Hilft achtsamer Mord bei der Work-Life-Balance? | #Achtsamkeit 🧘🏼‍♀️

Shownotes

INSPIRATION | Anhand eines achtsamen Mordes und einer praktischen Atemtechnik wird die Bedeutung von Achtsamkeit in Hinsicht auf eine optimale Work-Life-Balance bzw. -Integration aufgezeigt. Du erfährst... ...wie Arbeit und Freizeit besser in Einklang gebracht werden können ...warum Werte und Prioritäten die Basis für eine gute Work-Life-Balance bilden ...wie man durch Achtsamkeit zu mehr Klarheit gelangt ...weshalb Achtsamkeit produktiver macht ...welche Techniken und Hilfsmittel unser inneres Gleichgewicht wieder herstellen ...wieso Routine wichtig für die Balance ist ...warum "Work" und "Life" nicht immer getrennt betrachtet werden müssen ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Achtsamkeit: Tief durchatmen und in den Bauch horchen! Auf deinem Weg in ein achtsameres Arbeitsleben begleitete dich bei uns regelmäßig Marina Löwe. Von ihr erfährst du in verschiedenen Folgen, welche Potenziale in dir stecken, wenn du Achtsamkeit als Haltung in deinen Berufsalltag integrierst. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Marina Löwe, __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:05:04) Sind Kunden KPIs ein Vorstandsthema? (00:10:48) So funktioniert effizienter Kundenservice (00:18:02) Welche Rolle spielt Erreichbarkeit? (00:23:31) KPIs - Die Messbarkeit von Kundenzufriedenheit (00:28:51) Software für guten Kundenservice __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns  👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.

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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu Make It Mindful bei Digital Compact.

00:00:13: Björn Diemel ist Anwalt mit einer gestörten Work-Life Balance, weil er zu wenig Zeit für seine Familie hat zwingt ihn seiner Frau zu einem Achtsamkeitscoach zu gehen.

00:00:23: Dieses Coaching verläuft jedoch etwas anders als geplant denn um mehr Zeit von seinem zeitraumenden Klienten zu bekommen bringt er diesen einfach um nach allen Regeln der Achtsammkeit.

00:00:34: Ich bin Marina Löwe, Talentteam und Unternehmensentwicklerin.

00:00:37: Und heute untersuchen wir inspiriert von Carsten Dusser dem Autor des sehr unterhaltsamen Romans achtsamen Morden ob es wirklich einen Mord braucht um deine Work-Life Balance wieder herzustellen oder ob es vielleicht noch andere Ansatzpunkte gibt.

00:00:51: Dazu zitiere ich aus Carsten Duesses Buch.

00:00:55: Um nicht dragans degenerierte DNA durch ein rotierendes Kettensägeblatt im ganzen Bootshaus zu verteilen, errichte ich mithilfe des Kranes einen Zeltübertragern.

00:01:04: Hier legte eine zweite Bootsplane über der Leiche aus, befestigte deren Mittelpunkt am Kran und hob damit die obere Plane wie ein Zelt an Die Enden beschwerte ich mit verschiedenen Gegenständen am Boden.

00:01:16: In diesem improvisierten Sägewerk herrschte schnell einer Atmosphäre wie in einem Campingzelt am dritten Tag eines Festivals.

00:01:22: Das Licht war gedämpft, der Gestank war bestialisch und die anwesenden Leute nicht ansprechbar.

00:01:28: Ein ziemlich stressiges Arbeitsumfeld!

00:01:30: Um alles richtig zu machen ging ich zurück zum Auto und holte den Achtsamkeitsratgeber aus meiner Akkentasche.

00:01:36: Ich erinnerte mich noch an einen Dreiklang, den ich in der Theorie für ziemlich verblödet gehalten hatte, der mir aber in der praktischen Anwendung einer Leichensersägung vielleicht ganz gute Dienste leisten konnte.

00:01:47: Der entsprechende Abschnitt stand unter der Überschrift «Absichtsvolle Zentrierungen».

00:01:52: Auch der längste Weg beginnt mit einem kleinen Schritt.

