Fokus als Schlüssel zum Erfolg | #Achtsamkeit 🧘🏼♀️
Shownotes
INSPIRATION | Wir leben in einem ständigen Überangebot an Informationen und Optionen. Kein Wunder, dass wir da schnell den Fokus verlieren. Denn: Der Reichtum an Informationen schafft eine Armut an Aufmerksamkeit. Das kann auch beruflich Spuren hinterlassen. Aufgaben werden nicht mehr genau erledigt, Burnouts grassieren. Grund genug, sich einmal genauer mit dem Thema Fokus auseinanderzusetzen. Wie man den richtigen Fokus findet und welche Rolle Achtsamkeitspraktiken dabei spielen, verrät Marina Löwe in dieser Folge von Make it Mindful. Du erfährst... …welche Elemente den Fokus bestimmen …welche Rolle Selbstmanagement für den Fokus spielt …wie die Aufmerksamkeitslenkung trainiert werden kann …warum ein besserer Fokus zu mehr Erfolg verhilft ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Achtsamkeit: Tief durchatmen und in den Bauch horchen! Auf deinem Weg in ein achtsameres Arbeitsleben begleitete dich bei uns regelmäßig Marina Löwe. Von ihr erfährst du in verschiedenen Folgen, welche Potenziale in dir stecken, wenn du Achtsamkeit als Haltung in deinen Berufsalltag integrierst. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Marina Löwe, __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:02:30) Wie entscheide ich, worauf ich meinen Fokus lege? (00:04:33) Welche Elemente bestimmen den Fokus? (00:07:01) Worin besteht der Zusammenhang zwischen Achtsamkeit, Erfolg und Fokus? (00:13:11) Welche Arten von Fokus kann ich trainieren? (00:17:15) Praxistipps: Fokustraining __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns 👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu Make It Mindful bei Digital Compact, dem Podcast für mehr Achtsamkeit im Arbeitsleben.
00:00:14: Heute geht's darum wie anstrengend Freiheit sein kann!
00:00:17: Es geht ums Luftanhalten, extreme Kälte und einen brennenden Münch.
00:00:22: Wir könnten natürlich auch noch über Hirnforschung, Data Biasis, Hochleistungssport, Ernährungen über unser Menschenbild an sich... Moment mal ich kriege hier gerade noch eine Nachricht.
00:00:32: Da haben wir schon im Wahnsinn unserer digitalen Wissensgesellschaft.
00:00:34: Wie behalte ich den Fokus?
00:00:36: Letztes Jahr um diese Zeit wiege ich bei allerschönstem Wetter am Krankenhaus nach einer OP darf ich vier Tage lang das Bett nicht verlassen, mich nicht mal aufsetzen und anschließend auch noch sechs Wochen lang weder Fahrrad oder Autofahren.
00:00:47: für jemanden wie mich der sich selbst als sehr aktiv ist teilweise Umtriebelt bezeichnen würde war dass ein ganz großartiges gratis Training.
00:00:55: mein Fokus wurde plötzlich sehr lokal Mein Garten, ein Umkreis von hundert Metern und mein Alltag ohne Arbeit und Bewegung sehr ruhig.
00:01:03: Zusätzlich konnte ich in den ersten Wochen kaum zwei Sätze lesen, ohne mich hinterher wieder zu fragen was habe ich jetzt eigentlich gelesen?
00:01:09: Und schon wieder von vorne anzufangen.
00:01:12: für jemandem der klassische Knowledge Worker ist also auf Informationsverarbeitungen angewiesen Ist das ein verdammt komisches Gefühl wenn du dich plötzlich nicht mehr fokussieren kannst.
00:01:22: Ich war also einmal komplett auf null.
00:01:24: Am Ende entstanden in der Zeit neue Freundschaften vor der Haustür, ein ganz neues Level an Gelassenheit und Prioritäten sowie in kleinen Schritten die erste Folge zu diesem Podcast.
00:01:34: Alles nur dank der erzwungenen Umlenkung meines Fokuses.
00:01:38: Es war nicht spaßig aber es war extrem wichtig Und man sagt ja, wenn du was lernen willst, fang enges zu leeren oder mach einen Podcast.
00:01:46: Neben den Trainings- und Workshops zeigt mir dieser Podcast wie viel Fokus es von meiner Seite braucht um euch komplexe Themen wie diese möglichst gut auf dem Punkt rüberzubringen sodass ihr mir gerne folgt.
