Wie funktioniert die Börse? Wichtige Basics für Unternehmer | #Börsengang 📈
Shownotes
EXPERTENGESPRÄCH | David Khalil ist erfolgreicher Gründer und Business Angel und hat aber auch eine Passion für Börsenthemen. Deshalb erklärt er in dieser Folge, wie die Börse funktioniert und was Unternehmer dort an Wissen für sich ableiten können. Du erfährst... ...wie die Börse in ihren Grundzügen funktioniert ...was sich hinter Begriffen wie „short gehen“, „Put-Optionsschein“ oder „Vorzugsaktie“ versteckt ...was der Unterschied zwischen Segmenten wie Entry und Prime Standard ist ...wonach ein Unternehmen eigentlich entscheidet, an welche Börse es geht ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Börsengänge: Unsicher auf dem Börsenparkett? Nicht mit uns! Gemeinsam mit unterschiedlichen Expert:innen der Deutschen Börse spricht Joel regelmäßig über alles rund um die Themen Börse, Börsengang und späte Finanzierungsphase (pre IPO). __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 David Khalil, __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung der Teilnehmer und Einführung ins Thema (00:02:01) Erklärung und Überblick der relevantesten Börsenplätze (00:04:37) Was bedeuten computergestützt und Liquidität einer Börse? (00:05:51) Ein Blick auf Börsensegmente: Entry Standard vs. Prime Standard (00:08:55) Die vier großen Indice der Deutschen Börse (00:11:22) Kurzer Abriss zur Geschichte des Neuen Marktes (00:14:32) Warum sich Digitalunternehmer mit der Böse beschäftigen sollten (00:19:14) Was sind Marktkapitalisierung und Enterprise Value? (00:22:46) Der Unterschied zwischen Stamm- und Vorzugsaktien (00:23:49) Warum Profitabilität an der Börse so wichtig ist und worauf es dabei ankommt (00:28:47) Leerverkäufe: Was bedeutet „short gehen“? __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns 👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Deep Dive Wissen Podcast von Digital Compact.
00:00:04: Mein Name ist Joel Kaczmarek, bei diesem Format interviewe ich mal spannende Experten zu bestimmten Fachthemen.
00:00:09: Bei den normalen Deep Dives geht es eigentlich immer um Unternehmen die wir porträtieren, wo wir versuchen deren Funktionsweise zu verstehen – die Geschäftsmodelle.
00:00:16: Und bei Deep Diving wissen schauen uns halt bestimmte Spezialthemen an, wo eine Person, die besonders stark gebildet in diesem Bereich ist, interviewt und versucht das zu verstehen.
00:00:24: So!
00:00:24: Heute ist da ein sehr, sehr spannender Jungenmann bei mir, stelle dich doch mal ganz kurz vor.
00:00:29: Vorjahr für Rocket Internet.
00:00:31: Zwei Jahre gearbeitet, dann eine Online Dating Company gegründet und das Thema dass wir heute sprechen Börse ist eigentlich nur... eins, das ich hobbymäßig verfolge.
00:00:41: Man darf ja mal selber nicht so arrogant von sich reden was man alles tolles gemacht hat.
00:00:44: Das wirkt ja schnell hochtrabend.
00:00:45: also der junge Mann, der hier vor mir sitzt ist sehr bescheiden.
00:00:47: deswegen darf ich das mal machen eigentlich mal nochmal zusammenfassen was du eigentlich alle schon gemacht hast.
00:00:50: Also Ich weiß ja von dir durch meinen Samba-Buch dass Du früher den EFF sehr stark gemanagt hast.
00:00:54: Es war so eine deiner ersten Gänge glaube ich in dieses ganze Internetgeschäft.
00:00:57: Ja das heißt wenn irgendwie ein Samba in USA und in Deutschland mit Investments Geld verdient hat dann war das zu großen Teilen dank dir.
00:01:03: Dann, wie du schon gesagt hast, Rogged Internet lange mit Idarling.
00:01:05: Ein sehr spannendes Unternehmen in einem kompetitiven Markt und deine Börsenpassion hast du auch heruntergespielt.
00:01:11: Ich habe gelernt ... Deine Studienkollegen von WHO, glaub ich?
00:01:14: Korrekt ja!
00:01:15: Die
00:01:15: haben dich immer den Warren Buffett Deutschlands genannt.
00:01:18: Weil du wohl ein sehr guter Date-Trader gewesen sein sollst.
00:01:20: Also das mal so als kleinen Wrap up irgendwie zu David... Und du bist ja auch Business Agent davon auch mal sagen, ne?
00:01:24: Mit Saarbrücka'einundzwanzig.
00:01:25: also wer das hier hört und selber Geld braucht sollte sich mal an dich wenden.
00:01:28: So jetzt wollen wir heute über die Börse sprechen.
00:01:30: Also deine Passion als Deutscher Warren Buffet Geht uns ja so ein bisschen darum, dass man das versteht.
00:01:34: Weil ich glaube... Das ist irgendwie ein Finanzinstrument.
00:01:36: Viele die das hier hören haben wahrscheinlich mit Finanzen und Unternehmertum zu tun aber es ist ja doch noch mal eine ganz eigene Klasse oder eigene Gesetze und eigene Regeln.
00:01:43: also wir versuchen mal so ein paar Begriffe irgendwie zu klären.
00:01:45: Ja was gibt's für Börsenplätze?
00:01:46: Was für Segmentes?
00:01:47: Was for Newsquellen gibts eigentlich bei dem ganzen Thema?
00:01:49: Also wie wird da eigentlich reported?
00:01:51: Was kann ich daraus ziehen?
00:01:52: Wenn ich da etwas rausziehe worauf muss ich achten?
00:01:54: Vielleicht geben wir nochmal so ein paar spannende Begriff wie zum Beispiel was heißt das wenn jemand short geht?
00:01:58: solche Sachen spielen ja irgendwie alles eine Rolle, wenn es um die Börse geht.
00:02:01: So lass uns mal ganz basic anfangen!
00:02:03: Es gibt ne Börser das ist ja eigentlich ein Marktplatz wo wir gerade schon drüber geredet haben auch in dem Sinne dass es irgendwie einen Angebot unter Nachfrage gibt und die wird von irgendjemandem betrieben.
00:02:10: Das heißt es gibt bestimmte Börsenplätze.
