Mit dem Tribe-Modell das Kerngeschäft transformieren | #Transformation 💻

Shownotes

EXPERTENGESPRÄCH | Tribe und Squad statt Bereich und Abteilung. Ist das nur Rebranding oder steckt doch mehr dahinter? Andreas Reinhold, Head of Property bei Signal Iduna, erklärt, wie sie durch agile Transformation das Kerngeschäft modernisieren. Er erklärt Joel, wie die laterale Vernetzung mit Tribes und Chaptern zu schnelleren Entscheidungen führt und Mitarbeiter empowered. Weiterhin bespricht er Frontbeispiele, wie sich das Versicherungsunternehmen an ein modernes Environment anpasst. Du erfährst... ...wie die Organisation in Tribes, Squads und Chapter funktioniert ...wie Tribes die Zusammenarbeit in Unternehmen verbessern ...welche Unterschiede es in der Arbeitsweise traditioneller Organisationen gibt ...wie mit Tribes geplant wird ...wie Remote die Dynamik verändert hat ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Digitalisierung: Und dazu haben wir uns die Besten an Bord geholt: Mit Viessmann gefolgt von Signal Iduna haben wir zwei erfolgreiche deutsche Mittelständler, die als Paradebeispiele gelten, wenn es darum geht, ein bestehendes Erfolgsgeschäft digital zu transformieren. Dazu erzählen Mitarbeiter:innen aus unterschiedlichen Bereichen wie ihre konkrete Arbeit aussieht und geben damit eine Blaupause für andere, die sich digitalisieren wollen. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Andreas Reinhold, __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:05:03) Was genau ist ein Tribe? (00:06:28) Zusammenarbeit der Tribes (00:08:26) Unterschiede in der Arbeitsweise (00:10:31) Erste Reaktion auf das neue System (00:13:05) Die Rolle der Tribeleads (00:15:57) Organisationsform und Führungsstil (00:19:03) Squads und Chapter (00:32:30) Zielsetzung (00:35:29) Wie hat Remote das Arbeiten verändert? (00:41:22) Frontbeispiel New Mobility __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns  👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.

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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Transform Podcast von Digital Compact.

00:00:11: Mein Name ist Jack Katzmarek und heute tauchen wir ein in die Transformation des Kerngeschäfts.

00:00:16: Wir haben ja bisher eine Transformationsreihe, sehr viel darüber geredet wie erschließ ich mir neue Bereiche?

00:00:20: Wie mache ich das?

00:00:20: sozusagen an Plainfield also wenn es komplett neu gestartet wird?

00:00:24: und heute sollen wir wirklich mal dazu übergehen mal Kerngeschäfte zu betrachten und durchaus auch mal Kern-Geschäft was vielleicht gar nicht so techlastig ist wie man das manchmal gerne hätte.

00:00:32: Also wie mache ich eigentlich Transformationen wenn sich nicht um IT handelt?

00:00:35: Das ist halt unser Thema.

00:00:36: Und wir betrachten auch ganz viele Organisationsansätze Die ihr hier in der Reihe schonmal gehört habt Zum Beispiel, wie funktioniert es eigentlich wenn ich mich in Tribes organisiere?

00:00:44: Wie mache ich Planung, wenn ich mit Sprints arbeite und vieles mehr.

00:00:47: Dazu habe ich einen super spannenden Gast nämlich den lieben Andreas Reinholt!

00:00:51: Hallo Andreas schön dass du da bist auch für meine Seite aus.

00:00:54: Ganz herzlich willkommen und vielen Dank, dass du mir hier Time on Air gibst!

00:00:57: Danke, dass Du den Wissen teilst.

00:00:58: Ich hab gelernt, Du bist einer von achtzehn Tribe Leads der Signal Iduna-Gruppe was sich so entlang der ganzen Kundenanliegen bei euch wohl baut.

00:01:06: Ihr seid in Tribes organisiert.

00:01:07: da können wir ja gleich mal zu reden was das genau bedeutet.

00:01:09: aber sag doch mal ganz kurz wo Du bisher so herkommst?

00:01:12: Was Dein Background ist und ja was Du eigentlich genau tust.

00:01:15: Man hört es vielleicht ein bisschen durch ich bin von Hause aus Schwabe ich wohne aber in Köln habe einen Chef in Dortmund und dienst jetzt in Hamburg.

00:01:20: Insofern kennen wir uns wahrscheinlich schon irgendwie als der... ist bei einem Launch oder vom Flughafen.

00:01:24: Ich bin ein anderes üblicher Betriebswirt, habe eigentlich nach einer kurzen Beratungszeit das meiste meines Berufslebens in der Versicherungsbranche verbracht, achtzehn Jahre bei Darkside und unterschiedlichsten Funktionen unter anderem auch im Kosten-Controlling wie sich das von ordentlichen Schwaben gehört aber seit Jahrzehnten zehn eigentlich nur noch Kompositversicherungsthemen.

00:01:40: Kompositversicherung, dass es praktisch Sachversicherung mein Haus, Autoversehung mein Auto, aber auch Unfallversicherung und zwar sowohl im Privatkundengeschäft als auch im gewerblichen Geschäft.

00:01:49: Und ich bin seit dort für dieses Sachhaft-Flichtgeschäft verantwortlich.

00:01:55: Das ist ein Portfolio von bis zu etwa eine halbe Milliarde seit Anfang des Jahres, sind wir jetzt im Tribe für etwa um eins Komma zwei Milliarden Euro und Beitragseinnahmen verantwortliche.

00:02:04: Wow krass!

00:02:04: Gut also wir lernen.

00:02:06: du hast einen richtigen zentralen Bereich der aber wie gerade angedeutet wahrscheinlich schwierig oder herausfordernd zu digitalisieren isst.

00:02:12: Hast Du so deine top drei vorher nachher Momente?

00:02:14: Also hast du sozusagen wenn du gesagt hast du warst lange Jahre bei der AXA dass du jetzt so Elemente hast wo du denkst wow das war früher total an Und jetzt ist es sehr viel digitaler und das hat folgende Effekte.

00:02:24: Hast du so eine Elemente bei dir?

00:02:25: Ich glaube, dass sind wir mitten in der Reise.

00:02:27: Das ist zu früh um zu sagen man kann da schon eine wesentliche Transformation beobachten.

00:02:32: aber ich gebe dir mal vielleicht zum Beispiel wo man sehen kann welche Herausforderungen wir vor uns haben.

00:02:37: die Versicherungswirtschaft ist ja sehr stark so eine Branche die auch vom Sprachgebrauch her auf Antrag Versicherungsschutz gewährt.

00:02:44: Das sagt man ist auch wirklich die rechtliche Situation.

00:02:47: Wir gewähren auf Antrag Versicherungsschutz und dieser Mindset deshalb ganz tief drin bei den Menschen, bei den Mitarbeitern.

00:02:54: das war alles kein Problem zuvor.

00:02:56: zwanzig dreißig Jahren als die Versicherungsindustrie reguliert war um eine eben nur nach behördlicher Prüfung überhaupt mein Produkt auf dem Markt bringen konnte.

00:03:03: da waren diese Verhaltensweise und diese Kultur vollkommen angemessen.

00:03:07: aber mittlerweile sind wir halt im komplett anderen Umfeld.

00:03:09: es sind eigentlich ein Konsumgüterindustrie Schenner und mittlerweile auch ein Mitbewerb mit Unternehmen, die genau dieses Mindset mitbringen.

00:03:18: Die also nicht mehr auf Antrag Versicherungsschutz gewähren, sondern die um Kunden kämpfen.

00:03:22: Und genau das ist das Thema was wir bei uns auch mit rein bringen möchten und mit reinbringen müssen.

00:03:27: Das war eine der wesentlichen Gründe, weshalb wir gesagt haben Wir wollen uns agiltransformieren und wir wollen eben weg von der Struktur wo es Abteilungen und Bereiche und Hauptabteilungsleiter gibt hin zu Scourts und Tribleads.

00:03:42: Dann lass uns da doch mal genau eintauchen.

00:03:43: Also wie muss ich mir das vorstellen?

00:03:45: Was bedeutet es, ein Tribe-Lied zu sein?

00:03:47: Was ist überhaupt ein Tribe?

00:03:48: Also Tribe kenn'n nicht.

00:03:49: wenn ich irgendwie bei einem Streamingdienst meiner Wahl mir eine Fernsehserie von vor hundert Jahren angucke wo man noch als Wilde mit den Sperren durch die Gegend lief also erstammt steckt ja da irgendwie drin.

00:03:59: aber ist das sozusagen der Gedanke dass man sagt Ich hab so kleine Stämme die alle separat parallel arbeiten?

00:04:04: oder Lass uns einfach wirklich mal Basic starten.

00:04:06: was genau meint das eigentlich?

00:04:07: Du hast genau die Idee dahinter.

00:04:08: also ich habe mir auch schon die Frage gestellt Tribe Lead und was zieht es da als Tribe Lead an?

00:04:13: Und hat mir auch schon mal Gedanken gemacht, was denn ein geeignetes Outfit ist.

00:04:16: Also Tribe Lead ist tatsächlich wenn es wirklich übersetzt Stammes führst und das ist halt etwas anderes als einen Abteilungsleiter oder als Bereichsleiter.

