Händler-Horror: ERP-Systeme mit diesen Learnings von Home24 in den Griff kriegen | #Learnings 🛒

Shownotes

EXPERTENGESPRÄCH | Resourcen-Planung ist eine der komplexesten Herausforderungen im Firmen-Alltag. Je größer das Unternehmen, desto größer die Gefahr, einen wichtigen Faktor aus den Augen zu verlieren. Eine Enterprise-Resource-Planning Software (ERP) hilft den Überblick zu behalten. Dessen Implementierung bedeutet jedoch, etablierte Strukturen komplett neu zu entwickeln, um die einzelnen Elemente zu einem homogenen Ganzen zusammenzuführen. In diesem Podcast erklärt euch Johannes Schaback von home24, wie sein Unternehmen diese Herausforderung angegangen ist und welche Faktoren es für einen geordneten Übergang zu beachten gilt. Du erfährst... ...wie home24 auf sein ERP-System umgestiegen ist ...wo die Vorteile einer schnellen ERP-Einführung liegen ...welche Risiken und Herausforderungen es beim Thema ERP zu beachten gibt ...wieviel Kontrolle du deinem Implemetierungs-Partner überlassen solltest ...welchen Einfluss ERP auf deine Unternehmens-Kommunikation hat ...inwieweit du bestehende Systeme für deine Zwecke modifizieren kannst ...welche Vor- und Nachteile ein „All in one“-System bietet ...wieso es wichtig ist Kernkompetenzen für sich herauszuarbeiten ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um E-Commerce: Dazu spricht Joel regelmäßig mit den innovativsten Händler:innen und Hersteller:innen des Landes, um dir konkrete Praxisbeispiele, Erklärungen und Handlungsempfehlungen für die sich rapide wandelnde Handelslandschaft aufzuzeigen. Wir wollen nämlich nicht, dass du angesichts von Digitalisierung, Globalisierung, Marktfortschritt und der Coronapandemie deine Felle davonschwimmen siehst. Stattdessen versorgen wir dich mit dem Wissen der Besten – egal ob stationär oder online, Mittelstand oder Konzern, Traditionsunternehmen oder Startup. Denn nur gemeinsam sind wir in der Lage, diese großen Herausforderungen zu meistern! __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Johannes Schaback, CTO SumUp __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:07:28) Wie hat home24 ERP eingeführt? (00:14:24) Risiken und Herausforderungen bei ERP (00:21:53) Wie viel Kontrolle sollte man an Implementierungs-Partner auslagern? (00:27:25) All in one oder mehrere Ökosysteme? (00:32:12) home24’s Kernkompetenzen (00:37:30) Was hätte Johannes heute anders gemacht? __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns  👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.

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00:00:02: Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Händler-Helfen-Händlern-Podcast von Digital Kompakt.

00:00:14: Mein Name ist Gerhard Schmarig, heute geht es zur Sache mit dem lieben Johannes Scharback vom HOMVierndzwanzig!

00:00:20: Der ist ein geschätzter Freund von mir der wirklich extrem viel Ahnung über Technologiethemen hat und nennt sich dort muss er mich aber gleich mal korrigieren ich glaube erst Vorstand und dort fokussiert auf den Bereich Technologie.

00:00:29: Mit ihm sprechen wir heute über vier Learnings zum Thema ERP Ich glaub, das Schmerzthema von ganz vielen Händlern.

00:00:36: Natürlich haben wir am Anfang ein bisschen Aufklärung.

00:00:37: was ist eigentlich ERP?

00:00:38: Was gibt's da für Wege die man beschreiten kann wenn über Herausforderungen reden?

00:00:41: und natürlich auch wie Home for You in Twenty das umgesetzt hat?

00:00:44: denn dort ist es würde ich sagen eine der Hauptbetätigungsfelder vom lieben Johannes.

00:00:48: Dort teilt er seine Learnings mit uns was sich super spannend findet.

00:00:50: Johannes schön dass du da bist Moin moin

00:00:51: Moin Moins Roll.

00:00:52: Klasse dass ich da sein darf.

00:00:53: Ja jetzt bin too long.

00:00:54: Wir haben früher ganz viel Tech Themen zusammen gewälzt.

00:00:56: Ein Satz zu dir und deiner Rolle bei Home for you in Twenty bevor wir hier in die harten Themen steigen

00:01:01: Genau, vielen Dank für die freundliche Einführung.

00:01:03: In der Tat bin ich seit drei Jahren bei Humphillen-Zwanzig primär verantwortlich für Tech Aber auch seit einem Jahr für HR oder PNO People and Organization, wie wir das nennen.

00:01:11: Verfolge entsprechen.

00:01:12: das Konzept Smart Company und Smart Company setzt sich zusammen aus Smart People und Smart Machines.

00:01:17: Mit dem Smart People Ansatz versuche ich sehr stark, Learning Development Academy intern die Organisation aufzuschlauen weiterzuentwickeln.

00:01:23: mit dem Smart Machins-Ansatz versuchen wir im Data Bereich sehr viel mehr zu automatisieren, die Leute zu entlasten stärker zu wachsen ohne Kosten aufzubauen.

00:01:31: dazu zählt natürlich auch das ERP.

00:01:32: letztendlich besteht der Techbereich in HMV hier zwanzig aus vier Säulen.

00:01:36: es ist einmal Infrastructure viele wissen dass wir eigene Lager haben T-Technischer Ausstatten mit Scannern, mit Wi-Fi und so weiter.

00:01:42: Zum Zweiten ist das der Data Bereich in dem wir sehr stark schauen aus allen Unternehmensbereichen eine homogene und konsistente Datenstruktur in einem Database zu bauen.

00:01:50: was wir alle Optimierungsprobleme haben hat bei Humphilien-Twenty auch die aus dem ERP holistisch lösen kann.

00:01:55: da unten das ist der Shopping Experience Bereich und dass es natürlich nicht zu guter Letzt sondern auch insbesondere unser Operating System für Furniture wie wir das nennen unsere SAP Umgebung unserer ERP den ganzen Möbelbereich also unsere Vagerlagerhaltungen Einkauf Instributionen, aber auch eben Finance usw.

00:02:11: Und das ist sehr spannend und da freue ich mich heute berichten zu können!

00:02:14: Wie ich es vermuten würde sind diese vier Bereiche Infrastructure Data Shopping Experience und Operating System wahrscheinlich auch interdependente miteinander vernetzt quasi oder?

00:02:22: Total

00:02:23: genau also die hängen natürlich ganz eng zusammen und sind eine große IT-Plattform.

00:02:26: Die meisten der Menschen, die zuhören können mit ERP was anfangen.

00:02:29: Aber lass uns trotzdem mal so einen kleinen Grundritt machen.

00:02:31: Was das ist?

00:02:32: Was für Umsetzungsformen du so siehst ... Weil was bei mir aufschlägt, ist auf der einen Seite die SAP-Millionengreber mal ein bisschen dispektierlich gesagt.

00:02:39: Diese Little Story ist ja sehr stark durch die Presse gegangen.

00:02:42: Auf der anderen Seite Eigenbaulösung und dann irgendwie was dazwischen.

00:02:45: Das sind sozusagen diese warbare Masse, die ich beim Thema ERP höre.

00:02:48: Für jeden ist es total wichtig und jeder hat Schmerz dabei.

00:02:51: aber ich glaub mal so eine kleine Grundschule oder das kleine einmal eins des ERPs wäre vielleicht zur Aufmachung nicht so verkehrt

00:02:56: ist liegt auch in der Natur der Sache, weil das EAP, da steht ja für Enterprise Resource Planning.

00:03:01: Ist ein sehr weiter Begriff und entsprechend sammeln sich alle Unternehmen, Softwares oder IT-Systeme in diesem EAP Sammelbegriff.

00:03:08: Und entsprechend hast du natürlich auch die Sammlung all möglicher Probleme, die die IT so häufig mit sich bringt in diesen Begriff ohne letztendlich den einzelnen Vendoren, Anbietern, Herstellern oder Implementierungspartner zu nahetreten zu müssen.

