Wie mich mein Papa erfolgreich gemacht hat | #Selbstoptimierung 💪🏻
Shownotes
INSPIRATION | Neben vielen anderen sozialstrukturellen Faktoren spielt unsere Erziehung eine große Rolle, ob und wie erfolgreich wir in unserem Leben sind. Auch im zweiten Part von Joels Erfolgsgeschichte wird es wieder persönlich. Nachdem dir Joel in der letzten Joel Fixe Episode aufgezeigt hat, welche Rolle seine Mutter bei seinem Werdegang gespielt hat, geht es heute um seinen Vater. Du erfährst... ...welche Rolle die Erziehung spielt, ob wir erfolgreich sind oder nicht ...wie du mit starker Rhetorik erfolgreicher werden kannst ...warum ein ausgeprägtes logisches Verständnis ein Erfolgsgarant ist ...zu welchem Preis bestimmte Umstände zu mehr Erfolg führen ...Erziehungsmaßnahmen die zu mehr Erfolg führen ...wie du mit mehr Fokus erfolgreicher wirst ...warum ein Lob das Kind zu mehr Erfolg motivieren kann ...warum eine gewisse Aggressivität zu mehr Erfolg führen kann ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Selbstoptimierung: Als Macher von digital kompakt hat Joel Kaczmarek das Privileg, regelmäßig interessante, kompetente und innovative Menschen zu treffen. Was er von diesen über die (Digital-)Wirtschaft, Unternehmensführung und Persönlichkeitsoptimierung lernt, teilt er in Folgen wie dieser. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:01:05) Wer ist Joels Vater? (00:04:20) Eltern als mahnendes Beispiel (00:05:56) Erziehungsmaßnahmen (00:11:01) Die Eigenheiten von Joels Vater (00:17:23) Verabschiedung __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns 👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.Transkript anzeigen
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00:00:12: Hallo Leute, mein Name ist Joel Kaczmarek.
00:00:14: Ich bin der Geschäftsführer von Digital Compact und du hast eingeschaltet zu einem neuen Joel Fix, sprich deinem Termin in Sachen Inspiration diese Woche.
00:00:22: Und nachdem wir beim letzten Mal darüber gesprochen haben wie meine Mama mich erfolgreich gemacht hat, spreche ich diesmal darüber wie mein Papa mich erfolgreich.
00:00:28: Ich habe in den Anfang damit gemacht, mal zu hinterfragen was ist eigentlich Erfolg.
00:00:32: Und ich glaube nach wie vor wenn man sich mal selbst hinter fragt was haben meine Eltern getan um mich zum Erfolg zu bringen sich das auch auseinandernehmen, wie man das dekonstruieren kann.
00:00:41: Das gibt einen ganz interessanten Case und ich hoffe es hält für dich was bereit.
00:00:44: Vielleicht fragst du dich mal, hey, was haben meine Eltern getan um mich erfolgreich zu machen oder nicht?
00:00:49: Klar, ich würde immer positiv denken.
00:00:52: Frag dich selber, was habt deine Eltern Gutes gemacht und was ist Tolles daraus erwachsen.
00:00:56: Und vielleicht kannst du aus dem, was ich dir heute erzähle, das ein oder andere mitnehmen, ob du dich selbst optimierend kannst oder wie du's noch besser machen kannst als deine eigenen Eltern.
00:01:04: Los gehts!
00:01:05: Mein Papa ist... Gelernter Industriekaufmann.
00:01:09: Das heißt, mein Papa ist auch ein Verkäufer, aber ganz anders als meine Mutter, die ihr letzten Folge kennengelernt hat.
00:01:14: Während meine Mutter mehr so Street-Smartness an den Tag legt und irgendwie mit Menschen extrem gut bondet und socialized, ist mein Vater jemand der locker lustig cool ist also so Alt-Achtensechziger.
00:01:24: manchmal frage ich mich wie meine Eltern ehrlich gesagt überhaupt zusammengepasst haben weil sie so verschieden sind.
