest oder könnt ihr davon anderen überholt und angegriffen werden, was dann dazu führt dass eure Zahlen ganz anders aussehen.

00:36:53: Und dann sehr stark das ist sicherlich wichtig.

00:36:55: das muss man noch erwähnen.

00:36:56: das Management spielt eine ganz große Rolle am Ende.

00:36:59: ich würde sagen fünfzig Prozent Manchmal mehr, manchmal ein bisschen weniger.

00:37:03: Der Entscheidung hängt auch davon ab was sind das für Typen die da sitzen und es verkaufen?

00:37:07: Sind sie glaubwürdig?

00:37:08: Gibt's also Do's and Don'ts?

00:37:10: oder schickt ihr die zum Beispiel zu einem Trainer nochmal dass ihr sagt die kriegen Kommunikationstraining, die kriegen Rhetoriktraining?

00:37:15: Absolut!

00:37:15: Also ist wirklich ein rundum Paket.

00:37:17: wir hören uns natürliches Unternehmen an wie die präsentieren und wie sich verkaufen Und wenn das nicht das ist, was wir da erwarten oder was Investoren erwarten.

00:37:25: Am Ende müssen die ja vorbereitet sein und bei den Investoren entsprechend performen.

00:37:29: Dann holen wir da Kommunikationsberater rein dann machen wir Trainings sowieso vor jeder Investorenaktion machen wir sogenannte Rehearsals und Ride Runs.

00:37:38: Das heißt wir schließen uns mit denen zwei Tage vorher ein und dann müssen sie das dreimal vorsingen.

00:37:43: Wir spielen Investor und stellen blöde Fragen und kritische Fragen Und auch da, die müssen im Grunde haben, die einen Antwortkatalog.

00:37:50: Es darf keine Frage geben, die ein Investor stellt, die die vorher noch nicht gehört haben.

00:37:54: Was Schlimmste was passieren kann ist wenn sie dann sich zurücklehnen und pausen und wissen nicht was sie darauf sagen sollen.

00:38:01: Also die Rüsten würden sagen wie so eine Scheinverhandlung sozusagen einmal die Trommelung sind?

00:38:04: Nein es ist eine Vorbereitung, einfach ne Vorbereitungen.

00:38:08: Okay, verstehe.

00:38:09: In was für einem Dokument gießt sich diese ganze Equity Story der Nieder?

00:38:12: Gibt es da ein zentrales Dokument wo man das quasi kommuniziert?

00:38:15: Es gibt dann eine Management-Präsentation und die gibt konzentriert das Unternehmen wieder.

00:38:21: Was das Unternehmen ausmacht mit all seinen Facetten und insbesondere USPs und Besonderheiten Und dies meistens so aufgebaut dass man erst die Leute vorstellt Dann gibt man so eins zwei Seiten Flashlight auf die Company wie so ne Zusammenfassung Meistens so fünf, sechs, sieben Investment Highlights.

00:38:40: Also eben genau diese runtergebrochenen fünf bis sieben Argumente was das Unternehmen ausmacht die man dann durch jeweils zwei drei Seiten unterlegt mit Informationen Senator, ist das so der Zeitpunkt zu dem ihr auch reingeholt werdet?

00:38:53: Wenn die Vision langsam klarer wird.

00:38:55: Wenn man diese Management-Präsentation hat oder passiert es schon früher oder noch später?

00:38:58: Es kann ganz am Anfang sein bevor überhaupt irgendwie Banken und Anwälte mit drin sind wie vorhin schon ausgeführt.

00:39:05: Das kann aber auch sein dass eben erst wenn er prospect in der Billigung oder in der Endphase ist, die Börse dazu kommt.

00:39:11: Also es kommt immer drauf an gibt es irgendwie Themen, die bürsenrelevanz haben wo wir einfach unterstützen können und wo es Sinn macht dass man sie einfach vorher bespricht sei es rechtliche Themen die vielleicht irgendwie besprochen werden müssen weil's am Ende noch eine Entscheidung gibt und das wäre natürlich fatal wenn der komplette Prozess durchgelaufen ist.

00:39:30: die Prospekt-Billigung da ist dann die Böse dann irgendwie sagt als Letzte in der Prüfungskette jetzt haben wir aber einen Konzern.

00:39:38: Das Ganze können wir nicht zulassen.

00:39:40: So, jetzt war ja Prospekt schon ein Thema.

00:39:42: also im Prinzip wann erstellt man so einen Wertpapierprospekt und welche Funktion hat er eigentlich?

00:39:48: relativ bald nachdem die Beteiligten zusammengefunden haben, sollte man auch mit dem Prospekt anfangen.

