Warum du deine Firmenkultur ernst nehmen solltest | #Gründen 🛠

Shownotes

EXPERTENGESPRÄCH | In dieser Folge diskutieren Florian und Joel, welche Rolle eine authentische Firmenkultur für den Unternehmenserfolg spielt. Wie, und vor allem wann, definiere ich Werte in Bezug auf Vision und Mission meines Unternehmens? Du erfährst... ...welche Rolle Kultur im Unternehmen spielt ...was für Modelle in verschiedenen Unternehmen ausgeübt werden ...wie du eine Kultur für dein Team definierst ...ab wann es sinnvoll ist, eine Kultur in deinem Unternehmen zu kommunizieren ...mit welchen Trade-offs du dich arrangieren musst ...wie du von einer gelungenen Firmenkultur profitierst ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Gründung: Du willst dein eigenes Unternehmen gründen, bist schon Gründer oder von Startups fasziniert? Mit dem Top-Experten Florian Heinemann sprechen wir regelmäßig über Tipps und Ratschläge zu Finanzierungsfragen, Strategien und operativer Umsetzung auf dem Weg zu deinem eigenen Business. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Florian Heinemann, Venture-Experte | Gründer Project A 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:02:22) Rocket Internet und Groupon: eine Firmenkultur entwickeln (00:11:01) Die Firmenkultur nach innen kommunzieren und stärken (00:22:32) Einhorn: erfolgreicher mit Philosophie und Purpose? (00:29:30) How to: eine Firmenkultur definieren (00:31:54) Mission, Vision und Werte für eine gelungene Firmenkultur (00:37:16) Wann solltest Du über eine Kultur nachdenken? (00:39:46) Wie prägt die Unternehmerpersönlichkeit die Kultur? __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns  👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.

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00:00:03: Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Business Building Podcast von Digitarkompakt.

00:00:15: Mein Name ist Erika Schmarek, heute geht es um das Thema Firmkultur.

00:00:19: Wir werden darüber reden wie man in einem Unternehmen eine Kultur entwickelt die möglichst dazu führt High-Performance davor zu rufen.

00:00:25: Das heißt wenn du heute zuhörst wirst du zum einen zwei Pole kennenlernen.

00:00:28: ich habe mir so überlegt wir werden mal extrem Beispiele machen.

00:00:30: auf der einen Seite Samvasteil auf der anderen Seite ein Gesprächsplaner lacht schon.

00:00:34: Geht's mal hier in die Einhorn Richtung an.

00:00:36: Fakt Die Economy lediger dauernd Heute Morgen erst wieder bei LinkedIn.

00:00:40: Also vielleicht haben die auch Marketingqualitäten.

00:00:41: Man nimmt quasi viele Sachen mit, also das heißt wir werden da viel darüber reden.

00:00:44: was ist eigentlich die Rolle von Kultur?

00:00:45: Was soll ich da tun?

00:00:46: Wann sollte ich das tun?

00:00:47: wie?

00:00:48: Welchen Nutzen ziehe ich draus?

00:00:49: aber auch welche Trade-offs habe ich?

00:00:50: natürlich versuchen wir hinten daraus zu diskutieren.

00:00:53: welches Modell ist eigentlich besser.

00:00:54: Ist hier so Ringelpeets mit Anfassen?

00:00:55: alle können mitbestimmen.

00:00:56: gut oder isst vielleicht was ich heute schon gelernt hab für meinen guten Kollegen hier gegenüber Qualität kommt von quälen.

00:01:01: den Satz muss ich mir merken.

00:01:04: Welchem Universum derseits eher zuzuordnen ist, kann man sich vorstellen.

00:01:07: Aber damit sind wir schon voll dabei!

00:01:08: Lieber Florian, schön, dass du wieder da bist.

00:01:09: Hallo und herzlich willkommen.

00:01:10: Moin moin.

00:01:11: Eigentlich dich kennt ja jeder aber was umtreibt dich gerade?

00:01:13: Vielleicht sagst du mal ein, zwei Sätze zu dir, was du machst und was grade dich beschäftigt.

00:01:16: Ja, Florian Heinemann bin hier seit relativ langer Zeit in der Berliner oder deutschen Gründerszene unterwegs jetzt seit acht Jahren mit Project A also am Frühphaseninvestor hier in Berlin wenn er ins Operational VC weil wir auch versuchen sozusagen den Ventures wo wir investieren das sind so acht pro Jahr ungefähr denen auch operativ weiter zu helfen.

00:01:32: Wir haben unseren dritten vorgerastet, den versuchen wir jetzt möglichst fleißig und ideale Weise auch gut zu investieren.

00:01:39: Ansonsten freue ich mich auf Weihnachten!

00:01:40: Ja herzlichen Glückwunsch!

00:01:41: So...und jetzt hat man vielleicht eine Firma die im Idealfall schon fünf Millionen auf dem Konto hat ne munterstramm, ne Organisation baut und sich dann Gedanken macht was ist eigentlich mit diesem ganzen Kulturgedöns?

00:01:51: Also ist das irgendwie so weiß ich nicht bisschen esoterisch.

00:01:53: oder hat das wirklich einen Nutzen sagt vielleicht so der ein oder andere.

00:01:56: Und wie schon angedroht würde ich ja gern mal so die Welten aufmachen.

00:01:58: Wir können ja immer mit deiner Vergangenheit anfangen.

00:02:00: Du warst ja wenn ich mich nicht täusche sieben Jahre Geschäftsführer von Rocket Internet?

00:02:03: Nee,

00:02:03: sieben nicht.

00:02:04: Vierundhalb glaube

00:02:04: ich.

00:02:04: Aber du warst sonst sieben Jahre im Sammauuniversum oder?

00:02:06: Ja genau also wenn man so ein bisschen die Jammerzeit noch mit dazu zählt dann ist das so gut.

00:02:10: sagen wir es so rum.

00:02:11: Du hast sehr intensiv die rocket internet Dimensionen miterlebt und vielleicht auch geprägt.

00:02:14: natürlich nur zum positiven geh ich bei dir davon aus wie musste ich mir dass dort vorstellen War das einen Betrieb sagen mal die einzelnen Ventures dort Und auch die Mutterorganisation wo man sich über Kultur Gedanken gemacht hat Oder war das eigentlich gar nicht so?

00:02:26: Ja, also ich glaub es heißt ja mal so da hätte man sich keine Gedanken zugemacht und ich glaube das ist falsch.

00:02:32: Also ich glaube es war schon ein sehr explizites Kulturmodell dort.

00:02:36: Erstmal muss man vielleicht folgendes sagen dass sicherlich der Einfluss von sozusagen der Zentralorganisation Rocket auf die einzelnen Adventures schon stückweit sicherlich überschätzt wird.

00:02:45: Ich glaube so ein Zalando oder sowas hatte sehr früh auch eine eigene Kultur die dann auch mit der Rocket-Kultur eigentlich nicht so wahnsinnig viel zu tun hat.

00:02:51: Ich glaub das kommt auch immer auf die Stärke der Gründe an.

00:02:53: aber ich glaube klar die Philosophie des Hauses wenn eben Vengeance beeinflusst wurden oder auch bei Rocket selbst war sicherlich schon eine sehr sachorientierte, sehr direkte, sehr performance-orientierte auch im kurzfristigen Sinne Kultur.

00:03:05: Ich meine das was das glaube ich relativ gut beschreibt wo es eben dann auch wie bei so einem Gruppen oder sowas tägliche Calls gab auch teilweise zu sehr ungewöhnlichen Uhrzeiten wo einfach jeden Tag geguckt wurde was hast du gestern gemacht und was machen wir jetzt?

00:03:17: So und dann wirklich auf Einzelpersonen eben dass runtergebrochen wurde und ich glaube das beschreibt das eigentlich sehr gut also schon ein High Performance Kultur sehr resultatfokussiert aber eben im sehr kurzfristigen und kleinteiligen.

00:03:28: Und das führt eben schon dazu, muss man sagen, dass erstaunliche Dinge in sehr kurzer Zeit erreicht wurden.

00:03:34: Das ist jetzt vielleicht etwas was andere als nicht so schöne Kultur beschreiben, aber was an sich eine sehr starke Kultur ist.

00:03:42: Deswegen glaube ich es immer sozusagen dieser Hinweis oder so... da auf Kultur nicht so geachtet wurde, das kann man glaube ich gar nicht sagen.

00:03:47: Sondern es ist eben schon so dass insbesondere ein Oliver sehr stark wie dieses sehr output orientierte Kulturelement sozusagen steht und das auch eben sehr authentisch gelebt hat.

00:03:57: Und ich glaube das ist ja sozusagen auch für mich immer eine der Kernerkenntnisse gewesen.

00:04:00: Ich glaube jeder Unternehmer oder jedes Unternehmerteam muss sich fragen was ist eigentlich sozusagen meine authentische Ausübung meines täglichen Tunes?

00:04:10: Wie fühle ich mich wohl und was ist etwas wie ich auch selbst als maximale Leistung erreichen kann.

00:04:17: Bei Oliver war das eben so gelagert und das war auch sehr explizit, und das hat dann aber auch Leute tendenziell angezogen die in so einem Umfeld eher gute Leistungen bringen oder sich dadurch angesprochen fühlen, genauso wie das ja bei einem Goldman Sachs- oder im Westbanking Umfeld eine ganze Zeit lang auch so weich war.

00:04:33: Ich weiß gar nicht ob das heute immer noch so ist aber wo es ja auch tendenziell etwas testosteronigere Kultur sozusagen auch sehr explizit gemacht wird und was dann auch glaube ich fair ist weil man damit natürlich auch eine gewisse Art von Klientel anzieht die sich in die solche Umfeld durchaus wohlfühlt und in so einem Umfeld auch durchaus zumindest mal für einen gewissen Zeitraum happy is und das ist ebenso dass eine extrem.

00:04:53: sicherlich funktioniert das mittelfristig, funktioniert das langfristig bringt das auch sozusagen Organisationsstrukturen Prozesse und Systeme hervor die dann auch über Jahre oder noch länger eine verlünftige Leistung bringen.

