Olli Dittrich: Der Mann mit den Tausend Gesichtern | #Kunst 🎭
Shownotes
INSPIRATION | Boris Becker, Franz Beckenbauer, Meister Proper...es gibt kaum eine berühmte Figur, die Olli Dittrich in seiner Karriere noch nicht verkörpert hat. Seine Auftritte bei „Zwei Stühle eine Meinung“ zusammen mit Wigald Boning bei RTL Samstag Nacht sind legendär. Seit vielen Jahren ist er nun mit seinem Impro-Kammerspiel „Dittsche – das wirklich wahre Leben“ im Fernsehen zu sehen. Dabei wollte Olli, der Theatermalerei erlernt hat, ursprünglich mit seiner eigenen Musik groß rauskommen. Sein erstes Projekt TIM in den 80er Jahren floppte allerdings – und so kam Olli ein paar Jahre später über Umwege zum Fernsehen. Bereits Anfang der 90er hat er in einem Tonstudio im Hamburger Stadtteil Altona-Ottensen Sebastian Krumbiegel kennengelernt. So schließt sich heute ein Kreis. Viel Spaß mit dem wirklich wahren Leben von Olli Dittrich. Du erfährst... ...wie Olli zu „RTL Samstag Nacht“ kam ...warum eine Kugel Eis für das Outfit von „Dittsche“ verantwortlich ist ...etwas über den Perfektionisten Olli Dittrich ...warum man lustig sein nicht lernen kann ...wie Moritz Bleibtreu seinen Gastauftritt bei „Dittsche“ ohne eigene Schuld vermasselt hat ...warum Olli ein originales Schlagzeug der Beatles besitzt ...wie es mit „Dittsche“ weitergeht ...wie die Chancen auf eine Wiedervereinigung von „Die Doofen“ stehen ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Kunst: Denn mal ehrlich, ein bisschen Fame will doch jeder, oder? Unser Podcast-Papst Joel hat sich deshalb Pop-Prinz Sebastian Krumbiegel ins Boot geholt. Gemeinsam löchern sie Musiker, Schauspieler, Models, Comedians und Sportler zu den Veränderungen ihrer Berufe in der digitalisierten Medienlandschaft. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Sebastian Krumbiegel, 👤 Olli Dittrich, __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:04:28) Eine kleine Reise ins musikalische Hamburg der 70er Jahre (00:07:41) Ollis Traum von der Musikkarriere (00:11:30) Der Weg von der Musik zur Karriere als Comedian (00:19:53) Der Perfektionist Olli Dittrich (00:25:47) Wie haben die "Blind Date"-Improvisationsfilme mit Anke Engelke funktioniert? (00:29:13) Wie entstehen Ollis Figuren? (00:51:08) Der "Dittsche"-Kosmos und seine Entstehung (01:02:05) Wie kommt die besondere Authentizität in Ollis Figuren zustande? (01:05:46) Kann man lustig sein eigentlich lernen? (01:09:10) Wie viel Handlung ist bei "Dittsche" improvisiert und wie viel steht vorher schon fest? (01:15:56) Wann ist "Dittsche" zu Ende erzählt? (01:24:17) Was bedeutet Erfolg für Olli? (01:30:55) Der späte musikalische Erfolg mit Texas Lightning und "Die Doofen" __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns 👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.Transkript anzeigen
00:00:00: Digital kompakt.
00:00:01: Heute aus dem Bereich Kunst und Prominente mit deinen Moderatoren Joel Kaczmarek und Sebastian Krumbiegel, los
00:00:09: geht's!
00:00:18: Liebe Hörerinnen und Hörern.
00:00:20: heute ich hatte noch kein so langes Briefing jemals weil er so vielfältig ist und so vieles tut.
00:00:26: Er isst Schauspieler Er ist komediant, er ist Menschendarsteller.
00:00:29: Er ist Musiker und Komponist.
00:00:31: Er isst Medienmacher, Schreiber und so viel.
00:00:35: Ich bin mit ihm groß geworden durch RTL Samstag Nacht damals.
00:00:38: Viele kennen ihn auch als Ditche.
00:00:41: Aber gefühlt gibt es ganz viele Dinge, die er tut von spannenden Musikprojekten wie zum Beispiel Texas Lightning ... Von Polit Talks mit Harald Schmidt und noch vieles mehr.
00:00:50: Also ich hab wirklich vier bis fünf Seiten hier.
00:00:53: Lieber Olli Dittrich, herzlich willkommen!
00:00:54: Schön dass du da bist.
00:00:56: Ich freue mich sehr.
00:00:57: Ebenso herzlich willkommen!
00:00:58: Olli, wie lange kennen wir uns eigentlich
00:01:00: schon?
00:01:00: Ach so lieber Himmel.
00:01:02: Kann ich dir fast sagen wenn ich im Moment nachdenken darf es müsste gewesen sein in den frühen neunzig Jahren.
00:01:10: also
00:01:12: Ja, genau.
00:01:29: In einem schönen Studio mit Annette Humpe, die ich natürlich auch gefühlt hundert Jahre kenne und über wiederum George Lück und Udo Arndt kennengelernt habe vor noch viel längeren Zeiten als ... In den Achtziger Jahren unter dem glorreichen Künstler haben Tim mit dem englischen David Chrysalis einen... Deal hatte, wie man so gesagt hat damals mit eigenen Songs.
00:01:51: Genau!
00:01:51: Ich hab das Album gesehen, finde ich nach wie vor übrigens
00:01:53: hörend.
00:01:53: Ich habe mir das im
00:01:54: Vorfeld angehört und find' es wirklich nach wie vorn schön.
00:01:57: Es war auch so... sind super Songs toll produziert, klingt absolut spitze, nur der Sänger ist halt nicht gut genug.
00:02:03: Man muss einfach sagen, wie's is'.
00:02:06: Aber sozusagen in dem was sich danach dann ergab, auch an Bekanntschaftenbegegnungen, vor allem in Berlin, hat sich dann auch irgendwie die Bekanntchaft und Freundschaft zu Annette begründet.
00:02:16: Irgendwann hab ich eben auch deutsche Songs geschrieben und sie war ab und zu, weil sie damals in Hamburg gewohnt hat dann auch bei mir.
00:02:22: Und wir haben auch so ein bisschen auch tatsächlich von ihren Songs Sachen gemacht.
00:02:26: das war wenn man so will vor Vorvorläufer von Ich und Ich.
00:02:30: also da waren schon die ersten Ideen auf Deutsch.
00:02:32: Und ich habe hier dann mal so meine Sachen vorgespielt auf Deutsch und irgendwann kam sie und sagte Pass mal auf!
00:02:37: Ich habe hier eine Band die sind irgendwie aus Leipzig und hat mir ein bisschen was von euch erzählt und hört ihr das mal an.
00:02:43: Und dann hab ich mir, das war Gabi und Klaus.
00:02:45: Ich saß daneben und ich werd es nie vergessen.
00:02:47: also eigentlich musst du mehr jetzt Honig und Bart schmieren aber ich mach's erst mal ganz schnell.
00:02:53: Ich weiß noch wie ich da saß und dachte da kommt man nicht dran vorbei.
00:02:57: Das war so toll, das war so erhebend zumal wie du ja auch weißt.
00:03:01: Wir kennen uns jetzt wirklich schon lange dass ich ja nun auf Chorgesänge stehe und auch ein bisschen Spezialist war mit mir selber dann in vier fünf stimmigen Gesängen irgendwelche Sachen zu arrangieren Und das hat so bei mir ins Zentrum getroffen.
00:03:17: Also, es ist ein ganz toller Song und auch die Songs, die ihr gemacht habt waren natürlich großartig aber aus der Zeit eigentlich.
00:03:23: Fahren Sie fort!
00:03:25: Ja, so ist
00:03:26: es halt.
00:03:27: Du hast ja für uns auch einen Lied geschrieben.
00:03:29: Stimmt?
00:03:30: Kleines Herz ist irgendwie auf... Ich weiß gar nicht, welche Blätter es drauf ist, zweite Platte.
00:03:33: Küssen
00:03:33: verboten glaube ich
00:03:34: ne?
00:03:34: Küssen verboten doch zweite Platte und das war unsere erste musikalische Kollaboration.
00:03:39: und dann haben wir später mal auf deine Einladung hin in Samstag Nacht Mann im
00:03:44: Klo.
00:03:44: Man im Mond und genau.
00:03:47: Manchmal
00:03:47: wird der Mann im Chlor, ich weiß nicht, ob du was
00:03:48: am Text beschrieben hast?
00:03:49: Ja, aber sonst war er nicht mehr froh oder so... Stimmt!
00:03:53: Da war ich der Toiletten-Mann und hatte irgendwie einen weißen Kittel an.
00:03:56: Das hat sich schon wieder gesehen.
00:03:57: Wir kommen nicht raus aus dem Nummer und haben das dann zusammengesungen.
00:04:00: Weiß ich noch.
00:04:01: Stimmt.
00:04:02: Und im Warmup habt ihr für die Leute gespielt bzw.
00:04:05: gesungen.
00:04:06: Wir haben ja eine Superband damals gehabt Und hatten auch wirklich von den Point Assisters bis Mike and the Mechanics viele internationale Stars, die bei Samstag Nacht Live gespielt haben.
00:04:17: Wir kamen an und haben gesagt, die Band brauchen wir gar nicht.
00:04:19: Genau!
00:04:19: Wir singen hier einfach irgendwie ein paar Songs.
00:04:21: Das hat funktioniert das
00:04:23: war echt lustig.
00:04:23: Ja es war eine schöne Zeit.
00:04:25: also ich meine ohne RTL Samstag nacht.
00:04:27: für viele ist natürlich so ein bisschen der Beginn dessen... Wann, wo und wie sie jetzt sagen wollen auch mich mit meiner Arbeit wahrgenommen haben.
00:04:35: Aber tatsächlich hatte ich zu dem Zeitpunkt ja schon eine über zwanzig Jahre lang gewachsene künstlerische Identität und musikalischer Karriere will ich das nicht nennen weil ich habe eine erstlassige Ausbildung in Erfolglosigkeit gehabt bis zu dem zeitpunkt aber natürlich schon tolle Sachen gemacht.
00:04:50: meine ich hab hier Udo hat ja hier bei Onkel Pö spielten Rentner Bands oder Dixieland Das haben wir alle gehört.
00:04:58: und im onkel pö habe Ich Mit Meiner Skiffel Damals als Boygroup haben wir damals da schon gespielt.
00:05:03: Ich habe diese Sendung
00:05:04: über das Pöl gesehen, wo du auch immer mal zu Wort kamst und wo du eben erzählt hast von diesen alten Zeiten.
00:05:10: Man kann ja sagen Kulturinstitutionen.
00:05:12: Absolut!
00:05:13: Hamburg hatte damals in den siebziger Jahren wirklich das, was hier bei uns die Leute, die hier Musik machen kennen.
00:05:19: Den Begriff Hamburger Szene.
00:05:21: In den frühen Siebzigern ist es losgegangen und da hat's eigentlich nicht nur aufs Onkel Pö gegeben also es war ja auch sowieso erst am Mittelweg im Pöseldorf.
00:05:28: deswegen Onkel pö bis es dann an den Limmweg gezogen ist.
00:05:31: Aber hier gab es das Remter, hier gab's Dennis Pan, hier gibt's Dennis Swing Club.
00:05:35: Es gab natürlich die Fabrik, die ja mal abgebrannt ist und wieder aufgebaut hat.
00:05:39: Und viele Clubs – und du bist jeden Abend, auch unter der Woche – konntest du wirklich einmal die Runde machen in Hamburg?
00:05:46: In jedem Laden hat eine Band gespielt!
00:05:47: Also viel Jazz, Dixieland, Old-Time Jazz aber auch moderne Sachen Popmusik... Rockmusik später auch, U-Tour hat im Onkel Pö gespielt.
00:05:56: Ernsthaft?
00:05:56: Und am anderen Namen ja Lucho Dalla, Helen Schneider.
00:06:00: Ja das weiß ich.
00:06:01: Viele große Stars die ich auch gesehen hab ältero.
00:06:04: Genau.
00:06:05: Da
00:06:05: sind wir hingeduckelt und haben uns das angehört.
00:06:08: In den Jahren habe ich ... Da war ich sechzehn oder so mit meiner Skiffelband.
00:06:12: Hab' ich bei Gottfried Böttger, Gott hab ihn sehlich den ersten Pianisten von Udo im Panikorchester und mit dem habe ich zusammen gewohnt in der WG in Blankenese wo immer die ganzen Musiker zusammen kamen und ich war da so der Benjamin der dann morgens noch zur Leere gegangen ist, denn hoch zu Fuß zur Busstation da Körsterbergstraße und dann erstmal dreimal umsteigen bis sich dann in Bambeck auf der Ende Werkstatt war.
00:06:33: Als ich dann wieder kam, lagen irgendwelche Musiker vom Abend in meinem Bett und haben gebannt.
00:06:38: Also eine gute Zeit auf jeden Fall!
00:06:40: Und Musik?
00:06:40: Das war dein Berufswunsch oder wie kann man das sagen?
00:06:42: Und das war das wo du hinwolltest?
00:06:44: Ja also wenn es jetzt mal ganz kitschig werden soll natürlich habe ich wie so viele immer davon geträumt irgendwie... Also am Anfang ja tatsächlich Fußball-Profi zu werden.
00:06:54: Man muss sagen, dass die großen Helden – ich bin ja nun tatsächlich ein paar Tage älter als die meisten wahrscheinlich annehmen und als die Meisten, denen ich zusammengearbeitet habe und immer noch arbeite eigentlich je älte.
00:07:05: Ich werde währenddien immer jünger.
00:07:06: Der Input von jungen Leuten das passt dann so zu meiner Kreativität, die auch irgendwie meine Intuitionen zu tollen Sachen, die nie aufhört.
00:07:15: aber in meiner Jugend, als ich ganz jung war in den sechziger Jahren da war Uwe Seeler mein Held.
00:07:20: Da wollte werden.
00:07:22: Dann Freddy Quinn, da habe ich alles von Freddy Quinn auswendig gekonnt.
00:07:26: und dann Udo Jürgens der war mein wirklich richtig großer Held und ich hab mit einer Verlängerungsschnur mit einem Stecker in der Hand vor der Stereoanlage meiner Eltern gestanden und Plattenspieler.
00:07:36: Ja ja nur alles das ganze Zeug rauf-und runter, Udo siebzig live Doppelalbum und habe Lippensynchron alles mitgesprochen und gesungen und das war so der Anfang.
00:07:45: auch weiß ich noch hier Leishalle.
00:07:48: Früher hieß es Hamburg Musik Halle, ganz tolle Räumlichkeit für Konzerte.
00:07:53: Da habe ich Udo Jürgens – ich glaube, da war ich elf oder so mit seiner fünfköpfigen Band noch vor Pebelin hat – hab' ich den live gesehen.
00:07:59: und ich werde wirklich ohne dass das jetzt zu pathetisch ist aber ich werde nie vergessen wie ich da saß mit meiner Mutter, mit der ich dahingegangen bin mein erstes richtig großes Konzert und hab Udo da oben gesehen also Udo-Jürgens und hab gesagt eines Tages stehst du da auch.
00:08:14: Das ist so lange Antwort auf eine kurze Frage, aber das ist so ein bisschen das was mich auch immer angetrieben hat.
00:08:21: Also ich meine denke jeder Künstler letztlich fängt in der Kindheit an.
00:08:28: Dieses Talent hat.
00:08:29: ich denke je größer das Talent desto stärker auch das Bedürfnis dem nachzugehen mehr oder weniger ob mit umwegen oder wie auch immer.
00:08:35: Aber du kommst ja gar nicht drum rum, du machst was vor.
00:08:38: Egal was, singen, tanzen, spielen irgendwie und du willst das Leute zuhören oder zuschauen und dann das irgendwie gut finden und du dafür geliebt
00:08:45: wirst.".
00:08:46: Und
00:08:46: weil du eben sagtest irgendwie du hast so die Grundausbildung in Erfolglosigkeit hinter dich gebracht?
00:08:50: Also was Musik betrifft weiß ich ja völlig verneine eigentlich, aber ich unterscheide ja immer zwischen Musiker und Musikant.
00:08:57: Musiker sind sozusagen die Studierten, die gelernten.
00:08:59: Die wahnsinnig rumkniedeln können und Musikanten sind die, die es eben irgendwie ... Du hast auch so eine Beatles-Coverband sozusagen wo du trommelst?
00:09:07: Ja das war mal...die gibt's leider nicht mehr!
00:09:10: Mein lieber Freund und Kupferstecher John Fleming Olsen der wiederum ja auch mein Counterpart bei Ditches, der den Imbiss wird Ingo spielt Der ist ja ein ganz toller Musiker und schreibt tolles Songs.
00:09:21: Wir haben über Jahrzehnte so viele Schlachten geschlagen gemeinsam Auch Texas Lightning im Übrigen seine Band, die er gegründet hatte und ich dann später erst dazukam.
00:09:30: Und wir hatten in den neunziher Jahren tatsächlich einen Beatles-Trio das stimmt mit Stefan Zararias auch ein ganz tollen Musiker der Sohn von dem berühmten Geiger Helmut Zararias im Übrigen ja auch viel Musik schreibt und arrangiert und so.
00:09:43: und da sind wir dann zu dritt los und ich habe am Anfang auf einem Kinderschlachtzeug gespielt.
00:09:46: es war eigentlich eher so eine Joke aber der hat sich dann sehr schnell verselbstständigt und dann hab ich mir erstmal irgendwann richtig Schlachtzeug gekauft damit das da nicht ein Kinderschlachtzeug fiel, dann immer oben und so.
00:09:59: Und bin im Übrigen nach dem Motto uninteressantes Erfolgen des dazu gekommen, dass Original Ludwig Black Oster Schlachtzeug von Pete Best zu kaufen, den ersten Trommler der Beatles.
00:10:11: Das habe ich auch immer noch und hab mit meinem Beatles-Trio damals lange Zeit drauf gespielt.
00:10:15: Ehrlich?
00:10:16: Ja!
00:10:16: Das ist ja geil.
00:10:18: Das ist echt ... Du hast das Schlagzeug von Peter Best berührt
00:10:22: Ja, ja.
00:10:26: Und das ist immer noch einsatzbereit.
00:10:28: Hammer!
00:10:29: Wie kommt es dann, dass eigentlich Musik deine Passion ist und du aber mit einer Comedy-Serie quasi den Durchbruch gefühlt in breiten wirksamen Durchbruche langst?
00:10:37: Das eine ist ja sozusagen rückblickend, dass man immer schlauer.
00:10:40: Warum haben welche Konstellationen plötzlich wozu geführt?
00:10:46: Also warum das sich dann so ergeben hat... Es ist aus muss ich fast sagen der größtmögliche Unabsichtlichkeit eigentlich entstanden.
