Sven Plöger über den Klimawandel | #CleanTech 🌱

Shownotes

EXPERTENGESPRÄCH | In dieser Folge treffen wir Sven Plöger, den aus der ARD bekannten Wetterexperten, um mit ihm Themen rund um den Klimawandel zu diskutieren. Er gibt seinen Eindruck der Klimakrise und erklärt, weshalb wir noch optimistisch sein können. Du erfährst... ...was Wetter versus Klima ist ...warum es uns Menschen schwerfällt, den Klimwandel ernstzunehmen ...wie viel Jahre an Messungen es geben muss, um von Klima zu sprechen ...welche Menge an CO2 jedes Jahr ausgestoßen wird ...warum Änderungen auf globaler Ebene besonders wichtig sind ...wer CO2 als Treibhausgas erstmals erwähnt hat ...welche Position Deutschland im Klimaschutz einnimmt ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um CleanTech: Mit unserem Gastmoderator David Wortmann bekommst du Antworten auf die drängendsten Fragen dieser Zeit – du lernst von den größten Expert:innen für CleanTech, Umwelt- und Zukunftstechnologien. Du tauchst ein in Themenbereiche wie die Energie- und Verkehrswende, Chemie, Wasser- und Land- oder Kreislaufwirtschaft. Und das Beste: Du bekommst für dich und dein Unternehmen praxisnahe Handlungsmöglichkeiten mit auf den Weg. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 David Wortmann, 👤 Sven Plöger, __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:04:32) Der Unterschied zwischen Wetter und Klima (00:09:36) Die Gesellschaft und die Aufmerksamkeit für den Klimawandel (00:14:23) Die Rolle der Medien in der Debatte (00:25:36) So ändern die Extremwetterereignisse die Wahrnehmung (00:31:04) Klimakrise vs. Klimawandel (00:33:23) Warum wird in der Regel immer von CO2 geredet? __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns  👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.

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00:00:00: Hallo, herzlich willkommen zu einem neuen Deep Dive Digital Podcast.

00:00:12: Heute haben wir Sven Plöger hier.

00:00:15: Er ist bekannt als der ARD-Wetterexperte.

00:00:18: Wir werden heute übers Wetter sprechen über das Klima sprechen über die großen Fragen des Klimawandels natürlich auch aber trotzdem versuchen auch so ein bisschen dem Bogen noch mal zur Spannung Richtung Wirtschaft wie verändert sich die Gesellschaft den positiven Verstück auch im negativen.

00:00:32: und erstmal herzlichen Willkommen sind!

00:00:34: Ja David grüß dich.

00:00:36: Wie bist du denn eigentlich mit dem Thema Wettheim-Berührung gekommen?

00:00:38: Das ist eine ziemlich gute Frage, weil das ist lange her.

00:00:41: Ich bin ja mittlerweile über fünfzig Jahre alt wie man sieht und mit vier, fünf Jahren schon eigentlich.

00:00:47: bevor es mit der Schule losging guckte ich sehr gern nach oben.

00:00:51: Ich war so ein klassischer Hans Kuck in die Luft.

00:00:53: und dann gab's in der dritten Klasse in der Schule da gab es eine Unterrichtsreihe Sachkunde und Wetter.

00:00:58: Man musste aufschreiben, wie viel hat es gerechnet?

00:01:00: Welche Temperaturen das in Millimeterpapier eintragen.

00:01:03: Und dann beobachtete ich mit Begeisterung Gewitter.

00:01:06: Ich guckte immer raus hüpfte als Kind schon rum auf dem Balkon wenn ich sah da tut sich was ist irgendwie ein wettergehend drin.

00:01:12: und dann habe ich immer gesagt dabei bleibe ich bis zum Studium und wie man so schön sagt darüber hinab.

00:01:16: Ab wann wurde dir denn klar dass es einen Unterschied gibt zwischen Wetterveränderungen und Klimaveränderungen.

00:01:23: Es gab im Grunde genommen natürlich schon im Studium eigentlich das Wissen, weil man natürlich das Thema Klima als Statistik des Wetters schon irgendwie behandelt hat.

00:01:32: Allerdings sehr vorsichtig.

00:01:33: Ende der Achtzehrjahre war das ein sehr theoretisches Thema und dann passierte es, dass in dem zweiten Weihnachtsfeiertag der Sturm der Orkan Lothar über den Süden Deutschlands zu.

00:01:45: Daran kann ich mich noch wahnsinnig genau erinnern.

00:01:48: Erstens, weil ich gerade ein halbes Jahr lang im Fernsehen Wetter machte, zweitens, zu moderieren und drittens weil ich oben eine Böhe mit einhundertneunzebzig Kilometer pro Stunde erlebt habe.

00:01:59: Ich hab gesehen wie ein Drittel des Waldes, der dort auf diesem Berg wo unser Wetterstudio war umgefallen ist.

00:02:07: Im ersten Moment ist man als Meteorologe dann faszinierend sagt wow!

00:02:11: Und im zweiten Moment kommt dann der Gedanke, wie kann denn ein solcher Sturm so eine Kraft zustande bringen?

00:02:17: Natürlich war das Wetter.

00:02:18: Das war ja einfach ein Sturm und Stürme gibt's noch mal.

00:02:20: Aber in dem Moment habe ich angefangen zu überlegen Man hatte damals schon natürlich von der Klimaforschung mitgekriegt, dass könnte sich irgendwie verändern Mit Stürmen, mit anderen Phänomen... ...und dann bin ich eigentlich erst reingerutscht.

00:02:30: Die Frage sind wir vielleicht am Ende Opfer unserer Taten Also Täter- und Opfer zugleich?

00:02:36: Lothar war für mich der Aufhänger in das Thema mal richtig einzusteigen Dann hatte ich das Gefühl Klima ist mindestens genauso wichtig wie Wetter.

00:02:45: Wie würdest du den Unterschied zwischen Wetter und Kleber beschreiben?

00:02:48: Das ist ja wahrscheinlich eine sehr beliebte Frage, die du über so hast...

00:02:51: Also im Grunde ist ganz einfach.

00:02:52: Wetter ist das tägliche Geschehen mit all seiner Wechselhaftigkeit was ich fühlen, was ich spüren kann.

00:02:57: Das auch ein wichtiger Punkt!

00:02:58: Ich kann jetzt rausgehen, feststellen ach es ist doch nicht aber kalt und windig und ich habe sofort einen

00:03:02: Wettergefühl.

00:03:03: wenn Schneide hab' ich ein Wetter gefühlt, wenn's heiß ist und ich schwitze habe ich ein wettergefühl.

00:03:07: Und Klima is nichts anderes als die Statistik des Wetters.

00:03:12: Das heißt, wir mitteln über mindestens dreißig Jahre.

00:03:15: Dreizig Jahre ist laut Demografie eine menschliche Generation und ist damit lang genug auch für uns ein Trendgefühl abzubilden.

00:03:24: Ich kann natürlich auch über ne Millionenjahre Mitteln.

00:03:26: Klar habe ich auf dem Klima muss nur lange warten bis ich nach Aussage treffen kann.

00:03:31: also insofern ist dreizig Jahre sehr vernünftig.

00:03:34: da drunter zu bleiben bedeutet aber dass man eben Schwankungen und Trends drin hat die dann man nicht mehr Klima nennt, weil sie nicht langfristig genug sind.

00:03:42: Und insofern ist es im Grunde wie bei der Börse.

00:03:47: Ich habe den Dachs zum Beispiel mit seinem täglichen Hin und Her und dann kann ich keine zweieinhalb Tageslinie drüber legen und die ist dann irgendwie glatt.

00:03:56: Dann ist das auch kein Widerspruch dass

00:03:57: z.B.,

00:03:58: die Aktien gerade stark steigen und trotzdem am einen Tag Fallende Kurse festgestellt werden, das ist kein Widerspruch zum Trend.

00:04:04: Also Trend versus Tägliches Geschichte?

00:04:06: Aber Lothar war dann für dich schon sozusagen dieses Erbarkus-Erlebnis wo du sagst, dass wahrscheinlich hattest du die Statistik auch im Hinterkopf und wusstest hier schlägt etwas gewaltiger aus.

