Tim Raue und Olaf Koch über Gastronomie in der Corona-Krise | #GastroTech 👨🍳
Shownotes
EXPERTENGESPRÄCH | Wir haben spannende Gaste im Gespräch, um über die Lage der Gastronomie in der Corona-Krise zu diskutieren: der Sternekoch Tim Raue und Metro-CEO Olaf Koch nehmen uns mit hinter die Kulissen der Gastro-Branche und zeigen auf, wie Gastronomen und Zulieferer mit der Krise umgehen und was für Auswirkungen die Pandemie auf die Gastronomiebranche hat. Wir lernen von einem der bekanntesten Köche des Landes und Deutschlands Top-Manager in Sachen Großhandel und Gastronomie. Du erfährst... ...welchen Herausforderungen die Gastronomiebranche hat ...was für Chancen sich aus der Krise ergeben ...wie Gastronomen und Zulieferer innovative Lösungen entwickeln ...was der Faktor Standort auch derzeit ausmacht ...welche Rolle Lieferplattformen spielen ...wie die neue Normalität sich im Gastronomiebereich gestalten kann ...warum Social Media und die Digitalisierung der Branche jetzt besonders wichtig sind ...welches in der Gastronomie die Gewinner der Krise sind ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um GastroTech: Gemeinsam mit verschiedenen Expert:innen der METRO-Tochter Hospitality Digital spricht Joel regelmäßig über innovative Entwicklungen und Unternehmen in der Gastrobranche. Den Wissenshunger stillen dabei für gewöhnlich auch verschiedene Größen und Macher:innen aus erfolgreichen Gastronomiebetrieben. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Olaf Koch, 👤 Tim Raue, __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Einleitung und Vorstellung der Gäste (00:07:41) Stimmungsbild: Wo steht die Gastronomiebranche in der Krise? (00:14:05) Was für innovative Entwicklungen gibt es derzeit? (00:19:09) Welche Rolle nimmt die Gastronomie in der Gesellschaft ein? (00:23:58) Gibt es unterschiedliche Herausforderungen in der Branche? (00:28:05) Was wird konkret gebraucht, um die Gastronomie zu unterstützen? (00:31:24) Warum können und müssen Prozesse jetzt digitalisiert werden? (00:44:08) Was für Chancen ergeben sich für die Gastronomie? (00:50:41) Welche Maßnahmen ergreift die Metro, um Gastronomen zu unterstützen? (00:52:20) Ausblick: Was erwartet uns in der neuen Normalität? __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns 👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu unserem Deep Dive Gastro Podcast bei Digitarkompakt.
00:00:12: Mein Name ist Gerhard Schmarek, wir werden ab sofort immer fleißig in die Tiefen der Gastronomiebranche und natürlich auch der Foodindustrie abtauchen.
00:00:19: Und für den Anfang haben wir uns ein super spannendes weil auch brisantes Thema gesucht nämlich das Thema Gastro vor dem Hintergrund von Covid-IX bzw.
00:00:26: der Corona Krise.
00:00:27: Und da habe ich heute einmal einen Koch dar und einmal den Koch.
00:00:30: Ich fange mal mit einem Koch an, das ist der liebe Tim Rauhe.
00:00:32: Den kennen bestimmt ganz viele von euch, liebe Hörer zu ihm gleich mehr!
00:00:35: Wenn ich sage DER Koch dann ist das Olaf-Koch nämlich der CEO der Metro AG.
00:00:39: Ich glaube super spannende Konstellation einerseits mal vom Sternekoch der die Gastrobranche in und auswendig kennt quasi Fronterfahrung mitzunehmen und andererseits von jemandem der im Großhandel aktiv ist, der in der Foodbranche aktiv ist im Technologiebereich und auch ganz viel mit Gastros zu tun hat quasi so die wirtschaftliche Metaperspektive zu kriegen.
00:00:56: Wir werden heute darüber reden, dass wir einerseits natürlich den Herausforderungen der Gastroöffnung in Covid-Zeiten mal etwas Aufmerksamkeit zu widmen.
00:01:02: Dann aber natürlich auch was eigentlich so Chancen sind und was ist das New Normal in der Krise?
00:01:06: Und natürlich auch wie gehen unsere beiden Protagonisten denn damit konkret um?
00:01:09: So viel Mal als kleine Vorrede!
00:01:11: Ich habe ja gelernt man muss immer am Anfang hier den Hörer heiß machen.
00:01:13: Aber fangen wir doch mal an mit euch beiden.
00:01:14: stellt euch mal ganz kurz vor lieber Tim wir beginnen mit dir.
00:01:16: Wie wird man eigentlich zwei Sterne kochen und wie sieht dein Leben so aus?
00:01:19: erzähl mal Naja, das ist relativ weit gefasst.
00:01:22: Ich muss dazu sagen ich habe mit meiner Geschäftspartnerin Marie Rauhe das Restaurant Tim Rauer.
00:01:27: Das hat zwei Sterne gehört zu den Fünfzig Besten der Welt.
00:01:29: Ich hab aber auch noch neun andere Restaurants unter anderem auf vier Kreuzfahrtschiffen.
00:01:34: Ich habe drei Brasserien.
00:01:35: Ich kümmere mich um drei Seniorenresidenzen.
00:01:38: Ich hatte ein Restaurant in der Schweiz und die Villa Kellermann wo wir die Gerichte meiner Großmutter kochen im Potsdam.
00:01:43: Und deswegen spreche ich nicht nur für die Spitzengastronomie sondern ich weiß auch durchaus für fünfhundert oder fünftausend zu kochen und das hat eine Relevanz, weil es natürlich in der Gastronomie eine Branche ist die eine unglaubliche Spannbreite hat.
00:01:57: Und es sind alle Teile davon betroffen wie Kreuzfahrtschiffe umso mehr als jetzt zum Beispiel das zwei Sterneristoron.
00:02:03: Und grundsätzlich geht's mir immer gut.
00:02:05: Ich bin jemand, der sehr positiv durch das Leben geht und der das große Glück hat in Situationen wo die Wellen besonders hochschlagen oder der Wind besonders miserabel ist dann sich wirklich gerade zu machen Haltung zu zeigen und vorwärtszugehen.
00:02:17: Genauso bin ich auch durch diese Krise bis jetzt gegangen.
00:02:20: Wie hast du eigentlich noch Zeit wenn du so viele Restaurants managest?
00:02:23: Also da wüsste dich ja gar nicht was du zuerst machen sollte.
00:02:25: Ja vor allem Kreuzfahrtschiffe Da musst ihr wahrscheinlich sogar noch auf Zeitzonen achten und so.
00:02:28: also es klingt gar nicht so trivial was du tust Ich mach nichts anderes.
00:02:31: also ehrlicherweise ist kochen.
00:02:33: Ich komme aus relativ einfachen Verhältnissen und definiere mich.
00:02:36: Und habe mich immer durch meine Arbeit definiert, dass ich da mit der Zeit als Mensch gewachsen bin.
00:02:40: Das hat sich glücklicherweise auch noch ergeben.
00:02:42: aber es ist halt schon so das mein Tagespensum nicht mit acht zehn oder zwölf Stunden abgedecktes Aber ich hab unglaublich viel Spaß daran.
00:02:48: mir macht das Freude mit Menschen zu arbeiten und für andere Menschen zu kochen Denn das ist das was Gastronomie ist.
00:02:55: Es ist etwas sehr Soziales.
00:02:56: du schaffst einen Raum wo Menschen zueinander finden interagieren können.
00:03:02: was wir jetzt in der Krise gemerkt haben, das kann hauptsächlich natürlich nur von Berlin sprechen aber dass nach zwanzig Uhr die Stadt nicht mehr existent war.
00:03:09: Dass das Leben tatsächlich in Quarantäne war, in die häusliche Quarantine verbannt war und wir jetzt wieder merken wie die Stadt aufatmet, die Lichter der Stadt, die Atmosphäre, den Geruch des Miteinander all das ist vor allen Dingen Gastronomie.
00:03:22: Gut, jetzt habe ich noch eine letzte Frage bevor wir auch mal Olaf tiefer vorstellen.
00:03:25: Also reine Neugierde mal befriedigen?
00:03:27: Wie muss ich mir das mit diesen Michelin-Stern vorstellen?
00:03:29: ist es so wie man es in den Filmen kennt dass da so ein Restaurantkritiker kommt der irgendwie anonym da ist?
00:03:34: und dann musst du da wirklich immer auf spitzen Niveau sein.
00:03:36: also Befriedige unsere Neugiere!
00:03:37: Also tatsächlich Der Michelin ist ein Restaurantführer der ursprünglich aus Frankreich stammt Und die haben damit angefangen dass sie Reifen vertickert haben um ihren Kunden die mit den Autos durch die Gegend gefahren sind Plätze zu zeigen wo sie tanken können Reifen wechseln können, dann aber auch natürlich.
00:03:54: früher hat ja eine Autofahrt ein bisschen länger gedauert.
00:03:56: Auch rasten können also sprich Essen übernachten.
00:03:59: dafür haben sie dann Auszeichnung vergeben.
00:04:01: für die Hotels das gibt es bis heute und für die Restaurants und Restaurant mit einem Stern sagen Sie dass ist ein sehr sehr gutes Restaurant.
00:04:08: da sollte man wenn man vor Ort des Essen gehen.
00:04:10: bei zwei Sternen empfehlen sie einen Umweg.
00:04:13: also das heißt du kannst dann von deiner Reise schon mal abbiegen und drei Sterne sind alleine eine Reise wert und diese Sperne definieren einfach im Endeffekt nichts anderes als eine Kanalisierung der Gäste.
00:04:23: Das bedeutet, wenn du ein zwei oder drei Sterne hast kommen die Gästen aus aller Welt im Endeffekt zu dir um bei dir zu essen und das hat bis dato vor Corona dafür gesorgt, dass wir jahrelang keinen freien Platz in unserem zwei Sterne-Restaurant hatten.
00:04:36: Im Moment ist es halt so, dass jetzt tatsächlich eher das lokale Umfeld bespielen dürfen.
00:04:41: Spannend!
00:04:41: Gut aber wir müssen noch ein bisschen mal Business reden.
00:04:43: Lieber Olaf, ihr könnt uns ja auch schon eine Weile... Ich hatte das Vergnügen im Accelerator der Metro auch mal reinzuschnuppern.
00:04:48: daher weiß ich, dass ihr euch sehr viele Gedanken macht über das Thema Technologie und der Gastronomiebranche Aber auch irgendwie Abläufe, Prozesse.
00:04:54: Ihr taucht sehr viel ein Fast ein bisschen design thinkingmäßig.
00:04:56: Erzähl doch mal was zu dir eins, zwei Sätze Und wo ihr sozusagen steht in dem Ganzen Gastro-Technologisierungsspiel.
