Achtsamkeit als Unternehmensstrategie | #Achtsamkeit 🧘🏼♀️
Shownotes
INSPIRATION | Dass Achtsamkeit im Unternehmen ein wichtiges Werkzeug sein kann, ist längst kein Geheimnis mehr. Nicht nur für agiles Arbeiten, auch in Krisenzeiten bieten Aufmerksamkeitslenkung und Meditation wertvolle Strategien. Das hat auch die Boston Consulting Group (BCG) für sich erfahren. Im Gespräch mit Marina Löwe verrät BCG-Consultant Jan-Philipp Martini, wie er selbst Mindfulness in den Alltag integriert und auf das Unternehmensleben ausweitet. Du erfährst... …warum Stille und Reflektion wichtige Werkzeuge sind …auf welchen Prinzipien Achtsamkeit aufbaut …wie Achtsamkeit und agiles Arbeiten zusammenhängen …welche Grundprinzipien von Achtsamkeit sich Boston Consulting zu Nutze macht ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Achtsamkeit: Tief durchatmen und in den Bauch horchen! Auf deinem Weg in ein achtsameres Arbeitsleben begleitete dich bei uns regelmäßig Marina Löwe. Von ihr erfährst du in verschiedenen Folgen, welche Potenziale in dir stecken, wenn du Achtsamkeit als Haltung in deinen Berufsalltag integrierst. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Marina Löwe, 👤 Jan-Philipp Martini, __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:05:19) Wie bringt man Stille und Dynamik in Einklang? (00:12:02) Warum ist es sinnvoll, Achtsamkeit in die Arbeit einzubeziehen? (00:17:29) Welche Chancen bieten Krisen, um neue Routinen zu etablieren? (00:22:22) Praxistipps: So integriert man Achtsamkeit im Unternehmen __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns 👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Make It Mindful bei Digital Compact.
00:00:13: Ein einfaches Handbuch!
00:00:15: Mit Hinweisen auf die wichtigsten Tipps zur Einführung von Achtsamkeit in deinem Unternehmen, gebt dir quasi Jan Philipp Martini von der Boston Consulting Group heute in unserem Gespräch mit Anni Hand.
00:00:25: Er ist Berater und Agila Coach bei BCG und Mitgründer und Leiter der Mindfulness at BCG Community.
00:00:30: Und zusätzlich zu Einführungen der Achtsammkeit im Unternehmen kannst du von ihm auch noch ganz konkrete Tipps mitnehmen für das Integrieren von Achtersamkeit an deinem Alltag.
00:00:39: Falls dir die Tipps heute nicht ausreichen oder du weitere tägliche Unterstützung brauchst, kannst du wie immer die App von Seven Mind nutzen, dir dir einen einfachen Einstieg in die Meditation ermöglicht.
00:00:49: Auf allen Geräten verfügbar mit individuellen Tipps und kurzen Meditationen, die du jederzeit einschieben kannst – egal wie dein Tag gerade aussieht!
00:00:56: Und jetzt wünsche ich dir viel Spaß bei der heutigen Folge.
00:00:59: Jan-Philipp was war eigentlich deine persönliche erste Erfahrung mit Achtsamkeit?
00:01:04: Meine erste Erfahrung war ein Buch, das ich gelesen habe Triffst du Buddha, töte ihn?
00:01:11: Damals fand ich den Titel kontrovers.
00:01:13: Aber wahrscheinlich hat es mich auch dahin gezogen und das Buch war von einem sehr rastlosen Reiseautor, der nach Indien begangen ist um einen Vipassana-Kurs zu machen.
00:01:22: Es ist eine Form von ein Zehntages-Retreat oder einer Meditationsretreat Und diese paradoxe Linie die man eigentlich schon in dem Buchtitel sieht Die hat sich dann durchgezogen so wie ich Achtsamkeit verstehe nämlich immer als Kombination aus Fortschritt, aber auch Bewusstsein.
00:01:39: Ich bin von meiner Natur aus eher im Fortsschritt in der Rastlosigkeit könnte man manchmal auch sagen und glaube aber dass viel davon aus der Stille kommt.
00:01:49: und diese paradoxe Kombination hat sich dann eigentlich immer wieder gespiegelt in sehr langen Meditations-Retreats kombiniert mit intensiven Arbeitsphasen die ich zum Beispiel in meinem Leben habe.
00:01:58: Es war interessanterweise es ist mir erst viel später aufgefallen schon in diesem ersten Buch eigentlich das hab' ich vor ungefähr zwölf, dreizehn Jahren gelesen.
00:02:06: Ist es aufgetaucht bei mir schon diese Kombination aus Langsamkeit, Stille und Fortschritt und Explosivität vielleicht?
00:02:14: Genau dieses Paradox von was du dir selber in deinem Leben eigentlich auch dann gesucht hast.
00:02:18: also immer viel Gas geben und dazwischen intensiv Ruhe hast Du gerade gesagt Was nimmst Du denn aus diesen Ruhe Phasen mit?
00:02:27: Was ich da mitnehme ist glaube ich Die Inspiration für das, was danach kommt.
00:02:32: Und ich habe erst über die Jahre gelernt eigentlich... ...die Ruhephasen und die intensiven Phasen näher zusammenzubringen.
00:02:39: Die waren ursprünglich sehr separiert und sehr separat.
00:02:42: Das hat dann sehr lange und viele Retreats gedauert bis sich Ruhe- und Explosivität irgendwie zusammenbringen kann.
00:02:49: Das heißt, wie sieht das heute bei dir im Alltag aus?
00:02:52: Mein Alltag sieht so aus, dass ich eine sehr stabile Praxis hab.
00:02:55: Ich nehme jeden Morgen ein bis zwei Stunden Zeit zu meditieren und Bewegungspraxis machen.
