Selbstorganisierte Teams | #Achtsamkeit 🧘🏼‍♀️

Shownotes

INSPIRATION | Die Komplexität unserer Arbeitsstrukturen verlangt danach, die Rolle von Führungskräften zu überdenken. Selbstorganisierte Teams zeigen, wie das gehen kann. Doch wie baut man ein solches Team auf? Und warum ist Achtsamkeit dabei so ein wertvolles Werkzeug? Marina Löwe und Prof. Dr. Marcel Hülsbeck vom WIFU geben Antworten. Du erfährst... …welche Rolle moderne Führungskräfte übernehmen …wie Entscheidungsprozesse in selbstorganisierten Teams ablaufen …wie selbstorganisierte Teams aufgebaut werden können …warum besonders die Anfangsphase beim Teamaufbau entscheidend ist …welche Elemente wichtig für Vertrauen sind ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Achtsamkeit: Tief durchatmen und in den Bauch horchen! Auf deinem Weg in ein achtsameres Arbeitsleben begleitete dich bei uns regelmäßig Marina Löwe. Von ihr erfährst du in verschiedenen Folgen, welche Potenziale in dir stecken, wenn du Achtsamkeit als Haltung in deinen Berufsalltag integrierst. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Marina Löwe, 👤 Marcel Hülsbeck, __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:00:56) Wie verändern sich Entscheidungsprozesse in modernen Teams? (00:06:32) Was ist ein T-Shaped Professional? (00:08:32) Wie arbeiten achtsame, selbstorganisierte Teams? (00:12:32) Wie hilft Achtsamkeit beim Aufbau selbstorganisierter Teams? (00:14:34) Darum brauchen wir in Deutschland ein neues Konzept der Führungskraft (00:17:50) Praxistipps für selbstorganisierte Teams __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns  👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Make It Mindful bei Digital Compact.

00:00:13: In der heutigen Folge unterhalte ich mich mit Professor Marcel Hülsbeck, er ist Akademischer Direktor an der WIFO am Wittner Institut für Familienunternehmen und Marcel Duas in Lehrstuhl für das Management von Familienunternehmensinn.

00:00:28: Marcel, wenn ich mich noch nicht so viel überfasst habe wie kannst du es in einfachen Worten zusammenfassen?

00:00:34: Das heißt selbst organisiertes Arbeiten.

00:00:37: Also erstmal vielleicht ganz kurz zum Hintergrund.

00:00:39: Die erste Idee oder die erste Erkenntnis ist, dass ich in ganz vielen Prozessen und Tätigkeiten und Aufgaben heutzutage eine eigene Expertise mitbringen, ein eigenes Expertenwissen mitbringe, das eben sozusagen aus der Hierarchie und von der Chefebene gar nicht mehr überprüfbar ist.

00:00:55: was tue ich eigentlich?

00:00:56: Also wenn ich in einer hinreichend komplexen Organisation arbeite, kann das Management eben nicht mehr überprüfen.

00:01:01: und arbeite ich gut oder schlecht.

00:01:03: Die Ausreise natürlich schon, wenn jetzt jemand ganz dach nix tut schon aber...

00:01:07: Ich muss Konzepte entwickeln.

00:01:08: zum Beispiel wie willst du messen ob ich das jetzt schnell gemacht habe?

00:01:11: Oder weniger schnell?

00:01:13: Genau!

00:01:13: Ich weiß nicht genau wie effizient.

00:01:15: Ich hab dann einen Mitarbeiter der macht drei Konzepten die Woche.

00:01:18: Die sind mittlerweile mittelmäßig und da habe ich eine Mitarbeiterin die macht ein Konzept für zwei Wochen.

00:01:23: Das ist aber top.

00:01:24: Da muss ich fragen, was ist mir lieber?

00:01:27: Wenn nicht als Führungskraft denn unterscheiden könnte.

00:01:29: Was ein gutes Konzept von einem Mittel und guten Konzept unterscheidet.

00:01:33: Weil ich wahrscheinlich nicht dieselbe Ausbildung im Hintergrund habe wie diese Experten.

00:01:38: Das sozusagen die erste Ebene.

00:01:39: Die zweite Ebene ist dass sich unsere Aufgaben und Tätigkeiten in Richtung entwickeln das ich gar nicht von vornherein sagen kann... ...was soll denn hinten rauskommen?