00:01:59: Um euch gut mit auf die Reise nehmen zu können leg ich für die Folgen von Make It Mindful in denen ich euch was alleine erzähle so wie heute ein Überbegriff fest mit dem ich vorher eine Weile schwanger gehe.
00:02:08: Diesmal war es das Wort Fokus.
00:02:10: Und gerade wenn du dich mit dem Thema beschäftigst, ist da die spannende Frage, worauf leg ich denn den Fokus?
00:02:15: Wenn es genau um dieses Thema geht und ihr werdet merken Es wird auch noch Folge zwei und drei geben, die an das Thema andocken Denn kann euch gar nicht sagen wie viel Inspirationes dazu gab und wieviel Fokus es brauchte, um es auf diese Folge runter zu brechen Wenn ich mich frage, welchen Fokus ich legen sollte, dann habe ich mich dieses Mal inspirieren lassen von meinen Coaches.
00:02:37: Denn das was die meisten von ihnen umtreibt ist der Umgang mit den digitalisierungsbedingten Informationsüberfluss aber auch mit der Freiheit, die wir zum Beispiel durch unseren Wohlstand oder auch New Work haben.
00:02:49: Wir haben Wahl Entscheidungs-, Gestaltungsfreiheit, wir können unser Arbeitsumfeld den Ablauf bis hin zu unserer eigenen Rolle oder auch Aufgabenschwerpunkte selber definieren.
00:03:00: Und diese Freiheit erfordert extreme Selbstmanagement!
00:03:03: Gerade durch den Corona-Lockdown haben viele besonders gemerkt, wie viel Selbstmanagement es braucht wenn diese Rahmenbedingungen wieder fester Arbeitsort regulierte Arbeitszeiten oder auch eine engere Führung wegfallen.
00:03:14: Und uns durch die Digitalisierung obendrauf noch eine Masse an Informationsverfügung steht so dass es wirklich viel Energie kostet diese Informationen zu validieren und zu verarbeiten Ohne diese Vorgaben oder Begrenzungen durch einen Chef, der eng dransitzt und ist ja schön, diese Freiheit zu haben.
00:03:29: Aber dadurch ist plötzlich alles möglich!
00:03:31: Wir müssen selber differenzieren.
00:03:32: wie unterscheiden wir die wenigen wichtigen von den vielen trivialen Themen?
00:03:37: Wirtschaftsnobelpreisträger Herbert Simon hat in dem Jahr die Information verbraucht, die Aufmerksamkeit ihrer Empfänger.
00:03:46: Deshalb schafft er Reichtum an Informationen, denen wir gerade haben eine Armut an Aufmerksamkeit.
00:03:51: Fangen wir also erst mal darin, wo der Fokus sich auf die Aufmerksomkeit gerichtet hat und die Frage was uns wachsam fokussiert hält besonders interessant wurde.
00:04:00: Leider kommen viele psychologische Erkenntnisse aus dem Zweiten Weltkrieg Und so war das auch in diesem Fall Denn dass Interesse entstand Aus dem Bedarf heraus Radarbeobachter über stundenhöchste Aufmerksamkeit zu halten.
00:04:11: Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges haben Wissenschaftler im Auftrag des Pentagon Das Aufmerksamkeitsniveau bei Schlafmangel untersucht Dabei festgestellt, dass selbst nach drei oder mehr Nächten hohe Konzentration möglich ist.
00:04:24: Wenn die Motivation stark genug ist – was in diesem Fall natürlich der Fall sein sollte!
00:04:29: Wenn die Radarbeobachter allerdings nicht aufgepasst haben sind sie sofort eingeschlafen.
00:04:33: Fokus im Sinne von Konzentrazen ist also zum einen eine Frage der Motivatonen.
00:04:38: Ein weiterer Aspekt von Konzentration zeigt das extreme Beispiel von Titch Quang.
00:04:43: Er ist ein vietnamesischer Mönch, der sich am elften Juni in Saigon selbst anzündete um so gegen die Unterdrückung der buddhistischen Bevölkerungsmehrheit in Vietnam zu protestieren.
00:04:54: Der anwesende Journalist David Halbisam damals Reporter der New York Times beschrieb den Mönchi als völlig gefasst.