00:03:00: Da habe ich mein Handy aus.
00:03:01: Zum Beispiel ist es eine Form der Stille.
00:03:03: Danach steige ich dann natürlich stunden in den Alltag.
00:03:06: In Berateralltag hat man recht viel Termine, E-Mails usw.. Interaktionen mit Kunden und das ist dann eher die explosive Phase.
00:03:15: Und ich versuche schon, mich immer wieder bewusst dran zu erinnern ab und zu mal stille einzulegen.
00:03:19: aber es gibt auch Tage da vergesse ich das und merk erst am Abend Oh du hast den ganzen Tag gar nicht geruht außer in deiner Morgenpraxis.
00:03:25: und dass obwohl du vorgibst achtsamkeit zu leben im Unternehmen.
00:03:30: Beides kommt vor, aber es geht eher Richtung Integration.
00:03:33: Manchmal fällt mir das schwer.
00:03:35: Was du schilderst ist ja ein Weg oder ein Prozess.
00:03:39: Du hast den ersten Kontakt gehabt vor zehn bis zwölf Jahren über einen Buch.
00:03:42: Es hat dich angesprochen.
00:03:43: Dann gab's Phasen, wo du separiert warst.
00:03:45: Entweder Vollgas beim Arbeiten oder diese intensive Rohe und Stille.
00:03:49: Und dann eine Zeit, in der du schrittweise mehr integriert hast.
00:03:52: Auch da ist es morgens eine Stunde ruhig.
00:03:55: Dann kannst auch mal nonstop ... Pausen los sein, um dann abends wieder zu merken, vielleicht brauchst du doch noch mal Ruhe.
00:04:02: Also wie viel Geduld muss man in deiner Meinung nach haben wenn man sich auf den Weg macht mehr Achtung im Leben zu integrieren?
00:04:09: Ich sag immer dass der einzige Maßstab um seinen Fortschritt bei Militation zu messen ist eigentlich die Akzeptanz die man mitbringt.
00:04:17: ja das heißt ich kann schwer messen Wie gut ist jetzt meine Aufmerksamkeit?
00:04:21: Wie offen ist mein Gewahr sein.
00:04:23: Das sind alles Dinge, das sind glaub ich Einbahnstraßen wenn ich mich darin messe wie gut ich darin bin.
00:04:28: und Akzeptanz ist aus meiner Sicht der einzige Maßstab wie gesagt Und das heißt der muss schon sehr groß sein bzw entwickelt sich auch.
00:04:35: und akzeptanz irgendwo hat sehr viel mit Geduld zu tun weil wirklich geduldig sein kann Ich natürlich nur wenn ich das akzeptiere dass gerade vielleicht nicht das passiert was ich mir wünschen würde.
00:04:45: es heißt Geduld ist schon sehr, sehr wichtig.
00:04:47: Ich bring das nicht immer mit aber spätestens am nächsten Morgen in meiner Nächstenachtsamkeitspraxis habe ich natürlich einen Anker gesetzt mit dem mich wieder fangen kann wenn ich mal ungeduldig werde.
00:04:57: Das heißt der längste Tagesabschnitt dadurch dass sich eine stabile Praxis entwickelt hat ist eigentlich ein Tag weil normalerweise fange ich mich in meiner Morgenspraxis wieder in meine Geduld ein wenn die mal ausgerutscht ist.
00:05:08: für ne Weile
00:05:09: also das regelmäßige Training sowie auch das Muskeltraining was er auch einfach im Buddhismus immer wieder angesprochen wird.
00:05:17: Das ist eine Frage der Routine und diese Routine hast du jetzt für dich persönlich, aber du hast ja auch die Mindfulness at BCG-Community mitgegründet und leitest dir jetzt?
00:05:27: Was war da eigentlich für euch so der auslösende Moment oder die Situation, weil ihr gesagt habt, jetzt ist das der richtige Zeitpunkt, dass wir das bei der Boston Consulting Group machen?
00:05:36: Ich glaube es hat zwei Elemente.
00:05:37: Das eine Element wie in vielen Unternehmen heute ist das als Hobby getrieben Ursprünglich mal angefangen worden als Hobby, sollte ich besser sagen.
00:05:45: Und das heißt es ist ein sehr seniorer Kollege bei uns und ich haben uns in meinem ersten Projekt war das glaube ich schon vor etwa vier Jahren darüber ausgetauscht dass wir beide zehn Tages Retreats machen das aber eher als persönliche Note sehen.
00:05:57: ja Das ist einfach unser persönliches hobby und Wir haben uns entschlossen eine Veröffentlichung zu schreiben indem wir das Thema einfach aufbereiten für eine Management-Ebene.
00:06:06: Und das versuchen, verständlich zu machen, was uns mit Einschränkungen gelungen ist.
00:06:11: Das war der erste Schritt,
00:06:12: d.h.,
00:06:12: es war ein Hobby, aber dann gab's auf Kundenseite so'n großes Interesse, dass wir gesagt haben vielleicht sollten wir das auch intern mal probieren?
00:06:19: Was heißt eigentlich Meinfüllnis für BCG und hat sich dann so entwickelt, dass sie eine mindfulness Community aufgebaut haben vor etwa zwei Jahren.
00:06:27: Das waren ursprünglich nur vierwächige Experten, Telefonate ... wo wir zum Beispiel mal Neurowissenschaftler eingeladen haben, der über die Fekte von Mindfulness gesprochen hat.
00:06:37: Und wir haben uns alle zusammen telefoniert und darüber ausgetauscht was Mindfulness mit uns macht!