00:01:49: Also früher hab' ich gefragt Wie gut hast du deine Aufgabe erfüllt?

00:01:53: Und heute muss ich auftragen, vor welcher Aufgabe stehe ich hier überhaupt.

00:01:57: Also ich muss die Aufgabe quasi selber mitkriegen weil ich sehe vielleicht ein Problem das wir noch nie gelöst haben und da muss sich selber sozusagen den Weg oder den Prozess und das Ziel selber definieren zu sagen okay dass ist jetzt adäquat um dieses problemen zu lösen.

00:02:09: so der dritte punkt.

00:02:10: wenn wir über das individuum hinausgehen.

00:02:12: es ist ja das aufgrund dieser komplexität der herausforderungen und der neuheitigkeit von Herausforderung Die einzelne oder der Einzelne oft erüberfordert ist nicht nur mit der Stundenkapazität, sondern weil ich ganz viele Dinge zusammenbringen muss.

00:02:28: um was Neues zu kreieren.

00:02:30: Also wenn ich in der Produktentwicklung bin, dann brauche ich irgendwie einen Ingenieur und dann braue ich eine aus der Produktion, den man sagt geht das auch.

00:02:36: Dann brauche Ich mit Außenmarketing, der mir ausrichtet wie viel es kosten darf, dann bräuchte ich noch ein Designer und Künstler...

00:02:41: Und noch die Rechtsabteilung, die ihr lacht wieder für den Lizenzen-

00:02:44: und Marktdurchdringungen

00:02:46: und so weiter, wo du da achten musst Steuerexperte.

00:02:49: Ja

00:02:49: und ich meine so ein interdisziplinäres Produktentwirkungs Team ist ja ein schönes Beispiel dafür Dass ich weiß, also der Künstler kann jetzt dem Juristen nicht sagen.

00:02:57: Das war der falsche Paragraf.

00:02:59: Der Jurist kann den Künstlern nicht sagen

00:03:01: immer

00:03:02: echt der Blauton und ist das dein Ernst?

00:03:05: Also das ist fachlich nicht einschränzbar.

00:03:07: Das heißt er arbeiten ganz viele Leute miteinander auf lateraler, auf Team-Ebene aber auch in der Hierarchie die gegenseitig keinen Einblick darin haben können.

00:03:16: was tut der andere den ganzen Tag?

00:03:18: Was ist eigentlich gut für den

00:03:19: anderen?

00:03:19: Also da hast du ja das klassische Beispiel von den Weisen, die ausgeschickt werden um den Elefanten anzugucken.

00:03:24: Der eine hat ein gutes Bein was er untersuchen kann der nächste den Rüssel, der dritte des Ohr.

00:03:28: jetzt unterhalten die sich und denken wir reden gar nicht vom gleichen Teil Und der Chef ist derjenige der vielleicht den ganzen Elefant früher gesehen hat aber von ganz weit weg und somit nicht scharf.

00:03:37: Jetzt ist die Frage wer trifft denn jetzt die Entscheidung?

00:03:39: Wer sagt was da steht und wenn man damit lang geht

00:03:42: Genau ne und da könnte ich dir jetzt Wenn ich das dürfte, könnte ich dir der schöne Beispiele von einem Automobilbauer nennen mit dem ich mal gearbeitet habe.

00:03:50: Das mache jetzt mal hier nicht und man kann schon sehen wie die Qualität im Team war und wie die Kualität des Modells des Autos war dass sie hinterher rausgekommen ist.

00:03:58: da gibt es eigentlich wenn man da intern ein bisschen mitgearbeitet hat eine gewisse Korrelation das heißt die Tatsache wie die miteinander arbeiten ob die ins Gespräch miteinander kommen ob das möglich ist ganz klare Auswirkungen auf die Produktqualität, das Endprodukt ohne dass sie das vorher geplant hätten.

00:04:14: Keiner plant ich mache ein mittelgutes oder sehr gutes Auto sondern die meisten vollen sehr gute Autos bauen.

00:04:19: Das heißt erstens natürlich dass die Frage wer darf eigentlich was entscheiden?

00:04:27: und wird diese Entscheidung auf einer individuellen Ebene getroffen oder auf einer Team-Ebene, welche Formen von Entscheidungen sollen auf diesen Ebenen liegen.

00:04:34: Das muss erst mal neu definiert und ausgehandelt werden.