00:04:25: die klassischen Organisationen sind ja sehr stark sozusagen ein bisschen in Stein gemeißelt.

00:04:29: Da machst du dann eine Organigramme und da ist es eben wichtig die möglichst selten zu verändern damit man nicht so oft die Organisation umbauen muss und Tribe Lead wenn man nicht eine Weisungsbefugnis hat.

00:04:43: Die Syriza Indianer können ja den Abhatschen keine Weisungen teilen, sondern man ist darauf angewiesen dass man sich da gegenseitig miteinander verzahnt.

00:04:51: Sich gegenseITich abspricht und sich drüber verständigt was für Ziele man verfolgt statt sich jetzt sozusagen genau gegenseItich vorzuschreiben was man zu tun hat.

00:04:59: Und das ist glaube ich so der Kern dieser Transformation die wir vor uns haben und deswegen haben wir halt jetzt plötzlich einen Tribe Lead und keinen Bereitsleiter mehr.

00:05:07: Wie schafft ihr trotzdem?

00:05:08: Dass diese ganzen Stämme in irgendeiner Form am gleichen?

00:05:12: also wie koordiniert man das Ganze?

00:05:14: Ist es einfach so, man gibt quasi einen Ziel und ein Werteset vor.

00:05:18: Und lässt das dann runterregnen auf seine ganzen Stämme?

00:05:20: oder wie muss ich mir das

00:05:21: vorstellen?".

00:05:22: Das kommt natürlich einerseits von oben im Sinne von dass das Unternehmen als ganzes Ziel hat und sich daraus auch für die einzelnen Tribes bestimmte Ziele ableiten.

00:05:30: aber das ist auch ein wesentlich gegenseitiger Austauschprozess wo wir eben sicherstellen möchten, dass die Tribes unter dem Strich nachher am gleichen Strang ziehen und koordiniert miteinander vorgehen.

00:05:43: Das Ganze hast du natürlich dann auch innerhalb der Tribes.

00:05:45: ich habe beispielsweise neuen Squads das sind sozusagen Unterstämme, die haben alle jeweils unterschiedliche Ziele und es ist auch wichtig, dass sie unterschiedliche ziele verfolgen in unser Geschäft ist auch sehr heterogen, dann gibt es ganz unterschiedliche Kundensegmente und ganz ganz unterschiedlich Herausforderungen, denen man da auch begegnet.

00:06:01: Also ich gebe dir mal ein Beispiel im Kfz-Geschäft haben wir heute schon eine sehr starke Digitalisierung und neunundzwanzig Prozent des Kfz-Neugeschäfts gehen heute schon über digitale Kanäle, also über Onlineabschlüsse oder über die verschiedenen Vergleicher.

00:06:14: Und ein durchschnittlicher KfZ-Vertrag hält vielleicht drei Jahre.

00:06:17: Da hast du eine ganz andere Umtrierungsgeschwindigkeit und auch ein ganz anderes Marktumfeld als beispielsweise in der Unfallversicherung.

00:06:23: Die schließst du normalerweise einmal im Leben ab und behältst dir idealerweise so für zwanzig, dreißig Jahre.

00:06:27: Hast ganz, ganz geringe Stornokoten, ganz lange Standzeiten.

00:06:31: Das sind komplett unterschiedliche Kundensegmenten und auch komplett unterschiedlichere Marktreiche.

00:06:36: Und für jeden dieser Bereiche haben wir dann eine eigene Squad, die sich halt dann richtig reinfräst in das was die Kunden dort haben wollen.

00:06:42: Was ihr Wettbewerber dort machen und dann entsprechend darauf reagiert und dann auch soweit wie möglich eben autonom aviert.

00:06:48: aber natürlich hast du auch da die Herausforderung dass man sich dagegen verzerren muss.

00:06:52: beides Quads um jetzt mal bei diesen Beispielen zu bleiben kämpft um die gleichen IT-Ressourcen kämpf von den gleichen Vertriebsressourcen und deswegen ist ja auch ein ganz ganz großes und intensives Alignment zwischen diesen Squads notwendig.

00:07:05: Ich versuche immer noch so nachzuvollziehen, ist da wirklich in der Organisationsstruktur etwas anders als es bisher so war?

00:07:12: oder ist das nur ein schöner neuer Name?

00:07:13: Weil man könnte ja auch sagen, dass nennt man irgendwie Bereichsleiter oder Abteilungsleiter und Unterabteilungs- leiter statt irgendwie Tribe und Squad.

00:07:20: Wäre ja auch denkbar gibt es in der Arbeitsweise auch noch irgendwie signifikante Unterschiede im Vergleich zu vorher?

00:07:25: Ja, wir haben in der Vergangenheit sehr stark über Projekte mit so wasserfallartigen Vorgehen gearbeitet.

00:07:31: Das heißt man hat sich da bestimmte Ziele gesetzt und dann eben Anforderungen runtergebrochen und die Anforderung sind dann wenn die IT irgendwann mal Zeit hatte auch in IT umgesetzt worden.

00:07:42: heute ist es viel stärker miteinander verzahnt.

00:07:45: also Discord Mitarbeiter egal aus welcher Disziplin sie gerade kommen egal ob die jetzt zum Beispiel aus dem Produktmanagement oder aus dem Aktuariat Betrieb oder auch aus dem IT-Bereich kommen.

00:07:56: Die sitzen alle zusammen, überlegen was braucht ein Kunde wenn er auch verstärkt durch User Research, die wir in der Vergangenheit so gut wie gar nicht hatten?

00:08:04: und da kommt dann eine Lösung raus wo eben von vornherein auch hier im Squad Mitglied klar ist okay in welche Richtung geht das?

00:08:11: Und dadurch ist ne ganz andere Vorbereitung beispielsweise bei der IT Realisierung um das dann zeitnah nach draußen zu realisieren und eben auch so zu gestalten dass es den Kunden Spaß macht mit uns in den Verkauf zu gehen und bei uns die Produkte zu kaufen.

00:08:23: Ist das eine komplette Kehrtwendung von dem, was wir früher gemacht haben?

00:08:27: Es würde ich nicht sagen.

00:08:28: Also wir haben durchaus auch in den vergangenen Jahren schon Elemente dieser Vorgehensweise angewendet und beispielsweise auch unsere letzte Privatkundenpalette die derzeit am Markt ist.

00:08:38: Die haben wir schon sehr stark mit solchen Arbeitsweisen entwickelt aber wir haben das ihr intuitiv gemacht und auch ihr vom so ein bisschen auch von Boland wie jeder einzelnen Teilprojekt Leute abhängig gemacht.

00:08:50: wie agiert man dann?

00:08:51: gearbeitet hat und das wollen wir jetzt einfach weniger dem Zufall überlassen.

00:08:54: Das wollen wir systematisch machen, und wir wollen es eben in der ganzen Breite machen.

00:08:58: also früher halt eine Produktentwicklung oder vielleicht zwei Produktentwirkungen die man so gemacht hat.

00:09:03: und jetzt wie gesagt wir haben neuen Squads die praktisch parallel vorgehen und nach der gleichen Methodik das Geschäftszeit voran bringen möchten.

00:09:10: Und wenn du jetzt mal dich zurück erinnerst an die Monate oder Wochen und Monate, als dieses neue System vorgestellt wurde mit der Einführung begonnen wurde.

00:09:18: Hast du in den ersten Sekunden gedacht was ist das denn für ein Quatsch?

00:09:22: Oder ist dir gleich aufgegangen?

00:09:24: oh ja das löst ganz viele der Probleme die ich über die Jahre in der Organisationsstruktur immer schon wieder festgestellt habe.

00:09:29: also wie war so deine initiale Resonanz auf diesem System.

00:09:33: Das war sowohl als auch, also viel Alterwein in neuen Schläuchen und wir haben deswegen auch uns im Markt ziemlich intensiv umgeschaut.

00:09:43: Also was machen andere Industrien?

00:09:45: Was machen andere Mitbewerber?

00:09:46: Haben insbesondere dann auch in Holland uns sehr genau angeschaut, was die ING-Barspelslöse macht.

00:09:51: Die hat das ja in Holland schon praktiziert bevor sie das dann in Deutschland angewendet hat.

00:09:56: Und wir haben das sehr intensiv mit den Cinema Management über die Du's and Donuts einer solchen Transformation uns unterhalten.

00:10:02: Da kam immer wieder so dieser Punkt hoch, also zum Teil machen wir das schon.

00:10:05: Das war der eine Sorge.

00:10:06: Die zweite Sorge war schmeißen wir jetzt hier die ganze Organisation über um mal auf und funktioniert es nachher alles?

00:10:12: weil ob man das jetzt so einfach aus dem Bankenbereich übertragen kann im Versicherungsbereich, das war unklar und da haben auch in vielen Bereichen Neuland betreten.

00:10:20: Und ganz ehrlich, ob da schon alle Räder ineinandergreifen, da habe ich so meine Zweifel als ich glaube dass wir uns ja durchaus noch ein paar Crunch Perioden durchhangen müssen bis sich die Zahnräder gegenseit... eingeschliffen haben.

00:10:33: Auch so das Thema hat man.