00:02:12: das ist glaube ich mal so einer der ersten Schritte Wenn wir uns mal so lange hangeln wollen auch Richtung Segmente.
00:02:16: sag doch mal ganz kurz was sind eigentlich so die relevantesten Börsennplätze?
00:02:19: Was muss man da verstehen und was muss man
00:02:20: wissen?
00:02:21: Wenn wir hier in Deutschland über Börse sprechen, dann wird normalerweise eigentlich die deutsche Börsen gemeint.
00:02:26: Die deutsche Böse betreibt den Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse und den computergestützten Handel über das X-ray System.
00:02:35: Wir haben in Deutschland auch regional bürsen Stuttgart Berlin München aber im Regelfall also die meiste Liquidität Die gibt es in Frankfurt, gibt es an der deutschen Börse und das ist eben der Betreiber den man hier in Deutschland kennen sollte.
00:02:48: Wenn wir über die USA sprechen, gibt's eigentlich zwei große Betreber einmal die New York Stock Exchange und einmal Dynastec.
00:02:54: Dynastic is auch wieder eine computergestützte Börsee, die vor allen Dingen über das Listing von den vielen bekannten Technologiestartups groß und bekannt geworden.
00:03:07: Heute ist es aber nicht mehr so, dass man sagen kann, Technologieunternehmen listed an der NASDAQ und ein Old Economy Unternehmen listet an der New York Stock Exchange.
00:03:16: Sondern die beiden Plätze machen sich halt Konkurrenz um die guten Unternehmen.
00:03:19: Jetzt wollen wir ja auch mal ein bisschen verstehen, wonach entscheidet denn eigentlich ein Unternehmen?
00:03:23: An welche Börse es geht.
00:03:24: Du kannst ja sagen, du gehst nach London oder nach Frankfurt, du bist nach New York, du wirst irgendwie nach Asien... Was würdest du denn sagen sind also Faktoren!
00:03:31: Weil am Ende des Tages gehandelt wird ja überall.
00:03:33: Korrekt gehandelt wird überall.
00:03:34: An den einzelnen Marktplätzen sind aber unterschiedliche Investoren zu finden, insbesondere halt eigentlich vom geografischen Fokus.
00:03:41: Das heißt Börse in Frankfurt werden natürlich im Wesentlichen erstmal Unternehmen mit deutschem Geschäftsbezug gehandelte und in den USA im wesentlichen welche mit amerikanischem Geschäfts Bezug wobei die amerikanischen Börsen als die liquidesten Marktplätze weltweit schon eine starke Zugkraft auf große und starke internationale Unternehmen ausüben.
00:04:04: Wir sehen ja auch gerade mit der Vorbereitungen des Trivago-Börsengangs, Trivagov orientiert sich Richtung USA.
00:04:11: Warum können die das?
00:04:12: Einmal weil es wahrscheinlich ein sehr globales Geschäftsmodell ist und B könnte Vermutlich durch die Zwischenliasoren, diese mit Expedia eingegangen sind.
00:04:21: Expedia wird in den USA gehandelt.
00:04:23: Amerikanisches Unternehmen, amerikanische Investorenbasis und das ermöglicht Trivago jetzt vermutlich den eleganten Gang an dieser sehr liquide Börse in den
00:04:33: U.S.A.,
00:04:33: und das war wahrscheinlich noch mal interessanter für Trivajo als eben in
00:04:36: Frankfurt.".
00:04:37: So
00:04:37: wir beide sind ja solche Schlagworte wie liquide, wie computergestützt gewöhnt.
00:04:41: Lass uns vielleicht auch ein bisschen Übersetzer spielen.
00:04:43: was bedeutet es wenn eine bürse liquide ist?
00:04:45: Was ist der Unterschied zwischen einer computergestützten Börse und einem normalen?
00:04:51: Vielleicht sollten wir das noch mal ein bisschen zuspitzen, dass das auch die eher Technologie- und Finanzfernen zuhörer verstehen.
00:04:58: Liquide ist eigentlich eine Umschreibung dafür wie viel Umsatz an einer Börsee gemacht wird und ich bin interessiert als ein Unternehmer in eine Liquidebörse zu gehen weil es dort mehr Nachfrage nach meinen Aktien gibt.
00:05:11: Das heißt, wenn der Handel liquider ist dann werden vielleicht vierzig Kurse am Tag oder sechzig-achtzig Kurze am Tag gestellt und ich kann eben auch größere Aktienpakete kaufen und fair kaufen als an einem illiquideren Markt.
00:05:25: So deshalb sind liquide Börsen interessant.
00:05:26: computergestützter Handel versus Präsenzhandel.
00:05:29: Präsenshandel ist eigentlich das was wir irgendwie aus diesen alten Filmen kennen unsere Originalvorstellung von einem Broker, also Stift in der Hand, Zettel.
00:05:39: Hundert Leute schreien sich gegenseitig an und versuchen den Preis für ein Asset zu finden.
00:05:43: Komperiuter gestützter Handel ist eben die Abwicklung des Ganzen ohne diese romantische Vorstellung eines Handelsals.
00:05:51: Ja, das ist irgendwie wirklich eigentlich ganz lustig gesagt.
00:05:53: Man denkt da echt so Michael Douglas' achtziger Jahre diese Zettel in die Luft schmeißen und schreien wie die Blöden.
00:05:58: Schön gesagt!
00:05:59: Wie ist es denn mit den Segmenten?
00:06:00: Weil man hat's ja zum Beispiel bei Rocket jetzt sehr aktiv irgendwie mitgekriegt.
00:06:03: Da war das ein starkes Thema.
00:06:04: also Rocket Internet ist ursprünglich nicht in den Entry Standard gegangen bei der Börse.
00:06:07: Hat dann gewechselt in den Prime Standard.
00:06:09: Was hat es mit diesen Börsen-Segmenten auf sich Und was verbindet sich da an Konsequenz für dich wenn du in einem dieser Segmente drin bist?
00:06:15: Also die deutsche Börser bietet eben einen Entry standard und einen Prime Standard an.
00:06:19: Das sind Begriffe die so nur für die Deutsche Börse AG verwendet werden.
00:06:24: Und an diese beiden Marktsegmente knüpft die deutsche Börsen unterschiedliche Pflichten, vor allen Dingen Prospektierungs- und Publizitätspflichte.
00:06:34: So wie ich die Geschichte von Rocket Internet verstanden habe wollte Rocket ursprünglich den schärferen Publicitätspflichten des Prime Standards aus dem Weg gehen.