00:05:02: Ja, ich bin jetzt dann elf Jahre bei der Metro.
00:05:05: Mein Background ist eigentlich auch Technologie.
00:05:07: Ich habe Betriebswirtschaft mit Wirtschaftsinformatik mal studiert und hab dann eine relativ ungewöhnliche Karriere vollzogen und bin dann zwei Tausen Neuen bei der metro gelandet.
00:05:15: damals war das Unternehmen noch ein großer Andelskonzern sehr diversifiziert mit Warenhäusern Unterhaltungs-Elektronik.
00:05:22: Un enorm vielen Schulden auf der Bilanz und wir haben relativ klar vollzogen Wir müssen uns konzentrieren und wir müssen zurück zu.
00:05:28: den Wurzeln sind der Großhandel.
00:05:32: Das haben wir aber nicht so einfach gemacht, dass wir gesagt haben lasst uns einfach nur auf das eine Geschäft konzentrieren sondern lass es uns neu erfinden.
00:05:37: und unsere Version von Großhandeln ist der Partner der Wahl sein zu wollen für Unternehmer wie Tim und das ist eine unglaubliche Bereicherung für unsere Leute mit Unternehmern wie Tim zu arbeiten.
00:05:48: und wir sind glücklich dass wir sechzehn Millionen unabhängigen Unternehmer weltweit unterstützen dürfen.
00:05:52: und das wollen wir natürlich mit exzellenter Ware mit Top-Läden mit einer exzellen Belieferung Aber eben auch, wie du schon gerade richtig gesagt hast mit Technologie.
00:06:00: Wir haben uns vollkommen klar, dass das tagtägliche Wirtschaften in der heutigen Zeit und jetzt Corona sogar noch viel mehr immer herausforderungsvoller ist und immer schwieriger.
00:06:10: Du brauchst einfach die Modernisierung um noch da durchzukommen und dann auch erfolgreich Geld zu verdienen und auch eine Lebensqualität zu haben, die angemessen ist.
00:06:17: Und kannst du uns mal so ein kleines Stimmungsbild geben, also wo steht ihr gerade?
00:06:20: Weil was man gelesen hat von euch war ja irgendwie wenn ich mich richtig in Sinne fünfhundert Millionen Euro Umsatz glaube ich pro Monat kostet euch Corona.
00:06:27: oder war es damals beim Lockdown.
00:06:28: Wo seid ihr momentan?
00:06:29: Also was tut sich bei euch?
00:06:30: wie habt ihr darauf reagiert?
00:06:31: Wie habt ihr euch angepasst?
00:06:32: Ja vorne weg vielleicht mal die Tatsache dass wir das Unternehmen um sechseinhalb Milliarden entschuldet haben und hat uns dazu gebracht dass wir durch die Krise jetzt mit ruhiger Hand gehen konnten.
00:06:41: und ähnlich wie Tim das gesagt hat Ich glaube, auch bei uns ist die Körperspannung gestiegen und da war das Zusammenwachsen der Organisation hervorragend.
00:06:48: Wir hatten kein Moment in dieser Krise wo ihr Hektik oder Panik ausgebrochen ist eben weil wir die notwendige auch wirtschaftliche Kraft haben.
00:06:56: Auf der anderen Seite haben wir natürlich gemerkt in dem Maß wie in Italien Spanien Frankreich dann auch in Deutschland die Lockdowns vollzogen wurden sind die Gastronomieumsetze um Und die Gastronomie ist für uns die größte Zielgruppe.
00:07:09: Wir konnten das aber abfedern, indem wir tatsächlich auch ganz viele neue Kunden gewinnen konnten oder andere Gewerbe treiben.
00:07:14: Die gerne zu Metro gekommen sind oder wiedergekommen sind wegen der exzellenten Ware und dem sicheren Einkaufen.
00:07:20: Deswegen haben wir aufs Jahr gesehen eben diese zwei Prozent Umsatz verloren in einem Monat.
00:07:26: In dem Maße wie jetzt der Lockdown praktisch sich wieder entspannt sehen wir aber auch schon wie die Trendwende einsetzt.
00:07:34: eben auch unserem Anspruch gerecht werden, wenn wir sagen your success is our business.
00:07:38: Dein Erfolg das ist unser Geschäft.
00:07:40: da müssen wir es genau in der Krise beweisen denn da gilt es den Leuten dann auch unter die Arme zu greifen und zu unterstützen.
00:07:46: Und das ist unsere tägliches Motto hier.
00:07:47: Gut tauchen wir mal mitten rein.
00:07:48: also ich habe ja schon gesagt erster großer Themenblock so Herausforderung was Gastro in Covid Zeiten angeht.
00:07:53: Tim nimm uns mal mit rein!
00:07:55: Also... Grundproblem ist glaube ich klar, wenn ich entweder geschlossen bin oder stark Publikums reduziert dann habe ich ein wirtschaftliches Problem.
00:08:01: Also ich glaub das Takeaway-Click & Collect oder das Liefern was gerade passiert wird ja niemals abfangen was da bisher passierte.
00:08:07: aber ich könnte mir vorstellen dass diese Probleme noch viel größer sind.
00:08:09: vielleicht kannst du immer so aus deiner Warte schildern wie fühlt sich Corona als Gastronom an?
00:08:13: Das ist, wie gesagt ein relativ beides Bild an Emotionen was ich da zeigen kann.
00:08:17: Zum einen ist es halt bei uns so gewesen dass wir uns sehr schnell für das zwei Sternerestaurant Gedanken gemacht haben wie wir das tatsächlich umsetzen wollen.
00:08:25: Wir haben in den drei Raserien die in diesen drei Seniorenresidenz liegen sehr schnell gewusst dass wir die nicht nur schließen werden sondern auch relativ lange geschlossen halten werden weil wir in einer Küche im Endeffekt für beide Bereiche kochen und gerade ja die alten Menschen die absolute Risikgruppe sind und da das Gesundheitsamt tatsächlich dann einfach bei der Begehung ein Einspruch herum hat, der völlig relevant war und deswegen ist das Thema raus.
00:08:47: Aber natürlich ist es immer auch so dass Krisen zeigen wie flexibel du bist als allererstes im Kopf um zu versuchen dann Möglichkeiten zu finden aber auch und das finde ich ganz wichtig halt keine Schnellschüsse hinzu wichsen sondern wirklich nachzudenken.
00:09:01: was passt denn jetzt wirklich zu dir?
00:09:03: Wen nimmst Du mit?
00:09:04: Wen kannst Du auch als Gast erreichen?
00:09:06: Und ich habe dann doch schon gemerkt Ich hab vorher Instagram so zum Spaß gemacht und Facebook nicht mehr richtig ernst genommen weil unsere Kanäle, durch die wir unsere Gäste generiert haben tatsächlich Restaurantführer waren.
00:09:17: Wir hatten ganz bestimmt zu Hochzeiten achtzig-fünfundachtzig Prozent internationale Gästchen, die kamen.
00:09:22: und jetzt mussten wir uns mit dem rein lokalen Markt auseinandersetzen und haben dann tatsächlich die letzte Woche also wo es diesen anfänglichen Lockdown gab und man nur mittags aufmachen durfte, mussten ja unseren Gast informieren, unseren lokalem Gast.
00:09:35: Wir haben jetzt noch Mittags auf und haben das über Instagram gemacht Eine Woche, wo wir eine neunundneinzigprozentige Stornierungsrate von Gästen hatten.
00:09:43: Binnen eines Tages wieder gefüllt mit nur lokalen Gästens und da ist mir klar geworden dass das tatsächlich auch nicht nur ein Spaß-Tool ist sondern dass das Sinn machen kann.
00:09:52: Und wir haben dann eine ordentliche Website gebaut in einer Woche um darum unsere Lieferplattform zu bebasteln weil wir halt schnell gemerkt haben Das ist etwas was mich wirklich auch echt ankotzt Dass wenn du dir die großen Lieferplatformen anguckst Die viele von uns also ich auch inkludiert immer wieder dass die im Endeffekt eine Form von Monopol definieren, das unseriös ist.
00:10:12: Wenn dir jemand dreißig Prozent deines Umsatzes abknöpft, isst es mindestens Wucher?
00:10:17: Mindestens!
00:10:18: Und da haben wir sofort für uns entschieden, das werden wir nicht mitmachen, das Spiel.
00:10:22: Haben dann das Glück gehabt, dass wir ein Autohaus gefunden haben hier in Berlin was uns unterstützt hat.
00:10:26: unsere Kellner sind ausgefahren und wir haben gekocht aber wir haben auch nicht auf zwei Sterne Niveau gekoct weil uns klar war ich kann ja den Gastern nicht verarschen und sagen na klar kein Thema was wir mit vierzehn Leuten in der Küche ansonsten jeden Tag realisieren.
00:10:38: Das schaffen wir auch.
00:10:38: Da schicken wir euch nach Hause und dann könnt ihr selber
00:10:40: machen.".
00:10:40: Das hat mir nicht gepasst, deswegen haben wir gesagt Wir brechen das runter!
00:10:44: Wir haben noch fünf andere Food-Konzepte.
00:10:46: Die werfen wir alle im Endeffekt in ein großes Konzept.
00:10:49: Wir haben das so'n bisschen Faballhorn weil wir auch immer viel Humor haben Und haben das Fucking Great genannt und aber ins asiatische Fukin Grade definiert Weil wir halt uns selber so'nn bisschen auf die Schippe nehmen wollten damit der Gast nicht in der Seriosität bestellt.
00:11:02: Oh ich kriege jetzt was im zwei Sterne Restaurant, hohoho.
00:11:05: Sondern es gibt was von... Tim Rauer und zwar die Bestseller aus allen Buden, die war Sabi Garnela aus dem Hanami.
00:11:11: Den Tomatensalat aus der Brasserie und das hat dann halt funktioniert.
00:11:14: wir haben aber auch muss man ganz klar sagen den Umsatz natürlich pro Kopf absolut runtergebrochen.
00:11:20: Wir sprechen da davon, dass wir im Restaurant zweihundertfünfzig Euro Netto haben und im Lieferservice lagen wir bei vierzig Euro netto.
00:11:29: Also das ist ein gewaltiger Einbruch, den man dann nur durch Quantität wieder durch die Masse kompensieren konnte.
00:11:34: Und ich habe natürlich Gastronomen, die ich wirklich unglaublich schätze in dieser Krise erlebt, die paralysiert waren, die vor Angst auch vor dem was sie alles gelesen gehört gesehen haben, wirklich in der Ecke hingen und gar nicht mehr wussten, was sie machen sollen.
00:11:47: Das war das klassische Maus vor der Schlange.
00:11:50: Und da fand ich es dann total wichtig, auch das Helfende-Hände angeboten wurden und dass dann genug wirklich auf den Zug auch aufgesprungen sind.