00:04:15: Und was hast du denn unternommen?

00:04:16: also hast du dich dann wieder zurück mit den Zahlen, Datenfakten beschäftigt Hast du dich mit Klimaforschern verständigt ausgetauscht?

00:04:23: Was waren so für dich die ersten Schritte dich mit dem Thema auseinanderzusetzen?

00:04:27: Also ich habe das natürlich immer schon gemacht, aber der große Unterschied ist und das ist glaube ich was typisch menschliches.

00:04:32: Was allen passiert?

00:04:33: Und mir eben auch... ...der Moment der Emotionalität versus der Theorien!

00:04:38: Also ich hab plötzlich gespürt, was ist das denn für ein Sturm

00:04:40: gewesen?!

00:04:40: Ich hab gesehen die Bäume fallen der Reihe nach um.

00:04:44: Ich hab gespürt, hundertneunzig Kilometer pro Stunde.

00:04:47: Als der Wert noch kurz drunter war draußen vor der Tür und hab gemerkt ja... Das ist viel Wind.

00:04:52: Und ich hatte auf dem Häuschen oder in dem Höschen, wo wir waren ... Wir hatten Besuch meine Frau und ich bei dieser Windgeschwindigkeit.

00:04:58: Es war ein Holzhaus auf elfhundert Meter ausgefühltes Knasteln und knackte alles so.

00:05:01: also Ich machte mir auch gewissermaßen Sorgen wie das jetzt weitergeht mit diesem Strom.

00:05:05: Und plötzlich kam mir Alles was sich über das Thema Klima- und Klimaänderung Opfer und Täterrolle, ich habe es gerade schon gesagt, schon wusste emotional spürbar vor!

00:05:15: In dem Moment fing ich an mich viel intensiver mit dem Thema Klimas auseinanderzusetzen, mich da reinzuarbeiten.

00:05:21: Was macht die Klimaforschung eigentlich?

00:05:23: Was ist der Unterschied, was ich als Meteorologe mache.

00:05:30: Wenn ich für die nächsten drei Tage das Wetter vorher sage und ab Tag sechs eigentlich sagen muss, eine genaue Vorhersage ist nicht mehr möglich.

00:05:37: Wie kann ich denn dann über hundert Jahre ein Szenario angucken?

00:05:41: Vorwurf den man auch oft hört ihr wisst ja noch nicht mal wie es am nächsten Wochenende wird und wollt uns sagen wie es in hundert Jahren wird.

00:05:46: Das ist natürlich was völlig verschiedenes was man macht weil eben auch Wetter- und Klima was Verschiedenes ist.

00:05:51: Aber das musste ich auch ein bisschen autodidaktisch.

00:05:53: Ich wurde ja also diplomierter Meteorologin, ich hab's also studiert.

00:05:57: Musste ich mir autodideaktisch aneignen und das ging über längere Zeit!

00:06:01: Und wenn ich das neu ergänzen darf, weil das war dann wirklich eine Erfahrung der dritten Art... Es gab damals, aber das ist schon einiges nach Lothar gewesen noch die Talkshow Sabine Christians.

00:06:10: Ist ja schon ein paar Mal abgelöst jetzt durch verschiedene und da war ich bei Sabine Christiansen eingeladen zum Thema Klima- und Klimawandel.

00:06:16: Wann war es?

00:06:17: Das war ...wenn ich mich nicht irre Also das war schon sechs, sieben Jahre nach Lothar.

00:06:26: Und dann äußerte ich mich zu Klimafragen und äußert mich auch zum Kohlendirkshüt als natürlich dem entscheidenden Gas, weil wir davon einfach so viel imitieren, thirty-six Milliarden Tonnen jedes Jahr mit interessanter Weise trotz aller Konferenzen weltweit immer noch steigender Tendenz.

00:06:41: Das ist ja auch das Dramatische!

00:06:43: Dann hatte ich mich geäußert und am nächsten Tag Ich habe noch nie so einen Postkasten gehabt in Sachen Mail.

00:06:48: Am nächsten Tag hatte ich eine Mail, da stand offen drin offener Brief gegen mich und da lernte ich im wahrsten Sinne des Wortes die Klimaskeptiker – ich sage es jetzt nochmal bewusst so heute sage ich eher Klimawandel-Leugner zu diesen Menschen diese Szene kennen!

00:07:03: und war orchestriert.

00:07:05: Ja,

00:07:05: ja natürlich!

00:07:05: Die haben sozusagen die Briefe fertig gehabt und dann haben sie sofort gegart worden.

00:07:09: Also interessant weil du sagst, es ist im Jahr zwei Tausend Sieben, selber habe ich auch schon ein zweimal erwähnt, hab früher selber am Deutschen Bundestag gearbeitet.

00:07:15: Wir haben sehr stark an Gesetzgebungen gearbeitet um insbesondere auch die erneuerbaren Energien voranzubringen.

00:07:20: das ist so seit Zwei-Tausend-Eins-Zweischunden-Erfall gewesen und sehr stark damals auch aus dem Argument heraus wir müssen das tun um auch mehr für Klimaschutz zu machen.

00:07:30: Das heißt, wir haben da sozusagen ja schon ... Die Erkenntnis war ja durchaus schon da!

00:07:35: Zumindest in Teilen der Bevölkerung und in Teilend der Politik.

00:07:39: Würdest du denn dennoch jetzt mit diesem Spannungsbogenbeanschau von Lothar über, sagen wir mal Anfang der zweitausender bis hin dann zu so einer Sabine-Kristianzensendung?

00:07:49: Falls sogar auch bis heute wie würdest du feststellen die Aufmerksamkeit in der Gesellschaft ist für das Thema?

00:07:56: Das ist eine wilde Schwankerei und Schwingerei.

00:07:58: Also wir haben in den Achtziger Jahren überhaupt erstmals das Thema... Also es ging eigentlich schon mit dem Klappe of Rome in den Siebzehren los, aber da wurde das Thema so breiter gestreut.

00:08:08: Wo war Klape of Rome ja damals immer noch?

00:08:10: Den Schäppern hatte knappe Ressourcen Wir haben nicht genügend Öl und Gas Und da war Klimaschutz möglicherweise noch gar nicht so sehr im Vordergrund.

00:08:16: Das war eine Randgeschichte.

00:08:17: Aber der Mensch hat gemerkt dass er an irgendwelche Grenzen stößt weil er natürlich gewusst hat Der planet ist irgendwie groß und hat irgendwie viele ressourcen die man natürlich damals nicht richtig eingeschätzt hat.

00:08:27: aus heutiger sicht Es ist klar.

00:08:29: aber man hat gemerkt Wenn die Mensch halt auch so weiter wächst, wir sind jetzt siebeneinhalb Milliarden Menschen.

00:08:34: Als ich geboren wurde waren wir drei Komma vier Milliarden.

00:08:37: also wir haben uns seither mehr als verdoppelt in fünfzig Jahren.

00:08:40: das muss man sehen.

00:08:41: dann kommt eine enge d.h.

00:08:42: Das war das erste Gefühl.

00:08:43: Dann ging es in die achtziger.

00:08:45: da war dann das was die klimaforschung diesjahr schon gab tat plötzlich mit den Medien in Berührung.

00:08:52: Das war für die Forscher auch eine sehr neue Erfahrung, weil die sehr dezidierte und auch sehr wissenschaftliche Art sich auszudrücken.

00:09:00: Plötzlich in einer großen Welle rüber schwappte in eine Darstellung – es gab damals eine große deutsche Zeitschrift, die man heute auch noch fleißig liest wo dann der Kölner Dom im Wasser stand.

00:09:12: also eine ganz andere Prognose.

00:09:15: Aber da sah man plötzlich, uiih!

00:09:17: Da passiert was.

00:09:18: und plötzlich war eine Dramatik dahinter die die Wissenschaft auch wieder einfahren musste.

00:09:22: trotzdem hat sich etwas getan auch weltweit.

00:09:24: dann gab es die große Umweltkonferenz in Rio, zweiundneunzig das heißt da war die Aufmerksamkeit erheblich und dann flaute sie ab.