00:01:55: Wenn Sie jeden Schritt achtsam gehen, sind sie am Ende des Weges nicht erschöpft sondern erleichtert.

00:02:02: Deshalb fokussieren Sie sich bei jedem Schritt auf das was den Schritt ausmacht.

00:02:08: Erstens bemerken Sie die Absicht dessen was Sie gleich tun werden.

00:02:13: Zweitens atmen Sie einmal ein und wieder aus.

00:02:18: Drittens führen Sie die Tätigkeit dann ruhig und zentriert durch.

00:02:24: Als ich wieder im Zelt stand, bemerkte ich also ganz bewusst meine Absicht dass sich Dragans Kopf zunächst absägen wollte.

00:02:30: Ich atmete tief ein Was ein Fehler war!

00:02:33: Ich musste umgehend wirken Atmete instinktiv noch mehr von der stinkenden Luft ein Und war kurz davor einen Hustenanfall zu bekommen.

00:02:39: Tief einatmen in dem Zelt war undenkbar.

00:02:42: Ich hob die obere Plane ein wenig an Atmette die frische feuchte Luft des Bootshauses ein Und beruhigte zunächst einmal meine Lunge und meinen Geruchsinn.

00:02:52: Und dann sägt ich ruhig und zentriert, trage ans Kopf ab.

00:02:56: Es

00:02:56: funktionierte.".

00:02:59: Der Anwalt versucht also seine Work-Life Balance wiederherzustellen indem er einen sehr anstrengenden Klienten umbringt.

00:03:05: wenn auch auf achtsame Art und Weise ist das zwar im Roman extrem unterhaltsam im echten Leben aber vielleicht etwas weniger der Idealfall.

00:03:13: Aber starten wir erstmal beim Auslöser für diesen Mord nämlich der gestörten.

00:03:18: Work-Live Balance bedeutet ja einen Ausgleich zu finden wie bei so einer altmodischen Waage, bei der du die Gewichte auf beiden Seiten im Balance hält.

00:03:28: Damit betrachtest du über beide Seiten nämlich Arbeit und Leben getrennt voneinander.

00:03:34: Das ist für viele auch schon das erste Problem, denn nicht jeder kann oder will bewusst beide Bereiche kategorisch voneinander trennen.

00:03:41: Neben der inhaltlichen Verschmelzung von Arbeit und Leben die wir an vielen Stellen haben wenn zum Beispiel deine persönlichen Interessen sich mit deinen Arbeitsinhalten decken sowie dass bei mir zum Glück ganz oft der Fall ist aber auch zeitlich gibt es immer mehr Grenzverwischungen.

00:03:56: Handys und Laptops zum Beispiel ermöglichen uns neben der ständigen Erreichbarkeit ja auch Freiheiten wie flexibler Arbeitszeiten und ortsunabhängiges Arbeiten.

00:04:04: Der Vorteil ist, dass wir unsere Arbeitszeit dann mehr nach Bedarf verteilen können.

00:04:08: also bei dringenden Projekten oder in Einarbeitungsphasen können die Arbeitstage länger sein wenn mal wichtige familiäre Themen anstehen auch kürzer.

00:04:18: Gerade wer Kinder hat oder sich mal um seine Eltern gekümmert hat, oder selber krank war weiß diese Flexibilität ja auch durchaus zu schätzen.

00:04:25: Der Nachteil ist natürlich dass die klassischen Grenzen, die man früher hatte zwischen Arbeitszeit und Freizeit immer mehr aufweichen Wenn dir beim Duschen zum Beispiel eine neue Produktidee einfällt Ist das dann Work- oder Live?

00:04:37: Und wenn dir durch die Diskussion im Mitarbeitergespräch klar wird wie du den Konflikt den du gerade zum Beispiel Zuhause hast lösen kannst Ist das dann Work oder Live?

00:04:48: Und ist Arbeit kein Leben, oder leben keine Arbeit.

00:04:51: Also du merkst schon viele halten auch statt Work-Life Balance den Begriff Work-Live Integration für sinnvoller.

