Vom Startup zum Unicorn 4 🦄: Produktmanagement skalieren | #Gründen 🛠
Shownotes
EXPERTENGESPRÄCH | Im 4. Teil unserer Serie dreht sich alles darum, wie man sein Produktmanagement erfolgreich skaliert. Martin, Florian und Joel deklinieren dafür 6 Fehler, die man dabei unbedingt vermeiden sollte. Somit setzen die drei das Thema Wachstumskapital aus Martins Buch “The Builder’s Guide to the Tech Galaxy” fort. Du erfährst... ...6 große Fehler auf dem Weg zu einem besseren Produktmanagement ...warum der richtige Fokus für eine Scale Up Haltung wichtig ist ...was es mit dem Magischen Punkt beim Kunden auf sich hat ...wie du deine Produkt- und Technologieorganisation richtig aufstellst ...wann du an Expansion arbeiten solltest ...welche Expansionstypen es gibt ...wie du gezielt deine User erreichst ...warum Nutzerforschung essentiell ist ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Gründung: Du willst dein eigenes Unternehmen gründen, bist schon Gründer oder von Startups fasziniert? Mit dem Top-Experten Florian Heinemann sprechen wir regelmäßig über Tipps und Ratschläge zu Finanzierungsfragen, Strategien und operativer Umsetzung auf dem Weg zu deinem eigenen Business. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Florian Heinemann, Venture-Experte | Gründer Project A 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Martin Schilling, Managing Director Techstars Berlin __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:04:21) Fehler 1: Falscher Fokus (00:11:46) Fehler 2: Der Magische Punkt (00:17:47) Fehler 3: Falsche Produkt- und Technologieorganisation (00:25:46) Fehler 4: Der falsche Zeitpunkt zu expandieren (00:31:10) Fehler 5: Du kennst deine User nicht (00:37:48) Fehler 6: Keine akkurate Nutzerforschung (00:46:30) Zusammenfassung & Verabschiedung __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns 👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.Transkript anzeigen
00:00:00: Digital Kompakt.
00:00:01: Heute aus dem Bereich Unternehmensgründung mit deinen Moderatoren Joel Katzmarek und Florian Heineman.
00:00:08: Los
00:00:09: geht's!
00:00:16: Hallo Leute, mein Name ist Joel Katczmarek Ich bin der Geschäftsführer von The Guitar Compact und du hörst unsere vierte Folge zum Thema vom Start-up, zum Unicorn.
00:00:24: Mit dem lieben Florian Heinemann spreche ich ja regelmäßig darüber wie man Business Building betreibt also ein erfolgreiches Unternehmen aufbaut Und mit Martin Schilling haben wir unseren kleinen Rohdiamanten gefunden Der uns regelmäßig über informiert und sein Wissen mit uns teilt Wie man das denn so erfolgreich tut dass man es bis zum Unicon bringen kann.
00:00:40: So und wer uns aufmerksam zugehört hat er hat schon mitgekriegt dass wir bereits drei Folgen hatten.
00:00:45: Es gibt vier zentrale Themen eigentlich, nämlich erstens einen attraktiven Nordstern setzen.
00:00:49: Zweitens ein Top-Team mit Scale Abhaltung finden und drittens funktionale Exzellenz erreichen.
00:00:54: Normalerweise wird es noch Thema Vier geben Wachstumskapital.
00:00:57: ganz wichtiger Faktor auch nachzulesen in Martins schönen Buch das hier nochmal erwähnt sei The Builders Guide to the Tech Galaxy.
00:01:03: unbedingt klickern bei Amazon und Co.
00:01:05: Und heute wollen wir das fortsetzen!
00:01:07: Beziehungsweise eigentlich nochmal vertief, nämlich in der heutigen Folge werden wir darüber reden wie man denn eigentlich sein Produktmanagement erfolgreich skaliert.
00:01:16: Wie machen wir das?
00:01:17: Wir werden sechs Fehler durchdeklinieren die man unbedingt vermeiden sollte wenn man sich diesem Thema Witt mit.
00:01:23: So und wer noch nicht die ersten drei Folgen gehört hat, sollte das schnell nachholen.
00:01:26: aber vielleicht noch ein kurzer Satz zu Martin?
00:01:28: Wir wollen heute mal richtig flott on air sein was den Inhalt angeht.
00:01:30: deswegen stelle ich ihn mal vor.
00:01:32: Martin lange COO gewesen bei N-twenty six erfolgreicher Seriengründer besagtes tolles Buch geschrieben und was als nächstes Spannendes von ihm kommt Ich krieg schon kleines nicht previous immer Das wird nicht minder spannend sein.
00:01:42: also haltet den Kollegen Mal auf dem Zettel und edit uns alle drei bei LinkedIn dann wisst ihr das automatisch.
00:01:47: so.
00:01:48: that being said Ihr beiden Hallo schön dass ihr da seid
00:01:51: Moin
00:01:52: moin, die haben.
00:01:52: So, starten wir noch mal direkt rein!
00:01:54: Martin gibt uns doch vielleicht nochmal ein kleines Entree zum Thema Produktmanagement.
00:01:57: weil hat dich als COO von N-TwentySix sicherlich auch an vielen Stellen begleitet.
00:02:02: was ist so dein Big Picture wenn wir über das Thema heute reden?
00:02:04: Also Produktmanagement in einem Scaleup
00:02:08: ist
00:02:09: die zentrale Scale up Funktion.
00:02:12: ja warum?
00:02:13: ohne ein gutes Produktmanagement findet man in der Regel nicht den Product Market Fit.
00:02:17: Ohne ein gutes Produkte Management hast du auch nichts Gutes zu vermarkten.
00:02:21: Und ohne ein gutes Produktmanagement hast du oft auch einen Problem in deinen operativen Funktionen, ja?
00:02:27: Also Supply Chain Service Operations.
00:02:29: Weil die darauf angewiesen sind dass das Produktmanagement und Technologie entsprechend interne Produkte zuliefern.
00:02:34: Ja also deswegen starten wir jetzt hier mit dem Thema Produktmanagement.
00:02:37: So und liebe Hörerinnen, liebe Hörer ich verrate euch heute ein Geheimnis Florian und Ich haben immer die nervige Eigenart, dass wir teilweise uns in so ein Podcast reinsetzen... ...und dann nach dem Yoko Winterscheid Motto Ohne Proben bis ganz nach oben arbeiten.
00:02:49: Und ihr habt es alles, was ihr heute hört.
00:02:50: Wenn ihr dachtest das eine tolle Struktur dann habt ihr das dem lieben Martin Schilling zu verdanken.
00:02:54: der hat nämlich sein ganzes Buchwissen in so einer Agenda hier gelegt.
00:02:57: also wenn man hört dass mal das war und ich wieder so schwadronieren Dann liegt es daran dass Martin einfach signifikant besser vorbereitet ist als wir.
00:03:05: Lieben Dank Martin.
00:03:06: So
00:03:06: aber Aber wir improvisieren gemeinsam, das ist ja die Idee.
00:03:09: Vielleicht darf
00:03:09: ich auch improvisieren schon an einer Stelle jetzt ergänzen?
00:03:12: Ich sehe das ganz genauso.
00:03:13: vielleicht noch eine Ergänzung zu dem Thema Relevanz von Produktmanagement was man eben auch sehr häufig sehen kann dass sozusagen gerade in der Plattformökonomie sozusagen nur die ne Chance haben Die Retention aufweisen können mit ihren Kunden.
00:03:25: Das heißt also die schaffen das Kunden immer wiederkommen oder dass sie über eine gewisse Dauer Ein Produkt nutzen.
00:03:31: nur so schafft man es eigentlich, dass die Marketingkosten irgendwann sinken über die Zeit prozentualem Feierverhältnis zum Umsatz.
00:03:36: Das ist bei allen BTC Themen ein großes Problem und man kann auch da sehr gut die Relevanz vom Produkt erkennen weil eigentlich nur die Firmen eine sehr gute Retention aufweisen in Bezug auf eine Produktnutzung.
00:03:48: Die ist halt schaffen einen zumindest mal eben bürtiges idealerweise überlegenes Produkt am Markt zu positionieren.
00:03:54: das zeigt glaube ich noch einmal zusätzlich wie wichtig es ist ein gutes Produkt zu haben.
00:03:58: Ich finde immer so schön, ich würde dir mal behaupten das ist die Story deines Lebens Florian.
00:04:01: Das musst du wahrscheinlich jedem deiner Starters bei bringen.
00:04:03: Absolut!
00:04:04: Guck wie du nicht immer wieder Kunden neu einkaufen musst sondern reaktivieren und es ist so einfach.