00:06:44: noch etwas reifen als Unternehmen.
00:06:47: Und jetzt sind Sie letztendlich vom Entry in den Prime Standard gewechselt, weil sie sich diesen verschärften Publizitätspflichten stellen.
00:06:53: Also im Prime Standard wird zum Beispiel verlangt dass man Quartalsberichte innerhalb einer bestimmten Zeit abgibt das man die auf Deutsch und auf Englisch abgift, dass man die in bestimmten Rechnungslegungsstandards abgipt und der Entry Standard ist diesbezüglich eben deutlich entspannter Gelaube.
00:07:09: im Entry-Standard ist keine Quartalspublicität von Nöten, sondern eine halbjahres Publicität.
00:07:16: Das müsste ich aber eigentlich nach diesem Podcast vielleicht noch mal nachschlagen ob ich da richtig liege.
00:07:20: Warum ist es für Rocket interessant vom Entry in den Prime Standard zu gehen?
00:07:24: Thema Liquidität das wir gerade besprochen haben der Prime Standard ist wesentlich liquider.
00:07:28: warum ist er liquider?
00:07:30: weil die meisten professionellen Anlagevehikel also sprich die großen Fonds sich die Auflage geben, nur im Prime Standard zu investieren.
00:07:40: Das heißt diese Investoren durften vorher überhaupt nicht mit Rocket Internet Aktien handeln und können durch den Segmentwechsel jetzt ihr Geld in der Aktie anlegen.
00:07:49: Also man kann so ein bisschen sagen, im Entry-Standard sind eher die Newcomer im Prime Standard eher die etablierteren Unternehmen.
00:07:55: und für den Rocket Internet was ja gerne mal als ein gemischt Warnladen bezeichnet wird ist es wahrscheinlich auch dankbar wenn wir am Anfang erst einmal nicht so intensiv reporten muss und zu häufig wie zum Beispiel in einem Prime Standard.
00:08:05: das können die ja manchmal noch gar nicht.
00:08:06: Das ist dafür eine riesige Umstellung glaube ich auch gewesen als sie an die Börse gegangen sind so einen Reportings aufzusetzen.
00:08:10: Ist das eigentlich teurer wenn du irgendwie im Prime Standard bist?
00:08:13: Es müsste auf zwei Wegen teurer sein.
00:08:15: Einmal schätze ich, dass die deutsche Börse höhere Gebühren für ein Listing in Prime Standard verlangt als für einen Listing im Entry Standard.
00:08:22: Und dann die indirekten Kosten, dadurch dass ich mich eben höheren Publizitätspflichten höre und regulatorischen Pflichten stelle.
00:08:29: Dadurch habe ich halt eben deutlich mehr indirekte Kosten als beim Entry Standard.
00:08:32: Ich meine muss ich das ja immer vergegenwärtigen.
00:08:34: Ich erinnere mich, als ich mich mal so erkundigt hab was kostet eigentlich so groß so ein Prospecting am Anfang von einem Börsengang?
00:08:39: da werden so Dimensionen von zweihunderttausend Euro schonmal gern genannt ne?
00:08:42: Und auch schonmal gerne durchbrochen wenn du sozusagen dein ganzes Geschäft eigentlich mal prospektieren musst.
00:08:45: Du brauchst Wirtschaftsprüfer, musst ja auch die Strukturen bei dir schaffen.
00:08:48: Da kriegt man einmal so'n Gefühl es ist halt schon eine andere Liga Das ist halt wirklich reguliert, da geht es ja auch um die Sicherheiten.
00:08:53: D.h.,
00:08:53: das ist irgendwie schon Brett.
00:08:55: Lass uns einen Satz vielleicht noch zum M-DUX sagen.
00:08:57: Den hat ja vielleicht der eine oder andere geneigte N-Vierendzwanzig, NTV, Tagesschau, Zuschauer auch schon mal gesehen dass immer zwischen DAX und MDAX unterschieden wird.
00:09:05: Also eigentlich betreibt die deutsche Börse vier große... Indexe zur Zeit, das ist einmal der DAX.
00:09:11: Der über allem drohnt und darunter gestaltet sich der Markt dann eigentlich zweigleisig.
00:09:17: Es gibt einen Segment für Technologie-Unternehmen, TechDAX, der TechDAx wird oft als der Nachfolger des neuen Marktes bezeichnet.
00:09:25: Sag ich gleich noch was dazu.
00:09:27: Und in der anderen Linie für die klassischen Old Economy Unternehmen gibt es dann den M-Dux, für die mittelgroßen Unternehmen.
00:09:34: Der Dux umfasst dreißig Werte.
00:09:36: Der M-dux um fasst die nächsten siebzig Werte und darunter gibt's da nochmal ein S-Dex für die nächstgrößeren Werte.
00:09:44: Jetzt müsste ich glaube ich gerade passen wie viele Werte der S-DAX umfasst.
00:09:48: Ich würde ihn auf Dreißig noch mal tippen aber das sollten wir auch nochmal nachschauen.
00:09:55: dann so das eine Segment, an dem sich die Diskussionen in der Start-up Szene gerne ein Stück weit entzünden.
00:10:02: Wie eben schon gesagt nachfolge Segment des neuen Marktes.
00:10:06: heute will eigentlich keiner mehr in den Tech Ducks gehen.
00:10:08: Salano ist heute ein MDUX Mitglied vielleicht sogar mit Potenzial irgendwann mal in den DAX aufzusteigen.
00:10:16: Ein anderes Unternehmen dass man anbringen kann is Osram, die damals kurz über den Tech DAX nachdachten dann auch sich in den MDACs reingezwungen haben.
00:10:26: Warum haben die Unternehmen das gemacht?
00:10:27: Weil die Liquidität im MDAC wesentlich höher ist als im TEC-DUX, es gibt wesentlich mehr Fonds, die als Anlagefokus den MDUCS haben, als es Vehikel gibt, die also anlagefocus den TEC DUX haben und werden ja eben schon besprochen.
00:10:41: Liquidere Handel ist sehr, sehr attraktiv für die Unternehmen.
00:10:44: dementsprechend strebt heute alles egal ob Technologieunternehmen oder nicht eigentlich dem MDUX entgegen was Mittelfristig eigentlich das Todesurteil für den Tech-Dux sein müsste.