00:09:31: Das ist typisch menschlich immer dann wenn entweder einen Impuls kommt weil wir als Gesellschaft etwas spüren oder wenn der Impuls von außen kommt durch Unwetter extremes Wetter Und oh, das ist gefährlich.

00:09:45: Dann kommt das Thema wieder ins Laufen und wenn es fehlt geht's wieder zurück.

00:09:48: Das Klimathema an sich auch im Stellenhuber der ja lange Zeit das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, also das Pik geleitet hat, hat ja mal gesagt Der Klimawandel ist im Grunde genommen so eine Art asteoriten Einschlag in Zeitlupe – das ist unser Problem!

00:10:02: Da kommt was Dramatisches um.

00:10:03: wir als menschliche Gesellschaft merken das nicht so richtig und werden immer eben geweckt und schlafen wieder ein.

00:10:08: Und das ist auch die Beobachtung, ich den Satz nur zu Ende führen darf.

00:10:11: dann ist es so gewesen Ja, weil du eben sagtest Anfang des Jahrtausends viele Entscheidungen schon in die Einrichtung geführt.

00:10:17: Aber jetzt kommt natürlich immer noch die politische Belegung.

00:10:20: Wir haben in Deutschland das ja geschafft den Ausstieg aus dem Ausstiege aus der Kernenergie hin zu zaubern.

00:10:25: Das muss man auch erst mal schaffen.

00:10:26: Man hat also damals gesagt wir müssen raus ohne Fukushima Ohne all die Ereignisse Weil man gesagt hat da sind Gefahren und dass ist wenn man es ehrlich bepreist Auch ganz schön teuer.

00:10:36: Also ist anderes interessanter.

00:10:37: dann hat man's gemacht Dann hat man den Schritt zurückgemacht dann kam Fukushima wieder Rückschritt gemacht.

00:10:42: Das heißt, auch diese Unplanbarkeiten für alle Beteiligten lassen das Thema natürlich.

00:10:47: Es ist jetzt ein großer Überspann, Klimawandel, Atomkraft all diese Dinge rühre ich jetzt gerade mal ein bisschen zusammen.

00:10:53: aber Diese Unplanbarkeit lässt das Thema dann auch irgendwann anstrengend erscheinen.

00:10:58: Zwei Tausend Dreizehn zum Beispiel war das Interesse so niedrig, dass man das Gefühl hatte wenn man mit dem Thema Klimawandel ankommt und es überhaupt thematisiert, dann fängt das Gegenüber sofort an massiv zu gehen.

00:11:09: die Leute sagten ja das Thema ist jetzt durch das haben wir ausreichend besprochen ohne eine Konsequenz zu sehen.

00:11:13: Und jetzt ist es eben haptisch.

00:11:15: durch die Hitze zwanzig achtzehn Die Hitze zweizig neunzehn.

00:11:18: Wir spüren jetzt ganz stark die Veränderung deswegen ist wieder da.

00:11:21: Es ist dennoch richtig, diesen großen Bogen zu betrachten.

00:11:26: Wir haben wahrscheinlich ein Wahrnehmbarkeits- und Handlungsproblem, weil die Klimaentwicklung auf der einen Seite sehr langfristig erfolgt.

00:11:37: Aber es dennoch auch bestimmte Kippmomente gibt, über die Küppelfed auch gleich noch mal sprechen.

00:11:41: Die auch sehr stark dann sofort wie so ein Einschlag dann auch kommen kann wo sich dann auch vieles oder alles verändern kann.

00:11:47: und auf der anderen Seite haben wir eben diese Trägheit des menschlichen Systems.

00:11:52: uns organisieren vor allem ja über die Politik und das ist ja nicht nur eine nationale Politik die schon schwer genug ist sozusagen in Richtung zu gehen sondern müssen auch die internationale Staatengemeinschaft ja auch noch irgendwie in diese Richtung bringen.

00:12:04: Und da gibt es so viele unterschiedliche Interessen, dass das sozusagen auch ein bisschen unser Dilemma aktuell ist.

00:12:09: und dann auch... Darum geht's ja hier sehr häufig bei uns im Podcast zu schauen, welche Lösungen kann man mit einbringen?

00:12:16: Und Lösungen können nicht nur aber insbesondere auch Akteure der Wirtschaft auch mit einbringen wenn es um Produkte geht, um neue Technologien geht, die an neuer Energien, neue Geschäftsmodelle usw.

00:12:30: Ich glaube, das ist ein bisschen dieses Dilema, in dem wir uns befinden.

00:12:33: Aber das ist so ein bisschen meine Quintessenz.

00:12:37: Da würde ich mal wissen, wie du das siehst spielt da auch die Kommunikation eine sehr große Rolle und wir haben ja gesehen durch Greta, dass sozusagen über einen kommunikativen Element gibt es diese junge Dame, die hat wirklich eine Bewegung losgestoßen in den USA und wird hoffentlich oder sicherlich auch einiges losstoßen, dass über Kommunikations noch die Menschen im Bewegungen geraten können.

00:12:59: Welche Rolle siehst du denn für dich selber als Kommunikator?

00:13:02: Aber wann bist du sozusagen vom Wettermoderator zum Klimakommunikator geworden?

00:13:08: Das war glaube ich die längste Frage, die mir ein Mensch jemals gestellt hat.

00:13:11: Ich versuche ganz viele Gedanken, die ich jetzt entwickelt habe so zusammenzubringen dass es nicht einfach eine Stunde rum ist.

00:13:16: also ganz grob die Feststellung wir als menschliche Gesellschaft aus diesen Planeten können nicht so weitermachen wie bisher aber wir können auch nicht den Weg finden zurück in die Höhle.

00:13:25: Das heißt, wir müssen eine Erneuerung, eine Transformation von ganz vielen Dingen denken und dann umsetzen.

00:13:32: Und haben dafür nur noch wenig Zeit, weil wir bisher gepennt haben.

00:13:34: Im Grunde haben wir das Problem, dass die Dinge wie im zwanzigsten Jahrhundert dazu beitrugen, dass wir erfolgreich waren, dass Wir unseren Wohlstand gemähert und verbessert haben.

00:13:45: Das Verbrennen für Ziele-Energieträger hat ja vieles entwickelt für die menschliche Gesellschaft.

00:13:50: Dass genau diese Dinge im einundzwanzigste gleichsinnig fortgeführt genau das Gegenteil bewirken.

00:13:57: Nämlich den, ich will nicht gleich Niedergang sagen aber letztendlich wieder die Verminderung des Wohlstand und irgendwann auch mal das Leid an vielen Stellen für Fauna, Flora.

00:14:08: Jetzt haben wir dieses Klimawandelproblem.

00:14:10: Das ist ein noch mal zitiert Hans-Johheim Stellen, Astheorie in Zeitlupe.

00:14:15: Wir können wegen unserer komplexen Weltgestaltung einfach auch gar nicht schnell reagieren und wir haben noch ein großes Problem damit.

00:14:23: Die Gesellschaft hat über die Jahre natürlich gewisse Wertevorstellungen Man hat so einen Gefühl entwickelt was ist gut?

00:14:28: Was kann man machen?

00:14:31: Was gehört zu unserem Alltag als Handlung dazu?

00:14:34: Und plötzlich merken wir, dass wenn wir diese Dinge tun... Ich sag's jetzt mal ganz einfach.

00:14:38: Wir fliegen einfach in den Urlaub weil das schön ist und plötzlich fängt man jetzt seit ein zwei Jahren.

00:14:42: Stichwort Flugschämen gibt es ja bei Menschen anderen darüber nachzudenken.

00:14:47: darf ich ihm das überhaupt?

00:14:48: Darf ich überhaupt ein großes Auto fahren?

00:14:49: Darf' ich dies, darf ich jenes?

00:14:51: und das Thema fährt uns ja praktisch jeden Tag wieder neu an.

00:14:55: Also die Medien sind voll von diesem Thema Und immer wieder sind wir überrascht dass wir ständig sehen eigentlich machen wir alles mehr oder weniger so dass es nicht gut ist.