00:04:37: Wenn der Jurist sagt mir gefällt die Farbe nicht der Designer ausgesucht hat dann würde ich nicht abstimmen lassen.

00:04:42: dem gefällt Die Farbe hinterher.

00:04:44: das ist ein Problem wo ich sagen muss du hast Expertise in dem was ästhetik ist was Leute wollen.

00:04:50: entscheide Du über die farbe genau wie der Vertrieb dem Juristen nicht sagen wird.

00:04:55: also die Klausel lasse wir aus einem vertrag raus.

00:04:57: die stört uns im verkaufsprozess.

00:04:59: Also das wird nicht passieren.

00:05:01: Es gibt andere Dinge, wo viel Wissen zusammenfließen muss.

00:05:03: Selbstorganisation heißt übrigens nicht dass das Ganze jetzt hier archielos oder führungslos wird weil ich das gerade bei ganz vielen jungen Leuten sehe die auch bei uns Forschung promovieren wollen.

00:05:13: alle wollen die basisdemokratische Organisation.

00:05:16: Das ist aus meiner Sicht auch wenn der Vergleich geköpft werde Die schlechteste aller Möglichkeiten Weil natürlich Alle Prozesse alle Entscheidungen in einem so diversen Team aufzuhandeln unglaublich aufwendig ist und damit er auch unglaublich lange dauert.

00:05:31: Und das auch Zeit ist, die ich in der Regel nicht habe wenn ich an einem relativ dynamischen Markt bestehen will.

00:05:36: Ich kann also nicht alles in letzter Konsequenz ausdiskutieren.

00:05:39: Was du gerade gesagt hast bedeutet ja eher ich lasse gewisse Entscheidungskompetenzen bei den Fachexperten aber lege Grundsatzentscheidungen als die großen Eine alleine nicht entscheiden kann, die lege ich zurück in eine Diskussion im Team.

00:05:55: Ja es geht noch weiter.

00:05:58: Die Entscheidungen in diesem Team müssen eigentlich schon alle getroffen sein bevor das Team anfängt zu arbeiten.

00:06:04: Das hört sich jetzt paradox an.

00:06:06: was ich damit meine ist.

00:06:07: Die müssen am Anfang ein gemeinsames Wertesystem aufbauen und auch eine gemeinsame Wissensbasis auch daraus gemeinsame, geteilte, kognitive Schemata entwickeln.

00:06:21: Damit der Designer weiß, der Jurist hat im Geiste dessen was dieses Team machen wollte seine Entscheidung getroffen und deswegen kann er darauf vertrauen ja?

00:06:30: Und deswegen reicht es eben nicht mehr.

00:06:31: nur also was wir alle wissen Wir brauchen heutzutage Individuen die eine starke Fachexpertise haben Also die ganz tief reingehen Die auf der anderen Seite aber auch natürlich die Randbereiche mit denken können Also der berühmte T-Shaped Professional, wie man das so schön im Personalwesen heutzutage sagt.

00:06:47: Das heißt ich muss eine gewisse Breite haben und mit anderen sprechen zu können.

00:06:50: Ja also wenn unsere Studierenden hier irgendwie Data Science lernen müssen oder programmieren dann nicht weil ich glaube dass die Programmierer werden sondern weil ich Glaube dass wir mit Programmierern zusammenarbeiten werden und dass sie gemeinsam Sprache sprechen könnten müssen.

00:07:04: Und wenn ich das Team beim Sammen habe dann muss ich eine gemeinsame Wissensbasis schaffen.

00:07:08: D.h.

00:07:08: Ich muss diese Leute auch gemeinsam ausbilden.

00:07:10: Da gibt es auch schöne Untersuchungen zu.

00:07:12: Die zeigen, wenn so ein Team irgendein Kurs gemeinsam durchläuft können die hinter mehr, auch wenn dieser Kurs gar nichts mit dem zu tun hatte was dort ursprünglich bewollt war in dem Team.

00:07:22: und dann muss dieses Team in der Anfangsphase das sind jetzt wieder Binsen-Weißheiten aus den Sechzigerjahren über Teamphasen und Prozesse spreche.

00:07:29: aber das Team muss sich in der Anfangspase die Zeit nehmen gemeinsam an solchen kompetiven Schema da zu arbeiten Und da werden wir dann auch bei so einer Form von Gruppenbasierter Mindfulness aus ein Stück weit.