00:01:28: Und er isst aber jemand, der sehr stark über die Rhetorie kommt.
00:01:30: das heisst Mein Vater ist jemand der mit viel Intellekt, viel Wortwitz arbeitet und nicht so sehr über diese Emotionen kommt.
00:01:37: Ja, also schon auch.
00:01:39: Aber mehr über die Logik würde ich sagen als über die Emotionen.
00:01:41: bei meiner Mutter ist mir die Emotion beim meinem Vater mehr die Logic und Ich glaube das erste was man mal vorweggeschicken muss ist Also entschuldige bitte wenn es heute wieder extrem arrogant drüber kommt eine ein oder anstelle so ist Es nicht gemeint aber mein vater ist extrem schlau Und ich glaube dass genetik einfach auch einen faktor ist die einem Erfolg mittenstückweit in die Wiege legt.
00:02:02: Also man sagt ja immer, was macht einen Menschen erfolgreich?
00:02:05: Talent!
00:02:06: Und ich glaube mein Vater hat mir extrem viel Talent mit gegeben was logisches Denken angeht, was auch eine gewisse Form von IQ angeht.
00:02:13: Also Muster erkennen, Muster verbinden!
00:02:15: Mein Vater hat sich wohl seinen IQ auch mal messen lassen und äh ... er kann gute Geschichten erzählen.
00:02:19: Ich weiß nicht ob es stimmt aber er hat mir erzählt, dass er bei hundred und vierzig gewesen war, was astronomisch hoch ist.
00:02:23: also der normale Durchschnittsbürger liegt bei neunzig bis hundert glaube ich und einsteinigt so bei Hundert.
00:02:28: neunzig glaube oder lag?
00:02:29: Ich glaub's ihm aber im Kern ehrlich gesagt.
00:02:31: Also auch wenn mein Vater ein guter Storyteller isst merke ich bei ihm einfach immer das er ... sehr hohe Prozessierungsgeschwindigkeit hat bei vielen Themen.
00:02:38: Dass er sehr logisch denkt, dass er einen hohen Intellekt hat... ...dass er viel mit Wortspielen arbeiten kann und mein Vater konnte die Sachen noch besser merken als ich teilweise.
00:02:44: Also es gibt schon Unterschiede zwischen ihm und mir.
00:02:46: Das eine ist, er merkt sich manchmal mal noch mehr langfristige Sachen als ich,... ...und das andere ist halt mehr Geduld.
00:02:51: Dazu später mehr!
00:02:52: Aber erster Faktor, am Ende des Tages kann man Erfolg nur aus dem Formen was einem genetisch mitgegeben wird und ich hatte echt das Glück dass mein Vater glaube ich mir an vielen Stellen da ein gewisses logisches Denken mit vererbt hat von dem ich sehr gut partizipieren konnte.
00:03:07: Dann ist es so eine Grundlage wenn ich über meine Eltern rede isst ,dass sich irgendwann als ich meine Eltern haben scheinen lassen.
00:03:13: Ich glaub ich war so zwischen zehn und zwölf wenn ich mich nicht täusche Angefangen habe mir zu überlegen, ich möchte irgendwie beginnen aus den Fehlern anderer zu lernen.
00:03:22: Ich hatte ja mahnende Beispiele vor meiner Nase wie man manche Dinge vielleicht nicht tun sollte und hab dann gedacht okay ist doch irgendwie super schlau wenn ich nicht jede Erfahrung selber machen muss sondern manchmal auch das Lehrgeld anderer Leute mit mir ausleihe und in meinen Gehalte oder mein Reichtum einfließen lasse.
00:03:36: Und bei mir ist es so... Mein Vater hat mich ganz oft und auch aktiv sich selbst als Mahndes Beispiel gegeben.