00:03:17: Es ist natürlich häufig die Probleme, welche einfach jedes IT System in einer Organisation, die möglicherweise dynamisch ist, mit sich bringt.

00:03:23: Letztendlich steht Enterprise Resource planning alle IT-Systeme, die du brauchst als Unternehmen.

00:03:29: deinem Unternehmenszwerg gerecht zu werden.

00:03:31: Wenn du zum Beispiel ein produzierendes Unternehmen bist, sagten wir mal vor, du stellst Eisenbahnwagons her dann brauchst du einen riesigen Lager aus ganz vielen unterschiedlichen Teilen die dir Zulieferer wiederum in deinen Lager packen müssen und du einkaufen musst um einen Wagen herzustellen.

00:03:45: Da kann man das besteht aus zehntausend Teilen.

00:03:47: da musst du genau wissen was der Stückliste ist für so ein Wagon muss halt parat haben um dann möglichst effizient deine Assemblylines seine Werkstätten die diesen wagen zusammenbauen auszulasten.

00:03:57: und entsprechend hast down aus seiner Planung, aus deiner Absatzplanung.

00:04:00: Was für Bedarfe habe ich?

00:04:01: Wo habe ich die Lager?

00:04:03: Muss nicht möglicherweise berücksichtigen dass ich bestimmte Mindestbestellmengen habe oder Mindestabnahme-Mengen haben in Asien, die ich entsprechend frühzeitig anmelden muss bei meinen Herstellern damit die das wiederum produzieren können und und und.

00:04:13: Und das ist letztendlich alles was so ein ERP für dich macht zumindest für ein produziertes Gewerbe.

00:04:19: Wenn du jetzt Händler wärst ähnliche Sache möglicherweise hast du nun Quote to order Prozess.

00:04:23: Das heißt also du stellst ein Angebot musst dann aber ziemlich schnell wissen Kann ich das überhaupt erfüllen, dieses Angebot?

00:04:29: Und dann wenn du diese Order hast von deinem Kunden, dann willst du diesen Order-to-cash-Prozess durchlaufen.

00:04:34: Die Orderfulfilling ausliefern möglicherweise Aufstellen, möglicherweise andere Verträge die du drum herum hast erfülen und dann eben die Kohle einsacken.

00:04:41: Das Cash Collecting ist ganz wichtig!

00:04:42: Ich muss auch jedes Unternehmen machen.

00:04:44: deswegen hat ein ERP immer einen sehr großen Finance Teil und dann sowas wie Dunning und Emanwesen und Pipapoda hinter dran und dann kommen auch in regelmäßigen Abständen die Freunde der Wirtschaftsprüfer durch die Tür gelaufen und wollen wissen ob möglicherweise Bescheiß oder ob da ein Mitarbeiter sich im Lager immer Donalds das Nachmittag was mitnimmt und dass möglicherweise nicht auffällt.

00:05:03: Und in Konsistenzen hast du deine Lagerhaltung, was dein Lagerbestand wert ist usw.

00:05:07: Und auch das macht häufig an ERP für dich mit, dass du eben aus der IT heraus zentralisier deine Bücher prüfen kannst und grundsätzlich eben nochmal zusammengefasst hast du alle möglichen Ressourcen – es ist eben aber Kapital-, aber auch Humankapital– alle mögliche Assets die du hast werden verwaltet, mit denen du planen musst und das sammelt einen... zusammen.

00:05:26: Da gibt es unterschiedliche Anbieter, SAP gibt's ein Oracle, da gibt auch Microsoft große ERP-Anbietern die große Systeme bauen, große Datenbanksystemen die letztendlich diese ganzen Funktionalitäten nicht nannte abbilden.

00:05:38: aber es gibt auch eine wachsende Zahl an Software as a Service.

00:05:42: Unternehmen die Teile eines ERPs anbieten und beispielsweise im Personalmanagement oder eben in für die Lagerverwaltung oder für die Logistik Teile übernehmen das dann doch besser und spezialisierter können auf Branchen abgestimmt als generischen ERP-Einbieter.

00:05:56: und gleichzeitig hast du von den Cloud-Providern wie AWS, Azure, DigitalOcean, Google immer mehr Commodatization in diesen ganzen Datenbankapplikationen Event Driven Architectures

00:06:07: usw.,

00:06:08: sodass du auch von unten immer mehr Produkte findest die eigentlich das selber bauen eines ERPs ermöglichen.

00:06:14: So, und ich glaube das ist so der State-Destin was heute passiert.

00:06:17: Große Unternehmen, insbesondere die die produzieren im DAX laufen auf SAP.

00:06:21: SAP ist das wertvollste deutsche Unternehmen im DAx und das zu Recht.

00:06:25: sicherlich wird es auch noch sehr lange so bleiben.

00:06:28: entsprechend hast du eben gerade in großen Firmen viel SAP aber eben auch in kleinen Unternehmens, insbesondere Internet also Vertriebskanal getriebene Firmen die sehr stark aus CRM oder so Internet Marketplace Getriebenen.

00:06:38: bis denn dass es kaum zunehmend andere ERPs oder Stückwerk RPA oder Robotic Process Automation, API First, Headless und Development führt dazu dass große ERP-Amproverter eigentlich sogar Marktanteil ist zumindest in diesen innovativeren kleineren aber eben für stark wachsenden Unternehmen ein Stück weit es nicht so leicht haben.

00:06:59: Gut, also wir haben quasi große Anbieter.

00:07:02: Wir haben die Saas-Softwares, die du genannt hast ... Man beobachtet ja auch das.

00:07:06: Sachen aus dem CRM Bereich, die relativ vertriebsnah sind, reinrutschen in diesen Bereich und dann hat man eine gewisse Anzahl an Implementierungspartnern.

00:07:12: Es hört bei der Software selbst nicht auf, sondern nicht selten.

00:07:15: Hast du noch eine kleine Armee von externalisiertem Knowhow, die dir bei der Umsetzung hilft?

00:07:19: Wie war denn der Umsetzungsstand als du zu Humphirren XX gekommen bist?

00:07:22: Weil ich weiß, vor deiner Zeit, dass so Inventory Management ... Und es ist immer ein großes Thema.

00:07:28: Denn Sam war es auch viel gesehen, dass wenn die solche Themen international ausgerollt haben.

00:07:31: Dass immer SKUs so ein Thema waren.

00:07:33: also wie viele Produkte hast du bei dir im Shop?

00:07:35: Und das ist ja nicht so ganz trivial speziell Humpfchen-Zwanzig.

00:07:37: Erinnere ich mich hatte mal eine ganze Zeit lang meine ich seinen Marktplatz offline genommen weil man halt gemerkt hat okay jede Schraube war der einzelne Verteck der Räume mal ordentlich auf.

00:07:44: Also ihr habt da sehr viel Wissen erarbeitet schon bevor du da warst.

00:07:47: und jetzt würde mich mal interessieren was war so Status quo als Du angefangen hast vor drei Jahren?

00:07:50: Genau also der Status quo ist total spannend.

00:07:52: genau die Lernungs die wir da mitgenommen haben teile ich gern.

00:07:55: Ich glaube bevor Mann da einsteigt nochmal einen Schritt zurück.

00:07:58: Was sind Implementierungspartner?

00:08:00: Also, je jedes Unternehmen entscheidet sich ja ganz konzeptionell kaufen wie eines Software oder entwickeln wir selber.

00:08:06: Für viele Unternehmen ist das keine Frage weil sie gar nicht die Möglichkeit haben software selber zu entwickeln und auch nicht die Expertise und auch das strategische Bedürfnis sehen dass aufzubauen und entsprechen dann sagen okay hey wir wollen dieses software kaufen.

00:08:18: wir sehen den bedarf unsere Prozesse zu optimieren so weiter zu digitalisieren.