00:05:06: Und das ist glaube ich schon ein... ... Problem in so einer Kultur, die sozusagen täglich guckt.

00:05:10: Was ist gestern gelaufen?

00:05:11: Was machen wir

00:05:12: heute?".

00:05:12: Und das Gleiche hast du vielleicht auch etwas abgeschwächter Form natürlich bei Startups... ...die auf die nächste Finanzierungsrunde in den nächsten paar Monaten hinarbeiten,... ...wo du häufig den Trade-off hast zwischen Dingen, die vielleicht kurzfristig funktionieren oder schnelle Resultate bringen und Dingen wo du halt weißt okay, dass wird sich erst in zwei drei Jahren auszahlen wie zum Beispiel eine sehr gute Dateninfrastruktur oder eine IT Architektur, wo du weißt.

00:05:35: Die ist auch noch die nächsten drei vier Jahre

00:05:36: leistungsfähig.".

00:05:37: Das sind ja alles Dinge, die kurzfristig mehr Geld kosten.

00:05:39: Mehr Aufwandkosten, mehr Input-Kosten.

00:05:41: So und ich glaube das ist genau so ein Thema wo man als Gründerteam – das ist mittlerweile meine feste Überzeugung – sich überlegen muss und idealerweise einen Konsens im Gründerteam erreichen muss.

00:05:51: wie will ich mich bei so einem Trade-off aufstellen?

00:05:53: Bin ich eine mittel bis langfristig orientiertere Kultur oder bin ich ne sehr kurzfristige, sehr outputsehresultat getrieben, sehr pragmatisch, sehr schnell agierende Art von Organisationen?

00:06:05: Ich glaub Beides ist in sich völlig okay.

00:06:08: Man muss nur einen gewissen Konsens im Gründerteam darüber erreichen, was möchte ich und was es auch für die Art von Problemen, die wir lösen wollen – die richtige Kultur?

00:06:17: Also ich glaube sozusagen für sowas wie so ein Groupon-Modell kann das durchaus eine Okaykultur sein, so zu agieren dann fair, wenn man sozusagen sehr explizit macht das die Kultur eben so ist und dass das auch eben die Werte in der Organisation sind.

00:06:32: Problematisch ist es ja immer nur dann wenn man das eben eher versucht sozusagen was anders nach außen darzustellen.

00:06:37: oder kommt die Leute rein und dann finden sie so eine Kultur vor?

00:06:40: Das führt natürlich immer zu enormen Friktionen.

00:06:42: aber ich glaube so lange Mann deswegen bin ich mittlerweile eigentlich.

00:06:45: so habe ich die Einstellung Gründer- oder Gründerteams sollten sich sehr schnell überlegen Was ist eigentlich das wofür wir authentisch stehen können?

00:06:53: an Kultur und Werten, was auch für unsere Problemstellung die wir hier verfolgen, die wahrscheinlich Erfolgversprechende ist.

00:06:59: Und das auch sehr explizit machen in Werten hat sicherlich eine Visions- und Missionskomponente.

00:07:05: Hat sicherlich auch etwas zu sagen worauf achtet man im Recruiting?

00:07:08: dass man relativ stark darauf achtet konsistent ist und dann ist das aus meiner Sicht auch gegenüber den Mitarbeitern und so weiter fair.

00:07:17: Und führt auch dazu, dass man glaube ich eine relativ stimmige und da noch leistungsfähige Organisation hat.

00:07:23: Die Frage ist ja sozusagen kann es von den Mitarbetern selbst kommen in der Art Bottom-up Prozess?

00:07:29: Ja, das geht sicherlich.

00:07:30: also wir haben bei Project A das auch so gemacht, dass wir irgendwann erst sowas formuliert haben als ich glaube wir hatten gewisse gelebte Kultur einfach durch die Personen die bei uns eben so die Kulturträger waren und das haben wir dann irgendwann mal im weiteren Verlauf explizit gemacht in der Art Bottom-up Prozess.

00:07:46: Und es hat auch vernünftig funktioniert, weil wir glaube ich durch die Personen, die halt bei uns involviert waren sowieso eine in sich relativ konsistente Kultur produzierte haben, weil eben auch passende Leute dazu eingestellt haben.

00:07:58: aber ich glaube es hätte uns auch geholfen.

00:08:00: Im Nachhinein wäre mir das noch stärker und noch früher explizIT gemacht hätten Mittlerweile fast, das muss eigentlich beim Startup vom Gründerteam ausgehen.

00:08:08: Es muss von oben kommen weil es dann auch dazu führen wird dass man gewisse Arten von Personen eben auch ansieht ... was dann wiederum eine ganz spannende Frage ist, in dem Zusammenhang.

00:08:17: Man sagt ja immer Diversity ist wichtig und da geht es ja nicht nur um sozusagen schlechter Diversity sondern auch um sozusagen andersartige Gedanken die dann vielleicht nicht ganz so in die Kultur reinpassen.

00:08:27: Und ich glaube das ist dann wieder einer der Trade-offs von denen du gerade gesprochen hast wo man sich dann eben überlegen muss.

00:08:32: Klar Homogminität auch kulturell hat natürlich gewisse Vorteile weil man natürlich schneller ist

00:08:37: usw.,

00:08:38: aber wie viel Andersartigkeit lässt man denn eigentlich zu?

00:08:40: Ich glaube hier sollte man sehr bewusst eine Entscheidung treffen an welchen Stellen man dann auch explizit anders andere Kulturen oder andere Kultur-Elemente, die ja dann häufig an Personen hängen in die Organisation mit reinbringt.

00:08:52: Um eben sozusagen die Vorteile der Diversity auch zu nutzen und ich glaube das muss eigentlich vom Gründerteam kommen, d.h.

00:08:58: man braucht im Prinzip mindestens mal eine Person in so einem Team, die für sowas auch einen Blick hat was jetzt gewisse Personen und gewisse Einstellungen an welchen Stellen in so einer Organisation Verauswirkung haben werden.

00:09:08: Also weil letztendlich ist das ja wie so ein Art Orchester was man da versucht zusammenzubauen und glaube dass es eine ganz wichtige Aufgabe davon anfangen sehr klare Vorstellung zu formulieren und auch explizit zu machen.

00:09:18: und ich glaube wie früher man das macht desto besser ist es.

00:09:21: Und einer muss im Prinzip in so einem Gründerteam oder eine Person da eigentlich ein bisschen den Hut aufhaben und den Überblick behalten.

00:09:27: Gut, jetzt waren ja ganz viele Punkte darin und wir können uns ja mal Stück für Stück der Vertiefung widmen.

00:09:32: also das erste was wir ja schonmal gelernt haben ist Es geht um Authentizität dabei.

00:09:36: Also, so eine Kultur muss irgendwie authentisch sein.

00:09:38: Wenn du sagst wir sind hier irgendwie jeder hat Mitbestimmung und wir haben uns alle lieb und hier wird nicht geschrien und ja wir planen langfristig Und dann hast du so ne High Velocity Bude die eigentlich so heia-und feier macht Dann passt das nicht alles klar.

00:09:50: zweites was ich gelernt habe war es steckt an und drittens Es zieht auch an.

00:09:53: Also eine Kultur steckt die Leute an vor Ort, idealerweise oder muss sie ja.

00:09:57: Dafür ist er da und sie zieht auch Leute an.

00:09:59: Jetzt würde mich in diesem Samwer-Kontext interessieren... Ich hab' dem jetzt so vermeintlich Kultur abgesprochen, der hat sehr viel Kultur.

00:10:04: was ich mich eher gefragt habe wahrscheinlich ist Kulturdokumentation.

00:10:07: also wie hat der das denn zum Beispiel gemacht?

00:10:09: Oder das ganze Team dort dass man diesen Kulturgedanken den man hat wir sind hier irgendwie eine Organisation die kurzfristig ist die resultatorientiert ist die viel testet und lernt und dann iteriert.

00:10:19: Wie hat er das denn in die Organisation kommuniziert?

00:10:21: Das heißt wie war dort die Kulturdokumentations?

00:10:24: Nein, also es ist... wie du dir vielleicht denken konntest, gab's jetzt nicht irgendwelche Dokumente in denen jetzt dokumentiert worden wäre sondern einfach durchhandeln.

00:10:32: Also durchhandelt und die Art der Kommunikation Und natürlich auch durch Recruiting-Entscheidungen.

00:10:38: Das ist sozusagen, also in dem halt gewisse Personen eingestellt und auch empowert werden die dann wiederum gewisse Handlungsweisen verkörpern.

00:10:45: Also insofern glaube ich es hilft aus meiner Sicht diese Dinge auch explizit zu machen und auch aufzuschreiben Und auch im Rahmen dieses Prozesses des expliziten Machens sich nochmal klar zu machen.

00:10:56: Ist das eigentlich das was ich wirklich will.

00:10:58: Also ich glaube, das hilft schon.

00:10:59: aber ich glaube Rockett oder sozusagen jetzt diese Management-Philosophie da merkt man eigentlich auch so zu handeln und so zu kommunizieren reicht eigentlich aus wenn man es entsprechend klar macht und entsprechend häufig um so eine Kultur letztendlich für die Mitarbeiter relativ klar zu dokumentieren und das hat man schon gesehen dass das gewisse Personen angezogen hat und was man auch gesehen hat dass gewisse personen dann auch diese Verhaltensweisen für sich adaptiert haben mehr oder weniger authentisch.

00:11:27: Und das hat man dann aber auch sofort gemerkt, also ich glaube wenn man ein gewisses Gespür dafür hat, hat man sehr schnell gemerkt sind jetzt Personen eigentlich authentisch auch so?

00:11:35: Oder wollen die eigentlich nur genauso sein wie einen Oliver?

00:11:39: Davon gab es das auch drei von Personen und haben dann im Prinzip nur diesen Stil und dieses Kulturellement, nehmen wir's jetzt mal so quasi kopiert, aber du hast eigentlich gemerkt... Das waren die eigentlich gar nicht!