00:07:41: Ich kann ja auch Team-Training aufbauen, dass die Leute ins Gespräch miteinander kommen und wissen was ist in dieser Gruppe adäquat?

00:07:47: Was ist hier nicht adäqat?

00:07:48: So wenn ich weiß, dass alle anderen ein ähnliches Mindset haben wie ich einen ähnlichen Zielvorstellung Dann muss ich eben auf Gruppenebene nichts mehr entscheiden weil ich genau weiß meine Kollegin hat das Entscheidung getroffen und ich kann darauf vertrauen, dass sie die besten Wissen und Gewissen getroffen hat.

00:08:07: Da werden immer noch Dinge überbleiben, die man ausdiskutieren muss.

00:08:09: Und das ist dann auch ein Punkt vielleicht noch wo dann jeder für sich merkt hey dass es eine Entscheidung liegt jetzt in meinem Bereich Die kann ich gar nicht alleine treffen.

00:08:19: Aber ich habe hier die Sicherheit die anderen Fragen zu können ohne dass sie mich gleich wie blöd halten.

00:08:23: Ja auch die Form von Selbstorganisationen sein Dass jemand sagt immerzu Ich brauche mal einen Rat von euch Auch wenn er aus anderen Bereichen kommt damit ich einen neuen Blick auf die Dinge

00:08:31: kriege.".

00:08:32: Das ist ja das, warum Vertrauen so als Elementar gilt.

00:08:35: Was für viele noch schwer nachverziehbar ist, da ist nicht das Vertrauen, ach, ich kenne den Marcel und kann oft vertrauen, dass er sowieso so ein So-Tick, sondern das Vertrauen, dass ich sagen kann, Marcel... Ich bin mir gerade unsicher!

00:08:45: Ich habe vielleicht kein eindeutiges Gefühl dazu, ob ich jetzt links oder rechts gehen sollte.

00:08:50: Können wir uns mal dort austauschen?

00:08:51: Oder ich krieg es alleine grade nicht hin.

00:08:55: Ende meiner Kapazitäten oder meiner Fachexpertise und nur wenn ich das offen aussprechen kann im Team verhindere, dass am Ende alle so getan haben als ob alles okay ist.

00:09:04: Und dann hast du ein Modell auf der Straße zum Beispiel beim Autobauer ja fast der Qualität die du dir vorgenommen was am Anfang gar nicht entspricht.

00:09:12: also wenn ich dich richtig verstanden habe dann heißt selbst organisiert arbeiten für dich gar nicht das das team alle Entscheidungen gemeinsam trifft, sondern es geht im Gegenteil darum am Anfang des Investments zu machen als Team und zu sagen wie können wir uns auf gemeinsam geteilte kognitive Schematter einfinden.

00:09:29: So dass wir ein gemeinsames Verständnis davon haben.

00:09:31: wozu sind wir da?

00:09:33: Was ist die gemeinsamen gesetzte Zielrichtung und das gemeinsame Verständnissen von miteinander umgehen und Entscheidungsfindung?

00:09:40: Und dann bin ich als Fachexperte auch in meinen Entscheidungen freier zu sagen Ich kann die zwar entscheiden Auch dann, wenn's entschieden werden muss.

00:09:48: Aber immer mit dem Blick auf das was wir im Team gemeinsam im Blick haben.

00:09:54: also ich treff sie ja doch nicht allein aber ich kauh'n nicht alles bis ins Detail durch

00:09:58: Genau ne?

00:09:58: Das ist ein spannender Punkt, dass es da gerade diese Ebene von Mindful Organizing oder Mindful Organizations die ja an solchen Teams erforscht wurde.

00:10:06: Also wenn ich einen OP-Team, einen Notfallteam in einem Schockraum habe und im Krankenhaus und da kommt jemand mit einem Verkehrsunfall mit Multitrauma rein dann treffen die keine Gruppenentscheidungen.

00:10:16: Die sagen nicht, ach du bist heute Chirurge und du bist alles Desist.

00:10:19: wer fängt jetzt mal an von uns?

00:10:21: Ja oder die arbeiten parallel an diesen Patienten?

00:10:24: alle wissen was sie zu tun haben ja alle wissen aber auch wenn es dem einen nichts gelingt gerade in Zugang zu legen weil er grad schon im siebenvierzigsten Dienststunde ist da nimmt der andere das und macht sofort weiter.