00:04:07: aber wenn man dann in die Tiefe guckt dann wird's schwierig.
00:04:09: und da schauen wir jetzt mal hin So Wie angedroht.
00:04:12: Sechs typische Fehler, mit denen man Skalierung erfolgreich ein bisschen hier wie Anleitung zum Unglücklich sein, ne?
00:04:18: Diese Fehler müsst ihr nur einhalten.
00:04:19: dann klappt das nicht mit eurem Produktmanagement.
00:04:21: Der erste Fehler den uns der liebe Martin dokumentiert hat war dass Produktmanagement zu sehr auf Funktionen und zu wenig auf Kundenwerte zu fokussieren.
00:04:29: Martin gibt euch mal eine Entrede dazu.
00:04:31: Also klassischer Fehler ist eine Produktmanagement Organisation als Funktionsfabrik Feature Factory aufzustellen.
00:04:38: Das heißt du siehst die Produktmanageration als ein Team, das am laufenden Band Features produziert.
00:04:45: Das müssen Sie natürlich auch machen aber der Kunden nutzen also das sogenannte Outcome.
00:04:51: was du mit diesen Funktionen kriegst das sollte in der Regel im Vordergrund stehen.
00:04:55: Aber es ist der Unterschied zwischen Funktion Output und Outcom.
00:04:58: Kunden Nutzen Funktion ist der Kindersitz im Auto Der Outcome der Kundennutze ist die Sicherheit des Kindes oder der Chatbot den du mit einer neuen Sprache fütterst oder neue antworten, das ist die Funktion.
00:05:12: Der Kundennutzen ist die Chatbot-Lösungsquote also dass der Kunde es schafft sein Anliegen dem Chatbot zu lösen.
00:05:19: ja das ist diese Logik.
00:05:20: so und gute Produktmanagement Organisation flankiert oft von den Gründern und vom gesamten Executive Team schaffen es gemeinsam eine Währung des Erfolgs zu definieren.
00:05:31: Das ist entscheidende.
00:05:32: Also du nimmst die Stakeholder in einer Organisation Führst die so in ein Prozess, dass man eine gemeinsame Währung eines Erfolgs hat?
00:05:40: Also gleich ein ganz Beispiel aus N-twenty six.
00:05:42: Da hatten wir Situationen wo auf einmal das Produktmanagement begonnen hat Strategien für den Operationsbereich aus dem Produkt zu entwickeln und da Lösungen und Kundenwerte vorzuschlagen.
00:05:52: und das ist genau nicht die Idee sondern du eben sagst hey zusammen Produkt zusammen Marketing mit Operations aber allen anderen Funktionen hast du diese Währungserfolg und dann können wir jetzt vielleicht kurz durchsprechen wie man es genau erreicht.
00:06:03: Florian,
00:06:04: mich erinnert, dass wir ein Stück weit daran, was Martin auch in unserem letzten Podcast erwähnt hat.
00:06:08: Dieses Amazon-Beispiel weil diese Featureites die ja viele Unternehmen haben immer neue Features bauen und schnell an den Markt werfen aber oft gar nicht genug am Kunden dran zu sein ist ja so ein typisches Problem.
00:06:18: Und Martin hatte damals dieses Beispiel das Amazon wenn die in ihrem Prozess quasi dabei sind ein neues Feature entwickeln zu wollen eine neue Funktion vielleicht auch einen neuen Subbereich in der Firma das die immer anfangen so eine effektive Presseakklärung zu schreiben Das ist mir irgendwie ganz gut hängen geblieben.
00:06:32: Wie ist denn so deine Erfahrung am Markt zu dem ganzen Themenkomplex, über den wir gerade reden?
00:06:37: Dieser Fokus zu sehr auf Funktionen und zu wenig auf Kundenwerte.
00:06:41: Habt ihr auch irgendwie Amazon-like Pressemitteilung die ihr dann Profiture macht bei euch oder nicht?
00:06:45: Nee, nee das nicht.
00:06:46: Wobei es ehrlicherweise keine blöde Übung ist.
00:06:49: aber ich glaube was wir versuchen... ...zu erreichen mit unserem ja doch zum Teil recht begrenzten Einfluss auf die Portfolie unternehmen ist eben.. Ich glaub' die Unterscheidungen von dem Und die trifft das glaube ich ganz gut.
00:07:01: Für mich gibt es zwei Arten von Produktmanager oder Produktmanage mit Philosophien, dass eine sind sozusagen immer die technischen Projektmanager und dann natürlich auch Managerinnen muss er hier auch darauf achten, dass natürlich das auch Frauen betreffen kann dieses Problem Und das andere sind sozusagen die wirklichen Produktmanager, die da hinterliegende Kundexperience im Sinn haben.
00:07:24: Ich glaube es ist ganz wichtig dass man auf die Personen achtet, die man dafür zuständig erklärt, dass zumindest ein Teil der Produkte Management Organisation wirklich diesen, diesen wirklichen Produktmanagerfokus hat und nicht die eines technischen Projektmanagers der im Prinzip Entwickler steuert.
00:07:42: Weil dann bist du sehr schnell in der Ticketing-Logik, dann bist so sehr schnell inner.
00:07:46: man arbeitet einfach Features ab, die dann zwar irgendeine Art von Business Value haben und auch häufig entlang eines Business Values gesteuert werden oder priorisiert wird aber die eben nicht die Kundenexperience im Sinn haben.
00:07:57: Und das ist glaube ich eine feine Unterscheidung.
00:07:59: Aber wenn man mal drauf achtet fällt einem das glaub ich auf dass viele der Produktautosation eben eher einer technischen Projektmanagement für Philosophie als ein richtigen Produktmanagement im Sinne an der Kunden-Experience und im Sinne eines messbaren Outcomes entlang der Währung, die Martin gerade beschrieben hat vorhin.
00:08:18: Martin, ich meine, Max, du sollst nochmal diese Prinzipien, die hinter dieser Presserklärungsdenke stehen und deutlich machen weil da ist ja... das hatte ja ein Konzept!
00:08:24: Das ist ja nicht nur einfach eine Spaßübung.
00:08:26: Genau
00:08:26: also es gibt mal so grob zwei Möglichkeiten, die man machen kann um einen Produktmanagement-Organisation ein Stück weit näher an die Kundenwerte ranzubringen.
00:08:33: Also eine ist diese Presseerklärungslogik, also wie macht das Amazon?
00:08:37: Die sagen bevor du eine einzige Zeile Code schreibst, schreibt bitte das Produktmanagement Team zusammen mit den Internet-Stakeholdern eine fiktive Presse Erklärung ja so im Sinne von in dem Zeitpunkt wenn du das Produkt am Markt und erfolgt bist soll diese Presserklärung geschrieben ... werden.
00:08:55: So, ne?
00:08:56: Und zwar... Also es könnte jetzt so was sein wie Amazon startet IP-Akzelerator um kleine Unternehmen zu helfen ihre Marken zu schützen.
00:09:03: Das ist so ein Thema sein und die Prinzipien sind dann eben in diesen zukünftigen Zeitpunkt reinzugehen oft direkt nach Produktlounge.
00:09:12: Dann diese Währung des Erfolgs kristall klar zu definieren also jetzt.
00:09:16: in dem Fall könnte es sein Marktanteil für Podcast Plattformen der als zehn Prozent ist dann im zwanzig fünfundzwanzig Und dann nochmal zu sagen, was ist denn jetzt welche Interessensgruppen haben?
00:09:26: Welche Zielgruppe und welche Prinzipien haben zum Erfolg geführt.
00:09:29: Aber das Entscheidende ist dahinter du stimmst mit den Internet-Stakeholders eben nicht Features ab sondern die Währung des Erfolgs.
00:09:36: Du bleibst im Problembereich so und lässt dann das Produkt- und Technologieteam selbst Lösungen finden.
00:09:43: Das ist der klassische Fehler von vielen noch nicht ganz so erfahrenen Gründern und Vorstellenden Startups.
00:09:50: im Sinne eines Mikromanagements zu nah ran an Features und schreibst Features vor.
00:09:55: Am Anfang kann das wichtig sein, aber sobald du in die Scala Phase kommst ist es super wichtig, die Währung des Erfolgs klarzuhaben und dann diese Freiheit den Produkt- und Technologieteams zu geben.
00:10:04: So, das ist eine Möglichkeit.
00:10:04: oder das Zweite ist übergreifende Produktinitiativen zu definieren.
00:10:08: Wir haben das bei Entrytics zum Beispiel gehabt.
00:10:10: wir haben irgendwann gesagt, wir wollen jetzt Shared Spaces also gemeinsame... geteilte Konten einführen.