00:04:57: Da gehst du nämlich nicht von zwei getrennten Bereichen aus sondern von einer integrativen Verbindung und der Idee beide Bereiche bestmöglich miteinander zu vereinbaren statt sie auszutarieren.

00:05:07: Wenn Du ein Symbol oder Bild vor Augen hättest dass für dich das Verhältnis deiner Lebensbereiche oder Rollen simulisiert.

00:05:17: Wie würde es bei dir aussehen?

00:05:20: Vielleicht sowas wie überlappende Kreise, eher eine Mindmap, eine Schaukel die hin und her pendelt.

00:05:29: Worum geht es eigentlich bei dem Wunsch nach Ausgeglichenheit oder Integration?

00:05:34: Geht's da um Rollenverteilung oder Energiehaushalts oder um Schnittstellenmanagement oder um Zeit?

00:05:41: Zum Thema Arbeitszeit gibt es Unternehmen, die Stempeluhren haben von denen die Mitarbeiter teilweise sogar noch rumstehen damit sie ihre acht Stunden voll kriegen.

00:05:48: Andere Unternehmen hingegen führen Stempeltuhren ein um die Mitarbeiter vor zu viel Überstunden zu schützen weil sie vor lauter Motivationen die Zeit vergessen beim Arbeiten.

00:05:56: Dann hast du auf der einen Seite Unternehmen die die für Tagewoche einführen sowie jetzt auch Microsoft oder sechs stundentage und die dabei sogar Produktivitätszuwachs feststellen Und auf der anderen Seite gleichzeitig Ganz andere Modelle, die sich ebenfalls entwickeln.

00:06:11: Nämlich du hast einmal den Wunsch nach weniger Arbeitszeit auf der einen Seite und auf der anderen eher den Google oder Facebook Ansatz also das Leben möglichst nah an die Arbeit ranholen.

00:06:20: Sport Freunde Essen lernen Hobbys Das kann dann alles auf dem Campus stattfinden.

00:06:25: Bei Google hast Du zum Beispiel in der Schweiz oder im Irland fast so kleine Dörfer in denen die Mitarbeiter wohnen die zum Großteil aus anderen Ländern zugezogen sind.

00:06:34: ohne familiären Anhangen ohne bestehende Freundschaften verbindet sich dann alles sehr schnell mit dem, was du mit den Arbeitskollegen zusammen machst.

00:06:42: Und dann verschwimmt Arbeit und Freizeit erst recht.

00:06:45: Vielleicht merkst du schon, dass die Sichtweisen darauf sehr individuell und immer abhängig vom Kontext sind?

00:06:50: Was mit fünfundzwanzig für dich gut funktioniert kann mit fünfundreißig oder fünfvierzig völlig kontraproduktiv sein.

00:06:57: Was sich gut in Start-ups umsetzen lässt, kann in langgewachsenen Konzernstrukturen nach hinten losgehen.

00:07:02: Was in der Großstadt geschätzt wird... wird in nendlicheren Gegenden vielleicht belächelt, weil der Bedarf dort so unterschiedlich ist.

00:07:09: Es gibt also einfach kein Pauschal Rezept das zu hundert Prozent für alle funktioniert.

00:07:13: Das bedeutet aber auch Folgendes Balance oder Integration liegen nicht unbedingt im Außen sondern an dem Innen.

00:07:21: Das Thema Work-Life ist so individuell Weil unter anderem Dinge mit rein spielen wie unsere Motive Oder Bedürfnisse.

00:07:28: Nach McClelland haben wir zum Beispiel entweder den Bedarf nach Power, also Macht und Einflussnahme oder nach Achievement, nach Leistung.

00:07:36: Es gibt aber auch Menschen denen es vor allen Dingen um Affiliation geht nämlich um Zugehörigkeit.

00:07:43: Je nachdem worauf du Wert legst prägt dich das ganz unterschiedlich in deinem Arbeitsbedürfnis.