00:10:55: Ja, also man muss auch das Ganze oder kann man nicht losgelöst sehen ohne die Entwicklung des Fernsehens und ohne die Entwicklung des Privatfernsehen.
00:11:04: Was war RTL zum Beispiel Anfang der neunziger Jahre?
00:11:07: Die hatten ja auch so erste Erprobungszeiten seit Mitte der achtzierjahre Und dann gab es da ja auch große Veränderungen dass sie eben auch die Nachrichtenschows und die Game Shows und was Sie dann alles plötzlich so reformiert haben im Programm und unter anderem eben auch eine Comedy Show wie Saturday Night Live im Grunde genommen Prinzip einzudeutschen, also so eine Abendshow mit Comedians zu machen.
00:11:28: Und mein Weg davor war im Grunde genommen ein bisschen beschäftigungstherapeutisch.
00:11:34: nach dem großen Flop des vorhin schon beschriebenen Albums Tim das war und ist eigentlich schon immer meine große Liebe gewesen eben Musik zu machen mit eigenen Songs Dinge zu tun.
00:11:46: wenn ich jetzt erzähle, was da alles für Stationen dazwischen waren.
00:11:49: Da sind wir heute Abend noch nicht fertig.
00:11:51: aber ich hab ja auch schon in den in den achtzehn Jahren auch komponiert Filmmusik gemacht für die BBC und ich habe Songs geschrieben, Instrumenthaltitel geschrieben.
00:12:00: James Last hat von mir Komposition aufgenommen, denen ich gut kannte Und der später für die Doven im übrigen Entstreiche-Arrangement beigesteuert hat fürs zweite Album.
00:12:09: Also es sind so viele Sachen über die Jahre gewesen So viele Kooperationen dass der Musik immer primär meine große Liebe galt und eigentlich auch gilt.
00:12:18: Nichtsdestotrotz das Talent, mich in andere Menschen zu verwandeln, Figuren zu spielen mit diesem komediantischen Spaßvogeligen Ansatz... Das ist auch aus Zufall so entstanden oder ich habe dieses Talent mehr oder weniger nebensächlich dann verfolgt Als ich in den späten Achtziger- und frühen Neunzigerjahren mit Schlagerkombos getingelt bin, haben wir Hundertfünfzig Shows im Jahr gespielt.
00:12:43: Auf Schiffen habe ich gespielt und Bierzelten das ganze Zeug rauf und runtergetingelt und dabei auch immer moderiert.
00:12:49: also Ich war immer der, der vorne auch als Confransier die Titel angesagt hat Und bislang zur Anstrengung der restlichen Band gerieten Die Ansagen Gelegentlich länger als die Songs, die dann kamen.
00:13:01: und dann zwischendurch auch mal Parodien hab ich mal Boris Becker nachgemacht, der plötzlich irgendeinen Schlager von Freddy Quinn angesagt hat und so.
00:13:08: Und so hat sich das halt im Lauf der Zeit ergeben dass ich dann irgendwann auch angefangen habe Hörspiele zu machen Zuhause vor allen Dingen nachdem das mit diesem Album Tim dann eben gefloppt war, hab' ich meine Demo Ausrüstung mein Vierspur-Kassettengerät genommen und hab damit dann eben so kleine Figuren-Experimente gemacht Mit gepitschler Stimme und so und das hab' Ich später verfilmt mit einer Kamera und mit Hilfe meines jüngeren Bruders.
00:13:34: Und das wiederum zusammengeschnitten, mit zwei VHS-Rekordern immer Pausentas, den nächsten Bildpausentast, richtig abenteuerlich... Gibt's
00:13:41: das noch?
00:13:42: Das gibt es noch ja!
00:13:43: Hat das jemals die staunende Weltöffentlichkeit zu Gesicht bekommen?
00:13:47: In Auszügen gab´s das mal auf einer DVD.
00:13:51: Wir haben davon auch wieder Auszüge auf den ersten Ditche-DVD´s, meine ich als Bonusmaterial drauf gehabt.
00:13:58: Aber was da dran so entscheidend war, das nannte ich damals Olli-Tiere-Sensationen ...
00:14:03: Ja, weiß ich noch!
00:14:04: Weil's ein Film von Freddy Quinn gab, Freddy-Tier-Sensation.
00:14:08: Und das wurde von einem Freund von uns weitergereicht an Wiegald Bohning und der damals als Premiere hieß es ja auch Sky heute anfing.
00:14:18: So'n kleines offenes Fenster hatten wir unverschlüsselt wo so Charts liefen mit Videoclips Auch die ihr wahrscheinlich gut bekannten Hannes Rossacher und Rudi Dollezahl, die waren sozusagen so ein bisschen verantwortlich dafür fürs Programm.
00:14:32: Aber haben dann nach dem Motto hier Horst fünftet eure, aber fragt mir nicht, ihr habt gezählt!
00:14:37: Und dann durfte also oder damals D-Mark, nicht euer?
00:14:40: Ja.
00:14:40: Dann durfte Wiegald losrennen mit einem Kameramann und hat irgendwelchen Scheiß gedreht und so Clips und irgendwann nach wieviel hundert hat er irgendwie sind wir... Durch Zufall zusammengekommen, er hat meinen Film Oli Tire Sensationen gesehen und ich habe Sachen von ihm gesehen.
00:14:55: Und fortan waren wir dann sozusagen ein Duo und haben dann also lange bevor Samstag Nacht dann kam, haben wir schon hunderthundertzwanzig so Clips gedreht und immer wieder Impro-Sachen gemacht und sowas einfach aus Spaß und auch schon einen Album zusammengemacht mit Lustchenliedern und Quatsch halt bis er mich irgendwann mal anrief.
00:15:13: Da war ich dann mit Susi's Schlager, sechs Ted gerade in München im Nachtcafé, irgendwie zehn Tage durchgespielt immer von amms um zwölf bis morgens um fünf und da bekam ich einen Fax ins Hotel Buchenheim.
00:15:27: Und da hieß es dann irgendwie ja ... Er hätte einen Anruf gekriegt und hin und her und so.
00:15:31: In Köln würden die da jetzt was Neues planen, eine Show.
00:15:37: Das war wann?
00:15:38: Das
00:15:38: müsste einundneinzig gewesen sein!
00:15:42: Dann bin ich damit hin zu einem sogenannten Casting und dann dachte ich, aufhört man da mal hin macht er irgendwie Quatsch und so.
00:15:48: Ich hatte eine große Kiste dabei mit lauter Verkleidungskramen den ich mir so auf Lohmärkten zusammengesammelt habe weil ich da einfach Spaß dran hatte mir irgendwelche Bärte anzukleben und Mützen aufzusetzen.
00:15:57: und so Zeug war dann so im Kappel mit Wiegald eigentlich sehr eingespielt.
00:16:03: Und dann haben wir da irgendwie so Unsinn gemacht und Sketche gespielt, die wir vorher zugeschickt bekamen.
00:16:08: Dann haben sie noch gesagt so jetzt ist es ein bisschen nach der Pflicht die Kühe Da wollten sie uns erst mal testen, wie schnell wir sozusagen umdenken können.
00:16:15: Und so zweier-Sketche hieß dann so jetzt spielst du aber die Rolle von dem anderen?
00:16:19: Hast zehn Minuten lernen den Text und das konnte ich gut abliefern.
00:16:23: Dann wollten Sie noch ein bisschen Impro, konnten wir auch gut abliefern... ...und kann denn von euch auch noch einer irgendwie musizieren.
00:16:29: Da hab' ich gesagt, oh klar!
00:16:30: Ja und so ging das dann irgendwie, dachte ich dann dafür ist da wieder weg und da meldt sich bestimmt keiner und so.
00:16:35: Aber das Gegenteil war der Fall und dann so ging es los.
00:16:38: Auch hier eine sehr lange Antwort auf eine kurze Frage Aber RTL Samstag Nacht, das sagt sich dann immer so leicht.
00:16:45: Aber ohne RTL-Samstag Nacht wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin.
00:16:49: Ohne Hugo Egon Balder und ohne Jackie Drexler und Marc Konrad.
00:16:53: Das waren die Leute, die damals wirklich was bewegt haben.
00:16:56: Marc Konrat, Programmchef damals bei RTL und Jackie Drecksler der Produzentersendung ... Die haben uns einfach alles machen lassen!
00:17:03: Das ist glaube ich ein bisschen auch das Geheimnis, dass man wirklich Leute... Also die Kreativität.
00:17:07: Die junge Leute haben, dass dieser Kreativity freie Bahn lässt und die Leute eben machen lässt.
00:17:12: Ich habe das ja damals echt abgekultet also unsere ganze Generation.
00:17:16: Samstern-Hart war sozusagen immer ein Pflichttermin.
00:17:18: Ja von Instanz fand ich
00:17:19: auch.
00:17:19: Ja wirklich du hast am nächsten Tag drüber gesprochen und ich fand es immer großartig.
00:17:23: zwei Stühle eine Meinung und irgendwie neues vom Sport.
00:17:26: Neues vom Sport!
00:17:27: Da gibt da heute noch hunderte von Meldungen, die ich alle auswendig kann.
00:17:30: Das ist ja so furchtbar, Ich weiß, nie vergessen.
00:17:34: Und natürlich letztlich auch mein Kapital ...
00:17:38: Die nächste Meldung ist ein neues von Sport.
00:17:39: Jetzt kommt eine Meldungen vom Schiefliegen.
00:17:42: Wer immer noch denkt, der liegt schief?
00:17:44: Ja,
00:17:47: ja!
00:17:47: Gibt's jede Menge Sachen als Meldungs-vom Siebenkampf mit sechs Tonnen in fünf Minuten bei der Vierchanzen-Tournee im Dreiländer-Eckschlug zwei Brücken eind hofen zu null.
00:17:56: So was zum Beispiel oder immer mehr Gewichtheber spielen mau Mau, warum?
00:18:00: Mau Mau ist nicht so schwer Hahahaha!
00:18:03: Und so weiter, und so weiter.
00:18:04: Also ich könnte das wie gesagt, dass wir eine Sonder-Sendung ... Das war toll aber die anderen Kollegen ja auch.
00:18:11: Wir hatten Sketch Autoren und Comedians, die eben auch die Sketch gespielt haben, die es gab.
00:18:17: Aber es gab auch welche, die haben dann selber Sachen geschrieben wie Mirko oder Stefan Jürgens und so.
00:18:23: Wie geil, wir waren eh so ein eingespieltes Team.
00:18:25: Irgendwann gab's den Punkt wo es dann hieß, könnt ihr nicht auch mal weiß noch?
00:18:29: Da haben wir eine Volksmusikparodie gemacht.
00:18:32: Ähm, also dies Karolin Reiber und mit dem rollenden
00:18:37: R
00:18:37: hab ich dann auch die Idee gehabt.
00:18:38: Die sollen ein großes R bauen und das auf Rollen stellen und dann soll Tanja da reinkommen und das reinziehen.
00:18:43: Und ich hob wieder meinen Rollen, der das R
00:18:45: nicht
00:18:45: gebracht hat.
00:18:46: Und so lauter so'n Scheiß halt man hatte halt einfach scheiß gemacht.
00:18:50: Die Frage ist ja jetzt du bist ja in... Also was weiß ich über dich?
00:18:53: immer wieder höre und lese dass du So ähnlich wie auch dein großes Vorbild L'Orio, Vigo von Bülow.
00:18:59: Dass du ein Perfektionist bist in dem was du tust.
00:19:01: Ja das stimmt!
00:19:01: Gerade L'oreo bin ich ja auch wirklich großer Fan und man hört ja immer wieder akribisch die Szenen immer durch, dass die Tänk schiefe und diese ganzen Klassiker von ihm, dass er da wirklich extrem akribig gearbeitet hat und das nochmal gedreht.
00:19:14: noch einmal und dir sagt man das ja auch nach war das von Anfang an schon so oder hast Du am Anfang eher rausgeballert?
00:19:20: Naja eine gesunde Mischung aus Beidem.
00:19:22: also RTL Samstag Nacht war eine Plattform die mich hat Dinge machen, aber auch erst mal entdecken lassen an mir selber.
00:19:31: Und natürlich war das auch so ein bisschen von der Hand in Mundbetrieb.
00:19:34: also wir haben jede Woche eine Sendung gemacht und ich habe ja die große Ehre gehabt Viko von Bülow auch persönlich gekannt zu haben und mich mit ihm gelegentlich ausgetauscht zu haben.
00:19:43: telefonisch hat mir immer guten Ratschläge gegeben aber auch nicht mit Kritik gespart wenn er was gesehen hat.
00:19:48: Der hat mir mal irgendwann gesagt, also das was ihr wöchentlich hier raus hauen müsst auch allein an Material.
00:19:54: An Menge!
00:19:55: Das hätte ihn zur Verzweiflung getrieben weil er es gar nicht so gut hätte machen können wie er sich das immer hervorstellt und da wo seine Qualitätslatte liegt.
00:20:05: nichtsdestotrotz haben wir natürlich Und ich vor allen Dingen in dem, was wir heute im Pro nennen.
00:20:11: Was ich liebe und worin
00:20:13: ich... Blind Date und solche Sachen auch Ditcher am Ende.
00:20:15: Ja klar!
00:20:15: Worin ich auch eine gewisse Spezialität und eine besondere Begabung entdeckt habe.
00:20:19: Aber erst im Laufe der Jahre.
00:20:22: Das hätte er sich gar nicht getraut wie er mir mal gesagt hat.
00:20:28: mich wirklich ohne Prathos und Schmus wirklich also zutiefst bewegt.
00:20:33: Und was eine wirklich große Ehre ist, also fast eine der letzten Sachen die er gemacht hat war ein Vorwort für mein Buch zu schreiben und mich am Ende noch als ich mich bedankt habe dass er das macht und er eben seinen Text eingereicht hatte fragt der Mann mich allen ernsthaftes am Telefon ja und haben sie es genommen?
00:20:53: Das sagt eigentlich alles.
00:20:55: Darin formuliert sich die große Qualität dieser Kokon von besonderer Qualität, von großem Talent.
00:21:04: Glaubst
00:21:04: du das damit auch eine gewisse Art von Demut Hand in Hand gekommen um im Ende erfolgreich zu sein?
00:21:09: Ja
00:21:09: natürlich klar!
00:21:10: Klar, das ist immer so.
00:21:12: Wir haben genug alte Deutschsprichworte, dass vor den Erfolg der Liebe Gott den Schweiß gesetzt hat.
00:21:16: du musst natürlich immer arbeiten, du musst immer fleißig sein, dass sich nie zufrieden geben diese ach lass mal gut finden Mentalität versendet sich und so.
00:21:25: Das ist also mein natürlicher Feind.
00:21:28: Das war aber schon als Kind so... Meine Mutter war ja Malerin und Grafikerin, eine ganz tolle Künstlerin.
00:21:35: Und wir haben als Kinder schon natürlich erst eigentlich, wenn es um musische Dinge geht mit der Malerei-Kontakt gehabt.
00:21:41: Deswegen war mein erlerner Beruf auch Theatermalerei.
00:21:44: Das habe ich ja mit der Musik erst mehr freizeitmäßig als Teenager in einer Band und so aber das jetzt noch nicht wirklich als Berufsziel verfolgt sondern eben die Malerei weil ich auch sehr gut malen konnte Und zeichnen konnte und so.
00:21:57: Das hat mich schon als Kind immer gestört, wenn ich was gemalt oder gezeichnet habe... ...und die Zeichnung war nicht sauber genug und die waren nicht gut genug.
00:22:05: Dann hab' ich da manchmal schon eine Stunde oder länger dran gesessen.
00:22:08: Habe ich das dann weggeschmissen und mal von vorne angefangen?
00:22:11: Ich glaube, dass muss auch ein bisschen in einem drinstecken.
00:22:15: Das ist bis zum heutigen Tag so, dass ich an etwas arbeite,... ...wenn ich ne Idee hab und verfolge die dann und entwickle die... Ich stelle das, nennen wir es jetzt mal sachlich Produkt her.
00:22:26: Dann versuche ich zumindest immer so gut zu machen wie in diesem Augenblick mit allem was ich beistellen kann nicht besser hinkriege.
00:22:35: Und hast du trotzdem manchmal das Gefühl dass man auch Dinge verschlimm bessert?
00:22:39: Klar!
00:22:40: Das nervt doch dann.
00:22:41: Ja
00:22:41: na klar gibt's
00:22:42: das.
00:22:43: Wenn du perfekt sein willst und du merkst bei Songz ist ja oft du machst ein Demo und du kriegst diese Magic von dem Demo nie in dem richtig... Teuer produzierten Song.
00:22:52: Genau, also gleich das Demo veröffentlichen?
00:22:54: Eigentlich ja.
00:22:55: Ja natürlich!
00:22:56: Klar, haben auch viele schon gemacht.
00:22:57: Und mit der Technik heute ist es gar nicht so weit hergeholt dann auch das sagen wir mal technisch wiederherzustellen oder rauszufiltern, dass du's benutzen kannst.
00:23:07: Weil tatsächlich die Magie ... Das ist ein ganz besonderer Punkt tatsächlich, der da auch fast wieder anknüpft wo im Pro anfängt.
00:23:14: Wenn du die Qualität schärfst und wenn du einen Bewusstsein dafür hast wann was gut ist, dann weißt du den sogenannten goldenen Moment zu schätzen aber du weißt ihn vor allen Dingen auch zu erkennen.
00:23:26: ein großer Denkfehler zu glauben, wenn man wirklich was ganz Tolles in dem Moment erfindet.
00:23:32: Es ist auf jeden Fall so nach dem Motto naja das war jetzt schon mal gut?
00:23:35: Jetzt gehen wir aber ran!
00:23:36: Jetzt machen wir da etwas draus!
00:23:37: Jetzt arbeiten wir dran und du verlierst auch die Magie des Moments.
00:23:41: diesen Moment muss man erkennen können und dann darf man das nicht mehr beschädigen.
00:23:45: Das gehört genauso dazu, wie etwas was schon gut ist von dem man aber weiß das kann noch sehr viel besser werden und dann muss es entwickeln.
00:23:53: Und alle künstlerischen Arbeiten setzen sich ja aus vielen Dingen zusammen.
00:23:58: deswegen ist es manchmal sehr entscheidend dass man das wichtigste den Kern sozusagen des künstlärischen Werks nicht beschädigt, aber vieles drumherum noch so macht.
00:24:10: Dass es gut passt oder so.
00:24:12: Also ein Song gut zu arrangieren und überlegen wie instrumentiert man das?
00:24:15: Etwas anders gibt's in der Malerei auch.
00:24:17: Kannst du irgendwie was tolles malen?
00:24:19: Denkst du eigentlich schön!