00:05:00: Flammen schlugen aus einem Menschenempor Sein Körper verdorhte und schrumpfte langsam sein Kopf schwärzte sich und verkohlte.
00:05:08: Während er brannte bewegte er keinen einzigen Muskel gab kein Laut von sich und bildete damit durch seine sichtliche Gefasstheit einen scharfen Gegensatz zu den klagen Leuten um ihn herum.
00:05:21: Und wirklich, wenn ihr dieses Bild euch ansieht dann sitzt dieser Mönch mitten auf der Straße unter all diesen Menschen in absoluter Ruhe lichterlohend flammenstehend.
00:05:32: In diesem Beispiel geht es mir überhaupt nicht um das Meertyratum Sondern was dieses Bild bei mir in erster Instanz ausgelöst hat, ist die Erinnerung an die unfassbare Fähigkeit unseres Geistes.
00:05:43: Würde reine Motivationen ausreichen so fokussiert zu sein dass die körperlichen Schmerzen beim Verbrennen so ausgeblendet werden können?
00:05:50: Hier kommt der zweite Aspekt dazu.
00:05:54: Trainingssache.
00:05:55: Wir sind als Menschen zu so unglaublichen Dingen in der Lage, zum Beispiel vierundzwanzig Minuten lang die Luft anhalten.
00:06:01: Das war Alex Segora, der damit im Jahr zwei Tausendsehnten den Guinness Weltrekord aufgestellt hat, der Reflex-Luft zu holen.
00:06:07: Der sitzt im autonomen Nervensystem bei uns.
00:06:10: Dennoch sind wir mit dem Training unserer Willenskraft dazu in der Lage selbst über lebensrelevantere Flexe zu unterdrücken Auch das Aushalten von extremer Kälte.
00:06:20: Es gibt diesen verrückten Niederländer Wim Hof, der den eigenen Weltrekord im Eisbad mit einer Stunde zweiundfünfzig Minuten erneut übertraf und in Februar zwei neun einfach mal nur in Shorts und Schuhen begleitet innerhalb von zwei Tagen den Gipfel des Klimajaro bestiegen hat.
00:06:36: Achtsamkeit ist Aufmerksamkeitslenkung – und Training unserer mentalen Stärke!
00:06:41: Der Mönch ist den radikalen Weg der Selbstverbrinnung in einer Situation kollektiver Unterdrückungen und Ungerechtigkeit gegangen.
00:06:48: Im Hof hatte immer schon eine Faszination für Kälte, und es nach dem Selbstmord seiner Frau als alleinerziehender Vater mit vier Kindern eher zufällig weiter den Weg in die Extreme gegangen.
00:06:56: Manchmal bringen uns extreme dazu einen extremen Fokus zu suchen.
00:07:01: Mit ausreichender Motivation und entsprechendem Training sind also radikale Hochleistungen wirklich.
00:07:06: Und es ist genau dieser Aspekt, der natürlich schnell in die Kritik geraten kann wenn Unternehmen Achtsamkeitsprogramme einführen.
00:07:13: Dann wird gefragt sollen wir nur noch schneller rennen können?
00:07:16: Am besten unsere Grenzen ausblenden können?
00:07:18: Nein!
00:07:20: Eine der bekanntesten Formen von Achtsamkeitstraining, MBSR oder Mind-Based Stress Reduction wurde von John Kabat-Sin entwickelt um Patienten denen medizinisch aktuell nicht mehr geholfen werden kann eine Methode an die Hand zu geben die es ihnen ermöglicht einen besseren Umgang mit der Situation zu finden.
00:07:36: Du kannst also gerade medizinische deinen Schmerz nicht wegnehmen oder deine Krankheit nicht teilen.
00:07:42: du kannst aber über Achtsammkeit den Fokus verlegen.
00:07:45: Es geht nicht!
00:07:46: um das ausblenden und wegdrücken.
00:07:48: Im Gegenteil, das was wir wegdrückten kommt noch stärker zurück.
00:07:52: Denkt zum Beispiel gerade nicht an den Lila-Pinguin mit dem grünen Tütü im Porzellanladen Und am besten auch wieder der gerade schön rumtanz in seinem grünem Tütül Der Lila Pinguin.
00:08:02: Sprache erzeugt Bilder.
00:08:05: Da wo du den Fokus hinlegst da geht deine Energie hin.