00:03:41: Er war zum Beispiel jemand, der hat in der zwölften Klasse die Schule wegen einer Mädel beendet und meinte immer zu mir ja das sei das dümmste was er je getan hat, er hätte noch ein Jahr länger einfach an der Schule sein müssen, hätt den Abschluss gehabt, der ihn viel viel höher hätte qualifizieren lassen als das was er später machen konnte.
00:03:56: oder auch insgesamt was so seine Lebensleistung, seine Lebensweise angeht, hat er mir einen ganz vielen Stellen gesagt Junge mach nicht den Fehler die ich da gemacht habe weil folgend des abc.efg hat mich quasi immer erklärt was passiert wenn.
00:04:07: Das hat natürlich als Kehrseite und das versuche ich an diesem folgen auch mal aufzuzeigen.
00:04:11: also was ein erfolgreich macht hat manchmal auch einen preis.
00:04:13: Als kehrzeit hatte es natürlich eine gewisse angstkultur, dass heißt wenn du dies nicht machst komm dann ja aber unter dem strich ist er trotzdem auch wertvoll genau zu verstehen.
00:04:23: ich bin immer der meinung erfolgreich macht einen auch dann eine Situation, wenn man Entscheidungen trifft, wo man weiß was ist deren Preis.
00:04:29: Also was ist der Preis?
00:04:30: Wenn ich diese Entscheidung treffe versus was ist das Preis, wenn ich die Entscheidung nicht treffe und da war es mir ein extrem große Hilfe zu wissen Was kann teilweise passieren wenn man Dinge auf diese oder jener Art tut, wo mein Vater mir selbst als Mahndes Beispiel diente und mir das einfach auch so aktiv gesagt hat.
00:04:44: Und dann war's bei mir so in meiner Schulzeit, und ich hab das lustigerweise mal Katja Salfrank hier der Kinderpädagogin erzählt.
00:04:50: Die hat die Hände beim Kopf zusammengeschlagen und meinte oh Gott wie schlimm!
00:04:53: Ich habe das aber gar nicht so empfunden... Mein Vater hat mich sehr geschickt über monetäre Anreize zu Erfolg getrieben.
00:04:59: Und zwar hatten wir einen ganz einfachen Deal wenn ich in der Schule eine Klassenarbeit geschrieben habe und fürs Zeugnis galt es analog Dann habe ich für ne zwei fünf Euro gekriegt und für ne eins zehn Euro.
00:05:10: Wenn ich aber ne Fünf geschrieben habe muss ich fünf Euro zahlen Und wenn ich eine sechs geschrieben habe, musste ich zehn Euro zahlen.
00:05:17: Hatte natürlich den Effekt, dass ich noch einen zusätzlichen Anreiz hatte, gute Noten zu erzielen nicht nur weil man mir als Mahndes Beispiel gegeben hat was passiert, wenn ich keine guten Noten erziele sondern auch Geld dafür bekommen, wenn Ich es ihr zieht habe.
00:05:29: Ehrlich gesagt, ich würde mal behaupten, ich war in so einem Leistungsspektrum drin das ich das Geld gar nicht als Motivator gebraucht habe.
00:05:36: aber es verknüpft natürlich Erfolg mit einem gewissen Wert ja?
00:05:39: Mit einem gewisse Hygienefaktor Geld.
00:05:42: Wie gesagt, Katja Seifrang fand das total grausam und furchtbar.
00:05:44: Bei mir war es nicht so... Ich komme immer mit meinen Zeugnissen ausrechnen was das Wert für ein Geld dieses Jahr.
00:05:49: Und es hat mich schon angetrieben!
00:05:50: Und trotzdem war's auch so.
00:05:52: mein Vater also ich kann mich nicht erinnern ehrlich gesagt dass ich jemals das Geld zahlen musste für die fünf Euro.
00:05:56: wahrscheinlich hat er das verrechnet oder man Auge zugedrückt weil er hat ja trotzdem auf der anderen Seite auch gesagt dass man Misserfolge nicht zu hoch auffängen sollte.