00:11:57: jetzt auch in dem Fall wir sind ja eine Runde mit der Metro, dass sie verstanden haben was die Metro ihnen für Möglichkeiten bietet und die Gastronomen mitgenommen werden und das ist nicht nur seit Covid so, das ist auch schon in den letzten Jahren extrem gewachsen und dass du halt deine Plattform, deine Online Präsenz wie du mit der metro definieren kannst dann halt schnell umbauen konntest zu einer Lieferplattform.
00:12:16: Das war elementar und ich bin da nicht ganz so pessimistisch wie andere.
00:12:20: Und natürlich gibt es viele Zahlen, die sagen das Liefern jetzt nicht den gleichen Umsatz gemacht hat.
00:12:25: aber man muss natürlich auch sehen Man hatte ja auch Unterstützung Es gab Kurzarbeitsgeld der ein oder Andere hat mit seinem Vermieter gesprochen.
00:12:32: das sind natürlich alles Maßnahmen Die du dann auch treffen musst und Du musst dich Natürlich auch sehr sehr kritisch hinterfragen wo du in dem Moment Geld ausgibst und Wo du es dir denn auch sparen kannst?
00:12:41: Ich bin das ganze interessant weil ich habe mich schon länger gefragt warum eigentlich zum Beispiel Nides Kartell am mal hingeguckt hat dass man Lieferando, lieferheld und pizza.de alle unter einem Firmendach quasi bunkert.
00:12:49: Wegen gibt's denn daneben eigentlich noch?
00:12:51: Deliveroo ist ja weg!
00:12:51: Das heißt also du bist auf einen Markt getroffen, so hab ich das jetzt verstanden der dir sozusagen zu monopolisiert war, zu teuer war und hast es dann selber gemacht.
00:12:58: Es ist was, was du bei anderen Gastronomen auch beobachtest weil Du hast natürlich nen tollen Namen.
00:13:01: Ja Also dich kennt man deine Restaurants Kennt Man Da benutzt du die um Nachfrage nicht so viel Gedanken machen wie andere.
00:13:06: Aber Was ist denn so in deinem Umfeld sonst passiert?
00:13:08: War das da ähnlich?
00:13:09: Also erst mal habe Ich überhaupt gar nicht diesen Ansatz Weil ich stehe nicht morgens auf Und finde mich ziemlich geil Sondern ich steh jeden Morgen auf und scheiß mir nie... Hose, dass wir nicht genug Gäste haben.
00:13:17: Und das treibt mich je den Tag und ich denke an jedes Detail und ich bin extrem kleinkartig deswegen auch ein pedantischer Chef.
00:13:24: jetzt kommen wir zu den anderen.
00:13:25: Ich bin der Meinung gewesen, dass die lokalen Restaurants einen absoluten Standortvorteil hatten.
00:13:30: Die waren schon in ihrem Kiez tatsächlich implementiert, während wir unseren Kiez nahezu in den letzten Jahren verloren haben.
00:13:36: Und viele haben das toll gemacht!
00:13:38: Es gab auch völlig unterschiedliche Angebote.
00:13:41: also ich kann jetzt natürlich wie gesagt nur von Berlin sprechen... Ich habe gesehen oder mitbekommen was dann auch in Hamburg und München passiert ist.
00:13:46: aber es gab dann Kochboxen was extrem gut funktioniert hat.
00:13:50: Es gibt ja einen großen Gewinner dieser Krise in der Gastronomie, sagt man das Hello Fresh die irgendwie ihre Kochboxen zigzehntausendfach verschickt haben.
00:13:58: aber das war nie meine Idee von Liefern.
00:14:00: also ich bin einfach auch eine faule Sau wenn ich zu Hause bin und möchte etwas zu essen haben und nicht auch nur anfangen selber kochen zu müssen.
00:14:07: Und so gab es unterschiedliche Ansätze.
00:14:09: Ich fand zum Beispiel auch ganz spannend dass viele Gastronomen die rumgeschrieben haben über Nachhaltigkeit Dass sie ihre Blumen hier um die Ecke flücken gehen die dann alles in die billigsten und schmierigsten Plastic-Takeaway Verpackungen gefeuert haben.
00:14:23: Und das weggegeben haben!
00:14:24: Ich habe mir alles angeguckt, hab dann für mich die perfekte Verpackung gefunden, die aus neunundneinzig Prozent recycelt Material bestanden hat, hundert Prozent kompostierbar, die natürlich deutlich teurer war als das Plastikzeug.
00:14:36: aber das war für mich halt auch was.
00:14:37: also wenn du etwas änderst, dann denke es von A bis Z durch mach's richtig oder halt gar nicht.
00:14:43: und das ist aber natürlich auch eine Philosophie wie gesagt auch gesehen, dass diese Diversität die wir haben an Menschen, an Individualität.
00:14:51: Dass sie tatsächlich jetzt in dieser Krise wieder aufgetaucht ist und man sehen konnte das vielleicht ein Viertel ziemlich gut performt hat.
00:14:59: Fünfzig Prozent mehr oder minder in Schockstarre verhalten waren und das letzte Viertell halt einfach hingenommen hat, dass es bald Feierabend sein wird.
00:15:08: Und ich glaube, dass das tatsächlich eine Spiegelung unserer Gesellschaft ist!
00:15:12: Ja, gutes Stichwort Olaf.
00:15:13: Ihr habt ja einen sehr internationalen Blick.
00:15:14: also ich weiß wenn ich mich mit deinen Jungs und Mädels immer austausche ihr könnt irgendwie Input aus Frankreich liefern aus Osteuropa.
00:15:20: ihr kennt die ganzen Trends.
00:15:21: wie siehst du das?
00:15:22: Was für Entwicklung hast Du im Restaurantbereich wahrgenommen zu Coronazeiten und vielleicht auch gerade so ein bisschen im Vergleich?
00:15:27: Also ist es wirklich so wie Tim sagt dass wir ein bisschen deutsch hier unterwegs sind und andere Märkte kriegen das besser hin.
00:15:31: Ich glaube das Phänomen der Schockstache glaube ich international vergleichbar auch geprägt durch die Eskalation der Krise, die ja da wirklich dramatische Formen angenommen hat.
00:15:42: Wahrscheinlich sogar noch am intensivsten.
00:15:44: Auch der Lockdown hat dann unterschiedliche Formen eingenommen.
00:15:47: in manchen Ländern waren praktisch die Küchten tatsächlich komplett geschlossen also da durfte man auch gar nicht zustellen oder abholen lassen.
00:15:53: so war das zum Beispiel in Spanien Und wir haben auch gemerkt, dass sich die Konsumenten an das Verhalten haben.
00:15:57: Im Frankreich haben die Kunden Anfang April nicht mehr beim Bäcker eingekauft weil sie gehört haben, dass alles was mit Händen berührt wird potenziell gefährlich ist.
00:16:06: Also haben die Bäcker auch ihre Betriebe eingestellt.
00:16:08: und die Bäckern gehören auf zu unserer Zielgruppe Weil diese sind auch aus der Alimentation also die verarbeiten Lebensmittel.
00:16:13: Insofern gehören die auch für uns zur Gastronomie.
00:16:15: Und erstaunlicherweise hat es aber dann relativ schnell sich gedreht und zwar um die Osterzeit Haben die Leute sich dann irgendwie warum immer doch die Vernunft wieder zurückgewonnen, und die Konsumenten kamen zurück.
00:16:26: Und dem Maße fing dann auch wieder die Küchen an zu öffnen und auf die Bäckereien.
00:16:29: Für uns war es eigentlich international überall das gleiche Phänomen.
00:16:33: Wir haben versucht, die Kunden zu ermutigen... ...die Dinge zu tun, die Tim von sich aus getan hat.
00:16:36: Tim ist einfach nicht ein leidenschaftlicher Koch in einer der besten Welt sondern er ist ja auch eine kreative Unternehmer.
00:16:42: Wir werden versucht so viel wie möglich auf ähnliche Dinge hinzuweisen nämlich dass man ein Takeaway machen kann.
00:16:48: Dass man eben zustellen lassen kann.
00:16:50: Das man das auch ohne Kommission bestellen lassen kann, wenn man mit einer ganz einfachen Online-Bestellfunktion arbeitet im ganz einfachem online Request.
00:16:59: Das ist noch nicht vergleichbar.
00:17:00: in dem Plattform die du vorher angesprochen hast wird es aber in Kürze sein weil wir auch merken dass das zum Beispiel Teil der neuen Normalität sein wird.
00:17:08: Du musst jetzt einfach weiterdenken.
00:17:09: Du muss dein Ecosystem ausbauen, musst kompimentäre Geschäfte entdecken und erfinden um letztendlich die Umsätze die auf gar keinen Fall von einem Tag auf den anderen gleich wieder bei hundert Prozent sein werden ein Stück weit zu kompensieren.
00:17:22: Und so gesehen, glaube ich haben wir eine ähnliche Entwicklung über ganz Europa gesehen von der ersten Schock-Starrel hin zu einer Besinnung, Rückbesinnungen und dann doch einer steigenden Zuversicht.
00:17:33: Die muss man jetzt in Deutschland gerade sehen.
00:17:35: In dem Maße wie die Betriebe wieder abstand, geht es um den Ruck durch die Braunen.
00:17:38: Das gilt nicht für alle aber immer mehr.
00:17:40: Dann nehmen wir die wir ja auch beobachten und das gibt mir schon eine Menge Du versicht auch für Rundtöcher.
00:17:45: Vielleicht kannst du dem geneigten Hörer eine kleine Standoutverordnung geben, was Gastro eigentlich für unser Land bedeutet?
00:17:51: Weil ich glaube viele Leute machen sich gar nicht so einen Gedanken, was da an Umsatz drin steckt, an Mitarbeiteranzahlen und gesellschaftlicher Relevanz.
00:17:58: Gastro ist ja relativ feilt.
00:17:59: also man kann sagen das sind Restaurants, man kann aber auch Hotelbetriebe mit reinnehmen nachdem wie weit man es denkt.
00:18:04: Hast du über ein paar Kennzahlen zur Hand oder wenn nicht zumindest mal so ein bisschen Satellitenblick?
00:18:07: Ich würde fast schon auf europäischer Ebene ansprechen weil ich glaube dass das eine Facetten der Branche ist die am meisten unterschätzt wird, auch von der Politik im Übrigen.
00:18:16: Wir reden in Europa von ein bis zwei Millionen Unternehmern.
00:18:19: Die generieren vierhundertzwanzig Milliarden Außenursatz.
00:18:22: Was das für den Wirtschaftsstandort Europa bedeutet, brauche ich es nicht mehr erklären.
00:18:27: Das ist unglaublich!