00:15:03: Das führt jetzt zu einem riesigen Konflikt auch in uns und viele Menschen Auch gerade ältere Menschen haben damit so große Probleme Dass sie möglicherweise nicht bereit sind ihr Verhalten anzuzweifeln oder bereit sein umzudenken Sondern eher zu sagen Ja dann muss sich gegebenenfalls die Dinge, die da auf mich einfallen und das sind naturwissenschaftliche komplexe Probleme vielleicht zurückweisen.

00:15:24: Dadurch entsteht meiner sei achtens die Klimaskepsis denn sie ist Inhaltlich, physikalisch unvernünftig.

00:15:30: Aber sie findet starke Befürworter die immer dieselben Argumente in Anführungszeichen seit vierzig Jahren vortragen.

00:15:37: Das ist die eine Seite und die andere Seite Greta aufgegriffen das sind die jungen Menschen die jetzt zu unser aller Erstaunen plötzlich sehr politisch werden.

00:15:44: Früher haben wir gedacht wenn man den jungen Leuten ein Handy weg nimmt dann fallen sie um und sind tot.

00:15:47: aber Sie sind plötzlich politisch weil dass jede Generation ist wenn sie etwas wirklich betrifft Und das macht die Gegensätze in der Gesellschaft größer.

00:15:55: und nach dieser kleinen Vorrede kann ich jetzt beantworten, wo ich mich sehe als Kommunikator.

00:16:00: Ich glaube der ganz wichtige Punkt ist neben allen politischen Dingen die natürlich auch mit Meinungen und Handlungen und Gesetzen zu tun hat, die man für und wieder betrachten kann und treffig diskutieren muss.

00:16:14: es muss einen gesellschaftlichen Diskurs darüber geben.

00:16:17: gibt es aber eine Physik.

00:16:18: Die Physik findet statt den Klimawandel interessiertes hochgradig überhaupt gar nicht was wir von ihm halten.

00:16:24: Wir machen etwas, das löst etwas aus und das löste wieder Dinge aus die wir am Ende wieder zurückgezahlt bekommen.

00:16:30: Es gibt ja auch in dem Sinne kein Umweltschutz, wenn überhaupt nur ein Schutz des Menschens in einer Umwelt in der leben kann.

00:16:36: Das

00:16:36: könnte man so übersetzen.

00:16:37: das gilt auch für den Klimaschutz.

00:16:39: Man können natürlich das Klima in dem Sinn nicht schützen.

00:16:42: wir müssen unsere Umwelt und unser Klima ebenso erhalten dass es für das wie wir uns als Gesellschaft entwickelt haben noch passt.

00:16:49: weil wenn die Transformation die Änderung so groß hört, dass wir dem nicht mehr folgen können einen Meter Meerespiegel bedeutet hundred-achtzig Millionen Menschen die unterhalb von einem Meter über dem Meer wohnen müssen weg, das ist ein Problem.

00:17:01: Pflanzen und Tiere auch so.

00:17:02: Das heißt unsere Aufgabe ist es ja nicht eine Meinung zur Physik zu entwickeln.

00:17:07: Das ist ziemlich singlos.

00:17:08: Es gab damals einen lustigen Aufkleber, es gab auch Atomkrafteneindanke.

00:17:13: Dann gab's da anschließend noch ein paar schlaue Physiker.

00:17:16: Ich fand superlustig!

00:17:18: Schwerkraftenein-Danke Der Aufgeber.

00:17:20: Schwerkraftener Dange, der ist cool weil ich mache mal eine Meinung zur Physik.

00:17:25: Ich finde jetzt schwer, das ist natürlich scherzhaft aber ich will jetzt keine Schwerkraft.

00:17:29: Das ist lustig und trotzdem wird die Schwer Kraft stark finden.

00:17:32: insofern irgendeine Haltung oder irgendein Ignorieren des Klimawandels ist vollkommen sinnlos interessiert diesen Planeten auch gar nicht.

00:17:42: Unsere Aufgabe ist das zu verstehen und ich glaube, da sehe ich die Chance als Kommunikator ein bisschen zumindest als jemand der A. Das wirklich studiert hat.

00:17:50: Der B vielleicht in der Lage ist Bilder zu zeichnen, die dann eben auch wissenschaftliche Dinge runterbrechen für jedermann weil das muss man tun?

00:17:59: Für mich fängt es schon ganz woanders an spannend zu werden als manchmal die Dinge, die ich Leuten auch erzählen muss.

00:18:05: aber das Spannende ist wiederum auch zu sehen wie wenn ich Zusammenhänge erkläre plötzlich bei Menschen auch Lichter auf.

00:18:11: Ich mache viele Vorträge und spüre genau diesen Punkt.

00:18:15: Du erreichst ja einen Millionenpublikum durch die ARD-Wettersendungen, du bist als Vortragner unterwegs.

00:18:23: Also insofern glaub ich hast du auch eine sehr hohe Verantwortung hier.

00:18:25: Auch gerade Menschen zu erreichen, die sich jetzt nicht wie wir tagtäglich mit diesem Thema beschäftigen sondern da auch sozusagen das wirklich mal herauszuarbeiten was das wirklich bedeutet diese Langfristigkeit die trotzdem nicht nur unsere Kinder und Enkelkinder Betrifft, sondern auch uns kurz vor sich betreffen könnte.

00:18:43: Wie machst du das?

00:18:43: Welche Bilder benutzt ihr da?

00:18:44: Wir hatten gerade kurz über Kidmomente gesprochen.

00:18:46: Ist es etwas was du damit einbringst?

00:18:49: Man kann das auch tun.

00:18:50: wenn ich ganz kurz vorweg sagen darf Es ist tatsächlich so diese Kommunikation nicht immer ganz einfach verwenden.

00:18:56: natürlich in den Wetterberichten habe Ich jetzt also zwei Minuten Ungefähr neunzehn Sekunden im Durchschnitt, in den Tagesthemen zwei Minuten um das Wetter für ganz Deutschland zu benennen für morgen und die nächsten Tage.

00:19:07: Und vielleicht noch wenn dann so ein dramatischer Harridorian unterwegs ist.

00:19:11: das auch noch aufzugreifen?

00:19:13: Dann noch einen Klimathema aufzumachen und zwar so dass es auch noch erklärt ist verstanden werden und weitergetragen werden kann ist dann irgendwann ein nicht mehr mögliches Kunststück.

00:19:21: also das heißt... Aber

00:19:22: machst du's trotzdem?

00:19:23: Kann alles

00:19:23: trotzdem!

00:19:24: Ich erlaube mir das immer wieder das ein bisschen anzutiesen.

00:19:29: Ich bin aber der Meinung, man muss unheimlich vorsichtig sein in unserer Alltagsmedienwelt die aus Kürze besteht.

00:19:34: Alles muss schnell und kurz sein.

00:19:36: Haben wir irgendwann so eine Schnipsel-Welt?

00:19:38: Hier ein Schnipsel über Klima, da einen Schnipsle, da den Schnipsl.

00:19:40: Mein Ziel ist es eigentlich zusammenzubringen in eine nachvollziehbare verständliche Kette weil das ist etwas was Menschen wirklich brauchen.

00:19:48: sonst kommen sie wahnsinnig schnell durcheinander und dann sind auch vollkommen absurde Argumente tauglich weil man einfach das Ganze nicht sieht.

00:19:56: Das heißt, meine Aufgabe sehe ich darin öfter mal textlich was zu machen, Interviews in Zeitungen zu geben.

00:20:01: Der Hauptpunkt sind eigentlich die Vorträge.

00:20:03: also da erreiche ich in sechzig Minuten... Ich erlebe so immer wieder dass Leute sagen auch sie sind schon fertig machen Sie doch weiter!

00:20:08: Das finde ich sehr lustig eigentlich wenn man im Vortrag hat wo terminiert ist, dass man ja auch mal aufhören soll.

00:20:13: viele freuen sich dann aufs Essen aber die sagen wir dann machen es so weiter.

00:20:16: Das scheint daran zu liegen dass man tatsächlich den Menschen irgendwie etwas vermitteln kann.

00:20:21: und dann das ist mein Lieblingsfeld.