00:10:34: ein tolles Beispiel ist ja Spotify, cool also eine Einesquad bei Spotify beschäftigt sich mit dem Play Button.

00:10:39: okay Die können auch relativ autonom agieren, springen dann auf den Release Train auf.

00:10:44: Alles gut und schön kann man das auf die Versicherungswirtschaft übertragen.

00:10:47: Das funktioniert so ohne Weiteres nicht weil du hast halt nicht diese Autonomie.

00:10:51: Du hast gerade ein Unternehmen mit fünf tausend Mitarbeitern um sechs Milliarden Prämeneinnahmen.

00:10:56: Hast eine ganz andere Art von Arbeitsteilung als du das beispielsweise bei Spotify hast.

00:10:59: Das sind so die Sorgen, die ich habe und die auch meine Triplete Kollegen haben.

00:11:04: also wir wissen noch nicht ob das wirklich alles so funktioniert?

00:11:07: Und wenn er sicherlich auch einen Weg zu gehen haben.

00:11:10: Auf der anderen Seite glauben wir, dass aufbrechende Organisationen und das Umklappen in diese neue Organisationsform auch sehr viele Verkrustungen löst.

00:11:19: Und es ist sicherlich mit einem gewissen Schmerz verbunden, das wird sicherlich auch ein bisschen Kollateralschaden hinterlassen an der einen oder anderen Stelle.

00:11:26: aber wir glauben, dass der Netto-Effekt entsteht auch wenn man diese Schwierigkeit mit berücksichtigt, dass er uns nach vorne bringt und uns einfach eine bessere Position bringt.

00:11:35: eben raus aus dieser Kultur des ichgewehre Versicherungsschutz rein in Wir kämpfen im Konsumgütermarkt, das uns da erheblich voran bringt.

00:11:44: Jetzt hast du's ja vorhin so schön verglichen mit irgendwie den Apache und den Siox.

00:11:48: Ich glaub zu, wie sagt man eigentlich?

00:11:49: Den weiß ich nicht schon.

00:11:51: Also ihr habt unterschiedliche Indiana-Stämme in Anführungsstrichen bei euch.

00:11:54: Was ist denn deine Rolle?

00:11:55: Bist du der Häuptling oder so der Sitting Bull, der dann quasi die ganzen Squads koordinieren muss?

00:11:59: Was genau ist eigentlich dein Aufgabenbereich?

00:12:01: Also ich bin eine von achtzehn Triblets, wobei die Triblitz ganz unterschiedliche Funktion haben.

00:12:06: also wir haben ... Du hattest es vor allem mal kurz angesprochen der Kunde wird aufmerksam auf eine bestimmte Versicherung.

00:12:14: Der Kunde kauft dann eine Versicherung, Hatte die gekauft, dann möchte er den Service erleben und last but not least.

00:12:22: Er möchte auf meine Leistung erhalten wenn er zum Beispiel da mit dem Auto einen Unfall gehabt hat oder wenn er aus dem Urlaub zurückkommt und dann steht im Keller das Wasser.

00:12:29: Das ist praktisch genau der Schnitt den wir auch für uns Tribe Leads gewählt haben und es gibt eben unterschiedliche Tribe Leeds die entlang dieser Castle with Journey für die unterschiedlichen Kunden anlegen zuständig sind.

00:12:38: wie gesagt es gibt achtzehnt davon ich bin einer von fünf die sich mit Lösungen kaufen beschäftigen.

00:12:45: Die anderen, die los und kaufen machen sind beispielsweise in der Lebensversicherung unterwegs.

00:12:49: In der Krankenversicherung tätig.

00:12:53: wo es um das persönliche private Eigentum geht, aber auch um das betriebliche Eigentums.

00:12:58: Und ich habe natürlich auch große Abhängigkeiten.

00:13:00: also die Lösungen verkaufen können wir nur dann wenn vorher die Kunden auf uns aufmerksam geworden sind.

00:13:06: deswegen hab' ich einen ganz ganz intensiven Austausch mit den anderen Tri-Pleets die für Aufmerksamwerden zuständig sind, die vielleicht so eine Marketingvertriebsnahe Funktion immer in der klassischen Sprache spricht.

00:13:16: Ich bin natürlich auch ein ganz enger Austauschen mit unseren Lösungen erhalten.

00:13:19: Tri- Pleats weil das macht wenig Sinn dass wir sozusagen in den Produkten, denen Kunden was versprechen, was die Kollegen nicht liefern können.

00:13:26: Und ich bin natürlich auch im intensiven Austausch mit den IT-Kollegen auf der Gnade und Unterstützung Ich eben auch angewiesen werden.

00:13:33: Insofern also kein Sitting Bull sondern einer von mehreren Stammesfürsten, der sich dann auch intensiv abstimmt und intensiv verzahnt miteinander immer wieder ins Verhandlungsprozess ist.

00:13:43: Wo habe ich gerade einen Bedarf?

00:13:45: Wo kannst du mir helfen?

00:13:46: und umgekehrt wo hab' ich was was ich dir geben kann damit wir gemeinsam vorankommen?

00:13:50: Okay, also eher ein Moving Bull als ein Sitting Bull sozusagen.

00:13:54: Wenn du mal fragst was ist anders als früher?

00:13:56: Einmal kann man seelitur streiten ob jetzt aus Bereich nach Tribe, ob das ein Wesen hier Veränderungsschritt ist.

00:14:02: aber ich glaube auch diese Art und Weise wie dann sozusagen diese Häubdinge miteinander agieren hat sich kass verändert war das halt sehr stark.

00:14:10: Ich bin mit meinem Vorstand, also mit dem Vorstand den ich im Bericht im Austausch, darüber kriege ich dann die Informationen was da im Olympium im Vorstand besprochen worden ist und das ist ein sozial massgeblich für mein Handeln und meinen Vormkommen.

00:14:23: heute ist es viel mehr denn der Austauscht zwischen den einzelnen Häublingen und auch der Austausch innerhalb vom Stamm.

00:14:28: wie kommen wir hier gemeinsam voran?

00:14:30: Wer hat etwas wer braucht was und wie können wir da sozusagen durch einen geeigneten Austausche oder durch eine Fallzahnung gemeinsam vorankommen?

00:14:36: Gut, wie führt man und organisiert man so ein Tribe?

00:14:40: Also was ist die Organisationsformen und wie gestaltest du auch dein Führungsstil.

00:14:45: Ich glaube das ist eigentlich auch der Bereich wo sich die größten Veränderungen ergeben.

00:14:48: also du brauchst natürlich damit diese Austausch zwischen den Tribes in Stammesfürsten stattfinden kann.

00:14:54: Brauchst gewisse Formate.

00:14:55: Das ist bei uns insbesondere der Quarterly Business Review über den dann der laterale Austausche mit meinen Kollegen erfolgt und wir haben dann innerhalb des Tribe auch eine ganze Reihe von Austauschformaten, um dann sicherzustellen dass die Unterstämme des Quads in einem guten Art und Weise miteinander vorankommen.

00:15:11: Das sind dann die Dailies.

00:15:13: In einigen Bereichen ist Daily nicht ganz praktikabel, das ist eine E-of Weeklys wo wir sehr so intensiv auch miteinander uns austauschen.

00:15:19: Das ist der daily weekly Austausche innerhalb der Squads, da das so ganz wesentlich gehört.

00:15:23: Das es aber auch der Austauscht zwischen mir und den Product Ownern, die dann in einzelnen Squads die Verantwortung tragen.

00:15:32: zwischen den Product-Ownern, mir und den Chapterleads die fachliche Weiterentwicklungsverantwortung für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben.

00:15:40: Und wir haben eine ganze Reihe von Austauschformaten jetzt auch etabliert um diesen Austausche zu institutionalisieren sind dann natürlich auch sehr stark am experimentieren und ich glaube dass wir da auch im ersten Quartal im zweiten Quartall viel wieder über einen Haufen werfen werden was wir jetzt mal ausprobieren aber noch vieles wie dabei behalten.

00:15:58: ein wesentlicher Unterschied ist das wir viel stärker über Ziele führen.

00:16:01: Also in der Vergangenheit, wenn ich das jetzt mal ein bisschen überspitzt formuliere haben wir unseren Mitarbeitern halt immer genau erklärt was sie wie zu tun haben.

00:16:09: und das dritt in den Hintergrund.

00:16:12: Wir gehen jetzt eher auf die Frage welche Ziele wollen wir erreichen?

00:16:16: Und es bleibt dann eh dem Mitarbeiter überlassen wie Sie das genau bewerkstelligen.

00:16:20: Und das ist sowohl für mich gewöhnungsbedürftig, weil ich habe halt auch ein bisschen Erfahrung aber gerade gesagt seit Jahrzehnten eigentlich nur noch Kompositeversicherung.

00:16:28: Da hab' ich schon auch gewisse Vorstellungen wie man eine Kompositversicherung macht?

00:16:32: Wie man einen Firmenkunden Haftpflichtversichung macht.

00:16:35: und das heißt für mich jetzt im Wesentlichen auch mal loslassen Finger weg mich auf eine Vorgabe fokussieren, ohne jetzt im Detail vorzuschreiben wie das dann im einzelnen Inbieting runtergebrochen wird oder dann auch nicht draußen auf dem Markt transportiert wird.