00:18:28: Diese ein bis acht Millionen steht aber nicht nur für Wirtschaftskraft, sie stehen eben halt auch für einen Arbeitgeber, für einen Arbeitszweig.
00:18:34: In Deutschland haben wir zweihundert zwanzig tausend Betriebe.
00:18:37: zwei Komma vier Millionen Menschen arbeiten in der Gastronomie.
00:18:40: Auch das ist ein Faktor, der sich häufig unterschätzt wird.
00:18:43: Das ist einer der wichtigsten Arbeitgeber Deutschlands und was für mich eigentlich das Entscheidendste auch hier unsere Leute so begeistert sind, die Gastronomie ist mehr als nur ein Geschäft.
00:18:52: In Europa haben wir das Phänomen zum Glück noch dass die Menschen gerne bei dem unabhängigen Gastronome Speisen verzehren, sich mit Freunden treffen Familien Ex-Kollegen, Ex-Aulitonen wie immer auch immer, Leuten aus den Fußballvereinen.
00:19:03: Es ist Teil unseres sozialen Lebens es ist Teil unserer Kultur diese Vielfalt von Trieben zu schützen und weiter auszubauen, das ist eine Sache die unglaublich motivieren.
00:19:12: Und ich würde mir wünschen dass das auch mehr gesehen wird von der breiten Politik.
00:19:16: Ich erkenne jetzt aber in der Krise auch, dass viel mehr Politiker als vorher sie so entdecken und auch fördern und ich hoffe dass es nicht nur ne Momentaufnahme ist sondern dass das ein lange anhaltender Trend wird.
00:19:27: Also, ich muss dazu gleich sagen.
00:19:28: Ich finde halt dass die Gastronomie sich in dieser Krise In der Öffentlichkeit, in der öffentlichen Wahrnehmung und auch in der Interaktion mit der Politik so gut präsentieren konnte wie nie zuvor gehört wurde.
00:19:40: Das ist ein Miteinander gab was vorher überhaupt gar nicht relevant war Und wenn wir uns das natürlich angucken dann ist ein Schritt getan.
00:19:46: Wir sind hier einzige Branche die eine Steuererleichterungen bekommen hat.
00:19:50: Man kann dann immer darüber diskutieren.
00:19:51: das hätte noch weitergehen können?
00:19:53: Ich bin jemand der grundsätzlich gerne Hilfe annimmt nicht unbedingt von unseren Institutionen und dem Staat, weil ich der Meinung bin dass wir unabhängig bleiben sollten.
00:20:02: sehr liberalen Gedankenansatz, aber da ist wirklich einiges passiert und ich kann nur sagen dass ich in den letzten sieben Wochen so viel Kontakt mit Politikern hatte.
00:20:10: Und so positiven Kontakt die auch zugehört haben und dann natürlich trotzdem auch ihren Standpunkt vertreten haben.
00:20:16: wir haben natürlich im Moment jetzt mit dem Wiederhochfahren auch ein paar Einschränkungen die einfach für mich auch schwer nachvollziehbar sind.
00:20:22: das relevanteste es in Berlin dürfen wir nur bis zwanzig Uhr öffnen.
00:20:26: Da frage ich mich halt auch was passiert?
00:20:28: Haben die Angst dass dreinzwanzig oder vierundzwanzige Uhr das dann die Vampire rauskommen.
00:20:32: Das Problem ist halt für ein Restaurant unserer Klasse, dass der Gast einfach dreieinhalb bis vier Stunden braucht.
00:20:37: Und wir jetzt versucht haben dem Gast zu erklären er muss schon um siebzehn Uhr dreizig kommen.
00:20:41: das sind natürlich jetzt einfach Geschichten die schwierig sind.
00:20:44: eher einfache Gastronomien wie meine Villa Kellermann also mit Einfach mein ich nicht Sterne Gastronomien, sondern sehr gute Mittelklasse-Gastronomie.
00:20:51: Die brauchen jetzt ein Double Seating also was in den USA schon zum Triple Seating ausgeartet ist aber das aufgrund der Platzreduktion damit du auf die Anzahl deiner Gäste kommst du den Tisch zweimal belegst.
00:21:02: Das war früher in Deutschland Wenn du nicht Gäste zwischen zwanzig und fünfunddreißig hattest, eine Riesendiskussionsthema was im Moment gar keine Rolle spielt.
00:21:10: Das wird einfach angenommen!
00:21:12: Und da sind natürlich auch Punkte wo du siehst... Da musst du versuchen vorwärts zu gehen, da hast Du auch Konflikte mit dem Gast?
00:21:17: Und du hast Konflikte mit der Politik aber auf einem ganz anderen Niveau als früher.
00:21:22: also das heißt er wird nicht gestritten sondern da setzt man sich auseinander.
00:21:25: und das finde ich ist etwas was diese Krise uns gebracht hat als Gastronom dass wir gehört werden, dass wir Relevanz haben.
00:21:33: klar ist, dass die gesamte Revitalisierung des Lebens tatsächlich über die Restaurants funktioniert und das Wort Restaurant kommt von Restaurieren.
00:21:42: Früher ist man ins Restaurant gegangen weil man wusste, dass dort die Hygienenstandards höher sind, weil man dort gegessen und getrunken hat in einem Niveau was man im Normalfall zuhause gar nicht hatte.
00:21:52: und genau das können wir jetzt wieder bieten und das finde ich es halt auch etwas ganz elementar ist und das man auch kommunizieren muss.
00:21:58: In einem Restaurant wird normalfall extrem sauber und hygienisch gearbeitet.
00:22:03: Und die zusätzlichen Maßnahmen, die wir jetzt alle schaffen mussten und auch noch zum Teil on top geschafft haben, die helfen tatsächlich wirklich.
00:22:11: Eins muss uns halt aber klar sein wenn wir von einer Infektionskrankheit sprechen dann werden wir nie ein hundertprozentigen Schutz haben in dem Moment wo wir unser Zuhause verlassen und das ist einfach auch Teil unseres natürlichen Lebens.
00:22:22: Aber ich finde nicht dass wir das wirklich in Angst und in psychologischer Gefangenschaft verbringen sollten sondern einfach mit dem richtigen Augenmaß in unser Leben zurückfinden sollten, weil das ist elementar.
00:22:34: Hast du denn gemerkt, dass es einen Unterschied gibt je nach Art des Restaurants?
00:22:38: Also ich sag mal so.
00:22:39: Du hast jetzt gesagt Sterneküche versus Mittelklasse macht die Lagenunterschied Die Größe das Konzept oder trifft es eigentlich die Gastronomie relativ gleich was gerade passiert?
00:22:48: Naja das gibt schon Unterschiede weil wie gesagt Ich bin jetzt am Standort Berlin aber du hast in Berlin Mitte Friedrichshain und Prenzlauer Berg So Wutzen gehabt die hatten nur noch Community Tables da hast du ein Platzabstand gehabt der war minus fünf Zentimeter zum Nachbarn also hast gefühlt immer den Elbo irgendwie dran gekuschelt gehabt.
00:23:05: Und die haben natürlich ein gewaltiges Problem, auch die ganze Idee der Sharing Plates, die der letzten Jahre aufgekommen ist.
00:23:11: Hey wir teilen immer alles!
00:23:13: Das ist natürlich was, was momentan hygienisch echt eine Herausforderung ist weil natürlich klar ist wenn du aus zwei Haushalten kommst und du teilst dir dann auch noch Teller, die Gefahr damit tatsächlich Bakterieninfektionen ein Virus aufzunehmen.
00:23:26: Das ist relevant!
00:23:27: Also sie werden komplett überlegen müssen wie Sie das machen?
00:23:30: Die müssen sich ein paar Teller mehr kaufen, damit wieder jeder Gast einen hat und dann ist das eine gute Idee.
00:23:34: Und dann gibt es natürlich auch Läden wie zum Beispiel mein Lieblingsdönerladen der in der Krise tatsächlich ganz gut funktioniert hat weil die Leute halt einfach vorbeifahren konnten, sich was abholen konnten, Freitag, Samstag nach zwanzig Uhr.
00:23:50: Die Leute die auf Party-Tour waren da vorbeigegangen sind und das hat für ihn siebzig Prozent seines Umsatzes gemacht.
00:23:56: Und die gibt es nicht!
00:23:57: Die sind nicht existent und ich bin mir relativ sicher dass sie das auch bis zum Jahresende nicht sind.
00:24:02: Das ist halt auch ein pragmatischer Ansatz den man einfach jetzt für sich verstehen muss wie meine vier Kreuzfahrschiff Restaurants also die Hoffnung dass ich die in den nächsten Wochen wieder sehe.
00:24:12: das wird einfach nicht funktionieren.
00:24:13: Da muss man sich halt fragen welches Geld habe ich darunter?
00:24:16: welche Investitionen welche Menschen habe ich da drin und was kann ich rausziehen, wie kann das für mich händeln?
00:24:21: Denn als Unternehmer ist eins klar natürlich.
00:24:23: Leben wir Solidarität mit unseren Angestellten.
00:24:25: im Restaurant Tim Raul zahlen wir allen angestellte Hundert Prozent egal wie viel sie arbeiten.
00:24:30: dafür haben wir auch den Liefer-Service gemacht.
00:24:32: aber man muss dann auch ganz realistisch sein wenn man ein Restaurantkonzept hat was man nicht aufmachen kann was einen schwer belastet dass man auch da tatsächlich die Hilfsmöglichkeiten des Staates nimmt oder einfach auch einen Cut machen muss denn das bringt nix oder halt mir überlegen muss, ob ich ein Drittel des Personals entlassen muss.
00:24:51: Auch das ist ein Teil der Krise, den man entgegentreten muss.
00:24:54: Apropos Hilfsmaßnahmen?
00:24:55: Wie kam die denn an?
00:24:56: Ich hatte immer den Eindruck, es war toll, wie schnell das umgesetzt wurde und wie unbürokratisch.
00:25:00: in Berlin war es rein technologisch möglich.
00:25:02: Trotzdem frage ich mich, wenn ich einen Restaurant hab mit einer attraktiven Lage, große Fläche, da rauchte ich ja so eine Vierzehntausend Euro, die es teilweise gab gefühlt in einem halben Monat auf.
00:25:11: Hat das trotzdem was gebracht?
00:25:12: Ist es etwas, was euch vorangebracht hat oder braucht's noch viel mehr?
00:25:14: eine Verbindung aus Gastronomen geschaffen, die alle den gleichen Ansatz haben.
00:25:19: Sie sind selbstständige Unternehmer.
00:25:21: Sie haben definitiv Achtung vor dem Lebensmittel und vor den Menschen.
00:25:25: Wir haben uns dann Berlin Food Kollektiv genannt und haben uns jede Woche getroffen.
00:25:29: Und da war es natürlich so dass wir völlig unterschiedliche Gastronomien-Hotels hatten, die auch unterschiedliche Hilfsmaßnahmen angenommen haben.