00:20:23: Ich hoffe, ich kann das auch noch weitermachen in Zukunft.

00:20:25: Einige Dokumentationssendungen jetzt wieder eine aktuelle fertig geworden über die Alpen wo wir Alpenwetter und Alpenklima machen und zwar als Zusammenhängigkeit.

00:20:34: Wo unser Wetter entsteht?

00:20:35: Wo

00:20:35: unsere Wetter entsteht heißt die Reihe.

00:20:38: da haben wir schon zwei Staffeln gemacht jeweils zwei Folgen.

00:20:40: einmal die Gesamterklärung wie es funktioniert dann einmal den Wind thematisiert also auch immer festgehalten.

00:20:47: was also wenn mir jetzt die Wind senden zum Beispiel angucken Welche Luft bestimmt von wo unser Wetter?

00:20:53: Und dann hin in die Gegend schauen, wieso sind eigentlich die Menschen und ihre Entwicklung in der Region so wie sie singt.

00:20:59: Weil das hängt natürlich oft maßgeblich mit der Umwelt zusammen also mit dem Wetter.

00:21:04: Das wollten wir zeigen.

00:21:06: und jetzt die aktuelle Folge.

00:21:07: da dreht sich es halt um die Alpen Denn die Alten sind natürlich gerade was Klima angeht ungleich mehr noch betroffen.

00:21:13: Sie haben deutlich mehr Temperaturerhöhung, weil natürlich sich Eis zurückzieht in den Alpen.

00:21:18: Das heißt an den Stellen wo das Eis nicht mehr ist eine ganz andere Wirkung... des Bodenwärmestroms da.

00:21:25: Der Gletscherrückzug ist natürlich ein Riesenproblem, A für die Wasserversorgung über längere Sicht natürlich B aber auch für den Halt des Felsens.

00:21:36: Also wir leben in der Nähe von der Zugspitze.

00:21:37: Da gibt es den Hochvogel Ein Berg der im Moment auseinander zu fallen droht.

00:21:41: Keiner weiß ob's wirklich mal einen Riesenerger gibt indem der halbe Berg umfällt weil dann ein Problem, das wird aber ständig gemessen verfolgt.

00:21:50: Aber man sieht einfach Veränderungen und dass dort zum Beispiel Starkregenereignisse auch eine sehr große Rolle spielen für die Festigkeit und eben der Rückzug des Eises wenn du jetzt Kletterer fragst Touren die man funden die kann man gar nicht mehr machen.

00:22:04: Ich meine, da reden wir auch inzwischen über diese Kipprumente oder etwas was auch erfahrbarer ist.

00:22:09: Also jetzt nicht nur dieses Schellenoberargument das findet über dreißigvierzig Jahre statt sondern wir haben letzten Sommer ... nie ich glaube diesen Sommer war das gewesen, dann haben wir hier in Berlin Rauchschwaden gerochen weil in Brandburg die Wälder abgebrannt sind.

00:22:23: Wir haben alle die Bilder im Kopf aus dem Amazonas.

00:22:26: Wir sehen die rasanten Schmelzungsvorgänge Arktis.

00:22:31: Und das sind ja schon so Dinge.

00:22:33: oder jetzt der heiße Sommer und das Waldsterben, das ist alles realer Erlebnisse.

00:22:38: Hast du?

00:22:39: Das Gespür ändert sich jetzt auch wirklich was und die Leute kapieren es total.

00:22:43: Das ist wirklich total der Fall!

00:22:44: Also das sehe ich an meinem Publikum, das sehe aber alle überall also die Zuschauer die mir schreiben... Die Hauptfrage, die ich gestellt bekomme ist das jetzt nur Wetter oder ist da schon Klimawandel?

00:22:53: Das zeigt absolut dass sich Leute damit beschäftigen.

00:22:56: Heute als ich mit der Bahn hier hergefahren bin von München nach Berlin saßen zufällig zwei Damen neben mir und sie haben es geschafft sich vier Stunden Dauer zu unterhalten.

00:23:04: Es war sehr beeindruckend, es hörte nie auf.

00:23:06: aber Sie haben im Mittelteil tatsächlich auch mal länger über das debattiert Und ich sah es ein bisschen schräg hinten, die konnten mich nicht sehen.

00:23:13: also ich konnte nicht sagen ach ich bin auch hier.

00:23:15: Ja, die Händlichwischen-Sufferter kann Verschrecken

00:23:19: als Wettermann durch die täglichen Präsenz, die man penetranterweise hat tatsächlich sehr oft erkannt.

00:23:24: Aber da sah sich so das, die mich gar nicht sagen und ich hörte mein Sprach auch über das Thema.

00:23:28: Das heißt es ist etwas was Leute bewegt.

00:23:30: Und jetzt gerade wenn man sich den brasilianischen Regenwald... Ich meine es heisst nicht umsonst!

00:23:35: Es ist die Lunge des Planeten und das ist es auch weil auch ein Fünftel der Sauerstoffs wird.

00:23:40: dort produziert Ein Viertel des CO² dass insgesamt in der Atmosphäre ist des Kohlendioxid oder richtig gesprochen Kohlenstoffdioxid.

00:23:47: Das wird dort von den Pflanzen aufgenommen, wenn das mehr und mehr verbrennt und weniger Wald da ist.

00:23:54: Und wenn wir Wald natürlich noch selber verbrennen um für sehr polemisch noch größere Firmen so ja zu machen damit die noch mehr Geld kriegen Klang mal wieder zu, polemik beende ich an dieser Stelle.

00:24:07: Dann tun wir etwas was wir nicht tun sollten und haben einen Konflikt.

00:24:10: Wir haben nämlich den Konflik dass da jemand in Brasilien zufällig und auch andere lateinamerikanische Länder, aber Brasilien hat das groh, denen in Anführungszeichen gehört quasi die Verregenwahl.

00:24:20: Das heißt der dortige Präsident kann irgendetwas sagen oder ein bestimmtes verhalten.

00:24:25: zum Beispiel wir wollen mehr Regenwald noch verwenden für die Wirtschaft, das sagt er.

00:24:30: Das kann er sagen weil da kann gar keiner eingreifen.

00:24:32: dann kommen Länder wie wir Junge, das darfst du nicht machen um es mal auch vereinfacht darzustellen und dann spielt er uns zurück.

00:24:38: Na ja liebe Deutsche, wenn ihr hier in den Jahr zwanzig achtunddreißig erst aus der Kohle aussteigt... Und wenn man anschaut dass ihr, liebe Deutsche seit Beginn der Industrialisierung das Land Nummer vier von hundertvier neunzig seid in Sachen Emissionen von Treibhausgasen, dann seid ihr gerade jetzt nicht die, die mir hier sagen können,

00:24:56: wo es lang ist.

00:24:56: Vor allen Dingen ihr seid diejenigen, die das Steak kaufen, dass sozusagen auch diese Landflächen bereitgestellt werden.

00:25:05: Und damit will ich sagen, dass wir in Deutschland eine sehr gute Klima-Rhetorik haben.

00:25:10: Viele Menschen glauben, wir sind sehr klimafreundlich!

00:25:12: Wir sind Vorreiter!

00:25:13: Das hat man jetzt nachgewiesen... In Europa sind was nicht mehr und wir belegen jetzt Platz Acht.

00:25:17: Damit ist mal kein Vorreitor.

00:25:18: Aber wir sind vor allem all das nicht, was wir denken.

00:25:21: Wir retten gar nicht alleine die Welt.

00:25:23: Und wenn man dann unser Klima handeln sich anschaut, wir riefen jahrelang wie ein Mantra schleppten wir vor uns her!

00:25:29: Wir machen in Europa Vorreiter-Klimakanzlerin Merkel.

00:25:33: Ich schätze Frau Merkel sehr aber da ist man irgendwie in so einem PR-Automatismus gelangt und hat gesagt Klimakanzlerin Merkel, wir werden jetzt davorreiter werden... ...und vierzig Prozent Reduktion bis zwanzigzwanzig gegenüber neunzehnneunzig und wir sind damit zehn Jahre schneller als das übrige Europa.