00:08:22: also eigentlich jeder heutzutage in der neunzigermaite anders hat seine prozesse digitalisiert sonst würde es nämlich mehr existieren.

00:08:28: Aber das war eine Entscheidung, die damals getroffen werden musste und das konnte man natürlich nicht alleine tun.

00:08:31: SAP oder auch ein Oracle oder eben auch einen Microsoft sagt hey wir sind ein Software Hersteller!

00:08:37: Wir sind keine Agentur, die euch hilft für euch jetzt unsere Software anzupassen.

00:08:41: Das kann man dazu buchen es gibt es auch ist aber sehr sehr teuer so dass es eben so einer Sekundärmarkt aus großen Agenturen sage ich jetzt mal gibt, die dir helfen diese Softwareprojekte also die Einführungen eines ERPs Bewerkstelligen und die übernehmen im Grunde diesen Nitty Gritty etwas undankbarer Aufgabe, das Unternehmen zu vermessen.

00:08:59: Zu verstehen was sie eigentlich brauchen um dann die Lösung, die sie dann einkaufen von großen ERP-Herstellern anzupassen mit zum Erfolg zu bringen.

00:09:06: Und das ist letztendlich ganz häufig im BtoB Software so dass du Agenturen hast, die das für dich einführen aber dann hast du natürlich am Ende eine Software die du möglicherweise selber gar nicht als Unternehmen zwar gekauft hast, aber gar nicht unbedingt verstehst!

00:09:16: So jetzt gucken wir mal vor drei Jahren.

00:09:18: in der Tat hatte um vierundzwanzig zu dem Zeitpunkt ein ERP von Microsoft Das Navision System was relativ gängig war zu dem Interessant zu verstehen ist auch, dass eigentlich viele Unternehmen gerade so aus der two thousand nine oder zwei tausend sieben bis zweitausend zwölfer Kohorte vor Alice und Bob von Rocket viel mit Magento gestartet sind.

00:09:38: Und eigentlich aus dem Web Shop Gedanken heraus sich dann ERPs angebunden haben.

00:09:42: Deswegen sind viele Architekturen auch heute noch so, das es im Grunde eine Trennung gibt zwischen Web Shop und ERP.

00:09:47: Das war auch bei Humphillian-Zwanzig nicht anders.

00:09:48: Auch Humphilian Zwanzi hat diese Transformation durchgemacht, hat sich dann aber irgendwann von Magento verabschiedet weiterbetrieben, funktioniert dann auch sehr gut in Merger mit Fashion for Home.

00:09:58: Als es dann aber klar wurde das der Börsengang-Anstand und dass auch eine weitere Skalierbarkeit des Navigationssystems mit über drehundert Prozent Wachstum so nicht zu bewerkstelligen ist plus natürlich noch weitere Anforderungen dazu kommen wie bestimmte IFRS Standards die du so hättest implementieren müssen, die so das Navigation System ich hatte, entschied man sich das System ohne wegzuschmeißen und durch SAP zu ersetzen.

00:10:20: Es war eine sehr, sehr bewusste Entscheidung auch mit den Risiken die es einfach immer mit sich bringt hat dann aber auch sehr, sehr schnell ... Man hat sich sehr schnell entschieden und auch sehr schnell implementiert.

00:10:28: Es war eine, wenn nicht die schnellste SAP-Einführung eines Händlers wahrscheinlich sogar weltweit.

00:10:33: Und hatte dann aber als es dann live ging, man hatte dann erst mal getestet in Österreich, das war deine Zeitung, dass ich kam, als es live ging auch in Deutschland mit Kinderkrankheiten zu kämpfen um letztendlich alle Arten von Filmentypes, die man hatte vernünftig abzubilden.

00:10:47: Du musst verstehen, dass in so einem Endkundengeschäft mit zigtausenden Bestellungen parallel laufen unterschiedlichsten Carriern, Renus, Hermes, DPD, Tracking Codes übertragen werden müssen und also ganz viele Schnittstellen angebunden werden müssen.

00:11:01: Auch zu den Supplyern wie Dropshipen usw.

00:11:03: Und diese Schnittstellen waren teilweise nicht perfekt.

00:11:05: Teilweise führte das dazu dass wir Sachen nicht nachhalten konnten aber letztendlich war das alles sehr schnell gefixt.

00:11:10: So jetzt zu deinem Thema mit den SKUs.

00:11:12: Also letztendling ist die Frage was habe ich in meinem Sortiment?

00:11:15: Was sich gut verkauft?

00:11:16: Was eine gute Marge hat?

00:11:17: Keine Leiche wird im Lager- und Lagerplatz frisst und ich vielleicht auch noch bezahlen muss für was anderes nicht auf Lager nehmen kann, weil er der Platz belegt ist.

00:11:25: Und entsprechend musst du das sehr gut ausbalancieren und in der Regel ist in den Internet getriebenen Vertriebs- oder Merchmodellen eigentlich immer optimal mehr Assortment zu haben – mehr SKUs!

00:11:36: Das führt aber natürlich auch dazu dass du irgendwann die Qualität dieser Händler oder deiner Supplier mit denen du Einkaufs nicht immer komplett kontrollieren kannst sodass zu dem Zeitpunkt, den du ansprichst um v.a.

00:11:46: sich entschieden hat im Sinne des Kunden das Assortments zu verkleinern um eine höhere Qualität in der Auslieferung zu gewährleisten.

00:11:52: Und dann mit, sagen, sukzessive.

00:11:54: was wir jetzt auch in den letzten drei Jahren gezeigt haben ist das Sorten wieder zu vergrößern.

00:11:57: Wenn ich mich richtig entsinne die ersten drei Monate deines Jobs waren sehr viel um dieses Thema angesiedelt.

00:12:02: also ein bisschen brennende löschen was du erzählt hast diese kleineren hiccups.

00:12:05: aber auch wenn ich es richtig mitgerichtet habe seid ihr doch glaube ich gefühlt eines der wenigen was SRP ERP Systeme komplett durchvertikalisiert durch die Firma gezogen habt?

00:12:15: Mit noch einem kleinen Eigenbau dran richtig?

00:12:17: Also das System ist in der Tat auf allen operativen Bereichen implementiert.

00:12:22: Das ist nicht implementiert wie im Web Shop, also wir haben jetzt keine SAP-Lösung was dem Web Shop angeht.

00:12:26: aber in der Stadt Lagerhaltung, Finance, Einkauf, Sales and Distribution, Carrier Tracking oder Supplier Tracking läuft komplett über SAP genau.

00:12:35: Habt ihr jemals drüber nachgedacht an irgendeiner Stelle eurer Historie auf Eigenbau zu sitzen?

00:12:40: oder war immer klar, dass man auch ein bisschen gewachsen ... Du hast ja Alice und Bob von angesprochen.

00:12:43: Also das Shopsystem was unter Rock The Internet damals entstanden ist für die unterschiedlichen Zalando-Klone auch?

00:12:48: Jemals darüber nachgesagt, was komplett Eigenaufgesetztes oder einen großen Eigenentwicklungsanteil darin zu haben... Oder war klar, daß ihr sehr früh standardisieren wollt!

00:12:54: Das war eine strategische Frage, die noch vor meiner Zeit intensiv diskutiert wurde und wurde sehr deutlich mit der Bei-Entscheidung beantwortet.

00:13:02: Weil wir gemerkt haben dass wir am Ende für den Teil wenn es um Einkauf geht, wenn es zum Logistik geht, kein Rad neu erfinden müssen, sondern besser damit fahren und uns an einem Marktstandard zu halten.

00:13:18: Und dann auch die entsprechenden Prozesse übernehmen und nicht unselber, kann man das spektakulär sagen, jugendforschtartig überlegen was wir jetzt Lagerhaltung besser funktionieren?

00:13:26: Sondern das haben wir für uns nicht als Zikankompetenz entdeckt und diese Rechnung geht auch auf.

