Weltbild: Was uns blind macht | #Achtsamkeit 🧘🏼♀️
Shownotes
INSPIRATION | Auch wenn uns einige Ansichten heutzutage als selbstverständlich erscheinen, in der Regel dauert es lange, um Weltbilder zu verändern. Warum wir nicht sehen, was wir nicht sehen wollen und wie Achtsamkeit uns hilft, unsere Sichtweise offen zu halten, erklärt Marina Löwe in dieser neuen Folge von “Make it Mindful”. Du erfährst... …wieso es lange dauert, um Sichtweisen zu verändern …wie Algorithmen uns immer mehr in unserer kleinen Blase halten …was Achtsamkeit mit einer offenen Sichtweise zu tun hat …warum Aufmerksamkeitslenkung so wichtig ist ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Achtsamkeit: Tief durchatmen und in den Bauch horchen! Auf deinem Weg in ein achtsameres Arbeitsleben begleitete dich bei uns regelmäßig Marina Löwe. Von ihr erfährst du in verschiedenen Folgen, welche Potenziale in dir stecken, wenn du Achtsamkeit als Haltung in deinen Berufsalltag integrierst. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Marina Löwe, __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00)Vorstellung und Einführung ins Thema (00:01:37)Der Urknall oder: So ändert sich ein Weltbild (00:03:35)Welche unterschiedlichen Strategien gibt es für den Aufbau unseres Weltbilds? (00:09:34)Warum sehen wir die Dinge nicht, die wir nicht sehen wollen? (00:12:20)Wie können wir unsere Sichtweise durch Achtsamkeit öffnen? (00:18:57)Praxistipps: Wertfreies Wahrnehmen und Offenheit __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns 👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu Make It Mindful, dem Podcast für mehr Achtsamkeit im Arbeitsleben bei Digital Compact.
00:00:15: Ist die Erde rund oder eine Scheibe?
00:00:19: Und wer dreht sich um wen?
00:00:21: Was wir über die Welt glauben hat sich im Laufe der Zeit immer mal wieder verändert.
00:00:25: Ich bin Marina Löwe Und starte heute mit dir mal ganz klein, nämlich dabei wie dein Weltbild aussieht und vor allen Dingen, wie fest es steht.
00:00:33: Von der Antike bis in die Gegenwart haben wir nämlich sehr unterschiedliche Bilder von der Welt und vom Kosmos gehabt.
00:00:39: Zum Beispiel gab's lange das geozentrische Weltbild.
00:00:42: also wir sind das Zentrum des Universums und die Sonne dreht sich um uns.
00:00:47: so sieht ja schließlich auch aus.
00:00:48: Sieht man, wenn man den Himmel anguckt?
00:00:52: Irgendwann wurde das Ganze abgelöst vom heliozentrischen Weltbild.
00:00:56: Da haben vor allen Dingen Copernicus und Galileo die Sonne als Mittelpunkt vertreten.
00:01:01: Mit der Erde, mit anderen Planeten, die dann um die Sonnen kreisen.
00:01:04: Dieses richtige Weltbild hat es aber schwer sich durchzusetzen denn die Kirche hat absolut um ihren Einfluss gefürchtet wenn der Mensch dann doch nicht der Mittelpunkte der Dinge ist.
00:01:16: Das war absoluter Widerspruch der Erfahrungen und des Glaubens, den man damals brauchte auch um die Dinge in Ordnung zu halten.
00:01:23: Die Veränderung unseres Weltbildes war aufgrund der starken Auswirkungen auf die gesellschaftliche Ordnungen Entscheidungen
00:01:29: usw.,
00:01:30: keine reine Abfolge von.
00:01:32: hier gibt es die Zeit, in der das eine Weltbild gilt und dann kommt die Zeit in der plötzlich das neue Weltbild geht.
00:01:38: Es gibt ein ganz cooles Buch von Simon Sing.
00:01:41: Das ist Big Bang, der Ursprung des Kosmos und die Erfindung der modernen Naturwissenschaft.
00:01:46: Sami Zing ist englischer Autor- und Wissenschaftsjournalist und zeigt auf dass es eher ein Prozess von konkurrierenden Wahrheiten war wo dann eben die eine Wahrheit eine ganze Zeit lang neben der anderen Wahrheit noch gestanden hat.