00:24:20: Aber naja dann mal ich mal weiter ging mir zu schnell.
00:24:22: kann da nicht sein dass man jetzt hier eine halbe Stunde so ein schönes Bild malt und dann malest du da oben so einen doofen Vogel rein und schon ist das Bild im Eimer.
00:24:30: Das ist auch so ein Punkt und in der Impro habe ich für mich irgendwann auch erkannt, dass sich diese Begabung hab Und dass ich tatsächlich fast mein Bestes geben kann, wenn ich sozusagen mich eine Situation aussetze in der ich im Moment gezwungen bin das Beste abzuliefern.
00:24:46: Wie lief das ab bei Anke Engelke und dir mit diesem Blind Date?
00:24:50: Ihr habt da vorher einen Briefing über eure Charaktere.
00:24:53: Erzähl mal ein bisschen für die Hörer, die das nicht kennen, ich kenne es zum Beispiel auch nicht.
00:24:55: Also Blind
00:24:55: Date ist ... erzähl du's lieber.
00:24:57: also ihr trefft euch im Zug.
00:24:58: war das glaube ich oder?
00:24:59: Ja
00:24:59: es gibt sechs Filme, das ist jetzt allerdings auch schon wirklich lange her.
00:25:03: den letzten haben wir glaube ich.
00:25:06: Das war damals eine Arbeit fürs ZDF.
00:25:09: Ich hatte eine Reihe im ZDf, in der ich in mehreren Episoden kleine Häppchen gedreht habe mit Sketschern und Zeugs.
00:25:18: und habe dann irgendwann mit Anke Engelke, die wir für zwei Drehtage gewinnen konnten oder für einen sogar nur – ich weiß es gar nicht mehr genau – was geschrieben ist gehabt.
00:25:29: Und dann hatten wir noch sozusagen ein Slot in dem wir noch etwas anderes hätten machen können.
00:25:33: Ich hatte die Idee, dass wir eine Impro machen.
00:25:36: Und dann hab ich oder wir haben gemeinsam überlegt, was das sein könnte und sind dann auf die Idee gekommen.
00:25:42: Wie gesagt alles noch vor Internet Alles für Social Media.
00:25:45: Das war wirklich eine andere Zeit auch wenn es noch gar nicht so lange her ist.
00:25:49: Leute haben sich damals zum Beispiel kennengelernt also Nicht Praship Oder Elite Partner oder so sondern über Schiffranzeigen in der Zeitung und gibt's glaube Ich heute noch Für Die Senioren sowas.
00:25:59: und dass Haben Wir Dann Im Grunde Als Basis genommen Zwei leute die sich Über Eine schiffe Anzeige Kennen gelernt Haben Restaurant treffen und dann sozusagen den Erstkontakt irgendwie bei einem Essen haben.
00:26:11: Und ich habe zwei Kameras laufen lassen, und hab gedacht naja das wird ja sicherlich wenn wir das sind so Anke und Ich die wir auch nicht auf dem Mund gefallen sind und wir denken uns jeder eine Figur aus von dem der Andere noch nicht weiß wer ihm begegnet und spielen im Grunde diese in Wahrheit echte Situation einfach, wie wir benutzen sie auch als Arbeitsgrundlage so.
00:26:29: Und haben das dann Blind Date genannt.
00:26:31: und Hans Janke vom ZDF hat dann sehr schnell gesagt, dass ist auch sozusagen nicht nur als Häppchenlieferant für kleine Auszüge sondern im Ganzen anzusehen, hat es dann gesendet und hat noch weitere fünf Filme dann in Auftrag gegeben.
00:26:48: Da haben wir uns immer neue Locations ausgedacht also Orte, an denen sich zwei Menschen zufällig begegnen.
00:26:53: Wir haben nur den Ort festgelegt und wer als erstes reinkommt.
00:26:56: Und sonst eigentlich nichts.
00:26:59: Sonst hat jeder für sich seinen eigenen Charakter verkörpert, sozusagen?
00:27:02: Mit
00:27:02: einer ganzen Biografie mit allem was dazugehört und gegebenenfalls auch mit einer Historie, was jetzt gerade kürzlich zurückliegend passiert ist damit man eben weiß, wer man ist und was man da grade so macht und auf alles eine Antwort hat bei der Wahrheit in Anführungszeichen der erfundenen Wahrheit bleiben kann.
00:27:18: Wir haben einen Fahrstuhl, der stecken bleibt.
00:27:22: Wir haben ein Taxi in dem man sich begegnet und mal eine Lehrerin.
00:27:27: Ich habe dann den Vater gespielt, eines Kindes, der zum Gespräch gebeten wurde.
00:27:33: Ganz am Ende haben wir ein Paar gespielt das ich kennt, dass schon zehn Jahre oder länger zusammen ist.
00:27:39: Ein bisschen runtergerocktes Paar, das nach einer Familienfeier abends im Hotelzimmer ins Streit gerät.
00:27:47: was eine tolle Folge war.
00:27:48: Das war für mich dann auch der tollste Abschluss eigentlich, das war ne ganz tolle Arbeit und das ist eben alles, was da drin passiert.
00:27:55: Jeder hat seine Linie aber der Rest ist.
00:27:57: Dann musst du in der Figur komplett wasserdicht sein und stimmig sein und dann eben miteinander sprechen so wie wir das jetzt tun.
00:28:04: Das haben wir ja nun nicht vorher vorbereitet.
00:28:07: Unsere Dialoge sind... Also das ist ein total scripted Postpodcast den wir hier machen.
00:28:11: Genau!
00:28:12: Aber wie machst Du das?
00:28:13: Wenn Du Menschen erfindest also ich weiß es brennt sich ja auch ein Manchmal nimmst du auch bekannte Menschen und dich ist denen was zu.
00:28:19: Bei mir hat sich zum Beispiel eingebrannt, wie du damals Beckenbauer gemacht hast bei Samstag Nachmittag.
00:28:23: Er hatte gerade einen Event in der Unterhose ... Das ist ja einfach nicht!
00:28:28: Aber da hast du eine Vorlage?
00:28:29: Wie machst du das?
00:28:30: Entweder ne Vorlage befüllen oder was komplett Neues dir ausdenken?
00:28:33: Was gehört dazu?
00:28:34: Es ist gar nicht einfach zu erklären, obwohl es für mich sehr einfach ist dann doch.
00:28:39: Es ist natürlich auch Fleißarbeit im Vorfeld Aber es hat ja jetzt, ich nenne das noch ein bisschen als Arbeitstitel den Zyklus für die ARD gegeben.
00:28:47: Das sind inzwischen zehn Filme gewesen im Lauf der letzten Jahre, die alle irgendwie sich sozusagen monothematisch mit der Parodie oder mit der Persiflage eines gewissen Fernseh-Genres beschäftigen.
00:28:58: Da waren eben auch von Talkshow ... Wo ich alle Talkshowgäste spiele bis hin zu Frühstücksfernsehen haben wir parodiert natürlich auch das was ich besonders liebe Dokumentationen und Reportagen, damit operieren, dass sie eben auch viel Archivmaterial einweben.
00:29:15: Da haben wir zum Beispiel auch das Thema Beckenbauer insofern aufgenommen als ich einen Mann gespielt habe von dem wir behauptet haben der heißt George Eigner der fast vier Jahrzehnte lang, fünf Jahrzehnete als Doppelgänger von Franz Beckenbauer im Einsatz war.
00:29:30: Immer dann wenn der Franz nicht konnte, sollte wollte oder durfte und das haben wir so wasserdicht verwoben dass wir auch von Uwe Seeler bis Guido Buchwald von Ralf Siegel, der dann wiederum bestätigt hat, dass gute Freunde kann niemand trennen die Single von Franz Beckenbauer in Wahrheit eben nicht von George Eigner gesungen wurde sondern beziehungsweise von gesungen wurde, weil Franz in Wahrheit sehr gut singen konnte und das aber nicht glaubhaft gewesen wäre.
00:29:59: Wenn der eine Single aufnimmt dann hätten alle gesagt es kann nicht der Franz sein.
00:30:03: also hat man jemanden gesucht er schlecht singt aber trotzdem die Stimme hat von Franz.
00:30:07: und so haben wir also Stück für Stück haufenweise Plots erfunden und die auch mit original Archivmaterial von Beckenbauer verwoben und dass auch einfach frech benutzt und dann aber Schorsch Eigner in der Bauchbinde eingeblendet, dass er das dann wäre.
00:30:22: Absolut akribische Fleißarbeit, das hab ich.
00:30:25: Hier mit Tom Toynissen am Sportjournalisten zusammengemacht, der auch seriöse Sportdokumentationen macht.
00:30:30: Das muss halt alles glaubwürdig sein!
00:30:32: Diese zehn Filme haben eins gemeinsam.
00:30:35: das ist das was ich so liebe daran wenn ich mich komplett in einer anderen Figur verliere dass sich dann wirklich zu jemand anderem werdet.
00:30:42: du kannst mich hier draußen rumlaufen lassen und ich trage beim einkaufen die Tasche anders als wenn ich irgendeine andere Figur bin, ist es wirklich
00:30:48: so.
00:30:48: Method Acting
00:30:49: Ja oder geht darüber hinaus?
00:30:51: Ich weiß nicht woher dieser Defekt kommt aber... Es gibt
00:30:54: ihn.
00:30:55: Das ist ja nicht nur, dass man eine Stimme imitiert sondern das geht ja weiter rüber hinaus.
00:30:59: Ich
00:31:00: hatte ja einmal, das war für mich wirklich auch eine Art Ritterschlag bei Ditche Gast sein zu dürfen Und das war für mich auch, weil ich dich doch ein bisschen kenne.
00:31:07: Ja klar!
00:31:08: Und dann auf einmal treffe ich da echt einen anderen Menschen sozusagen ja eine andere Figur, einen anderen und du hast es wirklich durchgezogen.
00:31:15: Das fand ich wirklich faszinierend.
00:31:17: Da
00:31:17: ist auch dein Lockdown also... Ich habe ja auch etwas Krassere im Rahmen dieses Zyklers sehr krasse Figuren wie die mit sechzigjährige alte Diva Trixi Dörfe der wir so in einer unglaubliche Karriere in Teenager Jahren angedichtet haben inklusive Hit den ich auch geschrieben hab von ihr und so was.
00:31:34: Und alles im Original, sodass es klingt wie in den Sechzigerjahren aufgenommen richtig, dass das alles wasserdicht ist sozusagen Archivmaterial hergestellt, was wir dann verwoben haben mit auch O-Tönen vom Zeitzeugen.
00:31:47: die machen auch immer alle mit.
00:31:49: also ich habe von Pär Steinbrück über Marius Müller-Westernhagen bis hin zu Gottschalk Jauch alle möglichen Leute, die irgendwas im Original dazu sagen können.
00:31:59: Giovanni de Lorenzo – ich habe einmal einen eighty- vierjährigen Journalisten gespielt der auf sein Leben zurückblickt den wir alle mögliche Coups angedichtet haben und da haben alle von Anne Will über Giovanni über Jauch Deppendorf alle haben in Otönen etwas gesagt zu diesem Klammer auf erfundenen Journalisten.
00:32:19: Das ist die Fleißarbeit, das alles so akribisch rauszutüfteln, dass es plötzlich eine Echtheit bekommt, eine Alltäglichkeit.
00:32:28: Das finde ich fantastisch.
00:32:30: Im Grunde genommen mit den Mitteln des Originals in der Parodide herkommen ... Oh jetzt wird's wieder lustig!
00:32:38: Dieses schräggehaltene Kameras und vielleicht noch feiste Lacher dazwischen geschnitten.
00:32:43: Sondern das ist wirklich komplett noch und trocken.
00:32:45: Ganz echt, ganz original!
00:32:47: Und damit die Leute aufs Glatteis zu führen zeigt ja so in gewisser Weise auch auf einer Meta-Ebene wem und was kann ich eigentlich vertrauen im Fernsehen?
00:32:55: Also ist vielleicht irgend eine hochpolitische Dokumentation mit Archivmaterial, die uns irgendwie etwas zeigt und sagt und aufklärt... Vielleicht ist das alles nur einfach zusammengesteckt aus irgendwas und jemand hat es so wie er es lanciert und produziert halt eben einfach ist höchst manipulativ tätig.
00:33:11: wer weiß es denn?
00:33:12: Mir ist das ja bei diesem Frühstücksfernsehen so gegangen dass ich wirklich am Anfang gedacht habe, hey was ist das echt?
00:33:17: Was ist das jetzt hier?
00:33:18: Dass du wirklich davor sitzt... Kennst du das?
00:33:22: Das gibt's im Netz, oder?
00:33:24: Ja, ja.
00:33:24: Echt checkt es mal!
00:33:25: Weil das wirklich faszinierend ist wie da mit diesem ... Ich glaube auch so ein Loyal-Spruch, dass du nur beobachten musst und sozusagen das was du siehst.
00:33:33: Also es liegt eigentlich alles auf der Straße Du musst es nur dir nehmen und du musst es verwursten.
00:33:37: Und das ist immer bei diesen Dingen und bei allem was überhaupt jeder künstlerisch tut die Basis.
00:33:44: Wir sehen und wir hören Alles das was jeder andere sieht und hört.
00:33:49: Und jetzt will ich nicht zu hochtraben werden, aber die Aufgabe des Künstlers ist ja tatsächlich das aufzufangen und dass in irgendeiner Form so wiederzugeben, dass es andere wieder erreicht mit den Mitteln einer kunstvollen Darstellung.
00:34:03: Das passiert ja in allen Regeln nicht rational primär.
00:34:06: Du kannst mit solchen mitteln- und visuellen Schiffern die Leute auch absichtlich aufs Gladeis erst mal führen und so.
00:34:12: Aber trotzdem geht es natürlich darum auch Gefühle auszulösen und die Leute zu berühren.
00:34:17: Was ist das denn?
00:34:18: Ich höre da plötzlich ein Song und da ist irgendein Change drin oder irgendeine Textzeile verbunden mit einer Melodie,
00:34:26: wo
00:34:26: ich überhaupt nicht weiß warum.
00:34:27: Und ich krieg plötzlich eine Gänsehaut und es geht ganz tief rein und man weiß gar nicht so genau warum.
00:34:33: Das hat natürlich was damit zu tun dass wir letztlich... wahrscheinlich die Basics alle teilen von dem, was wirklich bedeutend ist.
00:34:41: Und dass Künstler das eben wenn sie gut sind und wenn Sie eben diese Inspiration haben es fertig bringen das sozusagen sicht-und hörbar zu machen ja Das bewundere ich auch immer wieder.
00:34:51: also an künstlern die das schaffen einen so umzuhauen Wo man sagt da kommst du kommst nicht dran vorbei Was?
00:34:58: Was is das jetzt gerade?
00:34:59: wieso ist das so
00:35:01: dass du im kino sitzt und anfängst zu heulen Rennen mir die Tränen runter.
00:35:08: Du bist
00:35:08: gerührt!
00:35:09: Für mich ist immer, wenn ich Musik
00:35:11: höre, Gänsehaut
00:35:12: voll der Effekte...
00:35:13: Ich hab gerade Gänesehauter, wo ich das nur erzählt habe.
00:35:16: Weil ich das sofort verinnerliche und weiß halt, warum ich das meine.
00:35:21: Das ist auch das was ... Auch immer Basis ist, wenn ich mich in Menschen verwandele dann gehe ich dort nicht sozusagen ran indem ich gucke wie sieht der aus.
00:35:29: Wie baue ich mich da?
00:35:30: Wie verkleide ich mich und dann stelle ich mich von Spiegel und übt das oder irgendwie sowas... Das ist alles Bullshit!
00:35:35: Das passiert gar nicht.
00:35:36: Das ist das Handwerk von meinen tollen Maskenbildnerinnen die wirklich echte Genies sind mit denen ich wirklich blind die Dinge entwickeln kann und die genau wissen was gefragt ist damit es überhaupt nicht übertrieben ist und dass sich eher auch beim Spiel zurücknehme und so.
00:35:50: sondern es geht darum wenn es eine erfundene Figur ist, vorher in allen Facetten da ist und ich genau weiß wie die ist.
00:35:58: Wie sie fühlt was die tut, was die da soll?
00:36:01: Und die Verwandlung drei Stunden Maske oder so ist dann eigentlich eher der meditative Prozess, indem mich von dem einen zum Ananufer klettert und dann mache ich die Augen auf und dann kletter' ich los und kann...
00:36:13: Bist du der!
00:36:14: Hat er dich ja nicht mal nachgemacht?
00:36:16: Nee, ich hab mit Bastian Pastefka.
00:36:18: Ach echt!
00:36:19: Hat mich mal nach gemacht.
00:36:20: Das ist total geil.
00:36:21: Also das war hier Ricky's Pop-Sofa.
00:36:24: Mit Anke Engelke als Ricky, die so durchgedreht hat und das finde ich heute noch richtig, richtig geil.
00:36:30: Da kann man
00:36:31: so eine Aldi-Tüte annehmen.
00:36:32: Der
00:36:32: Ossie kommt hinter all die Tüten an in so rote Haare und auch die Beobachtung sozusagen von körperlichem oder irgendwie Habitus Eigenheiten, die ich eben habe, die jeder wähnt.
00:36:42: Und am Ende ... Scheiße, die ziehn ich durch den Kakao.
00:36:46: Dann hab' ich aber irgendwann gedacht hey geil du wirst persifliert und das ist irgendwie auch irgendwie.
00:36:51: ja es ist auch geil und man hat mich total gefreut.
00:36:54: Also Bastian ist sowieso auch ein ganz ganz lieber guter Freund, ganz toller Könner muss man sagen, sehr lustig.
00:37:01: Sehr, sehr herzenswarm, herzensgebildet.
00:37:04: Wahnsinnig talentiert!
00:37:06: Ich hab die große Ehre gehabt in den Anfängen der zweitausender Jahre mit ihm zusammen mit dem Programm auf die Bühne zu gehen was echt ein Fest war.
00:37:16: Wir haben, ich glaube, sechzig Städte am Stück gespielt und dann nochmal zwanzig hinterher weil es einfach ... wegen des grossen Erfolges.
00:37:23: Und wir haben so eine Klammer gehabt, beide im Smoking rausgekommen ein bisschen amerikanisch und haben dann so einen Opening gemacht mit irgendwelchen Ferle-Fans.
00:37:31: Dann ging's eigentlich fast immer nur abwechselnd.
00:37:34: Jeder hat auch Solo-Nummern dazwischen gehabt.
00:37:37: Es gab mal Momente wo wir zu zweit auf der Bühne waren.
00:37:40: Hatten damals von meinem Susi Schlagersextet Ralf Hartmann den du ja auch glaub ich kennst dieses Gitarrengenie.
00:37:46: Den hatten wir dabei und Susi Fräse Sängerin gearbeitet haben.
