Wie Achtsamkeit unseren Körper synchronisiert | #Achtsamkeit 🧘🏼♀️
Shownotes
INSPIRATION | Wir sollen mehrere Gehirne haben? Lass dich überraschen! In dieser Folge geht es darum, wie wir unsere Gehirne durch mehr Achtsamkeit und kohärentes Atmen in Einklang bringen können. Du erfährst... ...wie unser Körper Informationen aufnimmt und verarbeitet ...warum wir mehr als ein Gehirn haben ...welche Bereiche jedes Gehirn abdeckt ...wie wir unsere Gehirne in Einklang bringen können ...welche Rolle Achtsamkeit und der Atem für die Synchronisierung spielen ...wie das vegetative Nervensystem unser Befinden beeinflusst ...wie wir durch mehr Achtsamkeit bessere Entscheidungen treffen ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Achtsamkeit: Tief durchatmen und in den Bauch horchen! Auf deinem Weg in ein achtsameres Arbeitsleben begleitete dich bei uns regelmäßig Marina Löwe. Von ihr erfährst du in verschiedenen Folgen, welche Potenziale in dir stecken, wenn du Achtsamkeit als Haltung in deinen Berufsalltag integrierst. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Marina Löwe, __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung in das Thema (00:02:52) Wie Gehirne funktionieren (00:07:15) Welche Rolle unsere Körperwahrnehmung spielt (00:12:04) Welche Rolle der Atem spielt (00:14:30) Was ist das vegetative Nervensystem? (00:17:27) Übung: Kohärentes Atmen __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns 👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu Make It Mindful bei Digital Compact.
00:00:13: Wie viele Gehirne haben wir eigentlich?
00:00:14: Was denkst du?
00:00:16: Und wie schnell ziehst Du dir Informationen rein, wie zum Beispiel über diesen Podcasts?
00:00:21: Was es mit dem Thema Multiple Brains und unserem Wissenskonsum auf sich hat – das klären wir in der heutigen Folge von Make it Mindful, den Podcast für achtsames Arbeitsleben!
00:00:31: Ich bin Marina Löwe, Talentteam und Unternehmensentwicklerin.
00:00:34: Und falls ich dich heute erfolgreich davon überzeugen kann dass wir mehr als ein Gehirn haben ist nur noch die Frage was machst du damit diese Erkenntnis?
00:00:41: Am Ende findest Du wieder eine Idee und Übung mit der Du Achtsamkeit konkret umsetzen kannst in diesem Fall dann um Deine Gehirne zu synchronisieren Und vielleicht muss ich nach dieser Folge wieder mit Jan diskutieren.
00:00:53: Jan arbeitet bei Digital Compact und schneidet meinen Podcast.
00:00:57: Liebe Grüße, Jan!
00:00:58: Nachdem er meine erste Folge geschnitten hat, habe ich ihn angerufen und gesagt zu ihm, mir bleibt die Luft weg beim Zuhören.
00:01:04: Wo sind eigentlich meine Atempausen hin?
00:01:07: Und wo sind die Pausen, die ich bewusst nach den Fragen gelassen hab damit die Zuhörer mal kurz sinken lassen können und nachdenken?
00:01:14: was löst die Frage bei mir aus?
00:01:16: Er meinte nur, unsere Zuhörer wollen das ja auch so schnell geschnitten hören.
00:01:20: Das ist wie wir es bei den anderen Podcasts machen und die meisten von den Hörern pitchen das auf anderthalbfache Geschwindigkeit.
00:01:29: Ja klar!
00:01:30: So wie wir essen, Kleidung oder Sachen konsumieren können sind wir inzwischen mit Wissen unterwegs.
00:01:35: also du kannst dir über Apps ganze Bücher auf wenige Sätze komprimiert reinziehen.
00:01:40: Du kannst dir jede Frage im Internet in Sekunden schnelle beantworten lassen.
00:01:45: Alles was dich an Themen interessiert oder wo du denkst, dass du mithalten musst ziehst du über Podcast rein und wenn es zu langsam geht pitscht du dir halt nochmal ums anderthalbfache.
00:01:53: Aber da möchte ich dir gerne mal die Frage stellen ob Wissen konsumieren auch wirklich das gleiche ist wie Lernen?