00:01:59: wenn du mal überlegst das noch im neunzehnten Jahrhundert also im Jahr nineteen Hundert selber Ein sehr geordnetes Weltbildgeherrsch, an dem klar war, dass der Kosmos ewig ist und unveränderlich existieren wird.
00:02:11: Da war das ein Riesensprung zu diesem Big Bang-Gedanken!
00:02:14: Und die Theorie vom Urknall ist tatsächlich auch erst im zwanzigsten Jahrhundert entstanden.
00:02:18: Grundlage kam mit durch Albert Einstein?
00:02:22: Denn als er die Relativitätstheorie entwickelt hat... ...hat sich darauf aufbauend die Idee entwickelt, dass unser Universum sich anscheinend ausdehnt.
00:02:31: Das war dann in den Zwanzigerjahren.
00:02:33: Als dann noch Astronomen entdeckt haben, dass sich die Galaxien tatsächlich mit sehr hoher Geschwindigkeit voneinander fortbewegen und unser Universum expandiert war klar ... Warte mal, da muss es auch einen Anfang gegeben haben.
00:02:45: Der Astronom Fred Heul prägte dafür damals hat er's noch eher im Scherz gemeint weil das selber nicht ganz geglaubt hat den Begriff Big Bang.
00:02:53: Heute gibt's noch die passende Serie dazu.
00:02:55: Es dauerte aber wirklich bis Ende des letzten Jahrhunderts, bis sich diese Urknalltheorie als gesichert durchgesetzt hat.
00:03:04: Heute ist dieses Weltbild für viele gesetzt.
00:03:07: Die Geschichte zeigt uns allerdings, dass es auch hier für andere parallele Wahrheiten immer Raum gibt!
00:03:14: Die Frage in Bezug auf unsere Sicht auf die Welt ist also häufig welches Weltbild sich dann tatsächlich durchsetzt oder durch welches weltbild wir geprägt wurden sei es durch deine Kultur und der du aufgewachsen bist durch soziale religiöse oder wissenschaftliche Bildung die wir erfahren haben.
00:03:32: Damit dreht sich auch unser Weltbild.
00:03:36: Und wenn es um unser Weltbuild allgemein gibt, dann gibt es zwei mögliche Strategien wir damit umgehen.
00:03:41: Das eine ist Ausbeutung und das andere ist Erkundung.
00:03:46: Was heißt ausbeutungen?
00:03:48: D.h.,
00:03:48: dass du vorhandene Fähigkeiten Technologien oder Geschäftsmodelle optimierst und verfeinerst.
00:03:53: Die Lienphilosophie der kontinuierlichen Prozessoptimierung ist dafür das klassische Beispiel.
00:03:58: Du nimmst was und verbesserst es fortlaufend.
00:04:01: Die Reduktion der Verschwendung wie Wartezeiten, Leerfahrten etc.
00:04:06: Das hat sich gerade bei standardisierbaren Produkten als super wirkungsvoll gezeigt und zu drastischem Preisverfall geführt.
00:04:13: Gerade beim Massenprodukten.
00:04:14: nehmen zum Beispiel Kleidungen... Auto oder auch ein Kunststoffrohr, so einen Metakunststoffroher für Fußbodenheizungen zum Beispiel.
00:04:21: Der hat vor ca.
00:04:23: dreißig Jahren noch ungefähr vierzig Cent Marge eingebracht und heute sind es vier Cent pro Meter.
00:04:27: Das ist also nicht nur den drastischen Preisverfall über den sich der Kunde freut sondern ab einem gewissen Punkt auch noch einen drastischem Einbruch der Marge.
00:04:36: daher brauchst du eine weitere Strategie auf Unternehmensebene.
00:04:40: Wir werden gleich sehen dass das auf der persönlichen genauso ist.
00:04:43: die Erkundung Hier geht es um das Experimentieren mit innovativen Alternativen.
00:04:48: Also Video Streaming, zum Beispiel bei Netflix hat die Videotheken verdrängt, die Digitalkamera ist im Film und neue Bau- und Heizungsweisen machen der klassischen Fußbodenheizung schwer.
00:05:00: Inzwischen ist der größte Preisanteil eher der Handwerker, der den Rohr verlegt als das Rohr selber.
00:05:05: Diese beiden unterschiedlichen Strategien Ausbeutung und Erkundung unterscheiden sich auch noch deutlich in unserem Gehirn.
00:05:12: also Ausbeuchtung Das heißt Vorfreude und Belohnung.