00:37:51: Und wir haben dann teilweise zwei Stimmig, drei Stimmige, vier Stimmigen, dann mal Basti nur mit den beiden und auch so kleine musikalische Couplés immer dazwischen gehabt.
00:38:02: Wir hatten unser festes Programm.
00:38:04: anderthalb Stunden glaube ich, haben wir dann auch gestoppt und haben gesagt naja gut kommen vielleicht auch Aploise dazu muss man noch ein bisschen was drauf rechnen.
00:38:10: und das war dann so das Programm.
00:38:13: Was war von der ersten Aufführung anschauen?
00:38:15: Haben wir schon so viel Scheiß da gebaut immer länger wurde und wir haben dann Stück für Stück auch einzelne Solo-Nummern rausgenommen.
00:38:25: Und es wurde trotzdem immer länger!
00:38:27: Ich werde nie vergessen, ich glaube in Delmenhorst waren wir über drei Stunden auf der Bühne und die Kritik dann in den Zeiterung.
00:38:34: ein paar Tage später war überschrieben mit Comedy Duo wollte nicht nach Hause gehen.
00:38:43: Basti ist super, ganz toller Kollege und ein großer Körner.
00:38:47: Hab ich nie gesehen!
00:38:48: Aber das glaub' ich gerne, dass der dich gut paratiert
00:38:50: hat.
00:38:50: Das gibt's auch im Netz.
00:38:52: Ich hab mir das Daumen mal angeguckt und es stimmt schon.
00:38:54: Ist ganz lustig gemacht.
00:38:55: Bin schon
00:38:55: ich ne?
00:38:56: Ja, da wärst du auch nicht gedacht, da ist schon was dran... Es juckt ja auch so in den Fingern.
00:39:04: Kannst du für Hörer, die vielleicht mit diesen Rollen noch nicht so berührend ... Also ich mag immer nicht so Leute tanztbärmäßig.
00:39:10: Mach mal dies, mach mal das zufangen!
00:39:11: Ja da bin
00:39:11: ich auch sehr klemmig muss ich sagen.
00:39:13: Aber wieso Sammer?
00:39:15: Gibt's
00:39:15: irgendwie so Rollen, wo man dich nachts um drei wecken kann weiß ich, Boris Becker, Beckenbauer den wir hatten Wahrscheinlich
00:39:20: fast alle, die ich so gespielt hab.
00:39:22: Aber das ist nicht meine Spezialität,
00:39:25: muss ich sagen.
00:39:26: Sebastian
00:39:27: singt mal was?
00:39:28: Ich selber bin immer breitendlich berührt, wenn ich Talkshows sehe und da sitzen Schauspieler rum, die dann plötzlich schlecht hessisch reden und da witzig sein wollen.
00:39:38: Dann denk ich immer ... Nee!
00:39:40: Jörg Knörfinn, ich kann das überraschen.
00:39:42: Das ist ein
00:39:42: fantastischer Stimm-Imitator.
00:39:45: Unglaublich, muss man wirklich sagen.
00:39:47: Ganz toll.
00:39:47: Ditche ist ein riesiges Kapitel von dir?
00:39:50: Wie
00:39:50: lange gibt's das schon,
00:39:51: wie lange gibt es die Figuren?
00:39:54: Vier, und gab's davor ja schon in den neunzig Jahren.
00:39:59: Als ich diese Hörspiele gemacht hab.
00:40:01: Ehrlich gesagt auch ein bisschen beschäftigungstherapeutisch aus Frust weil mein Plattenvertrag so schnell wieder eingestampft wurde wie er kam mit Tim.
00:40:08: Da hab' ich daneben wie gesagt so Hörspiele aufgenommen mit Figuren und so.
00:40:12: Und irgendwann war das dann schon so dass wenn ich abends nach Hause kam mal damals hatte man diesen Panasonic Anrufbeantworter mit so blinklichten für die Anrufe.
00:40:20: Ich weiß nicht ob ihr euch da noch daran erinnert wo normale große Kassetten drin waren.
00:40:24: Ja, hier ist der und der.
00:40:25: Und bitte hinterlassen Sie eine Nachricht
00:40:26: so.".
00:40:26: Und habe ich dann halt irgendwann mal gedacht ... Cool, da machst du einfach irgendwas anderes.
00:40:31: Dann hab ich erst angefangen irgendwie so Kunstfiguren haben dann gesagt ja hier ist der und der denn hat mal Boris Yeltsin irgendwie einen guten Tag gesagt.
00:40:38: Und dann wurde das immer aufwendiger und ich habe also mit meinem Vierspur Kassettengerät dann Kampfhund Galaktika Kinotipps und all sonst Scheiß und Das wurde immer mehr.
00:40:47: Ich hab die noch irgendwo liegen.
00:40:48: Die sind super die Dinger.
00:40:49: und Da kam ich dann manchmal wenn ich abends nach Hause kamen Irgendwo dann waren da so zwanzig Lichter drauf.
00:40:55: Oh endlich hat man angerufen Oh geil, Alter!
00:40:59: Oder irgendwie so einer der sich kaputt gelacht hat.
00:41:03: Und so war ich dann mehr oder weniger gezwungen, fast täglich wechselndes Programm herzustellen.
00:41:09: Das ist natürlich mit größeren aufwendigeren Produktionen und Musik im Hintergrund.
00:41:14: Ich weiß nicht was alles.
00:41:15: Jacques Chélet der Friseur.
00:41:16: Oh Herr Jacques Chêlet!
00:41:18: Die Tanker für die tolle Frikadellen-Frisure.
00:41:21: Dann habe ich auch den Friseuren gesprochen.
00:41:23: Wunderbar bitte sehr mit einem blöden Franz-Franz-Aktender.
00:41:28: Sie waren doch gerade beim Friseursongress in Brüssel einen Wettbewerb.
00:41:32: Wie war denn das für sie?
00:41:33: Oh, ich habe gut abgeschnitten.
00:41:35: Bieb und so ein Scheiß!
00:41:37: So Carlauer halt.
00:41:38: Ich weiß es ist alles Carlauer Quatsch aber ich war da mal so drauf.
00:41:42: Aber das macht ja auch Schule.
00:41:44: Du lernst dadurch und ich hab eben gerade gedacht du hast das sozusagen gemacht weil du's geliebt hast, weil du das machen wolltest und dann die...ich wollte dich das vorhin schon fragen wann sozusagen diese Umschwung kam.
00:41:54: also ich musste vorhin ich weiß nicht ob der Vergleich hinkt, der hink bestimmt.
00:41:57: Aber Otto Walkes sagt er auch oft er wollte eigentlich Musiker werden.
00:42:01: ich bin hier irgendwie, die Leute lachen viel mehr und ich muss nur irgendwelchen Scheiß erzählen oder auch so ein Typ wie Olaf Schubert.
00:42:07: Auf übrigens eigentlich Musiker und eigentlich hatte der eine Band oder hat immer noch ne Band und hat dann eben irgendwie gemerkt hey diese Kunstfigur das kommt an sozusagen.
00:42:15: aber wann hast du wirklich gesagt für dich okay?
00:42:17: Ich bin jetzt eben Personen-Imitator, Comedian, Komiker wie auch immer.
00:42:23: Naja, es hat sich durch Samstag Nacht tatsächlich ergeben.
00:42:26: Also ich hab zwar vorher wie ich's vorhin beschrieben habe ja meine Experimente so gemacht fast ein bisschen um mich auch abzulenken dass das mit der Musik halt einfach überhaupt nicht weiter ging und hab dann so experimentiert weil ich eine Vierspur-Krasettenmaschine hatte und da konnte ich dann mit mir selber im Dialog reden.
00:42:41: Das waren die Anfänge, die ich zum Teil ja verfilmt hab Und dann Wiegald kennengelernt hab kam eins zum anderen aus einem größtmöglichen spielerischen Aspekt heraus und wirklich entschieden, so bewusst jetzt werde ich Komiker oder so.
00:42:58: Das hat es eigentlich nie gegeben.
00:42:59: das hat sich automatisch dann daraus ergeben wenn man so will, durch die professionellen Möglichkeiten, die ich bei RTL Samstag Nacht kennenlernen und nutzen konnte.
00:43:10: Überhaupt erst auch gemerkt was alles so geht.
00:43:13: also ich habe selber erst bemerkt wie kann ich mich verkleiden?
00:43:15: Wie kann ich mir verwandeln?
00:43:16: das hat natürlich auch ein Feedback.
00:43:18: das ist so wie wenn du mit einem tollen Instrument spielst und kaufst dir eine neue Gitarre und hast einen neuen Verstärker und merkst plötzlich das Ding klingt noch viel viel toller!
00:43:27: Und der Sound macht dich an und plötzlich
00:43:30: hast du
00:43:30: eine andere Inspiration.
00:43:33: Eigentlich auch, wenn man so will.
00:43:35: In coming out in gewisser Weise wobei Leute zum lachen gebracht habe ich eigentlich immer also das talent war ja immer auch schon da Und das
00:43:41: war auch nie unfreiwillig.
00:43:43: Ich frage es mal ein bisschen...
00:43:43: Ja ja, nee, nee!
00:43:45: Nee, nee.
00:43:45: Das war ein großer Spaß.
00:43:47: aber das haben mir auch schon in den Jahren zuvor immer Leute gesagt ja musst du irgendwas selbst Otto weil du ihn angesprochen hast.
00:43:54: Otto kenne ich seit meinem sechzehnten Lebensjahr.
00:43:55: wir haben von der Hamburger Szene hier gesprochen.
00:43:58: Ich habe damals auch in der WG ja mit Gottfried gewohnt und noch vielen anderen Musikern.
00:44:02: da kam Otto auch immer vorbei.
00:44:04: Der kannte auch meine Skiffle-Band fand er irgendwie witzig und dann saß er bei mir auf dem Bett weil ich auch so hoffweise Gitarren hatte und einen Schlagzeug und so im Bett gesessen, haben Beatles-Gesungen zusammen und Simon und Gafankel zusammengesungen.
00:44:14: Und haben Quatsch gemacht oder er.
00:44:17: Ich hab dann zwischendurch immer irgendwie auch so Unsinn gemacht und habe Stimmen nachgemacht und so.
00:44:22: Da hat er mir gesagt, du musst einen Beruf machen!
00:44:26: Wie das denn?
00:44:27: Ja, da holst du dir
00:44:28: ein.".
00:44:29: Er war ja Einzelkämpfer.
00:44:31: So hab ich das nie.
00:44:32: Ich wollte immer für die ernsthafte Seite, also im Sinne von ... Ich wollte mit meiner Musik berühmt werden und so, das war mein Traum.
00:44:39: Das Schöne ist ja auch, dass du wirklich bei Allocomic doch auch für mich eine gewisse Ernsthaftigkeit oder eine gewiss ... Ich will was sagen, Tragik-Comic irgendwie auch transportiert hast.
00:44:50: Also Otto, diese ganzen Sachen, ich liebe das wirklich, ich liebe seine Art und so.
00:44:55: Aber hier ist er irgendwie eher so dir ... Und irgendwie Kasperkopp und irgendwie immer irgendwie ... Der Blödelbade.
00:45:00: Der Blödel-Bade sozusagen, meine ich nicht despektierlich.
00:45:03: Aber die ist das schon was anderes genau wie bei Norio?
00:45:06: Also für mich um den Vergleich noch mal zu bringen.
00:45:08: Ja, aber wobei Otto ist ein ganz großer Künstler...
00:45:11: Das weiß ich!
00:45:12: Also auch großer Musiker übrigens ja.
00:45:14: Ich hab ihn auch mehrfach getroffen.
00:45:15: wir haben auch schon zusammen etwas gemacht.
00:45:16: Und
00:45:16: malt auch toll und jeder das ... was er liebt.
00:45:20: und das ist ja auch, ich sag jetzt mal vielleicht etwas überspitzt.
00:45:23: Auch sehr deutsch dass man eben auch dem Komedianten und dem Komiker... Ich sage jetzt mal so ein bisschen durch die Blume nicht die sagen wir mal künstlerische Legitimationen und Qualität zubilicht.
00:45:34: Die andere haben die aus dem seriösen Ernstenfachkommen somal einfach gesprochen.
00:45:39: Das is in England oder in Amerika ist es dann schon anders.
00:45:43: also da wird das mit Hochachtung auch gesehen und auch keinen Unterschied gemacht zwischen gutem und schlechten Talent.
00:45:50: War für dich so was wie, weil du Englern gerade sagst in Monty Python?
00:45:53: Und sowas ist da wirklich auch Vorbild oder Inspiration gewesen?
00:45:56: Inspiration sicher!
00:45:58: Wobei als ich jünger war bei uns im Fernsehen gab es Rudi Carell mit seinen Sketchen.
00:46:02: wir haben Dick und Doof gesehen Wir haben als die Bilder Laufen lernten gesehen wir haben Charlie Chaplin gekannt und die ersten Comic-Geschichten Marty Feldman später.
00:46:13: Montipalten hat irgendwann Biolett, glaub ich.
00:46:15: Ja genau!
00:46:17: Es
00:46:17: gibt eine Fassung von einer Montipaltenshow die ich leider nie gesehen habe... ...die auf Deutsch ist und wo sie auf Deutsch spielen
00:46:23: auch.
00:46:24: Ach so?
00:46:25: Aber nicht die mit dem, der lustigste Witz.
00:46:27: Das kennst du im Krieg an der Front?
00:46:29: Ach so ja, ne ne, das ist eine richtige Sketch-Show wo sie alle Deutsch sprechen und man merkt dass sie zum Teil natürlich wissen weil es vorher übersetzt haben oder was sie da reden inhaltlich aber in Wahrheit eigentlich nicht wissen was sie gerade machen.
00:46:45: Na das
00:46:45: ist interessant!
00:46:46: Ja das ist ganz toll.
00:46:47: ich habe sowas auch einmal gemacht hab' ich eine Figur erfunden die heißt Jusheval Bustani in einem Kinofilm den ich später nochmal an anderer Stelle reaktiviert habe.
00:46:56: Da hatte ich in dem Kinofilm auch tatsächlich eine Szene in Arabisch und das war wirklich echt Eisenhardt, also mit echten Liebernesen
00:47:03: auf.
00:47:04: Kannst
00:47:04: du das noch?
00:47:06: Nein, nix!
00:47:07: Nur phonetisch gelernt, da stehst du komplett im Wald.
00:47:11: Die Figur ist sehr echt, hat ja auch mit deutschlosen Gesprächen, hat sie mir so, war es zu sonnerig gesprochen, musst du allen dann wenn wir das jetzt sagen kannst du nicht machen So, ne?
00:47:24: Das geht also mit diesem Deutsch dann.
00:47:26: Mit dieser Gebrochene kannst du bist mal freund Sebastian.
00:47:29: Ich kann die Schottkirche schon mal gesendet.
00:47:32: So das geht alles.
00:47:33: aber wenn es dann ernst wird und du musst dann wirklich arabisch sprechen da hatte ich echt so einen strengen Coach und so nicht man grad macht irgendwie so nein muss ihr das wieder machen.
00:47:41: und ich dachte jetzt hat er richtig gut geklungen und sie haben gesagt dass versteht kein Mensch.
00:47:46: Also das ist dann schon echt höre höre Wein aber war sehr spaßig war sehr spannend.
00:47:50: Ich kenne das.
00:47:51: Wir haben mal eine Weihnachtsplatte aufgenommen, die sogenannte Festplatte mit den Prinzen und haben da auch verschiedenste Sprachen aufgenommen und es gibt ein... Also die Japaner feiern ja keinen Weihnachten, die feiern neuer.
00:48:03: Und meine Nachbarin damals war Japanerin oder ist Japanerin?
00:48:06: Und ich habe gesagt was gibt's irgendwie für ein japanisches Weihnachtsausage?
00:48:10: Es gibt kein Versuch aber es gibt einen Neujahrslied!
00:48:12: Oshogatsu heißt das.
00:48:14: Und wir haben das eingesungen.
00:48:15: und vor allem Wolfgang, unser Wolfgang unserer Anführer der wirklich ein Genie ist was Musikratisch-Archivants betrifft.
00:48:22: Der hat dieses auch so in Japanischer Quintenzeug oder sowieso eben Fünftonenzeug eingesungen... ...und sie war dann als Coach im Studio als er japanisch singen wollte und das ihn auch getan hat.
00:48:33: also sich hat sich dann manchmal was völlig andere Bedeutung hatte.
00:48:38: Sie war auch sehr streng, wir haben ja auch ein paar japanische Fans und die haben uns zurückgemeldet.
00:48:45: Das versteht man, das ist gut.
00:48:47: Aber eben etwas singen, etwas sagen ohne es zu verstehen?
00:48:50: Ohne es zu verstehen, das is echt krass!
00:48:53: Was meinst du, die Tragekomik, die deinen Rollen drunter liegt ...
00:48:58: Das ist die Basis.
00:48:59: Wie gesagt, den gab's ja lange bevor es den im Fernsehen gab.
00:49:02: Gabs ihn erst bei Hörspielen Siste kommt man ins Quatschen.
00:49:05: das wollte ich eigentlich damals vorhin nur erzählen dass irgendwann die Hör Spiele mit diesen lustigen Figuren immer aufwendiger wurden Und ich dann irgendwann gesagt habe, wenn ich da jetzt jeden Tag ein Programm machen muss... ...dann erfinde ich jetzt irgendwie einen der halt einfach nur sagt hier passen wir auf.
00:49:20: Hier weiß was!
00:49:21: Wenn du da jetzt an deinem Duosang führst, ne?
00:49:23: Dann wird dir gerade die Straße neu gemacht.
00:49:26: und dann haben sie jetzt diese Markierungs- Wagenfahrer mit der gelben Markierungsfarbe.
00:49:31: Der weiß ja auch nicht, ob er von Wagenrunde gepurzelt oder was ist zu turmf.
00:49:35: Jedenfalls sind diese Strecke so komisch!
00:49:38: Ich wollte nur sagen wenn du diese Stärke folgst dann fährst du direkt gegen eine Wand.
00:49:43: So, solches Zeug jeden Tag.
00:49:46: und so war Ditchie geboren eigentlich.
00:49:48: Hallo da bin ich wieder.
00:49:49: Ich wollt nur einmal sagen hier bei ihren Kaufhof gibt es jetzt die Gremlings.
00:49:53: Tschüss So, da war so ein sinnlosen Quatsch.
00:49:57: Und so ist Ditche eigentlich erst als Hörspielfigur entstanden.
00:50:01: und dann irgendwann kam Thomas Hermanns damals noch unter dem Künstler namen Tommy Gaden in München so Karaoke-Veranstaltung gemacht, kam nach Hamburg und hatte die Idee quasi nach klassischem amerikanischen Standup-Club-Prinzip einen Standupabend zu machen.