00:39:54: Liegt daran dass man ungefähr sechs Wochen einplanen muss für die Billigungsphase durch die BAFEN.

00:39:59: also dieser Prospekt muss ja bei der BAFен eingereicht werden und er darf erst dann veröffentlicht werden.

00:40:03: Was macht ihr genau?

00:40:04: Also welche Funktion hat er im Kern?

00:40:06: Also es ist im Grunde das zentrale Dokument meiner Meinung nach des ganzen Beausengangs.

00:40:11: Die ganzen Präsentationen, die Managementpräsentatoren, die Stefan angesprochen hat beispielsweise darf nichts anderes enthalten als der Prospekt.

00:40:18: Also der Prosjekt gibt es quasi vor was ich auch in der Vermarktungsphase sagen kann.

00:40:22: Es darf jetzt keine Abweichungen geben.

00:40:25: Der Prospekt... Ist weiter ein Enthaftungsdokument.

00:40:28: Ich hafte ja als Emittent und als Bank für diesen Prospekt, für den Inhalt des Prospekts gegenüber dem Anleger.

00:40:34: Das heißt er hat zum Beispiel viele Seiten Risikofaktoren.

00:40:37: das ist wie so einen By-Pack Zettel bei Medikamenten da erschrecken die Investoren auch nicht sondern es ist üblich dass man einfach geschäftsspezifische Risiken in dem Prospekt erwähnt.

00:40:47: Und Last but not least ganz wichtig ist eben da auch noch mal die Equity Story also schon auch ein Dokument dass den Unternehmen die Möglichkeit gibt, sich einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren.

00:40:56: Mit der Equity-Story mit der Strategie Wettbewerbsstärken.

00:41:00: Wo sehe ich mich im Wett bewerb?

00:41:01: Es ist so ein Wertpapierprospekt, so ein Stück weit wie ein Businessplan, in dem jeder Unternehmer irgendwie lässig findet und er weiß, er braucht ihn irgendwie.

00:41:08: Und dann merkt man eigentlich nach dem Prozess, ah war doch irgendwie ganz augenöffnend hat eine gewisse Katalyse bei mir verfordert das das doch irgendwie sinnvoll war Der Vergleich, weder Vergleich hinkt er sicherlich ein bisschen.

00:41:19: Aber es ist auch nicht ganz unzutreffen.

00:41:21: das ist sich.

00:41:21: also man braucht das Management ja auch für die Erstellung des Wertpapier Prospekts und man muss am Anfang Hindernisse überwinden weil der Vorstand sagt Ja da kann ich aber gar nicht in der Woche Ich muss ja schließlich mein Unternehmen führen Da bin ich im USA auf der so-und-so Messe.

00:41:36: Das muss man natürlich aufeinander abstimmen, aber es ist eben schon wichtig dass der Vorstand und das Unternehmen auch vielleicht in der zweiten Führungsebene wirklich ganz eng dabei ist bei den Prospekt-Sitzungen.

00:41:46: Und dort wirklich sich einbringt.

00:41:48: Aber bisschen kann man das den Vergleich wahrscheinlich ziehen?

00:41:50: Absolut!

00:41:51: Es ist schon sehr stark eine Standortbestimmung zu Papier zu bringen.

00:41:55: Die haben eine Strategie im Kopf die wissen wir ihre Kunden, ihre Wettbewerber und die Produkte sind, aber das dann mal wirklich niederzuschreiben in mehreren Seiten, das ist immer ein Selbstfindungsprozess im Unternehmen dazu nochmal für sich zu formulieren und festzustellen, wo stehe ich eigentlich?

00:42:11: Wo will ich

00:42:12: hin?".

00:42:12: Und dann hat man das wirklich mal klar strukturiert und auch zur Papier gebracht.

00:42:16: Das sind so die klassischen Inhalte da drin.

00:42:17: also hast du schon gesagt Risiken wäre ein Faktor.

00:42:19: was kommt noch rein?

00:42:20: Also Strategie-Wettbewerbsstärken, sozusagen die Equity Story.

00:42:24: Das ist ein ganz wichtiger Teil überhaupt.

00:42:26: das gesamte Business muss natürlich erklärt werden mit allen Produkten und Dienstleistungen, die ich anbiete.

00:42:31: Das hier der größte Teil des Prospektes.

00:42:34: sehr wichtig auch ist die sogenannte Management Discussion and Analysis.

00:42:38: da werden die Jahresabschlüsse diskutiert und analysiert wird also dargestellt warum welche Position sich in den letzten drei Jahren wie verändert hat?

00:42:47: Warum ist der Umsatz gestiegen?

