Stille: Lieber Schock als Stille? | #Achtsamkeit 🧘🏼♀️
Shownotes
INSPIRATION | Marina Löwe erklärt in dieser Folge von Make it Mindful, wie Stille und Ruhe im Arbeitsalltag weiterhelfen, indem diese zu mehr Konzentration führen. Du erfährst... …was Stille im Arbeitsalltag bewirken kann …welche verschiedenen Gesichter Stille hat …wieso vielen Menschen Momente der Stille unangenehm sind …was uns unglücklich macht …wie du besser denken lernst …warum Achtsamkeit dir hilft, Stille zu kultivieren …was Bill Gates mit “Thinking Weeks” meint …warum das Lean-Management-Denken überholt ist ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Achtsamkeit: Tief durchatmen und in den Bauch horchen! Auf deinem Weg in ein achtsameres Arbeitsleben begleitete dich bei uns regelmäßig Marina Löwe. Von ihr erfährst du in verschiedenen Folgen, welche Potenziale in dir stecken, wenn du Achtsamkeit als Haltung in deinen Berufsalltag integrierst. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Marina Löwe, __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung insThema (00:01:50) Warum haben wir Angst vor der Stille? (00:06:18) Wie viel Stille ist in deinem Leben? (00:10:47) Was bewirkt Stille im Arbeitsalltag? (00:15:29) So schaffst du Stille in dir __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns 👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Make It Mindful bei Digitalkompakt.
00:00:13: Wenn du auch in dieser Folge inspiriert bist, mehr Achtsamkeit in deinen Alltag zu integrieren dann nutzt doch gerne die App von Sevenmind in der die Meditationen von erfahrenen Lehrern konzipiert und von Wissenschaftlern begleitet werden.
00:00:24: Jetzt viel Spaß bei der Folge!
00:00:28: Die Antarctis ist der stillste Ort an dem ich gewesen bin.
00:00:32: Ich bin allein zum Südpol gegangen und in dieser monoton sich erstreckenden Landschaft gab es keine von Menschen erzeugten Geräusche, außer denen die ich selbst produzierte.
00:00:41: Allein auf dem Eis tief im großen weißen Nichts konnte ich die Stille hören und fühlen.
00:00:48: Die Stille nistete sich in mir ein Ohne Kontakt mit der Außenwelt.
00:00:52: isoliert und allein mit mir war ich gezwungen die Gedanken weiter zu denken, die mir bereits im Kopf herum gingen Und schlimmer noch meinen Gefühlen nachzuhängen.
00:01:02: Erling Kacke ist ein norwegischer Abenteurer, der als erster in der Geschichte die drei Pole erreicht hat.
00:01:07: Den Süd, den Nordpol und den Mount Everest.
00:01:10: In seinem Buch Stille Ein Wegweiser beschreibt er auf wunderschöne Art und Weise seine Explorationen der Stille.
00:01:17: Im Austausch mit dem Dramatiker John Fosse.
00:01:19: philosophieren sie über das Wozu?
00:01:22: Ja Reden!
00:01:23: Genau das soll die Stille tun.
00:01:25: Sie soll reden Und du sollst mit ihr reden und das Potenzial nutzen dass darin liegt Vielleicht deshalb, weil die Stille mit dem Staunen einhergeht.
00:01:34: Aber sie trägt auch eine Art Macht in sich – ja wie ein Meer oder eine endlose Schneelandschaft und derjenige, der nicht über diese Macht staunt, fürchtet sich vor ihr!
00:01:44: Und das ist wohl der Grund, warum so viele vor der Stille Angst haben?
00:01:50: Ich kenne die Angst, die Kage beschreibt….
00:01:52: ich bin Marina Löwe, Talentteam und Unternehmensentwicklerin bedeutet Kommunikation.
00:01:57: Auf dem Weg zu meinem ersten Schweigerytweet war kaum eine Reaktion in meinem Umfeld dabei, die nicht Respekt oder Skepsis wiedergespiegelt hat.