00:25:35: Man muss sagen ja, es gab die Möglichkeit.
00:25:38: wenn man realistisch ist, dann ist die Höhe nicht so gewesen das sie das wirklich ab Federt.
00:25:43: Wir haben zum Beispiel auch bei unserer Hausbank ein Kredit beantragt, der von der KfW zum Großteil natürlich verbirgt wird und das hat schon eine ganze Weile gedauert.
00:25:52: also da gingen vier fünf Wochen ins Land und dann muss man wirklich schon liquide sein oder persönliche Einlagen reingeben damit der Laden erst mal weiterlaufen kann.
00:26:01: aber auch das gehört halt dazu.
00:26:02: Also ich finde halt wir können nicht in solchen Situationen immer nur nach Mami Start schreien und sagen hilf mir!
00:26:09: Hilf
00:26:09: mir!!
00:26:09: Halt mich!
00:26:10: Sondern da geht es auch darum eigene Löse zu finden, eigene Lösungsansätze und wie gesagt ohne Kurzarbeitsgeld hätte das alles noch viel fataler ausgesehen.
00:26:18: Und da sind Maßnahmen getroffen worden.
00:26:21: jetzt merken natürlich alle dass die Kasse nicht nur im Moment leer ist sondern auch auf die Zukunft leer ist und dass wir das was wir im moment an Wirtschaftsleistung und Kraft vernichtet haben uns nicht nur bis zum Jahresende beschäftigen wird sondern auch in den kommenden Jahren.
00:26:36: und das halte ich für eine gewaltige Herausforderung der wir uns erst noch stellen müssen.
00:26:41: Was glaubst du denn?
00:26:42: Was sind denn jetzt im Prinzip Anforderungen, die man vielleicht auch an die Politik stellt.
00:26:45: Weil ihr habt euch ja so wie Tim auch auch an solchen Initiativen beteiligt.
00:26:49: da können wir mal ein bisschen drüber roppen was sozusagen Chancen jetzt sind von Corona und wie es jetzt weitergehen kann.
00:26:54: Was wird jetzt eigentlich konkret gebraucht und was für Forderung hat diese Branche auch an Politik und an Gesellschaft?
00:26:59: Zunächst würde ich glaube ich dem Tim da absolut recht geben dass das was hier auf den Weg gebracht wurde schonmal außerordentlich positiv ist und im Kontext der Diskussion, die wir in den Vorjahren hatten, ist das ein Riesenfortschritt.
00:27:11: Und auch die Offenheit, wie wir sehen in der Politik übrigens nicht nur in Deutschland sondern europaweit diese Branche jetzt ernster zu nehmen um zu fördern ist aus meiner Sicht komplizierte.
00:27:19: Zeitrechnung kann man so sagen zwischen der Zeit vor Corona nach Corona.
00:27:23: wenn du mich jetzt fragst was brauchst denn noch?
00:27:25: ich glaube es ist ohne jede Frage so dass Diskussion und um die Umsatzsteuer von manch einem dann auch gleich zynisch begleitet wurde, im Sinne von ja das gilt erst ab erst Juli und dann auch nur für ein Jahr.
00:27:36: Aber lass uns doch das positive sehen.
00:27:37: es ist mal eine Zusage und es ist ne Umsatzteuer Absenkung und daran zu arbeiten diese dann langfristig durchzusetzen ist sicherlich ein Heitmotiv an dem man arbeiten sollte weil aus meiner Sicht gibt's da gar keine Problematik in der Frage ob man dies dann einfach verlängern kann.
00:27:52: Und letztlich würde ich sagen alles was dazu den unabhängigen Unternehmer zu helfen, sich zu modernisieren und seinen Betrieb auf einen modernen Standard zu drücken.
00:28:01: Sowohl im Prozess der Warenverarbeitung als auch in der Küche oder auch mit Köpfen bis hin zur Steuerung aller Prozesse ist die Verwaltung aus meiner Sicht das oberste primarste Schutte, wenn wir haben von der Erfahrung der letzten Jahre, dass die Leistungsförderung in dieser Ordnung um mehr Erträge zu erzielen gibt es sehr, Unternehmen, wie das von Tim Hauer ist, gibt es aber ganz viele sehr kompensionelle, sehr traditionelle Produkte, bei denen allein schon durch die Optimierung einer Schweisekarte oder eine Menüanalytik enorme wirtschaftliche Reserven gehoben werden können.
00:28:34: Es gibt enormen Oberherz, was Buchhaltung angeht und was die Steuerberatungen sind, weil diese Dinge, wo aus meiner Sicht noch eine Menge passieren kann, passieren muss um letztendlich den Gastronomen zu entlasten von Tätigkeiten die für ihn nicht das sind warum er denn Job gewählt hat.
00:28:48: Er hat dann Job gewillt weil er gerne mit Lebensmittel arbeitet und war da gerne Dinge auf dem Teller sauber sonst keiner leisten kann oder weil er gern ein guter Gast gewählt ist aber nicht weil er all diesen Auflagen gerechnet sein will und Stunden und Tage im Büro verbringen muss.
00:29:01: und da glaube ich kann man auch mit der Politik noch reden.
00:29:04: wie kann man diese Dinge jetzt natürlich erst mal mehr geworden sind auf Auflagen, auch um die Hygiene wiederzustellen.
00:29:10: Wie kann man diese Dinge so stark wie möglich entschlagen und idealerweise sogar digitalisieren?
00:29:15: Ich gebe dir nur ein Beispiel dieser HACCP-Dokumentationen, die jetzt ja sogar noch intensiver wird im Sinne von wie oft wurde gereinigt, wie oft wurden die Dinge bearbeitet, wie sie vorgeschrieben sind... Wenn du das mit Papier machst, ich meine was ist korrekt!
00:29:27: Wenn du es aber mit einem digitalen Pool nutzt, wie zum Beispiel Flotify und das Kundenunternehmen, das aus diesem ersten Accelerator entstanden hat, dann kannst du das super easy und mit marginalem Grenzkosten ablasten.
00:29:37: Aber darauf müssen die Leute hingewiesen werden, dass es solche Lösungen gibt und ich denke daran zu arbeiten ist ein Dreiklang mit den Unternehmern, mit der Politik und mit Unternehmen wie der Metro aus dem Großamtland.
00:29:47: Ich glaube das wird eine lange anhaltende Kooperation sein müssen.
00:29:52: Die Tim vorher schon sagte, sie in Unwendigkeit zusammenzuarbeiten – ich glaube diese ist in der Krise so deutlich geworden wie noch nie unter.
00:30:00: Aber das ist ja ein super Stichwort, weil es ist auch einer der Gründe, warum wir gemeinsam mit euch bei der Metro unseren Deep Dive Gastro gestartet haben.
00:30:06: Weil ich weiß ihr taucht in ganz viele Themenbereiche ein.
00:30:09: durch den Accelerator habt ihr irgendwie hunderte und Tausende von Berührungspunkten mit Technologien, mit Kunden, mit Restaurants.
00:30:15: da kannst du uns vielleicht noch mal tiefer mit rein nehmen.
00:30:17: Wir sind ja schon mittendrin im Bereich.
00:30:18: okay was ist so das new normal nach Corona?
00:30:20: Was für Chancen bietet das eigentlich?
00:30:22: Und Digitalisierung ist da glaube ich ganz klar so'n Faktor.
00:30:24: also man sieht ja ganz viele werden gerade zwangstigitalisiert.
00:30:26: Das fing jetzt bei Lieferungen an.
00:30:27: aber Was siehst du denn noch für Elemente?
00:30:29: Du hast ja eben schon paar aufgemacht, und ich weiß es gibt noch Dutzende andere frische Ketten, Tablebooking-Geschichten.
00:30:34: Und was ist denn also der Status quo und was für Gelegenheiten bieten sich eigentlich gerade?
00:30:38: Ja, ich will das jetzt nicht zu umfassend machen weil sonst würde ich das in einem langen Monolog enden.
00:30:43: Lass mich vor allem all Dinge konzentrieren!
00:30:45: Ich glaube es fängt damit an dass erst mal die Unternehmen die heute gar nicht digital präsent sind dringend dahin müssen.
00:30:51: Als wir angefangen haben vor zwei Jahren da waren ungefähr noch fünfzig Prozent der Betriebe Nicht beim Heronline, die hatten keine Website.
00:30:56: Die waren nicht auf Facebook und auf Google Maps gar nix.
00:30:59: Wir haben heute, dann heute ungefähr hundertsefünfzigtausend Unternehmer mit einer solchen Lösung ausgestattet aus der Internetseite voll integriert mit Google My Business.
00:31:09: damit bist du auf Google maps und wenn du willst kannst auch gleich in Facebook dich aktivieren.
00:31:12: das kommt kostenfrei.
00:31:13: Damit bist du überhaupt erstmal visibel weil vorher bist du der unsichtbare Gastronom Und für die Generationen, ich sag mal Millennials oder Generation Z existierst du einfach weil die werden dich nicht finden.
00:31:25: Also das ist ein Punkt, der zweite Punkt ist was gerade angesprochen.
00:31:28: In vielen Regionen wird die Tischreservierung jetzt verpflichtend sein.
00:31:31: Du kommst gar nicht mehr in den Laden rein wenn du dich vorher reserviert hast.
00:31:34: Eine Reservierung ist eine Commodity.
00:31:36: Hallo, ich mein früher habe ich angerufen und dafür hat der Restaurateur auch nichts bezahlt.
00:31:40: im Jahr zwei tausend zwanzig digitale Reservierungen zu machen kann kein Geld kosten darf.
00:31:44: kein Geld kostet und deswegen bieten wir auch das kostenvoll an.
00:31:47: Ist ja relativ einfache Lösung kannst du einfach aktivieren.
00:31:50: über die Internetseite hast du die Auflagen der Behörden erfüllt und hast eben nicht extra Kost.
00:31:57: Wir haben über das Thema Zustellung vorhin gesprochen, auf das Thema Zustellungen also Ordering & Delivery werden wir massiv investieren in den nächsten drei Monaten weil sie wissen dass unsere heutige Lösung sehr rudimentär ist.
00:32:09: aber wir haben die Lösungen praktisch schon in der Mache.
00:32:12: wieder mehr oder weniger deckungsreiches mit der Funktionalität im Plattformen.
00:32:15: und dann kommst du noch auf dich an als Gastronom wenn du ausgierst dem Fund zu sagen hey bestellt über diese Plattform heißt du warum?
00:32:21: weil er mir was Gutes tut.
00:32:25: Das andere, was mehr in die fortgeschrittene Digitalisierung geht ist diese ganze Frage rund um wie optimiere ich meine Speisekarte?