00:16:48: Also insofern ist es für mich ein erheblicher Gewöhnungsprozess und ich krieg da immer wieder Rückfragen.

00:17:00: ist meine erste Reaktion normalerweise immer, was sind die Empfehlungen?

00:17:04: Viele sind da schon dran gewöhnt.

00:17:05: Viele Mitarbeiter haben selber schon das vorbereitet und kommen dann auch mit entspeichenden Empfehlungen.

00:17:10: aber viele sagen auch, wieso soll ich jetzt eine Empfehlung abgeben?

00:17:14: Das hat doch früher mein Chef entschieden!

00:17:15: Das ist halt genau der Punkt wo wir heute anders zusammenarbeiten.

00:17:19: Genau das ist der Kern einer agilen Transformation.

00:17:22: Du hast viel mehr Entscheidungsgewalt, auch Empowerment so dass praktisch die Empfehlungen und Entscheidungen dort getroffen werden können wo man eben auch draußen ganz nah am Markt ist.

00:17:32: was weiß ich denn als Tribeat oder was weiß du in meinem Vorstand wie wir einen bestimmten Konsegment agieren sollten?

00:17:38: Und das ist genau dieser Prozess der glaube ich den größten Unterschied ausmacht.

00:17:42: Jetzt hast du eben von Chapter Leads gesprochen.

00:17:45: Was ist das denn für eine Rolle?

00:17:46: In B-Sports beschäftigen sich sehr stark mit der konkreten inhaltlichen Arbeit, aber die Scots funktionieren natürlich nur dann wenn die Mitarbeiter auch entsprechend fachlich qualifiziert und fachli weiterentwickelt werden.

00:17:58: Und dafür sind die sogenannten Chapter Leades verantwortlich.

00:18:01: Das sind auch die, die dann letztendlich über das Haar im Pfeil entscheiden.

00:18:04: also wer wird eingestellt?

00:18:06: wo gibt es auch Entwicklungsmaßnahmen?

00:18:11: Das machen können gibt es unter anderem im sogenannten Chapter-Day, da treffen sich also alle Menschen die in den Squads vergleichbare funktionale Rollen wahrnehmen um sich gegenseitig auszutauschen.

00:18:22: Ich gebe dir mal ein Beispiel User Research braucht sowohl für die Unfallversicherung als auch für die KFZ Versicherung, Brosse sogar auch für Krankenversicherungen, Lebensversicherung und vielleicht auch für Hautgräben beispielsweise.

00:18:31: Also User Research ist eine gewisse Expertise die man in unterschiedlichsten Squads braucht Und es ist natürlich wichtig dass die User Researchers sich in die unterschiedlichen Squads einbringen.

00:18:41: Aber es ist auch wichtig, dass die User Researcher sich gegenseitig austauschen.

00:18:44: Um immer auf Balle zu sein was sind die aktuellen Trends im User Research?

00:18:48: Wie kriegst du raus?

00:18:49: Was können wir wirklich brauchen?

00:18:50: und deswegen gibt's beispielsweise das Chapter User Research oder User Interface.

00:18:55: oder auch zur Kfz Versicherung Es gibt Squads, die beschäftigen sich mit KfZ-Versicherungen neugeschäft Scott, die beschäftigen sich mit Kfz-Versicherung im Bestand oder mit neuem Mobilität.

00:19:04: Auch das ist wichtig, dass sie sich regelmäßig austauscht und deswegen gibt es einen Chapter KfZ Versicherungen Und die Chapter Leads müssen praktisch und wollen sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter auf Ballhöhe sind, was die inhaltlichen Themen angeht diese nachher in den Squads voran treiben.

00:19:20: Also du hast da sozusagen so eine Matrix.

00:19:21: Die Arbeit wird in Squads gemacht.

00:19:23: das sind auch die Product Owner Aber die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen aus den Chaptern Und weil sie dort eben auf Ball Höhe sind was die unterschiedlichen Spezialgebiete angeht haben wir dann in den squads die Inhaltliche Kompetenz um durch ein geniales Zusammenspiel der unterschiedlichen Funktionen Konorientierte Lösungen zusammenzubauen.

00:19:39: Hab ich das richtig verstanden, dass diese Chapter quasi quer über alle Squads drüber liegen?

00:19:43: oder hat jedes Squad oder jeder Tribe, Entschuldigung, seine eigenen Chapter?

00:19:48: Das geht quer.

00:19:49: Also mich hab auch.

00:19:50: in meinen Squads sind Mitarbeiter aus anderen Tribes also bei den Schafoten hast du dann noch ein paar Abhatschen mit dabei.

00:19:57: Das hilft wirklich dabei sich dann besser zu verstehen und umgekehrt.

00:20:00: Von meinen Tribe-Mitgliedern arbeiten auch einige in anderen Squads mit, mit anderen TribES.

00:20:05: Ich gebe dir mal ein Beispiel.

00:20:06: Er hat mir vorhin gesagt, die Tripes sind so nach den unterschiedlichen Kundenanliegen organisiert also in Lösungen kaufen und Service-Erlebten.

00:20:12: Gibt ihr mal einen Beispiel KZ Versicherung?

00:20:14: Wenn du Kfz-Versicherung gekauft hast, das ist sozusagen der Fokus von meinen Sports.

00:20:19: Dann wirst du irgendwann vielleicht an den Punkt kommen wo du sagst ich habe jetzt einen Unfall und dann ist es natürlich wichtig dass du ein sozusagen nahtloses Custom Experience hast in dem Moment wo du eben nicht nur kundem bist sondern auch mal eine Leistung von uns erhalten möchtest oder du möchtst irgendwas im Bestand machen.

00:20:33: Du hast vielleicht das Fahrzeug bis hin nur auf dich alleine zugelassen Und jetzt möchtet du das eben auch deine Freundin zum Beispiel mit dem Fahrzeug fahren kann Was passiert?

00:20:41: Dann möcht ihr gerne in einer Versicherung anrufen auf dem Website gehen und mit denen irgendwie teilen, dass deine Freundin jetzt auch mit dem Ding fahren soll.

00:20:47: Bist du ja auch bereit ein bisschen mehr zu zahlen?

00:20:49: Alles okay!

00:20:49: Aber das ist jetzt keine Lust da irgendeine Stunde lang in Wartestangen zu hängen oder irgendwelche Formulare auszufüllen, mit denen du dich noch nie auseinander gesetzt hast.

00:20:56: Und deswegen ist es wichtig, dass eben Leute die was für eine Kfz-Versicherung verstehen... die also in meinem Chapter beheimatet sind, dass sie dann auch in einem anderen Tribe mitarbeiten.

00:21:05: Da wo es nämlich um den das Erleben unseres Service geht und deswegen ist das wie du gerade gesagt hast, ist das eben auch querbeet?

00:21:11: Also Mitarbeiter aus Chaptern im meinem Tribe, die gehen auch in eine Tribes rein In dem Moment wo da eben auch Kunden anliegen, dann geht's hin wo ihre Expertis benötigt wird.

00:21:19: Aber ist es schon relativ komplexes zu verstehen oder?

00:21:22: Man merkt echt man muss sich da irgendwie ein denken Die Struktur ist wirklich sehr sehr anders weil sie sehr Quervernetz teilweise auch ist Ja, aber da hast du auch zum Beispiel von Spotify ganz gute YouTube-Videos die das erklären.

00:21:33: Also längst und quer also mit dieser Matrix, also mit Squads und mit Chaptern.

00:21:38: Das ist Matrix.

00:21:38: Matrix ist bei Definition erst mal ein bisschen komplizierter als so diese klassische.

00:21:43: ich habe hier meine Kamine und klassisch festgefügte hierarchische Organisationen.

00:21:48: Aber es ist so wenn du irgendwann einen Punkt kommst wo du sagst damit ich kundzentrierter bin muss ich raus aus diesen klassischen Organisationen wo eben die Link gehandelt nicht weiß was die rechte Hand war.

00:21:57: dann kommt der Zanzläufe hier in so eine Matrixstruktur.

00:21:59: und ja, das ist ein bisschen komplizierter.

00:22:01: Und kommen noch eines dazu, dass es die Dynamik.

00:22:03: In der Vergangenheit hast du halt ne Organisation gemacht und dann hast du vielleicht mal alle fünf Jahre reorganisiert.

00:22:08: aber das ist nicht mehr zettgemäß.

00:22:10: Wir werden eine ganz andere Dynamik haben, wir werden gucken ob die Sports ihre Ziele erreichen.

00:22:15: Wir werden gucken welche Sports auch ihren Beitrag zum Unternehmen erfolgreich leisten und dann werden wir feststellen okay beim Paar funktioniert das ist ganz gut und bei dem Paar funktionieren vielleicht nicht so gut.

00:22:23: da müssen wir den Squad wieder zu machen.

00:22:25: Die Leute brauchen sich keine Angst um ihren Arbeitsplatz zu machen.

00:22:28: ja sie sind ganz klar einen festen Platz in ihrem Chapter.