00:02:01: Und in der ersten Folge haben wir uns mit dem Thema Autopiloten beschäftigt und mit der Frage Was machst Du jetzt wenn du im Tunnel bist egal ob im positiven den nun durch den Flow Zustand hast oder durch den Stresstunnel?
00:02:13: Wie kommst du da wieder raus in die Kontrollzentrale?
00:02:15: Dass du weniger reagierst auf das, was um dich rum passiert als auch bewusst agierst mit dem, was da los ist.
00:02:22: Das Kontroll-Zentrum haben wir gesagt jetzt direkt hinter dir stehen und es ist die Exekutive, die dann dir hilft, bewusste Entscheidungen zu treffen als nur den ersten Impulse zu folgen.
00:02:31: Und wenn du im Flowtonnel bist so wie der Rapper, wenn er improvisiert, kann man sehen dass in deinem Gehirn zwar richtig kirmes ist aber in der Kontroll Zentrale ist quasi keiner mehr zu Hause.
00:02:41: Es wird nämlich alles abgestellt, wie zum Beispiel auch im Stresszonell wirst du nicht unbedingt fürs direkte Überleben brauchst und der ganze Körper wird dabei mitgezogen.
00:02:49: Also immer wenn im Gehirn gewisse Entscheidungen getroffen werden dann geht auch der ganze Körper mit bzw kann die Entscheidung offen unserem Körper getroffen worden?
00:02:58: Wie ist das eigentlich?
00:02:59: Das hat mich für diese Folge besonders beschäftigt!
00:03:02: Und die erste Frage, die ich dir dazu stellen mag es wo sitzt denn eigentlich unser Gehirnen?
00:03:06: Falls ihr jetzt denkt was ist das für eine blöde Frage natürlich zwischen den Ohren Dann gucken wir uns noch mal ganz kurz an, was Gehirn eigentlich bedeutet.
00:03:13: Also wenn wir unser Gehirnen verstehen als ein Netzwerk aus Neuronenganglien, Interneuronen – das sind die so schön zwischen den Neuronen verschalten– dann hast du noch Gliacälen, Astrozytenproteine... Wenn es ein Netzwerke ist in dem neue Verbindungen geschaffen und Informationen wahrgenommen aber auch verarbeitet und weitergegeben werden wo komplexe Reflexe über dein intrinsisches Nervensystem vermittelt werden und das sogar in völliger Abwesenheit übrigens deines Kopfhiernes, was ganz schön abgefahren ist.
00:03:42: Wo du aber auch ein chemisches Lagerhaus für Neurotransmitter hast dann hast du definitiv noch zwei weitere Bereiche in unserem Körper die exakt die gleichen Strukturen aufweisen.
00:03:51: der eine sitzt in deinem Brustraum.
00:03:54: Das nennt man im Englischen so schön Cardiobrain oder auf Deutsch herziehen.
00:03:58: Da hast du so vierzig bis hundertzwanzigtausend Neuronen.
00:04:02: Der dritte Bereich, neben du ebenfalls diese Strukturen findest und zwar in wirklich beeindruckender Größe das ist dein Bauchbereich.
00:04:09: Hier sitzt es so genannte enterische Nervensysteme gerne mal Bauch hingenannt was ich etwas gängiger finde oder leichter zu merken als enterisches Nervenystem.
00:04:19: der Mann der das Thema besonders vorangetrieben hat ist Dr.
00:04:22: Michael de Gerschen.
00:04:23: Das ist der Autor von The Second Brain und er ist auch Vorsitzender der Erteilung für Anatomie und Zellbiologie an der Columbia University.
00:04:31: Der beschreibt, dass das enterische Nervensystem ein komplexes Geflecht von Nervenzellen ist.
00:04:35: Also du kannst dir deine Darmwand vorstellen... ...das ist ein bisschen komisch wenn du dann denkst, dass wir auch Wurst im Schweinedamen essen teilweise aber in dieser Darmband.
00:04:44: da sitzen genau diese ganzen Nerven Zellen die den ganzen Magnamtrakt durchziehen und bei Menschen hast du ungefähr vier bis fünf mal mehr Neuronen da sitzen in deinem Bauch als im Rückenmark Und je nachdem, wenn du fragst, sind das so ungefähr hundert bis sechshundert Millionen Erfenzellen.