00:05:16: Das fühlt sich ja auch gut an, wenn du mit einer angenehmen vertrauten Tätigkeit weitermachst.
00:05:22: Also du bist schon gut in irgendwas zum Beispiel im Ungarmin im bestimmten System, im Auswerten von Daten und findest einfach nur immer bessere Wege das umzusetzen.
00:05:32: Dass erkunden hingegen setzt absichtliche Konzentration voraus.
00:05:36: Da brauchst du wieder die schon viel genannten exekutiven Zentren des Gehirns also alles was vorne Im präfrontalen Cortex sich abspielt, hinter deiner Stirn und auch die gesamten Areale für die Aufmerksamkeitssteuerung.
00:05:51: Und diese Konzentration zieht echt Energie!
00:05:55: Dazu gibt es übrigens ganz spannenden Input immer von Daniel Goldman in Konzentriert euch wenn euch das mehr interessiert.
00:06:02: Wir brauchen kognitive Anstrengungen um neue Wege zu gehen.
00:06:06: Neue Denkmuster- und Handlungsweisen zu etablieren Ist wie Muskelaufbau oder Marathonlaufen Machte in der Regel nicht mal eben so.
00:06:16: Und unsere Disziplin ist genau wie der Muskel, der bei zu viel Belastung und zu wenig Training schlappen macht.
00:06:23: Das erklärt dann auch warum wir unter Stress die Tendenz haben im alten Verhaltensmuster zurückzufallen.
00:06:27: Egal, wie sehr uns bewusst ist dass das gerade ungünstig ist!
00:06:31: Dieses alte Verhaltensmuster ist der Default.
00:06:34: Die Ad ist hinfällig, die Pausen zum Sortieren der Prioritäten das regelmäßige Sporttraining.
00:06:39: je mehr kognitive Anstrengung auf anderen Gebieten gefordert ist desto größer ist das Risiko dass wir neue Routinen wieder sausen lassen.
00:06:47: dazu gibt es eine Studie die relativ simpel ist aber ich finde sie sehr beispielhaft für das was bei uns passiert.
00:06:54: dafür gibt's ne recht Banale, aber eindrucksvolle Studie die ganz gut aufzeigt was da abläuft.
00:06:59: In einer Studie bot man den Probanden Radieschen und Schokokekse an bzw.
00:07:04: die eine Gruppe durfte sich frei bedienen Die andere durfte die Radieschien.
00:07:09: erst mal musste die Kekse liegen lassen.
00:07:11: Wer den Keksen widerstehen musste, gab in einer unlösbaren Knobelaufgabe deutlich früher auf als diejenigen, die sich frei bedienen konnten.
00:07:18: Also du merkst da wo ich die Disziplin brauchte um von den Kekschen weg zu bleiben?
00:07:23: Da war dann nicht mehr genug Konzentration für die schwierige Aufgabe.
00:07:26: Vielleicht bist du das schon weiter vielleicht kennst es aber auch diese Tendenz bei bestimmten Aufgaben irgendwann durchs Büro zu pilgern Auf der Suche nach Kekse oder Schokolade.
00:07:36: Vielleicht ist es einfach nur schlicht der Zucker der uns an den Sachen dran hält.
00:07:41: Aber es geht darum, darf ich mir bestimmte Dinge erlauben und zulassen oder muss ich mich da schon zusammenreißen?
00:07:48: Dann habe für andere Felder keine Disziplin mehr überall.
00:07:51: Diese Disziplinen brauchen Führungskräfte heute auch viel mehr als früher.
00:07:55: Denn eine der relevantesten Funksaufgaben ist die erfolgreiche Aufmerksamkeitslenkung und findet auf so vielen Ebenen statt, wohin denke ich die Aufmerksamkeit meines Teams?
00:08:04: Wohin denke Ich die Aufmärksamkeit meiner Vorgesetzten?
00:08:07: Wo hin die Aufmecksamkeit meiner Kollegen?
00:08:09: Welche Geschehnisse im Außen-, Im Umfeld-, Auf dem Markt gucke ich mir an?
00:08:14: Auf welchem Markt welche Produktentwicklung richten wir unseren Fokus?
00:08:17: Welcher Kundenbedürfnisse und Probleme fokussieren wir zu... erst, wie viel gucken wir auf die Stakeholder?
00:08:22: Wie viele auf die Konkurrenz?