00:50:18: also wo eben dann Comedians keine Kabarettisten wie wir das hier kennen ...
00:50:22: Ja
00:50:23: genau, das war der Vorläufer davon.
00:50:26: Und der suchte halt Leute die frei sprechen können und auf Umwegen über Wiege.
00:50:32: halt keine Ahnung mache es kurz irgendwie war ich dann einer von denen von denen man erzählte da gibt's auch noch einen.
00:50:39: also die haben wirklich händeringen solche leute gesucht.
00:50:42: Und die Anfangsbesetzung, die da im Engen Kreis waren, Rüdiger Hoffmann.
00:50:47: Dietmar Burdinski, Gott hab ihn seelisch leider verstorben.
00:50:51: Martin Schneider, Monti Arnoldt Wiegald ich und noch zwei drei andere das waren so Leute die Einzelkämpfer waren haben irgendwelchen Unsinn getrieben.
00:51:01: Da hast du Ditche dann sozusagen wieder rausgeholt?
00:51:03: Ja genau.
00:51:04: Dann habe ich überlegt oh Gott jetzt den auf die Bühne Was hatten der an?
00:51:08: Und so vom Milieu her und was er so erzählt hat, immer war schon klar.
00:51:12: Das ist ein bisschen im Halbpenner-Bereich aber nicht wirklich... ...und ich hatte tatsächlich mal jemanden gesehenes, das werde ich nie vergessen.
00:51:20: Ich habe damals in einer WG gewohnt.
00:51:21: es war einen Sommertag.
00:51:25: Wann müsste in den Achtzehrjahren gewesen sein?
00:51:29: Und ein Eiswagen fuhr um die Ecke.
00:51:32: Ich wohnte mit einem Kumpel zusammen und man hörte so eine Glocke bimmeln, ah der italienische Eismann!
00:51:39: Wir haben einen Fußballspiel geguckt und es war Halbzeit.
00:51:41: Und ich habe gesagt, ich gehe raus und hole für uns ein Eis.
00:51:44: Bin raus und stand in der Schlange, stand so drei, vier fünf Leute vor mir direkt, war ein Typ im Bademantel.
00:51:51: Das gehörte wohl damals noch ... Wie gesagt, ich erinnere mich auch noch in meine Kindheit.
00:51:55: Da sind auch Frauen gerne mit Lockenwinkelern und so einen transparenten Seidentuch drüber, sind dann einkaufen gegangen Und der Herr hat auch gern mal Sonntag im Bademantel auf die Straße schnell mitschlappen.
00:52:09: Der stand vor mir!
00:52:10: Und der kam irgendwann dran und fragte der italienische Eisverkäufer, was möchte ich?
00:52:15: Ich habe alles hier geredet, ob Vanillia oder Nuss oder Kolo oder so.
00:52:21: Und dann stand er da so Und guckte unser Eimer Stratzieller.
00:52:28: Das war das Bild, was sich quasi verdichtet hat und ich dachte ... Wow!
00:52:33: Ja?
00:52:34: Also... So.
00:52:37: Eimer Strazieller.
00:52:41: Wenn man so will visuell und akustisch die ... ... im Langzeitgedächtnis abgelegte Figur-Ditche, die dann eben erst später eigentlich als ich überlegt hab wie bring' ich diese Hörspielfigur von denen es dann schon, weiß ich nicht, zwanzig dreißig so kurz Clips gehabt.
00:52:56: Wie bring' Ich die auf die Bühne?
00:52:57: Was hat der an und hab da neben Jogginghose... Bademantel und dachte mir, das muss so ein alter Bademandel sein.
00:53:05: Der muss passen!
00:53:06: Und mein Freund damals, Kerstin Peters mit dem ich zusammen gewohnt hab, schöne Grüße von hier aus, der hatte seinen Vater ausm Krankenhaus gerade abgeholt und hat aber die Sachen noch bei sich im Schrank hängen und da hing dieser Bademandel.
00:53:17: Und es ist bis heute dieser Bademandel...
00:53:19: Das Schöne an der Figur finde ich ja, dass du dich überhaupt nicht über ihn lustig machst.
00:53:23: Also das ist wirklich das Entscheidende.
00:53:27: Dass es nicht hämisch ist.
00:53:28: Es ist nicht irgendwie... Guck mal hier ... Der Asi.
00:53:32: Ein liebenswerter Kerl.
00:53:35: Ja klar.
00:53:36: Ich hab da noch nie darüber nachgedacht, aber natürlich ist das genau die Essenz.
00:53:39: oder ist das entscheidend?
00:53:41: Das läge mir auch gar nicht.
00:53:43: und Wie soll man sagen?
00:53:44: Also, Ditchie guckt immer von unten nach oben.
00:53:47: Der guckt nie von oben nach unten.
00:53:48: Natürlich schlägst du die Hände über dem Kopf zusammen und mal neben dem ganzen auch bisschen kalauerigen oder klamaukigen Zeug wenn er da wieder irgendwelche Weltgeräte erfunden hat oder so.
00:53:58: Das muss ja auch sein.
00:54:01: aber im Grunde genommen verkörpert er all die... Und jeder kennt so mindestens einen Ob er irgendwo in der Kneipe am Dresen sitzt oder im Hotel an der Bar und den Barkeeper dichtquatscht.
00:54:14: Jeder hat bestimmt schon mal solche Begegnungen von Leuten, die am Ende des Tages immer eine Antwort haben auf Fragen, vielleicht auch große Fragen, die im Raum stehen aber für dies entweder keine Antworten gibt oder noch niemand eine Antwort kennt.
00:54:30: Da trumpfen diese Leute besonders auf, weil sie immer wissen wie Dinge zusammenhängen.
00:54:34: Sie schrauben auch die abenteuerlichsten Ereignisse zu einem Eregnis zusammen und erklärt warum dies oder jenes so oder so ist?
00:54:44: Und natürlich ist sozusagen die Klammer der Sendung auch immer gewesen dass wir das Wochengeschehen so ein bisschen sammeln und dann schauen wie können wir das eine oder andere Thema Prominente Thema oder auch überhaupt nicht prominente Thema war eins, dass wir ausgraben.
00:54:59: Wie können wir die Dinge so miteinander verweben?
00:55:01: Das Detail irgendwie genau weiß...
00:55:03: Ist das vorher abgesprochen als mit Ingo?
00:55:06: Du kommst rein und sie wissen nicht, wovon du heute erzählt hast.
00:55:08: Weiß keiner was.
00:55:10: Und
00:55:11: inwieweit ist dein Film im Kopf vor so einer Sendung schon klar?
00:55:15: Oder inwie weit hast du also eine Art halbes Skript in deinem Kopf, dass du sagst das sind meine Themen.
00:55:19: Ja
00:55:20: ja die Themen schon.
00:55:21: ne haben wir vorher festgelegt.
00:55:23: es gibt so ein Thinktanks.
00:55:25: Also das sind drei vier Jungs die beisteuern die mal so ein bisschen ihre Ideen zu aktuellem geschehen dann mir in kurzen absetzen dann per E-Mail schicken.
00:55:35: Ganz am Anfang haben wir auch richtig ein Meeting immer gehabt, wo wir zusammen saßen und so eine Brainstormingrunde.
00:55:40: Das machen wir jetzt eigentlich nicht mehr, wobei wir im Augenblick sowieso nicht wissen ob wir noch weitermachen können oder nicht.
00:55:46: das ist jetzt alles gerade so bisschen in der Schwebe finden wir eigentlich in der Regel immer irgendwas.
00:55:53: Auch wenn es mal eine sehr dürftige Themenlage über die Woche war, ist das ja auch so dass ich sozusagen wie man sagt horizontal auch erzähle.
00:56:01: Das heißt also es gibt in Ditches Kosmos eine ganze Reihe von Leuten sein Freund Giovanni seine Nachbarn, die Cargas und so und noch einige andere Leute, die über die Jahre einfach weil sie in der Ditche Welt, die wir hier als wahre Welt behaupten, d.h.
00:56:14: auch Digi das wirklich wahrer Leben eben einfach schlicht existieren von denen auch immer wieder was Neues oder es gibt Sachen, die in einer Folge anfangen.
00:56:22: In der nächsten weitergehen und in der übernächsten auch weiter gehen und weiter erzählt werden, die wir dann verquicken im besten Fall.
00:56:29: Das wäre eigentlich das Beste wenn es irgendwo eine, sagen wir mal gab ne Meldung hier weil wir oben die Alster herum fahren sehr viele Autoposer Ja, also die da richtig Gas geben und machen ein Lambos und irgendwie einen auf dicke Hose usw.
00:56:42: Und sie haben irgendwann mal ein Lambo aus dem Verkehr gezogen hier aber gar nicht weil der dann laut röhrend einmal um die Binnenhalzer geknattert ist sondern weil er so eine super Extra-Lackierung irgendwie hatte in einem Goldton So wie eigentlich nur Obermeier irgendwie Autos hat.
00:56:58: Und man eben gesagt hat, das ist eine Behinderung der Verkehrssicherheit weil dieses Fahrzeug bei Sonneneinstrahlung andere Verkehrsteilnehmer blenden kann und er muss das Auto mit so einem Speziallack irgendwie lackieren, so einen Klarlack wo so Kunststoffpartikel drin sind die das Licht brechen.
00:57:12: Das war ne Meldung!
00:57:13: Das fand Ditchie natürlich Welt ja?
00:57:16: Und hat dann eben seinem Nachbarn Herrn Kager mit dem er seit Jahren im Klinsch liegt hatte er die Weltidee und dass es immer eigentlich der Ansatz die tut grundsätzlich nur Gutes.
00:57:25: Ich hab das gesehen!
00:57:27: Und landet letztlich immer in einer Katastrophe, manchmal nicht ganz so schlimm.
00:57:32: aber gerade mit Herrn Kager ist das schon echt immer eine Nummer...
00:57:35: Da habe ich den den Wagen lockiert!
00:57:36: So und da hat er dann sich selber weil er gesehen hat Herr Kager hat seinen Honda Accord von Ninzehn Vierund Achtzig den hat er grade wieder aufpolieren lassen, hat Ditche dann die Idee gehabt oh hey die wollen doch jetzt am Wochenende nach Bielefeld fahren wenn der kommt ja noch nie mal bis zu der Elbbrücken Der wird ja sofort raus gewunken, weil er eben mit diesem Auto die Verkehrsteilnehmer bleddet.
00:57:56: Also hat Ditche aus Tortenguss... Hat er mit einer Parmesan-Reibe den Ersatzreifen von Herrn Kager in der Garage, hat einen Abrieb vollzogen und hat diesen Abrieben mit Kleister und Tortenguss in eine Milange gerührt.
00:58:13: Und hat das dann in so einem Blumenzerstäuber mit Wasser noch verlängert und hat damit das gesamte Auto lackiert.
00:58:19: Und Herr Kager kommt schon, hat mich getroffen auf dem Gang und hat gesagt was ist denn aus der Garage?
00:58:24: riecht es in Redbeeren?
00:58:26: So!
00:58:26: Da war wieder der Ärger vorprogrammiert Und dann hat er nämlich auch noch die Scheibenwaschanlage, der auch noch befüllt.
00:58:32: Weil es kann ja sein wenn er jetzt auf Autobahn fährt das er nochmal nachschießen muss!
00:58:38: Und das sind dann so Geschichten.
00:58:39: Die Ausgangsmeldung ist eine kleine Meldung, Lamborghini stillgelegt wegen Goldlackierung und da weiß ich sofort an ... Das sind die Geschichten, wenn sich jetzt die großen Themen nicht aufdrängen weil wir sie machen müssen.
00:58:52: Sind es die kleinen Themen, die wir in dem Kosmos seiner Figuren, der um sich herum hat zu einer Größe erheben können?
00:59:00: Das ist trotzdem immer mit dem Herz am rechten Fleck.
00:59:03: Es ist manchmal mit größtmöglichem desolaten Ausgang, aber trotzdem irgendwie immer liebenswert.
00:59:09: also ich hab ja auch in zwei Sendungen dann auch mal Herrn... Einmal habe ich Herrn Kager gespielt.
00:59:13: zur Überraschung aller die dachten natürlich auch Ditchie kommt ganz normal rein kam er aber nicht.
00:59:17: Dann hab' ich Herrn Karger gespielt.
00:59:19: Wissen Sie?
00:59:19: Ich kann nicht mehr Ich kann einfach nicht mehr.
00:59:22: Als er seinen Herz ausgeschüttet hat, dann trinken wir mal einen kleinen Kürzennebel hier.
00:59:28: Also das geht zu und ich wollte nur mal... Das geht doch so nicht weiter oder?
00:59:33: Einmal habe ich auch Frau Kager gespielt die auch reinkam.
00:59:36: Da waren sie alle überrascht.
00:59:37: Schildkröte Gott hab ihn seelig.
00:59:39: also Piggy ist ja leider verstorben vor ein paar Jahren.
00:59:43: Der hat tatsächlich bei Herrn Kager die ganze Zeit gedacht es ist ein anderer.
00:59:49: Ist aber auch witzig gewesen.
00:59:50: Wirst du manchmal schizofrehen bei deinen Rollen?
00:59:53: Noch nicht.
00:59:54: Es sind viele Stimmen, Herr Drögtich, höre ich Stimmen!
00:59:57: Nee, nee eigentlich nicht.
00:59:59: Aber sehr geil auch wie gesagt das zum Thema Authentizität.
01:00:02: Selbst als ich also Trixie Dörfel diese alternde Diva gespielt habe, da bin ich auch schon echt steil gegangen und hab mir wirklich echt in die Hose gemacht.
01:00:10: Das muss man sagen... Also sie hat ja dann wo wir im zweiten Teil der erste Teil war ja Trixi Wonderland, wo sie richtig in so einem Glamour wie auch immer Weihnachtsshow zu Hause Stephanie Hirtl empfängt und dann backen die ein Weihnachtskuchen und machen dieses und jenes und singen.
01:00:25: Sie hat ihre neue Platte Trixy Wonderland mit neuen Weihnachtsliedern vorgestellt.
01:00:30: Da hab' ich dann auch einen richtigen Auftritt gegeben in so einer Weihnachtsshow, wo die aufgezeichnet wird.
01:00:35: Da haben sie alle mitgespielt bei der Generalprobe Original alles aufgenommen und hier ist sie Trixi-Döffel mit weißer Weihnacht oder so.
01:00:44: Und im zweiten Teil heißt dann Trixie Nightmare.
01:00:47: da gibt es ein bisschen was biografisches und da wird gezeigt wie gnadenlos das Boulevard zuschlägt wenn jemand eine Entgleisung hat.
01:00:56: In dem Fall war's eine Trunkenheitsfahrt Keine Ahnung, irgendwo ist sie gegen gefahren und so was.
01:01:03: Das war dann im Boulevard groß ausgeschlachtet usw.
01:01:06: Und wie sie dann runterkommt und die Jobs verliert und keine Sendung mehr hat und so.
01:01:11: Da musste sie wieder mit ihrer Single, die sie als siebzehnjährige aufgenommen hat zwei Kugeln Eis mit Sahne.
01:01:17: Familie Haselnuss singt der Chor!
01:01:22: Die musst du mir erst schenken, dann kriegst du auch einen Kurs.
01:01:25: Ja?
01:01:26: Mit dieser Original-Single hat sie als Anfang sechzigjährige auf einem bayerischen Weihnachtsmarkt zum Vollplayback ihrer Single, die sie mit siebzehn aufgenommen hat, sozusagen performt für kleines
01:01:41: Geld.".
01:01:42: Das
01:01:42: ist ja sehr tragisch!
01:01:43: -"Und das haben wir in echt
01:01:44: gedreht!".
01:01:45: Da haben wir niemandem gesagt, da kommt jetzt Olli Dittrich in der Figur von ... auf diesem Weihnachtsmarkt einen Slot gebucht im Programm, wo dann eben die Prezzen verkauft werden und die Herzen.
01:01:57: Und das Geschnitzte für Weihnachten und so.
01:01:59: Da bin ich als Trixi Dörfel ganz normal da aufgetreten.
01:02:02: Wir haben das mitgefilmt wie die Leute da stehen und teilweise auch mit dem Kopf schütteln und andere klatschen so mit.
01:02:10: Da hinzugehen, dass so wahrhaftig werden zu lassen ist eigentlich mein Ding.
01:02:15: Das ist in allem eigentlich.
01:02:16: Letztlich ist es genau ... hat von auch erfundener Wahrheit, die ... die Dinge dann eben ans Licht bringen könnte unter Umständen.
01:02:26: Ich hab grad so eine Erinnerung.
01:02:27: Ich habe mal einen Innovationstechnik gelernt, die heißt Design Thinking und die hatten sozusagen so ne eigene Schule dafür.
01:02:32: Dann haben sie auch manchmal Kurse gegeben, das sozusagen anderen beigebracht.
01:02:35: Es nannte sich European Masterclass, es waren so, ich glaub, vierzig Leute all over Europe kamen die her.
01:02:40: Und es waren ganz viele Moderatoren und Comedians auch oder einfach Unterhaltungsleute.
01:02:45: Und es gab da Leute, das war irgendwie faszinierend.
01:02:47: Das weiß ich noch, der hatte einen Vortrag gehalten und als er eine mit einem Publikum aufgestanden meinte ... Du, hier sind die Siebziger dran.
01:02:52: Die wollt ihr in den Haschen zurück?
01:02:54: Der ganze Raum
01:02:55: lachte.".
01:02:55: Dann war Abschlussparty von dieser Workshop-Reihe.
01:02:58: Da war eine Frau ... Die stand so da und es war kalt!
01:03:01: Dann ging der eine, der kam durch das Irland zu ihr hin und meinte so... Oh!
01:03:04: Du hast ja ganz harte Nippel.
01:03:05: Warte mal!
01:03:05: Dann hat er angefangen vor ihr so in der Luft zu drehen und so getan als wenn sie ein Radio wäre und hat sozusagen die Frequenz eingedreht.
01:03:12: Die Frau hat scheinend angefangen zu lachen.
01:03:14: Und ich saß so daran abgedacht.
01:03:15: Wahnsinn was für eine feine Steuerung.
01:03:17: also das kann halt total lustig sein oder total daneben gehen.
01:03:22: Ich habe gesagt, kann man lustig sein eigentlich lernen?
01:03:25: Wie machst du das?
01:03:26: Hast du da irgendwie ein Element für dich?
01:03:27: Dann sagst du, nein, das kann man nicht lernen.
01:03:28: Das steckt in einem drin!
01:03:29: Und ich glaub, das irgendwie bis heute nicht.
01:03:31: Wie ist es bei dir?
01:03:31: Hast du für dich so ein Rezept, was witzig und was nicht?
01:03:35: Die gleiche Frage könnte man ... Das gibt ihr vielleicht in anderer Form die Antwort.