00:06:03: Also einer seiner Standardsprüche war beispielsweise wenn ich eine Fünfe nach Hause gebracht habe was extrem selten passiert.
00:06:08: ehrlich gesagt Junge, fünf Äpfel sind mehr als einer.
00:06:12: Ist doch nicht so schlimm!
00:06:13: Oder er hat mir auch gesagt dass es bestimmte Fächer gibt die ihm einfach scheißegal sind sowas wie Kunst oder Handschrift... ...oder Musik meint er wenn du da eine fünft schreibst interessiert keine Sau später im Leben.
00:06:23: Musst natürlich gucken das du nicht so viele fünfe auf dem Zeugnis hast.. ..dass du nicht versetzt wirst.
00:06:26: aber es kann dir schon mal passieren wenn du dann jetzt keine eins hast sondern vielleicht nur drei in Handschriften.
00:06:30: Da kreet kein Haar nach der kannst immer irgendwie fünf gerade sein lassen.
00:06:33: also er hat mich schon auch gezeigt, dass Misserfolg und Erfolg in so einem gewissen Kontinuum passieren.
00:06:38: Und man sich hinterfragen sollte was ist eigentlich wichtig und was nicht?
00:06:42: Um dir mal ein anderes Beispiel zu skizzieren ich habe von Max Verstappen den ja coolen Formel eins Fahrer finde.
00:06:47: also es ist einer der erfolgreichsten Rennfahrer der Gegenwart gerade und gilt als eines der größten Talente im Formel Eins Sport seit Ayrton Senna.
00:06:55: da hab' ich mal gehört oder gelesen das der Vater denen wenn er bei nem Rennen richtig verkackt hat oder schlecht gefahren ist teilweise am Rasthof ausgesetzt hat.
00:07:03: Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob's stimmt.
00:07:04: Kann ja ein Urban Legend sein aber so sinngemäß ist.
00:07:06: der hat den Jungen da am Rasthof alleine sitzen lassen, ist weggefahren und kam erst eine Stunde oder zwei später wieder sodass der Junge halt wirklich in seinem eigenen Saftschmore und sich Gedanken drüber machen konnte was war da eigentlich passiert?
00:07:16: Und sich geärgert hat über seinen Misserfolg.
00:07:18: ich weiß nicht ob das stimmt kann ja ein Obana-Mythos sein Aber ich glaube es gibt genug von diesen Geschichten wo die harten Eltern irgendwie dafür sorgen dass das Kind quasi hart unter Druck gesetzt wird und das war bei mir nicht so.
00:07:30: Und ich glaube auch ehrlich gesagt, dass das nicht förderlich gewesen wäre und auch nicht fördere ist.
00:07:34: Wenn man Misserfolg hat den so hart zu sanktionieren Dass das Kind quasi eine Angst hat oder dem Erfolg nachstrebt um nicht die Sanktion zu spüren erscheint mir nicht unbedingt gewinnbringt sondern im Gegenteil eher zu sagen positive Anreize zu setzen sowie mein Papa das gemacht hat und dann wenn misserfolg Eingetretenes zu hinterfragen Wie schlimm ist denn jetzt dieser Misserfolg?
00:07:55: Ist der irgendwie versetzungsgefährdend, ist das ein wichtiges Fach also einzuordnen.
00:07:59: Das was ich nicht an Erfolg gebracht habe wie schlimm, wie wichtig ist es eigentlich fand ich persönlich total wertvoll.
00:08:05: Mein Vater ist auch immer so drauf gewesen, dass er gesagt hat, pass mal auf.
00:08:08: Es geht ein Stück weit um Fokussierung.
00:08:09: Er hat das nicht so explizit gesagt aber es schwingt ja da schon raus und man sagt alles klar eine fünf in Handschrift ist jetzt was anderes als ne fünfe Mathematik.
00:08:16: also guckt, dass du die wichtigen Fächer gut hinkriegst.