00:10:55: und wenn wir so auf die Pipeline der Börsenkandidaten in Deutschland schauen, hier auch aus Berlin.
00:11:00: Delivery, Nero, HelloFresh, AutoEins und weitere – wir hoffen ja auch weitere!
00:11:06: Dann wird es spannend sein, wie die deutsche Börse versucht diesen Unternehmen einen liquiden Handel anzubieten.
00:11:14: Dafür muss eigentlich eine zu kräftige Marke gebildet werden und der Tagdachs ist so ein bisschen Auslaufmodell.
00:11:20: da muss was Neues her wahrscheinlich.
00:11:22: Ich meine vielleicht können wir mal eins, zwei Sätze zum neuen Markt sagen.
00:11:24: also das war ja ein Börsen-Segment was extra geschaffen wurde für diese schnell wachsenen Internetunternehmen.
00:11:28: Also gefühlt hat er in den USA so dieses ganze Thema Ebay dass auch so ein bißchen mit angestoßen dass du immer gemerkt hast so wow was für rasantes Wachstum.
00:11:34: Da hatte ich so ein bisschen das Gefühl, mit eBay ist viel von diesem Internetdenken irgendwie hier rüber geschwappt.
00:11:38: Vorher war es immer so IBM Microsoft Denke Platin Hardware IT und alles irgendwie eher so'n bisschen klassisch.
00:11:45: Das heißt man hatte damals versucht oder gibt's mal in eigenen Worten als Internetunternehmer wieder?
00:11:48: Ich kann ja viele sagen aber würde mich ja noch sehen wie du sowas erlebt
00:11:51: hast.
00:11:51: Ja also nicht einmal unbedingt ebay!
00:11:53: Ich glaube die Initialzündung der Neunziger für viele war immer Netscape was dann gar nicht solange ein so erfolgreiches Unternehmen war weil Microsoft mit dem internet explorer der Netzcape dann eben platt machte.
00:12:06: Aber egal welchen Namen wir jetzt als Zugpferd irgendwie benennen, genau irgendwie in den Jahren, sieben, neunzig, neuneinzig, irgendwo da habe ich mich auch angefangen für Börse zu interessieren.
00:12:17: Da gab es dann eben diesen Sender NTV, der damals nicht unbedingt Tierdokumentationen sondern tatsächlich doch fast den ganzen Tag Börsenprogramm ausgestrahlt hat.
00:12:27: und das gab jede Woche neue Unternehmen die einem Listing entgegenstrebten.
00:12:32: Wir sprachen ja gerade schon darüber, dass Ende der Geschichte ist bekannt.
00:12:36: Viele hundert Unternehmen die im neuen Markt gelistet waren.
00:12:38: es gab den EMAX Fünfzig, der dann die Topfünfzig-Unternehmen rausstellte.
00:12:42: Es gab viele Unternehmen wie InterShop EMTV Die in ihren Marktkapitalisierungen die kleinen bis mittelgroßen DAX Unternehmenden in den Schatten stellten.
00:12:52: und zum Schluss wie wir alle wissen ab etwa März zweitausend brach dieser Markt zusammen.
00:12:57: Viele Betrugsskandale, Comroad EMTV war letztendlich ein Betrugsskandal.
00:13:02: Libro, viele andere erinnere ich mich mittlerweile schon nicht mehr, dass schwierig die Namen noch auszukramen aber damit war die Marke neuer Markt halt eben zerstört.
00:13:12: und das gute an der Marke neuermarkt war so lange sie funktionierte hat die damals wirklich viel... Liquidität geschaffen hatte, natürlich auch viel kostenlose Publicity in so einem Sender wie NTV.
00:13:23: und dann kamen N-Twenty dazu die ja auch nochmal auf das Börsensegment gingen.
00:13:27: Es gab eine breite Zeitschriftenlandschaft.
00:13:30: Die Bildzeitung hat sich gerne mit der Börse in diesen Jahren beschäftigt.
00:13:34: Dementsprechend gab es viel Liquidität.
00:13:35: Und heute fehlt diese Liquidität für ne neue Generation von Startups Von der wir alle glauben dass sie wesentlich besseren Geschäftsmodellen, wesentlich besser gemanagt.
00:13:47: Wesentlich reifer ist.
00:13:48: und da wird sich die deutsche Börse was einfallen lassen müssen sonst gehen wahrscheinlich noch mehr Trivagos in die USA.
00:13:53: Aber man kriegt mit, also Cowboy-Zeiten.
00:13:55: Ich hab auch irgendwie von Leuten die das damals live erlebt haben gesagt bekommen ja da kamen teilweise Menschen mit dem Koffer in die Tür und hatten den voller Geld und wollten sich Anteile kaufen.
00:14:02: Also das war damals wie irgendwie die Börse irgendwie mit Jungunternehmen getickt hat.
00:14:07: Also sehr, sehr spannend und du sagst ja auch schon es hat ja irgendwie Relevanz für so ein ganzes Ökosystem am Ende des Tages Liquidität auf der Finanzseite.
00:14:14: Wir fassen nochmal zusammen also wir haben jetzt Börsenplätze unterschiedliche.
00:14:17: Das heißt man muss manchmal so bisschen verstehen wo geh ich eigentlich irgendwie hin?
00:14:20: USA hatten wir Nesteck Nice also New York Steak Exchange schon hatten wir Frankfurt und sicherlich auch London wäre so ein Thema, was man immer nennen sollte.
00:14:27: Da gibt es dann teilweise unterschiedliche Segmente je nachdem wie du irgendwie aufgestellt bist.
00:14:32: So wenn man das jetzt mal so bisschen runter bricht werden wir uns mal an Unternehmer richten die vielleicht auch einen Digital Background haben.
00:14:37: Warum würdest Du den empfehlen sollten die sich eigentlich mit der Börse beschäftigen selbst wenn ihr eigenes Unternehmen noch gar nicht irgendwie ansatzweise in Börsen Dimensionen tauglich wäre?
00:14:45: Ich denke es gibt zwei gute Gründe warum ich mich mit der bürse auseinandersetzen sollte.
00:14:49: einmal sind ja viele Unternehmen die für unser Tech-Ökosystem Tonangebend sind an der Börse notiert.
00:14:58: Also Apple ist an der börsen notiert, Facebook ist an einer Börsel notiert Microsoft Salesforce Snapchat wird es bald sein Twitter ist Börsennotiert und so weiter.