01:03:39: Das Gleiche kannst du auch jeden Musiker oder Schriftsteller fragen.
01:03:43: Ich sag mal Talent schadet nicht.
01:03:45: Grundsätzlich ist das Talent das Wichtigste und die Ausgangsbasis für alles das, was dann kommt.
01:03:51: Wenn du kein komisches Talent hast, kannst du zwar Humor haben.
01:03:55: Also ich kenne viele Leute, die lachen und Spaß haben und die auch guten Humor haben, die wirklich Tricky Sachen lachen können.
01:04:05: Heißt aber noch lange nicht, dass sie dich zum Lachen bringen können?
01:04:08: Das ist etwas, was genauso wie musikalisches Talent gegeben ist.
01:04:12: Du kannst das Handwerk erlernen ... Ich sag jetzt mal ein Sketch den man schreibt oder eine komische Situation, die man spielt Kannst du so performen, dass sie nicht lustig genug ist?
01:04:23: Und du kannst dir auf der anderen Seite so darstellen, dass du sofort lachen musst.
01:04:27: Gibt ja auch so Leute ... Otto ist erwähnt worden.
01:04:29: Mirko Nonschef ist jemand mit dem ich die Ehre hatte zu arbeiten.
01:04:33: So ein Funny Bone-Leute, die reinkommen und du sagst wie viel Uhr es ist.
01:04:37: Du musst halt lachen!
01:04:38: Du weißt nicht warum.
01:04:39: Aber du musst lachen, weil sie einfach was ganz ursächliches Komisches in dir anregen.
01:04:44: Was auch komisch ist.
01:04:46: dazu muss man auch einen Gefühl haben und einfach ein Talent eine Begabung haben.
01:04:50: Und es gibt ja sehr viele Facetten und sehr viele Möglichkeiten wie man komik erzeugt und wie auch im Musikieren.
01:04:57: keine erfindet die Tonleiter neu und trotzdem gibt's immer wieder neue Songs und es gibt immer wieder Leute die ihre ganz eigene Musik machen wo man sagt das Kann nur der, und so ist es in der Komik eigentlich auch.
01:05:08: Die größten Kommodianten, auch die meine Vorbilder sind dazu zählen Leute, die leider keiner kennt, die sehr erfolglos verstorben sind am Ende wie Haino Jäger mein ganz großes Vorbild über den ich einen eigenen Podcast machen könnte weil das ein ganz großes bedeutendes Stück deutsche Humor-Kulturgeschichte ist an dem dieses Land komplett vorbeigegangen ist.
01:05:29: Der ein unglaubliches Werk hinterlassen hat nicht zu fassen war auch ein ganz toller Maler und Zeichner Helge Schneider, grandios.
01:05:37: Übrigens ganz ... Also natürlich weiß ja jeder brauche ich nicht erzählen.
01:05:41: Jeder der ein bisschen alle Tassen im Schrank hat weiß was für einen Könner das ist.
01:05:45: Niemand macht es so wie Helge Scheider.
01:05:48: also das ist die Antwort.
01:05:50: er hat seine ganz eigenen Wege und eine hundertprozentige Treffsicherheit in der IMPRO den Moment zu gestalten aus dem noch so unscheinbarsten Dingen komik zu erzeugen.
01:06:01: Und dass ist halt einfach sein gottgegebenes Talent und seine unglaubliche Musikalität, die häufig auch natürlich mein Timing ist alles.
01:06:10: Und auch den richtigen Moment für die Puente und wann auch etwas vorbei ist, zu erkennen.
01:06:15: Das ist eben schon eine Talentfrage.
01:06:17: Natürlich kannst du Handwerk lernen das musst ihr ja auch ne?
01:06:20: Das gehört ja auch dazu schließt sich auch gegenseitig ja nicht aus.
01:06:22: Nein ich hab grad so im Kopf meinen Sohn abends.
01:06:25: dem habe ich immer vorgelesen und irgendwann wurde mir das zu langweilig.
01:06:27: dann habe ich mir Geschichten ausgedacht und ich glaube da bin ich ein bisschen deiner Welt nahe.
01:06:30: Also weiß ich wie du dich fühlen musst wenn du in der Geschichte beginnst und hast keine Ahnung wie sie endet.
01:06:35: klar.
01:06:35: also eine Sache ist mir hängen geblieben.
01:06:36: da ging es irgendwie so Ja okay weiß ich nicht wie die Puh geht schwimmen.
01:06:39: Und dann dachte ich so, wie baust du es zu Ende.
01:06:41: Am Ende war die Story der Weihnachtsmann hat seinen Schlitten verloren und ist in den See gestürzt.
01:06:44: Wenn die Puh findet ihn, kommt wieder raus.
01:06:46: Dann hast du eine Auflösung ... Wie sagt man?
01:06:49: Es sei nicht lustig, aber du hast einen ... Bogen!
01:06:52: Genau.
01:06:53: Das fragt mich, ob du das auch hast.
01:06:54: Wenn du bei Ditchellar am Set sitzt, sagst du okay hier Lamborghini, ob dir dir den Bogen baust oder ob er sich einfach findet.
01:07:02: Sowohl als auch.
01:07:03: Also, ich hab immer drei, vier, fünf Themen, die wir ja vorher sammeln.
01:07:09: Zu denen ist, sag ich mal ... komische Sichtweisen.
01:07:12: So will ich mal wertneutral sagen gibt durch ditches Brille was er dazu sagt?
01:07:19: Was er davon hält.
01:07:20: wir haben da immer so diesen Dreisatz was es passiert.
01:07:22: woran könnt's gelegen haben?
01:07:23: gerade wenns so Dinge sind die keiner so richtig erklären kann mysteriöse Vorgänge und ein Lösungsweg den er dann natürlich hat und im besten Fall nur er Wenn der dann kommt weiß schwerst sagt er ja den Mann geht einem los Weißt du, da ist noch keiner draufgekommen und so.
01:07:38: Und dann geht das ja los!
01:07:39: Das ist schon auch vorbereitet.
01:07:42: aber ich versuche immer die Balance zu halten nicht zu viel vorzubereiten, zu viel zu wissen und wenigstens jetzt verteilt über die Themen und über die ganze Sendung sage ich mal eine halbe Stunde ist es ja... Wenigstens dreißig bis fünfzig Prozent wirklich frei innerhalb zu gestalten.
01:07:58: Ich hab manchmal das Gefühl gehabt, dass du dich sozusagen bei Ditche selbst überraschst mit Sachen die auf einmal passieren und dass du
01:08:04: selbst
01:08:05: lachen musst.
01:08:06: Klar!
01:08:06: Dass du selbst irgendwie auf einmal denkst, ey, das ist ja echt geil was ich da gerade erzähle.
01:08:10: Ja oder auch mit Flemming zusammen also ich weiß nicht gibt auf YouTube ja Fanclips die geilsten Lacher.
01:08:16: und so wenn wir zwei halt uns so hoch arbeiten, dass wir komplett aus der Kurve fliegen.
01:08:20: Wenn es immer absurder wird, wenn irgendwie... weiss ich noch war mal eine Geschichte legendär die Waschbällgeschichte Wo Ditche eigentlich nur einen Lappen gesucht hat, glaube ich.
01:08:31: Und das war dann aber, ich weiß gar nicht mehr was das jetzt genau für ein Ablauf war.
01:08:35: Aber auf jeden Fall ... War er längere Zeit in dem Dialog der festen Überzeugung, dass hinter der Verkachelung seiner Badewanne eine Waschbär-Familie lebt?
01:08:44: Weil die Gerüche, die dort sozusagen zu vernehmen waren, ihn irgendwie an seine Kindheit erinnert hat, wo er mal eben mit seiner Mutter im Zoo war und dort am Waschberr gehege.
01:08:54: Das war so einen Geruch und er hat es erinnern.
01:08:57: Es hatte auch ne Zeit lang, glaub ich sogar, was poetisch ist.
01:09:00: Und am Ende des Tages war es aber wirklich nur so ein alter stinkender Lappen.
01:09:03: Der hinten in Sonne wurde die Wanne denn nicht mehr richtig an der Wand war, ist dieser Lappendenn da wohl mal durchgesiggert und da hat dann darin sein Unwesen getrieben und Biotope erzeugt, die diese Gerüche ausgelöst haben.
01:09:15: Aber die Geschichte ist eben genau andersrum erzählt worden.
01:09:18: genauso wie Ditche mal reinkram mit einem Pflaster im Gesicht Da hatte er sich dann geschnitten beim Rasieren So...und dann war die Kette.
01:09:25: aber wieso hast du dich denn geschnitten?
01:09:26: Ja weil ich mich im Dunkeln rasiert habe.
01:09:28: Ja, was?
01:09:28: Wieso hast du dich denn im Dunkeln rasiert?
01:09:30: und hat er dann erzählt.
01:09:31: Er hat sich im Dunkel rasiert weil er Silberfische aushungern wollte.
01:09:35: Wieso wolltest du Silber Fische ashungern?
01:09:38: Weil er hat mal gelesen ein Wissenschaftler... Und das war dann am Ende die Meldung, die in der Zeitungsstand, die kann dann ganz am Ende als Erklärung, wer ich nie vergessen, Wissenschaftler lebte sechs Jahre von Licht!
01:09:49: Das war eine Meldung, da habe ich gesagt das kann fast nicht wahr sein.
01:09:52: Aber da wird ja einer irgendwie so einer von diesen spinnerten Verschwörungstheoretikern die eben so gibt auch glaub ich so ne Sektie und der lebte also von Licht.
01:10:01: Also haben wir uns das gepickt was er am meisten dazu hertaugt.
01:10:05: Und Ditcher hat sich dann überlegt wenn einer solange Zeit von Licht lebt bedeutet es im Umkehrschluss dass Dunkelheit hungrig macht Und das war dann sein Ansatz, Silberfische auszuhungern.
01:10:15: Die bei ihm im Bad eben vorkommen.
01:10:17: Das war aber von der Kette her fing es also sozusagen damit an, dass er mit einem Pflaster reinkam als er hat sich geschnitten.
01:10:24: Das sind so die Bausätze oft.
01:10:26: Das ist zum Beispiel sowas was schon ein bisschen strukturierter wäre.
01:10:30: Aber innerhalb dessen auch trotzdem viel Platz für Impro natürlich lässt weil keiner weiß ja ... Was passiert?
01:10:36: Also, man weiß ja nicht wie dein Counterpart drauf einsteigt.
01:10:40: Der gar nichts weiß!
01:10:42: Das kann auch sein, dass der plötzlich irgendwas dazu sagt oder eine Inspiration hat, die so witzig ist und in so ne andere Richtung galoppiert, das man die gleich nimmt und dann verlässt man das Thema auch.
01:10:52: Du musst also in dieser Art von Improgrammerspiel immer bereit sein, in jeder Sekunde das Terrain zu verlassen und aufzunehmen was frisch passiert.
01:11:04: Ich glaube, die Erfahrung, die ich auch damit gemacht habe ist das Publikum liebt nichts mehr als dabei zu sein wenn etwas entsteht.
01:11:12: Das ist ein Spirit den kannst du auch... Du brauchst so nix einblenden und sagen gerade jetzt erfunden live gesungen unseren Scheiß.
01:11:19: Das merken die Leute!
01:11:20: Die merken dass wenn sie dabei sind wenn etwas entsteht
01:11:22: Geht mir ja genauso, also ich wollte das vorhin schon sagen als du sagst dass irgendwie.
01:11:26: Das ist hier eigentlich alles schon gibt und es ist das immer nur in anderen Variationen gibt.
01:11:30: ja wenn ich ein Song schreibe also ich mach das jetzt mittlerweile immer so dass sich das.
01:11:34: Per Sprach-Memo, am Klavier einfach auf meinem Handy aufnehme und dann wirklich die erste Version.
01:11:40: Die erste, nur die Melodie oder der erste Satz.
01:11:42: Dann habe ich so richtig die kleinen Bausteine wo dann wirklich innerhalb von vier Stunden auf einmal ist ein Lied da und es gibt nur zwölf Halbtöne.
01:11:49: Und man kann sie nur irgendwie nochmal verquirlen.
01:11:52: Es gibt nur so viele Worte.
01:11:53: Und es gibt noch so viele Themen.
01:11:55: Und am Ende ist das schon ein kleines Wunder eine kleine Geburt einer neuen Sache.
01:11:59: Das ist schon geil!
01:12:01: Ja, und ganz am Ende das Bindeglied bist eben du.
01:12:04: Deswegen gibt es unendlich viele Möglichkeiten.
01:12:07: Was weiß ich?
01:12:07: Nimm irgendein Song von den Beatles, den jeder kennt und hol mir zehn Bands die das auswendig lernen in der Besetzung.
01:12:14: Und die spielen alle diesen Titel und ich sag's dir, du wirst zehn Versionen haben.
01:12:18: Obwohl alle dasselbe spielen oder alle dassselbe zur Verfügung graben so möchte ich sagen.
01:12:23: Das
01:12:24: war übrigens immer im Studio eine herangehensweise von einer nette Humpe wenn wir nach Arjumar gesucht haben für ein Lied, das eigentlich schon da war.
01:12:31: Dass sie immer gesagt hatte wie wir das David Bowie singen?
01:12:34: Wie würden die Beatles machen.
01:12:35: und wie würde ich das ACD
01:12:37: singe?
01:12:37: Das ist
01:12:37: schon geil!
01:12:38: Und das ist auch eine echte Inspiration weil sich das ohne zu klauen inspiriert dich einfach nur und es schickt dich auf die Reise schick dich irgendwo hin.
01:12:45: So
01:12:45: funktioniert es mit jeder Art von Inspiration.
01:12:48: also niemand von uns sowieso nicht aber auch die großen Heronen die wir alle als unsere Vorbilder sehen ob in der Musik oder keine Ahnung malerei in der literatur keine ahnung.
01:13:00: all diese leute haben zu ihrem zeitpunkt als sie angefangen haben als die klein waren kinder waren also ihr talent sozusagen sich in ihnen bemerkbar gemacht hat irgend wehen oder als vorbild gefunden er eigentlich das angeschwungen hat in ihnen was am nahesten ist.
01:13:17: emotional Richtig.
01:13:18: Ja, und deswegen ... Auch die Beatles haben nachgeäfft am Anfang.
01:13:23: Die haben auch irgendwie Chuck Berry und Karl Perkins...
01:13:26: Hier in Hamburg?
01:13:26: ...
01:13:26: Lonnie Donoghan nachgespielt.
01:13:28: Ja hier in Hamburg live gespielt, klar!
01:13:31: Auf Deutsch glaub ich sogar,
01:13:31: ne?!
01:13:32: Teilweise ja.
01:13:32: Das gibt's.
01:13:33: ja, komm gib mir deine Hand.
01:13:34: Oh du bist so schön schön wie ein D-Mann.
01:13:36: Ich will mit dir gähn' Komm gib mir deiner Hand.
01:13:41: Wann ist denn Ditchie zu Ende erzählt eigentlich?
01:13:43: Der
01:13:43: ist gar nicht zu Ende erzielt, weil dauernd was Neues passiert.
01:13:47: Hast du das sozusagen?
01:13:47: Also ich meine so Happy Cackling weiß ja zum Beispiel jemand der ähnliche Arbeit macht wie Du oder ähnlich wie ich kann sagen aber es ist ein gleichbares Territorium und wo man den Eindruck hat, der begreppt irgendwann eine Figur und ist mit der abgeschlossen hast du sowas auch.
01:13:59: also einerseits reizt mich dass jetzt gerade was diese Zyklusfilme angeht die wir gemacht haben von denen wir auch immer mal wieder einen neuen machen Natürlich auch möglichst neue Figuren zu erfinden.
01:14:11: Da ist es jetzt über die zehn Filme gelungen, dass die Figuren als wahr behauptet werden und gelegentlich irgendwo und sei es nur in Zitaten anders wieder vorkommen oder länger dann plötzlich monothematisch eine Sendung machen.
01:14:24: Die lege ich nicht wirklich gezielt ab aber ich habe da auch keinen Plan mit denen dann länger was zu machen.
01:14:31: bei Ditche ist das irgendwie ein anderer Fall.
01:14:32: ... der lebt einfach, der ist da.
01:14:36: Ja und selbst wenn ich weil... Ich hab das ja nicht zu entscheiden, dass hat ja in dem Fall der Sender zu entscheiden ob es Sendeplätze gibt und ob das noch weiter im Programm stattfinden kann unabhängig davon was das Volk will.
01:14:49: Ich wollte davor übrigens schon kurz reingerätchen als so andeutet Test, dass das nicht klar ist.
01:14:54: Wollte gleich unsere... Zuhöre, Mäute auffordern und zu sagen hey wo muss man sich hinwenden?
01:15:01: Und eine Petition pro Ditche.
01:15:03: Ja das wäre ja wirklich traurig.
01:15:06: Das ist ja ein Kunstfigur, ein Kulturgut.
01:15:09: Aber
01:15:10: da sind wir doch bei unserem Thema.
01:15:11: Kunst trifft digitalen Zeiten.
01:15:12: der Digitalität brauchst du doch gar keinen Sinn mehr um Ditches Leben zu lassen oder?
01:15:16: Das ist ein sehr komplexes Thema, weil natürlich bin ich im besten Sinne eher Old-School.
01:15:24: Ich gebe zu dass ich auch wenn es jetzt um Social Networks geht eigentlich praktisch nicht vertreten bin.
01:15:31: Ich hab noch nicht mal WhatsApp und ob das jetzt ein Instagram Account oder auf Facebook oder so was ja schon für die alten Leute wie man mir gesagt hat war nicht aktiv, ist vielleicht auch ein großer Fehler.
01:15:45: Kann gut sein und ich weiß nicht so genau wie das mit Ditche so is'.
01:15:49: Also dass Publikum sich Ditcher über das Fernsehen erobert hat... Das Publikums ist da wahrscheinlich ganz ähnlich und würde jetzt nicht unbedingt im Netz danach suchen.
01:16:01: Ich
01:16:01: glaube eher wenn du zu Netflix gehst zum Beispiel und sagst hey mein Name ist Olli Dietrich.
01:16:07: Mein komischer Sender die verstehen Großartige, ein Weltkulturerbe.
01:16:17: Also dann, die würden doch sagen ... Die würde nicht mit Kuss annehmen.
01:16:20: Geil!
01:16:21: Machen wir mal hier irgendwie ne Staffel und du kriegst doppelt so viel Kohle?
01:16:25: Du weiß ich grade nicht.
01:16:27: Ich hab ja auch Leute um mich rum, die mich da gut beraten und betreuen.
01:16:32: Ich
01:16:32: würd's dir aber sogar noch zuspitzen.
01:16:35: Ditche machst du doch gar nicht fürs Publikum sondern eigentlich für dich.