00:10:15: Das war so ein großes Produktbündel, wo viele kleine Themen dahinter stecken und sozusagen drei bis vier große dieser Produkteinitiativen zu schnüren ist auch eine Art wie man auf Kundenwerte sich konzentriert.
00:10:27: Gut, reden wir mal weiter!
00:10:28: Fehler Nummer zwei Kunden zu spät zum magischen Punkt bringen was?
00:10:32: Was ist denn der magische Punkt Martin?
00:10:34: So das haben wir auch im Rahmen unserer Buchgescherche mehrmals gehört.
00:10:37: ganz interessant.
00:10:39: Der magische punkt ist der Punkt an dem einen Nutzer zum allerersten Mal den vollen Nutzen des Produktes versteht.
00:10:46: So, und in der Scala Phase wenn man Produktmarkt fit gefunden hat ist ja oft die Frage wie gießt man jetzt Benzin ins Wachstumsfeuer?
00:10:56: Und eine Möglichkeit ist eben die Nutzer sehr schnell zu magischen Punkt zu bringen.
00:11:02: ganz tolles Beispiel Bubble.io.
00:11:05: das ist ein No Code Web-Applikationsanbieter.
00:11:09: Wenn man auf diese Website geht, kannst du quasi auf der Startseite mit einem Editor bereits ohne Registrierung, ohne irgendwas zu bezahlen, ohne Anmeldungen direkt mal so eine Website hier zusammen klicken.
00:11:20: also du siehst bereits auf der startseite den Nutzen des Produktes.
00:11:25: Ganz tolle ist Beispiel, wo der Nutzer schnell zum magischen Ton gemacht
00:11:28: wird.
00:11:28: Florian, das zahlt ja auf dein zweites Thema ein was du glaub ich Leuten immer sagen musst.
00:11:32: Ich glaube es eine ist hier Marketingquote senken durch Wiederkauf fördern und das andere ist glaube ich Product Market Fit erzeugen und erst dann anfangen etwas mit Marketing zu tun wenn Produkt Market Fit da ist.
00:11:42: Wir haben ja schon in der ganze Folge zum Thema Product Market fit gebaut.
00:11:44: und das was Martin jetzt hier gerade zum Thema Magischer Punkt beim Kunden gesagt hat oder auch der Kundin.
00:11:49: Das zahlt sehr stark auf diesen Product Market Fitness Gedanken ein.
00:11:52: also Was würdest Du aus der Perspektive denn noch ergänzen?
00:11:54: Ja,
00:11:55: ich glaube insbesondere diese Einstiegshürde so niedrig wie möglich zu haben.
00:11:59: Also das ist ja sozusagen der Punkt den Martin hier beschreibt, wo auch ein klassisches Beispiel dafür wäre, wenn Dating-Anbieter die ja möglichst schnellig versuchen tatsächlich in Profilbildern zu bringen weil das natürlich sozusagen der stärkste Trigger ist um Leute ins Produkt reinzuziehen weil das ebenso die schwierigste Phase was du im Prinzip verbeiden willst, dass Leute die eigentlich noch gar nicht erfasst haben was das Produkt kann.
00:12:22: Dass sie schon abspringen also die sogenannte Bounce Rate auf der Lending Page und die zu minimieren Das ist ja letztendlich die Kunst bei dem Ganzen Und ich glaube da rauszufinden Was sind sozusagen das stärkste Signal an den Nutzer?
00:12:35: hey es lohnt sich sich mit mir auseinanderzusetzen?
00:12:38: Das herauszufinden!
00:12:39: Das ist glaube ich total wichtig.
00:12:41: du hast jetzt ein super Beispiel aus dem btb Tool Bereich.
00:12:44: Im Dating ist es relativ offensichtlich im E-Commerce bisschen schwieriger, weil du dann natürlich häufig sehr viele Produkte hast und manche Nutzer mögen gerne einzelne Produkte.
00:12:53: Manche wollen ja über Kategorien einsteigen, andere über Themen so... Und das rauszufinden was sozusagen der durchschnittliche Nutzer gerne mag oder in natürlich idealer Weise noch besser sozusagen nutz verschiedene Nutzersegmenten auf verschiedene Seiten zu leiten und darüber verschiedene Einstiege zu ermöglichen.
00:13:10: Das wäre sicherlich auch nochmal was also?
00:13:12: das spielt auch sehr stark um das Thema Kunden oder Produktsegmentierung und dann schließlich auch Produkt Individualisierung.
00:13:20: Das kann sicherlich auch, das ist eine möglichst frühen Zeitpunkt.
00:13:23: Das spielt hier mit rein und kann hier auch einen Beitrag leisten.
00:13:27: Martin, vielleicht abschließend zu dem zweiten Fehler noch eine Frage in Richtung Messbarkeit dieses magischen Punktes.
00:13:33: Weil wir kommen gerade so in den Kopf ich glaube ich habe von nicht allzu langer Zeit ein Podcast gemacht hier auch.
00:13:38: Ich meine es war bei Timeless darüber geredet haben wo man halt versucht auch zu definieren wann bist du ein aktiver Kunde?
00:13:43: Wann bist du wirklich engaged und wann weiß?
00:13:45: man hat diesen magischen punkt überkommen und ich meine vielleicht verlexte ich's aber auch dass ist da war halte ich schon irgendwie erste Investments an.
00:13:51: die ermöglichen das mein Collectibles quasi sich daran beteiligt auf kleiner auf kleiner Ebene.
00:13:56: also großes Item wird in fünfzig kleine zerteilt und du kannst einen Anteil halten.
00:13:59: So, dann gucken Sie sich halt an wie viele Leute haben das schon gemacht?
00:14:02: oder das kannst du bei Banken glaube ich auch machen.
00:14:03: vielleicht hast ja noch ein paar weitere Beispiele.
00:14:05: aber wie würdest du die Messbarkeit von diesem magischen Punkt versuchen zu beschreiben?
00:14:09: Ja Joel
00:14:09: super wichtiges Thema.
00:14:10: also wenn man in die Scale-Up Phase kommt ist es super wichtig diese frühe Aktivierungsmetriken klarzuhaben.
00:14:18: da gibt's mal gute Beispiel.
00:14:19: Facebook zum Beispiel sagt Wenn Nutzer innerhalb von sieben Tagen Freunde kreieren oder sich mit sieben Freunden vernetzen, dann wird es ein aktiver Facebook-Nutzer.
00:14:31: Oder Slack sagt sowas wenn ein Team innerhalb von einigen Wochen zweitausend Nachrichten verschickt?
00:14:36: Dann ist das ein Team was wirklich nachhaltig langen Slack nutzen wird.
00:14:40: Diese unternehmensspezifische frühe Aktivierungsmetric die rauszufinden und dann das Unternehmen auf der Basis zu steuern vor allen Dingen auch die Produktentwicklung ist super wichtig weil du damit natürlich auch noch schneller ... Wachstum kreiert und vor allem das was Florian angesprochen hat, die Retention entsprechend sicherst.
00:14:55: Florian in aller Kürze der Würze bevor wir zum dritten Fehler überkommen... Was ist so?
00:14:59: dein Messmoment wo du sagst alles klar Projekt Market Fit scheint gefunden.
00:15:03: ich habe hier eine Indikation dass da irgendwie dieser magische Punkt erreicht ist?
00:15:06: Ich
00:15:07: glaube das ist je nach Modell unterschiedlich.
00:15:09: das kannst du glaub ich nicht pauschal sagen sondern das kannst wahrscheinlich erst über die Zeit beobachten, was es dann ist.
00:15:15: Also das ist für mich eigentlich immer dann gefunden wenn du merkst... Wenn du so Kohortenbetrachtungen von Nutzern machst Dann kannst du eigentlich immer sehen Es gibt gewisse Abbruchpunkte.
00:15:23: Was du zum Beispiel feststellst, es gibt bei e-commerce Gibt's einen relativ starken Abbruchtpunkt Vom ersten zum Zweitkauf Aber vom zweiten zum Drittkauf Ist der Abruch schon deutlich geringer.
00:15:31: Das heißt was Du versuchst ist eigentlich Nutzer möglichst schnell Zum zweit oder dritt kauf zu bewegen weil Du dann weißt Die Wahrscheinlichkeit dass daraus loyale Nutzer werden ist deutlich höher ... was die Implikation, es kann eben durchaus Sinn machen.
00:15:44: Nutzern sehr schnell gewisse Product Recommendations vielleicht auch... ...sehr stark rabattierte Product Recommndations zuzuschicken,... ...weil sie dann vielleicht schnell ein zweiter Drittkauf machen und damit eben über die Live-Time dieser Nutzer dann deutlich attraktiver ist.