00:08:08: Es geht um das Präsenz sein Mit dem was ist um das wertfreie Annehmen, dass verändern unsere Beziehungen zu den Dingen.
00:08:17: Wie Hermann Hesse so schön gesagt hat – weh tut es ja immer noch!
00:08:21: Das ist nicht zu leugnen.
00:08:22: aber so soll es denn in Gottes Namen wehtun?
00:08:25: ich überlasse die Krankheit sich selber.
00:08:27: Ich bin nicht dazu da ihr den ganzen Tag den Hof zu machen.
00:08:30: Paradoxerweise werden gerade dadurch Ressourcen frei, die uns erst wieder handlungsfähig machen.
00:08:35: Wenn wir uns vor lauter Stress und Komplexität überfordert fühlen dann noch Angst dazukommt treffen wir die bescheidensten Entscheidungen und verlieren die Perspektive für Alternativen.
00:08:45: eine Standortleiterin beschrieb mir im Coaching Für welche Vielzahl von Themen sie sich jetzt gerade verantwortlich fühlt wie Sie am Vorabend völlig erschöpft Zuhause zusammengebrochen ist bei der Durchsicht der Themen vieler auf Dass sie so im Überlebensmodus unterwegs war, dass sie neben dem Stumpfen funktionieren und abarbeiten der Themen völlig aus den Augen verloren hat.
00:09:06: Zu hinterfragen was davon wirklich notwendig war?
00:09:09: Und ob all das von ihr gemacht werden muss oder auch vielleicht gut durch Kolleginnen oder Mitarbeiterinnen übernommen werden kann.
00:09:15: Da war irgendwann der reine Funktionsmodus aktiviert.
00:09:19: Im Coaching konnte sie erst sehen wie viele Hilfsangebote Entlastungsmöglichkeiten Die Lösungen waren im Tunnelblick einfach nicht mehr im Fokus.
00:09:30: Dieser negativer Stress ist allerdings nicht die einzige Herausforderung für unseren
00:09:34: Fokus.".
00:09:35: Genauso schwierig war es, für zwei junge Geschäftsführer die Prioritäten in ihrem erfolgreich wachsenden Unternehmen zu bestimmen.
00:09:47: immer mehr neue Möglichkeiten.
00:09:48: Und je mehr diese Möglichkeiten angenommen werden, desto mehr entfernen wir uns ja verrückterweise von dem was uns zu Anfang so erfolgreich gemacht hat.
00:09:57: Das kannst du dir vorstellen wie ein Kreis von den mehrere Pfeile in alle Richtungen ausgehen.
00:10:02: Verstrollen wir unsere Energie dann in viele Richtungen und Themen Dann ist jeder dieser Pfeilen nur relativ kurz.
00:10:09: Wenn wir die Energie aber auf einen Thema bündeln, dann gäbe es einen langen Pfeil.
00:10:13: Dieser klare Fokus ermöglicht uns, ganz für diesen einen Weg zu gehen.
00:10:18: Festlegen macht frei!
00:10:20: Ich gebe dir gerne noch ein paar Beispiele.
00:10:21: Wenn du im Hotel gebucht hast und du kannst es nicht stornieren Dann brauchst du dich nicht mehr damit beschäftigen.
00:10:26: Das Hotel ist gebucht Punkt aus.
00:10:28: Solange es noch stornierbar ist bleibt jederzeit die Option doch noch ganz kurzfristig umzuplanen Noch ein besseres Angebot zu finden Bei Teilnehmern eines Kunstkurses Die eins ihrer Bilder behalten durften Was so das ihr Bild deutlich lieber mochten, wenn die Entscheidung final war.
00:10:43: Wenn man ihnen die Möglichkeit gab sich später nochmal um zu entscheiden, gefehlen beide Bilder deutlich weniger!
00:10:48: Das ist die Chance auf einen lukrativen Jobwechsel ein spannendes neues Projekt den nächsten Traumpartner übers Internet der Überblick über alle Möglichkeiten mit dem wir den Abend verbringen könnten all die Netzwerkevents an denen wir teilnehmen könnten.
00:11:01: Mit diesem Spielraum, dem Informationsangebot und der Reizüberflutung durch Digital Medien ist es überhaupt gar kein Wunder dass unsere Fähigkeit uns auf eine Sache zu fokussieren.