00:05:00: Um die Größenordnung zu verstehen, dass wäre in Größe und Komplexität ungefähr so viel wie ein Katzenhirn... ...und ich finde, Katzen können eigentlich schon ganz schön viel!
00:05:09: Unser Bauchgehirn wird gerne mal das zweite Gehirn genannt.
00:05:13: Es gibt aber durchaus Leute, die sich darüber streiten und sagen Moment mal ist es nicht sogar unser erstes Gehirnen Denn wenn du dir anguckst, wie sich ein Firtus entwickelt dann ist der Verdauungsbereich definitiv der erste, der sich evolutionär gesehen entwickelt und somit auch ein ziemlich ausgeklügelter.
00:05:29: Und noch weiter zurückgeguckt auf primitive Mehrzeller haben diese zum Beispiel zuerst den Verdauungskanal und daraus entwickelt sich dann das enterische Nervensystem also unser Bauchgehrenn.
00:05:39: Die erste Frage bei den Mehrzellern zum Beispiel war auch bei uns Menschen im Fötus ist die über Leben und Überleben entscheidet.
00:05:48: Was nehme ich zu mir?
00:05:49: Wie kriege ich das verarbeitet was ich zumehnehme Was lasse ich dann auch wieder los?
00:05:54: Ist ja irgendwie logisch, dass diese Frage für uns auf mehreren Ebenen relevant sind.
00:05:57: oder da gibt es wieder Tiefen zu entdecken und Höhen.
00:06:02: Spannende Frage was nimmst du auf wie verarbeitest du das und was lässt du wieder los?
00:06:05: in dem Teil unseres Körpers also im ganzen Magen Darmtrakt steckt unfassbar viel Informationen Und wir haben mit unserer Kultur spannenderweise völlig den Fokus darauf verloren.
00:06:15: Das ist einer der Gründe, warum Themen wie Ernährung inzwischen wieder so im Fokus stehen.
00:06:19: Gerade auch beim Thema Hochleistungen oder High-Performance Leadership weil es geht gar nicht mal nur darum abzunehmen sondern schlicht und ergreifend zu verstehen du bist was du isst also was macht denn Nahrung eigentlich mit dir um mit deiner Leistungsfähigkeit?
00:06:33: Du würdest ja auch nicht jeden Blödsinn in den Kopf stecken.
00:06:35: na ok nehme ich flein nochmal zurück wenn ich auf das ein oder andere Fernsehformat gucke.
00:06:40: Aber genauso wie es gute Gründe gibt, einfach mal sich Junk TV reinzuziehen.
00:06:44: Gibt's vielleicht auch gute Gründer ab und zu immer bei Junk Food schwach zu werden?
00:06:48: Was mir gestern Abend zweimal passiert ist, wie ich leider gestehen muss aber... Es ist gut so wissen welchen Effekt das hat!
00:06:53: Und den merkst du in der Regel nachts oder am nächsten Tag sehr gut.
00:06:58: Wie die Alteela immer so schön sagen shit-in, shit out.
00:07:02: Also je nachdem was du reinpackst kriegst du auch gerne mal das Ergebnis.
00:07:06: Wenn du also jetzt weißt, dass du im Bauchraum ein zweites Gehirn hast.
00:07:09: Im Brustraum vielleicht sogar ein drittes.
00:07:12: Da streitet man sich hier und da noch ob die Neurotransmitter dann auch tatsächlich die gleiche Funktionen usw.
00:07:17: haben.
00:07:17: aber Du hast das Nervenzellen gepflegt Und es gibt eine Menge auch im Bereich Herz- und Brustraum weiter zu erkunden.
00:07:24: Aber generell geht's einfach um die Einheit von Kopf Also deinem Verstand Deinem Bauchgefühl und auch Herzensangelegenheiten.
00:07:33: Ah, klingt das jetzt ein bisschen spiri oder e so.
00:07:36: Witzigerweise können wir das inzwischen über die Wissenschaft viel besser erklären und nachweisen.
00:07:40: Und dann wird es ganz gut greifbar und ziemlich konkret.