00:15:58: Also das wäre jetzt im E-Commerce der Fall.
00:16:00: Und so kannst du eigentlich für jedes Modell in so einer Art Kohortenlogik über die Zeit rausfinden,... Wo sind da die kritischen Schwellen oder Abbruchpunkte?
00:16:08: Und davon würde ich das abhängig machen.
00:16:10: Das kannst du aber, glaube ich nur empirisch beobachten als dir das jetzt schon sehr stark vorab überlegen.
00:16:17: Also ich glaub' du kannst dir die Dimensionen überlegen anhand derer du das dann messen wirst.
00:16:21: Aber was denn genau die Dinge sind, an denen du es dann fest machst dass... musst du glaube ich wirklich beobachten und dann im Nachhinein quasi festlegen.
00:16:28: Gibt ja diesen schönen Satz, erzählen wir jetzt einmal erst lustig.
00:16:30: Erzählen zweimal erst langweilig, erzähl den fünftmal ist ein Running Gag ne?
00:16:33: Also in diesem Sinne wer fünf Käufe hat hier der hat auch was zu lachen.
00:16:37: Fünf und mehr gut!
00:16:38: Dritter Fehler, Produkt- und Technologieorganisationen technisch nicht unabhängig genug aufstellen.
00:16:44: Ich glaube das kann sich jeder relativ schnell ausmalen.
00:16:45: so diese typischen Symptome wenn so ein Entwicklerteams irgendwie ganz oft dann zwischen den Teams interagieren müssen wenn Sachen irgendwie unsauber werden.
00:16:53: aber Martin präzise doch nochmal ganz kurz was sich hinter diesem Fehler alles verbirgt.
00:16:56: Also wie du es gerade gesagt hast Joel der klassisches das klassische Thema ist Wenn Du einfach deine Produktmanagementorganisation einfach wachsen lässt einfach Leute reinwirfst dann hast du oft das Fundament, dass die Teams aufeinander warten müssen.
00:17:09: Also im Prinzip, du hast ein Feature, das erlanziert wird von Team Eins und die müssen warten bis Feature von Team Zwei fertig ist.
00:17:14: so jetzt ist die Frage wenn Du schnell wächst wie stellst Du die Produkt- und Technologieorganisation die ja immer zusammen gedacht werden müssen?
00:17:21: So auf, dass sie eben nicht aufeinandewarten müssen!
00:17:23: So dieses erste Thema des ersten Prinzipes hier unabhängige kleine agile Teams zu bauen, das ist absolute Industriestandard.
00:17:31: Du hast ein Produktmanager, du hast dann fünf bis sechs Entwickler, vielleicht noch eine CoA-Kollegen einen User Researcher oder vielleicht noch einen Marketingkollegend drin.
00:17:39: und jetzt ist aber die spannende Frage und ich kümmer dir mal kurz ein bisschen vertiefen wie schaffst du es dann?
00:17:44: Eine zunehmend wachsende Produktorganisation wo du halt dann schnell mal zehn, fünfzehn Produkteams hast so aufzustellen dass sie eben möglichst unabhängig voneinander arbeiten können?
00:17:53: Die erste Logik ist dort, du trennst zwischen Plattformteams und Kundenerfahrungsteams.
00:18:00: Plattform-Teams sind Teams die die Qualität und Geschwindigkeit der anderen Teams verbessern.
00:18:05: also das ist so ein typisches Thema auf interne Werkzeuge ja CICD also Continuous Improvement Continuous Development Self Service APIs bisschen auf der technischen Seite oder auf der Seite Produktfunktionen, die mehrere Teams nützen.
00:18:18: Also in Zahlungsfunktion.
00:18:19: Das ist so die erste Logik.
00:18:20: Trennen von Plattformteams mit Kunderlebnesteams.
00:18:23: und auf der Kunderlebnesteam-Seite ist dann die Frage wie organisierst du das?
00:18:26: Dass sie eben auch da möglichst unabhängig arbeiten können.
00:18:29: also wir haben mit Firmen gesprochen.
00:18:31: Es ist Soundcloud ein gutes Beispiel.
00:18:32: Die organisieren es nach Kundenreisen.
00:18:34: Da ist die Logik hochladen hören teilen ist bei denen die logik.
00:18:39: oder bei dem Marktplatz ist oft die logikerzte Patienten Käufer fairkäufer.
00:18:43: oder du hast Marktsegmente, Mode, Elektronik.
00:18:46: Ja, du brauchst also für jede Firma je nach inherenten Business-Modell eine Logik um die Teams wirklich unabhängig arbeiten zu lassen.
00:18:52: Wir sind ja hier schon relativ tief dann auch ein Attackdenker drin.
00:18:55: Also ganz vieles was du jetzt aufgegriffen hast klingt ja irgendwie nach Scrum Was aufkommt?
00:18:58: Also du hast ja diese beiden Prinzipien angedeutet einerseits funktionsübergreifende Produktteams und dann eigentlich auch eine hohe Entscheidungsautonomie.
00:19:04: Also es ist ja so bisschen die beiden Werkzeuge wo ihr meintest das sei der Standard Richtig!
00:19:07: Genau
00:19:08: Und das dann sozusagen orchestriert kriegen.
00:19:09: Weil ich ändere mich auch noch gut bei meiner letzten Gründung war es so, dass wir irgendwelche Source-Tree-Geschichten hatten und dann kannst du ja auf technischer Ebene geht es ja ganz gut.
00:19:17: Am Ende des Tages ist ein bisschen so als wenn irgendwie fünfzig Leute zusammen den Buch schreiben.
00:19:21: Jeder macht einen Kapitel und die müssen hinterher irgendwie zusammen passen.
00:19:24: Mit technischen Tools kann man das mittlerweile ganz gut ineinander schieben.
00:19:27: Dass du sagst alles klar... Die reden immer von Branches also von Ästen, die zum Baum hinzukommen.
00:19:33: Dann guckst du halt alles klar gibt's Konflikte zwischen den unterschiedlichen Ästen aber es wird ja unglaublich komplex!
00:19:38: Ist es so, also wie viel Techno-How und Tech-Erfahrenheit muss eine Firma denn haben um diesen Fehler zu vermeiden?
00:19:45: Weil wie gesagt wenn man in so Core-Tech-Union Companies guckt ist da glaube ich vieles von gelernt per DNA bei vielen die aber erst dahin kommen wollen vielleicht noch nicht.
00:19:53: Vor allen Dingen scheitern natürlich auch viele daran... Um so zu arbeiten, das ist ja nochmal ganz wichtig, brauchst du natürlich auch eine ziemlich modular aufgebaute IT-Infrastruktur.
00:20:03: Die das überhaupt hergibt, so arbeiten zu können und das sind natürlich fairerweise Organisationen die eher jüngeren Datums sozusagen sind weil eben diese modulare Arbeitsweise im IT Bereich dann so eine Art von Denke im Produktbereich überhaupt erst ermöglicht.
00:20:19: Das ist natürlich jetzt auch nach meinem Verständnis zumindest, sondern nach meinem Kenntnis stand ein eher jüngeres Phänomen.
00:20:25: Das heißt also Leute die vor dreißig Jahren angefangen irgendwie oder zwanzig irgendwelche IT-Plattformen zu bauen.
00:20:30: Die sind zum Teil doch sehr monolithisch unterwegs und da fällt es natürlich schwer auch so eine Denke zu implementieren weil sozusagen die technische Infrastruktur so interdependent aufgebaut ist dass das nicht möglich ist da sehr unabhängig voneinander zu arbeiten und das zeigt glaube ich auch nochmal wie schwierig es ist.
00:20:45: oder weil das ja eine der Kernschwierigkeiten wo viele die noch einen sehr großen Legacy IT-Infrastruktur haben, woran die häufig scheitern diese neue Welt zu bringen, die wir heute haben und warum eine modulare IT Infrastruktur halt so wichtig ist.
00:20:59: Weil einem genau das eben ermöglicht.
00:21:01: überhaupt so zur Arbeit.
00:21:01: Absolut richtig was vorhin sagt!
00:21:02: Und dann auch noch mal dieses Thema, was wir auf dem letzten Mal schon hatten in welcher Stelle Kannst du Generalisten aus der Piratenphase mit in die Raumschiff Phase nehmen und die einfach weiter bilden?
00:21:13: Und an welcher Stelle brauchst du externe Experten, die einfach Skalierung schon mal gemacht haben und gesehen haben.
00:21:19: Das ist jetzt Joel zu deiner Frage so ein Thema.