00:11:10: Und auch dabei zu bleiben extrem gefordert ist.
00:11:13: Eine Ebene von Fokus ist also die Konzentration Die Fähigkeiten sich mit Leichtigkeit für einen längeren Zeit einer Sache zu widmen.
00:11:21: Die zweite Ebene ist das Bewusstsein oder Awareness.
00:11:26: Das ist unsere Fähigkeit, weise den Fokus unserer Aufmerksamkeit zu wählen und auch zu bemerken, wenn wir mit dem Fokus wieder abdriften.
00:11:32: Da liegt das Konzept der kristallisierten Intelligenz – wer erkennen was wichtig ist?
00:11:36: Das Signal inmitten des Rauschens!
00:11:39: Beides lässt sich praktischerweise trainieren.
00:11:41: Unterschiedliche Achsamkeitstechniken führen dabei allerdings zu unterschiedlichen Ergebnissen.
00:11:46: Wer Fußball trainiert wird unter anderem in puncto Kondition mit Sicherheit auch beim Handballfortschritt bemerken, aber nicht unbedingt in seiner Technik beim Diskuswurf.
00:11:54: Um die wirkweise besser differenzieren zu können haben, forsche am Max-Planck-Institut für Kognitions und Neurowissenschaften in Leipzig drei klassische Arten von Meditation miteinander verglichen.
00:12:04: Drei Monate lang übt ein Neueinsteiger täglich entweder liebende Güte, Konzentration auf den Atem oder das Beobachten der Gedanken ohne sich davon mitreißen zu lassen.
00:12:13: Die Konzentation auf den atmen bestätigt den oft zugeschriebenen Effekt der Entspannung und Beruhigung.
00:12:18: Das ist was wir erwarten, aber im Gegensatz zu diesen Klischees haben weder die Praxis der liebenden Güte noch die Überwachung der Gedanken in Körper entspannter gemacht.
00:12:27: Offensichtlich weil beide geistige Anstrengungen erfordern.
00:12:30: Klar wenn wir unsere Gedanken beobachten und bewusst wahrnehmen wollen ab wann wir mitgerissen werden und uns dann wieder in die reine Beobachtung zurückzuholen das erfordert Konzentration, dass es anstrengend!
00:12:41: Und auch die Praxis der lieben Güte unterscheidet sich Da es unsere Stimmung hebt, wenn wir uns selbst und anderen Gutes wünschen.
00:12:47: Bei diesem Effekt können die Beobachtung unseres Atems und unserer Gedanken allerdings nicht mithalten!
00:12:52: Also what gets practiced get improved.
00:12:54: Das was du praktizierst das wird auch verbessert.
00:12:58: Um noch einen hinterherzulegen What you do is what you get.
00:13:00: Das was tu tust bestimmt was du bekommst.
00:13:03: Meditation ist keine einzelne Aktivität.
00:13:05: Es ist eine breite Palette von Praktiken Die alle auf ihre ganz eigene Weise wirken.
00:13:11: Verloren im Wunderland hat Alice die Grinsekatze mal gefragt, welchen Weg soll ich gehen?
00:13:16: Und die Grinsekatze sagt das hängt davon ab wo du hin willst.
00:13:19: Dieser Rat gilt auch für Achtsamkeit.
00:13:21: Achtsammkeitsübungen stärken die Konzentrationen insbesondere die exekutive Kontrolle Die Kapazität des Kurzzeitgedächtnisses und die Fähigkeit aufmerksam zu bleiben.
00:13:31: Einige dieser Effekte stellen sich schon ein wenn nur vier Tage jeweils zwanzig Minuten übst.
00:13:35: Natürlich je länger das Training dauert desto nachhaltiger sind die Effekten.
00:13:39: Dazu gibt es irgendwann das spannende Buch Konzentriert euch von Goldman.
00:13:43: An dieser Stelle gebe ich dir gerne einen kurzen Überblick, welche Arten von Fokus du überhaupt trainieren kannst denn da ist eine relativ große Bandbreite.
00:13:52: erstens Kontrolle.
00:13:54: Das ist unsere Fähigkeit, uns nur auf ein Ziel auf eine Sache zu konzentrieren und gleichzeitig eine Flut von anderen Reizen zu ignorieren.
00:14:03: Die größte Herausforderung dabei sind sensorische und emotional-aufgeladene Signale.