00:11:50: Und das wird Leuten glaub' ich sehr schnell klar.

00:11:53: Deswegen glaube ich ist auch dieser Ansatz zu sagen, eine gute Kultur ist so und so.

00:11:57: Und deswegen verhalte ich mich so als Gründer.

00:11:59: Das geht glaub ich nur in gewissen Grenzen sondern man muss eben wirklich sagen was bin ich eigentlich für ne Person oder was sind meine Gründe für Personen?

00:12:07: Welche Kultur können wir eigentlich authentisch verfolgen?

00:12:10: Und ich glaube, das ist für mich so die Kerne erkennt.

00:12:12: Es ist genauso wie es jetzt nicht den guten oder schlechten Unternehmer gibt wenn der D&D Eigenschaften hat... Also wenn ich sehr Unternehmer sage, meine ich natürlich auch immer die Unternehmerinnen.

00:12:20: Das ist also ganz klar!

00:12:21: Ich mache's jetzt nur ein bisschen einfach für mich.

00:12:22: Ich

00:12:23: sehe in deiner Filmkultur ist Gender gleichbar noch wichtig?

00:12:25: Absolut, Diversity sind großes Thema bei uns und versuchen... Also Genderdiversity versuchen das irgendwie ernst zu nehmen und auch umzusetzen.

00:12:31: aber ich glaube auch da ist wieder das Gleiche, es gibt nicht gut oder schlecht sondern es gibt doch zu einem selbst passend und dann aber natürlich auch zu einer Problemstellung passen, die man eben unternehmerisch lösen möchte.

00:12:42: Und diese Rockhold-Kultur, das merkt man zum Beispiel, passt jetzt schlechter zu so einem BtoB Kontext häufig oder zu einem technologischen sehr produktbasierten Kontext wo du im Häufig viel Mittel bis langfristiger drüber nachdenken musst wie baue ich eigentlich eine Technologie so dass sie ein gewisses Maß an Eleganz hat?

00:12:57: Und langfristige Überlegenheit, das passt da halt nicht zu.

00:13:01: Oder es ist keine Forscherkultur sag' ich mal wie du die wahrscheinlich am Anfang bei Google hattest.

00:13:07: solche Modelle kannst du mit diesem sozusagen sehr kurzfristig performanceorientierten eben nicht erreichen.

00:13:11: Und ich glaube, das ist auch nochmal ein ganz relevanter Punkt wenn man als Unternehmer versucht die für sich überhaupt sinnvollen unternehmerischen Herausforderungen zu identifizieren sollte man sich glaube ich immer überlegen was denkt man eigentlich welcher Art von Kultur zielführend und erfolgsversprechender ist?

00:13:27: Für welche Art von unternehmerischer Herausforderung?

00:13:28: da bin ich mittlerweile fest von überzeugt dass ein hoher Match dort also das für so einen Grupponmodell also kurzfristige technologisch nicht besonders anspruchsvolle Modelle, dass dort diese kurzfristige Execution Kultur sehr gut passt.

00:13:42: Aber das jetzt im Enterprise-Softwarebereich was ja schon so forcherische Züge hat zum Teil eben nicht so gut passt und ich glaube das ist auch nochmal ganz relevant.

00:13:50: deswegen glaube ich auch kommen bei diesen Erfolgsstudien sozusagen welche unternehmerische Eigenschaft führt eigentlich zu Erfolg?

00:13:55: Nichts wahnsinnig viel heraus in der Regel weil genau das Problem ist, dass halt gewisse Unternehmertypen die wiederum für gewisse Kulturen stehen auch für gewissen unternehmerische Herausforderungen passen und verandre eben nicht.

00:14:04: Und ich glaube da für sich als Team einen sehr ehrlichen Blick auf die eigenen Stärken und Schwächen zu haben.

00:14:10: das ist ja auch wieder sozusagen ein... Für mich jetzt ... Ich bin der starke Verfechter des stärk orientierten Ansatzes Lieber stärken, stärken und nicht da irgendwie versuchen irgendwas zu sein was man eben nicht isst.

00:14:17: Man muss halt da irgendwas können oder irgendeine Stärke haben und ein Element davon ist eben auch die Skulturelle.

00:14:22: Das ist total lustig, weil wir hatten das auch hier bei uns.

00:14:24: Wir haben so einen Handwerker, der bei uns alles macht immer unser Handwerkerkott und dann haben wir uns über Führung unterhalten, weil wieder so zwischen Selbstständigen ist und man sagt, da ist ja toll ein Team irgendwie, das respektiert dich total und interessant wie du das so machst.

00:14:35: Du schreist ja gar nicht und so, ich sag's so, glaub halt an Führungen nicht aus Angst sondern aus Liebe.

00:14:40: Die kriegen schon voll eine drauf wenn mal was nicht so ist also nicht aggressiv.

00:14:43: aber die merken es ist Anspruch dar, aber Freiheit!

00:14:46: Und das war ganz lustig.

00:14:46: denn hab' ich so ein Telefonat mit gehört, wir haben vorne zwei Türeingänge Schuhabtreter dahin haben, da hat er ein Subunternehmer gehabt.

00:14:53: Er hat sozusagen gesagt ja hier kannst du mal kommen messen dass wir da so Bürsten und sowas hin machen.

00:14:57: So dann fragte mich so und wie sieht's aus?

00:15:00: Passt dir der Preis für die Dinger?

00:15:02: Und ich sag welcher Preis?

00:15:03: Ich hab die doch noch nicht bekommen.

00:15:04: Ich habe gar keine Ahnung bekommen, gar nichts.

00:15:05: Wie hatte ihr den nicht gemacht?

00:15:06: Ich sag so ne ich hab dich dreimal dran erinnert kam noch nix.

00:15:08: Okay warte mal!

00:15:09: Dann ist er in die Küche gegangen, hat telefoniert und ich hör nur sie dieses Telefonat Hey Sag mal Du kannst euch hier nicht irgendwas bestellen und der Kunde hat es nicht freigezeichnet.

00:15:16: was denn das für einen Scheiß Schweigen, schweigen.

00:15:19: Ja!

00:15:19: Und wenn er das jetzt nicht will, zahl ich das oder was?

00:15:22: Wie?!

00:15:23: Das ist schon okay so... Hast du Drogen genommen oder

00:15:25: was!?

00:15:26: Du gehst jetzt mal schön vor die Tür, machst einen Spaziergang und dann rufst du mich noch einmal an und denkst mal drüber nach, was du gerade gesagt hast.

00:15:32: Und ich sag so, da dachte so meine Fresse.... Handwerker-Weltheit, ne?

00:15:34: Und dann hab ich wirklich so brutal gelernt.

00:15:36: Also es ist jetzt ein überzogenes, plakatives, witziges Beispiel um den Entertainment Faktor bei Digital Compact hochzuhalten.

00:15:40: aber das ist ja genau wie du sagst in einer Organisation wo Du High Velocity hast wo Du vielleicht im Handwerkbereich musst Du den Leuten alles hinterherkehren wo die Dich nicht mitdenken da musst Du halt ganz anders agieren als bei uns wo Intellektuelle sind Wo Leute sind Die haben eigentlich alle Menschen eine gute Absicht.

00:15:53: Ja Aber das fand ich interessant So.

00:15:55: und jetzt möchte ich für Dir noch mal wissen Der macht offensichtlich keine Kulturdokumentation.

00:15:58: Bei mir ist zum Beispiel so Ich mache extrem viel Metatalk mit den Leuten Ich erzähle ihnen was meine Erwartungen sind Was ich mir wünsche wofür wir stehen und so weiter.

00:16:04: Ich hab immer das Gefühl, es ist zu wenig weil du hast dann irgendwann die Situation nie... Das ist ja für den Gründer immer schwer Sachen aus der Hand zu geben, weil man vermeintlich der Hybris aufsitzt, man kann's selbst am besten usw.

00:16:13: Und da machen dies anders als du willst.

00:16:15: Wie hättest denn Oliver Sammer geschafft?

00:16:16: Dass er eigentlich keine Erwartung, Kultur und so kommuniziert sondern nur vorlebt.

00:16:20: Der muss doch aber auch dauernd am Nachsteuern sein, kommunikativ

00:16:22: oder?!

00:16:23: Also ich glaube, es ist einfach so klar welches Verhalten sozusagen und welche Art von Vorgehensweise und Kommunikationsweise eben Belohnung findet in diesem System.

00:16:32: Die Klarheit ist ja sehr hoch weil er einfach so nah an den Themen dran ist und so kleinteilig damit steuert wenn's jeden Tag zum Beispiel diese Calls gibt.

00:16:39: da ist völlig klar welchen Verhalten eigentlich gewünscht ist und welches belohnt wird bestraft wird.

00:16:45: Und ich glaube, das ist durch sehr klare Benennungen von... Das finde ich jetzt gut und das finde ich schlecht!

00:16:50: Und dann brauchst du auch keine zusätzliche Kulturdokumentation, weil jedem der das eine Woche lang sich anschaut zu ninety-fünf Prozent klar ist was eigentlich gewünscht ist und was nicht?

00:17:00: Und ich glaub dass es ein Vorteil in dieser... in dieser Art der Kultur.

00:17:04: Und ich glaube, das Problem bei diesen sehr... Wir haben uns alle lieb und so weiter wo ich auch ein großer Verfechter von bin.

00:17:09: Das lässt natürlich sehr viele Freiräume und damit natürlich auch Interpretationsspielräume.

00:17:14: Ich glaube was ganz wichtig ist wir sind ja auch eher eine Art von Unternehmen also sicherlich jetzt nicht ganz auf einen Horniveau aber sicherlich auch eher in Richtung dieses Panels oder dieses Ende des Continums.

00:17:26: Und unsere Erfahrung ist eigentlich die, dass man dort aus Unternehmersicht wahrscheinlich eher überkommunizieren muss.

00:17:32: Also ich nenne das immer Überkommünizieren wenn man das Gefühl hat Ich kommuniziere jetzt eigentlich mehr Dokumentiere mehr, ich mache mehr explizit als ich eigentlich so intuitiv gefühlt für richtig halte, weil ich ja immer so denke das geht den Leuten jetzt bestimmt auf dem Keks.