00:25:50: Und dann merkt, mit der Folge, dass man diese heren Ziele streicht zehn Jahre in die Zukunft verlegt.

00:25:59: Also wir müssen uns auch darüber klar werken.

00:26:01: Wir sind bei weitem nicht so gut wie wir denken oder wie manche denken das wir sind und wir sind jetzt wirklich gefordert.

00:26:07: Die Zeit wird knapp!

00:26:10: weltweiter Ebene.

00:26:11: Und deswegen habe ich nochmal diesen Konflikt Brasilien-Deutschland angeschnitten, wir müssen hier zu einer weltweiten Einigung kommen.

00:26:17: Das geht nicht national, das geht nicht regional, da müssen wir mehr schaffen in den nächsten Jahren und das ist vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklung an vielen Stellen der Welt natürlich besonders

00:26:27: schwieblich.

00:26:27: Bevor wir gleich zu den Lösungen kommen oder Lösungsansätzen zumindestens – und ich hab dich ja auch sehr stark als Optimisten nach wie vor wahrgenommen, da können wir gleich kurz so besprechen vielleicht dennoch mal eine ganz kurze Bestandsaufnahme aus einer metrologischen oder so einmal Klimaperspektive heraus.

00:26:48: Wie schlimm steht es denn heute?

00:26:50: um die Welt und wie viel Zeit haben wir denn?

00:26:53: Also wenn wir alles richtig verstanden haben wissenschaftlich diesen Satz sage ich bewusst, weil wir haben sehr viel sehr gut verstanden.

00:26:58: Wir erleben ja heute die Klimaänderungen, die wir uns im Grunde vor zwanzig dreißig Jahren ausgerechnet haben.

00:27:03: Wenn wir jetzt Anfang der neunzeiger nochmal alte Zeitung finden und lesen was da drin steht und erst recht in der wissenschaftlichen Expertise dann steht genau das was wir erleben.

00:27:11: also die Klimaforschung muss ziemlich gut sein sonst würde sie das nicht richtig ausgerechnet haben.

00:27:15: Das ist mal Punkt eins.

00:27:17: Trotzdem gilt es gibt in wissenschaftlichen Analysen immer gewisse Unsicherheiten, denen man nachkommt und wo man weiter arbeitet.

00:27:23: Aber alles so wie man's heute verstanden hat passen noch siebenhundertzwanzig Milliarden Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre um das zwei Grad Ziel nicht zu reißen.

00:27:32: Nun wollen wir eigentlich das eins Komma fünf Grad Ziel Und es hat viele Gründe warum man das will weil Die Veränderungen zwischen Eins Fünf und Zwei nochmal erheblich sind.

00:27:41: übrigens alle Dinge die wir im Moment erleben Wo wir uns Sorgen machen und teilweise nur noch Staub da vorstehen, was diese Welt im Moment produziert an Extremwetter kommen dadurch zustande dass wir jetzt knapp ein Grad haben und wir sprechen bei bis zwei Grad nicht.

00:27:56: Also jedes Grad Erwärmung bringt sieben Prozent mehr Wasserdampf in die Atmosphäre und damit latente Energie die jederzeit freigesetzt werden kann wird natürlich einfach die Situation nochmal wahnsinnig ändern.

00:28:07: also eins fünf ist eigentlich das was wir erreichen müssen.

00:28:10: wenn wir zwei als schlechteste Variante sehen Dann würde man, weil wir ja jetzt thirty-six Milliarden Tonnen CO² pro Jahr imitieren und wenn siebenhundertzwanzig reinpassen muss ich als grobe Überlegung siebhundertzwanzig durch thirty-seix machen.

00:28:23: Da kommt zwanzig raus das wären also zwanzich Jahre.

00:28:26: Jetzt wenn man weiter anziehen will und wenn man sich überlegt dass es außer CO² noch viel anderes gibt dann ist glaube ich das was viele Wissenschaftler sagen maximal zehn bis fünfzehn Jahre, eine vernünftige Zeiteinheit.

00:28:39: Wenn man die aber hat und nutzt und die Dinge tut, die man sich eigentlich verbindlich versprochen hat und nicht einfach das Gegenteil tut ... Dann kann man's zielhauchen!

00:28:47: Ich hab mir ja die Zahlen auch mal von unserem Teamnummer aussuchen lassen.

00:28:50: Wir reden in der Regel immer nur von CO² Und wir reden dann in der Regel von insbesondere Diadolabenergien auszubauen weil sie ja weites gegen Klimaneutral sind.

00:28:59: wenn man jetzt mal so die Biomasse mal ausklammert an der Stelle Aber...und das muss man immer wieder mit hinzufügen ich habe eher ne kleine Grafik.

00:29:05: auch haben wir mitgebracht, ist dass die Fossilien-Energien gerade mal zwischen fifty Prozent für Klima oder für Treibhausgase weltweit verantwortlich sind.

00:29:15: Das andere sind Emissionen aus der Landwirtschaft und aus der Industrie.

00:29:20: Das sind CH-IV Gase aus den Abwässern usw.

00:29:23: Und so fort.

00:29:24: Darüber wird eigentlich noch viel zu wenig drüber gesprochen, oder?

00:29:27: Absolut.

00:29:27: Also, dass Kohlendioxid steht einfach im Mittelpunkt weil es eben in der größten Menge überhaupt emitiert wird.

00:29:32: und vielleicht was Svante Arenius.

00:29:34: Der Chemie-Nobelpreis, ich glaube er hat neun oder drei den Chemie Nobelpreis gewonnen, ob gewonnen sei schon bekommen zu restlichen Anständen man gewinnt ihn nicht mehr bekommt ihn.

00:29:43: Und ja damals den Satz geprägt wenn wir als menschliche Gesellschaft weiter so leben wie wir das bisher tun nochmal das kam ist ein Satz aus etwa eighteenhundertundneinzig dann werden wir die Gelegenheit haben in einer wärmeren Umwelt zum Leben.

00:29:56: Also er hat die Sorgen, die wir heute haben und die ganzen Auswirkungen dieser Erwärmung gar nicht sehen.

00:30:02: Aber er hat den Effekt gesehen eben diesen Treibhaus-Effekt also dominant durch das CO².

00:30:07: Du sagst es ist gerade C A IV des Methan.

00:30:09: Das ist natürlich ein Gas was einerseits im Permafrost drin ist Und wenn der Permaforst taunt das wissen wir alle dass tut er jetzt schon dramatisch.

00:30:15: deswegen kann man in Sibirien ganz viele Stellen finden wo richtige Löcher und Risse im Boden sind.

00:30:21: Wo dann eben Methan nach verschwindendes Eises freigesetzt wurde ist fünfundzwanzigmal so treibhausintensiv wie CO².

00:30:29: Zwar gibt es trotzdem, wenn man durch Fünfund zwanzig dividiert immer noch viel weniger davon als CO² gar selbst dass die Stickstoffe Monoxy das ist das Lachgras was die Landwirtschaft vor allen Dingen imitiert die auch einen erheblichen Anteil hat.

00:30:43: Das ist ein großer Konflikt.

00:30:44: also wir wollen ja alle etwas essen und was trinken.

00:30:46: deswegen brauchen wir Landwirtschaft Und auf der anderen Seite verursacht sie sehr viel.

00:30:50: d.h.

00:30:50: Auch da braucht mir eine riesige Transformation führt jetzt ein bisschen zu weit.

00:30:54: aber wir sehen die Welt heute betrachten.

00:30:56: Auf allen Ebenen gleichzeitig, dass auf uns zukommt!

00:31:00: Erhebliche Verhaltensänderungen in der Landwirtschaft, in der Mobilität.

00:31:04: Im Heizen im Kühlen... Alles kommt zusammen.

00:31:06: und das ist die Herausforderung!

00:31:07: Was macht dich denn jetzt dem Optimisten?

00:31:09: Dass wir das wirklich auch schaffen.

00:31:10: also Wir haben die zwanzig Jahre die sagst du es gibt andere ich glaube die UN hat ja noch nicht mal diese Zahl nochmal rausgehauen von dem eigentlich nur noch acht Jahre Zeit um.