00:07:43: Du kannst das vielleicht auch mal aus den Sätzen, die man auch gerne im Alltag benutzt rausziehen.
00:07:49: also was sagt eigentlich dein Bauch dazu?
00:07:51: Das liegt mir grad schwerm Magen!
00:07:52: Das muss ich erst einmal verdauen oder...das liegt mir am Herzen.
00:07:56: Das mache ich nur schweren Herzens.
00:07:58: Da haben wir auch linguistisch gesehen einfach sehr, sehr viele Begrifflichkeiten die schon zeigen bestimmte Prozesse ordnen wir auch bestimmten Bereichen unseres Körpers zu.
00:08:08: Nicht nur im Kopf sondern im ganzen Körper sammest du einfach unfassbar viel Wissen und verarbeitest auch Wir nehmen ja auch wahnsinnig viele Informationen unbewusst aus so wie die Stimmung oder die Anspannung von anderen.
00:08:19: Dann kann uns das sogar auf den Magen schlagen.
00:08:20: wenn es zum Beispiel unseren Kindern schlecht geht oder unseren Eltern oder einfach jemanden der uns sehr nahe steht dann hat man Das Ganze plötzlich nicht nur im Kopf, sondern trägt es auch irgendwo im Körper mit sich rum.
00:08:33: Und die kognitiven Prozesse laufen zwar definitiv im Gehirn ab aber sie werden von Prozessen, die nicht im Geheirn stattfinden beeinflusst.
00:08:42: und Das ist zum Beispiel unsere Körperwahrnehmung, die unsere Urteil so eine Entscheidungsfindung beeinflusst.
00:08:47: Wenn du schlecht drauf bist entscheidest du der Urteil definitiv anders als wenn du in allerbester Laune bist.
00:08:52: Selbst wenn deine schlechten Gefühle in keinem Inhaltlichen oder logischen Zusammenhang mit der Urteilsfindung stehen hast du ein ganz banales Beispiel von der Yale-Universität wo man den Studienteil neben einer warmen Kaffeetasse in die Hand gegeben hat Und die fanden ihnen vorgestellten Personen dann häufiger warm und freundlich, wenn sie eine warme Kaffee-Tasse in der Hand hatten als wenn sie was Kaltes in der hand hatten.
00:09:14: Logisch?
00:09:16: Eigentlich eher nicht oder?
00:09:17: Was soll das Getränk in deiner Hand damit zu tun haben wie du dein Gegenüber wahrnimmst?
00:09:22: Es gibt aber zahlreiche Studien, die zeigen dass wir einfach dazu neigen unsere Körperwahrnehmungen zu rationalisieren.
00:09:28: Das heißt du fühlst etwas und dann gibst du diesem Gefühl einen subjektiv nachvollziehbaren Grund.
00:09:33: Und dann ist immer die spannende Frage, was ist eigentlich jetzt Henne und was is Ei?
00:09:38: Eines der spannendsten Bilder dazu finde ich dass du das elektromagnetische Feld, das von unserem Herzbereich ausstrahlt sogar auf dem Hautwiderstand des Gegenübers messen kannst.
00:09:47: Selbst wenn wir ein paar Meter entfernt sind.
00:09:49: um das etwas praktischer zu machen Wenn du jemandem zuhörst, der einen Vortrag hält oder Du hörst einem Podcast so in dem keine Atempausen sind weil jemand durchredet oder vielleicht sogar beim Reden die Luft immer weiter hoch sieht und du denkst, wann könnt ihr denn bitte auch mal ausatmen?
00:10:10: Wenn du halbwegs empathisch bist dann wirst du dich ein Stück weit auf den anderen eintun und mitgehen.
00:10:17: Je aufgeregter derjenige ist desto mehr kann es sein, dass er dich mit in diese Aufregung kriegt oder dass du auch hinterher denkst, ich bin ja selber ganz fahrig.
00:10:25: So gehen Leute die gemeinsam im Meeting sitzen, in der Regel zum Beispiel mit einer sehr ähnlichen Stimmung aus dem Meeting wieder raus.
00:10:32: Das heißt unsere Stimmungen sind ansteckend.
00:10:35: Findet mit Sicherheit zum Stück weit im Kopf statt weil du auch Körpersprache natürlich siehst.