00:10:35: also diese Abstimmung die ja auch so ein bisschen auf implizitem Wissen Auf Bauchgefühl und auf Training ein bisschen basiert, die brauchen wir in dieser hohen Komplexität wirklich nur in solchen Teams wie Notfallmedizin oder irgendwelche literischen Spezialanheiten.

00:10:51: Aber ein bisschen was von dem zu wissen wer geht jetzt in Führung für diese Aufgabe?

00:10:56: Und wer gibt dir so Führungen wieder ab ohne dass ich das groß besprechen mache?

00:11:00: Dass es allen klar ist okay bei dem Punkt bist du der oder die beste.

00:11:04: deswegen solltest uns andere koordinieren.

00:11:06: Das ist glaube ich der Punkt auf den es dann runtergeworfen wird

00:11:09: Und das ist ja das, wo du sagst es ist auf keinen Fall führungslos.

00:11:12: Sondern im Gegenteil, es hat eigentlich eine wechselnde Führung nämlich je nachdem was gerade der Themen Schwerpunkt ist sollte derjenige die Führungen übernehmen, der in diesem Bereich gerade die größte Führungskompetenz hat

00:11:24: Genau.

00:11:24: und dann brauchst noch einen Der die Sonderaufgabe übernimmt, nämlich dass was dieses Team tut Rückzubinden an das was die Organisation eigentlich wollte.

00:11:33: Das ist dann in dem Punkt die klassische Führingsgraf wieder dieser Klammerzufreunde.

00:11:36: Wir wollten uns hier treffen um ein Auto zu designen Und rausgekommen ist ein Sofa.

00:11:41: Das ist ja ein schönes Sofa, aber wir sind kein Sofarhersteller!

00:11:43: Also da muss man immer ein bisschen genau gucken... Was ist eigentlich die organisationale Funktion dieser Führungskraft?

00:11:49: Die es da noch gibt?

00:11:50: Das ist für jemanden der dieses Team zusammenbringt, der dafür diese gemeinsame Wissensbasis, für eine werte Basis in den Moderationsprozess sorgt.

00:11:58: Der aber auch sagt irgendwann Achtung ganz toll was ihr da macht.

00:12:04: Aber unser Team hier ist keinen Selbstzweck Sondern wir sind alle hier, weil am Ende des Gesamtprozesses irgendein glücklicher Kunde stehen will.

00:12:13: Der gerne unser Auto fährt oder gerne unseren Jugend ist oder was man immer auch gerade tut und die Leute wieder konsequent auf die internen und externen Kunden, die dieses Team hat, wieder ausrichtet.

00:12:23: Also diese Verknüpfung wieder zum Ganzen herzustellen?

00:12:27: Genau!

00:12:27: Oder zum Sinn, wofür gibt es dieses Team eigentlich, wovon sind wir ja angetreten wenn ich jetzt selbst organisiert arbeite oder arbeiten muss selbst organisierter arbeiten will in Zukunft mit meinem Team.

00:12:40: Wie hilft mir jetzt Achtsamkeit zum Beispiel ganz konkret bei dem Schritt, ein gemeinsames kognitives Schema mit meinem team abzustimmen?

00:12:47: Also was ist so eine kleinstmögliche Maßnahme die ich starten kann um zu sagen okay wie sieht das praktisch aus achtsam an einem kognitiven Schema zu arbeiten?

00:13:00: Es gibt ja schöne Beispiele zum Beispiel, in die man eine Form von achtsamer Meetingkultur einführt.

00:13:06: Man kann einfach klar machen wir machen jetzt mal ein kleines Kommunikationstraining wie wollen wir eigentlich miteinander reden?

00:13:12: und immer wieder auch diese kann man ja auch einfache Achtsamkeitsbasierte Technik machen also dass man eine Minute innehält am Anfang bis alle da sind alle angekommen sind das man aber auch die Leute darauf trainiert sagen wir dazu Wir wissen vor uns mit Zusammenhang von Reizung und Reaktion Und wir können uns auch einen Bestimmen in der Gruppe darauf hinweist, da bist du jetzt aber relativ schnell von dem was die Kuläden gesagt hat zu einer Schlussfolgerung gesprungen, die dich vielleicht gar nicht gemeint hat.

00:13:41: Also Reizreaktionen im Sinne von es passiert war und ich reagiere automatisch?

00:13:46: Genau!

00:13:47: Ihr aus dem Marketing habt doch eh keine Ahnung.