01:16:37: Und das Publikuum hat das Privileg dem beizuwohnen oder?
01:16:39: Ja naja, so rum kann man das natürlich erzählen.
01:16:42: in Wahrheit knüpfe ich an was ich am Anfang gesagt habe macht es immer für Publikums Sonst kann ich es auch zu Hause für mich alleine machen.
01:16:49: Natürlich will man Leute erreichen und Ditche ist ja auch, wie ich neulich sehr zum einer Freude tatsächlich in der Süddeutschen gelesen habe – da war ein größerer Aufsatz über Ditches gerade in Corona-Zeiten, dass er ja auch so der letzte Volksheld eigentlich ist aber in diesem Bereich, der also losgeht und irgendwie auch was dazu zu sagen hat.
01:17:08: Und wir sind ja auch von Corona quasi kalt erwischt worden in unserer letzten Staffel und haben nach drei Sendungen da den Schalter schließen müssen.
01:17:16: Da hat Ditchie sich ja auch zu Corona schon zahlreich geäußert mit allen möglichen Weltideen, unter anderem aus der Militapiltertüte und dem Kaffeefilter selbst aus Plastik und einer Unterhosengummikonstruktion sich eine eigene Maske gebaut hat was schon arschkrank genug war, ehrlich gesagt.
01:17:33: Und das Beste aber der Topper war wirklich, dass irgendwie drei oder vier Wochen später las ich irgendwo eine Meldung des Militer jetzt auch Masken herstellen und wahrscheinlich genau die gleiche Perforierung dann zum Stanzen irgendwie wie für die Filtertüte nimmt weil die auch wirklich genau da drüber passt.
01:17:49: Also wir sind in guten Gesprächen und ich hoffe, dass es da weitergeht.
01:17:53: Aber sagen und versprechen schon gar nicht kann ich nicht.
01:17:58: Ich bin ja im letzten Jahr unter anderem auch deswegen weil ich wieder dahin wollte wo Ditche eigentlich herkommt Nämlich von der Bühne, weil ich ja im letzten Jahr auf Deutschland Tournee mit Ditche ganz alleine.
01:18:09: Also wirklich so wie es ganz am Anfang mal war ein Spot einen Mann mit Bademantel und Altitüte und zweieinhalb Stunden Programm am Stück mit festen Elementen und auch mit Impro-Teilen.
01:18:20: Und das war eine ganz großartige Erfahrung die ich viel eher schon hätte machen müssen muss ich sagen
01:18:25: Live ist live
01:18:26: Ja
01:18:27: da kommt alles her und da holst du auch alles her.
01:18:30: Da hast du auch, ich sag jetzt mal ohne ketscherisch rüberkommen zu wollen.
01:18:35: Da hast Du natürlich die unmittelbarste Reaktion.
01:18:38: Das ist beim zum Lachen bringen ... Ditche muss ja nicht immer zum Lachen bringen.
01:18:42: Es hat im Live-Programm sehr tragische Momente gegeben.
01:18:45: vor allem Ditches erzählt wie Schildkröte eben das der nicht mehr lebt und dass er gestorben ist und so.
01:18:50: Das is ein längerer Teil da musst Du schon tief durchatmen.
01:18:54: Das kannst Du aber mit der Figur locker!
01:18:55: Das geht ohne Mühe Und das war eine ganz tolle Erfahrung, muss ich sagen für mich.
01:19:01: Deswegen
01:19:02: also je mehr du redest desto fester bin ich der Überzeugung dass Du nicht auf irgendeine Quelle angewiesen bist um diese Figur fürs Publikum am Leben zu halten.
01:19:10: oder Bin Ich Da?
01:19:11: Das mag so sein.
01:19:12: Natürlich sind das gewachsene Strukturen und ich bin natürlich auch dem WDR und einigen Personen, die das ganz besonders unterstützt haben vor allen Dingen in den ersten Jahren, natürlich auch zu tiefes Dankbauen, auch zu tiefes Loyal.
01:19:24: Das ist eine Eigenschaft ... Richtig.
01:19:26: Die mir sehr anhängt.
01:19:29: also da muss schon einer bei mir wirklich irgendwie silberne Löffel klauen oder mich zutiefst verletzen oder betrügen.
01:19:35: oder keine Ahnung bevor ich jetzt sage somit ihr nicht mehr Ja, also ich betrachte das auch als großes Privileg.
01:19:42: Dass mich ein Sender über so viele Jahre unterstützt hat und so'n krudes Programm letztlich... Also ich meine weiß noch wie wir da damals angetreten sind.
01:19:50: Ich hab einen Pilot gedreht mit Flemming zusammen in diesem Imbiss nach wie vor, dem wir das machen Mit diesen Überwachungskameras.
01:19:58: Das hatte ich mal gesehen über die Schulter geguckt hab in einer Bank, der diese vier Monitorer hatte und hat immer alle paar Sekunden das Bild umgeklagt.
01:20:07: Da wurde dann was weiß ich?
01:20:09: Das Parkhaus gezeigt und die Eingangshalle.
01:20:10: und so dachte ich geil!
01:20:12: Das sind irgendwie echt kranke Bilder, daraus müsste man eine Fernsehsendung machen.
01:20:15: So ist diese Idee entstanden.
01:20:17: Und es läuft ja auch durch einen Rechner.
01:20:18: also da sitzt keiner an einem Bildmischer, der irgendwie die Kameras drückt sondern das sind sechs Kameras mit entsprechenden Längen, einen zwei stehenden sechs Sekunden eine fünf und die anderen vier oder so.
01:20:30: Und die laufen eben durch ein Rechner, durch ein Programm und das schaltet automatisch immer so klack, klack!
01:20:36: Schaltet so um damit es eben auch diese Authentizität hat und der Zuschauer jetzt sozusagen nicht etwas für eine Kamera inszeniert vorgefertigt kriegt sondern er ist wirklich mit per Zufall dabei wie etwas entsteht.
01:20:48: Weißt du welche Kameraden welchen Moment an ist?
01:20:51: Das wusste ich nicht.
01:20:54: Nein, das ist also größtmögliche freie Gestaltung und größt mögliche Freiheit.
01:20:58: Also wir haben sogar mal ganz am Anfang weiß ich noch, wer war Moritz Bleibtreu-Gast?
01:21:02: Der hat dann Assistenten von jemandem vom Hausmeister gespielt der da irgendwas zu reparieren hatte an so einer Getränkermaschine da Und da habe ich ihm vorher schon erklärt wie es mit den Kameras ist und dass wir natürlich eingreifen können, wenn wir wollen.
01:21:16: Also wenn er das möchte und sowas sagt ne ne macht das mal so wie ihr das macht und dann so edit by accident so ja?
01:21:22: Und dann ist es war ja nur ein kurzer Auftritt kam dann rein dackelte.
01:21:24: so hinterher gibt man hier und da hat irgendwie was geschraubt und ist wieder raus und hin und hin sechs Kameras.
01:21:28: wohl bemerkt Das muss man schon hinkriegen dass man dann nicht gesehen wird bei diesen sechs.
01:21:33: Nur von hinten?
01:21:34: Aber
01:21:34: er hat's hingekriegt!
01:21:37: Und ich weiß noch, dass Detlef Buk mir damals dann den SMS geschrieben hat und hat da nur geschrieben ... War das bleibt treu?
01:21:42: Weil es war wirklich tatsächlich nicht nur einmal ganz kurz wahr und erkennen ging ja dann so ins Bild und klack wieder war genau die andere Kamera dran.
01:21:49: Und das ist halt das Tolle daran, dass wir das auch so beibehalten.
01:21:54: Du hast ja vorhin bisschen kokettierend gesagt, dass du dich in Erfolglosigkeit geübt hast ...
01:21:59: Ja?
01:22:00: Anfangs und jetzt bist du sehr erfolgreich!
01:22:01: Wie fühlt sich deine Kunst denn an wenn sie erfolgreich ist oder als nicht-erfolgreich empfundet?
01:22:05: Also hat Erfolg mit dir was verändert von der Emotionalität wie du es erlebst?
01:22:09: Nee.
01:22:09: Komplett gleich.
01:22:10: Erfolg bedeutet für mich im gesamten Kosmos, das tun zu können, was ich tue und im besten Fall immer wieder was Neues noch machen zu können, die Möglichkeiten zu haben, dass ich das realisieren kann.
01:22:24: Aber auch besser geworden zu sein in einigen in anderen noch lange nicht ausgelernt zu haben aber grundsätzlich dieses Lebenleben zu dürfen also.
01:22:31: Ich habe ja bevor ich dann wirklich mir diese Freiheit erkämpft hab über eine doch durchaus größere persönliche Krise in den achtziger Jahren Nachdem ich erst nach meinem Theatermaler-Ausbildung drei Jahre mit Examen damals an der Deutschen Oper in Berlin, was ein ganz toller erlerner Beruf ist im Übrigen.
01:22:48: Und danach ja fast eine achtjährige Tätigkeit bei der deutschen Grammophon bei Polydor.
01:22:54: da bin ich da so reingerutscht weil ich wollte mir immer mit meiner Musik berühmt werden und da irgendwie weiter kommen.
01:22:58: und dann ergab sich die Situation dass ich als Plattenpacker bei der Polydore im Importlager im Keller irgendwie Schaltplatten einpacken durfte.
01:23:06: Da dachte ich oh da hast du schon mal einen Bein in der Tür Plattenfirma.
01:23:09: und da lernste Leute kennen, hin und her.
01:23:11: Und tatsächlich meine musikalischen Kenntnisse haben dann auch Stück für Stück mich von Abteilung zu Abteilungen getragen und letztlich als Product Manager arbeiten lassen.
01:23:22: Eigentlich habe ich das Geschäft auch von der anderen Seite sehr ausführlich kennengelernt.
01:23:27: aber trotzdem war es halt die falsche Seite des Schreibtisches mit der Lehrzeit zusammen so zehn bürgerliche Jahre, sage ich jetzt mal, bürgernliches Arbeiten im herkömmlichen Sinne zusammengekommen.
01:23:39: Und das mit viel Schmerzen auch bedeutet hat dann, dass doch aufzugeben und meinem Weg zu folgen.
01:23:46: Ich weiß wofür ich das getan habe, ich weiß was ich dafür durchgemacht hab in den Jahren und deswegen ist das ... hört sich vielleicht etwas kitschig an aber für mich ist es ein Wahrheit auch der Erfolg und da nicht aufgegeben zu haben Und einfach der eigenen Liebe nachgegangen zu sein.
01:24:03: Also das habe ich jetzt auch meinem älteren Sohn, der kann man schon sagen er ist ja jetzt erwachsen und wird auch ein wahrscheinlich toller Musiker jedenfalls mit großem Vater.
01:24:13: stolz würde ich sagen dass er tolles Songs schreibt ... der auch den akademischen Weg eher geht und das auch studiert usw.
01:24:21: Dem habe ich das auch früh schon gesagt, also finde heraus was du liebst... Das
01:24:26: ist wirklich genau der Punkt!
01:24:27: Und tu alles dafür nicht mehr und nicht weniger Und dann irgendwie der Rest findet sich, der Stil wird es sich finden.
01:24:33: Ich hatte übrigens die große Ehre Chuck Berry mal kennenzulernen.
01:24:38: Das war zwar nur eine zwei Minuten Begegnung aber immerhin ich wurde ihm vorgestellt und er gab mir die Hand und ich wurde ihn als ja so eine Art Musiker und auch Comedian oder wurde dann zwar irgendwann in späten neunzig Jahren so ein bisschen kurz gesagt das ist ja German sonst was und was ich so mache und sowas.
01:24:58: und dann fragte er mich was ich machen Und das hab ich ihm dann versucht, kurz zu erklären mit meinem Englisch.
01:25:04: Und dann sagte er nur ... Solang du den Leuten von deinem Leben erzählst, hören sie dir
01:25:10: zu.".
01:25:11: Das war so ein Satz und da dachte ich, wow!
01:25:12: Ich meine, selbst roll over Beethoven oder Maybelline und weiß nicht was, ganz am Ende hat er was von seinem Leben erzählt.
01:25:20: So ja?
01:25:21: Also selbst im übertragenen Sinne der Stimmung, der Atmosphäre von dem, was er emotional wahrscheinlich als Input in das gegeben hat Das war halt so eine Ikone, für den das wahrscheinlich nie strittig war.
01:25:31: Das zu tun was er tut?
01:25:33: Natürlich kannst du sagen und du hast eben gesagt mach das was du liebst was du für richtig hältst dann wird sich alles andere fügen und finden.
01:25:39: Stimmt natürlich oder musst natürlich trotzdem noch das Glück haben irgendwie davon leben zu können.
01:25:44: um es mal ganz platt zu sagen ja also man kann niemanden vorwerfen wenn der irgendwie dann sagt scheiße ich habe jetzt hier fünf jahrelang geackert und genau das gemacht und trotzdem hab ich nicht die Leute getroffen die mir Türen aufgemacht haben durch die ich gehen konnte.
01:25:57: Da haben wir auch sehr viel Glück gehabt.
01:25:58: Ja, da haben wir alle sehr viel Glück gehabt aber irgendwann alte deutsche Weisheit das Glück des Tüchtigen.
01:26:04: also der entscheidende Punkt ist nicht irgendwie zu verinnerlichen und zu wissen dass man eben großes Talent hat oder große Talente.
01:26:12: das kann ich ohne ohne dass das angeberisch hoffentlich rüberkommt und auch gar nicht wirklich so empfunden und gemeint ist schon sagen dass sich ein paar sehr große Begabungen habe den viele Jahre nicht getraut haben, weil mir der Mut zur eigenen Courage gefehlt hat und das lange gebraucht hat bis das dann irgendwann mal so irgendwie auf dem Weg war dass ich den mal nachgehen konnte.
01:26:36: Aber es ist trotzdem so, dass dir das bringt ihr ja nichts Du musst was dafür tun du musst immer arbeiten muss immer fleißig sein.
01:26:44: also das vielleicht sogar fast die Kernfrage am Anfang.
01:26:47: der Vergleich mit Loryo oder besser gesagt dass er auch so ein Perfektionist war.
01:26:51: Das hat dann immer was negativ ist oft in dem Auge des Betrachters, jedenfalls bei manchen.
01:26:57: Oh, der Herr ist perfekt.
01:26:58: Jetzt lass mal gut und er nervt schon wieder.
01:27:00: Und das noch ... Es ist einfach diese Hingabe dieses Wenn ich weiß, es geht besser.
01:27:06: Das ist nicht gut genug.
01:27:09: Das is schlampig!
01:27:10: Macht das ordentlich, Mensch?
01:27:12: Weil wir auch in Zeiten leben, wo du sowieso alles kriegst oder hast.
01:27:15: Du machst dein Handy an, Fernseher an, keine Ahnung früher.
01:27:19: Sonst ist ja alles mundgerecht da.
01:27:22: musst du Fotografie studieren, kannst ja irgendwie doof mit deinem iPhone knipsen.
01:27:26: Und dann hast du da ein paar Tools und legst die da drauf, sagst du, oh, guck mal ist so geil!
01:27:30: Ist doch genauso wie hier keine Ahnung, wie Hurbrids oder so.
01:27:33: Denken die da?
01:27:34: Ja.
01:27:35: So...und das ist es aber nicht.
01:27:36: Das ist so was ich auch einmal im ganz übertragenen Sinne finde ich sehr verinnerlicht habe dass man dann doch einen Auftrag an die Kunst hat vielleicht.
01:27:47: Also wenn man schon solche Talente hat, dann hat man verdammt noch mal die Pflicht dem nachzugehen und das nicht zu verschludern.
01:27:55: Und sein Talent mit Füßen zu treten weil es uns ja genauso gegeben wie was weiß ich jemanden der irgendwie ein toller Jurist wird oder Arzt oder Autos baut oder sonstwie.
01:28:04: da erwarten wir auch dass er das ordentlich macht.
01:28:06: Das
01:28:06: nehme ich mir mit und riecht das von meiner Band aus.
01:28:08: Weil das ist echt geil!
01:28:09: Ein Auftrag an die Kunst.
01:28:13: Deswegen kann man trotzdem steil gehen und irgendwie weiß ich nicht was, irgendwie noch so arschkrankes Zeug machen.
01:28:19: Und auch erfolgreich sein im kommerziellen Sinne.
01:28:22: das ist ja in Amerika zum Beispiel wird das hoch angesehen weil das nämlich auch etwas heißt wenn du Leute erreichst mit dem was du tust und tatsächlich soweit begeistert dass sie bereit sind dafür auch Geld auf den Tisch zu legen oder sowas mit dem Unterschied dass es dann auch in aller Regel wirklich gutes Zeug ist und die Leute was können müssen.
01:28:40: Wollen wir noch mal ein, zwei Sätze auch über deine Musikprojekte der jüngeren Natur verlieren?
01:28:45: Das
01:28:45: können wir ja.
01:28:46: Texas Lightning war ja ein großes Thema wo auch eine Nutzerfrage kam von Pumpwerk Helch.
01:28:51: gibt es noch eine Chance auf etwas Neues von Texas Lightning?
01:28:54: und die Dove war natürlich auch irgendwie so ne Etappe in deinem Leben.
01:28:57: vielleicht kannst du immer einen schnellen Schwank aus der Musikleben erzählen.
01:29:00: Es gibt jede Menge Schwenke aus der Musikwelt, also Texas Lightning ist existent aber nicht wirklich operativ tätig.
01:29:08: So würde ich jetzt mal sagen ob es nochmal ein Album zum Beispiel geben wird steht zumindest im Moment vollkommen in den Sternen.
01:29:17: die Band ist ja gegründet worden von John Fleming Olsen vor vielen, vielen Jahren.
01:29:22: Und er hat ja die Band verlassen.
01:29:24: und es gab dann nach dem Eurovision Song Contest und dieser ganzen Zeit haben wir eine große Tournee auch mehrere Tournén gespielt und hatten tatsächlich einen sehr fetten Hit und das Album hat auch sehr gut verkauft.
01:29:36: Danach haben sich diese Dinge einfach so entwickelt dass er irgendwann auch für sich mit viel Geburtswähnen entschieden hat, dass er die Band verlassen wird.
01:29:45: Dann lag das erst mal, wir wussten auch nicht so recht wie machen wir jetzt weiter und sind ja jetzt mit Malte Pitner der früher bei Deichkind war besetzt.
01:29:54: Der ein prima Frontman gibt.
01:29:56: aber Ambitionen sozusagen eine Platte zu machen oder ein Album zu machen hat es eigentlich in der Konstellation erstmal nie gegeben sondern vor allen Dingen live wieder spielen zu können was wir in den ersten Jahren auch relativ gut gemacht haben.
01:30:10: Das ist einfach eine sehr, sehr geile Band mit ganz tollen Musikanten muss man sagen und auch ein oder zwei tolle Gastmusiker immer mit Nils Tuchsen dem Gott der Paddle-Steel-Gitarre und ähnlichen Leuten.