00:10:40: aber das ist eben nicht nur auf der Oberfläche die du sehen kannst sondern du nimmst was mit dem ganzen Körper wahr wenn Die Stimmung besonders gut ist oder wenn die Stimmung auch besonders schlecht ist.
00:10:51: Unterhalb der Wasseroberfläche, unterhalb all der Powerpoint-Präsentationen und Daten und Fakten über die wir dann diskutieren werden Entscheidungen eben auch auf anderen Ebenen gefällt.
00:10:59: Nachgewiesener Maßen sind die besten Entscheidungen, in denen wir diese Ebene nicht blind vorpreschen lassen aber sie definitiv mit einbeziehen.
00:11:08: Wenn du also alles im Einklang kriegst das was du denkst, das was Du willst und doch das was Tu tust Verstand Herz und Bauch Dann sind deine Entscheidungen am besten.
00:11:19: Und in deinem Kopfhieren, um dir einfach Bilder mal mitzugeben da sitzt quasi der Analytiker Da hast du die kognitive Wahrnehmung das ist dein Denken, da wird Bedeutung und Erklärung zugewiesen.
00:11:31: Bei deinem Herzhirn da kannst du sagen sitzt so der Träumer.
00:11:37: Das ist der der Sehnsüchter hat, der die Ziele hat wo aber auch Werte sitzen Der immer für was einsteht was eben besonders wichtig ist.
00:11:46: Und im Bauch oder Damien hast du die Mobilisierung, den Selbsterhalt und auch die Kernidentität.
00:11:52: In diesem Typ kannst du dir so ein bisschen vorstellen wie dem motivierenden Trainer.
00:11:56: also du hast den Analytiker dann hast du den Träumer und dann hast Du den Motivierenden-Trainer.
00:12:01: und du kannst dir vorstellen sowie in der Teamarbeit du auch davon profitierst dass du ganz unterschiedliche Kompetenzen am Tisch hast.
00:12:07: Du natürlich auch davon profitierst wenn die drei sich mal austauschen bevor du was entscheidest!
00:12:12: Und jetzt ist die Frage Wie kriegst denn du die drei am besten zusammen an einen Tisch?
00:12:16: Und wie fantastisch, dass wir jetzt eine tolle Schleife zur ersten Folge haben.
00:12:20: Denn was ist auch hier der stärkste Weg in diesem Fall um unsere drei Gehirne miteinander zu synchronisieren?
00:12:26: Der Atem – du wirst es nicht glauben!
00:12:28: Es ist unfassbar, was dieses banale Dingatem alles mit uns macht und auch da sind wir Forschungsmäßig noch fast in den Kinderschuhen.
00:12:37: ganz viel daran zu verstehen gibt, aber es gibt einiges was wir heute schon klar wissen.
00:12:42: Man sollte meinen dass wir geboren werden Anfang irgendwie zu atmen gut ist.
00:12:46: Das stimmt auch nur das wenn wir geborenen werden wir noch ganz anders atmen als wir das als Erwachsener heute tun.
00:12:53: Babys kannst du super dabei beobachten wie sie ganz tief in den Bauch atmen.
00:12:58: Du kannst sehen wie sich mit jedem Atem der Bauch wirbt und beim Ausatmen wieder senkt.
00:13:04: Wenn wer erwachsen sind Dann wird mit Stress, Ängsten oder Sorgen die wir haben.
00:13:09: Oder auch Traum hat da der Atem gerne immer höher gezogen.
00:13:12: und dann kann es sein dass wenn du beim letzten mal die Übung mitgemacht hast die Hand auf deinen Bauch zu legen und einfach nur zu spüren wie der Atm im bauch ankommt Du vielleicht gar nicht so viel gefühlt hast.
00:13:23: und dann wäre das definitiv gar nicht So normal weil das bei vielen von uns ist dass wir das erst Mal wieder lernen müssen gerade nach einem stressigen Tag Und das ist auch etwas, was wir in unserem Alltag selten tun.
00:13:37: Mal die Hand auf den Bauch legen und tief bis in dem Bauch einatmen.
00:13:44: Ich meine, guck mal!
00:13:45: Die Atempausen werden sogar bei dem Podcast rausgeschnitten.