00:42:50: eine Position vielleicht gesunken.

00:42:53: Das ist auch sehr wichtig, glaube ich für die Investoren weil man wirklich verstehen will wie sich die Zahlen in den Jahresabschlüssen zusammensetzen und wie sie sich entwickelt haben.

00:43:02: Wie lange dauert die Erstellung von so einem Prospekt üblicherweise?

00:43:05: Man kann im Grunde nicht früh genug beginnen und kurz nach dem Kick-off Meeting, das vielleicht sechs Monate vom First Day of Trading entfernt liegt.

00:43:11: Sollte man im Grund schon mit vorbereitenden Maßnahmen anfangen also wir machen das beispielsweise dass wir dann sehr früh schon an sogenannten Shell heißt es ein Prospekt gerüst wo eben schon mal die wichtigen Kapitel, aber nicht nur die Überschriften sondern teilweise auch schon so ein bisschen unter Überschwiften gegliedert dem Emittenten an die Hand geben und sagen so das ist jetzt das Gerüst oder der Knochen wenn man so will.

00:43:32: Da müssen wir noch das Fleisch jetzt dran bringen und lass uns mal anfangen.

00:43:36: Erklär uns mal dein Geschäft und erklär uns mal die Risiken und dann kommt man Stück für Stück voran, aber früh anfangen in dieser sechs Monatsperiode.

00:43:45: Wer schreibt das denn?

00:43:46: Schreibt ihr das als Anwälte, die Kommunikationsagentur.

00:43:49: Es schreiben üblicherweise Anwaltskanzlerien, die darauf ja auch dann eine sogenannte Disclosure-Opinion über die Richtigkeit und Vollständigkeit des Prospekts abgeben.

00:43:56: Und schreibt eben auch der Anwalt auf der Ishversseite aus der Firmenseite.

00:44:01: Der auf der Bankseite, der liest denen und kommentiert denen und guckt ob es aus seiner Sicht richtig ist und so aber originär geschrieben wird vom Ishvers-Councilen.

00:44:09: Wenn du sagst, die Barfin braucht sechs Wochen... Also es gibt doch glaube ich sogar mehrere Entwurfsphasen.

00:44:13: oder täusche ich mich Dass man sagt er ist der Zweiter.

00:44:16: Früher hat man so gesagt fünfzehn Tage, zehn Tage, fünf Tage für drei Einreichungen.

00:44:19: Inzwischen sind es eher... bisschen Vier-Einreichungen, weil man natürlich manchmal auch noch gewisse Informationen in der Ersteinreichung noch nicht drin haben kann.

00:44:28: Wenn eben ein Zwischenabschluss noch nicht fertig ist im Zeitpunkt der Ersteinreichung dann kann ich den erst bei der Zweitanreichung dazugeben.

00:44:35: es gibt auch Fälle das der Formwechsel von der GbH an die AG dass der noch irgendwo beim Handelsregister hängt.

00:44:42: dann muss sich die AG Angaben eben auch nachtragen und die BAFIN prüft eben auf Coherenz.

00:44:47: nennt sie das oder man kann auch Konsistenz dazu sagen im Prospekt eben in sich schlüssig sind und dass eben zum Beispiel auch keine superlative unbedingt drinstehen, die nicht irgendwo belegt sind durch Quellen.

00:45:00: Dass die Risiken tatsächlich geschäftsspezifisch sind und das aber in diesen Risikofaktoren z.B.

00:45:05: auch keine Relativierungen drin sind.

00:45:07: also so nach dem Motto wir haben zwar das und das getan und sind uns sicher, dass es nicht eintritt, aber vielleicht könnte doch das folgende Risiko sich materialisieren da würde die BAFIN anmerken, es geht nicht weil die Risikophaktoren nackt geschrieben.

00:45:21: Aber sie prüft eben nicht auf Richtigkeit, weil die das gar nicht können.

00:45:25: Ob jetzt die Dinge, die da beschrieben sind richtig oder falsch sind?

00:45:28: Das interessiert die wenig.

00:45:30: Scheitern oder verspieten sich Börsen gegen oft aufgrund des Prospekts in seiner Stellung?

00:45:34: Früher nicht würde ich sagen, in letzter Zeit ist die Barfin sehr überlastet und man kann im Moment sehr schwer mit der Barfin-Zeitpläne absprechen.

00:45:43: Und dadurch isst man immer in so einer gewissen Unsicherheit zumindest wenn das Verfahren beginnt.

00:45:46: also früher konnte man einen Zeitplan Ganz, bis in alle Facetten abstimmen mit der BAFIN.