00:07:48: Unsere Werte ist eher Erfolg Familie Gesundheit oder unsere Glaubenssätze Vielleicht hast du schon mal sowas gehört oder auch selber im Kopf wie erst die Arbeit, dann das Vergnügen.

00:07:58: Oder von nichts kommt nichts!

00:08:01: Die Kultur in welchem Land du arbeitest?

00:08:03: In welcher Branche, in welchen Unternehmen aber auch deine Persönlichkeit, dein Anspruch, deine Erwartungen Deine aktuelle Lebenssituation und noch so viel mehr spielen in dieses Thema alle mit rein.

00:08:13: Wenn es also nicht per se um die Dauer der Arbeitszeit geht Worum geht es dann?

00:08:19: Work-Life Balance oder Integration wird immer dann ein Thema Wenn wir das Gefühl haben, dass etwas in Schieflage gerät oder nicht mehr ineinander passt.

00:08:28: Wie zum Beispiel auch bei der Familie des achtsamordenden Anwalts die sich dann beschwert du bist nie zu Hause.

00:08:33: wenn du Zuhause bist dann bist Du schlecht drauf Oder du bist müde.

00:08:37: Das begegnet mir auch im Coaching und in den Workshops immer wieder.

00:08:40: Dass Führungskräfte mir sagen mein großes Dilemma ist wie kann ich mit meiner Energie Bei der Arbeit so haushalten dass nach der Arbeit noch was übrig bleibt Haben es am Wochenende einfach keine Energie mehr übrig.

00:08:53: Selbst für Dinge, die mich eigentlich glücklich machen, die mir Spaß machen so was wie mit Freunden treffen oder zum Sport gehen es zieht mich häufig einfach nur noch auf die Couch und dann bin ich platt und alle.

00:09:03: das erzeugt natürlich auch wieder eine riesen Unzufriedenheit im Arbeitsbereich von Standortleitern die morgens um vier Uhr wach werden nicht wieder einschlafen können Bereichsleiter die sich beim Sportsverabreagieren aber definitiv dadurch noch nicht mental erholst sind Bis zu einer Finanzleiterin, die mir während ihrer Projektleitung im Coaching sagte.

00:09:20: Weißt du was?

00:09:21: Ich war am Wochenende einkaufen und ob ich jetzt Salami oder Fleischwurst mitnehme – das war mir echt zu viel!

00:09:28: Das war mir eine Entscheidung zur «Ich konnte» und wollte einfach nichts mehr entscheiden.

00:09:33: So weit war ich.

00:09:35: Und wenn jemand so wie diese Führungskräfte oder unser Romananwalt Björn Diemel an seine Grenzen stößt… liegt das dann daran dass alles ganz plötzlich zusammengekommen ist?

00:09:46: der Familie, die Aussichtslosigkeit in der Firma keine Anerkennung für die harte Arbeit zu bekommen und der fortdauernde Stress mit diesen Klienten.

00:09:55: Das sind alles Beispiele für Dinge, die sich über einen langen Zeitraum aufbauen.

00:10:00: Und damit ist unser Anwalt auch nicht alleine!

00:10:03: Wenn wir den Handlungsbedarf erst wahrnehmen wenn es zu spät ist wird es schwierig noch vernünftig zu reagieren.

00:10:10: Denn dann ist uns ja oft schon einfach alles zu viel.

00:10:16: Wenn wir entweder zu viele Baustellen gleichzeitig haben oder wenn wir zu viele Dinge tun, die uns energirauben.

00:10:22: Energiraum sind vor allem die Dinge, die Uns Zeit kosten ohne dass sie wichtig erscheinen oder einen Sinn haben.

00:10:27: Oder Dinge, Die auch konträr zu unseren eigenen Werten und Überzeugungen stehen.

00:10:32: Du musst also in der Restrukturierung, Reorganisation oder im Aufbau eines neuen Geschäftsbereiches oder eine Einführung eines Produktes zum Beispiel deinem Team etwas verkaufen wo für dich selber noch nicht ganz klar ist wie du dahinter stehst.

00:10:45: Das kann dir wahnsinnig viel Energie ziehen.