00:17:45: Weil das haben wir jetzt schon zum siebenfünfzigsten Mal gesagt und da ist eigentlich schon die Erfahrung wenn du dann mal Leute fragst was nimmst du jetzt hier wirklich mit?

00:17:52: Und was glaubst du?

00:17:52: Was is unser Ziel?

00:17:53: Unser Purpose?

00:17:54: Also da ist schon eher die Erfahrung Da kann man gar nicht genug kommunizieren.

00:17:58: also da muss man eigentlich überkommunizieren um diese Punkte rüberzubringen plus und das darf man natürlich in einem Berliner Startup Kontext oder nicht nur Berlin Das ist natürlich auch der Turn an Mitarbeitern, selbst bei Organisationen die quasi eigentlich eine gute Mitarbeiterzufriedenheit haben und so weiter.

00:18:14: Weil es eben nicht mehr so ist wie früher, wo sozusagen der Vater war für fünfzig Jahre bei der Allianz oder was ich, für fünfunddreißig.

00:18:21: Und dann war's irgendwann vorbei.

00:18:22: Das ist ja heute nicht mehr sowieso.

00:18:23: Selbst weil sehr guten Unternehmen, die das gut machen und die richtigen Leute rekrutieren und gute Retention-Maßnahmen sind ja twentyfünf bis dreißig Prozent Schurn also sozusagen Verlust von Mitarbeittern pro Jahr überhaupt nichts Ungewöhnliches.

00:18:36: Und alleine schon aus diesem Grund ist natürlich auch dieses Klarmachen gerade in etwas vermeintlich lockereren und sehr freiheitsgewehrenden Kontexten und Kulturen, das Überkommunizieren von dem was einem da eigentlich wichtig ist.

00:18:48: Ist da glaube ich umso wichtiger?

00:18:50: Geht mir nämlich genauso überkommuni- zieren!

00:18:51: Ich habe immer das Gefühl meine Langweilte lodgen zu Tode und man merkt trotzdem es war noch nicht genug.

00:18:55: Ich finde sozusagen wenn du musst einfach mal überlegen also das ist ein sehr interessantes Experiment Das rate ich wirklich jedem nur, das mal zu machen.

00:19:03: Man hat so ein Meeting von einer Stunde mit fünf, sechs Leuten und dann sagt man jedem schreibt man Protokoll was du so glaubst, was jetzt die wichtigsten Sachen waren, die wir in der letzten Stunde besprochen haben?

00:19:11: Und wir reden hier immer von schlauen Leuten, die alle auch in ihrer Muttersprache kommunizieren usw.

00:19:16: Alleine wie unterschiedlich die Wahrnehmung von Leuten von einer Stundegespräch in Sachverhalten die alle kennen also wo es jetzt keine sozusagen fachlichen Verständnisgrenzen oder so was gibt.

00:19:27: Es ist Wahnsinn, wie unterschiedlich Wahrnehmungen von Leuten sind und deswegen ist es einfach wichtig eher zu viel zu kommunizieren immer wieder und expliziten und so weiter.

00:19:38: also ich bin da oder habe das vermeintlich gelernt da kann man eigentlich kaum zu viel kommuniziert.

00:19:43: Ja, ich meine es gibt ja dieses Schulz von tunvierseiten an der Nachricht.

00:19:46: Man sendet was aber das kommt bei den Leuten ganz anders an weil sie's nicht sachlich sondern emotional hören und so... Ich find' da eigentlich auch faszinierend.

00:19:51: die Führungskräfte die sich anpassen können.

00:19:53: also dass ist für mich eine gute Führungen.

00:19:54: wenn ich zum Beispiel unseren Handwerker denke Wenn er merkt er hat jemanden der bei uns hier die falschen Sachen besteht was nicht richtig gemacht wird er lauter aggressiv.

00:20:00: wenn er merkte er hat jemandem der empfindsam ist dann ist er sanft und freundlich zu dem.

00:20:03: Aber bestimmt!

00:20:04: Wenn ein Kunden hat is ja auch ganz anders.

00:20:05: Also das merkt man ja schon Und ich glaub wir sollten jetzt mal bisschen des Fenster erweitern Für alle Leute die uns zuhören und mit einer Hand überhaupt nichts anfangen können vor allem durch ihren Verkauf von Kondomen bekannt wurde, jetzt auch irgendwie darmen Hygieneprodukte macht.

00:20:17: Sprich Tampon, Spinden und so eine Cups.

00:20:19: So interessant ist, erweitert man sein Horizont was es als für darme Hygiene Produkte gibt?

00:20:22: Und die sind halt sozusagen sehr auf Social-und Aufnachhalt.

00:20:26: Gibt das ja nochmal in eigenen Worten wieder!

00:20:27: Sie mögen es mir verzeihen wenn sie zuhören und ich gebe's falsch wieder aber... ...die bemühen sich sehr stark darum bei allen ihren Produkten nachzuweisen wo es her kommt dass es nachhaltig gesourzt ist.

00:20:34: Es ist ein bisschen teurer dafür aber auch irgendwie qualitativ besser.

00:20:37: und sie tun sich kommunikativ gerade sehr stark dadurch hervor dass sie sagen sie möchten eine Firmkultur.

00:20:41: Sie nennen das immer Anfakt, die Economy.

00:20:43: Also sie sind der Meinung, die Ökonomie in der wir gerade leben sei defizitär und wo sie halt sagen Wir möchten so eine Firma quasi den Mitarbeitern überantworten und dass nicht so kapitalistisch machen.

00:20:52: Was heißt das?

00:20:53: Ich habe es heute morgen gerade bei LinkedIn gesehen, weil ich mit Waldemar und Philipp befreundet bin.

00:20:56: Die sagen halt die Firma gehört irgendwie allen Mitarbeitern man kann die Firma nicht mehr verkaufen.

00:21:00: Das funktioniert ja teilweise nach so Stiftungsprinzipien auch.

00:21:02: Man kann die Anteile auch nicht vererben Man kann sich nicht ungristlich viel Geld auszahlen.

00:21:06: Also im Prinzip sagt man man schafft eine Firma, die den Mitarbeiteren gehört Und wo man eigentlich gar keine Gelder rauskommt.

00:21:11: sie prosperiert und entwickelt sich weiter.

00:21:12: Das entstammt ein Stück weit diesem Vorbild von Ecosia, die diese Bäume pflanzen.

00:21:17: Sie hat das auch ganz intensiv gemacht.

00:21:18: Da gibt es eine Stiftung in der Schweiz, die das teilweise dann managt.

00:21:21: Also man benennt quasi ne Stiftungen, die muss zu Alben irgendwie ihren Segen geben.

00:21:24: wenn sie das nicht tut funktioniert nichts und dadurch bremst man quasi die Möglichkeit zu verkaufen.

00:21:28: Dass mal so als mein Monolog ergänzt gerne, wenn ich's falsch irgendwie verstanden hab... ganz andere Universum kommt.

00:21:34: Du bist jetzt glaube ich an beiden Polen nicht vertreten, du bist weder der irgendwie schreiende jeden Tag ein call machende Onkel noch bist du der der Ringelpiez mit Anfassung macht und ich sage das mal bisschen scherzhaft plakativ auch.

00:21:44: also du bist in so einer gesunden Mitte hast aber beide extreme kennengelernt.

00:21:47: wie blickst du auf so eine Kultur?

00:21:49: Ja, ich glaube erst mal um auch das aufzugreifen was wir gerade schon gesagt haben.

00:21:52: Also wer die beiden kennenlernt merkt ja dass es nicht gespielt sondern die sind so ne?

00:21:56: Die waren sicherlich immer so und dann hat sich nach meinem Verständnis ein Stück weit entwickelt.

00:22:00: aber die beiden sind authentisch so Und das passt sehr gut zu denen und das passt ja glaube ich auch zu dem was ich gerade gesagt habe.

00:22:06: Es würde jetzt nichts bringen glaube ich wenn das eine reine Marketing und wir wollen gerne so sein und deswegen machen wir das und deswegen passt das glaub ich auch nicht zu jedem.

00:22:12: also mit der Ansatz an sich so extrem aufzuzeigen sozusagen Ich kann trotzdem einen Unternehmen bauen Was ein Gewissen wird hat.

00:22:20: Und weil es aber auch fairerweise sehr gut zu diesem Thema passt, muss man eben auch sagen und weil das natürlich auch zu den handelnden Personen passt dann ist das in sich ein finde ich sehr stimmiges Bild.

00:22:29: Ist dieser Ansatz jetzt auf alle anderen übertragbar?

00:22:32: Und wäre das wünschenswert?

00:22:34: wahrscheinlich nicht so?

00:22:35: Weil erstmal sind eben nicht alle so wie Waldemar und Philipp.

00:22:38: Das ist so... Ich glaube es gibt auch gewisse Business-Probleme die so wahrscheinlich auch nicht so gut lösbar werden oder nicht so erfolgreich löser werden.

00:22:45: Und das ist auch okay so.

00:22:46: Ich glaube ich find's völlig in Ordnung über den Kapitalismus als ich nachzudecken und so weiter.

00:22:51: Und die Defizite des Kapitalismos, die ja ohne Zweifel da sind, die aufzuzeigen – das ist glaube ich super!

00:22:56: Man muss ja Systeme weiterentwickeln und das ist sicherlich eine sehr gute Ergänzung dieses Systems.

00:23:00: Aber dafür war all der Kritik nicht vergessen.

00:23:02: Dieser Kapitalist hat uns als Menschheit enorm weit gebracht.

00:23:05: Also ich glaube wenn das damals von unseren Vorvertern dieser Weg nicht verfolgt worden wäre dann hätten wir eine ganz andere Art von Lebensstandard auf dieser Welt und eine ganz anderen Art von Fortschritten.

00:23:13: Ja, da kommen viele Probleme mit aber grundsätzlich... glaube ich muss man eben schon anerkennen, dass das ein System ist was uns sehr weit gebracht hat.