00:13:31: also wir sehen sehr gut dass insbesondere seit der Einführung von SAP via hohe zweistellige prozentuale Optimierungs- und Effizienzkwoten erzielen allein einfach dadurch geführt haben und bewusst gesagt haben, wir nehmen hier keine Silos in Kauf.

00:13:46: Die dazu führen dass wir Übergabepunkte haben Schnittstellen die nicht miteinander funktionieren sondern eigentlich innerhalb eines Ökosystems bleiben.

00:13:53: für unseren Obstbereich

00:13:55: Wie hoch war das Risiko, was ihr da gegangen seid?

00:13:57: Weil ich hab mich wie gesagt als wir telefoniert haben früh und du davon erzählt hast, was du da so tust.

00:14:01: Da habe ich mich sehr schnell erinnert an diese Lidl-Geschichte die man gelesen hat mit irgendwie fünfhundert Millionen versenkte Euros Und ich glaube da sehr viel Futter in Implementierungspartner.

00:14:08: wenn ich es richtig mitgekriegt habe Musstet ihr da sehr aufpassen diesen Weg zu gehen.

00:14:11: War das ein Risiko für euch euch da auch bisschen auf eine fremde Software anzudocken und trotzdem auch etwas anzupassen?

00:14:17: Also es gibt glaube ich keine SAP-Implementierung auf der Welt, die komplett reibungslos funktioniert.

00:14:21: Das liegt einfach daran dass du in den Kernprozessen eines Unternehmens eingreifst und im Grunde eine neue Systematik an einer neuen Denkweise überstülbst.

00:14:29: Und du musst Mitarbeiter massiv schulen!

00:14:31: Du musst Systeme migrieren, du musst ja auch Daten von dem Eisensystem ins neue System rüber führen und konsistent halten.

00:14:37: Deswegen da passieren Fehler das ist ganz natürlich und das sagen dir die Implementierungspartner immer mit.

00:14:42: nur die Mitigation also die Adressierung dieser Risiken kannst du besser oder schlechter.

00:14:47: Ich hatte sich für eine Strategie entschieden, die letztendlich erst mal dazu fühlte, dass man einen kleinen Teil des Systems live nahm in Österreich.

00:14:53: Und das war auch richtig weil man natürlich innerhalb dieser Hyper Care Phase in Österreich relativ schnell merken konnte hey es hat hier was nicht funktioniert.

00:15:00: wir sind aber in den Volumen noch so klein, dass wir schnell händisch eingreifen können und beispielsweise per Telefon dem Lkw-Fahrer sagen müssen Hey du musst eigentlich da und dahin fahren.

00:15:08: Das war sozusagen dieser Smooth Fade In dieser neuen Software.

00:15:11: Aber Du musst halt und das ist dann der Trade Off zwei Systeme parallel Betreiben und zwar operativ.

00:15:17: Das heißt, du musst zwei Lagerhaltungssysteme betreiben.

00:15:19: Du musst zwei ERPs komplett konsistent halten!

00:15:22: Und das ist das warum sich manche Leute dann für ein Big Bang entscheiden über sagen okay ich möchte einen Stichtag haben an dem ich das alte System komplett abschalte und das neue System komplett anschalte.

00:15:32: hat aber natürlich diese Konsistenzpainter nicht.

00:15:34: Der Humvee hat sich für das andere Modell entschieden und auch rightfully so, ist ein Risiko was du kannst dass du relativ gut planen weißt ja ziemlich genau.

00:15:40: okay wenn weiß ich unser Lager stillsteht für acht Minuten.

00:15:43: was passiert dann?

00:15:43: Was kostet mich das?

00:15:44: Solche Überlegungen werden natürlich dann auch im Vorfeld gemacht und entsprechend überlegt.

00:15:48: was sind die richtigen Gegenmaßnahmen?

00:15:50: was würden wir machen falls und du testest dir einen Wolf also das ganze Unternehmen und es ist natürlich dann noch mal ein ziemlicher Stress für so eine Unternehmung.

00:15:57: Tested Teste, testet und guckt.

00:16:00: Funktioniert der Prozess so?

00:16:01: Habe ich eigentlich verstanden was ich da mache?

00:16:02: Was passiert?

00:16:03: Funktionieren meine Eskalationswege?

00:16:05: Functionieren meine sogar einen Firefighter.

00:16:07: also wenn es ein Problem gibt funktioniert mein rechte Konzept habe ich Zugriff auf das was sich sehen darf.

00:16:11: Also solche Themen, das testest du wirklich komplett durch.

00:16:13: Und damit adressierst du letztendlich diese Risiken auch in der Entwicklung weiterhin.

00:16:18: Betreibt man unterschiedliche Umgebungen?

00:16:19: Du hast ein Testsystem, du hast eine Entwicklungssysteme aus einem Live-System oder Produktivsystem und test es natürlich in diesen unterschiedlichen Stages deiner Systeme deine Änderung durch bevor du etwas live gehen lässt weil du natürlich einen Riesenfuckerpotenzial hast wenn du aus Versehen das Lager komplette abkoppelst oder sowas.

00:16:33: Das sind letztlich Methoden die auch schon seit dreißig vierzig Jahren bekannt sind und die mal sich dann so ein Projekt zu nutzen macht.

00:16:38: Was waren denn die zentralen Herausforderungen?

00:16:40: Oder was sind sie so ganz grundsätzlich beim Thema ERP und was waren Sie in Konkretum, als ihr euch dem Thema sozusagen genährt habt da eine professionellere breitere Basis zu schaffen.

00:16:49: Also ich glaube grundsätzlich kann man sagen dass jede Einführung eines ERPs wenn es eben nicht organisch mit einer Organisation mitwächst dazu führt das diese sogenannte Conways Law gebrochen wird.

00:17:00: Conways law beschreibt dass jedes IT System vorgibt wie die Unternehmens Kommunikation intern abläuft oder andersherum formuliert.

00:17:08: Und interne Kommunikationsamt im Unternehmen folgt immer diesem mentalen Modell, wie die Software auch funktioniert.

00:17:14: Anderes Beispiel wäre du hast ein Gebäude mit vier Stockwerken und du teilst deine Unternehmung auf in vier Stockwerk, dann denkt die Unternehnung in vier Stockwerken.

00:17:21: Und entsprechend ist es genauso mit der Software.

00:17:22: Wenn du jetzt eine Software hast, die du eben einführst von einem Tag auf den anderen oder von einem Jahr auf das andere, da musst du diese mentalen Modelle, diese Stockwerke quasi abschaffen und umbauen und die Leute umsetzen und anders denken lassen.

00:17:33: Das führt immer zu... Reibereien.

00:17:36: Neben den ganzen technischen Herausforderungen, über die du möglicherweise sogar noch mehr Kontrolle hast als über die Köpfe der einer Mitarbeiter.

00:17:42: Diese IT-Herausforderung, die wir gerade schon länger beschworen haben aber auch diese organisatorische Herausforderung dass du Prozesse neu trainieren musst und so weiter Das ist glaube ich für jedes Unternehmen ein Stretch.

00:17:50: Und wenn du eben so schnell bist wie in den Home-Firmware'en, so agil und auch ständig unter wahnsinnigem Zeitdruck arbeiten möchtest und das ja auch Teil eines DNA verstehst dann gibt's da auch mal eine blause Auge oder gibt es eben auch nochmal Sachen die nicht funktionieren.

00:18:04: Aber es ist am Ende unter dem Strich viel wertvoller, dass du schnell bist.

00:18:08: Adeptiv bleibst, Survival of the Most Adaptable sozusagen und das war aber letztendlich auch für Rundfunk zwanzig ein Stretch.

00:18:14: Wir halt entsprechend an allen Supply sagen müssen so was mal auf jetzt nehmen gehen wir eine andere Schnittstelle usw.

00:18:19: Okay also das war quasi dein erstes Learning Das nach diesem Conways Law was Du gerade zitiert hast quasi euer System damit vorgegeben hat wie ihr kommuniziert.