00:10:48: Es geht also um Prioritäten und um Werte.

00:10:53: Da ist der Dreiklang aus dem Ratgeber des Anweils gar nicht so grundverkehrt, auch wenn du ihn hoffentlich nicht zum Absägen des Kopfes von irgendwelchen Klienten benutzt.

00:11:02: Erstens bemerke deine Absicht!

00:11:05: Das entspricht dem Rauskommen aus den Autopiloten.

00:11:08: Bewusstes statt automatisches Handeln, leider hast du Folge eins gehört.

00:11:13: Zweitens atmen ruhig und tief.

00:11:17: Erstmal das Nervensystem beruhigen, damit auch deinen Puls- und dann Herzkreislaufsysteme und damit auch die Gehirne synchronisieren.

00:11:24: sind Kopf-, Herz- und Bauchgehirn einmal miteinander wieder in Kontakt?

00:11:28: drittens ruhig unzentriert durchführen eins nach dem anderen no multitasking.

00:11:35: unsere simpel dieser drei Klang klingt erscheint uns wahnsinnig schwer zu fallen.

00:11:40: warum?

00:11:41: Erstens die Absicht.

00:11:43: Absicht setzt voraus, dass dir klar und bewusst ist wozu du etwas tust.

00:11:46: – diese Klarheit braucht aber Werte als Entscheidungsgrundlage.

00:11:51: Wie viel Zeit wir mit der Arbeit verbringen ob wir uns Pausen nehmen um es zu bewegen wie lange die Gespräche in der Kaffeepause sind?

00:11:58: Wie viel zeit wir mit Familie verbringen oder beim Sport soziales Engagement welchen Teil unserer Arbeit wir wirklich als Arbeit sehen das alles hängt davon ab welche Werte für uns zentral stehen.

00:12:09: Werte können sich verändern.

00:12:12: Wir können Werte auch bewusst

00:12:13: wählen.".

00:12:15: Da kommst du zu.

00:12:16: zweitens, atmen!

00:12:18: Diese Bewusstheit braucht Innerhalten und Wahrnehmung.

00:12:22: Damit du merkst bist du nur beschäftigt oder bewegst du auch was?

00:12:27: Ist das, was du tust gerade wirklich alles wichtig und richtig?

00:12:31: Das ist wie bei einer Schneekugel wenn du klar sehen willst muss Ruhe einkehren – auch bei unseren Gedanken.

00:12:37: Solange du machst und tust, sind irgendwie Plans ist das als wenn du permanent diese Schneekugel schüttest.

00:12:43: Und solange die Schneekogel geschüttelt ist hast du ohne Ende Schneekaus in der Kugel.

00:12:48: Um klar zu sehen und Ruhe zu haben musst du sie einmal hinstellen damit sich alles was drin in Bewegung ist einmal absetzt und du wiedersehen kannst was in der Mitte ist.

00:12:58: Achtsamkeit ermöglicht uns also so weit zur Ruhe zukommen um unseren Geist und unser Nervensystem zu beruhigen dass wir wieder klar sehen können, was wirklich wichtig ist.

00:13:08: Und genau dann ist egal ob bei Balance oder Integration Ausgewogenheit und Stimmigkeit auch wieder besser möglich.

00:13:17: Das passt auch zum dritten Punkt Ruhig und zentriert Eins nach dem anderen.

00:13:23: Diese klare Zentrierung ist das, was Achtsamkeit mit kleinen Check-in-Punkten immer wieder am Tag ermöglicht.

00:13:28: Mit allen To-dos die du abbearbeitest, den E-Mails die du beantwortest, mit allen tollen Excel und Powerboilens die du so fabrizierst und den Meetings in denen du sitzt.

00:13:36: Ja du bist wahnsinnig beschäftigt aber stell dir gerne mal folgende Fragen Sind das die richtigen Dinge die du machst?

00:13:44: Ist das was du machst zielführend?

00:13:47: Ist es dringend oder ist es wichtig?

00:13:49: Und ist es stimmig?

00:13:51: Stimmt das, was du gerade sagst oder machst mit dem überein, was gebraucht wird?