00:08:23: Wie viel auf die eigene Kultur unserer eigenen Prozesse damit das besprechbar wird und wer handelt.
00:08:28: Wird dir
00:08:28: schwindlig?".
00:08:29: Es wäre nachvollziehbar!
00:08:31: Weil es so viele Ebenen gibt, auf die wir gleichzeitig gucken können und die Informationen mit so einem Tempo kommen – es ist ja nicht mehr so dass du heute auf Reports wartest oder auf einen Geschäftsbrief der zurückkommt per Post und dann erst reagieren kannst sondern das kommt teilweise im Minutentakt rein.
00:08:50: Und diese gleiche Führungsaufgabe fällt auch unserer persönlichen Exekutive im Gehirn zu.
00:08:57: Also wie steuern wir, worauf wir unsere persönliche Aufmerksamkeit richten?
00:09:02: Ausbeuten erfordert Konzentration und das Erkunden erfordrt Aufgeschlossenheit.
00:09:09: Steve Jobs hat mal so schön gesagt, focusing is about saying no!
00:09:13: Ich sage exploration is about say yes Denn wenn du dich fokussierst, musst du Dinge auswählen die du bewusst liegen lässt.
00:09:20: Wenn du erkundest geht's darum zu vielen Dingen auch mal Ja zu sagen, auch wenn sie dir am Anfang abwegig erscheinen das mal im Raum stehen zu lassen oder sogar einzutauchen und zu sagen okay das ist mir wert.
00:09:32: hier such ich mal rum und guck wo es hingeht.
00:09:35: dabei gibt es ein großes Problem.
00:09:37: Es gibt Dinge die wir nicht sehen wollen da Sie unserem Weltbild widersprechen Und weil sie weh tun.
00:09:45: Denn wenn mir was Angst macht und ich es nicht begreifen kann, dann darf's nicht sein.
00:09:52: Es ist auch ein schönes Zitat aus dem Film, Orton hört einen Hum.
00:09:59: Alles, was wir nicht beweisen können, alles, was zu sehr an unsere Überzeugung rüttelt, das wird weg
00:10:06: ignoriert.".
00:10:07: Das liegt unter anderem daran, dass Gefühle der Leitfaden unsere Aufmerksamkeit sind.
00:10:12: Negative Gefühlen lassen uns sehr gerne vom Kuma abwenden, sodass wir die Dinge, die wir nicht sehen wollen dann auch tatsächlich nicht sehen.
00:10:20: Ganz abgefahrenes Beispiel vom Leiter eines Finanzinstituts.
00:10:23: Der hatte eine Studienauftrag gegeben in der er herausfinden wollte was die Erfolgsfaktoren seiner Finanzberater sind.
00:10:30: das dumme ist nur er wollte die Ergebnisse nicht wirklich wissen Denn um sich nicht mit den Widersprüchen zu seinem eigenen Weltbild auseinandersetzen zu müssen, hat der Finanzleiter die Studie einfach abgetan.
00:10:42: So nach dem Motto, ich wusste ja eh, dass da nichts
00:10:43: rauskommt.".
00:10:44: Die Studie hat nämlich leider aufgezeigt, das es keine Erfolgsfaktoren gibt!
00:10:48: Wenn man sich mal alle harten Daten angeguckt hat und die Auswertung über so viele Jahre war's bei den Beratern eine reine Frage des Glücks-undes Zufalls.
00:10:56: Es gibt keine effektive Beratungen.
00:10:58: Dann kannst du genauso gut einen Affen oder ein Frosch fragen.
00:11:01: In dem Fall war es tatsächlich so, one time you win.
00:11:04: One Time You Lose.
00:11:06: Es war ein reines Würfelspiel!
00:11:08: Die Boni die er gezahlt hat waren also auch der reine Blödsinn.
00:11:10: Sie haben maximal die Motivation der Vertriebler angeheizt oder der Berater aber sie haben nicht das Ergebnis beeinflusst.
00:11:18: Ist natürlich nicht unbedingt was was du gerne hören willst wenn dein komplettes Unternehmen genau darum herum gestrickt ist.
00:11:25: Es gibt Dinge, in denen unsere Glaubenssätze und Weltanschauungen so fest verankert sind – und wir das auch so dringend brauchen für die psychologische Sicherheit -, dass wir ihre Widerlegung nicht ertragen können!
00:11:37: Denn dann kommt jemand und sagt «die Erde ist rund».