00:06:40: Und erst jetzt ist es auch viele hundert Kolleginnen und Kollegen gewachsen... ...und das liegt viel daran dass glaube ich in der aktuellen Krisenzeit mit Covid Wir sehen wie verletzlich eigentlich unsere Routinen unser Alltag ist und dadurch auch gespürt wird, dass diese Lehre durch irgendwas ersetzt werden kann.
00:06:58: Und ich glaube, mein Füllnis ist da ein ganz guter Weg und das ist jetzt gerade einer der Aufhängungsfaktoren einfach der Umgang mit Unsicherheit, die in der Krise sehr wichtig wird bei uns.
00:07:06: Das eine ist ja das berufliche... Fangen wir auch hier noch mal bei dir persönlich an, weil du verbringst ja auch immer wieder Zeit in einem einsamen Haus am See.
00:07:15: Da haben wir auch schon drüber gesprochen und so ein bisschen inspiriert vielleicht auch oder es erinnert an Henri-David Rohe der auch das Buch Wollen geschrieben hat was er auch wieder so'n bisschen Renaissance hat jemand der sich in den Wald zurückzieht und einfach sich in die Ruhe begibt für einen längeren Zeitraum um Dinge tiefer zu durchdringen größere Gedanken zu machen, wie ihr das teilweise auch beschreibt.
00:07:37: Was bedeutet das für dich diese Zeit da ja auch eher in der Abgeschiedenheit?
00:07:43: Gerade in einer Situation wo ja auch viele unter dieser sozialen Abgeslidenheit erleiden?
00:07:48: Ich glaube so wie auch meine Militationspraxis als Anker am Morgen ist es Waldhaus, indem ich mach ab und zu Kundenarbeit oder meistens natürlich als Berater jetzt gerade habe sehr viel aus dem Waldhaus arbeite.
00:08:01: Und so ähnlich wie die Meditationspraxis, der Anker ist am Morgen um stille zu finden, ist eigentlich auch das Wildhaus ein anderer Anker für mich um stillen zu finden.
00:08:09: und klar es ist schwierig ab und zu hier in sozialer Isolation fast zu leben.
00:08:13: mit meiner Freundin zusammen.
00:08:14: auf der anderen Seite kann ich dadurch aber auch die sozialen Kontakte nicht außerhalb von dem Leben in diesem Haus habe.
00:08:21: Wir sind nicht mehr und tiefer Wertschätzen, glaube ich.
00:08:24: Das heißt für mich braucht es immer die beiden Pole, die Einsamkeit und auch das Zusammenleben.
00:08:28: Paul Kotis hat etwas Schönes gesagt.
00:08:29: Er hat gesagt, dass jedes Ding eher eine andere Seite hat sodass auch die Einsammkeit, die viele gerade in dieser sozialen Isolation verspüren, eine Kehrseite hat, in der wir paradoxerweise auch eine tiefere Verbundenheit empfinden Hör ich bei dir gerade auch aus, dass du sagst okay diese Einsamkeit führt eigentlich dazu das die Verbindungen, die ich habe.
00:08:50: Bei mir noch eine größere Wertschätzung gerade erfahren.
00:08:53: was denkst Du von dieser Zweiseitigkeit?
00:08:57: Kann man auch wieder zurücktransferieren jetzt von dir persönlich in die Zusammenarbeit miteinander in den Unternehmen.
00:09:04: Bevor
00:09:04: ich auf die Frage eingehe, vielleicht noch einen Punkt zu der anderen Seite der Münze, die Paul schon angesprochen hat... Ich fand es in meinem Leben immer sehr wichtig mir Spiegel zu setzen und Spiege, die vielleicht nicht das Positiv verstärken was mir selber schwerfällt.
00:09:19: zum Beispiel bin ich recht rasblos und dadurch dass sich in einer Unternehmensberatung arbeite, die natürlich auch in eine extrem hohen Geschwindigkeit geht.
00:09:26: Es ist für mich glaube ich manchmal schwierig nur in dieser schnellen Zeit zu sein weil sie das verstärkt in mir womit ich selber Schwierigkeiten habe.
00:09:33: Das heißt das Gegenteil davon ist natürlich die Stille im Haus oder die stelle in Militationspraxis und dass es einfach so eine Art Feedback Loop der mir hilft mich nicht dahin weiterzuentwickeln was mir eigentlich schwer fällt.
00:09:44: Das heisst es ein konträrer Gegensatz der mir helft mich zu verankern und nicht den Teufelskreis der Rastlosigkeit hinunterzuholen.
00:09:52: Okay, das heißt wenn du diese Schnelligkeit und der ganz auch so ein schönes Bild von Paul Wehr hängen an einen Zug angekoppelt.
00:09:59: Der wahnsinnig schnell fährt!
00:10:01: Und wenn wir nur an dem Zug hängen dann ist eben nur die Schnelligkeiten da.
00:10:04: Dann ist nur die Geschwindigkeit da.
00:10:05: also wenn du nur in diesem Brateralltag wärst, dann wäre das immer dein Modus indem du unterwegs bist.
00:10:12: Stille ist dann für dich quasi der Ausgleich, damit du nicht nur diese eine Welt hast?
00:10:16: Oder wie muss ich mir das vorstellen.
00:10:18: Der
00:10:18: Ausgreich aber auch eine Art Spiegelfleisch, der mir hilft mich selber zu sehen in meiner Rastlosigkeit.
00:10:25: Die wird natürlich positiv verstärkt wenn ich in einer Hochgeschwindigkeitsumgebung bin während die in einer stillen Umgebung sehr bewusst wahrnehmbar wird.
00:10:33: Das heißt, wenn ich eine innere Rastlosigkeit habe dass das ist was eigentlich meine Komfortzone ist nämlich viel zu machen und schnell zu machen dann ist das etwas worin ich mich auch verlieren könnte oder?