00:14:08: Also gerade wenn irgendwo dein Name fällt oder es gewisse Nachrichten kommt ne Mail vom Chef rein zum Beispiel.
00:14:14: also alles was emotional aufgeladen sein könnte ist die größte herausforderungen für unseren Kontrollmuskel.
00:14:23: Wenn du einen kleinen Selbsttest machen möchtest, dann denk mal eine Minute nur an ein Wort.
00:14:28: Such dir ein Wort und dann fokussiere dich sechzig Sekunden lang nur auf dieses eine Wort – nichts anderes!
00:14:37: Ganz ehrlich?
00:14:38: Wie gut gelingt ihr das in der Bahn?
00:14:41: In einem Kaffee?
00:14:42: Wenn dein Handy neue Nachrichten anzeigt?
00:14:44: So viel zur Kontrolle deinen Fokus zu halten.
00:14:47: Der zweite Aspekt ist Kapazität.
00:14:50: Wie viele Informationen kannst Du aufnehmen?
00:14:53: Ein Gefühl für die Kapazität ist, wenn nur eine Sekunde um dich guckst dann die Augen schließt.
00:14:58: An wie viele Details kannst du dich erinnern?
00:15:01: Der dritte Aspekt ist die Geschwindigkeit!
00:15:03: Wie schnell verarbeiten wir die Informationen?
00:15:06: hier geht es auch um ne sehr schnelle Reaktionsfähigkeit zum Beispiel beim Kampfflieger oder auf dem Trade Market.
00:15:12: der vierte ist Agilität.
00:15:13: Das ist ein schneller Wechsel von A zu B, zu C vielleicht wieder zur A und dabei das vorherrige Thema immer ganz loslassen.
00:15:20: Du schreibst eine Mail, deine Kollegin kommt rein.
00:15:23: wie schnell kannst du ganz präsent bei dem Gespräch sein?
00:15:26: Wie gut vom Gespräch wieder auf die Mail wechseln!
00:15:28: Und es ist eben nicht multitasking.
00:15:30: Es heißt nicht dass du an der Mail weiter tippst während die Kollegin in der Tür steht sondern wie gut kannst du das Eine liegen lassen dich auf das andere richten.
00:15:38: Es geht aber auch darum, wie gut du deine Fähigkeit zum Perspektivwechsel nutzen kannst.
00:15:43: Zum ganzheitlichen Blick, wiegut kannst du deine Sichtweise parken um dich in deinen Gegenüber hineinzuversetzen?
00:15:49: Okay ich hatte eine Meinung, ich hatte einen Plan.
00:15:51: Ich lass das mal los und lasse mich jetzt auf mein Gegenüber ein Gerade bei Themen mit denen eure Meinungen meilen weiter auseinander liegen.
00:15:57: Ganz schön Herausforderung Was übrigens ein fantastisches Training dafür ist, ist Improvisationstheater.
00:16:03: Wie schnell kannst Du Dich dann aus den Details raushuben Und wieder in das große Ganze?
00:16:07: Der fünfte Punkt ist Klarheit.
00:16:09: Komplexe Themen in High Definition zu erfassen, als wenn du das Chaos in der Schneekugel ausblenden und nur noch das Bild in der Mitte erkennen kannst.
00:16:20: Und gerade da sind diese kurzen Momente von Achtsamkeit das was so einen starken Effekt hat Wenn du zum Beispiel diese eine Minute Pause vor dem Meeting hast, die auch Paul Kottes empfohlen hat oder für dich selber vor der Aufnahme eines komplexen Texts oder von einer Menge an Daten.
00:16:36: Die Augen schließt und einen Moment Achtsamkeit für dich nutzt.
00:16:40: Je ruhiger unser Geist, desto aufnahmefähiger sind wir Und desto eher können wir aus der Komplexität mit einer Klarheit filtern was gerade wichtig ist.
00:16:50: Der sechste Punkt des Ausdauer Wie lange kannst Du den Fokus halten?
00:16:53: Dazu kannst Du dir nen Tag und dich auf ein Wort oder Objekt konzentrieren.
00:16:58: Bei Kontrolle ging es ja darum, ob du eine Minute nur an den einen Gegenstand oder das eine Wort denken kannst?