00:45:53: Man wusste dann sehr genau wann wird der Prospekt gebildet und konnte von da aus wie der Roadshow und andere Dinge aufsetzen?

00:45:58: Da kommt es auch darauf an dass man die richtigen Anwälte an Bord hat, die ein gutes Verhältnis zu den Sachbearbeitern dort haben, die sie kennen und denen zureden, sag ich mal, auch da ist man wieder Therapeut.

00:46:10: Ist das echt so?

00:46:10: ja, dass man also per Du

00:46:11: ist?!

00:46:12: Nö, per du nicht glaube ich.

00:46:13: Aber you know what I mean?

00:46:16: Es ist genau auch da wieder wichtig es menschelt überall und deswegen ist es wichtig dass man die Leute kennt.

00:46:21: Es ist wichtig das man oft mit der Parfait zusammenarbeitet mit vielen Prospekten dort ist und dann kann man natürlich auch auf kleinem Dienstweg mal was besprechen, selbst wenn die immer so ein bisschen aufgeregt sind.

00:46:32: Weil sie selber das muss man ja auch verstehen.

00:46:33: Die Leute haben wahnsinnig viel plötzlich zu tun jetzt wieder!

00:46:35: Die hatten eine ganze Zeit lang nicht so viel zu tun und plötzlich kommt diese ganze Welle für das letzte Quartal und in dem Sommer, es war noch Urlaubszeit, haben die sicher sehr viel zu Tun gehabt und da muss man sich auch psychologisch hineinversetzen und einfach für eine gute Atmosphäre sein.

00:46:49: Genau uns ist ja so dass diese Einreichungsrhythmen, die du erläutert hast, nicht gesetzlich festgelegt Also man hat keinen Ansprech darauf, sondern das ist in der Tat einvernehmliche Verhandlung und es wird ja auch dann eigentlich immer so festgelegt.

00:47:01: Aber am Ende könnten die sich zurückziehen auf gesetzliche Fristen mit denen man nicht arbeiten könnte weil sie völlig lang und unbestimmt sind und damit könnte man nie diesen Zeitplan einhalten.

00:47:12: Damit man es jetzt als Live versteht also so einen Wertpapiprospekt ist wirklich für die Öffentlichkeit gedacht, den kann jeder einlesen und sich belesen.

00:47:19: Jetzt beobachtet man ja manchmal, dass man auf diese Investor Relations Seiten der Unternehmen geht und dann gibt es immer so eine Häkchen.

00:47:24: Ich muss irgendwie bestätigen, dass ich kein US-Citizen bin in solche Geschichten.

00:47:27: Warum passiert sowas eigentlich?

00:47:28: Der Prospekt führt dazu den gebildeten Prospekt, das sich einen sogenannten europäischen Pass habe mit dem ich meine Aktien insgesamt Europa anbieten kann oder im EU Bereich, so muss man noch konkreter sagen aber eben nicht in den USA.

00:47:40: und dementsprechend um nicht irgendwie SEC registrierungspflichtig zu werden und Probleme dort zu bekommen sind eben diese Disclaimer vorgeschaltet.

00:47:50: Renata, was sagt so die Erfahrung?

00:47:51: Machen Börsenprospekte im Nachhinein manchmal Probleme?

00:47:54: also wenn man sagt es ist eigentlich auch ein Thema der Haftung Stina passiert das manchmal dass man drauf verklagt wird oder oder oder?

00:48:00: ich glaube so oft passiert in der Tat nicht liegt sicherlich irgendwie daran dass sich das so etabliert hat, dass wir gute Kapitalmarktakteure auch im Markt haben.

00:48:10: Dass das System als solches funktioniert.

00:48:12: Aber es ist doch schon ein bisschen... Also ich hab's jetzt bei einem jüngeren Börsengang gelesen.

00:48:16: Da kam mir dann der bisschen Kommentar auf.

00:48:17: So oder habt ihr eure Zahlen aber gut verkauft?

00:48:19: Auch im Prospekt?

00:48:20: Wenn die in den USA werden, würdest du Reihenweise klagen geben?

00:48:22: Man muss gucken wofür ist denn so'n Prospekt da an?

00:48:25: Prospekt ist dafür da ausreichend Informationen zur Verfügung zu stellen damit der Investor irgendwie sich ein ausreichendes Bild über das Unternehmen und das Geschäftsmodell verschaffen kann um seine Anleitung zu treffen.

00:48:36: Also es sind am Ende des Tages im Regelfall objektive nüchterne Informationen, die dann belegt werden mit Finanzkennzahlen

00:48:43: usw.,

00:48:44: das Unternehmen wird sich hüten in Prospekt irgendwelche Annahmen und Ausblicke zu machen und wird das nur so eingeschränkt tun damit es sich eben dieser Haftung nicht aussetzt.