00:02:05: Schweigen freiwillig.
00:02:06: hast du davon keine Angst?
00:02:08: Doch!
00:02:09: Aber im Schweigen habe ich mich dann gefragt, wovor ich solche Angst hatte.
00:02:12: Denn ich erlebe diese Stille da als so unglaublich bereichernd und beruhigend dass sie mir mit meiner Angst schon fast albern vorkomme.
00:02:20: Die Stille dar hat aber auch einen wundervollen Kontext.
00:02:23: Ich bin nicht alleine.
00:02:24: Das Wetter ist perfekt, die Umgebung schlicht auf das Nötigste reduziert aber umgeben von schönster Natur!
00:02:31: Das Essen ist herrlich und so.
00:02:33: in Gesellschaft, aber im Einfall nämlich in Schweigen genieße ich jeden bisschen so viel deutlicher als zum Beispiel beim gemeinsamen Essen gehen mit den Kollegen, dass sich mir das stille Essen für mich zu Hause sogar als Ritual bewahrt habe.
00:02:45: Es schmeckt nicht nur besser sondern ich merke dann auch viel bewusster wenn genug ist.
00:02:48: Und das ist ein Körpergefühl dass wir in Gesellschaft viel schneller überhören.
00:02:53: Aber Stille kennt auch andere Kontexte als diesen.
00:02:58: James ist beim Kampf in Gefangenschaft genommen worden, die Stille und Isolationen seiner Zelle wird gezielt als folter Instrument genutzt.
00:03:05: sie zerrt an ihm und raubt ihm jegliche Kraft.
00:03:09: Claudias Tage sind voller Meetings Mitarbeitergespräche, Konferenzen.
00:03:13: Zu Hause warten an ihr Mann und die zwei Kinder auf den gemeinsamen Austausch über den Tag und abends.
00:03:17: Die Kunden auf die Beantwortung der Mails.
00:03:19: Wenn abends alle schlafen, nimmt sie sich manchmal einen kurzen Moment auf der Terrasse Und sieht in den Himmel.
00:03:25: Sie genießt dann wie der Moment der Stille sie umhüllt und sie auftanken lässt.
00:03:29: Hier ist die für einen kurze Moment endlich ganz bei sich.
00:03:33: Thorsten hingegen ist nach sechs Jahren bei seinem Partner ausgezogen und erst seit drei Monaten in seinem Singleapartment.
00:03:39: Jetzt, wo er mitten in der Corona-Zeit nicht mehr auf Partys oder zu Freunden gehen kann, läuft fast nonstop das Radio-, der Fernseher oder irgendeinem Webinar.
00:03:45: Die Stille beengt ihn und verstärkt seine Trauer und Einsamkeit.
00:03:49: Mohinn ist professionelle DJ'n.
00:03:52: Sie gehört inzwischen zum Lineup der größten Festivals der Welt.
00:03:55: Ihr Erfolg kommt vom wirkungsvollen Spiel mit der Stille.
00:03:58: Sie setzt gerne direkt vor dem Drop ein oder zwei Beats aus – die Stille!
00:04:02: Erzeugt eine Erwartung, ein Gefühl das etwas passieren wird.
00:04:06: Was wirkt ist der Kontrast den sie zwischen ein wenig und viel erzeugt.
00:04:11: Und es funktioniert jedes Mal!
00:04:13: Sie weiß dass auch bei Beethoven die plötzlich in stille Momente sind, die das Gehirn aufwecken und das Knistern im Kopf erzeugen.
00:04:20: Für Mohin ist stille der Raum indem sich unser Geist und unsere Gedanken erweitern.
00:04:27: Bernardi Porter und Slade haben in einer Studie übrigens entdeckt, dass sich Probanden durch bis zu zwei Minuten anhaltende Ruhepausen zwischen den Musikstücken mehr entspannen als bei der Entspannungsmusik selber.