00:22:31: aber wenn du merkst dass in einem bestimmten Bereich ein User-Researcher eben kein Mehrwert mehr bringt, weil es laut nicht genug Nachfragen gibt.

00:22:38: Dann musst du den User- Researcher an eine andere Stelle in einen anderen Squad einsetzen.

00:22:42: Das heißt, sich an sich schon komplexe Organisationen wird wahrscheinlich nochmal dadurch komplizierter, das sich ständig ändert.

00:22:48: Aber das ist halt so!

00:22:49: Und was für ein Typ Menschen benötigst du eigentlich als Mitarbeiter und Kollegen dafür?

00:22:53: Also hast Du für Dich schon festgestellt, was so typische Eigenschaften sind die wichtig sind um in diesem Setting arbeiten zu können?

00:22:59: Du brauchst einerseits natürlich Leute, die was vom Fach verstehen.

00:23:03: Und ich glaube, das ist so ein Punkt der vielleicht gerade ein bisschen zu wenig Wertschätzung erfährt.

00:23:09: Also ich glaube Versicherungs-Nohau wird weiterhin erforderlich sein zumindest in weiten Bereichen und das ist vielleicht ein bisschen auch gegen Strich gebürstet.

00:23:17: bei uns aber... Ich habe vor einige Zeit auch noch mit einem Senior Manager von einen Skimich unterhalten und er sagte We underestimated Craftsmanship.

00:23:24: also wir haben dieses handwerkliche Fertigkeit Bankgeschäft bei den Versicherungskeschäften bei uns Das haben wir vielleicht ein bissel unterschätzten vielleicht zog irgendeinen.

00:23:33: Also das ist weiterhin noch mal Brut und Butter.

00:23:35: Aber darüber hinaus brauchst du sicherlich auch so einen gewissen Azure Mindset, es geht schon los bei den Punkten die ich vorhin angesprochen habe.

00:23:41: also du möchtest gerne selber entscheiden, möchtes gerne selber dass was du am Markt beobachtest umsetzen in entsprechende Entscheidungen und entsprechend am Markt Beobachtbare Features, Produktfeatures zum Beispiel oder Veränderung in unseren Prozessen.

00:23:57: Und der weitere Punkt ist sicherlich sehr viel Interaktion über die Chapter-Days, über die Dailies, die da in einem Einzelnsquads stattfinden.

00:24:08: Also das sind glaube ich so die drei Vorhabpunkte.

00:24:10: also Punkt eins sicherlich weiterhin fachliche Kenntnisse, Punkt zwei die Bereitschaft auch Empowerment zu leben und selber die Initiative zu ergreifen.

00:24:20: und Punkt drei dann eine stärkere Ausrichtung auf den Austausch und die Kommunikation.

00:24:24: und man könnte jetzt sich die freustellen also muss man ja jetzt sozusagen im ganzen Unternehmen die Mitarbeiterschaft austauschen, weil wir da eben auch nicht unbedingt herkommen.

00:24:33: Ne, müssen wir nicht.

00:24:34: Allein schon aus dem ersten Grund, weil bei weiterhin eben auch die Leute brauchen, die sich in der Versicherung auskennen.

00:24:38: aber was ich auch beobachte ist dass wir ganz viele Talente im Unternehmen haben eben freuen, dass jetzt mal die Bremskürze rausgemacht werden und das die Gas geben können.

00:24:48: Und dass sie jetzt in eine Art und Weise vorankommen, die halt bisher nicht möglich war als da viel stärker hierarchischer organisiert sind.

00:24:55: Ich gebe dir mal ein Beispiel.

00:24:56: Eine Kollegin hat eine total priffige Idee wie wir eine bestimmte Leistung durch Outdoor singt schneller und viel besser auch hinkriegen.

00:25:03: Dann muss man dann auch entsprechend schnell agieren, um diese Opportunität zu ergreifen.

00:25:08: Und ich wollte den Lenkungsausschuss einberufen mit zwei Vorstellen und ich glaube sechs Bereichsleitungen.

00:25:12: Allein um so einen Termin hinzukriegen brauchst du etwa sechs Wochen Vorlaufzeit.

00:25:16: Und dann habe ich gesagt, warum brauchst denn eine Entscheidung vom Lenkungsausschuss dafür?

00:25:20: Spricht irgendwas dagegen, dass du die Entscheidungen selber triffst?

00:25:22: Und als du so ein bisschen sich reingeworcht hast und sagte ne eigentlich bin ich ja diejenige, die da am besten weiß was herzumachen ist Pass auf, dann trefft die Entscheidung.

00:25:30: Informiert ein Lenkungsausschuss per Mail drüber.

00:25:32: Gebt noch mal jedem eine Möglichkeit, ein Veto einzulegen und wenn er einen Veto einlegen möchte, dann möge er sich bitte selber um den Termin

00:25:37: kümmern.".

00:25:38: Und das hat sie dann auch gemacht.

00:25:39: Wir haben innerhalb von achtundvierzig Stunden das Thema dann umgesetzt weil eben Sie empowered waren, weil sie eben auch davon gebraucht gemacht hat.

00:25:46: Die Leute sind zum Teil nicht wirklich gewohnt so zu agieren.

00:25:51: also sozusagen ich treffe jetzt selber mal die Entscheidung aber in dem Moment wo du die Möglichkeit eröffnest im Power, ihr seid jetzt diejenigen, die die Entscheidung treffen.

00:25:59: Dann geht es plötzlich viel schneller, also achtundvierzig Stunden statt sechs Wochen Vorlaufzeit.

00:26:03: Das ist glaube ich so ein bisschen der Change.

00:26:05: das sind viele auch ready for?

00:26:07: Es gibt sicherlich den einen oder anderen, der sagt ne das ist nicht meine Welt.

00:26:09: Also muss man ganz klar sagen auch bei mir im Tribe gibt es den einen und dann der sagt nee ist nicht mein Ding dafür bin ich nicht vor dreißig Jahren zum Beispiel hier in die Versicherung reingekommen oder auch vor drei Jahren die Versicherung reingegommen.

00:26:20: Ich wollte da stärker ein Umfeld haben wo mir eben gesagt wird was sich zu tun hat.

00:26:23: Gibt's auch!

00:26:24: Und das ist aber nicht schlimm.

00:26:25: also gerade auch in einer Versicherung hast du halt nicht nur die Squads und die Tribes sondern du hast ja auch sogenannte Customer Loyalty Teams oder du hast Operations Teams wo man eben sehr stark auch nach dem Hand abarbeitet, das sind sicherlich auch Bereiche wo wir in der Zukunft nicht mehr so viel von brauchen wenn stärker auch Standardprozesse automatisiert werden.

00:26:43: Aber es gibt diese Bereiche und es wird ja auch weiterhin geben und insofern gar nicht schlimm wenn jemand sagt dass ist jetzt nicht mein Ding mit dem Empowerment und ich möchte was anders machen.

00:26:51: Lass uns mal zum Thema Planung und Sprints kommen!

00:26:54: Also, du hast ja gerade ganz schön skizziert.

00:26:56: Entscheidungen in acht, vierzig Stunden umgesetzt anstatt sechs Wochen zu warten bis man auch nur das Go hat.

00:27:01: also wenn es go sozusagen schon sechs wochen dauert wäre spannend gewesen wie lange dann die Umsetzung gedauert hätte.

00:27:06: also wahrscheinlich gefühlt anderthalb Jahre.

00:27:08: aber wenn wir jetzt ins magie setting bist bist in deinem tribe mit den squats organisierst hast die quäligenen chapters.

00:27:14: Wie plan ich eigentlich mein Ja.

00:27:16: oder was sind eigentlich die Planungszyklen?

00:27:17: Auch also denkst Du in Quartalen denkst du in halb jahren monatenwochen.

00:27:21: Das wäre ganz interessant mal zu verstehen.

00:27:23: Gute Frage.

00:27:23: Es ist top down, ich meine du hast einerseits denn natürlich so eine drei Jahresvision.

00:27:27: wo möchtest du in drei Jahren stehen?

00:27:29: und das brichst ja sehr stark auch über Finanz KPI's getrieben auf Jahre runter und auf Quartale.

00:27:35: und dann machst du einmal die Planung.

00:27:37: was sind die Megatheben die ich jetzt nicht, ich sage es mal überall auf Sprintbasis Tag für Tag sozusagen von mir her schieben kann?

00:27:44: da gibt es welche.

00:27:45: Du hattest ja einen Metallkottig auch schonmal unterhalten.

00:27:47: wenn du ein Kernsystem verändern möchteste dann brauchst du so drei bis fünf jahre Umsetzungszeit, etwa um das hinzukriegen.

00:27:54: Da macht es jetzt keinen Sinn dazu früh mit der Sprintplanung im drei Wochen zu klusszubegehen.

00:27:58: Also das sind eher so die strategischen Themen wie strategische Marschrichtungen und wenn du dann die mal sozusagen praktisch durchsortiert hast, dann kommst du zum Groh der Themen, die du dann eher auch Seniarsalteile haben, die anschaust.

00:28:09: Und wir haben tatsächlich für den Tribe und für die einzelnen Squads uns überlegt was wollen wir in dem Jahr zwanzig erreichen?