00:15:06: und sofort diese Unternehmen.
00:15:08: wir haben jetzt schon so häufig den Begriff Publizitätspflicht verwendet.
00:15:12: Diese Unternehmen sind aufgrund ihrer Börsennotierung verpflichtet alle großen Ereignisse wertverändernden Ereignisse ad hoc zu publizieren.
00:15:25: Das heißt, wer die Börse verfolgt und wer diese Unternehmen an der Börsel verfolgen?
00:15:28: Es hat sehr nah am News-Geschäden dieser Unternehmen dran.
00:15:32: Und dann beschäftigen sich ja viele mit deiner Zuhörer auch mit dem Thema Unternehmensfinanzierung, Unternehlensbewertung.
00:15:40: Wenn man über den Private Market, also hier über den Startupmarkt in Berlin redet... ist das ja ein Buch mit sieben Siegeln, weil eigentlich steht maximal in der Digitalkompakt zu welchen Bewertungen welches Unternehmen gerade finanziert wurde und wie viel dort eigentlich reingeflossen ist.
00:15:57: An der Börse habe ich täglich die Möglichkeit eigentlich Unternehmensbewertungen und Geschäftszahlen nachzuvollziehen und dementsprechend auch nachzu vollziehen wie sich bestimmte Geschäftsmodelle entwickeln, wie profitabel können zum Beispiel Marktplatzmodelle werden versus Online-Retail-Modelle.
00:16:15: Wie profitabel kann Saas-Modelle werden?
00:16:18: Was ist denn eigentlich eine starke Wachstumsrate für ein Saasunternehmen?
00:16:22: und wenn ich gerade in die USA schaue, dann finde ich vierzig, fünfzig, sechzig große Saas Unternehmen, die Börsen notiert sind... Benchmarken kann und in der ich meine Geschäftsidee ein bisschen Bench marken kann.
00:16:35: Und man kann ja runtergehen auf sehr, sehr interessante Kennzahlen also bis hin zu wieviel Umsatz pro Mitarbeiter macht denn so eine Technologiekonzerne zum Beispiel?
00:16:43: Wie viel gibt es einen Konzern eigentlich für die Verwaltung aus?
00:16:47: Wie viele Prozent geben die für Marketing aus?
00:16:50: Also wie hoch sind die Marketingkosten Quoten von solchen Unternehmen?
00:16:54: Das gibt mir schon interessante Insights für das Geschäft dass sich selber betreiben möchte.
00:16:58: Also man hat so ein bisschen News-Faktoren und irgendwie Benchmarking, also wo steh ich da?
00:17:01: Ich erlebte das auch relativ oft.
00:17:03: Das Unternehmen sagen, sag mal mal du würdest jetzt in Zalando paar Jahre zurückdrehen dann könntest du jetzt irgendwie hingehen und kannst sagen ja guck mal an ASOS irgendwie in London das perfekt sowieso.
00:17:12: wir gehen bei unseren Wachstumskurven wenn man das jetzt mal irgendwie weiter entwickelt darunter von aus.
00:17:16: was sagst denn du deine Erfahrung?
00:17:17: du bist ja selber auch Investor.
00:17:18: ist das bei Investoren beliebt weil es ist natürlich immer so ein bischen nicht alles was hinkt ist einen Vergleich.
00:17:23: sagt man ja so schön Du hast natürlich immer in sich mit Facebook zu vergleichen.
00:17:29: Wir haben noch kein Geschäft zum Modell, wir machen das wie Facebook so.
00:17:32: Wenn wir groß genug sind da wird es sich was finden.
00:17:34: aber erst mal müssen wir sticky sein und blablabla durch viel abgekotzt damals.
00:17:38: also hätte ich zumindest hat das auch ein negativ Effekt wenn du sozusagen da irgendwie bisschen eine Schublade zu hoch greifst.
00:17:44: oder ist das eher nicht so der Fall?
00:17:45: Also ich mag's nicht so gerne wenn jemand jetzt ohne Substanz hin kommt und sich mit facebook vergleicht oder mit Airbnb vergleicht.
00:17:53: Wir wissen alles ist zulässig sein Geschäftsmodell zu beschreiben, als wir wollen gerne das Airbnb für Kategorie Y bauen.
00:18:01: Weil da ist ein guter Elevator Pitch jeder versteht sofort was gemeint ist.
00:18:05: wenn jemand herkommt und sich anhand quantitativer Daten mit börsennotierten Unternehmen vergleicht dann finde ich das sehr gut.
00:18:14: Das erspart mir irgendwie die Arbeit diese ganzen Daten rauszusuchen.
00:18:18: warum finde ich es ganz so gut?
00:18:20: Wenn du gerade sagst zum Beispiel Stickiness Fällt mir im ersten Moment schwer, das in eine Kennzahl zu packen und zu sagen was ist denn eigentlich Stickie?
00:18:29: Also wie viel Daily Active User muss ich haben.
00:18:32: Wie viele Monthly Active User musste ich haben Und solche Kennzahlen lassen sich wiederum oft in den Publikationen von Börsen notierten Unternehmen auch nachschlagen.
00:18:41: Wenn jemand in seinem Investorenpitch die Arbeit macht und das selber schon mal nachgeschaut hat, und seine eigenen Zahlen dagegen setzt dann ja oft hinkt der Vergleich weil wir sprechen natürlich bei Facebook über eine Nutzerbasis, die Facebook wurde im Jahr zwei Tausend vier gegründet also über einer Nutzer Basis die nun dreizehn Jahre lang gewachsen ist und darüber einen Average zu legen ist natürlich was anderes als ein über die Nutzerbasis eines vier Wochen alten Unternehmens zu legen.
00:19:08: Aber das sind ja Gedanken, die ich mir dann selber machen kann und dementsprechend bin ich eigentlich schon ein Fan solcher Vergleiche.
00:19:14: Okay, schön.
00:19:15: Ich meine wenn wir über Kennzahlen reden und Kennzahlen vergleichen lasst uns doch auch mal wie sagen wieso was eigentlich zustande kommt weil da gibt es ja durchaus den einen oder anderen Fallstrick die man so haben kann.
00:19:23: vielleicht tauchen immer ein bisschen das ganze Thema Unternehmensbewertung also in der Börse heißt sowas ja Marktkapitalisierung.
00:19:28: Vielleicht kannst du ja mal so ein bisschen beschreiben wie sowas eigentlich zustandekommt.