00:04:40: Das Gehirn nimmt offenbar stille besonders dann wahr wenn ein akustischer Stimulus aktiv beendet wird.
00:04:47: Stille macht also ganz viel mit uns.
00:04:49: Und die Bedeutung von Stille ist so unterschiedlich, je nach Person, Situation, Zeitpunkt und Umstand.
00:04:55: der Kontext und unsere Deutung geben der Stille erst ihren Wert.
00:04:59: Stille an sich ist wertfrei ein leerer Container den wir mit Bedeitung füllen.
00:05:05: wie steht es eigentlich mit dir?
00:05:08: Stell dir vor, du bist vom Experiment eingeladen.
00:05:10: Bevor es losgeht bringen wir dich noch in den Warteraum und in dem Raum ist nichts!
00:05:15: Kein Fenster, keine Bilder, keine Zeitschriften, keine anderen Wartenen... ...und kein Handy.
00:05:20: Doch da ist was – ein Elektroschocker.
00:05:22: Was machst Du in den fünfzehn Minuten Wartezeit?
00:05:25: In einem sehr berühmten Experiment haben sich vierundsechzig Prozent der Männer bis zu vier Elektroschochs hingegeben Ebenso wie twenty-fünf Prozent der Frauen.
00:05:33: Und ein Mann hat sich hundertneunzig Mal gechockt!
00:05:36: Allein sein in Stille und ohne Ablenkung scheint so unangenehm zu sein, dass viele Teilnehmer sich lieber Stromschläge verpassen – selbst wenn sie diese im Vorherrigen-Experiment als extrem unangeniem bewertet haben und sogar bereit waren Geld zu zahlen um sie zu vermeiden.
00:05:51: Trotzdem lieber schock als stille.
00:05:53: Das ist mir noch eine andere spannende Statistik aufgefallen.
00:05:56: Ca.
00:05:56: seventy Prozent aller Psychotherapien werden von Frauen besucht.
00:06:00: circa siebzig Prozent aller erfolgreichen Selbstmorde werden von Männern vollzogen.
00:06:05: Ich bin etwas zynisch und übertreiber, aber man könnte ja glatt denken Männer würden lieber sterben als zu reden.
00:06:10: auch bei den Elektroschocks waren die Männer deutlich anfälliger für das Phänomen Lieberschock als Stille.
00:06:17: Aber jetzt mal unabhängig vom Geschlecht.
00:06:19: Warum fällt uns Stille manchmal so schwer?
00:06:21: Wie begegnest du dir Stille im Alltag Und wie geht's dir mit ihr?
00:06:25: Wie oft bist Du überhaupt in Stille und nicht abgelenkt Von der Arbeit, zum Sport zu Freunden oder zum Fernseher?
00:06:32: Handy selbst in der Bahn, in der Schlange und im Restaurant.
00:06:35: Es gibt ja kaum noch eine Zeit die wir nicht schnell mit dem Handy überbrücken.
00:06:38: Eben gucken ob es neue Nachrichten gibt eben jemandem was sagen nochmal den Kalender checken was auch immer wieder machen das ist ein super weit verbreitetes Phänomen dass du vielleicht selber kennst.
00:06:47: man nennt das Handlungssucht oder Action Addiction.
00:06:50: Hauptsache, wir sind beschäftigt.
00:06:52: Was ist es, wenn ich einfach mal nichts mache?
00:06:54: Es ist fast nicht auszuhalten!
00:06:56: Stille ist für viele von uns nicht nur zu was Unbekanntem geworden sondern fast so etwas vor dem wir aktiv flüchten.
00:07:02: und falls du gerne dauernd beschäftigt bist das relativ logisch denn denken macht unglücklich.
00:07:07: Wenn wir einfach nur denken, woran denken wir dann?
00:07:09: Wenn unsere Gedanken wandern, dann meistens in die Vergangenheit das Gespräch, die E-Mail von gestern, die Trennung im letzten Jahr oder an die Zukunft.