00:21:21: das hilft natürlich enorm wenn jemand schonmal in einem Scale-Up gearbeitet hat und so eine Logik implementiert gesehen hat dass sich allein aus Bordmitteln beizubringen geht im extremen Fall auch aber das ist oft wesentlich schwieriger.
00:21:34: Weil.
00:21:35: meine letzte Frage zu dem Punkt an dich wäre noch, du bist jetzt jemand... Du hast das Licht gesehen ne?
00:21:39: Du warst in einer Organisation wo das quasi DNA war.
00:21:42: Wo man das gelebt hat.
00:21:43: Was würdest du unternehmen empfehlen die wie Florian gerade beschrieben hat aufgestellt sind?
00:21:47: Die haben doch nicht diese modulare Textstruktur.
00:21:50: Der Text ist vielleicht wirklich auch noch älter.
00:21:52: Die haben auch noch nicht diese Mentalität so geatmet.
00:21:55: Hast du für dich eine Handvoll Tipps oder ein zwei Aspekte wo du sagst wenn ich jetzt Produkt und Technologieorientation technisch wirklich unabhängig aufstellen möchte dann solltest du Punkt, Punkt.
00:22:04: Dann solltest du Leute rekrutieren die das Licht schon mal gesehen haben.
00:22:09: Das hilft einfach da sehr.
00:22:10: und was vorhin sagt ist natürlich richtig.
00:22:11: wenn man doch im riesigen Legacy AT-Stacks sitzt, dann haben die natürlich auch Schwierigkeiten.
00:22:15: aber es ist sehr wohl möglich dass mein technisches Verständnis einen eher modulatischen Struktur nach und nach zu zerlegen in eine modularer IT Architektur.
00:22:25: Das dauert aber mit Investitionen konzentrierlicher geht es so.
00:22:29: deswegen... Da kommst Du um Experten aus das Gelabereich nicht aber.
00:22:33: Und wenn ich Alex Graf hier sitzen haben würde, heute würde der wahrscheinlich sagen auch einfach mal Geld in die Hand nehmen.
00:22:38: Das Thema haben wir relativ oft mit ihm im E-Commerce Bereich das er als sagt... ...das ist ja niedlich.
00:22:41: aber wir haben jetzt nur was es dir Fehler betrachtet,... ...aber ihr müsst noch einmal außen gucken.
00:22:46: wer macht den Fehler nicht?
00:22:47: gegen wen trete ich eigentlich an?
00:22:48: Und wenn du dann so ein Amazon hast was das alles schon Gold richtig macht und wächst am Tag so viel wie du dir als Jahresbudget für deinen Tech Infrastruktur hinsetzt, dann hast du glaube ich ein Problem.
00:22:56: Aber gut!
00:22:57: Fehler Nummer vier!
00:22:58: Zu früh oder zu spät neue Regionen oder Segmente expandieren.
00:23:01: Mein Investor hat früher immer zu mir gesagt Don't scale before you know what to scale.
00:23:07: Man muss den richtigen Zeitpunkt finden, um das was man an Project MarketFit gebaut hat auch rauszuschieben.
00:23:13: Was ist so deine Beobachtung, Martin?
00:23:14: Was kannst du hier zu diesem Fehler empfehlen wie man den Familien kriegt oder auch mal auseinandernehmen wo es bei dem Fehler geht.
00:23:19: Also
00:23:19: was wir da gelernt haben ist Es gibt zu frühe Expansion und es gibt zu späte Expansionen.
00:23:24: ja das ist jetzt hier das Problem.
00:23:26: Beispiel für eine gut getimte expansion ist Netflix.
00:23:28: Netflix hat zuerst im Kernmarkt USA Streaming optimiert und dann massiv international expandiert.
00:23:34: Ja die haben jetzt so zwei Millionen Abonnenten und hundertreißig oder so sind internet internationales.
00:23:39: gutes Beispiel schlechtes Beispiel eBay nach meinem Verständnis zumindest, die Südamerika-Expansion zum Beispiel hat nicht geklappt weil zu spät.
00:23:45: Also mehr Cardo Nibrem kann vielleicht wollen der erkennt sich noch besser aus.
00:23:47: da nur was dazu sagen.
00:23:48: so und was wir jetzt gelernt haben ist es gibt zwei Kriterien die eine frühe Expansion begünstig war.
00:23:56: das erste ist die Produktkategorie ist bekannt.
00:23:58: also du bist in einem Produkt unterwegs mit ein Produkt unterwegs wo du deinen Nutzer deine Kunden erst mal nicht erziehen musst.
00:24:05: zum Produkt Netflix.
00:24:06: damals, Jahrzehnteinzehn ungefähr Da wars Streaming bekannt was das bedeutet was die Vorteile sind.
00:24:12: Zweites Kriterium, wenn du in einem Markt bist mit der Gewinner oder wenige nehmen alles, few take the market – das Lieferplattformen für Lebensmittel ist ein Thema!
00:24:24: Wenn du ins Sohnemarkt bist dann bietet sich eine Frühexpansion eben auch an.
00:24:28: so großes Risiko bei der frühen Expansion, deine Produktorganisation muss zwei Produkte etariieren.
00:24:33: also wenn du nicht eins sauber hast dann musst du im Prinzip die Produktorganization teilen.
00:24:38: und das ist das Risiko hier.
00:24:39: Florian, lass uns das mal vertiefen.
00:24:41: Weil ich hab neulich mit irgendjemandem drüber geredet wo ich so gestaunt habe eigentlich ein Hardcore-Software-Tool.
00:24:46: Also müsste ich weiß Alex Graf jetzt fällt es mir sogar ein da haben wir über Shop Systeme geredit.
00:24:49: Wo ich so meinte okay wie internationalisierbar ist denn das?
00:24:52: Das ist ja eine Software.
00:24:53: du kannst quasi deinen Shop mit deiner Software betreiben.
00:24:55: könntest du jetzt morgen auch in Südamerika anstatt gehen wo er sagte ja kann nicht sicherlich verkaufen aber wird nicht viel passieren weil wir sind vor allem Agentur umgesetzt.
00:25:02: also man muss ja auch noch sozusagen die Infrastruktur um in den Markt gepresst zu werden haben.
00:25:07: Was ist denn so?
00:25:07: da dein Take drauf?
00:25:08: Ich
00:25:08: glaube, vielleicht um einen neuen Aspekt noch reinzubringen.
00:25:12: Also man hat ja im Start-up-Reihe schon häufig diese Tendenz zu... Wir nennen das immer premature scaling also wo du sagst, ich gehe rein ohne eigentlich ein richtiges Playbook zu haben und ich glaube, man muss sich halt immer überlegen kann das trotzdem Sinn machen?
00:25:25: weil um halt gewisse Märkte beispielsweise zu besetzen und wenn ich in der Lage bin genug Kapital zu raisen kann es trotzdem eine effiziente Strategie ... sein, ne?
00:25:34: Es ist natürlich relativ riskant und ich glaube so für so ein Software-Tool wie jetzt Spryker premature zu scale macht wahrscheinlich nicht so viel Sinn.
00:25:43: Also erst mal weil du dich schwer tun würdest in Südamerika quasi Leute zu finden die überhaupt damit arbeiten aktuell und die sind eben genau auf die Agenturen angewiesen, die das dann implementieren.
00:25:54: Zum anderen aber auch glaube ich wenn du als Bito-Bitool irgendwo reingehst und du bist eigentlich noch nicht bereit erzeugst natürlich auch eine negative Reputation und eine negative Kundexperience hatten wir vorhin schon, die es dir sehr schwer macht im späteren Verlauf noch stark die Reputation zu verbessern.
00:26:12: und ich glaube wenn man Premature Scaling vermeiden kann Sollte man das vermeiden.
00:26:17: es gibt aber durchaus so Sachen was ich groupon ist und Beispiel oder sicherlich auch dass das guter thema.
00:26:23: Oder wo du sagst oder gorillas wo es durchaus Sinn machen kann schnell zu skalieren vielleicht auch prematurely wenn man einfach sagt war die der first move advantage ist so stark, dass eventuell auch eine ineffiziente Skalierung in einen gewissen geografischen markt oder ein gewisses segment trotzdem die rationale Strategie sein kann, um eben das zu nutzen.
00:26:46: Und ich glaube es kann immer dann richtig sein wenn sozusagen der First Move Advantage sehr stark ist und ich gleichzeitig die Fähigkeit habe oder mir zutraue sehr schnell Kapital zu raisen in großem Umfang weil damit gleiche quasi die Ineffizienz in der Skalierung dann hinten raus wieder aus.