00:13:48: also wie viel Wertschätzung bringen wir eigentlich den Pausen entgegen?
00:13:54: Wieviel Fokus haben wir auf das Machen und auf das Füllen der Pausenden und wieviel fokus eigentlich aufs Durchatmen?
00:14:02: Und ganz ehrlich, das Durchatmen ist mehr als dein Gehirn und den Rest des Körpers mit Sauerstoff zu versorgen.
00:14:08: Das Durchatmung ist das was dir erst mal Zeit gibt im wahrsten Sinne des Wortes zu verdauen.
00:14:17: Es liegt nämlich daran dass du über den Atem bewusst das vegetative Nervensystem ansteuern kannst.
00:14:28: steuert, die wir willendlich gar nicht beeinflussen können.
00:14:30: Aber über den Atem hast du ein Steuerungsmittel für das Nervensystem und das Nervensystem wiederum reguliert dann den Rest deines Körpers.
00:14:39: Dieses vegetative Nerven-System besteht aus... Man hat früher gesagt zwei Hauptnerven.
00:14:44: inzwischen nimmt man des Bauchgehirn als dem dritten Teil auch.
00:14:47: aber die zwei Haupt nerven sind der Sympathikus.
00:14:50: Das ist unser Stressnerv oder der Spannungsnerv.
00:14:53: Der wird auch Entspannungs- oder Ruhenerf genannt.
00:14:58: Den Sympathikus kannst du dir vorstellen wie den Partytypen in der Truppe, das ist der Teil des Nervensystems, der für die Bereitstellung von Action und von Leistung verantwortlich ist.
00:15:07: Hier wird der Puls hochgefahren, deine Schweißproduktion angesteuert... Und in dem Moment wird zum Beispiel die Verdauung runter gefahren!
00:15:14: Weil wenn dich derselbe Zantiger angreift oder du vorne eine Rede halten musst dann ist Verdauungen gerade nicht das was du dringend brauchst zum Überleben.
00:15:24: ist der Parasympathikus.
00:15:27: Das ist eher der ruhige entspannte Chillertyp.
00:15:31: Fahr mal runter, lasst mal locker!
00:15:33: Im Idealfall wechseln sich Sympathicus und Parasymprethikus also der Party-Typ und der Chillertyp ab und sorgen für ein gutes Gleichgewicht.
00:15:43: unter Hochleistung ist der Partytüper aber gerne mal deutlich dominanter.
00:15:48: wenn du jetzt den Chilltypen aktivieren möchtest Kannst du das super über die Atmung machen?
00:15:53: Und hier ist noch mal ein Punkt, warum der Parasympathikus so wichtig ist und du den so gerne aktivieren solltest.
00:15:59: Dieser Nervous Vagus geht von ganz unten in deinem Körper... also ganz unten!
00:16:05: Also zieht sich die komplette Wirbelsäule entlang und geht hoch bis ins Hirn.
00:16:09: Warum sage ich von unten nach oben?
00:16:10: Weil zu achtzig bis neunzig Prozent die Infos von unten an's Gehirn gesteuert werden.
00:16:16: Runter gehen anscheinend nur zehn bis maximal zwanzig Prozent.
00:16:20: Das heißt, es geht ganz viel Info von dem was dein Körper aufnimmt und verarbeitet hoch in die Schaltzentrale.
00:16:27: Aber du kannst dir nicht einfach mal so einreden zum Beispiel dass du jetzt gerade keine Angst hast oder das alles gar nicht so schlimm ist oder nicht so wichtig.
00:16:35: also wenn du dich schonmal wunderst warum so einen innerer Dialog vielleicht nicht direkt körperliche Ruhe erzeugt dann liegt das daran dass der Körper einfach mehr Einfluss auf den Kopf hat teilweise als der Kopf Es sei denn, du hast eben auch Techniken die das Nervensystem mit reinnehmen.
00:16:51: Indem du dich bewusst entspannst!
00:16:54: So... Vielleicht noch ein Bild dafür?
00:16:57: Also... Das was du eigentlich gleich machst mit dem ruhigen, kohärenten Atem ist Du hast eine riesige Menge eingekauft und jetzt steht der ganze Kladradatsch im Flurum Und du stolperst jedes mal drüber wenn du zur Haustür reinkommst.