00:17:03: Wenn es um die Ausdauer geht und du hast eine Minute geschafft dann kannst du gerne gucken wie lange kannst du's denn doch durchhalten?
00:17:11: und stoppe die Zeit sobald du abgelenkt bist.
00:17:13: Gerne fair und ehrlich!
00:17:15: Okay jetzt zu dem praktischen Tipps.
00:17:17: liebe Fabienne Du hast dir über LinkedIn konkrete Handlungsempfehlungen gewünscht.
00:17:20: hier sind sie trainiere deinen Fokusmuskel indem du erstens häufiger Zeiten für konzentriertes Arbeiten einplanst.
00:17:28: Je mehr wir unser Gehirn darauf trainieren, längere Zeit am Stück an einer Sache zu arbeiten – sogenanntes Deep Work -, desto besser werden wir darin!
00:17:35: Keine Mails, keine Slack- oder WhatsApp-Nachrichten und sonstige Störungen.
00:17:39: Mein Tag ist zum Beispiel unterteilt in Zeiten, in denen ich störungsfrei arbeite und Zeiten, in denen ich Mails und Nachrichten bearbeite.
00:17:45: Am besten funktioniert der Fokus wenn das Handy in deiner Deep Work Zeit oder bei wirklich wichtigen Gesprächen im anderen Raum liegt Denn selbst umgedreht auf dem Tisch beeinflusst es unsere Konzentration immer noch.
00:17:57: Also wirklich mal weg damit!
00:17:59: Zweiter Punkt?
00:18:00: Deine Zeit auf Social Media Und insgesamt am Handy Limitieren.
00:18:04: Es gibt Tatsächlich eine direkte Korrelation zwischen starkem Medienkonsum und dem Schrumpfen unserer Exekutive oder der Kontrollfunktion in unserem präfrontalen Cortex.
00:18:13: Wenn unser Gehirn auf dauerhafte Störungen wie durch permanente Mitteilung konditioniert ist, bauen wir diese Kontrollfähigkeit rigoros ab.
00:18:20: Mein Fokus liegt z.B.
00:18:21: ausschließlich auf LinkedIn.
00:18:22: Die anderen Plattformen ignoriere ich getroßt Und selbst die Likes, Benachrichtigungen endlose Newstreams trainieren genau das Gegenteil von Fokus.
00:18:31: Es ist alles anhand unsere Gehirns ausgerichtet, um uns möglichst lange auf der Plattform zu halten.
00:18:39: Um uns möglichst schnell wieder dorthin zurückzugehen zu lassen.
00:18:42: Also digitales Fasten ist eine absolut sinnvolle Sache und beobachte einfach mal was das mit ihr macht?
00:18:48: Wie gut funktioniert das für ein paar Stunden am Stück vielleicht auch mal Tage am Stück.
00:18:53: wenn du da schon denkst oh Gott oh Gott es ist undenkbar dann hast du da vielleicht einen echt guten Hebel.
00:18:57: feste Zeiten und Deadlines helfen definitiv oder halt ganz aussteigen.
00:19:01: Also, wie viel Fokus gönnst du dir im Alltag?
00:19:04: Die reine Konzentration auf die eine Sache!
00:19:06: Wie wir gelernt haben hilft Motivation.
00:19:08: also was motiviert dich die Störungen aus zu blenden und an etwas dran zu bleiben?
00:19:12: das kann das intensive einarbeiten in neues thema sein er lernen eines Instruments einer Sprache.
00:19:17: all das erfordert fokus von uns genau wie das beobachten unseres Atems.
00:19:21: wenn du neben Entspannung dabei vor allem deinen Fokus trainieren willst dann mach folgendes zähle deinen Einatm Jeder ein Atem.
00:19:29: Eins, zwei, drei.
00:19:42: Zähle bis zehn und von zehn an wieder rückwärts.
00:19:48: Wie viele Runden schaffst du?
00:19:50: Bist dir auffällt, dass du nicht mehr weißt, wo du gerade aufgehört hast zu zählen oder bist du bei dreizehn oder vierzehn angekommen bist?
00:19:56: Denn dann hast du den zweiten Punkt vernachlässigt das Bewusstsein dafür, dass dein Fokus gerade weggewandert ist.
00:20:04: in diesem Sinne Zuerst schließen wir die Augen, dann sehen wir weiter.
00:20:08: Bis zur nächsten Folge Make It Mindful!
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