00:32:32: Und das hört sich so trivial an und jeder hat natürlich seine Speise-Karte kalkuliert.
00:32:37: mit jedem, mit dem ich spreche, sagt mir natürlich habe ich die Kalkulation allein die Frage schon eine Umverschämtheit.
00:32:41: Wie kommst du darauf nicht zu befragen?
00:32:43: Da zeigst Du mir doch mal, wird mich einfach interessieren weil ich gerne lerne, zeig mir das doch mal.
00:32:48: Am dritten Mal Fragen und immer noch nicht vorzeigen kommt dann die ehrliche Antwort nö, habe ich nicht!
00:32:52: Und wenn du das dann mal machst und dann fraust wo sind denn deine Topgerichte mit denen du Geld verdienst?
00:32:58: Wo sind deine Top-Gerichte mit dem du den höchsten Umschlag hast?
00:33:00: Wo ist eine Sache von der du eigentlich dachtest sie werden super wichtig, die machen aber deine gesamte Wirtschaftlichkeit kaputt?
00:33:04: Dann kannst du ehrlicherweise gar nicht mehr aufführen zu optimieren Weil dann hast Du so viele Stellhebel um Deine wirtschaftliche Tragfähigkeit zu fördern Auf der anderen Seite sogar noch kundenorientierter zu werden, weil du Daten basiert das optimierst was dem Kunden am meisten gefällt.
00:33:20: Und wenn du erkennst dass die Daten die beste Zutat sind in deinem Betrieb also unstrittig ist natürlich die Ware und die Verarbeitung das inspirierenste ist.
00:33:27: aber die Daten an sich werden der wichtigste Punkt sein um deine Zukunftsfähigkeit sicherzustellen.
00:33:32: Wenn ihr da angekommen bist dann hört es nicht mehr auf und dann kannst du dir ehrlicherweise durch jeden Prozess Schritt etwas neues integrieren und ich lasse es jetzt dann auch dabei bewenden.
00:33:41: Aber die gesamte Personalplanung für die meisten Leute ist eine absolute Karastrophe, ein absoluter Albtraum.
00:33:47: Viele machen das doch mit einem Block von Papier.
00:33:49: Manche machen's mit Axel aber dafür gibt es heute ganz einfache Tools.
00:33:53: Auch das ist etwas was wir kostenfreizig verfügen.
00:33:56: stellen über Dish unseren Chef-Kranner Und hier wollen diese Dinge beisteuern weil wir davon überzeugt sind schon vor Covid Wenn du dich jetzt demordialisierst und wenn du nicht deine wirtschaftlichen Reserven gibst kommst du unter Druck Und der Druck kann so gut werden, dass du es geschafft hast.
00:34:12: Nach Covid muss man sagen ist das jetzt der Katalysator.
00:34:15: Tu es oder lass es?
00:34:17: Das ist eine einfache Entscheidung aber du musst dich modernisieren und das wird ganz schwierig!
00:34:21: Tim, wie ist denn dein Insider-Blick auf das Thema?
00:34:23: Also jetzt hat Olaf natürlich viele Lösungen auch gesagt die sie bei sich im Hause entwickeln.
00:34:27: Aber was ist so dein Blick?
00:34:28: Wir haben ja vorgespricht.
00:34:29: darf man dem genannten Hörer auch mal sagen ein bisschen gewitzelt ob mein Kochniveau sozusagen auf deinem digitalen Niveau ist.
00:34:34: also waren wir beide selbstkritisch war mir schnell einig dass du deutlich besser kochs als ich und Du hast gesagt bist nicht so technologieaffin.
00:34:40: Wie ist es beim durchschnittlichen Gastronom wenn mit soviel Zeugs gehört?
00:34:42: ja Menüanalytik Buchhaltungssachen Frischhalteketten Lieferung usw.
00:34:47: Tablebooking Ist das normal?
00:34:48: Also ist das sozusagen schon Standard.
00:34:51: Technologie einsetzt, um sein Restaurant zu führen oder was?
00:34:53: ein bisschen meinverdacht ehrlich gesagt ist sind wir da manchmal noch ein bisschen steinzeitlich unterwegs.
00:34:57: Ich glaube es einfach natürlich auch einen Unterschied der Generation.
00:35:00: also wenn du mit Gastronomen genauso wie mit Gästen sprichst von vierzig bis fünfzehn Jahre dann sind die alle sehr digital und digitalisiert.
00:35:08: und wenn du Menschen über vierzig sprichest oder so wie mir mit Mittevierzig für mich gilt nicht nur das Digitaler wobei ich zum Beispiel auch all meine Reservierung wenn ich kann in Restaurants online mache weil einfacher geht, als tatsächlich noch ein Telefongespräch reinzuziehen.
00:35:23: Das was mir ganz wichtig ist es einfach dass die Gastronomen da draußen und die Restaurateur halt verstehen das sie unterschiedliche Möglichkeiten haben.
00:35:31: Sie können sich das alles einzeln schön zusammen kaufen, können bei sechshundert Lieferanten jeweils irgendwie einen Produkt kaufen.
00:35:38: oder du musst halt jetzt im Moment auch verstehen, dass es sinnvoll ist wenn du dir rein bisschen schließt alles straffst und da gibt's wie gesagt Hilfestellung und Olaf hat das vorhin ganz klar benannt auch Vorgaben, die jetzt gemacht werden.
00:35:51: Dass du in Zukunft in den meisten Restaurants reservieren musst damit einfach eine Datenerfassung stattfindet und da wird es... Und das sieht man jetzt zum Beispiel auch bei den Imbissen wenn sie diese Zettelchen haben mit dem Stiften Die Stifte gehen dann irgendwie durch fünfzig Leute am Tag.
00:36:05: ja Du hast sofort wieder Infektionsketten die kein Mensch braucht und das kannst du halt relativieren indem du auch da in die Digitalisierung gehst.
00:36:14: Dann sagen natürlich auch was für ein Scheiß Alter.
00:36:16: ich gehe zu einem Imbiss aber da muss man sagen sich in den letzten Jahren auch viel getan.
00:36:19: Der Burger ist heute ein Lifestyle-Produkt, wie er es halt vor dreißig Jahren nicht war und ich finde halt auch wir müssen aufpassen dass wir mit dieser Krise... Ich habe heute morgen was gelesen von einem der meint er ist in einer Gastronomie berufen Zukunftsrenz zu definieren.
00:36:34: In einem Punkt muss ich ihm widersprechen Und das hat Olaf vorhin wunderbar gesagt gerade in Europa schätzen wir die individuelle Gastronomie.
00:36:42: Wir dürfen uns jetzt nicht von der finanziell deutlich besser gestellten System-Gastronomie, Ketten, Landschaft plattmachen lassen.
00:36:50: Das ist natürlich auch was wo die Immobilien Heinies überlegen müssen.
00:36:54: Möchte ich jetzt den nächsten Salat Trendladen drin haben oder irgendeine Tex-Mex-Bude?
00:36:59: Wo du keinen Koch mehr drinstehen hast sondern einfach Menschen die etwas aus dem Froster nehmen in die Mikrowelle feuern und dir dann rausgeben?
00:37:06: wir sollten uns einfach unsere Eigenständigkeit unserer Individualität behalten und das bedeutet halt manchmal dass Geld verdienen nicht an erster Stelle steht.
00:37:15: Und in Berlin sehen wir das, aber Berlin ist halt auch in Deutschland eine Ausnahmestellung.
00:37:19: Ich glaube dass zum Beispiel auf dem Land diese Krise und was damit passiert sehr positive Effekte haben wird weil dort zum einen werden wir jetzt wieder arbeitssuchende Menschen haben, zum anderen wird mehr Sicherheit für den Gastronomen entstehen durch eine Reservierung.
00:37:35: also ich fahre einfach mal hin oder nichts sondern du weißt dann wirklich um achtzehn Uhr was dich an dem Abend erwartet deinen Gästen, die fünfundfünfzig aufwärts sind in neue Kommunikation treten.
00:37:48: Du kannst sie tatsächlich dann online auf dem Laufenden halten und kannst ihnen sagen jetzt ist Spargel-Saison als nächstes kommt der Maybok.
00:37:56: also du hast natürlich auch eine Möglichkeit das Interagierens weil dass es ja in den letzten Jahren durch die Reduzierung von Printmedien auch weggefallen.
00:38:04: Also da gibt's unglaublich viel was glaube ich natürlich entsteht Stadtteil Wilmersdorf, wo jetzt nicht so viele junge Leute sind.
00:38:14: Also jung im Sinne von ist sicherlich das Hipster Viertel und wenn ich normal die Menschen hab spazieren gehen sehen dann haben sie sich Händchen gehalten.
00:38:22: und also mittlerweile sehe ich halt Menschen mit sechzig plus am Handy oder mit dem Tablet draußen sitzen Und da sieht man die digitalisieren jetzt nach Ich gehör auch zu denen langsam aber es kommt halt und dass muss uns halt klar sein Dass wir einfach auch ein bisschen die Menschen hinschubsen Sie begleiten an die Hand nehmen um diese Möglichkeiten zu generieren.
00:38:42: Denn sie sind elementar für uns.
00:38:44: und da muss ich auch ganz klar sagen, wer bis jetzt noch nicht verstanden hat dass diese Krise nicht singulär ist sondern das wir auch in Zukunft immer wieder mit solchen Infektionsgeschichten mit Epidemien und Pandemien rechnen müssen, dass unser Miteinander ein anderes sein wird, das Händeschütteln und um Armen nicht mehr zum Standard gehören und dass wir einfach den besagten Kugelschreiber am Döner laden dann ungern in die Hand nehmen.
00:39:08: also ich zb wie gesagt hast du Ja dann desinfiziere ich jetzt den Stift, ansonsten esse ich dir einen Döner bei dir nicht.
00:39:14: Weil da habe ich einfach keinen Bock drauf!
00:39:15: Wenn der schon seit sieben Stunden darum liegt, den brauche ich nicht anpacken.
00:39:18: und das sind halt einfach Faktoren die wir jetzt kommunizieren müssen und wo wir dann auch mit unserem Dönenanbesitzer sprechen müssen also ohne ihn anzuscheißen.
00:39:26: Das hasse ich mal.
00:39:27: oder dieses Oberlehrerhafte... Also diesen Stift nehme ich nicht sondern ihn halt zu fragen hast du dir mal überlegt ob es eine digitale Lösung für dich gibt?
00:39:32: Kannst du eigentlich mal mich mit in die Welt der Gastronomen nehmen, wie findet ihr denn eigentlich Technologie?
00:39:36: Wie gehst du daran?
00:39:37: also wenn du sagst ich bin da nicht so affin und es geht glaube ich vielen so.