00:10:43: Und das wahrzunehmen ob das überhaupt sinnvoll ist und auf Dauer funktioniert mich immer indem zu bewegen was meine Tendenzen noch verstärkt braucht ab und zu dieses reflektieren und von außen angucken, was machst du da eigentlich?
00:10:58: Weil du das in der Schnelligkeit gar nicht so machen würdest.
00:11:00: Genau ja.
00:11:01: also eine äußere Umgebung die vielleicht das Gegenteil meiner inneren momentanen Realität ist hilft mir selber zumindest sehr damit umzugehen.
00:11:08: Und gleichzeitig war auch wahrzunehmen wie unglaublich tolle Stärken natürlich auch in schwierigen Verhaltensweisen sind.
00:11:13: Wie zum Beispiel Rastlosigkeit.
00:11:14: Das steckt ja auch sehr viel Energie dahinter und die ist natürlich schon sehr wertvoll.
00:11:18: Also was nimmst du für dich mit aus diesem Spiegeln.
00:11:21: Was macht das für dich anders, dadurch dass du dich da reflektierst in dieser Rasslosigkeit?
00:11:26: Ich glaube was es macht ist einfach, dass ich mich selber etwas von außen wahrnehme aus der Umgebung des stiller heraus.
00:11:32: Kann ich das auch wenn ich in der Schnelligkeit unterwegs bin?
00:11:35: Ich kann ja auch schnell von außen gucken, wie ich unterwegs bin.
00:11:37: Ja mit Sicherheit das wird auch funktionieren.
00:11:39: Wahrscheinlich ist es auch sehr persönlich unterschiedlich.
00:11:42: für mich selber fällt es schwer, mich in Schnelligkeit als schnell wahrzunehmen.
00:11:46: Mir fällt es leichter mich in Schnelligkeit aus dem Langsamen wahr zu nehmen.
00:11:50: aber das wird wahrscheinlich sehr abstraktes.
00:11:51: eher was für mich selber jetzt einfach gelernt habe, dass es wichtig ist mit meiner Umgebungsgeschwindigkeit etwas zu spielen um ich selber wahrzunehmen.
00:11:58: Mit der Umgebungskeschwindigkeit spielen und gucken wir was das macht?
00:12:02: Was nimmst du aus dieser persönlichen Erfahrung dann mit in die Arbeitswelt also... Wie ist diese Community gestaltet und wie findest du da diese beiden Seiten aus?
00:12:12: Ihr seid entweder in den Meetings zusammen, Fast-Paste Aufgaben abarbeiten an Projekten arbeiten.
00:12:17: Und jetzt habt ihr Momente wo ihr euch mit dem Thema Achtsamkeit bewusst auseinandersetzt und auch achtsam zusammenseit.
00:12:22: Was macht das für ein Unterschied?
00:12:24: Also ich glaube dafür ist es wichtig, Achtsamtkeit zu verstehen.
00:12:27: wir verstehen das als Zusammenspiel von drei Dingen Das eine ist Aufmerksamkeit, das zweite ist Offenes Gewahrsein und das dritte ist Akzeptanz.
00:12:36: Und Aufmerksamkeit hat etwas mit Fokus zu tun.
00:12:41: Es ist sehr eng aber es ist gerichtet auf eine Sache.
00:12:45: Und es hat was damit zu tun dass ich einen Gedanken über einen anderen Gedanken wählen kann.
00:12:49: Also das Zweite Gewahrsein, das ist wesentlich offener.
00:12:52: Es hat was mit Kreativität zu tun mit weiter offener Wahrnehmung.
00:12:56: Und das Dritte ist dann Akzeptanzen, Gedanken Emotionen so anzunehmen, wie sie kommen und gehen statt Widerstand zu zeigen.
00:13:04: Was typischerweise Emotionen und Gedanken eigentlich nur verstärkt.
00:13:06: Und die drei Sachen sind glaube ich grundlegend in nicht nur bei BCC sondern in jedem Unternehmen, ob ich mich jetzt mit Achsamkeit beschäftige oder nicht?
00:13:16: Weil das Gegenteil von diesen drei Dingen ist Ablenkung gegenüber Aufmerksamkeit, Enge gegenüber offenem Gewahrsein und Widerstand gegenüber Akzeptanz.
00:13:24: Ich glaub keine Unternehmung würde sich Wider- stand enge und Ablenkungen wünschen Und daher ist, glaube ich, mein Fund ist einfach ein Grundbestandteil von... jeder kognitiven und emotionalen Fähigkeit, die meine Mitarbeiterinnen um Unternehmen haben.
00:13:40: Und das haben wir auch bei BCG erkannt!
00:13:42: Und gerade wenn es darum geht Agila zu arbeiten oder neue Arbeitsmethoden einzusetzen – das ist ja auch einer deiner Hauptschwerpunkte, du bist ja auch Agila Coach – wie ermöglicht Achtsamkeit Agiles Arbeiten?
00:13:52: Wenn ich jetzt auf unsere Definition von Achtsamtkeit gehe, Aufmerksamkeit gewahr sein und Akzeptanz, in der ich übrigens auch mit verschiedenen Praxisten, alle drei trainieren kann.
00:14:02: Dann glaube ich gegen die drei Dinge sehr stark wieder was im agilen arbeiten passiert.
00:14:06: Was da passiert ist dass sich mir für ein zeitabschnitt von ein paar wochen vielleicht zwei wochen eine sehr klare vision gebe was ich machen will in der ich dann mit hohem fokus oder aufmerksamkeit arbeite im team ohne ablenkung im idealfall.
00:14:20: das heißt es ist der aufmerksamkeitspunkt.
00:14:22: dann der akzeptanz punkt ist auch sich nicht gegen wandel zu widersetzen, der alle paar Wochen bei der Sprintplanung passiert.
00:14:31: Wenn ich den nächsten Abschnitt plane.