00:13:50: Wir sind hier die produktive Abteilung.

00:13:51: wir müssen das zusammenschrauben.

00:13:53: Macht ihr mal weiter eure bunten Bilder.

00:13:56: Das wäre ein schöner Satz den man in solchen Teams schon mal gehört hat.

00:13:59: Sagen wir mal so.

00:14:00: Kommt vorhin!

00:14:00: Ja, das ist der Moment.

00:14:01: Was ist denn hier die Grundarme?

00:14:02: Wenn ich es nämlich schaffe dass dieses Team anders miteinander kommuniziert auf einer Haltung, die ich dann auch durchhalten muss.

00:14:10: Also ich kann natürlich solche Kommunikationstrainings auch einfach so als auch kommt macht ihr doch mal so ein Training machen.

00:14:17: nur durch dieses Tool wird's nicht besser.

00:14:19: Es bauen immer wieder auf der Haltung auf.

00:14:20: Das heißt eine oder eine der auch Macht in dem Team hat, der vielleicht schon Mindful Leadership praktiziert als Führungskraft sagt immer zu Ich möchte das mit euch ausprobieren.

00:14:30: Das heißt, es fängt natürlich erst mal mit dem Vertrauen in die Führungskraft an.

00:14:33: Ja?

00:14:34: Vertrauen... Wir sagen das oft so einfach vor uns hin.

00:14:37: Vertrauen ist ziemlich gut unterscheidbar und messbar.

00:14:40: Und ganz zwei zentrale Elemente von Vertrauen sind.

00:14:43: kann der das was er da sagt?

00:14:47: und zweitens meint er's gut mit mir.

00:14:51: Nur wenn diese beiden Dinge... Es gibt noch andere Aspekte aber das sind jetzt vielleicht nur für die Teams die wichtigsten Wenn ich bei meiner Führungskraft nicht das Gefühl habe dass es jemand ist, der wirklich mehr zugewandt ist und mich nicht nur manipulieren will damit er eben einen höheren ROI hat und seine Zielzahlen erreicht.

00:15:05: Er sagt okay ich kümmere mich um dich als Mitarbeiter das ist mir die Zugewandtheit zum Einzelnen.

00:15:10: ja.

00:15:10: und zweitens muss natürlich diese Führungskraft auch jemand sagen ja gut der ist schon oder die ist schon kompetent als Führungskraft.

00:15:18: Nur wenn ich die beiden Sachen habe...

00:15:19: Also nicht kompetent als Experte, sondern

00:15:22: kompetente als Führungskraft.

00:15:23: Genau das ist ja so ein klassisches deutsches Problem dass wir immer nur Experten fördern.

00:15:27: Der muss gar nicht in der Tiefe eher meine ganzen Inhalte verstehen per se, sondern seine Rolle ist er gerade in selbst organisierten Teams eine andere Review grade schon gesagt hat nämlich kann er unsere Ausrichtung als Team anbinden, an das größere Ganze.

00:15:41: An die Ausrichtungen der Organisation und kann in dem Prozess innerhalb unseres Teams mit im Blick halten steuern und uns fordern und fördern.

00:15:49: Genau dass erfordert ja eine ganz andere Qualifizierung als wir die gerade in Deutschland haben.

00:15:54: Der Klassiker ist ja wer von euch Ingenieuren ist am längsten dabei?

00:15:59: Ach du!

00:15:59: Ja Du bist hier der Neuer Abstandsleiter.

00:16:01: Herr Pfann oder die wollte das vielleicht gar nicht.

00:16:03: Der Audi-Di musste das aber vielleicht tun, weil es der einzige Karriereweg ist, den die Organisation mehr gibt.

00:16:08: Weil eben nur die hierarchische Karrierei vorgesehen ist und eine Karrière über Expertise vielleicht weniger.

00:16:14: Das heißt ich muss Leute anders koalifizieren, ich muss andere Leute einstellen... ...ich muss Leute an das Weiterbilden, an das Rekrutieren um diese Form von Führungskelfel zu kriegen.

00:16:23: Die müsste erstmal anspielbar sein mit dem was sie tun und zwar wie gesagt meinst du ist gut mit dir glaube ich deine Haltung.

00:16:29: Und wenn ich mit einem Anliegen zu dir komme könntest du das denn lösen?

00:16:32: Ich kenne auch ganz viele wohlmeinende Menschen, die dann auch ein Teamkonflikt nicht auflösen können weil sie eben nicht wissen wie man Konflikte auflöst.