00:39:40: Ich meine muss auch mal fairerweise sagen Gastronom sind auch anfällig für so Burnout Geschichten weil Du bist teilweise in Koch Wenn du krank bist fällt das Geschäft weg und so weiter und sofort sehr viel Stress sehr viele Anforderungen an dich.
00:39:50: Also ich wüsste manchmal gar nicht digital mich nicht auskennen, wo ich das finde.
00:39:54: Wie ist es bei euch?
00:39:54: Bei uns ist es so dass Marie Rao meine Geschäftspartnerin zum Beispiel extrem tief in Digitalisierung drin ist.
00:39:59: die kümmert sich um Tools Tablets Umkassensysteme Reservierungssysteme.
00:40:04: Meine Küchenchefs haben HCCP von Papier auf Laptop also Digitalisierung umgestellt.
00:40:09: Das kann man sich gar nicht vorstellen.
00:40:11: da geht's nicht um ein oder zwei Blätter am Tag Da gehts um sieben oder acht.
00:40:15: Also das heißt du kannst dich einfach viel schmaler machen.
00:40:18: Du wirst dadurch natürlich schneller beweglicher und das sind Dinge die man angehen sollte, Menü-Kalkulation.
00:40:23: Also ein Restaurant fällt natürlich immer damit wie du deinen Essen kalkulierst und wieder einen Personaleinsatz ist.
00:40:29: Und wenn du das ordentlich machst, erzählt einfach jedes Prozent.
00:40:32: denn bei der Gastronomie ist es so... Die allergeilsten Gastronomen haben vielleicht Gewinnmargen zwischen sieben und zehn Prozent.
00:40:39: Der Durchschnitt liegt eher zwischen zwei und fünf Prozent.
00:40:41: Und deswegen habe ich halt auch vorhin die Lieferplattform angeprangert, weil wenn sie dreißig Prozent von ihr haben wollen ist völliger Bullshit!
00:40:48: Die müssen ihr Geld halt irgendwie anders verdienen in Zukunft oder Sie machen es halt auf den Schultern zur Lasten des Gastronomen.
00:40:54: Das wird hoffentlich nicht mehr lange so gehen, weil halt dieses Monopol da sein einfach so nicht mehr funktioniert.
00:41:00: Das Problem ist nämlich... Wenn du dann versuchst als Lieferservice mit deinem Gastronomiebetrieb zu funktionieren fängst du an billigere Ware zu kaufen ein billigeres Produkt hinzuklatschen, damit du irgendwie noch dabei sein kannst und das darf nicht sein.
00:41:13: Da muss es Alternativen geben!
00:41:15: So, jetzt bedeuten ja Krisen auch immer Chancen.
00:41:17: Wie siehst du das für die Gastro-Branche?
00:41:18: Was könnten eure Chancens sein und welche Ansätze siehst Du, dass man hinterher sogar gestärkt aus der Krise jeden einigen Ecken sicherlich nicht überall.
00:41:24: Also hast recht es wird uns lange verfolgen.
00:41:26: oder euch muss mir eher sagen aber was können ChancEN sein!
00:41:28: Für mich ist die größte Chance erstmal, dass wir eine Kommunikationsebene mit der Politik haben.
00:41:32: Wir werden als erstes mal als Branche wirklich seriös wahrgenommen ohne dass wir Gewerkschaften haben, ohne dass streiken sondern unsere Bedeutung für das soziale Miteinander, für das Leben in den Städten.
00:41:44: Das ist einfach mal wahrgenommen worden.
00:41:46: Ich muss dir ganz ehrlich sagen, dass ich im Moment noch keine Chancen sehe!
00:41:49: Ich bin aber auch niemand der weit in die Zukunft schaut sondern... ...ich lebe immer hier und jetzt und gucke mir so die nächsten Monate an.
00:41:55: Für mich ist es erst einmal ganz wichtig tatsächlich zu hoffen ehrlicherweise nur zu hofen weil ich nicht beeinflussen kann das die lokalen Gäste kommen die tatsächlich durch Instagram und Facebook jetzt auf dem Laufenden zu halten.
00:42:06: dann dass der nationale Tourismus wieder einsetzt das heißt dass im Sommer die Menschen nach Berlin hoffentlich kommen weil es eine tolle vibrierende statt, dass die einzigartig ist und das dann im Herbst auch wieder internationale Gäste nach Berlin kommen.
00:42:19: Und klar ist es in den nächsten drei Monaten nicht jeder mit seinem Gastronomiebetrieb dann noch am Markt sein wird.
00:42:25: aber die Chance in dem Sinne ist für mich halt immer nur weiterzumachen zu kämpfen jeden Tag bei null zu starten um jeden Gast zu werben um jeden Mitarbeiter.
00:42:35: Die Chance die ich sehe ist tatsächlich eher auf Mitarbeiterseite die jetzt, so wie wir sehr solidarisch waren mit ihren Mitarbeitern.
00:42:43: Dass wir hoffen können dass sie bei uns bleiben und dass wir tolle neue gewinnen können weil das war an den letzten Jahren mit der allergrößten Herausforderung die wir in der Gastronomie hatten.
00:42:52: Wir hatten mehr Gäste als Mitarbeiter.
00:42:54: Siehst du denn sonst so neue Geschäftsmodelle die sich vielleicht auftun?
00:42:56: Also du hast dich ja auch stark verändert.
00:42:58: Du bist mehr regional reingegangen Mehr Entlieferungen.
00:43:00: gibt es da irgendeine Option?
00:43:02: oder ist das so wie du sagst?
00:43:03: Jetzt heißt es erstmal wirklich Kopf runter durchhalten Und dann tauchen wir wieder auf und machen uns Gedanken.
00:43:07: Also ich bin ganz ehrlich, wenn Liefer nicht sein muss mache ich es nicht.
00:43:10: Wir haben zwar jetzt alle Voraussetzungen dafür wir können's auch machen.
00:43:13: wir behalten zum Moment.
00:43:14: fucking great ist immer noch möglich.
00:43:16: Ich glaube aber dass das Restaurant niemals das Lieferbusiness ersetzen wird dieses in einem Laden zu sitzen Menschen um sich herumzuhaben Atmosphäre aufzusaugen sich bedienen zu lassen interagieren zu können.
00:43:28: Das is nichts was du Zuhause hast.
00:43:30: Aber wir hatten viele Gäste mit Kindern die gesagt haben wir hätten vorher nie zu euch oder euer Essen genießen können weil wir halt zwei oder drei Kinder zu Hause haben.
00:43:38: und wir können jetzt tatsächlich abholen, Kinder im Nebenzimmer mit einem Fernsehfilmchen oder was auch immer streamen lassen.
00:43:44: Und wir können eine halbe Stunde für uns essen und können das Essen genießen.
00:43:48: also es ist nur Option!
00:43:49: Es gibt ganz bestimmt für viele Gastronomen neue Felder die sie erschließen können dass sie online ihre Produkte verkaufen können und so.
00:43:56: aber wenn ich jetzt nur von mir rede dann muss ich ganz klar sagen also neue Geschäftsfelder sind nicht mein Thema sondern es ist tatsächlich im Moment präsent zu sein die Wiedereröffnung managen den gast wieder zu begeistern und dann mache ich auch mal wieder das kin hoch und gucke in die zukunft.
00:44:11: Ja, ich meine wenn man mal ganz ehrlich ist.
00:44:12: also du hast vorhin gesagt dein Durchschnittsbond hat sich von zweihundertfünfzig Euro netto auf vierzig reduziert.
00:44:17: das heißt du machst zwanzig prozent des Umsatzes den du sonst machst.
00:44:19: Also ich kann mir ehrlich gesagt wenn ich als Laie ja mehr so Restaurants angucke ich kann mich nicht vorstellen dass sie mit der derzeitigen Aufstellung dauerhaft funktioniert weil wenn ich so meinen gefragten Vietnamesen um die Ecke mir anguckel um die mittagszeit da raucht die Bude!
00:44:31: Da sind sechzig Leute drin da nehmen ganz viele leute mit.
00:44:34: Ich war irgendwie gestern da waren sechs also ich habe gezählt drei saßen drinnen drei haben es mitgenommen.
00:44:38: Das kann ja nicht funktionieren oder?
00:44:40: Nein, aber das Lunchgeschäft funktioniert auch noch gar nicht.
00:44:42: Wir sind am Herzen in Berlin und am Checkpoint Charlie.
00:44:45: Die machen alle nach Homeoffice.
00:44:46: Wir haben vorher im Rausch gelebt!
00:44:48: Wir haben in fünf Jahren nahezu keinen freien Platz gehabt – nicht Tisch sondern kein Platz gehabt.
00:44:53: Und jetzt haben wir zum Beispiel heute sechzehn Gäste reserviert anstatt vierundvierzig oder achtenvierzig.
00:44:59: Da muss man natürlich durchgehen im Moment.
00:45:01: bleibt auch nicht aus und ehrlicherweise sprechen wir jetzt davon, wir hatten sieben beschissene Wochen.
00:45:06: Das ist natürlich etwas was jede Industriebranche sagen würden ja da muss man mal durchgehen.
00:45:12: das ist halt die Problematik in der Gastronomie dass du schon für sieben wochen kein finanzielles Backup so wirklich hast und es werden noch viele Wochen folgen.
00:45:20: und ich gebe dir völlig recht Es geht halt darum, dass das normale Leben normalisiert wird
00:45:24: d.h.,
00:45:25: dass die Menschen wieder arbeiten gehen, wieder ins Office gehen.
00:45:27: dann wirst du da auch mehr mitkriegen und das tut mir für den kleinen ein Vietnamesen genauso leid wie für jedes Gasthaus.
00:45:34: Aber das ist die aktuelle Situation zum
00:45:36: Teil.".
00:45:36: Olaf, wie ist dein Blick darauf?
00:45:39: Tim ist jetzt eher pessimistisch und sagt, Chancen sehe ich nicht, Geschäftsmodelle schwierig.
00:45:43: Jetzt heißt es erst mal durchhalten.
00:45:45: Habt ihr mit eurem internationalen Blick noch weitere Perspektiven?
00:45:48: Ja, ich hab da nicht nur Pessimismus rausgehört ehrlicherweise.
00:45:51: Ich glaub dass der Tim schon auch die Kreativitäten-Leidenschaft hat aus der Krise wieder neue Dinge zu entwickeln.
00:45:56: Das hatte er ja auch schon bewiesen über die letzten Wochen.
00:45:59: Phänomene, die uns momentan sehr stark beeindrucken und die auf der anderen Seite aber auch aus meiner Sicht Fehl eingeschätzt werden.
00:46:07: Wenn ich das so sagen darf... In allen Studien, die vorliegen, hinsichtlich der Frage was vermisst du am meisten in dieser Corona-Krise?
00:46:14: Kommt das Thema Ausgehen, Etten gemeinsam essen, gemeinsam genießen Auf Platz eins zwei oder drei Und zwar durch ganz offener Handwerke.