00:19:31: Also wie wird sowas eigenlijk errechnet?
00:19:33: Und wie entsteht dass
00:19:34: Korrekt.
00:19:34: Also die Marketkapitalisierung oder Marketcap, wie man dann immer so schön abkürzt, erregt natürlich eigentlich aus zwei Faktoren nämlich der Anzahl der Aktien, die von einem Unternehmen ausgegeben sind Und das Ganze wird multipliziert mit dem Aktienkurs, mit dem aktuellen.
00:19:49: Vielleicht haken wir da ganz kurz ein eine Sache eigentlich wenn ein Unternehmen an der Börse ist auch mal fürs Verständnis weil die zuhören sind dann automatisch alle Anteile des Unternehmens an der bürse oder nicht?
00:19:56: Weil es gibt ja auch Anteilsklassen und Votingrechte und solche Geschichten.
00:19:59: Da sollten vielleicht auch immer sogar einen Haken schlagen, oder?
00:20:01: Ja, da müsste man jetzt schon wieder differenzieren zwischen den beiden Fragen.
00:20:05: also die eine Frage sind alle Aktien.
00:20:08: Es gibt einen Begriff, Freefloat heißt der auf dem englischen Streubesitz im deutschen.
00:20:13: Darunter fasst man all die Aktien zusammen.
00:20:18: Wie würde man das jetzt eigentlich formulieren?
00:20:22: Im Deutschen werden bei der Streubesitzberechnung alle Anteile ausgenommen, die nicht von einem Anteilseigner mehr als fünf Prozent kontrolliert zusammengefasst.
00:20:32: Warum ist das interessant?
00:20:33: Weil man so ein bisschen davon ausgeht, jemand, der fünf Prozent hält hat dann schon fast ein strategisches Interesse... an dem Unternehmen und dessen Aktien kommen nicht so einfach irgendwie auf den Markt, versus die wenigen Bruchteile einer Promille, die wir an einem Unternehmen halten würden.
00:20:51: Die kommen natürlich relativ häufig irgendwie auf dem Markt und bilden dann eigentlich Teil der wirklich handelbaren Masse.
00:20:57: Und dieser Free Float wird zum Beispiel von der deutschen Börse auch bei der Indexbesetzung stark beachtet, das heißt es wird nicht die reine Markkapitalisierung genommen sondern es wird die Free Fload-Marktkapitalierung genommen.
00:21:09: Das heißt wenn die Familie Samwa an Zalando jetzt zehn Prozent halten würde, dann wären diese zehn Prozent der Markkapitualisierung von Zalandow Zehn Prozent die Deutsche Börse nicht berücksichtigen wird, wenn sie die Zalando-Marktkapitalisierung für die Indexbesetzung nachrechnet.
00:21:27: Heißt es dann in der Konsequenz, dass ein Unternehmen eigentlich noch wertvoller ist?
00:21:29: Weil manche Sachen nicht beeinberechnen werden?
00:21:31: Ne, das heißt es nicht!
00:21:32: Also will die Unternehmensbewertung würden wir eindeutig über die klassische Markkapitalisierung also nicht die Free Float gewichtete Markkapitalierung... beurteilen.
00:21:41: Und dann gibt es eigentlich noch einen zweiten Wertbegriff, den man daneben stellen sollte und der eigentlich noch ein Tick intelligenter ist als die Markkapitalisierung das der Enterprise Value.
00:21:50: Der Enterprise Value berücksichtigt eben auch noch die Schuldenlast
00:21:55: bzw.,
00:21:57: die Netcash Position eines Unternehmens.
00:22:00: Der Gedankengang dahinter ist wenn es mich fünf Milliarden kostet alle Aktien eines Unternehmen zusammen zu kaufen also die Market Cap fünf Milliarden und das Unternehmen aber auch nochmal zwei Milliarden Schulden trägt, dann kostet mich sozusagen die Gesamtkontrolle über das Unternehmen eigentlich sieben Milliarden.
00:22:18: Und damit ist der Enterprise-Value mit sieben Mrd.
00:22:21: anzusetzen.
00:22:22: Wenn ein Unternehmen das fünf Millionen Market Cap hat, aber eine Milliarde Cash auf dem Konto hat – also eine NetCash Position hält, Zalando ist ein solches Unternehmen meiner Meinung nach, dass eine Netcash Position zum Beispiel hält, Kann ich eigentlich das Guthaben, dass auf dem Bankkonto ist, der Marktkapitalisierung gegenüber wieder einen Abzug bringen?
00:22:41: Weil mit der Kontrolle über das Unternehmen übernehme ich auch die Kontrolle.
00:22:44: Über die eine Milliarde, die ihr auf dem bankkonto liegt.
00:22:46: Magst du noch einsatz sagen was wir gerade angerissen hatten zu Stimmrechten weil es ist ja glaube ich auch mal so ein Faktor bei Facebook.
00:22:51: viel mir das mal auf.
00:22:51: Ich glaub Kollege Zuckerberg hat nicht ansatzweise ne Mehrheit aber sozusagen die Mehrheit der Stimmrecht.
00:22:56: Das war immer mal so'n Thema.
00:22:57: Das ist ja relativ wenig Anteil.
00:22:58: Ich glaube zehn, zwanzig Prozent oder so.
00:23:00: Korrekt!
00:23:00: Ist etwas... Wir aus dem Deutschen ja auch ein Stück weit kennen.
00:23:03: In Deutschland haben wir die Stamm- und Vorzugsaktien, die Stammeraktien sind eigentlich die, die eben Stimmrechte tragen.
00:23:09: Die Vorzuchsaktien... ...sind die, der eigentlich stimmenlos ist.
00:23:14: Und in den USA gibt es einige Technologieunternehmen.
00:23:17: Auch andere also das Unternehmen Hintermiddles & Square Garden würde ich zum Beispiel dazu zählen,... ...die mehrere Categories von shares ausgeben Und dann gibt es dort category A, B und C. Wie du schon sagst, manche tragen Stimmrechte oder zehnfache Stimmrecht oder was auch immer und andere eben ein reduziertes Stimm Recht oder gar kein Stimm recht.
00:23:38: Facebook und Google gehören zu den Unternehmen die diese Kategorisierung von shares eingeführt haben um den Gründern mehr Kontrolle über das Unternehmen ... einzuräumen.