00:07:15: Wie kriege ich das Projekt hin?
00:07:17: Was ist wenn er nicht wieder gesund wird?
00:07:18: Was is' wenn ich den Job nicht kriege?
00:07:20: Wir kaunen an alten Schuhen!
00:07:22: Wir machen uns Sorgen und drehen uns im Kreis – und das macht
00:07:24: umglücklich.".
00:07:26: Da ist unser Monkey Mind oder unsere Default Mode Network aktiv.
00:07:29: Das ist eine Gruppe von Hinregionen unter anderem unserer medialer, präfrontaler Cortex der hintere singuläre Cortex und das untere Parelletal-Lippchen.
00:07:37: die sind für unser Überleben total wichtig.
00:07:39: aber wenn wir nur in diesem Modus unterwegs sind dann sind wir in den Grübel schleifen die uns nicht glücklich machen.
00:07:46: Und es gibt zwei Ursachen für menschliches Leid.
00:07:49: Das eine ist Desire also unser Begehren oder Festhalten an Dingen und das andere is a Version unsere Aversion gegen Dinge und der Wunsch, etwas zu vermeiden oder der Widerstand gegen etwas.
00:08:02: Wir wollen also etwas unbedingt?
00:08:04: Oder auf gar keinen Fall!
00:08:05: Und wenn wir darauf fixiert sind wie die Dinge zu sein haben oder sein müssten... Das ist so eine fantastische Garantie auf Unzufriedenheit.
00:08:12: Achtsamkeit bedeutet den Moment bewusst wahrzunehmen ohne ihn zu bewerten.
00:08:19: Und das hat zwei Dinge Im Jetzt sein statt dem Gestern oder im Morgen und wertfrei zu sein.
00:08:26: Du kannst lernen, dir beim Denken und Fühlen zuzugucken als wenn du am Rand von der vielbefahrenen Autobahn den Verkehr beobachtest.
00:08:32: Und wenn dir das am Anfang komisch vorkommt oder schwer fällt dann ist das ganz normal denn es ist genau wie beim Sport.
00:08:38: Solltest auch vielleicht nicht unbedingt beim Bankdrücken sofort mit dem schwersten Gewicht anfangen Denn auch das ist eine Trainingssache und genauso ist es bei Achtsamkeit.
00:08:46: Das trainiert unsere Fähigkeit zum einen bewusster wahrzunehmen Also unser Awareness zu schulen und zusätzlich Dass wir uns dieser Wahrnehmung selbstbewusst werden, dass es die Meta-Ohren ist.
00:08:59: Und das ist ein wichtiger Unterschied zu bewusst erzeugten Suggestionen oder zum Absorbieren lassen von Gedanken und Gefühlen, also sich einfach nur trudeln lassen.
00:09:07: Das Reine beobachten ohne zu kontrollieren und uns dieses Beobachtens bewusst zu sein – das eben nicht Achtsamkeit!
00:09:13: Diese Grundhaltung alles auch die Dinge, die unangenehme sind wahrzunehmen, ohne das zu bewerten oder sofort zu verändern widerspricht komplett der Grundausrichtung unserer westlichen Kultur.
00:09:24: Das macht es natürlich besonders tricky.
00:09:25: Es widerspricht genauso unsere Kultur auch im arbeitslebenden Raum für diese Wahrnehmung zu schätzen.
00:09:30: Ohne Stille, ohne Innerhalten gibt es die Wahrnehnung nicht!
00:09:34: Aber wir sind so gewohnt Zeit und Gesprächspausen zu füllen dass Effizienz und Effektivität für uns meistens bedeutet das kein Moment ungenutzt bleibt.
00:09:43: Wir müssen ja irgendwas machen.
00:09:44: wie können wir mit Löcher in die Luft stachen unser Geld rechtfertigen?
00:09:49: Lean-Management und die Reduktion der ganzen Verschwendungsarten wie Wartezeiten, Leerfahrten.