00:18:27: Also das ist nicht nur darum ging ne Grundlage Für die geschäftliche Abwicklung zu schaffen sondern Dass Die gesamte Unternehmenskommunikation sich danach eigentlich wieder neu justiert.

00:18:34: Genau, das hat aber auch eben einen riesen Vorteil.

00:18:36: Was wir bei uns sehen ist, wenn du eine Standard-Software einführst und möchtest möglichst nahemstandard bleiben, führt es dazu, dass deine Disziplin in der Denkweise und in der Themenologie in der Sprache eben halt auch eine Vereinheitlichung erfährt.

00:18:48: Weil du ja eines Software kaufst, die dir ein Ögosystem mitgibt, in dem du dich bewegen kannst oder dass du sprechen kannst, indem du Gemeinsamkeiten hast, indem Du gemeinsame Schnittstellen hast, gemeinsame Datenformate... Und das führt zu einer Effizienz!

00:18:59: Wenn du das zulässt in deinem Unternehmen – so haben wir sie eben bei Humphillian.

00:19:03: deutlich, deutlich viel zenter zu werden als wir es vorher mit zu Zeiten von Navigin niemals waren.

00:19:07: Auch heute viel besser operieren zu können, als wir vorher in der Lage waren und auch viel schneller und viel konsistenter weiterentwickeln können auf einem ganz anderen Scale.

00:19:15: Du erkaufst dir was?

00:19:16: Du hast nur ein Risiko bei einer Einführung aber am Ende hast du Benefits Benus denn dann auch vollständig mit Herz und Niere umsetzt.

00:19:22: Aber ich hab noch versucht rauszuhören bei deinem ersten Learning, ob das was Schlechtes oder was Gutes ist.

00:19:26: Dass die Kommunikation des Unternehmens mit dem System quasi ausgerichtet wird?

00:19:29: Ich glaub dass es erstmal wertneutral, du musst dir dessen bewusst sein.

00:19:32: Gerade organisch wächst am Anfang, dass du eben viel mit Google Spreadsheets oder eben damals noch Excel erhantierst und dann eben zentrale Excel Files gibt, die abgelegt werden auf zentralen Fire-Servern, die in ihrer Struktur ein stückweites Denken diktieren.

00:19:45: Und das musst du dann abschaffen weil die Tabellen dann in deinem ERP oder neuen System anders heißen.

00:19:50: So was passiert aber tagtäglich... hunderten Unternehmen, ich glaube, dessen musst du dir einfach bewusst sein und das dir zu Nutzen machen.

00:19:55: Wenn du als IT-Ler oder der CTO dann ein System architektonisch entwirft, entwirfst er damit auch einen Stück weit Unternehmenskultur und Unternehenskommunikation.

00:20:03: Zweites Learning was du mir in unserem Vorgespräch geziert hast war dass du gesagt hast naja Kontrolle ist so ein zentrales Thema wie viel Kontrolle muss ich denn über diesen ganzen Bereich haben?

00:20:12: Weil wir haben ja diese Implementierungspartner auch schon angesprochen Wie würdest du dich da aufstellen?

00:20:17: Genau, mit Kontrolle ist insbesondere Transparenz gemeint.

00:20:19: Also Verständnis ne?

00:20:21: Wenn du eine große Unternehmenssoftware einführst dich zu stark in Abhängigkeit begibst von einem Implementierungspartner hast du ein Problem.

00:20:29: spätestens dann, wenn deine Software ein Fehler hat und du es nicht fixen kannst.

00:20:32: Dann bist du angewiesen auf die Tagessätze deiner Berater, die du dann erst mal anrufen musst und reinholen musst und die dann Zeit haben müssen.

00:20:38: Zweitens kannst du nicht so gut weiterentwickeln, wenn du eigentlich dein eigenes System nicht verstehst.

00:20:42: Deswegen ist für mich ein weiteres extrem entscheidendes Learning auch wie bei der selbst entwickelten Software.

00:20:48: Da bekommst du es halt vor free, da eine Software komplett zu verstehen.

00:20:51: Und das ist eben nicht automatisch der Fall, wenn Du Software kaufst.

00:20:54: Du musst dich doch nicht verstehen, wenn ich sie kaufe.

00:20:55: Doch musst du weil du sie anpassen musst!

00:20:59: im Standard, einem ungeschliffenen Diamantenformat.

00:21:01: Und du musst sie anpassen!

00:21:03: Weil jedes Unternehmen funktioniert anders.

00:21:04: und natürlich wenn du jetzt einen Oracle oder SAP oder Microsoft einführst, kriegst du erstmal nur den Plain Vanilla-Standard.

00:21:10: Du musst ihn aber konfigurieren.

00:21:12: Diese Konfiguration ist so aufwendig das modernen wenn du mal beim Gaming die Analogie ziehen möchtest dass es fast schon wieder Entwicklung ist.

00:21:19: Das wiederum erfordert, dass du genau verstehst was du da veränderst.

00:21:21: Weil du diese Butterfly-Effekts hast das du vorne beispielsweise beim Procurement also beim Einkauf etwas änders.

00:21:27: Ein Feld einführst, ein Feld umbenennts, Unit enderst oder so was.

00:21:30: Was du dann hinten in Finance plötzlich dir auf die Füße fällt weil dieses Feld anders heißt und weil dann irgendwie die Folgeprozesse nicht mehr funktionieren.

00:21:35: Das ist der Flührensegen eines integrierten Systems.

00:21:38: Erfordert dass du es komplett verstehst, was du ändern möchtest, in welche Richtung sie ändern müssen, was die Implikation dessens sind, was Du da machst.

00:21:43: Das is für mich immer die Kontrolle über das System behalten und das wäre auch so'n Learning die Zeit zurückdrehen.

00:21:48: was ich noch stärker machen würde, wäre bei Humphillen-Zwanzig auch hier etwas wir dann eben sehr, sehr intensiv investiert haben.

00:21:55: Im Zwanzich-Achzehn dann noch stärkere in der Einführungsphase Teil der Entwicklung zu sein so dass man bis zum Bauchnavel mit den eigenen Leuten und den eigenen Köpfen die danach auch noch viele Jahre unternehmen sind diese Einführung zu gestalten.

00:22:08: Du kaufst dir natürlich mit der Agentur Zeit weil du mit mehr Köpfe mehr Händen deine ERP Software schneller einfällst aber du musst halt immer sicherstellen das du es komplett verstehst was da passiert.

00:22:18: Wenn du keine Kontrolle mehr hast über deine Software, dann wird es schwierig!

00:22:21: Passt eine Überleitung zu deinem dritten Learning?

00:22:23: Das habe ich noch nicht so richtig verstanden.

00:22:25: Habt ihr sozusagen viel Anpassung vorgenommen an eurer SAP-Lösung?

00:22:29: also habt ihr sozusagen viele gemoddet oder eher nicht?

00:22:32: Ja, wir haben relativ viel anpassen wollen und auch müssen.

00:22:35: Grundsätzlich kaufst du ja dich gerade schon erklärt, du kaufest im Grunde so ein Standardsystem und willst aber gegenüber deinen Kompetentern natürlich anders sein und besser sein?

00:22:42: Und hast manche Bereiche in denen du schon glaubst, dass du besser bist?

00:22:45: Auch wenn wir für uns den Standard und sozusagen die Logistik und Warnhaltung nicht als entscheidende Element getroffen haben, musst du natürlich trotzdem grade sowas wie Materialien und Taxonomie, die du brauchst um deine Produkte abzubilden nachbilden.

00:22:58: Das erfordert schon durchaus Anpassungen und das Dilemma, indem immer befindest als Kunde von einem ERP-System ist, dass du auf der einen Seite möglichst individualisiert eigentlich dann anfangen möchtest deine Learnings über die Zeit anzupassen und deine Wissen und deine Erfahrungen in dieses Software zu gießen und zu verewigen.