00:28:16: Auch so ein bisschen im Blick auf das, was wir denn bis zum Jahr tausendundzehn stehen haben möchten ... haben wir jetzt auch für das Jahr... ... im ersten Quartal, was vielleicht mal bis April oder bis halb Jahr liegen bleiben.

00:28:30: Und das, was im Ersten Quartall ansteht, brechen wir in die Sprints runter.

00:28:35: Also welche von den einzelnen Themen packen wir im ersten Sprint an?

00:28:38: Was wollen wir zum Thema Nummer eins?

00:28:42: Was kostet bei uns eine Kfz Versicherung?

00:28:43: Die Frage wollen wir an zwei Stichtagen in diesem Jahr beantwortet haben.

00:28:47: Und was müssen wir da für entsprechende Anvorbereitungen im Laufe eines Sprints machen, das läuft jetzt in den Einzelns kurz ab und das sind jetzt auch gerade dabei die Sprintplanung zu machen.

00:28:55: Das geht dann auch mit Agilentools wie zum Beispiel Jira.

00:28:58: Wir merken es viel von den Themen die wir vor der Brust haben, sich auch wirklich für diese Sprintplanung eignen.

00:29:04: Auch gut über solche Agilentools vorangetrieben werden.

00:29:07: Aber es gibt auch das eine oder andere Thema wo man einfach mal sagen muss, dass eignet sich dann nicht für eine Sprint-Planung.

00:29:13: Das müssen wir da ein bisschen vor die Klammer ziehen und insbesondere regulatorische Themen beispielsweise also die Erfüllung von Revisionsanforderungen, eine BAFILM Prüfung beispielsweise, einen ASIN-Prüfung durch das Bundesamt, Bundesaufsichtsamt für den Finanzinstehensleistungswesen.

00:29:26: Die kannst jetzt nicht unbedingt nach Sprintmethodik machen.

00:29:28: aber andere Themen wie zum Beispiel Kfz-Tarif ist ja sehr stark Wasserfall.

00:29:32: Das machen wir sehr stark über diese Sprints, genau bis zu einen herunterbrechen.

00:29:36: Also strategisch Level wo wollen wir drei Jahren sein?

00:29:38: Was heißt das fürs Laufen im Jahr zwölfundundzwanzig?

00:29:41: was heißt es für's erste Quartal?

00:29:42: und daraus leiten dann die Sprintziele

00:29:45: ab.".

00:29:45: Und bei der Zielsetzung seid ihr da mehr in Richtung Stretchgoals unterwegs also ambitionierte Ziele wo man versucht die Organisation eher ein bisschen unter Druck zu setzen und zu sagen wenn man sich sehr anstrengt schafft man das oder versucht man wirklich sehr realistisch zu planen.

00:29:58: Ich würde sagen, es ist ein bisschen eine Mischung zwischen Stretch und Realistisch.

00:30:01: Und ich glaube wir waren bisher sehr Stretch unterwegs.

00:30:04: was ich gerade feststelle ist dass die Kolleginnen und Kollegen im Team das ein bisschen Überhitzungserscheinungen haben Das hängt vielleicht auch ein bisschen damit zusammen.

00:30:13: Wenn du aus der alten Organisation in die neue Organisation reingehst, dann brauchen die Zahnräder ein bisschen Zeit um ineinander zu greifen und dann fliegen da mal etwas Späne und dann hobelt sich da mal ein bisschen Metall ab und das ist durchaus schmerzhaft und es kostet auch sehr viel Energie.

00:30:27: Und ich merke gerade dass das sehr viel energieabverlangt, dass das die Leute auch persönlich sehr stark fordert.

00:30:34: bis einen Punkt wurde hinaus so ein bisschen überlastungserscheinungen Dronen.

00:30:37: Das ist dann, glaube ich so ein bisschen der Punkt wo du dann mal überlegen musst wie Stretch gehst?

00:30:42: Du dann vor wenn du insgesamt merkst dass dein Team gerade so eine Belastungskennze erarbeitet?

00:30:46: aber das ist glaube ich den neuen Punkt und auch das Tribe Lead ist in der Verantwortung gesteht den Druck rauszunehmen und jetzt nicht zu hart darauf irgendwelchen sehr ambitioniert gesetzten finanziellen zu bestehen.

00:30:57: Aber es wird auch andere Zeiten geben und ich glaub das sind dann auch Zeiten wo man wieder eher auf Stretch geht Und ich glaube das ist auch wichtig.

00:31:05: gibt immer ein Beispiel wir haben aktuell gerade im bestimmten Bereich.

00:31:10: etwa ein Zeitdauer von acht Wochen, bis der Kunde von uns eine Police kriegt.

00:31:14: Also du sagst uns ich möchte jetzt gerne bei euch eine Police in die Versicherung abschließen und dann dauert es acht Wochen bis Du von uns einen Brief kriegst.

00:31:22: In dem steht drin, liebe Joel, du bist jetzt bei uns versichert!

00:31:25: Das ist zugegebenermaßen nur im relativ kleinen Geschäftsbereich in der gewerblichen Sachversicherung, wo dann teilweise auch Risiken mit zehn Millionen, zwanzig Millionen, dreißig Millionen Euro versichern sind.

00:31:36: aber das ist natürlich nicht kundenorientiert kann man sagen, okay wir setzen uns das Ziel die acht Wochen auf vier Wochen runter zu kriegen.

00:31:43: Das wäre nicht wirklich Stretch und ich glaube das ist so ein Punkt wo wenn ich jetzt fragen würde Liebesquad erstellt euch vor dann würden sie sagen ne, man dreht es mal auf wir kriegen das jetzt von acht Wochen runter, kriegen wir das auf zwei Wochen und wir sind stretch wird schaffen dass jetzt in einer Woche und das ist glaube ich so dann der Punkt wo ich dann das Tri-Flight nochmal gegenhalten muss und sagen muss ich passen auf Leute schön und gut.

00:32:02: also von acht auf einem war das schon gut.

00:32:04: Ich hätte gerne sechszig Sekunden und dann kommt natürlich der Aufschrei, das geht überhaupt nicht.

00:32:08: Und dann würde ich ganz gern mal verstehen nenn mir bitte mal einen physikalischen Grund warum sich Sekunden nicht gehen?

00:32:13: Das ist glaube ich so der Punkt den wir dann wenn jetzt mal diese Anfangsphase hinter uns gebracht haben wo wir hinkommen müssen.

00:32:18: also Stretch Target im Sinne von Challenge das bisher gewohnte und hier nicht viel stärker am physisch möglichen.

00:32:24: Ja, spannend.

00:32:25: Also es ist ja echt ganz interessant was man da mal merkt.

00:32:27: so dieses Austarieren ist glaube ich ganz wichtig ne?

00:32:29: Gerade wenn so eine Komplexität in so ein Modell ist die Steuerung natürlich sehr essenziell.

00:32:33: normalerweise würde ich dich jetzt auf Sprint und Sprintplanungen fest nageln aber ich glaube da vertagen wir mal unsere Hörerinnen und Hörern in unseren Agile Leadership Podcast der demnächst mit Heiko kommt bzw hatten wir auch einiges schon dazu.

00:32:44: Was ich noch spannend finde wäre Wenn wir über diese ganze Tribe-Organisation sprechen Dieses Tribe-Modell.

00:32:49: Wie hat denn das ganze Thema Remote Also Remote-Effekt auch durch Corona, das Arbeiten verändert.

00:32:54: Hat's das eher befördert?

00:32:55: Hat es behindert?

00:32:56: Hat das irgendwie auf der einen Seite Schmerzen gebraucht und auf der anderen Seite Nutzen?

00:32:59: Was war so dein Ergebnis, wenn du das mal im Nachtrag beobachtest?

00:33:03: Sowohl als auch!

00:33:03: Ich glaub', du kannst bis zum Wissengrad durchaus remote arbeiten... ...und zwar in dem Maß was wir früher wahrscheinlich nicht für möglich gehalten haben also vor etwa einem Jahr, als Corona noch nicht wirklich ein Thema war außerhalb von Wuhan.

00:33:16: da war eigentlich bei uns die ganz klare Arbeitszubothese Squads müssen für sich arbeiten.

00:33:21: Das geht nicht, die müssen alle in Raum und das geht nicht dass sie dann irgendwie remote arbeiten.

00:33:27: Und das wäre ehrlich gesagt für uns als Konzern ein Riesenproblem gewesen.

00:33:31: Warum ist es so?

00:33:32: Wir haben zwei gleichberechtigte Hauptverwaltungen einen Dortmund und einen Hamburg.

00:33:37: Und gerade wenn du interdisziplinär arbeiten möchtest, da hast ja noch häufig eine Situation aus dem bestimmten Kompetenzzentren oder bestimmter Chapter wie in Hamburg sind und bestimmte andere Kompetenzzentren eher in Dortmund.

00:33:48: Das war früher kein Problem, wo du halt in Silos gearbeitet hast und der Austausch zwischen den Silos dann eher sporadisch war und ihr auch gar nicht gewollt.

00:33:55: aber das ist ein Problem in dem Moment wo du interdisziplinär arbeitest.

00:33:58: Und also wenn jetzt Corona nicht gekommen wäre hätte ich ein riesengroßes Problem gehabt weil ich einerseits interdiszipinär arbeiten möchte.