00:14:33: und dann der letzte Punkt des Gewahrseins.
00:14:36: Irgendwoher kommt natürlich auch meine Vision an dem was ich eigentlich arbeite Und die kommt natürlich daher dass ich meiner Umgebung sehr offen wahrnehme und weiß was meine Kunden das mein Team am besten eigentlich entwickeln soll oder dem Thema in dem es arbeiten soll.
00:14:49: Das heißt Visionen kommt aus meiner Sicht aus dem offenen Gewahrsein Die Fähigkeit im Sprintzuarbeiten wie man Energiel sagt zwei Wochen lang an einem Arbeitsspeicher zu arbeiten.
00:15:00: Das kommt aus der Aufmerksamkeit und aus der Akzeptanz, kommt dann die Akzeptans dessen das was ich geplant habe recht häufig wandelt und dass ich mich da nicht gegenwidersetze weil es sich im Außen so oder so wandelt.
00:15:12: Es heißt die drei Faktoren sind letztendlich der Kern auch von Agilem Arbeiten und das kann ich ganz konkret machen in dem Prozess den ich definiere wie in einem agilen Arbeitsprozess.
00:15:21: Das kann ich aber auch ganz konkret Aufmerksamkeit auf meinen Arten habe.
00:15:28: Gewahr bin, wenn ich abschweife von meinem Atem irgendwann werde ich typischerweise gewahr und dann ist akzeptiere beziehungsweise sogar feiere dass es irgendetwas in mir gibt in meiner praxis das mich erinnert dass ich mich ja eigentlich auf meine arten konzentrieren wollte.
00:15:41: das heißt eine achtsamkeitspraxis ist eigentlich eine sehr destillierte form von agil.
00:15:46: im arbeiten könnte ich sogar sagen und
00:15:48: du hast ja schon beschrieben dass es eigentlich am anfangen so aus euren eigenen persönlichen interessenden standen ist der austausch also ihr habt zufällig Okay, wir machen beide diese Retreats.
00:15:58: Dann habt ihr weitere Gleichgesinnte gefunden.
00:16:00: Am Anfang gab es diese vierwöchentlichen Calls mit Experten auch über Neuro und was das eigentlich macht?
00:16:06: Wie sahen dann die weiteren Schritte konkret aus?
00:16:08: Also, was hat besonders gut funktioniert?
00:16:10: Was waren so Erfolgsmomente für euch?
00:16:12: Wo du gemerkt hast, hier tut sich gerade richtig was!
00:16:15: Und dass wird zu einer wachsenden Community...
00:16:18: Ja ja, Erfolgsmomente sind für mich immer wenn ... eine Kollegin oder ein Kollege schreibt, dass sie oder er einen Praxis angefangen hat.
00:16:26: Weil ich glaube darin liegt so viel Entwicklungspotenzial, das es viel viel wichtiger ist, dass sich irgendwelche Kennzahlen habe.
00:16:33: wie hat sich Stress verringert?
00:16:35: Wie haben sich Krankheitstage verringerd
00:16:36: etc.?
00:16:36: Ich glaub' das Entwicklungspotenzial ,dass ein Einzelner eine Praxis anfängt ist wesentlich wichtiger als das und da bekommen wir sehr sehr viel Feedback, dass es Menschen gibt bei uns die gesagt haben Achterkeit interessiert mich.
00:16:47: Die Quote bei uns ist extrem hoch.
00:16:48: Es gibt recht wenige Skeptiker interessanterweise, die auch wichtig sind.
00:16:52: Aber es ist schwierig wirklich in eine konsistente Praxis zu kommen und ich glaube bis jetzt – und ich erzähle Ihnen kürze was wir konkret machen heute – bis jetzt haben wir es geschafft, glaube ich, eine Community aufzubauen, die Personen dabei hilft oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hilft, eine Praxis aufzubauern und ganz klar verstehen, was heißt eigentlich Achtsamkeit?
00:17:14: diese drei Faktoren, die ich vorhin genannt hatte für deren Alltag.
00:17:16: Und das sind Momente, die mich sehr glücklich machen, wenn ich einfach höre, dass diese Gruppe, diese Community, die wir aufbauen, einfach Einzelpersonen hilft eine eigene Mindfulness-Praxis aufzubauen oder Achsamkeitspraxis aufzubauen.
00:17:29: Was war da so ein Moment der dich besonders berührt hat?
00:17:31: Oder eine Geschichte?
00:17:32: Ich glaube was mich am meisten berührt er ist... Wir haben lange Zeit wie auch viele Grassroots Movement, wie man es auf Neudeutschen nennt aus denen Mindfulness im Unternehmen entsteht, haben wir sehr lange mit sehr wenigen Menschen diese Community Calls gehabt und gemeinsam praktiziert.
00:17:49: Und jetzt in der Corona-Krisenzeit hatten wir ein gemeinsames Meeting wo wir die emotionalen Strategien im Umgang mit der Corona Krise diskutiert haben als Paneldiskussion und eine Meditation gemacht haben wie ursprünglich wenige Leute zu diesen Kurs gekommen sind, habe ich auch einmal gesehen dass dieser Call achthundertmal weitergeleitet wurde und plötzlich sah sich dort und durfte eine Militation anleiten für mehrere hundert Kollegen.
00:18:15: Und das ist natürlich schon selber Eindrucken gewesen.
00:18:18: Ja toll!
00:18:19: Das heißt... Auf der einen Seite schön und auf der anderen Seite Erstaunliches.
00:18:24: braucht also erstmal diese Krise, um die Tür für noch mehr Menschen zu öffnen.
00:18:28: Weil auf einmal ist genau diese Frage wie gehe ich jetzt emotional mit dieser Situation um?
00:18:33: Was sind Strategien, die ich nutzen kann?