00:08:18: Und er war zum Beispiel jemand der gesagt hat Junge In der Schule gibt's zwei Fäche.
00:08:21: Die sind wichtig die zehnt und die zwölfte Klasse bzw.
00:08:24: Zwölfte und dreizehnte je nachdem.
00:08:25: Die zwölfte Klasse, weil damit machst du den Abitur was dich fürs Studium qualifiziert und die zehnte Klasse das wenn du dein Abiturt verkackst du noch eine gute Alternative so ein Fallback hast auf das du zurückfallen kannst Wenn irgendwas auf dem Weg danach dazwischen kommt.
00:08:36: Das heißt ich wurde ganz genau angeleitet alles klar dass was du da schaffen soll hat folgende Zielsetzung bis dahin ist das wichtig davor kannst du gucken.
00:08:44: Klar, es hat auch Sachen außer Acht gelassen.
00:08:46: Ich glaube, wenn ich mich nicht in den Klassen eins bis neun angestrengt hätte ... du springst ja nicht auch in der Wahrnehmung deiner Lehrer auf einmal von dreier Kandidat zu eins plus weil jetzt die zehnte Klasse ankommt.
00:08:55: also man muss schon irgendwie gucken aber dass man sich halt seine Ziele so setzt das man darauf hinarbeitet und sich genau fragt wie wichtig sind sie denn eigentlich?
00:09:01: Und an solchen Weggabelungen hat mein Vater dann auch noch mal besondere Incentives gesetzt.
00:09:05: Also ich weiß als ich meinen Probehalbjahr zu bestehen hatte im Gymnasium hat er mir ein Zettel geschrieben Du darfst keine fünf keine sechs auf dem Zeugnis haben und maximal drei vier dann kriegst du neun Computer, da hat er mir handschriftlich gemeint und unterschrieben wie ein Vertrag.
00:09:16: Und das CD-Settel habe ich heute noch.
00:09:18: Er erzählt mir heute noch, dass er tierisch abgekotzt hat als er diesen Computer kaufen musste weil er im Leben nicht gedacht hätte, Das ist die schönste Freude daran, dass man ihn da noch aus der Reserve gelockt hat.
00:09:30: Also wie gesagt hardcore kapitalistischer Anreiz, der gesetzt wurde aber er hat irgendwie ein Stück weit funktioniert.
00:09:35: Man hat sich einen Ziel gesetzt.
00:09:36: es gab eine ganz klare Marschrichtung Maximal drei vier und fuck optimier das wo darfst du in den Vier am Erdkunden?
00:09:42: ok shit passiert Aber was kannst du sonst noch ausgleichen?
00:09:44: bist du fünfer gefährdet?
00:09:45: nein bist du nicht zack durch die Klinik und es hat funktioniert.
00:09:49: Und dann hat er mir natürlich auch die Relevanz von Rhetorik vorgelebt.
00:09:52: ihr selbst hatte angereichert mit einem gewissen Humor.
00:09:55: Also mein Vater war ein Kandidat oder ist er bis heute.
00:09:57: Er hat immer einen Spruch auf den Lippen und alle meine Kumpels fanden meinen Vater in der ersten Wahrnehmung immer merkwürdig, und sobald sie ihn das zweite oder dritte Mal getroffen haben spätestens da haben sie ihn geliebt weil er einfach diese Frechheit hatte.
00:10:08: also so ein Klassiker war ja auch immer Hallo Papa wie geht's dir, mir geht es gut unkraut vergeht nicht?
00:10:12: Oder ja schlechten Menschen gehts immer gut?
00:10:14: Also er hatte immer gewisse Sprüche drauf die ihr dann gepaart hat mit Rhetorik.
00:10:18: Da hat er mich auch viel beigebracht.
00:10:19: ehrlich gesagt was glaube ich einfach wichtig ist Du merkst, das ist eine ganz andere Form von Verkaufen.