00:34:05: Ich möchte sowohl die Apache als auch die Shounen in den Squads drin haben.

00:34:09: Aber halt der eine stamm woanders sitzt als der andere stamm.

00:34:12: Und durch Corona sind wir in eine Situation gekommen, wo ein physisches Treffen nicht mehr möglich war.

00:34:17: Dann haben wir auch die ganze Angletransformation auf eine angelaart und weiße gemacht.

00:34:21: Haben wir uns die Frage gestellt, legen das Ganze jetzt auf Eis bis Corona vorbei ist?

00:34:25: Ne Antwort ist nein!

00:34:25: Wir entwickeln Tools, wir entwickeln Arbeitsweisen, wir verhalten's Muster um... trotz Corona, trotz Remote eben Agil arbeiten zu können.

00:34:35: Und auch wenn wir es vorher nie für möglich gehalten haben hat das schon ziemlich gut funktioniert.

00:34:39: Das hängt auch damit zusammen dass Heiko Bodak und sein Team uns ja auch echt coole Tools zur Verfügung gestellt haben die Möglichkeit mit Skype zum Beispiel zu arbeiten.

00:34:48: Das hat früher immer ziemlich geruckelt und das war nicht so ein Problem weil man sich eben für wichtige Themen physisch zusammengesetzt hat.

00:34:55: aber seit Corona haben wir da eine ganz andere Infrastruktur auch zur Verfügung gestellt bekommen.

00:34:59: benutzen dann eben auch Tools wie z.B.

00:35:02: Jira oder Vimiro als Kreativitätstool, wir nutzen OneNote in viel stärkeren Umfangs um das festzuhalten was der früher vielleicht so als Post-it an die Wand gepappt hast also für den das sind ganz neue Tools entstanden.

00:35:13: aber was ich schon merke ist wir ziehen da gerade noch ein bisschen Kapital auf und das Kapital ist die Kenntnis der Handel in Personen Die Vertrautheit mitten an der, die glaube ich eine ganz, ganz wesentliche Voraussetzung dafür ist.

00:35:25: Dass du mit wenig Reibungsverlusten zusammenarbeiten kannst.

00:35:30: und wir hatten im damaligen Bereich bei mir mal alle zusammengerottet und zwei wirklich sehr spannende Tage im Juni-ZwC offside verbracht.

00:35:39: Das war extrem wichtig um die Leute mal zusammenzubringen.

00:35:41: und auch im letzten Jahr, im September-Zweißundzwanzig gab es ja so ein Fenster wo der erste Lockdown vorbei war, aber das zweite Lockdown noch nicht begonnen hatte, wo ich dann Teil von meinem Führungsteam zusammengerufen hatte, um sich off-site für anderthalb Tage zu treffen.

00:35:54: Das war extrem wertvoll und extrem wichtig!

00:35:57: Und ich glaube wenn uns das nicht möglich ist der wird uns dauerhaft was fehlen.

00:36:02: Das ist glaube ich so die riesige Herausforderung jetzt auch in Coronazeiten wieder zum vernünftigen Motors zu kommen.

00:36:07: Was machst du persönlich zusammen?

00:36:09: On-Site oder Off-Side?

00:36:11: Was kannst Du dann aber auch remote machen?

00:36:13: Wir werden sicherlich deutlich mehr Remote arbeiten als in der Vergangenheit und ich glaub dass Thema also gerade bei uns im Konzern die zwei unterschiedlichen Standorte, was bisher auch so ein bisschen als Wettbewerbsnachteil gesehen wurde.

00:36:23: Weil man sie eben nicht sehr gut austauschen konnte.

00:36:25: Das ist vielleicht jetzt auch mehr und mehr ein Wett-Bewerfsvorteil weil wir beim Recruiting eben nicht nur darauf angewiesen sind dass wir den Spezialisten in Dortmund finden müssen sondern wir können auf zwei große Städte zurückgreifen.

00:36:36: Meistens insofern das hat auch etwas Positives mit Remote und können vielleicht auch Leute einbinden die gar nicht in einem der beiden Standorte sind, sondern jetzt.

00:36:43: zum Beispiel haben total fit Mitarbeiter rekrutiert, denen einen großen Teil seinerzeit in Kroatien verbringen möchte.

00:36:48: also ganz ganz neue Chance auch eben Skills in die Organisation reinzubringen, zu denen früher gar keinen Zugang hatte es wegen der Standortbindung.

00:36:56: Aber ich glaube du brauchst so eine gewisse Basis an persönlicher Vertrautheit damit du weißt was du tun hast auf weiß wie er tickt und dann nochmal Sachen auf einen kurzen Dienst erklären

00:37:06: kannst.".

00:37:06: Ich wollte dich gerade fragen ob ihr auf Deutsch oder auf Englisch arbeitet weil die logische Konsequenz dessen wäre ja eigentlich weltweit mein Personal zu sourcen?

00:37:15: Das wird, glaube ich, echt schwierig wegen der Sprachbarriere.

00:37:17: Weil da halt viele Mitarbeiter im Haus hast die nicht so fit in Englisch sind dass man dann eben auf Projekte auf Englische machen könnte.

00:37:23: Die Überlegungen sind schon da.

00:37:25: wir haben auch eine Tochtergesellschaft in Rumänien Bulgarien beispielsweise oder den Ungarn und da gibt es auch sehr gut ausgebildete Leute mit Skills die wir dringend benötigen.

00:37:33: Ebenumfeld Data Analytics Im Umfeld Number Crunching Actory Art etc.

00:37:37: das ist ja natürlich schon cool wenn mir das stärker nutzen könnten aber da merkt ihr einfach die Sprach Barriere ist schon echt schwierig.

00:37:43: Klar du kannst dann sagen Kontakt fokussiert sich auf ein, zwei Leute in den Squads, die dann auch Englisch können.

00:37:48: Aber in der Praxis heißt das dann halt, dass da immer so eine doppelte Buchführung haben möchte ist, dass wichtige Dokumente eben bildungual erstellt werden müssen und das ist in der praxis dann schon am besten Schwierigkeit.

00:37:58: also das sind andere Unternehmen sicherlich deutlich weiter.

00:38:01: Zählerweise hast du in der Versicherungsindustrie bisher immer noch sehr stark zu einer Marktbindung und seine richtige Internationalisierung im Sinne von dass da europaweite oder weltweite Geschäftswürde etabliert worden sind?

00:38:12: Die gibt es nicht!

00:38:14: haben lokale Repräsentanzen und lokale Versicherungsgesellschaften wie in der AXA oder eine Allianz, die dann halt von Deutschland aus in einer Auslandsgesellschaft ist.

00:38:23: Also insofern haben wir da noch ein bisschen Glück und leben auch hin an eine Welt.

00:38:26: alles zum Beispiel bei Spotify oder Microsoft.

00:38:29: Gut, vielleicht abschließend.

00:38:30: Weil wir haben jetzt ganz viel gelernt über die Organisation mit der ihr quasi euer Kerngeschäft transformiert.

00:38:35: hast du Lust oder die Möglichkeit noch ein paar Frontbeispiele zu geben auch wenn ja schon ganz viele dabei waren weil ich gelernt habe dass dieses ganze Thema New Mobility vor allem eines ist in dem ihr sehr sehr viel gearbeitet hat und haben mir auch mit dem Johannes mit eurem Chef irgendwie schon mal drüber geredet als zum Beispiel den ganzen eFloater auf kamen das man ja da als Versicherungskonzern sich auch ganz neue Gedanken machen musste und schnell handeln.

00:38:54: Hast du so ein zwei Beispiele was ihr an Projekten in diesem Bereich habt?

00:38:58: auf dieses Modell zurückgehen und wo man auch mal Effekte aufzeigen kann.

00:39:02: New Mobility ist ein gutes Beispiel.

00:39:03: Also man fährt zu sein, wir haben das Thema gestartet zum Zeitpunkt als wir noch nicht agil transformiert waren.

00:39:08: aber ich glaube so diese Art und Weise wie wir in das Thema herangegangen sind das ist ein ganz guter Blueprint für das was wir jetzt auch hier vor uns haben.

00:39:16: Ein wesentlichen Punkt ist dass du halt extrem Customer Centric arbeitest und das war zb auch New Mobilty.

00:39:21: also wir hatten natürlich schon die strategische Absicht in das thema reinzugehen und der erste Kundenkontakt den wir dazu hatten der wollte hat eine eScooter Absicherung haben.

00:39:31: Haben wir gesagt, ist ein bisschen unkonventionell.

00:39:33: also wenn du mit einer klassischen Charifierung rangehst dann kommst du da halt auf einen Modell.

00:39:39: das hat den aber nicht wirklich Spaß gemacht.

00:39:41: und während wir noch im diskutieren waren hatten sie gesagt ne also neue Entwicklungen wir wollen jetzt keine e-Scooter in Deutschland machen wir wollen in Spanien machen und das Spannendenmarkt rein.

00:39:49: Dann haben wir uns die Fragestellung, wie kriegen wir das denn hin?