00:09:54: Diese ungefüllte Zeit wurde komplett zur Verschwindung deklariert!
00:09:57: Und während der Industrialisierung durch die Einführung der Massenproduktionen und Standardisierungen war das im Rahmen vom Terrorismus auch absolut nachvollziehbar.
00:10:03: Im Informationszeitalter der Digitalisierung sieht es jetzt aber ganz anders aus.
00:10:08: Wir bewegen uns von Informationskonsum zu Informationsverarbeitung Vom Kennen Zum Wissen, zum Verstehen und Begreifen.
00:10:16: Und an vielen Stellen gehen wir damit gegen das was wir ursprünglich gelernt haben und auch gegen das, was wir fortlaufend erleben.
00:10:23: Was mich erschreckt hat war die Beobachtung welche Auswirkungen das Gegenteil von Stille nämlich das zunehmendes Lärm in unserem Alltag für Folgen hat.
00:10:31: Wusstest du dass Vögel ihr Singverhalten angepasst haben um mit den schrillen Tönen der Umwelt konkurrieren zu können?
00:10:38: Inwiefern kann man es auch von uns sagen?
00:10:40: Wie viel mehr Lärm müssen wir machen und wie viele Stille füllen, um das Gefühl zu haben dass wir mithalten können?
00:10:47: Wie sieht es denn aus wenn der Führungskraft nicht nur pünktlich nach Hause geht sondern auch regelmäßig still in seinem Büro sitzt und nichts tut oder sogar in den Meetings kurze Momente fallen in denen Nicht gesprochen wird.
00:10:59: Und wenn ich oder Meetingsmoderäre, dann sehe ich diesen essenziellen Unterschiede ins Macht wenn durchdiskutiert wird.
00:11:05: Oder es kurze Pausen zur Reflektion gibt.
00:11:08: Warum arbeiten wir in der Moderation so gerne mit Karten?
00:11:11: Man ist völlig klar das was gerne belächelt und auch mit den Augen gerollt wird aber es fällt auf dass immer wieder Punkte auftauchen die zuvor nicht zur Sprache gekommen sind Und wie einfach plötzlich die Lösung ist.
00:11:22: Es geht eher um die Stille die das Schreiben dieser Karten erzwingt sowie der Fokus auf Kernworte und selbst das in Bewegung kommen.
00:11:29: Aufstehen, die Karte irgendwo anpinnen.
00:11:31: Das alles wiegt sich auf unsere Gehirnaktivität und Wissensverarbeitung aus Und auch da brauchen wir jetzt in der Coronazeit kreative Wege um das auch in der digitalen Zusammenarbeit beibehalten zu können.
00:11:41: Ich denke anders wenn ich sitze als wenn ich stehe.
00:11:44: Studien zeigen zum Beispiel dass wir von unseren eigenen Ideen deutlich überzeugter sind Wenn wir sie stehend aussprechen also wenn wir sie sitzend aussprechen.
00:11:52: verrückt Aber durchaus kurz zu wissen, denn das ist einer der Gründe warum unser Kopf eben nicht losgelöst ist von unserem Körper.
00:12:00: Mein prägnantisches Beispiel bleibt der Meeting-Raum mit den acht Geschäftsführern und Standortleitern aus fünf Nationen, wo über Kennzahlen lange Hitzig diskutiert wurde.
00:12:09: Wirklich alle haben sie auf den Tisch gelehnet, wild diskuliert die Stimmen erhoben gerade in Italien da gibt es ganz viel Leidenschaft und in nur fünf Minuten innehalten atmen und bewegen.
00:12:19: kommen wir dann von einer hitzigen Diskussion im Kreis dazu dass sich alle entspannt im stuhl zurücklehnen und einander zuhören sind sich plötzlich alle einig.
00:12:28: Dann frage ich, was fällt euch eigentlich auf?
00:12:29: Welchen Unterschied hat das
00:12:30: gemacht?".
00:12:31: Und dann kommt... Die Lösung war so einfach!