00:31:18: Ich habe gerade nur um das zu korrigieren Die Zwanzig ist dieser Überschlag.

00:31:22: Und dann hab' ich gesagt wegen der vielen Dinge muss man zurückziehen muss abziehen und kommt auf zehn bis fünfzehn.

00:31:27: Also meine Aussage ist zehn bis fünftzehn, aber ich will natürlich... Ich habe auch keinen Grund dazu der UN zu widersprechen!

00:31:33: Aber selbst wenn man kein konkretes Jahr angeben kann das ist einfach oben da.

00:31:38: Denkt dein Alter jetzt zehn Jahre zurück?

00:31:40: Das ist ziemlich gar nicht so weit her.

00:31:42: Aber wenn man diese Kürze der Zeit sich überlegt, ist es natürlich gewaltig.

00:31:45: Nur!

00:31:46: Also ich sage halt einmal... Ich bin Rheinländer, ich spiele Borneo-Boroni und so ein Rheinlander selbst hat neue Majorte-Jange.

00:31:51: Und das sag' ich... Aber er

00:31:51: sagt auch, dass es kürt.

00:31:52: wie kürzt?

00:31:52: Ja, kürtt wird kürrt.

00:31:54: Ich sag' das auch dieses... Es hätte neue Majorti-Jangen nicht weil ich völlig naiv bin und die Welt mir ist völlig klar, welche Schwierigkeiten es gibt.

00:32:01: Ich glaube aber, wenn der Mensch jetzt hingeht und anfängt im Wesentlichen zu sagen Jetzt seh ich fünf nach zwölf.

00:32:07: Jetzt haben wir uns alles verpennt.

00:32:08: Jetzt seht ihr zu spät.

00:32:09: Jetzt machen wir sowieso nichts mehr oder schrägstriches ist wurscht worden was wir noch tun, wir können sowieso nichts mehr erreichen.

00:32:13: Was wird dann passieren?

00:32:14: Dass ja das, was Greta so ein bisschen vorgeworfen wird, dass sie von einigen zumindest verstanden zu viel Panik erzeugt und damit möglicherweise aus einem Effekt haben könnte, dass die Menschen sagen jetzt gebe ich einfach auf.

00:32:25: Kann man ganz lang drüber nachdenken, es wurde El Gore auch schon vorgeworfene also die unbequeme Wahrheit produziert hat, was auch interessant war weil damals als er diesen zwei Herrn Bohren das wurde verfilmt... Also das gezeigt hatte er sehr plakativ Bilder gemacht von dieser Welt Und natürlich Ängste geschürt, Sorgen geschürt.

00:32:41: Leute aber auch aufmerksam gemacht.

00:32:43: Nur er hat in ungefähr gleicher Anzahl... Also meine Wahrnehmung habe ich nicht... Ich hab keine Studie darüber angefertigt.

00:32:50: Aber nach meiner Wahrnehnung in gleicher Zahl auch Klimaskeptiker produziert die gesagt haben ja so plakativ das ist gar nicht richtig.

00:32:55: Das heißt man muss sehr viel Gefühl entwickeln.

00:32:58: Wie bringt man so ein Thema nach vorne?

00:33:00: Es braucht aber aus meiner Sicht Menschen genau wie Greta, die die jüngere Generation hinter sich binden.

00:33:05: Was ist denn jetzt alles in der Politik und in diesem Thema in den letzten Wochen und Monaten?

00:33:10: Man kann jetzt lange drüber nachdenken, wie viel das Klimakabinett von Frau Merkel bringt.

00:33:14: Aber es ist mal da!

00:33:15: Sie machen es mal.

00:33:16: Und die Jugendlichen haben einen aus meiner Sicht erheblichen Anteil weltweit dass dieses Thema nach vorn gerückt wird.

00:33:22: also kann man ihr vorwerfen was immer man will.

00:33:24: Aber ich sehe eben den Teil der Meteorologie darin, weiterhin den Leuten sehr intensiv zu versuchen klarzumachen was sich dazuträgt und gleichzeitig auch immer wieder zu vermitteln.

00:33:37: Jede Handlung lohnt sich!

00:33:39: Der Mensch ist das ja die andere Seite.

00:33:40: wir sind ja als Mensch wohl irgendwie eine Erfolgsgeschichte sonst hätten wir uns nicht in dieser Weise über dem Planeten ausgedehnt.

00:33:49: ob das jetzt gut oder schlecht für den Planeten ist nicht meine Aussage sondern ich habe nur gesagt Der Mensch hätte auch viele Chancen gehabt, auf seinem Weg bis heute über diese kurze Zeit wieder auszustärben.

00:34:00: Also warum hat er in dieser Weise überlebt?

00:34:02: Weil er in der Lage war sich anzupassen weil er nicht okay im Alltag sind wir oft ziemlich blöd aber weil er im Schnitt doch eine ganze Menge Fähigkeiten hatte um sich eine Welt zu schaffen auch mit Technik zu schaffen Auch hier wieder.

00:34:15: das hat vor und auch Nachteile Aber er hat etwas gekonnt Und ich weige mich einfach anzunehmen, dass wir jetzt die Stelle erreicht haben wo wir komplett verblöden und nichts mehr schaffen.

00:34:26: Wir sind zu spät.

00:34:28: Es wird auch ganz unerfreuliche Folgen und zwar bedauerlicherweise wieder dort geben wo das wenigste Geld ist.

00:34:35: Die dritte Welt wird am stärksten betroffen sein und die Unfairness dieser Welt wird weitergehen Obwohl wir uns in allen reden Auch der Papst tut das immer und immer wieder Ich bin nicht katholisch übrigens Tut das immer sagt, wir müssen für mehr Gerechtigkeit sorgen.

00:34:49: Wir müssen das alles verbessern und doch tun wir es ja weltweit nicht.

00:34:53: im Gegenteil die Unterschiede werden größer und größer.

00:34:55: aber ich glaube auf der anderen Seite nicht dass wir bereit sind uns komplett aufzugeben.

00:35:00: Es wird technische Entwicklungen geben, die manchmal auch überraschend schnell sind Wenn ich dir das nochmal gerade noch zeigen darf.

00:35:06: Das ist ein Smartphone.

00:35:08: Das ist wahrscheinlich eher ärgerlich als gut das weiß ich auch alles nicht Aber das viel bemerkenswerter Fünfzehn bis zwanzig Jahren gab es keinen.

00:35:18: Heute hat jeder auf der Welt so ein Gerät, will damit nur sagen wie schnell sich etwas in dieser Welt auch entwickeln kann was die Welt grundsätzlich verändert.

00:35:28: nochmal ich lobe nicht das Smartphone.

00:35:31: ich sage nur dass Dinge sich schnell entwickeln können.

00:35:34: das Ende der Ost-West Teilung politisch festgezimmert bis zum Ende und da macht es Und innerhalb von drei Jahren haben wir eine Wiedervereinigung und der Block.

00:35:44: Jetzt haben wir wieder Konflikte, aber daran zeige ich einfach es kann schnell gehen und ich muss dich jetzt mal ne

00:35:51: Frage stellen.

00:35:52: Ja absolut!

00:35:53: Ich bin ja auch genauso optimist.

00:35:55: und dennoch muss man immer wieder darauf hinweisen wie wenig Zeit wir eigentlich haben und das was wir hier auch immer wieder tun in dem Podcast.

00:36:01: Wir versuchen mit vielen Unternehmern Gespräche zu führen die schon tolle Ansätze haben wo man die Hoffnung nur haben kann, dass sich diese Technologien auch schnell genug auf Verbreiten Anwendung finden und damit auch zum Klimaschutz beitragen.

00:36:13: Ich habe mal so im Vorfeld unseres Podcasts nochmal meine Startup-Community sozusagen hineingefunkt und gesagt es ist ein Blöder heute zu Besuch und wir haben so ein zwei Fragen und da waren das auch noch ganz konkrete Fragen.

00:36:25: ich fand sie erstmal völlig fern.

00:36:28: oder vielleicht kannst du sie trotzdem beantworten Technisch überhaupt machbar oder sinnvoll darüber nachzudenken, den Treibhauseffekt auch technisch wieder einzuholen.