00:39:51: Haben versucht, spanische Kooperationsversicher zu finden aber das hat überhaupt nicht geklappt weil sie halt auch in ihren Risikokommittees gesagt haben also E-Scooter haben wir jetzt keine hundertjährigen Zeit rein und deswegen können wir das nicht tarifieren, deswegen lassen wir da die Finger vorn.

00:40:04: Okay!

00:40:04: Also vierzehn Tage vor Weihnachten im Jahr zwei tausend achtzehnt war diese ganze Thematik und der Kunde brauchte halt spätestens am zwanzigsten zwölften die Zusage sonst hätte den Markt der Entraining bekommen.

00:40:14: Wir haben dann relativ schnell so ein überneute Sagen ist kurz zusammengestellt, um dann die verschiedenen Themen also wie wir können über das ganze Thema.

00:40:21: Wie preisen wir das Ganze?

00:40:22: Wie kriegen wir das ganze auch im spanischen Markt dann umgesetzt hinzukriegen.

00:40:26: und wir haben dann über Freedom of Service, also über die Möglichkeit innerhalb von der Europafinanz Dienstleistung anzubieten diese Abdeckungen hinbekommen.

00:40:34: Der Kunde war damals relativ wenig preisensitiv, auch deswegen weil es den halt hauptsächlich darum ging jetzt in den Markt reinzugehen, was da die Versicherung kostet, das war nebensächlich.

00:40:42: Nichtsdestotrotz haben wir uns damals schon Gedanken gemacht, sagen mal wie müsste es da eigentlich idealer Skuterverleihpreisen.

00:40:47: Der klassische Teutsche Versichere sagt, ein KFZ hat ein Jahresbeitrag und Kfz-Versicherung zahlste halt dreihundert Euro pro Jahr im Durchschnitt.

00:40:54: Und das war auch der erste Ansatz.

00:40:56: Ein E-Skute kostet halt dreihundert Euro per Jahr oder was immer auch.

00:40:59: Fünfzig Euro pro Ja.

00:41:00: Das ist aber total doof für einen Scooterbetreiber weil du hast erstmal einen enormen Cashout und du hast überhaupt keine Ahnung.

00:41:07: Das ist ein enormes Risiko, ob jetzt tatsächlich die Scooter genutzt werden oder auch vielleicht nicht.

00:41:11: Klar haste auch ein geringeres versicherungstechnisches Risiko wenn sie nur rumstehen und nicht gefahren werden.

00:41:15: aber das ist ja auch für die Kfz-Versichtung erst mal wurscht.

00:41:18: Die dreihundert Euro fürs Auto zahlst du!

00:41:19: Und da haben wir relativ schnell gemerkt dass der Kunde eigentlich was ganz anderes braucht als erst einmal fünfzig Euro Cash out für jeden Scooter.

00:41:27: und dann haben wir lange mal intern überlegt ob wir das risikotechnisch darstellen können und kamen letztlich dann auch durch die Diskussion mit dem Kunden zu einem Punkt am Genialsten.

00:41:35: Das ist eigentlich, wenn wir sagen, wenn er mehr verdient, zahlt er mehr.

00:41:38: Wenn er weniger verdient zahlt der weniger.

00:41:39: Wir machen einfach pro Minute entsprechenden Versicherungspreis.

00:41:43: Der kann so hoch sein oder kann zu niedrig sein.

00:41:45: aber das ging damals um die Frage oder hunderttausend Euro Beitrag zu zahlen.

00:41:51: Und da wir insgesamt hoch mit etwa eins, zwei Milliarden Prämien haben, haben wir nachher gesagt also ob es fünfzig oder hundertausende Euro sind das ist ein Risiko was wir in diesem Fall auch mal tragen können.

00:42:00: Ich glaube dafür sind eben Versicherungen da gegen ein relativ großes Buch dann eben auch mal solche Risiken abzupuhen.

00:42:06: Genau das haben wir gemacht und dadurch haben wir eben durch eine agile Arbeitsweise Modell entwickelt Minuten basiertes Pricing was komplett gegen den Strich des deutschen Underwriters blürstet Abweicht von den Üssens in das deutschen Kfz-Versicherungsmarkt ist, aber es sind eben extrem gut zugestätten war auf den Bedarf dieses Einkunden.

00:42:24: Das ist glaube ich zum Beispiel wo man freudigsturch eine agile Arbeitsweise, man ist interdisziplinär unterwegs hat die Leute aus den verschiedenen Kompetenzbereichen oder wir würden jetzt sagen chaptern im Team dadurch dass man sehr interaktiv auch mit dem Kunden arbeitet, konzentriert Arbeit zu Lösungen kommt, die halt richtig Spaß machen und eben auch solche Geschäftsmodelle wie den eScooter Bereich voranbringen.

00:42:43: Und wer ist denkbar, dass ihr solche Modelle auch dann auf eure Kerngeschäfte übertragt?

00:42:47: Also könnte man als Autofahrer auch sagen ich buch mir irgendwie so ein bisschen Risiko-affineren Tarif bei euch der berücksichtigt mit einem Fahrtenschreiber in meinem Auto oder wenn sich das Auto das schon verbaut hat.

00:42:57: Wie viel ich das Ding eigentlich bewege weil du hast ja komplett recht es gilt für's Auto eigentlich genauso Wenn ich Vielfahrer bin und quer durch die Republik fahre Oder einer Stadt wo vielleicht Unfallgefahr viel höher ist.

00:43:06: Es ist ja ein anderer Schnack als wenn das Ding gefühlt zu einem Garagenauto.

00:43:10: Da hast du vollkommen recht.

00:43:11: Also das sind die Überlegungen, wo wir auch dabei sind, schrittweise ranzutasten.

00:43:14: Entscheidend ist halt dann die Frage was Kunden wirklich wollen und bei der Kfz-Versicherung ist das sicherlich eine Überlegung.

00:43:21: auf der anderen Seite wenn man mal auf deine Handyrechnung guckst Früher gab es ja, ich weiß nicht ob du alt genug bist um das noch zu erinnern.

00:43:28: Gab's da wirklich Abrechnungen?

00:43:29: Sie haben so in so vielen Minuten innerhalb von Berlin telefoniert, Ortsgesprächs, sie haben so viele Minuten mit Potsdam, Zone eins telefoniert und so weiter.

00:43:38: Heute hast Du Flatrate, ja.

00:43:40: Deutsches Festnetz, deutsches Mobilfunknetz teilweise auch europareite Flats usw.

00:43:45: Und das ist genau die Überlegung der KFZ-Versicherung.

00:43:48: KF Zversicherung hast Du heute eine Flatrate.

00:43:50: Dreihundert Euro ein Jahr fahren.

00:43:51: Willst Du jetzt Flatrate?

00:43:53: weg zu, ich möchte das Ganze nochmal wirklich verstehen.

00:43:56: Also drei Cent für jeden gefahrenen Kilometer in Berlin, anderthalb Zent für jeden Gefahrenen, Kilometern in Potsdam und so weiter.

00:44:02: oder bist du hier noch mal an dem Punkt wo du sagst nee ich möchte ganz gerne Flatrate haben?

00:44:06: Ich glaube dass es Kundensegmente gibt die möchten gerne weg von der Flatrate, die sind auch deutlich besser bedient.

00:44:11: aber genau die Challenge vor unsere Squad jetzt mal rauszukriegen gibt es signifikante Segment im deutschen KFZ Versicherungsmarkt eben keine Lust mehr haben auf die Flatrate.

00:44:20: Es gibt schon einzelne Mitbewerber die das machen.

00:44:22: Aber das wird tendenziell dann eher so in den Hochrisikogruppen sein, also junge Fahrern.

00:44:26: Gerade UK zum Beispiel, da hast du typischerweise bei den älteren Erfahren fahren, hast du flat rates und wenn jung hast du pay per minute oder pay per mile.

00:44:34: Das ist also super spannend.

00:44:36: Da ist eine super spannende Frage gestellt und ich kann dir keine Antwort geben, aber die Squads, die da deutlich näher an den Kunden dran sind, die werden dann mit Sicherheit ran an das Thema und auch mit entsprechenden Lösungen kommen und dadurch den Markt für KFZ für sich aufmischen um mal nur ein Beispiel zu nennen.

00:44:50: Gut Andreas!

00:44:51: Es war doch zum Ende nochmal irgendwie ein schöner Eindruck wie diese ganze Organisationsstruktur quasi genau solche Dinge im Kerngeschäft aufbrechen kann.

00:44:57: Vielen vielen Dank!

00:44:58: Also es hat sehr viel Spaß gemacht dass man von dir auch an vielen Beispielen erklärt zu bekommen.

00:45:02: und ja hoffentlich haben auch viele die jetzt zugehört vielleicht einen Anreiz mal über solche Elemente nachzudenken.

00:45:06: Und ja, wir holen uns dann von Update von dir ein würde ich sagen wenn das Ganze sich bisschen weiter noch gesettelt hat wie sich das so entwickelt.

00:45:11: also schonmal lieben dank dir!

00:45:13: Ganz ganz lieben Dank für die Teilnahme am Podcast und bleibt dran.

00:45:16: Ich bin sicher wir werden da noch das eine oder andere Thema haben mit dem wir hier den Markt aufmischen können.

00:45:21: Mach's gut.

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