00:18:35: Und jetzt wird das, was ihr eigentlich schon länger da habt noch mal verstärkt von dem größeren Kreis genutzt.
00:18:41: Sicherlich wird es von einem größeren kreis genutscht weil mehr Interesse da ist, mehr Zeit vielleicht auch viele alte Routinen die wegfallen und die durch neue ersetzt werden können.
00:18:49: Das ist ja eine unglaubliche Chance in der Krise.
00:18:51: gerade aber auf der anderen Seite ist es auch ganz pragmatisch gewesen dass wir einfach kontinuierlich besser und mehr kommuniziert wurden sag ich mal, Mund-zu-Bund-Werbung zu mehr offiziellen Kanälen kommen.
00:19:04: Das ist auch der Hintergrund warum auf einmal wir sehr viel Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Angebote nutzen bei uns?
00:19:09: Also wenn nicht nur auf eine Krise hoffen wollen würde was würdest du anderen Unternehmen als Tipps geben?
00:19:16: also was siehst du bei euch oder auch bei Kunden oder anderen Unternehmen Als sinnvolle erste Schritte um so ein Thema zu platzieren oder um es eben auch wirklich wachsen zu lassen?
00:19:28: Ich glaube drei Sachen sind besonders wichtig.
00:19:30: Das erste Thema ist, dass man achtsamkeit- oder mindfulness einbettet in ein größeres Thema was relevantes für das Unternehmen bei uns und das ist pro unternehmen unterschiedlich natürlich aber das was bei uns funktioniert während wir gerade auch noch damit experimentieren.
00:19:44: eigentlich drei sage ich mal zugangspunkte für mindfulness.
00:19:47: das eine thema is Das jetzt sehr relevant ist, der Umgang mit Unsicherheit.
00:19:52: Resilienz, Well-being auf Englisch und da geht es darum wie kann ich lernen mit schwierigen Emotionen umzugehen?
00:19:58: Wie kann die Krise so wahrnehmen wie sie gerade ist in allem dem was natürlich das für schwierige Einflüsse hat aber gleichzeitig nicht zu verstärken durch Ängste, die eigentlich im Gehirn letztendlich erzeugt.
00:20:10: Also Umgangs mit Unsicherung ist ein Thema was bei uns relevant ist.
00:20:14: Das zweite Thema ist was wir nennen Managing Cognition also Kognition oder die Kapazität des Geistes als limitiert anzusehen, zu sagen wie kann ich denn eigentlich bewusst mit meiner Gehirnkapazität umgehen?
00:20:26: Und das ist glaube ich sehr wichtig wo wir in einer Zeit leben wo es unglaublich viele Stimuli gibt.
00:20:32: Wo das Handy täglich im Durchschnitt achtundfünfzigmal aufgenommen wird.
00:20:36: da gibt's wahrscheinlich verschiedene Studien aber dass ist das was ich mal gelesen habe und das nimmt natürlich alles was von limitierter geistes kapazitätshead weg und damit bewusst umzugehen ist ein Faktor oder ein Hintergrund, warum mindfulness bei uns relevant ist.
00:20:48: Der erste Umgang mit Unsicherheit, der zweite Geisteskapazität als limitiert anzunehmen, Kognitionsmanagement und das dritte ist eher auf der kollektiven Ebene während die ersten beiden sehr individuell sind.
00:21:02: als Einzelperson mindfulness praktiziere oder eine Meditationspraxis hat, ist der dritte Kollektiv.
00:21:08: Das heißt bei uns Collective Intelligence und worum es geht ist dass ich sage wir als bcg haben unglaublich kognitiv starke Kolleginnen und Kollegen sehr smarte Menschen innerhalb von Teams die diverse Hintergründe haben.
00:21:19: aber diese Diversität und die Intelligenz der Einzel personen bringt natürlich recht wenig wenn ich mir nicht wirklich gegenseitig zuhöre Und wenn ich mich nicht traue, meine wirkliche Meinung auch zu äußern im Team.
00:21:30: Das heißt bei uns Collective Intelligenz ist einfach die Fähigkeit von einem Team ein komplexes Problem zu lösen und die Grundlage dafür ist immer psychologische Sicherheit und das heisst Teammitglieder, die diverse Hintergründe haben, wirklich zuhören zu können.
00:21:44: Dafür ist mein Freund jetzt glaube ich eine Grundlage und es verstärkt sich aus einer Studie, die wir gemacht haben – auch nochmal!
00:21:50: Das versteckt die Meinfühlen des Praxis, wenn ich das im Team
00:21:52: mache.
00:21:52: Also das einbinden in größeres Thema oder an unterschiedliche Themen anzukoppeln?
00:21:57: Ihr habt das ja jetzt sehr sinnvoll mit den drei Themen eingebettet.
00:22:01: also einmal wie geht es mir persönlich besser oder wie kann ich mit Unsicherheiten umgehen?
00:22:04: dann Managing Cognition Wie kann Ich dass was mein Gehirn theoretisch leisten Kann wirklich effektiver nutzen?
00:22:10: und das dritte Die kollektive Intelligenz Wie nutzen wir die diversen Sichtweisen, Perspektiven, Fähigkeiten und das Wissen der Mitarbeiter möglichst effektiv?
00:22:20: Also da habe ich schon mal die Themen.
00:22:22: Wenn ich das jetzt noch einen Schritt weiterdenken möchte... ...und ich möchte mir das wirklich praktisch vorstellen.
00:22:27: wie bringe ich jetzt die Kollegen zum Thema?
00:22:29: also was mache ich mit denen?
00:22:30: ganz konkret wenn ich mich durch dich inspiriert fühle und sage okay das möchte ich auch starten.
00:22:36: Du hattest ja ursprünglich gefragt nach den Tipps, die ich unternehmens geben würde.