00:16:38: Und wenn das Team dann sieht, auch guck mal... ...die ist zwar nett oder der ist zwar net... Der kann aber nix!

00:16:45: Dann kommen die eben auch nicht mehr.

00:16:47: Das heißt natürlich haben Führungskräfte eine ganz zentrale Funktion Die eben nicht mehr überwachen und strafen es Sondern Ansprechpartner anstüber zu sein für die Notwendigkeiten, die in dieser Selbstorganisation entstehen.

00:16:59: So und dann Wenn man die Leute dann ins Reden bringen kann, wie sie miteinander reden.

00:17:04: Dass auch nur Offenheit da ist.

00:17:07: Das wird jetzt Kanäle in Geschichten erzählen.

00:17:10: Aber ich kann sagen, dass meine Mitarbeiterin mir gegenüber mit ihren Anliegen teilweise sehr offen sind was mich als Führungskraft und sagt ja, müsstet ihr nicht irgendwie ein bisschen vorsichtiger sein in euren Anliegenden?

00:17:22: Und dann freut es mich aber, das sagt guck mal anscheinend bin ich so ansprechbar, dass Leute mit mir sprechen können.

00:17:27: Und das ist eigentlich der schönste, was einem passieren kann Wenn ein Mitarbeiter zu einem kommt und sagt, mein Lieber das und das passt mir hier nicht.

00:17:35: Weil sie die nix sagen da weiß ich nicht weil Sie zufrieden sind oder weil Sie schon aufgegeben haben.

00:17:39: Also eigentlich wenn du hartes Feedback bekommst von den Mitarbeitern herzlichen Glückwunsch.

00:17:43: anscheinend strahlst du aus dass man dir das sagen darf

00:17:46: Genau und dass ich dann auch hoffentlich in der Lage bin was dran zu ändern.

00:17:50: also ich nehme mal mit für selbst organisierte Teams macht ein ausreichendes Investment am Anfang in einen Abstimmen der geteilten kognitiven Schemata, nehmen wir euch da Zeit für.

00:18:01: Und das zweite ganz praktisch und konkret wie kann das aussehen?

00:18:05: ist der Fokus auf diese Reizreaktionsschemata also auf unsere Automatismen im Alltag wo rutschen wir in Stereotypen rein oder in ein automatisiertes Näderhaltechniks von bevor ich das einmal habe wegen lassen auszubrechen sich dar wirklich Zeit einzuräumen.

00:18:20: Das ist was, was am Anfang sehr merkwürdig und komisch anfühlen kann.

00:18:23: erfahrungsgemäß wenn ich das mit Teams mache Ist dass am Anfang so aus der Komfortzone raus weil in dem Moment bin ja nicht produktiv Ich sitze rum und jetzt kollektiv mit einem Team eine Minute in stille zu sitzen oder auch länger Und sacken zu lassen Kann am Anfang durchaus unbequem sein Weil da natürlich auch genau das passiert was passieren soll.

00:18:43: ich komme ins fühlen Ja also ich lass mal kurz sacken merke da arbeitet etwas nach.

00:18:49: dann kann es auch sein, dass ich merke wir sind jetzt gerade seit einer dreiviertel Stunde in eine ganz falsche Richtung gerannt.

00:18:55: Also es fühlt sich überhaupt nicht mehr stimmig an.

00:18:56: oder das wo ich grade nein gesagt habe.

00:18:59: wenn ich da eigentlich nochmal in Ruhe drüber nachdenke war das so ein automatisches Nein warum eigentlich nicht?

00:19:04: Ja also wäre das der Hinweis den ich von dir konkret jetzt mitnehmen würde auch für die Teams Wo schafft ihr euch diese Momente zum Innerhalten um genau dieser Ebene des Automatismus verlassen zu können?

00:19:17: und so seien Wir lassen das Mako jetzt sacken und wirken.

00:19:22: Und das könnt ihr jetzt auch!

00:19:24: Also herzlichen Dank, Marcel für den Einblick ins selbstorganisierte Arbeiten und wie das zusammenhängt mit Achtungkeit und warum meinst du es gerade auch in den Bereichen?

00:19:34: Gerade ein ganz großen Fuß in die Tür bekommt.

00:19:37: Ja vielen dank.

00:19:38: Herzlichen Dank.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.