01:30:23: aber seit einiger Zeit ruht das so'n bisschen muss man also sagen.
01:30:26: alle die in der Band was tun sind auch anderweitig tätig.
01:30:31: Jane ist ja wie wir wissen nicht nur ne tolle Sängerin und tolle Songschreiberin sie Drozente hier an der Hochschule für Gesang.
01:30:40: im Studiengang Popular Musik zum Beispiel macht auch viele andere eigene Sachen, ist alleine auf Tour gegangen hat da ihre eigenen Wege auch dann gehen wollen und so weiter.
01:30:50: Deswegen weiß ich nicht so recht.
01:30:51: also die Band gibt es aber sie spielt halt leider im Augenblick nicht so viel nicht mehr und nicht weniger.
01:30:58: Bissmann Wiegald seht ihr euch noch?
01:31:01: Wir haben uns jetzt gerade wieder getroffen vor einiger Zeit und Wiegalt ist einfach mein alter Freund und Kupferstecher.
01:31:07: wir haben halt fünf Jahre lang sechs jahrelang.
01:31:10: Haben wir die Premiere-Zeit mit diesen Clips noch mit einrechnen?
01:31:14: Sechseinhalb Jahre haben wir fast jeden Tag zusammen irgendwelchen Unsinn ausgeheckt.
01:31:19: Die Doven fand ich immer so geil.
01:31:21: Also, ich fand das die geilste Idee, es war glaube ich George Lückes Idee.
01:31:25: Natürlich irgendwie also die Idee mit der Tour.
01:31:27: Ja!
01:31:27: Die Dove Stadiontour und alle haben gedacht,
01:31:30: hä?!
01:31:30: Die doven Stadientour... Und die haben echt eine Stadiantour gemacht, aber Konzerte vor Journalisten gemacht in den Umkleidekabinen oder was?
01:31:36: So ähnlich,
01:31:37: also es
01:31:38: ist angefangen.
01:31:40: Es war die ganz große ... Ich hab das alles noch, weil ich ja alles aufhebe.
01:31:44: Das war wirklich echt ein sehr großer Spaß.
01:31:47: Also es war zur Veröffentlichung des ersten Albums.
01:31:49: Lieder, die die Welt nicht braucht, haben wir einen Ton-Träger-Veröffentlichungskonzert gegeben und wir waren uns damals reinigt.
01:31:55: Das muss ganz großes Kino dick gebacken ist das Stichwort!
01:32:01: Stadion.
01:32:02: So, da haben wir schon irgendwie ... Allein als wir uns diese Idee kamen, haben wir uns in den Armen gelegen vor Lachen.
01:32:07: Weil das natürlich kompletter Quatsch ist!
01:32:09: Was sollen die Doven im Stadions spielen?
01:32:11: Ja, dann später haben wir es tatsächlich gemacht und so waren siebzig tausend Leute da.
01:32:17: Aber am Anfang halt eben nicht.
01:32:20: Und um es kurz zu machen, haben zwei Tonträger Veröffentlichungskonzerte gegeben in Köln-Müngersdorferstadion und in München damals noch im Olympiastadion Und zwar kleine Bühne, vier mal vier Meter groß auf der Tatarnbahn mit so einer kleinen Planen abgehängt und zu einer ganz armseligen Lichttraverse davor.
01:32:41: Denn ich hatte mein Fender verstärker, dann Gitarre-Blockflöte, aber wirklich ein ganz kleines Besteck und das unten.
01:32:47: und dann aber hundertfünfzig Karten nur in Vorverkauf gegeben für die
01:32:51: Ehrentribüne.".
01:32:52: Das war's.
01:32:52: Und dann, ich hab die Anzeigen alle noch ... Dann aber Abendzeitung, AZ alles zugekleistert, Anzeige gekauft an Nullplakate!
01:32:59: Die Doofen Münchner Olympia-Steinen richtig fett ne?
01:33:02: Und dann aber halbe Woche später dann überklebt ausverkaufen.
01:33:07: Was gab ja sowieso nur hundertfünfzig Karten.
01:33:09: und da haben wir das wirklich nie vergessen.
01:33:11: dieser laue Spätfrühlingsabend wie wir der aus diesen Katacombien kam wo zu dem Zeitpunkt noch der FC Bayern dann die Heimspiele ... Da hab ich gesagt auch guck mal hier gehen die jetzt lang.
01:33:20: normalerweise.
01:33:21: So sind wir denn da raus und es jubelten die frenetisch.
01:33:25: Hundertfünfzig Doofenfans haben sich die Kehle aus dem Leibe geschrieben, aber das waren halt zweiundsechzigtausend neunhundertfünftig Plätze leer.
01:33:32: Und wir haben dann da unten gestanden und haben dann eine halbe... Wir hatten nie vergessen wie ich das stand und habe ja nun wirklich schon echt ein paar tausend Konzerte-Tingelei hinter mir gehabt und gesagt was machst du hier?
01:33:43: Was machst du hier gerade?
01:33:45: Das war so surreal, so merkwürdig.
01:33:47: Und dann haben wir natürlich später bei Rock am Ring ... Hatte uns Mario Gliberberg ins Programm geholt und wir waren noch zwei, drei richtige Stadienkonzerte gemacht als ... Aber auch sehr krank im Übrigen als Support Act von Bon Jovi, den wir immer Bondovi genannt haben.
01:34:03: Das war immer Bondovi!
01:34:06: Die haben das überhaupt nicht verstanden.
01:34:07: Was wir da wollen.
01:34:08: Also Bremer Wesa-Stadion, Fran Hayen, dann Slash glaube ich mit so einer Band Snake... oder so, das Snakebite oder so.
01:34:16: Irgendeine Band die er damals hatte waren alles vor Programm und wir waren direkt glaube ich das letzte Vorprogramm also Letzte Act for Bon Jovi himself mit Truppe Und natürlich nur laufende Meter Marshall Terme Riesen Also das ganz große Programm.
01:34:31: und Wir waren dann dran weiß Ich noch wie wir in Bremen Weserstade und wie wir Dann aufgerufen wurden.
01:34:36: wir hatten dann unten In den Katakomben Ganz Hinten Hatten wir unsere Garderobe und Dann Gingen wir So Raus und Wir Hörten Die Leute Schon Weil oben.
01:34:44: hörtest du wirklich, wie die Leute gejubelt haben als unser... Wir hatten so einen Hintergrund den wir eigentlich aus der Sendung hatten.
01:34:49: Da war vier mal vier Meter groß.
01:34:51: nur also wir sprechen über eine große Bühne.
01:34:55: Wurde wohl so an schweren Ketten, wurde dann dieses komische Pfunzelige Teil da hochgezogen und die Leute sind komplett ausgerastet.
01:35:02: Und wir sind da so lang gegangen wiegelt halt so seine Instrumente so unter dem Arm ich so meine blöde Gitarre und so.
01:35:07: Da gibt es ja die Geschichte, die verbrieft ist.
01:35:11: unser Promoter ist ja hinter uns hergelaufen hat uns das später erzählt dass wir dran vorbeigegangen sind und eben man hörte von oben wie die leute gejubelt haben.
01:35:19: richtig schon weil das war wirklich das Album war Nummer eins wenn über eine Million Einheiten verkauft von dem Album.
01:35:25: So ist es nicht, ja?
01:35:26: Also das war schon was!
01:35:29: Und dass die Tür aufging und das Bon Jovi und Slash beide so eingehakt komplett dichtgekifft rausguckten und guckten uns so hinterher und dann soll der Slash gesagt haben that must be Day Doven.
01:35:45: Ja, they sold million records in six weeks twenty thousand copies a day.
01:35:52: Und dann sollen die beiden stumm hinter uns hergeguckt haben, nur mit dem Kopf bestellt.
01:35:56: Das haben sie nicht verstanden!
01:35:57: Was das jetzt ist?
01:35:58: Was das sein soll wie das sein
01:36:00: kann?!
01:36:01: Weil wir diese merkwürdigen Deutschen da sind, die da hochlaufen, ne?
01:36:05: Das war natürlich ein großer Spaß muss ich sagen.
01:36:07: Das war wirklich toll.
01:36:08: und habt ihr vor irgendwann mal wieder was zusammen zu machen?
01:36:11: Ich kann das nicht bestätigen und nicht dementieren.
01:36:14: Das ist eine wunderbare Antwort.
01:36:15: Aber wir sind alte Kumpels, ich hab noch zwei Ordner voll mit Songs.
01:36:20: Das freut mich so sehr, wenn ich das höre ... Ich hab Wiegald auch noch mal getroffen zwischen euch.
01:36:24: Ihr macht ihr diese Sendung zusammen mit Stefanie Stumpf?
01:36:27: Ja ja, ich weiß.
01:36:28: Da war ich zu Gast mit Marla Glenn zusammen.
01:36:30: Was für mich auch total okay war.
01:36:31: Na klar!
01:36:32: Und da habe ich echt gedacht, wiegald ... Wir haben uns letzte Mal gesehen vor, weiss ich nicht, zwanzig Jahren und es war wie immer.
01:36:39: Genau so ist's.
01:36:41: Genauso ist es.
01:36:41: Ich habe mit Wiegald wirklich so viele Schlachten geschlagen, ich finde ihn so witzig!
01:36:46: Wir haben uns so toll ergänzt.
01:36:48: man muss bedenken als wir uns über den Weg liefen gab es nichts was dem Begriff Comedy irgendwie transportiert hat.
01:36:54: Im Fernsehen schon gar nichts, gab keine Comedy-Shows im Fernsehen auf den Bühnen nicht nix.
01:36:59: Wir waren beide sonderbare Einzeltäter die irgendwelchen scheißig ausgedacht haben und sind wie von Zauberhand zusammengeführt worden.
01:37:07: Und waren doch lange Jahre.
01:37:09: wirklich war eins und eins drei also nicht zwei das muss man sagen.
01:37:12: Ich hab
01:37:12: uns immer gefragt als ihr die zweite Platte gemacht habt.
01:37:15: wir waren im Studio und hatten irgendwie über dem Mixer hängen.
01:37:19: Der Spruch war immer, ist das wirklich noch doof?
01:37:23: Oder ist es wirklich doof
01:37:23: oder so
01:37:24: ähnlich.
01:37:25: Ja, ungefähr.
01:37:26: Wir hatten das nicht hängen bei irgendwelche... Ich weiß es nicht mehr genau, aber es gab so... Also wichtig war die Dofheit.
01:37:33: Ich hatte auch die Idee damals für ein Konzept sei schlau, sei doof!
01:37:36: Das war sozusagen die Doofheit.
01:37:38: Es gab ja auch bei den Videoclips, die wir gemacht haben, da gab's ja hinten immer den Abhänger, die dofen dürfen.
01:37:43: das wie bei dem Lied Jesus zum Beispiel, wo ich auch Jesus spiele.
01:37:47: Ja,
01:37:48: Jesus war ein guter Mann und hatte einen Umhang an.
01:37:54: Du warst echt okay?
01:37:55: Jesus, everytime
01:37:56: fair play!
01:37:58: Ganz richtig ... Und dergleichen mehr.
01:38:02: Es gibt wahnsinnig viele Songs, die auch noch gar nicht veröffentlicht sind, die wir geschrieben haben.
01:38:08: Man muss sich vorstellen ... Die Doven sind ja eigentlich so ein bisschen als Sketch mit Musik.
01:38:12: Also Hugo kam irgendwann rein und meinte, ihr habt da nochmal was anderes?
01:38:17: Weil wir uns ja immer irgendwas ausgedacht haben.
01:38:19: Und dann haben wir gesagt, die Doven, die haben wir früher schon mal unter einem etwas anderen Signé haben wir ja schonmal Songs gemacht und haben gesagt Ja klar könnten wir dies und jenes bieten und so.
01:38:29: Da nahm das ja seinen Anfang in RTL Samstag Nacht in klein und abgespeckt nur Gitarre.
01:38:34: Wie geil hat der hervorragender Querflütist ist im Übrigen?
01:38:39: Er spielt auch toll Saxophon.
01:38:41: Super Musiker haben wir dann gesagt, wir waren halt zusammen und haben dann eben angefangen diese Lieder jede Woche ein Lied.
01:38:47: Jede Woche heute ist Mittwoch, schrei mein Lied.
01:38:49: So ist das entstanden und deswegen gibt es eben auch noch sehr viele Songs.
01:38:53: aber wir würden wahrscheinlich aus dem Hut uns sofort wieder was Neues ausdenken können da bin ich mir ziemlich sicher.
01:38:58: wer weiß also wir haben lange Jahre keinen Kontakt mehr gehabt.
01:39:01: jeder ist so seine Wege gegangen und zwar auch der Split war auch wichtig die Doven zu beenden am höchsten Punkt.
01:39:07: Wir haben ja nur zwei Alben letztlich gemacht unter dem Namen Melodien
01:39:10: für Melonen.
01:39:11: Das
01:39:13: brennt sich auch ein, dieses da hinten an der Lampe.
01:39:17: Genau.
01:39:17: Schön!
01:39:17: Guck mal, wir haben doch nach hinten raus noch irgendwie eine kleine Mysterie.
01:39:20: Ja und
01:39:21: trotzdem gab es natürlich ... wenn ich das abschließend sagen darf weil das eher Collector's Item ist, das knüpft eigentlich an die Timzeit an.
01:39:27: und dann meinen... Ich habe ja in den Jahren als ihr auch Annette kennengelernt habt würde ich schätzen so um die zweihundert Songs geschrieben gehabt etwa vieles auch in Englisch aber mit Fake Texten einfach hauptsächlich natürlich Songs geschrieben also komponiert.
01:39:40: Und ich hab mir vor ein paar Jahren auch den Wunsch und Traum erfüllt, das den Faden noch mal aufzunehmen.
01:39:45: Und habe hier mit Stefan Garde und Peter Hindertür einen ganz tollen Arrangeur und Leuten von der Philharmonie und so auch mit Orchester teilweise eben nochmal ein Album gemacht mit Kompositionen von damals.
01:39:56: So riech mir also aus am Pool von siebzig-achtzig-Demos eigentlich meine Lieblingsmelodien rausgesucht hab die ich damals per Demo gemacht hab und hab dann heute Texte dazu geschrieben.
01:40:07: aber weil da ist ja auch noch eine Ada hätte ich beinahe gesagt
01:40:11: Passionen.
01:40:12: Eine Passion ist auch zu Texten, Songtexte zu schreiben natürlich.
01:40:15: Auch für andere oder nur für dich?
01:40:17: Das hat sich auf gut Deutsch gesagt nie wirklich ergeben, auch für andere zu schreiben ein bisschen
01:40:21: was.
01:40:22: Wir haben wie gesagt
01:40:23: kleines Herz.
01:40:24: Aber sonst eigentlich eher dann nur für mich in dem Fall.
01:40:28: aber was nicht ist kann ja auch noch werden und das sind super Texte also tolle persönliche Geschichten und hab dann eben die mit den alten Songs wieder zusammen verquickt.
01:40:37: Das Album heißt Elf Richtige Weil das für mich elf richtig richtige Songs sind.
01:40:42: Und alles eben akustisch, wirklich mit Akustik von indischen Quartett bis zum Streichquintet und tolle Gäste drauf.
01:40:49: David Garrett spielt ein tolles Geigen Solo wo ich was mit dem StreichQuintet gemacht habe und es sind halt alle richtige Musiker.
01:40:56: Inzwischen kann ja auch ganz gut singen.
01:40:57: Es war Tim nicht so der Fall!
01:41:00: Unsere letzte Frage kommt von einer Höhlerin, nämlich Anna-Tarisa Schade.
01:41:03: Die hat uns bei Instagram gefragt was dürfen wir noch Tolles von Ihnen erwarten an musikalischen komischen oder TV Kinorollen?
01:41:10: Das sag ich mal nur, hör dir mal den Podcast.
01:41:12: Ja
01:41:12: genau also das weiß ich gerade noch nicht so recht.
01:41:16: zu Ditche gibt es Ideen.
01:41:18: Es gibt auch eine Idee das kann ich jetzt ohne zu viel zu verraten auch weil ich gar nicht weiß ob das jemals realisiert werden würde.
01:41:24: Auch ne Idee die mir gekommen ist nachdem ich eben diese diese weiß ich nicht... ...dreinzwanzig Städtetour gemacht habe Solo auf der Bühne mit Publikum zu arbeiten ein Konzept zu machen wo wir Ditches eigentlich Zuhause erleben Und das aber so aufzuziehen, wie in den Fünfzehr-, Sechziger-, Siebzigerjahren Kammerspiele gemacht worden.
01:41:42: Wie ein Herz an eine Seele zum Beispiel Ekel Alfred oder auch tatsächlich nur von der Machart, wie Monty Pfeifen gearbeitet haben also mit Publikum, aber so dass du's nicht siehst?
01:41:52: Sondern du hörst es nur, du spürst das nur.
01:41:53: Du weißt dass ist da ist und du hast eben ein Live-Set richtig seine Wohnung genau.
01:41:58: Und Ditche dann in seinem Kosmos agieren zu lassen auch wieder zu aktuellen Dingen in Interaktion mit Leuten gekommen und gehen aber da verrate ich auch nicht so viel weil das ist so wie's konzipiert hab wirklich komplett von der Figur abhängig.
01:42:12: also jemand der nicht Ditches kann das sogar nicht machen.
01:42:15: Aber mal schauen was wird?
01:42:17: Was wäre denn sonst mit einem Ditchekinofilm eigentlich?
01:42:19: Ja, auch da gibt's was in der Schublade.
01:42:22: zu allem Möglichen, was in der Schublade gibt.
01:42:24: Aber hinterher muss ich genau an derselben Stelle erzählen, warum es nix geworden ist.
01:42:28: Also wenn man alles preisgibt und erzählt, was einem jeden Tag durch den Kopf geht ... Sebastian, das weißt du auch?
01:42:34: Man macht ja viel mehr als das, was später mal das Licht der Öffentlichkeit erblickt.
01:42:38: Mal schauen!
01:42:39: Ich kann sagen, es war ein Vergnügen liebe Hörerinnen und Hörern.
01:42:41: Man hört's nicht immer so.
01:42:43: Ich hab Tränen gelacht und Sebastian weiß dir oft vom Mikro weggehen damit wir nicht reinschnaufen.
01:42:47: Ja aber auch nicht nur.
01:42:48: Das finde ich ja das Schöne.
01:42:49: Es wird über Musik und über Kunst.
01:42:52: Also Olli, danke schön, dass du da warst.
01:42:54: Ich hab
01:42:54: zu danken!
01:42:54: Vielen Dank.
01:42:57: Danke fürs Zuhören beim Digital-Kompakt-Podcast.
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