00:10:24: Während es einer meiner Mutter mehr so mit Empathie auf Leute eingehen Emotionen ist was bei meinem Vater mehr die Rhetorik und der Humor dieses gemeinsamen Lachen und irgendwie eine gewisse Hierarchie der Information haben würde ich mal sagen was mich extrem geprägt hat.
00:10:37: Und dann war's so soll man auch nicht vergessen.
00:10:39: wir haben einfach trainiert trainiert.
00:10:41: Was hieß das zum Beispiel?
00:10:42: Mein Vater ist am Französischen Gymnasium zur Schule gegangen.
00:10:45: Am Französischem Gymnasien wurde nur französisch gesprochen,
00:10:47: d.h.,
00:10:47: bis heute spricht der sehr solide Französische und wenn ich in manchen Sachen nicht performt habe hat er sich mit mir hingesetzt und geübt.
00:10:53: Er musste das zum Glück relativ selten tun aber Französischer war z.B.
00:10:56: so ein Ding.
00:10:57: da war immer dankbar dass er sich in unsere Küche hingesetzt hat und Zähne knirschend bei seiner Ex-Frau gesessen hat und seinem jungen zwei Stunden franziosisch gepaukt hat weil genau das braucht's manchmal halt.
00:11:05: auch also im Ende des Tages ist ja Erfolg ganz oft Talent plus Training.
00:11:10: Noch ein paar andere Sachen, da kommen wir später auch noch mal zu in der letzten Folge des rund ums Thema Erfolg.
00:11:14: aber vor allem muss man einfach auch trainieren und mein Vater war allerdings und da bin ich mir ehrlich gesagt nicht hundertprozentig sicher wie gut ich diesen Faktor mag.
00:11:23: Mein Vater war jemand der hat mit Lob immer eher gegeizt.
00:11:25: während meine Mutter mich für alles gelobt hat, hat mein Vater mich für fast nichts gelobbt gar nicht ehrlich gesagt glaube ich aus böse Absicht oder Kalkül sondern er ist einfach so'n Typ gewesen dass er eher ruhiger ist.
00:11:34: Aber wenn er es dann mal gemacht hat ... dann habe ich mich gefreut und hab gewusst, da habe... ...ich eine tolle Leistung erzielt.
00:11:39: Klar die Kehrseite ist das man dieses Streben nach Lob irgendwie so ne gewisse Fremdbestimmung auf sich nimmt.
00:11:45: aber es ist ganz interessant gewesen diese Kontrastprogramm zu haben meine Mutter die extrem viel lobt wo man quasi so des Grundrauschen an Selbstbewusstsein selbstwettgefühl aufbaut versus mein Vater der gar nicht lobt Wo man den Ehrgeiz geweckt kriegt dass man sich doch darum irgendwie versucht zu bemühen.
00:12:00: Und was er mir auch beigebracht hat ist, wo wir bei dem Thema waren so choose your goals oder choose your battles.
00:12:05: Also welches Ziel ist wirklich wichtig?
00:12:07: Dass er halt auch mal gesagt hat okay es ist mir als ein Beispiel in Erinnerung geblieben.
00:12:10: Da meinte du pass mal auf in meiner Ausbildung bei Siemens war's damals so.
00:12:14: da kam der Chef zur Gruppe rein und hat gesagt alles klar bitte jetzt arbeiten wir machen wir noch eine Woche Probearbeiten und dann gucken wir mal wer wie performt und dann sehen wir weiter wo wir euch eins lotten in welche Jobkategorien mein Vater meint das sind halt alle seine Kollegen.
00:12:25: angefangen haben wie die Blöden zu ackern sich tot gemacht haben sie beste Leistungen rausgeholt zu haben.
00:12:29: Und was war natürlich passiert?
00:12:31: Hinterher wurdest du auf dieses Niveau als dein Standard gesetzt.
00:12:34: Mein Vater hat also gut gearbeitet und gesagt, okay ich geb häng mich rein aber er hat sich immer noch Luft nach oben gelassen so dass er hinterher noch Steigerungspotenzial hatte.