00:12:33: Irgendwie haben wir das vorher nicht gesehen.
00:12:35: Ja genau.
00:12:36: Das viele Machen verklärt uns oft den Blick.
00:12:38: durch die Technologisierung unseres Alltags und den unbegrenzten Zugang zu Interaktion, Kommunikation, Entertainment, auf Plattformen wie Social Media, Informationen, Ablenkung of News-Seiten egal ob du Buzzfeed oder sonstwas nimmst oder auch Zerstreuungen wie Candy Crush Da ist die Zeit der Stille, Langeweile des Nichtstuns, des Wartens und des Innerhaltens bei vielen einfach komplett verschwunden.
00:13:01: Dabei gab es in jeder menschlichen Kultur universellen nicht nur den Zugang zu Musik sondern auch Rituale der Stile beim Jagen, der Zubereitung des Essens... In der Gemeinschaft am Feuer, in heiligen und heilenden Zeremonien.
00:13:14: Wer von euch Gottesdienste kennt, erkennt auch noch die gemeinsamen Momente der Stille, der Kontemplation des Gebetens.
00:13:20: Es sind diese Momente, in denen uns die Stille im Außen den Rückzug nach Innen ermöglicht.
00:13:26: Wie richten wir uns nach Innen wenn wir mit unserer Aufmerksamkeit ständig im Aussen sind?
00:13:31: Und sogar dort permanent unsere Aufmerksomkeit fragmentieren!
00:13:34: Das Meeting zieht sich parallel mal eben kurz emails beantworten Während des Telefonats noch die Präsentation weiter bearbeiten und während des Mitarbeitergesprächs nochmal das Budget-Meeting in Gedanken durchgehen.
00:13:44: In den USA hat die Fragmentierungen Ausmaß angenommen, auf dass wir uns absolut ebenso zu bewegen.
00:13:49: Die Aufmerksamkeit und innere Stabilität nimmt so dramatisch ab, dass Psychopharmaka im Alltag zur Notwendigkeit geworden sind um den Job überhaupt noch machen zu können um sich überhaupt noch konzentrieren zu können.
00:13:59: Ken Newport, der Computer Science Professor an der Georgetown University und Bestsellerautor zeigt in seinem Buch Deep Work genau wie Daniel Goldman, ehemals als Klinische Psychologe in Haralds und erfolgreicher Wissenschaftsjournalist mit seinem Buch konzentiert euch, wie sehr unsere Konzentrationsfähigkeit leidet.
00:14:17: Unsere Beschäftigung Also, Seichen-Tätigkeiten wie ständiges Korrespondieren, wechselnde Themen, digitale Medien etc.
00:14:24: untergräbt unsere Fähigkeit zur Konzentration.
00:14:27: und Deep Work Das ist wie ein Muskel den du nie verwendest der erschlafft und so erschlaft dann auch die Fähigkeiten zur tiefen Wissensverarbeitung.
00:14:34: das ist ein Grund warum die großen wie zum Beispiel der amerikanische Schriftsteller und Philosoph Henry David Thoreau Der Schweizer Psychiaterbegründer der analytischen Psychologie Carl Gustav Jung oder Microsoft Gründer Bill Gates sich regelmäßig auszeiten in stille Namen oder Nehmen Gates nennt sie Thinking Weeks, um mit Büchern und Stille den Gedanken- und Gefühlen Raum zu geben.
00:14:54: Sich zu ordnen und was Neues entstehen zu lassen.
00:14:57: Ein neues Verständnis!
00:14:58: Eine neue Tiefe, Verknüpfung, Idee oder Vision.
00:15:01: Der Johann Beran hat den Zustand des Lehrlaufes unseres Gehirns so schön als... Und unser Gehirn ist da ähnlich konzipiert.
00:15:14: In der Ruhephase können Informationen vorsortiert und damit leichter verarbeitet werden.
00:15:19: Die Pausen führen also nicht zum Faulenzen, sondern zum besseren Strukturieren.