00:23:20: Und man muss sicherlich auch anerken sozusagen in vielen anderen Regionen dieser Welt, China und so weiter viele Leute wenn du da jetzt sagen würdest anfackt die Ökonomie

00:23:28: usw.,

00:23:28: die sagen halt ja finde ich alles total nett.

00:23:30: aber ehrlicherweise solange hier nicht vernünftiges Auskommen haben, vernünftiges Sachen am Kopf usw.

00:23:35: finde ich solche Themen ehrlicherweise für mich eher so ein Stück weit vernachlässigbar.

00:23:39: also es ist sicherlich schon eine Sichtweise oder eine Art von Einstellung ... die in einer westlichen Welt, die sich auf einem sehr hohen Lebensstandard befindet,... ... eher einen Resonanzkörper findet, sage ich jetzt mal... ...in Personen als im Emerging Market Context oder in Afrika.

00:23:55: Aber wie gesagt, das passt ja auch zu dem was ich gerade versucht habe irgendwie auszudrücken.

00:23:59: Es ist in sich stimmig es passt zu den Personen und insofern ist das glaube ich für das Thema... ...was sie machen ist das in Ordnung aber es ist sicherlich nicht das Modell sozusagen.

00:24:07: ... wonach jetzt zwangsläufig eine gesamte Wirtschaft funktionieren müsste.

00:24:10: Beziehungsweise wenn man das so haben wollte, muss einem sicherlich klar sein... ...dass das halt gewisse Trade-offs nach sich zieht,... ...was sicherlich auch eine Leistungsfähigkeit in vielen anderen... ...für relativ viele andere Branchen und Businessprobleme nach sich ziehen.

00:24:24: Und ich glaube da muss man dann eben sagen, möchte man das oder nicht?

00:24:26: Weil ich glaube was schon zum Teil natürlich suggeriert wird ist dass das dann auch wirklich zu einer höheren Performance führen würde, wenn man es so macht!

00:24:35: Da wäre ich mir ehrlicherweise unsicher ob das wirklich in allen Business-Kontexten und für alle Problemstellungen die performance treibendste Kultur und Lösung ist.

00:24:43: Und auch ehrlicherweise für alle Personen, weil es gibt ja durchaus eine Reihe von Menschen.

00:24:47: Deswegen glaube ich, dass es eben so wichtig ist seine Kulturexplizit zu machen.

00:24:50: Die Einhornphilosophie zieht eine gewisse Art von Mitarbeitern an und für sie ist das super und die gehen da total auf.

00:24:55: Ich glaube für andere wäre das sicherlich etwas, die sagen, ich will gar nicht an irgendwas beteiligt sein oder ich will nicht so involviert sein sondern für mich ist Arbeit.

00:25:02: Das ist etwas wo ich hingehe.

00:25:04: Für mich ist das Bruderwerb aber Das Primäre, was ich verfolge ist mein Privatleben.

00:25:09: Für mich ist das Arbeit mittels dem Zweck und ich mache das acht Stunden am Tag.

00:25:12: aber dann ist es auch und das ist aus meiner Sicht eine genauso zu respektierende und ernstzunehmende Einstellung zu diesen Themen wie das, was da jetzt verfolgt wird.

00:25:21: könnte man sicherlich argumentieren, diese Einstellung zur Arbeit herrscht nur deshalb vor bei den Menschen.

00:25:26: Weil die Arbeit eben so stumpf und sinnentleert gestaltet wurde in der Vergangenheit und da ist sicherlich auch was dran.

00:25:32: Ich wäre mir nur unsicher ob das Modell jetzt unbedingt auf die gesamte Wirtschaft übertragbar ist aber das ist ja auch gar nicht deren Anspruch.

00:25:38: Aber ich glaube man lernt eben nur über extreme Pole und deswegen ist es glaube ich eine gute Initiative dass die beiden eben zeigen können für den Kontext dem wir schaffen haben wir einen gewissen wirtschaftlichen Erfolg.

00:25:47: das darf man auch mal nicht vergessen.

00:25:48: einhorn ist jetzt auch kein Salando eine Sicht tragfähiges Unternehmen zu sein.

00:25:53: Und deswegen können da, glaube ich, ne Reihe von Unternehmen zumindest von gewissen Elementen dessen was verfolgen.

00:25:57: Deren Ziel ist ja auch nicht dass die gesamte Wirtschaft jetzt einerpretend sich so funktioniert aber das man eben gewisse Elemente die sie da verfolge das kann durchaus auch eine sehr gute Anregung sein für viele andere.

00:26:05: mit Sicherheit

00:26:06: also meine wichtigste Einsicht mit dir und dies eigentlich total banal aber ich glaub essentiell es halt wirklich dass wir waren Kultur immer sozusagen mit einem gewissen fit leben muss.

00:26:14: Also die muss passen und man ist irgendwie finde ich mal schnell dabei so dunkle Seite der Macht und helle Seite der macht zu sehen, ich war gerade gestern im neuen Star Wars vielleicht bin noch geprägt aber... Man ist immer so.

00:26:23: das klingt so als wenn jetzt der Einhornweg ist so die weiße seite und der Samwerstell der schwarze.

00:26:27: das muss ja gar nicht so sein.

00:26:28: Ja was ich auch sagen muss ich meine bei Einhorn weiß sich jetzt fähreweise nicht wie Entscheidungsfindung passiert also was wir alles gesagt haben waren ja streng genommen Besitztümlichkeiten Keine Ahnung, wenn dann der Entscheidung ist, ob das Plenum zusammenkommt und alle votieren.

00:26:39: Und wenn wir keine absolute Mehrheit haben so und so?

00:26:41: I don't know!

00:26:41: Ja, das ist ja auch noch mal eine ganz andere Frage.

00:26:43: Was man halt wirklich mitnimmt, kann ja auch Kolorierung geben.

00:26:45: Also ich glaube was die beiden bei uns im Podcast gesagt haben, geht jetzt gar nicht darum jeden zu missionieren dass jeder seine Firma quasi zum Gemeingut macht sondern einfach vielleicht auch mal nachzudenken.

00:26:52: okay kann jetzt auch irgendwie Procter & Gamble zum Beispiel mal dafür sensibilisiert werden dass man vielleicht die Kette seiner Produzent ein bisschen genauer produziert.

00:26:59: Wie machen die das eigentlich?

00:27:00: Was ist der Anleitungsweg bis dahin?

00:27:02: von daher finde ich es sehr richtig und gut war du sagst.

00:27:05: Jetzt müssen wir ein bisschen Butter bei die Fische machen, also wir haben jetzt gesagt ein Kollege Samwahl lebt Kultur nicht durch Dokumentation sondern durch klare Kommunikation.

00:27:12: was sind denn sonst bei euch wenn ihr im Project A Portfolio Firmen quasi in der Frage begleitet?

00:27:16: Was ist für euch Kultur und wie

00:27:18: arbeitet ihr damit?

00:27:19: Also erstmal, es macht aus meiner Sicht sehr viel Sinn, explizit darüber erst mal nachzudenken.

00:27:23: Was sind eigentlich die Dinge, die mir wichtig sind an Einstellungen und so weiter?

00:27:26: Was passt eigentlich authentisch zu mir?

00:27:28: Das heißt also was wäre das jetzt sozusagen ganz konkret den Gründern zu raten?

00:27:32: Trätet mit euren Mitgründern in einen Prozess ein wo ihr euch mal untereinander überhaupt mal klarmacht... Dinge, die euch wichtig sind.

00:27:40: Weil ich glaube eine Menge auch an Problemen, die in so einem Gründerteam entstehen und das muss man sagen ganz wesentlicher Grund warum Gründertiems häufig dysfunktional werden ist ja nicht weil jetzt irgendwie die sich wegen inhaltlicher Themen streiten sondern häufig weil es unterschiedliche Vorstellungen von gerade solchen Themen gibt, die dann wiederum zu einem emotionalisierten Konflikt führen.

00:27:57: was wir den Leuten raten ist versucht möglichst schnell im halbwegs strukturierten Prozess zu einen gewissen Verständnis oder Konsens darüber zu kommen Was ist euch wichtig?

00:28:08: kulturellen Werten an Vision und Mission.

00:28:10: Und das eben nicht in der Series B oder Series C zu machen, sondern wirklich relativ früh!

00:28:14: Weil ich glaube wenn man das einmal für sich klar hat auch im Gründerteam dann ist es leichter die richtigen Leute zu rekrutieren und ist auch leichter sozusagen die dazu passenden internen Prozesse und Abläufe- und Entscheidungsfindungsmechanismen zu finden.

00:28:28: weil ich glaube eine Reihe von Themen, eine Reihen von Entscheidungen die man später treffen muss was Hiring angeht, was Entscheidungsabläufer angeht ,was Hierarchien angeht usw.. Sollten sich idealerweise, sollten zumindest mal nicht im Widerspruch zu diesen Werten stehen.

00:28:40: Und deswegen hilft es natürlich das explizit zu machen und ich glaube dass ist auch immer wieder etwas wo ich merke in der tägliche Entscheidungsfindung bei Project A. Wenn man diese Werte für sich explizit hat, dann lassen sie eine Reihe von Entscheidungen viel leichter treffen.

00:28:54: Weil man das immer wieder spiegeln kann gegen diese expliziten Werte.

00:28:57: Wir haben die zum Beispiel überall bei uns im Büro hängen weil es ist auch immer noch so ein Erkenntnis wie trainieren.

00:29:02: Man muss immer wieder sich zwingen quasi darauf zurückzukehren und ich glaube damit kann man auch wenn man das eben so explizite macht es schaffen dass sich eine Gesamtorganisation zumindest mal in einer gewissen Art und Weise daran orientiert.

00:29:15: aber das ist es letztendlich schon.

00:29:16: Es reicht im Prinzip wirklich dieses, also erst mal Konsens erzeugen, explizit machen und dann in einer geeigneten Art und Weise in die Entscheidungsfindungen und strukturellen Entscheidungen der Organisation einfließen zu lassen.