00:23:49: Nimm
00:23:49: mal zurück zur Marktkapitalisierung, was ich glaube... ...was ja auch mal irgendwie recht spannend ist,... ...was man nochmal ein bisschen betrachten sollte ist,... ....diese ganzen Kennzahlen die du so im Börsenbereich hast,... ...also für, ich sag mal jemand der jetzt einen Start-up hat,... ...ist ja sowas wie EBIT, EBIT DA,... ...das ist ja noch relativ fern oder das ist zumindest ein bisschen abstrakter,... ...da gehst du eher in Richtung Umsatz und redest über Margen und solche Sachen,... ...aber da können ja teilweise wirklich kleine Geschichten... ...in großen Impact haben.
00:24:11: Also worauf ich so ein bisschen hinaus will,... ...dass du diese ganzen Principles, die du eigentlich im Accounting hast!
00:24:15: Lass uns dazu doch mal ein paar Sätze sagen, also über Kennzarren im Prinzip.
00:24:19: Genau und wir kennen ja jetzt glaube ich schon Aldi die länger hier in Berlin unterwegs sind und sich mit Start-ups beschäftigen können, dass der Begriff Profitable offensichtlich sehr denbar ist.
00:24:29: was ist denn eigentlich ein profitables Startup?
00:24:31: Und obwohl die Börse sehr reglementiert ist selbst dort der Begriff Profitable etwas denbar insbesondere in den USA.
00:24:39: alle großen Unternehmen, die im Börse notiert sind müssen nach GAP also nach GAAP General Accepted Accounting Policies Reporten.
00:24:49: Das ist vergleichbar mit dem HGB oder dem IFRS Standard den wir hier in Deutschland beziehungsweise Europa bemühen.
00:24:56: Die Headline Figures die viele dieser Unternehmen aber eigentlich raushauen sind non-Gap das heißt eigentlich obliegen die im gewissen Rahmen der eigene Definition des Unternehmens.
00:25:08: Und populär ist auf jeden Fall erst mal, die Kosten der Mitarbeiter-Beteiligungsprogramme rauszuhauen und wir wissen dass die erheblich ausfallen.
00:25:16: so erhebig das Twitter eine Non-Gap Profiter, also nach eigenen Zahlen sich als profitables Unternehmen positioniert und wenn man die Mitarbeiterbeteiligungen aber reinzählt eben ein Unternehmen ist das nicht profitabel ist.
00:25:29: Es geht aber oftmals weiter.
00:25:30: also es wird wenn gerne auch bestimmte Research Kosten rausgenommen, bestimmte Kosten von Post-Merger Integration Programmen, Restrukturierung
00:25:40: etc.,
00:25:42: d.h.
00:25:42: man muss wirklich aufpassen wenn man über Earnings von Unternehmen spricht erstmal sicherstellen über welche Währung sprechen man denn hier eigentlich Gap oder Non-Gap?
00:25:51: Und im Zweifelsfall sollte man eigentlich immer mit Gap arbeiten, weil das eben die Standardisierte ist und die andere eher die Fantasiegröße.
00:25:58: Ja, ich meine Profitabilität ist ja in dem ganzen Börsenumfeld irgendwie gefühlt hyper wichtig.
00:26:02: Also ich weiß bei Rocket war das langen Thema dass man immer gesagt hat nicht profitabel, nicht profitabel.
00:26:07: was schreiben die immer schwarze Zahlen?
00:26:09: Bei Zalando ja auch da hat man es ja schon gemacht bevor sie an der Börse sogar waren dass die mal gesagt haben oh hohere Tourenquote weil immer so das Presse-Ding fünfzig Prozent der Pakete gehen zurück hula hula Die waren ja relativ sharp zum Börsengang profitabel Ich bin richtig jetzt in den Zalandos.
00:26:21: also man merkt schon ein bisschen Das ist für Anleger schon zentrales Thema und dann hast du ja auch irgendwie genauso diesen umgekehrten Case, dass manche genau dagegen werden.
00:26:30: Also deswegen, ich hätte einmal gerne noch mit dir mal über das ganze Thema Short gehen also Lehrverkäufe geredet weil es ist vielleicht auch was relativ Interessantes wenn man das nicht so kennt darüber mal gesprochen zu haben.
00:26:40: Vielleicht können wir gerade, weil ich das noch ganz interessant finde, dass du das Thema Profitabilität so stark ansprichst warum Investoren so gerne den Maßstab verwenden.
00:26:50: dazu würde ich vielleicht gerne noch ein Wort sagen.
00:26:52: Das liegt daran, dass Profitabilität letztendlich der Grund ist warum wir Unternehmen bauen.
00:26:57: Also zum Schluss möchte ja der Betriebswirt das Unternehmen einen Überschuss erwirtschaftet und dieser Überschluss ausgekehrt werden kann klassischerweise in der ganz klassischen Denke irgendwann mal als Dividende.
00:27:08: Und das führt dazu, dass man halt Unternehmensbewertungen am verlässlichsten auf Basis von Profitablitätskanzahlen bilden kann.
00:27:16: so eine Faustregel ist dann immer so, in Deutschland heißt das KGV.
00:27:20: Das Kursgewinnverhältnis in Amerikanisiertes ist das Price-Earnings-Multiple.
00:27:26: Das führt eigentlich dazu dass man irgendwie so Unternehmen die jetzt kein riesiges Wachstum erwirtschaften aber ein solides Geschäftsmodell haben irgendwie gerne so einen KGF von um die fünfzehn, sechzehn manchmal auch zwanzig zubildigt.
00:27:41: und wo kommt es eigentlich her wenn man den Umkehrwert daraus bildet?
00:27:45: aus diesen Nehmen wir mal die zwanzig.
00:27:47: Wenn ich den Umkehrwert daraus bilde, dann bedeutet das eigentlich dass das Unternehmen eine Verzinsung von fünf Prozent auf den Aktienkurs erwirtschaftet.
00:27:57: Und das ist dann eben so eine Maßgröße, die ich gerne erwirtschaften würde und dass es da eine Maß Größe zu der auch vielen Bezug bilden können.
00:28:04: So Zins haben wir alle irgendwie einen stärkeren Bezug oftmals weil er uns belastet wird auf dem Dispo.
00:28:11: aber in Zeiten in denen's uns gut geht interessiert uns ja immer wie viel bekomme ich von der Bank?