00:11:40: Und wir denken «ne, nee, nee», Moment mal.
00:11:43: Wie soll es gehen?
00:11:44: Dann würden ja einige auf dem Kopf stehen und von der Erde runterfallen.
00:11:49: Es ist auch klar, dass man nicht über den Rand der Erde hinausreisen darf.
00:11:54: Weil dann ist man ja für immer weg.
00:11:56: also ich habe mich verhaltensmäßig und überzeugungsmäßig ja komplett auf dieses Weltbild ausgerichtet Und das ist was an dem wir bis heute extrem stark festhalten Dinge die nicht wissenschaftlich bewiesen werden können die funktionieren oder existieren nicht und selbst wenn sie bewiesen wurden aber nicht zu unserer Überzeugung passen finden wir irgendwelche Gründe, diese Beweise zu ignorieren.
00:12:21: Achtsamkeit?
00:12:22: Das Thema um das sich der Podcast dreht gerade in der Form von Yoga ist zwei bis viertausend Jahre alt und Yoga an sich war vom Ursprung her die Wissenschaft zur Beherrschung des eigenen Geistes.
00:12:33: auf dem Weg zur Erleuchtung ging es erst mal darum unseren Geist zur Ruhe zu bringen.
00:12:38: und dass obwohl es damals noch nicht mehr Mobiltelefone und Social Media gab.
00:12:41: aber es brauchte die Wissenschaft und Beweise über Hirnscans um Meditationen und Achtsamkeitspraxis wieder mehr in den Fokus zu rücken.
00:12:48: Denn unsere heutige Gesellschaft braucht wissenschaftliche Beweise, damit sie in etwas folgt.
00:12:55: Und es brauchte auch die wissenschaftlichen Fundierung, damit.
00:12:58: Meditation und Achksamkeit ist inzwischen in den Arbeitsalltag der Konzerne wie zum Beispiel Google, IBM, SAP, Bosch, Boston Consulting Group einige Beispiele habt ihr in dieser Podcast-Reihe auch gehört, damit Sie's dahin geschafft haben!
00:13:12: Und wie beim Leiter des Finanzinstituts ist das aber oft nicht mal ausreichend.
00:13:17: Also Goldman beschreibt, dass ganz gut.
00:13:19: warum das so ist.
00:13:20: wenn Gefühle der Leitfaden unserer Aufmerksamkeit sind und Aufmerksamkeit sich gerne vom unangenehmen abwendet Dann ist nachvollziehbar, dass diese negative Konzentration zu Entmutigungen und Abwendung führt.
00:13:32: Also wenn unsere Kummer-Gehirnzentren die Herrschaft übernehmen richtet sich unsere Konzentation auf den Kummer selbst und auf die Frage wie man diesen Kummer lindern kann.
00:13:42: Wir sehen uns dann danach ums auszuklinken.
00:13:46: Mein absolut tragisches Beispiel dazu ist ein Seminar in dem wir vor hundert Leuten Aufstehen und einen Dialog haben konnten Und die beiden Seminalleiter haben mit mir dieses Gespräch geführt.
00:14:01: Irgendwann sagte die Leiterin, ja Marina das ist so und so.
00:14:06: Dann habe ich schon gehört aber dann saß sie in den Stopp.
00:14:11: du hast mich nicht zugehört.
00:14:13: Ich so doch hab' ich schon!
00:14:15: Du hast gerade ABC gesagt und sie so eine Frage in die Runde.
00:14:23: Ist das was Marina verstanden hat?
00:14:24: Das was ich gesagt habe?
00:14:26: Nein.
00:14:27: Hat sie es noch mal gesagt?
00:14:29: Ich so, ja, ist das was ich gerade gesagt habe!
00:14:31: Wieder hundert Leute die um mich rum den Kopf schütteln.
00:14:34: Wenn das Hundert Leute machen dann ist dir klar dass sind nicht die anderen die Geisterfahrer sind.
00:14:38: Das bist du.
00:14:40: Also hat sie in die Runde gefragt wer von euch kann nochmal wiederholen Was Marina grade nicht hören will?
00:14:45: und übrigens danke Marina dass du's grad allen zeigst.
00:14:48: Das ist das, was passiert wenn wir Dinge nicht hören wollen weil sie zu unangenehm sind.
00:14:53: So wow okay Damte Axt Was wartet da jetzt auf mich, was ich nicht hören will?