00:29:26: Und der Rest entwickelt sich aus meiner Erfahrung.

00:29:29: Hast du mal Beispiele?

00:29:30: Also ich tue mich zum Beispiel immer ein bisschen schwer bis heute damit Mission und Vision zu unterscheiden.

00:29:35: Was wäre so ein klassisches Beispiel für Vision, Mission und Werte?

00:29:38: Also wenn du das mal sagst, was gerade ein sehr schönes Beispiel ist von den Kollegen Fiesmann.

00:29:43: Creating living spaces for the generations to come.

00:29:47: Da

00:29:47: haben die immer gute Arbeit gemacht, dass du das so gut gemerkt hast?

00:29:48: Ja absolut!

00:29:49: Ich arbeite mit viel mit denen.

00:29:50: Von daher weiß ich es auch aber...

00:29:51: Und das ist ja sozusagen für mich eine sehr schöne Vision und weil das glaube ich sehr schön beschreibt uns geht's jetzt nicht nur darum irgendwie so'n bisschen Heizung irgendwie ... um so ein Haus einzubauen, sondern eigentlich geht's eben darüber hinaus.

00:30:05: Eine Heizung oder eine Quelle von Wärme kann einen Aspekt eines Living Spaces sein... aber letztendlich beinhaltet das in ne ganze Reihe weiterer Dinge.

00:30:13: Es geht darum den Living Space an sich besser zu gestalten.

00:30:16: es geht um Generations to come.

00:30:18: Das impliziert eine gewisse Nachhaltigkeit, Langfristigkeit nicht.

00:30:21: wenn ich jetzt irgendwas optimiere dann wird wahrscheinlich die Öl-Heizungen sicherlich noch Teil von sein.

00:30:26: Aber das heißt auch Oh!

00:30:27: Ich brauche im Prinzip Wärmekwellen oder Living Space verbessende Löse die im Prinzip auf alternative Energiequellen abzieht.

00:30:33: Und all diese Themen, die kann ich dann ja am Prinzip schon direkt ableiten aus diesem Einsatz.

00:30:40: und da werden sie sicherlich noch eine Reihe von weiteren Dingen zugedacht haben.

00:30:43: aber das ist jetzt sozusagen etwas was ich nur gestern weil ich über die Weihnachtsgrüße von Fiesmann auf LinkedIn mir angeguckt habe, da dachte ich dann nochmal so Ja es ist gut, ne?

00:30:51: Weil es ist konkret genug und beinhaltet eine Reife von Themen und ich kenne jetzt die Werte nicht von Fießmann ehrlicherweise aus dem Kopf Aber ich kann mir schon vorstellen welche Werte dazu passen werden.

00:31:01: Und was du eben auch da in diese Weihnachtsgrüßen sehr schön sehen konntest, die verstehen sich als Familie.

00:31:06: Also sagen so wir sind ein Familienunternehmen.

00:31:09: Wir verstehen uns als Familie, da ist der Vater dabei und dann ist der Sohn dabei.

00:31:14: Dann hast du noch die nächste Generationen.

00:31:15: Ist dann auch noch irgendwie mit Aber?

00:31:17: Die Familie ist bewusst.

00:31:18: nicht nur die Familie sondern alle sind Familie kann man sich jetzt sagen ist vielleicht ein bisschen cheesy.

00:31:24: aber auf der anderen Seite man sagt nee das ist irgendwie authentisch dass meinen sie so?

00:31:28: wie gesagt ich kenne es die Werte nicht.

00:31:30: Ich bin mir relativ sicher, dass sozusagen dieses Thema Familie.

00:31:33: Wir kreieren hier auch am Standort allen Dorf.

00:31:35: Kreieren wir wirklich für die Mitarbeiter ein sehr lebenswertes Umfeld ist wichtig in Westtinovereine und Schulen

00:31:42: usw.,

00:31:42: machen da sehr viel wie du halt mit der Familie umgehen würdest.

00:31:45: Und ich finde das ist jetzt zum Beispiel wieder ein sehr schöner Wert der den offenbar wichtig ist.

00:31:50: Klar, dann sagst du Langfristigkeit die da mit rein spielt weil das wie ein Familienunternehmen... Die nächste Generation ist schon ungebordet quasi so und ich kenne jetzt die anderen Werte von denen nicht.

00:31:59: aber ich finde da kann man irgendwie eine sehr schöne Kette in sich sehen.

00:32:02: und jetzt bei denen schon relativ ... konkret, weil wir natürlich einen laufenden Business haben.

00:32:07: Wie das aussehen kann?

00:32:08: Aber ich glaube wenn Start-ups da mal ein bisschen drüber nachdenken oder Organisationen es hilft... ...aus meiner Sicht sowas früh zu haben und auch zu erkennen was ist mir wichtig.

00:32:17: Was man daran natürlich auch sehr schön sehen kann und ich glaube das ist auch immer noch eine Thematik viele Gründer.

00:32:21: Das merkst du ja immer so an diesen Westing.

00:32:23: Diskussionen die diskutieren dann mit dir über vier fünf Jahre Westing.

00:32:26: So das ist ja etwas was so'n Familienunternehmer der sagt wie vier fünf Jahr Westing!

00:32:31: Das is mein Leben Hier, ne?

00:32:33: Und ich glaube das ist auch nochmal ein Thema was man sich überlegen muss.

00:32:36: Welche Fristigkeit habe ich eigentlich bei diesem ganzen Thema?

00:32:39: und meine These wäre dass es vielen Start-ups sehr gut täte wenn sozusagen dieses Thema ob ich das jetzt vier oder fünf Jahre mache gar nicht so eine große Rolle spielt sagt Ich gehe erstmal hier mit der Hypothese rein Dass ich vielleicht auch zwanzig dreißig Jahre lang bin.

00:32:52: Weil wenn sich jetzt ein Unternehmen toll entwickelt und das merkt man auch bei vielen sehr erfolgreichen Gründern, die merken dann auf einmal.

00:32:58: Zalando ist ja ein sehr gutes Beispiel.

00:32:59: Ja, du machst vielleicht mal eine Pause aber letztendlich sagen sie, wow!

00:33:02: Jetzt ist Zalandos zehn Jahre alt und ich mach das immer noch.

00:33:05: Ich wüsste doch ehrlicherweise nicht was ich lieber machen wollte.

00:33:07: Das heißt, ich glaube viele Gründer täten gut dran.

00:33:09: Man kann es ja dann immer noch anders entscheiden aus irgendwelchen Gründen.

00:33:11: Aber erstmal mit so einer Hypothese reinzugehen zu sagen, ich will hier das Eichen-Familienunternehmen aufbauen.

00:33:16: Und ich glaub dass hat nochmal ne andere Konnotationen.

00:33:18: Aber das muss natürlich auch wie gerade auch schon besprochen zu den Personen passen Und das schwindelt natürlich in einem gewissen Widerspruch, zum Beispiel auch jetzt hier zu dem was die Freunde von Einhorn da formuliert haben.

00:33:28: Deren Ziel ist ja explizit nicht dass es eben ein Familienunternehmen wird sondern eben eher einen Organismus der von allen irgendwie getragen wird.

00:33:36: Das einfach eine andere Philosophie.

00:33:37: aber ich glaube das ist für mich auch nochmal ganz spannende Gedanken, dass man sich so ein bisschen überlegen muss wie stärkt man sich da auf und ich glaube je früher man das tut in ihr expliziter man das tut was dazu anpasst und was wichtig ist desto vorversprechender wird das ganze.

00:33:48: Wann ist denn der Zeitpunkt, sich über Kultur Gedanken zu machen?

00:33:50: Weil es ist ja ein bisschen wie du gesagt hast in Entwicklungsregionen.

00:33:53: So muscle-offische Bedürfnispyramide macht man sich jetzt glaube ich über wer besitzt die Firma nicht Gedanken sondern man arbeitet sich so nach oben und das ist ja bei so einer firmaner Phase auch.

00:34:00: also am Anfang macht man dich über Kultur glaube ich keine Gedanken.

00:34:03: da will man einfach nur gucken wie die Kohle zusammenkommen dass man den ersten Prototypen baut etc.

00:34:07: etc.

00:34:07: wann ist ein Zeitpunkt gekommen sich über Kulturgedanken zu machen?

00:34:09: Wenn man merkt, ich bin in der Lage davon eine klare Vorstellung zu formulieren.

00:34:14: Das ist ja auch noch mal wichtig.

00:34:15: Es bringt sich nicht zu zwingen, wenn man sagt, scheiße, ich weiß es einfach noch nicht ne?

00:34:17: Ich bin vierundzwanzig so.

00:34:19: Keine Ahnung!

00:34:20: Aber ich glaube, wenn mir dazu wäre, das zum Start zu tun mit seinem Gründerteam dann würde das helfen.

00:34:26: Man kann es natürlich nicht erzwingen.

00:34:27: Es muss authentisch zu anpassen und man braucht eine gewisse Klarheit der Vorstellung.

00:34:30: aber ich glaube sich regelmäßig zu fragen, bin ich eigentlich schon in der Lage das für mich explizit zu machen?

00:34:36: Ich glaube, je früher man das tut, desto besser ist es.

00:34:39: Weil es eben alles andere, letztendlich alles andere einzahlt.

00:34:43: Dann weiß man welche Leute will ich eigentlich heiern?

00:34:45: Weil die Explizite echt das machen kann.

00:34:46: Desto stimmiger wird ja das Gesamtbild.

00:34:48: Das heißt, ich kann nur jedem sagen so früh wie möglich Klammer auf... wenn man sich eben dazu in der Lage sieht, das mit einem gewissen Explizitheitsgrad und mit dem Gewissengrad an Sicherheit zu formulieren.

00:35:00: Und ich glaube so ein Prozess mal für sich zu durchlaufen kann man sich auch super einen Coach nehmen, der dabei hilft als Gründerteam also ein Prozesse zu durch laufen.

00:35:07: Also ich kann jedem nur raten da mal einen halben Tag zu investieren weil ich glaube nach einem halben tag ist man relativ klar darüber ob man jetzt schon eben in der Lage ist und auch wie konsistent man da ist.