00:22:39: Also der erste Tipp wäre es in Thema einzubetten.
00:22:42: Das zweite wär dann Achtsamkeit sehr klar zu definieren und abzugrenzen.
00:22:45: Und das hatte ich vorhin schon gesagt für unsere Definition ist einfach achtsamkheit ist ein Zusammenspiel aus Aufmerksamkeit, Gewahrsein oder Akzeptanz.
00:22:52: Und dass vielleicht klar zu definitionieren und auch zu untermauern.
00:22:56: wir haben dann jeweils Studien usw.
00:22:57: dahinter gelegt um auch zu zeigen wie sind denn die Einflussfaktoren auf diese drei Elemente?
00:23:02: Und dann das letzte ist aus meiner Sicht das geht jetzt spezifisch auf deine Frage Was sind Formate, die im Kontext meines Unternehmens funktionieren?
00:23:09: Und unsere Formate funktionieren auf verschiedenen Ebenen.
00:23:11: Wir haben ein zweistündiges Starter-Training was verschiedene Büros offline oder jetzt online machen können und in diesem Starter Training nehmen wir einen Kontext der gerade passt zum Beispiel jetzt gerade umgang mit Unsicherheit gemeinsam Aufmerksamkeitsgewahrsamen und Akzeptanzübungen.
00:23:31: Und überlegen uns dann, wie kann ich das Ganze jetzt in mein Alltag integrieren?
00:23:35: Das heißt typischerweise die dedizierte Praxis am Morgen herunterzubrechen auf kleine Einheiten, die ich innerhalb des Tages machen kann.
00:23:42: Kann nicht gleich noch was zu sagen!
00:23:43: Also das ist ein Kerntraining, ein zweistündiges Training damit jeder Grundverständnis hat, was Achtsamkeit heisst und wie es funktioniert.
00:23:49: Dann da aber nicht aufzuhören sondern weitere Formate um das ganze tiefer gehen zu machen anzubieten.
00:23:55: Und bei uns sind das tägliche geführte Meditationen, die wir machen.
00:23:57: Die wir durch Mindfulness-Trainer anbieten.
00:24:00: Die aber innerhalb von WCG arbeiten.
00:24:01: Ich selber z.B.
00:24:02: mache gerade eine Mindfulness Trainer Ausbildung und mache einige von diesen Meditationen.
00:24:06: Dann aber auch weitergehende Trainings anzubieten.
00:24:08: Daran arbeiten wir jetzt grade erst.
00:24:10: Also die zwar freiwillig natürlich sind... ...aber die innerhalb des Teams in dem ich Arbeiterangeboten werde.
00:24:15: Das ist jetzt der nächste Schritt, dass wir weggehen Büro-basierten Trainings hin zu Projektteam-basiertem Trainings und das ist was mit dem wir gerade erst anfangen, zu experimentieren.
00:24:25: Was glaube ich aber sehr wichtig ist um auch dieses Gespräch über das Thema Achtsamkeit im Unternehmen zu etablieren und es normal zu machen dass es eine Schweigeminute am Anfang hier des Meetings gibt zum Beispiel.
00:24:36: Das ist vielleicht noch weit entfernt aber da ist so der nächste Schritt wo es hängen soll
00:24:40: Also das neue, normal gemeinsam zu entwickeln.
00:24:43: Genau ja!
00:24:44: Ich glaube wichtig ist das Thema des Kontextes.
00:24:46: Warum macht mindfulness für mich im Unternehmen Sinn?
00:24:49: Das zweite ist was ist das konkrete Verständnis von Nachksamkeit?
00:24:53: und bei uns sind es alles Praxisten die diese drei Dinge unterstützen.
00:24:56: man kann auch definieren dass es integrierte Körper-Geist-Training sind das kann Yoga sein, das können Sitzmeditationen sein.
00:25:02: und dann das dritte ist Formate zu finden die bei unserem Unternehmen oder bei ihnen ein Unternehmen passen.
00:25:07: Und du wolltest noch etwas sagen... zu dem integrieren im Alltag.
00:25:12: Genau, ja!
00:25:12: Also was ich sehr wichtig finde ist mit der dedizierten Praxis anzufangen um den Effekt zu verstehen den Mindfulness oder Achtsamkeitspraxis hat.
00:25:21: Ja und das kann ganz einfach eine zehnminütige Aufmerksamkeit Meditation sein wo ich mich auf einen Atem konzentriere Das kann eine Gewahrseinsmeditation sein Wo ich einfach nur meine Haltung meines Körpers bewusst sind für zehn Minuten.
00:25:35: wenn Ich es aber dabei belasse ist die Wahrscheinlichkeit des Menschen weiter das jeden Morgen üben recht gering.
00:25:41: Und darum, dass wir machen am Ende eines jeden Trainings ist eigentlich eine Gewohnheitsschleife zu definieren mit persönlicher Gewohnheit Schleife Habit Loop auf Englisch netten anders.
00:25:50: Wir sagen jetzt nehmen wir die Praxis, die für mich gut passt.
00:25:52: Sagen wir mal es ist Aufmerksamkeitsmeditation und meine dedizierte Praxis ist zehn Minuten zu sitzen und dabei auf meinem Atem zu achten und immer wenn ich abschweife zurück zu meinem Aten zu kommen.
00:26:05: dann Überlege ich mir, was ist denn die minimal effektive Praxis davon?
00:26:10: Und das können zum Beispiel drei Artenzüge sein.
00:26:13: Es dauert dann zwanzig Sekunden und diese... Das kann man Micro-Practice nennen, dass eine Art.
00:26:19: wenn wir vorhin von Agilem Arbeiten gesprochen haben, es kann ja eine Art MVP oder Minimum Viable Product meiner Gesamtpraxis sein Die drei Atemzüge, was minimal und viable ist.