00:13:57: Stell dir vor, du würdest regelmäßig inhalten um das zu prüfen und dem nachzuspüren.

00:14:01: Ja, Nachspüren!

00:14:03: Denn wir wissen ja schon aus der zweiten Podcast-Folge dass weiß halt nicht nur im Denken liegt.

00:14:07: Im Fühlen liegt zusätzliches Wissen Was unsere Entscheidungen beeinflusst.

00:14:11: Und jetzt stell dir noch mal vor die anderen würden ebenfalls häufiger dazu innehalten.

00:14:17: Achselmes Handeln fördert nicht nur die Gesundheit, sondern auch Teamgeist, Kreativität und Produktivität.

00:14:23: Sagt Nico Coles Professor für Gesundheitsförderung an der Hochschule Coburg.

00:14:27: Nachvollziehbar oder?

00:14:29: Je mehr Menschen bewusster agieren statt unbewusst zu reagieren und mit blinden Aktionismus einfach nur schwer beschäftigt sind, desto produktiver sind logischerweise unsere Arbeitstage-und auch Meetings.

00:14:39: In Studien nach Achselmkeitstraining sind Meetings zum Beispiel gerne mal zwanzig bis dreißig Prozent kürzer und desto weniger Stress kreieren unsinnige Projekte und Maßen haben.

00:14:48: Achtsamkeit ist Aufmerksamkeitslenkung!

00:14:51: Sie erhöht unsere Produktivität schlicht und ergreifend dadurch, weil wir durch bessere Konzentrationen und verstärktes Selbstmanagement mehr Zeit für das Wesentliche haben und uns weniger ablenken lassen oder Energie verschwenden auf Themen die es einfach nicht wert sind.

00:15:04: Was brauchst du jetzt für die sogenannte absichtsvolle Zentrierung?

00:15:08: Zum einen, Routine hilft.

00:15:10: Fragt dich wo kannst du dir kleine Zeitfenster schaffen?

00:15:13: Das kann eine Minute sein das können fünf Minuten sein vielleicht am Tages anfangen dass du dich zwischendurch mal sortierst oder eher am Ende des Tages je nachdem was dir mehr liegt.

00:15:23: und wie kannst du das Teil zu deine Routine werden lassen innen zu halten und zu sortieren?

00:15:28: der zweite Punkt ist die Atmung.

00:15:31: und falls du denkst man schon wieder atmen wann fängt das mentale Training an?

00:15:35: Ich weiß, einige von euch finden das mit dem Atmen lustig, bisschen oder befremdlich.

00:15:39: Aber der Schlüssel zu klaren Gedanken ist unsere Fähigkeit zur Entspannung!

00:15:44: Wenn du dich gestresst hinsetzt um einfach mal den Kopf zur Ruhe zu bringen, ist das ungefähr so als würdest du mitten im Formel I rennen auf höchster Geschwindigkeit versuchen rückwärts auf den Punkt einzuparken es wird nicht funktionieren.

00:15:56: für die Entspannung ist es wichtig dass du die Atemfrequenz bewusst auf einen ruhigen Rhythmus bringen kannst.

00:16:01: dann gelingt dir das einfach leichter vom Fight of Light, also Kampf- oder Fluchtmodus in den Rest and Digest Ruhe und Verdauungsmodus zu kommen.

00:16:11: Und es kann sein dass du bei entspannter Atmung tatsächlich sogar das ein oder andere Magengeräusch hörst bei dir.

00:16:17: Das ist ein super gutes Zeichen weil du dann siehst dass dein pare sympathisches Nervensystem Also der Teil der für die Entspannung zuständig ist geradebei dir aktiv ist.

00:16:26: Denn wir schicken dem Körper damit das Signal, hey hier ist gerade gar kein Säbelzantiger da.

00:16:30: Wir können also auch die Körperfunktionen in Anspruch nehmen, die im Notfall abgeschaltet werden und du solltest im Idealfall nicht den ganzen Tag im Notfallenmodus unterwegs sein.