00:27:03: aber es ist halt erhöht einfach das Risiko dass die Gesamtunternehmung schaltet.
00:27:08: und wir haben ja jetzt also was wie Gorillas gesehen.
00:27:10: Das ist ja ein Beispiel für Premature Scaling mit Sicherheit.
00:27:13: Das scheint jetzt noch mal gut gegangen zu sein, aber das ist von außen betrachtet war natürlich schon eine sehr riskante Strategie.
00:27:20: Martin was der Florian da eben in so einem Nebensatz verpackt hat nämlich geografisch versus segment magst du mal auseinandernehmen?
00:27:25: Was du eigentlich so für typische Expansionstypeln gesehen hast.
00:27:29: weil es muss nicht nur die Geographie sein indem man expandiert
00:27:31: Genau, also wir sind jetzt schon nah am Kautomarkt natürlich aber Produktmanagement muss da immer mitdenken.
00:27:36: Also es gibt so drei große Expansionsrichtungen die man immer am Schirm haben sollte.
00:27:40: Geografisch, gerade diskutiert, Kundensegmente, also Revolut eröffnet eine... BtoB App, das ist eine typische Kundensegment-Expansion.
00:27:51: Also ich bin nicht nur für die Entkunden da sondern eben auch für kleine Mittelunternehmen.
00:27:55: und dann Kanalexpansionen.
00:27:56: Das ist so die dritte Achsel also wo du sagst du nützt neue Plattformen um dein Produkt zu vertreiben.
00:28:01: Also Spotify ist jetzt auch auf Smart TVs vorhanden.
00:28:04: So ne?
00:28:05: Das sind so drei Achsen entlang denen man Expansionen denken kann.
00:28:08: So, der Vorstelligkeithalber haben wir das auch.
00:28:10: Es ist spannend so was mal zu denken weil man ist immer so schnell in den Internationalisierungsthematik drin und denkt nur in Ländern aber mal aufzuzeigen dass es ja auch um Kanäle gehen kann, um Segmente.
00:28:20: wichtiger Faktor Fehler Nummer fünf kein kristallklares Bild der Userpersonas also der Nutzerpersonast zu zeichnen.
00:28:27: ich glaube das kennt fast schmerzig gefühlt ehrlich gesagt jeder Unternehmer vielleicht kannst du ja mal einen Schwank aus deinem Leben erzählen Martin wie ihr das bei N-Fantasyx gedeixtelt habt
00:28:36: Also bei Enthusiast war so, wir hatten... ...zwei tausend neunzehn was glaube ich auf einmal in den ganzen Gängen Bilder hängen von drei User-Personas.
00:28:45: Ella, Jamie und Lucy und Michael haben wir sie genannt Und da haben die sich vielleicht beim Produktmanagement wie ich auch damals noch nicht ganz so gut ausgangen haben schon gefragt Was ist denn das jetzt?
00:28:55: So!
00:28:55: Und es wurde dann aber klar dass es eine wichtige Übung gewesen weil wir uns versucht haben damals User- Personas also das sind fiktionale Charaktere, Art Archetypen von Kunden uns zu visualisieren und für die maßgeschneidetes Produkt zu entwickeln.
00:29:11: In unserem Fall war es irgendwie ein young professional Student und dann eine junge Familie.
00:29:16: das waren so unsere drei Userpersonen.
00:29:18: Salando hat es gut gemacht, das kann man öffentlich auch nachlesen.
00:29:20: Die sagen sowas wie Hip Hoppers, Street Snops, Fresh Families usw.
00:29:25: Und richten danach ein Stück weit in Mode-Segment aus.
00:29:28: Das ist eine gute Logie, also eine Juseperson hat in der Regel einen Namen.
00:29:32: Wie gerade gesagt, den Berufsbezeichnenden gibt es meistens noch ein repräsentatives Foto vielleicht auch noch ein Video, so ein paar Frustrationen und Schmerzpunkte schreibst du dazu.
00:29:38: Also du versuchst deinen Nutzer archetypmäßig zum Leben zu erwecken!
00:29:43: Ich überlege jetzt die ganze Zeit bei Zalandos Personas, ob Florian mehr so der Hip Hopper gewesen wäre oder der Street Snob.
00:29:50: Oder die Cultured Elite.
00:29:52: Florian das musst du uns hinterher mal einfach sagen wo du uns dich wieder findest.
00:29:55: aber für den Moment würde mich mal mehr interessieren wie du in deinem Unternehmen das Thema Nutzernähe siehst weil darauf zählt ja User Persona so ein Stück weit ab.
00:30:04: Ja also ich glaube es macht auf jeden Fall aus Produktmanagement Sicht Wahnsinnig viel Sinn, so eine Person im Kopf zu haben für die man das eigentlich entwickelt oder auch mehrere.
00:30:12: Das ist glaube ich sehr schlau!
00:30:14: Ich glaub du hast einen gewissen Trade-off weil ich sage gerade sozusagen wenn Du in der search basierten Welt unterwegs bist also wo Leute nach irgendwas suchen und dann kommen sie zu dir.
00:30:22: auf die Seite sag ich ja immer eigentlich ist es im ersten Moment erstmal scheißegal wer das jetzt genau isst?
00:30:28: Wenn er nach irgendwas sucht was für dich relevant ist dann bedienst Du halt diese Nachfrage weil Du hast natürlich schon so ein gewissen trade off zwischen.
00:30:35: habe ich jetzt irgendeinen Nutzer im Kopf ... A priori, den ich bediene oder gucke einfach mal wer dann wirklich für mein Produkt sozusagen die höchste Affinität auch quantitativ messbar aufweist und da hast du einen gewissen Trade-off.
00:30:48: Was will ich damit sagen?
00:30:49: Du hast halt gerade sozusagen in einer sehr stark Branding esoterisch getriebenen Welt häufig aus Leuten der bedient.
00:30:57: das ist unsere Zielgruppe.
00:30:58: und wenn du dann mal siehst wer reagiert dann eigentlich?
00:31:01: welches Nutzerseakt segment hat besonders hohe Klickraten, Konversion-Raten und vielleicht auch Lifetime-Values auf Basis dessen was du dann in deinen Instagram oder Facebook-Kampagnen siehst.
00:31:11: Da sind das häufig andere Segmente als die, die du vorher bei dem Kopf hattest.
00:31:14: Und ich glaube da ist es halt wichtig.
00:31:17: man muss irgendwann dahin kommen dass man ganz klare Personas hat.
00:31:21: Ich glaube, man muss nur sozusagen die geistige Flexibilität sich erhalten.
00:31:25: Dass man da nicht zu stark um jetzt ins Englische zu verfallen sozusagen Judgemental reinzugehen sondern dadurch aus eben eine gewisse Flexibilität zu haben weil ich glaube das ist schon das spannende ja der Performance Marketing Welt dass du eben nicht irgendwelche Ideen dazu hast wie eigentlich deine Zielgruppe ist sondern dass du hart messen kannst ... wer sozusagen die höchste Monetarisierung, höchstes Engagement oder was auch immer, die eben wichtig ist.
00:31:52: Für das hat... Was du da eben baust und ich glaube, dass es noch mal ein wichtiger Schritt ist, den man auf jeden Fall berücksichtigen sollte in einem wichtigen Aspekt.
00:32:03: Ich
00:32:03: zähle mich an einen Beispiel aus der Internet-Urschleimphase hier in Deutschland.
00:32:07: Akaaki damals, dieses Social Network, was in Berlin entstanden ist.
00:32:11: Das funktioniert ja nach dem Prinzip, dass du teilweise sehen kannst also du konntest dann die App anmachen und konntes in deinem Umfeld sehen, welche anderen Aka-Ki-Nutzer gerade da sind und ich mit denen vernetze.
00:32:20: Das klingt für heute billow.
00:32:21: aber damals war das in der Phase noch relativ innovativ und ich erinnere mich noch gut dass die dann irgendwann für sich feststellen durften, dass es vor allem Homosexuelle waren die diese App für sich entdeckt haben um dort irgendwie Treffen auszumachen.
00:32:34: also das vielleicht mal als ein Beispiel dazu.
00:32:36: und die Frage die man dann so noch auf der Zunge liegt abschließend dazu lieber Martin ist wenn wir jetzt über Personas nachdenken ist ja einen Punkt den man aus Florians Aussage grad ableiten kann Wie segmentiere ich das denn eigentlich?
00:32:48: Also wie stelle ich denn fest, welche Person aus welchem Kreis kommt?
00:32:52: also wonach gucke ich da eigentlich.
00:32:53: Da gibt es verschiedene Segmentierungsmöglichkeiten.
00:32:57: Die Achsen sind in der Regel geografisch ganz einfach.