00:48:55: Und jetzt gibt's natürlich immer Situationen dass das durchaus passieren kann, dass sich Fehler einschleichen in einen Prospekt Tatbestände oder das natürlich irgendwie auch in dem Zusammenhang kriminelle Energie sich breit machen kann.

00:49:11: Das sind dann aber Sachverhalte wie woanders, also ich glaube an sich dadurch dass halt eben hier verschiedene Beteiligte mit mit involviert sind die alle das Interesse haben die Haftung so gering als möglich zu halten ist.

00:49:24: die Qualität der Prospekte ist überragen glaube ich hier im europäischen Raum.

00:49:30: wir haben Kanzlein entsprechend das ganze bestätigen Banken, lassen sich diese Haftungsfreistellung auch nochmal geben.

00:49:40: Die Wirtschaftsprüfer gucken noch mit drüber und wenn man weiß, man hat Akteure die das alles ernst nehmen und am Ende des Tages mit ihrer Reputation einstehen.

00:49:50: Das ist das Wesentliche für alle Akteuren.

00:49:53: Wenn man einmal irgendwie in dem Umfeld negativ aufgefallen ist dann hat es halt einfach Auswirkungen für weitere Transaktionen Und ich glaube, das möchte keine.

00:50:05: Abschließend, bevor wir dann in unserem nächsten Folge mal wirklich auf die ganze Umsetzung des Börsengangs kommen gibt es noch weitere Legal-Dokumente, die in dem ganzen Zuge eine Rolle spielen.

00:50:14: oder ist es im Wesentlichen das, dass man auf der einen Seite eine Equity Story in so einer Managementpräsentation gießt was jetzt kein Legaldokument ist aber ein Stück weit schon einen Bezug zu dem Prospekt Und halt den Wertpapier-Pospekt?

00:50:25: oder haben wir noch was vergessen?

00:50:26: Ähnlich wichtig ist der Übernahmevertrag zwischen emittent und den Banken.

00:50:30: Dort wird geregelt eben die Platzierung der Aktien letztlich, wie das technisch abläuft.

00:50:36: aber es sind auch sehr viele Gewährleistungen des Unternehmens vorgesehen.

00:50:40: Das rechtfertigt sich auch daraus dass eben Banken und emittent für den Prospekt haften.

00:50:46: Die Bank haftet also auch für jeden Satz, der im Prospekt steht kann es aber natürlich am Ende ja nicht so gut beurteilen wie das Unternehmen und deswegen lässt man sich natürlich sehr viele Gewährleistungen vom Unternehmen geben dass eben die Jahresabläse richtig sind das überhaupt insgesamt gesagt der Prospekt richtig ist.

00:51:02: dann gibt es noch ein paar kleinere Dokumente vielleicht die aber auch wichtig sind.

00:51:05: die Anwälte ich habe schon gesagt müssen Opinions abgeben auf den Prospekten und auch auf die Wirksamkeit Also auf die Richtigkeit des Prospektes und auf die Wirksamkeit bestimmte rechtlicher Vorgänge, dass die gesellschaft ordnungsgemäß gegründet worden ist.

00:51:17: Dass die Kapitalerhöhung zum IPO rechtswerksam durchgeführt worden ist etc.

00:51:22: Und dann gibt es noch Guidelines für die Analysten, Research Guidelines, gibt's für die gesamten Kapitalmarktkommunikationen sogenannte Publicity Guidelines.

00:51:32: Dann können eben noch andere rechtliche Dokumente hinzukommen Sei es, wenn es ein Stock-Option-Programm gibt dann die diesbezüglichen Beschlüsse und Verträge überhaupt Gremienbeschlüsso, Vorstandsbeschlüssel, Aufsichtsrat der Beschlüße.

00:51:45: Und es gibt mit mehrer Banken beteiligt zu den Bankenkonsortien natürlich auch einen Konsozialvertrag unter den Banken.

00:51:50: Dann haben wir heute, glaube ich, extrem viel gelernt über diesen ganzen Prozess und was da eigentlich so passiert.

00:51:55: Und ich freue mich schon wie gesagt beim nächsten Mal, spreche mir mal darüber wenn es wirklich losgeht also Roadshow und irgendwie Glockeleuten usw.

00:52:03: Also dann muss Renata von der Front erzählen wie die Leute sich anfühlen.

00:52:07: Ich danke euch ganz herzlich und freue mich noch das nächste Mal!

00:52:09: Danke dir Joel!

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