00:23:14: Gleichzeitig führt es aber dazu das du dich immer weiter von dem Standard entfernst und du die Möglichkeit zur Upgrades oder eben zur Erweiterung durch andere Module, die du möglicherweise dazukaufen kannst, einschränkst weil du im Grunde eine Art von Inkompatibilität herstellst.

00:23:27: Das is nicht immer ein Drama.

00:23:28: ins Moment wenn sind die nur, die eben was verändern darfst.

00:23:33: Also das Stichwort ist Konfiguration versus Programmierung, Schnittstellen erweitern oder so.

00:23:37: Dann ist es kein Problem.

00:23:38: aber wenn du halt sehr stark ans Eingemachte gehst dann könntest ein Problem werden.

00:23:42: wir bei Humphillen-Zwanzig sind uns dessen total bewusst haben deswegen immer ein sehr, sehr feines Gespür dafür wie weit wir gehen wollen wenn wir die Software anpassen wollen.

00:23:50: Okay, also den drittes Learning könnt man zusammenfassen.

00:23:52: Es gibt ein Kräfteverhältnis zwischen... Ich hab' einen Druck zu moddigen.

00:23:57: Also Anpassung auf der einen Seite um mir in den Wettbewerbsvoter zu verschaffen habe aber auf der anderen Seite quasi auszuterrieren dass ich nen Standard habe dessen Vorteil ich mir eigentlich einkaufe wo ich aber quasi immer an diesem Kräftesog bin.

00:24:07: einerseits wir haben einen Vorteil andererseits für die Standardisierung.

00:24:10: Genau Und was sind diese Leitplanken die ihr für euch definiert habt?

00:24:13: Hits aufbauen auf diesen learning.

00:24:14: Also die Leitplanken kommen mit der Software.

00:24:16: Der Vendor sagt dir sehr genau, das sind Bereiche in denen darfst du rumfummeln?

00:24:21: Salopp gesagt und das sind Bereiche von denen solltest du den Finger lassen damit du die volle Funktionalität und auch die Forward Compatibility behältest.

00:24:28: Das Tolle ist ja an diesem System dass du dir ganz viel Professionalität einkaufst.

00:24:32: Du kriegst ein tolles Tracking, du kriegste eine super rechte Verwaltung, du kannst solche Themen wie GDPA ganz anders lösen weil du im Software dazu kaufen kannst die dir das löschen und die Auskunftspflichten oder ganz anderes bewerkstelligen und das willst du dir ja nicht kaputt machen.

00:24:45: Und deswegen musst du eben dieses Kräfteverhältnis, wie du es richtig beschreibst sehr genau wahren indem du dich daran hältst was die der Wender der Hersteller dieser Software sagt wo du sagen handanlegen darfst und wo du besser die Finger von lässt.

00:24:55: Wie viel Prozent der Menschen die an eurem ERP arbeiten inhaltlich sind bei euch in Haus?

00:25:01: Und wie viele holt ihr euch über Implementierungspartner rein?

00:25:04: Unser Prinzip ist, dass wir jeden Bereich komplett selbst verstehen wollen und selbst entwickeln können.

00:25:09: Wir sagen immer, wir sind in The Driver's Seat wenn es um Entwicklung geht und holen uns nur zu Verstärkung weitere Hände dazu.

00:25:15: Unser Team aktuell sind achtzehn Leute die auf dem SAP System sitzen.

00:25:19: Wir haben aber natürlich auch an den einzelnen Fachbereichen weitere Key-User Experten sitzen sie sich sehr gut mit SAP auskennen so das ich sagen würde wirklich sehr technisches Personal sind ungefähr dreißig bis vierzig Leute die SAP sehr tief verstehen sehr gut verstehen.

00:25:35: Wie viele Ökosysteme habt ihr denn neben SAP noch implementiert, um diese ganze ERP-Landschaft und diese vier Ebenen?

00:25:41: Was du hattest Infrastructure, Data Shopping Experience und Operating System umzusetzen?

00:25:46: Wir haben neben dem SAP-System noch eine große selbstgebaute Umgebung für den Webshop und alles, was Customer Communication ist.

00:25:52: Das Gesicht und der Mund zum Kunden.

00:25:55: Customer Service im Übrigen ist auch SAP basiert von IT Seite hin.

00:25:59: Alles, was aber in zwar online Marketing ist, was Shopping Experience ist das wollen wir komplett selber kontrollieren.

00:26:04: da ist uns auch extrem wichtig dass wir bis ins letzte Detail Kontrolle haben und eben nicht diesem Dilemma ausgesetzt sind oh je jetzt müssen wir uns eigentlich einen Standard halten oder können bestimmte Produkttypen so anbieten wie wir sie wollen, sondern da wollen die eben komplette Kontrolle darüber haben.

00:26:18: Das ist als ein pure online Home and Living-Unternehmen entscheidend und das war schon vor meiner Zeit so und das bekräftige ich auch und es wird auch so bleiben führt aber dazu dass wir natürlich zwei Ökosysteme haben, die wir maintainen müssen.

00:26:30: Einmal das SAP-Ökosysteem und natürlich auch das AWS und selbst gebaute System sehr viel Golang JavaScript was eben als Ökosesysteme für sich betrachtet sehr unterschiedlich ist und du hast sehr unterschiedliche Denkweisen, sehr unterschiedlicher Technologie, unterschiedliche Konzepte.

00:26:43: klar ein System um Vodatenbanken, die geht es um Netzwerke, um Durchsätze und Tracking.

00:26:48: Und um Monitoring ist so was?

00:26:50: Du hast viele Parallelen aber die Lösungen sind sehr unterschiedlich und das führt dazu dass du natürlich immer in zwei Systemen auch als Unternehmung denken musst und verstehen musst.

00:26:59: Diese strategische Initiative die wir vorhaben betrifft das System A in dem Art und Weise im System B in der anderen Art und Weise.

00:27:05: Es gibt natürlich Schnittstellen zwischen diesen Systemen aber die müssen maintain angepasst sein und genau dieses Learning.

00:27:10: von denen sprich ich mal wieder sage Leute ihr kauft nicht die ihr mal so mir nichts dir nicht implementiert und dann läuft das, sondern ihr kauft eigentlich ein Ökosystem.

00:27:19: Und ihr kaufst eine Denkweise und ihr kauft etwas was ihr maintainen müsst.

00:27:22: Das ist eher wie in einem ganzen Fabrik als jetzt irgendwie ein Auto was sie liest und was irgendwie ausgetauscht werden kann wenn es nicht mehr funktioniert.

00:27:29: Es ist ein Learning was ich glaube gar nicht underestimated sein kann dass du Transparenz haben musst in all deinen Ökosesystemen um sich am Ende vollständig zu verstehen uns auch verändern zu können.

00:27:38: aber wir für RUMFINN-Zwanzig haben Sie eben geschafft an der Stelle die Make Entscheidung mit unserem Webshop mit unserem AWS-Base und unseren selbst gebauten Microsoft-Architektur den Teil zu besetzen, der für uns strategisch total wichtig ist.

00:27:49: Weil wir den Kunden own wollen.

00:27:51: Und auf der zweiten Seite bei der wir sehen hey da gibt es sehr, sehr gute Commodative Software von SAP die wir nutzen können diesen Vorteil nutzen können dass wir im Grunde das Rater nicht neu finden müssen war eine bewusste Entscheidung aber funktioniert bislang sehr gut.

00:28:03: Dann verstehe ich sozusagen dein viertes Learning so, die Anzahl der Ökosystem ist begrenzt.

00:28:07: Weil es zu viele Silos gibt sonst?

00:28:12: Du brauchst natürlich entsprechend viele Köpfe.

00:28:14: Also die Mental Load eines Menschen oder eines Entwicklers ist begranzt und auch die Begeisterungsfähigkeit eines Menschen für ein Ökostem ist beggrenzt oder für die Menge der Öko-Systemen ist begrainzt.