00:17:12: Runterfahren, das Nervensystem beruhigen ist genau die Zeit in dem du deinem Körperzeit gibst den Flur mal auszuräumen und zu sortieren.
00:17:21: Was gehört in die Küche?
00:17:22: Was muss im Kühlschrank?
00:17:23: Was in den Keller?
00:17:25: Was gehört ins Bad?
00:17:27: Und den Weg wieder frei zu haben – die Sachen sind nicht weg!
00:17:31: Auch hier geht es nicht ums Weggedrücken sondern es geht ums Einsortieren.
00:17:34: Den Dingen einen Platz geben.
00:17:38: Deshalb bleiben wir am Ende dieses Podcast noch einmal beim Atem.
00:17:43: Als Info für dich noch, was macht das eigentlich mit den bewussten Steuern des Atems?
00:17:48: Also wenn du einatmest.
00:17:50: Das ist der Moment wo Du Energie einsammelst, als Dich für den Sprint bereiten machst.
00:17:56: Wenn Du also zum Beispiel mal müde bist oder merkst Du hast wenig Energie dann lieg gerne mehr Fokus auf den Einatmen vielleicht nicht ins Hyperventilieren aber mehr einatmen als ausatmen!
00:18:11: Wenn Du allerdings schon total angespannt bist und unter Stress Dann legt mehr Fokus auf den Ausatmen, damit du den Chillertypen ein bisschen mehr unterstützt.
00:18:20: Also vielleicht nehm nur lange Zungen das machst oder zumindest den Atem auch gerne mal hörst.
00:18:30: Mach ihn möglichst lang den Aus atmen!
00:18:33: Wenn du dir Synchronität wünschst dann kannst du gerne gucken ob du den Einatm so lange nehmen kannst wie den Aus Atmen.
00:18:41: Du kannst also wieder anfangen deine Hand gerne auf dem Bauch zu legen.
00:18:45: wenn du magst Kannst es auch gerne kurz pausieren und erst mal wieder fühlen, wo kommt der Atem eigentlich bei dir an?
00:18:57: Wie nimmst du den wahr.
00:19:04: Und wenn du den Atem eine Weile beobachtet hast dann kannst du anfangen zu zählen zum Beispiel beim einen atmen bis drei und auch beim ausatmen bis Drei.
00:19:22: Du zählst eins zwei drei Eins Zwei Drei Und finde hier erst mal dein eigenes Tempo.
00:19:44: Auch hier wirst du merken, genau wie bei allen anderen Achtsamkeitsübungen, dass du je häufiger du übst und je länger du bei deinem Atem bleibst immer wieder merken wirst, wie es dir mit jedem Mal vielleicht ein Stück weit leichter fällt Wie sich vielleicht auch bestimmte Tage oder Momente auf deinen Wohlbefinden auswirken was das mit dir macht und auch mit deinem Atem.
00:20:17: Und auch das Atem will gelernt sein, es hat gar nicht mal so viel mit deinm Lungenvolumen zu tun sondern ist auch eine Übungssache dir den Raum zu geben die Pause zu nehmen um deinen Atem schrittweise zu verlangsamen.
00:20:33: unsere natürliche Tendenz ist dass du so ungefähr zwei bis drei Sekunden pro ein und ausatmen nimmst Und das Ziel, wenn du wirklich das Kohärenteatmen trainierst ist dass du nachher auf fünf Atemzüge pro Minute kommst.
00:20:51: Auch das ist genau wie Marathon laufen!
00:20:54: Es braucht ein bisschen Training bis du an den Punkt kommst.
00:20:59: Ich wünsche dir viel Spaß dabei das vielleicht als zusätzliche Trainingsmethode in deinen Alltag zu integrieren und dir immer mal wieder Momente zu setzen indem du entweder dein Atem beobachtest oder vielleicht über das Zählen mal guckst, was es für einen Unterschied macht wenn du deinen Atembewusst verlangsamst.
00:21:17: Und auch heute hören wir gerne mit einem Zitat auf diesmal eins von Theodor Fontane Es ist und bleibt ein Glück vielleicht das höchste frei atmen zu können.
00:21:30: In dem Sinne make it mindful.
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