00:46:24: Das ist das was die Leute mit am meisten vermisst haben in der Lockdown Phase sprich auch aus meiner Sicht eine ganz klare Sprache, nämlich dass die Leute zurückkommen werden.
00:46:33: Aber das ist momentan einfach ungewisses, es ist unkomfortabel.
00:46:38: Die Leute haben Sorge ob das alles funktioniert aber wir werden uns an die Dinge gewöhnen, an das neue Normale und wie Tim auch gesagt hat, die Leute werden sich auch da anpassen in den Betrieben.
00:46:48: Das ist der zweite Punkt, was man sich nur geschätzt wird.
00:46:51: Diese eins Komma acht Millionen Unternehmer von denen ich vorhin sprach sind unglaublich kreativ.
00:46:55: Wir haben eine unternehmerische Tate gerangen Die Industrie in einem Branden vielleicht gar nicht finden kann, wie in dieser Gastronomie.
00:47:01: Deswegen bin ich auch viel optimistischer, dass ganz viele von denen ihre Wege finden werden.
00:47:06: Ich bin der Meinung, dass dabei die Modernisation eine große Rolle spielt aber du siehst es nicht alleine!
00:47:10: Du wirst dir andere Dinge einverlassen müssen wieder im Außenbereich auszubauen Wie die Tischrequenz zu erhöhen auf eine höfliche Art und Weise nicht mit Amerika wo beim Espresso schon gleich hier rechtern kommt.
00:47:20: Aber all diese Dinge werden passieren.
00:47:22: deswegen... ...ich bin in keinsterweise pessimistisch.
00:47:26: Ich glaube, das ist der Neustart, dieser Restart-Gastro.
00:47:29: Der war überfällig und jetzt werden wir mit jedem Tag mehr verstehen wenn wir lernen wie es geht und gewerten diese Erkenntnisse so gut es geht mit allen Teilen.
00:47:38: Und für uns als Metro ist das die Stunde der Wahrheit.
00:47:40: Wenn wir sagen eine Folge unserer Geschichte Da müssen wir genau jetzt auf diesen Beitrag reißen und da werden wir noch nie mehr tun, was wir vorgetan haben.
00:47:48: Ja lass uns mal ein bisschen daran teilhaben!
00:47:49: Was fällt euch denn so ein?
00:47:50: Also was macht ihr denn gerade für Aktivitäten von denen ihr glaubt dass die im Prinzip eure Partner dann die Restaurants stützen und das ihr quasi was du grade gesagt hast dann auch wirklich lebt und auf die Straße bringt?
00:48:01: Ja also wie gesagt der Rollout dieser ganzen digitalen Lösungen ist zweifels ohne eine der höchsten Prioritäten die wir haben und der kostenfreien Tischreservierung.
00:48:09: Das sind ganze Bestellplattformen.
00:48:10: Wir werden unser gesamtes Engagement rund um die Gastproperatung ausbauen, wenn du das merkst und das willst.
00:48:16: Können wir dir helfen deine Ertragsfrau deutlich zu erhöhen?
00:48:19: Also brauchen wir aber seine Offenheit dafür und deine Zeit dafür.
00:48:23: Was sie weitermachen werden ist, dass was dem angesprochen hat nämlich unsere Engagement auf der politischen Ebene.
00:48:28: Das haben wir in jedem Land in dem wir tätig sind getan.
00:48:30: Das habe auch der EU-Egle getan Und es wird für uns weiterhin eine große Priorität sein, bei der Branche eine Stimme zu verleihen.
00:48:37: Wie ist denn die Stimme?
00:48:38: nicht Alleine, sondern wie.
00:48:39: Sie können diese Stimme nur gemeinsam vertreten mit den anderen Verwänden und mit den Unternehmern.
00:48:44: Und der letzte Punkt vielleicht ist wir haben auch gesehen dass dieses Thema Lernen und Adapieren Teil der neuen Normalität und einer gerade in einem neuen Plattform live schalten gemeinsam mit unseren Partnern die heißt wir sind gekommen um zu bleiben.
00:48:55: das ist nichts anderes als eine Online Akademie in der Unternehmer für Unternehmer ein Treten ihrer Erfahrung teilen und dabei dann sicherlich nicht nur in Cozy Wars sagen alles wunderbar alles Luft jetzt alles wieder prima sondern offen aus Gut, vielleicht.
00:49:27: abschließende Frage an euch beide.
00:49:29: Wie stellt ihr euch denn so das New Normal vor?
00:49:31: Also, wenn ich jetzt ... Was glaubt ihr?
00:49:36: Wie wird Gastronomie und Kundenkontakt da aussehen.
00:49:39: Ich finde das ist eine Aussicht, die ich denen nicht geben kann weil dann würde ich als Hellseherin arbeiten und das bin ich nicht.
00:49:44: also ich kann nur sagen dass sich in den jetzt drei Tagen, die wir operativ wieder geöffnet hatten gemerkt haben, dass die Gäste mit unheimlicher Freude zum Essen gekommen sind.
00:49:53: Sie haben es richtig krachen lassen sie haben das größtmögliche Menü gegessen tolle Weine getrunken haben sich bis Und im Moment sieht es tatsächlich so aus als wäre der Business Lunch.
00:50:05: etwas, was erst mal wegfällt oder sich langsam wieder erholen muss.
00:50:09: Das Liefergeschäft gerade am Wochenende für Eltern.
00:50:12: eine Alternative ist ins Restaurant zu gehen.
00:50:14: Dass Reservierungen tatsächlich auch in einfacheren Restaurants ganz klar definiert werden weil sie auch über die Online-Tätigkeit die Möglichkeit geben die Platz und Tischfrequenz für den Gastronomen zu erhöhen.
00:50:27: Ich glaube aber dass es vor allen Dingen um das Miteinander geht.
00:50:30: wir sind Menschen Wir sind keine Maschinen wir sind nicht planbar sondern ich habe aus denen Krisen, die ich in meinem Leben erlebt habe.
00:50:37: Also den globalen Krisen immer mitgekriegt das der Mensch glücklicherweise relativ schnell wieder vergisst und verdrängt.
00:50:43: Und deswegen hoffe auch dass das in dem Fall eintritt was Ich mir wünsche!
00:50:48: Das ist etwas anderes.
00:50:49: wenn ich mir wünschen dürfte wie die neue normale Gastronomie aussieht dann wäre es eine die tatsächlich verantwortungsvoller mit den Lebensmitteln umgeht die ihr zur Verfügung steht Dass wir uns sehr genau klar machen bewusstmachen wie wir Nutztiere handhaben umgehen und dass wir da auch ganz klar mal sagen, auch als Metro zum Beispiel welche Produkte brauchen wir denn mit einem Angebotsregal.
00:51:12: Müssen wir beschissenen Analogkäse haben?
00:51:14: Müssten wir Lieferanten unterstützen die Lyona Wurst weitergeben wo wir einfach wissen das der Fleischanteil gering ist?
00:51:21: müssen wir sowas noch anbieten?
00:51:24: Ja, brauchen wir das?
00:51:25: Brauchen unser Körper das?
00:51:26: Müssen wir ein Soft Drink zu uns nehmen.
00:51:28: Der so viel Zucker hat, dass wir wissen der kann dem Körper nur schaden und ich spreche da als schwerzuckerabhängiger.
00:51:33: Und auch das sind einfach Faktoren wo wir die Möglichkeit haben uns zu verbessern.
00:51:38: denn was ich aus den Umfragen Die von Unternehmensberatung in Asien gemacht wurden gesehen habe ist das dort und das hab Ich hier in berlin übrigens auch erlebt die Kunden Haben mehr frische Lebensmittel gekauft gute Lebensmittel bis sehr gute Lebensmitteln und haben sich selber zubereitet.
00:51:54: Und da sind wir in Deutschland im Gegensatz zu Spanien, Italien, Frankreich echt immer hinten dran gewesen... ...und da konnten wir jetzt aufholen!
00:52:01: Das würde ich mir wünschen.
00:52:02: dass der Mensch das Zuhause mehr lebt und dann im Restaurant auch mehr schätzt.
00:52:08: weil der Deutsche hat das Restaurant auf jeden Fall in einem gewissen Alterskientel als eine Dienstleistung gesehen aber nichts was Teil seines Lifestyles im Endeffekt war.
00:52:17: Da ist die junge Generation viel weiter.
00:52:19: Das wird ich mir für die Zukunft wünschen Wertschätzung im Miteinander, Respekt und einen besseren Umgang mit Lebensmitteln.
00:52:51: so sein, dass die Social Distancing zu der neuen Normalität gehört.
00:52:55: Ich bin allerdings schon überzeugt, das ist was Tim gerade auch gesagt hat.
00:52:59: Der Mensch verdrängt dann diese Dinge wenn die Krise mal herum ist.
00:53:02: Nach jeder Krise hat man sich wieder gerundert und die Augen geliehen wie schnell es dann wieder zur alten Normalität zurückgekehrt?
00:53:08: Das glaube ich wird diesmal nicht ganz so schnell sein weil einfach die Prise länger anhält.
00:53:12: Wir können nicht davon ausgehen, dass durch eine Bewältigung dieser Covid-Ninzen Situationen innerhalb von drei Monaten kommen wird sondern es wird deutlich länger dauern Und deswegen wird auch diese Investierung mit an die Normalität, an die gefühlte Alternormalität zu brauchen.
00:53:26: Aber ich bin trotzdem optimistisch, weil ich davon überzeugt bin, dass man sich an diesen neuen Rahmenbedingungen gewöhnen kann und davon überzeugen, dass die Menschen weiterhin sehr gutes Essen konfirmieren wollen, sie weiter in den Zugang haben wollen zur der Kreativität im Falle von der Inspiration der Gastronomie durch ganz Europa Und deswegen würde sich das einfach neu justieren, dass wir brauchen aber noch ein paar Wochen genau zu verstehen wie das dann funktionieren wird.
00:53:50: Das ist aus meiner Sicht auch wiederum eine Chance.
00:53:53: hervorragend ihr Lieben!
00:53:54: Das war sehr inspirierend hat viel Spaß gemacht und ich hoffe natürlich dass ganz viele Gastronomen die jetzt zugehört haben auch was draus ziehen können, dass man viel viel öfter wieder guten Appetit mal hört als Wunsch auf diesen Straßen in diesem Lande und glaube wir alle freuen uns wenn wir wieder mehr soziales Miteinander haben und dass ihr eure Sichten darauf geteilt habt.
00:54:08: wie gesagt viel viel Spaß gemacht.
00:54:10: von daher lieben Ihnen Dank euch und natürlich viel Erfolg und alles Gute für euer Geschäft und bleibt gesund.
00:54:15: Vielen Dank.
00:54:16: Tschüss!
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