00:26:30: Und diese Drei-Atemzügen ... Das ist jetzt meine Micropractice.
00:26:34: Jetzt hab ich aber immer noch das Problem, dass ich's vergesse, die drei bewussten Atemzeuge zu machen.
00:26:39: Das heißt unsere Empfehlung da ist sie dann in einen Habitloop einzubauen.
00:26:42: Und ein Habitloop sieht immer so aus als wenn sich eine Auslöser hat, eine Micropraktis oder ein Reward auf Englisch.
00:26:51: Mein Auslöser kann zum Beispiel sein immer bevor mein Nächster online Konferenz anfängt, das ist der Auslöser.
00:26:57: Nämlich drei tiefe Artenzüge.
00:26:59: Das ist meine Micro-Practice die ich vorher definiert habe und feier mich dann indem ich einmal weit grinse.
00:27:06: Und das Trigger hat natürlich in meinem Gehirn.
00:27:09: es verstärkt die Praxis weil ich die Praxis diese micro practice jetzt mit einem guten Gefühl verbinde und dadurch ist die Wahrscheinlichkeit dass sich mich am nächsten mal vor der nächsten Onlinekonferenz daran erinnere wesentlich größer.
00:27:21: Das heißt, das ist ein Weg um eine Praxis sehr gut zu etablieren im ersten Schritt abzuleiten was eigentlich meine Micro-Practice von meiner dedizierten Praxis und die dann zu integrierenden Habit Loop der für mich Sinn macht.
00:27:33: Das klingt total schön.
00:27:34: vor allen Dingen ist es jetzt eigentlich ein kleines Handbuch geworden für jemanden der in seinem Unternehmen sagt ich möchte Achtsamkeit starten und einbringen vielleicht auch aus der persönlichen Motivation heraus weil er selber ne Verbindung dazu hat.
00:27:46: hast du ein schönes einmal eins mitgegeben dass das Wichtige ist, wie kannst du den Kontext schaffen?
00:27:52: Also was bringt mir Achtsamkeit im Unternehmen.
00:27:54: Was ist das konkrete Verständnis von Achtsamt bei uns im Unternehmen?
00:27:58: Ihr habt diesen Dreiklang definiert und der dritte Schritt ist, was sind jetzt konkrete Formate zur Umsetzung?
00:28:04: Und auch da gibt es ganz unterschiedliche Ansätze in den Unternehmen aber ihr habt sie aufgezeigt!
00:28:08: Das kann ein Vierwöchiger Core sein, es können zwei-stündige erste Trainings sein... ...und daher kommt ihr am Ende raus mit.
00:28:14: ich glaube, das ist auch etwas, was ihr als Hörer gut in eurem Alltag testen könnt.
00:28:19: Wenn dein Zugang zum Beispiel die Atemmeditation ist und der Fokus darauf, dann zu gucken okay was kann mein Auslöser sein?
00:28:26: vor jeder Konferenz oder vor der Arbeit von dem Mittagspause und vor dem Feierabend.
00:28:30: Was auch immer für dich Sinn macht?
00:28:33: Was is dein minimal viable product?
00:28:35: Nämlich mindestens diese drei Atemzüge oder ich gucke mindestens eine Minute aus dem Fenster was auch immer dann die Praxis ist und belohne mich am Ende, egal ob mit nem breiten Grinsen oder Strecken gähnen weiß der Geier was der persönliche Reward sein kann.
00:28:49: Aber das ist eine schöne Anleitung die du da mitgegeben hast.
00:28:53: Und zum Abschluss vielleicht hast Du ja auch noch ein Beispiel oder einen Kollegen im Kopf wo Du sagst Das war ein richtig schöner High Effect oder ein besonders gutes Beispiel für erfolgreiches integrieren im Alltag.
00:29:06: Also was ist da eine persönliche Erfahrung von einem deiner Kollegen?
00:29:10: die du besonders bemerkenswert fandest.
00:29:12: Ich hab einen Kollegen im Kopf, mit dem ich auf einem sechsmonatigen Projekt war und der am Anfang sehr viel Unruhe in sich hatte.
00:29:21: Statt nicht mit den Beinen gewippt, das war ein äußeres Merkmale davon aus meiner Sicht.
00:29:25: Irgendwann liefen wir zu einem Kunden-Meeting und der Kunde sagt zu ihm, dass er doch so ruhig wäre in den letzten Wochen.
00:29:32: Und es ist ganz interessant, weil wir hatten uns einige Wochen davor über Achtsamkeit unterhalten hat mit einer App angefangen zu meditieren.
00:29:42: Das heißt, zumindest hat der Bewusstsein dafür geschaffen für die Innere Unruhe und irgendwie hat es rechts stark ausgestrahlt.
00:29:48: Und der Kollege von dem weiß ich, dass er bis heute regelmäßig meditiert weil das natürlich ein tolles Feedback ist was man von außen bekommt.
00:29:54: Ja wenn es der Kunde schon bemerkt, dass man ruhiger wird.
00:29:57: Genau
00:29:58: ja!
00:29:58: Ganz herzlichen Dank dir sowohl für den Einblick in deinen persönlichen Zugang zur Achtsamkeit als auch in eure Strategie bei der Boston Consulting Group.
00:30:06: Ich wünsche dir Nicht nur in deinem Haus am See, sondern natürlich auch bei der Arbeit.
00:30:11: Weiterhin viel Erfolg!
00:30:13: Freu mich wenn wir uns nach der Zeit noch mal persönlich über den Bildschirm sehen.
00:30:17: definitiv und ganz herzlichen Dank für den Einblick und das Teilen.
00:30:21: Danke Marina hat mir Spaß gemacht.
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