00:35:16: Ich glaube man vermeidet eine Reihe von Problemen die du bei vielen Unternehmen siehst zum Beispiel auch inkonsistente Kulturen sich dann sehr unterschiedlichen Mitarbeitertypen widerspiegeln, die eben keine positive Diversity sind sondern eher eine negative Diversity und auch im Gründerteam.

00:35:29: Also ich glaube wie früher man das macht desto besser ist es.

00:35:32: um.

00:35:32: mein Gefühl ist gerade erfahrene Grunderteams die ja schon zum zweiten oder dritten Mal machen selbst wenn sie's nicht so explizit machen aber die haben sehr genaue Vorstellung davon wie eigentlich ihre Firma abzulaufen hat in den verschiedenen Formen und die wissen was für Sie authentisch ist.

00:35:43: Die machen es vielleicht nicht immer so expliziert Was helfen würde Klammer auf Klamma zu?

00:35:47: Aber die haben trotzdem sehr genaue Vorstellungen davon.

00:35:49: Also ich glaube so ein Marco Böry ist, wenn du den jetzt mal fragen würdest... Ich weiß nicht ob die das intern bei sich so explizit gemacht haben bei number twenty-four, aber in Number Four meine ich eigentlich nicht number two four!

00:35:58: Der weiß, oder Endvorher mittlerweile.

00:36:01: Er hat sehr genaue Vorstellungen davon wie die Sachen bei ihm ablaufen was er für eine Art von Kultur haben will und was für Leute er da haben will.

00:36:07: Ich weiß nicht wie explizit das gemacht hat aber ich glaube wenn du mit ihm sprichst merkst du ja dass der da ganz genauer Vorstellung von hat.

00:36:12: Und das ist eigentlich meine Erfahrung mit den meisten erfahreneren Unternehmern Die könnten das zu Start

00:36:19: Ja erlebe ich auch so in der Tat.

00:36:20: Also ich glaub Marco ist schon ein bisschen so Micro Mediature-Kandidat also der geht auch viel rein im Themen Aber es ist ja auch ein bisschen das

00:36:25: Das ist aber seine Kultur Genau.

00:36:27: Das ist aber auch gut, wenn du das weißt, weil du dann eben auch Leute brauchst die damit halt klar kommen.

00:36:32: Also das war auch sozusagen beim Rocket-Kontext für mich eine der wesentlichen Fragestellungen was sind eigentlich die Leute mit dieser Art jetzt von Oliver gut klarkommen?

00:36:41: Es gibt ja durchaus Personen die dann besser werden.

00:36:43: es gibt ja auch Leute die bei Goldman sehr sehr gut sind oder bei McKinsey oder so wobei McKinsey sicherlich eine etwas andere Kultur hat.

00:36:50: Aber je nachdem, welchen Partner man da ist, ist man davon ehrlicherweise nicht weit entfernt.

00:36:54: und auch dort ist es ja einer der wesentlichen Fähigkeiten bei so einem Staffing-Prozess von Projekten letztendlich Associates oder Mitarbeiter zu Partnern, zu Staf'n die halt mit der jeweiligen Art des Partners oder des Projektleiters, den er in so ein Projekt macht.

00:37:06: Da gut klarkommen!

00:37:07: Nicht umsonst, macht ja so einen McKinsee irgendwelche... Ich glaube, Meyers Bricks machen die mit Persönlichkeits-Tests um ja genau diesen Fit dann für sich auch zu etablieren.

00:37:16: Das hat natürlich eine Persöhnlichkeitstypkomponente ist jetzt nicht gleichzusetzen mit Kultur aber es sind natürlich schon gewisse Persönlichkeitstypen sind besonders affin und besonders leistungsfähig sicherlich in gewissen Kulturen und umgekehrt.

00:37:27: Insofern glaube ich siehst du da eine sehr ähnliche Thematik und bei einem Marco wird's genauso sein.

00:37:32: Ja das stimmt ja.

00:37:32: mittlerweile gibt's ja ganz viele so Persönliches Einordnungsmechanismen.

00:37:35: also ich glaub hier Leer-Sofi Kramath neulich mal erzählt hier Define Löwen und was weiß ich?

00:37:40: andere machen es in Farben, andere machen's irgendwie ... Du weißt nicht.

00:37:43: Es basiert

00:37:43: letztendlich alles auf einer ähnlichen Methodik.

00:37:46: Das sind halt diese jungen Persönlichkeitsdimensionen die in verschiedensten Varianten da wie durchgenudelt werden.

00:37:51: aber die Erfassung vom Persönlichkeitstypen ist ja eine relativ etablierte Geschichte, die schon sehr lange gibt und die Psychologie ja methodisch sehr sauber entwickelt hat und darauf basiert Dating-Matching-Algorithmen und solche Persöhnlichkeitstests

00:38:03: usw.,

00:38:04: das ist alles letztendig basiert auf der gleichen Forschung.

00:38:07: Und ich sag mal so, du hattest ja Eingangs auch mal gesagt und das ist aus dem was du gerade gesagt hast auch deutlich geworden.

00:38:11: Du wärst dafür Kultur top down zu bauen nicht bottom up?

00:38:14: Ja weil ich glaube... Das ist zumindest für mich die Kernerkenntnis aus dieser ganzen Erfolgsfaktoren Forschung usw.

00:38:20: Thematik.

00:38:21: es gibt halt nicht den erfolgreichen Unternehmer sondern es gibt nur sozusagen das passende Unternehmerteam und das zum Unternehmerteam passende Organisations- und Kulturmodell und das muss dann wiederum passen.

00:38:34: zur unternehmerischen Herausforderung.

00:38:36: Ja, also für mich ist es immer in jeder Dimension eigentlich eine Fit-Frage und weniger das und das führt zu Erfolg oder dass und das ist gut.

00:38:43: Sondern ich kann glaube ich immer nur sagen, dass und was ist passend... ...und damit steigt die Erfolgswahrscheinlichkeit.

00:38:47: vor dem Hintergrund würde ich eben genauso

00:38:49: argumentieren.".

00:38:50: So ihr

00:38:50: solltet mal vielleicht abschießen.

00:38:51: nochmal zwei Dinge uns betrachten den Nutzen und die Trade-Offs die man durch Kultur hat.

00:38:55: Also ich glaub Nutzen ist eigentlich schon sehr klar geworden.

00:38:57: Es ist ein Recruiting Thema, es ist sicherlich auch ein Retention-Thema und Performance.

00:39:01: Also ich kriege gute Mitarbeiter oder bestimmte Mitarbeiter die zu mir passen.

00:39:04: dadurch Ich behalte sie und ich bringe sie auf einen Level, auf dem ...

00:39:08: Sorge dafür dass ihr gut performen könnt.

00:39:10: Weil man muss auch immer wieder mal aus der Komfortzone rausgehen.

00:39:13: das hilft sicherlich.

00:39:14: aber tendenziell hilft es natürlich schon in einem kulturellen Kontext sich zu bewegen als Mitarbeiter wo man eben seine Leistungsfähigkeit entwickeln kann oder seinen Potenzial auf die Straße bringen kann.

00:39:24: Und das wird wahrscheinlich eher im Kontext passieren, der altkulturell so einpasst.

00:39:27: Was

00:39:27: ist mit dem Thema Trade-offs?

00:39:28: Also vielleicht sagen wir mal über die Schattenseiten von der Kultur was

00:39:31: Ja, was ist das?

00:39:31: Die Schattenseiten.

00:39:32: Also es ist natürlich ... Ich glaub fast man sich halt immer überlegen muss und ich glaube, dass fand ich auch ... Es gibt bei Facebook, ich hab jetzt den Namen vergessen aber gibt's eine so letztendlich eine Kulturbeauftragte die ich sehr gut fand insofern Maxine irgendwas.

00:39:43: Waters?

00:39:44: Ich bin mir nicht ganz sicher.

00:39:45: Auf jeden Fall, das können wir vielleicht dann noch mal schreiben in den Notes und drunterschreiben weil die hatten einen sehr interessanten Vortrag über Kulturgehalten, den ich mir angeschaut habe.

00:39:52: Und was Facebook eben sehr gut für sich versucht dazu verstehen ist, die sagen erstmal Diversity sozusagen was Mitarbeiter angeht das nicht nur Geschlechtsfrage sondern es auch eine racial Frage natürlich gerade in USA und ist auch so zu ökonomische frage.

00:40:06: Das heißt also sie verstehen auch diversity als socio-economic diversity was eben für Facebook war noch mal ein sehr interessanter Aspekt war weil die natürlich sagen wir brauchen Produkte die für die ganze Welt funktionieren und eben für alle sozialen Schichten nicht nur irgendwelche Amerikaner sondern auch Leute in Indonesien usw.

00:40:19: den Punkt auf den ich eigentlich hinaus wollte.

00:40:21: die sagte diversity per se führt natürlich erstmal dazu, dass Entscheidungsfindung komplexer wird.

00:40:27: Weil natürlich eine Homogenität zu effizienterer Entscheidungen führt.

00:40:31: Weil die Leute einfacher miteinander kommunizieren können, missverständnisfreier und schneller miteinander kommunikieren können.

00:40:37: Trotzdem haben sie aber für sich ein hohes Maß an Diversity angelegt nicht nur weil es sozusagen opportun ist im Sinne der Außendarstellung, sondern weil Sie gesagt haben, wir sind fest davon überzeugt das es so bessere Resultaten in besseren Produkten führt, weil wir eben für die komplette Welt Produkte bauen wollen.

00:40:50: da brauchen wir Diversity.

00:40:51: Aber ich muss den Mitarbeitern ein Toolset an die Hand geben, wie ich mit Diversity konstruktiv umgehe.

00:40:58: Und das fand ich noch mal einen sehr interessanten Hinweis.

00:41:00: Das heißt also dass man sagt kulturelle Homogenität oder auch Homogenität in vielen Aspekten führt erstmal zu mehr Effizienz aber tendenziell dann wahrscheinlich zu einer sehr eingeschränkten und in sich vielleicht nicht ganz so ausdifferenzierten Sichtweise auf Themen ist ja auch logisch.