00:14:59: Und als es aus der Gruppe noch mal wiederholt wird, dringt's auch zu mir durch.
00:15:03: Brauchtet drei Anläufe und jemanden, der mich sehr hart festgehalten hat damit ich zulassen konnte dass das durchdringt.
00:15:12: Ich merke in dem Moment auch warum ich das nicht gehört habe.
00:15:15: Es war eine sehr unangenehme Perspektive auf meine Lebenssituation.
00:15:22: Das ist genau der Prozess und vielleicht gibt es auch bei dir so Fälle, bei denen du dich erinnern kannst.
00:15:27: Ich weiß dass ich dieses Thema am Wochenende gerade im Freundeskreis noch mal hatte Und vielleicht findest du auch selbst Beispiele Denn ich kann mich an viele Coaching-Situationen erinnernen und auch Teamentwicklungen in denen es eh nicht war.
00:15:39: das brignandeste Beispiel dort war ein Standortleiter der menschlich Ein wunderbar angenehmer Mensch war wirklich sehr herzlich.
00:15:48: Das Unternehmen hat ihm spürbar am Herzen gelegen, das war eben wichtig dass es den Leuten gut geht.
00:15:53: Leider war ihm nicht klar, dass sein Verhalten diese Haltung nicht immer zum Ausdruck gebracht hat.
00:15:59: Ich habe in einer Übung jeden einzelnen der Führungskräfte im Führungsteam gefragt Was ist dein Bild von Führung, wie du gesehen werden möchtest?
00:16:08: Also findende Metapher oder ein Bild.
00:16:10: Und welches Bild möchteste auf keinen Fall repräsentieren?
00:16:14: Wie möchtes du auf keinen fall gesehen werden?
00:16:16: und in dem Bild, wie er auf keinen falls sein wollte hat er einen übergroßen Menschen gemalt der sich über einen sehr kleinen menschen stülpt und das war sein symbol für Micromanager.
00:16:30: ich möchte nicht über die leute drüber gehen um die zu sehr micromanagen.
00:16:35: Dann haben wir eine Übung gemacht, denn wir können wirklich immer eine sehr klare Meinung von uns haben.
00:16:40: Es ist aber was anderes das auch zu leben und in dieser Übung hab ich gefilmt mit seiner Erlaubnis.
00:16:47: Und was ich gefirmt habe war ein ... Okay!
00:16:51: Wer macht das hier?
00:16:52: Ich mach das nicht.
00:16:53: Ihr habt doch die Anweisung.
00:16:55: Warum macht ihr das
00:16:55: nicht?".
00:16:57: Das Spannende ist, als ich dann die Gruppe am Ende gefragt habe, was ist euch aufgefallen, es ist selbst dem Team ... nicht so deutlich gewesen, denn das war ja wie man ihn kennt.
00:17:08: Und dann habe ich das kurz zurückgespielt.
00:17:10: und weil wenn er sehr gute Vertrauensbasis hatten auch im Einzelcoaching war, dann hab' ich deine Erlaubnis... Auch ich frage nochmal nach, auch wenn wir das am Anfang des Workshops schon abgeklärt haben, hab' die Erlaubnissen dir das hier sehr klar vor der Gruppe zurückzuspielen?
00:17:24: Ja?
00:17:26: Obwohl mir das gerade Sorge macht, ist okay!
00:17:30: Ich frage mal dein Team.
00:17:31: Habt ihr irgendwas in die Richtung gehört, was sich angehört hat wie ... Wer macht das hier?
00:17:35: Ihr müsst doch jetzt!
00:17:36: Und warum macht ihr das?
00:17:38: Wer war das?
00:17:39: In dem Moment musste das gesamte Team so loslachen weil es jeder gehört hat.
00:17:45: Es hat aber keiner mehr infrage gestellt.
00:17:48: Das war eine charmante Reaktion des Standortleiders, wo er gesagt hat nein Nein, das ist bitte nicht wie ich mich gerade ... Das hab ich nicht gemacht.
00:17:58: Hab ich das so gesagt?
00:18:00: Ich habe eine Videoaufnahme, möchtest du's dir vielleicht angucken, weil ich übertreibe natürlich auch ein Stück weit.
00:18:05: Nein!
00:18:05: Du musst diese Videoaufnahmen auf jeden Fall löschen.