00:12:41: das heißt diesen genau diese Sinterfragen ok an welcher Stelle gebe wie viel Gas wann?
00:12:45: Faktor den man auf diesem Wege einfach kleine Geschichten gelernt oder gar nicht gemerkt hat.
00:12:49: Das heißt man hat gelernt wie man sich auf solche Dinge einstellt wie man sie Prioritäten setzt.
00:12:55: Aber es war gar nicht so bewusst ausgesprochen sondern eher durch tun oder durch Beispiele.
00:13:00: Ein Faktor, den mein Vater mir auch viel beigebracht hat war ... wie man andere Leute angreift und teilweise auch mal aus der Deckung bringt.
00:13:07: Wie man sie eigentlich so ein Stück weit oder aus der Fassung bringt!
00:13:10: Ich weiß noch wie heute, wie er zu mir gesagt hat, Joelle es gibt einen ganz einfachen Weg, Leute irgendwie aufzubringen.
00:13:15: das ist du musst ihnen Intellekt angreifen wenn du irgendwie sagst du guck mal ey Du bist ja so doof.
00:13:19: Wenn du Fahrrad fahren könntest würdest du bergauf rollen?
00:13:21: Oder wenn du wenn du mal eine Pickel machen würde wärst du ein Streuselkuchen So um die lastigen Sprüche nicht zu lang gekriegt habe.
00:13:27: Da hat er mir ganz oft beigebracht, alles klar.
00:13:29: Wie kannst du Leute aus der Reserve locken in Diskussionen?
00:13:32: Dass du sie sozusagen ihrer Stellung angreifst auf das ihr die Fassung verliert.
00:13:36: Ehrlich gesagt ich würde das heute nicht mehr so praktizieren.
00:13:39: Ich habe es auch ehrlich gesagt nie so praktiziert dass ich Leute jetzt runter geputzt habe.
00:13:43: aber dieses Bewusstsein, dass man mal auseinandergekommen bekommt okay Du hast ja manchmal auch Gegner in Situation und manchmal musst du Gegner vielleicht auch aus der fassung bringen.
00:13:51: Hoffentlich ist es in deinem Leben nicht so oft der Fall, sondern hoffentlich hast du mehr Partner als Gegner.
00:13:55: Aber da dann zu wissen was sind irgendwie rhetorische Wege?
00:13:58: Was sind strategische Wegen?
00:14:00: War ein Faktor den er mir auf jeden Fall beigebracht hat.
00:14:02: und ganz ehrlich ich glaube ein bisschen Ellenbogen braucht's auf jeden fall beim Thema Erfolg wenn nicht sogar sehr viel Ellenbogan mal ganz ehrlich sind Und auf solchen Wege das auch beigebracht zu bekommen war glaub ich auch einen Faktord dem man ja eher scherzhaft beigebracht bekommen hat aber der auch einen Effekt bringt.
00:14:16: und eine vorletzte Sache vielleicht die mein Vater mir echt voraus hat bis heute Geduld.
00:14:22: Das heißt, ich finde Erfolg ist immer auch ein zu großen Teilen Geduldsthema.
00:14:26: und was mir bis heute in Erinnerung geblieben ist mein Vater hat immer so Papierflieger gefaltet also erst Papier einmal in der Mitte gefaltet dann vorne eine kleine Spitze dann eine große Spitze Umgeknägt hinten in die Flügel so eine kleine Risse rein, dass du so ne Art Höhenruder hattest und dann geflogen.
00:14:39: Ich kann euch sagen ich habe irgendwie dutzende Male diese Flieger eben nachgebaut.
00:14:42: sie war seine Wand immer feiner und genauer und besser bis heute.
00:14:45: Genauso wie wenn man so Fensterbilder früher geklebt hat.
00:14:47: kennst du das noch als Kind?