00:32:59: Du sagst irgendwie vom Land von der Stadt ist ganz ganz simpel.
00:33:03: oder dieses typische Thema Berlin Mitte versus Rest von Deutschland ist ja auch oft diskutiert.
00:33:07: und das zweite ist psychographisch also gemeinsame Werte Interessen Also was wie Väter, die in sozialen Medien aktiv sind.
00:33:14: Alleinerziehende Mütter ist sowas verhaltensorientiert wie die dritte Segmentierungsmöglichkeit also einfach nach ganz klar empirisch beobachten barm Verhalten.
00:33:22: Also App für Eltern, die mindestens zwei pro Woche Fotos ihrer Kinder teilen.
00:33:26: so etwas und dann Ganz interessantes haben wir rausgeworden im Rahmen des Buchs Bedürfnis orientiert.
00:33:31: Wir haben jetzt da abgesprochen, die zum Beispiel herausgefunden haben unserer Kernzielgruppe unsere Userpersoner sind Personen, die eine visuelle Überwachung eines Raums in Echtzeit benötigen.
00:33:42: Das ist so eine User-Persona.
00:33:44: Das können Eltern sein, die ihr Kind beim Schlafen beobachten wollen?
00:33:48: Das kann jetzt jemand seinen Haustierbesitzer auf seine Hunde aufpassen will oder auch jemand, der sich gegen Einbruchs sichert und das ist auch eine ganz kluge Weise in den Userpersonen zu
00:33:57: definieren.".
00:34:13: Gut, okay.
00:34:14: Fair!
00:34:15: Ich hab für mich jetzt beschlossen Florian ist hier in der die Kaltstadt Elite... ...in den Zalando-Personas.
00:34:19: Kommt ihr hin?
00:34:20: Findest du dich wieder?
00:34:21: Ich weiß
00:34:21: nicht.
00:34:21: ich glaube im Fashionbereich werde ich eigentlich immer... ...mitleidig angeguckt von allen die da irgendwie gewisses Gefühl für dieses Thema haben.
00:34:29: Insofern bin ich glaube gar keine Zielperson.
00:34:32: Weißt
00:34:34: du, Marty?
00:34:34: So schöne Randnotice auch für die Hörer und Hörermal.
00:34:37: Ich weiß nicht, Florian mal angesprochen hab gesagt.
00:34:38: Sag mal Florian!
00:34:39: Du trägst irgendwie immer diese Tommy Hilfiger-Kragenhemden mit Langarm... Und so hast du davon Zalando irgendwie so ein Abo, also beziehst du die da auf Masse oder sowas?
00:34:48: Dann meint er nein Joel.
00:34:49: Kleidung ist mir total egal.
00:34:50: das hat für mich nur Körperverhüllungsfunktion nichts anderes.
00:34:54: Dieser Begriff Körper Verhüllung Funktion hat sich mir bis heute eingebrannt.
00:34:57: Na gut Last but not least, wenn wir schon über Personas eben geredet haben etwas was glaube ich nah dran ist.
00:35:03: Fehler Nummer sechs Nutzerforschung also User-Research um immer... Ich hoffe die liebe Hörer und Hörerei merkt, wir benutzen uns um deutsche Begriffe.
00:35:09: Nutzer-Forschung beziehungsweise User-research nicht oft und früh genug betreiben.
00:35:12: Kennen wir glaube ich alle Martin oder?
00:35:14: Genau
00:35:14: da ist das größte Thema dahinter Startups.
00:35:17: viele Startup sehen sich als produktzentrierte Organisation Das an sich auch richtig ist.
00:35:22: so wurde im Prinzip auch seit ja zwanzig Jahren bis jetzt zwanziger Startups gebaut Was aber dann zu einem Problem werden kann, wenn man aufbaut nach einer sehr guten oft ja gründer Intuition in der frühen Phase für ein gutes Produkt ist da nicht schafft diese Nutzer zentriert hat in das Gelabphase zu sichern.
00:35:40: Das heißt dann du prinzipisch sprichst zu wenig mit deinen Nutzern und ziehst zu wenig Futter im Sinne der Probleme die sie haben um deine Produkte weiterzuentwickeln.
00:35:52: Das habe ich auch mehrmals selbst erlebt.
00:35:56: Tipp, den wir jetzt auch im Buch recht klar gemacht haben ist.
00:35:58: Also dieses Nutzerforschung User Research zu institutionalisieren wird in der Scala Phase unfassbar wichtig.
00:36:05: so und das heißt du hast auch da wieder paar Prinzipien.
00:36:08: also erstens Du machst es in Haus ja klassischer Fehler Outsourcing von Nutzervorschung No way, ganz großes Thema.
00:36:16: Also wenn man irgendwie Studenten fragt da irgendwelche Studien zu schreiben oder so das ist nicht der richtige Weg es muss innenhaus sein.
00:36:22: Zweitens regelmäßig idealerweise alle zwei Wochen ganz regelmäßig kommen Nutzer rein oder auch mal virtuell die man im Sinne eines Art Walk ins ja und kann einfach reinkommen.
00:36:33: als Produktteam kann man mit den Nutzern Themen besprechen und dann drittens im Schmerzpunkt und die Problemen bleiben.
00:36:41: Also Nutzer sind sehr gut darin, Probleme zu artikulieren.
00:36:45: sie sind in der Regel sehr schlechteren Funktionen oder Produktfeatures zu artikelieren.
00:36:50: so Und da gibt es ein paar spannende Fragen wie man da in diesem problembereich diesen exploriert.
00:36:55: Da kommen ja so viele Beispiele in den Kopf, also ich weiß noch Steve Jobs hat mal gesagt wenn er seine Nutzer gefragt hätte was ist irgendwie wie soll das iPhone aussehen dann hätten die halt gesagt tasten und man kann sich ganz Ohr halten.
00:37:05: Dann gab es glaube ich mal den Witz Wenn wir Mönche gefragt hätten Wie soll der Buchdruck aussehen?
00:37:08: Dann hätten die einfach schneller geschrieben und nicht Bücher gepresst sowie Gutenberg.
00:37:12: oder habe ich erinnert mich zum Beispiel als als Beispiel aus der Gegenwart dass ich bei Emo Scout mal als Frühstunternehmen gesehen hab dass sie sich so eine Laps eingebaut haben.
00:37:19: Die haben so Labore gebaut wo die Leute ihre Apps benutzen konnten Und dann haben die denen aus Räumen von hinten zugeguckt.
00:37:24: Jetzt würde mich natürlich mal interessieren Florian, bevor wir mal auf die Fragen eingehen.
00:37:28: Die Martin sozusagen gerade schon angerissen hat, die man Leuten stellen kann wenn man die erforscht ihre Bedürfnisse.
00:37:33: wie viele Startups in eurem Portfolio machen denn sowas?
00:37:35: Dass sie wirklich nah an ihren Kunden dran sind und sich auch wirklich erforschen in ihrem Verhalten.
00:37:39: Ja vielleicht immer eine Sache von weg.
00:37:40: ich glaube das Missverständnis sozusagen was Steve Jobs ja also ist immer schwierig jetzt zu sagen Jobs eigentlich geweiht, aber ich glaube das Argument war ja nicht quasi macht keine User-Research.
00:37:51: Sondern was wir hier propagieren ist es ja nicht.
00:37:55: oder was Martin hier propagiert ist ja nicht zu sagen orientiere dich immer nur an dem Kunden sondern du kannst ja durchaus ein innovatives Produkt dem Kunden zeigen und dann beobachtest Du halt wie ihr dieses Produkt nutzt.
00:38:06: Deswegen also das ist ja kein Argument dafür dass immer das Initiale was zu dem Nutzer dann zeigt auch alles schon aus user research kommt.
00:38:14: Aber die kontinuierliche Weiterentwicklung dessen Da macht es natürlich total Sinn zu beobachten, was der Nutzer da tut und das im Prinzip als Leitlinie für die Weiterentwicklung zu sehen.
00:38:23: Das ist glaube ich das eine.
00:38:25: Und noch ein weiterer Aspekt dazu... ...und dann komme ich zu deiner Frage.
00:38:28: Was man eben häufig beobachtet und ich glaube das ist auch nochmal das Schamante an dieser User-Research-Geschichte,... ...das Schöne ist ja dass man mit Sachen wie Google Analytics oder Adobe Analytics usw.
00:38:37: sehr schön sehen kann, wie Verhalten sich Nutzer innerhalb des eigenen Produkts oder innerhalb der eigenen App?
00:38:45: Und ich glaube, wo ein User-Researcher super helfen kann ist zu erklären warum machen Leute das.