00:41:15: Das heißt, ich muss an gewissen Stellen wahrscheinlich schon Diversity zulassen, vielleicht auch kulturelle Diversity.

00:41:20: aber ich muss im Prinzip die Leute dann auch oder die Organisationen dann auch enable damit konstruktiv umzugehen.

00:41:26: das fand ich nochmal ein ganz interessanten Punkt.

00:41:27: dass kann sein, dass man irgendwelche On-Bordings eben gemeinsam macht dass man überhaupt erstmal gemeinsame Sprachebenen erzeugt damit Leute eben sinnvoll miteinander erst mal sprechen können.

00:41:35: und das hat nicht nur eine Sprachkomponente.

00:41:37: im Sinne von welche Sprache sprechen sie?

00:41:39: welchen socioeconomischen Background-Comedy?

00:41:40: wir sind dir sozialisiert.

00:41:42: Und da musst du relativ viel Zeit investieren, damit Menschen erstmal eine missverständnisfreie Kommunikationsebene finden.

00:41:48: und wenn du das nicht tust dann führt eben die Diversity zu schlechteren Resultaten sondern nur dann, wenn du die Leute auch enablest damit konstruktiv umzugehen.

00:41:55: Und das fand ich noch mal einen ganz interessanten Punkt.

00:41:57: und den Trade aufhast du kulturell natürlich genauso wo du sagst es würde wahrscheinlich in gewissen Elementen auch helfen da immer mal wieder andersartige Impulse reinzubringen.

00:42:04: aber man muss dann eben auch klar machen in der Organisation wie gehe ich jetzt damit um?

00:42:09: Das ist gewünscht aus denen den gründen und den Leuten den Instrumentarium an die Hand gehen dabei um zu gehen.

00:42:14: Ich finde das total augenöften, weil du hast recht.

00:42:16: Es ist wirklich so diese Vielfalt und der Background der Leute... ...und jeder schleppt ja seinen Rucksack mit.

00:42:19: Der macht ganz andere Szenarien auf!

00:42:21: Ich habe da mal einen ganzen Podcast bei uns zugemacht,... ...weil wir eine Überwachungskamera installiert haben.

00:42:24: Und ich hab gedacht okay teste ich eh nur kurz, kommt wahrscheinlich eh wieder weg.

00:42:27: Und jemand, der mehr aus einem Behördenumfeld kam hat er total empfindlich drauf reagiert.

00:42:30: Also ein Behördentumfeld ist jetzt auch zu viel gesagt.

00:42:32: aber ich sag mal sehr strukturierend.... ....mit Betriebsrat und all solche Geschichten.

00:42:35: Wenn alle jetzt eigentlich in den Betriebesrat fragen müssen ob du das darfst.

00:42:38: Wir sagen hier sind fünf Mann von mir.

00:42:39: was mit dir?

00:42:39: Ja das war ganz interessant.

00:42:40: dann tun sich halt so Reibungsfenster auf die man gar nicht kennt.

00:42:43: Weil ich verstehe, was du meinst.

00:42:44: Dass man da Instrumentarwählung braucht?

00:42:46: Spannend!

00:42:47: Wie viel deiner Zeit machen Kulturfragen aus, würdest du so sagen?

00:42:50: Du hast ja mit viel Portfolio über dir zu tun...

00:42:52: Es ist selten jetzt so ein explizites Thema.

00:42:55: Aber es spielt natürlich immer wieder indirekt sehr stark, schwingt das mit.

00:43:00: und du merkst es gerade bei so Recruiting- und Retention-Fragen.

00:43:03: Da merkst du kulturelle Inconsistenz.

00:43:06: Du hast sehr häufig die Aussage von Gründern, der war nicht gut oder die war nicht gut und dann mussten wir uns wieder trennen.

00:43:14: Wo du häufig, wenn du dir den Sachverhalter mal so ein bisschen genauer anguckst, einfach merkst du doch der ist eigentlich gut aber das war unpassend.

00:43:22: Falsche Rolle, falsche Person in der falschen Organisation.

00:43:26: Das ist ganz lustig oder sehr spannend zu sehen wie wenig Leute diese Differenzierung hinkriegen.

00:43:32: Gewisse Personen können ihre Stärken halt in gewissen Kontexten ausspielen und sozusagen so diese eindimensionale jemand ist gut oder schlecht.

00:43:41: Davon bin ich mittlerweile relativ stark weg, sondern glaube sozusagen jemand ist passend oder unpassend mit seinen Fähigkeiten und Einstellungen und kulturellen Vorprägung oder eben nicht so passend.

00:43:49: das ist für mich ehrlicherweise die deutlich sinnvollere und auch respektvollere Formulierung gegenüber Personen.

00:43:56: und ob jetzt jemand performt hat oder nicht dass er eben häufig keine rein.

00:44:00: es gibt natürlich auch Leute die ein qualitäts thema haben was ihre Koktivenfähigkeiten angeht.

00:44:05: Aber sehr, sehr häufig ist eben etwas nicht funktioniert hat das nur zum Teil eine sozusagen fähigkeitenbasierte Komponente und sehr sehr häufig eine kulturelle Komponenten.

00:44:15: Das ist fast der häufigste Fall genau und dann ist es sicherlich für Spitzschon einen häufigen Dialog mit den Gründern eine Rolle wenn man eben diese Themen angeht und wann man das auch explizit macht.

00:44:25: Und das ist schon sehr spannend dass wie du schon sagst die meisten Leute das Thema relativ weit aufschieben um das auf ihre Agenda nach oben zu heben, weil es halt schon ein Thema ist was sehr als mittelfristig langfristig verortet wird.

00:44:37: und wenn du natürlich alle sechs zwölf Monate wieder neues Fundraising machen musst dann hast du andere Prioritäten.

00:44:42: Und auch da wieder ist es eigentlich so dass die erfahreneren Gründer dir das zum zweiten oder dritten Mal machen viel früher auf dieses Thema gehen und das Exklusiv machen Wissen, wie wichtig das ist als die Leute, die das zum ersten Mal machen.

00:44:54: Und das ist spannend zu sehen.

00:44:56: aber wie gesagt ich habe mich dabei auch aufgegeben.

00:44:57: man kann da Leute nicht zu zwingen.

00:44:59: also es so man kann darauf hinweisen und sagen das ist ein Thema.

00:45:02: Ich würde mich an deiner Stelle beschäftigen und entweder Leute lächeln milde und sagen ja hier der hat leicht reden da der investor Ich bin hier in der täglichen sozusagen Frontline und muss mich hier um den Kram kümmern.

00:45:15: Und ja, ist auch wichtig aber da kümmere ich mich in zwei Jahren drum wenn ich hier den Product Market Fit etabliert habe.

00:45:20: Und deswegen glaube ich mittlerweile kann nur Leute darauf hinweisen genau wie so ein Thema Data Warehouse.

00:45:24: Da kann ich auch Leute drauf hinweisen, dass es macht Sinn das so früh wie möglich zu etablieren weil man dann eben anders Daten getriebene arbeitet mal irgendwann auch wenn du es jetzt gerade noch gar nicht brauchst.

00:45:34: Glauben wir das und machen das dann eben auch?

00:45:36: Und es gibt halt andere, die sagen nee.

00:45:38: Also ich sehe das eben anders und ich glaube das ist aber auch wieder etwas was man eben respektieren muss.

00:45:44: deren Firma und ich verlange ja von den Leuten nicht dass sie das tun, was ich ihnen sage sondern ich habe eigentlich nur den Anspruch, dass mir zugehört wird und dass die dann aber natürlich rein in Schatten treffen.

00:45:52: und solange ich das Gefühl habe mir wurde einmal ernsthaft zuhört Mehr kann ich dann auch nicht tun.

00:45:57: Das respektiere ich, muss ich ja respektieren auch.

00:45:59: Ich glaube das letztendlich muss jeder Unternehmer da seinen eigenen Weg finden.

00:46:02: aber genau wie beim Überkommunizieren würde einem irgendwann klar, der hilft es eher früher mehr drüber nachzudenken als später.

00:46:09: Ich kann es aber nur bestätigen.

00:46:10: Ich erinnere mich bei meiner vorherigen Firma oder Vorvorherrigen war das auch so, dass wir das nach drei Jahren nachgezogen haben und es ist einfach fünfmal so aufwendig?

00:46:17: Ich glaube ich habe irgendwelche fünftigseitenlange Dokumente hinterproduzieren müssen weil man so viel dokumentiert... Also schleifen sich auch Sachen ein!

00:46:23: Man kann die gar nicht mehr hinterfragen wenn man eigentlich keinen Code hat auf dem man die zurückführen kann.

00:46:27: Deswegen ...

00:46:28: Das ist alles, wie es immer ist.

00:46:30: Bei jeder, genau.

00:46:31: Da frühzeitig dran zu denken, ist schmerzfreier und besser.

00:46:35: Man hat deutlich weniger Friktion.

00:46:37: Manche Leute merken dann, ich bin falsch hier, wenn das so ist.

00:46:41: Ich glaube, das kannst du alles vermeiden, wenn man das möglichst früh explizit macht.

00:46:45: Wie das schöne Modell von Simon Sinig.

00:46:46: Start with Why, also genau diese Stoßrichtung.

00:46:49: Gut, das ist ein schönes Schlusswort!

00:46:51: Ich glaube wir haben gelernt.

00:46:52: die Frage, die wir anfangs formuliert haben welches Modell ist erfolgreicher?

00:46:55: es ist wie der Anwalt immer sagt Das kommt darauf an.

00:46:58: Also gibt kein gutes gibt keinen schlecht.

00:46:59: Es gibt nur passend und nicht passend egal ob bei Kulturmodellen oder Mitarbeiter.

00:47:04: Von daher vielen Dank dass du da deinen Erfahrungsschatz mal aufgemacht hast.

00:47:06: Vielen dank

00:47:07: dir.

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