00:28:23: Daher kannst du nur eine bestimmte Anzahl von Ökohsystem in deinem Unternehmen effizient managen.

00:28:29: Ich würde soweit gehen dass ich glaube das mehr als zwei Thema für kein Unternehmen wirklich gut handelbar ist.

00:28:35: Es gibt natürlich Unternehmen, die zick weitere Mischformen haben aber ich glaube das eigentlich zwei Ökosysteme so viel best of both worlds mitbringen dass du das eigentlich ausreichend hinbekommen müsstest.

00:28:46: Ich meine mal, Hand aufs Herz ist es nicht so, dass ein Ökosystem eine eigene Kultur mitbringt.

00:28:51: Wenn du dir einen Datenbank-Spezialisten für SAP Hanah ins Haus holst, meine Vermutung wäre ... Also ich hab mich in der Salesforcewelt manchmal umgeguckt und da geht's steifer zu.

00:29:01: Da sitzt der Anzug noch enger.

00:29:03: oder tue ich den Leuten unrecht?

00:29:04: Ich glaube, du tust vielen Leuten unrecht.

00:29:06: Hast aber auch einen wahren Kern das viele Leute die jetzt sagen in SAP groß geworden sind und sich dann für eine technische Laufbahn entschieden haben nicht notwendigerweise die Gelegenheit hatten im Rahmen ihrer professionellen Karriere mal Informatik zu studieren oder links- und rechts zu gucken was nicht heißt dass sie nicht brillante SAP Entwickler oder SAP Berater sind.

00:29:27: ganz im Gegenteil ist es sogar häufig eher von Vorteil weil wenn Du uns aus Unternehmens Sicht schaust sogar die Sprache der Fachabteilung dass das Partner sogar besser spricht.

00:29:35: Das kann ein Riesenvorteil sein, weil du immer auf der anderen Seite der Flipcoin-Teckeys häufig hast die überhaupt nicht verstehen was jetzt ein Sales Mitarbeiter oder einen Marketing Mitarbeiter oder Mitarbeiterin genau möchte.

00:29:47: Insofern das kann auch ein Vortrag sein.

00:29:48: aber ja du hast natürlich gewisses deutsches Phänomen jetzt bei besagtem ERP.

00:29:53: Das war nicht immer leicht am Anfang das zu vermitteln.

00:29:56: mittlerweile sieht man natürlich eben auch dass gerade in Südamerika und in vielen Bereichen der Welt sehr viel SAP eingesetzt wird und entsprechend das auch Mitarbeiter gibt, die Englisch sprechen.

00:30:05: Aber ja du hast natürlich einfach unterschiedliche Werdegänge in diesen unterschiedlichen Generationen.

00:30:10: Das ist aber eigentlich eine Bereicherung, die du in einem diversen Umfeld für dich nutzen können musst und schaffen musst, die vielen Fähigkeiten und Stärken einzusetzen und die Schwächen in einer kleinen Form so zu arrangieren dass dir nicht wehtut.

00:30:22: Jetzt ist ja so die zentrale Frage, wenn man sich diesen ganzen Prozess mal insgesamt anschaut.

00:30:27: Wo seht ihr quasi eure Kernkompetenz?

00:30:30: Also ich hab nen Verdacht was ich jetzt bei dir rausgehört habe.

00:30:32: aber du hast ja gesagt im Prinzip was ERP angeht und auch ein paar Schnittstellen dazu bis hin zum Customer Service habt ihr auf Standardisierung gesetzt.

00:30:39: beim Shop bei allem was sozusagen Frontend User isst Eigenbau sagt ihr quasi das eure Stärke sein soll den ganzen Kunden Kontakt oder die ganze Aufbereitung wie euer Produkte da bietet da irgendwie super gut zu sein Geschichte entsprechend auszusteuern.

00:30:53: oder was habt ihr für euch festgestellt wo ihr sagt okay das können wir stattdessen einkaufen.

00:30:57: und hier ist unser Kernasset.

00:30:58: da wollen wir eigentlich IT Power und IT Know-how haben.

00:31:01: Eigentlich leitest du von deiner Unternehmensstrategie dann auf deine IT- und Systemstrategien ab.

00:31:06: Wenig Unternehmen, bei denen es umgedreht ist, die sagen okay wir haben jetzt hier irgendwie so einen supergeilen Hammer!

00:31:10: Jetzt gucken wir mal nach dem Nagel.

00:31:11: sondern das ist ja eher so dass du eine Market Opportunity Grab'n möchtest und verstehen möchtes wie krieg ich dir jetzt am effizientesten erschlossen?

00:31:18: Und so macht es Humphryon auch.

00:31:19: und es gibt vier Bereiche in denen wir stark sind und weiter ausbauen wollen.

00:31:23: Zum Einen ist es eben Value for Money.

00:31:24: Wir wollen ein sehr gutes Sortment haben was groß genug ist, dass es relevant ist.

00:31:28: Dass wir online Marketing machen können ... die Kunden das binden, was sie wollen.

00:31:32: Aber eben gleichzeitig auch nicht so groß ist... ...dass du dich verloren fühlst wie in einem eBay oder Wave-Fair.

00:31:38: Und dann zweit ist die Shopping Experience dazu.

00:31:40: Zählen wir zum einen das digitale Einkaufserlebnis,... ...aber auch das offline Einkaufserlebnis.

00:31:43: Was du jetzt an deinem Telefon hast?

00:31:45: Wir haben ja auch irgendein Retail Locations mit Outlets und Showrooms für die Kunden,... ...die ein gesteigertes Informationsbedürfnis haben... ...und beispielsweise Fabric Sample oder Stoffmuster sich anfassen wollen.

00:31:55: Das ist das Einkaufseilebnis, was total entscheidend für uns ist.

00:31:58: Dann letztlich die reibungslose Logistik.

00:32:00: Logistik ist das Dritte und das Vierte ist, das habe ich jetzt ehrlicherweise zusammengelegt mit dem Value for Money.

00:32:04: Das Assortment zusammen mit dem value for money, dass du eben viel breiter bist als gängige andere Möbelmarken die man so kennt oder die eine große Möbelmarke insofern die man kennt.

00:32:12: Dass du eben ein sehr großer Auswahl hast aus unterschiedlichen stilistischen Richtungen um eben viel mehr Heterogenität und Abwechslung hinein zu Hause zu bringen.

00:32:19: Und davon abgeleitet gucken wir uns an wie kriegen wir diese vier Pillars?

00:32:24: Wie wird es nennen intern umgesetzt?

00:32:25: was brauchen wir da für die Shopping Experience?

00:32:28: Was brauchen wir dafür das Sorten?

00:32:30: und was brauchen wir?

00:32:30: Das ist fertig von Money.

00:32:31: Das sind ganz unterschiedliche Lösungen, also beispielsweise machen wir sehr viel AI, sehr viele Machine Learning in unserem Data-Bereich um perfekt vorhersagen zu können, was unsere Abnahmemengen, beispielsweise zu Black Friday sein werden damit wir immer die richtigen Waren, die richtige Möbel rechtzeitig auf Lager haben, damit die Delivery Times kurz sind.

00:32:48: dann kaufen wir natürlich nicht sondern das entwickeln wir selber.

00:32:50: Macht ihr Data eigentlich auch komplett über SAP?

00:32:52: oder was habt ihr sozusagen dafür?

00:32:53: Systemeinsatz?

00:32:55: Das machen wir nicht über SAP, das war auch eine bewusste Entscheidung.

00:32:57: Wir replizieren SAP also wir kopieren täglich im Grunde so eine Art großen Snapshot als SAP rüber historisieren das in unserem eigenen Data Warehouse und extrahieren die Informationen, die wir brauchen.

00:33:08: Das funktioniert sehr gut weil SAP sich in ihrer Datenmarktstruktur seit drei Jahrzehnten nicht geändert hat.

00:33:12: zum anderen aber auch was sehr gut dokumentiert ist dass ermöglicht uns holistisch alle Daten aus dieser Wertschöpfungskette zusammen zu tragen.