00:14:49: Du nimmst einen harte Kartonpapier zeichnest irgendwas auf schneidest dann Elemente aus zum Beispiel irgendwie keine Ahnung so eine Kürbislandschaft zu Halloween meinetwegen oder im Winter was Weihnachtliches.
00:14:59: Und dann hinterklebst du das mit so einem Folienpapir und packst es ans Fenster.
00:15:02: Ein Balkon zum Beispiel, ein Balkonfensterkleben an dem Fenstern.
00:15:05: Diese Pappkartons hinten mit der bunten Folie dran und du hast einen Weihnachtsbaum wo die Kugel alles schön bunt leuchten.
00:15:10: Bei meinem Vater sahen die Dinger von hinten aus wie von vorne.
00:15:12: Das heißt er hat diese Folien dermaßen fein geklebt dass du kaum unterscheiden konntest wo es die Vorderseite und wo die Rückseite.
00:15:17: Und das ist echt ein Element.
00:15:18: das hatte mir bis heute glaube ich noch ein Stück weit voraus diese Geduld.
00:15:21: aber Ich versuche sie auch meinen Kindern beizubringen weil Erfolg und Geduld hängen glaube ich an sehr sehr vielen Stellen zusammen.
00:15:26: Und das Letzte, was mir noch so aufgegangen ist.
00:15:29: Mein Vater hatte immer ein bisschen etwas von über den Dingen stehen.
00:15:32: Ich glaube einen Teil der Resilienz die ich habe dass mich Sachen nicht aus der Fassung bringen ist, dass mein Vater auf jemand war, der immer einen ruhigen Kopf bewahrt hat, der so den Eindruck vermittelt hat okay kommen wir kriegen das schon irgendwie hin.
00:15:42: Er hätte es immer eigentlich furchtbar, vielleicht auch ein bisschen persönlich aber er hätte man dieses meinen.
00:15:46: Kleiner sagt immer zu mir bis heute noch Mit sieben und dreißig Jahren ginge ich mir noch gesagt, nah mein Kleiner.
00:15:51: Haben wir mal wieder verkackt?
00:15:52: Alles klar!
00:15:53: Kommen wir setzen uns mal hin, trinken Kaffee da finden wir schon eine Lösung.
00:15:56: Aber was macht ja irgendwie etwas?
00:15:57: Ja so diese Ruhe in den Dingen gepaart mit Geduld, gepaarten mit diesem Hinterfrage welche Ziele du erreichen willst wie wichtig Sie sind das war glaube ich mit all den anderen Dingen die ich dir heute erzählt habe so die Erfolgsrezeptmischung meines Vaters um mich zu Erfolg zu peitschen ein um mich zur Erfolg zu bringen.
00:16:11: Ich hoffe, du hast was daraus gezogen.
00:16:13: Lass mich gerne wissen, was das bei dir auch war?
00:16:15: Was haben deine Eltern getan um dich erfolgreich zu machen?
00:16:17: Also zum Beispiel mal irgendwie einen Link in Kommentar oder eine Mail-Redaktion auf diegitarcompact.de Oder einfach hier kommentieren?
00:16:22: unter den Podcast wäre ich echt neugierig.
00:16:25: und ansonsten hoffe ich dass du auch bei unserer letzten Folge einschaltest.
00:16:27: da geht es nämlich darum... also ist nicht die letzte der Folge von Die Gitarcompacht überhaupt aber aus dieser kleinen Minireihe hier.. Da geht es darum, was eigentlich der Preis von Erfolg?
00:16:36: Weil wir haben bisher viel darüber geredet, was ist Erfolg und wie kann ich ihn erzielen?
00:16:39: Aber wir haben noch nicht drüber gesprochen.
00:16:40: Was kostet Erfolg eigentlich?
00:16:42: Darauf darfst du dich beim nächsten Mal freuen!
00:16:43: Bis dann, tschau-tschau!
00:17:05: Also, erzähl doch auch deinen Kolleginnen und Kollegen von uns.
00:17:08: Bis zum nächsten Mal!
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