00:16:40: In Folge eins ging es darum erst mal nur den Atem wahr zu nehmen.

00:16:44: In folge zwei war das Ziel der gleichmäßige Atem auf vier einatmen und auf vier wieder ausatmen.

00:16:50: Heute geht's darum den Ausatmen etwas zu verlängern mit der vier bis sechs Atemtechnik.

00:16:56: Warum?

00:16:57: Der psychophysiologische Zustand, der mit der vier bis sechs Atemtechnik erreicht wird führt zu einer optimalen Synchronisation von Atmung, Blutdruck und Herzschlag.

00:17:07: Entsprechend der Entspannungsreaktion.

00:17:09: Das argumentiert auch der Schweizer Physiker- und Tiefenpsychologe Gary Bruno Schmidt.

00:17:12: für diese Entspanungsreakzonen setzte ich also gerne möglichst aufrecht hin.

00:17:18: Dein Rücken gerne von der Rückenlehne ein bisschen ab deine Beine parallel die Füße fest auf dem Boden Kannst gerne nochmal die Schultern bis zu den Ohren ziehen und auch bewusst wieder sinken lassen.

00:17:30: Denn wir haben gerne mal, je länger wir am Tag sitzen uns oben ganz hochgezogen und zugezogen.

00:17:37: Und dann konzentrier dich erstmal auf deinen Atemrhythmus.

00:17:44: Wenn es dir hilft kannst du deine Hände seitlich an deinen Rippenbogen legen ungefähr so als wenn Du die Hände in die Hüfte stemmst nur dass du sie eben am Rippe bogen hast und beim Tiefen einatmen.

00:17:57: Guck mal, ob du fühlen kannst die sich dein Brustkorb ausdehnt und weitet.

00:18:02: Und beim Ausatmen gerne durch die leicht geschlossenen Lippen also mit der Lippendremse Fühlen wie der Brustkorb sich wieder zusammenzieht.

00:18:13: Tief einatmen durch die Nase... ...und auch wieder durch die Leichtgeschlossene Lippe.

00:18:26: Mit der Lppenbremse kannst Du das Entweichen des Atems etwas besser kontrollieren ein bisschen, als wenn du eine Kerze auspustest und dadurch den Ausatmen leichter verlängern.

00:18:39: Du kannst die Hände am Rippenbogen lassen oder sie zur Seite nehmen und einfach nur das Bild im Kopf behalten.

00:18:45: Es geht darum dass du den Brustkorb weitest kurz innehalten und der Brustkorb zieht sich wieder zusammen.

00:18:57: beim Einatmen kannst du im Kopf gerne mitzählen bis vier eins zwei drei Vier, kurz innehalten und beim Ausatmen eins zwei drei vier fünf sechs.

00:19:18: Macht das anschließend gerne noch in deinem Rhythmus.

00:19:21: Wiederhole dieses Atmen gerne ungefähr sechs bis zehn Mal!

00:19:25: Den größten Effekt hast du wenn Du das ein bis zwei oder auch dreimal am Tag an kurzen Momenten für Dich machst einmal bewusst dich auf den Atem zu konzentrieren Vor allen Dingen, wenn du es länger durchhältst.

00:19:37: Also je größer du dir den Effekt wünscht, desto stärker ist hoffentlich deine Motivation dran zu bleiben.

00:19:43: Denn nach sechs bis acht Wochen zum Beispiel wirst du schon merken dass es deinem Körper viel leichter gelingt Schon ganz am Anfang der Atemübungen diesen entspannten Zustand zu gehen und dadurch hast Du die Tür offen für auch die Entspannung Deines Geistes.

00:19:58: Das Zitat am Ende dieser Folge stammt von François de la Rochefoucault Wenn man seine Ruhe nicht in sich findet ist es zwecklos, sie anderenorts zu suchen.

00:20:10: In diesem Sinne wünsche ich dir ausreichend innere Ruhe damit du auch ohne achtsamen Mord ein gutes Verhältnis zu deiner Work-Life Balance hast.

00:20:17: Bis zur nächsten Folge Make it Mindful.

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