00:33:19: Also wir sehen zum einen online Marketingdaten verstehen Nachfrage von unseren Kunden sind sehr früh auf Basis, beispielsweise Versuch begriffen.

00:33:26: Wir kennen aber eben halt auch den Competitor-Markt dem ja dann auch in dieses Data Warehouse einfrieden.

00:33:30: wir sehen aber auch die Supplierpreise, wir sehen die Logistikpreise und führen das alles zusammen um letztendlich die ganzen Entscheidungen welche Mengen kaufen wir zu welchem Zeitpunkt ein?

00:33:39: Welcher Supplier hat Assortment was für uns relevant ist oder für unsere Kunden ist noch relevant ist?

00:33:45: Welche Art von Skills brauchen wir für Customer Service um doch besser zu werden?

00:33:49: wo sollten wir ein weiteres oder sollten wir weiteres Lager aufmachen ja oder nein?

00:33:53: Was sind die besten Preise in welcher

00:33:55: Kategorie?".

00:33:56: Diese vielen, vielen Fragen hängen von so dermaßen vielen Einflussfaktoren ab.

00:33:59: Dass das nicht alleine beantwortbar wäre aus SAP heraus und dass wir damals uns entschieden haben was wir über dieses holistische Data Warehouse nennen zu bauen.

00:34:07: Habt ihr ja nicht jemals drüber nachgedacht, die ganze Shopping Experience, Frontend, Shop-Erfahrung auch mit einem Standardsystem umzusetzen?

00:34:13: Also jetzt gesagt anfangs war irgendwie Magento immer so ein Startpunkt für viele Rocket Adventures.

00:34:18: Was ja auch rum vierundzwanzig ist dann im Prinzip abgetrennt aber trotzdem den Kern Microsoft Navision behalten.

00:34:23: habt ihr mal darüber nachgedachten sowas wie Spryker oder das besagte Magento oder noch eine oder zwei andere, die es da gibt Da wieder sozusagen auf ne Standardisierung zu setzen?

00:34:30: Oder ist das irgendwie nie Thema gewesen?

00:34:32: Das war nie ein echtes Thema weil wir immer Reading-Edge waren unterschiedlicher Technologien.

00:34:38: Beispielsweise Virtuality, kannst du in unserer App mal ausprobieren ist ganz cool war für uns immer entscheidend.

00:34:43: deswegen auch eine Native App gebaut für den Furniture Bereich.

00:34:45: wir glauben das es für Virtuality eigentlich nur zwei Anwendungsfälle gibt.

00:34:48: so ein ist Porn und das andere ist Furnisher Und wir sind im Letzteren.

00:34:51: Deswegen hat das für uns keine Entscheidung ob wir da was kaufen oder Commodatizen.

00:34:54: Das zweite genau Front End War eigentlich auch immer klar dass Du in einem komplizierten Bereich wie Möbeln Möbel ist ja gar nicht so leicht Es ist jetzt ja nicht wie ein Tonerkartusche Oder irgendwie einen HDMI Kabel.

00:35:04: also was du kaufst Du musst schon sehr genau verstehen was für Materialien, was für Größen.

00:35:08: Wie sind die anderen Darstellungsweisen?

00:35:09: Du brauchst sehr viel Assets und hast Konfigurationsmöglichkeiten.

00:35:13: Hast du einen Foot-Peace an deinem Sessel dran

00:35:15: usw.?

00:35:15: Das möchtest du möglicherweise konfigurieren oder eben auch frei zur Wahl stellen.

00:35:19: dann hast du in der Logistik ganz andere Herausforderungen und möchtet dem Kunden möglicherweise auch transparent machen das unterschiedliche Bereiche Postletzelnbereiche anders angesteuert werden.

00:35:28: Und das schaffst du mit Commodities Technologie per se nicht!

00:35:31: Du müsst es dir de facto so stark verändern dass du am Ende doch wieder selbst entwickelst und deswegen hatten wir uns dafür entschieden, sie von Anfang an Full-Stack zu bauen was den Shopping Experience Bereichen geht.

00:35:41: Gut lieber Johannes das war ein echt spannender Ritt.

00:35:43: Magst du mal so abschließend nochmal zurückblicken?

00:35:45: Du hast ja schon gesagt beim Thema Learning III Kontrolle behalten ist der sehr wichtig und vollständig sein System zu verstehen dass du im Nachgang da vielleicht so ein bisschen mehr Fokus draufgesetzt hättest.

00:35:54: gibt es sonst so Sachen wo du sagst hey mit meinem Wissen von heute hätte ich dies oder das anders gemacht.

00:35:58: beim Thema ARP

00:35:59: Im Nachhinein ist man immer schlauer als in allem, denke ich war das schon sinnvoll wie wir das gemacht haben.

00:36:04: Ich denke wir hätten schneller unsere eigenen Leute integrieren müssen im Entwicklungsprozess genau.

00:36:08: Wir hätten uns glaube ich mehr Zeit geben müssen in der Testphase.

00:36:11: gleichzeitig lernst du aber auch immer nur was nicht funktioniert wenn du es dann halt auch wirklich mal ausprobierst?

00:36:15: Ich glaube dass war denn ein Learning.

00:36:17: Im Ergebnis ist da sehr zufrieden.

00:36:19: Potenzial.

00:36:19: was wir noch heben können ist aus beiden Ökosystemen noch mehr zu lernen und den Austausch noch stärker zu fördern.

00:36:25: Wir müssen häufig sozusagen zwei Gehirnhälften teilen einführen, denken wir dann immer eine SAP-Denkweise haben und einmal eine Microsoft-Denkweise haben.

00:36:33: Letztendlich wahrscheinlich ein Evolutionsprozess der jetzt auch im dritten Jahr wahrscheinlich vielleicht zu viel verlangt.

00:36:38: wäre dass man das schon sofort voraussetzen kann.

00:36:39: aber da glaube ich dass wir noch viele lernen können.

00:36:42: Einletzte Sache noch, was ist mit dem ganzen Thema Kosten?

00:36:44: Also wir haben ja jetzt bei euch einen Ritt verfolgt auch eine Genese die man als Unternehmer hat.

00:36:49: Kannst du Menschen, die sich vielleicht in der Rolle von euch vor fünf Jahren oder sowas befinden mal so ein Gefühl geben wie sich der Kostenrahmen verändert wenn man eure Fahne da beschreitet?

00:36:59: Das ist schwer zu vergleichen, weil du auf der einen Seite natürlich sowas wie Personalkosten und Betriebskosten, Lizenzkosten ist relativ klar.

00:37:06: In unserem Fall war das sogar so, dass wir, als wir SAP eingeführt haben, auf Personal-, Lizenz- und Betrieb deutlich gespart haben einfach, weil wir in unserer damaligen Navisionumgebung sehr vertikal skalieren mussten und sehr teure Lizenzen einkaufen mussten zum anderen aber eben auch sehr teures Server mieten mussten.

00:37:22: Das hat sich verbessert.

00:37:23: wirklich richtig, richtig teuer sind die Opportunitätskosten d. h., also das was du möglicherweise nicht zu bauen, was aber strategisch entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens ist.

00:37:32: Und da war eigentlich immer die consideration hey wir müssen uns professionellisieren und wir müssen weiterkommen weil es sonst richtig, richtig teuer wird wenn wir es nicht schaffen eine listed company zu werden auf einem backbauen der uns locker zu einer milliarde umsatz trägt wenn ich sogar noch weiter.

00:37:45: Johannes es hat viel viel spaß gemacht und vielen vielen dank dass du so viele offene insights mit uns geteilt hast.

00:37:50: also wirklich echt spannend weil ich glaube an der front kämpfen viele.

00:37:53: von daher bin gespannt was dann auch über die jahre von dir so kommt und danke dir schon mal ganz herzlich

00:37:58: Sehr gern.

00:37:58: Vielen Dank für dir!

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