00:28:15: und wir wissen alle gerade sehr wenig weshalb Auch die Zinserwartung eines Equity-Anlegers niedriger ist.
00:28:23: Wenn ich auf dem Bankkonto gar nichts bekomme, bin ich an der Börse vielleicht auch irgendwie mit vier bis fünf Prozent irgendwie happy.
00:28:29: und daraus ergibt sich dann das so absolut wetterfeste Unternehmen wie Nestle oder diese als Wittwinnen und Weisenpapiere bezeichneten Aktien sich dann eben bei diesen vier bis fünfe Prozent Renditen also zwanzig bis fünfundzwanzig KGV etwa einordnen.
00:28:47: Die andere Frage, die du gestellt hattest war Long Short.
00:28:50: Die klassische Art und Weise wie wir Privatanleger an der Börse partizipieren ist, indem wir Aktien kaufen und sie irgendwann verkaufen.
00:28:57: Das bedeutet ich nehme eigentlich eine Long Position ein.
00:29:01: Und wenn ich eine Aktie erst verkaufe ohne sie eben zu haben das Lehrverkaufen und sie später wieder einkaufe dass es bezeichnet man als short gehen das heißt ich wette eigentlich gegen eine Aktie.
00:29:14: Ich wette darauf, dass die Aktie verlieren wird?
00:29:16: Es ist allerdings eigentlich etwas was nur in sehr professionellen Anlage-Setups überhaupt möglich ist.
00:29:23: Also wer jetzt zur Sparkasse geht und sagt, ich möchte gerne ... Oh Vogue!
00:29:27: Ist gerade die Deutsche Bank zu schorten.
00:29:29: Ich möchte jetzt gerne die Deutsche Banks schornten.
00:29:31: Der wird damit nicht weit kommen.
00:29:33: Wer als sehr professioneller Anleger eingestuft wird hat die Möglichkeit das zu machen.
00:29:38: Wie kann der Privatanleger sowas ähnliches wie einen Short darstellen?
00:29:42: oftmals lässt sich das über Put-Option-Scheine darstellen.
00:29:47: Dafür brauche ich aber eine Termingeschäftsfähigkeit, muss man auch ein paar Formulare ausfüllen und eigentlich in diesen Formularen zumindest angeben nicht nachweisen oder schon Erfahrungen mit Terminggeschäften zu haben.
00:29:59: Sag mal zwei Sitze dazu nochmal, dieser Puttgeschichte und den Termingeschäften.
00:30:03: Damit das jeder versteht, der noch ein bisschen fern ist?
00:30:05: Genau also ein Termingescheft wäre... Ich glaube wir haben die Deutsche Bank hatten wir ja gerade angesprochen.
00:30:09: ich glaub wir haben da wahrscheinlich so einen Kurs von dreizehn Euro fünfzig Tages aktuell.
00:30:14: großer Termin auf dem immer gehandelt wird ist der dritte Freitag im Dezember Und ich kann mit einem Putteoptionsschein das Recht einkaufen dritten Freitag im Dezember die Deutsche Bank Aktie zu einem Kurs von fünfzehn Euro verkaufen zu dürfen.
00:30:33: So, dann sehen wir das also da eine Differenz von ein Euro Fünfzig zum aktuellen Kurs ist.
00:30:39: Das heißt so einen Portoptionsschein wird mir wahrscheinlich irgendwie für zwei Euro, zwei Euro Fünftig in die Hand gegeben werden und wertlos wird dieser Portoption Schein.
00:30:49: wenn die Aktie über fünfzehnt Euro an diesem dritten freitag Im december gehandelt wird dann macht das ja überhaupt keinen Spaß mehr, die Aktie zu den fünfzehn Euro zu verkaufen.
00:30:59: Sollte allerdings die Deutsche Bank von den dreizehn Euro Fünfzig weiterfallen könnte es ein interessantes Geschäft sein.
00:31:06: wenn wir jetzt sagen und die Portoption hat zwei Euro gekostet dann sollte sie mindestens auf dreizehn EUR fallen dann hole ich die zwei Euro als Differenz zwischen dreizehne und fünfzehnt Euro rein Kursen von zwölf Euro neunzig eigentlich im grünen Bereich.
00:31:21: Und was wir gerade schon so ein bisschen ausgeführt haben, davor wird der Anlage Berater warnen bei Optionen ist der Totalverlust sehr schnell möglich wie eben skizziert.
00:31:31: wenn die Deutsche Bank fünfzehn Euro zehn am dritten Freitag in Dezember handelt dann ist das von uns gekaufte Wertpapier wirklich komplett weg.
00:31:39: Ja, hat so ein bisschen was von Spielercharakter.
00:31:41: Man sieht auch immer die ganzen Amis-Serien und Filme wieder alle leer kaufen.
00:31:44: wie bekloppt aber ist ja gar nicht so unrelevant als Thema für Unternehmen.
00:31:48: auch also bei Rocket war das ja auch lange ein Thema dass sie viele Shortzeller drin hatten, die den eigentlich den Kurs kaputt gemacht haben, damit ich mich nicht getäuscht habe.
00:31:54: Bei den institutionellen Investoren gehört das dazu, dass man sowohl Long als auch Shortpositionen einnimmt.
00:31:59: Das ist das was Hedgefans insbesondere ausmacht, dass Sie eben auch Short Positionen eingehen können.
00:32:06: Und der Finanzwissenschaftler würde verargumentieren, dass ein Fonds, der sowohl Long als auch Short Positionen einnimmt eine gute Chance hat sich vom allgemeinen Marktgeschehen weg zu diversifizieren.
00:32:19: Wenn er Markt nach oben läuft die Flut hebt alle Boote dann laufen alle Aktien gegen Norden.
00:32:24: wenn der Markt abstürzt Dann laufen alle Akzien gegen Süden.
00:32:27: und wenn ich eben eine Mischung aus Long und Short Position in meinem Depot habe dann hänge ich nämlich nicht mehr komplett an diesem Markt geschehen sondern Minimiere im Idealfall, so hofft der Finanzwissenschaftler dann eben das Risiko des Anlegers.
00:32:41: Hervorragend!
00:32:42: Ich danke dir ganz herzlich, dass du dir so viel Zeit genommen hast und ich glaube man merkt den Buffettanteil deines Gehirns also du kennst ja sogar tagesaktuelle Chose sehr sehr schön.
00:32:50: Vielen Dank Joel.
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