00:18:08: Das ist genau die Art von Führungskraft, die ich nicht sein will und wir haben mit dem Team sehr viel drüber gesprochen und dafür eine Riesenanerkennung und Wertschätzung ihm gegenüber dem Team, die Erlaubnis zu geben.
00:18:19: Ihnen in Zukunft immer dann... mit einem abgesprochenen charmanten Signal darauf hinzuweisen, wenn er wieder in dieses Verhaltensmuster rutscht.
00:18:28: Etwas was du überhaupt nicht sein willst wie du gar nicht wahrgenommen werden willst kann trotzdem genau das sein, was du tust und da braucht es eine persönliche Offenheit zuzulassen dass dir jemand diese unangenehmen Dinge auch spiegeln darf oder dass du vielleicht im Kleinen auch erst mal für dich selber anfängst danach zu suchen.
00:18:50: wo sind denn diese Felder?
00:18:52: In denen du ne ganz starke Überzeugung hast etwas ganz stark ablehnst.
00:18:57: Hier ein paar ganz konkrete Tipps, was du machen kannst.
00:19:01: Eine wichtige Grundlage der Achtsamkeitshaltung und Praxis ist es sich immer wieder klar zu machen dass es die eine Wahrheit nicht gibt.
00:19:10: Eine weitere wichtige Grundlager ist das wertfreie Wahrnehmen.
00:19:17: Wie sehen das die anderen?
00:19:19: Welche Argumente sprechen für Sichtweisen, die deiner widersprechen?
00:19:22: Und wie kannste diese Sichtweisen einnehmen ohne sie direkt zu beurteilen eher wie so'n entdeckerneues Landbetritt ohne dass er direkt sagt, was das denn für ein Scheiß.
00:19:33: Dazu kannst du in den kommenden Tagen noch mal überprüfen, wo beutest du dein Weltbild aus?
00:19:38: Indem du es nur weiter optimierst, verbesserst, verstärkst, Argumente dafür findest, dass alles so richtig ist wie du siehst und wo bist du noch offen Alternativen zuzulassen und zu erkunden?
00:19:49: Hier kommt auch nochmal unsere soziale Bubble ins Spiel!
00:19:52: Denn wenn der Algorithmus uns überwiegend Einträge und Artikel auf Google zeigt, die unserem Meinungsbild entsprechen – genau wie unser Facebook und LinkedIn-Kanal oder wo auch sonst du dich rumträgst.
00:20:01: Oder deine Nachrichten kann unsere Welt und unser Weltbild sehr eingeschränkt sein!
00:20:06: Wenn wir dann noch in sehr homogenen Teams arbeiten also wir teilen ähnlichen kulturellen oder auch sozialen Hintergrund bekommen wir schnell viel Bestätigung für unsere Meinung.
00:20:15: sie wird dadurch aber nicht wahrer... ...oder richtiger.
00:20:20: Such dir dazu einen ganz konkreten Bereich oder ein Thema, bei dem du merkst dass du eine sehr eindeutige Meinung hast.
00:20:26: Gerne auch über dich selbst!
00:20:28: Entscheidet dich dann wer dir sehr ehrliches Feedback geben kann und darf oder bei wem Du wirklich gewillt bist Argumente für eine alternative Sichtweise zu erkunden.
00:20:38: Wenn Du was liest was Deine Meinung verstärkt und Du denkst ja siehst Du wusst ich doch Dann guck mal bewusst nach Informationen zu Alternativen und beobachte gerne mal ganz wertfrei, was das mit ihr macht.
00:20:53: Ab welchem Punkt wird es unangenehm für dich?
00:20:57: Und was passiert wenn du das eine Weile zulässt?
00:20:59: Wir überprüfen das Ganze übrigens auch nochmal in den nächsten Einzelfolge und gucken uns neben unserem Weltbild dann noch unser Menschenbild genauer an!
00:21:07: Den Abschuss bildet heute Hermann Hesse.
00:21:09: Wenn jemand sucht, dann geschieht es leicht dass sein Auge nur noch das Ding sieht, das er sucht Dass er nichts zu finden, nichts in sich einzulassen vermag, weil er nur an das Gesuchte denkt.
00:21:22: Weil er ein Ziel hat.
00:21:24: Weil der vom Ziel besessen ist.
00:21:26: Finden aber heißt frei sein.
00:21:29: Offen stehen.
00:21:30: Kein Ziel haben!
00:21:33: In diesem Sinne bis zur nächsten Folge Make it Mindful.
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