00:38:52: Sonst bewegt man sich immer sehr stark in einer statistisch signifikanten Welt von AB-Tests
00:38:58: usw.,
00:38:58: was ich eben festgestellt habe und deswegen die Ergänzung um User Research so wichtig.
00:39:03: es hilft dir einfach dabei zu verstehen warum du gewisse statistische Ausprägung in den Zahlen siehst und dafür brauchst du halt User Research sonst kriegst du eigentlich diese Fragen nicht beantworten sondern baust du dir irgendwelche eigenen Hypothesen.
00:39:16: und ich glaube bei dieser Hypothesinbildung dabei hilft es halt, wie viele Leute machen das systematisch.
00:39:21: Ja also auf jeden Fall die Minderheit würde ich sagen zumindest von den frühfasigen Startups ist das auf jeden fall so Ich glaub die dann einmal eine gewisse Scale-Up Stadium erreicht haben mit einem professionellen Produktmanagement.
00:39:35: aber das ist genau das Thema.
00:39:36: wenn du sozusagen technische Projektmanager hast in Zuständigkeit für deinen Produktmanagement Dann siehst du wahrscheinlich genau das nicht, wenn du aber sozusagen Produktmanager im Sinne von.
00:39:48: eigentlich User Experience beauftragte, sag ich jetzt mal so.
00:39:52: Die werden das wahrscheinlich aus sich heraus machen weil die nur so ja überhaupt merken können ob sie sich in die richtige Richtung entwickeln.
00:40:01: also insofern glaube ich da siehst du auch nochmal die konkreten Auswirkungen sozusagen von diesen unterschiedlichen Philosophien.
00:40:06: Also ich erinnere mich recht gut wir haben mal ein User Research Gespräch sozusagen geführt zu einem ganz anderen Thema und haben dann mit der Person auch geredet wie hörst du denn eigentlich Podcasts?
00:40:14: Und es war eine Führungskraft deutlich älter.
00:40:17: Also ich glaub, jenseits der Sechzig muss man jetzt fairerweise mal dazusagen.
00:40:20: Und dann hab' ich den gefragt bei seinem Lieblings-Podcast.
00:40:22: ja wie hörst du denn eigentlich auf Spotify?
00:40:24: Achja cool und... Wie machst du das dann?
00:40:26: also wie entscheidest du welche Folge du diese Woche hörst?
00:40:29: gehst du irgendwie rein in deine Liste also in deinen Abos oder suchst du nach oder wie?
00:40:33: wie machst du es?
00:40:34: Ja ich such jedesmal!
00:40:35: Ich such jedes Mal den Podcast die nicht mag und guck dann was es Neues gibt.
00:40:39: Und ich sag wieso drückt also du hast dich nicht abonniert oder was?
00:40:42: Nö Wieso denn nicht?
00:40:44: Ja, weil ich gar nicht weiß was das geht.
00:40:46: Und es ist so... Also da merkt man ja manchmal die unterschiedlichen Brillen.
00:40:49: Du guckst mit deinem Alter, mit deiner Peer Group auf so ein Thema rauf und denkst alle müssten es so haben... ...und dann merkst du so eine Führungskraft jenseits der Sechzig weiß nicht mal dass man bei Spotify irgendwie abonnieren kann.
00:40:57: also gar nicht mal wertend.
00:40:59: aber da staut man ja.
00:41:00: und deswegen möchte ich jetzt von dir natürlich als letztes noch hören lieber Martin du hast ja eben uns schon heiß gemacht das gäbe gute Fragen die man seiner Zielgruppe stellen könne um mal User-Research erfolgreich zu betreiben.
00:41:09: wie sehen sie denn aus?
00:41:10: Also nur kurz ein Anschluss an das was Florian gesagt hat man muss unterscheiden zwischen Feature Weiterentwicklung in der Scaleup Phase ... kreieren der Initialhypothese, um Product Market ... ... für zu erreichen.
00:41:21: Ich spreche jetzt mal von dem Early-Bereich.
00:41:23: Die beste Frage die den User Research stellt ist... Was ist das Schwierigste bei X?
00:41:28: Und X ist das spezifische Problem was dein Unternehmen lösen will.
00:41:32: Also jetzt Beispiel ein FinTech dass Frauen zum investieren bewegen will.
00:41:37: Die würden beispielsweise ihre... verschiedenen Frauenziehergruppen fragen, was ist denn das Schwierigste beim Investieren für dich?
00:41:44: Damit bleibst du sehr klar im Problem.
00:41:46: Dann kann man fragen, kannst Du mir sagen, wann Du das letzte Mal auf dieses Problem gestoßen bist?
00:41:52: Warum war das schwer?
00:41:54: Was hast Du getan um dieses Problem zu lösen?
00:41:57: Man bleibt ganz dezidiert im Problembereich.
00:42:01: und die letzte Frage, die wir vielleicht noch stellen können, die dann so ein bisschen Richtung Lösungen auch geht, was gefällt Dir denn nicht an Lösungen, die Du bereits am Markt gesehen hast?
00:42:08: Das sind so typische User-Researchfragen.
00:42:11: Da gibt es auch ein sehr gutes Video von Y Combinator How to Talk To Users, also wer sich das mal ansehen will da findet man weitere Ideen.
00:42:18: Gut, Florian Heidemann hat mir aber beigebracht.
00:42:20: Ein Podcast der gut ist muss so lang sein wie ein deutscher Inlandsflug.
00:42:23: ich glaube das haben wir heute geschafft.
00:42:25: Ich fasse nochmal ganz kurz zusammen.
00:42:26: Wir haben darüber gesprochen Wie man seinen Produktmanagement erfolgreich skaliert Die sechs Fehler die man dabei machen kann Das Produktmanagement zu sehr auf Funktionen und Zu wenig Auf Kundenwerte zu Fokussieren.
00:42:35: Kunden zu spät zum magischen Punkt zu bringen.
00:42:37: Produkt- und Technologieorganisation technisch nicht unabhängig genug aufzustellen.
00:42:41: Zu früh oder zu späht in neue Regionen Oder Segmente zu expandieren.
00:42:45: Kein kristallklares Bild der Userpersonas zu zeichnen.
00:42:47: ... und last but not least die Nutzerforschung nicht oft... ...und früh genug betreiben.
00:42:51: So, das war doch ein Top-Rid.
00:42:53: Florian!
00:42:53: Hast du noch einen Schlusswort?
00:42:54: Ich
00:42:56: glaube sehr actionable sagt man ja.
00:42:59: Also ich glaube dies waren wir sehr konkret.
00:43:01: Und gibt es eine Menge was man hier mitnehmen kann.
00:43:05: Wie gesagt ist es gut dass man immer stärker produktzentierte Gründungen sieht in Deutschland.
00:43:10: Das war mal anders vor so zehn Jahren Und ich glaube, das ist eben genau der Weg den wir da weiter gehen müssen.
00:43:16: Deswegen ist glaube ich das Thema Produktmanagement eine nicht zu unterschätzte Kompetenz.
00:43:20: sage ich auch mal allen jungen Leuten die mich fragen was soll ich machen wenn du jetzt nicht mehr programmierer werden kannst dann ist Produktmanager wahrscheinlich das zweitbeste um in der digitalen Welt erfolgreich zu sein.
00:43:31: und das fällt mir nicht so einfach wenn ich du weißt ja normalerweise müsste sagen irgendwas mit Marketing aber... Ich glaube, da muss man so fair sein, dass wahrscheinlich der Beitrag eines guten Produktmanagers zum Erfolg einer Firma mittelfristig wahrscheinlich sogar höher zu bewerten ist.
00:43:43: Hey Martin!
00:43:44: Lieben lieben Dank dir auch noch mal ganz besonders neben natürlich Florian wie immer und ich freue mich, dass du nächstes Mal auf dich wieder dabei bist oder?
00:43:51: Sehr gerne.
00:43:51: Hervorragend ihr Lieben.
00:43:52: macht's gut.
00:43:52: in diesem
00:43:53: Sinne machts gut tschüss tschau.
00:43:57: Danke fürs Zuhören
00:43:58: beim digital kompakt
00:44:00: Podcast.
00:44:01: Du merkst hier ziehst du massig Wissen für Dich und dein Unternehmen heraus.
00:44:05: Wenn du mit uns noch erfolgreicher werden möchtest, abonniere uns auf den gängigen Podcast-Plattformen.
00:44:11: und hey!
00:44:11: Je größer wir werden, desto mehr Menschen können wir helfen.
00:44:15: Also erzähl doch auch deinen Kolleginnen von uns.
00:44:19: Bis zum nächsten Mal.
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