00:36:38: Also jetzt nicht nur durch einen Ausbau der Neuer bei Energien sondern vielleicht auch durch eine Verschattung sozusagen man hat es ja nach dem Vulkanenausbruch erlebt dass man eine Verschatung erhalten hat für eine Abkühlung sozusagen.

00:36:48: oder ist das völlig abstrus jetzt gedacht

00:36:51: Das ist das berühmte Thema Geoengineering.

00:36:53: Also wie kann ich durch einen großen technischen Eingriff, den man deswegen macht weil man das andere alles irgendwie nicht auf die Reihe bekommen hat, Dinge noch wieder in die richtige Richtung steuern?

00:37:03: Ganz grundsätzlich ist es tatsächlich so wenn wir diesen Weg ohne jede Einsicht immer weiter fortschreiben also einfach die ganzen Punkte nicht zum Ziel führen und irgendwann bei drei, vier Grad sind.

00:37:15: Dann wird die Welt natürlich mit dreivier Grad so schlimm aussehen dass selbst ein Geo-Engineering was möglicherweise irgendwie eine gewaltige schlechte Nebenwirkung hat immer noch besser ist als das.

00:37:24: Das vermag ich aber nicht zu sagen.

00:37:26: ganz grundsätzlich bin ich der Meinung wir haben so viele Ansätze die wir wenn wir vernünftig agieren auch machen können.

00:37:32: Geoengineering muss man sich vorstellen also Erde Vulkanausbruch Schwefeldioxid ist der Punkt, SO-Zwein.

00:37:40: Also Vulkan wirft das aus und dieser Schwefel sorgt tatsächlich dann durch dass er in die Stratosphäre gerät für die Abkühlung aber er wird natürlich irgendwann trocken deponiert.

00:37:49: Das heißt er kommt irgendwann mal unten an.

00:37:51: wenn ich also sehr viel Schwefel oben irgendwie hinbringe dann ist er irgendwann auch mal da wo ich ihn gar nicht haben will.

00:37:58: Zweitens, wie bringe ich sehr viel Schwefel?

00:37:59: Wie viel brauche ich eigentlich und über Jahre.

00:38:01: Was muss ich da für einen unglaublichen Schwefel-Eintrag machen?

00:38:04: Also A – wo kriege ich ihn her?

00:38:05: B – wie bring' ich den dahin?

00:38:06: C – wir bezahlt mir das!

00:38:08: So... Das sind schon so viele Fragen die die ganzen Nebenwirkungen von sehr viel Schwefel der überall rumdriftet nicht beantwortet haben.

00:38:16: D.h.,

00:38:16: also jedem wird klar es gab auch mal die Idee, viele Spiegel ins Weltall zu hängen.

00:38:22: Man muss sich einfach nur mal überlegen irgendwie PR hoch drei, dass irgendwas mit Volumen Und dann guckt man sich an, welche unglaubliche Spiegelmasse man da eigentlich... in die ins Weltall stellen muss.

00:38:33: Das sind so viele Spiegel, so viel Raketen können wir in unserem Leben nicht bauen!

00:38:37: Das kann auch keiner bezahlen.

00:38:38: Auch die Spiege kann keiner bezahlen.

00:38:40: nur die spiegelindustrie die freut sich und das ist aus meiner sicht alles unbezahlbar und würde weit weit weit und jetzt ganz noch oft dieses fortgesagt mehr kosten als die Maßnahmen die wir ja schon strukturiert berechnen können.

00:38:56: der klimawandel wird billiger zu haben sein, wenn wir jetzt wirklich richtig Klimaschutz betreiben als wenn wir nix tun oder gar unbezahlbares Geo-Engineering

00:39:05: machen wollen.

00:39:05: Kurze Frage, kurze Antwort und dann kommen wir jetzt direkt zum Schluss.

00:39:08: auch Windkraftanlagen erzeugen sie Mikroklima was möglicherweise auch positiv auswirkt

00:39:14: beschäftigt ganz viele Menschen und zwar aus verschiedenen Gründen.

00:39:18: Das ist auch etwas, wo ich immer wieder mit Zuschauern zu tun habe.

00:39:21: Erstens ganz offensichtlich Windkraftanlagen finden viele toll aber sehr viele eben nicht toll.

00:39:28: das Verspageln der Landschaft kennt jeder Und ich sage dann den Leuten, ich bin pro Windkraft.

00:39:33: Aber ich kann wirklich verstehen dass Leute sagen oh Windkraft das ist aber bei so vielen Anlagen das gefällt mir nicht.

00:39:39: um dieses Argument nochmal kurz aufzugreifen und sage immer ja Leute wenn man natürlich keinen Windrad will kein Braunkohle keine Atomkraft und überhaupt gar kein Kraftwerk sondern einfach nur den Strom aus der Steckdose dann ist es physikalisch sehr anspruchsvoll gedacht.

00:39:51: also Dann weiß ich die Leute auch öfter mal darauf hin, guck mal auf eure Strommasten.

00:39:54: Die sind auch nicht so schön.

00:39:56: Grund ist immer, Strommast war schon da als wir Kind waren, Windrad ist neu dazugekommen.

00:40:00: Aber um auf den zentralen Punkt einzugehen der oft von Leuten thematisiert wird, die eben gegen die Windkraft sind Das ist das Mikroklima verändert.

00:40:08: Man kann sich das vorstellen.

00:40:10: Also wenn Wind stille ist tut es sicherlich nicht weil dann dreht sich das Windrad nicht.

00:40:13: also Punkt Wenn aber sehr leichter Wind da ist Es gibt in der untersten Atmosphäre eine sogenannte Brantelschicht Herrn Brantel benannt, das sind die untersten Hundertfünfzig Meter.

00:40:24: Und in denen spielt auch der Boden Wärme oder auch Kältestrom eine Rolle.

00:40:28: wenn ich jetzt also eine Situation habe sehr schwacher Wind, dass Windrad oben in der Höhe X, das dreht sich noch so schwach aber unten ist eigentlich gar kein Wind.

00:40:36: es würde sich hier zum Beispiel leichter Bodenfrost und Abkühlung Feuchtigkeit bilden Tau.

00:40:40: Dann kann natürlich dieses Windrad unten ein bisschen für Bewegung sorgen und wenn Luft durch mich stört dann wird sie nicht so kalt dann hab' ich möglicherweise auch keinen Taug einen Reif an den Stellen, jetzt kann man wieder über die Biologie nachdenken, die da im Boden ist.

00:40:54: Also da glaube ich das es bei bestimmten Wetterlagen, weder bei welchen wo ordentlichen Tiefes und Bewegungen drin ist noch bei welchem wo's Windstill ist aber bei einem kleinen Bereich dazwischen eine Wirkung existiert.

00:41:04: Da gibt´s natürlich auch viele Untersuchungen, die sich damit befassen, aber am Ende glaube ich ist die Windkraft mehr gut als

00:41:11: schlecht.

00:41:12: Wir leben in einer sehr komplexen Welt, ganz besten Dank dir Sven für diese sehr anschaulichen Erklärungen der Zusammenhänge von der physischen Welt des Klimas bis hin natürlich den Zusammenhängen wie in der gesellschaftlichen Welt welche Option wir auch ein Stück weit nach haben.

00:41:29: Wie schwer es ist dieses System sozusagen zusammenzubringen.

00:41:32: Wir hätten noch viel länger besprechen können.

00:41:34: Das fühle

00:41:34: ich auch gerade.

00:41:35: Vielleicht können

00:41:38: wir das ja noch mal irgendwann nochmal nachholen und vielleicht auch ein paar andere Themen nochmal ansprechen.

00:41:42: Ganz besten Dank!

00:41:43: Und bitte, bitte, Bitte versucht dieses Thema auch weiter in Erfolg als Kommunikator auch in die Hauptnachrichten mit reinzubringen.

00:41:51: Aber das brauchte ich nicht zu sagen.

00:41:52: Das machst du ohnehin.

00:41:53: Ich werde es versuchen David.

00:41:54: Danke schön.

00:41:55: Besten Dank Sven.

00:41:56: Ciao.

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