00:15:23: Dadurch reduziert sich der Spannungsgrad.
00:15:29: Stille ermöglicht uns Achtsamkeit und Meditation, die du übrigens beide als Überbegriff sehen kannst wie der Begriff Sport.
00:15:36: Also so, wie es ganz unterschiedliche Sportarten gibt, gibt es auch viele Varianten der Achtsamtkeit oder Meditationspraxis aber was sie gemein haben ist das zum Beispiel eine Meteranalyse über hundertdreiensechzig Einzelstudion zur Wirksamkeit von Achtsammkeit in Form von Meditation.
00:15:53: Neben der Verbesserung der Aufmerksamkeitssteuerung gibt es auch die Verbesserungen der emotionalen Regulationsfähigkeit und der zwischenmenschlichen Beziehungen.
00:16:01: Also für mich klingt das nach einer sinnvollen Investition, oder?
00:16:04: Und Erling Kagger hat zusätzlich für sich festgestellt ... Eine Stille, die ich in gewisser Weise selbst schaffe.
00:16:18: Daher suche ich nicht mal nach der absoluten Stille um mich herum!
00:16:21: Die Stille, auf die ich aus bin ist die Stille in mir.
00:16:24: Ich selbst musste weit gehen um das herauszufinden.
00:16:27: aber jetzt weiß ich dass wir diese Stille überall finden können.
00:16:31: Man muss nur subtrahieren.
00:16:33: Du kannst deinen eigenen Südpol finden.
00:16:36: Wie finden wir unseren eigenen Süddpol im hektischen Alltag?
00:16:40: Achtsamkeit ist Haltung und Praxis.
00:16:42: I know, ich wiederhole mich aber es ist so...und Routine hilft!
00:16:46: Also wo kannst du die kleinen Zeitfenster schaffen?
00:16:48: Das kann man in Minute sein mal fünf um innezuhalten.
00:16:51: Ich habe einen Abteilungsleiter mal gefragt Sag mal wie hast du das eigentlich hinbekommen nicht zu schnell an dem Bereich einzuarbeiten?
00:16:56: weil zwischendurch war durchaus am Schwimmen.
00:16:58: Aber mit der zeit wurde er immer strukturierter und organisierter Und deutlich gelassener und entspannter.
00:17:03: und er hat mir gesagt Ich habe mir einige neue Routinen angewöhnt.
00:17:07: Z.B.,
00:17:07: bevor ich durch die Produktion gehe und mit den Kollegen spreche, gehe ich erst mal in mein Büro und sortiere mich ganz in Ruhe.
00:17:12: Was steht heute an?
00:17:14: Was sind die zwei oder drei Dinge, die die größte Relevanz- und Wichtigkeit haben, die ich heute auf jeden Fall erledigen werde?
00:17:19: Und ich verteile mir immer wieder Zeitfenster!
00:17:21: zum Neusortieren.
00:17:21: Wenn ich im Büro keine Ruhe finde, weil immer jemand vorbeikommt dann drehe ich eine kleine Runde draußen im Hof.
00:17:26: Irgendwo finde ich immer zwei bis drei Minuten Ruhe und dieser Tipp wiederholt sich ehrlich gesagt bei allen erfolgreichen Führungskräften die ich kenne.
00:17:33: Sie haben sich die Fähigkeit angeeignet ihre eigene Stille zu finden sogar am Flughafen oder in der Bahn.
00:17:39: sie gehen konsequent pünktlich aus Meetings um sich einen kurzen Moment von dem nächsten Meeting zu bewahren.
00:17:44: das macht ihr in jedem Gespräch beeindruckend präsent und sortiert.
00:17:47: was sind deine Zeitfenster zum Sortieren?
00:17:51: Und für das Sortieren gebe ich dir gerne zum Abschluss dieser Folge noch ein Zitat von unserem großen deutschen klassischen Philologen Friedrich Wilhelm Nietzsche mit.
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